IFM SD6101 - Drucksensor

SD6101 - Drucksensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice IFM SD6101 - page 4
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Produkttyp IFM SD6101 - Durchfluss- und Temperaturüberwachungssystem
Messprinzip Kalorimetrisch
Ausgang 1 (OUT1) Schaltsignal für Durchflussgrenzwerte (Hno, Hnc, Fno, Fnc), Impulssignal für Mengenzähler, Vorwahlzähler (konfigurierbar)
Ausgang 2 (OUT2) Schaltsignal für Durchfluss oder Temperatur, Analogsignal 4...20 mA, oder Eingang für externes Resetsignal (InD)
Anzeige 4-stellige alphanumerische Anzeige mit 8 LEDs für Einheit und Schaltzustand
Spannungsversorgung Nach EN 50178, SELV, PELV (Pin 1: L+, Pin 3: L-)
Medium Gase: Argon (Ar), Kohlendioxid (CO2), Stickstoff (N2) – wählbar
Normbedingungen DIN ISO 2533 (14,69 psi, 59 °F, 0 % rel. Feuchte); Normdruck und -temperatur einstellbar
Schleichmengenunterdrückung (LFC) Einstellbar 0,15 %...1,05 % des Messbereichsendwertes
IO-Link Ja; Kommunikation und Parametrierung über IO-Link-Master oder USB-Adapterkabel
Montage Einbau in Rohrleitung, definierte Ein-/Auslaufstrecken beachten, verschiedene Einbaulagen möglich (senkrecht, waagerecht)
Wartung Wartungsfrei; gelegentliche Sichtprüfung und Reinigung der Messfühler mit alkoholischer Lösung
Sicherheit Montage und Anschluss nur durch autorisiertes Fachpersonal; Anlage vor Arbeiten drucklos schalten
Fehlerverhalten Ausgänge Konfigurierbar (EIN, AUS oder normal bei Fehler); Kurzschlussanzeige (SC1, SC2, SC)
Menüfunktionen Hauptmenü und erweiterte Funktionen (Dämpfung, Zählerreset, Anzeigekonfiguration, etc.)
Werkseinstellung Rücksetzbar über Menüpunkt rES

Häufig gestellte Fragen - SD6101 IFM

Welche Medien kann das IFM SD6101 überwachen?
Wie schließe ich das Gerät elektrisch an?
Wie stelle ich einen Schaltpunkt für Durchfluss ein?
Was bedeutet die Fehleranzeige 'OL'?
Wie setze ich den Mengenzähler (Totalisator) zurück?
Kann ich das Gerät über IO-Link parametrieren?
Welche Einbaulagen sind erlaubt?
Wie reinige ich die Messfühler?
Was tun bei Fehleranzeige 'SC1'?
Wie stelle ich die Normbedingungen für den Volumenstrom ein?

Benutzerfragen zu SD6101 IFM

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BEDIENUNGSANLEITUNG SD6101 IFM

1 Vorbemerkung ....4

1.1 Verwendete Symbole....4

2 Sicherheitshinweise....4

3 Bestimmungsgemäße Verwendung....5

4 Funktion....5

4.1 Verarbeiten der Messsignale 5
4.2 Durchfluss-Überwachung 6
4.3 Verbrauchsmengen-Überwachung (Totalisatorfunktion)......6

4.3.1 Verbrauchsmengen-Überwachung mit Impulsausgang......7

4.3.2 Verbrauchsmengen-Überwachung mit Vorwahlzähler......7

4.4 Temperatur-Überwachung 7
4.5 Durchfluss- oder Temperatur-Überwachung / Schaltfunktion 8

4.5.1 Hysteresefunktion....8

4.5.2 Fensterfunktion....8

4.6 Durchfluss- oder Temperaturüberwachung / Analogfunktion 9
4.7 Einstellen der Normbedingungen des Volumenstroms......10
4.8 Schleichmengenunterdrückung (LFC)....10

5 Montage....10

5.1 Montageort 10
5.2 Einbaubedingungen....10
5.3 Einbaulage....11
5.4 Einbau in Rohrleitungen 12

6 Elektrischer Anschluss....12
7 Bedien- und Anzeigeelemente....14
8 Menü....15

8.1 Hauptmenü 15
8.2 Erweiterte Funktionen....17

9 Inbetriebnahme....19
10 Parametrieren....19

10.1 IO-Link 19

10.1.1 Allgemeine Informationen....19
10.1.2 Gerätespezifische Informationen....20

10.1.3 Parametrierwerkzeuge 20

10.2 Parametriervorgang allgemein 20

10.2.1 Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2:......21

10.2.2 Verriegeln / Entriegeln 21

10.2.3 Timeout....21

10.3 Einstellungen für Durchfluss-Überwachung 22

10.3.1 Grenzwertüberwachung mit OUT1 konfigurieren 22

10.3.2 Grenzwertüberwachung mit OUT2 konfigurieren 22

10.3.3 Analogwert für Durchfluss konfigurieren....22

10.4 Einstellungen für Verbrauchsmengen-Überwachung 23

10.4.1 Mengenüberwachung durch Impulsausgabe konfigurieren......23

10.4.2 Mengenüberwachung durch Vorwahlzähler konfigurieren......23

10.4.3 Einstellen der Impulswertigkeit 23

10.4.4 Zählerreset manuell 24

10.4.5 Zählerreset zeitgesteuert....24

10.4.6 Zählerreset ausschalten 24

10.4.7 Zählerreset durch externes Signal konfigurieren....25

10.5 Einstellungen für Temperatur-Überwachung 25

10.5.1 Grenzwertüberwachung mit OUT2 konfigurieren 25

10.5.2 Analogwert für Temperatur konfigurieren....25

10.6 Benutzereinstellungen (optional) 25

10.6.1 Standard-Maßeinheit für Durchfluss festlegen 25

10.6.2 Standard-Anzeige konfigurieren 26

10.6.3 Messwertdämpfung einstellen....26

10.6.4 Fehlerverhalten der Ausgänge einstellen 26

10.6.5 Normdruck einstellen....26

10.6.6 Normtemperatur einstellen 27

10.6.7 Schleichmengenunterdrückung einstellen....27

10.6.8 Zu überwachendes Medium auswählen....27

10.7 Service-Funktionen....27

10.7.1 Min-/Maxwerte für Durchfluss ablesen 27

10.7.2 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen 27

11 Betrieb....28

11.1 Prozesswert ablesen....28

11.2 Wechsel der Anzeigeeinheit im Run-Modus 28

11.3 Einstellung der Parameter ablesen....29

11.4 Fehleranzeigen 29

11.5 Allgemeine Betriebsbedingungen 29
12 Technische Daten und Maßzeichnung....29
13 Werkseinstellung ....30

1 Vorbemerkung

1.1 Verwendete Symbole

▶ Handlungsanweisung

Reaktion, Ergebnis

[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

→ Querverweis

IFM SD6101 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich.

IFM SD6101 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis.

2 Sicherheitshinweise

  • Lesen Sie vor der Inbetriebnahme des Gerätes dieses Dokument. Vergewissern Sie sich, dass sich das Produkt uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen eignet.
    • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und/oder Personenschäden führen.
  • Stellen Sie vor Ein-/Ausbauarbeiten von Komponenten der Druckluftanlage sicher, dass die Anlage stillsteht und drucklos ist.
  • Unsachgemäßer oder nicht bestimmungsgemäßer Gebrauch kann zu Funktionsstörungen des Gerätes oder zu unerwünschten Auswirkungen in Ihrer Applikation führen. Deshalb dürfen Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Gerätes nur durch ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchgeführt werden.
  • Um den einwandfreien Zustand des Gerätes für die Betriebszeit zu gewährleisten, ist es notwendig, das Gerät nur für Messstoffe einzusetzen, gegen die die prozessberührenden Materialien hinreichend beständig sind (→ Technische Daten).

  • Die Verantwortung, ob die Messgeräte für den jeweiligen Verwendungszweck in Frage kommen, liegt beim Betreiber. Der Hersteller übernimmt keine Haftung für Folgen von Fehlgebrauch durch den Betreiber. Eine unsachgemäße Installation und Bedienung der Messgeräte führt zum Verlust der Gewährleistungsansprüche.

  • Einwandfreier Betrieb und Einhalten der Messgenauigkeit können nur gewährleistet werden, wenn die in den Technischen Daten angegebenen Umgebungsbedingungen eingehalten werden. Achten Sie besonders darauf, dass der maximale Druckbereich, der Messbereich und die zulässige Umgebungstemperatur nicht überschritten werden.

3 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät überwacht den Normvolumenstrom von Gasen.

Es erfasst die 4 Prozessgrößen Strömungsgeschwindigkeit, Durchflussmenge, Verbrauchsmenge, Medientemperatur.

- Einsatzbereich:

  • Argon (Ar)
  • Kohlendioxid (CQ)
  • Stickstoff (N)

  • Wahl des zu überwachenden Mediums → 10.6.8.

  • Alle Angaben gelten für Normvolumenstrom nach DIN ISO 2533, d. h. Volumenstrom bei 14,69 psi, 59 °F und 0 % relativer Luftfeuchtigkeit. Das Gerät kann auf andere Normbedingungen eingestellt werden (→ 10.6.5 und → 10.6.6).
  • Es gelten die allgemeinen Betriebsbedingungen von gasgefüllten Anlagen.
  • Druckgeräterichtlinie (DGRL): Die Geräte mit Messstrecke entsprechen Art. 3 Abs. (3) der Richtlinie 97/23/EG und sind für stabile Gase der Fluidgruppe 2 nach guter Ingenieurspraxis ausgelegt und hergestellt.

4 Funktion

4.1 Verarbeiten der Messsignale

Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an.

Es erzeugt 2 Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.

OUT1: 4 Wahlmöglichkeiten Parametrierung

  • Schaltsignal für Durchflussmengen-Grenzwert → 10.3.1
  • oder Schaltsignal für Grenzwert Strömungsgeschwindigkeit → 10.3.1
  • oder Impulssignal für Mengenzähler → 10.4.1
  • oder Schaltsignal für Vorwahlzähler → 10.4.2

OUT2: 6 Wahlmöglichkeiten Parametrierung

  • Schaltsignal für Durchflussmengen-Grenzwert → 10.3.2
  • oder Schaltsignal für Grenzwert Strömungsgeschwindigkeit → 10.3.2
  • oder Schaltsignal für Temperatur-Grenzwert → 10.5.1
  • oder Analogsignal für Durchflussmenge → 10.3.3
  • oder Analogsignal für Strömungsgeschwindigkeit → 10.3.3
  • oder Analogsignal für Temperatur → 10.5.2

Statt als Ausgang kann OUT2 (Pin2) als Eingang für ein externes → 10.4.7 Resetsignal genutzt werden

4.2 Durchfluss-Überwachung

Der Durchfluss wird durch ein kalorimetrisches Messsystem überwacht, die Messsignale werden durch die Elektronik ausgewertet.

Die Signale zur Messung der Durchflussmenge können folgendermaßen ausgegeben werden:

  1. Zwei Schaltsignale für Durchflussmengen-Grenzwerte an Ausgang 1 und Ausgang 2 ( 4.5).
  2. Ein durchflussproportionales Analogsignal (4...20 mA) an Ausgang 2 ( 4.6).

4.3 Verbrauchsmengen-Überwachung (Totalisatorfunktion)

Das Gerät besitzt einen internen Mengenzähler. Dieser summiert fortlaufend die Durchflussmenge. Die Summe entspricht der aktuellen Verbrauchsmenge seit dem letzten Reset.

  • Der aktuelle Zählerstand kann angezeigt werden.
  • Zusätzlich wird der Wert vor dem letzten Reset gespeichert. Auch dieser Wert kann angezeigt werden.

IFM SD6101 - Verbrauchsmengen-Überwachung (Totalisatorfunktion) - 1

Der Zähler speichert alle 10 Minuten die summierte Verbrauchsmenge. Nach einer Spannungsunterbrechung steht dieser Wert als aktueller Zählerstand zur Verfügung. Ist ein zeitgesteuerter Reset eingestellt, wird auch die verstrichene Zeit des eingestellten Resetintervalls gespeichert. Der mögliche Datenverlust kann somit maximal 10 Minuten betragen.

- Überlauf: Nach dem Maximalwert (9 999 999 scf) wird der Zähler auf 0 zurückgesetzt.

Der Zähler kann folgendermaßen zurückgesetzt werden:

→ 10.4.4 Zählerreset manuell.
→ 10.4.5 Zählerreset zeitgesteuert.
→ 10.4.7 Zählerreset durch externes Signal konfigurieren.

4.3.1 Verbrauchsmengen-Überwachung mit Impulsausgang

Ausgang 1 gibt jedesmal einen Zählimpuls, wenn die eingestellte Durchflussmenge erreicht ist ( 10.4.1).

4.3.2 Verbrauchsmengen-Überwachung mit Vorwahlzähler

Ausgang 1 schaltet, wenn die eingestellte Durchflussmenge erreicht ist ( 10.4.2). Es sind 2 Arten der Überwachung möglich:

  1. Zeitabhängige Mengenüberwachung ( 10.4.5 Zählerreset zeitgesteuert):

- Wird die Menge x während der Zeitdauer t erreicht, schaltet Ausgang 1 und bleibt eingeschaltet, bis der Zähler zurückgesetzt wird. - Ist die Menge x nach Ablauf der Zeitdauer t nicht erreicht, wird der Zähler automatisch zurückgesetzt und die Zählung beginnt erneut; Ausgang 1 schaltet nicht.

  1. Nicht zeitabhängige Mengenüberwachung ( 10.4.6 Zählerreset ausschalten).

- Wird Menge x erreicht, schaltet Ausgang 1 und bleibt eingeschaltet, bis der Zähler zurückgesetzt wird.

4.4 Temperatur-Überwachung

Zur Temperatur-Überwachung können folgende Signale ausgegeben werden:

  1. Ein Schaltsignal für Temperatur-Grenzwerte an Ausgang 2 ( 4.5).
  2. Ein temperaturproportionales Analogsignal (4...20 mA) an Ausgang 2 ( 4.6).

4.5 Durchfluss- oder Temperatur-Überwachung / Schaltfunktion

OUTx ändert seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen (SPx, rPx). Dabei sind folgende Schaltfunktionen wählbar:

4.5.1 Hysteresefunktion

IFM SD6101 - Hysteresefunktion - 1

line | t | Q | | ---- | ----- | | 0 | 0 | | 1 | SP | | 2 | rP | | 3 | HY | | 4 | 0 |

Beispiel für Durchfluss-Überwachung HY = Hysterese

Zuerst wird der Schaltpunkt (SPx) festgelegt, dann im gewünschten Abstand der Rückschaltpunkt (rPx).

IFM SD6101 - Hysteresefunktion - 2

Durch Verstellen von SPx wird rPx im gleichen Abstand mitgeführt.

4.5.2 Fensterfunktion

IFM SD6101 - Fensterfunktion - 1

line | t | Q | | ---- | ----- | | 0 | 0 | | 1 | SP | | 2 | SP | | 3 | rP | | 4 | 0 |

Beispiel für Durchfluss-Überwachung FE = Fenster

Die Breite des Fensters ist einstellbar durch den Abstand von SPx zu rPx.

SPx = oberer Wert

rPx = unterer Wert.

4.6 Durchfluss- oder Temperaturüberwachung / Analogfunktion

IFM SD6101 - Durchfluss- oder Temperaturüberwachung / Analogfunktion - 1

Ausgangskennlinie Analogausgang nach Norm IEC 60947-5-7

1: Ausgangsstrom in mA
2: Arbeitsbereich
3: Messbereich
4: Bereich zwischen Analogstartpunkt und Analogendpunkt
5: Fehlermeldung [Err.] wird angezeigt
6: Messbereichsendwert (MEW)
7: Fehlermeldung [OL] wird angezeigt (= overload)
8: Analogendpunkt (AEP): legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt.
9: Verlauf des Analogsignals bei verschobenem Analogstartpunkt
10: Verlauf des Analogsignals bei Werkseinstellung
11: Analogstartpunkt (ASP): legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
12: Fehlermeldung [UL] wird angezeigt (= underload)
13: Fehlermeldung [Err.] wird angezeigt

IFM SD6101 - Durchfluss- oder Temperaturüberwachung / Analogfunktion - 2

Mindestabstand zwischen ASP und AEP = 25 % des Messbereichsendwerts.

4.7 Einstellen der Normbedingungen des Volumenstroms

Das Gerät ist abgeglichen auf einen Normvolumenstrom nach DIN ISO 2533, d. h. Volumenstrom bei 14,69 psi, 59 °F und 0 % relativer Luftfeuchtigkeit.

Das Gerät kann auf andere Normbedingungen eingestellt werden:

  • Mit dem Menüpunkt [rEF.P] wird der Normdruck eingestellt, auf den sich Mess- und Anzeigewerte für Durchfluss beziehen (→ 10.6.5).
  • Mit dem Menüpunkt [rEF.T] wird die Normtemperatur eingestellt, auf die sich Mess- und Anzeigewerte für Durchfluss beziehen (→ 10.6.6).

4.8 Schleichmengenunterdrückung (LFC)

Mit dieser Funktion lassen sich geringe Durchflussmengen ausblenden ( 10.6.7). Strömungen unterhalb des LFC-Werts haben keine Auswirkung auf Anzeige und Ausgangssignale.

Beispiel: Bei LFC = 0,5 werden Durchflussmengen unterhalb 0,5 scf ausgeblendet.

5 Montage

IFM SD6101 - Montage - 1

▶ Vorschriften und Bestimmungen für Errichtung und Betrieb von Druckluftanlagen befolgen.

5.1 Montageort

▶ Gerät hinter dem Kältetrockner montieren.
▶ Gerät in der Nähe des Verbrauchers montieren.
Wird Druckluft über parallele Leitungen in die Hauptleitung eingespeist: Gerät in der Hauptleitung montieren.
Das Gerät kann hinter der Wartungseinheit eingebaut werden. Bei Verwendung von Öl für die Verbraucher: Gerät vor dem Öler einbauen.

5.2 Einbaubedingungen

Um die spezifizierte Messgenauigkeit zu erreichen, müssen folgende Einbaubedingungen eingehalten werden: Definierte Ein-/Auslaufstrecken, definierte Strömungs-Querschnittsfläche, feste Eintauchtiefe und lagerichtige Positionierung der Messelemente.

Das Gerät ist auf einer Messstrecke montiert, die diese Bedingungen erfüllt.

Bei Störungen an der Einlaufseite werden zusätzliche Beruhigungsstrecken (B) empfohlen:

IFM SD6101 - Einbaubedingungen - 1Änderungen des RohrdurchmessersB = 5 x Rohrdurchmesser
IFM SD6101 - Einbaubedingungen - 290°-Krümmer B = 5 x Rohrdurchmesser
IFM SD6101 - Einbaubedingungen - 3zwei 90°-Krümmer, eine Ebene B = 10 x Rohrdurchmesser
IFM SD6101 - Einbaubedingungen - 4zwei 90°-Krümmer, zwei Ebenen B = 15 x Rohrdurchmesser
Ventil, Schieber B = 35 x Rohrdurchmesser

5.3 Einbaulage

  • Erlaubte Einbaulagen: Messstrecke senkrecht, Position beliebig (Abb. 1, 2); Messstrecke waagerecht, Gerät senkrecht (Abb. 3, 5), Gerät seitlich liegend, Messstrecke links (Abb. 4).
  • Vermeiden Sie die Einbaulage Abb. 6 (Gerät seitlich liegend, Messstrecke rechts). Bei geringem Durchfluss kann die spezifizierte Messgenauigkeit nicht eingehalten werden.

1 2 3 4 5 6

5.4 Einbau in Rohrleitungen

▶ Gerät entsprechend der Durchflussrichtung (Pfeil auf dem Gerät) in Rohrleitung einsetzen und festziehen.

IN OUT

6 Elektrischer Anschluss

IFM SD6101 - Elektrischer Anschluss - 1

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

Befolgen Sie die nationalen und internationalen Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen.

Spannungsversorgung nach EN 50178, SELV, PELV.

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM SD6101 - Elektrischer Anschluss - 2

BK: schwarz

BN: braun

BU: blau

WH: weiß

IFM SD6101 - Elektrischer Anschluss - 3

flowchart
graph TD
    A[" "] -->|1| B["BN"]
    A -->|2| C["WH"]
    A -->|4| D["BK"]
    A -->|3| E["BU"]
    B --> F["L+"]
    C --> G["OUT2"]
    D --> H["OUT1"]
    E --> I["L-"]

Farbkennzeichnung nach DIN EN 60947-5-2

Beispielschaltungen:

2 x p-schaltend 1 x p-schaltend / 1 x analog

IFM SD6101 - Beispielschaltungen: - 1

flowchart
graph TD
    A["Component"] -->|1 BN| B["L+"]
    A -->|2 WH| C["Component"]
    A -->|4 BK| D["Component"]
    A -->|3 BU| E["Component"]
    A --> F["L-"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#ccf,stroke:#333
    style C fill:#cfc,stroke:#333
    style D fill:#fcc,stroke:#333
    style E fill:#cff,stroke:#333
    style F fill:#ffc,stroke:#333

IFM SD6101 - Beispielschaltungen: - 2

Pin 1 L+
Pin 3 L-
Pin 4(OUT1)• Schaltsignal: Grenzwerte für Durchfluss• Impulssignal: Je 1 Impuls, wenn vorgegebene Durchflussmenge erreicht ist• Schaltsignal: Mengenzähler hat Vorwahlwert erreicht• IO-Link
Pin 2(OUT2/InD)• Schaltsignal: Grenzwerte für Durchfluss• Schaltsignal: Grenzwerte für Temperatur• Analogsignal für Durchfluss• Analogsignal für Temperatur• Eingang für externes Resetsignal (InD)

DE

7 Bedien- und Anzeigeelemente

①②③④⑤⑥⑦⑧ scfm scfh sfs scf °F 10³ OUT2 OUT1 ⑨ Mode/Enter Set ⑩ ⑪

1 bis 8: Indikator-LEDs
• LED 1-6 = Einheit des aktuell dargestellten Prozesswertes → 11.1 Prozesswert ablesen• LED 7 = Schaltzustand des Ausgangs OUT2 / des Eingangs InD• LED 8 = Schaltzustand des Ausgangs OUT1
9: Alphanumerische Anzeige, 4-stellig
• Aktuelle Durchflussmenge (bei Einstellung SELd = FLOW)• Aktuelle Strömungsgeschwindigkeit (bei Einstellung SELd = FLOW)• Zählerstand des Totalisators (bei Einstellung SELd = TOTL)• Aktuelle Medientemperatur (bei Einstellung SELd = TEMP)• Parameter und Parameterwerte
10: Taste [Mode/Enter]
• Anwahl der Parameter• Bestätigen der Parameterwerte
11: Taste [Set]
• Auslesen der eingestellten Parameterwerte• Ändern der Parameterwerte• Wechsel zu Menü-Ebene 2• Wechsel der Anzeigeneinheit im normalen Arbeitsbetrieb (Run-Modus)

8 Menü

8.1 Hauptmenü

IFM SD6101 - Hauptmenü - 1

flowchart
graph TD
    A["scfms"] --> B["fsfscf°Fscβ"]
    B --> C[" "]
    C --> D[" "]
    D --> E[" "]
    E --> F["*"]
    F --> G[" "]
    G --> H[" "]
    H --> I["S"]
    I --> J["M"]
    J --> K[" "]
    K --> L["M"]
    L --> M["SP1 S 1234 M"]
    M --> N["rP1 S 1234 M"]
    N --> O["OU1 S Hno Hnc Fno Fnc ImP M"]
    O --> P["OU2 S Hno Hnc Fno Fnc In.D I M"]
    P --> Q["ASP2 S 1234 M"]
    Q --> R["REP2 S 1234 M"]
    R --> S["EF S M"]
    S --> T["M"]
    T --> U[" "]
    U --> V[" "]
    V --> W[" "]
    W --> X[" "]
    X --> Y[" "]
    Y --> Z[" "]
    Z --> AA[" "]
    AA --> AB[" "]
    AB --> AC[" "]
    AC --> AD[" "]
    AD --> AE[" "]
    AE --> AF[" "]
    AF --> AG[" "]
    AG --> AH[" "]
    AH --> AI[" "]
    AI --> AJ[" "]
    AJ --> AK[" "]
    AK --> AL[" "]
    AL --> AM[" "]
    AM --> AN[" "]
    AN --> AO[" "]
    AO --> AP[" "]
    AP --> AQ[" "]
    AQ --> AR[" "]
    AR --> AS[" "]
    AS --> AT[" "]
    AT --> AU[" "]
    AU --> AV[" "]
    AV --> AW[" "]
    AW --> AX[" "]
    AX --> AY[" "]
    AY --> AZ[" "]
    AZ --> BA[" "]
    BA --> BB[" "]
    BB --> BC[" "]
    BC --> BD[" "]
    BD --> BE[" "]
    BE --> BF[" "]
    BF --> BG[" "]
    BG --> BH[" "]
    BH --> BI[" "]
    BI --> BJ[" "]
    BJ --> BK[" "]
    BK --> BL[" "]
    BL --> BM[" "]
    BM --> BN[" "]
    BN --> BO[" "]
    BO --> BP[" "]
    BP --> BQ[" "]
    BQ --> BR[" "]
    BR --> BS[" "]
    BS --> BT[" "]
    BT --> BU[" "]
    BU --> BV[" "]
    BV --> BW[" "]
    BW --> BX[" "]
    BX --> BY[" "]
    BY --> BZ[" "]
    BZ --> CA[" "]
    CA --> CB[" "]
    CB --> CC[" "]
    CC --> CD[" "]
    CD --> CE[" "]
    CE --> CF[" "]
    CF --> CG[" "]
    CG --> CH[" "]
    CH --> CI[" "]
    CI --> CJ[" "]
    CJ --> CK[" "]
    CK --> CL[" "]
    CL --> CM[" "]
    CM --> CN[" "]
    CN --> CO[" "]
    CO --> CP[" "]
    CP --> CQ[" "]

Erläuterung Hauptmenü

SP1 / rP1 Oberer / Unterer Grenzwert für Durchfluss.
ImPS Impulswertigkeit.
ImPRImpulswiederholung aktiv (= Impulsausgabe) oder nicht aktiv (= Funktion Vorwahlzähler).
OU1Ausgangsfunktion für OUT1 (Durchfluss oder Verbrauchsmenge):- Schaltsignal für die Grenzwerte- Impuls oder Schaltsignal für Mengenzähler.
OU2Ausgangsfunktion für OUT2 (Durchfluss oder Temperatur):- Schaltsignal für die Grenzwerte- Analogsignal: 4...20 mA [I].
Alternativ: OUT2 (Pin2) als Eingang für externes Resetsignal konfigurieren: Einstellung: [OU2] = [InD].
SP2 / rP2 Oberer / Unterer Grenzwert für Durchfluss oder Temperatur.
ASP2 / AEP2 Analogstartwert / Analogendwert für Durchfluss oder Temperatur.
Dln2 Konfigurieren des Eingangs (Pin2) für Zählerreset.
EF Erweiterte Funktionen / Öffnen der Menü-Ebene 2.

* Parameter erscheinen nur bei entsprechender Auswahl unter OU1.

** Parameter erscheinen nur bei entsprechender Auswahl unter OU2.

scf = aktueller Zählerstand in standard cubic feet

scf* = gespeicherter Zählerstand in standard cubic feet

8.2 Erweiterte Funktionen

IFM SD6101 - Erweiterte Funktionen - 1

Erläuterung Erweiterte Funktionen

HI / LOMaximalwertspeicher / Minimalwertspeicher für Durchfluss.
FOU1Verhalten von Ausgang 1 im Falle eines internen Fehlers.
FOU2Verhalten von Ausgang 2 im Falle eines internen Fehlers.
dAPMesswertdämpfung / Dämpfungskonstante in Sekunden.
rToZählerreset: Manuelles Rücksetzen / Zeitgesteuertes Rücksetzen.
diSAktualisierungsrate und Orientierung der Anzeige.
UniStandard-Maßeinheit für Durchfluss: scfm, scfh oder sfs.
SELdStandard-Messgröße der Anzeige: Durchflusswert, Zählerstand oder Medientemperatur.
MEDIWahl des zu überwachenden Mediums.
SEL2Standard-Messgröße für Auswertung durch OUT2:- Grenzwertsignal oder Analogsignal für Durchfluss.- Grenzwertsignal oder Analogsignal für Temperatur.
rEF.PNormdruck, auf den sich Mess- und Anzeigewerte für Durchfluss beziehen.
rEF.TNormtemperatur, auf die sich Mess- und Anzeigewerte für Durchfluss beziehen.
LFCSchleichmengenunterdrückung (Low flow cut-off).
rESWerkseinstellung wieder herstellen.

* Parameter erscheinen nur bei entsprechender Auswahl unter OU1.

** Parameter erscheinen nur bei entsprechender Auswahl unter OU2.

9 Inbetriebnahme

Nach Einschalten der Versorgungsspannung und Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit von ca. 1 s befindet sich das Gerät im Run-Modus (= normaler Arbeitsbetrieb). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.

- Während der Bereitschaftsverzögerungszeit sind die Ausgänge entsprechend der Programmierung geschaltet:

- EIN bei Schließerfunktion (Hno / Fno)

- AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc).

- Ist Ausgang 2 als Analogausgang konfiguriert, liegt das Ausgangssignal während der Bereitschaftsverzögerungszeit bei 20 mA (Stromausgang) oder 10 V (Spannungsausgang).

10 Parametrieren

Parameter können eingestellt werden vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs.

IFM SD6101 - Parametrieren - 1

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.

▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb (Run-Modus). Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

10.1.1 Allgemeine Informationen

Dieses Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, welche für den Betrieb eine IO-Link-fähige Baugruppe (IO-Link-Master) voraussetzt.

Die IO-Link-Schnittstelle ermöglicht den direkten Zugriff auf Prozess- und Diagnosedaten und bietet die Möglichkeit, das Gerät im laufenden Betrieb zu parametieren.

Des Weiteren ist die Kommunikation über eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung mit einem USB-Adapterkabel möglich.

Weitere Informationen zu IO-Link finden Sie unter www.ifm.com/de/io-link.

10.1.2 Gerätespezifische Informationen

Die zur Konfiguration des IO-Link-Gerätes notwendigen IODDs sowie detaillierte Informationen über Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameter-adressen finden Sie unter www.ifm.com/de/io-link.

10.1.3 Parametrierwerkzeuge

Alle notwendigen Informationen zur benötigten IO-Link-Hardware und Software finden Sie unter www.ifm.com/de/io-link.

10.2 Parametriervorgang allgemein

Jede Parametereinstellung benötigt 3 Schritte:

1Parameter wählen► [Mode/Enter] drücken, bis gewünschter Parameter angezeigt wird.IFM SD6101 - Parametriervorgang allgemein - 1IFM SD6101 - Parametriervorgang allgemein - 2
2Parameterwert einstellen► [Set] drücken und gedrückt halten.> Aktueller Einstellwert des Parameters wird 5 s lang blinkend angezeigt.> Nach 5 s: Einstellwert wird verändert: Schrittweise durch Einzeldruck oder fortlaufend durch Dauerdruck.IFM SD6101 - Parametriervorgang allgemein - 3IFM SD6101 - Parametriervorgang allgemein - 4
[Zahlenwerte werden fortlaufend erhöht. Soll der Wert verringert werden:IFM SD6101 - Parametriervorgang allgemein - 5► Anzeige bis zum maximalen Einstellwert laufen lassen.> Danach beginnt der Durchlauf wieder beim minimalen Einstellwert.
3Parameterwert bestätigen► Kurz [Mode/Enter] drücken.> Der Parameter wird wieder an-gezeigt. Der neue Einstellwert ist gespeichert.IFM SD6101 - Parametriervorgang allgemein - 6IFM SD6101 - Parametriervorgang allgemein - 7
Weitere Parameter einstellen► Wieder beginnen mit Schritt 1.
Parametrierung beenden► [Mode/Enter] so oft drücken, bis der aktuelle Messwert angezeigt wird, alternativ 15 s (aus Menüebene 1) oder 30 s (aus Menüebene 2) warten.> Das Gerät geht in den Arbeitsbetrieb zurück.

IFM SD6101 - Parametriervorgang allgemein - 8

Wird [C.Loc] angezeigt beim Versuch, einen Parameterwert zu ändern, ist eine IO-Link-Kommunikation aktiv (vorübergehende Sperrung).

Wird [S.Loc] angezeigt, ist der Sensor per Software dauerhaft verriegelt.

Diese Verriegelung kann nur mit einer Parametriersoftware aufgehoben werden.

10.2.1 Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2:

► [Mode/Enter] drücken, bis [EF] angezeigt wird.IFM SD6101 - Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2: - 1IFM SD6101 - Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2: - 2
► Kurz [Set] drücken.> Der erste Parameter des Untermenüs wird angezeigt (hier: [HI]).IFM SD6101 - Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2: - 3IFM SD6101 - Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2: - 4

10.2.2 Verriegeln / Entriegeln

Das Gerät lässt sich elektronisch verriegeln, so dass unbeabsichtigte Fehleingaben verhindert werden.

► Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.► [Mode/Enter] + [Set] 10 s lang drücken.> [Loc] wird angezeigt.IFM SD6101 - Verriegeln / Entriegeln - 1 IFM SD6101 - Verriegeln / Entriegeln - 2
Während des Betriebs: [Loc] wird kurzzeitig angezeigt, wenn versucht wird, Parameterwerte zu ändern.
Zum Entriegeln:► [Mode/Enter] + [Set] 10 s lang drücken.> [uLoc] wird angezeigt.

Auslieferungszustand: Nicht verriegelt

10.2.3 Timeout

Wird während der Einstellung eines Parameters 15 s lang keine Taste gedrückt, geht das Gerät mit unverändertem Wert in den Arbeitsbetrieb zurück.

10.3 Einstellungen für Durchfluss-Überwachung

10.3.1 Grenzwertüberwachung mit OUT1 konfigurieren

► [Uni] wählen und Maßeinheit festlegen (→ 10.6.1).► [OU1] wählen und Schaltfunktion einstellen.- [Hno] = Hysteresefunktion / Schließer- [Hnc] = Hysteresefunktion / Öffner- [Fno] = Fensterfunktion / Schließer- [Fnc] = Fensterfunktion / Öffner► [SP1] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.► [rP1] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.IFM SD6101 - Grenzwertüberwachung mit OUT1 konfigurieren - 1

10.3.2 Grenzwertüberwachung mit OUT2 konfigurieren

► [Uni] wählen und Maßeinheit festlegen(→ 10.6.1).► [SEL2] wählen und [FLOW] einstellen.► [OU2] wählen und Schaltfunktion einstellen.- [Hno] = Hysteresefunktion / Schließer- [Hnc] = Hysteresefunktion / Öffner- [Fno] = Fensterfunktion / Schließer- [Fnc] = Fensterfunktion / Öffner► [SP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.► [rP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.IFM SD6101 - Grenzwertüberwachung mit OUT2 konfigurieren - 1

10.3.3 Analogwert für Durchfluss konfigurieren

► [Uni] wählen und Maßeinheit festlegen (→ 10.6.1).► [SEL2] wählen und [FLOW] einstellen.► [OU2] wählen und Funktion einstellen.- [I] = durchflussproportionales Stromsignal (4...20 mA)► [ASP] wählen und Wert einstellen, bei dem der Minimalwert ausgegeben wird.► [AEP] wählen und Wert einstellen, bei dem der Maximalwert ausgegeben wird.IFM SD6101 - Analogwert für Durchfluss konfigurieren - 1

10.4 Einstellungen für Verbrauchsmengen-Überwachung

10.4.1 Mengenüberwachung durch Impulsausgabe konfigurieren

▶ [OU1] wählen und [ImP] einstellen.▶ [ImPS] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der jeweils 1 Impuls ausgegeben wird (→ 10.4.3).▶ [ImPR] wählen und [YES] einstellen.> Impulswiederholung ist aktiv. Ausgang 1 gibt jedesmal einen Zählimpuls, wenn der in [ImPS] eingestellte Wert erreicht ist.OU1ImPSImPP

10.4.2 Mengenüberwachung durch Vorwahlzähler konfigurieren

► [OU1] wählen und [ImP] einstellen.► [ImPS] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der Ausgang 1 schaltet (→ 10.4.3).► [ImPR] wählen und [no] einstellen.> Impulswiederholung ist nicht aktiv. Der Ausgang schaltet EIN, wenn der in [ImPS] eingestellte Wert erreicht ist. Er bleibt geschaltet, bis der Zähler zurückgesetzt wird.OU1ImPSImPR

10.4.3 Einstellen der Impulswertigkeit

► [ImPS] wählen.► [Set] drücken und gedrückt halten.> Der aktuelle Zahlenwert wird 5 s blinkend angezeigt, danach wird eine der 4 Ziffern aktiv und kann folgendermaßen geändert werden:1. Kurzes Drücken von [Set]> Aktive Ziffer wird geändert.2. [Set] gedrückt halten> Die nächste Ziffer links wird aktiv.[IMAGE]- Nach Durchlauf der Ziffer ganz links im Display wechselt die Anzeige in den nächst höheren Einstellbereich (Dezimalpunkt verschiebt sich oder LED wechselt).- Wechsel in niedrigeren Einstellbereich: [Set] solange gedrückt halten, bis alle Bereiche durchlaufen sind und die Anzeige wieder zum Anfangswert springt.3. Warten ohne Tastendruck> Die nächste Ziffer rechts wird aktiv.► Kurz [Mode/Enter] drücken, wenn alle 4 Ziffern eingestellt sind.ImPS
Einstellbereiche:ImPS
LED1)Einheit Anzeige Wert Schrittweite
3 scf0.040...9.9800,040 ... 9,980 scf 0,02 scf
3 scf10.00...99.9810...99,98 scf 0,02 scf
3 scf100.0...999.9100...999,9 scf 0,1 scf
3 scf1000...99991000...9999 scf 1 scf
3 + 5 scf x 10310.00...99.9910 000...99 990 scf 10 scf
3 + 5 scf x 103100.0...999.9100 000...999 900 scf100 scf
3 + 5 scf x 1031000...40001 000 000...4 000 000 scf1000 scf
1) Indikator-LED → 7 Bedien- und Anzeigeelemente

10.4.4 Zählerreset manuell

▶ [rTo] wählen.▶ [Set] drücken, bis [rES.T] angezeigt wird.▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.> Der Zähler ist auf Null zurückgesetzt.r-Tor-ES.T

10.4.5 Zählerreset zeitgesteuert

▶ [rTo] wählen.▶ [Set] drücken, bis der gewünschte Wert angezeigt wird (Intervalle von 1 Stunde bis 8 Wochen).▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.▶ [Set] drücken, bis [rES.T] angezeigt wird▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.> Der Zählerreset wird mit dem nun eingestellten Wert automatisch durchgeführt.r-Tor-ES.T

10.4.6 Zählerreset ausschalten

▶ [rTo] wählen und [OFF] einstellen.> Der Zähler wird erst nach Überlauf zurückgesetzt (= Werkseinstellung).Überlauf: Nach dem Maximalwert wird der Zähler auf 0 zurückgesetzt.r- To

10.4.7 Zählerreset durch externes Signal konfigurieren

▶ [OU2] wählen und [InD] auswählen.▶ [Din2] wählen und Resetsignal einstellen.- [HIGH] = Reset bei High-Signal- [LOW] = Reset bei Low-Signal- [+EDG] = Reset bei steigender Flanke- [-EDG] = Reset bei fallender FlankeOU2II, n2
IFM SD6101 - Zählerreset durch externes Signal konfigurieren - 1 LED 7 (→ 7 Bedien- und Anzeigeelemente) zeigt auch bei einem aktiven externen Reset den Zustand des Eingangs an.

DE

10.5 Einstellungen für Temperatur-Überwachung

10.5.1 Grenzwertüberwachung mit OUT2 konfigurieren

▶ [SEL2] wählen und [TEMP] einstellen.▶ [OU2] wählen und Schaltfunktion einstellen.- [Hno] = Hysteresefunktion / Schließer- [Hnc] = Hysteresefunktion / Öffner- [Fno] = Fensterfunktion / Schließer- [Fnc] = Fensterfunktion / Öffner▶ [SP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.▶ [rP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.SEL2OU2SP2r-P2

10.5.2 Analogwert für Temperatur konfigurieren

▶ [SEL2] wählen und [TEMP] einstellen.▶ [OU2] wählen und Funktion einstellen.- [I] = temperaturproportionales Stromsignal (4...20 mA)▶ [ASP] wählen und Wert einstellen, bei dem der Minimalwert ausgegeben wird.▶ [AEP] wählen und Wert einstellen, bei dem der Maximalwert ausgegeben wird.SEL2OU2ASPAEP

10.6 Benutzereinstellungen (optional)

10.6.1 Standard-Maßeinheit für Durchfluss festlegen

▶ [Uni] wählen und Maßeinheit festlegen: [scfm] oder [scfh] oder [sfs].IFM SD6101 - Standard-Maßeinheit für Durchfluss festlegen - 1 Die Einstellung wirkt nur auf den Durchflusswert. Der Zählerstand (Verbrauchsmenge) wird automatisch mit der Maßeinheit angezeigt, die die größtmögliche Genauigkeit bietet.Uni

10.6.2 Standard-Anzeige konfigurieren

▶ [SELd] wählen und Standard-Messgröße festlegen.
- [FLOW] = Display zeigt aktuellen Durchflusswert in der Standard-Maßeinheit
- [TOTL] = Display zeigt aktuellen Zählerstand in scf oder 1000 scf
- [TEMP] = Display zeigt aktuelle Medientemperatur in °F
▶ [diS] wählen und Aktualisierungsrate und Orientierung der Anzeige festlegen.
- [d1] = Messwertaktualisierung alle 50 ms
- [d2] = Messwertaktualisierung alle 200 ms
- [d3] = Messwertaktualisierung alle 600 ms
- [rd1], [rd2], [rd3] = Anzeige wie d1, d2, d3; um 180° gedreht
- [OFF] = die Anzeige ist im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet, bei Tastendruck erscheint für 15 s der Prozesswert.

SELD d,5

10.6.3 Messwertdämpfung einstellen

▶ [dAP] wählen und Dämpfungskonstante in Sekunden einstellen (T-Wert 63%).

dAP

10.6.4 Fehlerverhalten der Ausgänge einstellen

▶ [FOU1] wählen und Wert festlegen
- [On] = Ausgang 1 schaltet im Fehlerfall EIN.
- [OFF] = Ausgang 1 schaltet im Fehlerfall AUS.

Bei beiden Werten ([ON] und [OFF]) addiert der Zähler im Fehlerfall nicht weiter.
- [OU] = Ausgang 1 schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt.
▶ [FOU2] wählen und Wert festlegen
- [On] = Ausgang 2 schaltet im Fehlerfall EIN, das Analogsignal geht auf den oberen Anschlagwert (22 mA).
- [OFF] = Ausgang 2 schaltet im Fehlerfall AUS, das Analogsignal geht auf den unteren Anschlagwert (3,5 mA).
- [OU] = Ausgang 2 schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt. Der Verlauf des Analogsignals entspricht IEC60947-5-7 (Diagramm unter → 4.6).

FOU1 FOU2

10.6.5 Normdruck einstellen

▶ [rEF.P] wählen und gewünschten Normdruck einstellen. Einstellbereich: 13,78...15,22 psi in Schritten von 0,01 psi.

r- EFP

10.6.6 Normtemperatur einstellen

▶ [rEF.T] wählen und gewünschte Normtemperatur einstellen.Einstellbereich: 32...77 °F in Schritten von 1 °F.r-EF.T

10.6.7 Schleichmengenunterdrückung einstellen

▶ [LFC] wählen und Grenzwert einstellen.Einstellbereich: 0,15 %...1,05 % des Messbereichsendwertes in Schritten von 0,15 % des Messbereichsendwertes.LFC

10.6.8 Zu überwachendes Medium auswählen

► [MEDI] wählen und gewünschtes Medium einstellen:- [Ar] = Argon.- [CO2] = Kohlendioxid.- [N2] = Stickstoff.Das Umstellen auf ein anderes Medium verändert die eingestellten Grenzwerte für Schaltsignale und Analogsignal.► Medium vor Einstellung der Werte für SPx, rPx, ASP und AEP auswählen.MEDI

10.7 Service-Funktionen

10.7.1 Min-/Maxwerte für Durchfluss ablesen

▶ [HI] oder [LO] wählen, kurz [Set] drücken.[HI] = Maximalwert, [LO] = MinimalwertSpeicher löschen▶ [HI] oder [LO] wählen.▶ [Set] drücken und gedrückt halten, bis [----] angezeigt wird.▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.HILO

10.7.2 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen

▶ [rES] wählen.▶ [Set] drücken und gedrückt halten, bis [----] angezeigt wird.▶ Kurz [Mode/Enter] drücken.Die Werkseinstellungen finden Sie am Ende der Anleitung (→ 13).Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen in dieser Tabelle zu notieren.[IMAGE] Nach dem Zurücksetzen auf Werkseinstellung steht der Wert des Speichers auf Null.r-ES

11 Betrieb

11.1 Prozesswert ablesen

Die LEDs 1-6 signalisieren, welcher Prozesswert aktuell angezeigt wird.

Es kann voreingestellt werden, welcher Prozesswert standardmäßig angezeigt wird (Temperatur, Durchflussgeschwindigkeit oder Zählerstand des Totalisators → 10.6.2 Standard-Anzeige konfigurieren).

Für die Durchflussgeschwindigkeit kann eine Standard-Maßeinheit festgelegt werden (scfm oder scfh oder sfs → 10.6.1).

11.2 Wechsel der Anzeigeeinheit im Run-Modus

▶ Im Run-Modus kurz [Set] drücken. Jeder Tastendruck schaltet zur nächsten Anzeigeeinheit.

Das Gerät zeigt für ca. 15 s den aktuellen Prozesswert in der gewählten Anzeigeeinheit, die zugehörige LED leuchtet auf.

① scfm — scfh — sfs — scf — °F — 10³

LED Prozesswertanzeige Einheit
1 AktuellesDurchflussvolumen pro Minute scfm
2 AktuellesDurchflussvolumen pro Stunde scfh
3 Aktuelle Strömungsgeschwindigkeit sfs
4 □* TotalisatorAktuelle Verbrauchsmenge seit dem letzten Resetscf
4 Verbauchsmenge vor dem letzten Reset scf
4 + 6 □Aktuelle Verbrauchsmenge seit dem letzten Reset scf × 10^3
4 + 6 □(Verbrauchsmenge vor dem letzten Reset scf × 10^3
5 Aktuelle Medientemperatur °F

□ LED leuchtet; 🌐 LED blinkt

11.3 Einstellung der Parameter ablesen

▶ [Mode/Enter] drücken, bis gewünschter Parameter angezeigt wird.
▶ Kurz [Set] drücken.

Das Gerät zeigt den zugehörigen Parameterwert.
Nach ca. 15 s (aus Menüebene 1) oder 30 s (aus Menüebene 2) zeigt es wieder den Parameter, danach geht es zurück in den Run-Modus.

11.4 Fehleranzeigen
DE

[SC1] Kurzschluss in OUT1*
[SC2] Kurzschluss in OUT2*
[SC] Kurzschluss in beiden Ausgängen*
[OL] Messwert > 120% des Messbereichsendwerts
[UL] Messwert < -20 % des Messbereichsendwerts (Temperatur)
[Err] Blinkend: Fehler im Messfühler oder Messwert > 130 % des Messbereichendwerts

* Der betreffende Ausgang ist abgeschaltet, solange der Kurzschluss andauert. Diese Meldungen werden auch bei ausgeschaltetem Display angezeigt.

11.5 Allgemeine Betriebsbedingungen

Das Gerät ist wartungsfrei bei Medien, die sich nicht an den Messfühlern festsetzen.

  • Überprüfen Sie die Messfühler von Zeit zu Zeit optisch auf Ablagerungen.
  • Reinigen Sie sie gegebenenfalls in bestimmten Abständen. Verwenden Sie dazu eine geeignete Reinigungsflüssigkeit (z. B. eine Alkohollösung).
  • Vermeiden Sie dabei mechanische Beschädigung der Messfühler.

12 Technische Daten und Maßzeichnung

Technische Daten und Maßzeichung unter www.ifm.com.

13 Werkseinstellung

Werkseinstellung Benutzer-Einstellung
SP1 20 % *
rP1 19,5 %*
ImPS 0,02
ImPR YES
OU1 Hno
OU2 I
SP2 40 % *
rP2 39,5 %*
ASP2 0 % *
AEP2 100 % *
FOU1 OFF
FOU2 OFF
dAP 0,6
rTo OFF
diS d3
Uniscfh
SELdFLOW
SEL2FLOW
rEF.P14,69 psi
rEF.T59 °F
LFC0,25 % *
MEDICO2

* vom Messbereichsendwert

Weitere Informationen unter www.ifm.com

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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : SD6101

Kategorie : Drucksensor