DAS 4370 - Sicherheitskamera JUNG - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG DAS 4370 JUNG
Bedienungsanleitung Sperrelement

- Allgemeines 2
- Funktionsbeschreibung.... 2
- Montage....3
3.1. Maßzeichnung 3
3.2. Einbaurichtlinien.... 3
3.3. Einbauhilfe zur Positionierung des Bolzen-Gegenstücks...... 4
3.4. Magnetkontakt 5
- Ansteuerungsmöglichkeiten....6
4.1. Statische Ansteuerung....6
4.2. Dynamische Ansteuerung....7
- Anschlussplan....7
- Ansteuerung mehrerer Sperrelemente 8
6.1. Parallelschaltung der Steuereingänge gleichzeitig...... 8
6.2. Kaskadierung der Sperrelemente 8
- Notentriegelung....9
7.1. Elektrische Notentriegelung......9
7.2. Mechanische Notentriegelung 9
-
Technische Daten....10
-
Gewährleistung 11
1. Allgemeines
Mit dem motorisch betriebenen Sperrelement wird der Zugang zum scharfgeschalteten Bereich einer Einbruchmeldeanlage (EMA) verhindert.
Der Einsatz eines Sperrelements bringt folgende Vorteile:
- Die Scharfschaltung einer EMA kann durch verschiedene Scharfschaltorgane an beliebiger Stelle erfolgen.
- Der Zugang zum gesicherten Bereich kann an einer oder mehrerer Stellen verhindert bzw. erlaubt werden.
- Die Montage ist einfach und erfolgt im Türrahmen. Im Türblatt ist nur eine Bohrung bzw. das Gegenstück zum Verschlußbolzen.
- Integrierter Magnetkontakt für die Öffnungsüberwachung (nur 019 033)
• Die Ansteuerung kann dynamisch oder statisch erfolgen. - Eine elektrische sowie eine mechanische Notentriegelung ist möglich.
2. Funktionsbeschreibung
Beim Anlegen der Betriebsspannung wird der Verschlußbolzen grundsätzlich zurückgefahren, was der Stellung "Zugang erlaubt" (AUF) entspricht.
Durch eine Betriebsspannungs-Unterbrechertaste könnte so eine einfache elektrische Notentriegelung verwirklicht werden.
Mit dem statischen oder dynamischen Steuersignal "ZU" wird der Verschlußbolzen ausgefahren und in der Endstellung abgeschaltet. Ebenso erfolgt das Zurückfahren des Bolzens mit den entsprechenden Steuersignalen.
Tritt ein unzulässig großer Bolzengegendruck oder eine Verklemmung des Bolzens auf, so erfolgt
- eine mechanische Entkopplung und - die elektrische Ansteuerung wird nach ca. 0,6 Sekunden abgebrochen. Die Bewegungszeit des Verschlußbolzens ist betriebsspannungsabhängig und liegt im Bereich von 200 ms bis 300 ms bei einem Betriebsspannungsbereich von 9,0 V bis 15,0 V DC.
Bewegt sich der Verschlußbolzen elektrisch nicht mehr in die Stellung "AUF", so kann mit einem Hilfswerkzeug (z.B. Schraubendreher) eine mechanische Notentriegelung vorgenommen werden.
Das Sperrelement 019033 ist zusätzlich mit einem Magnetkontakt (Reedkotakt) ausgestattet, der für die verwendet werden kann. Öffnungsüberwachung
3. Montage
3.1. Maßzeichnung

text_image
Alle Maße in mm Gegenstück mit Flansch max. 4mm Einschraubmuffe mit Innensechskant für den Einbau in Holztüren Hinweis: Gegenstück und Stulp sind als Zubehör in verschiedenen Größen lieferbar. (Siehe Auflistung Kapitel 9) 32 18,7 2 14,5 4,5 16 12 14,5 42 26 14,5 8 27,1 10 20 15 18 29 14 140 170 190 Notentriegelung Magnetkontakt (nur 019 033) Beschreibung und Abmessungen siehe 3.4Bohrung für die Einschraubmuffe:
| Material | Bohrloch | Bohrlochtiefe |
| Weichhölzer, Sperrhölzer, Spanplatten | 19,5 bis 20,0 mm | 28mm |
| Harthölzer, MDF-Platten 20 | ,0 bis 20,5 mm |
Diese Werte sind Richtwerte.
Gegebenenfalls ist der optimale Bohrlochdurchmesser experimentell zu ermitteln. Je härter der Werkstoff, desto größer muss der Bohrlochdurchmesser sein.
3.2. Einbaurichtlinien
Das Sperrelement wird in den Türrahmen, das Gegenstück bzw. die Einschraubmuffe in das Türblatt montiert.
ACHTUNG: Um das Sperrelement zu einem späteren Zeitpunkt problemlos wieder ausbauen zu können (z.B. zum Austausch eines defekten Verschlußbolzens), ist auf eine ausreichende Kabelreserve zu achten. Verlegen Sie das Kabel bis zum nächsten Verteiler in einem Leerrohr. Auf keinen Fall eingipsen
Für die mechanische Notentriegelung ist eine Bohrung im Rahmen (6 mm) erforderlich. Diese kann im Bedarfsfall unter Zuhilfenahme der Bohrschablone oder nach der Maßzeichnung 3.1 angebracht werden.
Für Türblätter aus Holz eignet sich die Einschraubmuffe. Diese wird in eine Bohrung gemäß des Kerndurchmessers gedreht. Bei Verwendung des Gegenstückes mit Flansch (z.B. in Metalltüren) ist zu beachten, ob und wie weit der Flansch versenkt werden muss (Abstand, siehe Maßzeichnung 3.1).
ACHTUNG: Der Abstand zwischen Stulp und Gegenstück (bzw. der Einschraubmuffe) sollte so klein wie möglich gehalten werden. Er darf aber keinesfalls mehr als 4mm betragen.
3.3. Einbauhilfe zur Positionierung des Bolzen-Gegenstücks
3.3.1. Allgemeines
Zur exakten Ermittlung der Position des Gegenstücks im Türblatt bieten wir folgende Hilfsmittel an:
-Einbauhilfe,Art.-Nr. 019028 (zur Steuerung des Bolzens)
- Rundkleber, 8 mm, doppelseitig klebend (Die Rundkleber sind dem Sperrelement beigelegt)
3.3.2. Vorbereitung
Nach erfolgtem Einbau des Sperrelements in den Türrahmen verfahren Sie wie folgt:
Schließen Sie das Sperrelement gemäß folgenderAbbildung an.
Zur Spannungsversorgung kann ein Akku oder ein Netzgerät (12V DC) verwendet werden.
Achten Sie beim Anschluss auf die richtige Polarität.
Hinweis: Beim Anlegen der Betriebsspannung fährt der Verschlußbolzen grundsätzlich in die Stellung "AUF".

text_image
Betriebsspannung (z.B. von Akku) Sperrelement { 0V +12 V DC blau rot gelb schwarz - + 9-15 Volt bl rt ge sw AUF ZU Einbauhilfe SperrelementJetzt kann durch Verschieben des Schiebeschalters der Verschlußbolzen in die Stellung "AUF" (Zugang erlaubt) oder "ZU" bewegt werden.
3.3.3. Einbau des Gegenstücks bzw. der Einschraubmuffe
- Bolzen in Stellung "AUF" bringen.
- Rundkleber von der Trägerfolie abziehen, stirnseitig exakt zentrisch auf den Bolzen kleben.
- Deckfolie des Rundklebers abziehen.
- Tür schließen (Schloßfalle muß eingerastet sein).
- Schalter an der Einbauhilfe in Stellung "ZU" schieben.
Der Bolzen versucht jetzt auszufahren, die Endstellung wird jedoch nicht erreicht.
Die im Sperrelement integrierte "Rutschkupplung" verhindert eine Beschädigung (Rattergeräusch). Nach ca. 1 Sekunde wird die Ansteuerung des Motors automatisch unterbrochen. - Schalter an der Einbauhilfe in Stellung "AUF" schieben. Damit wird der Bolzen wieder zurückgefahren.
- Tür öffnen.
- Der Rundkleber haftet jetzt am Türblatt und zeigt die exakte Position des Gegenstücks.
- Mit einem Körner kann jetzt das Zentrum markiert und die Bohrung ausgeführt werden. (Der Bohrdurchmesser muß dem Gegenstück angepaßt sein, siehe 3.1).
- Nach Anbringen der Bohrung kann das Gegenstück eingebaut werden.
- Abschließend mit der Einbauhilfe Funktionstest durchführen.
3.4. Magnetkontakt
Der integrierte Magnetkontakt (Reedkontakt) ermöglicht die Öffnungsüberwachung ohne zusätzlichen Kontakt.
Der Kontakt ist so im Sperrelement angebracht, daß der Rundmagnet lediglich gegenüber in das Türblatt eingesteckt werden muss.
ACHTUNG: Der seitliche Versatz zwischen Kontakt und Magnet darf in alle Richtungen 10mm nicht überschreiten.
Es darf kein Stulp aus magnetisch leitfähigem Metall verwendet werden.
Der Einbau des Sperrelements in magnetisch leitende Metalle beeinträchtigt die Reichweite des Magneten.
Der beim Sperrelement 019033 im Lieferumfang enthaltene Stulp ist magnetisch nicht leitend.

text_image
Alle Maße in mm 10 max. Magnethalter Magnet 11 28 max. Versatz (in alle Richtungen) 10 10 10 3 Magnetkontakt 3 2 Anschlußkabel Sperrelement (8adrig) Magnet-halter mit Magnet Magnetkontakt (4adrig) 10 20 33 10 VdS Der Magnetkontakt entspricht der VdS-Klasse B4. Ansteuerungsmöglichkeiten
Das Sperrelement ist mit einem geschirmten flexiblen Kabel versehen, mit dem sämtliche elektrische Verbindungen hergestellt werden können.
Der Verschlußbolzen wird bei einer entsprechenden Ansteuerung durch den Motor ausbzw. eingefahren.
Die ist auf insgesamt möglich (siehe Abbildung unten). Dabei kann zwischen statischer Ansteuerung (4.1) und dynamischer Ansteuerung (4.2) mit unterschiedlicher Polarität der Steuersignale gewählt werden.
Ansteuerung 6 verschiedene Arten Definition der Eingangssignale:
Definition der Eingangssignale:

4.1. Statische Ansteuerung

text_image
Auf Zu sw 1 ge Nicht benützte Eingänge können offen bleiben Auf Zu ws 2 gn4.2. Dynamische Ansteuerung

flowchart
graph TD
A["Auf"] --> B["gn"]
C["Zu"] --> D["sw"]
E["Auf"] --> F["ge"]
G["Zu"] --> H["ws"]
I["Auf"] --> J["gn"]
K["Zu"] --> L["ws"]
M["Auf"] --> N["ge"]
O["Zu"] --> P["sw"]
Q["3"] --> R["4"]
S["5"] --> T["6"]
U["6"] --> V["6"]
style A fill:#f9f,stroke:#333
style C fill:#f9f,stroke:#333
style E fill:#f9f,stroke:#333
style G fill:#f9f,stroke:#333
style I fill:#f9f,stroke:#333
style M fill:#f9f,stroke:#333
style Q fill:#f9f,stroke:#333
style U fill:#f9f,stroke:#333
style V fill:#f9f,stroke:#333
5. Anschlussplan

text_image
Schirm Sperrelement 1 +U_b rt +12V DC 0V bl 0V Zu sw Auf ge Zu ws Auf gn Ausgänge Offen br 150R Riegelendstellung Zu gr 150R Zu I_max=20mA Ansteuerung M Ausgänge vom Magnetkontakt Kabelquerschnitt vom Magnetkontakt Eingang Ausgang RaAnschluss des Magnetkontaktes in Z-Verdrahtung:
Der Anschluss des Kabels erfolgt durch jeweils zwei gegenüberliegende Leitungen für Ein- und Ausgang.
Für die Funktion ist es ohne Bedeutung, welches Adernpaar als Eingang bzw. Ausgang verwendet wird.
Der Abschlusswiderstand R_A muss hinter dem letzten Kontakt angeschlossen werden.
Der Wert ist abhängig von der verwendeten Zentrale.
Die Ausgänge für die Riegel-Endstellungsmeldung (br und gr) sind "open-collector"- Ausgänge mit einem Serienwiderstand von 150. (High aktiv, I_max=20 mA)
6. Ansteuerung mehrerer Sperrelemente
Kommen mehrere Sperrelemente zum Einsatz, kann die Ansteuerung auf zwei verschiedene Arten erfolgen.
Alle Sperrelemente werden betätigt.
6.1. Parallelschaltung der Steuereingänge gleichzeitig
Hinweis:
Beachten Sie dabei die Die Stromversorgung muß den Strom zur gleichzeitigen Betätigung aller Sperrelemente aufbringen können. Ist dies nicht der Fall, können die Sperrelemente kaskadiert werden (siehe 6.2) Gesamtstromaufnahme.
6.2. Kaskadierung der Sperrelemente
Die Sperrelemente werden nacheinander betätigt.
Dabei wird von der Zentrale nur das erste Sperrelement angesteuert. Die Endstellungsmeldung des ersten Sperrelementes (logisch High) wird zur Ansteuerung des zweiten herangezogen usw. Durch diese Art der Ansteuerung ist immer nur ein Sperrelement in Betrieb.
Bei dieser Betriebsart ist zu beachten:
Erreicht ein Bolzen seine Endstellung nicht, werden alle folgenden Sperrelemente nicht angesteuert.
Sind alle Bolzen ausgefahren, kann eine elektrische Notentriegelung (siehe 7.1) nur dann gewährleistet werden, wenn bei kurzzeitiger Strombelastung die Betriebsspannung nicht unter 8 V absinkt (alle Sperrelemente sind gleichzeitig in Betrieb). Anderenfalls müssen die Sperrelemente mechanisch entriegelt werden (siehe 7.2).

flowchart
graph TD
A["+12 V DC"] --> B["1. Sperrelement"]
C["0V"] --> B
D["AUF"] --> B
E["ZU"] --> B
B --> F["Endstellungs-meldung"]
F --> G["AUF"]
F --> H["ZU"]
G --> I["2. Sperrelement"]
H --> I
I --> J["Endstellungs-meldung"]
J --> K["Ansteuerung durch Endstellungsmeldung vom ersten Sperrement"]
J --> L["ansteuerung von der Zentrale"]
K --> M["zum nächsten Sperrelement"]
7. Notentriegelung
7.1. Elektrische Notentriegelung
Durch eine kurzzeitige Unterbrechung der Betriebsspannung fährt der Verschlußbolzen automatisch in die Stellung "AUF". Dies kann z.B. durch Einschleifen eines Tasters in die Leitung +U_b (rot) erreicht werden.

text_image
NOTAUF-Taster (Öffner) +U_b 0V rt +12 V DC Sperrelement 1 bl 0V7.2. Mechanische Notentriegelung
Auf beiden Seiten des Sperrelements ist die Notauf-Achse zugänglich. Mit einem Schlitzschraubendreher kann damit der Verschlußbolzen in die Stellung "AUF" gebracht werden.
Dabei wird die Achse in der unten angegebenen Drehrichtung so weit gedreht, bis der Bolzenmittels der eingebauten Feder in die Stellung "AUF" springt.
Kann die Federkraft den Bolzen aufgrund einer Verklemmung nicht zurückziehen, dreht man die Notauf-Achse in die selbe Richtung weiter (mit einem etwas höheren Kraftaufwand), bis sich der Bolzen in der Stellung "AUF" befindet.
Hinweis: Die Bohrung kann unter Verwendung der dem Sperrelement beigelegten Bohrschablone oder der Maßzeichnung 3.1 angebracht werden.

text_image
Notentriegelung8. Technische Daten
Betriebsnennspannung U_b 12 V DC
Betriebsspannungsbereich 9 V bis 15 V DC
Stromaufnahme in Ruhe bei U_b=12V DC 4 mA
mittlere Stromaufnahme (max. 0,6 sec.) ca. 130 mA
Strombelastbarkeit der Ausgänge (High aktiv) 20 mA max.
Bolzenverschlußzeit
(betriebsspannungsabhängig) ca. 200 ms bis 300 ms
automatisch standby nach ca. 600 ms
Signaldauer des Ansteuersignals 30 ms
Einbaulage beliebig
Abmessungen BxHxT 18x140x30 mm
(ohne Stulp)
Verschlußbolzen: austauschbar
Material Polycarbonat
Durchmesser 8,0 mm
Weg
Abscherkraft (seitlich)
Stulp (auswechselbar)
glasfaserverstärkt ^(1)
10 mm
1 kN ^(2)
Standardmaß:
20x2x190 mm
Kabelanschluss:
Länge
Durchmesser 5,8 mm Sperrelement
4 m
3,5 mm Magnetkontakt (019033)
Lage
nach hinten oder unten bzw. oben
Magnetkontakt (nur 019 033):
Schaltspannung
Schaltstrom
Auslöse-Reichweite
Max. seitlicher Versatz
Schutzart nach DIN 40 050 / EN 60 529
Sperrelement
IP65 im eingebauten
Zustand
Magnetkontakt
Umweltklasse gemäß
Betriebstemperaturbereich
Lagertemperaturbereich
IP67
VdS III
-25 °C bis +55 °C
-25 °C bis +70 °C
1) Der austauschbare Verschlußbolzen bricht bei seitlicher
Überbelastung ab. Verformungen können nicht auftreten. Eine Schmierung ist nicht erforderlich.
Der Verschlußbolzen ist unter derArt.-№ 019030.10 erhältlich.
2) Der angegebene Wert für die Abscherkraft von 1 kN bezieht sich auf einen Abstand zwischen Stulp und Gegenstück von max. 4mm.
9. Gewährleistung
Wir leisten Gewähr im Rahmen der gesetzlichen Bestimmungen. Bitte schicken Sie das Gerät portofrei mit einer Fehlerbeschreibung an unsere zentrale Kundendienststelle:
ALBRECHT JUNG GMBH & CO. KG
Service-Center
Kupferstr. 17-19
D-44532 Lünen
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