IFM DTI411 - RFID-System

DTI411 - RFID-System IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG DTI411 IFM

Betriebsanleitung

RF-Identifikationssystem

DTI434

DTI435

Schreib-/Lesekopf

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung 3

1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
1.3 Rechtliche Hinweise 3
1.4 Open source information.... 4

2 Sicherheitshinweise 5

2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät 5
2.2 Sicherheitshinweis hochfrequente elektromagnetische Strahlung 5
2.3 Cybersecurity 6

3 Bestimmungsgemäße Verwendung 7

3.1 Einsatzbereich 7

4 Lieferumfang.... 8
5 Funktion 9

5.1 ID-Tags....9
5.2 Geräteübersicht 9
5.3 IO-Link 9

6 Montage 10

6.1 Hinweise zur Gerätemontage 10
6.2 Vermeiden von Störungen.... 10
6.3 Mechanischer Aufbau 10
6.4 Gerät montieren 11
6.5 Montageabstände 11
6.6 Positionieren der ID-Tags 12

7 Elektrischer Anschluss 14

7.1 Anschlussbelegung.... 14

8 Bedien- und Anzeigeelemente 16
9 Parametrierung 17

9.1 Parameter.... 17

9.1.1 Datenblock-Größe.... 17
9.1.2 Datenausrichtung 17
9.1.3 Datenhaltezeit.... 17
9.1.4 Adresse für automatisches Lesen/Schreiben 18
9.1.5 Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben 18

9.2 Status-Bits 18

10 Betrieb 20

10.1 Interne Antenne deaktivieren 20
10.2 Betriebsmodus Lesen UID 20
10.3 Betriebsmodus Auto-Lesen Daten.... 21
10.4 Betriebsmodus Auto-Schreiben Daten 22
10.5 Betriebsmodus Lesen Daten 24

10.5.1 Beispiel Erfolgreiches Lesen von Daten 25
10.5.2 Beispiel Fehlerhaftes Lesen von Daten.... 25

10.6 Betriebsmodus Schreiben Daten.... 26

10.6.1 Beispiel Erfolgreiches Schreiben von Daten 27
10.6.2 Beispiel Fehlerhaftes Schreiben von Daten.... 28

10.7 Fehlerwerte im Prozessdaten-Eingang 29

11 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 30
12 Zulassungen/Normen 31

Glossar 32

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis

[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

→ Querverweis

IFM DTI411 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM DTI411 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM DTI411 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM DTI411 - Warnhinweise - 2

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

1.3 Rechtliche Hinweise

© Alle Rechte bei ifm electronic gmbh. Vervielfältigung und Verwertung dieser Anleitung, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der ifm electronic gmbh.

Alle auf unseren Seiten verwendeten Produktnamen, Bilder, Unternehmen oder sonstige Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.

1.4 Open source information

IFM DTI411 - Open source information - 1

Weitere Informationen zur Open source information unter: documentation.ifm.com.

2 Sicherheitshinweise

- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.

– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.

  • Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
  • Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
  • Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
  • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
  • Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
  • Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
  • Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
    • Das Produkt in der Originalverpackung lagern.

2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät

Auf dem Gerät werden die folgenden Symbole verwendet. Die Hinweise beachten, um Gefährdungen zu vermeiden:

IFM DTI411 - Sicherheitssymbole auf dem Gerät - 1

IFM DTI411 - Sicherheitssymbole auf dem Gerät - 2

• Die elektrische Versorgung muss der IEC 61010-1, Kap. 9.4 – Energiebegrenzte Stromkreise entsprechen.
- Gerät der Schutzklasse III. Betrieb nur an SELV/PELV-Stromkreisen.

2.2 Sicherheitshinweis hochfrequente elektromagnetische Strahlung

Unter anwendungsspezifischen Konditionen kann sich abhängig von der Einbausituation und den Geräteeinstellungen ein für den Benutzer abweichendes Risiko ergeben.

Der Systemersteller/Betreiber ist verpflichtet, eine Gefährdungsanalyse vorzunehmen und geeignete Maßnahmen zum Schutz von Personen zu treffen. Hierbei sind insbesondere auch nationale Vorschriften zu beachten. Mögliche Schutzmaßnahmen können gewährleistete Mindestabstände eines Benutzers, Zugangskontrollen und Anwenderschulungen einschließen.

IFM DTI411 - Sicherheitshinweis hochfrequente elektromagnetische Strahlung - 1

WARNUNG

Der Betrieb dieses Gerätes kann Funkstörungen in Wohngebieten verursachen.

▷ Das Gerät sendet hochfrequente elektromagnetische Wellen aus, die möglicherweise den Betrieb von elektronischen Geräten in der Nähe beeinträchtigen, darunter Herzschrittmacher, Hörelemente und Defibrillatoren.
▶ Aufgrund der Human-Exposure-Vorschrift einen Mindestabstand zwischen Gerät und Personen von 20 cm einhalten.
▶ Wenn Sie einen Herzschrittmacher oder ein anderes implantiertes Medizinprodukt haben, verwenden Sie das Gerät nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt oder dem Hersteller Ihres Medizinprodukts. Halten Sie einen Sicherheitsabstand zwischen dem Gerät und Ihren Medizinprodukten ein und sehen Sie von der weiteren Verwendung des Gerätes ab, wenn Sie eine dauerhafte Beeinträchtigung Ihres Medizinprodukts beobachten.

2.3 Cybersecurity

Installation

Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.

Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.

▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.

Betrieb

▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.

Wartung

▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.

Außerbetriebnahme

▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

3 Bestimmungsgemäße Verwendung

Der Schreib-/Lesekopf liest und schreibt berührungslos ID-Tags.

Die Daten werden als Prozessdaten über die IO-Link-Schnittstelle zur Verfügung gestellt.

3.1 Einsatzbereich

Die Gerätesicherheit ist für die Nutzung unter folgenden Umgebungsbedingungen ausgelegt:

  • Schutzklasse 3 (SELV/PELV) und Versorgung des Gerätes nach Limited Energy laut IEC 61010-1, Kapitel 9.4. Externe Schaltkreise entsprechend Abbild 102 aus IEC 61010-2-201 isolieren.
    • Verwendung im Innenbereich.
    • Höhenlagen bis zu 2000 m.
  • Relative Luftfeuchte bis maximal 80 %, nicht kondensierend.
    • Verschmutzungsgrad 2.

4 Lieferumfang

• Schreib-/Lesekopf

IFM DTI411 - Lieferumfang - 1

Das Gerät wird ohne Montage- und Anschlusszubehör geliefert.

Verfügbares Zubehör: www.ifm.com.

Beim Verwenden von Zubehör anderer Hersteller wird die optimale Funktion nicht gewährleistet.

5 Funktion

5.1 ID-Tags

Die ID-TAGs werden ohne Batterie passiv betrieben. Die zum Betrieb notwendige Energie wird vom Schreib-/Lesekopf bereitgestellt.

Die Energie wird bereitgestellt über eine induktive Kopplung. Die integrierte Antennenspule des Schreib-/Lesekopfes erzeugt ein magnetisches Feld, das zu einem Teil die Antennenspule des ID-TAGs durchdringt. Durch Induktion wird dort eine Spannung erzeugt, die den Datenträger mit Energie versorgt.

Das Gerät unterstützt ID-Tags nach ISO 15693.

5.2 Geräteübersicht

DTI434

IFM DTI411 - Geräteübersicht - 1Artikelnummer:DTI434
Funktion:Schreib-/Lesekopf
Typbezeichnung:DTRHF IBRWIOUS03
Bauform:M30, bündig einbaubar

DTI435

IFM DTI411 - Geräteübersicht - 2Artikelnummer:DTI435
Funktion:Schreib-/Lesekopf
Typbezeichnung:DTRHF INRWIOUS03
Bauform:M30, nicht bündig einbaubar

Dieses Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, die den direkten Zugriff auf Prozess- und Diagnosedaten ermöglicht. Zusätzlich besteht die Möglichkeit, das Gerät im laufenden Betrieb zu parametrieren. Der Betrieb des Gerätes über die IO-Link-Schnittstelle setzt einen IO-Link-Master voraus.

Mit einem PC, passender IO-Link-Software und einem IO-Link-Adapterkabel ist eine Kommunikation außerhalb des laufenden Betriebs möglich.

Die zur Konfiguration des Gerätes notwendige IODD ist verfügbar unter www.ifm.com.

6 Montage

6.1 Hinweise zur Gerätemontage

Bei der Montage von mehreren Systemen die Mindestabstände zwischen den Geräten beachten.
Der bündige Einbau des Gerätes in Metall verringert den Schreib-/Leseabstand.
Die unmittelbare Nähe starker HF-Emissionsquellen, beispielsweise Schweißtrafo oder Umformer, kann die Funktion des Gerätes beeinträchtigen.

6.2 Vermeiden von Störungen

Das Gerät erzeugt ein moduliertes elektrisches Feld mit einer Frequenz von 13,56 MHz.

Störungen der Datenkommunikation vermeiden:

▶ In der Nähe keine Geräte betreiben, die das gleiche Frequenzband verwenden (beispielsweise Frequenzumrichter, Schaltnetzteile etc.).

Falls sich andere Geräte im gleichen Frequenzband in der Nähe befinden:

▶ Die Montageabstände zwischen den Geräten möglichst groß wählen.
▶ Die Geräte alternierend betreiben.
▶ Das HF-Feld des Gerätes anschalten/abschalten.

6.3 Mechanischer Aufbau

DTI434
IFM DTI411 - Mechanischer Aufbau - 1

Abb. 1: DTI434
1 Aktive Fläche

DTI435
IFM DTI411 - Mechanischer Aufbau - 2

Abb. 2: DTI435
1 Aktive Fläche

6.4 Gerät montieren

▶ Das Gerät mit den mitgelieferten Muttern (M30) befestigen.

DTI434
IFM DTI411 - Gerät montieren - 1

Abb. 3: Bündige Montage

DTI435
IFM DTI411 - Gerät montieren - 2

Abb. 4: Nicht bündige Montage

6.5 Montageabstände

DTI434
IFM DTI411 - Montageabstände - 1

BetriebsartAbstand seitlich (A)Abstand frontal (B)
Lesen und Schreiben≥ 50 mm≥ 100 mm

DTI435
IFM DTI411 - Montageabstände - 2

BetriebsartAbstand seitlich (A)Abstand frontal (B)
Lesen und Schreiben ≥ 120 mm ≥ 160 mm

6.6 Positionieren der ID-Tags

Die Schreib-/Leseköpfe sind auf der aktiven Fläche mit einem Antennensymbol versehen. Es kennzeichnet die Mitte der integrierten Antennenspule und muss mit der ID-TAG Mitte übereinstimmen.
▶ Die Achsen des RFID-Gerätes und des ID-TAGs gleich ausrichten.
Für die Montage in oder auf Metall dafür vorgesehene ID-Tags verwenden.
Den ID-Tag im Bereich der aktiven Fläche positionieren. Dabei den Öffnungswinkel und den Arbeitsabstand berücksichtigen (→ Datenblatt des Gerätes).

DTI434
IFM DTI411 - Positionieren der ID-Tags - 1

Abb. 5: ID-Tag positionieren

▶ ID-Tag zentrisch zur Antenne des Gerätes ausrichten.

ID-TagBauformAbstand Schreib-/Lesekopf (D) in MetallAbstand Schreib-/Lesekopf (D) in Kunststoff
E80370IFM DTI411 - Positionieren der ID-Tags - 220 mm20 mm
E80371IFM DTI411 - Positionieren der ID-Tags - 325 mm30 mm

IFM DTI411 - Positionieren der ID-Tags - 4

Die Angaben in der Tabelle gelten für statische Schreib-/Lesevorgänge.

DTI435
IFM DTI411 - Positionieren der ID-Tags - 5

Abb. 6: ID-Tag positionieren

▶ ID-Tag zentrisch zur Antenne des Gerätes ausrichten.

ID-TagBauformAbstand Schreib-/Lesekopf (D) in MetallAbstand Schreib-/Lesekopf (D) in Kunststoff
E80370IFM DTI411 - Positionieren der ID-Tags - 635 mm35 mm
E80371IFM DTI411 - Positionieren der ID-Tags - 745 mm45 mm

IFM DTI411 - Positionieren der ID-Tags - 8

Die Angaben in der Tabelle gelten für statische Schreib-/Lesevorgänge.

7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

▶ Stromversorgung vor elektrischem Anschluss spannungsfrei schalten.

IFM DTI411 - Elektrischer Anschluss - 1

Gerät der Schutzklasse III (IEC 61010-2-201 Kap. 6.5.2.101.4).

Die elektrische Versorgung muss folgende Bedingungen erfüllen:

  • Verwendung eines Netzteils mit begrenzter Ausgangsspannung (ES1 nach IEC 62368-1)
  • Verwendung eines Netzteils mit begrenzter Ausgangsleistung (PS2 nach IEC 62368-1)
    • Versorgung nur durch SELV/PELV-Stromkreise (IEC 61010-2-201 Kap. 3.111)
    • Maximale Versorgungsspannung im Betriebsfall: 35 V DC
    • Maximale Versorgungsspannung bei einem Einzelfehler: 60 V DC
    • Die erlaubte Betriebsspannung des Gerätes darf nicht überschritten werden (siehe Datenblatt).

Die Isolierung externer Stromkreise muss der IEC 61010-2-201, Abb. 102 entsprechen.

IFM DTI411 - Elektrischer Anschluss - 2

WARNUNG

Ungeeignete Stromversorgung

▷ Elektrischer Stromschlag mit schweren Verletzungen oder Todesfolge möglich.
▶ SELV/PELV-Stromversorgung im angegebenen Spannungsbereich verwenden.

Für die elektrische Versorgung energiebegrenzte Stromkreise verwenden(IEC 61010-1 Kap. 9.4). Die Energie des Stromkreises kann bei einer Betriebsspannung von 24 V durch eine Überstromschutzeinrichtung begrenzt werden. Die Überstromschutzeinrichtung muss einen Strom von 8,3 A in maximal 120 s abschalten. Dabei die spezifische Auslösekennlinie beachten. Mögliche Überstromschutzeinrichtungen:

  • Sicherung oder
  • nicht einstellbare und nicht selbst wiedereinschaltende elektromechanische Einrichtung.
    ▶ Den Stromkreis von anderen, nicht energiebegrenzten Stromkreisen mindestens durch eine Basisisolierung trennen.

ACHTUNG

Keine geeignete Energiebegrenzung des Stromkreises

▷ Im Fehlerfall Brandgefahr möglich.
▶ Energiebegrenzten Stromkreis gemäß IEC 61010-1 Kap. 9.4 verwenden.

ACHTUNG

Einen zusätzlichen Schutz gegen Stoßspannungen nach IEC 61000-4-5 verwenden, wenn das Verbindungskabel länger als 30 m ist.

7.1 Anschlussbelegung

▶ Das Gerät über die M12-Steckverbindung an einem IO-Link-Master anschließen.
▷ Die Spannungsversorgung erfolgt durch den IO-Link-Master.

PinbelegungAnschlussbelegung
IFM DTI411 - Anschlussbelegung - 1IFM DTI411 - Anschlussbelegung - 2

IFM DTI411 - Anschlussbelegung - 3

Informationen zu verfügbaren Kabeldosen: www.ifm.com.

8 Bedien- und Anzeigeelemente

DTI434DTI435
IFM DTI411 - Bedien- und Anzeigeelemente - 1IFM DTI411 - Bedien- und Anzeigeelemente - 2

1 LED grün: Betriebsspannung

LED gelb: ID-Tag

LEDZustandBeschreibung
grünEinBetriebsspannung ok
AusBetriebsspannung fehlt
Blinkt langsamdeaktiviert
gelbEin (permanent)ID-TAG erkannt
Ein (Impuls)ID-TAG erfolgreich geschrieben / gele- sen
Blinkt schnellFehler beim Schreiben / Lesen auf ID- TAG
Aus• kein ID-TAG im Feld• fehlerhafter ID-TAG im Feld• ungültiger ID-TAG im Feld
grün und gelbBlinkt im WechselFehler bei Kommunikation oder Geräte- fehler

9 Parametrierung

Das Gerät wird mit einer Software über IO-Link parametriert (z. B. ifm moneo configure SA).

IFM DTI411 - Parametrierung - 1

Weitere Informationen enthält die IODD des Gerätes: www.ifm.com

9.1 Parameter

9.1.1 Datenblock-Größe

Der Speicherbereich eines ID-Tags der ISO 15693 ist in Datenblöcken organisiert. Der Parameter [Datenblock-Größe] gibt die Größe eines Datenblocks an. Der eingestellte Wert muss dem Wert im Datenblatt des ID-Tags entsprechen. Alternativ kann der Wert automatisch vom Gerät ermittelt werden.

Die folgenden Werte in Bytes sind zulässig und gelten jeweils pro Datenblock:

• [0] (Datenblock-Größe automatisch ermitteln)
• [4]
• [8]
• [16]
• [32]

Die Datenblock-Größe wird nur für die interne Datenverarbeitung im Gerät benötigt. Der Benutzer kann über die Prozessdatenabbilder byteweise auf den Speicherbereich des ID-Tags zugreifen.

9.1.2 Datenausrichtung

Der Parameter [Datenausrichtung] stellt die Ausrichtung der Daten in einem Datenblock eines ID-Tags der ISO 15693 ein.

Beispiel

Bei einem ID-Tag mit der Blockgröße 4 Bytes können die Daten wie in den Tabellen ausgerichtet werden.

Datenblock 0Datenblock 1
Byte 3Byte 2Byte 1Byte 0Byte 3Byte 2Byte 1Byte 0

Tab. 1: [Normale Ausrichtung]

Datenblock 0Datenblock 1
Byte 0Byte 1Byte 2Byte 3Byte 0Byte 1Byte 2Byte 3

Tab. 2: [Umgedrehte Ausrichtung]

IFM DTI411 - Datenausrichtung - 1

▶ Den Parameter nur ändern, wenn die Daten auf dem ID-Tag von einem anderen RFID-System in einer anderen Datenausrichtung gespeichert wurden.

9.1.3 Datenhaltezeit

Die Datenhaltezeit gibt die Zeit an, in der die Daten des Prozessdaten-Eingangsabbildes konstant gehalten werden. Das betrifft je nach Betriebsmodus folgende Daten:

• Die UID
• Die Daten im Betriebsmodus [Auto-Lesen Daten] und [Auto-Schreiben Daten]

Der Parameter [Datenhaltezeit] wirkt sich nicht auf die Datenübertragung in den Betriebsmodi [Lesen Daten] und [Schreiben Daten] aus.

Beispiel

Ist die Datenhaltezeit auf 500 ms eingestellt ist, wird die UID mindestens 500 ms über IO-Link übertragen.

Das gilt auch, wenn sich der ID-Tag nicht mehr in der Reichweite des Gerätes befindet.

9.1.4 Adresse für automatisches Lesen/Schreiben

Der Parameter [Adresse für automatisches Lesen/Schreiben] stellt die Startadresse des Speicherbereichs ein, auf die in den Betriebsmodi [Auto-Lesen Daten] und [Auto-Schreiben Daten] zugegriffen wird.

Die Adresse wird in Bytes angegeben.

In den Betriebsmodi [Auto-Lesen Daten] und [Auto-Schreiben Daten] liest und schreibt das Gerät selbstständig eine bestimmte Anzahl von Daten des ID-Tags.

Der adressierte Speicherbereich muss innerhalb des verfügbaren Speicherbereiches des ID-Tags liegen:

[Adresse für automatisches Lesen/Schreiben] + [Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben] ≤ Anzahl der verfügbaren Bytes auf dem ID-Tag 

Die Anzahl der verfügbaren Bytes ist im Datenblatt des ID-Tags angegeben.

9.1.5 Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben

Der Parameter [Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben] stellt die Länge des Speicherbereiches ein, der vom ID-Tag gelesen und auf den ID-Tag geschrieben wird.

BetriebsmodusMinimale LängeMaximale Länge
[Auto-Lesen Daten]1 Byte140 Bytes
[Auto-Schreiben Daten]1 Byte28 Bytes

Tab. 3: Länge des Speicherbereiches

In den Betriebsmodi [Auto-Lesen Daten] und [Auto-Schreiben Daten] liest und schreibt das Gerät selbstständig eine bestimmte Anzahl von Daten des ID-Tags.

Der adressierte Speicherbereich muss innerhalb des verfügbaren Speicherbereiches des ID-Tags liegen:

[Adresse für automatisches Lesen/Schreiben] + [Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben] ≤ Anzahl der verfügbaren Bytes auf dem ID-Tag 

Die Anzahl der verfügbaren Bytes ist im Datenblatt des ID-Tags angegeben.

9.2 Status-Bits

Prozessdaten-Eingang
Bit76543210
NameAntenna de-activatedTag presentCmd EndCmd Start Acknowled-ge
Prozessdaten-Ausgang
Bit76543210
NameCmd Antenna deactivateCmd Start
Status-BitWertBeschreibung
[Antenna deactivated]0Antenne aktiviert, Gerät empfangsbereit
1Antenne deaktiviert, Gerät nicht empfangsbereit
[Tag present]0Kein ID-Tag in Reichweite des Gerätes
1ID-Tag erkannt
[Cmd End]0Lese- oder Schreiboperation noch nicht gestartet oder aktiv
1Lese- oder Schreiboperation beendet
[Cmd Start Acknowledge]0Start einer Lese- oder Schreiboperation nicht bestätigt
1Start einer Lese- oder Schreiboperation bestätigt
[Cmd Antenna deactivate]0Antenne aktivieren
1Antenne deaktivieren
[Cmd Start]0Auslöser für Lese- oder Schreiboperation zurücksetzen
1Auslöser für Lese- oder Schreiboperation setzen

IFM DTI411 - Status-Bits - 1

Die folgenden Status-Bits sind nicht verwendbar im Betriebsmodus [Lesen UID]:

  • [Cmd Start]
  • [Cmd Start Acknowledge]
  • [Cmd End]

10 Betrieb

Das Gerät unterstützt mehrere Betriebsmodi, die durch den Kommandowert im Prozessdaten-Ausgangsabbild ausgewählt werden:

BetriebsmodusKommandowertBeschreibung
[Lesen UID]0x00Betriebsmodus Lesen UID (→ ☐ 20)
[Auto-Lesen Daten]0x01Betriebsmodus Auto-Lesen Daten (→ ☐ 21)
[Auto-Schreiben Daten]0x02Betriebsmodus Auto-Schreiben Daten (→ ☐ 22)
[Lesen Daten]0x03Betriebsmodus Lesen Daten (→ ☐ 24)
[Schreiben Daten]0x04Betriebsmodus Schreiben Daten (→ ☐ 26)

Für alle Betriebsmodi gelten in den Prozessabbildern die gleichen Status-Bits und Fehlerwerte.

10.1 Interne Antenne deaktivieren

Die interne Antenne des Gerätes kann jederzeit deaktiviert werden.

Mit deaktivierter Antenne gilt folgendes:

• Das Gerät ist weiterhin über IO-Link erreichbar.
• Das Gerät erzeugt kein HF-Feld.
• Das Gerät erkennt keine ID-Tags.

Störungen zwischen nebeneinander montierten Geräten werden durch das Deaktivieren der Antenne reduziert.

Die interne Antenne deaktivieren:

▶ Das Bit Cmd Antenna deactivate im Prozessdaten-Ausgang setzen.

IFM DTI411 - Interne Antenne deaktivieren - 1

Der Status der internen Antenne wird über das Bit Antenna deactivate im Prozessdaten-Eingang abgefragt.

10.2 Betriebsmodus Lesen UID

Im Betriebsmodus [Lesen UID] wird die UID eines ID-Tags ausgelesen. Anschließend ist die UID im Prozessdaten-Eingang verfügbar. Befindet sich kein ID-Tag in Reichweite des Gerätes, enthalten die Bytes der UID den Wert 0x00.

Sobald ein ID-Tag vom Gerät erkannt wird, wird die UID übertragen. Die Übertragung wird mindestens für die Dauer der Datenhaltezeit fortgeführt. Erscheint innerhalb der Datenhaltezeit ein neuer ID-Tag im Erfassungsbereich, wird die UID des neuen ID-Tag übertragen.

IFM DTI411 - Betriebsmodus Lesen UID - 1

Der voreingestellte Betriebsmodus nach dem Gerätestart ist [Lesen UID].

IFM DTI411 - Betriebsmodus Lesen UID - 2

Die Länge der aktuell gültigen UID wird durch das Byte 29 angegeben. Die Empfangssignalstärke (RSSI) wird durch das Byte 30 angegeben.

ByteProzessdaten-AusgangProzessdaten-Eingang
0Kommando = 0x00Kommando = 0x00
1StatusStatus
2IgnoriertUID 0
3IgnoriertUID 1
4IgnoriertUID 2
5IgnoriertUID 3
6IgnoriertUID 4
7IgnoriertUID 5
8IgnoriertUID 6
9IgnoriertUID 7
10IgnoriertUID 8
11IgnoriertUID 9
12Ignoriert0x00
13Ignoriert0x00
14Ignoriert0x00
15Ignoriert0x00
16Ignoriert0x00
17Ignoriert0x00
18Ignoriert0x00
19Ignoriert0x00
20Ignoriert0x00
21Ignoriert0x00
22Ignoriert0x00
23Ignoriert0x00
24Ignoriert0x00
25Ignoriert0x00
26Ignoriert0x00
27Ignoriert0x00
28Ignoriert0x00
29IgnoriertLänge
30IgnoriertRSSI
31Ignoriert0x00

10.3 Betriebsmodus Auto-Lesen Daten

Im Betriebsmodus [Auto-Lesen Daten] stellen die Bytes 0 bis 27 die Daten im Speicherbereich des ID-Tags dar.

Der Speicherbereich wird durch die Parameter [Adresse für automatisches Lesen/Schreiben] und [Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben] eingestellt.

Bei Speicherbereichen mit einer Datenlänge < 28 Bytes werden die restlichen Daten im Prozessabbild mit dem Wert 0x00 aufgefüllt.

Bei Datenlängen größer als 28 Bytes (maximal 140 Bytes) werden nach Ablauf der Datenhaltezeit die nächsten 28 Bytes übertragen und der Blockzähler erhöht. Die Schritte wiederholen sich, bis alle Daten übertragen sind. Im letzten Datenblock wird das Status-Bit Cmd End gesetzt. Zum Verkleinern der Datenhaltezeit den Blockzähler im Datenausgangsabbild mit dem Wert des Blockzählers im Dateneingangsabbild gleichziehen.

Betritt der ID-Tag den Erfassungsbereich des Gerätes, werden die Daten im Prozessabbild aktualisiert. Die Daten im Prozessabbild sind gültig, sobald das Status-Bit Cmd End gesetzt ist.

Verlässt der ID-Tag den Erfassungsbereich des Gerätes, werden die ausstehenden Daten übertragen und der letzte Datenblock entsprechend der Datenhaltezeit im Prozessabbild konstant gehalten. Wird die Datenhaltezeit überschritten und es befindet sich kein ID-Tag im Erfassungsbereich, werden die Daten mit dem Wert 0x00 gefüllt.

Verbleibt der ID-Tag im Erfassungsbereich, können die Daten mit dem Status-Bit Cmd Start erneut gelesen werden. War das Lesen nicht erfolgreich, wird kein Fehlerwert im Prozessabbild angezeigt.

IFM DTI411 - Betriebsmodus Auto-Lesen Daten - 1

Je kleiner der Wert für [Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben] eingestellt ist, desto weniger Zeit wird für das Lesen benötigt. Entsprechend kürzer ist die Verweilzeit des ID-Tags im Erfassungsbereich des Gerätes.

ByteProzessdaten-AusgangProzessdaten-Eingang
0Kommando = 0x01Kommando = 0x01
1StatusStatus
2IgnoriertDaten 0
3IgnoriertDaten 1
4IgnoriertDaten 2
5IgnoriertDaten 3
6IgnoriertDaten 4
7IgnoriertDaten 5
8IgnoriertDaten 6
9IgnoriertDaten 7
10IgnoriertDaten 8
11IgnoriertDaten 9
12IgnoriertDaten 10
13IgnoriertDaten 11
14IgnoriertDaten 12
15IgnoriertDaten 13
16IgnoriertDaten 14
17IgnoriertDaten 15
18IgnoriertDaten 16
19IgnoriertDaten 17
20IgnoriertDaten 18
21IgnoriertDaten 19
22IgnoriertDaten 20
23IgnoriertDaten 21
24IgnoriertDaten 22
25IgnoriertDaten 23
26IgnoriertDaten 24
27IgnoriertDaten 25
28IgnoriertDaten 26
29IgnoriertDaten 27
30BlockzählerBlockzähler
31Ignoriert0x00

10.4 Betriebsmodus Auto-Schreiben Daten

Im Betriebsmodus [Auto-Schreiben Daten] werden die zu schreibenden Daten durch das Prozessdaten-Ausgangsabbild vorgegeben.

Die Daten werden mit den Parametern [Adresse für automatisches Lesen/Schreiben] und [Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben] eingestellt.

Die Daten werden mit der eingestellten Adresse und Datenlänge auf einen ID-Tag geschrieben, sobald der ID-Tag in den Erfassungsbereich eintritt.

Im Prozessdaten-Ausgangsabbild werden maximal 28 Bytes vorgegeben (Byte 0 bis 27). Bei Speicherbereichen mit einer Datenlänge < 28 Bytes werden die restlichen Daten ignoriert und nicht auf den ID-Tag geschrieben.

War das Schreiben erfolgreich, werden die geschriebenen Daten im Prozessdaten-Eingangsabbild gespiegelt und das Status-Bit Cmd End gesetzt.

Verlässt der ID-Tag den Erfassungsbereich, bleiben die Daten entsprechend der Datenhaltezeit im Prozessabbild erhalten. Wird die Datenhaltezeit überschritten und es befindet sich kein ID-Tag im Erfassungsbereich, werden die Daten mit dem Wert 0x00 gefüllt.

Verbleibt der ID-Tag im Erfassungsbereich, können die Daten mit dem Status-Bit Cmd Start erneut geschrieben werden. War das Schreiben nicht erfolgreich, wird kein Fehlerwert im Prozessabbild angezeigt.

IFM DTI411 - Betriebsmodus Auto-Schreiben Daten - 1

Je kleiner der Wert für [Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben] eingestellt ist, desto weniger Zeit wird für das Schreiben benötigt. Entsprechend kürzer ist die Verweilzeit des ID-Tags im Erfassungsbereich des Gerätes.

ByteProzessdaten-AusgangProzessdaten-Eingang
0Kommando = 0x02Kommando = 0x02
1StatusStatus
2Daten 0Daten 0
3Daten 1Daten 1
4Daten 2Daten 2
5Daten 3Daten 3
6Daten 4Daten 4
7Daten 5Daten 5
8Daten 6Daten 6
9Daten 7Daten 7
10Daten 8Daten 8
11Daten 9Daten 9
12Daten 10Daten 10
13Daten 11Daten 11
14Daten 12Daten 12
15Daten 13Daten 13
16Daten 14Daten 14
17Daten 15Daten 15
18Daten 16Daten 16
19Daten 17Daten 17
20Daten 18Daten 18
21Daten 19Daten 19
22Daten 20Daten 20
23Daten 21Daten 21
24Daten 22Daten 22
25Daten 23Daten 23
26Daten 24Daten 24
27Daten 25Daten 25
28Daten 26Daten 26
29Daten 27Daten 27
300x000x00
31Ignoriert0x00

10.5 Betriebsmodus Lesen Daten

Im Betriebsmodus [Lesen Daten] können große Datenmengen mit einer Leseoperation gelesen werden. Die Daten werden sequenziell vom Gerät zur Steuerung übertragen.

Daten vom Gerät zur Steuerung übertragen:

▶ Mit der Steuerung die folgenden Werte im Prozessdaten-Ausgang setzen: Den Kommandowert 0x03, die Adresse (16 Bit) und die Datenlänge (16 Bit).
▶ Mit der Steuerung die Leseoperation mit dem Status-Bit Cmd Start starten.
▷ Das Gerät bestätigt den Start der Leseoperation durch das Setzen des Status-Bits Cmd Start Acknowledge im Prozessdaten-Eingang.
▷ Das Gerät überträgt die Daten in den Prozessdaten-Eingang (Daten 0 bis 27) und erhöht den Blockzähler um "1", sobald die ersten Daten des ID-Tags verfügbar sind. Der Blockzähler wird beim Überschreiten des Wertes 255 auf 0 zurückgesetzt.
▶ Mit der Steuerung den Empfang der Daten bestätigen, indem der Blockzähler im Prozessdaten-Ausgang um "1" erhöht wird.
▶ Die beiden letzten Schritte wiederholen, bis alle Daten übertragen sind.
▷ Das Gerät setzt mit der letzten Übertragung das Status-Bit Cmd End.
▷ Die Leseoperation ist beendet.

IFM DTI411 - Betriebsmodus Lesen Daten - 1

War das Lesen nicht erfolgreich, setzt das Gerät den Fehlerwert und das Status-Bit Cmd End im Prozessabbild. Die Datenübertragung wird unterbrochen.

ByteProzessdaten-AusgangProzessdaten-Eingang
0Kommando = 0x03Kommando = 0x03
1StatusStatus
2IgnoriertDaten 0
3IgnoriertDaten 1
4Adresse (Highbyte)Daten 2
5Adresse (Lowbyte)Daten 3
6Länge (Highbyte)Daten 4
7Länge (Lowbyte)Daten 5
8IgnoriertDaten 6
9IgnoriertDaten 7
10IgnoriertDaten 8
11IgnoriertDaten 9
12IgnoriertDaten 10
13IgnoriertDaten 11
14IgnoriertDaten 12
15IgnoriertDaten 13
16IgnoriertDaten 14
17IgnoriertDaten 15
18IgnoriertDaten 16
19IgnoriertDaten 17
20IgnoriertDaten 18
21IgnoriertDaten 19
22IgnoriertDaten 20
23IgnoriertDaten 21
24IgnoriertDaten 22
25IgnoriertDaten 23
26IgnoriertDaten 24
27IgnoriertDaten 25
28IgnoriertDaten 26
29IgnoriertDaten 27
30Block ZählerBlock Zähler
31IgnoriertFehlerwert

10.5.1 Beispiel Erfolgreiches Lesen von Daten

Das Beispiel demonstriert das erfolgreiche Lesen von Daten.

ProzessdatenKommandowertAdresseLängeDaten 0 bis 27BlockzählerFehlerwertStatus-Bit Cmd StartStatus-Bit Cmd End
Voreingestelltes Kom-mandoOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x00UID0x000x0000
Steuerung setzt Kom-mando (Lese 35 By-tes von Adresse 0x12)OUT0x030x00120x00230x000x001
IN0x03UID0x000x0000
Gerät bestätigt Kom-mandoOUT0x030x00120x00230x000x001
IN0x030x000x000x0010
Gerät setzt ersten By-te der DatenOUT0x030x00120x00230x000x001
IN0x03Daten0x010x0010
Steuerung bestätigt Empfang der DatenOUT0x030x00120x00230x000x011
IN0x03Daten0x010x0010
Gerät setzt weitere Daten und beendet LesenOUT0x030x00120x00230x000x011
IN0x03Daten0x020x0011
Steuerung bestätigt Empfang der DatenOUT0x030x00120x00230x000x021
IN0x03Daten0x020x0011
Steuerung nimmt Kommandowert zu-rückOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x03Daten0x020x0011
Gerät führt voreinge-stelltes Kommando ausOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x00UID0x000x0000

10.5.2 Beispiel Fehlerhaftes Lesen von Daten

Das Beispiel demonstriert das fehlerhafte Lesen von Daten.

ProzessdatenKommandowertAdresseLängeDaten 0 bis 27BlockzählerFehlerwertStatus-Bit Cmd StartStatus-Bit Cmd End
Voreingestelltes Kom-mandoOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x00UID0x000x0000
Steuerung setzt Kom-mando (Lese 35 By-tes von Adresse 0x12)OUT0x030x00120x00230x000x001
IN0x03UID0x000x0000
Gerät bestätigt Kom-mandoOUT0x030x00120x00230x000x001
IN0x030x000x000x0010
Gerät setzt ersten By-te der DatenOUT0x030x00120x00230x000x001
IN0x03Daten0x000x0010
Steuerung bestätigt Empfang der DatenOUT0x030x00120x00230x000x011
IN0x03Daten0x010x0010
Gerät setzt Fehler-wertOUT0x030x00120x00230x000x011
IN0x03Daten0x010x1111
(ID-Tag nicht verfüg-bar)OUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x030x000x010x1111
Steuerung nimmt Kommandowert zu-rückOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x00UID0x000x0000

10.6 Betriebsmodus Schreiben Daten

Im Betriebsmodus [Schreiben Daten] können mehr als 28 Bytes mit einer Schreiboperation geschrieben werden. Die Daten werden sequenziell von der Steuerung zum Gerät übertragen.

Daten von der Steuerung zum Gerät übertragen:

▶ Mit der Steuerung die folgenden Werte im Prozessdaten-Ausgang setzen:
Den Kommandowert 0x04, die Adresse (16 Bit) und die Datenlänge (16 Bit).
▶ Mit der Steuerung die Schreiboperation mit dem Status-Bit Cmd Start starten.
▷ Das Gerät bestätigt den Start der Schreiboperation durch das Setzen des Status-Bits Cmd Start Acknowledge im Prozessdaten-Eingang.
▶ Mit der Steuerung die Daten im Prozessdaten-Ausgang (Daten 0 bis 27) füllen und den Blockzähler um "1" erhöhen. Der Blockzähler wird beim Überschreiten des Wertes 255 auf 0 zurückgesetzt.
▷ Das Gerät bestätigt den Empfang der Daten, indem der Blockzähler im Prozessdaten-Ausgang um "1" erhöht wird.
▶ Die beiden letzten Schritte wiederholen, bis alle Daten übertragen sind.
▷ Das Gerät setzt mit der letzten Übertragung auf den ID-Tag das Status-Bit Cmd End.
▷ Die Schreiboperation ist beendet.

IFM DTI411 - Betriebsmodus Schreiben Daten - 1

War das Schreiben nicht erfolgreich, setzt das Gerät den Fehlerwert und das Status-Bit Cmd End im Prozessabbild. Die Datenübertragung wird unterbrochen.

ByteProzessdaten-Ausgang beim Start der SchreiboperationProzessdaten-Ausgang während der DatenübertragungProzessdaten-Eingang
0Kommando = 0x04Kommando = 0x04Kommando = 0x04
1StatusStatusStatus
2IgnoriertDaten 00x00
3IgnoriertDaten 10x00
4Adresse (Highbyte)Daten 20x00
5Adresse (Lowbyte)Daten 30x00
6Länge (Highbyte)Daten 40x00
7Länge (Lowbyte)Daten 50x00
8IgnoriertDaten 60x00
9IgnoriertDaten 70x00
10IgnoriertDaten 80x00
11IgnoriertDaten 90x00
12IgnoriertDaten 100x00
13IgnoriertDaten 110x00
14IgnoriertDaten 120x00
15IgnoriertDaten 130x00
16IgnoriertDaten 140x00
17IgnoriertDaten 150x00
18IgnoriertDaten 160x00
19IgnoriertDaten 170x00
20IgnoriertDaten 180x00
21IgnoriertDaten 190x00
22IgnoriertDaten 200x00
23IgnoriertDaten 210x00
24IgnoriertDaten 220x00
25IgnoriertDaten 230x00
26IgnoriertDaten 240x00
27IgnoriertDaten 250x00
28IgnoriertDaten 260x00
29IgnoriertDaten 270x00
300x00Block ZählerBlock Zähler
31IgnoriertIgnoriertFehlerwert

10.6.1 Beispiel Erfolgreiches Schreiben von Daten

Das Beispiel demonstriert das erfolgreiche Schreiben von Daten.

ProzessdatenKommandowertAdresseLängeDaten 0 bis 27BlockzählerFehlerwertStatus-Bit Cmd StartStatus-Bit Cmd End
Voreingestelltes Kom-mandoOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x00UID0x000x0000
Steuerung setzt Kom-mando (Schreibe 40 Bytes an Adresse 0x10)OUT0x040x00100x00280x000x001
IN0x04UID0x000x0000
Gerät bestätigt Kom-mandoOUT0x040x00100x00280x000x001
IN0x040x000x000x0010
Steuerung überträgt erste DatenOUT0x04Daten für ID-Tag0x011
IN0x040x000x000x0010
Gerät bestätigt DatenOUT0x04Daten für ID-Tag0x011
IN0x040x000x010x0010
Steuerung überträgt weitere DatenOUT0x04Daten für ID-Tag0x021
IN0x040x000x010x0010
Gerät bestätigt Daten und beendet Schrei-benOUT0x04Daten für ID-Tag0x021
IN0x040x000x020x0011
Steuerung nimmt Kommandowert zu-rückOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x040x000x020x0011
Gerät führt voreinge-stelltes Kommando ausOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x00UID0x000x0000

10.6.2 Beispiel Fehlerhaftes Schreiben von Daten

Das Beispiel demonstriert das fehlerhafte Schreiben von Daten.

ProzessdatenKommandowertAdresseLängeDaten 0 bis 27BlockzählerFehlerwertStatus-Bit Cmd StartStatus-Bit Cmd End
Voreingestelltes Kom-mandoOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x00UID0x000x0000
Steuerung setzt Kom-mando (Schreibe 40 Bytes an Adresse 0x10)OUT0x040x00100x00280x000x001
IN0x04UID0x000x0000
Gerät bestätigt Kom-mandoOUT0x040x00100x00280x000x001
IN0x040x000x000x0010
Steuerung überträgt erste DatenOUT0x04Daten für ID-Tag0x011
IN0x040x000x000x0010
Gerät bestätigt DatenOUT0x04Daten für ID-Tag0x011
IN0x040x000x010x0010
Steuerung überträgt weitere DatenOUT0x04Daten für ID-Tag0x021
IN0x040x000x010x0010
Gerät setzt Fehler-wert (ID-Tag nicht verfügbar)OUT0x04Daten für ID-Tag0x021
Gerät bestätigt Daten und beendet SchreibenIN0x040x000x010x1111
Steuerung nimmt Kommandowert zurückOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x040x000x010x1111
Gerät führt voreingestelltes Kommando ausOUT0x000x00000x00000x000x000
IN0x00UID0x000x0000

10.7 Fehlerwerte im Prozessdaten-Eingang

WertNameBeschreibung
0x00RFID_NOERRORKein Fehler, Lese- oder Schreiboperation erfolgreich.
0x01RFID_UNKNOWN_COMMANDUnbekannter Kommandowert.
0x11COMMAND_NO_RESPONSE• ID-Tag antwortet nicht.• ID-Tag außerhalb der Reichweite.• ID-Tag unterstützt die Operation nicht oder falsche Parameter (z. B. ist der Datenblock zu groß).
0x12COMMAND_RX_ERRORFehler beim Empfang der Daten des ID-Tag.
0x21TAG_COMMAND_NOT_SPECIFIEDKommando wird vom ID-Tag nicht unterstützt.
0x22TAG_COMMAND_SYNTAXParameter des Kommandos fehlerhaft.
0x23TAG_OPTION_NOT_SUPPORTEDID-Tag unterstützt Option des Kommandos nicht.
0x2FTAG_OTHERID-Tag meldet andere Fehler beim Ausführen des Kommandos.
0x30TAG_BLOCK_NOT_USABLEDer Datenblock des ID-Tags ist nicht nutzbar (z. B. ist der Datenblock nicht vorhanden).
0x31TAG_BLOCK_ALREADY_BLOCKEDDer Datenblock wurde bereits gesperrt.
0x32TAG_BLOCK_NOT_UPDATEABLEDer Datenblock ist gesperrt und kann nicht über-schrieben werden.
0x33TAG_BLOCK_WRITE_VERIFYDer Datenblock wurde nicht richtig geschrieben (z. B. ist der Speicherbereich defekt).
0x34TAG_BLOCK_LOCK_VERIFYDer Datenblock kann nicht gesperrt werden (z. B. ist der Speicherbereich defekt).

11 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Das Gerät ist wartungsfrei.

▶ Bei Fehlfunktionen Kontakt mit ifm aufnehmen.
▶ Da innerhalb des Gerätes keine vom Anwender zu wartende Bauteile enthalten sind, das Gehäuse nicht öffnen. Die Instandsetzung des Gerätes darf nur durch den Hersteller erfolgen.
▶ Reinigung des Geräts mit einem trockenen Tuch.
▶ Das Gerät gemäß den nationalen Umweltvorschriften entsorgen.

12 Zulassungen/Normen

Für die Zulassungen und Normen sind die folgenden Informationen abrufbar:

  • Prüfnormen und Bestimmungen: documentation.ifm.com
    • EU-Konformitätserklärung und Zulassungen: documentation.ifm.com
    • Zulassungsrelevante Hinweise: Beipackzettel des Gerätes und documentation.ifm.com

Glossar

ID-Tag

Ein ID-Tag wird zum Kennzeichnen von Objekten verwendet. Mit einem Schreib-/Lesegerät wird der ID-Tag über ein hochfrequentes Funksignal ausgelesen. Ein ID-Tag besteht aus einer Antenne, einem analogen Schaltkreis zum Empfangen und Senden (Transceiver), einem digitalen Schaltkreis und einem permanenten Speicher.

IODD

Digitale Beschreibung des Gerätes. Die IODD wird für das Parametrieren von Geräten über IO-Link benötigt.

IO-Link

IO-Link ist eine standardisierte IO-Technologie (IEC 61131-9) um mit Sensoren und Aktoren zu kommunizieren. Die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation basiert auf 3-Leiter Sensor- und Aktor-Anschluss. IO-Link ist kein Feldbus, sondern die Weiterentwicklung der bisherigen Anschlusstechnik.

UID

Unique Identification Number; eindeutige Erkennungsnummer eines Gerätes.

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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : DTI411

Kategorie : RFID-System