MECABLITZ 60 CT-1 - Fotobeleuchtung METZ - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG MECABLITZ 60 CT-1 METZ
- Sicherheitshinweise ....3
- Vorbereiten des Blitzgerätes .....4
2.1 Befestigen des Blitzgerätes an der Kamera .....4
2.2 Stromversorgung 4
2.2.1 Akku laden 4
2.3 Ein- und Ausschalten des Blitzgerätes 4
2.4 Die Blitzbereitschaftsanzeige .....4
2.5 Die Belichtungskontrollanzeige .....4 - Der Automatische Blitzbetrieb ....5
- Der manuelle Blitzbetrieb ....5
- Indirektes Blitzen ....6
5.1 Indirektes Blitzen im Automatik- und TTL-Blitzbetrieb .....6
5.2 Indirektes Blitzen im manuellen Betrieb 6 - Winder-/Motordrive-Betrieb 6
- Aufhellblitzen bei Tageslicht 7
7.1 Aufhellblitzen im Automatik-Betrieb .....7 - Ausleuchtung mit Weitwinkelscheibe .....7
- Belichtungskorrekturen 7
9.1 Belichtungskorrekturen im Automatik-Blitzbetrieb .....7 - Wartung und Pflege 8
- Technische Daten ....8
- Sonderzubehör 9
Vorwort
Wir beglückwünschen Sie zum Kauf dieses Gerätes und danken Ihnen für das Vertrauen, das Sie in METZ-Blitzgeräte setzen.
Natürlich können Sie es kaum erwarten, das Blitzgerät in Betrieb zu nehmen. Es lohnt sich aber, die Bedienungsanleitung zu lesen, denn nur so lernen Sie, mit dem Gerät problemlos umzugehen.
Schlagen Sie bitte auch die Bildseite des Umschlags am Ende der Anleitung auf.
Dieses Blitzgerät paßt für:
- alle Kameras mit Synchronanschluß, unter Verwendung des mitgelieferten Synchronkabels.
Kurzübersicht der Betriebsfunktionen:
Ausstattung und durchführbare Betriebsarten
- 60 CT-1 mit Synchronkabel: Automatik-Blitzbetrieb, Kap. 3, Seite 5. Manueller Blitzbetrieb, Kap. 4, Seite 5.
Wissenswertes
Der mecablitz 60 CT-1 wird mit dem Akku 60-38 und Ladegerät geliefert.
Seine herausragenden Merkmale sind:
- universell schwenkbarer Quadrolight-Reflektor. Ermöglicht indirektes Blitzen, ohne auf den Vorteil der automatischen Belichtungssteuerung verzichten zu müssen.
- Weitwinkelvorsatz
- Belichtungsautomatik mit 6 frei wählbaren Arbeitsblenden. Dadurch leichte Bewältigung von Schärfentiefen- und Einstellproblemen.
- Energiesparende Thyristor-Lichtregelschaltung führt, besonders im Nahbereich, zu kürzesten Wiederaufladezeiten und einer höheren Blitzanzahl pro Akkuladung.
- Belichtungskontrollanzeige mit langer Leuchtdauer.
- übersichtliches Einstellzentrum.
- manueller Betrieb oder Betrieb mit Teillichtleistung.
- Betrieb mit Winderkameras.
- beleuchtetes Einstellzentrum.
1. Sicherheitshinweise
- Das Blitzgerät ist ausschließlich zur Verwendung im fotografischen Bereich vorgesehen und zugelassen!
- In Umgebung von entflammbaren Gasen oder Flüssigkeiten (Benzin, Lösungsmittel etc.) darf das Blitzgerät keinesfalls ausgelöst werden! EXPLOSIONSGEFAHR !
- Auto-, Bus-, Fahrrad-, Motorrad-, oder Zugfahrer etc. niemals während der Fahrt mit einem Blitzgerät fotografieren. Durch die Blendung kann der Fahrer einen Unfall verursachen!
- Lösen Sie in unmittelbarer Nähe der Augen keinesfalls einen Blitz aus! Ein Blitzlicht direkt vor den Augen von Personen und Tieren kann zur
Netzhautschädigung führen und schwere Sehstörungen verursachen - bis hin zur Blindheit!
- Nur die in der Bedienungsanleitung bezeichneten und zugelassene Stromquellen verwenden!
- Batterien/Akkus nicht übermäßiger Wärme wie Sonnenschein, Feuer oder dergleichen aussetzen!
- Verbrauchten Akku nicht ins Feuer werfen!
- Aus verbrauchten Batterien kann Lauge austreten, was zur Beschädigung der Kontakte führt. Verbrauchte Batterien deshalb immer aus dem Gerät entnehmen.
- Trockenbatterien dürfen nicht geladen werden.
- Blitz- und Ladegerät nicht Tropf- und Spritzwasser aussetzen!
- Schützen Sie Ihr Blitzgerät vor großer Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit! Blitzgerät nicht im Handschuhfach des Autos aufbewahren!
- Beim Auslösen eines Blitzes darf sich kein lichtundurchlässiges Material unmittelbar vor oder direkt auf der Reflektorscheibe befinden. Die Reflektorscheibe darf nicht verunreinigt sein. Bei Nichtbeachtung kann es, durch die hohe Energie des Blitzlichtes, zu Verbrennungen des Materials bzw. der Reflektorscheibe führen.
- Nach mehrfachem Blitzen nicht die Reflektorscheibe berühren. Verbrennungsgefahr!
- Blitzgerät nicht zerlegen ! HOCHSPANNUNG ! Im Geräteinneren befinden sich keine Bauteile, die von einem Laien repariert werden können.

2. Vorbereiten des Blitzgerätes
2.1 Befestigen des Blitzgerätes an der Kamera
Das Blitzgerät kann nur mit einem Synchronkabel an der Kamera betrieben werden.
Kamera und mecablitz vor der Montage oder Demontage ausschalten.
Blitzgerät montieren:
- Kameraschiene mit der Halteschraube am Stativgewinde der Kamera befestigen. Für Mittel- und Großformat-Kameras empfehlen wir die Verwendung der Schienenplatte 70-35 (Sonderzubehör).
- Kameraschiene in die Schnellraste ⑤ des Schienenhalter einschieben, bis sie hörbar einrastet (Bild 1).
• die Kameraschiene mit der Klemmschraube sichern. - Synchronkabel an Blitzgerät und Kamera anschließen.
2.2 Stromversorgung
Das Blitzgerät kann nur mit dem Akku 60-38 betrieben werden.
Verbrauchte Akkus gehören nicht in den Hausmüll ! Leisten Sie einen Beitrag zum Umweltschutz und geben Sie verbrauchte Akkus bei entsprechenden Sammelstellen ab!
Öffnen Sie vor der ersten Inbetriebnahme des mecablitz den Akkufachdeckel ⑥ (Bild 5) und entfernen Sie die eingelegte Transportsicherung (Kartonstreifen) zwischen Akku und Kontakte.
2.2.1 Akku laden
Der Akku 60-38 darf nur mit dem Ladegerät (siehe Tabelle 2, Seite 51) geladen werden. Die Betriebsspannung muss vor dem Ladevorgang am Ladegerät eingestellt werden.
Achtung ! Das Blitzgerät muss während des Ladens ausgeschaltet sein!
Ein leerer Akku wird in ca. 7 Std. auf 80% seiner Kapazität geladen. Während dieser Zeit leuchtet die rote Ladeanzeige ⑧. Ist der Akku über 80% geladen, blinkt die rote Ladeanzeige ⑧. Die grüne Ladeanzeige ⑧ (Bild 5)
leuchtet während des gesamten Ladevorgangs. Nach weiteren 6 Std, ist der Akku vollständig geladen.
Der Akku ist leer, wenn die Ladezeit nach einem Vollblitz 30 Sek. überschreitet. Ein entladener Akku muss sofort nachgeladen werden.
2.3 Ein- und Ausschalten des Blitzgerätes
Das Blitzgerät wird mit dem Hauptschalter ⑨ (Bild 5) eingeschaltet - die Betriebsanzeige ⑩ (Bild 5) des Generators leuchtet. Zum Ausschalten den Hauptschalter in die Position „0“ schieben.
Der mecablitz ist betriebsbereit, sobald die Blitzbereitschaftsanzeige ⑱ (Bild 3) leuchtet.
Wenn die Blitzbereitschaftsanzeige ⑱ (Bild 3) bei ausgeschaltetem Generatorteil leuchtet, ist die Lichtmenge für eine richtige Belichtung nicht mehr ausreichend.
2.4 Die Blitzbereitschaftsanzeige
Beim Aufleuchten der Blitzbereitschaftsanzeige ^18 (Bild 3) ist der mecablitz blitzbereit. Nur dann kann ein Blitz ausgelöst werden.
2.5 Die Belichtungskontrollanzeige
Die Belichtungskontrollanzeige ⑨ (Bild 3) leuchtet nur auf, wenn die Aufnahme im Automatik-Blitzbetrieb richtig belichtet wird/wurde. Damit haben Sie im Automatik–Blitzbetrieb die Möglichkeit, besonders bei indirektem Blitzen mit schwer vorausbestimmbaren Reflexionsverhältnissen durch einen von Hand ausgelösten Probeblitz die passende Blende zu ermitteln. Der Probeblitz wird mit der Handauslösetaste ausgelöst.
Bleibt die Belichtungskontrollanzeige ⑨ (Bild 3) nach dem Probeblitz dunkel, müssen Sie die nächstkleinere Blendenzahl einstellen oder die Entfernung zur Reflexfläche bzw. zum Objekt verkleinern und den Probeblitz wiederholen.
Der so ermittelte Blendenwert ist auch an der Kamera einzustellen.
Halten Sie beim Probeblitz das Blitzgerät mit Fotosensor wie bei der späteren Aufnahme.
3. Der Automatik-Blitzbetrieb
Im Automatik-Blitzbetrieb mißt der Sensor ③ (Bild 1) das vom Objekt reflektierte Licht. Das Blitzgerät unterbricht die Lichtabstrahlung nach Erreichen der erforderlichen Lichtmenge.
Dadurch muß bei einer Entfernungsänderung keine neue Blendenberechnung und Einstellung vorgenommen werden, solange sich das Objekt innerhalb des angezeigten Automatik-Blitzbereichs befindet.
Der Fotosensor des Blitzgerätes muß auf das Objekt gerichtet sein, gleichgültig, wohin der Hauptreflektor geschwenkt ist. Der Fotosensor hat einen Meßwinkel von ca. 25° und mißt nur während der eigenen Lichtabstrahlung des Blitzgerätes.
Im Automatik-Blitzbetrieb stehen dem Benutzer 6 Automatikblenden zur Verfügung.
Einstellvorgang für das Arbeiten im Automatik-Blitzbetrieb:
Einstellbeispiel:
Beleuchtungsabstand: 5 m
Filmempfindlichkeit: ISO 100/21°
- Kamera gemäß den Angaben ihrer Bedienungsanleitung einstellen.
- Blitzgerät mit dem Hauptschalter ⑨ (Bild 5) einschalten.
- Filmempfindlichkeit am Einstellknebel ⑰ (Bild 3) des Lampenstabs einstellen.
Der Beleuchtungsabstand von 5 m erlaubt, bei Beachtung der max. Grenzreichweite, die Automatikblenden 11 - 8 - 5,6 - 4 - 2,8 - 2 - Anzeigefenster ⑫ (Bild 3) auf eine der Automatikblenden „C“ einstellen. Der min. Beleuchtungsabstand beträgt etwa 10% der max. Grenzentfernung.
- Blende am Blitzgerät und an der Kamera auf die gleiche Zahl stellen. Mit Rücksicht auf einen kleinstmöglichen Schärfentiefenbereich (bei Portraitaufnahmen erwünscht) empfehlen wir die Blende 2. Bei Gruppenaufnahmen, bei der viele Personen hintereinander versetzt sind, empfehlen wir die Blende 11.
- Blitzbereitschaft abwarten - Anzeige ⑱ (Bild 3) leuchtet.
Das Objekt sollte sich etwa im mittleren Drittel des Entfernungsbereiches befinden. Damit wird der Elektronik genügend Spielraum zum Ausgleich gegeben, wenn es erforderlich ist.
Die Entfernungsbereiche der einzelnen Automatikblenden überlappen sich. Durch diese Überlappung kann das zu fotografierende Objekt immer in das mittlere Drittel gestellt werden.
Vorsicht bei Zoomobjektiven!
Diese können bauartbedingt einen Lichtverlust von bis zu einer Blendenstufe verursachen. Sie können auch bei unterschiedlichen Brennweiteneinstellungen verschiedene effektive Blendenwerte haben. Dies gegebenenfalls durch manuelle Korrektur der Blendeneinstellung am Blitzgerät kompensieren!
4. Der manuelle Blitzbetrieb
In dieser Betriebsart wird vom Blitzgerät die volle Energie abgestrahlt. Die Anpassung an die Aufnahmesituation kann durch die Blendeneinstellung an der Kamera durchgeführt werden.
Wenn der eingestellte Wert nicht mit der tatsächlichen Entfernung übereinstimmt, muß die Blende entsprechend geändert werden.
Einstellvorgang für den manuellen Blitzbetrieb:
Einstellbeispiel:
Beleuchtungsabstand: 15 m
Filmempfindlichkeit: ISO 100/21°
- Kamera gemäß den Angaben ihrer Bedienungsanleitung einstellen.
- Blitzgerät mit dem Hauptschalter ⑨ (Bild 5) einschalten.
- Filmempfindlichkeit am Einstellknebel ⑰ (Bild 3) des Lampenstabs einstellen.
-
Anzeigefenster ⑫ (Bild 3) auf „M“ stellen Der Entfernungsangabe steht nun eine Blendenzahl gegenüber. Diese Blendenzahl ist die einzustellende Blende.
-
Blitzbereitschaft abwarten - Anzeige ⑱ (Bild 3) leuchtet.
Bei einem Beleuchtungsabstand von 15 m (wie im Beispiel) muß an der Kamera die Blende 4 eingestellt werden. Bei Verwendung des Weitwinkelvorsatzes muß die eingestellte Blende korrigiert werden.
5. Indirektes Blitzen
Direkt geblitzte Bilder sind nicht selten an ihrer typisch harten und ausgeprägten Schattenbildung zu erkennen. Oft wirkt auch der physikalisch bedingte Lichtabfall vom Vordergrund zum Hintergrund störend.
Durch indirektes Blitzen können diese Erscheinungen weitgehend vermieden werden, weil das Objekt und der Hintergrund mit zerstreutem Licht weich und gleichmäßig ausgeleuchtet werden kann. Der Reflektor wird dabei so geschwenkt, daß er geeignete Reflexflächen (z.B. Decke oder Wände des Raumes) beleuchtet.
Der Reflektor des Blitzgerätes ist deshalb vertikal und horizontal schwenkbar. Vertikale Raststellungen für indirektes Blitzen sind bei:
- 15°, 30°, 45°, 60°, 75° und 90° (Reflektor bis zur gewünschten Raststellung schwenken)
Der Reflektor ist horizontal um 180° nach links bzw. rechts drehbar und rastet in den Positionen 90° und 180° ein.
Beim vertikalen Schwenken des Reflektors ist darauf zu achten, daß um einen genügend großen Winkel geschwenkt wird, damit kein direktes Licht vom Reflektor auf das Motiv fallen kann. Deshalb mindestens bis zur 60° Rastposition schwenken.
Das von den Reflexflächen zerstreut reflektierte Licht ergibt eine weiche Ausleuchtung des Objektes.
Die reflektierende Fläche muß farbneutral bzw. weiß sein und sollte keine Strukturen aufweisen (z. B. Holzbalken an der Decke), die zu Schattenbildung führen können. Für Farbeffekte wählt man Reflexflächen in der entsprechenden Farbe.
5.1 Indirektes Blitzen im Automatik-Blitzbetrieb
Es ist zweckmäßig, vor der eigentlichen Aufnahme zu prüfen, ob das Licht für die gewählte Blende ausreichend ist. Verfahren Sie hierzu, wie im Kapitel 2.5 beschrieben ist.
5.2 Indirektes Blitzen im manuellen Blitzbetrieb
Im manuellen Blitzbetrieb wird die erforderliche Kamerablende am zweckmäßigsten mit einem Blitzbelichtungsmesser ermittelt. Steht kein Blitzbelichtungsmesser zur Verfügung, kann man sich mit der Faustformel Kamerablende = × 2
einen Blendenrichtwert ermitteln, den man bei der Aufnahme noch um ±1 Blendenstufe variieren sollte.
6. Der Winder -/ Motordrive-Betrieb
Definition:
Unter Winder-/Motordrive-Betrieb versteht man Serienaufnahmen mit mehreren Bildern pro Sekunde. Der Winder-Betrieb ist eine Betriebsart mit Teillichtleistungen.
In der Betriebsart „Winder W“ können bis zu 2 Blitze / Sekunde, in der Betriebsart „Motordrive MD“ können bis zu 5 Blitze / Sekunde ausgelöst werden.
Einstellvorgang für das Arbeiten im Winder-Blitzbetrieb:
- Kamera gemäß den Angaben ihrer Bedienungsanleitung einstellen.
- Blitzgerät mit dem Hauptschalter ⑨ (Bild 5) einschalten.
- Einstellknebel ③ (Bild 4) am Reflektorkopf für die Filmempfindlichkeit drehen. Die Einstellmarke muß der Filmempfindlichkeitsangabe ISO gegenüberstehen.
- Wahlscheibe ① (Bild 4) auf „W“ bzw. „MD“ stellen. Der Entfernungsangabe steht nun eine Blendenzahl gegenüber. Diese Blendenzahl ist die einzustellende Blende.
- Blitzbereitschaft abwarten - Anzeige ⑱ (Bild 3) leuchtet. Auf der Skala kann gegenüber des Beleuchtungsabstandes die an der Kamera einzustellende Blende abgelesen werden.
7. Aufhellblitzen bei Tageslicht
Der mecablitz kann auch zum Aufhellblitzen bei Tageslicht verwendet werden, um Schatten zu beseitigen und eine ausgeglichene Belichtung auch bei Gegenlichtaufnahmen zu erreichen.
7.1 Aufhellblitzen im Automatik-Betrieb
Ermitteln Sie mit der Kamera oder einem Belichtungsmesser die notwendige Blende und die Verschlußzeit für eine normale Belichtung. Dabei ist darauf zu achten, dass die Kameraverschlußzeit gleich oder länger als die kürzeste Blitzsynchronzeit (kameratypenabhängig) ist.
Beispiel:
Ermittelte Blende = 8; Ermittelte Kameraverschlußzeit = 1/60 Sek.
Blitzsynchronzeit der Kamera z. B. 1/100 Sek. (siehe Kameraanleitung)
Die beiden ermittelten Werte für Blende und Verschlußzeit können an der Kamera eingestellt werden, da die Kameraverschlußzeit länger ist als die Blitzsynchronzeit der Kamera.
Um eine abgestufte Aufhellung zu erreichen, um z. B. den Charakter der Schatten zu erhalten, empfiehlt sich, die am Blitzgerät eingestellte
Automatikblende um eine Stufe niedriger zu wählen als die an der Kamera eingestellte Blendenzahl. Im Beispiel wurde die Kamerablende 8 eingestellt.
Wir empfehlen Ihnen, die Blende am Blitzgerät auf 5,6 einzustellen.
Achten Sie darauf, daß die Gegenlichtquelle nicht direkt auf den Fotosensor des Blitzgerätes scheint. Die Elektronik des Blitzgerätes wird dadurch getäuscht.
8. Ausleuchtung mit dem Weitwinkelvorsatz
Mit dem Weitwinkelvorsatz wird die vertikale Ausleuchtung von 42° auf 65° vergrößert. Der Weitwinkelvorsatz muß bei Brennweiten unter 28 . . 35 mm (Kleinbild 24 x 36) bzw. unter 50 . . 75 mm (Format 6 x 6) verwendet werden.
Wenn der Weitwinkelvorsatz nicht benötigt wird, sollte er immer in die Parkposition unter dem Reflektor geschoben werden.
Infolge der durch den Weitwinkelvorsatz vergrößerten Ausleuchtung, verringern sich beim Automatikblitzbetrieb die max. Gernzreichweiten der Blendenarbeitsbereiche auf ca. 70% ihres ursprünglichen Wertes. Die neuen Gernzreichweiten können an der Unterkante des Anzeigefenster ⑫ abgelesen werden.
Beim manuellen Betrieb mit dem Weitwinkelvorsatz muss an der Kamera die nächstkleinere Blendenzahl als am Programmierzentrum abgelesen eingestellt werden.
9. Belichtungskorrekturen
Die Belichtungsautomatiken sind auf einen Reflexionsgrad des Aufnahmeobjektes von 25 % (durchschnittlicher Reflexionsgrad von Blitzmotiven) eingestellt. Ein dunkler Hintergrund, der viel Licht absorbiert, und ein heller Hintergrund, der stark reflektiert (z .B. Gegenlichtaufnahmen), können zu Über- bzw. Unterbelichtung des Aufnahmeobjektes führen.
9.1 Belichtungskorrektur im Automatik-Blitzbetrieb
Um den oben genannten Effekt zu kompensieren, kann die Belichtung durch Öffnen und Schließen der Kamerablende korrigiert werden. Bei einem überwiegend hellen Hintergrund unterbricht der Sensor des Blitzgerätes die Lichtabstrahlung zu früh, und das eigentlich zu fotografierende Objekt wird zu dunkel. Bei einem dunklen Hintergrund wird die Lichtabstrahlung zu spät unterbrochen, und das Objekt wird zu hell.
heller Hintergrund:
Kamerablende um 1/2 bis 1 Wert öffnen
(z. B. von 5,6 auf 4)
dunkler Hintergrund: Kamerablende um 1/2 bis 1 Wert schließen (z. B. von 8 auf 11)
10. Wartung und Pflege
Entfernen Sie Schmutz und Staub mit einem weichen, trockenen oder siliconbehandelten Tuch. Verwenden Sie keine Reinigungsmittel - die Kunststoffteile könnten beschädigt werden.
Formieren des Blitz-Kondensators
Der im Blitzgerät eingebaute Blitzkondensator erfährt eine physikalische Veränderung, wenn das Gerät längere Zeit nicht eingeschaltet wird. Aus diesem Grund ist es notwendig, das Gerät im vierteljährlichen Abstand für ca. 10 Min. einzuschalten. Der Akku muß dabei so viel Energie liefern, daß die Blitzbereitschaft längstens 1 Min. nach dem Einschalten aufleuchtet.
11. Technische Daten
Leitzahlen bei ISO 100/21°:
im Metersystem: 60 im Feet-System: 197
6 Automatikblenden bei ISO 100/21°:
2 - 2,8 - 4 - 5,6 - 8 - 11
Blitzleuchtzeiten:
• ca. 1/200 ... 1/20.000 Sekunde.
- im M-Betrieb ca. 1/200 Sek. bei voller Lichtleistung.
- bei Winderbetrieb ca. 1/3500 Sekunde
- bei Motordrivebetrieb ca. 1/5000 Sekunde
Fotosensor-Meßwinkel: ca. 25°
Farbtemperatur: ca. 5600 K
Filmempfindlichkeit: ISO 25 bis ISO 3200
Synchronisation: Niederspannungs-Thyristorzündung.
Blitzanzahlen:
160*...4500.
* bei voller Lichtleistung)
Blitzfolgezeit:
5 Sek. (im M-Betrieb) . . . 0,25 Sek.
Schwenkbereiche und Raststellungen des Reflektors:
| nach oben15° | 30° | 45° | 60° | 75° | 90° |
| gegen den Uhrzeigersinn | 90° | 180° | |||
| im Uhrzeigersinn | 90° | 180° |
Blitzgerät 110 x 254 x 102
Generatorteil 126 x 165 x 58
Gewicht:
Blitzgerät : ca. 650 Gramm
Generatorteil mit Akku 60-38 ca. 1850 Gramm
Tabelle 1: Leitzahlen bei maximaler Lichtleistung (Seite 51)
Tabelle 2: Ladegeräte (Seite 51)
Auslieferungsumfang:
Blitzgerät, Kameraschiene, Akku 60-38, Generatorteil, Verbindungskabel, Ladegerät, Synchronkabel 60-50, Bedienungsanleitung.
12. Sonderzubehör
Für Fehlfunktionen und Schäden am mecablitz 60 CT-1, verursacht durch die Verwendung von Zubehör anderer Hersteller, wird keine Gewährleistung übernommen.
- Akkuladeeinrichtung B 27 (Bestelnr.: 000100272) zum Laden des Akku 60-38 und NC-Akku 60-39
- Filter-Set 60-21 (Bestelnr.: 000060213) umfaßt 4 Farbfilter für Effektbeleuchtung und einen klaren Filter zur Aufnahme von Farbfolien beliebiger Farbe.
- Kamera-Drahtauslöser 45-26 (Bestellnr.: 000045265) ermöglicht das Auslösen der Kamera mit der das Blitzgerät haltenden Hand. Dadurch ist die andere Hand frei zur Schärfeneinstellung.
- Mecalux 11 (Bestellnr.: 000000112) Sensor zur optischen, verzögerungsfreien Fernauslösung von Zweitblitzgeräten durch einen von der Kamera ausgelösten Blitz. Spricht auch auf Infrarot an. Keine Batterie nötig.
- Mecalux-Halter 60-26 (Bestellnr.: 000060264) zum Befestigen des Mecalux 11.
- Mecabounce 60-90 (Bestellnr.: 000060907) Mit diesem Diffusor erreichen Sie auf einfachste Weise eine weiche Ausleuchtung. Die Wirkung ist großartig, weil die Bilder einen softartigen Effekt erhalten. Die Gesichtsfarbe von Personen wird natürlicher wiedergegeben. Die Grenzreichweiten verringern sich entsprechend dem Lichtverlust um den Faktor 2.
- Reflexschirm 60-33 (Bestellnr.: 000060334) mildert durch sein weiches gerichtetes Licht harte Schlagschatten.
- Schienenplatte 70-35 (Bestellnr.: 000070353) zur stabilen Befestigung von Mittel- und Großformatkameras.
-
Synchronverbindungskabel: Spiral-Verbindungskabel 60-52 (Bestellnr.: 000060525) Synchron-Verlängerungskabel 60-54, 5 m (Bestellnr.: 000060541)
-
Televorsatz 60-42 (Bestellnr.: 000060420) für Blitzaufnahmen mit Teleobjektiven. Verdoppelt die Leitzahl annähernd. Auch Infrarot Aufnahmen möglich.
- Tragriemen 50-31 (Bestellnr.: 000050319)
- Tragegurt 60-80 (Bestellnr.: 000060802)
- Verbindungskabel 60-61 (Bestellnr.: 000060611) Verbindungskabel 3 m
- Verbindungskabel, spiral 60-59 (Bestellnr.: 000060592)
Batterie-Entsorgung
Batterien/Akkus gehören nicht in den Hausmüll!
Bitte bedienen Sie sich bei der Rückgabe verbrauchter Batterien/Akkus eines vorhandenen Rücknahmesystems.
Bitte geben Sie nur entladene Batterien/Akkus ab.
Batterien/Akkus sind in der Regel dann entladen, wenn das damit betriebene Gerät
- abschaltet und signalisiert „Batterien leer“
- nach längerem Gebrauch der Batterien nicht mehr einwandfrei funktioniert.
Zur Kurzschlußsicherheit sollten die Batteriepole mit einem Klebestreifen überdeckt werden.
Deutschland: Als Verbraucher sind Sie gesetzlich verpflichtet, gebrauchte Batterien zurückzugeben.
Sie können Ihre alten Batterien überall dort unengeltlich abgeben, wo die Batterien gekauft wurden. Ebenso bei den öffentlichen Sammelstellen in Ihrer Stadt oder Gemeinde.
Diese Zeichen finden Sie auf schadstoffhaltigen Batterien:
Pb = Batterie enthält Blei
Cd = Batterie enthält Cadmium
Hg = Batterie enthält Quecksilber
Li = Batterie enthält Lithium
Garantiebestimmungen
Bundesrepublik Deutschland
- Die Garantiebestimmungen gelten ausschließlich für Käufe in der Bundesrepublik Deutschland ab 01.01.2002.
- Im Ausland gelten die Gewährleistungsregelungen des jeweiligen Landes bzw. die Garantieregelungen des Verkäufers.
- Die nachfolgenden Bestimmungen haben nur für den privaten Gebrauch Gültigkeit.
- Die Garantiezeit - 24 Monate - beginnt mit dem Abschluß des Kaufvertrages bzw. mit dem Tag der Auslieferung des Gerätes an den Käufer (Endverbraucher).
- Garantieansprüche können nur unter Nachweis des Kaufdatums durch Vorlage des vom Verkäufer maschinell erstellten Original-Kaufbeleges geltend gemacht werden.
- Beanstandete Geräte bitten wir zusammen mit dem Kaufbeleg entweder über den Fachhändler oder direkt an die Firma Metz-Werke GmbH & Co KG - Zentralkundendienst - Ohmstrasse 55, 90513 Zirndorf, transportsicher verpackt unter genauer Schilderung der Beanstandung einzusenden. Sie können unter den gleichen Bedingungen auch an die autorisierten Kundendienststellen der Firma Metz-Werke GmbH & Co KG eingesandt werden. Hin- und Rücksendung erfolgen auf Gefahr des Käufers.
-
Die Garantie besteht darin, daß Geräte, die infolge eines anerkannten Fabrikations- oder Materialfehlers defekt geworden sind, kostenlos repariert oder, soweit eine Reparatur unverhältnismäßig ist, ausgetauscht werden. Eine weitergehende Haftung, insbesondere für Schäden, die nicht am Gerät selbst entstanden sind, ist ausgeschlossen. Dies gilt nicht, soweit im Falle des Vorsatzes oder der groben Fahrlässigkeit zwingend gehaftet wird. Garantieleistungen bewirken weder eine Verlängerung der Garantiezeit, noch wird für die ersetzten oder nachgebesserten Teile eine neue Garantiezeit begründet.
-
Unsachgemäße Behandlung und Eingriffe durch den Käufer oder Dritte schließen die Garantieverpflichtungen sowie alle weiteren Ansprüche aus. Ausgenommen von der Garantie sind ferner Schäden oder Fehler, die durch Nichtbeachtung der Gebrauchsanleitung, mechanische Beschädigung, ausgelaufene Batterien oder durch höhere Gewalt, Wasser, Blitz etc. entstanden sind.
Ferner sind Verschleiß, Verbrauch sowie übermäßige Nutzung von der Garantie ausgenommen. Hiervon sind vor allem folgende Teile betroffen: Blitzröhre, fest eingebaute Akkus, Kontakte, Verbindungskabel. -
Durch diese Garantiebestimmungen werden die Gewährleistungsansprüche des Käufers gegenüber dem Verkäufer nicht berührt.
Metz-Werke GmbH & Co KG
Sommaire
11. Technische gegevens
in meters: 60 im Feet-System: 197
Bild 3
Fig. 3
Afb. 3
Grab. 3

text_image
Mezz 1,4 1000 800 400 3200 190 56 11 28 2 30 20 15 10 7 5 4 3 2 16 22 32 190 18 17 16 15 14① Reflektor / Réflecteur / Reflector / Riflettore
② Weitwinkelvorsatz / Diffuseur grande-angle / roothoekvoorzetstuk
Wide angle diffusor / Diffusore grandangolo / Difusor angular
③ Sensor / Senseur / Sensore
④ Schienenhalter / Support de barrette / Beugelhouder, Bracket holder / Supporto staffa / Porta-regleta
⑤ Schnellraste / Fixation rapide / Snelkoppeling, Quick-release device / Agganciamento rapido / Zapata rápida
⑥ Stativgewinde / Filet trépied / Statiefmoer, Tripod socket / Filettatura stativo / Rosca de tripode
⑦ Anschlußbuchse für Verbindungskabel zum Generator Prise de branchement du câble de liaison au générateur Aansluiting voor de verbindingskabel naar de generator Connecting socket for connecting cable to power pack Presa di collegamento per il cavo di connessione al generatore Conexión para el cable de unión al generador
⑧ Synchronkabelbuchse / Prise du câble synchro / Aansluiting voor flitskabel / Sync cord socket / Presa per cavetto sincro / Conexión para cable sincro
⑨ Belichtungskontrollanzeige / Témoin de contrôle d'exposition / Aanduiding van de belichtingscontrol / Exposure o.k. / Indicazione di controllo esposizione / Indicación de control de la exposición
⑩ Entfernungsskala / Echelle des distances / Afstandschaal / Distance scale / Scala della distanza / Escala de distancias
⑪ Betriebsartskala / Echelle des modes de fonctionnement / Functieschaal / Operating mode scale / Escala del tipo de funcionamiento / Escala del tipo de funcionamiento
⑫ Anzeigefenster für Betriebsart / Fenêtre d'affichage du mode de fonctionnement / Aanwijsvenster voor toepassingsmogelijkheden / Operating mode indicator window / Interruttore per l'illuminazione del centro di programmazione / Ventanilla del tipo de funcionamiento
⑬ Handauslöse / Bouton d'open-flash / Hand-ontsteker / Manual firing button / Scatto sincro manuale / Disparador manual
⑭ Schalter für Beleuchtung des Programmierzentrums
Commutateur pour l'éclairage du centre de programmation
Schakelaar voor verlichting van het programmeercentrum
Light switch for programming center
Interruttore per l'illuminazione del centro di programmazione
Interruptor de la iluminación del centro de programación
⑮ Blendenskala / Echelle des diaphragmes / Diafragmaschaal / Diaphragm scale / Aperture scale / Escala de diafragmas
⑯ Filmempfindlichkeit / Sensibilité du film / Filmgevoeligheid / Film speed preselector / Sensibilità della pellicola / Sensibilidad de usuario
⑰ Einstellknebel für Filmempfindlichkeit / Manette de réglage pour la rapidité / Instehendel voor filmvoeligheid / Film speed setting knob / Pomello d'impostazione della sensibilità / Botón de ajuste de la sensibilidad de película
⑱ Blitzbereitschaftsanzeige / Témoin de disponibilité /
Flitsparaataan-duiding / Flash ready indicator / Indicazione pronto lampo / Indicador de disposición

Bild 4 / Fig. 4 / Afb. 4 / Grab. 4

Bild 5
Fig. 5
Afb. 5
Grab. 5
Metz - Werke GmbH & Co KG • Postfach 1267 • D-90506 Zirndorf • info@metz.de • www.metz.de
