IFM LDL200 - Detektor

LDL200 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Laden Sie die Anleitung für Ihr Detektor kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch LDL200 - IFM und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. LDL200 von der Marke IFM.

BEDIENUNGSANLEITUNG LDL200 IFM

Betriebsanleitung

Induktiver Leitfähigkeitssensor hygienisch Aseptoflex Vario

LDL200

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung 3

1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3

2 Sicherheitshinweise 4

3 Bestimmungsgemäße Verwendung 5

3.1 Einsatzbereich 5
3.2 Beschränkung des Einsatzbereichs 5

4 Funktion 6

4.1 Messprinzip.... 6
4.2 Analogfunktion 6
4.3 Definierter Zustand im Fehlerfall 6
4.4 IO-Link 7

5 Montage 8

5.1 Einbauort / Einbauumgebung 8
5.2 Montage in Tanks 9
5.3 Montage in Rohrleitungen 9
5.4 Montagevorgang.... 10

5.4.1 Montagevorgang des Adapters 10
5.4.2 Montagevorgang des Sensors 10

5.5 Hinweise für den Einsatz nach EHEDG.... 10
5.6 Hinweise für den Einsatz nach 3A® 11

6 Elektrischer Anschluss 12

6.1 Für den Gültigkeitsbereich cULus 12

7 Parametrierung.... 13

7.1 Parametrierung über Memory Plug 13
7.2 Parametrierung während des laufenden Betriebs 13
7.3 Einstellbare Parameter 14

7.3.1 Grundeinstellungen.... 14
7.3.2 Weitere Einstellungen.... 14
7.3.3 Parametrierbeispiel 15

7.4 Temperatureinfluss und Temperaturkoeffizient 15

7.4.1 Temperatureinfluss des Mediums 15
7.5 Ermittlung des Temperaturkoeffizienten Tk.... 15

8 Betrieb 17

8.1 Überprüfen der Funktionen 17
8.2 Betriebs- und Diagnosemeldungen über IO-Link. 17
8.3 Ausgangsverhalten in verschiedenen Betriebszuständen 17

9 Wartung, Instandsetzung, Transport und Entsorgung 18
Werkseinstellung.... 19

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis

[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

→ Querverweis

IFM LDL200 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM LDL200 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM LDL200 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM LDL200 - Warnhinweise - 2

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

2 Sicherheitshinweise

- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.

– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.

  • Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
  • Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
  • Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
  • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
  • Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
  • Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
  • Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
  • Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
  • Das Gerät entspricht der Norm EN 61000-6-4 und ist ein Produkt der Klasse A. In Haushaltsumgebungen kann das Gerät Rundfunkstörungen verursachen. Sollten Störungen auftreten, muss der Anwender durch geeignete Maßnahmen für Abhilfe sorgen.

3 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät erfasst die Leitfähigkeit und die Temperatur von Flüssigkeiten in Rohrleitungen und Tanksystemen. Das Gerät ist für den direkten Kontakt mit dem Medium ausgelegt.

3.1 Einsatzbereich

• Lebensmittel- und Hygienebereich
- Elektrisch leitende Medien (z. Bsp. Wasser, Milch, CIP-Flüssigkeiten).

Anwendungsbeispiele:

  • Erfassung von Spülvorgängen innerhalb einer Prozessanlage.
  • Produktüberwachung
    • Erfassung eines Mediumwechsels
  • Phasentrennung
  • Verwendung innerhalb von CIP-Reinigungsprozessen

3.2 Beschränkung des Einsatzbereichs

  • Das Gerät nur für Messstoffe einsetzen, gegen die die prozessberührenden Materialien hinreichend beständig sind (→ Technisches Datenblatt).
  • Das Gerät ist nicht geeignet für Flüssigkeiten mit einer niedrigen elektrischen Leitfähigkeit (z. Bsp. Öle, Fette, Reinstwasser).
  • Das Gerät ist nicht geeignet für Anwendungen, bei denen die Sonde anhaltender und starker mechanischer Belastung ausgesetzt ist (z. Bsp. abrasive Medien oder stark strömende Medien mit Feststoffen).
  • Nicht geeignet für Medien, die zu Ansatzbildung neigen.
  • Sondenspitze nicht direkter Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung) aussetzen.

4 Funktion

4.1 Messprinzip

IFM LDL200 - Messprinzip - 1

Das Gerät arbeitet nach dem induktiven Messverfahren. Es misst die elektrische Leitfähigkeit des zu überwachenden Mediums mit Hilfe eines induzierten Stromflusses in einem vom Medium durchströmten Messkanal.

Um Temperatureinflüsse zu kompensieren, wird zusätzlich über einen in der Sensorspitze befindlichen Temperaturfühler die Prozesstemperatur erfasst.

4.2 Analogfunktion

Das Gerät gibt ein zur Leitfähigkeit bzw. (wahlweise) zur Temperatur proportionales Analogsignal aus. Der Analogausgang (OUT2) ist parametrierbar.

Verlauf des Analogsignals (Werkseinstellung):

IFM LDL200 - Analogfunktion - 1

Verlauf des Analogsignals (Messbereich skaliert):

IFM LDL200 - Analogfunktion - 2

L: Leitfähigkeit

T: Temperatur

1: [ou2] = [l]

2: [ou2] = [InEG]

ASP2: Analogstartpunkt

AEP2: Analogendpunkt

4.3 Definierter Zustand im Fehlerfall

Wird ein Gerätefehler erkannt oder unterschreitet die Signalgüte einen Mindestwert, geht der Ausgang OUT2 in einen definierten Zustand gemäß Namur-Empfehlung (NE43).

Das Verhalten des Ausgangs für diesen Fall ist einstellbar mit Hilfe des Parameters [FOU2].

IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

IFM LDL200 - IO-Link - 1

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

IFM LDL200 - IO-Link - 2

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com

IO-Link bietet folgende Vorteile:

• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung

5 Montage

IFM LDL200 - Montage - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50°C (122°F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65°C (149°F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht berühren
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
▶ Gerät und Prozessadapter vor der Wartung abkühlen lassen.

IFM LDL200 - Montage - 2

Vor Ein- und Ausbau des Geräts:

▶ Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist und sich kein Medium in der Rohrleitung oder dem Behälter befindet. Zudem immer die möglichen Gefahren beachten, die von extremen Anlagen- und Medientemperaturen ausgehen können.

IFM LDL200 - Montage - 3

Der Sensor wird ohne Montage- und Anschlusszubehör geliefert.

IFM LDL200 - Montage - 4

Ausschließlich Zubehör der ifm electronic gmbh verwenden! Bei Verwendung von Komponenten anderer Hersteller wird eine optimale Funktion nicht gewährleistet.

IFM LDL200 - Montage - 5

Verfügbares Zubehör: www.ifm.com.

5.1 Einbauort / Einbauumgebung

IFM LDL200 - Einbauort / Einbauumgebung - 1

Korrekter Sitz des Geräts, einwandfreie Funktion und Dichtigkeit des Anschlusses sind nur mit ifm-Adaptern gewährleistet.

▶ Bei Applikationen im Hygienebereich: Die Hinweise für den Einsatz nach EHEDG und die Hinweise nach 3A® beachten.

IFM LDL200 - Einbauort / Einbauumgebung - 2

Ausrichtung des Messkanals:

▶ Der Messkanal muss je nach Anwendung senkrecht oder waagerecht ausgerichtet werden. Markierung am Sensorgehäuse beachten.

IFM LDL200 - Einbauort / Einbauumgebung - 3

1: Messkanal

5.2 Montage in Tanks

IFM LDL200 - Montage in Tanks - 1

Den Messkanal ausrichten:

▶ Den Messkanal für eine einwandfreie Funktion senkrecht ausrichten.
▷ Das Medium kann abfließen, Lufteinschlüsse und Ablagerungen werden vermieden.

IFM LDL200 - Montage in Tanks - 2

1: Messkanal

5.3 Montage in Rohrleitungen

IFM LDL200 - Montage in Rohrleitungen - 1

Den Messkanal ausrichten:

▶ Den Messkanal zur einwandfreien Funktion in Strömungsrichtung ausrichten.
▷ Kontinuierlicher Fluss des Mediums.
▷ Ablagerungen und Bildung von Lufteinschlüssen im Sensor werden vermieden.

IFM LDL200 - Montage in Rohrleitungen - 2

1: Messkanal
2: Rohrleitung

IFM LDL200 - Montage in Rohrleitungen - 3

Sensor und Messkanal müssen vollständig in die Rohrleitung hineinragen.

▷ Eine ungehinderte Durchströmung des Messkanals ist gesichert.

▶ Eine zurückgesetzte Montage (z. B. auf T-Stutzen) ist nicht zulässig.
▶ Einbau vorzugsweise vor oder in Steigleitungen.
▶ Ein- und Auslaufstrecken (2) vorsehen (minimal 3 x DN, optimal 5 x DN).
▷ Damit werden Störeinflüsse durch Krümmungen, Ventile, Reduzierungen und Ähnlichem kompensiert.

IFM LDL200 - Montage in Rohrleitungen - 4

S: Störeinfluss
DN: Rohrdurchmesser
1: Sensor
2: Ein- und Auslaufstrecken

5.4 Montagevorgang

Das Gerät wird mit Hilfe eines G1 Aseptoflex Vario-Adapters eingebaut ( → Zubehör).

5.4.1 Montagevorgang des Adapters

▶ Betriebsanleitung des verwendeten Adapters beachten.
▶ Für Sauberkeit der Dichtflächen sorgen.
▶ Schutzverpackungen erst kurz vor der Montage entfernen.
▶ Bei Beschädigungen der Dichtflächen Gerät oder Adapter ersetzen.
▶ Adapter einschweißen oder montieren. Bei Einschweißadaptern darauf achten, dass sich der Adapter beim Einschweißen nicht verzieht.

5.4.2 Montagevorgang des Sensors

▶ Gewinde des Sensors mit einer für den vorliegenden Anwendungsbereich geeigneten und zugelassenen Schmierpaste leicht einfetten.

Der dem Adapter beiliegende O-Ring darf nicht verwendet werden. Das Gerät dichtet direkt PEEK-auf-Metall (→ Technisches Datenblatt).

▶ Sensor in den vorgesehenen Prozessanschluss lose einschrauben.
▶ Den Messkanal anhand der Markierung ausrichten und das Gerät in dieser Position halten.
▶ Überwurfmutter anziehen. Max. Anzugsmoment: 35 Nm.
▶ Behälter/Rohrleitung nach Montage auf Dichtigkeit prüfen.

5.5 Hinweise für den Einsatz nach EHEDG

Das Gerät ist bei entsprechender Installation für CIP (cleaning in process) geeignet.

▶ Einsatzgrenzen (Temperatur- und Werkstoffbeständigkeit) laut Datenblatt beachten.

▶ Auf EHEDG-konforme Einbindung des Gerätes in die Anlage achten.
▶ Selbstentleerende Installation anwenden.
▶ Nur EHEDG zugelassene Prozessadapter mit erforderlichen speziellen Dichtungen gemäß EHEDG Positionspapier verwenden.

▶ Bei Tankeinbauten muss der Einbau frontbündig sein, bzw. muss die Reinigung durch direktes Einstrahlen gesichert sein. Toträume müssen erfasst werden.
▶ Leckagebohrungen gut sichtbar und bei vertikalen Leitungen nach unten zeigend installieren.

IFM LDL200 - Hinweise für den Einsatz nach EHEDG - 1

1: Leckagebohrung

▶ Zur Totraumvermeidung: Sensor in Inline-Gehäuse installieren. Minimaler Rohrdurchmesser: 38 mm

5.6 Hinweise für den Einsatz nach 3A®

▶ Auf 3A-konforme Einbindung des Sensors in die Anlage achten.
▶ Nur 3A-zugelassene und mit dem 3A-Symbol gekennzeichnete Adapter verwenden. Verfügbares Zubehör: www.ifm.com.

Der Prozessanschluss muss mit einer Leckagebohrung versehen sein. Bei Verwendung von Adaptern mit 3A-Zulassung ist dies gewährleistet.

▶ Leckagebohrungen gut sichtbar und bei vertikalen Leitungen nach unten zeigend installieren.

Bei Einsatz nach 3A gelten besondere Vorschriften zur Reinigung und Wartung.

Nicht einsetzbar in Anlagen, welche die Kriterien erfüllen müssen für Punkt E9.2 der 3A-Norm 63-04.

6 Elektrischer Anschluss

IFM LDL200 - Elektrischer Anschluss - 1

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

Spannungsversorgung nach SELV, PELV.

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM LDL200 - Elektrischer Anschluss - 2

IFM LDL200 - Elektrischer Anschluss - 3

PinAdernfarbe
1:BNbraun
2:WHweiß
3:BUblau
4:BKschwarz
OUT1: IO-Link
OUT2: Analogausgang
Farbkennzeichnung nach DIN EN 60947-5-2

IFM LDL200 - Elektrischer Anschluss - 4

Das Anschlusszubehör ist nicht im Lieferumfang enthalten.

Verfügbares Zubehör: www.ifm.com

6.1 Für den Gültigkeitsbereich cULus

Die elektrische Versorgung darf nur über SELV/PELV-Stromkreise erfolgen.

Die Verwendung eines Netzteils der Versorgungsklasse 2 (Supply Class 2) ist nicht ausgeschlossen, sondern ebenfalls möglich.

Das Gerät muss von einem Limited-Energy-Stromkreis gemäß Abschnitt 9.4 der UL-Norm 61010-1

Dritte Ausgabe, oder entsprechend, versorgt werden.

Bei den an das Gerät angeschlossenen externen Schaltkreisen muss es sich um SELV/PELV-Stromkreise handeln.

Das Gerät ist zumindest unter den folgenden Bedingungen sicher:

  • Nutzung im Innenbereich
  • Höhe bis 2000 m
    • Relative Luftfeuchtigkeit bis maximal 90%, nicht kondensierend
    • Verschmutzungsgrad 3
  • Verwenden Sie UL-zertifizierte zugelassene Kabel der Kategorie PVVA oder CYJV mit für die Anwendung geeigneten Daten.
  • Bei der Reinigung des Geräts ist keine spezielle Behandlung notwendig. (Der Hinweis gilt nicht für Applikationen im Hygienebereich).

7 Parametrierung

Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

IFM LDL200 - Parametrierung - 1

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.

▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

IFM LDL200 - Parametrierung - 2

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.

Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:

√ Eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit einer Parametriersoftware verbinden.
▶ Den Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▶ Das Gerät mit einem freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

IFM LDL200 - Parametrierung - 3

Hinweise zur Parametrierung → Handbuch der Parametriersoftware

7.1 Parametrierung über Memory Plug

Über einen Memory Plug ( → Zubehör) kann ein Parametersatz auf das Gerät geschrieben/übertragen werden.

Der Memory Plug ist auch einsetzbar, um die aktuelle Parametrierung eines Gerätes zu speichern und auf andere Geräte des gleichen Typs zu übertragen.

▶ Passenden Parametersatz (z. Bsp. über einen PC) in den Memory Plug laden. → Bedienungsanleitung des Memory Plug beachten.
▶ Sicherstellen, das sich der Sensor im Auslieferungszustand befindet.
▶ Memory Plug zwischen Sensor und Kabeldose anschließen.
▷ Bei anliegender Spannungsversorgung wird der Parametersatz vom Memory Plug auf den Sensor übertragen.
▶ Memory Plug entfernen und Gerät in Betrieb nehmen.

7.2 Parametrierung während des laufenden Betriebs

IFM LDL200 - Parametrierung während des laufenden Betriebs - 1

Eine Parametrierung im laufenden Betrieb ist nur mit einer IO-Link-fähigen Baugruppe (Master) möglich.

Einstellparameter können direkt über die Steuerung umgestellt werden.

Beispiel: Medienspezifische Parameter wie der Temperaturkoeffizient [T. Cmp] können zur Verbesserung der Genauigkeit angepasst werden.

So lassen sich Rezepturen und Einstellungen in der Steuerung hinterlegen und im laufenden Betrieb umstellen.

Durch die Parametrierung über die Steuerung ist eine Überprüfung der Geräte über ein Bit in der Parametrierung sichergestellt.

7.3 Einstellbare Parameter

7.3.1 Grundeinstellungen

Auslieferungszustand wiederherstellenAuslieferungszustand (Werkseinstellungen) wiederherstellen (Button zur Auslösung des Systemkommandos)
rEF. TNormtemperatur (25 °C) = Bezugstemperatur für die Messung der Leitfähigkeit. Normtemperatur kann vom Anwender ggf. angepasst werden. Einstellbereich: 15...35 °C
T. CmpTemperaturkompensation. Mit der Eingabe des Temperaturkoeffizienten (mediumspezifische Kennzahl) wird die Leitfähigkeit auf die Normtemperatur ([rEF. T]) zurückgerechnet. Einstellbereich: 0...5 %
uni. TAuswahl der Temperatureinheit[°C] = Temperatur wird in °C (Grad Celsius) angezeigt[°F] = Temperatur wird in °F (Grad Fahrenheit) angezeigt
CGAKalibrierverstärkung (Zellkonstanten-Korrekturfaktor)Mit diesem Faktor kann der Sensor auf ein vorhandenes, oder auf einen bestimmten Leitfähigkeitswert optimiertes System, kalibriert werden.

7.3.2 Weitere Einstellungen

ou2Ausgangskonfiguration für den Analogausgang (OUT2): [I] = Messbereich wird auf 4...20 mA abgebildet [InEG] = Messbereich wird auf 20...4 mA abgebildet [OFF] = Ausgang AUS (hochohmig)
SEL2Zuordnung des Analogausgangs zum Prozesswert: [COND] = Leitfähigkeit [TEMP] = Temperatur
ASP2-TEMPAnaloger Startpunkt Temperatur; Einstellbereich: -25...115 °C. Abstand zu AEP2-TEMP: mind. 35 °C
AEP2-TEMPAnaloger Endpunkt Temperatur; Einstellbereich: 10...150 °C. Abstand zu ASP2-TEMP: mind. 35 °C
Offset-TEMPNullpunktkalibrierung (Kalibrieroffset) / Temperatur; Einstellbereich: +/- 5 K.
ASP2-CONDAnaloger Startpunkt Leitfähigkeit; Einstellbereich: 0...500.000 μS/cm. Abstand zu AEP2-COND: ASP2-COND darf nicht größer als 50 % AEP2-COND sein.
AEP2-CONDAnaloger Endpunkt Leitfähigkeit; Einstellbereich: 500...1.000.000 μS/cm. Abstand zu ASP2-COND: AEP2-COND muss mindestens doppelt so groß wie ASP2-COND sein.
Lo. TMinimalwertspeicher für Temperatur.
Hi. TMaximalwertspeicher für Temperatur.
Rücksetzen [Hi. T] und [Lo. T]Maximal- und Minimalwertspeicher zurücksetzen (Button zur Auslösung des Systemkommandos)
Lo. CMinimalwertspeicher für Leitfähigkeit
Hi. CMaximalwertspeicher für Leitfähigkeit
Rücksetzen [Hi. C] und [Lo. C]Maximal- und Minimalwertspeicher zurücksetzen (Button zur Auslösung des Systemkommandos
FOU2Verhalten von OUT2 im Fehlerfall: [OU] = Analogausgang verhält sich gemäß Prozesswert, sofern möglich. Andernfalls: Analogausgang geht auf [OFF]. [On] = Analogausgang schaltet im Fehlerfall auf Wert > 21 mA [OFF] = Analogausgang schaltet im Fehlerfall auf Wert < 3,6 mA
dAPDämpfung des Messsignals; Einstellbereich: 0...20 s
S. TimSimulation; Eingabe der Simulationsdauer
Einstellbereich: 1...60 min
S. OnSimulation; Status der Simulation:[OFF] = Simulation AUS[On] = Simulation EIN
Start SimulationSimulation starten (Button zur Auslösung des Systemkommandos).
Stop SimulationSimulation stoppen (Button zur Auslösung des Systemkommandos).
S. TMPSimulation; Auswahl des zu simulierenden Temperaturwertes
Einstellbereich: -25...150 °C
S. CNDSimulation; Auswahl des zu simulierenden Leitfähigkeitswertes
Einstellbereich: 0... 1.000.000 μS/cm
GerätetemperaturAktuelle Temperatur des Gerätes
Messbereich: -40...80 °C

Weitere Informationen sind der IODD-Beschreibung (www.ifm.com) oder den kontextspezifischen Parameter-Beschreibungen der verwendeten Parametriersoftware zu entnehmen.

7.3.3 Parametrierbeispiel

▶ Temperaturkompensation (Parameter [T. Cmp]) auf ein Medium mit Temperaturkoeffizient 3,0 %/K einstellen. Beispiel: [T. Cmp] = [3,0].
▶ Alle weiteren Einstellungen vornehmen.
▶ Sensordaten zum Gerät schreiben.

7.4 Temperatureinfluss und Temperaturkoeffizient

7.4.1 Temperatureinfluss des Mediums

Die Leitfähigkeit ist abhängig von der Temperatur. Steigt die Temperatur, wird sich die Leitfähigkeit verändern. Dieser Temperatureinfluss ist abhängig vom jeweiligen Medium und kann vom Gerät kompensiert werden, wenn der Temperaturkoeffizient (Tk) des Mediums bekannt ist. Die Temperaturkompensation wird über den Parameter [T. Cmp] eingestellt. Der temperaturkompensierte Leitfähigkeitswert entspricht dann der Leitfähigkeit bei Normtemperatur (25 °C; Werkseinstellung des Parameters [rEF. T]).

Bei gleich bleibendem Medium ist der TK-Wert bei allen Sensoren gleich einzustellen (geräteunabhängige Kennzahl). Es gibt keine weitere Abhängigkeit zum Messprinzip, Charge oder Hersteller der Sensoren.

Ist der Temperaturkoeffizient des Mediums nicht bekannt, kann er ermittelt werden. Siehe: Ermittlung des Temperaturkoeffizienten Tk (→ 15)

In einer IO-Link Umgebung können vorhandene TKs der Medien als Rezeptur in der Steuerung hinterlegt werden und somit die Genauigkeit der zu erfassenden Werte verbessert werden.

7.5 Ermittlung des Temperaturkoeffizienten Tk

  1. Parameter [T. Cmp] und [dAP] auf null setzen: [T. Cmp] = [0], [dAP] = [0].

▶ Geänderte ▶ Werte zum Sensor schreiben.

  1. Medium auf z. Bsp. 25 °C temperieren und nach einer Wartezeit von 2 min. den Wert der Leitfähigkeit notieren.

  2. Medium auf z. Bsp. 45 °C erwärmen und nach einer Wartezeit von 2 min. den Wert der Leitfähigkeit notieren.

Beispiel der notierten Werte:

Medium bei 25 °C = 500 μS/cm; Medium bei 45 °C = 800 μS/cm Temperaturänderung = 20 K

  1. Prozentuale Änderung der Leitfähigkeit errechnen.
    Die Leitfähigkeit hat sich um 300 μS/cm erhöht.
    Die prozentuale Änderung beträgt also 300/500 = 60 %.

  2. Temperaturkoeffizient Tk errechnen: Der Tk errechnet sich aus der prozentualen Änderung und der Temperaturänderung wie folgt: Tk = 60 % / 20 K = 3 %/K

  3. Der errechnete Tk kann nun in den Parameter [T. Cmp] übernommen werden.

Beispiel: [T. Cmp] = [3]. Dämpfung (Parameter [dAP]) ggf. wieder einstellen.

▶ Werte zum Sensor schreiben.

8 Betrieb

8.1 Überprüfen der Funktionen

Nach Einschalten der Versorgungsspannung befindet sich das Gerät im Betriebsmodus. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Prozessdaten (via IO-Link) entsprechend den eingestellten Parametern.

▶ Prüfen, ob das Gerät sicher funktioniert.

IODD und IODD-Beschreibungstext als PDF unter: www.ifm.com

8.3 Ausgangsverhalten in verschiedenen Betriebszuständen

OUT1 *)OUT2
InitialisierungProzesswert ungültigAUS
NormalbetriebProzesswert gemäß Leitfähigkeit / Temperaturgemäß Leitfähigkeit / Temperatur und Einstellung [ou2]
FehlerfallProzesswert ungültig< 3,6 mA bei [FOU2] = [OFF] > 21 mA bei [FOU2] = [On] keine Änderung bei [FOU2] = [OU]

*) Prozesswert über IO-Link.

9 Wartung, Instandsetzung, Transport und Entsorgung

▶ Die Bildung von Ablagerungen und Verschmutzungen am Sensorelement sind auszuschließen.
▶ Bei manueller Reinigung dürfen keine harten oder scharfen Gegenstände verwendet werden, um den Sensor nicht zu beschädigen.

Bei Wechsel des Mediums kann für eine höhere Genauigkeit eine Anpassung der Geräteeinstellung (Parameter [T. Cmp]) erforderlich werden.

▶ Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
▶ Für den Transport nur geeignete Verpackungen verwenden, um Beschädigungen des Gerätes zu vermeiden.

10 Werkseinstellung

WerkseinstellungBenutzereinstellung
rEF. T25 (°C)
T. Cmp2 (%)
uni. T°C
CGA100 (%)
ou2I
SEL2COND (Leitfähigkeit)
ASP2-TEMP0 (°C)
AEP2-TEMP150 (°C)
Offset-TEMP0 (K)
ASP2-COND0 (μS/cm)
AEP2-COND1.000.000 (μS/cm)
Lo. T---
Hi. T---
Lo. C---
Hi. C---
FOU2OFF
dAP1 (s)
S. Tim3 min
S. OnOFF
S. TMP20 (°C)
S. CND500 (μS/cm)
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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : LDL200

Kategorie : Detektor