SUH200 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG SUH200 IFM
Betriebsanleitung
Ultraschall Durchflusssensor
SUH200
SUH201
SUH400
SUH401
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4
2 Sicherheitshinweise 5
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
3.1 Einsatzbereich 6
4 Funktion 7
4.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 7
4.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 7
4.3 IO-Link 8
5 Montage 9
5.1 Prozessanschluss....9
5.1.1 Clamp 9
5.2 Störeinflüsse 10
5.3 Einbaulage 10
5.3.1 Empfohlene Einbaulage 10
5.3.2 Nicht empfohlene Einbaulage 11
5.4 Einsatz im Hygienebereich nach 3A 11
6 Elektrischer Anschluss 13
7 Bedien- und Anzeigeelemente 15
8 Menü.... 16
8.1 Hauptmenü und Untermenüs 16
9 Inbetriebnahme.... 26
9.1 Geführte Installation über einen Installationsassistenten.... 26
10 Parametrierung 28
10.1 Parametrierung über die Gerätetasten 28
10.2 ▶ Parametrierung über IO-Link.... 28
10.3 Ausgangskonfiguration 29
10.3.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung 29
10.3.2 Schaltsignal Diagnose.... 31
10.3.2.1 Schaltsignal Durchflussrichtung 31
10.3.2.2 Schaltsignal Signalqualität 32
10.3.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) 32
10.3.3.1 Schaltsignal Totalisator 33
10.3.3.2 Impulssignal Totalisator 34
10.3.4 Analogsignal 34
10.3.5 Frequenzsignal 36
10.3.6 Fehlerverhalten der Ausgänge 39
10.3.7 Ausgang aus.... 40
10.4 Anwendungskonfiguration.... 40
10.4.1 Geführte Installation 40
10.4.2 Standard-Maßeinheit.... 40
10.4.3 Prozesswert für OUT1 und OUT2 41
10.4.4 Dämpfung 41
10.4.5 Ausgangspolarität der Schaltausgänge 42
10.4.6 Schleichmengenunterdrückung.... 42
10.4.7 Medium 42
10.4.8 Durchflussrichtung 43
10.4.9 Kalibrierung.... 43
10.4.10 Totalisator-Reset. 44
10.4.11 Zählweise der Totalisatoren 45
10.4.12 Verriegeln / Entriegeln. 47
10.4.13 Gerät zurücksetzen (Reset) 47
10.5 Display 48
10.5.1 Display Sprache 48
10.5.2 Display Drehung 48
10.5.3 Display Helligkeit.... 49
10.5.4 Display Aktualisierungsrate 49
10.5.5 Display Layout 50
10.5.6 Display Farbeinstellung.... 50
10.6 Diagnosefunktionen 52
10.6.2 Speicher 53
10.6.3 Betriebsstundenzähler 53
10.6.4 Interne Temperatur 54
10.6.5 Signalqualität 54
10.6.6 Betriebszustands-LED 55
10.6.7 Simulation.... 55
10.7 Identifikation 56
10.7.1 Geräteinformationen 56
10.7.2 Optische Lokalisierung 57
11 Betrieb 58
11.1 Prozesswertanzeige 58
12 Fehlerbehebung 59
12.1 Warnmeldungen 59
12.2 Fehlermeldungen 60
13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 61
14 Werkseinstellungen.... 62
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
• Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen. - Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht flüssige Medien.
Das Gerät erfasst die Prozessgrößen Durchflussgeschwindigkeit, Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit), Verbrauchsmenge und Medientemperatur.
3.1 Einsatzbereich
Flüssige Medien mit folgenden Eigenschaften:
• Leitfähige Medien auf Wasserbasis mit 90 % Wasseranteil
- Nicht leitfähiges Wasser
- Hochviskose Öle (Viskosität: 30...68 mm 2 /s bei 40 °C / 30...68 cSt bei 104 °F)
- Beispiele für Lebensmittelöle:
- Natives Olivenöl extra
- Sojabohnenöl
- Sonnenblumenöl
- Senföl
- Kokosnussöl
- Maisöl
– Erdnussöl

Druckgeräterichtlinie (DGRL):
Die Geräte entsprechen der Druckgeräterichtlinie und sind für Medien der Fluidgruppe 2 nach guter Ingenieurpraxis ausgelegt und hergestellt. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage.
4 Funktion
- Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem Messprinzip der Ultraschall-Laufzeitdifferenz.
- Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
• Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an. - Das Gerät kann im SIO-Modus (Standard Input Output) und im IO-Link Modus betrieben werden.
- Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose.
– Überwachung der Durchflussrichtung
– Überwachung der Signalqualität
– Anzeige von Warn- und Fehlermeldungen
- Das Gerät zeigt alle Möglichkeiten der Selbstdiagnose durch das Farbsignal einer Betriebszustands-LED an. Zusätzlich werden die Diagnoseinformationen über die Ausgänge sowie die IO-Link Schnittstelle ausgegeben.
- Ein Simulationsmodus ermöglicht eine vereinfachte Inbetriebnahme des Sensors.
4.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1
• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Schaltsignal Diagnose
– Durchflussrichtung
- Signalqualität
• Schaltsignal Totalisator
- Impulssignal Totalisator
• Frequenzsignal Durchfluss
• Frequenzsignal Temperatur
- IO-Link
• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)
4.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2
• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Schaltsignal Diagnose
– Durchflussrichtung
- Signalqualität
• Schaltsignal Totalisator
- Impulssignal Totalisator
• Analogsignal Durchfluss
• Analogsignal Temperatur
• Eingang für externen Totalisator-Reset
• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)
4.3 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
5 Montage

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
ACHTUNG
Fehlende Funktionserdung bei Einbau in ein nicht geerdetes Rohrsystem (z. B. Kunststoffrohre).
▷ Mangelhafte Betriebsfunktion.
▶ Gerät erden. Erdungsschellen für den M12-Stecker sind als Zubehör lieferbar, siehe documentation.ifm.com.

Nach der Montage können Luftblasen im System die Messung beinträchtigen.
▶ Das System nach Montage zur Entlüftung durchspülen.

▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
▶ Vorschriften und Bestimmungen für Errichtung und Betrieb von Druckluftanlagen befolgen.
5.1 Prozessanschluss
Die Geräteserie SUHxxx verfügt über hygienegerechte Prozessanschlüsse, die sich direkt am Gerät befinden.
5.1.1 Clamp
Die Geräte der Bauform SUH2xx und SUH4xx verfügen über eine Klemm-Verbindung (Clamp) nach DIN 32676 Reihe C als Prozessanschluss.
Für die Montage wird ein passender Dichtring, sowie eine Gelenkklammer oder eine Hochdruck-Spannklammer benötigt. Dichtring und Klammer sind nicht im Lieferumfang enthalten.

Abb. 1: Prozessanschluss Clamp
1: Klammer
2: Clamp-Anschluss der Rohrleitung oder des Adapters
3: Dichtring
4: Clamp-Anschluss des Sensors
▶ Falls erforderlich, Clamp-Adapter in die Rohrleitung einsetzen.
▶ Dichtringe einlegen und Gerät mit Hilfe einer Klammer fixieren. Dabei Durchflussrichtung beachten (→ Durchflussrichtung ☐ 43).

▶ Eine Kantenbildung beim Übergang zwischen dem Sensor und dem Rohr vermeiden, da diese sich auf das Strömungsprofil und die Messgenauigkeit auswirken kann (→ Abbildung).
▶ Angaben zu passenden Rohrnormen beachten ( → documentation.ifm.com).


Abb. 2: Kantenbildung im Prozessanschluss vermeiden
5.2 Störeinflüsse
Einbauten in der Rohrleitung, Krümmungen, Ventile, Reduzierungen u. ä. beeinträchtigen die Funktion des Geräts.
▶ Abstände zwischen Sensor und Störeinflüssen einhalten.

Abb. 3: Störeinflüsse
D : Rohraußendurchmesser
S: Störeinflüsse
5.3 Einbaulage
5.3.1 Empfohlene Einbaulage
▶ Gerät so einbauen, dass das Messrohr stets vollständig gefüllt ist.
▶ Vor oder in steigender Leitung einbauen.

Falls sich Luftblasen im Rohrsystem bilden können:
▶ Bei horizontalem Einbau den Sensor mit Display seitlich zur Rohrleitung (A) montieren.



Abb. 4: Empfohlene Einbaulage
F: Durchflussrichtung
A: Horizontaler Einbau, Display seitlich zur Rohrleitung.
B: Horizontaler Einbau, Display auf der Rohrleitung.
C: Vertikaler Einbau.
Das Gerät kann lageunabhängig eingebaut werden, wenn Folgendes sichergestellt ist:
- Es können sich keine Luftblasen im Rohrsystem bilden.
- Die Rohrleitungen sind stets komplett gefüllt.
5.3.2 Nicht empfohlene Einbaulage
- Direkt vor einer fallenden Leitung.
• In einer fallenden Leitung. - Unmittelbar vor einem Rohrauslauf.
• Unmittelbar vor einem Ventil.
• An der Ansaugseite einer Pumpe.
• Am höchsten Punkt des Leitungssystems.
5.4 Einsatz im Hygienebereich nach 3A
Der Sensor ist bei entsprechender Installation für CIP (cleaning in process) geeignet.
▶ Einsatzgrenzen (Temperatur- und Werkstoffbeständigkeit) laut Datenblatt beachten.
Nicht einsetzbar in Anlagen, welche die Kriterien erfüllen müssen für Punkt E9.2 / 63-04 der 3A-Norm 63-04.
▶ Vorschriften für die Reinigung und Wartung bei Einsatz nach 3A beachten.
▶ Auf 3A-konforme Einbindung des Geräts in die Anlage achten.
▶ Nur 3A-zugelassene und mit dem 3A-Symbol gekennzeichnete Prozessadapter verwenden (→ Zubehör unter www.ifm.com).
▶ Clamp-Sensoren mit Hilfe einer Klammer sichern.
▶ Selbstentleerende Installation anwenden.
▶ Damit das Medium aus dem Prozessadapter abfließen kann, das Gerät in folgender Einbaulage montieren:
• Vertikaler Einbau in einer steigenden Leitung (A).
- oder -
- Horizontale Lage mit leichtem Gefälle, sodass es nicht zum Stillstand des Mediums kommt (B).

Abb. 5: Prozessanschluss gemäß 3A
| Bauform | Mindestgefälle 1 (DIN 32676 Reihe C) |
| DN 25 | 10° |
| DN 50 | 12° |
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


Abb. 6: Anschlussbild
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 3 | L- |
| 4 (OUT1) | Schaltsignal Durchfluss Schaltsignal Temperatur Schaltsignal Diagnose Schaltsignal Totalisator Impulssignal Totalisator Frequenzsignal Durchfluss Frequenzsignal TemperaturIO-LinkOFF (Ausgang hochohmig geschaltet) |
| 2 (OUT2/InD) | Schaltsignal Durchfluss Schaltsignal Temperatur Schaltsignal Diagnose Schaltsignal Totalisator Impulssignal Totalisator Analogsignal Durchfluss Analogsignal Temperatur Eingang für externen Totalisator-ResetOFF (Ausgang hochohmig geschaltet) |




Abb. 7: Beispielschaltungen
1: 2 x p-schaltend
2: 2 x n-schaltend
3: 1 x p-schaltend / 1 x analog
4: 1 x n-schaltend / 1 x analog
7 Bedien- und Anzeigeelemente

Abb. 8: Bedien- und Anzeigeelemente
1: Schaltzustands-LED für OUT1
(leuchtet gelb, wenn Ausgang 1 durchgeschaltet ist)
2: Schaltzustands-LED für OUT2
(leuchtet gelb, wenn Ausgang 2 durchgeschaltet ist)
3: Betriebszustands-LED (grün / blau / rot).
Siehe auch: Betriebszustands-LED ( → ☐ 55).
4: TFT-Display
Siehe auch: Display Layout (→ ☐ 50).
4a: Titelzeile
4b: Prozesswertzeile
5: Tasten zum Wechseln der Ansichten und zur Parametrierung.

Misst das Gerät eine hohe interne Temperatur, wird die Display-Helligkeit automatisch angepasst:
Geräteinnentemperatur > 64 °C: Helligkeit wird auf 25 % reduziert.
Geräteinnentemperatur ≥ 90 °C: Display wird ausgeschaltet.
8 Menü
Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

Abb. 9: Menü-Übersicht
8.1 Hauptmenü und Untermenüs

Die angezeigten Parameter ändern sich bei Veränderung der Werkseinstellungen. In folgenden Menüdarstellungen sind die maximal verfügbaren Parameter dargestellt.
Hauptmenü:

| Parameter | Erläuterung |
| SPx | Schaltpunkt für Schaltausgang OUTx |
| rPx | Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUTx |
| FHx | Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion |
| FLx | Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion |
| ImPSx | Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird) |
| ImPRx | Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR = YES) oder Schaltsignal (ImPR = NO) |
| FSP1 | Frequenzstartpunkt für OUT1 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung). |
| FEP1 | Frequenzendpunkt für OUT1 = Oberer Messwert, bei dem das unter FrP1 eingestellte Frequenzsi-gnal ausgegeben wird. |
| FrP1 | Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP1) ausgegeben wird. |
| ASP2 | Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt. |
| AEP2 | Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt. |
| DIn2 | Totalisator-Reset durch externes Signal |
Menü Ausgang 1 [OUT1]:

| Parameter | Erläuterung |
| SEL1 | Prozesswert für Ausgang OUT1 |
| ou1 | Ausgangsfunktion für Ausgang OUT1 |
| SP1 | Schaltpunkt für Schaltausgang OUT1 mit Hysteresefunktion |
| rP1 | Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUT1 mit Hysteresefunktion |
| FH1 | Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUT1 mit Fensterfunktion |
| FL1 | Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUT1 mit Fensterfunktion |
| FSP1 | Frequenzstartpunkt für OUT1 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung). |
| FEP1 | Frequenzendpunkt für OUT1 = Oberer Messwert, bei dem das unter FrP1 eingestellte Frequenzsi-gnal ausgegeben wird. |
| FrP1 | Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP1) ausgegeben wird. |
| ImPS1 | Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird) |
| ImPR1 | Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR1 = YES) oder Schaltsignal (ImPR1 = NO) |
| dOUx | Schaltsignal Diagnose: Durchflussrichtung (Fdir) oder Signalqualität (Sig. Q) |
| FOU1 | Verhalten von Ausgang OUT1 im Fehlerfall |
Menü Ausgang 2 [OUT2]:

| Parameter | Erläuterung |
| SEL2 | Prozesswert für Ausgang OUT2 |
| ou2 | Ausgangsfunktion für Ausgang OUT2 |
| ASP2 | Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt. |
| AEP2 | Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt. |
| SP2 | Schaltpunkt für Schaltausgang OUT2 mit Hysteresefunktion |
| rP2 | Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUT2 mit Hysteresefunktion |
| FH2 | Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUT2 mit Fensterfunktion |
| FL2 | Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUT2 mit Fensterfunktion |
| ImPS2 | Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird) |
| ImPR2 | Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR2 = YES) oder Schaltsignal (ImPR2 = NO) |
| DIn2 | Totalisator-Reset durch externes Signal |
| dOUx | Schaltsignal Diagnose: Durchflussrichtung (Fdir) oder Signalqualität (Sig. Q) |
| FOU2 | Verhalten von Ausgang OUT2 im Fehlerfall |
Menü Grundeinstellungen [CFG]:

Abb. 10: *Gerätetypen SUxxx0; **Gerätetypen SUxxx1
| Parameter | Erläuterung |
| uni. F | Standard-Maßeinheit für Durchfluss |
| uni. T | Standard-Maßeinheit für Temperatur |
| dAP. F | Dämpfungskonstante in Sekunden für Durchfluss (63 % Anstiegszeit τ) |
| P-n | Ausgangspolarität der Schaltausgänge |
| LFC | Schleichmengenunterdrückung (= Durchflusswert, unter dem Strömung als Stillstand gewertet wird) |
| MEdi | Auswahl des zu überwachenden Mediums |
| Fdir | Durchflussrichtung |
| CGA | Kalibrierfaktor in % zur Anpassung der Messwertkurve an die Applikation |
| Guide | Aktivierung der geführten Installation (Wizard) |
Menü Totalisator [TOTL]:

| Parameter | Erläuterung |
| rTox | Einstellung für den Totalisator-Reset (manuell oder zeitgesteuert) |
| FProx | Zählweise des Totalisators: Berücksichtigung der Durchflussrichtung |
| Vol.x | Aktueller Zählerstand für Totalisator Vol.x |
| Vol. L | Aktueller Zählerstand für Totalisator Vol. L über die gesamte Laufzeit |
Menü Display [DIS]:

| Parameter | Erläuterung |
| LanG | Sprachauswahl für die Displayanzeige |
| diS. R | Ausrichtung der Displayanzeige |
| diS. B | Helligkeit der Displayanzeige |
| diS. U | Aktualisierungsrate der Displayanzeige |
| diS. L | Standard-Prozesswert der Displayanzeige |
| COLR | Übergang zum Untermenü COLR (Farbeinstellungen) |
| col. F | Schriftfarbe für Durchfluss |
| cFH. F | Oberer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss) |
| cFL. F | Unterer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss) |
| col. T | Schriftfarbe für Temperatur |
| cFH. T | Oberer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur) |
| cFL. T | Unterer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur) |
| col. V | Schriftfarbe für Totalisatoranzeige |
| LED. M | Einstellung der Betriebszustands-LED |
Menü Diagnose [DIAG]:

Menü Simulation [SIM] und Gerät zurücksetzen [rES]:

| Parameter | Erläuterung |
| S. FLW | Simulierter Durchflusswert im Simulationsmodus |
| S. TMP | Simulierter Temperaturwert im Simulationsmodus |
| S. Tim | Dauer der Simulation in Minuten |
| S. On | Simulationsmodus starten |
| APPL | Applikations-Reset (Zurücksetzen der applikationsspezifischen Parametereinstellungen) |
| BtB | Back to box-Reset (Zurücksetzen auf Werkseinstellung) |
Menü Geräteinformation [d. InF]:

9 Inbetriebnahme
Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
Während der Bereitschaftsverzögerungszeit sind die Ausgänge entsprechend der Programmierung geschaltet:
• EIN bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
• AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc)
• EIN bei Richtungserkennung (dir. F)
• AUS bei Frequenzausgang (FRQ)
• AUS bei Verbrauchsmengenüberwachung (ImP)
• 20 mA bei Analogausgang (I)
9.1 Geführte Installation über einen Installationsassistenten
Bei Erstinbetriebnahme des Geräts oder nach einem Back-to-box-Reset erscheint im Display beim Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü die Frage, ob eine geführte Installation gewünscht ist.
▶ Zwischen [Ja] oder [Nein] auswählen.
▷ Bei Auswahl [Ja] erscheinen nacheinander Parameter, Fragen und Handlungsaufforderungen. Mit den Tasten [▲] und [▼] wird zwischen Auswahlmöglichkeiten gewählt, mit der Taste [●] die Auswahl bestätigt.
▷ Bei Auswahl [Nein] erscheint das Hauptmenü und der Sensor arbeitet mit den Werkseinstellungen. Bei Bedarf Parametereinstellungen ändern, siehe Kapitel Parametrierung.

Die geführte Installation kann jederzeit über den Parameter [EF] > [CFG] > [Guide] erneut aufgerufen werden.
Bei der geführten Installation werden nacheinander folgende Einstellmöglichkeiten aufgerufen:
- [diS. R]: Display Ausrichtung
- [LanG]: Display Sprache
- Ausgang OUT1:
- [SEL1]: Prozesswert (Durchfluss oder Temperatur) oder Diagnose (Durchflussrichtung oder Signalqualität).
– [uni. T] / [uni. F]: Standard-Maßeinheit
– [ou1]: Schaltsignal (Hno, Hnc, Fno, Fnc), Impulssignal/Schaltsignal Totalisator, Frequenzsignal -
Konfiguration der Parameter entsprechend der für [ou1] ausgewählten Funktion:
Grenzwerte für Schaltsignal: SP1, rP1, FH1, FL1 Impulswertigkeit für Totalisator: ImPS Schaltpunkt und Reset für Totalisator: ImPS1, rTo1 Grenzwerte für Frequenzsignal: FSP1 (nur für Temperatur), FEP1, FrP1
– [FOU1]: Fehlerverhalten des Ausgangs -
Ausgang OUT2:
-
[SEL2]: Prozesswert (Durchfluss oder Temperatur) oder Diagnose (Durchflussrichtung oder Signalqualität).
– [uni. T] / [uni. F]: Standard-Maßeinheit
– [ou2]: Schaltsignal (Hno, Hnc, Fno, Fnc), Impulssignal/Schaltsignal Totalisator, Analogsignal
- Konfiguration der Parameter entsprechend der für [ou2] ausgewählten Funktion:
Grenzwerte für Schaltsignal: SP2, rP2, FH2, FL2
Impulswertigkeit für Totalisator: ImPS2
Schaltpunkt und Reset für Totalisator: ImPS2, rTo2
Grenzwerte für Analogsignal: ASP2, AEP2
– [FOU2]: Fehlerverhalten des Ausgangs
7. [diS. L]: Display Layout
Nach der Meldung, dass die geführte Installation abgeschlossen ist erscheint die Frage, ob die Messung beginnen soll.
▶ Zwischen [Ja] oder [Nein] oder [Geräteinfo] auswählen.
▷ Bei Auswahl [Ja] ist der Installationsvorgang abgeschlossen und das Gerät wechselt in die Prozesswertanzeige.
▷ Bei Auswahl [Nein] können die Parameter für Durchflussrichtung, OUT1/OUT2 und Display Layout (Schritte 3...6) erneut geändert werden oder die geführte Installation durch den Befehl [Neu starten] komplett neu durchgeführt werden.
▷ Bei Auswahl [Geräteinfo] zeigt das Gerät die zuvor eingestellte Gerätekonfiguration an.
10 Parametrierung
Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
10.1 Parametrierung über die Gerätetasten

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Gegebenenfalls stumpfen Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen.
| Absicht | Aktion |
| Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü | [●] |
| Wechsel ins Untermenü | Mit [▼] zum Untermenü steuern, z. B. [EF], dann [●] |
| Anwahl des gewünschten Parameters | [▲] oder [▼] |
| Wechsel in Einstellmodus | [●] |
| Verändern des Parameterwertes | [▲] oder [▼] |
| Übernahme des eingestellten Parameters | [●] |
| Parametereinstellung ohne Speichern verlassen | [▲] + [▼] |
| Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen) | [▲] + [▼]- oder -Mit [▲] oder [▼] zu [Zurück] steuern, dann [●] |
| Rückkehr zur Prozesswertanzeige | >30 Sekunden (Timeout) |

Beim ersten Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü oder nach Zurücksetzen des Geräts wird automatisch die geführte Installation im Display angeboten. Es erscheint die Frage, ob eine geführte Installation gewünscht ist.
Siehe auch: Geführte Installation über einen Installationsassistenten.
10.2 Parametrierung über IO-Link
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit einer Parametriersoftware verbinden.
▶ Den Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▶ Das Gerät mit einem freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hinweise zur Parametrierung → Handbuch der Parametriersoftware
10.3 Ausgangskonfiguration
Dieses Kapitel beschreibt die Wahlmöglichkeiten für die Ausgangssignale an OUT1 und OUT2.
10.3.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung
Zur Prozesswertüberwachung kann ein Schaltsignal ausgegeben werden. OUTx ändert dabei seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.
Hysteresefunktion:

Abb. 11: Hysteresefunktion
1: Prozesswert
t: Zeit
SP: Schaltpunkt
rP: Rückschaltpunkt
HY: Hysterese
Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)
Hnc: Hysteresefunktion Öffner (normally closed)

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt [SP] und der Rückschaltpunkt [rP] festgelegt. rP muss einen geringeren Wert haben als SP. Der Abstand zwischen SP und rP beträgt mindestens 0,5 % des Messbereichsendwertes (= Hysterese). Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.
Fensterfunktion:

Abb. 12: Fensterfunktion
1: Prozesswert
t: Zeit
FH: Oberer Grenzwert
FL: Unterer Grenzwert
HY: Hysterese
FE: Fensterbereich
Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)
Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert [FH] und der untere Grenzwert [FL] festgelegt. Der Abstand zwischen FH und FL beträgt mindestens 0,5 % des Messbereichsendwertes. FH und FL haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Strömungsschwankungen stabil.
10.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni.x].
▶ Menü [EF] > [OUTx] zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.
▶ [SELx] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW] oder [TEMP].
Hysteresefunktion:
▶ [ou] wählen und Schaltsignal einstellen: [Hno] oder [Hnc].
▶ [SPx] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ [rPx] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.
Fensterfunktion:
▶ [ou] wählen und Schaltsignal einstellen: [Fno] oder [Fnc].
▶ [FHx] wählen und oberen Grenzwert des Fensters einstellen.
▶ [FLx] wählen und unteren Grenzwert des Fensters einstellen.

Die Parametereinstellungen für [SP], [rP], [FH] und [FL] können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
10.3.1.2 Parametrierung über IO-Link: Schaltsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni.x].
▶ Menü [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [SELx] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW] oder [TEMP].
Hysteresefunktion:
▶ [oux] wählen und Schaltsignal einstellen: [Hno] oder [Hnc].
▶ [Parameter] > [Digitaler Ausgang x] aufrufen.
▶ [Strömung] oder [Temperatur] aufrufen.
▶ [SPx (FHx) - FLOW] oder [SPx (FHx) - TEMP] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ [rPx (FLx) - FLOW] oder [rPx (FLx) - TEMP] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.
Fensterfunktion:
▶ [oux] wählen und Schaltsignal einstellen: [Fno] oder [Fnc].
▶ [Parameter] > [Digitaler Ausgang x] aufrufen.
▶ [Strömung] oder [Temperatur] aufrufen.
▶ [SPx (FHx) - FLOW] oder [SPx (FHx) - TEMP] wählen und oberen Grenzwert für Schaltsignal einstellen.
▶ [rPx (FLx) - FLOW] oder [rPx (FLx) - TEMP] wählen und unteren Grenzwert für Schaltsignal einstellen.
10.3.2 Schaltsignal Diagnose
Das Gerät verfügt über eine integrierte Diagnosefunktion. Bei Verwendung der Diagnosefunktion wird der Ausgang ausschließlich zur Ausgabe von Diagnosemeldungen eingesetzt und meldet diese durch ein Schaltsignal.
Der Schaltausgang ist im Normalbetrieb eingeschaltet (normally closed) und die Schaltzustands-LED leuchtet gelb.
Erkennt das Gerät einen Diagnosefall, wird der Ausgang ausgeschaltet und die Schaltzustands-LED erlischt.
Zu den Diagnosefällen gehören:
- Umkehr der Durchflussrichtung (→ Schaltsignal Durchflussrichtung ☐ 31)
- Niedrige Signalqualität / Kein Signal (→ Schaltsignal Signalqualität ☐ 32)
10.3.2.1 Schaltsignal Durchflussrichtung
Die Änderung der Durchflussrichtung kann durch Ausgabe eines Schaltsignals überwacht werden.
Die positive Durchflussrichtung ist auf dem Gerät durch einen Pfeil mit der Beschriftung "flow direction" markiert. Die Richtung der Durchflussmessung kann über den Parameter Fdir umgekehrt werden.
Siehe Durchflussrichtung (→ 43).
Der Ausgang ist eingeschaltet, bis zum ersten Mal die eingestellte Mindestdurchflussmenge in negativer Durchflussrichtung (- LFC) unterschritten wird (1).
Danach gilt:
- Der Ausgang schaltet EIN, wenn + LFC überschritten wird (2).
• Der Ausgang schaltet AUS, wenn - LFC unterschritten wird (3).

LFC = Low flow cut-off: Schleichmengenunterdrückung (→ 42).

Abb. 13: Überwachung der Durchflussrichtung durch Schaltsignale
+Q Durchfluss in positiver Durchflussrichtung
-Q Durchfluss in negativer Durchflussrichtung
+LFC Mindestdurchfluss (Low flow cut-off) in positiver Durchflussrichtung
-LFC Mindestdurchfluss (Low flow cut-off) in negativer Durchflussrichtung
Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal Durchflussrichtung
▶ Menü [EF] > [OUTx] aufrufen.
▶ [oux] > [dOU] wählen und Fdir einstellen.
Parametrierung über IO-Link: Schaltsignal Durchflussrichtung
▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [oux] wählen und [dOU] einstellen.
▶ [dFUx] wählen und [Durchflussrichtung] einstellen.
10.3.2.2 Schaltsignal Signalqualität
Das Gerät kann ein Schaltsignal ausgeben, wenn die Signalqualität vom Normalbetrieb abweicht.
Die Signalqualität des Sensors kann durch Unregelmäßigkeiten im Medium (z. B. starke Turbulenzen, Luftblasen, Partikel oder Anhaftungen) beeinträchtigt werden.
Das Gerät erfasst die Signalqualität in drei Stufen:
| Signalqualität | Erläuterung | Betriebszustands-LED | Schaltausgang |
| Normal | Das Gerät arbeitet ohne Einschränkungen (Normalbetrieb). | leuchtet grün | On |
| Niedrig | Die Signalqualität ist gestört, das Gerät liegt aber immer noch in der Spezifikation. | leuchtet blau | OFF |
| Kein Signal | Kein Medium vorhanden oder kein Signalaufbau möglich. | blinkt rot | OFF |
Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal Signalqualität
▶ Menü [EF] > [OUTx] aufrufen.
▶ [oux] > [dOU] wählen und [Sig. Q] einstellen.
Parametrierung über IO-Link: Schaltsignal Signalqualität
▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [oux] wählen und [dOU] einstellen.
▶ [dFUX] wählen und [Erkennung Signalqualität] einstellen.
10.3.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion)
Das Gerät besitzt 3 interne Mengenzähler (Totalisatoren Vol.1, Vol.2 und Vol. L). Die Totalisatoren summieren fortlaufend die Verbrauchsmenge und stellen diesen Prozesswert sowohl im Display als auch über die IO-Link Schnittstelle zur Verfügung.
| Totalisator | Prozesswert | Lesezugriff über IO-Link |
| Vol.1 | Verbrauchsmenge 1(Dieser Wert wird für die Verbrauchsmengenüberwachung durch Schalt- oder Impulssignale verwendet) | zyklisch |
| Vol.2 | Verbrauchsmenge 2 | azyklisch |
| Vol. L | Verbrauchsmenge über die gesamte Laufzeit (Life Time Totalisator) | azyklisch |
Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 berücksichtigen bei der Summierung der Verbrauchsmenge die Durchflussrichtung: Zählweise der Totalisatoren (→ 45).

OUT1 und OUT2 können nicht gleichzeitig für die Verbrauchsmengenüberwachung genutzt werden.
Zusätzlich zur aktuellen Verbrauchsmenge wird der Wert vor dem letzten Reset gespeichert. Auch dieser Wert und die Zeit seit dem letzten Reset kann angezeigt werden.

Der Totalisator speichert regelmäßig die summierte Durchflussmenge. Nach einer Spannungsunterbrechung steht dieser Wert als aktueller Zählerstand zur Verfügung. Ist ein zeitgesteuerter Reset eingestellt, wird auch die verstrichene Zeit des eingestellten Resetintervalls gespeichert. Der mögliche Datenverlust kann somit eine Minute betragen.
Siehe auch: Totalisatorwerte ablesen (→ ☐ 52).
Die Genauigkeit der Verbrauchsmengenmessung ist abhängig von der Genauigkeit der Durchflussmessung.
Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können ein Schaltsignal oder Impulssignale ausgegeben werden:
• Siehe Schaltsignal Totalisator ( → ☐ 33)
• Siehe Impulssignal Totalisator ( → ☐ 34)
10.3.3.1 Schaltsignal Totalisator
Zur Überwachung der Verbrauchsmenge kann ein Schaltsignal ausgegeben werden.
Der Ausgang gibt ein Schaltsignal aus, wenn der Totalisator Vol.1 die unter [ImPS] eingestellte Durchflussmenge aufsummiert hat. Der Ausgang bleibt bis zum Totalisator-Reset geschaltet.
Über den Parameter [rTo1] bzw. [rTo2] kann der Totalisator-Reset für die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 eingestellt werden. Nach Zurücksetzen des Totalisators beginnt die Zählung erneut.
• [rTox] = OFF:
Automatisches Zurücksetzen des Totalisators ausgeschaltet. Zurücksetzen erfolgt durch manuellen Reset oder bei Überlauf.
- [rTox] = ...h/d/w (Stunden/Tage/Wochen):
Automatisches Zurücksetzen des Totalisators nach der eingestellten Zeit.
- Erreicht Totalisator Vol.1 vor der eingestellten Zeit die Durchflussmenge [ImPS], erfolgt kein automatischer Reset. Der Ausgang bleibt geschaltet, bis der Totalisator Vol.1 durch manuellen Reset oder durch Überlauf zurückgesetzt wird.
- Totalisator Vol.2 ist unabhängig von den Einstellungen von [lmPS]. Seine Zählung wird nicht für die Schalt- und Impulssignale berücksichtigt.

Die Totalisatoren können jederzeit über den Parameter [rTox] manuell zurückgesetzt werden. Totalisator Vol.1 kann zusätzlich über ein externes Signal an Pin 2 zurückgesetzt werden.
Siehe auch: Totalisator-Reset (→ 44).
Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal Totalisator
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni.x].
√ [rTox] ist eingestellt: [EF] > [TOTL] > [rTox].
▶ Menü [EF] > [OUTx] zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.
▶ [SELx] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW].
▶ [ou1] oder [ou2] wählen und [ImP] einstellen.
▶ [ImPSx] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der der Ausgang schaltet.
• Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
- Kurz ● drücken um Einstellbereich zu bestätigen.
- Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
- Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.
▶ [ImPRx] wählen und [Nein] einstellen.

Die Parametereinstellungen für [ImPS] und [ImPR] können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
Parametrierung über IO-Link: Schaltsignal Totalisator
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni.x].
√ [rTox] ist eingestellt: [Parameter] > [Totalisator] > [rTox].
▶ Menü [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [SELx] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW].
▶ [ou1] oder [ou2] wählen und [lmP] einstellen.
▶ [Parameter] > [Impuls Ausgang x] aufrufen.
▶ [ImPSx] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der der Ausgang schaltet.
▶ [ImPRx] wählen und [Nein] einstellen.
10.3.3.2 Impulssignal Totalisator
Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können Impulssignale ausgegeben werden.
Der Ausgang gibt jedes Mal ein Impulssignal aus, wenn die unter [ImPS] eingestellte Durchflussmenge (Impulswertigkeit) erreicht ist.
Das Impulssignal besteht aus einem kurzen Ein- und Ausschalten des Ausgangs. Die Schaltzustands-LEDs am Gerät zeigen den Schaltvorgang nicht an.

Impulssignale sind über die IO-Link Schnittstelle nicht verfügbar.
Parametrierung über Gerätetasten: Impulssignal Totalisator
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni.x].
▶ Menü [EF] > [OUTx] zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.
▶ [SELx] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW].
▶ [ou1] oder [ou2] wählen und [lmP] einstellen.
▶ [ImPSx] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der jeweils 1 Impuls ausgegeben wird (Impulswertigkeit).
• Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
- Kurz ● drücken um Einstellbereich zu bestätigen.
- Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
- Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.
▶ [ImPRx] wählen und [Ja] einstellen.

Die Parametereinstellungen für [ImPS] und [ImPR] können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
Parametrierung über IO-Link: Impulssignal Totalisator
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni.x].
▶ Menü [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [SELx] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW].
▶ [ou1] oder [ou2] wählen und [lmP] einstellen.
▶ [Parameter] > [Impuls Ausgang x] aufrufen.
▶ [ImPSx] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der jeweils 1 Impuls ausgegeben wird (Impulswertigkeit).
▶ [ImPRx] wählen und [Ja] einstellen.
10.3.4 Analogsignal
Das Gerät gibt ein Analogsignal von 4...20 mA aus, das proportional zum Prozesswert ist.
Der Messbereich ist skalierbar:
• [ASP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
• [AEP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

Mindestabstand zwischen ASP und AEP = 20 % des Messbereichendwertes.
Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Stromsignal ausgegeben.
Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (cr. UL, UL, OL, cr. OL, Err).

Abb. 14: Ausgangskennlinie Analogausgang nach IEC 60947-5-7
| A: | Analogsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| B: | Prozesswert | MEW: | Messbereichsendwert |
| 1: | Erfassungsbereich | ASP: | Analogstartpunkt |
| 2: | Anzeigebereich | AEP: | Analogendpunkt |
| 3: | Messbereich | UL: | Anzeigebereich unterschritten |
| 4: | Skalierter Messbereich | cr. UL: | Erfassungsbereich unterschritten |
| Q: | Strömung | OL: | Anzeigebereich überschritten |
| T: | Temperatur | Cr. OL: | Erfassungsbereich überschritten |

Ein negativer Durchflusswert bedeutet Durchfluss entgegen der unter Fdir eingestellten Durchflussrichtung. Siehe Durchflussrichtung ( → ☐ 43).
10.3.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Analogsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni.x].
▶ Menü [EF] > [OUT2] zur Konfiguration von Ausgang OUT2 aufrufen.
▶ [SEL2] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW] oder [TEMP].
▶ [ou2] wählen und Funktion einstellen: [I] (Analogsignal 4...20 mA).
▶ [ASP2] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
▶ [AEP2] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

Die Parametereinstellungen [ASP] und [AEP] können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
10.3.4.2 Parametrierung über IO-Link: Analogsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni.x].
▶ Menü [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [SEL2] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW] oder [TEMP].
▶ [ou2] wählen und Funktion einstellen: [I] (Analogsignal 4...20 mA).
▶ [Parameter] > [Analoger Ausgang 2] aufrufen.
▶ [Strömung] oder [Temperatur] aufrufen.
▶ [ASP2_FLOW] oder [ASP2_TEMP] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
▶ [AEP2_FLOW] oder [AEP2_TEMP] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.
10.3.5 Frequenzsignal
Das Gerät gibt ein Frequenzsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.
Das Frequenzsignal ist skalierbar:
• [FrPx] legt fest, wieviel Hz das Frequenzsignal bei Erreichen des oberen Messwertes beträgt.
Der Messbereich ist skalierbar:
• [FSPx] legt den unteren Messwert fest, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird.
- [FEPx] legt den oberen Messwert fest, bei dem das Ausgangssignal die unter [FrPx] eingestellte Frequenz beträgt.

[FSPx] ist nur für die Temperaturmessung verfügbar. Mindestabstand zwischen [FSPx] und [FEPx] = 20 % des Messbereichsendwerts.
Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Frequenzsignal ausgegeben.
Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).
Frequenzsignal Strömung:

Abb. 15: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Strömung
| A: | Frequenzsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| B: | Strömung | MEW: | Messbereichsendwert |
| 1: | Anzeigebereich | FEPx: | Frequenzendpunkt |
| 2: | Messbereich | FrPx: | Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert |
| 3: | Skalierter Messbereich | OL: | Anzeigebereich überschritten |
| Err: | Fehler |
Frequenzsignal Temperatur:

Abb. 16: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Temperatur
| A: | Frequenzsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| B: | Temperatur | MEW: | Messbereichsendwert |
| 1: | Anzeigebereich | FSPx: | Frequenzstartpunkt |
| 2: | Messbereich | FEPx: | Frequenzendpunkt |
| 3: | Skalierter Messbereich | FrPx: | Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert |
| Err: | Fehler | OL: | Anzeigebereich überschritten |
| UL: | Anzeigebereich unterschritten |
10.3.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Frequenzsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni.x].
▶ Menü [EF] > [OUT1] zur Konfiguration von Ausgang OUT1 aufrufen.
▶ [SEL1] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW] oder [TEMP].
▶ [ou1] wählen und [FRQ] einstellen.
▶ [FSP1] wählen und unteren Messwert einstellen, bei dem 0 Hz ausgegeben wird.
[FSP1] ist nur für die Temperaturmessung verfügbar.
▶ [FEP1] wählen und oberen Messwert einstellen, bei dem die unter [FrP1] eingestellte Frequenz (= 100 %) ausgegeben wird.
▶ [FrP1] wählen und die Frequenz für den oberen Messwert in Hz einstellen.
Die Parametereinstellungen für [FSP], [FEP] und [FrP] können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
10.3.5.2 Parametrierung über IO-Link: Frequenzsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni.x].
▶ Menü [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [SEL1] wählen und Prozesswert einstellen: [FLOW] oder [TEMP].
▶ [ou1] wählen und [FRQ] einstellen.
▶ [Parameter] > [Frequenzausgang 1] aufrufen.
▶ [FrP1] wählen und die Frequenz für den oberen Messwert in Hz einstellen.
▶ [Strömung] oder [Temperatur] aufrufen.
▶ [FSP1 - TEMP] wählen und unteren Messwert einstellen, bei dem 0 Hz ausgegeben wird.
▶ [FEP1_FLOW] / [FEP1_TEMP] wählen und oberen Messwert einstellen, bei dem die unter [FrP1] eingestellte Frequenz (= 100 %) ausgegeben wird.

[FSP1] ist nur für die Temperaturmessung verfügbar.
10.3.6 Fehlerverhalten der Ausgänge
Über den Parameter [FOUx] kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:
- Schaltsignal:
| [FOUx] | Prozesswerte [SELx] | Ausgangssignal | Erläuterung |
| On | Alle Prozesswerte | Der Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN. | Sobald ein defekter Prozesswert vorliegt, setzt das Gerät alle Prozesswerte auf ungültig. |
| OFF | Alle Prozesswerte | Der Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS. | |
| OU | Durchfluss | Der Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS. | Wenn der Prozesswert "Durchfluss" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Temperatur" weiterhin aus. |
| Temperatur | Der Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN. | Wenn der Prozesswert "Temperatur" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Durchfluss" weiterhin aus. |
- Analogsignal:
| [FOUx] | Prozesswerte [SELx] | Ausgangssignal | Erläuterung |
| On | Alle Prozesswerte | Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 21,5 mA. | Sobald ein defekter Prozesswert vorliegt, setzt das Gerät alle Prozesswerte auf ungültig. |
| OFF | Alle Prozesswerte | Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 3,5 mA. | |
| OU | Durchfluss | Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 3,5 mA. | Wenn der Prozesswert "Durchfluss" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Temperatur" weiterhin aus. |
| Temperatur | Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 21,5 mA. | Wenn der Prozesswert "Temperatur" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Durchfluss" weiterhin aus. |
- Frequenzsignal:
| [FOUx] | Prozesswerte [SELx] | Ausgangssignal | Erläuterung |
| On | Alle Prozesswerte | Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 130 % von [FrPx]. | Sobald ein defekter Prozesswert vorliegt, setzt das Gerät alle Prozesswerte auf ungültig. |
| OFF | Alle Prozesswerte | Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 0 Hz. | |
| OU | Durchfluss | Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 0 Hz. | Wenn der Prozesswert "Durchfluss" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Temperatur" weiterhin aus. |
| OU | Temperatur | Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 130 % von [FrPx]. | Wenn der Prozesswert "Temperatur" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Durchfluss" weiterhin aus. |

Der Parameter [FOU] hat keinen Einfluss auf das Impulssignal, die Diagnoseschaltsignale für Durchflussrichtung und Signalqualität und die IO-Link Prozessdatenübertragung.
10.3.6.1 Parametrierung über Gerätetasten: Fehlerverhalten der Ausgänge
▶ Menü [EF] > [OUTx] aufrufen.
▶ [FOUx] wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: [On], [OFF], [OU].
10.3.6.2 Parametrierung über IO-Link: Fehlerverhalten der Ausgänge
▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [FOUx] wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: [On], [OFF], [OU].
10.3.7 Ausgang aus
Das Ausgangssignal kann deaktiviert werden. Der Ausgang wird dann hochohmig.
Die Kommunikation über die IO-Link Schnittstelle an OUT1 bleibt weiterhin aktiv.
10.3.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Ausgang aus
▶ Menü [EF] > [OUTx] aufrufen.
▶ [SELx] wählen und [OFF] einstellen.
10.3.7.2 Parametrierung über IO-Link: Ausgang aus
▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [oux] wählen und [OFF] einstellen.
10.4 Anwendungskonfiguration
Das Kapitel beschreibt Einstellmöglichkeiten zur Anpassung an die kundenspezifische Applikation.
10.4.1 Geführte Installation
Zur erleichterten Parametrierung des Geräts kann ein Installationsassistent ausgeführt werden. Anweisungen im Display führen den Anwender hierbei schrittweise durch die Parametereinstellungen. Siehe auch: Geführte Installation über einen Installationsassistenten.
10.4.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Geführte Installation
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [Guide] wählen und [Ja] einstellen.
10.4.2 Standard-Maßeinheit
Es kann eine Maßeinheit ausgewählt werden, mit der der Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Einheit.
Auswählbare Werte:
- Durchfluss:
– SUxxx0: l/min; l/h; m3/h ; m/s. - SUxxx1: l/min; l/h; m³/h; m/s; gal/min; gal/h; ft/s; oz/min.
- Temperatur:
- SUxxx0: °C
- SUxxx1: °C oder °F
10.4.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Standard-Maßeinheit
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [uni. F] wählen und Maßeinheit einstellen.
▶ [uni. T] wählen und Maßeinheit einstellen.
10.4.2.2 Parametrierung über IO-Link: Standard-Maßeinheit
▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ [uni. F] wählen und Maßeinheit einstellen.
▶ [uni. T] wählen und Maßeinheit einstellen.
10.4.3 Prozesswert für OUT1 und OUT2
Für beide Ausgänge kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert überwacht werden soll. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Auswahl.
Auswählbare Werte:
• TEMP: Temperatur
- FLOW: Strömung
10.4.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Prozesswert OUT1 und OUT2
▶ Menü [EF] > [OUTx] aufrufen.
▶ [SELx] wählen Prozesswert für Ausgang OUTx einstellen.
10.4.3.2 Parametrierung über IO-Link: Prozesswert OUT1 und OUT2
▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [SELx] wählen Prozesswert für Ausgang OUTx einstellen.
10.4.4 Dämpfung
Über die Dämpfungszeit können sprunghafte Änderungen des Prozesswertes ausgeblendet werden.
Mit der Dämpfungszeit [dAP] kann eingestellt werden, nach wieviel Sekunden bei einer plötzlichen Änderung des Messwertes das Ausgangssignal 63 % des Endwertes erreicht. Die eingestellte Dämpfungszeit bewirkt eine Beruhigung der Schaltausgänge, der Analogausgänge, des Displays und der Prozesswertübertragung über die IO-Link-Schnittstelle.
Die Dämpfungszeit addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors ( → Technische Daten).
Die Signale UL und OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungszeit bestimmt.

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Strömung.
10.4.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Messwertdämpfung
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [dAP] wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).
10.4.4.2 Parametrierung über IO-Link: Messwertdämpfung
▶ [Parameter] > [Dämpfung] aufrufen.
▶ [dAP] wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).
10.4.5 Ausgangspolarität der Schaltausgänge
Über den Parameter [P-n] kann ausgewählt werden, ob die Ausgänge plusschaltend oder negativschaltend betrieben werden.
10.4.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Ausgangspolarität
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [P-n] wählen und [PnP] oder [nPn] einstellen.
10.4.5.2 Parametrierung über IO-Link: Ausgangspolarität
▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ [P-n] wählen und [PnP] oder [nPn] einstellen.
10.4.6 Schleichmengenunterdrückung
Mit der Funktion Low flow cut-off [LFC] lassen sich geringe Durchflussmengen ausblenden. Durchfluss unterhalb des LFC-Werts wird vom Sensor als Stillstand (Q = 0) ausgewertet.
10.4.6.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schleichmengenunterdrückung
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [LFC] wählen und Grenzwert einstellen, unterhalb dem ein Durchfluss als Stillstand ausgewertet wird.
10.4.6.2 Parametrierung über IO-Link: Schleichmengenunterdrückung
▶ [Parameter] > [Weitere Einstellungen] > [Strömung] aufrufen.
▶ [LFC] wählen und Grenzwert einstellen, unterhalb dem ein Durchfluss als Stillstand ausgewertet wird.
10.4.7 Medium
Das Gerät verfügt über unterschiedliche Medienkennlinien, die je nach Applikation über den Parameter MEdl ausgewählt werden können.
Auswählbare Werte:
• [H2O]: Wasser
• [OIL46]: Hochviskose Öle (Viskosität: 30...68 mm²/s bei 40 °C / 30...68 cSt bei 104 °F)
10.4.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Medium
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [MEdI] wählen und das Medium einstellen.
10.4.7.2 Parametrierung über IO-Link: Medium
▶ [Parameter] > [Medium] aufrufen.
▶ MEdl wählen und das Medium einstellen.
10.4.8 Durchflussrichtung
Die positive Durchflussrichtung kann vom Benutzer definiert werden. Diese Einstellung wirkt auf folgende Funktionen:
- Verbrauchsmengenüberwachung (→ Zählweise der Totalisatoren ☐ 45)
- Überwachung der Durchflussrichtung durch ein Schaltsignal (→ Schaltsignal Durchflussrichtung ☐ 31).
Die positive Durchflussrichtung ist auf dem Gerät durch einen Pfeil mit der Beschriftung "flow direction" markiert (Werkeinstellung). Die Richtung der Durchflussmessung kann über den Parameter Fdir umgekehrt werden:
| + | Durchflussrichtung bei Werkseinstellung |
| - | Durchflussrichtung entgegen der Werkseinstellung |
10.4.8.1 Parametrierung über Gerätetasten: Durchflussrichtung
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ Fdir wählen und Durchflussrichtung einstellen.
10.4.8.2 Parametrierung über IO-Link: Durchflussrichtung
▶ [Parameter] > [Weitere Einstellungen] > [Strömung] aufrufen.
▶ Fdir wählen und Durchflussrichtung einstellen.
10.4.9 Kalibrierung
Der Kalibrierfaktor [CGA] wird verwendet, um die Temperatur-Viskositätskompensation des Sensors auf das Verhalten des verwendeten Mediums anzupassen. Der Kalibrierfaktor beeinflusst die Steigung der Messkennlinie der Strömungsmessung.

Die Steigungsänderung der Messkennlinie wird in Prozent angegeben. Bei Werkseinstellung beträgt [CGA] = 100 %. Nach einer Änderung kann die Kalibrierung auf Werkseinstellung zurückgesetzt werden.

Abb. 17: Kalibrierung der Messkennlinie
1: Kalibrierfaktor [CGA]
2: Prozesswert
MW: Messwert
V0: Messkennlinie bei Werkseinstellung
V1: Messkennlinie 1 nach Kalibrierung
V2: Messkennlinie 2 nach Kalibrierung
10.4.9.1 Parametrierung über Gerätetasten: Kalibrierung
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [CGA] wählen und Wert zwischen 60...140 % einstellen (100 % = Werkskalibrierung).
10.4.9.2 Parametrierung über IO-Link: Kalibrierung
▶ [Parameter] > [Anwendungskonfiguration] aufrufen.
▶ [CGA] wählen und Wert zwischen 60...140 % einstellen (100 % = Werkskalibrierung).
10.4.10 Totalisator-Reset
Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 können auf verschiedene Weise zurückgesetzt werden:
- Manueller Reset
- Zeitgesteuerter Reset
- Reset durch externes Signal
- Reset durch Überlauf (Erreichen des maximalen Anzeigebereichs).
Der Totalisator Vol. L kann nicht zurückgesetzt werden.
10.4.10.1 Parametrierung über Gerätetasten: Totalisator-Reset
1. Manueller Reset:
▶ Menü [EF] > [TOTL] aufrufen.
▶ [rTox ] > [Reset] wählen und [Ja] einstellen..
▷ Der Totalisator wird zurückgesetzt.
2. Zeitgesteuerter Reset:
▶ Menü [EF] > [TOTL] aufrufen.
▶ [rTox] wählen, dann Zeit in Wochen (w), Tagen (d) oder Stunden (h) einstellen.
▷ Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.
3. Reset durch externes Signal:
▶ Menü [EF] > [OUT2] aufrufen.
▶ [ou2] wählen und Digitaleingang einstellen: [In. D].
▶ [DIn2] wählen und Reset-Signal einstellen:
• [HIGH]: Reset bei High-Signal
• [LOW]: Reset bei Low-Signal
• [+EDG]: Reset bei steigender Flanke
• [-EDG]: Reset bei fallender Flanke
Der Totalisator Vol.1 wird bei Erhalt des Reset-Signals über Pin 2 zurückgesetzt.

Ein externer Reset ist nur für Totalisator Vol.1 möglich.

Die Parametereinstellung für [DIn2] kann nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.
4. Reset durch Überlauf:
▶ Menü [EF] > [TOTL] aufrufen.
▶ [rTox] wählen und [OFF] einstellen.
▷ Der Totalisator wird erst zurückgesetzt, sobald der maximale Anzeigebereich des Displays überschritten ist.
10.4.10.2 Parametrierung über IO-Link: Totalisator-Reset
1. Manueller Reset:
▶ [Parameter] > [Totalisator] aufrufen.
▶ Kommando ausführen:
• [Rücksetzen Totalisator 1]
• [Rücksetzen Totalisator 2]
2. Zeitgesteuerter Reset:
▶ [Parameter] > [Totalisator] aufrufen.
▶ [rTox] wählen, dann Zeit in Wochen (w), Tagen (d) oder Stunden (h) einstellen.
▷ Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.
3. Reset durch externes Signal:
▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [ou2] wählen und Digitaleingang einstellen: [In. D].
▶ [Parameter] > [Digitaler Eingang 2] aufrufen.
▶ [DIn2] wählen und Reset-Signal einstellen:
• [HIGH]: Reset bei High-Signal
• [LOW]: Reset bei Low-Signal
• [+EDG]: Reset bei steigender Flanke
• [-EDG]: Reset bei fallender Flanke
Der Totalisator Vol.1 wird bei Erhalt des Reset-Signals über Pin 2 zurückgesetzt.

Ein externer Reset ist nur für Totalisator Vol.1 möglich.
4. Reset durch Überlauf:
▶ [Parameter] > [Totalisator] aufrufen.
▶ [rTox] wählen und [OFF] einstellen.
▷ Der Totalisator wird erst zurückgesetzt, sobald der maximale Anzeigebereich des Displays überschritten ist.
10.4.11 Zählweise der Totalisatoren
Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 berücksichtigen bei der Summierung der Verbrauchsmenge die Durchflussrichtung. Über den Parameter [FProx] können folgende Zählweisen festgelegt werden:
| [FProx] | Zählweise |
| 0+ | Negative Durchflusswerte (entgegen der markierten Durchflussrichtung) werden bei der Summierung nicht berücksichtigt |
| -0 | Positive Durchflusswerte (entsprechend der markierten Durchflussrichtung) werden bei der Summierung nicht berücksichtigt. |
| -+++ | Negative Durchflusswerte werden von der Verbrauchsmenge subtrahiert. Alle Durchflusswerte werden unabhängig von der Durchflussrichtung aufsummiert. |
Tab. 1: Zählweise der Totalisatoren
Die Zählweise von Vol. L kann nicht eingestellt werden. Der Life Time Totalisator summiert alle Durchflussmengen unabhängig von der Durchflussrichtung.

Abb. 18: Berücksichtigung der Durchflussrichtung bei Summierung der Verbrauchsmenge
+Q: Durchflussmenge in positiver Richtung
-Q: Durchflussmenge in negativer Richtung
V: Durchflussmenge absolut (= Summe aus negativem und positivem Durchfluss)
1: Durchfluss wechselt in negative Richtung
2: Durchfluss wechselt in positive Richtung
Beim Wechsel der Durchflussrichtung wird eine Minestdurchflussmenge berücksichtigt. Siehe Schaltsignal Durchflussrichtung ( → ☐ 31).
10.4.11.1 Parametrierung über Gerätetasten: Zählweise der Totalisatoren
▶ Menü [EF] > [TOTL] aufrufen.
▶ [FPro1] wählen und Zählweise für Totalisator Vol.1 einstellen.
▶ [FPro2] wählen und Zählweise für Totalisator Vol.2 einstellen.
10.4.11.2 Parametrierung über IO-Link: Zählweise der Totalisatoren
▶ [Parameter] > [Totalisator] aufrufen.
▶ [FPro1] wählen und Zählweise für Totalisator Vol.1 einstellen.
▶ [FPro2] wählen und Zählweise für Totalisator Vol.2 einstellen.
10.4.12 Verriegeln / Entriegeln
Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.
Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.
Werkseinstellung: Nicht verriegelt.
10.4.12.1 Parametrierung über Gerätetasten: Verriegeln / Entriegeln
Verriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis [Loc] angezeigt wird.
Entriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis [uLoc] angezeigt wird.
10.4.12.2 Parametrierung über IO-Link: Verriegeln / Entriegeln
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [Loc] wählen und Verriegelung einstellen.
▷ Diese Sperre kann am Gerät aufgehoben werden.
- oder -
▶ [Parameter] > [Weitere Einstellungen] aufrufen.
▶ [Gerätezugriffssperren. Lokale Parametrierung] wählen und [Gesperrt] oder [Entsperrt] einstellen.
▷ Diese Sperre kann nur über IO-Link aufgehoben werden.
10.4.13 Gerät zurücksetzen (Reset)
Das Gerät kann auf 2 Arten zurückgesetzt werden:
- [APPL] (Applikationsreset): Zurücksetzen der Parametereinstellungen. Folgendes wird zurückgesetzt:
– Alle geänderten applikationsspezifischen Parameter.
Bei aktivierter IO-Link Datenhaltung löst dies ein Parameter-Update im Master aus. Hierdurch werden die im Master konfigurierten Parameter erneut auf das Gerät geschrieben. Ein Applikationsreset kann deshalb unwirksam sein.
• [BtB] (Back to box): Zurücksetzen auf Werkseinstellung. Folgendes wird zurückgesetzt:
– Alle geänderten applikationsspezifischen Parameter.
- Alle schreibbaren Geräteidentifikationsparameter wie [Anwendungsspezifisches Kennzeichen], [Anlagenkennzeichen] oder [Ortskennzeichen].
– Diagnoseparameter, Statusparameter, Events.
Nach dem Back to Box Reset setzt der Sensor die Kommunikation und den Messbetrieb bis zur Spannungsunterbrechung aus. Die IO-Link Datenhaltung wird nicht angestoßen.
Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.
10.4.13.1 Parametrierung über Gerätetasten: Gerät zurücksetzen
▶ Menü [EF] > [rES] aufrufen.
▶ [APPL] oder [BtB] wählen und [Yes] einstellen.
Nur bei Auswahl [BtB]:
▶ Spannungsversorgung unterbrechen und wiederherstellen.
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.
10.4.13.2 Parametrierung über IO-Link: Gerät zurücksetzen
▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ Kommando ausführen: [Anwendung rücksetzen] oder [Back-to-box].
Nur bei Auswahl BtB:
▶ Spannungsversorgung unterbrechen und wiederherstellen.
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.
10.5 Display
10.5.1 Display Sprache
Über den Parameter [LanG] kann die Sprache im Display eingestellt werden.
Auswählbare Sprachen:
• DE: Deutsch
• EN: Englisch
• ES: Spanisch
• FR: Französisch
- IT: Italienisch
JP: Japanisch
- KOR: Koreanisch
• PT: Portugiesisch
CN: Chinesisch
10.5.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Sprache
▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [LanG] wählen und Sprache einstellen.
10.5.1.2 Parametrierung über IO-Link: Display Sprache
▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ [LanG] wählen und Sprache einstellen.
10.5.2 Display Drehung
Über den Parameter [diS. R] kann die Schrift im Display im Uhrzeigersinn gedreht werden, um eine bessere Ablesbarkeit zu erreichen.
Auswählbare Werte:
- 0° (nicht gedreht)
• 90°
• 180°
• 270°
10.5.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Ausrichtung
▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [diS. R] wählen und die Drehung der Anzeige einstellen.
10.5.2.2 Parametrierung über IO-Link: Display Ausrichtung
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [diS. R] wählen und die Drehung der Anzeige einstellen.
10.5.3 Display Helligkeit
Über den Parameter [diS. B] kann die Helligkeit der Displayanzeige eingestellt werden.
Auswählbare Werte:
• 25 %
- 50 %
- 75%
• 100 %
- OFF: Energiesparmodus. Die Anzeige ist im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet. Fehlermeldungen werden bei ausgeschaltetem Display über IO-Link und die Betriebszustands-LED angezeigt. Displayaktivierung über beliebigen Tastendruck. Nach 30 s Inaktivität wird das Display wieder ausgeschaltet.

Misst das Gerät eine hohe interne Temperatur, wird die Display-Helligkeit automatisch angepasst:
Geräteinnentemperatur > 64 °C: Helligkeit wird auf 25 % reduziert. Geräteinnentemperatur ≥ 90 °C: Display wird ausgeschaltet.
10.5.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Helligkeit
▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [diS. B] wählen und die Helligkeit der Anzeige einstellen.
10.5.3.2 Parametrierung über IO-Link: Display Helligkeit
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [diS. B] wählen und die Helligkeit der Anzeige einstellen.
10.5.4 Display Aktualisierungsrate
Über den Parameter [diS. U] kann eingestellt werden, wie häufig die Displayanzeige aktualisiert wird.
Auswählbare Werte:
• d1: schnell
- d2: mittel
• d3: langsam
10.5.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Aktualisierungsrate
▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [diS. U] wählen und Aktualisierungsrate einstellen.
10.5.4.2 Parametrierung über IO-Link: Display Aktualisierungsrate
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [diS. U] wählen und Aktualisierungsrate einstellen.
10.5.5 Display Layout
Über den Parameter [diS. L] kann ausgewählt werden, welche Prozesswerte standardmäßig im Display angezeigt werden.
Auswählbare Werte:
• L1: aktueller Prozesswert für Durchfluss
• L2. Tem: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Temperatur
• L2. Totl: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Totalisator Vol.1
• L3: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Temperatur und Totalisator Vol.1
• L4: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Temperatur und Totalisator Vol.1 und Signalqualität
L1

L2. Tem

L2. Totl

L3

L4

Abb. 19: Wählbare Layouts
10.5.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Layout
▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [diS. L] wählen und Layout einstellen.
10.5.5.2 Parametrierung über IO-Link: Display Layout
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [diS. L] wählen und Layout einstellen.
10.5.6 Display Farbeinstellung
Die Schriftfarbe im Display kann über den Parameter [coL.x] ausgewählt werden:
• [coL. F]: Schriftfarbe für Durchfluss
• [coL. T]: Schriftfarbe für Temperatur
• [coL. V]: Schriftfarbe für Totalisator Vol.1
Dauerhafte Schriftfarbe
Die Schriftfarbe kann für die Anzeige von Durchfluss, Temperatur oder Totalisator dauerhaft festgelegt werden:
| [coL. F] / [coL. T] / [coL. V] | Schriftfarbe |
| bk/wh | schwarz-weiß |
| rEd | rot |
| GrEn | grün |
| yellow | gelb |
Farbwechsel
Alternativ dazu kann für die Anzeige von Durchfluss und Temperatur ein Farbwechsel in Abhängigkeit vom aktuellen Prozesswert eingestellt werden:
| [coL. F] / [coL. T] | Schriftfarbe |
| r-cF | rot = Prozesswert innerhalb des Fensterbereichsgrün = Prozesswert außerhalb des Fensterbereichs |
| G-cF | grün = Prozesswert innerhalb des Fensterbereichsrot = Prozesswert außerhalb des Fensterbereichs |
Bei Auswahl "Farbwechsel" müssen die Grenzwerte des Fensterbereichs eingestellt werden:
[cFL. F]: unterer Grenzwert für Durchfluss
[cFH. F]: oberer Grenzwert für Durchfluss
[cFL. T]: unterer Grenzwert für Temperatur
[cFH. T]: oberer Grenzwert für Temperatur
Die Grenzwerte [cFL.x] und [cFH.x] können frei innerhalb des Messbereichs gewählt werden und sind unabhängig von der für OUT1 und OUT2 eingestellten Ausgangsfunktion.

Abb. 20: Beispiel für die Einstellung [coL.x] = G-cF
10.5.6.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Farbeinstellung
▶ Menü [EF] > [DIS] > [COLR] aufrufen.
▶ [coL. F] wählen und Schriftfarbe für Durchflusswert auswählen:
• ▶ Farbe: [bk/wh], [red], [green], [yellow]
• Farbwechsel: [r-cF], [G-cF]

Bei Einstellung Farbwechsel mit [cFH. F] und [cFL. F] oberen und unteren Grenzwert für Durchfluss einstellen.
▶ [coL. T] wählen und Schriftfarbe für Temperaturwert auswählen:
• Farbe: [bk/wh], [red], [green], [yellow]
• Farbwechsel: [r-cF], [G-cF]

Bei Einstellung Farbwechsel mit [cFH. T] und [cFL. T] oberen und unteren Grenzwert für Temperatur einstellen.
▶ [coL. V] wählen und Schriftfarbe für Totalisatorwert auswählen:
▶ Farbe: [bk/wh], [red], [green], [yellow].
10.5.6.2 Parametrierung über IO-Link: Display Farbeinstellung
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [coL. F] wählen und Schriftfarbe für Durchflusswert auswählen:
• Farbe: [bk/wh], [red], [green], [yellow]
• Farbwechsel: [r-cF], [G-cF]
Bei Einstellung Farbwechsel oberen und unteren Grenzwert für Durchfluss einstellen: [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] > [Fenster für Farbwechsel] > [Strömung] auswählen und [cFH. F] und [cFL. F] einstellen.
▶ [coL. T] wählen und Schriftfarbe für Temperaturwert auswählen:
• Farbe: [bk/wh], [red], [green], [yellow]
• Farbwechsel: [r-cF], [G-cF]
Bei Einstellung Farbwechsel oberen und unteren Grenzwert für Temperatur einstellen: [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] > [Fenster für Farbwechsel] > [Temperatur] auswählen und [cFH. T] und [cFL. T] einstellen.
▶ [coL. V] wählen und Schriftfarbe für Totalisatorwert auswählen:
• Farbe: [bk/wh], [red], [green], [yellow]
10.6 Diagnosefunktionen
Das Gerät bietet eine Reihe von Diagnosefunktionen.
Diagnosemeldungen können über ein Ausgangssignal bereitgestellt werden. Siehe auch Schaltsignal Diagnose ( → ☐ 31).
In diesem Kapitel werden Diagnosefunktionen beschrieben, die Informationen liefern, aber kein Ausgangssignal bereitstellen.
10.6.1 Totalisatorwerte ablesen
Für die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 können jederzeit folgende Werte abgelesen werden:
- Aktuelle Durchflussmenge (= Verbrauchsmenge seit dem letzten Reset).
• Verbrauchsmenge vor dem letzten Reset. - Zeit in Minuten seit dem letzten Reset.
Für den Totalisator Vol. L können jederzeit folgende Werte abgelesen werden, die über die gesamte Betriebsdauer ermittelt wurden:
- Durchflussmenge in Vorzugsrichtung (= positive Durchflussrichtung).
- Durchflussmenge in Nicht-Vorzugsrichtung (= negative Durchflussrichtung).
10.6.1.1 Ablesung über Gerätetasten: Totalisatorwerte
▶ Menü [EF] > [TOTL] aufrufen.
▶ [Vol.x] wählen und Verbrauchswerte ablesen.
10.6.1.2 Ablesung über IO-Link: Totalisatorwerte
▶ [Parameter] > [Totalisator] aufrufen.
▶ [Vol.x] wählen und Verbrauchswerte ablesen.
10.6.2 Speicher
Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte.
Der aktuelle Wert kann am Gerät oder über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.
Auswählbare Werte:
• Minimaler Durchflusswert
• Maximaler Durchflusswert
- Minimaler Temperaturwert
• Maximaler Temperaturwert

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.
10.6.2.1 Ablesung über Gerätetasten: Speicher
▶ Menü [EF] > [DIAG] aufrufen.
▶ Wert für den minimalen und maximalen gespeicherten Prozesswert ablesen.
10.6.2.2 Parametrierung über IO-Link: Speicher
Speicher anzeigen:
▶ [Parameter] > [Speicher] > [Strömung] oder [Temperatur] aufrufen.
▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert anzuzeigen.
Speicher löschen:
▶ Kommando ausführen:
• [Rücksetzen Hi.x und Lo.x Speicher]
• [Rücksetzen Lo.x Speicher]
• [Rücksetzen Hi.x Speicher]
10.6.3 Betriebsstundenzähler
Das Gerät speichert die Betriebsstunden seit erster Inbetriebnahme.
Der aktuelle Wert kann über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.
▶ [Parameter] > [Diagnose] aufrufen.
▶ [Betriebsstunden] wählen und Wert ablesen.
10.6.3.1 Ablesung über Gerätetasten: Betriebsstunden
▶ Menü [EF] > [DIAG] aufrufen.
▶ [Betriebsstunden] wählen und Wert ablesen.
10.6.3.2 Ablesung über IO-Link: Betriebsstunden
▶ [Parameter] > [Diagnose] aufrufen.
▶ [Betriebsstunden] wählen und Wert ablesen.
10.6.4 Interne Temperatur
Der Sensor misst die interne Gerätetemperatur.
Der aktuelle Wert kann am Gerät oder über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.
Eine hohe interne Temperatur wird vom Gerät auf folgende Weise gemeldet:
- Warnmeldung durch Betriebszustands-LED.
- Reduktion der Display-Helligkeit oder Ausschalten des Displays.

Misst das Gerät eine hohe interne Temperatur, wird die Display-Helligkeit automatisch angepasst:
Geräteinnentemperatur > 64 °C: Helligkeit wird auf 25 % reduziert.
Geräteinnentemperatur ≥ 90 °C: Display wird ausgeschaltet.
10.6.4.1 Ablesung über Gerätetasten: Interne Temperatur
▶ Menü [EF] > [DIAG] aufrufen.
▶ [Interne Temperatur] wählen und Wert ablesen.
10.6.4.2 Ablesung über IO-Link: Interne Temperatur
▶ [Parameter] > [Diagnose] > [Temperatur] aufrufen.
▶ [Interne Temperatur] wählen und Wert ablesen.
10.6.5 Signalqualität
Die Signalqualität des Sensors kann durch Unregelmäßigkeiten im Medium (z. B. starke Turbulenzen, Luftblasen, Partikel oder Anhaftungen) beeinträchtigt werden.
Das Gerät erfasst die Signalqualität in drei Stufen:
| Signalqualität | Erläuterung | Betriebszustands-LED |
| Normal | Das Gerät arbeitet ohne Einschränkungen (Normalbetrieb). | leuchtet grün |
| Niedrig | Die Signalqualität ist gestört, das Gerät liegt aber immer noch in den Spezifikation. | leuchtet blau |
| Kein Signal | Kein Medium vorhanden oder kein Signalaufbau möglich. | blinkt rot |
Der aktuelle Wert kann am Gerät oder über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.
Darüber hinaus kann die Signalqualität über ein Schaltsignal und/oder ein LED-Farbsignal angezeigt werden. Siehe auch:
• Schaltsignal Signalqualität (→ 32)
• Betriebszustands-LED (→ 55)
10.6.5.1 Ablesung über Gerätetasten: Signalqualität
▶ Menü [EF] > [DIAG] aufrufen.
▶ [Signalqualität] wählen und Wert ablesen.
10.6.5.2 Ablesung über IO-Link: Signalqualität
▶ [Parameter] > [Diagnose] aufrufen.
▶ [Signalqualität] wählen und Wert ablesen.
10.6.6 Betriebszustands-LED
Das Gerät ist mit einer Betriebszustands-LED ausgestattet, die Abweichungen vom Normalbetrieb (= Diagnosefälle) durch ein Farbsignal anzeigt.
Die Funktion der Betriebszustands-LED ist einstellbar:
| [LED. M] | Betriebszustands-LED |
| On | Die LED ist dauerhaft an:Grün im Normalbetrieb, blau oder rot im Diagnosefall. |
| OFF | Die LED ist dauerhaft aus. |
| Noti | Die LED leuchtet/blinkt nur im Diagnosefall blau oder rot. |
Zu den Diagnosefällen gehören:
- Niedrige oder keine Signalqualität. Siehe auch:
- Signalqualität (→ 54).
- Warn- oder Fehlermeldungen. Siehe auch:
- Warnmeldungen (→ 59)
- Fehlermeldungen (→ 60)
10.6.6.1 Parametrierung über Gerätetasten: Betriebszustands-LED
▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [LED. M] wählen und Betriebszustands-LED einstellen.
10.6.6.2 Parametrierung über IO-Link: Betriebszustands-LED
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [LED Modus] wählen und Betriebszustands-LED einstellen.
10.6.7 Simulation
Mit dieser Funktion werden Prozesswerte simuliert und deren Signalkette überprüft.
Es können auch Prozesswerte simuliert werden, die zu einer Fehler- oder Warnmeldung führen (z. B. OL).
Beim Start der Simulation werden die Werte des Totalisators eingefroren und der simulierte Totalisator auf 0 gesetzt. Der simulierte Durchflusswert wirkt dann auf den simulierten Totalisator. Nach Beenden der Simulation werden die ursprünglichen Totalisatorwerte wiederhergestellt.
Während der Simulation gilt:
- Die Simulation wirkt nicht auf die aktuell herrschenden Prozesswerte. Die Ausgänge verhalten sich wie zuvor eingestellt.
- Der originale Totalisatorwert bleibt unverändert gespeichert, auch wenn eine reale Strömung fließt.
- Es stehen keine Fehlermeldung der aktuellen realen Applikation zur Verfügung. Diese werden durch die Simulation unterdrückt.
Folgende Werte können simuliert werden:
• Prozesswerte für Durchfluss und Temperatur
• Prozesswerte außerhalb des Messbereichs (cr. UL, UL, OL, cr. OL)
10.6.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Simulation
▶ Menü [EF] > [SIM] aufrufen.
▶ [S. FLW] wählen und zu simulierenden Durchflusswert einstellen.
▶ [S. TMP] wählen und zu simulierenden Temperaturwert einstellen.
▶ [S. Tim] wählen und Dauer der Simulation in Minuten einstellen.
▶ [S. On] wählen und Funktion einstellen:
- [On]: Die Simulation startet. Die Werte werden für die unter [S. Tim] eingestellte Dauer simuliert. Abbruch über beliebigen Tastendruck.
• [OFF]: Simulation nicht aktiv.
10.6.7.2 Parametrierung über IO-Link: Simulation
▶ [Parameter] > [Simulation] aufrufen.
▶ [S. Tim] wählen und Dauer der Simulation in Minuten einstellen.
▶ [Parameter] > [Simulation] > [Strömung] aufrufen.
▶ [S. FLW] wählen und den zu simulierenden Durchflusswert oder einen Fehlerfall (z. B. OL) einstellen.
▶ [Parameter] > [Simulation] > [Temperatur] aufrufen.
▶ [S. TMP] wählen und den zu simulierenden Temperaturwert oder einen Fehlerfall (z. B. OL) einstellen.
▶ [Zum Gerät schreiben] wählen.
▷ Die geänderten Werte werden auf das Gerät übertragen.
▶ [Parameter] > [Simulation] aufrufen.
▶ Kommando ausführen: [Start Simulation].
▷ Die Simulation startet mit den eingestellten Werten.
▶ Zum Beendigen der Simulation: Kommando ausführen: [Stop Simulation].
10.7 Identifikation
10.7.1 Geräteinformationen
Auf dem Gerät sind einige unveränderbare Geräteinformationen gespeichert. Hierzu gehören:
- Produktname
- Produktfamilie
- Hersteller
- Hersteller-ID
- Geräte-ID
- Seriennummer
• Hardware-/Firmware-Revision - Beschreibung
Darüber hinaus können dem Gerät über die IO-Link Schnittstelle mit geeigneter Parametriersoftware weitere Kennzeichen zugewiesen werden, die frei definierbar sind und eine maximale Länge von 32 Zeichen haben dürfen. Hierzu gehören:
• Anwendungsspezifisches Kennzeichen
- Anlagenkennzeichen
- Ortskennzeichen
Geräteinformation ablesen / bearbeiten:
▶ [Identifikation] aufrufen.
▶ Geräteinformationen ablesen oder editierbare Parameter bearbeiten.
10.7.1.1 Ablesung über die Gerätetasten: Geräteinformationen
▶ Menü [EF] > [d. InF] aufrufen.
▶ Geräteinformationen ablesen.
10.7.1.2 Ablesung oder Parametrierung über IO-Link: Geräteinformationen
▶ [Identifikation] aufrufen.
▶ Geräteinformationen ablesen oder editierbare Parameter bearbeiten.
10.7.2 Optische Lokalisierung
Der Sensor kann aus der Ferne über die IO-Link Schnittstelle in der Anlage lokalisiert werden. Bei Verwendung des Kommandos blinken die Schaltzustands-LEDs und im Display blinkt die Anzeige IO-Link.
10.7.2.1 Parametrierung über IO-Link: Optische Lokalisierung
▶ [Identifikation] aufrufen.
▶ Kommando ausführen: [Blinken An].
▶ Zum Beenden des Blinkvorgangs: Kommando ausführen: [Blinken AUS].
11 Betrieb
Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
11.1 Prozesswertanzeige
Es besteht die Möglichkeit im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Prozesswertanzeigen zu wechseln:
▶ Taste [▲] oder [▼] drücken.
▷ Das Display wechselt zwischen dem benutzerdefinierten Display-Layout, der Totalisatoranzeige und dem Standard-Layout [diS. L] = L4, siehe Abbildung.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück zum benutzerdefinierten Layout.



Abb. 21: Wechsel zwischen den Prozesswertanzeigen
1: Display Layout, wie unter [diS. L] eingestellt.
Siehe auch: Display Layout ( → ☐ 50). In diesem Beispiel [diS. L] = L1.
2: Totalisatoranzeige
3: Display Layout [diS. L] = L4:
Durchfluss, Temperatur, Totalisator Vol.1, Signalqualität
12 Fehlerbehebung
Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.
Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display. Zusätzlich sind die Fehleranzeigen über IO-Link verfügbar.
Die Statussignale sind gemäß Namur-Emfehlung NE107 klassifiziert.
Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.
Zusätzlich werden Warn- und Fehlermeldungen folgendermaßen durch das Gerät angezeigt:
- Schaltsignal bei Verwendung von OUT1 oder OUT2 als Diagnoseausgang. Siehe auch Schaltsignal Diagnose (→ 31).
- Farbsignal der Betriebszustands-LED. Siehe auch: Betriebszustands-LED (→ 55).
Bei Ausfall des Temperaturmesswertes steht der Prozesswert für Durchfluss weiterhin zur Verfügung.

Über IO-Link stehen zusätzliche Diagnosefunktionen zur Verfügung → IO-Link Schnittstellenbeschreibung unter documentation.ifm.com.
12.1 Warnmeldungen
| Display-Anzeige | LED-Anzeige | Problem / Abhilfe |
| Display aus | Betriebszustands-LED: ausSchaltzustands-LEDs: aus | Versorgungsspannung zu niedrig.► Versorgungsspannung prüfen. Display ausgestellt.► ▶ Prüfen, ob Einstellung [diS. B] = OFF und ggf. Einstellung ändern. Betriebszustands-LED ausgestellt.► ▶ Prüfen, ob Einstellung [LED. M] = OFF und ggf. Einstellung ändern. |
| Display aus | Betriebszustands-LED: blinkt rot | Interne Gerätetemperatur zu hoch.► ▶ Gerät abkühlen. |
| Titelzeile: Kurzschluss OUT1 / OUT2 Prozesswertzeile: --- | Betriebszustands-LED: blinkt rotSchaltzustands-LEDs: blinken schnell gelb | Kurzschluss in beiden Ausgängen.► OUT1 und OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| Titelzeile: Kurzschluss OUT1 Prozesswertzeile: --- | Betriebszustands-LED: Blinkt rotSchaltzustands-LED1: blinkt schnell gelb | Kurzschluss Ausgang 1.► OUT1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| Titelzeile: Kurzschluss OUT2 Prozesswertzeile: --- | Betriebszustands-LED: Blinkt rotSchaltzustands-LED2: blinkt schnell gelb | Kurzschluss Ausgang 2.► OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| Titelzeile: Untergrenze Prozesswertzeile: UL | Betriebszustands-LED: blinkt rot | Anzeigebereich unterschritten.► Messbereich überprüfen. |
| Titelzeile: Obergrenze Prozesswertzeile: OL | Betriebszustands-LED: blinkt rot | Anzeigebereich überschritten.► Messbereich überprüfen. |
| Titelzeile: Override aktiv Prozesswertzeile: --- | Betriebszustands-LED: blinkt rot | Ein Prozesswert unterscheidet sich vom Messwert. PV ist auf "0" gesetzt, während Override-bit in PDOut gesetzt ist.► ▶ PDOut Override deaktivieren. |
| Titelzeile: Signalqualität niedrig Prozesswertzeile: LOW | Betriebszustands-LED: leuchtet blau | Signalqualität niedrig.► Gerät ausbauen und Gerät auf Anhaftungen überprüfen.► ▶ Applikation auf Störeinflüsse (Luftblasen/Partikel) überprüfen. |
| Titelzeile: ▲Prozesswertzeile: ➕ IO-Link | Schaltzustands-LEDs: blinken schnell gelb | IO-Link Funktion zur optischen Identifikation des Geräts aktiv.► ▶ IO-Link Funktion deaktivieren. |
| Titelzeile: Simulation Prozesswertzeile: --- | Betriebszustands-LED: leuchtet grün | Simulation aktiv.► Simulation beenden. |
| Titelzeile: Über Tasten gesperrt Prozesswertzeile: ---- | Einstelltasten am Gerät verriegelt, Parameteränderung verweigert.► ▶ Gerät über die Tasten entriegeln. | |
| Titelzeile: Gesperrt durch System Prozesswertzeile: --- | Einstelltasten über Parametriersoftware verriegelt, Parameteränderung verweigert.► ▶ Gerät über IO-Link Schnittstelle mittels Parametriersoftware entriegeln. | |
| Titelzeile: Gesperrt durch com. Prozesswertzeile: --- | Parametrierung über Tasten gesperrt, Parametrierung über IO-Link Kommunikation ist aktiv.► Parametrierung über IO-Link Kommunikation abschließen. |

Im Warnfall verhalten sich die Ausgänge entsprechend der Einstellung [FOU] = OU. Ausnahme: Kurzschluss.
12.2 Fehlermeldungen
| Display-Anzeige | LED-Anzeige | Problem / Abhilfe |
| Titelzeile: Hardwarefehler Prozesswertzeile: ERROR | Betriebszustands-LED: leuchtet rot | Gerät defekt / Funktionsfehler.► Gerät austauschen. |
| Titelzeile: Signalfehler Prozesswertzeile: NO SIGNAL | Betriebszustands-LED: blinkt rot | Kein Medium vorhanden oder Signal-qualität zu niedrig aufgrund von Störungen in der Messstrecke.► ▶ Prüfen, ob sich Medium im Sensorrohr befindet.► ▶ Gerät ausbauen und auf Anhaftungen überprüfen.► ▶ Applikation auf Störeinflüsse (Luftblasen/Partikel) überprüfen. |
| Titelzeile: Parameterfehler Prozesswertzeile: PARA | Betriebszustands-LED: blinkt rot | Parametrierung außerhalb des gültigen Bereichs.► ▶ Parametereinstellung überprüfen. |
| Titelzeile: Krit. Obergrenze Prozesswertzeile: cr. OL | Betriebszustands-LED: blinkt rot | Erfassungsbereich überschritten.► Messbereich überprüfen. |
| Titelzeile: Krit. Untergrenze Prozesswertzeile: cr. UL | Betriebszustands-LED: blinkt rot | Erfassungsbereich unterschritten.► Messbereich überprüfen. |

Im Fehlerfall verhalten sich die Ausgänge wie unter [FOU] eingestellt.
13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
14 Werkseinstellungen
| Parameter | SUH200 | SUH201 | SUH400 | SUH401 |
| SP1 / FH1 | 48l/min | 12,68gal/min | 200l/min | 52,83gal/min |
| rP1 / FL1 | 45,5l/min | 12,02gal/min | 189,6l/min | 50,09gal/min |
| SP2 / FH2 | 96l/min | 25,36gal/min | 400l/min | 105,67gal/min |
| rP2 / FL2 | 93,5l/min | 24,7gal/min | 389,6l/min | 102,92gal/min |
| FSP1 | -20 °C | -4 °F | -20 °C | -4 °F |
| FEP1 | 240l/min | 63,4gal/min | 1000l/min | 264,17gal/min |
| FrP1 | 1000 Hz | 1000 Hz | 1000 Hz | 1000 Hz |
| ImPS1 | 0,1 L | 0,1 gal | 0,1 L | 0,1 gal |
| ImPR1 | YES | YES | YES | YES |
| ImPS2 | 0,1 L | 0,1 gal | 0,1 L | 0,1 gal |
| ImPR2 | YES | YES | YES | YES |
| ASP2 | 0 l/min | 0 gal/min | 0 l/min | 0 gal/min |
| AEP2 | 240l/min | 63,4gal/min | 1000l/min | 264,17gal/min |
| Dln2 | +EDG | +EDG | +EDG | +EDG |
| SEL1 | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW |
| ou1 | HNO | HNO | HNO | HNO |
| dOU1 | Fdir | Fdir | Fdir | Fdir |
| FOU1 | OFF | OFF | OFF | OFF |
| SEL2 | FLOW | FLOW | FLOW | FLOW |
| ou2 | I | I | I | I |
| dOU2 | Fdir | Fdir | Fdir | Fdir |
| FOU2 | OFF | OFF | OFF | OFF |
| uni. F | l/min | gal/min | l/min | gal/min |
| uni. T | °C | °F | °C | °F |
| DAP | 0,6 s | 0,6 s | 0,6 s | 0,6 s |
| P-n | PnP | PnP | PnP | PnP |
| LFC | 1l/min | 0,26gal/min | 5l/min | 1,32gal/min |
| MEdl | H2O | H2O | H2O | H2O |
| Fdir | + | + | + | + |
| CGA | 100 % | 100 % | 100 % | 100 % |
| rTo1 | OFF | OFF | OFF | OFF |
| rTo2 | OFF | OFF | OFF | OFF |
| FPro1 | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ |
| FPro2 | 0+ | 0+ | 0+ | 0+ |
| LanG | EN | EN | EN | EN |
| diS. L | L2. Totl | L2. Totl | L2. Totl | L2. Totl |
| diS. U | d3 | d3 | d3 | d3 |
| diS. R | 0° | 0° | 0° | 0° |
| diS. B | 75 % | 75 % | 75 % | 75 % |
| coL. F | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh |
| coL. T | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh |
| coL. V | bk/wh | bk/wh | bk/wh | bk/wh |
| LED-Mode | On | On | On | On |
| S. FLW | 120 l/min | 31,7 gal/min | 500 l/min | 132,09 gal/min |
| S. TMP | 40 °C | 104 °F | 40 °C | 104 °F |
| S. Tim | 3 min | 3 min | 3 min | 3 min |
| S. On | OFF | OFF | OFF | OFF |
| Loc | uLoc | uLoc | uLoc | uLoc |