Scom plus - Prozessor SAMSON - Kostenlose Bedienungsanleitung
Finden Sie kostenlos die Bedienungsanleitung des Geräts Scom plus SAMSON als PDF.
Benutzerfragen zu Scom plus SAMSON
0 Frage zu diesem Gerät. Beantworten Sie die, die Sie kennen, oder stellen Sie Ihre eigene.
Eine neue Frage zu diesem Gerät stellen
Laden Sie die Anleitung für Ihr Prozessor kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch Scom plus - SAMSON und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. Scom plus von der Marke SAMSON.
BEDIENUNGSANLEITUNG Scom plus SAMSON
ignal (bague)Signal (pointe)Signal (bague)Bague (signal)Corps (masse)MasseMasse En ligne En application live, le S•com plus peut être installé “en ligne” entre une console de mixage et un égaliseur ou un ampli de puissance. Pour ces applications, le S•com est équipé de Jacks stéréo 6,35 mm et de connecteurs XLR, lui permettant de se relier à pratiquement tous les appareils audio professionnels. Adaptez les exemples de câblage ci-dessous à votre installation. Jack stéréo 6,35 mm symétrique FRANÇAIS32 Vorwort von Ray Kennedy Kompressoren und Limiter zählen bei der Aufnahme und Mischung zu den wichtigsten verfüg- baren Tools und sind viel nützlicher, als man glaubt. Für mich ist Kompression eher ein Sound als ein Gerät zur Dynamiksteuerung. Da jedes Modell einen eigenen Klang und idealen Anwendungsbereich besitzt, arbeite ich mit einer Auswahl von etwa 40 eigenen Kompressoren. Um herauszufinden, welcher Gerätetyp mit welchen Einstellungen im Einzelfall optimal geeignet ist, bedarf es vieler Versuche und Experimente – aber mit der Zeit werden Sie die besten Anwendungen finden. Peak Limiting und Soft Compression eignen sich normalerweise gut für das Maximieren von Pegeln für Band oder CD, ohne den Klang zu stark zu verfärben. Prinzipiell werden die Pegelspitzen gekappt und die leiseren Bestandteile eines Klangs angehoben, indem man den Dynamikbereich einengt. Lange Attack- und kurze Release-Zeiten ermöglichen einen transpar- enteren Klang. Ich persönlich mag den Sound der Kompression und nutze ihn machmal extrem ausgeprägt. Abhängig von Gerätetyp und Einstellungen lassen sich ganz unterschiedliche Klangfarben kreieren, von Verdichtung und Raumklang über die Erhöhung/Verringerung des klan- glichen Kontrastes bis hin zur EQ-Bearbeitung und vieles mehr. Mein bevorzugter 'Manic Compression‘ Trick lässt den Gesang praktisch über der Mischung schweben, trocken und nah, aber nicht zu laut, als ob der Sänger direkt vor mir steht. Mein Partner Steve Earle sagt, wir benutzen bei seinen Platten so viel Kompression für den Gesang, dass die Leute sogar merken, was er zum Frühstück gegessen hat. Häufig dient Kompression als Ersatz für Reverb und kann bei extremem Einsatz den ganzen Raumklang im Umfeld des Gesangmikros „absaugen“ und subtile Klangnuancen in den Tiefen der Stimmbänder offenbaren. Bei einem Overhead- oder Raummikrofon können Sie sogar die wahrgenommene Raumgröße ändern, indem Sie den abklingenden, sich entfernenden Sound wieder zurückziehen. Wiederum erzielen Sie mit langen Attack- und kurzen Release-Zeiten die besten Ergebnisse, da Sie den Schwellwert viel härter ansteuern können. Indem Sie Limiting und Kompression auf den Stereo-Bus anwenden, können Sie auch sehr effek- tiv Spuren verschmelzen und Bands kompakter klingen lassen, als sie tatsächlich sind. Diese Methode ermöglicht auch mehr Sättigung im analogen 2-Spur-Format sowie eine vollere Modulation bei digitalen Formaten. Für mich ist es fast normal, beim Mastering der endgültigen Songversion auf Festplatte drei Stereo-Limiter vorzuschalten. Häufig können Sie durch das Bearbeiten eines Signals mit mehreren Kompressoren interessante Ergebnisse erzielen, die mit nur einem Gerät nicht erreichbar wären. Es gibt zwar keine festen Regeln, aber Sie sollten wissen, dass es in puncto Komprimierung viele verschiedene Konzepte gibt. Manche basieren völlig auf Röhren, andere auf Röhren und optischen Verfahren, wieder andere sind rein optisch orientiert, und außerdem gibt es da noch FET Transistoren, VCAs (Voltage Control Amplifiers) Pure Class A, Class A/B, Digital sowie weitere Kombinationen. Wir sind jetzt endlich in einem Zeitalter sehr hochwertiger VCAs angekommen, die nicht mehr so teuer sind und sehr komplexe und vielseitige Schaltungskonzepte ermöglichen – wie die S-Class Geräte von Samson. Ray Kennedy Ray Kennedy lebt in Nashville und arbeitet als Produzent, Tontechniker und Komponist. Seine Produktionsfirma Twang Trust, eine Kooperation zwischen Ray und Singer/Songwriter Steve Earle, hat sehr bekannte Aufnahmen und Darbietungen von Künstlern wie Steve Earle, Art Garfunkel, Willie and Waylon, Farm Aid, The Del McCoury Band, Nancy Griffith, Lucinda Williams, David Alan Coe, Shaver, V-Roys und Rosie hervorgebracht.. DEUTSCHE33 S•com plus Features Der Samson S com Plus Dynamikprozessor verwendet modernste Gain Management-Technologie. Hier die Hauptfunktionen:
- Voll ausgestatteter, 2-kanaliger Dynamikprozessor mit Compressor/Limiter, Expander/Gate, De-Esser und Peak Limiter.
- SKD (Smart Knee Detector) schaltet – basierend auf dem Pegel des Eingangssignals – zwischen Soft Knee- und Hard Knee-Kompression um.
- AEG (Automatic Envelope Generator) Modus regelt ständig die Attack- und Release-Zeiten des Kompressors, basierend auf dem Eingangssignal. Manuelles Einstellen der Attack und Release-Zeiten ist ebenfalls möglich.
- 12-segmentige Input/Output LED-Anzeige plus 12-segmentige Gain Reduction LED-Anzeige.
- Externe Key-Steuerung via vorderseitige Key-Taste.
- Regelbarer De-Esser mit separater LED-Anzeige zum Reduzieren von störenden Zischlauten bei Aufnahmespuren.
- Expander/Gate mit variabler Trigger Threshold-Regelung und schaltbarer Fast/Slow Release-Zeit.
- Gate-Funktion schaltbar von „hartem Aus“ auf leichten Downward Expander.
- LEDs für Gate geöffnet und Gate geschlossen.
- Peak Limiter mit unabhängiger Threshold-Regelung und Peak LED.
- Fortschrittliche Schaltungskonstruktion mit rauscharmen Operationsverstärkern und hochwertigen VCAs.
- Servo-symmetrische Eingänge und Ausgänge bei den XLR und 1/4” Anschlüssen.
- Schaltbare Betriebspegel von +4 und -10 dBV.
- Hochwertige auf 41 Positionen einrastende Potentiometer und hintergrundbeleuchtete Tasten.
- Das modische, perlentexturierte, anodisierte vorderseitige Bedienfeld in Elektro-Blau ist genau so leicht abzulesen wie es schön anzusehen ist.
+12 POWER STEREO COMPRESSOR LIMITER DE-ESSERDE-ESSER DEUTSCHE34 DEUTSCHE 1 GATE OPEN & CLOSED LED - Zeigt an, wann das Gate geöffnet oder geschlossen ist. 2 GAIN REDUCTION-ANZEIGE - Zeigt die Stärke der Gain-Reduzierung bei aktivierter Kompressor-Schaltung an. 3 INPUT/OUTPUT-ANZEIGE - Zeigt den Eingangs- oder Ausgangs-Signalpegel basierend auf der Einstellung der I/O Anzeige- Taste an. 4 DE-ESSER-ANZEIGE - Zeigt die Stärke des De- Esser-Effekts an. 5 LIMITER-ANZEIGE - Die LED zeigt an, wenn die LIMITER-Schaltung aktiviert ist. 6 STEREO LINK-TASTE - Bei gedrückter Taste werden die Kanal 2-Funktionen von den Kanal 1-Einstellungen gesteuert. 7 CHANNEL 2-REGLER - Die gleiche Regler- und Schaltungsfamilie wie bei Kanal 1. Regler und Funktionen
STEREOCOMPRESSORLIMITERDE-ESSER 8 MAINS POWER-SCHALTER - Schaltet den S•com plus ein/aus. 9 RACK-ÖSEN - Zum Einbau in ein standard 19“ Rack. 10 TRIGGER- Steuert den Schwellwert, bei dem die Expander/Gate-Funktion aktiviert wird. 11 GATE-TASTE - Zur Wahl des Gate- oder Expander- Modus. 12 RELEASE-TASTE - Zur Wahl der Release-Zeit FAST oder SLOW für EXPANDER/GATE. 13 THRESHOLD - Damit stellen Sie den Mindest- Signalpegel ein, ab dem die Kompressor- Schaltung zu arbeiten beginnt. 14 ENHANCE - Aktiviert die S• com plus Enhanced Spectrum Recovery-Schaltung, welche die durch extreme Gain-Reduzierung verloren gegangenen Höhen wiederherstellt. 15 RATIO - Steuert die Stärke der Gain-Reduzierung im Verhältnis zur Stärke des über dem gewählten Schwellwert liegenden Signals. A NETZANSCHLUSS - IEC standard Wechselstrom-Anschluss für ein Netzkabel. B CHANNEL 2 XLR-EINGANG - symmetrischer XLR Line-Eingang. C CHANNEL 2 1/4” STEREO-EINGANG - sym- metrischer 1/4” Stereo Line-Eingang. D BETRIEBSPEGEL-SCHALTER - Schaltet den Betriebspegel zwischen –10 dB und +4 dB um. E CHANNEL 2 KEY-EINGANG - Eingang zur exter- nen Steuerung der S•com plus Kompressor- Detektorschaltung. F CHANNEL 1 KEY-AUSGANG - Send-Weg der S• com plus Detektorschaltung. Via Key-Ausgang können Sie die De- tektorschaltung des Kompressors mit einem externen Effekt, beispielsweise einem Equalizer, bearbeiten. BALANCED OUTPUT BALANCED INPUT INPUT OUTPUT KEY CHANNEL 2 LEVEL
RÜCKSEITE VORDERSEITE35
+12 POWER DE-ESSER Regler und Funktionen 16 KEY-TASTE - Wählt den Key-Eingang, damit ein externes Signal den Kompressor triggern kann. 17 ATTACK - Regelt die Zeitspanne, die der Kompressor bis zum Erreichen der vollen Gain- Reduzierung benötigt. 18 A U T O - Aktiviert die S
- com plus AEG-Funktion (Auto Envelope Generator), die – basierend auf dem Signalgehalt – die Attack- und Release-Zeit dynamisch regelt. 19 RELEASE - Regelt die Zeitspanne, die der Kompressor benötigt, um das Signal auf seinen ursprünglichen Pegel zurückzusetzen. 20 INPUT/OUTPUT ANZEIGE-WAHLTASTE - Damit können Sie wählen, ob der Eingangs- oder Ausgangs-pegel auf der Input/Output-Anzeige angegeben wird. 21 LEVEL - Regelt die Höhe des Ausgangspegels. 22 DE-ESSER PEGEL - Die LED zeigt an, ob der Limiter aktiviert ist. 23 DE-ESSER IN/OUT-TASTE - Aktiviert die DE-ESSER-Schaltung. 24 Limiter - Wählt den Pegel, bei dem das LIMIT- ING einsetzt. 25 CHANNEL 1 IN/OUT - Aktiviert Kanal 1 des S•com plus. 26 CHANNEL 2 IN/OUT - Aktiviert Kanal 2 des S•com plus. NCED
G KANAL 2 XLR AUSGANG - symmetrischer XLR Line-Ausgang. H KANAL 2 1/4” KLINKEN AUSGANG - symmetrisch- er 1/4” Klinken Line-Ausgang. I KANAL 1 - die gleichen Eingänge und Ausgänge wie Kanal 2. DEUTSCHE36 DEUTSCHE S•com plus bedienen Gleichgültig ob Sie ein erfahrener Tontechniker sind oder sich gerade in die Materie einarbeiten oder einfach experimentieren möchten, gehen Sie anfänglich wie unten beschrieben vor. Kommende Abschnitte dieses Handbuchs befassen sich mit Dynamik-Grundlagen und den zugehörigen Parametern, Systemeinrichtungen sowie Anwendungsmöglichkeiten für die Dynamikbearbeitung bei Aufnahmen und Live-Beschallungen. S•com plus EINRICHTEN
- Verbinden Sie ein oder beide Eingangs- und Ausgangspaare mit den entsprechenden rückseitigen Anschlüssen.
- Stellen Sie die Regler wie folgt ein:
FAST RELEASE – GELÖST
COMPRESSOR THRESHOLD – +20 dBu (ganz nach rechts)
ATTACK – 0.3 (ganz nach links)
RELEASE - 5 (ganz nach rechts)
METER-TASTE – GEDRÜCKT
OUTPUT LEVEL – O dBu DE-ESSER – 0 (ganz nach links)
DE-ESSER-TASTE – GELÖST
LIMITER – OFF (ganz nach rechts)
STEREO COMPRESSOR LIMITER DE-ESSER In dieser Konfiguration gibt der S•com plus Audiosignale mit Unity Gain – also ohne Dynamikbearbeitung – aus. Jetzt ist eine gute Gelegenheit, um die Verstärkungsstruktur zu überprüfen. Passen Sie die Pegel mit der Input/Output-Anzeige an.
- Leiten Sie ein Signal zu einem oder beiden Ein- und Ausgängen des S•com plus.
- Drücken Sie die METER-Taste, um festzustellen, ob die Eingangs- und Ausgangspegel abgestimmt sind. SIGNAL KOMPRIMIEREN Die Kompressor-Sektion des S•com plus lässt sich für eine Vielzahl von Gain Management-Aufgaben einsetzen. Zum Bei- spiel bei der Signalausgabe zu einem Mehrspur-Recorder oder als Effekt beim Abmischen/Mastering sowie zur Erhöhung der Lautheit eines live PA-Systems. Um mit dem Komprimieren des Signals zu beginnen, gehen Sie wie folgt vor:
- Gehen Sie nach dem obigen Abschnitt “S•com plus EINRICHTEN” vor, um die Regler zurückzusetzen.
- Setzen Sie die CHANNEL IN-Taste (in der Mitte des Geräts) auf die IN-Position.
- Drücken Sie die AUTO-Taste (zwischen ATTACK und RELEASE).
- Setzen Sie Ratio auf 2:1.37 S•com plus bedienen
- Drehen Sie jetzt den THRESHOLD-Pegel langsam zurück und achten Sie auf die Kompression. Optisch wird die Kompressionsstärke auf der GAIN REDUCTION-Anzeige dargestellt.
- Lösen Sie die AUTO-Taste, um mit manuell gesteuerten ATTACK- und RELEASE-Zeiten zu experimentieren.
SIGNAL GATEN Unerwünschte Stör-, Brumm und Zischgeräusche lassen sich problemlos mit dem Socom plus GATE entfernen. Ziel ist es, das Gate nur so lange zu öffnen, wie das gewünschte Signal erklingt, und in den Pausen unerwünschte Stör-, Brumm und Zischgeräusche stumm zu schalten (Gate geschlossen). Um das Signal zu gaten, gehen Sie wie folgt vor:
- Gehen Sie nach dem obigen Abschnitt “S•com plus EINRICHTEN” vor, um die Regler zurückzusetzen.
- Um das Gate zu aktivieren, stellen Sie sicher, dass die EXPANDER/GATE-Taste gedrückt ist. EXPANDER/GATE
- Setzen Sie die RELEASE-Taste auf die IN-Position, um die Release-Zeit FAST zu wählen.
- Erhöhen Sie jetzt den THRESHOLD-Pegel und achten Sie darauf, wie die Gate-Funktion auf das Signal zu wirken beginnt. Eine optische Darstellung des sich öff- nenden und schließenden Gates bieten die GATE OPEN/CLOSED LEDs über dem EXPANDER/GATE TRIGGER-Regler.
DOWNWARD EXPANDER EINSETZEN
Sie können die Gate-Sektion des S•com plus so einstellen, dass sie wie ein DOWNWARD EXPANDER funktion- iert, um den Pegel eines Signals zu verringern. Gehen Sie einfach wie folgt vor:
- Gehen Sie nach dem obigen Abschnitt “S•com plus EINRICHTEN” vor, um die Regler zurückzusetzen.
- Um den EXPANDER zu aktivieren, stellen Sie sicher, dass die EXPANDER/GATE-Taste GELÖST ist.
- Lösen Sie die RELEASE-Taste, um SLOW RELEASE zu wählen.
- Erhöhen Sie jetzt den TRIGGER-Pegel, und achten Sie darauf, wie das Signal leiser wird. DEUTSCHE38 DEUTSCHE S•com plus bedienen
PEAK LIMITER EINSETZEN
Sie können den Peak Limiter des S•com plus bei Aufnahmen einsetzen, um sicherzustellen, dass die Ausgangspegel eine bestimmte Grenze nicht überschreiten. Und Sie können ihn bei PA-Anwendungen zum Schutz der Lautsprecher verwenden. Um den S•com plus PEAK LIMITER im Einsatz zu hören, gehen Sie wie folgt vor:
- Gehen Sie nach dem obigen Abschnitt “S•com plus EINRICHT- EN” vor, um die Regler zurückzusetzen.
- Um den PEAK LIMITER zu aktivieren, stellen Sie mit dem LIM- ITER Threshold-Regler den gewünschten maximalen Ausgangspegel ein.
- Die LIMIT LED über dem LIMITER Threshold-Regler gibt an, wann die Limiter-Schaltung aktiviert wird. Wenn die LED nicht leuchtet, haben Sie den Maximalpegel noch nicht erreicht. ENHANCER EINSETZEN Mit der ENHANCER-Taste des S•com plus können Sie die EFR (Enhanced Frequency Recovery) Schaltung aktivieren. Durch Aktivieren des ENHANCERs stellt die S•com plus EFR-Funktion den Höhenanteil wieder her, der bei starker Gain-Reduzierung verloren gegangen ist. Hierzu fügt die S•com plus EFR-Funktion dem Originalsignal wieder Höhen in einer Stärke hinzu, die der Stärke der Gain- Reduzierung entspricht.
- Gehen Sie nach dem obigen Abschnitt “S•com plus EINRICHTEN” vor, um die Regler zurückzusetzen, und leiten Sie beispielsweise das Signal eines CD Players durch den S•com plus.
- Stellen Sie die CHANNEL IN-Taste (in der Mitte des Geräts) auf die Position IN.
- Drücken Sie die AUTO-Taste (zwischen ATTACK und RELEASE).
- Stellen Sie Ratio auf 6 - 8:1 ein.
- Schalten Sie den ENHANCER ein und achten Sie darauf, wie die Höhen wieder hergestellt werden. DE-ESSER EINSETZEN Der De-Esser des S•com plus ist ein leistungsfähiges Werkzeug zum Entfernen störender Probleme, wie stark zischende Gesangsspuren oder zu helle Becken. Um den De-Esser im Einsatz zu hören, gehen Sie wie folgt vor:
- Gehen Sie nach dem obigen Abschnitt “S•com plus EINRICHT- EN” vor, um die Regler zurückzusetzen.
- Um den De-ESSER zu aktivieren, drücken Sie die DE-ESSER- Taste.
- Erhöhen Sie jetzt den DE-ESSER Pegel und achten Sie darauf, wie die Höhen des Signals zurückgenommen werden.
- Die Stärke der Höhen-Reduzierung können Sie auf der DE-ESSER Pegelanzeige ablesen.
DE-ESSER39 Dynamikbearbeitung 101 Um die Bearbeitung der Dynamik zu verstehen, müssen wir zuerst wissen, was Dynamik ist. Die Dynamik oder der Dynamikbereich eines Signals oder Audiogeräts ist der Pegelbereich zwischen der leisest- und lautest-möglichen Signalausgabe. Dynamikbearbeitung wird auf ein Signal angewandt, um dessen Pegeländerungen zu manipulieren. Zum Steuern der Dynamik sind verschiedene Typen von Bearbeitungsgeräten verfügbar, beispielsweise Noise Gates, Expander, Kompressoren, Limiter und De-Esser. Alle diese Verfahren haben ihre spezielle Wirkung auf das Signal, aber was alle gemeinsam auszeichnet ist, dass sie auf die eine oder andere Weise die Verstärkung steuern. Manche Dynamikprozessoren steuern die Verstärkung auf subtile Weise, indem sie nur leicht begrenzen, wie leise und laut ein Signal ist. Andere Prozessoren wiederum nehmen drastische Verstärkungsänderungen vor und verringern das Signal beispielsweise bis zur Stille. Die Anwendungen der Dynamikbearbeitung lassen sich in zwei ausgeprägte Kategorien einteilen. Einerseits wird ein Signal mit nicht einschätzbarem Dynamikbereich behandelt, um es einschätzbar zu machen. Andererseits wird ein Sound kreiert, indem man den Dynamikbereich „herauspresst“. Ob man Dynamikpro- zessoren wie den S•com plus nun für eine Live Sound-Anwendung, Aufnahme, Mischung oder Mastering-Aufgabe ein- setzt, sie sind immer wertvolle Werkzeuge zur Verstärkungssteuerung. Es folgt eine elementare Übersicht über die Dy- namikbearbeitung und wie sie eingesetzt wird, um die Qualität von aufgenommenen oder Live-Klängen zu verbessern. KOMPRESSOR Ein guter Kompressor ist eines der nützlichsten Tools für die Live-Beschallung und Aufnahme. Kompressoren steuern den Dynamikbereich eines Signals, was eine Reihe von Vorteilen bringt, inklusive dem Begrenzen eines aufzunehmenden Signals, dem Positionieren eines Signals in der Mischung sowie dem Erhöhen der Lautheit eines Beschallungssystems, um nur wenige zu nennen. Drastische Kompressionsstärken resultieren in einer Wirkung, die bereits einen eigenständigen Sound darstellt und nicht nur auf die Verstärkungssteuerung beschränkt ist. Um die Arbeitsweise eines Kompressors zu verstehen, müssen Sie sich mit den grundlegenden Parametern wie Threshold, Ratio, Attack Time und Release Time vertraut machen. Threshold Threshold/Schwellwert nennt man die Pegelgrenze, die bei Überschreitung durch das Signal zum Einsetzen der Gain-Reduzierung führt. Der normale Regelbereich des Threshold-Pegels beträgt –40 bis +20 dBu. Wenn Sie diesen Schwellwert-Pegel über den höchsten Pegel des zum Kompressor geleiteten Signals setzen, wird die Gain-Reduzierung nie ausgelöst. Dadurch ist der Kompressor praktisch auf Bypass geschaltet. Wenn der Schwellwert-Pegel sehr tief eingestellt wird, so dass praktisch jedes Signal die Gain-Reduzierung auslöst, arbeit- et der Kompressor als automatischer Pegelregler. Ratio Mit dem Ratio-Regler stellen Sie das Ausmaß der Gain-Reduzierung im Verhältnis zum Eingangssignal ein. Wenn Sie Ratio beispielsweise auf 2:1 setzen und das Signal den obigen Schwellwert überschreitet, wird bei einem Pegelzuwachs von 2 dB am Eingang ein Pegelzuwachs von 1 dB am Ausgang erzeugt. Der Ratio-Wert ∞ to 1 bedeutet, dass ein unendlich hoher Eingangssignalpegel benötigt wird, um den Ausgangspegel um 1 dB zu erhöhen. Der Ausgangspegel bleibt also konstant, auch wenn der Eingangspegel den Schwellwert überschreitet. Attack Time Attack Time ist die Zeitspanne, die ein Kompressor benötigt, um die Gain-Reduzierung umzusetzen, nachdem das Signal den Schwellwert überschritten hat. Ein gut konzipierter Kompressor verfügt über regelbare Attack- Zeiten im Bereich von 100 µs (Mikrosekunden) bis 150 ms (Millisekunden). Ein hochwertiger Kompressor klingt ungeachtet der Attack-Zeit immer ausgewogen beim Einsetzen der Gain-Steuerung. Release Time Mit Release Time steuern Sie die Zeitspanne, die der Kompressor benötigt, um das Eingangssignal auf seinen ursprünglichen Pegel zurückzusetzen, nachdem das Signal den Schwellwert unterschritten hat. Ein akzeptabler Bereich für die Release-Zeit liegt bei 50 µs bis 5 Sekunden. Bei normalem Einsatz werden kürzere Release-Zeiten für Sprache und längere Release-Zeiten für Instrumentalmusik benutzt. Auto Attack und Release Moderne komplexe Kompressoren enthalten häufig einen dynamischen oder Auto Attack und Release-Modus. Beim S•com plus heißt dieser Modus AEG (Auto Envelope Generator). Bei Aktivierung regelt der AEG die Attack- und Release-Zeiten automatisch, basierend auf dem dynamisch sich ändernden Eingangssignal. DEUTSCHE40 DEUTSCHE Dynamikbearbeitung 101 – Fortsetzung Soft-Knee / Hard-Knee Um schroffe, unnatürliche Hüllkurven bei komprimierten Signalen zu verhindern, verfügen komplexe Dynamikprozessoren wie der S•com plus über eine SKD-Funktion (Smart Knee Detector) oder eine Automatic Knee-Schaltung. Der Smart Knee Detector schaltet automatisch von Soft-Knee (Signal weniger als 10 dB über dem Schwellwert) auf Hard-Knee (Signal 10 dB und mehr über dem Schwellwert) um. Im Soft Knee-Modus setzt die Wirkung auf die Verstärkungsänderung allmählich ein, sobald sich das Signal dem Schwellwert nähert. Im Hard Knee-Modus ist die Gain-Reduzierung linear und basiert auf den Threshold- und Ratio-Reglern. Alle Signale unterhalb des Schwellwerts bleiben unbearbeitet. Noise Gates Mit Noise Gates lässt sich unerwünschtes Rauschen und/oder Übersprechen von Aufnahmespuren im Studio oder von offenen Mikrofonen bei Live Beschallungssystemen entfernen. Noise Gates lassen sich auch als Soundeffekt verwenden – sehr beliebt ist das Abhacken des Reverb-Endes einer Snare Drum, damit der gesamte Snare-Klang direkt vor dem Taktschlag endet. Im Prinzip funktioniert ein Noise Gate wie ein automatis- cher Mute-Schalter. Mute Aus (Gate geöffnet), wenn das gewünschte Signal anliegt, und Mute Ein (Gate geschlossen), wenn das gewünschte Signal nicht anliegt. Damit das Gate voraussehbar funktioniert, muss ein Threshold/Schwellwert oder Trigger-Pegel gesetzt werden, der den Öffnungszeitpunkt des Gates bestimmt. Wenn das Signal unter dem Trigger-Wert liegt, bleibt das Gate geschlossen. Wenn das Signal den Trigger-Wert überschreitet, wird das Gate geöffnet, damit das gewünschte Signal passieren kann und hörbar wird. Noise Gates bieten häufig noch weitere einstellbare Regler wie Attack, Hold, Range und Release. Manche Noise Gates wie der S•com plus benutzen komplexe Schaltungen, um einige dieser Parameter automatisch zu steuern. Downward Expander Zweck eines gut konstruierten Downward Expanders ist es, den wahrgenommenen Dynamikbereich eines Systems zu erhöhen. Hierzu verringert man die Verstärkung bei leiseren Stellen und setzt dadurch den relativen Noise Floor herunter. Wenn der Signalpegel unter dem gewünschten Trigger-Pegel liegt, verringert der Expander die Gesamtverstärkung um den gewählten Betrag. Limiter Ein Limiter ist eine spezielle Form eines Kompressors und dient dem Verhindern von Pegelspitzen sowie dem generellen Überlastungsschutz. Der S•com plus bietet eine Limiter-Sektion mit separaten Reglern, die mit der Kompressor-Sektion zusammen arbeitet. Der Arbeitsbereich des Limiters beträgt 0 bis +20 dB. Bei Aktivierung schützt der Limiter vor Signalspitzen, Überlastungen und exzessiver Modulation im Rundfunkbetrieb. Stereo Link Mode Mit der Stereo Link-Taste können Sie den S•com plus vom Dual-Mono-Betrieb in den Stereo Link-Modus schal- ten. Im Stereo Link-Modus werden die Funktionen von Kanal 2 – mit Ausnahme von IN/OUT, KEY und LIMITER- Modus – von den Kanal 1-Einstellungen gesteuert. Side Chain / External Key Der S•com plus zeichnet sich durch eine Side-Chain- oder External Key-Funktion aus. Mit der External Key- Funktion lässt sich die Detektor-Schaltung des Kompressors extern bearbeiten. Für das externe Bearbeiten der Detektor-Schaltung gibt es viele nützliche Anwendungsbereiche, inklusive der EQ-Bearbeitung zur frequenzab- hängigen Kompression, dem De-Essing zum Entfernen von Zischlauten mittels EQ sowie der externen Steuerung einer Gesangsspur für Ducking-Effekte, um nur wenige zu nennen. Wenn Sie die Key-Funktion auf dem vorder- seitigen Bedienfeld des S•com plus wählen, wird der Detektor-Signalweg des Kompressors unterbrochen und zur Key Output-Buchse umgeleitet. Über die Key Input-Buchse wird das extern bearbeitete Signal wieder empfan- gen, das jetzt den Detektor des Kompressors steuert.41 Anwendungen Zischen und Rauschen mit dem Expander/Gate entfernen Der S•com plus ist ein extrem nützliches Werkzeug zur Verringerung des Pegels unerwünschter Geräusche. Mit dem Expander/Gate können Sie das Rauschen effektiv in den Noise Floor-Bereich verschieben oder das uner- wünschte Signal abrupt völlig ausschalten. Nehmen wir an, Sie möchten das Übersprechen verringern, das auftritt, wenn verschiedene Instrumente dicht nebeneinander aufgenommen werden. Sie haben eine Akustikgitarre gleichzeitig und im gleichen Raum mit eini- gen anderen Akustikinstrumenten aufgenommen. Das Problem besteht darin, dass Sie dann viele andere Instrumente hören, wenn die Akustikgitarre nicht spielt. Da dies Phasen- und Kammfilterprobleme aufgrund der Mikrofonanordnung verursachen kann, ist es wünschenswert, das übersprechende Signal in den Noise Floor- Bereich zu verschieben. Hierzu schalten Sie den S•com plus in den Expander-Modus, wobei Sie die Release- Taste auf Slow und den Threshold-Wert so einstellen, dass das Akustikgitarrensignal weit über dem Schwellwert- Pegel liegt. Wenn das Signal der Akustikgitarren-Spur unter den Schwellwert sinkt, wird deren Spur unmerklich in den Noise Floor-Bereich ausgeblendet. Oder nehmen wir an, Sie möchten das Pickup-Rauschen und –Brummen aus der Spur einer Gitarre entfernen, die über einen lauten Verstärker aufgenommen wurde. Da das Brummen und Rauschen am deutlichsten in den Pausen der Rhythmusbegleitung auffällt, soll sich das Gate in stummen Abschnitten schließen und bei gespielten Passagen öffnen. Hierzu schalten Sie den S•com plus in den Gate-Modus und stellen den Trigger-Pegel so ein, dass das Gate nur während der gespielten Gitarrenparts geöffnet und in Spielpausen geschlossen ist, damit Brummen und Rauschen stumm geschaltet werden. Drums mit Noise Gate bearbeiten Noise Gates bei Drums sind besonders bei Aufnahmen und Live-Beschallungen nützlich. Wenn ein Drum Kit bei einem Live PA-System mit Einzelmikrofonen für alle Trommeln und Becken eingerichtet ist, lässt sich ein toller Sound erzeugen. Es können allerdings mehrere Verstärkungsprobleme auftreten. Mehrere Mikrofone, z. B. die der Tom-Toms, werden nur gelegentlich verwendet und nehmen in der Zwischenzeit nur unerwünschte Klänge von anderen Bühneninstrumenten auf. Dies macht die Mischung „matschig“ und verursacht zudem Feedback- Probleme. Mit dem S•com plus können Sie die Signale der Tom-Toms gaten, indem Sie mit der Expander/Gate- Taste die Gate-Option wählen. Stellen Sie dann den Trigger-Regler so ein, dass sich das Gate nur öffnet, wenn das betreffende Tom tatsächlich gespielt wird, und das Gate andererseits auch dann geschlossen bleibt, wenn das benachbarte Tom gespielt wird. Die gleiche Technik ist bei Drums nützlich, die auf Einzelspuren aufgenom- men wurden. Indem Sie mit dem Gate das Übersprechen der anderen Trommeln stumm schalten, können Sie wirkungsvoll den Kammfilter-Effekt reduzieren, der durch Phasenauslöschungen aufgrund von dicht platzierten Mikrofonen verursacht wird. Lang ausklingende Sounds gaten Wenn Sie ein Noise Gate bei Klängen mit längerem Decay, z. B. Piano, einsetzen, müssen Sie normalerweise eine längere Release-Zeit verwenden. Leiten Sie das Piano-Signal durch den S•com plus und stellen Sie die Expander/Gate Release-Taste auf Slow ein. Stellen Sie den Trigger-Pegel bei ausgehaltenen Passagen ein, um bestmögliche Ergebnisse zu erzielen. Achten Sie immer auf das natürliche Decay des Instruments und lassen Sie das Gate bis kurz nach dem Ende des Decays geöffnet. DEUTSCHE42 DEUTSCHE Pegel einer Gesangsspur regeln Beim Aufnehmen einer Gesangsspur ändert der Sänger vielleicht häufig seine Entfernung zum Mikrofon oder er verfügt bei seiner Darbietung von Natur aus über einen breiten Dynamikbereich. In beiden Fällen muss der Toningenieur entscheiden, wieviel Kompression für eine Balance zwischen natürlicher Performance und Aufzeichnung eines optimalen Pegels auf Band oder Festplatte nötig ist. Richten Sie den S•com plus mit einer mittleren Attack- und Release-Zeit und einem Ratio-Wert von 4:1 ein. Sie können auch mit der Auto-Taste die AEG-Funktion (Auto Envelope Generator) für automatische Attack- und Release-Zeiten einschalten. Stellen Sie dann den Threshold-Pegel so ein, dass die Gain Reduction-Anzeigen etwa 6 bis 10 dB an Verstärkungsreduzierung angeben. Stellen Sie nötigenfalls den Ratio-Regler neu ein. Gitarren- oder Basspegel einstellen Bei Gitarren und besonders Bassgitarren kann sich der Pegel zwischen Saiten und sogar Bünden des Griffbretts stark ändern. Der Einsatz von Kompression beim Aufnehmen von Gitarren oder Bässen kann diese Unterschiede ausgleichen. Richten Sie den S•com plus mit einer mittleren Attack- und Release-Zeit und einem Ratio-Wert von 4:1 ein. Sie können auch mit der Auto-Taste die AEG-Funktion (Auto Envelope Generator) für automatische Attack- und Release-Zeiten einschalten. Stellen Sie dann den Threshold-Pegel so ein, dass die Gain Reduction- Anzeigen etwa 10 bis 12 dB an Verstärkungsreduzierung angeben. Sie werden feststellen, dass jede Note die gleiche Lautstärke besitzt und sich das Sustain generell verbessert hat. Drums komprimieren Wenn Sie Kompression auf Drums anwenden, können Sie eine „wummernde“ Bass Drum kompakter klingen lassen, fast so, wie wenn Sie das Schlagfell der Trommel straffen würden. Stellen Sie den S•com plus auf eine ziemlich schnelle Attack-Zeit und einen Ratio-Wert von 6:1. Stellen Sie den Threshold-Wert so ein, dass auf der Gain Reduction-Anzeige 12 bis 15 dB angegeben wird. Stellen Sie nötigenfalls den Ratio-Regler neu ein. Sie können das gleiche Setup auch für Snare und Toms verwenden. Spur in der Mischung richtig positionieren Mit sehr starker Kompression können Sie bewirken, dass der Gesang über der Mischung schwebt. Obwohl dies für manche Ohren vielleicht zu radikal klinkt, lässt sich besonders dann eine dramatische Wirkung erzeugen, wenn die Stimme ohne Reverb oder Delay abgemischt wird. Richten Sie den S•com plus mit einer mittleren Attack- und Release-Zeit und einem Ratio-Wert von 6:1 ein. Sie können auch mit der Auto-Taste die AEG- Funktion (Auto Envelope Generator) für automatische Attack- und Release-Zeiten einschalten. Stellen Sie dann den Threshold-Pegel so ein, dass die Gain Reduction-Anzeigen etwa 21 bis 24 dB an Verstärkungsreduzierung angeben. Lautsprecherschutz Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um mit einem Kompressor ein Lautsprechersystem zu schützen, und man kann viele Überlegungen anstellen, ob die Frequenzweiche des Lautsprechersystems aktiv oder passiv sein soll. Wenn das Lautsprechersystem in Stereo mit passivem Crossover arbeitet, wird der Line-Ausgang des Mischers oder EQs direkt zu den Eingängen des S•com plus geleitet. Der S•com plus sollte das letzte Glied der Kette vor den Endstufen sein, wobei seine Ausgänge in die Eingänge der Verstärker eingespeist werden. Schalten Sie dann den S•com plus in den Stereo Link-Modus und aktivieren Sie mit der Auto-Taste die AEG-Funktion (Auto Envelope Generator) für automatische Attack- und Release-Zeiten. Stellen Sie Threshold und Ratio so ein, dass der gesamte Dynamikbereich des Systems unter Kontrolle ist. Setzen Sie den Limiter-Regler auf +12 und stellen Sie ihn behutsam so ein, bis er 1 bis 2 dB unter dem Clipping-Pegel Ihrer Endstufen liegt. Beim Einsatz einer aktiven Frequenzweiche können Sie mit mehreren Kompressoren die einzelnen Sektionen der PA komprimieren. Wenn die PA beispielsweise mit aktivem Crossover ein 4-Weg Mono-System betreibt, kön- nen Sie zwei S•com plus für eine 4-Band Kompression einsetzen. Indem Sie jeden Ausgang des Crossovers komprimieren, können Sie den Ausgangspegel maximieren, während Sie extreme Pegel zu den empfindlichen Lautsprechern des Mittenbereichs minimieren. Leiten Sie die Bässe und tiefen Mitten in zwei Kanäle des ersten S•com plus sowie die hohen Mitten und Höhen in Kanal 1 und 2 des zweiten S•com plus. Anwendungen43 S•com plus System-Einrichtungen BRIDGED PARALLELSTEREOBALANCED 0dBm
PL1602 MischerServo 550 Endstufe (Höhen)S1500 Endstufe (Mitten)S2000 Endstufe(Mono gebrückt - Bässe)S•Com PlusS•3 WayE30 Dual 15-Band-EQLinks : Höhen / MittenRechts : Höhen / Mitten Sub Mono
LIVE BESCHALLUNGS-SYSTEM MIT STEREO-KOMPRESSION
In diesem Beispiel ist der S•com plus hinter den Mischer und vor den grafischen EQ geschal- tet und komprimiert dadurch das breitbandige Signal des Mischers. DEUTSCHE44 S•com plus System-Einrichtungen BRIDGED PARALLELSTEREOBALANCED 0dBm
In diesem Beispiel werden drei S•com plus hinter Mischer, EQ und Crossover geschaltet und ermöglichen so eine individuelle Kompression der Bässe, Mitten und Höhen. DEUTSCHE45 S•com plus Anschlüsse Spitze (Send)Spitze (Return)Schirm (Masse)Schirm (Masse)Spitze (Send)Send (Spitze)Return (Ring)Send (Spitze)Return (Ring)Ring (Return)Schirm (Masse)MasseMasse
Heiss Kalt XLR-Buchse XLR-Stecker Heiss (2)Kalt (3)Masse (1)MasseHeissKalt Heiss (2)Kalt (3)Masse (1) MasseLötpunkte EndansichtEndansicht Lötpunkte
Asymmetrischer 1/4” Anschluss Insert-Kabel 1/4” Stereo-Stecker auf zwei 1/4” Mono- Stecker in Send und Return-Konfiguration. XLR Symmetrisch / Verdrahtungsanleitung S•com plus ANSCHLIESSEN Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um den S•com plus zwischenzuschalten und für ein breites Spektrum an Anwen-dun- gen zu nutzen. Der S•com plus verfügt über servo-symmetrierte Eingänge und Ausgänge, wodurch sich symmetrische und asymmetrische Signale ohne Signalverlust anschließen lassen. Sie können den S•com plus für ein Einzelinstrument ver- wenden, indem Sie ihn mit dem Einschleifweg des betreffenden Kanals verbinden, oder für eine gesamte Mischung, indem Sie ihn "in-line" zwischen die Ausgänge eines Mischer und die Eingänge einer Endstufe oder eines EQs schalten. EINSCHLEIFPUNKTE Viele Mischer bieten heutzutage Kanal- und Bus- oder Gruppen-Inserts. Insert-Punkte sind Einschleif-Eingänge und Ausgänge, die das Kanal- oder Bus-Signal unterbrechen, damit externe Prozessoren angeschlossen wer- den können. Kanal-Einschleifpunkte sind dann ideal, wenn man mit dem S•com plus einen einzelnen Kanal – z. B. für Gesang, Bass oder Gitarre – bearbeiten möchte. Bus-Einschleifpunkte sind ideal zum Komprimieren von Instrumentengruppen wie Gesangsstimmen, Streicher oder Drums geeignet. Der Anschluss eines Kanal- Einschleifwegs besteht möglicherweise aus nur einer Stereo-Klinkenbuchse für Send & Return. Benutzen Sie in diesem Fall ein Insert "Y" Kabel, das wie in dem Verdrahtungsplan unten konfiguriert ist. Spitze (Signal)SignalSignalSchirm (Masse)MasseMasseSpitze (Signal)
EinfachAnleitung