DTM424 - RFID-System IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG DTM424 IFM
Betriebsanleitung
CANopen-Schnittstelle
RF-Identifikationssystem
DTM424
DTM425
Schreib-/Lesekopf
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4
1.3 Rechtliche Hinweise 4
1.4 Open source information.... 5
2 Sicherheitshinweise 6
2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät 6
2.2 Sicherheitshinweis hochfrequente elektromagnetische Strahlung 6
2.3 Cybersecurity 7
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 8
3.1 Einsatzbereich 8
4 Lieferumfang....9
5 Funktion 10
5.1 ID-Tags.... 10
5.2 Geräteübersicht 10
6 Montage 11
6.1 Hinweise zur Gerätemontage 11
6.2 Vermeiden von Störungen.... 11
6.3 Mechanischer Aufbau 11
6.4 Gerät montieren 12
6.5 Montageabstände 12
6.6 Positionieren der ID-Tags 13
7 Elektrischer Anschluss 15
7.1 Anschlussbelegung.... 15
8 Bedien- und Anzeigeelemente 16
9 Betrieb 17
9.1 CANopen-Schnittstelle 17
9.1.1 CANopen-Funktionen 17
9.1.2 Ändern der Note-ID und Bitrate.... 17
9.1.3 Inbetriebnahme.... 18
9.1.4 32 Bit-Datentypen verwenden.... 19
9.1.5 Kommunikationsarten des Prozessdatenobjekts (PDO) 19
9.1.6 Objektverzeichnis (OV) 19
9.1.7 Fehlernachrichten 26
9.1.8 Aktivität überwachen mit Heartbeat.... 27
9.1.9 Objekte ändern 28
9.1.10 Prozessdatenobjekte.... 28
9.1.11 Gerätestatus 29
9.1.12 Antenne deaktivieren 31
9.1.13 ID-Tag-Typ auswählen 31
9.1.14 Informationen eines ID-Tags auslesen 32
9.1.15 RSSI-Wert. 32
9.1.16 ID-Tag Erkennungsfilter 32
9.2 Datenübertragung mit einem ID-Tag 33
9.2.1 UID des ID-Tags auslesen 33
9.2.2 Daten vom ID-Tag über PDO-Transfer lesen 34
9.2.2.1 Beispiel 1 34
9.2.2.2 Beispiel 2 34
9.2.3 Daten auf den ID-Tag über PDO-Transfer schreiben 35
9.2.3.1 Beispiel 1 36
9.2.3.2 Beispiel 2 36
9.2.4 Fehlerbehandlung bei PDO-Transfer 37
9.2.5 Daten vom ID-Tag über SDO-Transfer lesen 37
9.2.5.1 Beispiel 37
9.2.6 Daten auf ID-Tag über SDO-Transfer schreiben 38
9.2.6.1 Beispiel 38
9.2.7 Datenbereich auf dem ID-Tag über SDO-Transfer sperren 38
9.2.7.1 Beispiel 39
9.2.8 Fehlercodes beim SDO-Transfer.... 39
9.3 EDS-Datei 40
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 41
11 Zulassungen/Normen 42
Glossar 43
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Rechtliche Hinweise
© Alle Rechte bei ifm electronic gmbh. Vervielfältigung und Verwertung dieser Anleitung, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der ifm electronic gmbh.
Alle auf unseren Seiten verwendeten Produktnamen, Bilder, Unternehmen oder sonstige Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.
1.4 Open source information

Weitere Informationen zur Open source information unter: documentation.ifm.com.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
• Das Produkt in der Originalverpackung lagern.
2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät
Auf dem Gerät werden die folgenden Symbole verwendet. Die Hinweise beachten, um Gefährdungen zu vermeiden:


• Die elektrische Versorgung muss der IEC 61010-1, Kap. 9.4 – Energiebegrenzte Stromkreise entsprechen.
- Gerät der Schutzklasse III. Betrieb nur an SELV/PELV-Stromkreisen.
2.2 Sicherheitshinweis hochfrequente elektromagnetische Strahlung
Unter anwendungsspezifischen Konditionen kann sich abhängig von der Einbausituation und den Geräteeinstellungen ein für den Benutzer abweichendes Risiko ergeben.
Der Systemersteller/Betreiber ist verpflichtet, eine Gefährdungsanalyse vorzunehmen und geeignete Maßnahmen zum Schutz von Personen zu treffen. Hierbei sind insbesondere auch nationale Vorschriften zu beachten. Mögliche Schutzmaßnahmen können gewährleistete Mindestabstände eines Benutzers, Zugangskontrollen und Anwenderschulungen einschließen.

WARNUNG
Der Betrieb dieses Gerätes kann Funkstörungen in Wohngebieten verursachen.
▷ Das Gerät sendet hochfrequente elektromagnetische Wellen aus, die möglicherweise den Betrieb von elektronischen Geräten in der Nähe beeinträchtigen, darunter Herzschrittmacher, Hörelemente und Defibrillatoren.
▶ Aufgrund der Human-Exposure-Vorschrift einen Mindestabstand zwischen Gerät und Personen von 20 cm einhalten.
▶ Wenn Sie einen Herzschrittmacher oder ein anderes implantiertes Medizinprodukt haben, verwenden Sie das Gerät nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt oder dem Hersteller Ihres Medizinprodukts. Halten Sie einen Sicherheitsabstand zwischen dem Gerät und Ihren Medizinprodukten ein und sehen Sie von der weiteren Verwendung des Gerätes ab, wenn Sie eine dauerhafte Beeinträchtigung Ihres Medizinprodukts beobachten.
2.3 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Regelmäßig prüfen, ob Softwareaktualisierungen für das Gerät verfügbar sind.
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Schreib-/Lesekopf liest und schreibt berührungslos ID-Tags.
Die Daten werden als Prozessdaten über die CAN-Bus-Schnittstelle zur Verfügung gestellt.
3.1 Einsatzbereich
Die Gerätesicherheit ist für die Nutzung unter folgenden Umgebungsbedingungen ausgelegt:
- Schutzklasse 3 (SELV/PELV) und Versorgung des Gerätes nach Limited Energy laut IEC 61010-1, Kapitel 9.4. Externe Schaltkreise entsprechend Abbild 102 aus IEC 61010-2-201 isolieren.
- Verwendung im Innen- und Außenbereich.
• Höhenlagen bis zu 2000 m. - Relative Luftfeuchte bis maximal 80 %, nicht kondensierend.
• Verschmutzungsgrad 2.
4 Lieferumfang
• Schreib-/Lesekopf

Das Gerät wird ohne Montage- und Anschlusszubehör geliefert.
Verfügbares Zubehör: www.ifm.com.
Beim Verwenden von Zubehör anderer Hersteller wird die optimale Funktion nicht gewährleistet.
5 Funktion
5.1 ID-Tags
Die ID-TAGs werden ohne Batterie passiv betrieben. Die zum Betrieb notwendige Energie wird vom Schreib-/Lesekopf bereitgestellt.
Die Energie wird bereitgestellt über eine induktive Kopplung. Die integrierte Antennenspule des Schreib-/Lesekopfes erzeugt ein magnetisches Feld, das zu einem Teil die Antennenspule des ID-TAGs durchdringt. Durch Induktion wird dort eine Spannung erzeugt, die den Datenträger mit Energie versorgt.
Das Gerät unterstützt ID-Tags nach ISO 15693.
5.2 Geräteübersicht
DTM424
![]() | Artikelnummer: | DTM424 |
| Funktion: | Schreib-/Lesekopf | |
| Typbezeichnung: | DTMHF GBRWCOUS03 | |
| Bauform: | M18, bündig einbaubar |
DTM425
![]() | Artikelnummer: | DTM425 |
| Funktion: | Schreib-/Lesekopf | |
| Typbezeichnung: | DTMHF GNRWCOUS03 | |
| Bauform: | M18, nicht bündig einbaubar |
6 Montage
6.1 Hinweise zur Gerätemontage
Bei der Montage von mehreren Systemen die Mindestabstände zwischen den Geräten beachten.
Der bündige Einbau des Gerätes in Metall verringert den Schreib-/Leseabstand.
Die unmittelbare Nähe starker HF-Emissionsquellen, beispielsweise Schweißtrafo oder Umformer, kann die Funktion des Gerätes beeinträchtigen.
6.2 Vermeiden von Störungen
Das Gerät erzeugt ein moduliertes elektrisches Feld mit einer Frequenz von 13,56 MHz.
Störungen der Datenkommunikation vermeiden:
▶ In der Nähe keine Geräte betreiben, die das gleiche Frequenzband verwenden (beispielsweise Frequenzumrichter, Schaltnetzteile etc.).
Falls sich andere Geräte im gleichen Frequenzband in der Nähe befinden:
▶ Die Montageabstände zwischen den Geräten möglichst groß wählen.
▶ Die Geräte alternierend betreiben.
▶ Das HF-Feld des Gerätes anschalten/abschalten.
6.3 Mechanischer Aufbau
DTM424

Abb. 1: DTM424
1 Aktive Fläche
DTM425

Abb. 2: DTM425
1 Aktive Fläche
6.4 Gerät montieren
▶ Das Gerät mit den mitgelieferten Muttern (M18) befestigen.
DTM424

Abb. 3: Bündige Montage
DTM425

Abb. 4: Nicht bündige Montage
6.5 Montageabstände
DTM424

| Betriebsart | Abstand seitlich (A) | Abstand frontal (B) |
| Lesen und Schreiben | ≥ 50 mm | ≥ 100 mm |
DTM425

| Betriebsart | Abstand seitlich (A) | Abstand frontal (B) |
| Lesen und Schreiben | ≥ 65 mm | ≥ 180 mm |
6.6 Positionieren der ID-Tags
Die aktive Fläche markiert die Mitte der integrierten Antennenspule des Schreib-/Lesekopfes. ▶ Die aktive Fläche des Schreib-/Lesekopfes und des ID-TAGs gleich ausrichten.
Für die Montage in oder auf Metall dafür vorgesehene ID-Tags verwenden.
Den ID-Tag im Bereich der aktiven Fläche positionieren. Dabei den Öffnungswinkel und den Arbeitsabstand berücksichtigen (→ Datenblatt des Gerätes).
DTM424

Abb. 5: ID-Tag positionieren
▶ ID-Tag zentrisch zur Antenne des Gerätes ausrichten.
▷ Der Abstand „D“ ist im Datenblatt angegeben.
DTM425

Abb. 6: ID-Tag positionieren
▶ ID-Tag zentrisch zur Antenne des Gerätes ausrichten.
▷ Der Abstand „D“ ist im Datenblatt angegeben.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Gerät der Schutzklasse III (SK III).
Die elektrische Versorgung darf nur über PELV-/SELV-Stromkreise erfolgen.
▶ Stromversorgung vor elektrischen Anschluss spannungsfrei schalten.
7.1 Anschlussbelegung
▶ Das Gerät über die M12-Steckverbindung mit den CAN-Bus verbinden.
▷ Die Spannungsversorgung erfolgt durch den CAN-Bus.
| Pinbelegung | Anschlussbelegung |
| M12-Stecker, A-kodiert, 5-polig | |
| 1: Shield2: U+3: GND4: CAN high5: CAN low | |

Die CAN-Bus-Verbindung ist nahezu störungsfrei, wenn die folgenden Punkte berücksichtigt werden:
▶ Für CAN-Bus freigegebene Leitungen verwenden.
▶ Die Leitungen mit 120 Ω Abschlusswiderständen terminieren.

Informationen zu verfügbaren Kabeldosen: www.ifm.com.
8 Bedien- und Anzeigeelemente
| DTM424 | DTM425 |
![]() | ![]() |
1 LED grün / gelb / rot
| LED | Zustand | Beschreibung |
| grün | Ein | Betriebszustand Pre-Operational |
| Blinkt alle 1,6 s im Wechsel mit LED gelb | Betriebszustand Pre-Operational und ID-Tag erkannt | |
| Blinkt alle 0,4 s | Betriebszustand Operational | |
| gelb | Ein | Betriebszustand Operational und ID-Tag erkannt |
| Blinkt alle 1,6 s im Wechsel mit LED grün | Betriebszustand Pre-Operational und ID-Tag erkannt | |
| Blinkt | Hardwarefehler des Gerätes | |
| rot | Blinkt alle 0,4 s im Wechsel mit anderen LED-Farben | Konfigurationsfehler |
| Blinkt alle 1,2 s im Wechsel mit anderen LED-Farben | Fehler im CAN-Bus-Netzwerk | |
| Ein | CAN-Bus nicht erreichbar | |
| Blinkt | LSS-Service aktiv |
9 Betrieb
9.1 CANopen-Schnittstelle
Der Schreib-/Lesekopf besitzt eine standardisierte CANopen-Schnittstelle gemäß CiA DS-301. Sämtliche Messwerte und Parameter sind über das Objektverzeichnis (OV) zugängig. Die individuelle Konfiguration kann im internen Permanentspeicher gesichert werden.
Das Gerät wird mit der Node-ID 32 und mit der Bitrate 125 kBit/s ausgeliefert.

▶ Nur für CANopen freigegebene Kabel verwenden.
▶ Die Kabel mit Abschlusswiderständen (120 Ω) terminieren.
▷ Das ifm-Kabel EVC492 enthält integrierte Abschlusswiderstände.
9.1.1 CANopen-Funktionen
Folgende CANopen-Funktionen sind verfügbar:
- 64 Sende- und Empfangs-Prozessdatenobjekte (TPDO1.. 64, RPDO1.. 64) in zwei möglichen Betriebsmodi:
– individuelle Abfrage per Remote Transmission Request Telegramm (RTR)
– ereignisgesteuertes Versenden
- Fehlermeldungen per Emergency-Objekt (EMCY) mit Unterstützung:
– des allgemeinen Fehlerregisters
– des herstellerspezifischen Statusregisters
- der Fehlerliste
• Überwachungsmechanismus Heartbeat
• Zustands- und Fehleranzeige per LED
- Zusätzlich zur CiA DS-301-Funktionalität existieren weitere hersteller- und profilspezifische Eigenschaften:
– Einstellung der Node ID und der Bitrate per Objektverzeichniseintrag (SDO)
- Konfiguration und Lesen/Schreiben von Betriebsdaten über Service Datenobjekte (SDO)
- Unterstützung des Layer Settings Service (LSS)
- Unterstützung synchroner Prozessdatenübertragung (SYNC)
9.1.2 Ändern der Note-ID und Bitrate
Das Gerät unterstützt mehrere Möglichkeiten die Node-ID und die Bitrate zu ändern. Das Gerät wird mit der Node-ID 32 und mit einer Bitrate von 125 kBit/s ausgeliefert.

Jede Node-ID darf nur ein einziges Mal im CANopen-Netzwerk vergeben werden. Wird eine Node-ID mehrmals vergeben, kommt es zu Fehlfunktionen im CANopen-Netzwerk.
Ändern der Node-ID und Bitrate im Objektverzeichnis
Die Node-ID wird im Objektverzeichnis in den Objekten 0x20F0 und 0x20F1 eingetragen. Stimmen beide Werte überein, wird die Einstellung gespeichert und ist nach einem Software-Reset des Gerätes aktiv. Als Node-ID dürfen Werte zwischen 1 und 127 verwendet werden.
Die Bitrate wird in den Objekten 0x20F2 und 0x20F3 eingetragen. Stimmen beide Werte überein, wird die Einstellung gespeichert und ist nach einem Software-Reset des Gerätes aktiv. Als Bitrate dürfen die folgenden Werte verwendet werden:
| Wert | Bitrate |
| 0 | 1000 kBit/s |
| 1 | 800 kBit/s |
| 2 | 500 kBit/s |
| 3 | 250 kBit/s |
| 4 | 125 kBit/s |
| 5 | 100 kBit/s |
| 6 | 50 kBit/s |
| 7 | 20 kBit/s |
Wird im CANopen-Netzwerk für das zentrale Speichern von Parametern ein Master verwendet, müssen die geänderten Werte für Node-ID (0x20F0 und 0x20F1) und Bitrate (0x20F2 und 0x20F3) zusätzlich im Master eingetragen werden.
Andernfalls werden die Werte bei jedem Start des CANopen-Netzwerks zurückgesetzt.
Ändern der Node-ID und Bitrate über LSS
Mit Hilfe des Layer Setting Service (LSS) kann ein LSS-Master die Node-ID und Bitrate des Gerätes (LSS-Slave) über den CAN-Bus ändern. Dabei versetzt der LSS-Master alle LSS-Slaves in einen Konfigurationsmodus. Jeder LSS-Slave ist über die Gerätedaten eindeutig identifizierbar (Vendor-ID, Produktcode, Revisionsnummer und Seriennummer).
Zum Ändern der Bitrate übermittelt der LSS-Master im Konfigurationsmodus mit dem Dienst "Configure Timing Bit" die neue Bitrate. Der LSS-Slave antwortet dem LSS-Master, ob die neue Bitrate unterstützt wird. Anschließend sendet der LSS-Master über den Dienst "Activate Bit Timing" die Zeit "switch_delay", nach der die neue Bitrate aktiviert werden soll. Nach dem Aktivieren schaltet der LSS-Master den LSS-Slave wieder in den Operationsmodus.
Zum Ändern der Node-ID übermittelt der LSS-Master im Konfigurationsmodus die neue Node-ID. Der LSS-Slave antwortet dem LSS-Master, ob die neue Node-ID gültig ist. Nach dem Verändern der Node-ID schaltet der LSS-Master den LSS-Slave wieder in den Operationsmodus.
Die neue Bitrate und Node-ID werden nach einem Software-Reset des LSS-Slave aktiv.
9.1.3 Inbetriebnahme
Die CANopen Norm CiA301 definiert für Sensorknoten drei mögliche Betriebszustände:
Pre-Operational
Im Pre-Operational Zustand können keine PDO-Nachrichten (Prozessdaten) versendet werden. Der Pre-Operational-Zustand wird zur Parametrierung des Sensors oder als Bereitschaftsmodus genutzt.
Das Gerät meldet sich beim Start im Modus Pre-Operational auf dem CAN-Bus mit der BootUP-Message "0x700+Node ID".
Operational
Im Operational-Zustand werden alle Kommunikationsdienste ausgeführt. Der Operational-Zustand wird zum Austausch der Prozessdaten im Betrieb genutzt.
Stopped
Im Stopped-Zustand sind nur NMT-Nachrichten (Netzwerk-Management) möglich, hiermit können redundante oder fehlerhafte Sensoren fast vollständig vom Bus getrennt werden.
Der Master oder Netzwerkmanager kann per NMT-Nachrichten den Sensor auffordern, den Zustand entsprechend zu wechseln.
9.1.4 32 Bit-Datentypen verwenden
CANopen definiert Datentypen bis zu einer maximalen Größe von 64 Bit (8 Bytes). Mit dem Datentyp werden Nutzdaten von ID-Tags effizient über die CANopen-Schnittstelle übertragen. Der Datentyp wird auch für die Default-Einstellung des Gerätes und die EDS-Datei verwendet.
Allerdings gibt es Steuerungen, die nur Datentypen bis zu einer Datentypbreite von 32 Bit (4 Bytes) verarbeiten können. Um alle Steuerungen zu unterstützen, werden vom Gerät alternative Datenobjekte angeboten, deren Datentypen auf maximal 32 Bit beschränkt sind. Die Datenobjekte sind mit dem Zusatz „32 Bit“ in dieser Anleitung versehen. Zusätzlich wird zum Verwenden der Datentypen eine EDS-Datei bereitgestellt, die von der Software der Steuerung eingelesten wird.
In der Werkseinstellung verwendet das Gerät 64 Bit-Datentypen (z. B. bei den vorkonfigurierten PDOs). Die Einstellung muss für das Verwenden der 32 Bit-Datentypen angepasst werden. Die Anpassung kann durch die Software der Steuerung erfolgen, indem die entsprechende EDS-Datei eingelesen wird.
9.1.5 Kommunikationsarten des Prozessdatenobjekts (PDO)
Das TPDO kann jederzeit durch Senden eines Remote Transmission Request Telegramms (RTR) abgefragt werden. Ansonsten werden die TPDO automatisch versendet, sobald sich deren Wert ändert (ereignisgesteuert).
Optional kann der CANopen Dienst „SYNC“ verwendet werden (siehe CiA 301, 7.2.5 Synchronization object (SYNC)). Für die synchronisierte Übertragung stellt CANopen das SYNC-Objekt zu Verfügung, bei dem die TPDOs nach jedem n-ten Empfang eines SYNC-Telegrammes gesendet werden.
Insgesamt sind 64 TPDO und 64 RPDO verfügbar, im Auslieferungszustand sind jeweils nur die ersten 4 aktiv. Wenn es die Konfiguration des CAN-Netzes zulässt, können auch die restlichen Prozessdatenobjekte aktiviert werden.
Die Prozessdaten sind in den Standardeinstellungen den linearen Adressbereich des ID-Tags zugewiesen. Der TPDO1 bildet z. B. die ersten 8 Bytes des Nutzdatenspeichers des ID-Tags ab.
Das Auslesen des Speichers und das Versenden der Daten per TPDO erfolgt automatisch, sobald ein neuer ID-Tag erfasst wird.
Das Schreiben der Daten auf den ID-Tag erfolgt auf die gleiche Weise durch einen Schreibzugriff auf das entsprechende RPDO.
Die Datenübertragung per Prozessdatenobjekte ist nur im Betriebszustand „Operational“ möglich.
Die voreingestellten TPDOs und RPDOs sind mit 64 Bit-Datenobjekten belegt. Für das Verwenden von 32 Bit-Steuerungen müssen die Einstellungen der PDOs angepasst werden.
9.1.6 Objektverzeichnis (OV)
CANopen-Kommunikation (CiA 301)
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwertspeichern |
| 0x1000 | 0x00 | Gerätetyp | u32 | ro | 0x00000000 | - | - |
| 0x1001 | 0x00 | Fehlerregister | u8 | ro | 0x00 | - | - |
| 0x1003 | 0x010x02 | Vordefiniertes Fehlerfeld | u32 | ro | 0x00000000 | - | - |
| 0x1005 | 0x00 | COB-ID SYNC | u32 | rw | 0x00000000 | - | ja |
| 0x1008 | 0x00 | Gerätename Hersteller | vSTR | ro | Artikelnr. des Gerätes | - | - |
| 0x1009 | 0x00 | Hardwareversion Hersteller | vSTR | ro | Aktuelle Hardware-Version | - | - |
| 0x100A | 0x00 | Softwareversion Hersteller | vSTR | ro | Aktuelle Software-Version | - | - |
| 0x1010 | 0x01 | Parameter speichern (Geräteparameter in nichtflüchtigen Speicher speichern) | u32 | rw | 0x00000000 | - | - |
| 0x1011 | 0x01 | Default-Kommunikations-parameter laden | u32 | rw | 0x00000000 | - | - |
| 0x1014 | 0x00 | COB-ID EMCY (Notfallnachricht COB-ID) | u32 | rw | Node ID + 0x80 | - | - |
| 0x1015 | 0x00 | Inhibit-Zeit EMCY (Inhibit-Zeit zwischen EMCY-Nachrichten) | u16 | rw | 0x0000 | - | ja |
| 0x1017 | 0x00 | Produzent Heartbeat-Zeit (Zeitunterschied zwischen ge-sendeten Heartbeats in ms) | u16 | rw | 0x0000 | - | ja |
| 0x1018 | 0x01 | Vendor-ID | u32 | ro | 0x0069666D | - | - |
| 0x02 | Produktcode | u32 | ro | Produktcode der Geräte-variante | - | - | |
| 0x03 | Revisionsnummer | u32 | ro | Haupt-Revision und aktuelle Software-version | - | - | |
| 0x04 | Seriennummer | u32 | ro | Serien-num-mer des Geräts | - | - | |
| 0x1200 | 0x01 | COB-ID Client an Server | u32 | ro | Node ID + 0x600 | - | - |
| 0x02 | COB-ID Client an Server | u32 | ro | Node ID+ 0x580 | - | - | |
| 0x1400 0x143F | 0x01 | RPDO-Parameter: COB-ID | u32 | rw | Empfangs-Prozessdatenobjekte (RPDO) (→ Prozessdatenobjekte □ 28) | - | ja |
| 0x02 | RPDO-Parameter: Übertragungsart | u8 | ro | 0xFF | - | ja | |
| 0x1600 0x163F | 0x01-0x08 | RPDO-Mapping | u32 | rw | Empfangs-Prozessdatenobjekte (RPDO) (→ Prozessdatenobjekte □ 28) | - | ja |
| 0x1800 0x183F | 0x01 | TPDO-Parameter: COB-ID | u32 | rw | Empfangs-Prozessdatenobjekte (RPDO) (→ Prozessdatenobjekte □ 28) | - | ja |
| 0x02 | TPDO-Parameter: Übertragungsart | u8 | rw | 0xFF | - | ja | |
| 0x18000x183F | 0x03 | TPDO-Parameter: Inhibit-Zeit | u16 | rw | 0x00 | - | ja |
| 0x1A000x1A3F | 0x01-0x08 | TPDO-Mapping | u32 | rw | Empfangs-Prozessdatenobjekte (RPDO) ( → Prozessdatenobjekte 28) | - | ja |
Buskonfiguration
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwert speichern |
| 0x20F0 | 0x00 | Node ID Einstellung A (Node ID für CANopen-Kommunikation) | u8 | rw | 32 | - | Automatisch gespeichert |
| 0x20F1 | 0x00 | Node ID Einstellung B (Node ID für CANopen-Kommunikation) | u8 | rw | 32 | - | Automatisch gespeichert |
| 0x20F2 | 0x00 | Bitrate Einstellung A (CAN bus Bitrate) | u8 | rw | 4 | - | Automatisch gespeichert |
| 0x20F3 | 0x00 | Bitrate Einstellung B (CAN bus Bitrate) | u8 | rw | 4 | - | Automatisch gespeichert |
Status und Steuerung Lesegerät
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwert speichern |
| 0x2150 | 0x00 | Gerätestatus (Gerätestatus-Flags) | u32 | ro | ja | - | |
| 0x2151 | 0x00 | Antenne aktiv (HF-Frontend des Geräts aktivieren) | bool | rw | 1 | - | ja |
| 0x2160 | 0x01-0xFE | Definition ID-Tag-Typ (Name unterstützter ID-Tags) | dom | ro | ID-Tag-Typ auswählen ( → 31 ) | - | - |
| 0x2161 | 0x00 | Auswahl ID-Tag-Typ (Wert wählt ID-Tag-Typ, der in 0x2160 definiert ist) | u8 | rw | 2 | - | ja |
| 0x2162 | 0x00 | RSSI | u8 | ro | - | ja | - |
ID-Tag Information
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwertspeichern |
| 0x2180 | 0x00 | Aktuelle UID (UID des ID-Tags im Le-sebereich, PDO abbild-bar) | u64 | ro | 0x000000000 0000000 | Ja | |
| 0x2181 | 0x00 | Aktuelle DS-FID (DSFID des ID-Tags im Lesebe-reich, PDO abbildbar) | u8 | ro | 0x00 | Ja | |
| 0x2182 | 0x01 | ID-Tag-Infor-mation: UID | u64 | ro | 0x000000000 0000000 | - | |
| 0x02 | ID-Tag-Infor-mation: DS-FID | u8 | ro | 0x00 | - | ||
| 0x03 | ID-Tag-Infor-mation: AFI | u8 | ro | 0x00 | - | ||
| 0x04 | ID-Tag-Infor-mation: Spei-chergröße | u32 | ro | 0x00000000 | - | ||
| 0x05 | ID-Tag-Infor-mation: IC re-ference | u8 | ro | 0x00 | - | ||
| 0x06 | Tag-Informati-on: ID-Tag-Typ(erkannter ID-Tag-Typ, in 0x2160 defi-niert) | u8 | ro | 0x00 | - | ||
| 0x2190 | 0x00 | Aktuelle UID obere 4 Bytes (32 Bit) (UID des ID-Tags, im Lesebe-reich, PDO abbildbar) | u32 | ro | 0x000000000 0000000 | Ja | |
| 0x2191 | 0x00 | Aktuelle UID untere 4 By-tes (32 Bit) (UID des ID-Tags, im Le-sebereich, PDO abbild-bar) | u32 | ro | 0x000000000 0000000 | Ja |
Abbildbare Daten lesen
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwertspeichern |
| 0x2200 | 0x01-0x40 | Anfangsadresse im User-Speicher lesen (Anfang des Adress-bereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll) | u16 | rw | Empfangs-Prozessdatenobjekte (RPDO) (→Prozessdatenobjekte 28) | - | ja |
| 0x2201 | 0x01-0x40 | Länge lesen (Länge des Speicherbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll; max. 8 Byte) | u8 | rw | Empfangs-Prozessdatenobjekte (RPDO) (→Prozessdatenobjekte 28) | - | ja |
| 0x220A | 0x01-0x40 | ID-Tag-Daten (8 Byte ID-Tag-Daten, werden aktualisiert, wenn neuer ID-Tag in den Lesebereich gelangt) | u64 | ro | ja | - | |
| 0x220B | 0x01-0x40 | ID-Tag-Daten (32 Bit) (4 Byte ID-Tag-Daten, werden aktualisiert, wenn neuer ID-Tag in den Lesebereich gelangt) | u32 | ro | ja | - |
Datenbereich lesen
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwertspeichern |
| 0x2280 | 0x00 | Anfang Adresse lesen (Anfang des Adress-be-reichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll) | u16 | rw | 0x0000 | - | ja |
| 0x2281 | 0x00 | Länge lesen (Länge des Speicher-be-reichs auf dem ID-Tag; der gelesen werden soll) | u16 | rw | 0x0000 | - | ja |
| 0x2282 | 0x00 | ID-Tag-Daten (gewünschte Daten vom ID-Tag, wie in Objekt 0x2280 und 0x2281 konfiguriert) | dom | ro | - | - |
Abbildbare Daten schreiben
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwert speichern |
| 0x2300 | 0x01-0x40 | Start-Adresse schreiben (Anfang des Adress-be-reichs auf dem ID-Tag, der geschrie-ben werden soll) | u16 | rw | Empfangs-Prozessda-tenobjekte (RPDO) (→Prozessda-tenobjek-te 28) | - | ja |
| 0x2301 | 0x01-0x40 | Länge schrei-ben (Länge des Speicher-bereichs auf dem ID-Tag, der geschrie-ben werden soll; max. 8 Byte) | u8 | rw | Empfangs-Prozessda-tenobjekte (RPDO) (→Prozessda-tenobjek-te 28) | - | ja |
| 0x2302 | 0x01-0x40 | Auto-Schrei-ben (Automa-tischen Schreib-zu-griff aktivie-ren, wenn ein neuer ID-Tag erkannt wird) | bool | rw | 0 | - | ja |
| 0x230A | 0x01-0x40 | ID-Tag-Daten (8 Byte ID-Tag-Daten) | u64 | rw | ja | - | |
| 0x230B | 0x01-0x40 | ID-Tag-Daten (32 Bit) (4 By-te ID-Tag-Da-ten) | u32 | rw | ja | - | |
| 0x231E | 0x00 | Schreib-Trig-ger (32 Bit) obere PDOs | u32 | rw | 0x0000000000000000 | ja | - |
| 0x231F | 0x00 | Schreib-Trig-ger (32 Bit) untere PDOs | u32 | rw | 0x0000000000000000 | ja | - |
Datenbereich schreiben
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwert speichern |
| 0x2380 | 0x00 | Start-Adresse schreiben (Anfang des Adress-bereichs auf dem ID-Tag, der geschrieben werden soll) | u16 | rw | 0x0000 | - | ja |
| 0x2381 | 0x00 | Länge schreiben (Länge des Speicherbereichs auf dem ID-Tag; der geschrieben werden soll) | u16 | rw | 0x0000 | - | ja |
| 0x2382 | 0x00 | ID-Tag-Daten (Daten, die auf den ID-Tag geschrieben werden sollen, wie in Objekt 0x2380 und 0x2381 konfiguriert) | dom | wo | - | - |
Datenbereich sperren
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwertspeichern |
| 0x2480 | 0x00 | Start-Adresse sperren (Anfang des Adressbereichsauf dem ID-Tag, der gesperrt werden soll. Muss auf die ID-Tag-Bereiche ausgerichtet sein) | u16 | rw | 0x0000 | - | ja |
| 0x2481 | 0x00 | Länge sperren (Länge des Speicherbereichsauf dem ID-Tag, der geblockt werden soll. Muss auf die ID-Tag-Bereiche ausgerichtet sein) | u16 | rw | 0x0000 | - | ja |
| 0x2481 | 0x00 | Sperrtrigger (Trigger für das Sperren von Daten auf dem ID-Tag, wie in Objekt 0x2480 und 0x2481 konfiguriert) | bool | wo | - | - |
UID-Filter
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Typ | Zugriff | Default-Wert | PDO-Mapping-Fähigkeit | Objektwertspeichern |
| 0x4603 | 0x00 | UID-Filtertiefe | s8 | rw | 0x00 | - | ja |
| 0x4605 | 0x00 | Null ID-Filter-tiefe | s8 | rw | 0x02 | - | ja |
9.1.7 Fehlernachrichten
Das Gerät unterstützt eine Reihe von Fehlernachrichten, die im Falle eines Kommunikations-, Hardware- oder RFID-Fehlers gesendet werden. Tritt einer der Fehler ein, wird das Fehlerregister (OV-Index 0x1001) und das Fehlerfeld (OV Index 0x1003) aktualisiert.
Die COB-ID der Emergency Messages kann im Objekt „COB-ID EMCY“ (OV-Index 0x1014) geändert werden. Durch Setzen des Bits 31 in diesem Objekt werden die Emergency Messages deaktiviert.
Die Sperrzeit zwischen zwei Emergency Messages kann über das Objekt 0x1015 bestimmt werden. Die Angabe erfolgt in 100 µ s-Schritten.

Die COB-ID der Emergency Messages ist voreingestellt auf 0x80 + Node ID.
| Fehlernachricht | Fehlerregister (0x1001) | Fehlercode Hersteller | Fehlername Hersteller | Beschreibung |
| 0x8210 | 0x11 | Protokoll: PDO auf-grund eines Längen-fehlers nicht bearbeitet. | ||
| 0x8130 | 0x01 | Überwachung: Node-Guarding- oder Heart-beat-Fehler | ||
| 0x8100 | 0x11 | Überwachung: Allgemeiner Kommunikati-onsfehler beim „Bus off“ senden | ||
| 0x5000 | 0x81 | 0x01 | Gerätehardwarefehler (Antennenfehler) | |
| 0x4200 | 0x09 | 0x02 | Gerätetemperatur zu hoch | |
| 0xFF00 | 0x81 | 0x01 | RX: ISO_COM-MAND_ER-ROR_NO_RESPONSE | ID-Tag hat nicht geant-wortet. Evtl. ist der ID-Tag nicht mehr im Feld. |
| 0xFF00 | 0x81 | 0x02 | RX: ISO_COM-MAND_ER-ROR_RX_ERROR | Fehler beim Empfang der Antwort vom ID-Tag (CRC-Fehler, Framing-Fehler, Kollision usw.). |
| 0xFF01 | 0x81 | 0x01 | TX: ISO_COMMAND_ERROR_NO_RESPONSE | ID-Tag hat nicht geantwortet. Evtl. ist der ID-Tag nicht mehr im Feld. |
| 0xFF01 | 0x81 | 0x02 | TX: ISO_COMMAND_ERROR_RX_ERROR | Fehler beim Sendender Antwort vom ID-Tag (CRC-Fehler, Framing-Fehler, Kollision usw.). |
| 0xFF02 | 0x81 | 0x01 | ISO_TAG_ERROR_COMMAND_NOT_SPECIFIED | Der Befehl wird nicht unterstützt. Möglicher Grund: fehlerhafter Befehl. |
| 0xFF02 | 0x81 | 0x02 | ISO_TAG_ERROR_COMMAND_SYNTAX | Der Befehl wird nicht erkannt. Möglicher Grund: Anzahl der Be-reiche zu hoch. Formatfehler. |
| 0xFF02 | 0x81 | 0x03 | ISO_TAG_ERROR_OPTION_NOT_SUPPORTED | Angegebene Optionen werden nicht unter-stützt. |
| 0xFF02 | 0x81 | 0x0F | ISO_TAG_ERROR_OTHER | Sonstige Fehler. |
| 0xFF02 | 0x81 | 0x10 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_NOT_USABLE | Der angegebene Bereich kann nicht ver-wendet werden (oder wurde nicht gefunden). |
| 0xFF02 | 0x81 | 0x11 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_ALREADY_BLOCKED | Der angegebene Bereich ist bereits ges-perrt und kann nicht noch einmal gesperrt werden. |
| 0xFF02 | 0x81 | 0x12 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_NOT_UPDATEABLE | Der angegebene Bereich ist bereits ges-perrt und sein Inhalt kann nicht aktualisiert werden. |
| 0xFF02 | 0x81 | 0x13 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_WRITE_VERIFY | Der angegebene Bereich konnte nicht nor-mal programmiert wer-den (Schreib-Verifizierungs-Fehler). |
| 0xFF02 | 0x81 | 0x14 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_LOCK_VERIFY | Der angegebene Bereich konnte nicht nor-mal gesperrt werden (Verriegelungs-Verifi-zierungs-Fehler). |
| 0xFF03 | 0x81 | 0x00 | STATUS_BUF-FER_OVERFL | Interner Puffer-Überlauf. |
9.1.8 Aktivität überwachen mit Heartbeat
Mit der Funktion Heartbeat kann die Aktivität eines Gerätes im CANopen-Netzwerk vom Master überwacht werden. Das Gerät sendet in regelmäßigen Abständen eine Heartbeat-Nachricht, die den Status des Gerätes enthält.
Die Funktion Heartbeat wird aktiviert, indem in das Objekt Heartbeat-Intervallzeit (OV-Index 0x1017) ein Wert größer „0“ eingetragen wird. Der Wert gibt die Zeit zwischen zwei Heartbeat-Signalen in Millisekunden an. Mit dem Wert „0“ wird die Heartbeat-Funktion deaktiviert.
9.1.9 Objekte ändern
▶ Änderungen an den Objekten im Objektverzeichnis werden sofort übernommen. Durch einen Reset gehen die Änderungen verloren. Um das zu verhindern, müssen die Objekte im internen Permanentspeicher (Flash) gesichert werden. Alle im Objektverzeichnis mit „Objektwert speichern: ja“ markierten Objekte werden permanent im Flash des Gerätes gespeichert. Durch das Schreiben der Signatur „save“ (65766173h) zum Speichern der Objekte (OV-Index 1010h/01h) werden alle aktuellen Objekte des Objektverzeichnisses in den Flash übertragen.
Die Objekte können auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden, indem die Signatur „load“ (64616F6Ch) in den OV-Index 1011h/01h geschrieben wird. Nach einem Reset werden die Änderungen übernommen.
Je nach Architektur des CANopen-Netzwerks können die Objekte auch zentral in einem CANopen-Master gespeichert werden. In diesem Fall werden die Objekte beim Start des Systems in das Gerät übertragen und die lokal gespeicherten Werte überschrieben.

Besonderheiten der Objekte Node ID (OV-Index 0x20F0 und 0x20F1) und Bitrate (OV-Index 0x20F2 und 0x20F3):
- Änderungen an den Objekten werden erst nach einem Reset übernommen.
▶ Die Objekte können nicht über den OV-Index 1010h/01h in den Flash übertragen werden.
▶ Die Objekte können nicht über den OV-Index 1011h/01h auf Werkseinstellungen zurückgesetzt werden.
9.1.10 Prozessdatenobjekte
Es stehen jeweils 64 Sende- und Empfangs-Prozessdatenobjekte zur Verfügung. Im Auslieferungszustand sind 4 Prozessdatenobjekte aktiv.
Sende-Prozessdatenobjekte (TPDO)
Die folgende Tabelle enthält die Sende-Prozessdatenobjekte (TPDO) im Auslieferungszustand.
| TPDO | Einstellungen für PDO-Mapping: COB | Objektverzeichnis: Abgebildeter Objektindex | Objektverzeichnis: Abgebildeter Objekt-Subindex | Objektverzeichnis: Abgebildete Objektlänge | ID-Tag-Speicher: Startadresse lesen | ID-Tag-Speicher: Länge lesen |
| 1 | Node ID + 0x0180 | 0x2150 | 0x00 | 0x20 | Gerätestatus | |
| 2 | Node ID + 0x0280 | 0x220A | 0x01 | 0x40 | 0x00000000 | 0x08 |
| 3 | Node ID + 0x0380 | 0x220A | 0x02 | 0x40 | 0x00000008 | 0x08 |
| 4 | Node ID + 0x0480 | 0x220A | 0x03 | 0x40 | 0x00000010 | 0x08 |
| 5 | 0 (deaktiviert) | 0x220A | 0x04 | 0x40 | 0x00000018 | 0x08 |
| 64 | 0 (deaktiviert) | 0x220A | 0x3F | 0x04 | 0x000001F0 | 0x08 |

Die voreingestellten TPDOs und RPDOs sind mit 64 Bit-Datenobjekten belegt. Für das Verwenden von 32 Bit-Steuerungen müssen die Einstellungen der TPDOs und RPDOs angepasst werden.
Empfangs-Prozessdatenobjekte (RPDO)
Die folgende Tabelle enthält die Empfangs-Prozessdatenobjekte (RPDO) im Auslieferungszustand.
| RPDO | Einstellungen für PDO-Mapping: COB | Objektverzeichnis: Abgebildeter Objektindex | Objektverzeichnis: Abgebildeter Objekt-Subindex | Objektverzeichnis: Abgebildete Objektlänge | ID-Tag-Speicher: Startadresse schreiben | ID-Tag-Speicher: Länge schreiben |
| 1 | Node ID + 0x0200 | 0x230F | 0x00 | 0x40 | Trigger schreiben | |
| 2 | Node ID + 0x0300 | 0x230A | 0x01 | 0x40 | 0x00000000 | 0x08 |
| 3 | Node ID + 0x0400 | 0x230A | 0x02 | 0x40 | 0x00000008 | 0x08 |
| 4 | Node ID + 0x0500 | 0x230A | 0x03 | 0x40 | 0x00000010 | 0x08 |
| 5 | 0 (deaktiviert) | 0x230A | 0x04 | 0x40 | 0x00000018 | 0x08 |
| 64 | 0 (deaktiviert) | 0x230A | 0x3F | 0x04 | 0x000001F8 | 0x08 |

Die voreingestellten TPDOs und RPDOssind mit 64 Bit-Datenobjekten belegt. Für das Verwenden von 32 Bit-Steuerungen müssen die Einstellungen der TPDOs und RPDOs angepasst werden.
9.1.11 Gerätestatus
Der aktuelle Status des Gerätes wird im Objekt „Gerätestatus“ dargestellt (OV-Index 0x2150, Subindex 0x00). Im Auslieferungszustand ist das Objekt TPDO1 zugewiesen.
| Bit | 31 | 30 | 29 | 28 | 27 | 26 | 25 | 24 |
| Status | tag_err | |||||||
| Default-Wert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bit | 23 | 22 | 21 | 20 | 19 | 18 | 17 | 16 |
| Status | write_err | |||||||
| Default-Wert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bit | 15 | 14 | 13 | 12 | 11 | 10 | 9 | 8 |
| Status | read_err | |||||||
| Default-Wert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bit | 7 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1 | 0 |
| Status | r | r | buf_ovfl | fr_err | busy | present | ant | pow |
| Default-Wert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 | 1 |
| Status | Wert | Beschreibung | EMCY-Nachricht |
| powant | 10 | Betriebsbereit (immer 1)Antenne deaktiviert | |
| 1 | Antenne aktiviert | ||
| present | 0 | Kein ID-Tag vorhanden | |
| 1 | ID-Tag vorhanden | ||
| busy | 0 | Ruhezustand | |
| 1 | Lese- oder Schreibzugriff aktiv | ||
| fr_err | 0 | Frontend OK | |
| 1 | Frontend-Fehler erkannt (Hardware-Problem) | ja | |
| buf_ovfl | 0 | Puffer OK | |
| 1 | Pufferüberlauf erkannt | ja | |
| read_err | Fehler des letzten Lesevor-gangs | ja | |
| write_err | Fehler des letzten Schreibvor-gangs | ja | |
| tag_err | Fehlermeldung vom ID-Tag für letzten Vorgang | ja |
| Fehlercodes lesen (nach jedem Lesezugriff des ID-Tags aktualisiert) | ||
| 0x00 | ISO_COMMAND_ERROR_NO_ERROR | Kein Fehler, Befehl erfolgreich ausgeführt. |
| 0x01 | SO_COMMAND_ERROR_NO_RESPONSE | ID-Tag hat nicht geantwortet, vielleicht ist ID-Tag nicht mehr in dem Feld. |
| 0x02 | ISO_COMMAND_ERROR_RX_ERROR | Fehler beim Empfang der Antwort vom ID-Tag (CRC-Fehler, Framing-Fehler, Kollision usw.). |
| Fehlercodes schreiben (nach jedem Schreibzugriff des ID-Tags aktualisiert) | ||
| 0x00 | ISO_COMMAND_ERROR_NO_ERROR | Kein Fehler, Befehl erfolgreich ausgeführt. |
| 0x01 | SO_COMMAND_ERROR_NO_RESPONSE | ID-Tag hat nicht geantwortet, vielleicht ist ID-Tag nicht mehr in dem Feld? |
| 0x02 | ISO_COMMAND_ERROR_RX_ERROR | Fehler beim Empfang der Antwort vom ID-Tag (CRC-Fehler, Framing-Fehler, Kollision usw.). |
| ID-Tag Fehlercodes (nach Lese- oder Schreibzugriff des ID-Tags aktualisiert) | ||
| 0x00 | ISO_TAG_ERROR_NO_ERROR | Der ID-Tag verursacht keinen Fehler. |
| 0x01 | ISO_TAG_ERROR_COMMAND_NOT_SPECIFIED | Der angegebene Befehl wird nicht unterstützt. Beispiel: Befehl Codefehler. |
| 0x02 | ISO_TAG_ERROR_COMMAND_SYN-TAX | Der Befehl wird nicht erkannt. Anzahl der Bereiche zu hoch. Beispiel: Format-fehler. |
| 0x03 | ISO_TAG_ERROR_OPTION_NOT_SUPPORTED | Die angegebenen Optionen werden nicht unterstützt. |
| 0x0F | ISO_TAG_ERROR_OTHER | Sonstiger Fehler. |
| 0x10 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_NOT_USABLE | Der angegebene Bereich kann nicht verwendet werden (oder wurde nicht gefunden). |
| 0x11 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_ALREADY_BLOCKED | Der angegebene Bereich ist bereits gesperrt und kann nicht noch einmal gesperrt werden. |
| 0x12 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_NOT_UPDATEABLE | Der angegebene Bereich ist bereits gesperrt und sein Inhalt kann nicht aktualisiert werden. |
| 0x13 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_WRITE_VERIFY | Der angegebene Bereich konnte nicht normal programmiert werden (Schreib-Verifizierungs-Fehler aufgetreten). |
| 0x14 | ISO_TAG_ERROR_BLOCK_LOCK_VERIFY | Der angegebene Bereich konnte nicht normal gesperrt werden (Verriegelungs-Verifizierungs-Fehler aufgetreten). |
9.1.12 Antenne deaktivieren
Die Antenne im Gerät kann deaktiviert werden, wenn das Objekt "Antenna active" (OV-Index 0x2151) mit dem Wert 0 beschrieben wird. In diesem Fall wird kein ID-Tag mehr erkannt, da das Magnetfeld des Gerätes nicht mehr aktiv ist.
Mit dem Wert 1 wird die Antenne wieder aktiviert. Mit dem Objekt "Antenna active" können Störungen zwischen zwei nebeneinander platzieren Geräten verhindert werden, indem abwechselnd die Antennen der beiden Geräte deaktiviert wird.
9.1.13 ID-Tag-Typ auswählen
Das Gerät ist mit mehreren ID-Tag-Typen kompatibel. Je nach Größe des Nutzdatenspeichers und Herstellers unterscheiden sich die ID-Tags im Zugriff auf die Daten. Deshalb muss dem Gerät bekannt sein, welcher Typ von ID-Tag im System verwendet wird.
Im Objekt 0x2161 kann der verwendete ID-Tag-Typ im RFID-System ausgewählt werden. Die verfügbaren ID-Tag-Typen können im Objekt 0x2180, Subindex 0x01-0xFE ausgelesen werden.
| ID-Tag-Typ | Name | Blockgröße [Byte] | Anzahl der Blöcke |
| 1 | benutzerdefiniert | ? | ? |
| 2 | I-Code SLI | 4 | 28 |
| 3 | I-Code SLI-S | 4 | 40 |
| 4 | I-Code SLI-L | 4 | 8 |
| 5 | F-MEM 2k | 8 | 250 |
| 6 | F-MEM 232b | 4 | 58 |
| 7 | F-MEM 8k | 32 | 256 |
| 8 | TI_32b | 4 | 8 |
| 9 | TI_256b | 4 | 64 |
| 10 | ST_128b | 4 | 32 |
| 11 | ST_256b | 4 | 64 |
| 12 | ST_8k | 4 | 2048 |
| 13 | I-Code SLIX2 | 4 | 79 |
Über das Objekt 0x2182 0x06 kann der vom Gerät erkannte ID-Tag-Typ abgefragt werden. Dazu muss zuerst der erkannte ID-Tag-Typ im Objekt 0x2182 Subindex 0x06 ausgelesen und dieser Wert dann im Objekt 0x2161 eingetragen werden.

Der ID-Tag-Typ 2 ist voreingestellt.

Das Erkennen des ID-Tag-Typs wird nicht von allen ID-Tags unterstützt.

Der eingestellte ID-Tag-Typ wird mit dem Objekt „Save Parameter“ dauerhaft im Gerät gespeichert.
9.1.14 Informationen eines ID-Tags auslesen
Über die Objekte 0x2180 bis 0x2182 können Informationen eines ID-Tags ausgelesen werden. Dazu muss sich der ID-Tag im Erfassungsbereich des Gerätes befindet.
Die Objekte 0x2180 und 0x2182 sind nur gültig, solange der ID-Tag erkannt wird. Befindet sich kein ID-Tag in Reichweite, werden die Werte der Objekte auf 0 zurückgesetzt.
Der Wert des Objektes 0x2182 kann auf Anfrage vom ID-Tag ausgelesen werden.

Das Auslesen von Informationen wird nicht von jedem ID-Tag unterstützt.
9.1.15 RSSI-Wert
Der RSSI Wert (Received Signal Strength, OV Index 0x2162) gibt Auskunft über die Stärke des empfangenen Signals, das von dem ID-Tag vor dem Gerät ausgeht:
„0“: kein ID-Tag erkannt
„1“: minimale Empfangsstärke
„8“: maximale Empfangsstärke

Die maximale Empfangsstärke wird nur mit einigen Geräte- / ID-Tag-Kombinationen erreicht.

Die Empfangsstärke ist abhängig vom Abstand zwischen dem ID-Tag und der aktiven Fläche des Gerätes.

Positionsänderungen in der Umgebung, beispielsweise von metallischen Gegenständen, können die Empfangsstärke beeinflussen.
9.1.16 ID-Tag Erkennungsfilter
Die folgenden Situationen führen zum unerwünschten mehrfachen Erkennen und Auslesen des ID-Tags:
• Der ID-Tag befindet sich im Grenzbereich der Reichweite.
• Die Einbaubedingungen wirken sich ungünstig auf das elektromagnetische Feld des Gerätes aus.
Als Folge wird der ID-Tag nicht eindeutig erkannt, was zu Fehlermeldungen beim Lesen oder Schreiben per PDOs führt. Mit den Objekten "UID-Filtertiefe" und "Null ID-Filtertiefe" können die Fehlermeldungen gefiltert werden.

Die folgenden Werte haben sich in der Praxis bewährt:
▶ "0" bis "5" bei dynamischen Anwendungen (schnell vorbeifahrende ID-Tags)
▶ ">5" bei statischen Anwendungen
| Zeit [ms] | 0 | 7 | 14 | 21 | 28 | 35 | 42 | 49 | 56 | 63 | 70 | 77 | 84 | 91 | 98 | 105 | 112 | 119 | 126 | 133 |
| ID-Tag im Feld | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ||||||||||
| ID-Tag nicht im Feld | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● |
UID-Filtertiefe: 0, Null ID-Filtertiefe: 0
| ID-Tag erkannt | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ||||||||||
| ID-Tag nicht erkannt | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ||||||||||
| UID-Filtertiefe: 5, Null ID-Filtertiefe: 0 | ||||||||||||||||||||
| ID-Tag erkannt | ● | ● | ||||||||||||||||||
| ID-Tag nicht erkannt | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ||
| UID-Filtertiefe: 0, Null ID-Filtertiefe: 5 | ||||||||||||||||||||
| ID-Tag erkannt | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ||
| ID-Tag nicht erkannt | ● | ● | ||||||||||||||||||
| UID-Filtertiefe: 5, Null ID-Filtertiefe: 5 | ||||||||||||||||||||
| ID-Tag erkannt | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | |||||||||||||
| ID-Tag nicht erkannt | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | ● | |||||||
Objekt UID-Filtertiefe
Mit dem Objekt "UID-Filtertiefe" (0x4603/0x00) wird die Anzahl der erfolgreichen ID-Tag-Erkennungen eingestellt, die das Gerät ausführen muss. Erst wenn die eingestellte Anzahl erreicht ist, gilt der ID-Tag auf dem CAN-Bus als erkannt (ID-Tag vorhanden).
Der Wert "0" deaktiviert den Filter. Die Werte ">0" verzögern das "ID-Tag vorhanden"-Bit um jeweils 7 ms. Dadurch wird eine Einschaltverzögerung des ID-Tag-Wertes realisiert. Die Detektion im Grenzbereich der Reichweite stabilisiert sich, da erst dann ein Wert ausgegeben wird, wenn der ID-Tag stabil erkannt wird.
Objekt Null ID-Filtertiefe
Mit dem Objekt "Null ID-Filtertiefe" (0x4605/0x00) wird die Anzahl der erfolglosen ID-Tag-Erkennungen eingestellt, die das Gerät ausführen muss. Erst wenn die eingestellte Anzahl erreicht ist, gilt der ID-Tag auf dem CAN-Bus als nicht mehr anwesend (ID-Tag vorhanden).
Der Wert "0" deaktiviert den Filter. Die Werte ">0" verzögern das Zurücksetzen des "ID-Tag vorhanden"-Bit um jeweils 7 ms. Dadurch wird eine Ausschaltverzögerung des ID-Tag-Wertes realisiert. Die Detektion im Grenzbereich der Reichweite stabilisiert sich, da erst dann ein Wert ausgegeben wird, wenn der ID-Tag stabil unerkannt bleibt.
9.2 Datenübertragung mit einem ID-Tag
9.2.1 UID des ID-Tags auslesen
Die UID (Unique Identification Number) des ID-Tags ist im Objekt 0x2180 verfügbar, sobald sich ein ID-Tag in Lesereichweite des Gerätes befindet. Ist kein ID-Tag verfügbar, so wird hier der Wert 0x000000000000000 eingetragen.
Wird das Objekt auf einen TPDO gemappt, erfolgt das Senden event-gesteuert, sobald ein ID-Tag in Lesereichweite gelangt oder aus dem Lesefeld entfernt wird.

Bei 32 Bit-Steuerungen werden anstatt des Objektes 0x2180 die folgenden Objekte verwendet: 0x2190 und 0x2191.
9.2.2 Daten vom ID-Tag über PDO-Transfer lesen
Die Übertragung der PDO-Daten vom ID-Tag erfolgt event-gesteuert. Das bedeutet, dass die konfigurierten TPDO vom Gerät automatisch versendet werden, wenn sich die Daten ändern. Dies ist beispielsweise der Fall, wenn ein neuer ID-Tag im Erfassungsbereich des Gerätes erkannt wurde. Die Daten werden selbstständig vom ID-Tag gelesen und mittels der TPDO über den CAN-Bus übertragen.
Die Daten, die vom ID-Tag gelesen wurden und die einem TPDO zugewiesen werden können, befinden sich in dem Objekt 0x220A mit den Subindizes 0x01-0x40.

Es werden nur die Daten vom ID-Tag gelesen, die auch einem TPDO zugewiesen sind. Nicht zugewiesene Datenobjekte werden nicht automatisch aktualisiert.
Zu jedem Datenobjekt gibt es 2 Objekte, die zur Konfiguration dienen:
• 0x2200 (Startadresse lesen),
- 0x2201 (Length read) mit jeweils zum Datenobjekt passenden Subindizes.
In den Objekten wird die Startadresse im Nutzdatenbereich des ID-Tags eingestellt und die Länge der zu lesenden Daten.

Bei 32 Bit-Steuerungen wird anstatt des Objektes 0x220A das Objekt 0x220B verwendet. Die maximale Datenlänge ist auf 32 Bit-Daten beschränkt (4 Bytes).

Ist die konfigurierte Datenlänge kleiner als die Datenlänge des verwendeten Objektes (64 Bit oder 32 Bit), werden die restlichen Bits mit 0 aufgefüllt.

In einem TPDO können maximal 64 Bit oder 32 Bit versendet werden. Für das Übertragen größerer Datenmengen werden weitere TPDO zugewiesen und die entsprechenden Datenobjekte konfiguriert.
9.2.2.1 Beispiel 1
Der Datenbereich 0x10 bis 0x18 (8 Bytes) soll mit dem 2. TPDO übertragen werden.
| TPDO | Einstellungen für PDO-Mapping: COB | Objektverzeichnis: Objektindex | Objektverzeichnis: Objekt-Subindex | Objektverzeichnis: Objektlänge |
| 2 | Node-ID + 0x0280 | 0x220A | 0x01 | 0x40 |
Objektverzeichnis
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Wert |
| 0x2200 | 0x01 | Anfang Adresse lesen (Anfang des Adressbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll) | 0x10 |
| 0x2201 | 0x01 | Länge lesen (Länge des Speicherbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll; max. 8 Byte) | 0x08 |
9.2.2.2 Beispiel 2
Der Datenbereich 0x44 bis 0x48 (4 Bytes) soll mit dem 6. TPDO übertragen werden.
| TPDO | Einstellungen für PDO-Mapping: COB | Objektverzeichnis: Objektindex | Objektverzeichnis: Objekt-Subindex | Objektverzeichnis: Objektlänge |
| 6 | Node-ID + 0x0680 | 0x220A | 0x05 | 0x40 |
Objektverzeichnis
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Wert |
| 0x2200 | 0x05 | Anfang Adresse lesen (Anfang des Adressbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll) | 0x44 |
| 0x2201 | 0x05 | Länge lesen (Länge des Speicherbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll; max. 8 Byte) | 0x04 |
9.2.3 Daten auf den ID-Tag über PDO-Transfer schreiben
Um Daten auf einen ID-Tag über PDO-Transfer zu schreiben, muss ein RPDO auf das Objekt 0x230A mit einem Subindex im Bereich von 0x01 bis 0x40 zugewiesen sein. Die Adresse des ID-Tag-Nutzdatenbereichs, auf die die Daten geschrieben werden sollen, wird im Objekt 0x2300 bestimmt. Die Subindizes dieser Objekte müssen übereinstimmen.
Auf den ID-Tag wird geschrieben, nachdem die Daten auf das RPDO geschrieben wurden und im „Trigger schreiben“-Objekt (OV-Index 0x230F, Subindex 0x00) das entsprechende Bit verändert wird.
| MSB | LSB | ||||||||
| Bit | 63 | 62 | 61 | .. | .. | .. | 2 | 1 | 0 |
| Trigger | tr64 | tr63 | tr62 | .. | .. | .. | tr3 | tr2 | tr1 |
| Default-wert | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Trigger | Beschreibung |
| tr64 | Trigger für ID-Tag-Daten 64 (0x230A/0x40) |
| tr63 | Trigger für ID-Tag-Daten 63 (0x230A/0x3F) |
| tr62 | Trigger für ID-Tag-Daten 62 (0x230A/0x3E) |
| tr61 | Trigger für ID-Tag-Daten 61 (0x230A/0x3D) |
| tr60 | Trigger für ID-Tag-Daten 60 (0x230A/0x3C) |
| tr59 | Trigger für ID-Tag-Daten 59 (0x230A/0x3B) |
| tr58 | Trigger für ID-Tag-Daten 58 (0x230A/0x3A) |
| ... | ... |
| tr6 | Trigger für ID-Tag-Daten 6 (0x230A/0x6) |
| tr5 | Trigger für ID-Tag-Daten 5 (0x230A/0x5) |
| tr4 | Trigger für ID-Tag-Daten 4 (0x230A/0x4) |
| tr3 | Trigger für ID-Tag-Daten 3 (0x230A/0x3) |
| tr2 | Trigger für ID-Tag-Daten 2 (0x230A/0x2) |
| tr1 | Trigger für ID-Tag-Daten 1 (0x230A/0x1) |
Der Schreibvorgang erfolgt immer beim Bitwechsel des jeweiligen Bits (0->1 oder 1->0). Idealerweise ist das Objekt "Trigger schreiben" (OV-Index 0x230F, Subindex 0x00) einem RDPO zugewiesen. Im Auslieferungszustand ist das Objekt "Trigger schreiben" dem ersten RPDO zugewiesen.
Mit dem Objekt "Auto Write" (OV-Index 0x2302) kann das automatische Schreiben von Daten aktiviert werden. Sobald sich ein ID-Tag im Erfassungsbereich befindet, werden die letzten Daten auf den ID-Tag geschrieben.

Die Daten werden nur bis zu der konfigurierten Datenlänge auf den ID-Tag geschrieben. Nachfolgende Daten werden ignoriert. Für das Schreiben von mehr als 8 Byte (4 Bytes bei 32 Bit-Datenobjekten) werden weitere RPDOs zugewiesen und die entsprechenden Datenobjekte konfiguriert.

Für 32 Bit-Steuerungen wird anstatt des Objektes 0x230A das Objekt 0x230B verwendet. Die maximale Datenlänge ist auf 32 Bit beschränkt (4 Bytes).
Der Trigger ist auf die Objekte 0x231E und 0x231F verteilt. Das Objekt 0x231E enthält die Trigger für die ID-Daten 33 bis 64. Das Objekt 0x231F enthält die Trigger für die ID-Daten 1 bis 32.
9.2.3.1 Beispiel 1
Der Datenbereich 0x10 bis 0x18 (8 Bytes) soll mit dem 2. RPDO übertragen werden.
| RPDO | Einstellungen für PDO-Mapping: COB | Objektverzeichnis: Objektindex | Objektverzeichnis: Objekt-Subindex | Objektverzeichnis: Objektlänge |
| 2 | Node-ID + 0x0200 | 0x230A | 0x01 | 0x40 |
Objektverzeichnis
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Wert |
| 0x2300 | 0x01 | Anfang Adresse lesen (Anfang des Adressbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll) | 0x10 |
| 0x2301 | 0x01 | Länge lesen (Länge des Speicherbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll; max. 8 Byte) | 0x08 |
| 0x2302 | 0x01 | Auto-Schreiben | 0x00 |
Daten per RPDO übertragen:
| PDO-Übertragung | PDO | Daten |
| Zum Gerät | RPDO 2 | 0x12345678 |
Schreibzugriff starten:
| PDO-Übertragung | PDO | Daten |
| Zum Gerät | RPDO 1 | Umschalten von Bit 0 |
9.2.3.2 Beispiel 2
Der Datenbereich 0x44 bis 0x48 (4 Bytes) soll mit dem 6. RPDO übertragen werden. Zusätzlich sollen die Daten jedes Mal auf einen ID-Tag geschrieben werden, wenn dieser den Erfassungsbereich des Gerätes erreicht.
| RPDO | Einstellungen für PDO-Mapping: COB | Objektverzeichnis: Objektindex | Objektverzeichnis: Objekt-Subindex | Objektverzeichnis: Objektlänge |
| 6 | Node-ID + 0x0600 | 0x230A | 0x05 | 0x40 |
Objektverzeichnis
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Wert |
| 0x2300 | 0x05 | Anfang Adresse lesen (Anfang des Adressbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll) | 0x44 |
| 0x2301 | 0x05 | Länge lesen (Länge des Speicherbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll; max. 8 Byte) | 0x04 |
| 0x2302 | 0x05 | Auto-Schreiben | 0x01 |
Daten per RPDO übertragen:
| PDO-Übertragung | PDO | Daten |
| Zum Gerät | RPDO 6 | 0x12340000 |
Die Daten werden auf den ID-Tag geschrieben, wenn dieser den Erfassungsbereich erreicht.

Es müssen immer 64 Bit Daten (8 Bytes) / 32 Bit-Daten (4 Bytes) an einen RPDO gesendet werden. Bei kleineren Datenlängen als 64 Bit / 32 Bit werden die restlichen Bits ignoriert.
9.2.4 Fehlerbehandlung bei PDO-Transfer
Ist ein Lese- oder Schreibzugriff auf einen ID-Tag nicht durchführbar, erzeugt das Gerät eine Emergency Message auf dem CAN-Bus.
Der Fehlercode kann aus dem Fehlerregister (OV-Index 0x1001, Subindex 0x00) und dem vordefiniertem Fehlerfeld (OV-Index 0x1003, Subindex 0x01-0x02) ausgelesen werden.
9.2.5 Daten vom ID-Tag über SDO-Transfer lesen
Um Daten eines ID-Tags über SDO-Transfer zu lesen, müssen die Adresse und Länge der Daten auf dem ID-Tag definiert werden. Die Adresse muss im Objekt 0x2280 und die Länge der Daten im Objekt 0x2281 angegeben werden.
Anschließend kann durch einen Datentranfer an das Objekt 0x2282 der Lesezugriff von dem ID-Tag gestartet werden.
9.2.5.1 Beispiel
Der Datenbereich 0x50 bis 0x70 soll vom ID-Tag ausgelesen werden.
Objektverzeichnis
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Wert |
| 0x2280 | 0x00 | Anfang Adresse lesen (Anfang des Adressbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll) | 0x50 |
| 0x2281 | 0x00 | Länge lesen (Länge des Speicherbereichs auf dem ID-Tag, der gelesen werden soll; max. 8 Byte) | 0x20 |
Die Übertragung wird durch das Auslesen des Objektes 0x2282, Subindex 0x00 gestartet.

Die Daten werden an einem Stück als Datentyp Domain übertragen. Bis zu einer Datenlänge von 4 Bytes erfolgt die Übertragung als expedited-Transfer, darüber als segmented-Transfer.

Der Empfänger muss für das Zwischenspeichern bzw. Verarbeiten der Daten vorbereitet sein.
9.2.6 Daten auf ID-Tag über SDO-Transfer schreiben
Um Daten auf einen ID-Tag über SDO-Transfer zu schreiben, müssen die Adresse und Länge der Daten auf dem ID-Tag definiert werden.
Die Adresse muss im Objekt 0x2380 und die Länge der Daten im Objekt 0x2381 angegeben werden. Anschließend kann durch einen Datentransfer an das Objekt 0x2382 der Schreibzugriff auf den ID-Tag gestartet werden.
9.2.6.1 Beispiel
Der Datenbereich 0x34 bis 0x38 soll auf den ID-Tag übertragen werden.
Objektverzeichnis
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Wert |
| 0x2380 | 0x00 | Anfang Adresse schreiben (Anfang des Adressbereichs auf dem ID-Tag, der geschrieben werden soll) | 0x34 |
| 0x2381 | 0x00 | Länge schreiben (Länge des Speicherbereichs auf dem ID-Tag, der geschrieben werden soll) | 0x03 |
| 0x2382 | 0x00 | ID-Tag-Daten (Daten, die auf den ID-Tag geschrieben werden sollen) | 0x01020304 |

Die Daten werden an einem Stück als Datentyp-Domain übertragen. Bis zu einer Datenlänge von 4 Bytes erfolgt die Übertragung als expedited-Transfer, darüber als segmented-Transfer.

Der Sender muss die angegebene Datenmenge bereitstellen können.
9.2.7 Datenbereich auf dem ID-Tag über SDO-Transfer sperren
Die Datenbereiche des ID-Tags können mit einem Schreibschutz versehen werden.

Der Schreibschutz eines Datenbereichs kann nicht aufgehoben werden.
Im Objekt "Anfang Adresse sperren" (OV-Index 0x2480) wird die Startadresse des zu schützenden Datenbereichs gespeichert. Zusätzlich wird die Länge des Datenbereichs im Objekt "Länge schreiben" (OV-Index 0x2481) gespeichert.
Zum Aktivieren des Schreibschutzes, wird der Trigger (OV-Index 0x2482) mit einer "1" beschrieben.

Die Startadresse muss mit der Startadresse eines Speicherblocks auf dem ID-Tag übereinstimmen. Die Länge muss ein Vielfaches der Länge eines Speicherblocks auf dem ID-Tag sein.
9.2.7.1 Beispiel
Der Datenbereich 0x04 bis 0x0C soll bei einem ID-Tag mit der Blockgröße 4 mit einem Schreibschutz versehen werden (2 Blöcke bzw. 8 Bytes).
Objektverzeichnis
| Index | Subindex | Name (Objekt) | Wert |
| 0x2480 | 0x00 | Anfang Adresse sperren (Anfang des Adressbereichs auf dem ID-Tag, der gesperrt werden soll) | 0x04 |
| 0x2481 | 0x00 | Länge schreiben (Länge des Speicherbereichs auf dem ID-Tag, der gesperrt werden soll) | 0x08 |
| 0x2482 | 0x00 | ID-Tag Sperrtrigger | 0x01 |
9.2.8 Fehlercodes beim SDO-Transfer
Beim SDO-Transfer handelt es sich um bestätigte Übertragungen. Ergibt sich beim Übertragen oder bei durch das Übertragen ausgelöste Aktionen ein Fehler, wird nach dem SDO-Transfer ein Fehler signalisiert.
| SDO-Fehlercode | Beschreibung | Mögliche Ursache |
| 0x05030000 | Toggle-Bit unverändert. | |
| 0x05040000 | SDO-Protokoll abgelaufen. | |
| 0x05040001 | Client-/Server-Befehlsspezifizierung nicht gültig oder unbekannt. | |
| 0x05040002 | Ungültige Bereichgröße (nur Blockmodus). | |
| 0x05040003 | Ungültige Sequenznummer (nur Blockmodus). | |
| 0x05040004 | CRC-Fehler (nur Blockmodus). | |
| 0x05040005 | Kein freier Speicherplatz. | |
| 0x06010000 | Nicht unterstützter Zugriff auf ein Objekt. | |
| 0x06010001 | Versucht ein Nur-Schreiben-Objekt zu lesen. | |
| 0x06010002 | Versucht ein Nur-Lesen-Objekt zu schreiben. | |
| 0x06020000 | Objekt gibt es nicht im Objektwörterbuch. | |
| 0x06040041 | Objekt kann nicht auf PDO abgebildet werden. | |
| 0x06040042 | Die Anzahl und Länge der abgebildeten Objekte überschreitet die PDO-Länge. | |
| 0x06040043 | Grund allgemeine Parameter-Inkompatibilität. | |
| 0x06040047 | Allgemeine Parameter-Inkompatibilität im Gerät. | |
| 0x06060000 | Zugriff aufgrund eines Hardwarefehlers fehlgeschlagen. | |
| 0x06070010 | Datentyp stimmt nicht überein; Länge des Serviceparameters stimmt nicht überein. | |
| 0x06070012 | Datentyp stimmt nicht überein; Serviceparameter zu lang. | |
| 0x06070013 | Datentyp stimmt nicht überein; Serviceparameter zu kurz. | |
| 0x06090011 | Subindex existiert nicht. | |
| 0x06090030 | Ungültiger Wert für Parameter (nur Download). | |
| 0x06090031 | Wert des geschriebenen Parameters ist zu hoch (nur Download). | |
| 0x06090032 | Wert des geschriebenen Parameters ist zu niedrig (nur Download). | |
| 0x06090036 | Maximalwert ist niedriger als Minimalwert. | |
| 0x060A0023 | Ressource nicht verfügbar: SDO-An-schluss. | |
| 0x08000000 | Allgemeiner Fehler. | |
| 0x08000020 | Daten können nicht an die Applikation übertragen oder gespeichert werden. | Fehler beim Lese- oder Schreibzugriff vom ID-Tag. Ausführliche Informationen im Gerätestatusobjekt (0x2150). |
| 0x08000021 | Daten können aufgrund einer lokalen Steuerung nicht an die Applikation über-tragen oder gespeichert werden. | |
| 0x08000022 | Daten können aufgrund des aktuellen Gerätestatus nicht an die Applikation übertragen oder gespeichert werden. | |
| 0x08000023 | Dynamische Erzeugung des Objektver-zeichnisses schlägt fehl oder Objektver-zeichnis ist nicht vorhanden (z. B. Objektverzeichnis wird aus der Datei er-zeugt und Erzeugung schlägt wegen ei-nes Dateifehlers fehl). | |
| 0x08000024 | Keine Daten verfügbar. | Datenlänge = 0 |
9.3 EDS-Datei
Eine EDS-Datei wird als Schablone für unterschiedliche Konfigurationen eines Gerätetyps verwendet. Von der EDS-Datei wird eine DCF-Datei erzeugt, welche Gerätekonfigurationen, Objektwerte, Node ID und Bitrate enthält.
Für die Konfiguration des CANopen-Netzwerkes und der Geräte sind CANopen-Konfigurationswerkzeuge erhältlich.
Die EDS-Dateien sind auf der ifm-Homepage verfügbar: www.ifm.com
Inhalt der EDS-Datei:
- Kommunikationsfunktionen und Objekte (nach CANopen-Profil DS-301)
• Herstellerspezifische Objekte

Die Installation der EDS-Datei hängt vom Konfigurationswerkzeug ab.
▶ Für weitere Informationen den Hersteller der Steuerung kontaktieren.

▷ Die EDS-Dateien werden mit 64 Bit- oder 32 Bit-Datentypen bereitgestellt. Die Steuerung gibt vor, ob sie 64 Bit- oder 32 Bit-Datentypen verarbeitet.
▶ Die passende EDS-Datei für die Steuerung wählen.
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
▶ Bei Fehlfunktionen Kontakt mit ifm aufnehmen.
▶ Da innerhalb des Gerätes keine vom Anwender zu wartende Bauteile enthalten sind, das Gehäuse nicht öffnen. Die Instandsetzung des Gerätes darf nur durch den Hersteller erfolgen.
▶ Reinigung des Geräts mit einem trockenen Tuch.
▶ Das Gerät gemäß den nationalen Umweltvorschriften entsorgen.
11 Zulassungen/Normen
Für die Zulassungen und Normen sind die folgenden Informationen abrufbar:
- Prüfnormen und Bestimmungen: documentation.ifm.com
• EU-Konformitätserklärung und Zulassungen: documentation.ifm.com
• Zulassungsrelevante Hinweise: Beipackzettel des Gerätes und documentation.ifm.com
Glossar
CAN
Controller Area Network, Bussystem für den Einsatz im Mobilbereich.
CANopen
CAN basierendes Netzwerkprotokoll auf Applikationsebene mit offener Konfigurationsschnittstelle (Objektverzeichnis)
CiA
CAN in Automation e. V., Anwender- und Herstellerorganisation in Deutschland/Erlangen, Definitions- und Kontrollorgan für CAN und CAN-basierende Netzwerkprotokolle.
COB
CANopen Kommunikationsobjekt (PDO, SDO, EMCY, ...)
EDS
Elektronisches Datenblatt
EMCY
Das Notfallobjekt enthält eine Alarmbotschaft, mit der das Gerät einen Fehler signalisiert.
Heartbeat
Parametrierbare zyklische Überwachung von Netzwerkteilnehmern untereinander. Im Gegensatz zum „Node Guarding“ wird kein übergeordneter NMT-Master benötigt.
IC reference
Die IC reference bezeichnet den Chip-Typ des ID-Tags. Sie wird vom Hersteller des ID-Tags vergeben.
ID-Tag
Ein ID-Tag wird zum Kennzeichnen von Objekten verwendet. Mit einem Schreib-/Lesegerät wird der ID-Tag über ein hochfrequentes Funksignal ausgelesen. Ein ID-Tag besteht aus einer Antenne, einem analogen Schaltkreis zum Empfangen und Senden (Transceiver), einem digitalen Schaltkreis und einem permanenten Speicher.
LSS
Verfahren zum Einstellen grundlegender Geräteeinstellungen
NMT
Netzwerk-Management
Node ID
Eindeutige Nummer eines Teilnehmers im CANopen-Netzwerk.
Objekt
Oberbegriff für austauschbare Daten/Botschaften innerhalb des CANopen-Netzwerks.
PDO
Das Process Data Object überträgt im CANopen-Netz Prozessdaten in Echtzeit, beispielsweise die Drehzahl eines Motors. PDOs besitzen eine höhere Priorität als SDOs; im Gegensatz zu SDOs werden sie unbestätigt übertragen. PDOs bestehen aus einer CAN-Nachricht mit Identifier und bis zu 8 Byte Nutzdaten.
PDO Mapping
Beschreibt die Applikationsdaten, die mit einem PDO übertragen werden.
RPDO
Vom Gerät empfangenes Prozessdaten-Objekt.
RSSI
Die Received Signal Strength Indication ist die Feldstärke des empfangenen Signals.
SDO
Das SDO greift gezielt auf das Objektverzeichnis eines Netzwerkteilnehmers zu (lesen/schreiben). Ein SDO kann aus mehreren CAN-Nachrichten bestehen. Die Übertragung der einzelnen Nachrichten wird von dem angesprochenen Teilnehmer bestätigt. Mit den SDOs lassen sich Geräte konfigurieren und parametrieren.
SYNC
Das SYNC-Telegramm löst das synchronisierte Aussenden von Prozessdaten aus.
TPDO
Vom Gerät gesendetes Prozessdaten-Objekt.



