CR3171 - IoT-Gateway IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG CR3171 IFM
Betriebsanleitung mobileIoT Gateway
CR3171
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
1.3 Hersteller / Vertriebsgesellschaft.... 3
2 Sicherheitshinweise 4
2.1 Cyber-Sicherheit 5
2.2 Flugverkehr.... 5
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
4 Funktion 7
4.1 WLAN-Frequenzen und -Kanäle 7
4.2 Mobilfunk-Schnittstelle 7
4.3 eSIM-Karte 8
4.4 Verbindungsmodi 8
4.4.1 Fernzugriff....8
4.4.2 Cloud-Anbindung 8
4.5 Ein-/Ausgabefunktionen 9
4.6 Beschleunigungs- und Gyrosensoren 9
4.7 GNSS (Globales Navigationssatellitensystem) 9
4.7.1 GNSS-Multicast 9
5 Montage 11
5.1 Antenneneinbau 11
6 Elektrischer Anschluss 12
6.1 Steckverbinder 12
6.1.1 Betriebsspannung, CAN-Schnittstelle, Eingänge und Ausgänge.... 12
6.1.2 GNSS-Antennenanschluss 12
6.1.3 GSM-Antennenanschluss 13
6.1.4 Ethernet-Port.... 13
7 Anzeigeelemente 14
7.1 LED ON 14
7.2 LED STATUS 14
8 Inbetriebnahme.... 15
8.1 Benötigte Komponenten 15
8.2 Gerät anschließen.... 15
8.3 Gerätekonfiguration über die Web-Schnittstelle 15
8.4 Werkseinstellungen wiederherstellen (Factory-Reset).... 16
9 Wartung, Instandhaltung und Entsorgung 17
Glossar 18
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Hersteller / Vertriebsgesellschaft
Hersteller: Proemion GmbH
Vertriebsgesellschaft: ifm electronic gmbh
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- ▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
• Mitgeltende Dokumente beachten.

WARNUNG
Überlastungsschäden aufgrund von Fehlfunktionen.
▷ Gefahr von schweren oder tödlichen Verletzungen.
▶ Um die Leistung im Falle einer Fehlfunktion zu begrenzen, den DC-Stromversorgungskreis bei der Installation mit einer externen Sicherung mit max. 2 A absichern.
ACHTUNG
Eindringendes Wasser
▷ Beschädigung des Geräts
▷ Das Gerät wurde gegen Strahlwasser nach IPxK5 der Norm ISO 20653 getestet. Andere Belastungen, z. B. mit einem Hochdruckreiniger oder einer höheren Durchflussmenge, entsprechen nicht dem bestimmungsgemäßen Gebrauch.
▷ Das Gerät niemals mit einem Hochdruckreiniger oder ähnlichem reinigen.

Störung elektronischer Geräte durch Hochfrequenzenergie.
Das Gerät nicht mit beschädigten Kabeln oder Steckern verwenden. Kabel und Stecker müssen immer abgeschirmt sein.
Alle Vorschriften bzgl. Funk beachten. Die Stromversorgung des Geräts unterbrechen, wenn dessen Verwendung verboten ist oder wenn der Betrieb Störungen oder Gefahren verursachen kann.
Der horizontale Abstand zwischen den Antennen kann für jedes Funksignal berechnet werden. Der Abstand zwischen zwei Antennen sollte immer größer sein als 1/4 der Wellenlänge, aber nicht ein Vielfaches der Wellenlänge. Wenn Sie mehrere Antennen mit unterschiedlichen Funksignalen verwenden, muss der Abstand der Antenne mit dem niedrigsten Frequenzbereich beachtet werden.
GNSS:
Frequenzbereich 1,559 GHz, Wellenlänge 19,23 cm (1/4 = 4,8 cm)
Bluetooth:
Frequenzbereich 2,400 - 2,4835 GHz, Wellenlänge 12,49 cm (1/4 = 3,12 cm)
WLAN:
- Frequenzbereich 2,400 - 2,4835 GHz, Wellenlänge 12,49 cm (1/4 = 3,12 cm)
- Frequenzbereich 5,150 - 5,725 GHz, Wellenlänge 5,17 cm (1/4 = 1,29 cm)
Beispiel: Bei Verwendung einer GNSS- und einer WLAN-Antenne sollte der Abstand zwischen den beiden Antennen mindestens 4,8 cm betragen. Die Abstände 19,23 cm, 12,49 cm und Vielfache dieser Werte sollten vermieden werden.
2.1 Cyber-Sicherheit
ACHTUNG
Betrieb des Geräts in ungeschützter Netzwerkumgebung
▷ Unzulässiger Lese- oder Schreibzugriff auf Daten möglich.
▷ Unzulässige Beeinflussung der Gerätefunktion möglich.
▶ Zugriffsmöglichkeiten auf das Gerät prüfen und einschränken.
2.2 Flugverkehr
Das Gerät darf nicht an Bord von Flugzeugen betrieben werden.
Der Einsatz in einem Flugzeug kann die Navigations- und Kommunikationssysteme beeinträchtigen. Ein Verstoß kann rechtliche Schritte gegen den Zuwiderhandelnden nach sich ziehen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überträgt die Daten eines Fahrzeugs oder einer Maschine über Ethernet oder kabellos nach den Mobilfunkstandards 2G, 3G und 4G.
Das Gerät erfüllt die Anforderungen der Schutzart IP xK5 und ist für den Einsatz in entsprechenden Umgebungen geeignet. (Mit aufgeschraubten Steckverbindern oder Verschlusskappen: IP 6K7).
Das Gerät nur innerhalb der Grenzen der technischen Daten einsetzen: → Technische Daten.

Zulassungsrelevante Hinweise: Beipackzettel des Gerätes und documentation.ifm.com
4 Funktion
Das Gerät ermöglicht die kabellose Datenübertragung in verschiedenen Betriebsarten.
| Funktion | CR3171 |
| Antenne | extern |
| Mobilfunk | 4G weltweit (nur zertifizierte Länder) |
| Realtime-Modus | ● |
| Cloud-Logging-Modus | ● |
| Ein-/Ausgabefunktionen | 3/1 |
| Beschleunigungssensor | ● |
| Gyrosensor | ● |
| Pufferbatterie für Echtzeituhr (RTC) | >48 h |
| GNSS | ● |
| ifm e-SIM | ● |
- = zutreffend
4.1 WLAN-Frequenzen und -Kanäle
Die WLAN-Schnittstelle des Geräts verfügt über eine automatische Domain-Erkennung und unterstützt die folgenden regulatorischen Domains: WORLD, ETSI, FCC. Wenn weder ETSI noch FCC erkannt werden, verwendet das Funkmodul WORLD als Standard.
| Name | Band | TX Channel |
| World | 2.4 Ghz | 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 |
| U-NII-1 | 36, 40, 44, 48 | |
| U-NII-2 | 52, 56, 60, 64 | |
| U-NII-2e | 100, 104, 108, 112, 116, 132, 136, 140 | |
| U-NII-3 | - | |
| ETSI | 2.4 Ghz | 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12, 13 |
| U-NII-1 | 36, 40, 44, 48 | |
| U-NII-2 | 52, 56, 60, 64 | |
| U-NII-2e | 100, 104, 108, 112, 116, 120, 124, 128, 132, 136, 140 | |
| U-NII-3 | 149, 153, 157, 161, 165 | |
| FCC | 2.4 Ghz | 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10, 11 |
| U-NII-1 | 36, 40, 44, 48 | |
| U-NII-2 | 52, 56, 60, 64 | |
| U-NII-2e | 100, 104, 108, 112, 116, 132, 136, 140 | |
| U-NII-3 | 149, 153, 157, 161, 165 |
Wenn ein WLAN-Kanal verwendet wird, der in der erkannten Domäne nicht verfügbar ist, kann die Kommunikation gestört sein.
4.2 Mobilfunk-Schnittstelle
Das Gerät verfügt über eine Mobilfunk-Schnittstelle zur mobilen Übertragung von Daten.
Das Gerät unterstützt das Mobilfunknetz 2G, 3G und 4G.
Das Gerät erkennt das Mobilfunknetz mit der besten Übertragungsgeschwindigkeit und wechselt automatisch in das entsprechende Mobilfunknetz. Über die Mobilfunk-Schnittstelle können Daten bidirektional im Mobilfunknetz versendet werden.
4.3 eSIM-Karte
Das Gerät ist mit einer integrierten eSIM-Karte ausgestattet. Auf der eSIM-Karte ist im Auslieferungszustand bereits ein eSIM-Profil vorhanden, das alle notwendigen Kommunikationseinstellungen enthält.

Die eSIM-Karte des Geräts ist bei Auslieferung noch nicht aktiviert. Nach Registrierung des Gerätes kann die Aktivierung der eSIM-Karte bis zu 4 Stunden in Anspruch nehmen.
4.4 Verbindungsmodi
Das Gerät kann in folgenden Verbindungsmodi betrieben werden:
- Fernzugriff
- Cloud-Anbindung
4.4.1 Fernzugriff
Diese Funktion ermöglicht den Fernzugriff auf das Gerät CR3171 sowie die anderen Geräte innerhalb des Ethernet-Netzwerks, beispielsweise zur Fehlerbehebung oder Wartung.
Die Fernzugriffsfunktion hat folgende Merkmale:
- Gesicherte Remote-Verbindung: Die hergestellte Verbindung verfügt über eine robuste Verschlüsselung und sichere Authentifizierungsmechanismen, die den Schutz der Daten während der Übertragung gewährleisten und den Zugriff ausschließlich autorisierten Benutzern für Maschinen- oder Anwendungsinteraktionen gewähren.
- Fehlerbehebung und Support: Der Fernzugriff ermöglicht eine effiziente Problemdiagnose und Fehlerbehebung, ohne dass eine physische Anwesenheit am Standort der Maschine erforderlich ist.
- Remotedesktop und -verwaltung: Administratoren und Wartungstechniker erhalten die Möglichkeit, Maschinen zentral aus der Ferne zu verwalten. Sie können die in die HMI-Schnittstelle der Maschine eingebetteten Visualisierungen anzeigen und steuern.
4.4.2 Cloud-Anbindung
Das Gerät kann in die mobile Maschinen-Cloud von ifm integriert werden. Diese Verbindung dient zur bidirektionalen Übertragung von Daten zwischen der Cloud und der Maschine.
Die Cloud-Anbindung beinhaltet folgende Funktionalitäten:
- Datenerfassung: Maschinendaten und Prozessinformationen werden in die Cloud übertragen. Die Daten werden verarbeitet und gespeichert, sodass sie autorisierten Personen oder Benutzern über eine Online-Verbindung verfügbar gemacht werden können.
- Maschinenverwaltung: Mithilfe der Cloud-Anbindung können Benutzer umfassende Aufgaben zur Maschinenverwaltung durchführen, beispielsweise Konfigurationen sowie die Bereitstellung von Software- oder Firmware-Updates.
4.5 Ein-/Ausgabefunktionen
Das Gerät verfügt über zusätzliche Ein-/Ausgabefunktionen (3 Analogeingänge, 1 Digitalausgang). Über die Eingabefunktion können z. B. Statusinformationen von Geräten oder Maschinen erfasst sowie Schalter- oder Tasterzustände direkt abgefragt und überwacht werden. Die aus den Ein-/Ausgabefunktionen ermittelten Daten können visualisiert oder über den CAN-Bus weitergeleitet werden.
4.6 Beschleunigungs- und Gyrosensoren
Die Beschleunigungssensoren messen Beschleunigungen in Richtung der X-Achse, Y-Achse und Z-Achse. Der 3-Achsen Gyrosensor ermittelt die Winkelgeschwindigkeit in X-Achse, Y-Achse und Z-Achse. Diese Daten werden ausgewertet und können via CAN-Bus an die Steuerung weitergeleitet werden.

4.7 GNSS (Globales Navigationssatellitensystem)
Das Gerät verfügt über einen GNSS-Empfänger. Die vom GNSS-Empfänger ermittelten Positionsdaten kann das Gerät über Ethernet, WLAN oder das Mobilfunknetz in die Cloud senden.
Das Gerät kann Signale von GPS-, GLONASS-, Galileo und Beidou-Satelliten auswerten. Dabei können Daten von zwei Navigationssystemen gleichzeitig ausgewertet werden. Dadurch wird die Genauigkeit erhöht.
GNSS-Konfiguration: Gerätekonfiguration über die Web-Schnittstelle (→ 15)
4.7.1 GNSS-Multicast
Die GNSS-Positionsdaten werden vom Gerät über Multicasting übertragen. Um diese Positionsdaten zu empfangen, muss man den Multicast-Stream überwachen. Die GNSS-Positionsdaten werden im NMEA-Standard übertragen. Diese Daten enthalten die NMEA-Datensätze GPGGA und GPRMC.

Default-Einstellungen für GNSS-Multicast auf dem Gateway:
Multicast IP-Adresse: 239.255.46.9
Multicast Port: 31514
Beispiele für NMEA-Daten:
- GPGGA
\$GPGGA,123519,4807.038,N,01131.000,E,1,08,0.9,545.4,M,46.9,M,,*47
| Inhalt | Feld | Beschreibung |
| $GPGGA, | Datensatzbezeichnung (GPGGA) | Gibt an, dass es sich um einen Datensatz mit GPS-Fixdaten handelt. |
| 123519, | UTC-Zeit | Zeitpunkt des aufgenommenen GPS-Fixes (HHMMSS. SS). |
| 4807.038, | Breitengrad | Breitengrad der Position (DDMM. MMMM). |
| N, | N/S- Ausrichtung | Nördlich (N) oder südlich (S) des Äquators. |
| 01131.000,E, | LängengradO/W- Ausrichtung | Längengrad der Position (DDDMM. MMMM). Östlich (E) oder westlich (W) des Nullmeridians. |
| 1, | GPS-Fixqualität | Qualität des GPS-Fixes (0, 1 oder 2). |
| 08, | Anzahl der Satelliten | Anzahl der für den GPS-Fix verwendeten Satelliten. |
| 0.9, | Horizontale Abweichung | Maß für die horizontale Genauigkeit (HDOP). |
| 545.4, | Höhe | Höhe über dem Meeresspiegel (in Metern). |
| M, | Einheit für die Höhe | Einheit für die Höhe (M für Meter). |
| 46.9, | Geoidale Trennung | Höhenunterschied zwischen Ellipsoid und Geoid (in Metern). |
| M, | Einheit für geoidale Trennung | Einheit für die geoidale Trennung (M für Meter). |
| , | Alter des DGPS-Datensatzes | Alter der Differential-GPS-Daten (sofern verfügbar). |
| , | DGPS-Referenzstation | ID der Station, die Differentialkorrekturen bereitstellt. |
| * | Kennzeichnung Datensatzende | Kennzeichnet das Ende des Datensatzes. Trennt Datensatz von Prüfsumme. |
| 47 | Prüfsumme | Prüfsumme zur Datensicherheit. |
• GPRMC
\$GPRMC,123519,A,4807.038,N,01131.000,E,022.4,084.4,230394,003.1,W*6A
| Inhalt | Feld | Beschreibung |
| $GPRMC, | Datensatzbezeichnung (GPRMC) | Gibt an, dass es sich um empfohlene minimale spezifische GPS/Transit-Daten handelt. |
| 123519, | UTC-Zeit | Zeitpunkt des aufgenommenen GPS-Fixes (HHMMSS. SS). |
| A, | Status | A: gültige DatenV: ungültige Daten |
| 4807.038, | Breitengrad | Breitengrad der Position (DDMM. MMMM). |
| N, | N/S-Ausrichtung | Nördlich (N) oder südlich (S) des Äquators. |
| 01131.000, | Längengrad | Längengrad der Position (DDDMM. MMMM). |
| E, | O/W- Ausrichtung | Östlich (E) oder westlich (W) des Nullmeridians. |
| 022.4, | Geschwindigkeit über Grund | Geschwindigkeit über Grund (in Knoten). |
| 084.4, | Kurs über Grund | Kurs oder Richtung der Bewegung (in Grad). |
| 230394, | UTC-Datum | Datum im Format DDMMYY. |
| 003.1, | Magnetische Abweichung | Magnetische Abweichung (in Grad, positiv für Ost, negativ für West). |
| W | O/W-Ausrichtung für magnetische Abweichung | Gibt an, ob die magnetische Abweichung östlich (E) oder westlich (W) ist. |
| * | Kennzeichnung Datensatzende | Kennzeichnet das Ende des Datensatzes. Trennt Datensatz von Prüfsumme. |
| 6A | Prüfsumme | Prüfsumme zur Datensicherheit. |

Jeder NMEA-Datensatz wird durch die Zeichenfolge \r\n (0x0A, 0x0D) beendet.
5 Montage

▶ Anlage vor Montage spannungsfrei schalten.

Das Gerät muss in waagerechter Lage montiert werden. Eine Montage mit den Steckern nach oben oder unten zeigend ist nicht zulässig.
Das Gerät muss mit der Geräterückseite auf der Montagefläche liegend befestigt werden.
ACHTUNG
Höhere Schlagbeanspruchung > IK07
▷ Beschädigung möglich
▷ Schutzart und elektrische Sicherheit möglicherweise beeinträchtigt
▷ Verletzungsgefahr möglich
▶ Der Systemersteller muss abhängig von den Anforderungen seiner Applikation das Gerät gegebenenfalls durch externe Maßnahmen schützen.
▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.

Abb. 1: Bohrungen für Montage
▶ Das Gerät mit 2 Zylinderkopfschrauben M5x30 auf einer ebenen Fläche befestigen. Anzugsdrehmoment: 2,2 Nm
5.1 Antenneneinbau
▶ Beim Einbau der Antennen in Fahrzeugen die Nähe zu Kraftstofftanks, Behältern mit explosiven Stoffen oder unzureichend geschirmten elektronischen Bauteilen vermeiden ( → 2 Sicherheitshinweise).
▶ Die Antennen so positionieren, dass im laufenden Betrieb ein dauerhafter Abstand von mindestens 0,2 m zu Personen gewährleistet ist.
▶ Die Antennen nicht in geschlossene Metallkonstruktionen, wie z. B. Führerständen, installieren.
▶ Um die GPS-Signale störungsfrei zu empfangen, die GPS-Antenne mit freier Sicht zum Himmel positionieren.
▶ Hinweise des Antennenherstellers beachten.

Voraussetzung für eine stabile Datenübertragung ist ein gutes Antennensignal. Bei Problemen ggf. die Position der Antennen bzw. der mobilen Einrichtung verändern.

Auch ein lose angezogener Antennenstecker verursacht Signalverlust.
6 Elektrischer Anschluss
6.1 Steckverbinder
Nur IP 6K7-spezifizierte Steckverbinder verwenden, um die Schutzart IP 6K7 sicherzustellen.

1: Micro-Timer II-Stecker, 14-polig (CAN, Versorgung, Eingänge, Ausgänge)
2: Ethernet-Buchse M12, D-codiert
3: FAKRA-Stecker, D-codiert
4: FAKRA-Stecker, C-codiert
6.1.1 Betriebsspannung, CAN-Schnittstelle, Eingänge und Ausgänge
Die Analogeingänge arbeiten in einem Bereich von 0...15 V DC. Optional kann der Eingang als Digitaleingang mit einer maximalen Spannung von 36 V DC genutzt werden.
Der Digitalausgang schaltet die Versorgungsspannung an Klemme 30 und kann mit maximal 500 mA belastet werden. Wenn dieser Grenzwert nicht durch die externe Spannungsversorgung der Klemme 30 gewährleistet ist, muss eine externe Absicherung erfolgen.
Die Eingangsklemme 15 erkennt ab einer Spannung von 5,5 V ein High-Signal und bei einer Spannung < 2,3 V ein Low-Signal.

Abb. 2: Micro-Timer II-Stecker, 14-polig
1: VCC / Klemme 30 (Versorgung)
2: CAN3_L (CAN-Schnittstelle 3 (Low) bidirektional)
3: GND / Klemme 31 (Versorgung)
4: Analogeingang 1
5: Analogeingang 2
6: Analogeingang 3
7: Digitalausgang
8: Digitaleingang / Klemme 15 (Eingang, Zündungssignal)
9: CAN3_H (CAN-Schnittstelle 3 (High) bidirektional)
10: CAN2_GND
11: CAN2_H (CAN-Schnittstelle 2 (High) bidirektional)
12: CAN2_L (CAN-Schnittstelle 2 (Low) bidirektional)
13: CAN1_H (CAN-Schnittstelle 1 (High) bidirektional)
14: CAN1_L (CAN-Schnittstelle 1 (Low) bidirektional)
6.1.2 GNSS-Antennenanschluss
Der GNSS-Antennenanschluss wird mit einer Spannung von ca. 3,3 V versorgt und kann aktive Antennen mit maximal 40 mA Strom versorgen. Der Anschluss ist kurzschlussfest und erkennt bei einem Strom größer ca. 2 mA, dass eine Antenne vorhanden ist.
▶ Sicherstellen, dass das Gerät während der Installation ausgeschaltet ist.

Abb. 3: FAKRA-Stecker C-codiert
1: Signal — GNSS-Signal, Speisespannung 3,3 V
2: GND — Abschirmung / Gehäuse
6.1.3 GSM-Antennenanschluss

Abb. 4: FAKRA-Stecker, D-codiert
1: Signal — Mobilfunk
2: GND — Abschirmung / Gehäuse

Das Gerät erkennt eine Antenne, wenn die Antenne über einen eingebauten Diagnosewiderstand (10 kΩ) verfügt.
6.1.4 Ethernet-Port
Über den Ethernet-Port wird das Gerät mit dem Netzwerk verbunden.

1: TxD+
2: RxD+
3: TxD-
4: RxD-
Auf der Geräteseite muss der Schirm mit dem Metallgewinde der M12-Steckverbindung verbunden werden. Auf der anderen Seite muss der Schirm mit GND verbunden werden.
Die Gewindeanschlüsse im Gerät entsprechen dem M12-Standard. Für die Einhaltung der spezifizierten Schutzart dürfen nur Kabel verwendet werden, die diesem Standard entsprechen. Bei selbst konfektionierten Kabeln ist der Systemersteller für die Schutzart verantwortlich.
▶ Steckverbindungen bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
▶ Codierung der Steckverbindungen bei der Montage beachten.
▶ Kabelstecker mit 0,6 Nm verschrauben.
7 Anzeigeelemente

1: LED ON
2: LED STATUS
7.1 LED ON
Die LED ON zeigt den Status der Stromversorgung an.
| Farbe | Zustand | Bedeutung |
| - | aus | Gerät ausgeschaltet oder im Sleep-Modus |
| weiß | ein | Gerät startet (z. B. nach Anlegen der Versorgungsspannung) |
| blau | blinkend | Gerät bootet |
| grün | ein | Gerät eingeschaltet, Klemme 30-Spannung im zulässigen Bereich |
| grün | blinkend | Das Gerät führt ein Update durch, während es über Klemme 30 mit Spannung versorgt wird. |
| gelb | blinkend | Das Gerät führt ein Update durch, während es über über den internen Akku mit Spannung versorgt wird. |
Tab. 1: LED ON
7.2 LED STATUS
Die LED STATUS zeigt den Betriebsstatus der aktiven Verbindungen an. Die verschiedenen Farben werden nach Priorität, von 5 (niedrig) bis 1 (hoch) angezeigt. Sind mehrere Betriebsstatus parallel aktiv, zeigt die LED STATUS immer den Status mit der höchsten Priorität an.
| Farbe | Zustand | Priorität | Bedeutung |
| - | aus | 0 | Wenn LED ON ebenfalls aus ist:Das Gerät ist ausgeschaltet. |
| weiß | ein | 0 | Gerät startet (z. B. nach Anlegen der Versorgungsspannung) |
| grün | blinkend | 1 | Das Gerät initialisiert die Schnittstellen und Dienste. |
| rot | blinkend | 2 | Fehler |
| blau | ein | 3 | Das Gerät führt eine Diagnose durch. |
| grün | ein | 4 | Gerät im normalen Betriebsmodus. |
Tab. 2: LED STATUS
8 Inbetriebnahme
8.1 Benötigte Komponenten
Zur Konfiguration und Inbetriebnahme des Gerätes werden folgende Komponenten benötigt:
- Hardware
- CR3171
- passende Antenne / Kombi-Antenne für Navigation und Mobilfunk (Art.-Nr.: EC3158)
- Anschlusskabel (Art.-Nr.: EC3146 oder EC3148)
– Spannungsversorgung 8...32 V DC - PC
– Für weitere Konfiguration (optional):
Ethernet-Verbindungskabel mit M12-/RJ45-Steckverbindung (beispielsweise Art.-Nr.: EVF549)
- ifm mobileIoT Suite
Für die Anmeldung und Aktivierung des Geräts benötigen Sie Zugriff auf die mobileIoT Suite. Die Zugangsdaten erhalten Sie von Ihrem lokalen ifm Ansprechpartner. Die Dokumentation zur mobileIoT Suite und zur Aktivierung des Geräts finden Sie in der mobileIoT Suite.
Nach Aktivierung des Geräts wird ein mobileIoT Data-Vertrag abgeschlossen.
Nach erfolgter Anmeldung und Aktivierung baut das Gerät eine Verbindung zum ifm mobileIoT DataPortal auf und ermöglicht einen bidirektionalen Datentransfer.
8.2 Gerät anschließen
▶ GNSS- und Mobilfunk-Antennen an das Gerät anschließen.
▶ Das Ethernet-Verbindungskabel mit M12-/RJ45-Steckverbindung an das Gerät anschließen und mit dem PC verbinden.
▶ Versorgungsspannung anlegen.
8.3 Gerätekonfiguration über die Web-Schnittstelle
Das Gerät verfügt über einen lokalen Web-Server mit einer Web-Oberfläche, die eine Fernwartung zur Konfiguration der Netzwerkschnittstelle und Geräteeinstellungen über das HTTP(S)-Verfahren ermöglicht.

Standardmäßig hat das Gerät folgende IP-Adresse: 192.168.82.1
▶ Sicherstellen, dass das Gerät im Netzwerk erreichbar ist.
Eine Verbindung ist entweder über den Ethernet-Port oder via WLAN möglich.
▶ Sicherstellen, dass ein PC oder ähnliches Gerät mit installiertem Browser im selben Netzwerk verfügbar ist.
▶ Auf einem Gerät (z. B. PC) im entsprechenden Netzwerk den Browser starten und folgende URL aufrufen: https://192.168.82.1
▶ Im Anmeldedialog Benutzername und Passwort eingeben.
Benutzername: admin
Das initiale Passwort ist die MAC-Adresse des Geräts. Diese steht auf dem Typenschild des Geräts.
▷ Der Browser zeigt die Web-Schnittstelle an.
▶ Im Bereich [Security] das Passwort ändern.
▶ Im Bereich [Network] die Netzwerk-Konfiguration anpassen.
Im Bereich [Location] erfolgt die GNSS-Konfiguration:
▶ [Positioning service (GNSS)] aktivieren, um die Positionsbestimmung einzuschalten.
▷ [GLONASS service], [BeiDou service] und [Galileo service] sind konfigurierbar.
▶ Die gewünschten GNSS-Dienste aktivieren.
Wenn GNSS-Daten über Ethernet/IP übertragen werden sollen:
▶ [Multicasting preferences] aktivieren und die entsprechende IP-Adresse konfigurieren.
8.4 Werkseinstellungen wiederherstellen (Factory-Reset)
Im 14-poligen Micro-Timer II-Stecker befindet sich unter Pin 7 eine Reset-Taste.

1: Reset-Taste
▶ Reset-Taste für > 30 Sekunden gedrückt halten.
▷ Alle Einstellungen werden auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.
9 Wartung, Instandhaltung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
▶ Bei Fehlfunktionen Kontakt mit ifm aufnehmen.
▶ Da innerhalb des Gerätes keine vom Anwender zu wartende Bauteile enthalten sind, das Gehäuse nicht öffnen. Die Instandsetzung des Gerätes darf nur durch den Hersteller erfolgen.
▶ Reinigung des Geräts mit einem trockenen Tuch.
▶ Das Gerät gemäß den nationalen Umweltvorschriften entsorgen.
Glossar
GNSS
Globales Navigationssatellitensystem, System zur Positionsbestimmung und Navigation
mobileIoT DataPortal
Portal, das die Daten verarbeitet / anwendet
mobileIoT Data-Vertrag
Vertrag, der für die Mobilfunk-Verbindung zwischen mobileIoT Gateway und mobileIoT Server benötigt wird
mobileIoT Plattform
Die vollständige Cloud-Lösung inkl. Backend (mobileIoT Server), Infrastruktur, Frontend für das Maschinenverwaltungs-Portal (mobileIoT Suite) und Datenverarbeitungs-Portal (mobileIoT DataPortal)
mobileIoT Server
Cloud-Server auf dem die Metriken gespeichert werden und zu dem die mobileIoT Gateways die Verbinung aufbauen.
mobileIoT Suite
Maschinenverwaltungs-Portal