E33252 - Schweißgerät IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG E33252 IFM
Montageanleitung
Flushline-Rohradapter
für Geräte mit Aseptoflex Vario-Adaption
E3325x
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise.... 3
2 Sicherheitshinweise 4
3 Transport, Handhabung und Lagerung 5
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
5 Montage.... 7
5.1 Grundlagen 7
5.2 Adapter mit Leckagebohrung 8
5.3 Positionsmarkierung Sensoranzeige 8
5.4 Formierung.... 8
5.5 Heften 9
5.6 Schweißvorgang 9
5.7 Nach dem Schweißvorgang.... 10
5.8 Sensor mit Aseptoflex Vario-Adaption montieren 10
6 Inbetriebnahme 12
7 Entsorgung und Rücksendung.... 13
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Produkt wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Der Schweißvorgang muss von fachkundigem Personal ausgeführt werden.
- Der Schweißvorgang muss sorgfältig und entsprechend dem Stand der Technik ausgeführt werden.
- Während des Schweißvorgangs auf eine ausreichende Absaugung der Dämpfe achten.
• Das Produkt vor Beschädigungen schützen.

VORSICHT
Beim Einschweißvorgang können sich der Adapter, das umliegende Material und eine verwendete Einschweißhilfe auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Sämtliche Komponenten abkühlen lassen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Produkt in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei der Lagerung die für das Produkt zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).
▶ Bei einer Rücksendung dafür sorgen, dass das Produkt bzw. die Komponenten frei sind von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Einschweißadapter (im folgenden Inline-Adapter genannt) ermöglicht den Einbau von Sensoren mit Aseptoflex Vario-Adaption in Rohrleitungssysteme. Durch diese Verwendung ist eine hygienische Einbindung des Sensors gewährleistet, gleichzeitig reduziert sich der erforderliche Einschweißvorgang auf eine Orbitalschweißung an den beiden Rohrenden.

Der zu montierende Sensor schließt frontbündig mit der Innenwandung der Rohrleitung ab und ist somit drainagefähig. Der senkrechte Einbau des Sensors in eine waagerechte Rohrleitung ist möglich. Durch die direkte Strömung des Mediums über die Sensoroberfläche, ist eine optimale Reinigung unter standardisierten CIP-Bedingungen gewährleistet.

Bei Einbau eines Drucksensors: Die minimale Vertiefung der Keramikmesszelle, innerhalb des sensoreigenen Prozessaufnehmers, muss bei Einbau von unten, in eine waagerechte Rohrleitung berücksichtigt werden.

Bei Einbau von Sensoren mit Sonde: Um Fehlfunktionen und Beschädigungen zu vermeiden, muss die Sondenlänge kürzer sein als der Rohrinnendurchmesser!
Beachten: Der verfügbare Rohrquerschnitt wird durch die Sonde des eingebauten Sensors eingeschränkt. Mindestabstände von Sondenspitze zur gegenüberliegenden Wandung beachten → Bedienungsanleitung des eingebauten Gerätes.

Druckgeräterichtlinie (DGRL): Der Inline-Adapter entspricht der Druckgeräterichtlinie und ist für Medien der Fluidgruppe 2 nach guter Ingenieurpraxis ausgelegt und hergestellt.
5 Montage

Die anerkannten Regeln der Technik und geltenden Vorschriften beim Schweißvorgang beachten und anwenden.

Die Betriebsanleitungen aller verwendeten Komponenten aufmerksam lesen und anwenden.

ACHTUNG
Gefahren für die Anlage und die Umgebung bei Schweißvorgängen und Nacharbeiten.
▶ Mögliche Gefahren berücksichtigen und geltende Vorschriften und Richtlinien anwenden.

VORSICHT
Beim Einschweißvorgang können sich der Adapter, das umliegende Material und eine verwendete Einschweißhilfe auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Sämtliche Komponenten abkühlen lassen.

WARNUNG
Gefahren für Personen bei Schweißvorgängen, Nacharbeiten und Druckprüfungen.
▶ Mögliche Gefahren berücksichtigen und geltende Vorschriften und Richtlinien anwenden.
5.1 Grundlagen
Der Inline-Adapter kann in Rohrleitungen eingeschweißt, oder mit Anschlussstutzen versehen werden.

Erfahrungen des Fachpersonals in Bezug auf die Montage, bzw. den Schweißvorgang, haben Vorrang. Abweichende Vorgehensweisen zu dieser Anleitung sind zulässig. (DIN EN ISO 3834-1 bis -6 und DIN FB CEN ISO / TR3834-6).

Die Rohrleitung muss der Wandstärke und dem Durchmesser der beiden Rohrstutzen am Inline-Adapter entsprechen (DIN 11866).

Der Inline-Adapter darf sich nicht verziehen.

Adapter mit Leckagebohrungen: Für eine sichere Selbstentleerung: Adapter mit nur einer Leckagebohrung so ausrichten, dass sich die Bohrung am tiefsten Punkt befindet. Adapter mit Leckagebohrung 8

Empfehlung: Anwenden des WIG-Verfahrens ➞ EHEDG DOC 35 „Hygienische Schweißungen an Edelstahlrohrleitungssystemen für die Lebensmittelindustrie“.

Empfehlung: Den Einschweißdorn E30452 für die optimierte Wärmeableitung verwenden.
▶ Den Inline-Adapter korrekt ausrichten.
▶ Die Rohrenden für eine Orbitalschweißung vorbereiten.
▶ Rechtwinkligkeit, Grat- und Fasenfreiheit herstellen.
▶ Der Inline-Adapter und seine Oberflächen müssen frei von Verunreinigungen und Beschädigungen aller Art sein.
▶ Die Schweißhilfsmittel an den Adapter- und Rohrleitungswerkstoff anpassen.
▶ Den Inline-Adapter zuerst mit einer Seite an eine Rohrleitung anschweißen, danach die zweite Seite an die nächste Rohrleitung anschweißen.
5.2 Adapter mit Leckagebohrung

Für eine sichere Selbstentleerung bei einem Adapter mit mehreren Leckagebohrungen:
▶ Eine der Leckagebohrungen so ausrichten, dass sich diese am tiefsten Punkt befindet.

Für eine sichere Selbstentleerung bei einem Adapter mit einer Leckagebohrung:
▶ Die Leckagebohrung so ausrichten, dass sich diese am tiefsten Punkt befindet.
5.3 Positionsmarkierung Sensoranzeige

Die Positionsmarkierung (1) kennzeichnet die Richtung der Sensoranzeige im montierten Zustand, wenn der Sensor mit einer Anzeige ausgestattet ist.

Abb. 1: Inline-Adapter Aseptoflex-Vario
1: Positionsmarkierung
5.4 Formierung

Schweißen mit Edelstahl: Das Schweißgut darf während des Schweißvorganges nicht mit Sauerstoff in Kontakt kommen.
▶ Rohrinnenseite mit Formiergas spülen.
▶ Rohrleitung vor und hinter der Schweißnaht mittels Stopfen abdichten.
▶ Zufuhrleitung für Edelgas an der Rohrleitung legen.
▶ Abströmbohrungen an der gegenüberliegenden Seite (Rohrabdichtung) einbringen.
▶ Gasausströmung mit gefordertem Volumenstrom sicherstellen.

Das Formiergas darf keinen Druck in der Rohrleitung aufbauen.

Das Formiergas ist dem Schweißverfahren anzupassen: WIG; MIG; MAG.
5.5 Heften
▶ Die Stirnfläche der Rohrleitung planparallel und rechtwinklig zur Achse ausrichten.
▶ Den Inline-Adapter und die Rohrleitung mit einer geeigneten Befestigungsmöglichkeit zueinander fixieren.
▶ Während des Schweißens und der folgenden Abkühlphase darf der Sensor nicht eingebaut sein.

Die Formierung mit Gas wird bereits beim Heften empfohlen.
▶ Den Inline-Adapter an den Rohrleitungsenden an den Innen- und Außenseite jeweils gegenüberliegend heften.
▷ Gleichmäßig am Rohrumfang endstehende Segmente.


Empfehlung: Mindestens 8 Heftstellen anbringen, um einer Beschädigung und Verzug des Inline-Adapters während des Schweißvorganges vorzubeugen.
5.6 Schweißvorgang

Die Leistung des Schweißgeräts muss der Stärke der Wandung angepasst sein.
Bei hygienischen Anforderungen die einschlägigen Maßnahmen zur Herstellung einer hygienischen Schweißnaht anwenden, insbesondere:
Wahl des geeigneten Schweißverfahrens
Auswahl der geeigneten Schweißparameter
Rohrenden exakt ausrichten, um Spalte oder Kantenversatz zu vermeiden, etc..
Überhitzung zwischen den einzelnen Schweißnähten vermeiden.
Einbrandkerben vermeiden (Hygienebereich) ➞ EHEDG DOC 35.
▶ Während des Schweißens und der folgenden Abkühlphase darf der Sensor nicht eingebaut sein.
▶ Schweißnähte zwischen den Heftpunkten jeweils gegenüberliegend anbringen.

Empfehlung: Den Schweißvorgang am tiefsten Punkt (A) beginnen.

▶ Die Dichtkante des Adapters (1) nicht durch Schweißspritzer oder ähnliches beschädigen.

Abb. 2: Inline-Adapter Aseptoflex-Vario
1: Dichtkante
5.7 Nach dem Schweißvorgang
▶ Adapter abkühlen lassen.
▶ Falls verwendet: Einschweißdorn entfernen.
▶ Qualität der Schweißnaht prüfen, sie muss den einschlägigen Anforderungen an eine hygienische Schweißnaht genügen, insbesondere:
• Volle Durchschweißung,
- Keine störenden Spalten / Risse / Porosität / Anlauffarben
• Keine erhöhte Oberflächenrauheit
- Kein Durchhang
- Kein Rückfall
- Keine Einschlüsse
▶ Gewinde und Dichtkante müssen frei von Schweißrückständen sein.

Ist die Dichtkante des Inline-Adapters beschädigt, kann dieser nicht mehr verwendet werden
▶ Inline-Adapter ersetzen.
5.8 Sensor mit Aseptoflex Vario-Adaption montieren

Grundsätzliche Informationen zum Einbau des Sensors: ➞ Betriebsanleitung Sensor.

Für die Montage wird eine Schmierpaste benötigt. Diese muss für den vorliegenden Anwendungsbereich geeignet, zugelassen und mit den eingesetzten Elastomeren (z. Bsp. der Dichtung) verträglich sein.

Der Inline-Adapter wird mit einem EPDM-O-Ring geliefert = Bestell-Nr. E30054. Weitere Dichtringe als Zubehör erhältlich: FKM-O-Ring = Bestell-Nr. E30123.
▶ Die Schutzverpackungen erst kurz vor der Montage entfernen.
▶ Sauberkeit der Dichtflächen gewährleisten.

▶ Den Dichtring (B) in die Nut (C) des Sensors einlegen.
▶ Die Schmierpaste (A) nur sparsam verwenden und auf gewindeführende Teile aufbringen.
▶ Den Sensor in den Adapter einschrauben.
▶ Den Sensor mit einem Schraubenschlüssel anziehen, bis der Anschlag spürbar ist (dies entspricht einem maximalen Anzugsdrehmoment von ca. 35 Nm).

Zu starkes Anziehen kann die Dichtwirkung beeinträchtigen.

Bei Beschädigung der Dichtfläche:
▶ Den Adapter ersetzen.
6 Inbetriebnahme
▶ Vor Inbetriebnahme des Systems: Alle Komponenten auf Dichtigkeit prüfen.
▶ Inbetriebnahme des Sensors: ➞ Betriebsanleitung Sensor.
7 Entsorgung und Rücksendung
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.