E30056 - Schweißgerät IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG E30056 IFM
Betriebsanleitung
Einschweißadapter für Geräte mit G1/2-Hygiene-Adaption
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise.... 3
2 Sicherheitshinweise 4
3 Transport, Handhabung und Lagerung 5
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
4.1 Auswahlhilfe Einschweißadapter 6
4.2 Grundlegende Hinweise 8
5 Montage.... 11
5.1 Vorbereitung Einschweißadapter und Wandung.... 11
5.2 Ausrichtung Adapter / Leckagebohrung 11
5.3 Kühlung.... 12
5.3.1 Kühladapter E43929 12
5.3.2 Schweißvorgang mit Kühladapter E43929 14
5.4 Schweißvorgang allgemein.... 14
5.5 Bearbeitung der Schweißnaht.... 15
5.5.1 Bearbeitung Spezial-Einschweißadapter 16
5.5.1.1 Montage E43923 an Spezial-Einschweißadapter E43918 16
5.5.1.2 Montage E43924 an Spezial-Einschweißadapter E43919 16
5.5.1.3 Montage E43923 an Spezial-Einschweißadapter E43920 17
5.5.1.4 Bearbeitung der Schweißnaht bei Spezial-Einschweißadaptern 17
5.6 Dichtigkeitsprüfung 18
5.6.1 Dichtigkeitsprüfung mit Prüfadapter E43922 18
5.6.2 Dichtigkeitsprüfung komplettes System 20
6 Sensor mit G1/2 Hygieneadaptation montieren 21
7 Inbetriebnahme 22
8 Reinigung und Wartung bei Anforderungen nach 3-A.... 23
9 Entsorgung.... 24
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Der Schweißvorgang muss von fachkundigem Personal ausgeführt werden.
- Der Schweißvorgang muss sorgfältig und entsprechend dem Stand der Technik ausgeführt werden.
- Während des Schweißvorgangs auf eine ausreichende Absaugung der Dämpfe achten.
• Das Produkt vor Beschädigungen schützen. - Bei Einsatz eines Kühladapters beim Einschweißvorgang ist darauf zu achten, dass die Kühlflüssigkeit nicht überhitzt.

VORSICHT
Beim Einschweißvorgang können sich der Adapter, das umliegende Material und eine verwendete Einschweißhilfe auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Sämtliche Komponenten abkühlen lassen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Produkt in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei der Lagerung die für das Produkt zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).
▶ Bei einer Rücksendung dafür sorgen, dass das Produkt bzw. die Komponenten frei sind von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
4 Bestimmungsgemäße Verwendung

Die Auswahl des passenden Adapters ist von einem Schweißfachingenieur zu treffen.
Standard-Einschweißadapter G1/2 Hygiene:
Standard-Einschweißadapter ermöglichen den Einbau von Sensoren mit G1/2-Hygiene-Adaption in Behältern oder Rohrleitungen unter Standardbedingungen.
①

②

③

Abb. 1: Schnittdarstellung
1: Einschweißadapter E43300
2: Einschweißadapter E43301
3: Einschweißadapter E30056

Einschweißadapter mit Bund, zum Beispiel E43301, sind für eine Schweißverbindung mit gleichdimensioniertem Auszug an T-Stücken geeignet ➞ Datenblatt und Vorbereitung Einschweißadapter und Wandung ➞ 11
Spezial-Einschweißadapter G1/2 Hygiene:
Spezial-Einschweißadapter ermöglichen den Einbau von Sensoren mit G1/2-Hygiene-Adaption in Behältern bei ungünstigen beziehungsweise unter erschwerten Einschweißbedingungen oder Verhältnissen. Durch ihre spezielle flexible Struktur verhindern sie bei hohem Wärmeeintrag; auf Behälter und Adapter; einen Verzug des Adapters und letztendlich der Dichtkante zum Sensor.
①

②

③

Abb. 2: Schnittdarstellung
1: Spezial-Einschweißadapter E43918
2: Spezial-Einschweißadapter E43919
3: Spezial-Einschweißadapter E43920
4.1 Auswahlhilfe Einschweißadapter
Auswahlhilfe Wandstärke und Einschweißadapter:
| Wandstärke | Empfehlung |
| Dünn (≤ 4 mm) | Standard- und Spezial-Einschweißadapter |
| Dick (≤ 6 mm) | Spezial-Einschweißadapter |
Einbaulagen Spezial-Einschweißadapter:

Abb. 3: Einbaulagen: Schematische Darstellung eines Tanks
Position A:
E43919 Spezial-Einschweißadapter (D85 / Randhöhe 6 mm) für den Einbau im Tankkopf und in Wandungen.

Abb. 4: Einbaulagen: Spezial-Einschweißadapter mit eingebautem Füllstandsensor.
1: Eingeschränkte Drainage im Innenbereich beachten.
2: Übergangsbereich des Adapters: Wandstärke nicht verringern!
Position B und C:
E43918 Spezial-Einschweißadapter (D85 / Randhöhe 6 mm) für den Einbau im Tankboden bzw. in Wandungen und größeren Tankdurchmessern.
E43920 Spezial-Einschweißadapter (D85 / Randhöhe 12 mm) für den Einbau im Tankkonus und dicken Wandungen und kleinen Behälterdurchmessern bzw. engen Radien.

Abb. 5: Einbaulagen: Spezial-Einschweißadapter mit eingebautem Füllstandsensor.
1: Eingeschränkte Drainage im Außenbereich beachten.
2: Übergangsbereich des Adapters: Wandstärke nicht verringern!
4.2 Grundlegende Hinweise
Wird der Behälter oder das Rohrleitungssystem nach dem Schweißvorgang behandelt (zum Beispiel in Form von abtragenden Verfahren wie Schleifen, Beizen, Sandstrahlen, Glasperlenstrahlen, E-Polieren etc., oder auftragenden Verfahren wie Pulverbeschichten, Lackieren etc.):
▶ Sicherstellen, dass der Innenraum und die Dichtfläche des Adapters nicht nachbehandelt oder beschädigt werden.
▶ Eine Verringerung der Wandstärke des Spezial-Einschweißadapters im Übergangsbereich ausschließen.
Nach dem Einschweißvorgang eine Dichtigkeitsprüfung durchführen. Dichtigkeitsprüfung mit Prüfadapter E43922 ➞ 18
Der Schweißvorgang muss von fachkundigem Personal ausgeführt werden. Der Schweißvorgang muss sorgfältig und entsprechend dem Stand der Technik ausgeführt werden.
Während des Schweißens und der folgenden Abkühlphase darf der Sensor nicht eingebaut sein.
Während des Schweißens ist ein Einschweißdorn oder ein Kühladapter zu verwenden. Kühlung 12
Die Oberflächen müssen frei sein von Verschmutzungen jeder Art.
Schweißhilfsmittel müssen an den Werkstoff von Adapter und Wandung angepasst sein.
▶ Vorgaben aus Lastenheften, gängiger Praxis, Vorschriften, Normen und Verwendungszweck, sowie der Applikation anwenden.
▷ Daraus leitet sich das Schweißverfahren, das Schweißmaterial, die Verbindungsart und der Verbindungstyp mit Anfasung, Einschweißtiefe und den Anforderungen an die Oberfläche ab.
Bei Einsatz im Hygienebereich nach EHEDG und 3-A:
▶ Die einschlägigen Richtlinien von EHEDG und 3-A beachten.
▶ Auf EHEDG-konforme oder 3-A konforme Einbindung des Adapters in die Anlage achten (entsprechende Hinweise in der Betriebsanleitung des vorgesehenen Sensors beachten).
▶ 3-A Zulassung: Nur 3-A zugelassene und mit dem 3-A Symbol gekennzeichnete Adapter verwenden.

Einsatz im Hygienebereich nach EHEDG:
Die Lebensmittelkontaktfläche muss glatt sein (Oberflächenrauheit Ra < 0,8 μm) und die Schweißung muss gemäß EHEDG-Richtlinie 9 und 35 erfolgen.
▶ Selbstentleerende Installation anwenden.
▶ Bei Tankeinbauten muss die Reinigung durch direktes Einstrahlen gesichert sein.
Adapter mit Bund:

Abb. 6: Einschweißadapter E43301
Di: Durchmesser innen
Da: Durchmesser außen
Verwendung an einem T-Stück:
Der Einschweißadapter mit Bund ist für eine Schweißverbindung mit gleich dimensioniertem Auszug an T-Stücken geeignet (→ Datenblatt).

Der Innendurchmesser der Hauptleitung DH muss mindestens den Innendurchmesser Di des Einschweißadapters aufweisen.
Der Innendurchmesser DH kann auch größer sein, wenn der Auszug gleich dimensioniert zum Einschweißadapter bleibt.
Durch den Übergang zur Dichtkante hin, ist der Adapter trotz geringer Zurücksetzung zur Rohrinnenwandung im T-Stück sehr gut zugänglich für die Reinigung.
Der Abstand der Oberfläche (1) des Sensors zur Rohrinnenwandung der Hauptleitung soll den Durchmesser (2) des Auszugs nicht überschreiten, um die Reinigung nach den geltenden Hygienegrundsätzen zu gewährleisten.

Abb. 7: Einschweißadapter E43301 an einem T-Stück
1: Abstand Sensor zur Rohrinnenwandung Hauptleitung
2: Innendurchmesser Auszug T-Stück
DH : Innendurchmesser der Hauptleitung
5 Montage

Die anerkannten Regeln der Technik und geltenden Vorschriften beim Schweißvorgang beachten und anwenden.

Die Betriebsanleitungen aller verwendeten Komponenten aufmerksam lesen und anwenden.

ACHTUNG
Gefahren für die Anlage und die Umgebung bei Schweißvorgängen und Nacharbeiten.
▶ Mögliche Gefahren berücksichtigen und geltende Vorschriften und Richtlinien anwenden.

VORSICHT
Beim Einschweißvorgang können sich der Adapter, das umliegende Material und eine verwendete Einschweißhilfe auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Sämtliche Komponenten abkühlen lassen.

WARNUNG
Gefahren für Personen bei Schweißvorgängen, Nacharbeiten und Druckprüfungen.
▶ Mögliche Gefahren berücksichtigen und geltende Vorschriften und Richtlinien anwenden.
5.1 Vorbereitung Einschweißadapter und Wandung

Bei der Bearbeitung des Adapters sorgfältig vorgehen.
▶ Eine Beschädigung der Dichtkontur am Adapter ausschließen.
▶ Bei den Spezial-Einschweißadaptern kein Material im Übergangsbereich entfernen.

Diese Angaben sind nur Empfehlungen, sofern kein Lastenheft und / oder Schweißvorgaben von Schweißfachingenieuren vorliegen.
▶ Je nach Schweißanwendungen sind bei Bedarf Fasen an das Blech und / oder dem Einschweißadapter anzubringen.
▶ Bohrung / Aussparung in der Rohrleitung oder Wandung anbringen. Der Durchmesser der Bohrung / Aussparung bemisst sich an der vorgesehenen Einschweißstrategie.
▶ Eigenspannungen im Blech z. B. im Konus oder des Klöpperbodens, die sich aus der Herstellung ergeben, sind nach Möglichkeit durch Vorglühen zu entspannen, damit während des Einschweißvorganges keine Kräfte auf den Adapter übertragen werden.
5.2 Ausrichtung Adapter / Leckagebohrung
Positionsmarkierung 1 (Markierung kann variieren) vom Adapter an der Stelle ausrichten, an der das Display (falls vorhanden) bzw. der Kabelabgang des eingeschraubten Sensors stehen soll.

Adapter mit Leckagebohrung nach EHEDG und 3-A:

Für eine sichere Selbstentleerung bei einem Adapter mit mehreren Leckagebohrungen:
▶ Eine der Leckagebohrungen so ausrichten, dass sich diese am tiefsten Punkt befindet.

Für eine sichere Selbstentleerung bei einem Adapter mit einer Leckagebohrung:
▶ Die Leckagebohrung so ausrichten, dass sich diese am tiefsten Punkt befindet.

Gilt auch für Sensoren mit PEEK-Spitze beziehungsweise PEEK-Dichtung im Auslieferungszustand: ➞ Betriebsanleitung Sensor.
Wird die PEEK-Dichtung abgenommen, um gegen die metallische Fläche abzudichten (→ Betriebsanleitung Sensor), dreht sich der Sensor um zirka 90° weiter bis auf Anschlag. In diesem Fall ist die dafür vorgesehene zweite Markierung (Darstellung als Punkt) für die Ausrichtung maßgebend.
5.3 Kühlung
Während des Schweißvorganges werden je nach Schweißverfahren im Bereich der Schweißnaht erhöhte Energiemengen in den zentral liegenden Adapter eingebracht, der diese Energie nur begrenzt in eine ggf. verwendete Einschweißhilfe ableiten kann.
Um eine Überhitzung des Adapters zu vermeiden:
▶ Auf ausreichende Abkühlzeiten achten.
▶ Evtl. Vorgaben einer verantwortlichen Schweißfachkraft zu gezielt wirkenden Kühlvorrichtungen sind anzuwenden.
▶ Für eine Kühlung des Einschweißadapters kann auf eine Eigenkonstruktion oder auf den Kühladapter E43929 (→ Zubehör) zurückgegriffen werden.
5.3.1 Kühladapter E43929
Der Kühladapter für G1/2 Einschweißadapter nimmt die Wärmeenergie beim Einschweißvorgang über die strömende Kühlfüssigkeit auf und leitet diese ab, dadurch kann eine Optimierung der Maßhaltigkeit erreicht werden.

Die Kühlfüssigkeit darf den Adapter nicht soweit abkühlen, z. B. bei Schweißunterbrechung, dass Kondensat an der Schweißstelle entsteht.
▷ Die Qualität der Schweißverbindung wird sonst erheblich gestört.

Die Kühlfüssigkeit darf während des Schweißvorganges nicht überhitzen. Das Medium muss bereits zu Beginn des Schweißvorgang in ausreichender Menge verfügbar sein und zirkulieren.

Die Kühflüssigkeit darf nicht in den Bereich der Schweißnaht gelangen.
▷ Die Qualität der Schweißverbindung wird sonst erheblich gestört.
▶ Weitergehende Informationen zum Kühladapter E43929 ➞ Betriebsanleitung.

Abb. 8: Kühladapter mit optionalem Einschweißadapter.
1: Wasserkühlung Innen
2: Dichtung
3: Wasserkühlung Außen
4: Optionaler Einschweißadapter (nicht im Lieferumfang enthalten)
5: Mutter

Abb. 9: Kühladapter (Anschlüsse, Schlauchleitungen nicht im Lieferumfang enthalten).
6: G1% Innengewinde für Schlauchanschlüsse
5.3.2 Schweißvorgang mit Kühladapter E43929
▶ Den Kühladapter in den Einschweißadapter (4) einschrauben.
▶ Bei Tankanwendungen die Gegenmutter (5) anbringen.
▶ Den Einschweißadapter (4) in die vorbereitete Bohrung einbringen und anheften.
▶ Formiergas zuführen.
▶ Die Anschlüsse und Schläuche an den Innengewinden (6) des Kühldorns (1) anbringen.
▶ Die Kühlung aktivieren.
▶ Den Einschweißvorgang durchführen.
▶ Nach jeder Schweißlage incl. Abkühlphase, das Gewinde des Einschweißadapters auf Leichtgängigkeit prüfen. Dazu den Kühldorn nach Lösen der Mutter kurz locker schrauben und danach wieder festziehen.
▶ Nach Fertigstellung alle Komponenten aus dem Einschweißadapter entfernen.
5.4 Schweißvorgang allgemein

Grundlegende Hinweise und Richtlinien beachten:
▶ Das Schweißverfahren muss der Schweißaufgabe und die Leistung des Schweißgerätes muss der Materialstärke angepasst sein.
▶ Beim Schweißen eine Überhitzung des Adapters vermeiden und ausreichende Abkühlphasen einhalten.
▶ Evtl. Vorgaben einer verantwortlichen Schweißfachkraft zu gezielt wirkenden Kühlvorrichtungen sind anzuwenden.
▶ Die Dichtfläche des Adapters nicht durch Schweißspritzer o. ä. beschädigen. Dichtfläche vor Beginn des Schweißvorgangs ausreichend schützen.
▶ Den Einschweißdorn E43314 oder den Kühladapter E43329 Kühlung ➞ 12 zur Wärmeableitung, Stabilisierung und zum Schutz der Dichtfläche einsetzen.
▶ Den Einschweißadapter in die vorbereitete Bohrung einbringen und anheften.
▶ Für ein optimales Schweißergebnis gegebenenfalls die Heftpunkte in ausreichender Anzahl über Kreuz anbringen.

▶ Für ein optimales Schweißergebnis gegebenenfalls im Pilgerschrittverfahren, die Schweißsegmente über Kreuz anbringen.
▶ Zwischen den einzelnen Teilstücken ausreichend Pausen zum Abkühlen lassen, um eine Überhitzung des Adapters zu vermeiden.

▶ Nach jeder Schweißlage incl. Abkühlphase, das Gewinde des Einschweißadapters auf Leichtgängigkeit prüfen. Dazu die Einschweißhilfe / den Einschweißdorn lösen und wieder festziehen. Bei Verwendung einer Gegenmutter, diese vorher locker schrauben und danach wieder festziehen.
▶ Nach Fertigstellung alle Komponenten aus dem Einschweißadapter entfernen.
▶ Das Gewinde des Adapters von Rückständen befreien, ohne die Dichtkante zu beschädigen.
▶ Den Sensor handfest einschrauben, um die Funktionalität des Gewindes zu prüfen. Ist das Drehmoment währen des Einschraubens zu hoch, kein Werkzeug verwenden, sondern Gewinde prüfen und ggf. Adapter ersetzen.

Nach dem Einschweißvorgang eine Dichtigkeitsprüfung durchführen. Dichtigkeitsprüfung mit Prüfadapter E43922 → 18
5.5 Bearbeitung der Schweißnaht

Ist eine Nachbearbeitung der Oberfläche (z. B. Schleif- / Polierarbeiten der Schweißnaht) erforderlich, muss eine Beschädigung der Dichtkante für die Sensorabdichtung am Einschweißadapter und des Materials im Übergangsbereich am Spezial-Einschweißadapter ausgeschlossen werden.
▶ Vorrichtung zum Schutz der Dichtkante einsetzen (→ Tabelle Einschweißadapter).
▶ Bei der Nachbearbeitung (z. B. Schleif- / Polierarbeiten), das Material im Bereich des Adapters vorsichtig abtragen.
| Einschweißadapter | Schleifschutz |
| Standard-Einschweißadapter, z. B. E43300 | Ein spezieller Schleifschutz ist nicht verfügbar. Als Schutz für den Prozessanschluss kann der Verschlussstopfen E43308 oder der Einschweißdorn (E43314) verwendet werden. |
| Spezial-Einschweißadapter E43918 | E43923 Montage E43923 an Spezial-Einschweißadapter E43918 ➕ 16 |
| Spezial-Einschweißadapter E43919 | E43924 Montage E43924 an Spezial-Einschweißadapter E43919 ➕ 16 |
| Spezial-Einschweißadapter E43920 | E43923 Montage E43923 an Spezial-Einschweißadapter E43920 ➕ 17 |

Schutzeinrichtungen und Schutzausrüstungen laut Lastenheften, Montagebedingungen und Umgebungsbedingungen anwenden.
Betriebsanleitungen und Sicherheitshinweise der verwendeten Werkzeuge lesen und anwen-den.
5.5.1 Bearbeitung Spezial-Einschweißadapter
Bei Bearbeitung der Schweißnaht:
▶ Das Schleifschutz-Set am Spezial-Einschweißadapter montieren.
Die Dichtkante für die Sensorabdichtung und das Material im Übergangsbereich am Spezial-Einschweißadapter nicht beschädigen.
Der Schleifschutz muss vor dem endgültigen Anziehen beidseitig zentriert liegen. Die Oberflächen nicht mit den Schleifschutz-Kappen verkratzen.
5.5.1.1 Montage E43923 an Spezial-Einschweißadapter E43918
▶ Schleifschutz E43923 an eingeschweißtem Adapter E43918 montieren.

1: Hohe Halbkugel D = 70
2: Mutter M12
3: Schraube M12
4: Schutztülle
5: Einschweißadapter E43918
6: Flache Halbschale D = 70
5.5.1.2 Montage E43924 an Spezial-Einschweißadapter E43919
▶ Schleifschutz E43924 an eingeschweißtem Adapter E43919 montieren.

1: Hohe Halbkugel D = 70
2: Mutter M12
3: Schraube M12
4: Schutztülle
5: Einschweißadapter E43919
6: Flache Halbschale D = 70
5.5.1.3 Montage E43923 an Spezial-Einschweißadapter E43920
▶ Schleifschutz E43923 an eingeschweißtem Adapter E43920 montieren.

1: Hohe Halbkugel D = 70
2: Mutter M12
3: Schraube M12
4: Schutztülle
5: Einschweißadapter E43920
6: Flache Halbschale D = 70
5.5.1.4 Bearbeitung der Schweißnaht bei Spezial-Einschweißadaptern

Schutzeinrichtungen und Schutzausrüstungen laut Lastenheften, Montagebedingungen und Umgebungsbedingungen beachten und anwenden.

Betriebsanleitungen und Sicherheitshinweise der verwendeten Werkzeuge beachten und anwenden.

Kein Material des Spezial-Einschweißadapters im Übergangsbereich abtragen.
▶ Das Schleifwerkzeug parallel zur Bearbeitungsfläche führen.

Abb. 10: Schematische Darstellung, die Komponenten können variieren.
5.6 Dichtigkeitsprüfung

WARNUNG
Gefahren bei Druckprüfungen.
▶ Mögliche Gefahren für Personen berücksichtigen und geltende Vorschriften und Richtlinien anwenden.
5.6.1 Dichtigkeitsprüfung mit Prüfadapter E43922

Für diese Dichtigkeitsprüfung muss eine Leckagebohrung am Einschweißadapter vorhanden sein.
Mit dem Prüfadapter E43922 wird Flüssigkeit bzw. Luft über einen Pneumatikanschluß in den rückwärtigen Bereich des verschweißten Adapters gepresst, um festzustellen ob durch die Leckagebohrung des Adapters Flüssigkeit bzw. Luft austritt, was eine Undichtigkeit der Dichtstelle aufgrund von Beschädigungen bedeutet.
▶ Die Komponenten des Zubehörs E43922 laut Abbildung an den zu prüfenden Einschweißadapter montieren.
▶ Bei mehrfacher Verwendung: PEEK-Dichtring (3) bei Beschädigungen austauschen ➞ Zubehör E30459.

▶ Die Dichtigkeitsprüfung durchführen.

Abb. 11: E43922 in einem Spezial-Einschweißadapter montiert
▶ Tritt Medium bei der Prüfung aus.
▷ Den Einschweißadapter ersetzen.
1: Pneumatikanschluß
2: Prüfadapter G1/2
3: Dichtring PEEK
4: G1/2-Hygiene Einschweißadapter mit Leckagebohrung (Bauform variiert)
5: O-Ring FKM 18 x 2
6: Dichtscheibe G1/2
7: Dichtring Stahl / NBR M6
8: Schraube M16 x 16
1: Luftzufuhr über den Pneumatikanschluß
2: Luftaustritt im Fehlerfall über die Leckagebohrung
5.6.2 Dichtigkeitsprüfung komplettes System

Wenn eine Dichtigkeitsprüfung des kompletten Systems erfolgen soll, bzw. der Tank / das System nur von außen zugänglich ist und das Zubehör E43922 nicht eingesetzt werden kann.
▶ Den Sensor einsetzen (Überlastfestigkeit des Sensors beachten: ➞ Technische Daten www.ifm.com)
▶ Es dürfen keine Fremdstopfen irgendwelcher Art eingesetzt werden.
▶ Die Dichtkante des Einschweißadapters darf nicht beschädigt werden.
▶ Kein zusätzliches Dichtungsmaterial verwenden.
▶ Den Sensor nur mit den für den Einschweißadapter zugelassenen Drehmomenten anziehen.
Technische Daten www.ifm.com
▶ Die Dichtigkeitsprüfung durchführen.
6 Sensor mit G1/2 Hygieneadaptation montieren

Für die Montage eines Sensors, oder einer Klemmverschraubung, wird eine Schmierpaste benötigt. Diese muss für den vorliegenden Anwendungsbereich geeignet, zugelassen und mit den eingesetzten Elastomeren (z B. der Dichtung) verträglich sein.
▶ Montagehinweise in der Betriebsanleitung des vorgesehenen Sensors beachten.
▶ Die Montage darf nur durch fachkundiges Personal erfolgen.
▶ Die Sauberkeit der Dichtflächen gewährleisten.
▶ Die Schutzverpackungen erst kurz vor der Montage entfernen.
▶ Bei Beschädigung der Dichtflächen: Den Adapter ersetzen.
▶ Für Sensoren mit metallischer Dichtkante: Bei leichtem Verzug des Einschweißadapters bzw. bei leichter Beschädigung der Dichtfläche kann der PEEK-Dichtring E43323 (Zubehör) verwendet werden (Betriebsanleitung LMTxxx).

Der beiliegende O-Ring (schwarz) ist nur bei bestimmten LMT-Typen zur Abdichtung des rückwärtigen Bereichs erforderlich. Er darf nicht bei Sensoren verwendet werden, die bereits eine integrierte (rückwärtige) Dichtung enthalten oder wenn durch die Verwendung die frontseitige Dichtstelle (Prozessdichtung) in ihrer Funktion beeinträchtigt würde.

Die rückwärtige Dichtung dient nicht als Prozessdichtung.
▶ Für Sensoren mit O-Ring-Dichtung: Frontseitige Dichtung aufbringen.
▶ Das Gerät in den Adapter einschrauben, bis es handfest sitzt.
▶ Beschädigungen der Dichtflächen / der separaten Dichtungen vermeiden.

Sollte sich das Gerät nur mit großem Widerstand in das Gewinde einschrauben lassen, keine Gewalt anwenden! Andernfalls kann das Gerät oder der Adapter beschädigt werden.
▶ Keine Nachbearbeitung am Gewinde vornehmen, sondern Adapter entfernen und neuen Adapter einschweißen.

Zu starkes Anziehen kann die Dichtwirkung beeinträchtigen.
▶ Gerät mit einem Schraubenschlüssel anziehen.

Anzugsdrehmoment: ➞ Bedienungsanleitung des eingeschraubten Gerätes.
7 Inbetriebnahme
▶ Vor Inbetriebnahme des Systems: Alle Komponenten auf Dichtigkeit prüfen.
▶ Inbetriebnahme des Sensors: ➞ Betriebsanleitung Sensor.
8 Reinigung und Wartung bei Anforderungen nach 3-A
▶ Sämtliche ▶ Dichtungen und Dichtflächen auf Beschädigungen prüfen.
▷ Bei Beschädigungen ersetzen.
▶ Empfehlung: Wechselbare Dichtungen vor dem Zusammenbau erneuern.
- ▶ Kontaktflächen auf Verschmutzung prüfen. Alle Komponenten mit einer für die Anwendung und die verwendeten Werkstoffe geeigneten Reinigungslösung reinigen.
▶ Zur Reinigung aller innenliegenden und außenliegenden Oberflächen eine weiche Bürste verwenden.
Dichtungen und Dichtflächen beim Reinigungsprozess nicht beschädigen.
▶ Nur saubere Komponenten beim Wiederzusammenbau verwenden.
9 Entsorgung
▶ Das Produkt bzw. die Komponenten nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.