LK1023 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG LK1023 IFM
Betriebsanleitung
Elektronischer Füllstandsensor
LK10xx
LK70xx
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4
2 Sicherheitshinweise 5
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
3.1 Beschränkung des Einsatzbereichs 6
4 Schnelleinstieg 7
4.1 Beispielkonfiguration 1 7
4.2 Beispielkonfiguration 2 7
5 Funktion 9
5.1 Messprinzip.... 9
5.2 Funktionsprinzip / Gerätemerkmale.... 9
5.2.1 Betriebsarten.... 9
5.2.2 ▶ Hinweise zur integrierten Überfüllsicherung 10
5.2.3 Anzeige und Schaltfunktion.... 10
5.2.4 Offset zur Anzeige des realen Behälterfüllstandes 11
5.2.5 Sicherer Zustand im Fehlerfall 11
5.2.6 IO-Link 11
6 Montage 13
6.1 Montagehinweise für den Betrieb mit Überfüllsicherung 13
6.2 Montagehinweise für den Betrieb ohne Überfüllsicherung.... 14
6.2.1 Montage im inaktiven Bereich 14
6.2.2 Montage im aktiven Bereich A des Sondenstabs 14
6.3 Sonstige Einbauhinweise 15
6.3.1 Markieren der Einbauhöhe 16
Elektrischer Anschluss 17
Bedienelemente und Anzeigeelemente.... 18
9 Menü.... 19
9.1 Menüstruktur.... 19
10 Parametrierung 20
10.1 Hinweise zur Parametrierung über IO-Link 20
10.2 Parametriervorgang allgemein 21
10.3 Grundeinstellungen.... 23
10.3.1 Maßeinheit festlegen.... 23
10.3.2 Offset einstellen 23
10.3.3 Medium einstellen.... 23
10.3.4 Überfüllsicherung einstellen 24
10.3.5 Überfüllsicherung abgleichen 24
10.4 Ausgangssignale einstellen.... 25
10.4.1 Ausgangsfunktion festlegen 25
10.4.2 Schaltgrenzen festlegen (Hysteresefunktion) 25
10.4.3 Schaltgrenzen festlegen (Fensterfunktion) 25
10.4.4 Schaltverzögerung festlegen.... 25
10.4.5 Rückschaltverzögerung festlegen 25
10.4.6 Schaltlogik für den Ausgang festlegen 25
10.4.7 Verhalten der Ausgänge im Fehlerfall (Sicherer Zustand) festlegen 26
10.4.8 Anzeige konfigurieren 26
10.4.9 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen. 26
10.5 Einstellwerte und Berechnungshilfen 26
10.5.1 Einstellwerte [OFS] 26
10.5.2 Einstellwerte [OP] 27
10.5.3 Berechnungshilfen [OP] 27
10.5.3.1 Festlegung "von oben" 28
10.5.3.2 Festlegung "von unten" 28
10.5.4 Einstellbereiche [SPx] / [FHx] und [rPx] / [FLx] 28
10.6 Applikationsbeispiele.... 28
10.6.1 Hydraulikaggregat.... 28
10.6.2 Hebeanlage 29
10.6.3 Vorlage- bzw. Druckerhöhungsbehälter/Hydraulikaggregat. 30
11 Betrieb 32
11.1 Betriebsanzeigen 32
11.2 Einstellungen der Parameter ablesen 32
11.3 Fehleranzeigen 32
11.4 Ausgangsverhalten in verschiedenen Betriebszuständen 33
12 Wartung, Instandhaltung und Entsorgung 34
12.1 Wartungshinweis für den Betrieb ohne Überfüllsicherung 34
13 Werkseinstellung.... 35
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
- Das Gerät entspricht der Norm EN 61000-6-4 und ist ein Produkt der Klasse A. In Haushaltsumgebungen kann das Gerät Rundfunkstörungen verursachen. Sollten Störungen auftreten, muss der Anwender durch geeignete Maßnahmen für Abhilfe sorgen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät wurde speziell für die Bedürfnisse des Werkzeugmaschinenbaus konzipiert. Es ist insbesondere geeignet für die Überwachung von Kühlschmieremulsionen (auch verschmutzt) sowie von Kühl- und Hydraulikölen.
3.1 Beschränkung des Einsatzbereichs
• Das Gerät ist nicht geeignet für:
- Säuren und Laugen
– den Hygiene- und Galvanikbereich
– stark leitende und anhaftende Medien (z. B. Kleber, Leim, Shampoo), - Granulate, Schüttgüter,
– den Einsatz in Schleifmaschinen (erhöhte Gefahr von Ansatzbildung).
• Gut leitfähiger Schaum wird möglicherweise als Füllstand erfasst:
▶ Eine ordnungsgemäße Funktion durch einen Applikationstest prüfen.
- Bei Einsatz in wasserbasierten Medien mit Temperaturen > 35 °C muss das Gerät in ein Klimarohr eingebaut werden (→ Zubehör).
- Max. Medientemperatur mit Klimarohr beachten: → Technisches Datenblatt.
- Bei automatischer Medienerkennung: Für Medien, die stark inhomogen sind, sich entmischen und dadurch Trennschichten ausbilden (z. B. Öl auf Wasser) gilt:
▶ Eine ordnungsgemäße Funktion durch einen Applikationstest prüfen.
4 Schnelleinstieg
Zur schnellen Inbetriebnahme dienen für die meisten Anwendungen die nachfolgend beschriebenen Beispielkonfigurationen. Die angegebenen Mindestabstände gelten ausschließlich für den jeweils beschriebenen Fall.
4.1 Beispielkonfiguration 1
| Verwendetes Gerät: | LK1022 (Stablänge L= 264 mm) |
| Zu erfassendes Medium: | Mineralisches Öl |
| Betriebsart: | Manuelle Medienwahl mit Überfüllsicherung (Werkseinstellung LK10xx): Betriebsarten (→ ☐ 9) |
| Einbauumgebung: | Montage wie in → Abbildung Metallischer Behälter |

Abb. 1: Beispielkonfiguration 1 Metallischer Behälter
▶ Gerät montieren.
▶ Abstände (x), (u) und (c) einhalten:
| x: | min. 4,0 cm |
| u: | min. 1,0 cm |
| c: | max. 14,0 cm |
▶ Sensor mit Behälter erden: Elektrischer Anschluss (→ 17)
▶ Parametrierreihenfolge beachten:
• [MEdl] = [OIL.2]: Medium einstellen (→ 23)
- [OFS] = (u); z. B. (u) = 2,0 cm: Offset zur Anzeige des realen Behälterfüllstandes (→ ☐ 11)
- [OP]: Überfüllsicherung OP im Abstand (y) größer 4,5 cm unterhalb des Montageelements parametrieren.
Bei Abständen (y) kleiner 4,5 cm kann es zu Fehlfunktionen und Fehlermeldungen beim Abgleichvorgang [cOP] kommen
Schrittweite und Einstellbereich: Einstellwerte [OP] (→ 27)
Berechnungshilfen für [OP]: Berechnungshilfen [OP] (→ 27)
▶ Überfüllsicherung OP mit [cOP] abgleichen: Überfüllsicherung abgleichen (→ 24)
▷ Das Gerät ist betriebsbereit.
▶ Bei Bedarf weitere Einstellungen vornehmen.
▶ Prüfen, ob das Gerät sicher funktioniert.
4.2 Beispielkonfiguration 2
| Verwendetes Gerät: | LK7023 (in Werkseinstellung); Stablänge L= 472 mm |
| Zu erfassendes Medium: | Kühlschmieremulsion |
| Betriebsart: | Automatische Medienerkennung (Werkseinstellung LK70xx): Betriebsarten (→ ☐ 9) |
| Einbauumgebung: | Montage wie in → Abbildung Metallischer Behälter |

Abb. 2: Beispielkonfiguration 2 Metallischer Behälter
▶ Gerät montieren.
▶ Abstände (x), (u) und (c) einhalten:
| x: | min. 4,0 cm |
| u: | min. 1,0 cm |
| c: | max. 23,0 cm |
▶ Sensor mit Behälter erden: Elektrischer Anschluss (→ 17)
▶ Maximal zulässigen Füllstand (b) einhalten.

Zwischen maximalem Füllstand (b) und Montageelement muss ein Abstand (a2) größer 5,0 cm eingehalten werden.
▶ Parametrierreihenfolge beachten:
• [MEdl] = [Auto]: Medium einstellen (→ ☐ 23)
- [OFS] = (u), z. B. (u) = 1,0 cm: Offset zur Anzeige des realen Behälterfüllstandes (→ ☐ 11)
- [SP1] = Schaltpunkt im Abstand (a2) größer 5,0 cm unterhalb des Montageelements parametrieren.
Einstellbare Schrittweite 0,5 cm. Schaltpunkt [SP1] dient als Überfüllsicherung (Pumpe aus, Zulauf schließen).
▶ Das Gerät muss neu initialisiert werden:
▶ Die ▶ Betriebsspannung aus- und wieder einschalten.
▷ Das Gerät ist betriebsbereit.
▶ Bei Bedarf weitere Einstellungen vornehmen.
▶ Prüfen, ob das Gerät sicher funktioniert.
5 Funktion
5.1 Messprinzip
Der Sensor ermittelt den Füllstand nach dem kapazitiven Messprinzip.
- Ein elektrisches Feld (E) wird aufgebaut und durch das zu erfassende Medium beeinflusst. Diese Feldänderung erzeugt ein Messsignal, das elektronisch ausgewertet wird.
- Maßgeblich für die Erfassung eines Mediums ist dessen Dielektrizitätskonstante (DK). Medien mit einem hohen DK-Wert (z. B. Wasser) erzeugen ein starkes Messsignal, Medien mit einem niedrigen DK-Wert (z. B. Öle) ein entsprechend geringeres Signal.
- Der aktive Messbereich des Sensorstabes verfügt über 16 kapazitive Messsegmente. Sie erzeugen jeweils Messsignale, die vom Bedeckungsgrad abhängig sind.

Abb. 3: Messprinzip
I: Inaktiver Bereich
A: Aktiver Bereich (16 aktive Segmente)
E: Elektrisches Feld
Abmessungen → Technisches Datenblatt
5.2 Funktionsprinzip / Gerätemerkmale
Das Gerät ist in unterschiedlichen Behältergrößen einsetzbar und flexibel montierbar.
Es stehen 2 Ausgänge zur Verfügung. Sie sind unabhängig voneinander parametrierbar.
| OUT1 | Schaltsignal für Füllstand-Grenzwert / IO-Link |
| OUT2 | Schaltsignal für Füllstand-Grenzwert |
▶ Zur Anpassung an vorhandene Applikation die benötigte Betriebsart wählen.
5.2.1 Betriebsarten
1. Manuelle Medienwahl mit Überfüllsicherung (Werkseinstellung LK10xx). Empfohlen! Höchste Betriebssicherheit!
Das zu erfassende Medium wird manuell eingestellt (Parameter [MEdl]). Zusätzlich steht eine integrierte, unabhängig arbeitende Überfüllsicherung zur Verfügung.
2. Manuelle Medienwahl ohne Überfüllsicherung. Mittlere Betriebssicherheit!
Das zu erfassende Medium wird, wie unter 1. beschrieben, manuell eingestellt. Die Überfüllsicherung ist jedoch deaktiviert (Parameter [OP] = [OFF]). Dadurch ist kein Abgleich erforderlich.
3. Automatische Medienerkennung (Werkseinstellung LK70xx). Geringste Betriebssicherheit!
Das Gerät stellt sich nach jedem Einschalten der Betriebsspannung selbst auf das Medium und die Montageumgebung ein.
Bei der automatischen Medienerkennung (Parameter [MEdI] = [Auto]) steht keine Überfüllsicherung zur Verfügung!
Die automatische Medienerkennung kann nur unter bestimmten Voraussetzungen ordnungsgemäß funktionieren (z. B. Einhaltung besonderer Montagevorgaben, Einschränkungen bei Betrieb und Wartung): Wartungshinweis für den Betrieb ohne Überfüllsicherung ( → ☐ 34)
5.2.2 Hinweise zur integrierten Überfüllsicherung
Mit dem Parameter [OP] (OP = overflow prevention) wird eines der oberen Messsegmente als integrierte Überfüllsicherung OP festgelegt.
- Ist die Überfüllsicherung OP aktiviert, muss ein Abgleich auf die Einbausituation durchgeführt werden (Parameter [cOP]). Andernfalls geht das Gerät nicht in die Betriebsbereitschaft; im Display wird solange [≡≡≡] angezeigt: Betriebsanzeigen (→ 32)
• Die Überfüllsicherung OP kann deaktiviert werden ([OP] = [OFF]).
Das Deaktivieren der Überfüllsicherung OP kann die Betriebssicherheit einschränken. Für optimalen Betrieb und maximale Betriebssicherheit wird deshalb empfohlen, die Überfüllsicherung OP nicht zu deaktivieren!
- Die Überfüllsicherung OP begrenzt den Messbereich nach oben. Die Schaltpunkte [SPx] / [FHx] liegen stets unterhalb [OP]!
- Die Überfüllsicherung OP ist keinem separaten Ausgang zugeordnet! Sie bietet eine zusätzliche Sicherung und löst nur dann einen Schaltvorgang aus, wenn bei steigendem Füllstand einer der Ausgänge trotz Überschreiten des zugehörigen Schaltpunkts nicht geschaltet hat (z. B. aufgrund applikationsbedingter Funktionsstörungen).
Das Ansprechen der Überfüllsicherung OP löst somit den "Vollzustand" entsprechend der parametrierten Schaltfunktionen aus: Anzeige und Schaltfunktion ( → ☐ 10) - Typischerweise spricht die Überfüllsicherung OP bereits bei Erreichen des gewählten Messsegments an (wenige mm vor dem eingestellten OP-Wert).
- Das Ansprechen der Überfüllsicherung OP erfolgt unmittelbar und unverzögert. Eingestellte Verzögerungszeiten (z. B. eines unmittelbar darunter liegenden Schaltpunktes) wirken sich nicht auf die Überfüllsicherung OP aus!
- Das Ansprechen der Überfüllsicherung OP wird im Display angezeigt (Full und Anzeige des aktuellen Füllstands wechseln im Sekundentakt).
5.2.3 Anzeige und Schaltfunktion
Das Gerät zeigt den aktuellen Füllstand im Display an, wahlweise in cm oder inch. Die Anzeigeeinheit wird durch Parametrierung festgelegt. Die eingestellte Maßeinheit und der Schaltzustand der Ausgänge werden durch LEDs angezeigt.
Das Gerät signalisiert das Überschreiten oder Unterschreiten eingestellter Grenzen durch 2 Schaltausgänge (OUT1/OUT2). Die Schaltausgänge sind parametrierbar:
- Hysteresefunktion / Schließer → Abbildung Hysteresefunktion: [oux] = [Hno].
- Hysteresefunktion / Öffner → Abbildung Fensterfunktion: [oux] = [Hnc].
Zuerst wird der Schaltpunkt [SPx] festgelegt, dann im gewünschten Abstand darunter der Rückschaltpunkt [rPx].
Die Hysterese der Überfüllsicherung OP ist fest eingestellt.
- Fensterfunktion / Schließer → Abbildung Hysteresefunktion: [oux] = [Fno].
- Fensterfunktion / Öffner → Abbildung Fensterfunktion: [oux] = [Fnc].
Die Breite des Fensters ist einstellbar durch den Abstand von [FHx] zu [FLx]. [FHx] = oberer Wert, [FLx] = unterer Wert.

Abb. 4: Hysteresefunktion
L: Füllstand
HY: Hysterese
FE: Fenster

Abb. 5: Fensterfunktion
L: Füllstand
HY: Hysterese
FE: Fenster
5.2.4 Offset zur Anzeige des realen Behälterfüllstandes
Der Abstand zwischen Behälterboden und Unterkante des Messstabs kann als Offset [OFS] eingegeben werden. Dadurch beziehen sich Anzeige und Schaltpunkte auf den realen Füllstand (Bezugspunkt = Behälterboden).
Bei [OFS] = [0]: Bezugspunkt ist die Unterkante des Messstabs.
Der eingestellte Offset bezieht sich lediglich auf die Anzeige am Gerät. Er wirkt nicht auf den über IO-Link übertragenen Prozesswert. Der Parameter OFS wird jedoch korrekt über IO-Link übertragen und kann somit berücksichtigt werden: IO-Link (→ 11)
5.2.5 Sicherer Zustand im Fehlerfall
Für jeden Ausgang ist ein sicherer Zustand für den Fehlerfall einstellbar. Wird ein Gerätefehler erkannt, gehen die Ausgänge unverzögert in den definierten, sicheren Zustand. Das Verhalten der Ausgänge für diesen Fall ist einstellbar mit Hilfe der Parameter [FOU1], [FOU2]: Verhalten der Ausgänge im Fehlerfall (Sicherer Zustand) festlegen (→ 26)
5.2.6 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.
Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm
Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
6 Montage


Abb. 6: Montage
| L: | Stablänge | u...y: | Mindestabstände |
| M: | Bereich für Montagelement | OP: | Überfüllsicherung |
| c: | Maximale Auszugslänge | B: | Metallische Objekte im Behälter |
Tabelle Montage:
| LKx022 | LKx023 | LKx024 | ||||
| [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | |
| L (Stablänge) | 26,4 | 10,4 | 47,2 | 18,6 | 72,8 | 28,7 |
| M (Montagebereich) | 14,0 | 5,5 | 23,0 | 9,1 | 36,0 | 14,2 |
| c (max. Auszugslänge)* | ||||||
* Gilt für die Montage wie abgebildet (die Wandstärke des Behälterdeckels wurde vernachlässigt, das Montageelement ragt nicht in das Behälterinnere). Andernfalls Montagebereich M beachten.
6.1 Montagehinweise für den Betrieb mit Überfüllsicherung
[MEdI] = [CLW..] oder [OIL..]
[OP] = [Wert ...] (Überfüllsicherung OP aktiviert!)

Es ist zulässig, Montageelemente innerhalb des Montagebereichs (M) → Abbildung Montage zu befestigen.
▶ Maximal zulässige Auszugslänge (c) gemäß → Tabelle Montage beachten.
Mindestabstände gemäß → Abbildung Montage und → Tabelle Montagehinweise für den Betrieb mit Überfüllsicherung beachten.
▶ Hinweise zur integrierten Überfüllsicherung OP beachten!

Die Überfüllsicherung OP muss:
-
Unterhalb des Montageelementes liegen
-
In einem Mindestabstand (y) dazu eingestellt werden. Der Mindestabstand wird gemessen zwischen Unterkante Montageelement und OP-Wert.
Tabelle Montagehinweise für den Betrieb mit Überfüllsicherung:
| MEdI = CLW.1 | MEdI = CLW.2, OIL.1 | MEdI = OIL.2 | ||||
| [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | |
| x | 2,0 | 0,8 | 3,0 | 1,2 | 4,0 | 1,6 |
| u | 1,0 | 0,4 | 1,0 | 0,4 | 1,0 | 0,4 |
| y (LKx022) | 2,5 | 1,0 | 3,5 | 1,4 | 4,5 | 1,8 |
| MEdl = CLW.1 | MEdl = CLW.2, OIL.1 | MEdl = OIL.2 | ||||
| y (LKx023) | 4,5 | 1,8 | 5,5 | 2,2 | 6,5 | 2,6 |
| y (LKx024) | 6,0 | 2,4 | 7,0 | 2,8 | 8,0 | 3,2 |
| v | 4,5 | 1,8 | 4,5 | 1,8 | 4,5 | 1,8 |
| w | 4,0 | 1,6 | 5,0 | 2,0 | 6,0 | 2,4 |

Berechnungshilfen für [OP]: Berechnungshilfen [OP] (→ 27)
6.2 Montagehinweise für den Betrieb ohne Überfüllsicherung
[MEdl] = [Auto] oder [OP] = [OFF] (Überfüllsicherung OP deaktiviert!)
6.2.1 Montage im inaktiven Bereich
Zwischen dem maximalem Füllstand (b1) und dem inaktiven Bereich (I1) muss ein Mindestabstand (a1) eingehalten werden. → Abbildung und → Tabelle Montage im inaktiven Bereich.
▶ Das Gerät mit Hilfe von Montageelementen im inaktiven Bereich (I1) befestigen. Die Auszugslänge (c) darf nicht größer als (I1) sein.
▶ Sicherstellen, dass nach erfolgter Montage der maximale Füllstand (b1) nicht überschritten wird.
▶ Weitere Mindestabstände beachten. → Tabelle Montage im aktiven Bereich A des Sondenstabs.

Abb. 7: Montage im inaktiven Bereich
I1 / I2: Inaktive Bereiche
A: Aktiver Bereich
a1: Mindestabstand inaktiver Bereich (I1) zu maximalem Füllstand (b1)
b1: Max. Füllstand ab Sensorunterkante (ohne Offset)
c: Auszugslänge (Maximale Auszugslänge → Tabelle Montage)
Tabelle Montage im inaktiven Bereich:
| LKx022 | LKx023 | LKx024 | ||||
| [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | |
| I1 | 5,3 | 2,1 | 6,0 | 2,4 | 10,4 | 4,1 |
| A | 19,5 | 7,7 | 39,0 | 15,4 | 58,5 | 23,0 |
| a1 | 1,0 | 0,4 | 1,5 | 0,6 | 2,5 | 1 |
| b1 | 20,0 | 7,9 | 39,5 | 15,6 | 59,5 | 23,4 |
6.2.2 Montage im aktiven Bereich A des Sondenstabs
Zwischen dem maximalem Füllstand (b2) und dem Montageelement muss ein Mindestabstand (a2) eingehalten werden. → Abbildung und → Tabelle Montage im aktiven Bereich A des Sondenstabs.
▶ Montageelemente im Montagebereich (M) befestigen → Abbildung Montage. Maximal zulässige Auszugslänge (c) beachten. → Tabelle Montage.
▶ Sicherstellen, dass nach erfolgter Montage der maximale Füllstand (b2) nicht überschritten wird:
▶ (b2) = (L) - (c) - (a2) (ohne Offset).
▶ Weitere Mindestabstände beachten. → Tabelle Montage im aktiven Bereich A des Sondenstabs.

Abb. 8: Montage im aktiven
Bereich A des Sondenstabs
c: Auszugslänge (Maximale Auszugslänge → Tabelle Montage)
a2: Mindestabstand Montageelement zu maximalem Füllstand (b2).
b2: Max. Füllstand ab Sensorunterkante
Tabelle Montage im aktiven Bereich A des Sondenstabs:
| LKx022 | LKx023 | LKx024 | ||||
| [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | |
| x | 2,0 | 0,8 | 3,0 | 1,2 | 4,0 | 1,6 |
| u | 1,0 | 0,4 | 1,0 | 0,4 | 1,0 | 0,4 |
| a2 (LKx022) | 2,0 | 0,8 | 2,5 | 1,0 | 3,0 | 1,2 |
| a2 (LKx023) | 4,0 | 1,6 | 4,5 | 1,8 | 5,0 | 2,0 |
| a2 (LKx024) | 6,0 | 2,4 | 7,0 | 2,8 | 8,0 | 3,2 |
| v*) | 4,5 | 1,8 | 4,5 | 1,8 | 4,5 | 1,8 |
| w*) | 4,0 | 1,6 | 5,0 | 2,0 | 6,0 | 2,4 |
*) → Abbildung Montage: Montage (→ 13)
Bei automatischer Medienerkennung [MEdl] = [Auto] oder deaktivierter Überfüllsicherung [OP] = [OFF] initialisiert sich der Sensor bei jedem Einschalten neu und nimmt Anpassungen an das Medium als auch die Montageumgebung vor. Der aktive Bereich / Messbereich darf in dieser Phase nicht komplett vom Medium bedeckt sein! Die angegebenen Mindestabstände stellen dies sicher. Zu geringe Abstände können zu Fehlanpassungen und Funktionsstörungen führen.
6.3 Sonstige Einbauhinweise
- Bei Einbau in Kunststoffrohren / Kunststoffbehältern muss der (Rohr-) / Innendurchmesser mindestens 12,0 cm (4,8 inch) betragen.
▶ Den Sensor mittig einbauen. - Bei Einbau in Metallrohren muss der Rohr-Innendurchmesser (d) mindestens folgenden Wert haben:
Tabelle Sonstige Einbauhinweise:
| MEdI = CLW.1 | MEdI = CLW.2, OIL.1 | MEdI = OIL.2 / Auto | ||||
| [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | |
| d | 4,0 | 1,6 | 6,0 | 2,4 | 10,0 | 4,0 |
6.3.1 Markieren der Einbauhöhe
▶ Eingestellte Einbauhöhe mit der beiliegenden Edelstahl-Schlauchklemme fixieren.

Wird der Sensor zu Wartungsarbeiten aus der Halterung entfernt, dient die Klemme beim Wiedereinbau als Anschlag. Ein unabsichtliches Verstellen des Sensors ist damit ausgeschlossen. Dies ist insbesondere für die einwandfreie Funktion der Überfüllsicherung OP notwendig.
Abb. 9: Markieren der Einbauhöhe
▶ Die Edelstahl-Schlauchklemme mit einer handelsüblichen Beißzange anbringen.
▶ Auf sicheren Sitz achten.
▶ Zur Demontage der Klemme muss diese zerstört werden.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


| Pin | Adernfarbe | |
| 1: | BN | braun |
| 2: | WH | weiß |
| 3: | BU | blau |
| 4: | BK | schwarz |
| OUT1: Schaltausgang / IO-Link | ||
| OUT2: Schaltausgang | ||
| Farbkennzeichnung nach DIN EN 60947-5-2 | ||


Abb. 10: Beispielschaltungen
| 1: | 2 x p-schaltend |
| 2: | 2 x n-schaltend |


Zur sicheren Funktion muss das Sensorgehäuse elektrisch mit der Gegenelektrode verbunden / geerdet werden (= Funktionserde).
Dazu den Gehäuseanschluss (siehe Zeichnung) und ein kurzes Kabelstück mit mindestens 1,5 mm 2 Aderquerschnitt verwenden.
Bei metallischen Behältern fungiert die Behälterwand als Gegenelektrode.
Bei Kunststoffbehältern muss eine Gegenelektrode vorgesehen werden, z. B. ein Metallstab / Metallblech im Behälter parallel zum Sensorstab. Die Mindestabstände zum Sensorstab einhalten.
8 Bedienelemente und Anzeigeelemente

| 1 bis 8: Indikator-LEDs | |
| LED 1 | Anzeige in cm. |
| LED 2 | Anzeige in inch. |
| LED 3 – 6 | Nicht belegt. |
| LED 7 | Schaltzustand OUT2 (leuchtet, wenn Ausgang 2 durchgeschaltet ist). |
| LED 8 | Schaltzustand OUT1 (leuchtet, wenn Ausgang 1 durchgeschaltet ist). |
| 9: Taste [Mode / Enter] | |
| • Anwahl der Parameter und Bestätigen der Parameterwerte. | |
| 10: Taste [Set] | |
| • Einstellen der Parameterwerte (kontinuierlich durch Dauerdruck; schrittweise durch Einzeldruck). | |
| 11: Alphanumerische Anzeige, 4-stellig | |
| • Anzeige des aktuellen Füllstand.• Anzeige der Parameter und Parameterwerte.• Anzeige der Betriebs- und Fehleranzeigen. | |
9 Menü
9.1 Menüstruktur


Grau unterlegte Menüpunkte, z. B. [cOP], sind nur nach Anwahl zugeordneter Parameter aktiv.
10 Parametrierung

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

Für den Abgleich der Überfüllsicherung [cOP] muss das Gerät im Behälter eingebaut sein.
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit einer Parametriersoftware verbinden.
▶ Den Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▶ Das Gerät mit einem freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hinweise zur Parametrierung → Handbuch der Parametriersoftware
10.1 Hinweise zur Parametrierung über IO-Link

▶ Im Auslieferungszustand ist das Gerät LKxxxx nicht betriebsbereit.
▶ Es muss zunächst die integrierte Überfüllsicherung [OP] (= overflow prevention) abgeglichen werden.
▶ Der Abgleich des [OP] kann je nach Einsatz auf verschiedene Weise geschehen:
• direkt am Gerätedisplay.
- über ein IO-Link Tool, Button „Teach_OP [cOP]“.
• über die Steuerung: Auf den IO-Link Index 2 den Wert 208 schreiben (Länge: 1 Byte).

Der OP-Abgleich ist nicht Teil des Data Storage.
Der einfache Austausch (z. B. bei einem Geräteausfall) ist deshalb (sofern der OP nicht deaktiviert wird: Betriebsarten (→ 9)) nur mit Vorbehalt möglich: Der OP-Abgleich muss am neuen Gerät manuell, entweder über die Bedientasten oder über IO-Link, durchgeführt werden. Erst nach erfolgreichem OP-Abgleich wechselt das Gerät wieder in die zyklische Prozessdatenübertragung.

Nach einem Werks-Reset (Button „Auslieferungszustand wiederherstellen“) startet das Gerät neu und ist wieder im Auslieferungszustand.
10.2 Parametriervorgang allgemein
Jede Parametereinstellung benötigt 3 Schritte:
1: Parameter wählen

▶ [Mode/Enter] drücken, bis der gewünschte Parameter angezeigt wird.
2: Parameterwert einstellen

▶ [Set] drücken und festhalten.
▷ Aktueller Einstellwert des Parameters wird 5 s lang blinkend angezeigt.
▷ Nach 5 s: Der Einstellwert wird verändert.
Schrittweise durch Einzeldruck oder fortlaufend durch Dauerdruck.
▷ Die Zahlenwerte werden fortlaufend erhöht:
Soll der Wert verringert werden:
▶ Anzeige bis zum maximalen Einstellwert laufen lassen. Danach beginnt der Durchlauf wieder beim minimalen Einstellwert.
3: Parameterwert bestätigen

▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.
▷ Der Parameter wird wieder angezeigt. Der neue Einstellwert ist gespeichert.
Weitere Parameter einstellen:
▶ Wieder mit Schritt 1 beginnen.
Parametrierung beenden:
▶ [Mode/Enter] so oft drücken, bis der aktuelle Messwert angezeigt wird, oder 30 s warten.
▷ Der Sensor kehrt in die Prozesswertanzeige zurück.

Wird [C. Loc] angezeigt, beim Versuch einen Parameterwert zu ändern, ist ein Parametriervorgang über die IO-Link-Kommunikation aktiv (vorübergehende Sperrung).

Wird [S. Loc] angezeigt, ist der Sensor per Software dauerhaft verriegelt. Diese Verriegelung kann nur mit einer Parametriersoftware aufgehoben werden.
Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2

▶ [Mode/Enter] drücken, bis [EF] angezeigt wird.

▶ Kurz [Set] drücken.
▷ Der erste Parameter des Untermenüs wird angezeigt (hier [rES]).
Verriegeln / Entriegeln
Das Gerät lässt sich elektronisch verriegeln, so dass unbeabsichtigte Fehleingaben verhindert werden.
Verriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Betriebsmodus ist.
▶ [Mode/Enter] + [Set] gleichzeitig 10 s drücken.
▷ [Loc] wird angezeigt.
[Loc] wird kurz angezeigt, wenn versucht wird, Parameterwerte zu ändern.
Entriegeln:

▶ [Mode/Enter] + [Set] gleichzeitig 10 s drücken.
▷ [uLoc] wird angezeigt.
Timeout:
Wird während der Einstellung eines Parameters 30 s lang keine Taste gedrückt, geht das Gerät mit unverändertem Wert in den Arbeitsbetrieb zurück.

Das Gerät kann vor oder nach der Installation parametriert werden.
Ausnahme: Für den Abgleich der Überfüllsicherung [cOP] muss das Gerät im Behälter eingebaut sein
10.3 Grundeinstellungen
Einstellbereiche aller Parameter: Einstellwerte und Berechnungshilfen ( → 26)
Werkseinstellungen aller Parameter: Werkseinstellung ( → ☐ 35)
10.3.1 Maßeinheit festlegen

▶ [uni] vor Eingabe der Werte für SPx, rPx, OP oder OFS eingeben.
▷ Versehentliche Fehleinstellungen werden dadurch vermieden!
| ▶ [uni] wählen▶ Maßeinheit festlegen: [cm], [inch] | [uni] |
10.3.2 Offset einstellen
Der Abstand zwischen Behälterboden und Unterkante des Messstabes kann als Offset-Wert eingegeben werden.

▶ [OFS] vor Eingabe der Werte für SPx, rPx oder OP einstellen.
▷ Versehentliche Fehleinstellungen werden dadurch vermieden!
| ▶ [OFS] wählen▶ Wert für Offset einstellen. Eingestellte Maßeinheit [uni] beachten. | [OFS] |
10.3.3 Medium einstellen
| ▶ [MEdL] wählen | [MEdl] | |
| [CLW.1] = | Wasser, wasserbasierte Medien, Kühlschmieremulsionen. | |
| [CLW.2] = | Wasser, wasserbasierte Medien, Kühlschmieremulsionen bei Temperaturen > 35 °C (Betrieb im Klimarohr). | |
| [OIL.1] = | Öle mit erhöhtem DK-Wert (z. B. einige synthetische Öle). | |
| [OIL.2] = | Öle mit niedrigem DK-Wert (z. B. mineralische Öle). | |
| [Auto] = | Automatische Medienerkennung: Betriebsarten (→ ☐ 9) | |
▶ Bei Ölen im Zweifelsfall die Einstellung [OIL.2] wählen.
▶ Die ordnungsgemäße Funktion durch einen Applikationstest prüfen!

In den Einstellungen [CLW.1] und [CLW.2] werden Anhaftungen (z. B. Metallspäne) unterdrückt.
In den Einstellungen [OIL.1] und [OIL.2] wird ein höherdielektrischer Wasser- oder Spänesumpf von einigen Zentimetern Höhe unterdrückt. Ist keine Ölschicht vorhanden (oder ist sie sehr dünn), wird der Sumpf detektiert.
Bei der Einstellung [MEdl] = [Auto] steht keine Überfüllsicherung OP zur Verfügung, die Menüpunkte [OP] und [cOP] sind dann nicht verfügbar.
10.3.4 Überfüllsicherung einstellen
| ▶ Mindestabstände und Montagevorgaben beachten | [OP] |
| ▶ [OP] wählen | |
| ▶ Position der Überfüllsicherung OP festlegen. | |
| Mit der Option [OP] = [OFF] wird die Überfüllsicherung OP deaktiviert. |

▶ [OP] vor [SPx] oder [FHx] einstellen.
▷ Wird [OP] nach Einstellen von [SPx] / [FHx] auf einen Wert ≤ [SPx] / [FHx] verringert, verschiebt sich [SPx] / [FHx] nach unten.
▷ Wird [OP] erhöht, wird auch [SPx] / [FHx] erhöht, wenn [OP] und [SPx] / [FHx] eng beieinander liegen (1 x Schrittweite).

Bei deaktivierter Überfüllsicherung [OP] = [OFF] oder [MEdl] = [Auto] muss die sichere Funktion des Sensors besonders sorgfältig überprüft werden. Dabei sind Ein- und Ausschaltvorgänge und besondere Betriebszustände wie z. B. sehr volle Behälter, mögliche Wartungs- und Reinigungsmaßnahmen in die Überprüfung einzubeziehen.

▶ Bei der Einstellung [OP] = [OFF] steht der Menüpunkt [cOP] nicht zur Verfügung.
10.3.5 Überfüllsicherung abgleichen

Die Überfüllsicherung OP nur im eingebauten Zustand des Geräts abgleichen. Den Abgleich nach Möglichkeit bei leerem Behälter durchführen!
Der Behälter darf aber auch teilweise befüllt sein.
▶ Sicherstellen, dass die Überfüllsicherung OP nicht vom Medium bedeckt ist! Mindestabstand zwischen Überfüllsicherung OP und Füllstand einhalten.
| ▶ [cOP] wählen▶ [Set] drücken und festhalten. ▷ [cOP] blinkt für einige Sekunden, danach zeigt die durchlaufende Anzeige an, dass der Abgleich durchgeführt wird. ▷ Ist der Abgleich erfolgreich, wird [donE] angezeigt. ▶ Mit [Mode/Enter] bestätigen. ▷ Ist der Abgleich nicht erfolgreich, wird [FAIL] angezeigt. ▶ Ggf. Füllstand absenken oder ▶ Position der Überfüllsicherung [OP] korrigieren und Abgleichvorgang wiederholen. | [cOP] |
Tabelle Mindestabstand zwischen Überfüllsicherung OP und Füllstand beim Abgleich:
| [cm] | [inch] | |
| LKx022 | 2,0 | 0,8 |
| LKx023 | 3,5 | 1,4 |
| LKx024 | 5,0 | 2,0 |

Die Position der Überfüllsicherung OP lässt sich durch Aufruf des Parameters [OP] ermitteln. Eventuell Offset beachten.
Der aktuelle Füllstand ist manuell zu ermitteln, da das Gerät vor dem Abgleich noch nicht betriebsbereit ist.

Bei aktivierter Überfüllsicherung ([OP] = [Wert ...]) muss ein Abgleich [cOP] jedes Mal durchgeführt werden, nachdem:
- [MEdI] oder [OP] verändert wurden. In diesem Fall erscheint ΞΞΞΞ im Display.
• die Einbaulage (Höhe, Position) verändert wurde.
• die Verbindung Sensor-Behältermasse (z. B. Länge des Verbindungskabels) verändert wurde.
Bei deaktivierter Überfüllsicherung ([OP] = [OFF] oder [MEdI] = [Auto]:
Zur Übernahme der Grundeinstellungen und zur Anpassung an Medium und Montageumgebung muss das Gerät im eingebauten Zustand neu initialisiert werden.
▶ Betriebsspannung aus- und wieder einschalten.
10.4 Ausgangssignale einstellen
10.4.1 Ausgangsfunktion festlegen
| ▶ [OU1] / [OU2] wählen und Schaltfunktion einstellen:• [Hno] = Hysteresefunktion/Schließer,• [Hnc] = Hysteresefunktion/Öffner,• [Fno] = Fensterfunktion/Schließer,• [Fnc] = Fensterfunktion/Öffner. Hinweis: Wird der Schaltpunkt als Überfüllsicherung verwendet, wird die Einstellung [OUx] = [Hnc] (Öffnerfunktion) empfohlen. Durch das Ruhestromprinzip wird sichergestellt, dass auch ein Drahtbruch oder ein Kabelabriss erkannt werden. | [OU1][OU2] |
10.4.2 Schaltgrenzen festlegen (Hysteresefunktion)
| ▶ Sicherstellen, dass für [OU1] oder [OU2] die Funktion [Hno] oder [Hnc] eingestellt ist. ▶ [SP1] / [SP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet. | [SP1][SP2] |
| ▶ [rP1] / [rP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet. [rPx] ist stets kleiner als [SPx]. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für [SPx] liegen. Beim Verschieben von [SPx] verschiebt sich auch [rPx], sofern nicht das untere Ende des Einstellbereichs erreicht wird. | [rP1][rP2] |
10.4.3 Schaltgrenzen festlegen (Fensterfunktion)
| ▶ Sicherstellen, dass für [OU1] oder [OU2] die Funktion [Fno] oder [Fnc] eingestellt ist. [FH1]/[FH2] wählen und obere Grenze des Gutbereichs einstellen. | [FH1][FH2] |
| [FL1]/[FL2] wählen und untere Grenze des Gutbereichs einstellen. [FLx] ist stets kleiner als [FHx]. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für [FHx] liegen. Beim Verschieben von [FHx] verschiebt sich auch [FLx], sofern nicht das untere Ende des Einstellbereichs erreicht wird. | [FL1][FL2] |
10.4.4 Schaltverzögerung festlegen
| ▶ [dS1] / [dS2] wählen und Wert zwischen 0,0 und 60 s einstellen. Die Schaltverzögerung verhält sich gemäß VDMA. | [dS1][dS2] |
10.4.5 Rückschaltverzögerung festlegen
| ▶ [dr1] / [dr2] wählen und Wert zwischen 0,0 und 60 s einstellen. Die Rückschaltverzögerung verhält sich gemäß VDMA. | [dr1][dr2] |
10.4.6 Schaltlogik für den Ausgang festlegen
| ▶ [P-n] wählen und [PnP] oder [nPn] einstellen. | [P-n] |
10.4.7 Verhalten der Ausgänge im Fehlerfall (Sicherer Zustand) festlegen
| ▶ [FOUx] wählen und Wert festlegen:• [On] = Schaltausgang schaltet im Fehlerfall EIN.• [OFF] = Schaltausgang schaltet im Fehlerfall AUS. Als Fehlerfall gelten Hardwaredefekte (Fehlermeldung [Err]) oder ein fehlerhafter Datensatz (Fehlermeldung [PArA]): Fehleranzeigen (→ 32)Übervoll bzw. ein Ansprechen der Überfüllsicherung OP gilt nicht als Fehler! | [FOU1][FOU2] |
10.4.8 Anzeige konfigurieren
| ▶ [dis] wählen und Wert festlegen:[on] = Die Anzeige ist im Betriebsmodus eingeschaltet. Messwertaktualisierung alle 500 ms[OFF] = Die Anzeige ist im Betriebsmodus ausgeschaltet. Bei Druck auf eine der Tasten wird 30 s lang der aktuelle Messwert angezeigt. Die Indikator-LEDs bleiben auch bei ausgeschalteter Anzeige aktiv. | [diS] |
10.4.9 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen
| ▶ [rES] wählen▶ [Set] drücken und festhalten, bis [----] angezeigt wird. ▶ Kurz [Mode/Enter] drücken. ▷ Das Gerät startet neu und befindet sich danach wieder im Auslieferungszustand. | [rES] |
10.5 Einstellwerte und Berechnungshilfen
10.5.1 Einstellwerte [OFS]
| [cm] | [inch] | |||
| Einstellbereich | 0...200,0 | 0...78,8 | ||
| LKx022 LKx023 | LKx024 | LKx022 LKx023 | LKx024 | |
| Schrittweite | 0,5 | 1 | 0,2 | 0,5 |
10.5.2 Einstellwerte [OP]
![IFM LK1023 - Einstellwerte [OP] - 1](/content/2026/03/577209/images/49577e8cd45e95753dc5ef9eec1da52507fb0bc901da421d8ab4d3f3a4e60a54.jpg)
Abb. 11: Einstellwerte / OPx: Einstellbereich [OP]
| Bereich | LKx022 | LKx023 | LKx024 | |||
| [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | |
| 1 | 20,4 | 8,0 | 40,7 | 16,0 | 61 | 23,9 |
| 19,1 | 7,5 | 38,3 | 15,1 | 57 | 22,4 | |
| 17,9 | 7,1 | 35,8 | 14,1 | 53 | 21,0 | |
| 16,7 | 6,6 | 33,4 | 13,1 | 50 | 19,5 | |
| 15,5 | 6,1 | 31,0 | 12,2 | 46 | 18,1 | |
| 14,3 | 5,6 | 28,5 | 11,2 | 42 | 16,7 | |
| 13,0 | 5,1 | 26,1 | 10,3 | 39 | 15,2 | |
| 11,8 | 4,7 | 23,6 | 9,3 | 35 | 13,8 | |
| 10,6 | 4,2 | 21,2 | 8,3 | 31 | 12,3 | |
| 9,4 | 3,7 | 18,8 | 7,4 | 28 | 10,9 | |
| 8,2 | 3,2 | 16,3 | 6,4 | 24 | 9,5 | |
| 2 | 6,9 | 2,7 | 13,9 | 5,5 | 20 | 8,0 |
![IFM LK1023 - Einstellwerte [OP] - 2](/content/2026/03/577209/images/6e67509532c2cb62f68270585f2249f1c0a7fd0dfcaaed06da0861ffdce13c14.jpg)
Die angegeben Werte für [OP] beziehen sich auf den Abstand OP zu Stabunterkante. Die Werte gelten für [OFS] = [0].
Bei [OFS] > [0] erhöhen sie sich um den eingestellten Offset-Wert.
Beispiel LK1022:
OP Einstellung soll laut → Tabelle Einstellwerte [OP] auf das Segment 20,4 cm eingestellt werden.
[OFS] = 7, 0 cm
[OP] ist auf 20,4 cm + 7,0 cm = 27,4 cm einzustellen.
10.5.3 Berechnungshilfen [OP]
![IFM LK1023 - Berechnungshilfen [OP] - 1](/content/2026/03/577209/images/3b9147d1889e76570fd3e595f5f48fa90e7f2e66d86b04b0dbcbdd5a2c75ba89.jpg)
Zur ordnungsgemäßen Funktion der Überfüllsicherung OP muss der Mindestabstand (y) (→ Abbildung: Festlegung von oben) eingehalten werden.
Es gelten folgende Zusammenhänge:
| B + c = L + uundB = z + y | B: Behälterhöhec: Auszugslänge (maximal: Montage(→ □ 13)).y: gewünschte Ansprechhöhe OP von oben (minimal: Montagehinweise für den Betrieb mit Überfüllsicherung (→ □ 13), maximal: Einstellwerte [OP] (→ □ 27). | L: Stablängeu: Abstand Stab zu Behälterbodenz: gewünschte Ansprechhöhe OP von unten (maximal: z < L - c - y oder z < B - y) |
10.5.3.1 Festlegung "von oben"

Abb. 12: Festlegung "von oben"
Gewünschter Abstand (y) der Überfüllsicherung OP „von oben“ ist vorgegeben.
• Ohne Offset ([OFS] = [0]): [OP] = L - c - y
- Mit Offset ([OFS] = u): [OP] = L - c - y + u oder
[OP] = B - y
Beispiel:
c = 3, 0 cm, y = 5, 0 cm, u = 1, 0 cm
Ohne Offset: [OP] = 26,4 cm - 3,0 cm - 5,0 cm = 18,4 cm
Mit Offset: [OP] = 26,4 cm - 3,0 cm - 5,0 cm + 1,0 cm = 19,4 cm
10.5.3.2 Festlegung "von unten"
Ansprechhöhe (z) der Überfüllsicherung OP vom Behälterboden ist gegeben.
• Ohne Offset ([OFS] = [0]): [OP] = z - u
• Mit Offset ([OFS] = u): [OP] = z
Beispiel:
z = 1 8, 0 cm ( vom Behälterboden ), u = 1, 0 cm
Ohne Offset: [OP] = 18,0 cm - 1,0 cm = 17,0 cm
Mit Offset: [OP] = 18,0 cm
▶ Berechneten Wert auf nächst niedrigen, einstellbaren Wert abrunden: Einstellungen der Parameter ablesen (→ ☐ 32)
10.5.4 Einstellbereiche [SPx] / [FHx] und [rPx] / [FLx]
| LKx022 | LKx023 | LKx024 | ||||
| [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | [cm] | [inch] | |
| [SPx] / [FHx] | 2,5...20,0 | 1,0...7,8 | 3,5...39,0 | 1,4...15,4 | 6...59 | 2,5...23,5 |
| [rPx] / [FLx] | 2,0...19,5 | 0,8...7,6 | 3,0...38,5 | 1,2...15,2 | 5...58 | 2,0...23,0 |
| Schrittweite | 0,5 | 0,2 | 0,5 | 0,2 | 1 | 0,5 |
![IFM LK1023 - Einstellbereiche [SPx] / [FHx] und [rPx] / [FLx] - 1](/content/2026/03/577209/images/548ccc5750f2883954337876bf1552436a87268e4c0fe4232ee5e4ba8d7995d5.jpg)
Die Werte gelten für [OFS] = [0].
Bei [OFS] > [0] erhöhen sie sich um den eingestellten Offset-Wert.
10.6 Applikationsbeispiele
10.6.1 Hydraulikaggregat
Mindestfüllstandüberwachung mit Vorwarnung und Alarm
| Schaltausgang 1: Vorwarnung | |
| SP1 | Geringfügig über rP1 (um Wellenbewegungen auszublenden) |
| rP1 | Soll-Füllstand unterschritten → Vorwarnung, Nachfüllen starten |
| ou1 | Hysteresefunktion, Öffner (Hnc) |
| Schaltausgang 2: Alarm | |
| SP2 | Min-Wert wieder erreicht → Alarm zurückgesetzt |
| rP2 | Min-Wert unterschritten → Alarm |
| ou2 | Hysteresefunktion, Schließer (Hno) |

Abb. 13: Hydraulikaggregat
XX. X Anzeigewert
A Vorwarnung
B Alarm
- Bei Unterschreiten von rP1 schaltet Ausgang 1, bis Flüssigkeit nachgefüllt wird. Wird SP1 wieder erreicht, schaltet Ausgang 1 zurück.
- Steht der Füllstand oberhalb SP2, schaltet Ausgang 2. Fällt der Füllstand unter rP2 oder tritt Leitungsbruch auf, schaltet Ausgang 2 zurück.
- Durch Einstellen von SP1 kann der maximale Füllstand geregelt / überwacht werden: Die Höhe von SP1 bestimmt, bis zu welchem Füllstand (Max) nachgefüllt werden soll. Das Erreichen des maximalen Füllstands wird signalisiert durch Erlöschen der LED OUT1 und Abfall des Signals an Ausgang 1.
10.6.2 Hebeanlage
Behälter entleeren mit Überfüllsicherung
| Schaltausgang 1: Regelung Behälter entleeren | |
| SP1 | Oberer Normalwert überschritten → Tauchpumpe EIN |
| rP1 | Unterer Normalwert erreicht → Tauchpumpe AUS |
| ou1 | Hysteresefunktion, Schließer (Hno) |
| Schaltausgang 2: Überfüllsicherung (Beim LK10xx empfiehlt sich die Verwendung der integrierten Überfüllsicherung OP (Parameter [OP]) | |
| SP2 | Maximalwert überschritten → Alarm |
| rP2 | Geringfügig unter SP2 (um Wellenbewegungen auszublenden) |
| ou2 | Hysteresefunktion, Öffner (Hnc) |
| OP | Überfüllsicherung*) |

Abb. 14: Hebeanlage
XX. X Anzeigewert
A Entleeren
B Überfüllsicherung
- Bei Überschreiten von SP1 schaltet Ausgang 1 (Tauchpumpe EIN). Bei Unterschreiten von rP1 schaltet Ausgang 1 zurück (Tauchpumpe AUS).
- Bei Überschreiten von SP2 oder Drahtbruch schaltet Ausgang 2 zurück (AUS).
*) Die Verwendung der integrierten Überfüllsicherung OP (Parameter [OP]) wird empfohlen. Wird SP2 auf seinen Maximalwert gesetzt, führt das Ansprechen der Überfüllsicherung OP unmittelbar und unverzögert zu einem Schaltvorgang. SP2 übernimmt dann die Funktion eines direkt wirkenden Überfüllschaltpunktes!
10.6.3 Vorlage- bzw. Druckerhöhungsbehälter/Hydraulikaggregat
Gutbereichs-Überwachung (Alarm) und Regelung des Füllstands
| Schaltausgang 1: Nachfüllen | |
| SP1 | Oberer Sollwert erreicht → Nachfüllen beenden |
| rP1 | Unterer Sollwert unterschritten → Nachfüllen starten |
| ou1 | Hysteresefunktion, Öffner (Hnc) |
| Schaltausgang 2: Sicherheitsfunktion Min-Max | |
| SP2 | Max-Wert überschritten → Alarm |
| rP2 | Min-Wert unterschritten → Alarm |
| ou2 | Fensterfunktion, Schließer (Fno) |

Abb. 15: Vorlage- / Druckerhöhungsbehälter
XX. X Anzeigewert
A Nachfüllen
B Min-Überwachung
C Max-Überwachung
- Unterschreitet der Füllstand rP1, schaltet Ausgang 1, bis Flüssigkeit nachgefüllt wird. Wird SP1 wieder erreicht, schaltet Ausgang 1 zurück.
- Bei Unterschreiten von FL2 oder Überschreiten von FH2 oder Drahtbruch schaltet Ausgang 2 zurück (AUS) (→ Alarmmeldung).
- Die logische Verknüpfung zwischen den Ausgängen 1 und 2 zeigt an, ob Überfüllung vorliegt oder der Minimalfüllstand unterschritten ist:
- Überfüllung: Ausgang 1 und Ausgang 2 zurückgeschaltet (AUS).
- Min-Wert unterschritten: Ausgang 1 geschaltet (EIN) und Ausgang 2 zurückgeschaltet (AUS).
11 Betrieb
Nach Einschalten der Versorgungsspannung befindet sich das Gerät im Betriebsmodus (= normaler Arbeitsbetrieb). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
▶ Prüfen, ob das Gerät sicher funktioniert.
11.1 Betriebsanzeigen
| [---] fortlaufend | Initialisierungsphase nach dem Einschalten. |
| Zahlenwert + LED 1 | Aktueller Füllstand in cm. |
| Zahlenwert + LED 2 | Aktueller Füllstand in inch. |
| LED 7 / LED 8 | Schaltzustand OUT2 / OUT1 (leuchtet, wenn Ausgang x durchgeschaltet ist). |
| [----] | Füllstand unterhalb des aktiven Bereichs. |
| [FULL] + [Zahlenwert] im Wechsel | Überfüllsicherung OP ist erreicht (Warnanzeige Überfüllung) bzw. Füllstand ist oberhalb des aktiven Bereichs oder ein erkanntes Montageelement wurde erreicht. |
| [≡≡≡] | Abgleich [cOP] der Überfüllsicherung OP erforderlich. |
| [Loc] | Gerät per Bedientasten verriegelt; Parametrierung nicht möglich. Zum Entriegeln 10 s lang beide Einstelltasten drücken. |
| [uLoc] | Gerät ist entriegelt / Parametrierung wieder möglich. |
| [C. Loc] | Gerät vorübergehend gesperrt. Parametrierung über IO-Link aktiv (vorübergehende Sperrung). |
| [S. Loc] | Gerät ist per Software dauerhaft verriegelt. Diese Verriegelung kann nur mit einer Parametriersoftware aufgehoben werden. |
11.2 Einstellungen der Parameter ablesen
▶ Kurzer Druck auf [Mode/Enter] (bei Bedarf mehrfach wiederholen).
▷ Menüstruktur wird durchlaufen bis zum gewünschten Parameter.
▶ Kurz [Set] drücken.
▷ Zugehöriger Parameterwert wird für 30 s angezeigt, ohne ihn zu verändern.
11.3 Fehleranzeigen
| Anzeige | Mögliche Ursache | Empfohlene Maßnahmen |
| [Err] | Fehler in der Elektronik *) | ► Gerät ersetzen. |
| [FAIL] | Fehler beim Abgleich der Überfüllsicherung OP:Überfüllsicherung während des Abgleich vom Medium bedeckt. Überfüllsicherung verschmutzt. Mindestabstände zu gering Montageelement unterhalb der Überfüllsicherung erkannt. Messwert nicht konstant. | ► Füllstand absenken, wenn möglich.► Messstab reinigen.► Montagehinweise beachten.► Position der Überfüllsicherung OP korrigieren.► Abgleich wiederholen.► OP deaktivieren. |
| [SC1] + LED 8[SC2] + LED 7 | Blinkend:Kurzschluss in Schaltausgang OUT1 oder OUT2. | ► Kurzschluss beseitigen. |
| [SC] + LED 7[SC] + LED 8 | Blinkend:Kurzschluss in beiden Schaltausgängen. | ► Kurzschluss beseitigen. |
| [PArA] | Fehlerhafter Datensatz *) | ► Auf Werkseinstellungen zurücksetzen [rES]. |
*) Die Ausgänge gehen in den sicheren Zustand: Ausgangsverhalten in verschiedenen Betriebszuständen (→ ☐ 33)
11.4 Ausgangsverhalten in verschiedenen Betriebszuständen
| OUT1 | OUT2 | |
| Initialisierungsphase | AUS | AUS |
| Überfüllsicherung OP nicht abgeglichen | AUS | AUS |
| Überfüllsicherung OP abgeglichen oder deaktiviert, normaler Betrieb | Gemäß Füllstand und Einstellung [ou1] | Gemäß Füllstand und Einstellung [ou2] |
| Fehlerfall / Sicherer Zustand | AUS bei [FOU1] = [OFF]EIN bei [FOU1] = [On] | AUS bei [FOU2] = [OFF]EIN bei [FOU2] = [On] |
12 Wartung, Instandhaltung und Entsorgung
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Für den Transport nur geeignete Verpackungen verwenden, um Beschädigungen des Gerätes zu vermeiden.
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
Bei Aus- oder Einbau des Geräts zu Wartungs- und Reinigungsarbeiten:
▶ Prüfen, ob die Edelstahl-Schlauchklemme am Sensor fixiert ist.
▷ Einbauhöhe und Position müssen exakt reproduzierbar sein!
▶ Sensor ausbauen und reinigen / Wartungsarbeiten durchführen
▶ Sensor exakt an gleicher Stelle und Position einbauen. Andernfalls Parameter [OP] überprüfen und [cOP] erneut durchführen.
12.1 Wartungshinweis für den Betrieb ohne Überfüllsicherung
[MEdl] = [Auto] oder [OP] = [OFF] (Überfüllsicherung OP deaktiviert!)
▶ Das Gerät muss in folgenden Fällen neu initialisiert werden (Betriebsspannung kurz aus- und wieder einschalten):
• Nach allen Wartungsarbeiten.
- Nach Reinigungsarbeiten (z. B. Abspritzen des Sensorstabs mit einem Wasserstrahl).
- Wenn der Sensor während des Betriebs aus dem Behälter gezogen und wieder eingebaut wurde.
- Wenn der aktive Bereich des Sensors mit der Hand oder mit geerdeten Gegenständen (z. B. einem Schraubenschlüssel, einer Reinigungslanze) berührt wurde.
- Wenn die Verbindung Sensor-Behälterwand/Gegenelektrode geändert wurde.
- Nach dem Wechsel von Medien mit stark voneinander abweichenden Dielektrizitätskonstanten. Bei der manuellen Medienwahl muss zuvor die Einstellung [MEdI] angepasst werden.
13 Werkseinstellung
| Werkseinstellung | Benutzereinstellung | |||
| LKx022 | LKx023 | LKx024 | ||
| SP1 | 10,0 | 19,5 | 29 | |
| rP1 | 9,5 | 19,0 | 28 | |
| SP2 | 20,0 | 39,0 | 59 | |
| rP2 | 19,5 | 38,5 | 58 | |
| OP* | 20,4 | 40,7 | 61 | |
| MEdl | LK10xx: CLW.1LK70xx: Auto | |||
| cOP | ---- | |||
| rES | ---- | |||
| ou1 | Hno | |||
| ou2 | Hnc | |||
| dS1 | 0.0 | |||
| dr1 | 0.0 | |||
| dS2 | 0.0 | |||
| dr2 | 0.0 | |||
| uni | cm | |||
| P-n | PnP | |||
| OFS | 0 | |||
| FOU1 | OFF | |||
| FOU2 | OFF | |||
| diS | On | |||
*) Bei LK70xx nicht verfügbar / inaktiv