PI1704 - Sensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG PI1704 IFM
Betriebsanleitung
Elektronischer Drucksensor
PI17xx
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4
2 Sicherheitshinweise 5
2.1 Cybersecurity 6
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 7
3.1 Einsatzbereich 7
4 Funktion 8
4.1 IO-Link 8
4.2 IO-Link Eigenschaften des Sensors 9
4.2.1 Beschreibung IO-Link Schnittstelle 9
4.2.2 Interne Gerätetemperatur 9
4.2.3 Zähler Überdruckereignisse 9
4.2.4 Optische Lokalisierung 9
4.2.5 Event Logging 9
4.2.6 Betriebsstundenzähler 9
4.2.7 Schaltzyklenzähler 10
4.3 Analyse der Messzelle 10
4.4 Definierter Zustand im Fehlerfall 10
4.5 Nullpunktverhalten bei der Geräteanzeige und den Ausgängen 11
4.6 Betriebsarten.... 11
4.6.1 2-Leiter Betrieb 12
4.6.2 3-Leiter Betrieb 12
4.7 Schaltfunktion (nur im 3-Leiter-Betrieb)....12
4.8 Analogausgang 12
4.9 Kundenseitige Kalibrierung 13
5 Montage Aseptoflex-Vario 15
5.1 Einsatz im Hygienebereich nach 3-A. 16
5.2 Einsatz im Hygienebereich nach EHEDG 16
5.3 Entlüftungsmembrane 17
5.3.1 Funktion Entlüftungsmembrane 17
5.3.2 ▶ Ausrichtung Filterabdeckung.... 17
5.3.3 Filterabdeckung ersetzen 17
6 Elektrischer Anschluss 19
7 Bedien- und Anzeigeelemente 20
8 Menü....21
8.1 Menüstruktur: Hauptmenü. 21
8.2 Erläuterung zum Hauptmenü 21
8.3 Menüstruktur: Ebene 2 ( Erweiterte Funktionen)....22
8.4 Erläuterung zur Menü-Ebene 2 22
8.5 Menüstruktur: Ebene 3 (Simulation) 23
8.6 Erläuterung zur Menü-Ebene 3 23
9 Parametrierung 24
9.1 Parametriervorgang allgemein 24
9.2 Parametrierung über IO-Link.... 27
9.3 Anzeige konfigurieren (optional) 28
9.4 Ausgangssignale festlegen 29
9.4.1 Ausgangsfunktion festlegen 29
9.4.2 Schaltgrenzen festlegen 29
9.4.3 Schaltgrenzen bei Fensterfunktion festlegen.... 29
9.4.4 Analogwert für OUT2 skalieren 29
9.5 Benutzereinstellungen (optional) 30
9.5.1 Nullpunkt-Kalibrierung und Anpassung Messbereichsendwert 30
9.5.2 Fehlverhalten der Ausgänge festlegen 30
9.5.3 Verzögerungszeit für die Schaltausgänge festlegen 30
9.5.4 Schaltlogik für die Schaltausgänge festlegen 30
9.5.5 Dämpfung für das Schaltsignal festlegen 30
9.5.6 Dämpfung für das Analogsignal festlegen 31
9.6 Service-Funktionen 31
9.6.1 Ablesen der Min-/Maxwerte für Systemdruck 31
9.6.2 Sensor / Parameter zurücksetzen 31
9.7 Simulationsfunktion.... 32
9.7.1 Menü-Ebene 3 (Simulation) öffnen 32
9.8 Simulation.... 32
9.8.1 Simulationswert einstellen.... 32
9.8.2 Simulationswert einstellen.... 32
9.8.3 Simulation ein- / ausschalten 32
9.8.4 Ablesen der Überlastvorgänge 32
10 Betrieb 34
10.1 Einstellung der Parameter ablesen 34
10.2 Wechsel der Anzeige im Run-Modus 34
11 Fehlerbehebung 35
11.1 Fehlerbehebung 35
12 Entsorgung, Instandsetzung und Rücksendung 36
13 Werkseinstellung.... 37
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen (→ Technische Daten).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
• Das Gerät in der Originalverpackung lagern.

VORSICHT
Bei hohen Medientemperaturen können sich Bereiche des Gerätes erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht berühren.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
ACHTUNG
Anwendungen mit Dampfbeaufschlagung
▷ Gefahr einer mechanischen Beschädigung des Sensors oder des Rohrleitungssystems durch Dampfschläge.
▶ Den Sensor vor übermäßiger Belastung durch Kavitation und Dampfschlägen schützen.
▶ Das Rohrleitungssystem dem Stand der Technik entsprechend auslegen.
▶ Den Sensor nicht im direkten Umfeld von Armaturen, Rohrbögen und dergleichen einbauen, um einer unnötigen Maximierung von Dampfschlägen entgegenzuwirken.
▶ Die Anlage vor Dampfeintritt vorwärmen und Flüssigkeitsreste durch zum Beispiel Ausblasen oder andere geeignete Maßnahmen aus der Rohrleitung entfernen.
▷ Die zulässigen Temperaturen des Sensors dürfen dabei nicht überschritten werden → Datenblatt.
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät misst und überwacht den Systemdruck, bzw. den hydrostatischen Füllstand und die Temperatur in Anlagen.
3.1 Einsatzbereich
Druckart: Relativdruck

Angaben zu Druckfestigkeit und Berstdruck → Datenblatt

Statische und dynamische Überdrücke, die die angegebenen Druckfestigkeit überschreiten, sind durch geeignete Maßnahmen zu unterbinden. Der angegebene Berstdruck darf nicht überschritten werden. Schon bei kurzzeitiger Überschreitung des Berstdrucks kann das Gerät zerstört werden. ACHTUNG: Verletzungsgefahr!

Nicht einsetzbar in Anlagen, welche die Kriterien erfüllen müssen für Punkt E9.2 / 63-04 der 3-A Norm.

Das Gerät ist vakuumfest. Die Angaben im Datenblatt beachten!
4 Funktion
Messzelle:
- Der Systemdruck wird durch ein keramisch kapazitives Messsystem erfasst.
• Die Abdichtung der keramischen Messzelle ist frei von Elastomeren und somit wartungsfrei. - Die Mediumstemperatur wird auf der Rückseite der keramischen Messzelle erfasst: Berechnungsformel zur Genauigkeit → Datenblatt.
Signalübertragung:
- Das Gerät kann im SIO-Modus (Standard Input Output) und im IO-Link Modus betrieben werden. Die Grundbetriebsart ist SIO. Beim Anschluss an einen IO-Link Master, schaltet das Gerät selbstständig in den IO-Link Modus. Ein manuelles Umschalten ist nicht erforderlich.
SIO-Modus:
• Analog Signal Druckmesswert 4-20 mA (Pin 2).
• Schaltinformation (Pin 4).
IO-Link Modus:
- Druckmesswert
• Temperaturmesswert - Über- und Unterschreitung der Messbereichsgrenzen
- Gerätestatus
• Schaltinformationen - Parametereinstellung
• Gerätediagnose (Events)
4.1 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
4.2 IO-Link Eigenschaften des Sensors
4.2.1 Beschreibung IO-Link Schnittstelle
Eine Beschreibung der IO-Link Schnittstelle finden Sie unter www.io-link.ifm
Der Sensor stellt die interne Gerätetemperatur als auslesbaren Parameter zu Diagnosezwecken zur Verfügung.
4.2.2 Interne Gerätetemperatur
Die interne Gerätetemperatur des Sensors kann über den IO-Link Kanal ausgelesen werden. Messbereich: -25...155°C (-13...311°F), Auflösung 1°C (1,8°F), Genauigkeit +/- 5°C (9°F). Angaben zum Messbereich und zur Genauigkeit → Datenblatt.
4.2.3 Zähler Überdruckereignisse
Das Gerät verfügt über einen Zähler für Überdruckereignisse. Der Wert, ab dem ein Druck als Überdruck gewertet wird, kann eingestellt werden.
• HIPC = Zähler Überdruckereignisse.
HIPC zählt wie oft die Schwelle HIPS überschritten wurde.
Die Überschreitung muss mind. 0,5 ms andauern.
• HIPS = Schwelle Überdruck.
Der [HIPC] kann mit dem Reset-Kommando [Reset_HIPC] und dem [Back-to-Box] zurückgesetzt werden. Siehe: Sensor / Parameter zurücksetzen (→ 31)

Bei einer Unterbrechung der Versorgungsspannung können maximal die Ereignisse der letzten 10 Minuten verloren gehen, da diese im Hintergrund summiert werden und noch nicht fest in den Speicher übertragen sind.
4.2.4 Optische Lokalisierung
Der Sensor kann über die Kommandos [Blinken_An] / [Blinken_Aus] in der Anlage lokalisiert werden. Bei Verwendung des Kommandos blinken die Schaltzustands-LEDs und das Gerät signalisiert [IO-L].
4.2.5 Event Logging
Mit IO-Link besitzt der Sensor zwei Logging Mechanismen:
• Event History (Parameter [Event_History])
• Event Counter (Parameter [Event_Counter])
In der Event History werden die letzten 20 aufgetretenen Events aufgezeichnet. Solange kein Event aufgetreten ist erscheint in dieser Liste der Wert [noEvent] oder [0].
Anhand des Event Counters (begrenzt auf 232 Ereignisse) kann ausgelesen werden wie oft ein spezifisches Event am Sensor aufgetreten ist.
Der Event Counter und die Event History sind durch die IO-Link-Befehle [RESET_EVENT_HISTROY], [RESET_EVENT_COUTER] und [Back-to-Box ] zurücksetzbar.
Siehe: Sensor / Parameter zurücksetzen (→ 31)
4.2.6 Betriebsstundenzähler
Im Parameter [operating_hours] werden die Stunden gezählt, zu denen der Sensor aktiv war (nicht rücksetzbar).
4.2.7 Schaltzyklenzähler
Der Sensor zählt die Schaltzyklen an Ausgang 1 und Ausgang 2 im Parameter [OUT_Counter] und legt diesen Wert alle vollen 60 Minuten ab.
Ein Rücksetzen ist mit [Reset_to_zero] oder dem [Back to Box] Reset möglich.
Siehe: Sensor / Parameter zurücksetzen (→ 31)
4.3 Analyse der Messzelle
Die keramisch kapazitive Messzelle ist ein sicheres und überlastbares Messsystem, das ohne Füllflüssigkeit auskommt.
Das Gerät überwacht permanent seinen Zustand und den der Messzelle.
Kommt es doch zu einer Beschädigung der Messzelle, geht der Analogausgang in einen definierten Zustand, einstellbar über [FOU2], zudem wird dies über das Display am Gerät und die IO-Link Schnittstelle gemeldet.
Abhängig von der Beschädigung und des Mediums wird der Sensor unterschiedliche Meldungen ausgeben:
- Bei leitfähigen Medien wie Wasser wird der Sensor [CELL Err] oder eine andere Fehlermeldung ausgeben.
- In nicht leitfähigen Medien wie Luft oder Öl wird der Sensor [CELL Err] ausgeben.
Sehr schnell eindringendes Medium kann auch zu einem Ausfall der Elektronik führen und somit jeder Diagnose zuvorkommen.
Die Funktionalität der Messzellen Diagnose [CELL Err] ist ab Werk deaktiviert.

Abb. 1: Beispiel Gerätestatus

Der Parameter [cELd] ist nur über die IO-Link Kommunikation anwählbar und ist ab dem Gerätestatus AB verfügbar.
▶ Der Gerätestatus ist der Beschriftung auf dem Gerät zu entnehmen. Die Position der Beschriftung variiert je nach Gerät.
Signalisierung am Sensor:
• [Cell] und [Err] werden abwechselnd im Display dargestellt.
Ausgabe an die Steuerung:
• Das Event [0x8CDF] wird ausgegeben. IO-Link (→ 8)

IO-Link Master brechen nach einem Gerätedefekt die Kommunikation zum Gerät ab.
▶ Eventmeldungen sollten daher gesichert werden.
4.4 Definierter Zustand im Fehlerfall
Wird ein Gerätefehler erkannt geht der Analogausgang in einen definierten Zustand.

Bei Fehlersignalisierung (On = 21,5 mA, Off = 3,5 mA)
▶ Parameter per IO-Link auslesen, oder Hersteller kontaktieren.
4.5 Nullpunktverhalten bei der Geräteanzeige und den Ausgängen

Aufgrund von zulässigen Gerätetoleranzen und Temperaturänderungen, kann der Sensor im drucklosen Zustand der Anlage eine Abweichung vom Nullpunkt abbilden. Um diesem entgegen zu wirken, ist das Gerät mit Funktionen ausgerüstet, die das Messsignal stabiler auf dem Prozesswert 0 halten.
Nullpunktverhalten Geräteanzeige und Schaltausgang:

Abb. 2: Geräteanzeige und Schaltausgang
1: Prozesswert
2: Ausgangssignal Sensor mit Hysterese (grün)
3: Ideales Messsignal (rot)
4: Anlagendruck
5: Nullpunktstabilisierung → Datenblatt
Der erste Prozesswert, der am Gerätedisplay angezeigt wird und über den Schaltausgang ausgewertet werden kann, ist durch die Nullpunktstabilisierung festgelegt.
Innerhalb der Nullpunktstabilisierung kann der Schaltausgang nicht parametriert werden.

Die Nullpunktstabilisierung ist in % der Spanne angegeben → Datenblatt.
Nullpunktverhalten Analogausgang und IO-Link Kommunikation:

Abb. 3: Analogausgang und IO-Link Kommunikation
1: Prozesswert
2: Ausgangssignal Sensor (grün)
3: Ideales Messsignal (rot)
4: Anlagendruck
5: Nullpunktstabilisierung → Datenblatt
6: 0,5 x Nullpunktstabilisierung → Datenblatt
Der erste Prozesswert, der über den Analogausgang und die IO-Link Kommunikation ausgewertet werden kann, wird durch die halbe Nullpunktstabilisierung (6) angegeben.
Im weiteren Bereich der Nullpunktstabilisierung (5) verläuft das Ausgangssignal des Sensors unter einem größeren Steigungswinkel.

Die Nullpunktstabilisierung ist in % der Spanne angegeben → Datenblatt.
4.6 Betriebsarten
Die Betriebsart wird durch Verdrahtung festgelegt ( → Elektrischer Anschluss) und vom Gerät automatisch erkannt.
4.6.1 2-Leiter Betrieb
| OUT2 (Pin2) | Druckproportionales Analogsignal 4...20 mA oder 20....4 mA. |
4.6.2 3-Leiter Betrieb
| OUT1 (Pin 4) | 2 Möglichkeiten (automatische Umstellung)Schaltsignal für Druck-Grenzwert Kommunikation per IO-Link |
| OUT2 (Pin 2) | 3 Möglichkeiten (manuelle Umstellung im Menü)Schaltsignal für Druck-Grenzwert Druckproportionales Analogsignal 4...20 mADruckproportionales Analogsignal 20...4 mA |
4.7 Schaltfunktion (nur im 3-Leiter-Betrieb)
OUTx ändert seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen (SPx, rPx). Dabei sind folgende Schaltfunktionen wählbar:
- Hysteresefunktion / Schließer: [OUx] = [Hno] (→ Abbildung Hysteresefunktion).
- Hysteresefunktion / Öffner: [OUx] = [Hnc] (→ Abbildung Hysteresefunktion).
Zuerst wird der Schaltpunkt (SPx) festgelegt, dann im gewünschten Abstand der Rückschaltpunkt (rPx).
- Fensterfunktion / Schließer: [OUx] = [Fno] (→ Abbildung Fensterfunktion).
- Fensterfunktion / Öffner: [OUx] = [Fnc] (→ Abbildung Fensterfunktion)
- Die Breite des Fensters ist einstellbar durch den Abstand von SPx zu rPx. SPx = oberer Wert, rPx = unterer Wert.

Abb. 4: Hysteresefunktion

Abb. 5: Fensterfunktion
| P = | Systemdruck |
| HY = | Hysterese |
| FE = | Fenster |
4.8 Analogausgang
Das Gerät gibt ein Analogsignal aus, das proportional zum Druck ist. Innerhalb des Messbereichs liegt das Analogsignal bei 4...20 mA. Der Messbereich ist skalierbar:
• [ASP2] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
• [AEP2] legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt.
Mindestabstand zwischen [ASP2] und [AEP2] = 20 % des Messbereichsendwertes.
Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Stromsignal ausgegeben. Das Analogsignal für den Fehlerfall ist einstellbar:
• [FOU] = On legt fest, dass das Analogsignal im Fehlerfall auf den Maximalwert (21,5 mA) geht.
- [FOU] = Off legt fest, dass das Analogsignal im Fehlerfall auf den Minimalwert (3,5 mA) geht.

Abb. 6: Ausgangskennlinie Analogausgang nach Namur
| 1: | Analogsignal |
| 2: | Messwert (in konfigurierter Einheit) |
| 3: | Messbereich (Auslieferungszustand) |
| 4: | Skalierter Messbereich |
| 5: | FOU = Off = 3,5 mA |
| 6: | FOU = On = 21,5 mA |
| P: | Druck |
| MAW: | Messbereichsanfangswert bei nicht skaliertem Messbereich. |
| MEW: | Messbereichsendwert bei nicht skaliertem Messbereich |
| ASP: | Analogstartpunkt bei skaliertem Messbereich |
| AEP: | Analogendpunkt bei skaliertem Messbereich |
| UL: | Anzeigebereich unterschritten |
| OL: | Anzeigebereich überschritten |
| FOU: | Ausgangsverhalten im Fehlerfall |
4.9 Kundenseitige Kalibrierung
Die kundenseitige Kalibrierung verändert die Messwertkurve gegenüber den realen Messwerten (Nullpunktkalibrierung und Steigungskorrektur). Dabei folgende Reihenfolge einhalten:
▶ Nullpunktkalibrierung [coF] im Bereich -5%....+5% vom Messbereichsendwert (MEW) vornehmen.
▶ Kalibrierfaktor [CGA] im Bereich -5%....+5% vom Messbereichsendwert (MEW) vornehmen. Die vorherige Nullpunkt-Kalibrierung bleibt bestehen.
Beispiel: Veränderung Nullpunkt [coF]

A: Ausgangssignal
D: Druck
MEW: Messbereichsendwert
V0: Messwertkurve bei Werkseinstellung
V1, Veränderte Messwertkurve
V2:
Beispiel: Veränderung Steigung [CGA]

A: Ausgangssignal
D: Druck
MEW: Messbereichsendwert
V0: Messwertkurve bei Werkseinstellung
V1, Veränderte Messwertkurve
V2:
Die Steigungsänderung wird in Prozent angegeben.
▶ Analogstart [ASP] und [AEP] manuell oder per Teach-Funktion eingeben.
Wird die Steigung [CGA] und der Offset [coF] verändert, wird damit der [ASP] und der [AEP] beeinflusst.
5 Montage Aseptoflex-Vario

VORSICHT
Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr.
▶ Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.
Vor Ein- und Ausbau des Geräts: ▶ Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist und sich kein Medium in der Rohrleitung oder dem Behälter befindet.
▶ Gefahren beachten, die von Anlagen- und Medientemperaturen ausgehen können.
Informationen zu verfügbaren Adaptern unter: www.ifm.com
▶ Anleitung des Adapters beachten.
▶ Eine für die Anwendung geeignete und zugelassene Schmierpaste verwenden.
▶ Sensor mit dem Prozessadapter in den Prozessanschluss einsetzen.
▶ Mit einem Schraubenschlüssel festziehen: Anzugsdrehmoment 35 Nm. Weiterdrehen kann die kann die Dichtwirkung beeinträchtigen.
Der Prozessadapter ist adaptierbar an unterschiedliche Prozessanschlüsse.
Es bestehen folgende Möglichkeiten:
1: Montage durch Prozessadapter mit Dichtring (hygienekonform laut 3-A und EHEDG)
Bestell-Nr. E332xx / E333xx.
▶ Zur Einhaltung der Hygienevorgaben Prozessadapter mit Leckagebohrung verwenden.
Die Adapter werden mit EPDM-O-Ring (Bestell-Nr. E30054) ausgeliefert. Weitere Dichtringe sind als Zubehör erhältlich:
• FKM-O-Ring (Bestell-Nr. E30123)
- PEEK-Dichtring (Bestell-Nr. E30124). Der PEEK-Dichtring ist langzeitstabil und wartungsfrei.
▶ Beim Tausch des PEEK-Dichtrings oder Wechsel von PEEK-Dichtring auf O-Ring muss auch der Prozessadapter gegen einen neuen gleichwertigen ausgewechselt werden.
2: Montage durch Einschweißadapter mit Dichtring (hygienekonform laut 3-A und EHEDG)
▶ Zur Einhaltung der Hygienevorgaben Prozessadapter mit Leckagebohrung verwenden.
▶ Darauf achten, dass sich der Prozessadapter beim Einschweißen nicht verzieht. Einschweißdorn E30452 verwenden.
▶ Die Dichtkante darf auch bei nachträglicher Oberflächenbehandlung in keiner Weise beeinträchtigt werden. (→ Betriebsanleitung Adapter).
Der Adapter wird mit EPDM-O-Ring (Bestell-Nr. E30054) ausgeliefert. Ein weiterer Dichtring ist als Zubehör erhältlich:
• FKM-O-Ring (Bestell-Nr. E30123).
3: Montage durch Prozessadapter mit hygienischer Metall-auf-Metall-Dichtung
Bestell-Nr. E337xx / E338xx
Eine langzeitstabile, wartungsfreie und spaltfreie Dichtwirkung bei Metall- auf-Metall-Dichtung besteht nur für einmalige Montage.
▶ Wird eine mehrmalige Montage der Dichtstelle notwendig, ist ein neuer Adapter zu verwenden.
4: Montage an G 1-Flansch / G 1-Muffe
Der Sensor wird durch den rückwärtigen Dichtring am Prozessanschluß abgedichtet.
▶ Die Dichtfläche am Flansch / Muffe muss plan zur Gewindebohrung verlaufen und eine Oberflächenbeschaffenheit von mindestens Rz = 6,3 aufweisen (DIN EN ISO 1179-1 beachten).
5.1 Einsatz im Hygienebereich nach 3-A

Für Geräte mit 3-A Zulassung gilt:
▶ Für den Prozessanschluss nur Adapter mit 3-A Zulassung verwenden.
▶ Das Gerät darf nicht am tiefsten Punkt der Rohrleitung oder des Behälters (Position 5) eingebaut werden, damit das Medium aus dem Bereich des Messelements abfließen kann.
5.2 Einsatz im Hygienebereich nach EHEDG
! Falls Einschweißadapter verwendet werden, muss die Lebensmittelkontaktfläche glatt sein (Oberflächenrauheit Ra < 0,8 μm) und die Schweißung muss gemäß EHEDG-Richtlinie 9 und 35 erfolgen.
Das Gerät ist bei entsprechender Installation für CIP (cleaning in process) geeignet.
▶ Einsatzgrenzen (Temperatur- und Werkstoffbeständigkeit) laut Datenblatt beachten.
▶ Auf EHEDG-konforme Einbindung des Gerätes in die Anlage achten.
▶ Selbstentleerende Installation anwenden.
▶ Nur EHEDG zugelassene Prozessadapter mit erforderlichen speziellen Dichtungen gemäß EHEDG Positionspapier verwenden.
Die Dichtung der Systemschnittstelle darf die Dichtstelle des Sensors nicht berühren.
▶ Bei Tankeinbauten muss der Einbau frontbündig sein, bzw. muss die Reinigung durch direktes Einstrahlen gesichert sein. Toträume müssen erfasst werden.
▶ Leckagebohrungen gut sichtbar und bei vertikalen Leitungen nach unten zeigend installieren.

▶ Zur Totraumvermeidung Abmessungen einhalten: L < D
1: Leckagebohrung
5.3 Entlüftungsmembrane
5.3.1 Funktion Entlüftungsmembrane
▶ Die Entlüftungsmembrane sichert die Relativdruckmessung ab, da barometrische und temperaturbedingte Druckänderungen in der Messzelle zur Umgebung ausgeglichen werden.
▷ Die Entlüftungsmembrane wird durch eine verschraubte Filterabdeckung mit umlaufenden Bohrungen vor Beschädigungen geschützt.

Für eine einwandfreie Funktion der Entlüftungsmembrane beachten:
▶ Verschmutzungen und Reinigungsmittel unmittelbar mit reichlich kalkarmem Schwallwasser abspülen.

Ist der Sensor prozessbedingt in einer Abkühlphase:
▶ Die Entlüftungsmembrane nicht mit Flüssigkeit beaufschlagen um einen Unterdruck im Messsystem (mit einem dann geringfügig verfälschten Messwert) und eine Zusatzbelastung der Entlüftungsmembrane zu vermeiden.
5.3.2 Ausrichtung Filterabdeckung
Einbausituation so wählen, dass die Filterabdeckung waagerecht steht und das Kondensat schwerkraftbedingt ablaufen kann.

▶ Ideale Ausrichtung (1):
Die Filterabdeckung befindet sich in waagerechter Position.
▷ Die Entlüftungsmembrane (2) in der Filterabdeckung steht senkrecht.
▶ Maximale Neigung der Filterabdeckung: 30° (3)
5.3.3 Filterabdeckung ersetzen
(1) Wechsel der Filterabdeckung incl. Entlüftungsmembrane (E30483).
Bei schwierigen Umgebungsbedingungen oder einer Einbausituation, die nicht der idealen Ausrichtung (1) entspricht, kann folgendes Zubehör für einen Schutz der Entlüftungsmembrane eingesetzt werden:
| (2) Wechsel der Filterabdeckung gegen eine geschlossene Variante (E30148)*. |
| (3) Wechsel der Filterabdeckung gegen eine Variante mit Schlauchnippel und Entlüftungsschlauch, der in einem geschützten und trockenem Bereich endet (E30139). |
| (4) Zubehörset (E30467) mit integrierter Ersatzmembrane (Entlüftungsmembrane). Bei chemisch anspruchsvollen Anwendungen in der Außenreinigung empfohlen. Funktion: (→ Montageanleitung E30467). |


▶ Verschmutzung und Feuchtigkeit während des Wechsels vermeiden.
▶ Gewinde vorsichtig und rückstandsfrei reinigen.
▶ Klebefläche für die Membrane am Sensor nicht beschädigen.
▶ Ausrichtung Filterabdeckung beachten ( → Montageanleitungen E30139 / E30467).

*Bei Verwendung der geschlossenen Filterabdeckung ist kein Druckausgleich der Messzelle mehr gegeben. Daher Messabweichungen durch:
- Schwankungen des Atmosphärendrucks.
- Schwankungen des Geräteinnendrucks bei Temperaturänderungen.
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:
Steckverbindung: 1 x M12; Codierung: A


Abb. 7: Anschlussbild; MP: Multifunktional (OUT, Data)
2-Leiter
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 2 | OUT2: AO |
3-Leiter
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 2 | OUT2: DO2 (NO/NC), AO |
| 3 | L- |
| 4 | MP1: DO1 (NO/NC), IO-Link |
Parametrierung
| Pin | Belegung |
| 1 | L+ |
| 3 | L- |
| 4 | MP1: IO-Link |
7 Bedien- und Anzeigeelemente

| 1 bis 8: Indikator-LEDs | |
| LED 1 – 6 | Maßeinheit des Prozesswertes Druck (Belegung ist gerätespezifisch). |
| LED 7 | Schaltzustand OUT2 (leuchtet, wenn Ausgang 2 durchgeschaltet ist). |
| LED 8 | Schaltzustand OUT1 (leuchtet, wenn Ausgang 1 durchgeschaltet ist). |
| 9: Taste (Enter) | |
| Anwahl der Parameter und Bestätigung der Parameterwerte | |
| 10 bis 11: Pfeiltasten hoch [▲] und runter [▼] | |
| Einstellen der Parameterwerte (kontinuierlich durch Dauerdruck; schrittweise durch Einzeldruck). Eingabe-Abbruch oder Menü-Rücksprung: [▲] + [▼] gleichzeitig betätigen. | |
| 12: Alphanumerische Anzeige, 4-stellig | |
| Anzeige: Aktuell gemessener Systemdruck Anzeige: Parameter und Parameterwerte | |
8 Menü
8.1 Menüstruktur: Hauptmenü

1: Übergang zu Menü-Ebene 2 (Erweiterte Funktionen).

Grau unterlegte Menüpunkte sind je nach Konfiguration des Ausgangs aktiv.
8.2 Erläuterung zum Hauptmenü
| SPx / rPx* | Hysteresefunktion: Oberer / unterer Grenzwert für Systemdruck, bei dem OUTx schaltet. Voraussetzung: Einstellung OUTx ist [Hno] oder [Hnc]. |
| FHx / FLx* | Fensterfunktion: Oberer / unterer Grenzwert für Systemdruck, bei dem OUTx schaltet. Voraussetzung: Einstellung OUTx ist [Fno] oder [Fnc]. |
| ASP2 | Analogstartpunkt für Systemdruck: Messwert, bei dem 4 mA (20 mA) ausgegeben werden. Voraussetzung: Einstellung OUT2 ist [I] oder ([InEG]). |
| AEP2 | Analogendpunkt für Systemdruck: Messwert, bei dem 20 mA (4 mA) ausgegeben werden. Voraussetzung: Einstellung OUT2 ist [I] oder ([InEG]). |
| tcoF | Nullpunkt-Kalibrierung teaches. |
| tASP | Analogstartpunkt für Systemdruck teaches: Messwert festlegen, bei dem 4 mA ausgegeben werden (20 mA bei [OU2] = [InEG]). |
| tAEP | Analogendpunkt für Systemdruck teaches: Messwert festlegen, bei dem 20 mA ausgegeben werden (4 mA bei [OU2] = [InEG]). |
| EF | Erweiterte Funktionen / Öffnen der Menü-Ebene 2. |
* Menüpunkte im 2-Leiter-Betrieb nicht aktiv
8.3 Menüstruktur: Ebene 2 (Erweiterte Funktionen)

1: Übergang zum Hauptmenü; 2: Übergang zu Menü-Ebene 3 (Simulation).
i
Grau unterlegte Menüpunkte sind im 2-Leiter-Betrieb nicht aktiv.
8.4 Erläuterung zur Menü-Ebene 2
| rES | Werkseinstellung wiederherstellen. [APPL] = Applikationsreset[btb] = Back to BoxSiehe: Sensor / Parameter zurücksetzen (→ ☐ 31) |
| ou1* | Ausgangsfunktion für OUT1:Schaltsignal für die Druckgrenzwerte: Hysteresefunktion [H ..] oder Fensterfunktion [F ..], jeweils Schließer [. no] oder Öffner [. nc], Ausgang aus [Off]. |
| ou2 | Ausgangsfunktion für OUT2:Schaltsignal für die Druckgrenzwerte: Hysteresefunktion [H ..] oder Fensterfunktion [F ..], jeweils Schließer [. no] oder Öffner [. nc], Ausgang aus [Off]. Analogsignal für den aktuellen Systemdruck: 4...20 mA [I]. |
| dS1 / dS2* | Schaltverzögerung für OUT1 / OUT2. |
| dr1 / dr2* | Rückschaltverzögerung für OUT1 /OUT2. |
| uni. P | Standard-Maßeinheit für Systemdruck (Anzeige):[bAr] / [mbar] / [MPA] / [kPA] / [PSI] / [inHG] / [iH2O] / [mmWS]. |
| P-n* | Schaltlogik der Ausgänge: pnp / npn. |
| Hi. P | Maximalwertspeicher für Systemdruck. |
| Lo. P | Minimalwertspeicher für Systemdruck. |
| FOU1* | Verhalten von Ausgang 1 im Falle eines internen Fehlers. |
| FOU2 | Verhalten von Ausgang 2 im Falle eines internen Fehlers. |
| dAP | Dämpfung des Schaltpunktes / Prozessdatenstrom (IO-Link Kommunikation) und der Anzeige (T63**). |
| dAA | Dämpfung des Analogausgangs. Voraussetzung: Einstellung OUT2 ist [I] (T63**). |
| coF | Nullpunkt-Kalibrierung zwischen: -5%...+5% vom MEW. |
| CGA | Anpassung Messbereichsendwert zwischen: -5%...+5% vom MEW. |
| diS | Aktualisierungsrate und Orientierung der Anzeige |
| SIM | Öffnen des Untermenüs SIM (Simulation) |
* Menüpunkte im 2-Leiter-Betrieb nicht aktiv
** Zeitkonstante tau
8.5 Menüstruktur: Ebene 3 (Simulation)

2: Übergang zu Menü-Ebene 2 (Erweiterte Funktionen).
8.6 Erläuterung zur Menü-Ebene 3
| S. PRS | Simulation eines Druckes / eines Fehlerzustands |
| S. Tim | Simulationsdauer 1...60 min |
| S. On | Simulation Start/Stopp |

Die Simulation wird mit Betätigen der [Enter] Taste unterbrochen.
9 Parametrierung
Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
9.1 Parametriervorgang allgemein

VORSICHT
Bei hoher Medien- oder Umgebungstemperatur können sich einige Bereiche des Gehäuses stark erwärmen.
▷ Verbrennungsgefahr
▶ Gerät nicht mit der Hand berühren.
▶ Gegebenenfalls stumpfen Hilfsgegenstand für Einstellungen am Gerät benutzen.
▶ Jede Parametereinstellung benötigt 3 Schritte.
1: Parameter wählen

▶ [Enter] drücken, um in das Menü zu gelangen.
▶ [▲] oder [▼] drücken bis gewünschter Parameter angezeigt wird.
2: Parameterwert einstellen

▶ [Enter] drücken, um den gewählten Parameter zu editieren.
▶ [▲] oder [▼] für mindestens 1 s drücken.
▷ Nach 1 s: Einstellwert wird verändert: Schrittweise durch Einzeldruck oder fortlaufend durch Dauerdruck.
Zahlenwerte werden fortlaufend erhöht mit [▲] oder heruntergesetzt mit [▼].
3: Parameterwert bestätigen

▶ Kurz ▶ [Enter] drücken.
▷ Der Parameter wird wieder angezeigt. Der neue Einstellwert ist gespeichert.
Weitere Parameter einstellen
▶ [▲] oder [▼] drücken bis gewünschter Parameter angezeigt wird.
Parametrierung beenden
▶ [▲] oder [▼] so oft drücken, bis der aktuelle Messwert angezeigt wird, oder 30 s warten.
▷ Der Sensor kehrt in die Prozesswertanzeige zurück.
Wird [C. Loc] angezeigt, beim Versuch einen Parameterwert zu ändern, ist ein Parametriervorgang über die IO-Link-Kommunikation aktiv (vorübergehende Sperrung).
Wird [C. Loc] angezeigt, beim Versuch einen Parameterwert zu ändern, ist ein Parametriervorgang über die IO-Link-Kommunikation aktiv (vorübergehende Sperrung).
Wird [S. Loc] angezeigt, ist der Sensor per Software dauerhaft verriegelt. Diese Verriegelung kann nur mit einer Parametriersoftware aufgehoben werden.
Wechsel von Menü-Ebene 1 zu Menü-Ebene 2

▶ [Enter] drücken, um in das Menü zu gelangen.
▶ [▲] oder [▼] drücken bis [EF] angezeigt wird.

▶ [Enter] drücken.
▷ Der erste Parameter des Untermenüs wird angezeigt (hier [rES]).
▷ Mit [▼] weitergehen.
Verriegeln / Entriegeln
Das Gerät lässt sich elektronisch verriegeln, so dass unbeabsichtigte Fehleingaben verhindert werden.
Verriegeln

▶ Sicherstellen, dass das Gerät im normalen Betriebsmodus ist.
▶ [▲] + [▼] gleichzeitig 10 s drücken.
▷ [Loc] wird angezeigt.
[Loc] wird kurz angezeigt, wenn versucht wird, Parameterwerte zu ändern.
Entriegeln

▶ [▲] + [▼] gleichzeitig 10 s drücken.
▷ [uLoc] wird angezeigt.
Timeout
Wird während der Einstellung eines Parameters 30 s lang keine Taste gedrückt, geht das Gerät mit unverändertem Wert in den Arbeitsbetrieb zurück.
Parameter verlassen, ohne Übernahme der Einstellungen

▶ [▲] + [▼] gleichzeitig drücken.
▷ Rückkehr zur Menüebene.
Menüebene verlassen

▶ [▲] + [▼] gleichzeitig drücken.
▷ Menüebene 2 wechselt zu Ebene 1 oder
Ebene 1 wechselt zur Anzeige.

Im 2-Leiter-Betrieb sind diejenigen Menüpunkte nicht aktiv, die sich auf Schaltfunktionen beziehen ( → Menüstruktur), zudem sind bei einigen Menüpunkten diejenigen Parameterwerte nicht wählbar, die sich auf Schaltfunktionen beziehen.
9.2 Parametrierung über IO-Link
Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:
- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
• Parametrierung über eine SPS - Parametrierung über eine IIoT-Applikation
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametriersoftware, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:
→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.
9.3 Anzeige konfigurieren (optional)

Muss die Maßeinheit [uni. P] verändert werden, so ist dies vor der Einstellung anderer Parameter zu tun, um interne Rundungsabweichungen durch Einheitenumwandlung zu vermeiden.
| ▶ [uni. P] wählen und Maßeinheit festlegen:• [bAr], [mbAr], [MPA], [kPA].• [psi] (Geräteabhängig).• [InHO] (Geräteabhängig).• [mWS] (Geräteabhängig).• [mmWS] (Geräteabhängig). | [uni. P] |

Wählbare Maßeinheiten → Datenblatt.
Uni. P wirkt nur auf das Sensordisplay. Der IO-Link Prozesswert bleibt unberührt.
| ▶ [diS] wählen und Aktualisierungsrate und Orientierung der Anzeige festlegen:• [d1]: Messwertaktualisierung alle 50 ms.• [d2]: Messwertaktualisierung alle 200 ms.• [d3]: Messwertaktualisierung alle 600 ms.• [rd1], [rd2], [rd3]: Anzeige wie d1, d2, d3; um 180° gedreht.• [OFF] = Die Messwertanzeige ist im Run-Modus ausgeschaltet. Bei Druck auf eine der Tasten wird 30 s lang der aktuelle Messwert angezeigt. Nochmaliges Drücken auf [Enter] öffnet den Display-Modus. Die LEDs bleiben auch bei ausgeschalteter Anzeige aktiv. Fehlermeldungen werden auch bei ausgeschaltetem Display angezeigt. | [diS] |
9.4 Ausgangssignale festlegen
9.4.1 Ausgangsfunktion festlegen
| ▶ [OU1] wählen und Schaltfunktion einstellen:• [Hno] = Hysteresefunktion/Schließer.• [Hnc] = Hysteresefunktion/Öffner.• [Fno] = Fensterfunktion/Schließer.• [Fnc] = Fensterfunktion/Öffner.• [Off] = Ausgang aus. | [OU1] |
| ▶ [OU2] wählen und Funktion einstellen:• [Hno] = Hysteresefunktion/Schließer.• [Hnc] = Hysteresefunktion/Öffner.• [Fno] = Fensterfunktion/Schließer.• [Fnc] = Fensterfunktion/Öffner.• [I] = druckproportionales Stromsignal 4...20 mA.• [InEG] = druckproportionales Stromsignal 20...4 mA.• [Off] = Ausgang aus. | [OU2] |
9.4.2 Schaltgrenzen festlegen
| ▶ [SP1] / [SP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet. | [SP1][SP2] |
| ▶ [rP1] / [rP2] wählen und Wert einstellen, bei dem der Ausgang schaltet.rPx ist stets kleiner als SPx. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für SPx liegen. | [rP1][rP2] |
9.4.3 Schaltgrenzen bei Fensterfunktion festlegen
| ▶ [ou1] / [ou2] muss als [Fno] oder [Fnc] eingestellt sein. ▶ [FHx] wählen und oberen Grenzwert einstellen. | [FH1] [FH2] |
| ▶ [FLx] wählen und unteren Grenzwert einstellen. FLx ist stets kleiner als FHx. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für FHx liegen. | [FL1] [FL2] |
9.4.4 Analogwert für OUT2 skalieren
| ► ▶ Den gewünschten minimalen Systemdruck in der Anlage anfahren und konstant halten.► ▶ [tASP] mit [Enter] auswählen.► ▶ [▲] oder [▼] drücken bis [----] angezeigt wird.► ▶ [----] mit [Enter] bestätigen. ▷ Der aktuelle Druck ist als Startwert für das Analogsignal festgelegt. | [tASP] |
| ► ▶ Den gewünschten maximalen Systemdruck in der Anlage anfahren und konstant halten.► ▶ [tAEP] mit [Enter] auswählen.► ▶ [▲] oder [▼] drücken bis [----] angezeigt wird.► ▶ [----] mit [Enter] bestätigen. ▷ Der aktuelle Systemdruck ist als Endwert für das Analogsignal festgelegt. | [tAEP] |
ASP / AEP kann nur innerhalb festgelegter Grenzen geteacht werden (→ Einstellbereiche). Wird bei ungültigem Druckwert geteacht, wird abwechselnd [Fail] und [UL] für 30 s angezeigt. Die Zeit kann durch Betätigen einer Taste abgebrochen werden, der ASP-Wert / AEP-Wert wird in diesem Fall nicht geändert.
| Alternativ:► ▶ [ASP] wählen und Messwert einstellen, bei dem 4 mA ausgegeben werden (20 mA bei [OU2] = [InEG]).► ▶ [AEP] wählen und Messwert einstellen, bei dem 20 mA ausgegeben werden (4 mA bei [OU2] = [InEG]). Mindestabstand zwischen ASP und AEP = 20% des Messbereichsendwerts (Turn-Down 1:5). | [ASP][AEP] |
9.5 Benutzereinstellungen (optional)
9.5.1 Nullpunkt-Kalibrierung und Anpassung Messbereichsendwert
| ▶ [coF] wählen und Nullpunkt zwischen -5%...+5% einstellen. Der interne Messwert “0” wird um diesen Betrag verschoben. | [coF] |
| Alternativ: Automatische Anpassung des Offsets im Bereich 0 bar ± 5% . ▶ Sicherstellen, dass die Anlage druckfrei ist. ▶ [Enter] drücken, bis [tCOF] erscheint. ▶ [▲] oder [▼] drücken und gedrückt halten. ▷ Der aktuelle Offsetwert (in %) wird kurzzeitig blinkend angezeigt. ▷ Der aktuelle Systemdruck wird angezeigt. ▶ [▲] oder [▼] loslassen. ▶ Kurz [Enter] drücken (= Bestätigung des neuen Offsetwerts). | [tcoF] |
| ▶ [CGA] wählen und Messbereichsendwert zwischen -5% ...+5% einstellen. Der interne Messbereichsendwert “MEW“ wird um diesen Betrag verschoben. | [CGA] |
9.5.2 Fehlverhalten der Ausgänge festlegen
| ▶ [FOU1] wählen und Wert festlegen:• [On] = Ausgang 1 schaltet im Fehlerfall EIN.• [OFF] = Ausgang 1 schaltet im Fehlerfall AUS. ▶ [FOU2] wählen und Wert festlegen:• [On] = Ausgang 2 schaltet im Fehlerfall EIN, das Analogsignal geht auf den oberen Anschlagwert.• [OFF] = Ausgang 2 schaltet im Fehlerfall AUS, das Analogsignal geht auf den unteren Anschlagwert. | [FOU1][FOU2] |
9.5.3 Verzögerungszeit für die Schaltausgänge festlegen
| dS1] / [dS2] = Einschaltverzögerung für OUT1 / OUT2. | [dS1] |
| [dr1] / [dr2] = Ausschaltverzögerung für OUT1 / OUT2. | [dr1] |
| ▶ [dS1], [dS2], [dr1] oder [dr2] wählen und Wert zwischen 0,1 und 50 s einstellen (bei 0,0 ist die Verzögerungszeit nicht aktiv). | [dS2] |
| [dr2] |
9.5.4 Schaltlogik für die Schaltausgänge festlegen
| ▶ [P-n] wählen und [PnP] oder [nPn] einstellen. | [P-n] |
9.5.5 Dämpfung für das Schaltsignal festlegen
| ▶ [dAP] wählen und Wert zwischen 0,00...99,99 s einstellen; (bei 0,00 ist [dAP] nicht aktiv).dAP-Wert = Ansprechzeit zwischen Druckänderung und Änderung des Schaltzustands in Sekunden. [dAP] beeinflusst die Schaltfrequenz: fmax = 1 ÷ 2dAP . [dAP] wirkt auch auf die Anzeige (T63*). | [dAP] |
* Zeitkonstante tau
9.5.6 Dämpfung für das Analogsignal festlegen
| ▶ [dAA] wählen und Wert zwischen 0,01...99,99 s einstellen; (bei 0,00 ist [dAA] nicht aktiv). dAA-Wert = Ansprechzeit zwischen Druckänderung und Änderung des Analogsignals in Sekunden (T63*). | [dAA] |
* Zeitkonstante tau
9.6 Service-Funktionen
9.6.1 Ablesen der Min-/Maxwerte für Systemdruck
| ▶ [Hi. P] oder [Lo. P] wählen und kurz ▶ [▲] oder [▼] drücken. | [Hi. P] |
| [Hi. P] = Maximalwert, [Lo. P] = Minimalwert. | [Lo. P] |
| Speicher löschen: | |
| ▶ [Hi. P] oder [Lo. P] wählen. | |
| ▶ [▲] oder [▼] drücken und gedrückt halten, bis [----] angezeigt wird. | |
| ▶ Kurz ▶ [Enter] drücken. |
9.6.2 Sensor / Parameter zurücksetzen
Soll [rES] ohne Ausführung verlassen werden, eine der folgenden Möglichkeiten ausführen:
▶ 30 Sekunden warten.
▶ [▲] und [▼] gleichzeitig drücken.
▶ Spannungsversorgung unterbrechen
| ► ▶ Vor Ausführen von [rES] die Sensoreinstellungen notieren.► ▶ [rES] anwählen und ▶ [Enter] drücken.► [▲] oder [▼] drücken.► ▶ Verzögerungsfunktion = Anzeige blinkt.► ▶ Nach der Verzögerungsfunktion mit [▲] oder [▼] zwischen [APPL] und [btb] wählen.· [APPL] = Applikationsreset· [btb] = Back to Box► ▶ [Enter] drücken. ▷ [----] Das Rücksetzen wird ausgeführt. | [rES] |
| Applikationsreset [APPL]:· Der Applikationsreset setzt alle Sensor- und ausgangsbezogenen Parameter zurück. | [APPL] |
Bei aktivierter IO-Link Datenhaltung löst dies sofort ein Parameter-Update im Master aus.
| Back to Box [btb]:Der Back to Box Reset setzt zusätzlich alle schreibbaren Geräte-Identifikationsparameter wie den Applikation SpecificTag zurück | [btb] |
Nach dem Reset setzt der Sensor die Kommunikation und den Messbetrieb bis zur Spannungsunterbrechung aus. Die IO-Link Datenhaltung wird nicht angestoßen.
9.7 Simulationsfunktion
9.7.1 Menü-Ebene 3 (Simulation) öffnen
| ▶ In der Menü-Ebene 2 (Erweiterte Funktionen) mit [▲] oder [▼] den Parameter [SIM] anwählen. ▶ [Enter] drücken (= Menü-Ebene 3 öffnen). ▷ Simulationsparameter sind anwählbar. | [SIM] |
9.8 Simulation
9.8.1 Simulationswert einstellen
| ► [S. PRS] wählen.► ▶ Den zu simulierenden Prozesswert einstellen. [Zahlenwert] = Druck (abhängig von Grundeinstellung). [OL] = Erfassungsbereich überschritten. [UL] = Erfassungsbereich unterschritten. [Err] = Elektronikfehler erkannt. [CELL] = Zellendiagnose-Event► [Enter] drücken. | [S. PRS] |
9.8.2 Simulationswert einstellen
| ► [S. Tim] wählen.► ▶ Zeitspanne für Simulation einstellen.► [Enter] drücken. Einstellbereich: 1, 2, 3, 4, 5, 10, 15, 20, 30, 45, 60 min. Werkseinstellung: 3 min. | [S. Tim] |
9.8.3 Simulation ein- / ausschalten
| ▶ [S. On] wählen und einstellen:[OFF] = Simulation aus[On] = Simulation ein▶ [Enter] bestätigen zum Start der Simulation | [S. On] |
Die Simulation läuft, bis erneut [Enter] gedrückt wird oder die über [STim] eingestellte Zeit abläuft. Während der Simulation wird alle 3 s [SIM] angezeigt. Nach Ende der Simulation wechselt das Gerät wieder in den Parameter [S. On] und intern geht das Gerät wieder in den Betriebsmodus (und die Prozesswertübertragung). Nach weiteren 30 s wechselt auch die Anzeige wieder in die Prozesswertanzeige.
Wird die Simulation über IO-Link gestartet, kann diese nur über IO- Link wieder beendet werden. Beim Versuch, die Simulation über die Bedientasten zu beenden, wird C. Loc angezeigt.
9.8.4 Ablesen der Überlastvorgänge
| HIPC: Anzahl Überlastvorgänge. HIPC zählt wie oft die Schwelle HIPS überschritten wurde. Die Überschreitung muss mind. 0,5 ms andauern. HIPS: Einstellung der Schwelle für den Überlastzähler. | [HIPC][HIPS] |

Die Parameter HIPC und HIPS stehen nur über die IO-Link Kommunikation zur Verfügung.

Bei einer Unterbrechung der Versorgungsspannung können maximal die Ereignisse der letzten 10 Minuten verloren gehen, da diese im Hintergrund summiert werden und noch nicht fest in den Speicher übertragen sind.
10 Betrieb
Nach Einschalten der Versorgungsspannung und Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit von ca. 0,5 s befindet sich das Gerät im RUN-Modus (= normaler Arbeitsbetrieb). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
10.1 Einstellung der Parameter ablesen
▶ [Enter] drücken.
▶ [▲] oder [▼] drücken bis gewünschter Parameter angezeigt wird.
▶ Kurz [Enter] drücken.
▷ Das Gerät zeigt für ca. 30 s den zugehörigen Parameterwert, wechselt anschließend in die Prozesswertanzeige.

Alternativ zur 30 s Wartezeit:
▶ Anzeige-Abbruch: [▲] + [▼] gleichzeitig betätigen.
▷ Die Wartezeit von 30 s entfällt.
10.2 Wechsel der Anzeige im Run-Modus
Aktivierung der Anzeige bei Display im OFF-Modus:
▶ Kurz [Enter] drücken.
▷ Das Gerät zeigt für ca. 30 s den aktuellen Messwert in der gewählten Anzeigeart:
11 Fehlerbehebung
11.1 Fehlerbehebung
Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose.
- Es überwacht sich selbsttätig während des Betriebs.
- Es zeigt Warnungen und Fehlerzustände per IO-Link und per Display an (auch bei ausgeschaltetem Display).
- Wird ein Fehler diagnostiziert, werden die Ausgänge entsprechend der Einstellung der Parameter [FOU1] und [FOU2] gesetzt.
| Anzeige | Warnung | Fehler | Status LED | Fehlerart bzw. Ereignis | Abhilfe |
| Err | X | Gerät defekt | ► Gerät austauschen. | ||
| CELL + Err (im Wechsel) | X | Messzelle defekt | ► Gerät austauschen. | ||
| SIM + PW (im Wechsel) | X | Simulationsfunktion aktiv | |||
| IO-L | X | Funktion zur optischen Identifikation aktiv | |||
| OFF | X | Versorgungsspannung zu niedrig. | ► Höhe der Versorgungsspannung prüfen / korrigieren.► ▶ Im 2-Leiter-Betrieb: Höhe der angeschlossenen Bürde prüfen / korrigieren. | ||
| SC1 | X | OUT1 blinkt | Kurzschluss Schaltausgang 1. | ► Schaltausgang 1 auf Kurzschluss prüfen, Fehler beseitigen. | |
| SC2 | X | OUT2 blinkt | Kurzschluss Schaltausgang 2. | ► Schaltausgang 2 auf Kurzschluss prüfen, Fehler beseitigen. | |
| SC | X | OUT1 und OUT2 blinken | Kurzschluss Schaltausgang 1 und Schaltausgang 2. | ► Schaltausgänge 1 und 2 auf Kurzschluss prüfen; Fehler beseitigen. | |
| PArA | X | Parametrierung außerhalb des erlaubten Bereichs. | ► Parametrierung wiederholen.► Parametrierung ändern► ▶ [APPL] oder [btb] Reset vornehmen. Siehe: Sensor / Parameter zurücksetzen (→ ☐ 31) | ||
| OL | X | Erfassungsbereich überschritten: Messwert größer +5% MEW | ► Druck prüfen / reduzieren. | ||
| UL | X | Erfassungsbereich unterschritten | ► Druck prüfen / erhöhen. | ||
| Loc | X | Einstelltasten am Gerät verriegelt, Parameteränderung verweigert. | ► Entriegelung vornehmen. | ||
| C. Loc | X | Parametrierung über Taste gesperrt, Parametrierung über IO-Link Kommunikation ist aktiv. | ► Vor Parametrierung am Sensor die IO-Link-Kommunikation beenden. | ||
| S. Loc | X | Einstelltasten über Parametriersoftware verriegelt, Parameteränderung verweigert. | ► Entriegeln von Sensor über Parametriersoftware. |
12 Entsorgung, Instandsetzung und Rücksendung
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
▶ Bei Rücksendungen dafür sorgen, dass das Gerät frei ist von Verunreinigungen, insbesondere von gefährlichen und giftigen Stoffen.
▶ Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
13 Werkseinstellung
| Werkseinstellung | Benutzereinstellung | |
| cELd | off | |
| SP1 | 25% MEW* | |
| rP1 | 23% MEW* | |
| OU1 | Hno | |
| OU2 | I | |
| SP2 | 75% MEW* | |
| rP2 | 73% MEW* | |
| coF / tcoF | 0,0 | |
| ASP / tASP | 0% MEW*PI1x09: -1 bar | |
| AEP / tAEP | 100% MEW* | |
| dS1 | 0,0 | |
| dr1 | 0,0 | |
| dS2 | 0,0 | |
| dr2 | 0,0 | |
| Uni | bAr / mbAr | |
| FOU1 | on | |
| FOU2 | on | |
| P-n | pnp | |
| dAP | 0,06 / 2,00** | |
| dAA | 0,06 / 2,00** | |
| dis | d2 |
* = eingestellt ist der angegebene Prozentwert vom Messbereichsendwert (MEW) des jeweiligen Sensors (bei PI1709 der Prozentwert der Messspanne).
** = Geräte bis 4 bar Nenndruck dAP = 2 / Geräte über 4 bar Nenndruck dAP = 0,06.