BUDERUS Logamatic SC20 - Thermostat

Logamatic SC20 - Thermostat BUDERUS - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG Logamatic SC20 BUDERUS

Installations- und Bedienungsanleitung

Solarregler

BUDERUS Logamatic SC20 - Installations- und Bedienungsanleitung - 1

Für den Fachmann/ Bediener

Vor Installation oder Bedienung sorgfältig lesen.

Inhaltsverzeichnis

1 Sicherheitshinweise und Symbolerklärung 3

1.1 Allgemeine Sicherheitshinweise 3

1.2

Symbolerklärung

2 Angaben zum Produkt 5

2.1

EG-Konformitätserklärung

2.2 Lieferumfang 5

2.3

Produktbeschreibung

2.4 Technische Daten 7

3 Vorschriften 8

4 Installation (Nur für den Fachmann) 9

4.2 Elektrischer Anschluss 10

4.2.1 Kabeldurchführung vorbereiten 10

4.2.2 Leitungen anschließen 11

5 Bedienung 12

5.1 Elemente der Solarstation 12

5.2 Elemente des Reglers 13

5.3 Betriebsarten

5.4 Temperaturwerte anzeigen 14

5.5 Serviceebene (Nur für den Fachmann) 14

6 Inbetriebnahme (Nur für den Fachmann) 17

7 Störungen 18

7.1 Störungen mit Display-Anzeige 18

7.2 Störungen ohne Display-Anzeige 19

8 Hinweise für den Bediener 21

8.1 Warum ist eine regelmäßige Wartung wichtig? 21

8.2 Wichtige Hinweise zur Solarflüssigkeit 21

8.3 Solaranlage kontrollieren 21

8.4 Betriebsdruck kontrollieren, ggf. neu einstellen lassen 22

8.5 Kollektoren reinigen 22

9 Protokoll für den Bediener 23

Buderus

1 Sicherheitshinweise und Symbolerklärung

1.1 Allgemeine Sicherheitshinweise

Zu dieser Anleitung

Die vorliegende Anleitung enthält wichtige Informationen für die sichere und fachgerechte Montage und Bedienung des Solarreglers.

Diese Anleitung richtet sich sowohl an den Bediener als auch an den Fachmann. Kapitel, deren Inhalt nur an den Fachmann gerichtet ist, sind durch den Zusatz „Nur für den Fachmann“ gekennzeichnet.

  • Diese Anleitung sorgfältig durchlesen und aufbewahren.
  • Sicherheitshinweise beachten, um Personen- und Sachschäden zu vermeiden.

Bestimmungsgemäßer Gebrauch

Der Temperaturdifferenzregler (im Folgenden mit Regler bezeichnet) darf nur für den Betrieb von solarthermischen Anlagen innerhalb der zulässigen Umgebungsbedingungen verwendet werden ( Kapitel 2.4).

Der Regler darf nicht im Freien, in feuchten Räumen oder in Räumen, in denen leicht entzündliche Gasgemische entstehen können, verwendet werden.

- Solaranlage nur bestimmungsgemäß und in einwandfreiem Zustand betreiben.

Elektroanschluss

Alle Arbeiten, die ein Öffnen des Reglers erfordern, dürfen nur von Elektrofachkräften ausgeführt werden.

  • Elektroanschluss von einer Elektrofachkraft ausführen lassen.
  • Darauf achten, dass eine Trennvorrichtung nach EN 60335-1 zur allpoligen Abschaltung vom Stromnetz vorhanden ist.
    ●Regler vor dem Öffnen allpolig stromlos schalten.

Warmwassertemperatur

- Um die Zapftemperatur auf max. 60 °C zu begrenzen: Warmwassermischer einbauen.

Normen und Richtlinien

- Landesspezifische Normen und Richtlinien für die Montage und den Betrieb des Gerätes die beachten!

Entsorgung

●Verpackung umweltgerecht entsorgen.
- Bei Austausch einer Komponente: Altteil umweltgerecht entsorgen.

1.2 Symbolerklärung

BUDERUS Logamatic SC20 - Symbolerklärung - 1

Warnhinweise im Text werden mit einem Warndreieck gekennzeichnet und grau hinterlegt.

Signalwörter kennzeichnen die Schwere der Gefahr die auftritt, wenn die Maßnahmen zur Schadensverminderung nicht befolgt werden.

  • Vorsicht bedeutet, dass leichte Sachschäden auftreten können.
  • Warnung bedeutet, dass leichte Personenschäden oder schwere Sachschäden auftreten können.
  • Gefahr bedeutet, dass schwere Personenschäden auftreten können. In besonders schweren Fällen besteht Lebensgefahr.

BUDERUS Logamatic SC20 - Symbolerklärung - 2

Hinweise im Text werden mit nebenstehendem Symbol gekennzeichnet. Sie werden durch horizontale Linien ober- und unterhalb des Textes begrenzt.

Hinweise enthalten wichtige Informationen in solchen Fällen, in denen keine Gefahren für Mensch oder Gerät drohen.

2 Angaben zum Produkt

2.1 EG-Konformitätserklärung

Dieses Produkt entspricht in seiner Konstruktion und in seinem Betriebsverhalten den zutreffenden europäischen Richtlinien sowie ggf. ergänzenden nationalen Anforderungen. Die Konformität wurde nachgewiesen. Die Konformitätserklärung steht Ihnen im Internet unter www.heiztechnik.buderus.de zur Verfügung oder kann alternativ bei der zuständigen Niederlassung angefordert werden.

BUDERUS Logamatic SC20 - EG-Konformitätserklärung - 1

2.2 Lieferumfang

  • R e g l e r S C 2 0
  • Kollektortemperaturfühler NTC 20K (FSK - Collector)
  • Speichertemperaturfühler NTC 10K
  • Anschlussleitung mit Schukostecker (wenn der Regler in die Solarstation eingebaut ist)
  • Befestigungsmaterial und Zugentlastungsschellen (bei Wandmontage)

Wenn der Regler in eine Solarstation integriert ist, sind die Leitungen teilweise vormontiert.

BUDERUS Logamatic SC20 - Lieferumfang - 1

Bild 1 Regler SC20 mit Temperaturfüh- lern

2.3 Produktbeschreibung

Der Regler ist für den Betrieb einer Solaranlage ausgelegt. Er kann an einer Wand montiert werden oder ist in einer Solarstation integriert.

Das Display des Reglers ist im Normalbetrieb bis 5 Minuten nach der letzten Tasten-/Knopfbetätigung grün/gelb hinterleuchtet (Aktivierung z. B. durch Drücken des Drehknopfes ).

Das Display zeigt:

  • Pumpenstatus (als einfaches Anlagenschema)
  • Anlagenwerte (z. B. Temperaturen)
  • gewählte Funktionen

- Störungsmeldungen Bild 2 Mögliche Display-Anzeigen

BUDERUS Logamatic SC20 - Produktbeschreibung - 1

text_image min / max T1 ΔT on max DMF i reset T3 max T2 8000 °C % h

Anlagenschema Solaranlage

BUDERUS Logamatic SC20 - Anlagenschema Solaranlage - 1

text_image ① ② ③ ④ 7747006071.01-1.SD

Bild 3 Anlagenschema

1 Kollektorfeld
2 Solarstation
3 Solarspeicher
4 Regler SC20

Hauptbestandteile der Solaranlage
Kollektorfeld – besteht aus Flachkollektoren oder Vakuumröhrenkollektoren
Solarstation – besteht aus Pumpe sowie Sicherheits- und Absperrarmaturen für den Solarkreis
Solarspeicher – dient zur Speicherung der gewonnenen Solarenergie– Unterschieden werden:– Trinkwasserspeicher– Pufferspeicher (zur Heizungsuntzerstützung)– Kombispeicher (für Heizungsunterstützung und Trinkwasser)
Regler SC20 – inkl. zwei Temperaturfühlern

Funktionsprinzip

Wenn die eingestellte Temperaturdifferenz zwischen Kollektorfeld ( Bild 3, Pos. 1) und Solar-speicher ( Bild 3, Pos. 3) überschritten wird, wird die Pumpe in der Solarstation eingeschaltet.

Die Pumpe transportiert das Wärmeträgermedium (Solarflüssigkeit) im Kreislauf durch das Kollektorfeld zum Verbraucher. In der Regel ist dies ein Solarspeicher. Im Solarspeicher befindet sich ein Wärmeübertrager, der die solar gewonnene Wärme vom Wärmeträgermedium auf das Trink- oder Heizwasser überträgt.

Buderus

2.4 Technische Daten

Regler SC20
Eigenverbrauch 1 W
Schutzart IP20 / DIN 40050
Anschlussspannung 230 V AC, 50 Hz
Betriebsstrom Imax: 1,1 A
max. Stromaufnahme am Pumpenausgang1,1 A (Nur 1 Pumpe anschließen!)
Messbereich - 30 °C bis + 180 °C
Zulässige Umgebungstemperatur 0 bis + 50 °C
Kollektortemperaturfühler NTC 20K mit 2,5 m langem Kabel
Speichertemperaturfühler NTC 10K mit 3 m langem Kabel
Abmessungen H x B x T 170 x 190 x 53 mm

Tab. 1 Technische Daten

Temperaturfühler T1 NTC 20K (Kollektor) Temperaturfühler T2/T3 NTC 10K (Speicher)
T (°C)R (kΩ)T (°C)R (kΩ)T (°C)R (kΩ)T (°C)R (kΩ)
-20198,4604,943602,490
-10112,4703,478701,753
066,05802,492032,560801,256
1040,03901,8161019,860900,915
2025,031001,3442012,4871000,677
3016,091101,009308,0601100,509
4010,611200,767405,3311200,387
507,1161300,591503,6061250,339

Tab. 2 Widerstandswerte der Temperaturfühler

BUDERUS Logamatic SC20 - Buderus - 1

Zur Messung der Widerstandswerte müssen die Temperaturfühler vom Regler abgeklemmt werden.

3 Vorschriften

Dieses Gerät entspricht den einschlägigen EN-Vorschriften.

●Folgende Richtlinien und Vorschriften einhalten:

  • Örtliche Bestimmungen und Vorschriften des zuständigen Elektrizitätsversorgungsunternehmens (EVU).
  • Gewerbliche und feuerpolizeiliche Bestimmungen und Vorschriften.

4 Installation (Nur für den Fachmann)

Der Regler wird mit drei Schrauben an der Wand befestigt.

BUDERUS Logamatic SC20 - Installation (Nur für den Fachmann) - 1

Vorsicht: Verletzungsgefahr und Beschädigung des Gehäuses durch unsachgemäße Montage.

●Gehäuserückwand nicht als Bohrschablone verwenden.

  • Oberes Befestigungsloch (→ Bild 4, Pos. 1) bohren und beiliegende Schraube bis auf 5 mm eindrehen.
    ●Schraube unten am Regler lösen und Deckel abziehen.
    ●Regler an Gehäuseaussparung aufhängen.
  • Untere Befestigungslöcher (→ Bild 4, Pos. 2) anzeichnen, Löcher bohren und Dübel einsetzen.
  • Regler ausrichten und an den unteren Befestigungslöchern links und rechts festschrauben.

BUDERUS Logamatic SC20 - Installation (Nur für den Fachmann) - 2

text_image 5 mm 6 mm 120 mm 166 mm 7747006071-05.1 SD

Bild 4 Wandmontage des Reglers

1 oberes Befestigungsloch
2 untere Befestigungslöcher

4.2 Elektrischer Anschluss

BUDERUS Logamatic SC20 - Elektrischer Anschluss - 1

Gefahr: Lebensgefahr durch elektrischen Strom.

●Vor Öffnen des Gerätes die Spannungsversorgung (230 V AC) unterbrechen.
●Kabel mit Zugentlastung sichern.

4.2.1 Kabeldurchführung vorbereiten

Die Kabel können je nach Montagesituation von hinten (→ Bild 5, Pos. 4) oder von unten (→ Bild 5, Pos. 3) ins Gehäuse geführt werden.

●Schutzart IP 20 bei der Installation einhalten:

– Nur notwendige Kabeldurchführungen heraustrennen.
- Kabeldurchführung nur so groß wie erforderlich heraustrennen.

  • Kabeldurchführung (→ Bild 5) mit Messer heraustrennen, damit keine scharfen Kanten bleiben.
  • Kabel mit der entsprechenden Zugentlastung (→ Bild 5, Pos. 2) sichern. Die Zugentlastung kann auch gedreht montiert werden (→ Bild 5, Pos.1).

BUDERUS Logamatic SC20 - Kabeldurchführung vorbereiten - 1

text_image 7747006071-02.1 SD

Bild 5 Durchführung und Befestigung der Kabel

1 Zugentlastung gedreht
2 Zugentlastung
3 Kabeldurchführung von unten
4 Kabeldurchführung von hinten

Buderus

4.2.2 Leitungen anschließen

Für den Anschluss der Leitungen müssen Sie folgendes beachten:

  • Örtliche Vorschriften wie Schutzleiterprüfung usw. einhalten.
    – Nur Zubehör vom Hersteller verwenden. Andere Fabrikate auf Anfrage.
    – Den Regler gegen Überlastung und Kurzschluss sichern.
    – Die Energieversorgung muss mit den Werten auf dem Typenschild übereinstimmen.
  • An jeder Klemme max. 1 Leitung anschließen (max. 1,5 mm ^2 ).

- Bei den Temperaturfühlern ist die Polarität der Adern beliebig. Die Fühlerleitungen können bis zu 100 m verlängert werden (bis 50 m Länge = 0,75 mm ^2 , bis 100 m = 1,5 mm ^2 ).

- Alle Fühlerleitungen von 230 V oder 400 V führenden Leitungen getrennt verlegen, um induktive Beeinflussungen zu vermeiden (mindestens 100 mm).

– Geschirmte Niederspannungskabel verwenden, wenn induktive äußere Einflüsse zu erwarten sind (z. B. durch Trafostationen, Starkstromkabel, Mikrowellen).

- Für den 230 V Anschluss mindestens Kabel der Bauart H05 VV-... (NYM...) verwenden.

- Feuersicherheitstechnische, bauliche Maßnahmen dürfen nicht beeinträchtigt werden.

- Leitungen gemäß Anschlussplan (→ Bild 6) anschließen.

●Schnellanschlussklemme mit Schraubendreher betätigen.

●Nach Abschluss der Arbeiten: Regler mit Deckel und Schraube verschließen.

BUDERUS Logamatic SC20 - Leitungen anschließen - 1

text_image ① F1 230V AC S1 S2 S3 T1 T2 T3 ⑤ ④ 7747006071-03.1 SD ② ③

Bild 6 Anschlussplan

1 Sicherung 1,6 AT
2 Temperaturfühler T3 für Temperaturanzeige Speicher mitte/oben (Zubehör)
3 Temperaturfühler T2 für Temperaturanzeige und Regelwert Speicher unten
4 Temperaturfühler T1 für Temperaturanzeige und Regelwert Kollektor
5 Pumpe (max. 1,1 A)

5 Bedienung

Hinweise für den Bediener

Die Solaranlage wird bei der Inbetriebnahme von Ihrem Fachmann eingestellt und läuft vollautomatisch.

  • Solaranlage auch bei längerer Abwesenheit (z. B. Urlaub) nicht abschalten.
    Wenn nach Vorgaben des Herstellers installiert wurde, ist die Solaranlage eigensicher.
  • Keine Veränderungen an den Reglereinstellungen vornehmen.
  • Nach einem Stromausfall oder längerer Abwesenheit den Betriebsdruck am Manometer der Solaranlage (→ Kap. 8.4, Seite 22) kontrollieren.

Hinweise für den Fachmann

●Dem Bediener sämtliche Dokumente übergeben.
●Dem Bediener die Wirkungsweise und Bedienung des Gerätes erklären.

5.1 Elemente der Solarstation

Die Hauptbestandteile der Solarstation sind:

  • Thermometer (→ Bild 7, Pos. 1 und 3): Die eingebauten Thermometer zeigen die Temperaturen des solaren Rücklaufs (blau) und Vorlaufs (rot) an.
  • Manometer (→ Bild 7, Pos. 2): Das Manometer zeigt den Betriebsdruck an.

BUDERUS Logamatic SC20 - Elemente der Solarstation - 1

text_image ① ② ③ 7747004985.09-1.SD

Bild 7 Solarstation

1 Temperaturanzeige solarer Rücklauf
2 Manometer
3 Temperaturanzeige solarer Vorlauf

Buderus

5.2 Elemente des Reglers

BUDERUS Logamatic SC20 - Elemente des Reglers - 1

text_image 1 2 3 4 85° min/max T1 max T3 T2 7 5 6 85°C 7747006071-04.1 SD

Bild 8 Regler und Display

1 Display
2 Drehknopf
3 Zurück-Taste
4 OK-Taste
5 Symbol für Temperatursensor
6 Anzeige für Temperaturwerte, Betriebsstunden usw.
7 Anzeige für „Speichermaximaltemperatur erreicht“
8 Animierter Solarkreislauf

9 Anzeige für „Kollektorminimaltemperatur oder -maximaltemperatur erreicht“

5.3 Betriebsarten

Automatikbetrieb

Wenn die Einschalttemperaturdifferenz zwischen den beiden angeschlossenen Temperaturfühlern überschritten wird, läuft die angeschlossene Pumpe. Im Display wird der Transport der Solarflüssigkeit animiert dargestellt (→ Bild 8, Pos. 8).

Sobald die Ausschalttemperaturdifferenz ( 12 der Einschalttemperaturdifferenz) erreicht ist, wird die Pumpe ausgeschaltet.

Zum Schutz der Pumpe wird diese ca. 24 Stunden nach ihrem letzten Lauf automatisch für etwa 3 Sekunden aktiviert (Pumpenkick).

Funktionstest, Handbetrieb

Diese Betriebsart ist nur in der Serviceebene für Fachleute zugänglich.

5.4 Temperaturwerte anzeigen

Im Automatikbetrieb können mit dem Drehknopf verschiedene Anlagenwerte (Temperaturwerte, Betriebsstunden, Pumpendrehzahl) aufgerufen werden.

Temperaturwerte werden über Positionsnummern im Piktogramm zugeordnet.

5.5 Serviceebene (Nur für den Fachmann)

In der Serviceebene des Reglers wird die Regelung an die Gegebenheiten der Solaranlage angepasst.

  • Um zur Serviceebene zu wechseln: Taste und Taste gleichzeitig drücken.
  • Mit dem Drehknopf die gewünschte Einstellung oder Funktion auswählen.
  • Um die Einstellung zu ändern: Taste gedrückt halten und den Wert mit dem Drehknopf verändern.
  • Um die Einstellung zu speichern: Taste loslassen.
  • Um die Serviceebene zu verlassen: Taste drücken.

Wenn länger als 60 Sekunden keine Eingabe erfolgt, verlässt der Regler die Serviceebene.

Anzeige FunktionEinstellbereich [voreingestellt]eingestellt
T onEinschalttemperaturdifferenzWenn die eingestellte Einschalttemperaturdifferenz ( T ) zwischen Speicher und Kollektorfeld erreicht ist, läuft die Pumpe an.Wenn der eingestellte Wert um die Hälfte unterschritten wird, schaltet die Pumpe ab.7-20 K[10 K]
maxSpeichermaximaltemperaturWenn die Temperatur am Speichertemperaturfühler die Speichermaximaltemperatur erreicht, wird die Pumpe ausgeschaltet. Im Display blinkt „max“ und die Temperatur des Speichertemperaturfühlers wird angezeigt.20-90 °C[60 °C]
BUDERUS Logamatic SC20 - Serviceebene (Nur für den Fachmann) - 1DrehzahlregelungDiese Funktion erhöht die Effizienz der Solaranlage. Hierbei wird versucht, die Temperaturdifferenz zwischen den Temperaturfüh- lern T1 und T2 auf den Wert der Einschalttemperaturdifferenz zu regeln.Wir empfehlen, diese Einstellung aktiviert zu lassen.on/off[on]

Tab. 3 Funktionen in der Serviceebene

Buderus

Anzeige FunktionEinstellbereich [voreingestellt]eingestellt
BUDERUS Logamatic SC20 - Buderus - 1Mindestdrehzahl bei DrehzahlregelungDiese Funktion legt die Mindestdrehzahl der Pumpe fest, sie ermöglicht die Anpassung der Drehzahlregelung an die individuelle Auslegung der Solaranlage.30-100 % [50 %]
min / maxKollektormaximaltemperatur und -minimaltemperaturBei Überschreiten der Kollektormaximaltemperatur wird diePumpe abgeschaltet.Bei Unterschreiten der Kollektorminimaltemperatur (20 °C) läuftdie Pumpe auch dann nicht an, wenn die übrigen Einschaltbedingungen gegeben sind.100-140 °C [120 °C]
BUDERUS Logamatic SC20 - Buderus - 2RöhrenkollektorfunktionUm warme Solarflüssigkeit zum Sensor zu pumpen, wird ab einerKollektortemperatur von 20°C alle 15 Minuten die Pumpe für 5Sekunden aktiviert.on/off [off]
BUDERUS Logamatic SC20 - Buderus - 3Südeuropa-FunktionDiese Funktion ist ausschließlich für Länder gedacht, in denen es auf Grund der hohen Temperaturen in der Regel nicht zu Frost-schäden kommen kann. Wenn die Kollektortemperatur bei aktivierter Südeuropa-Funktion unter +5 °C sinkt, wird die Pumpe eingeschaltet. Dadurch wird warmes Speicherwasser durch den Kollektor gepumpt. Wenn die Kollektortemperatur +7 °C erreicht, wird die Pumpe abgeschaltet.Achtung! Die Südeuropa-Funktion bietet keine absolute Sicherheit vor Frostschutz. Ggf. die Anlage mit Solarflüssigkeit betreiben!on/off [off]
DMFDouble-Match-Flow (nur mit Temperaturfühler T3)Für diese Funktion darf die Drehzahlregelung nicht deaktiviert worden sein!Diese Funktion dient zur schnellen Beladung des Speicherkopfes auf 45°C, um ein Nachheizen des Trinkwassers durch den Kessel zu vermeiden. Je nach Temperatur am Temperaturfühler T3 wird versucht, die Temperaturdifferenz zwischen den Temperaturfüh- lern T1 und T2 auf 15 K oder 30 K zu regeln.on/off [off]
[SWZ4]BUDERUS Logamatic SC20 - Buderus - 4InfoDiese Funktion zeigt die Software-Version an.Handbetrieb „on“Handbetrieb „on“ steuert die Pumpe für max. 12 Stunden an. Im Display erscheinen abwechselnd die Anzeigen „on“ und der angewählte Wert. Im Display wird der Transport der Solarflüssigkeit animiert dargestellt (→ Bild 8, Pos. 8). Sicherheitseinrichtungen wie z. B. Kollektormaximaltemperatur bleiben aktiviert.Nach maximal 12 Stunden wechselt der Regler in den Automatikbetrieb.Handbetrieb „off“Die Pumpe wird deaktiviert und die Solarflüssigkeit steht. Im Display erscheinen wechselweise die Anzeigen „off“ und der angewählte Wert.Handbetrieb „Auto“Wenn die Einschalttemperaturdifferenz zwischen den beiden angeschlossenen Temperaturfühlern überschritten wird, läuft die angeschlossene Pumpe. Im Display wird der Transport der Solarflüssigkeit animiert dargestellt (→ Bild 8, Pos. 8).Sobald die Ausschalttemperaturdifferenz ( 12 der Einschalttemperaturdifferenz) erreicht ist, wird die Pumpe ausgeschaltet.on/off/Auto [off]
resetGrundeinstellungenAlle Funktionen und Parameter werden auf Grundeinstellung zurückgesetzt (außer Betriebsstunden). Nach dem Reset müssen alle Parameter überprüft und ggf. neu eingestellt werden.

Tab. 3 Funktionen in der Serviceebene

Tab. 3 Funktionen in der Serviceebene

BUDERUS Logamatic SC20 - Buderus - 5

Warnung: Verbrühungsgefahr durch Warmwassertemperaturen über 60 °C!

- Um die Zapftemperaturen auf max. 60 °C zu begrenzen: Warmwassermischer einbauen.

6 Inbetriebnahme (Nur für den Fachmann)

BUDERUS Logamatic SC20 - Inbetriebnahme (Nur für den Fachmann) - 1

Warnung: Pumpenschaden durch Trockenlauf.

- Sicherstellen, dass Solarkreis mit Solarflüssigkeit gefüllt ist (→ Montage- und Wartungsanleitung der Solarstation).

  • Bei Inbetriebnahme der Solaranlage die technischen Dokumente der Solarstation, der Kollektoren und des Solarspeichers beachten.
  • Solaranlage nur in Betrieb nehmen, wenn alle Pumpen und Ventile ordnungsgemäß funktionieren!

BUDERUS Logamatic SC20 - Inbetriebnahme (Nur für den Fachmann) - 2

Warnung: Anlagenschaden bei Inbetriebnahme durch gefrorenes Wasser oder durch Verdampfungen im Solarkreis.

  • Kollektoren während der Inbetriebnahme vor Sonneneinstrahlung schützen.
    ●Solaranlage nicht bei Frost in Betrieb nehmen.

Im Zusammenhang mit der Solarstation folgende Arbeitsschritte beachten:

●Luftfreiheit der Anlage prüfen.
●Durchflussmenge kontrollieren und einstellen.
- Einstellungen des Reglers in das Inbetriebnahme- und Wartungsprotokoll eintragen (→ Montage- und Wartungsanleitung der Solarstation).

BUDERUS Logamatic SC20 - Inbetriebnahme (Nur für den Fachmann) - 3

Warnung: Anlagenschaden durch falsch eingestellte Betriebsart.

Um ein unerwünschtes Anlaufen der Pumpe nach Anlegen der Stromversorgung zu vermeiden, ist am Regler werksseitig Handbetrieb „off“ eingestellt.

- Regler für Normalbetrieb auf „Auto“ stellen (→ Kapitel 5.5, Seite 14).

7 Störungen

7.1 Störungen mit Display-Anzeige

Bei Störungen blinkt das Display rot. Zusätzlich stellt das Display die Art der Störung durch Symbole dar.

- Für den Bediener: Beim Auftreten einer Störung einen Fachbetrieb verständigen.

AnzeigeArt der Störung
Auswirkung Mögliche Ursachen Abhilfe
—, ——Fühlerbruch (Kollektor- oder Speichertemperaturfühler)
Pumpe wird abgeschaltetTemperaturfühler nicht oder nicht korrekt angeschlossen.Temperaturfühler oder Fühlerleitung defekt.Fühleranschluss prüfen.Temperaturfühler auf Bruchstellen oder falsche Einbau-position prüfen.Temperaturfühler austauschen. Fühlerleitung prüfen.
—, ——Kurzschluss Kollektortemperaturfühler
Pumpe wird abgeschaltet.Temperaturfühler oder Fühlerleitung defekt.Temperaturfühler austauschen. Fühlerleitung prüfen.
sysTemperaturdifferenz zwischen den Temperaturfühlern T1 und T2 ist zu groß
Kein Volumenstrom. Luft in der Anlage.Pumpe blockiert.Ventile oder Absperrungen geschlossen.Verstopfte Leitung.Anlage entlüften.Pumpe überprüfen.Ventile und Absperrungen überprüfen.Leitung überprüfen.
ErrKollektoranschlüsse vertauscht
Möglicherweise Kollektoranschlüsse (Rücklauf, Vorlauf) vertauscht.Vor- und Rücklaufrohr prüfen.

Tab. 4 Mögliche Störungen mit Display-Anzeige

Fühlerstörungen werden nach Behebung der Ursache nicht mehr angezeigt.

- Bei anderen Störungen: Taste OK drücken, um die Störungsanzeige auszuschalten.

7.2 Störungen ohne Display-Anzeige

Art der Störung
Auswirkung Mögliche Ursachen Abhilfe
Anzeige erloschen. Pumpe läuft nicht, obwohl Einschaltbedingungen gegeben sind.
Der Solarspeicher wird nicht solarseitig beladen.Keine Stromzufuhr, Sicherung oder Stromzuleitung defekt.Sicherung prüfen, ggf. austauschen. Elektrische Anlage durch Elektro-fachmann prüfen lassen.
Pumpe läuft nicht, obwohl Einschaltbedingungen gegeben sind.
Der Solarspeicher wird nicht solarseitig beladen.Pumpe über „Handbetrieb“ aus-geschaltet.Speichertemperatur „T2“ liegt in der Nähe oder über der eingestell-ten Speichermaximaltemperatur.Kollektortemperatur „T1“ liegt in der Nähe oder über der eingestell-ten Kollektormaximaltemperatur.Über die Funktion „Handbetrieb“ auf Automatik schalten.Wenn die Temperatur 3 K unter die Speichermaximaltemperatur sinkt, schaltet die Pumpe ein.Wenn die Temperatur 5 K unter die Kollektormaximaltemperatur sinkt, schaltet die Pumpe ein.
Pumpe läuft nicht, obwohl die Kreislaufanimation im Display angezeigt wird.
Der Solarspeicher wird nicht solarseitig beladen.Leitung zu Pumpe unterbrochen oder nicht angeschlossen.Pumpe defekt.Leitung prüfen.Pumpe prüfen, ggf. austauschen.
Kreislaufanimation im Display läuft, Pumpe „brummt“.
Der Solarspeicher wird nicht solarseitig beladen.Die Pumpe sitzt durch mechanische Blockierung fest.Schlitzschraube am Pumpenkopf herausdrehen und Pumpenwelle mit Schraubendreher lösen. Nicht gegen die Pumpenwelle schlagen!
Temperaturfühler zeigt falschen Wert an.
Pumpe wird zu früh/zu spät aktiviert/deaktiviert.Temperaturfühler nicht korrekt montiert. Falscher Temperaturfühler montiert.Fühlerposition, -montage und -art prüfen, ggf. wärmedämmen.
Zu heißes Trinkwasser.
Verbrühungsgefahr Speichertetemperaturbegrenzung und Warmwassermischer zu hoch eingestellt.Speichertemperaturbegrenzung und Warmwassermischer niedriger ein-stellen.
Zu kaltes Trinkwasser (oder zu geringe warme Trinkwassermenge).
Warmwassertemperaturregler am Heizgerät, am Heizungsregler oder am Warmwassermischer ist zu niedrig eingestellt.Temperatureinstellung nach zugehöriger Bedienungsanleitung einstellen (max. 60 °C).
Temperaturfühler T3 wird nicht als Symbol und Wert angezeigt (DMF eingeschaltet).
Solaranlage kann nicht mit DMF-Funktion betrieben werden.Temperaturfühler nicht oder nicht korrekt angeschlossen.Temperaturfühler oder Fühlerleitung defekt.Fühleranschluss prüfen.Temperaturfühler auf Bruchstellen oder falsche Einbauposition prüfen.Temperaturfühler austauschen.Fühlerleitung prüfen.

Tab. 5 Mögliche Störungen ohne Display-Anzeige

Tab. 5 Mögliche Störungen ohne Display-Anzeige

8 Hinweise für den Bediener

8.1 Warum ist eine regelmäßige Wartung wichtig?

Ihre Solaranlage zur Trinkwassererwärmung oder Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung ist nahezu wartungsfrei.

Dennoch empfehlen wir Ihnen, alle 2 Jahre eine Wartung von Ihrem Fachbetrieb durchführen zu lassen. So können ein einwandfreier und effizienter Betrieb sichergestellt und mögliche Schäden frühzeitig erkannt und beseitigt werden.

8.2 Wichtige Hinweise zur Solarflüssigkeit

BUDERUS Logamatic SC20 - Wichtige Hinweise zur Solarflüssigkeit - 1

Warnung: Verletzungsgefahr durch Kontakt mit Solarflüssigkeit (Wasser-Propylen-glykol-Gemisch).

  • Wenn Solarflüssigkeit in die Augen gelangt: Augen bei gespreizten Lidern unter fließendem Wasser gründlich ausspülen.
    ●Solarflüssigkeit für Kinder unzugänglich lagern.

Die Solarflüssigkeit ist biologisch abbaubar.

Der Fachmann wurde bei der Inbetriebnahme der Solaranlage angewiesen, mit der Solarflüssigkeit einen Mindestfrostschutz von -25 ^ zu gewährleisten.

8.3 Solaranlage kontrollieren

Sie können zur einwandfreien Funktion Ihrer Solaranlage beitragen, indem Sie:

– die Temperaturdifferenz zwischen Vor- und Rücklauf sowie die Kollektor- und die Speicher temperatur zweimal jährlich kontrollieren,
– bei Solarstationen den Betriebsdruck kontrollieren,
– die Wärmemenge (wenn ein Wärmemengenzähler installiert ist) und/oder Betriebsstunden kontrollieren.

BUDERUS Logamatic SC20 - Solaranlage kontrollieren - 1

Tragen Sie die Werte in das Protokoll auf Seite 23 ein (auch als Kopiervorlage). Das ausgefüllte Protokoll kann dem Fachmann helfen, die Solaranlage zu kontrollieren und zu warten.

8.4 Betriebsdruck kontrollieren, ggf. neu einstellen lassen

BUDERUS Logamatic SC20 - Betriebsdruck kontrollieren, ggf. neu einstellen lassen - 1

Druckschwankungen innerhalb des Solarkreislaufs aufgrund von Temperaturänderungen sind üblich und führen nicht zu Störungen der Solaranlage.

- Betriebsdruck am Manometer (→ Bild 7) im kalten Anlagenzustand (ca. 20 °C) prüfen.

Bei Druckabfall

Ein Druckabfall kann folgende Ursachen haben:

- Es liegt eine Leckage im Solarkreislauf vor.

- Ein automatischer Entlüfter hat Luft oder Dampf ausgeblasen.

Wenn der Druck der Solaranlage abgefallen ist:

- Prüfen, ob sich Solarflüssigkeit im Auffangbehälter unterhalb der Solarstation angesammelt hat.

- Einen Fachbetrieb beauftragen, wenn der Betriebsdruck 0,5 bar unter den im Inbetriebnahmeprotokoll eingetragenen Wert abgefallen ist (→ Montage- und Wartungsanleitung der Solarstation).

8.5 Kollektoren reinigen

BUDERUS Logamatic SC20 - Kollektoren reinigen - 1

Gefahr: Lebensgefahr durch Sturz vom Dach!

- Inspektions-, Wartungs- oder Reinigungsarbeiten auf dem Dach nur von einem Fachbetrieb ausführen lassen.

Aufgrund des Selbstreinigungseffekts bei Regen müssen die Kollektoren in der Regel nicht gereinigt werden.

9 Protokoll für den Bediener

Anlagenbetreiber: Datum Inbetriebnahme:
Kollektoranzahl: Kollektortyp:
Speichertyp: Dachneigung:
Himmelsrichtung: Solarstation:
DatumThermometer an SolarstationTemperaturanzeige am ReglerManometer an SolarstationBetriebsstunden und/oder Wär-memenge in kWhWetterlage 1=wolkenlos 2=heiter 3=bewölkt 4=bedec
Solarer Vorlauf (rot) in °CSolarer Rücklauf (blau) in °CKollektor (°C)Speicher unten (°C)Anlagendruck in bar

Tab. 6 Protokollvorlage für Solaranlagenwerte

Buderus

BUDERUS Logamatic SC20 - Kollektoren reinigen - 2

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Deutschland

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Produktinformationen

Marke : BUDERUS

Modell : Logamatic SC20

Kategorie : Thermostat