O2D550 - Fotoelektrischer Sensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG O2D550 IFM
Betriebsanleitung
Objekterkennungssensor
O2D54x
O2D55x
Firmware: ab 1.22.9009
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
1.3 Rechtliche Hinweise 3
1.4 Open source information.... 4
2 Sicherheitshinweise 5
2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät 5
2.2 Fotobiologische Sicherheit 5
2.2.1 O2D540, O2D542 5
2.2.2 O2D544 6
2.2.3 O2D55x....6
2.3 Cyber-Sicherheit 7
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 8
3.1 Einsatzbereich 8
4 Funktion 9
4.1 Übersicht der Gerätefunktionen 9
4.2 Web Frontend 9
4.3 Triggern von Bildaufnahmen 10
4.3.1 Externe Triggerung 10
4.3.2 Interne Entprellung 11
4.4 Schaltausgänge 11
4.5 Interne Beleuchtung 12
4.5.1 O2D54x.... 12
4.5.2 O2D55x....12
5 Montage 13
5.1 Montagehinweise 13
5.2 Montage mit Klemmzylinder 14
5.3 Montage mit Dombeleuchtung 15
6 Elektrischer Anschluss 16
6.1 Anschlussbelegung.... 17
6.1.1 Umschaltung PNP/NPN 17
6.2 Maximale Stromaufnahme 17
6.3 Verdrahtungsbeispiel 18
6.4 Externe Beleuchtung.... 18
7 Installation.... 19
7.1 Firmware aktualisieren 19
8 Bedien- und Anzeigeelemente 20
8.1 Signalanzeigen 20
9 Inbetriebnahme.... 22
10 Parametrierung 23
10.1 Optik mit Multifunktionstaste fokussieren 23
10.2 Multifunktionstaste konfigurieren oder sperren 23
10.3 Optische Lokalisierung 23
11 Betrieb 24
11.1 Temperaturabschaltung 24
12 Fehlerbehebung 25
13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 26
13.1 Gerät austauschen 26
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Rechtliche Hinweise
© Alle Rechte bei ifm electronic gmbh. Vervielfältigung und Verwertung dieser Anleitung, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der ifm electronic gmbh.
Alle auf unseren Seiten verwendeten Produktnamen, Bilder, Unternehmen oder sonstige Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.
1.4 Open source information

Weitere Informationen zur Open source information unter: documentation.ifm.com.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät
Auf dem Gerät werden die folgenden Symbole verwendet. Die Hinweise beachten, um Gefährdungen zu vermeiden:

- Die elektrische Versorgung muss der IEC 61010-1, Kap. 9.4 – Energiebegrenzte Stromkreise entsprechen. (→ Elektrischer Anschluss ☐ 16)
- Fotobiologische Sicherheit für Geräte mit Risikogruppe 2 beachten. (→ Fotobiologische Sicherheit ☐ 5)
- Gerät der Schutzklasse III. Betrieb nur an PELV-Stromkreisen. (→ Elektrischer Anschluss 16)

2.2 Fotobiologische Sicherheit
Die Klassifizierung des Gerätes gemäß EN 62471 erfolgt für einen Abstand des Betrachters von der Lichtquelle von 200 mm für die ungünstigste Gerätekonfiguration (Farbe, Belichtungszeit, Bildrate). Unter anwendungsspezifischen Konditionen kann sich abhängig von der Einbausituation und den Geräteeinstellungen ein für den Betrachter abweichendes Risiko ergeben.
Der Systemersteller/Betreiber ist verpflichtet, eine Gefährdungsanalyse vorzunehmen und geeignete Maßnahmen zum Schutz von Personen zu treffen. Hierbei sind insbesondere auch nationale Vorschriften zu beachten. Mögliche Schutzmaßnahmen können Sichtschutzwände, gewährleistete Mindestabstände eines Betrachters, Zugangskontrollen, Schutzbrillen und Anwenderschulungen einschließen.
Es wird generell empfohlen, nicht direkt in die eingeschaltete Lichtquelle zu blicken. Auch bei Risikogruppe 0 (Freie Gruppe) können Blendungen oder Irritationen auftreten. Idealerweise wird das Gerät so montiert, dass kein direkter Blick in die Lichtquelle möglich ist.
2.2.1 O2D540, O2D542
Die Farbe der Beleuchtungs-LEDs kann zwischen Rot (625 nm), Grün (525 nm), Blau (453 nm) und Weiß umgeschaltet werden. Die Farbwahl gilt für alle LEDs gleichzeitig.
Das Gerät entspricht Risikogruppe 1 gemäß EN 62471:2008.
Um das Risiko für den Betrachter auf die Freie Gruppe (RG 0) zu vermindern:
▶ Bei Auswahl der blauen und weißen LED die in folgender Tabelle genannten Abstände zwischen Lichtquelle und Auge einhalten.
| LED Rot | LED Grün | LED Blau | LED Weiß | |
| Risikogruppe (RG) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gefährdungsabstand | --- | --- | 0,35 m | 0,30 m |
Tab. 1: Risikogruppenbezogene Gefährdungsabstände gemäß DIN EN 62471, Beiblatt 1
2.2.2 O2D544
Die Farbe der Beleuchtungs-LEDs kann zwischen Rot (625 nm), Grün (525 nm), Blau (453 nm) und Weiß umgeschaltet werden. Die Farbwahl gilt für alle LEDs gleichzeitig.
Die Beleuchtung wird stark gebündelt.
Das Gerät entspricht Risikogruppe 2 gemäß EN 62471:2008.
| RISK GROUP 2 |
| CAUTION: Possibly hazardous optical radiation emitted from this product. Do not stare at operating lamp. May be harmful to the eyes. |
Abb. 1: Hinweis auf dem Gerät zur Risikogruppe 2

VORSICHT
Lichtquelle der Risikogruppe 2
▷ Mögliche Schädigung der Augen bei längerem Blick in die LED-Lichtquelle.
▶ Längeres Blicken in die Lichtquelle vermeiden.
▶ Gefährdungsanalyse vornehmen und gegebenenfalls geeignete Maßnahmen zum Schutz von Personen treffen.
Um das Risiko für den Betrachter auf die Risikogruppe 1 oder die Freie Gruppe (RG 0) zu vermindern:
▶ Bei Auswahl der blauen und weißen LED die in folgender Tabelle genannten Abstände zwischen Lichtquelle und Auge einhalten.
| LED Rot | LED Grün | LED Blau | LED Weiß | |||
| Risikogruppe RG | 0 | 0 | 1 | 0 | 1 | 0 |
| Gefährdungsabstand | --- | --- | 0,35 m | 0,55 m | 0,30 m | 0,4 m |
Tab. 2: Risikogruppenbezogene Gefährdungsabstände gemäß DIN EN 62471, Beiblatt 1
2.2.3 O2D55x
Die Beleuchtungs-LEDs emittieren unsichtbares Infrarotlicht der Wellenlänge 850 nm. Das Gerät entspricht der freien Gruppe gemäß EN 62471:2008.
2.3 Cyber-Sicherheit
ACHTUNG
Ungeschützte Netzwerkumgebung:
Das Gerät beinhaltet keine Maßnahmen zur IT-Sicherheit nach IEC 62443.
▷ Unzulässiger Lese- oder Schreibzugriff auf Daten möglich.
▷ Unzulässige Beeinflussung der Gerätefunktion möglich.
▶ Zugriffsmöglichkeiten auf das Gerät prüfen und einschränken.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät dient der Qualitätsprüfung von Objekten. Es prüft und überwacht Konturen, Objekteigenschaften, Formabweichungen, Farbveränderungen und Flächen.
Zusätzlich eignet sich das Gerät für Sortier- und Zählaufgaben.
3.1 Einsatzbereich
Die Gerätesicherheit ist gemäß EN IEC 61010-2-201 für die Nutzung unter folgenden Umgebungsbedingungen ausgelegt:
• Verwendung in Innenräumen
• Höhenlagen bis zu 4000 m
• Relative Luftfeuchte bis maximal 90 %, nicht kondensierend
• Verschmutzungsgrad 3
Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV): Das Gerät ist für den Einsatz in Industrieumgebungen bestimmt. In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen.
▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen.
Die IP-Schutzart wurde nicht bewertet von UL® Underwriters Laboratories®.
Das Einstellen des Fokus ist für eine Lebensdauer von 200.000 Änderungen ausgelegt.
Die Multifunktionstaste ist für eine Lebensdauer von 100.000 Tastendrücken ausgelegt.
4 Funktion
Das Gerät überwacht die Eigenschaften von Objekten. Dazu erstellt es Bildaufnahmen mit Hilfe von Parametern, die zuvor vom Anwender in Anwendungsdatensätzen eingestellt werden.
Das Gerät erfasst im Auflicht- oder Durchlichtverfahren ein Graustufenbild des zu prüfenden Objekts. Anhand ermittelter Helligkeitswerte unterscheidet das Gerät zwischen dem Objekt und dem Hintergrund.
Das Gerät vergleicht das aufgenommene Bild mit einem oder mehreren Modellen. In Abhängigkeit vom Grad der Übereinstimmung kann ausgegeben werden, ob ein Modell oder welches Modell gefunden wurde.
Das Gerät gibt die Ergebnisse auf einer Ethernet basierten Prozesschnittstelle aus.
Zusätzlich verfügt das Gerät über 2 Schaltausgänge zum Ansteuern externer Geräte.
4.1 Übersicht der Gerätefunktionen
• Prozessschnittstelle: Ethernet TCP/IP und PROFINET
• Parametrierschnittstelle: Ethernet TCP/IP.
- Integrierte, konfigurierbare Konturerkennung und Blobanalyse.
• Überwachung folgender Objekteigenschaften:
- Muster und Formen
- Innen- und Außenradius
– Rundheit und Rechteckigkeit - Löcheranzahl
- Kontrast, Breite und Höhe von Flächen
– Anzahl, Position und Drehlage von Objekten
- Automatisches Einstellen der Fokus- und Belichtungsparameter.
• Assistent zur Anwesenheitskontrolle eines Objekts. - Ansteuerung der Schaltausgänge durch die aktive Anwendung oder extern über Prozessschnittstelle.
- Interne Beleuchtung
• Ansteuerung externer Beleuchtungen
• Interne und externe Triggerung von Bildaufnahmen - Datenverarbeitung mit Funktionsbausteinen und logischen Verknüpfungen im Gerät
- Integrierter ifm-Speicherstick speichert aktuelle Konfiguration für einfachen Gerätetausch. Zusätzlich optionale Fehlerbildspeicherung.
4.2 Web Frontend
Das Gerät besitzt ein Web Frontend, über das die folgenden Informationen abgerufen werden können:
- Lizenzen
- Gerätekonfiguration (zum Speichern ist der ifm-Speicherstick notwendig)
- Fehlerbilder (zum Speichern ist der ifm-Speicherstick notwendig)

Der ifm-Speicherstick ist als Zubehör geplant: ifm.com, Artikelnr.: E2D504
Web Frontend aufrufen
▶ IP-Adresse des Gerätes in einem Webbrowser eingeben. Beispiel: http://192.168.0.69
4.3 Triggern von Bildaufnahmen
Es können 1...5 Parametersätze für Bildaufnahmen definiert werden.
Die Bildaufnahmen zur Objekt- oder Konturerkennung werden über ein internes oder externes Triggersignal ausgelöst. Abhängig vom eingestellten Triggermodus werden dann die jeweiligen Bilder aufgenommen.
- Interne Triggerung
- Kontinuierliche Bildaufnahmen mit einer festen Bildrate.
– Einstellung über ifm Vision Assistant.
- Externe Triggerung
- Bildaufnahme aktiviert durch externe Triggerquelle (Schaltsignal eines angeschlossenen Sensors) über den Triggereingang.
- Bildaufnahme aktiviert durch Prozessschnittstellen-Kommando (SPS) über Ethernet.

Bei Verwendung einer internen oder externen Beleuchtung wird mit jeder Triggerung auch die Beleuchtung eingeschaltet.
4.3.1 Externe Triggerung
Für die externe Triggerung von Bildaufnahmen können verschiedene Triggermodi verwendet werden (→ Softwarehandbuch unter documentation.ifm.com):
- Negative Flanke
- Positive Flanke
• Negative und positive Flanke - Gated Trigger
- Burst-Trigger

Während ein Triggervorgang noch nicht abgearbeitet ist, kann kein neuer Trigger ausgelöst werden. Ein zu frühes Triggersignal wird verworfen und als Fehler "Trigger Overrun" behandelt. Das Ready-Signal "Bereit für Trigger" kann auf einen Schaltausgang ausgegeben werden.

Abb. 2: Ready-Signal ("Bereit für Trigger")
Beispiel: Ein Reflexlichttaster als externe Triggerquelle triggert das Gerät bei positiver Flanke. ( tA = Auswertezeit)
4.3.2 Interne Entprellung

Abb. 3: Interne Entprellung
1: Triggereingang
2: Bildaufnahme
Der Triggereingang kann intern entprellt werden (Voreinstellung: interne Entprellung deaktiviert). Die interne Entprellung verhindert, dass mehrere kurze Pulse eine Triggerung auslösen. Der Puls muss mindestens 4 ms lang sein, damit er als Triggerung erkannt wird.
Abhängig von der elektrischen Installation ist das Entprellen unnötig.

Eine Triggerverzögerung ist einstellbar.
4.4 Schaltausgänge
Die Schaltausgänge OUT1 und OUT2 sind konfigurierbar. Falls eine externe Beleuchtung angeschlossen wird, steht für die Anwendung nur noch OUT1 zur Verfügung.
Die Konfiguration kann für jede Anwendung mittels ifm Vision Assistant individuell festgelegt werden.
Die Standardkonfiguration ist in folgender Tabelle dargestellt.
| Ausgang | Standard | Externe Beleuchtung | Prozessschnittstelle |
| OUT1 | Für Anwendungen über ifm Vision Assistant:Ready-Signal ("Bereit für Trigger")0: Gerät beschäftigt1: Gerät bereit für Triggersignal | Über Kommandoschaltbar | |
| Bei Verwendung der Teach-Taste:Auswertung erfolgreich (pass/fail) | |||
| OUT2 | Für Anwendungen über ifm Vision Assistant:0: Objekt/Modell-Auswertung nicht erfolgreich1: Objekt/Modell-Auswertung erfolgreich | Triggerausgang | |
| Bei Verwendung der Teach-Taste:OUT2 nicht belegt | |||
Tab. 3: Standardkonfiguration der Schaltausgänge
Der Schaltausgang schaltet, sobald einer der folgenden Gerätestatus eingetreten ist:
• "Bereit für Trigger"
Das Gerät meldet, dass ein neues Bild aufgenommen werden kann. Nur bei diesem Gerätestatus werden Triggerungen verarbeitet. Bei kontinuierlicher Bildaufnahme wird der Gerätestatus "Bereit für Trigger" nicht ausgegeben.
• "Bildaufnahme beendet"
Das Gerät meldet, dass die Bildaufnahme beendet ist. Der Gerätestatus kann zum Kaskadieren von Geräten verwendet werden, um gegenseitige Störungen bei der Bildaufnahme zu vermeiden.
- "Fehler"
Das Gerät meldet, dass intern ein Fehler vorliegt. Detaillierte Informationen zum Fehler können über Ethernet abgefragt werden.
• "Gesteuert über Prozessschnittstelle" (z. B. von SPS)
Das Gerät wird über das Kommando "O" angesteuert (→ Programmer's Guide).
• "Benutzerdefinierte Zustände"
Die benutzerdefinierten Zustände ändern sich durch das Verarbeiten von Kontur und Blob (z. B. Objekt/Modell gefunden, Objekt/Modell stimmt mit Referenz überein, Objekt/Modell außerhalb des Schwellwerts etc.).
4.5 Interne Beleuchtung
Die aktivierte interne Beleuchtung kann die Objekterkennung verbessern. Die 4 Beleuchtungs-LEDs sind einzeln aktivierbar.
Über die Software ifm Vision Assistant wird die interne Beleuchtung eingestellt.

Abb. 4: Beleuchtungs-LEDs
▶ Die Sicherheitshinweise zur Fotobiologischen Sicherheit beachten. (→ Fotobiologische Sicherheit ☐ 5)
Die interne und externe Beleuchtung wird 500 µs vor der Bildaufnahme eingeschaltet. Das vorzeitige Einschalten hat keinen Einfluss auf die Helligkeit des aufgenommenen Bildes.
▷ Beispiel: Bei einer Integrationszeit von 100 μs ist die Beleuchtung 600 μs eingeschaltet.
4.5.1 O2D54x
Das Gerät besitzt eine RGBW-Beleuchtung, bei der zwischen den Beleuchtungsfarben Rot, Grün, Blau und Weiß umgeschaltet werden kann. Es kann jeweils nur eine Farbe aktiviert werden, die für alle internen Beleuchtungs-LEDs gilt.
Die Optik des Gerätes hat keinen Bandpassfilter.
Die Optik des Gerätes und zwei der vier LEDs sind mit Polarisationsfiltern versehen.
▶ Ausschließlich die LEDs mit Polarisationsfilter aktivieren, um direkte Reflexion zu vermeiden.
Je nach Beleuchtungsfarbe kann eine andere Fokuseinstellung notwendig sein.
Beim Umschalten der Applikation zu einer anderen Beleuchtungsfarbe kann das Gerät eine Fokusfahrt auslösen.
Das Einstellen des Fokus ist für eine Lebensdauer von 200000 Änderungen ausgelegt.
4.5.2 O2D55x
Das Gerät besitzt eine Infrarotbeleuchtung.
In der Optik des Gerätes ist ein Bandpassfilter verbaut. Ohne die interne Beleuchtung sind Objekte und Konturen schlecht erkennbar. Möglichst immer die interne Beleuchtung oder eine externe Beleuchtung mit geeigneter Wellenlänge verwenden.
Das Gerät besitzt keine Polarisationsfilter.
5 Montage
Das Gerät kann vor oder über dem Objekt montiert werden, je nach Applikation und Oberfläche des zu überwachenden Objekts.
▶ Gerät mit zwei geräteseitigen Gewinde-Bohrungen an einer Halterung befestigen. Anzugsdrehmoment max. 2,1 Nm.
▶ Gerät mittig zur optischen Achse des Objekts ausrichten.

Informationen zu verfügbarem Zubehör unter www.ifm.com.
5.1 Montagehinweise
Lagerung bei hoher Luftfeuchte kann nach Einschalten des Gerätes zu einem Beschlag der Scheibe und dadurch zu Funktionsbeeinträchtigungen führen.
▶ Folgende Grenzen nicht überschreiten:
| Temperatur | Maximal empfohlene relative Luftfeuchte |
| 25 °C | 75 % |
| 30 °C | 72 % |
| 35 °C | 70 % |
| 40 °C | 67 % |
▶ Gegenlicht, Streulicht und wechselnde Lichtverhältnisse vermeiden. Fällt Sonnenlicht in die Optik oder auf die zu überwachende Szene, kann es zu Störungen kommen.
▶ Bei der Montage auf eine mechanische Entkoppelung achten, um ein Vibrieren des Sensors zu verhindern.
▶ Stark verschmutzende Bereiche der Anlage vermeiden.

Nebeneinander montierte Geräte können sich bei zeitgleichem Belichten mit aktiver Beleuchtung gegenseitig stören.
▶ Konstante externe Beleuchtung verwenden oder nacheinander triggern.
▶ Sicherstellen, dass das Druckausgleichselement auf der Geräteunterseite nicht abgedeckt ist.

1: Druckausgleichselement
Abb. 5: Druckausgleichselement
ACHTUNG
Laserstrahlen können den Bildsensor zerstören
▷ Materialbearbeitende Laserstrahlen können beim Eintritt in die Geräteoptik den Bildsensor des Gerätes zerstören.
▶ Das Gerät nicht in unmittelbarer Nähe zu materialbearbeitenden Laserstrahlen montieren (beispielsweise Laserbeschriftungssysteme).
5.2 Montage mit Klemmzylinder

Abb. 6: Montage mit Montageset E2D500
1: M4-Schrauben
2: M4-Gewindebohrungen (Tiefe 7 mm)
3: Halterung
4: Klemmzylinder
▶ Halterung mit zwei M4-Schrauben an den M4-Gewindebohrungen des Geräts befestigen. Anzugsdrehmoment maximal 2,1 Nm.
▶ Klemmzylinder an Halterung befestigen.
5.3 Montage mit Dombeleuchtung

Abb. 7: Montage mit Montageset E2D501
1: M4-Schrauben
2: M4-Gewindebohrungen (Tiefe 7 mm)
3: Halterung
4: Klemmzylinder
5: Dombeleuchtung
▶ Halterung mit zwei M4-Schrauben an den M4-Gewindebohrungen des Geräts befestigen. Anzugsdrehmoment maximal 2,1 Nm.
▶ Halterung mit vier Schrauben an Dombeleuchtung befestigen.
▶ Klemmzylinder an Halterung befestigen.
6 Elektrischer Anschluss
Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
▶ Stromversorgung vor elektrischem Anschluss spannungsfrei schalten.

Gerät der Schutzklasse III (IEC 61010-2-201 Kap. 6.5.2.101.4).
Die elektrische Versorgung darf
- nur durch PELV-Stromkreise (IEC 61010-2-201 Kap. 3.111) erfolgen,
- im Betriebsfall 35 V DC nicht übersteigen,
• bei einem Einzelfehler 60 V DC nicht übersteigen und
• die erlaubte Betriebsspannung des Gerätes nicht übersteigen (siehe Datenblatt).
Die Isolierung externer Stromkreise muss der IEC 61010-2-201, Abb. 102 entsprechen.

WARNUNG
Ungeeignete Stromversorgung
▷ Elektrischer Stromschlag mit schweren Verletzungen oder Todesfolge möglich.
▶ PELV-Stromversorgung im angegebenen Spannungsbereich verwenden.
Für die elektrische Versorgung energiebegrenzte Stromkreise verwenden (IEC 61010-1 Kap. 9.4). Die Energie des Stromkreises kann bei einer Betriebsspannung von 24 V durch eine Überstromschutzeinrichtung begrenzt werden. Die Überstromschutzeinrichtung muss einen Strom von 8,3 A in maximal 120 s abschalten. Dabei die spezifische Auslösekennlinie beachten. Mögliche Überstromschutzeinrichtungen:
- Sicherung oder
- nicht einstellbare und nicht selbst wiedereinschaltende elektromechanische Einrichtung.
Den Stromkreis von anderen, nicht energiebegrenzten Stromkreisen mindestens durch eine Basisisolierung trennen.
ACHTUNG
Keine geeignete Energiebegrenzung des Stromkreises
▷ Im Fehlerfall Brandgefahr möglich.
▶ Energiebegrenzten Stromkreis gemäß IEC 61010-1 Kap. 9.4 verwenden.

Das Gerät darf nur an interne Ethernet-Netzwerke angeschlossen werden, die das Gebäude nicht verlassen. Es darf nicht mit TNV-Stromkreisen verbunden werden.
ACHTUNG
Einen zusätzlichen Schutz gegen Stoßspannungen nach IEC 61000-4-5 verwenden, wenn das Verbindungskabel länger als 30 m ist.
ACHTUNG
Gerätebeschädigung durch locker verschraubte M12-Steckverbinder.
▷ Die im Datenblatt angegebene IP-Schutzart wird nur bei fest verschraubten M12-Steckverbindern gewährleistet.
▶ Die M12-Steckverbinder fest mit dem Gerät verschrauben.
▶ Nicht benutzte Buchsen mit Verschlusskappen verschließen (E73004). Anzugsdrehmoment: 0,6...0,8 Nm.
▶ Zugentlastungen für am Gerät verbundene Leitungen verwenden.

Bei permanentem Einsatz des Gerätes im Nassbereich kann die Überwurfmutter des M12-Industrial-Ethernet-Verbindungskabels (z. B. E11898) korrodieren.
▶ Verbindungskabel mit einer Überwurfmutter aus V4A verwenden.

Für den Gültigkeitsbereich cULus:
Mindesttemperaturfestigkeit des Kabels zum Anschluss an Feldanschlussklemmen: 70 °C.
6.1 Anschlussbelegung

| 1 Ethernet (Parametrierschnittstelle, Prozessschnittstelle)M12-Buchse, D-kodiert, 4-polig | |
![]() | 1: TD+2: RD+3: TD-4: RD-S: Shield |
| 2 Stromversorgung und ProzessausgängeM12-Stecker, A-kodiert, 5-polig | |
![]() | 1: U+2: Triggereingang3: GND4: Schaltausgang OUT1 – Ready5: Schaltausgang OUT2 |
6.1.1 Umschaltung PNP/NPN
Die Pins 2, 4 und 5 können zwischen PNP und NPN-Logik umgeschaltet werden.
Die Einstellung kann nicht für einzelne Pins vorgenommen werden, sondern gilt für alle Pins gleichzeitig.
6.2 Maximale Stromaufnahme
Im Datenblatt ist die maximale Stromaufnahme des Gerätes gemäß IEC 61010-2-201 angegeben:
Die maximale Stromaufnahme entspricht der mittleren Stromaufnahme für die ungünstigste Versorgungsspannung und die maximale Gerätebelastung (Belichtungszeit, Framerate, interne Beleuchtung, eingeschalteter Speicherstick, maximal belastete Schaltausgänge etc.).
Die applikationsabhängige mittlere Stromaufnahme kann deutlich darunter liegen.

Die maximale Stromaufnahme ist beim Belichten der Bildaufnahme mit der internen Beleuchtung erhöht: max. 15 ms um ca. 150-200 mA über der mittleren Stromaufnahme.
▶ Das Netzteil des Gerätes unter Berücksichtigung der maximalen Stromaufnahme auswählen.
6.3 Verdrahtungsbeispiel
Das Gerät kann über folgende Möglichkeiten extern getriggert werden:
- Ethernet
- Externes Schaltsignal über Triggereingang
Im Verdrahtungsbeispiel wird die Bildaufnahme mit einem Näherungsschalter über den Triggereingang getriggert.

Abb. 8: Verdrahtungsbeispiel einer Triggerschaltung
1: Gerät
2: Notebook zum Parametrieren
3: Industrie-PC zum Auswerten und Triggern
4: Näherungsschalter
5: Spannungsquelle

Für externe Triggersensoren ist ein Adapterkabel (Y-Kabel) verfügbar: → Zubehör unter www.ifm.com.
6.4 Externe Beleuchtung
Zur Verbesserung der Objekterkennung kann eine externe Beleuchtung angeschlossen werden.
Eine externe Beleuchtung wird mit dem Schaltausgang OUT2 des Gerätes verbunden. Der Sensor triggert die Beleuchtung eigenständig oder schleust das Triggersignal zur externen Beleuchtung durch.
Beispiel für kompatible Beleuchtungseinheiten: O2D9xx.

Die interne und externe Beleuchtung wird 500 µ s vor der Bildaufnahme eingeschaltet. Das vorzeitige Einschalten hat keinen Einfluss auf die Helligkeit des aufgenommenen Bildes.
▷ Beispiel: Bei einer Integrationszeit von 100 μs ist die Beleuchtung 600 μs eingeschaltet.
Geräte mit Infrarotlicht
Geräte mit Infrarotlicht sind mit einem Bandpassfilter ausgestattet. Daher können nur externe Beleuchtungen im Wellenlängenbereich zwischen 780 nm...880 nm verwendet werden.
Geräte mit RGB-W
Geräte mit einer RGB-W-Beleuchtung unterliegen keinen Einschränkungen. Daher können externe Beleuchtungen unabhängig vom Wellenlängenbereich verwendet werden.
7 Installation
Um die volle Funktion des Gerätes nutzen zu können, wird für die Parametrierung die Software ifm Vision Assistant benötigt.
▶ Die Software ifm Vision Assistant über den Downloadbereich des Gerätes herunterladen: documentation.ifm.com

Die Bedienung des ifm Vision Assistant ist im Softwarehandbuch beschrieben. → Softwarehandbuch unter documentation.ifm.com
7.1 Firmware aktualisieren
▶ Die Software ifm Vision Assistant über den Downloadbereich des Gerätes herunterladen: documentation.ifm.com
▶ Das Gerät mit der Software ifm Vision Assistant verbinden.
▶ Die Firmware des Gerätes aktualisieren.
▷ Das Aktualisieren der Firmware löscht die auf dem Gerät gespeicherte Konfiguration. Die Konfiguration des Gerätes kann vor dem Aktualisieren gesichert und anschließend wiederhergestellt werden.
8 Bedien- und Anzeigeelemente

Abb. 9: LEDs und Taste
1: Multifunktions-LED (grün)
2: Multifunktions-LED (gelb)
3: Ethernet-LED (grün)
4: Power-LED (grün)
5: OUT1-LED (gelb)
6: OUT2-LED (gelb)
7: Multifunktionstaste
8.1 Signalanzeigen
| Multifunktions-LED (grün) | Multifunktions-LED (gelb) | Beschreibung |
| leuchtet | --- | Ausrichtmodus ist aktiv |
| leuchtet | blinkt mit 1 Hz | Einrichtungsmodus ist aktiv |
| blinkt mit 2 Hz | --- | Konfiguration wird gespeichert |
| leuchtet für 2 s | --- | Konfiguration erfolgreich gespeichert |
| blinkt mit 8 Hz | blinkt mit 8 Hz | Aktiver Modus zur Übertragung der Konfiguration vom ifm-Speicherstick mittels Multifunktionstaste ( → Gerät austauschen ☐ 26) |
| --- | blinkt mit 8 Hz | Fehler: Tastensperre ist aktiv |
| --- | blinkt mit 8 Hz | Fehler: Konfiguration ist fehlgeschlagen |
| blinkt mit 2 Hz | blinkt mit 2 Hz | Optische Lokalisierung ist aktiv ( → Optische Lokalisierung ☐ 23) |
Tab. 4: Multifunktions-LED (grün, gelb)
| Ethernet-LED | Power-LED | OUT1-LED | OUT2-LED | Beschreibung |
| aus | leuchtet | aus | aus | Gerät ist betriebsbereit. |
| --- | blinkt mit 0,5 Hz | --- | --- | Gerät ist nicht parametriert oder die Parametrierung wurde nicht auf das Gerät geladen. |
| --- | blinkt 2x mit 0,5 Hz | --- | --- | Gerät ist im Parametriermodus. |
| --- | leuchtet | leuchtet | --- | OUT1 ist geschaltet. |
| --- | leuchtet | blinkt mit 8 Hz | --- | OUT1 hat einen Kurzschluss. |
| --- | leuchtet | --- | leuchtet | OUT2 ist geschaltet. |
| --- | leuchtet | --- | blinkt mit 8 Hz | OUT2 hat einen Kurzschluss. |
| leuchtet | leuchtet | --- | --- | Gerät ist betriebsbereit, Ethernet ist verbunden. |
| blinkt | leuchtet | --- | --- | Ethernet überträgt Daten. |
| --- | aus | blinkt mit 8 Hz | blinkt mit 8 Hz | Gerät meldet internen Fehler. |
| --- | aus | blinkt mit 2 Hz | blinkt mit 2 Hz | Gerät meldet behebbaren Fehler. Die Fehlermeldung kann über Ethernet ausgelesen werden. |
| --- | Lauflicht ⇒ | Gerät bootet. | ||
| --- | Lauflicht ⇌ | Gerät führt Firmware-Update aus. | ||
| aus | aus | aus | aus | Keine Spannung oder Spannung zu gering. |
Tab. 5: Ethernet-LED, Power-LED, OUT1-LED, OUT2-LED
„---“: undefinierter Zustand
9 Inbetriebnahme

Fehler bei der Inbetriebnahme
▷ Das Gerät kann Fehler verursachen, wenn es unterhalb 0 °C in Betrieb genommen wird.
▶ Das Gerät oberhalb 0 °C in Betrieb nehmen.
▷ Im Anschluss an die Inbetriebnahme kann das Gerät unterhalb 0 °C verwendet werden. Die möglichen Umgebungstemperaturen sind im Datenblatt angegeben.
Durch Einschalten der Versorgungsspannung wird das Gerät in Betrieb genommen.
Nach etwa 30 Sekunden befindet sich das Gerät im Auswertebetrieb, in dem gespeicherte Anwendungen ausgeführt werden.
Die Anzeigeelemente signalisieren den aktuellen Betriebszustand.
Im Auslieferungszustand sind keine Anwendungen eingerichtet und das Gerät führt keine Funktion aus.
▶ Gerät über ifm Vision Assistant parametrieren.

Für die Programmierung des Gerätes sind SPS-Bausteine und Python-Beispielcode im Web verfügbar: documentation.ifm.com
10 Parametrierung
Das Gerät kann auf folgende Arten parametriert werden:
- Software ifm Vision Assistant (→ Softwarehandbuch unter www.ifm.com):
- Parametrierung von bis zu 32 Anwendungen mit mehreren Bildaufnahmen.
-
Konfiguration von Prozessschnittstelle und Schaltausgängen.
-
Optik des Geräts mit Multifunktionstaste fokussieren (erst verfügbar nach Anlage einer Anwendung über ihm Vision Assistant).
- Übernahme der Konfiguration vom ifm-Speicherstick.

Das Einstellen des Fokus ist für eine Lebensdauer von 200.000 Änderungen ausgelegt.

Die Software ifm Vision Assistant und das Softwarehandbuch sind im Internet verfügbar: www.ifm.com.
10.1 Optik mit Multifunktionstaste fokussieren
▶ Multifunktionstaste für 3 Sekunden drücken.
▷ Die grüne Multifunktions-LED leuchtet permanent.
▶ Objekt mittig zur optischen Achse des Sensors platzieren.
▶ Multifunktionstaste innerhalb von 2 Minuten (Timeout) für 1 Sekunde drücken.
▷ Die gelbe Multifunktions-LED blinkt, während das Gerät den Fokus automatisch einstellt.
▷ Die Kamera hat die Scharfstellung beendet, wenn die grüne Multifunktions-LED kurz blinkt und anschließend für 2 Sekunden leuchtet.
▷ Die Scharfstellung ist fehlgeschlagen, wenn die gelbe Multifunktions-LED kurz blinkt.

Die Multifunktionstaste ist für eine Lebensdauer von 100.000 Tastendrücken ausgelegt.
10.2 Multifunktionstaste konfigurieren oder sperren
Die Multifunktionstaste kann mit dem ifm Vision Assistant gesperrt oder konfiguriert werden (→ Softwarehandbuch unter www.ifm.com). In den folgenden Situationen ist die Multifunktionstaste automatisch gesperrt:
• Das Gerät wird vom ifm Vision Assistant konfiguriert.
Ausnahme: Befindet sich der ifm Vision Assistant im Monitor Modus, ist die Multifunktionstaste entsperrt.
• Das Gerät ist passwortgeschützt.
10.3 Optische Lokalisierung
Das Gerät kann aus der Ferne über PROFINET in der Anlage lokalisiert werden.
Beim Verwenden des Kommandos blinken die grüne und gelbe Multifunktions-LED. (→ Signalanzeigen ☐ 20)
11 Betrieb

Abb. 10: Objekt detektieren
* Nur verfügbar für das Gerät O2D54x.
Folgenden Empfehlungen erhöhen die Erkennungsrate:
▶ Objekt (3) im Sichtfeld (2) platzieren.
▶ Weitere Objekte aus dem Sichtfeld räumen.
▶ Bei Objekten mit glänzender Oberfläche:
• das Gerät (1) leicht neigen oder
• den Polarisationsfilter verwenden*.
▶ Frontscheibe des Gerätes (1) reinigen.
▶ Hinweise zur Montage beachten (→ Montagehinweise ☐ 13).
11.1 Temperaturabschaltung
Das Gerät ist zum Schutz der Hardware mit einer Temperaturabschaltung ausgestattet.
Diese kann sich in folgenden Fällen aktivieren:
• bei hoher Umgebungstemperatur
• bei hoher Bildwiederholrate
• bei langer Belichtungszeit
Bei aktiver Temperaturabschaltung werden keine Bilder aufgenommen. Die Temperaturabschaltung deaktiviert sich, wenn die interne Temperatur des Gerätes gesunken ist.
12 Fehlerbehebung
Wenn sich das Gerät unerwartet oder fehlerhaft verhält:
▶ Neueste Versionen von Firmware und ifm Vision Assistant herunterladen und installieren. Download unter documentation.ifm.com.
Wenn die Probleme weiterhin bestehen:
▶ Den ifm-Support kontaktieren. Kontakt unter www.ifm.com.
13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Bei sachgemäßem Betrieb ist das Gerät wartungsfrei.
Verschmutzungen reduzieren den Kontrast und die Erkennungsrate.
▶ Die Frontscheibe von Verschmutzungen freihalten.
▶ Glasreiniger als Reinigungsmittel verwenden. Lösemittelhaltige Reiniger können das Frontglas beschädigen.
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
Das Gerät darf nur durch den Hersteller geöffnet werden. Für den Austausch des Gerätes darf die Wartungsklappe vom Benutzer geöffnet werden.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
13.1 Gerät austauschen
Beim Austausch des Gerätes kann die gespeicherte Konfiguration auf das neue Gerät übertragen werden. Dafür wird der interne ifm-Speicherstick des alten Gerätes in das neue Gerät eingesteckt.
Der integrierte ifm-Speicherstick hat eine Datenerhaltungszeit von 3 Jahren bei maximal 55 °C Lagertemperatur. Bei Überschreitung ist ein Datenverlust möglich. Während des Betriebs erfolgt ein periodisches Auffrischen der gespeicherten Daten.
Die Wartungsklappe darf nur für das Übertragen der Konfiguration geöffnet werden. ▶ Wartungsklappe nur in sauberer und trockener Umgebung öffnen (Verschmutzungsgrad 2).
Der ifm-Speicherstick darf nur mit den Geräten O2x5xx verwendet werden. ▶ Den ifm-Speicherstick nicht mit PC, Notebook etc. verwenden.
Austausch des ifm-Speichersticks:

Abb. 11: Gerät austauschen
1: Wartungsklappe
▶ An dem Gerät verbundene Leitungen entfernen.
▶ Gerät vom Strom abtrennen.
▶ Die Schrauben der Wartungsklappe lösen.
▶ Die Wartungsklappe von dem Gerät abnehmen.
Das Dichtungsgummi auf der Innenseite der Wartungsklappe nicht beschädigen.
▶ Den ifm-Speicherstick aus dem alten Gerät in das neue Gerät stecken.
▶ Die Wartungsklappe wieder befestigen. Schrauben mit max. 0,2 Nm anziehen.
Die Konfiguration im neuen Gerät aktivieren:
▶ Das neue Gerät mit der Spannungsversorgung verbinden.
▶ Multifunktionstaste drücken während die Multifunktions-LEDs (grün) und (gelb) blinken.
▷ Die Konfiguration wird vom ifm-Speicherstick auf das neue Gerät übertragen.

