Mirka AIROS 350S - Elektroschrank

AIROS 350S - Elektroschrank Mirka - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Laden Sie die Anleitung für Ihr Elektroschrank kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch AIROS 350S - Mirka und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. AIROS 350S von der Marke Mirka.

BEDIENUNGSANLEITUNG AIROS 350S Mirka

Konformitätserklärung

Mirka Ltd 66850 Jeppo, Finnland

erklärt in alleiniger Verantwortung, dass die Mirka® Produkte (siehe Tabelle „Technische Daten“ für spezielle Modelle), auf die sich diese Erklärung bezieht, mit den folgenden Normen oder den normativen Dokumenten übereinstimmen: EN 61439-1:2011, EN 61439-2:2011, EN 61800-3:2004+A1:2012, EN IEC 63000:2018 gemäß den Bestimmungen der Richtlinien 2014/35/EU, 2014/30/EU, 2011/65/EU.

Produkte: Mirka ^® Motorantrieb

Jeppo 19.02.2025

Ort und Datum der Ausstellung

Mirka AIROS 350S - Mirka Ltd 66850 Jeppo, Finnland - 1

Mirka AIROS 350S - Mirka Ltd 66850 Jeppo, Finnland - 2

Stefan Sjöberg, Leitender GeschäftsführerFirma

Fabrikant/Lieferant

Mirka Ltd

66850 Jeppo, Finnland

Tel.: +358 20 7602111

Fax: +358 20 7602290

www.mirka.com

Mirka AIROS 350S - Fabrikant/Lieferant - 1

Übersetzung der Originalanweisung Wir behalten uns das Recht vor, zu jeder Zeit ohne vorausgegangene Ankündigung Änderungen in diesem Handbuch vorzunehmen

Gewährleistung

Mirka garantiert, dass Ihre Komponenten frei von Fabrikations- und Materialfehlern sind.

Mirka Komponenten haben eine 1-Jahres-Garantie ab Kaufdatum. Die Garantie deckt nur Herstellungs- und Materialfehler.

Wenn ein Problem auftritt, das auf einen Material- oder Verarbeitungsfehler zurückzuführen ist, repariert Mirka Ihre Komponente kostenlos gemäß den hier aufgeführten Garantiebedingungen. Damit die Garantie Ihrer Komponente gültig ist, muss die Komponente im Einklang mit der Bedienungsanleitung eingesetzt, gewartet und bedient werden.

Geschäftsbedingungen

Die Komponentengarantie von Mirka deckt Material- und Verarbeitungsfehler ab.

Komponenten, die von der Garantie abgedeckt sind:

•Motorantrieb

•Schleifeinheit

• Poliereinheit

•Stromversorgung

• Kommunikations-Gateway

Nicht von der Garantie abgedeckt sind:

  • Schäden, die durch Transport, Erhalt der Lieferung, Installation, Inbetriebnahme, unsachgemäße Verwendung, Vernachlässigung bei Gebrauch oder Wartung, Unfälle, extreme, unzulässige Umgebungstemperaturen, Säuren, Wasser, ungeeignete Lagerung, übermäßige Erschütterungen oder Betrieb außerhalb der Maschinenspezifikationen verursacht wurden.
  • Defekte, die durch Ersatzteile, Zubehör oder Komponenten verursacht wurden, bei denen es sich nicht um Original-Ersatzteile oder -Zubehör von Mirka handelt.
  • normale Verschleißteile wie Stützteller, Tellerbremse, Abluftanschluss, Lager, Gummilagerung, Signalkabel oder Stromkabel.
  • Komponenten, die modifiziert oder repariert wurden oder an denen Reparaturversuche unternommen wurden (durch andere als von Mirka autorisierte Servicewerkstätten) sowie teilweise oder vollständig demontierte Komponenten.

Kein anderer als Mirka ist befugt, die gegebenen Garantiebedingungen zu ändern, zu erweitern oder zu ergänzen.

Der Hersteller kann nicht für Folgeschäden, Ausfallzeiten, Produktionsausfälle, Personen- oder Sachschäden haftbar gemacht werden.

Ein Garantieanspruch muss so schnell wie möglich geltend gemacht werden. Ein Garantieanspruch muss innerhalb der Garantiezeit geltend gemacht werden.

Symbole

CEEntspricht den relevanten EU-Normen
Mirka AIROS 350S - Symbole - 1Achtung: Elektrizität

Installationsübersicht

Mirka AIROS 350S - Installationsübersicht - 1

flowchart
graph TD
    A["48 VDC PSU"] -->|J2| B["Motor drive"]
    B -->|J3| C["Tool"]
    D["24 VDC PSU"] -->|J4| B
    E["Vacuum autostart"] -->|J1| B
    F["Modbus RTU master"] -->|J5, J6| B
    G["Digital interface"] --> B
    H["I/O gateway"] -->|J1| B
    I["Robot/PLC"] -->|J5, J6| B
    J["Optional vacuum autostart module"] -->|J4| B
    K["Optional Hilischer NT 50-RS-EN I/O gateway addon module"] -->|J1| B

Allgemeines

  • Schließen Sie 48-VDC-Stromversorgung an den Motorantrieb an (J2-Anschluss).
  • Schließen Sie das Werkzeug an den Motorantrieb an (J3-Anschluss).

HINWEIS! Es wird nicht empfohlen, ein abgeschirmtes Kabel für Werkzeuge zu verwenden, das länger als 10 m ist.

Modbus RTU Schnittstelle

- Verwenden Sie den J1-Anschluss, um den Motorantrieb an den Modbus RTU Bus anzuschließen.

I/O Gateway an Modbus RTU Schnittstelle

- Verbinden Sie die 24-VDC-Stromversorgung mit dem Gateway und schließen Sie das DSUB-9 Adapterkabel zwischen Gateway (X2-Anschluss) und Motorantrieb (J1-Anschluss) an.

Schnittstelle Digitale Steuerung

  • Verwenden Sie den J6-Anschluss, um die gemeinsame Masse zwischen den Systemen anzuschließen.
  • Verwenden Sie den J5-Anschluss, um den Betrieb mithilfe der vier digitalen Eingangssignale zu wählen.

Relais Schnittstelle

• Die N/O Relais-Pins sind am J4-Anschluss verfügbar.

Technische Daten für Antriebseinheit

Eingangsspannung
48 VDCNominale Eingangsspannung
46–50 VDCEingangsspannungsbereich
10 AMaximaler Eingangsstrom
350 WNennleistung
Drehzahlregelung
1000–10.000 U/minDrehzahlbereich
Schutz
JaÜberlastschutz
JaÜberhitzungsschutz
Schnittstellen
EingangsschnittstellenModbus RTU (RS-485)Profinet I/O (Gateway Modul)EtherNet/IP (Gateway-Modul)4-Bit digitale Eingänge (15–33 VDC)
AusgangsschnittstellenEinpoliges, nichtselbsthaltendes N/O-Relais, 250 VAC/ 125 VDC, 10 A
Umgebung
0–40 °CUmgebungstemperatur
LuftfeuchtigkeitMaximale relative Luftfeuchtigkeit 95 %, nicht-korrosiv, kein Tropfwasser
Lagertemperatur-20 bis 80 °CIP40IP-Klassifizierung
Abmessungen
Antriebseinheit380 x 300 x 210 mm (B x H x T)
Motorantrieb72 x 30 x 200 mm (B x H x T)
Antriebseinheit, auf DIN-Schienenhalter montiert95 x 55 x 210 mm (B x H x T)

Sicherheitshinweise

Mirka AIROS 350S - Sicherheitshinweise - 1

Die elektrische Installation muss von einer Elektrofachkraft ausgeführt werden!

Mirka AIROS 350S - Sicherheitshinweise - 2

Der Motorantrieb ist nur für feste Installationen konzipiert.

Mirka AIROS 350S - Sicherheitshinweise - 3

Führen Sie keine Stehspannungsprüfungen an Teilen des Motorantriebs oder des Werkzeugs durch. Die Produktsicherheit wurde im Werk vollständig getestet.

Mirka AIROS 350S - Sicherheitshinweise - 4

Erden Sie sich mit einem antistatischen Armband, bevor Sie den Motorantrieb berühren (Jumper setzen und ähnliche Maßnahmen), um eine Beschädigung des Motorantriebs durch elektrostatische Spannungsentladung zu vermeiden.

Mirka AIROS 350S - Sicherheitshinweise - 5

Schalten Sie immer den Strom ab, bevor Sie Arbeiten am Schrank vornehmen.

Warnungen

Mirka AIROS 350S - Warnungen - 1

Stellen Sie sicher, dass alle AC-DC-Schaltnetzteile ordnungsgemäß geerdet sind und dass der Motorantrieb nicht mit Spannung führenden Teilen in Kontakt kommt.

Mirka AIROS 350S - Warnungen - 2

Es wird ein externer Not-Halt-Kreis empfohlen.

Vor dem Starten des Werkzeugs

Mirka AIROS 350S - Vor dem Starten des Werkzeugs - 1

Überprüfen Sie vor dem Starten des Werkzeugs, ob das Werkzeug korrekt montiert und der Motorantrieb korrekt installiert ist.

Übersicht Motorantrieb

Leiterplattenanschlüsse, Tasten, Jumper, Anzeigen, Befestigungslöcher und Abmessungen für Motorantriebe

Mirka AIROS 350S - Übersicht Motorantrieb - 1

text_image 200 NO COM J4 GND 15V D4 D3 D2 D1 GND J6 J5 D26 JP12 JP13 JP15 D25 D24 D23 D22 D21 D20 D19 D18 D17 D16 D15 D14 D13 D12 D11 D10 D29 J1 D30 GND A B GND J4 JP3 JP2 JP1 S1 D4 S2 GND 48V J2 J3 NTC- GND PhaseC PhaseB PhaseA NTC+ P- C- C+ P+ D36 6 72 6 Dimensions specified in millimeters. 155 15

Die Leiterplatte des Motorantriebs wird in einem DIN-Schienenhalter montiert geliefert, der an einer standardmäßigen 35 x 7,5 mm EN50022-DIN-Schiene befestigt werden kann. Die Leiterplatte des Motorantriebs kann aber auch vom Halter entfernt und stattdessen mithilfe der Befestigungslöcher montiert werden. Wenn die Befestigungslöcher verwendet werden, wird empfohlen, bei der Montage der Leiterplatte des Motorantriebs einen 20-mm-Metallabstandshalter und 10 mm lange M3-Schrauben zu verwenden.

Es wird empfohlen, 10-mm-Aderendhülsen mit Kunststoffkragen für jeden Draht zu verwenden, der an einen der Anschlüsse angeschlossen wird. Mit Hilfe eines kleinen Schlitzschraubendrehers (Klingenbreite 3,5 mm, Klingenstärke 0,6 mm) lassen sich die Drähte dann einfach in die Anschlüsse schieben und wieder lösen.

Beschreibung der Anschlüsse

BeschreibungPINAnschluss
GNDGNDJ1
Modbus RTU RS-485 (A)AJ1
Modbus RTU RS-485 (B)BJ1
GNDGNDJ1
GNDGNDJ2
48-VDC-Eingang48VJ2
Farbe des MotorkabelsPINAnschluss
WeißP+J3
RosaC+J3
GrauC-J3
GrünP-J3
Braun, (0,25 mm2)NTC+J3
Braun, (0,25 mm2)Phase AJ3
J3Phase BBlau
Phase CJ3Schwarz
Schrank MasseGNDJ3
J3GelbNTC-
ShieldVerbunden mit Masse, X2 im Mirka-Schrank
BeschreibungPINAnschluss
J4COMRelais COM
J4NORelais NO
BeschreibungPINAnschluss
J5DI1Digitale Drehzahlregelung Eingang Bit 1
J5DI2Digitale Drehzahlregelung Eingang Bit 2
J5DI3Digitale Drehzahlregelung Eingang Bit 3
J5DI4Digitale Drehzahlregelung Eingang Bit 4
BeschreibungPINAnschluss
15VJ615-VDC-Ausgang
GNDGNDJ6

Beschreibung der Tasten

TasteBeschreibung
S1Selbsttest-Taste
S2Rückstell-Taste

Beschreibung der Anzeigen

AnzeigeBeschreibung
D2Drehzahlsollwertanzeige, leuchtet bei Drehzahlsollwert 1 aktiv Modbus-RTU-Slave-Adressenanzeige, Bit 1.
D3Drehzahlsollwertanzeige, leuchtet bei Drehzahlsollwert 3 aktiv Modbus-RTU-Slave-Adressenanzeige, Bit 2.
D4Werkzeugstatusanzeige. Leuchtet rot, wenn das Werkzeug gestoppt wurde, leuchtet grün, wenn das Werkzeug läuft.
D14Zustandsanzeige des Motorantriebs. Leuchtet grün, wenn der Motorantrieb im EIN-Zustand ist. Blinkt grün, wenn der Motorantrieb im AUS-Zustand ist.
D17Drehzahlsollwertanzeige, leuchtet bei Drehzahlsollwert 5 aktiv Modbus-RTU-Slave-Adressenanzeige, Bit 3.BeschreibungAnzeige
D18Drehzahlsollwertanzeige, leuchtet bei Drehzahlsollwert 7 aktiv Modbus-RTU-Slave-Adressenanzeige, Bit 4.
D19Drehzahlsollwertanzeige, leuchtet bei Drehzahlsollwert 9 aktiv Modbus-RTU-Slave-Adressenanzeige, Bit 5.
D20Drehzahlsollwertanzeige, leuchtet bei Drehzahlsollwert 11 aktiv Modbus-RTU-Slave-Adressenanzeige, Bit 6.
D21Drehzahlsollwertanzeige, leuchtet bei Drehzahlsollwert 13 aktiv Modbus-RTU-Slave-Adressenanzeige, Bit 7.
Modbus-RTU-Slave-Adressenanzeige, Bit 8.D22
D23Leuchtet, wenn der Anzeigemodus D2–D3, D17–D22 die Modbus-RTU-Slave-Adresse ist.
D24Leuchtet, wenn die Schnittstelle zur digitalen Drehzahlregelung aktiviert ist.
D25Leuchtet, wenn das Alarmstatus-Flag gesetzt ist.
Relaisstatusanzeige.D26
Modbus RTU-Empfangsanzeige.D29
Modbus RTU-Sendeanzeige.D30
D36Möglicher Werkzeugverdrahtungsfehler. Leuchtet rot, wenn ein möglicher Fehler in der Verdrahtung des Werkzeugs C+/C-/P+/P- erkannt wird.

Drehzahlsollwertanzeige

WerkzeugMin. Drehzahl (U/min)Max. Drehzahl (U/min)
AIROS 550 CV/NV100004000AIROS 650 CV/NV
AIROS 350 CV/NV
AIROS 150 NV80004000AIROP 312 NV
AIOS 130 NV
100005000AIOS 353 CV/NV
30001000AIRP 300
DrehzahlsollwertBit-MapDrehzahl bei verschiedenen Sollwerten (U/min)Drehzahl-LEDs aktiv
DI4DI3DI2DI1WerkzeugdrehzahlWerkzeugdrehzahlWerkzeugdrehzahlWerkzeugdrehzahlWerkzeugdrehzahlD2D3D17D18D19D20D21
4000-100004000-80005000-100001000-3000
100014000400050001000X
200104500433354171167X
300115000466658341334XX
401005500499962511501XX
501016000533266681668XXX
601106500566570851835XXX
701117000599875022002XXXX
810007500633179192169XXXX
910018000666483362336XXXXX
1010108500699787532503XXXXX
1110119000733091702670XXXXXX
1211009500766395872837XXXXXX
BetriebBit-Map
DI1DI2DI3DI4
Gestoppt0000
0111Läuft, keine Geschwindigkeitsänderung
1111Läuft, keine Geschwindigkeitsänderung

Anzeige der Modbus-RTU-Slave-Adresse

BIT 8BIT 7BIT 6BIT 5BIT 4BIT 3BIT 2BIT 1
D2D3D17D18D19D20D21

Jumper-Beschreibung

BeschreibungStandardJumper
JP1Nicht festgelegtReserviert für zukünftige Verwendung
JP2Nicht festgelegtWenn gesetzt, wird ein Abschlusswiderstand von 270 Ω zwischen den Modbus RTU Pins A und B angeschlossen.
JP3Nicht festgelegtWenn gesetzt, wird ein Pull-Down-Widerstand von 10 kΩ an den Modbus RTU B-Pin ange-schlossen.
JP4Nicht festgelegtWenn gesetzt, wird ein Pull-Up-Widerstand von 10 kΩ an den Modbus RTU A-Pin ange-schlossen.
JP12Nicht festgelegtWenn gesetzt, ist die Funktion zur digitalen Drehzahlregelung aktiviert.
JP13Nicht festgelegtWenn gesetzt, geben die Anzeigen D2–D3, D17–D22 die aktuelle Modbus-RTU-Slave-Adresse anstelle des Drehzahlsollwerts aus.
JP15Nicht festgelegtAuf Werkseinstellungen zurücksetzen.

Pin-Belegung des Werkzeugkabels

Pin (Farbe, Größe)Beschreibung
PE (grün-gelb, 1,0 mm )Nicht in Gebrauch
1 (braun, 1,00 mm )Phase A
2 (blau, 1,00 mm )Phase B
3 (schwarz, 1,00 mm )Phase C
A (grau, 0,25 mm )C-
B (rosa, 0,25 mm )C+
C (grün, 0,25 mm )P-
C (gelb, 0,25 mm )NTC-
D (braun, 0,25 mm )NTC+
E (weiß, 0,25 mm )P+

HINWEIS! NTC- und P- sind zusammen an denselben PIN im Stecker angeschlossen.

Pin-Belegung Hilscher NT 50-RS-EN Adapterkabel (Buchse DSUB-9)
Mirka AIROS 350S - Übersicht Motorantrieb - 2

text_image Braun Grün Weiß GND A B GND
BeschreibungPIN (Farbe)
GND1 (weiß, WH)
4 (braun, BN)Modbus RTU (A, RxD / TxD+)
5 (grün, GN)Modbus RTU (B, RxD / TxD-)
AbschirmungABSCHIRMUNG

Klemmleistenanschlüsse (Firmware v. 3,05 und neuer)

Enable-State:

Damit die Schleifmaschine arbeiten kann, muss die Klemmenleiste 4 mit einem 24 V-Ausgang des Roboters/SPS verbunden werden, während die Klemmenleiste 6 an 0 V am Roboter/SPS angeschlossen werden sollte.

Zur Erhöhung der Sicherheit kann der Ausgang „Enable-state“ auf „Niedrig“ gesetzt werden, wenn der Roboter auf ein Problem stößt, das ihn zum Anhalten zwingt. Dadurch wird der Schleif-/Polierkopf automatisch angehalten.

Das 3 m lange, 2-polige Kabel, das mit dem Schrank geliefert wird, sollte für den Anschluss des „Enable-state“ gemäß den Anweisungen verwendet werden.

Staubabsaugung-Autostart-Modul:

Kunden können das optionale Mirka AutoStart-Modul (MIA6519011) integrieren, um die automatische Start-/Stopp-Funktion für die Staubabsaugung zu aktivieren. Verbinden Sie dazu die Klemmenleiste 5 mit der positiven (+) Klemme des AutoStart-Moduls und die Klemmenleiste 7 mit der negativen (-) Klemme.

Mirka AIROS 350S - Staubabsaugung-Autostart-Modul: - 1

text_image PE PE 1 2 F1 3 4 5 6 7 X1
KlemmleisteFunktion/Anschluss
„Enable-state“ Roboter/SPS, Ausgabe 24 VX1:4 (Anschluss an Stift J5, DI1)
X1:6Roboter/SPS 0 V
AutoStart Modul +X1:5 (Anschluss an Stift J4, NO)X1:7AutoStart Modul -

Modbus RTU

Modbus RTU über RS-485 wird zur Kommunikation mit dem Motorantrieb verwendet. Der Motorantrieb ist als Modbus RTU-Slave-Gerät konfiguriert und die Standard-Slave-Adresse ist 86. Die Slave-Adresse kann geändert werden, wenn sie mit einem anderen Modbus-RTU-Slave-Gerät in Konflikt steht.

Der J1-Anschluss am Motorantrieb wird für die Modbus RTU-Kommunikation verwendet. Es wird eine geschirmte Zweidrahtleitung empfohlen, und die Abschirmung sollte nur an einem Punkt geerdet werden, normalerweise am Master-Gerät. Der A-Pin des J1-Anschlusses entspricht RxD / TxD+ und der B-Pin entspricht RxD / TxD−.

RS-485 Konfiguration

19200BAUDRATE
GLEICHPARITÄT
1STOPP-BITS
8DATEN-BITS

Spulenregister (F1, F5, F15)

BeschreibungNameDatentypAd
00001 - 00012Uint16Digitale AusgängeSpulen 1–11 sind für zukünftige Verwendung reserviert.Spule 12ist das Relais, das sich am Motorantrieb befindet.

Input-Register (F4)

HINWEIS! Die Eingangsregister 30001-30016 sind antriebsspezifisch. Beispiel: „Drehzahlabfall-Zähler“ bezieht sich auf die Gesamtzahl der Drehzahlabfälle für alle Werkzeuge, die an den Motorantrieb angeschlossen sind.

BeschreibungNameDatentypAd
Drehzahlabfall-ZählerUint1630001Die Häufigkeit, mit der die Drehzahl um mehr als 25 % unter den Sollwert abgefallen ist.
30002Uint16„Warmes Werkzeug“-ZählerGibt an, wie oftdie Werkzeugtemperatur die „Warm“-Grenze von 79 °C überschritten hat.
30003Uint16„Warmer Motor“-ZählerGibt an, wie oft die Temperatur des Motorantriebs die „Warm“-Grenze von 73 °C überschritten hat.
30004Uint16„Heißes Werkzeug“-ZählerGibt an, wie oftdie Werkzeugtemperatur die „Heiß“-Grenze von 134 °C überschritten hat.
30005Uint16„Heißer Motor“-ZählerGibt an, wie oft die Temperatur des Motorantriebs die „Heiß“-Grenze von 117 °C überschritten hat.
Uint1630006Werkzeugstopp-ZählerGibt an, wie oftdie Werkzeugtemperatur die „Stopp“-Grenze von 142 °C überschritten hat.
Uint1630007Motorstopp-ZählerGibt an, wie oft die Temperatur des Motorantriebs die „Stopp“-Grenze von 123 °C überschritten hat.
Uint1630008„Spannung außerhalb Normbereich“-ZählerDie Anzahl der Male, in denen die Eingangsspannung außerhalbdes 44–52-VDC-Bereichs lag.
30009Uint16„Überspannung gering“-ZählerDie Anzahl der Male, in denen die Stromstärke 15,1 A überschritten hat.
30010Uint16„Überspannung mittel“-ZählerDie Anzahl der Male, in denen die Stromstärke 18,2 A überschritten hat.
30011Uint16„Nutzung lang“-ZählerDie Anzahl der Male, in denen die Laufzeit mehr als 60 Sekunden betrug.
30012Uint16„Nutzung mittel“-ZählerDie Anzahl der Male, in denen die Laufzeit zwischen20 und 60Sekunden lag.
30013Uint16„Nutzung kurz“-ZählerDie Anzahl der Male, in denen die Laufzeit weniger als 20 Sekunden betrug.
30014Uint16Nutzungszeit StundenStundenanteil der Nutzungszeit.
30015Uint16Nutzungszeit MinutenMinutenanteil der Nutzungszeit.
30016Uint16Nutzungszeit SekundenSekundenanteil der Nutzungszeit.
30017Int16StromStrom in mA.
30018Uint16DrehzahlDrehzahl U/min
30019Uint16WerkzeugtemperaturWerkzeugtemperatur in °C.
30020Uint16MotorantriebstemperaturMotorantriebstemperatur in °C.
30021-30030Char[20]Firmware VersionFirmware-Version und Build-Datum, z. B. „2.0 Jan. 18 14:00“.
30031-30039Char[18]TeileversionTeileversion und ID-Nummer des Motorantriebs, z. B. „Al1.3 123456“
30040-30046Char[14]Seriennummer des MotorantriebsSeriennummer des Motorantriebs, z. B. „749474379001“
BeschreibungNameDatentypAd
Alarmstatus-FlagUint1630047Alarmstatus-Flag kann jederzeit eine Kombination von Werten aus der folgenden Liste enthalten. Überprüfen Sie die einzelnen Bits, um die Art der aktuell ausgelösten Alarme zu bestimmen. Dieses Flag wird automatisch nach fünf Sekunden gelöscht, wenn die Ursache des Alarms nicht länger vorliegt. 0x0000 = Nicht ausgelöst 0x0001 = Werkzeug überhitzt 0x0002 = Motorantrieb überhitzt 0x0004 = Überstrom 0x0008 = Unterspannung 0x0010 = Überspannung 0x0020 = Selbsttest läuft 0x0040 = Drehzahlabfall 0x0080 = Hoher Strom 0x0100 = Werkzeugwechsel läuft 0x0200 = Möglicher Werkzeugverdrahtungsfehler 0x0400 = Modus zum Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen 0x0800 = Schreibschutz deaktiviert 0x1000 = Werkzeugverbindung unterbrochen (Kommunikation verloren)*
Werkzeug-IDUint1630061
Werkzeug Min.-DrehzahlUint1630062
Werkzeug Max.-DrehzahlUint1630063
Werkzeug-Tag verfügbarUint1630064
WerkzeugseriennummerChar[14]30065-30071
Durchmesser WerkzeugstellerUint1630174*
Werkzeug Z-OffsetUint1630175*
Werkzeug-Orbit in mm.Werkzeug-OrbitUint163
WerkzeuggewichtUint1630177*
30178*Uint16Werkzeug-CoGWerkzeugschwerpunkt
Uint1630179*Breite Werkzeugsteller
Uint1630180*Länge Werkzeugsteller
30181-30183*Char[3]Werkzeug Firmware VersionFirmware Version d. h. „0.04“
Char[10]30181-30193*Werkzeugmodellbezeichnung

HINWEIS! * Erfordert Firmware-Version 3.05 oder neuer und Werkzeug-Firmware 0.05 oder neuer.

BeschreibungNameDatentypAd
GerätenameChar[20]40001-40010Max. Länge 19 druckbare Zeichen, z. B. „AIMD 749474379001“.
DrehzahlsollwertUint1640011Drehzahlsollwert, nicht dietatsächliche Drehzahl, zwischen Min- und Max-Drehzahl des Werkzeugs.
BetriebUint1640012Motorantriebsstatus kann eine Kombination aus Folgendem sein:0x0001 = AUSFÜHREN0x0002 = STOPP*0x0004 = EIN*0x0008 = AUS0x0010 = WERKZEUGWECHSEL START0x0020 = WERKZEUGWECHSEL ENDE0x0040 = SCHREIBSCHUTZ DEAK-TIVIERT0x0040 = SCHREIBSCHUTZ AKTI-VIERTHINWEIS! Beim Schreiben eines neuen Statuswerts kann der Wert nur ein einzelner Status sein, keine Kombination mehrerer Status, z. B, EIN+AUSFÜHREN kann nicht gleichzeitig geschrieben werden.
Slave-AdresseUint1640013Der Standardwert ist 86, kann aber bei Bedarf geändert werden.

HINWEIS! * Nicht enthalten bei Firmware 3.05 oder neuer

Profinet I/O oder Ethernet/IP Gateway (Hilscher NT 50-RS-EN)

Wenn der Motorantrieb mit einem Profinet-I/O oder EtherNet/IP Gerät verbunden werden muss, kann das Gateway NT 50-RS-EN von Hilscher verwendet werden. Das Gateway wird über den DSUB-9-Anschluss am Gateway und den J1-Anschluss am Motorantrieb mit dem Motorantrieb verbunden. Nachfolgend finden Sie die Pin-Belegung für den DSUB-9 (X2-Anschluss) am Gateway:

BeschreibungenSignalPIN
Mirka AIROS 350S - Profinet I/O oder Ethernet/IP Gateway (Hilscher NT 50-RS-EN) - 11GNDBezugspotential, Masse der Stromversorgung
RxD / TxD+4Daten empfangen / Daten senden positiv
RxD / TxD-5Daten empfangen / Daten senden negativ

Ein Pull-Up-Widerstand von 10 kΩ ist im Gateway intern mit „RxD / TxD+“ verbunden.

Ein Pull-Down-Widerstand von 10 kΩ ist im Gateway intern mit „RxD / TxD-“ verbunden.

Ausführliche Dokumentationen zu Gateway und Konfigurationstools können von der Hilscher-Website heruntergeladen werden: www.hilscher.com

Konfiguration

Das Gateway wird von Mirka als Profinet-I/O-Slave-Gerät oder einem EtherNet/IP I/O-Adapter vorkonfiguriert geliefert. Mit der Software „SYCON.net“ von Hilscher kann das Gerät neu konfiguriert werden. Die Software „Ethernet Device Setup“ von Hilscher kann verwendet werden, um die Netzwerkkonfiguration zu ändern. Nach einer Konfigurationsänderung muss die IP-Adresse in der Regel neu vergeben werden.

Standard-Netzwerkkonfiguration für Profinet

192.168.2.191IP-ADRESSE
255.255.255.0SUBNET MASK
0.0.0.0DEFAULT GATEWAY
nt50enpnsDEVICE NAME
118EINGANG-GRÖSSE
102 (Firmware v. 3.05 oder neuer)
5AUSGANG-GRÖSSE

Standard-Netzwerkkonfiguration für EtherNet/IP

192.168.125.110IP-ADRESSE
MirkaENIPBEZEICHNUNG
101EINGANG MONTAGE
102EINGANG-GRÖSSE
100AUSGANG MONTAGE
5AUSGANG-GRÖSSE

Signalzuordnung von Profinet I/O zu Modbus RTU Firmware 3.04 oder älter

NameterDatenlängePro
1 Spule00012SetRelayten1 Byte aus1Geänderte Da-
40011Registerten1 Wort aus2Geänderte Da-
40012Registerten1 Wort aus3Geänderte Da-
DeviceName40001-4001010 RegisterZyklisch 10 sec.410 Worte ein
CommonInputs30017-300204 RegisterZyklisch 1 sec.54 Worte ein
MiscInputs30001-3001616 RegisterZyklisch 5 sec.616 Worte ein
AlarmStatus300471 RegisterZyklisch 1 sec.71 Wort ein
FirmwareVersion30021-3003010 RegisterZyklisch 10 sec.810 Worte ein
PartVersionSerialNumber30031-3004616 RegisterZyklisch 10 sec.916 Worte ein
GetSpeedRegister400111 RegisterZyklisch 1 sec.101 Wort ein
GetOperationRegister400121 RegisterZyklisch 1 sec.111 Wort ein
ReadCoils00001-0001212 SpulenZyklisch 1 sec.122 Byte ein

Profinet I/O-Antrieb Firmware 3.05 oder neuer

SlotTypNameDatentypDatenlängeModbuss Adresse
Slot 11 Byte ausDigitaler Ausgang (Relais)BIT1 ByteFC5 11
Slot 22 Byte ausDrehzahlsollwert (U/min)UINT161 WortFC6 10
Slot 32 Byte ausBetriebBIT1 WortFC6 11
DatenlängeDatentypalmeType
se
Slot 48 Byte einMotorstrom (mA)UINT161 WortFC4 16
(U/min)FC4 171 WortUINT16Motordrel
(°C)FC4 181 WortUINT16Motortem
tur (°C)FC4 191 WortUINT16Antriebste
Slot 58 Byte einAntrieb vorwärtsCHAR6 ByteFC4 20-23
Slot 62 Byte einAlarmStatusBIT1 WortFC4 46
4 Byte einSlot 7(U/min)FC3 101 WortUINT16Drehzahls
FC3 111 WortBITBetrieb
Slot 88 Byte einWerkzeug-IDUINT161 WortFC4 60
(U/min)FC4 611 WortUINT16Min. Dreh:
(U/min)FC4 621 WortUINT16Max. Dreh
verfügbarFC4 631 WortBITWerkzeug-Tag
Slot 916 Byte einnummerFC4 64-7114 ByteCHARWerkzei
8 Byte einSlot 10ser (mm)1 WortUINT16TellerGuchres-
Werkzeug Z-Offset (mm)UINT161 WortFC4 174
(mm)1 WortUINT16WerkGug 176bit
(g)1 WortUINT16WerkGug 176wicht
Slot 1132 Byte einWerkzeug COG Z-Offset (mm)UINT161 WortFC4 177
Tellerbreite (mm)UINT161 WortFC4 178
Tellerlänge (mm)UINT161 WortFC4 179
FC4 180-1826 ByteCHARWerkz
bezeichnungFC4 183-19220 ByteCHARWerk
Slot 1216 Byte einzung StundenFC4 991 WortUINT16Werkzeug
zung Sekunden1 ByteUINT8WerkzeGAU100
zung Minuten1 ByteUINT8WerkzeGAU100
zung KurzzählungFC4 101-1022 WortUINT32Werl
zung DurchschnittszählungFC4 103-1042 WortUINT32Werl
zung Langzäh-lungFC4 105-1062 WortUINT32Werl

EtherNet/IP-Antrieb Firmware 3.05 oder neuer

Modbus AdresseDate
Ausgabe(Relais)FC5 111 ByteBITDigitaler Ausgang
Ausgabe(U/min)FC6 101 WortUINT16Drehzahlsollw
FC6 111 WortBITBetriebAusgabe
2 WortEingangsspannung
EingangsspannungMotorstrom (mA)UINT161 WortFC4 16
Eingangsspannung(U/min)FC4 171 WortUINT16Motordrehzah
EingangsspannungMotortemperatur (°C)UINT161 WortFC4 18
Eingangsspannung(°C)FC4 191 WortUINT16Antriebstemp
FC4 461 WortBITAlarmStatusEinga
Eingangsspannung(U/min)FC3 101 WortUINT16Drehzahlsollw
FC3 111 WortBITBetriebEingangssp
FC4 601 WortUINT16Werkzeug-IDE
EingangsspannungMin. Drehzahl (U/min)UINT161 WortFC4 61
EingangsspannungMax. Drehzahl (U/min)UINT161 WortFC4 62
EingangsspannungbarFC4 631 WortBITWerkzeug-Tag verfi
EingangsspannungWerkzeugseriennummerCHAR14 ByteFC4 64-71
Eingangsspannung(mm)1 WortUINT16TellerdurchfErster
EingangsspannungWerkzeug Z-Offset (mm)UINT161 WortFC4 174
EingangsspannungWerkzeug-Orbit (mm)UINT161 WortFC4 175
EingangsspannungWerkzeuggewicht (g)UINT161 WortFC4 176
EingangsspannungWerkzeug COG Z-Offset (mm)UINT161 WortFC4 177
EingangsspannungTellerbreite (mm)UINT161 WortFC4 178
EingangsspannungTellerlänge (mm)UINT161 WortFC4 179
EingangsspannungWerkzeug Firmware VersionCHAR6 ByteFC4 180-182
EingangsspannungzeichnungWerkzeugderlöseByteCHAR
EingangsspannungAntrieb FirmwareCHAR6 ByteFC4 20-23
EingangsspannungStundenFC4 991 WortUINT16Werkzeugnutz
EingangsspannungSekunden1 ByteUINT16Werkzeugfützüng
EingangsspannungMinuten1 ByteUINT16Werkzeugfützüng
EingangsspannungKurzzählungFC4 101-1022 WortUINT32Werkzeu
EingangsspannungDurchschnittszählungFC4 103-1042 WortUINT32Werkzeu
Modbus AdresseDate
EingangsspannungLangzählungFC4 105-1062 WortUINT32Werkzeu

Siemens TIA Portal V14 Gateway Zuordnungsbeispiel 3.04 oder älter

Nachfolgend ist ein Screenshot von TIA Portal V14 abgebildet, auf dem zu sehen ist, wie das Gateway in das System eingebunden werden kann. Die GSDML-Datei kann von der Gateway Solution DVD heruntergeladen werden, um Support für das Hilscher NT 50-RS-EN-Gateway zu Ihrem System hinzuzufügen.

Device overview
#...ModuleRackSlotI addressQ addressTypeArticle no.Firmware
nt50enpns00NT 50-EN/PNS3.4 x
PNIO00 X1nt50enpns
SetRelay01631 Byte Output
SetSpeedRegister0264...652 Byte Output
SetOperationRegister0366...672 Byte Output
DeviceName0468...8720 Byte Input
CommonInputs0588...958 Byte Input
MiscInputs0696...12732 Byte Input
AlarmStatus07128...1292 Byte Input
FirmwareVersion08130...14920 Byte Input
PartVersion09150...16920 Byte Input
SerialNumber010170...18112 Byte Input
GetSpeedRegister011182...1832 Byte Input
GetOperationRegister012184...1852 Byte Input
ReadCoils013186...1872 Byte Input

Grundlegender Betrieb für Modbus RTU

Der Motorantrieb muss aktiviert sein, bevor das Werkzeug gestartet werden kann. Der erste Vorgang, der durchgeführt werden sollte, ist das Versetzen des Motorantriebs in den Aktiviert-Status. Dieser Vorgang unterscheidet sich ab der Firmware-Version 3.05. Bei früheren Versionen muss ein „Antrieb-aktiviert“-Befehl an den Motorantrieb gesendet werden, während bei neueren Versionen der digitale Stift DI1 als der Aktiviert-Status zugewiesen ist. Es ist nicht zwingend erforderlich, den Deaktiviert-Status Befehl zu senden, bevor die Stromzufuhr zum Motorantrieb unterbrochen wird.

Wenn der Motorantrieb freigegeben ist, kann der Drehzahlsollwert geschrieben und der Status auf BETRIEB-Status gesetzt werden, indem de BETRIEB-Status-Befehl gesendet wird. Dadurch läuft das Werkzeug mit Solldrehzahl. Um das Werkzeug anzuhalten, versetzen Sie den Motorantrieb in den „STOP-Status“, indem Sie den „STOP-Status“-Befehl senden.

Es wird empfohlen, die Durchschnittsgeschwindigkeit, den Durchschnittsstrom, die Werkzeugtemperatur, die Motorantriebstemperatur und das Alarmstatus-Flag kontinuierlich zu überwachen. Dies hilft bei der Erkennung von Problemen während des Betriebs.

Beispielsequenz zum Starten und Stoppen des Werkzeugs (Firmware v. 3.04 und älter):

Geben Sie 4 (0x0004) in das „Betrieb“-Register ein, dies setzt den Motorantrieb in den Aktiviert-Status.

- Geben Sie 4000 (0x0FA0) in das „Solldrehzahl“-Register ein, dies setzt die Solldrehzahl auf 4.000 U/min.

- Geben Sie 1 (0x0004) in das „Betrieb“-Register ein, dies setzt den Motorantrieb in den EIN-Zustand.

- Geben Sie 2 (0x0002) in das „Betrieb“-Register ein, dies setzt den Motorantrieb in den STOP-Zustand und das Werkzeug hört auf zu laufen.

Geben Sie 8 (0x0008) in das „Betrieb“-Register ein, dies setzt den Motorantrieb in den Deaktiviert-Status.

Beispielsequenz zum Starten und Stoppen des Werkzeugs (Firmware v. 3.05 und neuer)*:

- Setzen Sie Stift DI1 (Klemmenblock 4) auf Hoch (15-33 VDC), dadurch wird der Motorantrieb in den Aktiviert-Status versetzt.

- Geben Sie 4000 (0x0FA0) in das „Solldrehzahl“-Register ein, dies setzt die Solldrehzahl auf 4.000 U/min.

- Geben Sie 1 (0x0004) in das „Betrieb“-Register ein, dies setzt den Motorantrieb in den EIN-Zustand.

- Geben Sie 2 (0x0002) in das „Betrieb“-Register ein, dies setzt den Motorantrieb in den STOP-Zustand und das Werkzeug hört auf zu laufen.

- Setzen Sie Pin DI1 auf Niedrig (GND), dies versetzt den Motorantrieb in den Deaktiviert-Status.

*Detaillierte Informationen zu den Anschlüssen finden Sie im Kapitel „Klemmenleistenanschlüsse (Firmware v. 3.05 und neuer)“.

Digitale Schnittstelle

Der Motorantrieb kann statt über Modbus RTU auch über die digitale Schnittstelle gesteuert werden, dies hat jedoch den Nachteil, dass es bei Verwendung der digitalen Schnittstelle keine Rückmeldung gibt. Um die digitale Schnittstelle zu aktivieren, muss der Jumper JP12 gesetzt werden.

Anschluss J5 dient als Eingang für die digitale Schnittstelle. Der Eingang gilt als HIGH, wenn eine Spannung zwischen 15–33 VDC an den Eingangs-Pin angelegt wird. Der Eingang gilt als LOW, wenn die Spannung unter 12 VDC liegt oder wenn der Eingang ungeerdet gelassen wird. Der Massen-Pin von Anschluss J6 muss zwischen den Systemen verbunden werden. Der Anschluss J6 kann bei Bedarf auch verwendet werden, um eine 15-VDC-Steuerspannung bereitzustellen.

Mirka AIROS 350S - Digitale Schnittstelle - 1

text_image GND 15V D14 D13 D12 D11 J6 JP12 JP13 JP15 J5 D26 D25 D24 D23 D22 D21 D20 D19 D18 D17 D3 D2 D30 D29 J1 GND A B GND JP4 JP3 JP2 JP1 S1 D14 D4 S2 J2 GND 48V

Betriebsarten digitale Schnittstelle

Bitte beachten Sie die Tabelle zur Drehzahlsollwertanzeige im Kapitel Übersicht Motorantrieb.

Selbsttestfunktion

Während Sie die S1-Taste gedrückt halten, führt der Motorantrieb einen kurzen Selbsttest durch. Das Alarmstatus-Flag wird auf 6 gesetzt (Selbsttest läuft). Die Anzeigen D4 und D14 blinken grün, wenn Temperaturen und Spannungen innerhalb der Grenzwerte liegen. Wenn die Temperaturen oder Spannungen nicht innerhalb der Grenzwerte liegen, blinken die Anzeigen rot.

Reset-Funktion

Die Reset-Taste S2 kann kurzzeitig gedrückt werden, um den Motorantrieb zurückzusetzen. Dies entspricht im Wesentlichen dem Aus- und Wiedereinschalten der Stromversorgung.

Funktion zum Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen

Die im Motorantrieb gespeicherte Konfiguration kann bei Bedarf auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt werden. Dadurch wird die werksseitig zugewiesene Modbus-Slave-Adresse wiederhergestellt und die letzte bekannte Werkzeugkonfiguration wird auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt. Befolgen Sie diese Schritte, um ein Zurücksetzen auf die Werkseinstellungen durchzuführen:

  1. Setzen Sie Jumper JP15.
  2. Halten Sie S2 fünf Sekunden lang gedrückt.

3. Entfernen Sie JP15.

Schreibschutz

Die Holding-Register für „Gerätename“ und „Slave-Adresse“ sind normalerweise schreibgeschützt, um versehentliches Schreiben in diesen Registern zu verhindern. Wenn eines dieser Register geändert werden muss, gehen Sie folgendermaßen vor:

  1. Geben Sie 64 (0x0040) in das „Betrieb“-Register ein, um den Schreibschutz zu deaktivieren.
  2. Geben Sie den neuen Wert in die Holding-Register „Gerätename“ oder „Slave-Adresse“ ein.
  3. Geben Sie 128 (0x0080) in das „Betrieb“-Register ein, um den Schreibschutz zu aktivieren.

Sicherheitsstopp / Not-Aus

Der Motorantrieb selbst hat keine Eingänge zum Erkennen oder Reagieren auf ein externes Sicherheitsstopp-/Not-Aus-Signal. Ein geeigneter Schütz kann in der Nähe des Motorantriebs platziert werden, um die Drähte der Phasen A, B und C des Werkzeugkabels zu verbinden oder zu trennen.

Werkzeugwechselfunktion im laufenden Betrieb

Es können mehrere Werkzeuge mit demselben Motorantrieb verwendet werden, aber es kann immer nur jeweils ein Werkzeug mit dem Motorantrieb verbunden sein. Gehen Sie beim Wechseln von einem Werkzeug zum nächsten folgendermaßen vor:

  1. Stoppen Sie das Werkzeug, indem Sie 2 (0x0002) in das „Betrieb“-Register eingeben.
  2. Geben Sie 16 (0x0010) in das „Betrieb“-Register ein, um dem Motorantrieb mitzuteilen, dass Sie beabsichtigen, das aktuell angeschlossene Werkzeug zu trennen.
  3. Warten Sie eine Sekunde, bevor Sie das aktuell angeschlossene Werkzeug vom Motorantrieb trennen.
  4. Trennen Sie das aktuell angeschlossene Werkzeug vom Motorantrieb.
  5. Verbinden Sie das nächste Werkzeug mit dem Motorantrieb.
  6. Geben Sie 32 (0x0020) in das „Betrieb“-Register ein, um dem Motorantrieb mitzuteilen, dass das neue Werkzeug angebracht wurde.
  7. Warten Sie eine Sekunde, bevor Sie das neue Werkzeug starten.

Schutzfunktionen

GrundSchutzmodus
Werkzeug geht in reduzierte Leistung überMotorantrieb ist über 117 °CWerkzeugtemperatur ist über 134 °CÜbermäßige Belastung
Werkzeug stoppt vollständigMotorantrieb ist über 123 °CWerkzeugtemperatur ist über 142 °CÜberlastzustand

Fehlerbehebung

Empfohlene MaßnahmeSymptom
Motorantrieb lässt sich nicht einschalten.Überprüfen Sie, ob 48 VDCanJ2 anliegen und ob die Polarität korrekt ist.
Werkzeug startet nicht.* Überprüfen Sie, ob sich der Motorantrieb im EIN-Status befindet (D14 blinkt nicht).**Überprüfen Sie, ob DI1 aktiviert ist (D14 blinkt nicht).Überprüfen Sie, ob sich der Motorantrieb im RUN-Zustand befindet (D4 leuchtet grün).Überprüfen Sie die Kabelkonfektion für das Werkzeug: Sind die Pins richtig angeschlossen?*3.04 und älter**3.05 und neuer
Werkzeug stoppt plötzlich.Überprüfen Sie das Alarmstatus-Flag.Überprüfen Sie die Motorantriebs- und Werkzeugtemperaturen.Überprüfen Sie, ob das Werkzeug überlastet ist.
Die Modbus RTU-Kommunikation funktioniert nicht.Stellen Sie sicher, dass JP1 und JP12 nicht gesetzt sind.Überprüfen Sie Baudrate, Parität, Stopp- und Datenbits.Überprüfen Sie die Sende-/Empfangsanzeigen D29 und D30; diese blinken, wenn auf dem Bus Aktivität stattfindet.Überprüfen Sie, ob A-Pin und B-Pin richtig angeschlossen sind.Prüfen Sie,ob das Hinzufügeneines Abschlusswiderstands (JP2), eines A-Pin Pull-Down-Widerstands (JP3) oder eines B-Pin Pull-Up-Widerstands (JP4) das Problem löst.Überprüfen Sie die Slave-Adresse (setzen Sie den JP13-Jumper und verwenden Sie die Anzeigen D2–D3, D17–D22, um die aktuelle Adresse abzulesen).
I/O-Gateway-Kommunikation funktioniert nicht.Stellen Sie sicher, dass JP1 und JP12 nicht gesetzt sind.Überprüfen Sie die Konfiguration des Gateway-NetzwerksÜberprüfen Sie die 24-VDC-Spannungsversorgung.Überprüfen Sie, ob dasModbus RTU-Adapterkabel richtig angeschlossen ist.
Schnittstelle der digitalen Drehzahlregelung funktioniert nicht.Stellen Sie sicher, dass JP1 nicht gesetzt ist.Überprüfen Sie, ob JP12 gesetzt ist.Überprüfen Sie dieSpannung an einem auf HIGHgesetzten Eingang, sie sollte zwischen 15–33 VDC liegen.Überprüfen Sie die Spannung an einem auf LOW gesetzten Eingang, sie sollte nahe null Volt liegen.Überprüfen Sie den Massenanschluss.
Die Anzeige D36 leuchtet rot oder die Werkzeugdrehzahl ist zu hoch/niedrig.Überprüfen Sie die die Verdrahtung von C+/C-/P+/P- an J3.

Information zur Entsorgung

GEFAHR

Mirka AIROS 350S - GEFAHR - 1

Die Geräte müssen durch Entfernen des Netzkabels unbrauchbar gemacht werden.

Beachten Sie die nationalen Regeln und Bestimmungen zur umweltgerechten Entsorgung und zum Recycling von ausgedienten Maschinen, Verpackungen und Zubehör.

Nur EU: Elektrowerkzeuge dürfen nicht als Hausmüll entsorgt werden. In Übereinstimmung mit EU-Richtlinien über die Entsorgung von Elektro- und Elektronik-Altgeräten und deren Umsetzung in nationales Recht müssen Elektrowerkzeuge, die das Ende ihrer Lebensdauer erreicht haben, getrennt entsorgt und einer umweltgerechten Wiederverwertung zugeführt werden.

Weitere Informationen zu REACH, RoHS und unserer sozialen Verantwortung als Unternehmen finden Sie auf www.mirka.com

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Produktinformationen

Marke : Mirka

Modell : AIROS 350S

Kategorie : Elektroschrank