IFM OY901S - Beleuchtung

OY901S - Beleuchtung IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG OY901S IFM

CE

Originalbetriebsanleitung optoelektronische Sicherheitssensoren

(Sicherheits-Lichtgitter)

mit Aktiv / Passiv - System

OY90xS

IFM OY901S - 1

Inhalt

1 Vorbemerkung 4

1.1 Verwendete Symbole......4
1.2 Verwendete Warnhinweise ....4

2 Sicherheitshinweise....5
2.1 Sicherheitstechnische Anforderungen an die Applikation....6
3 Lieferumfang....7
4 Bestimmungsgemäße Verwendung....7
5 Funktion....8
6 Montage....9

6.1 Montagehinweise....9
6.2 Berechnung des Mindestsicherheitsabstands 10
6.3 Montage der Sicherheits-Lichtgitter 11
6.4 Befestigung und optische Ausrichtung 12

6.4.1 Optische Ausrichtung....12

6.5 Abstand von reflektierenden Oberflächen 13
6.6 Mehrfach-Systeme....14
6.7 Verwendung von Umlenkspiegeln 15

7 Elektrischer Anschluss....16

7.1 Anschlussbelegung aktives Element 16

8 Betriebsarten 17

8.1 Automatischer Betrieb 18
8.2 Manueller Betrieb 18
8.3 Anschluss externer Rückführkontakte 19
8.4 Interne Test-Funktion 19

9 Bedien- und Anzeigeelemente....19

9.1 LED-Anzeigen zur optischen Ausrichtung 19
9.1.1 Ausrichtung im Automatikbetrieb 20
9.1.2 Ausrichtung im manuellen Betrieb 20
9.2 LED Zustände....21

10 Betrieb 22

10.1 Schaltzustand der Ausgänge....22

10.1.1 Der sichere Zustand 22

10.1.2 Der geschaltete Zustand 22

10.1.3 Schnittstellen-Klassifizierung....22

10.2 Funktionsprüfung der Sicherheits-Lichtgitter 23

11 Maßzeichnung ....24

11.1 Lage der Strahlen 25

12 Technische Daten 26

12.1.1 Sicherheits-Lichtgitter 2, 3 und 4 Strahlen....27

13 Fehlerbehebung....27

13.1 Konfigurationsfehler....27

13.2 Systemfehler....28

13.3 Systemstörung....28

14 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung ....29

15 Begriffe und Abkürzungen ....30

16 Anhang....31

16.1 Checkliste 31

1 Vorbemerkung

Die Betriebsanleitung ist Bestandteil des Gerätes. Sie richtet sich an fachkundige Personen im Sinne von EMV-Richtlinie, Niederspannungsrichtlinie und Sicherheitsvorschriften.

Die Betriebsanleitung enthält Angaben zum korrekten Umgang mit dem Produkt. Lesen Sie die Anleitung vor dem Einsatz, damit Sie mit Einsatzbedingungen, Installation und Betrieb vertraut werden. Befolgen Sie die Sicherheitshinweise.

1.1 Verwendete Symbole

▶ Handlungsanweisung

▷ Reaktion, Ergebnis

→ Querverweis

O LED aus

LED an

LED blinkt

IFM OY901S - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich.

IFM OY901S - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis.

IFM OY901S - Verwendete Symbole - 3

Zugangsabsicherung Körperschutz

1.2 Verwendete Warnhinweise

! WARNING

Warnung vor schweren Personenschäden.

Tod oder schwere irreversible Verletzungen sind möglich.

2 Sicherheitshinweise

• Befolgen Sie die Angaben der Betriebsanleitung.
- Bei Missachtung von Hinweisen oder Normen, insbesondere bei Eingriffen und/oder Veränderungen am Gerät, ist jede Haftung und Gewährleistung ausgeschlossen.
- Das Gerät darf nur von einer sicherheitstechnisch geschulten Elektrofachkraft eingebaut, angeschlossen und in Betrieb gesetzt werden.
- Zutreffende technische Normen im Rahmen der jeweiligen Anwendung berücksichtigen.
- Bei der Installation die Anforderungen der Norm EN 60204, EN 999 und ISO 13855 berücksichtigen.
- Bei Fehlfunktion des Gerätes setzen Sie sich mit dem Hersteller in Verbindung. Eingriffe in das Gerät sind nicht zulässig.
- Vor Beginn der Arbeiten Gerät extern spannungsfrei schalten. Unabhängig versorgte Relais-Lastkreise abschalten.
- Nach der Installation des Systems komplette Funktionsprüfung durchführen.
- Gerät nur in spezifizierten Umgebungsbedingungen einsetzen (→ 12 Technische Daten). Besondere Umgebungsbedingungen beim Hersteller anfragen.
- Wenden Sie sich bei Sicherheitsfragen – falls erforderlich – an die zuständigen Sicherheitsbehörden Ihres Landes.

IFM OY901S - Sicherheitshinweise - 1

WARNUNG

Bei unsachgemäßem Umgang mit dem Produkt kann die Sicherheit und Unversehrtheit von Menschen und Anlagen nicht gewährleistet werden.

Tod oder schwere irreversible Verletzungen sind möglich.

▶ Alle Hinweise zur Installation und Handhabung in dieser Anleitung beachten.
▶ Einsatz der optoelektronischen Sicherheitssensoren nur in den genannten spezifizierten Einsatzbedingungen und innerhalb der bestimmungsgemäßen Verwendung.

2.1 Sicherheitstechnische Anforderungen an die Applikation

Die sicherheitstechnischen Anforderungen der jeweiligen Applikation müssen mit den hier zugrundegelegten Anforderungen übereinstimmen.

Folgende Auflagen beachten:

▶ Spezifizierte Einsatzbedingungen einhalten ( → 12 Technische Daten). Der Einsatz der optoelektronischen Sicherheitssensoren in der Umgebung von chemisch und biologisch aktiven Medien sowie ionisierender Strahlung ist nicht zulässig.
▶ Bei Anwendungen in der Nahrungsmittelindustrie wenden Sie sich bitte an Ihre ifm Niederlassung, um die Vereinbarkeit der Materialien der optoelektronischen Sicherheitssensoren mit den verwendeten Chemikalien zu prüfen.
▶ Bei allen extern an das System angeschlossenen Sicherheitsstromkreisen Ruhestromprinzip einhalten.
▶ Gehen die optoelektronischen Sicherheitssensoren aufgrund eines internen Fehlers in den als sicher definierten Zustand, sind Maßnahmen zu ergreifen, die beim Weiterbetrieb der Anlage den sicheren Zustand erhalten.
▶ Beschädigte Geräte austauschen.

Die Schutzfunktion der optoelektronischen Sicherheitssensoren ist nur dann gewährleistet, wenn folgende Bedingungen vorliegen:

  • Die Maschinensteuerung ist elektrisch steuerbar und die gefährliche Maschinenbewegung kann sofort und zu jedem Zeitpunkt des Arbeitszyklus abgebrochen werden.
  • Es entsteht keine Gefährdung des Bedienpersonals durch Ausstoß von Materialien oder Bestandteilen der Maschine.
    • Die Gefahrenstelle ist ausschließlich durch das Schutzfeld zugänglich.

3 Lieferumfang

  • 2 optoelektronische Sicherheitssensoren (1 aktives Element und 1 passives Element)
  • OY901S: 4 Montagewinkel, 4 Nutensteine mit M6 Gewinde und entsprechenden Schrauben
  • OY902S, OY903S: 6 Montagewinkel, 6 Nutensteine mit M6 Gewinde und entsprechenden Schrauben
    • 1 Betriebsanleitung optoelektronische Sicherheitssensoren, Sachnummer 11510704.

Sollte einer der genannten Bestandteile nicht vorhanden oder beschädigt sein, wenden Sie sich bitte an eine der ifm-Niederlassungen.

4 Bestimmungsgemäße Verwendung

Aktiv (A)
Passiv (P)
IFM OY901S - Bestimmungsgemäße Verwendung - 1

T = Sender; R = Empfänger, M = Reflektorspiegel
P = Schutzfeld; I = Schutzfeldbreite (Reichweite); H = Schutzfeldhöhe

Die Sicherheits-Lichtgitter OY90xS sind mehrstrahlige optoelektronische Schutzeinrichtungen nach IEC 61496 und bestehen aus einem aktiven Element (mit Sender und Empfänger) und einem passiven Element (mit Reflektorspiegel).

5 Funktion

Das Schutzfeld (P) entsteht zwischen aktivem und passivem Element und ist definiert durch die Schutzfeldhöhe (H) und die Schutzfeldbreite (Reichweite) (I).

Die Schutzfeldhöhe ist die vom Sicherheits-Lichtgitter geschützte Höhe. Sie ist abhängig von der Bauform (→ 12 Technische Daten).

Die Schutzfeldbreite (Reichweite) ist der maximale Abstand, der zwischen aktivem und passivem Element bestehen kann ( → 12 Technische Daten).

Bei freiem Schutzfeld sind die beiden Ausgänge (OSSDs) aktiv.

Wird einer der Lichtstrahlen unterbrochen, schaltet das Lichtgitter die Ausgänge ab.

6 Montage

6.1 Montagehinweise

Vor Montage der optoelektronischen Sicherheitssensoren sind folgende Bedingungen sicherzustellen:

  • Der Schutzgrad der berührungslos wirkenden Sicherheitseinrichtung (BWS) muss mit der Risikobeurteilung der zu überwachenden Maschine übereinstimmen.
  • Das Sicherheitssystem dient nur zur Gewährleistung einer Sicherheitsfunktion und ist nicht für das Funktionieren einer Maschine erforderlich.
  • Es muss möglich sein, jede gefahrbringende Bewegung der Maschine sofort zu stoppen. Hierzu ist die Nachlaufzeit der Maschine zu ermitteln.

IFM OY901S - Montagehinweise - 1

Die optoelektronischen Sicherheitssensoren so montieren, dass der Gefahrenbereich ausschließlich durch das Schutzfeld zu erreichen ist. Je nach Applikation können weitere mechanische Schutzeinrichtungen erforderlich sein.

Die Umgebungsbedingungen am Montageort dürfen die Funktion der optoelektronischen Sicherheitssensoren nicht beeinträchtigen. Besonders zu beachten:

  • ▶ Aktives und passives Element dürfen nicht durch starke Lichtquellen (Strahler, Sonnenlicht etc.) beeinflusst werden.
  • Die Umgebungstemperatur muss im angegebenen Bereich liegen (→ 12 Technische Daten).
  • Ein Beschlagen der Linsen aufgrund starker Temperaturschwankungen kann die Funktion der optoelektronischen Sicherheitssensoren beeinträchtigen. Treffen Sie geeignete Maßnahmen, um dies zu verhindern.
  • Bestimmte Umgebungsbedingungen können die Funktion der optoelektronischen Sicherheitssensoren beeinflussen. Für Einbauorte mit möglichem Nebel, Regen, Rauch oder Staub empfiehlt es sich, entsprechende Maßnahmen zu ergreifen.
    • Die Richtlinien EN 999 bzw. ISO 13855 sind zu beachten.

6.2 Berechnung des Mindestsicherheitsabstands

Zwischen dem optoelektronischen Sicherheitssensor und der Gefahrenstelle muss ein Mindestsicherheitsabstand eingehalten werden. Dieser Abstand soll gewährleisten, dass die Gefahrenstelle erst nach Beenden des gefahrbringenden Zustandes der Maschine erreicht werden kann.

IFM OY901S - Berechnung des Mindestsicherheitsabstands - 1

A = Gefahrenbereich

H = Schutzfeldhöhe

▶ Der optoelektronische Sicherheitssensor ist in einem Abstand zu montieren, der größer oder gleich dem Mindestsicherheitsabstand (S) ist, damit der Gefahrenbereich (A) erst nach völligem Stillstand der gefahrbringenden Maschinenbewegung erreicht werden kann.

Gemäß dem Europäischen Standard EN999:2008 ist zur Berechnung des Mindestsicherheitsabstandes (S) folgende Formel anzuwenden:

S = K (t 1 + t 2) + C

C = 8 (d - 1 4)

S = Mindestsicherheitsabstand

C = Zusätzlicher Abstand

SMindestsicherheitsabstandmm
KAnnäherungsgeschwindigkeit des Objekts zum Gefahrenbereichmm/s
t1Gesamtreaktionszeit der Schutzeinrichtung, vom Auslösen bis zum Abschaltens
t2Gesamtreaktionszeit der Maschine, vom Stoppsignal bis zum Abschalten oder bis zum Übergang in den als sicher definierten Zustands
CZusätzlicher Abstandmm
dAuflösung (Detektionsvermögen)mm

IFM OY901S - Berechnung des Mindestsicherheitsabstands - 2

Nichtbeachtung des Mindestsicherheitsabstands kann zu Einschränkungen oder Verlust der Sicherheitsfunktion führen.

Applikationsbeispiel:

IFM OY901S - Berechnung des Mindestsicherheitsabstands - 3

A = Gefahrenbereich

S = Mindestsicherheitsabstand

6.3 Montage der Sicherheits-Lichtgitter

IFM OY901S - Montage der Sicherheits-Lichtgitter - 1

Diese Ausführungen der OY90xS Sicherheits-Lichtgitter eignen sich als Zugangsabsicherung für ganze Körper.

IFM OY901S - Montage der Sicherheits-Lichtgitter - 2

Sie dürfen nicht zum Schutz von Händen oder Körperteilen eingesetzt werden!

Der Mindestsicherheitsabstand (S) wird anhand der folgenden Formel bestimmt:

S = 1 6 0 0 (t _ 1 + t _ 2) + 8 5 0

Die Höhe des obersten Lichtstrahls (H1) gemessen von der Bezugsebene (G) darf in keinem Fall weniger als 900 mm betragen, während die Höhe des untersten Lichtstrahles (H2) 300 mm nicht übersteigen darf (ISO 13855).

IFM OY901S - Montage der Sicherheits-Lichtgitter - 3

A = Gefahrenbereich

Hx = Höhe

S = Mindestsicherheitsabstand

G = Bezugsebene

6.4 Befestigung und optische Ausrichtung

IFM OY901S - Befestigung und optische Ausrichtung - 1

Eine korrekte Ausrichtung von aktivem und passivem Element ist für die ordnungsgemäße Funktion der optoelektronischen Sicherheitssensoren maßgeblich.

IFM OY901S - Befestigung und optische Ausrichtung - 2

IFM OY901S - Befestigung und optische Ausrichtung - 3

▶ Aktives und passives Element mit Hilfe des mitgelieferten Befestigungsmaterials so montieren, dass sie sich exakt gegenüberstehen.

6.4.1 Optische Ausrichtung

IFM OY901S - Optische Ausrichtung - 1

IFM OY901S - Optische Ausrichtung - 2

IFM OY901S - Optische Ausrichtung - 3

A = Aktiv; P = Passiv

▶ Aktives und passives Element so ausrichten, dass sie sich auf einer Höhe parallel zueinander befinden.
▶ Aktives und passives Element festschrauben.

Die Anzeige LEDs des aktiven Elements helfen dabei, die optoelektronischen Sicherheitssensoren richtig auszurichten. (→ 9.1 LED-Anzeigen zur optischen Ausrichtung)

6.5 Abstand von reflektierenden Oberflächen

IFM OY901S - Abstand von reflektierenden Oberflächen - 1

Reflektierende Oberflächen in der Nähe der optoelektronischen Sicherheitssensoren können die Sicherheitsfunktion des Systems aufheben.

Der Mindestabstand (D) richtet sich nach der Schutzfeldbreite (I) unter Berücksichtigung des Projektions- und Empfangswinkels.

IFM OY901S - Abstand von reflektierenden Oberflächen - 2

Der Mindestabstand (D) zwischen reflektierenden Oberflächen und dem Schutzfeld (P) ist einzuhalten. Bei Nichteinhaltung kann ein zu detektierendes Objekt nicht erfasst werden. Bei unsachgemäßem Umgang mit dem Produkt kann die Sicherheit und Unversehrtheit von Menschen und Anlagen nicht gewährleistet werden.

IFM OY901S - Abstand von reflektierenden Oberflächen - 3

D = Mindestabstand; I = Schutzfeldbreite (Reichweite); P = Schutzfeld

▶ Nach der Montage durch gezieltes Unterbrechen der Lichtstrahlen im Schutzfeld prüfen, ob spiegelnde Flächen die Funktion der optoelektronischen Sicherheitssensoren beeinflussen.

Mindestabstand zu reflektierenden Oberflächen

IFM OY901S - Abstand von reflektierenden Oberflächen - 4

D = Mindestabstand in [mm]; I = Schutzfeldbreite (Reichweite) [m]

6.6 Mehrfach-Systeme

IFM OY901S - Mehrfach-Systeme - 1

Der Einsatz mehrerer Sicherheits-Lichtgitter kann zu Funktionsstörungen führen und die Schutzfunktion außer Kraft setzen.

Die Sicherheits-Lichtgitter sind daher so zu montieren, dass der vom Sender des einen Systems ausgesendete Strahl nur von seinem zugehörigen Empfänger erfasst werden kann.

Folgende wichtige Montageregel zur Vermeidung gegenseitiger Beeinflussung mehrerer Systeme ist zu beachten:

IFM OY901S - Mehrfach-Systeme - 2

Position beider passiven Elemente nebeneinander

6.7 Verwendung von Umlenkspiegeln

Zum Schutz und zur Überwachung von Gefahrenbereichen mit mehrseitigem Zugang können ein oder mehrere Umlenkspiegel eingesetzt werden (als Zubehör erhältlich). Mit Hilfe von Umlenkspiegeln kann der vom Sender ausgehende Lichtstrahl über mehrere Zugangsseiten geleitet werden.

▶ Um einen Reflektionswinkel von 90° zu erreichen, sind die Spiegel in einem Neigungswinkel von 45° auszurichten.

Das folgende Bild zeigt eine Anwendung, bei der mit zwei Umlenkspiegeln ein U-förmiger Zugangsschutz realisiert wird.

IFM OY901S - Verwendung von Umlenkspiegeln - 1

A = Gefahrenbereich
M = Umlenkspiegel
S = Mindestsicherheitsabstand
Dx = Seitenlänge

▶ Die Umlenkspiegel so anbringen, dass der Mindestsicherheitsabstand (S) zu jeder Seite des Gefahrenbereichs eingehalten wird.
▶ Bei der Montage beachten, dass die Spiegelfläche plan ist und keine Vibrationen auf die Sicherheitseinrichtung einwirken.
• Die Reichweite ergibt sich aus der Summe der Längen aller Seiten (D1 + D2 + D3) des Zugangs zum geschützten Bereich. Die maximale Reichweite der optoelektronischen Sicherheitssensoren reduziert sich pro Spiegel um 15 %.
- Nicht mehr als zwei Umlenkspiegel verwenden.

7 Elektrischer Anschluss

▶ Anlage spannungsfrei schalten. Gegebenenfalls auch unabhängig versorgte Relais-Lastkreise abschalten.

IFM OY901S - Elektrischer Anschluss - 1

Die Nennspannung beträgt 24 V DC. Diese Spannung darf zwischen 19,2 V und 28,8 V schwanken.

IFM OY901S - Elektrischer Anschluss - 2

Die Betriebsspannung darf bei einem einzelnen Fehler den maximalen Wert von 28,8 V DC nicht überschreiten. Daher ist eine sichere Trennung von Stromversorgung und Transformator notwendig.

IFM OY901S - Elektrischer Anschluss - 3

Um die funktionelle Zuverlässigkeit zu garantieren muss bei Verwendung eines Netzteils mit Diodenbrücken eine Ausgangskapazität von mindestens 2000 μF / A gewährleistet sein.

▶ Das Gerät entsprechend der folgenden Tabelle anschließen:

7.1 Anschlussbelegung aktives Element

PIN LayoutPINNameTypBeschreibung
IFM OY901S - Anschlussbelegung aktives Element - 11OSSD1AusgangStatischer Sicherheitsausgang 1
224 V DC-Betriebsspannung 24 V DC
3OSSD2AusgangStatischer Sicherheitsausgang 2
4K1_K2EingangExterne Rückführkontakte
5SEL_AEingangBetriebsart Sicherheits-Lichtgitter
6SEL_BEingang
70 V DC-Betriebsspannung 0 V DC
8FE-Funktionserde

Informationen zu verfügbaren Kabeldosen / -steckern unter:

www.ifm.com → Produkte → Zubehör

IFM OY901S - Anschlussbelegung aktives Element - 2

Hinweis: Die Anschlussleitungen der optoelektronischen Sicherheitssensoren getrennt von Störquellen wie z. B. Starkstromleitungen verlegen.

▶ An Funktionserde anschließen.

8 Betriebsarten

Die verschiedenen Betriebsarten der Sicherheits-Lichtgitter der Baureihe OY90xS können über entsprechende Anschlüsse am 8-poligen Stecker des aktiven Elements eingestellt werden.

BetriebsartenAnschlüsse
PIN 4PIN 5PIN 6
A AutomatikIFM OY901S - Betriebsarten - 1K1_K2
Anschluss an:L- (0 V DC)
SEL_AAnschluss an:OSSD1 (PIN 1)SEL_BAnschluss an:OSSD2 (PIN 3)
B Automatik mit Überwachung der RückführkontakteIFM OY901S - Betriebsarten - 2K1_K2
Anschluss an:L+ (24 V DC)(über Öffner der Rückführkontakte)
SEL_AAnschluss an:OSSD2 (PIN 3)SEL_BAnschluss an:OSSD1 (PIN 1)
C Manuell-WX7W]K1_K2
Anschluss an:L- (0 V DC)
SEL_AAnschluss an:L+ (24 V DC)SEL_B / Restart
Anschluss an:L+ (24 V DC) (über Starttaster)
D Manuell mit Überwachung der RückführkontakteIFM OY901S - Betriebsarten - 3-K1_K2
Anschluss an:L+ (24 V DC)(über Öffner der Rückführkontakte)
SEL_A / Restart
Anschluss an:L+ (24 V DC)(über Starttaster)
SEL_BAnschluss an:L+ (24 V DC)
1: Rückführkontakt 1 2: Rückführkontakt 2 3: Restart

8.1 Automatischer Betrieb

Werden die Sicherheits-Lichtgitter im Automatik-Betrieb eingesetzt, ist kein überwachter Start möglich.

Die Sicherheits-Lichtgitter gehen bei freiem Schutzfeld automatisch wieder in Betrieb, die Ausgänge (OSSDs) werden freigegeben.

IFM OY901S - Automatischer Betrieb - 1

Überprüfen Sie, ob dies mit der Risikoanalyse Ihrer Anlage vereinbar ist.

Im Automatik-Betrieb folgen die Ausgänge OSSD1 und OSSD2 dem Status der Sicherheits-Lichtgitter:

Schutzfeld freiAusgänge = aktiv Logisch "1"
Schutzfeld unterbrochenAusgänge = deaktiviert Logisch "0"

8.2 Manueller Betrieb

Der manuelle Betrieb (Start / Restart) ist immer notwendig, wenn ein Durchgang zu einem Gefahrenbereich überwacht werden soll (Personen können sich nach Durchgang des Schutzfelds im Gefahrenbereich aufhalten, ohne erfasst zu werden).

Der Start / Restart Taster muss sich außerhalb des Gefahrenbereichs befinden. Dieser muss so angebracht werden, dass der Gefahrenbereich und der Zugang eingesehen werden kann. Es darf nicht möglich sein den Start / Restart Taster aus dem Gefahrenbereich heraus zu betätigen.

IFM OY901S - Manueller Betrieb - 1

Im manuellen Betrieb erfüllen die Sicherheits-Lichtgitter die Funktion als 'trip device' gemäß IEC 61496. Nichtbeachten dieser Norm kann zur Gefährdung von Personen führen.

Die Sicherheitsausgänge OSSD1 und OSSD2 werden aktiv, wenn das Schutzfeld frei ist und der Restart-Befehl über einen Starttaster oder über einen entsprechenden Impuls auf den Restart PIN gegeben wird. In der Betriebsart "Manuell ohne Überwachung" erfolgt der Neustart über PIN 6, in der Betriebsart "Manuell mit Überwachung der Rückführkontakte" über PIN 5.

Werden die Sicherheits-Lichtgitter durch eine Person oder einen Gegenstand ausgelöst, muss zur Freigabe immer der Restart-Befehl (24 V an PIN 5 oder 6) erfolgen. Impulsdauer > 400 ms.

8.3 Anschluss externer Rückführkontakte

In der automatischen und manuellen Betriebsart können externe Rückführkontakte mit eingebunden werden. Hierzu müssen die Rückführkontakte zwischen der Betriebsspannung und K1_K2 in Reihe geschaltet werden (→ 8 Betriebsarten / Tabelle, Abb. B und D).

8.4 Interne Test-Funktion

Die Sicherheits-Lichtgitter Typ 4 führen ständig interne Tests durch. Das Erfassen von Fehlern erfolgt innerhalb der Reaktionszeit des jeweiligen Modells und führt zu entsprechenden Abschaltungen (Reaktionszeiten → 12 Technische Daten).

9 Bedien- und Anzeigeelemente

aktives Element
IFM OY901S - Bedien- und Anzeigeelemente - 11: LED (orange)2: LED (rot)3: LED (grün)4: LED (gelb)5: Displayanzeige

9.1 LED-Anzeigen zur optischen Ausrichtung

Die Anzeige-LEDs des Sicherheits-Lichtgitters helfen dabei, aktives und passives Element korrekt zueinander auszurichten.

9.1.1 Ausrichtung im Automatikbetrieb

Bedeutungaktives ElementLED
orangerotgrüngelb
Element erkennt keinen Lichtstrahl
Element erkennt alle Lichtstrahlen mit schwachem Signal
Element erkennt alle Lichtstrahlen

▶ Das aktive Element so ausrichten, dass die grüne LED leuchtet.
▶ Aktives und passives Element festschrauben.

9.1.2 Ausrichtung im manuellen Betrieb

Bei manueller Betriebsart leuchtet statt der grünen die gelbe LED. Das Lichtgitter wartet dann auf die manuelle Freigabe.

Bedeutungaktives Element LED
orangerotgrüngelb
Element erkennt keinen Lichtstrahl
Element erkennt alle Lichtstrahlen mit schwachem Signal
Element erkennt alle Lichtstrahlen

▶ Das aktive Element so ausrichten, dass die gelbe LED leuchtet.
▶ Aktives und passives Element festschrauben.

9.2 LED Zustände

Bedeutungaktives Element LED
orangerotgrüngelbDisplayanzeige
Einschalten des Systems, Eingangstest8
Anzeige der Betriebsart (beim Systemstart)
AutomatikC
Automatik mit ÜberwachungC
ManuellC
Manuell mit ÜberwachungC
Normalbetrieb
Schutzfeld unterbrochen, Ausgänge deaktiviert-
Schutzfeld frei, Ausgänge deaktiviert, wartet auf Restart-
Schutzfeld frei, Ausgänge aktiviert-
Schwaches Signal, Schutzfeld frei, Ausgänge deaktiviert, wartet auf Restart-
Schwaches Signal, Schutzfeld frei, Ausgänge aktiviert-

10 Betrieb

10.1 Schaltzustand der Ausgänge

Die Sicherheits-Lichtgitter besitzen zwei Ausgänge (OSSDs), der Status hängt von der Bedingung des Schutzfeldes ab.

Alle Kurzschlüsse zwischen den Ausgängen oder zwischen einem Ausgang und der Betriebsspannung (24 V DC oder 0 V DC) werden durch die Sicherheits-Lichtgitter als Fehler detektiert.

AusgangBinäre ZuständeBedeutung
OSSD11Bedingung
Schutzfeld frei.
OSSD21
OSSD1100Bedingung
Schutzfeld unterbrochen oder Fehler festgestellt.
OSSD2010

10.1.1 Der sichere Zustand

Der sichere Zustand ist der ausgeschaltete Zustand (stromloser Zustand:

Logisch "0") von mindestens einem der Ausgänge (OSSDs).

Ist einer der Ausgänge ausgeschaltet, muss die nachgeschaltete

sicherheitsgerichtete Logikeinheit das Gesamtsystem in den als sicher definierten Zustand bringen.

10.1.2 Der geschaltete Zustand

Im geschalteten Zustand liefert das aktive Element eine Spannung von 24 V DC (Logisch "1") an beide Ausgänge.

Ausgangskenndaten

Die Ausgangskenndaten sind angelehnt an die Kenndaten des Eingangs nach IEC 61496:

Logisch "1"24 V DCmax. 500 mA
Logisch "0"≤ 1,5 V DC< 0,2 mA

10.1.3 Schnittstellen-Klassifizierung

Die Schnittstelle der Geräte entspricht Interface Typ C Klasse 3 entsprechend dem ZVEI Positionspapier CB 24l Ed. 2.0

Kennzeichnungsschlüssel

Interface TypeGeeigneter Interface Typ
QuelleC3SenkeC1C2C3

10.2 Funktionsprüfung der Sicherheits-Lichtgitter

IFM OY901S - Funktionsprüfung der Sicherheits-Lichtgitter - 1

Vor Arbeitsbeginn die ordnungsgemäße Funktion der Sicherheits-Lichtgitter prüfen.

Für die Funktionsprüfung muss ein undurchsichtiger Prüfgegenstand verwendet werden.

IFM OY901S - Funktionsprüfung der Sicherheits-Lichtgitter - 2

▶ Mit dem Prüfgegenstand die Lichtstrahlen unterbrechen. Zuerst in der Mitte (1) und dann in der Nähe des aktiven und des passiven Elements (2).
▶ Darauf achten, dass die rote LED am aktiven Element während der Unterbrechung der Strahlen kontinuierlich leuchtet.

IFM OY901S - Funktionsprüfung der Sicherheits-Lichtgitter - 3

Hinweise zur Wartung der Sicherheits-Lichtgitter beachten → 14 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung.

IFM OY901S - Funktionsprüfung der Sicherheits-Lichtgitter - 4

Hinweise zur Inbetriebnahme → 17.1 Checkliste.

11 Maßzeichnung

IFM OY901S - Maßzeichnung - 1

A: aktives Element

1: LED (orange)

4: LED (gelb)

P: passives Element

2: LED (rot)

5: Displayanzeige

L: Gesamtlänge*

3: LED (grün)

* Verfügbare Längen → 12 Technische Daten

11.1 Lage der Strahlen

ModellStrahlenLage der Strahlen gemessen ab Unterkante Stecker [mm]
OY901S2114 - 614
OY902S3*)114 - 484 - 544 - 914
OY903S4114 - 414 - 714 - 1014
*) technisch ausgeführt wie ein 4-strahliges Lichtgitter mit geringem Abstand zwischen Strahl 2 und 3

DE

12 Technische Daten

Entspricht den Anforderungen: Typ 4 IEC 61496-1, maximum SIL 3 IEC 61508 / EN IEC 62061, PL e / Kategorie 4 EN ISO 13849-1
Elektrische AusführungDC / PNP
Betriebsspannung24 DC (19,2...28,8)
Stromaufnahme [mA]250
Ausgänge (OSSDs)2 x PNP
Strombelastbarkeit je Ausgang [mA]500 (24 V)
Max. kapazitive Last CL_max [μF]2,2
Bereitschaftsverzögerungszeit [s]< 10
Gebrauchsdauer TM (Mission Time) [h]175200
Schutzfeldbreite (Reichweite) [m]0...6
EMVIEC 61496-1
VibrationIEC 61496-1
SchockIEC 61496-1
Umgebungstemperatur [°C]-10...55
Max. zulässige relative Luftfeuchtigkeit [%]95
EinsatzortKlasse C nach EN 60654-1, Wettergeschützter Einsatzort
Schutzart / SchutzklasseIP 65 / III
GehäusewerkstoffAluminium / PC
LichtartInfrarot 950 nm
AnzeigeLED gelb, LED grün, LED rot, LED orange, Displayanzeige
AnschlussM12-Steckverbindung
Max. Anschlusskabellänge [m]100 *)

*) bei Adernquerschnitt 1 mm²

12.1.1 Sicherheits-Lichtgitter 2, 3 und 4 Strahlen

OY901SOY902SOY903S
Strahlenanzahl234
Gesamtlänge L [mm]aktives Element passives Element7367231036102311361123
Schutzfeldhöhe [mm]500800900
Reaktionszeit [ms]1010,510,5
Sicherheitstechnische Zuverlässigkeit PFHD [1/h] 4,8-09 4,9-09 5,0-09
Testimpulsdauer ti [μs]909090
Testimpulsintervall T [ms]6,57,07,0
Verhältnis ti / T [%]1,41,31,3

13 Fehlerbehebung

Die LEDs des aktiven Elements zeigen fehlerhafte Betriebszustände an (→ 9 Bedien- und Anzeigeelemente). Bei Systemstörungen oder Fehlern erscheint in der Displayanzeige ein Fehlercode. Zusätzlich leuchtet die rote LED auf. Eine genaue Beschreibung der Fehler entnehmen Sie bitte den folgenden Tabellen.

13.1 Konfigurationsfehler

DisplayanzeigeMögliche UrsacheFehlerbehebung
CAnwender-Konfiguration zurückgewiesenKonfiguration prüfen
2OSSD fälschlich an 24V=angeschlossenOSSD Anschluss prüfen
Eexterner Rückführkontakt fehltRückführkontakt prüfen

13.2 Systemfehler

DisplayanzeigeMögliche UrsacheFehlerbehebung
6KurzschlussDie Anschlüsse an den Klemmen 1 und 3 (OSSD) prüfen.
0Überlastung statische OSSD AusgängeStrom durch OSSD Ausgänge prüfen, Last auf max. 500 mA (2,2 μF) verringern.
1Störenden Sender erfasstStörenden Sender suchen und eine der folgenden Maßnahmen ergreifen:- Position von aktivem und passivem Element vertauschen.- Störenden Sender versetzen, so dass der Empfänger nicht beeinflusst wird.- Die vom störenden Sender kommenden Strahlen mit matten Schutzvorrichtungen abschirmen.

13.3 Systemstörung

Bei einer Systemstörung erscheint im Wechsel mit dem Fehlercode ein "F" in der Displayanzeige.

DisplayanzeigeMögliche UrsacheFehlerbehebung
3Interner Fehler (Hauptplatine)Gerät zur Reparatur an ifm-Niederlassung senden.
4Interner Fehler (Hauptplatine)
5Fehler an den statischen OSSD Ausgängen
AInterner Fehler (analoger Basiseingang)
HKonfigurationsänderung durch den Anwender ohne SystemneustartDas System neu starten.

14 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

  • Warten Sie die optoelektronische Schutzeinrichtung entsprechend den gültigen nationalen Vorschriften innerhalb der geforderten Fristen. Die Prüfungen müssen durch befähigte Personen durchgeführt werden.
  • Es empfiehlt sich, die Frontscheiben des aktiven und passiven Elements regelmäßig zu reinigen.
    • Die Reinigung sollte mit einem sauberen, feuchten Tuch erfolgen. Bei besonders staubhaltiger Umgebung empfiehlt es sich, die gereinigten Frontscheiben mit einem antistatischen Produkt leicht zu besprühen.
  • Keine aggressiven oder abriebfördernden Reinigungsmittel verwenden, da diese die Oberflächen angreifen könnten. Um elektrostatische Aufladungen an der Frontfläche zu vermeiden keine Wolltücher verwenden.

IFM OY901S - Wartung, Instandsetzung und Entsorgung - 1

Kratzer auf den Frontscheiben der optoelektronischen Sicherheitssensoren können die Lichtstrahlen ablenken und die Schutzfunktion beeinträchtigen.

• Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
- Entsorgen Sie das Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen.

15 Begriffe und Abkürzungen

BlankingOptionale Funktion, die es erlaubt, dass sich Objekte im Schutzfeld befinden, die größer als das Detektionsvermögen sind, ohne das dies zum Abschalten der OSSDs führt.
BWSBerührungslos wirkende Schutzeinrichtung.
CCFCommon Cause FailureAusfall infolge gemeinsamer Ursache.
DCavg Average Diagnostic CoverageDurchschnittlicher Diagnosedeckungsgrad.
MutingVorrübergehende Überbrückungsfunktion einer Sicherheitsfunktion durch sicherheitsbezogene Teile des Steuerungssystems.
MTTFd Mean Time To Dangerous FailureMittlere Zeit bis zum gefahrbringenden Ausfall.
OSSDOutput Signal Switch DeviceAusgangssignal-Schaltelement, Statischer Sicherheitsausgang.
PFH ( PFHD )Probability of (dangerous) Failure per HourWahrscheinlichkeit eines (gefahrbringenden) Ausfalls pro Stunde.
PLPerformance LevelFähigkeit von sicherheitsbezogenen Teilen, eine Sicherheitsfunktion unter vorhersehbaren Bedingungen auszuführen, um die erwartete Risikoreduzierung zu erfüllen.
SILSafety Integrity LevelSicherheits-Integritätslevel SIL 1-4 nach IEC 61508. Je höher der SIL, desto geringer die Wahrscheinlichkeit für das Versagen einer Sicherheitsfunktion.
TM Mission TimeGebrauchsdauer
T1Test IntervalPrüfintervall

Technische Daten und weitere Informationen unter www.ifm.com

16 Anhang

16.1 Checkliste

Diese Checkliste dient als Hilfestellung zur Inbetriebnahme der Sicherheits-Lichtgitter. Die Angaben der Checkliste sollten mindestens vorhanden sein, jedoch abhängig von der Applikation und der herangezogenen Richtlinien / Normen.

  1. Wurden die gültigen Richtlinien / Normen für die Sicherheit der Maschine entsprechend zugrunde gelegt?
  2. Ist die Zugangsabsicherung zur Gefahrenstelle nur durch das Schutzfeld der Sicherheits-Lichtgitter möglich?
  3. Sind Schutzmaßnahmen, die ein Untergreifen, Übergreifen und Umgreifen verhindern, getroffen und gegen Manipulation gesichert?
  4. Ist die Stopp- bzw. Nachlaufzeit der Maschine bemessen und entsprechend der Montage der Sicherheits-Lichtgitter angepasst?
  5. Sind die Sicherheits-Lichtgitter ordnungsgemäß befestigt und gegen Loslösen oder Verschieben gesichert?
  6. Sind die Sicherheits-Lichtgitter gemäß den Funktions- und Wartungsbeschreibungen dieser Bedienungsanleitung überprüft?
  7. Ist eine externe Überwachung (EDM) der Steuerungsteile (z. B. Schütz, Ventil, etc.) eingesetzt worden?
  8. Wird der als sicher definierte Zustand beim Aus- bzw. Abschalten der Sicherheits-Lichtgitter eingeleitet?
  9. Sind Verschmutzungen oder Kratzer auf der lichtemittierenden Oberfläche vorhanden?
  10. Werden die Montagehinweise dieser Bedienungsanleitung eingehalten?

IFM OY901S - Checkliste - 1

Diese Checkliste ersetzt nicht die Prüfung bzw. Inbetriebnahme durch eine sicherheitstechnisch geschulte Elektrofachkraft.

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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : OY901S

Kategorie : Beleuchtung