IFM DP2302 - Zähler

DP2302 - Zähler IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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BEDIENUNGSANLEITUNG DP2302 IFM

Betriebsanleitung

Zähler

DP2302

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung.... 4

1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise.... 4
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 4

2 Sicherheitshinweise 5

3 Transport, Handhabung und Lagerung 6
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7

4.1 Unterstützte Sensoren 7

5 Funktion 8

5.1 Anwendung als IO-Link-Gerät 8

5.1.1 Allgemeine Informationen 8
5.1.2 Applikationsbeispiel.... 8
5.1.3 IO Device Description (IODD) 8

5.2 Standard-IO-Beschaltung.... 9

5.3 Funktionsdiagramme (Zählverhalten).... 9

5.3.1 Aufwärtszähler (InC) 9
5.3.2 Abwärtszähler (dEC) 10
5.3.3 Zählrichtung gesteuert durch IN2 (dLr).... 10

5.4 Funktionsdiagramme (Ausgangsverhalten) 11

5.4.1 Single Point Mode 11
5.4.2 Window Mode 12
5.4.3 Deactivated Mode 12
5.4.4 Latch-Mode 12
5.4.5 Standard IO Mode.... 13

5.5 Skalierung der Zähler 14

6 Montage.... 15
7 Elektrischer Anschluss.... 16

7.1 Eingangsseite 16
7.2 Gerät anschließen 16

7.2.1 Steckverbinder montieren 17

7.2.1.1 Maximale Leitungslänge 17

8 Bedien- und Anzeigeelemente 18

8.1 Tastringe (Tasten) 18
8.2 LEDs 18
8.3 Anzeige 19

9 Menü.... 20

9.1 Allgemeines.... 20
9.2 Menüstruktur.... 21
9.3 Parameter des Hauptmenüs 21

9.3.1 dln1 - Zählerkonfiguration 1.... 21
9.3.2 dln2-Zählerkonfiguration 2.... 22
9.3.3 SSC1 – Hauptzähler OUT1 22
9.3.4 SSC2 – Chargenzähler OUT2 22
9.3.5 EF – erweiterte Funktionen.... 22

9.4 Parameter für OUT1 (SSC1 / Hauptzähler / cnt) 22

9.4.1 ModE – Schaltpunkt-Modus 22
9.4.2 LoGc – Schaltpunkt-Logik 22
9.4.3 SP1 – Schaltpunkt 1 23
9.4.4 SP2 – Schaltpunkt 2 23
9.4.5 PST – Initialwert des Zählers 23
9.4.6 c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler 23
9.4.7 dr – Rückschaltverzögerung 23

9.4.8 P-n – Ausgangskonfiguration 23

9.5 Parameter für OUT2 (SSC2 / Chargenzähler / bcnt) 24

9.5.1 ModE – Schaltpunkt-Modus 24

9.5.2 LoGc – Schaltpunkt-Logik 24

9.5.3 SP1 – Schaltpunkt 1 24

9.5.4 SP2 – Schaltpunkt 2 24

9.5.5 PST.b – Initialwert des Zählers 24

9.5.6 b.nu / b.dno – Skalierungsfaktor für den Chargenzähler 24

9.5.7 dr – Rückschaltverzögerung 24

9.6 Parameter der erweiterten Funktionen (EF) 24

9.6.1 SELd – Wahl des Primärzählers.... 24

9.6.2 dAP – Schaltverzögerung zum Entprellen des Eingangs 24

9.6.3 coLr-Displayfarben 25

9.6.4 diS.b - Display Power On 25

9.6.5 diS. U – Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes 25

9.6.6 LTC1-Latch 25

9.6.7 rES – Werkseinstellung wiederherstellen 25

9.7 Über IO-Link einstellbare Parameter 25

9.7.1 RESET_COUNTER – Hauptzähler zurücksetzen 26

9.7.2 RESET_BATCH_COUNTER – Chargenzähler zurücksetzen 26

9.7.3 RELEASE_LATCH_COUNTER - Latch des Hauptzählers lösen.... 26

9.7.4 RELEASE_LATCH_BATCH_COUNTER - Latch des Chargenzählers lösen 26

9.7.5 FLASH_ON – Blinken der Anzeige aktivieren.... 26

9.7.6 FLASH_OFF – Blinken der Anzeige deaktivieren 26

9.7.7 internal_temperature – Betriebstemperatur Mikrocontroller 26

9.7.8 operation_hours – Betriebsstunden 26

9.7.9 Anwendungsspezifischer Tag 26

9.7.10 Location Tag 27

9.7.11 Function Tag 27

10 Parametrierung 28

10.1 Parametriervorgang allgemein 28

10.1.1 Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 28

10.2 Hinweise zur Programmierung.... 29

10.2.1 Verriegeln / entriegeln 29

10.2.2 Timeout.... 29

10.2.3 Zahleneingaben mit [▼] oder [▲].... 29

11 Betrieb 30

12 Fehlerbehebung 31

13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 32

14 Werkseinstellungen 33

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis

fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

Querverweis ohne Verlinkung

Querverweis mit Verlinkung

IFM DP2302 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM DP2302 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM DP2302 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM DP2302 - Warnhinweise - 2

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM DP2302 - Warnhinweise - 3

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

IFM DP2302 - Sicherheitssymbol auf dem Gerät - 1

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:

▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.

2 Sicherheitshinweise

- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.

– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.

  • Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
  • Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
  • Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
  • Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
  • Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
  • Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
  • Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
  • Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
    • Mitgeltende Dokumente beachten.

3 Transport, Handhabung und Lagerung

▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (Technische Daten).

4 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät ist ein Impulsauswertesystem. Es kann z. B. beliebige Objekte zählen. Es nimmt dazu Impulse eines externen Gebers auf und zählt die Anzahl der Impulse. Dieser Wert wird mit den eingestellten Schaltpunkten verglichen; die Ausgänge schalten gemäß den eingestellten Parametern. Über Skalierungs-faktoren kann die Schrittweite bei jedem Impuls flexibel eingesetzt werden.

IFM DP2302 - Bestimmungsgemäße Verwendung - 1

Abb. 1: Beispiel: Zählung verschlossener Flaschen auf einem Förderband

1: Förderband
3: DP2302

5: Transistorausgang / IO-Link

2: Zählimpulsgeber am Förderband
4: Transistorausgang (z. B. zum Ansteuern von Leuchtmelder, Hupe, Relais oder Feldbus I/O-Gerät Profinet/AS-i etc.)
6: Meldungen entsprechend der gewählten Schaltfunktion

IFM DP2302 - Bestimmungsgemäße Verwendung - 2

Das Gerät ist nicht für Umgebungen mit besonderen Anforderungen an mechanische Stabilität (z. B. Schock/Vibration) geeignet.

Das Gerät ist nur für die Nutzung im Innenbereich bestimmt.

▶ Einsatzbedingungen beachten (→ Technische Daten auf www.ifm.com).

4.1 Unterstützte Sensoren

Es werden geeignete 3- und 2-Leiter-Sensoren (z. B. induktiv, optisch, etc) unterstützt. Die Sensoren müssen folgende Bedingungen erfüllen:

  • PnP schaltend
  • kompatibel mit 24 V Versorgungsspannung

IFM DP2302 - Unterstützte Sensoren - 1

Zu beachten sind die Puls-Pausen-Verhältnisse des eingesetzten Sensors.

5 Funktion

Das Gerät unterstützt drei einstellbare Zählweisen. Der Zähler kann fest als Aufwärtszähler oder als Abwärtszähler definiert werden oder über IN2 flexibel zwischen Auf- und Abwärtszähler geschaltet werden: Funktionsdiagramme (Zählverhalten) ➞ 9. Ein Display zeigt den aktuellen Zählerstand an. Das Gerät erzeugt Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung. Zusätzlich stellt es die Prozessdaten über IO-Link zur Verfügung.

Das Gerät ist ausgelegt für Halbduplex-Kommunikation. Dadurch stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:

  • Fernanzeige: Aktuelle Zählerstände auslesen und anzeigen
  • Fernparametrierung: Aktuelle Parametereinstellung auslesen und verändern
    • IO-Link-Parametrierung: IO Device Description (IODD) → 8

5.1.1 Allgemeine Informationen

Das Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, die für die Zusammenarbeit eine IO-Link fähige Baugruppe (IO-Link-Master) voraussetzt.

Die IO-Link-Schnittstelle ermöglicht den direkten Zugriff auf die Prozess- und Diagnosedaten und bietet die Möglichkeit, die Parameter des Gerätes während des Betriebs einzustellen.

Weitere Informationen über IO-Link und alle notwendigen Informationen über die erforderliche IO-Link-Hardware und Software finden Sie unter:

www.io-link.ifm

5.1.2 Applikationsbeispiel

IFM DP2302 - Applikationsbeispiel - 1

Abb. 2: Applikationsbeispiel mit IO-Link-Master

1: Förderband und Zählimpulsgeber 2: Zähler

3: Vollständige bidirektionale IO-Link-Kommunikation 4: IO-Link-Master - Fernparametrierung: Parametereinstellung lesen und ändern

5: Feldbus (z. B. Profibus, Profinet, AS-i etc.) 6: SPS

5.1.3 IO Device Description (IODD)

Die zur Konfiguration des IO-Link-Gerätes notwendigen IODDs sowie detaillierte Informationen über Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameteradressen finden Sie unter documentation.ifm.com

5.2 Standard-IO-Beschaltung

Schaltpunkte (Standard-IO-Modus) können auch in Kombination mit den Standard-Eingängen einer SPS verwendet werden. OUT1 und OUT2 können auf Digitaleingänge geschaltet werden (z. B. Standard-Eingangsmodule). OUT1 und OUT2 können über zwei Digitaleingänge ausgewertet werden und eine Fensterfunktion realisieren.

Die Spannungsversorgung (Pin 1 und 3) kann aus den Eingangsmodulen erfolgen. Pin 1 und 3 sind bei Standard-Eingangsmodulen mit der Spannungsversorgung belegt (→ Elektrischer Anschluss).

IFM DP2302 - Standard-IO-Beschaltung - 1

Abb. 3: Applikationsbeispiel mit Feldbussystem (z. B. AS-i)

1: Förderband und Zählimpulsgeber

2: Zähler

3: Digitalausgänge

4: Digitales Feldbusmodul

5: Feldbus (z. B. Profibus, Profinet, AS-i etc.)

6: SPS

5.3 Funktionsdiagramme (Zählverhalten)

Die Zählrichtung wird über den Parameter dIn1 und bei der Steuerung der Zählrichtung durch IN2 über dIn2 eingestellt.

5.3.1 Aufwärtszähler (InC)

Zählerstand (Hauptzähler)

IFM DP2302 - Aufwärtszähler (InC) - 1

Zählerstand (Chargenzähler)

A: Überlauf

  • Überlaufbedingung: aktueller Zählerwert >= maximal zulässiger Zählerwert
  • Der maximal zulässige Zählerwert ist abhängig vom Schaltpunkt-Modus.
  • Wenn beim Überlauf der Zählerwert gleich dem maximal zulässigem Zählerwert ist, so wird der Zähler unverzüglich auf 0 zurückgesetzt.
  • Wenn beim Überlauf der Zählerwert größer als der maximal zulässige Zählerwert ist, so wird der Zähler unverzüglich auf den resultierenden Überhang zurückgesetzt.

5.3.2 Abwärtszähler (dEC)

Zählerstand (Hauptzähler)
Zählerstand (Chargenzähler)
IFM DP2302 - Abwärtszähler (dEC) - 1

A: maximaler Zählerwert
B: Unterlauf

• Unterlaufbedingung: aktueller Zählerwert < 0

- Der maximal zulässige Zählerwert ist abhängig vom Schaltpunkt-Modus.

- Nach Auslösen eines Unterlaufs wird der Zähler unverzüglich auf den maximal zulässigen Zählerwert abzüglich des Unterhangs zurückgesetzt.

5.3.3 Zählrichtung gesteuert durch IN2 (dLr)

Zählerstand (Hauptzähler)
Zählerstand (Chargenzähler)
IFM DP2302 - Zählrichtung gesteuert durch IN2 (dLr) - 1

A: Überlauf
B: Unterlauf

- Überlaufbedingung: aktueller Zählerwert >= maximal zulässiger Zählerwert

• Unterlaufbedingung: aktueller Zählerwert < 0

- Der maximal zulässige Zählerwert ist abhängig vom Schaltpunkt-Modus.

- Wenn beim Überlauf der Zählerwert gleich dem maximal zulässigen Zählerwert ist, so wird der Zähler unverzüglich auf 0 zurückgesetzt.

- Wenn beim Überlauf der Zählerwert größer als der maximal zulässige Zählerwert ist, so wird der Zähler unverzüglich auf den resultierenden Überhang zurückgesetzt.

- Nach Auslösen eines Unterlaufs wird der Zähler unverzüglich auf den maximal zulässigen Zählerwert abzüglich des Unterhangs zurückgesetzt.

dIn1dIn2IN2 = LowIN2 = High
dLrInCAufwärtszählerAbwärtszähler
dLrdECAbwärtszählerAufwärtszähler

Tab. 1: Steuerung der Zählrichtung

5.4 Funktionsdiagramme (Ausgangsverhalten)

Die Funktionsdiagramme werden anhand des Aufwärtszählers dargestellt. Der Abwärtszähler und der Zähler mit flexibler Zählrichtung verhalten sich analog.

5.4.1 Single Point Mode

Beim Erreichen des eingestellten Schaltwertes wird abhängig vom Zähler (Haupt- und/ oder Chargenzähler) der Ausgang für die Zeit der Rückschaltverzögerung gesetzt. Nach Ablauf der Rückschaltverzögerung setzt sich der Ausgang automatisch zurück. Während der Verzögerung werden die Eingangssignale weiterhin ohne Einschränkungen ausgewertet.

Zählerstand
IFM DP2302 - Single Point Mode - 1

Abb. 4: Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)

SP1: Einschaltpunkt / Maximalwert des Zählers

x: ganzzahlig aufgerundeter Wert des eingestellten Skalierungsfaktors: c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler ➞ 23

dr: Rückschaltverzögerung: dr – Rückschaltverzögerung ➞ 23

Das Überschreiten eines Zählerwertes wird durch das Schaltsignal als geschlossen gemeldet.

Zählerstand
IFM DP2302 - Single Point Mode - 2

Abb. 5: Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)

SP1: Ausschaltpunkt / Maximalwert des Zählers

x: ganzzahlig aufgerundeter Wert des eingestellten Skalierungsfaktors: c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler ➞ 23

dr: Rückschaltverzögerung: dr – Rückschaltverzögerung ➞ 23

Das Überschreiten eines Zählerwertes wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

5.4.2 Window Mode

Zählerstand
IFM DP2302 - Window Mode - 1
Abb. 6: Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)

SP1: Ausschaltpunkt Fenster

x: ganzzahlig aufgerundeter Wert des eingestellten Skalierungsfaktors: c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler ➞ 23

SP2: Einschaltpunkt Fenster

Das Unterschreiten eines Zählerwertes wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

Zählerstand
IFM DP2302 - Window Mode - 2

Abb. 7: Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)

SP1: Einschaltpunkt Fenster

x: ganzzahlig aufgerundeter Wert des eingestellten Skalierungsfaktors: c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler ➞ 23

SP2: Ausschaltpunkt Fenster

Das Überschreiten eines Zählerwertes wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

5.4.3 Deactivated Mode

Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)

Das Schaltsignal wird immer als offen gemeldet.

Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)

Das Schaltsignal wird immer als geschlossen gemeldet.

IFM DP2302 - Deactivated Mode - 1

Maximalwert des Hauptzählers (SSC1) = 1.000.000

Maximalwert des Chargenzählers (SSC2) = 9.999

5.4.4 Latch-Mode

Nach der Aktivierung des Latch Modes wird beim Erreichen des Über- bzw. Unterlaufwertes der Ausgang dauerhaft gesetzt. Der Haltezustand muss aktiv zurückgesetzt werden. Während des gesetzten Ausgangs wird die Auswertung der Eingangssignale deaktiviert.

Der Latch Mode kann nur aktiviert werden, wenn

  1. das Gerät als reiner Aufwärtszähler (dIn=lnC) oder Abwärtszähler (dIn=dEC) konfiguriert ist.
  2. der Parameter LTC1 auf den gewünschten Zähler gestellt ist.
  3. der entsprechende Zähler (Haupt- oder Chargenzähler) im Single Point Mode betrieben wird.

IFM DP2302 - Latch-Mode - 1

Die Einstellung unter LTC1 wird ignoriert, sobald eine der benannten Bedingungen nicht erfüllt ist.

Der Haltezustand kann nur durch folgende Maßnahmen gelöst werden:

  • PDO: Zur steigenden Flanke der PDO Bits "Release_Latch_Counter" oder "Release_Latch_Batch_Counter".
  • IO-Link: Systemkommando „RELEASE_LATCH_COUNTER“ oder „RELEASE_LATCH_BATCH_COUNTER“

Über IO-Link einstellbare Parameter ➞ 25

• Standard-IO: Signal ansteigender Flanke an IN2

Zählerstand

IFM DP2302 - Latch-Mode - 2

Abb. 8: Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)

SP1: Einschaltpunkt / Maximalwert des Zählers

x: ganzzahlig aufgerundeter Wert des eingestellten Skalierungsfaktors:

c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler ➞ 23

Das Überschreiten eines Zählerwertes wird durch das Schaltsignal als geschlossen gemeldet.

Zählerstand

IFM DP2302 - Latch-Mode - 3

Abb. 9: Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)

SP1: Ausschaltpunkt / Maximalwert des Zählers

x: ganzzahlig aufgerundeter Wert des eingestellten Skalierungsfaktors:

c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler ➞ 23

Das Überschreiten eines Zählerwertes wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

5.4.5 Standard IO Mode

Die gelben LEDs zeigen den Schaltzustand des Geräts an.

Schaltfunktion Schließer:

TransistorausgangLED gelbBeschreibung
geschlosseneinZählerstand ≥ SP1
offenausZählerstand < SP1

Schaltfunktion Öffner:

TransistorausgangLED gelbBeschreibung
geschlosseneinZählerstand < SP1
offenausZählerstand ≥ SP1

5.5 Skalierung der Zähler

Die Skalierung der Zähler wird über c.nu und c.dno (Hauptzähler) bzw. b.nu und b.dno (Chargenzähler) konfiguriert. Dabei beschreibt *.nu um welchen Wert der entsprechende Zähler in *.dno Schritten erhöht werden soll.

Die Zähler zählen nur ganzzahlig. Bei nicht ganzzahligen Verhältnissen von *.nu/*.dno wird der nicht ganz-zahlige Restwert gespeichert und im nächsten Zählschritt mitberücksichtigt.

c.nu = 5; c.dno = 4c.nu = 2; c.dno = 5
ZählschrittTheoretischer ZählerstandAktueller ZählerstandTheoretischer ZählerstandAktueller Zählerstand
00000
11,2510,40
22,520,80
33,7531,21
4551,61
56,25622

Tab. 2: Beispiele

Berechnungsformel:

z _ n = . nu + r _ n - 1. dno = c _ n * . dno . dno + r _ n. dno

r _ n = ^ . nu + r _ n - 1 - c _ n ^ . no

zn : Theoretischer Zählwert mit Nachkommastelle im Zählschritt n

cn : Anzahl der Inkremente (Erhöhung/Erniedrigung) im Zählschritt n

rn : Nicht ganzzahliger Anteil im Zählschritt n; wird beim nächsten Zählschritt mitberücksichtigt

IFM DP2302 - Skalierung der Zähler - 1

Der Skalierungsfaktor wird nach oben durch SP1 begrenzt.

6 Montage

▶ Gerät so montieren, dass M12-Anschlussteile und Gerät vor mechanischen Belastungen wie Schock und Vibration geschützt sind.
▶ Wenn nötig, Gerät mit einer Klemmschelle befestigen. Dazu M4-Schraube oder Kabelbinder verwenden.
▶ Bei der Montage darauf achten, dass der Verschmutzungsgrad 2 oder besser eingehalten wird.

IFM DP2302 - Montage - 1

Abb. 10: Klemmschelle

IFM DP2302 - Montage - 2

Abb. 11: Klemmschelle mit aufgestecktem Gerät

IFM DP2302 - Montage - 3

Die Klemmschelle gehört nicht zum Lieferumfang. Weitere Informationen über verfügbares Zubehör unter www.ifm.com.

IFM DP2302 - Montage - 4

Für alle Befestigungsarten gilt: Die Einhaltung der Anforderungen an die Gerätebefestigung in der Applikation bezüglich Schock, Vibration, Beschleunigung und Gewicht liegt in der Verantwortung des Systemerstellers.

7 Elektrischer Anschluss

IFM DP2302 - Elektrischer Anschluss - 1

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

Die Stromkreise der Eingangs- und Ausgangsseite sind untereinander und zu berührbaren Oberflächen des Geräts isoliert mit Basisisolierung nach IEC 61010-1 (Sekundärstromkreis mit max. 32 V DC, abgeleitet von Netzstromkreis bis 300 V der Überspannungskategorie II).

Die externe Verdrahtung muss die jeweils erforderliche Trennung zu anderen Stromkreisen sicherstellen.

7.1 Eingangsseite

Betriebsspannung (SELV/PELV)

IFM DP2302 - Eingangsseite - 1

VORSICHT

Eingangsstrom der Betriebsspannung ist nicht begrenzt.

▷ Kein Brandschutz.
▶ Stromkreis absichern.
▶ Sensorversorgung über dieselbe Sicherung absichern.

PotenzialM12 Stecker 1Sicherung
L+ / VersorgungsspannungPin 1 ≤ 2 A

Erforderliche Auslösecharakteristik der Sicherung:

Tfuse ≤ 120 s bei max. 6,25 A (Brandschutz)

▶ Alternativ das Gerät aus einem Limited-Energy-Stromkreis nach IEC 61010-1 oder Class 2 nach UL 1310 versorgen.

IFM DP2302 - Eingangsseite - 2

Reaktion der Ausgänge auf Überlast oder Kurzschluss:

Zum Eigenschutz des Ausgangs bei zu hoher thermischer Belastung (durch Kurzschluss oder Überlast) beginnt der Ausgangstreiber zu takten. Bei andauerndem Kurzschluss / Überlast über mehrere Stunden kann der Treiber beschädigt werden!

7.2 Gerät anschließen

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM DP2302 - Gerät anschließen - 1

Abb. 12: Elektrischer Anschluss

1: 4-poliger M12-Stecker

• Pin 1: L+ / Versorgungsspannung
• Pin 2: OUT2 / Digitalausgang 2
• Pin 3: L- / Versorgungsspannung
• Pin 4: OUT1 / Digitalausgang 1 / IO-Link (C/Q)

2: 5-polige M12-Buchse

  • Pin 1: L+
    • Pin 2: IN2 / Digitaleingang 2
  • Pin 3: L-
    • Pin 4: IN1 / Digitaleingang 1
  • Pin 5: nicht belegt

IFM DP2302 - Gerät anschließen - 2

An der 5-poligen M12-Buchse ② darf keine Fremdeinspeisung in das Gerät erfolgen.

IFM DP2302 - Gerät anschließen - 3

Andere Geräte immer über dafür vorgesehene Anschlussleitungen verbinden.

Siehe auch Anwendungsbeispiele (→ Bestimmungsgemäße Verwendung)

7.2.1 Steckverbinder montieren

Die Gewindeanschlüsse im Gerät entsprechen dem M12-Standard. Für die Einhaltung der spezifizierten Schutzart dürfen nur Kabel verwendet werden, die diesem Standard entsprechen. Bei selbst konfektionierten Kabeln ist der Systemersteller für die Schutzart verantwortlich.

▶ Steckverbindungen mit vergoldeten Kontakten verwenden.
▶ Steckverbindungen bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
▶ Codierung der Steckverbindungen bei der Montage beachten.

Wenn Stecker im Gerät:

▶ Kabelbuchsen nach den Drehmoment-Angaben des Kabelherstellers verschrauben. Maximal zulässiges Drehmoment: 1,8 Nm

Wenn Buchsen im Gerät:

▶ Kabelstecker mit 1,3 ± 0,1 Nm verschrauben.

▶ Alle abgehenden Kabel nach maximal 200 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen. Minimalen Biegeradius der Kabel beachten (Angaben der Kabelhersteller).

7.2.1.1 Maximale Leitungslänge

• Ohne IO-Link-Kommunikation: auf jeder Seite 30 m
• Mit IO-Link-Kommunikation: auf der Masterseite 20 m

8 Bedien- und Anzeigeelemente

IFM DP2302 - Bedien- und Anzeigeelemente - 1

1: Tastringe (Tasten)
2: LEDs
3: Display

IFM DP2302 - Bedien- und Anzeigeelemente - 2

Die Abbildung zeigt als Beispiel die gedrückte Enter-Taste ●.

8.1 Tastringe (Tasten)

Um einen esc, ●, ▼oder ▲ Befehl auszuführen, die entsprechende Ecke eines Tastrings drücken.

TasteFunktion
escEscapeZurück zum vorherigen Menü. Parametrierung verlassen, ohne den neuen Wert zu speichern.
EnterMenümodus öffnen. Auswahl des Parameters und Bestätigung eines Parameterwertes.
DownAuswahl eines Parameters. Einstellung eines Parameterwertes kontinuierlich durch Dauerdruck, schrittweise durch Einzeldruck).
Up

IFM DP2302 - Tastringe (Tasten) - 1

Um eine korrekte Funktion der Tastringe (Tasten) sicherzustellen, das Gerät nicht direkt auf eine Metallfläche montieren oder legen.

Zur Montage die Klemmschelle verwenden ➞ Montage.

8.2 LEDs

LEDFarbeStatusBezeichnung
IOUT1gelbeinAusgang 1 geschaltet.
PowergrüneinSpannungsversorgung OK. Gerät im Betriebsmodus.
ausGerät im Programmiermodus.
IIOUT2gelbeinAusgang 2 geschaltet.

Fehlersignale und Diagnose: Fehlerbehebung ➞ 31

8.3 Anzeige

FarbeBezeichnung
rot / grün7-Segment LED-Display, 4-stellig, mit Farbwechsel

Fehlersignale und Diagnose: ➞ Fehlerbehebung

Im Betriebsmodus wird der Zählerstand des Zählers angezeigt.

Wenn ▼ oder ▲ während des Betriebsmodus 1 Sekunde lang gedrückt wird, werden nacheinander die Bezeichnung des Standardzählers, der Zählerstand des Sekundärzählers und die Bezeichnung des Sekundärzählers angezeigt. Die Bezeichnung und der Zählerstand eines Zählers werden farblich einheitlich dargestellt.

Weitere Informationen: SELd – Wahl des Primärzählers ➞ 24 und coLr – Displayfarben ➞ 25.

9 Menü

9.1 Allgemeines

Unabhängig vom Betriebsmodus (Standard-IO-Mode oder IO-Link-Gerät) gibt es 2 Möglichkeiten, das Gerät zu parametrieren:

  • Direkt am Gerät über das Menü (→ Parametrierung)
    • Oder über ein IO-Link-Tool

Der Zugriff über ein IO-Link-Tool ist höher priorisiert als die Parametrierung über das Menü.

IFM DP2302 - Allgemeines - 1

Das Klonen der Parameter und die Parametereinstellungssicherung ist mit einem IO-Link-Tool möglich.

IFM DP2302 - Allgemeines - 2

Einige Parameter sind nur über die IO-Link-Schnittstelle einstellbar: Über IO-Link einstellbare Parameter 25.

IFM DP2302 - Allgemeines - 3

Wurde das Gerät über IO-Link verriegelt, ist das Entriegeln auch nur über die IO-Link-Schnittstelle möglich: Verriegeln / entriegeln ➞ 29.

9.2 Menüstruktur

IFM DP2302 - Menüstruktur - 1

Abb. 13: Parameter
1: Betriebsmodus: Menü 20
2: Hauptmenü: Parameter des Hauptmenüs ➕ 21 und erweiterte Funktionen: Parameter der erweiterten Funktionen (EF) ➕ 24 Parameterliste und Werkseinstellungen: Werkseinstellungen ➕ 33

9.3 Parameter des Hauptmenüs

9.3.1 dln1 – Zählerkonfiguration 1

Der Parameter definiert die Zählweise der Zähler:

  • InC = Aufwärtszähler: Aufwärtszähler (InC) → 9
  • dEC = Abwärtszähler: Abwärtszähler (dEC) → 10

  • dLr = Umschaltung der Zählrichtung über IN2 möglich: Zählrichtung gesteuert durch IN2 (dLr) → 10
    • OFF = Zählfunktion deaktiviert

  • rES. C = Zurücksetzen der Zähler auf Initialwerte: PST – Initialwert des Zählers ➞ 23

IFM DP2302 - Parameter des Hauptmenüs - 1

Nach der Betätigung von rES. C wird die Einstellung von dln1 automatisch auf die zuletzt aktive Einstellung zurückgestellt.

9.3.2 dIn2 – Zählerkonfiguration 2

Der Parameter definiert die Zählrichtung der Zähler, wenn dIn1 auf dLr gesetzt ist. Die Zählrichtung kann durch das Eingangssignal an IN2 im laufenden Betrieb umgestellt werden.

OptionenIN2 = LowIN2 = High
InCAufwärtszählerAbwärtszähler
dECAbwärtszählerAufwärtszähler

IFM DP2302 - Parameter des Hauptmenüs - 2

dIn2 ist nur aktiv, wenn dIn1 auf dLr eingestellt ist.

9.3.3 SSC1 – Hauptzähler OUT1

Der Parameter öffnet das Menü der Einstellungen für OUT1 des Zählers (Hauptzähler).

9.3.4 SSC2 – Chargenzähler OUT2

Der Parameter öffnet das Menü der Einstellungen für OUT2 des Zählers (Chargenzähler).

9.3.5 EF – erweiterte Funktionen

Der Parameter öffnet das Menü für erweiterte Funktionen.

9.4 Parameter für OUT1 (SSC1 / Hauptzähler / cnt)

9.4.1 ModE – Schaltpunkt-Modus

Einstellung des Schaltpunkt-Modus.

• 1-P = Single Point Mode: Single Point Mode → 11
- und = Window Mode: Window Mode → 12
• OFF = Deactivated Mode: Deactivated Mode → 12

9.4.2 LoGc – Schaltpunkt-Logik

Einstellung der Logik des Schaltpunktes: Funktionsdiagramme (Ausgangsverhalten) → 11.

  • no = Schalter wird bei Aktivierung geschlossen.
  • nc = Schalter wird bei Aktivierung geöffnet.

9.4.3 SP1 – Schaltpunkt 1

Zulässiger Maximalwert des Zählers.

Im "Single Point Mode" ist SP1 über seinen gesamten Wertebereich einstellbar. Im "Window Mode" wird die untere Grenze durch SP2 eingeschränkt.

Es gilt immer: SP1 > SP2.

SP1 muss größer sein als PST.

IFM DP2302 - LoGc – Schaltpunkt-Logik - 1

SP2 auf ein ganzzahliges Vielfaches vom Skalierungsfaktor stellen.

Anderenfalls erfolgt der Überlauf erst nach der Überschreitung von SP2.

9.4.4 SP2 – Schaltpunkt 2

Zählwert zum Setzen des Ausgangs.

Nur im Schaltpunkt-Modus "Window Mode" aktiv.

Im "Single Point Mode" wird die vorhandene Einstellung von SP2 ignoriert. Beim Wechsel auf "Window Mode" wird SP2 automatisch angepasst.

Es gilt immer: SP2 < SP1.

SP1 beschränkt den maximalen Einstellwertwert von SP2.

IFM DP2302 - LoGc – Schaltpunkt-Logik - 2

SP1 auf ein ganzzahliges Vielfaches vom Skalierungsfaktor stellen.

Anderenfalls erfolgt der Überlauf erst nach der Überschreitung von SP1. Die Differenz zwischen realem Wert und SP1 wird im folgenden Zählschritt mit berücksichtigt.

9.4.5 PST – Initialwert des Zählers

Der Parameter definiert den Wert, auf den der Zähler beim Ausführen von rES. C (dln1 – Zählerkonfiguration 1 → 21) oder des Systemcommands „RESET_COUNTER“ zurückgesetzt werden soll.

Es gilt immer: PST < SP1.

9.4.6 c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler

Der Skalierungsfaktor setzt sich aus dem Zähler c.nu und dem Nenner c.dno zusammen und definiert die Schrittweite des Hauptzählers.

IFM DP2302 - c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler - 1

Bei ungeradem Skalierungsfaktor wird der Zählerstand auf einen ganzzahligen Wert abgerundet. Die dabei entstehende Abweichung zwischen Anzeige- und realem Zählerstand wird im nachfolgendem Zählschritt berücksichtigt.

9.4.7 dr – Rückschaltverzögerung

Verzögerung beim Wechsel des Ausgangs in den Ruhezustand.

9.4.8 P-n – Ausgangskonfiguration

• PnP = Last an Masse angeschlossen

- nPn = Last an VBB angeschlossen

9.5 Parameter für OUT2 (SSC2 / Chargenzähler / bcnt)

9.5.1 ModE – Schaltpunkt-Modus

Analog zu SSC1: ModE – Schaltpunkt-Modus ➞ 22

9.5.2 LoGc – Schaltpunkt-Logik

Analog zu SSC1: LoGc – Schaltpunkt-Logik ➞ 22

9.5.3 SP1 – Schaltpunkt 1

Analog zu SSC1: SP1 – Schaltpunkt 1 ➞ 23

9.5.4 SP2 – Schaltpunkt 2

Analog zu SSC1: SP2 – Schaltpunkt 2 → 23

9.5.5 PST.b – Initialwert des Zählers

Der Parameter definiert den Wert, auf den der Zähler beim Ausführen von rES. C (dln1 – Zählerkonfiguration 1 → 21) oder des Systemcommands „RESET_BATCH_COUNTER“ zurückgesetzt werden soll.

9.5.6 b.nu / b.dno – Skalierungsfaktor für den Chargenzähler

Analog zu SSC1 nur für den Chargenzähler: c.nu / c.dno – Skalierungsfaktor für den Hauptzähler → 23

9.5.7 dr – Rückschaltverzögerung

Analog zu SSC1: dr – Rückschaltverzögerung ➞ 23

9.6 Parameter der erweiterten Funktionen (EF)

9.6.1 SELd – Wahl des Primärzählers

Der Parameter definiert, welcher Zähler dauerhaft auf der Anzeige dargestellt wird.

  • cnt = Hauptzähler
  • bcnt = Chargenzähler

Zur schnellen Darstellung des Sekundärzählers: Tastringe (Tasten) → 18.

9.6.2 dAP – Schaltverzögerung zum Entprellen des Eingangs

Verzögert den Wechsel des Ausgangs vom Ruhezustand in den aktiven Schaltzustand.

9.6.3 coLr - Displayfarben

  • rEd = Primärzähler / Menü kontinuierlich rot (unabhängig vom Messwert)
  • GrEn = Primärzähler / Menü kontinuierlich grün (unabhängig vom Messwert)

IFM DP2302 - coLr - Displayfarben - 1

Der Sekundärzähler wird automatisch mit der vom Primärzähler abweichenden Farbe dargestellt.

9.6.4 diS.b – Display Power On

• OFF = Die Messwertanzeige ist im Betriebsmodus ausgeschaltet.
- On = Die Messwertanzeige ist im Betriebsmodus eingeschaltet.

IFM DP2302 - diS.b – Display Power On - 1

Nach Betätigung einer beliebigen Taste wird die Anzeige im ausgeschalteten Zustand für min. 30 s aktiviert.

9.6.5 diS. U – Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes

• d1 = Messwertaktualisierung alle 50 ms
• d2 = Messwertaktualisierung alle 200 ms
• d3 = Messwertaktualisierung alle 600 ms

IFM DP2302 - diS. U – Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes - 1

Selbst bei einer instabilen Frequenz bietet d1 eine optimale Lesbarkeit.

9.6.6 LTC1 – Latch

Der Parameter aktiviert den Latch-Mode für den Haupt- oder Chargenzähler. Im deaktivierten Zustand wirkt automatisch die Rückschaltverzögerung: dr – Rückschaltverzögerung ➞ 23.

• OFF = Latch-Mode deaktiviert
- cnt = Latch-Mode auf Ausgang des Hauptzählers
- bcnt = Latch-Mode auf Ausgang des Chargenzählers

9.6.7 rES – Werkseinstellung wiederherstellen

Setzt alle Parameter auf die Werkseinstellungen ➞ 33 zurück.

▶ rES wählen.
▶ • drücken.
▶ ▲ oder ▼drücken und festhalten, bis ---- angezeigt wird.
▶ Kurz ▶ ● drücken.

Die folgenden Funktionen oder Parameter sind nur über IO-Link-Tools verfügbar.

9.7.1 RESET_COUNTER – Hauptzähler zurücksetzen

Der Hauptzähler wird auf seinen Initialwert zurückgesetzt: PST – Initialwert des Zählers ➞ 23.

IFM DP2302 - RESET_COUNTER – Hauptzähler zurücksetzen - 1

Wenn der Zähler im Latch ist, muss dieser separat über "RELEASE_LATCH_COUNTER" gelöst werden.

9.7.2 RESET_BATCH_COUNTER – Chargenzähler zurücksetzen

Der Chargenzähler wird auf seinen Initialwert zurückgesetzt: PST.b – Initialwert des Zählers ➞ 24.

IFM DP2302 - RESET_BATCH_COUNTER – Chargenzähler zurücksetzen - 1

Wenn der Zähler im Latch ist, muss dieser separat über "RELEASE_LATCH_BATCH_COUNTER" gelöst werden.

9.7.3 RELEASE_LATCH_COUNTER - Latch des Hauptzählers lösen

Befindet sich der Hauptzähler im Latch, wird nach dem Ausführen dieses Parameters die Auswertung von Eingangssignalen wieder aufgenommen.

9.7.4 RELEASE_LATCH_BATCH_COUNTER - Latch des Chargenzählers lösen

Befindet sich der Chargenzähler im Latch, wird nach dem Ausführen dieses Parameters die Auswertung von Eingangssignalen wieder aufgenommen.

9.7.5 FLASH_ON – Blinken der Anzeige aktivieren

Dient zur Identifikation eines Geräts. Anzeige blinkt und zeigt dEVC auf dem Display an.

9.7.6 FLASH_OFF – Blinken der Anzeige deaktivieren

Deaktiviert das Blinken der Anzeige.

9.7.7 internal_temperature – Betriebstemperatur Mikrocontroller

Liest die Daten vom internen Temperatursensor des Mikrocontrollers aus.

9.7.8 operation_hours – Betriebsstunden

Zählt nur volle Betriebsstunden. Betriebszeiten unter einer vollen Stunde werden nicht gespeichert. Zählerstände werden dauerhaft gespeichert.

9.7.9 Anwendungsspezifischer Tag

Kundenspezifische Anwendungsbeschreibung, max. 32 Zeichen lang.

Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar

9.7.10 Location Tag

Kundenspezifische Ortskennzeichnung des Geräts, max. 32 Zeichen lang.

Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar

9.7.11 Function Tag

Kundenspezifische Funktionskennzeichnung des Geräts, max. 32 Zeichen lang.

Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar

10 Parametrierung

IFM DP2302 - Parametrierung - 1

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Betriebsmodus. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit den bestehenden Parametern weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

10.1 Parametriervorgang allgemein

Jede Parametrierung erfolgt in 6 Schritten:

SchrittTaste
1Vom Betriebsmodus in den Parametriermodus wechseln.
2Den gewünschten Parameter wählen: [SP1], [dr], ...▲ oder ▼
3In den Programmiermodus des Parameters wechseln.
4Den Parameterwert wählen oder verändern.▲ oder ▼ > 2 s
5Den eingestellten Parameterwert bestätigen.
6Zurück in den Betriebsmodus.esc

10.1.1 Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2

SchrittAnzeige
1Vom Betriebsmodus in den Parametriermodus wechseln.
►●drücken, um in das Menü zu gelangen. ▷ Der erste Parameter wird angezeigt.d in l
2Den gewünschten Parameter wählen, hier SSC2.
►▼drücken, bis SSC2 angezeigt wird.►●drücken, um in das erweiterte Funktionsmenü zu gelangen. ▷ Der erste Parameter der erweiterten Funktionen wird angezeigt.SSC2
Node
3In den Programmiermodus des Parameters wechseln.
►●drücken, um in den Programmiermodus zu wechseln. ▷ Der aktuell eingestellte Parameterwert ist sichtbar.l-P
4Den Parameterwert wählen oder ändern, hier z. B. und.
►▼oder ▲min. 2 s lang drücken. ▷ Der aktuell eingestellte Parameterwert blinkt, hier z. B. 1-P. ▷ Nach 2 s.:- Wert wird fortlaufend durch Dauerdruck geändert.- Wert wird schrittweise durch Einzeldruck geändert. Zahlenwerte (→ 9.2.3)l-Pund
5Den eingestellten Parameterwert bestätigen.
►Kurz ●drücken. ▷ Parameter wird erneut angezeigt. ▷ Der neue Einstellwert wird gespeichert.Node
Weitere Parameter einstellen:►▼oder ▲drücken, bis der gewünschte Parameter angezeigt wird.
6Zurück in den Betriebsmodus.
► ▶ esc drücken.► ▶ - ▼ oder ▲ mehrmals drücken, bis der aktuelle Messwert angezeigt wird.- Oder auf die Timeout-Funktion warten (ca. 30 s). ▷ Das Gerät ist wieder im Betriebsmodus. ▷ Der aktuelle Wert wird angezeigt.IFM DP2302 - Beispiel [ModE] - Schaltpunkt-Modus für OUT2 - 1

10.2 Hinweise zur Programmierung

10.2.1 Verriegeln / entriegeln

Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln. Eingestellte Parameterwerte und Einstellungen können angezeigt, aber nicht geändert werden.

Zum Verriegeln:

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Betriebsmodus ist.
▶ esc + ▲ gleichzeitig 10 s lang drücken.
▷ Loc wird angezeigt.
▷ Gerät ist verriegelt.
▷ Loc wird kurz angezeigt, wenn versucht wird, Parameterwerte zu ändern.

Zum Entriegeln:

▶ esc + ▲ gleichzeitig 10 s lang drücken.

▷ uLoc wird angezeigt.

Im Auslieferungszustand ist das Gerät nicht verriegelt.

IFM DP2302 - Verriegeln / entriegeln - 1

Kundenseitige Verriegelung

Wird C. Loc bei dem Versuch, einen Parameterwert zu ändern, angezeigt, ist eine IO-Link-Kommunikation aktiv (vorübergehende Verriegelung).

IFM DP2302 - Verriegeln / entriegeln - 2

Software-Verriegelung

Wird S. Loc angezeigt, ist der Sensor per Software dauerhaft verriegelt. Diese Verriegelung kann nur durch eine IO-Link-Parametriersoftware aufgehoben werden.

10.2.2 Timeout

Wird während der Einstellung eines Parameters 30 s lang keine Taste gedrückt, geht das Gerät mit unverändertem Wert in den Betriebsmodus zurück.

10.2.3 Zahleneingaben mit [▼] oder [▲]

▶ ▼ oder ▲ mindestens 2 s lang drücken.
▷ Nach 2 s:
- Wert wird fortlaufend durch Dauerdruck geändert.
- Wert wird schrittweise durch Einzeldruck geändert.

Wert wird schrittweise mit ▼ reduziert und mit ▲ erhöht.

11 Betrieb

Nach dem Einschalten befindet sich das Gerät im Betriebsmodus (SIO). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und liefert Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern: Menü 20.

12 Fehlerbehebung

DisplayLEDFehlerFehlerbehebung
IPowerII
OFFausausausVersorgungsspannung zu niedrig.Die Versorgungsspannung prüfen / korrigieren:Elektrischer Anschluss.
SCblinktbeliebigblinktÜberstrom am Schaltausgang OUTx (siehe LED I/II).Schaltausgang auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. Fehler beseitigen.
C. LocbeliebigbeliebigbeliebigParametrierung über Tasten verriegelt aufgrund einer aktiven IO-Link-Übertragung.Beendigung der Parametrierung über IO-Link abwarten.
S. LocbeliebigbeliebigbeliebigParametrierung über Tasten von der Software deaktiviert.Entriegelung nur über IO-Link-Schnittstelle / IO-Link- Parame-triersoftware möglich.
LocbeliebigbeliebigbeliebigParametrierung über Tasten de-aktiviert.Tasten entriegeln:Verriegeln / entriegeln 29.
d_OLbeliebigeinbeliebigZählwert für das Display zu hoch (ab Zählerständen > 9999).Wertebereich prüfen, sofern der Wert am Display ablesbar sein soll.
F_OLbeliebigeinbeliebigFrequenz des Eingangssignals zu hochFrequenz des Eingangssignals prüfen
Im Kreis rotie-rendes Seg-mentbeliebigbeliebigbeliebigTemperatur im Gehäuse über-steigt Grenzwert.Nach Betätigung einer beliebi-gen Taste wird die Anzeige für 30 s eingeschaltet.
DEUCbeliebiganbeliebigGeräteidentifikation aktiviert (Sys-tembefehl: FLASH_ON)Geräteidentifikation deaktivie-ren (Systembefehl:FLASH_OFF)

13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Reinigung:

▶ Das Gerät von der Spannungsversorgung trennen.
▶ Verschmutzungen mit einem weichen, chemisch unbehandelten und trockenen Mikrofasertuch entfernen.
Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.

14 Werkseinstellungen

ParameterWerkseinstellungenBenutzereinstellungen
dIn1Zählkonfiguration 1InC• InC• dEC• dLr• OFF• rES. C
dIn2Zählkonfiguration 2InC• InC• dEC
SSC1. ModESchaltpunkt-Modus OUT1OFF• 1-P• und• OFF
SSC1. LoGcSchaltpunkt-Logik OUT1no• no• nc
SSC1. SP1Schaltpunkt 1 OUT1120
SSC1. SP2Schaltpunkt 2 OUT160
PSTInitialwert des Hauptzählers0
c.nuZähler des Skalierungsfaktors für den Hauptzähler1
c.dnoNenner des Skalierungs-faktors für den Hauptzähler1
SSC1.drRückschaltverzögerung OUT1100 ms
P-nAusgangskonfigurationPnP• PnP• nPn
SSC2. ModESchaltpunkt-Modus OUT2OFF• 1-P• und• OFF
SSC2. LoGcSchaltpunkt-Logik OUT2no• no• nc
SSC2. SP1Schaltpunkt 1 OUT224
SSC2. SP2Schaltpunkt 2 OUT212
PST.bInitialwert des Chargenzählers0
b.nuZähler des Skalierungsfaktors für den Chargenzähler1
b.dnoNenner des Skalierungs-faktors für den Chargenzähler1
SSC2.drRückschaltverzögerung OUT2100 ms
SELdWahl des Primärzählerscnt• cnt• bcnt
dAPSchaltverzögerung zum Entprellen des Eingangs100 μs
coLrDisplay: Farbeinstellung des PrimärzählersrEd• rEd• GrEn
diS.bDisplay Power onOn• On• OFF
diS. UAktualisierungsrate des angezeigten Wertesd1 (50 ms)• OFF• d1 (50 ms)• d2 (200 ms)• d3 (600 ms)
LTC1LatchOFF• OFF• cnt• bcnt
rESWerkseinstellung
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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : DP2302

Kategorie : Zähler