PV2102 - Nicht kategorisiert IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Drucksensor |
| Modell | PV2102 |
| Marke | IFM |
| Messbereich | 0...10 bar |
| Ausgangssignal | 4...20 mA / Schaltausgang |
| Anschluss | G1/4 Außengewinde |
| Betriebsspannung | 18...30 V DC |
| Stromaufnahme | < 50 mA |
| Schutzart | IP67 |
| Umgebungstemperatur | -25...80 °C |
| Medientemperatur | -25...125 °C |
| Gehäusematerial | Edelstahl / PBT |
| Abmessungen (L x B x H) | 50 x 30 x 30 mm |
| Gewicht | ca. 80 g |
| Anzeige | 2-farbige LED (grün/rot) |
| Einstellmöglichkeiten | Teach-In über Taste oder IO-Link |
| Reinigung | Mit trockenem Tuch abwischen, keine aggressiven Reiniger |
| Sicherheitshinweise | Nur durch Fachpersonal installieren, Spannungsfrei schalten vor Wartung |
| Ersatzteile | Dichtungen, Anschlussstecker (Typ M12) |
| Reparatur | Gerät nicht öffnen, bei Defekt an Hersteller senden |
Häufig gestellte Fragen - PV2102 IFM
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BEDIENUNGSANLEITUNG PV2102 IFM
Elektronischer Drucksensor
für den industriellen Bereich
PV2102
80286594 / 00 05 / 2019

2 Sicherheitshinweise....3
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 4
3.1 Einsatzbereich 4
3.2 Einsatz in Hydrauliksystemen 4
4 Funktion....5
4.1 Kommunikation, Parametrierung, Auswertung 5
4.2 Schaltfunktion 5
4.3 IO-Link 6
5 Montage....6
6 Elektrischer Anschluss....7
7 Parametrierung....8
7.1 Parametrieren über PC....8
7.2 Parametrieren über Memory Plug 8
7.3 Liste der Parameter 9
8 Werkseinstellung ....10
1 Vorbemerkung
1.1 Verwendete Symbole
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis

Warnung vor Personenschäden.
Leichte, reversible Verletzungen sind möglich.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
- Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
• Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.

Bei Medientemperaturen über 40°C können sich Bereiche des Gerätes auf über 70°C erwärmen.
Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht berühren
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät misst und überwacht den Systemdruck von Maschinen und Anlagen.
3.1 Einsatzbereich
- Druckart: Relativdruck
| Bestellnummer Messbereich Druckfestigkeit Berstdruck | |||
| Drucksensor mit Außengewinde R^1/4 | |||
| MPa MPa MPa | |||
| PV2102 0...10 25 100 | |||

Statische und dynamische Überdrücke, die die angegebenen Druckfestigkeit überschreiten, sind durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden. Der angegebene Berstdruck darf nicht überschritten werden. Schon bei kurzzeitiger Überschreitung des Berstdrucks kann das Gerät zerstört werden. ACHTUNG: Verletzungsgefahr!

Druckgeräterichtlinie (DGRL): Die Geräte mit Druckfestigkeit ≤ 100 MPa entsprechen der Druckgeräterichtlinie, sind für Medien der Fluidgruppe 2 ausgelegt und werden nach guter Ingenieurpraxis hergestellt. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage!

Die Geräte sind vakuumfest.
3.2 Einsatz in Hydrauliksystemen
Drossel im Prozessanschluss:
In Hydrauliksystemen kann es, abhängig vom jeweiligen Betriebszustand, zu hochdynamischen Effekten wie z. B. Druckspitzen, Kavitation ... kommen. Zur Dämpfung dieser Effekte am Messelement des Sensor, ist ein Blendenelement im Prozessanschluss fixiert.
Der speziell ausgeformte Gewindegang des Blendenelements entspricht der Blendenwirkung einer Bohrung von 0,3 mm.

Zu beachten ist: Hohe Viskositäten können die Reaktionsgeschwindigkeit um einige Millisekunden verzögern. Starke Verschmutzungen können die Funktionalität beeinträchtigen.
4 Funktion
- Das Gerät erzeugt Ausgangssignale entsprechend der Betriebsart und der Parametrierung.
- Zusätzlich stellt es die Prozessdaten, Ausgangssignale und Diagnosemeldungen über IO-Link zur Verfügung.
4.1 Kommunikation, Parametrierung, Auswertung
| OUT1 (Pin 4) | • Schaltsignal für Systemdruck-Grenzwert• Kommunikation über IO-Link |
| OUT2 (Pin 2) • | Schaltsignal für Systemdruck-Grenzwert |
DE
4.2 Schaltfunktion
OUTx ändert seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen (SPx, rPx). Dabei sind folgende Schaltfunktionen wählbar:
- Hysteresefunktion / Schließer: [ou1] / [ou2] = [Hno] (→ Abb. 1).
- Hysteresefunktion / Öffner: [ou1] / [ou2] = [Hnc] (→ Abb. 1).
Zuerst wird der Schaltpunkt (SPx) festgelegt, dann der Rückschaltpunkt (rPx). Die so definierte Hysterese bleibt auch bei erneuter Änderung von SPx erhalten. - Fensterfunktion / Schließer: [ou1] / [ou2] = [Fno] (→ Abb. 2).
- Fensterfunktion / Öffner: [ou1] / [ou2] = [Fnc] (→ Abb. 2).
Die Breite des Fensters ist einstellbar durch den Abstand von FHx zu FLx.
FHx = oberer Wert, FLx = unterer Wert.

Bei Einstellung auf Fensterfunktion haben Schalt- und Rückschaltpunkt eine feste Hysterese von 0,25 % der Messspanne.
4.3 IO-Link
Dieses Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, die für den Betrieb eine IO-Link-fähige Baugruppe (IO-Link-Master) voraussetzt.
Die IO-Link-Schnittstelle ermöglicht den direkten Zugriff auf Prozess- und Diagnosedaten und bietet die Möglichkeit, das Gerät im laufenden Betrieb zu parametrieren.
Des Weiteren ist die Kommunikation über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit einem USB-Adapterkabel möglich ( 7).
Die zur Konfiguration des Gerätes notwendigen Detailinformationen über Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameteradressen sind der IODD zu entnehmen. Alle notwendigen Informationen zur benötigten IO-Link-Hardware und Software finden Sie unter www.ifm.com.
5 Montage

Vor Ein- und Ausbau des Gerätes:
Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist.
▶ Gerät in einen passenden Prozessanschluss einsetzen.
▶ Fest anziehen. Empfohlenes Anzugsdrehmoment: Max. 50 Nm (Abhängig von Schmierung, Dichtung und Druckbelastung)
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Die nationalen und internationalen Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen sind zu befolgen.
Spannungsversorgung nach EN50178, SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:
Adernfarben
| BK schwarz |
| BN braun |
| BU blau |
| WH weiß |


flowchart
graph TD
A["Component"] -->|1| B["BN"]
A -->|2| C["WH"]
A -->|4| D["BK"]
A -->|3| E["BU"]
B --> F["L+"]
C --> G["OUT2"]
D --> H["OUT1"]
E --> I["L-"]
OUT1: Schaltausgang oder IO-Link
OUT2: Schaltausgang
Farbkennzeichnung nach DIN EN 60947-5-2
Beispielbeschaltungen
| 2 x p-schaltend 2 x n-schaltend | |
![]() | ![]() |
| 1 x p-schaltend, 1 x IO-Link 1 x n-schaltend, 1 x IO-Link | |
![]() | ![]() |
7 Parametrierung

Das Gerät ist nur mittels IO-Link Funktion parametrierbar.
▶ IO-Link Hard- und Software für Parametriervorgang vorbereiten.
▶ Gerät z. B. mit IO-Link Interface ( 7.1) oder programmiertem Memory Plug ( 7.2) verbinden.
▶ Parametrierung durchführen.
▶ Gerät in Betrieb nehmen.
Die Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Gerätes oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Das Ändern von Parametern während des Betriebs beeinflusst möglicherweise die Funktionsweise der Anlage!
▶ Sicherstellen, dass keine Fehlfunktionen in der Anlage entstehen.
7.1 Parametrieren über PC
Für die Parametrierung ist eine IO-Link fähige Software erforderlich (z. B. LINERECORDER SENSOR).
Für die Anbindung des Gerätes über die USB-Schnittstelle eines Computers stehen IO-Link Interfaces der ifm zur Verfügung → www.ifm.com.
▶ Computer, Software und Interface vorbereiten.
▶ Gerät mit IO-Link Interface verbinden.
▶ Dem Menü der IO-Link Software folgen.
▶ Parametrierung durchführen.
▶ Gerät in Betrieb nehmen.
Einstellbare Parameter ( 7.3).
7.2 Parametrieren über Memory Plug
Über einen entsprechenden Memory Plug (Speichermodul) kann ein Parametersatz auf das Gerät geschrieben / übertragen werden → www.ifm.com.
▶ Passender Parametersatz (z. B. über einen PC) in den Memory Plug laden
▶ Memory Plug zwischen Sensor und Kabeldose anschließen
Bei anliegender Spannungsversorgung wird der Parametersatz vom Memory Plug auf den Sensor übertragen.
▶ Memory Plug entfernen.
▶ Gerät in Betrieb nehmen.
Einstellbare Parameter ( 7.3).

Der Memory Plug ist auch einsetzbar um aktuelle Parametrierung eines Gerätes zu speichern und auf andere, baugleiche Geräte zu übertragen.
Weitere Information zum Memory Plug stehen in der jeweiligen technischen Dokumentation zur Verfügung → www.ifm.com.
7.3 Liste der Parameter
| Parameter Funktion | |
| SPx/rPx Oberer | / unterer Grenzwert für Systemdruck, bei dem OUTx bei Hystereseeinstellung schaltet.Voraussetzung: Einstellung OUTx ist [Hno] oder [Hnc]. |
| FHx/FLx Oberer | / unterer Grenzwert für Systemdruck, bei dem OUTx bei Fenstereinstellung schaltet.Voraussetzung: Einstellung OUTx ist [Fno] oder [Fnc]. |
| ou1 Ausgangsfunktion für OUT1:Schaltsignal für die Druckgrenzwerte: Hysteresefunktion [H ..] oder Fensterfunktion [F ..], jeweils Schließer [. no] oder Öffner [. nc]. | |
| ou2 Ausgangsfunktion für OUT2:Schaltsignal für die Druckgrenzwerte: Hysteresefunktion [H . ] oder Fensterfunktion [F . .], jeweils Schließer [. no] oder Öffner [. nc]. | |
| dS1 / dS2 Schaltverzögerung für OUT1 / OUT2. | |
| dr1 / dr2 Rückschaltverzögerung für OUT1 / OUT2. | |
| P-n Schaltlogik der Ausgänge: pnp / npn. | |
| Lo Minimalwertspeicher für Systemdruck. | |
| Hi Maximalwertspeicher für Systemdruck. | |
| dAP Dämpfung des Schaltpunktes. | |
| coF Nullpunkt-Kalibrierung | |
| HIPS Einstellung der Schwelle für den Überlastzähler | |
| HIPC | Anzahl der Überlastvorgänge |
Weitere Informationen sind der IODD-Beschreibung oder den kontextspezifischen Parameterbeschreibungen der verwendeten IO-Link Software zu entnehmen.
8 Werkseinstellung
| Werkseinstellung Benutzer-Einstellung | |
| SP1 2 MPa | |
| rP1 1,95 MPA | |
| ou1 Hno | |
| ou2 Hnc | |
| SP2 2 MPa | |
| rP2 1,95 MPa | |
| dS1 0,0 | |
| dr1 0,0 | |
| dS2 0,0 | |
| dr2 0,0 | |
| P-n PnP | |
| dAP 0,06 | |
| coF 0 | |
| HIPS 10 MPa | |
| HIPC 0 |
DE
Weitere Informationen unter www.ifm.com



