IFM SB4244 - Durchflussmesser

SB4244 - Durchflussmesser IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG SB4244 IFM

Betriebsanleitung

Mechatronischer Durchflusssensor

SBx2xx

SB03xx

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung.... 4

1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise.... 4

2 Sicherheitshinweise 5

2.1 Cybersecurity 5

3 Transport, Handhabung und Lagerung 6
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
5 Funktion 8

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 8
5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 8
5.3 IO-Link 8

6 Montage....9

6.1 Prozessanschluss.... 9
6.2 Störeinflüsse 9
6.3 Montagezubehör 10
6.4 Montage bei schmutzhaltigem Medium.... 10

7 Elektrischer Anschluss.... 11
8 Bedien- und Anzeigeelemente 12
9 Menü.... 13

9.1 Menü-Übersicht 13
9.2 Hauptmenü und Untermenüs 13

10 Inbetriebnahme 17
11 Parametrierung 18

11.1 ▶ Parametrierung über IO-Link 18
11.2 Parametrierung über die Gerätetasten.... 19
11.3 Ausgangsfunktionen.... 19

11.3.1 Schaltsignal 19
11.3.2 Analogsignal 21
11.3.3 Frequenzsignal.... 23

11.4 Benutzereinstellungen 24

11.4.1 Standard-Maßeinheit 25
11.4.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2 25
11.4.3 Kalibrierung.... 25
11.4.4 Ausgangspolarität 26
11.4.5 Dämpfung 26
11.4.6 Fehlerverhalten der Ausgänge 27
11.4.7 Speicher 27
11.4.8 Gerät zurücksetzen 28
11.4.9 Verriegeln / Entriegeln 28

11.5 Display 29

11.5.1 Display Standard-Prozesswert 29
11.5.2 Display Farbeinstellung 29
11.5.3 Display Aktualisierungsrate 30
11.5.4 Display Ausrichtung 30
11.5.5 Display ausschalten 30

12 Betrieb 31

12.1 Prozesswertanzeige 31
12.2 Parametereinstellung ablesen.... 31

13 Fehlerbehebung 32

13.1 Fehlermeldungen 32

14 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 34
14.1 Gerät reinigen 34
15 Werkseinstellungen 35

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
▷ Reaktion, Ergebnis

[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

→ Querverweis

IFM SB4244 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM SB4244 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM SB4244 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SB4244 - Warnhinweise - 2

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SB4244 - Warnhinweise - 3

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

2 Sicherheitshinweise

- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.

– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.

  • Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
  • Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
  • Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
    • Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen.
  • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
  • Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
  • Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
  • Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.

2.1 Cybersecurity

Installation

Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.

Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.

▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.

Betrieb

▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.

Wartung

▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.

Außerbetriebnahme

▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

3 Transport, Handhabung und Lagerung

▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (Technische Daten).

4 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät überwacht Industrieöle.

Das Gerät erfasst die Prozessgrößen Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit) und Medientemperatur.

IFM SB4244 - Bestimmungsgemäße Verwendung - 1

ACHTUNG

Frostbildung des Mediums.

▷ Der Sensor kann beschädigt werden.
▶ Sicherstellen, dass das Medium im Sensor bei Betrieb und Transport nicht gefriert.

5 Funktion

  • Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem Wirkdruckprinzip mit Hilfe eines Dauermagneten und einer Messzelle.
  • Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
  • Das Gerät kann im SIO-Modus (Standard Input Output) und im IO-Link Modus betrieben werden.
    • Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an.
  • Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1

• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Frequenzsignal Durchfluss
• Frequenzsignal Temperatur
- IO-Link

5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2

• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Analogsignal Durchfluss
• Analogsignal Temperatur

IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

IFM SB4244 - IO-Link - 1

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

IFM SB4244 - IO-Link - 2

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com

IO-Link bietet folgende Vorteile:

• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung

6 Montage

IFM SB4244 - Montage - 1

VORSICHT

Während der Montagearbeiten oder im Fehlerfall (z. B. Bruch des Gehäuses) können hoher Druck oder heiße Medien aus der Anlage entweichen.

▷ Verletzungsgefahr durch Druck oder Verbrennung.
▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.
▶ Gerät mit geeigneter Schutzvorrichtung versehen (z. B. Schutzabdeckung), um eine Gefährdung von Personen durch austretende Medien zu verhindern.

6.1 Prozessanschluss

▶ Starke Querschnittsänderungen an der Einlaufseite vermeiden. Maximal eine Anschlussgröße kleiner verwenden.
▶ Gerät entsprechend der Durchflussrichtung (Pfeil) in Rohrleitung einsetzen und an den Schlüsselflächen festziehen.

IFM SB4244 - Prozessanschluss - 1

Das Gehäuse nicht in einen Schraubstock einspannen.

IFM SB4244 - Prozessanschluss - 2

Abb. 1: Prozessanschluss

IN: Einlauf

OUT: Auslauf

IFM SB4244 - Prozessanschluss - 3

Beruhigungsstrecken an der Ein- oder Auslaufseite des Sensors sind nicht erforderlich.

IFM SB4244 - Prozessanschluss - 4

Der Sensor hat die Funktion eines Rückflussverhinderers.

IFM SB4244 - Prozessanschluss - 5

Der Sensorkopf kann um 360° gedreht werden.

6.2 Störeinflüsse

▶ Folgende Mindestabstände beachten:

Abstand zwischen Sensor und ferromagnetischen Materialien

≥ 30 mm *

Abstand zwischen Sensor und Gleich- / Wechselfeldern≥ 500 mm
Abstand zwischen den Sensorenachsen bei Paketierung≥ 50 mm

* Die Rohrleitung darf aus ferromagnetischem Material bestehen.

6.3 Montagezubehör

▶ Bei Bedarf das Gerät mit der Unterseite auf einer Montageplatte (nicht mitgeliefert) befestigen:

IFM SB4244 - Montagezubehör - 1

Abb. 2: Einbau mit Montageplatte
1: Gewindebohrung M8 (Tiefe 6 mm) an Geräteunterseite

6.4 Montage bei schmutzhaltigem Medium

▶ 200-Mikrometer-Filter vor dem Einlauf (IN) einsetzen.
▶ Sensor horizontal einbauen.
▶ Neigungswinkel zur Horizontalachse einhalten:

IFM SB4244 - Montage bei schmutzhaltigem Medium - 1

Abb. 3: Ausrichtung bei schmutzhaltigem Medium
IFM SB4244 - Montage bei schmutzhaltigem Medium - 2

In sauberem Medium ist auch ein Einbau in senkrechte Leitungen möglich.

7 Elektrischer Anschluss

IFM SB4244 - Elektrischer Anschluss - 1

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

Spannungsversorgung nach SELV, PELV.

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM SB4244 - Elektrischer Anschluss - 2

IFM SB4244 - Elektrischer Anschluss - 3

Abb. 4: Anschlussbild

PinBelegung
1L+
3L-
4 (OUT1)Schaltsignal Durchfluss
Schaltsignal Temperatur
Frequenzsignal Durchfluss
Frequenzsignal TemperaturIO-Link
2 (OUT2)Schaltsignal Durchfluss
Schaltsignal Temperatur
Analogsignal Durchfluss
Analogsignal Temperatur

IFM SB4244 - Elektrischer Anschluss - 4

IFM SB4244 - Elektrischer Anschluss - 5

IFM SB4244 - Elektrischer Anschluss - 6

IFM SB4244 - Elektrischer Anschluss - 7

Abb. 5: Beispielschaltungen

1: 2 x p-schaltend

2: 2 x n-schaltend

3: 1 x p-schaltend / 1 x analog

4: 1 x n-schaltend / 1 x analog

8 Bedien- und Anzeigeelemente

IFM SB4244 - Bedien- und Anzeigeelemente - 1

Abb. 6: Bedien- und Anzeigeelemente

* l/min, m³/h, gpm, gph, °C, °F

1: Schaltzustands-LED für OUT1
2: Schaltzustands-LED für OUT2
3: Prozesswert in der angegebenen Maßeinheit *
4: 4-stellige alphanumerische Anzeige
5: Tasten zum Wechseln der Ansichten und Parametrierung

9 Menü

9.1 Menü-Übersicht

Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

Über die Bedientasten gelangt man von der Prozesswertanzeige zum Hauptmenü und von dort aus zu den Untermenüs.

IFM SB4244 - Menü-Übersicht - 1

Abb. 7: Menü-Übersicht

9.2 Hauptmenü und Untermenüs

Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

IFM SB4244 - Hauptmenü und Untermenüs - 1

Die angezeigten Parameter ändern sich bei Veränderung der Werkseinstellungen. In folgenden Menüdarstellungen sind die maximal verfügbaren Parameter dargestellt.

Hauptmenü:

IFM SB4244 - Hauptmenü und Untermenüs - 2

ParameterErläuterung
SPxSchaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion
rPxRückschaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion
FHxOberer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion
FLxUnterer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion
FSP1Frequenzstartpunkt für OUT1 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung).
FEP1Frequenzendpunkt für OUT1 = Oberer Messwert, bei dem das unter FrP1 eingestellte Frequenzsignal ausgegeben wird.
FrP1Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP1) ausgegeben wird.

Menü Grundeinstellungen CFG:

IFM SB4244 - Hauptmenü und Untermenüs - 3

ParameterErläuterung
ouxAusgangsfunktion für Hardwareausgang OUTx
uni. FStandard-Maßeinheit für Durchfluss
uni. TStandard-Maßeinheit für Temperatur
CGAKalibrierfaktor in % zur Anpassung der Messwertkurve an die Applikation
P-nAusgangspolarität der Schaltausgänge
dAPDämpfungszeit in Sekunden für Schaltsignal Strömung
dAADämpfungszeit in Sekunden für Analogsignal Strömung
FOUxVerhalten von Ausgang OUTx im Fehlerfall
SELxProzesswert für Ausgang OUTx

Menü Speicher MEM und Display DIS:
IFM SB4244 - Hauptmenü und Untermenüs - 4

ParameterErläuterung
Lo. TMinimaler gemessener Temperaturwert
Hi. TMaximaler gemessener Temperaturwert
colrFarbeinstellungen der Displayanzeige
diSAktualisierungsrate und Ausrichtung der Displayanzeige
SELdStandard-Prozesswert der Displayanzeige

10 Inbetriebnahme

Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.

Während der Bereitschaftsverzögerungszeit sind die Ausgänge entsprechend der Programmierung geschaltet:

• AUS bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
• AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc)
• AUS bei Frequenzausgang (FRQ)
• 0 mA bei Stromausgang (I)

IFM SB4244 - Inbetriebnahme - 1

Beim Anschluss eines IO-Link Masters wechselt das Gerät automatisch vom SIO-Modus (Standard Input Output) in den IO-Link Modus.

11 Parametrierung

Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.

Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

IFM SB4244 - Parametrierung - 1

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.

▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

IFM SB4244 - Parametrierung - 2

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.

Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:

  • Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
    • Parametrierung über eine SPS
    • Parametrierung über eine IIoT-Applikation

Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:

√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametrier-software, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

IFM SB4244 - Parametrierung über IO-Link - 1

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:

→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.

IFM SB4244 - Parametrierung über IO-Link - 2

Beeinflussung der IO-Link Verbindung durch den Frequenzausgang:

Wurde der Ausgang OUT1 als Frequenzausgang parametriert, kann keine IO-Link Verbindung zum Gerät aufgebaut werden.

▶ Abhilfe: Über die Gerätetasten die Ausgangsfunktion FRQ / Frequenzausgang abwählen.

Über IO-Link können alle Parameter eingestellt werden, die auch über die Tasten am Gerät erreichbar sind. Darüber hinaus sind die im Folgenden beschriebenen Funktionen verfügbar.

Geräteinformationen:

Auf dem Gerät sind einige unveränderbare Geräteinformationen gespeichert. Darüber hinaus kann dem Gerät ein Anwendungsspezifisches Kennzeichen zugewiesen werden.

Elektronische Verriegelung:

Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.

Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.

IFM SB4244 - Parametrierung über IO-Link - 3

Wird das Gerät über die IO-Link Schnittstelle gesperrt, so kann diese Verriegelung auch nur über IO-Link wieder aufgehoben werden.

11.2 Parametrierung über die Gerätetasten

IFM SB4244 - Parametrierung über die Gerätetasten - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen (z. B. Kugelschreiber).

Parametriervorgang allgemein:

AbsichtAktion
Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü
Wechsel ins UntermenüMit ▼ zum Untermenü steuern, z. B. EF, dann ●
Anwahl des gewünschten Parameters▲ oder ▼
Wechsel in Einstellmodus
Verändern des Parameterwertes▲ oder ▼ > 1 s
Übernahme des eingestellten Parameters
Parametereinstellung ohne Speichern verlassen▲ + ▼
Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen)▲ + ▼
Rückkehr zur Prozesswertanzeige> 30 Sekunden (Timeout)

IFM SB4244 - Parametrierung über die Gerätetasten - 2

Wird Loc angezeigt bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, sind die Gerätetasten gesperrt ➞ Verriegeln / Entriegeln.

IFM SB4244 - Parametrierung über die Gerätetasten - 3

Wird S. Loc angezeigt, ist der Sensor per Software dauerhaft verriegelt. Diese Verriegelung kann nur mit einer Parametriersoftware aufgehoben werden.

11.3 Ausgangsfunktionen

11.3.1 Schaltsignal

Zur Prozesswertüberwachung kann ein Schaltsignal ausgegeben werden. OUTx ändert dabei seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.

Hysteresefunktion:

IFM SB4244 - Schaltsignal - 1

1: Prozesswert

t: Zeit

SP: Schaltpunkt

rP: Rückschaltpunkt

HY: Hysterese

Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)

Hnc: Hysteresefunktion Öffner (normally closed)

Abb. 8: Hysteresefunktion
IFM SB4244 - Schaltsignal - 2

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt SP und der Rückschaltpunkt rP festgelegt. rP muss einen geringeren Wert haben als SP. Der Abstand zwischen SP und rP beträgt mindestens 0,6 % des Messbereichsendwertes (= Hysterese). Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.

Fensterfunktion:

IFM SB4244 - Schaltsignal - 3

1: Prozesswert

t: Zeit

FH: Oberer Grenzwert

FL: Unterer Grenzwert

HY: Hysterese

FE: Fensterbereich

Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)

Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)

Abb. 9: Fensterfunktion
IFM SB4244 - Schaltsignal - 4

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert FH und der untere Grenzwert FL festgelegt. Der Abstand zwischen FH und FL beträgt mindestens 0,6 % des Messbereichsendwertes. FH und FL haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Strömungsschwankungen stabil.

11.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal

√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
√ Prozesswert für OUTx ist ausgewählt: EF > CFG > SELx.
▶ Hysteresefunktion oder Fensterfunktion einstellen.

Hysteresefunktion:

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
- ▶ oux wählen und Schaltsignal einstellen: Hno oder Hnc.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ SPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ rPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.

Fensterfunktion:

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
- ▶ oux wählen und Schaltsignal einstellen: Fno oder Fnc.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ FHx wählen und oberen Grenzwert des Fensters einstellen.
▶ FLx wählen und unteren Grenzwert des Fensters einstellen.

11.3.2 Analogsignal

Das Gerät gibt ein Analogsignal von 4...20 mA aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Stromsignal ausgegeben.

Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).

IFM SB4244 - Analogsignal - 1

Abb. 10: Ausgangskennlinie Analogausgang, Durchfluss

1:AnalogsignalMAW:Messbereichsanfangswert
2:DurchflussMEW:Messbereichsendwert
3:MessbereichOL:Anzeigebereich überschritten
4:AnzeigebereichErr:Fehlerzustand
5:Erfassungsbereich

IFM SB4244 - Analogsignal - 2

Abb. 11: Ausgangskennlinie Analogausgang, Temperatur

1:AnalogsignalMAW:Messbereichsanfangswert
2:TemperaturMEW:Messbereichsendwert
3:MessbereichOL:Anzeigebereich überschritten
4:AnzeigebereichUL:Anzeigebereich unterschritten
5:ErfassungsbereichErr:Fehlerzustand

11.3.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Analogsignal

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
√ Der Prozesswert für OUT2 ist ausgewählt: EF > CFG > SEL2.
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ ou2 wählen und Funktion einstellen: I (Analogsignal 4...20 mA).

11.3.3 Frequenzsignal

Das Gerät gibt ein Frequenzsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Das Frequenzsignal ist skalierbar:

  • FrPx legt fest, wieviel kHz das Frequenzsignal bei Erreichen des oberen Messwertes beträgt.
    Der Messbereich ist skalierbar:
  • FSPx legt den unteren Messwert fest, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird.
  • FEPx legt den oberen Messwert fest, bei dem das Ausgangssignal die unter FrPx eingestellte Frequenz beträgt.

IFM SB4244 - Frequenzsignal - 1

FSPx ist nur für die Temperaturmessung verfügbar. Mindestabstand zwischen FSPx und FEPx = 20 % des Messbereichsendwerts.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Frequenzsignal ausgegeben.

Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).

IFM SB4244 - Frequenzsignal - 2

Abb. 12: Ausganskennlinie Frequenzausgang, Durchfluss

1: FrequenzsignalMAW:Messbereichsanfangswert
2: DurchflussMEW:Messbereichsendwert
3: AnzeigebereichFEP1:Frequenzendpunkt
4: MessbereichFrP1:Frequenzsignal (kHz) für oberen Messwert
5: Skalierter MessbereichOL:Anzeigebereich überschritten
Err:Fehler

IFM SB4244 - Frequenzsignal - 3

Abb. 13: Ausganskennlinie Frequenzausgang, Temperatur

1:FrequenzsignalFSP1:Frequenzstartpunkt
2:TemperaturFEP1:Frequenzendpunkt
3:AnzeigebereichFrP1:Frequenzsignal (kHz) für oberen Messwert
4:MessbereichMAW:Messbereichsanfangswert
5:Skalierter MessbereichMEW:Messbereichsendwert
Err:FehlerOL:Anzeigebereich überschritten

11.3.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Frequenzsignal

√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
√ Prozesswert für OUT1 ist ausgewählt: EF > CFG > SEL1.
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ ou1 wählen und FRQ einstellen.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ FSP1 wählen und unteren Messwert einstellen, bei dem 0 kHz ausgegeben wird.

IFM SB4244 - Frequenzsignal - 4

FSP1 ist nur für die Temperaturmessung verfügbar.

▶ FEP1 wählen und oberen Messwert einstellen, bei dem die unter FrP1 eingestellte Frequenz (= 100 %) ausgegeben wird.
▶ FrP1 wählen und die Frequenz für den oberen Messwert in kHz einstellen.

11.4 Benutzereinstellungen

Das Kapitel beschreibt Einstellmöglichkeiten zur Anpassung an die kundenspezifische Applikation.

11.4.1 Standard-Maßeinheit

Es kann eine Maßeinheit ausgewählt werden, mit der der Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Einheit.

Auswählbare Werte:

  • uni. F für Durchfluss: l/min, m³/h, gpm, gph.
    • uni. T für Temperatur: °C, °F

IFM SB4244 - Standard-Maßeinheit - 1

▶ Zunächst die Maßeinheit einstellen, bevor weitere Parameter konfiguriert werden.

11.4.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Standard-Maßeinheit

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ uni. F wählen und Maßeinheit einstellen.
▶ uni. T wählen und Maßeinheit einstellen.

11.4.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2

Für beide Ausgänge kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert überwacht werden soll. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Auswahl.

Auswählbare Werte:

  • FLOW: Durchfluss
    • TEMP: Temperatur

11.4.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Prozesswert OUT1 und OUT2

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ SELx wählen Prozesswert für Ausgang OUTx einstellen.

11.4.3 Kalibrierung

Der Kalibrierfaktor CGA wird verwendet, um die Temperatur-Viskositätskompensation des Sensors auf das Verhalten des verwendeten Öls anzupassen. Der Kalibrierfaktor beeinflusst die Steigung der Messkennlinie der Strömungsmessung.

Der Sensor ist geeignet für Öle mit angegebener Viskosität (Technische Daten unter documentation.ifm.com). Die angegebene Viskosität gilt für eine Öltemperatur von 40 °C. Für dieses Öl kompensiert der Sensor die Viskositätsänderung im Temperaturbereich von 20...70 °C automatisch. Die Viskosität bei 40 °C ist nicht veränderlich.

Die hinterlegte Kompensationskennlinie ist in einem ifm-Berechnungstool nachvollziehbar hinterlegt. Siehe auch www.ifm.com - Service - Technischer Support: Auswahlhilfen – Download:

- Berechnungstool CGA für Strömungssensoren SB

Sollte durch Additive des verwendeten Öls das Viskositätsverhalten über die Temperatur abweichen, kann mithilfe der Kalibrierung die Abweichung reduziert werden.

▶ In diesem Fall Messkennlinie über Kalibrierfaktor CGA anpassen, siehe Beispiel:

MediumTemperaturViskositätCGA
Referenzöl20 °C430 mm2/s 100 % (Werkseinstellung)
ÖI 120 °C540 mm2/s 80 %
ÖI 220 °C360 mm2/s 120 %

IFM SB4244 - Kalibrierung - 1

Die Steigungsänderung der Messkennlinie wird in Prozent angegeben. Bei Werkseinstellung beträgt CGA = 100 %. Nach einer Änderung kann die Kalibrierung auf Werkseinstellung zurückgesetzt werden.

IFM SB4244 - Kalibrierung - 2

Abb. 14: Messwertkennlinie für 3 Öle

v: Viskosität des Öls
T: Temperatur des Öls
R: Referenzöl
1: Öl 1
2: Öl 2

11.4.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Kalibrierung

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ CGA wählen und Steigung der Messkennlinie in Prozent einstellen.

11.4.4 Ausgangspolarität

Über den Parameter P-n wird die Ausgangspolarität eingestellt.

Die Einstellung betrifft beide Schaltausgänge.

  • PnP: Der Schaltausgang wird positivschaltend betrieben.
  • nPn: Der Schaltausgang wird negativschaltend betrieben.

11.4.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Ausgangspolarität

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ P-n wählen und PnP oder nPn einstellen.

11.4.5 Dämpfung

Mit der Dämpfung kann eine Verzögerungszeit eingestellt werden, innerhalb der das Gerät sprunghaft auftretende Messwertänderungen nicht ausgibt.

Die eingestellte Verzögerungszeit bewirkt eine Beruhigung der Ausgangssignale.

Dies betrifft die Ausgänge, das Display und die Prozesswertübertragung über die IO-Link Schnittstelle.

Auswählbare Werte:

  • dAP = Dämpfungszeit für Schaltsignal, Display und IO-Link-Signal (63 % Anstiegszeit)
  • dAA = Dämpfungszeit für Analogsignal (10...90 % Anstiegszeit).

Die Dämpfungszeit addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors (→ Technische Daten).

Die Signale UL und OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungszeit bestimmt.

IFM SB4244 - Dämpfung - 1

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Strömung.

11.4.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Messwertdämpfung

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ dAP wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).
▶ dAA wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen.

11.4.6 Fehlerverhalten der Ausgänge

Über den Parameter FOUx kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:

- Schaltsignal:

– On: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN.
– OFF: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS.
- OU: Der Ausgang schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt.

- Analogsignal:

– On: Das Analogsignal geht auf 22 mA.
– OFF: Das Analogsignal geht auf 3,5 mA.
- OU: Das Analogsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

- Frequenzsignal:

  • On: Das Frequenzsignal geht auf 130 % von FrPx.
    – OFF: Das Frequenzsignal geht auf 0 kHz.
  • OU: Das Frequenzsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

11.4.6.1 Parametrierung über Gerätetasten: Fehlerverhalten der Ausgänge

▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ FOUx wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: On, OFF, OU.

11.4.7 Speicher

Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte.

Auswählbare Werte:

• Lo. T: Minimalwertspeicher für Temperatur
• Hi. T: Maximalwertspeicher für Temperatur

IFM SB4244 - Speicher - 1

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.

11.4.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Speicher

Speicher anzeigen:

▶ Menü EF > MEM aufrufen.

▶ Lo. T oder Hi. T wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert abzulesen.

Speicher löschen:

▶ Menü EF > MEM aufrufen.
▶ Lo. T oder Hi. T wählen.
▶ Kurz ● drücken.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten.
▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.

11.4.8 Gerät zurücksetzen

Das Gerät kann in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden.

IFM SB4244 - Gerät zurücksetzen - 1

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.

11.4.8.1 Parametrierung über Gerätetasten: Gerät zurücksetzen

▶ Menü EF aufrufen.
▶ rES wählen.
▶ Kurz ● drücken.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten.
▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.

▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.

11.4.9 Verriegeln / Entriegeln

Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.

Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.

Werkseinstellung: Nicht verriegelt.

11.4.9.1 Parametrierung über Gerätetasten: Verriegeln / Entriegeln

Verriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis Loc angezeigt wird.

Entriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis uLoc angezeigt wird.

11.5 Display

11.5.1 Display Standard-Prozesswert

Über den Parameter SELd kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird.

Auswählbare Werte:

  • FLOW: Das Display zeigt den aktuellen Prozesswert für Durchfluss.
    • TEMP: Das Display zeigt den aktuellen Prozesswert für Temperatur.

11.5.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Standard-Prozesswert

▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ SELd wählen und Standard-Prozesswert einstellen.

11.5.2 Display Farbeinstellung

Über den Parameter coLr kann die Schriftfarbe im Display eingestellt werden.

Mit den Parametereinstellungen rEd (rot) und GrEn (grün) ist das Display dauerhaft auf eine Farbe festgelegt. Über die Parametereinstellungen rxou und Gxou ändert sich die Schriftfarbe in Abhängigkeit vom Prozesswert:

OUT1OUT2Farbwechsel nach...
Parametereinstellungr1our2ourot
G1ouG2ougrün

Bei Einstellung der Hysteresefunktion erfolgt der Farbwechsel, wenn der Prozesswert oberhalb des Schaltpunktes liegt:

IFM SB4244 - Display Farbeinstellung - 1

MAW: Messbereichsanfangswert

MEW: Messbereichsendwert

SPx: Schaltpunkt

Abb. 15: Hysteresefunktion, coLr = rxou

Bei Einstellung der Fensterfunktion erfolgt der Farbwechsel, wenn der Prozesswert innerhalb des Fensterbereichs liegt:

IFM SB4244 - Display Farbeinstellung - 2

MAW: Messbereichsanfangswert
MEW: Messbereichsendwert
FLx: Unterer Grenzwert des Fensterbereichs
FHx: Oberer Grenzwert des Fensterbereichs

Abb. 16: Fensterfunktion, coLr = Gxou

11.5.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Farbeinstellung

▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ coLr wählen und Schriftfarbe der Prozesswertanzeige festlegen.

11.5.3 Display Aktualisierungsrate

Über den Parameter diS kann eingestellt werden, wie häufig die Displayanzeige aktualisiert wird.

Auswählbare Werte:

• d1: schnell (alle 50 ms)
• d2: mittel (alle 200 ms)
• d3: langsam (alle 600 ms)

11.5.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Aktualisierungsrate

▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ diS wählen und die Aktualisierungsrate einstellen.

11.5.4 Display Ausrichtung

Die Schrift im Display kann gedreht werden, um eine bessere Ablesbarkeit zu erreichen.

11.5.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Ausrichtung

▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ diS wählen und gleichzeitig mit der Aktualisierungsrate die Drehung der Anzeige einstellen:
• rd1: alle 50 ms und um 180° gedreht
• rd2: alle 200 ms und um 180° gedreht
• rd3: alle 600 ms und um 180° gedreht

11.5.5 Display ausschalten

Die Prozesswertanzeige im Display kann dauerhaft im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet werden.

Bei Tastendruck schaltet sich das Display an. Bei Inaktivität schaltet sich das Display nach einigen Sekunden wieder aus.

IFM SB4244 - Display ausschalten - 1

Die LEDs bleiben auch bei ausgeschalteter Anzeige aktiv. Fehlermeldungen werden auch bei ausgeschaltetem Display angezeigt.

11.5.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display aus

▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ diS wählen und OFF einstellen.

12 Betrieb

12.1 Prozesswertanzeige

Es besteht die Möglichkeit im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Prozesswertanzeigen zu wechseln:

▶ Taste ▲ oder ▼ drücken.
▷ Das Display wechselt zwischen der Standard-Anzeige mit eingestellter Standard-Maßeinheit und weiteren Ansichten.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standard-Anzeige.

IFM SB4244 - Prozesswertanzeige - 1

Abb. 17: Prozesswertanzeige

1: Standard-Anzeige, wie unter SELd und uni eingestellt. Beispiel: SELd = FLOW und uni = m³/h
2: Weitere Ansicht. Die LED signalisiert, in welcher Einheit der aktuelle Prozesswert angezeigt wird. Beispiel: Temperatur in °C.

12.2 Parametereinstellung ablesen

▶ Kurz • drücken
▶ Mit ▼ den Parameter anwählen.
▶ Kurz • drücken
▷ Derzeit eingestellter Wert wird für 30 s angezeigt. Danach geht das Gerät zurück in die Prozesswertanzeige.

13 Fehlerbehebung

Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.

Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display. Zusätzlich sind die Fehleranzeigen über IO-Link verfügbar.

Die Statussignale sind gemäß Namur-Emfehlung NE107 klassifiziert.

Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.

Bei Ausfall des Temperaturmesswertes steht der Prozesswert für Durchfluss weiterhin zur Verfügung.

IFM SB4244 - Fehlerbehebung - 1

Über IO-Link stehen zusätzliche Diagnosefunktionen zur Verfügung ➞ IO-Link Schnittstellenbeschreibung unter documentation.ifm.com.

IFM SB4244 - Fehlerbehebung - 2

Beeinflussung der IO-Link Verbindung durch den Frequenzausgang:

Wurde der Ausgang OUT1 als Frequenzausgang parametriert, kann keine IO-Link Verbindung zum Gerät aufgebaut werden.

▶ Abhilfe: Über die Gerätetasten die Ausgangsfunktion FRQ / Frequenzausgang abwählen.

13.1 Fehlermeldungen

AnzeigeProblem / Abhilfe
Display ausVersorgungsspannung zu niedrig.► ▶ Versorgungsspannung prüfen. Display ausgestellt.► ▶ Prüfen, ob Einstellung diS = OFF und ggf. Einstellung ändern.
ErrGerät defekt / Funktionsfehler.► ▶ Gerät austauschen. Messwert außerhalb des Erfassungsbereichs.· Durchflusswert > 130 % des Messbereichsendwertes.· Temperaturwert < -43 °C (< -46 °F) oder > 133 °C (> 272 °F)► ▶ Durchflussbereich / ▶ Temperaturbereich prüfen.
IOE.nFehlfunktion. Das Gerät ist defekt.► Gerät austauschen.
SC1Schaltzustands-LED für OUT1 blinkt: Kurzschluss OUT1.► ▶ Schaltausgang OUT1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
SC2Schaltzustands-LED für OUT2 blinkt: Kurzschluss OUT2.► ▶ Schaltausgang OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
SCSchaltzustands-LEDs für OUT1 und OUT2 blinken: Kurzschluss OUT1 und OUT2.► ▶ Schaltausgang OUT1 und OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
LocEinstelltasten am Gerät verriegelt, Parameteränderung verweigert.► ▶ Gerät über die Gerätetasten entriegeln.
C. LocEinstelltasten am Gerät vorübergehend verriegelt, Parametrierung über IO-Link Kommunikation aktiv.► Parametrierung über IO-Link Kommunikation abschließen.
S. LocEinstelltasten über Parametriersoftware verriegelt, Parameteränderung verweigert.► ▶ Gerät über IO-Link Schnittstelle mittels Parametriersoftware entriegeln.
PARAParametrierung außerhalb des gültigen Bereichs.► ▶ Parametereinstellung prüfen.
OLAnzeigebereich von Durchfluss oder Temperatur überschritten:• Durchflusswert zwischen 120...130 % des Messbereichsendwertes.• Temperaturwert zwischen 122...133 °C (252...272 °F).► ▶ Durchflussbereich / Temperaturbereich prüfen.
ULAnzeigebereich von Temperatur unterschritten:• Temperaturwert zwischen -32...-43 °C (-26...-46 °F).► Temperaturbereich prüfen.

14 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.

Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.

▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.

14.1 Gerät reinigen

Falls es aufgrund unzureichender Filtrierung zu Messfehlern kommt, kann eine Reinigung erforderlich sein:

▶ Sensorkopf abschrauben.
▶ Hubkörper und Feder entnehmen.
▶ Hubkörper, Feder und Gehäuse innen reinigen, z. B. mit Hilfe von Druckluft.
▶ Vor dem Zusammenbau O-Ring auf Beschädigung prüfen. Gegebenenfalls austauschen und fetten.
▶ Komponenten nach Reinigung erneut einbauen.
▶ Sensorkopf mit einem Drehmoment von 100 Nm anziehen.
▶ Zur Wiederherstellung der Messgenauigkeit Hubkörper mit einem nichtmagnetischen Hilfsmittel, z. B. Finger, bis zum mechanischem Anschlag drücken und für mindestens 2 Sekunden halten.

IFM SB4244 - Gerät reinigen - 1

Abb. 18: Reinigung des Sensors

1: Sensorkopf
3: Feder
5: Nichtmagnetisches Hilfsmittel
2: Hubkörper
4: O-Ring
6: Mechanischer Anschlag

15 Werkseinstellungen

ParameterWerkseinstellungBenutzer-Einstellung
SP1 / FH1 (FLOW)20 %
rP1 / FL1 (FLOW)19 %
SP1 / FH1 (TEMP)70 °C
rP1 / FL1 (TEMP)20 °C
FrP1 (FLOW)10 %
FrP1 (TEMP)10 %
FSP1 (TEMP)-10 °C
FEP1 (TEMP)100 °C
FEP1 (FLOW)100 %
SP2 / FH2 (FLOW)40 %
rP2 / FL2 (FLOW)39 %
SP2 / FH2 (TEMP)34 °C
rP2 / FL2 (TEMP)33 °C
ou1Fno
ou2I
uni. Fl/min
uni. T°C
CGA100 %
P-nPnP
dAP (FLOW)0,1 s
dAA (FLOW)0,0 s
FOU1ou
FOU2ou
SEL1TEMP
SEL2FLOW
coLrrEd
diSd2
SELdFLOW

Die Prozentwerte beziehen sich auf den Messbereichsendwert (MEW).

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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : SB4244

Kategorie : Durchflussmesser