TriAmp MK II - Audioverstärker Hughes Kettner - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG TriAmp MK II Hughes Kettner
Bitte lesen Sie vor der Inbetriebnahme unbedingt die Sicherheitshinweise auf Seite 29 - 31!

THANK YOU FOR CHOOSING THE TRIAMP® MK II !
Als 1995 der erste TriAmp® auf dem Markt erschien, gelangte er schnell in den Ruf des „Holy Grail of Amplifiers“. Zum ersten Mal bot sich dem Röhrenpuristen eine Konzeption, die drei völlig unabhängige, zweikanalige Vollröhrenverstärker in einem Gerät integrierte. Die moderne Bedien- und Schaltlogik, die optional auch per MIDI steuerbar ist, erlaubte unmittelbaren Zugriff auf sechs der begehrtesten Toncharaktere und schuf somit eine Soundvielfalt, die für einen Vollröhrenamp vorher absolut unerreichbar war. Der TriAmp® setzte einen Meilenstein in der Ampgeschichte.
Mit dem TriAmp® MK II haben die Hughes & Kettner® Ingenieure die Qualitäten dieses Meilensteins in die Moderne übertragen. Die sechs Grundsounds wurden überarbeitet auf den neuesten Stand gebracht. Ebenso wurde die Endstufenschaltung völlig neu designed - mit dem Resultat eines noch offeneren Sounds. Neben einem umschaltbaren Effektweg (seriell/parallel), wurde der Triamp® MK II mit einem Half Power Switch ausgestattet. Damit lässt sich die Ausgangsleistung auf Wunsch von 100 Watt auf 50 Watt umschalten und somit die Endstufe früher in die Sättigung bringen.
Als Flaggschiff der Hughes & Kettner® Custom Tube Series wird der TriAmp® MK II fast ausschließlich in Handarbeit gefertigt. Jedes Gerät wird einer Vielzahl von Belastungs- und Sicherheitstests unterzogen, bevor es vor den Ohren eines erfahrenen Gitarristen den abschließenden akustischen Test bestehen muss.
Mit dem TriAmp® MK II haben Sie ein absolutes Profi-Werkzeug erworben. Durch seine Flexibilität, seine profigerechten Features und seine tadellose Verarbeitung, vor allem aber durch seine überragende Soundqualität setzt er in der Klasse der Röhrenamps den Maßstab für die Spitze des Machbaren.
WIR WÜNSCHEN IHNEN VIEL SPASS UND FREUDE AM „TONE“ MIT IHREM TRIAMP® MK II ! IHR HUGHES & KETTNER®-TEAM.
INHALT
1.0 DREIZEHN RÖHREN FÜR DEN GUTEN TON ... 16
2.0 ANSCHLÜSSE UND BEDIENELEMENTE ..... 18
2.1 NETZANSCHLUSS
UND WELTSPANNUNGSADAPTION ..... 18
2.2 ÜBERSICHT DER BEDIENELEMENTE ..... 19
3.0 STANDARD SET UP/VERKABELUNG .....21
4.0 BEDIENUNG DES TriAmp® MK II ..... 21
4.1 DAS ANWÄHLEN DER KANÄLE ..... 21
4.2 DER TRIAMP® MK II MIT EFFEKTGERÄTEN ..... 21
4.3 RED BOX ® DI OUT -
VOLLRÖHRE AM MISCHPULT ..... 22
4.4 DER TRIAMP ® MK II UND MIDI 23
5.0 RÖHRENTAUSCH, WARTUNG UND PFLEGE ... 24
6.0 FEHLERBESEITIGUNG/TROUBLESHOOTING ... 26
7.0 TECHNISCHE DATEN 27
WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE .....29-31
VOR DER INBETRIEBNAHME
- Vergewissern Sie sich vor dem Anschluss des TriAmp ® , dass der nahe der Netzbuchse angegebene Spannungswert mit der vorhandenen Netzspannung übereinstimmt.
- Stellen Sie eine ausreichende Luftzufuhr durch die Kühlschlitze des Gerätes sicher.
- Achten Sie auf einen festen Stellplatz, der mechanische und thermische Fremdeinwirkungen, welche die Betriebssicherheit des Gerätes oder die Sicherheit von Personen beeinträchtigen könnten, ausschliesst.
- Für Schäden am Gerät, die durch unsachgemäßen Betrieb entstehen, wird seitens des Herstellers keine Haftung übernommen.
1.0 DREIZEHN RÖHREN FÜR DEN GUTEN TON
Drei grundverschiedene Verstärker in einem Gerät – ein Wunschtraum, der bis Mitte der 90' er Jahre unerfüllbar erschien. Nach Jahren intensiver Entwicklungsarbeit und Soundforschung wurde diese Kombination mit dem TriAmp® 1995 zum ersten Mal Wirklichkeit. Dazu entwickelte das Hughes & Kettner Team eine neue Schaltungs-technologie, die vollkommen eigenständige Grundsounds in höchster Qualität ermöglicht. Jeder der drei Preamps ist zweikanalig aufgebaut und so stehen insgesamt 6 Sounds auf Knopfdruck zur Verfügung.
Wie realisiert der TriAmp® so verschiedene Grundsounds mit nur einer Endstufe und einer gemeinsamen Mastersektion?
Sein Soundpotential schöpft der TriAmp® zum grossen Teil aus seiner puristischen Röhrentechnik. Eine hochentwickelte Verschaltung der Röhrenstufen - bei jedem Soundwechsel in neuer Konfiguration - ermöglicht diese enorme Soundflexibilität ohne Einsatz von Halbleiterschaltungen, die den Sound verfälschen könnten. Auch das Endstufenkonzept trägt entscheidend zur Klangvielfalt des TriAmp® bei: Bei jedem Kanal wird der Presence-Dämpfungsfaktor über einen speziellen Kondensator automatisch umgeschaltet. Dadurch erhält jeder Kanal seine typische Endstufencharakteristik und ist daher mit nur einem Presence Regler in der MASTER-Sektion bestens regelbar.
Klassische Cleansounds sind die Hauptaufgabe des ersten Amps.
CHANNEL A klingt voll und rund in bester amerikanischer Manier. Er übersteuert auch bei hohen Gain Einstellungen kaum und bietet den begehrten „Twang“ in Vollendung. In der Basswiedergabe zeichnet sich dieser Kanal durch enormen Druck und Wärme aus.
CHANNEL B liefert britischen Class-A Ton mit glockigen Höhen und äusserst feiner harmonischer Übersteuerung, so wie es für Amps mit EL84 Endstufenröhren typisch ist. Schon kleinere GAIN Einstellungen liefern prägnante Obertöne im Hochmittenbereich.
Der TIGHT Schalter in AMP 1 bewirkt eine steilflankige Absenkung „mulmiger“ Bassfrequenzen, wie sie bei Cleansounds in Verbindung mit 4x 12"-Boxen leicht auftreten können. Bei einem Gitarrenamp-Combo wird diese Absenkung automatisch durch die Konstruktion des Gehäuses bedingt. Da an den TriAmp® MK II in der Regel eine 4x 12" Box angeschlossen wird, kann über die Frequenzanpassung wahlweise das Wiedergabeverhalten eines Combos gewählt werden.
Der MASTER in AMP 1 wirkt nur auf Kanal B. Kanal A hingegen funktioniert wie bei alten Vintage-Amps, die über keinen MASTER-Regler verfügten. Übersteuerungsgrad und Lautstärke werden hier ausschliesslich mit GAIN A geregelt.
AMP 2 – CLASSIC BRITISH DRIVE

Hohe Dynamik und völlige Kontrolle bei jedem Übersteuerungsgrad bietet der zweite Amp. Detailgetreu überträgt er jeden Anschlag und selbst kleinste Verzierungen – weshalb der Begriff "ehrlich" als besonders treffend erscheint.
CHANNEL A hat den Overdrive Sound, der auf nahezu jeder Rockproduktion der 80' er Jahre zu hören ist. Jenen offenen, britischen Charakter, der rauhe Begleitung und durchsetzungskräftiges Akkordspiel wirkungsvoll unterstützt.
CHANNEL B klingt mit zunehmender Übersteuerung "fetter" und trägt den Ton mit mehr Sustain – der Amp "singt".
Eine Spezialschaltung verleiht dem Sound die Endstufenübersteuerung, die man von alten „Plexis“ kennt.
AMP 3 - MODERN GAIN

Präzise Distortionsounds spielen bei der Entscheidung für einen Verstärker eine besonders große Rolle. Ein verbindliches Kriterium für Top-Class-Gitarrenverstärker: selbst bei extremen GAIN-Einstellungen sollte der Gitarrencharakter hörbar und der Ton definiert bleiben. Nur wenige Verstärker können diesen Anspruch erfüllen. AMP 3 gehört sicherlich zu den Anführern dieser Elite!
CHANNEL A ist an den Overdrive Kanal des Hughes & Kettner® DUOTONE angelehnt.
Er ist sehr ehrlich und direkt. Dynamisch reagiert er auf Anschlagstärke und Volumenpoti der Gitarre. Ein exzellenter Solokanal, selbst bei hohen GAIN-Einstellungen und gleichzeitig optimal für druckvolle Powerchords mit "Brett". 110% Rock 'n Roll!
CHANNEL B liefert gnadenlosen amerikanischen High-Gain Sound. Die heisse und böse Verzerrung dieses Kanals bedient die New Metal und Drop-D Fraktion ebenso wie den Allrounder, der sich ab und zu den etwas anderen, ultrafetten Leadsound wünscht.
2.0 ANSCHLÜSSE UND BEDIENELEMENTE
2.1 NETZANSCHLUSS UND WAHL DER NETZSPANNUNG
Der TriAmp ® MK II ist in zwei Modell-Varianten lieferbar: 110/120V und 220V-240V, zu erkennen am Gehäuseaufdruck über der Netzbuchse (Abb). Beide Modelle bieten je zwei wählbare Betriebsspannungen, deren Anpassung mittels des in die Netzbuchse integrierten Voltage-Selectors erfolgt. Bitte stelle vor dem Anschluss des TriAmp ® MK II an das Stromnetz unbedingt sicher, dass die vorhandene Netzspannung mit dem im Sichtfenster des Voltage-Selectors angegebenen Spannungswerts übereinstimmt. Der in Betriebsposition (Amp steht „auf den Füßen“) lesbare Wert zeigt die aktuelle Spannung an, der auf dem Kopf stehende die alternative Anpassung. Überprüfe auch die Sicherungswerte entsprechend den Angaben des Aufdrucks auf der Geräterückseite.


HINWEIS:
Die Spannungsanpassung und der Austausch der Sicherungen darf nur von einem erfahrenen Service-Techniker vorgenommen werden.
Die nachfolgenden Hinweise sind für den Service-Techniker gedacht!
- Mittels eines kleinen flachen Schraubendrehers den Voltage-Selector aus der Netzbuchse lösen
- Falls defekt, Sicherung herausnehmen und durch eine Neue mit entsprechendem Wert ersetzen
- Der Voltage-Selector wird so gedreht und wieder eingesteckt, dass der Aufdruck der gewünschten Netzspannung nach oben links zeigt (neben Pfeil von Gehäuseaufdruck „Voltage-Setting”).
INPUT: Eingang zum Anschluss der Gitarre.
PREAMP SEKTION:
Die Bediensektionen der 3 Preamps sind miteinander vergleichbar. Die Funktionen der Regler werden hier anhand von AMP 1 beispielhaft erläutert.
KANAL SCHALTER: Wählt direkt den gewünschten Grundsound (Kanal A oder B) an. Die Schalter fungieren gleichzeitig als Indikator LED's. Sie zeigen den aktiven Kanal an.
GAIN A, GAIN B: Regeln den Übersteuerungsgrad von Kanal A und B.
KLANGREGELUNG: Gemeinsame BASS, MID und TREBLE Regler für Kanal A und B.

TIGHT: Bewirkt eine Absenkung „mulmiger“ Bassfrequenzen, wie sie bei Cleansounds auftreten können, wenn die Wiedergabe über eine 4x 12“ Box erfolgt. Durch die
Frequenzanpassung bekommt der TriAmp ® MK II das für Combos typische Wiedergabeverhalten.
MASTER: Regelt die Lautstärke von AMP 1B im Verhältnis zu den beiden anderen Preamps.
HINWEIS:
Der MASTER in AMP 1 wirkt nur auf Kanal B. Kanal A hingegen funktioniert wie bei alten Vintage-Amps, die über keinen MASTER-Regler verfügten. Übersteuerungsgrad und Lautstärke werden hier ausschließlich mit GAIN A geregelt.
MASTER SEKTION:
FX ON SCHALTER: Aktiviert den Effektweg des TriAmp® MK II. Soll diese Schaltfunktion via Stageboard oder MIDI erfolgen, ist der Schalter in Position "aus" zu bringen.
LEARN: Erst mit der Installation des MSM-1 Moduls wird der TriAmp® MK II midifähig. Die MIDI LEARN Taste speichert dann auf einfachen Knopfdruck die aktuelle Kanal / FX LOOP Kombination.
VOLUME: Kontrolliert die Gesamtlautstärke des TriAmp® MK II.
PRESENCE: Regelt Presence für AMP 1, AMP 2, und AMP 3. Die grundsoundspezifische Umschaltung des PRESENCE bewirkt eine für alle Kanäle optimierte Soundbeeinflussung. Dies ist am besten nachvollziehbar, wenn einmal in jedem Kanal PRESENCE voll aufgezogen und wieder abgedreht wird – die unterschiedliche Wirkungsweise wird so hörbar.
STANDBY: Dient zur Stummschaltung des Gerätes in Spielpausen. Die Endstufenröhren werden im Standbybetrieb geschont, ohne dass bei Wiederinbetriebnahme die Röhren erneut aufgeheizt werden müssen.
POWER: Netzschalter des TriAmp® MK II.
RÜCKSEITE:

MAINS IN: Netzbuchse für das mitgelieferte Euronetzkabel. Bevor der Netzstecker eingesteckt wird, vergewissern Sie sich bitte, dass die vorhandene Netzspannung mit dem im Fenster des VOLTAGE SELECTORS angegebenem Wert übereinstimmt.
VOLTAGE SELECTOR: Steckeinsatz zur Anpassung des TriAmp® MK II an die vorhandene Netzspannung. Beachten Sie hierzu auch Kapitel 2.1!
ANODE FUSE: Sicherungshalter für die Anoden- sicherung der Endstufenröhren. Den aufgeruckten Sicherungswert unbedingt beachten!
HALF POWER: Schaltet auf Wunsch die Ausgangsleistung des TriAmp® MK II von 100 Watt auf 50 Watt herunter.
PREAMP OUT, POWER AMP IN: Für die Steuerung der Gesamtlautstärke mittels Volume-Pedal wurde dem TriAmp® MK II ein zusätzlicher serieller Effektweg spendiert. Das Vorstufensignal wird an PREAMP OUT abgegriffen und in POWERAMP IN wieder zurückgeführt.
STAGEBOARD: Anschlussbuchse für das TriAmp® MK II Stageboard. Das Kabel kann mit handelsüblichen Computerkabeln (9-pol Sub-D) verlängert werden.
FX LOOP
FX SERIAL/PARALLEL: Eine Innovation am TriAmp® MK II. Der Effektweg kann auf Knopfdruck parallel oder seriell geschaltet werden. Die Umschaltung ist bei Verwendung des optionalen MSM-1 MIDI Moduls auch per MIDI speicher- und schaltbar.
LEVEL: Bestimmt das Lautstärkeverhältnis zwischen dem Vorstufensignal des TriAmp® MK II und dem Signal an der FX RETURN Buchse - z.B. von einem eingeschliffen Effektgerät.
FX SEND: Verbinden Sie diese Buchse mit dem Eingang Ihres Effektgerätes.
FX SEND LEVEL: Dämpfungsschalter zum Anpassen des Effektweges an den Eingangspegel des Effektgerätes. Bei Verwendung von Effektgeräten, deren Eingang für Instrumentenpegel ausgelegt ist, diesen Schalter bitte in gedrückte Position bringen.
FX RETURN: Verbinden Sie diese Buchse mit dem Ausgang des Effektgerätes.
RED BOX® DI OUT: Symmetrischer Ausgang der integrierten RED BOX® Lautsprechersimulation zum Mischpult für Live- und Recordingzwecke. Beachten Sie hierzu auch Kapitel 4.3!
SPEAKERS: Der TriAmp® MK II verfügt über 4, 8 und 16 Ohm Anschlüsse zur optimalen Impedanzanpassung. Anschlussminimum sind 4 Ohm.
HINWEIS:
Betreiben Sie den TriAmp ® MK II bitte niemals ohne angeschlossenen Lautsprecher!
3.0 STANDARD SET UP/VERKABELUNG

4.0 BEDIENUNG DES TRIAMP® MK II
4.1 DAS ANWÄHLEN DER KANÄLE
Die sechs Grundsounds des TriAmp ® MK II können mit den Kanal Schaltern auf der Frontplatte oder am TriAmp ® MK II Stageboard abgerufen werden. Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Soundumschaltung vom MSM-1 MIDI Modul ausführen zu lassen (siehe dazu auch Kapitel 4.4!). Soll mittels eines externen MIDI Switchers umgeschaltet werden, so ist mit Hilfe der in der Abbildung gezeigten Anschlussbelegung ein Adapterkabel anzufertigen. Die Kanalwahl erfolgt dabei als Tastfunktion, das Aktivieren des FX LOOP erfolgt als Schaltfunktion für die Verbindung der Schaltleitung gegen Pin 5 (Masse).
Pinbelegung der Stageboardbuchse

Der TriAmp® MK II ist mit einem umschaltbaren Effektweg (seriell/ parallel) ausgestattet. Im Parallel-Betrieb wird das Effektsignal dem Originalsignal der Vorstufe so zugemischt, dass bei korrekter Einstellung auch während der Umschaltpausen von Multieffektgeräten das Originalsignal hörbar bleibt. Das Mischungsverhältnis kann am LEVEL Regler individuell eingestellt werden. Die passive Mischung stellt dabei sicher, dass das Originalsignal keinerlei Halbleiter durchläuft. Bei deaktiviertem Effektweg wird die Bufferstufe für die Effektseite per Relais weggeschaltet. Eine Beeinträchtigung der Soundqualität des TriAmp® MK II durch den Effektweg ist somit ausgeschlossen.
HINWEIS:
Prinzipiell werden mit Effektgeräten die besten Soundergebnisse erzielt, wenn die Mischung Original-/Effektsignal mittels des LEVEL Reglers auf der Rückseite erfolgt, und am Effektgerät ein möglichst grosser Effektanteil programmiert wird. Somit werden Soundverluste durch das Effektgerät vermieden. Beachten Sie, dass der FX ON Schalter auf der Frontplatte deaktiviert sein sollte, wenn mit dem Stageboard oder via MIDI umgeschaltet wird.
ANSCHLUSS DES EFFEKTGERÄTES:
- Verbinden Sie die SEND Buchse mit dem INPUT und die RETURN Buchse mit dem OUTPUT des Effektgerätes.
- Aktivieren Sie den Effektweg mittels des FX ON Schalters auf der Frontplatte oder dem Stageboard.
- Passen Sie den Effektweg auf den Eingangspegel des Effektgerätes an. Für Effektgeräte, deren Eingang auf Gitarrenpegel ausgelegt ist, sollte der FX SEND LEVEL Schalter gedrückt sein. Ist der Schalter nicht gedrückt, arbeitet der Effektweg auf dem für Multieffektgeräte üblichen Linepegel.
- Stellen Sie im Parallel-Betrieb mit dem LEVEL Regler die Lautstärke des Effektsignals ein.
HINWEIS:
Manche Effektgeräte verursachen Phasenverschiebungen, die den Gesamtsound nachteilig verändern. Schalten Sie in diesem Fall den Effektweg auf FX SERIAL. Der Effektweg arbeitet jetzt wie ein konventioneller serieller Effektweg, d.h. das Lautstärkeverhältnis zwischen Original- und Effektsignal wird am Effektgerät eingestellt.
TIP: Ist kein Effektgerät am Effektweg eingeschliffen, so lässt sich die RETURN Bchse zum Anschluss eines zweiten Instrumentes oder beliebiger Audioquellen verwenden.
4.3 RED BOX® DI OUT - VOLLRÖHRE AM MISCHPULT
Der symmetrierte RED BOX® DI OUT ermöglicht einen schnellen und direkten Anschluss des TriAmp® MK II an einen Mischpultkanal. Die integrierte RED BOX® ist dabei am Lautsprecherausgang verschaltet, so dass optimale Soundergebnisse erzielt werden und auch die Charakteristik des angeschlossenen Lautsprechers mit einbezogen wird.
HINWEIS:
Da das Signal für den Recording-OUT direkt am Speaker-OUT abgegriffen wird, muss in Recording-Situationen an einem der Lautsprecherausgänge eine Box oder ein geeigneter Lastwiderstand angeschlossen werden. Sonst könnte die Endstufe beschädigt werden.
HINWEIS:
Lautsprecher können in Verbindung mit dem Ausgangsübertrager eines Röhrenamps wie ein Mikrofon wirken. Bei extrem kleinen Master-einstellungen am Amp und sehr lauter PA kann dies zu Rückkopplungen via DI-OUT führen. Bei den üblichen Bühnenlautstärken tritt dieser Effekt nicht auf. In Spielpausen sollte aber die Standbyfunktion einem Abdrehen des MASTER VOLUME immer vorgezogen werden. Tritt dieser Effekt doch einmal auf, sollte am Amp die Master-lautstärke erhöht werden, somit verliert der Lautsprecher seine Mikrofoneigenschaften und die Rückkopplung verschschwindet.
4.4 DER TRIAMP® UND MIDI
Ist das MSM-1 Modul eingebaut, können die
Grundsounds des
TriAmp ® MK II und der Effektweg (auch die Umschaltung von Seriell- auf Parallel-Betrieb) via MIDI geschaltet werden. Das somit mögliche gleichzeitige Umschalten von TriAmp ® MK II und Multi-effektgeräten bedeutet bestmöglichen Spielkomfort.

Das MSM-1 Midi-Modul darf nur von einem erfahrenen Service-Techniker eingebaut werden. Die nachfolgenden Hinweise sind für den Service-Techniker gedacht!
- Ziehen Sie den Netzstecker des TriAmp® MK II und entfernen Sie alle Speakerkabel, etc.
- Entfernen Sie die rückseitige Blende des Amps (seitlich verschraubt), so dass die Röhren frei zugänglich sind.
- Enfernen Sie die Blechschürze (oben verschraubt), die als Stütze der Plexiglasfront dient.
- Bereiten Sie (z.B. mittels zweier Bücher im Abstand der Trafos) eine geeignete Ablage für das Ampchassis vor oder entfernen Sie die Endstufenröhren.
- Entfernen Sie die vier Chassisbefestigungsschrauben (Boden) und ziehen Sie das Ampchasis sehr vorsichtig nach hinten aus dem Holzgehäuse.
- Entfernen Sie die Abdeckplatte des MIDI-Modulschachtes auf der Rückseite des Chassis.
- Stecken Sie einen Multistecker des Flachbandkabels vorsichtig in den freien Steckersockel des MSM-1 Moduls, so dass die farbig gekennzeichnete Ader des Kabels zur Markierungskerbe des Steckersockels zeigt.
Steckersockel mit Markierungskerbe

- Befestigen Sie das MSM-1 im Modulschacht. Benutzen Sie dazu die vier Schrauben der zuvor entfernten Abdeckplatte. Beachten Sie, dass die Beschriftung des MSM-1 entsprechend der Beschriftung auf der Chassisrückseite ausgerichtet ist.
Lage der Steckersockel

- Auf der Schalterplatine befindet sich der Steckersockel für den freien Multistecker. Stecken Sie den Multistecker auch hier so ein, dass die farbig gekennzeichnete Ader des Kabels zur Markierungskerbe des Steckersockels zeigt.
- Prüfen Sie den korrekten Sitz des Moduls und der Steckverbindungen.
- Montieren Sie das Chassis und ggf. die Endstufenröhren.
- Montieren Sie die Blechschürze und die rückseitige Blende des Amps.
- Nach dem Einschalten der Stromversorgung sind die MIDI Funktionen des TriAmp® MK II sofort verfügbar. Bitte überprüfen Sie alle Schaltfunktionen des Amps.
5.0 RÖHRENTAUSCH, WARTUNG UND PFLEGE
Der TriAmp ® MK II ist ab Werk mit EL34 und 12AX7 Röhren von. Sie werden nach dem „Burn-In“ (ein erster Dauerlauf unter Last) in aufwendigen Selektionsverfahren auf ihre elektrischen Werte, mechanische Beschaffenheit (Mikrofonie), und darüber hinaus im akustischen Test am fertigen Gerät auf ihr Soundverhalten geprüft. Einer der wichtigsten Schritte ist dabei das „Matching“ (also Zusammenstellen von Röhrensätzen gleicher Kennlinie) für die Endstufenbestückung.
Wann ist ein Röhrentausch sinnvoll?
Die im TriAmp ® MK II eingesetzten Röhren zeichnen sich durch vorbildliche Verarbeitungsqualität und eine hohe Lebensdauer aus. Sollte dennoch einmal ein Problem auftauchen, so überprüfen Sie vor einem Röhrentausch bitte folgende Fragen: Lag die Ursache des Fehlers bzw. Ausfalls an der Röhre selbst oder vielleicht an der Geräteperipherie, z.B. defektes Speakerkabel als Ursache für defekte Endstufenröhre? (Falls der Fehler nicht behoben wird, könnte das Problem nach einem Röhrentausch erneut auftreten).
War während des Betriebes die Netzspannung konstant? Bei Vollröhrenamps kann eine Überspannung im Netz die Ursache für einen Ausfall sein. Überspannungen entstehen z.B. bei Generatoren oder unsachgemäss ausgeführten Starkstromverbindungen. Hat vielleicht nur eine Sicherung angesprochen, ohne dass ein wirklicher Defekt vorliegt? „Gealterte“ Sicherungen, Teilchenentladungen in einer Röhre oder Überschläge durch Netzspannungsspitzen könnten die Ursache sein.
Ein Röhrentausch wäre dann wenig sinnvoll. Röhren zeigen nach entsprechender Betriebsdauer Verschleisserscheinugnen (erhöhte Mikrofonie, Brummempfindlichkeit, Höhenverluste, Leistungsverluste etc.). Solche Anzeichen machen einen Austausch nötig, denn sie führen nicht nur
zu schlechteren Klangergebnissen, sondern sind Vorboten für ein bevorstehendes Ausfallen der betroffenen Röhre.
HINWEIS:
Von einem Röhrentausch aus Spaß am Soundexperiment ist abzusehen. Die hierbei entstehenden Kosten könnten bei unsachgemässem Handeln unerwartet hoch ausfallen.
Was ist beim Röhrentausch zu beachten?
Der Röhrentausch sollte ausschliesslich durch technisch qualifiziertes Fachpersonal erfolgen. Vor dem Entfernen des Bleches auf der Rückseite ist der Netzstecker des TriAmp® MK II zu ziehen und eine Mindestentladungszeit von 2 Minuten abzuwarten! Ist das Blech demontiert, so können die Röhren vorsichtig aus ihren Sockeln gezogen werden. Eine einzelne Endstufenröhre darf nur dann getauscht werden, wenn sie exakt in das Match passt (gleiche Kennlinie aufweist). Für die Endstufenröhren grundsätzlich nur gematchte Sätze einsetzen.
Wird ein neuer Satz gematchter Endstufenröhren mit den gleichen Kennliniendaten des alten Satzes verwendet, so ist ein Biasabgleich nicht zwingend notwendig. Wird dagegen ein Match mit abweichenden Kennliniendaten verwendet, so muss ein Biasabgleich erfolgen. Der Abgleich setzt umfangreiche Messkenntnisse voraus und ist ausschliesslich von im Röhrenampbereich qualifizierten Technikern vorzunehmen. Bei jedem Röhrentausch ist ein Brummabgleich vorzunehmen. Dabei wird sowohl auf AMP 2 CHANNEL B, wie auch auf AMP 3 CHANNEL B geschaltet und das geringste Brummen per Trimmer eleminiert.
Im akustischen Test ist eine besonders mikrofonie-arme und brummstabile Eingangsröhre zu selektieren. Wird ein Satz abgeglichener End-stufenröhren verwendet, ist ein Biasabgleich nicht zwingend notwendig. Dieser setzt umfangreiche Messkenntnisse voraus und ist ausschliesslich von im Röhrenampbereich qualifizierten Technikern vorzunehmen.
Wie kann man die Lebensdauer von Röhren verlängern?
Betreiben sie den TriAmp® MK II niemals ohne Last (Lautsprecher)! Ein hochwertiges, knicksicheres Boxenkabel ist daher zwingend notwendig. Nutzen Sie den STAND BY Schalter! Häufiges Aufheizen der Röhren erhöht den Verschleiss. Das Abschalten der Anodenspannung mit der Standbyfunktion spart Betriebsstunden.
Vermeiden Sie Erschütterungen, insbesondere bei laufendem Gerät. Vor dem Transport den Amp ausschalten und die Röhren abkühlen lassen. Ein korrekt eingestelltes Bias und ein sauberer Brummabgleich verlängern die Lebensdauer.
Bei erhöhtem Röhrenverschleiss sind diese Einstellungen zu überprüfen.
Und hier noch einige Grundregeln, deren Einhaltung die Lebensdauer Ihres Amps enorm verlängern:
- Sorgen Sie immer für eine technisch einwandfreie Geräteperipherie!
- Freie Lüftungsschlitze für eine ungestörte Luftzirkulation sind lebenswichtig für den TriAmp® MK II.
- In jedem Fall zu vermeiden sind extreme Hitze, das Eindringen von Staub und insbesondere Nässe.
- Die Spezifikationen von Zusatzgeräten muss genauestens beachtet werden. Niemals Lautsprecherboxen mit zu kleiner Impedanz (Ohmzahl) am TriAmp® MK II betreiben. Nie Geräte mit zu grossem Pegel (z.B. Endstufen) an den Amp anschliessen.
- Vor Anschluss des Gerätes immer die vorhandene Netzspannung prüfen. Im Zweifelsfall den Bühnentechniker, Hausmeister o.ä. kontaktieren.
- Keine "do it yourself" Reparaturen bei Problemen! Auch der Tausch interner Sicherungen muss von einem erfahrenen Techniker vorgenommen werden.
6.0 FEHLERBESEITIGUNG/TROUBLESHOOTING
Der TriAmp ® MK II lässt sich nicht einschalten:
- Es liegt keine Netzspannung an. Überprüfen Sie den korrekten Anschluss des Netzkabels.
- Die Netzsicherung ist defekt. Achten Sie auf den für die Netzspannung vorgesehenen Sicherungswert für den Ersatz.
Der TriAmp ® MK II ist korrekt verkabelt, aber es ist nichts zu hören:
- Das Gerät ist auf STANDBY geschaltet.
- Einer oder mehrere Gain- bzw. Masterregler sind abgedreht. Ziehen Sie den Regler auf.
- Die ANODENSICHERUNG hat angesprochen. Vor dem Austausch der Sicherung gegen eine dem vorgeschriebenen Wert entsprechende Ersatzsicherung sind die Endstufenröhren auf Defekt zu prüfen.
- Die Sicherung für die Röhrenheizung hat angesprochen (Röhren glühen nicht). Achten Sie beim Austausch der Sicherung unbedingt auf den korrekten Wert. Es handelt sich um eine superträge TT 15 A Sicherung. Da diese über den Fachhandel nicht so einfach zu beziehen ist, liegt Ihrem TriAmp® MK II eine entsprechende Ersatzsicherung bei. Den Austausch sollt jedoch nur ein Service-Techniker vornehmen.
Der Effektweg ist ungewollt aktiv:
- Der FX LOOP ist deaktiviert, wenn der Frontplattenschalter, der Stageboardschalter und die Schaltfunktion des Midimoduls offen sind. Ist einer dieser Schalter geschlossen ist der FX LOOP aktiv.
Bei aktivem Effektgerät wird der Sound indifferent und "matschig":
- Das Effektgerät liefert ein Direktsignal, das im parallelen Effektweg dem Originalsignal zuge-mischt wird. Je nach verwendetem Effekt kann
die Phasenlage des Direktsignals beim parallelen Zusammenmischen im TriAmp® MK II zu Phasenauslöschungen führen. Um diese zu vermeiden, schalten Sie den Effektweg auf SERIAL oder drehen Sie das Direktsignal im Effektgerät ab.
Beim Benutzen des RED BOX® DI OUT entstehen beim lautem Abhören bzw. bei lauter PA Rückkopplungseffekte, obwohl der Amp ganz leise ist:
- Angeschlossene Lautsprecher wirken bei einem Röhrenamp als "Mikrofon". Drehen Sie den Master VOLUME des TriAmp® MK II auf bis die Rückkopplung verschwindet. Natürlich kann auch die PA /Abhöre leiser gemacht oder der Amp anders "ausgerichtet" werden.
Beim Spielen sind "Klingelgeräusche" zu hören, der Amp tendiert zum "Pfeifen":
- Eine oder mehrere Röhren sind mikrofonisch. Ersetzen Sie die Röhre durch eine neue entsprechenden Typs.
Schon wenige Betriebsstunden nach einem Röhrentausch zeigen sich wieder typische Merkmale für Röhrenverschleiss (Höhenverluste, Rauschen, Mikrofonie, "mulmiger" Sound):
- Beim Röhrentausch wurden falsche Typen eingesetzt oder das Bias wurde nicht optimal eingestellt. Geben Sie den Amp zu einem Fachmann, um den Fehler beheben zu lassen.
7.0 TECHNICAL SPECIFICATIONS
TUBES
Preamp: 8 x 12AX7A
Power amp: 1 x 12AX7A, 4 x EL34
INPUTS
Power Amp In: +2 dB (AMP 1B + AMP 3)/1 MΩ
+9 dB (AMP 1A + AMP 2)/1 MΩ
FX -Return: -10 dB or -20 dB/48 kΩ
OUTPUTS
Preamp Out: +6 dB/47 Ω
FX - Send: +9 dB or +19 dB/2,2 kΩ
7.0 TECHNISCHE DATEN
RÖHRENTYPEN
Vorstufe: 8 x 12AX7A
Endstufe: 1x 12AX7A, 4 x EL34
EINGÄNGE
Power Amp In: +2 dB (AMP 1B + AMP 3)/1 MΩ
+9 dB (AMP 1A + AMP 2)/1 MΩ
FX - Return: -10 dB or -20 dB/48 kΩ
AUSGÄNGE
Preamp Out: +6 dB/47 Ω
FX - Send: +9 dB or +19 dB/2,2 kΩ
Red Box ® DI Out: -26 to -10 dB/220 Ω
AUSGANGSLEISTUNG
100 Watt an 4, 8, 16 Ω
ALLGEMEINES
NETZSPANNUNG
220-230 V \~ (europäisches Modell)
120 V \~ (nordamerikanisches Modell)
100 V \~ (japanisches Modell)
NETZSICHERUNG
2x T 1,6 A (europäisches Modell)
2x T 3,15 A (nordamerikanisches Modell)
2 x T4A (japanisches Model)
ANODENSICHERUNG
T 500 mA
INTERNE SICHERUNGEN
2 x T630 mA • 1 x TT15 A
MAX. LEISTUNGSAUFNAHME
506 VA
UMGEBUNGSTEMPERATURBEREICH IM BETRIEB:
-10°C bis +35°C
MAßE (B x T x H)
Head: 748 x 256 x 330 mm
Stageboard: 480 x 52 x 125 mm
GEWICHTE
Head: ca. 22 kg
Stageboard: ca. 3 kg
Stamer Musikanlagen GmbH*
Magdeburger Str. 8
66606 St.Wendel

Lothar Stamer Dipl.Ing.
Managing Director
St.Wendel, 04/21/2002
* Stamer Musikanlagen manufactures exclusively for Hughes & Kettner
Für das folgend bezeichnete Erzeugnis
HUGHES & KETTNER TRIAMP MK II
wird hiermit bestätigt, dass es den wesentlichen Schutzanforderungen entspricht, die in der Richtlinie des Rates zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedsstaaten über die elektromagnetische Verträglichkeit (89/336/EWG) und der Niederspannungsrichtlinie (73/23/EWG) festgelegt sind. Diese Erklärung gilt für alle Exemplare, und bestätigt die Ergebnisse der Messungen, die durch die Qualitätssicherung der Fa. Stamer Musikanlagen GmbH durchgeführt wurden. Zur Beurteilung des Erzeugnisses hinsichtlich elektromagnetischer Verträglichkeit wurden folgende Normen herangezogen: EN 50081-1 • EN 50082-1. Zur Beurteilung der Einhaltung der Niederspannungsrichtlinie wurde folgende Norm herangezogen: EN 60065
Diese Erklärung wird verantwortlich für den Hersteller

Stamer Musikanlagen GmbH*
Magdeburger Str. 8
66606 St.Wendel
abgegeben durch

Lothar Stamer Dipl.Ing.
Geschäftsführer
St.Wendel, den 21.04.2002
* Stamer Musikanlagen stellt exklusiv für Hughes & Kettner her
IMPORTANT SAFETY INSTRUCTIONS BEFORE CONNECTING, READ INSTRUCTIONS
WICHTIGE SICHERHEITSHINWEISE! BITTE VOR GEBRAUCH LESEN UND FÜR SPÄTEREN GEBRAUCH AUFBEWAHREN!
- Das Gerät wurde von Hughes & Kettner gemäss IEC 60065 gebaut und hat das Werk in sicherheitstechnisch einwandfreiem Zustand verlassen. Um diesen Zustand zu erhalten und einen gefahrlosen Betrieb sicherzustellen, muss der Anwender die Hinweise und die Warnvermerke beachten, die in der Bedienungsanleitung enthalten sind. Das Gerät entspricht der Schutzklasse I (schutzgeerdet).
• DIE SICHERHEIT, ZUVERLÄSSIGKEIT UND LEISTUNG DES GERÄTES WIRD VON
HUGHES & KETTNER NUR DANN GEWÄHRLEISTET, WENN: - Montage, Erweiterung, Neueinstellung, Änderungen oder Reparaturen von Hughes & Kettner oder von dazu ermächtigten Personen ausgeführt werden.
- die elektrische Installation des betreffenden Raumes den Anforderungen von IEC (ANSI)-Festlegungen entspricht.
- das Gerät in Übereinstimmung mit der Gebrauchsanweisung verwendet wird.
WARNUNG:
- Wenn Abdeckungen geöffnet oder Gehäuseteile entfernt werden, außer wenn dies von Hand möglich ist, können Teile freigelegt werden, die Spannung führen.
- Wenn ein Öffnen des Gerätes erforderlich ist, muss das Gerät von allen Spannungsquellen getrennt sein. Berücksichtigen Sie dies vor dem Abgleich, vor einer Wartung, vor einer Instandsetzung und vor einem Austausch von Teilen.
- Ein Abgleich, eine Wartung oder eine Reparatur am geöffneten Gerät unter Spannung darf nur durch eine vom Hersteller autorisierte Fachkraft (nach VBG 4) geschehen, die mit den verbundenen Gefahren vertraut ist.
- Lautsprecher-Ausgänge, die mit dem IEC 417/5036-Zeichen (Abb.1, s.unten) versehen sind können berührungsgefährliche Spannungen führen. Deshalb vor dem Einschalten des Gerätes Verbindung nur mit dem vom Hersteller empfohlenen Anschlusskabel zum Lautsprecher herstellen.
- Alle Stecker an Verbindungskabeln müssen mit dem Gehäuse verschraubt oder verriegelt sein, sofern möglich.
- Es dürfen nur Sicherungen vom Typ IEC 127 und der angegebenen Nennstromstärke als Ersatz verwendet werden.
- Eine Verwendung von geflickten Sicherungen oder Kurzschließen des Halters ist unzulässig.
- Niemals die Schutzleiterverbindung unterbrechen.
- Oberflächen, die mit dem „HOT“-Zeichen (Abb.2, s.unten) versehen sind, Rückwände oder Abdeckungen mit Kühlschlitzen, Kühlkörper und deren Abdeckungen, sowie Röhren und deren Abdeckungen können im Betrieb erhöhte Temperaturen annehmen und sollten deshalb nicht berührt werden.
- Hohe Lautstärkepegel können dauernde Gehörschäden verursachen. Vermeiden Sie deshalb die direkte Nähe von Lautsprechern, die mit hohen Pegeln betrieben werden. Verwenden Sie einen Gehörschutz bei dauernder Einwirkung hoher Pegel.
NETZANSCHLUSS:
• Das Gerät ist für Dauerbetrieb ausgelegt.
• Die eingestellte Betriebsspannung muss mit der örtlichen Netzspannung übereinstimmen.
- Achtung: Der Netzschalter des Gerätes muss in OFF-Position stehen, wenn das Netzkabel angeschlossen wird.
- Der Anschluss an das Stromnetz erfolgt mit dem mitgelieferten Netzteil oder Netzkabel.
- Netzteil: Eine beschädigte Anschlussleitung kann nicht ersetzt werden. Das Netzteil darf nicht mehr betrieben werden.
- Vermeiden Sie einen Anschluss an das Stromnetz in Verteilerdosen zusammen mit vielen anderen Stromverbrauchern.
• Die Steckdose für die Stromversorgung muss nahe am Gerät angebracht und leicht zugänglich sein.
AUFSTELLUNGSORT:
- Das Gerät sollte nur auf einer sauberen, waagerechten Arbeitsfläche stehen.
- Das Gerät darf während des Betriebs keinen Erschütterungen ausgesetzt sein.
- Feuchtigkeit und Staub sind nach Möglichkeit fernzuhalten.
- Das Gerät darf nicht in der Nähe von Wasser, Badewanne, Waschbecken, Küchenspüle, Nassraum, Swimmingpool oder feuchten Räumen betrieben werden. Keine mit Flüssigkeit gefüllten Gegenstände (Vase, Gläser, Flaschen etc) auf das Gerät stellen.
- Sorgen Sie für ausreichende Belüftung der Geräte.
- Eventuelle Ventilationsöffnungen dürfen niemals blockiert oder abgedeckt werden. Das Gerät muss mindestens 20 cm von Wänden entfernt aufgestellt werden. Das Gerät darf nur dann in ein Rack eingebaut werden, wenn für ausreichende Ventilation gesorgt ist und die Einbauanweisungen des Herstellers eingehalten werden.
- Vermeiden Sie direkte Sonneneinstrahlung sowie die unmittelbare Nähe von Heizkörpern und Heizstrahlern oder ähnlicher Geräte.
- Wenn das Gerät plötzlich von einem kalten an einen warmen Ort gebracht wird, kann sich im Geräteinnern Kondens-feuchtigkeit bilden. Dies ist insbesondere bei Röhrengeräten zu beachten. Vor dem Einschalten so lange warten, bis das Gerät Raumtemperatur angenommen hat.
- Zubehör: Das Gerät nicht auf einen instabilen Wagen, Ständer, Dreifuß, Untersatz oder Tisch stellen. Wenn das Gerät herunterfällt, kann es Personenschäden verursachen und selbst beschädigt werden. Verwenden Sie das Gerät nur mit einem vom Hersteller empfohlenen oder zusammen mit dem Gerät verkauften Wagen, Rack, Ständer, Dreifuß oder Untersatz. Bei der Aufstellung des Gerätes müssen die Anweisungen des Herstellers befolgt und muss das vom Hersteller empfohlene Aufstellzubehör verwendet werden. Eine Kombination aus Gerät und Gestell muss vorsichtigt bewegt werden. Plötzliches Anhalten, übermässige Kraftanwendung und ungleichmässige Böden können das Umkippen der Kombination aus Gerät und Gestell bewirken.
- Zusatzvorrichtungen: Verwenden Sie niemals Zusatzvorrichtungen, die nicht vom Hersteller empfohlen wurden, weil dadurch Unfälle verursacht werden können.
- Zum Schutz des Gerätes bei Gewitter oder wenn es längere Zeit nicht beaufsichtigt oder benutzt wird, sollte der Netzstecker gezogen werden. Dies verhindert Schäden am Gerät aufgrund von Blitzschlag und Spannungsstössen im Wechselstromnetz.