IFM SM2400 - Durchflusssensor

SM2400 - Durchflusssensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG SM2400 IFM

Betriebsanleitung

Magnetisch-induktiver Durchflusssensor

SM2xxx

SM9xxx

SM0510

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung.... 4

1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise.... 4

2 Sicherheitshinweise 5

2.1 Cybersecurity 5

3 Transport, Handhabung und Lagerung 6

4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7

4.1 Einsatzbereich.... 7
4.2 Hinweis für SM0510 und SM2130 7

5 Funktion 8

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 8
5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 8
5.3 IO-Link 8

6 Montage.... 10

6.1 Prozessanschluss.... 10
6.2 Störeinflüsse 11
6.3 Einbaulage 11

7 Elektrischer Anschluss.... 13
8 Bedien- und Anzeigeelemente 14
9 Menü.... 16

9.1 Hauptmenü und Untermenüs 16

10 Inbetriebnahme 21
11 Parametrierung 22

11.1 Parametrierung über die Gerätetasten.... 22
11.2 ▶ Parametrierung über IO-Link 22
11.3 Ausgangskonfiguration.... 23

11.3.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung 23
11.3.2 Analogsignal 24
11.3.3 Frequenzsignal 26
11.3.4 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) 27

11.3.4.1 Schaltsignal Totalisator 27
11.3.4.2 Impulssignal Totalisator 28

11.3.5 Schaltsignal Leerrohrerkennung 28

11.4 Anwendungskonfiguration 29

11.4.1 Standard-Maßeinheit 29
11.4.2 Fehlerverhalten der Ausgänge 29
11.4.3 Anlaufüberbrückungszeit 30
11.4.4 Ausgangspolarität der Schaltausgänge 31
11.4.5 Dämpfung 32
11.4.6 Schleichmengenunterdrückung 32
11.4.7 Durchflussrichtung 33
11.4.8 Zählweise des Totalisators 33
11.4.9 Totalisator-Reset 34
11.4.10 Verriegeln / Entriegeln 35
11.4.11 Gerät zurücksetzen 36

11.5 Display 36

11.5.1 Display Standard-Prozesswert 36
11.5.2 Display Aktualisierungsrate und Drehung 36
11.5.3 Display ausschalten 37

11.6 Diagnose und Service-Funktionen 37

11.6.1 Geräteinformationen 37

11.6.2 Speicher 37
11.6.3 Simulation 38

12 Fehlerbehebung 40

12.1 Warnmeldungen 40
12.2 Fehlermeldungen 40

13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 42

14 Werkseinstellung 43

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis

fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

Querverweis ohne Verlinkung

Querverweis mit Verlinkung

IFM SM2400 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM SM2400 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM SM2400 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SM2400 - Warnhinweise - 2

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SM2400 - Warnhinweise - 3

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

2 Sicherheitshinweise

- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.

– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.

  • Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
  • Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
  • Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
    • Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen.
  • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
  • Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
  • Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
  • Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.

2.1 Cybersecurity

Installation

Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.

Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.

▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.

Betrieb

▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.

Wartung

▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.

Außerbetriebnahme

▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

3 Transport, Handhabung und Lagerung

▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (Technische Daten).

4 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät überwacht flüssige Medien.

Das Gerät erfasst die Prozessgrößen Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit), Verbrauchsmenge und Medientemperatur.

4.1 Einsatzbereich

Leitfähige flüssige Medien mit folgenden Eigenschaften:

• Leitfähigkeit: ≥ 20 μS/cm
- Viskosität: < 70 mm2/s bei 40 ° C; < 70cST bei 104 ° F

IFM SM2400 - Einsatzbereich - 1

Dies ist ein Klasse-A Produkt. In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen.

▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen.

IFM SM2400 - Einsatzbereich - 2

Druckgeräterichtlinie (DGRL):

Die Geräte entsprechen der Druckgeräterichtlinie und sind für Medien der Fluidgruppe 2 nach guter Ingenieurpraxis ausgelegt und hergestellt. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage.

4.2 Hinweis für SM0510 und SM2130

IFM SM2400 - Hinweis für SM0510 und SM2130 - 1

Der Betrieb in Überlast kann zu Kavitation führen. Der Betrieb mit Kavitation kann Schädigungen der druckführenden Teile verursachen.

▶ Kavitationsgrenzen beachten (→ Technische Daten).

5 Funktion

  • Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem magnetisch induktiven Durchfluss-Messprinzip.
  • Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
  • Das Gerät kann im SIO-Modus (Standard Input Output) und im IO-Link Modus betrieben werden.
    • Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an.
    • Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1

• Schaltsignal Durchfluss
• Frequenzsignal Durchfluss
• Schaltsignal Totalisator
- Impulssignal Totalisator
• Schaltsignal Leerrohr-Erkennung
- IO-Link

5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2

• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Analogsignal Durchfluss
• Analogsignal Temperatur
• Schaltsignal Leerrohr-Erkennung
• Eingang für externen Totalisator-Reset

IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

IFM SM2400 - IO-Link - 1

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

IFM SM2400 - IO-Link - 2

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com

IO-Link bietet folgende Vorteile:

• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss

- Fernwartung

6 Montage

IFM SM2400 - Montage - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
▶ Mitgeliefertes Warnhinweis-Etikett an Sensorleitung befestigen.

IFM SM2400 - Montage - 2

ACHTUNG

Fehlende Funktionserdung bei Einbau in ein nicht geerdetes Rohrsystem (z. B. Kunststoffrohre).

▷ Mangelhafte Betriebsfunktion.
▶ Gerät erden. Erdungsschellen für den M12-Stecker sind als Zubehör lieferbar, siehe documentation.ifm.com.

▶ Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.
▶ Ablagerungen, Gas- und Luftansammlungen im Leitungssystem vermeiden.

Nach der Montage können Luftblasen im System die Messung beinträchtigen. Abhilfe:

▶ Das System nach der Montage zur Entlüftung durchspülen. Spülmenge > 15 l/min, 4 gpm).

6.1 Prozessanschluss

Die Geräte mit G-Gewinde können mit Hilfe von Adaptern in die Rohrleitung eingebaut werden.

Adapter sind gesondert als Zubehör zu bestellen.

• Informationen zu verfügbarem Montagezubehör unter www.ifm.com.
- Korrekter Sitz des Geräts und Dichtigkeit des Anschlusses sind nur mit ifm-Adaptern gewährleistet.

IFM SM2400 - Prozessanschluss - 1

▶ Anleitung des Montagezubehörs beachten.

IFM SM2400 - Prozessanschluss - 2

▶ Anzugsdrehmomente für Sensor und Befestigungselemente beachten.

IFM SM2400 - Prozessanschluss - 3

Abb. 1: Prozessanschluss bei Geräten mit G-Gewinde

1: Rohrleitung
2: Adapter

3: Dichtung

4: G-Gewinde

▶ Die Gewinde von Prozessanschluss, Adapter und Sensor schmieren. Eine für die Anwendung geeignete und zugelassene Schmierpaste verwenden.
▶ Die Adapter in die Rohrleitung einschrauben.
▶ Die Dichtungen einlegen und das Gerät entsprechend der gekennzeichneten Durchflussrichtung einsetzen.
▶ Die Adapter handfest mit dem Sensorgewinde verschrauben.
▶ Die beiden Adapter mit Hilfe eines Drehmomentschlüssels mit einem Anzugsdrehmoment von 30 Nm gegenläufig anziehen.

6.2 Störeinflüsse

Einbauten in der Rohrleitung, Krümmungen, Ventile, Reduzierungen u. ä. beeinträchtigen die Funktion des Geräts.

▶ Abstände zwischen Sensor und Störeinflüssen einhalten.

IFM SM2400 - Störeinflüsse - 1

Absperr- und Regelvorrichtungen dürfen sich nicht direkt vor dem Gerät befinden.

IFM SM2400 - Störeinflüsse - 2

Abb. 2: Ein- und Auslaufstrecken
D: Rohraußendurchmesser
S: Störeinflüsse

6.3 Einbaulage

▶ Gerät so einbauen, dass das Messrohr stets vollständig gefüllt ist.
▶ Vor oder in steigender Leitung einbauen (Abbildungen 2 und 3).
▶ Zur optimalen Nutzung der Leerrohr-Erkennung das Gerät entsprechend Abbildung 1 einbauen.

IFM SM2400 - Einbaulage - 1
Abb. 3: Empfohlene Einbaulagen. F = Durchflussrichtung

Das Gerät kann lageunabhängig eingebaut werden, wenn Folgendes sichergestellt ist:
- Es können sich keine Luftblasen im Rohrsystem bilden.
- Die Rohrleitungen sind stets komplett gefüllt.
Bei waagerechtem Einbau: Aufgrund konstruktiver Erfordernisse verbleibt nach Abstellen der Pumpe immer eine kleine Menge des Mediums im Messkanal.

6.3.1 Nicht empfohlene Einbaulage

• Direkt vor einer fallenden Leitung.
• In einer fallenden Leitung.
• Unmittelbar vor einem Rohrauslauf.
• An der Ansaugseite einer Pumpe.
• Am höchsten Punkt des Leitungssystems.

7 Elektrischer Anschluss

IFM SM2400 - Elektrischer Anschluss - 1

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

Spannungsversorgung nach SELV, PELV.

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM SM2400 - Elektrischer Anschluss - 2

IFM SM2400 - Elektrischer Anschluss - 3

Abb. 4: Anschlussbild

PinBelegung
1L+
3L-
4 (OUT1)Schaltsignal Durchfluss
Frequenzsignal Durchfluss
Schaltsignal Totalisator
Impulssignal Totalisator
Schaltsignal Leerrohr-ErkennungIO-Link
2 (OUT2/InD)Schaltsignal Durchfluss
Schaltsignal Temperatur
Analogsignal Durchfluss
Analogsignal Temperatur
Schaltsignal Leerrohr-Erkennung
Eingang für externen Totalisator-Reset

Beispielschaltungen:

IFM SM2400 - Elektrischer Anschluss - 4

IFM SM2400 - Elektrischer Anschluss - 5

IFM SM2400 - Elektrischer Anschluss - 6

IFM SM2400 - Elektrischer Anschluss - 7

1: 2 x p-schaltend
3: 1 x p-schaltend / 1 x analog

2: 2 x n-schaltend
4: 1 x n-schaltend / 1 x analog

8 Bedien- und Anzeigeelemente

IFM SM2400 - Bedien- und Anzeigeelemente - 1

SMxxx0

IFM SM2400 - Bedien- und Anzeigeelemente - 2

SMxxx1

Gerätetasten
IFM SM2400 - Bedien- und Anzeigeelemente - 3
Abb. 5: Bedien- und Anzeigeelemente

Die Indikator-LEDs 1...6 signalisieren die Einheit zum dargestellten Prozesswert. Die LEDs 7 und 8 zeigen den Schaltzustand der Schaltausgänge an.

Über die Gerätetasten kann im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Prozesswertanzeigen gewechselt werden:

▶ Taste ▲ oder ▼ drücken, bis die gewünschte Anzeige erscheint.
▷ Das Display wechselt zwischen den Ansichten. Die Indikator-LEDs signalisieren die Einheit zum angezeigten Wert.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standard-Anzeige.

IFM SM2400 - Bedien- und Anzeigeelemente - 4

IFM SM2400 - Bedien- und Anzeigeelemente - 5

IFM SM2400 - Bedien- und Anzeigeelemente - 6

IFM SM2400 - Bedien- und Anzeigeelemente - 7

IFM SM2400 - Bedien- und Anzeigeelemente - 8

Abb. 6: Wechsel zwischen den Ansichten, Beispiel

1: Standard-Anzeige: Display Standard-Prozesswert ➞ 36, Standard-Maßeinheit ➞ 29
2: Verbrauchsmenge vor dem letzten Totalisator-Reset
3: Temperatur

IFM SM2400 - Bedien- und Anzeigeelemente - 9

Die Verbrauchsmenge wird automatisch mit der Maßeinheit angezeigt, die die größtmögliche Genauigkeit bietet.

Bedeutung der Indikator-LEDs in Abhängigkeit vom Gerätetyp:

SMxxx0
Leuchtende Indikator-LED ●:
1:Aktuelles Durchflussvolumen in Litern pro Minute
2:Aktuelles Durchflussvolumen in Kubikmetern pro Stunde
3:Aktuelle Verbrauchsmenge seit dem letzten Totalisator-Reset in Litern
4:Aktuelle Verbrauchsmenge seit dem letzten Totalisator-Reset in Kubikmetern
4+6:Aktuelle Verbrauchsmenge seit dem letzten Totalisator-Reset in Kubikmetern x103
5:Aktuelle Medientemperatur in °C
Blinkende Indikator-LED ⚙:
3:Verbrauchsmenge vor dem letzten Totalisator-Reset in Litern
4:Verbrauchsmenge vor dem letzten Totalisator-Reset in Kubikmetern
4+6:Verbrauchsmenge vor dem letzten Totalisator-Reset in Kubikmetern x103
SMxxx1
Leuchtende Indikator-LED ●:
1:Aktuelles Durchflussvolumen in Gallonen pro Minute
2:Aktuelles Durchflussvolumen in Gallonen pro Stunde
3:Aktuelle Verbrauchsmenge seit dem letzten Totalisator-Reset in Gallonen
3+5:Aktuelle Verbrauchsmenge seit dem letzten Totalisator-Reset in Gallonen x103
3+6:Aktuelle Verbrauchsmenge seit dem letzten Totalisator-Reset in Gallonen x106
4:Aktuelle Medientemperatur in °F
Blinkende Indikator-LED ⚙:
3:Verbrauchsmenge vor dem letzten Totalisator-Reset in Gallonen
3+5:Verbrauchsmenge vor dem letzten Totalisator-Reset in Gallonen x103
3+6:Verbrauchsmenge vor dem letzten Totalisator-Reset in Gallonen x106

9 Menü

Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

IFM SM2400 - Menü - 1

Abb. 7: Menü-Übersicht

9.1 Hauptmenü und Untermenüs

IFM SM2400 - Hauptmenü und Untermenüs - 1

Die angezeigten Parameter ändern sich bei Veränderung der Werkseinstellungen. In folgenden Menüdarstellungen sind die maximal verfügbaren Parameter dargestellt.

IFM SM2400 - Hauptmenü und Untermenüs - 2

Die Schreibweise der Parameter in der Parametriersoftware kann von der Schreibweise im Gerätedisplay abweichen.

Hauptmenü:

IFM SM2400 - Hauptmenü und Untermenüs - 3

ParameterErläuterung
SPxSchaltpunkt (Hysteresefunktion) bzw. oberer Grenzwert (Fensterfunktion) für Schaltaus-gang OUTx
rPxRückschaltpunkt (Hysteresefunktion) bzw. unterer Grenzwert (Fensterfunktion) für Schal-tausgang OUTx
FEPFrequenzendpunkt = Oberer Messwert, bei dem das unter FrEP eingestellte Frequenzsig-nal ausgegeben wird.
FrEPFrequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP) ausgegeben wird.
ImPSImpulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird)
ImPRTotalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR = YES) oder Schaltsignal (ImPR = no)
OUxAusgangsfunktion für Ausgang OUTx:Hno/Fno/Hnc/Fnc = Schaltsignal Hysterese/Fenster, Schließer/ÖffnerImP = Totalisatorfunktion (Impulssignal oder Schaltsignal)dOU = Schaltsignal Diagnose (Leerrohrerkennung)FRQ = FrequenzsignalI = Analogsignal 4...20 mAU = Spannungssignal 0...10 VIn. D = Totalisator-Reset durch externes Signal
ASP2Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA (0 V) beträgt.
AEP2Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA (10 V) beträgt.
DIn2Reset-Signal für externen Totalisator-Reset
EFÜbergang zum Untermenü EF (Erweiterte Funktionen)

Menü Erweiterte Funktionen EF:

IFM SM2400 - Hauptmenü und Untermenüs - 4

ParameterErläuterung
rESZurücksetzen auf Werkseinstellung
rToEinstellung für den Totalisator-Reset (manuell oder zeitgesteuert)
CFGÜbergang zum Untermenü CFG (Grundeinstellungen)
MEMÜbergang zum Untermenü MEM (Speicher)
EPDÜbergang zum Untermenü EPD (Leerrohr)
SIMÜbergang zum Untermenü SIM (Simulation)

Menü Grundeinstellungen CFG:

IFM SM2400 - Hauptmenü und Untermenüs - 5

ParameterErläuterung
FOUxVerhalten von Ausgang OUTx im Fehlerfall
dStAnlaufüberbrückungszeit für Durchfluss-Überwachung (Startup delay)
P-nAusgangspolarität der Schaltausgänge
dAPDämpfungskonstante in Sekunden (63 % Anstiegszeit τ).
diSAktualisierungsrate und Ausrichtung der Displayanzeige
uniStandard-Maßeinheit für Durchfluss
SELdStandard-Prozesswert der Displayanzeige
SEL2Prozesswert für Ausgang OUT2
LFCSchleichmengenunterdrückung (= Durchflusswert, unter dem Strömung als Stillstand gewertet wird)
FProZählweise des Totalisators: Berücksichtigung der Durchflussrichtung
FdirDurchflussrichtung

Menü Speicher MEM, Leerrohrerkennung EPD und Simulation SIM:

IFM SM2400 - Hauptmenü und Untermenüs - 6

ParameterErläuterung
Hi. FMaximaler gemessener Durchflusswert
Lo. FMinimaler gemessener Durchflusswert
Hi. TMaximaler gemessener Temperaturwert
Lo. TMinimaler gemessener Temperaturwert
EP. OnLeerrohr-Erkennung ein / aus
dEP. EVerzögerungszeit Leermeldung
dEP. FVerzögerungszeit Vollmeldung
EP. PrAktueller Zustand der Leerrohr-Erkennung:EP. Pr = 200 %: Rohr ist gefülltEP. Pr = -100 %: Rohr ist leer
S. FLWSimulierter Durchflusswert im Simulationsmodus
S. TMPSimulierter Temperaturwert im Simulationsmodus
S. TimDauer der Simulation in Minuten
S. OnSimulationsmodus starten

10 Inbetriebnahme

Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.

Während der Bereitschaftsverzögerungszeit befinden sich die Ausgänge entsprechend der Parametrierung in folgendem Zustand:

• EIN bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
• AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc)
• 20 mA bei Stromausgang (I)
• 10 V bei Spannungsausgang (U)

IFM SM2400 - Inbetriebnahme - 1

Beim Anschluss eines IO-Link Masters wechselt das Gerät automatisch vom SIO-Modus (Standard Input Output) in den IO-Link Modus, sofern der Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link eingestellt ist.

11 Parametrierung

Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.

Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

IFM SM2400 - Parametrierung - 1

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.

▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

IFM SM2400 - Parametrierung - 2

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.

11.1 Parametrierung über die Gerätetasten

IFM SM2400 - Parametrierung über die Gerätetasten - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen (z. B. Kugelschreiber).

Parametriervorgang allgemein:

AbsichtAktion
Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü
Wechsel ins UntermenüMit ▼ zum Untermenü steuern, z. B. EF, dann ●
Anwahl des gewünschten Parameters▲ oder ▼
Wechsel in Einstellmodus
Verändern des Parameterwertes▲ oder ▼ > 1 s
Übernahme des eingestellten Parameters
Parametereinstellung ohne Speichern verlassen▲ + ▼
Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen)▲ + ▼
Rückkehr zur Prozesswertanzeige> 30 Sekunden (Timeout)

IFM SM2400 - Parametrierung über die Gerätetasten - 2

Wird Loc angezeigt bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, sind die Gerätetasten gesperrt ➞ Verriegeln / Entriegeln.

IFM SM2400 - Parametrierung über die Gerätetasten - 3

Wird S. Loc angezeigt, ist der Sensor per Software dauerhaft verriegelt. Diese Verriegelung kann nur mit einer Parametriersoftware aufgehoben werden.

Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:

- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure

• Parametrierung über eine SPS
• Parametrierung über eine IIoT-Applikation

Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:

√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametrier-software, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

IFM SM2400 - Parametrierung über IO-Link - 1

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:

→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.

11.3 Ausgangskonfiguration

Dieses Kapitel beschreibt die Wahlmöglichkeiten für die Ausgangssignale an OUT1 und OUT2.

11.3.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung

Zur Prozesswertüberwachung kann ein Schaltsignal ausgegeben werden. OUTx ändert dabei seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.

IFM SM2400 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 1

1: Prozesswert

t: Zeit

SP: Schaltpunkt

rP: Rückschaltpunkt

HY: Hysterese

Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)

Hnc: Hysteresefunktion Öffner (normally closed)

Abb. 8: Hysteresefunktion
IFM SM2400 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 2

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt SP und der Rückschaltpunkt rP festgelegt. rP muss einen geringeren Wert haben als SP. Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.

IFM SM2400 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 3

1: Prozesswert

t: Zeit

SP: Oberer Grenzwert

rP: Unterer Grenzwert

HY: Hysterese

Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)

Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)

Abb. 9: Fensterfunktion
IFM SM2400 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 4

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert SP und der untere Grenzwert rP festgelegt. SP und rP haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Durchflussschwankungen stabil.

Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > Uni
√ Nur für OUT2: Der Prozesswert ist ausgewählt: EF > CFG > SEL2.
▶ Hauptmenü aufrufen.

Hysteresefunktion:

▶ OUx wählen und Schaltsignal einstellen: Hno oder Hnc.
▶ SPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ rPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.

Fensterfunktion:

▶ OUx wählen und Schaltsignal einstellen: Fno oder Fnc.
▶ SPx wählen und den oberen Grenzwert des Fensters einstellen.
▶ rPx wählen und unteren Grenzwert des Fensters einstellen.

11.3.2 Analogsignal

Das Gerät gibt ein Analogsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Das Analogsignal kann als Strom- oder Spannungssignal ausgegeben werden.

Innerhalb des Messbereichs liegt das Analogsignal bei 4...20 mA (Stromausgang) oder 0...10 V (Spannungsausgang).

Der Messbereich ist skalierbar: Über die Parameter ASP und AEP kann der Messbereich eingeschränkt werden.

  • ASP2 legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA oder 0 V beträgt.
  • AEP2 legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA oder 10 V beträgt.

IFM SM2400 - Analogsignal - 1

Mindestabstand zwischen ASP2 und AEP2 = 20 % des Messbereichsendwertes.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, werden die in der folgenden Abbildung angegebenen Strom- oder Spannungssignale ausgegeben.

Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (cr. UL, UL, OL, cr. OL, Err).

IFM SM2400 - Analogsignal - 2

Abb. 10: Ausgangskennlinie Analogausgang nach IEC 60947-5-2

1:AnalogsignalMAW:Messbereichsanfangswert
2:Messwert (Q: FLOW oder T: TEMP)MEW:Messbereichsendwert
3:ErfassungsbereichASP:Analogstartpunkt
4:AnzeigebereichAEP:Analogendpunkt
5:MessbereichUL:Anzeigebereich unterschritten
6:Skalierter Messbereichcr. UL:Erfassungsbereich unterschritten
OL:Anzeigebereich überschritten
cr. OL:Erfassungsbereich überschritten

IFM SM2400 - Analogsignal - 3

Ein negativer Durchflusswert bedeutet Durchfluss entgegen der unter Fdir eingestellten Durchflussrichtung ➞ 33.

IFM SM2400 - Analogsignal - 4

Das Analogsignal im Fehlerfall ist über den Parameter FOUx einstellbar: Fehlerverhalten der Ausgänge ➞ 29.

Parametrierung über Gerätetasten: Analogsignal

√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > Uni.
√ Prozesswert für OUT2 ist ausgewählt: EF > CFG > SEL2.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ OU2 wählen und Analogsignal einstellen: I (4...20 mA) oder U (0...10 V).
▶ ASP2 wählen und Messwert einstellen, bei dem der minimale Strom- oder Spannungswert ausgegeben wird.
▶ AEP2 wählen und Messwert einstellen, bei dem der maximale Strom- oder Spannungswert ausgegeben wird.

11.3.3 Frequenzsignal

Das Gerät gibt ein Frequenzsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Innerhalb des Messbereichs liegt das Frequenzsignal bei Werkseinstellung zwischen 0 und 1 kHz.

Das Frequenzsignal ist skalierbar: Über den Parameter FrEP kann der obere Wert des Frequenzsignals verändert werden.

Der Messbereich ist skalierbar: Über den Parameter FEP kann der obere Wert des Messbereichs verringert werden.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Frequenzsignal ausgegeben.

Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (OL, Err).

IFM SM2400 - Frequenzsignal - 1

Abb. 11: Ausgangskennlinie Frequenzausgang

1: Frequenzsignal*MAW:Messbereichsanfangswert
2: DurchflussMEW:Messbereichsendwert
3: AnzeigebereichFEP:Frequenzendpunkt
4: MessbereichFrEP:Frequenzsignal (Hz) für den oberen Messwert
5: Skalierter MessbereichOL:Anzeigebereich überschritten

* Frequenzsignal in Hz. Die Bezugsgröße ist der für FrEP eingestellte Wert. Bei Werkseinstellung ist FrEP = 1 kHz = 100 %.

Parametrierung über Gerätetasten: Frequenzsignal

√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > Uni.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ OU1 wählen und FRQ einstellen.
▶ FEP wählen und den oberen Wert des Messbereichs einstellen.
▶ FrEP wählen und den oberen Wert des Frequenzsignals einstellen.

11.3.4 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion)

Das Gerät besitzt einen internen Totalisator. Der Totalisator summiert fortlaufend die Verbrauchsmenge und stellt diesen Prozesswert sowohl am Display als auch über die IO-Link Schnittstelle zur Verfügung.

Zusätzlich zur aktuellen Verbrauchsmenge wird der Wert vor dem letzten Reset gespeichert. Auch dieser Wert und die Zeit seit dem letzten Reset kann angezeigt werden.

Anzeige der Verbrauchsmenge im Display: Bedien- und Anzeigeelemente 14.

Der Totalisator-Reset erfolgt automatisch oder manuell.

→ Totalisator-Reset → 34.

IFM SM2400 - Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) - 1

Der Totalisator speichert alle 10 Minuten die summierte Durchflussmenge. Nach einer Spannungsunterbrechung steht dieser Wert als aktueller Zählerstand zur Verfügung. Ist ein zeitgesteuerter Reset eingestellt, wird auch die verstrichene Zeit des eingestellten Resetintervalls gespeichert. Der mögliche Datenverlust kann somit maximal 10 Minuten betragen.

Der Totalisator berücksichtigt bei der Summierung der Verbrauchsmenge folgende Parametereinstellungen:

  1. Durchflussrichtung ➞ 33.

  2. Zählweise des Totalisators ➞ 33.

  3. Schleichmengenunterdrückung ➞ 32.

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können ein Schaltsignal oder Impulssignale ausgegeben werden:

→ Schaltsignal Totalisator → 27

→ Impulssignal Totalisator → 28

11.3.4.1 Schaltsignal Totalisator

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge kann ein Schaltsignal ausgegeben werden.

Der Ausgang gibt ein Schaltsignal aus, wenn der Totalisator die unter ImPS eingestellte Durchflussmenge aufsummiert hat.

Der Ausgang bleibt bis zum Totalisator-Reset geschaltet. Nach Zurücksetzen des Totalisators beginnt die Zählung erneut.

Der Totalisator-Reset erfolgt automatisch oder manuell.

Über den Parameter rTo können die Bedingungen für den Totalisator-Reset und das Schaltsignal eingestellt werden:

- rTo = OFF:

  • Der Totalisator wird nur bei manuellem Reset oder nach Überlauf zurückgesetzt.
  • Der Ausgang wird geschaltet, wenn der Totalisator die Durchflussmenge ImPS erreicht hat.

- rTo = ...h / d / w (Stunden / Tage / Wochen):

  • ▷ Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.
  • Der Ausgang wird nur geschaltet, wenn der Totalisator die Durchflussmenge ImPS bis zu der eingestellten Zeit erreicht.

IFM SM2400 - Schaltsignal Totalisator - 1

Der Totalisator kann jederzeit manuell oder über ein externes Signal an Pin 2 zurückgesetzt werden ➞ 34.

Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal Totalisator

√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > Uni.
▶ Hauptmenü aufrufen.

▶ OU1 wählen und ImP einstellen.
▶ ImPS wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der der Ausgang schaltet.

• Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
- Kurz • drücken um Einstellbereich zu bestätigen.
- Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
- Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.

IFM SM2400 - Schaltsignal Totalisator - 2

Der Einstellbereich wird durch die Indikator-LEDs und die Verschiebung des Dezimalpunktes in der vierstelligen Anzeige "cccc" angezeigt.

▶ ImPR wählen und no einstellen.

11.3.4.2 Impulssignal Totalisator

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können Impulssignale ausgegeben werden.

Der Ausgang gibt jedes Mal ein Impulssignal aus, wenn die unter ImPS eingestellte Durchflussmenge (Impulswertigkeit) erreicht ist.

Das Impulssignal besteht aus einem kurzen Ein- und Ausschalten des Ausgangs. Die Schaltzustands-LEDs am Gerät zeigen den Schaltvorgang nicht an.

IFM SM2400 - Impulssignal Totalisator - 1

Impulssignale sind über die IO-Link Schnittstelle nicht verfügbar.

Parametrierung über Gerätetasten: Impulssignal Totalisator

√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > Uni.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ ImPS wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der jeweils 1 Impuls ausgegeben wird (Impulswertigkeit).
- Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
- Kurz • drücken um Einstellbereich zu bestätigen.
- Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
- Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.

IFM SM2400 - Impulssignal Totalisator - 2

Der Einstellbereich wird durch die Indikator-LEDs und die Verschiebung des Dezimalpunktes in der vierstelligen Anzeige "cccc" angezeigt.

▶ ImPR wählen und YES einstellen.

11.3.5 Schaltsignal Leerrohrerkennung

Das Gerät erkennt, wenn nicht beide Elektroden vom Medium benetzt sind, und interpretiert dies als leeres Rohr. Wird der Ausgang OUTx zur Diagnose verwendet, meldet das Gerät die Leerrohrerkennung über ein Schaltsignal, im Display wird SEnS angezeigt und die Strömung wird zu null gesetzt.

Die Leerrohr-Erkennung kann aktiviert oder deaktiviert werden:

- EP. On = OFF: Die Leerrohr-Erkennung ist deaktiviert.

• EP. On = On Die Leerrohr-Erkennung ist aktiviert.

Für die Leerrohr-Erkennung kann eine Zeitverzögerung eingestellt werden.

11.3.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Leerrohrerkennung

▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ OUx wählen und dOU einstellen.
▶ Menü EF > EPD aufrufen.
▶ EP. On wählen und On einstellen.
▶ dEP. E wählen und Verzögerungszeit für das Schaltsignal bei Leerohrerkennung einstellen.
▶ dEP. F wählen und Verzögerungszeit für das Schaltsignal bei Vollrohrerkennung einstellen.

Aktuellen Wert der Leerrohrerkennung anzeigen:

▶ Menü EF > EPD aufrufen.
▶ EP. Pr wählen und den Wert ablesen (Zwischenwerte werden nicht angezeigt):

• 200 % = Das Rohr ist gefüllt.

-100 % = Das Rohr ist leer.

11.4 Anwendungskonfiguration

11.4.1 Standard-Maßeinheit

Es kann eine Maßeinheit ausgewählt werden, mit der der Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Einheit.

Die Umstellung der Einheit hat keine Auswirkung auf die Übertragung des IO-Link Prozesswertes. Dieser wird immer in der SI-Einheit übertragen.

Auswählbare Werte:

• Uni für SMxxx0: l/min; m³/h
• Uni für SMxxx1: gpm; gph

IFM SM2400 - Standard-Maßeinheit - 1

▶ Zunächst die Maßeinheit einstellen, bevor weitere Parameter konfiguriert werden.

Parametrierung über Gerätetasten: Standard-Maßeinheit

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ Uni wählen und die Maßeinheit für Durchfluss einstellen.

11.4.2 Fehlerverhalten der Ausgänge

Über den Parameter FOUx kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:

- Schaltsignal:

– On: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN.
– OFF: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS.
- OU: Der Ausgang schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt.

- Analogsignal:

  • On: Das Analogsignal geht auf den oberen Anschlagswert.
    – OFF: Das Analogsignal geht auf den unteren Anschlagswert.

- OU: Das Analogsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

- Frequenzsignal:

  • On: Das Frequenzsignal geht auf 130 % von FrP1.
    – OFF: Das Frequenzsignal geht auf 0 Hz.
  • OU: Das Frequenzsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

IFM SM2400 - Fehlerverhalten der Ausgänge - 1

FOUx ist für die Verbrauchsmengenüberwachung nicht verfügbar: Auch im Fehlerfall wird ein Schalt- bzw. Impulssignal bei Erreichen der eingestellten Durchflussmenge ausgegeben.

Parametrierung über Gerätetasten: Fehlerverhalten der Ausgänge

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ FOUx wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: On, OFF, OU.

11.4.3 Anlaufüberbrückungszeit

Die Anlaufüberbrückungszeit dSt wirkt auf die Schaltausgänge der Durchfluss-Überwachung.

Ist die Anlaufüberbrückungszeit aktiv (dSt > 0), gilt: Sobald die Durchflussmenge den LFC-Wert ➞ 32 überschreitet, finden folgende Abläufe statt:

• Die Anlaufüberbrückungszeit wird gestartet.
- Die Ausgänge schalten entsprechend der Programmierung: EIN bei Schließerfunktion, AUS bei Öffnerfunktion.

Nach dem Start der Anlaufüberbrückungszeit sind 3 Fälle möglich:

BedingungReaktion
1:Durchflussmenge steigt schnell und erreicht Schaltpunkt / Gutbereich innerhalb dSt.Die Ausgänge bleiben aktiv.
2:Durchflussmenge steigt langsam und erreicht Schaltpunkt / Gutbereich innerhalb dSt nicht.Die Ausgänge werden zurückgesetzt.
3:Durchflussmenge fällt innerhalb dSt unter LFC.Die Ausgänge werden sofort zurückgesetzt; dSt wird gestoppt.

Beispiel: Durchflussüberwachung mit Hysteresefunktion

IFM SM2400 - Anlaufüberbrückungszeit - 1

BedingungReaktion
1:Durchflussmenge Q erreicht LFCdSt startet, Ausgang wird aktiv
2:dSt abgelaufen, Q hat SP erreichtAusgang bleibt aktiv
3:Q fällt unter SP, bleibt aber über rPAusgang bleibt aktiv
4:Q fällt unter rPAusgang wird zurückgesetzt
5:Q erreicht erneut LFCdSt startet, Ausgang wird aktiv
6:dSt abgelaufen, Q hat SP nicht erreichtAusgang wird zurückgesetzt
7:Q erreicht SPAusgang wird aktiv

Beispiel: Durchflussüberwachung mit Fensterfunktion

IFM SM2400 - Anlaufüberbrückungszeit - 2

BedingungReaktion
1:Durchflussmenge Q erreicht LFCdSt startet, Ausgang wird aktiv
2:dSt abgelaufen, Q hat Gutbereich erreichtAusgang bleibt aktiv
3:Q steigt über SP (verlässt Gutbereich)Ausgang wird zurückgesetzt
4:Q fällt wieder unter SPAusgang wird aktiv
5Q fällt unter rP (verlässt Gutbereich)Ausgang wird zurückgesetzt
6Q erreicht erneut LFCdSt startet, Ausgang wird aktiv
7dSt abgelaufen, Q hat Gutbereich nicht erreichtAusgang wird zurückgesetzt
8Q erreicht GutbereichAusgang wird aktiv

Parametrierung über Gerätetasten: Anlaufüberbrückungszeit

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ dSt wählen und Anlaufüberbrückungszeit in Sekunden einstellen.

11.4.4 Ausgangspolarität der Schaltausgänge

Über den Parameter P-n wird die Ausgangspolarität eingestellt.

Die Einstellung betrifft beide Schaltausgänge.

  • PnP: Der Schaltausgang wird positivschaltend betrieben.
  • nPn: Der Schaltausgang wird negativschaltend betrieben.

Parametrierung über Gerätetasten: Ausgangspolarität

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ P-n wählen und PnP oder nPn einstellen.

11.4.5 Dämpfung

Die eingestellte Dämpfungskonstante bewirkt eine Stabilisierung der Ausgangssignale. Sprunghaft auftretende physikalische Prozesswertänderungen werden geglättet.

Dies betrifft die Ausgänge, das Display und die Prozesswertübertragung über die IO-Link Schnittstelle.

Mit der Dämpfungskonstanten dAP wird eingestellt, nach wieviel Sekunden bei einer plötzlichen Änderung des Messwertes das Ausgangssignal 63 % des Endwertes erreicht.

Die Dämpfungskonstante addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors (→ Technische Daten).

Die Signale UL, cr. UL, OL und cr. OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungskonstante bestimmt.

IFM SM2400 - Dämpfung - 1

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Durchfluss.

Parametrierung über Gerätetasten: Dämpfung

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ dAP wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).

11.4.6 Schleichmengenunterdrückung

Über den Parameter LFC (Low flow cut-off) lassen sich geringe Durchflussmengen ausblenden. Durchfluss unterhalb des LFC-Werts wird vom Sensor als Stillstand (Q = 0) ausgewertet.

Der LFC-Wert hat Auswirkungen auf:

• Die Prozesswertanzeige für Durchfluss im Display
• Das Schaltsignal für Durchfluss
• Das Analogsignal für Durchfluss
• Das Frequenzsignal für Durchfluss
• Die Verbrauchsmengenüberwachung (Schalt- oder Impulssignal für Durchfluss)
• Die Summierung der Verbrauchsmenge durch den Totalisator.
• Die Speicherwerte für minimalen und maximalen Durchfluss

IFM SM2400 - Schleichmengenunterdrückung - 1

Abb. 12: Schleichmengenunterdrückung

+LFC: Mindestdurchfluss in positiver Durchflussrichtung

-LFC: Mindestdurchfluss in negativer Durchflussrichtung

1: Durchfluss, der als Stillstand gewertet wird

Parametrierung über Gerätetasten: Schleichmengenunterdrückung

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ LFC wählen und Grenzwert einstellen, unterhalb dem ein Durchfluss als Stillstand ausgewertet wird.

11.4.7 Durchflussrichtung

Die positive Durchflussrichtung kann vom Benutzer definiert werden. Diese Einstellung wirkt auch auf die Verbrauchsmengenüberwachung → 33.

Die positive Durchflussrichtung ist auf dem Gerät durch einen Pfeil mit der Beschriftung "flow direction" markiert (Werkseinstellung). Die Richtung der Durchflussmessung kann über den Parameter Fdir umgekehrt werden:

FdirDurchflussrichtung
+Durchflussrichtung bei Werkseinstellung
-Durchflussrichtung entgegen der Werkseinstellung

Parametrierung über Gerätetasten: Durchflussrichtung

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ Fdir wählen und Durchflussrichtung einstellen.

11.4.8 Zählweise des Totalisators

Der Totalisator berücksichtigt bei der Summierung der Verbrauchsmenge die Durchflussrichtung ➞ 33. Über den Parameter FPro können folgende Zählweisen festgelegt werden:

FProZählweise
0+Negative Durchflusswerte (entgegen der markierten Durchflussrichtung) werden bei der Summierung der Verbrauchsmenge nicht berücksichtigt.
-+Negative Durchflusswerte (entgegen der markierten Durchflussrichtung) werden von der Verbrauchs-menge subtrahiert.

Die Zählweise wirkt auf die Ausgangssignale bei der Verbrauchsmengenüberwachung.

→ Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) → 27

IFM SM2400 - Zählweise des Totalisators - 1

Abb. 13: Berücksichtigung der Durchflussrichtung bei Summierung der Verbrauchsmenge

+Q: Durchflussmenge in positiver Richtung

-Q: Durchflussmenge in negativer Richtung

V: Durchflussmenge absolut (= Summe aus negativem und positivem Durchfluss)

1: Durchfluss wechselt in negative Richtung
2: Durchfluss wechselt in positive Richtung
3: Berücksichtigter Durchfluss bei der Summierung

Beim Wechsel der Durchflussrichtung wird die Mindestdurchflussmenge LFC berücksichtigt.

→ Abbildung Schleichmengenunterdrückung → 32.

Parametrierung über Gerätetasten: Zählweise des Totalisators

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ FPro wählen und Zählweise des Totalisators einstellen.

11.4.9 Totalisator-Reset

Der Totalisator kann auf verschiedene Weise zurückgesetzt werden:

Art des ResetsParameter
1.Manueller ResetrTo = rES. T
2.Zeitgesteuerter ResetrTo = ... h = Stunden ... d = Tage ... w = Wochen
3.Reset durch externes SignalOU2 = In. DDIn2: +EDG = Reset bei steigender Flanke -EDG = Reset bei fallender Flanke HIGH = Reset bei High-Signal LOW = Reset bei Low-Signal
4.Reset durch Überlauf (Erreichen des maximalen Darstellungsbereichs)rTo = OFF

Wird der Totalisator auf eine der genannten Arten zurückgesetzt, dann wird im Falle der Verbrauchsmengenüberwachung auch der Ausgang zurückgesetzt.

→ Schaltsignal Totalisator → 27.

Parametrierung über Gerätetasten: Totalisator-Reset

1. Manueller Reset:

▶ Menü EF aufrufen.
▶ rTo wählen und rES. T einstellen.
▷ Der Totalisator wird zurückgesetzt.

2. Zeitgesteuerter Reset:

▶ Menü EF aufrufen.
▶ rTo wählen, dann Zeit in Wochen (w), Tagen (d) oder Stunden (h) einstellen.
Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.

3. Reset durch externes Signal:

▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ OU2 wählen und Digitaleingang einstellen: In. D.
▶ DIn2 wählen und Reset-Signal einstellen: HIGH, LOW, +EDG oder -EDG.
▷ Der Totalisator wird bei Erhalt des Reset-Signals über Pin 2 zurückgesetzt.

4. Reset durch Überlauf:

▶ Menü EF aufrufen.
▶ rTo wählen und OFF einstellen.
▷ Der Totalisator wird erst zurückgesetzt, sobald der maximale Anzeigebereich des Displays überschritten ist.

11.4.10 Verriegeln / Entriegeln

Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.

Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.

Werkseinstellung: Nicht verriegelt.

Parametrierung über Gerätetasten: Verriegeln / Entriegeln

Verriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis Loc angezeigt wird.

Entriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis uLoc angezeigt wird.

11.4.11 Gerät zurücksetzen

Das Gerät kann in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden.

IFM SM2400 - Gerät zurücksetzen - 1

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.

Parametrierung über Gerätetasten: Gerät zurücksetzen

▶ Menü EF aufrufen.
▶ rES wählen.
▶ Kurz ● drücken.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten.
▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.

11.5 Display

11.5.1 Display Standard-Prozesswert

Über den Parameter SELd kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird.

Auswählbare Werte:

  • FLOW: Das Display zeigt den aktuellen Prozesswert für Durchfluss.
    • TEMP: Das Display zeigt den aktuellen Prozesswert für Temperatur.
    • TOTL: Das Display zeigt den aktuellen Zählerstand des Totalisators.

IFM SM2400 - Display Standard-Prozesswert - 1

Die Verbrauchsmenge wird automatisch mit der Maßeinheit angezeigt, die die größtmögliche Genauigkeit bietet.

Parametrierung über Gerätetasten: Display Standard-Prozesswert

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ SELd wählen und Standard-Prozesswert einstellen.

11.5.2 Display Aktualisierungsrate und Drehung

Über den Parameter diS kann die Häufigkeit der Aktualisierung und die Orientierung der Displayanzeige eingestellt werden.

IFM SM2400 - Display Aktualisierungsrate und Drehung - 1

Die Drehung und die Aktualisierungsrate werden über einem gemeinsamen Parameter eingestellt.

Auswählbare Werte:

• d1: 0° Drehung mit Aktualisierungsrate d1 (schnell)
• d2: 0° Drehung mit Aktualisierungsrate d2 (mittel)
• d3: 0° Drehung mit Aktualisierungsrate d3 (langsam)

  • rd1: 180° Drehung mit Aktualisierungsrate d1 (schnell)
  • rd2: 180° Drehung mit Aktualisierungsrate d2 (mittel)
  • rd3: 180° Drehung mit Aktualisierungsrate d3 (langsam)

Parametrierung über Gerätetasten: Display Aktualisierungsrate

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ diS wählen und die Aktualisierungsrate einstellen.

11.5.3 Display ausschalten

Die Prozesswertanzeige im Display kann dauerhaft im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet werden.

Bei Tastendruck schaltet sich das Display an. Bei Inaktivität schaltet sich das Display nach einigen Sekunden wieder aus.

IFM SM2400 - Display ausschalten - 1

Die LEDs bleiben auch bei ausgeschalteter Anzeige aktiv. Fehlermeldungen werden auch bei ausgeschaltetem Display angezeigt.

Parametrierung über Gerätetasten: Display aus

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ diS wählen und OFF einstellen.

11.6 Diagnose und Service-Funktionen

11.6.1 Geräteinformationen

Auf dem Gerät sind einige unveränderbare Geräteinformationen gespeichert. Hierzu gehören:

  • Produktname
  • Produkt-ID
  • Seriennummer
  • Hardware-Revision
  • Software-Revision

Darüber hinaus kann dem Gerät ein frei editierbares Anwendungsspezifisches Kennzeichen mit einer maximalen Länge von 32 Zeichen zugewiesen werden.

IFM SM2400 - Geräteinformationen - 1

Diese Funktion ist nur über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

11.6.2 Speicher

Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte. Der aktuelle Wert kann am Gerät oder über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.

Auswählbare Werte:

• Lo. F: Minimalwertspeicher für Durchfluss
• Hi. F: Maximalwertspeicher für Durchfluss

• Lo. T: Minimalwertspeicher für Temperatur
• Hi. T: Maximalwertspeicher für Temperatur

IFM SM2400 - Speicher - 1

Die gespeicherten Werte können nur über die IO-Link Schnittstelle zurückgesetzt werden.

IFM SM2400 - Speicher - 2

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.

Parametrierung über Gerätetasten: Speicher

Speicher anzeigen:

▶ Menü EF > MEM aufrufen.
▶ LO.x oder HI.x wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert anzuzeigen.

Speicher löschen:

▶ Menü EF > MEM aufrufen.
▶ LO.x oder HI.x wählen.
▶ Kurz • drücken.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten.
▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.

IFM SM2400 - Speicher - 3

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.

11.6.3 Simulation

Mit dieser Funktion werden Prozesswerte simuliert und deren Signalkette überprüft.

Es können auch Prozesswerte simuliert werden, die zu einer Fehler- oder Warnmeldung führen (z. B. OL).

Beim Start der Simulation werden die Werte des Totalisators eingefroren und der simulierte Totalisator auf 0 gesetzt. Der simulierte Durchflusswert wirkt dann auf den simulierten Totalisator. Nach Beenden der Simulation werden die ursprünglichen Totalisatorwerte wiederhergestellt.

Während der Simulation gilt:

  • Die Simulation wirkt nicht auf die aktuell herrschenden Prozesswerte. Die Ausgänge verhalten sich wie zuvor eingestellt.
  • Der originale Totalisatorwert bleibt unverändert gespeichert, auch wenn eine reale Strömung fließt.
  • Es stehen keine Fehlermeldungen der aktuellen realen Applikation zur Verfügung. Diese werden durch die Simulation unterdrückt.

Folgende Werte können simuliert werden:

Durchfluss, Temperatur, UL (Anzeigebereich unterschritten), OL (Anzeigebereich überschritten), Err (Fehler), SENS (Leerstand im Rohr).

Parametrierung über Gerätetasten: Simulation

▶ Menü EF > SIM aufrufen.
▶ S. FLW wählen und zu simulierenden Durchflusswert, UL, OL, Err oder SENS einstellen.
▶ S. TMP wählen und zu simulierenden Temperaturwert, UL, OL oder Err einstellen.

▶ S. Tim wählen und Dauer der Simulation in Minuten einstellen.
▶ S. On wählen und Funktion einstellen:
- On: Die Simulation startet. Die Werte werden für die unter S. Tim eingestellte Dauer simuliert. Abbruch über beliebigen Tastendruck.
• OFF: Simulation nicht aktiv.

12 Fehlerbehebung

Das Gerät verfügt über Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.

Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display.

Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.

12.1 Warnmeldungen

AnzeigeProblem / Abhilfe
SEnSSensorsignal ungültig. Messrohr nicht ausreichend gefüllt.► Einbaulage prüfen (→ Kapitel Montage). Medium hat zu geringe Leitfähigkeit.► ▶ Leitfähigkeit des Mediums prüfen ( ≥ 20 μS/cm).
LocEinstelltasten am Gerät verriegelt, Parameteränderung verweigert.► ▶ Gerät über die Gerätetasten entriegeln.
C. LocEinstelltasten am Gerät vorübergehend verriegelt, Parametrierung über IO-Link Kommunikation aktiv.► Parametrierung über IO-Link Kommunikation abschließen.
S. LocEinstelltasten über Parametriersoftware verriegelt, Parameteränderung verweigert.► ▶ Gerät über IO-Link Schnittstelle mittels Parametriersoftware entriegeln.
OLAnzeigebereich überschritten.► ▶ Messbereich überprüfen.
ULAnzeigebereich unterschritten.► ▶ Messbereich überprüfen.
SC1Schaltzustands-LED für OUT1 blinkt: Kurzschluss OUT1.► ▶ Schaltausgang OUT1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
SC2Schaltzustands-LED für OUT2 blinkt: Kurzschluss OUT2.► ▶ Schaltausgang OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
SCSchaltzustands-LEDs für OUT1 und OUT2 blinken: Kurzschluss OUT1 und OUT2.► ▶ Schaltausgang OUT1 und OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.

12.2 Fehlermeldungen

AnzeigeProblem / Abhilfe
IOE.nFehlfunktion. Das Gerät ist defekt.► ▶ Gerät austauschen.
Display ausVersorgungsspannung zu niedrig.► ▶ Versorgungsspannung prüfen. Display ausgestellt.► Prüfen, ob Einstellung diS = OFF und ggf. Einstellung ändern.
cr. OLErfassungsbereich überschritten.► ▶ Messbereich überprüfen.
cr. ULErfassungsbereich unterschritten.► ▶ Messbereich überprüfen.
PARAParametrierung außerhalb des gültigen Bereichs.► ▶ Parametereinstellung prüfen.

IFM SM2400 - Fehlermeldungen - 1

Angaben zum Anzeigebereich und Erfassungsbereich: Analogsignal → 25.

13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.

Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.

▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.

14 Werkseinstellung

ParameterWerkseinstellungBenutzereinstellung
SMxxx0:SMxxx1:
SP120 % MEW20 % MEW
rP119,5 % MEW19,5 % MEW
ImPS0,10,02
ImPRYESYES
OU1HnoHno
OU2II
SP2 (FLOW)40 % MEW40 % MEW
rP2 (FLOW)39,5 % MEW39,5 % MEW
SP2 (TEMP)20 °C68 °F
rP2 (TEMP)19,6 °C67,3 °F
ASP2 (FLOW)0 % MEW0 % MEW
AEP2 (FLOW)100 % MEW100 % MEW
ASP2 (TEMP)-20 °C-4 °F
AEP2 (TEMP)80 °C176 °F
FEP100 % MEW100 % MEW
FrEP1 kHz1 kHz
FDir++
FPro- +- +
LFC5 l/min1,1 gpm
DIn2+EDG+EDG
FOU1OFFOFF
FOU2OFFOFF
dSt00
P-nPnPPnP
dAP0,6 s0,6 s
rToOFFOFF
diSd2d2
UniLmingpm
SELdFLOWFLOW
SEL2FLOWFLOW
EP. OnOFFOFF
dEP. E0 s0 s
dEP. F2 s2 s
S. FLW20 %20 %
S. TMP20 °C68 °F
S. Tim3 min3 min

MEW = Messbereichsendwert

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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : SM2400

Kategorie : Durchflusssensor