SB4244 - Durchflussmesser IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG SB4244 IFM
Betriebsanleitung
Mechatronischer Durchflusssensor
SBx2xx
SB03xx
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise.... 4
2 Sicherheitshinweise 5
2.1 Cybersecurity 5
3 Transport, Handhabung und Lagerung 6
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
5 Funktion 8
5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 8
5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 8
5.3 IO-Link 8
6 Montage....9
6.1 Prozessanschluss.... 9
6.2 Störeinflüsse 9
6.3 Montagezubehör 10
6.4 Montage bei schmutzhaltigem Medium.... 10
7 Elektrischer Anschluss.... 11
8 Bedien- und Anzeigeelemente 12
9 Menü.... 13
9.1 Menü-Übersicht 13
9.2 Hauptmenü und Untermenüs 13
10 Inbetriebnahme 17
11 Parametrierung 18
11.1 ▶ Parametrierung über IO-Link 18
11.2 Parametrierung über die Gerätetasten.... 19
11.3 Ausgangsfunktionen.... 19
11.3.1 Schaltsignal 19
11.3.2 Analogsignal 21
11.3.3 Frequenzsignal.... 23
11.4 Benutzereinstellungen 24
11.4.1 Standard-Maßeinheit 25
11.4.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2 25
11.4.3 Kalibrierung.... 25
11.4.4 Ausgangspolarität 26
11.4.5 Dämpfung 26
11.4.6 Fehlerverhalten der Ausgänge 27
11.4.7 Speicher 27
11.4.8 Gerät zurücksetzen 28
11.4.9 Verriegeln / Entriegeln 28
11.5 Display 29
11.5.1 Display Standard-Prozesswert 29
11.5.2 Display Farbeinstellung 29
11.5.3 Display Aktualisierungsrate 30
11.5.4 Display Ausrichtung 30
11.5.5 Display ausschalten 30
12 Betrieb 31
12.1 Prozesswertanzeige 31
12.2 Parametereinstellung ablesen.... 31
13 Fehlerbehebung 32
13.1 Fehlermeldungen 32
14 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 34
14.1 Gerät reinigen 34
15 Werkseinstellungen 35
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
▷ Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
• Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen. - Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (Technische Daten).
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht Industrieöle.
Das Gerät erfasst die Prozessgrößen Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit) und Medientemperatur.

ACHTUNG
Frostbildung des Mediums.
▷ Der Sensor kann beschädigt werden.
▶ Sicherstellen, dass das Medium im Sensor bei Betrieb und Transport nicht gefriert.
5 Funktion
- Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem Wirkdruckprinzip mit Hilfe eines Dauermagneten und einer Messzelle.
- Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
- Das Gerät kann im SIO-Modus (Standard Input Output) und im IO-Link Modus betrieben werden.
• Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an. - Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.
5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1
• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Frequenzsignal Durchfluss
• Frequenzsignal Temperatur
- IO-Link
5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2
• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Analogsignal Durchfluss
• Analogsignal Temperatur
5.3 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
6 Montage

VORSICHT
Während der Montagearbeiten oder im Fehlerfall (z. B. Bruch des Gehäuses) können hoher Druck oder heiße Medien aus der Anlage entweichen.
▷ Verletzungsgefahr durch Druck oder Verbrennung.
▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.
▶ Gerät mit geeigneter Schutzvorrichtung versehen (z. B. Schutzabdeckung), um eine Gefährdung von Personen durch austretende Medien zu verhindern.
6.1 Prozessanschluss
▶ Starke Querschnittsänderungen an der Einlaufseite vermeiden. Maximal eine Anschlussgröße kleiner verwenden.
▶ Gerät entsprechend der Durchflussrichtung (Pfeil) in Rohrleitung einsetzen und an den Schlüsselflächen festziehen.

Das Gehäuse nicht in einen Schraubstock einspannen.

Abb. 1: Prozessanschluss
IN: Einlauf
OUT: Auslauf

Beruhigungsstrecken an der Ein- oder Auslaufseite des Sensors sind nicht erforderlich.

Der Sensor hat die Funktion eines Rückflussverhinderers.

Der Sensorkopf kann um 360° gedreht werden.
6.2 Störeinflüsse
▶ Folgende Mindestabstände beachten:
Abstand zwischen Sensor und ferromagnetischen Materialien
≥ 30 mm *
| Abstand zwischen Sensor und Gleich- / Wechselfeldern | ≥ 500 mm |
| Abstand zwischen den Sensorenachsen bei Paketierung | ≥ 50 mm |
* Die Rohrleitung darf aus ferromagnetischem Material bestehen.
6.3 Montagezubehör
▶ Bei Bedarf das Gerät mit der Unterseite auf einer Montageplatte (nicht mitgeliefert) befestigen:

Abb. 2: Einbau mit Montageplatte
1: Gewindebohrung M8 (Tiefe 6 mm) an Geräteunterseite
6.4 Montage bei schmutzhaltigem Medium
▶ 200-Mikrometer-Filter vor dem Einlauf (IN) einsetzen.
▶ Sensor horizontal einbauen.
▶ Neigungswinkel zur Horizontalachse einhalten:

Abb. 3: Ausrichtung bei schmutzhaltigem Medium

In sauberem Medium ist auch ein Einbau in senkrechte Leitungen möglich.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


Abb. 4: Anschlussbild
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 3 | L- |
| 4 (OUT1) | Schaltsignal Durchfluss Schaltsignal Temperatur Frequenzsignal Durchfluss Frequenzsignal TemperaturIO-Link |
| 2 (OUT2) | Schaltsignal Durchfluss Schaltsignal Temperatur Analogsignal Durchfluss Analogsignal Temperatur |




Abb. 5: Beispielschaltungen
1: 2 x p-schaltend
2: 2 x n-schaltend
3: 1 x p-schaltend / 1 x analog
4: 1 x n-schaltend / 1 x analog
8 Bedien- und Anzeigeelemente

Abb. 6: Bedien- und Anzeigeelemente
* l/min, m³/h, gpm, gph, °C, °F
1: Schaltzustands-LED für OUT1
2: Schaltzustands-LED für OUT2
3: Prozesswert in der angegebenen Maßeinheit *
4: 4-stellige alphanumerische Anzeige
5: Tasten zum Wechseln der Ansichten und Parametrierung
9 Menü
9.1 Menü-Übersicht
Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.
Über die Bedientasten gelangt man von der Prozesswertanzeige zum Hauptmenü und von dort aus zu den Untermenüs.

Abb. 7: Menü-Übersicht
9.2 Hauptmenü und Untermenüs
Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

Die angezeigten Parameter ändern sich bei Veränderung der Werkseinstellungen. In folgenden Menüdarstellungen sind die maximal verfügbaren Parameter dargestellt.
Hauptmenü:

| Parameter | Erläuterung |
| SPx | Schaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion |
| rPx | Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion |
| FHx | Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion |
| FLx | Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion |
| FSP1 | Frequenzstartpunkt für OUT1 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung). |
| FEP1 | Frequenzendpunkt für OUT1 = Oberer Messwert, bei dem das unter FrP1 eingestellte Frequenzsignal ausgegeben wird. |
| FrP1 | Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP1) ausgegeben wird. |
Menü Grundeinstellungen CFG:

| Parameter | Erläuterung |
| oux | Ausgangsfunktion für Hardwareausgang OUTx |
| uni. F | Standard-Maßeinheit für Durchfluss |
| uni. T | Standard-Maßeinheit für Temperatur |
| CGA | Kalibrierfaktor in % zur Anpassung der Messwertkurve an die Applikation |
| P-n | Ausgangspolarität der Schaltausgänge |
| dAP | Dämpfungszeit in Sekunden für Schaltsignal Strömung |
| dAA | Dämpfungszeit in Sekunden für Analogsignal Strömung |
| FOUx | Verhalten von Ausgang OUTx im Fehlerfall |
| SELx | Prozesswert für Ausgang OUTx |
Menü Speicher MEM und Display DIS:

| Parameter | Erläuterung |
| Lo. T | Minimaler gemessener Temperaturwert |
| Hi. T | Maximaler gemessener Temperaturwert |
| colr | Farbeinstellungen der Displayanzeige |
| diS | Aktualisierungsrate und Ausrichtung der Displayanzeige |
| SELd | Standard-Prozesswert der Displayanzeige |
10 Inbetriebnahme
Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
Während der Bereitschaftsverzögerungszeit sind die Ausgänge entsprechend der Programmierung geschaltet:
• AUS bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
• AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc)
• AUS bei Frequenzausgang (FRQ)
• 0 mA bei Stromausgang (I)

Beim Anschluss eines IO-Link Masters wechselt das Gerät automatisch vom SIO-Modus (Standard Input Output) in den IO-Link Modus.
11 Parametrierung
Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
11.1 Parametrierung über IO-Link
Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:
- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
• Parametrierung über eine SPS
• Parametrierung über eine IIoT-Applikation
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametrier-software, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:
→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.

Beeinflussung der IO-Link Verbindung durch den Frequenzausgang:
Wurde der Ausgang OUT1 als Frequenzausgang parametriert, kann keine IO-Link Verbindung zum Gerät aufgebaut werden.
▶ Abhilfe: Über die Gerätetasten die Ausgangsfunktion FRQ / Frequenzausgang abwählen.
Über IO-Link können alle Parameter eingestellt werden, die auch über die Tasten am Gerät erreichbar sind. Darüber hinaus sind die im Folgenden beschriebenen Funktionen verfügbar.
Geräteinformationen:
Auf dem Gerät sind einige unveränderbare Geräteinformationen gespeichert. Darüber hinaus kann dem Gerät ein Anwendungsspezifisches Kennzeichen zugewiesen werden.
Elektronische Verriegelung:
Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.
Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.

Wird das Gerät über die IO-Link Schnittstelle gesperrt, so kann diese Verriegelung auch nur über IO-Link wieder aufgehoben werden.
11.2 Parametrierung über die Gerätetasten

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen (z. B. Kugelschreiber).
Parametriervorgang allgemein:
| Absicht | Aktion |
| Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü | ● |
| Wechsel ins Untermenü | Mit ▼ zum Untermenü steuern, z. B. EF, dann ● |
| Anwahl des gewünschten Parameters | ▲ oder ▼ |
| Wechsel in Einstellmodus | ● |
| Verändern des Parameterwertes | ▲ oder ▼ > 1 s |
| Übernahme des eingestellten Parameters | ● |
| Parametereinstellung ohne Speichern verlassen | ▲ + ▼ |
| Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen) | ▲ + ▼ |
| Rückkehr zur Prozesswertanzeige | > 30 Sekunden (Timeout) |

Wird Loc angezeigt bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, sind die Gerätetasten gesperrt ➞ Verriegeln / Entriegeln.

Wird S. Loc angezeigt, ist der Sensor per Software dauerhaft verriegelt. Diese Verriegelung kann nur mit einer Parametriersoftware aufgehoben werden.
11.3 Ausgangsfunktionen
11.3.1 Schaltsignal
Zur Prozesswertüberwachung kann ein Schaltsignal ausgegeben werden. OUTx ändert dabei seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.
Hysteresefunktion:

1: Prozesswert
t: Zeit
SP: Schaltpunkt
rP: Rückschaltpunkt
HY: Hysterese
Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)
Hnc: Hysteresefunktion Öffner (normally closed)
Abb. 8: Hysteresefunktion

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt SP und der Rückschaltpunkt rP festgelegt. rP muss einen geringeren Wert haben als SP. Der Abstand zwischen SP und rP beträgt mindestens 0,6 % des Messbereichsendwertes (= Hysterese). Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.
Fensterfunktion:

1: Prozesswert
t: Zeit
FH: Oberer Grenzwert
FL: Unterer Grenzwert
HY: Hysterese
FE: Fensterbereich
Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)
Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)
Abb. 9: Fensterfunktion

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert FH und der untere Grenzwert FL festgelegt. Der Abstand zwischen FH und FL beträgt mindestens 0,6 % des Messbereichsendwertes. FH und FL haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Strömungsschwankungen stabil.
11.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
√ Prozesswert für OUTx ist ausgewählt: EF > CFG > SELx.
▶ Hysteresefunktion oder Fensterfunktion einstellen.
Hysteresefunktion:
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
- ▶ oux wählen und Schaltsignal einstellen: Hno oder Hnc.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ SPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ rPx wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.
Fensterfunktion:
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
- ▶ oux wählen und Schaltsignal einstellen: Fno oder Fnc.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ FHx wählen und oberen Grenzwert des Fensters einstellen.
▶ FLx wählen und unteren Grenzwert des Fensters einstellen.
11.3.2 Analogsignal
Das Gerät gibt ein Analogsignal von 4...20 mA aus, das proportional zum Prozesswert ist.
Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Stromsignal ausgegeben.
Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).

Abb. 10: Ausgangskennlinie Analogausgang, Durchfluss
| 1: | Analogsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| 2: | Durchfluss | MEW: | Messbereichsendwert |
| 3: | Messbereich | OL: | Anzeigebereich überschritten |
| 4: | Anzeigebereich | Err: | Fehlerzustand |
| 5: | Erfassungsbereich |

Abb. 11: Ausgangskennlinie Analogausgang, Temperatur
| 1: | Analogsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| 2: | Temperatur | MEW: | Messbereichsendwert |
| 3: | Messbereich | OL: | Anzeigebereich überschritten |
| 4: | Anzeigebereich | UL: | Anzeigebereich unterschritten |
| 5: | Erfassungsbereich | Err: | Fehlerzustand |
11.3.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Analogsignal
√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
√ Der Prozesswert für OUT2 ist ausgewählt: EF > CFG > SEL2.
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ ou2 wählen und Funktion einstellen: I (Analogsignal 4...20 mA).
11.3.3 Frequenzsignal
Das Gerät gibt ein Frequenzsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.
Das Frequenzsignal ist skalierbar:
- FrPx legt fest, wieviel kHz das Frequenzsignal bei Erreichen des oberen Messwertes beträgt.
Der Messbereich ist skalierbar: - FSPx legt den unteren Messwert fest, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird.
- FEPx legt den oberen Messwert fest, bei dem das Ausgangssignal die unter FrPx eingestellte Frequenz beträgt.

FSPx ist nur für die Temperaturmessung verfügbar. Mindestabstand zwischen FSPx und FEPx = 20 % des Messbereichsendwerts.
Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Frequenzsignal ausgegeben.
Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (UL, OL, Err).

Abb. 12: Ausganskennlinie Frequenzausgang, Durchfluss
| 1: Frequenzsignal | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| 2: Durchfluss | MEW: | Messbereichsendwert |
| 3: Anzeigebereich | FEP1: | Frequenzendpunkt |
| 4: Messbereich | FrP1: | Frequenzsignal (kHz) für oberen Messwert |
| 5: Skalierter Messbereich | OL: | Anzeigebereich überschritten |
| Err: | Fehler |

Abb. 13: Ausganskennlinie Frequenzausgang, Temperatur
| 1: | Frequenzsignal | FSP1: | Frequenzstartpunkt |
| 2: | Temperatur | FEP1: | Frequenzendpunkt |
| 3: | Anzeigebereich | FrP1: | Frequenzsignal (kHz) für oberen Messwert |
| 4: | Messbereich | MAW: | Messbereichsanfangswert |
| 5: | Skalierter Messbereich | MEW: | Messbereichsendwert |
| Err: | Fehler | OL: | Anzeigebereich überschritten |
11.3.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Frequenzsignal
√ Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: EF > CFG > uni.x.
√ Prozesswert für OUT1 ist ausgewählt: EF > CFG > SEL1.
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ ou1 wählen und FRQ einstellen.
▶ Hauptmenü aufrufen.
▶ FSP1 wählen und unteren Messwert einstellen, bei dem 0 kHz ausgegeben wird.

FSP1 ist nur für die Temperaturmessung verfügbar.
▶ FEP1 wählen und oberen Messwert einstellen, bei dem die unter FrP1 eingestellte Frequenz (= 100 %) ausgegeben wird.
▶ FrP1 wählen und die Frequenz für den oberen Messwert in kHz einstellen.
11.4 Benutzereinstellungen
Das Kapitel beschreibt Einstellmöglichkeiten zur Anpassung an die kundenspezifische Applikation.
11.4.1 Standard-Maßeinheit
Es kann eine Maßeinheit ausgewählt werden, mit der der Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Einheit.
Auswählbare Werte:
- uni. F für Durchfluss: l/min, m³/h, gpm, gph.
• uni. T für Temperatur: °C, °F

▶ Zunächst die Maßeinheit einstellen, bevor weitere Parameter konfiguriert werden.
11.4.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Standard-Maßeinheit
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ uni. F wählen und Maßeinheit einstellen.
▶ uni. T wählen und Maßeinheit einstellen.
11.4.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2
Für beide Ausgänge kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert überwacht werden soll. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Auswahl.
Auswählbare Werte:
- FLOW: Durchfluss
• TEMP: Temperatur
11.4.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Prozesswert OUT1 und OUT2
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ SELx wählen Prozesswert für Ausgang OUTx einstellen.
11.4.3 Kalibrierung
Der Kalibrierfaktor CGA wird verwendet, um die Temperatur-Viskositätskompensation des Sensors auf das Verhalten des verwendeten Öls anzupassen. Der Kalibrierfaktor beeinflusst die Steigung der Messkennlinie der Strömungsmessung.
Der Sensor ist geeignet für Öle mit angegebener Viskosität (Technische Daten unter documentation.ifm.com). Die angegebene Viskosität gilt für eine Öltemperatur von 40 °C. Für dieses Öl kompensiert der Sensor die Viskositätsänderung im Temperaturbereich von 20...70 °C automatisch. Die Viskosität bei 40 °C ist nicht veränderlich.
Die hinterlegte Kompensationskennlinie ist in einem ifm-Berechnungstool nachvollziehbar hinterlegt. Siehe auch www.ifm.com - Service - Technischer Support: Auswahlhilfen – Download:
- Berechnungstool CGA für Strömungssensoren SB
Sollte durch Additive des verwendeten Öls das Viskositätsverhalten über die Temperatur abweichen, kann mithilfe der Kalibrierung die Abweichung reduziert werden.
▶ In diesem Fall Messkennlinie über Kalibrierfaktor CGA anpassen, siehe Beispiel:
| Medium | Temperatur | Viskosität | CGA |
| Referenzöl | 20 °C | 430 mm2/s | 100 % (Werkseinstellung) |
| ÖI 1 | 20 °C | 540 mm2/s | 80 % |
| ÖI 2 | 20 °C | 360 mm2/s | 120 % |

Die Steigungsänderung der Messkennlinie wird in Prozent angegeben. Bei Werkseinstellung beträgt CGA = 100 %. Nach einer Änderung kann die Kalibrierung auf Werkseinstellung zurückgesetzt werden.

Abb. 14: Messwertkennlinie für 3 Öle
v: Viskosität des Öls
T: Temperatur des Öls
R: Referenzöl
1: Öl 1
2: Öl 2
11.4.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Kalibrierung
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ CGA wählen und Steigung der Messkennlinie in Prozent einstellen.
11.4.4 Ausgangspolarität
Über den Parameter P-n wird die Ausgangspolarität eingestellt.
Die Einstellung betrifft beide Schaltausgänge.
- PnP: Der Schaltausgang wird positivschaltend betrieben.
- nPn: Der Schaltausgang wird negativschaltend betrieben.
11.4.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Ausgangspolarität
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ P-n wählen und PnP oder nPn einstellen.
11.4.5 Dämpfung
Mit der Dämpfung kann eine Verzögerungszeit eingestellt werden, innerhalb der das Gerät sprunghaft auftretende Messwertänderungen nicht ausgibt.
Die eingestellte Verzögerungszeit bewirkt eine Beruhigung der Ausgangssignale.
Dies betrifft die Ausgänge, das Display und die Prozesswertübertragung über die IO-Link Schnittstelle.
Auswählbare Werte:
- dAP = Dämpfungszeit für Schaltsignal, Display und IO-Link-Signal (63 % Anstiegszeit)
- dAA = Dämpfungszeit für Analogsignal (10...90 % Anstiegszeit).
Die Dämpfungszeit addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors (→ Technische Daten).
Die Signale UL und OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungszeit bestimmt.

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Strömung.
11.4.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Messwertdämpfung
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ dAP wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).
▶ dAA wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen.
11.4.6 Fehlerverhalten der Ausgänge
Über den Parameter FOUx kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:
- Schaltsignal:
– On: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN.
– OFF: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS.
- OU: Der Ausgang schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt.
- Analogsignal:
– On: Das Analogsignal geht auf 22 mA.
– OFF: Das Analogsignal geht auf 3,5 mA.
- OU: Das Analogsignal entspricht weiterhin dem Messwert.
- Frequenzsignal:
- On: Das Frequenzsignal geht auf 130 % von FrPx.
– OFF: Das Frequenzsignal geht auf 0 kHz. - OU: Das Frequenzsignal entspricht weiterhin dem Messwert.
11.4.6.1 Parametrierung über Gerätetasten: Fehlerverhalten der Ausgänge
▶ Menü EF > CFG aufrufen.
▶ FOUx wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: On, OFF, OU.
11.4.7 Speicher
Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte.
Auswählbare Werte:
• Lo. T: Minimalwertspeicher für Temperatur
• Hi. T: Maximalwertspeicher für Temperatur

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.
11.4.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Speicher
Speicher anzeigen:
▶ Menü EF > MEM aufrufen.
▶ Lo. T oder Hi. T wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert abzulesen.
Speicher löschen:
▶ Menü EF > MEM aufrufen.
▶ Lo. T oder Hi. T wählen.
▶ Kurz ● drücken.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten.
▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.
11.4.8 Gerät zurücksetzen
Das Gerät kann in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden.

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.
11.4.8.1 Parametrierung über Gerätetasten: Gerät zurücksetzen
▶ Menü EF aufrufen.
▶ rES wählen.
▶ Kurz ● drücken.
▶ ▲ oder ▼ gedrückt halten.
▷ ---- wird angezeigt.
▶ Kurz ● drücken.
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.
11.4.9 Verriegeln / Entriegeln
Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.
Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.
Werkseinstellung: Nicht verriegelt.
11.4.9.1 Parametrierung über Gerätetasten: Verriegeln / Entriegeln
Verriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis Loc angezeigt wird.
Entriegeln:
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ ▲ und ▼ gleichzeitig 10 s lang drücken bis uLoc angezeigt wird.
11.5 Display
11.5.1 Display Standard-Prozesswert
Über den Parameter SELd kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird.
Auswählbare Werte:
- FLOW: Das Display zeigt den aktuellen Prozesswert für Durchfluss.
• TEMP: Das Display zeigt den aktuellen Prozesswert für Temperatur.
11.5.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Standard-Prozesswert
▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ SELd wählen und Standard-Prozesswert einstellen.
11.5.2 Display Farbeinstellung
Über den Parameter coLr kann die Schriftfarbe im Display eingestellt werden.
Mit den Parametereinstellungen rEd (rot) und GrEn (grün) ist das Display dauerhaft auf eine Farbe festgelegt. Über die Parametereinstellungen rxou und Gxou ändert sich die Schriftfarbe in Abhängigkeit vom Prozesswert:
| OUT1 | OUT2 | Farbwechsel nach... | |
| Parametereinstellung | r1ou | r2ou | rot |
| G1ou | G2ou | grün |
Bei Einstellung der Hysteresefunktion erfolgt der Farbwechsel, wenn der Prozesswert oberhalb des Schaltpunktes liegt:

MAW: Messbereichsanfangswert
MEW: Messbereichsendwert
SPx: Schaltpunkt
Abb. 15: Hysteresefunktion, coLr = rxou
Bei Einstellung der Fensterfunktion erfolgt der Farbwechsel, wenn der Prozesswert innerhalb des Fensterbereichs liegt:

MAW: Messbereichsanfangswert
MEW: Messbereichsendwert
FLx: Unterer Grenzwert des Fensterbereichs
FHx: Oberer Grenzwert des Fensterbereichs
Abb. 16: Fensterfunktion, coLr = Gxou
11.5.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Farbeinstellung
▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ coLr wählen und Schriftfarbe der Prozesswertanzeige festlegen.
11.5.3 Display Aktualisierungsrate
Über den Parameter diS kann eingestellt werden, wie häufig die Displayanzeige aktualisiert wird.
Auswählbare Werte:
• d1: schnell (alle 50 ms)
• d2: mittel (alle 200 ms)
• d3: langsam (alle 600 ms)
11.5.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Aktualisierungsrate
▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ diS wählen und die Aktualisierungsrate einstellen.
11.5.4 Display Ausrichtung
Die Schrift im Display kann gedreht werden, um eine bessere Ablesbarkeit zu erreichen.
11.5.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Ausrichtung
▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ diS wählen und gleichzeitig mit der Aktualisierungsrate die Drehung der Anzeige einstellen:
• rd1: alle 50 ms und um 180° gedreht
• rd2: alle 200 ms und um 180° gedreht
• rd3: alle 600 ms und um 180° gedreht
11.5.5 Display ausschalten
Die Prozesswertanzeige im Display kann dauerhaft im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet werden.
Bei Tastendruck schaltet sich das Display an. Bei Inaktivität schaltet sich das Display nach einigen Sekunden wieder aus.

Die LEDs bleiben auch bei ausgeschalteter Anzeige aktiv. Fehlermeldungen werden auch bei ausgeschaltetem Display angezeigt.
11.5.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display aus
▶ Menü EF > DIS aufrufen.
▶ diS wählen und OFF einstellen.
12 Betrieb
12.1 Prozesswertanzeige
Es besteht die Möglichkeit im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Prozesswertanzeigen zu wechseln:
▶ Taste ▲ oder ▼ drücken.
▷ Das Display wechselt zwischen der Standard-Anzeige mit eingestellter Standard-Maßeinheit und weiteren Ansichten.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standard-Anzeige.

Abb. 17: Prozesswertanzeige
1: Standard-Anzeige, wie unter SELd und uni eingestellt. Beispiel: SELd = FLOW und uni = m³/h
2: Weitere Ansicht. Die LED signalisiert, in welcher Einheit der aktuelle Prozesswert angezeigt wird. Beispiel: Temperatur in °C.
12.2 Parametereinstellung ablesen
▶ Kurz • drücken
▶ Mit ▼ den Parameter anwählen.
▶ Kurz • drücken
▷ Derzeit eingestellter Wert wird für 30 s angezeigt. Danach geht das Gerät zurück in die Prozesswertanzeige.
13 Fehlerbehebung
Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.
Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display. Zusätzlich sind die Fehleranzeigen über IO-Link verfügbar.
Die Statussignale sind gemäß Namur-Emfehlung NE107 klassifiziert.
Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.
Bei Ausfall des Temperaturmesswertes steht der Prozesswert für Durchfluss weiterhin zur Verfügung.

Über IO-Link stehen zusätzliche Diagnosefunktionen zur Verfügung ➞ IO-Link Schnittstellenbeschreibung unter documentation.ifm.com.

Beeinflussung der IO-Link Verbindung durch den Frequenzausgang:
Wurde der Ausgang OUT1 als Frequenzausgang parametriert, kann keine IO-Link Verbindung zum Gerät aufgebaut werden.
▶ Abhilfe: Über die Gerätetasten die Ausgangsfunktion FRQ / Frequenzausgang abwählen.
13.1 Fehlermeldungen
| Anzeige | Problem / Abhilfe |
| Display aus | Versorgungsspannung zu niedrig.► ▶ Versorgungsspannung prüfen. Display ausgestellt.► ▶ Prüfen, ob Einstellung diS = OFF und ggf. Einstellung ändern. |
| Err | Gerät defekt / Funktionsfehler.► ▶ Gerät austauschen. Messwert außerhalb des Erfassungsbereichs.· Durchflusswert > 130 % des Messbereichsendwertes.· Temperaturwert < -43 °C (< -46 °F) oder > 133 °C (> 272 °F)► ▶ Durchflussbereich / ▶ Temperaturbereich prüfen. |
| IOE.n | Fehlfunktion. Das Gerät ist defekt.► Gerät austauschen. |
| SC1 | Schaltzustands-LED für OUT1 blinkt: Kurzschluss OUT1.► ▶ Schaltausgang OUT1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| SC2 | Schaltzustands-LED für OUT2 blinkt: Kurzschluss OUT2.► ▶ Schaltausgang OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| SC | Schaltzustands-LEDs für OUT1 und OUT2 blinken: Kurzschluss OUT1 und OUT2.► ▶ Schaltausgang OUT1 und OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. |
| Loc | Einstelltasten am Gerät verriegelt, Parameteränderung verweigert.► ▶ Gerät über die Gerätetasten entriegeln. |
| C. Loc | Einstelltasten am Gerät vorübergehend verriegelt, Parametrierung über IO-Link Kommunikation aktiv.► Parametrierung über IO-Link Kommunikation abschließen. |
| S. Loc | Einstelltasten über Parametriersoftware verriegelt, Parameteränderung verweigert.► ▶ Gerät über IO-Link Schnittstelle mittels Parametriersoftware entriegeln. |
| PARA | Parametrierung außerhalb des gültigen Bereichs.► ▶ Parametereinstellung prüfen. |
| OL | Anzeigebereich von Durchfluss oder Temperatur überschritten:• Durchflusswert zwischen 120...130 % des Messbereichsendwertes.• Temperaturwert zwischen 122...133 °C (252...272 °F).► ▶ Durchflussbereich / Temperaturbereich prüfen. |
| UL | Anzeigebereich von Temperatur unterschritten:• Temperaturwert zwischen -32...-43 °C (-26...-46 °F).► Temperaturbereich prüfen. |
14 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
14.1 Gerät reinigen
Falls es aufgrund unzureichender Filtrierung zu Messfehlern kommt, kann eine Reinigung erforderlich sein:
▶ Sensorkopf abschrauben.
▶ Hubkörper und Feder entnehmen.
▶ Hubkörper, Feder und Gehäuse innen reinigen, z. B. mit Hilfe von Druckluft.
▶ Vor dem Zusammenbau O-Ring auf Beschädigung prüfen. Gegebenenfalls austauschen und fetten.
▶ Komponenten nach Reinigung erneut einbauen.
▶ Sensorkopf mit einem Drehmoment von 100 Nm anziehen.
▶ Zur Wiederherstellung der Messgenauigkeit Hubkörper mit einem nichtmagnetischen Hilfsmittel, z. B. Finger, bis zum mechanischem Anschlag drücken und für mindestens 2 Sekunden halten.

Abb. 18: Reinigung des Sensors
1: Sensorkopf
3: Feder
5: Nichtmagnetisches Hilfsmittel
2: Hubkörper
4: O-Ring
6: Mechanischer Anschlag
15 Werkseinstellungen
| Parameter | Werkseinstellung | Benutzer-Einstellung |
| SP1 / FH1 (FLOW) | 20 % | |
| rP1 / FL1 (FLOW) | 19 % | |
| SP1 / FH1 (TEMP) | 70 °C | |
| rP1 / FL1 (TEMP) | 20 °C | |
| FrP1 (FLOW) | 10 % | |
| FrP1 (TEMP) | 10 % | |
| FSP1 (TEMP) | -10 °C | |
| FEP1 (TEMP) | 100 °C | |
| FEP1 (FLOW) | 100 % | |
| SP2 / FH2 (FLOW) | 40 % | |
| rP2 / FL2 (FLOW) | 39 % | |
| SP2 / FH2 (TEMP) | 34 °C | |
| rP2 / FL2 (TEMP) | 33 °C | |
| ou1 | Fno | |
| ou2 | I | |
| uni. F | l/min | |
| uni. T | °C | |
| CGA | 100 % | |
| P-n | PnP | |
| dAP (FLOW) | 0,1 s | |
| dAA (FLOW) | 0,0 s | |
| FOU1 | ou | |
| FOU2 | ou | |
| SEL1 | TEMP | |
| SEL2 | FLOW | |
| coLr | rEd | |
| diS | d2 | |
| SELd | FLOW |
Die Prozentwerte beziehen sich auf den Messbereichsendwert (MEW).