721 - Plattenspieler DUAL - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG 721 DUAL
Ausgabe Februar 1974
701

Einstellvorschrift für Elektronik-Motor
Dual Gebrüder Steidinger · 7742 St. Georgen/Schwarzwald
Einstellvorschrift für Elektronik-Motor Dual EDS 1000
1 Oszillograf, Empfindlichkeit 0,002 V/Teilung
1 Vielfach-Meßgerät
Meßbereich 500 mA, Ri < 2 Ohm
Meßbereich 50 mA, Ri < 10 Ohm
Vorzugsweise sind Oszillografen mit langer Nachleuchtzeit zu verwenden, besonders geeignet sind Speicheroszillografen.
Achtung: Bereichstellung des Amperemeters beeinflußt die Drehzahl, Zur genauen Einstellung deshalb großen Meßbereich wählen oder Amperemeter überbrücken, sofern keine Strommessung durchgeführt wird.
Von niedtiger zu hoher Geschwindigkeit einstellen wegen Trägheit des Plattentellers
Zum Abgleich Gerät stets waagrecht stellen!
Drehzahlschalter auf 33 1/3 U/min.. Feinregler und Potentiometer der Motorelektronik in Mittenstellung bringen. Gerät einschalten.
Mit R 5 Betriebsspannung auf 15 V ± 0,25 V einstellen. Ampere-meter zwischen Punkt 13 und 14 anschließen.
Coarse Adjustment
Mit R 26 Drehzahl auf 33 1/3 U/min. bringen, Oszillograf an Punkt 19 anschließen, Masse an Punkt 1 (—). Auf dem Oszillografenschirm ist Bild 1 zu sehen. Wird eine Charakteristik wie Bild 2 sichtbar, dann R 8 verstellen bis Bild 1 erreicht ist.
Einstellen des max. Anlaufstromes
Motor am Plattenteller bis fast zum Stillstand abbremsen. Mit Regler R 15 auf Mittelwert 320 mA am Ampere-meter einstellen.
Symmetrie des Hallstromes
Amperemeter überbrücken oder auf großen Meßbereich schalten. Oszillograf an Punkt 4 anschließen, Masse an Betriebsspannung Punkt 14.
Empfindlichkeit auf 0,002 V/Teilung.
Schwingungen müssen möglichst symmetrisch in Form und Amplitude erscheinen – entsprechend Bild 5. Justierung mit R 16 vornehmen.

line
| Time (ms) | Voltage (mV/Teilg.) | | --------- | ------------------- | | 0 | 3.5 | | 10 | 2.0 | | 20 | 3.5 | | 30 | 2.0 | | 40 | 3.5 | | 50 | 2.0 | | 60 | 3.5 | | 70 | 2.0 | | 80 | 3.5 | | 90 | 2.0 | | 100 | 3.5 | | 110 | 2.0 | | 120 | 3.5 | | 130 | 2.0 | | 140 | 3.5 | | 150 | 2.0 | | 160 | 3.5 | | 170 | 2.0 | | 180 | 3.5 | | 190 | 2.0 | | 200 | 3.5 | | 210 | 2.0 | | 220 | 3.5 | | 230 | 2.0 | | 240 | 3.5 | | 250 | 2.0 | | 260 | 3.5 | | 270 | 2.0 | | 280 | 3.5 | | 290 | 2.0 | | 300 | 3.5 | | 310 | 2.0 | | 320 | 3.5 | | 330 | 2.0 | | 340 | 3.5 | | 350 | 2.0 | | 360 | 3.5 | | 370 | 2.0 | | 380 | 3.5 | | 390 | 2.0 | | 400 | 3.5 | | 410 | 2.0 | | 420 | 3.5 | | 430 | 2.0 | | 440 | 3.5 | | 450 | 2.0 | | 460 | 3.5 | | 470 | 2.0 | | 480 | 3.5 | | 490 | 2.0 | | 500 | 3.5 |Feineinstellung des Motors bei 33 1/3 U/min
Oszillograf an Punkt 21 anschließen, Masse an Punkt 1 (—). Bild 6 wird sichtbar.
Das Oszillogramm kann jedoch noch regelmäßiger, bei schlechtem Grobabgleich aber auch viel unregelmäßiger sein.
Regler R 11, R 14, R 18 gegenseitig so drehen, daß Bild 7 auf dem Oszillografenschirm erreicht wird. Der Zeiger des Amperemeters muß ruhig stehen. Max. Stromschwankungen 1 mA. Max. zulässige Welligkeit der Spannung an Punkt 21 0,25 V pro Umdrehung des Rotors. Ist am Amperemeter deutlich eine Frequenz von ca. 2 Hz feststellbar (evtl. der Frequenz 1/2 Hz überlagert), dann ist der Motor noch nicht maximal abgeglichen. Mit den Potentiometern R 11, R 14 und R 18 ist eine Nachjustierung vorzunehmen. Falls sich die Drehzahl zwischenzeitlich geringfügig verändert hat, muß sie mit dem Potentiometer R 26 wieder nachgestellt werden.

line
| Time (ms) | Voltage (mV) | | --------- | ------------ | | 0 | 50 | | 1 | 50 | | 2 | 50 | | 3 | 50 | | 4 | 50 | | 5 | 50 | | 6 | 50 | | 7 | 50 | | 8 | 50 | | 9 | 50 | | 10 | 50 | | 11 | 50 | | 12 | 50 | | 13 | 50 | | 14 | 50 | | 15 | 50 | | 16 | 50 | | 17 | 50 | | 18 | 50 | | 19 | 50 | | 20 | 50 | | 21 | 50 | | 22 | 50 | | 23 | 50 | | 24 | 50 | | 25 | 50 | | 26 | 50 | | 27 | 50 | | 28 | 50 | | 29 | 50 | | 30 | 50 | | 31 | 50 | | 32 | 50 | | 33 | 50 | | 34 | 50 | | 35 | 50 | | 36 | 50 | | 37 | 50 | | 38 | 50 | | 39 | 50 | | 40 | 50 | | 41 | 50 | | 42 | 50 | | 43 | 50 | | 44 | 50 | | 45 | 50 | | 46 | 50 | | 47 | 50 | | 48 | 50 | | 49 | 50 | | 50 | 50 | | 51 | 50 | | 52 | 50 | | 53 | 50 | | 54 | 50 | | 55 | 50 | | 56 | 50 | | 57 | 50 | | 58 | 50 | | 59 | 50 | | 60 | 50 | | 61 | 50 | | 62 | 50 | | 63 | 50 | | 64 | 50 | | 65 | 50 | | 66 | 50 | | 67 | 50 | | 68 | 50 | | 69 | 50 | | 70 | 50 | | 71 | 50 | | 72 | 50 | | 73 | 50 | | 74 | 50 | | 75 | 50 | | 76 | 50 | | 77 | 50 | | 78 | 50 | | 79 | 50 | | 80 | 50 | | 81 | 50 | | 82 | 50 | | 83 | 50 | | 84 | 50 | | 85 | 50 | | 86 | 50 | | 87 | 50 | | 88 | 50 | | 89 | 50 | | 90 | 50 | | 91 | 50 | | 92 | 50 | | 93 | 50 | | 94 | 50 | | 95 | 50 | | 96 | 50 | | 97 | 50 | | 98 | 50 | | 99 | 50 | | Note: The actual values may vary due to the random nature of the data generation. The provided values are just an example.Einstellen des Motors bei 45 U/min
Drehzahlschalter auf 45 U/min., Gerät einschalten. Mit Regler R 27 Drehzahl auf 45 U/min. bringen, Regler R 7 drehen, bis eine Charakteristik gemäß Bild 8 auf dem Oszillografen – gemessen an Punkt 19 – erscheint. Dieser Vorgang muß u.U, mehrmals wiederholt werden, da R 7 und R 27 sich gegenseitig beeinflußen. Unter keinen Umständen darf die Symmetrie der Tachospannung mit R 11, R 14 und R 18 verändert werden.

Anleitung zur Justierung des Automatikspielers 701
1. Tonarm (63)
a) Kurvenrad aus der Null-Stellung bringen, bis Tonarm höchste Position erreicht hat. Stellschraube am Lager-rahmen kpl. (68) so einstellen, daß die Auflagekante von Tonarmkopf am Tonarmrohr 0 - 1 mm über der Oberkante der Stütze (69) steht.
b) Durch Drehen der Stellschraube für Lift (44) wird die Absenkhöhe des Tonarmes eingestellt. Die Einstellung ist richtig, wenn der Tonarm vor dem Absenken 3 - 5 mm über der ersten Schallplatte steht.
c) Das Kurvenrad (118) ist bis zum größten Hub aus der Null-Stellung zu bringen. Der Steuerbolzen an Segment (166) muß dabei ca. 0,5 mm eingedrückt werden. Regulierbar an der Zylinderschraube (208).
d) Wird das Kurvenrad bis zum größten Hub des Tonarmes aus der Null-Stellung gebracht, soll dieser in Höhe der Tonarm-Stütze (69) ca. 0,5 - 1 mm Spiel aufweisen. Regulierbar an der Stellhülse (61) des Heberbolzens (47).
e) Kurvenrad ist bis zum größten Hub des Tonarmes aus der Null-Stellung zu bringen. Tonarm (63) einschwenken. Federbolzen am Segment (166) soll mit halber Materialstärke (mindestens 0,7 mm) am Anschlag (179) eingreifen. Kontrolle bei 30- und 17 cm-Plattendurchmesser-Einstellung vornehmen und darauf achten, daß zwischen Federbolzen und Anschlag während der Null-Stellung des Haupthebels Spiel vorhanden ist. Notfalls Stellschiene (180) richten.
2. Schaltarm kpl. (138)
a) Kurvenrad in Null-Stellung, beim Einschwenken des Tonarmes wird der Netzschalter eingeschaltet. Dabei muß der Schaltarm beidseitig einen Überhub von 0,5 - 1 mm haben. Justierbar an der Nase des Schaltarmes, an der das Pertinax-Teil angenietet ist.
b) Tonarm einschwenken. Kurvenrad aus der Nullstellung drehen, bis Aussparung des Zahnkranzes etwa in die Position von der Biegekante des Umschalthebels (162) kommt. Wird das Kurvenrad in dem genannten Bereich vor und zurück bewegt, muß die Klinke (134) ca. 5 mm Überhub aufweisen. Justierbar an der Excenterschraube des Schaltormes (138).
c) Tonarm verriegeln. Plattenspieler auf START schalten. Nach dem Einschalten des Netzschalters muß die Sperrklinke (146) ungehindert bis an den vorderen Anschlag gleiten und dabei den Umschalthebel (162) sicher verriegeln. Beim nachfolgenden Drehen des Kurvenrades muß der Umlenkhebel (115) sicher umgelenkt werden. Justierbar an dem kurzen Lappen der Sperrklinke (146).
Hinweis: Überhub des Umschalthebels und leichter Lauf der Sperrklinke müssen gewährleistet sein (Kontrolle durch die Öffnung am Kurvenrad).
d) Gerät auf STOP schalten. Durch Drehen des Motors gegen die Laufrichtung muß der Abstellhebel (122) von den drei Mitnehmern am Motor sichtbar (hörbar) abgewiesen werden. Wiederholung des Vorganges bei START. Justierbar an den 2 Lappen der Reibplatte (123)
Position STOP - Kurzer Lappen Position START - Langer Lappen
Zusätzliche Kontrolle:
Gerät in Null-Stellung, Abstand zwischen Arm des Umschalthebels (162) und Lappen der Reibplatte soll ca. 0,5 - 1 mm betragen.
e) Gerät in Null-Stellung, Kontaktabstand soll ca. 0,3 mm betragen (Kurzschließer).
- Aufsetzpunkt - Abstellbereich
a) Aufsetzpunkt zwischen 168 und 170 mm ∅ (Kontrolle mit Zahlen-Sprechplatte - Art.-Nr. 202 181, DGG 001 941). Einstellbar durch die Justierschraube am Schaltstück kpl. (195).
b) Abstellbereich: 116 - 122 cm ρ
Einstellbar am Excenter des Segmentes (166)
4. Antiskating
Tonarm ausbalancieren, Antiskating-Einrichtung in Null-Stellung bringen und kontrollieren, ob der Tonarm an jedem beliebigen Punkt seines Drehbereiches verharrt. Bohrung vom Skatinghebel (204) muß zur Mittelachse des Tonarmes genau fluchten. Einstellbar durch Stellschraube am Skatinghebel. Anschließend Antiskating auf 0,5 stellen, der Tonarm muß ohne gebremst zu werden aus dem Zentrum zur Stütze zurückschwenken. Zuletzt ist eine Prüfung mit den Skate-o-meter durchzuführen. Einstellbar durch Verdrehen der Einstellscheibe (183).
5. Drehzahl
Kontrolle mit Hilfe der Stroboskopanzeige durchführen.
Beide Drehknöpfe (53) auf die Mitte des Regelbereiches bringen. Mit Regler (R 27) Solldrehzahl bei 45 Upm, mit Regler (R 26) Solldrehzahl 33 1/3 Upm einstellen.
Gerät ca. 5 Min. einlaufen lassen und nötigenfalls Drehzahl nochmals korrigieren.
KDT/B-em
24.5.1973