IFM SD1440 - Energiezähler

SD1440 - Energiezähler IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG SD1440 IFM

Betriebsanleitung

Durchflussmessgerät Druckluft

SD1440

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung 4

1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4

2 Sicherheitshinweise 5

3 Bestimmungsgemäße Verwendung 6

3.1 Einsatzbereich 6

4 Funktion 7

4.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 7
4.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 7
4.3 IO-Link 7

5 Montage 9

5.1 Montageort 9
5.2 Einbaulage 9
5.3 Störeinflüsse 10
5.4 Prozessanschluss.... 10

6 Elektrischer Anschluss 11
7 Bedien- und Anzeigeelemente 13
8 Menü....14

8.1 Menü-Übersicht.... 14
8.2 Hauptmenü und Untermenüs 14

9 Inbetriebnahme.... 22

10 Parametrierung 23

10.1 Parametrierung über die Gerätetasten 23
10.2 Parametrierung über IO-Link.... 23
10.3 Ausgangskonfiguration 24

10.3.1 Schaltsignal 24
10.3.2 Analogsignal 25
10.3.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) 27

10.3.3.1 Impulssignal Totalisator 27
10.3.3.2 Schaltsignal Totalisator 28

10.3.4 Ausgang aus.... 29

10.4 Anwendungskonfiguration.... 30

10.4.1 Standard-Maßeinheit.... 30
10.4.2 Dämpfung 30
10.4.3 Ausgangspolarität der Schaltausgänge.... 30
10.4.4 Rohrinnendurchmesser 31
10.4.5 Prozesswert für OUT1 und OUT2 31
10.4.6 Schleichmengenunterdrückung 31
10.4.7 Normbedingungen 32
10.4.8 Systemdruck 32
10.4.9 Schaltverzögerung 33
10.4.10 Fehlerverhalten der Ausgänge 33
10.4.11 Totalisator-Reset.... 34
10.4.12 Verriegeln / Entriegeln. 35
10.4.13 Gerät zurücksetzen.... 36

10.5 Display 36

10.5.1 Display Layout 36
10.5.2 Display Aktualisierungsrate 37
10.5.3 Display Drehung 37
10.5.4 Display Helligkeit.... 38
10.5.5 Display Farbeinstellung.... 38

10.6 Diagnose.... 40

10.6.1 Totalisatorwerte ablesen 40
10.6.2 Speicher 40

10.7 Service-Funktionen 41

10.7.1 Simulation.... 41
10.7.2 Optische Lokalisierung 42
10.7.3 Geräteinformationen 42

11 Fehlerbehebung 44

11.1 Warnmeldungen 44
11.2 Fehlermeldungen 44

12 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 45

13 Werkseinstellungen.... 46

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis

[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

→ Querverweis

IFM SD1440 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM SD1440 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM SD1440 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SD1440 - Warnhinweise - 2

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

2 Sicherheitshinweise

- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.

– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.

  • Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
  • Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
  • Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
    • Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen.
  • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
  • Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
  • Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
  • Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.

3 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät überwacht den Normvolumenstrom von Betriebsdruckluft.

Es erfasst die Prozessgrößen Durchflussgeschwindigkeit, Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit), Verbrauchsmenge und Medientemperatur.

3.1 Einsatzbereich

Das Gerät ist für den Einsatz in Betriebsdruckluftanlagen bestimmt.

Alle Angaben gelten für Normvolumenstrom nach DIN ISO 2533, d.h. Volumenstrom bei 1013 mbar (101,3 kPa), 15 °C und 0 % relative Luftfeuchtigkeit. Das Gerät kann auf andere Normbedingungen eingestellt werden.

IFM SD1440 - Einsatzbereich - 1

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV):

Dies ist ein Klasse-A Produkt. In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen:

▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen.

IFM SD1440 - Einsatzbereich - 2

Das Gerät ist für den Einsatz in Betriebsdruckluftanlagen und für Medien der Fluidgruppe 2 (Betriebsdruckluft, Stickstoff) bestimmt.

IFM SD1440 - Einsatzbereich - 3

Angaben zu Druckfestigkeit ( Pmax ) und Berstdruck → Datenblatt.

4 Funktion

  • Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem kalorimetrischen Messprinzip.
  • Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
    • Das Gerät verfügt über eine IO-Link-Schnittstelle.
    • Das Gerät zeigt die aktuellen Prozesswerte in einem Display an.
  • Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose.
  • Ein Simulationsmodus ermöglicht eine vereinfachte Inbetriebnahme des Sensors.
    • Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.

4.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1

• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Schaltsignal Totalisator
• Impulssignal Totalisator
- IO-Link
• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)

4.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2

• Schaltsignal Durchfluss
• Schaltsignal Temperatur
• Schaltsignal Totalisator
• Impulssignal Totalisator
• Analogsignal Durchfluss
• Analogsignal Temperatur
• Eingang für externen Totalisator-Reset
• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)

IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

IFM SD1440 - IO-Link - 1

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

IFM SD1440 - IO-Link - 2

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com

IO-Link bietet folgende Vorteile:

• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen

  • Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
  • Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
  • Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
    • Standardisierter elektrischer Anschluss
  • Fernwartung

5 Montage

IFM SD1440 - Montage - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
▶ Mitgeliefertes Warnhinweis-Etikett an Sensorleitung befestigen.

IFM SD1440 - Montage - 2

▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
▶ Vorschriften und Bestimmungen für Errichtung und Betrieb von Druckluftanlagen befolgen.

5.1 Montageort

▶ Gerät hinter dem Kältetrockner montieren.
▶ Gerät in der Nähe des Verbrauchers montieren.
▶ Das Gerät kann hinter einer Wartungseinheit eingebaut werden.
▶ Bei Verwendung von Öl für die Verbraucher: Gerät vor dem Öler einbauen.

5.2 Einbaulage

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IFM SD1440 - Einbaulage - 1

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IFM SD1440 - Einbaulage - 2

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IFM SD1440 - Einbaulage - 3

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IFM SD1440 - Einbaulage - 4

Abb. 1: Ausrichtung der Messstrecke und des Geräts

1: Messstrecke senkrecht, Gerät beliebig
2: Messstrecke waagerecht, Gerät senkrecht
3: Messstrecke rechts (bei nach vorne zeigendem Stecker), Gerät seitlich liegend
4: Vermeiden: Messstrecke links (bei nach vorne zeigendem Stecker), Gerät seitlich liegend
F: Durchflussrichtung

5.3 Störeinflüsse

Einbauten in der Rohrleitung, Krümmungen, Ventile, Reduzierungen u. ä. beeinträchtigen die Funktion des Geräts.

▶ Abstände zwischen Sensor und Störeinflüssen einhalten.

Empfehlung für eine optimale Messgenauigkeit:

▶ Gerade Einlaufstrecke mit einer Länge von 20 x Rohrdurchmesser verwenden.
▶ Bei Störungen an der Einlaufseite durch Krümmer, Ventile, Schieber oder Ähnliches Einlaufstrecke mit einer Länge von 50 x Rohrdurchmesser verwenden.
▶ Gerade Auslaufstrecken mit einer Länge von 5 x Rohrdurchmesser verwenden.

5.4 Prozessanschluss

Das Gerät kann mithilfe des Prozessadapters E40195 eingeschweißt werden.

IFM SD1440 - Prozessanschluss - 1

Das Gerät wird ohne Zubehör geliefert.

Informationen zu verfügbarem Zubehör unter documentation.ifm.com.

Bei Verwendung von Komponenten anderer Hersteller wird eine optimale Funktion nicht gewährleistet.

Vorgehensweise:

▶ Loch für Prozessadapter in Rohrleitung bohren und mögliche Grate entfernen.
▶ Adapter mit Ausrichtungskerbe (Abb. 1) maximal ± 2° zur Rohrachse versetzt ausrichten (Abb. 2).
▶ Darauf achten, dass der Adapter nicht in die Rohrleitung hineinragt (Abb. 1).
▶ Adapter genau senkrecht in die Rohrleitung einbauen (Abb. 3 und 4).

1
IFM SD1440 - Prozessanschluss - 2

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IFM SD1440 - Prozessanschluss - 3

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IFM SD1440 - Prozessanschluss - 4

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IFM SD1440 - Prozessanschluss - 5

Abb. 2: Sensor mit Adapter E40195 in den Prozess einschweißen

6 Elektrischer Anschluss

IFM SD1440 - Elektrischer Anschluss - 1

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

Spannungsversorgung nach SELV, PELV.

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM SD1440 - Elektrischer Anschluss - 2

IFM SD1440 - Elektrischer Anschluss - 3

Abb. 3: Anschlussbild (Farbkennzeichnung nach DIN EN 60947-5-2)

BN: braun; WH: weiß; BK: schwarz; BU: blau

PinBelegung
1L+
3L-
4 (OUT1)Schaltsignal Durchfluss
Schaltsignal Temperatur
Schaltsignal Totalisator
Impulssignal TotalisatorIO-LinkOFF (Ausgang hochohmig geschaltet)
2 (OUT2/InD)Schaltsignal Durchfluss
Schaltsignal Temperatur
Schaltsignal Totalisator
Impulssignal Totalisator
Analogsignal Durchfluss
Analogsignal Temperatur
Eingang für externen Totalisator-ResetOFF (Ausgang hochohmig geschaltet)

IFM SD1440 - Elektrischer Anschluss - 4

IFM SD1440 - Elektrischer Anschluss - 5

IFM SD1440 - Elektrischer Anschluss - 6

IFM SD1440 - Elektrischer Anschluss - 7

Abb. 4: Beispielschaltungen

1: 2 x p-schaltend
2: 2 x n-schaltend
3: 1 x p-schaltend / 1 x analog
4: 1 x n-schaltend / 1 x analog

7 Bedien- und Anzeigeelemente

IFM SD1440 - Bedien- und Anzeigeelemente - 1

Abb. 5: Bedien- und Anzeigeelemente

1: Schaltzustands-LED für OUT1
2: Schaltzustands-LED für OUT2
3: TFT-Display
4: Tasten zum Wechseln der Ansichten und zur Parametrierung

Misst das Gerät eine hohe interne Temperatur, wird die Display-Helligkeit automatisch angepasst:

Geräteinnentemperatur > 70 °C: Helligkeit wird auf 25 % reduziert.

Geräteinnentemperatur ≥ 100 °C: Display wird ausgeschaltet.

Wechsel zwischen den Anzeigen:

Es besteht die Möglichkeit im laufenden Betrieb zwischen verschiedenen Prozesswertanzeigen zu wechseln:

▶ Taste [▲] oder [▼] drücken.
▷ Das Display wechselt zwischen der Standard-Anzeige mit eingestellter Standard-Maßeinheit und weiteren Ansichten.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standard-Anzeige.


IFM SD1440 - Bedien- und Anzeigeelemente - 2


IFM SD1440 - Bedien- und Anzeigeelemente - 3


IFM SD1440 - Bedien- und Anzeigeelemente - 4

1: Standard-Anzeige, wie unter [diS. L] und [uni.x] eingestellt
2: Gesamtübersicht aller Prozesswerte
3: Übersicht Totalisatorwerte

Parametereinstellung ablesen:

▶ Kurz [●] drücken
▶ Mit [▼] den Parameter anwählen.
▶ Kurz [●] drücken
▷ Derzeit eingestellter Wert wird für 30 s angezeigt. Danach geht das Gerät zurück in die Prozesswertanzeige.

8 Menü

8.1 Menü-Übersicht

Über die Bedientasten gelangt man von der Prozesswertanzeige zum Hauptmenü und von dort aus zu den Untermenüs.

IFM SD1440 - Menü-Übersicht - 1

Abb. 6: Menü-Übersicht

8.2 Hauptmenü und Untermenüs

Die Menüabbildungen zeigen die Parameter, die am Gerät per Tasteneingabe eingestellt werden können. Diese Parameter und weitere Funktionen sind auch über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

IFM SD1440 - Hauptmenü und Untermenüs - 1

Die angezeigten Parameter ändern sich bei Veränderung der Werkseinstellungen. In folgenden Menüdarstellungen sind die maximal verfügbaren Parameter dargestellt.

Hauptmenü:

IFM SD1440 - Hauptmenü und Untermenüs - 2

ParameterErläuterung
SPxSchaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion
rPxRückschaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion
FHxOberer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion
FLxUnterer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion
ImPSxImpulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird)
ImPRxTotalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR = YES) oder Schaltsignal (ImPR = NO)
ASP2Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
AEP2Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.
DIn2Totalisator-Reset durch externes Signal
EFÜbergang zum Untermenü EF (Erweiterte Funktionen)

Menü Erweiterte Funktionen [EF]:
IFM SD1440 - Hauptmenü und Untermenüs - 3

ParameterErläuterung
rESZurücksetzen auf Werkseinstellung
rToEinstellung für den Totalisator-Reset (manuell oder zeitgesteuert)
InfoAnzeige der Geräteinformationen
OUT1Übergang zum Untermenü OUT1 (Ausgangskonfiguration von Ausgang 1)
OUT2Übergang zum Untermenü OUT2 (Ausgangskonfiguration von Ausgang 2)
CFGÜbergang zum Untermenü CFG (Grundeinstellungen)
MEMÜbergang zum Untermenü MEM (Speicher)
DISÜbergang zum Untermenü DIS (Display).
COLRÜbergang zum Untermenü COLR (Farbeinstellungen)
SIMÜbergang zum Untermenü SIM (Simulation)

Menü Ausgang 1 [OUT1]:

IFM SD1440 - Hauptmenü und Untermenüs - 4

ParameterErläuterung
SEL1Prozesswert für Ausgang OUT1
ou1Ausgangsfunktion für Ausgang OUT1
SP1Schaltpunkt für Schaltausgang OUT1 mit Hysteresefunktion
rP1Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUT1 mit Hysteresefunktion
FH1Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUT1 mit Fensterfunktion
FL1Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUT1 mit Fensterfunktion
ImPS1Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird)
ImPR1Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR1 = YES) oder Schaltsignal (ImPR1 = NO)
dS1Schaltverzögerung für Schaltausgang OUT1 in Sekunden
dr1Rückschaltverzögerung für Schaltausgang OUT1 in Sekunden
FOU1Verhalten von Ausgang OUT1 im Fehlerfall

Menü Ausgang 2 [OUT2]:

IFM SD1440 - Hauptmenü und Untermenüs - 5

ParameterErläuterung
SEL2Prozesswert für Ausgang OUT2
ou2Ausgangsfunktion für Ausgang OUT2
ASP2Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
AEP2Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.
SP2Schaltpunkt für Schaltausgang OUT2 mit Hysteresefunktion
rP2Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUT2 mit Hysteresefunktion
FH2Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUT2 mit Fensterfunktion
FL2Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUT2 mit Fensterfunktion
ImPS2Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird)
ImPR2Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR2 = YES) oder Schaltsignal (ImPR2 = NO)
DIn2Totalisator-Reset durch externes Signal
dS2Schaltverzögerung für Schaltausgang OUT2 in Sekunden
dr2Rückschaltverzögerung für Schaltausgang OUT2 in Sekunden
FOU2Verhalten von Ausgang OUT2 im Fehlerfall

Menü Grundeinstellungen [CFG]:
IFM SD1440 - Hauptmenü und Untermenüs - 6

ParameterErläuterung
uni. FStandard-Maßeinheit für Durchfluss
uni. TStandard-Maßeinheit für Temperatur
uni. PStandard-Maßeinheit für Druck
dAP. FDämpfungskonstante in Sekunden für Durchfluss (63 % Anstiegszeit τ)
P-nAusgangspolarität der Schaltausgänge
diAInnendurchmesser der Rohrleitung
LFCSchleichmengenunterdrückung (= Durchflusswert, unter dem Strömung als Stillstand gewertet wird)
rEF. PNormdruck als Umgebungsbedingung
rEF. TNormtemperatur als Umgebungsbedingung
SySPSystemdruck in der Anlage

Menü Speicher [MEM] und Simulation [SIM]:

IFM SD1440 - Hauptmenü und Untermenüs - 7

ParameterErläuterung
Lo. FMinimaler gemessener Durchflusswert
Hi. FMaximaler gemessener Durchflusswert
Lo. TMinimaler gemessener Temperaturwert
Hi. TMaximaler gemessener Temperaturwert
S. FLWSimulierter Durchflusswert im Simulationsmodus
S. TMPSimulierter Temperaturwert im Simulationsmodus
S. TimDauer der Simulation in Minuten
S. OnSimulationsmodus starten

Menü Display [DIS] und Farbeinstellungen [COLR]:

IFM SD1440 - Hauptmenü und Untermenüs - 8

ParameterErläuterung
diS. LDisplay-Layout
diS. UAktualisierungsrate der Displayanzeige
diS. RAusrichtung der Displayanzeige
diS. BHelligkeit der Displayanzeige
col. FSchriftfarbe für Durchfluss
cFH. FOberer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss)
cFL. FUnterer Grenzwert für Farbwechsel (Durchfluss)
col. TSchriftfarbe für Temperatur
cFH. TOberer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur)
cFL. TUnterer Grenzwert für Farbwechsel (Temperatur)
col. VSchriftfarbe für Totalisatoranzeige

9 Inbetriebnahme

Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der

Bereitschaftsverzögerungszeit von ca. 1 s in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.

- Während der Bereitschaftsverzögerungszeit sind die Ausgänge entsprechend der Programmierung geschaltet:

– EIN bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
– AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc).
– AUS bei Verbrauchsmengenüberwachung (ImP)

- Ist Ausgang 2 als Analogausgang konfiguriert, liegt das Ausgangssignal während der Bereitschaftsverzögerungszeit bei 20 mA.

10 Parametrierung

Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.

Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

IFM SD1440 - Parametrierung - 1

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.

▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

IFM SD1440 - Parametrierung - 2

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.

10.1 Parametrierung über die Gerätetasten

IFM SD1440 - Parametrierung über die Gerätetasten - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen (z. B. Kugelschreiber).

Parametriervorgang allgemein:

AbsichtAktion
Wechsel von der Prozesswertanzeige ins Hauptmenü[●]
Wechsel ins UntermenüMit [▼] zum Untermenü steuern (z. B. EF), dann [●]
Anwahl des gewünschten Parameters[▲] oder [▼]
Wechsel in Einstellmodus[●]
Verändern des Parameterwertes[▲] oder [▼] > 1 s
Übernahme des eingestellten Parameters[●]
Parametereinstellung ohne Speichern verlassen[▲] + [▼]
Rückkehr zum nächst höheren Menü(Mehrmals wiederholen um Prozesswertanzeige zu erreichen)[▲] + [▼]
Rückkehr zur Prozesswertanzeige> 30 Sekunden (Timeout)

Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:

√ Eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit einer Parametriersoftware verbinden.
▶ Den Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.

▶ Das Gerät mit einem freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

IFM SD1440 - Parametrierung über IO-Link - 1

Hinweise zur Parametrierung → Handbuch der Parametriersoftware

10.3 Ausgangskonfiguration

10.3.1 Schaltsignal

OUTx ändert seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.

IFM SD1440 - Schaltsignal - 1

1: Prozesswert

t: Zeit

SP: Schaltpunkt

rP: Rückschaltpunkt

HY: Hysterese

Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)

Hnc: Hysteresefunktion Öffner (normally closed)

Abb. 7: Hysteresefunktion
IFM SD1440 - Schaltsignal - 2

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt [SP] und der Rückschaltpunkt [rP] festgelegt. [rP] muss einen geringeren Wert haben als [SP]. Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.

IFM SD1440 - Schaltsignal - 3

1: Prozesswert

t: Zeit

FH: Oberer Grenzwert

FL: Unterer Grenzwert

HY: Hysterese

FE: Fensterbereich

Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)

Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)

Abb. 8: Fensterfunktion
IFM SD1440 - Schaltsignal - 4

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert [SP] und der untere Grenzwert [rP] festgelegt. [SP] und [rP] haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Durchflussschwankungen stabil.

10.3.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni.x].
√ Der Rohrinnendurchmesser ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [diA].
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: [EF] > [OUTx] > [SELx].

▶ Menü [EF] > [OUTx] zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.

Hysteresefunktion:

▶ [ou] wählen und Schaltsignal einstellen: [Hno] oder [Hnc].
▶ [SPx] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ [rPx] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.

Fensterfunktion:

▶ [ou] wählen und Schaltsignal einstellen: [Fno] oder [Fnc].
▶ [FHx] wählen und oberen Grenzwert des Fensters einstellen.
▶ [FLx] wählen und unteren Grenzwert des Fensters einstellen.

IFM SD1440 - Schaltsignal - 5

Die Parametereinstellungen für [SP], [rP], [FH] und [FL] können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.

10.3.1.2 Parametrierung über IO-Link: Schaltsignal

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni.x].
√ Der Rohrinnendurchmesser ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [diA].
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] > [SELx].
▶ Menü [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.

Hysteresefunktion:

▶ [oux] wählen und Schaltsignal einstellen: [Hno] oder [Hnc].
▶ [Parameter] > [Digitaler Ausgang x] aufrufen.
▶ [Strömung] oder ▶ [Temperatur] aufrufen.
▶ [SP_FHx_FLOW] oder [SP_FHx_TEMP] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.
▶ [rP_FLx_FLOW] oder [rP_FLx_TEMP] wählen und Messwert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet.

Fensterfunktion:

▶ [oux] wählen und Schaltsignal einstellen: [Fno] oder [Fnc].
▶ [Parameter] > [Digitaler Ausgang x] aufrufen.
▶ [Strömung] oder [Temperatur] aufrufen.
▶ [SP_FHx_FLOW] oder [SP_FHx_TEMP] wählen und oberen Grenzwert für Schaltsignal einstellen.
▶ [rP_FHx_FLOW] oder [rP_FHx_TEMP] wählen und unteren Grenzwert für Schaltsignal einstellen.

10.3.2 Analogsignal

Das Gerät gibt ein Analogsignal von 4...20 mA aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Der Messbereich ist skalierbar:

• [ASP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
• [AEP] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

IFM SD1440 - Analogsignal - 1

Mindestabstand zwischen ASP und AEP = 20 % des Messbereichendwertes.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Stromsignal ausgegeben.

Bei Messwerten außerhalb des Anzeigebereichs oder im Fehlerfall erscheinen Meldungen im Display (cr. UL, UL, OL, cr. OL, Err).

Das Analogsignal im Fehlerfall ist über den Parameter [FOU] einstellbar.

IFM SD1440 - Analogsignal - 2

Abb. 9: Ausgangskennlinie Analogausgang nach IEC 60947-5-7

1:Analogsignal
2:Prozesswert
3:Erfassungsbereich
4:Anzeigebereich
5:Messbereich
6:Skalierter Messbereich
Q:Durchfluss
T:Temperatur
MAW:Messbereichsanfangswert (Bei Einstellung einer Schleichmengenunterdrückung für Q: Signalausgabe ab MAW + LFC)
MEW:Messbereichsendwert
ASP:Analogstartpunkt
AEP:Analogendpunkt
UL:Anzeigebereich unterschritten
OL:Anzeigebereich überschritten
cr. UL:Erfassungsbereich unterschritten (Fehler)
cr. OL:Erfassungsbereich überschritten (Fehler)
FOU:Fehlerverhalten des Analogausgangs:FOU = On: Das Analogsignal geht im Fehlerfall auf den oberen Anschlagswert. FOU = OFF: Das Analogsignal geht im Fehlerfall auf den unteren Anschlagswert.

10.3.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Analogsignal

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni.x].
√ Der Rohrinnendurchmesser ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [diA].
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: [EF] > [OUT2] > [SEL2].
▶ Menü [EF] > [OUT2] zur Konfiguration von Ausgang OUT2 aufrufen.

▶ [ou2] wählen und Funktion einstellen: [I] (Analogsignal 4...20 mA).
▶ [ASP2] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
▶ [AEP2] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

10.3.2.2 Parametrierung über IO-Link: Analogsignal

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni.x].
√ Der Rohrinnendurchmesser ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [diA].
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] > [SEL2].
▶ Menü [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [ou2] wählen und Funktion einstellen: [I] (Analogsignal 4...20 mA).
▶ [Parameter] > [Analoger Ausgang 2] aufrufen.
▶ [Strömung] oder [Temperatur] aufrufen.
▶ [ASP2_FLOW] oder [ASP2_TEMP] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
▶ [AEP2_FLOW] oder [AEP2_TEMP] wählen und Messwert einstellen, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

10.3.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion)

Das Gerät besitzt einen internen Totalisator. Der Totalisator summiert fortlaufend die Verbrauchsmenge und stellt diesen Prozesswert sowohl am Display als auch über die IO-Link Schnittstelle zur Verfügung.

Zusätzlich zur aktuellen Verbrauchsmenge wird der Wert vor dem letzten Reset gespeichert. Auch dieser Wert und die Zeit seit dem letzten Reset kann angezeigt werden.

IFM SD1440 - Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) - 1

Der Totalisator speichert alle 10 Minuten die summierte Durchflussmenge. Nach einer Spannungsunterbrechung steht dieser Wert als aktueller Zählerstand zur Verfügung. Ist ein zeitgesteuerter Reset eingestellt, wird auch die verstrichene Zeit des eingestellten Resetintervalls gespeichert. Der mögliche Datenverlust kann somit maximal 10 Minuten betragen.

Anzeige der Verbrauchsmenge im Display: Bedien- und Anzeigeelemente (→ 13).

Siehe auch: Totalisator-Reset ( → ☐ 34).

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können Impulssignale oder ein Schaltsignal ausgegeben werden.

Die Genauigkeit der Verbrauchsmengenmessung ist abhängig von der Genauigkeit der Durchflussmessung.

OUT1 und OUT2 können nicht gleichzeitig für die Verbrauchsmengenüberwachung genutzt werden.

10.3.3.1 Impulssignal Totalisator

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können Impulssignale ausgegeben werden.

Der Ausgang gibt jedes Mal ein Impulssignal aus, wenn die unter [ImPS] eingestellte Durchflussmenge (Impulswertigkeit) erreicht ist.

Das Impulssignal besteht aus einem kurzen Ein- und Ausschalten des Ausgangs. Die Schaltzustands-LEDs am Gerät zeigen den Schaltvorgang nicht an.

IFM SD1440 - Impulssignal Totalisator - 1

Impulssignale sind über die IO-Link Schnittstelle nicht verfügbar.

Parametrierung über Gerätetasten: Impulssignal Totalisator

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni. F].
√ Der Rohrinnendurchmesser ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [diA].
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: [EF] > [OUTx] > [SELx] = [FLOW].
▶ Menü [EF] > [OUTx] zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.
▶ [ou1] oder [ou2] wählen und [lmP] einstellen.
▶ [ImPSx] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der jeweils 1 Impuls ausgegeben wird (Impulswertigkeit).
- Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
- Kurz • drücken um Einstellbereich zu bestätigen.
- Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
- Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.
▶ [ImPRx] wählen und [Ja] einstellen.

Die Parametereinstellungen für [ImPS] und [ImPR] können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.

Parametrierung über IO-Link: Impulssignal Totalisator

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni. F].
√ Der Rohrinnendurchmesser ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [diA].
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] > [SELx] = [FLOW].
▶ Menü [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [ou1] oder [ou2] wählen und [lmP] einstellen.
▶ [Parameter] > [Impuls Ausgang x] aufrufen.
▶ [ImPSx] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der jeweils 1 Impuls ausgegeben wird (Impulswertigkeit).
▶ [ImPRx] wählen und [Ja] einstellen.

10.3.3.2 Schaltsignal Totalisator

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge kann ein Schaltsignal ausgegeben werden.

Der Ausgang gibt ein Schaltsignal aus, wenn die unter [ImPS] eingestellte Durchflussmenge erreicht ist. Der Ausgang bleibt bis zum Reset geschaltet. Nach Zurücksetzen des Totalisators beginnt die Zählung erneut.

Durch Einstellung von [rTo] wird festgelegt, wann der Ausgang schaltet und wann der Totalisator zurückgesetzt wird:

[rTo]AusgangTotalisator-Reset
OFFDer Ausgang schaltet bei Erreichen der unter [ImPS] eingestellten Durchflussmenge.▸ ▶ Aktiv Reset durchführen.• Automatischer Reset bei Überschreiten des maximalen Anzeigebereichs.
1, 2,... h1, 2,... d1, 2,... wDer Ausgang schaltet nur, wenn die unter [ImPS] eingestellte Durchflussmenge innerhalb der eingestellten Zeitdauer erreicht wird.Bei nicht geschaltetem Ausgang:• Zeitgesteuerter Reset (die unter rTo eingestellte Zeitdauer wird überschritten). Bei geschaltetem Ausgang:▸ Aktiv Reset durchführen.• Automatischer Reset bei Überschreiten des maximalen Anzeigebereichs.

IFM SD1440 - Schaltsignal Totalisator - 1

Der maximale Anzeigebereich ist bei einer Verbrauchsmenge von 100 000 000 m 3 erreicht.

Parametrierung über Gerätetasten: Schaltsignal Totalisator

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni. F].
√ Der Rohrinnendurchmesser ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [diA].
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: [EF] > [OUTx] > [SELx] = [FLOW].

▶ Menü [EF] > [OUTx] zur Konfiguration von Ausgang OUTx aufrufen.

▶ [ou1] oder [ou2] wählen und [lmP] einstellen.

▶ [ImPSx] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der der Ausgang schaltet.

  • Mit ▲ oder ▼ Einstellbereich wählen.
  • Kurz • drücken um Einstellbereich zu bestätigen.
  • Mit ▲ oder ▼ gewünschten Zahlenwert einstellen.
  • Kurz • drücken um Wert zu übernehmen.
    ▶ [ImPRx] wählen und [Nein] einstellen.

IFM SD1440 - Schaltsignal Totalisator - 2

Die Parametereinstellungen für [ImPS] und [ImPR] können nachträglich direkt im Hauptmenü geändert werden.

▶ Parameter [rTo] für den Totalisator-Reset einstellen:

Siehe Totalisator-Reset ( → ☐ 34).

Parametrierung über IO-Link: Schaltsignal Totalisator

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni. F].
√ Der Rohrinnendurchmesser ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [diA].
√ Der Prozesswert ist ausgewählt: [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] > [SELx] = [FLOW].
▶ Menü [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [ou1] oder [ou2] wählen und [ImP] einstellen.
▶ [Parameter] > [Impuls Ausgang x] aufrufen.
▶ [ImPSx] wählen und Durchflussmenge einstellen, bei der der Ausgang schaltet.
▶ [ImPRx] wählen und [Nein] einstellen.
▶ Parameter [rTo] für den Totalisator-Reset einstellen:

Siehe Totalisator-Reset ( → ☐ 34).

10.3.4 Ausgang aus

Das Ausgangssignal kann deaktiviert werden. Der Ausgang wird dann hochohmig.

Die Kommunikation über die IO-Link Schnittstelle an OUT1 bleibt weiterhin aktiv.

10.3.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Ausgang aus

▶ Menü [EF] > [OUTx] zur Konfiguration aufrufen.
▶ [oux] wählen und [OFF] einstellen.

10.3.4.2 Parametrierung über IO-Link: Ausgang aus

▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [oux] wählen und [OFF] einstellen.

10.4 Anwendungskonfiguration

10.4.1 Standard-Maßeinheit

Es kann eine Maßeinheit ausgewählt werden, mit der der Prozesswert standardmäßig im Display angezeigt wird. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Einheit.

Auswählbare Werte:

• Durchfluss: m3/min ; m3/h ; m/s; ft3/min ; ft3/h ; ft/s
- Temperatur: °C; °F
- Druck: kPa; bar; psi

10.4.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Standard-Maßeinheit

▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [uni.x] wählen und Maßeinheit einstellen.

10.4.1.2 Parametrierung über IO-Link: Standard-Maßeinheit

▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ [uni.x] wählen und Maßeinheit einstellen.

10.4.2 Dämpfung

Die eingestellte Dämpfungskonstante bewirkt eine Stabilisierung der Ausgangssignale. Sprunghaft auftretende physikalische Prozesswertänderungen werden geglättet.

Dies betrifft die Ausgänge, das Display und die Prozesswertübertragung über die IO-Link Schnittstelle.

Die Dämpfungskonstante addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors ( → Technische Daten).

Die Signale UL und OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungskonstante bestimmt.

IFM SD1440 - Dämpfung - 1

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Strömung.

10.4.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Dämpfung

▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [dAP. F] wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).

10.4.2.2 Parametrierung über IO-Link: Dämpfung

▶ [Parameter] > [Dämpfung] aufrufen.
▶ [dAP. F] wählen und Dämpfungszeit in Sekunden einstellen (τ-Wert 63 %).

10.4.3 Ausgangspolarität der Schaltausgänge

Über den Parameter [P-n] kann ausgewählt werden, ob die Ausgänge plusschaltend oder negativschaltend betrieben werden.

10.4.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Ausgangspolarität

▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [P-n] wählen und [PnP] oder [nPn] einstellen.

10.4.3.2 Parametrierung über IO-Link: Ausgangspolarität

▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ [P-n] wählen und [PnP] oder [nPn] einstellen.

10.4.4 Rohrinnendurchmesser

Damit das Gerät absolute Prozesswerte für die Strömung berechnen kann, muss der Innendurchmesser des Rohres eingegeben werden, in den der Sensor eingebaut wird.

10.4.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Rohrinnendurchmesser

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [EF] > [CFG] > [uni. F].
▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [diA] wählen und den Rohrinnendurchmesser einstellen.

10.4.4.2 Parametrierung über IO-Link: Rohrinnendurchmesser

√ Die Standard-Maßeinheit ist ausgewählt: [Parameter] > [Grundeinstellungen] > [uni. F].
▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ [diA] wählen und den Rohrinnendurchmesser einstellen.

10.4.5 Prozesswert für OUT1 und OUT2

Für beide Ausgänge kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert überwacht werden soll. Alle weiteren Parametereinstellungen basieren auf dieser Auswahl.

Auswählbare Werte:

• [FLOW]: Durchfluss
• [TEMP]: Temperatur

10.4.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Prozesswert OUT1 und OUT2

▶ Menü [EF] > [OUTx] aufrufen.
▶ [SELx] wählen Prozesswert für Ausgang OUTx einstellen.

10.4.5.2 Parametrierung über IO-Link: Prozesswert OUT1 und OUT2

▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [SELx] wählen Prozesswert für Ausgang OUTx einstellen.

10.4.6 Schleichmengenunterdrückung

Mit der Funktion Low flow cut-off [LFC] lassen sich geringe Durchflussmengen ausblenden. Durchfluss unterhalb des LFC-Werts wird vom Sensor als Stillstand (Q = 0) ausgewertet.

Der LFC-Wert hat Auswirkungen auf:

• Die Prozesswertanzeige für Durchfluss im Display
• Das digitale Schaltsignal für Durchfluss
• Das Analogsignal für Durchfluss
• Die Verbrauchsmengenüberwachung (Schalt- oder Impulssignal für Durchfluss)
• Die Speicherwerte für minimalen und maximalen Durchfluss

IFM SD1440 - Schleichmengenunterdrückung - 1

Die im Datenblatt angegebene Genauigkeit gilt für den LFC-Wert bei Werkseinstellung. Wird ein kleinerer LFC-Wert eingestellt, verringert sich die Genauigkeit des Sensors.

10.4.6.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schleichmengenunterdrückung

▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [LFC] wählen und Grenzwert einstellen, unterhalb dem ein Durchfluss als Stillstand ausgewertet wird.

10.4.6.2 Parametrierung über IO-Link: Schleichmengenunterdrückung

▶ [Parameter] > [Weitere Einstellungen] > [Strömung] aufrufen.
▶ [LFC] wählen und Grenzwert einstellen, unterhalb dem ein Durchfluss als Stillstand ausgewertet wird.

10.4.7 Normbedingungen

Die im Datenblatt des Geräts angegebenen Werte sind abhängig von den Umgebungsbedingungen am Einsatzort.

Alle Angaben gelten für Normvolumenstrom nach DIN ISO 2533, d.h. Volumenstrom bei 1013 mbar (101,3 kPa), 15 °C und 0 % relative Luftfeuchtigkeit. Das Gerät kann auf andere Normbedingungen eingestellt werden.

10.4.7.1 Parametrierung über Gerätetasten: Normbedingungen

▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [rEF. P] wählen und den Normdruck eingeben.
▶ [rEF. T] wählen und die Normtemperatur eingeben.

10.4.7.2 Parametrierung über IO-Link: Normbedingungen

▶ [Parameter] > [Anwendungskonfiguration] aufrufen.
▶ [Druck] aufrufen.
▶ [rEF. P] wählen und den Normdruck eingeben.
▶ [Temperatur] aufrufen.
▶ [rEF. T] wählen und die Normtemperatur eingeben.

10.4.8 Systemdruck

Der Systemdruck innerhalb der Anlage wird nicht vom Sensor erfasst. Um die Messgenauigkeit zu erhöhen, kann der Systemdruck manuell am Gerät eingestellt werden.

IFM SD1440 - Systemdruck - 1

Die im Datenblatt angegebene Genauigkeit gilt bei korrekter Einstellung des Systemdrucks. Weicht der tatsächliche Systemdruck von dem am Sensor eingestellten [SySP] ab, verringert sich die Genauigkeit des Sensors.

10.4.8.1 Parametrierung über Gerätetasten: Systemdruck

▶ Menü [EF] > [CFG] aufrufen.
▶ [SySP] wählen und den Systemdruck innerhalb der Anlage eingeben.

10.4.8.2 Parametrierung über IO-Link: Systemdruck

▶ [Parameter] > [Anwendungskonfiguration] aufrufen.
▶ [SySP] wählen und den Systemdruck innerhalb der Anlage eingeben.

10.4.9 Schaltverzögerung

Für den Schaltausgang kann eine Verzögerungszeit eingestellt werden, mit der der Ausgang schaltet und zurückschaltet.

10.4.9.1 Parametrierung über Gerätetasten: Schaltverzögerung

▶ Menü [EF] > [OUTx] aufrufen.
▶ [dSx] wählen und Verzögerung in Sekunden für das Schalten von OUTx einstellen.
▶ [drx] wählen und Verzögerung in Sekunden für das Zurückschalten von OUTx einstellen.

IFM SD1440 - Schaltverzögerung - 1

[dSx] und [drx] sind nur verfügbar, wenn für OUTx ein Schaltsignal (Hno, Hnc, Fno, Fnc) ausgewählt ist.

10.4.9.2 Parametrierung über IO-Link: Schaltverzögerung

▶ [Parameter] > [Digitaler Ausgang x] aufrufen.
▶ [dSx] wählen und Verzögerung in Sekunden für das Schalten von OUTx einstellen.
▶ [drx] wählen und Verzögerung in Sekunden für das Zurückschalten von OUTx einstellen.

IFM SD1440 - Schaltverzögerung - 2

[dSx] und [drx] sind nur verfügbar, wenn für OUTx ein Schaltsignal (Hno, Hnc, Fno, Fnc) ausgewählt ist.

10.4.10 Fehlerverhalten der Ausgänge

Über den Parameter [FOUx] kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:

- Schaltsignal:

– On: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN.
– OFF: Der Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS.
- OU: Der Ausgang schaltet unabhängig vom Fehlerfall wie mit den Parametern festgelegt.

- Analogsignal:

  • On: Das Analogsignal geht auf den oberen Anschlagswert.
    – OFF: Das Analogsignal geht auf den unteren Anschlagswert.
    – OU: Das Analogsignal entspricht weiterhin dem Messwert.

IFM SD1440 - Fehlerverhalten der Ausgänge - 1

Bei Auswahl [oux] = [ImP] (Verbrauchsmengenüberwachung) ist der Parameter [FOUx] nicht verfügbar. Die Impulse werden unabhängig vom Fehlerfall weiter ausgegeben.

10.4.10.1 Parametrierung über Gerätetasten: Fehlerverhalten der Ausgänge

▶ Menü [EF] > [OUTx] aufrufen.
▶ [FOUx] wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: [On], [OFF], [OU].

10.4.10.2 Parametrierung über IO-Link: Fehlerverhalten der Ausgänge

▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.

▶ [FOUx] wählen und Fehlerverhalten für OUTx einstellen: [On], [OFF], [OU].

10.4.11 Totalisator-Reset

Der Totalisator kann auf verschiedene Weise zurückgesetzt werden:

  • Manueller Reset
  • Zeitgesteuerter Reset
  • Reset durch externes Signal
  • Reset über die IO-Link Schnittstelle

Wird der Totalisator nicht durch eines der oben genannten Verfahren zurückgesetzt, so erfolgt ein automatischer Reset nach Überschreiten des maximalen Anzeigebereichs.

10.4.11.1 Parametrierung über Gerätetasten: Totalisator-Reset

1. Manueller Reset:

▶ Menü [EF] aufrufen.
▶ [rTo] wählen und [rES. T] einstellen.
▷ Der Totalisator wird zurückgesetzt.

2. Zeitgesteuerter Reset:

▶ Menü [EF] aufrufen.
▶ [rTox] wählen, dann Zeit in Wochen (w), Tagen (d) oder Stunden (h) einstellen.
▷ Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.

3. Reset durch externes Signal:

▶ Menü [EF] > [OUT2] aufrufen.
▶ [ou2] wählen und Digitaleingang einstellen: [In. D].
▶ [DIn2] wählen und Reset-Signal einstellen:
• [HIGH]: Reset bei High-Signal
• [LOW]: Reset bei Low-Signal
• [+EDG]: Reset bei steigender Flanke
• [-EDG]: Reset bei fallender Flanke

4. Reset durch Überlauf:

▶ Menü [EF] aufrufen.
▶ [rTox] wählen und [OFF] einstellen.
▷ Der Totalisator wird erst zurückgesetzt, sobald der maximale Anzeigebereich des Displays überschritten ist.

10.4.11.2 Parametrierung über IO-Link: Totalisator-Reset

1. Manueller Reset:

▶ [Parameter] > [Totalisator] aufrufen.
▶ Kommando ausführen: [Rücksetzen Totalisator].

2. Zeitgesteuerter Reset:

▶ [Parameter] > [Totalisator] aufrufen.

▶ [rTox] wählen, dann Zeit in Wochen (w), Tagen (d) oder Stunden (h) einstellen.
▷ Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.

3. Reset durch externes Signal:

▶ [Parameter] > [Ausgangskonfiguration] aufrufen.
▶ [ou2] wählen und Digitaleingang einstellen: [In. D].
▶ [Parameter] > [Digitaler Eingang 2] aufrufen.
▶ [DIn2] wählen und Reset-Signal einstellen:

• [HIGH]: Reset bei High-Signal
• [LOW]: Reset bei Low-Signal
• [+EDG]: Reset bei steigender Flanke
- [-EDG]: Reset bei fallender Flanke

4. Reset durch Überlauf:

▶ [Parameter] > [Totalisator] aufrufen.
▶ [rTox] wählen und [OFF] einstellen.
▷ Der Totalisator wird erst zurückgesetzt, sobald der maximale Anzeigebereich des Displays überschritten ist.

10.4.12 Verriegeln / Entriegeln

Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.

Diese Sperre verhindert, dass die Geräteeinstellungen über die Tasten am Gerät geändert werden können.

Werkseinstellung: Nicht verriegelt.

10.4.12.1 Parametrierung über Gerätetasten: Verriegeln / Entriegeln

Verriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis der Fortschrittsbalken in der Titelzeile abgelaufen ist.
▷ Das Gerät ist für die Parametrierung über die Gerätetasten gesperrt. Bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, erscheint im Display das Symbol ☐.

IFM SD1440 - Verriegeln / Entriegeln - 1

Die Verriegelung kann nur über die Gerätetasten aufgehoben werden. Eine Änderung der Parametereinstellung ist weiterhin über die IO-Link Schnittstelle möglich.

Entriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig 10 s lang drücken bis der Fortschrittsbalken in der Titelzeile abgelaufen ist.
▷ Die Verriegelung der Gerätetasten ist aufgebhoben.

10.4.12.2 Parametrierung über IO-Link: Verriegeln / Entriegeln

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Arbeitsbetrieb ist.
▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [Loc] wählen und Verriegelung einstellen.

▷ Das Gerät ist für die Parametrierung über die Gerätetasten gesperrt. Bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, erscheint im Display das Symbol ☐.

IFM SD1440 - Verriegeln / Entriegeln - 2

Die Verriegelung kann über den IO-Link Parameter [uLoc] oder über die Gerätetasten aufgehoben werden.

- oder -

▶ [Parameter] > [Weitere Einstellungen] aufrufen.
▶ [Gerätezugriffssperren. Lokale Benutzerschnittstelle] wählen und [Gesperrt] einstellen.
▷ Das Gerät ist für die Parametrierung über die Gerätetasten gesperrt. Bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, erscheint im Display das Symbol ☐.

IFM SD1440 - Verriegeln / Entriegeln - 3

Die Verriegelung kann über den IO-Link Parameter [Entsperrt] aufgehoben werden.

10.4.13 Gerät zurücksetzen

Das Gerät kann in den Auslieferungszustand zurückversetzt werden.

IFM SD1440 - Gerät zurücksetzen - 1

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.

10.4.13.1 Parametrierung über Gerätetasten: Gerät zurücksetzen

▶ Menü [EF] aufrufen.
▶ [rES] wählen.
▶ [▲] oder [▼] gedrückt halten.

▷ [----] wird angezeigt.

▶ Kurz [●] drücken.
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.

10.4.13.2 Parametrierung über IO-Link: Gerät zurücksetzen

▶ [Parameter] > [Grundeinstellungen] aufrufen.
▶ Kommando ausführen: [Werkseinstellung setzen].
▷ Das Gerät führt einen Neustart aus.

10.5 Display

10.5.1 Display Layout

Über den Parameter [diS. L] kann ausgewählt werden, welche Prozesswerte standardmäßig im Display angezeigt werden.

Auswählbare Werte:

• L1: aktueller Prozesswert für Durchfluss
• L2. Temp: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Temperatur
• L2. Totl: aktueller Prozesswert für Durchfluss und Totalisator
• L3: aktueller Prozesswert für Durchfluss, Temperatur und Totalisator

10.5.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Layout

▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [diS. L] wählen und Layout einstellen.

10.5.1.2 Parametrierung über IO-Link: Display Layout

▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [diS. L] wählen und Layout einstellen.

10.5.2 Display Aktualisierungsrate

Über den Parameter [diS. U] kann eingestellt werden, wie häufig die Displayanzeige aktualisiert wird.

Auswählbare Werte:

• d1: schnell
• d2: mittel
• d3: langsam

10.5.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Aktualisierungsrate

▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [diS. U] wählen und Aktualisierungsrate einstellen.

10.5.2.2 Parametrierung über IO-Link: Display Aktualisierungsrate

▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [diS. U] wählen und Aktualisierungsrate einstellen.

10.5.3 Display Drehung

Über den Parameter [diS. R] kann die Schrift im Display im Uhrzeigersinn gedreht werden, um eine bessere Ablesbarkeit zu erreichen.

Auswählbare Werte:

  • 0° (nicht gedreht)
    • 90°
    • 180°
  • 270°

10.5.3.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Drehung

▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [diS. R] wählen und die Drehung der Anzeige einstellen.

10.5.3.2 Parametrierung über IO-Link: Display Drehung

▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [diS. R] wählen und die Drehung der Anzeige einstellen.

10.5.4 Display Helligkeit

Über den Parameter [diS. B] kann die Helligkeit der Displayanzeige eingestellt werden.

Auswählbare Werte:

• 25 %
- 50 %
- 75%
• 100 %

- OFF: Energiesparmodus. Die Anzeige ist im Arbeitsbetrieb ausgeschaltet. Fehlermeldungen werden bei ausgeschaltetem Display über IO-Link und die Betriebszustands-LED angezeigt. Displayaktivierung über beliebigen Tastendruck. Nach 30 s Inaktivität wird das Display wieder ausgeschaltet.

IFM SD1440 - Display Helligkeit - 1

Misst das Gerät eine hohe interne Temperatur, wird die Display-Helligkeit automatisch angepasst:

Geräteinnentemperatur > 64 °C: Helligkeit wird auf 25 % reduziert.

Geräteinnentemperatur ≥ 90 °C: Display wird ausgeschaltet.

10.5.4.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Helligkeit

▶ Menü [EF] > [DIS] aufrufen.
▶ [diS. B] wählen und die Helligkeit der Anzeige einstellen.

10.5.4.2 Parametrierung über IO-Link: Display Helligkeit

▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.
▶ [diS. B] wählen und die Helligkeit der Anzeige einstellen.

10.5.5 Display Farbeinstellung

Die Schriftfarbe im Display kann über den Parameter [coL.x] ausgewählt werden:

• [coL. F]: Schriftfarbe für Durchfluss
• [coL. T]: Schriftfarbe für Temperatur
• [coL. V]: Schriftfarbe für Totalisator Vol.1

Dauerhafte Schriftfarbe

Die Schriftfarbe kann für die Anzeige von Durchfluss, Temperatur oder Totalisator dauerhaft festgelegt werden:

[coL. F] / [coL. T] / [coL. V]Schriftfarbe
bk/whschwarz-weiß
rEdrot
GrEngrün
yellowgelb

Farbwechsel

Alternativ dazu kann für die Anzeige von Durchfluss und Temperatur ein Farbwechsel in Abhängigkeit vom aktuellen Prozesswert eingestellt werden:

[coL. F] / [coL. T]Schriftfarbe
r-cFrot = Prozesswert innerhalb des Fensterbereichsgrün = Prozesswert außerhalb des Fensterbereichs
G-cFgrün = Prozesswert innerhalb des Fensterbereichsrot = Prozesswert außerhalb des Fensterbereichs

Bei Auswahl "Farbwechsel" müssen die Grenzwerte des Fensterbereichs eingestellt werden:

[cFL. F]: unterer Grenzwert für Durchfluss

[cFH. F]: oberer Grenzwert für Durchfluss

[cFL. T]: unterer Grenzwert für Temperatur

[cFH. T]: oberer Grenzwert für Temperatur

Die Grenzwerte [cFL.x] und [cFH.x] können frei innerhalb des Messbereichs gewählt werden und sind unabhängig von der für OUT1 und OUT2 eingestellten Ausgangsfunktion.

IFM SD1440 - Display Farbeinstellung - 1

Abb. 10: Beispiel für die Einstellung [coL.x] = G-cF

10.5.5.1 Parametrierung über Gerätetasten: Display Farbeinstellung

▶ Menü [EF] > [COLR] aufrufen.

Dauerhafte Farbeinstellung

▶ [coL.x] wählen und Schriftfarbe für den Prozesswert x bzw. den Totalisator auswählen: [bk/wh], [red], [green] oder [yellow].

Farbwechsel

▶ [coL.x] wählen und Einstellung für den Farbwechsel in Abhängigkeit vom Prozesswert x auswählen: [r-cF] oder [G-cF].
▶ [cFL.x] wählen und den unteren Grenzwert für den Fensterbereich wählen.
▶ [cFH.x] wählen und den oberen Grenzwert für den Fensterbereich wählen.

10.5.5.2 Parametrierung über IO-Link: Display Farbeinstellung

▶ [Parameter] > [Anzeigeeinstellung] aufrufen.

Dauerhafte Farbeinstellung

▶ [coL.x] wählen und Schriftfarbe für den Prozesswert x bzw. den Totalisator auswählen: [bk/wh], [red], [green] oder [yellow].

Farbwechsel

▶ [coL.x] wählen und Einstellung für den Farbwechsel in Abhängigkeit vom Prozesswert x auswählen: [r-cF] oder [G-cF].
▶ [Parameter] > [Fenster für Farbwechsel] aufrufen.
▶ [cFL.x] wählen und den unteren Grenzwert für den Fensterbereich wählen.
▶ [cFH.x] wählen und den oberen Grenzwert für den Fensterbereich wählen.

10.6 Diagnose

10.6.1 Totalisatorwerte ablesen

Für den Totalisator können jederzeit folgende Werte abgelesen werden:

  • Aktuelle Durchflussmenge (= Verbrauchsmenge seit dem letzten Reset).
    • Verbrauchsmenge vor dem letzten Reset.
  • Zeit in Minuten seit dem letzten Reset.

10.6.1.1 Ablesung über Gerätetasten: Totalisatorwerte

▶ Im laufenden Betrieb Taste [▲] oder [▼] drücken, bis die Anzeige der Totalisatorwerte erscheint.
▷ Nach 30 Sekunden wechselt das Gerät zurück in die Standard-Anzeige.

10.6.1.2 Ablesung über IO-Link: Totalisatorwerte

▶ [Parameter] > [Totalisator] aufrufen.
▶ Verbrauchswerte ablesen.

10.6.2 Speicher

Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte.

Der aktuelle Wert kann am Gerät oder über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.

Auswählbare Werte:

• [Lo. F]: Minimalwertspeicher für Durchfluss
• [Hi. F]: Maximalwertspeicher für Durchfluss
• [Lo. T]: Minimalwertspeicher für Temperatur
• [Hi. T]: Maximalwertspeicher für Temperatur

IFM SD1440 - Speicher - 1

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.

10.6.2.1 Parametrierung über Gerätetasten: Speicher

Speicher anzeigen:

▶ Menü [EF] > [MEM] aufrufen.
▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert anzuzeigen.

Speicher löschen:

▶ Menü [EF] > [MEM] aufrufen.
▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen.
▶ [▲] oder [▼] gedrückt halten.
▷ [----] wird angezeigt.
▶ Kurz [●] drücken.

10.6.2.2 Parametrierung über IO-Link: Speicher

Speicher anzeigen:

▶ [Parameter] > [Speicher] > [Strömung] oder [Temperatur] aufrufen.
▶ [Lo.x] oder [Hi.x] wählen, um den jeweils niedrigsten oder höchsten gemessenen Prozesswert anzuzeigen.

Speicher löschen:

▶ Kommando ausführen:
• [Rücksetzen Hi.x und Lo.x Speicher]
• [Rücksetzen Lo.x Speicher]
• [Rücksetzen Hi.x Speicher]

10.7 Service-Funktionen

10.7.1 Simulation

Mit dieser Funktion werden Prozesswerte simuliert und deren Signalkette überprüft.

Über die Parametereinstellungen cr. UL, UL, OL und cr. OL können auch Prozesswerte simuliert werden, die zu einer Fehler- oder Warnmeldung führen.

Beim Start der Simulation werden die Werte des Totalisators eingefroren und der simulierte Totalisator auf 0 gesetzt. Der simulierte Durchflusswert wirkt dann auf den simulierten Totalisator. Nach Beenden der Simulation werden die ursprünglichen Totalisatorwerte wiederhergestellt.

Während der Simulation gilt:

  • Die Simulation wirkt nicht auf die aktuell herrschenden Prozesswerte. Die Ausgänge verhalten sich wie zuvor eingestellt.
  • Der originale Totalisatorwert bleibt unverändert gespeichert, auch wenn eine reale Strömung fließt.
  • Es stehen keine Fehlermeldung der aktuellen realen Applikation zur Verfügung. Diese werden durch die Simulation unterdrückt.

Folgende Werte können simuliert werden:

Durchfluss, Temperatur und Zählerstand des Totalisators.

10.7.1.1 Parametrierung über Gerätetasten: Simulation

▶ Menü [EF] > [SIM] aufrufen.
▶ [S. FLW] oder [S. TMP] wählen und den zu simulierenden Prozesswert einstellen:
• [▲] oder [▼] drücken, bis der gewünschte Prozesswert erreicht ist.
• Die Warn-/ Fehleranzeigen [OL], [crOL], [UL] und [crUL] erscheinen beim Überschreiten bzw. beim Unterschreiten des Messbereichs.
▶ [S. Tim] wählen und Dauer der Simulation in Minuten einstellen.
▶ [S. On] wählen und Funktion einstellen:
- [On]: Die Simulation startet. Die Werte werden für die unter [S. Tim] eingestellte Dauer simuliert. Abbruch über beliebigen Tastendruck.
• [OFF]: Simulation nicht aktiv.

10.7.1.2 Parametrierung über IO-Link: Simulation

▶ [Parameter] > [Simulation] aufrufen.

▶ [S. Tim] wählen und Dauer der Simulation in Minuten einstellen.
▶ [Parameter] > [Simulation] > [Strömung] oder [Temperatur] aufrufen.
▶ [S. FLW] oder [S. TMP] wählen und den zu simulierenden Prozesswert, [crUL], [UL], [OL] oder [crOL] einstellen.
▶ [Zum Gerät schreiben] wählen.
▷ Die geänderten Werte werden auf das Gerät übertragen.
▶ [Parameter] > [Simulation] aufrufen.
▶ Kommando ausführen: [Start Simulation].
▷ Die Simulation startet mit den eingestellten Werten.
▶ Zum Beendigen der Simulation: Kommando ausführen: [Stop Simulation].

10.7.2 Optische Lokalisierung

Der Sensor kann aus der Ferne über die IO-Link Schnittstelle in der Anlage lokalisiert werden.

Bei Verwendung des Kommandos blinken die Schaltzustands-LEDs und im Display blinkt die Anzeige IO-Link.

Optische Lokalisierung über IO-Link

▶ [Identifikation] aufrufen.
▶ Kommando ausführen: [Locator Start].
▶ Zum Beenden des Blinkvorgangs: Kommando ausführen: [Locator Stop].

10.7.3 Geräteinformationen

Auf dem Gerät sind einige unveränderbare Geräteinformationen gespeichert. Hierzu gehören:

  • Produktname
  • Produktfamilie
  • Hersteller
  • Hersteller-ID
  • Geräte-ID
  • Seriennummer
    • Hardware-/Firmware-Revision
  • Beschreibung

Darüber hinaus können dem Gerät über die IO-Link Schnittstelle mit geeigneter Parametriersoftware weitere Kennzeichen zugewiesen werden, die frei definierbar sind und eine maximale Länge von 32 Zeichen haben dürfen. Hierzu gehören:

• Anwendungsspezifisches Kennzeichen
- Anlagenkennzeichen
- Ortskennzeichen

10.7.3.1 Ablesung über die Gerätetasten: Geräteinformationen

▶ Menü [EF] > [Info] aufrufen.
▶ Mit [▲] und [▼] durch die Ansichten blättern und ▶ Geräteinformationen ablesen.

10.7.3.2 Ablesung oder Parametrierung über IO-Link: Geräteinformationen

▶ [Identifikation] aufrufen.
▶ Geräteinformationen ablesen oder editierbare Parameter bearbeiten.

11 Fehlerbehebung

Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.

Warnungen und Fehlerzustände werden im Display angezeigt, auch bei ausgeschaltetem Display. Zusätzlich sind die Fehleranzeigen über IO-Link verfügbar.

Die Statussignale sind gemäß Namur-Emfehlung NE107 klassifiziert.

Wenn mehrere Diagnoseereignisse gleichzeitig auftreten, wird nur die Diagnosemeldung von dem Ereignis mit der höchsten Priorität angezeigt.

Bei Ausfall des Temperaturmesswertes steht der Prozesswert für Durchfluss weiterhin zur Verfügung.

IFM SD1440 - Fehlerbehebung - 1

Über IO-Link stehen zusätzliche Diagnosefunktionen zur Verfügung → IO-Link Schnittstellenbeschreibung unter documentation.ifm.com.

11.1 Warnmeldungen

Display-AnzeigeLED-AnzeigeProblem / Abhilfe
Titelzeile: [Short circuit OUT1/OUT2]
Prozesswertzeile: ----
LED OUT1 blinktLED OUT2 blinktKurzschluss OUT1 und OUT2► Schaltausgang OUT1 und OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
Titelzeile: [Short circuit OUT1]
Prozesswertzeile: ----
LED OUT1 blinktKurzschluss OUT1► Schaltausgang OUT1 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
Titelzeile: [Short circuit OUT2]
Prozesswertzeile: ----
LED OUT2 blinktKurzschluss OUT2► Schaltausgang OUT2 auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
Titelzeile: [Over limit]
Prozesswertzeile: [OL]
----Anzeigebereich überschritten► Messbereich prüfen.
Titelzeile: [Under limit]
Prozesswertzeile: [UL]
----Anzeigebereich unterschritten► Messbereich prüfen.

11.2 Fehlermeldungen

Display-AnzeigeLED-AnzeigeProblem / Abhilfe
Titelzeile: [Flow Error]
Prozesswertzeile: [ERROR]
----Fehler Strömungsmessung► Strömungsmessung überprüfen.► ▶ Gerät austauschen.
Titelzeile: [Temp Error]
Prozesswertzeile: [ERROR]
----Fehler Temperaturmessung► Temperaturmessung überprüfen.► ▶ Gerät austauschen.
Titelzeile: [Critical over limit]
Prozesswertzeile: [cr. OL]
----Erfassungsbereich überschritten► Messbereich prüfen.
Titelzeile: [Critical under limit]
Prozesswertzeile: [cr. UL]
----Erfassungsbereich für Temperatur unterschritten► ▶ Temperaturbereich prüfen.

IFM SD1440 - Fehlermeldungen - 1

Im Fehlerfall verhalten sich die Ausgänge wie unter [FOU] eingestellt.

12 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.

Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.

▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Regelmäßige Kalibrierintervalle nach Prozessanforderungen festlegen. Empfehlung: alle 12 Monate.

IFM SD1440 - Wartung, Instandsetzung und Entsorgung - 1

Kalibrierservice der ifm → DAkkS-Kalibrierzertifikat unter www.ifm.com.

13 Werkseinstellungen

MenüParameterWerkseinstellungBenutzer-Einstellung
EFrToOFF
OUT1SEL1FLOW
ou1Hno
SP1 / FH120 %
rP1 / FL119 %
ImPS110 l
ImPR1YES
dS10 s
dr10 s
FOU1OFF
OUT2SEL2FLOW
ou2I
ASP20 %
AEP2100 %
SP2 / FH240 %
rP2 / FL239 %
ImPS210 l
ImPR2YES
Din2+EDG
dS20 s
dr20 s
FOU2OFF
CFGuni. F m3/h
uni. T°C
uni. Pbar
dAP. F0,6 s
P-nPnP
LFC8 m3/h
rEF. P1013 mbar (101,3 kPa)
rEF. T15 °C
SySP6 bar
DISdiS. LL2. Temp
diS. Ud3
diS. R
diS. B75 %
COLRcol. Fbk/wh
col. Tbk/wh
col. Vbk/wh

Die Prozentwerte beziehen sich auf den Messbereichsendwert (MEW).

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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : SD1440

Kategorie : Energiezähler