SBN432 - Durchflusssensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG SBN432 IFM
Betriebsanleitung
Mechatronischer Strömungssensor
SBx4xx
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise.... 3
2 Sicherheitshinweise 4
3 Transport, Handhabung und Lagerung 5
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
4.1 Einsatzbereich.... 6
5 Funktion 7
5.1 Analogausgang 7
6 Montage 8
6.1 Prozessanschluss.... 8
6.2 Störeinflüsse 9
6.3 Montagezubehör 9
6.4 Montage bei schmutzhaltigem Wasser 9
7 Elektrischer Anschluss.... 10
8 Fehlerbehebung 11
9 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 12
9.1 Gerät reinigen 12
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
• Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen. - Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht flüssige Medien.
Das Gerät erfasst den Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit) und gibt ein Analogsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.
4.1 Einsatzbereich
- Wasser
- Glykol-Lösungen
- Industrieöle
- Kühlschmiermittel

ACHTUNG
Frostbildung des Mediums.
▷ Der Sensor kann beschädigt werden.
▶ Sicherstellen, dass das Medium im Sensor bei Betrieb und Transport nicht gefriert.
5 Funktion
Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem Wirkdruckprinzip mit Hilfe eines Dauermagneten und einer Messzelle.
5.1 Analogausgang

Abb. 1: Analogausgang (Wasser 20 °C)
Das Analogsignal verläuft für Wasser linear von 4 mA (= kein Durchfluss) bis 20 mA (= Messbereichsendwert MEW).
Liegt der Messwert oberhalb des Messbereichsendwertes, wird ein Stromsignal von > 20 mA ausgegeben.
6 Montage

VORSICHT
Während der Montagearbeiten oder im Fehlerfall (z. B. Bruch des Gehäuses) können hoher Druck oder heiße Medien aus der Anlage entweichen.
▷ Verletzungsgefahr durch Druck oder Verbrennung.
▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.
▶ Gerät mit geeigneter Schutzvorrichtung versehen (z. B. Schutzabdeckung), um eine Gefährdung von Personen durch austretende Medien zu verhindern.
6.1 Prozessanschluss
▶ Starke Querschnittsänderungen an der Einlaufseite vermeiden.
▶ Gerät entsprechend der Durchflussrichtung (Pfeil) in Rohrleitung einsetzen und an den Schlüsselflächen festziehen.

Das Gehäuse nicht in einen Schraubstock einspannen.

Abb. 2: Prozessanschluss
IN: Einlauf
OUT: Auslauf

Der Sensor kann durch Lösen der Innensechskantschraube (1) und Verstellen der Kappe nicht eingestellt werden. Eine Drehung der Kappe kann jedoch für die Lesbarkeit der Beschriftung sinnvoll sein.

Beruhigungsstrecken an der Ein- oder Auslaufseite des Sensors sind nicht erforderlich.

Der Sensor hat die Funktion eines Rückflussverhinderers.
6.2 Störeinflüsse
▶ Folgende Mindestabstände beachten:
| Abstand zwischen Sensor und ferromagnetischen Materialien | ≥ 30 mm * |
| Abstand zwischen Sensor und Gleich- / Wechselfeldern | ≥ 500 mm |
| Abstand zwischen den Sensorenachsen bei Paketierung | ≥ 50 mm |
* Die Rohrleitung darf aus ferromagnetischem Material bestehen.
6.3 Montagezubehör
▶ Bei Bedarf das Gerät mit der Unterseite auf einer Montageplatte (nicht mitgeliefert) befestigen:

Abb. 3: Einbau mit Montageplatte
1: Gewindebohrung M8 (Tiefe 6 mm) an Geräteunterseite
6.4 Montage bei schmutzhaltigem Wasser
▶ 200-Mikrometer-Filter vor dem Einlauf (IN) einsetzen.
▶ Sensor horizontal einbauen.
▶ Neigungswinkel zur Horizontalachse einhalten:


Abb. 4: Ausrichtung bei schmutzhaltigem Wasser

In sauberem Medium ist auch ein Einbau in senkrechte Leitungen möglich.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


Abb. 5: Anschlussbild (Farbkennzeichnung nach DIN EN60947-5-2)
BN: braun
BU: blau
WH: weiß

Informationen zu verfügbaren Kabeldosen: www.ifm.com.
8 Fehlerbehebung
Wenn sich Schmutzpartikel zwischen Hubkörper und Gehäuse befinden, geht der Anzeigewert des Sensors bei Strömungsstillstand nicht auf Null zurück. Der Anzeigewert kann bei Verschmutzung bis zu 30 % des Messbereichsendwertes betragen.
▶ Gerät reinigen.
9 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
9.1 Gerät reinigen
Falls es aufgrund unzureichender Filtrierung zu Messfehlern kommt, kann eine Reinigung erforderlich sein:
▶ Innensechskantschraube in der Schutzkappe lösen und diese abschrauben.
▶ Sensorkopf abschrauben.
▶ Hubkörper und Feder entnehmen.
▶ Hubkörper, Feder und Gehäuse innen reinigen, z. B. mit Hilfe von Druckluft.
▶ Vor dem Zusammenbau O-Ring auf Beschädigung prüfen. Gegebenenfalls austauschen und fetten.
▶ Komponenten nach Reinigung erneut einbauen.
▶ Sensorkopf mit einem Drehmoment von 10 Nm anziehen.
▶ Zur Wiederherstellung der Messgenauigkeit Hubkörper mit einem nichtmagnetischen Hilfsmittel, z. B. Finger, bis zum mechanischem Anschlag drücken und für mindestens 2 Sekunden halten.
▶ Schutzkappe aufschrauben, ausrichten und die Innensechskantschraube mit einem Drehmoment von 0,7 Nm anziehen.

Abb. 6: Reinigung des Sensors
1: Innensechskantschraube
3: Hubkörper
5: O-Ring
7: Mechanischer Anschlag
2: Schutzkappe
4: Feder
6: Nichtmagnetisches Hilfsmittel