PNJ 600-3M - Waagen Kern - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG PNJ 600-3M Kern
Betriebsanleitung Operating instructions Notice d'utilisation
KERN PNJ / PNS
Version 1.5 2024-03

D Weitere Sprachversionen finden Sie online unter www.kern-sohn.com/manuals
1 Technische Daten .... 3
1.1 Abmessungen....5
2 Geräteübersicht 6
2.1 Tastaturübersicht....7
2.2 Anzeigenübersicht 8
3 Grundlegende Hinweise 9
3.1 Bestimmungsgemäße Verwendung 9
3.2 Sachwidrige Verwendung....9
3.3 Gewährleistung....9
3.4 Prüfmittelüberwachung....10
4 Grundlegende Sicherheitshinweise 10
4.1 Hinweise in der Betriebsanleitung beachten 10
4.2 Ausbildung des Personals.... 10
5 Transport und Lagerung 10
5.1 Kontrolle bei Übernahme....10
5.2 Verpackung / Rücktransport.... 10
6 Auspacken, Aufstellen und Inbetriebnahme 11
6.1 Aufstellort, Einsatzort.... 11
6.2 Auspacken, Lieferumfang....11
6.2.1 Lieferumfang / Serienmäßiges Zubehör: 12
6.3 Windschutz zusammenbauen (nur Modelle d = 0,001g).... 13
6.4 Aufbauen, Aufstellen und nivellieren....19
6.5 Netzanschluss 21
6.6 Erstinbetriebnahme 22
6.6.1 Modelle PNJ 22
6.6.2 Modelle PNS 23
6.7 Anschluss von Peripheriegeräten....23
6.8 Justierung 24
6.8.1 Justierung mit internem Gewicht (nur Modelle PNJ)...... 25
6.8.2 Justierung mit externem Gewicht (nur Modelle PNS) 26
6.9 Eichung....27
7 Basisbetrieb 29
7.1 Einschalten 29
7.2 In den Standby-Modus schalten.... 29
7.3 Nullstellen 30
7.4 Einfaches Wägen 30
7.5 Einheitenwechsel....31
7.6 Wägen mit Tara....33
7.6.1 Tarieren 33
7.6.2 Mehrfach-Tara 34
8 Menü 35
8.1 Menü [Function] 35
8.1.1 Navigation im Menü 35
8.1.2 Menü-Übersicht 36
8.2 Menü [Function2]....39
8.2.1 Navigation im Menü 39
8.2.2 Menü-Übersicht 39
9 Applikationen 40
9.1 Stückzählen 40
9.2 Prozentbestimmung 43
9.3 Wägen mit Toleranzbereich 45
9.3.1 Funktion aktivieren / Einstellungen im Menü 46
9.3.2 Toleranzkontrolle nach Einstellen der Grenzwerte durch Wägung 48
9.3.3 Toleranzkontrolle nach numerischer Eingabe der Grenzwerte 50
10 Allgemeine Funktionen 52
10.1 Zero-tracking 52
10.2 Stabilitäts- und Reaktionseinstellungen 53
10.3 Softwarestand anzeigen (nur Modelle PNJ) 54
10.4 Hinterleuchtung der Anzeige automatisch abschalten 55
10.5 Datum / Uhrzeit einstellen 56
10.5.1 Uhrzeit einstellen....56
10.5.2 Datum einstellen 58
10.6 Datumsformat einstellen....60
11 RS232C-Schnittstelle....61
11.1 Allgemeines 61
11.2 Druckerbetrieb 64
ISO/GLP/GMP-konformes Justierprotokoll ausgeben (nur Modelle PNJ) 64
Protokollausgabe mit aktuellem Datum / Uhrzeit 65
11.3 Datenausgabe 67
Datenübertragungsformat 67
Beschreibung der Daten 69
Ausgabe-Beispiele 71
11.4 Fernsteuerbefehle 72
11.5 Antwortformate 73
12 Wartung, Instandhaltung, Entsorgung.... 74
12.1 Reinigen....74
12.2 Wartung, Instandhaltung 74
12.3 Entsorgung 74
13 Kleine Pannenhilfe....75
14 Fehlermeldungen 76
15 Konformitätserklärung 77
1 Technische Daten
| KERN | PNJ 600-3M | PNJ 3000-2M | PNJ 12000-1M |
| Wägebereich (Max) | 620 g | 3200 g | 12000 g |
| Ablesbarkeit (d) | 0,001 g | 0,01 g | 0,1g |
| Mindestlast (Min) | 0,02 g | 0,5 g | 5 g |
| Eichwert (e) | 0,01 g | 0,1g | 1 g |
| Eichklasse | I | II | II |
| Reproduzierbarkeit | 0,001 g | 0,01 g | 0,1 g |
| Linearität | ±0,004 g | ±0,02 g | ±0,2 g |
| Kleinstes Teilegewicht bei Stückzählung | 0,001g | 0,01 g | 0,1 g |
| Referenzstückzahlen bei Stückzählung | 10, 30, 50, 100 | ||
| Justiergewicht | intern | ||
| Wägeeinheiten | g, ct | g | |
| Justierung | intern | ||
| Anwärmzeit | 4 h | 2 h | |
| Einschwingzeit (typisch) | 3 s | ||
| Betriebstemperatur | + 5°C .... + 35°C | ||
| Luftfeuchtigkeit | max. 80 % (nicht kondensierend) | ||
| Gewicht kg (netto) | 4200 g | 3500 g | |
| Stromversorgung | Netzadapter 100 V-240 V, 50-60 HzWaage 6 V, 1 A | ||
| Schnittstelle | RS232 | ||
| KERN | PNS 600-3 | PNS 3000-2 | PNS 12000-1 |
| Wägebereich (Max) | 620 g | 3200 g | 12000 g |
| Ablesbarkeit (d) | 0,001 g | 0,01 g | 0,1 g |
| Reproduzierbarkeit | 0,001 g | 0,01g | 0,1 g |
| Linearität | ±0,004 g | ±0,02 g | ±0,2 g |
| Empf. Justiergewicht, nicht beigegeben (Klasse) | 600 g (F1) | 3 kg (F1) | 12 kg (F1) |
| Kleinstes Teilegewicht bei Stückzählung | 0,001g | 0,01 g | 0,1 g |
| Referenzstückzahlen bei Stückzählung | 10, 30, 50, 100 | ||
| Wägeeinheiten | g, gr, ct, dwt, lb, mom, oz, ozt, tl (HK), tl (Singap., Malays), tl (Tw), tol | g, ct, dwt, lb, mom, oz, ozt, tl (HK), tl (Singap., Malays), tl (Tw), tol | |
| Anwärmzeit | 4 h | 2 h | |
| Einschwingzeit (typisch) | 3 s | ||
| Betriebstemperatur | + 5°C .... + 35°C | ||
| Luftfeuchtigkeit | max. 80 % (nicht kondensierend) | ||
| Gewicht kg (netto) | 3500 g | 2600 g | |
| Stromversorgung | Netzadapter 100 V-240 V, 50-60 HzWaage 6 V, 1 A | ||
| Schnittstelle | RS232 | ||
1.1 Abmessungen Modelle d = 0,001g:

Modelle d = 0,01g / 0,1 g:

2 Geräteübersicht
Modelle d = 0,001g:

1 Windschutz
2 Wägeplatte
3 Anzeige
4 Libelle
5 Bedienungstasten
Pos. Bezeichnung
6 Fußschrauben
7 Befestigungspunkt für Diebstahlsicherung
8 Schnittstelle RS232
9 Anschluss Netzgerät
2.1 Tastaturübersicht

| Taste | Funktion |
![]() | ➢ Ein-/Ausschalten |
![]() | ➢ Wägedaten über Schnittstelle übermitteln➢ Menü verlassen / zurück in den Wägemodus |
![]() | ➢ Einstellungen speichern / zurück in den Wägemodus |
![]() | ➢ Wägeeinheit umschalten➢ Menü aufrufen (langer Tastendruck)➢ Im Menü vorwärts blättern |
![]() | ➢ Tarieren➢ Nullstellen➢ Menüeinstellung ändern |
2.2 Anzeigenübersicht

text_image
-18.8.8.8.8 M NET CAL Pcs # mom g%►| Anzeige | Beschreibung |
| g | Wägeeinheit „Gramm“ |
| →0← | Nullanzeige |
| NET | Anzeige Netto-Gewichtswerte |
| ○ | Anzeige stabiler Werte |
| * | Waage befindet sich im StandbymodusLeuchtet während Datenübertragung |
| Pcs | Applikations-Ion für Stückzählen |
| % | Applikations-Ion für Prozentbestimmung |
| ◀ | Toleranzmarke beim Kontrollwägen |
| mom | Wägeeinheit „Momme“ |
| M | Der Waagenprozessor arbeitet gerade eine Funktion ab. |
| CAL | Leuchtet und blinkt während eines Justiervorganges |
| Klammer zur Kennzeichnung nicht geeichter Stellen(nur geeichte Modelle) | |
| OIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII IIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIIII | |
| Einheitenfeldtlkt | [ct] (ct) Karat |
| [oz] (oz) Unze | |
| [lb] (lb) Pound | |
| [oz t̄ (ozt) Feinunze | |
| [dvt] (dwt) Penny weight | |
| [tl] (tl) Tael (Hong Kong) | |
| [tl ▶ oben rechts] (tl ▶ oben rechts) Tael (Singapore,Malaysia) | |
| [tl ▶ unten rechts] (tl ▶ unten rechts) Tael (Taiwan) | |
| [to] (to) Tola | |
| [gr ▶ unten rechts] Grain |
3 Grundlegende Hinweise
3.1 Bestimmungsgemäße Verwendung
Die von Ihnen erworbene Waage dient zum Bestimmen des Wägewertes von Wägegut. Sie ist zur Verwendung als „nichtselbsttätige Waage“ vorgesehen, d.h. das Wägegut wird manuell, vorsichtig und mittig auf die Wägeplatte aufgebracht. Nach Erreichen eines stabilen Wägewertes kann der Wägewert abgelesen werden.
3.2 Sachwidrige Verwendung
- Unsere Waagen sind nichtselbsttätige Waagen und nicht für den Einsatz in dynamischen Wägeprozessen vorgesehen. Die Waagen können jedoch nach Überprüfung des individuellen Einsatzbereiches und hier speziell den Genauigkeitsanforderungen der Anwendung auch für dynamische Wägeprozesse eingesetzt werden.
- Keine Dauerlast auf der Wägeplatte belassen. Diese kann das Messwerk beschädigen.
- Stöße und Überlastungen der Waage über die angegebene Höchstlast (Max), abzüglich einer eventuell bereits vorhandenen Taralast, unbedingt vermeiden. Waage könnte hierdurch beschädigt werden.
- Waage niemals in explosionsgefährdeten Räumen betreiben. Die Serienausführung ist nicht Ex-geschützt.
- Die Waage darf nicht konstruktiv verändert werden. Dies kann zu falschen Wägeergebnissen, sicherheitstechnischen Mängeln sowie der Zerstörung der Waage führen.
- Die Waage darf nur gemäß den beschriebenen Vorgaben eingesetzt werden. Abweichende Einsatzbereiche/Anwendungsgebiete sind von KERN schriftlich freizugeben.
3.3 Gewährleistung
Gewährleistung erlischt bei
- Nichtbeachten unserer Vorgaben in der Betriebsanleitung
- Verwendung außerhalb der beschriebenen Anwendungen
- Veränderung oder Öffnen des Gerätes
- mechanische Beschädigung und Beschädigung durch Medien, Flüssigkeiten, natürlichem Verschleiß und Abnützung
- nicht sachgemäße Aufstellung oder elektrische Installation
- Überlastung des Messwerkes
3.4 Prüfmittelüberwachung
Im Rahmen der Qualitätssicherung müssen die messtechnischen Eigenschaften der Waage und eines eventuell vorhandenen Prüfgewichtes in regelmäßigen Abständen überprüft werden. Der verantwortliche Benutzer hat hierfür ein geeignetes Intervall sowie die Art und den Umfang dieser Prüfung zu definieren. Informationen bezüglich der Prüfmittelüberwachung von Waagen sowie der hierfür notwendigen Prüfgewichte sind auf der KERN- Homepage (www.kern-sohn.com) verfügbar. In seinem akkreditierten DKD- Kalibrierlaboratorium können bei KERN schnell und kostengünstig Prüfgewichte und Waagen kalibriert werden (Rückführung auf das nationale Normal).
4 Grundlegende Sicherheitshinweise
4.1 Hinweise in der Betriebsanleitung beachten
Lesen Sie diese Betriebsanleitung vor der Aufstellung und Inbetriebnahme sorgfältig durch, selbst dann, wenn Sie bereits über Erfahrungen mit KERN-Waagen verfügen.
4.2 Ausbildung des Personals
Das Gerät darf nur von geschulten Mitarbeitern bedient und gepflegt werden.
5 Transport und Lagerung
5.1 Kontrolle bei Übernahme
Überprüfen Sie bitte die Verpackung sofort beim Eingang sowie das Gerät beim Auspacken auf eventuell sichtbare äußere Beschädigungen.
5.2 Verpackung / Rücktransport
⇒ Alle Teile der Originalverpackung für einen eventuell notwendigen Rücktransport aufbewahren.
⇒ Für den Rücktransport ist nur die Originalverpackung zu verwenden.
→ Vor dem Versand alle angeschlossenen Kabel und losen / beweglichen Teile trennen.
→ Evtl. vorgesehene Transportsicherungen wieder anbringen.
⇒ Alle Teile z.B. Glaswindschutz, Wägeplatte, Netzteil etc. gegen Verrutschen und Beschädigung sichern.
6 Auspacken, Aufstellen und Inbetriebnahme
6.1 Aufstellort, Einsatzort
Die Waagen sind so konstruiert, dass unter den üblichen Einsatzbedingungen zuverlässige Wägeergebnisse erzielt werden.
Exakt und schnell arbeiten Sie, wenn Sie den richtigen Standort für Ihre Waage wählen.
Am Aufstellort folgendes beachten:
- Waage auf eine stabile, gerade Fläche stellen.
- Extreme Wärme sowie Temperaturschwankungen z.B. durch Aufstellen neben der Heizung oder direkte Sonneneinstrahlung vermeiden.
- Waage vor direktem Luftzug durch geöffnete Fenster und Türen schützen.
- Erschütterungen während des Wägens vermeiden.
- Waage vor hoher Luftfeuchtigkeit, Dämpfen und Staub schützen.
- Das Gerät nicht über längere Zeit starker Feuchtigkeit aussetzen. Eine nicht erlaubte Betauung (Kondensation von Luftfeuchtigkeit am Gerät) kann auftreten, wenn ein kaltes Gerät in eine wesentlich wärmere Umgebung gebracht wird. In diesem Fall das vom Netz getrennte Gerät ca. 2 Stunden bei Raumtemperatur akklimatisieren.
- Statische Aufladung von Wägegut, Wägebehälter vermeiden.
- Nicht in explosivstoffgefährdeten Bereichen oder in durch Gase, Dämpfe und Nebel sowie durch Stäube explosionsgefährdeten Bereichen betreiben!
- Chemikalien (z.B. Flüssigkeiten oder Gase), welche die Waage innen oder außen angreifen und beschädigen können, sind fernzuhalten.
- Beim Auftreten von elektromagnetischen Feldern, bei statischen Aufladungen (z.B. beim Verwiegen / Zählen von Kunststoffteilen) sowie bei instabiler Stromversorgung sind große Anzeigeabweichungen (falsche Wägeergebnisse, sowie Beschädigungen der Waage) möglich. Der Standort muss dann gewechselt oder die Störquelle beseitigt werden.
6.2 Auspacken, Lieferumfang
Gerät und Zubehör aus der Verpackung nehmen, Verpackungsmaterial entfernen und am vorgesehenen Arbeitsplatz aufstellen. Überprüfen, ob alle Teile des Lieferumfangs vorhanden und unbeschädigt sind.
6.2.1 Lieferumfang / Serienmäßiges Zubehör:


Netzadapter und Steckerset

Runde Wägeplatte (Modelle d = 0,001g)

Eckige Wägeplatte (Modelle d = 0,01g / 0,1 g)

Träger für runde Wägeplatte
(Modelle d = 0,001g)

Träger für eckige Wägeplatte (Modelle d = 0,01g / 0,1 g)

6.3 Windschutz zusammenbauen (nur Modelle d = 0,001g)
Teileübersicht:
| Menge | Menge | ||
Führungsrahmen![]() | 1 | Frontplatte (mit 3 Löchern)![]() | 1 |
Rückwand![]() | 1 | Innenplatte![]() | 1 |
Griff![]() | 3 | ||
Seitenwand![]() | 3 | ||
Befestigungsschraube “Griff”![]() | 5 | ||
Grundrahmen![]() | 1 | Abdeckung![]() | 2 |
Frontkappe![]() | 2 | ||
Halterung Innenplatte![]() | 2 | M4 Schrauben![]() | 4 |
Bügelschraube![]() | 1 | ||
Montage:
1
⇒ Verriegelung an der Rückwand lösen

⇒ Rückwand auf dem Grundrahmen mit zwei Schrauben (M4) fixieren

→ Halterungen für die Innenplatte lt. Abb. anbringen.

Darauf achten, dass der Befestigungspunkt am Rahmen im Loch der Frontplatte platziert ist.
5
→ Frontplatte mit dem Führungsrahmen vorübergehend gegen Herausfallen sichern.

Seitenwände von hinten nach vorne in den Führungsrahmen schieben. Darauf achten, dass die Löcher in Richtung Frontplatte zeigen.

→ Griffe mit den Befestigungsschrauben fixieren.

text_image
Befestigungsschraube Griff Griff Befestigungsschraube8
→ Führungsrahmen mit zwei Schrauben (M4) fixieren.

→ Abdeckungen und Frontkappen anbringen

text_image
Abdeckungen Frontkappen10
Innenplatte installieren. Dazu die Platte durch die zwei Halterungen zu schieben.

Obere Glasscheibe anbringen und den Griff mit der Befestigungsschraube fixieren.

text_image
Loch Griff Befestigungsschraube12
⇒ Die Bügelschraube auf der Unterseite des Windschutzes in die vorgesehene Öffnung schrauben. Die Bügelschraube dient der Ableitung von elektrostatischen Ladungen bei Berührung des Windschutzes.

6.4 Aufbauen, Aufstellen und nivellieren
Zur Genauigkeit der Wägeresultate von hochauflösenden Präzisionswaagen trägt der richtige Standort entscheidend bei (s. Kap. 6.1).
Wägeplattenträger lt. Abb. platzieren und z.B. mit einer Münze vorsichtig fixieren.

text_image
FRONT FRONT→ Wägeplatte auflegen

Sicherstellen, dass dabei die Verriegelung an der Rückwand gelöst ist.

→ Windschutz vorsichtig auf die Waage setzen und ausrichten.
→ Zur Sicherung die Verriegelung an der Rückwand schließen.

⇒ Die Waage mit Fußschrauben nivellieren, bis sich die Luftblase in der Libelle im vorgeschriebenen Kreis befindet.

⇒ Nivellierung regelmäßig überprüfen
6.5 Netzanschluss

Länderspezifischen Netzstecker auswählen und am Netzgerät montieren.

Kontrollieren, ob die Spannungsaufnahme der Waage richtig eingestellt ist. Die Waage darf nur an das Stromnetz angeschlossen werden, wenn die Angaben an dem Instrument (Aufkleber) und die ortsübliche Netzspannung identisch sind.
Nur KERN-Originalnetzgeräte verwenden. Die Verwendung anderer Fabrikate bedarf der Zustimmung von KERN.

Wichtig:
Stimmt die Kennzeichnung mit der ortsüblichen Netzspannung überein?
Bei unterschiedlichen Netzspannungen nicht anschließen!
Bei Übereinstimmung kann die Waage angeschlossen werden.

Sobald die Waage über das Netzgerät mit Strom versorgt ist, wird der Indikator [★ angezeigt.

text_image
*
Um bei elektronischen Waagen genaue Wägeergebnisse zu erhalten, muss die Waage ihre Betriebstemperatur (siehe Anwärmzeit Kap.1) erreicht haben.
Die Waage muss für diese Anwärmzeit an die Stromversorgung
(Netzanschluss, Akku oder Batterie) angeschlossen sein.
Die Genauigkeit der Waage ist abhängig von der örtlichen
Fallbeschleunigung.
Unbedingt die Hinweise im Kapitel Justierung beachten.
6.6 Erstinbetriebnahme
6.6.1 Modelle PNJ

text_image
*
Sobald die Waage über das Netzgerät mit Strom versorgt ist, wird der Indikator [ ]angezeigt.
Zum Einschalten ON/OFF-Taste drücken.

Alle Symbole der Anzeige leuchten kurz auf.
Die Waage führt einen Selbsttest durch.
Das Motorengeräusch des Ladesystems für das interne Justiergewicht ist hörbar. Bei Anzeige „Aut.Cal“ wird eine interne Justierung automatisch durchgeführt (s. Kap. 6.8.1).

Sobald die Gewichtsanzeige erscheint, ist die Waage wägebereit.

Per Fingerdruck die Reaktion der Gewichtsanzeige überprüfen.
6.6.2 Modelle PNS

text_image
*Sobald die Waage über das Netzgerät mit Strom versorgt ist, wird der Indikator [ ]angezeigt.

Zum Einschalten ON/OFF-Taste drücken.

Alle Symbole der Anzeige leuchten kurz auf.
Warten bis die Gewichtsanzeige erscheint, danach ist die Waage wägebereit.

Per Fingerdruck die Reaktion der Gewichtsanzeige überprüfen.
6.7 Anschluss von Peripheriegeräten
Vor Anschluss oder Trennen von Zusatzgeräten (Drucker, PC) an die Datenschnittstelle muss die Waage unbedingt vom Netz getrennt werden. Verwenden Sie zu Ihrer Waage ausschließlich Zubehör und Peripheriegeräte von KERN, diese sind optimal auf Ihre Waage abgestimmt.
6.8 Justierung
Da der Wert der Erdbeschleunigung nicht an jedem Ort der Erde gleich ist, muss jedes Anzeigegerät mit angeschlossener Wägeplatte – gemäß dem zugrunde liegenden physikalischen Wägeprinzip – am Aufstellort auf die dort herrschende Erdbeschleunigung abgestimmt werden (nur wenn das Wägesystem nicht bereits im Werk auf den Aufstellort justiert wurde). Dieser Justiervorgang muss bei der ersten Inbetriebnahme, nach jedem Standortwechsel sowie bei Schwankungen der Umgebungstemperatur durchgeführt werden. Um genaue Messwerte zu erhalten, empfiehlt es sich zudem, das Anzeigegerät auch im Wägebetrieb periodisch zu justieren.
i
- Stabile Umgebungsbedingungen beachten. Eine Anwärmzeit zur Stabilisierung ist erforderlich.
- Darauf achten, dass sich keine Gegenstände auf der Wägeplatte befinden.
- Bei Drücken der PRINT-Taste während des Justiervorgangs, wird [STOP] angezeigt und die Justierung abgebrochen. Die Waage kehrt in den Wägemodus zurück.
- Bei Modellen mit internem Justiergewicht (KERN PNJ) ist eine Justierung mit externem Gewicht nicht möglich.
- Während der Justierung können folgende Fehlermeldungen angezeigt werden.
1-Err Falsches Justiergewicht (> 80% Max)
2-Err Abweichung zur letzten externen Justierung > 1%
3-Err Wägeplatte belastet
4-Err Abweichung zur letzten internen Justierung > 1%
A-Err Interne Justierautomatik defekt
Err 710 Instabile Umgebungsbedingungen
6.8.1 Justierung mit internem Gewicht (nur Modelle PNJ)
Mit dem internen Justiergewicht kann die Justierung jederzeit per Tastendruck gestartet werden.

text_image
F Rut.CAL TARE →0← + F CH 0 CH F.S bu5y End 0.000gF-Taste drücken und solange gedrückt halten bis „Aut.CAL“ angezeigt wird.
Bei gedrückter TARE-Taste die F-Taste drücken, dann beide Tasten gleichzeitig loslassen.
Das Motorengeräusch des Ladesystems für das interne Justiergewicht ist hörbar, die interne Justierung wird gestartet.
Nach erfolgreicher Justierung kehrt die Waage automatisch in den Wägemodus zurück.
Bei einem Justierfehler (z. B. Gegenstände befinden sich auf der Wägeplatte) erscheint im Display eine Fehlermeldung.
Bei Anschluss eines optionalen Druckers und aktivierter GLP-Funktion (s. Kap. 11.2.1) erfolgt die Ausgabe des Justierprotokolls.
6.8.2 Justierung mit externem Gewicht (nur Modelle PNS)
Justierung möglichst nahe an der Höchstlast der Waage durchführen (erforderliches Justiergewicht s. Kap. 1).
Infos zu Justiergewichten finden Sie im Internet unter: http://www.kern-sohn.com

flowchart
graph TD
A["CAL"] --> B["TARE →0← + F/5"]
B --> C["CAL on F.S."]
C --> D["bu5y"]
D --> E["°600.000g Anzeigenbeispiel"]
E --> F["0.000g"]
F-Taste drücken und solange gedrückt halten bis „CAL“ angezeigt wird.
Bei gedrückter TARE-Taste die F-Taste drücken, dann beide Tasten gleichzeitig loslassen.
Darauf achten, dass sich keine Gegenstände auf der Wägeplatte befinden.
Bei Anzeige „on FS“ erforderliches Justiergewicht vorsichtig in die Mitte der Wägeplatte stellen.
Der Justiervorgang wird gestartet
Nach erfolgreicher Justierung kehrt die Waage automatisch in den Wägemodus zurück.
Bei einem Justierfehler (z. B. Gegenstände befinden sich auf der Wägeplatte) erscheint im Display eine Fehlermeldung.
Justiergewicht abnehmen.
6.9 Eichung
Allgemeines
Nach der EU-Richtlinie 2014/31EU müssen Waagen geeicht sein, wenn sie wie folgt verwendet werden (gesetzlich geregelter Bereich):
a) Im geschäftlichen Verkehr, wenn der Preis einer einer Ware durch Wägung bestimmt wird.
b) Bei der Herstellung von Arzneimitteln in Apotheken sowie bei Analysen im medizinischen und pharmazeutischen Labor.
c) Zu amtlichen Zwecken
d) bei der Herstellung von Fertigpackungen
Bitte wenden Sie sich im Zweifelsfall an Ihr örtliches Eichamt.
Eichhinweise
Für die in den technischen Daten als eichfähig gekennzeichnete Waagen liegt eine EU Bauartzulassung vor. Wird die Waage wie oben beschrieben im eichpflichtigen Bereich eingesetzt, so muss diese geeicht sein und regelmäßig nachgeeicht werden. Die Nacheichung einer Waage erfolgt nach den jeweiligen gesetzlichen
Bestimmungen der Länder. Die Eichgültigkeitsdauer in Deutschland z. B. beträgt für Waagen in der Regel 2 Jahre.
Die gesetzlichen Bestimmungen des Verwendungslandes sind zu beachten!

Die Eichung der Waage ist ohne die Siegelmarken ungültig.
Bei Waagen mit Bauartzulassung weisen die angebrachten Siegelmarken darauf hin, dass die Waage nur durch geschulte und autorisierte Fachkräfte geöffnet und gewartet werden darf. Bei zerstörten Siegelmarken erlischt die Eichgültigkeit. Die nationalen Gesetze und Vorschriften sind einzuhalten. In Deutschland ist eine Nacheichung erforderlich.
Position Siegelmarken und Eichschalter
Vor der Eichung muss der Eichschalter in Eichposition verschoben werden. In dieser Stellung erscheint im Display eine Klammer um die letzte Anzeigenstelle.
Nach dem Eichvorgang wird die Waage an den markierten Positionen versiegelt.

1 Schalterabdeckung / Position Eichschalter
2 Selbstzerstörende Siegelmarke
3 Metrologiekennzeichen [M]
7 Basisbetrieb
7.1 Einschalten

text_image
*Sobald die Waage über das Netzgerät mit Strom versorgt ist, wird der Indikator [ ]angezeigt.

Zum Einschalten ON/OFF-Taste drücken.

Alle Symbole der Anzeige leuchten kurz auf.
Warten bis die Gewichtsanzeige erscheint, danach ist die Waage wägebereit.
7.2 In den Standby-Modus schalten


ON/OFF-Taste drücken, die Anzeige erlischt.

text_image
*Der Indikator [ *wird angezeigt.

Im Standby-Modus ist die Waage sofort nach dem Einschalten ohne Anwärmzeit betriebsbereit.
Um die Waage vollständig auszuschalten, diese vom Netz trennen.
Die Waage startet in dem Modus, in dem sie ausgeschaltet wurde.
7.3 Nullstellen
Um optimale Wägerergebnisse zu erreichen, vor dem Wägen die Waage nullstellen.


Waage entlasten.
TARE-Taste drücken.
Warten bis die Nullanzeige und der Indikator a erscheinen.

Während der Nullstell-Prozedur wird ein blinkendes „M“ angezeigt.
7.4 Einfaches Wägen

text_image
-0← 0 | | | F 0.0 g ↓ ○ 0||||F 1000.0 gWägegut auflegen.
Stabilitätsanzeige Abwarten.
Wägeergebnis ablesen.

Kapazitätsanzeige [Q]
Bei aktivierter Kapazitätsanzeige (s. Kap. 0 „1.b.G.1“) läuft der Bargraph von links nach rechts und schreitet in gleichem Maße voran, wie die Waage belastet wird. Seine volle Breite erreicht er bei Höchstlast. Damit wird die aktuelle Belegung des Wägebereiches analog angezeigt.
Überlast-Warnung
Überlastungen des Gerätes über die angegebene Höchstlast (Max), abzüglich einer eventuell bereits vorhandenen Taralast, unbedingt vermeiden. Das Gerät könnte hierdurch beschädigt werden.
Die Überschreitung der Höchstlast wird mit der Anzeige „o-Err“ und einem Signalton angezeigt. Wägesystem entlasten bzw. Vorlast verringern.
7.5 Einheitenwechsel
Durch wiederholtes Drücken der F-Taste kann der Gewichtswert werksseitig in folgende Einheiten umgeschaltet werden.

flowchart
graph TD
A["F"] --> B[" "]
B --> C["g"]
C --> D["ct"]
D --> E["Pcs"]
E --> F["%"]
F --> A

Einheit Karat „ct“ bei Modell PNJ 12000-1M nicht verfügbar
Änderungen sind im Menü (Funktion 81.S.u – 85.S.u.) einstellbar.
| Funktion | Beschreibung |
| 81.S.u | Einstellung der ersten Wägeeinheit, in der die Waage das Wägeergebnis angezeigen soll. |
| 82.S.u | Einstellung der zweiten Wägeeinheit, in der die Waage das Wägeergebnis angezeigen soll. |
| 83.S.u | Einstellung der dritten Wägeeinheit, in der die Waage das Wägeergebnis angezeigen soll. |
| 84.S.u | Einstellung der vierten Wägeeinheit, in der die Waage das Wägeergebnis angezeigen soll. |
| 85.S.u | Einstellung der fünften Wägeeinheit, in der die Waage das Wägeergebnis angezeigen soll. |

text_image
F Func ↓ 1.6.0.1Menü aufrufen:
F-Taste drücken und gedrückt halten bis „Func“ angezeigt wird.
Beim Loslassen der Taste wird die erste Funktion „1.b.G.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt.



text_image
TARE →0← 82.5.u.16Funktion aufrufen:
F-Taste wiederholt drücken bis „81.Su.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt wird.
Mit der F-Taste die zu ändernde Wägeeinheit z.B. „82.s.u“ wählen.
Einstellung ändern:
z. B. Funktion „82.s.u“ [ct] in [lb]:
Um die aktuelle Einstellung von [Karat] „82.Su.14“ z.B. in [Pfund] zu ändern, TARE-Taste wiederholt drücken bis „82.Su.16“ angezeigt wird.
Verfügbare Einstellungen s. Kap. 0
Zum Ändern weiterer Einheiten mit der F-Taste nächste Funktion („83.s.u“ – „85.s.u „) wählen und wie oben beschrieben ändern.

Speichern / zurück in den Wägemodus:
Einstellungen mit SET-Taste bestätigen. Die Waage kehrt zurück in den Wägemodus.
Einheitenwechsel:
Durch wiederholtes Drücken der F-Taste kann der Gewichtswert nun in folgende Einheiten umgeschaltet werden.
i
Navigation im Menü, s. Kap. 8.1.1
Bei Einstellung „00“ kann nachfolgend in keine weitere Einheit umgeschaltet werden.
Einstellung „00“ ist bei der Funktion „81.S.u“ nicht verfügbar.
Für Waagen mit Bauartzulassung sind nicht alle Wägeeinheiten verfügbar.
7.6 Wägen mit Tara
7.6.1 Tarieren
Das Eigengewicht beliebiger Wägebehälter lässt sich auf Knopfdruck wegtarieren, damit bei nachfolgenden Wägungen das Nettogewicht des Wägegutes angezeigt wird.

flowchart
graph TD
A["0.0 g"] --> B["300.0 g"]
B --> C["Net 0.0 g"]
C --> D["1000.0 g"]
Waage nullstellen
Leeren Wägebehälter auflegen. Das Gewicht wird angezeigt.
Stabilitätsanzeige abwarten, dann TARE-Taste drücken. Das Gewicht des Gefäßes ist nun intern gespeichert. Die Nullanzeige und „Net“ erscheint. „Net“ signalisiert, dass alle angezeigten Gewichtswerte Nettowerte sind.
Wägegut einwiegen, das Nettogewicht wird angezeigt.

- Bei entlasteter Waage wird der gespeicherte Tarawert mit negativem Vorzeichen angezeigt.
- Zum Löschen des gespeicherten Tarawertes Wägeplatte entlasten und TARE-Taste drücken.
7.6.2 Mehrfach-Tara
Der Tariervorgang kann beliebige Male wiederholt werden, beispielsweise beim Einwiegen von mehreren Komponenten zu einer Mischung (Zuwiegen). Die Grenze ist dann erreicht, wenn der Tarierbereich ausgelastet ist.

flowchart
graph TD
A["Top Display with 3 disks"] --> B["600.0 g"]
B --> C["TARE →0←"]
C --> D["Net 0.0 g"]
D --> E["Bottom Display with 1000.0 g"]
Erstes Wägegut auflegen. Das Gewicht wird angezeigt.
Stabilitätsanzeige abwarten, dann TARE-Taste drücken. Die Nullanzeige und „Net“ erscheint.
Zweites Wägegut einwiegen. Das Gewicht des zweiten Wägeguts wird angezeigt.
Für weiteres Wägegut die letzten beide Schritte wiederholen.
8 Menü
8.1 Menü [Function]
8.1.1 Navigation im Menü
1. Einstieg ins Menü
Im Wägemodus F-Taste gedrückt halten, bis [FWnm] in der Anzeige erscheint. Taste loslassen. Der erste Menüpunkt mit der aktuellen Einstellung wird angezeigt.
2. Menüpunkte anwählen
⇒ Mit der F-Taste lassen sich die einzelnen Menüpunkte mit den aktuellen Einstellungen der Reihe nach anwählen.
3. Einstellungen ändern
⇒ Mit der TARE-Taste lässt sich die Einstellung im angewählten Menüpunkt ändern. Bei jedem Drücken der TARE-Taste wird die nächste Einstellung angezeigt. Sobald die gewünschte Einstellung in der Anzeige erscheint, kann der nächste Menüpunkt mit der F-Taste angewählt (s. Schritt 3) oder das Menü verlassen werden (s. Schritt 4 / 5)
4. Einstellungen speichern und Menü verlassen
⇒ S-Taste drücken, die Waage kehrt in den Wägemodus zurück.
oder
⇒ F-Taste wiederholt drücken, bis die Waage in den Wägemodus zurück kehrt.
Alle Änderungen werden gespeichert.
5. Abbrechen
→ PRINT-Taste kurz drücken, die Waage kehrt in den Wägemodus zurück. Änderungen werden nicht gespeichert.

text_image
F Func 1.6.0.1 2.5EL 0 F 3.8.0.1 2.5EL 0 TARE →0+ 25EL 1 SET →0← 0.0 g PRINT M →0← 0.0 g8.1.2 Menü-Übersicht
Werkseinstellungen sind mit * gekennzeichnet.
| Menüpunkt | ![]() | ![]() | Beschreibung | |
| 1 Kapazitätsanzeige | 1.b.G. | 1 | Kapazitätsanzeige ausblenden | |
| * 2 | Kapazitätsanzeige einblenden | |||
| 2 Toleranzwägens. Kap. 9.3 | 2.SEL | * 0 | Toleranzwägen deaktivieren | |
| 1 | Toleranzwägen aktivieren | Einstellungens. Kap. 9.3.1 | ||
| 3 Automatische Nullpunktkorrektur s. Kap. 10.1 | 3. A.0 | 0 | Automatische Nullpunktkorrektur aus | |
| * 1 | Automatische Nullpunktkorrektur ein | |||
| 4 Automatische Abschaltung bei Akku-Betrieb | 4. A.P. | 0 | Nicht dokumentiert(Funktion ist nur im Akkubetrieb verfügbar) | |
| * 1 | ||||
| 5 Anzeige-geschwindigkeit s. Kap. 10.2 | 5. rE. | 0 | Einstellung für Dosierung | |
| 1 | Sehr ruhige und stabile Umgebung. Die Waage arbeitet sehr schnell, ist aber empfindlich gegen äußere Einflüsse. | |||
| 2 | ||||
| * 3 | Normale Umgebung. Die Waage arbeitet mit mittlerer Geschwindigkeit. | |||
| 4 | ||||
| 5 | Unruhige Umgebung. Die Waage arbeitet langsamer, ist aber unempfindlich gegen äußere Einflüsse. | |||
| 6 Stillstandskontrolle anpassen s. Kap. 10.2 | 6. S.d. | 1 | Die Waage arbeitet sehr schnell | |
| * 2 | Die Waage arbeitet mit mittlerer Geschwindigkeit | |||
| 3 | ||||
| 4 | Die Waage arbeitet mit größtmöglicher Präzision | |||
| 7 RS232C-Schnittstelle | 7. I.F. | 0 | deaktiviert | |
| 1 | 6-stelliges Datenformat | |||
| 2 | 7-stelliges Datenformat | |||
| *3 | 6-stelliges Datenformat (ASCII) | |||
| 4 | 7-stelliges Datenformat (ASCII) | |||
| (1 und 2 bei Modellen PNJ nicht verfügbar) | ||||
| 7.1 Ausgabebedingung nur bei Einstellung [7.I.F. 1] oder [7.I.F. 2] | 71.o.c | 0 | Keine Datenausgabe | |
| 1 | Ständige Datenausgabe | |||
| 2 | Ständige Datenausgabe stabilber Wägewerte | |||
| *3 | Ausgabe stabiler und instabiler Wägewerte nach Drücken der PRINT-Taste | |||
| 4 | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert, nach vorheriger Entlastung der Waage | |||
| 5 | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert. Keine Ausgabe bei instabilen Wägewerten. Erneute Ausgabe nach Stabilisierung | |||
| 6 | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert. Kontinuierliche Ausgabe bei instabilen Wägewerten. | |||
| *7 | Ausgabe stabiler Wägewerte nach Drücken der PRINT-Taste | |||
| 7.2 Baudrate | 72.b.L. | *1 | 1200 bps | |
| 2 | 2400 bps | |||
| 3 | 4800 bps | |||
| 4 | 9600 bps | |||
| 5 | 19200 bps | |||
| 7.3 Parität Nur bei Einstellung [7.I.F. 2] | 73.PA. | *0 | Kein Paritätsbit | |
| 1 | Ungerade Parität | |||
| 2 | Gerade Parität | |||
| 8 Wägeinheit wechselns. Kap. 7.5Bei geeichten Waagen nicht verfügbar[gr] bei Modell PNS 12000-1 nicht verfügbar | 81.S.u.↓85. S.u. | *1 01 | [g] | |
| *2 14 | [ct] | |||
| 15 | [oz] | |||
| 16 | [lb] | |||
| 17 | [ozt] | |||
| 18 | [dwt] | |||
| 19 | [gr] | |||
| 1A | [tl_HK] | |||
| 1B | [tl_Singap. Malays] | |||
| 1C | [tl_Tw] | |||
| 1D | [mom] | |||
| 1E | [tol] | |||
| *3 20 | [Pcs] | |||
| *4 1F | [%] | |||
| 00 | Nachfolgend kann in keine weitere Einheit umgeschaltet werden. | |||
| 10 Justierprotokoll ausgeben (nur Modelle PNJ), s. Kap. 11.2.1 | 0. GLP | 0 | Nein | |
| * 1 | Ja | |||
| 11 Datenausgabe geeichter Modelle (Einstellungen nur im ungeeichten Zustand verfügbar) | A. PrF. | 1 | Datenausgabe deaktiviert | |
| 2 | Datenausgabe aktiviert | Musterprotokoll:+0075.55 G S | ||
| * 3 | Datenausgabe aktiviert. Nicht geeichter Wert durch „/“ getrennt | Musterprotokoll:+0075.5/5 G S | ||
| 12 Datumsformat einstellen,s. Kap. 10.6 | b.dAt. | 1 | Ausgabe in Jahr-Monat-Tag | |
| 2 | Ausgabe in Monat-Tag-Jahr | |||
| * 3 | Ausgabe in Tag-Monat-Jahr | |||
| 13 Datum / Uhrzeit auf Protokoll ausgeben,s. Kap. 11.2.2 | C. t.o. | 0 | Wägewert ohne Datum / Uhrzeit ausgeben | |
| * 1 | Wägewert mit Uhrzeit ausgeben | |||
| 2 | Wägewert mit Datum + Uhrzeit ausgeben | |||
| 14 Hinterleuchtung der Anzeige einstellen | d. b.L. | 0 | Nein | |
| * 1 | Ja | |||
| 15 Hinterleuchtung der Anzeige automatisch abschalten,s. Kap. 10.4 | E. A.b | 0 | Nein | |
| * 1 | Ja | |||
8.2 Menü [Function2]
8.2.1 Navigation im Menü
Einstieg ins Menü
⇒ Im Wägemodus F-Taste und TARE-Taste gleichzeitig drücken und gedrückt halten bis „Func2“ angezeigt wird.
⇒ Beim Loslassen wird der erste Menüpunkt „1.CrC. 0.“ angezeigt.

text_image
TARE →0← + F Func2 ↓ ICRC.0
Menüpunkte anwählen, Einstellungen ändern und übernehmen s. Kap. 8.1.1
8.2.2 Menü-Übersicht
Werkseinstellung ist mit * gekennzeichnet.
| Menüpunkt | ![]() | ![]() | Beschreibung |
| Softwarestand anzeigen s. Kap. 10.3 | 1. CRC. | * 0 | nein |
| 1 | ja | ||
| 2. S.c.t. | * 0 | Nicht dokumentiert | |
| 1 | |||
| Datum / Uhrzeit einstellen, s. Kap. 10.5 | 3. d.SEt | * 0 | nein |
| 1 | ja |
9 Applikationen
9.1 Stückzählen
Bevor die Waage Teile zählen kann, muss sie das durchschnittliche Stückgewicht, die so genannte Referenz kennen. Dazu muss eine bestimmte Anzahl der zu zählenden Teile aufgelegt werden. Die Waage ermittelt das Gesamtgewicht und teilt es durch die Anzahl der Teile, die so genannte Referenzstückzahl. Auf Basis des berechneten durchschnittlichen Stückgewichts wird anschließend die Zählung durchgeführt.

flowchart
graph TD
A["F"] --> B["g"]
B --> C["ct"]
C --> D["Pcs"]
D --> E["Werkseinstellung"]
E --> F["Pcs"]
1. Applikation aufrufen
F-Taste wiederholt drücken bis „Pcs“ angezeigt wird.

2. Nullstellen /Tarieren
TARE-Taste drücken, um die Waage auf Null zu stellen bzw. bei Einsatz eines Wägebehälters zu tarieren.
3. Referenz einstellen
SET-Taste drücken.
Warten bis die aktuell eingestellte Referenzstückzahl blinkend angezeigt wird.

4. Referenzstückzahl ändern
Mit TARE-Taste gewünschte Referenzstückzahl wählen, z.B. 30 Stück. Wählbar

Wichtig: Je höher die Referenzstückzahl, desto größer die Zählgenauigkeit.

5. Referenzteile einwägen
So viele Zählteile auflegen, wie die eingestellte Referenzstückzahl verlangt.
Mit SET-Taste bestätigen
6. Referenzoptimierung
Zur Referenzoptimierung erneut gleich viele Zählteile auflegen.

Mit SET-Taste bestätigen.
Bei jeder Referenzoptimierung wird das Referenzgewicht neu berechnet. Da die zusätzlichen Teile die Basis für die Berechnung vergrößern, wird auch die Referenz genauer.
Zur weiteren Referenzoptimierung erneut weitere Zählteile auflegen (ca. 1/2 bis 1/5 des Zählguts). Durchführung siehe Schritt 5.

7. Referenz speichern
Mit PRINT-Taste Referenz speichern, die Waage bildet automatisch das Durchschnittsgewicht je Teil. Referenzgewicht abnehmen. Die Waage befindet sich nun im Stückzählmodus und zählt alle Teile, die sich auf der Wägeplatte befinden.
8. Stücke zählen
Wägegut auflegen und Stückzahl ablesen.
Musterprotokoll (KERN YKB-01N)
+0000125 PC S
9. Drucken
Bei Anschluss eines optionalen Druckers wird nach Drücken der PRINT-Taste (Werkseinstellung) der Anzeigenwert ausgegeben.

Anzeige Beschreibung
ADD Aufgelegte Stückzahl ist für eine korrekte Referenzermittlung zu klein. Entweder Fehler akzeptieren und mit PRINT-Taste bestätigen oder weitere Teile auflegen.
L-ERR Mindeststückgewicht (siehe Kap. 1 „Technische Daten“) unterschritten.
Mit PRINT-Taste kann die Referenzoptimierung abgebrochen werden.
Das Referenzgewicht bleibt auch nach Ausschalten der Waage gespeichert, bis die Referenz neu gesetzt wird.
9.2 Prozentbestimmung
Die Prozentbestimmung ermöglicht die Gewichtsanzeige in Prozent, bezogen auf ein Referenzgewicht, das 100 % entspricht.

flowchart
graph TD
A["Input: F/5"] --> B["g"]
B --> C["Process: ct"]
C --> D["Pcs"]
D --> E["Werkseinstellung"]
E --> F["Output: 0 %"]
1. Applikation aufrufen
F-Taste wiederholt drücken bis „%“ angezeigt wird.
2. Nullstellen /Tarieren
TARE-Taste drücken, um die Waage auf Null zu stellen bzw. bei Einsatz eines Wägebehälters zu tarieren.
3. Referenz einstellen (100 %-Wert)
SET-Taste drücken.

flowchart
graph TD
A["SET"] --> B["M"]
B --> C["P. SET"]
C --> D["/ /"]
C --> E["/ /"]
C --> F["/ /"]
Warten bis „P. SET“ angezeigt wird.

text_image
PRINT M 100 %Musterprotokoll (KERN YKB-01N)

Referenzgewicht (= 100 %) auflegen und mit PRINT-Taste bestätigen.
4. Prozentbestimmung
Wägegut auflegen.
Das Gewicht der Probe wird in Prozent, bezogen auf das Referenzgewicht, angezeigt.
5. Drucken
Bei Anschluss eines optionalen Druckers wird nach Drücken der PRINT-Taste (Werkseinstellung) der Anzeigenwert ausgegeben.
i
Anzeige Beschreibung
1 % Mindestlast ≤ Referenzgewicht < Mindestlast x 10
0.1 % Mindestlast x 10 ≤ Referenzgewicht < Mindestlast x 100
0.01 % Mindestlast x 100 ≤ Referenzgewicht
L-ERR Referenzgewicht < Mindestgewicht = Unterlast (Mindestlast modellabhängig, s. Kap. 1 „Technische Daten“)
Das Referenzgewicht (100 %) bleibt auch nach Ausschalten der Waage gespeichert, bis die Referenz neu gesetzt wird.
9.3 Wägen mit Toleranzbereich
Mit der Applikation „Wägen mit Toleranzbereich“ können Sie einen oberen und unteren Grenzwert festlegen und damit sicherstellen, dass das eingewogene Wägegut innerhalb der festgelegten Toleranzgrenzen liegt.
Grenzwerteingaben sind bei den Funktionen Wägen, Stückzählen und Prozentbestimmung möglich.
Die Toleranzgrenzen können auf zwei unterschiedliche Arten eingestellt werden:
- Durch Wägung, d.h. Gegenstand auf die Waage legen und diesen Wert als Sollgewicht speichern, s. Kap. 9.3.2
- Numerische Eingabe von Sollwerten über die Tastatur, s. Kap. 9.3.3
Darstellung der Ergebnisse:
Die dreieckige Toleranzmarke [◀] in der Anzeige zeigt an, ob das Wägegut sich innerhalb der Toleranzgrenzen befindet. Die Toleranzmarke ist nur bei aktivierter Funktion „2.SEL 1“ sichtbar (s. Kap. 9.3.1).

Die Toleranzmarke liefert folgende Informationen:
1. Menüeinstellung „23.Pi. 2“ / zwei Grenzwerte
Wägegut unter vorgegebener Toleranz

Wägegut innerhalb vorgegebener Toleranz

Wägegut über vorgegebener Toleranz

2. Menüeinstellung „23.Pi. 1“ / ein Grenzwert
Zielgewicht erreicht

9.3.1 Funktion aktivieren / Einstellungen im Menü

text_image
F Func ↓ 1.6.0.1Menü aufrufen:
F-Taste drücken und gedrückt halten bis „Func“ angezeigt wird.
Beim Loslassen der Taste wird die erste Funktion „1.b.G.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt.
Funktion für Toleranzwägen „2.SEL. 1“ aktivieren:
F-Taste drücken bis „2.SEL.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste Funktion aktivieren.

„2.SEL. 0“ Funktion deaktiviert
„2.SEL. 1“ Funktion aktiviert
Mit der F-Taste nächsten Menüpunkt“21.Co. zur Einstellung der Anzeigebedingungen für die Toleranzmarke wählen.

text_image
F 2 1C0Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen
„21.Co. 1“ Toleranzmarke wird bei stabilen und instabilen Wägewerten angezeigt
„21.Co. 2“ Toleranzmarke wird nur bei stabilen Wägewerten angezeigt.

Mit der F-Taste nächsten Menüpunkt "22.Li. zur Einstellung des Toleranzbereichs wählen.
Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen
„22.Li. 0“ Toleranzmarke wird nur oberhalb des Nullpunktbereiches (> 5 d) angezeigt.
„22.Li. 1“ Toleranzmarke wird im gesamten Bereich angezeigt.
Mit der F-Taste nächsten Menüpunkt“23.Pi. zur Einstellung der Anzahl von Grenzpunkten wählen.
Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen
„23.Pi. 1“ 1- Grenzpunkt (OK / -)
2- Grenzpunkte als obere und untere
„23.Pf. 2“ Grenze einstellen (+ / OK / -)
Speichern / zurück in den Wägemodus:
Einstellungen mit SET-Taste bestätigen. Die Waage kehrt zurück in den Toleranzwägemodus.
9.3.2 Toleranzkontrolle nach Einstellen der Grenzwerte durch Wägung
1.

SET-Taste drücken und gedrückt halten bis die Anzeige zur Einstellung des unteren Grenzwertes „L.SET“ angezeigt wird. Die aktuelle Einstellung blinkt.
2.

text_image
PRINT M 0 1 1 F 95.00 gSollgewicht (z.B. 95 g) für den unteren Grenzwert auflegen und mit PRINT-Taste bestätigen.
Bei Menüeinstellung „23.Pi. 1“ ist die Eingabe hier beendet. Toleranzkontrolle starten, s. Schritt 4. Bei Menüeinstellung „23.Pi. 2“ warten bis die Anzeige „H.SET“ zur Einstellung des oberen Grenzwertes erscheint. Die aktuelle Einstellung blinkt.
3.

Sollgewicht (z.B. 105 g) für den oberen Grenzwert auflegen und mit PRINT-Taste bestätigen.
Sollgewicht abnehmen. Ab hier erfolgt die Einstufung, ob das Wägegut sich innerhalb der zwei Toleranzgrenzen befindet.
4.

Toleranzkontrolle starten
Falls nötig, leeren Behälter auf die Waage stellen und tarieren.
Wägegut auflegen. Anhand der Toleranzmarke [prüfen, ob das Wägegut unter, innerhalb oder über der vorgegebenen Toleranz liegt.
Anzeigenbeispiele:

Wägegut unter vorgegebener Toleranz

Wägegut innerhalb vorgegebener Toleranz

Wägegut über vorgegebener Toleranz
5.
Musterprotokolle (KERN YKB-01N)
+100.73 GGS
Wägegut innerhalb vorgegebener Toleranz
+093.73 GLS
Wägegut unter vorgegebener Toleranz
+107.03 GHS
Wägegut über vorgegebener Toleranz
Bei Anschluss eines optionalen Druckers wird nach Drücken der PRINT-Taste (Werkseinstellung) der Anzeigenwert ausgegeben.
| G | Wägeeinheit “Gramm” |
| G | Wägegut innerhalb vorgegebener Toleranz |
| S | Stabiler Wert |
| L | Wägegut unter vorgegebener Toleranz |
| H | Wägegut über vorgegebener Toleranz |
9.3.3 Toleranzkontrolle nach numerischer Eingabe der Grenzwerte
1.

SET-Taste drücken und gedrückt halten bis die Anzeige zur Einstellung des unteren Grenzwertes „L.SET“ angezeigt wird. Die aktuelle Einstellung z.B. „70.00 g“ blinkt.
2.


text_image
TARE →0← 70.00 gZur numerischen Eingabe des Sollgewichts (z.B. 95 g) für den unteren Grenzwert TARE-Taste drücken. Die letzte Stelle blinkt.
Numerische Eingabe:

Zum Ändern einer Ziffer TARE-Taste drücken.

Mit der F-Taste Ziffer anwählen (von rechts nach links). Die ausgewählte Ziffer blinkt.

Eingabe speichern
Bei Menüeinstellung „23.Pi. 1“ ist die Eingabe hier beendet. Toleranzkontrolle starten, s. Schritt 4.
3.

Bei Menüeinstellung „23.Pi. 2“ warten bis die Anzeige „H.SET“ zur Einstellung des oberen Grenzwertes erscheint. Die aktuelle Einstellung blinkt.

Zur numerischen Eingabe des Sollgewichts (z.B. 105 g) für den oberen Grenzwert TARE-Taste drücken. Die letzte Stelle blinkt.
Numerische Eingabe siehe Schritt 2.

Eingabe mit speichern. Die Waage kehrt zurück in den Toleranzwägemodus

Ab hier erfolgt die Einstufung, ob das Wägegut sich innerhalb der zwei Toleranzgrenzen befindet.

4.

Toleranzkontrolle starten
Falls nötig, leeren Behälter auf die Waage stellen und tarieren.
Wägegut auflegen. Anhand der Toleranzmarke [◀] prüfen, ob das Wägegut unter, innerhalb oder über der vorgegebenen Toleranz liegt.
Anzeigenbeispiel s. Kap. 9.3.2
5.
Bei Anschluss eines optionalen Druckers kann durch Drücken der PRINT-Taste (Werkseinstellung) der Anzeigenwert ausgegeben werden, Musterprotokolle s. Kap. 9.3.2
10 Allgemeine Funktionen
10.1 Zero-tracking
Mit dieser Funktion werden kleine Gewichtsschwankungen automatisch tariert.
Werden kleine Mengen vom Wägegut entnommen oder zugeführt, so können durch die in der Waage vorhandene „Stabilitätskompensation“ falsche Wägeergebnisse angezeigt werden! (z.B. langsames herausfliesen von Flüssigkeiten aus einem auf der Waage befindlichen Behälter, Verdampfungsprozesse).
Bei Dosierungen mit kleinen Gewichtsschwankungen empfiehlt es sich daher, diese Funktion auszuschalten.

flowchart
graph TD
A["F/5"] --> B["Func"]
B --> C["1.6.0.1"]
C --> D["F/5"]
D --> E["3.8.0.1"]
E --> F["TARE →0←"]
F --> G["3.8.0.0"]
G --> H["SET"]
H --> I["→0← 0.0g"]
Menü aufrufen:
F-Taste drücken und gedrückt halten bis „Func“ angezeigt wird.
Beim Loslassen der Taste wird die erste Funktion „1.b.G.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt.
Zero-tracking Funktion aktivieren/ deaktivieren:
F-Taste wiederholt drücken bis „3.A0.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen.
„3.A0 1“ Funktion aktiviert
„3.A0 0“ Funktion deaktiviert
Speichern / zurück in den Wägemodus:
Einstellung mit SET-Taste bestätigen. Die Waage kehrt zurück in den Wägemodus.
10.2 Stabilitäts- und Reaktionseinstellungen
Es besteht die Möglichkeit, die Stabilität der Anzeige und den Reaktionsgrad der Waage auf die Anforderungen bestimmter Anwendungen oder die Umgebungsbedingungen abzustimmen.
Beachten Sie, dass grundsätzlich eine auf höhere Stabilität ausgerichtete Datenverarbeitung eine Verlangsamung der Reaktionszeiten bewirkt, während sich eine Beschleunigung der Reaktionszeiten zu Lasten der Stabilität auswirkt.
| Aufstellungsort | Menüeinstellung „5.rE.“ | Menüeinstellung „6.S.d“ |
| Ruhig↑Unruhig | 1 | 1 |
| 2 | 2 | |
| 3 | 3 | |
| 4 | 4 | |
| 5 |

flowchart
graph TD
A["F/S"] --> B["Func"]
B --> C["1.6.0.1"]
C --> D["F/S"]
D --> E["TARE →0←"]
E --> F["SET"]
F --> G["→0← 0.0 g"]
F-Taste drücken und gedrückt halten bis „Func“ angezeigt wird.
Beim Loslassen der Taste wird die erste Funktion „1.b.G.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt.
F-Taste wiederholt drücken bis „5.rE.“ bzw. „6S.d“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen.
Speichern / zurück in den Wägemodus:
Einstellung mit SET-Taste bestätigen. Die Waage kehrt zurück in den Wägemodus.
10.3 Softwarestand anzeigen (nur Modelle PNJ)

flowchart
graph TD
A["TARE →0←"] --> B["+"]
C["F"] --> D["Function"]
B --> E["1.C - C. 0"]
E --> F["TARE →0←"]
F --> G["1.C - C. 1"]
G --> H["F/5"]
H --> I["URA .E"]
I --> J["****"]
J --> K["F/5"]
K --> L["-0← 0.0 g"]
F-Taste und TARE-Taste gleichzeitig drücken und gedrückt halten bis „Func2“ angezeigt wird.
Beim Loslassen wird „1.CrC. 0.“ angezeigt.
Mit der TARE-Taste die Einstellung „1.CrC. 1.“ wählen.
F-Taste drücken. Warten bis der Softwarestand der Waage angezeigt wird.
Zurück in den Wägemodus:
F-Taste wiederholt drücken.
10.4 Hinterleuchtung der Anzeige automatisch abschalten
Bei aktivierter Funktion wird die Hinterleuchtung der Anzeige nach 1 Minute ohne Lastwechsel oder Bedienung automatisch abgeschaltet.

flowchart
graph TD
A["F"] --> B["Func"]
B --> C["1.6.0.1"]
C --> D["F"]
D --> E["E.8.6.0"]
E --> F["TARE →0←"]
F --> G["E.8.6.1"]
G --> H["SET"]
H --> I["→0← 0.0 g"]
Menü aufrufen:
F-Taste drücken und gedrückt halten bis „Func“ angezeigt wird.
Beim Loslassen der Taste wird die erste Funktion „1.b.G.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt.
Auto-Backlight-Funktion aktivieren/ deaktivieren:
F-Taste wiederholt drücken bis „E.A.b.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen.
„E.A.b. 0“ Funktion deaktiviert
„E.A.b. 1“ Funktion aktiviert
Speichern / zurück in den Wägemodus:
Einstellung mit SET-Taste bestätigen.
Die Waage kehrt zurück in den Wägemodus.
10.5 Datum / Uhrzeit einstellen
10.5.1 Uhrzeit einstellen

text_image
TARE →0← + FFunc2

IC-C.0

3.d.5t.0

3d5t.1

t , RE
1345.27
F-Taste und TARE-Taste gleichzeitig drücken und gedrückt halten bis „Func2“ angezeigt wird.
Beim Loslassen wird „1.CrC. 0.“ angezeigt.
F-Taste wiederholt drücken bis „3.d.St.0“ angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste „3.d.St.1“ wählen.
F-Taste drücken. „tiME“ wird angezeigt, gefolgt von der aktuell eingestellten Uhrzeit.

Zum Ändern der Uhrzeit SET-Taste drücken, die erste Stelle blinkt.

Zum Ändern einer Ziffer TARE-Taste drücken.
Mit der F-Taste Ziffer anwählen. Die ausgewählte Ziffer blinkt.
Eingabe speichern. Die Anzeige wechselt zum aktuell eingestellten Datum.
Entweder Datum wie oben beschrieben ändern oder mit F-Taste zurück in den Wägemodus.
10.5.2 Datum einstellen

flowchart
graph TD
A["Func2"] --> B["1.Cr.C.0"]
B --> C["F/5"]
C --> D["3.d.St.0"]
D --> E["TARE/0←"]
E --> F["3.d.St.1"]
F --> G["F/5"]
G --> H["t.17E"]
H --> I["13.45.27"]
F-Taste und TARE-Taste gleichzeitig drücken und gedrückt halten bis „Func2“ angezeigt wird.
Beim Loslassen wird „1.CrC. 0.“ angezeigt.
F-Taste wiederholt drücken bis „3.d.St.0“ angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste „3.d.St.1“ wählen.
F-Taste drücken. „tiME“ wird angezeigt, gefolgt von der aktuell eingestellten Uhrzeit.

flowchart
graph TD
A["Hand Press F/F"] --> B["DATE"]
B --> C["15.10.14"]
C --> D["SET"]
D --> E["15.10.14"]
F-Taste drücken. „dAtE“ wird angezeigt, gefolgt vom aktuell eingestellten Datum.
Zum Ändern des Datums SET-Taste drücken, die erste Stelle blinkt.

text_image
25.10.14 25.10.14 -0- 0.0 g
Zum Ändern einer Ziffer TARE-Taste drücken.
Mit der F-Taste Ziffer anwählen. Die ausgewählte Ziffer blinkt.
Eingabe speichern. Die Waage kehrt zurück in den Wägemodus
10.6 Datumsformat einstellen

flowchart
graph TD
A["F/5"] --> B["Func"]
B --> C["1.6.0.1"]
C --> D["F/5"]
D --> E["b.dA t.3"]
E --> F["TARE →0←"]
F --> G["b.dA t.1"]
G --> H["TARE →0←"]
H --> I["b.dA t.2"]
I --> J["SET"]
J --> K["→0← 0.0 g"]
F-Taste drücken und gedrückt halten bis „Func“ angezeigt wird.
Beim Loslassen der Taste wird die erste Funktion „1.b.G. “ mit der aktuellen Einstellung angezeigt.
F-Taste wiederholt drücken bis „b.dAt“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen.
„b.dAte.3“ „DD.MM.Y“
„b.dAte.1“ „Y.MM.DD“
„b.dAte.2“ „MM.DD.Y“
Speichern / zurück in den Wägemodus:
Einstellung mit SET-Taste bestätigen.
Die Waage kehrt zurück in den Wägemodus.
11 RS232C-Schnittstelle
11.1 Allgemeines
Für den Anschluss eines Peripheriegeräts (Drucker, Computer) ist die Waage serienmäßig mit einer RS232C-Schnittstelle ausgestattet.
Für die Kommunikation zwischen Waage und Peripheriegeräte müssen folgende Bedingungen erfüllt sein:
- Waage mit einem geeigneten Kabel mit der Schnittstelle des Peripheriegerätes verbinden. Der fehlerfreie Betrieb ist nur mit dem entsprechenden KERN- Schnittstellenkabel sichergestellt.
- Kommunikationsparameter (Baudrate, Bits und Parität) von Waage und Peripheriegerät müssen übereinstimmen.
Pinbelegung des Waagenausgangssteckers (Sub-D, 9-polig):

text_image
1 2 3 4 5 6 7 8 9| Pin No | Signal | Input/Output | Funktion |
| 1 | - | ||
| 2 | RXD | Input | Receive data |
| 3 | TXD | Output | Transmit data |
| 4 | DTR | Output | HIGH |
| 5 | GND | - | Signal ground |
| 6 | - | - | |
| 7 | - | - | |
| 8 | - | - | |
| 9 | - | - |
Schnittstellenkabel:
• Waage - PC 9-polig

flowchart
graph LR
A["PC D-SUB9P"] --> B["TXD 3"]
A --> C["RXD 2"]
A --> D["GND 5"]
A --> E["DCD 1"]
A --> F["RTS 7"]
A --> G["CTS 8"]
A --> H["DSR 6"]
A --> I["DTR 4"]
J["Waage D-SUB9P"] --> K["2 RXD"]
J --> L["3 TXD"]
J --> M["5 GND"]
B --> N["Data Flow Arrow"]
C --> N
D --> N
E --> N
F --> N
G --> N
H --> N
I --> N
Technische Daten
- Baud-Rate 1200*/2400/4800/9600/19200 bps
- Übertragungscode ASCII codes (8/7 bits)
- Bit-Einstellung Start bit 1 bit
Data bits 8 bits
Parity bit 0* / 1 bit
Stop bits 1 bit - Parität None*/Odd/Even
Werkseinstellungen sind mit * gekennzeichnet.
Schnittstellenparameter

Die verfügbaren Schnittstellenparameter werden nur bei aktivierter Funktion [7 K.F1] oder [7 K.F2] angezeigt.
Werkseinstellungen sind mit * gekennzeichnet.
| Menüpunkt | ![]() | ![]() | Beschreibung | |
| Ausgabebedingung | 71. Q.m. | 0 | Keine Datenausgabe | |
| 1 | Ständige Datenausgabe | |||
| 2 | Ständige Datenausgabe stabilber Wägewerte | |||
| * 3 | Ausgabe stabiler und instabiler Wägewerte nach Drücken der PRINT-Taste | |||
| 4 | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert, nach vorheriger Entlastung der Waage | |||
| 5 | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert. Keine Ausgabe bei instabilen Wägewerten. Erneute Ausgabe nach Stabilisierung | |||
| 6 | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert. Kontinuierliche Ausgabe bei instabilen Wägewerten. | |||
| * 7 | Ausgabe stabiler Wägewerte nach Drücken der PRINT-Taste | |||
| Baud-Rate | 7r B.L. | * 1 | 1200 bps | |
| 2 | 2400 bps | |||
| 3 | 4800 bps | |||
| 4 | 9600 bps | |||
| 5 | 19200 bps | |||
| Parität | 7s PA. | * 0 | Kein Paritätsbit | Nur bei Einstellung [7 K.F 2] |
| 1 | Ungerade Parität | |||
| 2 | Gerade Parität | |||
11.2 Druckerbetrieb
Sicherstellen, dass die Waage mit einem geeigneten Kabel mit der Schnittstelle des Druckers verbunden ist und die Kommunikationsparameter (Baudrate, Bits und Parität) von Waage und Drucker übereinstimmen.
11.2.1 ISO/GLP/GMP-konformes Justierprotokoll ausgeben (nur Modelle PNJ)
In Qualitätssicherungs-Systemen werden Ausdrucke von Wägeergebnissen sowie der korrekten Waagenjustierung unter Angabe von Datum und Uhrzeit sowie der Waagen-Identifikation verlangt. Am einfachsten ist dies über einen angeschlossen Drucker möglich.

flowchart
graph TD
A["F/F"] --> B["Func"]
B --> C["1.6.0.1"]
C --> D["F/F"]
D --> E["0.0LP"]
E --> F["SET"]
F --> G["→0← 0.0g"]
F-Taste drücken und gedrückt halten bis „Func“ angezeigt wird.
Beim Loslassen der Taste wird die erste Funktion „1.b.G.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt.
F-Taste wiederholt drücken bis „0.GLP.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen.
„0.GLP.0“ Ausgabe Justierprotokoll deaktiviert
„0.GLP.1“ Ausgabe Justierprotokoll aktiviert
Speichern / zurück in den Wägemodus:
Einstellung mit SET-Taste bestätigen.
Die Waage kehrt zurück in den Wägemodus.
Musterprotokoll (KERN YKB-01N)

text_image
CALIBRATION KERN & SOHN MODEL: PNJ 3000-2M S/N 190001833 ID: DATE: 15.09.2015 TIME: 10:27 *CAL.END NAME: ******************11.2.2 Protokollausgabe mit aktuellem Datum / Uhrzeit

flowchart
graph TD
A["F/5"] --> B["Func"]
B --> C["1.6.0.1"]
C --> D["F/5"]
D --> E["0.0LP"]
F-Taste drücken und gedrückt halten bis „Func“ angezeigt wird.
Beim Loslassen der Taste wird die erste Funktion „1.b.G.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt.
F-Taste wiederholt drücken bis „C.t.o.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen.
„C.t.o.0“ Wägewert ohne Datum / Uhrzeit ausgeben
„C.t.o.1“ Wägewert mit Uhrzeit ausgeben
„C.t.o.2“ Wägewert mit Datum + Uhrzeit ausgeben

Speichern / zurück in den Wägemodus:
Einstellung mit SET-Taste bestätigen.
Die Waage kehrt zurück in den Wägemodus.
Musterprotokolle (KERN YKB-01N)
„C.t.o. 0“
+0075.55 G S
„C.t.o. 1“
09:48:39
+0075.55 G S
„C.t.o. 2“
17.09.2015
09:48:39
+0075.55 G S
11.3 Datenausgabe
11.3.1 Datenübertragungsformat
Im Menü kann das Format der Datenübertragung (6- oder 7-stellig) an Ihre Bedürfnisse angepasst werden.

flowchart
graph TD
A["F/S"] --> B["Func"]
B --> C["1.6.0.1"]
C --> D["F/S"]
D --> E["7.1F"]
F-Taste drücken und gedrückt halten bis „Func“ angezeigt wird.
Beim Loslassen der Taste wird die erste Funktion „1.b.G.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt.
F-Taste wiederholt drücken bis „7.I.F.“ mit der aktuellen Einstellung angezeigt wird.
Mit der TARE-Taste gewünschte Einstellung wählen.
„7.I.F.1“ 6-stelliges Datenformat
„7.I.F.2“ 7-stelliges Datenformat
„7.I.F.3“ 6-stelliges Datenformat (ASCII)
„7.I.F.4“ 7-stelliges Datenformat (ASCII)
(1 und 2 bei Modellen PNJ nicht verfügbar)

Speichern / zurück in den Wägemodus:
Einstellung mit SET-Taste bestätigen.
Die Waage kehrt zurück in den Wägemodus.
6-stelliges Datenformat, bestehend aus 14 Zeichen, einschließlich der Endezeichen; CR=0DH, LF=0AH (CR=Wagenrücklauf / LF=Zeilenvorschub).
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 |
| P1 | D1 | D2 | D3 | D4 | D5 | D6 | D7 | U1 | U2 | S1 | S2 | CR | LF |
7-stelliges Datenformat, bestehend aus 15 Zeichen, einschließlich der Endezeichen; CR=0DH, LF=0AH (CR=Wagenrücklauf / LF=Zeilenvorschub). Ein Paritäts Bit kann angehängt werden.
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| P1 | D1 | D2 | D3 | D4 | D5 | D6 | D7 | D8 | U1 | U2 | S1 | S2 | CR | LF |
6-stelliges Datenformat (ASCII), bestehend aus 15 Zeichen, einschließlich der Endezeichen; CR=0DH, LF=0AH (CR=Wagenrücklauf / LF=Zeilenvorschub). Der Schrägstrich “/” wird vor der letzten Stelle gedruckt.
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| P1 | D1 | D2 | D3 | D4 | D5 | D6 | D7 | D8 | U1 | U2 | S1 | S2 | CR | LF |
7-stelliges Datenformat (ASCII), bestehend aus 15 Zeichen, einschließlich der Endezeichen; CR=0DH, LF=0AH (CR=Wagenrücklauf / LF=Zeilenvorschub). Ein Paritäts Bit kann angehängt werden. Der Schrägstrich “/” wird vor der letzten Stelle gedruckt.
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 | 16 |
| P1 | D1 | D2 | D3 | D4 | D5 | D6 | D7 | D8 | D9 | U1 | U2 | S1 | S2 | CR | LF |
11.3.2 Beschreibung der Daten
Vorzeichen
[P1] (1 Zeichen)
| P 1 | Code | Bedeutung |
| + | 2 B H | Daten sind 0 oder positiv |
| - | 2 D H | Daten sind negativ |
Zahlenwert des Wägewerts
[D 1 bis D7(D 8)] (7 oder 8 Zeichen
| D 1 bis D 8 | Code | Bedeutung |
| 0 - 9 | 30 H – 39 H | Daten 0 bis 9 |
| • | 2 EH | Dezimalpunkt, Position nicht fest |
| SP | 20 H | Leerzeichen, führende Null unterdrückt |
| / | 2FH | Nicht geeichter Wert durch „/“ getrennt (nur bei Menüeinstellung [A. PrF. 3]) |
Einheiten
[U 1, U 2] 2 Zeichen
| U1 | U2 | Code | Bedeutung | Anzeige | |
| (SP) | G | 20H | 67H | Gramm | g |
| C | T | 63H | 74H | Karat | ct |
| O | Z | 6FH | 7AH | Unze | oz |
| L | B | 6CH | 62H | Pfund | lb |
| O | T | 6FH | 74H | Troy ounce | oz t |
| D | W | 64H | 77H | Pennyweight | dvt |
| G | R | 67H | 72H | Grain | ▶ unten rechts |
| T | L | 74H | 6CH | Tael (Hong Kong) | t! |
| T | L | 74H | 6CH | Tael (Singapore, Malaysia) | [tl▶ oben rechts] |
| T | L | 74H | 6CH | Tael (Taiwan) | [tl▶ unten rechts ] |
| M | O | 6DH | 6FH | Momme | mom |
| t | o | 74H | 6FH | Tola | to |
| (SP) | % | 20H | 25H | Prozentbestimmung | % |
| P | C | 70H | 63H | Stückzählen | Pcs |
Toleranzwägen
[S1] (1 Zeichen)
| S 2 | Code | Bedeutung | Bemerkungen |
| L | 4CH | Wägegut unter vorgegebener Toleranz | 1- oder 2 Grenzpunkte |
| H | 48H | Wägegut oberhalb oberer Toleranzgrenze | |
| (SP) | 20 H | Kein Bewertungsergebnis / Leerzeichen |
Status der Daten
[S2] (1 Zeichen)
| S 2 | Code | Bedeutung |
| S | 53 H | Daten stabilisiert * |
| U | 55 H | Daten nicht stabilisiert (schwanken) * |
| E | 45 H | Datenfehler, alle Daten außer S 2 unzulässig.Waage zeigt Fehlermeldung (o-Err, u-Err) |
| (SP) | 20 H | Kein Status / Leerzeichen |
11.3.3 Ausgabe-Beispiele
Beispiele 6-stelliges Datenformat:
Stabiler Wägewert [3000.1g]
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 |
| + | 0 | 3 | 0 | 0 | 0 | . | 1 | (SP) | G | (SP) | S | CR | LF |
Instabiler Wägewert [-10.05 mom]
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 |
| - | 0 | 0 | 1 | 0 | . | 0 | 5 | M | O | (SP) | U | CR | LF |
Beispiele 7-stelliges Datenformat:
Stabiler Wägewert [3000.1g]
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| + | 0 | 0 | 3 | 0 | 0 | . | 1 | (SP) | G | (SP) | S | CR | LF |
Instabiler Wägewert [-10.05 mom]
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 | 10 | 11 | 12 | 13 | 14 | 15 |
| - | 0 | 0 | 0 | 1 | 0 | . | 0 | 5 | M | O | (SP) | U | CR | LF |
11.4 Fernsteuerbefehle
Allgemeines Befehlsformat:
Bestehend aus 4 Zeichen, einschließlich der Endezeichen (CR, LF).
| C1 | C2 | CR | LF |
Nachfolgende Befehle werden von der Waage erkannt.
1. Datenausgabe
| C1 | C2 | Code (C1) | Code (C2) | Funktion | Antwort |
| O | 0 | 4FH | 30H | Keine Datenausgabe | A00: FehlerfreiE01: Fehlermeldung |
| O | 1 | 4FH | 31H | Ständige Datenausgabe | |
| O | 2 | 4FH | 32H | Ständige Datenausgabe stabilber Wägewerte | |
| O | 3 | 4FH | 33H | Ausgabe stabiler und instabiler Wägewerte nach Drücken der PRINT-Taste | |
| O | 4 | 4FH | 34H | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert, nach vorheriger Entlastung der Waage | |
| O | 5 | 4FH | 35H | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert. Keine Ausgabe bei instabilen Wägewerten. Erneute Ausgabe nach Stabilisierung | |
| O | 6 | 4FH | 36H | Eine Ausgabe bei stabilem Wägewert. Kontinuierliche Ausgabe bei instabilen Wägewerten. | |
| O | 7 | 4FH | 37H | Ausgabe stabiler Wägewerte nach Drücken der PRINT-Taste | |
| O | 8 | 4FH | 38H | Einmalige sofortige Ausgabe | |
| O | 9 | 4FH | 39H | Einmalige Ausgabe nach Stabilisierung |
2. Tarieren / Nullstellen
| C1 | C2 | Code (C1) | Code (C2) | Funktion | Antwort |
| T | (SP) | 54H | 20H | Tarieren (>1,5 % Max)Nullstellen (<1,5 % Max) | A00: FehlerfreiE01: Fehlermeldung |
| T | T | 54H | 31H | Tarieren | A00: FehlerfreiE01: FehlermeldungE04: Tarierbereich überschritten |
| Z | (SP) | 5AH | 20H | Nullstellen | A00: FehlerfreiE01: FehlermeldungE04: Nullstellbereich überschritten |
3. Interne Justierung
| C1 | C2 | Code (C1) | Code (C2) | Funktion | Antwort |
| C | 1 | 43H | 31H | Internes Justieren ausführen | A00: FehlerfreiE01: FehlermeldungE02: Befehl kann nicht ausgeführt werden |
4. Datum / Uhrzeit abfragen
| C1 | C2 | Code (C1) | Code (C2) | Funktion | Antwort |
| D | D | 44H | 44H | Datum abfragen | DATE : d d . m m . y y y y (CR, LF)Datumsformat ist abhängig von der Menüeinstellung [b.dat.], s. Kap. 0 |
| D | T | 44H | 54H | Uhrzeit abfragen | TIME:(SP) (SP) (SP) (SP) (SP) h h : m m (CR, LF) |
11.5 Antwortformate
Bestehend aus 5 Zeichen, einschließlich der Endzeichen (CR=0DH, LF=0AH)*
| 1 | 2 | 3 | 4 | 5 |
| A1 | A2 | A3 | CR | LF |
* Endzeichen: CR = Absatz, LF = Zeile
Befehle:
| A1 | A2 | A3 | Code (A1) | Code (A2) | Code (A3) | Beschreibung |
| A | 0 | 0 | 41H | 30H | 30H | Normale Antwort |
| E | 0 | 1 | 45H | 30H | 31H | Fehlerhafte Antwort |
12 Wartung, Instandhaltung, Entsorgung

Vor allen Wartungs-, Reinigungs- und Reparaturarbeiten das Gerät von der Betriebsspannung trennen.
12.1 Reinigen
Keine aggressiven Reinigungsmittel (Lösungsmittel o.ä.) benutzen, sondern nur ein mit milder Seifenlauge angefeuchtetes Tuch. Darauf achten, dass keine Flüssigkeit in das Gerät eindringt. Mit einem trockenen, weichen Tuch nachreiben. Lose Probenreste/Pulver können vorsichtig mit einem Pinsel oder Handstaubsauger entfernt werden.
Verschüttetes Wägegut sofort entfernen.
12.2 Wartung, Instandhaltung
Das Gerät darf nur von geschulten und von KERN autorisierten Servicetechnikern geöffnet werden.
⇒ Vor dem Öffnen vom Netz trennen.
12.3 Entsorgung
Die Entsorgung von Verpackung und Gerät ist vom Betreiber nach gültigem nationalen oder regionalen Recht des Benutzerortes durchzuführen.
13 Kleine Pannenhilfe
Bei einer Störung im Programmablauf sollte die Waage kurz ausgeschaltet und vom Netz getrennt werden. Der Wägevorgang muss dann wieder von vorne begonnen werden.
Hilfe:
Störung
Mögliche Ursache
Die Gewichtsanzeige leuchtet nicht.
• Die Waage ist nicht eingeschaltet.
• Die Verbindung zum Netz ist unterbrochen (Netzkabel nicht eingesteckt/defekt).
• Die Netzspannung ist ausgefallen.
Die Gewichtsanzeige ändert sich fortwährend
- Luftzug/Luftbewegungen
• Vibrationen des Tisches/Bodens
• Die Wägeplatte hat Berührung mit Fremdkörpern. - Elektromagnetische Felder / Statische Aufladung (anderen Aufstellort wählen / falls möglich, störendes Gerät ausschalten)
Das Wägeergebnis ist offensichtlich falsch
• Die Waagenanzeige steht nicht auf Null
• Die Justierung stimmt nicht mehr.
• Die Waage steht nicht eben.
- Es herrschen starke Temperaturschwankungen.
• Die Anwärmzeit wurde nicht eingehalten.
- Elektromagnetische Felder / Statische Aufladung (anderen Aufstellort wählen / falls möglich, störendes Gerät ausschalten)
14 Fehlermeldungen
Fehler- Mögliche Ursache meldung
o-Err Wägebereich überschritten
u-Err Zu geringe Vorlast, z. B. fehlende Wägeplatte
1-Err Falsches Justiergewicht (> 80% Max)
2-Err Abweichung zur letzten externen Justierung > 1%
3-Err Wägeplatte während Justierung belastet
4-Err Abweichung zur letzten internen Justierung > 1%
A-Err Interne Justierautomatik defekt
b-Err Umgebungsbedingungen überprüfen (statische Aufladungen, Vibration, etc.)
C-Err Interne Uhr defekt
d-Err Beschädigte Elektronik
L-Err Aufgelegtes Gewicht zu leicht, z.B zur Referenzbildung beim Stückzählen oder bei Prozentbestimmung
Err 710 Instabile Umgebungsbedingungen
Beim Auftreten anderer Fehlermeldungen Waage aus- und nochmals einschalten. Bleibt die Fehlermeldung erhalten, Händler benachrichtigen.
15 Konformitätserklärung
Die aktuelle EG/EU-Konformitätserklärung finden Sie online unter:
www.kern-sohn.com/ce
i Bei geeichten Waagen (= konformitätsbewerteten Waagen) ist die Konformitätserklärung im Lieferumfang enthalten.

KERN PNJ / PNS
Version 1.5 2024-03
„b.dAte.3“ „DD.MM.Y“
„b.dAte.1“ „Y.MM.DD“
„b.dAte.2“ „MM.DD.Y“
8.1.1 Navigation im Menü 36
8.1.1 Navigation im Menü
1. Entrée au menu
„b.dAte.3“ „DD.MM.Y“
„b.dAte.1“ „Y.MM.DD“
„b.dAte.2“ „MM.DD.Y“























