LMC110 - Sensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG LMC110 IFM
Betriebsanleitung
Binärer Füllstandsensor
LMCxx0
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise.... 3
2 Sicherheitshinweise 4
2.1 Cybersecurity 4
3 Transport, Handhabung und Lagerung 6
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
4.1 Einsatzbereich.... 7
4.2 Beschränkung des Einsatzbereichs 8
5 Funktion 9
5.1 Messprinzip.... 9
5.2 Verarbeiten der Messsignale 9
5.3 Anwendungsbeispiele.... 9
5.3.1 Anwendungsbeispiele für die frontseitige Montage 9
5.3.2 Anwendungsbeispiele für die rückwärtige Montage über ein Einbaurohr 10
6 Montage.... 11
6.1 Einbauort / Einbauumgebung 11
6.2 Montagevorgang 12
6.2.1 Frontseitige Montage bei LMC1x0 / LMC5x0 / LMC8xx 12
6.2.2 Rückwärtige Montage bei LMC4x.... 12
7 Elektrischer Anschluss.... 14
8 Parametrierung 15
8.1 Parametrierung über Memory Plug 15
8.2 Parameter 16
8.3 Systemkommandos.... 16
8.4 Vollabgleich durchführen [SPx teaches] 17
9 Betrieb 18
9.1 Schaltzustände und LED-Anzeigen 18
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 19
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 19
11 Werkseinstellung 20
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung .... 19 11 Werkseinstellung .... 20
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).

VORSICHT
Bei hohen Medientemperaturen können sich Bereiche des Gerätes erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht berühren.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung

Die Sondenspitze darf keiner intensiven Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung) ausgesetzt werden.
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (Technische Daten).
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht den Füllstand flüssiger, pastöser und pulverförmiger Medien in Behältern und Rohrleitungen. Es ist verwendbar für die Grenzstanderfassung und den Trockenlaufschutz. Die getrennte Einstellung zweier Schaltschwellen ermöglicht zudem die Erfassung zweier unterschiedlicher Medien, verwendbar zum Beispiel bei Phasentrennung oder zur Medienunterscheidung.
4.1 Einsatzbereich
- Erfassung nahezu aller Medien, auch stark anhaftende oder nicht leitfähige.
- Empfindlichkeit ab Werk voreingestellt. Einfache Inbetriebnahme ohne jegliche Programmierung möglich (Plug and Play).
- Empfindlichkeit bei Bedarf vom Anwender einstellbar: Parametrierung → 15
- Verfügbare Prozessanschlüsse: G 1/2 und 1/2" NPT und M12. G 1/2 ist in zwei Varianten verfügbar: Für frontseitige Montage und für rückwärtige Montage.
| Typ | Voreinstellung | Empfindlichkeit | Prozessanschluss |
| LMC100 | Wässrige Medien | niedrig | G 1/2, frontseitig |
| LMC110 | Öle, Fette, Pulver | hoch | |
| LMC140 | Wässrige Medien | niedrig | |
| LMC400 | Wässrige Medien | niedrig | G 1/2, rückwärtig |
| LMC410 | Öle, Fette, Pulver | hoch | |
| LMC500 | Wässrige Medien | niedrig | 1/2" NPT |
| LMC510 | Öle, Fette, Pulver | hoch | |
| LMC840 | Wässrige Medien | niedrig | M12, frontseitig |
Verfügbare Prozessanschlüsse:
①

②

③

④

1: G 1/2, frontseitig
2: G 1/2, rückwärtig
3: 1/2" NPT
4: M12, frontseitig

Bei geeigneter Geräteauswahl wird die Anwesenheit bestimmter Medien detektiert, Anhaftungen oder Schaum dagegen werden ausgeblendet.
Zusätzlich kann mit dem Gerät die Temperatur gemessen werden: Parametrierung ➞ 15
4.2 Beschränkung des Einsatzbereichs

Die Sondenspitze darf keiner intensiven Sonneneinstrahlung (UV-Strahlung) ausgesetzt werden.
- Nicht geeignet für den Hygienebereich.
- Nicht geeignet für abrasive Medien, zum Beispiel Quarzsand, oder schweres Schüttgut.
- Bei Einsatz in aggressiven Medien, Säuren und Laugen:
▶ Vorher die Verträglichkeit der Produktwerkstoffe prüfen ➞ Technisches Datenblatt. - Bei Einsatz in Medien, die inhomogen sind, sich entmischen und dadurch Trennschichten ausbilden, zum Beispiel Öl auf Wasser:
▶ Die Funktion durch einen Applikationstest prüfen. - Luft- oder Gasblasen in flüssigen Medien können zu unerwünschtem Schaltverhalten führen.
▶ Die Funktion durch einen Applikationstest prüfen. Bei Bedarf die Empfindlichkeit anpassen oder Schalt-verzögerungen einstellen: Parametrierung ➞ 15
5 Funktion
5.1 Messprinzip

Abb. 1: Messprinzip
Das Gerät arbeitet nach dem Impedanzspektroskopie-Verfahren. Es analysiert das elektrische Verhalten der zu überwachenden Medien im Frequenzbereich zwischen 50 und 200 MHz. Von der Sondenspitze ausgehend bildet sich ein elektrisches Feld, das durch den Füllstand beeinflusst wird. Die Art des Mediums sowie Anhaftungen oder Schaum besitzen unterschiedliche elektrische Eigenschaften, die zur Auswertung genutzt werden.
5.2 Verarbeiten der Messsignale
Werkseinstellung:
Das Gerät schaltet die beiden Ausgänge antivalent: MP1 / OUT1 = Hno; OUT2 = Hnc
| Kein Medium erkannt | MP1 / OUT1 = AUS | OUT2 = EIN |
| Medium erkannt | MP1 / OUT1 = EIN | OUT2 = AUS |
5.3 Anwendungsbeispiele
5.3.1 Anwendungsbeispiele für die frontseitige Montage

Abb. 2: Tankmontage

Abb. 3: Rohrmontage
1: Einbauposition bedingt geeignet
- Abbildung Tankmontage: Mögliche Einbaupositionen in einem Tank, zum Beispiel für die Grenzstanderfassung oder als Trockenlaufschutz.
• Abbildung Rohrmontage: Überwachung des Befüllungsgrades in Rohrleitungen.

Die Einbaupositionen (1) sind bei stark anhaftenden und zähflüssigen Medien und bei Medien, die zur Sedimentierung oder Anlagerung neigen, nur bedingt geeignet. Möglicherweise können Rückstände als Füllstand erfasst werden.
5.3.2 Anwendungsbeispiele für die rückwärtige Montage über ein Einbaurohr
Einbau von oben:

1: Maximaler Füllstand
2: Minimaler Füllstand
3: Einbaurohr
Der Sensor kann rückwärtig in ein Rohr variabler Länge (3) montiert werden. Dadurch sind unterschiedliche Ansprechpunkte realisierbar. Beispiel: Überwachung maximaler Füllstand (1) oder minimaler Füllstand (2).

Ein Einbaurohr aus Metall mit einem Innengewinde G 1/2 und einem Innendurchmesser mit mindestens 19 mm verwenden.

Wenn der Sensor permanent vom Medium bedeckt ist:
▶ Die Temperatur im Rohr darf durch eine zu hohe Mediumtemperatur nicht die maximale Umgebungstemperatur übersteigen ➞ Technisches Datenblatt.
Seitlicher Einbau:

Durch die tiefere Position der Sondenspitze im Behälter können stark anhaftende und zähflüssige Rückstände ausgeblendet werden.
6 Montage

VORSICHT
Austretende Druckluft oder heiße Medien.
▷ Verletzungsgefahr durch Druck oder Verbrennung.
▶ Vor Ein- und Ausbau des Gerätes sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist und sich kein Medium in der Rohrleitung oder dem Behälter befindet.
▶ Gefahren beachten, die von Anlagen- und Medientemperaturen ausgehen können.

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50°C (122°F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65°C (149°F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht berühren
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
▶ Gerät und Prozessadapter vor der Wartung abkühlen lassen.

Der Sensor wird ohne Montage- und Anschlusszubehör geliefert.

Ausschließlich Zubehör der ifm electronic gmbh verwenden! Bei Verwendung von Komponenten anderer Hersteller wird eine optimale Funktion nicht gewährleistet.

Verfügbares Zubehör: www.ifm.com.
6.1 Einbauort / Einbauumgebung
- Einbau vorzugsweise in geschlossenen metallischen Behältern oder metallischen Rohrleitungen.
- Der Sensor muss elektrischen Kontakt zum metallischen Prozessanschluss besitzen.

Bei druckbeaufschlagten Anwendungen:
▶ Nur für den Prozess, oder die Applikation geeignete Prozessanschlüsse verwenden.

Bei Einbau in Kunststoffbehältern kann es zur Beeinträchtigung durch elektromagnetische Störungen kommen.
▶ Die Funktion durch einen Applikationstest prüfen.
▶ Treten Störungen auf, geeignete Maßnahmen wie eine Abschirmung, oder eine Erdung ergreifen.

Abb. 4: Sensorspitze Abstände
Bei Einbau in beengten Umgebungen, zum Beispiel in Rohrleitungen, Behälterecken, Einbauten oder bei Rührwerken und anderen beweglichen Objekten:
Um Fehlfunktionen und Beschädigungen von Sensor und Anlage zu vermeiden, mindestens 15 mm Abstand von der Sensorspitze zu benachbarten Objekten, zum Beispiel bei Rohr- und Behälterwandungen, Einbauten und anderen Sensoren einhalten.
6.2 Montagevorgang
6.2.1 Frontseitige Montage bei LMC1x0 / LMC5x0 / LMC8xx
▶ LMC1x0: ▶ Die beiliegende Flachdichtung über das Gewinde auf den Sensor aufschieben und / oder deren Sitz prüfen.
▶ LMC5x0: Das Gewinde bei Bedarf mit einem geeignetem Dichtungsmaterial (zum Beispiel PTFE-Band) versehen. Sicherstellen, dass der Sensor elektrischen Kontakt zum metallischen Prozessanschluss besitzt.
▶ LMC8xx: Den beiliegenden O-Ring über das Gewinde auf den Sensor aufschieben und / oder dessen Sitz prüfen.
▶ Das Gewinde des Sensors mit einer für den vorliegenden Anwendungsbereich geeigneten und zuge-lassenen Schmierpaste leicht einfetten.
▶ Den Sensor in den vorgesehenen Prozessanschluss einschrauben und festziehen.
▶ Max. Anzugsmoment: LMC1x0 = 20...25 Nm, LMC5x0 = < 50 Nm, LMC8xx = 20...25 Nm.
▶ Den Behälter / die Rohrleitung nach Montage auf Dichtigkeit prüfen.
6.2.2 Rückwärtige Montage bei LMC4x
▶ Die Kabeldose (gerade Ausführung) durch das vorgesehene Einbaurohr führen (Abbildung 1).
▶ Die beiliegende Flachdichtung über das (rückwärtige) Gewinde auf den Sensor aufschieben und deren Sitz prüfen (Abbildung 2).
▶ Den Sensor mit der Kabeldose verschrauben (Abbildung 3).
▶ Das Gewinde des Sensors mit einer für den vorliegenden Anwendungsbereich geeigneten und zugelassenen Schmierpaste leicht einfetten.
▶ Den Sensor mit dem Einbaurohr verschrauben und festziehen (Abbildung 4). Max. Anzugsmoment: 20...25 Nm.
▶ Das Einbaurohr am Behälter montieren.
▶ Den Behälter, die Rohrleitung nach der Montage auf Dichtigkeit prüfen.
▶ Die Kabeldurchführung am oberen Rohrende in geeigneter Weise abdichten (zum Beispiel eine Kabelverschraubung verwenden).


Die Montage in einen Schwinggabeladapter ist identisch. Die Kabeldurchführung des Adapters muss dabei mit der beiliegenden Abdeckkappe abgedichtet werden. Das Kabel muss nach unten weggeführt werden, um Feuchtigkeit abzuleiten.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:
Anschlussbelegung LMC140 und LMC840:


| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 2 | OUT2: DO2 |
| 3 | L- |
| 4 | MP1: DO1, IO-Link |
DO: Digitalausgang; MP: Multifunktionsanschluss
Anschlussbelegung LMCxxx:


| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 2 | OUT2: Schaltausgang |
| 3 | L- |
| 4 | OUT1: Schaltausgang, IO-Link |
Parametrierung (alle Versionen):
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 3 | L- |
| 4 | MP1 / OUT1: IO-Link |

Werkseinstellung MP1 / OU1 und OUT2: Werkseinstellung → 20
8 Parametrierung
Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:
- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
• Parametrierung über eine SPS
• Parametrierung über eine IIoT-Applikation
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametrier-software, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:
→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

Bei geeigneter Geräteauswahl wird die Anwesenheit bestimmter Medien detektiert, Anhaftungen oder Schaum dagegen werden ausgeblendet. In vielen Fällen ist die Werkseinstellung völlig ausreichend. Für besondere Anforderungen lassen sich die Empfindlichkeit und weitere Funktionen an die jeweilige Applikation anpassen. Spritzer, Wellenbewegungen und Luftblasen lassen sich durch das Einstellen einer Schaltverzögerung ausblenden.
Zusätzlich kann mit dem Gerät die Temperatur gemessen werden. Die Temperaturmessung ist nur über die IO-Link-Kommunikationsschnittstelle mit azyklischer Datenabfrage möglich. Die Sondenspitze muss während der Messung ausreichend vom Medium bedeckt sein.
8.1 Parametrierung über Memory Plug
Über einen Memory Plug (→ Zubehör) kann ein Parametersatz auf das Gerät geschrieben werden. Der Memory Plug ist auch einsetzbar, um die aktuelle Parametrierung eines Gerätes zu speichern und auf andere Geräte des gleichen Typs zu übertragen.
▶ Den passenden Parametersatz in den Memory Plug laden ➞ Bedienungsanleitung Memory Plug.
▶ Sicherstellen, das sich das Gerät im Auslieferungszustand befindet.
▶ Den Memory Plug zwischen Gerät und Kabeldose anschließen.
▷ Bei anliegender Spannungsversorgung wird der Parametersatz vom Memory Plug auf das Gerät übertragen.
▶ Memory Plug entfernen und das Gerät in Betrieb nehmen.
8.2 Parameter
| SPx/rPx | Schaltschwellen der Schaltpunkte SPx und Rückschaltpunkte rPx für die Ausgänge MP1 / OUT1 und OUT2. Die Werte für SPx / rPx werden in Prozent des maximalen Prozesswertes eingestellt. Der Prozesswert definiert sich wie folgt:Prozesswert in Luft = 0 %Prozesswert in Leitungswasser = 100 %Minimale Hysterese: 2 % | |
| Art des Mediums: | Richtwerte: | |
| Wässrige/wasserbasierte Medien: | SPx = 70 %, rPx = 62 % (Werkseinstellung LMCx0x) | |
| Medien mit geringem Wasseranteil: | SPx = 35 %, rPx = 29 % | |
| Öle, Fette, pulverförmige Medien: | SPx = 8 %, rPx = 5 % (Werkseinstellung LMCx1x) | |
| oux | Ausgangsfunktion für MP1 / OUT1 und OUT2:Hno= Hysteresefunktion/SchließerHnc= Hysteresefunktion/Öffner Fno= Fensterfunktion/SchließerFnc= Fensterfunktion/Öffner | |
| FOUx | Verhalten der Ausgänge MP1 / OUT1 und OUT2 im Fehlerfall. OFF= Schaltausgang schaltet im Fehlerfall AUS. On= Schaltausgang schaltet im Fehlerfall EIN. | |
| dSx | Schaltverzögerung für MP1 / OUT1 und OUT2. Einstellbereich 0...10 s. Schrittweite 0,1 s. | |
| drx | Rückschaltverzögerung für MP1 / OUT1 und OUT2. Einstellbereich 0...10 s. Schrittweite 0,1 s. | |
| P-n | Schaltlogik für die Ausgänge (PnP oder nPn) | |
x = 1 parametriert MP1 / OUT1, x = 2 parametriert OUT2
8.3 Systemkommandos
| SP1 tea-chen | Teach auf Medium 1 Vollabgleich auf das zu erfassende Medium 1, setzt automatisch die Schaltschwellen SP1 / rP1 für MP1 / OUT1. Bei oux = Fno / Fnc ist kein Teach möglich. |
| SP2 tea-chen | Teach auf Medium 2 Vollabgleich auf das zu erfassende Medium 2, setzt automatisch die Schaltschwellen SP2 / rP2 für OUT2. Bei oux = Fno / Fnc ist kein Teach möglich. |
| Werksein-stellung set-zen | Werkseinstellung wiederherstellen. |
8.4 Vollabgleich durchführen [SPx teaches]
▶ Den Behälter oder die Rohrleitung befüllen.
▷ Die Sondenspitze muss vom Medium vollständig bedeckt sein.
▶ Das Systemkommando ausführen (entsprechenden Button anklicken).
▷ Das Gerät setzt automatisch die Schaltschwellen SPx / rPx.
▶ Die Funktion durch einen Applikationstest prüfen.
9 Betrieb
Nach Einschalten der Versorgungsspannung befindet sich das Gerät im Betriebsmodus. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
▶ Prüfen, ob das Gerät sicher funktioniert.
9.1 Schaltzustände und LED-Anzeigen

Die Tabelle zeigt die Werkseinstellungen.
In diesem Zustand ist MP1 / OUT1 = Hno und OUT2 = Hnc.
| Betriebszustand | LEDs | MP1 / OUT1 | OUT2 |
| Gerät betriebsbereit, kein Medium detektiert | grün | Aus | Ein |
| Gerät betriebsbereit, Medium detektiert | gelb | Ein | Aus |
| Keine Betriebsspannung | Aus | Aus | Aus |
| Kurzschluss Ausgang 1 | Blinken gelb | - | 1) |
| Kurzschluss Ausgang 2 | Blinken gelb | 1) | - |
| Fehler / Störung | - | Aus | Aus |
| 1) Gemäß Füllstand | |||

Die LEDs zeigen immer den Schaltzustand von Ausgang MP1 / OUT1 an.
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Bei Wechsel des Mediums ist möglicherweise auch der Wechsel des Gerätetyps oder eine Anpassung der Empfindlichkeit erforderlich.
▶ Die Sondenspitze in regelmäßigen Abständen auf Ablagerungen und Beschädigungen prüfen. Bei starker Verschmutzung reinigen. Bei Beschädigung das Gerät ersetzen.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
11 Werkseinstellung
| LMCx0x | LMC140 | LMCx1x | LMC840 | Benutzereinstellung | |
| SP1 | 70 % | 70 % | 8 % | 70 % | |
| rP1 | 62 % | 62 % | 5 % | 62 % | |
| ou1 | Hno | Hno | Hno | Hno | |
| SP2 | 70 % | 70 % | 8 % | 70 % | |
| rP2 | 62 % | 62 % | 5 % | 62 % | |
| ou2 | Hnc | Hnc | Hnc | Hnc | |
| FOU1 | OFF | OFF | OFF | OFF | |
| FOU2 | OFF | OFF | OFF | OFF | |
| dS1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| dS2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| dr1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| dr2 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | |
| P-n | PnP | nPn | PnP | nPn |