Trilogy - Audioverstärker Hughes Kettner - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG Trilogy Hughes Kettner
Stamer Musikanlagen GmbH*
Magdeburger Str. 8
66606 St.Wendel

Lothar Stamer Dipl.Ing.
Managing Director
St.Wendel, 02/17/2005
* Stamer Musikanlagen manufactures exclusively for Hughes & Kettner®.
Für das folgend bezeichnete Erzeugnis
Trilogy™
wird hiermit bestätigt, dass es den wesentlichen Schutzanforderungen entspricht, die in der Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten über die elektromagnetische Verträglichkeit (89/336/EWG) und der Niederspannungsrichtlinie (73/23/EWG) festgelegt sind. Diese Erklärung gilt für alle Exemplare und bestätigt die Ergebnisse der Messungen, die durch die Qualitätssicherung der Fa. Stamer Musikanlagen GmbH durchgeführt wurden. Zur Beurteilung des Erzeugnisses hinsichtlich elektromagnetischer Verträglichkeit wurden folgende Normen herangezogen: EN 50081-1 • EN 50082-1. Zur Beurteilung der Einhaltung der Niederspannungsrichtlinie wurde folgende Norm herangezogen: EN 60065
Diese Erklärung wird verantwortlich für den Hersteller

Stamer Musikanlagen GmbH*
Magdeburger Str. 8
66606 St.Wendel
abgegeben durch

Lothar Stamer Dipl.Ing.
Geschäftsführer
St.Wendel, den 17/02/2005
* Stamer Musikanlagen stellt exklusiv für Hughes & Kettner® her.
Important:
Bitte lies vor der Inbetriebnahme unbedingt die
Sicherheitshinweise auf Seite 53 - 55!
Attention :
Zu keinem Zeitpunkt der Rock-History war der Soundgeschmack der Gitarristen so breit gefächert, wie im noch jungen 21.Jahrhundert. Klassische Rock-, Crunch- und Blues-Sounds gehen Hand in Hand mit bösartigen Metal-Staccatos. Effektdurchzogene, glockenklare Clean-Sounds lösen sich – ohne Vorwarnzeit – in brachiale NuRock-Riffs auf. Klar, dass in dieser vielfältigen Soundwelt die Röhren-Amps von gestern versagen: Zwei Kanäle war der Standard, drei schon Luxus, ganze vier Kanäle und alles per MIDI schaltbar war nur ein Traum.
Mit dem TRILOGY™ hast du dich für einen Röhren-Amp entschieden, der dir nicht nur eine erstklassige Soundbasis bietet, sondern endlich auch den Traum der MIDI-Steuerung erfüllt: vier Kanäle mit eigenständigen Sounds, alle vier Kanäle inklusive des revolutionären SmartLoop™ Effekt-Routing über MIDI kontrollierbar. Obendrauf gibt es im CLEAN- und CRUNCH-Kanal je eine, ebenfalls per MIDI schaltbare Soundvariation. Das sind unterm Strich sechs echte Sounds direkt am Amp! Über MIDI lassen sich mit diesen Basis-Sounds dann satte 128 Effekt-Kombinationen verknüpfen und speichern. Und damit sollte ja wohl jeder Gig problemlos über die Bühne gehen.
Vor der Inbetriebnahme
Ein Wort der Mahnung, bevor du Deinen neuen Amp in Betrieb nimmst: Er ist laut! Hohe Lautstärke-Pegel können Gehörschäden verursachen. Um böse Überraschungen zu vermeiden solltest du das MASTER VOLUME-Poti vor dem Aktivieren des Amps auf Linksanschlag drehen. Nach dem Einschalten kannst du den Pegel vorsichtig erhöhen, bis die gelieferte Lautstärke zu den Räumlichkeiten passt und nicht in den Ohren schmerzt! Und noch mal: Um dauerhafte Gehörschäden bei Dir und Deinen Zuhörern zu vermeiden, solltest du große Vorsicht im Umgang mit den Lautstärke-reglern deines Amps walten lassen!
Vergewissere Dich vor dem Anschluss des Trilogy™, dass der am MAINS INPUT angegebene Spannungswert mit der ortsüblichen Netzspannung übereinstimmt. Stelle eine ausreichende Luftzufuhr zu den Kühlflächen des Gerätes sicher.
Achte unbedingt auf einen festen Stellplatz, der mechanische und thermische Fremdeinwirkungen ausschließt und so die Betriebssicherheit des Gerätes und die Sicherheit von Personen gewährleistet.
Für Schäden am Gerät, oder an anderen Geräten, die durch unsachgemäßen Betrieb entstehen, wird seitens des Herstellers keine Haftung übernommen.
Inbetriebnahme
Zuerst gehört das Boxenkabel in den entsprechenden Ausgang am Head. Je nach Einsatzgebiet stehen hier je ein 4 Ohm-Ausgang, zwei Ports zum Anschluss von zwei 16 Ohm-/bzw. einer 8 Ohm-Box, sowie ein separater 16 Ohm-Ausgang zur Verfügung. Weitere Informationen zu diesem Thema findest Du im Kapitel 2.0 - Anschlüsse und Bedienelemente. Das andere Ende des Kabels wird mit dem Eingang der Box verbunden. Das ist für Vollröhren-Amps lebenswichtig! Werden Röhrenamps ohne angeschlossene Box oder an zu niedriger Impedanz betrieben, dann sterben sie!
Jetzt verbindest du den Netzstecker des Heads mit der Steck-dose und aktivierst den Amp mit Hilfe des MAINS-Schalters. Achte auf jeden Fall darauf, dass der STANDBY-Schalter dabei in der STANDBY-Position steht und gönne den Röhren eine kurze Aufwärmphase, bevor du loslegst. Sie werden es dir mit einer längeren Lebensdauer danken. Verbinde jetzt deine Gitarre mit dem Amp (verwende ein hochwertiges abgeschirmtes Instrumentenkabel) und hauche den glühenden Röhren Leben ein, indem du den STANDBY-Schalter umlegst.
Okay, es ist soweit: Lasset die Spiele beginnen!
Inhalt
1 Anschlüsse und Bedienelemente der Vorderseite 15
1.1 Input 15
1.2 Clean-Kanal 15
1.3 Crunch-Kanal 15
1.4 Lead-Kanal 16
1.5 Ultra Lead-Kanal 16
1.6 Master-Sektion 16
1.7 Netz- und Standby-Schalter 16
2 Anschlüsse und Bedienelemente der Rückseite 17
2.1 Netzanschluss 17
2.2 Anoden-Sicherung 17
2.3 FX-Loop On/Off 17
2.4 Channel Select Stageboard 17
2.5 FX-Send, Level und Return 17
2.6 MIDI-Buchse 18
2.7 Speakers 18
3 Standard-Setup und Verkabelung ..... 18
4 Der Trilogy™ und MIDI 18
4.1 Programmierung 18
4.2 Einstellen des MIDI-Kanals sowie OMNI-On/Off ..... 18
4.3 Werkseinstellung und deren Wiederherstellung ..... 19
5 Röhrentausch, Wartung und Pflege ..... 20
5.1 Wann ist ein Röhrentausch sinnvoll? 20
5.2 Was ist beim Röhrentausch zu beachten? ..... 20
5.3 Wie kann ich die Lebensdauer meines Trilogy™ verlängern? . 20
6 Mögliche Fehlerquellen/Troubleshooting .. 21
7 Technische Daten 22

Abb. 1: Trilogy Vorderseite
1 Anschlüsse und Bedien- elemente der Vorderseite
Der Trilogy™ verfügt über vier Kanäle: CLEAN, CRUNCH, LEAD, ULTRA LEAD. Durch Drücken der Taster CLEAN ON, CRUNCH ON, LEAD ON und ULTRA LEAD ON wählst Du die Kanäle an. Die Schalter sind gegeneinander auslösend. SPARKLE im CLEAN- und BOOST im CRUNCH-Kanal sind zuschaltbare Soundvariationen.
Die Dreiband-Klangregelungen der Kanäle besteht aus BASS, MID und TREBLE. Hier stellt du deinen persönliche Sound-Vorstellung ein. Wie bei Röhren Amps üblich, beeinflussen sich die Regler innerhalb eines Kanals gegenseitig. Das heißt z.B., eine Änderung in den Höhen wirkt sich auch auf die Mitten aus. Die beiden LEAD-Kanäle teilen sich die Potis der Klangregelung, intern werden bei der Kanalwahl jedoch jeweils unterschiedliche Schaltkreise aktiviert, die speziell auf die Charakteren der beiden LEAD Kanäle abgestimmt sind.
Betrachten wir den Trilogy™ von rechts nach links, also vom Eingang über die Kanäle zur MASTER-Sektion und dem MAINS- sowie STANDBY-Schalter:
1.1 Input
Hochohmige 6,3mm Klinken-Buchse zum Anschluss der Gitarre. Bitte verwende nur geeignete, abgeschirmte Instrumentenkabel.
1.2 Clean-Kanal
Der TRILOGY™ liefert Dir einen Ultra-Clean-Sound, der selbst bei hoher Lautstärke keine Einbrüche in der Brillanz und Klarheit spürbar werden lässt. Er klingt voll und rund, übersteuert auch bei hohen Pegeln kaum und kitzelt den begehrten „Twang“ aus Deiner Gitarre. In der Basswiedergabe zeichnet sich der Kanal durch einen enormen Druck und maximale Wärme aus. Dank des SPARKLE-Schalters lässt sich die Höhen-Charakteristik des Kanals an die Ansprüche der unterschiedlichsten Stilistiken
anpassen: Von „warm und seidig“, wie im Jazz und Blues gefragt, bis superglitzernd und durchsetzungsstark für die authentische Pop und Nu Metal - Performance - hier ist alles möglich.
Hinweis:
SPARKLE ist nicht nur eine kosmetische Höhenanhebung, sondern eine echte Presence-Schaltung mit Endstufengegenkopplung.
Bedienung:
| VOLUME: | Regelt die Lautstärke |
| BASS: | Regelt den Bassanteil |
| MID: | Regelt den Mittenanteil |
| TREBLE: | Regelt den Höhenanteil |
| CLEAN ON: | Aktiviert den CLEAN-Kanal. |
| SPARKLE: | Verleiht dem CLEAN-Kanal zusätzliche Präsenz und „Glitzern“ |
1.3 Crunch-Kanal
Dieser Kanal bietet hohe Dynamik und eine absolute Kontrolle bei jedem Übersteuerungsgrad. Detailgetreu überträgt er jeden Anschlag und selbst kleinste Verzierungen werden bereitwillig abgebildet. Der Begriff „ehrlich“ als Beschreibung für die Performance des Kanals passt hier wie die vielzitierte Faust auf's Auge. Mit dem BOOST-Schalter wird aus dem trockenen Rhythmus- und Solo-Sound der amtliche Rock-Sound für schmetternde Powerchords und Riffs.
Bedienung:
| GAIN: | Regelt die Eingangsempfindlichkeit und damit die Sättigung bzw. Verzerrung |
| MASTER: | Regelt die Lautstärke |
| BASS: | Regelt den Bassanteil |
| MID: | Regelt den Mittenanteil |
| TREBLE: | Regelt den Höhenanteil |
| CRUNCH ON: | Aktiviert den CRUNCH-Kanal. |
| BOOST: | Aktiviert zusätzliche Gain-Reserven für noch mehr „Cream“ |
1.4 Lead-Kanal
Präzise HiGain-Distortionsounds spielen bei der Wahl eines Verstärkers eine entscheidende Rolle. Ein verbindliches Kriterium für einen Top-Class-Gitarrenverstärker ist, dass der individuelle Grundsound der jeweils verwendeten Gitarre selbst bei extremen GAIN-Einstellungen erhalten bleibt. Außerdem sollte der gelieferte Ton auch am Gain-Limit definiert und transparent rüberkommen. Beide Disziplinen erfüllt der Trilogy™ mit links und so wird der LEAD-Sound zur ersten Wahl für klassische Rock-Soli und Powerchord-Riffs mit „Brett-Ambitionen“.
! Hinweis:
Dem Amp wurde ausreichend Gain spendiert, um in jeder Situation zu überzeugen. Probier' es aus!
Tauche ein in die Welt intensiver Distortion-Sounds und genieße die kraftvolle Entfaltung eines jeden deiner durch die Lautsprecher gejagten Riffs. Der über den ULTRA GAIN-Schalter anwählbare Kanal liefert eine gnadenlose amerikanische High Gain-Performance, mit tiefen Bässen und bissigen Höhen. Seine heiße und böse Verzerrung bedient die Nu Metal und Drop-Tuning Fraktion genauso souverän, wie den Allrounder, der sich ab und zu den etwas anderen, ultrafetten Leadsound wünscht.
Bedienung:
| LEAD-GAIN: | Regelt den Übersteuerungsgrad des LEAD-Kanals |
| ULTRA-LEAD-GAIN: | Regelt den Übersteuerungsgrad des ULTRA LEAD-Kanals |
| MASTER: | Regelt die Lautstärke |
| BASS: | Regelt den Bassanteil beider Kanäle |
| MID: | Regelt den Mittenanteil beider Kanäle |
| TREBLE: | Regelt den Höhenanteil beider Kanäle |
| LEAD ON: | Aktiviert den klassisch britischen LEAD-Kanal |
| ULTRA LEAD ON: | Aktiviert den amerikanischen ULTRA LEAD-Kanal |
1.6 Master-Sektion
In der MASTER-Sektion bestimmst du die Gesamtlautstärke des Trilogy™, regelst die Präsenz und das Effektrouting. Außerdem hast du die Möglichkeit deinem Amp MIDI-Program-Changes beizubringen.
Bedienung:
FX-MIX, FX ON und SERIAL
Das spezielle Effektrouting SmartLoop™ bietet Dir einen von parallel auf seriell umschaltbaren Effektweg. Im Parallel-Betrieb (SERIAL ist nicht aktiviert) wird das Effektsignal dem Original-signal der Vorstufe zugemischt. Das Mischungsverhältnis kann mittels FX-MIX-Regler eingestellt werden. Prinzipiell erzielt man die besten Soundergebnisse, wenn am Effektgerät ein möglichst großer Effektanteil eingestellt wird und kein Direktsignal am Ausgang des Effektgerätes anliegt.
Bei serieller Verschaltung (SERIAL ist aktiv) arbeitet SmartLoop™ wie ein konventioneller serieller Effektweg, d.h. das Lautstärkeverhältnis zwischen Original- und Effekt-Signal wird am Effektgerät selbst eingestellt.
Tipp:
Ist kein Effektgerät am Effektweg eingeschleift, lässt sich der Effektweg für weitere Funktionen zweckentfremden:
- Im parallelen Betrieb kann die RETURN-Buchse zum Anschluss eines zweiten Instruments oder beliebiger anderer Audioquellen verwendet werden, die sich dann über den FX-MIX Regler dem Gitarrensignal zumischen lassen. Parallel dazu kann an der SEND-Buchse eine zusätzliche Endstufe, oder eine RED BOX® zur Signalführung zum Mischpult angeschlossen werden
- Seriell betrieben und gebrückt (SEND und RETURN mit einem Klinkenkabel verbunden) lässt sich der Effektweg als zweiter MASTER-Regler verwenden, der pro Kanal sogar per Fuß-schalter aktiviert werden kann. Die Lautstärke wird mit dem FX-MIX-Regler eingestellt
! Hinweis:
Wenn der Effektweg seriell geschaltet und kein Effektgerät angeschlossen ist, wird das Signal unterbrochen. Das Ergebnis: Es ist nichts zu hören!
PRESENCE
Dieser Regler bestimmt den Obertonanteil aller Kanäle/Sounds.
MASTER
Wie der Name schon vermuten lässt, hältst Du mit diesem Potentiometer die Macht über die 100 Watt starke, mit vier EL-34 Endstufenröhren befeuerte Endstufe deines Trilogy™ zwischen Daumen und Zeigefinger. Und aus diesem Grunde ist im Umgang mit diesem Regler auch ein gewisses Maß an Vorsicht geboten (und natürlich auch jede Menge Spaß garantiert!)
MIDI LEARN
Weist die Amp-Einstellungen einer Midi-Programmnummer zu und dient zur MIDI-Grundkonfiguration des Amps. Siehe dazu 4 MIDI
1.7 Netz- und Standby-Schalter
MAINS ON/OFF
Dieser Schalter öffnet die Hauptstromzufuhr und gibt den Röhren die Chance, sich für die bevorstehende Arbeit aufzuwärmen.
STANDBY
Gibt den Weg in Richtung Endstufe und Box frei. Er schaltet die Anodenspannung der Röhren, nicht die Heizung. Benutze bei kürzeren Spielpausen also bitte STANDBY anstatt ON/OFF, dann bleiben die Röhren auf Betriebstemperatur.

Abb. 2: Trilogy Rückseite
2 Anschlüsse und Bedienelemente der Rückseite
2.1 Netzanschluss
Der Trilogy™ ist in zwei Modell-Varianten lieferbar: 110/120V und 220V-240V, zu erkennen am Gehäuseaufdruck über der Netzbuchse (Abb. 3). Beide Modelle bieten je zwei wählbare Betriebsspannungen, deren Anpassung mittels des in die Netzbuchse integrierten Voltage-Selectors erfolgt. Bitte stelle vor dem Anschluss des Trilogy™ an das Stromnetz unbedingt sicher, dass die vorhandene Netzspannung mit dem im Sichtfenster des Voltage-Selectors angegebenen Spannungswerts übereinstimmt. Der in Betriebsposition (Amp steht „auf den Füßen“) lesbare Wert zeigt die aktuelle Spannung an, der auf dem Kopf stehende die alternative Anpassung.
Überprüfe auch die Sicherungswerte entsprechend den Angaben des Aufdrucks auf der Geräterückseite (Abb. 2).
! Hinweis:
Die Spannungsanpassung und der Austausch der Sicherungen darf nur von einem erfahrenen Service-Techniker vorgenommen werden. Die nachfolgenden Hinweise sind für den Service-Techniker gedacht!
- Mittels eines kleinen flachen Schraubendrehers den VoltageSelector aus der Netzbuchse lösen
- Falls defekt, Sicherung herausnehmen und durch eine Neue mit entsprechendem Wert ersetzen
- Der Voltage-Selector wird so gedreht und wieder eingesteckt, dass der Aufdruck der gewünschten Netzspannung nach oben links zeigt (neben Pfeil von Gehäuseaufdruck „Voltage-Setting").

Dies ist die Anodensicherung. Sie sichert die Hochspannungsversorgung der Röhren ab. Spricht die Sicherung an, ist die Ursache meistens eine defekte Röhre. Bemerkbar macht sich eine angesprochene Sicherung, wenn der Amp zwar korrekt verkabelt und eingestellt wurde, dennoch aber nichts zu hören ist. Achtung: Vor dem Austausch der Sicherung durch eine entsprechende 250 Volt/T 630 mA Ersatzsicherung sind die Endstufenröhren unbedingt auf einen Defekt zu überprüfen!
2.3 FX-Loop On/Off
An diese Buchse kann der Einfach-Fußschalter Hughes & Kettner® FS-1 angeschlossen werden. Der Fußschalter deaktiviert den Taster FX ON auf der Front.
! Hinweis:
Ist ein Fußschalter angeschlossen, hat dieser immer Priorität. Auch beim Umschalten der Kanäle gilt der aktuelle Zustand des Fußschalters, unabhängig von der Voreinstellung des Kanals! Der Schalter auf der Front ist gesperrt und übernimmt jetzt die Funktion einer LED-Anzeige, die den Zustand des Fußschalters anzeigt.
Dies ist der Anschluss für das im Lieferumfang enthaltene Stageboard Hughes & Kettner® FS-4. Mit seiner Hilfe können die Kanäle CLEAN, CRUNCH, LEAD und ULTRA-LEAD direkt angewählt werden. Eine Funktionalität, die den Einsatz „On Stage“ optimal unterstützt.
2.5 FX Send, Level und Return
FX SEND
Falls Du ein externes Effektgerät verwenden möchtest, verbinde diese Buchse mit dem Eingang des Effektgeräts.
FX LEVEL
Dieser Schalter verringert den Ausgangspegel der FX-Send Buchse um 10dB und erhöht zeitgleich die Eingangsempfindlichkeit der FX-Return Buchse um 10dB und unterstützt so eine optimale Anpassung des Effektweges an den Eingangspegel des jeweils verwendeten Effektgeräts. Soll ein Effektgerät zum Einsatz kommen, dessen Eingang für den Instrumentenpegel ausgelegt ist, diesen Schalter bitte unbedingt in die gedrückte Position bringen.
FX RETURN
Verbinde diese Buchse mit dem Ausgang des Effektgeräts.
2.6 MIDI
Hier kann ein MIDI-Fußschalter, oder ein beliebiger anderer MIDI-Sender zum Schalten der Kanäle angeschlossen werden. Verfügbar sind die Funktionen CLEAN, CRUNCH, LEAD, ULTRA-LEAD, Effektweg an/aus und seriell/parallel, sowie die Sound-Variationen SPARKLE im CLEAN-, und BOOST im CRUNCH-Kanal. Nähere Infos findest Du im Kapitel 4 – Der Trilogy™ und MIDI.
2.7 Speakers
Es stehen ein 4 Ohm-, zwei 16 Ohm- bzw. ein 8 Ohm-, sowie ein separater 16 Ohm-Ausgang zum Anschluss von Boxen mit entsprechender Impedanz zur Verfügung. Bitte achte immer auf eine korrekte Verkabelung. Werden Röhren-Amps mit falscher Impedanz oder gar ohne angeschlossene Box betrieben, kann das zu einer Beschädigung führen. Weitere Infos zum Thema findest du im Kapitel 5 unter „Wie kann ich die Lebensdauer meines Trilogy™ verlängern?“
3 Standard-Setup und Verkabelung

4 Der Trilogy™ und MIDI
SmartLoop™ in Verbindung mit einem midifähigen Multi-Effektgerät bietet dir den bestmöglichen Spielkomfort. Jede einzelne Funktion des Trilogy™ lässt sich per MIDI schalten. Das sind
- alle 4 Sounds: CLEAN, CRUNCH, LEAD, ULTRA LEAD
• die Sound-Variationen SPARKLE im CLEAN-Kanal und BOOST im CRUNCH-Kanal - FX ON sowie SERIAL
4.1 Programmierung
Die Programmierung erfolgt denkbar einfach. Willst du eine Sound-Kombination wie z.B. CRUNCH mit aktivem BOOST, aktivem FX und SERIAL speichern, stellst Du zuerst genau diese Kombination am Amp ein. Dann brauchst du lediglich den Trilogy™ über kurzes Drücken der MIDI LEARN-Taste „scharf“ zu schalten (MIDI LEARN leuchtet), und die Programm-Nummer, unter der Du diese Sound-Kombination speichern möchtest, auf deinem MIDI-Board (oder anderem MIDI-Sender) zu drücken. Erlischt MIDI LEARN, hat sich der Trilogy™ diese Sound-Kombination gemerkt und einem Progamm auf deinem Fußboard zugeordnet.
Ein erneuter Druck auf MIDI Learn im scharf geschalteten Zustand beendet vorzeitig den Programmiervorgang.
Empfängt der Trilogy™ auf dem eingestellten MIDI-Kanal (s.u.) einen MIDI-Program-Change-Befehl, blinkt die MIDI Learn-LED kurz auf und der Trilogy™ ruft die entsprechende Einstellung auf.
4.2 Einstellen des MIDI-Kanals sowie OMNI-On/Off
Drückt man im Normalbetrieb des Trilogy™ die MIDI LEARN-Taste länger als zwei Sekunden beginnt diese zu blinken. Die LEDs und Taster des Amps haben nun spezielle Programmier-Funktionen:
CLEAN
Fungiert nun als +1/up Taster, um den MIDI-Kanal einzustellen. Werkseinstellung ist MIDI-Kanal 1.
SPARKLE
Fungiert nun als -1/down Taster
FX ON
Schaltet OMNI On/Off. Leuchtet die FX ON-LED, so empfängt der Trilogy™ auf allen MIDI-Kanälen eingehende Program-Changes (default), bei nicht leuchtender LED nur auf dem eingestellten Midi-Kanal.
! Hinweis:
OMNI=Empfang auf allen Kanälen. Diese Funktion ist hilfreich, wenn Du nicht sicher bist, auf welchem Kanal Dein Fußboard sendet.
SERIAL
Mit dieser Taste kannst Du überprüfen, ob alle LEDs funktionieren. So lange SERIAL gedrückt ist, müssen alle LEDs auf der Trilogy™-Front leuchten.
Die BOOST-, CRUNCH-, SPARKLE- und CLEAN-LEDs dienen während des Setups als Anzeige des MIDI-Kanals. In der nachfolgenden Tabelle kannst Du den eingestellten Midi-Kanal ganz einfach ablesen (in der Fachsprache auch „Binär-Code“ genannt):
| Channel | BOOST | CRUNCH | SPARKLE | CLEAN-LED |
| 1 | ||||
| 2 | ||||
| 3 | ||||
| 4 | ||||
| 5 | ||||
| 6 | ||||
| 7 | ||||
| 8 | ||||
| 9 | ||||
| 10 | ||||
| 11 | ||||
| 12 | ||||
| 13 | ||||
| 14 | ||||
| 15 | ||||
| 16 |
Einmaliges Drücken auf MIDI LEARN beendet das MIDI-Setup und speichert die Einstellungen, der Amp kehrt in den letzten Betriebszustand (Normalbetrieb) zurück.
4.3 Werkseinstellung und deren Wiederherstellung (Factory Reset)
Wird beim Einschalten MIDI LEARN und FX ON gleichzeitig gehalten, setzt sich der Amp in Auslieferzustand zurück.
Dieser ist:
• OMNI ON
• MIDI-Kanal 1
- Alle Kanäle sind FX ON geschaltet
- SERIAL ist deaktiviert
- Alle MIDI-Presets werden zurückgesetzt
Die Sounds sind ab Werk wie folgt eingestellt und zugewiesen:
| Programm-Change-Befehl | Kanal | Einstellung |
| 1 | Clean | FX ON |
| 2 | Clean | Sparkle + FX ON |
| 3 | Crunch | FX ON |
| 4 | Crunch | Boost + FX ON |
| 5 | Lead | FX ON |
| 6 | Clean | |
| 7 | Clean | Sparkle |
| 8 | Crunch | |
| 9 | Ultra Lead | FX ON |
5 Röhrentausch, Wartung und Service
Der TRILOGY™ ist ab Werk mit EL34 und 12AX7 Röhren bestückt. Sie werden nach dem „Burn-In“ (ein erster Dauerlauf unter Last) in aufwändigen Selektionsverfahren auf ihre elektrischen Werte, mechanische Beschaffenheit (Mikrofonie), und darüber hinaus im akustischen Test am fertigen Gerät auf ihr Soundverhalten geprüft. Einer der wichtigsten Schritte ist dabei das „Matching“ (also das Zusammenstellen von Röhrensätzen gleicher Kennlinie) für die Endstufenbestückung.
5.1 Wann ist ein Röhrentausch sinnvoll?
Die im TRILOGY™ eingesetzten Röhren zeichnen sich durch vorbildliche Verarbeitungsqualität und eine hohe Lebensdauer aus. Sollte dennoch einmal ein Problem auftauchen, stellt dir vor einem voreiligen Röhrentausch bitte folgende Fragen:
- Lag die Ursache des Fehlers bzw. Ausfalls an der Röhre selbst oder vielleicht an der Geräteperipherie, z.B. defektes Speaker-Kabel als Ursache für defekte Endstufenröhre? (Falls der Fehler nicht behoben wird, könnte das Problem nach einem Röhrentausch erneut auftreten).
- War während des Betriebes die Netzspannung konstant? Bei Vollröhren-Amps kann eine Überspannung im Netz die Ursache für einen Ausfall sein. Überspannungen entstehen z.B. bei Strom-Generatoren oder unsachgemäß ausgeführten Starkstromverbindungen.
- Hat vielleicht nur eine Sicherung angesprochen, ohne dass ein wirklicher Defekt vorliegt? „Gealterte“ Sicherungen, Teilchenentladungen in einer Röhre oder Überschläge durch Netzspannungsspitzen könnten die Ursache sein.
Ein Röhrentausch wäre dann wenig sinnvoll. Röhren zeigen nach entsprechender Betriebsdauer Verschleißerscheinungen (erhöhte Mikrofonie, Brummempfindlichkeit, Höhenverluste, Leistungsverluste etc.). Solche Anzeichen machen einen Austausch nötig, denn sie führen nicht nur zu schlechteren Klangergebnissen, sondern sind Vorboten für einen bevorstehenden Ausfall der betroffenen Röhre.
Hinweis:
Von einem Röhrentausch aus Spaß an Soundexperimenten ist auf jeden Fall abzusehen. Die hierbei entstehenden Kosten könnten bei unsachgemäßem Handeln unerwartet hoch ausfallen.
5.2 Was ist beim Röhrentausch zu beachten?
Der Röhrentausch sollte ausschließlich durch technisch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen! Folgende Hinweise sind deshalb nur für Service-Techniker gedacht:
Vor dem Ausbau des Chassis auf der Rückseite ist der Netzstecker des TRILOGY™ zu ziehen und eine Mindestentladungszeit von 2 Minuten abzuwarten! Ist das Chassis ausgebaut, können die Röhren vorsichtig aus ihren Sockeln gezogen werden. Eine einzelne Endstufenröhre darf nur dann getauscht werden, wenn sie exakt in das Match passt (die gleiche Kennlinie aufweist). Für die Endstufenröhren grundsätzlich nur gematchte Sätze einsetzen. Wird ein neuer Satz gematchter Endstufenröhren mit den gleichen Kennliniendaten des alten Satzes verwendet, so ist ein Bias-Abgleich (Ruhestrom-Abgleich) nicht zwingend notwendig. Wird dagegen ein Match mit abweichenden Kennliniendaten verwendet, so muss ein Bias-Abgleich erfolgen. Der Abgleich setzt umfangreiche Messkenntnisse voraus und ist ausschließlich von im Röhren-Amp-Bereich qualifizierten Technikern vorzunehmen.
5.3 Wie kann ich die Lebensdauer meines Trilogy™ verlängern?
- Betriebe den Trilogy™ niemals ohne Last (Lautsprecher)! Ein hochwertiges, knicksicheres Boxenkabel ist daher zwingend notwendig.
- Nutze den STANDBY-Schalter! Häufiges Aufheizen der Röhren erhöht den Verschleiß. Das Abschalten der Anodenspannung mit der STANDBY-Funktion spart Betriebsstunden.
- Vermeide Erschütterungen, insbesondere bei laufendem Gerät. Vor dem Transport den Amp ausschalten und die Röhren abkühlen lassen.
- Sorge immer für eine technisch einwandfreie Geräteperipherie! Freie Lüftungsschlitze für eine ungestörte Luftzirkulation sind lebenswichtig für den Trilogy™.
- In jedem Fall zu vermeiden sind extreme Hitze, das Eindringen von Staub und – ganz besonders – Nässe.
- Die Spezifikationen von Zusatzgeräten müssen genauestens beachtet werden. Niemals Lautsprecherboxen mit zu kleiner Impedanz (Ohmzahl) am Trilogy™ betreiben.
- Nie Geräte mit zu großem Pegel (z.B. Endstufen) an die Eingänge des Trilogy™ anschließen.
- Vor Anschluss des Gerätes immer die vorhandene Netzspannung prüfen. Im Zweifelsfall den Bühnentechniker, Hausmeister o.ä. kontaktieren.
- Keine "do it yourself" Reparaturen bei Problemen! Auch der Tausch interner Sicherungen muss von einem erfahrenen Techniker vorgenommen werden.
6 Mögliche Fehlerquellen/Troubleshooting
Der Trilogy™ lässt sich nicht einschalten
- Es liegt keine Netzspannung an. Überprüfe den korrekten Anschluss des Netzkabels.
• Die Netzsicherung ist defekt. Achte beim Ersatz auf den für die Netzspannung vorgesehenen Sicherungswert!
Der Trilogy™ ist korrekt verkabelt, aber es ist nichts zu hören
• Das Gerät ist auf STANDBY geschaltet.
- Gain- bzw. Masterregler sind abgedreht.
- Der Effektweg ist ungewollt aktiv.
• Die Anodensicherung ist durchgebrannt. Vor dem Austausch der Sicherung gegen eine dem vorgeschriebenen Wert entsprechende Ersatzsicherung sind die Endstufenröhren auf Defekt zu prüfen.
- Die Sicherung für die Röhrenheizung hat angesprochen (Röhren glühen nicht). Achte beim Austausch der Sicherung unbedingt auf den korrekten Wert. Den Austausch sollte nur ein Service-Techniker vornehmen.
Bei aktivem Effektgerät wird der Sound indifferent und „matschig“
- Das Effektgerät liefert ein Direktsignal, das im parallelen Effektweg dem Originalsignal zugemischt wird. Je nach verwendetem Effekt kann die Phasenlage des Direktsignals beim parallelen Zusammenmischen im Trilogy™ zu Phasenauslöschungen führen. Um diese zu vermeiden, schalte den Effektweg auf SERIAL, oder drehe das Direktsignal im Effektgerät ab.
Beim Spielen sind „Klingelgeräusche“ zu hören, der Amp tendiert zum „Pfeifen“
- Eine oder mehrere Röhren sind mikrofonisch. Ersetze die Röhre durch eine neue entsprechenden Typs.
Schon wenige Betriebsstunden nach einem Röhrentausch zeigen sich wieder typische Merkmale für Röhrenverschleiß (Höhenverluste, Rauschen, Mikrofonie, „mulmiger“ Sound):
- Beim Röhrentausch wurden falsche Typen eingesetzt oder der Ruhestrom wurde nicht optimal eingestellt. Bringe bitte den Amp zu einem Fachmann, um den Fehler beheben zu lassen.
7 Technische Daten
Alle Pegelangaben beziehen sich auf 0 dBV (1V RMS)
7.1 Eingänge:
INPUT
Buchse: Klinke
Bauart: unsymmetrisch
Eingangsimpedanz: 1 MΩ
Empfindlichkeit: - 35 dB
max. Eingangspegel: +8 dB
FX- RETURN
Buchse: Klinke
Bauart: unsymmetrisch
Eingangsimpedanz: 48 kΩ
max. Empfindlichkeit:
-10dB Schalter gedrückt: -18 dB
-10dB Schalter nicht gedrückt: -8 dB
max. Eingangspegel:
-10dB Schalter gedrückt: + 5 dB
-10dB Schalter nicht gedrückt: +15dB
7.2 Ausgänge:
FX LOOP- Send L/R
Buchse: Klinke
Bauart: unsymmetrisch
Ausgangsimpedanz: 2,2 kΩ
Ausgangspegel: - 6 dB
max. Ausgangspegel:
-10dB Schalter gedrückt: + 2 dB
-10dB Schalter nicht gedrückt: +12 dB
Lautsprecherausgänge:
Anzahl: 4
Buchse: Klinke
Bauart: unsymmetrisch
Impedanz: 1 X 4 Ω ; 1 X 8 Ω oder 2 X 16 Ω ; 1 X 16 Ω
7.3 Allgemeine elektrische Daten:
max. Stromaufnahme: 1,35 A @ 230 V AC, 4-8-16 Ω
2,55 A @ 120 V AC, 4-8-16 Ω
max. Leistungsaufnahme: 383 VA @ 253 V AC, 4-8-16 Ω
Netzspannungsbereich: +/- 10 %
externe Sicherungen: 1 x T 630 mA (Anodenspannung)
interne Sicherungen: 1 x TT 10 A „superträge“
2 x T 630 mA
Netzsicherung:
Europa: (schaltbar: 220 V-230 V auf 240 V)
2 x 250 V / T 1,6 A (5 x 20 mm)
USA/Canada/Asien: (schaltbar: 100 V auf 120 V)
2 × 250 V / T 4 A (5 × 20 mm)
Anodensicherung: 1 x T 630 mA
Umgebungstemperaturbereich: - 10 °C bis + 35 °C
7.4 Allgemeine mechanische Daten:
Abmessungen:
Breite: 744 mm (mit Ecken)
Höhe: 280 mm (mit Griff und Füßen)
Tiefe: 258 mm (mit Ecken)
Gewicht: 20,5 kg
Avant-propos
WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE! BITTE VOR GEBRAUCH LESEN UND FÜR SPÄTEREN GEBRAUCH AUFBEWAHREN!
- Das Gerät wurde von Hughes & Kettner gemäss IEC 60065 gebaut und hat das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen gefahrlosen Betrieb sicherzustellen, muss der Anwender die Hinweise und die Warnvermerke beachten, die in der Bedienungsanleitung enthalten sind. Das Gerät entspricht der Schutzklasse I (schutzgeerdet).
• DIE SICHERHEIT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND LEISTUNG DES GERÄTES WIRD VON HUGHES & KETTNER NUR DANN GEWÄHRLEISTET, WENN:
- Montage, Erweiterung, Neueinstellung, Änderungen oder Reparaturen von Hughes & Kettner oder von dazu ermächtigten Personen ausgeführt werden.
- die elektrische Installation des betreffenden Raumes den Anforderungen von IEC (ANSI)-Festlegungen entspricht.
- das Gerät in Übereinstimmung mit der Gebrauchsanweisung verwendet wird.
WARNUNG:
- Wenn Abdeckungen geöffnet oder Gehäuseteile entfernt werden, außer wenn dies von Hand möglich ist, können Teile freigelegt werden, die Spannung führen.
- Wenn ein Öffnen des Gerätes erforderlich ist, muss das Gerät von allen Spannungsquellen getrennt sein. Berücksichtigen Sie dies vor dem Abgleich, vor einer Wartung, vor einer Instandsetzung und vor einem Austausch von Teilen.
- Ein Abgleich, eine Wartung oder eine Reparatur am geöffneten Gerät unter Spannung darf nur durch eine vom Hersteller autorisierte Fachkraft (nach VBG 4) geschehen, die mit den verbundenen Gefahren vertraut ist.
- Lautsprecher-Ausgänge, die mit dem IEC 417/5036-Zeichen (Abb.1, s.unten) versehen sind können berührungsgefährliche Spannungen führen. Deshalb vor dem Einschalten des Gerätes Verbindung nur mit dem vom Hersteller empfohlenen Anschlusskabel zum Lautsprecher herstellen.
- Alle Stecker an Verbindungskabeln müssen mit dem Gehäuse verschraubt oder verriegelt sein, sofern möglich.
- Es dürfen nur Sicherungen vom Typ IEC 127 und der angegebenen Nennstromstärke als Ersatz verwendet werden.
- Eine Verwendung von geflickten Sicherungen oder Kurzschließen des Halters ist unzulässig.
- Niemals die Schutzleiterverbindung unterbrechen.
- Oberflächen, die mit dem „HOT“-Zeichen (Abb.2, s.unten) versehen sind, Rückwände oder Abdeckungen mit Kühlschlitzen, Kühlkörper und deren Abdeckungen, sowie Röhren und deren Abdeckungen können im Betrieb erhöhte Temperaturen annehmen und sollten deshalb nicht berührt werden.
- Hohe Lautstärkepegel können dauernde Gehörschäden verursachen. Vermeiden Sie deshalb die direkte Nähe von Lautsprechern, die mit hohen Pegeln betrieben werden. Verwenden Sie einen Gehörschutz bei dauernder Einwirkung hoher Pegel.
NETZANSCHLUSS:
• Das Gerät ist für Dauerbetrieb ausgelegt.
• Die eingestellte Betriebsspannung muss mit der örtlichen Netzspannung übereinstimmen.
- Achtung: Der Netzschalter des Gerätes muss in OFF-Position stehen, wenn das Netzkabel angeschlossen wird.
- Der Anschluss an das Stromnetz erfolgt mit dem mitgelieferten Netzteil oder Netzkabel.
- Netzteil: Eine beschädigte Anschlussleitung kann nicht ersetzt werden. Das Netzteil darf nicht mehr betrieben werden.
- Vermeiden Sie einen Anschluss an das Stromnetz in Verteilerdosen zusammen mit vielen anderen Stromverbrauchern.
• Die Steckdose für die Stromversorgung muss nahe am Gerät angebracht und leicht zugänglich sein.
AUFSTELLUNGSORT:
- Das Gerät sollte nur auf einer sauberen, waagerechten Arbeitsfläche stehen.
- Das Gerät darf während des Betriebs keinen Erschütterungen ausgesetzt sein.
- Feuchtigkeit und Staub sind nach Möglichkeit fernzuhalten.
- Das Gerät darf nicht in der Nähe von Wasser, Badewanne, Waschbecken, Küchenspüle, Nassraum, Swimmingpool oder feuchten Räumen betrieben werden. Keine mit Flüssigkeit gefüllten Gegenstände (Vase, Gläser, Flaschen etc) auf das Gerät stellen.
- Sorgen Sie für ausreichende Belüftung der Geräte.
- Eventuelle Ventilationsöffnungen dürfen niemals blockiert oder abgedeckt werden. Das Gerät muss mindestens 20 cm von Wänden entfernt aufgestellt werden. Das Gerät darf nur dann in ein Rack eingebaut werden, wenn für ausreichende Ventilation gesorgt ist und die Einbauanweisungen des Herstellers eingehalten werden.
- Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung sowie die unmittelbare Nähe von Heizkörpern und Heizstrahlern oder ähnlicher Geräte.
- Wenn das Gerät plötzlich von einem kalten an einen warmen Ort gebracht wird, kann sich im Geräteinnern Kondens-feuchtigkeit bilden. Dies ist insbesondere bei Röhrengeräten zu beachten. Vor dem Einschalten so lange warten, bis das Gerät Raumtemperatur angenommen hat.
- Zubehör: Das Gerät nicht auf einen instabilen Wagen, Ständer, Dreifuß, Untersatz oder Tisch stellen. Wenn das Gerät herunterfällt, kann es Personenschäden verursachen und selbst beschädigt werden. Verwenden Sie das Gerät nur mit einem vom Hersteller empfohlenen oder zusammen mit dem Gerät verkauften Wagen, Rack, Ständer, Dreifuß oder Untersatz. Bei der Aufstellung des Gerätes müssen die Anweisungen des Herstellers befolgt und muss das vom Hersteller empfohlene Aufstellzubehör verwendet werden. Eine Kombination aus Gerät und Gestell muss vorsichtigt bewegt werden. Plötzliches Anhalten, übermässige Kraftanwendung und ungleichmässige Böden können das Umkippen der Kombination aus Gerät und Gestell bewirken.
- Zusatzvorrichtungen: Verwenden Sie niemals Zusatzvorrichtungen, die nicht vom Hersteller empfohlen wurden, weil dadurch Unfälle verursacht werden können.
- Zum Schutz des Gerätes bei Gewitter oder wenn es längere Zeit nicht beaufsichtigt oder benutzt wird, sollte der Netzstecker gezogen werden. Dies verhindert Schäden am Gerät aufgrund von Blitzschlag und Spannungsstössen im Wechselstromnetz.
Abb.1
Abb.2