SI5007 - Detektor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG SI5007 IFM
Betriebsanleitung
Strömungswächter
SI5007
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung.... 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise.... 3
2 Sicherheitshinweise 4
2.1 Cybersecurity 4
3 Transport, Handhabung und Lagerung 5
4 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
5 Funktion 7
5.1 Strömungsüberwachung 7
5.2 Temperaturüberwachung 7
5.3 IO-Link 8
6 Montage.... 9
6.1 Einbaulage 9
6.1.1 Eintauchtiefe 9
6.1.2 Empfohlene Einbaulage 9
6.1.3 Bedingt mögliche Einbaulage 10
6.1.4 Nicht erlaubte Einbaulage 10
6.1.5 Ausrichtung 11
6.2 Störeinflüsse 11
6.3 Prozessanschluss.... 11
7 Elektrischer Anschluss.... 13
8 Bedien- und Anzeigeelemente 14
9 Inbetriebnahme 15
10 Parametrierung 16
10.1 Parametrierung über die Gerätetasten.... 16
10.1.1 Schaltpunkt SP1 (Strömung) 16
10.1.2 Schaltpunkt SP2 (Temperatur) 17
10.1.3 High Flow Abgleich 18
10.1.4 Low Flow Abgleich 18
10.1.5 Schaltpunktlogik.... 18
10.1.6 Gerät zurücksetzen (Reset) 19
10.1.7 Verriegeln / Entriegeln 19
10.2 Parametrierung über IO-Link 19
11 Betrieb 21
12 Fehlerbehebung 22
13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 23
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen, Zubehör und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
Querverweis ohne Verlinkung
Querverweis mit Verlinkung

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
• Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen. - Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
2.1 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Transport, Handhabung und Lagerung
▶ Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
▶ Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (Technische Daten).
4 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät überwacht die Strömung und die Temperatur in flüssigen und gasförmigen Medien.
5 Funktion
- Das Gerät erfasst die Strömung nach dem kalorimetrischen Messprinzip.
- Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
Das Gerät erzeugt zwei Ausgangssignale:
• OUT1: Schaltsignal für Strömung
• OUT2: Schaltsignal für Temperatur
5.1 Strömungsüberwachung
Das Gerät erfasst die Strömung nach dem kalorimetrischen Messprinzip und schaltet den Ausgang OUT1. Bei Werkseinstellung liegt der Schaltpunkt auf der LED 7.
Der Ausgang des Geräts ist werksseitig auf Schließerfunktion eingestellt und kann auf Öffnerfunktion umgestellt werden.
Die Schaltpunkt-LED zeigt den Schaltzustand an:
• LED orange = Ausgang geschlossen
• LED rot = Ausgang geöffnet.
Normalbetrieb
Bei Normalströmung hat der Ausgang folgenden Zustand:
• Ausgang geschlossen bei Schließerfunktion.
• Ausgang geöffnet bei Öffnerfunktion.

Abb. 1: Strömung ≥ SP / Schließerfunktion

Abb. 2: Strömung ≥ SP / Öffnerfunktion
Abweichung vom Normalbetrieb
Sinkt die Strömungsgeschwindigkeit, ändert sich der Schaltzustand, wenn der Schaltpunkt SP abzüglich der Hysterese unterschritten wird.

Abb. 3: Strömung < SP / Schließerfunktion

Abb. 4: Strömung < SP / Öffnerfunktion

Die Hysterese verändert sich mit der Strömungsgeschwindigkeit und sie wird wesentlich beeinflusst vom eingestellten Erfassungsbereich. Sie beträgt 2...5 cm/s bei Einstellung 5...100 cm/s (= Werkseinstellung), sie vergrößert sich bei höheren Strömungsgeschwindigkeiten.
Die typische Ansprechzeit des Geräts beträgt 1...10 s. Sie kann durch Einstellung des Schaltpunkts beeinflusst werden:
- Niedriger Schaltpunkt = schnelle Reaktion bei Strömungsanstieg.
- Hoher Schaltpunkt = schnelle Reaktion bei Strömungsabfall.
5.2 Temperaturüberwachung
Das Gerät erfasst die aktuelle Medientemperatur und schaltet Ausgang OUT2.
Der Ausgang des Geräts ist werksseitig auf Schließerfunktion eingestellt und kann auf Öffnerfunktion umgestellt werden.
Im Betriebsmodus zeigt das Display die Strömung an. Durch kurzes Drücken der Taste ▶ wechselt das Gerät zur Temperaturanzeige ➞ 14.
Die Schaltpunkt-LED zeigt den Schaltzustand an:
• LED orange = Ausgang geschlossen
• LED grün = Ausgang geöffnet
Der Ausgang OUT2 schaltet, wenn die Temperatur den eingestellten Schaltpunkt SP2 überschreitet. Bei Werkseinstellung (Schließerfunktion) gilt:
• Ausgang geschlossen, wenn Medientemperatur ≥ SP2
• Ausgang geöffnet, wenn Medientemperatur < SP2
5.3 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
• Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
• Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
• Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
6 Montage

VORSICHT
Während der Montagearbeiten oder im Fehlerfall können hoher Druck oder heiße Medien aus der Anlage entweichen.
▷ Verletzungsgefahr durch Druck oder Verbrennung.
▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
▶ Sicherstellen, dass während der Montagearbeiten keine Medien am Montageort auslaufen können.
6.1 Einbaulage
6.1.1 Eintauchtiefe


Abb. 5: Eintauchtiefe
• Die Sensorspitze muss vollständig vom Medium umflossen werden.
• Empfohlene Eintauchtiefe: Mindestens 12 mm.
6.1.2 Empfohlene Einbaulage


Abb. 6: Empfohlene Einbaulage
- Bei waagerecht verlaufenden Rohren: Montage seitlich.
- Bei senkrecht verlaufenden Rohren: Montage in der Steigleitung.
6.1.3 Bedingt mögliche Einbaulage


Abb. 7: Bedingt mögliche Einbaulage
- Bei waagerecht verlaufenden Rohren, wenn die Rohrleitung frei von Ablagerungen ist: Montage von unten.
- Bei waagerecht verlaufenden Rohren, wenn die Rohrleitung vollständig mit Medium gefüllt ist: Montage von oben.
6.1.4 Nicht erlaubte Einbaulage


Abb. 8: Nicht erlaubte Einbaulage
• Die Sensorspitze darf die Rohrwand nicht berühren.
• Montage nicht in nach unten offenen Fallrohren.
6.1.5 Ausrichtung

Abb. 9: Anströmrichtung (Pfeil)
▶ Um eine optimale Messgenauigkeit zu erreichen, den Sensor so montieren, dass sich der Stecker entgegen der Strömungsrichtung befindet.

Die Seite, die sich gegenüber der Anströmrichtung befinden soll, ist auch durch eine Bohrung oberhalb der Schlüsselfläche (1) markiert.
6.2 Störeinflüsse
Einbauten in der Rohrleitung, Krümmungen, Ventile, Reduzierungen u. ä. beeinträchtigen die Funktion des Geräts.
▶ Abstände zwischen Sensor und Störeinflüssen einhalten.


Abb. 10: Ein- und Auslaufstrecken
D: Rohraußendurchmesser
S: Störeinflüsse
6.3 Prozessanschluss
Durch Prozessadapter ist das Gerät an unterschiedliche Prozessanschlüsse adaptierbar.
Korrekter Sitz des Geräts und Dichtigkeit des Anschlusses sind nur mit ifm-Adaptern gewährleistet.
Für kleine Durchflussmengen sind ifm-Adapterblöcke lieferbar.

Das Gerät wird ohne Zubehör geliefert.
Informationen zu verfügbarem Zubehör unter documentation.ifm.com.
Bei Verwendung von Komponenten anderer Hersteller wird eine optimale Funktion nicht gewährleistet.

Abb. 11: Gerät mit Adapter an Prozess anschließen
1: Prozessanschluss
2: Adapter
3: Sensorspitze
4: Überwurfmutter
▶ Gewinde von Prozessanschluss, Adapter und Überwurfmutter schmieren. Eine für die Anwendung geeignete und zugelassene Schmierpaste verwenden.

Es darf kein Schmiermittel auf die Sensorspitze gelangen.
▶ Passenden Adapter in den Prozessanschluss einschrauben.
▶ Strömungswächter auf den Adapter setzen und die Überwurfmutter festziehen. Anzugsdrehmoment 25 Nm. Dabei das Gerät in seiner Ausrichtung halten.
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:


Abb. 12: Anschlussbelegung
1: L+ Spannungsversorgung
2: OUT2 / • Digitaler Ausgang 2 (PNP): Schaltsignal für Temperaturüberwachung
IN • Programmierleitung für Fernabgleich
3: L- Spannungsversorgung
4: OUT1 • Digitaler Ausgang 1 (PNP): Schaltsignal für Strömungsüberwachung
- IO-Link
8 Bedien- und Anzeigeelemente

In der Betriebsanzeige wird nur die Strömungsüberwachung angezeigt: LED 7 zeigt den Schaltpunkt SP1 an, bei dem der Ausgang OUT1 schaltet.

1: Betriebsanzeige
• Die LEDs 0...9 repräsentieren den Bereich zwischen Strömungsstillstand und Maximalströmung.
• Die grünen LEDs zeigen die aktuelle Strömung.
- Eine leuchtende LED zeigt die Position des Schaltpunkts:
– Orange: Ausgang geschlossen
- Rot: Ausgang offen
Im aktuellen Beispiel: Schließerfunktion (Werkseinstellung).
2: Einstelltasten für Abgleich und Konfiguration
Wechsel zur Temperaturanzeige
▶ Kurz Taste ▶ drücken.
▷ Das Gerät zeigt für etwa 5 s die aktuelle Temperatur und den Schaltpunkt für Temperatur in Schritten von 10 °C an.
①
| LED | 0 | 0...1 | 0...2 | 0...3 | 0...4 | 0...5 | ... | 0...9 |
| T | 0...9°C | 10...19°C | 20...29°C | 30...39°C | 40...49°C | 50...59°C | 90...99°C |

②
| LED | 0 | 1 | 3 | 4 | 5 | 6 | 7 | 8 | 9 |
| SP2 | 2...4°C | 5...14°C | 25...34°C | 35...44°C | 45...54°C | 55...64°C | 65...74°C | 75...80°C | --- |
Abb. 13: Temperaturanzeige
1: Die rote LED-Kette zeigt die aktuelle Temperatur an.
Im Beispiel: T = 20...29 °C.
2: Die grüne (orangefarbene) LED zeigt den aktuellen Schaltpunkt SP2 und den Schaltzustand von OUT2 an:
• LED grün = Ausgang OUT2 geöffnet (OFF)
• LED orange = Ausgang OUT2 geschlossen (ON)
Im Beispiel: SP2 = 45...54 °C, Ausgang geöffnet (bei Werkseinstellung Schließer).
9 Inbetriebnahme
▶ Versorgungsspannung einschalten.
▷ Alle LEDs leuchten auf und verlöschen wieder schrittweise. Während dieser Zeit ist der Ausgang geschlossen bei Einstellung Schließer bzw. offen bei Einstellung Öffner.
▷ Das Gerät ist im Betriebsmodus.

In der Betriebsanzeige wird nur die Strömungsüberwachung angezeigt: LED 7 zeigt den Schaltpunkt SP1 an, bei dem der Ausgang OUT1 schaltet.
▶ Normalströmung in der Anlage fließen lassen.
▶ Anzeige prüfen und weiteres Vorgehen bestimmen:
| Displayanzeige | Erläuterung | |
| 1 | ![]() | Der werksseitig eingestellte Arbeitsbereich ist für die Applikation geeignet.► ▶ Bei Bedarf den ▶ Schaltpunkt an die Applikation anpassen. |
| 2 | ![]() | Die Normalströmung unterschreitet den Darstellungsbereich des Displays.► ▶ High Flow Abgleich durchführen.► Schaltpunkt an die Applikation anpassen. |
| 3 | ![]() | Die Normalströmung überschreitet den Darstellungsbereich des Displays (LED 9 blinkt).► ▶ High Flow Abgleich durchführen. |
Tab. 1: Displayanzeige bei Werkseinstellung (→ Funktion)

Die Werkseinstellung kann jederzeit wiederhergestellt werden (→ Gerät zurücksetzen).

Für andere Medien als Wasser:
▶ Zusätzlichen Abgleich an die Minimalströmung durchführen (→ Low Flow Abgleich).
10 Parametrierung
Die Parametrierung kann über die IO-Link Schnittstelle oder über die Bedienelemente am Gerät vorgenommen werden.
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
▶ Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
10.1 Parametrierung über die Gerätetasten
10.1.1 Schaltpunkt SP1 (Strömung)
Bei Werkseinstellung liegt der Schaltpunkt auf LED 7. Eine Änderung ist sinnvoll in folgenden Fällen:
• Die Normalströmung unterschreitet den Darstellungsbereich des Display, siehe ➞ 15.
• Die Strömung schwankt stark oder pulsiert.
- Es ist eine schnellere Ansprechzeit des Geräts gewünscht.
- Niedriger Schaltpunkt = schnelle Reaktion bei Strömungsanstieg.
- Hoher Schaltpunkt = schnelle Reaktion bei Strömungsabfall.
▶ Kurz Taste Ⓓdrücken.
▷ Die Schaltpunkt-LED (SP1) blinkt.
▶ Taste Ⓓoder ⬇drücken so oft erforderlich.
▷ Jeder Tastendruck verschiebt die LED um eine Position in die angezeigte Richtung.
▶ Bei Erreichen des gewünschten Schaltpunkts die Taste für mehr als 2 Sekunden nicht drücken.
▷ Das Gerät geht mit dem neu eingestellten Wert in den Betriebsmodus.
10.1.2 Schaltpunkt SP2 (Temperatur)
▶ Kurz Taste ▶ drücken.
▷ Das Gerät zeigt für etwa 5 s die aktuelle Temperatur und den Schaltpunkt für Temperatur in Schritten von 10 °C an:

Abb. 14: Anzeigemodus
1: LED-Kette rot: aktuelle Temperatur ➞ 14.
2: LED grün: aktueller Schaltpunkt SP2 → 14 (Bereichsanzeige, exakter Wert → Abb. Einstellmodus) Liegt die aktuelle Temperatur über dem Schaltpunkt, ist die LED orange.
3: Einstellbereiche für die Schaltpunkt-LED.
▶ Innerhalb von 5 s erneut kurz Taste ▶ drücken.
▷ Der Einstellmodus für SP2 ist aktiviert.
▶ Taste < oder ▶ drücken so oft erforderlich.
▷ Jeder Tastendruck verschiebt den Schaltpunkt in die angezeigte Richtung.
▷ Der Schaltpunkt wird durch 2 grüne LEDs angezeigt: leuchtende LED = Zehnerstelle, blinkende LED = Einerstelle. Der Schaltpunkt kann in Schritten von 1 °C geändert werden.
▶ Bei Erreichen des gewünschten Schaltpunkts die Taste für mehr als 5 Sekunden nicht drücken.
▷ Das Gerät geht zurück in den Anzeigemodus (→ Abbildung oben).
▷ Nach weiteren 5 Sekunden geht das Gerät mit dem neu eingestellten Wert in den Betriebsmodus über.



Abb. 15: Einstellmodus
A: Aktueller Schaltpunkt bei Aktivierung des Einstellmodus. Beispiel: SP2 = 51.
• LED grün blinkend: Einerstelle von SP2
• LED grün leuchtend: Zehnerstelle von SP2.
B: Verschieben der Einerstelle. Beispiel: Einstellung SP2 = 53 durch 2 x Drücken der Taste ▶.
C: Verschieben der Zehnerstelle. Beispiel: Einstellung SP2 = 60 durch Drücken der Taste ▶ über LED 9 hinaus. Der Durchlauf beginnt wieder bei LED 0, die Zehnerstelle wandert um eine Position nach rechts.
10.1.3 High Flow Abgleich
Das Gerät legt die vorhandene Strömung als Normalströmung fest und passt die Displaydarstellung an.
▶ Normalströmung in der Anlage fließen lassen.
▶ Taste ▶drücken und festhalten.
▷ LED 9 leuchtet, nach ca. 5 Sekunden blinkt sie.
▶ Taste ◎loslassen.
▷ Das Gerät ist an die Strömungsverhältnisse angepasst. Es geht in den Betriebsmodus über.
▷ Das Display sollte nun eine ähnliche LED-Anzeige wie Beispiel 1 aufweisen ➞ 15.

Falls alle LEDs rot blinken, ist der Abgleich fehlgeschlagen. Mögliche Ursachen ➞ Kapitel Fehlerbehebung. Das Gerät geht mit unveränderten Werten in den Betriebsmodus über.

Der Abgleich beeinflusst den Schaltpunkt: Er wird proportional erhöht (maximal bis auf LED 7).
10.1.4 Low Flow Abgleich
Wird das Gerät in anderen Medien als Wasser eingesetzt, sollte das Gerät zusätzlich an die Minimalströmung angepasst werden.

Der Low Flow Abgleich darf nur nach dem High Flow-Abgleich durchgeführt werden.
▶ Minimalströmung in der Anlage fließen lassen oder für Strömungsstillstand sorgen.
▶ Taste Ⓓdrücken und festhalten.
▷ LED 0 leuchtet, nach ca. 5 Sekunden blinkt sie.
▶ Taste Taste Ⓓloslassen.
▷ Das Gerät übernimmt den neuen Wert und geht in den Betriebsmodus über.
10.1.5 Schaltpunktlogik
Das Gerät wird als Schließer ausgeliefert. Bei Bedarf können die Ausgänge auf Öffnerfunktion umgestellt werden. Die Einstellung gilt für beide Ausgänge.
Umstellung auf Öffnerfunktion:
▶ Taste Ⓓmindestens 15 Sekunden lang drücken.
▷ LED 0 leuchtet, nach ca. 5 Sekunden blinkt sie.
▷ Nach 10 Sekunden wird die aktuelle Einstellung angezeigt: LEDs 5..9 leuchten orange (= Ausgänge in Schließerbfunktion).
▷ Nach ca. 15 Sekunden blinken die LEDs 0...4 orange.
▶ Taste Ⓓloslassen.
▷ Die Ausgänge sind umgestellt auf Öffnerfunktion.
▶ Für erneute Umstellung den Vorgang wiederholen.

Mit einem IO-Link fähigen Parametriertool ist es möglich, die Ausgänge getrennt als Öffner oder Schließer zu konfigurieren.
10.1.6 Gerät zurücksetzen (Reset)
▶ Taste ◆mindestens 15 Sekunden lang drücken.
▷ LED 9 leuchtet, nach ca. 5 Sekunden blinkt sie.
▷ Nach ca. 15 Sekunden blinken die LEDs 0...9 orange.
▶ Taste ◎loslassen.
▷ Alle Einstellungen werden auf Werkseinstellung zurückgesetzt:
• Arbeitsbereich: 5 ...100 cm/s für Wasser
• Schaltpunkt SP1 (Strömung) = LED 7
• Schaltpunkt SP2 (Temperatur) = LED 0 (4°C)
• Ausgangsfunktion: Schließer
- Nicht verriegelt
10.1.7 Verriegeln / Entriegeln
Um Fehleingaben zu verhindern, lässt sich das Gerät elektronisch verriegeln.
Werkseinstellung: Nicht verriegelt.
▶ Beide Einstelltasten 10 Sekunden lang drücken.
▷ Die Anzeige verlischt.
▷ Das Gerät ist verriegelt.
▶ Zum Entriegeln Vorgang wiederholen.
10.2 Parametrierung über IO-Link
Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:
- Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z. B. ifm moneo|configure
• Parametrierung über eine SPS
• Parametrierung über eine IIoT-Applikation
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametrier-software, siehe documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.
▶ Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.
▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
▷ Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:
→ Handbuch der Parametriersoftware (z. B. moneo)
→ Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.
Über IO-Link können alle Parameter eingestellt werden, die auch über die Tasten am Gerät erreichbar sind. Darüber hinaus sind die im Folgenden beschriebenen Funktionen verfügbar.
Geräteinformationen
Auf dem Gerät sind einige unveränderbare Geräteinformationen gespeichert. Darüber hinaus kann dem Gerät ein Anwendungsspezifisches Kennzeichen zugewiesen werden.
Ein- und Ausschaltverzögerung
Für beide Ausgänge kann jeweils eine Verzögerungszeit eingestellt werden, mit der der jeweilige Ausgang schaltet und zurückschaltet. Die Ein- und Ausschaltverzögerung liegt im Bereich von 0...60 Sekunden.
Schaltpunktlogik
Für beide Ausgänge kann jeweils eine andere Schaltpunktlogik (Öffner oder Schließer) eingestellt werden. Bei Parametrierung über die Gerätetasten haben bei Ausgänge die gleiche Schaltpunktlogik.
11 Betrieb
Das Gerät erfasst die Strömung und schaltet die Ausgänge entsprechend der Parametrierung.
Das Gerät zeigt die aktuelle Strömung und den Schaltzustand im Display an.

Bei Ausfall oder Unterbrechung der Betriebsspannung bleiben alle Einstellungen erhalten.
| Displayanzeige | Erläuterung | |
| 1 | ![]() | Grüner LED-Balken: Aktuelle Strömung innerhalb des Darstellungsbereichs. Anzeige des Schaltpunkts:LED orange: Ausgang geschlossen. LED rot: Ausgang offen. |
| 2 | ![]() | LED 9 blinkt: Aktuelle Strömung oberhalb des Darstellungsbereichs. |
| 3 | ![]() | LED 0 blinkt: Aktuelle Strömung weit unterhalb des Darstellungsbereichs. |
Tab. 2: Displayanzeige bei Werkseinstellung (Schließer; SP1 = LED 7)

Durch Drücken der Taste ▶ kann im laufenden Betrieb für einige Sekunden in die Temperaturanzeige gewechselt werden ➞ 14.
12 Fehlerbehebung
Das Gerät zeigt folgende Störungen über die LEDs an:
| Anzeige | Beschreibung | Abhilfe |
| Die LED-Anzeige erlischt kurzzeitig (0,6 s) bei Tastendruck. | Das Gerät ist dauerhaft verriegelt. Eine IO-Link Kommunikation ist aktiv. | Gerät entriegeln. IO-Link Kommunikation beenden. |
LEDs sind dauerhaft aus. | Betriebsspannung zu gering (< 19 V) oder ausgefallen. | Korrekte Spannungsversorgung herstellen. |
Betriebsanzeige und 5 rote LEDs links leuchten im Wechsel. | Kurzschluss an Schaltausgang OUT1. | Kurzschluss beheben. Das Gerät geht sofort wieder in den normalen Betriebszustand und im Display erscheint die aktuelle Betriebsanzeige. |
Betriebsanzeige und 5 rote LEDs rechts leuchten im Wechsel. | Kurzschluss an Schaltausgang OUT2. | Kurzschluss beheben. Das Gerät geht sofort wieder in den normalen Betriebszustand und im Display erscheint die aktuelle Betriebsanzeige. |
LEDs blinken rot nach Strömungsabgleich. Danach geht das Gerät mit unveränderten Werten in den Betriebsmodus. | High Flow Abgleich oder Low Flow Abgleich nicht erfolgreich. | Prüfen, ob alle Vorgaben für die Montage erfüllt sind. Abstand zwischen Maximalströmung und Minimalströmung erhöhen und Abgleich erneut durchführen. Beide Abgleichvorgänge erneut in der richtigen Reihenfolge durchführen. |
13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
▶ Sicherstellen, dass die Sensorspitze frei von Ablagerungen ist:
- Sensorspitze regelmäßig auf Ablagerungen prüfen. Prüfungsintervalle in Abhängigkeit von der Applikation festlegen.
- Bei Verschmutzung Sensorspitze mit weichem Tuch reinigen. Fest anhaftende Ablagerungen, wie zum Beispiel Kalk, mit handelsüblichem Essigreiniger entfernen.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.






LEDs sind dauerhaft aus.
Betriebsanzeige und 5 rote LEDs links leuchten im Wechsel.
Betriebsanzeige und 5 rote LEDs rechts leuchten im Wechsel.
LEDs blinken rot nach Strömungsabgleich. Danach geht das Gerät mit unveränderten Werten in den Betriebsmodus.