Junkers

ICM - Thermostat Junkers - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice Junkers ICM - page 2
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Produkttyp Raumthermostat
Marke Junkers
Modell ICM
Abmessungen (B x H x T) Ca. 80 x 80 x 25 mm
Gewicht Ca. 150 g (ohne Batterien)
Stromversorgung 2 AA-Batterien (1,5 V) oder Netzteil 230 V (optional)
Anzeige LCD-Bildschirm mit Hintergrundbeleuchtung
Temperaturbereich 5 °C bis 35 °C
Genauigkeit ±0,5 °C
Programmierung Wochenprogramm mit Tag-/Nachtmodus
Hauptfunktionen PID-Regelung, Fenster-offen-Erkennung, Urlaubsmodus, Frostschutz
Pflege und Reinigung Mit einem weichen, trockenen Tuch reinigen; keine Scheuermittel verwenden
Sicherheit Schutzklasse II, Überspannungsschutz
Ersatzteile und Reparierbarkeit Batterien (einfach austauschbar); Wandhalterung; Kalibrierwerkzeug verfügbar
Allgemeine Informationen Bedienungsanleitung kostenlos herunterladbar auf notice-facile.com

Häufig gestellte Fragen - ICM Junkers

Wie installiere ich den Junkers ICM Thermostat?
Befestigen Sie die Wandhalterung, schließen Sie ggf. die Drähte (Heizkessel) an, legen Sie die Batterien ein und klicken Sie den Thermostat fest. Beachten Sie die Anleitung für den Schaltplan.
Wie programmiere ich die Heizzeiten?
Drücken Sie die Taste Progr, stellen Sie Uhrzeit und Temperatur für jeden Tag ein. Bestätigen Sie mit OK. Verwenden Sie die Modi Tag, Nacht oder Urlaub.
Was bedeutet das Symbol für offenes Fenster?
Der Thermostat erkennt einen schnellen Temperaturabfall (offenes Fenster). Er schaltet die Heizung vorübergehend aus, um Energie zu sparen.
Wie tausche ich die Batterien aus?
Entfernen Sie den Thermostat von seiner Basis, öffnen Sie das Batteriefach auf der Rückseite, ersetzen Sie die alten Batterien durch zwei neue AA-Batterien, achten Sie auf die Polarität.
Wie setze ich den Thermostat auf Werkseinstellungen zurück?
Halten Sie die Menütaste 10 Sekunden lang gedrückt, oder entfernen Sie eine Batterie für 30 Sekunden. Alle Einstellungen werden gelöscht.
Warum stimmt die angezeigte Temperatur nicht mit der Raumtemperatur überein?
Überprüfen Sie, ob der Thermostat keiner Wärmequelle (Sonne, Heizkörper) oder Zugluft ausgesetzt ist. Platzieren Sie ihn in 1,5 m Höhe in einem repräsentativen Raum.
Der Thermostat schaltet sich nicht mehr ein, was tun?
Überprüfen Sie die Batterien (Zustand und Polarität). Wenn das Problem weiterhin besteht, entfernen Sie die Batterien für 1 Minute und setzen Sie sie wieder ein. Wenn der Bildschirm schwarz bleibt, wenden Sie sich an den Kundendienst.
Wie lange halten die Batterien?
Bei normalem Gebrauch halten AA-Batterien etwa 1 Jahr. Der Thermostat zeigt einen Batteriestandsindikator auf dem Bildschirm an.
Wie aktiviere ich den Urlaubsmodus?
Drücken Sie die Taste Mode, wählen Sie Urlaub, stellen Sie das Rückreisedatum und die Solltemperatur ein (normalerweise 12°C zum Sparen). Bestätigen Sie.
Wo finde ich die vollständige Bedienungsanleitung auf Französisch?
Die Bedienungsanleitung ist kostenlos als PDF auf notice-facile.com verfügbar. Sie können auch eine Übersetzung in eine andere Sprache über das Formular auf der Website anfordern.

Benutzerfragen zu ICM Junkers

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BEDIENUNGSANLEITUNG ICM Junkers

de Installationsanleitung 2

1 Sicherheitshinweise und Symbolerklärung 3

1.1 Sicherheitshinweise 3
1.2 Symbolerklärung 3

2 Angaben zum Modul ICM 4

2.1 Bestimmungsgemäßer Gebrauch 4
2.2 Lieferumfang 4
2.3 Zubehör 4
2.4 Technische Daten 4
2.4.1 Allgemeines
2.4.2 Messwerte Vorlauftemperaturfühler 5
2.4.3 Messwerte Außentemperaturfühler 5
2.4.4 Kennwerte elektrischer Anschluss 5
2.5 Systemintegration des ICM 5
2.5.1 Heizungsreglung bei ICM-Kaskadensystemen 5
2.5.2 Warmwasserbereitung bei ICM-Kaskadensystemen 6
2.5.3 Interne Frostschutzfunktion 6
2.5.4 Prinzipien der Kaskaden-Regelung 6
2.5.5 Steuerung einer Heizungspumpe 6
2.5.6 Übersicht der Systemvarianten 7
2.5.7 Anschluss weiterer Module bei Heizungsreglern mit 2-Draht-BUS-Ansteuerung 8
2.6 Legenden zum Kapitel Anhang 9

3 Installation

3.1 Montage 10
3.1.1 Montage an der Wand 10
3.1.2 Montage auf der Montageschiene 35 mm (DIN-Rail 46277 oder EN 60 715-TH 35-7.5) 10
3.1.3 Demontage von der Montageschiene 10
3.2 Elektrischer Anschluss 10
3.2.1 Anschluss Niederspannungsteil mit BUS-Verbindungen 10
3.2.2 Anschluss 230 V AC 11
3.2.3 Anschluss einer Fernstöranzeige mit optischer oder akustischer Meldung (z. B. Störlampe) 11
3.2.4 Elektrischer Anschluss des Außentemperaturfühlers 11
3.2.5 Entsorgung
3.3 Montage des ergänzenden Zubehörs 11

4 Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme 12

4.1 Konfiguration 12
4.2 Inbetriebnahme 12
4.3 Reset der Konfiguration 12
4.4 Außerbetriebnahme 13

5 Betriebs- und Störungsanzeigen 14

5.1 Betriebs- und Störungsanzeige über die Displays der Heizgeräte 14
5.2 Störungsanzeige über die Fernstöranzeige 14
5.3 Betriebs- und Störungsanzeige am Heizungsregler (z. B. FW 200) 14
5.4 Betriebs- und Störungsanzeige über die LEDs auf dem Modul ICM 15
5.5 Austauschen der Sicherung für den Anschluss Heizungspumpe 16

6 Umweltschutz 17

Anhang 69

Informationen zur Dokumentation

Junkers ICM - Informationen zur Dokumentation - 1

Alle beigefügten Unterlagen dem Betreiber aushändigen.

Änderungen aufgrund technischer Verbesserungen vorbehalten!

4

10

11

1 Sicherheitshinweise und Symbolerklärung

1.1 Sicherheitshinweise

▶Für einwandfreie Funktion diese Anleitung beachten.
▶Heizgerät und weitere Zubehöre entsprechend den zugehörigen Anleitungen montieren und in Betrieb nehmen.
▶Zubehör nur von einem zugelassenen Installateur montieren lassen.
▶Dieses Zubehör ausschließlich in Verbindung mit den aufgeführten Reglern und Heizgeräten verwenden. Anschlussplan beachten!
▶Dieses Zubehör benötigt unterschiedliche Spannungen. Niederspannungsseite nicht an das 230-V-Netz anschließen und umgekehrt.
▶Vor Montage dieses Zubehörs: Spannungsversorgung (230 V AC) zum Heizgerät und zu allen weiteren BUS-Teilnehmern unterbrechen.
▶Bei Wandmontage: Dieses Zubehör nicht in Feuchträumen montieren.

1.2 Symbolerklärung

Junkers ICM - Symbolerklärung - 1

Sicherheitshinweise im Text werden mit einem Warndreieck gekennzeichnet und grau hinterlegt.

Signalwörter kennzeichnen die Schwere der Gefahr die auftritt, wenn die Maßnahmen zur Schadensverminderung nicht befolgt werden.

  • Vorsicht bedeutet, dass leichte Sachschäden auftreten können.
  • Warnung bedeutet, dass leichte Personenschäden oder schwere Sachschäden auftreten können.
  • Gefahr bedeutet, dass schwere Personenschäden auftreten können. In besonders schweren Fällen besteht Lebensgefahr.

Junkers ICM - Symbolerklärung - 2

Hinweise im Text werden mit nebenstehendem Symbol gekennzeichnet. Sie werden durch horizontale Linien ober- und unterhalb des Textes begrenzt.

Hinweise enthalten wichtige Informationen in solchen Fällen, in denen keine Gefahren für Mensch oder Gerät drohen.

2 Angaben zum Modul ICM

2.1 Bestimmungsgemäßer Gebrauch

Die Module ICM dienen zum Regeln von Kaskadensystemen. Ein Kaskadensystem ist ein Heizungssystem in dem mehrere kleinere Heizgeräte parallel geschaltet werden, um eine größere Heizleistung zu erhalten. Siehe dazu auch Schaltplan auf Seite 71.

Die Module ICM sind ausschließlich geeignet für die Ansteuerung von Heizgeräte mit BUS-fähiger Heatronic 3.

2.2 Lieferumfang

→ Bild 1 auf Seite 69:

1 ICM
2 Schrauben und Dübel zur Befestigung
3 Zugentlastungen
4 Installations- und Bedienungsanleitung
▶Prüfen Sie den Lieferumfang auf Vollständigkeit.

2.3 Zubehör

Junkers ICM - Zubehör - 1

Hier finden Sie eine Liste mit typischem Zubehör. Um eine vollständige Übersicht aller lieferbaren Zubehöre zu erhalten, wenden Sie sich an den Hersteller.

  • Außentemperaturfühler für den Anschluss an die Klemmen F:
  • im Lieferumfang des Heizungsreglers FW 200 oder
  • Zubehör Außentemperaturfühler AF 2.
  • Vorlauftemperaturfühler für den Anschluss an die Klemmen E:
  • Weichefühler komplett mit Tauchhülse im Lieferumfang der hydraulischen Weiche oder
  • Zubehör Anlegefühler VF.
  • UP...: Pumpe für den Anschluss an die Klemmen C.
  • HW...: Hydraulische Weiche mit Temperaturfühler für den Anschluss an die Klemmen E.
  • FW 200: witterungsgeführter Heizungsregler mit Klartextanzeige zur Regelung einer Heizungsanlage mit gemischten oder ungemischten Heizkreisen.

2.4 Technische Daten

2.4.1 Allgemeines

Benennung Einheit
Lieferumfang Bild 1, Seite 69
Abmessungen mm Bild 2, Seite 69
Gewicht (ohne Verpackung)kg 0,8
Nennspannung ICM AC ... V 230
FrequenzHz50 ... 60
max. bauseitige Absicherung der Eingangs-spannungA16
Verlustleistung ICM W5
Nennspannung BUSDC ... V15
Geräteinterne Absicherung Ausgang Heizungs-pumpe2,5 AT, keramisch, sandgefüllt
Messbereich Vorlauf-temperaturfühler°C0 ... 100
Messbereich Außentem-peraturfühler°C-40 ... 50
zulässige Umgebungs-temperatur ICM°C0 ... 50
zulässige Umgebungs-temperatur Vorlauftem-peraturfühler°C0 ... 100
zulässige Umgebungs-temperatur Außentemperaturfühler°C-50 ... 100
Maximale Kabellänge 2-Draht-BUS-Verbindun-genmTabelle 9,Seite 10
Maximale Kabellänge FühlerleitungenmTabelle 10,Seite 11
EMV-Entstörgrad nachEN 60730
SchutzartIPX4D
KonformitätCE

Tab. 1

2.4.2 Messwerte Vorlauftemperaturfühler

°C ΩVF°C ΩVF
20 14772 56 3723
26 11500 62 3032
32 9043 68 2488
38 7174 74 2053
44 5730 80 1704
50 4608 86 1421

Tab. 2

2.4.3 Messwerte Außentemperaturfühler

°C ΩAF°C ΩAF
-20 2392 498
-16 2088 884
-12 1811 12 720
-8 1562 16 616
-4 1342 20 528
±0114

Tab. 3

2.4.4 Kennwerte elektrischer Anschluss

Pos.1) Schnittstelle
AEingang Stromversorgung vom Netz oder vom vorigen Modul ICM230 V AC, max. 16 A
BAusgangStromversorgung für weitere ICM230 V AC, max. 16 A
CAusgangPumpe230 V AC, max. 250 W
DAusgangFernstöranzeigepotential-frei, max. 230 V, 1 A
EEingangVorlauftemperaturfühlerNTC (Tab. 2)
FEingangAußentemperaturfühlerNTC (Tab. 3)
GEingangohne Funktion-
HEingangHeizungsregelung (Ein-/Aus-Kontakt)24 V DC
IEingang Heizungsregelung (Proportionalschnittstelle)0-10 V DC
J2-Draht-BUSzur Heizungsregelung-
K2-Draht-BUSvom vorigen Modul ICM-
L2-Draht-BUSzum nächsten Modul ICM-
M2-Draht-BUSzum Heizgerät-

Tab. 4
1) in Bild 13, Seite 71

2.5 Systemintegration des ICM

2.5.1 Heizungsreglung bei ICM-Kaskadensystemen

Die Module ICM steuern die Heizgeräte entsprechend einem von einen Heizungsregler berechneten Wärmebedarf. Für die Regelung entsprechend dem Wärmebedarf müssen die Module ICM also immer in Verbindung mit einem Heizungsregler (→ Bild 13, Klemmen H, I oder J) installiert werden. In Abhängigkeit vom verwendeten Heizungsregler gibt es vier mögliche Systemvarianten (→ Tab. 5).

Junkers ICM - Heizungsreglung bei ICM-Kaskadensystemen - 1

Beachten Sie, dass zur korrekten Funktion nur ein Heizungsregler/Gebäudeleitsystem angeschlossen sein darf.

Von einem Modul ICM können maximal vier Heizgeräte gesteuert werden. Durch Kopplung von bis zu vier Modulen ICM können maximal 16 Heizgeräte in einer Kaskade zusammengeschaltet werden (→ Bild 13). Dabei übernimmt ein Modul ICM die Steuerung der Kaskade (ICM-Master).

In Abhängigkeit vom verwendeten Heizungsregler kann ein Kaskadensystem mit maximal 4 oder maximal 16 Heizgeräten gebaut werden. Die maximale Anzahl anschließbarer Heizgeräte und die dafür erforderliche Anzahl Module ICM für die verschiedenen Systemvarianten zeigt Tab. 5.

Junkers ICM - Heizungsreglung bei ICM-Kaskadensystemen - 2

Die unterschiedlichen Systemvarianten erfordern den Anschluss bestimmter Zubehöre (Temperaturfühler VF und AF 2, Heizkreispumpe und Heizungsregler) (→ Tab. 5).

Der Anschluss dieser Zubehöre wie auch der Fernstöranzeige erfolgt ausschließlich am ICM-Master.

Das Modul ICM regelt den kompletten Wärmeerzeugerkreis (Primärkreis bis einschließlich hydraulische Weiche). Alle übrigen Komponenten der Heizungsanlage (Sekundärseite der Weiche wie z. B. Heizkreise, Trinkwassererwärmer) können von einen witterungsgeführten Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Schnittstelle und weiteren Modulen (IPM, ...) (→ Kapitel 2.3, Zubehör) gesteuert werden. Für weitere Informationen wenden Sie sich an den Hersteller. Die Adresse finden Sie auf der Rückseite.

Es können Heizgeräte mit beliebiger Leistung in der Kaskadenschaltung eingesetzt werden.

2.5.2 Warmwasserbereitung bei ICM-Kaskadensystemen

Es gibt zwei Möglichkeiten indirekt beheizte Warmwasserspeicher in Kaskadensysteme einzubinden:

  • Warmwasserspeicher hydraulisch und elektrisch direkt an einem Heizgerät (Speicherausführung) angeschlossen.
    Die Steuerung der Warmwasserbereitung wird vom Heizgerät übernommen. Während die Warmwasserbereitung aktiv ist wird dieses Heizgerät vom Modul ICM nicht angesteuert. Bei Wärmebedarf wird ggf. ein anderes Heizgerät gezündet.

- Soll die Warmwasserbereitung in einer Heizungsanlage mit Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Ansteuerung zeitgesteuert erfolgen, so muss das Heizgerät, an dem der Speicher angeschlossen ist, an den Klemmen 17 und 18 am Modul ICM (ICM-Master) angeschlossen werden.

- Warmwasserspeicher an der sekundären Seite der hydraulischen Weiche angeschlossen. Die Steuerung der Warmwasserbereitung wird vom Heizungsregler (z. B. FW 200) übernommen. Weiterführende Informationen finden Sie in der Bedienungsanleitung des Heizungsreglers.

2.5.3 Interne Frostschutzfunktion

Das Modul ICM ist mit einer internen Frostschutzfunktion ausgestattet: Sinkt die Vorlauftemperatur unter 7°C wird ein Heizgerät gestartet und läuft solange, bis eine Vorlauftemperatur von 15°C erreicht wird. Die am Modul ICM eventuell angeschlossene Heizungspumpe läuft ebenfalls (→ Kapitel 2.5.5)

▶Vorlauftemperaturführer am Modul ICM (ICM-Master) anschließen, wenn die interne Frostschutzfunktion Anwendung finden soll.

Junkers ICM - Interne Frostschutzfunktion - 1

Einen umfassenden Anlagenfrostschutz gewährleistet die Frostschutzfunktion eines Heizungsreglers mit 2-Draht-BUS-Schnittstelle. Dafür ist der Anschluss eines Außen-temperaturfühlers erforderlich.

2.5.4 Prinzipien der Kaskaden-Regelung

Bei Wärmeanforderung durch den Heizungsregler (Tab. 5, Systemvariante 1,2 und 3) wird zuerst ein Heizgerät gestartet und falls erforderlich die Heizleistung bis auf die max. Nennleistung hochgefahren. Erst jetzt wird ein weiteres Heizgerät gestartet.

Wird zuviel Wärme produziert, werden ohne Wartezeit nacheinander Heizgeräte bis zur min. Nennleistung heruntergeregelt und abgeschaltet, bis Wärmebedarf und Wärmeproduktion übereinstimmen. Bei Systemvariante 4 werden alle Geräte gleichzeitig abgeschaltet.

Die Schaltfolge der Heizgeräte wird vom Modul ICM automatisch festgelegt. Das Modul ICM sorgt für eine gleichmäßige Verteilung der Betriebsstunden der Brenner über alle Heizgeräte. Hierbei werden sowohl die Anzahl der Betriebsstunden für den Heizbetrieb als auch für den Warmwasserbetrieb berücksichtigt. Das erhöht die Lebensdauer der Heizgeräte. Im Falle einer Spannungsunterbrechung zum Modul ICM werden die Betriebsstundenzähler im Modul ICM auf null gesetzt.

Sobald ein Heizgerät nicht einsatzbereit ist (Warmwasserbereitung für direkt angeschlossenen Warmwasserspeicher, Störung am Heizgerät, Störung der Kommunikation zum Modul ICM) wird zur Deckung des Wärmebedarfs automatisch ein anderes Heizgerät eingeschaltet.

2.5.5 Steuerung einer Heizungspumpe

Bei Heizungsanlagen mit nur einem Heizkreis kann die Heizungspumpe direkt am Modul ICM (ICM-Master) angeschlossen werden.

Die Heizungspumpe läuft

- solange mindestens eine Pumpe eines Heizgeräts in Betrieb ist (ggf. Nachlaufzeit der Pumpe am Heizgerät entsprechend einstellen → Installationsanleitung des Heizgeräts) oder

- nach 24 Stunden Stillstand der Pumpe (Blockierschutz) für kurze Zeit.

Junkers ICM - Steuerung einer Heizungspumpe - 1

Durch den Pumpenblockierschutz läuft die Heizungspumpe auch ohne Wärmeanforderung (z. B. im Sommer) einmal täglich an.

▶Damit die Pumpe (im Sommer) nicht blockiert, die Heizungsanlage das ganze Jahr über eingeschaltet lassen!

2.5.6 Übersicht der Systemvarianten

SystemvarianteSymbolfür RegleranschlussHeizungsregler an ICM I (ICM-Master)Typmax. Anzahl ICM max. Anzahl Heizgeräte mit BUS-fähiger Heatronic 3notwendiges Zubehör mit Anschluss an ICM (→ Bild 13)
1moenderJunkers ICM - Steuerung einer Heizungspumpe - 2witterungsgeführter Regler 2-Draht-BUS-AnsteuerungFW 20014• Außentemperaturfühler an den Klemmen F• gemeinsamer Vorlauftemperaturfühler an den Klemmen E• Heizungspumpe (Sekundärkreis) (→ Bild 13, Pos. 19) an den Klemmen C, nur bei einem oder mehreren Heizkreisen ohne Heizungspumpe oder bei Heizkreisen, die nicht über BUS-Module mit dem Modul ICM kommunitieren
2moenderJunkers ICM - Steuerung einer Heizungspumpe - 30 - 10 V-Regler, z. B. Gebäudeleitsystem; Steuerung der Heizleistungbeliebig41 6• gemeinsamer Vorlauftemperaturfühler an den Klemmen E (nur für interne Frostschutzfunktion)• Heizungspumpe (Sekundärkreis) (→ Bild 13, Pos. 19) an den Klemmen C, nur bei einem oder mehreren Heizkreisen ohne Heizungspumpe oder bei Heizkreisen, die nicht über das Gebäudeleitsystem gesteuert werden
3moenderJunkers ICM - Steuerung einer Heizungspumpe - 40 - 10 V-Regler, z. B. Gebäudeleitsystem; Steuerung der Vorlauftemperaturbeliebig41 6• gemeinsamer Vorlauftemperaturfühler an den Klemmen E• Heizungspumpe (Sekundärkreis) (→ Bild 13, Pos. 19) an den Klemmen C, nur bei einem oder mehreren Heizkreisen ohne Heizungspumpe oder bei Heizkreisen, die nicht über das Gebäudeleitsystem gesteuert werden
4EinleglerJunkers ICM - Steuerung einer Heizungspumpe - 5(potenzialfrei)beliebig416• gemeinsamer Vorlauftemperaturfühler an den Klemmen E (nur für interne Frostschutzfunktion)• Heizungspumpe (Sekundärkreis) (→ Bild 13, Pos. 19) an den Klemmen C

Tab. 5

Systemvariante 1: Modulierender witterungsgeführter Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Ansteuerung

Als Hersteller modernster Heiztechnik legen wir sehr viel Wert auf die Entwicklung und Fertigung von sparsamen und sauber verbrennenden Heizgeräten. Um dies zu gewährleisten, sind unsere Heizgeräte mit einem modulierenden Brenner ausgerüstet. Zur optimalen ausnutzung der Brennereigenschaften sollten Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Ansteuerung verwendet werden.

Ein weiterer Vorteil dieser Systemvariante ist die Kommunikationsmöglichkeit der Module zur Ansteuerung der Heizkreise (IPM) mit dem Modul ICM über den gemeinsamen Bus parallel zum Anschluss J am Modul ICM (→ Bild 13 auf Seite 71). Hierdurch ist eine optimale Anpassung der produzierten Wärmemenge mit dem tatsächlichen Wärmebedarf aller Heizkreise der Heizungsanlage gewährleistet. Bei dieser Systemvariante erreicht die Heizungsanlage einen optimalen Komfort bei maximaler Energieeinsparung.

Systemvariante 2: Modulierender 0-10 V-Regler, Steuerung auf Heizleistung

In Verbindung mit einem Gebäudeleitsystem mit 0-10V-Schnittstelle kann als Führungsgröße die Gesamtleistung der Kaskade ausgewählt werden. Die Einstellung erfolgt über eine Steckbrücke ( → Bild 12 auf Seite 70).

Zusammenhang zwischen Eingangsspannung und Führungsgröße → Bild 11 auf Seite 70.

Systemvariante 3: Modulierender 0-10 V-Regler, Steuerung auf Vorlauftemperatur

In Verbindung mit einem Gebäudeleitsystem mit 0-10V-Schnittstelle kann als Führungsgröße die Vorlauftemperatur ausgewählt werden. Die Einstellung erfolgt über eine Steckbrücke ( → Bild 12 auf Seite 70).

Zusammenhang zwischen Eingangsspannung und Führungsgröße → Bild 10 auf Seite 70.

Systemvariante 4: Heizungsregelung mit Ein-/Aus-Kontakt

In Verbindung mit einer Regelung mit Ein-/Aus-Kontakt regelt das Modul ICM die Leistung der Kaskade nach Schließen des Kontakts stetig bis zur Maximalleistung, in dem es ein Gerät nach dem anderen einschaltet. Beim Öffnen des Kontakts werden alle Heizgeräte gleichzeitig abgeschaltet.

Der Ein-/Aus-Kontakt des Heizungsreglers muss potentialfrei sein.

2.5.7 Anschluss weiterer Module bei Heizungsreglern mit 2-Draht-BUS-Ansteuerung

Eventuell vorhandene weitere Module, wie z. B. die Module IPM ( → Pos. 21 in Bild 13 auf Seite 71), müssen am BUS des Heizungsreglers (parallel zum Anschluss J am Modul ICM) angeschlossen werden.

Um Kontaktprobleme an den Klemmen im ICM-Master zu vermeiden, wird eine Abzweigdose empfohlen ( → Pos. 20 in Bild 13 auf Seite 71).

2.6 Legenden zum Kapitel Anhang

Legende zu Bild 13 auf Seite 71

BenennungKlemmenbezeichnungSymbolFunktion
I ICM Nr. 1 (Master)
II ICM Nr. 2 (Slave)
III ICM Nr. 3 (Slave)
IV ICM Nr. 4 (Slave)
1...16 Heizgerät
17 Hydraulische Weiche
18Gemeinsamer Vorlauffühler (im Lieferumfang Hydraulische Weiche HW 50 bzw. als separates Zubehör VF erhältlich)
19 Heizungspumpe
20 Abzweigdose
21Weitere Teilnehmer am BUS des Heizungsreglers (z. B. IPM1)
22Sicherung für Anschluss Heizungspumpe
23 Ersatzsicherung 2,5 AT
24 Heizkreis
A Netzanschluss
B230V ↓Netzanschluss für weitere Module ICM
C AnschlussHeizungspumpe
D AnschlussFernstöranzeige
E 1-2Anschluss Vorlauftemperaturfühler (VF)
F 3-4Anschluss Außentemperaturfühler (AF 2)
G 5-6 ohne Funktion
H 7-8 AnschlussEin-/Aus-Kontakt
I 9-10Anschluss Gebäudeleitsystem (0-10V-Schnittstelle)
J 11-12Anschluss Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Ansteuerung
K 13-14Verbindung vom vorigen Modul ICM
L 15-16Verbindung zum folgenden Modul ICM
M17-1819-2021-2223-24Anschluss Heizgerät

Tab. 6

Benen-nungKlemmen-bezeichnungSymbolFunktion
Junkers ICM - Legenden zum Kapitel Anhang - 1Spannungsversorgung
Junkers ICM - Legenden zum Kapitel Anhang - 2Fernstöranzeige
Junkers ICM - Legenden zum Kapitel Anhang - 3Außentemperaturfühler (im Lieferumfang FW 200 bzw. als separates Zubehör AF 2 erhält- lich)
Junkers ICM - Legenden zum Kapitel Anhang - 4Ein-/Aus-Schaltkontakt
Junkers ICM - Legenden zum Kapitel Anhang - 5Gebäudeleitsystem mit Proportionalspannungsschnittstelle 0-10 V
Junkers ICM - Legenden zum Kapitel Anhang - 6Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Ansteuerung

Tab. 6

Legende zu Bild 10, 11 und 12 auf Seite 70

SymbolEinheitBedeutung
UV DCEingangsspannung
VT°CVorlauftemperatur
P%Heizleistung in % der Nenn-leistung der Kaskade

Tab. 7

Legende zu Bild 14 auf Seite 71

BenennungSymbolBedeutung
1Junkers ICM - Legenden zum Kapitel Anhang - 7Netzspannung
2[97K3]Heizungspumpe (Sekundärkreis)
3[15ZK]Schaltkontakt für Fernstöranzeige 230 VAC
4Junkers ICM - Legenden zum Kapitel Anhang - 8Kommunikation zwischen ICMs
5[0D5A]Heizgerät 1
6[K472]Heizgerät 2
7[22A6]Heizgerät 3
8[TOTT]Heizgerät 4

Tab. 8

3 Installation

3.1 Montage

Junkers ICM - Montage - 1

Gefahr: Durch Stromschlag!

▶Vor dem elektrischen Anschluss die Spannungsversorgung zu den Heizgeräten und zu allen anderen BUS-Teilnehmern unterbrechen.

→ Bild 2 bis 5 ab Seite 69.

▶Entsprechend den Abmessungen des Moduls ICM Ort der Wandbefestigung bestimmen.
▶Zwei Schrauben unten am Modul ICM lösen, Deckel unten nach vorne ziehen und nach oben abnehmen.
▶Für die obere Befestigungsschraube Loch mit ∅ 6 mm bohren, Dübel einstecken und die Schraube bis auf 1,5 mm eindrehen.
In der Rückwand des Moduls ICM an den vorgesehenen Stellen zwei Durchbrüche für untere Befestigungsschrauben herstellen.
Modul ICM an der oberen Befestigungsschraube einhängen.
▶Durch die Durchbrüche die Bohrlöcher an der Wand anreißen.
▶Modul ICM abnehmen.
▶Löcher mit ∅ 6 mm an bohren und Dübel einstecken.
Modul ICM an der oberen Befestigungsschraube einhängen und mit den unteren Schrauben an der Wand fixieren.

3.1.2 Montage auf der Montageschiene 35 mm (DIN-Rail 46277 oder EN 60 715-TH 35-7.5)

→ Bild 6 auf Seite 69.

3.1.3 Demontage von der Montageschiene

→ Bild 7 auf Seite 70.

3.2 Elektrischer Anschluss

Unter Berücksichtigung der geltenden Vorschriften für den Anschluss mindestens Elektrokabel der Bauart H05 VV-... (NYM-I...) verwenden.
▶Leitungen unbedingt wegen Tropfwasserschutz durch die bereits vormontierten Tüllen führen und die mitgelieferten Zugentlastungen montieren.
▶Verkabelung vorzugsweise mit einadrigem Draht. Falls Litzendraht (flexibler Draht) benutzt wird, diese Drähte mit Aderendhülsen versehen.
Zum Anschluss der Kabel an die Schraubklemmen können diese von der Kontaktleiste abgezogen werden. Durch farbliche und mechanische Kodierung ist ein Vertauschen der Kabelklemmen nicht möglich.

3.2.1 Anschluss Niederspannungsteil mit BUS-Verbindungen

Junkers ICM - Anschluss Niederspannungsteil mit BUS-Verbindungen - 1

Vorsicht: Funktionsstörung!

Die Kommunikation der unterschiedlichen Teilnehmer (ICM, Heizungsregler, Heizgeräte) erfolgt über individuelle 2-Draht-BUS-Verbindungen.

▶Verdrahtung unbedingt entsprechend Anschlussplan herstellen (→ Bild 13 auf Seite 71).

▶Busse untereinander nicht verbinden.

Der richtigen Kabelquerschnit ergibt sich aus der Länge der Leitung:

Leitungslänge min. Querschnitt
< 80 m 0,40 mm2
80 - 100 m 0,50 mm2
100 - 150 m 0,75 mm2
150 - 200 m 1,00 mm2
200 - 300 m 1,50 mm2

Tab. 9 Minimale zulässige Querschnitt der 2-Draht-BUS-Verbindungen

▶Um induktive Beeinflussungen zu vermeiden: Alle Niederspannungsleitungen von 230 V oder 400 V führenden Leitungen getrennt verlegen (Mindestabstand 100 mm).
▶Bei induktiven äußeren Einflüssen Leitungen geschirmt ausführen.
Dadurch sind die Leitungen gegen äußere Einflüsse abgeschirmt (z. B. Starkstromkabel, Fahrdrähte, Tra- fostationen, Rundfunk- und Fernsehgeräte, Amateur- funkstationen, Mikrowellengeräte, usw.).

▶Bei Verlängerung der Fühlerleitung folgende Leiterquerschnitte verwenden:

Leitungslänge min. Querschnitt

< 20 m 0,75 mm2
20 - 30 m 1,00 mm2

Tab. 10 Verlängerung der Fühlerleitung

Junkers ICM - Anschluss Niederspannungsteil mit BUS-Verbindungen - 2

Für Spritzwasserschutz (IP): Leitungen so verlegen, dass der Kabelmantel mindestens 20 mm in der Kabeldurchführung steckt ( → Bild 8 auf Seite 70).

Junkers ICM - Anschluss Niederspannungsteil mit BUS-Verbindungen - 3

Vorsicht: Verpolungsgefahr. Funktionsstörung durch verpolten An- schluss an die 0-10V-Schnittstelle.

▶Auf polrichtigen Anschluss achten (9 = Minus, 10 = Plus).

3.2.2 Anschluss 230 V AC

Junkers ICM - Anschluss 230 V AC - 1

Vorsicht: Der Eingang der Module ICM besitzt keine Sicherung. Bei Überlast an den Ausgängen können die Module ICM beschädigt werden.

▶Spannungsversorgung zum Modul ICM (ICM-Master) mit maximal 16 A absichern.

▶Nur Elektrokabel gleicher Qualität verwenden.

▶An den Ausgängen C (Pumpe) und D (Störsignal) keine zusätzlichen Steuerungen anschließen, die weitere Anlagenteile steuern.

Junkers ICM - Anschluss 230 V AC - 2

Vorsicht: Der Ausgang C (Pumpe) des Moduls ICM darf mit maximal 250 W belastet werden.

▶Pumpen mit größerer Leistungsaufnahme über Relais anschließen.

▶Empfehlung bei Verwendung mehrerer Module ICM (Kaskade mit mehr als vier Heizgeräten): die Spannungsversorgung der weiteren Module ICM über das erste Modul ICM (ICM-Master) herstellen. Damit wird die gleichzeitige Inbetriebnahme sichergestellt.

Junkers ICM - Anschluss 230 V AC - 3

Die maximale Leistungsaufnahme der Anlagenteile (Pumpe, ...) darf die Vorgaben nicht überschreiten ( → Tabelle 4 auf Seite 5).

3.2.3 Anschluss einer Fernstöranzeige mit optischer oder akustischer Meldung (z. B. Störlampe)

(Anschlussplan → Bild 13 auf Seite 71):

Am potentialfreien Störungskontakt (Klemmen D) kann z. B. eine Störlampe angeschlossen werden. Der Zustand des Störungskontakts wird auch über eine LED am ICM angezeigt (→ Tabelle 12 auf Seite 15). Im normalen Betriebszustand ist der Kontakt zwischen C und NC geöffnet (C und NO geschlossen). Im Falle einer Störung oder Spannungsunterbrechung ist der Kontakt zwischen C und NC geschlossen (C und NO geöffnet).

Der maximale Strom dieses potentialfreien Störungskontakts ist 1 A bei 230 V AC.

Junkers ICM - Anschluss einer Fernstöranzeige mit optischer oder akustischer Meldung (z. B. Störlampe) - 1

Die Fernstöranzeige ist bei Unterbrechung der Spannungsversorgung zum Modul ICM (ICM-Master) aktiv (Funktionskontrolle).

3.2.4 Elektrischer Anschluss des Außentemperaturfühlers

In Verbindung mit einem Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Ansteuerung den Außentemperaturfühler AF 2 unbedingt am Modul ICM (ICM-Master) anschließen (→ Bild 13 auf Seite 71) nicht am Heizgerät.

3.2.5 Entsorgung

▶Die Verpackung umweltgerecht entsorgen.
▶Bei Austausch einer Komponente: alte Komponente umweltgerecht entsorgen.

3.3 Montage des ergänzenden Zubehörs

▶Das ergänzende Zubehör entsprechend den gesetzlichen Vorschriften und der mitgelieferten Installationsanleitung montieren.

4 Inbetriebnahme und Außerbetriebnahme

4.1 Konfiguration

Bei der Konfiguration wird das Regelverhalten des Moduls ICM (ICM-Master) an die spezifische Heizungsanlage angepasst.

Die Konfiguration des Moduls ICM erfolgt automatisch:

- bei der ersten Inbetriebnahme eines Moduls ICM,

- bei Wiederinbetriebnahme nach einem Reset der Konfiguration (→ Kapitel 4.3).

Die Konfiguration dauert mindestens 5 Minuten. Während der Konfiguration blinken die den angeschlossenen Heizgeräten zugeordneten LEDs und ggf. die LED zur Anzeige einer BUS-Kommunikation Tabelle 12). Blinken keine LEDs mehr ist die Konfiguration abgeschlossen und im ICM gespeichert.

Eine einmal gespeicherte Konfiguration bleibt auch bei Unterbrechung der Stromversorgung erhalten.

Wird nach der Konfiguration im laufenden Betrieb ein Heizgerät (oder ein Modul ICM) vorübergehend ausgeschaltet (z. B. zur Wartung), so beginnt die diesem Heizgerät zugeordnete LED oder die LED zur Anzeige der BUS-Kommunikation zu blinken. Nach dem Wiedereinschalten wird das Heizgerät (oder das Modul ICM) wieder erkannt und die zugehörige LED hört auf zu blinken.

Junkers ICM - Konfiguration - 1

Stimmt die gespeicherte Konfiguration nicht mit der tatsächlichen Konfiguration der Heizungsanlage überein, wird die Fehlersuche im Störungsfall erschwert.

▶Nach jeder beabsichtigten/bleibenden Änderung der Anlagenkonfiguration einen Reset der Konfiguration durchführen (→ Kapitel 4.3), damit die neue Anlagenkonfiguration im Modul ICM (ICM-Master) gespeichert werden kann.

4.2 Inbetriebnahme

Junkers ICM - Inbetriebnahme - 1

Bei der ersten Inbetriebnahme bzw. nach einem Reset wird die Konfiguration der Kaskade eingestellt ( → Kapitel 4.1).

▶Während der Konfiguration die LEDs überwachen um Kabelbrüche oder Verdrahtungsfehler feststellen zu können.

▶Korrekten Anschluss aller Komponenten der Heizungsanlage sicherstellen.
▶ Spannungsversorgung (230 V AC) für alle Komponenten der Heizungsanlage, außer für die Module ICM, herstellen.
▶Alle Heizgeräte in Betrieb nehmen (einschalten).
▶Spannungsversorgung über Netzstecker des (ersten) Moduls ICM herstellen. Ggf. beginnt jetzt die Konfiguration. Diese dauert mindestens 5 Minuten.
▶An den einzelnen BUS-Teilnehmern gemäß deren Installationsanleitungen die notwendigen Einstellungen vornehmen.

4.3 Reset der Konfiguration

Junkers ICM - Reset der Konfiguration - 1

Die Konfiguration der Heizungsanlage ist im ICM-Master gespeichert. Durch einen Reset des ICM-Masters wird die gesamte Konfiguration (auch der übrigen Module ICM) gelöscht.

Beim Reset der Konfiguration wird eine im Modul ICM gespeicherte Anlagenkonfiguration gelöscht. Bei der nächsten Inbetriebnahme wird dann die aktuelle Anlagenkonfiguration im Modul ICM gespeichert.

▶Spannungsversorgung zu allen Modulen ICM unterbrechen.
▶Gehäuse des Moduls ICM (ICM-Master) öffnen (→ Bild 3).
▶ Steckbrücke (→ Bild 12) entfernen.
▶Korrekten Anschluss aller Komponenten der Heizungsanlage sicherstellen.
▶ Spannungsversorgung (230 V AC) für alle Komponenten der Heizungsanlage, außer für die Module ICM, herstellen.
▶Alle Heizgeräte in Betrieb nehmen (einschalten).
▶Spannungsversorgung über Netzstecker des (ersten) Moduls ICM herstellen.

Junkers ICM - Reset der Konfiguration - 2

Vorsicht: Funktionsstörung!

▶Bei Verwendung der Systemvarianten 2 oder 3 beim wieder Aufstecken der Steckbrücke auf die richtige Position achten (→ Bild 12).

▶ Steckbrücke (→ Bild 12) wieder stecken.
Jetzt beginnt die Konfiguration. Diese dauert mindestens 5 Minuten.
▶Gehäuse des Moduls ICM (ICM-Master) schließen (→ Bild 3).

4.4 Außerbetriebnahme

Junkers ICM - Außerbetriebnahme - 1

Warnung: Anlagenschäden durch Frosteinwirkung.

▶Wenn die Heizungsanlage längere Zeit außer Betrieb bleiben soll Frostschutz beachten (siehe Installationsanleitung der Heizgeräte).

Zur Außerbetriebnahme der Heizungsanlage:

▶Stromversorgung zu allen Modulen ICM und allen Heizgeräten unterbrechen.

5 Betriebs- und Störungsanzeigen

Es gibt vier Möglichkeiten, wie Betriebszustand oder Störungen angezeigt werden:

• über die Displays der Heizgeräte;
• über die Fernstöranzeige
• über den Heizungsregler (z. B. FW 200);
• über die LEDs am Modul ICM

5.1 Betriebs- und Störungsanzeige über die Displays der Heizgeräte

Über der Display des Heizgerätes können die Betriebs- oder Störungsanzeigen jedes Heizgerätes abgelesen werden. Weitere Informationen über die Betriebs- oder Störungsanzeigen der Heizgeräte finden sich in der Gerätedokumentation der Heizgeräte.

5.2 Störungsanzeige über die Fernstöranzeige

Am potentialfreien Störungskontakt kann z. B. eine Störlampe angeschlossen werden (siehe auch Kapitel 3.2.3 auf Seite 11). Der Zustand der Fernstöranzeige wird auch über eine LED am ICM angezeigt (→ Tabelle 12 auf Seite 15).

5.3 Betriebs- und Störungsanzeige am Heizungsregler (z. B. FW 200)

Am Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Ansteuerung können die Betriebs- oder Störungsanzeigen aller Heizgeräte und des Moduls ICM abgelesen werden.

Die Bedeutung der von den Modulen ICM stammenden Display-Anzeigen sind in Tabelle 11 zusammengefasst. Die Bedeutung der übrigen Display-Anzeigen finden sich in der Gerätedokumentation des Heizungsreglers bzw. der Heizgeräte.

Display Beschreibung Beseitigung
A8 BUS-Kommunikation unterbrochen.Verbindungskabel zwischen Heizgerät und Modul ICM prüfen.Modul ICM austauschen.
E2 Vorlauftemperaturfühler defekt.Temperaturfühler am ICM-Master und Anschlusskabel prüfen.Prüfen, ob ein Heizgerät diesen Fehler verursacht (siehe Installationsanleitung des Heizgeräts).Modul ICM austauschen.
b4 EEPROM-Datenfehler: allgemeine ParameterFalls der Fehler an einem der Heizgeräte angezeigt wird: Leiterplatte des entsprechenden Heizgeräts austauschen.Falls der Fehler nicht an einem der Heizgeräte angezeigt wird: ICM austauschen.

Tab. 11 Störungsanzeigen im Heizungsregler

Andere Heizungsregler können keine Betriebs- oder Störungsmeldungen vom Modul ICM oder den daran angeschlossenen Heizgeräten anzeigen.

5.4 Betriebs- und Störungsanzeige über die LEDs auf dem Modul ICM

Grundsätzlich kann zwischen drei verschiedenen Zuständen der Gesamtanlage unterschieden werden:

  • Konfiguration (bei der ersten Inbetriebnahme oder nach einem Reset)
  • normaler Betrieb
    • Störung

In Abhängigkeit vom Zustand der Gesamtanlage geben die LEDs am Modul ICM ( → Bild 14 auf Seite 71) Hinweise über den Betriebs- oder Störungszustand einzelner Komponenten und ermöglichen damit die gezielte Fehlersuche ( → Tabelle 12).

LED Aus An Blinkt
Nr.FunktionFarbeDiagnoseAbhilfeDiagnoseAbhilfeDiagnoseAbhilfe
1[2522]NetzspannunggrünStörung: keine Netzspannung vorhanden.Stromversorgung kontrollieren.Modul ICM tau-schen.Betrieb: Normal-betrieb.-
2 Junkers ICM - Betriebs- und Störungsanzeige über die LEDs auf dem Modul ICM - 1Heizungs-pumpegrünBetrieb: Pumpe ausBetrieb: Pumpe an.-
Störung: Pumpe läuft nicht, obwohl LED leuchtet, da Sicherung für Aus-gang Pumpe defekt.Sicherung tau-schen (→ Kapitel 5.5 auf Seite 16).
3 Junkers ICM - Betriebs- und Störungsanzeige über die LEDs auf dem Modul ICM - 2Schaltkontakt für Fernstöran-zeige 230 VACrotBetrieb: Schalt-kontakt nicht betätigt, keine Störung vorhan-den.-Störung: kein Heizgerät am ICM betriebsbereit.Störung(en) am(n) Heizge-rät(en) beseiti-gen.
Störung: Schalt-kontakt betätigt, aber keine Netz-spannung vorhanden.Stromversorgung kontrollieren.Modul ICM tau-schen.Störung: Vorlauf-fühler defekt.1)Temperaturfühler am ICM-Master und Anschlusska-bel prüfen.Modul ICM aus-tauschen.
Störung: System-druck zu niedrig.Wasser nachfüllen.
Störung: keine Kommunikation zwischen Modul ICM und allen angeschlossenen Heizgeräten während mindestens 1 Minute.2)entsprechende Verbindungskabel kontrollieren.Modul ICM tau-schen.
4 Junkers ICM - Betriebs- und Störungsanzeige über die LEDs auf dem Modul ICM - 3Kommunika-tiongrünBetrieb: keine Kommunikation zwischen diesem Modul ICM und dem vorigen bzw. dem Heizungsreg-ler (2-Draht-BUS).normale Betriebs-art bei nur einem Modul ICM oder beim ICM-Master ohne 2-Draht-BUS-Regler.Betrieb: Kommunikation zwi-schen diesem Modul ICM und dem vorigen bzw. dem Heizungsreg-ler (2-Draht-BUS).-Konfiguration: Kommunikation zwischen diesem Modul ICM und dem vorigen bzw. dem Heizungsreg-ler (2-Draht-BUS).Warten, bis die Konfiguration abgeschlossen ist. Danach leuch-tet die LED stän-dig.
Störung: keine Kommunikation zwischen diesem Modul ICM und dem vorigen bzw. dem Heizungsreg-ler (2-Draht-BUS).entsprechendes Verbindungskabel kontrollieren.Modul ICM oder Heizungsregler tauschen.Störung: keine Kommunikation zwischen diesem Modul ICM und dem vorigen bzw. dem Heizungsreg-ler (2-Draht-BUS), obwohl diese Komponente noch vorhanden ist.entsprechendes Verbindungskabel kontrollieren.Modul ICM oder Heizungsregler tauschen.
Störung: keine Kommunikation zwischen diesem Modul ICM und dem vorigen bzw. dem Heizungsreg-ler (2-Draht-BUS), weil diese Komponente absichtlich entfernt wurdeReset der Konfi-guration durch-führen (→ Kapitel 4.3).
5,6,7,8Heizgerät 1Heizgerät 2Heizgerät 3Heizgerät 4grün Betrieb: keine Wärmeanforderung ans Heizgerät, Heizgerät in Betriebsbereitschaft-Betrieb: Wärme-anforderung ans Heizgerät, Heizgerät in Betrieb-Konfiguration:Kommunikation zwischen diesem Heizgerät und dem Modul ICM.Warten, bis die Konfiguration abgeschlossen ist.
Betrieb: Kein Heizgerät angeschlossen-Störung: Störungam Heizgerät 3) Störung am Heizgerät beseitigen.
Konfiguration/Störung: keine Kommunikation zwischen dem Modul ICM und diesem Heizgerät,, obwohl es vorhanden ist.entsprechendes Verbindungskabel kontrollieren.Störung in Heizgerät beseitigen.Modul ICM tau-schen.Störung: keine Kommunikation zwischen dem Modul ICM und diesem Heizgerät, weil es absichtlich entfernt wurde.Reset der Konfiguration durch-führen (→ Kapitel 4.3).
Störung: Kommunikationsfehler zwischen Modul ICM und Heizgerät 3) .entsprechendes Verbindungskabel kontrollieren.Modul ICM tau-schen.

Tab. 12 Betriebs- und Störungsanzeigen am Modul ICM

Tab. 12 Betriebs- und Störungsanzeigen am Modul ICM

1) Ist ein Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Schnittstelle angeschlossen, so zeigt dieser den Störcode E2 an.

2) Ist ein Heizungsregler mit 2-Draht-BUS-Schnittstelle angeschlossen, so zeigt dieser den Störcode A8 an.

3) Bei Wärmeanforderung wird automatisch ein anderes Heizgerät aktiviert.

5.5 Austauschen der Sicherung für den Anschluss Heizungspumpe

▶Spannungsversorgung unterbrechen.
▶Gehäuse des Moduls ICM (ICM-Master) öffnen (→ Bild 3 auf Seite 69).
▶Sicherung (1) gegen eine desselben Typs (2,5 AT, keramisch, sandgefüllt) austauschen (→ Bild 9 auf Seite 70). Eine Ersatzsicherung (2) ist auf der Abdeckung im Modul ICM vorhanden.
▶Gehäuse des Moduls ICM (ICM-Master) schließen (→ Bild 3 auf Seite 69).

6 U m w e l t s c h u t z

Umweltschutz ist ein Unternehmensgrundsatz der Bosch Gruppe.

Qualität der Erzeugnisse, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz sind für uns gleichrangige Ziele. Gesetze und Vorschriften zum Umweltschutz werden strikt eingehalten. Zum Schutz der Umwelt setzen wir unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte bestmögliche Technik und Materialien ein.

Verpackung

Bei der Verpackung sind wir an den länderspezifischen Verwertungssystemen beteiligt, die ein optimales Recycling gewährleisten.

Alle verwendeten Verpackungsmaterialien sind umweltverträglich und wiederverwertbar.

Altgerät

Altgeräte enthalten Wertstoffe, die einer Wiederverwertung zuzuführen sind.

Die Baugruppen sind leicht zu trennen und die Kunststoffe sind gekennzeichnet. Somit können die verschiedenen Baugruppen sortiert und dem Recycling oder der Entsorgung zugeführt werden.

Table des matières

2.4 Technische gegevens

2.4.1 Algemeen

BBT Thermotechnik GmbH

P.O. Box 1309

D-73243 Wernau

www.junkers.com

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Produktinformationen

Marke : Junkers

Modell : ICM

Kategorie : Thermostat