MT204S - Industrielles Testgerät Beha-Amprobe - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG MT204S Beha-Amprobe
Beschränkte Gewährleistung und Haftungsbeschränkung 6
Reparatur 6
Auf dem Gerät oder in der Bedienungsanleitung vermerkte Hinweise.....7
Einleitung/Lieferumfang 8
Der Maschinentester MT 204-S zeitnet sich durch folgende Punkte aus...8
Lieferumfang 9
Transport und Lagerung 9
Sicherheitshinweise 10
Bedienelemente und Anschluss 12
Frontplatte Maschinentester MT 204-S 12
Geratedeckel 12
LC-Anzeige 14
Durchfuhren von Messungen 15
Vorbereitung und Sicherheitsmaßnahmen 15
Vorbereitung des Maschinensteter MT 204-S 16
Einschalten des Maschinentester MT 204-S. 16
Messleitungkompensation 16
Grenzwerteinstellung 17
Fremdspannungsanzeige, Anzeige bei ausgelösten Sicherungen 18
Automatische Start- und Speicherfunktion 18
Messung nach DIN VDE 0113-1 / EN 60204-1 19
Messung des Schutzleiterwiderstandes (Funktion RPE) 19
Messung der Schleifenimpedanz/Kurzschlussstrom (Funktion ZI/IK) 20
Messung des Isolationswiderstandes (Funktion RISO) 22
Hochspannungsprüfung (HV) 24
Restspannungsmessung, Entladespannung / Entladezeit (URES, tRES) 26
Erklärung des linearen bzw. nichtlinearen Modus 28
Restspannungsmessung "Linearer Modus" 28
Restspannungsmessung "Nichtlinearer Modus" 29
Triggerbedingungen 29
Menufunktionen 30
Allgemeines zu Bedienung 30
Menu "SPEICHER" 31
Menu "DATUM/PRUFER" 32
Menu "SPRACHE" 33
Menu "KONTRAST" 33
Menu "HINTERGRUND-BELEUCHT" 34
Menu "GERATEINFO" 34
Speicherstruktur, Speicherung, Eingabe 35
Speicherstruktur 35
Speicher,Allgemeine Bedienung. 36
Speicher, Eingabebeispiel 37
Speicher, Daten abrufen 38
Eingabe mittels externer Tastatur (USB) 39
Eingabe mittels extern Bar code-Scanner (USB) 40
Wartung 40
Reinigung 40
Kalibrierinterval 41
Sicherungswechsel 41
Sicherungswechsel (Netzserhung F1) 42
Sicherungswechsel (Sicherung F2 zum Schutz der
Funktionen RPE 10A, ZI, RISO, HV) 42
Sicherungswechsel (Sicherung F3 zum Schutz der Funktion RPE 0.2A) ....43
Technische Daten 44
Allgemeine Daten 44
Messfunktionen 45
Beschränkte Gewährleistung und Haftungsbeschränkung
Es wird gewährleistet, dass these BEHA-AMPROBE-Produkt für die Dauer der gesetzlichen Gewährleistungspflicht von 24 Monaten ab dem Kaufdatum frei von Material- und Fertigungsdefekten ist. Diese Gewährleistung erstreckt sich nicht auf Sicherungen, Einwegbatterien oder Schäden durch Unfälle, Nachlüssigkeit, Missbrauch, Änderungen oder abnormale Betriebsbedingungen bzw. unsachgemäß Handhabung. Die Verkaufsstellen sind nicht dazu berechtigt, diese Gewährleistung im Namen von BEHA-AMPROBE zu erweitern.
Reparatur
Zu allen Geräten, die zur Reparatur oder Kalibrierung im Rahmen der Garantie oder außerhalb der Garantie eingesendet werden, muss folgenden beigelegt werden: Name des Kunden, Firmname, Adresse, Telefonummer und Kaufbeleg. Zusätzlichitte eine kurze Beschreibung (oder Serviceformular) des Problems oder der gewünschten Wartung sowie die Messleitungen dem Messerat beilegen.
BEHA-AMPROBE GmbH
In den Engematten 14
79286 Glottertal
Germany
Tel.: +49 (0) 7684 8009 - 0
Fax: +49 (0) 7684 8009 - 410
www.beha-amprobe.de
info@beha-amprobe.de
Auf dem Gerät oder in der Bedienungsanleitung vermerkte Hinweise
| A | Warning vor einer Gefahrenstelle. Bedienungsanleitung beachten. |
| B | Hinweisitte unbedingt beachten. |
| A | Vorsicht! Gefährliche Spannung, Gefahr des elektrischen Schlages. |
| E | Kennzeichnung elektrischer und elektronischer Geräte (WEEE Richtlinie). |
| C E | Konformitätszeichen, bestätigt die Einhaltung der gültigen Richtlinien. Die Anforderungen der EMV-Richtlinie und der Niederspannungsrichtlinie mit den jeweils betreffenden Normen werden ebenfalle eingehalten. |

WARNHINWEIS
- Die Bedienungsanleitung enthalt Informationen und Hinweise, die zu einer sicheren Bedienung und Nutzung des Gerätes notwendig sind. Vor der Verwendung des Gerätes ist die Bedienungsanleitung aufmerksam zulesen und in allen Punkten zu befolgen.
- Wird die Anleitung nicht beachtet oder sollen den Sie es versäumen, die Warnungen und Hinweise zu beachten, können ernste Verletzungen des Anwenders bzw. Beschädigungen des Gerätes eintreten.
Einleitung/Lieferumfang
Sie haben ein hochwertiges Messgerät der Firma BEHA-AMPROBE GmbH erworben, mit dem Sie über einen sehr langen Zeitraum reproduzierbare Messungen durchführten können.
Der Maschinensteter MT 204-S ist ein Messgerät für die Abnahme und Dokumentierung der elektrischen Ausrüstung von Maschinen, Schaltschränken, Schaltanlagen und Geräten nach DIN VDE 0113-1 / EN 60204-1.
Der Maschinentester MT 204-S zeitnet sich durch folgende Punkte aus:
Schutzleiterwiderstandsmessung mit 10 A AC und 0,2 A AC
Schleifen-/Netzimpedanzmessung bis 440 V
- Anzeige des Kurzschlussstromes
- Isolationswiderstandsmessung mit 500V DC sowie einstellbar von 250...500 V DC
- Hochspannungsprüfung mit 1000V AC, 50 Hz
- Restspannungsmessung Anzeige der Entladespannung / Entladezeit
Einfache Bedienung mittels Drehschalter und START/STOP-Taste
- Automatische Start- und Speicherfunktion für Schutzleiterwiderstand und Schleifenimpedanz, erlaubt beidhändige Messungen an schwer zugänglichen Messobjekten
- Messwertspeicher für ca. 2000 Messwerte
- Integrierte Schnittstelle (USB 2.0) zur Übertragung der Messwerte zum PC
- Separate Schnittstelle (USB 2.0) zum Anschluss eines Barcodescanners, USB-Tastatur oder USB-Stick
- Grafik LC-Anzeige für Messwerte, Grenzwerte und Parameter
- Kompakter Bereitschaftskoffer mit Zubehörfach
Anschlussbilder und Grenzwerte im Gerätedeckel
- Ein Buchsenpaar für alle Messaufgaben
- Kompensation der Messleitungen bei Schutzleiterwiderstands- und Schleifenimpedanzmessung
- Hochspannungsprüfung abschaltbar mittels Schlüsselschalter, damit eine Bedienung durch unterwiesenen Personen möglich
- Hochspannungsprüfung mit einstellbarem Ansprechwert für den Abschaltstrom
Lieferumfang
1 St. Maschinentester MT 204-S
1 St. Verriegelungs-Schlüssel für Funktion Hochspannung
1 St. Netzzuleitung (Schuko)
1 St. Netzzuleitung (Schweiz)
1 St. Netzzuleitung (UK)
2 St. Sicherheitsmessleitungen je 2 m
2 St. Messleitungsveränderung je 10 m
2 St. Krokodilklemmen
1 St. Schnittstellenkabel (USB)
1 St. CD mit USB Treiber und Bedienungsanleitung
1 St. Bedienungsanleitung English / Deutsch / Französisch / Italienisch / Spanish
Zur Erstellung eines Prüfprotokolls bieten wir die optionale Software es control professional oder auch vorgedruckte Prüfprotokolle an. Damit lessen sich Schnell und einfache Prüfprotokolle nach DIN VDE 0113-1 / EN 60204-1 erstellen.
Als Zubehör sind erhältlich:
Prüfprotokolle nach DIN VDE 0113/ EN 60204
Barcode-Scanner USB
Tastatur USB
Für die Messung des Ableitstroms
Leckstromzange AC50A, Messbereich: 0,01 A ... 60 A
Leckstromzange mit Oberwellenmessung CHB 5, Messbereich:
0,05 mA...50 A
Transport und Lagerung
Bitte bewahren Sie die Originalverpackung fur eine spätere Versendung, z.B. zur Kalibration auf. Transportschaden aufgrund von mangelhafter Verpackung sind von der Garantie ausgeschlossen.
Die Lagerung des Gerätes muss in trockenen, geschlossenen Räumen erfolgen. Sollte das Gerät bei extremen Temperaturen transportiert worden sein, bestehtigt es vor dem Einsatz eine Akklimatisierung von mindestens 2 Stunden.
Sicherheitshinweise
Der Maschinentester MT 204-S wurden entsprechend den geltenden Sicherheitsbestimmungen gebaut, getestet und hat das Werk in schlechterstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen gefahrlosen Betrieb saferzustellen, muss der Anwender die Hinweise und Warnvermerke, die in dieser Bedienungsanleitung enthalten sind, beachten.

WARNHINWEIS, GEFAHR DES ELEKTRISCHEN SCHLAGS
- Um einen elektrischen Schlag zu vermeiden, sind die Vorsichtsmaßnahmen zu beachten, wenn mit Spannungen größter 120 V (60 V) DC oder 50 V (25 V) eff AC gearbeitet wird. Diese Werte stellen nach DIN VDE die Grenze der noch berührbaren Spannungen dar (Werte in Klammern gelten für z.B. medizinische Bereiche).
- Bei samentlichen Arbeiten müssen die jeweils gültigen Unfallverhütungsvorschriften der gewerblichen Berufsgenossenschaften für elektrische Anlagen und Betriebsmittel beachtet werden.
- Vergewissern Sie sich vor jeder Messung, dass das Messgerät, die Messleitungen, und das Messzubehör sowie das Netzanschlusskabel in einwandfreiem Zustand sind.
- Das Messgerätarf nur an den unter den technischen Daten angegebenen Stromversorgungsnetz betrieben werden.
- Das Messgerätarf nur in den spezifizierten Messbereichen eingesetzt werden.
- Bei Messungen jeder Art)dürfen die Prüfspitzen nur an den darauf vorgesehenen Griffbereichen angefasst werden. Das Berühren der Kontaktspitzen ist unter allen Umständen zu vermeiden.
- Das Gerätarf nur in trockener und sauberer Umgebung eingesetzt werden. Schmutz und Feuchtigkeit setzen die Isolationswiderstände herab und konnen insbesondere bei großen Spannungen zu elektrischen Schlägen führen.
- Das Gerätarf unter Einwirkung von Niederschlägen wie Tau oder Regen nicht benutzt werden. Hat eine Betauung der Geräte etwa durch große Temperatursprüngestattgefunden, darf das Gerät nicht benutzt werden.
- Eine einwandfrei Anzeige der Messwerte ist nur im Temperaturbereich von 0^ bis +40^ gewährleistet.
- Vor dem Sicherungswechsel muss das Gerät von allen Messkreisen getrennt und die Netzzuleitung von dem Gerät entfernt werden.
- Nur Original-Messleitungen oder Original-Messzubehör verwenden, um sichere Prüfungen zu garantieren.
- An den Prüfobjekten konnen durch den Isolationsprüfung oder die Hochspannungsprüfung gefährliche Spannungen auftreten. Wahrend der Messungarf der Prüfling / die zu prüfende Maschine nicht berührt werden, Gefahr eines elektrischen Schlages!
-
Beginnen Sie jeder Prüfung mit der Messung des Schutzleiterwiderstandes.
-
Bei Schutzleiter- und Isolationswiderstandsmessungen sowie bei Hochspannungsprüften muss der Prüfling spannungsfrei und vom Netz getrennt sein. Im Zweifelsfall mit einem Spannungsprüfer die Spannungsfreiheit feststellen.

HOCHSPANNUNG, GEFAHR DES ELEKTRISCHEN SCHLAGS
-
Der Maschinentester MT 204-S liefert Hochspannungen großer Leistung. Nach DIN VDE 0104 müssen folgende Vorsichtsmaßnahmen vor der Prüfung getroffen werden:
-
Gefahrenbereich absperren
- Warnschilder anbringen (Achtung! Hochspannung, Lebensgefahr)
-
Warnlampen (rot, grün) gut sightbar aufstellen
-
NOT-AUS-Schalter außerhalb des Gefahrenbereiches in die Netzzuleitung schalten

These Hinweise sind nur auszugsweise aus der DIN VDE 0104 entnommen. Bei Prüfungen ist die jeweils aktuelle Ausgabe der DIN VDE 0104 vollständig zu beachten.
- Elektrotechnisch unterwiesene Personen dürfen nur unter der Aufsicht von Fachkräften prüfen und müssen regelmäßig unterwiesen werden.
- Ausschließlich Sicherheitsprüfspitzen mit Berührungsschutz oder mit Zweihandbedienung verwenden. Immer nur eine Prüfspitze in einer Hand halten.
- Das Prüfobjekt einpolig fest anzuschreiben und mit einer Prüfspitze zu arbeiten oder beide Prüfspitzen in einer Hand zu halten, ist nicht zulässig.
- Während der Prüfung darf das Prüfobjekt nicht berührt werden. Gegebenenfalls muss sich die prüfende Person durch weitere Maßnahmen (z.B. Abdecken mit Isoliermatten) vor versehentlichem Berühren des Prüfobjektes schützen.
- Sind alle genannten Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt, damit mit der Prüfung begonnen werden.
- Um eine Gefährung durch die Benutzung von unbefugten oder nicht unterwiesenen Personen in der Messfunktion Hochspannung "HV" auszuschreiben ist bei Nichtbenutzung der Schlüssel aus dem Schlüsselschalter (6) zu entfern. Der Schlüssel kann nur in Aus-Stellung abgezogen werden, und verriegelt die Messfunktion Hochspannung "HV" Mechanisch. Die anderen Messfunktionen können trotzdem benutzt werden.
Bestimmungsgemäß Verwendung

WARNHINWEIS
- Das Gerätarfurdurunterden Bedingungenund fur dieZweckeingesetzt werden, fur die es konstruiert wurde. Hierzu sind besonders die Sicherheitshinweise, die Technischen Daten mit den Umgebungsbedingungen und die Verwendung in trockener Umgebung zu beachten.
- Die Betriebssicherheit ist bei Modifizierung oder Umbauten nicht mehr gewährleistet.
- Ist das Öffnen des Gerätes, notwendig, damit dies nur von einem autorisierten Servicetechniker ausgeführten werden. Vor dem Öffnen muss das Gerät ausgeschaltet und von allen Stromkreisen getrennt sein.
Bedienelemente und Anschlüsse
Frontplatte Maschinentester MT 204-S
1 Kaltgerätestecker zur Netzversorgung
2 Netzsicherung (F1)
3 Netzschalter "EIN/AUS" (mit Kontrollleuche)
4 Sicherungen fur Messfunktion RPE, ZI, RISO, HV (F2, F3)
5 Messartwahlschalter zur Einstellung der Messfunktionen
6 Schlüsselschalter zur Freigabe der Hochspannungsprüfung (mechanische Verriegelung), Schlüssel nur im ausgeschalteten Zustand abziehbar. Nach Drücken der Taste "START/STOP" (7) liegt Hochspannung an den Ausgangsbuchsen (9).
7 Taste "START/STOP", startet, bzw. stoppt die eingestellte Messfunktion
8 Kontroll-Lampe "ON" (weiβ), Messung aktiv
9 Ausgangsbuchsen fur alle Messfunktionen
10 Kontroll-Lampe "1kV" (rot), Hochspannungsprüfung aktiv
11 Ose zum Befestigen der Halteschnur des Gerätedeckels
12 Tastenreihe mit 4 Funktionstasten "SAVE" (Speichern), "RCL" (abrufen), "MENU" (Menu), "EXIT" (Abbruch)
13 USB-Schnittstelle an PC (USB1)
14 Tastenreihe mit 4 Menutasten (Softkeys). Die Funktion dieser Tasten wird der jeweilige aktiven Funktion angepasst und wird in der unteren Reihe der LC-Anzeige dargestellt.
15 USB-Schnittstelle fur Barcodescanner, Tastatur oder USB-Stick (USB2)
16 Grafik LC-Anzeige für Messwerte, Grenzwerte und Parameter
17 Befestigungsschrauben der Frontplatte (4 Stück)
Geratedeckel
18 Kurzanleitung mit Grenzwerten
19 Fach für Messleitungen und Messzubehör
Das Messzubehör befindet sich in einer Tasche im Gehäusedeckel (19). Eine Karte mit der Kurzanleitung und Grenzwerten laut DIN VDE 0113-1/ EN 60204-1 befindet sich ebenfls im Gehäusedeckel.

Bild 1: Maschinentester MT 204-S
LC-Anzeige
Anzeige in einer Messfunktion (Beispiel Messfunktion RPE)

Bild 2: LC-Anzeige in Messfunktion RPE
1 Zeile für Anzeige der Messfunktion, Grenzwert und Parameter
2 Anzeige des Messwertes und Einheit
3 Anzeige für die Funktion der Menutasten (Softkeys)
Anzeige in des Menüs (nach Drücken der Taste "MENU")

Bild 3: LC-Anzeige "Hauptmenu"
1 Ausgewählte Menüfungtion
2 Weitere Menüfunktionen
3 Menutaste (Softkey) "▼" (Ab)
4 Menutaste (Softkey) "▲" (Auf)
5 Menütaste (Softkey) "」" (Eingabe)
Durchführren von Messungen
Vorbereitung und Sicherheitsmaßnahmen

WARNHINWEIS
- Vor jeder Benutzung muss das Gerät auf einwandfrei Funktion geprüft werden.
- Es ist darauf zu achten, dass die Messleitungen, das Messzubehör und das Messgerät in einwandfreiem Zustand sind.
- Messleitungen und Messzubehör)dürfen nur in den darauf vorgesehenen Griffbereichen angefasst werden. Das Berühren der Kontaktspitzen ist unter allen Umständen zu vermeiden.
- Das Gerätarf nur in den angegebenen Messbereichen benutzt werden.

WARNHINWEIS
- Bei Schutzleiter- und Isolationswiderstandsmessungen sowie bei Hochspannungsprüfungen muss der Prüfling spannungsfrei und vom Netz getrennt sein. Im Zweifelsfall mit einem Spannungsprüfer die Spannungsfreiheit feststellen.
- Das Gerät ist mittels Sicherung gegen Überspannung bis 440 Veff AC geschützt.).
- Die Messeingänge des Maschinentester MT 204-S)dürfen nur an max. 440V AC/DC angeschlossen werden, bzw ist die Messkreiskategorie CAT IV / 300 V, CAT III / 440 V zu beachten!
- Der Messartwahlschalter muss auf der gewünschten Funktion stehen, bevor die Prüfspitzen mit dem Messobjectekt verbunden werden.
- Vor dem Umschalten auf eine neue Funktion sind die Messleitungen stets von den Prüfobjekten zu entfernen.
- Beachten Sie, dass bei Schutzleiterwiderstands- und Schleifenimpedanzmessungen Übergangswiderstände an der Messstelle das Messergebnis beeinflussen. Achten Sie auf einen eigenen Kontakt zwischen Messspitze (bzw. Krokodilklemme) und dem Prüfobjekt.
- Bei Schutzleiterwiderstandsmessungen können die Messergebnisse durch parallel geschaltete Impedanzen von zusätzlichen Betriebsstromkreisen oder durch Ausgleichsströme verfülltscht werden.
- Werden weitere Schleifenimpedanzmessungen über einen längeren Zeitraum mit nur "kurzen" Pausen durchgeführt, so spricht der interne Übertemperaturschutz an und die LC-Anzeige zeigt "HEISS, WARTEN!" an. Die{nachste Messung kann erst nach der Abkuhlung des Geräts (ca. 3-5 Minuten) erfolgen, und auf der LC-Anzeige nicht mehr "HEISS, WARTEN!" angezeigt wird. Hierdurch wird eine Beschädigung des Geräts vermieden.
Vorbereitung des Maschinensteter MT 204-S
Einschalten des Maschinentester MT 204-S
1) Schliessen Sie den Maschinentester MT 204-S mittels der mitgelieferten Netzzuleitung an eine Funktionsfähige und korrekt angeschlossene Schuko-Steckdose an.
2) Schalten Sie den Maschinentester MT 204-S mit dem Netzschalter "EIN/AUS" (3) ein.
3) Nach dem Einsatz des Maschinentester MT 204-S leuchtet die Kontrollleuchte des Netzschalters (3) und die LC-Anzeige (16) zeigt Einstellmöglichkeiten und Parameter entsprechend der eingestellten Messfunktion an.
4) Schliessen Sie die beiden Sicherheits-Messleitungen (mit Berührungsschutz) an die beiden Ausgangsbuchsen (9) an.
5) Das Messgerät ist nun einsatzbereit.
Messleitungskompensation
1) Drehen Sie den Messartwahlschalter (5) auf Stellung "RPE".
2) Verbinden Sie die beiden Messspitzen miteinander, benutzen Sie ggf. die mitgelieferten Krokodilklemmen oder Messleitungsveränderungen.
3) Starten Sie die Messung mittels Drucken der Taste "START/STOP" (7) Die Kontroll-Lampe "ON" (8) zeigt die aktive Messung an.
4) Beenden Sie die Messung mittels erneutem Drucken der Taste "START/STOP" (7).
5) Drücken sie in der Tastenreihe mit den Menütasten (14) die Taste "KOMP", nun wird der gemessene Wert als Kompensationswert für die Messleitungen gespeichert, die Messwertanzeige wird auf 0.00 gesetzt und in der obersten Zeile der LC-Anzeige erscheint "K" als Hinweis auf eine durchgeführte Messleitungskompensation.

Bild 4: Messfunktion RPE, mit kompensierter Messleitung
In den beiden Funktionen RPE und Zi wird von allen folgenden Messungen der Kompensationswert vom Messwert abgezogen. Der Kompensationswert wird auch nach dem Abschalten des Messgerätes gespeichert.
Grenzwerteinstellung
These Funktion ist in den Messfunktionen "RPE", "ZI" und "RISO" verfügbar. Zur Grenzwerteinstellung drücken Sie bei den Menutasten (14) die Taste "GW", nun kann mit den Menutasten "+" und "-" der Grenzwert für die jeweilige Messfunktion eingestellt werden.
Mit der Funktionstaste "EXIT" wird darüber auf die Anzeige der Messwert-bzw. Funktionanzeige geschalte.

Bild 5: Grenzwerteinstellung

Bei Einhaltung des Grenzwertes ertommen nach Ende der Messung zwei kurze Signtõne. Bei Nichteinhaltung des Grenzwertes erscheint eine entsprechendes Symbol in der Anzeige und nach Ende der Messung ertont ein einzelniger Signalton. Der Grenzwert wird als Parameter zum Messwert abgespeichert und bei der Datenübertragung mit zum PC übertragen.
Fremdspannungsanzeige, Anzeige bei ausgelösten Sicherungen
- Falls in den Messfunktionen "RPE", "RISO" oder "HV" vor dem Beginn der Messung Spannung anliegt wird auf der LC-Anzeige "SPANNUNG" angezeigt, und ein Start der Messung wird blockiert.
- Wird nach dem Start der Messfunktion RPE 10A oder RISO Fremdspannung angelegt, oder wird in den Messfunktionen "ZI" oder "HV" eine Überspannung angelegt, so kann die Sicherung F2 auslösen. In der LC-Anzeige wird "SICHERUNG (F2) 12.5A" angezeigt.
- Wird jedoch nach dem Start der Messfunktion "RPE 0,2A" eine Fremdspannung angelegt, so kann die Sicherung F3 auslösen, und in der LC-Anzeige wird "SICHERUNG (F2/F3)" angezeigt.
- Wird in der Messfunktion "RISO" nach dem Start der Messfunktion Fremdspannung angelegt, und die Sicherung F2 lost nicht aus, so können falsche Messwerte angezeigt werden!



Bild 6: Anzeige bei ausgelöster Sicherung
Automatische Start- und Speicherfunktion
Der Maschinentester MT 204-S besitzt eine automatische Start- und Speicherfunktion für Messung des Schutzleiterwiderstandes und der Schleifenimpedanz. Diese kann über die Menutasten (14) mittels der Taste "F: AUT" ausgewählt werden.
Bei einer Verbindung der Messpitzen mit dem Messobjekt wird die Messung automatisch gestartet und nach ca. 1 s beendet, der Messwert wird anschliessend automatisch gespeichert.
- Die automatische Start- und Speicherfunktion ermöglich beidhändige Messungen an schwer zugänglichen Messobjekten ohne die "START/STOP" Taste zu drucken.
- Vor Start einer Automatikmessung muss die Speicherzuordnung (Kunde, Maschine, Ort) sowie Datum und Prüfer eingestellt werden damit die Messwerte korrekt abgespeichert werden.
Messung nach DIN VDE 0113-1 / EN 60204-1
Messung des Schutzleiterwiderstandes (Funktion RPE)
- Überprüfung der Durchgangigkeit des Schutzleitersystems, nach DIN VDE 0113-1/EN 60204-1 ist die durchgehende Verbindung des Schutzleitersystems zwischen dem PE-Anschluss und wesentlichen Punkten die Teil des Schutzleitersystems sind, durch Einspeisen eines Stromes zwischen 0,2 A und 10 A zu prufen.
- Als Grenzwerte sind Werte anzunehmen welche entsprechend der Länge, dem Querschnitt und dem Material des entsprechenden Schutzleiters zu erwarten sind.
1) Drehen Sie den Messartwahlschalter (5) auf Stellung "RPE".
2) Wahlen Sie über die Menutasten (14) mittels der Taste "Im" den Messstrom 10 A oder 0.2 A aus.
3) Zur Grenzwerteinstellung drucken Sie bei den Menutasten (14) die Taste "GW", mit den Menutasten "+" und "-" kann der Grenzwert eingestellt werden.
4) Verbinden Sie die beiden Messspitzen (bzw. Krokodilklemmen) mit dem Prüfobjekt.
5) Starten Sie die Messung mittels Drücken der Taste "START/STOP" (7), oder wahren Sie die automatische Start- und Speicherfunktion über die Menutaste (14) die Taste "F: AUT" aus.
6) Die Kontroll-Lampe "ON" (8) zeigt die aktive Messung an.
7) Lesen Sie den Messwert ab, und beachten Sie die entsprechenden Grenzwerte.
8) Beenden Sie die Messung mittels erneutem Drücken der Taste "START/STOP" (7).

Bild 7: Messfunktion RPE
1 Anzeige der Messfunktion, Parameter, Messwertkompensation und Grenzwert
2 Menütaste "F: AUT / F: MAN", Auswahl automatische/manuelle Start- und Speicherfungtion
3 Menütaste "KOMP", zur Messleitungskompensation
4 Menutaste "Im", Auswahl des Messstromes (10 A oder 0.2 A)
5 Menutaste "GW", Grenzwerteinstellung
- Zum Speichern des Messergebnisses drücken sie bei den Funktionstasten (12) die Taste "SAVE" 2-fach direkt hintereinander, weitere Hinweise siehe Abschnitt "Speicher, Eingabebeispel".
Messung der Schleifenimpedanz/Kurzschlussstrom (Funktion ZI/IK)
- Überprüfung der Impedanz der Fehlerschleife. Nach DIN VDE 0113-1/EN 60204-1 sind die Voraussetzungen für den Schutz durch automatische Abschaltung der Versorgung durch:
- Messung oder Berechnung der Fehlerschleife und durch korrekte Zuordnung der Überstromschutzeinrichtung zu prufen.
- Grenzwerte sind in Tabelle 10 von DIN VDE 0113-1/EN 60204-1 gezeigt.
1) Drehen Sie den Messartwahlschalter (5) auf Stellung "ZI/IPSC,IK".
2) Wahlen Sie über die Menutasten (14) mittels der Taste "Im" den Messstrom 20 A oder LOW aus.
3) Zur Grenzwerteinstellung drücken Sie bei den Menutasten (14) die Taste "GW", mit den Menutasten "+" und "-" kann der Grenzwert eingestellt werden.
4) Verbinden Sie die beiden Messspitzen (bzw. Krokodilklemmen) mit dem Prüfobjekt. Nun wird die am Prüfling anliegende Spannung angezeigt, ist der Wert innerhalb des spezifizierten Bereiches so zeigt die LC-Anzeige "BEREIT" an.
5) Starten Sie die Messung mittels Drücken der Taste "START/STOP" (7), oder wahren Sie die automatische Start- und Speicherfunktion über die Menutaste (14) die Taste "F:AUT" aus.
6) Die Kontroll-Lampe "ON" (8) zeigt kurz die aktive Messung an.
7) Lesen Sie den Messwert ab und beachten Sie die entsprechenden Grenzwerte.
8) Zur Anzeige des Kurzschlussstromes drucken Sie bei den Menutasten (14) die Taste "Ik".
9) Beenden Sie die Messung mittels erneutem Drucken der Taste "START/STOP" (7).

Bild 8: Messfunktion ZI
1 Anzeige der Messfunktion, Parameter, Messwertkompensation und Grenzwert
2 Menütaste "F: AUT / F: MAN", Auswahl automatische/manuelle Start- und Speicherfunktion
3 Menütaste "Z / IK", Anzeigeumschaltung Schleifenimpedanz oder Kurzschlussstrom
4 Menutaste "Im", Auswahl des Messstromes 20 A oder LOW
5 Menutaste "GW", Grenzwerteinstellung
- Zum Speichern des Messergebnisses drücken sie bei den Funktionstasten (12) die Taste "SAVE" 2-fach direkt hintereinander, weitere Hinweise siehe Abschnitt "Speicher, Eingabebeispel".
- Mit der Einstellung des Messstromes auf 20 A kann schnell und zuverwässig eine Schleifenimpedanzmessung durchgeführt werden. Aufgrund des hohen Prüfstromes konnen Motorschutzschalter oder Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD/Fl) ausgelöst werden.
- Mit der Einstellung des Prüfstromes auf "LOW" wird ein geringerer Prüfstrom verwendet, und Motorschutzschalter oder RCD werden nicht ausgelost. Jedoch ist bzw zu beachten, dass die Messung länger dauert und die Messbereichsauflosung reduziert wird.
Messung des Isolationswiderstandes (Funktion RISO)
- Isolationswiderstandsprüfungen, nach DIN VDE 0113-1/EN 60204-1 ist der Isolationswiderstand zwischen den aktiven Leitern der Hauptstromkreise und dem Schutzleitersystem mit einer Prüfspannung von 500 V DC zu prufen. Der Grenzwert beträgt 1 MΩ.
- Beachten Sie dass alle Schalter am Prüfobjekt geschlossen sind, damit alle Teile des Prüflings erfasst werden. Zur Messung konnen alle aktiven Leiter (L1, L2, L3, N) kurzgeschlossen werden.
1) Drehen Sie den Messartwahlschalter (5) auf Stellung "RISO"
2) Wahlen Sie über die Menutasten (14) mittels der Taste "Uiso" die Messspannung 500 V oder einstellbar 250 V ...500 V.
3) Zur Grenzwerteinstellung drücken Sie bei den Menutasten (14) die Taste "GW", mit den Menutasten "+" und "-" kann der Grenzwert eingestellt werden. Mit der Menutaste "1MΩ" kann der Grenzwert direkt auf 1MΩ gesetzt werden.
4) Verbinden Sie die beiden Messspitzen (bzw. Krokodilklemen) mit dem Prüfobjekt.
5) Starten Sie die Messung mittels Drücken der Taste "START/STOP" (7).
6) Die Kontroll-Lampe "ON" (8) zeigt die aktive Messung an.
7) Lesen Sie den Messwert ab, und beachten Sie den entsprechenden Grenzwert.
8) Beenden Sie die Messung mittels erneutem Drucken der Taste "START/STOP" (8).

Bild 9: Messfunktion Riso
1 Anzeige der Messfunktion, Parameter und Grenzwert
2 Menütaste "UISO", Auswahl der Prüfspannung 500 V oder einstellbar 250 V ...500 V
3 Menutaste "GW" für die Grenzwerteinstellung
4 Menütaste "U- und "U+" zur Einstellung der Prüfspannung
- Durch die Isolationsmessung werden kapazitive Prüflinge durch die Messspannung aufgeladen. Der Prüfling wird nach der Isolationsmessung mit ca. 3 MΩ entlagen. Bei vorzeitigem Entfernen der Messleitungen kann eine gefährliche Spannung am Prüfling bestehen bleiben. Stellen Sie safer, dass der Prüfling mit einem hochohmigen Widerstand (nicht über Kurzschluss!) entlagen wird.
- Zum Speichern des Messergebnisses drücken sie bei den Funktionstasten (12) die Taste "SAVE" 2-fach direkt hintereinander, weitere Hinweise siehe Abschnitt "Speicher, Eingabebeispel".
- Hinweis: Der Messanschluss COM muss an das Gehäuse des Prüflings angeschlossen werden falls dieser geerdet ist. Das Vertauschen der Messleitungen kann das Messegebnis durch eine interne Impedanz von 10 MΩ beeinflussen!
Hochspannungsprüfung (HV)
- Spannungsrüfung, nach DIN VDE 0113-1/EN 60204-1 muss die elektrische Ausrüstung einer Spannungsrüfung zwischen den Leitern aller Hauptstromkreise und dem Schutzleitersystem für ca. 1 s standhalten.
- Die Prüfung wird dem zweifichen Wert der Bemessungsspannung (jedoch mind. 1000 V), einer Wechselspannung 50Hz , für eine Prüfdauer von mindestens 1 Sekunde durchgeführt..Baugruppen und Geräte welche nicht für diese Prüfspannung ausgelegt sind müssen vor dieser Prüfung abgeklemmt werden.

WARNHINWEIS, GEFAHR DES ELEKTRISCHEN SCHLAGS
Der Maschinentester MT 204-S liefert Hochspannung großer Leistung. Nach DIN VDE 0104 mussen folgende Vorsichtsmaßnahmen vor der Prüfung getroffen werden:
Gefahrenbereich absperren.
- Warnschilder anbringen (Achtung! Hochspannung, Lebensgefahr).
- Warnlampen (rot, grün) gut sightbar aufstellen.
- NOT-AUS-Schalter außerhalb des Gefahrenbereiches in die Netzzuleitung schalten.
- Elektrotechnisch unterwiesene Personen dürfen nur unter der Aufsicht von Fachkräften prüfen und müssen regelmäßiger unterwiesen werden.
- Verwenden Sie bei dieser Prüfung keine Krokodilklemen.
- Verwenden Sie ausschließlich Sicherheits-Messfuhrer für zweihändige Bedienung. Halten Sie immer jeweils einen Messfuhrer in einer Hand.
- Das Prüfobjekt einpolig fest anzuschlieben und mit einer Prüfspitze zu arbeiten oder beide Prüfspitzen in einer Hand zu halten, ist nicht zulässig.
- Wahlrend der Prüfung darfas das Prüfobjekt nicht berührt werden. Gegebenenfalls muss sich die prüfende Person durch weitere Maßnahmen (z.B. Abdecken mit Isoliermatten) vor versehentlichem Berühren des Prüfobjektes schützen.
Sind alle genannten Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt, damit der Prüfung begonnen werden.
Beachten Sie dass alle Schalter am Prüfobjekt geschlossen sind, damit alle Teile des Prüflings erfasst werden. Zur Messung können alle aktiven Leiter (L1, L2, L3, N) kurzgeschlossen werden.
1) Geben Sie mit dem Schlüsselschalter (6) die Messfunktion Hochspannung frei, drehen Sie dazu den Schlüsselschalter gegen den Uhrzeugersinn.
2) Drehen Sie den Messartwahlschalter (5) auf Stellung "HV"
3) Wahlen Sie über die Menutasten (14) mittels der Taste "la" den Abschaltstrom (5 50mA) aus, beginnen Sie mit dem kleinsten Ansprechwert.
4) Starten Sie die Messung mittels Drücken der Taste "START/STOP" (7).
5) Stellen Sie mit den Messspitzen für zweihändige Bedienung. Kontakt zum Prüfling her.
6) Die Kontroll-Lampe "ON" (8) zeigt die aktive Messung an. Zur Anzeige der aktiven Hochspannung an den Ausgangsbuchsen leuchtet zusammen die rote Kontroll-Lampe "1kV" (10) und ein akustisches Signal ertont.
- Erfolgt ein Überschlag am Prüfling so wird die Prüfung(sofort beendet, die beiden Kontroll-Lampen (8) und (10) erlösen, und die LC-Anzeige zeigt "FEHL" an.
7) Beenden Sie die Messung mittels erneutem Drucken der Taste "START/STOP" (9). - Nach Abschluss der Hochspannungsprüfungen den Messartwahlschalter (5) aus der Funktion "HV" drehen, mit dem Schlüsselschalter (6) die Messfunktion spreren und das Gerät durch Abziehen des Schlüssels gegen unbefugte Benutzung sichern!
- Falls der Maschinentester MT 204-S zwischenheit ausgeschaltet oder vom Netz getrennt wurde zeigt die LC-Anzeige nach Drücken der Taste "START/STOP", "HV GESPERRT!" an. Als Sicherheitsfunktion muss der Messartwahlschalter (5) aus der Stellung "HV" Heraus und wieder zurückgedreht werden.

Bild 10: Messfunktion HV
1 Anzeige der Messfunktion und Parameter
2 Menütaste "la", Auswahl des Abschaltstromes
- Zum Speichern des Messergebnisses drücken sie bei den Funktionstasten (12) die Taste "SAVE" 2-fach direkt hintereinander, weitere Hinweise siehe Abschnitt "Speicher, Eingabebeispel".
Restspannungsmessung, Entladespannung / Entladezeit (URES, tRES)
- Was sind Restspannungen? Restspannungen sind Spannungen, die auch nach Abschalten einer Maschine oder eines Gerätes noch vorhanden sind. Dies kann z.B. durch Kondensatoren oder durch nachlaufende Generatoren verursacht werden. Diese Messung erfolgt mit Funktion "URES / tRES".
- Restspannungsmessung: Nach DIN VDE 0113-1/EN 60204-1 sind aktive Teile die nach dem Ausschalten der Versorgungsspannung ein Restspannung von mehr als 60V aufweisen, innerhalb von 5 Sekunden (für festangeschlossene Maschinen) oder von 1 Sekunde (für Maschinen mit Steckanschlüssen) auf ≤ 60V zu entlagen. Dies ist durch Prüfungen nachzuweisen.
- Bei Nichteinhaltung sind zusätzliche Maßnahmen (Entladevorrichtungen, Warnhinweise, Abdeckungen etc.) entsprechend DIN VDE 0113-1/EN 60204-1 zu treffen.
- Mit dem Maschinentester MT 204-S kann die Entladezeit oder die Entladespannung (Restspannung) nach 1 s oder 5 s gemessen werden. Die Messung der Restspannung kann im linearen oder nichtlinearen Modus ausgeführten werden, siehe Abschnitt "Restspannungsmessung Linearer Modus" bzw. Abschnitt "Restspannungsmessung Nichtlinearer Modus".
1) Drehen Sie den Messartwahlschalter (5) auf Stellung "URES".
2) Wahlen Sie über die Menutasten (14) mittels der Taste "F: t" oder "F: U" die Messfunktion Entladezeit oder Restspannung aus.
3) In der Funktion Restspannung wahlen Sie über die Menutaste (14) "MODE" den Messmodus "LIN" oder "UNLIN" und mit der Menutaste "ZEIT" die Messzeit (1 s oder 5 s) aus.
4) In der Funktion Entladezeit wahren Sie über die Menütaste (14) "GW" den Grenzwert für die Entladezeit (1 s oder 5) s aus.
5) Verbinden Sie die beiden Messspitzen (bzw. Krokodiklemmen) mit dem Prüfobjekt, wahren Sie Anschlusspunkte aus welche Gefährdung durch Restspannung verursichen können (Netzanschluss, berühbare Sammelschienen, Kondensatoren, nachlaufende Motoren etc.).
6) Starten Sie die Messung mittels Drücken der Taste "START/STOP" (7).
7) Die Kontroll-Lampe "ON" (8) zeigt die aktive Messung an.
8) Schalten Sie den Prüfling ein, die LC-Anzeige zeigt eine vorhandene Spannung am Prüfling an. Wenn sich die Spannung stabilisiert hat, erscheint "BEREIT" in der LC-Anzeige.
9) Schalten Sie den Prüfling aus, die LC-Anzeige zeigt das Ergebnis der Messung (Restspannung oder Entladezeit), beachten Sie die entsprechenden Grenzwerte.

Bild 11: Messfunktion URES
1 Anzeige der Messfunktion, Parameter und Grenzwerte
2 Menütaste "F: t/F: U", Auswahl Messfunktion Entludezeit oder Restspannung
3 Menütaste "MODE", Auswahl Messmodus "LIN" oder "UNLIN"
4 Menütaste "ZEIT", Auswahl Messzeit 1 s oder 5 s

Bild 12: Messfunktion tRES
1 Anzeige der Messfunktion, Parameter und Grenzwerte
2 Menütaste "F: t/F: U", Auswahl Messfunktion Entludezeit oder Restspannung
3 Menütaste "GW", Auswahl Grenzwert Entladezeit 1 s oder 5 s
- Zum Speichern des Messergebnisses drücken sie bei den Funktionstasten (12) die Taste "SAVE" 2-fach direkt hintereinander, weitere Hinweise siehe Abschnitt "Speicher, Eingabebeispel".
- Falls im linearen Modus die Netzspannung bei einem zu niedrigen Wert (<20% des Scheitelwertes) unterbrochen wird, d.h. eine Berechnung auf den Scheitelwert ist nicht möglich, so wird "MESSUNG WIEDERHOLEN!" angezeigt und es muss nochmals gemessen werden!
Erklärung des linearen bzw. nichtlinearen Modus
Restspannungsmessung "Linearer Modus"
These Betriebsart kann beim Messen an Prüflingen verwendet werden, die lineare Bauteile enthalten (R, L, C). Hierbei kommt es bei der Abschaltung des Prüflings zu einer exponentiellen Spannungsabnahme.
Im linearen Modus wird der Messwert automatisch auf den Scheitelwert der Netzspannung bezogen, siehe Bild 13.

Bild 13: Linearer Modus
Im linearen Modus erkennt der Restspannungs-Tester automatisch zwei Standard-Systemspannungen:
230V Uin = 230V± 10%
400V Uin = 400V± 10%
Um Netzüberspannung mit einzubeziehen, wird die gemessene Restspannung auf den Scheitelwert der Netzüberspannung berechnet, d.h.:
Us = 230 V × 1.1 × 1.41 = 358 V………(Standard-Systemspannung 230 V)
Us = 400 V × 1.1 × 1.41 = 620 V………(Standard-Systemspannung 400 V)
Wenn die aktuelle Eingangsspannung außerhalb der Standard-Systemspannung ± 10% liegt, skaliert der Restspannungs-Tester das Ergebnis auf den Scheitelwert des gemessenen Effektivwertes (bezogen auf sinusförmige Spannungen).
Beispiel: Uin = 173 V das Ergebnis wird auf Us = 244 V = 173 V × 1.41 bezogen
Restspannungsmessung "Nichtlinearer Modus"
These Betriebsart wird beim Messen an nichtlinearen oder unbekannten Objeken verwendet, die außer R-, L- und C-Bauteile nichtlineare interne Teile (Relais, Gaslampen usw.) umfassen. Der Spannungsvorlauf nach dem Abschalten des Prüflings ist nicht exponentiell, und kann somit nicht auf einen Scheitelwert bezogen werden. D.h. es wird der Momentanwert nach Ende der Messzeit erfasst und bewertet.

Bild 14: Nichtlinearer Modus
In dieser Betriebsart muss die Messung mehrmals wiederholt werden, damit der Prüfling bei verschiedene Abschaltbedingungen geprüft wurde. Der hochste gemessene Wert muss protokolliert werden.
Triggerbedingungen
Der Maschinentester MT204-S erkennt die Abschaltung der Netzspannung unter folgenden Bedingungen:
- Bei Wechsel- oder Gleichspannungen (AC/DC): der Mittelwert der Eingangsspannung fällt um mindestens 25 V/s ab (über eine Periode gemittelt)
-
Bei Wechselspannungen (AC): Der Momentanwert der Spannung weicht vom Idealwert einer Sinusspannung um mehr als 40% des Spitzenwertes der vorherigen Halbwelle ab (Messung des Momentanwertes 100-mal pro Periode)
-
Falls im linearen Modus die Netzspannung bei einem zu niedrigen Wert (<20% des Scheitelwertes) unterbrochen wird, d.h. eine Berechnung auf den Scheitelwert ist nicht möglich, so wird "MESSUNG WIEDERHOLEN!" angezeigt und es muss nochmals gemessen werden!
Menüfunktionen
Zur weiteren Auswahl, Eingabe und Anzeige von Geräteinstellungen drücken sie in der Tastenreihe mit den Funktionstasten (12) die Taste "MENU", nun erscheint ein Auswahlmenü.

Bild 15: LC-Anzeige "Hauptmenu"
1 Ausgewählte Menüfungtion
2 Weitere Menüfunktionen
3 Menutaste "▼" (Ab)
4 Menutaste "▲" (Auf)
5 Menütaste "」" (Eingabe)
Allgemeines zu Bedienung
- Mit den beiden Tasten "▼" und "▲" wird der jeweilige Menüpunkt ausgewählt, mit der Taste "」" wird der jeweilige Menüpunkt aufgerufen.
- Ein Abbruch der ausgewählten Menüfungtion erfolgt über die Funktionstasten (12) mittels der Taste "EXIT" (Abbruch).
- Innerhalb der Untermenüss "SPEICHERN AUF USB" oder "SPEICHER LÖSCHEN", erfolgt die Auswahl von Speicherplatzzen mit den Menutasten "▲", "▶" und "▼".
- Mit der Menutaste "ÄND" können Eingaben geändert werden, mit der Menutaste "←" werden einzeln Zeichen gelöscht.
- Mit der Menutaste "」"eine Eingabe abgeschlossen bzw. eine Aktion gestartet.
Menu "SPEICHER"
In thisem Menu gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten:
SPEICHERN AUF USB:
Übertragung der gespeicherten Daten auf USB-Stick. Es kann der gesamte Speicher, einzelné Kunden, Maschinen, Messorte oder Messwerte übertragen werden. Eine Auswahl der Speicherplätze erfolgt über die Menütasten "▲", "▶" und "▼" die Übertragung der Daten mit der Menütaste "」".
SPEICHER LÖSCHEN:
Löschen von Messwerten. Es kann der gesamte Speicher, einzeln Kunden, Maschinen, Messorte oder Messwerte gelöscht werden. Eine Auswahl der Speicherplatz erfolgt über die Menütasten "«", "»" und "▼", die Lösung der Daten mit der Menütaste "↓".
SPEICHERBELEGUNG: Speicherplatzes.
Anzeige des freien bzw. belegten

Bild 16: LC-Anzeige Menu "SPEICHER"
- Wird unter der Menüfungtion "SPEICHER LÖSCHEN", die Auswahr "GESAMT", ein kompletter Kunde oder eine komplette Maschine gewählt so wird der gesamte Speicher bzw. alle Daten für den jeweiligen Kunde oder Maschine gelöscht. Vor der Ausführung erfolgt eine nochmalige Sicherheitsabfrage.
- Der USB-Stick muss an USB-Schnittstelle USB2 angeschlossen werden, nach dem Einstecken ertönt drei Signaltone als Bestätigung für die Erkennung des USB-Gerätes. Der USB-Stick muss mit FAT12, FAT16 oder FAT32 bei einer Sektorgroße von 512 Byte formatiert sein.
Die Daten werden in eine für die Software es control prof. lesbare Datei geschrieben.
Menu "DATUM/PRÜFER"
In thisem Menu gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten:
DATUM:
Einstellung des Prüfdatum. Mit den Menütasten "▼", "▲" und "▶" wird das Datum eingestellt, mit der Menütaste ".J" muss die Eingabe abgeschlossen werden.
PRÜFER: Eingabe des Prüfers. Nach der Eingabe des Datum's wird der Cursor auf das letzte Zeichen des Prüfers gesetzt. Mit den Menütasten "▼", "▲" und "▶" kann der Name eingegeben werden, mit der Menütaste "↓" muss die Eingabe abgeschlossen werden.

Bild 17: LC-Anzeige Menu "DATUM/PRÜFER"
- Das Prüfdatum wird zu jedem Messwert abgespeichert.
Menu "SPRACHE"
In thisem Menu gibt es folgende Auswahlmöglichkeiten:
ENGLISH, DEUTSCH, FRANZÖSISCH, ITALIENISCH und SPANISCH.

Bild 18: LC-Anzeige Menu "SPRACHE"
Menu "KONTRAST"
In dieser Menu kann mit den Menutasten "-" und "+" der Kontrast der LC-Anzeige eingestellt werden.

Bild 19: LC-Anzeige Menu "KONTRAST"
Menu "HINTERGRUND-BELEUCHTUNG"
In diesen Menu kann mit den Menutasten "AUS" und "AN" die Hintergrundbeleuchtung (Backlight) der LC-Anzeige ein- und ausgeschaltet werden.

Bild 20: LC-Anzeige Menu "HINTERGRUND-BELEUCHT"
Menu "GERÄTE-INFO"
In diesen Menu können Geräteinformationen, wie Modell, Serien-Nr., Bestell-Nr., Hard- und Firmwareversion abgerufen werden.

Bild 21: LC-Anzeige Menu "GERÄTE-INFO"
Speicherstruktur, Speicherung, Eingabe
Vor Beginn der Messungen sollte die Speicherzuordnung (Kunde, Maschine, Ort, Datum, Prüfer) eingestellt werden damit die Messwerte korrekt abgespeichert werden. Ebenfalls muss das Datum und der Prüfer vor Beginn der Speicherung eingegeben werden.
Speicherstruktur
Alle Messwerte, Grenzwerte und Parameter werden entsprechend folgender Speicherstruktur abgespeichert.

Bild 22: Speicherstruktur
KD.: Kunde (max. 17 Zeichen)
MA.: Maschine (max. 17 Zeichen)
ORT: Messort (max. 17 Zeichen)
NR.: Messplatz-Nr. (max. 3 Zeichen)
- In der Software es control prof. wird das Feld "KD" (Kunde) dem Kunden und das Feld "MA" (Maschine) dem Prüfling zugeordnet. Die beiden Felder "ORT" (Messort) und "NR" (Messplatz) werden zusammengefasst, mit einem Bindestrich getrennt und in die Spalte "Ort - Nr" zu den einzelnen Prüfsritten eingetragen.
- Datum und Prüfer werden jeder Messwert automatisch angehängt.
Speicher, Allgemeine Bedienung
Menutaste "▼"
Menutasten " " und "▶"
Es wird die Speicherebene (Kunde, Maschine, Messort, Nr.) ausgewählt. Es konnen bereits eingegebene Bezeichnungen (für Kunde, Maschine, Messort, Nr.) ausgewählt werden. Mit der Taste "▶" kann ein neuer Datenatz angelegt werden.
Es konnen Eingaben geändert werden.
Werden einzelne Zeichen gelöscht.
Zeicheneingabe, es konnen folgende Zeichen ausgewählt werden "A...Z, 0...9, Umlaute, +, -, _, /, # und Leerzeichen". Ca. 2 s nach der Auswahl wird der Cursor auf das{nachste Zeichen gesetzt.
Menutaste "ÄND"
Menutaste 串 ^ - ^
Menutasten "▼" und "▲"
Es wird die Eingabe abgeschlossen.
Es kann eine Eingabe abgebrochen werden.
Messwerte können mit der Menutaste "CLR" einzeln gelöscht werden.
Menutaste "」"
Funktionstaste "EXIT"
Abrufen "RCL"
- In den Eingabefeldern für Kunde, Maschine und Messort sind alphanumericische Eingaben (A...Z, 0...9 sowie Umlaute und die Zeichen "+",-,_,/,#" und Leerstellen) möglich.
- Das Feld "Nr." (Messplatz) sind nur numerische Eingaben möglich (0...9). Diese Feld wird bei jeder Messung automatisch um 1 erhöht.
- Das Feld "Nr." (Messplatz) kann aber manuell beliebig vor- und auch zurückgesetzt werden, um. bereits abgespeicherte Messwerte zu überschreiben.
- Standardvorgabe bei neuen Daten@sätzen (für Kunden, Maschinen und Messorte) ist "XXXX".
Speicher, Eingabebeispiel
Um einen Messwert auf einen bestimmten Speicherplatz zu speichern gehen Sie wie folgt vor:
1) Führn Sie eine Messung durch.
2) Drücken Sie bei den Funktionstasten (12) die Taste "SAVE".
3) Die Zeile für "KD" (Kunde) ist bereits markiert. Wahlen Sie einen Kunden mit den Menutasten "▲" und "▶" aus, falls der Kunden noch nicht angelegt ist, legen Sie einen neuen Kunden an, drücken Sie dazu die Menutaste "▶". Ändern Sie nun den Name, drücken Sie dazu die Menutaste "ÄND". Löschen Sie die Standardvorgabe "XXXX" mit der Menutaste < .
4) Geben Sie nun mit den beiden Menutasten "▲" und "▼" als Beispiel die Bezeichnung "KD001" ein. Bestätigen Sie die Eingabe mit der Menutaste "↓".
5) Wahlen Sie die{nachste Speicherebene "MA" (Maschine) mit Menutaste "▼" aus.
6) Wahlen Sie eine Maschine mit den Menutasten "«" und "»" aus, falls die Maschine noch nicht angelegt ist, legen Sie eine neue Maschine an, drücken Sie dazu die Menutaste "▶". Ändern Sie nun den Name, drücken Sie dazu die Menutaste "ÄND", und löschen Sie die Standardvorgabe "XXXX" mit der Menutaste "←".
7) Geben Sie nun mit den beiden Menutasten"▲" und "▼" als Beispiel die Bezeichnung "MA001" ein. Bestätigen Sie die Eingabe mit der Menutaste ".
8) Wahlen Sie mit der Menutaste "▼" die{nachste Speicherebene ORT (Messort) aus.
9) Wahlen Sie einen Messort mit den Menutasten "◁" und "▷" aus, falls der Messort noch nicht angelegt ist, legen Sie einen neuen Messort an, drücken Sie dazu die Menutaste "▷". Ändern Sie nun den Name, drücken Sie dazu die Menutaste "ÄND", und Löschen Sie die Standardvorgabe "XXXX" mit der Menutaste "←".
10) Geben Sie nun mit den beiden Menutasten "▲" und "▼" als Beispiel die Bezeichnung "ORT01" ein. Bestätigen Sie die Eingabe mit der Menutaste "↓".
11) Zum Abspeichern des Messwertes drücken Sie nochmals die Funktionstasten (12) "SAVE", die Speicherung wird mit einem doppelten Signalton bestätigt.

Bild 23: Messwert speichern
- Wird beim Abspeichern die Speicherebene "NR" (Platz-Nr) ausgewählt, kann mit den Menütasten "◁" und "▷" ein bereits verwendeter Speicherplatz ausgewählt werden. In der LC-Anzeige erscheint die Meldung "BELEGT".
- Wird dann die Funktionstaste (12) "SAVE" gedrückt wird der zuvor gespeicherte Wert überschreiben.
Speicher, Daten abrufen
Um einen Messwert abzurufen gehen Sie wie folgt vor:
1) Drucken Sie bei den Funktionstasten (12) die Taste "RCL".
2) Wahlen Sie mit der Menutaste "▼" die Speicherebene "KD" (Kunde) aus.
3) Wahlen Sie mit den Menutasten "«" und "»" einen Kundennamen aus, z. B. "KD001" aus obigen Beispiel.
4) Wahlen Sie mit der Menutaste "▼" die{nachste Speicherebene "MA" (Maschine) aus.
5) Wahlen Sie mit den Menutasten "▲" und "▶" eine Maschine aus, z. B. "MA001".
6) Wahlen Sie mit der Menutaste "▼" die{nachste Speicherebene ORT (Messort) aus.
7) Wahlen Sie mit den Menutasten "▲" und "▶" einen Messort aus, z. B. "ORT01".
8) Zum Abrufen der Messwerte drücken Sie nochmals die Funktionstaste (12) "RCL", nun kann innerhalb des ausgewählten Messortes über die Menutasten und in den einzelnen Messwerten geblattert werden.

Bild 24: Messwerte abrufen
- Mit der Menutaste "CLR" können beim Abrufen einzeln Messwerte gelöscht werden. Nach Aufruf der Funktion "Datum abrufen" wird der letzte gespeicherte Wert angezeigt. Ist ein Speicherplatz nicht belegt so wird "SPEICHERPLATZ LEER" angezeigt.
Eingabe mittels externer Tastatur (USB)
Mit einer externen USB-Tastatur kann die Eingabe der Bezeichnungen der Speicherplätze für Kunde, Maschine, Ort sowie die Eingaben über das Menu schnell und einfach erfolgen. Dazu muss die optionale USB-Tastatur an die Schnittstelle USB2 angeschlossen werden. Nach dem Einstecken erten drei Signtöne als Bestätigung für die Erkennung des USB-Gerätes. Nun kann die externe Tastatur zur Bedienung des Menü und Eingabe der Bezeichnungen verwendet werden.
Tabelle 1: Funktionen USB-Tastatur
| USB Tastatur | Funktion MT 204-S |
| F1, F2, F3, F4 Menütasten (Softkeys) (14) 1 bis 4 | |
| F5, F6, F7, F8 Funktionstasten (12) SAVE, RCL, MENU, EXIT | |
| Esc Funktionstaste (12) EXIT | |
| ↓ (EINGABE) | Menütaste (14) "↓" |
| ↓, ↑ | Menütasten (Softkeys) (14)▼, ▲ |
| ←, → | Menütasten (Softkeys) (14) ←, ▲ |
| A, B, C ... Z Eingabe der Speicherplatzbezeichnungen | |
| 0, 1, 2 ... 9 Eingabe der Speicherplatzbezeichnungen | |
| +, -, _, /, # | Eingabe der Speicherplatzbezeichnungen, Sonderzeichen |
| Leer | Eingabe der Speicherplatzbezeichnungen, Leerzeichen |
| Pos 1 Setzt Cursor auf Anfangsposition bei der Eingabe | |
| Ende | Setzt Cursor auf Endposition bei der Eingabe |
| ← | Löscht Zeichen links vom Cursor bei der Eingabe |
| Entf | Löscht Zeichen beim Cursor bei der Eingabe |
| + Menütaste (14) "+" | |
| - Menütaste (14) -" | |
Eingabe mittels extern Bar code-Scanner (USB)
Mit einem externem Barcode-Scanner kann die Eingabe der Bezeichnungen der Speicherplätze für Kunde, Maschine, Ort mittels eines Barcode schnell und einfach erfolgen. Dazu muss der optionale Barcode-Scanner an die Schnittstelle USB2 angeschlossen werden, nach dem Einsteinen ertönen drei Signtõne als Bestätigung für die Erkennung des Gerätes.
Beim Abspeichern muss zuerst die entsprechende Speicherebene mittels den Menutasten "▼" ausgewählt werden. Danach kann der jeweilige Barcode eingescannot werden.
Wartung
Der Maschinentester MT 204-S besteht bei einem Betrieb gemäß der Bedienungsanleitung keine besondere Wartung. Sollten während des Betriebs trotzdem Fehler in der Funktion auftreten, wird unser Werksservice das Gerät unverzüglich instand setzen.
Reinigung
Sollte das Gerät durch den täglichen Gebrauch schmutzig geworden sein, kann es mit einem feuchten Tuch und etwas mildem Haushaltsreiniger gesäubert werden.
Bevor Sie mit der Reinigung beginnen, vergewissern Sie sich, dass das Gerät ausgescheltet und von allen Stromkreisen getrennt ist.
Niemals scharfe Reiniger oder Lösungsmittel zur Reinigung verwenden.
Nach der Reinigungarf das Gerät bis zur vollständigen Abtrocknung nicht benutzt werden.
Kalibrierinterval
Um die angegeben Genauigkeiten der Messergebnisse zu erhalten, muss das Gerät regelmäßig durch unseren Werksservice kalibriert werden. Wir empfehlen ein Kalibrierinterval von einem Jahr. Bei früigem Einsatz des Gerätes bzw. bei Anwendungen unter rauen Bedingungen sind kürzere Fristen zu empfehlen. Soltte das Gerät weniger benutzt werden, so kann das Kalibrierinterval auf bis zu 3 Jahre verlangert werden.
Sicherungswechsel
Sollte durch Überlastung oder Fehlbedienung eine Sicherung ausgelost haben, müssen die nachfolgenden Hinweise beim Austausch der Sicherungen beachtet werden:

WARNHINWEIS
Vor dem Sicherungswechsel muss der Maschinentester MT 204-S von allen Messkreisen und dem Netz getrennt und die Messleitungen entfernt werden.
- Ausschließlich Sicherungen mit den unter den Technische Daten angegebenen Stromwerten, Spannungswerten und Abmessungen verwenden.
- Das Verwenden von Behelfssicherungen, insbesondere das Kurzschlieben der Sicherungshalter ist unzulässig.
- Ersatz-Sicherungen sind bei jedem Elektrofachgroßhandel oder bei unserem Werksservice erhältlich.
Sicherungswechsel (Netzsicherung F1)
Wenn nach dem Einschalten des Netzschalters (3) die Kontrollampe des Netzschalters nicht leuchtet, und auch auf der LC-Anzeige (16) keine Anzeige erscheint, kann die Netzsicherung im Sicherungshalter (2) ausgelöst haben.
Zum Sicherungswechsel gehen Sie wie folgt vor:
1) Den Sicherungshalter (2) mit einem Schraubendreher öffnen.
2) Die defekte Sicherung entfernen und eine neue Sicherung (T1 A / 250 V, 5 x 20 mm) einsetzen.
3) Den Sicherungshalter (2) wieder schreiben.
Sicherungswechsel (Sicherung F2 zum Schutz der Funktionen RPE 10A, ZI, RISO, HV)
Die Sicherung F2 (FF12.5 A / 500 V, 6.3 x 32 mm) hat ausgelöst wenn:
- In den Funktionen RPE 10A, RISO, HV in der LC-Anzeige "SICHERUNG (F2) 12.5A" erscheint.
- In der Funktion ZI Messwerte < 0,1 oder >4kA angezeigt werden.
Zum Sicherungswechsel gehen Sie wie folgt vor:
1) Den entsprechenden Sicherungshalter (4) mit einem Schraubendreher öffnen.
2) Die defekte Sicherung entfernen und eine neue Sicherung (FF12.5 A/500 V, 6.3 x 32 mm) einsetzen.
3) Den Sicherungshalter (4) wieder schreiben.
Sicherungswechsel (Sicherung F3 zum Schutz der Funktion RPE 0.2A)
Die Sicherung F3 (FF1.0 A / 500 V, 6.3 x 32 mm) hat ausgelost wenn:
- In der Funktion RPE 0,2A in der LC-Anzeige "SICHERUNG (F3) 1.0A" oder "SICHERUNG (F2/F3)" erscheint.
Zum Sicherungsswechsel gehen Sie wie folgt vor:
1) Den entsprechenden Sicherungshalter (4) mit einem Schraubendreher öffnen.
2) Die defekte Sicherung entfernen und eine neue Sicherung (FF1.0 A / 500 V, 6.3 x 32 mm) einsetzen.
3) Den Sicherungshalter (4) wieder schreiben.

Haben diese Sicherung mehrfach ausgelost (z. B. durch
Fehlbedienung) so sollte das Gerät zur Überprüfung ins Werk eingeschiedt werden.
Technische Daten
Allgemeine Daten
Anzeige Grafik LC-Anzeige, 128 x 64 Punkte
Grenzwertanzeige optisch und akustisch
Grenzwerteinstellung innerhalb des Messbereiches (in den
Funktionen RPE, ZI, RISO)
Messwertspeicher ca. 2000 Messwerte, 3 Ebenen (Kunde,
Maschinen, Messort) zusammen wird automatisch ein Messplatz-Nr. vergeben
Schnittstellen (USB1) USB 2.0 Device, USB-Schnittstelle an PC
Schnittstellen (USB2) USB 2.0 Host, für Barcodescanner,
Tastatur oder USB-Stick
Anforderung an USB-Stick FAT12, FAT16 oder FAT32 bei einer
Sektorgröbe von 512 Byte.
Betriebstemperaturbereich -0 bis 40^ (die in den technischen Daten
angegeben Genauigkeiten bezieht sich auf diesen Bereich)
Lagertemperaturbereich -10°C ... +50°C
Max. Feuchtigkeit 85% relative Feuchtigkeit (0 bis 40^ )
Referenzfeuchtigkeitsbereich 10%...85% relative Feuchtigkeit
(ohne Kondensierung)
Höhe über NN bis zu 2000 m
Stromversorgung 230V± 10% 50~Hz
Max. Leistungsaufnahme ca. 230 VA
Eingebaute Sicherungen:
Netzsicherung (F1) T1 A / 250 V, 5 x 20 mm
Für Funktionen
RPE 10A, ZI, RISO, HV (F2) FF12.5 A / 500 V, 6.3 x 32 mm
RPE 0.2A (F3) FF1 A / 500 V, 6.3 x 32 mm
Gebaut nach DIN VDE 0411-1 / EN 61010-1, DIN VDE 0413
(Teile 2,3,4) / EN 61557 (Teile 2,3,4)
Überspannungskategorie
Netzeingang CAT II / 300 V
Messeingang CAT IV / 300 V, CAT III / 440 V
Messausgang (HV) CAT I / 1300 V
Der Messeingang /Ausgang ist mit Basisolierung gegen Erde isoliert, die maximal
Ausgangsspannung (im Leerlauf bei Netzüberspannung) beträgt 1300 V.
Verschmutzungsgrad 2
Schutzklasse
Schutzart IP 40
Abmessungen (B x T x H) mit Griff 345 x 320 x 170 mm
Gewicht ca. 7 kg
Messfunktionen
Schutzleiterwiderstand (RPE 10A)
Messbereich 0.12 ... 20.00 Ω
Anzeigebereich 0.00 ... 20.00 Ω
Auflösung 0.01 Ω
Genauigkeit ± (3% v. M. + 3 Digits)
Prüfstrom ca. 10 A AC (bei einer Netzspannung von
230 V ± 10%, standardmäßigen
Messeitungen 2× 2m und einem max.
Bürdenwiderstand von 0,1 Ω)
Prüfspannung ca. 5.5 V AC (erdfrei)
Messprinzip zwei Leiter-Anschluss
Messleitungskompensation manuelle Kompensierung bis 5,00 Ω
Überspannungsschutz. bei Anschluss an Fremdspannung mittels
Sicherung F2
Schutzleiterwiderstand (RPE 0.2A)
Messbereich 0.12 ... 10.00 Ω
Anzeigebereich: 0.00 ... 10.00 Ω
Auflösung 0.01Ω
Genauigkeit ± (3% v. M. + 3 Digits)
Prüfstrom >0.2 A AC
Prüfspannung ca. 5.5 V AC (erdfrei)
Messprinzip zwei Leiter-Anschluss
Messleitungskompensation manuelle Kompensierung bis 5,00 Ω
Überspannungsschutz. bei Anschluss an Fremdspannung mittels
Sicherung F3
Schleifenimpedanz/Kurzschlussstrom (ZI /IK 20A)
Messbereich ZI 0.12 ... 20.00 Ω
Anzeigebereich Z1 0.00 ... 20.00 Ω
Auflösung 0.01 Ω
Genauigkeit ± (3% v. M. + 3 Digits)*
Anzeigebereich Ik 10 A ... 40 kA
Berechnung IK für 230 V (+/-10%) IK = 230 V / ZI
für 400 V (+/-10%) |K = 400 V / Zr
außerhalb dieser Bereiche IK = Umeas / ZI
Genauigkeit Ik abhängig von ZI Genauigkeit
Spannungsbereich 200 ... 440 V, 50 Hz
Prüfstrom ca. 20 ... 44 A, (10 Ω for 20 ms)
| Schleifenimpedanz/Kurzschlussstrom (ZI/IK LOW) | |
| Messbereich ZI | 1.2 ... 9.9 Ω, 10 ... 500 Ω |
| Anzeigebereich ZI | 1.2 ... 9.9 Ω, 10 ... 500 Ω |
| Auflösung ZI | 0.1 Ω, 1 Ω |
| Genauigkeit ZI | ± (3% v. M. + 6 Digits)* |
| Anzeigebereich IK | 0.4 A ... 191 A |
| Berechnung IK | für 230 V (+/-10%) IK = 230 V / ZI |
| außerhalb deses Bereiches IK = Umeas /ZI | |
| Genauigkeit IK | abhängig von ZI Genauigkeit |
| Spanningsbereich | 200 ... 253 V, 50 Hz |
| Prüfstrom | ca. 100 mA gepulst (Messzeit max. 10 s) |
| Messprinzip | zwei Leiter-Anschluss |
| Messleitungskompensation | manuelle Kompensierung bis 5,00 Ω (über Messfungtion RPE |
- Die Genauigkeit kann durch kapazitive Belastungen im zu messenden Stromkreis beinträchtigt werden!
| Spannungsanzeige (TRMS) bei Schleifenimpedanz | |
| Messbereich | 10 ... 440 V, 50 Hz |
| Anzeigebereich | 10 ... 440 V |
| Auflösung 1 V | |
| Genauigkeit | ± (2% v. M. + 2 Digits) |
| Isolationswiderstand (RISO) | |
| Messbereich | 0.12 ... 9.99, 10.0 ... 49.9, 50 ... 100 MΩ |
| Anzeigebereich | 0.00 ... 9.99, 10.0 ... 49.9, 50 ... 100 MΩ |
| Auflösung | 0.01 MΩ, 0.1 MΩ, 1 MΩ |
| Genauigkeit | ± (5% v. M. + 3 Digits) 0.00 ... 20.0 MΩ ± (10% v. M.) 20.1 ... 100 MΩ |
| Prüfspannung (UN) | 500 V DC und einstellbar 250 ... 500 V DC in 10 V Schritten |
| Prüfspannung toleranz | -0% ... +25% |
| Prüfstrom (500 V bereich) | >1 mA DC (bei 500 kΩ Bürde) |
| Prüfstrom (250 V bereich) | >1 mA DC (bei 250 kΩ Bürde) |
| Kurzschlussstrom | <6 mA DC |
| Kapazitive Last | ≤2 μF parallel zu RISO - RISO-Genauigkeit innerhalb der technischen Spezifikationen (RISO bis UTEST NOM /1 mA) gemäß Standard - RISO-Genauigkeit innerhalb der technischen Spezifikationen + zusätzliche 10 % MΩ (RISO*höher als UTEST NOM /1 mA) |
| Entladung | ca. 2.3 MΩ automatisch nach Ende der Messung |
Hinweis: Der Anschluss COM ist mit PE über eine Impedanz von ca. 10 MΩ verbunden.
Hochspannungssprüfung (HV)
Prüfspannung (UN)
1000 V AC, 50 Hz (Ausgang erdfrei)
Leerlaufspannung
1000 bis 1300 V AC (230 V ± 10%)
Genauigkeit der angezeigten
Prüfspannung
± (3% v. M.)
Ausgangsleistung
50 VA max.
Kurzschlussstrom ca. 0.4 A
Auslösestromeinstellungen (la)
5 mA, 10 mA, 25 mA oder 50 mA
Genaugigkeit des Auslösestroms
± 15% la
Auslösezeit nach Erreichen
des Auslösestromes
<20 ms
Restspannung, Entladespannung / Entladezeit (URES, tRES)
Eingangsspannungsbereich
0 ... 440 V AC, 50 Hz
0...622VDC
Messbereich Restspannung
10 ... 622 DC oder AC
Genauigkeit
± (2% v.M. + 2V)
Linearer Modus - 0 V ... + 15 V
Messbereich Entladezeit tRES
0.8 ... 300.0 s
Anzeigebereich tRES
0.0 ... 300.0 s
Genauigkeit
Auslösung der Messung
(automatischer Trigger) siehe
"Triggerbedingungen"
Eingangswiderstand
20 MΩ
Messzeit/Grenzwert
1s,5s
Restspannung 60 V DC
Toleranz URES
+0V...-6V
Änderungen vorbehalten!
04/2010
PAFB90850000
