PP7551 - Sensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG PP7551 IFM
Betriebsanleitung
Elektronischer Drucksensor
PP75xx
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise.... 3
2 Sicherheitshinweise 4
2.1 Cybersecurity 4
3 Transport, Handhabung und Lagerung 6
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
4.1 Einsatzbereich.... 7
5 Funktion 8
5.1 Kommunikation, Parametrierung, Auswertung 8
5.2 IO-Link 8
5.3 Betriebsarten 8
5.4 Schaltfunktion 9
5.5 Teachfunktion 10
5.6 Nullpunktverhalten bei der Geräteanzeige und den Ausgängen 10
6 Montage.... 12
7 Elektrischer Anschluss.... 13
8 Parametrieren 14
8.1 Liste der Parameter 14
8.2 Menüstruktur / Darstellung in PP2001 15
8.3 Parametriervorgang allgemein 16
8.3.1 Menü-Ebene 2 öffnen 16
8.4 Einstellen für Betriebsart 1 (2 Schaltausgänge).... 16
8.4.1 Ausgangsfunktion festlegen.... 16
8.4.2 Schaltgrenzen festlegen 16
8.5 Einstellen für Betriebsart 2 (Schaltausgang + Teacheingang).... 16
8.5.1 Pin 4 als Teacheingang konfigurieren 16
8.5.2 Ausgangsfunktion für den Schaltausgang festlegen 17
8.5.3 Hysterese / Breite des Fensters festlegen.... 17
8.6 Einstellen für Betriebsart 3 (Schaltausgang + Diagnoseausgang).... 17
8.6.1 Ausgangsfunktion für OUT1 festlegen 17
8.6.2 Schaltgrenzen festlegen 17
8.6.3 OUT2 als Diagnoseausgang festlegen.... 17
8.7 Kommunikationsbetrieb 17
8.8 Benutzereinstellungen (optional).... 18
8.8.1 Maßeinheit für den Systemdruck festlegen 18
8.8.2 Aktualisierungsrate der Anzeige einstellen.... 18
8.8.3 Schaltverzögerung einstellen.... 18
8.8.4 Dämpfung des Messwerts einstellen 18
8.9 Service-Funktionen 19
8.9.1 Ablesen der Min- / Maxwerte für den Systemdruck.... 19
8.9.2 Fehlernummer ablesen.... 19
8.9.3 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen 19
8.10 Schaltpunkt SP2 teaches 19
8.10.1 Teachen mit PP2001.... 19
8.10.2 Teachen durch Eingangssignal auf PIN 4.... 19
9 Betrieb 21
9.1 Betriebsanzeigen LED 21
9.2 Fehleranzeigen.... 21
10 Entsorgung, Instandsetzung und Rücksendung 22
11 Werkseinstellung 23
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
- Einsatz in gasförmigen Medien bei Drücken >2,5 MPa (>25 bar) nur auf Anfrage.

VORSICHT
Bei hohen Medientemperaturen können sich Bereiche des Gerätes erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht berühren.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
- Hochdruckgeräte (400 bar) sind mit Abblasvorrichtung und eingebauter Drosselvorrichtung ausgestattet, um eine Verletzungsgefahr im Falle des Berstens bei Überschreiten des Berstdrucks zu vermeiden und um die Bestimmungen zur UL-Zulassung zu erfüllen.

VORSICHT
Jede Manipulation der Drosselvorrichtung ist unzulässig.
Bei Geräten mit cULus-Zulassung erlischt diese Zulassung, wenn die Drosselvorrichtung demontiert wird.
Bei Demontage der Drosselvorrichtung entfällt die Drosselfunktion.
▷ Verletzungsgefahr!
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht den Systemdruck in Anlagen.
4.1 Einsatzbereich
Druckart: Relativdruck
Das Gerät ist geeignet für den Einsatz im Mobilbereich.

Die Geräte sind vakuumfest.

Angaben zu Druckfestigkeit und Berstdruck → Datenblatt

Druckgeräterichtlinie (DGRL):
Die Geräte mit Messbereichsendwert ≤ 1000 bar entsprechen der Druckgeräterichtlinie, sind für Medien der Fluidgruppe 2 ausgelegt und werden nach guter Ingenieurpraxis hergestellt. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage!

Bei Leitungen größer 30 m oder Einsatz außerhalb von Gebäuden besteht die Gefahr von Überspannungspulsen aus Fremdquellen. Wir empfehlen den Einsatz in geschützten Betriebsumgebungen mit Begrenzung von Überspannungspulsen auf max. 500 V.

VORSICHT
Statische und dynamische Überdrücke
▷ Zerstörung des Geräts schon bei kurzzeitiger Überschreitung des angegebenen Berstdrucks. Verletzungsgefahr!
▶ Sicherstellen, dass die im Datenblatt für Druckfestigkeit und Berstdruck angegebenen Werte nicht überschritten werden.
5 Funktion
5.1 Kommunikation, Parametrierung, Auswertung
- Das Gerät erzeugt Ausgangssignale entsprechend der Parametrierung.
- Zusätzlich stellt es die Prozessdaten über IO-Link zur Verfügung.
- Das Gerät ist ausgelegt für volle bidirektionale Kommunikation. Dadurch stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
– Fernanzeige: Aktuellen Systemdruck auslesen und anzeigen.
– Fernauswertung: Schaltsignale weiterleiten (nur mit PP2001). - Fernparametrierung: Aktuelle Parametereinstellung auslesen und verändern mit PP2001, oder über IO-Link.
- Mit PP2001 kann die aktuelle Parametrierung gespeichert und auf weitere Geräte des gleichen Typs übertragen werden.
5.2 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
5.3 Betriebsarten
1: Drucksensor mit 2 Schaltausgängen
Es können 2 Grenzwerte für den Druck überwacht werden. Pin 4 = Ausgang 1, Pin 2 = Ausgang 2.
2: Drucksensor mit einem Schaltausgang und Teach-Eingang
Es kann ein Grenzwert für den Druck überwacht werden. Der aktuelle Systemdruck kann jederzeit durch das Teachsignal als Grenzwert gesetzt werden. Pin 4 = Eingang für Teachsignal, Pin 2 = Schaltausgang.
3: Drucksensor mit einem Schaltausgang und einem Diagnoseausgang.
Es kann ein Grenzwert für den Druck überwacht werden. Zusätzlich wird auf Ausgang 2 ein Fehlersignal ausgegeben: Im Fehlerfall ist Ausgang 2 inaktiv. Pin 4 = Schaltausgang, Pin 2 = Ausgang für das Diagnosesignal.
4: Kommunikationsbetrieb
Es bestehen 2 Möglichkeiten der bidirektionalen Kommunikation:
- Kommunikation mit dem Handprogrammiergerät PP2001.
- Kommunikation mit einem PC oder einer Steuerung über IO-Link.
Für den Kommunikationsbetrieb ist keine Parametrierung notwendig. Über Pin 4 (Datenkanal) können jederzeit Daten ein- oder ausgelesen werden.

Spannungsversorgung für den Kommunikationsbetrieb: 18...32 V
5.4 Schaltfunktion
OUTx ändert seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen (SPx, rPx). Dabei sind folgende Schaltfunktionen wählbar:
- Hysteresefunktion / Schließer: OU1 / OU2 = Hno (→ Abbildung Hysteresefunktion).
-
Hysteresefunktion / Öffner: OU1 / OU2 = Hnc (→ Abbildung Hysteresefunktion).
▶ Zuerst wird der Schaltpunkt (SPx) festgelegt, dann der Rückschaltpunkt (rPx).
▷ Die so definierte Hysterese bleibt auch bei erneuter Änderung von SPx erhalten. -
Fensterfunktion / Schließer: OU1 / OU2 = Fno (→ Abbildung Fensterfunktion).
- Fensterfunktion / Öffner: OU1 / OU2 = Fnc (→ Abbildung Fensterfunktion).
- Die Breite des Fensters ist einstellbar durch den Abstand von FHx zu FLx. FHx = oberer Wert, FLx = unterer Wert.

Abb. 1: Hysteresefunktion

Abb. 2: Fensterfunktion
| P = | Systemdruck |
| HY = | Hysterese |
| FE = | Fenster |
5.5 Teachfunktion
Teachen bei Hysteresefunktion:
Beim Teachvorgang wird der Schaltpunkt auf den aktuellen Systemdruck gelegt. Die eingestellte Hysterese wird mitgezogen: SP2 = Systemdruck, rP2 = Systemdruck minus Hysterese.

P: Systemdruck
Pakt: Aktueller Systemdruck
HY: Hysterese
T: Teachzeitpunkt
Teachen bei Fensterfunktion:
Beim Teachvorgang wird das Fenster so gelegt, dass sich der aktuelle Systemdruck in der Mitte des Fens- ters befindet: SP2 = Systemdruck plus 1/2 Fensterbreite; rP2 = Systemdruck minus 1/2 Fensterbreite.

P: Systemdruck
Pakt: Aktueller Systemdruck
FE: Fenster
T: Teachzeitpunkt
5.6 Nullpunktverhalten bei der Geräteanzeige und den Ausgängen

Aufgrund von zulässigen Gerätetoleranzen und Temperaturänderungen, kann der Sensor im drucklosen Zustand der Anlage eine Abweichung vom Nullpunkt abbilden. Um diesem entgegen zu wirken, ist das Gerät mit Funktionen ausgerüstet, die das Messsignal stabiler auf dem Prozesswert 0 halten.
Nullpunktverhalten Geräteanzeige, Schaltausgang und IO-Link Kommunikation:

Abb. 3: Geräteanzeige, Schaltausgang und IO-Link Kommunikation
1: Prozesswert
2: Ausgangssignal Sensor mit Hysterese (grün)
3: Ideales Messsignal (rot)
4: Anlagendruck
5: Nullpunktstabilisierung ➞ Datenblatt
Der erste Prozesswert, der am Gerätedisplay angezeigt wird und über den Schaltausgang oder die IO-Link Kommunikation ausgewertet werden kann, ist durch die Nullpunktstabilisierung festgelegt.

Die Nullpunktstabilisierung ist in % der Spanne angegeben → Datenblatt.
6 Montage

VORSICHT
Austretende Druckluft oder heiße Medien.
▷ Verletzungsgefahr durch Druck oder Verbrennung.
▶ Vor Ein- und Ausbau des Gerätes sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist und sich kein Medium in der Rohrleitung oder dem Behälter befindet.
▶ Gefahren beachten, die von Anlagen- und Medientemperaturen ausgehen können.
▶ Gerät in einen Prozessanschluss G1/4 einsetzen.
▶ Fest anziehen. Empfohlenes Anzugsmoment: 25 Nm (max. 50 Nm).
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:
Steckverbindung: 1 x M12; Codierung: A


| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 2 | OUT2:• pnp-Schaltsignal: Grenzwerte für Druck• Diagnosesignal. |
| 3 | L- |
| 4 | OUT1:• pnp-Schaltsignal: Grenzwerte für Druck• Eingang für Teachsignal• IO-Link Kommunikation |
Beispielschaltung und Teachbetrieb:


8 Parametrieren

Parametrieren mit PP2001: ➞ Betriebsanleitung PP2001.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.
Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:
- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
• Parametrierung über eine SPS
• Parametrierung über eine IIoT-Applikation
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametrier-software, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:
→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.
8.1 Liste der Parameter
| Parameter | Funktion |
| SP1/rP1 | Oberer / unterer Grenzwert für den Systemdruck, bei dem OUT1 schaltet. |
| SP2/rP2 | Oberer / unterer Grenzwert für den Systemdruck, bei dem OUT2 schaltet. |
| OU1 | Ausgangsfunktion für OUT1:Schaltsignal für die Grenzwerte: Hysteresefunktion oder Fensterfunktion, jeweils Schließer oder Öffner. Alternativ: Pin 4 als Eingang für Teachsignal konfigurieren: OU1 = tch . |
| OU2 | Ausgangsfunktion für OUT2:Schaltsignal für die Grenzwerte: Hysteresefunktion oder Fensterfunktion, jeweils Schließer oder Öffner. Alternativ: OUT2 als Diagnoseausgang konfigurieren: OU2 = dESI . |
| EF | Erweiterte Funktionen / Öffnen der Menüebene 2. |
| Uni | Standard-Maßeinheit für Systemdruck. |
| HI | Maximalwertspeicher für Systemdruck. |
| LO | Minimalwertspeicher für Systemdruck (nur bei PP7554). |
| dS1/dS2 | Einschaltverzögerung für OUT1 / OUT2. |
| dr1/dr2 | Ausschaltverzögerung für OUT1 / OUT2. |
| dAP | Messwertdämpfung zum Ausfiltern von Druckspitzen. |
| diS | Aktualisierungsrate für die Messwertanzeige / Orientierung der Anzeige an PP2001. |
| TSP2 | Löst die Teachfunktion im angeschlossenen Sensor aus. |
| Fnr | Fehlerspeicher (zeigt den zuletzt aufgetretenen Fehler an). |
| rES | Werkseinstellung wieder herstellen. |
8.2 Menüstruktur / Darstellung in PP2001

8.3 Parametriervorgang allgemein

Bei Parametrierung mit PP2001 gilt:
Jede Eingabe eines Parameterwerts mit Mode / Enter bestätigen.
8.3.1 Menü-Ebene 2 öffnen
| Mit PP2001:▸ ▶ EF wählen.▸ ▶ Kurz Set drücken. Ist die Menü-Ebene 2 mit einem Zugangscode gesichert, erscheint zunächst „Cod1“ blinkend im Display.▸ ▶ Set drücken und fest halten, bis die gültige Code-Nr. erscheint.▸ ▶ Kurz Mode / Enter drücken. | EF |

Auslieferungszustand: Ohne Zugangsbeschränkung.
8.4 Einstellen für Betriebsart 1 (2 Schaltausgänge)
8.4.1 Ausgangsfunktion festlegen
| ▶ OU1 / OU2 wählen und Schaltfunktion einstellen:Hno = Hysteresefunktion / Schließer. Hnc = Hysteresefunktion / Öffner. Fno = Fensterfunktion / Schließer. Fnc = Fensterfunktion / Öffner. | OU1OU2 |
8.4.2 Schaltgrenzen festlegen
| ▶ SP1 / SP2 wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet. | SP1 |
| SP2 | |
| ▶ rP1 / rP2 wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet. | rP1 |
| rPx ist stets kleiner als SPx. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für SPx liegen. | rP2 |
8.5 Einstellen für Betriebsart 2 (Schaltausgang + Teacheingang)
8.5.1 Pin 4 als Teacheingang konfigurieren
| ▶ OU1 wählen und die Funktion tch einstellen. | OU1 |
8.5.2 Ausgangsfunktion für den Schaltausgang festlegen
Auslieferungszustand: OU2 = Hno = Hysteresefunktion / Schließer. Bei Bedarf die Ausgangsfunktion wie folgt ändern:
| ▶ OU2 wählen und Ausgangsfunktion festlegen:Hno = Hysteresefunktion / SchließerHnc = Hysteresefunktion / Öffner Fno = Fensterfunktion / SchließerFnc = Fensterfunktion / Öffner | OU2 |
8.5.3 Hysterese / Breite des Fensters festlegen
Auslieferungszustand: Hysterese / Fenster = 2 % des Messbereichsendwerts. Bei Bedarf wie folgt ändern:
| ▶ rP2 wählen und kleinsten möglichen Wert einstellen. | rP2 |
| ▶ SP2 wählen und folgenden Wert einstellen: rP min plus gewünschte Hysterese / Fensterbreite. | SP2 |
8.6 Einstellen für Betriebsart 3 (Schaltausgang + Diagnoseausgang)
8.6.1 Ausgangsfunktion für OUT1 festlegen
| ▶ OU1 wählen und Ausgangsfunktion festlegen:Hno = Hysteresefunktion / SchließerHnc = Hysteresefunktion / Öffner Fno = Fensterfunktion / SchließerFnc = Fensterfunktion / Öffner | OU1 |
8.6.2 Schaltgrenzen festlegen
| ▶ SP1 wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet. | SP1 |
| ▶ rP1 wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang zurückschaltet. rP1 ist stets kleiner als SP1. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für SP1 liegen. | rP1 |
8.6.3 OUT2 als Diagnoseausgang festlegen
| ▶ OU2 wählen und die Funktion dESI einstellen. | OU2 |
8.7 Kommunikationsbetrieb
Für den Kommunikationsbetrieb sind keine Parametrierungen nötig. Über den Pin 4 (Datenkanal) können jederzeit Daten ein- oder ausgelesen werden.

Spannungsversorgung für den Kommunikationsbetrieb: 18...32 V.
8.8 Benutzereinstellungen (optional)
8.8.1 Maßeinheit für den Systemdruck festlegen
| ► ▶ Uni wählen und die Maßeinheit festlegen:• bAr, MPA, kPA oder PSI.► ▶ Um Rundungsfehler bei der internen Umrechnung auf andere Einheiten zu vermeiden: Die Anzeigeeinheit vor Festlegen der Werte für die Parameter SPx, rPx festlegen. | Uni |

Auslieferungszustand: Uni = bAr.
8.8.2 Aktualisierungsrate der Anzeige einstellen
| ▶ diS wählen und die Aktualisierungsrate der Anzeige festlegen:• d1: Messwertaktualisierung alle 50 ms.• d2: Messwertaktualisierung alle 200 ms.• d3: Messwertaktualisierung alle 600 ms.• rd1, rd2, rd3: Anzeige wie d1, d2, d3; um 180 ° gedreht.• OFF: Die Messwertanzeige bei PP2001 ist im Betriebsmodus ausgeschaltet. | diS |
8.8.3 Schaltverzögerung einstellen
| ▶ dS1, dS2, dr1 oder dr2 wählen und Wert zwischen 0,2 und 50 s einstellen (bei 0,0 ist die Verzögerungszeit nicht aktiv). | dS1 |
| dS2 | |
| • dS1 / dS2 = Einschaltverzögerung für OUT1 / OUT2. | dr1 |
| • dr1 / dr2 = Ausschaltverzögerung für OUT1 / OUT2. | dr2 |
8.8.4 Dämpfung des Messwerts einstellen
| ▶ dAP wählen, einen der vorgegebenen Werte zwischen 3 und 500 ms wählen. • dAP-Wert = Ansprechzeit zwischen Druckänderung und Änderung des Schaltzustands in Sekunden. | dAP |

dAP beeinflusst die Schaltfrequenz: fmax = 1 ÷ 2dAP.
8.9 Service-Funktionen
8.9.1 Ablesen der Min- / Maxwerte für den Systemdruck
| ► ▶ HI oder LO wählen, kurz Set drücken. | HI |
| • HI = Maximalwert, LO = Minimalwert. | LO |
| Speicher löschen mit PP2001: | |
| ► ▶ HI oder LO wählen. | |
| ► ▶ Set drücken und gedrückt halten, bis ---- angezeigt wird. | |
| ► ▶ Kurz Mode / Enter drücken. |
8.9.2 Fehlernummer ablesen
| Mit PP2001:► ▶ Fnr wählen, kurz Set drücken.► ▷ Die Nummer des zuletzt aufgetretenen Fehlers wird angezeigt.► Zu den Fehlernummern: ➞ Fehleranzeigen | Fnr |
8.9.3 Alle Parameter auf Werkseinstellung zurücksetzen
| Mit PP2001:► ▶ rES wählen, dann ▶ Set drücken und gedrückt halten, bis ---- angezeigt wird.► ▶ Kurz Mode / Enter drücken. | rES |

Die Werkseinstellungen befinden sich am Ende der Betriebsanleitung.
▶ Vor Ausführen der Funktion rES die eigenen Einstellungen notieren!
8.10 Schaltpunkt SP2 teaches
8.10.1 Teachen mit PP2001
▶ Normaldruck in der Anlage herstellen (Normaldruck = Druck, bei dem das Gerät schalten soll).
▶ TSP2 wählen.
▶ Set drücken und gedrückt halten.
▷ Die aktuelle Einstellwert für SP2 wird 5 s lang blinkend angezeigt.
▷ Nach 5 s wird der aktuelle Systemdruck (= neuer Wert für SP2) angezeigt.
▶ Kurz Mode / Enter drücken.
▷ SEND wird kurz angezeigt, dann DONE, danach der neue Einstellwert für SP2.

War der Teachvorgang nicht erfolgreich, wird nach SEND Err angezeigt. Die Einstellung für SP2 bleibt unverändert, das Gerät geht wieder in den Betriebsmodus.
8.10.2 Teachen durch Eingangssignal auf PIN 4
▶ Den gewünschten Systemdruck in der Anlage einstellen, bei dem das Gerät schalten soll.
▶ Für den Zeitraum > 2 ... < 5 s L+ an Pin 4 anlegen.
▷ Eine LED des Sensors blinkt mit 2 Hz.
▷ Danach leuchtet sie 2 s lang (Bestätigung für erfolgreichen Teachvorgang).
Umstellen der Ausgangsfunktion durch das Teachsignal (Schließer → Öffner oder Öffner → Schließer):
▶ Für den Zeitraum > 5 ... < 10 s L+ an Pin 4 anlegen
▷ Eine LED des Sensors blinkt zuerst mit 2 Hz, nach 5 s mit einem1 Hz-Doppelflash.
▷ Danach leuchtet sie 2 s lang (Bestätigung für das erfolgreiche Umstellen der Ausgangsfunktion).
Fehler beim Teachvorgang:
Bei einem Fehler wird der Teachvorgang abgebrochen. LED 1 blinkt grün-gelb mit 8 Hz, das Gerät geht mit unveränderten Einstellungen wieder in den Betriebsmodus.
Mögliche Fehler:
- Zeitfehler (Teachzeit zu lang / zu kurz).
• Systemdruck außerhalb des Messbereichs.
• rP unterhalb des Messbereichs; Fenstergrenze außerhalb des Messbereichs.
9 Betrieb
Nach Einschalten der Versorgungsspannung befindet sich das Gerät im RUN-Modus (= normaler Arbeitsbetrieb). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
9.1 Betriebsanzeigen LED
| LED 1 | LED 2 | |
| Spannungsversorgung | grün | grün |
| OUT1 = geschaltet | gelb | grün |
| OUT2 = geschaltet | grün | gelb |
| OUT1 und OUT2 = geschaltet | gelb | gelb |
9.2 Fehleranzeigen
| Nr. | Fehlerart | Anzeige PP2001 | Anzeige LED | Diagnoseausgang (wenn aktiv) | Schaltausgang |
| 00 | Kein Fehler | grün oder gelb | EIN | gemäß Prozesswert und Parametrierung | |
| 01 | Interner Fehler | Err | grün 1 und 2 blinken (2 Hz) | schaltet AUS | schaltet AUS |
| 02 | Parameterfehler | Err | grün 1 und 2 blinken (2 Hz) | schaltet AUS | schaltet AUS |
| 03 | Taktfehler oder Störung der Sensorelektronik | Err | grün 1 und 2 blinken (2 Hz) | schaltet AUS | schaltet AUS |
| 04 | Messbereich überschritten | OL | keine Fehlerreaktion; grün oder gelb | EIN | gemäß Prozesswert und Parametrierung |
| 05 | Messbereich unterschritten | UL | keine Fehlerreaktion; grün oder gelb | EIN | gemäß Prozesswert und Parametrierung |
| 06 | Betriebsspannung fehlerhaft | Err | LED 1: grün oder gelbLED 2 geht für 1 s von gelb auf grün | mind. 1 s lang AUS | gemäß Prozesswert und Parametrierung |
10 Entsorgung, Instandsetzung und Rücksendung
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
11 Werkseinstellung
| Werkseinstellung | Benutzereinstellung | |
| SP1 | 25 % MEW* | |
| rP1 | 23 % MEW* | |
| OU1 | Hno | |
| SP2 | 75 % MEW* | |
| rP2 | 73 % MEW* | |
| OU2 | Hno | |
| Uni | bAr | |
| dS1 | 0,0 | |
| dr1 | 0,0 | |
| dS2 | 0,0 | |
| dr2 | 0,0 | |
| dAP | 60 | |
| diS | d2 |
* = eingestellt ist der angegebene Prozentwert vom Messbereichsendwert (MEW) des jeweiligen Sensors in bar.