PT5096 - Drucksensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG PT5096 IFM
Betriebsanleitung
Elektronischer Drucksensor
für den industriellen und mobilen Bereich
PT50
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
2 Sicherheitshinweise 4
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
3.1 Einsatzbereich 5
3.2 Einsatz in mobilen Arbeitsmaschinen 5
4 Funktion 6
4.1 Stromausgang 4...20 mA 6
5 Montage 7
6 Elektrischer Anschluss 8
7 Technische Daten.... 9
8 Entsorgung, Instandsetzung und Rücksendung 10
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.

VORSICHT
Bei hohen Medientemperaturen können sich Bereiche des Gerätes erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht berühren.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät erfasst den Systemdruck und setzt ihn in ein analoges Ausgangssignal um.
3.1 Einsatzbereich
Druckart: Relativdruck

Das Gerät ist vakuumfest. Die Angaben im Datenblatt beachten!

Angaben zu Druckfestigkeit und Berstdruck → Datenblatt

Statische und dynamische Überdrücke, die die angegebenen Druckfestigkeit überschreiten, sind durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden. Der angegebene Berstdruck darf nicht überschritten werden. Schon bei kurzzeitiger Überschreitung des Berstdrucks kann das Gerät zerstört werden. ACHTUNG: Verletzungsgefahr!

Für Geräte mit einem Messbereichsendwert von 600 bar gelten die Grenzen der Druckzyklen über die Lebensdauer ( → Technische Daten).

Bei Leitungen größer 30 m oder Einsatz außerhalb von Gebäuden besteht die Gefahr von Überspannungspulsen aus Fremdquellen. Wir empfehlen den Einsatz in geschützten Betriebsumgebungen mit Begrenzung von Überspannungspulsen auf max. 500 V.

Druckgeräterichtlinie (DGRL): Die Geräte mit Messbereichsendwert 6...400 bar entsprechen der Druckgeräterichtlinie, sind für Medien der Fluidgruppe 2 ausgelegt und werden nach guter Ingenieurpraxis hergestellt. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage!

Druckgeräterichtlinie (DGRL): Die Geräte mit Messbereichsendwert 600 bar entsprechen der Druckgeräterichtlinie, sind für Medien der Fluidgruppe 2 ausgelegt und werden nach Modul A hergestellt und geprüft. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage!
3.2 Einsatz in mobilen Arbeitsmaschinen
Drossel im Prozessanschluss:
In Hydrauliksystemen mobiler Arbeitsmaschinen kann es, abhängig vom jeweiligen Betriebszustand, zu hochdynamischen Effekten wie z. Bsp. Druckspitzen und Kavitation kommen. Zur Dämpfung dieser Effekte am Messelement des Sensors, ist ein Blendenelement im Prozessanschluss fixiert. Der speziell ausgeformte Gewindegang des Blendenelements entspricht der Blendenwirkung einer Bohrung von 0,3 mm.

Hohe Viskositäten können die Reaktionsgeschwindigkeit um einige Millisekunden verzögern. Starke Verschmutzungen können die Funktionalität beeinträchtigen.
4 Funktion
4.1 Stromausgang 4 20 mA

| P = | Systemdruck |
| MEW = | Messbereichsendwert |
Im Messbereich liegt das Ausgangssignal zwischen 4 und 20 mA. Bei Über- oder Unterschreitung des Messbereichs verhält sich der Analogausgang, ohne Einhaltung der Genauigkeit wie folgt:
• Systemdruck oberhalb des Messbereichs: 20...25 mA.
- Systemdruck unterhalb des Messbereichs: 4...3 mA.
5 Montage

Vor Ein- und Ausbau des Gerätes: Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist.
▶ Gerät in einen Prozessanschluss G 1/4 einsetzen.


Nur über die vorgesehene Schlüsselfläche am Prozessanschluss einschrauben.
▶ Fest anziehen. Empfohlenes Anzugsmoment:
| Messbereichsendwert in bar | Anzugsmoment in Nm |
| 6...400 | 25...35 |
| 600 | 30...50 |
| Abhängig von Schmierung, Dichtung und Druckbelastung. | |
6 Elektrischer Anschluss
Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
Bei Marineanwendungen (soweit Gerätezulassung vorhanden) müssen in Übereinstimmung mit den jeweiligen Normen geeignete Kabel und konfektionierbare Ventilstecker verwendet werden.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


| Pin | |
| 1: | L+ |
| 2: | Analogausgang 4...20 mA |
| 3: | Nicht belegt |
| ± | Funktionserde (FE) |
▶ Ventilstecker Kabeldose aufstecken.
▶ Zentralschraube Ventilstecker Kabeldose festdrehen: Empfohlenes Anzugsdrehmoment: 0,2...0,5 Nm.

1: Zentralschraube Ventilstecker Kabeldose
2: Ventilstecker Kabeldose
3: Drucksensor
Der Ventilstecker Kabeldose gehört nicht zum Lieferumfang: Zubehör www.ifm.com
7 Technische Daten

Die Angabe der folgenden technischen Daten wird von der Druckgeräterichtlinie (DGRL) für Geräte mit einem Messbereichsendwert von 600 bar gefordert.
| PT5060 | |
| Betriebsspannung [V] | 8...36 DC |
| Analogausgang | 4...20 mA |
| Mediumtemperatur [°C] | -40...125 |
| Umgebungstemperatur [°C] | -40...100 |
| Lagertemperatur [°C] | -40...100 |
| Druckzyklen (min.) über Lebensdauer | 60 Mio. bei 1,2 x Nenndruck |
| Schockfestigkeit [g] | 500 (DIN EN 60068-2-27, 1 ms) |
| Vibrationsfestigkeit [g] | 20 (DIN EN 60068-2-6, 10...2000 Hz) |
8 Entsorgung, Instandsetzung und Rücksendung
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
▶ Für den Transport nur geeignete Verpackungen verwenden, um Beschädigungen des Gerätes zu vermeiden.