IOC 100K-2LM - Kamera Kern - Kostenlose Bedienungsanleitung
Finden Sie kostenlos die Bedienungsanleitung des Geräts IOC 100K-2LM Kern als PDF.
Benutzerfragen zu IOC 100K-2LM Kern
0 Frage zu diesem Gerät. Beantworten Sie die, die Sie kennen, oder stellen Sie Ihre eigene.
Eine neue Frage zu diesem Gerät stellen
Laden Sie die Anleitung für Ihr Kamera kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch IOC 100K-2LM - Kern und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. IOC 100K-2LM von der Marke Kern.
BEDIENUNGSANLEITUNG IOC 100K-2LM Kern
Betriebs- und Installationsanleitung Anzeigegerät Operating and Installation InstructionsDisplay Unit Notice d'utilisation et d'installation Afficheur
KERN KIB-TM
Version 1.2
2019-01


Weitere Sprachversionen finden Sie online unter www.kern-sohn.com/manuals

Betriebs- und Installationsanleitung
Anzeigegerät
Inhaltsverzeichnis
1 Technische Daten....4
2 Geräteübersicht 5
2.1 Tastaturübersicht....6
2.1.1 Numerische Eingabe über die Navigationstasten 7
2.2 Anzeigenübersicht 8
3 Grundlegende Hinweise (Allgemeines)....9
3.1 Bestimmungsgemäße Verwendung 9
3.2 Sachwidrige Verwendung....9
3.3 Gewährleistung....9
3.4 Prüfmittelüberwachung....10
4 Grundlegende Sicherheitshinweise 10
4.1 Hinweise in der Betriebsanleitung beachten 10
4.2 Ausbildung des Personals....10
5 Transport und Lagerung 10
5.1 Kontrolle bei Übernahme.... 10
5.2 Verpackung/Rücktransport....10
6 Auspacken und Aufstellen.... 11
6.1 Aufstellort, Einsatzort.... 11
6.2 Auspacken....11
6.3 Lieferumfang/Serienmäßiges Zubehör: 11
6.4 Transportsicherung (Abbildungsbeispiel) 12
6.5 Fehlermeldung....12
6.6 Aufstellen....12
6.7 Netzanschluss 14
6.8 Akkubetrieb (Option)....14
6.9 Justierung....15
6.10 Linearisierung.... 17
6.11 Eichung.... 19
7 Betrieb 20
7.1 Einschalten....20
7.2 Ausschalten 20
7.3 Nullstellen....20
7.4 Einfaches Wägen 20
7.5 Wägeeinheit umschalten 21
7.6 Wägen mit Tara....22
7.6.1 Pre-Tare 22
7.7 Wägen mit Toleranzbereich 23
7.7.1 Toleranzkontrolle auf Zielgewicht 24
7.7.2 Toleranzkontrolle auf Zielstückzahl 26
7.8 Manuelles Summieren....28
7.9 Automatisches Summieren 30
7.10 Stückzählen 31
7.11 Prozentwägen 32
7.12 Tierwägen 33
7.13 Tastatursperre 34
7.14 Hinterleuchtung der Anzeige 34
7.15 Automatische Abschaltfunktion „AUTO OFF“ 35
7.16 Datum und Uhrzeit einstellen 36
7.17 Alphabet 36
8 Menü 37
8.1 Navigation im Menü: 37
8.2 Menü-Übersicht: 38
9 Wartung, Instandhaltung, Entsorgung...... 42
9.1 Reinigen 42
9.2 Wartung, Instandhaltung 42
9.3 Entsorgung 42
9.4 Fehlermeldungen.... 43
10 Schnittstelle RS 232....44
10.1 Technische Daten....44
10.2 Drucker Betrieb / Musterprotokolle (KERN YKB-01N) 45
10.3 Ausgabeprotokoll (Kontinuierliche Ausgabe) 47
10.4 KERN Communications Protocol (KERN Schnittstellenprotokoll)...... 47
11 Kleine Pannenhilfe.... 49
12 Installation Anzeigegerät / Wägebrücke 50
12.1 Technische Daten....50
12.2 Aufbau des Wägesystems....50
12.3 Plattform anschließen....51
12.4 Anzeigegerät konfigurieren 52
13 Konformitätserklärung / Prüfzertifikat 55
1 Technische Daten
| KERN KIB-TM | |
| Anzeige 7 - stellig | |
| Auflösung(nicht eichfähig) | 30.000 d |
| Wägebereiche 2 | |
| Ziffernschritte 1,2,5,...10n | |
| Wägeeinheiten | g, oz, kg, lb |
| Funktionen | Toleranzwägen, Summieren, Stückzählen,Prozentwägen, Tierwägen |
| Display | LCD 24 mm Ziffern, hinterleuchtet |
| Lastzellenwiderstand | 87 Ω |
| Bereichskalibrierung | Wir empfehlen ≥ 50 % Max. |
| Datenausgabe RS232 | |
| Stromversorgung | Eingangspannung Netzteil 100 V - 240 V, 50 / 60 Hz |
| Eingangspannung Gerät 12V, 1000mA | |
| Anzeigegerät(B x T x H) mm | 260 x 115 x 70 |
| ZulässigeUmgebungstemperatur | -10°C – 40°C |
| Luftfeuchtigkeit | max. 80 % (nicht kondensierend) |
| Nettogewicht 0,8 kg | |
| Akku (Option) | Betriebsdauer Hinterleuchtung an 22 h |
| Betriebsdauer Hinterleuchtung aus 36 h | |
| Ladezeit 3 h | |
| Schnittstelle RS 232 Standard |
2 Geräteübersicht

- Gewichtsanzeige
- Wägeeinheit
- Tastatur
- Anschluß Netzadapter
- RS232-Schnittstelle
- Eingang Anschluss Lastzellenkabel
2.1 Tastaturübersicht
| Taste Funktion | |
![]() | Ein-/Ausschalten |
Navigationstaste ← | NullstellenEingabe bestätigen |
Navigationstaste ↑ | TarierenBei numerischer Eingabe blinkende Ziffer erhöhenIm Menü vorwärts blättern |
Navigationstaste → | Anzeige GesamtsummeZiffernanwahl nach rechts |
Navigationstaste ← | Wägewert in Summenspeicher addierenZiffernanwahl nach links |
C | Wägedaten über Schnittstelle übermittelnLöschen |
ESC | Umschalten Bruttogewicht ⇌ NettogewichtZurück ins Menü/Wägemodus |
![]() | Tierwägefunktion aufrufen |
![]() | Toleranzwäge aufrufen |
![]() | Summenspeicher löschen |
2.1.1 Numerische Eingabe über die Navigationstasten
→0← drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt. Die erste Ziffer blinkt und kann jetzt geändert werden.
⇒ Soll die erste Ziffer nicht geändert werden drücken, die zweite Ziffer beginnt zu blinken.
Bei jedem Drücken von wohnselt die Anzeige zur nachfolgenden Ziffer, nach der letzten Ziffer wechselt die Anzeige wieder zur ersten Ziffer.
⇒ Um die gewählte (blinkende) Ziffer zu ändern, so oft drücken, bis der gewünschte Wert angezeigt wird. Wählen Sie anschließend mit weitere Ziffern an und ändern diese mit
⇒ Eingabe mit 0 abschließen.
2.2 Anzeigenübersicht

| Anzeige Bedeutung | |
| W1 Wägebereich 1 | |
| W2 Wägebereich 2 | |
![]() | Kapazität des Akkus bald erschöpft |
tabilitätsanzeige | |
![]() | Nullanzeige |
| GROSS Bruttogewicht | |
| NET Nettogewicht | |
| PT Pre-Tare | |
| hold Holdfunktion | |
| Pcs Stückzählen | |
| Kg Wägeeinheit | |
| Σ | Summieren |
| LO OK HI | Indikatoren für Wägen mit Toleranzbereich |
3 Grundlegende Hinweise (Allgemeines)
3.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das von Ihnen erworbene Anzeigegerät in Kombination mit einer Wägeplatte dient zum Bestimmen des Wägewertes von Wägegut. Es ist zur Verwendung als „nichtselbsttätiges Wägesystem“ vorgesehen, d.h. das Wägegut wird manuell, vorsichtig und mittig auf die Wägeplatte aufgebracht. Nach Erreichen eines stabilen Wägewertes kann der Wägewert abgelesen werden.
3.2 Sachwidrige Verwendung
Anzeigegerät nicht für dynamische Verwiegungen verwenden. Werden kleine Mengen vom Wägegut entnommen oder zugeführt, so können durch die in dem Anzeigegerät vorhandene „Stabilitätskompensation“ falsche Wägeergebnisse angezeigt werden! (Beispiel: Langsames herausfließen von Flüssigkeiten aus einem auf der Waage befindlichen Behälter.)
Keine Dauerlast auf der Wägeplatte belassen. Diese kann das Messwerk beschädigen.
Stöße und Überlastungen der Wägeplatte über die angegebene Höchstlast (Max), abzüglich einer eventuell bereits vorhandenen Taralast, unbedingt vermeiden. Wägeplatte oder Anzeigegerät könnte hierdurch beschädigt werden.
Anzeigegerät niemals in explosionsgefährdeten Räumen betreiben. Die Serienausführung ist nicht Ex-geschützt.
Das Anzeigegerät darf nicht konstruktiv verändert werden. Dies kann zu falschen Wägeergebnissen, sicherheitstechnischen Mängeln sowie der Zerstörung des Anzeigegerätes führen.
Das Anzeigegerät darf nur gemäß den beschriebenen Vorgaben eingesetzt werden. Abweichende Einsatzbereiche/Anwendungsgebiete sind von KERN schriftlich freizugeben.
3.3 Gewährleistung
Gewährleistung erlischt bei
- Nichtbeachten unserer Vorgaben in der Betriebsanleitung
- Verwendung außerhalb der beschriebenen Anwendungen
• Veränderung oder Öffnen des Gerätes - Mechanische Beschädigung und Beschädigung durch Medien, Flüssigkeiten, natürlichem Verschleiß und Abnützung
- Nicht sachgemäße Aufstellung oder elektrische Installation
- Überlastung des Messwerkes
3.4 Prüfmittelüberwachung
Im Rahmen der Qualitätssicherung müssen die messtechnischen Eigenschaften des Anzeigegerätes und eines eventuell vorhandenen Prüfgewichtes in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Der verantwortliche Benutzer hat hierfür ein geeignetes Intervall sowie die Art und den Umfang dieser Prüfung zu definieren. Informationen bezüglich der Prüfmittelüberwachung von Anzeigegeräten sowie der hierfür notwendigen Prüfgewichte sind auf der KERN- Homepage (www.kern-sohn.com) verfügbar. Im akkreditierten DKD- Kalibrierlaboratorium können bei KERN schnell und kostengünstig Prüfgewichte und Anzeigegeräte mit angeschlossener Wägeplatte kalibriert werden (Rückführung auf das nationale Normal).
4 Grundlegende Sicherheitshinweise
4.1 Hinweise in der Betriebsanleitung beachten

⇒ Betriebsanleitung vor der Aufstellung und Inbetriebnahme sorgfältig durchlesen, selbst dann, wenn Sie bereits über Erfahrungen mit KERN-Waagen verfügen.
4.2 Ausbildung des Personals
Das Gerät darf nur von geschulten Mitarbeitern bedient und gepflegt werden.
5 Transport und Lagerung
5.1 Kontrolle bei Übernahme
Überprüfen Sie bitte die Verpackung sofort beim Eingang sowie das Gerät beim Auspacken auf eventuell sichtbare äußere Beschädigungen.
5.2 Verpackung/Rücktransport

⇒ Alle Teile der Originalverpackung für einen eventuell notwendigen Rücktransport aufbewahren.
⇒ Für den Rücktransport ist nur die Originalverpackung zu verwenden.
⇒ Vor dem Versand alle angeschlossenen Kabel und losen/beweglichen Teile trennen.
→ Evt. vorgesehene Transportsicherungen wieder anbringen.
⇒ Alle Teile z.B. Glaswindschutz, Wägeplatte, Netzteil etc. gegen verrutschen und Beschädigung sichern.
6 Auspacken und Aufstellen
6.1 Aufstellort, Einsatzort
Die Anzeigegeräte sind so konstruiert, dass unter den üblichen Einsatzbedingungen zuverlässige Wägeergebnisse erzielt werden.
Exakt und schnell arbeiten Sie, wenn Sie den richtigen Standort für Ihr Anzeigegerät und Ihre Wägeplatte wählen.
Am Aufstellort folgendes beachten:
- Anzeigegerät und Wägeplatte auf eine stabile, gerade Fläche stellen;
- extreme Wärme sowie Temperaturschwankungen z.B. durch Aufstellen neben der Heizung oder direkte Sonneneinstrahlung vermeiden;
- Anzeigegerät und Wägeplatte vor direktem Luftzug durch geöffnete Fenster und Türen schützen;
- Erschütterungen während des Wägens vermeiden;
- Anzeigegerät und Wägeplatte vor hoher Luftfeuchtigkeit, Dämpfen und Staub schützen;
- Setzen Sie das Anzeigegerät nicht über längere Zeit starker Feuchtigkeit aus. Eine nicht erlaubte Betauung (Kondensation von Luftfeuchtigkeit am Gerät) kann auftreten, wenn ein kaltes Gerät in eine wesentlich wärmere Umgebung gebracht wird. Akklimatisieren Sie in diesem Fall das vom Netz getrennte Gerät ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur.
- statische Aufladung von Wägegut, Wägebehälter vermeiden.
Beim Auftreten von elektromagnetischen Feldern (z.B. durch Mobiltelefone oder Funkgeräte), bei statischen Aufladungen sowie bei instabiler Stromversorgung sind große Anzeigeabweichungen (falsche Wägeergebnisse) möglich. Der Standort muss dann gewechselt oder die Störquelle beseitigt werden.
6.2 Auspacken
Das Anzeigegerät vorsichtig aus der Verpackung nehmen, Plastikhülle entfernen und am vorgesehenen Arbeitsplatz aufstellen.
Das Anzeigegerät so aufstellen, dass es gut bedient und eingesehen werden kann.
6.3 Lieferumfang/Serienmäßiges Zubehör:
- Anzeigegerät
- Netzgerät
- Tischfuß
- Wandhalterung
- Betriebsanleitung
6.4 Transportsicherung (Abbildungsbeispiel)
Bitte Beachten, wenn Anzeigegerät in Verbindung mit einer Plattform mit Transportsicherung verwendet wird, muss diese Transportsicherung vor Verwendung gelöst werden.

6.5 Fehlermeldung

Sobald in der Anzeige der Waage eine Fehlermeldung erscheint, darf die Waage nicht mehr eingesetzt werden. z. Bsp. Err 4
6.6 Aufstellen
Das Anzeigegerät so aufstellen, dass es gut bedient und eingesehen werden kann.
Das Anzeigegerät ist vielseitig positionierbar, z. B. freistehend oder an der Wand montiert (optional).

an Wand (optional)

frei stehend
Verwendung mit Tischfuß/Wandhalterung

Verwendung mit Stativ EOC-A05 (Option)

Zum Hochsetzen der Anzeige kann das Anzeigegerät an ein optional erhältliches Stativ montiert werden.
Verwendung mit Montageblech EOC-A03 (Option):

- Plattform
- Montageblech
- Anzeigegerät
6.7 Netzanschluss

Länderspezifischen Netzstecker auswählen und am Netzgerät einstecken.

Kontrollieren, ob die Spannungsaufnahme der Waage richtig eingestellt ist. Die Waage darf nur an das Stromnetz angeschlossen werden, wenn die Angaben an der Waage (Aufkleber) und die ortsübliche Netzspannung identisch sind.
Nur KERN-Originalnetzgeräte verwenden. Die Verwendung anderer Fabrikate bedarf der Zustimmung von KERN.

Wichtig:
Vor Inbetriebnahme das Netzkabel auf Beschädigungen überprüfen.
Darauf achten, dass das Netzgerät nicht mit Flüssigkeiten in Berührung kommt.
Der Netzstecker muss jederzeit zugänglich sein.
6.8 Akkubetrieb (Option)
Der Akku sollte vor der ersten Benutzung mindestens 12 Stunden über das Netzteil geladen werden.
Erscheint in der Gewichtsanzeige blinkend ▲, ist die Kapazität des Akkus bald erschöpft. Akku über das mitgelieferte Netzteil laden.
6.9 Justierung
Da der Wert der Erdbeschleunigung nicht an jedem Ort der Erde gleich ist, muss jedes Anzeigegerät mit angeschlossener Wägeplatte – gemäß dem zugrunde liegenden physikalischen Wägeprinzip – am Aufstellort auf die dort herrschende Erdbeschleunigung abgestimmt werden (nur wenn das Wägesystem nicht bereits im Werk auf den Aufstellort justiert wurde). Dieser Justiervorgang muss bei der ersten Inbetriebnahme, nach jedem Standortwechsel sowie bei Schwankungen der Umgebungstemperatur durchgeführt werden. Um genaue Messwerte zu erhalten, empfiehlt es sich zudem, das Anzeigegerät auch im Wägebetrieb periodisch zu justieren.
i
- Erforderliches Justiergewicht bereitstellen. Das zu verwendende Justiergewicht ist abhängig von der Kapazität des Wägesystems. Justierung möglichst nahe an der Höchstlast des Wägesystems durchführen. Infos zu Prüfgewichten finden Sie im Internet unter: http://www.kern-sohn.com.
- Stabile Umgebungsbedingungen beachten. Eine Anwärmzeit zur Stabilisierung ist erforderlich.
Justierschalter:
Im Akkufach befindet sich der Justierschalter (s. Abb.)

Justierschalter in Position „ADJ“:
- Alle Menüpunkte abrufbar
Justierschalter in Position „LOCK“:
- bestimmte Menüpunkte gesperrt. (s. Kap. Menü-Übersicht) um diese Menüpunkte aufrufen zu können, Justierschalter in Position „ADJ“ bringen
Menü aufrufen:
→ Gerät einschalten und während des Selbsttests

drücken. „Pn“ wird angezeigt



nacheinander drücken, der erste Menüblock angezeigt.

wiederholt drücken, bis „P3 CAL“ angezeigt wird.

bestätigen. „CoUnt“ wird angezeigt.

wiederholt drücken, bis „CAL“ angezeigt wird.
→ Mit bestätigen, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.
→ Mit gewünschte Einstellung auswählen und mit bestätigen
noLin = Justierung
LineAr = Linearisierung, s. Kap. 6.10






↓↑

→ Justierung durchführen:
⇒ Menüeinstellung „noLin“ mit bestätigen.
Darauf achten, dass sich keine Gegenstände auf der
Wägeplatte befinden.
→ Stabilitätsanzeige abwarten, dann →0← drücken.
Das aktuell eingestellte Justiergewicht wird angezeigt.
Entweder angezeigtes Justiergewicht verwenden oder
mit den Navigationstasten ändern(s. Kap. 2.1.1), die aktive Stelle blinkt.
⇒ Wert des Justiergewichtes mit bestätigen
⇒ Justiergewicht vorsichtig in die Mitte der Wägeplatte stellen.
Stabilitätsanzeige abwarten, dann 0 drücken. „PASS“ wird kurz angezeigt, gefolgt vom Gewichtswert des aufgelegten Justiergewichts.
⇒ Justiergewicht abnehmen, die Waage kehrt automatisch in den Wägemodus zurück. Bei einem Justierfehler oder falschem Justiergewicht wird eine Fehlermeldung angezeigt, Justiervorgang wiederholen.








6.10 Linearisierung
Die Linearität gibt die größte Abweichung der Gewichtsanzeige einer Waage zum Wert des jeweiligen Prüfgewichts nach Plus und Minus über den gesamten Wägebereich an. Wird bei der Prüfmittelüberwachung eine Linearitätsabweichung festgestellt, kann diese durch eine Linearisierung verbessert werden.

- Bei Waagen mit einer Auflösung > 15 000 Teilungsschritte wird die Durchführung einer Linearisierung empfohlen.
- Die Linearisierung darf nur von einer Fachkraft mit fundierten Kenntnissen im Umgang mit Waagen durchgeführt werden.
- Die zu verwendenden Prüfgewichte müssen auf die Spezifikationen der Waage abgestimmt sein, s. Kap. „Prüfmittelüberwachung“.
- Stabile Umgebungsbedingungen beachten. Eine Anwärmzeit zur Stabilisierung ist erforderlich.
- Nach erfolgter Linearisierung wird eine Kalibrierung empfohlen, s. Kap. 3.4 „Prüfmittelüberwachung“.
Durchführung:
⇒ Menüpunkt P3 CAL⇒Cal⇒Liner aufrufen, s. Kap. 6.9
⇒ Mit 0 bestätigen, die Passwortabfrage „Pn“ wird angezeigt.
BG NET ESC, M+ CAL ←, MR F → nacheinander drücken.
Darauf achten, dass sich keine Gegenstände auf der Wägeplatte befinden.
→ Stabilitätsanzeige abwarten, dann →0← drücken.
⇒ Bei Anzeige „Ld 1“ erstes Justiergewicht (1/3 Max) vorsichtig in die Mitte der Wägeplatte stellen. Stabilitätsanzeige abwarten, dann 📄→0← dücken.
⇒ Bei Anzeige „Ld 2“ zweites Justiergewicht (2/3 Max) vorsichtig in die Mitte der Wägeplatte stellen. Stabilitätsanzeige abwarten, dann ▶→0← □□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□□
⇒ Bei Anzeige „Ld 3“ drittes Justiergewicht (Max) vorsichtig in die Mitte der Wägeplatte stellen.
Stabilitätsanzeige abwarten, dann 0 drücken. „PASS“ wird kurz angezeigt, gefolgt vom Gewichtswert des aufgelegten Justiergewichts.
⇒ Justiergewicht abnehmen, die Waage kehrt automatisch in den Wägemodus zurück. Bei einem Justierfehler oder falschem Justiergewicht wird eine Fehlermeldung angezeigt, Justiervorgang wiederholen.









6.11 Eichung
Allgemeines:
Nach der EU-Richtlinie 2014/31/EU müssen Waagen geeicht sein, wenn sie wie folgt verwendet werden (gesetzlich geregelter Bereich):
a) Im geschäftlichen Verkehr, wenn der Preis einer Ware durch Wägung bestimmt wird.
b) Bei der Herstellung von Arzneimitteln in Apotheken sowie bei Analysen im medizinischen und pharmazeutischen Labor.
c) Zu amtlichen Zwecken.
d) bei der Herstellung von Fertigpackungen.
Bitte wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihr örtliches Eichamt.
Eichhinweise:
Für das in den technischen Daten als eichfähig gekennzeichnete Gerät liegt eine EU-Bauartzulassung vor. Wird das Gerät wie oben beschrieben im eichpflichtigen Bereich eingesetzt, so muss dieses geeicht sein und regelmäßig nachgeeicht werden. Die Nacheichung eines Gerätes erfolgt nach den jeweiligen gesetzlichen Bestimmungen der Länder. Die Eichgültigkeitsdauer in Deutschland z. B. beträgt in der Regel 2 Jahre.
Die gesetzlichen Bestimmungen des Verwendungslandes sind zu beachten!
Die Eichung des Gerätes ist ohne die Siegelmarken ungültig.
Bei geeichten Geräten weisen die angebrachten Siegelmarken / Eichdraht darauf hin, dass das Gerät nur durch geschulte und autorisierte Fachkräfte geöffnet und gewartet werden darf. Wird die Plombierung (Siegelmarke / Eichdraht) zerstört, erlischt die Eichgültigkeit. Die nationalen Gesetze und Vorschriften sind einzuhalten. In Deutschland ist eine Nacheichung erforderlich.
7 Betrieb
7.1 Einschalten
⇒ ON OFF drücken, das Gerät führt einen Selbsttest durch. Sobald die Gewichtsanzeige erscheint, ist das Gerät wägebereit.

7.2 Ausschalten
ON OFF lange drücken, die Anzeige erlischt.
7.3 Nullstellen
Nullstellen korrigiert den Einfluss leichter Verschmutzungen auf der Wägeplatte. Das Gerät verfügt über eine automatische Nullstellfunktion, bei Bedarf kann das Gerät aber jederzeit wie folgt auf Null zurückgesetzt werden.
⇒ Wägesystem entlasten ⇒ 0 drücken, die Nullanzeige und der Indikator 0 erscheinen.

7.4 Einfaches Wägen
⇒ Wägegut auflegen.
→ Stabilitätsanzeige ○ abwarten.
⇒ Wägeergebnis ablesen.

Überlast-Warnung
Überlastungen des Gerätes über die angegebene Höchstlast (Max), abzüglich einer eventuell bereits vorhandenen Taralast, unbedingt vermeiden. Das Gerät könnte hierdurch beschädigt werden.
Die Überschreitung der Höchstlast wird mit der Anzeige

und einem Signalton angezeigt. Wägesystem entlasten bzw. Vorlast verringern.
7.5 Wägeeinheit umschalten
Wägeeinheiten aktivieren:
⇒ Menüpunkt P5 Unt aufrufen, s. Kap. 8
→ drücken, die erste Wägeinheit mit der aktuellen Einstellung wird angezeigt.
⇒ Mit TARE die angezeigte Wägeinheit aktivieren [on] / deaktivieren [off].
⇒ Mit bestätigen. Die nächste Einheit mit der aktuellen Einstellung wird angezeigt.
⇒ Mit TARE die angezeigte Wägeinheit aktivieren [on] / deaktivieren [off].
⇒ Mit →0← bestätigen.
⇒ Vorgang für jede Wägeeinheit wiederholen.
Hinweis:
„tj“ und „Hj“ können nicht gleichzeitig aktiviert werden, nur entweder oder.
⇒ Zurück in den Wägemodus BG NET EBC wiederholt drücken
Wägeeinheit umschalten:
⇒ gedrückt halten, die Anzeige wechselt in die zuvor aktivierten Wägeeinheiten (z.B. kg ⇌ lb)







7.6 Wägen mit Tara
Wägebehälter auflegen. Nach erfolgter Stillstandskontrolle TARE drücken. Die Nullanzeige und der Indikator NET erscheinen.

Das Gewicht des Gefäßes ist nun intern gespeichert.
Wägegut einwiegen, das Nettogewicht wird angezeigt.
Nach Abnehmen des Wägebehälters erscheint das Gewicht des Wägebehälters als Minus-Anzeige.
Der Tariervorgang kann beliebige Male wiederholt werden, beispielsweise beim Einwiegen von mehreren Komponenten zu einer Mischung (Zuwiegen). Die Grenze ist dann erreicht, wenn der Tarierbereich (siehe Typenschild) ausgelastet ist.
⇒ Mit kann zwischen Bruttogewicht und Nettogewicht umgeschaltet werden.
⇒ Zum Löschen des Tarawertes Wägeplatte entlasten und TARE drücken.
7.6.1 Pre-Tare
Es besteht die Möglichkeit einen Vortarier-Wert vorab einzugeben.
⇒ Darauf achten, dass sich keine Gegenstände auf der Wägeplatte befinden.
⇒ TARE drücken und gedrückt halten, 0.0 wird angezeigt, die linke Stelle blinkt

⇒ Mit den Pfeiltasten Vortarier-Wert eingeben und mit bestätigen. Der Vortarierwert wird als negativer Wert angezeigt.
7.7 Wägen mit Toleranzbereich
Beim Wägen mit Toleranzbereich können Sie einen oberen und einen unteren Grenzwert festlegen und damit sicherstellen, dass das eingewogene Wägegut genau innerhalb der festgelegten Toleranzgrenzen liegt.
Bei Toleranzkontrollen wie Dosieren, Portionieren oder Sortieren zeigt das Gerät die Über- oder Unterschreitung der Grenzwerte mit einem optischen und akustischen Signal an.
Akustisches Signal:
Das akustische Signal ist abhängig von der Einstellung im Menüblock „BEEP“. Wählbar:
• no akustisches Signal ausgeschaltet
- ok akustisches Signal ertönt, wenn Wägegut innerhalb des Toleranzbereiches liegt
- ng akustisches Signal ertönt, wenn Wägegut außerhalb des Toleranzbereiches liegt
Optisches Signal:
Die Indikatoren zeigen an, ob das Wägegut sich innerhalb der zwei Toleranzgrenzen befindet.

Zielstückzahl / Zielgewicht unterhalb unterer Toleranzgrenze

Zielstückzahl / Zielgewicht im Toleranzbereich

Zielstückzahl / Zielgewicht oberhalb oberer Toleranzgrenze
Die Einstellungen zur Toleranzkontrolle können entweder durch Aufrufen des Menüblocks „P0 CHK“ (s. Kap. 8) erfolgen, oder schneller über die Tastenkombination

7.7.1 Toleranzkontrolle auf Zielgewicht
Einstellungen
⇒ Im Wägemodus BG/NET ESC und PRINT C gleichzeitig drücken.
drücken, die Anzeige zur Eingabe des unteren Grenzwertes erscheint.
→drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.
⇒ Mit den Navigationstasten (s. Kap. 2.1.1) unteren Grenzwert z. B. 1.000 kg eingeben, die jeweils aktive Stelle blinkt.
→ Eingabe mit bestätigen.
⇒ TARE wiederholt drücken bis nE t H angezeigt wird.
→ drücken, die aktuelle Einstellung des oberen Grenzwertes wird angezeigt.
⇒ Mit den Navigationstasten (s. Kap. 2.1.1) oberen Grenzwert z. B. 1.100 kg eingeben, die jeweils aktive Stelle blinkt.
⇒ Eingabe mit 0 bestätigen.
⇒ TARE wiederholt drücken bis bEEP angezeigt wird.

↓










→ drücken, die aktuelle Einstellung des akustischen Signals wird angezeigt.

⇒ Mit TARE gewünschte Einstellung (no, ok, ng, s. Kap. 8) auswählen.
→ Eingabe mit ← bestätigen.

BG NET ESC drücken, das Wägesystem befindet sich im Toleranzwägemodus. Ab hier erfolgt die Einstufung, ob das Wägegut sich innerhalb der zwei Toleranzgrenzen befindet.

Wägen mit Toleranzbereich
→ Bei Einsatz eines Wägebehälters tarieren.
Wägegut auflegen, die Toleranzkontrolle wird gestartet. Die Signalleuchten zeigen an, ob das Wägegut sich innerhalb der zwei Toleranzgrenzen befindet.
| Wägegut unter vorgegebener Toleranz | Wägegut innerhalb vorgegebener Toleranz | Wägegut über vorgegebener Toleranz |
Der IndikatorL0wird angezeigt | Der IndikatorOKwird angezeigt | Der IndikatorHIwird angezeigt |

• Die Toleranzkontrolle ist nicht aktiv, wenn das Gewicht unter 20d liegt.
- Zum Löschen der Grenzwerte Wert „00.000 kg“ eingeben.
7.7.2 Toleranzkontrolle auf Zielstückzahl
Einstellungen
⇒ Im Wägemodus BG/NET ESC und PRINT C gleichzeitig drücken.
⇒ wiederholt drücken bis die Anzeige zur Eingabe des unteren Grenzwertes PCSL erscheint.
→drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.
⇒ Mit den Navigationstasten (s. Kap. 2.1.1) unteren Grenzwert z. B. 75 Stück eingeben, die jeweils aktive Stelle blinkt.
→ Eingabe mit →0← bestätigen.
⇒ TARE wiederholt drücken bis PCSH angezeigt wird.
→ drücken, die aktuelle Einstellung des oberen Grenzwertes wird angezeigt.
⇒ Mit den Navigationstasten (s. Kap. 2.1.1) oberen Grenzwert z. B. 100 Stück eingeben, die jeweils aktive Stelle blinkt.
⇒ Eingabe mit bestätigen.
⇒ TARE wiederholt drücken bis BEEP angezeigt wird.

↓










→ drücken, die aktuelle Einstellung des akustischen Signals wird angezeigt.
⇒ Mit TARE gewünschte Einstellung (no, ok, ng, s. Kap. 8) auswählen.
→ Eingabe mit ← bestätigen.
→ BG/NET ESC drücken, das Wägesystem befindet sich im Toleranzwägemodus. Ab hier erfolgt die Einstufung, ob das Wägegut sich innerhalb der zwei Toleranzgrenzen befindet.



Wägen mit Toleranzbereich
⇒ Stückgewicht festlegen, s. Kap. 7.10.
→ Bei Einsatz eines Wägebehälters tarieren.
Wägegut auflegen, die Toleranzkontrolle wird gestartet. Die Signalleuchten zeigen an, ob das Wägegut sich innerhalb der zwei Toleranzgrenzen befindet.
| Wägegut unter vorgegebener Toleranz | Wägegut innerhalb vorgegebener Toleranz | Wägegut über vorgegebener Toleranz |
Der IndikatorL0wird angezeigt | Der IndikatorOKwird angezeigt | Der IndikatorHIwird angezeigt |

• Die Toleranzkontrolle ist nicht aktiv, wenn das Gewicht unter 20d liegt.
- Zum Löschen der Grenzwerte Wert „00000 PCS“ eingeben.
7.8 Manuelles Summieren
Mit dieser Funktion werden die einzelnen Wägewerte durch Drücken von in den Summenspeicher addiert und bei Anschluss eines optionalen Druckers ausgegeben.

- Menüeinstellung:
„P2 COM“ ⇒ „MODE“ ⇒ „PR2““, s. Kap. 8
• Die Summierfunktion ist nicht aktiv, wenn das Gewicht unter 20d liegt.
Summieren:
⇒ Wägegut A auflegen.
Warten bis Stabilitätsanzeige ○ erscheint, dann M+ CAL ● drücken. Der Gewichtswert wird gespeichert und bei Anschluss eines optionalen Druckers ausgegeben.

⇒ Wägegut abnehmen. Weiteres Wägegut kann erst addiert werden, wenn die Anzeige ≤ Null.

⇒ Wägegut B auflegen.
Warten bis Stabilitätsanzeige erscheint, dann M+ CAL- drücken. Der Gewichtswert wird in den Summenspeicher addiert und ggf. ausgedruckt. Die Anzahl Wägungen, das Gesamtgewicht und das aktuell aufgelegtem Gewicht werden nacheinander angezeigt.

Nach Bedarf weiteres Wägegut wie vorhergehend beschrieben summieren.
Darauf achten, dass das Wägesystem zwischen den einzelnen Wägungen entlastet werden muss.
⇒ Dieser Vorgang kann 99-mal bzw. so oft wiederholt werden bis die Kapazität des Wägesystem erschöpft ist.
Summe „Total“ anzeigen und ausgeben:
⇒ MR → drücken, die Anzahl Wägungen gefolgt vom Gesamtgewicht werden 2 sec. lang angezeigt. Zum Ausdruck während dieser Anzeige PRINT → drücken.
Wägedaten löschen:
⇒ M+ CALO und MR F O gleichzeitig drücken. Die Daten im Summenspeicher werden gelöscht.

Musterprotokoll (KERN YKB-01N):
Menüeinstellung „P2 COM“ ⇒ „Lab 2“ / Prt 4 - 7“


Weitere Musterprotokolle s. Kap. 0
7.9 Automatisches Summieren
Mit dieser Funktion werden die einzelnen Wägewerte ohne Drücken von automatisch beim Entlasten der Waage in den Summenspeicher addiert und bei Anschluss eines optionalen Druckers ausgegeben.
- Menüestellungen: „P2 COM ⇒ „MODE“ ⇒ „AUTO“, s. Kap. 8 Der Indikator ∑ wird angezeigt.


Summieren:
⇒ Wägegut A auflegen. Nach erfolgter Stillstandskontrolle ertönt ein Signalton. Der Wägewert wird in den Summenspeicher addiert und ausgedruckt.

⇒ Wägegut abnehmen. Weiteres Wägegut kann erst addiert werden, wenn die Anzeige ≤ Null.
Wägegut B auflegen.
Nach erfolgter Stillstandskontrolle ertönt ein Signalton. Der Wägewert wird in den Summenspeicher addiert und ggf. ausgedruckt. Die Anzahl Wägungen gefolgt vom aktuell aufgelegtem Gewicht werden nacheinander angezeigt.

⇒ Nach Bedarf weiteres Wägegut wie vorhergehend beschrieben summieren.
Darauf achten, dass das Wägesystem zwischen den einzelnen Wägungen entlastet werden muss.
⇒ Dieser Vorgang kann 99-mal bzw. so oft wiederholt werden bis der Kapazität des Wägesystem erschöpft ist.

Anzeigen und löschen der Wägedaten, sowie Musterprotokoll siehe Kap. 7.8
7.10 Stückzählen
Bevor die Waage Teile zählen kann, muss sie das durchschnittliche Stückgewicht, die so genannte Referenz kennen. Dazu muss eine bestimmte Anzahl der zu zählenden Teile aufgelegt werden. Die Waage ermittelt das Gesamtgewicht und teilt es durch die Anzahl der Teile, die so genannte Referenzstückzahl. Auf Basis des berechneten durchschnittlichen Stückgewichts wird anschließend die Zählung durchgeführt.
Hier gilt:
Je höher die Referenzstückzahl, desto größer die Zählgenauigkeit.
Im Wägemodus gedrückt halten bis die Anzeige „P 10“ zur Einstellung der Referenzstückzahl angezeigt wird.
⇒ Mit gewünschte Referenzstückzahl (z.B. 100) einstellen, wählbar P 10, P 20, P 50, P100, P 200.
So viele Zählteile (z.B. 100 Stück) auflegen, wie die eingestellte Referenzstückzahl verlangt und mit bestätigen. Die Waage errechnet das Referenzgewicht (Durchschnittsgewicht je Teil). Die aktuelle Stückzahl (z.B. 100 Stück) wird angezeigt.
Referenzgewicht abnehmen. Ab hier befindet sich die Waage im Stückzählmodus und zählt alle Teile, die sich auf der Wägeplatte befinden.
⇒ Zurück in den Wägemodus mit MR F →







7.11 Prozentwägen
Das Prozentwägen ermöglicht die Gewichtsanzeige in Prozent, bezogen auf ein Referenzgewicht.
⇒ Im Wägemodus TARE drücken (ca. 3 Sek.) bis „rEF 10% angezeigt wird.
⇒ Mit gewünschten Prozentwert, der als Referenz dienen soll, einstellen (wählbar rEF 10, rEF 20, rEF 50, rEF 100, rEF 200, rEF 500).
→ Probe, die dem eingestellten Prozentwert entspricht, auf die Wägeplatte legen und 0 drücken. „----%“ wird kurz angezeigt.
⇒ Der Prozentwert der Probe wird angezeigt.
→ Referenzgewicht abnehmen
⇒ Die Anzeige geht zurück auf „0.0 %“
⇒ Prüfling auflegen.
⇒ In der Anzeige erscheint der Prozentwert des Prüflings in Bezug auf das Referenzgewicht.
⇒ Zurück in den Wägemodus durch erneutes Drücken von
TARE







7.12 Tierwägen
Die Tierwägefunktion eignet sich im Wägen von unruhigen Wägegütern. Das Wägesystem bildet von mehreren Wägewerten einen stabilen Mittelwert und zeigt diesen an.
Das Tierwägeprogramm kann entweder durch Aufrufen des Menüblocks „P4 OTH“ ⇒ „ANM“ ⇒ „ON“ (s. Kap. 8) aktiviert werden, oder schneller über die Tas- tenkombination

Bei aktiver Tierwägefunktion wird der Indikator HOLD angezeigt.

⇒ Wägegut auf das Wägesystem bringen, warten bis es sich etwas beruhigt hat.
⇒ TARE und 0 gleichzeitig drücken, einen Signalton ertönt d.h. die Tierwägefunktion ist aktiv.
Während der Mittelwertbildung kann Wägegut hinzugefügt oder abgenomen werden, da der Wägewert ständig aktualisiert wird.
⇒ Zur Deaktivierung der Tierwägefunktion □TARE und □→0← gleichzeitig drücken.
7.13 Tastatursperre
Im Menüpunkt „P4 OTH“ ⇒ „LOCK“ (s. Kap. 8) kann die Tastatursperre aktiviert / deaktiviert werden.
Bei aktivierter Funktion wird nach 10 Minuten ohne Tastendruck die Tastatur gesperrt. Bei Tastendruck wird „K-LCK“ angezeigt.

Zum Aufheben der Sperre PRINT, MR und 0 gleichzeitig gedrückt halten (2 s) bis „U LCK“ angezeigt wird.
7.14 Hinterleuchtung der Anzeige
→ →0← gedrückt halten (3s) bis „setbl“ angezeigt wird.

→ 0← erneut drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.
⇒ Mit TARE gewünschte Einstellung wählen.
bl on Hinterleuchtung ständig eingeschaltet
bl off Hinterleuchtung ausgeschaltet
bl Auto Automatische Hinterleuchtung nur bei Belastung der Wägeplatte oder Tastendruck.
⇒ Eingabe mit →0← speichern oder mit BG NET ESC verwerfen.
Zurück in den Wägemodus mit BG NET ESC
7.15 Automatische Abschaltfunktion „AUTO OFF“
Das Gerät wird automatisch in der eingestellten Zeit ausgeschaltet, wenn das Anzeigegerät oder die Wägebrücke nicht bedient werden.
→ →0← gedrückt halten (3s) bis „setbl“ angezeigt wird.

→ Mit TARE AUTO OFF- Funktion aufrufen

→ 0← drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.
⇒ Mit TARE gewünschte Einstellung wählen.
of 0 Funktion deaktiviert
of 3 Wägesystem wird nach 3 min ausgeschaltet
of 5 Wägesystem wird nach 5 min ausgeschaltet
of 15 Wägesystem wird nach 15 min ausgeschaltet
of 30 Wägesystem wird nach 30 min ausgeschaltet
⇒ Eingabe mit 0 speichern oder mit verwerfen. Zurück in den Wägemodus mit ESC
7.16 Datum und Uhrzeit einstellen
Im Menüpunkt „P8 ind“ ⇒ „dAtE“ bzw. „tIME“ (s. Kap. 8) können Datum und Uhrzeit wie folgt gesetzt werden:
Datum einstellen:
⇒ Menüpunkt „dAtE“ anwählen
⇒ mit 0 bestätigen, das zuletzt eingegebene Datum wird angezeigt. Die erste Stelle blinkt

(Beispiel)
⇒ Mit den Navigationstasten wie unter Kap. 2.1.1 beschrieben, aktuelles Datum eingeben und mit be- stätigen.
Das aktuelle Datum wird im Standby-Modus angezeigt.
Uhrzeit einstellen:
⇒ Menüpunkt „tiME“ anwählen
⇒ Mit bestätigen, die zuletzt eingestellte Uhrzeit wird angezeigt. Die erste Stelle blinkt.

(Beispiel)
⇒ Mit den Navigationstasten wie unter Kap. 2.1.1 beschrieben, aktuelle Uhrzeit eingeben und mit bestätigen.
Die Uhrzeit wird nun im Standby-Modus angezeigt.
7.17 Alphabet
Die Buchstaben sind in folgender Reihenfolge angeordnet:
8.1 Navigation im Menü:
| Menü aufrufen | ![]() |
nacheinander drücken der erste Menüblock „PO CHK“ wird angezeigt. ![]() | |
Aus dem Wägemodus: drücken und gedrückt halten, bis Pn erscheint Danach Passwort eingeben (s.o.) | |
| Menüblock anwählen | Mit lassen sich die einzelnen Menüpunkte der Reihe nach anwählen. |
| Einstellung anwählen | [A4Y6C] Ausgewählten Menüpunkt mit bestätigen. Die aktuelle Einstellung wird angezeigt. |
| Einstellungen ändern | Mit den Navigationstasten, (s. Kap. 2.1.1) kann in die verfügbaren Einstellungen umgeschaltet werden. |
| Einstellung bestätigen/Menü verlassen | Entweder mit speichern oder mit verwerfen. ![]() |
| Zurück in den Wägemodus | Zum Verlassen des Menüs wiederholt drücken. |
8.2 Menü-Übersicht:
| Menüblock Hauptmenü | Menüpunkt Untermenü | Verfügbare Einstellungen / Erklärung | ||
| PO CHKWägen mit Toleranzbereich, s. Kap. 7.7 | nEt H Oberer | Grenzwert „Toleranzkontrolle Wägen“,Eingabe s. Kap. 7.7.1 | ||
| nEt L | Unterer Grenzwert „Toleranzkontrolle Wägen“,Eingabe s. Kap. 7.7.1 | |||
| PCS H | Oberer Grenzwert „Toleranzkontrolle Zählen“,Eingabe s. Kap. 7.7.2 | |||
| PCS L | Unterer Grenzwert „Toleranzkontrolle Zählen“,Eingabe s. Kap. 7.7.2 | |||
| BEEP no | Akustisches Signal bei Wägen mit Toleranzbereich ausgeschaltet | |||
| ok | Akustisches Signal ertönt, wenn Wägegut innerhalb des Toleranzbereiches liegt | |||
| nG | Akustisches Signal ertönt, wenn Wägegut außerhalb des Toleranzbereiches liegt | |||
| rELAY on | Relais Signallampe | |||
| oFF | ||||
| P1 rEF1Nullpunkt-Einstellungen | A2n0 Automatische Nullpunktkorrektur (Autozero) bei Änderung der Anzeige, Digits wählbar (0, 0.5d, 1d, 2d, 4d) | |||
| 0AUto | Einschalt-NullstellbereichLastbereich, in dem die Anzeige nach dem Einschalten der Waage auf Null gesetzt wird. Wählbar 0, 2, 5, 10, 20, 30, 50, 100 % | |||
| 0rAGE | Manueller NullstellbereichLastbereich, in dem die Anzeige bei Drücken von auf Null gesetzt wird. Wählbar 0, 2, 4, 10, 20*, 50, 100%. | |||
| 0tArE | Automatisches Tarieren „on / off“, Tarierbereich einstellbar in Menüpunkt „0Auto“. | |||
| P2 COMSchnittstellen-Parameter | MODE | CONT | S0 off | Fortlaufende Datenausgabe,wählbar „sende 0“, ja / nein |
| S0 on | ||||
| ST1 | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert | |||
| STC | Ständige Datenausgabe stabiler Wägewerte | |||
| PR1 | Eine Ausgabe nach Drücken vonVoraussetzung für Alibispeicher | |||
| PR2 | Manuelles Summieren, s. Kap. 7.8.Nach Drücken von der Wägewert inden Summenspeicher addiert und ausgegeben. | |||
| AUTO* | Automatisches Summieren, s. Kap. 7.9 Mit dieser Funktion werden die einzelnen Wägewerte automatisch beim Entlasten der Wage in den Sum-menspeicher addiert und ausgegeben. | |||
| ASK | Fernsteuerbefehle | |||
| wirel | Nicht dokumentiert | |||
| BAUD | Baudrate wählbar 600, 1200, 2400, 4800, 9600* | |||
| Pr | 7E1 | 7 bits, gerade Parität | ||
| 7o1 | 7 bits, ungerade Parität | |||
| 8n1* | 8 bits, keine Parität | |||
| PTYPE | tPUP* | Standarddruckereinstellung | ||
| LP50 | Nicht dokumentiert | |||
| KCP | KERN-Fernsteuerbefehle | |||
| LAb | LAb x | Datenausgabeformat, s. nachfolgende Tab. 1 | ||
| Prt | Prt x | |||
| LAnG | eng* | Standardeinstellung Englisch | ||
| chn | Nicht dokumentiert | |||
| P3 CAL ^1 Konfigurations-datens. Kap. 12.4 | COUNT | Anzeige Interne Auflösung | ||
| DECI | Position des Dezimalpunktes | |||
| DUAL | Waagentyp, Kapazität (Max) und Ablesbarkeit (d) einstellen | |||
| off | Einbereichswaage | |||
| R1 inc | Ablesbarkeit | |||
| R1 cap | Kapazität | |||
| on | Zweibereichswaage | |||
| R1 inc | Ablesbarkeit 1. Wägebereich | |||
| R1 cap | Kapazität 1. Wägebereich | |||
![]() | ||||
| R2 inc | Ablesbarkeit 2. Wägebereich | |||
| R2 cap | Kapazität 2. Wägebereich | |||
| CAL | noLin | Justierung, s. Kap. 6.9.2 | ||
| Liner | Linearisierung, s. Kap. 6.10.2 | |||
| GrA | Gravitationskonstante am Aufstellungsort | |||
| GrB | Gravitationskonstante am Fabrikationsort | |||
| P4 OTH | LOCK | on | Tastatursperre eingeschaltet, s. Kap. 7.13 | |
| off* | Tastatursperre ausgeschaltet | |||
| ANM ^1 | on | Tierwägen eingeschaltet, s. Kap. 7.12 | ||
| off* | Tierwägen ausgeschaltet | |||
| SCr | on | Uhrzeit als Bildschirmschoner aktiviert | ||
| off* | Uhrzeit als Bildschirmschoner deaktiviert | |||
| P5 Unt1Wägeinheit umschalten, s. Kap. 7.5 | kg | on* | ||
| off | ||||
| g | on | |||
| off* | ||||
| lb | on | |||
| off* | ||||
| oz | on | |||
| off* | ||||
| tJ | on | |||
| off | ||||
| HJ | on | |||
| off | ||||
| P6 xcl1 | Nicht dokumentiert | |||
| P7 rSt1Werkseinstellung | Mit Waageneinstellungen auf Werkseinstellung zu-rücksetzen. | |||
| P8 ind | dAtE | Datum einstellen: Format: TTMMJJ | ||
| tIME | Uhrzeit einstellen: Format: HHMMSS | |||
| ALibi | Alibispeicher | |||
| dAtA | Anzahl gespeicherte Datensätze | |||
| rdAtA | Werte Datensatz abrufen | |||
| ErASE | alle Daten löschen | |||
| ExPT | Daten exportieren (USB-Stick) | |||
| PrEt | Pre-Tarewert eingeben | |||
| P9 Prt | 485 | ModE | 2disP, Count | Export-Modus (2. Anzeige) |
| bAUd | 600, 1200, 2400, 4800, 9600 | Baudrate | ||
| Pr | 7o1 | 7 Bit, odd Parity, 1 Stopbit | ||
| 7E1 | 7 Bit, equal Parity, 1 Stopbit | |||
| 8n1 | 8 Bit, no Parity, 1 Stopbit | |||
| io | i_tSt | Test Eingabe | ||
| o_tSt | Test Ausgabe | |||
| oPt | intF | USB, UdiSK, Bt, WiFi, EnEt | Auswahl Anschlüsse | |
| ModE (output) | no, CoUnt (USB, Bt, Wi-Fi, EnEt) no, Expt (UdiSK) | |||
| iP_1 | IP-Adressen KIB-TM | |||
| iP_2 | ||||
| iP_3 | ||||
| iP_4 | ||||
| MASK_1 | Subnetzmaske | |||
| MASK_2 | ||||
| MASK_3 | ||||
| MASK_4 | ||||
| GAtE_1 | KIB-TM Gateway | |||
| GAtE_2 | ||||
| GAtE_3 | ||||
| GAtE_4 | ||||
Fortsetzung Menüpunkt P9 Prt
| P9 Prt | oPt | riP_1 | remote (IP-Adresse PC) | |
| riP_2 | ||||
| riP_3 | ||||
| riP_4 | ||||
| rPort | remote Port (Port für Kommunikation zwischen PC und KIB-TM | |||
| SSid_1 | SSID | |||
| SSid_2 | ||||
| PSW_1 | WLAN Passwort | |||
| PSW_2 |
Werkseinstellungen sind mit \* gekennzeichnet
^1 Funktion gesperrt, wenn Justierschalter in eichfähiger Einstellung (J us tierschalter Position „LOCK“)
Tab. 1.: Musterprotokolle
• Menüeinstellung P2 Com → Mode → PR2
- Datenausgabe nach Drücken von

| LabPrt | 0 1 2 3 | |||
| 0~3 | **********GS: 5.000kg********** | **********NT: 5.000kgTW: 5.000kgGW: 10.000kg********** | **********GS: 5.000kgTOTAL: 10.000kg********** | **********NT: 5.000kgTW: 5.000kgGW: 10.000kgTotal: 10.000kg********** |
| 4~7 | **********No.: 1GS: 5.000kg********** | **********No.: 1NT: 5.000kgTW: 5.000kgGW: 10.000kg********** | **********No.: 1GS: 5.000kgTotal: 10.000kg********** | **********No.: 1NT: 5.000kgTW: 5.000kgGW: 10.000kgTotal: 10.000kg********** |
| GS Bruttogewicht | |
| NT Nettogewicht | |
| TW Taragewicht | |
| NO | Anzahl Wägungen |
| Total | Summe aller Einzelwägungen |
9 Wartung, Instandhaltung, Entsorgung
9.1 Reinigen
- Vor der Reinigung das Gerät bitte von der Betriebsspannung trennen.
- Keine aggressiven Reinigungsmittel (Lösungsmittel o.Ä.) benutzen.
9.2 Wartung, Instandhaltung
Das Gerät darf nur von geschulten und von KERN autorisierten Servicetechnikern geöffnet werden.
Vor dem Öffnen vom Netz trennen.
9.3 Entsorgung
Die Entsorgung von Verpackung und Gerät ist vom Betreiber nach gültigem nationalem oder regionalem Recht des Benutzerortes durchzuführen.
9.4 Fehlermeldungen
| Fehlermeldung | Beschreibung |
![]() | Überlast, wenn das Gewicht die Kapazität von +9d übersteigt |
![]() | Unterlast (weniger als 20 d) |
![]() | Das Gewicht ist zu niedrig (geringer als -20 d) |
![]() | Nullstellbereich beim Einschalten der Waage überschritten. |
![]() | Nullstellbereich beim Einschalten der Waage bzw. Beim Drücken von überschritten. |
![]() | Eichstecker nicht korrekt angeschlossen |
![]() | Wird angezeigt, beim Nullstellen der Waage mit ohne Last |
![]() | Beim Stückzählen und Prozentwägen: Gewichtswert ≤ Null |
![]() | Beim Summieren: Gesamtzahl der Wägungen über 999 |
![]() | Beim Summieren: Gesamtgewicht über 999999 |
![]() | Justierung fehl geschlagen |
![]() | Tastenfeld gesperrt |
![]() | Tastenfeld frei |
![]() | Kapazität der Batterie erschöpft.(Batteriespannung unter 5.7 V, bei weniger als 5.4 V erfolgt automatische Abschaltung) |
Beim Auftreten anderer Fehlermeldungen Waage aus- und nochmals einschalten. Bleibt Fehlermeldung erhalten, Hersteller benachrichtigen.
10 Schnittstelle RS 232
Mit der RS 232C Schnittstelle können Wägedaten je nach Einstellung im Menü automatisch oder durch Drücken von PRINT über die Schnittstelle ausgegeben werden.
Die Datenübertragung erfolgt asynchron im ASCII - Code.
Für die Kommunikation zwischen Wägesystem und Drucker müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Anzeigegerät mit einem geeigneten Kabel mit der Schnittstelle eines Druckers verbinden. Der fehlerfreie Betrieb ist nur mit dem entsprechenden KERN-Schnittstellenkabel sichergestellt.
- Kommunikationsparameter (Baudrate, Bits und Parität) von Anzeigegerät und Drucker müssen übereinstimmen. Detaillierte Beschreibung der Schnittstellenparameter siehe Kap. 8, Menüblock „P2 COM“.
10.1 Technische Daten
| Anschluss | 4 pin d-Subminiaturbuchse | |||
![]() | Pin1 | RX | Eingang | |
| Pin2 | TX | Ausgang | ||
| Pin3 | GND | Signalerde | ||
| Pin4 | N/C | Not connected | ||
| Baud-Rate | 600/1200/2400/4800/9600 wählbar | |||
| Parität | 8 bits, keine Parität / 7 bits, gerade Parität / 7 bits, ungerade Parität wählbar | |||
10.2 Drucker Betrieb / Musterprotokolle (KERN YKB-01N)
- Wägen
- Kontinuierliche Datenausgabe
(Menüeinstellung P2 Com → Mode → Com → S0 on)
Menüeinstellung P2 Com → LAb 0 / Prt 0:
******************************************************************************************
ST, GS
53,2 kg
********************************************************************************************
US, GS
53,2 kg
- Datenausgabe nach Drücken von

(Menüeinstellungen: P2 Com → Mode → Pr1,
Änderungen in den Menüeinstellungen Lab und Prt haben keinen Einfluß auf das Layout des Musterprotokolls)
Menüeinstellung P2 Com → LAb 0 / Prt 0\~3 oder LAb 3 / Prt 4\~7:
****************************************************************************************
ST, GS
53,2 kg
****************************************************************************************
ST, NT : 52,6 kg
**************************
****************************************************************************************
- Zählen
****************************************************************************************
PCS
100
**************************
- Summieren
- Datenausgabe nach Drücken von (Menüeinstellung P2 Com → Mode → Pr2)
P2 Com → LAb 3 / Prt 4\~7:
| ST | Stabiler Wert |
| US | Instabiler Wert |
| GS / GW | Bruttogewicht |
| NT | Nettogewicht |
| TW | Taragewicht |
| NO | Anzahl Wägungen |
| TOTAL | Summe aller Einzelwägungen |
| Leerzeile | |
| Leerzeile |
10.3 Ausgabeprotokoll (Kontinuierliche Ausgabe)
- Wägen

HEADER1: ST=STABLE, US=UNSTABLE
KCP (KERN communication protocol) besteht aus Befehlen, mit denen die KERN Waagen über die Schnittstelle gesteuert werden können.

- Menüeinstellung P2 Com → Mode → ASK
- Menüeinstellung P2 Com → PTYPE → KCP
- Befehle mit CR/LF-Zeichen abschließen.
- Ausführliche Informationen finden sie im KCP-Handbuch, verfügbar auf unserer KERN- Hompage (www.kern-sohn.com).
Folgende Befehle werden unterstützt:
- Die Zeit zwischen zyklischen Abfragen bzw. beim Senden von Befehlen (Polling) über die Schnittstellen muss größer als 100 ms sein.
11 Kleine Pannenhilfe
Bei einer Störung im Programmablauf sollte das Anzeigegerät kurz ausgeschaltet und vom Netz getrennt werden. Der Wägevorgang muss dann wieder von vorne begonnen werden.
Hilfe:
Störung Mögliche Ursache
Die Gewichtsanzeige leuchtet nicht.
• Das Anzeigegerät ist nicht eingeschaltet.
- Die Verbindung zum Netz ist unterbrochen (Netzkabel defekt).
• Die Netzspannung ist ausgefallen.
- Die Batterien / Akkus sind falsch eingelegt oder leer
- Es sind keine Batterien / Akkus eingelegt.
Die Gewichtsanzeige ändert sich fortwährend
- Luftzug/Luftbewegungen
• Vibrationen des Tisches/Bodens
• Die Wägeplatte hat Berührung mit Fremdkörpern. - Elektromagnetische Felder/ Statische Aufladung(anderen Aufstellort wählen/ falls möglich störendes Gerät ausschalten)
Das Wägeergebnis ist offensichtlich falsch
• Die Waagenanzeige steht nicht auf Null
• Die Justierung stimmt nicht mehr.
- Es herrschen starke Temperaturschwankungen.
• Die Anwärmzeit wurde nicht eingehalten.
- Elektromagnetische Felder / Statische Aufladung (anderen Aufstellort wählen / falls möglich, störendes Gerät ausschalten)
Beim Auftreten anderer Fehlermeldungen Anzeigegerät aus- und nochmals einschalten. Bleibt Fehlermeldung erhalten, Hersteller benachrichtigen.
12 Installation Anzeigegerät / Wägebrücke

- Die Installation / Konfiguration eines Wägesystems darf nur von einer Fachkraft mit fundierten Kenntnissen im Umgang mit Waagen durchgeführt werden.
12.1 Technische Daten
| Versorgungsspannung | 12 V / 1000mA |
| Max. Signalspannung 5V | |
| Nullstellbereich 0-2mV | |
| Empfindlichkeit | ≥ 0.15 uV/d |
| Widerstandswert | 87 - 1100 |
12.2 Aufbau des Wägesystems
An das Anzeigegerät lässt sich jede analoge Lastzelle anschließen, die den geforderten Spezifikationen entspricht.
Folgende Daten müssen für die Auswahl der Lastzelle bekannt sein:
- Waagenkapazität
Diese entspricht normalerweise dem schwersten Wägegut, das gewogen werden soll.
- Vorlast
Diese entspricht dem Gesamtgewicht aller Teile, die auf die Wägezelle zu liegen kommen, z. B. Oberteil der Plattform, Wägeplatte usw.
• Gesamter Nullstellbereich
Dieser setzt sich zusammen aus dem Einschalt-Nullstellbereich (± 2%) und dem Nullstellbereich, der dem Anwender mit der ZERO-Taste zur Verfügung steht (2%). Der gesamte Nullstellbereich beträgt also 4 % der Waagenkapazität.
Die Addition von Waagenkapazität, Vorlast und gesamten Nullstellbereich ergibt die erforderliche Kapazität der Wägezelle.
Um eine Überlastung der Wägezelle zu vermeiden, sollte eine zusätzliche Sicherheitsmarge eingerechnet werden.
• Kleinster gewünschte Anzeigeschritt
12.3 Plattform anschließen
⇒ Anzeigegerät vom Netz trennen.
⇒ Die einzelnen Leitungen des Lastzellenkabels an der Platine anlöten (s. Abb.).

Bei 4-Leiter-Wägezellen oder -Anschlussboxen (Junctionboxen) müssen die Lötpunkte J1 und J2 gebrückt werden.

flowchart
graph TD
A["LOAD CELL"] --> B["EXC+"]
A --> C["SEN+"]
A --> D["EXC-"]
A --> E["SIG+"]
A --> F["SIG-"]
A --> G["SHIELD"]
B --> H["7"]
C --> I["6"]
D --> J["3"]
E --> K["2"]
F --> L["5"]
G --> M["4"]
H --> N["1"]
I --> N
J --> N
K --> N
L --> N
M --> N
12.4 Anzeigegerät konfigurieren
+ Menü-Übersicht, s. Kap. 8
Menü aufrufen:⇒ Gerät einschalten und während des Selbsttests drücken. „Pn“ wird angezeigt | |
⇒ ,BG NET BBC, TARE nacheinander drücken, der erste Menüblock „PO CHK“ wird angezeigt. | |
⇒ wiederholt drücken, bis „P3 CAL“ angezeigt wird. | |
⇒ Mit bestätigen. „CoUnt“ wird angezeigt. | |
| Navigation im Menü⇒ Mit lassen sich die einzelnen Menüpunkte der Reihe nach anwählen.⇒ Ausgewählten Menüpunkt mit bestätigen. Die aktuelle Einstellung wird angezeigt.⇒ Mit den Navigationstasten (s. Kap. 2.1.1) kann in die verfügbaren Einstellungen umgeschaltet werden.⇒ Entweder mit speichern oder mitverwerfen.⇒ Zum Verlassen des Menüs wiederholt drücken. | |
| Parameterauswahl1. Anzeige Interne Auflösung⇒ drücken, die interne Auflösung wird angezeigt.⇒ Mit zurück ins Menü.⇒ Mit weiteren Menüpunkt anwählen. | |
| 2. Position Dezimalpunkt→drücken, die aktuell eingestellte Position des Dezimalpunktes wird angezeigt.Mitgewünschte Einstellung wählen. Wählbar 0, 0.0, 0.00, 0.000, 0.0000.Eingabe mitbästätigen.→Mitweiteren Menüpunkt anwählen. | ![]() ![]() ![]() |
| 3. Waagentyp, Kapazität und Ablesbarkeit→drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.→Mitgewünschte Einstellung auswählen.„off“ Einbereichswaage„on“ Zweibereichswaage→Mitbestätigen, die Anzeige zur Eingabe der Ablesbarkeit (bei Zweibereichswaage für ersten Wägebereich).→drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.→Mitgewünschte Einstellung wählen und mit bestätigen. | ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() |
| →drücken, die Anzeige zur Eingabe der Kapazität erscheint (bei Zweibereichswaage für ersten Bereich) | ![]() |
| →drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt. | ![]() |
| →Mit den Navigationstasten (s. Kap. 2.1.1) gewünschte Einstellung wählen, die jeweils aktive Stelle blinkt. | ![]() |
| →Mitbestätigen.BeiEinbereichswaageist die Eingabe von Kapazität / Ablesbarkeit beendet. | |
| entwederbei Einbereichswaage | |
| →drücken, das Gerät kehrt zurück ins Menü. Mitnächsten Menüpunkt „CAL“ aufrufen.oder | |
| BeiZweibereichswaageAblesbarkeit und Kapazität des zweiten Wägebereichs eingeben. | |
| →drücken, die Anzeige zur Eingabe der Ablesbarkeit des zweiten Wägebereichs erscheint. | ![]() |
| →drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt. | ![]() |
| →Mitgewünschte Einstellung wählen und mit bestätigen. | ![]() |
| →drücken, die Anzeige zur Eingabe der Kapazität des zweiten Wägebereichs erscheint.→drücken, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.→Mit den Navigationstasten (s. Kap. 2.1.1) gewünschte Einstellung wählen, die jeweils aktive Stelle blinkt.→Eingabe mit bestätigen.→wiederholt drücken, das Gerät kehrt zurück ins Menü.→Mit nächsten Menüpunkt „CAL“ aufrufen. | r2CAP015.000kgr2CAPdUAL |
| 4. Justierung oder LinearisierungNach Eingabe der Konfigurationsdaten ist eine Justierung oder Linearisierung durchzuführen.Durchführung Justierung siehe Kap. 6.9 Schritt 4 bzw. Linearisierung s. Kap. 6.10.→Mit bestätigen, die aktuelle Einstellung wird angezeigt.→Mit bestätigen, mit gewünschte Einstellung auswählennoLin = JustierungLineAr = Linearisierung | CALnolin↓LinEr |
13 Konformitätserklärung / Prüfzertifikat
Die aktuelle EG/EU-Konformitätserklärung finden Sie online unter:
www.kern-sohn.com/ce
i Nur gültig für Deutschland!
Im Zusammenhang mit dem Vertrieb von Batterien und Akkus sind wir als Händler gemäß Batterieverordnung verpflichtet, Endverbraucher auf folgendes hinzuweisen:
Endverbraucher sind zur Rückgabe gebrauchter Batterien/Akkus gesetzlich verpflichtet. Batterien/Akkus können nach Gebrauch in kommunalen Sammelstellen oder im Handel zurückgegeben werden.
Dabei muss das übliche Gebrauchsende der Batterien/Akkus erreicht sein, ansonsten muss Vorsorge gegen Kurzschluss getroffen werden.
Schadstoffhaltige Batterien sind mit einem Zeichen, bestehend aus einer durch-gestrichenen Mülltonne und dem chemischen Symbol (Cd = Cadmium, Hg = Quecksilber, oder Pb = Blei) des für die Einstufung als schadstoffhaltig ausschlaggebenden Schwermetalls versehen.

Cd

Hg

Pb
→ Schadstoffarme Batterien nur mit einer durchgestrichenen Mülltonne.

Die Rückgabemöglichkeit beschränkt sich auf Batterien der Art, die wir in unserem Sortiment führen oder geführt haben, sowie auf die Menge, deren sich Endverbraucher üblicherweise entledigen.
Contents
1 Technical data....4
2 Appliance overview 5
2.1 Keyboard overview 6
2.1.1 Numeric entry via navigation keys....7
2.2 Overview of display 8
3 Basic Information (General)....9
3.1 Proper use 9
3.2 Improper Use 9
3.3 Warranty 9

Navigationstaste ←
Navigationstaste ↑
Navigationstaste →
Navigationstaste ←
C
ESC



tabilitätsanzeige
Der IndikatorL0wird angezeigt
Der IndikatorOKwird angezeigt
Der IndikatorHIwird angezeigt
Der IndikatorL0wird angezeigt
Der IndikatorOKwird angezeigt
Der IndikatorHIwird angezeigt

drücken und gedrückt halten, bis Pn erscheint
Danach Passwort eingeben (s.o.)
Mit lassen sich die einzelnen Menüpunkte der Reihe nach anwählen.
Entweder mit speichern oder mit verwerfen. 
wiederholt drücken.
Eine Ausgabe nach Drücken vonVoraussetzung für Alibispeicher
Waageneinstellungen auf Werkseinstellung zu-rücksetzen.














drücken. „Pn“ wird angezeigt
,BG NET BBC, TARE nacheinander drücken, der erste Menüblock „PO CHK“ wird angezeigt.
wiederholt drücken, bis „P3 CAL“ angezeigt wird.
bestätigen. „CoUnt“ wird angezeigt.












