DP4200 - Industrielles elektronisches Display IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG DP4200 IFM
Betriebsanleitung
Analoggrenzwert-Display (IP 69K)
DP4200
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 3
2 Sicherheitshinweise 4
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
3.1 Blockschaltbild 5
4 Funktion 6
4.1 Anwendung als Stand-Alone-Gerät ohne IO-Link 6
4.2 Anwendung als IO-Link-Gerät 6
4.2.1 Allgemeine Informationen 6
4.2.2 Applikationsbeispiel.... 7
4.2.3 Funktionalität. 7
4.2.4 IO Device Description (IODD) 7
5 Montage 8
6 Elektrischer Anschluss 9
6.1 Eingangsseite 9
6.2 Gerät anschließen.... 9
6.2.1 Steckverbinder montieren 10
6.2.1.1 Maximale Leitungslänge 10
7 Bedien- und Anzeigeelemente 11
7.1 LEDs.... 11
7.2 Anzeige.... 11
7.2.1 Darstellung des gemessenen Stromwertes.... 12
8 Menü....13
8.1 Allgemeines 13
8.2 Über IO-Link einstellbare Parameter 13
8.2.1 SP1/rP1 – Schaltpunkt / Rückschaltpunkt OUT1 13
8.2.2 FH1/FL1 — untere/obere Schaltgrenzwerte für Fensterfunktion.... 13
8.2.3 A. Trm – analoger Abschluss für OUT2 14
8.2.4 ou1 – Ausgangsfunktion für OUT1 14
8.2.5 dS1/dr1 — Schaltverzögerung / Rückschaltverzögerung für OUT1 ..... 14
8.2.6 ScAL – Skalierung des angezeigten Wertes.... 14
8.2.7 C. ASP/C. AEP - kundenspezifischer analoger Start-/End-Punkt 15
8.2.8 coLr — Displayfarben und Farbwechsel.... 15
8.2.9 cFH/cFL — oberer / unterer Wert bei Farbwechsel 16
8.2.10 diS — Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes 16
8.2.11 Lo/Hi — untere / obere Eingangsmesswerte 17
8.2.12 dAP – Dämpfung 17
8.2.13 C.uni – kundenspezifische Einheit. 17
8.2.14 Anwendungsspezifischer Tag 17
9 Betrieb 18
9.1 Funktionen Ausgang 1 18
9.2 Funktionen Ausgang 2 18
10 Fehlerbehebung 19
11 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 20
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:
▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- ▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
• Mitgeltende Dokumente beachten.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät wird für die Auswertung eines Analogsignals (4...20 mA) eines angeschlossenen Sensors oder sonstigen Gerätes mit Analogausgang (4...20 mA) verwendet. Das Gerät hat einen analogen Stromeingang und zwei Ausgänge: Ausgang 1 (digital) und optional Ausgang 2 (analoger Stromausgang).
Das Gerät ist für nasse Umgebung geeignet. Hinweise in den Kapiteln „Montage“ und „Elektrischer Anschluss“ beachten.

Das Gerät ist nicht für Umgebungen mit besonderen Anforderungen an mechanische Stabilität (z. B. Schock/Vibration) geeignet.
Das Gerät ist nur für die Nutzung im Innenbereich bestimmt.
▶ Einsatzbedingungen beachten ( → Technische Daten auf www.ifm.com).
3.1 Blockschaltbild

Abb. 1: Ein-/Ausgänge des Geräts
1: IN (Analogeingang IIN )
2: OUT1 (Digitalausgang SIO / IO-Link)
3: OUT2 (Analogausgang IOUT = IIN )
A. Trm: analoger Abschluss OUT2
*) schaltbare interne Bürde
**) externe Bürde (optional)
Strombelastbarkeit: max. 50 mA je Ausgang

Die Stromschleife des Analogeingangs muss einen Abschluss haben. Es darf nur eine Bürde angeschlossen werden, entweder eine interne oder eine externe.
Siehe:
A. Trm — analoger Abschluss für OUT2 (→ 14)
Fehlerbehebung
4 Funktion
Es gibt grundsätzlich zwei Modi, in denen das Gerät betrieben werden kann:
• Als Stand-Alone-Gerät
Das Gerät vergleicht den gemessenen Stromwert mit den eingestellten Parametern und schaltet den Ausgang entsprechend den ausgewählten Parametern. Dieser Modus ist ohne IO-Link-Funktionalität. Die Parametrierung kann nur mit einem IO-Link-Tool erfolgen.
• Als IO-Link-Gerät
Das Gerät arbeitet als "Analog/IO-Link-Wandler". Die Auswertung des gemessenen Stromwertes hängt von den Parametern ab, die mit IO-Link-Tools oder einer SPS über IO-Link-Kommunikation eingestellt werden.
4.1 Anwendung als Stand-Alone-Gerät ohne IO-Link
Das Gerät vergleicht den gemessenen Stromwert mit den eingestellten Parametern und schaltet den Ausgang entsprechend der ausgewählten Funktion ( → Betrieb).
Der Messwert wird auf dem alphanumerischen Display angezeigt. Der angezeigte Wert kann vom Anwender skaliert werden (2-Punkt-Skalierung).

Abb. 2: Anwendungsbeispiel ohne IO-Link-Master
1: Sensor mit Analogausgang (z. B. Drucksensor)
3: Digitalausgang
5: Schaltverstärker
2: Grenzwert-Display
4: Durchschleifen eines analogen Eingangssignals
6: Relaisausgang zum Schalten elektrischer Motoren, Ventile etc.
4.2 Anwendung als IO-Link-Gerät
4.2.1 Allgemeine Informationen
Das Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, die für die Zusammenarbeit eine IO-Link fähige Baugruppe (IO-Link-Master) voraussetzt.
Die IO-Link-Schnittstelle ermöglicht den direkten Zugriff auf die Prozess- und Diagnosedaten und bietet die Möglichkeit, die Parameter des Gerätes während des Betriebs einzustellen.
Weitere Informationen über IO-Link und alle notwendigen Informationen über die erforderliche IO-Link-Hardware und Software finden Sie unter:
www.io-link.ifm
4.2.2 Applikationsbeispiel

Abb. 3: Applikationsbeispiel mit IO-Link-Master
1: Sensor mit Analogausgang (z. B. Drucksensor)
3: Vollständige bidirektionale IO-Link-Kommunikation
- Fernanzeige: gemessenen Strom lesen und anzeigen
- Fernparametrierung: Parametereinstellung lesen und ändern
5: IO-Link-Master
7: SPS
2: Grenzwert-Display
4: Durchschleifen eines analogen Eingangssignals
6: Feldbus (z. B. Profibus, Profinet, etc.)
4.2.3 Funktionalität
Im IO-Link SIO Modus hat das Gerät dieselbe Funktionalität wie ein Stand-Alone-Gerät. Der Messwert wird ebenfalls angezeigt.
Des Weiteren wandelt das Gerät den gemessenen Strom um und überträgt den Wert über die IO-Link-Verbindung an die SPS.
4.2.4 IO Device Description (IODD)
Die zur Konfiguration des IO-Link-Gerätes notwendigen IODDs sowie detaillierte Informationen über Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameteradressen finden Sie unter documentation.ifm.com
5 Montage
ACHTUNG
Höhere Schlagbeanspruchung ≥ IK06
▷ Beschädigung möglich
▷ Schutzart und bei nasser Umgebung elektrische Sicherheit möglicherweise beeinträchtigt
▶ Der Systemersteller muss abhängig von den Anforderungen seiner Applikation das Gerät gegebenenfalls durch externe Maßnahmen schützen.
▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
Die IP-Schutzart des Gesamtsystems hängt ab von den Schutzarten der einzelnen Geräte, der genutzten Verbindungselemente und der zugehörigen Verschlusskappen.
ACHTUNG
Keine Schutzart / kein Schutz der Kontakte ohne montierte Stecker / Verschlusskappen.
▷ Unzulässige Verschmutzung / Feuchte möglich.
▷ Trennung der Stromkreise / Sicherheit möglicherweise beeinträchtigt.
▷ Vor der Montage / bei Gerätetausch Verschmutzungsgrad 2 einhalten.
▶ Trennung / Sicherheit gewährleisten.
▶ M12-Steckverbindungen des Geräts anschließen (→ Elektrischer Anschluss).
▶ Gerät so montieren, dass M12-Anschlussteile und Gerät vor mechanischen Belastungen wie Schock und Vibration geschützt sind.
▶ Wenn nötig, Gerät mit Kabelbindern befestigen.

Für alle Befestigungsarten gilt:
Die Einhaltung der Anforderungen an die Gerätebefestigung in der Applikation bezüglich Schock, Vibration, Beschleunigung und Gewicht liegt in der Verantwortung des Systemerstellers.
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
Spannungsversorgung nach SELV, PELV.

VORSICHT
Einsatz in nasser Umgebung
▷ Elektrischer Schlag möglich.
▶ Spannungs-Derating erforderlich ( → Technische Daten).
Der Stromkreis ist zu berührbaren Oberflächen des Geräts isoliert mit Basisisolierung nach IEC 61010-1 (Sekundärstromkreis mit max. 32 V DC, abgeleitet von Netzstromkreis bis 300 V der Überspannungskategorie II).
Die externe Verdrahtung muss die jeweils erforderliche Trennung zu anderen Stromkreisen sicherstellen.

▶ Induktive Lasten extern entstören.
6.1 Eingangsseite
Betriebsspannung (SELV/PELV)

VORSICHT
Eingangsstrom der Betriebsspannung ist nicht begrenzt.
▷ Kein Brandschutz.
▶ Stromkreis absichern.
▶ Sensorversorgung über dieselbe Sicherung absichern.
| Potenzial | M12 Stecker 1 | Sicherung |
| L+ / Versorgungsspannung | Pin 1 | ≤ 2 A |
Erforderliche Auslösecharakteristik der Sicherung:
Tfuse ≤ 120 s bei max. 6,25 A (Brandschutz)
▶ Alternativ das Gerät aus einem Limited-Energy-Stromkreis nach IEC 61010-1 oder Class 2 nach UL 1310 versorgen.
6.2 Gerät anschließen
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

Abb. 4: Elektrischer Anschluss
1: 4-poliger M12-Stecker
• Pin 1: L+ / Versorgungsspannung
• Pin 2: OUT2 (Analogausgang)
• Pin 3: L- / Versorgungsspannung
• Pin 4: OUT1 (Digitalausgang SIO / IO-Link)
2: 5-polige M12-Buchse
• Pin 1: L+ / Sensorversorgung
• Pin 2: Analogeingang (4...20 mA)
• Pin 3: L- / Sensorversorgung
- Pin 4: nicht belegt
- Pin 5: nicht belegt

Andere Geräte immer über dafür vorgesehene Anschlussleitungen verbinden.

An das Gerät können auch 2-Leiter-Sensoren angeschlossen werden.
Siehe auch Anwendungsbeispiele ( → Funktion)
6.2.1 Steckverbinder montieren
Die Gewindeanschlüsse im Gerät entsprechen dem M12-Standard. Für die Einhaltung der spezifizierten Schutzart dürfen nur Kabel verwendet werden, die diesem Standard entsprechen. Bei selbst konfektionierten Kabeln ist der Systemersteller für die Schutzart verantwortlich.
▶ Steckverbindungen mit vergoldeten Kontakten verwenden.
▶ Steckverbindungen bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
▶ Codierung der Steckverbindungen bei der Montage beachten.
Wenn Stecker im Gerät:
▶ Kabelbuchsen nach den Drehmoment-Angaben des Kabelherstellers verschrauben. Maximal zulässiges Drehmoment: 1,8 Nm
Wenn Buchsen im Gerät:
▶ Kabelstecker mit 1,3 ± 0,1 Nm verschrauben.
▶ Alle abgehenden Kabel nach maximal 200 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen. Minimalen Biegeradius der Kabel beachten (→ Angaben der Kabelhersteller).
6.2.1.1 Maximale Leitungslänge
• Ohne IO-Link-Kommunikation: auf jeder Seite 30 m
• Mit IO-Link-Kommunikation: auf der Masterseite 20 m
7 Bedien- und Anzeigeelemente

1: LED I
2: LED Power
3: LED II
4: Display
7.1 LEDs
| LED | Farbe | Status | Bezeichnung | |
| I | OUT1 | gelb | ein | Ausgang 1 geschaltet. |
| Power | grün | ein | Spannungsversorgung OK. Gerät im Betriebsmodus. | |
| aus | Keine Spannungsversorgung. Gerät ausgeschaltet. | |||
| II | OUT2 | gelb | ein | Ausgang 2 geschaltet. |
Fehlersignale und Diagnose: → Fehlerbehebung
7.2 Anzeige
| Farbe | Bezeichnung |
| rot / grün | 7-Segment LED-Display, 4-stellig, mit Farbwechsel |
Fehlersignale und Diagnose: → Fehlerbehebung
Im Betriebsmodus wird der Eingangsstromwert angezeigt. Die Skalierung hängt ab von dem Parameter ScAL – Skalierung des angezeigten Wertes ( → ☐ 14).
7.2.1 Darstellung des gemessenen Stromwertes

1: Keine Messdaten
2: Eingangsstrom außerhalb des Bereichs (-)
3: Eingangsstrom außerhalb des Bereichs (+)
4: Angezeigte Meldung oder angezeigter Wert.
Der Eingangsstrom wird hier nicht skaliert dargestellt.
nPrb: Kein Sensor
UL: Prozesswert zu niedrig
OL: Prozesswert zu hoch
Hysteresebereich
8 Menü
8.1 Allgemeines
Unabhängig vom Betriebsmodus (Standard-IO-Mode oder IO-Link-Gerät) kann das Gerät über ein IO-Link-Tool parametriert werden.

Das Klonen der Parameter und die Parametereinstellungssicherung ist mit einem IO-Link-Tool möglich.
Der Skalierungsparameter [ScAL] beeinflusst nur die Displaydarstellung, jedoch nicht die übertragenen Prozessdaten oder die tatsächlichen Schaltschwellenwerte.
Über IO-Link wird der Stromwert stets in µ A übertragen → Darstellung des gemessenen Stromwertes ( → ☐ 12). Die Einstellungen der Schaltschwellen können in Schritten von 0,01 mA durchgeführt werden.
8.2 Über IO-Link einstellbare Parameter
Die folgenden Funktionen oder Parameter sind nur über IO-Link-Tools verfügbar.
8.2.1 SP1/rP1 — Schaltpunkt / Rückschaltpunkt OUT1
Oberer / unterer Grenzwert für Messstrom, bei dem OUT1 bei Hystereseeinstellung schaltet. Wird nur angezeigt, wenn die Hysteresefunktion [Hno] oder [Hnc] in [ou1] eingestellt ist.

Abb. 5: Hysteresefunktionen
SP: Schaltpunkt
rP: Rückschaltpunkt
HY: Hysterese
Hno: Hysteresefunktion Schließer
Hnc: Hysteresefunktion Öffner
▶ [SP1] wählen und Wert einstellen, bei dem Ausgang OUT1 schaltet.
▶ [rP1] wählen und Wert einstellen, bei dem Ausgang OUT1 zurückschaltet.

[rP1] ist stets kleiner als [SP1]. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für [SP1] liegen.

[rP1] folgt Änderungen von [SP1] und hält die eingestellte Hysterese bei.
8.2.2 FH1/FL1 — untere/obere Schaltgrenzwerte für Fensterfunktion
Oberer/unterer Grenzwert für Messstrom, bei dem OUT1 innerhalb der Fenstereinstellung schaltet. Die Parameter werden nur angezeigt, wenn die Fensterfunktion [Fno] oder [Fnc] in [ou1] eingestellt wurde.

Abb. 6: Fensterfunktionen
▶ [FH1] wählen und oberen Grenzwert einstellen.
▶ [FL1] wählen und unteren Grenzwert einstellen.
[FL1] ist stets kleiner als [FH1]. Es können nur Werte eingegeben werden, die unter dem Wert für [FH1] liegen.
[FL1] folgt Änderungen von [FH1] und hält die eingestellte Hysterese bei.
8.2.3 A. Trm — analoger Abschluss für OUT2
• [OFF] = OUT2 wird extern verbunden, z. B. mit dem Analogeingang eines anderen Gerätes.
• [On] = OUT2 wird nicht verbunden und der Strompfad wird intern abgeschlossen.
Für eine richtige Strommessung und -auswertung beachten: Wird der interne analoge Abschluss auf [On] eingestellt, darf der Ausgang OUT2 nicht verbunden werden.
8.2.4 ou1 – Ausgangsfunktion für OUT1
Schaltsignal für die Stromgrenzwerte.
• [Hno] = Hysteresefunktion / Schließer
• [Hnc] = Hysteresefunktion / Öffner
• [Fno] = Fensterfunktion / Schließer
• [Fnc] = Fensterfunktion / Öffner
Siehe auch:
SP1/rP1 – Schaltpunkt / Rückschaltpunkt OUT1 (→ 13)
FH1/FL1 – untere/obere Schaltgrenzwerte für Fensterfunktion (→ 13)
8.2.5 dS1/dr1 – Schaltverzögerung / Rückschaltverzögerung für OUT1
Wert: 0,0...50,0 s (0,0 = Verzögerungszeit ist nicht aktiv)
8.2.6 ScAL — Skalierung des angezeigten Wertes
Die Einstellung bestimmt die Position des Kommas beim angezeigten Wert und wirkt so wie ein Multiplikator für die Parameter [C. ASP]/[C. AEP].
• [OFF] = Gemessener Stromwert wird nicht skaliert.
• [cccc] = Skalierung ohne Kommastelle (x 0001).
• [ccc.c] = Skalierung mit 1 Kommastelle (x 000.1).
• [cc.cc] = Skalierung mit 2 Kommastellen (x 00.01).
• [c.ccc] = Skalierung mit 3 Kommastellen (x 0.001).
8.2.7 C. ASP/C. AEP - kundenspezifischer analoger Start-/End-Punkt
Einstellungen für skalierte Anzeigewerte.
Die Parameter werden nur angezeigt, wenn [ScAL] auf [cccc], [ccc.c], [cc.cc] oder [c.ccc] eingestellt ist.
C. ASP-Wert: -746 ... 9745 entspricht 4 mA.
C. AEP-Wert: -366...9366 entspricht 20 mA.

Wenn über [ScAL] eine Skalierung eingestellt ist, müssen bei einer Parametrierung über IO-Link der C. ASP-Wert und der C. AEP-Wert auch entsprechend gewählt werden:
Bei [ScAL] = [ccc.c] → C. ASP- und C. AEP-Wert x 10
Bei [ScAL] = [cc.cc] → C. ASP- und C. AEP-Wert x 100
Bei [ScAL] = [c.ccc] → C. ASP- und C. AEP-Wert x 1000
Bei der Parametrierung am Gerät wird die Kommastelle angezeigt. Die gewünschten Werte können ohne Umrechnung gewählt werden.

Alle angezeigten Stromwerte werden auf Basis einer 2-Punkt-Näherung interpoliert ([SP1]+[rP1], [FH1]+[FL1], [cFH]+[cFL], [Lo]+[Hi]).
IO-Link-Prozessdaten und Parameter werden durch die Skalierung nicht beeinflusst.

C. ASP = min. Wert
C. AEP = max. Wert

C. ASP = max. Wert
C. AEP = min. Wert

Abb. 7: Beispiel mit skaliertem Anzeigewert
| Menüeinstellung | IO-Link-Parametrierung | |
| ScAL | ccc.c | ccc.c |
| C. ASP | 0,0 | 0 |
| C. AEP | 100,0 | 1000 |
| Eingang | 10 mA | 10 mA |
| Anzeige | 37,5 | 37,5 |
8.2.8 coLr — Displayfarben und Farbwechsel
Zuordnung der Displayfarben "rot" und "grün" innerhalb des Messbereichs.
• [rEd] = kontinuierlich rot (unabhängig vom Messwert).
- [GrEn] = kontinuierlich grün (unabhängig vom Messwert).
• [r1ou] = rot, wenn OUT1 schaltet.
• [G1ou] = grün, wenn OUT1 schaltet.

Abb. 8: Hysteresefunktion mit [r1ou]

Abb. 9: Hysteresefunktion mit [G1ou]

Abb. 10: Fensterfunktion mit [r1ou]

Abb. 11: Fensterfunktion mit [G1ou]
[r-cF] = rot, wenn der Messwert zwischen den Werten [cFL] und [cFH] liegt.
[G-cF] = grün, wenn der Messwert zwischen den Werten [cFL] und [cFH] liegt.
8.2.9 cFH/cFL — oberer / unterer Wert bei Farbwechsel
Bei Einstellung von [coLr] auf [r-cF] oder [G-cF]:
▶ [cFH] wählen und oberen Grenzwert einstellen.
Einstellbereich entspricht den Messwerten. Unterster Einstellwert ist [cFL].
▶ [cFL] wählen und unteren Grenzwert einstellen.
Einstellbereich entspricht den Messwerten. Oberster Einstellwert ist [cFH].

Abb. 12: Funktion [r-cF]

Abb. 13: Funktion [G-cF]
Für s/w Ausdrucke: gn = grün, rd = rot
8.2.10 diS – Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes
• [OFF][ = Die Messwertanzeige ist im Betriebsmodus ausgeschaltet.]
• [d1] = Messwertaktualisierung alle 50 ms
• [d2] = Messwertaktualisierung alle 200 ms
• [d3] = Messwertaktualisierung alle 600 ms

Selbst bei einem instabilen Eingangswert bietet [d1] eine optimale Lesbarkeit.
8.2.11 Lo/Hi — untere / obere Eingangsmesswerte
[Lo] = niedrigster Messwert
[Hi] = höchster Messwert
8.2.12 dAP — Dämpfung
Dämpfung des analogen Messwertes.
Die Einstellung wirkt sich auch auf den Schaltpunkt, die IO-Link-Prozessdaten und das Display aus.
Wert: 0,000...4,000 s (T-Wert: 63 %).
Bei 0,000 ist die Dämpfung nicht aktiv.
8.2.13 C.uni – kundenspezifische Einheit
Kundenspezifische Einheit mit max. 4 Zeichen.
8.2.14 Anwendungsspezifischer Tag
Kundenspezifische Anwendungsbeschreibung, max. 32 Zeichen lang.
Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar
9 Betrieb
Nach dem Einschalten befindet sich das Gerät im Betriebsmodus (SIO). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und liefert Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
9.1 Funktionen Ausgang 1
OUT1 (Stecker, Pin 4):
• Digitalausgang (SIO)
• IO-Link-Schnittstelle
Wählbare Schaltfunktionen:
- Hysteresefunktionen, Schließer / Öffner: SP1/rP1 – Schaltpunkt / Rückschaltpunkt OUT1 (→ 13)
- Fensterfunktionen, Schließer / Öffner: FH1/FL1 — untere/obere Schaltgrenzwerte für Fensterfunktion (→ 13)
OUT1 ändert den Zustand, wenn das Eingangssignal über oder unter den eingestellten Schaltgrenzen liegt. Zunächst wird der Schaltpunkt SP1 eingestellt, dann der Rückschaltpunkt rP1: SP1/rP1 — Schaltpunkt / Rückschaltpunkt OUT1 (→ 13).

Die so definierte Hysterese bleibt auch bei erneuter Änderung von [SP1] erhalten. Wird der Parameter [rP1] geändert, ändert sich auch die Hysterese.
Die Breite des Fensters ist einstellbar durch den Abstand zwischen FH1 und FL1.
FH1 = oberer Wert
FL1 = unterer Wert
9.2 Funktionen Ausgang 2
OUT2 (Stecker, Pin 2):
- Analogausgang (Durchschleifen des analogen Eingangssignals)
10 Fehlerbehebung
| Display | LED | Fehler | Fehlerbehebung | ||
| I | Power | II | |||
| OFF | aus | aus | aus | Versorgungsspannung zu niedrig. | Die Versorgungsspannung prüfen / korrigieren:Elektrischer Anschluss |
| SC1 | blinkt | beliebig | beliebig | Überstrom am Schaltausgang OUT1. | Schaltausgang OUT1 auf Kurz-schluss oder Überstrom prüfen. Fehler beseitigen. |
| OL | beliebig | ein | beliebig | Prozesswert zu hoch (gemessener Strom > 21 mA). | Angeschlossenen Sensor und Strombereich prüfen:Darstellung des gemessenen Stromwertes (→ ☐ 12)Einstellung für internen oder externen analogen Abschluss für OUT2 prüfen:A. Trm — analoger Abschluss für OUT2 (→ ☐ 14) |
| UL | beliebig | ein | beliebig | Prozesswert zu niedrig (gemessener Strom < 3,6 mA). | |
| nPrb | beliebig | ein | beliebig | Kein Sensor am Analogeingang an-geschlossen. | |
11 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
▶ Reinigung unter Berücksichtigung der technischen Daten (Schutzart) und der verwendeten Anschlusstechnik durchführen.
▶ Reinigungsmittel sind durch den Systemersteller/Betreiber auf ihre Eignung für die Gerätewerkstoffe (→ techn. Daten) und die verwendete Anschlusstechnik zu prüfen.
▶ Die Reinigungsmittel dürfen die Gerätewerkstoffe nicht beschädigen.
▶ Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.