SV7610 - Durchflusssensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG SV7610 IFM
Betriebsanleitung Vortex-Durchflusssensor
SVxxx0
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
2 Sicherheitshinweise 4
2.1 Cybersecurity 4
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
3.1 Einsatzbereich 5
4 Funktion 6
4.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 6
4.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 6
4.3 IO-Link 6
5 Montage 7
5.1 Störeinflüsse 7
5.2 Nicht empfohlene Einbaulage 8
6 Elektrischer Anschluss 9
7 Bedien- und Anzeigeelemente 10
8 Menü.... 11
8.1 Hauptmenü und Untermenüs 11
9 Inbetriebnahme.... 16
10 Parametrierung.... 17
10.1 Parametrierung über die Gerätetasten 17
10.1.1 Verriegeln / Entriegeln.... 17
10.2 Parametrierung über IO-Link.... 18
10.3 Ausgangskonfiguration 18
10.3.1 Schaltausgang 18
10.3.2 Frequenzsignal 19
10.4 Benutzereinstellungen.... 21
10.4.1 Schaltverzögerung 22
10.4.2 Standard-Maßeinheit.... 22
10.4.3 Ausgangspolarität der Schaltausgänge.... 22
10.4.4 Dämpfung 22
10.4.5 Fehlerverhalten der Ausgänge 22
10.4.6 Prozesswert für OUT2.... 23
10.5 Displayeinstellungen.... 23
10.5.1 Display Layout 23
10.5.2 Display Aktualisierungsrate 23
10.5.3 Display Drehung 23
10.5.4 Display Helligkeit.... 23
10.5.5 Display Farbeinstellung.... 24
10.6 Diagnose.... 25
10.6.1 Speicher 25
10.7 Gerät zurücksetzen.... 26
11 Fehlerbehebung 27
11.1 Warnmeldungen 27
11.2 Fehlermeldungen 27
12 Werkseinstellung.... 28
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
• Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen. - Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
• Das Produkt in der Originalverpackung lagern.
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht flüssige Medien.
Das Gerät erfasst die Prozessgrößen Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit) und Medientemperatur.
3.1 Einsatzbereich
- Wasser
- Nicht leitfähiges Wasser
- Kühlwasser

Druckgeräterichtlinie (DGRL):
Die Geräte entsprechen der Druckgeräterichtlinie, sind für stabile Gase der Fluidgruppe 2 ausgelegt und nach guter Ingenieurpraxis hergestellt.
Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage.
4 Funktion
• Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem Vortex-Messprinzip.
- Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
• Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an.
- Das Gerät kann im SIO-Modus (Standard Input Output) und im IO-Link Modus betrieben werden.
• Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.
4.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1
• Schaltsignal Durchfluss
• Frequenzsignal Durchfluss
- IO-Link
4.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2
• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Frequenzsignal Durchfluss
• Frequenzsignal Temperatur
4.3 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
5 Montage

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.

▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.
▶ Gerät entsprechend der Durchflussrichtung (Pfeil auf dem Gerät) in die Rohrleitung einsetzen.
Empfohlenes Anzugsdrehmoment: 30 Nm.
▶ Ablagerungen, Gas- und Luftansammlungen im Leitungssystem vermeiden.
▶ Gerät so einbauen, dass das Messrohr stets vollständig gefüllt ist.
▶ Vor oder in steigender Leitung einbauen.
▶ Zur Direktmontage das Gerät mit 4 Linsenschrauben M4 DIN 7985 auf dem Gehäuseboden befestigen. Maximale Einschraubtiefe ins Gehäuse: 5,5 mm.
▶ Das Gerät so einbauen, dass keine mechanischen Kräfte auf die Rohrleitung einwirken. Dazu gegebenenfalls Montagewinkel verwenden.

Informationen zu verfügbarem Zubehör unter www.ifm.com.
5.1 Störeinflüsse
Einbauten in der Rohrleitung, Krümmungen, Ventile, Reduzierungen u. ä. beeinträchtigen die Funktion des Geräts.
▶ Abstände zwischen Sensor und Störeinflüssen einhalten.

Abb. 1: Einlaufstrecke (1) und Auslaufstrecke (2), Durchflussrichtung (Pfeil)
| Störung | Einlaufstrecke (1) | Auslaufstrecke (2) |
| Nicht ideale Krümmung | ≥ 5 x DN | ≥ 1 x DN |
Ideale Krümmung![]() | ≥ 0,5 × DN | |
| Mehrfachkrümmungen ( 2 × 90° ) | ≥ 15 × DN | |
| Reduzierung Rohrinnendurchmesser | ≥ 15 × DN | ≥ 15 × DN |
| Ventil oder Pumpe | ≥ 25 × DN |
Tab. 1: Abstände für Einlaufstrecken und Auslaufstrecken; DN = Nennweite des Rohres, R = Radius
5.2 Nicht empfohlene Einbaulage
- Direkt vor einer fallenden Leitung.
• In einer fallenden Leitung. - Unmittelbar vor einem Rohrauslauf.
- Unmittelbar vor einem Ventil.
• An der Ansaugseite einer Pumpe.
• Am höchsten Punkt des Leitungssystems.
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


Abb. 2: Anschlussbild
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 3 | L- |
| 4 (OUT1) | Schaltsignal Durchfluss Frequenzsignal DurchflussIO-Link |
| 2 (OUT2/InD) | Schaltsignal Durchfluss Schaltsignal Temperatur Frequenzsignal Durchfluss Frequenzsignal Temperatur |
Beispielschaltungen:


Abb. 3: Einstellung der Ausgangspolarität über den Parameter [P-n]
1 : 2 x positivschaltend
2 : 2 x negativschaltend
7 Bedien- und Anzeigeelemente

Abb. 4: Bedien- und Anzeigeelemente
1: Schaltzustands-LED für OUT1
2: Schaltzustands-LED für OUT2
3: TFT-Display
4: Tasten zum Wechseln der Anzeigen und zur Parametrierung
Wechsel zwischen den Anzeigen:
Über die Gerätetasten kann im laufenden Betrieb zwischen zwei Prozesswertanzeigen gewechselt werden:
▶ Taste [▲] oder [▼] drücken, bis die gewünschte Anzeige erscheint.
▷ Das Display wechselt zwischen den Ansichten.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standard-Anzeige.

Abb. 5: Prozesswertanzeige: Standard-Anzeige, wie unter [diS. L] und [uni] eingestellt oder andere Ansicht.
Parametereinstellung ablesen:
▶ Kurz [●] drücken
▶ Mit [▼] den Parameter anwählen.
▶ Kurz [●] drücken
▷ Derzeit eingestellter Wert, Erläuterungen und mögliche Einstellbereiche werden für 30 s angezeigt. Danach geht das Gerät zurück in die Prozesswertanzeige.
8 Menü
Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

Abb. 6: Menü-Übersicht
8.1 Hauptmenü und Untermenüs

Die angezeigten Parameter ändern sich bei Veränderung der Werkseinstellungen. In folgenden Menüdarstellungen sind die maximal verfügbaren Parameter dargestellt.
Hauptmenü:
Prozesswertanzeige

| Parameter | Erläuterung |
| SPx | Schaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion |
| rPx | Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion |
| FHx | Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion |
| FLx | Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion |
| FSP2 | Frequenzstartpunkt für OUT2 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung). |
| FEPx | Frequenzendpunkt für OUTx = Oberer Messwert, bei dem das unter FrPx eingestellte Frequenzsi-gnal ausgegeben wird. |
| FrPx | Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEPx) ausgegeben wird. |
Menü Erweiterte Funktionen [EF] und Grundeinstellungen [CFG]:

| Parameter | Erläuterung |
| rES | Zurücksetzen auf Werkseinstellung |
| Info | Anzeige der Geräteinformationen |
| CFG | Übergang zum Untermenü CFG (Grundeinstellungen) |
| MEM | Übergang zum Untermenü MEM (Speicher) |
| DIS | Übergang zum Untermenü DIS (Display). |
| oux | Ausgangskonfiguration für Ausgang OUTx (z. B. Schaltausgang mit Hysteresefunktion) |
| dSx | Schaltverzögerung für Schaltausgang OUTx in Sekunden |
| drx | Rückschaltverzögerung für Schaltausgang OUTx in Sekunden |
| uni | Standard-Maßeinheit für Durchfluss |
| P-n | Ausgangspolarität der Schaltausgänge |
| dAP | Dämpfungskonstante in Sekunden (63 % Anstiegszeit τ). |
| FOUx | Verhalten von Ausgang OUTx im Fehlerfall |
| SEL2 | Prozesswert für Ausgang OUT2 |
Menü Speicher [MEM] und Display [DIS]:

| Parameter | Erläuterung |
| Lo. F | Minimaler gemessener Durchflusswert |
| Hi. F | Maximaler gemessener Durchflusswert |
| Lo. T | Minimaler gemessener Temperaturwert |
| Hi. T | Maximaler gemessener Temperaturwert |
| diS. L | Display-Layout |
| diS. U | Aktualisierungsrate der Displayanzeige |
| diS. R | Ausrichtung der Displayanzeige |
| diS. B | Helligkeit der Displayanzeige |
| col. F | Schriftfarbe für Durchfluss |
| cFH. F | Oberer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss) |
| cFL. F | Unterer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss) |
| col. T | Schriftfarbe für Temperatur |
| cFH. T | Oberer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur) |
| cFL. T | Unterer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur) |
9 Inbetriebnahme
Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
Während der Bereitschaftsverzögerungszeit befinden sich die Ausgänge entsprechend der Parametrierung in folgendem Zustand:
• EIN bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
• AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc)
• AUS bei Frequenzausgang (FRQ)
10 Parametrierung
Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
10.1 Parametrierung über die Gerätetasten

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen (z. B. Kugelschreiber).
Parametriervorgang allgemein:
| Absicht | Aktion |
| Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü | [●] |
| Wechsel ins Untermenü | Mit [▼] zum Untermenü steuern (z. B. EF), dann [●] |
| Anwahl des gewünschten Parameters | [▲] oder [▼] |
| Wechsel in Einstellmodus | [●] |
| Verändern des Parameterwertes | [▲] oder [▼] > 1 s |
| Übernahme des eingestellten Parameters | [●] |
| Parametereinstellung ohne Speichern verlassen | [▲] + [▼] |
| Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen) | [▲] + [▼] |
| Rückkehr zur Prozesswertanzeige | > 30 Sekunden (Timeout) |
10.1.1 Verriegeln / Entriegeln
Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.
Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.
Werkseinstellung: Nicht verriegelt.
10.1.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Verriegeln / Entriegeln
Verriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis der Fortschrittsbalken in der Titelzeile abgelaufen ist.
▷ Das Gerät ist für die Parametrierung über die Gerätetasten gesperrt. Bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, erscheint im Display das Symbol ☐.

Die Verriegelung kann nur über die Gerätetasten aufgehoben werden. Eine Änderung der Parametereinstellung ist weiterhin über die IO-Link Schnittstelle möglich.
Entriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis der Fortschrittsbalken in der Titelzeile abgelaufen ist.
▷ Die Verriegelung der Gerätetasten ist aufgebhoben.
10.2 Parametrierung über IO-Link
Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:
- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
• Parametrierung über eine SPS - Parametrierung über eine IIoT-Applikation
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametriersoftware, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:
→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.
10.3 Ausgangskonfiguration
10.3.1 Schaltausgang
OUTx ändert seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.

Abb. 7: Hysteresefunktion
SP: Schaltpunkt
rP: Rückschaltpunkt
HY: Hysterese
Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)
Hnc: Hysteresefunktion Öffner (normally closed)
t: Zeit

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt [SP] und der Rückschaltpunkt [rP] festgelegt. [rP] muss einen geringeren Wert haben als [SP]. Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.

Abb. 8: Fensterfunktion
FH: Oberer Grenzwert
FL: Unterer Grenzwert
HY: Hysterese
FE: Fenster
Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)
Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)
t: Zeit

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert [FH] und der untere Grenzwert [FL] festgelegt. [FH] und [FL] haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Durchflussschwankungen stabil.
10.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal
√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni]
√ Nur für OUT2: Der Prozesswert ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [SEL2].
▶ Menü [EF] > [CFG] zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.
Hysteresefunktion:
▶ [oux] wählen und Schaltsignal einstellen: [Hno] oder [Hnc].
▶ [Hauptmenü] aufrufen.
▶ [SPx] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ [rPx] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.
Fensterfunktion:
▶ [oux] wählen und Schaltsignal einstellen: [Fno] oder [Fnc].
▶ [Hauptmenü] aufrufen.
▶ [FHx] wählen und oberen Grenzwert des Fensters einstellen.
▶ [FLx] wählen und unteren Grenzwert des Fensters einstellen.
10.3.2 Frequenzsignal
Das Gerät gibt ein Frequenzsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.
Das Frequenzsignal ist skalierbar:
• [FrPx] legt fest, wieviel Hz das Frequenzsignal bei Erreichen des oberen Messwertes beträgt.
Der Messbereich ist skalierbar:
• [FSPx] legt den unteren Messwert fest, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird.
- [FEPx] legt den oberen Messwert fest, bei dem das Ausgangssignal die unter [FrPx] eingestellte Frequenz beträgt.
[FSPx] ist nur für die Temperaturmessung verfügbar. Mindestabstand zwischen [FSPx] und [FEPx] = 20 % des Messbereichsendwerts.
Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Frequenzsignal ausgegeben.
Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).
Frequenzsignal Durchfluss:

Abb. 9: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Durchfluss
| A: | Frequenzsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| B: | Durchfluss | MEW: | Messbereichsendwert |
| 1: | Anzeigebereich | FEPx: | Frequenzendpunkt |
| 2: | Messbereich | FrPx: | Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert |
| 3: | Skalierter Messbereich | OL: | Anzeigebereich überschritten |
| Err : | Fehler | cr. OL : | Anzeigebereich kritisch überschritten |
Frequenzsignal Temperatur:

Abb. 10: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Temperatur
| A: | Frequenzsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| B: | Temperatur | MEW: | Messbereichsendwert |
| 1: | Anzeigebereich | FSPx: | Frequenzstartpunkt |
| 2: | Messbereich | FEPx: | Frequenzendpunkt |
| 3: | Skalierter Messbereich | FrPx: | Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert |
| Err: | Fehler | cr. OL: | Anzeigebereich kritisch überschritten |
| OL: | Anzeigebereich überschritten | cr. UL: | Anzeigebereich kritisch unterschritten |
| UL: | Anzeigebereich unterschritten |
10.3.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Frequenzsignal
√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni]
√ Nur für OUT2: Der Prozesswert ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [SEL2].
▶ Menü [EF] > [CFG] zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.
▶ [oux] wählen und [FRQ] einstellen.
▶ [Hauptmenü] aufrufen.
▶ [FEPx] wählen und den oberen Messwert einstellen, bei dem die unter [FrPx] eingestellte Frequenz (= 100 %) ausgegeben wird.
▶ [FrPx] wählen und die Frequenz für den oberen Messwert in Hz einstellen.
▶ [FSP2] wählen und unteren Messwert einstellen, bei dem 0 Hz ausgegeben wird.

[FSP2] ist nur für die Temperaturmessung an OUT2 verfügbar.
10.4 Benutzereinstellungen
Die nachfolgend beschriebenen Parameter werden jeweils folgendermaßen eingestellt:
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
10.4.1 Schaltverzögerung
Für den Schaltausgang kann eine Verzögerungszeit eingestellt werden, mit der der Ausgang schaltet und zurückschaltet.
• [dSx]: Schaltverzögerung für Schaltausgang OUTx in Sekunden.
- [drx]: Rückschaltverzögerung für Schaltausgang OUTx in Sekunden.
10.4.2 Standard-Maßeinheit
Es kann eine Maßeinheit ausgewählt werden, mit der der Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Einheit.
• [uni] für Durchfluss: l/min, m³/h
10.4.3 Ausgangspolarität der Schaltausgänge
Über den Parameter [P-n] wird die Ausgangspolarität eingestellt.
• [PnP]: Der Schaltausgang wird positivschaltend betrieben.
• [nPn]: Der Schaltausgang wird negativschaltend betrieben.
10.4.4 Dämpfung
Die eingestellte Dämpfungskonstante bewirkt eine Stabilisierung der Ausgangssignale. Sprunghaft auftretende physikalische Prozesswertänderungen werden geglättet.
Dies betrifft die Ausgänge, das Display und die Prozesswertübertragung über die IO-Link Schnittstelle.
Die Dämpfungskonstante addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors ( → Technische Daten).
Die Signale UL und OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungskonstante bestimmt.

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Druck.
- [dAP] = Dämpfungszeit für Schaltsignal, Display und IO-Link-Signal (63 % Anstiegszeit)
10.4.5 Fehlerverhalten der Ausgänge
Über den Parameter [FOUx] kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:
- Schaltsignal:
– On: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN.
– OFF: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS. - OU: Der Ausgang schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt.
- Frequenzsignal:
- On: Das Frequenzsignal geht auf 130 % von [FrPx].
– OFF: Das Frequenzsignal geht auf 0 Hz.
– OU: Das Frequenzsignal entspricht weiterhin dem Messwert.
10.4.6 Prozesswert für OUT2
Über den Parameter [SEL2] kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert über den Ausgang OUT2 ausgegeben wird.

Für Ausgang OUT1 ist keine Auswahl möglich. OUT1 dient nur der Überwachung von Durchfluss.
Auswählbare Werte:
• [FLOW]: Durchfluss
• [TEMP]: Temperatur
▶ Prozesswert auswählen, bevor weitere Parameter für OUT2 konfiguriert werden.
10.5 Displayeinstellungen
Die Darstellung im Display kann über verschieden Parameter angepasst werden. Die nachfolgend beschriebenen Parameter werden jeweils folgendermaßen eingestellt:
▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
10.5.1 Display Layout
Über den Parameter [diS. L] kann die Standardanzeige des Displays eingestellt werden.
Auswählbare Werte:
• L1: aktueller Prozesswert für Durchfluss
• L2: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Temperatur
10.5.2 Display Aktualisierungsrate
Über den Parameter [diS. U] kann eingestellt werden, wie häufig die Displayanzeige aktualisiert wird.
Auswählbare Werte:
• d1: schnell
• d2: mittel
• d3: langsam
10.5.3 Display Drehung
Über den Parameter [diS. R] kann die Schrift im Display im Uhrzeigersinn gedreht werden, um eine bessere Ablesbarkeit zu erreichen.
Auswählbare Werte:
- 0° (nicht gedreht)
• 90°
• 180°
- 270°
10.5.4 Display Helligkeit
Über den Parameter [diS. B] kann die Helligkeit der Displayanzeige eingestellt werden.
Auswählbare Werte:
• 25 %
- 50%
• 75 %
• 100 %
• OFF: Energiesparmodus. Die Anzeige ist im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet.
Displayaktivierung über beliebigen Tastendruck. Nach 30 s Inaktivität wird das Display wieder ausgeschaltet.

Bei Warn- oder Fehlermeldungen und bei der optischen Lokalisierung geht das Display auch bei der Einstellung [OFF] wieder an.
10.5.5 Display Farbeinstellung
Die Schriftfarbe im Display kann über den Parameter [coL.x] ausgewählt werden:
• [coL. F]: Schriftfarbe für Durchfluss
• [coL. T]: Schriftfarbe für Temperatur
Die Farbe kann für jeden Prozesswert einzeln über die folgenden Parametereinstellungen festgelegt werden.
Dauerhafte Farbauswahl

Abb. 11: Beispiel: [coL. F] = [GrEn]; [coL. T] = [OFF]
Die Schriftfarbe ist dauerhaft auf eine Farbe festgelegt:
| [coL. F] = | [coL. T] = | Schriftfarbe |
| [rEd] | rot | |
| [GrEn] | grün | |
| [OFF] | weiß | |
Farbwechsel in Abhängigkeit von den Grenzwerten des Schaltausgangs

Abb. 12: Beispiel: [coL. F] = [r1ou]; [coL. T] = [G2ou]
Liegt der Messwert* oberhalb des Schaltpunktes [SPx] oder innerhalb der Grenzen [FLx]... [FHx], gilt je nach Parameterauswahl:
| [coL. F] = | [coL. T] = | Schriftfarbe |
| [r1ou] | [r2ou] | rot |
| [G1ou] | [G2ou] | grün |

Einstellung der Grenzwerte [SPx], [FLx], [FHx]: Schaltausgang ( → 18).
Farbwechsel in Abhängigkeit von frei definierbaren Grenzwerten

Liegt der Messwert* innerhalb der Grenzen [cFL.x]... [cFH.x], gilt je nach Parameterauswahl:
| [coL. F] = | [coL. T] = | Schriftfarbe |
| [r-cF] | rot | |
| [G-cF] | grün | |
Abb. 13: Beispiel: [coL. F] = [r-cF]; [coL. T] = [G-cF]
Die Grenzwerte des Fensterbereichs werden frei innerhalb des Messbereichs gewählt und sind unabhängig von der Ausgangsfunktion:
• Durchfluss: [cFL. F] = unterer Grenzwert; [cFH. F] = oberer Grenzwert
• Temperatur: [cFL. T] = unterer Grenzwert; [cFH. T] = oberer Grenzwert

Die Parameter [cFL.x] und [cFH.x] erscheinen erst dann im Menü, wenn für [coL.x] die Einstellung [r-cF] oder [G-cF] gewählt wurde.
10.6 Diagnose
10.6.1 Speicher
Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte.
Der aktuelle Wert kann am Gerät oder über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.
Auswählbare Werte:
• [Lo. F]: Minimalwertspeicher für Durchfluss
• [Hi. F]: Maximalwertspeicher für Durchfluss
• [Lo. T]: Minimalwertspeicher für Temperatur
• [Hi. T]: Maximalwertspeicher für Temperatur

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.
10.6.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Speicher
Speicher anzeigen:
▶ Menü [EF] > [MEM] aufrufen.
▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert anzuzeigen.
Speicher löschen:
▶ Menü [EF] > [MEM] aufrufen.
▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen.
▶ [▲] oder [▼] gedrückt halten.
▷ [----] wird angezeigt.
▶ Kurz [●] drücken.
10.7 Gerät zurücksetzen
Das Gerät kann in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden.

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.
10.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Gerät zurücksetzen
▶ Menü [EF] aufrufen.
▶ [rES] wählen.
▶ [▲] oder [▼] gedrückt halten.
▷ [----] wird angezeigt.
▶ Kurz [●] drücken.
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.
11 Fehlerbehebung
Das Gerät verfügt über Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.
Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display.
Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.

Über IO-Link stehen zusätzliche Diagnosefunktionen zur Verfügung → IO-Link Schnittstellenbeschreibung unter documentation.ifm.com.
11.1 Warnmeldungen
| Anzeige | Problem / Abhilfe |
| ☑[Locked via key] | Einstelltasten am Gerät verriegelt, Parameteränderung verweigert.► Gerät über die Gerätetasten entriegeln. |
| ☑[Locked via communication] | Einstelltasten am Gerät vorübergehend verriegelt, Parametrierung über IO-Link Kommunikation aktiv.► Parametrierung über IO-Link Kommunikation abschließen. |
| ☑[Locked via system] | Einstelltasten über Parametriersoftware verriegelt, Parameteränderung verweigert.► Gerät über IO-Link Schnittstelle mittels Parametriersoftware entriegeln. |
| UL | Anzeigebereich unterschritten. Temperaturwert < -20 % MEW.► ▶ Messbereich überprüfen. |
| OL | Anzeigebereich überschritten. Durchflusswert oder Temperaturwert > 120 % MEW.► ▶ Messbereich überprüfen. |
| SC1 | Schaltzustands-LED für OUT1 blinkt: Kurzschluss OUT1.► ▶ Schaltausgang OUT1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| SC2 | Schaltzustands-LED für OUT2 blinkt: Kurzschluss OUT2.► ▶ Schaltausgang OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| SC | Schaltzustands-LEDs für OUT1 und OUT2 blinken: Kurzschluss OUT1 und OUT2.► ▶ Schaltausgang OUT1 und OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
11.2 Fehlermeldungen
| Anzeige | Problem / Abhilfe |
| Display aus | Versorgungsspannung zu niedrig.► ▶ Versorgungsspannung prüfen. Display ausgestellt.► ▶ Prüfen, ob Einstellung [diS] = OFF und ggf. Einstellung ändern. |
| Err | Gerät defekt / Funktionsfehler.► ▶ Gerät austauschen. |
| PARA | Parametrierung außerhalb des gültigen Bereichs.► ▶ Parametereinstellung prüfen. |
| cr. UL | Erfassungsbereich unterschritten. Temperaturwert < -30 % MEW.► ▶ Messbereich überprüfen. |
| cr. OL | Erfassungsbereich überschritten. Durchflusswert oder Temperaturwert > 130 % MEW.► ▶ Messbereich überprüfen. |
12 Werkseinstellung
| Parameter | Werkseinstellung | Benutzereinstellung | |
| SP1 | (FLOW) | 20 % MEW | |
| rP1 | (FLOW) | 18,5 % MEW | |
| FH1 | (FLOW) | 20 % MEW | |
| FL1 | (FLOW) | 18,5 % MEW | |
| FEP1 | (FLOW) | 100 % MEW | |
| FrP1 | (FLOW) | 100 Hz | |
| SP2 | (FLOW, TEMP) | 40 % MEW | |
| rP2 | (FLOW, TEMP) | 38,5 % MEW | |
| FH2 | (FLOW, TEMP) | 40 % MEW | |
| FL2 | (FLOW, TEMP) | 38,5 % MEW | |
| FSP2 | (TEMP) | 0 % MEW | |
| FEP2 | (FLOW, TEMP) | 100 % MEW | |
| FrP2 | (FLOW, TEMP) | 100 Hz | |
| ou1 | (FLOW) | Hno | |
| ou2 | (FLOW, TEMP) | Hno | |
| FOU1 | (FLOW) | OFF | |
| FOU2 | (FLOW, TEMP) | OFF | |
| SEL2 | (FLOW, TEMP) | FLOW | |
| col. F | (FLOW) | OFF | |
| col. T | (TEMP) | OFF | |
| dS1 | 0 s | ||
| dR1 | 0 s | ||
| dS2 | 0 s | ||
| dR2 | 0 s | ||
| uni | l/min (SVx6xx: gpm) | ||
| P-n | PnP | ||
| dAP | 0,6 s | ||
| diS. L | L2 | ||
| diS. U | d2 | ||
| diS. R | 0 | ||
| diS. B | 75 % | ||
| cFH. F | MEW | ||
| cFL. F | MAW | ||
| cFH. T | MEW | ||
| cFL. T | MAW | ||
MEW = Messbereichsendwert
MAW = Messbereichsanfangswert
