Faro W+ 2.0 II - Pfanne JUSTUS - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Kaminofen für Holz und Braunkohlebriketts |
| Marke | Justus |
| Modell | Faro W+ 2.0 II |
| Nennleistung | 7,0 kW |
| Energieeffizienzklasse | A+ |
| Energieeffizienzindex (EEI) | 109 |
| Wirkungsgrad | ≥ 80 % |
| Maße (Höhe × Durchmesser) | 1501 × 520 × 520 mm |
| Gewicht (Stahl / Stein) | 231 kg / 289 kg |
| Max. Holzstücklänge | 33 cm |
| Zulässige Brennstoffe | Holzscheite (Feuchtegehalt < 20 %) und Braunkohlebriketts |
| Rauchmassenstrom | 5,8 g/s |
| Nennunterdruck | 12 Pa |
| Mittlere Rauchtemperatur | 301 °C |
| Rauchrohranschluss | Oben oder hinten |
| Außenluftanschluss | Optional möglich (Stutzen ∅ 100 mm) |
| W+ Speicherkit | Inklusive, Schamottesteine (Dichte 2,9 kg/dm³) |
| Sicherheitsabstände | Vorne: 80 cm, Hinten und Seiten: 20 cm, Boden vorne: 50 cm, Boden seitlich: 30 cm |
| Vertragsgarantie | 2 Jahre |
| Wartung | Regelmäßige Reinigung der Oberflächen, Glasscheibe, Brennraum; Schmierung der Snap Lock Verriegelung |
| Ersatzteile | Verwenden Sie ausschließlich Justus Originalteile |
| Normen | EN 13240, CE |
Häufig gestellte Fragen - Faro W+ 2.0 II JUSTUS
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BEDIENUNGSANLEITUNG Faro W+ 2.0 II JUSTUS
Bedienungs- und Montageanleitung für Kaminofen
F
Inhaltsverzeichnis D / AT / CH
1. Symbolerklärung, Umweltschutz 3
1.1 Symbolerklärung 3
1.2 Umweltschutz 3
2. Produktübersicht und Bedienelemente 4
3. Bestimmungsgemäße Verwendung und Sicherheitshinweise 5
3.1 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
3.2 Sicherheitshinweise
4. Angaben zum Gerät 7
4.1 Lieferumfang
4.2 Nicht mitgeliefertes Zubehör 7
4.3 Original Ersatzteile 7
4.4 Produktbeschreibung 7
4.5 Technische Daten 8
4.6 Grundeinstellung bei Prüfung nach EN 13240 8
4.7 Maßzeichnung 8
5. Brennstoffe 9
5.1 Geeignete Brennstoffe 9
6. Schornsteinanlage und Zuluftbedingungen 10
6.1 Anschluss an den Schornstein/Rauchrohranschluss 10
6.2 Externe Verbrennungsluftversorgung 11
6.3 Wärmespeicher W+ 11
6.4 Abstützblech Steinstopfen 12
7. Installation und Inbetriebnahme 13
7.1 Aufstellung 13
7.2 Erstinbetriebnahme 13
8. Bedienung 14
8.1 Anheizen 14
8.2 Brennstoff nachlegen 15
8.3 Heizleistung anpassen 15
8.4 Heizen mit Braunkohlenbriketts 16
8.5 Heizen in der Übergangszeit 16
8.6 Kaminofen außer Betrieb nehmen 16
9. Reinigung, Wartung und Pflege 17
9.1 Oberflächen reinigen 17
9.2 Sichtscheibe reinigen 17
9.3 Feuerraum reinigen 17
9.4 Schmieren des Snap-Lock-
Feuerraumtürverschlusses 17
9.5 Feuerraumauskleidung demontieren 17
10. Störungen beheben 20
11. Kundendienst 22
12. JUSTUS-Werksgarantie 23
13. Zulassungen 24
13.1 Einzuhaltende Richtlinien und Normen 24
14. Leistungserklärung 52
15. CE-Kennzeichnung 54
16. Energielabel und Produktdatenblatt 55
17. Geräte-Kenndaten 56
1. Symbolerklärung, Umweltschutz
1.1 Symbolerklärung
Warnhinweise

Warnhinweise im Text werden mit einem Warndreieck gekennzeichnet. Zusätzlich kennzeichnen Signalwörter die Art und Schwere der Folgen, falls die Maßnahmen zur Abwendung der Gefahr nicht befolgt werden.
Die folgenden Signalwörter können in dem vorliegenden Dokument verwendet werden:
• HINWEIS bedeutet, dass Sachschäden auftreten können.
- VORSICHT bedeutet, dass leichte bis mittelschwere Personenschäden auftreten können.
- WARNUNG bedeutet, dass schwere bis lebensgefährliche Personenschäden auftreten können.
- GEFAHR bedeutet, dass schwere bis lebensgefährliche Personenschäden auftreten werden.

Wichtige Informationen ohne Gefahren für Menschen oder Sachen werden mit dem nebenstehenden Symbol gekennzeichnet. Sie werden durch Linien ober- und unterhalb des Texts begrenzt.
Wichtige Informationen
| Symbol Bedeutung | |
| ▶ | Handlungsanweisung |
| → | Verweis auf eine Stelle im Dokument |
| ● Aufzählung/Listeneintrag | |
| - | Aufzählung/Listeneintrag(2. Ebene) |
1.2 Umweltschutz
Entsorgung der Verpackung
Die Verpackung schützt das Gerät vor Transportschäden. Dabei sind die Verpackungsmaterialien nach umweltverträglichen und entsorgungstechnischen Gesichtspunkten ausgewählt und somit recyclebar.
Der Holzanteil der Verpackung besteht aus unbehandeltem, trockenem Nadelholz und eignet sich daher ganz hervorragend als Brennholz (Anheizholz). Wir empfehlen den Holzanteil der Verpackung dementsprechend zu zerkleinern.
Die Rückführung der übrigen Verpackungsteile, wie Verpackungsbänder, PE-Beutel etc., in den Materialkreislauf spart Rohstoffe und verringert das Abfallaufkommen.
Ihr Fachhändler nimmt diese Verpackungsteile im Allgemeinen zurück.
Sollten Sie die Verpackungsteile selbst entsorgen, erfragen Sie bitte die Anschrift des nächsten Wertstoff- und Recycling-Centers!

1 Deckplatte
2 Seitenverkleidung
3 Feuerraumtür
4 Sekundärluftregler (eingeschoben - offen)
5 Primärluftluftregler (eingeschoben - offen)
6 Aschenkasten
7 Holzlagerfach
8 Feuerraumauskleidung
9 Tür Holzlagerfach

3. Bestimmungsgemäße Verwendung und Sicherheitshinweise
3.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät ist als Zeitbrandfeuerstätte nach EN 13240 zugelassen.
Das Gerät ist nur für die Wohnraumbeheizung zugelassen. Die Aufstellung beispielsweise in Garagen, Feuchträumen oder im Freien ist nicht zulässig.
Eine Abbrandperiode beträgt 45 Minuten, bei einer vorgeschriebenen Brennstoffmenge von 1,57 kg Holz oder 1,76 kg Braunkohlebrikett bei einer Abbranddauer von 60 Minuten
Eine Streckung der Abbrandlänge durch größere Brennstoffmengen ist nicht zulässig.
Diese Bedienungsanleitung macht Sie mit der Funktion und Handhabung des Ofens vertraut und ist Bestandteil dieser Feuerstätte. Bewahren Sie die Bedienungsanleitung gut auf, damit Sie sich bei Beginn einer Heizperiode wieder über die richtige Bedienung informieren können.
Diese Feuerstätte darf nicht verändert werden! Der Erwerber und Betreiber eines Kaminofens ist verpflichtet, sich an Hand dieser Anleitung über die richtige Handhabung zu informieren. Unsere Gewähr für eine einwandfreie Funktion erlischt sofort, wenn die nachfolgenden Richtlinien und Anweisungen nicht beachtet werden. Wir danken für Ihr Verständnis!
3.2 Sicherheitshinweise

Vorsicht! Verletzungsgefahr durch heiße Geräteteile.
Oberflächen, Feuerraumtüren, Bediengriffe, Rauchrohr und Sichtscheibe werden im Betrieb heiß.
Zum Betätigen der Bedienelemente Bedienhandschuh verwenden.
- Produktsicherheit
Dieses Gerät ist nach dem aktuellen Stand der Technik und anerkannten sicherheitstechnischen Vorgaben konstruiert und gefertigt.
Dennoch ist ist nicht auszuschließen, dass während des Betriebes Personen- und Sachschäden auftreten können.
Verwenden Sie das Gerät deshalb sicherheits- und gefahrenbewusst, nur seiner Bestimmung entsprechend und ausschließlich in einwandfreiem, unbeschädigten Zustand!
- Einweisung
Der Installateur Ihres Gerätes weist Sie ausführlich in die Funktionsweise, die sichere und sachgerechte Bedienung ein und gibt Ihnen Tipps zum richtigen und umweltschonenden Heizen mit dem Gerät.
▶ Lassen Sie sich die technischen Dokumente des Gerätes sowie alle Zubehörteile aushändigen.
• Verhalten im Notfall
Bringen Sie sich nicht selbst in Lebensgefahr. Wenn ohne Gefährdung der eigenen Person möglich:
▶ Warnen Sie andere Personen und fordern Sie sie zum Verlassen des Gebäudes auf.
▶ Nehmen Sie das Gerät umgehend außer Betrieb.
- Brandgefahr
Platzieren oder lagern Sie keine brennbaren Materialien oder Flüssigkeiten auf oder neben dem Gerät.
▶ Stellen oder platzieren Sie keine brennbaren Gegenstände (z.B. Teppiche, Möbelstücke, Pflanzen o.ä.) im Bereich der Feuerraumöffnung.
Das Gerät muss auf einer nicht brennbaren Unterlage und unter Einhaltung der vorgeschriebenen Sicherheitsabstände aufgestellt werden.
• Gefahr durch unzureichende Frischluftzufuhr
▶ Stellen Sie eine ausreichende Versorgung des Aufstellungsraumes mit Frischluft während des Betriebes des Gerätes sicher. Dies gilt auch für den zeitgleichen Betrieb des Gerätes mit weiteren Wärmeerzeugern.
3.2 Sicherheitshinweise (Fortsetzung)
• Schäden durch Bedienfehler
Fehlerhafte Bedienung kann zu Personen- und/oder Sachschäden führen! Der Heizbetrieb ist nur mit geschlossener Feuerraumtür gestattet!
▶ Sorgen Sie dafür, dass Kinder das Gerät nicht unbeaufsichtigt bedienen oder zum Spielen verwenden.
▶ Stellen Sie sicher, dass nur Personen zu dem Gerät Zugang haben, die auch zu sachgerechter Bedienung in der Lage sind.
▶ Nur erlaubte Brennstoffe verwenden.
Benutzen Sie zum Anheizen niemals brennbare Flüssigkeiten!
▶ Schließen Sie niemals alle Luftschieber, so lange der Ofen noch in Betrieb ist!
Es besteht Verpuffungsgefahr durch Entzündung unverbrannter Brenngase!
▶ Die Feuerraumtür darf nur zur Brennstoffaufgabe geöffnet werden.
Keine Blechdosen oder ähnliche Behälter in den Feuerraum legen - Explosionsgefahr!
▶ Niemals ein Kaminfeuer mit Wasser löschen!
• Verletzungsgefahr durch heiße Geräteteile
Während des Betriebes sind Oberflächen, Feuerraumtüren, Bediengriffe, Sichtscheibe und Rauchrohre sehr heiß.
▶ Zum Öffnen und Schließen der Feuerraumtür, beim Auflegen von Brennstoff und der Bedienung der Luftschieber Schutzhandschuh verwenden.
- Kinder niemals mit dem in Betrieb befindlichen Gerät unbeaufsichtigt lassen!
- Bauseitige Voraussetzungen, Installation und erste Inbetriebnahme
Für den Betrieb des Gerätes gelten örtlich spezifische feuerpolizeiliche und baurechtliche Vorschriften, deren Einhaltung Grundvoraussetzung für einen ordnungsgemäßen Betrieb des Gerätes sind.
Das ordnungsgemäß installierte Gerät muss durch eine genehmigungspflichtige Behörde, z.B. Bezirks-Schornsteinfeger, abgenommen werden.
• Reinigung, Wartung und Störungsbehebung
▶ Gerät regelmäßig reinigen.
▶ Reinigung und Wartung durch zugelassenen Fachbetrieb.
Snap-Lock-Feuerraumtür-Verschluss: Bewegliche Bauteile regelmäßig mit handelsüblichen Sprühöl (z.B. WD 40, MoS2-Öl, Silikonöl) benetzen
▶ Verwenden Sie ausschließlich JUSTUS Original-Ersatzteile und Original-Zubehör.

Warnung: Gefahr durch zerspringende Glasscheibe!
▶ Gerät mit Glas-Deckplatte stets nur mit zulässiger Brennstoffmenge und bei zulässigem Förderdruck betreiben!
Gleichmäßigen Ringspalt zwischen Glas-Deckplatte und Rauchrohr einhalten und Hitzestau durch aufliegende Gegenstände vermeiden.
4. Angaben zum Gerät
4.1 Lieferumfang
Prüfen Sie den Lieferumfang bei Erhalt auf Vollständigkeit und Unversehrtheit.
- Palette mit Gerät im Holzverschlag
- WärmePlus Speichersteine am Holzverschlag befestigt
- Stützblech und Steinstopfen (zur Verwendung bei Rauchrohranschluss nach hinten)
- Handschuh, Bedienungsanleitung, Filzgleiter und Hinweisblätter in Plastikhülle im Gerät
- Kaminofen-ABC
4.2 Nicht mitgeliefertes Zubehör
Folgende Zubehörteile sind nicht im Lieferumfang des Gerätes enthalten und können über Ihren Fachhändler bezogen werden:
- Anschlusstutzen für die externe Verbrennungsluftleitung (JUSTUS Art. Nr. 9200 69)
- Rauchrohre, bei JUSTUS in Originalfarbe erhältlich
- Flexrohre und Wanddurchführung für externe Verbrennungsluftversorgung
- Bodenplatte aus Glas oder Stahl
4.3 Original Ersatzteile
Verwenden Sie ausschließlich Original-Ersatzteile.
Ersatzteile anderer Hersteller sind durch JUSTUS nicht geprüft und daher nicht freigegeben.
Nicht freigegebene Ersatzeile verändern möglicherweise die konstruktiv vorgegebenen Eigenschaften des Gerätes und führen somit zur Beeinträchtigung der Sicherheit und zum Verlust der Zulassung. Dies kann bei einem eventuellen Schadensfall versicherungsrechtliche Konsequenzen haben.
Die Artikelnummern der Originalersatzteile finden Sie unter www.justus.de.
4.4 Produktbeschreibung
Gerät:
Das Gerät besteht aus einer geschweißten Stahlkonstruktion. Im Mittelteil befindet sich der mit Schutzplatten ausgekleidete Feuerraum. Unter einem stabilen Gussrost befindet sich der Aschenkasten. Darunter ist ein Holzlagerfach angeordnet.
Kaminöfen dieser Bauart arbeiten im Konvektionsbetrieb, d. h. die Umgebungsluft wird von den im Kaminofen enthaltenen Konvektionsschächten angesaugt, stark erwärmt und wieder an den Wohnraum abgegeben.
Das Gerät arbeitet raumluftabhängig und kann optional an eine externe Verbrennungsluftleitung angeschlossen werden.
Feuerraumauskleidung:
Der Feuerraum ist mit Vermiculiteplatten ausgekleidet. Diese dienen dem Hitzeschutz und zur Rauchgaslenkung. Im Betrieb können an diesen Bauteilen Risse entstehen. Ursache dafür sind insbesondere:
- Hohe Temperaturunterschiede
- Stoßbeanspruchung bei Brennstoffaufgabe
- Wärmedehnung durch übermäßige Erhitzung.
Oberflächenrisse sind zunächst unbedenklich. Erst wenn der darunterliegende Metallkorpus freiliegt, muss ein Austausch der Vermiculiteplatten erfolgen. Die Feuerraumauskleidung unterliegt nicht der Werksgarantie.

WARNUNG!
Brandgefahr durch Verwendung nicht originaler Ersatzteile!
- Durch Verwendung von Feuerraumauskleidungen mit falschen Wärmeeigenschaften kann es zu Überhitzung umgebender Wände und Einrichtungsgegenständen kommen!
▶ Verwenden Sie daher ausschließlich Original-Ersatzteile!
Vermiculiteplatten sind asbestfrei und ungiftig. Vermiculteplatten haben gegenüber Schamottesteinen den entscheidenden Vorteil, dass die Verbrennungstemperatur im Ofen signifikant gesteigert werden kann. Daher ist zunächst zum Anzünden meist weniger Kleinholz erforderlich und durch den heißeren Abbrand wird die Wärmeenergie des Brennstoffes besser ausgenutzt (Wirkungsgrad).
Ein Betrieb des Gerätes ohne montierte Rauchgasumlenkungen ist nicht zulässig, weil das Gerät überhitzen kann und die Emissionen stark ansteigen.

Achten Sie darauf, das Heizmaterial möglichst vorsichtig in den Feuerraum einzulegen, um Beschädigungen an der Feuerraumauskleidung zu vermeiden!
4.5 Technische Daten
| Eigenschaft Einheit Wert | ||
| Kaminofen Typ: Faro W+ 2.0 II | ||
| Bauart: 1 | ||
| Nennwärmeleistung: | kW | 7,0 |
| Energieeffizienzklasse: | A+ | |
| Energieeffizienzindex EEI: | 109 | |
| Raumheizvermögen DIN 18893 max. | m^3 | 144 |
| Höhe / Breite / Tiefe (Stahl): | mm | 1501 / ∅520 / ∅520 |
| Füllöffnung: | mm | 310 / 300 |
| Max. Scheitholzlänge: | cm | 33 |
| Gewicht ohne Verpackung (Stahl / Stein): | kg | 231 / 289 |
| Für Dauerbetrieb geeignet: | ja | |
| Abgasmassenstrom: | g/s | 5,8 |
| Förderdruck bei Nennwärmeleistung (NWL): | Pa | 12,0 |
| Abgastemperatur am Stutzen: | °C | 301 |
| Zugelassene Brennstoffe: | - Scheitholz- Braunkohle-briketts | |
| Abgang oben (Boden - Oberkante Stutzen): | mm | 1440 |
| Abgang oben (Hinterkante - Mitte Stutzen): | mm | 260 |
| Abgang hinten(Fussboden - Unterkante Stutzen): | mm | 947 |
4.6 Grundeinstellung bei Prüfung nach EN 13240
| Buche Scheitholz: | |
| Scheitlänge: 20 cm | |
| Förderdruck: 12 Pa | |
| Primärluft: 5% geöffnet | |
| Sekundärluft: 55% geöffnet | |
| Aufgabemenge: 1,57 kg |
| Braunkohlenbriketts / BB7 | |
| Förderdruck: 12 Pa | |
| Primärluft: 50% geöffnet | |
| Sekundärluft: 25% geöffnet | |
| Aufgabemenge: 1,76 kg |
4.7 Maßzeichnung

5. Brennstoffe
5.1 Geeignete Brennstoffe
Das Gerät ist zur Verbrennung von naturbelassenem Scheitholz, Holzbriketts und Braunkohlenbriketts geeignet.
Klassisches Kaminholz ist Buche. Diese Holzart hat den höchsten Heizwert und verbrennt sauber, sofern sie trocken gelagert wurde.
Brennholz sollte in jedem Fall für mindestens 2 Jahre an einem trockenen Platz gelagert werden. Brennholz mit einem Durchmesser von mehr als 15 cm muss gespalten werden.
Ziel der Lagerung ist eine Verringerung des Wassergehaltes auf weniger als 20% Holzfeuchte, bezogen auf das Gewicht des getrockneten Holzes.

Beim Verfeuern von nicht ausreichend getrocknetem Brennholz wird keine ausreichende Brennraumtemperatur erzielt. Der Ofen „zieht“ nicht.
Auch äußerlich trocken wirkendes Brennholz kann im Innern noch hohe Restfeuchte aufweisen.
Nicht verbrannt werden dürfen:
• Feuchtes oder mit Holzschutzmitteln behandeltes Holz
- Feinhackschnitzel
- Papier und Pappe (außer zum Anzünden)
• Rinden oder Spanplattenabfälle
- Kunststoffe oder sonstige Abfälle
6.0 Schornsteinanlage und Zuluftbedingungen
Der Schornstein hat die Aufgabe, die bei der Verbrennung entstehenden Abgase durch den thermischen Auftrieb nach außen zu führen. Dabei wird gleichzeitig die benötigte Verbrennungsluft von Außen in den Aufstellungsraum und von dort in den Brennraum der Feuerstätte gebracht.
Indem mehr oder weniger Verbrennungsluft an den Verbrennungsprozess herangeführt wird, bestimmt die Stärke des Förderdrucks („Schornsteinzug“) die Feuerungsleistung.
Der Förderdruck wird zunächst durch die wirksame Höhe des Abgassystems (Schornsteinfuttermitte bis Schornsteinmündung) und die Differenz zwischen Abgastemperatur am Ofenausgang und der Temperatur am Schornsteinkopf bestimmt.

Je heißer die Rauchgase und je höher der Schornstein, um so größer der Förderdruck.
Dem entgegen wirken vor allem Druckverluste im Gerät, der Rauchrohrführung sowie in der Verbrennungsluftzuführung.
Das Gerät ist für einen Förderdruck von 12 Pa ausgelegt. Dies ist ein typischer Wert eines gemauerten Schornsteins mit 6 Meter wirksamer Höhe. Bei einer Abweichung von mehr als 25% kann es zu Funktionsstörungen im Heizbetrieb kommen:
Bei zu geringem Förderdruck können Rauchgase in den Aufstellungsraum entweichen.
▶ Schornstein verlängern oder sanieren.
Bei zu hohem Förderdruck kann das Gerät überhitzen und dabei dauerhaft beschädigt werden („Schmiedefeuer-Effekt“).
▶ Nebenluftvorrichtung oder Drosselklappe einbauen.
Ihr Schornsteinfeger kann Ihnen Auskunft über den in Ihrem Schornstein vorhandenen Förderdruck geben.
Sogenannte LAS-Schornsteine, bei denen die Zuluft durch einen Ringspalt vom Schornsteinkopf her zugeführt wird, sind häufig problembehaftet beim Anheizen des Ofens, da sich im Ringspalt der Zuluft ebenfalls ein thermischer Auftrieb einstellt.
Eine Höhendifferenz in der Zuluftleitung von mehr als 5 m ist daher nicht zulässig. Dies gilt auch dann, wenn die Zuluft über einen separaten Schacht von oben zugeführt wird.
Bei auftretenden Anheiz-Problemen mit einer erhöhten Kleinholzmenge und angelehnter Feuerraumtür (3) unter Aufsicht anheizen.
6.1 Anschluss an den Schornstein/ Rauchrohranschluss
Das in dieser Anleitung beschriebene Gerät entspricht der „Bauart 1“. Geräte dieser Bauart verfügen über mit einem Federmechanismus versehene, selbstschließende Feuerraumtüren und sind ausschließlich für den Betrieb mit geschlossenem Feuerraum zugelassen. Geräte dieser Bauart dürfen an mehrfach belegte Schornsteine angeschlossen werden, sofern die Dimension des Schornsteins dies zulässt.
Wird das Gerät an einen mehrfach belegten Schornstein angeschlossen, dürfen deshalb auf keinen Fall die Schließfedern der Feuerraumtür entfernt werden!
Die Feuerraumtür (3) muss sich nach der Brennstoffaufgabe selbständig schließen können, damit eine Beeinflussung des Zugs (Förderdruck) und die damit verbundenen Gefahren und Beeinträchtigungen für mitangeschlossene Feuerstätten vermieden werden.
Zum Anschluss an den Schornstein sollte ein Rauchrohr aus 2 mm dickem Stahlblech verwendet werden.
Alle Verbindungen vom Gerät zum Schornstein müssen stabil, fest, dicht und spannungsfrei sein. Achten Sie darauf, dass das Rauchrohr nicht in den freien Querschnitt des Schornsteins hineinragt. Wir empfehlen die Verwendung eines Mauerfutters.
Das Rauchrohr muss zum Schornstein leicht ansteigend, zumindest aber waagerecht verlaufen.
Bei Geräten mit Anschlussmöglichkeit nach oben und hinten muss die jeweils nicht genutzte Rauchrohröffnung mit dem dafür vorgesehenen Verschlussdeckel unbedingt rauchdicht verschlossen werden!

▶ Versehen Sie den Rauchrohranschluss zum Schornstein mit einer Reinigungsöffnung, um Rauchrohr und Rauchgaskanäle leichter reinigen zu können.
6.2 Externe Verbrennungsluftversorgung
Im Bedarfsfall kann das Gerät mit einem Anschluss für eine externe Verbrennungsluftversorgung ausgerüstet werden.
Für besonders dichte Räume kann hier eine Verbrennungsluftversorgung von außen angeschlossen werden. Ein dafür erforderlicher Anschlussstutzen ist als Zubehör erhältlich.

Achten Sie bei einer externen Verbrennungsluftversorgung auf dichte Rohrführung!
- Die Zuführung der Verbrennungsluft erfolgt ausschliesslich über ein bauseitiges Zuluftrohr ∅ 100 mm.
- Die Luftleitung ist mit glattem Rohr aus Stahl oder Kunststoff auszuführen.
Bei der Verwendung von Rechteckrohr muss dieses eine Querschnittsöffnung von mindestens 8000 mm ^2 aufweisen.
- Die gestreckte Rohrlänge darf nicht länger als 6 m sein, keine Reduzierungen sowie maximal 3 Stck. 90°- Bogen aufweisen!
- Ein vor der äußeren Zuluftöffnung angebrachtes Schutzgitter darf nicht ungewollt den Zuluftquerschnitt verkleinern oder gar verschließen können.
- Ein Anschluss an einen geeigneten LAS-Schornstein ist möglich.
- In jedem Fall ist zu beachten, dass der Verbrennungsluftbedarf von ca. 30 m ^3 /h bei einem Förderdruck von 4 Pa sichergestellt ist.
Bei Nichtbetrieb sind alle Luftschieber geschlossen zu halten, damit keine Kaltluft über den Schornstein zirkulieren kann. Eine mögliche Kondensatbildung kann durch Isolierung des Luftrohres vermieden werden.
Bei feuchten Aufstellräumen (Neubau!) kann es zu Kondensatbildung am Ofenkorpus und in Folge zu Korrosion kommen.
- Der Schornsteinzug muss die zusätzlichen Widerstände einer so ausgerüsteten Feuerungsanlage überwinden können.
- Bei feuchten Aufstellräumen (Neubau!) kann es zu Kondensatbildung am Ofenkorpus und in der Folge zu Korrosion kommen.
- Beim Anschluss des Gerätes an eine externe Verbrennungsluft-versorgung empfehlen wir Ihnen, die Verbrennungsluft nicht aus Räumen mit hoher Luftfeuchtigkeit (z.B. einem feuchten Keller) zu entnehmen.
In solchen Fällen kann es im kalten, unbeheizten Gerät zu Kondensation der Luftfeuchtigkeit und in der Folge zu Korrosion am Gerätekorpus kommen.
6.3 Wärmespeicher W+
Dieses Gerät besitzt einen Wärmespeicher aus HST-Schamotte mit einer Dichte von 2,9 kg/dm³. Er sorgt für eine gleichmäßigere Temperaturverteilung:
Während des Heizbetriebes wird Wärmeenergie in der Schamottemasse gespeichert. Nach Verlöschen des Feuers wird die gespeicherte Wärme nach und nach wieder an den Aufstellungsraum abgegeben.
Einsetzen der „W+“-Speichersteine:
Die Speichersteine werden von oben eingesetzt. Verwenden Sie dazu am besten eine Stehleiter und führen Sie dies mit 2 Personen durch.
Setzen Sie die „W+“-Bausteine, wie aus nachfolgender Grafik ersichtlich, zusammen.

6.4 Abstützblech Steinstopfen
Bei Geräten mit Steinverkleidung findet sich im Lieferumfang ein Steinstopfen sowie ein Abstützblech für diesen Steinstopfen. Bei Anschluss des Rauchrohres nach hinten muss die Rauchrohröffnung in der Deckplatte für den Anschluss des Rauchrohres nach oben mit diesem Steinstopfen verschlossen werden:

▶ Deckplatte abnehmen.
▶ Schenkel des Auflagebleches ca. 30° abwinkeln.
Auflageblech über dem Verschlussdeckel positionieren.
▶ Steinstopfen auflegen.
Höheneinstellung des Steinstopfens durch Nachbiegen der Schenkel des Auflagebleches vornehmen.

▶ Deckplatte auflegen.
7. Installation und Inbetriebnahme
7.1 Aufstellung
Aufstellort im Aufstellungsraum:
Aus Brandschutzgründen sind rund um das Gerät Sicherheitsabstände festgelegt, die unbedingt eingehalten werden müssen!
▶ Halten Sie den Bereich der Sicherheitsabstände frei von brennbaren Materialien und Gegenständen, wie z.B. Teppichen, Möbelstücken, Pflanzen o.ä.
Der Bereich rund um die Anschlussöffnung in der Wand zum Schornstein muss frei sein von brennbaren und temperatur- empfindlichen Materialien.

Nicht zu unterschreitende Minimalabstände:
A: 80 cm im Strahlungsbereich der Scheibe
B1: 20 cm Wandabstand hinten
B2: 20 cm Wandabstand seitlich
C: 30 cm Bodenschutz seitlich der Füllöffnung
D: 50 cm Bodenschutz vor der Füllöffnung
Hintere (B1) und seitliche (B2) Mindestabstände sowie Mindestabstand im Strahlungsbereich der Sichtscheibe sind auch auf dem Typenschild des Gerätes angegeben.
Die Mindestabstände beziehen sich auf brennbare oder tragende Wände. In anderen Fällen können die Wandabstände verringert werden. Bei hochwärmegedämmten Wänden mit einem U-Wert <0,4 W/(m ^2 K) vergrößert sich gemäß DIN 18896 der erforderliche Mindestabstand zwischen Gerät und Wand um 5 cm.
Bei Aufstellung sehr nahe an der Wand kann es zu Pyrolysespuren an der Wand kommen.

Bei Aufstellung des Gerätes auf empfindlichen Böden, einer Glasplatte sowie zu seinem exakten waagerechten Ausrichten empfehlen wir das Aufkleben von Filzgleitern auf die Gerätefüße.
7.2 Erstinbetriebnahme
Voraussetzung:
Die Ofenanlage entspricht den geltenden Vorschriften und ist durch eine genehmigungspflichtige Behörde (z.B. Bezirks-Schornsteinfeger) abgenommen worden.

Entnehmen Sie vor dem ersten Anheizen bitte alle Dokumente und Zubehörteile aus dem Feuerraum und dem Aschenkasten.
Entfernen Sie alle Aufkleber rückstandsfrei von der Sichtscheibe.
Die erste Inbetriebnahme
Der Speziallack des Gerätes wird erst bei der ersten Inbetriebnahme des Gerätes ausgehärtet. Dabei wird der Lack zunächst plastisch weich, bis er nach dem Abkühlen des Gerätes seine Endfestigkeit erreicht.
Beachten Sie daher folgendes:
Vergewissern Sie sich vor der ersten Inbetriebnahme, dass sich keine Gegenstände (Kleinteile, Verpackungsmaterial, Schutzhandschuh) mehr im Aschenkasten oder in den Abgaswegen des Gerätes befinden.
- Während des Einbrennens des Speziallacks sollten die Lackflächen nicht berührt werden.
Insbesondere beim ersten Nachlegen mit Brennstoffen ist darauf zu achten, dass es mit dem Schutzhandschuh zu keinem Abrieb unterhalb des Feuerraumtürgriffes kommt.
Lehnen Sie die Feuerraumtür (3) beim ersten Anheizen nur an. Durch das Erweichen und spätere Aushärten des Lackes kann es zum Verkleben der Türdichtung am Ofenkorpus kommen.
- Während der ersten Heizvorgänge kann es durch Nachtrocknung des Speziallacks zu verstärkter Geruchsbildung kommen. Dies verliert sich aber bereits nach kurzer Zeit.
▶ Öffnen Sie daher anfangs die Fenster des Aufstellungsraumes zum Lüften.
- Während des Einbrennens keine Gegenstände auf den Kaminofen stellen.
- Das Gerät darf während des Einbrennvorgangs nur unter Aufsicht betrieben werden.

Gemauerte Schornsteine, die längere Zeit nicht betrieben wurden, müssen häufig zunächst „trockengeheizt“ werden.
Erst nach einigen Abbränden stellt sich ein guter Förderdruck ein.
8. Bedienung

Das richtige Heizen des Kaminofens erfordert etwas Übung. Insbesondere die Holzart, die Dicke der Holzscheite und deren Trocknungsgrad sowie der momentane Förderdruck sind Parameter, die situationsbedingt variieren und die eine Anpassung bei der Bedienung erfordern.
8.1 Anheizen
▶ Sekundärluftregler (4) und Primärluftregler (5) maximal öffnen (vollständig einschieben)!
Achten Sie darauf, dass eine evtl. im Rauchgasrohr eingebaute Drosselklappe ebenfalls vollständig geöffnet ist.

Zwei etwa unterarmdicke Holzscheite in einem Abstand von 2-3 cm parallel zur Feuerraumöffnung (quer) mittig auf dem Rost positionieren.
2-3 Anzündwürfel von oben mittig auf die Holzscheite legen.

Um die Anzündwürfel herum 8 dünne Holzscheite (Kantenlänge 3-4 cm) in 4 Lagen aufstapeln.
Die Flammen der Anzündwürfel müssen anschließend mit Kontakt zu den dünnen Holzscheiten frei nach oben brennen können.

Anzündwürfel entzünden.
Lehnen Sie die Feuerraumtür die ersten 2-3 Minuten nur an (nicht vollständig schließen!). Dadurch wird vermieden, dass die entstehenden Rauchgase an der noch kalten Sichtscheibe kondensieren können.
Das Feuer brennt nun von oben ab und entzündet dabei die unteren dickeren Holzscheite.
▶ Ca. 15-20 Minuten durchbrennen lassen.
Bei starkem Schornsteinzug und optimaler Brennmaterialqualität kann die Primärluft möglicherweise vollständig geschlossen werden.

Der Feuerraum sollte beim Anheizen eines noch kalten Ofens behutsam bestückt und mit relativ kleiner Flamme geheizt werden, damit sich alle Materialien langsam an die Wärmeentwicklung gewöhnen können.
Sie vermeiden damit Risse in der Feuerraumauskleidung und Ausdehnungsgeräusche (Ticken, Knacken).
8.2 Brennstoff nachlegen
Um die Heizwärme des Brennstoffs optimal auszunutzen und übermäßige Emissionen zu vermeiden, sollte das Gerät bei Nennleistung betrieben werden. Hierzu ist eine Brennstoffmenge von 1,57 kg Holz bei einer Abbraddauer von 45 Minuten erforderlich.

Legen Sie erst dann Holz nach, wenn das Feuer vollständig auf die Glut heruntergebrannt ist und keine Flammen mehr sichtbar sind.
So vermeiden Sie übermäßigen Rauchaustritt beim Öffnen der Feuerraumtür (3).
Drosselklappe im Rauchrohr und Sekundärluftregler (4) öffnen (vollständig einschieben).

VORSICHT:
Verletzungsgefahr durch austretende Flammen und Abgase beim Öffnen der Tür.
Tür zunächst nur einen Spalt breit und dann langsam weiter öffnen.

VORSICHT:
Verletzungsgefahr durch heiße Oberflächen.
Feuerraumtür und Bediengriffe nur mit Schutzhandschuh betätigen.
Zum Öffnen und Schließen der Feuerraumtür (3) und beim Nachlegen von Brennstoff Schutzhandschuh verwenden!
Feuerraumtür (3) zunächst nur einen Spalt weit und dann vollständig öffnen.
2 Holzscheite in einem Abstand von 2-3 cm parallel zur Feuerraumöffnung (quer) mittig auf den Rost in das Glutnest legen.

▶ Schließen Sie die Feuerraumtür (3).
Zum besseren Anbrennen kann zusätzlich die Primärluft für 5-10 Minuten durch einschieben des Primärluftreglers (5) geöffnet werden.
Im weiteren Abbrand durch teilweises Herausziehen des Sekundärluftreglers (4) die Sekundärluftzufuhr so weit drosseln, dass idealerweise gerade noch keine Rußspitzen an den Flammenspitzen entstehen.
8.3 Heizleistung anpassen
Die Heizleistung des Gerätes wird durch mehrere Faktoren bestimmt und beeinflusst:
- Förderdruck
Der Förderdruck ist abhängig von der Länge und Beschaffenheit des Schornsteins und vom Unterschied zwischen Rauchgastemperatur und Außentemperatur.
Lange doppelwandige Edelstahlschornstein erzeugen einen hohen Förderdruck, kurze gemauerte Schornsteine besitzen einen geringen Förderdruck.
In der Übergangszeit, bei Außentemperaturen über 10°C, kann der Förderdruck stark schwanken, er ist dann eher niedrig. Ausgleich der Schwankungen erfolgt mit dem Sekundärluftregler (4):
▶ Herausziehen zur Verminderung der Verbrennungsluftzufuhr.
Einschieben zur Erhöhung der Verbrennungsluftzufuhr; Mögliche Zusatzmaßnahme: Primärluftregler (5) durch Einschieben etwas weiter öffnen.
• Dicke der Holzscheite
Für schnellen Abbrand mit kurzzeitig hoher Wärmeleistung verwenden Sie dünne Holzscheite ( ≤ 6 cm).
Für langsamen Abbrand mit gleichmäßiger Wärmeleistung verwenden Sie dicke Holzscheite ( ≥ 10 cm).

Vermeiden Sie einen Schwachlast-Betrieb bei hoher Brennstoffmenge und Drosselung der Heizleistung durch die Einstellung der Luftschieber.
So vermeiden Sie starke Emissionen, verschmutzte Sichtscheiben und übermäßigen Rauchaustritt beim Öffnen der Feuerraumtür (3).
Legen Sie bei niedrigem Wärmebedarf entsprechend weniger Brennstoff auf und achten Sie auf eine lebhafte Flammenbildung.
8.4 Heizen mit Braunkohlenbriketts
▶ Erzeugen Sie zunächst eine Grundglut durch Holzfeuerung.
Legen Sie dann 2 Braunkohlenbriketts parallel zur Feuerraumöffnung (quer) im Bereich des Rostes in die Grundglut.
Primärluftregler (5) durch Einschieben vollständig öffnen. Dies ist die anfängliche Primärluft-Einstellung für das Heizen mit Braunkohlenbriketts.
▶ Sekundärluftregler (4) durch Einschieben etwas öffnen.
Nach dem Anbrennen eine evtl. vorhandene Drosselklappe im Rauchgasrohr schließen. Die Primärluftzufuhr kann durch teilweises Herausziehen des Primärluftreglers (5) situationsabhängig etwas gedrosselt werden.
8.5 Heizen in der Übergangszeit
In der Übergangszeit, bei Außentemperaturen über 10°C und bei Fallwinden, kann der Förderdruck stark schwanken: Das Gerät brennt schlecht an oder zieht schlecht.
▶ Verfeuern Sie mehr Kleinholz, um die Abgastemperatur zu erhöhen und damit den Förderdruck zu stabilisieren.
Eventuell Primärluftregler (5) durch Einschieben etwas weiter öffnen.
8.6 Gerät außer Betrieb nehmen
• Gerät regulär außer Betrieb nehmen
▶ Glut vollständig erlöschen lassen.
▶ Luftzufuhr schließen:
Sekundärluftregler (4) und Primärluftregler (5) vollständig herausziehen.
Aschenkasten (6) herausnehmen und Asche entsorgen.

WARNUNG:
Brandgefahr durch heiße Asche.
▶ Nur vollständig abgekühlte Asche in eine Mülltone einfüllen.
• Gerät bei einem Notfall (z.B. Brand) außer Betrieb nehmen

HINWEIS
Verhalten im Notfall (z.B. Brand): Bringen Sie sich nicht selbst in Lebensgefahr. Wenn ohne Gefährdung der eigenen Person möglich:
▶ Warnen Sie andere Personen und fordern Sie sie zum Verlassen des Gebäudes auf.
▶ Nehmen Sie das Gerät umgehend außer Betrieb.
• Bei Überhitzung des Gerätes

WARNUNG! Gefahr von Verbrennungen.
Löschen Sie ein Kaminfeuer niemals mit Wasser!
▶ Luftzufuhr schließen:
Sekundärluftregler (4) und Primärluftregler (5) vollständig herausziehen.
Feuerraumtür (3) schließen.
Keinen weiteren Brennstoff nachlegen, Feuer und Glut erlöschen lassen.
Gerät, Rauchgasrohre und Schornstein von einem zugelassenen Fachbetrieb auf Beschädigungen prüfen lassen.
• Bei einem Schornsteinbrand

WARNUNG! Gefahr von Verbrennungen.
Löschen Sie einen Schornsteinbrand niemals mit Wasser!
▶ Luftzufuhr schließen:
Sekundärluftregler (4) und Primärluftregler (5) vollständig herausziehen.
Eventuell vorhandene externe Verbrennungsluftversorgung schließen.
▶ Rufen Sie die Feuerwehr!
• Nach Beendigung des Notfalls:
Gerät, Rauchgasrohre und Schornstein von einem zugelassenen Fachbetrieb auf Beschädigungen prüfen lassen.
9. Reinigung, Wartung und Pflege
9.1 Oberflächen reinigen
Die Lackierung des Ofens erreicht erst nach mehrmaligem Heizen mit der vorgeschriebenen Holzmenge ihre Endfestigkeit. Um Lackbeschädigungen zu vermeiden, ist eine Oberflächenreinigung erst nach mehreren Heizvorgängen zu empfehlen! Die Oberflächen des Ofens dürfen nicht mit „scharfen“ Putzmitteln oder Microfasertüchern gereinigt werden. Verwenden Sie lediglich ein sauberes, trockenes Staubtuch.
9.2 Sichtscheibe reinigen
Die Sichtscheibe lässt sich mühelos mit einem handelsüblichen Kaminglasreiniger säubern. Anschließend mit einem trockenen Tuch nachwischen.
Achten Sie bitte darauf, dass die Glasfaserdichtungen rund um die Feuerraumöffnung bei den Reinigungsarbeiten nicht mit Reinigungsmittel in Kontakt kommen!
9.3 Feuerraum reinigen

ACHTUNG! Gefahr von Verbrennungen!
▶ Reinigen Sie das Gerät nur in vollständig er- kalteten Zustand!
Feuerraum, Rauchgaswege und Rauchrohr müssen mindestens einmal im Jahr kontrolliert und ggf. von Ruß- und Ascheablagerungen gereinigt werden.
Zur Reinigung verwenden Sie einen Handfeger und/oder einen handelsüblichen Aschesauger.
9.4 Schmieren des Snap-Lock-Feuerraumtürverschlusses
▶ Behandeln Sie dafür Vorder- und Rückseite des Drehlagers der Verschlussklaue etwa alle 4 Wochen mit je einem Spritzer Sprühöl (z.B. WD 40, MoS2-Öl, Silikonöl o.ä.). Behandeln Sie bei dieser Gelegenheit alle übrigen beweglichen Teile des Feuerraumtürverschlusses ebenfalls mit Sprühöl oder Kupferpaste.

9.5 Feuerraumauskleidung demontieren
Zur leichteren Reinigung der Rauchgaswege können die Bauteile der Rauchgasumlenkung entnommen werden.

HINWEIS:
Vermiculite-Rauchgasumlenkungen nicht auf Gussboden fallen lassen - Bruchgefahr!
Vordere Vermiculite-Rauchgasumlenkung über hintere Umlenkung nach hinten schieben.

Rechten und mittleren Seitenstein nach rechts schieben.

(Fortsetzung nächste Seite)
9.5 Feuerraumauskleidung demontieren (Fortsetzung)
Vermiculite-Rauchgasumlenkungen ca. 30 mm anheben. Linken Seitenstein anheben, oben nach vorne kippen und entnehmen.

▶ Hinteren und rechten Seitenstein entnehmen.

▶ Beide Vermiculite-Rauchgasumlenkungen entnehmen.

Über den Vermiculite-Rauchgasumlenkungen befindet sich eine zweite Rauchgasumlenkung aus Blech. Diese leicht anheben und nach vorne ziehen. Sie kann anschließend über die hintere Auflagelasche hinweggeschwenkt und entnommen werden.

(Fortsetzung nächste Seite)
9.5 Feuerraumauskleidung demontieren (Fortsetzung)
Über der zweiten Rauchgasumlenkung aus Blech sitzt eine dritte Rauchgasumlenkung.
Zur Demontage die dritte Rauchgasumlenkung etwas anheben bis die beiden Auflagepunkte hinten frei sind, anschließend dritte Rauchgasumlenkung hinten über die Haltelasche absenken und entnehmen.

Abschließend muss der Gussboden entfernt werden:
Aschenkasten (6) entfernen, durch das freigewordene Aschenkastenfach greifen, um den Gussboden hinten etwas anzuheben.
▶ Gussboden entnehmen.

Die Bauteile in der Übersicht:

Das Wiedereinsetzen der Feuerraumauskleidung erfolgt in umgekehrter Reihenfolge. Achten Sie bei dem hinteren Feuerraum-Auskleidungsteil auf die Position der Tertiärluftlöcher.

An Vermiculiteplatten können im Heizbetrieb oberflächliche Risse entstehen. Diese Risse sind unbedenklich. Erst wenn der darunterliegende Metallkorpus freiliegt, muss ein Austausch erfolgen. Die Feuerraumauskleidung unterliegt nicht der Werksgarantie.
| Fehlerbeschreibung Mögliche Ursache Ursachen-Check Lösung | |||
| Beim Anzünden des kalten Ofens stauen sich Rauchgase und gelangen teilweise in den Aufstellungsraum. Späterer Abbrand ist in Ordnung. | Förderdruck ist bei kaltem Gerät zu gering (je höher die Abgas-temperatur, um so größer der Förderdruck). | ► Möglichst viel Anmachholz verwenden, um kurzfristig eine hohe Abgastemperatur zu erzeugen. | ► Anlaufstrecke (vertikales Ofenrohr) installieren.► Schornstein berechnen lassen und ggf. optimieren. |
| Außentemperatur in der Übergangszeit zu hoch, „Sonne scheint auf den Schornsteinkopf". | ► Abbrand bei kälteren Außentemperaturen OK. | ► In der Übergangszeit viel Anmachholz verwenden, ggf. Lockfeuer im Schornsteinfußerzeugen. | |
| Feuer brennt nicht richtig, Scheibe verrußt langsam. | Zu wenig Holz aufgelegt. | ► Brennstoffmenge erhöhen. | ► Brennstoffmenge gemäß Bedienungsanleitung wählen. |
| Holzscheite zu dick oder zu kurz. | ► Unterarmdicke Scheite (25-33 cm lang) und mehr Kleinholz beim Anzünden auflegen. | ► Holzscheite kleiner hacken. | |
| Holzfeuchte zu hoch. | ► Probebetrieb mit Kaminholz aus dem Baumarkt. | ► Holz mindestens 2 Jahre an luftigem, trockenem Ort lagern. | |
| Schieber und Drosselklappe nicht richtig geöffnet. | ► Schieberstellungen ändern. | ► In Bedienungsanleitung lesen, welcher Schieber wie öffnet.► Familienmitglieder „schulen“, eventuell Schieber beschriften. | |
| Förderdruck zu gering. | ► Förderdruck messen lassen. | ► Schornstein berechnen lassen und ggf. optimieren. | |
| Rußablagerungen im Rauchrohr. | Hat sich der Förderdruck während der letzten Wochen immer weiter verschlechtert? | ► Rauchrohre regelmäßig reinigen;► Rauchrohre möglichst nicht waagerecht führen. | |
| Feuer brennt zu schnell ab. | Förderdruck zu hoch. | ► Schornstein-Revisionsklappe im Keller öffnen, um probeweise den Förderdruck zu verringern. | ► Schieberstellung in Anleitung nachlesen.► Drosselklappe einbauen.► Nebenluftvorrichtung vorsehen, wenn möglich. |
| Türdichtung defekt. | ► Bei kaltem Gerät: Ein Blatt Papier zwischen Korpus und Feuerraumtür klemmen. Das Blatt darf nicht durchrutschen. | ► Dichtung erneuern. | |
| Feuerraumauskleidung gerissen. | Stoß beim Auflegen von Feuerholz. | Normaler Verschleiß. ► | Risse sind zunächst unbedenklich. Erst wenn der Ofenkorpus freizuliegen droht, muss die betroffene Platte getauscht werden.Achtung:Nur Original Ersatzteile verwenden. Andere Ersatzteile können die Wärmeabgabe des Gerätes verändern und zu Überhitzung der umgebenden Wände und Einrichtungsgegenständen führen. |
| Feuerraumauskleidung versandet. | Reibung durch Holz oder Abgasmassenstrom. | Normaler Verschleiß. ► | Eine anfängliche Versandung ist unbedenklich. Erst wenn Ofenkorpus frei zu liegen droht, muss die entsprechende Platte getauscht werden. |
| Verzunderungen am Blechkorpus im Feuerraum. | Aufgabemenge zu groß, dadurch zu hohe Brenntemperatur. | ► Üblicherweise aufgegebene Menge wie-gen und prüfen, ob entsprechend der Bedienungsanleitung zulässig. | ► Brennstoffmenge gemäß Bedienungsanleitung wählen. Luftschieberstellungen beachten. |
| Förderdruck zu hoch, dadurch zu hohe Brenntemperatur. | ► Schornstein berechnen lassen. | ► Drosselklappe einbauen.► Nebenluftvorrichtung vorsehen, wenn möglich. | |
| Ofen „pfeift“.Förderdruck | zu hoch. | ► Schornstein-Revisionsklappe im Keller öffnen, um probeweise den Förderdruck zu verringern. | ► Drosselklappe einbauen.► Nebenluftvorrichtung vorsehen, wenn möglich. |
| Verwirbelungen an Sekundär- bzw. Tertiäluftbohrungen im Brennraum durch hohen Förderdruck. | ► Bohrungen probeweise verstopfen; z.B. Schrauben einstecken. | ► Förderdruck verringern.► Anfasen/Ansenken der Tertiäluft-Bohrungen oft problemlösend. | |
| Ofen „knackt“.Brennraum | temperatur zu hoch. | ► Mit kleinerer Brennstoffmenge heizen. | ► Brennstoffmenge und Luftschieberstellung gemäß der Bedienungsanleitung wählen. |
| Ofen „tickt“. Materialausdehnung in Abhängigkeit von der Brennraumtemperatur. | Normalies Ausdehnungsgeräusch. | ► Brennstoffmenge und Luftschieberstellung gemäß der Bedienungsanleitung wählen. | |
| Ofen „knallt“. Verspannungen in Strahlungsschutzblechen. | Auftreten nur beim Aufheizen oder Abkühlen. | ► Wenn möglich: Strahlungsschutzbleche verklemmen oder nachbiegen. | |
| Ofen riecht im Betrieb „nach Chemie“. | Geräte- bzw. Rauchrohr-Lackierung noch nicht einge-brannt. | ► Das Gerät mit erhöhter Brennstoffmenge betreiben. | ► Geräte- bzw. Rauchrohr-Lackierung einbrennen (→ 7.2 Erstinbetriebnahme). |
11. Kundendienst
Sehr geehrter Kunde,
JUSTUS-Kaminöfen bieten Ihnen ausgereifte und zuverlässige Technik, Funktionalität und ansprechendes Design.
Sollten Sie trotz unserer sorgfältigen Qualitätskontrolle einmal etwas zu beanstanden haben, so wenden Sie sich bitte an unseren zentralen Kundendienst, hier wird man Ihnen gerne behilflich sein.
Wählen Sie hierfür bitte in unserem Kundendienstportal unter
www.oranier-kundendienst.com
den für Sie relevanten Bereich aus und folgen Sie der Menüführung:
Bestellen Sie Ersatzteile, verfolgen Sie im Trackingbereich Ihre Bestellung, finden Sie unter "FAQ" schnelle Antworten auf häufig gestellte Fragen oder geben Sie einen Kundendienst-Auftrag schnell und bequem ein.
Falls Sie einen Kundendienst-Auftrag eingeben möchten, halten Sie bitte folgende Informationen bereit:
□ Serie und Modellnummer des Gerätes
□ Fertigungsnummer / Datum des Prüfstempels (Siehe Rückseite dieser Bedienungsanleitung)
□ Korpusfarbe und Verkleidungsvariante des Gerätes
□ Kaufdatum
□ Ein Foto von der Rückseite der Bedienungsanleitung oder vom Typenschild
□ Ein Foto vom Fehler
Auf diese Weise kann der Kundendienstauftrag besonders schnell bearbeitet werden.
Halten Sie die oben genannten Informationen ebenfalls bereit, wenn Sie uns per email oder telefonisch kontaktieren möchten, damit die Bearbeitung schnell und unkompliziert abgewickelt werden kann.
JUSTUS GmbH
Oranier Straße 1 · 35708 Haiger / Sechshelden
Telefon: +49 (0) 27 71 / 2630-200
Kundenservice / Ersatzteile
email Kundenservice: kundendienst@justus.de
email Ersatzteile: kundendienst@justus.de
Telefon: +49 (0) 27 71 / 2630-360
Alle Dienste sind erreichbar
Montag - Donnerstag: 8.00 - 17.00 Uhr
Freitag: 8.00 - 15.00 Uhr
Österreich:
ORANIER Heiz- und Kochtechnik GmbH
Blütenstraße 15/4 · 4040 Linz
email Vertrieb:: vertrieb-ht@oranier.com
Telefon: +43 (0) 7 32 / 66 01 88-10
Kundenservice/Ersatzteile:
email Ersatzteile: ersatzteil-ht@oranier.com
Telefon: +43 (0) 7 32 / 66 01 88-20
Schweiz:
ORANIER Heiz- und Kochtechnik GmbH
Hartbertstrasse 1 · 7000 Chur
Telefon: +41 (0) 812 5066 25
email: swiss@oranier.com

Bitte beachten Sie:
Geben Sie bei Ersatzteilbestellungen und eventuellen Kundendienstfällen immer die Nummer für Ihre Verkleidungsvariante (Korpusfarbe / Verkleidung) mit an.
Markieren Sie am besten gleich jetzt die jeweilige Variante Ihres neuen Kaminofens im dafür vorbereiteten Kreisfeld in der Tabelle auf der Rückseite dieser Bedienungsanleitung. Vielen Dank!
JUSTUS Werksgarantie
Zur Inanspruchnahme von Garantieleistungen ist in dem Fall die Vorlage des Kaufbeleges erforderlich.
Für unsere JUSTUS-Geräte leisten wir unabhängig von den Verpflichtungen des Händlers aus dem Kaufvertrag gegenüber dem Endabnehmer unter den nachstehenden Bedingungen Werksgarantie:
Die JUSTUS-Garantie erstreckt sich auf die unentgeltliche Instandsetzung des Gerätes bzw. der beanstandeten Teile. Anspruch auf kostenlosen Ersatz besteht nur für solche Teile, die Fehler im Werkstoff und in der Verarbeitung aufweisen.
Übernommen werden dabei sämtliche direkten Lohn- und Materialkosten, die zur Beseitigung dieses Mangels anfallen.
Weitergehende Ansprüche sind ausgeschlossen.
Diese Garantiebedingungen gelten nur für die Länder Deutschland und Österreich. Für alle übrigen Länder gelten gesonderte Bedingungen der jeweiligen Ländergesellschaft.
JUSTUS haftet grundsätzlich nicht für mittelbare oder unmittelbare Schäden, die durch die Verwendung von nicht originalen Ersatzteilen entstehen.
-
Die JUSTUS-Werksgarantie beträgt 24 Monate und beginnt mit dem Zeitpunkt der Übergabe, der Rechnung oder Lieferschein nachzuweisen ist.
-
Innerhalb der Werksgarantie werden alle Funktionsfehler, die trotz vorschriftsmäßigem Anschluss, sachgemäßer Behandlung und Beachtung der gültigen JUSTUS-Einbauvorschriften und Betriebsanleitungen nachweisbar auf Fabrikations- oder Materialfehler zurückzuführen sind, durch unseren Kundendienst beseitigt. Emaille und Lackschäden werden nur dann von dieser Werksgarantie erfasst, wenn sie innerhalb von 2 Wochen nach Übergabe des JUSTUS-Gerätes unserem Kundendienst angezeigt werden.
Transportschäden (diese müssen entsprechend den Bedingungen des Transporteurs gegen den Transporteur geltend gemacht werden) sowie Einstellungs-, Einregulierungs- und Umstellarbeiten an Gasverbrauchseinrichtungen fallen nicht unter diese Werksgarantie.
-
Durch Inanspruchnahme der Werksgarantie verlängert sich die Garantiezeit weder für das JUSTUS-Gerät noch für neu eingebaute Teile. Ausgewechselte Teile gehen in unser Eigentum über.
-
Über Ort, Art und Umfang der durchzuführenden Reparatur oder über einen Austausch des Gerätes entscheidet unser Kundendienst nach billigem Ermessen. Soweit nicht anders vereinbart, ist unsere Kundendienstzentrale zu benachrichtigen. Die Reparatur wird Regel am Aufstellungsort, ausnahmsweise in der lendienstwerkstatt durchgeführt. Zur Reparatur hende Geräte sind so zugänglich zu machen, dass keine Beschädigungen an Möbeln, Bodenbelag etc. entstehen können.
-
Die für die Reparatur erforderlichen Ersatzteile und die anfallende Arbeitszeit werden nicht berechnet.
je6. Wir haften nicht für Schäden und Mängel an Geräten und deren Teile, die verursacht wurden durch:
- Äußere chemische oder physikalische Einwirkungen bei Transport, Lagerung, Aufstellung und Benutzung (z.B. Schäden durch Abschrecken mit Wasser, überlaufende Speisen, Kondenswasser, Überhitzung). Haarrissbildung bei emallierten oder kachelglasierten Teilen ist kein Qualitätsmangel.
- Falsche Größenwahl.
- Nichtbeachtung unserer Aufstellungs- und Bedienungsanleitung, der jeweils geltenden baurechtlichen allgemeinen und örtlichen Vorschriften der zuständigen Behörden, Gas- und Elektrizitätsversorgungsunternehmen.
Darunter fallen auch Mängel an den Abgasleitungen (Ofenrohr, ungenügender oder zu starker Schornsteinzug) sowie unsachgemäß ausgeführte Instandhaltungsarbeiten, insbesondere Vornahme von Veränderungen an den Geräten, deren Armaturen und Leitungen.
- Verwendung ungeeigneter Brennstoffe bei mit Kohle und Holz gefeuerten Geräten; ungeeigneter Gasbeschaffenheit und Gasdruckschwankungen bei Gasgeräten; ungewöhnlichen Spannungsschwankungen gegenüber der Nennspannung bei Elektrogeräten.
- Falsche Bedienung und Überlastung und dadurch verursachte Überhitzung der Geräte, unsachgemäße Behandlung, ungenügende Pflege, unzureichende Reinigung der Geräte oder ihrer Teile; Verwendung ungeeigneter Putzmittel.
- Verschleiß der feuerberührten Teile, insbesondere der Feuerraumauskleidung, der Dichtungen sowie der entsprechenden Stahl- und Gussteile.
Wir haften nicht für mittelbare und unmittelbare Schäden, die durch die Geräte verursacht werden. Dazu gehören auch Raumverschmutzungen, die durch zungsprodukte organischer Staubanteile hervorgerufen werden und deren Pyrolyseprodukte sich als dunkler Belag auf Tapeten, Möbeln, Textilien und Ofenteilen niederschlagen können.
Fällt die Beseitigung eines Mangels nicht unter unsere Gewährleistung, dann hat der Endabnehmer für die Kosten des Monteurbesuches und der Instandsetzung aufzukommen.
JUSTUS GmbH
Oranier Straße 1
8570 Haiger / Sechshelden
Kun- anste-
13. Zulassungen
Diese Feuerstätte darf nicht verändert werden! Der Erwerber und Betreiber dieses Gerätes ist verpflichtet, sich an Hand dieser Anleitung über die richtige Handhabung zu informieren.
Unsere Gewähr für eine einwandfreie Funktion erlischt, wenn die hier genannten Richtlinien und Anweisungen der Bedienungsanleitung nicht beachtet werden.
Wir danken für Ihr Verständnis!

Bitte beachten Sie:
Prüfen Sie vor Aufstellung und Betrieb unbedingt, ob evtl. Transportschäden an den Funktionsteilen (Luftschieber, Ausmauerung, Dichtungen, Feuerraumtür, Rohrstutzen usw.) festzustellen sind.
Bei Feststellung solcher Mängel setzen Sie sich bitte mit unserem Kundendienst in Verbindung!

Diese Bedienungsanleitung macht Sie mit der Funktion und Handhabung des Ofens vertraut und ist Bestandteil dieser Feuerstätte.
Bewahren Sie die Bedienungsanleitung gut auf, damit Sie sich bei Beginn einer Heizperiode wieder über die richtige Bedienung informieren können.

Wirkungsgrad und Emissionswerte entnehmen Sie bitte der in dieser Anleitung enthaltenen CE-Kennzeichnung.

Typgeprüft nach EN 13240 Art. 15a B- VG Österreich Bauart 1
13.1 Einzuhaltende Richtlinien und Normen:
EN 12828 Heizungssysteme in Gebäuden
DIN 13384 Wärme- und strömungstechnische Berechnungsverfahren für Abgasanlagen
DIN 18160 Hausschornsteine, Anforderungen, Planung u. Ausführung
VDI 2035 Verhütung von Schäden durch Korrosion und Steinbildung in WW-Heizungsanlagen (nur für was serführende Geräte)
- BlmSchV Verordnung über Kleinfeuerungsanlagen
FeuVo Feuerungsverordnung
Heizraumrichtlinien
Landesbauordnung
Falls erforderlich: Elektrische Anschlüsse müssen vom Elektro-Fachbetrieb nach VDE durchgeführt werden
Kundendienst-Anforderung Heiztechnik
| Deutschland Telefax | + 49 (0) 2771 2630 - 368 |
| Österreich Telefax | + 43 (0) 732 6602 30 |
| Schweiz Telefax | + 41 (0) 812 5066 26 |
JUSTUS GmbH
Oranier Straße 1
E-Mail kundendienst@justus.de
www.justus.de
Bitte füllen Sie für eine reibungslose Erledigung die nachstehende Felder sorgfältig aus.
Endkunde/Frau/Herr/Firma* Datum
Kunden-Nummer
Telefonisch erreichbar* eßartS
PLZ/Ort Privat
Dienstlich
Händler/Firma* Mobiltelefon
Ansprechpartner E-Mail
Rechnungs-/Auftragsnummer, mit der das Gerät bezogen wurde*
Modell
Serie*
Fertigungs-Nr.*
Modellnummer*
Prüfstempel, Datum
Ausführung und Farbe
Kaufdatum*
Kurze Beschreibung der Beanstandung*
Erledigungsvermerk an Händler
ja
nein
Bearbeitungsvermerke JUSTUS:
*für eine Bearbeitung unbedingt erforderlich
Kopiervorlage
ORANIER
Heiz- und Kochtechnik GmbH
Niederlassung Österreich
Blütenstraße 15/4
A-4040 Linz
Telefon +43 (0) 732 660188 - 10
Telefax +43 (0) 732 660188 - 30
E-Mail vertrieb-ht@oranier.com
www.oranier.com
ORANIER
Heiz- und Küchentechnik GmbH
Niederlassung Schweiz
Hartbertstrasse 1
7000 Chur
Telefon +41 (0) 812 5066 25
Telefax +41 (0) 812 5066 26
E-Mail swiss@oranier.com
www.oranier.com
14. Leistungserklärung / Déclaration de performances
Gemäß Anhang III der Verordnung (EU) Nr. 305/2011
(Bauproduktenverordnung)
Für das Produkt: Faro W+ 2.0 II
Raumheizer für feste Brennstoffe ohne Warmwasserbereitung
- Gegebenenfalls Name u. Kontaktanschrift des Bevollmächtigten, der mit den Aufgaben gemäß Artikel 12, Absatz 2 beauftragt ist: Name and contact address of the authorized representative responsible for carrying out the tasks referred to in Article 12 (2): Nom et adresse de contact du mandataire article 12.2:
nicht zutreffend
not applicable
non applicable
- System oder Systeme zur Bewertung und Überprüfung der Leistungsbeständigkeit des Bauprodukts gemäß Anhang V: System(s) of assessment and verification of constancy of performance of the construction product: Système d'évaluation et de vérification de la constance des performances du produit de construction, conformément à l'annexe V du règlement:
System 3
System 3
Système 3
- Im Falle der Leistungserklärung, die ein Bauprodukt betrifft, das von einer harmonisierten Norm erfasst wird:
Notifizierte Prüfstelle: 1417/ EMI- TÜV SÜD Kft.
Notified laboratory: 1417/ EMI- TÜV SÜD Kft.
Organisme notifié: 1417/EMI-TÜV SÜD Kft.
- Leistungserklärung
- Die Leistung des Produkts gemäß den Nummem 1 und 2 entspricht der erklärten Leistung nach Nummer 8.
Verantwortlich für die Erstellung dieser Leistungserklärung ist allein der Hersteller gemäß Nummer 4.
Unterzeichnet für den Hersteller und im Namen des Herstellers von:
N. Fleischhacker, Geschäftsleitung
(Name und Funktion/ Name and function/ Nom et fonction)
08.07.2020, Haiger
(Datum und Ort/ Date and place/ Date et Lieu)
JUSTUS GmbH
Oranier Straße 1
35708 Haiger-Sechshelden
Telefon (0 27 71) 26 30 - 200
Fax (0 27 71) 26 30 - 209

(Unterschrift / signature / signature)
15. CE-Kennzeichnung / Marquage CE

20
CE-Kennzeichnung
CE marking
Marquage CE
Der Hersteller
The manufacturer
Le fabricant
JUSTUS GmbH
Werk 10
Oranier Straße 1
35708 Haiger
erklärt in alleiniger Verantwortung, dass das Produkt „Raumheizer für feste Brennstoffe“ mit der Handelsbezeichnung
konform ist mit den Bestimmungen der
Verordnung (EU) Nr. 305/2011
EU-Construction products directive (EU) Nr. 305/2011
und mit der folgenden harmonisierten Norm übereinstimmt:
Eine Prüfung des „Raumheizers für feste Brennstoffe“ auf Übereinstimmung mit den Anforderungen der Norm erfolgte bei der notifizierten Prüfstelle:
Name der anerkannten Prüfstelle:
Wirkungsgrad und Emissionen
Schweiz/ Switzerland/ suisse:
siehe Leistungserklärung
Haiger, 08.07.2020
Geschäftsleitung
Company Management
Die Sicherheitshinweise der dem Produkt beiliegenden Bedienungsanleitung/Montageanleitung sind zu beachten.
D CHAT ○ Geräte-Kenndaten
Bitte bei Ersatzteilbestellungen und eventuellen Kundendienstfällen immer angeben! Im Kundendienstfall teilen Sie uns bitte den Typ, Seriennummer, Variante sowie die Fertigungsnummer und das Datum des Prüfstempels mit. Markieren Sie am besten gleich jetzt die jeweilige Variante Ihres neuen Kaminofens in der nachfolgenden Tabelle im dafür vorbereiteten Kreisfeld.