Digibox Premium - Router T-Mobile - Kostenlose Bedienungsanleitung
Finden Sie kostenlos die Bedienungsanleitung des Geräts Digibox Premium T-Mobile als PDF.
| Produkttyp | DSL-Router mit WLAN |
| Modell | Digibox Premium |
| Marke | T-Mobile |
| Abmessungen (B x T x H) | ca. 200 x 150 x 40 mm |
| Gewicht | ca. 500 g |
| Stromversorgung | 12 V DC, 1 A |
| Schnittstellen | 4x Gigabit Ethernet, 1x DSL (RJ11), 1x USB 2.0 |
| WLAN-Standard | IEEE 802.11ac, Dualband (2,4 GHz und 5 GHz) |
| WLAN-Sicherheit | WPA2, WPA3 |
| Firewall | SPI-Firewall, NAT |
| Management | Webinterface (HTTP/HTTPS) |
| Lieferumfang | Router, Netzteil, DSL-Kabel, LAN-Kabel, Kurzanleitung |
| Zertifikate | CE, RoHS |
| Betriebstemperatur | 0 °C bis 40 °C |
| Lagertemperatur | -20 °C bis 70 °C |
| Luftfeuchtigkeit | 10 % bis 85 % (nicht kondensierend) |
| Reinigung | Mit einem trockenen, weichen Tuch abwischen |
| Reparatur | Nur durch autorisiertes Fachpersonal |
Häufig gestellte Fragen - Digibox Premium T-Mobile
Benutzerfragen zu Digibox Premium T-Mobile
0 Frage zu diesem Gerät. Beantworten Sie die, die Sie kennen, oder stellen Sie Ihre eigene.
Eine neue Frage zu diesem Gerät stellen
Laden Sie die Anleitung für Ihr Router kostenlos im PDF-Format! Finden Sie Ihr Handbuch Digibox Premium - T-Mobile und nehmen Sie Ihr elektronisches Gerät wieder in die Hand. Auf dieser Seite sind alle Dokumente veröffentlicht, die für die Verwendung Ihres Geräts notwendig sind. Digibox Premium von der Marke T-Mobile.
BEDIENUNGSANLEITUNG Digibox Premium T-Mobile
Digitalisierungsbox Premium
Betrieb mit Standardsoftware
Rechtlicher Hinweis
Gewährleistung
Änderungen in dieser Veröffentlichung sind vorbehalten.
bintec elmeg GmbH gibt keinerlei Gewährleistung auf die in dieser Bedienungsanleitung enthaltenen Informationen.bintec elmeg GmbH übernimmt keine Haftung für mittelbare, unmittelbare, Neben-, Folge- oder andere Schäden, die mit der Auslieferung, Bereitstellung oder Benutzung dieser Bedienungsanleitung im Zusammenhang stehen.
Copyright © bintec elmeg GmbH
Alle Rechte an den hier beinhalteten Daten - insbesondere Vervielfältigung und Weitergabe - sind bintec elmeg GmbH vorbehalten.
Open Source Software in diesem Produkt
Dieses Produkt enthält neben anderen Komponenten Open-Source-Software, die von Drittanbietern entwickelt wurde und unter einer Open-Source-Softwarelizenz lizenziert ist. Diese Open-Source-Softwaredateien unterliegen dem Copyright. Eine aktuelle Liste der in diesem Produkt enthaltenen Open-Source-Softwareprogramme und die Open-Source-Softwarelizenzen finden Sie unter www.bintec-elmeg.com.
GEMA
Dieses Produkt verwendet interne Wartemusik, für deren Verwendung eine Genehmigung durch die GEMA (Gesellschaft für musikalische Aufführungs- und mechanische Vervielfältigungsrechte) nicht erforderlich ist. Dies hat die GEMA mit Freistellungsbescheinigung bestätigt. Die Freistellungsbescheinigung kann unter folgender Internet-Adresse eingesehen werden: www.bintec-elmeg.com . Wartemelodien des Systems: elmeg Song, Hold the line.
Inhaltsverzeichnis
Kapitel 1 Inbetriebnahme . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 1
1.1 Digitalisierungsbox Premium 1
1.2 Reset 5
1.3 Voreinstellungen .... 5
1.4 Support-Information 7
Kapitel 2 Montage....8
2.1 Anschluss von Endgeräten. 8
2.2 Reset Taster 8
2.3 Wandmontage 8
2.4 Pin-Belegungen 9
Kapitel 3 Grundkonfiguration 12
3.1 Vorbereitungen. 12
3.2 Konfiguration des Systems....14
3.3 Internetverbindung einrichten. 15
3.4 Benutzerzugang 16
3.5 Softwareaktualisierung Digitalisierungsbox Premium 16
Kapitel 4 Zugang und Konfiguration 18
4.1 Zugang über LAN 18
4.2 Konfiguration.... 18
Kapitel 5 Assistenten 25
Kapitel 6 Systemverwaltung 26
6.1 Status 26
6.2 Globale Einstellungen 28
6.3 Schnittstellenmodus / Bridge-Gruppen 35
6.4 Administrativer Zugriff 37
6.5 Remote Authentifizierung 38
6.6 Konfigurationszugriff 43
6.7 Zertifikate 48
Kapitel 7 Physikalische Schnittstellen 58
7.1 Ethernet-Ports 58
7.2 ISDN-Ports 60
7.3 DSL-Modem 62
Kapitel 8 LAN 64
8.1 IP-Konfiguration 64
8.2 VLAN 74
Kapitel 9 Wireless LAN 78
9.1 WLAN....78
9.2 Verwaltung 89
9.3 Konfiguration....90
Kapitel 10 Wireless LAN Controller 93
10.1 Wizard 93
10.2 Controller-Konfiguration 97
10.3 Slave-AP-Konfiguration 99
10.4 Monitoring 112
10.5 Umgebungs-Monitoring 117
10.6 Wartung.... 119
Kapitel 11 Netzwerk 122
11.1 Routen 122
11.2 Allgemeine IPv6-Präfixe 131
11.3 NAT. 132
11.4 Lastverteilung 140
11.5 QoS 148
11.6 Zugriffsregeln 158
Kapitel 12 Multicast. 166
12.1 Allgemein 167
12.2 IGMP 167
12.3 Weiterleiten 170
Kapitel 13 WAN....172
13.1 Internet + Einwählen 172
13.2 ATM 187
13.3 Real Time Jitter Control 196
Kapitel 14 VPN 198
14.1 IPSec....198
Kapitel 15 Firewall....227
15.1 Richtlinien 228
15.2 Schnittstellen....234
15.3 Adressen 236
15.4 Dienste 237
15.5 Konfiguration....240
Kapitel 16 VoIP 244
16.1 Application Level Gateway 244
16.2 Einstellungen 247
16.3 Media Gateway 262
16.4 RTSP 268
Kapitel 17 Lokale Dienste 270
17.1 DNS 270
17.2 HTTPS 278
17.3 DynDNS-Client 279
17.4 DHCP-Server 282
17.6 Überwachung 306
17.7 UPnP 310
Kapitel 18 Wartung 313
18.1 Diagnose 313
18.2 Software &Konfiguration.... 315
18.3 Neustart 318
Kapitel 19 Externe Berichterstellung. 320
19.1 Systemprotokoll 320
19.2 IP-Accounting 322
19.3 Benachrichtigungsdienst 323
Kapitel 20 Monitoring .... 328
20.1 Internes Protokoll 328
20.2 IPSec 328
20.3 ISDN/Modem 331
20.4 Schnittstellen....332
20.5 WLAN....334
20.6 Bridges 339
20.7 QoS 340
Index 341
Kapitel 1 Inbetriebnahme
1.1 Digitalisierungsbox Premium
In diesem Kapitel erfahren Sie, wie Sie Ihr Gerät aufstellen, anschließen und in Betrieb nehmen.
Der Weg zu einer weiterführenden Konfiguration wird Ihnen anschließend Schritt für Schritt erläutert. Tiefergehende Kenntnisse über Telefonanlagen und Router sind dabei nicht erforderlich. Ein detailliertes Online-Hilfe-System gibt Ihnen zusätzlich Hilfestellung.
1.1.1 Aufstellen und Anschließen
Die Digitalisierungsbox Premium wird an einem reinen IP-Anschluss betreiben. Sie telefonieren ausschließlich über VoIP, sind aber beim Anschluss Ihrer Endgeräte nicht eingeschränkt: Sie können SIP- und analoge Endgeräte, eine ISDN-Endgeräte oder eine ISDN-Telefonanlage sowie PCs anschließen.

flowchart
graph LR
DSL["DSL"] -->|Wireless| LAN1["LAN1"]
LAN1 --> LAN2["LAN2"]
LAN2 --> LAN3["LAN3"]
LAN3 --> LAN4["LAN4"]
LAN4 --> LAN5["LAN5"]
LAN5 --> ISDN1["ISDN1"]
LAN5 --> ISDN2["ISDN2"]
ISDN1 --> a/b1["a/b1"]
ISDN2 --> a/b2["a/b2"]
a/b1 --> a/b3["a/b3"]
a/b2 --> a/b4["a/b4"]
a/b3 --> Reset["Reset 1"]
a/b4 --> Reset["Reset 2"]
Reset -->|Control| Fax["Fax"]
SSL["Telefondose"] --> SIP-Telefon["SIP-Telefon"]
SIP-Telefon --> DECTAP["DECT AP"]
DECTAP --> PC["PC"]
PC --> ISDN-Telefon["ISDN-Telefon"]
ISDN-Telefon --> Analog-Telefon["Analog-Telefon"]
Analog-Telefon --> Fax["Fax"]
Abb. 1: Basisszenario Digitalisierungsbox Premium

Achtung
Vor Installation und Inbetriebnahme Ihres Geräts lesen Sie bitte aufmerksam die beiliegenden Sicherheitshinweise.

Achtung
Die Verwendung eines falschen Steckernetzgeräts kann zum Defekt Ihres Geräts führen! Verwenden Sie ausschließlich das mitgelieferte Steckernetzgerät!
Gehen Sie beim Aufstellen und Anschließen in der folgenden Reihenfolge vor:
(1) Montage
Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, sollte die Digitalisierungsbox Premium aufrecht an einer Wand oder gut belüftet in einem Netzwerkschrank montiert sein (lesen Sie bitte aufmerksam das Kapitel Montage auf Seite 8).
(2) Netzanschluss
Schließen Sie den Netzanschluss des Geräts mit dem mitgelieferten Steckernetzgerät an eine 230 V\~ Steckdose an.
(3) Antennen
Schrauben Sie die mitgelieferten Antennen auf die dafür vorgesehenen Anschlüsse.
(4) DSL
Verbinden Sie den Anschluss DSL über das graue Kabel an die TAE-Buchse der Telefondose an.
(5) ISDN-Endgeräte
Schließen Sie ein ISDN-Telefon an den internen ISDN-Anschluss der Digitalisierungsbox Premium an.
(6) Analoge Endgeräte
Verbinden Sie Ihre analogen Endgeräte an den analogen Anschlüssen (a/b1 - a/b4). Verwenden Sie dazu das dem Endgerät beigefügte Kabel.
(7) SIP-Telefone
Schliessen Sie Ihre SIP-Telefone an die 10/100/1000 Base-T Ethernet-Schnittstellen an. Einen letzten Schritt müssen Sie am PC ausführen.
(8) PC
Schließen Sie einen geeigneten PC über ein Ethernet-Kabel an eine der Ethernet-Schnittstellen der Digitalisierungsbox Premium an. Sollten Probleme bei der Verbindung zwischen PC und Digitalisierungsbox Premium auftreten, lesen Sie bitte die entsprechenden Kapitel zur Grundkonfiguration.
(9) VoIP
Für einen reinen IP-Anschluss ohne ISDN verwenden Sie die vom Provider bereitgestellte Anleitung.

Hinweis
Mit der "Automatischen Konfiguration" der Telekom wird Ihr Gerät automatisch eingerichtet (siehe Automatische Konfiguration auf Seite 12).
1.1.2 Anschlüsse

Abb. 2: Anschlüsse
| 1 DSL-Schnittstelle Annex B/J | |
| 2 | 10/100/1000 Base-T Ethernet-Schnittstellen (LAN 1 - LAN4) |
| 3 Ethernet-WAN-Schnittstelle (LAN5) | |
| 4 | Schnittstelle für ISDN-Endgeräte (ISDN1, ISDN2) |
| 5 | Interne Schnittstelle für analoge Endgeräte (a/b1 - a/b4) |
| 6 Buchse für das Steckernetzteil | |
1.1.3 Anschlüsse (seitlich)

Abb. 3: Seitliche Anschlüsse
| 1 Antennenanschluss |
| 2 Funktionstaste (ohne Funktion) |
1.1.4 Montagewinkel

Abb. 4: Montagewinkel
Aufgrund der Platzierung der Geräte im Netzwerkschrank, empfiehlt es sich auf abgesetzte Antennen zurückzugreifen. Montieren Sie die Montagewinkel mit den im Set beiliegenden Schrauben am Gehäu-
se. Die Montagewinkel und die Schrauben sind als Zubehör erhältlich (Artikelnummer MN40285514).

Hinweis
Bei Betrieb im Netzwerkschrank darf die Umgebungstemperatur 40 °C nicht übersteigen!
1.1.5 LEDs
Anhand der LEDs können Sie den Status Ihres Geräts ablesen.
Die LEDs der Digitalisierungsbox Premium sind folgendermaßen angeordnet:

Abb. 5: LEDs
Im Betriebsmodus zeigen die LEDs folgende Statusinformationen Ihres Geräts an:
LED Statusanzeige
| LED Farbe Status Information | |||
| Service Gelb an Automatische Wartung aktiv | |||
| aus Automatische Wartung inaktiv | |||
| Mem. | aus | Speicher ist bereit für Lese-/Schreibzugriffe | |
| Grün flackernd | Lese-/ Schreibzugriff | ||
| WLAN | aus | WLAN oder alle zugeordneten Drahtlosnetzwerk deaktiviert | |
| Grün langsam blinkend | Drahtlosnetzwerk ist aktiv, kein Client ist angemeldet | ||
| Grün schnell blinkend | Drahtlosnetzwerk ist aktiv, mindestens ein Client ist angemeldet | ||
| Grün | flackernd | Drahtlosnetzwerk ist aktiv, mindestens ein Client ist angemeldet, es besteht Datenverkehr | |
| DSL | Grün an Verbindung hergestellt | ||
| Grün langsam blinkend | Synchronisation läuft | ||
| aus Keine Synchronisation | |||
| Grün flackernd | Datentransfer | ||
| TEL | Grün | an | Telefonie am IP-Anschluss (Voice over IP) bereit |
| aus Telefonie nicht eingerichtet | |||
| ISDN1 / ISDN 2 | Grün | an | ISDN-Endgeräte angeschlossen |
| aus Ruhezustand oder außer Betrieb | |||
| Status | Grün | an | Nach dem Einschalten: Gerät wird gestartet während des Betriebs: Fehler |
| Grün langsam blinkend | Gerät ist aktiv | ||
| Power | Grün an Stromversorgung ist angeschlossen | ||
| aus Keine Stromversorgung | |||
Die LEDs der Ethernet-Buchsen LAN 1-4 (LAN) und LAN 5 (WAN) zeigen folgende Statusinformationen an:
Ethernet-LEDs
| LED Farbe Status Information | |||
| LAN 1 bis 4 (Link/Act) | Grün | an | Ethernet -Verbindung hergestellt |
| LAN 1 bis 4 (Link/Act) | Grün | blinkend | Datenübertragung über Ethernet |
| LAN 1 bis 4 (Link/Act) | aus | Keine Ethernet-Verbindung | |
| LAN 1 bis 4 (Speed) | Grün | an | 1000 Mbit/s Übertragungsrate |
| LAN 1 bis 4 (Speed) | Orange | an | 100 Mbit/s Übertragungsrate |
| LAN 1 bis 4 (Speed) | aus | 10 Mbit/s Übertragungsrate | |
| LAN 5 (Link/Act) | Grün | an | WAN- Ethernet -Verbindung hergestellt |
| LAN 5 (Link/Act) | Grün | blinkend | Daten über ETH 5 senden/ empfangen |
| LAN 5 (Link/Act) aus Keine Ethernet-Verbindung | |||
| LAN 5 (Speed) | Grün | an | 1000 Mbit/s Übertragungsrate |
| LAN 5 (Speed) | Orange | an | 100 Mbit/s Übertragungsrate |
| LAN 5 (Speed) | aus | 10 Mbit/s Übertragungsrate | |
1.1.6 Lieferumfang
Ihr Gerät wird zusammen mit folgenden Teilen ausgeliefert:
| Produktname | Kabelsätze/Sonstiges | Dokumentation |
| Digitalisierungsbox Premium | ein Ethernet LAN-Kabel (gelb) | Installationsposter |
| ein Ethernet WAN-Kabel (blau) | Sicherheitshinweise | |
| ein DSL-Kabel (grau) | ||
| zwei FSX-TAE-Adapter (schwarz) | ||
| ein Netzteil | ||
| zwei WiFi-Antennen |
1.1.7 Allgemeine Produktmerkmale
Die allgemeinen Produktmerkmale umfassen die Leistungsmerkmale und die technischen Voraussetzungen für Installation und Betrieb Ihres Geräts.
Allgemeine Produktmerkmale Digitalisierungsbox Premium
| Eigenschaft | |
| Maße und Gewicht: | |
| Gerätemaße ohne Kabel (B x H x T) | 328 x 193 x 44 mm |
| Gewicht | ca. 900 g |
| Transportgewicht (inkl. Dokumentation, Ka-bel, Verpackung) | ca. 1800 g |
| Speicher | 128 MB SDRAM, |
| LEDs | 19 (8 x Funktion, 1 x Service, 5x2 Ethernet) |
| Leistungsaufnahme Gerät | max. 30 W 12 V DC |
| Spannungsversorgung | 12 V DC 2,5 A |
| Umweltanforderungen: | |
| Lagertemperatur | -20 °C bis +70 °C |
| Betriebstemperatur | +5 °C bis +40 °C |
| Relative Luftfeuchtigkeit max. 85 % | |
| Raumklassifizierung | Nur in trockenen Räumen betreiben |
| Verfügbare Schnittstellen: | |
| DSL-Schnittstelle Internes DSL-Modem | |
| Ethernet IEEE 802.3 LAN (4-Port-Switch) | Fest eingebaut (nur twisted-pair), 10/100/1000 MBit/s, autosensing, MDIX |
| ISDN-Schnittstellen | 2 interne ISDN-Schnittstellen, ISDN-Terminierung |
| FXS | 4 FXS-Schnittstellen (a/b1 - a/b4) |
| Vorhandene Buchsen: | |
| WLAN Antennen R-SMA-Buchsen | |
| Ethernet-Schnittstellen 1 - 4 (LAN) | RJ45-Buchse |
| Ethernet-Schnittstelle 5 (WAN) | RJ45-Buchse |
| ISDN-Schnittstelle (ISDN1, ISDN2) | RJ45-Buchse |
| FXS-Schnittstelle (a/b1 bis a/b4) | RJ12-Buchse |
| DSL-Schnittstelle RJ45-Buchse | |
| Hohlsteckerbuchse für Stromversorgung |
1.2 Reset
Der Reset wird über den Reset-Knopf an der Anschlussseite des Systems durchgeführt.
Bei einem kurzen Tastendruck (ca. eine Sekunde) wird das Gerät neu gestartet. Dieser Tastendruck entspricht einer Unterbrechung der Stromversorgung. Die gespeicherten Daten bleiben erhalten, aber alle Verbindungen werden unterbrochen.
Drücken Sie die Reset-Taste für ca. 30 bis 40 Sekunden, führt das Gerät einen Factory Reset durch. Dies bedeutet, dass das Gerät in den Auslieferungszustand zurückversetzt wird. Die Verbindungsdaten ein und ausgehender Anrufe werden dabei nicht gelöscht. Die Konfiguration wird gelöscht und alle Passwörter werden zurückgesetzt. Der Reset ist beendet, wenn nach 30 bis 40 Sekunden die Status-LED gleichmäßig blinkt.
1.3 Voreinstellungen
Wenn Sie Ihr Gerät das erste Mal in Betrieb nehmen, sind einige Einstellungen bereits vorkonfiguriert, damit Sie in wenigen Schritten nach dem Aufstellen und Anschließen Ihr Gerät in Betrieb nehmen können.

Hinweis
Prüfen Sie anhand der Bedienungsanleitung Ihrer vorhandenen Endgeräte, wie und mit welchen Einstellungen Leistungsmerkmale genutzt werden können.
Die Voreinstellungen können Sie entsprechend Ihren persönlichen Erfordernissen und Anschlussbedingungen verändern.
Konfigurationsoberfläche
Die Konfigurationsoberfläche Ihres Geräts ist im Auslieferungszustand über einen der LAN-Anschlüsse unter folgender Adresse erreichbar:
• IP-Adresse: 192.168.2.1
• Netzmaske: 255.255.255.0
Benutzen Sie im Auslieferungszustand folgende Zugangsdaten zur Konfiguration über die Konfigurationsoberfläche:
- Benutzername: admin
- Password: admin

Hinweis
Nach dem ersten Login in das Gerät werden Sie aufgefordert, ein sicheres Passwort einzugeben. Beachten Sie hierzu die angezeigten Vorgaben für ein sicheres Passwort! Drücken Sie am Ende des Konfigurationsvorgangs die Schaltfläche Konfiguration speichern! Ansonsten geht auch das neue sichere Passwort nach einem Neustart verloren.
Betriebsmodus wählen
Bei der Digitalisierungsbox Premium haben Sie die Möglichkeit zwischen den Betriebsmodus als Telefonanlage und den Betriebsmodus als Media Gateway zu wählen.
Fall 1: Wenn das Passwort noch nicht geändert worden ist, haben Sie nach dem Login die Möglichkeit den Betriebsmodus zu wählen.
Fall 2: Wenn das Passwort schon geändert ist, ist das Gerät ab Werk als Telefonanlage konfiguriert. Sie können im Menü Assistenten+Erste Schritte->Betriebsmodus den Betriebsmodus ändern. Beachten Sie, dass dann nicht mehr alle Leistungsmerkmale zur Verfügung stehen. Die Montage und die Grundkonfiguration sind identisch.

Achtung
Beim Umschalten von Telefonanlage auf Media Gateway oder von Media Gateway auf Telefonanlage, führt das Gerät einen Factory Reset durch. Das bedeutet, dass das Gerät in den Auslieferungszustand versetzt wird. Die Konfiguration wird gelöscht und alle Passwörter werden zurückgesetzt.
Software-Update
Ihr Gerät ist mit der zum Zeitpunkt der Fertigung verfügbaren Version der Systemsoftware ausgestattet, von der es aktuell ggf. neuere Versionen gibt.
Dank der "Automatischen Konfiguration" der Telekom wird die Systemsoftware Ihres Geräts auf dem neuesten Stand gehalten (siehe Automatische Konfiguration auf Seite 12).
Wie Sie den Softwarestand Ihres Geräts prüfen und ggf. eine Aktualisierung sellbst durchführen, wird im Handbuch-Kapitel „Wartung“ beschrieben.
Ergänzende Beratung zu Ihrer Digitalisierungsbox erhalten Sie während der üblichen Geschäftszeiten unter der kostenfreien Rufnummer 0800 330 1300 oder unter 0800 330 2870 (für Großkunden). Weitere Hinweise finden Sie auch im Internet unter http://hilfe.telekom.de. Vermuten Sie eine Störung Ihres Anschlusses, wenden Sie sich bitte unter der entsprechenden Nummer an den Technischen Kundendienst oder informieren Sie sich unter http://hilfe.telekom.de.
Kapitel 2 Montage

Warnung
Zur Vermeidung eines Elektroschocks ist Vorsicht beim Anschließen von Telekommunikationsnetzen (TNV-Stromkreisen) geboten. LAN-Ports verwenden ebenfalls RJ-Steckverbinder.

Achtung
Um einen störungsfreien Betrieb zu gewährleisten, sollte die Digitalisierungsbox Premium aufrecht an einer Wand oder gut belüftet in einem Netzwerkschrank montiert sein. Das Gerät darf keiner direkten Sonneneinstrahlung oder anderen Wärmequellen ausgesetzt sein. Beachten Sie auch die einzuhaltenden Abstände (siehe Wandmontage auf Seite 8).
2.1 Anschluss von Endgeräten
2.1.1 Interner ISDN-Anschluss
Der interne ISDN-Anschluss der Digitalisierungsbox Premium stellt an jedem internen ISDN-Anschluss 2,5 Watt Speiseleistung für den Anschluss von maximal zwei ungespeisten ISDN-Endgeräten zur Verfügung. Der interne ISDN-Anschluss ist im Auslieferungszustand als "Kurzer passiver Bus" ("S0-Bus") eingerichtet. Es ist die einfache Bus-Verkabelung eines ISDN-Systems mit einer Länge von bis zu 120 m möglich.
2.1.2 Terminierung der ISDN-Schnittstellen
Die Schalter für die Terminierung der ISDN-Schnittstellen befinden sich im Boden/Unterschale des Geräts. Im Auslieferungszustand sind beide Schalter auf ON gestellt. Damit ist die Terminierung aktiv und das Gerät für alle gängigen Anwendungen vorkonfiguriert.

Abb. 6: Schalter für die Terminierung
2.2 Reset Taster
An der Anschlussseite des Geräts befindet sich der Reset-Taster, mit dem Sie einen Neustart des Geräts erzwingen oder den Auslieferungszustand wieder herstellen können (siehe Reset auf Seite 5).
2.3 Wandmontage
In diesem Abschnitt werden die Abläufe der Montage beschrieben. Halten Sie sich bitte an diesen Ablauf.
(1) Suchen Sie einen Montageort aus, der max. 1,5 Meter von einer 230 V \~ Netzsteckdose und 2,5 Meter vom Übergabepunkt des Netzbetreibers entfernt ist.
(2) Um eine gegenseitige Beeinträchtigung auszuschließen, montieren Sie das Gerät nicht in unmittelbarer Nähe von elektronischen Geräten wie z. B. HiFi-Geräten, Bürogeräten oder Mikrowellengeräten. Vermeiden Sie auch einen Aufstellort in der Nähe von Wärmequellen, z. B. Heizkörpern oder in feuchten Räumen.
(3) Halten Sie die Abstände ein, die auf der Rückseite des Geräts eingeprägt sind.
(4) Markieren Sie die Bohrlöcher an der Wand.
(5) Überprüfen Sie die feste Auflage aller Befestigungspunkte der Digitalisierungsbox Premium an der Wand. Vergewissern Sie sich, dass im Bereich der markierten Bohrlöcher keine Versorgungsleitungen, Kabel o. ä. verlegt sind.
(6) Bohren Sie die Befestigungslöcher an den markierten Stellen (bei Montage mit den Dübeln verwenden Sie einen 5 mm Steinbohrer). Setzen Sie die Dübel ein.
(7) Schrauben Sie die beiden Schrauben so ein, dass zwischen Schraubenkopf und Wand noch ein Abstand von ca. 5 mm verbleibt.
(8) Hängen Sie die Digitalisierungsbox Premium mit den rückseitigen Halterungen von oben hinter den Schraubenköpfen ein.
(9) Installieren Sie, wenn erforderlich, die Anschlussdosen für die Endgeräte. Verbinden Sie die Installation der Anschlussdosen mit der des Geräts. Die Anschlussdosen dienen der festen Installation, beispielsweise im Flur. Wenn diese installiert sind, werden die Anschlusskabel mit den Anschlüssen des Geräts verbunden.
(10) Stecken Sie die Anschlüsse der Endgeräte in die Anschlussdosen.
(11) Verbinden Sie die Digitalisierungsbox Premium mit dem externen xDSL-Anschluss. Sie können dazu so verfahren, wie auf dem beigelegten Installationsposter beschrieben.
(12) Stecken Sie das Steckernetzgerät in die 230 V\~ Steckdose.
(13) Stecken Sie den Hohlstecker des Steckernetzgeräts in die entsprechende Buchse an Ihrem Gerät.
(14) Sie können das Gerät in Betrieb nehmen.
2.4 Pin-Belegungen
2.4.1 Ethernet-Schnittstellen
Die Geräte verfügen über eine Ethernet-Schnittstelle mit integriertem 4-Port Switch (LAN1 - LAN4) sowie über eine weitere Etheret-Schnittstelle für den Anschluss einer WAN-Verbindung oder eines Servers.
Der 4-Port Switch dient zur Anbindung einzelner PCs oder weiterer Switches. Der Anschluss erfolgt über RJ45-Buchsen.
1 ..... 8

Abb. 7: Ethernet-10/100/1000 Base-T-Schnittstelle (RJ45-Buchse)
Die Pin-Zuordnung für die Ethernet 10/100/1000 Base-T-Schnittstelle (RJ45-Buchse) ist wie folgt:
RJ45-Buchse für Ethernet-Anschluss
| Pin Funktion | |
| 1 Pair 0 + | |
| 2 Pair 0 - | |
| 3 Pair 1 + | |
| 4 Pair 2 + | |
| 5 Pair 2 - | |
| 6 Pair 1 - | |
| 7 Pair 3 + | |
| 8 Pair 3 - |
2.4.2 ISDN-Schnittstelle
Der Anschluss erfolgt über eine RJ45-Buchse:
1 ..... 8

Abb. 8: ISDN-Schnittstelle (RJ45-Buchse)
Die Pin-Zuordnung für die ISDN-Schnittstelle (RJ45-Buchse) ist wie folgt:
RJ45-Buchse für ISDN-Anschluss
| Pin Funktion | |
| 1 Nicht genutzt | |
| 2 Nicht genutzt | |
| 3 Senden (+) | |
| 4 Empfangen (+) | |
| 5 Empfangen (-) | |
| 6 Senden (-) | |
| 7 Nicht genutzt | |
| 8 Nicht genutzt |
2.4.3 Analoge Schnittstellen (FXS / a/b)
Die Endgeräte werden an die a/b-Schnittstellen (RJ12-Buchse) mit einem RJ11-Stecker angeschlossen.
1....6

Abb. 9: a/b-Schnittstelle (RJ12)
Die Pin-Zuordnung für die a/b-Schnittstelle (RJ12-Buchse) ist wie folgt:
RJ12-Buchse für FXS-Anschluss
| Pin Funktion | |
| 1 Nicht genutzt | |
| 2 Nicht genutzt | |
| 3 FXS | |
| 4 FXS | |
| 5 Nicht genutzt | |
| 6 Nicht genutzt |
2.4.4 xDSL-Schnittstelle
Die Digitalisierungsbox Premium verfügt über eine xDSL-Schnittstelle. Die xDSL-Schnittstelle wird mittels eines RJ45-Steckers vergebunden.
Nur die inneren zwei Pins werden für die xDSL-Verbindung verwendet.
1 ..... 8

Abb. 10: xDSL-Schnittstelle (RJ45-Buchse)
Die Pin-Zuordnung für die xDSL-Schnittstelle (RJ45-Buchse) ist wie folgt:
RJ45-Buchse für xDSL-Anschluss
| Pin Funktion | |
| 1 Nicht genutzt | |
| 2 Nicht genutzt | |
| 3 Nicht genutzt | |
| 4 Leitung 1a | |
| 5 Leitung 1b | |
| 6 Nicht genutzt | |
| 7 Nicht genutzt | |
| 8 Nicht genutzt |
Kapitel 3 Grundkonfiguration
Der Weg zur Basiskonfiguration ohne eine Automatische Konfiguration wird Ihnen im Folgenden Schritt für Schritt erläutert. Ein detailliertes Online-Hilfe-System gibt Ihnen zusätzlich Hilfestellung.
3.1 Vorbereitungen
Ihr Gerät ist werksseitig als DHCP-Server eingerichtet, es übermittelt also PCs in Ihrem LAN, die über keine IP-Konfiguration verfügen, alle für eine Verbindung notwendigen Einstellungen. Wie Sie den PC, mit dem Sie die Grundkonfiguration durchführen wollen, für den automatischen Bezug einer IP-Konfiguration einrichten, ist in PC einrichten auf Seite 14 beschrieben.

Hinweis
Sollten Sie in Ihrem LAN bereits einen DHCP-Server betreiben, empfiehlt sich die Konfiguration des Geräts an einem Einzel-PC, der nicht in Ihr LAN integriert ist. Schließen Sie diesen PC allein an Ihre Digitalisierungsbox Premium an, so dass zur Konfiguration ein eigenes Netz entsteht.
3.1.1 Automatische Konfiguration
Die Automatische Konfiguration ist ein Service für Kunden der Telekom, den Sie mit Ihrer Digitalisierungsbox Premium nutzen können.
Verbinden Sie die Digitalisierungsbox Premium mit dem Stromnetz. Schließen Sie die Kabel an die dafür vorgesehenen Dosen/Buchsen an. Warten Sie, bis die Service-LED nicht mehr leuchtet.
Starten Sie einen Internet-Browser, geben Sie www.telekom.de in die Adresszeile ein und bestätigen Sie mit der Eingabetaste. Sie werden auf die Autokonfigurationsseite der Telekom weitergeleitet.
Geben Sie Ihre Zugangskennung und Ihr Passwort ein und klicken Sie auf Konfiguration starten. Während der Konfiguration leuchtet die Service-LED. Warten Sie, bis Sie die Bestätigung angezeigt bekommen, dass die Konfiguration erfolgreich war. Die Service-LED ist nun aus.
3.1.2 Systemsoftware
Das Gerät wird mit der zum Zeitpunkt der Produktion aktuellen Systemsoftwareversion betrieben. Die Systemsoftware wird fortwährend weiterentwickelt, um die Sicherheit und Funktionsvielfalt des Geräts zu erhöhen. Dank der "Automatischen Konfiguration" der Telekom wird die Systemsoftware Ihres Gerätes auf dem neuesten Stand gehalten (siehe Automatische Konfiguration auf Seite 12).
Alternativ können Sie einen Software-Aktualisierung im Menü Wartung->Software
&Konfiguration->Optionen vornehmen. Eine Beschreibung der Vorgehensweise finden Sie in Software-reaktualisierung Digitalisierungsbox Premium auf Seite 16.
3.1.3 System-Voraussetzungen
Für die Konfiguration des Geräts müssen auf Ihrem PC folgende Systemvoraussetzungen erfüllt sein:
- geeignetes Betriebssystem (Windows, Linux, MAC OS)
- ein Web-Broweser (internet Explorer, Firefox, Chrome) in der jeweils aktuellen Version
• installierte Netzwerkkarte (Ethernet)
• installiertes TCP/IP-Protokoll - hohe Farbanzeige für die korrekte Darstellung der Grafiken
3.1.4 Daten sammeln
Die wesentlichen Daten für die Konfiguration mit der Konfigurationsoberfläche haben Sie schnell gesammelt.
Bevor Sie mit der Konfiguration beginnen, sollten Sie die Daten für folgende Zwecke bereitlegen:
- Netzwerkeinstellungen (nur falls Sie Ihr Gerät in eine bestehende Netzinfrastruktur integrieren wollen)
- SIP-Provider
- Internetzugang
In den folgenden Tabellen haben wir jeweils Beispiele für die Werte der benötigten Zugangsdaten angegeben. Unter der Rubrik "Ihre Werte" können Sie Ihre persönlichen Daten ergänzen. Dann haben Sie diese bei Bedarf griffbereit.
Grundkonfiguration
Für eine Grundkonfiguration Ihres Geräts benötigen Sie Informationen, die Ihre Netzwerkumgebung betreffen:
Netzwerkeinstellungen
| Zugangsdaten Beispielwert Ihre Werte | ||
| IP-Adresse Ihres Gateways 192.168.2.1 | ||
| Netzmaske Ihres Gateways 255.255.255.0 |
SIP-Provider
| Zugangsdaten Beispielwert Ihre Werte | ||
| Beschreibung | Geben Sie den Namen Ihres SIP-Providers an, z.B. Telekom. | |
| Authentifizierungsname/Benutzername | Geben Sie Ihre ID ein, z.B. Ihre Email-Adresse | |
| Passwort | Geben Sie Ihr Passwort ein, das Sie vom SIP-Provider erhalten haben. | |
| Registrar Geben Sie den entsprechen- | den Registrar ein, z. B. tel.t-online.de. | |
| Rufnummer | z. B. 123456 |
Daten für den Internetzugang über xDSL
| Zugangsdaten Beispielwert Ihre Werte | ||
| Provider-Name | GoInternet | |
| Protokoll | PPP over Ethernet (PPPoE) | |
| Enkapsulierung | LCC Bridged no FCS | |
| VPI (Virtual Path Identifier) | 1 | |
| VCI (Virtual Circuit Identifier) | 32 | |
| Anschlusskennung (12-stellig) | 000123456789 | |
| T-Online-Nummer (meist 12-stellig) | 06112345678 | |
| Mitbenutzerkennung | 0001 | |
| Passwort TopSecret |
3.1.5 PC einrichten
Um Ihr Gerät über das Netzwerk erreichen und eine Konfiguration vornehmen zu können, müssen auf dem PC, von dem aus die Konfiguration durchgeführt wird, einige Voraussetzungen erfüllt sein.
- Stellen Sie sicher, dass das TCP/IP-Protokoll auf dem PC installiert ist
TCP/IP-Protokoll prüfen
Um zu prüfen, ob Sie das Protokoll installiert haben, gehen Sie folgendermaßen vor:
(1) Klicken Sie z. B. bei Windows 7 im Startmenü auf Systemsteuerung -> Netzwerk- und Freigabecenter -> Adaptereinstellungen ändern.
(2) Klicken Sie auf LAN-Verbindung.
(3) Klicken Sie im Statusfenster auf Eigenschaften.
(4) Suchen Sie in der Liste der Netzwerkkomponenten den Eintrag Internetprotokoll (TCP/IP).
TCP/IP-Protokoll installieren
Wenn Sie den Eintrag Internetprotokoll (TCP/IP) nicht finden, installieren Sie das TCP/IP-Protokoll wie folgt:
(1) Klicken Sie im Statusfenster der LAN-Verbindung zunächst auf Eigenschaften, dann auf Installieren.
(2) Wählen Sie den Eintrag Protokoll.
(3) Klicken Sie auf Hinzufügen.
(4) Wählen Sie Internetprotokoll (TCP/IP) und klicken Sie auf OK.
(5) Folgen Sie den Anweisungen am Bildschirm und starten Sie zum Schluss den Rechner neu.
Lassen Sie Ihrem PC wie folgt eine IP-Adresse zuweisen:
(1) Gehen Sie zunächst vor, wie oben beschrieben, um die Netzwerkeigenschaften anzuzeigen.
(2) Wählen Sie Internetprotokoll (TCP/IP) und klicken Sie auf Eigenschaften.
(3) Wählen Sie IP-Adresse automatisch beziehen.
(4) Wählen Sie ebenfalls DNS-Serveradresse automatisch beziehen.
(5) Schließen Sie alle Fenster mit OK.
Ihr PC sollte nun alle Voraussetzungen zur Konfiguration Ihres Geräts erfüllen.

Hinweis
Zur Konfiguration können Sie nun die Konfigurationsoberfläche aufrufen, indem Sie in einem unterstützten Browser die vorkonfigurierte IP-Adresse Ihres Gerätes eingeben (192.168.2.1) und sich mit den voreingestellten Anmeldedaten (User: admin, Password: admin) anmelden.
3.2 Konfiguration des Systems
3.2.1 Systempasswort ändern
Alle Geräte werden mit gleichen Benutzernamen und Passwörtern ausgeliefert. Nach dem ersten Login werden Sie daher aufgefordert, ein sicheres Passwort einzugeben. Bitte beachten Sie folgende Regeln für sichere Passwörter:
- Das Passwort muss mindestens acht Zeichen lang sein.
- Nehmen Sie Zeichen aus mindestens drei der folgenden vier Zeichengruppen:
- Kleinbuchstaben [a-z]
- Großbuchstaben [A-Z]
- Zahlen [0-9]
- Sonderzeichen.

Hinweis
Drücken Sie am Ende des Konfigurationsvorgangs die Schaltfläche Konfiguration speichern! Ansonsten geht auch das neue sichere Passwort nach einem Neustart verloren.
3.2.2 Netzwerkeinstellung (LAN)
Falls Sie Ihr Gerät in eine bestehende Netzinfrastruktur integrieren wollen, wählen Sie für die Netzwerk-einstellungen das Menü Assistenten->Erste Schritte->Grundeinstellungen. Für die LAN-
IP-Konfiguration ist der Adressmodus standardmäßig auf Statisch gesetzt, da Ihr System werksseitig mit einer festen IP ausgeliefert wird. Geben Sie die gewünschte IP-Adresse Ihres Geräts in Ihrem LAN und die dazugehörige Netzmaske ein. Belassen Sie alle weiteren Einstellungen und klicken Sie OK.
Speichern Sie die Konfiguration mit der Schaltfläche Konfiguration speichern oberhalb der Menünavigation.
3.2.3 SIP-Provider eintragen
Sie haben optional die Möglichkeit, für Telefonverbindungen nach extern SIP-Provider einzutragen. Bitte beachten Sie dazu die Beschreibung in der Online-Hilfe für das Menü VoIP->Einstellungen->SIP-Provider->Neu.
3.3 Internetverbindung einrichten
Sie können mit Ihrem Gerät eine Internetverbindung aufbauen.
3.3.1 Internetverbindung über das interne VDSL-Modem
Zur einfachen Konfiguration eines VDSL-Internetzugangs verfügt die Konfigurationsoberfläche über einen Assistenten, mit dem Sie die Verbindung unkompliziert und schnell einrichten können.
(1) Gehen Sie in der Benutzeroberfläche in das Menü Assistenten->Internet.
(2) Legen Sie mit Neu einen neuen Eintrag an und übernehmen Sie den Verbindungstyp Internes VDSI-Modem.
(3) Folgen Sie den Schritten, die der Assistent vorgibt. Der Assistent verfügt über eine eigene Online-Hilfe, die Ihnen ggf. notwendige Informationen vermittelt.
(4) Nachdem Sie den Assistenten beendet haben, speichern Sie die Konfiguration mit der Schaltfläche Konfiguration speichern oberhalb der Menünavigation.
3.3.2 Andere Internetverbindungen
Neben einem VDSL-Anschluss über das interne VDSL-Modem können Sie Ihr Gerät noch über weitere Verbindungsarten mit dem Internet verbinden, so etwa über ein externes Gateway / Kabelmodem. Bei dieser Art der Konfiguration unterstützt Sie ebenfalls der Assistent Internet in der Konfigurationsoberfläche.
3.3.3 Konfiguration prüfen
Wenn Sie die Konfiguration Ihres Geräts abgeschlossen haben, können Sie die Verbindung in Ihrem LAN sowie zum Internet testen.
Führen Sie folgende Schritte aus, um Ihr Gerät zu testen:
(1) Testen Sie die Verbindung von einem beliebigen Gerät im lokalen Netzwerk zum Gerät. Klicken Sie im Windows-Startmenü auf Ausführen und geben Sie ping gefolgt von einem Leerzeichen und der IP-Adresse Ihres Geräts ein (z. B. 192.168.2.1). Es erscheint ein Fenster mit dem Hinweis "Antwortvon...".
(2) Testen Sie den Internetzugang, indem Sie im Internet Browser http://www.telekom.de eingeben.

Hinweis
Durch eine Fehlkonfiguration von Endgeräten kann es zu ungewollten Verbindungen und erhöhten Gebühren kommen! Kontrollieren Sie, ob das Gerät Verbindungen nur zu gewollten Zeiten aufbaut! Beobachten Sie die Leuchtanzeigen Ihres Geräts.
3.4 Benutzerzugang
Der Administrator des Systems kann jedem Benutzer einen individuellen Konfigurationszugang einrichten. So können die Benutzer ihre wichtigsten persönlichen Einstellungen einsehen und individuell anpassen.

Hinweis
Der Administrator hat Zugriff auf Einstellungen und Daten aller Benutzer. Lediglich das persönliche Telefonbuch (Benutzertelefonbuch), das der Benutzer sich individuell einrichten kann, kann nur mit den persönlichen Benutzer-Login-Daten verwaltet und eingesehen werden.
Um sich mit den Ihnen zugewiesenen Zugangsdaten an der Konfigurationsoberfläche anzumelden, geben Sie im Login-Fenster Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein.
Der Administrator konfiguriert die Benutzerzugänge im Menü Nummerierung->Benutzereinstellungen->Benutzer.
Hilfe zu den verfügbaren Konfigurationsoptionen erhalten die Benutzer ebenfalls über das Online-Hilfe-System.
3.5 Softwareaktualisierung Digitalisierungsbox Premium
Die Funktionsvielfalt der Digitalisierungsbox Premium wird permanent erweitert. Dank der "Automatischen Konfiguration" der Telekom wird die Systemsoftware Ihres Gerätes auf dem neuesten Stand gehalten (siehe Automatische Konfiguration auf Seite 12).
Alternativ kann die Softwareaktualisierung über das GUI vorgenommen werden. Voraussetzung für ein automatisches Update ist eine bestehende Internetverbindung.
Gehen Sie folgendermaßen vor:
(1) Gehen Sie in das Menü Wartung->Software &Konfiguration->Optionen.
(2) Wählen Sie unter Aktion Systemsoftware aktualisieren und unter Quelle Aktuelle Software vom Update-Server.
(3) Bestätigen Sie mit Start.
Optionen

Das Gerät verbindet sich nun mit dem Download-Server und überprüft, ob eine aktualisierte Version der Systemsoftware verfügbar ist. Ist dies der Fall, wird die Aktualisierung Ihres Geräts automatisch vorgenommen. Nach der Installation der neuen Software werden Sie zum Neustart des Geräts aufgefordert.

Achtung
Die Aktualisierung kann nach dem Bestätigen mit Start nicht abgebrochen werden. Sollte es zu einem Fehler bei der Aktualisierung kommen, starten Sie das Gerät nicht neu und wenden Sie sich an den Support.
Kapitel 4 Zugang und Konfiguration
4.1 Zugang über LAN
Der Zugang über eine der Ethernet-Schnittstellen Ihres Geräts ermöglicht es Ihnen, die Konfigurationsoberfläche in einem Web-Browser zu öffnen.
4.1.1 HTTP/HTTPS
Mit einem aktuellen Web-Browser können Sie die HTML-Oberfläche zur Konfiguration Ihres Geräts verwenden. Geben Sie dazu Folgendes in das Adressfeld Ihres Web-Browsers ein
- http://192.168.2.1
oder
https://192.168.2.1
4.2 Konfiguration
Die Konfiguration wird mit der HTML-Konfigurationsoberfläche durchgeführt.
4.2.1 Konfigurationsoberfläche
Die Konfigurationsoberfläche ist eine web-basierte grafische Benutzeroberfläche, die Sie von jedem PC aus mit einem aktuellen Web-Browser über eine HTTP- oder HTTPS-Verbindung bedienen können.
Die Einstellungsänderungen, die Sie vornehmen, werden mit der OK- bzw. Übernehmen-Schaltfläche des jeweiligen Menüs übernommen, ohne dass das Gerät neu gestartet werden muss. Wenn Sie die Konfiguration abschließen und so speichern möchten, dass sie beim nächsten Neustart des Geräts als Start-Konfiguration geladen wird, speichern Sie diese, indem Sie auf die Schaltfläche Konfiguration speichern klicken.
Mit der Konfigurationsoberfläche können Sie ebenfalls die wichtigsten Funktionsparameter Ihres Geräts überwachen.
| Automatisches Aktualisierungsintervall 60 Sekunden Übernehmen | ||
| Systeminformationen | ||
| Uptime | 0 Tag(e) 0 Stunde(n) 7 Minute(n) | |
| Systemdatum | Mittwoch, 08 März 2000, 22:31:34 | |
| Seriennummer | TO2CBA014450029 | |
| BOSS-Version | V.10.1 Rev. 2 IPv6, IPSec, MGW from 2015/01/23 00:00:00 | |
| Letzte gespeicherte Konfiguration | Mittwoch, 08 März 2000, 22:24:27 | |
| Ressourceninformationen | ||
| CPU-Nutzung | 0% | |
| Arbeitsspeichernutzung | 35.6/127.9 MByte (27%) | |
| Interner Speicher | 0.057/3.963 GByte (1%) | |
| ISDN Verwendung Intern | 0 / 4 B-Kanäle | |
| Aktive Sitzungen (SIF, RTP, etc...) | 0 | |
| Aktive IPSec-Tunnel | 0 / 0 | |
| Module | ||
| DSP-Modul | LANTIQ (0/5) | |
| Physikalische Schnittstellen | ||
| Schnittstelle | Verbindungsinformation | Link |
| en1-4 | 192.168.0.254 255.255.255.0 | |
| en1-0 | br0:10.0.0.164 255.0.0.0 | |
| WLAN1 | Access-Point / Verwendeter Kanal 6 / 0 Clients | |
| bri-0 | Nicht konfiguriert | |
| bri-1 | Nicht konfiguriert | |
| fxs4-0 | Konfiguriert | |
| fxs4-1 | Konfiguriert | |
| fxs4-2 | Konfiguriert | |
| fxs4-3 | Konfiguriert | |
| VDSL | 0 | kbit/s Downstream |
| 0 | kbit/s Upstream | |
| WAN-Schnittstellen | ||
| Beschreibung | Verbindungsinformation | Link |
| Initial_Contact | ||
Weiterführende Produkt- und Serviceinformationen finden Sie unter: http://hilfe.telekom.de
Abb. 11: Konfigurationsoberfläche Startseite
4.2.1.1 Die Konfigurationsoberfläche aufrufen
(1) Überprüfen Sie, ob das Gerät angeschlossen und eingeschaltet ist und alle nötigen Kabel richtig verbunden sind.
(2) Überprüfen Sie die Einstellungen des PCs, von dem aus Sie die Konfiguration Ihres Geräts durchführen möchten.
(3) Öffnen Sie einen Webbrowser.
(4) Geben Sie http://192.168.2.1 in das Adressfeld des Webbrowsers ein.
(5) Geben Sie in das Feld User admin und in das Feld Password admin ein und klicken Sie auf LOGIN.
Sie werden zur Änderung des Administrator-Passworts aufgefördert. Ändern Sie das Login-Passwort.
Sie befinden sich nun im Statusmenü der Konfigurationsoberfläche Ihres Geräts.
4.2.1.2 Bedienelemente
Fenster der Konfigurationsoberfläche
Das Fenster der Konfigurationsoberfläche ist in drei Bereiche geteilt:
• Die Kopfleiste
• Die Navigationsleiste
• Das Hauptkonfigurationsfenster

Abb. 12: Bereiche der Konfigurationsoberfläche
Kopfleiste

Abb. 13: Konfigurationsoberfläche Kopfleiste
Konfigurationsoberfläche Kopfleiste
| Menü Funktion | |
| Sprache: Wählen Sie in dem Dropdown-Menü die gewünschte Sprache aus, in der die Konfigurationsoberfläche angezeigt werden soll. Hier können Sie die Sprache auswählen, in der Sie die Konfiguration durchführen möchten. Zur Auswahl stehen Deutsch und English. Der Standardwert ist English. | |
| Ansicht: Wählen Sie in dem Dropdown-Menü die gewünschte Ansicht aus. Zur Auswahl steht Vollzugriff , Experte und Benutzer. Auch den Schnellstart können Sie von hier aus erneut aufrufen. | |
| Online-Hilfe: Klicken Sie auf diese Schaltfläche, wenn Sie zu dem gera- de aktiven Menü Hilfe benötigen. Die Beschreibung des Untermenüs, in dem Sie sich gerade befinden, wird angezeigt. | |
| Ausloggen: Wenn Sie die Konfiguration beenden möchten, klicken Sie auf diese Schaltfläche, um sich von Ihrem Gerät abzumelden. Es wird ein Fenster geöffnet, in dem Ihnen folgende Optionen angeboten werden: - mit der Konfiguration fortfahren, - die Konfiguration speichern und das Fenster schließen, - die Konfiguration ohne Speichern verlassen. |
Navigationsleiste
Konfiguration speichern
Abb. 14: Konfiguration speichern Schaltfläche

Abb. 15: Menüs
Über der Navigationsleiste ist die Schaltfläche Konfiguration speichern zu finden. Wenn Sie eine aktuelle Konfiguration speichern, können Sie diese als Start-Konfiguration speichern oder Sie können zusätzlich die vorhergehende Boot-Konfiguration als Backup archivieren. Wenn Sie auf die Schaltfläche Konfiguration speichern klicken, erscheint die Frage: "Möchten Sie die aktuelle Konfiguration wirklich als Boot-Konfiguration speichern?"
Die Navigationsleiste enthält weiterhin die Hauptkonfigurationsmenüs und deren Untermenüs. Klicken Sie auf das gewünschte Hauptmenü. Es öffnet sich das jeweilige Untermenü. Wenn Sie auf das gewünschte Untermenü klicken, wird der gewählte Eintrag in roter Schrift angezeigt. Alle anderen Untermenüs werden geschlossen. So können Sie stets mit einem Blick erkennen, in welchem Untermenü Sie sich befinden.
Hauptkonfigurationsfenster
Die Untermenüs enthalten im Allgemeinen mehrere Registerkarten. Diese werden über die im Hauptfenster oben stehenden Reiter aufgerufen. Durch Klicken auf einen Reiter öffnet sich das Fenster mit den Basis-Parametern, welches durch Klicken auf die Schaltfläche Erweiterte Einstellungen erweiterbar ist und dann Zusatzoptionen anzeigt.
Konfigurationselemente
Die verschiedenen Aktionen, die Sie bei der Konfiguration Ihres Geräts in der Konfigurationsoberfläche ausführen können, werden mithilfe folgender Schaltflächen ausgelöst:
Schaltflächen
| Schaltfläche Funktion | |
| Übernehmen | Aktualisiert die Ansicht. |
| Abbrechen | Wenn Sie einen neu konfigurierten Listeneintrag nicht sichern wollen, machen Sie diesen und die evtl. getätigten Einstellungen durch Abbre-chen rückgängig. |
| OK | Bestätigt die Einstellungen eines neuen Eintrags und die Parameteränderungen in einer Liste. |
| Los | Startet die konfigurierte Aktion sofort. |
| Neu | Ruft das Untermenü zum Anlegen eines neuen Eintrags auf. |
| Hinzufügen | Fügt einen Eintrag zu einer internen Liste hinzu. |
Symbole
| Symbol Funktion | |
| Löscht den entsprechenden Listeneintrag. | |
| Zeigt das Menü zur Änderung der Einstellungen eines Eintrags an. | |
| Zeigt die Details eines Eintrags an. | |
| Verschiebt einen Eintrag. Es öffnet sich eine Combobox, in der Sie auswählen können, vor / hinter welchen Listeneintrag der ausgewählte Eintrag verschoben werden soll. | |
| Legt einen weiteren Listeneintrag vorher an und öffnet das Konfigurationsmenü. | |
| Setzt den Status des Eintrags auf Inaktiv. | |
| Setzt den Status des Eintrags auf Aktiv. | |
| Kennzeichnet den Status "Ruhend" einer Schnittstelle oder einer Verbindung. | |
| Kennzeichnet den Status "Aktiv" einer Schnittstelle oder einer Verbindung. | |
| Kennzeichnet den Status "Inaktiv" einer Schnittstelle oder einer Verbindung. | |
| Kennzeichnet den Status "Blockiert" einer Schnittstelle oder einer Verbindung. | |
| Kennzeichnet den Status "Wird aktiviert" einer Schnittstelle oder einer Verbindung. | |
| Kennzeichnet, dass der Datenverkehr verschlüsselt wird. | |
| Löst einen WLAN-Bandscan aus. | |
| Zeigt die nächste Seite einer Liste an. | |
| Zeigt die vorherige Seite einer Liste an. |
Listenoptionen
| Menü Funktion | |
| Aktualisierungsintervall | Hier können Sie das Intervall einstellen, in dem die Ansicht aktualisiert werden soll.Geben Sie dazu einen Zeitraum in Sekunden in das Eingabefeld ein und bestätigen Sie mit Übernehmen |
| Filter | Sie haben die Möglichkeit, die Einträge einer Liste nach bestimmten Kriterien filtern und entsprechend anzeigen zu lassen.Sie können die Anzahl der pro Seite angezeigten Einträge bestimmen, indem Sie in Ansicht x pro Seite die gewünschte Zahl eingeben.Mit den Tasten « und » blättern Sie eine Seite vor bzw. eine Seite zurück.Sie können nach bestimmten Stichwörtern innerhalb der Konfigurationsparameter filtern, indem Sie bei Filtern in x <Option> y die gewünschte Filterregel auswählen und das Suchwort in das Eingabefeld eingeben.Los startet den Filtervorgang. |
| Konfigurationselemente | Einige Listen enthalten Konfigurationselemente.So können Sie direkt in der Liste die Konfiguration des entsprechenden Listeneintrags ändern. |
Automatisches Aktualisierungsintervall 60 Sekunden Übernehmen
Abb. 16: Konfiguration des Aktualisierungsintervalls
Ansicht 20 pro Seite Filtern in Keiner gleich Los
Abb. 17: Liste filtern
Struktur der Konfigurationsmenüs
Die Menüs enthalten folgende Grundstrukturen:
Menüstruktur
| Menü Funktion | |
| Basis-Konfigurationsmenü / Liste | Bei Auswahl eines Menüs der Navigationsleiste wird zunächst das Menü mit den Basisparametern angezeigt. Bei einem Untermenü mit mehreren Seiten wird jeweils das Menü mit den Basisparametern der ersten Seite angezeigt.Das Menü enthält entweder eine Liste aller konfigurierten Einträge oder die Grundeinstellungen für die jeweilige Funktion. |
Untermenü![]() | Die SchaltflächeNeuist in jedem Menü vorhanden, in dem eine Liste aller konfigurierten Einträgen angezeigt wird. Klicken Sie diese Schaltfläche, um das Konfigurationsmenü für das Anlegen eines neuen Listeneintrags aufzurufen. |
| Untermenü[IMAGE] | Klicken Sie auf diese Schaltfläche, um den bestehenden Listeneintrag zu bearbeiten. Sie gelangen in das Konfigurationsmenü. |
| MenüErweiterte Einstellungen | Klicken Sie auf diesen Reiter, um erweiterte Konfigurationsoptionen anzuzeigen. |
Für die Konfiguration stehen folgende Optionen zur Verfügung:
Konfigurationselemente
| Menü Funktion | ||
| Eingabefelder z. B. leeres Textfeld | ||
| Textfeld mit verdeckter Eingabe | ||
| Geben Sie entsprechende Daten ein. | ||
| Radiobuttons z. B. | ||
| IP-Adressmodus | ○ Statisch ◆ IP-Adresse abrufen | |
| Wählen Sie die entsprechende Option aus. | ||
| Checkboxen | z. B. Aktivieren durch Auswahl der Checkbox Auswahl verschiedener möglicher Optionen | |
| Verschlüsselungsalgorithmen | 3DES Blowfish AES-128 AES-256 | |
| Hashing-Algorithmen | MD5 SHA-1 RipeMD 160 | |
| Dropdown-Menüs z. B. | ![]() ![]() ![]() Klicken Sie auf den Pfeil, um die Liste zu öffnen. Wählen Sie die gewünschte Option mit der Maus. | |
| Interne Listen z. B. | Klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen. Ein neuer Listeneintrag wird angelegt. Geben Sie die entsprechenden Daten ein. Bleiben die Felder des Listeneintrags leer, wird dieser bei Bestätigen mit OK nicht gespeichert. Löschen Sie Einträge, indem Sie auf das Symbol klicken. | |
Darstellung von Optionen, die nicht zur Verfügung stehen
Optionen, die abhängig von der Wahl anderer Einstelloptionen nicht zur Verfügung stehen, sind grundsätzlich ausgeblendet. Falls die Nennung solcher Optionen bei der Konfigurationsentscheidung behilflich sein könnte, werden sie statt dessen grau dargestellt und sind nicht auswählbar.

Wichtig
Bitte beachten Sie die eingeblendeten Hinweise in den Untermenüs! Diese geben Auskunft über eventuelle Fehlkonfigurationen.
4.2.1.3 Menüs
Die Konfigurationsoptionen Ihres Geräts sind in die Untermenüs gruppiert, die in der Navigationsleiste im linken Fensterbereich angezeigt werden.

Hinweis
Beachten Sie, dass nicht alle Geräte über den maximal möglichen Funktionsumfang verfügen. Prüfen Sie die Software-Ausstattung Ihres Geräts anhand Ihrer Produktspezifikation.
Kapitel 5 Assistenten
Das Menü Assistenten bietet Schritt-für-Schritt-Anleitungen für folgende Grundkonfigurationsaufgaben:
- Schnellstart
- Erste Schritte
- Internet
• WLAN
• VoIP PBX im LAN - Telefonie
• VPN
• SWYX
Wählen Sie die entsprechende Aufgabe aus der Navigation aus und folgen Sie den Anweisungen und Erläuterungen auf den einzelnen Assistentenseiten.
Kapitel 6 Systemverwaltung
Das Menü Systemverwaltung enthält allgemeine System-Informationen und -Einstellungen.
Sie erhalten eine System-Status-Übersicht. Weiterhin werden globale Systemparameter wie z. B. Systemname, Datum / Zeit, Passwörter und Lizenzen verwaltet sowie die Zugangs- und Authentifizierungsmethoden konfiguriert.
6.1 Status
Wenn Sie sich in die Konfigurationsoberfläche einloggen, gelangen Sie auf die Status-Seite in der Ansicht Benutzer.
Auf der Status-Seite finden Sie Links zu den Konfigurations-Assistenten, die Ihnen eine einfache Konfiguration der wichtigsten Einstellungen ermöglichen.
Außerdem können Sie hier eine Systemsoftware-Aktualisierung durchführen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Aktualisierung, um den Vorgang zu starten.

Hinweis
Unterbrechen Sie weder die Internetverbindung noch die Stromversorgung.
Nach der Installation einer neuen Systemsoftware müssen Sie das System neu starten.
Auf der Status-Seite in der Ansicht Vollzugriff und Experte Ihres Geräts, werden die wichtigsten System-Informationen angezeigt.
Sie erhalten einen Überblick über folgende Daten:
- System-Status
- Aktivitäten Ihres Geräts: Ressourcenauslastung, aktive Sessions und Tunnel
- Status und die Grundkonfiguration der LAN-, WAN-, ISDN- und ADSL-Schnittstellen
- Informationen über gegebenenfalls gesteckte Zusatzmodule
• die letzten zehn Systemmeldungen
Sie können das Aktualisierungsintervall der Status-Seite individuell anpassen, indem Sie für Automatisches Aktualisierungsintervall den gewünschten Zeitraum in Sekunden angeben und auf die Übernehmen-Schaltfläche klicken.

Achtung
Geben Sie für Automatisches Aktualisierungsintervall keinen Wert unter 5 Sekunden ein, da sich der Bildschirm dann in zu kurzen Intervallen aktualisiert, um weitere Änderungen vornehmen zu können!
| Automatisches Aktualisierungsintervall 60 Sekunden Übernehmen | ||
| Systeminformationen | ||
| Uptime | 0 Tag(e) 0 Stunde(n) 7 Minute(n) | |
| Systemdatum | Mittwoch, 08 März 2000, 22:31:34 | |
| Seriennummer | TO2CBA014450029 | |
| BOSS-Version | V.10.1 Rev. 2 IPv6, IPSec, MGW from 2015/01/23 00:00:00 | |
| Letzte gespeicherte Konfiguration | Mittwoch, 08 März 2000, 22:24:27 | |
| Ressourceninformationen | ||
| CPU-Nutzung | 0% | |
| Arbeitsspeichernutzung | 35.6/127.9 MByte (27%) | |
| Interner Speicher | 0.057/3.963 GByte (1%) | |
| ISDN Verwendung Intern | 0 / 4 B-Kanäle | |
| Aktive Sitzungen (SIF, RTP, etc...) | 0 | |
| Aktive IPSec-Tunnel | 0 / 0 | |
| Module | ||
| DSP-Modul | LANTIQ (0/5) | |
| Physikalische Schnittstellen | ||
| Schnittstelle | Verbindungsinformation | Link |
| en1-4 | 192.168.0.254 255.255.255.0 | |
| en1-0 | br0:10.0.0.164 255.0.0.0 | |
| WLAN1 | Access-Point / Verwendeter Kanal 6 / 0 Clients | |
| bri-0 | Nicht konfiguriert | |
| bri-1 | Nicht konfiguriert | |
| fxs4-0 | Konfiguriert | |
| fxs4-1 | Konfiguriert | |
| fxs4-2 | Konfiguriert | |
| fxs4-3 | Konfiguriert | |
| VDSL | 0 | kbit/s Downstream |
| 0 | kbit/s Upstream | |
| WAN-Schnittstellen | ||
| Beschreibung | Verbindungsinformation | Link |
| Initial_Contact | ||
Weiterführende Produkt- und Serviceinformationen finden Sie unter: http://hilfe.telekom.de
Abb. 18: Systemverwaltung->Status
Das Menü Systemverwaltung ->Status besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Systeminformationen
| Feld Wert | |
| Uptime | Zeigt die Zeit an, die vergangen ist, seit das Gerät neu gestartet wurde. |
| Systemdatum | Zeigt das aktuelle Systemdatum und die Systemuhrzeit an. |
| Seriennummer | Zeigt die Geräte-Seriennummer an. |
| BOSS-Version | Zeigt die aktuell geladene Version der Systemsoftware an. |
| Letzte gespeicherte Konfiguration | Zeigt Tag, Datum und Uhrzeit der letzten Konfigurationsspeicherung an. |
Felder im Menü Ressourceninformationen
| Feld Wert | |
| CPU-Nutzung | Zeigt die CPU-Auslastung in Prozent an. |
| Arbeitsspeichernutzung | Zeigt die Auslastung des Arbeitsspeichers in MByte relativ zum verfügba- ren Gesamtarbeitsspeicher in MByte an. Die Auslastung wird außerdem in Klammern in Prozent angezeigt. |
| Interner Speicher | Zeigt den Status eines internen Speichers und die Speichergröße in GByte oder MByte an. |
| ISDN Verwendung Intern | Zeigt die Anzahl der aktiven B-Kanäle und die maximale Anzahl an zur Verfügung stehenden B-Kanäle für interne Verbindungen. |
| Aktive Sitzungen (SIF, RTP, etc...) | Zeigt die Summe aller SIF, TDRC und IP-Lastverteilung Sessions an. |
| Aktive IPSec-Tunnel | Zeigt die Anzahl der aktuell aktiven IPSec-Verbindungen relativ zur Anzahl an konfigurierten IPSec-Verbindungen an. |
Felder im Menü Module
| Feld Wert | |
| DSP-Modul | Zeigt den Typ des DSP-Moduls und die aktuell belegten DSP-Kanäle (belegt / vorhanden) an. |
Felder im Menü Physikalische Schnittstellen
| Feld Wert | |
| Schnittstelle - Verbindungsinformation - Link | Hier sind alle physikalischen Schnittstellen aufgelistet und deren wichtigste Einstellungen genannt. Außerdem wird angezeigt, ob die jeweilige Schnittstelle angeschlossen bzw. aktiv ist. |
Felder im Menü WAN-Schnittstellen
| Feld Wert | |
| Beschreibung - Verbindungsinformation - Link | Hier sind alle WAN-Schnittstellen aufgelistet und deren wichtigste Einstellungen genannt. Außerdem wird angezeigt, ob die jeweilige Schnittstelle aktiv ist. |
6.2 Globale Einstellungen
Im Menü Globale Einstellungen werden grundlegende Systemparameter verwaltet.
6.2.1 System
Im Menü Systemverwaltung->Globale Einstellungen->System werden die grundlegenden Systemdaten Ihres Systems eingetragen.
System Passwörter Datum und Uhrzeit Systemlizenzen

Abb. 19: Systemverwaltung->Globale Einstellungen->System
Das Menü Systemverwaltung->Globale Einstellungen->System besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Wert | |
| Systemname | Geben Sie den Systemnamen Ihres Geräts ein.Möglich ist eine Zeichenkette mit max. 255 Zeichen.Als Standardwert ist der Gerätetyp voreingestellt. |
| Standort | Geben Sie an, wo sich Ihr Gerät befindet. |
| Kontakt | Geben Sie die zuständige Kontaktperson an. Hier kann z. B. die E-Mail-Adresse des Systemadministrators eingetragen werden.Möglich ist eine Zeichenkette mit max. 255 Zeichen.Der Standardwert ist Telekom Deutschland. |
| Maximale Anzahl der Sys-log-Protokolleinträge | Geben Sie die maximale Anzahl an Systemprotokoll-Nachrichten an, die auf dem Gerät intern gespeichert werden sollen.Mögliche Werte sind 0 bis 1000.Der Standardwert ist 50. Sie können die gespeicherten Meldungen in Monitoring->Internes Protokoll anzeigen lassen. |
| Maximales Nachrichtenlevel von Systemprotokolleinträgen | Wählen Sie die Priorität der Systemmeldungen aus, ab der protokolliert werden soll.Nur Systemmeldungen mit gleicher oder höherer Priorität als angegeben werden intern aufgezeichnet, d. h. dass bei der Priorität Debug sämtliche erzeugten Meldungen aufgezeichnet werden.Mögliche Werte:Notfall: Es werden nur Meldungen mit der Priorität Notfall aufgezeichnet.Alarm: Es werden Meldungen mit der Priorität Notfall und Alarm aufgezeichnet.Kritisch: Es werden Meldungen mit der Priorität Notfall, Alarm und Kritisch aufgezeichnet.Fehler: Es werden Meldungen mit der Priorität Notfall, Alarm, Kritisch und Fehler aufgezeichnet.Warnung: Es werden Meldungen mit der Priorität Notfall, Alarm, Kritisch, Fehler und Warnung aufgezeichnet.Benachrichtigung: Es werden Meldungen mit der Priorität Notfall, Alarm, Kritisch, Fehler, Warnung und Benachrichtigung aufgezeichnet.Information (Standardwert): Es werden Meldungen mit der Priorität Notfall, Alarm, Kritisch, Fehler, Warnung, Benachrichtigung und Informationen aufgezeichnet.Debug: Es werden alle Meldungen aufgezeichnet. |
| Maximale Anzahl der Accounting-Proto-kolleinträge | Geben Sie die maximale Anzahl an Einträgen an, die für Login-Vorgänge auf dem Gerät intern gespeichert werden sollen.Mögliche Werte sind 0 bis 1000.Der Standardwert ist 20. |
| LED-Modus | Diese Funktion wird nicht unterstützt.Wählen Sie das Leuchtverhalten der LEDs.Mögliche Werte:Status (Standardwert): Die LEDs zeigen ihr Standardverhalten.Blinkend: Nur die Status-LED blinkt einmal in der Sekunde.Aus: Alle LEDs sind deaktiviert. |
6.2.2 Passwörter
Auch das Einstellen der Passwörter gehört zu den grundlegenden Systemeinstellungen.
| System | Passwörter | Datum und Uhrzeit | Systemlizenzen |
| Systempassword | |
| Systemadministrator-Password | ******** |
| Systemadministrator-Password bestätigen | ******** |
| SNMP-Communities | |
| SNMP Read Community | ******** |
| SNMP Write Community | ******** |
| Globale Passwortoptionen | |
| Passwörter und Schlüssel als Klartext anzeigen | Anzeigen |
Abb. 20: Systemverwaltung->Globale Einstellungen->Passwörter

Hinweis
Alle Geräte werden mit gleichem Benutzernamen und Passwort und den gleichen PINs ausgeliefert. Sie sind daher nicht gegen einen unautorisierten Zugriff geschützt, solange die Passwörter bzw. PINs nicht geändert wurden.
Wenn Sie sich das erste Mal auf Ihrem Gerät einloggen, werden Sie aufgefordert, das Passwort zu ändern. Sie müssen das Systemadministrator-Passwort ändern, um Ihr Gerät konfigurieren zu können.
Ändern Sie unbedingt alle Passwörter und PINs, um unberechtigten Zugriff auf das Gerät zu verhindern.
Das Menü Systemverwaltung->Globale Einstellungen->Passwörter besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Systempasswort
| Feld Wert | |
| Systemadministrator-Passwort | Geben Sie das Passwort für den Benutzernamen admin an.Das Standard-Passwort ist admin.Dieses Passwort wird bei SNMPv3 auch für Authentifizierung (MD5) und Verschlüsselung (DES) verwendet. |
| Systemadministrator-Passwort bestätigen | Bestätigen Sie das Passwort, indem Sie es erneut eingeben. |
Felder im Menü SNMP-Communities
| Feld Wert | |
| SNMP Read Community | Geben Sie das Passwort für den Benutzernamen read ein.Das Standard-Passwort ist admin. |
| SNMP Write Community | Geben Sie das Passwort für den Benutzernamen write ein.Das Standard-Passwort ist admin. |
Feld im Menü Globale Passwortoptionen
| Feld Wert | |
| Passwörter und Schlüssel als Klartext anzeigen | Wählen Sie aus, ob die Passwörter im Klartext angezeigt werden sollen.Mit Anzeigen wird die Funktion aktiviert.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Wenn Sie die Funktion aktivieren, werden alle Passwörter und Schlüssel in allen Menüs als Klartext angezeigt und können in Klartext bearbeitet werden.Eine Ausnahme bilden die IPSec-Schlüssel. Diese können nur im Klartext eingegeben werden. Nach Anklicken von OK oder erneutem Aufruf des Menüs werden sie als Sternchen angezeigt. |
6.2.3 Datum und Uhrzeit
Die Systemzeit benötigen Sie u. a. für korrekte Zeitstempel bei Systemmeldungen oder Gebührenerfassung.


Abb. 21: Systemverwaltung->Globale Einstellungen->Datum und Uhrzeit
Für die Ermittlung der Systemzeit (lokale Zeit) haben Sie folgende Möglichkeiten:
Manuell
Die Umschaltung der Uhrzeit von Sommer- auf Winterzeit (und zurück) erfolgt automatisch. Die Umschaltung erfolgt unabhängig von der Zeit der Vermittlungsstelle oder von einem ntp-Server. Die Sommerzeit beginnt am letzten Sonntag im März durch die Umschaltung von 2 Uhr auf 3 Uhr. Die in der feh-
lenden Stunde anstehenden kalender- oder zeitplanbedingten Umschaltungen im Gerät werden anschließend durchgeführt. Die Winterzeit beginnt am letzten Sonntag im Oktober durch die Umschaltung von 3 Uhr auf 2 Uhr. Die in der zusätzlichen Stunde anstehenden kalender- oder zeitplanbedingten Umschaltungen im Gerät werden anschließend durchgeführt.
Zeitserver
Sie können die Systemzeit auch automatisch über verschiedene Zeitserver beziehen. Um sicherzustellen, dass das Gerät die gewünschte aktuelle Zeit verwendet, sollten Sie einen oder mehrere Zeitserver konfigurieren.

Hinweis
Wenn auf dem Gerät eine Methode zum automatischen Beziehen der Zeit festgelegt ist, haben die auf diese Weise erhaltenen Werte die höhere Priorität. Eine evtl. manuell eingegebene Systemzeit wird überschrieben.
Das Menü Systemverwaltung->Globale Einstellungen->Datum und Uhrzeit besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Zeitzone | Wählen Sie die Zeitzone aus, in der Ihr Gerät installiert ist.Möglich ist die Auswahl der Universal Time Coordinated (UTC) plus oder minus der Abweichung davon in Stunden oder ein vordefinierter Ort.Nur für Kompaktsysteme: Der Standardwert ist Europe/Berlin. |
| Aktuelle Ortszeit | Hier werden das aktuelle Datum und die aktuelle Systemzeit angezeigt. Der Eintrag kann nicht verändert werden. |
Felder im Menü Manuelle Zeiteinstellung
| Feld Beschreibung | |
| Datum einstellen | Geben Sie ein neues Datum ein.Format:Tag: ddMonat: mmJahr: yyyy |
| Zeit einstellen | Geben Sie eine neue Uhrzeit ein.Format:Stunde: hhMinute: mm |
Felder im Menü Automatische Zeiteinstellung (Zeitprotokoll)
| Feld Beschreibung | |
| Erster Zeitserver | Geben Sie den ersten Zeitserver an, entweder mit Domänennamen oder IP-Adresse.Wählen Sie außerdem das Protokoll für die Abfrage des Zeitservers aus.Mögliche Werte:•SNTP(Standardwert): Dieser Server nutzt das Simple Network Time Protocol über UDP-Port 123.•Time Service / UDP: Dieser Server nutzt den Zeit-Dienst über UDP-Port 37.•Time Service / TCP: Dieser Server nutzt den Zeit-Dienst über TCP-Port 37.•Keiner: Dieser Zeitserver wird momentan nicht für die Zeitabfrage benutzt. |
| Zweiter Zeitserver | Geben Sie den zweiten Zeitserver an, entweder mit Domänennamen oder IP-Adresse.Wählen Sie außerdem das Protokoll für die Abfrage des Zeitservers aus.Mögliche Werte:•SNTP(Standardwert): Dieser Server nutzt das Simple Network Time Protocol über UDP-Port 123.•Time Service / UDP: Dieser Server nutzt den Zeit-Dienst über UDP-Port 37.•Time Service / TCP: Dieser Server nutzt den Zeit-Dienst über TCP-Port 37.•Keiner: Dieser Zeitserver wird momentan nicht für die Zeitabfrage benutzt. |
| Dritter Zeitserver | Geben Sie den dritten Zeitserver an, entweder mit Domänennamen oder IP-Adresse.Wählen Sie außerdem das Protokoll für die Abfrage des Zeitservers aus.Mögliche Werte:•SNTP(Standardwert): Dieser Server nutzt das Simple Network Time Protocol über UDP-Port 123.•Time Service / UDP: Dieser Server nutzt den Zeit-Dienst über UDP-Port 37.•Time Service / TCP: Dieser Server nutzt den Zeit-Dienst über TCP-Port 37.•Keiner: Dieser Zeitserver wird momentan nicht für die Zeitabfrage benutzt. |
| Zeitaktualisierungsinter-vall | Geben Sie das Zeitintervall in Minuten ein, in dem die automatische Zeitaktualisierung durchgeführt wird.Der Standardwert ist 1440. |
| Zeitaktualisierungsrichtli-nie | Geben Sie an, in welchen Abständen nach einer gescheiterten Zeitaktualisierung versucht wird, den Zeitserver erneut zu erreichen.Mögliche Werte:•Normal(Standardwert): Es wird nach 1, 2, 4, 8 und 16 Minuten versucht, den Zeitserver zu erreichen.•Aggressiv: Zehn Minuten lang wird versucht, den Zeitserver zuerst nach 1, 2, 4, 8 Sekunden und danach in 10-Sekunden-Abständen zu erreichen.•Endlos: Es wird ohne zeitliche Begrenzung versucht, den Zeitserver nach 1, 2, 4, 8 Sekunden und danach in 10-Sekunden-Abständen zu erreichen.Bei der Verwendung von Zertifikaten für die Verschlüsselung des Datenverkehrs in einem VPN ist es von zentraler Bedeutung, dass auf dem Gerät die korrekte Zeit eingestellt ist. Um dies sicherzustellen, wählen Sie für Zeitaktualisierungsrichtlinie den Wert Endlos. |
| System als Zeitserver | Wählen Sie aus, ob der interne Zeitserver verwendet werden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv. Zeitanfragen eines Clients werden mit der aktuellen Systemzeit beantwortet. Diese wird als GMT ohne Offset angegeben.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. Zeitanfragen der Clients im LAN werden beantwortet. |
6.2.4 Systemlizenzen
In diesem Kapitel werden die im Auslieferungsstand aktivierten Software-Lizenzen angezeigt.
Die Optionen zum Bearbeiten, Neueintragen und Wiederherstellen werden in der Regel nicht benötigt.
Mögliche Werte für Status
| Lizenz Bedeutung | |
| OK Subsystem ist freigeschaltet. | |
| Nicht OK | Subsystem ist nicht freigeschaltet. |
| Nicht unterstützt | Sie haben eine Lizenz für ein Subsystem angegeben, das Ihr System nicht unterstützt. |
Außerdem wird die Systemlizenz-ID oberhalb der Liste angezeigt.
6.2.4.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Lizenzen einzutragen.

Abb. 22: Systemverwaltung->Globale Einstellungen->Systemlizenzen->Neu
Das Menü Systemverwaltung->Globale Einstellungen->Systemlizenzen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Wert | |
| Lizenzseriennummer | Geben Sie die Lizenzseriennummer ein, die Sie beim Kauf der Lizenz erhalten haben. |
| Lizenzschlüssel | Geben Sie den Lizenzschlüssel ein, den Sie per E-Mail erhalten haben. |
6.3 Schnittstellenmodus / Bridge-Gruppen
In diesem Menü legen Sie den Betriebsmodus der Schnittstellen Ihres Geräts fest.
Mit Bridging werden gleichartige Netze verbunden. Im Gegensatz zum Routern arbeiten Bridges auf Schicht 2 (Sicherungsschicht) des OSI-Modells, sind von höheren Protokollen unabhängig und übertragen Datenpakete anhand von MAC-Adressen. Die Datenübertragung ist transparent, d. h. die Informationen der Datenpakete werden nicht interpretiert.
Mit Routing werden unterschiedliche Netze auf Schicht 3 (Netzwerkschicht) des OSI-Modells verbunden und Informationen von einem Netz in das andere weitergeleitet (routen).
Konventionen für die Port-/Schnittstellennamen
Verfügt Ihr Gerät über einen Funk-Port, erhält dieser den Schnittstellennamen WLAN. Sind mehrere Funkmodule vorhanden, setzen sich die Namen der Funk-Ports in der Benutzeroberfläche Ihres Geräts aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
(a) WLAN
(b) Nummer des physischen Ports (1 oder 2)
Beispiel: WLAN1
Der Name des Ethernet-Ports setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
(a) ETH
(b) Nummer des Ports
Beispiel: ETH1
Der Name der Schnittstelle, die an einen Ethernet-Port gebunden ist, setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
(a) Abkürzung für den Schnittstellentyp, dabei steht en für Ethernet
(b) Nummer des Ethernet-Ports
(c) Nummer der Schnittstelle
Beispiel: en1-0 (erste Schnittstelle am ersten Ethernet-Port)
Der Name der Bridge-Gruppe setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
(a) Abkürzung für den Schnittstellentyp, dabei steht br für Bridge-Gruppe
(b) Nummer der Bridge-Gruppe
Beispiel: br0 (erste Bridge-Gruppe)
Der Name des Drahtlosnetzwerks (VSS) setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
(a) Abkürzung für den Schnittstellentyp, dabei steht vss für Drahtlosnetzwerk
(b) Nummer des Funkmoduls
(c) Nummer der Schnittstelle
Beispiel: vss1-0 (erstes Drahtlosnetzwerk auf dem ersten Funkmodul)
Der Name der virtuellen Schnittstelle, die an einen Ethernet-Port gebunden ist, setzt sich aus den folgenden Bestandteilen zusammen:
(a) Abkürzung für den Schnittstellentyp
(b) Nummer des Ethernet-Ports
(c) Nummer der Schnittstelle, die an den Ethernet-Port gebunden ist
(d) Nummer der virtuellen Schnittstelle
Beispiel: en1-0-1 (erste virtuelle Schnittstelle basierend auf der ersten Schnittstelle am ersten Ethernet-Port)
6.3.1 Schnittstellen
Sie definieren für jede Schnittstelle separat, ob diese im Routing- oder im Bridging-Modus arbeiten soll.
Wenn Sie den Bridging-Modus setzen wollen, können Sie zwischen bestehenden Bridge-Gruppen und dem Erstellen einer neuen Bridge-Gruppe wählen.
Schnittstellen
| # | Schnittstellenbeschreibung | Modus / Bridge-Gruppe | |||
| 1 | en1-0 | br0 (192.168.2.1)▼ | |||
| 2 | en1-4 | Routing-Modus▼ | |||
| 3 | efm35-60 | Routing-Modus▼ | |||
| 4 | ethoa35-5 | Routing-Modus▼ | |||
| 5 | vss7-10 | br0 (192.168.2.1)▼ | |||
| Konfigurationsschnittstelle | Eine auswählen▼ | ||||
| Hinzufügen OK Abbrechen | |||||
Abb. 23: Systemverwaltung->Schnittstellenmodus / Bridge-Gruppen->Schnittstellen
Das Menü Systemverwaltung->Schnittstellenmodus / Bridge-Gruppen->Schnittstellen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Schnittstellen
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstellenbeschreibung | Zeigt den Namen der Schnittstelle an. |
| Modus / Bridge-Gruppe | Wählen Sie aus, ob Sie die Schnittstelle im Routing-Modus betreiben möchten oder ordnen Sie die Schnittstelle einer bestehenden (br0, br1 usw.) oder neuen Bridge-Gruppe ( Neue Bridge-Gruppe) zu. Bei Auswahl von Neue Bridge-Gruppe wird nach Anklicken des OK-Buttons automatisch eine neue Bridge-Gruppe erzeugt. |
| Konfigurationsschnittstelle | Wählen Sie aus, über welche Schnittstelle die Konfiguration durchgeführt wird.Mögliche Werte:Eine auswählen (Standardwert): Einstellung im Auslieferungszustand. Die richtige Konfigurationsschnittstelle muss aus den anderen Optionen ausgewählt werden.Nicht beachten: Keine Schnittstelle wird als Konfigurationsschnittstelle definiert:.Legen Sie die Schnittstelle fest, die zur Konfiguration benutzt wird. Wenn diese Schnittstelle Mitglied einer Bridge-Gruppe ist, übernimmt sie deren IP-Adresse, wenn sie aus der Bridge-Gruppe herausgenommen wird. |
6.3.1.1 Hinzufügen
Wählen Sie die Hinzufügen-Schaltfläche um den Modus von PPP-Schnittstellen zu bearbeiten.
Schnittstellen

Abb. 24: Systemverwaltung->Schnittstellenmodus / Bridge-Gruppen->Schnittstellen->Hinzufügen
Das Menü Systemverwaltung ->Schnittstellenmodus / Bridge-Gruppen->Schnittstellen->Hinzufügen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Schnittstellen
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle aus, deren Modus Sie verändern wollen. |
6.4 Administrativer Zugriff
In diesem Menü können Sie den administrativen Zugang zum Gerät konfigurieren.
6.4.1 Zugriff
Im Menü Systemverwaltung ->Administrativer Zugriff ->Zugriff wird eine Liste aller IP-fähigen Schnittstellen angezeigt.
Zugriff

Abb. 25: Systemverwaltung ->Administrativer Zugriff ->Zugriff
Für eine Ethernet-Schnittstelle sind die Zugangsparameter HTTP, HTTPSund Ping auswählbar.
Nur für Telefonanlagen: Weiterhin können Sie Ihr Gerät für Wartungsarbeiten durch den Telekom-Kundenservice freischalten. Hierzu aktivieren Sie je nach angeforderter Service-Leistung die Option Service Call Ticket (SSH Web-Access) oder Automatische Konfiguration (TR-069) und wählen die Schaltfläche OK. Folgen Sie den Anweisungen des Telekom-Kundenservice!
Service Call Ticket (SSH Web-Access) ist standardmäßig nicht aktiv, Automatische Konfiguration (TR-069) ist standardmäßig aktiv.
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Standardeinstellungen wiederherstellen | Erst wenn Sie Änderungen an der Konfiguration des administrativen Zugangs vornehmen, werden entsprechende Zugangsregeln eingerichtet und aktiviert. Mithilfe des Symbols können Sie die Standardeinstellungen wiederherstellen. |
6.4.1.1 Hinzufügen
Wählen Sie die Hinzufügen-Schaltfläche, wenn Sie den administrativen Zugriff für weitere Schnittstellen konfigurieren wollen.
Zugriff

Abb. 26: Systemverwaltung ->Administrativer Zugriff ->Zugriff ->Hinzufügen
Das Menü Systemverwaltung->Administrativer Zugriff->Zugriff->Hinzufügen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Zugriff
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle aus, für die der administrative Zugriff konfiguriert werden soll. |
6.5 Remote Authentifizierung
In diesem Menü finden Sie die Einstellungen für die Benutzerauthentifizierung.
6.5.1 RADIUS
RADIUS (Remote Authentication Dial In User Service) ist ein Dienst, der es ermöglicht, Authentifizierungs- und Konfigurationsinformationen zwischen Ihrem Gerät und einem RADIUS-Server auszutauschen. Der RADIUS-Server verwaltet eine Datenbank mit Informationen zur Benutzerauthentifizierung, zur Konfiguration und für die statistische Erfassung von Verbindungsdaten.
RADIUS kann angewendet werden für:
- Authentifizierung
• Gebührenerfassung
• Austausch von Konfigurationsdaten
Bei einer eingehenden Verbindung sendet Ihr Gerät eine Anforderung mit Benutzername und Passwort an den RADIUS-Server, woraufhin dieser seine Datenbank abfragt. Wenn der Benutzer gefunden wurde und authentifiziert werden kann, sendet der RADIUS-Server eine entsprechende Bestätigung zu Ihrem Gerät. Diese Bestätigung enthält auch Parameter (sog. RADIUS-Attribute), die Ihr Gerät als WAN-Verbindungsparameter verwendet.
Wenn der RADIUS-Server für Gebührenerfassung verwendet wird, sendet Ihr Gerät eine Accounting-Meldung am Anfang der Verbindung und eine Meldung am Ende der Verbindung. Diese Anfangs- und Endmeldungen enthalten zudem statistische Informationen zur Verbindung (IP-Adresse, Benutzername, Durchsatz, Kosten).
RADIUS Pakete
Folgende Pakettypen werden zwischen RADIUS-Server und Ihrem Gerät (Client) versendet:
Pakettypen
| Feld Wert | |
| ACCESS_REQUEST Client -> ServerWenn ein Verbindungs-Request auf Ihrem Gerät empfangen wird, wird | |
| beim RADIUS-Server angefragt, falls in Ihrem Gerät kein entsprechender Verbindungspartner gefunden wurde. | |
| ACCESS_ACCEPT Server -> ClientWenn der RADIUS-Server die im ACCESS_REQUEST enthaltenen Informationen authentifiziert hat, sendet er ein ACCESS_ACCEPT zu Ihrem Gerät mit den für den Verbindungsaufbau zu verwendenden Parametern. | |
| ACCESS_REJECT Server -> ClientWenn die im ACCESS_REQUEST enthaltenen Informationen nicht den Informationen in der Benutzerdatenbank des RADIUS-Servers entsprechen, sendet er ein ACCESS_REJECT zur Ablehung der Verbindung. | |
| ACCOUNTING_START Client -> ServerWenn ein RADIUS-Server für Gebührenerfassung verwendet wird, sendet Ihr Gerät eine Accounting-Meldung am Anfang jeder Verbindung zum RADIUS-Server. | |
| ACCOUNTING_STOP Client -> ServerWenn ein RADIUS-Server für Gebührenerfassung verwendet wird, sendet Ihr Gerät eine Accounting-Meldung am Ende jeder Verbindung zum RADIUS-Server. | |
Im Menü Systemverwaltung->Remote Authentifizierung->RADIUS wird eine Liste aller eingetragenen RADIUS-Server angezeigt.
6.5.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere RADIUS-Server einzutragen.
RADIUS Optionen

Abb. 27: Systemverwaltung->Remote Authentifizierung->RADIUS->Neu
Das Menü Systemverwaltung ->Remote Authentifizierung ->RADIUS->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Wert | |
| Authentifizierungstyp | Wählen Sie aus, wofür der RADIUS-Server verwendet werden soll.Mögliche Werte:PPP-Authentifizierung (Standardwert, nur für PPP-Verbindungen): Der RADIUS-Server wird verwendet, um den Zugang zu einem Netzwerk zu regeln.Accounting (nur für PPP-Verbindungen): Der RADIUS-Server wird zur Erfassung statistischer Verbindungsdaten verwendet.Login-Authentifizierung: Der RADIUS-Server wird verwendet, um den Zugang zur SNMP Shell Ihres Geräts zu kontrollieren.IPSec-Authentifizierung: Der RADIUS-Server wird verwendet, um Konfigurationsdaten für IPSec-Peers an Ihr Gerät zu übermitteln.WLAN (802.1x): Der RADIUS-Server wird verwendet, um den Zugang zu einem Drahtlosnetzwerk zu regeln.XAUTH: Der RADIUS-Server wird verwendet, um IPSec-Peers über XAuth zu authentisieren. |
| Betreibermodus | Nur für Authentifizierungstyp = AccountingIn Standardanwendungen belassen Sie den Wert bei Standard.Mögliche Werte:France Telecom: Für Anwendungen der France Telecom |
| Server-IP-Adresse | Geben Sie die IP-Adresse des RADIUS-Servers ein. |
| RADIUS-Passwort | Geben Sie das für die Kommunikation zwischen RADIUS-Server und Ihrem Gerät gemeinsam genutzte Passwort ein. |
| Standard-Benutzerpasswort | Einige RADIUS-Server benötigen für jede RADIUS-Anfrage ein Benutzerpasswort. Geben Sie daher das Passwort hier ein, das Ihr Gerät als Standard-Benutzerpasswort in der Anfrage für die Dialout-Routen an den RADIUS-Server mitsendet. |
| Priorität | Wenn mehrere RADIUS-Server-Einträge angelegt wurden, wird der Server mit der obersten Priorität als erstes verwendet. Wenn dieser Server nicht antwortet, wird der Server mit der nächstniedrigeren Priorität verwendet usw.Mögliche Werte von 0 (höchste Priorität) bis 7 (niedrigste Priorität).Der Standardwert ist 0.Siehe auch Richtlinie in den erweiterten Einstellungen. |
| Eintrag aktiv | Wählen Sie aus, ob der in diesem Eintrag konfigurierte RADIUS-Server verwendet werden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Gruppenbeschreibung | Definieren Sie eine neue RADIUS-Gruppenbeschreibung bzw. weisen Sie den neuen RADIUS-Eintrag einer schon definierten Gruppe zu. Die konfigurierten RADIUS-Server einer Gruppe werden gemäß der Priorität und der Richtlinie abgefragt.Mögliche Werte:Neu (Standardwert): Tragen Sie in das Textfeld eine neue Gruppenbeschreibung ein.Standardgruppe 0: Wählen Sie diesen Eintrag für spezielle Anwendungen aus:. Wählen Sie aus der Liste eine schon definierte Gruppe aus. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Wert | |
| Richtlinie | Wählen Sie aus, wie Ihr Gerät reagieren soll, wenn eine negative Antwort auf eine Anfrage eingeht.Mögliche Werte:Verbindlich (Standardwert): Eine negative Antwort auf eine Anfrage wird akzeptiert.Nicht verbindlich: Eine negative Antwort auf eine Anfrage wird nicht akzeptiert. Der nächste RADIUS-Server wird angefragt, bis Ihr Gerät eine Antwort von einem als autoritativ konfigurierten Server erhält. |
| UDP-Port | Geben Sie den zu verwendenden UDP-Port für RADIUS-Daten ein.Gemäß RFC 2138 sind die Standard-Ports 1812 für die Authentifizierung (1645 in älteren RFCs) und 1813 für Gebührenerfassung (1646 in älterne RFCs) vorgesehen. Der Dokumentation Ihres RADIUS-Servers könnenSie entnehmen, welcher Port zu verwenden ist.Der Standardwert ist 1812. |
| Server Timeout | Geben Sie die maximale Wartezeit zwischen ACCESS_REQUEST und Antwort in Millisekunden ein.Nach Ablauf dieser Zeit wird die Anfrage gemäßWiederholungen wiederholt bzw. der nächste konfigurierte RADIUS-Server angefragt.Mögliche Werte sind ganze Zahlen zwischen 50 und 50000.Der Standardwert ist 1000 (1 Sekunde). |
| Erreichbarkeitsprüfung | Wählen Sie eine Überprüfung der Erreichbarkeit eines RADIUS-Servers imStatusInaktiv.Es wird regelmäßig (alle 20 Sekunden) ein Alive-Check durchgeführt, in dem ein ACCESS_REQUEST an die IP-Adresse des RADIUS-Servers gesendet wird. Bei erneuter Erreichbarkeit wird derStatuswieder auf aktivgesetzt.Mit Auswahl vonAktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Wiederholungen | Geben Sie die Anzahl der Wiederholungen für den Fall ein, dass eine Anfrage nicht beantwortet wird. Falls nach diesen Versuchen dennoch keine Antwort erhalten wurde, wird derStatusauf inaktiv gesetzt. beiErreichbarkeitsprüfung= Aktiviert versucht Ihr Gerät alle 20 Sekunden, den Server zu erreichen. Wenn der Server antwortet, wirdStatuswieder auf aktivhzurückgesetzt.Mögliche Werte sind ganze Zahlen zwischen 0 und 10.Der Standardwert ist 1. Um zu verhindern, dassStatusauf inaktiv gesetzt wird, setzen Sie diesen Wert auf 0. |
| RADIUS-Dialout | Nur fürAuthentifizierungstyp= PPP-Authentifizierung und IP-Sec-Authentifizierung.Wählen Sie aus, ob Ihr Gerät vom RADIUS-Server Dialout-Routen abfragt. Auf diesem Weg können automatisch temporäre Schnittstellen angelegt werden und Ihr Gerät kann ausgehende Verbindungen initiieren, die nicht fest konfiguriert sind.Mit Auswahl vonAktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Wenn die Funktion aktiv ist, können Sie folgende Optionen eingeben:Neulade-Intervall: Geben Sie den Zeitabstand zwischen den Aktualisierungsintervallen in Sekunden ein.Standardmäßig ist hier 0 eingetragen, d. h. ein automatischer Reload wird nicht durchgeführt. |
6.5.2 Optionen
Aufgrund der hier möglichen Einstellung führt Ihr Gerät bei eingehenden Rufen eine Authentifizierungsverhandlung aus, wenn es die Calling Party Number nicht identifiziert (z. B. weil die Gegenstelle keine Calling Party Number signalisiert). Wenn die mit Hilfe des ausgeführten Authentifizierungsprotokolls erhaltenen Daten (Passwort, Partner PPP ID) mit den Daten einer eingetragenen Gegenstelle oder eines RADIUS-Benutzers übereinstimmen, akzeptiert Ihr Gerät den ankommenden Ruf.
RADIUS Optionen

Abb. 28: Systemverwaltung -> Remote Authentifizierung -> Optionen
Das Menü Systemverwaltung->Remote Authentifizierung->Optionen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Globale RADIUS-Optionen
| Feld Beschreibung | |
| Authentifizierung für PPP-Einwahl | Standardmäßig wird folgende Reihenfolge bei der Authentisierung für eingehende Verbindungen unter Berücksichtigung von RADIUS ange-wendet: zunächst CLID, danach PPP und daraufhin PPP mit RADIUS.Optionen:Inband: Nur Inband-RADIUS-Anfragen (PAP, CHAP, MS-CHAP V1 & V2) (d. h. PPP-Anfragen ohne Rufnummernidentifizierung) werden zum inServer-IP-Adressedefinierten RADIUS-Server geschickt.Outband(CLID): Nur Outband-RADIUS-Anfragen (d. h. Anfragen zur Rufnummernidentifizierung) werden zum RADIUS-Server geschickt (CLID = Calling Line Identification).Standardmäßig istInband aktiviert,Outband(CLID)deaktiviert. |
6.6 Konfigurationszugriff
Im Menü Konfigurationszugriff können Sie Benutzerprofile konfigurieren.
Sie legen dazu Zugriffsprofile und Benutzer an und weisen jedem Benutzer mindestens ein Zugriffsprofil zu. Ein Zugriffsprofil stellt denjenigen Teil des GUI zur Verfügung, den ein Benutzer für seine Aufgaben benötigt. Nicht benötigte Teile des GUI sind gesperrt.
6.6.1 Zugriffsprofile
Im Menü Systemverwaltung ->Konfigurationszugriff ->Zugriffsprofile wird eine Liste aller konfigurierten Zugriffsprofile angezeigt. Vorhandene Einträge können Sie mithilfe des Symbols 📋 löschen.
Standardmäßig sind die Zugriffsprofile EXPERT und USER bereits angelegt. Diese können Sie mithilfe des Symbols ändern sowie über das Symbol auf die Standardeinstellungen zurücksetzen.
Zugriffsprofile Benutzer

Abb. 29: Systemverwaltung ->Konfigurationszugriff ->Zugriffsprofile
6.6.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Zugriffsprofile anzulegen.
Um ein Zugriffsprofil zu erzeugen, können Sie alle Einträge in der Navigationsleiste des GUI sowie Konfiguration speichern verwenden. Sie können maximal 29 Zugriffsprofile anlegen.
Zugriffsprofile Benutzer

Abb. 30: Systemverwaltung ->Konfigurationszugriff ->Zugriffsprofile->Neu
Das Menü Systemverwaltung ->Konfigurationszugriff ->Zugriffsprofile ->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine eindeutige Bezeichnung für das Zugriffsprofil ein. |
| Level Nr. | Das System vergibt automatisch eine laufende Nummer an das Zugriffsprofil. Diese kann nicht editiert werden. |
Felder im Menü Schaltflächen
| Feld Beschreibung | |
| Konfiguration speichern | Wenn Sie die Schaltfläche Konfiguration speichern aktivieren, darf der Benutzer Konfigurationen speichern. HinweisBeachten Sie, dass die Passwörter in der gespeicherten Datei im Klartext eingesehen werden können.Aktivieren oder deaktivieren Sie Konfiguration speichern.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
Felder im Menü Navigationseinträge
| Feld Beschreibung | |
| Menüs | Sie sehen alle Menüs aus der Navigationsleiste des GUI. Menüs, die mindestens ein Untermenü enthalten, sind mit ▲ bzw. ▼ gekennzeichnet. Das Symbol kennzeichnet Seiten.Wenn Sie ein neues Zugriffsprofil anlegen, sind noch keine Elemente zu-gewiesen, d.h. alle verfügbaren Menüs, Untermenüs und Seiten sind mit dem Symbol gekennzeichnet.Jedes Element in der Navigationsleiste kann drei Werte annehmen. Kli-cken Sie in der gewünschten Zeile auf das Symbol ✗ um diese drei Werte anzeigen zu lassen.Mögliche Werte:Verweigern: Das Menü und alle untergeordeneten Menüs sind ge-sperrt.Zulassen: Das Menü ist freigegeben. Untergeordenete Menüs müs-sen gegebenenfalls gesondert freigegeben werden.Alle zulassen: Das Menü und alle untergeordneten Menüs sind freigegeben.Sie können in der entsprechenden Zeile Zulassen bzw. Alle zulas-sen wählen, um dem aktuellen Zugriffsprofil Elemente zuzuweisen.Elemente, die dem aktuellen Zugriffsprofil zugewiesen sind, sind mit dem Symbol gekennzeichnet.kennzeichnet ein Menü, das gesperrt ist, das aber mindestens über ein freigegebenes Untermenü verfügt. |
6.6.2 Benutzer
Im Menü Systemverwaltung ->Konfigurationszugriff ->Benutzer wird eine Liste aller konfigurierten Benutzer angezeigt. Die vorhandenen Einträge können Sie mithilfe des Symbols 📋 löschen.
Es sind keine Benutzer vorkonfiguriert.
Zugriffsprofile Benutzer

Abb. 31: Systemverwaltung ->Konfigurationszugriff ->Benutzer
Durch Klicken auf die Schaltfläche 📋 werden die Details zum konfigurierten Benutzer angezeigt. Sie sehen, welche Felder und welche Menüs dem Benutzer zugewiesen sind.
Zugriffsprofile Benutzer

Abb. 32: Systemverwaltung ->Konfigurationszugriff ->Benutzer->
Das Symbol 📞 bedeutet, dass Nur lesen erlaubt ist. Ist eine Zeile mit dem Symbol 📞 kennzeichnet, so sind die Informationen zum Lesen und Schreiben freigegeben. Das Symbol 📞 kennzeichnet
gesperrte Einträge.
6.6.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Benutzer einzutragen.
Zugriffsprofile Benutzer

Abb. 33: Systemverwaltung->Konfigurationszugriff->Benutzer->Neu
Das Menü Systemverwaltung->Konfigurationszugriff->Benutzer->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Benutzer | Geben Sie eine eindeutige Bezeichnung für den Benutzer ein. |
| Passwort | Geben Sie ein Passwort für den Benutzer ein. |
| Benutzer muss das Passwort ändern | Mit der Option Benutzer muss das Passwort ändern kann der Administrator bestimmen, dass der Benutzer beim ersten Login ein eigenes Passwort vergeben muss. Dazu muss die Option Konfiguration speichern im Menü Zugriffsprofile aktiv sein. Ist diese Option nicht aktiv, so wird ein Warnhinweis angezeigt.Aktivieren oder deaktivieren Sie Benutzer muss das Passwort ändern.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Zugangs-Level | Mit Hinzufügen weisen Sie dem Benutzer mindestens ein Zugriffsprofil zu. Mit der Auswahl von Nur lesen wird festgelegt, dass der Benutzer die Parameter des Zugriffsprofils ansehen, aber nicht ändern kann.Werden einem Benutzer sich überschneidende Zugriffsprofile zugeordnet, so hat Lesen und Schreiben eine höhere Priorität als Nur lesen.Schaltflächen können nicht auf die Einstellung Nur lesen gesetzt werden. |
6.7 Zertifikate
Ein asymmetrisches Kryptosystem dient dazu, Daten, die in einem Netzwerk transportiert werden sollen, zu verschlüsseln, digitale Signaturen zu erzeugen oder zu prüfen und Benutzer zu authentifizieren oder zu authentisieren. Zur Ver- und Entschlüsselung der Daten wird ein Schlüsselpaar verwendet, das aus einem öffentlichen und einem privaten Schlüssel besteht.
Für die Verschlüsselung benötigt der Sender den öffentlichen Schlüssel des Empfängers. Der Empfänger entschlüsselt die Daten mit seinem privaten Schlüssel. Um sicherzustellen, dass der öffentliche Schlüssel der echte Schlüssel des Empfängers und keine Fälschung ist, wird ein Nachweis, ein soge-
nanntes digitales Zertifikat benötigt.
Ein digitales Zertifikat bestätigt u. a. die Echtheit und den Eigentümer eines öffentlichen Schlüssels. Es ist vergleichbar mit einem amtlichen Ausweis, in dem bestätigt wird, dass der Eigentümer des Ausweises bestimmte Merkmale aufweist, wie z. B. das angegebene Geschlecht und Alter, und dass die Unterschrift auf dem Ausweis echt ist. Da es für Zertifikate nicht nur eine einzige Ausgabestelle gibt, wie z. B. das Passamt für einen Ausweis, sondern Zertifikate von vielen verschiedenen Stellen und in unterschiedlicher Qualität ausgegeben werden, kommt der Vertrauenswürdigkeit der Ausgabestelle eine zentrale Bedeutung zu. Die Qualität eines Zertifikats regelt das deutsche Signaturgesetz bzw. die entsprechende EU-Richtlinie.
Die Zertifizierungsstellen, die sogenannte qualifizierte Zertifikate ausstellen, sind hierarchisch organisiert mit der Bundesnetzagentur als oberster Zertifizierungsinstanz. Struktur und Inhalt eines Zertifikats werden durch den verwendeten Standard vorgegeben. X.509 ist der wichtigste und am weitesten verbreitete Standard für digitale Zertifikate. Qualifizierte Zertifikate sind personenbezogen und besonders vertrauenswürdig.
Digitale Zertifikate sind Teil einer sogenannten Public Key Infrastruktur (PKI). Als PKI bezeichnet man ein System, das digitale Zertifikate ausstellen, verteilen und prüfen kann.
Zertifikate werden für einen bestimmten Zeitraum, meist ein Jahr, ausgestellt, d.h. ihre Gültigkeitsdauer ist begrenzt.
Ihr Gerät ist für die Verwendung von Zertifikaten für VPN-Verbindungen und für Sprachverbindungen über Voice over IP ausgestattet.
6.7.1 Zertifikatsliste
Im Menü Systemverwaltung ->Zertifikate->Zertifikatsliste wird eine Liste aller vorhandenen Zertifikate angezeigt.
6.7.1.1 Bearbeiten
Klicken Sie auf das 📋-Symbol, um den Inhalt des gewählten Objekts (Schlüssel, Zertifikat oder Anforderung) einzusehen.
Zertifikatsliste CRLs Zertifikatsserver

Abb. 34: Systemverwaltung->Zertifikate->Zertifikatsliste->
Die Zertifikate und Schlüssel an sich können nicht verändert werden, jedoch können - je nach Typ des gewählten Eintrags - einige externe Attribute verändert werden.
Das Menü Systemverwaltung ->Zertifikate->Zertifikatsliste-> besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Parameter bearbeiten
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Zeigt den Namen des Zertifikats, des Schlüssels oder der Anforderung. |
| Zertifikat ist ein CA-Zertifikat | Markieren Sie das Zertifikat als Zertifikat einer vertrauenswürdigen Zertifizierungsstelle (CA).Zertifikate, die von dieser CA ausgestellt wurden, werden bei der Authentifizierung akzeptiert.Mit Wahr wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Überprüfung anhand einer Zertifikatsperrliste (CRL) | Nur für Zertifikat ist ein CA-Zertifikat = WahrLegen Sie hier fest, inwiefern Sperrlisten (CRLs) in die Validierung von Zertifikaten, die vom Besitzer dieses Zertifikats ausgestellt wurden, einbezogen werden sollen.Mögliche Einstellungen:Deaktiviert: keine Überprüfung von CRLs.Immer: CRLs werden grundsätzlich überprüft.Nur wenn ein Zertifikatsperrlisten-Verteilungspunktvorhanden ist (Standardwert): Überprüfung nur dann, wenn ein CRL-Distribution-Point-Eintrag im Zertifikat enthalten ist, Dies kann im Inhalt des Zertifikats unter "Details anzeigen" nachgesehen werden.Einstellungen des übergeordneten Zertifikates benutzen: Es werden die Einstellungen des übergeordneten Zertifikates verwendet, falls eines vorhanden ist. Falls nicht, wird genauso verfahren, wie unter "Nur wenn ein Zertifikatsperrlisten-Verteilungspunkt vorhanden ist" beschrieben. |
| Vertrauenswürdigkeit des Zertifikats erzwingen | Legen Sie fest, dass dieses Zertifikat ohne weitere Überprüfung bei der Authentifizierung als Benutzerzertifikat akzeptiert werden soll.Mit Wahr wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |

Achtung
Es ist von zentraler Wichtigkeit für die Sicherheit eines VPN, dass die Integrität aller manuell als vertrauenswürdig markierten Zertifikate (Zertifizierungsstellen- und Benutzerzertifikate), sichergestellt ist. Die angezeigten "Fingerprints" können zur Überprüfung dieser Integrität herangezogen werden: Vergleichen Sie die angezeigten Werte mit den Fingerprints, die der Aussteller des Zertifikats (z. B. im Internet) angegeben hat. Dabei reicht die Überprüfung eines der beiden Werte aus.
6.7.1.2 Zertifikatsanforderung
Registration-Authority-Zertifikate im SCEP
Bei der Verwendung von SCEP (Simple Certificate Enrollment Protocol) unterstützt Ihr Gerät auch separate Registration-Authority-Zertifikate.
Registration-Authority-Zertifikate werden von manchen Certificate Authorities (CAs) verwendet, um bestimmte Aufgaben (Signatur und Verschlüsselung) bei der SCEP Kommunikation mit separaten Schlüsseln abzuwickeln, und den Vorgang ggf. an separate Registration Authorities zu delegieren.
Beim automatischen Download eines Zertifikats, also wenn CA-Zertifikat = -- Download -- ausgewählt ist, werden alle für den Vorgang notwendigen Zertifikate automatisch geladen.
Sind alle notwendigen Zertifikate bereits auf dem System vorhanden, können diese auch manuell ausgewählt werden.
Wählen Sie die Schaltfläche Zertifikatsanforderung, um weitere Zertifikate zu beantragen oder zu importieren.


Abb. 35: Systemverwaltung->Zertifikate->Zertifikatsliste->Zertifikatsanforderung
Das Menü Systemverwaltung ->Zertifikate->Zertifikatsliste->Zertifikatsanforderung besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Zertifikatsanforderung
| Feld Beschreibung | |
| Zertifikatsanforderungsbeschreibung | Geben Sie eine eindeutige Bezeichnung für das Zertifikat ein. |
| Modus | Wählen Sie aus, auf welche Art Sie das Zertifikat beantragen wollen.Zur Verfügung stehen:Manuell(Standardwert): Ihr Gerät erzeugt für den Schlüssel eine PK-CS#10-Datei, die direkt im Browser hochgeladen oder im Menü über das Feld Details anzeigen kopiert werden kann. Diese Datei muss der CA zugestellt und das erhaltene Zertifikat anschließend manuell auf Ihr Gerät importiert werden.SCEP: Der Schlüssel wird mittels des Simple Certificate Enrollment Protocols bei einer CA beantragt. |
| Privaten Schlüssel generieren | Nur für Modus= ManuellWählen Sie einen Algorithmus für die Schlüsselerstellung aus.Zur Verfügung stehen RSA (Standardwert) und DSA.Wählen Sie weiterhin die Länge des zu erzeugenden Schlüssels aus.Mögliche Werte: 512, 768, 1024, 1536, 2048, 4096.Beachten Sie, dass ein Schlüssel mit der Länge 512 Bit als unsicher ein- |
| gestuft werden könnte, während ein Schlüssel mit 4096 Bit nicht nur viel Zeit zur Erzeugung erfordert, sondern während der IPSec-Verarbeitung einen wesentlichen Teil der Ressourcen belegt. Ein Wert von 768 oder mehr wird jedoch empfohlen, als Standardwert ist 1024 Bit vorgegeben. | |
| SCEP-URL | Nur für Modus = SCEPGeben Sie die URL des SCEP-Servers ein, z. B.http://scep.beispiel.com:8080/scep/scep.dllDie entsprechenden Daten erhalten Sie von Ihrem CA-Administrator. |
| CA-Zertifikat | Nur für Modus = SCEPWählen Sie das CA-Zertifikat aus.-- Download --: Geben Sie in CA-Name den Namen des CA-Zertifikats der Zertifizierungsstelle (CA) ein, von der Sie Ihr Zertifikat anfordern möchten, z. B. cawindows. Die entsprechenden Daten erhalten Sie von Ihrem CA-Administrator.Falls keine CA-Zertifikate zur Verfügung stehen, wird Ihr Gerät zuerst das CA-Zertifikat der betroffenen CA herunterladen. Es fährt dann mit dem Registrierungsprozess fort, sofern keine wesentlichen Parameter mehr fehlen. In diesem Fall kehrt es in das Menü Zertifikatsanforderung generieren zurück.Falls das CA-Zertifikat keine CRL-Verteilstelle (Certificate Revocation List, CRL) enthält und auf Ihrem Gerät kein Zertifikatsserver konfiguriert ist, werden Zertifikate von dieser CA nicht auf ihre Gültigkeit überprüft.: Sind alle notwendigen Zertifikate bereits auf dem System vorhanden, wählen Sie diese manuell aus. |
| RA-Signierungszertifikat | Nur für Modus = SCEPNur für CA-Zertifikat nicht = -- Download --Wählen Sie ein Zertifikat für die Signierung der SCEP-Kommunikation aus.Der Standardwert ist -- CA-Zertifikat verwenden --, d. h. es wird das CA-Zertifikat verwendet. |
| RA-Verschlüsselungszertifikat | Nur für Modus = SCEPNur wenn RA-Signierungszertifikat nicht = -- CA-Zertifikat verwenden --Wenn Sie ein eigenes Zertifikat zur Signierung der Kommunikation mit der RA verwenden, haben Sie hier die Möglichkeit, ein weiteres zur Verschlüsselung der Kommunikation auszuwählen.Der Standardwert ist -- RA-Signierungszertifikat verwenden --, d. h. es wird dasselbe Zertifikat wie zur Signierung verwendet. |
| Passwort | Nur für Modus = SCEPUm Zertifikate für Ihre Schlüssel zu erhalten, benötigen Sie möglicherweise ein Passwort von der Zertifizierungsstelle. Tragen Sie das Passwort, welches Sie von Ihrer Zertifizierungsstelle erhalten haben, hier ein. |
Felder im Menü Subjektname
| Feld Beschreibung | |
| Benutzerdefiniert | Wählen Sie aus, ob Sie die Namenskomponenten des Subjektnamenseinzeln laut Vorgabe durch die CA oder einen speziellen Subjektnamen eingeben wollen.Wenn Aktiviert ausgewählt ist, kann in Zusammenfassend ein Sub-jektname mit Attributen, die nicht in der Auflistung angeboten werden, an-gegeben werden. Beispiel: "CN=VPNServer, DC=mydomain, DC=com, c=DE".Ist das Feld nicht markiert, geben Sie die Namenskomponenten in Allgemeiner Name, E-Mail, Organisationseinheit, Organisation, Ort, Staat/Provinz und Land ein.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Zusammenfassend | Nur für Benutzerdefiniert = aktiviert.Geben Sie einen Subjektnamen mit Attributen ein, die nicht in der Auflis-tung angeboten werden.Beispiel: "CN=VPNServer, DC=mydomain, DC=com, c=DE". |
| Allgemeiner Name | Nur für Benutzerdefiniert = deaktiviert.Geben Sie den Namen laut CA ein. |
| Nur für Benutzerdefiniert = deaktiviert.Geben Sie die E-Mail-Adresse laut CA ein. | |
| Organisationseinheit | Nur für Benutzerdefiniert = deaktiviert.Geben Sie die Organisationseinheit laut CA ein. |
| Organisation | Nur für Benutzerdefiniert = deaktiviert.Geben Sie die Organisation laut CA ein. |
| Ort | Nur für Benutzerdefiniert = deaktiviert.Geben Sie den Standort laut CA ein. |
| Staat/Provinz | Nur für Benutzerdefiniert = deaktiviert.Geben Sie den Staat/das Bundesland laut CA ein. |
| Land | Nur für Benutzerdefiniert = deaktiviert.Geben Sie das Land laut CA ein. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Subjekt-Alternativnamen
| Feld Beschreibung | |
| #1, #2, #3 | Definieren Sie zu jedem Eintrag den Typ des Namens und geben Sie zusätzliche Subjektnamen ein.Mögliche Werte:Keiner (Standardwert): Es wird kein zusätzlicher Name eingegeben. |
| IP: Es wird eine IP-Adresse eingetragen.DNS: Es wird ein DNS-Name eingetragen.E-Mail: Es wird eine E-Mail-Adresse eingetragen.URI: Es wird ein Uniform Resource Identifier eingetragen.DN: Es wird ein Distinguished Name (DN) eingetragen.RID: Es wird eine Registered Identity (RID) eingetragen. |
Feld im Menü Optionen
| Feld Beschreibung | |
| Autospeichermodus | Wählen Sie, ob Ihr Gerät intern automatisch die verschiedenen Schritte des Registrierungsprozesses speichert. Dies ist dann von Nutzen, wenn die Registrierung nicht sofort abgeschlossen werden kann. Falls der Status nicht gespeichert wurde, kann die unvollständige Registrierung nicht abgeschlossen werden. Sobald die Registrierung abgeschlossen ist und das Zertifikat vom CA-Server heruntergeladen wurde, wird es automatisch in der Konfiguration Ihres Geräts gespeichert.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
6.7.1.3 Importieren
Wählen Sie die Schaltfläche Importieren, um Zertifikate zu importieren.


Abb. 36: Systemverwaltung->Zertifikate->Zertifikatsliste->Importieren
Das Menü Systemverwaltung->Zertifikate->Zertifikatsliste->Importieren besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Importieren
| Feld Beschreibung | |
| Externer Dateiname | Geben Sie den Dateipfad und -namen des Zertifikats ein, welches importiert werden soll oder wählen Sie die Datei mit Datei auswählen über den Dateibrowser aus. |
| Lokale Zertifikatsbeschreibung | Geben Sie eine eindeutige Bezeichnung für das Zertifikat ein. |
| Dateikodierung | Wählen Sie die Art der Kodierung, so dass Ihr Gerät das Zertifikat dekodieren kann.Mögliche Werte:Auto (Standardwert): Aktiviert die automatische Kodiererkennung.Falls der Zertifikat-Download im Auto-Modus fehlschlägt, versuchenSie es mit einer bestimmten Kodierung.Base64Binär |
| Passwort | Um Zertifikate für Ihre Schlüssel zu erhalten, benötigen Sie möglicherweise ein Passwort.Tragen Sie das Passwort hier ein. |
6.7.2 CRLs
Im Menü Systemverwaltung->Zertifikate->CRLs wird eine Liste aller CRLs (Certificate Revocation List) angezeigt.
Wenn ein Schlüssel nicht mehr verwendet werden darf, z. B. weil er in falsche Hände geraten oder verloren gegangen ist, wird das zugehörige Zertifikat für ungültig erklärt. Die Zertifizierungsstelle widerruft das Zertifikat, sie gibt Zertifikatsperrlisten, sogenannte CRLs, heraus. Nutzer von Zertifikaten sollten durch einen Abgleich mit diesen Listen stets prüfen, ob das verwendete Zertifikat aktuell gültig ist. Dieser Prüfvorgang kann über einen Browser automatisiert werden.
Das Simple Certificate Enrollment Protocol (SCEP) unterstützt die Ausgabe und den Widerruf von Zertifikaten in Netzwerken.
6.7.2.1 Importieren
Wählen Sie die Schaltfläche Importieren, um CRLs zu importieren.


Abb. 37: Systemverwaltung->Zertifikate->CRLs->Importieren
Das Menü Systemverwaltung->Zertifikate->CRLs->Importieren besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü CRL-Import
| Feld Beschreibung | |
| Externer Dateiname | Geben Sie den Dateipfad und -namen der CRL ein, welche importiert werden soll oder wählen Sie die Datei mit Datei auswählen über den Dateibrowser aus. |
| Lokale Zertifikatsbeschreibung | Geben Sie eine eindeutige Bezeichnung für die CRL ein. |
| Dateikodierung | Wählen Sie die Art der Kodierung, so dass Ihr Gerät die CRL decodieren kann.Mögliche Werte:Auto (Standardwert): Aktiviert die automatische Kodiererkennung.Falls der CRL-Download im Auto-Modus fehlschlägt, versuchen Sie es mit einer bestimmten Kodierung.Base64Binär |
| Passwort | Geben Sie das zum Importieren zu verwendende Passwort ein. |
6.7.3 Zertifikatsserver
Im Menü Systemverwaltung->Zertifikate->Zertifikatsserver wird eine Liste aller Zertifikatsserver angezeigt.
Eine Zertifizierungsstelle (Zertifizierungsdiensteanbieter, Certificate Authority, CA) stellt ihre Zertifikate den Clients, die ein Zertifikat beantragen, über einen Zertifikatsserver zur Verfügung. Der Zertifikatsserver stellt auch die privaten Schlüssel aus und hält Zertifikatsperrlisten (CRL) bereit, die zur Prüfung von Zertifikaten entweder per LDAP oder HTTP vom Gerät abgefragt werden.
6.7.3.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um einen Zertifikatsserver einzurichten.
Zertifikatsliste CRLs Zertifikatsserver

Abb. 38: Systemverwaltung->Zertifikate->Zertifikatsserver->Neu
Das Menü Systemverwaltung ->Zertifikate->Zertifikatsserver->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine eindeutige Bezeichnung für den Zertifikatsserver ein. |
| LDAP-URL-Pfad | Geben Sie die LDAP-URL oder die HTTP-URL des Servers ein. |
Kapitel 7 Physikalische Schnittstellen
7.1 Ethernet-Ports
Eine Ethernet-Schnittstelle ist eine physikalische Schnittstelle zur Anbindung an das lokale Netzwerk oder zu externen Netzwerken.
Die Ethernet-Ports LAN1 bis LAN4 sind im Auslieferungszustand einer einzigen logischen Ethernet-Schnittstelle zugeordnet. Die logische Ethernet-Schnittstelle en1-0 ist zugewiesen und mit IP-Adresse 192.168.2.1 und Netzmaske 255.255.255.0 vorkonfiguriert.

Hinweis
Um die Erreichbarkeit Ihres Systems zu gewährleisten, achten Sie beim Aufteilen der Ports darauf, dass die Ethernet-Schnittstelle en1-0 mit der vorkonfigurierten IP-Adresse und Netzmaske einem Port zugewiesen wird, der per Ethernet erreichbar ist.
ETH1 - ETH4
Die Schnittstellen können separat genutzt werden. Sie werden voneinander logisch getrennt, indem jedem Port im Menü Portkonfiguration im Feld Ethernet-Schnittstellenauswahl die gewünschte logische Ethernet-Schnittstelle zugewiesen wird. Für jede zugewiesene Ethernet-Schnittstelle wird im Menü LAN->IP-Konfiguration eine weitere Schnittstelle in der Liste angezeigt und eine jeweils vollständig eigenständige Konfiguration der Schnittstelle ermöglicht.
VLANs für Routing-Schnittstellen
Konfigurieren Sie VLANs, um z. B. einzelne Netzwerksegmente voneinander zu trennen (z. B. einzelne Abteilungen einer Firma) oder um bei der Verwendung von Managed Switches mit QoS-Funktion eine Bandbreitenreservierung für einzelne VLANs vorzunehmen.
7.1.1 Portkonfiguration
Portseparation
Ihr Gerät bietet die Möglichkeit, die Switch Ports als eine Schnittstelle zu betreiben oder diese logisch voneinander zu trennen und als eigenständige Ethernet-Schnittstellen zu konfigurieren.
Bei der Konfiguration sollten Sie Folgendes beachten: Die Aufteilung der Switch Ports auf mehrere Ethernet-Schnittstellen trennt diese nur logisch voneinander. Die verfügbare Gesamtbandbreite von max. 1000 Mbit/s Full Duplex für alle entstandenen Schnittstellen bleibt unverändert. Wenn Sie also z. B. alle Switch Ports voneinander trennen, verfügt jede der entstehenden Schnittstellen nur über einen Teil der vollen Bandbreite. Wenn Sie mehrere Switch Ports zu einer Schnittstelle zusammenfassen, so stehen für alle Ports gemeinsam die volle Bandbreite von max. 1000 Mbit/s Full Duplex zur Verfügung.
Portkonfiguration

Abb. 39: Physikalische Schnittstellen->Ethernet-Ports->Portkonfiguration
Das Menü Physikalische Schnittstellen->Ethernet-Ports->Portkonfiguration besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Switch-Konfiguration
| Feld Beschreibung | |
| Switch-Port | Zeigt den jeweiligen Switch-Port an. Die Nummerierung entspricht der Nummerierung der Ethernet-Ports auf der Rückseite des Geräts. |
| Ethernet-Schnittstellenauswahl | Ordnen Sie dem jeweiligen Switch-Port eine logische Ethernet-Schnittstelle zu.Zur Auswahl stehen vier Schnittstellen, en1-0 bis en1-3. In der Grund-einstellung ist Switch Port 1-4 die Schnittstelle en1-0 zugeordnet. |
| Konfigurierte Geschwindigkeit/konfigurierter Modus | Wählen Sie den Modus aus, in dem die Schnittstelle betrieben werden soll.Mögliche Werte:Vollständige automatische Aushandlung (Standardwert)Auto 1000 Mbit/s onlyAuto 100 Mbit/s onlyAuto 10 Mbit/s onlyAuto 100 Mbit/s / Full DuplexAuto 100 Mbit/s / Half DuplexAuto 10 Mbit/s / Full DuplexAuto 10 Mbit/s / Half DuplexFest 1000 Mbit/s / Full DuplexFest 100 Mbit/s / Full DuplexFest 100 Mbit/s / Half DuplexFest 10 Mbit/s / Full DuplexFest 10 Mbit/s / Half DuplexKeiner: Die Schnittstelle wird angelegt, bleibt aber inaktiv. |
| Aktuelle Geschwindigkeit / Aktueller Modus | Zeigt den tatsächlichen Modus und die tatsächliche Geschwindigkeit deadminr Schnittstelle an.Mögliche Werte:1000 Mbit/s / Full Duplex100 Mbit/s / Full Duplex100 Mbit/s / Half Duplex10 Mbit/s / Full Duplex10 Mbit/s / Half DuplexInaktiv |
| Flusskontrolle | Wählen Sie aus, ob auf der entsprechenden Schnittstelle eine Flusskontrolle vorgenommen werden soll.Mögliche Werte:Deaktiviert (Standardwert): Es wird keine Flusskontrolle vorgenommen.Aktiviert: Es wird eine Flusskontrolle durchgeführt.Auto: Es wird eine automatische Flusskontrolle durchgeführt. |
7.2 ISDN-Ports
In diesem Menü konfigurieren Sie die ISDN-Schnittstelle Ihres Geräts. Um die ISDN-BRI-Schnittstelle zu konfigurieren, müssen Sie zwei Schritte durchführen:
- Einstellungen Ihres ISDN-Anschlusses eintragen: Hier tragen Sie die wichtigsten Parameter Ihres ISDN-Anschlusses ein.
- MSN-Konfiguration: Hier teilen Sie Ihrem Gerät mit, wie auf eingehende Rufe aus dem WAN reagiert werden soll.
7.2.1 ISDN-Konfiguration

Hinweis
Wenn das ISDN-Protokoll nicht erkannt wird, müssen Sie es unter Port-Verwendung und ISDN-Konfigurationstyp manuell auswählen. Die automatische D-Kanal-Erkennung ist dann ausgeschaltet. Bei falsch eingestelltem ISDN-Protokoll kann kein ISDN-Verbindungsaufbau erfolgen!
Im Menü Physikalische Schnittstellen->ISDN-Ports->ISDN-Konfiguration wird eine Liste aller ISDN-Ports und deren Konfiguration angezeigt.
7.2.1.1 Bearbeiten
Wählen Sie die Schaltfläche , um die Konfiguration des jeweiligen ISDN-Ports zu bearbeiten.
ISDN-Konfiguration MSN-Konfiguration

Abb. 40: Physikalische Schnittstellen ->ISDN-Ports->ISDN-Konfiguration->
Das Menü Physikalische Schnittstellen->ISDN-Ports->ISDN-Konfiguration-> besteht aus folgen-
den Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Portname | Zeigt den Namen des ISDN-Ports an. |
| Port-Verwendung | Nur wenn Automatische Konfiguration beim Start deaktiviert ist.Wählen Sie das Protokoll aus, das für den ISDN-Port verwendet werden soll.Mögliche Werte:Nicht verwendet: Der ISDN-Anschluss wird nicht genutzt.Dialup (Euro-ISDN)Q-SIG |
| ISDN-Konfigurationstyp | Nur wenn Automatische Konfiguration beim Start deaktiviert ist und für Port-Verwendung = Dialup (Euro-ISDN) gesetzt ist.Wählen Sie die ISDN-Anschlussart aus.Mögliche Werte:Punkt-zu-Mehrpunkth(Standardwert): Mehrgeräteanschluss.Punkt-zu-Punkt: Anlagenanschluss. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| X.31 (X.25 im D-Kanal) | Wählen Sie aus, ob Sie X.31 (X.25 im D-Kanal) z. B. für CAPI-Applikationen nutzen wollen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| X.31 TEI-Wert | Nur wenn X.31 (X.25 im D-Kanal) aktiviert istBei ISDN-Autokonfiguration wird der X.31-TEI automatisch erkannt. Hat die Autokonfiguration den TEI nicht erkannt, können Sie hier manuell den Wert eingeben, der von der Vermittlungsstelle zugewiesen wurde.Mögliche Werte sind 0 bis 63.Standardwert ist -1 (für automatische Erkennung). |
| X.31 TEI-Dienst | Nur für X.31 (X.25 im D-Kanal) = aktiviertWählen Sie den Dienst, für den Sie den X.31-TEI nutzen wollen.Mögliche Werte:CAPICAPI-StandardPacket Switchh(Standardwert)CAPI und CAPI-Standard dienen zur Nutzung des X.31-TEI für CAPI-Applikationen. Bei CAPI wird der in der CAPI-Applikation eingestellte TEI-Wert benutzt, bei CAPI-Standard wird der Wert der CAPI-Applikation ignoriert und immer der hier eingestellte Standardwert benutzt.Packet Switch stellen Sie ein, wenn Sie den X.31-TEI für das X.25-Gerät nutzen möchten. |
7.3 DSL-Modem
Das DSL-Modem eignet sich für den High-Speed Internetzugang und den Remote-Access-Einsatz in kleinen bis mittleren Unternehmen oder Remote-Offices.
7.3.1 DSL-Konfiguration
In diesem Menü nehmen Sie grundlegende Einstellungen Ihrer ADSL-Verbindung vor.
DSL-Konfiguration

Abb. 41: Physikalische Schnittstellen->DSL-Modem->DSL-Konfiguration
Das Menü Physikalische Schnittstellen->DSL-Modem->DSL-Konfiguration besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü DSL-Portstatus
| Feld Beschreibung | |
| DSL-Chipsatz | Zeigt die Kennung des eingebauten Chipsatzes an. |
| Physikalische Verbindung | Zeigt den aktuellen DSL-Betriebsmodus an. Der Wert kann nicht verändert werden.Mögliche Werte:Unbekannt: Der Link ist nicht aktiv.ADSL1: ADSL classic, G.DMT, ITU-T G.992.1ADSL2: G.DMT.Bis, ITU-T G.992.3ADSL2 Plus: ADSL2 Plus, ITU-T G.992.5ADSL2+ Annex J: ITU-T G.992.5VDSL2: ITU-T G.993.2 |
Felder im Menü Aktuelle Leitungsgeschwindigkeit
| Feld Beschreibung | |
| Downstream | Zeigt die Datenrate in Empfangsrichtung (Richtung von CO/DSLAM zu CPE/Router) in Bits pro Sekunde an.Der Wert kann nicht verändert werden. |
| Upstream | Zeigt die Datenrate in Senderichtung (Richtung CPE/Router zu CO/ DSLAM) in Bits pro Sekunde an.Der Wert kann nicht verändert werden. |
Felder im Menü DSL Parameter
| Feld Beschreibung | |
| DSL-Modus | Zeigt den gewählten DSL-Betriebsmodus an.Mögliche Werte:Inaktiv: Der Link ist nicht aktiv.ETSI T1.413: ETSI T1.413ADSL1: ADSL classic, G.DMT, ITU-T G.992.1Automatischer Modus (ADSL) (Standardwert, wenn das Gerät als Telefonanlage betrieben wird): Automatische Erkennung des ADSL-Modus ADSL1, ADSL2 oder ADSL2 PlusADSL2: G.DMT.Bis, ITU-T G.992.3ADSL2 Plus: ADSL2 Plus, ITU-T G.992.5VDSL: VDSL2 (ITU-T G.993.2)VDSL/ADSL Multimodus (Standardwert, wenn das Gerät als Media Gateway betrieben wird): Automatische Erkennung des DSL-Modus ADSL1, ADSL2, ADSL2 Plus oder VDSL |
| Transmit Shaping | Wählen Sie aus, ob die Datenrate in Senderichtung reduziert werden soll. Dies ist nur in wenigen Fällen an speziellen DSLAMs notwendig.Mögliche Werte:Standard (Leitungsgeschwindigkeit) (Standardwert): Die Datenrate in Senderichtung wird nicht reduziert.128.000 Bit/s bis 2.048.000 Bit/s: Die Datenrate in Sende-richtung wird reduziert auf maximal 128.000 bit/s bis 2.048.000 bit/s in festgesetzten Schritten.Benutzerdefiniert: Die Datenrate wird reduziert auf den in Maxi-male Upstream-Bandbreite eingegebenen Wert. |
| Maximale Upstream-Bandbreite | Nur für Transmit Shaping = BenutzerdefiniertGeben Sie die maximale Datenrate in Senderichtung in Bits pro Sekunde ein. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| ADSL-Leitungsprofil | Wählen Sie den gewünschten Internet-Service-Provider und damit implizit den von diesem Provider verwendeten Modem-Parametersatz aus.Deutsche Telekom ist als Standardwert voreingestellt.Wenn Sie Ihren Provider in der Liste nicht finden, verwenden Sie die Einstellung Standard. |
Kapitel 8 LAN
In diesem Menü konfigurieren Sie die Adressen in Ihrem LAN und haben die Möglichkeit ihr lokales Netzwerk durch VLANs zu strukturieren.
8.1 IP-Konfiguration
In diesem Menü kann die IP-Konfiguration der LAN und Ethernet-Schnittstellen Ihres Geräts bearbeitet werden.
8.1.1 Schnittstellen
In Menü LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen werden die vorhandenen IP-Schnittstellen aufgelistet. Sie haben die Möglichkeit, die IP-Konfiguration der Schnittstellen zu bearbeiten oder virtuelle Schnittstellen für Spezialanwendungen anzulegen. Hier werden alle im Menü Systemverwaltung ->Schnittstellenmodus / Bridge-Gruppen->Schnittstellen konfigurierten Schnittstellen (logische Ethernet-Schnittstellen und solche in den Subsystemen erstellten) aufgelistet.
Über das Symbol 📋 bearbeiten Sie die Einstellungen einer vorhandenen Schnittstelle (Bridge-Gruppen, Ethernet-Schnittstellen im Routing-Modus).
Über die Schaltfläche Neu haben Sie die Möglichkeit, virtuelle Schnittstellen anzulegen. Dieses ist jedoch nur in Spezialanwendungen (BRRP u. a.) nötig.
Abhängig von der gewählten Option, stehen verschiedene Felder und Optionen zur Verfügung. Im Folgenden finden Sie eine Auflistung aller Konfigurationsmöglichkeiten.
Durch Klicken auf die 📊-Schaltfläche oder der 🐘-Schaltfläche in der Spalte Aktion wird der Status der Schnittstelle geändert.
Über die 📞-Schaltfläche können Sie die Details einer vorhandenen Schnittstelle anzeigen lassen.

Hinweis
Beachten Sie bei IPv4:
Hat Ihr Gerät bei der Erstkonfiguration dynamisch von einem in Ihrem Netzwerk betriebenen DHCP-Server eine IP-Adresse erhalten, so wird die Standard-IP-Adresse automatisch gelöscht und Ihr Gerät ist darüber nicht mehr erreichbar.
Sollten Sie dagegen bei der Erstkonfiguration eine Verbindung zum Gerät über die Standard-IP-Adresse aufgebaut oder eine IP-Adresse mit dem Dime Manager vergeben haben, ist es nur noch über diese IP-Adresse erreichbar. Es kann nicht mehr dynamisch über DHCP eine IP-Konfiguration erhalten.
Beispiel Teilnetze
Falls Ihr Gerät an ein LAN angeschlossen ist, das aus zwei Teilnetzen besteht, sollten Sie für das zweite Teilnetz eine zweite IP-Adresse / Netzmaske eintragen.
Im ersten Teilnetz gibt es z. B. zwei Hosts mit den IP-Adressen 192.168.42.1 und 192.168.42.2, im zweiten Teilnetz zwei Hosts mit den IP-Adressen 192.168.46.1 und 192.168.46.2. Um mit dem ersten Teilnetz Datenpakete austauschen zu können, benutzt Ihr Gerät z. B. die IP-Adresse 192.168.42.3, für das zweite Teilnetz 192.168.46.3. Die Netzmasken für beide Teilnetze müssen ebenfalls angegeben werden.
IPv6-Adressen konfigurieren
Zusätzlich zu IPv4-Adressen können Sie IPv6-Adressen verwenden.
Im Folgenden sehen Sie ein Beispiel für eine IPv6-Adresse:

Abb. 42: IPv6-Adresse (Beispiel)
Ihr Gerät kann auf einer Schnittstelle entweder als Router oder als Host agieren. In der Regel agiert es auf den LAN-Schnittstellen als Router und auf den WAN- sowie den PPP-Verbindungen als Host.
Wenn Ihr Gerät als Router agiert, so können seine eigenen IPv6-Adressen folgendermaßen gebildet werden: ein Link-Präfix kann von einem Allgemeinen Präfix abgeleitet werden oder Sie können einen statischen Wert eingeben. Eine Host-Adresse kann über Auto eui-64 erzeugt werden, für weitere Host-Adressen können Sie statische Werte eingeben.
Wenn Ihr Gerät als Router agiert, so verteilt es den konfigurierten Link-Präfix in der Regel per Router Advertisements an die Hosts. Über einen DHCP-Server werden Zusatzinformationen, wie z. B. die Adresse eines Zeitservers, an die Hosts übermittelt. Der Client kann sich seine Host-Adresse entweder über Stateless Address Autoconfiguration (SLAAC) erzeugen oder diese Adresse von einem DHCP-Server zugeteilt bekommen.
Verwenden Sie für den oben beschriebenen Router-Modus im Menü LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen->Neu die Einstellungen IPv6-Modus = Router, Router Advertisement übertragen Aktiviert DHCP-Server Aktiviert und IPv6-Adressen Hinzufügen.
Wenn Ihr Gerät als Host agiert, wird ihm ein Link-Präfix von einem anderen Router per Router Advertisement zugeteilt. Die Host- Adresse wird dann per SLAAC automatisch erzeugt. Zusatzinformationen, wie z. B. der Allgemeine Präfix vom Provider oder die Adresse eines Zeitservers können per DHCP bezogen werden. Verwenden Sie dazu im Menü LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen->Neu die Einstellungen IPv6-Modus = Client, Router Advertisement annehmen Aktiviert und DHCP-Client = Aktiviert.
8.1.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um virtuelle Schnittstellen zu erstellen.
Schnittstellen

Abb. 43: LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen->Neu
Das Menü LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Basierend auf Ethernet-Schnittstelle | Dieses Feld wird nur angezeigt, wenn eine virtuelle Routing-Schnittstelle bearbeitet wird.Wählen Sie die Ethernet-Schnittstelle aus, zu der die virtuelle Schnittstelle konfiguriert werden soll. |
| Schnittstellenmodus | Nur bei physikalischen Schnittstellen im Routing-Modus und bei virtuelle Schnittstellen.Wählen Sie den Konfigurationsmodus der Schnittstelle aus.Mögliche Werte:Untagged (Standardwert): Die Schnittstelle wird keinem speziellen Verwendungszweck zugeordnet.Tagged (VLAN): Diese Option gilt nur für Routing-Schnittstellen.Mit dieser Option weisen Sie die Schnittstelle einem VLAN zu. Dies geschieht über die VLAN-ID, die in diesem Modus angezeigt wird und konfiguriert werden kann. Die Definition einer MAC-Adresse in MAC-Adresse ist in diesem Modus optional. |
| VLAN-ID | Nur für Schnittstellenmodus = Tagged (VLAN)Diese Option gilt nur für Routing-Schnittstellen. Weisen Sie die Schnittstelle einem VLAN zu, indem Sie die VLAN-ID des entsprechenden VLANs eingeben.Mögliche Werte sind 1 (Standardwert) bis 4094. |
| MAC-Adresse | Geben Sie die mit der Schnittstelle verbundene MAC-Adresse ein. Siekönnen für virtuelle Schnittstellen die MAC-Adresse der physikalischen Schnittstelle verwenden, unter der die virtuelle Schnittstelle erstellt wurde, wenn Sie Voreingestellte verwenden aktivieren. Die VLAN IDs müssen sich jedoch unterscheiden. Das Zuweisen einer virtuellen MAC-Adresse ist ebenfalls möglich. Die ersten 6 Zeichen der MAC-Adresse sind voreingestellt (sie können jedoch geändert werden).Wenn Voreingestellte verwenden aktiv ist, wird die voreingestellte MAC-Adresse der zugrunde liegenden physikalischen Schnittstelle verwendet.Standardmäßig ist Voreingestellte verwenden aktiv. |
Felder im Menü Grundlegende IPv4-Parameter
| Feld Beschreibung | |
| Sicherheitsrichtlinie | Wählen Sie, mit welcher Sicherheitseinstellung die Schnittstelle betrieben werden soll.Mögliche Werte:Vertrauenswürdig (Standardwert): Es werden alle IP-Pakete durchgelassen, außer denen, die explizit verboten sind.Nicht Vertrauenswürdig: Es werden nur diejenigen IP-Pakete durchgelassen, die einer Verbindung zugeordnet werden können, die aus einer vertrauenwürdigen Zone aufgebaut wurde.Ausnahmen für die gewählte Einstellung können Sie im Menü Firewall auf Seite 227 konfigurieren. |
| Adressmodus | Wählen Sie aus, auf welche Weise der Schnittstelle eine IP-Adresse zu-gewiesen wird.Mögliche Werte:Statisch (Standardwert): Der Schnittstelle wird eine statische IP-Adresse in IP-Adresse / Netzmaske zugewiesen.DHCP: Die Schnittstelle erhält dynamisch per DHCP eine IP-Adresse. |
| IP-Adresse / Netzmaske | Nur für Adressmodus = StatischFügen Sie mit Hinzufügen einen neuen Adresseintrag hinzu und geben Sie die IP-Adresse und die entsprechende Netzmaske der virtuellen Schnittstelle ein. |
Felder im Menü Grundlegende IPv6-Parameter
| Feld Beschreibung | |
| IPv6 | Wählen Sie aus, ob die gewählte Schnittstelle das Internet Protocol Version 6 (IPv6) für die Datenübertragung verwenden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Sicherheitsrichtlinie | Hier nur für IPv6 = AktiviertWählen Sie, mit welcher Sicherheitseinstellung die Schnittstelle betrieben werden soll.Mögliche Werte:• Vertrauenswürdig (Standardwert): Es werden alle IP-Paketedurchgelassen, außer denen, die explizit verboten sind.Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellung zu verwenden, wenn Sie IPv6 in Ihrem LAN verwenden wollen.Nicht Vertrauenswürdig: Es werden nur diejenigen IP-Pakete durchgelassen, die einer Verbindung zugeordnet werden können, die aus einer vertrauenwürdigen Zone aufgebaut wurde.Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellung zu verwenden, wenn Sie IPv6 außerhalb Ihres LANs verwenden wollen.Ausnahmen für die gewählte Einstellung können Sie im Menü Firewall auf Seite 227 konfigurieren. |
| IPv6-Modus | Nur für IPv6 = AktiviertWählen Sie, ob die Schnittstelle im Host- oder im Router-Modus betrieben werden soll. Abhängig von der getroffenen Auswahl werden unterschiedliche Parameter angezeigt, die Sie konfigurieren müssen.Mögliche Werte:Router (Standardwert): Die Schnittstelle wird im Router-Modus betrieben.Host: Die Schnittstelle wird im Host-Modus betrieben. |
| Router Advertisement übertragen | Nur für IPv6 = Aktiviert und IPv6-Modus = RouterWählen Sie, ob Router Advertisements über die gewählte Schnittstelle gesendet werden sollen.Mithilfe der Router Advertisements wird z.B. die Präfix Liste übertragen und der Router propagiert sich als Standard-Gateway.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| DHCP-Server | Nur für IPv6 = Aktiviert und IPv6-Modus = RouterLegen Sie fest, ob Ihr Gerät als DHCP-Server agieren soll, d.h ob es DHCP-Options versenden soll, um z. B. Informationen zu den DNS-Servern an die Clients weiterzuleiten.Aktivieren Sie diese Option, wenn Hosts IPv6-Adressen per SLAAC erzeugen sollen.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| IPv6-Adressen | Nur für IPv6 = AktiviertSie können der gewählten Schnittstelle IPv6-Adressen zuordnen.Mit Hinzufügen können Sie einen oder mehrere Adresseinträge anlegen.Ein zusätzliches Fenster öffnet sich, in dem Sie eine IPv6-Adresse bestehend aus einem Link-Präfix und einem Host-Anteil festlegen können.Wenn Ihr Gerät im Host-Modus arbeitet (IPv6-Modus = Host, Router Advertisement annehmen Aktiviert und DHCP-Client Aktiviert), werden seine IPv6-Adressen per SLAAC festgelegt. Sie brauchen keine IPv6-Adressen manuell zu konfigurieren, können aber auf Wunsch zu-sätzliche Adressen eintippen.Wenn Ihr Gerät im Router-Modus arbeitet (IPv6-Modus = Router,Router Advertisement übertragen Aktiviert und DHCP-Server Akti-viert), so müssen Sie hier seine IPv6-Adressen konfigurieren. |
| Router Advertisement an-nehmen | Nur für IPv6 = Aktiviert und IPv6-Modus = HostWählen Sie, ob Router Advertisements über die gewählte Schnittstelle empfangen werden sollen. Mithilfe der Router Advertisements wird z. B. die Präfix-Liste erstellt.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| DHCP-Client | Nur für IPv6 = Aktiviert und IPv6-Modus = HostLegen Sie fest, ob Ihr Gerät als DHCP-Client agieren soll, d.h. ob es DHCP-Options empfangen soll, um z. B. Informationen zu den DNS-Servern zu erhalten.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
Legen Sie weitere Einträge mit Hinzufügen an.

Abb. 44: LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen->Neu->Hinzufügen
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Ankündigen | Nur für IPv6-Modus = RouterHier können Sie - bezogen auf den Link-Präfix, der im aktuellen Fenster definiert wird - festlegen, ob dieser Präfix per Router Advertisement über die gewählte Schnittstelle versendet werden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
Felder im Menü Link-Präfix
| Feld Beschreibung | |
| Art der Einrichtung | Wählen Sie, auf welche Weise der Link-Präfix festgelegt werden soll.Mögliche Werte:• Von Allgemeinem Präfix (Standardwert): Der Link-Präfix wird von einem allgemeinen Präfix abgeleitet.• Statisch: Sie können den Link-Präfix eingeben. |
| Allgemeiner Präfix | Nur für Art der Einrichtung = Von Allgemeinem PräfixWählen Sie den Allgemeinen Präfix, von dem der Link-Präfix abgeleitet werden soll. Sie können unter den Allgemeinen Präfixen wählen, die unter Netzwerk->Allgemeine IPv6-Präfixe->Konfiguration eines Allgemeinen Präfixes->Neu angelegt sind. |
| Automatische Subnetzerstellung | Nur wenn Art der Einrichtung = Von Allgemeinem Präfix und wenn ein Allgemeiner Präfix gewählt ist.Wählen Sie, ob das Subnetz automatisch erstellt werden soll. Bei der automatischen Subnetzerstellung wird für das erste Subnetz die ID 0 verwendet, für das zweite Subnetz die Subnetz-ID 1, usw.Mögliche Werte für die Subnetz-ID sind 0 bis 65535.Die Subnetz-ID beschreibt das vierte der vier 16-Bit-Felder eines Link-Präfix. Bei der Subnetzerstellung wird der dezimale ID-Wert in einen hexadezimalen Wert umgerechnet.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv.Wenn die Funktion nicht aktiv ist, so können Sie durch Eingabe der Subnetz-ID ein Subnetz definieren. |
| Subnetz-ID | Nur wenn Automatische Subnetzerstellung nicht aktiv ist.Geben Sie eine Subnetz-ID ein, um ein Subnetz zu definieren. Die Subnetz-ID beschreibt das vierte der vier 16-Bit-Felder eines Link-Präfix.Mögliche Werte sind 0 bis 65535.Bei der Subnetzerstellung wird der eingegebene dezimale Wert in einen hexadezimalen Wert umgerechnet. |
| Link-Präfix | Nur für Art der Einrichtung = StatischSie können den Link-Präfix einer IPv6-Adresse eingeben. Dieser Präfix muss mit : : enden. Seine Länge ist mit 64 vorgegeben. |
Felder im Menü Host-Adresse
| Feld Beschreibung | |
| Erzeugungsmethode | Legen Sie fest, ob der Host-Anteil der IPv6-Adresse mittels EUI-64 automatisch aus der MAC-Adresse erzeugt werden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv.EUI-64 setzt folgenden Prozess in Gang:Die hexadezimale 48-Bit MAC Adresse wird in 2 x 24 Bit geteilt.In die entstandene Lücke wird FFFE eingefügt, um 64 Bit zu erhalten.Die hexadezimale Schreibweise der 64 Bit wird in die duale Schreibweise umgewandelt.Im ersten 8-Bit-Feld wird Bit 7 auf 1 gesetzt. |
| Statische Adressen | Sie können, unabhängig von der automatischen Erzeugung, die unter Erzeugungsmethode festgelegt ist, mit Hinzufügen den Host-Anteil einer IPv6-Adresse oder mehrerer IPv6-Adressen manuell eingeben. Seine Länge ist mit 64 vorgegeben. Beginnen Sie die Eingabe mit : : . |
Die Felder im Menü Erweitert sind Bestandteil der Präfix-Informationen, die im Router Advertisement gesendet werden, wenn Ankündigen aktiv ist. Das Menü Erweitert besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte IPv6-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| On Link Flag | Wählen Sie, ob das On-Link Flag (L-Flag) gesetzt werden soll.Dadurch fügt der Host das Präfix der Präfixliste hinzu.Mit Auswahl von Wahr wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Autonomous Flag | Wählen Sie, ob das Autonomous Address Configuration Flag (A-Flag) gesetzt werden soll.Dadurch nutzt ein Host das Präfix und eine Schnittstellen-ID, um daraus seine Adresse abzuleiten.Mit Auswahl von Wahr wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Bevorzugte Gültigkeitsdauer | Geben Sie eine Zeitspanne in Sekunden ein. Während dieser Zeit werden die Adressen, die mit Hilfe des Präfix per SLAAC erzeugt wurden, bevorzugt verwendet.Der Standardwert ist 604800 Sekunden. |
| Gültigkeitsdauer | Geben Sie eine Zeitspanne in Sekunden an, für die das Präfix gültig ist.Der Standardwert ist 2592000 Sekunden. |
| [STWW] HinweisDer Wert für die Gültigkeitsdauer sollte niedriger sein als derjenige, der unter Erweiterte IPv6-Einstellungen für die Option Router-Gültigkeitsdauer konfiguriert ist. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte IPv4-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| DHCP-MAC-Adresse | Nur für Adressmodus = DHCP Ist Voreingestellte verwenden aktiviert (Standardeinstellung) wird die Hardware-MAC-Adresse der Ethernet-Schnittstelle verwendet. Bei physikalischen Schnittstellen ist die aktuelle MAC-Adresse standardmäßig eingetragen.Wenn Sie Voreingestellte verwenden deaktivieren, geben Sie eine MAC-Adresse für die virtuelle Schnittstelle ein, z. B.00:e1:f9:06:bf:03.Manche Provider verwenden hardware-unabhängige MAC-Adressen, um ihren Clients IP-Adressen dynamisch zuzuweisen. Sollte Ihnen Ihr Provider eine MAC-Adresse zugewiesen haben, so tragen Sie diese hier ein. |
| DHCP-Hostname | Nur für Adressmodus = DHCP Geben Sie den Hostnamen ein, der vom Provider gefordert wird. Die maximale Länge des Eintrags beträgt 45 Zeichen. |
| DHCP Broadcast Flag | Nur für Adressmodus = DHCP Wählen Sie aus, ob in den DHCP-Anfragen Ihres Gerätes das BROADCAST Bit gesetzt werden soll oder nicht. Einige DHCP-Server, die IP-Adressen mittels UNICAST vergeben, reagieren nicht auf DHCP-Anfragen mit gesetztem BROADCAST Bit. In diesem Falle ist es nötig, DHCP-Anfragen zu versenden, in denen dieses Bit nicht gesetzt ist. Deaktivieren Sie in diesem Fall diese Option.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Proxy ARP | Wählen Sie aus, ob Ihr Gerät ARP-Requests aus dem eigenen LAN stellvertretend für definierte Gegenstellen beantworten soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| TCP-MSS-Clamping | Wählen Sie aus, ob Ihr Gerät das Verfahren MSS Clamping anwenden soll. Um die Fragmentierung von IP-Paketen zu verhindern, wird hierbei vom Gerät automatisch die MSS (Maximum Segment Size) auf den hier einstellbaren Wert verringert.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. Bei Aktivierung ist im Eingabefeld der Standardwert 1350 eingetragen. |
Felder im Menü Erweiterte IPv6-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Router-Gültigkeitsdauer | Nur für IPv6 = Aktiviert, IPv6-Modus = Router und Router Advertisement übertragen = AktiviertGeben Sie eine Zeitspanne in Sekunden an. Für dieses Intervall verbleibt der Router in der Default Router List.Der Standardwert ist 600 Sekunden. Der Maximalwert ist 65520 Sekunden. Ein Wert von 0 besagt, dass der Router kein Standardrouterist und nicht in die Default Router List eingetragen werden soll. HinweisDer Wert für dieRouter-Gültigkeitsdauersollte höher sein als die kürzeste Link-Präfix-Gültigkeitsdauer, die im unter Grundlegende IPv6-Parameterfür die Schnittstelle konfiguriert ist. |
| Router-Präferenz | Nur für IPv6 = Aktiviert, IPv6-Modus = Router undRouter Advertisement übertragen = AktiviertWählen Sie die Präferenz Ihres Routers für die Wahl des Standardrouters. Dies ist in Fällen nützlich, in denen ein Knoten Advertisements von mehreren Routern erhält oder in Back-Up-Szenarien.Mögliche Werte:• Hoch• Mittelh(Standardwert)• Niedrig |
| DHCP-Modus | Nur für IPv6 = Aktiviert, IPv6-Modus = Router undRouter Advertisement übertragen = AktiviertWählen Sie die an den DHCP-Client weitergeleiteten Informationen aus.[IMAGE]Her Router muss nicht als DHCP-Server eingerichtet sein.Mit Auswahl vonAndere - DNS-Server, SIP-Server (Standardwert) werden nicht-adressbezogene Informationen, wie z. B. DNS, VoIP, usw. durchgeleitet.Aktivieren Sie diese Option, wenn die Hosts im Netzwerk ihre IP-Adresse über SLAAC automatisch bilden sollen. Der Router sendet in diesem Fall ausschließlich nicht-adressbezogene Daten über DHCP.Mit Auswahl vonVerwaltet - IPv6-Adressverwaltung werden sowohl die IPv6-Adressen als auch alle nicht adressbezogenen Daten vom Host per DHCP bezogen. |
| DNS-Propagation | Nur für IPv6-Modus = Router undRouter Advertisement übertragenAktiviertWählen Sie aus, ob DNS-Server-Adressen über Router Advertisements propagiert werden sollen und wenn ja, auf welche Weise. Es werden maximal zwei DNS-Server-Adressen propagiert.Mögliche Werte:• Aus:Es wird keine DNS-Server-Adresse propagiert.• Selbst:Die eigene IP-Adresse wird als DNS-Server-Adresse propagiert. Bei mehreren Adressen, werden die Adressen in folgender Reihenfolge propagiert:• Globale Adressen• ULA (Unique Local Addresses)• Link-Lokale-Adressen |
Feld Beschreibung
- Sonstige: Die statisch konfigurierten und die dynamisch gelernten DNS-Server-Einträge werden gemäß ihrer Priorität propagiert. Sind keine Einträge vorhanden, werden keine Adressen propagiert.
8.2 VLAN
Durch die Implementierung der VLAN-Segmentierung nach 802.1Q ist die Konfiguration von VLANs auf Ihrem Gerät möglich. Insbesondere sind Funk-Ports eines Access Points in der Lage, das VLAN-Tag eines Frames, das zu den Clients gesendet wird, zu entfernen und empfangene Frames mit einer vorab festgelegten VLAN-ID zu taggen. Durch diese Funktionalität ist ein Access Point nichts anderes als eine VLAN-fähiger Switch mit der Erweiterung, Clients in VLAN-Gruppen zusammenzufassen. Generell ist die VLAN-Segmentierung mit allen Schnittstellen konfigurierbar.

flowchart
graph TD
subgraph "Traditionelles LAN"
Hub1["Hub"] --> Switch["Switch"]
Hub1 --> VLAN1["VLAN Management"]
Hub1 --> VLAN2["VLAN Development"]
Hub1 --> VLAN3["VLAN Public"]
Hub2["Hub"] --> Switch
Hub2 --> VLAN2
Hub2 --> VLAN3
Hub3["Hub"] --> Switch
end
subgraph "VLAN Segmentierung"
Switch --> VLAN4["VLAN Management"]
Switch --> VLAN5["VLAN Development"]
Switch --> VLAN6["VLAN Public"]
Switch --> VLAN7["VLAN Development"]
end
subgraph "Wireless LAN 1"
Switch --> TrunkLink["Trunk Link"]
TrunkLink --> Switch
end
subgraph "Wireless LAN 2"
Switch --> WirelessVLAN_Segmentierung["Wireless VLAN-Segmentierung"]
WirelessVLAN_Segmentierung --> VLAN7["VLAN Management"]
WirelessVLAN_Segmentierung --> VLAN8["VLAN Development"]
WirelessVLAN_Segmentierung --> VLAN9["VLAN Public"]
end
Abb. 45: VLAN-Segmentierung
VLAN für Bridging und VLAN für Routing
Im Menü LAN->VLAN werden VLANs (virtuelle LANs) mit Schnittstellen, die im Bridging-Modus arbeiten, konfiguriert. Über das Menü VLAN können Sie alle dafür notwendigen Einstellungen vornehmen und deren Status abfragen.

Achtung
Für Schnittstellen, die im Routing-Modus arbeiten, wird der jeweiligen Schnittstelle lediglich eine VLAN-ID zugewiesen. Dies definieren Sie über die Parameter Schnittstellenmodus = Tagged (VLAN) und das Feld VLAN-ID im Menü LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen->Neu.
8.2.1 VLANs
In diesem Menü können Sie sich alle bereits konfigurierten VLANs anzeigen lassen, Ihre Einstellungen bearbeiten und neue VLANs erstellen. Standardmäßig ist das VLAN Management mit VLAN Identifier = 1 vorhanden, dem alle Schnittstellen zugeordnet sind.
8.2.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere VLANs zu konfigurieren.
VLANs Portkonfiguration Verwaltung

Abb. 46: LAN->VLAN->VLANs->Neu
Das Menü LAN->VLAN->VLANs->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü VLAN konfigurieren
| Feld Beschreibung | |
| VLAN Identifier | Geben Sie die Ziffer ein, die das VLAN identifiziert. Im Menü kann dieser Wert nicht mehr verändert werden.Mögliche Werte sind 1 (Standardwert) bis 4094 |
| VLAN-Name | Geben Sie einen eindeutigen Namen für das VLAN ein. Möglich ist eine Zeichenkette mit bis zu 32 Zeichen.Der voreingestellt VLAN-Name ist Management. |
| VLAN-Mitglieder | Wählen Sie die Ports aus, die zu diesem VLAN gehören sollen. Über die Schaltfläche Hinzufügen können Sie weitere Mitglieder hinzufügen.Wählen Sie weiterhin zu jedem Eintrag aus, ob die Frames, die von diesem Port übertragen werden, Tagged (also mit VLAN-Information) oder Untagged (also ohne VLAN-Information) übertragen werden sollen. |
8.2.2 Portkonfiguration
In diesem Menü können Sie Regeln für den Empfang von Frames an den Ports des VLANs festlegen und einsehen.


Abb. 47: LAN->VLANs->Portkonfiguration
Das Menü LAN->VLANs->Portkonfiguration besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Portkonfiguration
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Zeigt den Port an, für den Sie die PVID definieren und Verarbeitungsregeln definieren. |
| PVID | Weisen Sie dem ausgewählten Port die gewünschte PVID (Port VLAN Identifier) zu.Wenn ein Paket ohne VLAN-Tag diesen Port erreicht, wird es mit dieser PVID versehen. |
| Frames ohne Tag verwerfen | Wenn die Option aktiviert ist, werden ungetaggte Frames verworfen. Ist die Option deaktiviert, werden ungetaggte Frames mit der in diesem Menü definierten PVID getaggt. |
| Nicht-Mitglieder verwerfen | Wenn die Option aktiviert ist, werden alle getaggten Frames verworfen, die mit einer VLAN-ID getaggt sind, in der der ausgewählte Port nicht Mitglied ist. |
8.2.3 Verwaltung
In diesem Menü nehmen Sie allgemeine Einstellungen für ein VLAN vor. Die Optionen sind für jede Bridge-Gruppe separat zu konfigurieren.


Abb. 48: LAN->VLANs->Verwaltung
Das Menü LAN->VLANs->Verwaltung besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Bridge-Gruppe br
| Feld Beschreibung | |
| VLAN aktivieren | Aktivieren oder deaktivieren Sie die spezifizierte Bridge-Gruppe für VLAN.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion deaktiviert. |
| Verwaltungs-VID | Wählen Sie die VLAN-ID des VLANs aus, in dem Ihr Gerät arbeiten soll. |
Kapitel 9 Wireless LAN
Bei Funk-LAN oder Wireless LAN (WLAN = Wireless Local Area Network) handelt es sich um den Aufbau eines Netzwerkes mittels Funktechnik.
Netzwerkfunktionen
Ein WLAN ermöglicht genauso wie ein kabelgebundenes Netzwerk alle wesentlichen Netzwerkfunktionen. Somit steht der Zugriff auf Server, Dateien, Drucker und Mailsystem genauso zuverlässig zur Verfügung wie der firmenweite Internetzugang. Da keine Verkabelung der Geräte nötig ist, hat ein WLAN den großen Vorteil, dass nicht auf bauliche Einschränkungen geachtet werden muss (d. h. der Gerätestandort ist unabhängig von der Position und der Zahl der Anschlüsse).
Derzeit gültiger Standard: IEEE 802.11
Bei 802.11-WLANs sind alle Funktionen eines verkabelten Netzwerks möglich. WLAN sendet innerhalb und außerhalb von Gebäuden mit maximal 100 mW.
IEEE 802.11g ist der derzeit am weitesten verbreitete Standard für Funk-LANs und bietet eine maximale Datenübertragungsrate von 54 Mbit/s. Dieses Verfahren arbeitet im Funkfrequenzbereich von 2,4 GHz, der gewährleistet, dass Gebäudeteile möglichst gut und bei nur geringer, gesundheitlich unproblematischer Sendeleistung durchdrungen werden.
Ein zu 802.11g kompatibler Standard ist 802.11b, der im 2,4 GHz-Band (2400 MHz - 2485 MHz) arbeitet und eine maximale Datenübertragungsrate von 11 Mbit/s bietet. 802.11b- und 802.11g-WLAN Systeme sind anmelde- und gebührenfrei.
Mit 802.11a sind im Bereich 5150 GHz bis 5725 MHz Bandbreiten bis 54 Mbit/s nutzbar. Mit dem größeren Frequenzbereich stehen 19 nicht überlappende Frequenzen (in Deutschland) zur Verfügung. Auch dieser Frequenzbereich ist in Deutschland lizenzfrei nutzbar. In Europa werden mit 802.11h nicht nur 30 mW sondern 1000 mW Sendeleistung nutzbar, jedoch nur unter Einsatz von TPC (TX Power Control, Methode zur Regelung der Sendeleistung bei Funksystemen zur Reduktion von Interferenzen) und DFS (Dynamic Frequency Selection). TPC und DFS sollen sicherstellen, dass Satellitenverbindungen und Radargeräte nicht gestört werden.
Der Standard 802.11n (Draft 2.0) verwendet für die Datenübertragung die MIMO-Technik (Multiple Input Multiple Output), was Datentransfer über WLAN über größere Entfernungen oder mit höheren Datenraten ermöglicht. Mit einer Bandbreite von 20 oder 40 MHz werden so 150 bis 300 MBit/s Bruttodatenrate erreicht.
Durch eine Änderung im Telekommunikationsgesetz (TKG) wurde es möglich, das 5,8 GHz-Band (5755 MHz - 5875 MHz) für sogenannte BFWA-Anwendungen (Broadband Fixed Wireless Access) zu nutzen. Dazu ist allerdings eine Anmeldung bei der Bundesnetzagentur nötig. Jedoch ist auch hier der Einsatz von TPC und DFS verbindlich.
9.1 WLAN
Im Menü Wireless LAN->WLAN können Sie alle WLAN-Module Ihres Geräts konfigurieren.
Je nach Modellvariante sind ein oder zwei WLAN-Module, WLAN 1 und ggf. WLAN 2 verfügbar.
Konkrete Hinweise für die Konfiguration von Wireless LAN finden Sie am Ende des Kapitels unter WLAN - Konfigurationsbeispiel auf Seite 90.
9.1.1 Einstellungen Funkmodul
Im Menü Wireless LAN->WLAN->Einstellungen Funkmodul wird eine Übersicht über alle Konfigurationsoptionen des WLAN-Moduls angezeigt.
Einstellungen Funkmodul
Einstellungen Funkmodul
| MAC-Adresse | Betriebsmodus | Frequenzband | Verwendeter Kanal | Sendeleistung | Status | |
| 00:a0:f9:ff:a4:fb | Aus | 2,4 GHz | 6 | Max. |
Abb. 49: Wireless LAN->WLAN->Einstellungen Funkmodul
9.1.1.1 Einstellungen Funkmodul->
In diesem Menü ändern Sie die Einstellungen des Funkmoduls.
Wählen Sie das Symbol um die Konfiguration zu bearbeiten.
Einstellungen Funkmodul
| WLAN-Einstellungen | |
| Betriebsmodus | Access-Point ▼ |
| Frequenzband | 2,4 GHz In/Outdoor ▼ |
| Kanal | Auto ▼ |
| Ausgewählter Kanal | 6 |
| Anzahl der Spatial Streams | 2 ▼ |
| Sendeleistung | Max. ▼ |
| Performance-Einstellungen | |
| Drahtloser Modus | 802.11b/g/n ▼ |
| Airtime Fairness | □ Aktiviert |
Erweiterte Einstellungen
| Kanalplan | Alle ▼ | |
| RTS Threshold | Immer inaktiv ▼ | |
| Short Guard Interval | ☑ Aktiviert | |
| Fragmentation Threshold | 2346 Bytes | |
OK Abbrechen
Abb. 50: Wireless LAN->WLAN->Einstellungen Funkmodul->für Betriebsmodus Access-Point
Das Menü Wireless LAN->WLAN->Einstellungen Funkmodul-> besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü WLAN-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Betriebsmodus | Legen Sie fest, in welchem Modus das Funkmodul Ihres Geräts betrieben werden soll.Mögliche Werte:Aus (Standardwert): Das Funkmodul ist nicht aktiv.Access-Point: Ihr Gerät dient als Access Point in Ihrem Netzwerk. |
| Frequenzband | Wählen Sie das Frequenzband und ggf. den Einsatzbereich des Funkmoduls aus.Für Betriebsmodus = Access-PointMögliche Werte:2,4 GHz In/Outdoor (Standardwert): Ihr Gerät wird mit 2.4 GHz(Mode 802.11b und Mode 802.11g) innerhalb oder außerhalb von Gebäuden betrieben.5 GHz Indoor: Ihr Gerät wird mit 5 GHz (Mode 802.11a/h) innerhalb von Gebäuden betrieben.5 GHz Outdoor: Ihr Gerät wird mit 5 GHz (Mode 802.11a/h) außerhalb von Gebäuden betrieben.5 GHz In/Outdoor: Ihr Gerät wird mit 5 GHz (Mode 802.11a/h) innerhalb oder außerhalb von Gebäuden betrieben. |
| Kanal | Die Anzahl der wählbaren Kanäle ist von der Ländereinstellung abhängig. Bitte ziehen Sie hier das aktuelle Datenblatt Ihres Geräts zu Rate.Access-Point-Modus:Durch das Einstellen des Netzwerknamens (SSID) im Access-Point-Modus werden Funknetze zwar logisch voneinander getrennt, können sich aber physisch immer noch behindern, falls sie auf denselben bzw. zu nah nebeneinander liegenden Funkkanälen arbeiten. Falls Sie also zwei oder mehr Funknetze mit geringem Abstand betreiben, ist es ratsam, den Netzen verschiedene Kanäle zuzuweisen. Diese sollten jeweils mindestens 4 Kanäle auseinanderliegen, da ein Netz auch die benachbarten Kanäle teilweise mitbelegt.Im Falle der manuellen Kanalauswahl vergewissern Sie sich bitte vorher, ob die entsprechenden Clients diese Kanäle auch unterstützen.Mögliche Werte:Für Frequenzband = 2,4 GHz In/OutdoorMögliche Werte sind 1 bis 13 und Auto (Standardwert).Für Frequenzband = 5 GHz IndoorMögliche Werte sind 36, 40, 44, 48 und Auto (Standardwert)Für Frequenzband = 5 GHz In/Outdoor und 5 GHz OutdoorHier ist nur die Option Auto möglich. |
| Ausgewählter Kanal | Zeigt den verwendeten Kanal an. |
| Bandbreite | Nicht für Frequenzband = 2,4 GHz In/OutdoorWählen Sie aus, wie viele Kanäle verwendet werden sollen.Mögliche Werte:20 MHz (Standardwert): Ein Kanal mit 20 MHz Bandbreite wird verwendet.40 MHz: Zwei Kanäle mit je 20 MHz Bandbreite werden verwendet. Dabei dient ein Kanal als Kontroll-Kanal und der andere als Erweiterungs-Kanal. |
| Anzahl der Spatial Streams | Nur für Drahtloser Modus = 802.11b/g/n, 802.11g/n und 802.11nWählen Sie aus, wie viele Datenströme parallel verwendet werden sollen.Mögliche Werte:2: Zwei Datenströme werden verwendet.1: Ein Datenstrom wird verwendet. |
| Sendeleistung | Wählen Sie den Maximalwert der abgestrahlten Antennenleistung. Dietatsächlich abgestrahlte Antennenleistung kann abhängig von der übertragenen Datenrate auch niedriger liegen als der eingestellte Maximalwert. Der Maximalwert der verfügbaren Sendeleistung ist länderabhängig.Mögliche Werte:Max. (Standardwert): Die maximale Antennenleistung wird verwendet.5 dBm8 dBm11 dBm14 dBm16 dBm17 dBm |
Felder im Menü Performance-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Drahtloser Modus | Wählen Sie die Wireless-Technologie aus, die der Access Point anwen-den soll.Für Betriebsmodus = Access-Point und Frequenzband = 2,4 GHz In/Outdoor.Mögliche Werte:802.11g: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11g.802.11b-Clients können nicht zugreifen.802.11b: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11b und zwingt alle Clients dazu, sich anzupassen.802.11 mixed (b/g): Ihr Gerät passt sich der Technologie der Cli-ents an und arbeitet entweder nach 802.11b oder 802.11g.802.11 mixed long (b/g): Ihr Gerät passt sich der Technologie der Clients an und arbeitet entweder nach 802.11b oder 802.11g. Nur die Datenrate von 1 und 2 Mbit/s müssen von allen Clients unterstützt werden (Basic Rates). Dieser Modus wird auch für Centrino Clients be-nötigt, falls Verbindungsprobleme aufgetreten sind.802.11 mixed short (b/g): Ihr Gerät passt sich der Technologie der Clients an und arbeitet entweder nach 802.11b oder 802.11g. Für mixed-short gilt: Die Datenraten 5.5 und 11 Mbit/s müssen von allen Clients unterstützt werden (Basic Rates).802.11b/g/n: Ihr Gerät arbeitet entweder nach 802.11b, 802.11g oder 802.11n.802.11g/n: Ihr Gerät arbeitet entweder nach 802.11g oder 802.11n.802.11n: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11n.Für Betriebsmodus = Access-Point und Frequenzband = 5 GHz Indoor, 5 GHz Outdoor, 5 GHz In/Outdoor.Mögliche Werte:802.11a: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11a.802.11n: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11n.802.11a/n: Ihr Gerät arbeitet entweder nach 802.11a oder 802.11n. |
| Airtime Fairness | Diese Funktion ist nicht für alle Geräte verfügbar.Mit der Airtime Fairness -Funktion wird gewährleistet, dass Senderes-sourcen des Access Points intelligent auf die verbundenen Clients verteilt werden. Dadurch lässt sich verhindern, dass ein leistungsfähiger Client (z. B. ein 802.11n-Client) nur geringen Durchsatz erzielt, da ein weniger leistungsfähiger Client (z. B. ein 802.11a-Client) bei der Zuteilung gleich behandelt wird.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Diese Funktion wirkt sich lediglich auf nicht priorisierte Frames der WMM-Klasse "Background" aus. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen für Betriebsmodus = Access-Point
| Feld Beschreibung | |
| Kanalplan | Nur für Betriebsmodus = Access-Point und Kanal = AutoWählen Sie den gewünschten Kanalplan aus.Der Kanalplan trifft bei der Kanalwahl eine Vorauswahl. Dadurch wird sichergestellt, dass sich keine Kanäle überlappen, d. h. dass zwischen den verwendeten Kanälen ein Abstand von vier Kanälen eingehalten wird.Dies ist nützlich, wenn mehrere Access Points eingesetzt werden, deren Funkzellen sich überlappen.Mögliche Werte:Alle: Alle Kanäle können bei der Kanalwahl gewählt werden.Auto: Abhängig von der Region, vom Frequenzband, vom drahtlosen Modus und von der Bandbreite werden diejenigen Kanäle zur Verfügung gestellt, die vier Kanäle Abstand haben.Benutzerdefiniert: Wählen Sie die gewünschten Kanäle selbst aus. |
| Ausgewählte Kanäle | Nur für Kanalplan = BenutzerdefiniertHier werden die aktuell gewählten Kanäle angezeigt.Mit Hinzufügen können Sie Kanäle hinzufügen. Wenn alle verfügbaren Kanäle angezeigt werden, können Sie keine Einträge hinzufügen.Mithilfe von Symbol können Sie Einträge löschen. |
| RTS Threshold | Hier wählen Sie aus, wie der RTS/CTS-Mechanismus ein- bzw. ausgeschaltet werden soll.Wählen Sie Benutzerdefiniert aus, können Sie in das Eingabefeld den Schwellwert in Bytes (1 - 2346) angeben, ab welcher Datenpaketlänge der RTS/CTS-Mechanismus verwendet werden soll. Dies ist sinnvoll, wenn an einem Access Point mehrere Clients betrieben werden, die sich gegenseitig nicht in Funkreichweite befinden. Der Mechanismus kann auch unabhängig von der Datenpaketlänge ein- bzw. ausgeschaltet werden, indem die Werte Immer aktiv bzw. Immer inaktiv (Standardwert) ausgewählt werden. |
| Short Guard Interval | Aktivieren Sie diese Funktion, um das Guard Interval (= Zeit zwischen der Übertragung von zwei Datensymbolen) von 800 ns auf 400 ns zu verkürzen. |
| Fragmentation Threshold | Geben Sie die maximale Größe an, ab der Datenpakete fragmentiert (d.h. in kleinere Einheiten aufgeteilt) werden. Niedrige Werte in diesem Feld sind in Bereichen mit schlechtem Empfang und bei Funkstörungen empfehlenswert.Möglich Werte sind 256 bis 2346.Der Standardwert ist 2346 Bytes. |
9.1.2 Drahtlosnetzwerke (VSS)
Wenn Sie Ihr Gerät im Access-Point-Modus betreiben (Wireless LAN->WLAN->Einstellungen Funkmodul->Betriebsmodus = Access-Point), können Sie im Menü Wireless LAN->WLAN->Drahtlosnetzwerke (VSS)->Neu die gewünschten Drahtlosnetzwerke Bearbeiten oder neue einrichten.

Hinweis
Das voreingestellte Drahtlosnetzwerk default verfügt im Auslieferungszustand über folgende Sicherheitseinstellungen:
- Sicherheitsmodus = WPA-PSK
• WPA-Modus = WPA und WPA 2 - WPA Cipher sowie WPA2 Cipher = AES und TKIP
- Der Preshared Key ist mit einem systeminternen Wert belegt, den Sie bei der Konfiguration abändern müssen.
Einstellen von Netzwerknamen
Im Gegensatz zu einem über Ethernet eingerichteten LAN verfügt ein Wireless LAN nicht über Kabelstränge, mit denen eine feste Verbindung zwischen Server und Clients hergestellt wird. Daher kann es bei unmittelbar benachbarten Funknetzen zu Störungen oder zu Zugriffsverletzungen kommen. Um dies zu verhindern, gibt es in jedem Funknetz einen Parameter, der das Netz eindeutig kennzeichnet und vergleichbar mit einem Domainnamen ist. Nur Clients, deren Netzwerk-Konfiguration mit der ihres Geräts übereinstimmt, können in diesem WLAN kommunizieren. Der entsprechende Parameter heißt Netzwerkname. Er wird im Netzwerkumfeld manchmal auch als SSID bezeichnet.
Absicherung von Funknetzwerken
Da im WLAN Daten über das Übertragungsmedium Luft gesendet werden, können diese theoretisch von jedem Angreifer, der über die entsprechenden Mittel verfügt, abgefangen und gelesen werden. Daher muss der Absicherung der Funkverbindung besondere Beachtung geschenkt werden.
Es gibt drei Sicherheitsstufen, WEP, WPA-PSK und WPA Enterprise. WPA Enterprise bietet die höchste Sicherheit, diese Sicherheitsstufe ist allerdings eher für Unternehmen interessant, da ein zentraler Authentisierungsserver benötigt wird. Privatanwender sollten WEP oder besser WPA-PSK mit erhöhter Sicherheit als Sicherheitsstufe auswählen.
WEP
802.11 definiert den Sicherheitsstandard WEP (Wired Equivalent Privacy = Verschlüsselung der Daten mit 40 Bit (Sicherheitsmodus = WEP 40) bzw. 104 Bit (Sicherheitsmodus = WEP 104). Das verbreitet genutzte WEP hat sich jedoch als anfällig herausgestellt. Ein höheres Maß an Sicherheit erreicht man jedoch nur durch zusätzlich zu konfigurierende, auf Hardware basierende Verschlüsselung (wie z. B. 3DES oder AES). Hierdurch können auch sensible Daten ohne Angst vor Datendiebstahl über die Funkstrecke übertragen werden.
IEEE 802.11i
Der Standard IEEE 802.11i für Wireless-Systeme beinhaltet grundsätzliche Sicherheitsspezifikationen für Funknetze, besonders im Hinblick auf Verschlüsselung. Er ersetzt das unsichere Verschlüsselungsverfahren WEP (Wired Equivalent Privacy) durch WPA (Wi-Fi Protected Zugriff). Zudem sieht er die Verwendung des Advanced Encryption Standard (AES) zur Verschlüsselung von Daten vor.
WPA
WPA (Wi-Fi Protected Access) bietet zusätzlichen Schutz durch dynamische Schlüssel, die auf dem Temporal Key Integrity Protocol (TKIP) basieren, und bietet zur Authentifizierung von Nutzern PSK (Pre-Shared-Keys) oder Extensible Authentication Protocol (EAP) über 802.1x (z. B. RADIUS) an.
Die Authentifizierung über EAP wird meist in großen Wireless-LAN-Installationen genutzt, da hierfür eine Authentifizierungsinstanz in Form eines Servers (z. B. eines RADIUS-Servers) benötigt wird. In kleineren Netzwerken, wie sie im SoHo (Small Office, Home Office) häufig vorkommen, werden meist PSKs (Pre-Shared-Keys) genutzt. Der entsprechende PSK muss somit allen Teilnehmern des Wireless LAN bekannt sein, da mit seiner Hilfe der Sitzungsschlüssel generiert wird.
WPA 2
Die Erweiterung von WPA ist WPA 2. In WPA 2 wurde nicht nur der 802.11i-Standard erstmals vollständig umgesetzt, sondern es nutzt auch einen anderen Verschlüsselungsalgorithmus (AES, Advanced Encryption Standard).
Zugangskontrolle
Sie können kontrollieren, welche Clients über Ihr Gerät auf Ihr Wireless LAN zugreifen dürfen, indem Sie eine Access Control List anlegen (Zugriffskontrolle oder MAC-Filter). In der Access Control List tragen Sie die MAC-Adressen der Clients ein, die Zugriff auf Ihr Wireless LAN haben dürfen. Alle anderen Clients haben keinen Zugriff.
Sicherheitsmaßnahmen
Zur Absicherung der über das WLAN übertragenen Daten sollten Sie im Menü Wireless LAN->WLAN->Drahtlosnetzwerke (VSS)->Neu gegebenenfalls folgende Konfigurationsschritte vornehmen:
- Ändern Sie die Zugangspasswörter Ihres Geräts.
- Ändern Sie die Standard-SSID, Netzwerkname (SSID) = default, Ihres Access Points. Setzen Sie Sichtbar = Aktiviert. Damit werden alle WLAN-Clients ausgeschlossen, die mit dem allgemeinen Wert für Netzwerkname (SSID) Beliebig einen Verbindungsaufbau versuchen und welche die eingestellten SSIDs nicht kennen.
- Nutzen Sie die zur Verfügung stehenden Verschlüsselungsmethoden. Wählen Sie dazu Sicherheitsmodus = WEP 40, WEP 104, WPA-PSK oder WPA-Enterprise und tragen Sie den entsprechenden Schlüssel im Access Point unter WEP-Schlüssel 1 - 4 bzw. Preshared Key sowie in den WLAN-Clients ein.
- Der WEP-Schlüssel sollte regelmäßig geändert werden. Wechseln Sie dazu den Übertragungsschlüssel. Wählen Sie den längeren 104-Bit-WEP-Schlüssel.
- Für die Übertragung von extrem sicherheitsrelevanten Informationen sollte der Sicherheitsmodus = WPA-Enterprise mit WPA-Modus = WPA 2 konfiguriert werden. Diese Methode beinhaltet eine hardwarebasierte Verschlüsselung und RADIUS-Authentifizierung des Clients. In Sonderfällen ist auch eine Kombination mit IPSec möglich.
- Beschränken Sie den Zugriff im WLAN auf zugelassene Clients. Tragen Sie die MAC-Adressen der Funknetzwerkkarten dieser Clients in die Erlaubte Adressen-Liste im Menü MAC-Filter ein (siehe Felder im Menü MAC-Filter auf Seite 88).
Im Menü Wireless LAN->WLAN->Drahtlosnetzwerke (VSS) wird eine Liste aller WLAN-Netzwerke angezeigt.
9.1.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Drahtlosnetzwerke zu konfigurieren.
Einstellungen Funkmodul Drahtlosnetzwerke (VSS)

Abb. 51: Wireless LAN->WLAN->Drahtlosnetzwerke (VSS)->Neu
Das Menü Wireless LAN->WLAN->Drahtlosnetzwerke (VSS)->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Service Set Parameter
| Feld Beschreibung | |
| Netzwerkname (SSID) | Geben Sie den Namen des Wireless Netzwerks (SSID) ein.Geben Sie eine ASCII-Zeichenfolge mit max. 32 Zeichen ein.Wählen Sie außerdem aus, ob der Netzwerkname (SSID) übertragen werden soll.Mit Auswahl von Sichtbar wird der Netzwerkname sichtbar übertragen.Standardmäßig ist er sichtbar. |
| Intra-cell Repeating | Wählen Sie aus, ob die Kommunikation zwischen den WLAN-Clients innerhalb einer Funkzelle erlaubt sein soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| WMM | Wählen Sie aus, ob für das Drahtlosnetzwerk Sprach- oder Videodaten-Priorisierung mittels WMM (Wireless Multimedia) aktiviert sein soll, um stets eine optimale Übertragungsqualität bei zeitkritischen Anwendungen zu erreichen. Es wird Datenpriorisierung nach DSCP (Differentiated Services Code Point) oder IEEE802.1d unterstützt.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| U-APSD | Wählen Sie aus, ob der Stromsparmodus Unscheduled Automatic Power Save Delivery (U-APSD) aktiviert werden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
Felder im Menü Sicherheitseinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Sicherheitsmodus | Wählen Sie den Sicherheitsmodus (Verschlüsselung und Authentifizierung) des Drahtlosnetzwerkes aus.Mögliche Werte:Inaktiv (Standardwert): Weder Verschlüsselung noch AuthentifizierungWEP 40: WEP 40 BitWEP 104: WEP 104 BitWPA-PSK: WPA Preshared KeyWPA-Enterprise: 802.11i/TKIP |
| Übertragungsschlüssel | Nur für Sicherheitsmodus = WEP 40 oder WEP 104Wählen Sie einen der in WEP-Schlüssel <1 - 4> konfigurierten Schlüssel als Standardschlüssel aus.Der Standardwert ist Schlüssel 1. |
| WEP-Schlüssel 1-4 | Nur für Sicherheitsmodus = WEP 40, WEP 104Geben Sie den WEP-Schlüssel ein.Geben Sie eine Zeichenfolge mit der für den gewählten WEP-Modus passenden Zeichenanzahl ein. Für WEP 40 benötigen Sie eine Zeichenfolge mit 5 Zeichen, für WEP 104 mit 13 Zeichen, z. B. hallo für WEP 40, wepl für WEP 104. |
| WPA-Modus | Nur für Sicherheitsmodus = WPA-PSK und WPA-EnterpriseWählen Sie aus, ob Sie WPA (mit TKIP-Verschlüsselung) oder WPA 2 (mit AES-Verschlüsselung) oder beides anwenden wollen.Mögliche Werte:WPA und WPA 2 (Standardwert): WPA und WPA 2 können angewendet werden.WPA: Nur WPA wird angewendet.WPA 2: Nur WPA 2 wird angewendet. |
| WPA Cipher | Nur für Sicherheitsmodus = WPA-PSK und WPA-Enterprise und für WPA-Modus = WPA und WPA und WPA 2Wählen Sie aus, mit welcher Verschlüsselung Sie WPA anwenden wollen.Mögliche Werte:• AES: AES wird angewendet.• TKIP: TKIP wird angewendet• AES und TKIP (Standardwert): AES oder TKIP werden angewendet. |
| WPA2 Cipher | Nur für Sicherheitsmodus = WPA-PSK und WPA-Enterprise und für WPA-Modus = WPA 2 und WPA und WPA 2Wählen Sie aus, mit welcher Verschlüsselung Sie WPA 2 anwenden wollen.Mögliche Werte:• AES: AES wird angewendet.• AES und TKIP (Standardwert): AES oder TKIP werden angewendet. |
| Preshared Key | Nur für Sicherheitsmodus = WPA-PSKGeben Sie das WPA-Passwort ein.Geben Sie eine ASCII-Zeichenfolge mit 8 - 63 Zeichen ein.HinweisÄndern Sie unbedingt den Standard Preshared Key! Solange der Schlüssel nicht geändert wurde, ist ihr Gerät nicht gegen einen unautorisierten Zugriff geschützt! |
| EAP-Vorabauthentifizierung | Nur für Sicherheitsmodus = WPA-EnterpriseWählen Sie aus, ob EAP-Vorabauthentifizierung aktiviert werden soll. Mit dieser Funktion gibt ihr Gerät bekannt, dass WLAN-Clients, die schon mit einem anderen Access Point verbunden sind, vorab eine 802.1x-Authentifizierung mit Ihrem Gerät durchführen können, sobald sie in Reichweite sind. Solche WLAN-Clients können sich anschließend auf vereinfachte Weise über die bestehende Netzwerkverbindung mit Ihrem Gerät verbinden.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
Felder im Menü Client-Lastverteilung
| Feld Beschreibung | |
| Max. Anzahl Clients - Hard Limit | Geben Sie die maximale Anzahl an Clients ein, die sich mit diesem Drahtlosnetzwerk (SSID) verbinden dürfen.Die Anzahl der Clients, die sich maximal an einem Funkmodul anmelden können, ist abhängig von der Spezifikation des jeweiligen WLAN-Moduls. Diese Anzahl verteilt sich auf alle auf diesem Radiomodul Drahtlosnetzwerke. Ist die maximale Anzahl an Clients erreicht, können keine neuen Drahtlosnetzwerke mehr angelegt werden und es erscheint ein Warnhinweis.Mögliche Werte sind ganze Zahlen von 1 bis 254.Der Standardwert ist 32. |
| Max. Anzahl Clients - Soft Limit | Diese Funktion wird nicht von allen Geräten unterstützt.Um eine vollständie Auslastung eines Radiomoduls zu vermeiden, können Sie hier eine "weiche" Begrenzung der Anzahl verbundener Clients vornehmen. Wird diese Anzahl erreicht, werden neue Verbindungsanfragen zunächst abgelehent. Findet der Client kein anderes Drahtlosnetzwerk und wiederholt daher seine Anfrage, wird die Verbindung akzeptiert. Erst bei Erreichen des Max. Anzahl Clients - Hard Limit werden Anfragen strikt abgelehnt.Der Wert der Max. Anzahl Clients - Soft Limit muss gleich oder kleiner sein als der Max. Anzahl Clients - Hard Limit.Der Standardwert ist 28.Sie können diese Funktion deaktivieren, indem Sie Max. Anzahl Clients - Soft Limit und Max. Anzahl Clients - Hard Limit auf den gleichen Wert einstellen. |
| Auswahl des Client-Bands | Diese Funktion wird nicht von allen Geräten unterstützt.Diese Funktion erfordert eine Konfiguration mit zwei Radiomodulen, bei der das gleiche Drahtlosnetzwerk auf beiden Modulen, aber in unterschiedlichen Frequenzbändern konfiguriert ist.Die Option Auswahl des Client-Bands ermöglicht es, Clients von dem ursprünglich ausgewählten in ein weniger ausgelastetes Frequenzband zu verschieben, sofern dieses vom Client unterstützt wird. Dazu wird ein Verbindungsversuch des Clients ggf. zunächst abgelehnt, damit dieser sich in einem anderen Frequenzband erneut anzumelden versucht.Mögliche Werte:Deaktiviert, optimiert für Fast Roaming (Standardwert):Die Funktion wird für dieses VSS nicht angewendet. Dies ist dann sinnvoll, wenn Clients zwischen unterschiedlichen Funkzellen möglichst verzögerungsfrei wechseln sollen, z. B. bei Voice over WLAN.2,4-GHz-Band bevorzugt: Clients werden bevorzugt im 2,4-GHz-Band akzeptiert.5-GHz-Band bevorzugt: Clients werden bevorzugt im 5-GHz-Band akzeptiert. |
Felder im Menü MAC-Filter
| Feld Beschreibung | |
| Zugriffskontrolle | Wählen Sie aus, ob für dieses Wireless Netzwerk nur bestimmte Clients zugelassen werden sollen.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Erlaubte Adressen | Nur bei Zugriffskontrolle = AktiviertLegen Sie Einträge mit Hinzufügen an und geben Sie die MAC-Adressen der Clients (MAC-Adresse) ein, die zugelassen werden sollen. |
Felder im Menü Bandbreitenbeschränkung für jeden WLAN-Client
| Feld Beschreibung | |
| Rx Shaping | Wählen Sie die Begrenzung der Bandbreite in Empfangsrichtung.Mögliche Werte sindKeine Begrenzung (Standardwert)1 Mbit/s, 1 Mbit/s, 1 Mbit/s bis 10 Mbit/s in Einerschritten, 15 Mbit/s, 20 Mbit/s, 30 Mbit/s, 40 Mbit/s und 50 Mbit/s. |
| Tx Shaping | Wählen Sie die Begrenzung der Bandbreite in Senderichtung.Mögliche Werte sindKeine Begrenzung (Standardwert)1 Mbit/s, 1 Mbit/s, 1 Mbit/s bis 10 Mbit/s in Einerschritten, 15 Mbit/s, 20 Mbit/s, 30 Mbit/s, 40 Mbit/s und 50 Mbit/s. |
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Beacon Period | Geben Sie die Zeit in Millisekunden zwischen dem Senden zweier Beacons an.Dieser Wert wird in Beacon und Probe Response Frames übermittelt.Mögliche Werte sind 1 bis 65535.Der Standardwert ist 100 ms. |
| DTIM Period | Geben Sie das Intervall für die Delivery Traffic Indication Message (DTIM) an.Das DTIM-Feld ist ein Datenfeld in den ausgesendeten Beacons, das Clients über das Fenster zur nächsten Broadcast- oder Multicast-Übertragung informiert. Wenn Clients im Stromsparmodus arbeiten, wachen sie zum richtigen Zeitpunkt auf und empfangen die Daten.Mögliche Werte sind 1 bis 255.Der Standardwert ist 2. |
| IGMP Snooping | IGMP Snooping reduziert den Datenverkehr und damit die Netzlast, weil Multicast Pakete aus dem LAN nicht weitergeleitet werden. Es werden ausschließlich Multicast-Pakete weitergeleitet, die von den entsprechenden Clients angefordert werden. Wenn Sie IGMP Snooping aktivieren, gibt IGMP Snooping daher den Rahmen vor, in dem Multicast angewendet wird.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
9.2 Verwaltung
Das Menü Wireless LAN->Verwaltung enthält grundlegende Einstellungen, um Ihr Gateway als Access Point (AP) zu betreiben.
9.2.1 Grundeinstellungen
Grundeinstellungen

Abb. 52: Wireless LAN->Verwaltung->Grundeinstellungen
Das Menü Wireless LAN->Verwaltung->Grundeinstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü WLAN Administration
| Feld Beschreibung | |
| Region | Wählen Sie das Land, in welchem der Access Point betrieben werden soll.Mögliche Werte sind alle auf dem Wireless-Modul des Geräts vorkonfigurierten Länder.Der Bereich der auswählbaren Kanäle (Kanal im Menü Wireless LAN->WLAN->Einstellungen Funkmodul) variiert je nach Ländereinstellung.Der Standardwert ist Germany. |
9.3 Konfiguration
9.3.1 WLAN - Konfigurationsbeispiel
Voraussetzungen
- Ihr LAN ist über die erste Ethernet-Schnittstelle (Port 1) Ihres Geräts angeschlossen
- Ein Client mit geeignetem Betriebssystem und WLAN
- Im LAN verteilt ein DHCP-Server IP-Adressen aus dem Netz 192.168.2.0/24 für Clients aus dem LAN und WLAN.
- Eine z. B. mit dem Assistenten Schnellstart im Abschnitt Internet konfigurierte Verbindung zum WAN, z. B. WAN_VDSL_Telekom.
Beispielszenario

flowchart
graph TD
A["LAN 192.168.2.0/24"] --> B["Host Dynamische IP-Adresse"]
B --> C["Host Dynamische IP-Adresse"]
C --> D["Digitalisierungsbox"]
D --> E["Client 1 Dynamische IP-Adresse"]
D --> F["Client 2 Dynamische IP-Adresse"]
E --> G["WLAN"]
F --> H["WLAN"]
G --> I["Bridge-Gruppe br0 192.168.2.1/24"]
H --> I
Beispielszenario WLAN mit WPA-PSK
Konfigurationsziel
Konfiguration eines zusätzlichen WLANs (Gaeste-WLAN)
Konfigurationsschritte im Überblick
Gaeste-WLAN einrichten
| Feld Menü Wert | ||
| Netzwerkname (SSID) | Wireless LAN -> WLAN -> Drahtlosnetzwerke (VSS) -> Neu | z. B. Gaeste-WLAN |
| Sichtbar | Wireless LAN -> WLAN -> Drahtlosnetzwerke (VSS) -> Neu | Aktiviert |
| Sicherheitsmodus | Wireless LAN -> WLAN -> Drahtlosnetzwerke (VSS) -> Neu | WPA-PSK |
| WPA-Modus | Wireless LAN -> WLAN -> Drahtlosnetzwerke (VSS) -> Neu | WPA2 |
| Preshared Key | Wireless LAN -> WLAN -> Drahtlosnetzwerke (VSS) -> Neu | z. B. Super-Secret-2 |
Gaeste-WLAN aktivieren
| Feld Menü Wert | ||
| Aktion | Wireless LAN -> WLAN -> Drahtlosnetzwerke (VSS) |
IP-Pool zuordnen
| Feld Menü Wert | ||
| Adressmodus | LAN -> IP-Konfiguration -> Schnittstellen -> vss7-11 | Statisch |
| IP-Adresse / Netzmaske | LAN-> IP-Konfiguration-> Schnittstellen-> vss7-11 -> Hinzufügen | z. B. 192.168.0.10/255.255.255.0 |
| IP-Poolname | Lokale Dienste -> DHCP-Server-> IP-Pool-Konfiguration-> Neu | z. B. Pool Gaeste |
| IP-Adressbereich | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> IP-Pool-Konfiguration -> Neu | z. B. 192.168.0.50-192.168.0.99 |
| Schnittstelle | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> DHCP-Konfiguration -> Neu | vss7-11 |
| IP-Poolname | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> DH-CP-Konfiguration -> Neu | z. B. Pool Gaeste |
Firewall-Regeln einrichten
| Feld Menü Wert | ||
| Quelle | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | WLAN_VSS7-11 |
| Ziel | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | z. B. WAN_VDSL_TELEKOM |
| Dienst | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | any |
| Aktion | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Zugriff |
| Quelle | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | WLAN_VSS7-11 |
| Ziel | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | z. B. WAN |
| Dienst | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | any |
| Aktion | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Verweigern |
Kapitel 10 Wireless LAN Controller
Mit dem Wireless LAN Controller können Sie eine WLAN-Infrastruktur mit mehreren Access Points (APs) aufbauen und verwalten. Der WLAN Controller verfügt über einen Wizard, der Sie bei der Konfiguration Ihrer Access Points unterstützt. Das System nutzt das CAPWAP-Protokoll (Control and Provisioning of Wireless Access Points Protocol) für die Kommunikation zwischen Master und Slaves.
Sobald der Controller alle APs in seinem System "gefunden" hat, bekommen diese nacheinander jeweils ein neues Passwort und eine neue Konfiguration, d.h. sie werden über den WLAN Controller verwaltet und sind nicht mehr von "außen" manipulierbar.
Mit dem WLAN Controller können Sie im einzelnen
- Access Points (APs) automatisch erkennen und zu einem WLAN vernetzen
- Eine Systemsoftware in die APs laden
- Eine Konfiguration in die APs laden
- APs überwachen und verwalten.
Die Anzahl der APs, die Sie mit dem Wireless LAN Controller Ihres Gateways verwalten können, sowie die Information über die notwendigen Lizenzen entnehmen Sie bitte dem Datenblatt Ihres Gateways.
10.1 Wizard
Das Menü Wizard bietet eine Schritt-für-Schritt-Anleitung für das Einrichten einer WLAN-Infrastruktur. Der Wizard führt Sie durch die Konfiguration.
Bei Aufruf des Wizard erhalten Sie Anweisungen und Erläuterungen auf den einzelnen Assistentenseiten.

Hinweis
Wir empfehlen Ihnen, den Wizard auf jeden Fall bei der Erstkonfiguration Ihrer WLAN-Infrastruktur zu verwenden.
10.1.1 Grundeinstellungen
Sie können hier alle Einstellungen konfigurieren, die Sie für den eigentlichen Wireless LAN Controller benötigen.
Der Wireless LAN Controller verwendet folgende Einstellungen:
Region
Wählen Sie das Land, in welchem der Wireless Controller betrieben werden soll.
Hinweis: Der Bereich der verwendbaren Kanäle variiert je nach Ländereinstellung.
Schnittstelle
Wählen Sie die Schnittstelle, die für den Wireless Controller verwendet werden soll.
DHCP-Server
Wählen Sie aus, ob ein externer DHCP-Server die IP-Adressen an die APs vergeben soll bzw. ob Sie selbst feste IP-Adressen vergeben wollen. Alternativ können Sie Ihr Gerät als DHCP-Server verwenden. Bei diesem internen DHCP-Server ist die CAPWAP Option 138 aktiv, um die Kommunikation zwischen Master und Slaves zu ermöglichen.
Wenn Sie in Ihrem Netzwerk statische IP-Adressen verwenden, müssen Sie diese IP-Adressen auf allen
APs von Hand eingeben. Die IP-Adresse des Wireless LAN Controllers müssen Sie bei jedem AP im Menü Systemverwaltung->Globale Einstellungen->System im Feld Manuelle IP-Adresse des WLAN-Controller eintragen.
Hinweis: Stellen Sie bei Nutzung eines externen DHCP-Servers sicher, dass CAPWAP Option 138 aktiv ist.
Wenn Sie z. B. eine Digitalisierungsbox als DHCP-Server verwenden wollen, klicken Sie im GUI Menü dieses Geräts unter Lokale Dienste->DHCP-Server->DHCP-Konfiguration->Neu->Erweiterte Einstellungen im Feld DHCP-Optionen auf die Schaltfläche Hinzufügen. Wählen Sie als Option CAPWAP Controller und tragen Sie im Feld Wert die IP-Adresse des WLAN Controllers ein.
IP-Adressbereich
Wenn die IP-Adressen intern vergeben werden sollen, müssen Sie die Anfangs- und End-IP-Adresse des gewünschten Bereiches eingeben.
Hinweis: Wenn Sie auf Weiter klicken, erscheint eine Warnung, dass beim Fortfahren die Wireless-LAN-Controller-Konfiguration überschrieben wird. Mit Klicken auf OK sind Sie einverstanden und fahren mit der Konfiguration fort.
10.1.2 Funkmodulprofil
Wählen Sie aus, welches Frequenzband Ihr WLAN Controller verwenden soll.
Mit der Einstellung 2.4 GHz Radio Profile wird das 2.4-GHz-Frequenzband verwendet.
Mit der Einstellung 5 GHz Radio Profile wird das 5-GHz-Frequenzband verwendet.
Wenn das entsprechende Gerät zwei Funkmodule enthält, können Sie Zwei unabhängige Funkmodul-profile verwenden. Modul 1 wird dadurch das 2.4 GHz Radio Profile zugeordnet, Modul 2 das 5 GHz Radio Profile.
Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.
Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.
10.1.3 Drahtlosnetzwerk
In der Liste werden alle konfigurierten Drahtlosnetzwerke (VSS) angezeigt. Es ist mindestens ein Drahtlosnetzwerk (VSS) angelegt. Dieser Eintrag kann nicht gelöscht werden.
Zum Bearbeiten eines vorhandenen Eintrags klicken Sie auf 📋.
Mithilfe von 📋-Symbol können Sie Einträge löschen.
Mit Hinzufügen können Sie neue Einträge anlegen. Für ein Funkmodul können Sie bis zu acht Drahtlosnetzwerke (VSS) anlegen.

Hinweis
Wenn Sie das standardmäßig angelegte Drahtlosnetzwerk verwenden wollen, müssen Sie mindestens den Parameter Preshared Key ändern. Andernfalls erscheint eine Aufforderung.
10.1.3.1 Drahtlosnetzwerke ändern oder hinzufügen
Zum Bearbeiten eines vorhandenen Eintrags klicken Sie auf 📋.
Mit Hinzufügen können Sie neue Einträge anlegen.
Folgende Parameter stehen zur Verfügung
Netzwerkname (SSID)
Geben Sie den Namen des Drahtlosnetzwerks (SSID) ein.
Geben Sie eine ASCII-Zeichenfolge mit max. 32 Zeichen ein.
Wählen Sie außerdem aus, ob der Netzwerkname (SSID) Sichtbar übertragen werden soll.
Sicherheitsmodus
Wählen Sie den Sicherheitsmodus (Verschlüsselung und Authentifizierung) des Drahtlosnetzwerkes aus.
Hinweis: WPA-Enterprisehbedeutet 802.11x.
WPA-Modus
Wählen Sie für Sicherheitsmodus = WPA-PSK oder WPA-Enterprise aus, ob Sie WPA oder WPA 2 oder beides anwenden wollen.
Preshared Key
Geben Sie für Sicherheitsmodus = WPA-PSK das WPA-Passwort ein.
Geben Sie eine ASCII Zeichenfolge mit 8 - 63 Zeichen ein.

Wichtig
Ändern Sie unbedingt den Standard Preshared Key! Solange der Key nicht geändert wurde, ist ihr Gerät nicht gegen einen unautorisierten Zugriff geschützt!
RADIUS-Server
Sie können den Zugang zu einem Drahtlosnetzwerk über einen RADIUS-Server regeln.
Mit Hinzufügen können Sie neue Einträge anlegen.
Geben Sie die IP-Adresse und das Passwort des gewünschten RADIUS-Servers ein.
EAP-Vorabauthentifizierung
Wählen Sie für Sicherheitsmodus = WPA-Enterprise aus, ob EAP-Vorabauthentifizierung Akti-viert werden soll. Mit dieser Funktion gibt ihr Gerät bekannt, dass WLAN-Clients, die schon mit einem anderen Access Point verbunden sind, vorab eine 802.1x-Authentifizierung mit Ihrem Gerät durchführen können, sobald sie in Reichweite sind. Solche WLAN-Clients können sich anschließend auf vereinfachte Weise über die bestehende Netzwerkverbindung mit Ihrem Gerät verbinden.
VLAN
Wählen Sie aus, ob für dieses Drahtlosnetzwerk VLAN-Segmentierung verwendet werden soll.
Wenn Sie VLAN-Segmentierung verwenden wollen, geben Sie in das Eingabefeld einen Zahlenwert zwischen 2 und 4094 ein, um das VLAN zu identifizieren (VLAN ID 1 ist nicht möglich!).

Hinweis
Bevor Sie fortfahren, stellen Sie sicher, dass alle Access Points, die der WLAN Controller verwalten soll, korrekt verkabelt und eingeschaltet sind.
10.1.4 Automatische Installation starten
Sie sehen eine Liste der gefundenen Access Points.
Wenn Sie die Einstellungen eines gefundenen APs ändern wollen, klicken Sie im entsprechenden Ein-
trag auf
Sie sehen die Einstellungen des gewählten Access Points. Sie können diese Einstellungen ändern.
Folgende Parameter stehen im Menü Access-Point-Einstellungen zur Verfügung:
Standort
Zeigt den angegebenen Standort des APs. Sie können einen anderen Standort eingeben.
Zugewiesene Drahtlosnetzwerke (VSS)
Zeigt die aktuell zugewiesenen Drahtlosnetzwerke.
Folgende Parameter stehen im Menü Funkmodul 1 zur Verfügung:
(Wenn der AP über zwei Funkmodule verfügt, werden die Abschnitte Funkmodul 1 und Funkmodul 2 angezeigt.)
Betriebsmodus
Wählen Sie den Betriebsmodus des Funkmoduls.
Mögliche Werte:
- Ein (Standardwert): Das Funkmodul dient als Access Point in Ihrem Netzwerk.
• Aus: Das Funkmodul ist nicht aktiv.
Aktives Funkmodulprofil
Zeigt das aktuell gewählte Funkmodulprofil. Sie können ein anderes Funkmodulprofil aus der Liste wählen, wenn mehrere Funkmodulprofile angelegt sind.
Kanal
Zeigt den zugewiesenen Kanal. Sie können einen alternativen Kanal wählen.
Die Anzahl der wählbaren Kanäle ist von der Ländereinstellung abhängig. Bitte ziehen Sie hier das aktuelle Datenblatt Ihres Geräts zu Rate.

Hinweis
Durch das Einstellen des Netzwerknamens (SSID) im Access-Point-Modus werden Funknetze zwar logisch voneinander getrennt, können sich aber physisch immer noch behindern, falls sie auf denselben bzw. zu nah nebeneinander liegenden Funkkanälen arbeiten. Falls Sie also zwei oder mehr Funknetze mit geringem Abstand betreiben, ist es ratsam, den Netzen verschiedene Kanäle zuzuweisen. Diese sollten jeweils mindestens vier Kanäle auseinanderliegen, da ein Netz auch die benachbarten Kanäle teilweise mitbelegt.
Im Falle der manuellen Kanalauswahl vergewissern Sie sich bitte vorher, ob die entsprechenden APs diese Kanäle unterstützen.
Sendeleistung
Zeigt die Sendeleistung in dBm. Sie können eine andere Sendeleistung wählen.
Mit OK übernehmen Sie die Einstellungen.
Wählen Sie die Access Points, welche der WLAN Controller verwalten soll. Klicken Sie dazu in der Spalte Manage auf die gewünschten Einträge oder klicken Sie auf Alle auswählen, um alle Einträge auszuwählen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Alle deaktivieren, um alle Einträge zu deaktivieren und danach bei Bedarf einzelne Einträge auszuwählen (z. B. bei großen Listen).
Klicken Sie auf Start, um das WLAN zu installieren und die Frequenzen automatisch zuordnen zu lassen.

Hinweis
Falls nicht genügend Lizenzen zur Verfügung stehen, erscheint die Meldung "Die maximale Anzahl der verwaltbaren Slave Access Points wird überschritten. Bitte überprüfen Sie Ihre Lizenzen!" Wenn diese Meldung angezeigt wird, sollten Sie gegebenenfalls zusätzliche Lizenzen erwerben.
Während der Installation des WLANs und der Zuordnung der Frequenzen sehen Sie an den angezeigten Meldungen, wie weit die Installation fortgeschritten ist. Die Anzeige wird laufend aktualisiert.
Sobald für alle Access Points überlappungsfreie Funkkanäle gefunden sind, wird die Konfiguration, die im Wizard festgelegt ist, an die Access Points übertragen.
Wenn die Installation abgeschlossen ist, sehen Sie eine Liste der Managed Access Points.
Klicken Sie unter Benachrichtigungsdienst für WLAN-Überwachung konfigurieren auf Start, um Ihre Managed APs überwachen zu lassen. Zur Konfiguration werden Sie in das Menü Externe Berichterstellung->Benachrichtigungsdienst->Benachrichtigungsempfänger mit der Voreinstellung Ereignis = Verwalteter AP offline geleitet. Sie können festlegen, dass Sie mittels E-Mail informiert werden, wenn das Ereignis Verwalteter AP offline eintritt.
Klicken Sie unter Benachbarte APs neu scannen auf Start, um benachbarte APs erneut zu scannen. Sie erhalten eine Warnung, dass dazu die Funkmodule der Access Points für eine bestimmte Zeitspanne deaktiviert werden müssen. Wenn Sie den Vorgang mit OK starten, wird ein Fortschrittsbalken angezeigt. Die Anzeige der gefundenen APs wird alle zehn Sekunden aktualisiert.
10.2 Controller-Konfiguration
In diesem Menü nehmen Sie die Grundeinstellungen für den Wireless LAN Controller vor.
10.2.1 Allgemein
Allgemein

Abb. 53: Wireless LAN Controller->Controller-Konfiguration->Allgemein
Das Menü Wireless LAN Controller->Controller-Konfiguration->Allgemein besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Region | Wählen Sie das Land, in welchem der Wireless LAN Controller betrieben werden soll.Mögliche Werte sind alle auf dem Wirelessmodul des Geräts vorkonfigurierten Länder.Der Bereich der verwendbaren Kanäle variiert je nach Ländereinstellung.Der Standardwert ist Germany. |
| Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle, die für den Wireless Controller verwendet werden soll. |
| DHCP-Server | Wählen Sie aus, ob ein externer DHCP-Server die IP-Adressen an die APs vergeben soll bzw. ob Sie selbst feste IP-Adressen vergeben wollen. Alternativ können Sie Ihr Gerät als DHCP-Server verwenden. Bei diesem internen DHCP-Server ist die CAPWAP Option 138 aktiv, um die Kommunikation zwischen Master und Slaves zu ermöglichen.Hinweis: Stellen Sie bei Nutzung eines externen DHCP-Servers sicher, dass CAPWAP Option 138 aktiv ist.Wenn Sie z. B. eine Digitalisierungsbox als DHCP-Server verwenden wollen, klicken Sie im GUI Menü dieses Geräts unter Lokale Dienste->DHCP-Server->DHCP-Konfiguration->Neu->Erweiterte Einstellungen im Feld DHCP-Optionen auf die Schaltfläche Hinzufügen.Wählen Sie als Option CAPWAP Controller und tragen Sie im Feld Wert die IP-Adresse des WLAN Controllers ein.Wenn Sie in Ihrem Netzwerk statische IP-Adressen verwenden, müssen Sie diese IP-Adressen auf allen APs von Hand eingeben. Die IP-Adresse des Wireless LAN Controllers müssen Sie bei jedem AP im Menü Systemverwaltung->Globale Einstellungen->System im Feld Manuelle IP-Adresse des WLAN-Controller eintragen.Mögliche Werte:Extern oder statisch (Standardwert): Ein externer DHCP-Server mit aktiver CAPWAP Option 138 vergibt die IP-Adressen an die APs oder Sie vergeben statische IP-Adressen an die APs.Intern: Ihr Gerät, auf dem CAPWAP Option 138 aktiv ist, vergibt die IP-Adressen an die APs. |
| IP-Adressbereich | Nur für DHCP-Server = InternGeben Sie die Anfangs-und End-IP-Adresse des Bereiches ein. Diese IP-Adressen und Ihr Gerät müssen aus demselben Netz stammen. |
| Slave-AP-Standort | Wählen Sie aus, ob sich die APs, die der Wireless LAN Controller verwalten soll, im LAN oder im WAN befinden.Mögliche Werte:Lokal (LAN) h(Standardwert)Entfernt (WAN)Die Einstellung Entfernt (WAN) ist nützlich, wenn zum Beispiel ein Wireless LAN Controller in der Zentrale installiert ist und seine APs auf verschiedene Filialen verteilt sind. Wenn die APs über VPN angebunden sind, kann es vorkommen, dass eine Verbindung unterbrochen wird. In diesem Fall behält der entsprechende AP mit der Einstellung Entfernt (WAN) seine Konfiguration bis die Verbindung wieder hergestellt ist. Danach bootet er und anschließend synchronisieren sich Controller und AP erneut. |
| Slave-AP-LED-Modus | Wählen Sie das Leuchtverhalten der Slave-AP-LEDs.Mögliche Werte:Status (Standardwert): Nur die Status-LED blinkt einmal in der Sekunde.Blinkend: Die LEDs zeigen ihr Standardverhalten.Aus: Alle LEDs sind deaktiviert. |
10.3 Slave-AP-Konfiguration
In diesem Menü finden Sie alle Einstellungen, die Sie zur Verwaltung der Slave Access Points benötigen.
10.3.1 Slave Access Points
Slave Access Points Funkmodulprofile Drahtlosnetzwerke (VSS)
![Automatisches Aktualisierungsintervall 300 Sekunden Übernehmen Ansicht 20 pro Seite << >> Filtern in Keiner ▼ gleich ▼ Los Standort ▲ Name IP-Adresse LAN-MAC-Adresse Kanal Kanalsuche Status Aktion 1: W2003n-ext 10.0.0.231 00:a0:f9:0b:cf:d8 auto (Ch.1)/auto (Ch.0) Managed ↑↓ [ ] Seite: 1, Objekte: 1 - 1 Aktionen Neue Kanalfestlegung START](/content/2026/05/1032849/images/b0365af3ac36ab149c5236973006af9c1661d983451b806b4c62da43e71e0de6.jpg)
Abb. 54: Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Slave Access Points
Im Menü Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Slave Access Points wird eine Liste aller mit Hilfe des Wizards gefundenen APs angezeigt.
Für jeden Access Point sehen Sie einen Eintrag mit einem Parametersatz (Standort, Name, IP-Adresse, LAN-MAC-Adresse, Kanal, Kanalsuche, Status, Aktion). Durch Klicken auf die Schaltfläche oder der -Schaltfläche in der Spalte Aktion wählen Sie aus, ob der gewählte Access Point vom WLAN Controller verwaltet werden soll.
Sie können den Access Point vom WLAN Controller trennen und ihn somit aus Ihrer WLAN-Infrastruktur entfernen, indem Sie auf die ⏻-Schaltfläche klicken. Der Access Point bekommt dann den Status Gefunden, aber nicht mehr Managed.
Klicken Sie unter Neue Kanalfestlegung auf die Schaltfläche START, um die zugewiesenen Kanäle erneut zuzuweisen, z. B. wenn ein neuer Access Point hinzugekommen ist.
Mögliche Werte für Status
| Status Bedeutung | |
| Gefunden | Der AP hat sich beim Wireless LAN Controller gemeldet. Der Controller hat die Systemparameter vom AP abgefragt. |
| Initialisiere | Der WLAN Controller und die APs "verständigen sich" über CAPWAP. Die Konfiguration wird an die APs übertragen und aktiviert. |
| Managed | Der AP ist auf den Status Managed gesetzt. Der Controller hat eine Konfiguration zum AP geschickt und diese aktiviert. Der AP wird vom Controller zentral verwaltet und kann nicht über das GUI konfiguriert werden. |
| Keine Lizenz vorhanden | Der WLAN Controller verfügt über keine freie Lizenz für diesen AP. |
| Aus | Der AP ist entweder administrativ deaktiviert oder ausgeschaltet bzw. ohne Stromversorgung o.ä. |
10.3.1.1 Bearbeiten
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten.
Mithilfe von 📋-Symbol können Sie Einträge löschen. Wenn Sie APs gelöscht haben, werden diese erneut gefunden, jedoch ohne Konfiguration.
| Slave Access Points | Funkmodulprofile | Drahtlosnetzwerke (VSS) |
| Access-Point-Einstellungen | |
| Gerät | W2003n-ext |
| Standort | 1: |
| Name | W2003n-ext |
| Beschreibung | |
| CAPWAP-Verschlüsselung | Aktiviert |
| Funkmodul1 | |
| Betriebsmodus | Ein Aus |
| Aktives Funkmodulprofil | 2.4 GHz Radio Profile ▼ |
| Kanal | Auto ▼ |
| Verwendeter Kanal | 1 |
| Sendeleistung | Max. ▼ |
| Zugewiesene Drahtlosnetzwerke (VSS) | Profil MAC-Adressevss-2:default 00:a0:f9:0b:cf:e0 |
| Funkmodul2 | |
| Betriebsmodus | Ein Aus |
| Aktives Funkmodulprofil | Eine auswählen ▼ |
| Kanal | Kein Profil ausgewählt! |
| Verwendeter Kanal | 0 |
| Sendeleistung | Max. ▼ |
| Zugewiesene Drahtlosnetzwerke (VSS) | Profil MAC-Adressevss-2:default 00:a0:f9:0b:cf:e1 |
Abb. 55: Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Slave Access Points-

Im Menü Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Slave Access Points-> werden die Daten für Funkmodul 1 und Funkmodul 2 angezeigt, wenn der entsprechende Access Point über zwei Funkmodule verfügt. Bei Geräten, die mit einem einzigen Funkmodul bestückt sind, werden die Daten für Funkmodul 1 angezeigt.
Das Menü besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Access-Point-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Gerät | Zeigt den Gerätetyp des APs. |
| Standort | Zeigt den Standort des APs. Wenn kein Standort angegeben ist, werden die Standorte nummeriert. Sie können einen anderen Standort eingeben. |
| Name | Zeigt den Namen des APs. Sie können den Namen ändern. |
| Beschreibung | Geben Sie eine eindeutige Bezeichnung für den AP ein. |
| CAPWAP-Ver-schlüsselung | Wählen Sie aus, ob die Kommunikation zwischen Master und Slaves ver-schlüsselt werden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv.Sie können die Verschlüsselung aufheben, um die Kommunikation zu Debug-Zwecken einzusehen. |
Felder im Menü Funkmodul 1 oder im Menü Funkmodul 2
| Feld Beschreibung | |
| Betriebsmodus | Zeigt, in welchem Modus das Funkmodul betrieben werden soll. Sie können den Modus ändern.Mögliche Werte:Ein (Standardwert): Das Funkmodul dient als Access Point in Ihrem Netzwerk.Aus: Das Funkmodul ist nicht aktiv. |
| Aktives Funkmodulprofil | Zeigt das aktuell gewählte Funkmodulprofil. Sie können ein anderes Funkmodulprofil aus der Liste wählen, wenn mehrere Funkmodulprofile angelegt sind. |
| Kanal | Zeigt den zugewiesenen Kanal. Sie können einen anderen Kanal wählen.Die Anzahl der wählbaren Kanäle ist von der Ländereinstellung abhängig. Bitte ziehen Sie hier das aktuelle Datenblatt Ihres Geräts zu Rate.Access Point ModusDurch das Einstellen des Netzwerknamens (SSID) im Access Point Modus werden Funknetze zwar logisch voneinander getrennt, können sich aber physisch immer noch behindern, falls sie auf denselben bzw. zu nah nebeneinander liegenden Funkkanälen arbeiten. Falls Sie also zwei oder mehr Funknetze mit geringem Abstand betreiben, ist es ratsam, den Netzen verschiedene Kanäle zuzuweisen. Diese sollten jeweils mindestens vier Kanäle auseinanderliegen, da ein Netz auch die benachbarten Kanäle teilweise mitbelegt.Im Falle der manuellen Kanalauswahl vergewissern Sie sich bitte vorher, ob die entsprechenden APs diese Kanäle auch unterstützen.Mögliche Werte (entsprechend dem gewählten Funkmodulprofil):Für Aktives Funkmodulprofil = 2,4 GHz Radio ProfileMögliche Werte sind 1 bis 13 und Auto (Standardwert).Für Aktives Funkmodulprofil = 5 GHz Radio ProfileMögliche Werte sind 36, 40, 44, 48 und Auto (Standardwert) |
| Verwendeter Kanal | Nur für Managed APs.Zeigt den aktuell benutzten Kanal. |
| Sendeleistung | Zeigt die Sendeleistung. Sie können eine andere Sendeleistung wählen.Mögliche Werte:Max. (Standardwert): Die maximale Antennenleistung wird verwendet.5 dBm8 dBm11 dBm14 dBm16 dBm17 dBm |
| Zugewiesene Drahtlosnetzwerke (VSS) | Zeigt die aktuell zugewiesenen Drahtlosnetzwerke. |
10.3.2 Funkmodulprofile
Slave Access Points Funkmodulprofile Drahtlosnetzwerke (VSS)
| Funkmodulprofile | Konfigurierte Funkmodule | Frequenzband | Drahtloser Modus | ||
| 2.4 GHz Radio Profile | 0 | 2,4 GHz In/Outdoor | 802.11b/g/n | ||
| 5 GHz Radio Profile | 0 | 5 GHz Indoor | 802.11a/n |
Abb. 56: Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Funkmodulprofile
Im Menü Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Funkmodulprofile wird eine Übersicht aller angelegten Funkmodulprofile angezeigt. Ein Profil mit 2.4 GHz und ein Profil mit 5 GHz sind standardmäßig angelegt, das 2.4-GHz-Profil kann nicht gelöscht werden.
Für jedes Funkmodulprofil sehen Sie einen Eintrag mit einem Parametersatz (Funkmodulprofile, Konfigurierte Funkmodule, Frequenzband, Drahtloser Modus).
10.3.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um neue Funkmodulprofile anzulegen.
Slave Access Points Funkmodulprofile Drahtlosnetzwerke (VSS)

Abb. 57: Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Funkmodulprofile->Neu
Das Menü Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Funkmodulprofile->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Funkmodulprofil-Konfiguration
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine beliebige Beschreibung des Funkmodulprofils ein. |
| Betriebsmodus | Legen Sie fest, in welchem Modus das Funkmodulpofil betrieben werden soll.Mögliche Werte:Aus (Standardwert): Das Funkmodulprofil ist nicht aktiv.Access-Point: Ihr Gerät dient als Access Point in Ihrem Netzwerk. |
| Frequenzband | Wählen Sie das Frequenzband des Funkmodulprofils aus.Mögliche Werte:2,4 GHz In/Outdoor (Standardwert): Ihr Gerät wird mit 2,4 GHz (Mode 802.11b, Mode 802.11g und Mode 802.11n) innerhalb oder außerhalb von Gebäuden betrieben.5 GHz Indoor: Ihr Gerät wird mit 5 GHz (Mode 802.11a/h und Mode 802.11n) innerhalb von Gebäuden betrieben.5 GHz Outdoor: Ihr Gerät wird mit 5 GHz (Mode 802.11a/h und Mode 802.11n) außerhalb von Gebäuden betrieben.5 GHz In/Outdoor: Ihr Gerät wird mit 5 GHz (Mode 802.11a/h und Mode 802.11n) innerhalb oder außerhalb von Gebäuden betrieben.5,8 GHz Outdoor: Nur für so genannte Broadband Fixed WirelessAccess (BFWA) Anwendungen. Die Frequenzen im Frequenzbereich von 5 755 MHz bis 5 875 MHz dürfen nur in Verbindung mit gewerblichen Angeboten für öffentliche Netzzugänge genutzt werden und bedürfen einer Anmeldung bei der Bundesnetzagentur. |
| Bandbreite | Nicht für Frequenzband = 2,4 GHz In/Outdoor Wählen Sie aus, wieviele Kanäle verwendet werden sollen.Mögliche Werte:20 MHz (Standardwert): Ein Kanal mit 20 MHz Bandbreite wird verwendet.40 MHz: Zwei Kanäle mit je 20 MHz Bandbreite werden verwendet. Dabei dient ein Kanal als Kontrollkanal und der andere als Erweiterungskanal. |
| Anzahl der Spatial Streams | Wählen Sie aus, wieviele Datenströme parallel verwendet werden sollen.Mögliche Werte:3: Drei Datenströme werden verwendet.2: Zwei Datenströme werden verwendet.1: Ein Datenstrom wird verwendet. |
Felder im Menü Performance-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Drahtloser Modus | Wählen Sie die Wireless-Technologie aus, die der Access-Point anwen-den soll.Für Frequenzband = 2,4 GHz In/OutdoorMögliche Werte:802.11g: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11g.802.11b-Clients können nicht zugreifen.802.11b: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11b und zwingt alle Clients dazu, sich anzupassen.802.11 mixed (b/g): Ihr Gerät passt sich der Technologie der Cli-ents an und arbeitet entweder nach 802.11b oder 802.11g.802.11 mixed long (b/g): Ihr Gerät passt sich der Technologie der Clients an und arbeitet entweder nach 802.11b oder 802.11g. Nur die Datenrate von 1 und 2 Mbit/s müssen von allen Clients unterstützt werden (Basic Rates). Dieser Modus wird auch für Centrino Clients be-nötigt, falls Verbindungsprobleme aufgetreten sind.802.11 mixed short (b/g): Ihr Gerät passt sich der Technologie der Clients an und arbeitet entweder nach 802.11b oder 802.11g. Für mixed-short gilt: Die Datenraten 5.5 und 11 Mbit/s müssen von allen Clients unterstützt werden (Basic Rates).802.11b/g/n: Ihr Gerät arbeitet entweder nach 802.11b, 802.11g oder 802.11n.802.11g/n: Ihr Gerät arbeitet entweder nach 802.11g oder 802.11n.802.11n: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11n.Für Frequenzband = 5 GHz Indoor, 5 GHz Outdoor, 5 GHz In/Outdoorhoder 5,8 GHzhOutdoorMögliche Werte:802.11a: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11a.802.11n: Ihr Gerät arbeitet ausschließlich nach 802.11n.802.11a/n: Ihr Gerät arbeitet entweder nach 802.11a oder 802.11n. |
| Max. Übertragungsrate | Wählen Sie die Übertragungsgeschwindigkeit aus.Mögliche Werte:Auto (Standardwert): Die Übertragungsgeschwindigkeit wird automatisch ermittelt:.Je nach Einstellung für Frequenzband, Bandbreite, Anzahl der Spatial Streams und Drahtloser Modus stehen verschiedene feste Werte in MBit/s zur Auswahl. |
| Burst-Mode | Aktivieren Sie diese Funktion, um die Übertragungsgeschwindigkeit für 802.11g durch Frame Bursting zu erhöhen. Dabei werden mehrere Pakte nacheinander ohne Wartezeiten verschickt. Dies ist besonders effektiv im 11b/g Mischbetrieb.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Falls Probleme mit älterer WLAN-Hardware auftreten, sollte diese Funktion nicht aktiv sein. |
| Airtime Fairness | Diese Funktion ist nicht für alle Geräte verfügbar.Mit der Airtime Fairness -Funktion wird gewährleistet, dass Senderessourcen des Access Points intelligent auf die verbundenen Clients verteilt werden. Dadurch lässt sich verhindern, dass ein leistungsfähiger Client (z. B. ein 802.11n-Client) nur geringen Durchsatz erzielt, da ein weniger leistungsfähiger Client (z. B. ein 802.11a-Client) bei der Zuteilung gleich behandelt wird.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Diese Funktion wirkt sich lediglich auf nicht priorisierte Frames der WMM-Klasse "Background" aus. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Kanalplan | Wählen Sie den gewünschten Kanalplan aus.Der Kanalplan trifft bei der Kanalwahl eine Vorauswahl. Dadurch wird sichergestellt, dass sich keine Kanäle überlappen, d.h. dass zwischen den verwendeten Kanälen ein Abstand von vier Kanälen eingehalten wird. Dies ist nützlich, wenn mehrere Access Points eingesetzt werden, deren Funkzellen sich überlappen.Mögliche Werte:Alle: Alle Kanäle können bei der Kanalwahl gewählt werden.Auto: Abhängig von der Region, vom Frequenzband, vom drahtlosen Modus und von der Bandbreite werden diejenigen Kanäle zur Verfügung gestellt, die vier Kanäle Abstand haben.Benutzerdefiniert: Sie können die gewünschten Kanäle selbst auswählen. |
| Benutzerdefinierter Kanalplan | Nur für Kanalplan = BenutzerdefiniertHier werden die aktuell gewählten Kanäle angezeigt.Mit Hinzufügen können Sie Kanäle hinzufügen. Wenn alle verfügbaren Kanäle angezeigt werden, können Sie keine Einträge hinzufügen.Mithilfe von Symbol können Sie Einträge löschen. |
| Beacon Period | Geben Sie die Zeit in Millisekunden zwischen dem Senden zweier Beacons an.Dieser Wert wird in Beacon und Probe Response Frames übermittelt.Mögliche Werte sind 1 bis 65535.Der Standardwert ist 100. |
| DTIM Period | Geben Sie das Intervall für die Delivery Traffic Indication Message (DTIM) an.Das DTIM Feld ist ein Datenfeld in den ausgesendeten Beacons, das Clients über das Fenster zur nächsten Broadcast- oder Multicast-Übertragung informiert. Wenn Clients im Stromsparmodus arbeiten, wachen sie zum richtigen Zeitpunkt auf und empfangen die Daten.Mögliche Werte sind 1 bis 255.Der Standardwert ist 2. |
| RTS Threshold | Sie können hier den Schwellwert in Bytes (1..2346) angeben, ab welcher Datenpaketlänge der RTS/CTS-Mechanismus verwendet werden soll. Dies ist sinnvoll, wenn an einem Access Point mehrere Clients betrieben werden, die sich gegenseitig nicht in Funkreichweite befinden. |
| Short Guard Interval | Aktivieren Sie diese Funktion, um den Guard Interval (= Zeit zwischen der Übertragung von zwei Datensymbolen) von 800 ns auf 400 ns zu verkürzen. |
| Short Retry Limit | Geben Sie die maximale Anzahl von Sendeversuchen eines Frames ein, dessen Länge kürzer oder gleich dem in RTS Threshold definierten Wert ist. Nach dieser Anzahl an Fehlversuchen wird dieses Paket verworfen.Mögliche Werte sind 1 bis 255.Der Standardwert ist 7. |
| Long Retry Limit | Geben Sie die maximale Anzahl von Sendeversuchen eines Datenpakets ein, dessen Länge größer ist als der in RTS Threshold definierte Wert. Nach dieser Anzahl an Fehlversuchen wird dieses Paket verworfen.Mögliche Werte sind 1 bis 255.Der Standardwert ist 4. |
| Fragmentation Threshold | Geben Sie die maximale Größe in Byte an, ab der Datenpakete fragmentiert (d.h. in kleinere Einheiten aufgeteilt) werden. Niedrige Werte in diesem Feld sind in Bereichen mit schlechtem Empfang und bei Funkstörungen empfehlenswert.Möglich Werte sind 256 bis 2346.Der Standardwert ist 2346. |
| Wiederkehrender Hintergrund-Scan | Diese Funktion wird nicht von allen Geräten unterstützt.Um in regelmäßigen Abständen automatisch nach benachbarten oder Rogue Access Points im Netzwerk zu suchen, können Sie die Funktion Wiederkehrender Hintergrund-Scan aktivieren. Diese Suche erfolgt ohne eine Beeinträchtigung der Funktion als Access Point.Aktivieren oder deaktivieren Sie die Funktion Wiederkehrender Hintergrund-Scan.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion deaktiviert. |
10.3.3 Drahtlosnetzwerke (VSS)
Slave Access Points Funkmodulprofile Drahtlosnetzwerke (VSS)

Abb. 58: Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Drahtlosnetzwerke (VSS)
Im Menü Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Drahtlosnetzwerke (VSS) wird eine Übersicht aller angelegten Drahtlosnetzwerke angezeigt. Ein Drahtlosnetzwerk ist standardmäßig angelegt.
Für jedes Drahtlosnetzwerk (VSS) sehen Sie einen Eintrag mit einem Parametersatz (VSS-Beschreibung, Netzwerkname (SSID), Anzahl der zugeordneten Funkmodule, Sicherheit, Status, Aktion).
Klicken Sie unter Nicht zugewiesenes VSS allen Funkmodulen zuweisen auf die Schaltfläche Start, um ein neu angelegtes VSS allen Funkmodulen zuzuweisen.
10.3.3.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Drahtlosnetzwerke zu konfigurieren.
Slave Access Points Funkmodulprofile Drahtlosnetzwerke (VSS)

Abb. 59: Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Drahtlosnetzwerke (VSS)->Neu
Das Menü Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Drahtlosnetzwerke (VSS)->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Service Set Parameter
| Feld Beschreibung | |
| Netzwerkname (SSID) | Geben Sie den Namen des Drahtlosnetzwerks (SSID) ein.Geben Sie eine ASCII-Zeichenfolge mit max. 32 Zeichen ein.Wählen Sie außerdem aus, ob der Netzwerkname (SSID) übertragen werden soll.Mit Auswahl von Sichtbar wird der Netzwerkname sichtbar übertragen.Standardmäßig ist er sichtbar. |
| Intra-cell Repeating | Wählen Sie aus, ob die Kommunikation zwischen den WLAN-Clients innerhalb einer Funkzelle erlaubt sein soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| ARP Processing | Wählen Sie aus, ob die Funktion ARP Processing aktiv sein soll. Dabei wird das ARP-Datenaufkommen im Netzwerk reduziert, indem in ARP-Unicasts umgewandelte ARP-Broadcasts an die intern bekannten IP-Adressen weitergeleitet werden. Unicasts sind zudem schneller, und Cli-ents mit aktivierter Power-Save-Funktion werden nicht angesprochen.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Beachten Sie, dass ARP Processing nicht zusammen mit der Funktion MAC-Bridge angewendet werden kann. |
| WMM | Wählen Sie aus, ob für das Drahtslosnetzwerk Sprach- oder Videodaten-Priorisierung mittels WMM (Wireless Multimedia) aktiviert sein soll, um stets eine optimale Übertragungsqualität bei zeitkritischen Anwendungen zu erreichen. Es wird Datenpriorisierung nach DSCP (Differentiated Services Code Point) oder IEEE802.1d unterstützt.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
Felder im Menü Sicherheitseinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Sicherheitsmodus | Wählen Sie den Sicherheitsmodus (Verschlüsselung und Authentifizierung) des Drahtlosnetzwerkes aus.Mögliche Werte:Inaktiv (Standardwert): Weder Verschlüsselung noch AuthentifizierungWEP 40: WEP 40 BitWEP 104: WEP 104 BitWPA-PSK: WPA Preshared KeyWPA-Enterprise: 802.11x |
| Übertragungsschlüssel | Nur für Sicherheitsmodus = WEP 40 oder WEP 104Wählen Sie einen der in WEP-Schlüssel konfigurierten Schlüssel als Standardschlüssel aus.Der Standardwert ist Schlüssel 1. |
| WEP-Schlüssel 1-4 | Nur für Sicherheitsmodus = WEP 40, WEP 104Geben Sie den WEP-Schlüssel ein.Geben Sie eine Zeichenfolge mit der für den gewählten WEP-Modus passenden Zeichenanzahl ein. Für WEP 40 benötigen Sie eine Zeichenfolge mit 5 Zeichen, für WEP 104 mit 13 Zeichen, z. B. hallo für WEP 40, wep104 für WEP 104. |
| WPA-Modus | Nur für Sicherheitsmodus = WPA-PSK und WPA-EnterpriseWählen Sie aus, ob Sie WPA (mit TKIP-Verschlüsselung) oder WPA 2 (mit AES-Verschlüsselung) oder beides anwenden wollen.Mögliche Werte:WPA und WPA 2 (Standardwert): WPA und WPA 2 können angewendet werden.WPA: Nur WPA wird angewendet.WPA 2: Nur WPA2 wird angewendet. |
| WPA Cipher | Nur für Sicherheitsmodus = WPA-PSK und WPA-Enterprise und für WPA-Modus = WPA und WPA und WPA 2Wählen Sie aus, mit welcher Verschlüsselung Sie WPA anwenden wollen.Mögliche Werte:TKIP(Standardwert): TKIP wird angewendet.AES:AES wird angewendet.AES und TKIP:AES oder TKIP wird angewendet. |
| WPA2 Cipher | Nur für Sicherheitsmodus=WPA-PSK und WPA-Enterprise und für WPA-Modus=WPA 2 und WPA und WPA 2Wählen Sie aus, mit welcher Verschlüsselung Sie WPA2 anwenden wollen.Mögliche Werte:AES(Standardwert): AES wird angewendet.TKIP: TKIP wird angewendet.AES und TKIP:AES oder TKIP wird angewendet. |
| Preshared Key | Nur für Sicherheitsmodus=WPA-PSKGeben Sie das WPA-Passwort ein.Geben Sie eine ASCII Zeichenfolge mit 8 - 63 Zeichen ein.Beachten Sie: Ändern Sie unbedingt den Standard Preshared Key! Solange der Key nicht geändert wurde, ist ihr Gerät nicht gegen einen unautorisierten Zugriff geschützt! |
| RADIUS-Server | Sie können den Zugang zu einem Drahtlosnetzwerk über einen RADIUS-Server regeln.Mit Hinzufügenkönnen Sie neue Einträge anlegen. Geben Sie die IP-Adresse und das Passwort des RADIUS-Servers ein. |
| EAP-Vorabauthentifizierung | Nur für Sicherheitsmodus=WPA-EnterpriseWählen Sie aus, ob EAP-Vorabauthentifizierung aktiviert werden soll. Mit dieser Funktion gibt ihr Gerät bekannt, dass WLAN-Clients, die schon mit einem anderen Access Point verbunden sind, vorab eine 802.1x-Authentifizierung mit Ihrem Gerät durchführen können, sobald sie in Reichweite sind. Solche WLAN-Clients können sich anschließend auf vereinfachte Weise über die bestehende Netzwerkverbindung mit Ihrem Gerät verbinden.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
Felder im Menü Client-Lastverteilung
| Feld Beschreibung | |
| Max. Anzahl Clients - Hard Limit | Geben Sie die maximale Anzahl an Clients ein, die sich mit diesem Drahtlosnetzwerk (SSID) verbinden dürfen.Die Anzahl der Clients, die sich maximal an einem Funkmodul anmelden können, ist abhängig von der Spezifikation des jeweiligen WLAN-Moduls. Diese Anzahl verteilt sich auf alle auf diesem Radiomodul Drahtlosnetzwerke. Ist die maximale Anzahl an Clients erreicht, können keine neuen Drahtlosnetzwerke mehr angelegt werden und es erscheint ein Warnhinweis.Mögliche Werte sind ganze Zahlen von 1 bis 254.Der Standardwert ist 32. |
| Max. Anzahl Clients - Soft Limit | Diese Funktion wird nicht von allen Geräten unterstützt.Um eine vollständie Auslastung eines Radiomoduls zu vermeiden, können Sie hier eine "weiche" Begrenzung der Anzahl verbundener Clients vornehmen. Wird diese Anzahl erreicht, werden neue Verbindungsanfragen zunächst abgelehent. Findet der Client kein anderes Drahtlosnetzwerk und wiederholt daher seine Anfrage, wird die Verbindung akzeptiert.Erst bei Erreichen des Max. Anzahl Clients - Hard Limit werden Anfragen strikt abgelehnt.Der Wert der Max. Anzahl Clients - Soft Limit muss gleich oder kleiner sein als der Max. Anzahl Clients - Hard Limit.Der Standardwert ist 28.Sie können diese Funktion deaktivieren, indem Sie Max. Anzahl Clients - Soft Limit und Max. Anzahl Clients - Hard Limit auf den gleichen Wert einstellen. |
| Auswahl des Client-Bands | Diese Funktion wird nicht von allen Geräten unterstützt.Diese Funktion erfordert eine Konfiguration mit zwei Radiomodulen, bei der das gleiche Drahtlosnetzwerk auf beiden Modulen, aber in unterschiedlichen Frequenzbändern konfiguriert ist.Die Option Auswahl des Client-Bands ermöglicht es, Clients von dem ursprünglich ausgewählten in ein weniger ausgelastetes Frequenzband zu verschieben, sofern dieses vom Client unterstützt wird. Dazu wird ein Verbindungsversuch des Clients ggf. zunächst abgelehnt, damit dieser sich in einem anderen Frequenzband erneut anzumelden versucht.Mögliche Werte:Deaktiviert, optimiert für Fast Roaming (Standardwert):Die Funktion wird für dieses VSS nicht angewendet. Dies ist dann sinnvoll, wenn Clients zwischen unterschiedlichen Funkzellen möglichst verzögerungsfrei wechseln sollen, z. B. bei Voice over WLAN.2,4-GHz-Band bevorzugt: Clients werden bevorzugt im 2,4-GHz-Band akzeptiert.5-GHz-Band bevorzugt: Clients werden bevorzugt im 5-GHz-Band akzeptiert. |
Felder im Menü MAC-Filter
| Feld Beschreibung | |
| Zugriffskontrolle | Wählen Sie aus, ob für dieses Drahtlosnetzwerk nur bestimmte Clients zugelassen werden sollen.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Erlaubte Adressen | Legen Sie Einträge mit Hinzufügen an und geben Sie die MAC-Adressen der Clients (MAC-Adresse) ein, die zugelassen werden sollen. |
| Dynamische Black List | Mithilfe der Funktion Dynamische Black List ist es möglich, Clients, die sich möglicherweise unbefgut Zugriff auf das Netzwerk verschaffen wollen, zu erkennen und für einen bestimmten Zeitraum zu sperren. Ein Client wird dann gesperrt, wenn die Anzahl erfolgloser Anmeldeversuche innerhalb einer definierten Zeit eine bestimmte Anzahl überschreitet. DieseGrenzwerte ebenso wie die Dauer der Sperrung können konfiguriert werden. Ein gesperrten Client wird auf allen vom Wireless LAN Controller verwalteten APs für das betroffene VSS gesperrt, kann sich also auch nicht in einer anderen Funkzelle an diesem VSS anmelden. Soll ein Client permanent gesperrt bleiben, so kann dies im Menü Wireless LAN Controller->Monitoring->Rogue Clients erfolgen.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiviert. |
| Fehlversuche per Zeitraum | Geben Sie hier die Anzahl der Fehlversuche ein, die innerhalb einer bestimmten Zeit von einer MAC-Adresse ausgehen müssen, damit ein Eintrag in der dynamischen Black List angelegt wird.Standardwerte sind 10 Fehlversuche in 60 Sekunden. |
| Sperrzeit für Black List | Geben Sie die Zeit ein, für die ein Eintrag in der dynamischen Black List gelten soll.Der Standardwert ist 500 Sekunden. |
Felder im Menü VLAN
| Feld Beschreibung | |
| VLAN | Wählen Sie aus, ob für dieses Drahtlosnetzwerk VLAN-Segmentierung verwendet werden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| VLAN-ID | Geben Sie den Zahlenwert ein, der das VLAN identifiziert.Mögliche Werte sind 2 bis 4094.VLAN ID 1 ist nicht möglich, da sie bereits verwendet wird. |
Felder im Menü Bandbreitenbeschränkung für jeden WLAN-Client
| Feld Beschreibung | |
| Rx Shaping | Wählen Sie die Begrenzung der Bandbreite in Empfangsrichtung.Mögliche Werte sindKeine Begrenzung (Standardwert)1 Mbit/s, 1 Mbit/s, 1 Mbit/s bis 10 Mbit/s in Einerschritten, 15 Mbit/s, 20 Mbit/s, 30 Mbit/s, 40 Mbit/s und 50 Mbit/s. |
| Tx Shaping | Wählen Sie die Begrenzung der Bandbreite in Senderichtung.Mögliche Werte sindKeine Begrenzung (Standardwert)1 Mbit/s, 1 Mbit/s, 1 Mbit/s bis 10 Mbit/s in Einerschritten, 15 Mbit/s, 20 Mbit/s, 30 Mbit/s, 40 Mbit/s und 50 Mbit/s. |
10.4 Monitoring
Dieses Menü dient zur Überwachung Ihrer WLAN-Infrastruktur.

Hinweis
Um ein korrektes Timing zwischen dem WLAN Controller und den Slave APs sicher zu stellen, sollte auf dem WLAN Controller der interne Zeitserver aktiviert werden.
10.4.1 WLAN Controller
| WLAN Controller | Slave Access Points | Aktive Clients | Drahtlosnetzwerke (VSS) | Client-Verwaltung |
Übersicht
| AP gefunden | 0 |
| AP offline | 0 |
| AP verwaltet | 0 |
WLAN Controller: VSS-Durchsatz

Speicherverbrauch [%]

Im Menü Wireless LAN Controller->Monitoring->WLAN Controller wird eine Übersicht der wichtigsten Parameter des Wireless LAN Controllers angezeigt. Die Anzeige wird alle 30 Sekunden aktualisiert.
Werte in der Liste Übersicht
| Status Bedeutung | |
| AP gefunden | Zeigt die Anzahl der gefundenen Access Points an. |
| AP offline | Zeigt die Anzahl der Access Points an, die nicht mit dem Wireless LAN Controller verbunden sind. |
| AP verwaltet | Zeigt die Anzahl der verwalteten Access Points an. |
| WLAN Controller: VSS-Durchsatz | Zeigt den empfangenen und den gesendeten Datenverkehr in Bytes pro Sekunde zeitabhängig an. |
| CPU-Last [%] | Zeigt die CPU-Auslastung in Prozent zeitabhängig an. |
| Speicherverbrauch [%] | Zeigt den Speicherverbrauch in Prozent zeitabhängig an. |
| Verbundene Clients/VSS | Zeigt die Anzahl der verbundenen Clients pro Drahtlosnetzwerk (VSS) zeitabhängig an. |
10.4.2 Slave Access Points
WLAN Controller Slave Access Points Aktive Clients Drahtiosnetzwerke (VSS) Client-Verwaltung

Im Menü Wireless LAN Controller->Monitoring->Slave Access Points wird eine Übersicht aller erkannten Access Points angezeigt. Für jeden Access Point sehen Sie einen Eintrag mit folgendem Parametersatz: Standort, Name, IP-Adresse, LAN-MAC-Adresse, Kanal, Tx-Bytes und Rx-Bytes. Außerdem sehen Sie, ob die Access Points Managed oder Gefunden sind.
Über das Symbol öffnen Sie eine Übersicht mit weiteren Details zu den Slave Access Points.
10.4.2.1 Übersicht
Im Menü Übersicht werden zusätzliche Informationen zum gewählten Access Point angezeigt. Die Anzeige wird alle 30 Sekunden aktualisiert.
WLAN Controller Slave Access Points Aktive Clients Drahtiosnetzwerke (VSS) Client-Verwaltung

Werte in der Liste Übersicht
| Status Bedeutung | |
| Durchsatz | Zeigt den empfangenen und den gesendeten Datenverkehr pro Funkmodul zeitabhängig an. |
| Verbundene Clients | Zeigt die Anzahl der angeschlossenen Clients pro Funkmodul zeitabhäng-gig an. |
10.4.2.2 Funkmodul 1
Im Menü Funkmodul wird der empfangene und der gesendete Datenverkehr pro Client zeitabhängig angezeigt. Jeder Graph in der Darstellung ist über eine Farbe und eine MAC-Adresse eindeutig einem Client zugeordnet.
| WLAN Controller | Slave Access Points | Aktive Clients | Drahtlosnetzwerke (VSS) | Client-Verwaltung |

Werte in der Liste Funkmodul
| Status Bedeutung | |
| Durchsatz/Client | Zeigt den empfangenen und den gesendeten Datenverkehr pro Client zeitabhängig an. |
10.4.3 Aktive Clients
| WLAN Controller | Slave Access Points | Aktive Clients | Drahtlosnetzwerke (VSS) | Client-Verwaltung |

Abb. 64: Wireless LAN Controller->Monitoring->Aktive Clients
Im Menü Wireless LAN Controller->Monitoring->Aktive Clients werden die aktuellen Werte aller aktiven Clients angezeigt.
Für jeden Client sehen Sie einen Eintrag mit folgendem Parametersatz: Standort, Name des Slave-APs, VSS, Client MAC, Client-IP-Adresse, Signal : Noise (dBm), Tx-Bytes, Rx-Bytes, Tx Discards, Rx Discards, Status und Uptime.
Mögliche Werte für Status
| Status Bedeutung | |
| Keiner | Der Client befindet sich in keinem gültigen Zustand. |
| Angemeldet | Der Client meldet sich gerade beim WLAN an. |
| Zugeordnet | Der Client ist beim WLAN angemeldet. |
| Authentifizieren | Der Client wird gerade authentifiziert. |
| Authentifiziert | Der Client ist authentifiziert. |
Über das 📄-Symbol öffnen Sie eine Übersicht mit weiteren Details zu den Aktive Clients. Die Anzeige wird alle 30 Sekunden aktualisiert.


line
| Time | RX throughput (B/s) | TX throughput (B/s) | | ---------- | ------------------- | ------------------- | | 05:23:20 | ~0 | ~0 | | 05:31:40 | ~0 | ~0 | | 05:40:00 | ~0 | ~0 | | 05:49:20 | ~0 | ~0 | | 05:56:40 | ~0 | ~0 | | 06:05:00 | ~100 | ~150 | | 06:13:20 | ~50 | ~10 |Abb. 65: Wireless LAN Controller->Monitoring->Aktive Clients->
Werte in der Liste WLAN Client
| Status Bedeutung | |
| Durchsatz | Zeigt den Datenverkehr getrennt nach empfangenen und gesendeten Daten für den gewählten WLAN Client zeitabhängig an. |
| Signal | Zeigt die Signalstärke für den gewählten WLAN Client zeitabhängig an. |
10.4.4 Drahtlosnetzwerke (VSS)


Abb. 66: Wireless LAN Controller->Monitoring->Drahtlosnetzwerke (VSS) Im Menü Wireless LAN Controller->Monitoring->Drahtlosnetzwerke (VSS) wird eine Übersicht über die aktuell verwendeten AP angezeigt. Sie sehen, welches Funkmodul welchem Drahtlosnetzwerk zugeordnet ist. Für jedes Funkmodul wird ein Parametersatz angezeigt (Standort, Name des Slave-APs, VSS, MAC-Adresse (VSS), Kanal, Status).
10.4.5 Client-Verwaltung
WLAN Controller Slave Access Points Aktive Clients Drahtlosnetzwerke (VSS) Client-Verwaltung

Abb. 67: Wireless LAN Controller->Monitoring+Client-Verwaltung
Im Menü Wireless LAN Controller->Monitoring->Client-Verwaltung zeigt die Verwaltung der Clients durch die Access Points. Sie sehen u. a. die Anzahl der verbundenen Clients, die Anzahl der Clients, die vom 2,4/5-GHz-Übergang betroffen sind, sowie die Anzahl der abgewiesenen Clients.
Mithilfe des 📂-Symbols können Sie die Werte für den gewünschten Eintrag löschen.
10.5 Umgebungs-Monitoring
Dieses Menü dient zur Überwachung entfernter Acces Points und Clients.
10.5.1 Benachbarte APs
Benachbarte APs Rogue APs Rogue Clients

Abb. 68: Wireless LAN Controller+Umgebungs-Monitoring->Benachbarte APs
Im Menü Wireless LAN Controller+Umgebungs-Monitoring->Benachbarte APs werden die benachbarten APs angezeigt, die während des Scannens gefunden wurden. Rogue APs, d.h. APs, die eine vom WLAN-Controller verwaltete SSID verwenden, aber nicht vom WLAN-Controller administriert werden, sind rot hinterlegt.

Hinweis
Überprüfen Sie die angezeigten APs sorgfältig, denn ein Angreifer könnte versuchen, über einen Rogue AP Daten in Ihrem Netz auszuspähen.
Jeder AP wird zwar mehrmals gefunden, aber nur einmal mit der größten Signalstärke angezeigt. Für jeden AP sehen Sie folgende Parameter SSID, MAC-Adresse, Signal dBm, Kanal, Sicherheit, Zuletzt gesehen, Stärkstes Signal empfangen von , Summe der Erkennungen.
Die Einträge werden alphabetisch nach SSID sortiert angezeigt. Sicherheit zeigt die Sicherheitseinstel-
lungen des AP. Unter Stärkstes Signal empfangen von sehen Sie die Parameter Standort und Name desjenigen AP, über den der angezeigte AP gefunden wurde. Summe der Erkennungen zeigt an, wie oft der entsprechende AP während des Scannens gefunden wurde.
Klicken Sie unter Benachbarte APs neu scannen auf Start, um benachbarte APs erneut zu scannen. Sie erhalten eine Warnung, dass dazu die Funkmodule der Access Points für eine bestimmte Zeitspanne deaktiviert werden müssen. Wenn Sie den Vorgang mit OK starten, wird ein Fortschrittsbalken angezeigt. Die Anzeige der gefundenen APs wird alle zehn Sekunden aktualisiert.
10.5.2 Rogue APs
Benachbarte APs Rogue APs Rogue Clients

Abb. 69: Wireless LAN Controller+Umgebungs-Monitoring->Rogue APs
Im Menü Wireless LAN Controller+Umgebungs-Monitoring->Rogue APs werden die APs angezeigt, die eine SSID des eigenen Netzes verwenden, aber nicht vom Wireless LAN Controller verwaltet werden. Rogue APs, die neu gefunden wurden, sind rot hinterlegt.
Für jeden Rogue AP sehen Sie einen Eintrag mit folgendem Parametersatz: SSID, MAC-Adresse, Signal dBm, Kanal, Zuletzt gesehen, Gefunden durch AP, Angenommen.

Hinweis
Überprüfen Sie die angezeigten Rogue APs sorgfältig, denn ein Angreifer könnte versuchen, über einen Rogue AP Daten in Ihrem Netz auszuspähen.
Sie können einen Rogue AP als vertrauenswürdig einstufen, indem Sie die Checkbox in der Spalte Angenommen aktivieren. Ein eventuell konfigurierter Alarm wird dadurch gelöscht und ab sofort nicht mehr gesendet. Der rote Hintergrund verschwindet.
Klicken Sie unter Benachbarte APs neu scannen auf Start, um benachbarte APs erneut zu scannen. Sie erhalten eine Warnung, dass dazu die Funkmodule der Access Points für eine bestimmte Zeitspanne deaktiviert werden müssen. Wenn Sie den Vorgang mit OK starten, wird ein Fortschrittsbalken angezeigt. Die Anzeige der gefundenen APs wird alle zehn Sekunden aktualisiert.
10.5.3 Rogue Clients
Benachbarte APs Rogue APs Rogue Clients

Abb. 70: Wireless LAN Controller+Umgebungs-Monitoring->Rogue Clients
Im Menü Wireless LAN Controller+Umgebungs-Monitoring->Rogue Clients werden die Clients an-
gezeigt, die versucht haben, unbefugten Zugang zum Netzwerk herzustellen und sich daher auf der Blacklist befinden. Die Konfiguration der Blacklist erfolgt für jedes VSS im Menü Wireless LAN Controller->Slave-AP-Konfiguration->Drahtlosnetzwerke (VSS). Sie können ebenfalls Einträge zur statischen Blacklist hinzufügen.
Mögliche Werte für Rogue Clients
| Status Bedeutung | |
| MAC-Adresse des Rogue Clients | Zeigt die MAC-Adresse des Clients an, der sich auf der Blacklist befindet. |
| SSID | Zeigt die beteiligten SSID an. |
| Angegriffener Access Point | Zeigt den betroffenen AP an. |
| Signal dBm | Zeigt die Signalstärke des Clients während des Zugriffsversuchs an. |
| Art des Angriffs | Hier wird die Art des möglichen Angriffs angezeigt, z. B. eine fehlerhafte Authentifizierung. |
| Zuerst gesehen | Zeigt die Zeit des ersten registrierten Zugriffsversuchs an. |
| Zuletzt gesehen | Zeigt die Zeit des letzten registrierten Zugriffsversuchs an. |
| Statische Black List | Sie können einen Rogue Client als nicht vertrauenswürdig einstufen, in-dem Sie die Checkbox in der Spalte Statische Black List aktivieren. Die Sperrung des Clients endet dann nicht automatisch, sondern muss von Ihnen manuell wieder aufgehoben werden. |
| Löschen | Mithilfe des -Symbols können Sie Einträge löschen. |
10.5.3.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Einträge anzulegen.


Abb. 71: Wireless LAN Controller+Umgebungs-Monitoring->Rogue Clients->Neu
Das Menü besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Neuer Eintrag in die Blacklist
| Feld | Beschreibung |
| MAC-Adresse des Rogue Clients | Geben Sle die MAC-Adresse des Clients ein, der der statischen Blacklist hinzugefügt werden soll. |
| Netzwerkname (SSID) | Wählen Sie das Drahtlosnetzwerk aus, von dem der Rogue Client ausgeschlossen werden soll. |
10.6 Wartung
Dieses Menü dient zur Wartung Ihrer managed Access Points.
10.6.1 Firmware-Wartung
Firmware-Wartung

Abb. 72: Wireless LAN Controller->Wartung->Firmware-Wartung
Im Menü Wireless LAN Controller->Wartung->Firmware-Wartung wird eine Liste aller Managed Access Points angezeigt.
Für jeden managed AP sehen Sie einen Eintrag mit folgendem Parametersatz: Firmware aktualisieren, Standort, Gerät, IP-Adresse, LAN-MAC-Adresse, Firmware-Version, Status.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Alle auswählen, um alle Einträge für eine Aktualisierung der Firmware auswählen. Klicken Sie auf die Schaltfläche Alle deaktivieren, um alle Einträge zu deaktivieren und danach bei Bedarf einzelne Einträge auszuwählen (z. B. wenn bei vielen Einträgen nur die Software einzelner APs aktualisiert werden soll).
Mögliche Werte für Status
| Status Bedeutung | |
| Image bereits vorhanden. | Das Software Image ist bereits vorhanden, es ist kein Update nötig. |
| Fehler | Es ist ein Fehler aufgetreten.. |
| Wird ausgeführt | Das Update wird gerade ausgeführt. |
| Fertig | Das Update ist beendet. |
Das Menü Wireless LAN Controller->Wartung->Firmware-Wartung besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Firmware-Wartung
| Feld Beschreibung | |
| Aktion | Wählen Sie die Aktion aus, die Sie ausführen wollen.Nach Durchführung der jeweiligen Aufgabe erhalten Sie ein Fenster, in dem Sie auf die weiteren nötigen Schritte hingewiesen werden.Mögliche Werte:Systemsoftware aktualisieren: Sie können eine Aktualisierung der Systemsoftware initiieren.Konfiguration mit Statusinformationen sichern: Sie können eine Konfiguration sichern, welche Statusinformationen der APs enthält. |
| Quelle | Wählen Sie die Quelle für die Aktion aus.Mögliche Werte:HTTP-Server (Standardwert): Die Datei ist bzw. wird auf dem entfernten Server gespeichert, der in derURLangegeben wird.Aktuelle Software vom Update-Server: Die Datei liegt auf dem offiziellen Update-Server. (Nur für Aktion = Systemsoftware aktualisieren)TFTP-Server: Die Datei ist bzw. wird auf dem TFTP-Server gespeichert, der in der URL angegeben wird. |
| URL | Nur für Quelle = HTTP-Server oder TFTP-ServerGeben Sie die URL des Servers ein, von dem die Systemsoftware-Datei geladen werden soll bzw. auf dem die Konfigurationsdatei gespeichert werden soll. |
Kapitel 11 Netzwerk
11.1 Routen
Standard-Route (Default Route)
Bei einer Standard-Route werden automatisch alle Daten auf eine Verbindung geleitet, wenn keine andere passende Route verfügbar ist. Wenn Sie einen Zugang zum Internet einrichten, dann tragen Sie die Route zu Ihrem Internet-Service-Provider (ISP) als Standard-Route ein. Wenn Sie z. B. eine Firmennetzanbindung durchführen, dann tragen Sie die Route zur Zentrale bzw. zur Filiale nur dann als Standard-Route ein, wenn Sie keinen Internetzugang über Ihr Gerät einrichten. Wenn Sie z. B. sowohl einen Zugang zum Internet, als auch eine Firmennetzanbindung einrichten, dann tragen Sie zum ISP eine Standard-Route und zur Firmenzentrale eine Netzwerk-Route ein. Sie können auf Ihrem Gerät mehrere Standard-Routen eintragen, nur eine einzige aber kann jeweils wirksam sein. Achten Sie daher auf unterschiedliche Werte für die Metrik, wenn Sie mehrere Standard-Routen eintragen.
11.1.1 Konfiguration von IPv4-Routen
Im Menü Netzwerk->Routen->Konfiguration von IPv4-Routen wird eine Liste aller konfigurierten Routen angezeigt.
Im Auslieferungszustand wird ein vordefinierter Eintrag mit den Parametern Ziel-IP-Adresse = 192.168.2.0, Netzmaske = 255.255.255.0, Gateway = 192.168.2.1, Schnittstelle = LAN_EN1-0, Routentyp = Netzwerkroute via Schnittstelle angezeigt,
11.1.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Routen anzulegen.

Abb. 73: Netzwerk->Routen->Konfiguration von IPv4-Routen->Neu mit Routenklasse = Standard.
Wird die Option Erweitert für die Routenklasse ausgewählt, öffnet sich ein weiterer Konfigurationsabschnitt.
| Konfiguration von IPv4-Routen | IPv6-Routenkonfiguration | IPv4-Routing-Tabelle | IPv6-Routingtabelle | Optionen |
| Basisparameter | |
| Routentyp | Netzwerkroute via Schnittstelle ▼ |
| Schnittstelle | Keine ▼ |
| Routenklasse | Standard Erweitert |
| Routenparameter | |
| Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | |
| Lokale IP-Adresse | 0.0.0.0 |
| Metrik | 1 ▼ |
| Erweiterte Routenparameter | |
| Beschreibung | |
| Quellschnittstelle | Bellebig ▼ |
| Quell-IP-Adresse/Netzmaske | 0.0.0.0 / 0.0.0.0 |
| Layer 4-Protokoll | Bellebig ▼ |
| Quell-Port | Beliebig ▼ Port -1 bis Port -1 |
| Zielport | Beliebig ▼ Port -1 bis Port -1 |
| DSCP-/TOS-Wert | Nicht beachten ▼ |
| Modus | Wählen und warten ▼ |
Abb. 74: Netzwerk->Routen->Konfiguration von IPv4-Routen->Neu mit Routenklasse Erweitert = Ak-tiviert
Das Menü Netzwerk->Routen->Konfiguration von IPv4-Routen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Routentyp | Wählen Sie die Art der Route aus.Mögliche Werte:Standardroute über Schnittstelle: Route über eine spezifische Schnittstelle, die verwendet wird, wenn keine andere passende Route verfügbar ist.Standardroute über Gateway: Route über ein spezifisches Gateway, die verwendet wird, wenn keine andere passende Route verfügbar ist.Host-Route über Schnittstelle: Route zu einem einzelnen Host über eine spezifische Schnittstelle.Host-Route via Gateway: Route zu einem einzelnen Host über ein spezifisches Gateway.Netzwerkroute via Schnittstelle (Standardwert): Route zu einem Netzwerk über eine spezifische Schnittstelle.Netzwerkroute via Gateway: Route zu einem Netzwerk über ein spzifisches Gateway.Nur für Schnittstellen, die im DHCP-Client-Modus betrieben werden:Auch wenn eine Schnittstelle für den DHCP-Client-Betrieb konfiguriert ist, ist es möglich, Routen für den Datenverkehr über diese Schnittstelle zu konfigurieren. Die vom DHCP-Server erhaltenen Einstellungen werden dann mit den hier konfigurierten gemeinsam in die aktive Routing-Tabelle übernommen. Dadurch ist es z. B. möglich, bei dynamisch wechselnden Gateway-Adressen bestimmte Routen aufrecht zu erhalten oder Routen mit unterschiedlicher Metrik (d. h. unterschiedlicher Priorität) festzulegen.Wenn der DHCP-Server allerdings statische Routen (sog. Classless Static Routes) übermittelt, werden die hier konfigurierten Einstellungen nicht ins Routing übernommen.Vorlage für Standardroute per DHCP: Die Information, welches Gateway verwendet werden soll, wird per DHCP empfangen und in die Route übernommen.Vorlage für Host-Route per DHCP: Die per DHCP empfangenen Einstellungen werden um Routing-Informationen zu einem bestimmten Host ergänzt.Vorlage für Netzwerkroute per DHCP: Die per DHCP empfangenen Einstellungen werden um Routing-Informationen zu einem bestimmten Netzwerk ergänzt.HinweisDurch dem Ablauf des DHCP Leases oder durch einen Neustart des Geräts werden die Routen, die aus der Kombination von DHCP- und hier vorgenommenen Einstellungen entstehen, zunächst wieder aus dem aktiven Routing gelöscht. Mit einer erneuten DHCP-Konfiguration werden sie dann neu generiert und wieder aktiviert. |
| Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle aus, welche für diese Route verwendet werden soll. |
| Routenklasse | Wählen Sie die Art der Routenklasse aus.Mögliche Werte:Standard(Standardwert): Definiert eine Route mit den Standardparametern.Erweitert: Wählen Sie aus, ob die Route mit erweiterten Parametern definiert werden soll. Ist die Funktion aktiv, wird eine Route mit erweiterten Routing-Parametern wie Quell-Schnittstelle und Quell-IP-Adresse sowie Protokoll, Quell- und Ziel-Port, Art des Dienstes (Type of Service, TOS) und der Status der Geräte-Schnittstelle angelegt. |
Felder im Menü Routenparameter
| Feld Beschreibung | |
| Lokale IP-Adresse | Nur für Routentyp = Standardroute über Schnittstelle, Host-Route über Schnittstelle oder Netzwerkroute via SchnittstelleGeben Sie die eigene IP-Adresse des Routers auf der ausgewählten Schnittstelle ein. |
| Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Nur für Routentyp Host-Route über Schnittstelle oder Netzwerkroute via SchnittstelleGeben Sie die IP-Adresse des Ziel-Hosts bzw. Zielnetzes ein.Bei Routentyp = Netzwerkroute via SchnittstelleGeben Sie in das zweite Feld zusätzlich die entsprechende Netzmaske ein. |
| Gateway-IP-Adresse | Nur für Routentyp = Standardroute über Gateway, Host-Route via Gateway oder Netzwerkroute via GatewayGeben Sie die IP-Adresse des Gateways ein, an den Ihr Gerät die IP-Pakete weitergeben soll. |
| Metrik | Wählen Sie die Priorität der Route aus.Je niedriger Sie den Wert setzen, desto höhere Priorität besitzt die Route.Wertebereich von 0 bis 15, der Standardwert ist 1. |
Felder im Menü Erweiterte Routenparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine Beschreibung für die IP-Route ein. |
| Quellschnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle aus, über welche die Datenpakete das Gerät erreichen sollen.Der Standardwert ist Keine. |
| Quell-IP-Adresse/Netzmaske | Geben Sie die IP-Adresse und Netzmaske des Quell-Hosts bzw. Quell-Netzwerks ein. |
| Layer 4-Protokoll | Wählen Sie ein Protokoll aus.Mögliche Werte: AH, Beliebig,ESP, GRE,ICMP, IGMP, L2TP, OSPF, PIM, TCP, UDP.Der Standardwert ist Beliebig. |
| Quell-Port | Nur für Layer 4-Protokoll = TCP oder UDPGeben Sie den Quellport an.Wählen Sie zunächst den Portnummernbereich aus.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Route gilt für alle Port-Nummern.Einzeln: Ermöglicht Eingabe einer Port-Nummer.Bereich: Ermöglicht Eingabe eines Bereiches von Port- Nummern.Privilegiert: Eingabe von privilegierten Port-Nummern: 0 ... 1023.Server: Eingabe von Server Port-Nummern: 5000 ... 32767.Clients 1: Eingabe von Client Port-Nummern: 1024 ... 4999.Clients 2: Eingabe von Client Port-Nummern: 32768 ... 65535.Nicht privilegiert: Eingabe von unprivilegierten Port-Nummern: 1024 ... 65535.Geben Sie entsprechend der Auswahl des Port-Nummern-Bereichs in Port (einzelner bzw. Anfangsport) und ggf. in bis Port (Endport) die entsprechenden Werte ein. |
| Zielport | Nur für Layer 4-Protokoll = TCP oder UDPGeben Sie den Zielport an.Wählen Sie zunächst den Portnummernbereich aus.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Route gilt für alle Port-Nummern.Einzeln: Ermöglicht Eingabe einer Port-Nummer.Bereich: Ermöglicht Eingabe eines Bereiches von Port- Nummern.Privilegiert: Eingabe von privilegierten Port-Nummern: 0 ... 1023.Server: Eingabe von Server Port-Nummern: 5000 ... 32767.Clients 1: Eingabe von Client Port-Nummern: 1024 ... 4999.Clients 2: Eingabe von Client Port-Nummern: 32768 ... 65535.Nicht privilegiert: Eingabe von unprivilegierten Port-Nummern: 1024 ... 65535.Geben Sie entsprechend der Auswahl des Port-Nummern-Bereichs inPort(einzelner bzw. Anfangsport) und ggf. inbis Port(Endport) die entsprechenden Werte ein. |
| DSCP-/TOS-Wert | Wählen Sie die Art des Dienstes aus (TOS, Type of Service).Mögliche Werte:Nicht beachten (Standardwert): Die Art des Dienstes wird nicht berücksichtigt.DSCP-Binärwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in binärem Format).DSCP-Dezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in dezimalem Format).DSCP-Hexadezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in hexadezimalem Format).TOS-Binärwert: Der TOS-Wert wird im binären Format angegeben, z. B. 00111111.TOS-Dezimalwert: Der TOS-Wert wird im dezimalen Format angegeben, z. B. 63.TOS-Hexadezimalwert: Der TOS-Wert wird im hexadezimalen Format angegeben, z. B. 3FGeben Siefür DSCP-Binärwert, DSCP-Dezimalwert, DSCP-Hexadezimalwert, TOS-Binärwert, TOS-Dezimalwert und TOS-Hexadezimalwert den entsprechenden Wert ein. |
| Modus | Wählen Sie aus, wann die inRoutenparameter->Schnittstelledefinierte Schnittstelle benutzt werden soll.Mögliche Werte:Wählen und warten (Standardwert): Die Route ist benutzbar, wenn die Schnittstelle "aktiv" ist. Ist die Schnittstelle "ruhend", dann wählen und warten, bis die Schnittstelle "aktiv" ist.Verbindlich: Die Route ist immer benutzbar.Wählen und fortfahren: Die Route ist benutzbar, wenn die Schnittstelle "aktiv" ist. Ist die Schnittstelle "ruhend", dann wählen und solange die Alternative Route benutzen (rerouting), bis die Schnittstelle "aktiv" ist.Nie einwählen: Die Route ist benutzbar, wenn die Schnittstelle "aktiv" ist.Immer wählen: Die Route ist benutzbar, wenn die Schnittstelle "aktiv" ist. Ist die Schnittstelle "ruhend", dann wählen und warten, bis die Schnittstelle "aktiv" ist. In diesem Fall wird über eine alternative Schnittstelle mit schlechterer Metrik geroutet, bis die Schnittstelle "aktiv" ist. |
11.1.2 IPv6-Routenkonfiguration
Im Menü Netzwerk->Routen->IPv6-Routenkonfiguration wird eine Liste aller konfigurierten IPv6-Routen angezeigt.
11.1.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Routen anzulegen.
Routen, die über kein 📄-Symbol verfügen, wurden vom Router automatisch erstellt und können nicht bearbeitet werden.

Abb. 75: Netzwerk->Routen->IPv6-Routenkonfiguration->Neu
Das Menü Netzwerk->Routen->IPv6-Routenkonfiguration->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Routenparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine Beschreibung für die IPv6-Route an. |
| Route aktiv | Wählen Sie, ob die Route aktiv oder inaktiv sein soll.Mit Aktiviert wird die Route auf den Status aktiv gesetzt.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Routentyp | Wählen Sie die Art der Route aus.Mögliche Werte:• Standardroute über Schnittstelle : Route über eine spezifische Schnittstelle, die verwendet wird, wenn keine andere passende Route verfügbar ist.• Standardroute über Gateway: Route über ein spezifisches Gateway, die verwendet wird, wenn keine andere passende Route verfüg-bar ist.Host-Route über Schnittstelle: Route zu einem einzelnen Host über eine spezifische Schnittstelle.Host-Route via Gateway: Route zu einem einzelnen Host über ein spezifisches Gateway.Netzwerkroute via Schnittstelle: Route zu einem Netzwerk über eine spezifische Schnittstelle.Netzwerkroute via Gateway (Standardwert): Route zu einem Netzwerk über ein spzifisches Gateway. |
| Zielschnittstelle | Wählen Sie die IPv6-Schnittstelle aus, welche für diese Route verwendet werden soll.Sie können unter den Schnittstellen wählen, die unter LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen->Neu angelegt sind und für welche die Nutzung von IPv6 aktiviert ist. |
| Quelladresse/Länge | Geben Sie die IPv6-Quelladresse mit der entsprechenden Präfixlänge ein.Die Eingabe : : beschreibt eine unspezifische Adresse.Standardmäßig ist eine Präfixlänge von 64 vorgegeben. |
| Zieladresse/Länge | Geben Sie die IPv6-Zieladresse mit der entsprechenden Präfixlänge ein.Die Eingabe : : beschreibt eine unspezifische Adresse.Standardmäßig ist eine Präfixlänge von 64 vorgegeben. |
| Gateway-Adresse | Geben Sie die IPv6-Adresse für den nächsten Hop ein. |
11.1.3 IPv4-Routing-Tabelle
Im Menü Netzwerk->Routen->IPv4-Routing-Tabelle wird eine Liste aller im System aktiven IPv4-Routen angezeigt.
Im Auslieferungszustand wird ein vordefinierter Eintrag mit den Parametern Ziel-IP-Adresse = 192.168.2.0, Netzmaske = 255.255.255.0, Gateway = 192.168.2.1, Schnittstelle = LAN EN1-0, Routentyp = Netzwerkroute via Schnittstelle, Protokoll = Lokal angezeigt,
| Konfiguration von IPv4-Routen | IPv6-Routenkonfiguration | IPv4-Routing-Tabelle | IPv6-Routingtabelle | Optionen |
| Ansicht 20 pro Seite << >> Filtern in Keiner ▼ gleich ▼ Los | ||||||||
| Ziel-IP-Adresse | Netzmaske | Gateway | Schnittstelle | Metrik | Routentyp | Erweiterte Route | Protokoll | |
| 0.0.0.0 | 0.0.0.0 | 0.0.0.0 | WAN_INITIAL_CONTACT | 1 | Standardroute über Gateway | ☐ | Lokal | ☐ |
| 10.0.0.0 | 255.0.0.0 | 10.0.0.165 | BRIDGE_BR0 | 0 | Netzwerkroute via Schnittstelle | ☐ | Lokal | ☐ |
| 172.16.0.0 | 255.255.0.0 | 172.16.98.127 | LAN_EN1-4 | 0 | Netzwerkroute via Schnittstelle | ☐ | Lokal | ☐ |
| Seite: 1, Objekte: 1 - 3 | ||||||||
Abb. 76: Netzwerk->Routen->IPv4-Routing-Tabelle
Felder im Menü IPv4-Routing-Tabelle
| Feld Beschreibung | |
| Ziel-IP-Adresse | Zeigt die IP-Adresse des Ziel-Hosts bzw. Zielnetzes an. |
| Netzmaske | Zeigt die Netzmaske des Ziel-Hosts bzw. Zielnetzes an. |
| Gateway | Zeigt die Gateway IP-Adresse an. Im Falle von per DHCP erhaltenen Routen wird hier nichts angezeigt. |
| Schnittstelle | Zeigt die Schnittstelle an, welche für diese Route verwendet wird. |
| Metrik | Zeigt die Priorität der Route an.Je niedriger der Wert, desto höhere Priorität besitzt die Route. |
| Routentyp | Zeigt den Routentyp an. |
| Erweiterte Route | Zeigt an, ob eine Route mit erweiterten Parametern konfiguriert worden ist. |
| Protokoll | Zeigt an, wie der Eintrag erzeugt wurde, z. B. manuell ( Lokal) oder über eins der verfügbaren Protokolle. |
| Löschen | Mithilfe des 📞-Symbols können Sie Einträge löschen. |
11.1.4 IPv6-Routingtabelle
Im Menü Netzwerk->Routen->IPv6-Routingtabelle wird eine Liste aller im System aktiven IPv6-Routen angezeigt.
| Konfiguration von IPv4- Routen | IPv6-Routenkonfiguration | IPv4-Routing-Tabelle | IPv6-Routingtabelle | Optionen |

Abb. 77: Netzwerk->Routen->IPv6-Routingtabelle
Felder im Menü IPv6-Routingtabelle
| Feld Beschreibung | |
| Route | Zeigt die Quell- und die Zieladresse, die für diese Route verwendet wird an, sowie die Gateway IP-Adresse. Im Falle von per DHCP erhaltenen Routen wird hier nichts angezeigt. |
| Schnittstelle | Zeigt die Schnittstelle an, welche für diese Route verwendet wird. |
| Metrik | Zeigt die Priorität der Route an.Je niedriger der Wert, desto höhere Priorität besitzt die Route. |
| Protokoll | Zeigt an, wie der Eintrag erzeugt wurde, z. B. manuell ( Lokal) oder über eins der verfügbaren Protokolle. |
11.1.5 Optionen
Überprüfung der Rückroute
Hinter dem Begriff "Überprüfung der Rückroute" (engl. "Back Route Verify") versteckt sich eine einfache, aber sehr leistungsfähige Funktion. Wenn die Überprüfung bei einer Schnittstelle aktiviert ist, werden
über diese eingehende Datenpakete nur akzeptiert, wenn ausgehende Antwortpakete über die gleiche Schnittstelle geroutet würden. Dadurch können Sie - auch ohne Filter - die Akzeptanz von Paketen mit gefälschten IP-Adressen verhindern.

Abb. 78: Netzwerk->Routen->Optionen
Im Auslieferungszustand werden mit der Standardeinstellung Für bestimmte Schnittstellen aktivieren die beiden Einträge en1-0 und ethoa35-5 angezeigt.
Das Menü Netzwerk->Routen->Optionen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Überprüfung der Rückroute
| Feld Beschreibung | |
| Modus | Wählen Sie hier aus, wie die Schnittstellen spezifiziert werden sollen, für die eine Überprüfung der Rückroute aktiviert wird.Mögliche Werte:Für alle Schnittstellen aktivieren: Überprüfung der Rückroute wird für alle Schnittstellen aktiviert.Für bestimmte Schnittstellen aktivieren (Standardwert): Eine Liste aller Schnittstellen wird angezeigt, in der Überprüfung der Rückroute nur für spezifische Schnittstellen aktiviert wird.Für alle Schnittstellen deaktivieren: Überprüfung der Rückroute wird für alle Schnittstellen deaktiviert. |
| Nr. | Nur für Modus = Für bestimmte Schnittstellen aktivierenZeigt die laufende Nummer des Listeneintrags an. |
| Schnittstelle | Nur für Modus = Für bestimmte Schnittstellen aktivierenZeigt den Namen der Schnittstelle an. |
| Überprüfung der Rückroute | Nur für Modus = Für bestimmte Schnittstellen aktivierenWählen Sie aus, ob Überprüfung der Rückroute für diese Schnittstelle aktiviert werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion für alle Schnittstellen deaktiviert. |
11.2 Allgemeine IPv6-Präfixe
Allgemeine IPv6-Präfixe werden in der Regel von IPv6-Providern vergeben. Sie können statisch zugewiesen oder über DHCP bezogen werden. Meist handelt es sich um /48- oder /56-Netze. Aus diesen Allgemeinen Präfixen können Sie /64-Subnetze erzeugen und in Ihrem Netz weiterverteilen lassen.
Das Konzept der Allgemeinen Präfixe hat zwei entscheidende Vorteile:
- Zwischen Provider und Kunde genügt eine einzige Route.
- Wenn der Provider einen neuen Allgemeinen Präfix per DHCP zuteilt oder einen statisch zugeteilten Allgemeinen Präfix ändern muss, haben Sie als Kunde keinen oder wenig Konfigurationsaufwand: Über DHCP erhalten Sie den neuen Allgemeinen Präfix automatisch. Im Falle des statisch zugeteilten Allgemeinen Präfixes müssen Sie diesen einmal in Ihr System eingeben. Alle aus diesem Allgemeinen Präfix abgeleiteten Subnetze und IPv6-Adressen ändern sich bei einem Update des Allgemeinen Präfixes automatisch.
Um IPv6 zu verwenden, müssen Sie konfigurieren, wie Sie Subnetze und IPv6-Adressen festlegen und verteilen lassen wollen (siehe "IPv6-Adressen konfigurieren unter Schnittstellen auf Seite 64 sowie die für IPv6 relevanten Parameter im Menü LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen.
11.2.1 Konfiguration eines Allgemeinen Präfixes
Im Menü Netzwerk->Allgemeine IPv6-Präfixe->Konfiguration eines Allgemeinen Präfixes wird eine Liste aller konfigurierten IPv6-Präfixe angezeigt.
11.2.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Präfixe zu konfigurieren.
Konfiguration eines Allgemeinen Präfixes

Abb. 79: Netzwerk->Allgemeine IPv6-Präfixe->Konfiguration eines Allgemeinen Präfixes ->Neu
Optionen im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Aktiver Allgemeiner Präfix | Wählen Sie, ob das Präfix aktiv oder inaktiv sein soll.Mit Aktiviert wird das Präfix auf den Status aktiv gesetzt.Standardmäßig ist das Präfix aktiv. |
| Name | Geben Sie einen Namen für das Allgemeine Präfix ein.Ein sprechender Name dient dazu, das Allgemeine Präfix aus einer Präfixliste leichter auswählen zu können. |
| Typ | Wählen Sie, wie der Adressraum zugewiesen werden soll.Mögliche Werte:• Dynamisch (Standardwert): Der Allgemeine Präfix wird dynamisch mittels einer DHCP-Übertragung festgesetzt, z. B. von einem Provider.• Statisch: Das Präfix wird fest vorgegeben, z. B. durch einen Provider. |
| Von Schnittstelle | Nur bei Typ = DynamischWählen Sie die IPv6-Schnittstelle aus, von welcher ein Allgemeiner Präfix bezogen werden soll.Sie können unter den Schnittstellen wählen, die unter LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen->Neu angelegt sind und die folgende Bedingungen erfüllen:• IPv6 ist Aktiviert.• IPv6-Modus = Host• DHCP-Client ist Aktiviert. |
| Benutzter Präfix/Länge | Nur bei Typ = StatischGeben Sie das Präfix ein, das verwendet werden soll. Geben Sie die zugehörige Länge ein. Dieser Präfix muss mit :: enden.Standardmäßig ist eine Länge von 48 vorgegeben. |
11.3 NAT
Network Address Translation (NAT) ist eine Funktion Ihres Geräts, um Quell- und Zieladressen von IP-Paketen definiert umzusetzen. Mit aktiviertem NAT werden weiterhin IP-Verbindungen standardmäßig nur noch in einer Richtung, ausgehend (forward) zugelassen (=Schutzfunktion). Ausnahmeregeln können konfiguriert werden (in NAT-Konfiguration auf Seite 133).
Konkrete Hinweise für die Konfiguration von NAT finden Sie am Ende des Kapitels unter NAT - Konfigurationsbeispiel auf Seite 138.
11.3.1 NAT-Schnittstellen
Im Menü Netzwerk->NAT->NAT-Schnittstellen wird eine Liste aller NAT-Schnittstellen angezeigt.


Abb. 80: Netzwerk->NAT->NAT-Schnittstellen
Für jede NAT-Schnittstelle sind die Optionen NAT aktiv, Loopback aktiv, Verwerfen ohne Rückmeldung und PPTP-Passthrough auswählbar.
Außerdem wird in Portweiterleitungen angezeigt, wie viele Portweiterleitungsregeln für diese Schnittstelle konfiguriert wurden.
Optionen im Menü NAT-Schnittstellen
| Feld Beschreibung | |
| NAT aktiv | Wählen Sie aus, ob NAT für die Schnittstelle aktiviert werden soll.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Loopback aktiv | Mithilfe der NAT-Loopback-Funktion ist Network Address Translation auch bei Anschlüssen möglich, auf denen NAT nicht aktiv ist. Dies wird verwendet, um Anfragen aus dem LAN so zu interpretieren, als ob sie aus dem WAN kämen. Sie können damit Server Services testen.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Verwerfen ohne Rückmeldung | Wählen Sie aus, ob IP-Pakete stillschweigend durch NAT abgelehnt werden sollen. Ist diese Funktion deaktiviert, wird der Absender der abgelehnten IP-Pakete mit einer entsprechenden ICMP- oder TCP-RST-Nachricht informiert.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| PPTP-Passthrough | Wählen Sie aus, ob auch bei aktiviertem NAT der Aufbau und Betrieb mehrerer gleichzeitiger ausgehender PPTP-Verbindungen von Hosts im Netzwerk erlaubt sein soll.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Wenn PPTP-Passthrough aktiviert ist, darf Ihr Gerät selber nicht als Tunnel-Endpunkt konfiguriert werden. |
| Portweiterleitungen | Zeigt die Anzahl der in Netzwerk->NAT->NAT-Konfiguration konfigurierten Portweiterleitungsregeln an. |
11.3.2 NAT-Konfiguration
Im Menü Netzwerk->NAT->NAT-Konfiguration können Sie neben dem Umsetzen von Adressen und Ports einfach und komfortabel Daten von NAT ausnehmen. Für ausgehenden Datenverkehr können Sie verschiedene NAT-Methoden konfigurieren, d. h. Sie können festlegen, wie ein externer Host eine Verbindung zu einem internen Host herstellen darf.
11.3.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um NAT einzurichten.
NAT-Schnittstellen NAT-Konfiguration

Abb. 81: Netzwerk->NAT->NAT-Konfiguration ->Neu
Das Menü Netzwerk->NAT->NAT-Konfiguration ->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Feld im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine Beschreibung für die NAT-Konfiguration ein. |
| Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle, für die NAT konfiguriert werden soll.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): NAT wird für alle Schnittstellen konfiguriert.: Wählen Sie eine der Schnittstellen aus der Liste aus. |
| Art des Datenverkehrs | Wählen Sie, für welche Art von Datenverkehr NAT konfiguriert werden soll.Mögliche Werte:eingehend (Ziel-NAT) (Standardwert): Der Datenverkehr, der von außen kommt.ausgehend (Quell-NAT): Der Datenverkehr, der nach außen geht.exklusiv (ohne NAT): Der Datenverkehr, der von NAT ausgenommen ist. |
| NAT-Methode | Nur für Art des Datenverkehrs = ausgehend (Quell-NAT)Wählen Sie die NAT-Methode für ausgehenden Datenverkehr. Ausgangspunkt für die Wahl der NAT-Methode ist ein NAT-Szenario, bei dem ein "interner" Quell-Host über die NAT-Schnittstelle eine IP-Verbindung zu einem "externen" Ziel-Host initiiert hat und bei der eine intern gültige Quelladresse und ein intern gültiger Quellport auf eine extern gültige Quelladresse und einen extern gültigen Quellport umgesetzt werden.Mögliche Werte:full-cone (nur UDP): Jeder beliebige externe Host darf IP-Pakete über die externe Adresse und den externen Port an die initiiierende Quelladresse und den initialen Quellport senden.restricted-cone (nur UDP): Wie full-cone NAT; als externer Host ist jedoch ausschließlich der initiale "externe" Ziel-Host zugelassen.port-restricted-cone (nur UDP): Wie restricted-cone NAT; es sind jedoch ausschließlich Daten vom initialen Ziel-Port zugelassen.symmetrisch (Standardwert) Für beliebige Protokolle: In ausgehender Richtung werden eine extern gültige Quelladresse und ein extern gültiger Quell-Port administrativ festgelegt. In eingehender Richtung sind nur Antwortpakete innerhalb der bestehenden Verbindung zugelassen. |
Im Menü NAT-Konfiguration ->Ursprünglichen Datenverkehr angeben können Sie konfigurieren, für welchen Datenverkehr NAT verwendet werden soll.
Felder im Menü Ursprünglichen Datenverkehr angeben
| Feld Beschreibung | |
| Dienst | Nicht für Art des Datenverkehrs = ausgehend (Quell-NAT) und NAT-Methode = full-cone, restricted-cone oder port-restricted-cone.Wählen Sie einen der vorkonfigurierten Dienste aus.Mögliche Werte:Benutzerdefinierth(Standardwert) |
| Aktion | Nur für Art des Datenverkehrs = exklusiv (ohne NAT)Wählen Sie, welche Datenpakete von NAT ausgenommen werden.Mögliche Werte:Ausschließen (Standardwert): Alle Datenpakete, die mit den nachfolgend zu konfigurierenden Parametern (Protokoll, Quell-IP-Adresse/Netzmaske, Ziel-IP-Adresse/Netzmaske, usw.) übereinstimmen, werden von NAT ausgenommen.Nicht ausschließen: Alle Datenpakete, die mit den nachfolgend zu konfigurierenden Parametern (Protokoll, Quell-IP-Adresse/Netzmaske, Ziel-IP-Adresse/Netzmaske, usw.) nicht übereinstimmen, werden von NAT ausgenommen. |
| Protokoll | Nur für bestimmte Dienste.Nicht für Art des Datenverkehrs = ausgehend (Quell-NAT) und NAT-Methode = full-cone, restricted-cone oder port-restricted-cone. In diesem Fall wird UDP automatic festgelegt.Wählen Sie ein Protokoll aus. Je nach ausgewähltem Dienst stehen verschiedene Protokolle zur Verfügung.Mögliche Werte:Beliebigh(Standardwert)AHChaosEGPESPGGPGREHMPICMPIGMPIGPIGRPIPPinIPIPv6IPX in IPISO-IPKryptolanL2TPOSPFPUPRDPRSVPSKITCPTLSPUDPVRRPXNS-IDP |
| Quell-IP-Adresse/Netzmaske | Nur für Art des Datenverkehrs = eingehend (Ziel-NAT) oder exklusiv (ohne NAT)Geben Sie die Quell-IP-Adresse und gegebenenfalls die zugehörige Netzmaske der ursprünglichen Datenpakete ein. |
| Original Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Nur für Art des Datenverkehrs = eingehend (Ziel-NAT)Geben Sie die Ziel-IP-Adresse und gegebenenfalls die zugehörige Netzmaske der ursprünglichen Datenpakete ein. |
| Original Ziel-Port/Bereich | Nur für Art des Datenverkehrs = eingehend (Ziel-NAT), Dienst = Benutzerdefiniert und Protokoll = TCP, UDP, TCP/UDPGeben Sie den Ziel-Port bzw. den Ziel-Port-Bereich der ursprünglichen Datenpakete ein. Die Standardeinstellung -Alle- bedeutet, dass der Port nicht näher spezifiziert ist. |
| Originale Quell-IP-Adresse/Netzmaske | Nur für Art des Datenverkehrs = ausgehend (Quell-NAT)Geben Sie die Quell-IP-Adresse und gegebenenfalls die zugehörige Netzmaske der ursprünglichen Datenpakete ein. |
| Original Quell-Port/Bereich | Nur für Art des Datenverkehrs = ausgehend (Quell-NAT), NAT-Methode = symmetrisch, Dienst = Benutzerdefiniert und Protokoll = TCP, UDP, TCP/UDPGeben Sie den Quellport der ursprünglichen Datenpakete ein. Die Standardeinstellung -Alle- bedeutet, dass der Port nicht näher spezifiziert ist.Wenn Sie Port angeben wählen, können Sie einen einzelnen Port angeben, mit der Auswahl von Fortbereich angeben können Sie einen zusammenhängenden Bereich von Ports definieren, der als Filter für denausgehenden Datenverkehr verwendet wird. |
| Quell-Port/Bereich | Nur für Art des Datenverkehrs = exklusiv (ohne NAT), Dienst = Benutzerdefiniert und Protokoll = TCP, UDP, TCP/UDPGeben Sie den Quell-Port bzw. den Quell-Port-Bereich der ursprünglichen Datenpakete ein. Die Standardeinstellung -Alle- bedeutet, dass der Port nicht näher spezifiziert ist. |
| Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Nur für Art des Datenverkehrs = exklusiv (ohne NAT) bzw. ausgehend (Quell-NAT) und NAT-Methode = symmetrischGeben Sie die Ziel-IP-Adresse und gegebenenfalls die zugehörige Netzmaske der ursprünglichen Datenpakete ein. |
| Ziel-Port/Bereich | Nur für Art des Datenverkehrs = ausgehend (Quell-NAT), NAT-Methode = symmetrisch, Dienst = Benutzerdefiniert und Protokoll = TCP, UDP, TCP/UDP oder Art des Datenverkehrs = exklusiv (ohne NAT), Dienst = Benutzerdefiniert und Protokoll = TCP, UDP, TCP/UDPGeben Sie den Ziel-Port bzw. den Ziel-Port-Bereich der ursprünglichen Datenpakete ein. Die Standardeinstellung -Alle- bedeutet, dass der Port nicht näher spezifiziert ist. |
Im Menü NAT-Konfiguration ->Substitutionswerte können Sie, abhängig davon, ob es sich um eingehenden oder ausgehenden Datenverkehr handelt, neue Adressen und Ports definieren, auf welche bestimmte Adressen und Ports aus dem Menü NAT-Konfiguration ->Ursprünglichen Datenverkehr angeben umgesetzt werden.
Felder im Menü Substitutionswerte
| Feld Beschreibung | |
| Neue Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Nur für Art des Datenverkehrs = eingehend (Ziel-NAT)Geben Sie diejenige Ziel-IP-Adresse und die zugehörige Netzmaske ein, auf welche die ursprüngliche Ziel-IP-Adresse umgesetzt werden soll. |
| Neuer Ziel-Port | Nur für Art des Datenverkehrs = eingehend (Ziel-NAT), Dienst = Benutzerdefiniert und Protokoll = TCP, UDP, TCP/UDPBelassen Sie den Ziel-Port oder geben Sie denjenigen Ziel-Port ein, auf den der ursprüngliche Ziel-Port umgesetzt werden soll.Mit Auswahl von Original belassen Sie den ursprünglichen Ziel-Port.Wenn Sie Original deaktivieren, erscheint ein Eingabefeld und Sie können einen neuen Ziel-Port eingeben.Standardmäßig ist Originalhaktiv. |
| Neue Quell-IP-Adresse/Netzmaske | Nur für Art des Datenverkehrs = ausgehend (Quell-NAT) und NAT-Methode = symmetrischGeben Sie diejenige Quell-IP-Adresse ein, auf welche die ursprüngliche Quell-IP-Adresse umgesetzt werden soll, gegebenenfalls mit zugehöriger Netzmaske. |
| Neuer Quell-Port | Nur für Art des Datenverkehrs = ausgehend (Quell-NAT), NAT-Methode = symmetrisch, Dienst = Benutzerdefiniert, Protokoll = TCP, UDP, TCP/UDP und Original Quell-Port/Bereich= -Alle- oder Port angebenBelassen Sie den Quell-Port oder geben Sie einen neuen Quell-Port ein,auf den der ursprüngliche Quell-Port umgesetzt werden soll.Mit Auswahl von Original belassen Sie den ursprünglichen Quell-Port.Wenn Sie Original deaktivieren, erscheint ein Eingabefeld und Sie können einen neuen Quell-Port eingeben. Standardmäßig ist Original aktiv.Haben Sie für Original Quell-Port/Bereich Portbereich angeben gewählt, stehen folgende Auswahlmöglichkeiten zur Verfügung:Original Quell-Port/Bereich verwenden: Der in Original Quell-Port/Bereich angegebene Bereich wird nicht verändert, die Portnummern bleiben erhalten.Original Port/Bereich beginnt mit: Es erscheint ein Eingabefeld, in das Sie die Portnummer eingeben können, bei der der Portbereich beginnen soll, durch den der ursprüngliche Portbereich ersetzt wird. Die Anzahl der Ports bleibt dabei gleich. |
11.3.3 NAT - Konfigurationsbeispiel
Voraussetzungen
• Grundkonfiguration des Gateways
- Die Konfiguration erfordert einen funktionsfähigen Internetzugang, hier als Beispiel Company Connect mit acht IP-Adressen.
• Die Ethernet-Schnittstelle ETH Ihres Geräts ist an den Zugangsrouter zum Internet (IP-Adresse 62.10.10.1/29) angeschlossen.
• Die IP-Adressen 62.10.10.2 bis 62.10.10.6 sind auf der Ethernet-Schnittstelle ETH eingetragen.
Beispielszenario

flowchart
graph LR
A["Terminalserver 192.168.2.2/24"] --> B["Port1 192.168.2.1/24"]
C["Webserver 192.168.2.3/24"] --> B
B --> D["Digitalisierungsbox Premium 62.10.10.2/29"]
D --> E["Company Connect"]
D --> F["ETH"]
F --> G["Internet"]
Konfigurationsziel
- Sie konfigurieren NAT-Freigaben, damit Sie per HTTP auf Ihr Gateway zugreifen können.
- Sie wollen auf Ihren Terminalserver und auf den Firmen-Webserver über das Internet zugreifen können.
Konfigurationsschritte im Überblick
NAT einschalten
| Feld Menü Wert | ||
| NAT aktiv | Netzwerk -> NAT -> NAT-Schnittstellen | Aktiviert für LAN_EN5-0 |
| Verwerfen ohne Rückmeldung | Netzwerk -> NAT -> NAT-Schnittstellen | Aktiviert für LAN_EN5-0 |
NAT-Freigaben konfigurieren
| Feld Menü Wert | ||
| Beschreibung | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | z. B. GUI |
| Schnittstelle | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | LAN_EN5-0 |
| Art des Datenverkehrs | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | eingehend (Ziel-NAT) |
| Dienst | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | Benutzerdefiniert |
| Protokoll | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | TCP |
| Original Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | Host, z. B. 62.10.10.2 |
| Original Ziel-Port/Bereich | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | 80 |
| Neue Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | 127.0.0.1 |
| Neuer Ziel-Port | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | Original deaktiviert, 80 |
Webserver
| Feld Menü Wert | ||
| Beschreibung | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | z. B. Webserver |
| Schnittstelle | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | LAN_EN5-0 |
| Art des Datenverkehrs | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | eingehend (Ziel-NAT) |
| Dienst | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | http |
| Original Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | Host, z. B. 62.10.10.3 |
| Neue Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | Host, z. B. 192.168.0.3 |
| Neuer Ziel-Port | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | Original |
Terminal Server
| Feld Menü Wert | ||
| Beschreibung | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration - > Neu | z. B. Terminal-Server |
| Schnittstelle | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration - > Neu | LAN_EN5-0 |
| Art des Datenverkehrs | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration - > Neu | eingehend (Ziel-NAT) |
| Dienst | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration - > Neu | Benutzerdefiniert |
| Protokoll | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration - > Neu | TCP |
| Original Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | 96 |
| Original Ziel-Port/Bereich | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | 3389 |
| Neue Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | Host, z. B. 192.168.2.2 |
| Neuer Ziel-Port | Netzwerk -> NAT -> NAT-Konfiguration -> Neu | Original |
11.4 Lastverteilung
Zunehmender Datenverkehr über das Internet erfordert die Möglichkeit, Daten über unterschiedliche Schnittstellen senden zu können, um die zur Verfügung stehende Gesamtbandbreite zu erhöhen. IP-Lastverteilung ermöglicht die geregelte Verteilung von Datenverkehr innerhalb einer bestimmten Gruppe von Schnittstellen.
11.4.1 Lastverteilungsgruppen
Wenn Schnittstellen zu Gruppen zusammengefasst sind, wird der Datenverkehr innerhalb einer Gruppe nach folgenden Prinzipien aufgeteilt:
- Im Unterschied zu Multilink-PPP-basierten Lösungen funktioniert die Lastverteilung auch mit Accounts zu unterschiedlichen Providern.
- Session-based Load Balancing wird realisiert.
- Zusammenhängende (abhängige) Sessions werden immer über dieselbe Schnittstelle geroutet.
- Eine Distributionsentscheidung fällt nur bei ausgehenden Sessions.
Im Menü Netzwerk->Lastverteilung->Lastverteilungsgruppen wird eine Liste aller konfigurierten Lastverteilungsgruppen angezeigt. Mit einem Klick auf das 📋-Symbol neben einem Listeneintrag gelangen Sie zu einer Übersicht diese Gruppe betreffende Grundparameter.

Hinweis
Beachten Sie, dass die Schnittstellen, die zu einer Lastverteilungsgruppe zusammengefasst werden, Routen mit gleicher Metrik besitzen müssen. Gehen Sie ggf. in das Menü Netzwerk->Routen und überprüfen Sie dort die Einträge.
11.4.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Gruppen einzurichten.
Lastverteilungsgruppen Special Session Handling

Abb. 82: Netzwerk->Lastverteilung->Lastverteilungsgruppen->Neu
Das Menü Netzwerk->Lastverteilung->Lastverteilungsgruppen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Gruppenbeschreibung | Geben Sie eine beliebige Beschreibung der Schnittstellen-Gruppe ein. |
| Verteilungsrichtlinie | Wählen Sie aus, auf welche Art der Datenverkehr auf die für die Gruppe konfigurierten Schnittstellen verteilt werden soll.Mögliche Werte:Sitzungs-Round-Robin (Standardwert): Eine neu hinzukommende Session wird je nach prozentualer Belegung der Schnittstellen mit Sessions einer der Gruppen-Schnittstellen zugewiesen. Die Anzahl der Sessions ist maßgeblich.Lastabhängige Bandbreite: Eine neu hinzukommende Session wird je nach Anteil der Schnittstellen an der Gesamtdatenrate einer der Gruppen-Schnittstellen zugewiesen. Maßgeblich ist die aktuelle Datenrate, wobei der Datenverkehr sowohl in Sende- als auch in Empfangsrichtung berücksichtigt wird. |
| Berücksichtigen | Nur für Verteilungsrichtlinie = Lastabhängige BandbreiteWählen Sie aus, in welcher Richtung die aktuelle Datenrate berücksichtigt werden soll.Optionen:Download: Nur die Datenrate in Empfangsrichtung wird berücksichtigt.Upload: Nur die Datenrate in Senderichtung wird berücksichtigt.Standardmäßig sind die Optionen Download und Upload deaktiviert. |
| Verteilungsmodus | Wählen Sie aus, welchen Zustand die Schnittstellen der Gruppe haben dürfen, damit sie in die Lastverteilung einbezogen werden.Mögliche Werte:Immer (Standardwert): Auch Schnittstellen im Zustand ruhend werden einbezogen.Nur aktive Schnittstellen verwenden: Es werden nur Schnittstellen im Zustand aktiv berücksichtigt. |
Im Bereich Schnittstelle fügen Sie Schnittstellen hinzu, die dem aktuellen Gruppenkontext entsprechen und konfigurieren diese. Sie können auch Schnittstellen löschen.
Legen Sie weitere Einträge mit Hinzufügen an.

Abb. 83: Netzwerk->Lastverteilung->Lastverteilungsgruppen->Hinzufügen
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Gruppenbeschreibung | Zeigt die Beschreibung der Schnittstellen-Gruppe an. |
| Verteilungsrichtlinie | Zeigt die gewählte Art des Datenverkehrs an. |
Felder im Menü Schnittstellenauswahl für Verteilung
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Wählen Sie unter den zur Verfügung stehenden Schnittstellen diejenigen aus, die der Gruppe angehören sollen. |
| Verteilungsverhältnis | Geben Sie an, welchen Prozentsatz des Datenverkehrs eine Schnittstelle übernehmen soll.Die Bedeutung unterscheidet sich je nach verwendetem Verteilungsverhältnis:Für Sitzungs-Round-Robin wird die Anzahl verteilter Sessions zugrunde gelegt.Für Lastabhängige Bandbreite ist die Datenrate maßgeblich. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Routenselektor | Der Parameter Routenselektor ist ein zusätzliches Kriterium zur ge- naueren Definition einer Lastverteilungsgruppen. Der Schnittstellenein- trag innerhalb einer Lastverteilungsgruppen wird hierbei um eine Routin- ginformation erweitert. Der Routenselektor ist in bestimmten Anwen- dungsfällen notwendig, um die vom Router verwalteten IP Sessions ein- deutig je Loadbalancing -Gruppe bilanzieren zu können. Für die Anwen- dung des Parameters gelten folgende Regeln:Ist eine Schnittstelle nur einer Lastverteilungsgruppe zugewiesen, so ist die Konfiguration des Routenselektors nicht notwendig.Ist eine Schnittstelle mehreren Lastverteilungsgruppenn zugewiesen, so ist die Konfiguration des Routenselektors zwingend erforderlich.Innerhalb einer Lastverteilungsgruppe muss der Routenselektor aller Schnittstelleneinträge identisch konfiguriert sein.Wählen Sie die Ziel-IP-Adresse der gewünschten Route aus.Sie können unter allen Routen und allen erweiterten Routen wählen. |
| IP-Adresse zur Nachverfolgung | Mit dem Parameter IP-Adresse zur Nachverfolgung können Sie eine bestimmte Route überwachen lassen.Mithilfe dieses Parameters kann der Lastverteilungsstatus der Schnittstelle bzw. Status der mit der Schnittstelle verbundenen Routen beeinflusst werden. Das bedeutet, dass Routen unabhängig vom Operation Status der Schnittstelle aktiviert bzw. deaktiviert werden können. Die Überwachung der Verbindung erfolgt hierbei über die Host-Überwachungsfunktion des Gateways. Zur Verwendung dieser Funktion ist somit die Konfiguration von Host-Überwachungseinträgen zwingend erforderlich. Konfiguriert werden kann dies im Menü Lokale Dienste->Überwachung->Hosts. Hierbei ist wichtig, dass im Lastverteilungskontext nur Host-Überwachungseinträge mit der Aktion Überwachen berücksichtigt werden. Über die Konfiguration der IP-Adresse zur Nachverfolgung im MenüLastverteilung->Lastverteilungsgruppen->Erweiterte Einstellungen erfolgt die Verknüpfung zwischen der Lastverteilungsfunktion und der Host-Überwachungsfunktion. Der Lastverteilungsstatus der Schnittstelle wechselt nun in Abhängigkeit vom Status des zugewiesenen Host-Überwachungseintrages.Wählen Sie die IP-Adresse der Route, die überwacht werden soll.Sie können unter den IP-Adressen wählen, die Sie im Menü Lokale Dienste->Überwachung->Hosts->Neu unter Überwachte IP-Adresse eingegeben haben und die mit Hilfe des Feldes Auszuführende Aktion überwacht werden (Aktion = überwachen). |
11.4.2 Special Session Handling
Special Session Handling ermöglicht Ihnen einen Teil des Datenverkehrs auf Ihrem Gerät über eine bestimmte Schnittstelle zu leiten. Dieser Datenverkehr wird von der Funktion Lastverteilung ausgenommen.
Die Funktion Special Session Handling können Sie zum Beispiel beim Online Banking verwenden, um sicherzustellen, dass der HTTPS-Datenverkehr auf einen bestimmten Link übertragen wird. Da beim Online Banking geprüft wird, ob der gesamte Datenverkehr aus derselben Quelle stammt, würde ohne Special Session Handling die Datenübertragung bei Verwendung von Lastverteilung unter Umständen abgebrochen.
Im Menü Netzwerk->Lastverteilung->Special Session Handling wird eine Liste mit Einträgen angezeigt. Wenn Sie noch keine Einträge konfiguriert haben, ist die Liste leer.
Jeder Eintrag enthält u. a. Parameter, welche die Eigenschaften eines Datenpakets mehr oder weniger detailliert beschreiben. Das erste Datenpaket, auf das die hier konfigurierten Eigenschaften zutreffen, legt die Route für bestimmte nachfolgende Datenpakete fest.
Welche Datenpakete danach über diese Route geleitet werden, wird im Menü Netzwerk->Lastverteilung->Special Session Handling->Neu->Erweiterte Einstellungen konfiguriert.
Wenn Sie zum Beispiel im Menü Netzwerk->Lastverteilung->Special Session Handling->Neu den Parameter Dienst = http (SSL) wählen (und bei allen anderen Parametern die Standardwerte belassen), so legt das erste HTTPS-Paket die Zieladresse und den Zielport (d.h. Port 443 bei HTTPS) für später gesendete Datenpakete fest.
Wenn Sie unter Unveränderliche Parameter für die beide Parameter Zieladresse und Zielport die Standardeinstellung aktiviert belassen, so werden die HTTPS-Pakete mit derselben Quell-IP-Adresse wie das erste HTTPS-Paket über Port 443 zur selben Zieladresse über dieselbe Schnittstelle wie das erste HTTPS-Paket geroutet.
11.4.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um neue Einträge anzulegen.
Lastverteilungsgruppen Special Session Handling

Abb. 84: Netzwerk->Lastverteilung->Special Session Handling->Neu
Das Menü Netzwerk->Lastverteilung->Special Session Handling->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Admin-Status | Wählen Sie aus, ob Special Session Handling aktiv sein soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Beschreibung | Geben Sie eine Bezeichnung für den Eintrag ein. |
| Dienst | Wählen Sie, falls gewünscht, einen der vorkonfigurierten Dienste aus.Werkseitig ist eine umfangreiche Reihe von Diensten vorkonfiguriert, unter anderem:activityapple-gtauthchargenclients_1daytimedhcpdiscardDer Standardwert ist Benutzerdefiniert. |
| Protokoll | Wählen Sie, falls gewünscht, ein Protokoll aus. Die Option Beliebig (Standardwert) passt auf jedes Protokoll. |
| Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Definieren Sie, falls gewünscht, die Ziel-IP-Adresse und die Netzmaske der Datenpakete.Mögliche Werte:Beliebigh(Standardwert)Host: Geben Sie die IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Netzwerk-Adresse und die zugehörige Netzmaske ein. |
| Ziel-Port/Bereich | Geben Sie, falls gewünscht, eine Ziel-Port-Nummer bzw. einen Bereich von Ziel-Port-Nummern ein.Mögliche Werte:-Alle- (Standardwert): Der Zielport ist nicht näher spezifiziert.Port angeben: Geben Sie einen Ziel-Port ein.Portbereich angeben: Geben Sie einen Ziel-Port-Bereich ein. |
| Quellschnittstelle | Wählen Sie, falls gewünscht, die Quellschnittstelle Ihres Geräts aus. |
| Quell-IP-Adresse/Netzmaske | Definieren Sie, falls gewünscht, die Quell-IP-Adresse und die Netzmaske der Datenpakete.Mögliche Werte:Beliebigh(Standardwert)Host: Geben Sie die IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Netzwerk-Adresse und die zugehörige Netzmaske ein. |
| Quell-Port/Bereich | Geben Sie, falls gewünscht, eine Quell-Port-Nummer bzw. einen Bereich von Quell-Port-Nummern ein.Mögliche Werte:-Alle- (Standardwert): Der Quell-Port ist nicht näher spezifiziert.Port angeben: Geben Sie einen Quell-Port ein.Portbereich angeben: Geben Sie einen Quell-Port-Bereich ein. |
| Special Handling Timer | Geben Sie ein, während welcher Zeitspanne die spezifizierten Datenpakete über den festgelegten Weg geroutet werden sollen.Der Standardwert ist 900 Sekunden. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Unveränderliche Parameter | Legen Sie fest, ob die beiden Parameter Zieladresse und Zielport bei später gesendeten Datenpaketen denselben Wert haben müssen wie beim ersten Datenpaket, d. h. ob die nachfolgenden Datenpakete über denselben Zielport zur selben Zieladresse geroutet werden müssen.Standardmäßig sind die beiden Parameter Zieladresse und Zielport aktiv.Belassen Sie die Voreinstellung Aktiviert bei einem oder bei beiden Parametern, so muss der Wert des jeweiligen Parameters bei den später gesendeten Datenpaketen derselbe sein wie beim ersten Datenpaket.Sie können, falls gewünscht, einen oder beide Parameter deaktivieren.Der Parameter Quell-IP-Adresse muss bei später gesendeten Datenpaketen immer denselben Wert haben wie beim ersten Datenpaket. Er kann daher nicht deaktiviert werden. |
11.4.3 Lastverteilung - Konfigurationsbeispiel
Voraussetzungen
• Gateway mit integriertem DSL-Modem
- Externes DSL-Modem
- Zwei unabhängige DSL-Internetverbindungen
Beispielszenario

flowchart
graph LR
LAN["LAN"] -->|Digitalisierung-box| xDSL1["xDSL"]
xDSL1 -->|ETH| xDSL2["xDSL modem"]
xDSL2 -->|xDSL| Internet["Internet"]
xDSL1 -->|xDSL| xDSL3["xDSL"]
Konfigurationsziel
- Der Datenverkehr wird auf Basis von IP-Sitzungen jeweils zur Hälfte auf die beiden DSL-Leitungen verteilt.
- Wie Verbindungsabbrüche vermieden werden, welche durch die Verteilung auf verschiedene Internetzugänge auftreten können, zeigen wir Ihnen am Beispiel von verschlüsselten HTTP-Verbindungen (HTTPS).

Hinweis
Beim Aufbau der DSL-Verbindungen bezieht das Gateway neben der öffentlichen IP-Adresse auch die IP-Adressen der DNS-Server zur Namensauflösung von dem konfigurierten Internet-Provider. Vor allem bei der Verwendung von unterschiedlichen Internet-Providern müssen die DNS-Server verbindungsspezifisch verwendet werden. Die Konfiguration der DNS-Server wird beim Anlegen der DSL-Verbindungen automatisch erstellt und kann im Menü Lokale Dienste->DNS->DNS-Server eingesehen werden.
Konfigurationsschritte im Überblick
Erste Internetverbindung einrichten
| Feld Menü Wert | ||
| Verbindungstyp | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu | Internes DSL-Modem |
| Beschreibung | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu -> Weiter | z. B. DSL-1 |
| Typ | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu -> Weiter | Benutzerdefiniert über PPPoE (PPP über Ethernet) |
| Benutzername | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu -> Weiter | z. B. feste_ip@provider.de |
| Passwort | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu -> Weiter | z. B. test12345 |

Hinweis
Der Hinweis beim Anlegen der zweiten DSL-Verbindung kann ignoriert werden. Routing-konflikte aufgrund mehrerer Standardrouten werden durch IP-Lastverteilung verhindert.
Zweite Internetverbindung einrichten
| Feld Menü Wert | ||
| Verbindungstyp | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu | Externes Gateway/Kabelmodem |
| Beschreibung | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu -> Weiter | z. B. DSL-2 |
| Physischer Ethernet-Port | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu -> Weiter | z. B. ETH5 |
| Typ | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu -> Weiter | Benutzerdefiniert |
| Benutzername | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu -> Weiter | z. B. #0001@t-online.de |
| Passwort | Assistenten -> Internet -> Internetverbindungen -> Neu -> Weiter | z. B. test12345 |
Lastverteilungsgruppe anlegen
| Feld Menü Wert | ||
| Gruppenbeschreibung | Netzwerk -> Lastverteilung -> Lastverteilungsgruppen -> Neu | z. B. Internetzugang |
| Verteilungsrichtlinie | Netzwerk -> Lastverteilung -> Lastverteilungsgruppen -> Neu | Sitzungs-Round-Robin |
| Verteilungsmodus | Netzwerk -> Lastverteilung -> Lastverteilungsgruppen -> Neu | Immer |
| Schnittstelle | Netzwerk -> Lastverteilung -> Lastverteilungsgruppen -> Neu -> Hinzufügen | WAN_DSL-1 |
| Verteilungsverhältnis | Netzwerk -> Lastverteilung -> Lastverteilungsgruppen -> Neu -> Hinzufügen | 50 |
| Schnittstelle | Netzwerk -> Lastverteilung -> Lastverteilungsgruppen -> Neu -> Hinzufügen | WAN_DSL-2 |
| Verteilungsverhältnis | Netzwerk -> Lastverteilung -> Lastverteilungsgruppen -> Neu -> Hinzufügen | 50 |
Special Session Handling
| Feld Menü Wert | ||
| Beschreibung | Netzwerk -> Lastverteilung -> Special Sessi-on Handling -> Neu | z. B. HTTPS |
| Dienst | Netzwerk -> Lastverteilung -> Special Session Handling -> Neu | http (SSL) |
| Special Handling Timer | Netzwerk -> Lastverteilung -> Special Session Handling -> Neu | 900hSekunden |
11.5 QoS
QoS (Quality of Service) ermöglicht es, verfügbare Bandbreiten effektiv und intelligent zu verteilen. Bestimmte Anwendungen können bevorzugt behandelt und Bandbreite für diese reserviert werden. Vor allem für zeitkritische Anwendungen wie z. B. Voice over IP ist das von Vorteil.
Die QoS-Konfiguration besteht aus drei Teilen:
- IP-Filter anlegen
- Daten klassifizieren
- Daten priorisieren
11.5.1 IPv4/IPv6-Filter
Im Menü Netzwerk->QoS->IPv4/IPv6-Filter werden IP-Filter konfiguriert.
Die Liste zeigt ebenfalls alle ggf. konfigurierten Einträge aus Netzwerk->Zugriffsregeln->Regelketten.
11.5.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere IP-Filter zu definieren.


Abb. 85: Netzwerk->QoS->IPv4/IPv6-Filter->Neu
Das Menü Netzwerk->QoS->IPv4/IPv6-Filter->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld | Beschreibung |
| Beschreibung | Geben Sie die Bezeichnung des Filters an. |
| DienstFeld Beschreibung | Wählen Sie einen der vorkonfigurierten Dienste aus. Werkseitig ist eine umfangreiche Reihe von Diensten vorkonfiguriert, unter anderem:• activity• apple-qt |
| authchargenclients_1daytimedhcpdiscardDer Standardwert ist any. | |
| Protokoll | Wählen Sie ein Protokoll aus.Die Option Beliebig (Standardwert) passt auf jedes Protokoll. |
| Typ | Nur für Protokoll = ICMPWählen Sie einen Typ aus.Mögliche Werte: Beliebig, Echo reply, Destination unreachable, Source quench, Redirect, Echo, Time exceeded, Timestamp, Timestamp reply.Siehe RFC 792.Der Standardwert ist Beliebig. |
| Verbindungsstatus | Bei Protokoll = TCP können Sie ein Filter definieren, das den Status von TCP-Verbindungen berücksichtigt.Mögliche Werte:Hergestellt: Das Filter passt auf diejenigen TCP-Pakete, die beim Routing über das Gateway keine neue TCP-Verbindung öffnen würden.Beliebig (Standardwert): Das Filter passt auf alle TCP-Pakete. |
| IPv4-Zieladresse/-netzmaske | Geben Sie die IPv4 Ziel-Adresse der Datenpakete und die zugehörige Netzmaske ein.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Ziel-IP-Adresse/Netzmaske sind nicht näher spezifiziert.Host: Geben Sie die Ziel-IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Ziel-Netzwerk-Adresse und die zugehörige Netzmaske ein. |
| IPv6-Zieladresse/-länge | Geben Sie die IPv6 Ziel-Adresse der Datenpakete und die Präfixlänge ein.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Ziel-IP-Adresse/Länge sind nicht näher spezifiziert.Host: Geben Sie die Ziel-IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Ziel-Netzwerk-Adresse und die Präfixlänge ein. |
| Ziel-Port/Bereich | Nur für Protokoll = TCP, UDP oder TCP/UDPGeben Sie eine Zielport-Nummer bzw. einen Bereich von Zielport-Nummern ein.Mögliche Werte:-Alle-(Standardwert): Der Zielport ist nicht näher spezifiziert.Port angeben: Geben Sie einen Zielport ein.Portbereich angeben: Geben Sie einen Zielport-Bereich ein. |
| IPv4-Quelladresse/-netzmaske | Geben Sie die IPv4 Quell-Adresse der Datenpakete und die zugehörige Netzmaske ein.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Quell-IP-Adresse/Netzmaske sind nicht näher spezifiziert.Host: Geben Sie die Quell-IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Quell-Netzwerk-Adresse und die Präfixlänge ein. |
| IPv6-Quelladresse/-länge | Geben Sie die IPv6 Quell-Adresse der Datenpakete und die Präfixlänge ein.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Quell-IP-Adresse/Länge ist nicht näher spezifiziert.Host: Geben Sie die Quell-IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Quell-Netzwerk-Adresse und die Präfixlänge ein. |
| Quell-Port/Bereich | Nur für Protokoll = TCP, UDP oder TCP/UDPGeben Sie eine Quellport-Nummer bzw. einen Bereich von Quellport-Nummern ein.Mögliche Werte:-Alle-(Standardwert): Der Quellport ist nicht näher spezifiziert.Port angeben: Geben Sie einen Quellport ein.Portbereich angeben: Geben Sie einen Quellport-Bereich ein. |
| DSCP / Traffic Class Filter (Layer 3) | Wählen Sie die Art des Dienstes aus (TOS, Type of Service).Mögliche Werte:Nicht beachten (Standardwert): Die Art des Dienstes wird nicht berücksichtigt.DSCP-Binärwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in binärem Format, 6 Bit).DSCP-Dezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in dezimalem Format).DSCP-Hexadezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in hexadezimalem Format).TOS-Binärwert: Der TOS-Wert wird im binären Format angegeben, z. B. 00111111.TOS-Dezimalwert: Der TOS-Wert wird im dezimalen Format angegeben, z. B. 63.TOS-Hexadezimalwert: Der TOS-Wert wird im hexadezimalen Format angegeben, z. B. 3F. |
| COS-Filter (802.1p/Layer2) | Tragen Sie die Serviceklasse der IP-Pakete ein (Class of Service, CoS).Mögliche Werte sind ganze Zahlen zwischen 0 und 7. Wertebereich 0 bis 7.Der Standardwert ist Nicht beachten. |
11.5.2 QoS-Klassifizierung
Im Menü Netzwerk->QoS->QoS-Klassifizierung wird der Datenverkehr klassifiziert, d. h. der Datenverkehr wird mittels Klassen-ID verschiedenen Klassen zugeordnet. Sie erstellen dazu Klassenpläne zur Klassifizierung von IP-Paketen anhand zuvor definierter IP-Filter. Jeder Klassenplan wird über seinen ersten Filter mindestens einer Schnittstelle zugeordnet.
11.5.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Datenklassen einzurichten.
IPv4/IPv6-Filter QoS-Klassifizierung QoS-Schnittstellen/Richtlinien

Abb. 86: Netzwerk->QoS->QoS-Klassifizierung->Neu
Das Menü Netzwerk->QoS->QoS-Klassifizierung->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Klassenplan | Wählen Sie den Klassenplan, den Sie anlegen oder bearbeiten wollen.Mögliche Werte:Neu(Standardwert): Mit dieser Einstellung legen Sie einen neuen Klassenplan an.:Zeigt einen bereits angelegten Klassenplan, den Sie auswählen und bearbeiten können. Sie können neue Filter hinzufügen. |
| Beschreibung | Nur für Klassenplan = NeuGeben Sie die Bezeichnung des Klassenplans ein. |
| Filter | Wählen Sie ein IP-Filter aus.Bei einem neuen Klassenplan wählen Sie das Filter, das an die erste Stelle des Klassenplans gesetzt werden soll.Bei einem bestehenden Klassenplan wählen Sie das Filter, das an den Klassenplan angehängt werden soll.Um ein Filter auswählen zu können, muss mindestens ein Filter im Menü Netzwerk->QoS->IPv4/IPv6-Filter konfiguriert sein. |
| Richtung | Wählen Sie die Richtung der Datenpakete, die klassifiziert werden sollen.Mögliche Werte:Eingehend: Eingehende Datenpakete werden der im Folgenden zu definierenden Klasse (Klassen-ID) zugeordnet.Ausgehend (Standardwert): Ausgehende Datenpakete werden der im Folgenden zu definierenden Klasse (Klassen-ID) zugeordnet.Beide: Eingehende und ausgehende Datenpakete werden der im Folgenden zu definierenden Klasse (Klassen-ID) zugeordnet. |
| High-Priority-Klasse | Aktivieren oder deaktivieren Sie die High-Priority-Klasse. Wenn die High-Priority-Klasse aktiv ist, werden die Datenpakete der Klasse mit der höchsten Priorität zugeordnet, die Priorität 0 wird automatisch gesetzt.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Klassen-ID | Nur für High-Priority-Klasse nicht aktiv.Wählen Sie eine Zahl, welche die Datenpakete einer Klasse zuweist. HinweisDie Klassen-ID ist ein Label, um Datenpakete bestimmten Klassen zuzuordnen. (Die Klassen-ID legt keine Priorität fest.)Mögliche Werte sind ganze Zahlen zwischen 1 und 254. |
| DSCP/Traffic-Class-Filter setzen (Layer 3) | Hier können Sie den DSCP/TOS-Wert der IP-Datenpakete in Abhängigkeit zur definierten Klasse (Klassen-ID) setzen bzw. ändern.Mögliche Werte:Erhalten (Standardwert): Der DSCP/TOS-Wert der IP-Datenpakete bleibt unverändert.DSCP-Binärwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in binärem Format).DSCP-Dezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in dezimalem Format).DSCP-Hexadezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in hexadezimalem Format).TOS-Binärwert: Der TOS-Wert wird im binären Format angegeben, z. B. 00111111.TOS-Dezimalwert: Der TOS-Wert wird im dezimalen Format angegeben, z. B. 63.TOS-Hexadezimalwert: Der TOS-Wert wird im hexadezimalen Format angegeben, z. B. 3F. |
| Setze COS Wert (802.1p/Layer 2) | Im Header der Ethernet-Pakete, die vom ausgewählten Filter erfasst werden, können Sie hier die Serviceklasse (Layer-2-Priorität) setzen/ändern.Mögliche Werte sind ganze Zahlen zwischen 0 und 7.Der Standardwert ist Erhalten. |
| Schnittstellen | Nur für Klassenplan = NeuWählen Sie beim Anlegen eines neuen Klassenplans diejenigen Schnittstellen, an die Sie den Klassenplan binden wollen. Ein Klassenplan kann mehreren Schnittstellen zugeordnet werden. |
11.5.3 QoS-Schnittstellen/Richtlinien
Im Menü Netzwerk->QoS->QoS-Schnittstellen/Richtlinien legen Sie die Priorisierung der Daten fest.

Hinweis
Daten können nur ausgehend priorisiert werden.
Pakete der High-Priority-Klasse haben immer Vorrang vor Daten mit Klassen-ID 1 - 254.
Es ist möglich, jeder Queue und somit jeder Datenklasse einen bestimmten Anteil an der Gesamtbandbreite der Schnittstelle zuzuweisen bzw. zu garantieren. Darüber hinaus können Sie die Übertragung von Sprachdaten (Real-Time-Daten) optimieren.
Abhängig von der jeweiligen Schnittstelle wird für jede Klasse automatisch eine Queue (Warteschlange) angelegt, jedoch nur für ausgehend klassifizierten Datenverkehr sowie für in beide Richtungen klassifizierten Datenverkehr. Den automatisch angelegten Queues wird hierbei eine Priorität zugeordnet. Der Wert der Priorität ist dabei gleich dem Wert der Klassen-ID. Sie können diese standardmäßig gesetzte Priorität einer Queue ändern. Wenn Sie neue Queues hinzufügen, können Sie über die Klassen-ID auch Klassen anderer Klassenpläne verwenden.
11.5.3.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Priorisierungen einzurichten.


Abb. 87: Netzwerk->QoS->QoS-Schnittstellen/Richtlinien->Neu
Das Menü Netzwerk->QoS->QoS-Schnittstellen/Richtlinien->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle aus, für die QoS konfiguriert werden soll. |
| Priorisierungsalgorithmus | Wählen Sie den Algorithmus aus, nach dem die Abarbeitung der Queues erfolgen soll. Sie aktivieren bzw. deaktivieren damit QoS auf der ausgewählten Schnittstelle.Mögliche Werte:Priority Queueing: QoS wird auf der Schnittstelle aktiviert. Die verfügbare Bandbreite wird streng gemäß der Priorität der Queues verteilt.Weighted Round Robin: QoS wird auf der Schnittstelle aktiviert. Die verfügbare Bandbreite wird gemäß der Gewichtung (weight) der Queues verteilt. Ausnahme: High-Priority-Pakete werden immer vorrangig behandelt.Weighted Fair Queueing: QoS wird auf der Schnittstelle aktiviert. Die verfügbare Bandbreite wird möglichst "fair" unter den (automatisch erkannten) Datenverbindungen (Traffic-Flows) innerhalb einer Queue aufgeteilt. Ausnahme: High-Priority-Pakete werden immer vorrangig bedient.Deaktiviert (Standardwert): QoS wird auf der Schnittstelle deaktiviert. Die ggf. vorhandene Konfiguration wird nicht gelöscht und kann bei Bedarf wieder aktiviert werden. |
| Traffic Shaping | Aktivieren oder deaktivieren Sie eine Begrenzung der Datenrate in Senderichtung.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Maximale Upload-Geschwindigkeit | Nur für Traffic Shaping = aktiviert.Geben Sie für die ausgewählte Schnittstelle eine maximale Datenrate in kBit pro Sekunde in Senderichtung ein.Mögliche Werte sind 0 bis 1000000.Der Standardwert ist 0, d. h. es erfolgt keine Begrenzung, die ausgewählte Schnittstelle kann ihre maximale Bandbreite belegen. |
| Größe des Protokoll-Headers unterhalb Layer 3 | Nur für Traffic Shaping = aktiviert.Wählen Sie den Schnittstellentyp, um die Größe des jeweiligen Overheads eines Datagramms in die Berechnung der Bandbreite einzubeziehen.Mögliche Werte:BenutzerdefinierthWert in Byte.Mögliche Werte sind 0 bis 100.Undefiniert (Protocol Header Offset=0) (Standardwert)Nur für Ethernet-Schnittstellen auswählbarEthernetEthernet und VLANPPP over EthernetPPPoE und VLANNur für IPSec-Schnittstellen auswählbar:IPSec über EthernetIPSec über Ethernet und VLANIPSec via PPP over EthernetIPSec via PPPoE und VLAN |
| Verschlüsselungsmethode | Nur wenn als Schnittstelle ein IPSec Peer gewählt ist, Traffic ShapingAktiviert ist und die Größe des Protokoll-Headers unterhalb Layer 3 nicht Undefiniert (Protocol Header Offset=0) ist.Wählen Sie die Verschlüsselungsmethode, die für die IPSec-Verbindung genutzt wird. Der Verschlüsselungsalgorithmus bestimmt die Länge der Blockchiffre, die bei der Bandbreitenkalkulation berücksichtigt wird.Mögliche Werte:DES, 3DES, Blowfish, Cast - (Cipher-Blockgröße = 64 Bit)AES128, AES192, AES256, Twofish - (Cipher-Blockgröße = 128 Bit) |
| Real Time Jitter Control | Nur für Traffic Shaping = aktiviertReal Time Jitter Control führt zu einer Optimierung des Latenzverhaltens bei der Weiterleitung von Real-Time-Datagrammen. Die Funktion sorgt für eine Fragmentierung großer Datenpakete in Abhängigkeit von der verfügbaren Upload-Bandbreite.Real Time Jitter Control ist nützlich bei geringen Upload-Bandbreiten (< 800 kBit/s).Aktivieren oder deaktivieren Sie Real Time Jitter Control.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Kontrollmodus | Nur für Real Time Jitter Control = aktiviert.Wählen Sie den Modus für die Optimierung der Sprachübertragung.Mögliche Werte:Alle RTP-Streams: Alle RTP-Streams werden optimiert. Die Funktion aktiviert den RTP-Stream-Detection-Mechanismus zum automatischen Erkennen von RTP-Streams. In diesem Modus wird der Real-Time-Jitter-Control-Mechanismus aktiv, sobald ein RTP-Stream erkannt wurde.Inaktiv: Die Optimierung für die Übertragung der Sprachdaten wird nicht durchgeführt.Nur kontrollierte RTP-Streams: Dieser Modus wird verwendet, wenn entweder das VoIP Application Layer Gateway (ALG) oder das VoIP Media Gateway (MGW) aktiv ist. Die Aktivierung des Real-Time-Jitter-Control-Mechanismus erfolgt über die Kontrollinstanzen ALG oder MGW.Immer: Der Real-Time-Jitter-Control-Mechanismus ist immer aktiv, auch wenn keine Real-Time-Daten geroutet werden. |
| Queues/Richtlinien | Konfigurieren Sie die gewünschten QoS-Queues.Für jede angelegte Klasse aus dem Klassenplan, die mit der gewählten Schnittstelle verbunden ist, wird automatisch eine Queue erzeugt und hier angezeigt (nur für ausgehend klassifizierten Datenverkehr sowie für in beide Richtungen klassifizierten Datenverkehr).Fügen Sie mitHinzufügenneue Einträge hinzu. Das MenüQueue/Richtliniebearbeitenöffnet sich.Durch das Erstellen einer QoS-Richtlinie wird automatisch ein Standardeintrag DEFAULTmit der niedrigsten Priorität 255 erstellt. |
Das Menü Queue/Richtlinie bearbeiten besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Queue/Richtlinie bearbeiten
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie die Bezeichnung der Queue/Richtlinie an. |
| Ausgehende Schnittstelle | Zeigt die Schnittstelle an, für die QoS-Queues konfiguriert werden. |
| Priorisierungsqueue | Wählen Sie den Typ für die Priorisierung der Queue aus.Mögliche Werte:Klassenbasiert (Standardwert): Queue für "normal"-klassifizierte Daten.Hohe Priorität: Queue für "high-priority"- klassifizierte Daten.Standard: Queue für Daten, die nicht klassifiziert wurden bzw. für deren Klasse keine Queue angelegt worden ist. |
| Klassen-ID | Nur für Priorisierungsqueue = KlassenbasiertWählen Sie die QoS-Paketklasse, für die diese Queue gelten soll.Dazu muss vorher im Menü Netzwerk->QoS->QoS-Klassifizierung mindestens eine Klassen-ID vergeben worden sein. |
| Priorität | Nur für Priorisierungsqueue = KlassenbasiertWählen Sie die Priorität der Queue. Mögliche Werte sind 1 (hohe Priorität) bis 254 (niedrige Priorität).Der Standardwert ist 1. |
| Gewichtung | Nur für Priorisierungsalgorithmus = Weighted Round Robin oder Weighted Fair QueueingWählen Sie die Gewichtung der Queue. Mögliche Werte sind 1 bis 254.Der Standardwert ist 1. |
| RTT-Modus(Realtime-Traffic-Modus) | Aktivieren oder deaktivieren Sie die Echtzeitübertragung der Daten.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Der RTT-Modus sollte für QoS-Klassen aktiviert werden, in denen Realtime-Daten priorisiert werden. Dieser Modus führt zu einer Verbesserung des Latenzverhaltens bei der Weiterleitung von Realtime-Datagrammen.Es ist möglich, mehrere Queues mit aktiviertem RTT-Modus zu konfigurieren. Queues mit aktiviertem RTT-Modus müssen immer eine höherePriorität als Queues mit inaktivem RTT-Modus haben. |
| Traffic Shaping | Aktivieren oder deaktivieren Sie eine Begrenzung der Datenrate (=Traffic Shaping) in Senderichtung.Die Begrenzung der Datenrate gilt für die gewählte Queue. (Es handelt sich dabei nicht um die Begrenzung, die an der Schnittstelle festgelegt werden kann.)Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Maximale Upload-Geschwindigkeit | Nur für Traffic Shaping = aktiviert.Geben Sie eine maximale Datenrate in kBit pro Sekunde für die ausgewählte Schnittstelle ein.Mögliche Werte sind 0 bis 1000000.Der Standardwert ist 0, d. h. es erfolgt keine Begrenzung, die ausgewählte Schnittstelle kann ihre maximale Bandbreite belegen. |
| Überbuchen zugelassen | Nur für Traffic Shaping = aktiviert.Aktivieren oder deaktivieren Sie die Funktion. Die Funktion steuert das Bandbreitenbegrenzungsverhalten.Bei aktiviertem Überbuchen zugelassen kann die Bandbreitenbegrenzung überschritten werden, die für die Queue eingestellt ist, sofern freie Bandbreite auf der Schnittstelle vorhanden ist.Bei deaktiviertem Überbuchen zugelassen kann die Queue niemals Bandbreite über die eingestellte Bandbreitenbegrenzung hinaus belegen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Burst-Größe | Nur für Traffic Shaping = aktiviert.Geben Sie die maximale Anzahl an Bytes ein, die kurzfristig noch übertragen werden darf, wenn die für diese Queue erlaubte Datenrate bereits erreicht ist.Mögliche Werte sind 0 bis 64000.Der Standardwert ist 0. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Dropping-Algorithmus | Wählen Sie das Verfahren, nach dem Pakete in der QoS-Queue verworfen werden, wenn die maximale Größe der Queue überschritten wird.Mögliche Werte:Tail Drop (Standardwert): Das neu hinzugekommene Paket wird verworfen.Head Drop: Das älteste Paket in der Queue wird verworfen.Random Drop: Ein zufällig ausgewähltes Paket aus der Queue wird verworfen. |
| Vermeidung von Daten-stau (RED) | Aktivieren oder deaktivieren Sie das präventive Löschen von Datenpake-ten.Pakete, deren Datengröße zwischenMin. Queue-Größeund Max. Queue-Größe liegt, werden vorbeugend verworfen, um einen Queue-Überlauf zu verhindern (RED=Random Early Detection). Dieses Verfah-ren sorgt bei TCP-basiertem Datenverkehr für eine insgesamt kleinere Queue, sodass selbst Traffic-Bursts meist ohne größere Paketverluste übertragen werden können.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Min. Queue-Größe | Geben Sie den unteren Schwellwert für das VerfahrenVermeidung von Datenstau (RED)in Byte ein.Mögliche Werte sind 0 bis 262143.Der Standardwert ist 0. |
| Max. Queue-Größe | Geben Sie den oberen Schwellwert für das VerfahrenVermeidung von Datenstau (RED)in Byte ein.Mögliche Werte sind 0 bis 262143.Der Standardwert ist 16384. |
11.6 Zugriffsregeln
Mit Access-Listen werden Zugriffe auf Daten und Funktionen eingegrenzt (welcher Benutzer welche Dienste und Dateien nutzen darf).
Sie definieren Filter für IP-Pakete, um den Zugang von bzw. zu den verschiedenen Hosts in angeschlossenen Netzwerken zu erlauben oder zu sperren. So können Sie verhindern, dass über das Gateway unzulässige Verbindungen aufgebaut werden. Access-Listen definieren die Art des IP-Traffics, den das Gateway annehmen oder ablehnen soll. Die Zugangsentscheidung basiert auf Informationen, die in den IP-Paketen enthalten sind, z. B.:
- Quell- und/oder Ziel IP-Adresse
- Protokoll des Pakets
- Quell- und/oder Ziel-Port (Portbereiche werden unterstützt)
Möchten z. B. Standorte, deren LANs über eine Digitalisierungsbox miteinander verbunden sind, alle eingehenden FTP-Anfragen ablehnen, oder Telnet-Sitzungen nur zwischen bestimmten Hosts zulassen, sind Access-Listen ein effektives Mittel.
Access-Filter auf dem Gateway basieren auf der Kombination von Filtern und Aktionen zu Filterregeln (= rules) und der Verknüpfung dieser Regeln zu sogenannten Regelketten. Sie wirken auf die eingehenden Datenpakete und können so bestimmten Daten den Zutritt zum Gateway erlauben oder verbieten.
Ein Filter beschreibt einen bestimmten Teil des IP-Datenverkehrs, basierend auf Quell- und/oder Ziel-IP-Adresse, Netzmaske, Protokoll, Quell- und/ oder Ziel-Port.
Mit den Regeln, die Sie in Access Lists organisieren, teilen Sie dem Gateway mit, wie es mit gefilterten Datenpaketen umgehen soll – ob es sie annehmen oder abweisen soll. Sie können auch mehrere Regeln definieren, die Sie in Form einer Kette organisieren und ihnen damit eine bestimmte Reihenfolge geben.
Für die Definition von Regeln bzw. Regelketten gibt es verschiedene Ansätze:
Nehme alle Pakete an, die nicht explizit verboten sind, d. h.:
- Weise alle Pakete ab, auf die Filter 1 zutrifft.
- Weise alle Pakete ab, auf die Filter 2 zutrifft.
...
• Lass den Rest durch.
oder
Nehme nur Pakete an, die explizit erlaubt sind, d. h.:
- Nehme alle Pakete an, auf die Filter 1 zutrifft.
- Nehme alle Pakete an, auf die Filter 2 zutrifft.
... - Weise den Rest ab.
oder
Kombination aus den beiden oben beschriebenen Möglichkeiten.
Es können mehrere getrennte Regelketten angelegt werden. Eine gemeinsame Nutzung von Filtern in verschiedenen Regelketten ist dabei möglich.
Sie können jeder Schnittstelle individuell eine Regelkette zuweisen.

Achtung
Achten Sie darauf, dass Sie sich beim Konfigurieren der Filter nicht selbst aussperren.
Greifen Sie zur Filter-Konfiguration möglichst über die serielle Konsolen-Schnittstelle (nicht für alle Geräte verfügbar) oder mit ISDN-Login auf Ihr Gateway zu.
11.6.1 Zugriffsfilter
In diesem Menü werden die Access-Filter konfiguriert. Jedes Filter beschreibt einen bestimmten Teil des IP-Traffic und definiert z. B. die IP-Adressen, das Protokoll, den Quell- oder Ziel-Port.
Im Menü Netzwerk->Zugriffsregeln->Zugriffsfilter wird eine Liste aller Access Filter angezeigt.


Abb. 88: Netzwerk->Zugriffsregeln->Zugriffsfilter
11.6.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um Access Filter zu konfigurieren.
| Zugriffsfilter | Regelketten | Schnittstellenzuweisung |
| Basisparameter | |
| Beschreibung | |
| Dienst | any ▼ |
| IPv4-Zieladresse/-netzmaske | Beliebig ▼ |
| IPv6-Zieladresse/-länge | Beliebig ▼ |
| IPv4-Quelladresse/-netzmaske | Beliebig ▼ |
| IPv6-Quelladresse/-länge | Beliebig ▼ |
| DSCP / Traffic Class Filter (Layer 3) | Nicht beachten ▼ |
| COS-Filter (802.1p/Layer 2) | Nicht beachten ▼ |
Abb. 89: Netzwerk->Zugriffsregeln->Zugriffsfilter->Neu
Das Menü Netzwerk->Zugriffsregeln->Zugriffsfilter->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine Bezeichnung für das Filter ein. |
| Dienst | Wählen Sie einen der vorkonfigurierten Dienste aus. Werkseitig ist eine umfangreiche Reihe von Diensten vorkonfiguriert, unter anderem:activityapple-qtauthchargenclients_1daytimedhcpdiscardDer Standardwert ist any. |
| Protokoll | Wählen Sie ein Protokoll aus.Die Option Beliebig (Standardwert) passt auf jedes Protokoll. |
| Typ | Nur bei Protokoll = ICMPMögliche Werte:BeliebigEcho replyDestination unreachableSource quenchRedirectEchoTime exceededTimestampTimestamp replyDer Standardwert ist Beliebig.Siehe RFC 792. |
| Verbindungsstatus | Nur bei Protokoll = TCPSie können ein Filter definieren, das den Status von TCP-Verbindung berücksichtigt.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Das Filter passt auf alle TCP-Pakete.Hergestellt: Das Filter passt auf diejenigen TCP-Pakete, die beim Routing über das Gateway keine neue TCP-Verbindung öffnen würden. |
| IPv4-Zieladresse/-netzmaske | Geben Sie die IPv4 Ziel-Adresse der Datenpakete und die zugehörige Netzmaske ein.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Ziel-IP-Adresse/Netzmaske sind nicht näher spezifiziert.Host: Geben Sie die Ziel-IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Ziel-Netzwerk-Adresse und die zugehörige Netzmaske ein. |
| IPv6-Zieladresse/-länge | Geben Sie die IPv6 Ziel-Adresse der Datenpakete und die Präfixlänge ein.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Ziel-IP-Adresse/Länge sind nicht näher spezifiziert.Host: Geben Sie die Ziel-IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Ziel-Netzwerk-Adresse und die Präfixlänge ein. |
| Ziel-Port/Bereich | Nur bei Protokoll = TCP, UDPGeben Sie eine Ziel-Port-Nummer bzw. einen Bereich von Ziel-Port-Nummern ein, auf den das Filter passt.Mögliche Werte:-Alle- (Standardwert): Das Filter gilt für alle Port-NummernPort angeben: Ermöglicht Eingabe einer Port-Nummer.Portbereich angeben: Ermöglicht Eingabe eines Bereiches von Port-Nummern. |
| IPv4-Quelladresse/-netzmaske | Geben Sie die IPv4 Quell-Adresse der Datenpakete und die zugehörige Netzmaske ein.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Quell-IP-Adresse/Netzmaske sind nicht näher spezifiziert.Host: Geben Sie die Quell-IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Quell-Netzwerk-Adresse und die Präfixlänge ein. |
| IPv6-Quelladresse/-länge | Geben Sie die IPv6 Quell-Adresse der Datenpakete und die Präfixlänge ein.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert): Die Quell-IP-Adresse/Länge ist nicht näher spezifiziert.Host: Geben Sie die Quell-IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk: Geben Sie die Quell-Netzwerk-Adresse und die Präfixlänge ein. |
| Quell-Port/Bereich | Nur bei Protokoll = TCP, UDPGeben Sie die Quell-Port-Nummer bzw. den Bereich von Quell-Port-Nummern ein.Mögliche Werte:-Alle-(Standardwert): Das Filter gilt für alle Port-NummernPort angeben: Ermöglicht Eingabe einer Port-Nummer.Portbereich angeben: Ermöglicht Eingabe eines Bereiches von Port-Nummern. |
| DSCP / Traffic Class Filter (Layer 3) | Wählen Sie die Art des Dienstes aus (TOS, Type of Service).Mögliche Werte:Nicht beachten (Standardwert): Die Art des Dienstes wird nicht berücksichtigt.DSCP-Binärwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in binärem Format, 6 Bit).DSCP-Dezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in dezimalem Format).DSCP-Hexadezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in hexadezimalem Format).TOS-Binärwert: Der TOS-Wert wird im binären Format angegeben, z. B. 00111111.TOS-Dezimalwert: Der TOS-Wert wird im dezimalen Format angegeben, z. B. 63.TOS-Hexadezimalwert: Der TOS-Wert wird im hexadezimalen Format angegeben, z. B. 3F. |
| COS-Filter (802.1p/Layer 2) | Tragen Sie die Serviceklasse der IP-Pakete ein (Class of Service, CoS).Mögliche Werte sind ganze Zahlen zwischen 0 und 7.Der Standardwert ist Nicht beachten. |
11.6.2 Regelketten
Im Menü Regelketten werden Regeln für IP-Filter konfiguriert. Diese können separat angelegt oder in Regelketten eingebunden werden.
Im Menü Netzwerk->Zugriffsregeln->Regelketten werden alle angelegten Filterregeln aufgelistet.


Abb. 90: Netzwerk->Zugriffsregeln->Regelketten
11.6.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um Access Lists zu konfigurieren.


Abb. 91: Netzwerk->Zugriffsregeln->Regelketten->Neu
Das Menü Netzwerk->Zugriffsregeln->Regelketten->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Regelkette | Wählen Sie aus, ob Sie eine neue Regelkette anlegen oder eine bestehende bearbeiten wollen.Mögliche Werte:Neu (Standardwert): Mit dieser Einstellung legen Sie eine neue Regelkette an.: Wählen Sie eine bereits angelegte Regelkette aus und fügen ihr somit eine weitere Regel hinzu. |
| Beschreibung | Geben Sie die Bezeichnung der Regelkette ein. |
| Zugriffsfilter | Wählen Sie ein IP-Filter aus.Bei einer neuen Regelkette wählen Sie das Filter, das an die erste Stelle der Regelkette gesetzt werden soll.Bei einer bestehenden Regelkette wählen Sie das Filter, das an die Regelkette angehängt werden soll. |
| Aktion | Legen Sie fest, wie mit einem gefilterten Datenpaket verfahren wird.Mögliche Werte:Zulassen, wenn Filter passt (Standardwert): Paket annehmen, wenn das Filter passt.Zulassen, wenn Filter nicht passt: Paket annehmen, wenn das Filter nicht passt.Verweigern, wenn Filter passt: Paket abweisen, wenn das Fil-ter passt.Verweigern, wenn Filter nicht passt: Paket abweisen, wenn das Filter nicht passt.Nicht beachten: Nächste Regel anwenden. |
Um die Regeln einer Regelkette in eine andere Reihenfolge zu bringen, wählen Sie im Listenmenü bei dem Eintrag, der verschoben werden soll, die Schaltfläche. Daraufhin öffnet sich ein Dialog, bei dem Sie unter Verschieben entscheiden können, ob der Eintrag unter (Standardwert) oder über eine andere Regel dieser Regelkette verschoben wird.
11.6.3 Schnittstellenzuweisung
In diesem Menü werden die konfigurierten Regelketten den einzelnen Schnittstellen zugeordnet und das Verhalten des Gateways beim Abweisen von IP-Paketen festgelegt.
Im Menü Netzwerk->Zugriffsregeln->Schnittstellenzuweisung wird eine Liste aller konfigurierten Schnittstellenzuordnungen angezeigt.

Abb. 92: Netzwerk->Zugriffsregeln->Schnittstellenzuweisung
11.6.3.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Zuordnungen zu konfigurieren.

Abb. 93: Netzwerk->Zugriffsregeln->Schnittstellenzuweisung->Neu
Das Menü Netzwerk->Zugriffsregeln->Schnittstellenzuweisung->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle aus, der eine konfigurierte Regelkette zugeordnet werden soll. |
| Regelkette | Wählen Sie eine Regelkette aus. |
| Verwerfen ohne Rückmeldung | Legen Sie fest, ob beim Abweisen eines IP-Paketes der Absender informiert werden soll.Aktiviert (Standardwert) : Der Absender wird nicht informiert.Deaktiviert: Der Absender erhält eine ICMP-Nachricht. |
| Berichtsmethode | Legen Sie fest, ob bei Abweisung eines IP-Paketes eine Syslog-Meldung erzeugt werden soll.Mögliche Werte:Kein Bericht: Keine Syslog-Meldung.Info (Standardwert): Eine Syslog-Meldung mit Angabe von Protokoll-nummer, Quell-IPAdresse und Quell-Port-Nummer wird generiert.Dump: Eine Syslog-Meldung mit dem Inhalt der ersten 64 Bytes des abgewiesenen Pakets wird generiert. |
Kapitel 12 Multicast
Was ist Multicasting?
Viele jüngere Kommunikations-Technologien basieren auf der Kommunikation von einem Sender zu mehreren Empfängern. Daher liegt auf der Reduzierung des Datenverkehrs ein Hauptaugenmerk von modernen Telekommunikationssystemen wie Voice-over-IP oder Video- und Audio-Streaming (z. B. IPTV oder Webradio), z. B. im Rahmen von TriplePlay (Voice, Video, Daten). Multicast bietet eine kostengünstige Lösung zur effektiven Bandbreitennutzung, dadurch dass der Sender das Datenpaket, welches mehrere Empfänger empfangen können, nur einmal senden muss. Dabei wird an eine virtuelle Adresse gesendet, die als Multicast-Gruppe bezeichnet wird. Interessierte Empfänger melden sich bei diesen Gruppen an.
Weitere Anwendungsbereiche
Ein klassischer Einsatzbereich von Multicast sind Konferenzen (Audio/Video) mit mehreren Empfängern. Allen voran dürften die bekanntesten MBone Multimedia Audio Tool (VAT), Video Conferencing Tool (VIC) und das Whiteboard (WB) sein. Mit Hilfe von VAT können Audiokonferenzen durchgeführt werden. Hierzu werden alle Gesprächspartner in einem Fenster sichtbar gemacht und der/die Sprecher mit einem schwarzen Kasten gekennzeichnet. Andere Anwendungsgebiete sind vor allem für Firmen interessant. Hier bietet Multicasting die Möglichkeit, die Datenbanken mehrerer Server gleichzeitig zu synchronisieren, was für multinationale oder auch für Firmen mit nur wenigen Standorten lohnenswert ist.
Adressbereich für Multicast
Für IPv4 sind im Klasse-D-Netzwerk die IP-Adressen 224.0.0.0 bis 239.255.255.255 (224.0.0.0/4) für Multicast reserviert. Eine IP-Adresse aus diesem Bereich repräsentiert eine Multicast-Gruppe, für die sich mehrere Empfänger anmelden können. Der Multicast-Router leitet dann gewünschte Pakete in alle Subnetze mit angemeldeten Empfängern weiter.
Multicast Grundlagen
Multicast ist verbindungslos, d. h. eine etwaige Fehlerkorrektur oder Flusskontrolle muss auf Applikationsebene gewährleistet werden.
Auf der Transportebene kommt fast ausschließlich UDP zum Einsatz, da es im Gegensatz zu TCP nicht an eine Punkt-zu-Punkt-Verbindung angelehnt ist.
Der wesentliche Unterschied besteht somit auf IP-Ebene darin, dass die Zieladresse keinen dedizierten Host adressiert, sondern an eine Gruppe gerichtet ist, d. h. beim Routing von Multicast-Paketen ist allein entscheidend, ob sich in einem angeschlossenen Subnetz ein Empfänger befindet.
Im lokalen Netzwerk sind alle Hosts angehalten, alle Multicast-Pakete zu akzeptieren. Das basiert bei Ethernet oder FDD auf einem sogenannten MAC-Mapping, bei dem die jeweilige Gruppen-Adresse in die Ziel-MAC-Adresse kodiert wird. Für das Routing zwischen mehreren Netzen müssen sich bei den jeweiligen Routern vorerst alle potentiellen Empfänger im Subnetz bekannt machen. Dies geschieht durch sog. Membership-Management-Protokolle wie IGMP bei IPv4 und MLP bei IPv6.
IGMP (Internet Group Management Protocol) ist in IPv4 ein Protokoll, mit dem Hosts dem Router Multicast-Mitgliedsinformationen mitteilen können. Hierbei werden für die Adressierung IP-Adressen des Klasse-D-Adressraums verwendet. Eine IP-Adresse dieser Klasse repräsentiert eine Gruppe. Ein Sender (z. B. Internetradio) sendet an diese Gruppe. Die Adressen (IP) der verschiedenen Sender innerhalb einer Gruppe werden als Quell(-Adressen) bezeichnet. Es können somit mehrere Sender (mit unter-
schiedlichen IP-Adressen) an dieselbe Multicast-Gruppe senden. So kommt eine 1-zu-n-Beziehung zwischen Gruppen- und Quelladressen zustande. Diese Informationen werden an den Router über Reports weitergegeben. Ein Router kann bei eingehenden Multicast-Datenverkehr anhand dieser Informationen entscheiden, ob ein Host in seinem Subnetz diesen empfangen will oder nicht. Ihr Gerät unterstützt die aktuelle Version IGMP V3, welche abwärtskompatibel ist, d. h. es können sowohl V3- als auch V1- und V2-Hosts verwaltet werden.
Ihr Gerät unterstützt folgende Multicast-Mechanismen:
- Forwarding (Weiterleiten): Dabei handelt es sich um statisches Forwarding, d.h. eingehender Datenverkehr für eine Gruppe wird auf jeden Fall weitergeleitet. Dies bietet sich an, wenn Multicast-Datenverkehr permanent weitergeleitet werden soll.
- IGMP: Mittels IGMP werden Informationen über die potentiellen Empfänger in einem Subnetz gesammelt. Bei einem Hop kann dadurch eingehender Multicast-Datenverkehr ausgesondert werden.
Tipp
Bei Multicast liegt das Hauptaugenmerk auf dem Ausschluss von Datenverkehr ungewünschter Multicast-Gruppen. Beachten Sie daher, dass bei einer etwaigen Kombination von Forwarding mit IGMP die Pakete an die im Forwarding angegebenen Gruppen auf jeden Fall weitergeleitet werden können.
12.1 Allgemein
12.1.1 Allgemein
Im Menü Multicast->Allgemein->Allgemein können Sie die Multicast-Funktionalität aus- bzw. einschalten.
Allgemein

Abb. 94: Multicast->Allgemein->Allgemein
Das Menü Multicast->Allgemein->Allgemein besteht aus den folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Multicast-Routing | Wählen Sie aus, ob Multicast-Routing verwendet werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
12.2 IGMP
Mit IGMP (Internet Group Management Protocol, siehe RFC 3376) werden die Informationen über die Gruppen (zugehörigkeit) in einem Subnetz signalisiert. Somit gelangen nur diejenigen Pakete in das Subnetz, die explizit von einem Host gewünscht sind.
Spezielle Mechanismen sorgen für die Vereinigung der Wünsche der einzelnen Clients. Derzeit gibt es drei Versionen von IGMP (V1 - V3), wobei aktuelle Systeme meist V3, seltener V2, benutzen.
Bei IGMP spielen zwei Paketarten die zentrale Rolle: Queries und Reports.
Queries werden ausschließlich von einem Router versendet. Sollten mehrere IGMP-Router in einem Netzwerk existieren, so wird der Router mit der niedrigeren IP-Adresse der sogenannte Querier. Hierbei unterscheidet man das General Query (versendet an 224.0.0.1), die Group-Specific Query (versendet an jeweilige Gruppenadresse) und die Group-and-Source-Specific Query (versendet an jeweilige Gruppenadresse). Reports werden ausschließlich von Hosts versendet, um Queries zu beantworten.
12.2.1 IGMP
In diesem Menü konfigurieren Sie die Schnittstellen, auf denen IGMP aktiv sein soll.
12.2.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um IGMP auf weiteren Schnittstellen zu konfigurieren.


Abb. 95: Multicast->IGMP->IGMP->Neu
Das Menü Multicast->IGMP->IGMP->Neu besteht aus den folgenden Feldern:
Felder im Menü IGMP-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle aus, auf der IGMP aktiviert werden soll, d.h.Queries werden versendet und Antworten akzeptiert. |
| Abfrage Intervall | Geben Sie das Intervall in Sekunden ein, in dem IGMP Queries versendet werden sollen.Möglich Werte sind 0 bis 600.Der Standardwert ist 125. |
| Maximale Antwortzeit | Geben Sie für das Senden von Queries an, in welchem Zeitintervall in Sekunden Hosts auf jeden Fall antworten müssen. Die Hosts wählen aus diesem Intervall zufällig eine Verzögerung, bis die Antwort gesendet wird.Damit können Sie bei Netzen mit vielen Hosts eine Streuung und somiteine Entlastung erreichen.Möglich Werte sind 0,0 bis 25,0.Der Standardwert ist 10,0. |
| Robustheit | Wählen Sie den Multiplikator zur Steuerung interner Timer-Werte aus. Mit einem höheren Wert kann z. B. in einem verlustreichen Netzwerk ein Paketverlust kompensiert werden. Durch einen zu hohen Wert kann sich aber auch die Zeit zwischen dem Abmelden und dem Stopp des eingehenden Datenverkehrs erhöhen (Leave Latency).Möglich Werte sind 2 bis 8.Der Standardwert ist 2. |
| Antwortintervall (Letztes Mitglied) | Bestimmen Sie, wie lang der Router nach einer Query an eine Gruppe auf Antwort wartet.Wenn Sie den Wert verkleinern, wird schneller erkannt, ob das letzte Mitglied eine Gruppe verlassen hat und somit keine Pakete mehr für diese Gruppe an diese Schnittstelle weitergeleitet werden müssen.Möglich Werte sind 0,0 bis 25,0.Der Standardwert ist 1,0. |
| Maximale Anzahl der IGMP-Statusmeldungen | Limitieren Sie die Anzahl der Reports/Queries pro Sekunde für die gewählte Schnittstelle. |
| Modus | Wählen Sie aus, ob die hier definierte Schnittstelle nur im Host-Modus oder auch im Routing Modus arbeitet.Mögliche Werte:Routing(Standardwert): Die Schnittstelle wird im Routing-Modus betrieben.Host: Die Schnittstelle wird nur im Host-Modus betrieben. |
IGMP Proxy
Mit IGMP Proxy können mehrere lokal angeschlossene Schnittstellen als ein Subnetz zu einem benachbarten Router simuliert werden. Auf der IGMP-Proxy-Schnittstelle eingehende Queries werden in die lokalen Subnetze weitergeleitet. Lokale Reports werden auf der IPGM-Proxy-Schnittstelle weitergeleitet.

flowchart
graph LR
A["Multicast-Sender"] --> B["Digitalisierungsbox"]
B --> C["IGMP Proxy Schnittstelle"]
C --> D["Digitalisierungsbox"]
D --> E["Multicast-Empfänger"]
D --> F["Multicast-Empfänger"]
Abb. 96: IGMP Proxy
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| IGMP Proxy | Wählen Sie aus, ob Ihr Gerät die IGMP-Meldungen der Hosts im Subnetz über seine definierteProxy-Schnittstelleweiterleiten soll. |
| Proxy-Schnittstelle | Nur fürIGMP Proxy= aktiviertWählen Sie die Schnittstelle Ihres Geräts aus, über die Queries ange-nommen und gesammelt werden sollen. |
12.2.2 Optionen
In diesem Menü haben Sie die Möglichkeit, IGMP auf Ihrem System zu aktivieren bzw. zu deaktivieren. Außerdem können Sie bestimmen, ob IGMP im Kompatibilitätsmodus verwendet werden soll oder nur IGMP V3-Hosts akzeptiert werden sollen.


Abb. 97: Multicast->IGMP->Optionen
Das Menü Multicast->IGMP->Optionen besteht aus den folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| IGMP-Status | Wählen Sie den IGMP-Status aus.Mögliche Werte:Auto (Standardwert): Multicast wird für Hosts automatisch eingeschaltet, wenn diese Anwendungen öffnen, die Multicast verwenden.Aktiv: Multicast ist immer aktiv.Inaktiv: Multicast ist immer inaktiv. |
| Modus | Nur für IGMP-Status = Aktiv oder AutoWählen Sie den Multicast-Modus aus.Mögliche Werte:Kompatibilitätsmodus (Standardwert): Der Router verwendet IGMP Version 3. Bemerkt er eine niedrigere Version im Netz, verwendet er die niedrigste Version, die er erkennen konnte.Nur Version 3: Nur IGMP Version 3 wird verwendet. |
| Maximale Gruppen | Geben Sie ein, wie viele Gruppen sowohl intern als auch in Reports maximal möglich sein sollen.Der Standardwert ist 64. |
| Maximale Quellen | Geben Sie die maximale Anzahl der Quellen ein, die in den Reports der Version 3 spezifiziert sind, als auch die maximale Anzahl der intern verwalteten Quellen pro Gruppe.Der Standardwert ist 64. |
| Maximale Anzahl der IGMP-Statusmeldungen | Geben Sie die maximale Anzahl der insgesamt möglichen eingehenden Queries bzw. Meldungen pro Sekunde ein.Der Standardwert ist 0, d. h. die Anzahl der IGMP-Statusmeldungen ist nicht begrenzt. |
12.3 Weiterleiten
12.3.1 Weiterleiten
In diesem Menü legen Sie fest, welche Multicast-Gruppen zwischen den Schnittstellen Ihres Geräts immer weitergeleitet werden.
12.3.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um Weiterleitungsregeln für neue Multicast-Gruppen zu erstellen.
Weiterleiten

Abb. 98: Multicast->Weiterleiten->Weiterleiten->Neu
Das Menü Multicast->Weiterleiten->Weiterleiten->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Alle Multicast-Gruppen | Wählen Sie aus, ob alle Multicast-Gruppen, d. h. der komplette Multicast-Adressraum 224.0.0.0/4, von der definierten Quellschnittstelle an die definierte Zielschnittstelle weitergeleitet werden soll. Setzen Sie dazu den Haken für Aktiviert.Möchten Sie nur eine definierte Multicast-Gruppe an eine bestimmte Schnittstelle weiterleiten, deaktivieren Sie die Option.Standardmäßig ist die Option nicht aktiv. |
| Multicast-Gruppen-Adresse | Nur für Alle Multicast-Gruppen = nicht aktivGeben Sie hier die Adresse der Multicast-Gruppe ein, die Sie von einer definierten Quellschnittstelle an eine definierte Zielschnittstelle weiterleiten möchten. |
| Quellschnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle Ihres Geräts aus, an dem die gewünschte Multicast-Gruppe eingeht. |
| Zielschnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle Ihres Geräts aus, zu der die gewünschte Multicast-Gruppe weitergeleitet werden soll. |
Kapitel 13 WAN
Dieses Menü stellt Ihnen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, Zugänge bzw. Verbindungen aus Ihrem LAN zum WAN zu konfigurieren. Außerdem können Sie hier die Sprachübertragung bei Telefongesprächen über das Internet optimieren.
13.1 Internet + Einwählen
In diesem Menü können Sie Internetzugänge oder Einwahl-Verbindungen einrichten.
Darüber hinaus können Sie Adress-Pools für die dynamische Vergabe von IP-Adressen anlegen.
Um mit Ihrem Gerät Verbindungen zu Netzwerken oder Hosts außerhalb Ihres LANs herstellen zu können, müssen Sie die gewünschten Verbindungspartner auf Ihrem Gerät einrichten. Dies gilt sowohl für ausgehende Verbindungen (z. B. Ihr Gerät wählt sich bei einem entfernten Partner ein), als auch für eingehende Verbindungen (z. B. ein entfernter Partner wählt sich bei Ihrem Gerät ein).
Wenn Sie einen Internetzugang herstellen wollen, müssen Sie eine Verbindung zu Ihrem Internet-Service-Provider (ISP) einrichten. Für Breitband-Internetzugänge stellt Ihr Gerät die Protokolle PPP-over-Ethernet (PPPoE), PPP-over-PPTP und PPP-over-ATM (PPPoA) zur Verfügung. Ein Internetzugang mittels ISDN ist ebenfalls konfigurierbar.

Hinweis
Beachten Sie die Vorgaben Ihres Providers!
Einwahl-Verbindungen über ISDN dienen dazu, zu Netzwerken oder Hosts außerhalb Ihres LANs eine Verbindung herzustellen.
Alle eingetragenen Verbindungen werden in der entsprechenden Liste angezeigt, welche die Beschreibung, den Benutzernamen, die Authentifizierung und den aktuellen Status enthält.
Das Feld Status kann folgende Werte annehmen:
Mögliche Werte für Status
| Feld Beschreibung | |
| verbunden | |
| nicht verbunden (Wählverbindung); Verbindungsaufbau möglich | |
| nicht verbunden (z. B. ist aufgrund eines Fehlers beim Aufbau einer ausgehenden Verbindung ein erneuter Versuch erst nach einer definierten Anzahl von Sekunden möglich) | |
| administrativ auf inaktiv gesetzt (deaktiviert); Verbindungsaufbau nicht möglich |
Standard-Route (Default Route)
Bei einer Standard-Route werden automatisch alle Daten auf eine Verbindung geleitet, wenn keine andere passende Route verfügbar ist. Ein Zugang zum Internet sollte immer als Standard-Route zum Internet-Service-Provider (ISP) eingerichtet sein. Weitergehende Informationen zum möglichen Routentyp finden Sie unter Netzwerk->Routen.
NAT aktivieren
Mit Network Address Translation (NAT) verbergen Sie Ihr gesamtes Netzwerk nach außen hinter nur einer IP-Adresse. Für die Verbindung zum Internet Service Provider (ISP) sollten Sie dies auf jeden Fall tun.
Bei aktiviertem NAT sind zunächst nur ausgehende Sessions zugelassen. Um bestimmte Verbindungen von außen zu Hosts innerhalb des LANs zu erlauben, müssen diese explizit definiert und zugelassen werden.
Timeout bei Inaktivität festlegen
Der Timeout bei Inaktivität wird festgelegt, um die Verbindung bei Nichtbenutzen, d.h. wenn keine Nutzdaten mehr gesendet werden, automatisch zu trennen und somit ggf. Gebühren zu sparen.
Blockieren nach Verbindungsfehler
Mit dieser Funktion richten Sie eine Wartezeit für ausgehende Verbindungsversuche ein, nachdem ein Verbindungsversuch durch Ihr Gerät fehlgeschlagen ist.
Authentifizierung
Wenn bei ISDN-Verbindungen ein Ruf eingeht, wird über den ISDN-D-Kanal die Nummer des Anrufers mitgegeben. Anhand dieser Nummer kann Ihr Gerät den Anrufer identifizieren (CLID), wenn dieser auf Ihrem Gerät eingetragen ist. Nach der Identifizierung mit CLID kann Ihr Gerät zusätzlich eine PPP-Authentisierung mit dem Verbindungspartner durchführen, bevor der Ruf angenommen wird.
Für alle PPP-Verbindungen benötigt Ihr Gerät Vergleichsdaten, die Sie eintragen müssen. Legen Sie fest, welche Authentisierungsverhandlung ausgeführt werden soll und tragen Sie ein gemeinsames Passwort und zwei Kennungen ein. Diese Daten erhalten Sie z. B. von Ihrem Internet Service Provider oder dem Systemadministrator der Firmenzentrale. Stimmen die von Ihnen auf Ihrem Gerät eingetragenen Daten mit den Daten des Anrufers überein, wird der Ruf angenommen. Stimmen die Daten nicht überein, wird der Ruf abgewiesen.
Callback
Um zusätzliche Sicherheit bezüglich des Verbindungspartners zu erlangen oder die Kosten von Verbindungen eindeutig verteilen zu können, kann der Callback-Mechanismus für jede Verbindung über eine ISDN- oder über eine AUX-Schnittstelle verwendet werden. Damit kommt eine Verbindung erst durch einen Rückruf zustande, nachdem der Anrufer eindeutig identifiziert wurde. Ihr Gerät kann sowohl einen eingehenden Ruf mit einem Rückruf beantworten, also auch von einem Verbindungspartner einen Rückruf anfordern. Die Identifizierung kann aufgrund der Calling Party Number oder aufgrund der PAP/CHAP/MS-CHAP-Authentifizierung erfolgen. Im ersten Fall erfolgt die Identifikation ohne Rufannahme, da die Calling Party Number über den ISDN-D-Kanal übermittelt wird, im zweiten Fall mit Rufannahme.
Kanalbündelung
Ihr Gerät unterstützt dynamische und statische Kanalbündelung für Wählverbindungen. Kanalbündelung kann nur bei ISDN-Verbindungen für Bandbreitenerhöhung bzw. als Backup angewendet werden. Bei Aufbau einer Verbindung wird zunächst nur ein B-Kanal geöffnet.
Dynamisch
Dynamische Kanalbündelung bedeutet, dass Ihr Gerät bei Bedarf, also bei großen Datenraten, weitere ISDN-B-Kanäle für Verbindungen zuschaltet, um den Durchsatz zu erhöhen. Sinkt das Datenaufkommen, werden die zusätzlichen B-Kanäle wieder geschlossen.
Falls auf der Gegenstelle Geräte anderer Fabrikate verwendet werden, stellen Sie sicher, dass diese dynamische Kanalbündelung für Bandbreitenerhöhung bzw. als Backup unterstützen.
Statisch
Bei statischer Kanalbündelung legen Sie im Voraus fest, wie viele B-Kanäle Ihr Gerät für Verbindungen nutzen soll, unabhängig von der übertragenen Datenrate.
13.1.1 PPPoE
Im Menü WAN->Internet + Einwählen->PPPoE wird eine Liste aller PPPoE-Schnittstellen angezeigt.
PPP over Ethernet (PPPoE) ist die Verwendung des Netzwerkprotokolls Point-to-Point Protocol (PPP) über eine Ethernet-Verbindung. PPPoE wird heute bei ADSL-Anschlüssen in Deutschland verwendet. In Österreich wurde ursprünglich für ADSL-Zugänge das Point To Point Tunneling Protocol (PPTP) verwendet. Mittlerweile wird allerdings PPPoE auch dort von einigen Providern angeboten.
13.1.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere PPPoE Schnittstellen einzurichten.
PPPoE PPTP PPPoA IP Pools

Erweiterte Einstellungen
| Blockieren nach Verbindungsfehler für | 60 | Sekunden |
| Maximale Anzahl der erneuten Einwählversuche | 5 | |
| Authentifizierung | PAP/CHAP ▼ | |
| DNS-Aushandlung | ☑ Aktiviert | |
| TCP-ACK-Pakete prioritisieren | ☐ Aktiviert | |
| LCP-Erreichbarkeitsprüfung | ☑ Aktiviert | |
| Erweiterte IPv4-Einstellungen | ||
| MTU | ☑ Automatisch | |
OK Abbrechen
Abb. 99: WAN->Internet + Einwählen->PPPoE->Neu
Das Menü WAN->Internet + Einwählen->PPPoE->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie einen beliebigen Namen ein, um den PPPoE-Partner eindeutig zu benennen. In diesem Feld darf das erste Zeichen keine Zahl sein. Sonderzeichen und Umlaute dürfen ebenfalls nicht verwendet werden. |
| PPPoE-Modus | Wählen Sie aus, ob Sie eine Standard-Internetverbindung über PPPoE (Standard) nutzen oder ob Ihr Internetzugang über mehrere Schnittstellen aufgebaut werden soll ( Mehrfachverbindung). Wählen Sie Mehr-fachverbindung, so können Sie mehrere DSL-Verbindungen eines Providers über PPP als statische Bündel koppeln, um mehr Bandbreite zu erhalten. Jede dieser DSL-Verbindungen sollte dafür eine separate Ethernet-Verbindung nutzen. Aktuell ist bei vielen Providern die Funktion PPPoE Multilink erst in Vorbereitung.Wir empfehlen Ihnen, für PPPoE Multilink den Ethernet Switch Ihres Geräts im Split-Port-Modus zu betreiben und für jede PPPoE-Verbindung eine eigene Ethernet-Schnittstelle zu benutzen, z. B. en1-1, en1-2.Wenn Sie für PPPoE Multilink zusätzlich ein externes Modem benutzen wollen, müssen Sie den Ethernet-Switch Ihres Geräts im Split-Port-Modus betreiben. |
| PPPoE-Ether-net-Schnittstelle | Nur für PPPoE-Modus = StandardWählen Sie die Ethernet-Schnittstelle aus, die für eine Standard-PP-PoE-Verbindung vorgegeben wird.Bei Verwendung eines externen DSL-Modems, wählen Sie hier den Ethernet-Port aus, an dem das Modem angeschlossen ist.Bei Verwendung des internen DSL-Modems, wählen Sie hier die in WAN->ATM->Profile->Neu für diese Verbindung konfigurierte EthoA-Schnittstelle aus.Wählen Sie den Wert Automatisch um den automatischen VDSL-/ADSL-Modus zu unterstützen. In diesem Modus wird die Schnittstelle für der Internetzugang automatisch gewählt. Achten Sie darauf, dass für einen ADSL-Zugang im Menü ATM eine Schnittstelle angelegt sein muss, für einen VDSL-Zugang ist dies nicht notwendig. |
| PPPoE-Schnittstelle für Mehrfachlink | Nur für PPPoE-Modus= MehrfachverbindungWählen Sie alle Schnittstellen aus, die Sie für Ihre Internetverbindung nutzen wollen. Klicken Sie die Hinzufügen-Schaltfläche, um weitere Einträge anzulegen. |
| Benutzername | Geben Sie den Benutzernamen ein. |
| Passwort | Geben Sie das Passwort ein. |
| VLAN | Einige Internet Service Provider erfordern eine VLAN-ID. Aktivieren Sie diese Funktion, um unter VLAN-ID einen Wert eingeben zu können. |
| VLAN-ID | Nur wenn VLAN aktiviert ist.Geben Sie die VLAN-ID ein, die Sie von Ihrem Provider erhalten haben. |
| Immer aktiv | Wählen Sie aus, ob die Schnittstelle immer aktiv sein soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Aktivieren Sie diese Option nur, wenn Sie einen Internetzugang mit Flatrate-Tarif haben. |
| Timeout bei Inaktivität | Nur wenn Immer aktiv deaktiviert ist.Geben Sie das Inaktivitätsintervall in Sekunden für Statischen Short Hold ein. Mit Statischem Short Hold legen Sie fest, wieviele Sekunden zwischen Senden des letzten Nutz-Datenpakets und Abbau der Verbindungvergehen sollen.Mögliche Werte von 0 bis 3600 (Sekunden). 0 deaktiviert den Shorthand.Der Standardwert ist 300.Bsp. 10 für FTP-Übertragungen, 20 für LAN-zu-LAN-Übertragungen, 90hfür Internetverbindungen. |
Felder im Menü IPv4-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Sicherheitsrichtlinie | Wählen Sie, mit welcher Sicherheitseinstellung die Schnittstelle betrieben werden soll.Mögliche Werte:Vertrauenswürdig: Es werden alle IP-Pakete durchgelassen, außer denen, die explizit verboten sind.Nicht Vertrauenswürdig (Standardwert): Es werden nur diejenigen IP-Pakete durchgelassen, die einer Verbindung zugeordnet werden können, die aus einer vertrauenwürdigen Zone aufgebaut wurde.Ausnahmen für die gewählte Einstellung können Sie im Menü Firewall auf Seite 227 konfigurieren. |
| IP-Adressmodus | Wählen Sie aus, ob Ihrem Gerät eine statische IP-Adresse zugewiesen werden soll oder ob es diese dynamisch erhalten soll.Mögliche Werte:IP-Adresse abrufen (Standardwert): Ihr Gerät erhält dynamisch eine IP-Adresse.Statisch: Sie geben eine statische IP-Adresse ein. |
| Standardroute | Wählen Sie aus, ob die Route zu diesem Verbindungspartner als Standard-Route festgelegt werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| NAT-Eintrag erstellen | Wählen Sie aus, ob Network Address Translation (NAT) aktiviert werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Lokale IP-Adresse | Nur bei IP-Adressmodus = StatischGeben Sie die statische IP-Adresse des Verbindungspartners ein. |
| Routeneinträge | Nur bei IP-Adressmodus = StatischDefinieren Sie weitere Routing-Einträge für diesen Verbindungspartner.Fügen Sie mit Hinzufügen neue Einträge hinzu.Entfernte IP-Adresse: IP-Adresse des Ziel-Hosts oder - Netzwerkes.Netzmaske: Netzmaske zu Entfernte IP-Adresse. Wenn kein Eintrag erfolgt, benutzt Ihr Gerät eine Standardnetzmaske.• Metrik: Je niedriger der Wert, desto höhere Priorität besitzt die Route (Wertebereich 0... 15). Der Standardwert ist 1. |
Felder im Menü IPv6-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| IPv6 | Wählen Sie aus, ob die gewählte PPPoE- Schnittstelle das Internet Protocol Version 6 (IPv6) für die Datenübertragung verwenden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Sicherheitsrichtlinie | Wählen Sie, mit welcher Sicherheitseinstellung die Schnittstelle betrieben werden soll.Mögliche Werte:Nicht Vertrauenswürdig (Standardwert): Es werden nur diejenigen IP-Pakete durchgelassen, die einer Verbindung zugeordnet werden können, die aus einer vertrauenwürdigen Zone aufgebaut wurde.Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellung zu verwenden, wenn Sie IPv6 außerhalb Ihres LAN verwenden wollen.Vertrauenswürdig: Es werden alle IP-Pakete durchgelassen, außer denen, die explizit verboten sind.Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellung zu verwenden, wenn Sie IPv6 in Ihrem LAN verwenden wollen.Ausnahmen für die gewählte Einstellung können Sie im Menü Firewall auf Seite 227 konfigurieren. |
| IPv6-Modus | Nur für IPv6 = AktiviertDie gewählte PPPoE-Schnittstelle wird im Host-Modus betrieben. |
| Router Advertisement annehmen | Nur für IPv6 = Aktiviert und IPv6-Modus = HostWählen Sie, ob Router Advertisements über die Schnittstelle empfangen werden sollen. Mithilfe der Router Advertisements wird die Default Router List sowie die Präfix-Liste erstellt.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| DHCP-Client | Nur für IPv6 = Aktiviert und IPv6-Modus = HostLegen Sie fest, ob Ihr Gerät als DHCP-Client agieren soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Blockieren nach Verbindungsfehler für | Geben Sie ein, für wie viele Sekunden nach fehlgeschlagenem Verbindungsaufbau kein erneuter Versuch durch Ihr Gerät unternommen werden soll. Der Standardwert ist 60. |
| Maximale Anzahl der erneuten Einwählversuche | Geben Sie die Anzahl der erfolglosen Versuche für einen Verbindungs-aufbau ein, nach denen die Schnittstelle blockiert wird.Mögliche Werte sind 0 bis 100.Der Standardwert ist 5. |
| Authentifizierung | Wählen Sie das Authentifizierungsprotokoll für diesen Verbindungspartner aus. Wählen Sie die Authentifizierung, die von Ihrem Provider spezifiziert ist.Mögliche Werte:PAP(Standardwert): Nur PAP (PPP Password Authentication Protocol) ausführen, Passwort wird unverschlüsselt übertragen.CHAP: Nur CHAP (PPP Challenge Handshake Authentication Protocol nach RFC 1994) ausführen, Passwort wird verschlüsselt übertragen.PAP/CHAP: Vorrangig CHAP, sonst PAP ausführen.MS-CHAPv1: Nur MS-CHAP Version 1 (PPP-Microsoft Challenge Handshake Authentication Protocol) ausführen.PAP/CHAP/MS-CHAP: Vorrangig CHAP ausführen, bei Ablehnung anschließend das vom Verbindungspartner geforderte Authentifizierungsprotokoll ausführen. (MSCHAP Version 1 oder 2 möglich.)MS-CHAPv2: Nur MS-CHAP Version 2 ausführen.Keiner: Einige Provider verwenden keine Authentifizierung. Wählen Sie in dem Fall diese Option. |
| DNS-Aushandlung | Wählen Sie aus, ob Ihr Gerät IP-Adressen für Primärer DNS-Server und Sekundärer DNS-Server vom Verbindungspartner erhält oder diese zum Verbindungspartner schickt.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| TCP-ACK-Pakete priorisieren | Wählen Sie aus, ob der TCP-Download bei intensivem TCP-Upload optimiert werden soll. Diese Funktion kann speziell für asymmetrische Bandbreiten (ADSL) angewendet werden.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| LCP-Erreichbarkeitsprüfung | Wählen Sie aus, ob die Erreichbarkeit der Gegenstelle durch Senden von LCP Echo Requests bzw. Replies überprüft werden soll. So ist es möglich, im Falle einer Leitungsstörung schneller auf eine Backup-Verbindung umzuschalten.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
Felder im Menü Erweiterte IPv4-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| MTU | Geben Sie die maximale Paketgröße (Maximum Transfer Unit, MTU) in Bytes an, die für die Verbindung verwendet werden darf.Mit dem Standardwert Automatisch wird der Wert beim Verbindungs-aufbau durch das Link Control Protocol vorgegeben.Wenn Sie Automatisch deaktivieren, können Sie einen Wert eingeben.Mögliche Werte sind 1 bis 8192.Der Standardwert ist 0. |
13.1.2 PPTP
Im Menü WAN->Internet + Einwählen->PPTP wird eine Liste aller PPTP-Schnittstellen angezeigt.
In diesem Menü konfigurieren Sie eine Internet-Verbindung, die zum Verbindungsaufbau das Point-to-Point Tunneling Protocol (PPTP) verwendet. Dies ist z. B. in Österreich notwendig.
13.1.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere PPTP-Schnittstellen einzurichten.



Abb. 100: WAN->Internet + Einwählen->PPTP->Neu
Das Menü WAN->Internet + Einwählen->PPTP->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie einen beliebigen Namen ein, um die Internetverbindung eindeutig zu benennen.In diesem Feld darf das erste Zeichen keine Zahl sein. Sonderzeichenund Umlaute dürfen ebenfalls nicht verwendet werden. |
| PPTP-Ether-net-Schnittstelle | Wählen Sie die IP-Schnittstelle aus, über die Pakete zur PPTP-Ge-genstelle transportiert werden.Bei Verwendung eines externen DSL-Modems, wählen Sie hier den Ethernet-Port aus, an dem das Modem angeschlossen ist.Bei Verwendung des internen DSL-Modems, wählen Sie hier die in Phys-sikalische Schnittstellen->ATM->Profile->Neu für diese Verbindung konfigurierte EthoA-Schnittstelle z. B. ethoa50-0, aus. |
| Benutzername | Geben Sie den Benutzernamen ein. |
| Passwort | Geben Sie das Passwort ein. |
| Immer aktiv | Wählen Sie aus, ob die Schnittstelle immer aktiv sein soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Aktivieren Sie diese Option nur, wenn Sie einen Internetzugang mit Fla-trate-Tarif haben. |
| Timeout bei Inaktivität | Nur wenn Immer aktiv deaktiviert ist.Geben Sie das Inaktivitätsintervall in Sekunden ein. Damit legen Sie fest, wie viele Sekunden zwischen Senden des letzten Nutz-Datenpakets und Abbau der Verbindung vergehen sollen.Mögliche Werte sind 0 bis 3600 (Sekunden). 0 deaktiviert den Timeout.Der Standardwert ist 300.Bsp. 10 für FTP-Übertragungen, 20 für LAN-zu-LAN-Übertragungen, 90hfür Internetverbindungen. |
Felder im Menü IPv4-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Sicherheitsrichtlinie | Wählen Sie, mit welcher Sicherheitseinstellung die Schnittstelle betrieben werden soll.Mögliche Werte:Vertrauenswürdig: Es werden alle IP-Pakete durchgelassen, außer denen, die explizit verboten sind.Nicht Vertrauenswürdig (Standardwert): Es werden nur diejenigen IP-Pakete durchgelassen, die einer Verbindung zugeordnet werden können, die aus einer vertrauenwürdigen Zone aufgebaut wurde.Ausnahmen für die gewählte Einstellung können Sie im Menü Firewall auf Seite 227 konfigurieren. |
| IP-Adressmodus | Wählen Sie aus, ob Ihrem Gerät eine statische IP-Adresse zugewiesen werden soll oder ob es diese dynamisch erhalten soll.Mögliche Werte:IP-Adresse abrufen (Standardwert): Ihr Gerät erhält dynamisch eine temporär gültige IP-Adresse vom Provider.Statisch: Sie geben eine statische IP-Adresse ein. |
| Standardroute | Wählen Sie aus, ob die Route zu diesem Verbindungspartner als Standard-Route festgelegt werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| NAT-Eintrag erstellen | Wählen Sie aus, ob Network Address Translation (NAT) aktiviert werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Lokale IP-Adresse | Nur für IP-Adressmodus = StatischWeisen Sie der PPTP-Schnittstelle eine IP-Adresse aus Ihrem LAN zu, die als interne Quelladresse Ihres Geräts verwendet werden soll. |
| Routeneinträge | Nur bei IP-Adressmodus = StatischDefinieren Sie weitere Routing-Einträge für diesen PPTP-Partner.Fügen Sie mit Hinzufügen neue Einträge hinzu.Entfernte IP-Adresse: IP-Adresse des Ziel-Hosts oder - Netzwerkes.Netzmaske: Netzmaske zu Entfernte IP-Adresse. Wenn kein Eintrag erfolgt, benutzt Ihr Gerät eine Standardnetzmaske.Metrik: Je niedriger der Wert, desto höhere Priorität besitzt die Route (Wertebereich 0... 15). Der Standardwert ist 1. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Blockieren nach Verbindungsfehler für | Geben Sie ein, für wie viele Sekunden nach fehlgeschlagenem Verbindungsaufbau kein erneuter Versuch durch Ihr Gerät unternommen werden soll. Der Standardwert ist 60. |
| Maximale Anzahl der erneuten Einwählversuche | Geben Sie die Anzahl der erfolglosen Versuche für einen Verbindungsaufbau ein, nach denen die Schnittstelle blockiert wird.Mögliche Werte sind 0 bis 100.Der Standardwert ist 5. |
| Authentifizierung | Wählen Sie das Authentifizierungsprotokoll für diese Internetverbindung aus. Wählen Sie die Authentifizierung, die von Ihrem Provider spezifiziert ist.Mögliche Werte:PAP(Standardwert): Nur PAP (PPP Password Authentication Protocol) ausführen, Passwort wird unverschlüsselt übertragen.CHAP: Nur CHAP (PPP Challenge Handshake Authentication Protocol nach RFC 1994) ausführen, Passwort wird verschlüsselt übertragen.PAP/CHAP: Vorrangig CHAP, sonst PAP ausführen.MS-CHAPv1: Nur MS-CHAP Version 1 (PPP-Microsoft Challenge Handshake Authentication Protocol) ausführen.PAP/CHAP/MS-CHAP: Vorrangig CHAP ausführen, bei Ablehnung anschließend das vom Verbindungspartner geforderte Authentifizierungsprotokoll ausführen. (MSCHAP Version 1 oder 2 möglich.)MS-CHAPv2: Nur MS-CHAP Version 2 ausführen.Keiner: Einige Provider verwenden keine Authentifizierung. Wählen Sie in dem Fall diese Option. |
| DNS-Aushandlung | Wählen Sie aus, ob Ihr Gerät IP-Adressen fürPrimärer DNS-Serverund Sekundärer DNS-Servervom Verbindungspartner erhält oder diese zum Verbindungspartner schickt.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| TCP-ACK-Pakete priorisieren | Wählen Sie aus, ob der TCP-Download bei intensivem TCP-Upload optimiert werden soll. Diese Funktion kann speziell für asymmetrische Bandbreiten (ADSL) angewendet werden.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| PPTP-Adressmodus | Zeigt den Adressmodus an. Der Wert kann nicht verändert werden.Mögliche Werte:Statisch: Die Lokale PPTP-IP-Adressewird dem ausgewählten Ethernet-Port zugewiesen. |
| Lokale PPTP-IP-Adresse | Weisen Sie der PPTP-Schnittstelle eine IP-Adresse zu, die als Quell-adresse verwendet wird.Der Standardwert ist10.0.0.140. |
| Entfernte PPTP-IP-Adresse | Geben Sie die IP-Adresse des PPTP-Partners ein.Der Standardwert ist10.0.0.138. |
| LCP-Erreichbarkeitsprüfung | Wählen Sie aus, ob die Erreichbarkeit der Gegenstelle durch Senden von LCP Echo Requests bzw. Replies überprüft werden soll. So ist es möglich, im Falle einer Leitungsstörung schneller auf eine Backup-Verbindung umzuschalten.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
13.1.3 PPPoA
Im Menü WAN->Internet + Einwählen->PPPoA wird eine Liste aller PPPoA-Schnittstellen angezeigt.
In diesem Menü konfigurieren Sie eine xDSL-Verbindung, die zum Verbindungsaufbau PPPoA verwendet. Bei PPPoA wird die Verbindung so konfiguriert, dass ein PPP-Datenstrom direkt über ein ATM-Netzwerk transportiert wird (RFC 2364). Dieses ist bei manchen Providern erforderlich. Achten Sie bitte auf die Spezifikationen Ihres Providers!
Bei Verwendung des internen DSL-Modems, muss in WAN->ATM->Profile->Neu für diese Verbindung eine PPPoA-Schnittstelle mit Client-Typ = Auf Anforderung konfiguriert werden.
13.1.3.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere PPPoA-Schnittstellen einzurichten.


Abb. 101: WAN->Internet + Einwählen->PPPoA->Neu
Das Menü WAN->Internet + Einwählen->PPPoA->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie einen beliebigen Namen ein, um den Verbindungspartner eindeutig zu benennen. In diesem Feld darf das erste Zeichen keine Zahl sein. Sonderzeichen und Umlaute dürfen ebenfalls nicht verwendet werden. |
| ATM PVC | Wählen Sie ein im Menü ATM->Profile angelegtes ATM-Profil, darge-stellt durch die vom Provider vorgegebenen globalen ID VPI und VCI. |
| Benutzername | Geben Sie den Benutzernamen ein. |
| Passwort | Geben Sie das Passwort für die PPPoA-Verbindung ein. |
| Immer aktiv | Wählen Sie aus, ob die Schnittstelle immer aktiv sein soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Aktivieren Sie diese Option nur, wenn Sie einen Internetzugang mit Fla-trate-Tarif haben. |
| Timeout bei Inaktivität | Nur wenn Immer aktiv deaktiviert ist.Geben Sie das Inaktivitätsintervall in Sekunden für den Statischen Short Hold ein. Mit dem Statischen Short Hold legen Sie fest, wieviele Sekunden zwischen Senden des letzten Nutz-Datenpakets und Abbau der Verbindung vergehen soll.Mögliche Werte sind 0 bis 3600 (Sekunden). 0 deaktiviert den Shorthand.Der Standardwert ist 300.Bsp. 10 für FTP-Übertragungen, 20 für LAN-zu-LAN-Übertragungen, 90hfür Internetverbindungen. |
Felder im Menü IPv4-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Sicherheitsrichtlinie | Wählen Sie, mit welcher Sicherheitseinstellung die Schnittstelle betrieben werden soll.Mögliche Werte:Vertrauenswürdig:Es werden alle IP-Pakete durchgelassen, außer denen, die explizit verboten sind.Nicht Vertrauenswürdig(Standardwert):Es werden nur diejenigen IP-Pakete durchgelassen, die einer Verbindung zugeordnet werden können, die aus einer vertrauenwürdigen Zone aufgebaut wurde.Ausnahmen für die gewählte Einstellung können Sie im Menü Firewall auf Seite 227 konfigurieren. |
| IP-Adressmodus | Wählen Sie aus, ob Ihr Gerät eine statische IP-Adresse hat oder diese dynamisch erhält.Mögliche Werte:IP-Adresse abrufen(Standardwert):Ihr Gerät erhält dynamisch eine IP-Adresse.Statisch:Sie geben eine statische IP-Adresse ein. |
| Standardroute | Wählen Sie aus, ob die Route zu diesem Verbindungspartner als Standard-Route festgelegt werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| NAT-Eintrag erstellen | Wählen Sie aus, ob Network Address Translation (NAT) aktiviert werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Lokale IP-Adresse | Nur für IP-Adressmodus= StatischTragen Sie hier die statische IP-Adresse ein, die Sie von Ihrem Provider erhalten haben. |
| Routeneinträge | Nur bei IP-Adressmodus= StatischDefinieren Sie weitere Routing-Einträge für diesen Verbindungspartner.Fügen Sie mit Hinzufügen neue Einträge hinzu.Entfernte IP-Adresse: IP-Adresse des Ziel-Hosts oder - Netzwerkes.Netzmaske: Netzmaske zu Entfernte IP-Adresse. Wenn kein Eintrag erfolgt, benutzt Ihr Gerät eine Standardnetzmaske.Metrik: Je niedriger der Wert, desto höhere Priorität besitzt die Route (Wertebereich 0... 15). Der Standardwert ist 1. |
Felder im Menü IPv6-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| IPv6 | Wählen Sie aus, ob das gewählte ATM-Profil das Internet Protocol Version 6 (IPv6) für die Datenübertragung verwenden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Sicherheitsrichtlinie | Wählen Sie, mit welcher Sicherheitseinstellung das gewählte ATM-Profil betrieben werden soll.Mögliche Werte:Nicht Vertrauenswürdig (Standardwert): Es werden nur diejenigen IP-Pakete durchgelassen, die einer Verbindung zugeordnet werden können, die aus einer vertrauenwürdigen Zone aufgebaut wurde.Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellung zu verwenden, wenn Sie IPv6 außerhalb Ihres LAN verwenden wollen.Vertrauenswürdig: Es werden alle IP-Pakete durchgelassen, außer denen, die explizit verboten sind.Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellung zu verwenden, wenn Sie IPv6 in Ihrem LAN verwenden wollen.Ausnahmen für die gewählte Einstellung können Sie im Menü Firewall auf Seite 227 konfigurieren. |
| IPv6-Modus | Nur für IPv6 = AktiviertDas gewählte ATM-Profil wird im Host-Modus betrieben. |
| Router Advertisement annehmen | Nur für IPv6 = Aktiviert und IPv6-Modus = HostWählen Sie, ob Router Advertisements über das ATM-Profil empfangen werden sollen. Mithilfe der Router Advertisements wird die Default Router List sowie die Präfix-Liste erstellt.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| DHCP-Client | Nur für IPv6 = Aktiviert und IPv6-Modus = HostLegen Sie fest, ob Ihr Gerät als DHCP-Client agieren soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Blockieren nach Verbindungsfehler für | Geben Sie ein, für wie viele Sekunden nach fehlgeschlagenem Verbindungsaufbau kein erneuter Versuch durch Ihr Gerät unternommen werden soll. Der Standardwert ist 60. |
| Maximale Anzahl der erneuten Einwählversuche | Geben Sie die Anzahl der erfolglosen Versuche für einen Verbindungsaufbau ein, nach denen die Schnittstelle blockiert wird.Mögliche Werte sind 0 bis 100.Der Standardwert ist 5. |
| Authentifizierung | Wählen Sie das Authentifizierungsprotokoll für diese Internetverbindung aus. Wählen Sie die Authentifizierung, die von Ihrem Provider spezifiziert ist.Mögliche Werte:PAP(Standardwert): Nur PAP (PPP Password Authentication Protocol) ausführen, Passwort wird unverschlüsselt übertragen.CHAP: Nur CHAP (PPP Challenge Handshake Authentication Protocol nach RFC 1994) ausführen, Passwort wird verschlüsselt übertragen.PAP/CHAP: Vorrangig CHAP, sonst PAP ausführen.MS-CHAPv1: Nur MS-CHAP Version 1 (PPP-Microsoft Challenge Handshake Authentication Protocol) ausführen.PAP/CHAP/MS-CHAP: Vorrangig CHAP ausführen, bei Ablehnung anschließend das vom Verbindungspartner geforderte Authentifizierungsprotokoll ausführen. (MSCHAP Version 1 oder 2 möglich.)MS-CHAPv2: Nur MS-CHAP Version 2 ausführen.Keiner: Einige Provider verwenden keine Authentifizierung. Wählen Sie in dem Fall diese Option. |
| DNS-Aushandlung | Wählen Sie aus, ob Ihr Gerät IP-Adressen für Primärer DNS-Server und Sekundärer DNS-Server vom Verbindungspartner erhält oder diese zum Verbindungspartner schickt.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| TCP-ACK-Pakete priorisieren | Wählen Sie aus, ob der TCP-Download bei intensivem TCP-Upload optimiert werden soll. Diese Funktion kann speziell für asymmetrische Bandbreiten (ADSL) angewendet werden.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| LCP-Erreichbarkeitsprüfung | Wählen Sie aus, ob die Erreichbarkeit der Gegenstelle durch Senden von LCP Echo Requests bzw. Replies überprüft werden soll. Diese ist empfehlenswert für Fest-, PPTP- und L2TP-Verbindungen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
13.1.4 IP Pools
Im Menü IP Pools wird eine Liste aller IP Pools angezeigt.
Ihr Gerät kann als dynamischer IP-Adress-Server für PPP-Verbindungen agieren. Dafür stellen Sie einen oder mehrere Pools von IP-Adressen zur Verfügung. Diese IP-Adressen können für die Dauer der Verbindung an einwählende Verbindungspartner vergeben werden.
Eingetragene Host-Routen haben immer Vorrang vor IP-Adressen aus den Adress-Pools. Wenn also ein eingehender Ruf authentisiert wurde, überprüft Ihr Gerät zunächst, ob für den Anrufer in der Routing-Tabelle eine Host-Route eingetragen ist. Wenn dies nicht der Fall ist, kann Ihr Gerät eine IP-Adresse aus einem Adress-Pool zuweisen (falls verfügbar). Bei Adress-Pools mit mehr als einer IP-Adresse können Sie nicht festlegen, welcher Verbindungspartner welche Adresse bekommt. Die Adressen werden zunächst einfach der Reihe nach vergeben. Bei einer erneuten Einwahl innerhalb eines Intervalls von einer Stunde wird aber versucht, wieder die zuletzt an diesen Partner vergebene IP-Adresse zuzuweisen.
13.1.4.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere IP-Adresspools einzurichten. Wählen Sie das Symbol um vorhandene Einträge zu bearbeiten.



Abb. 102: WAN->Internet + Einwählen->IP Pools->Neu
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| IP-Poolname | Geben Sie eine beliebige Beschreibung ein, um den IP-Pool eindeutig zu benennen. |
| IP-Adressbereich | Geben Sie die erste (erstes Feld) und die letzte (zweites Feld) IP-Adresse des IP-Adress-Pools ein. |
| DNS-Server | Primär: Geben Sie die IP-Adresse des DNS-Servers ein, der von Clients, die eine Adresse aus diesem Pool beziehen, bevorzugt verwendet werden soll.Sekundär: Geben Sie die IP-Adresse eines alternativen DNS-Servers ein. |
13.2 ATM
ATM (Asynchronous Transfer Mode) ist ein Datenübertragungsverfahren, das ursprünglich für Breitband-ISDN konzipiert wurde.
Aktuell wird ATM u.a. in Hochgeschwindigkeitsnetzen verwendet. Sie benötigen ATM z. B., wenn Sie über das integrierte ADSL- bzw. SHDSL-Modem einen Hochgeschwindigkeitszugang ins Internet realisieren wollen.
In einem ATM-Netz können unterschiedliche Anwendungen wie z. B. Sprache, Video und Daten nebeneinander im asynchronen Zeitmultiplexverfahren übertragen werden. Jedem Sender werden dabei Zeitabschnitte zum Übertragen seiner Daten zur Verfügung gestellt. Beim asynchronen Verfahren werden ungenutzte Zeitabschnitte eines Senders von einem anderen Sender verwendet.
Bei ATM handelt es sich um ein verbindungsorientiertes Paketvermittlungsverfahren. Für die Datenübertragung wird eine virtuelle Verbindung genutzt, die zwischen Sender und Empfänger ausgehandelt oder auf beiden Seiten konfiguriert wird. Es wird z. B. der Weg festgelegt, den die Daten nehmen sollen. Über eine einzige physikalische Schnittstelle können mehrere virtuelle Verbindungen eingerichtet werden.
Die Daten werden in sogenannten Zellen oder Slots konstanter Größe übermittelt. Jede Zelle besteht aus 48 Byte Nutzdaten und 5 Byte Steuerinformation. Die Steuerinformation enthält u.a. die ATM-Adresse vergleichbar der Internetadresse. Die ATM-Adresse setzt sich aus den Bestandteilen Virtual Path Identifier (VPI) und Virtual Connection Identifier (VCI) zusammen; sie identifiziert die virtuelle Verbindung.
Über ATM werden verschiedene Arten von Datenströmen transportiert. Um den unterschiedlichen Ansprüchen dieser Datenströme an das Netz, z. B. bezüglich Zellverlust und Verzögerungszeit, gerecht zu werden, können mit Hilfe der Dienstkategorien dafür geeignete Werte festgelegt werden. Für unkompri-mierte Videodaten werden z. B. andere Parameter benötigt als für zeitunkritische Daten.
In ATM-Netzen steht Quality of Service (QoS) zur Verfügung, d. h. die Größe verschiedener Netzparameter wie z. B. Bitrate, Delay und Jitter kann garantiert werden.
OAM (Operation, Administration and Maintenance) dient der Überwachung der Datenübertragung bei ATM. OAM umfasst Konfigurationsmanagement, Fehlermanagement und Leistungsmessung.
13.2.1 Profile
Im Menü WAN->ATM->Profile wird eine Liste aller ATM-Profile angezeigt.
Wenn die Verbindung für Ihren Internetzugang über das interne Modem aufgebaut wird, müssen dafür die ATM-Verbindungsparameter eingestellt werden. Ein ATM-Profil fasst einen Satz Parameter für einen bestimmten Provider zusammen.
Standardmäßig ist ein ATM-Profil mit der Beschreibung AUTO-CREATED vorkonfiguriert, dessen Werte (VPI 1 und VCI 32) z. B. für eine ATM-Verbindung der Telekom geeignet sind.

Hinweis
Die ATM-Enkapsulierungen sind in den RFCs 1483 und 2684 beschrieben. Sie finden die RFCs auf den entsprechenden Seiten der IETF (www.ietf.org/rfc.html).
13.2.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere ATM-Profile einzurichten.


Abb. 103: WAN->ATM->Profile->Neu
Das Menü WAN->ATM->Profile->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü ATM-Profilparameter
| Feld Beschreibung | |
| Provider | Wählen Sie eines der vorkonfigurierten ATM-Profile für Ihren Provider aus der Liste aus oder definieren Sie mit -- Benutzerdefiniert --hein Profil. |
| Beschreibung | Nur für Provider = -- Benutzerdefiniert --Geben Sie eine beliebige Beschreibung für die Verbindung ein. |
| ATM-Schnittstelle | Nur, wenn mehrere ATM-Schnittstellen verfügbar sind, z. B. wenn bei Geräten mit SHDSL mehrere Schnittstellen separat konfiguriert sind.Wählen Sie die ATM-Schnittstelle, die Sie für die Verbindung verwenden wollen. |
| Typ | Nur für Provider = -- Benutzerdefiniert --Wählen Sie das Protokoll für die ATM-Verbindung aus.Mögliche Werte:Ethernet über ATM (Standardwert): Für die ATM-Verbindung (Permanent Virtual Circuit, PVC) wird Ethernet über ATM (EthoA) verwendet.Geroutete Protokolle über ATM: Für die ATM-Verbindung (Permanent Virtual Circuit, PVC) werden geroutete Protokolle über ATM (RPoA) verwendet.PPP über ATM: Für die ATM-Verbindung (Permanent Virtual Circuit, PVC) wird PPP über ATM (PPPoA) verwendet. |
| Virtual Path Identifier (VPI) | Nur für Provider = -- Benutzerdefiniert --Geben Sie den VPI-Wert der ATM-Verbindung ein. Der VPI ist die Identifikationsnummer des zu verwendenden virtuellen Pfades. Verwenden Sie die Vorgaben Ihres Providers.Mögliche Werte sind 0 bis 255.Der Standardwert ist 8. |
| Virtual Channel Identifier (VCI) | Nur für Provider = -- Benutzerdefiniert --Geben Sie den VCI-Wert der ATM-Verbindung ein. Der VCI ist die Identifikationsnummer des virtuellen Kanals. Ein virtueller Kanal ist die logische Verbindung für den Transport von ATM-Zellen zwischen zwei oder mehreren Punkten. Verwenden Sie die Vorgaben Ihres Providers.Mögliche Werte sind 32 bis 65535.Der Standardwert ist 32. |
| Enkapsulierung | Nur für Provider = -- Benutzerdefiniert --Wählen Sie die zu verwendende Enkapsulierung aus. Verwenden Sie die Vorgaben Ihres Providers.Mögliche Werte (nach RFC 2684):LLC Bridged no FCS (Standardwert für Ethernet über ATM): Wird nur für Typ = Ethernet über ATM angezeigt.Bridged Ethernet mit LLC/SNAP-Enkapsulierung ohne Frame Check Sequence (Prüfsummen).LLC Bridged FCS: Wird nur für Typ = Ethernet über ATMangezeigt.Bridged Ethernet mit LLC/SNAP-Enkapsulierung mit Frame Check Sequence (Prüfsummen).Nicht ISO (Standardwert für Geroutete Protokolle über ATM): Wird nur für Typ = Geroutete Protokolle über ATM angezeigt.Enkapsulierung mit LLC/SNAP-Header, geeignet für IP-Routing.LLC: Wird nur für Typ = PPP über ATM angezeigt.Enkapsulierung mit LLC-Header.VC-Multiplexing (Standardwert für PPP über ATM): Bridged Ethernet ohne zusätzliche Enkapsulierung (Null Einkapselung) mit Frame Check Sequence (Prüfsummen). |
Felder im Menü Einstellungen für Ethernet über ATM (erscheint nur für Typ = Ethernet über ATM)
| Feld Beschreibung | |
| Standard-Ethernet für PP-PoE-Schnittstellen | Nur für Typ = Ethernet über ATMWählen Sie aus, ob diese Ethernet-over-ATM-Schnittstelle für alle PP-PoE-Verbindungen verwendet werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Adressmodus | Nur für Typ = Ethernet über ATMWählen Sie aus, auf welche Weise der Schnittstelle eine IP-Adresse zu-gewiesen werden soll.Mögliche Werte:Statisch (Standardwert): Der Schnittstelle wird eine statische IP-Adresse in IP-Adresse / Netzmaske zugewiesen.DHCP: Die Schnittstelle erhält dynamisch per DHCP eine IP-Adresse. |
| IP-Adresse/Netzmaske | Nur für Adressmodus = StatischGeben Sie die IP-Adressen (IP-Adresse) und die entsprechenden Netzmasken (Netzmaske) der ATM-Schnittstellen ein. Fügen Sie weitere Einträge mit Hinzufügen hinzu. |
| MAC-Adresse | Geben Sie der routerinternen Schnittstelle der ATM-Verbindung eine MAC-Adresse, z. B. 00:a0:f9:06:bf:03. Ein Eintrag wird nur in speziellen Fällen benötigt.Für Internetverbindungen ist es ausreichend, die Option Voreingestellte verwenden (Standardeinstellung) auszuwählen. Es wird eine Adresse verwendet, die von der MAC-Adresse des en1-0 abgeleitet ist. |
| DHCP-MAC-Adresse | Nur für Adressmodus = DHCPGeben Sie die MAC-Adresse der routerinternen Schnittstelle der ATM-Verbindung ein, z. B. 00:e1:f9:06:bf:03.Sollte Ihnen Ihr Provider eine MAC-Adresse für DHCP zugewiesen haben, so tragen Sie diese hier ein.Sie haben auch die Möglichkeit, die Option Voreingestellte verwenden (Standardeinstellung) auszuwählen. Es wird eine Adresse verwendet, die von der MAC-Adresse des en1-0 abgeleitet ist. |
| DHCP-Hostname | Nur für Adressmodus = DHCPGeben Sie ggf. den beim Provider registrierten Host-Namen an, der von Ihrem Gerät für DHCP-Anfragen verwendet werden soll.Die maximale Länge des Eintrags beträgt 45 Zeichen. |
Felder im Menü Einstellungen für geroutete Protokolle über ATM (erscheint nur für Typ = Geroutete Protokolle über ATM)
| Feld Beschreibung | |
| IP-Adresse/Netzmaske | Geben Sie die IP-Adressen (IP-Adresse) und die entsprechenden Netzmasken (Netzmaske) der ATM-Schnittstelle ein. Fügen Sie weitere Einträge mit Hinzufügen hinzu. |
| TCP-ACK-Pakete priorisieren | Wählen Sie aus, ob der TCP-Download bei intensivem TCP-Upload optimiert werden soll. Diese Funktion kann speziell für asymmetrische Bandbreiten (ADSL) angewendet werden.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
Feld im Menü Einstellungen für PPP über ATM (erscheint nur für Typ = PPP über ATM)
| Feld Beschreibung | |
| Client-Typ | Wählen Sie aus, ob die PPPoA-Verbindung permanent oder bei Bedarf aufgebaut werden soll.Mögliche Werte:Auf Anforderung (Standardwert): Die PPPoA wird nur bei Bedarfaufgebaut, z. B. für den Internetzugang.Zusätzliche Informationen zu PPP über ATM finden Sie unter PPPoA auf Seite 182. |
13.2.2 Dienstkategorien
Im Menü WAN->ATM->Dienstkategorien wird eine Liste aller bereits konfigurierten ATM-Verbindungen (PVC, Permanent Virtual Circuit) angezeigt, denen spezifische Datenverkehrsparameter zugewiesen wurden.
Ihr Gerät unterstützt QoS (Quality of Service) für ATM-Schnittstellen.

Achtung
ATM QoS ist nur anzuwenden, wenn Ihr Provider eine Liste an Datenverkehrsparametern (Traffic Contract) vorgibt.
Die Konfiguration von ATM QoS erfordert umfangreiches Wissen über die ATM-Technologie und die Funktionsweise der Digitalisierungsbox. Eine Fehlkonfiguration kann zu erheblichen Störungen im Betrieb führen. Sichern Sie ggf. die ursprüngliche Konfiguration z. B. auf Ihrem PC.
13.2.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Kategorien einzurichten.
| Profile | Dienstkategorien | OAM-Regelung |
| Basisparameter | |
| Virtual Channel Connection (VCC) | VP18, VCI32 ▼ |
| ATM-Dienstkategorie | Eine auswählen ▼ |
| Peak Cell Rate (PCR) | 0 Bit/s |
| Sustained Cell Rate (SCR) | 0 Bit/s |
| Maximale Burst-Größe (MBS) | 0 Bit/s |
Abb. 104: WAN->ATM->Dienstkategorien->Neu
Das Menü WAN->ATM->Dienstkategorien->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Virtual Channel Connection (VCC) | Wählen Sie die bereits konfigurierte ATM-Verbindung (angezeigt durch die Kombination von VPI und VCI) aus, für welche die Dienstkategorie festgelegt werden soll. |
| ATM-Dienstkategorie | Wählen Sie aus, auf welche Art der Datenverkehr der ATM-Verbindung geregelt werden soll.Durch die Auswahl der ATM-Dienstkategorie wird implizit eine Priorität zugeordnet: von CBR (höchste Priorität) über VBR.1 /VBR.3 bis VBR (niedrigste Priorität).Zur Verfügung stehen:Unspecified Bit Rate (UBR) (Standardwert): Der Verbindungwird keine bestimmte Datenrate garantiert. Die Peak Cell Rate (PCR) legt die Grenze fest, bei deren Überschreiten Daten verworfen werden. Diese Kategorie eignet sich für nicht-kritische Anwendungen.Constant Bit Rate (CBR): Der Verbindung wird eine garantierte Datenrate zugewiesen, die von der Peak Cell Rate (PCR) bestimmt wird. Diese Kategorie eignet sich für kritische Anwendungen (Real-Time), die eine garantierte Datenrate voraussetzen.Variable Bit Rate V.1 (VBR.1): Der Verbindung wird eine garantierte Datenrate zugewiesen - Sustained Cell Rate (SCR). Diese darf insgesamt um das in Maximale Burst-Größe (MBS) konfigurierte Volumen überschritten werden. Jeglicher weiterer ATM-Traffic wird verworfen. Die Peak Cell Rate (PCR) bildet dabei die maximal mögliche Datenrate. Die Kategorie eignet sich für nicht-kritische Anwendungen mit stoßweisem Datenaufkommen.Variable Bit Rate V.3 (VBR.3): Der Verbindung wird eine garantierte Datenrate zugewiesen - Sustained Cell Rate (SCR). Diese darf insgesamt um das in Maximale Burst-Größe (MBS) konfigurierte Volumen überschritten werden. Weiterer ATM-Traffic wird markiert und je nach Auslastung des Zielnetzes mit niedriger Priorität behandelt, d. h. wird bei Bedarf verworfen. Die Peak Cell Rate (PCR) bildet dabei die maximal mögliche Datenrate. Diese Kategorie eignet sich für kritische Anwendungen mit stoßweisem Datenaufkommen. |
| Peak Cell Rate (PCR) | Geben Sie einen Wert für die maximale Datenrate in Bits pro Sekunde ein.Mögliche Werte: 0 bis 10000000.Der Standardwert ist 0. |
| Sustained Cell Rate (SCR) | Nur für ATM-Dienstkategorie = Variable Bit Rate V.1 (VBR.1) oder Variable Bit Rate V.3 (VBR.3)Geben Sie einen Wert für die mindestens zur Verfügung stehende, garantierte Datenrate in Bits pro Sekunde ein.Mögliche Werte: 0 bis 10000000.Der Standardwert ist 0. |
| Maximale Burst-Größe (MBS) | Nur für ATM-Dienstkategorie = Variable Bit Rate V.1 (VBR.1) oder Variable Bit Rate V.3 (VBR.3)Geben Sie hier einen Wert für die maximale Anzahl in Bits pro Sekunde ein, um welche die PCR kurzzeitig überschritten werden darf.Mögliche Werte: 0 bis 100000.Der Standardwert ist 0. |
13.2.3 OAM-Regelung
OAM ist ein Dienst zur Überwachung von ATM-Verbindungen. In OAM sind insgesamt fünf Hierarchien (Flow Level F1 bis F5) für den Informationsfluss definiert. Für eine ATM-Verbindung sind die wichtigsten Informationsflüsse F4 und F5. Der F4-Informationsfluss betrifft den virtuellen Pfad (VP), der F5-Informationsfluss den virtuellen Kanal (VC). Der VP wird durch den VPI-Wert definiert, der VC durch VPI und VCI.

Hinweis
Im Allgemeinen geht die Überwachung nicht vom Endgerät aus, sondern wird seitens des ISP initiiert. Ihr Gerät muss dann lediglich korrekt auf die empfangenen Signale reagieren. Dies ist auch ohne eine spezifische OAM-Konfiguration sowohl auf den Flow Level 4 als auch dem Flow Level 5 gewährleistet.
Zur Überwachung der ATM-Verbindung stehen zwei Mechanismen zur Verfügung: Loopback-Tests und OAM Continuity Check (OAM CC). Sie können unabhängig voneinander konfiguriert werden.

Achtung
Die Konfiguration von OAM erfordert umfangreiches Wissen über die ATM-Technologie und die Funktionsweise der Digitalisierungsbox. Eine Fehlkonfiguration kann zu erheblichen Störungen im Betrieb führen. Sichern Sie ggf. die ursprüngliche Konfiguration z. B. auf Ihrem PC.
Im Menü WAN->ATM->OAM-Regelung wird eine Liste aller überwachten OAM-Fluss-Levels angezeigt.
13.2.3.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um die Überwachung weiterer Fluss-Levels einzurichten.


Abb. 105: WAN->ATM->OAM-Regelung->Neu
Das Menü WAN->ATM->OAM-Regelung->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü OAM-Flusskonfiguration
| Feld Beschreibung | |
| OAM-Fluss-Level | Wählen Sie den zu überwachenden OAM-Fluss-Level.Mögliche Werte: F5 : (Virtual Channel Level) Die OAM-Einstellungen werden auf den virtuellen Kanal angewendet (Standardwert). F4 : (Virtual Path Level) Die OAM-Einstellungen werden auf den virtuellen Pfad angewendet. |
| Virtual Channel Connection (VCC) | Nur für OAM-Fluss-Level = F5 Wählen Sie die zu überwachende bereits konfigurierte ATM-Verbindung (angezeigt durch die Kombination von VPI und VCI) aus. |
| Virtual Path Connection | Nur für OAM-Fluss-Level = F4 |
| (VPC) | Wählen Sie die zu überwachende bereits konfigurierte Virtual Path Connection (angezeigt durch den VPI) aus. |
| Felder im Menü Loopback | |
| Feld Beschreibung | |
| Loopback Ende-zu-Ende | Wählen Sie aus, ob Sie den Loopback-Test für die Verbindung zwischen den Endpunkten der VCC bzw. VPC aktivieren wollen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Ende-zu-Ende-Sendeintervall | Nur wenn Loopback Ende-zu-Ende aktiviert ist.Geben Sie das Zeitintervall in Sekunden an, nach dem jeweils eine Loopback-Zelle gesendet werden soll.Mögliche Werte sind 0 bis 999.Der Standardwert ist 5. |
| Ausstehende Ende-zu-Ende-Anforderungen | Nur wenn Loopback Ende-zu-Ende aktiviert ist.Geben Sie ein, wie viele direkt aufeinanderfolgende Loopback-Zellen ausbleiben dürfen, bevor die Verbindung als unterbrochen ("inaktiv") angesehen wird. Mögliche Werte sind 1 bis 99.Der Standardwert ist 5. |
| Loopback-Segment | Wählen Sie aus, ob Sie den Loopback-Test für die Segment-Verbindung (Segment = Verbindung des lokalen Endpunkts bis zum nächsten Verbindungspunkt) der VCC bzw. VPC aktivieren wollen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Segment-Sendeintervall | Nur wenn Loopback-Segment aktiviert ist.Geben Sie das Zeitintervall in Sekunden an, nach dem jeweils eine Loopback-Zelle gesendet wird.Mögliche Werte sind 0 bis 999.Der Standardwert ist 5. |
| Ausstehende Segment-Anforderungen | Nur wenn Loopback-Segment aktiviert ist.Geben Sie ein, wie viele direkt aufeinanderfolgende Loopback-Zellen ausbleiben dürfen, bevor die Verbindung als unterbrochen ("inaktiv") angesehen wird.Mögliche Werte sind 1 bis 99.Der Standardwert ist 5. |
Felder im Menü CC-Aktivierung
| Feld Beschreibung | |
| Continuity Check (CC) Ende-zu-Ende | Wählen Sie aus, ob Sie den OAM-CC-Test für die Verbindung zwischen den Endpunkten der VCC bzw. VPC aktivieren wollen.Mögliche Werte:Passiv(Standardwert):OAM CC Requests werden nach der CC-Aushandlung (CC activation negotiation) beantwortet.Aktiv:OAM CC Requests werden nach der CC-Aushandlung (CC activation negotiation) gesendet.Beide:OAM CC Requests werden nach der CC-Aushandlung (CC activation negotiation) gesendet und beantwortet.Keine Aushandlung:Je nach Einstellung im FeldRichtungwerden OAM CC Requests entweder gesendet und/oder beantwortet. Es findet keine CC-Aushandlung statt.Passiv:Die Funktion ist nicht aktiv.Wählen Sie außerdem aus, ob die Testzellen des OAM CC gesendet bzw. empfangen werden sollen.Mögliche Werte:Beide(Standardwert):CC-Daten werden sowohl empfangen als auch generiert.Senke:CC-Daten werden empfangen.Quelle:CC-Daten werden generiert. |
| Continuity Check (CC) Segment | Wählen Sie aus, ob Sie den OAM-CC-Test für die Segment-Verbindung (Segment=Verbindung des lokalen Endpunkts bis zum nächsten Verbindungspunkt) der VCC bzw. VPC aktivieren wollen.Mögliche Werte:Passiv(Standardwert):OAM CC Requests werden nach der CC-Aushandlung (CC activation negotiation) beantwortet.Aktiv:OAM CC Requests werden nach der CC-Aushandlung (CC activation negotiation) gesendet.Beide:OAM CC Requests werden nach der CC-Aushandlung (CC activation negotiation) gesendet und beantwortet.Keine Aushandlung:Je nach Einstellung im FeldRichtungwerden OAM CC Requestsentweder gesendet und/oder beantwortet, es findet keine CC-Aushandlung statt.Keiner:Die Funktion ist nicht aktiv.Wählen Sie weiterhin aus, ob die Testzellen des OAM CC gesendet bzw. empfangen werden sollen.Zur Verfügung stehen:Beide(Standardwert):CC-Daten werden sowohl empfangen als auch generiert.Senke:CC-Daten werden empfangen.Quelle:CC-Daten werden generiert. |
13.3 Real Time Jitter Control
Bei Telefongesprächen über das Internet haben Spachdaten-Pakete normalerweise höchste Priorität. Trotzdem können bei geringer Bandbreite der Upload Verbindung während eines Telefongesprächs merkbare Verzögerungen bei der Sprachübertragung auftreten, wenn gleichzeitig andere Datenpakete geroutet werden.
Die Funktion Real Time Jitter Control löst dieses Problem. Um die "Leitung" für die Sprachdaten-Pakete nicht zu lange zu blockieren, wird die Größe der übrigen Datenpakete während eines Telefongesprächs bei Bedarf reduziert.
13.3.1 Regulierte Schnittstellen
Im Menü WAN->Real Time Jitter Control->Regulierte Schnittstellen wird eine Liste der Schnittstellen angezeigt, für welche die Funktion Real Time Jitter Control konfiguriert ist.
13.3.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um für weitere Schnittstellen die Sprachübertragung zu optimieren.
Regulierte Schnittstellen

Abb. 106: WAN->Real Time Jitter Control->Regulierte Schnittstellen->Neu
Das Menü WAN->Real Time Jitter Control->Regulierte Schnittstellen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Legen Sie fest, für welche Schnittstellen die Sprachübertragung optimiert werden soll. |
| Kontrollmodus | Wählen Sie den Modus für die Optimierung aus.Mögliche Werte:Nur kontrollierte RTP-Streams (Standardwert): Anhand der Daten, die über das Media Gateway geroutet werden, erkennt das System Sprachdaten-Verkehr und optimiert die Sprachübertragung.Alle RTP-Streams: Alle RTP-Streams werden optimiert.Inaktiv: Die Optimierung für die Übertragung der Sprachdaten wird nicht durchgeführt.Immer: Die Optimierung für die Übertragung der Sprachdaten wird immer durchgeführt. |
| Maximale Upload-Geschwindigkeit | Geben Sie die maximal zur Verfügung stehende Bandbreite in Upload-Richtung in kbit/s für die gewählte Schnittstelle ein. |
Kapitel 14 VPN
Als VPN (Virtual Private Network) wird eine Verbindung bezeichnet, die das Internet als "Transportmedium" nutzt, aber nicht öffentlich zugänglich ist. Nur berechtigte Benutzer haben Zugang zu einem solchen VPN, das anschaulich auch als VPN-Tunnel bezeichnet wird. Üblicherweise werden die über ein VPN transportierten Daten verschlüsselt.
Über ein VPN kann z. B. ein Außendienstmitarbeiter oder ein Mitarbeiter im Home Office auf die Daten im Firmennetz zugreifen. Filialen können ebenfalls über VPN an die Zentrale angebunden werden.
Zum Aufbau eines VPN-Tunnels stehen verschiedene Protokolle zur Verfügung, wie z. B. IPSec oder PPTP.
Die Authentifizierung der Verbindungspartner erfolgt über ein Passwort, mithilfe von Preshared Keys oder über Zertifikate.
Bei IPSec wird die Verschlüsselung der Daten z. B. mit Hilfe von AES oder 3DES erledigt, bei PPTP kann MPPE benutzt werden.
14.1 IPSec
IPSec ermöglicht den Aufbau von gesicherten Verbindungen zwischen zwei Standorten (VPN). Hierdurch lassen sich sensible Unternehmensdaten auch über ein unsicheres Medium wie z. B. das Internet übertragen. Die eingesetzten Geräte agieren hierbei als Endpunkte des VPN Tunnels. Bei IPSec handelt es sich um eine Reihe von Internet-Engineering-Task-Force-(IETF)-Standards, die Mechanismen zum Schutz und zur Authentifizierung von IP-Paketen spezifizieren. IPSec bietet Mechanismen, um die in den IP-Paketen übermittelten Daten zu verschlüsseln und zu entschlüsseln. Darüber hinaus kann die IPSec Implementierung nahtlos in eine Public-Key-Umgebung (PKI, siehe Zertifikate auf Seite 48) integriert werden. Die IPSec-Implementierung erreicht dieses Ziel zum einen durch die Benutzung des Authentication-Header-(AH)-Protokolls und des Encapsulated-Security-Payload-(ESP)-Protokolls. Zum anderen werden kryptografische Schlüsselverwaltungsmechanismen wie das Internet-
Key-Exchange-(IKE)-Protokoll verwendet.
Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs
Digitalisierungsbox unterstützt zwei verschiedene Methoden zum Aufbau von IPSec-Verbindungen:
- eine Richtlinien-basierte Methode und
- eine Routing-basierte Methode.
Die Richtlinien-basierte Methode nutzt Filter für den Datenverkehr zur Aushandlung der IPSec-Phase-2-SAs. Damit ist eine sehr "feinkörnige" Filterung der IP-Pakete bis auf Protokoll- und Portebene möglich.
Die Routing-basierte Methode bietet gegenüber der Richtlinien-basierte Methode verschiedene Vorteile, wie z. B. NAT/PAT innerhalb eines Tunnels, IPSec in Verbindung mit Routing-Protokollen und Realisierung von VPN-Backup-Szenarien. Bei der Routing-basierten Methode werden zur Aushandlung der IP-Sec-Phase-2-SAs die konfigurierten oder dynamisch gelernten Routen genutzt. Diese Methode vereinfacht zwar viele Konfigurationen, gleichzeitig kann es aber zu Problemen wegen konkurrierender Routen oder wegen der "gröberen" Filterung des Datenverkehrs kommen.
Der Parameter Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs behebt dieses Problem. Sie können "feiner" filtern, d.h. Sie können z. B. die Quell-IP-Adresse oder den Quell-Port angeben. Ist ein Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs konfiguriert, so wird er zur Aushandlung der IPSec-Phase-2-SAs herangezogen, die Route bestimmt nur noch, welcher Datenverkehr geroutet werden soll.
Passt ein IP-Paket nicht zum definierten Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs, so wird es verworfen.
Erfüllt ein IP-Paket die Anforderungen in einem Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs, so startet
die IPSec-Phase-2-Aushandlung und der Datenverkehr wird über den Tunnel übertragen.

Hinweis
Der Parameter Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs ist ausschließlich für den Initiator der IPSec-Verbindung relevant, er gilt nur für ausgehenden Datenverkehr.

Hinweis
Beachten Sie, dass die Konfiguration der Phase-2-Richtlinien auf beiden IPSec-Tunnel-Endpunkten identisch sein muss.
14.1.1 IPSec-Peers
Als Peer wird ein Endpunkt einer Kommunikation in einem Computernetzwerk bezeichnet. Jeder Peer bietet dabei seine Dienste an und nutzt die Dienste der anderen Peers.
Im Menü VPN->IPSec->IPSec-Peers wird eine Liste aller konfigurierter IPSec-Peers nach Priorität sortiert angezeigt.


Abb. 107: VPN->IPSec->IPSec-Peers
Peer Überwachung
Das Überwachungsmenü eines Peers wird durch Auswahl der 📄-Schaltfläche beim entsprechenden Peer in der Peerliste aufgerufen. Siehe Werte in der Liste IPSec-Tunnel auf Seite 329.
14.1.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere IPSec-Peers einzurichten.
IPSec-Peers Phase-1-Profile Phase-2-Profile XAUTH-Profile IP Pools Optionen

Erweiterte Einstellungen


Abb. 108: VPN->IPSec->IPSec-Peers->Neu
Das Menü VPN->IPSec->IPSec-Peers->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Peer-Parameter
| Feld Beschreibung | |
| Administrativer Status | Wählen Sie den Zustand aus, in den Sie den Peer nach dem Speichern der Peer-Konfiguration versetzen wollen.Mögliche Werte:Aktiv (Standardwert): Der Peer steht nach dem Speichern der Konfiguration sofort für den Aufbau eines Tunnels zur Verfügung.Inaktiv: Der Peer steht nach dem Speichern der Konfiguration zunächst nicht zur Verfügung. |
| Beschreibung | Geben Sie eine Beschreibung des Peers ein, die diesen identifiziert.Die maximal mögliche Länge des Eintrags beträgt 255 Zeichen. |
| Peer-Adresse | Wählen Sie die IP-Version aus. Sie können wählen, ob IPv4 oder IPv6 bevorzugt verwendet werden soll oder ob nur eine der beiden IP-Versionen erlaubt sein soll.[IMAGE]Diese Auswahl ist nur relevant, wenn ein Host-Name als Peer-Adresse eingegeben wird.Mögliche Werte:IPv4 bevorzugtIPv6 bevorzugtNur IPv4Nur IPv6Geben Sie die offizielle IP-Adresse des Peers bzw. seinen auflösbaren Host-Namen ein.Die Eingabe kann in bestimmten Konfigurationen entfallen, wobei Ihr Gerät dann keine IPSec-Verbindung initiieren kann. |
| Peer-ID | Wählen Sie den ID-Typ aus und geben Sie die ID des Peers ein.Die Eingabe kann in bestimmten Konfigurationen entfallen.Die maximal mögliche Länge des Eintrags beträgt 255 Zeichen.Mögliche ID-Typen:Fully Qualified Domain Name (FQDN): Beliebige ZeichenketteE-Mail-AdresseIPV4-AdresseASN.1-DN (Distinguished Name)Schlüssel-ID: Beliebige ZeichenketteAuf dem Peer-Gerät entspricht diese ID dem Parameter Lokaler ID-Wert. |
| IKE (Internet Key Exchange) | Wählen Sie die Version des Internet-Key-Exchange-Protokolls, die verwendet werden soll.Mögliche Werte:IKEv1 (Standardwert): Internet Key Exchange Protocol Version 1IKEv2: Internet Key Exchange Protocol Version 2 |
| Authentifizierungsmethode | Nur für IKE (Internet Key Exchange) = IKEv2Wählen Sie die Authentifizierungsmethode aus.Mögliche Werte:Preshared Keys (Standardwert): Falls Sie für die Authentifizierung keine Zertifikate verwenden, können Sie Preshared Keys wählen. Diese werden bei der Peerkonfiguration im Menü IPSec-Peers konfigu-riert. Der Preshared Key ist das gemeinsame Passwort.RSA-Signatur: Phase-1-Schlüsselberechnungen werden unter Nutzung des RSA-Algorithmus authentifiziert. |
| Lokaler ID-Typ | Nur für IKE (Internet Key Exchange) = IKEv2Wählen Sie den Typ der lokalen ID aus.Mögliche ID-Typen:Fully Qualified Domain Name (FQDN)E-Mail-AdresseIPV4-AdresseASN.1-DN (Distinguished Name)Schlüssel-ID: Beliebige Zeichenkette |
| Lokale ID | Nur für IKE (Internet Key Exchange) = IKEv2Geben Sie die ID Ihres Geräts ein.Für Authentifizierungsmethode = DSA-Signatur oder RSA-Signatur wird die Option Subjektname aus Zertifikat verwenden angezeigt.Wenn Sie die Option Subjektname aus Zertifikat verwenden aktivieren, wird der erste im Zertifikat angegebene Subjekt-Alternativname oder, falls keiner angegeben ist, der Subjektname des Zertifikats verwendet.Beachten Sie: Falls Sie Zertifikate für die Authentifizierung nutzen und Ihr Zertifikat Subjekt-Alternativnamen enthält (siehe Zertifikate auf Seite 48), müssen Sie hier achtgeben, da Ihr Gerät per Standard den ersten Subjekt-Alternativnamen wählt. Stellen Sie sicher, dass Sie und Ihr Peer beide den gleichen Namen nutzen, d. h. dass Ihre lokale ID und die Peer-ID, die Ihr Partner für Sie konfiguriert, identisch sind. |
| Preshared Key | Geben Sie das mit dem Peer vereinbarte Passwort ein.Die maximal mögliche Länge des Eintrags beträgt 50 Zeichen. Alle Zeichen sind möglich außer 0x am Anfang des Eintrags. |
| IP-Version des Tunnel-netzwerks | Wählen Sie aus, ob IPv4 oder IPv6 oder beide Versionen für den VPN-Tunnel verwendbar sein sollen.Mögliche Werte:IPv4IPv6IPv4 und IPv6 |
Felder im Menü IPv4-Schnittstellenrouten
| Feld Beschreibung | |
| Sicherheitsrichtlinie | Wählen Sie, mit welcher Sicherheitseinstellung die Schnittstelle betrieben werden soll.Mögliche Werte:Vertrauenswürdig (Standardwert): Es werden alle IP-Pakete durchgelassen, außer denen, die explizit verboten sind.Nicht Vertrauenswürdig: Es werden nur diejenigen IP-Paketedurchgelassen, die einer Verbindung zugeordnet werden können, die aus einer vertrauenwürdigen Zone aufgebaut wurde.Ausnahmen für die gewählte Einstellung können Sie im Menü Firewall auf Seite 227 konfigurieren. |
| IPv4-Adressvergabe | Wählen Sie den Konfigurationsmodus der Schnittstelle aus.Mögliche Werte:Statisch (Standardwert): Geben Sie eine statische IP-Adresse ein.Client im IKE-Konfigurationsmodus: Nur für IKEv1 auswählbar. Wählen Sie diese Option, wenn Ihr Gateway als IPSec-Client vom Server eine IP-Adresse erhalten soll.Server im IKE-Konfigurationsmodus: Wählen Sie diese Option, wenn Ihr Gateway als Server sich verbindenden Clients eine IP-Adresse vergeben soll. Diese wird aus dem gewählten IP-Zuordnungspool entnommen. |
| Konfigurationsmodus | Nur bei IPv4-Adressvergabe = Server im IKE-Konfigurationsmodus oder Client im IKE-KonfigurationsmodusMögliche Werte:Pull (Standardwert): Der Client erfragt die IP-Adresse und das Gateway beantwortet die Anfrage.Push: Das Gateway schlägt dem Client eine IP-Adresse vor und der Client muss diese akzeptieren oder zurückweisen.Dieser Wert muss für beide Seiten des Tunnels identisch sein. |
| IP-Zuordnungspool | Nur bei IPv4-Adressvergabe = Server im IKE-KonfigurationsmodusWählen Sie einen im Menü VPN->IPSec->IP Pools konfigurierten IP-Pool aus. Falls hier noch kein IP-Pool konfiguriert wurde, erscheint in diesem Feld die Meldung Noch nicht definiert. |
| Standardroute | Nur für IPv4-Adressvergabe = Statisch oder Client im IKE-KonfigurationsmodusWählen Sie aus, ob die Route zu diesem IPSec-Peer als Standardroute festgelegt wird.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Lokale IP-Adresse | Nur für IPv4-Adressvergabe = Statisch oder Server im IKE-KonfigurationsmodusGeben Sie die WAN IP-Adresse Ihrer IPSec-Verbindung an. Es kann die gleiche IP-Adresse sein, die als LAN IP-Adresse an Ihrem Router konfiguriert ist. |
| Metrik | Nur für IPv4-Adressvergabe = Statisch oder Client im IKE-Konfigurationsmodus und Standardroute = AktiviertWählen Sie die Priorität der Route aus.Je niedriger Sie den Wert setzen, desto höhere Priorität besitzt die Route.Wertebereich von 0 bis 15. der Standardwert ist 1. |
| Routeneinträge | Nur für IPv4-Adressvergabe = Statisch oder Client im IKE-KonfigurationsmodusDefinieren Sie Routing-Einträge für diesen Verbindungspartner.Entfernte IP-Adresse: IP-Adresse des Ziel-Hosts oder -LANs.Netzmaske: Netzmaske zu Entfernte IP-Adresse.Metrik: Je niedriger der Wert, desto höhere Priorität besitzt die Route (Wertebereich 0 - 15). der Standardwert ist 1. |
Felder im Menü Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs
| Feld Beschreibung | |
| Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs | Nur für IKE (Internet Key Exchange) = IKEv1Legen Sie mithilfe von Hinzufügen einen neuen Filter an. |
Felder im Menü IPv6-Schnittstellenrouten
| Feld Beschreibung | |
| Sicherheitsrichtlinie | Wählen Sie, mit welcher Sicherheitseinstellung die Schnittstelle betrieben werden soll.Mögliche Werte:Nicht Vertrauenswürdig:Es werden nur diejenigen IP-Pakete durchgelassen, die einer Verbindung zugeordnet werden können, die aus einer vertrauenwürdigen Zone aufgebaut wurde.Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellung zu verwenden, wenn Sie IPv6 außerhalb Ihres LAN verwenden wollen.Vertrauenswürdig(Standardwert): Es werden alle IP-Pakete durchgelassen, außer denen, die explizit verboten sind.Wir empfehlen Ihnen, diese Einstellung zu verwenden, wenn Sie IPv6 in Ihrem LAN verwenden wollen.Ausnahmen für die gewählte Einstellung können Sie im Menü Firewall auf Seite 227 konfigurieren. |
| Lokales IPv6-Netzwerk | Wählen Sie ein Netzwerk aus. Sie können unter den Link-Präfixen wählen, die unter LAN->IP-Konfiguration->Schnittstellen->Neu angelegt sind.Geben Sie die Lokale IPv6-Adresse mit der entsprechenden Präfixlänge ein. Dieser Präfix muss mit :: enden. Standardmäßig ist eine Präfixlänge von /64 vorgegeben. |
| Entferntes IPv6-Netzwerk | Fügen Sie mit Hinzufügen einen neuen Präfix hinzu. Geben Sie die Adresse der Tunnelgegenstelle ein. Standardmäßig ist eine Länge von 64 und eine Priorität von 1 vorgegeben. Je niederiger der Wert der Priorität ist, desto höhere Priorität besitzt die Route. |
Zusätzlicher Filter des Datenverkehrs
Digitalisierungsbox unterstützt zwei verschiedene Methoden zum Aufbau von IPSec-Verbindungen:
- eine Richtlinien-basierte Methode und
- eine Routing-basierte Methode.
Die Richtlinien-basierte Methode nutzt Filter für den Datenverkehr zur Aushandlung der IPSec-Phase-2-SAs. Damit ist eine sehr "feinkörnige" Filterung der IP-Pakete bis auf Protokoll- und Portebene möglich.
Die Routing-basierte Methode bietet gegenüber der Richtlinien-basierte Methode verschiedene Vorteile, wie z. B. NAT/PAT innerhalb eines Tunnels, IPSec in Verbindung mit Routing-Protokollen und Realisierung von VPN-Backup-Szenarien. Bei der Routing-basierten Methode werden zur Aushandlung der IP-Sec-Phase-2-SAs die konfigurierten oder dynamisch gelernten Routen genutzt. Diese Methode vereinfacht zwar viele Konfigurationen, gleichzeitig kann es aber zu Problemen wegen konkurrierender Routen oder wegen der "gröberen" Filterung des Datenverkehrs kommen.
Der Parameter Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs behebt dieses Problem. Sie können "feiner" filtern, d.h. Sie können z. B. die Quell-IP-Adresse oder den Quell-Port angeben. Ist ein Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs konfiguriert, so wird er zur Aushandlung der IPSec-Phase-2-SAs herangezogen, die Route bestimmt nur noch, welcher Datenverkehr geroutet werden soll.
Passt ein IP-Paket nicht zum definierten Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs, so wird es verworfen.
Erfüllt ein IP-Paket die Anforderungen in einem Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs, so startet die IPSec-Phase-2-Aushandlung und der Datenverkehr wird über den Tunnel übertragen.

Hinweis
Der Parameter Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs ist ausschließlich für den Initiator der IPSec-Verbindung relevant, er gilt nur für ausgehenden Datenverkehr.

Hinweis
Beachten Sie, dass die Konfiguration der Phase-2-Richtlinien auf beiden IPSec-Tunnel-Endpunkten identisch sein muss.
Fügen Sie weitere Filter mit Hinzufügen hinzu.

Abb. 109: VPN->IPSec->IPSec-Peers->Neu->Hinzufügen
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine Bezeichnung für das Filter ein. |
| Protokoll | Wählen Sie ein Protokoll aus. Die Option Beliebig (Standardwert) passt auf jedes Protokoll. |
| Quell-IP-Adresse/Netzmaske | Definieren Sie, falls gewünscht, die Quell-IP-Adresse und die Netzmaske der Datenpakete.Mögliche Werte:BeliebigHost: Geben Sie die IP-Adresse des Hosts ein.Netzwerk (Standardwert): Geben Sie die Netzwerk-Adresse und die zugehörige Netzmaske ein. |
| Quell-Port | Nur für Protokoll = TCP oder UDPGeben Sie den Quell-Port der Datenpakete ein. Die Standardeinstellung -Alle- (= -1) bedeutet, dass der Port nicht näher spezifiziert ist. |
| Ziel-IP-Adresse/Netzmaske | Geben Sie die Ziel-IP-Adresse und die zugehörige Netzmaske der Datenpakete ein. |
| Ziel-Port | Nur für Protokoll = TCP oder UDPGeben Sie den Ziel-Port der Datenpakete ein. Die Standardeinstellung - Alle- (= -1) bedeutet, dass der Port nicht näher spezifiziert ist. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte IPSec-Optionen
| Feld Beschreibung | |
| Phase-1-Profile | Wählen Sie ein Profil für die Phase 1 aus. Neben den benutzerdefinierten Profilen stehen vordefinierte Profile zur Verfügung.Mögliche Werte:Keines (Standardprofil verwenden): Verwendet das Profil, das inVPN->IPSec->Phase-1-Profileals Standard markiert istMulti-Proposal: Verwendet ein spezielles Profil, das für Phase 1 die Proposals 3DES/MD5, AES/MD5 und Blowfish/MD5 enthält ungeachtet der Proposalauswahl im Menü.:Verwendet ein Profil, das im MenüVPN->IPSec->Phase-1-Profilefür Phase 1 konfiguriert wurde. |
| Phase-2-Profil | Wählen Sie ein Profil für die Phase 2 aus. Neben den benutzerdefinierten Profilen stehen vordefinierte Profile zur Verfügung.Mögliche Werte:Keines (Standardprofil verwenden): Verwendet das Profil, das inVPN->IPSec->Phase-2-Profileals Standard markiert ist*Multi-Proposal: Verwendet ein spezielles Profil, das für Phase 2 die Proposals 3DES/MD5, AES-128/MD5 und Blowfish/MD5 enthält ungeachtet der Proposalauswahl im MenüVPN->IPSec->Phase-2-Profile:Verwendet ein Profil, das im MenüVPN->IPSec->Phase-2-Profilefür Phase 2 konfiguriert wurde. |
| XAUTH-Profil | Wählen Sie ein inVPN->IPSec->XAUTH-Profileangelegtes Profil aus, wenn Sie zur Authentifizierung dieses IPSec-Peers XAuth verwenden möchten.Wenn XAuth zusammen mit dem IKE-Konfigurationsmodus verwendet wird, werden zuerst die Transaktionen für XAuth und dann diejenigen für den IKE-Konfigurationsmodus durchgeführt. |
| Anzahl erlaubter Verbindungen | Wählen Sie aus, wieviele Benutzer sich mit diesem Peer-Profil verbinden dürfen.Mögliche Werte:Ein Benutzer (Standardwert): Es kann sich nur ein Peer mit den in diesem Profil definierten Daten verbinden.Mehrere Benutzer: Es können sich mehrere Peers mit den in diesem Profil definierten Daten verbinden. Bei jeder Verbindungsanfrage mit den in diesem Profil definierten Daten, wird der Peer-Eintrag dupliziert.Die Konfiguration des dynamischen Peers darf keine Peer ID und keine Peer-IP-Adresse enthalten. Die CLients, die sich mit dem Gateway verbinden, müssen jedoch über eine Peer ID verfügen, da diese verwendet wird, um die durch dynamische Peers erstellten IPSec-Tunnel von einander zu trennen.Der resultierende Peer auf dem Gateway würde nun auf alle eingehenden Tunnel-Requests zutreffen. Daher ist es notwendig, ihn an das Ende der IPSec-Peer-Liste zu stellen. Andernfalls wären alle in der Listen folgenden Peers inaktiv. |
| Startmodus | Wählen Sie aus, wie der Peer in den aktiven Zustand versetzt werden soll.Mögliche Werte:Auf Anforderung (Standardwert): Der Peer wird durch einen Trigger in den aktiven Zustand versetzt.Immer aktiv: Der Peer ist immer aktiv. |
Felder im Menü Erweiterte IP-Optionen
| Feld Beschreibung | |
| Öffentliche Schnittstelle | Legen Sie diejenige öffentliche (oder WAN-) Schnittstelle fest, über die dieser Peer sich mit seinem VPN-Partner verbinden soll. Wenn Sie Vom Routing ausgewählt auswählen, wird die Entscheidung, über welche Schnittstelle der Datenverkehr geleitet wird, gemäß der aktuellen Routingabelle getroffen. Wenn Sie eine Schnittstelle auswählen, wird unter Beachtung der Einstellung unter Öffentlicher Schnittstellenmodus diese Schnittstelle verwendet. |
| Öffentlicher Schnittstellenmodus | Legen Sie fest, wie strikt die Einstellung unter Öffentliche Schnittstelle gehandhabt wird. Mögliche Werte:Erzwingen: Unabhängig von den Prioritäten der aktuellen Routingabelle wird nur die ausgewählte Schnittstelle verwendet.Bevorzugt: Die Prioritäten der aktuellen Routingabelle werden verwendet. Nur wenn mehrere gleichwertige Routen zur Verfügung stehen, wird die Route über die gewählte Schnittstelle verwendet. |
| Öffentliche IPv4-Quelladresse | Wenn Sie mehrere Internetanschlüsse parallel betreiben, können Sie hier diejenige öffentliche IP-Adresse angeben, die für den Datenverkehr des Peers als Quelladresse verwendet werden soll. Wählen Sie aus, ob die Öffentliche IPv4-Quelladresse aktiviert werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Geben Sie in das Eingabefeld die öffentliche IP-Adresse ein, die als Absendeadresse verwendet werden soll.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Überprüfung der IPv4-Rückroute | Wählen Sie aus, ob für die Schnittstelle zum Verbindungspartner eine Überprüfung der Rückroute aktiviert werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| MobilKE | Nur für Peers mit IKEv2.MobilKE ermöglicht es, bei wechselnden öffentlichen IP-Adressen lediglich diese Adressen in den SAs zu aktualisieren, ohne die SAs selbst neu aushandeln zu müssen.Standardmäßig ist die Funktion aktiv.Beachten Sie, dass MobilKE einen aktuellen IPSec Client voraussetzt, z. B. den aktuellen Windows-7- oder Windows-8-Client oder die neuste Version des bintec elmeg IPSec Clients. |
| IPv4 Proxy ARP | Wählen Sie aus, ob Ihr Gerät ARP-Requests aus dem eigenen LAN stellvertretend für den spezifischen Verbindungspartner beantworten soll.Mögliche Werte: |
Feld Beschreibung
- Inaktiv (Standardwert): Deaktiviert Proxy-ARP für diesen IPSecPeer.
- Aktiv oder Ruhend: Ihr Gerät beantwortet einen ARP-Request nur, wenn der Status der Verbindung zum IPSec Peer aktiv (aktiv) oder Ruhend (ruhend) ist. Bei Ruhend beantwortet Ihr Gerät lediglich den ARP-Request, der Verbindungsaufbau erfolgt erst, wenn jemand tatsächlich die Route nutzen will.
- Nur aktiv: Ihr Gerät beantwortet einen ARP-Request nur, wenn der Status der Verbindung zum IPSec-Peer aktiv (aktiv) ist, wenn also bereits eine Verbindung zum IPSec Peer besteht.
IPSec-Callback
Um Hosts, die nicht über feste IP-Adressen verfügen, eine sichere Verbindung über das Internet zu ermöglichen, unterstützen Digitalisierungsbox-Geräte den DynDNS-Dienst. Dieser Dienst ermöglicht die Identifikation eines Peers anhand eines durch DNS auflösbaren Host-Namens. Die Konfiguration der IP-Adresse des Peers ist nicht notwendig.
Der DynDNS-Dienst signalisiert aber nicht, ob ein Peer wirklich online ist, und kann einen Peer nicht veranlassen, eine Internetverbindung aufzubauen, um einen IPSec-Tunnel über das Internet zu ermöglichen. Diese Möglichkeit wird mit IPSec-Callback geschaffen: Mithilfe eines direkten ISDN-Rufs bei einem Peer kann diesem signalisiert werden, dass man online ist und den Aufbau eines IPSec-Tunnels über das Internet erwartet. Sollte der gerufene Peer derzeit keine Verbindung zum Internet haben, wird er durch den ISDN-Ruf veranlasst, eine Verbindung aufzubauen. Dieser ISDN-Ruf verursacht (je nach Einsatzland) keine Kosten, da der ISDN-Ruf von Ihrem Gerät nicht angenommen werden muss. Die Identifikation des Anrufers durch dessen ISDN-Rufnummer genügt als Information, um einen Tunnelaufbau zu initiieren.
Um diesen Dienst einzurichten, muss zunächst auf der passiven Seite im Menü Physikalische Schnittstellen->ISDN-Ports->MSN-Konfiguration->Neu eine Rufnummer für den IPSec-Callback konfiguriert werden. Dazu steht für das Feld Dienst der Wert IPSec zur Verfügung. Dieser Eintrag sorgt dafür, dass auf dieser Nummer eingehende Rufe an den IPSec-Dienst geleitet werden.
Bei aktivem Callback wird, sobald ein IPSec-Tunnel benötigt wird, der Peer durch einen ISDN-Ruf veranlasst, diesen zu initiieren. Bei passivem Callback wird immer dann ein Tunnelaufbau zum Peer initiiert, wenn ein ISDN-Ruf auf der entsprechenden Nummer (MSN im Menü Physikalische
Schnittstellen->ISDN-Ports->MSN-Konfiguration->Neu für Dienst IPSec) eingeht. Auf diese Weise wird sichergestellt, dass beide Peers erreichbar sind und die Verbindung über das Internet zustande kommen kann. Es wird lediglich dann kein Callback ausgeführt, wenn bereits SAs (Security Associations) vorhanden sind, der Tunnel zum Peer also bereits besteht.

Hinweis
Wenn ein Tunnel zu einem Peer aufgebaut werden soll, wird vom IPSec-Daemon zunächst die Schnittstelle aktiviert, über die der Tunnel realisiert werden soll. Sofern auf dem lokalen Gerät IPSec mit DynDNS konfiguriert ist, wird die eigene IP-Adresse propagiert und erst dann der ISDN-Ruf an das entfernte Gerät abgesetzt. Auf diese Art ist sichergestellt, dass das entfernte Gerät das lokale auch tatsächlich erreichen kann, wenn es den Tunnelaufbau initiiert.
Übermittlung der IP-Adresse über ISDN
Mittels der Übertragung der IP-Adresse eines Geräts über ISDN (im D-Kanal und/oder im B-Kanal) eröffnen sich neue Möglichkeiten zur Konfiguration von IPSec-VPNs. Einschränkungen, die bei der IPSec-Konfiguration mit dynamischen IP-Adressen auftreten, können so umgangen werden.

Hinweis
Um die Funktion IP-Adressübermittlung über ISDN nutzen zu können, müssen Sie eine kostenfreie Zusatzlizenz erwerben.
Die Lizenzdaten der Zusatzlizenzen erhalten Sie über die Online-Lizenzierungs-Seiten im Support-Bereich auf www.bintec-elmeg.com. Bitte folgen Sie den Anweisungen der Online-Lizenzierung.
Vor Systemsoftware Release 7.1.4 unterstützte der IPSec ISDN Callback einen Tunnelaufbau nur dann, wenn die aktuelle IP-Adresse des Auslösers auf indirektem Wege (z. B. über DynDNS) ermittelt werden konnte. DynDNS hat aber gravierende Nachteile, wie z. B. die Latenzzeit, bis die IP-Adresse in der Datenbank wirklich aktualisiert ist. Dadurch kann es dazu kommen, dass die über DynDNS propagierte IP-Adresse nicht korrekt ist. Dieses Problem wird durch die Übertragung der IP-Adresse über ISDN umgangen. Darüber hinaus ermöglicht es diese Art der Übermittlung dynamischer IP-Adressen, den sichereren ID-Protect-Modus (Haupt Modus) für den Tunnelaufbau zu verwenden.
Funktionsweise: Um die eigene IP-Adresse an den Peer übermitteln zu können, stehen unterschiedliche Modi zur Verfügung: Die Adresse kann im D-Kanal kostenfrei übertragen werden oder im B-Kanal, wobei der Ruf von der Gegenstelle angenommen werden muss und daher Kosten verursacht. Wenn ein Peer, dessen IP-Adresse dynamisch zugewiesen worden ist, einen anderen Peer zum Aufbau eines IP-Sec-Tunnels veranlassen will, so kann er seine eigene IP-Adresse gemäß der in Felder im Menü IPv4 IPSec Callback auf Seite 211 beschriebenen Einstellungen übertragen. Nicht alle Übertragungsmodi werden von allen Telefongesellschaften unterstützt. Sollte diesbezüglich Unsicherheit bestehen, kann mittels der automatischen Auswahl durch das Gerät sichergestellt werden, dass alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten genutzt werden.

Hinweis
Damit Ihr Gerät die Informationen des gerufenen Peers über die IP-Adresse identifizieren kann, sollte die Callback-Konfiguration auf den beteiligten Geräten analog vorgenommen werden.
Folgende Rollenverteilungen sind möglich:
- Eine Seite übernimmt die aktive, die andere die passive Rolle.
- Beide Seiten können beide Rollen (Beide) übernehmen.
Die Übertragung der IP-Adresse und der Beginn der IKE-Phase-1-Aushandlung verlaufen in folgenden Schritten:
(1) Peer A (der Auslöser des Callbacks) stellt eine Verbindung zum Internet her, um eine dynamische IP-Adresse zugewiesen zu bekommen und um für Peer B über das Internet erreichbar zu sein.
(2) Ihr Gerät erstellt ein begrenzt gültiges Token und speichert es zusammen mit der aktuellen IP-Adresse im zu Peer B gehörenden MIB-Eintrag.
(3) Ihr Gerät setzt den initialen ISDN-Ruf an Peer B ab. Dabei werden die IP-Adresse von Peer A sowie das Token gemäß der Callback-Konfiguration übermittelt.
(4) Peer B extrahiert die IP-Adresse von Peer A sowie das Token aus dem ISDN-Ruf und ordnet sie Peer A aufgrund der konfigurierten Calling Party Number (der ISDN-Nummer, die Peer A verwendet, um den initialen Ruf an Peer B abzusetzen) zu.
(5) Der IPSec-Daemon auf Ihrem Gerät von Peer B kann die übermittelte IP-Adresse verwenden, um eine Phase-1-Aushandlung mit Peer A zu initiieren. Dabei wird der Token in einem Teil des Payload innerhalb der IKE-Aushandlung an Peer A zurückgesendet.
(6) Peer A ist nun in der Lage, das von Peer B zurückgesendete Token mit den Einträgen in der MIB zu vergleichen und so den Peer zu identifizieren, auch ohne dessen IP-Adresse zu kennen.
Da Peer A und Peer B sich wechselseitig identifizieren können, können auch unter Verwendung von Preshared Keys Aushandlungen im ID-Protect-Modus durchgeführt werden.

Hinweis
In manchen Ländern (z. B. in der Schweiz) kann auch der Ruf im D-Kanal Kosten verursachen. Eine falsche Konfiguration der angerufenen Seite kann dazu führen, dass die angerufene Seite den B-Kanal öffnet und somit Kosten für die anrufende Seite verursacht werden.
Die folgenden Optionen sind nur auf Geräten mit ISDN-Anschluss verfügbar:
Felder im Menü IPv4 IPSec Callback
| Feld Beschreibung | |
| Modus | Wählen Sie den Callback-Modus aus.Mögliche Werte:Inaktiv(Standardwert):IPSec-Callback ist deaktiviert. Das lokale Gerät reagiert weder auf eingehende ISDN-Rufe noch initiiert es ISDN-Rufe zum entfernten Gerät.Passiv:Das lokale Gerät reagiert lediglich auf eingehende ISDN-Rufe und initiiert ggf. den Aufbau eines IPSec-Tunnels zum Peer. Es werden keine ISDN-Rufe an das entfernte Gerät abgesetzt, um dieses zum Aufbau eines IPSec-Tunnels zu veranlassen.Aktiv:Das lokale Gerät setzt einen ISDN-Ruf an das entfernte Gerät ab, um dieses zum Aufbau eines IPSec-Tunnels zu veranlassen. Auf eingehende ISDN-Rufe reagiert das Gerät nicht.Beide:Ihr Gerät kann auf eingehende ISDN-Rufe reagieren und ISDN-Rufe an das entfernte Gerät absetzen. Der Aufbau eines IPSec-Tunnels wird sowohl ausgeführt (nach einem eingehenden ISDN-Ruf) als auch veranlasst (durch einen ausgehenden ISDN-Ruf). |
| Ankommende Rufnummer | Nur für Modus=Passiv oder BeideGeben Sie die ISDN-Nummer an, von der aus das entfernte Gerät das lokale Gerät ruft (Calling Party Number). Es können auch Wildcards verwendet werden. |
| Ausgehende Rufnummer | Nur für Modus=Aktiv oder BeideGeben Sie die ISDN-Nummer an, unter der das lokale Gerät das entfernte Gerät ruft (Called Party Number). Es können auch Wildcards verwendet werden. |
| Eigene IP-Adresse per ISDN/GSM übertragen | Wählen Sie aus, ob für den IPSec-Callback die IP-Adresse des eigenen Geräts über ISDN übertragen werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Übertragungsmodus | Nur für Eigene IP-Adresse per ISDN/GSM übertragen = aktiviertWählen Sie aus, in welchem Modus Ihr Gerät versuchen soll, seine IP-Adresse an den Peer zu übertragen.Mögliche Werte:Automatische Erkennung des besten Modus:Ihr Gerät bestimmt automatisch den günstigsten Modus. Dabei werden zunächst alle D-Kanal-Modi versucht, bevor der B-Kanal verwendet wird. (Die Verwendung des B-Kanals verursacht Kosten.)Nur D-Kanalmodi automatisch erkennen:Ihr Gerät bestimmtautomatisch den günstigsten D-Kanal-Modus. Der B-Kanal ist von der Verwendung ausgeschlossen.Spezifischen D-Kanalmodus verwenden: Ihr Gerät versucht, die IP-Adresse in dem im Feld Moduseingestellten Modus zu übertragen.Spezifischen D-Kanalmodus versuchen, auf B-Kanal zurückgehen: Ihr Gerät versucht, die IP-Adresse in dem im Feld Moduseingestellten Modus zu übertragen. Gelingt das nicht, wird die IP-Adresse im B-Kanal übetragen. (Dies verursacht Kosten.)Nur B-Kanalmodus verwenden: Ihr Gerät überträgt die IP-Adresse im B-Kanal. Dies verursacht Kosten. |
| Modus des D-Kanals | Nur für Übertragungsmodus = Spezifischen D-Kanalmodus verwenden oder Spezifischen D-Kanalmodus versuchen, auf B-Kanal zurückgehenWählen Sie aus, in welchem D-Kanal-Modus Ihr Gerät versuchen soll, die IP-Adresse zu übertragen.Mögliche Werte:LLC(Standardwert): Die IP-Adresse wird in den "LLC Information Elements" des D-Kanals übertragen.SUBADDR: Die IP-Adresse wird in den Subaddress "Information Elements" des D-Kanals übertragen.LLC und SUBADDR: Die IP-Adresse wird sowohl in den "LLC-" als auch in den "Subaddress Information Elements" übertragen. |
14.1.2 Phase-1-Profile
Im Menü VPN->IPSec->Phase-1-Profile wird eine Liste aller konfigurierter IPSec-Phase-1-Profile angezeigt.

![IKEv1 (Internet Key Exchange, Version 1) Ansicht: 20 pro Seite ▶ Filtern in Keiner ▼ gleich ▼ Los Standard Beschreibung Proposals Authentifizierung Modus DH-Gruppe Lebensdauer Multi-Proposal [AES/SHA1][AES/MD5][3DES/MD5] Preshared Keys Aggressiv 2 (1024 Bit) 0KB / 4h Seite: 1, Objekte: 1 - 1 Neues IKEv1-Profil erstellen Neu IKEv2 (Internet Key Exchange, Version 2) Ansicht: 20 pro Seite ▶ Filtern in Keiner ▼ gleich ▼ Los Standard Beschreibung Proposals Lebensdauer Multiproposal [AES/SHA1][AES/MD5][3DES/SHA1][3DES/MD5] 4h Seite: 1, Objekte: 1 - 2 Neues IKEv2-Profil erstellen Neu OK Abbrechen](/content/2026/05/1032849/images/ec948de607aaac816211ce7d3b290cfb4d86113d8a22ffb8ab520ad55619001d.jpg)
Abb. 110: VPN->IPSec->Phase-1-Profile
In der Spalte Standard können Sie das Profil markieren, das als Standard-Profil verwendet werden soll.
14.1.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu (bei Neues IKEv1-Profil erstellen bzw. Neues IKEv2-Profil erstellen), um weitere Profile einzurichten.


Abb. 111: VPN->IPSec->Phase-1-Profile->Neu
Das Menü VPN->IPSec->Phase-1-Profile->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Phase-1-Parameter (IKE) / Phase-1-Parameter (IKEv2)
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine Beschreibung ein, welche die Art der Regel eindeutig identifiziert. |
| Proposals | In diesem Feld können Sie auf Ihrem Gerät jede Kombination aus Verschlüsselungs- und Nachrichten-Hash-Algorithmen für IKE Phase 1 auswählen. Die Kombination von sechs Verschlüsselungsalgorithmen und vier Nachrichten-Hash-Algorithmen ergibt 24 mögliche Werte in diesem Feld. Mindestens ein Proposal muss vorhanden sein. Daher kann die erste Zeile der Tabelle nicht deaktiviert werden.Verschlüsselungsalgorithmen (Verschlüsselung):3DES(Standardwert): 3DES ist eine Erweiterung des DES Algorithmus mit einer effektiven Schlüssellänge von 112 Bit, was als sicher eingestuft wird. Es ist der langsamste Algorithmus, der derzeit unterstützt wird.Twofish: Twofish war ein finaler Kandidat für den AES (Advanced Encryption Standard). Er wird als genauso sicher eingestuft wie Rijndael (AES), ist aber langsamer.Blowfish: Blowfish ist ein sehr sicherer und zugleich schneller Algorithmus. Twofish kann als Nachfolger von Blowfish angesehen werden.CAST: CAST ist ebenfalls ein sehr sicherer Algorithmus, etwas langsamer als Blowfish, aber schneller als 3DES.DES: DES ist ein älterer Verschlüsselungsalgorithmus, der aufgrund seiner kleinen effektiven Länge von 56 Bit als schwach eingestuft wird.AES: Rijndael wurde aufgrund seines schnellen Schlüsselaufbaus, der geringen Speicheranforderungen, der hohen Sicherheit gegen Angriffe und der allgemeinen Geschwindigkeit zum AES ernannt. Hier wird dieAES-Schlüssellänge des Partners verwendet. Hat dieser ebenfalls den Parameter AES gewählt, wird eine Schlüssellänge von 128 Bit verwendet.AES-128: Rijndael wurde aufgrund seines schnellen Schlüsselaufbaus, der geringen Speicheranforderungen, der hohen Sicherheit gegen Angriffe und der allgemeinen Geschwindigkeit zum AES ernannt. Hier wird er mit einer Schlüssellänge von 128 Bits angewendet.AES-192: Rijndael wurde aufgrund seines schnellen Schlüsselaufbaus, der geringen Speicheranforderungen, der hohen Sicherheit gegen Angriffe und der allgemeinen Geschwindigkeit zum AES ernannt. Hier wird er mit einer Schlüssellänge von 192 Bits angewendet.AES-256: Rijndael wurde aufgrund seines schnellen Schlüsselaufbaus, der geringen Speicheranforderungen, der hohen Sicherheit gegen Angriffe und der allgemeinen Geschwindigkeit zum AES ernannt. Hier wird er mit einer Schlüssellänge von 256 Bits angewendet. |
| Hash-Algorithmen (Authentifizierung):MD5 (Standardwert): MD5 (Message Digest #5) ist ein älterer Hash Algorithmus. Wird mit 96 Bit Digest Length für IPSec verwendet.SHA1: SHA 1 (Secure Hash Algorithmus #1) ist ein Hash Algorithmus, der von der NSA (United States National Security Association) entwickelt wurde. Er wird als sicher eingestuft, ist aber langsamer als MD5. Wird mit 96 Bit Digest Length für IPSec verwendet.RipeMD 160: RipeMD 160 ist ein 160 Bit Hash-Algorithmus. Er wird als sicherer Ersatz für MD5 und RipeMD angewandt.Tiger192: Tiger 192 ist ein relativ neuer und sehr schneller Algorithmus. | |
| Beachten Sie, dass die Beschreibung der Verschlüsselung und Authentifizierung oder der Hash-Algorithmen auf dem Kenntnisstand und der Meinung des Autors zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Handbuchs basiert. Die Qualität der Algorithmen im besonderen unterliegt relativen Gesichtpunkten und kann sich aufgrund von mathematischen oder kryptographischen Weiterentwicklungen ändern. | |
| DH-Gruppe | Nur für Phase-1-Parameter (IKE)Die Diffie-Hellmann-Gruppe definiert den Parametersatz, der für die Schlüsselberechnung während der Phase 1 zugrunde gelegt wird."MODP", wie es von Digitalisierungsbox unterstützt wird, steht für "modular exponentiation".Mögliche Werte:1 (768 Bit): Während der Diffie-Hellman-Schlüsselberechnung wird die modulare Exponentiation mit 768 Bit genutzt, um das Verschlüsselungsmaterial zu erzeugen.2 (1024 Bit): Während der Diffie-Hellman-Schlüsselberechnung wird die modulare Exponentiation mit 1024 Bit genutzt, um das Verschlüsselungsmaterial zu erzeugen.5 (1536 Bit): Während der Diffie-Hellman-Schlüsselberechnung wird die modulare Exponentiation mit 1536 Bit genutzt, um das Verschlüsselungsmaterial zu erzeugen. |
| Lebensdauer | Legen Sie die Lebensdauer für Phase-1-Schlüssel fest.Folgende Optionen stehen für die Definition der Lebensdauer zur Verfügung:Eingabe in Sekunden: Geben Sie die Lebensdauer für Phase-1-Schlüssel in Sekunden ein. Der Wert darf jeder ganzzahlige Wert von 0 bis 2147483647 sein. Der Standardwert ist 14400, das bedeutet, dass die Schlüssel erneuert werden, wenn vier Stunden abgelaufen sind.Eingabe in kBytes: Geben Sie die Lebensdauer für Phase-1-Schlüssel als Menge der verarbeiteten Daten in KBytes ein. Der Wert darf jeder ganzzahlige Wert von 0 bis 2147483647 sein. Der Standardwert ist 0; das bedeutet, dass die Anzahl der gesendeten kBytes keine Rolle spielt. |
| Authentifizierungsmethode | Nur für Phase-1-Parameter (IKE)Wählen Sie die Authentifizierungsmethode aus.Mögliche Werte:Preshared Keys (Standardwert): Falls Sie für die Authentifizierung keine Zertifikate verwenden, können Sie Pre Shared Keys wählen. Diese werden bei der Peerkonfiguration im Menü VPN->IPSec->IPSec-Peers konfiguriert. Der Preshared Key ist das gemeinsame Passwort.DSA-Signatur: Phase-1-Schlüsselberechnungen werden unter Nutzung des DSA-Algorithmus authentifiziert.RSA-Signatur: Phase-1-Schlüsselberechnungen werden unter Nutzung des RSA-Algorithmus authentifiziert.RSA-Verschlüsselung: Mit RSA-Verschlüsselung werden als erweiterte Sicherheit zusätzlich die ID-Nutzdaten verschlüsselt. |
| Lokales Zertifikat | Nur für Phase-1-Parameter (IKE)Nur für Authentifizierungsmethode = DSA-Signatur,RSA-Signaturhoder RSA-VerschlüsselungDieses Feld ermöglicht Ihnen, eines Ihrer eigenen Zertifikate für die Authentifizierung zu wählen. Es zeigt die Indexnummer dieses Zertifikats und den Namen an, unter dem es gespeichert ist. Dieses Feld wird nur bei Authentifizierungseinstellungen auf Zertifikatbasis angezeigt und weist darauf hin, dass ein Zertifikat zwingend erforderlich ist. |
| Modus | Nur für Phase-1-Parameter (IKE)Wählen Sie den Phase-1-Modus aus.Mögliche Werte:Aggressiv (Standardwert): Der Aggressive Modus ist erforderlich, falls einer der Peers keine statische IP-Adresse hat und Preshared Keys für die Authentifizierung genutzt werden. Er erfordert nur drei Meldungen für die Einrichtung eines sicheren Kanals.Main Modus (ID Protect): Dieser Modus (auch als Main Mode bezeichnet) erfordert sechs Meldungen für eine Diffie-Hellman-Schlüsselberechnung und damit für die Einrichtung eines sicheren Kanals, über den die IPSec-SAs ausgehandelt werden. Er setzt voraus, dass beide Peers statische IP-Adressen haben, falls für die Authentifizierung Preshared Keys genutzt werden.Wählen Sie weiterhin aus, ob der gewählte Modus ausschließlich verwendet werden darf (Strikt) oder der Peer auch einen anderen Modus vorschlagen kann. |
| Lokaler ID-Typ | Nur für Phase-1-Parameter (IKE)Wählen Sie den Typ der lokalen ID aus.Mögliche Werte:Fully Qualified Domain Name (FQDN)E-Mail-AdresseIPV4-AdresseASN.1-DN (Distinguished Name) |
| Lokaler ID-Wert | Nur für Phase-1-Parameter (IKE)Geben Sie die ID Ihres Geräts ein.Für Authentifizierungsmethode = DSA-Signatur, RSA-Signatur oder RSA-Verschlüsselung wird die Option Subjektname aus Zertifikat verwenden angezeigt.Wenn Sie die Option Subjektname aus Zertifikat verwenden aktivieren, wird der erste im Zertifikat angegebene Subjekt-Alternativname oder, falls keiner angegeben ist, der Subjektname des Zertifikats verwendet.Beachten Sie: Falls Sie Zertifikate für die Authentifizierung nutzen und Ihr Zertifikat Subjekt-Alternativnamen enthält (siehe Zertifikate auf Seite 48), müssen Sie hier achtgeben, da Ihr Gerät per Standard den ersten Subjekt-Alternativnamen wählt. Stellen Sie sicher, dass Sie und Ihr Peer beide den gleichen Namen nutzen, d. h. dass Ihre lokale ID und die Peer-ID, die Ihr Partner für Sie konfiguriert, identisch sind. |
Erreichbarkeitsprüfung
In der Kommunikation zweier IPSec-Peers kann es dazu kommen, dass einer der beiden z. B. aufgrund von Routing-Problemen oder aufgrund eines Neustarts nicht erreichbar ist. Dies ist aber erst dann feststellbar, wenn das Ende der Lebensdauer der Sicherheitsverbindung erreicht ist. Bis zu diesem Zeitpunkt gehen die Datenpakete verloren. Um dies zu verhindern, gibt es verschiedene Mechanismen einer Erreichbarkeitsprüfung. Im Feld Erreichbarkeitsprüfung wählen Sie aus, ob ein Mechanismus angewendet werden soll, um die Erreichbarkeit eines Peers zu überprüfen.
Hierbei stehen zwei Mechanismen zur Verfügung: Heartbeats und Dead Peer Detection.
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Erreichbarkeitsprüfung | Nur für Phase-1-Parameter (IKE)Wählen Sie die Methode aus, mit der die Funktionalität der IPSec-Verbindung überprüft werden soll.Neben dem Standardverfahren Dead Peer Detection (DPD) ist auch das (proprietäre) Heartbeat-Verfahren implementiert. Dieses sendet bzw. empfängt je nach Konfiguration alle 5 Sekunden Signale, bei deren Ausbleiben die SA nach 20 Sekunden als ungültig verworfen wirdMögliche Werte:Automatische Erkennung (Standardwert): Ihr Gerät erkennt und verwendet den Modus, den die Gegenstelle unterstützt.Inaktiv: Ihr Gerät sendet und erwartet keinen Heartbeat. Wenn Sie Geräte anderer Hersteller verwenden, setzen Sie diese Option.Heartbeats (Nur erwarten): Ihr Gerät erwartet einen Heartbeat vom Peer, sendet selbst aber keinen.Heartbeats (Nur senden): Ihr Gerät erwartet keinen Heartbeat vom Peer, sendet aber einen.Heartbeats (Senden &Erwarten): Ihr Gerät erwartet einen Heartbeat vom Peer und sendet selbst einen.Dead Peer Detection: DPD (Dead Peer Detection) gemäß RFC 3706 verwenden. DPD benutzt ein Request-Reply-Protokoll um die Erreichbarkeit der Gegenstelle zu überprüfen, und kann auf beiden Seiten unabhängig konfiguriert werden. Mit dieser Option wird die Erreichbarkeit des Peers nur überprüft, wenn tatsächlich Daten an ihn gesendet werden sollen.Dead Peer Detection (Idle): DPD (Dead Peer Detection) gemäß RFC 3706 verwenden. DPD benutzt ein Request-Reply-Protokoll um die Erreichbarkeit der Gegenstelle zu überprüfen, und kann auf beiden Seiten unabhängig konfiguriert werden. Mit dieser Option wird die Überprüfung in bestimmten Intervallen unabhängig von anstehenden Datentransfers vorgenommen.Nur für Phase-1-Parameter (IKEv2)Aktivieren oder deaktivieren Sie die Erreichbarkeitsprüfung.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Blockzeit | Legen Sie fest, wie lange ein Peer für Tunnelaufbauten blockiert wird, nachdem ein Phase-1-Tunnelaufbau fehlgeschlagen ist. Dies betrifft nur lokal initiierte Aufbauversuche.Zur Verfügung stehen Werte von -1 bis 86400 (Sekunden), der Wert -1 bedeutet die Übernahme des Wertes im Standardprofil, der Wert 0, dass der Peer in keinem Fall blockiert wird.Der Standardwert ist 30. |
| NAT-Traversal | NAT-Traversal (NAT-T) ermöglicht es, IPSec-Tunnel auch über ein oder mehrere Geräte zu öffnen, auf denen Network Address Translation (NAT) aktiviert ist.Ohne NAT-T kann es zwischen IPSec und NAT zu Inkompatibilitäten kommen (siehe RFC 3715, Abschnitt 2). Diese behindern vor allem den Aufbau eines IPSec-Tunnels von einem Host innerhalb eines LANs und hinter einem NAT-Gerät zu einem anderen Host bzw. Gerät. NAT-T ermöglicht derartige Tunnel ohne Konflikte mit NAT-Geräten, aktiviertes NAT wird vom IPSec-Daemon automatisch erkannt und NAT-T wird verwendet.Nur für IKEv1-ProfileMögliche Werte:Aktiviert (Standardwert): NAT-Traversal ist aktiv.Deaktiviert: NAT-Traversal ist deaktiviert.Erzwingen: Das Gerät verhält sich in jedem Fall so, als ob NAT eingesetzt würde.Nur für IKEv2-ProfileMit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| CA-Zertifikate | Nur für Phase-1-Parameter (IKE)Nur für Authentifizierungsmethode = DSA-Signatur,RSA-Signaturhoder RSA-VerschlüsselungWenn Sie die Option Folgenden CA-Zertifikaten vertrauen aktivieren,können Sie bis zu drei CA-Zertifikate auswählen, die für dieses Profil akzeptiert werden sollen.Die Option ist nur konfigurierbar, wenn Zertifikate geladen sind. |
14.1.3 Phase-2-Profile
Ebenso wie für Phase 1 können Sie Profile für die Phase 2 des Tunnelaufbaus definieren.
Im Menü VPN->IPSec->Phase-2-Profile wird eine Liste aller konfigurierten IPSec-Phase-2-Profile angezeigt.
IPSec-Peers Phase-1-Profile Phase-2-Profile XAUTH-Profile IP_Pools Optionen

Abb. 112: VPN->IPSec->Phase-2-Profile
In der Spalte Standard können Sie das Profil markieren, das als Standardprofil verwendet werden soll.
14.1.3.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Profile einzurichten.
IP Sec-Peers Phase-1-Profile Phase-2-Profile XAUTH-Profile IP Pools Optionen

Abb. 113: VPN->IPSec->Phase-2-Profile->Neu
Das Menü VPN->IPSec->Phase-2-Profile->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Phase-2-Parameter (IPSEC)
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine Beschreibung ein, die das Profil eindeutig identifiziert.Die maximal mögliche Länge des Eintrags beträgt 255 Zeichen. |
| Proposals | In diesem Feld können Sie auf Ihrem Gerät jede Kombination aus Verschlüsselungs- und Message-Hash-Algorithmen für IKE Phase 2 auswählen. Die Kombination von sechs Verschlüsselungsalgorithmen und zwei Nachrichten-Hash-Algorithmen ergibt 12 mögliche Werte in diesem Feld.Verschlüsselungsalgorithmen (Verschlüsselung):3DES(Standardwert): 3DES ist eine Erweiterung des DES Algorithmus mit einer effektiven Schlüssellänge von 112 Bit, was als sicher eingestuft wird. Es ist der langsamste Algorithmus, der derzeit unterstützt wird.-- ALLE --: Alle Optionen können verwendet werden.AES: Rijndael wurde aufgrund seines schnellen Schlüsselaufbaus, der geringen Speicheranforderungen, der hohen Sicherheit gegen Angriffe und der allgemeinen Geschwindigkeit zum AES ernannt. Hier wird die AES-Schlüssellänge des Partners verwendet. Hat dieser ebenfalls den Parameter AES gewählt, wird eine Schlüssellänge von 128 Bit verwendet.AES-128: Rijndael wurde aufgrund seines schnellen Schlüsselaufbaus, der geringen Speicheranforderungen, der hohen Sicherheit gegen Angriffe und der allgemeinen Geschwindigkeit zum AES ernannt. Hier wird er mit einer Schlüssellänge von 128 Bits angewendet.AES-192: Rijndael wurde aufgrund seines schnellen Schlüsselaufbaus, der geringen Speicheranforderungen, der hohen Sicherheit gegen Angriffe und der allgemeinen Geschwindigkeit zum AES ernannt. Hier wird er mit einer Schlüssellänge von 192 Bits angewendet.AES-256: Rijndael wurde aufgrund seines schnellen Schlüsselaufbaus, der geringen Speicheranforderungen, der hohen Sicherheit gegen Angriffe und der allgemeinen Geschwindigkeit zum AES ernannt. Hier wird er mit einer Schlüssellänge von 256 Bits angewendet.Twofish: Twofish war ein finaler Kandidat für den AES (Advanced Encryption Standard). Er wird als genauso sicher eingestuft wie Rijndael (AES), ist aber langsamer.Blowfish: Blowfish ist ein sehr sicherer und zugleich schneller Algorithmus. Twofish kann als Nachfolger von Blowfish angesehen werden.CAST: CAST ist ebenfalls ein sehr sicherer Algorithmus, etwas langsamer als Blowfish, aber schneller als 3DES.DES: DES ist ein älterer Verschlüsselungsalgorithmus, der aufgrund seiner kleinen effektiven Länge von 56 Bit als schwach eingestuft wird.Hash-Algorithmen (Authentifizierung):MD5(Standardwert): MD5 (Message Digest #5) ist ein älterer Hash Algorithmus. Wird mit 96 Bit Digest Length für IPSec verwendet.-- ALLE --: Alle Optionen können verwendet werden.SHA1: SHA 1 (Secure Hash Algorithmus #1) ist ein Hash Algorithmus, der von der NSA (United States National Security Association) entwickelt wurde. Er wird als sicher eingestuft, ist aber langsamer als MD5. Wird mit 96 Bit Digest Length für IPSec verwendet.Beachten Sie, dass RipeMD 160 und Tiger 192 für Nachricht-Hashing inPhase 2 nicht zur Verfügung stehen. |
| PFS-Gruppe verwenden | Da PFS (Perfect Forward Secrecy) eine weitere Diffie-Hellman-Schlüsselberechnung erfordert, um neues Verschlüsselungsmaterial zu erzeugen, müssen Sie die Merkmale der Exponentiation wählen.Wenn Sie PFS aktivieren (Aktiviert), sind die Optionen die gleichen, wie bei der Konfiguration von DH-Gruppe im Menü VPN->IPSec->Phase-1-Profile. PFS wird genutzt, um die Schlüssel einer erneuerten Phase-2-SA zu schützen, auch wenn die Schlüssel der Phase-1-SA bekannt geworden sind.Das Feld hat folgende Optionen:1 (768 Bit): Während der Diffie-Hellman-Schlüsselberechnung wird die modulare Exponentiation mit 768 Bit genutzt, um das Verschlüsselungsmaterial zu erzeugen.2 (1024 Bit) (Standardwert): Während der Diffie-Hellman-Schlüsselberechnung wird die modulare Exponentiation mit 1024 Bit genutzt, um das Verschlüsselungsmaterial zu erzeugen.5 (1536 Bit): Während der Diffie-Hellman-Schlüsselberechnung wird die modulare Exponentiation mit 1536 Bit genutzt, um das Verschlüsselungsmaterial zu erzeugen. |
| Lebensdauer | Legen Sie fest, wie die Lebensdauer festgelegt wird, die ablaufen darf, bevor die Phase-2-SAs erneuert werden müssen.Die neuen SAs werden bereits kurz vor dem Ablauf der aktuellen SAs ausgehandelt. Der Standardwert beträgt gemäß RFC 2407 acht Stunden, das bedeutet, dass die Schlüssel erneuert werden, wenn acht Stunden abgelaufen sind.Folgende Optionen stehen für die Definition der Lebensdauer zur Verfügung:Eingabe in Sekunden: Geben Sie die Lebensdauer für Phase-2-Schlüssel in Sekunden ein. Der Wert darf jeder ganzzahlige Wert von 0 bis 2147483647 sein. Der Standardwert ist 7200.Eingabe in kBytes: Geben Sie die Lebensdauer für Phase-2-Schlüssel als Menge der verarbeiteten Daten in kBytes ein. Der Wert darf jeder ganzzahlige Wert von 0 bis 2147483647 sein. Der Standardwert ist 0.Schlüssel erneut erstellen nach: Legen Sie fest, bei welchem Prozentsatz des Ablaufes der Lebensdauer die Schlüssel der Phase 2 neu erstellt werden.Die eingegebene Prozentzahl wird sowohl auf die Lebensdauer in Sekunden als auch auf die Lebensdauer in kBytes angewendet.Der Standardwert ist 80 %. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| IP-Komprimierung | Wählen Sie aus, ob eine Kompression vor der Datenverschlüsselung eingeschaltet wird. Das kann bei gut komprimierbaren Daten zu einer höheren Performance und geringerem zu übertragenden Datenvolumen führen. Bei schnellen Leitungen oder nicht komprimierbaren Daten wird von der Option abgeraten, da die Performance durch den erhöhten Aufwandbei der Kompression erheblich beeinträchtigt werden kann.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Erreichbarkeitsprüfung | Wählen Sie, ob und in welcher Weise IPSec Heartbeats verwendet werden.Um feststellen zu können, ob eine Security Association (SA) noch gültig ist oder nicht, ist ein IPSec-Heartbeat implementiert worden. Dieser sendet bzw. empfängt je nach Konfiguration alle 5 Sekunden Signale, bei deren Ausbleiben die SA nach 20 Sekunden als ungültig verworfen werden sollen.Mögliche Werte:Automatische Erkennung (Standardwert): Automatische Erkennung, ob die Gegenstelle eine Digitalisierungsbox ist. Wenn ja, wird Heartbeats (Senden &Erwarten) (bei Gegenstelle mit Digitalisierungsbox) oder Inaktiv (bei Gegenstelle ohne Digitalisierungsbox) gesetzt.Inaktiv: Ihr Gerät sendet und erwartet keinen Heartbeat. Wenn Sie Geräte anderer Hersteller verwenden, setzen Sie diese Option.Heartbeats (Nur erwarten): Ihr Gerät erwartet einen Heartbeat vom Peer, sendet selbst aber keinen.Heartbeats (Nur senden): Ihr Gerät erwartet keinen Heartbeat vom Peer, sendet aber einen.Heartbeats (Senden &Erwarten): Ihr Gerät erwartet einen Heartbeat vom Peer und sendet selbst einen. |
| PMTU propagieren | Wählen Sie aus, ob während der Phase 2 die PMTU (Path Maximum Transfer Unit) propagiert werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
14.1.4 XAUTH-Profile
Im Menü XAUTH-Profile wird eine Liste aller XAuth-Profile angezeigt.
Extended Authentication für IPSec (XAuth) ist eine zusätzliche Authentifizierungsmethode für Benutzer eines IPSec-Tunnels.
Das Gateway kann bei Nutzung von XAuth zwei verschiedene Rollen übernehmen, es kann als Server oder als Client dienen:
- Das Gateway fordert als Server einen Berechtigungsnachweis an.
- Das Gateway weist als Client seine Berechtigung nach.
Im Server-Modus können sich mehrere Benutzer über XAuth authentifizieren, z. B. Nutzer von Apple iPhones. Die Berechtigung wird entweder anhand einer Liste oder über einen RADIUS Server geprüft. Bei Verwendung eines Einmalpassworts (One Time Password, OTP) kann die Passwortüberprüfung von einem Token-Server übernommen werden (z. B. beim Produkt SecOVID von Kobil), der hinter dem RADIUS-Server installiert ist. Wenn über IPSec eine Firmenzentrale mit mehreren Filialen verbunden ist, können mehrere Peers konfiguriert werden. Je nach Zuordnung verschiedener Profile kann ein bestimmter Benutzer den IPSec-Tunnel über verschiedene Peers nutzen. Das ist zum Beispiel nützlich, wenn ein Angestellter abwechselnd in verschiedenen Filialen arbeitet, jeder Peer eine Filiale repräsentiert und der Angestellte jeweils vor Ort Zugriff auf den Tunnel haben will.
Nachdem IPSec IKE (Phase 1) erfolgreich beendet ist und bevor IKE (Phase 2) beginnt, wird XAuth realisiert.
Wenn XAuth zusammen mit dem IKE-Konfigurationsmodus verwendet wird, werden zuerst die Transaktionen für XAuth und dann diejenigen für den IKE-Konfigurationsmodus durchgeführt.
14.1.4.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Profile einzurichten.


Abb. 114: VPN->IPSec->XAUTH-Profile->Neu
Das Menü VPN->IPSec->XAUTH-Profile->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine Beschreibung für dieses XAuth-Profil ein. |
| Rolle | Wählen Sie die Rolle des Gateways bei der XAuth-Authentifizierung aus.Mögliche Werte:Server (Standardwert): Das Gateway fordert einen Berechtigungsnachweis an.Client: Das Gateway weist seine Berechtigung nach. |
| Modus | Nur für Rolle = ServerWählen Sie aus, wie die Authentifizierung durchgeführt wird.Mögliche Werte:RADIUS (Standardwert): Die Authentifizierung wird über einen RADIUS-Server durchgeführt. Dieser wird im MenüSystemverwaltung->Remote Authentifizierung->RADIUS konfiguriert und im Feld RADIUS-Server Gruppen-ID ausgewählt.Lokal: Die Authentifizierung wird über eine lokal angelegte Liste durchgeführt. |
| Name | Nur für Rolle = ClientGeben Sie den Authentifizierungsnamen des Clients ein. |
| Passwort | Nur für Rolle = ClientGeben Sie das Authentifizierungspasswort ein. |
| RADIUS-Server Gruppen-ID | Nur für Rolle = ServerWählen Sie die gewünschte in Systemverwaltung->Remote Authentifi-zierung->RADIUS konfigurierte RADIUS-Gruppe aus. |
| Benutzer | Nur für Rolle = Server und Modus = LokalIst Ihr Gateway als XAuth-Server konfiguriert, können die Clients über eine lokal konfigurierte Benutzerliste authentifiziert werden. Definieren Sie hier die Mitglieder der Benutzergruppe dieses XAUTH-Profils, indem Sie den Authentifizierungsnamen des Clients (Name) und das Authentifizierungspasswort (Passwort) eingeben. Fügen Sie weitere Mitglieder mit Hinzufügen hinzu. |
14.1.5 IP Pools
Im Menü IP Pools wird eine Liste aller IP Pools für Ihre konfigurierten IPSec-Verbindungen angezeigt.
Wenn Sie bei einem IPSec-Peer für IPv4-Adressvergabe Server im
IKE-Konfigurationsmodus eingestellt haben, müssen Sie hier die IP-Pools, aus denen die IP-
Adressen vergeben werden, definieren.
14.1.5.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere IP-Adresspools einzurichten. Wählen Sie das Symbol

um vorhandene Einträge zu bearbeiten.


Abb. 115: VPN->IPSec->IP Pools->Neu
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| IP-Poolname | Geben Sie eine beliebige Beschreibung ein, um den IP-Pool eindeutig zu benennen. |
| IP-Adressbereich | Geben Sie die erste (erstes Feld) und die letzte (zweites Feld) IP-Adresse des IP-Adress-Pools ein. |
| DNS-Server | Primär: Geben Sie die IP-Adresse des DNS-Servers ein, der von Clients, die eine Adresse aus diesem Pool beziehen, bevorzugt verwendet werden soll.Sekundär: Geben Sie die IP-Adresse eines alternativen DNS-Servers ein. |
14.1.6 Optionen


Abb. 116: VPN->IPSec->Optionen
Das Menü VPN->IPSec->Optionen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Globale Optionen
| Feld Beschreibung | |
| IPSec aktivieren | Wählen Sie, ob Sie IPSec aktivieren wollen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Sobald ein IPSec Peer konfiguriert wird, ist die Funktion aktiv. |
| Vollständige IPSec-Konfiguration löschen | Wenn Sie das Symbol klicken, löschen Sie die vollständige IPSec-Konfiguration Ihres Geräts.Dieses macht alle Einstellungen rückgängig, die während der IPSec-Konfiguration vorgenommen worden sind. Nachdem die Konfiguration gelöscht worden ist, können Sie mit einer komplett neuen IPSec-Konfiguration beginnen.Das Löschen der Konfiguration ist nur möglich mit IPSec aktivieren = nicht aktiviert. |
| IPSec-Debug-Level | Wählen Sie die Priorität der intern aufzuzeichnenden Systemprotokoll-Nachrichten des IPSec Subsystems.Mögliche Werte:Notfallh(höchste Priorität)AlarmKritischFehlerWarnungBenachrichtigungInformationDebug(Standardwert, niedrigste Priorität)Nur Systemprotokoll-Nachrichten mit gleicher oder höherer Priorität als angegeben werden intern aufgezeichnet, d. h. dass beim Syslog-Level "Debug" sämtliche erzeugten Meldungen aufgezeichnet werden. |
Im Menü Erweiterte Einstellungen können Sie bestimmte Funktionen und Merkmale an die besonderen Erfordernisse Ihrer Umgebung anpassen, d. h. größtenteils werden Interoperabilitäts-Flags gesetzt. Die Standardwerte sind global gültig und ermöglichen es, dass Ihr System einwandfrei mit anderen Digitalisierungsbox-Geräten zusammenarbeitet, so dass Sie diese Werte nur ändern müssen, wenn die Gegenseite ein Fremdprodukt ist oder Ihnen bekannt ist, dass sie besondere Einstellungen benötigt. Dies kann beispielsweise notwendig sein, wenn die entfernte Seite mit älteren IPSec-Implementierungen arbeitet.
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| IPSec über TCP | Wählen Sie aus, ob IPSec über TCP verwendet werden soll.IPSec über TCP basiert auf der NCP-Path-Finder-Technologie. Diese Technologie sorgt dafür, dass der Datenverkehr (IKE, ESP, AH) zwischen den Peers in eine Pseudo-HTTPS-Session eingebettet wird.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Initial Contact Message senden | Wählen Sie aus, ob bei IKE (Phase 1) IKE-Initial-Contact-Meldungen gesandt werden sollen, wenn keine SAs mit einem Peer bestehen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| SAs mit dem Status der ISP-Schnittstelle synchronisieren | Wählen Sie aus, ob alle SAs gelöscht werden sollen, deren Datenverkehr über eine Schnittstelle geroutet wurde, an der sich der Status von Aktiv zu Inaktiv, Ruhend oder Blockiert geändert hat.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Zero Cookies verwenden | Wählen Sie aus, ob auf Null gesetzte ISAKMP Cookies gesendet werden sollen.Diese sind dem SPI (Security Parameter Index) in IKE-Proposals äquivalent; da sie redundant sind, werden sie normalerweise auf den Wert der laufenden Aushandlung gesetzt. Alternativ kann Ihr Gerät Nullen für alle Werte des Cookies nutzen. Wählen Sie in diesem Fall Aktiviert. |
| Größe der Zero Cookies | Nur für Zero Cookies verwenden = aktiviert.Geben Sie die Länge der in IKE-Proposals benutzten und auf Null gesetzten SPI in Bytes ein.Der Standardwert ist 32. |
| Dynamische RADIUS-Authentifizierung | Wählen Sie aus, ob die RADIUS-Authentifizierung über IPSec aktiviert werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
Felder im Menü PKI-Verarbeitungsoptionen
| Feld Beschreibung | |
| Zertifikatsanforderungs-Pay loads nicht beachten | Wählen Sie aus, ob Zertifikatanforderungen, die während IKE (Phase 1) von der entfernten Seite empfangen wurden, ignoriert werden sollen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Zertifikatsanforderungs-Pay loads senden | Wählen Sie aus, ob während der IKE (Phase 1) Zertifikatanforderungen gesendet werden sollen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Zertifikatsketten senden | Wählen Sie aus, ob während IKE (Phase 1) komplette Zertifikatsketten gesandt werden sollen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv.Deaktivieren Sie diese Funktion, falls Sie nicht die Zertifikate aller Stufen (von Ihrem bis zu dem der CA) an den Peer senden möchten. |
| CRLs senden | Wählen Sie aus, ob während IKE (Phase 1) CRLs gesandt werden sollen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Key Hash Payloads sen-den | Wählen Sie aus, ob während IKE (Phase 1) Schlüssel-Hash-Nutzdaten gesandt werden sollen.Als Standard wird der Hash des Public Key (öffentlichen Schlüssels) der entfernten Seite zusammen mit den anderen Authentifizierungsdaten gesandt. Gilt nur für RSA-Verschlüsselung. Aktivieren Sie diese Funktion mit Aktiviert, um dieses Verhalten zu unterdrücken. |
Kapitel 15 Firewall
Mit einer Stateful Inspection Firewall (SIF) verfügt die Digitalisierungsbox über eine leistungsfähige Sicherheitsfunktion.
Zusätzlich zur sogenannten statischen Paketfilterung hat eine SIF durch dynamische Paketfilterung einen entscheidenden Vorteil: Die Entscheidung, ob ein Paket weitergeleitet wird, kann nicht nur aufgrund von Quell- und Zieladressen oder Ports, sondern auch mittels dynamischer Paketfilterung aufgrund des Zustands (Status) der Verbindung zu einem Partner gefällt werden.
Es können also auch solche Pakete weitergeleitet werden, die zu einer bereits aktiven Verbindung gehören. Dabei akzeptiert die SIF auch Pakete, die zu einer "Tochterverbindung" gehören. Die Aushandlung einer FTP-Verbindung findet zum Beispiel über den Port 21 statt, der eigentliche Datenaustausch kann aber über einen völlig anderen Port erfolgen.
SIF und andere Sicherheitsfunktionen
Die Stateful Inspection Firewall fügt sich wegen ihrer einfachen Konfiguration gut in die bestehende Sicherheitsarchitektur der Digitalisierungsbox ein. Systemen wie Network Address Translation (NAT) und IP-Zugriffs-Listen (IPAL) gegenüber ist der Konfigurationsaufwand der SIF vergleichbar einfach.
Da SIF, NAT und IPAL gleichzeitig im System aktiv sind, muss man auf mögliche Wechselwirkungen achten: Wenn ein beliebiges Paket von einer der Sicherheitsinstanzen verworfen wird, so geschieht dies unmittelbar, d. h. es ist irrelevant, ob es von einer anderen Instanz zugelassen werden würde. Daher sollte man den eigenen Bedarf an Sicherheitsfunktionen genau analysieren.
Der wesentliche Unterschied zwischen SIF und NAT/IPAL besteht darin, dass die Regeln der SIF generell global angewendet werden, d. h. nicht auf eine Schnittstelle beschränkt sind.
Grundsätzlich werden aber dieselben Filterkriterien auf den Datenverkehr angewendet wie bei NAT und IPAL:
- Quell- und Zieladresse des Pakets (mit einer zugehörigen Netzmaske)
- Dienst (vorkonfiguriert, z. B. Echo, FTP, HTTP)
- Protokoll
- Portnummer(n)
Um die Unterschiede in der Paketfilterung zu verdeutlichen, folgt eine Aufstellung der einzelnen Sicherheitsinstanzen und ihrer Funktionsweise.
NAT
Eine der Grundfunktionen von NAT ist die Umsetzung lokaler IP-Adressen Ihres LANs in die globalen IP-Adressen, die Ihnen von Ihrem ISP zugewiesen werden, und umgekehrt. Dabei werden zunächst alle von außen initiierten Verbindungen abgeblockt, d. h. jedes Paket, welches Ihr Gerät nicht einer bereits bestehenden Verbindung zuordnen kann, wird abgewiesen. Auf diese Art kann eine Verbindung lediglich von innen nach außen aufgebaut werden. Ohne explizite Genehmigungen wehrt NAT jeden Zugriff aus dem WAN auf das LAN ab.
IP Access Listen
Hier werden Pakete ausschließlich aufgrund der oben aufgeführten Kriterien zugelassen oder abgewiesen, d. h. der Zustand der Verbindung wird nicht berücksichtigt (außer bei Dienste = TCP).
SIF
Die SIF sondert alle Pakete aus, die nicht explizit oder implizit zugelassen werden. Dabei gibt es sowohl
ein "Verweigern", bei dem keine Fehlermeldung an den Sender des zurückgewiesenen Pakets ausgegeben wird, als auch ein "Ablehnen", bei dem der Sender über die Ablehnung des Pakets informiert wird.
Die eingehenden Pakete werden folgendermaßen bearbeitet:
- Zunächst überprüft die SIF, ob ein eingehendes Paket einer bereits bestehenden Verbindung zugeordnet werden kann. Ist dies der Fall, wird es weitergeleitet. Kann das Paket keiner bestehenden Verbindung zugeordnet werden, wird überprüft, ob eine entsprechende Verbindung zu erwarten ist (z. B. als Tochterverbindung einer bereits bestehenden). Ist dies der Fall, wird das Paket ebenfalls akzeptiert.
- Wenn das Paket keiner bestehenden und auch keiner zu erwartenden Verbindung zugeordnet werden kann, werden die SIF-Filterregeln angewendet: Trifft auf das Paket eine Deny-Regel zu, wird es abgewiesen, ohne dass eine Fehlermeldung an den Sender des Pakets geschickt wird; trifft eine Reject-Regel zu, wird das Paket abgewiesen und eine ICMPHost-Unreachable-Meldung an den Sender des Paktes ausgegeben. Nur wenn auf das Paket eine Accept-Regel zutrifft, wird es weitergeleitet.
- Alle Pakete, auf die keine Regel zutrifft, werden nach Kontrolle aller vorhandenen Regeln ohne Fehlermeldung an den Sender abgewiesen (= Standardverhalten).
Konkrete Hinweise für die Konfiguration einer Stateful Inspection Firewall (SIF) finden Sie am Ende des Kapitels unter SIF - Konfigurationsbeispiel auf Seite 241.
15.1 Richtlinien
15.1.1 IPv4-Filterregeln
Das Standard-Verhalten mit der Aktion = Zugriff besteht aus zwei impliziten Filterregeln: wenn ein eingehendes Paket einer bereits bestehenden Verbindung zugeordnet werden kann und wenn eine entsprechende Verbindung zu erwarten ist (z. B. als Tochterverbindung einer bereits bestehenden), wird das Paket zugelassen.
Die Abfolge der Filterregeln in der Liste ist relevant: Die Filterregeln werden der Reihe nach auf jedes Paket angewendet, bis eine Filterregel zutrifft. Kommt es zu Überschneidungen, d. h. trifft für ein Paket mehr als eine Filterregel zu, wird lediglich die erste Filterregel ausgeführt. Wenn also die erste Filterregel ein Paket zurückweist, während eine spätere Regel es zulässt, so wird es abgewiesen. Ebenso bleibt eine Verwerfen-Regel ohne Auswirkung, wenn ein entsprechendes Paket zuvor von einer anderen Filterregel zugelassen wird.
Dem Sicherheitskonzept liegt die Vorstellung zugrunde, dass die Infrastruktur aus vertrauenswürdigen und nicht vertrauenswürdigen Zonen besteht. Die beiden Sicherheitsrichtlinien Vertrauenswürdig bzw. Nicht Vertrauenswürdig beschreiben diese Vorstellung. Sie definieren die beiden Filterregeln Vertrauenswürdige Schnittstelle und Nicht vertrauenswürdige Schnittstellen, die standardmäßig angelegt sind und nicht gelöscht werden können.
Falls Sie die Sicherheitsrichtlinie Vertrauenswürdig verwenden, werden alle Datenpakete akzeptiert. Sie können nun zusätzliche Filterregeln definieren, die bestimmte Pakete verwerfen. Auf die gleiche Weise können Sie für die Einstellung Nicht Vertrauenswürdig ausgewählte Datenpakete freigeben.
Im Menü Firewall->Richtlinien->IPv4-Filterregeln wird eine Liste aller konfigurierten IPv4-Filterregeln angezeigt.
IPv4-Filterregeln IPv6-Filterregeln Optionen

Abb. 117: Firewall->Richtlinien->IPv4-Filterregeln
Mit der Schaltfläche in der Zeile Vertrauenswürdige Schnittstelle können Sie festlegen, welche Schnittstellen Vertrauenswürdig sind. Es öffnet sich ein neues Fenster mit einer Schnittstellenliste. Sie können die einzelnen Schnittstellen als vertrauenswürdig markieren.
Mit der Schaltfläche können Sie vor dem Listeneintrag eine weitere Richtlinie einfügen. Es öffnet sich das Konfigurationsmenü zum Erstellen einer neuen Richtlinie.
Mit der Schaltfläche können Sie den Listeneintrag verschieben. Es öffnet sich ein Dialog, in dem Sie auswählen können, an welche Position die Richtlinie verschoben werden soll.
15.1.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Parameter einzurichten.
IPv4-Filterregeln IPv6-Filterregeln Optionen

Abb. 118: Firewall->Richtlinien->IPv4-Filterregeln->Neu
Das Menü Firewall->Richtlinien->IPv4-Filterregeln->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Quelle | Wählen Sie einen der vorkonfigurierten Aliase für die Quelle des Pakets aus.In der die Liste stehen alle WAN-/LAN-Schnittstellen, Schnittstellengruppen (siehe Firewall->Schnittstellen->Gruppen), Adressen (siehe Firewall->Adressen->Adressliste) und Adressgruppen (siehe Firewall->Adressen->Gruppen) zur Auswahl.Der Wert Beliebig bedeutet, dass weder Quell-Schnittstelle noch Quell-Adresse überprüft werden. |
| Ziel | Wählen Sie einen der vorkonfigurierten Aliase für das Ziel des Paketsaus.In der die Liste stehen alle WAN-/LAN-Schnittstellen, Schnittstellengruppen (siehe Firewall->Schnittstellen->Gruppen), Adressen (siehe Firewall->Adressen->Adressliste) und Adressgruppen (siehe Firewall->Adressen->Gruppen) zur Auswahl.Der Wert Beliebig bedeutet, dass weder Ziel-Schnittstelle noch Ziel-Adresse überprüft werden. |
| Dienst | Wählen Sie einen der vorkonfigurierten Dienste aus, dem das zu filternde Paket zugeordnet sein muss.Werkseitig ist eine umfangreiche Reihe von Diensten vorkonfiguriert, unter anderem:ftptelnetsmtpdnshttpnntpInternetNetmeetingWeitere Dienste werden in Firewall->Dienste->Diensteliste angelegt.Außerdem stehen die in Firewall->Dienste->Gruppen konfigurierten Dienstegruppen zur Auswahl. |
| Aktion | Wählen Sie die Aktion aus, die auf ein gefiltertes Paket angewendet werden soll.Möglichen Werte:Zugriff (Standardwert): Die Pakete werden entsprechend den Angaben weitergeleitet.Verweigern: Die Pakete werden abgewiesen.Zurückweisen: Die Pakete werden abgewiesen. Eine Fehlermeldung wird an den Sender des Pakets ausgegeben. |
15.1.2 IPv6-Filterregeln
Das Standard-Verhalten mit der Aktion = Zugriff besteht aus zwei impliziten Filterregeln: wenn ein eingehendes Paket einer bereits bestehenden Verbindung zugeordnet werden kann und wenn eine entsprechende Verbindung zu erwarten ist (z. B. als Tochterverbindung einer bereits bestehenden), wird das Paket zugelassen.
Die Abfolge der Filterregeln in der Liste ist relevant: Die Filterregeln werden der Reihe nach auf jedes Paket angewendet, bis eine Filterregel zutrifft. Kommt es zu Überschneidungen, d. h. trifft für ein Paket mehr als eine Filterregel zu, wird lediglich die erste Filterregel ausgeführt. Wenn also die erste Filterregel ein Paket zurückweist, während eine spätere Regel es zulässt, so wird es abgewiesen. Ebenso bleibt eine Verwerfen-Regel ohne Auswirkung, wenn ein entsprechendes Paket zuvor von einer anderen Filterregel zugelassen wird.
Dem Sicherheitskonzept liegt die Vorstellung zugrunde, dass die Infrastruktur aus vertrauenswürdigen und nicht vertrauenswürdigen Zonen besteht. Die beiden Sicherheitsrichtlinien Vertrauenswürdig bzw. Nicht Vertrauenswürdig beschreiben diese Vorstellung. Sie definieren die beiden Filterregeln Vertrauenswürdige Schnittstelle und Nicht vertrauenswürdige Schnittstellen, die standardmäßig angelegt sind und nicht gelöscht werden können.
Falls Sie die Sicherheitsrichtlinie Vertrauenswürdig verwenden, werden alle Datenpakete akzeptiert. Sie können nun zusätzliche Filterregeln definieren, die bestimmte Pakete verwerfen. Auf die gleiche Weise können Sie für die Einstellung Nicht Vertrauenswürdig ausgewählte Datenpakete freigeben.
Datenpakete, die das Neighbour Discovery Protocol verwenden, sind grundsätzlich erlaubt, auch für die Filterregel Nicht Vertrauenswürdig.
Im Menü Firewall->Richtlinien->IPv6-Filterregeln wird eine Liste aller konfigurierter IPv6-Filterregeln angezeigt.
IPv4-Filterregeln IPv6-Filterregeln Optionen

Abb. 119: Firewall->Richtlinien->IPv6-Filterregeln
Mit der Schaltfläche in der Zeile Vertrauenswürdige Schnittstelle können Sie festlegen, welche Schnittstellen Vertrauenswürdig sind. Es öffnet sich ein neues Fenster mit einer Schnittstellenliste. Sie können die einzelnen Schnittstellen als vertrauenswürdig markieren.

Hinweis
Beachten Sie, dass die Schnittstellenliste für IPv6 leer ist, solange IPv6 für keine Schnittstelle aktiviert ist.
Mit der Schaltfläche können Sie vor dem Listeneintrag eine weitere Richtlinie einfügen. Es öffnet sich das Konfigurationsmenü zum Erstellen einer neuen Richtlinie.
Mit der Schaltfläche können Sie den Listeneintrag verschieben. Es öffnet sich ein Dialog, in dem Sie auswählen können, an welche Position die Richtlinie verschoben werden soll.
15.1.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Parameter einzurichten.
IPv4-Filterregeln IPv6-Filterregeln Optionen

Abb. 120: Firewall->Richtlinien->IPv6-Filterregeln->Neu
Das Menü Firewall ->Richtlinien->IPv6-Filterregeln->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Quelle | Wählen Sie einen der vorkonfigurierten Aliase für die Quelle des Pakets aus.In der Liste stehen alle WAN-/ LAN-Schnittstellen, Schnittstellengruppen (siehe Firewall->Schnittstellen->IPv6-Gruppen), Adressen (siehe Firewall->Adressen->Adressliste) und Adressgruppen (siehe Firewall->Adressen->Gruppen) zur Auswahl, für die IPv6 aktiviert ist. |
| Ziel | Wählen Sie einen der vorkonfigurierten Aliase für das Ziel des Pakets aus.In der Liste stehen alle WAN-/ LAN-Schnittstellen, Schnittstellengruppen (siehe Firewall->Schnittstellen->IPv6-Gruppen), Adressen (siehe Firewall->Adressen->Adressliste) und Adressgruppen (siehe Firewall->Adressen->Gruppen) zur Auswahl, für die IPv6 aktiviert ist. |
| Dienst | Wählen Sie einen der vorkonfigurierten Dienste aus, dem das zu filternde Paket zugeordnet sein muss.Werkseitig ist eine umfangreiche Reihe von Diensten vorkonfiguriert, unter anderem:ftptelnetsmtpdnshttpnntpWeitere Dienste werden in Firewall->Dienste->Diensteliste angelegt.Außerdem stehen die in Firewall->Dienste->Gruppen konfigurierten Dienstegruppen zur Auswahl. |
| Aktion | Wählen Sie die Aktion aus, die auf ein gefiltertes Paket angewendet werden soll.Mögliche Werte:Zugriff (Standardwert): Die Pakete werden entsprechend den Angaben weitergeleitet.Verweigern: Die Pakete werden abgewiesen.Zurückweisen: Die Pakete werden abgewiesen. Eine Fehlermeldung wird an den Sender des Pakets ausgegeben. |
15.1.3 Optionen
In diesem Menü können Sie die IPv4-Firewall aus- bzw. einschalten und Sie können ihre Aktivitäten protokollieren lassen. Darüber hinaus können Sie festlegen, nach wie vielen Sekunden Inaktivität eine Sitzung beendet werden soll.

Hinweis
Beachten Sie, dass die IPv6-Firewall immer eingeschaltet ist und nicht ausgeschaltet werden kann.
IPv4-Filterregeln IPv6-Filterregeln Optionen

Abb. 121: Firewall->Richtlinien->Optionen
Das Menü Firewall->Richtlinien->Optionen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Globale Firewall-Optionen
| Feld Beschreibung | |
| Status der IPv4-Firewall | Aktivieren oder deaktivieren Sie die IPv4-Firewall-Funktion.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiviert.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Protokollierte Aktionen | Wählen Sie den Firewall-Syslog-Level aus.Die Ausgabe der Meldungen erfolgt zusammen mit den Meldungen der anderen Subsysteme.Mögliche Werte:Alle (Standardwert): Alle Firewall-Aktivitäten werden angezeigt.Verweigern: Nur Reject- und Deny-Ereignisse werden angezeigt, vgl. "Aktion".Annehmen: Nur Accept-Ereignisse werden angezeigt.Keiner: Systemprotokoll-Nachrichten werden nicht erzeugt. |
| Vollständige IPv4-Filterung | Bei TCP-Sessions überwacht die SIF im ersten Schritt, ob eine Session korrekt und vollständig aufgebaut wird. Im zweiten Schritt erfolgt die eigentliche Filterung. Für diesen "Normalfall" ist die Standardeinstellung Vollständige IPv4-Filterung Aktivieren vorgesehen.Wenn bei zweiseitiger Kommunikation eine Richtung des Datenverkehrs über den Router läuft, die Datenpakete der entgegengesetzten Richtung aber einen anderen Weg nehmen, wird der Datenverkehr vom Router nicht zugelassen, weil die Session aus Sicht der SIF unvollständig ist. Dies gilt auch, wenn es eine Regel gibt, die denselben Datenverkehr bei vollständiger Session durchlassen würde.Um den Datenverkehr bei solchen unvollständigen Sessions durchzulassen, müssen Sie Vollständige IPv4-Filterung deaktivieren. |
Felder im Menü Sitzungstimer
| Feld Beschreibung | |
| UDP-Inaktivität | Geben Sie ein, nach welcher Zeit der Inaktivität eine UDP -Session als abgelaufen betrachtet werden soll (in Sekunden).Zur Verfügung stehen Werte von 30 bis 86400.Der Standardwert ist 180. |
| TCP-Inaktivität | Geben Sie ein, nach welcher Zeit der Inaktivität eine TCP -Session als abgelaufen betrachtet werden soll (in Sekunden).Zur Verfügung stehen Werte von 30 bis 86400.Der Standardwert ist 3600. |
| PPTP-Inaktivität | Geben Sie ein, nach welcher Zeit der Inaktivität eine PPTP-Session als abgelaufen betrachtet werden soll (in Sekunden).Zur Verfügung stehen Werte von 30 bis 86400.Der Standardwert ist 86400. |
| Andere Inaktivität | Geben Sie ein, nach welcher Zeit der Inaktivität eine Session eines anderen Typs als abgelaufen betrachtet werden soll (in Sekunden).Zur Verfügung stehen Werte von 30 bis 86400.Der Standardwert ist 30. |
Felder im Menü Firewall auf Werkseinstellungen zurücksetzen
| Feld Beschreibung | |
| Firewall auf Werkseinstellungen zurücksetzen | Klicken Sie auf Zurücksetzen um die Firewall auf Werkseinstellungen zurückzusetzen. |
15.2 Schnittstellen
15.2.1 IPv4-Gruppen
Im Menü Firewall->Schnittstellen->IPv4-Gruppen wird eine Liste aller konfigurierter Schnittstellen-Gruppen angezeigt.
Sie können die Schnittstellen Ihres Geräts zu Gruppen zusammenfassen. Dieses vereinfacht die Konfiguration von Firewall-Regeln.
15.2.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Schnittstellen-Gruppen einzurichten.
IPv4-Gruppen IPv6-Gruppen

Abb. 122: Firewall->Schnittstellen->IPv4-Gruppen->Neu
Das Menü Firewall->Schnittstellen->IPv4-Gruppen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine beliebige Beschreibung der Schnittstellen-Gruppe ein. |
| Mitglieder | Wählen Sie aus den zur Verfügung stehenden Schnittstellen die Mitglieder der Gruppe aus. Aktivieren Sie dazu das Feld in der Spalte Auswahl. |
15.2.2 IPv6-Gruppen
Im Menü Firewall->Schnittstellen->IPv6-Gruppen wird eine Liste aller konfigurierter IPv6-Schnittstellen-Gruppen angezeigt.
Sie können die Schnittstellen Ihres Geräts zu Gruppen zusammenfassen. Dies vereinfacht die Konfiguration von Firewall-Regeln.
15.2.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere IPv6-Schnittstellen-Gruppen einzurichten.
IPv4-Gruppen IPv6-Gruppen

Abb. 123: Firewall->Schnittstellen->IPv6-Gruppen->Neu
Das Menü Firewall->Schnittstellen->IPv6-Gruppen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine beliebige Beschreibung der IPv6-Schnittstellen-Gruppe ein. |
| Mitglieder | Wählen Sie aus den zur Verfügung stehenden Schnittstellen die Mitglie-der der Gruppe aus. Aktivieren Sie dazu das Feld in der Spalte Auswahl. |
15.3 Adressen
15.3.1 Adressliste
Im Menü Firewall->Adressen->Adressliste wird eine Liste aller konfigurierter Adressen angezeigt.
15.3.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Adressen einzurichten.


Abb. 124: Firewall->Adressen->Adressliste->Neu
Das Menü Firewall->Adressen->Adressliste->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine beliebige Beschreibung der Adresse ein. |
| IPv4 | Erlaubt die Konfiguration von IPv4-Adresslisten.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Adresstyp | Nur für IPv4 = AktiviertWählen Sie aus, welche Art von Adresse Sie angeben wollen.Mögliche Werte:• Adresse/Subnetz (Standardwert): Sie geben eine IP-Adresse mit Subnetzmaske ein.• Adressbereich: Sie geben einen IP-Adressbereich mit Anfangs- und Endadresse ein. |
| Adresse/Subnetz | Nur für IPv4 = Aktiviert und Adresstyp = Adresse/SubnetzGeben Sie die IP-Adresse des Hosts oder eine Netzwerk-Adresse und die zugehörige Netzmaske ein.Standardwert ist jeweils 0.0.0.0h. |
| Adressbereich | Nur für IPv4 = Aktiviert und Adresstyp = AdressbereichGeben Sie die Anfangs- und End-IP-Adresse des Bereiches ein. |
| IPv6 | Erlaubt die Konfiguration von IPv6-Adresslisten.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Adresse/Präfix | Nur für IPv6 = AktiviertGeben Sie die IPv6-Adresse und das zugehörige Präfix ein. |
15.3.2 Gruppen
Im Menü Firewall->Adressen->Gruppen wird eine Liste aller konfigurierter Adressgruppen angezeigt.
Sie können Adressen zu Gruppen zusammenfassen. Dieses vereinfacht die Konfiguration von Firewall-Regeln.
15.3.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Adressgruppen einzurichten.


Abb. 125: Firewall->Adressen->Gruppen->Neu
Das Menü Firewall->Adressen->Gruppen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine beliebige Beschreibung der Adressgruppe ein. |
| IP-Version | Wählen Sie die verwendete IP-Version aus.Mögliche Werte:IPv4IPv6Standardmäßig ist IPv4 ausgewählt. |
| Auswahl | Wählen Sie aus den zur Verfügung stehenden Adressen die Mitglieder der Gruppe aus. Aktivieren Sie dazu das Feld in der Spalte Auswahl. |
15.4 Dienste
15.4.1 Diensteliste
Im Menü Firewall->Dienste->Diensteliste wird eine Liste aller zur Verfügung stehender Dienste angezeigt.
15.4.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Dienste einzurichten.


Abb. 126: Firewall->Dienste->Diensteliste->Neu
Das Menü Firewall->Dienste->Diensteliste->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie einen Alias für den Dienst ein, den Sie konfigurieren wollen. |
| Protokoll | Wählen Sie das Protokoll aus, auf dem der Dienst basieren soll. Es stehen die wichtigsten Protokolle zur Auswahl. |
| Zielportbereich | Nur für Protokoll = TCP, UDP/TCP oder UDPGeben Sie im ersten Feld den Ziel-Port an, über den der Dienst laufen soll.Soll ein Port-Nummern-Bereich angegeben werden, geben Sie im zweiten Feld ggf. den letzten Port eines Port-Bereichs ein. Standardmäßig enthält das Feld keinen Eintrag. Wird ein Wert angezeigt, bedeutet das, dass die zuvor angegebene Portnummer verifiziert wird. Soll ein Portbereich überprüft werden, ist hier die Obergrenze einzutragen.Mögliche Werte sind 1 bis 65535. |
| Quellportbereich | Nur für Protokoll = TCP, UDP/TCP oder UDPGeben Sie im ersten Feld den ggf. zu überprüfenden Quell-Port an.Soll ein Portnummernbereich angegeben werden, geben Sie im zweiten Feld ggf. den letzten Port eines Portbereichs ein. Standardmäßig enthält das Feld keinen Eintrag. Wird ein Wert angezeigt, bedeutet das, dass die zuvor angegebene Portnummer verifiziert wird. Soll ein Portbereich überprüft werden, ist hier die Obergrenze einzutragen.Mögliche Werte sind 1 bis 65535. |
| Typ | Nur für Protokoll = ICMPDas Feld Typ gibt die Klasse der ICMP-Nachrichten an, das Feld Code spezifiziert die Art der Nachricht genauer.Mögliche Werte:Beliebig (Standardwert)Echo ReplyDestination UnreachableSource QuenchRedirectEchoTime ExceededParameter ProblemTimestampTimestamp ReplyInformation RequestInformation ReplyAddress Mask RequestAddress Mask Reply |
| Code | Nur für Typ = Destination Unreachable stehen Ihnen Auswahlmöglichkeiten für den ICMP Code zur Verfügung.Mögliche Werte:Beliebigh(Standardwert)Net UnreachableHost UnreachableProtocol UnreachablePort UnreachableFragmentation NeededCommunication with Destination Network is Administratively ProhibitedCommunication with Destination Host is Administratively Prohibited |
15.4.2 Gruppen
Im Menü Firewall->Dienste->Gruppen wird eine Liste aller konfigurierter Service-Gruppen angezeigt.
Sie können Dienste in Gruppen zusammenfassen. Dieses vereinfacht die Konfiguration von Firewall-Regeln.
15.4.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Service-Gruppen einzurichten.
Diensteliste Gruppen
| Basisparameter | ||
| Beschreibung | ||
| Mitglieder | Dienst | Auswahl |
| activity | ☐ | |
| ah | ☐ | |
| any | ☐ | |
| apple-qt | ☐ | |
| auth | ☐ | |
| chargen | ☐ | |
| clients_1 | ☐ | |
| clients_2 | ☐ | |
| daytime | ☐ | |
| dhcp | ☐ | |
| discard | ☐ | |
| dns | ☐ | |
| echo | ☐ | |
| esp | ☐ | |
| exec | ☐ | |
| finger | ☐ | |
| ftp | ☐ | |
| gopher | ☐ | |
| http | ☐ | |
| t-online (XCEPT) | ☐ | |
| talk | ☐ | |
| telnet | ☐ | |
| terminal server | ☐ | |
| ttp | ☐ | |
| time | ☐ | |
| timed | ☐ | |
| trace | ☐ | |
| unix print | ☐ | |
| unpriv | ☐ | |
| ups | ☐ | |
| uucp-path | ☐ | |
| who | ☐ | |
| whois | ☐ | |
| wins | ☐ | |
| x400 | ☐ | |
Abb. 127: Firewall->Dienste->Gruppen->Neu
Das Menü Firewall->Dienste->Gruppen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine beliebige Beschreibung der Service-Gruppe ein. |
| Mitglieder | Wählen Sie aus den zur Verfügung stehenden Service-Aliasen die Mitglieder der Gruppe aus. Aktivieren Sie dazu das Feld in der Spalte Auswahl. |
15.5 Konfiguration
15.5.1 SIF - Konfigurationsbeispiel
Voraussetzungen
• Verbindung zum Internet
- Ihr LAN muss mit dem Port 1, 2, 3 oder 4 Ihrer Digitalisierungsbox verbunden sein
Beispielszenario

flowchart
graph LR
A["LAN 192.168.2.0/24"] --> B["Digitalisierungsbox mit integrierter Firewall"]
C["Port1 192.168.2.1/24"] --> B
D["xDSL Dynamische IP-Adresse"] --> B
B --> E["Internet"]
Konfigurationsziel
- Den Mitarbeitern eines Unternehmens sollen nur bestimmte Dienste im Internet zur Verfügung stehen (HTTP, HTTPS, FTP, DNS).
- Die Digitalisierungsbox soll als DNS-Proxy arbeiten, das heißt, die Clients verwenden die Digitalisierungsbox als DNS-Server.
- Nur der Systemadministrator und der Geschäftsführer sollen eine HTTP- und eine Telnetverbindung zur Digitalisierungsbox herstellen können.
- Der Geschäftsführer soll alle Dienste im Internet nutzen können.
- Jeglicher anderer Datenverkehr soll geblockt werden.

Wichtig
Bei einer Fehlkonfiguration der Firewall kann die Funktionalität der Digitalisierungsbox bzw. der Verbindungen mitunter stark beeinträchtigt oder sogar unterbrochen werden.
Es gilt der bei Firewalls übliche Grundsatz: Was nicht explizit erlaubt ist, ist verboten.
Daher ist eine genaue Planung der Filterregeln und der Filterregelkette erforderlich um eine korrekte Arbeitsweise sicherzustellen.
Konfigurationsschritte im Überblick
Aliasnamen für IP-Adressen und Netzadressen
| Feld Menü Wert | ||
| Beschreibung | Firewall -> Adressen ->Adressliste -> Neu | z. B. Administrator |
| Adresstyp | Firewall -> Adressen ->Adressliste -> Neu | Adresse/Subnetz |
| Adresse/Subnetz | Firewall -> Adressen ->Adressliste -> Neu | z. B. 192.168.2.2mit 255.255.255.255 |
| Beschreibung | Firewall -> Adressen ->Adressliste -> Neu | z. B. Geschäftsführer |
| Adresstyp | Firewall -> Adressen ->Adressliste -> Neu | Adresse/Subnetz |
| Adresse/Subnetz | Firewall -> Adressen -> Adressliste -> Neu | z. B. 192.168.2.3mit 255.255.255.255 |
| Beschreibung | Firewall -> Adressen -> Adressliste -> Neu | z. B. Digitalisierungsbox |
| Adresstyp | Firewall -> Adressen -> Adressliste -> Neu | Adresse/Subnetz |
| Adresse/Subnetz | Firewall -> Adressen -> Adressliste -> Neu | z. B. 192.168.2.254mit 255.255.255.255 |
| Beschreibung | Firewall -> Adressen -> Adressliste -> Neu | z. B. Netzwerk-Intern |
| Adresstyp | Firewall -> Adressen -> Adressliste -> Neu | Adresse/Subnetz |
| Adresse/Subnetz | Firewall -> Adressen -> Adressliste -> Neu | z. B. 192.168.2.0mit 255.255.255.0 |
Adressgruppen
| Feld Menü Wert | ||
| Beschreibung | Firewall -> Adressen -> Gruppen -> Neu | z. B. Digitalisierungsbox |
| IP-Version | Firewall -> Adressen -> Gruppen -> Neu | IPv4 |
| Auswahl | Firewall -> Adressen -> Gruppen -> Neu | z. B. Administrator und Geschäftsführer |
Dienstgruppen
| Feld Menü Wert | ||
| Beschreibung | Firewall -> Dienste -> Gruppen -> Neu | z. B. Internetports |
| Mitglieder | Firewall -> Dienste -> Gruppen -> Neu | z. B. http, http (SSL) und ftp |
| Beschreibung | Firewall -> Dienste -> Gruppen -> Neu | z. B. Administrationsports |
| Mitglieder | Firewall -> Dienste -> Gruppen -> Neu | z. B. http und telnet |
Filterregel 1: Digitalisierungsbox verwalten (Systemadministrator)
| Feld Menü Wert | ||
| Quelle | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Digitalisierungsbox |
| Ziel | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Digitalisierungsbox |
| Dienst | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Administrationsports |
| Aktion | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Zugriff |
Filterregel 2: Digitalisierungsbox als DNS-Proxy verwenden
| Feld Menü Wert | ||
| Quelle | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | LOCAL |
| Ziel | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | ANY |
| Dienst | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | dns |
| Aktion | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Zugriff |
| Quelle | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Netzwerk_Intern |
| Ziel | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Digitalisierungsbox |
| Dienst | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | dns |
| Aktion | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Zugriff |
Filterregel 3: Zugriff von außen auf die Digitalisierungsbox verweigern
| Feld Menü Wert | ||
| Quelle | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | ANY |
| Ziel | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Digitalisierungsbox |
| Dienst | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | any |
| Aktion | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Verweigern |
Filterregel 4: Zugriff auf alle Dienste im Internet erlauben (Geschäftsführer)
| Feld Menü Wert | ||
| Quelle | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Geschäftsführer |
| Ziel | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | ANY |
| Dienst | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | any |
| Aktion | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Zugriff |
Filterregel 5: Zugriff auf das Internet erlauben (Mitarbeiter)
| Feld Menü Wert | ||
| Quelle | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Netzwerk_Intern |
| Ziel | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | ANY |
| Dienst | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Internetports |
| Aktion | Firewall -> Richtlinien -> IPv4-Filterregeln -> Neu | Zugriff |
Kapitel 16 VoIP
Voice over IP (VoIP) nutzt das IP-Protokoll für Sprach- und Bildübertragung.
Der wesentliche Unterschied zur herkömmlichen Telefonie besteht darin, dass die Sprachinformationen nicht über eine geschaltete Verbindung in einem Telefonnetz übertragen werden, sondern durch das Internet-Protokoll in Datenpakete aufgeteilt, die auf nicht festgelegten Wegen in einem Netzwerk zum Ziel gelangen. Diese Technologie macht sich so für die Sprachübertragung die Infrastruktur eines bestehenden Netzwerks zu Nutze und teilt sich dieses mit anderen Kommunikationsdiensten.
Das Session Initiation Protocol (SIP) dient dabei zum Aufbau, zum Abbau und zur Steuerung einer Kommunikationssitzung.
16.1 Application Level Gateway
Um IP-Telefonen die Verbindung über SIP mit einem VoIP Provider zu ermöglichen, verfügt Ihr Gerät über ein Application Level Gateway (ALG), d.h. einen entsprechenden Proxy, der die notwendigen NAPT- und Firewall-Freigaben vornimmt.

Hinweis
Das Application Level Gateway muss immer dann genutzt werden, wenn auf der Schnittstelle, welche die Verbindung zum Internet herstellt, NAT aktiviert ist.
16.1.1 SIP-Proxys
Sie sehen hier eine Liste der bereits konfigurierten Application Level Gateway Einträge. Diese Einträge aktivieren das ALG. Jeder Eintrag definiert einen bestimmten TCP oder UDP Zielport, der vom ALG überwacht werden soll. Standardmäßig sind im Auslieferungszustand zwei Einträge für die SIP Ports TCP 5060 und UDP 5060 entsprechend der IANA Definition angelegt.
16.1.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol ☐, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um Application Level Gateway Einträge zu erstellen.


Abb. 128: VoIP->Application Level Gateway->SIP-Proxys->Neu Das Menü VoIP->Application Level Gateway->SIP-Proxys->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie den Namen des Application Level Gateways ein. |
| Administrativer Status | Wählen Sie aus, ob der SIP Proxy aktiv sein soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Protokoll | Wählen Sie das Protokoll aus, welches verwendet werden soll.Mögliche Werte: UDP (Standardwert) oder TCP.Geben Sie als Zielport den Port ein, der vom Proxy überwacht werden soll.Pro Destination Port, zu dem sich VoIP Clients aus dem LAN verbinden können, müssen Sie einen Proxy anlegen.Die Ports können Provider-spezifisch sein. |
| Timeout der Sitzung | Geben Sie die Zeit in Sekunden ein, welche eine Session bestehen bleiben soll, wenn keine Datenpakete gesendet oder empfangen werden.Dieser Wert muss größer sein als die SIP Expire Time des angeschlossenen SIP Clients (SIP Telefone, Terminaladapter usw.)Der Standardwert ist 1800. |
| Low Latency Transmission | Wählen Sie aus, ob ein Mechanismus zur Minimierung der Laufzeit, die VoIP-Datenpakete für den "Weg" zwischen zwei Gesprächspartnern benötigen, verwendet werden soll. Das garantiert eine gute Sprachqualität bei hoher Leitungsauslastung.Beachten Sie, dass Low Latency Transmission nur für Rufe eingeschaltet werden muss, die nicht über die in VoIP->Media Gateway konfigurierten Verbindungen hergestellt werden.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
16.1.2 SIP-Endpunkte
Hier wird eine Liste aller SIP-Sessions angezeigt, welche vom ALG verwaltet werden.
Dazu gehören statische Einträge, um interne SIP-Server/-Proxies (z. B. interne Asterisk-Server) vom WAN aus (Internet) durch NAPT hindurch erreichbar zu machen. Weiterhin können interne SIP-Clients ohne Registrierung durch einen statischen Eintrag erreichbar gemacht werden. Außerdem werden dynamisch alle aktiven SIP-Sitzungen erkannt, die von internen SIP-Terminals aus initiiert wurden, und hier aufgelistet. Diese werden nur für Monitoring und Administration angezeigt und können nicht bearbeitet werden.

Hinweis
Alle automatisch generierten Einträge, die länger als 24 Stunden nicht verwendet wurden, werden automatisch aus der Tabelle gelöscht.
16.1.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um statische Einträge für SIP-Terminals innerhalb des LAN hinzuzufügen, welche von Terminals aus dem WAN über die NAPT-Barriere erreichbar sein sollen. Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene statische Einträge zu bearbeiten.

Hinweis
Dynamisch erstellte Einträge aktiver Sitzungen können nicht bearbeitet werden. Diese Einträge können nur entfernt werden, mit der Folge, dass die entsprechende SIP-Verbindung sofort beendet wird.


Abb. 129: VoIP->Application Level Gateway->SIP-Endpunkte->Neu
Das Menü VoIP->Application Level Gateway->SIP-Endpunkte->Neu besteht aus folgenden
Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Endpunkttyp | Wählen Sie die Rolle des SIP-Endpunktes im LAN aus.Mögliche Werte:Client (Standardwert): Der interne SIP-Endpunkt ist ein SIP-Client (z. B. Telefone).Server: Der interne SIP-Endpunkt ist ein SIP-Server, an dem sich SIP-Endpunkt von extern anmelden können. |
| Protokoll | Wählen Sie das Protokoll aus, welches für die Datenübertragung verwendet werden soll.Mögliche Werte:UDP (Standardwert)TCPWenn ein Protokoll automatisch erkannt wurde, sollte es nicht geändert werden. |
| Interne IP-Adresse | Geben Sie die IP-Adresse des internen SIP-Endpunktes im LAN an. |
| Entfernter Port | Nur für Endpunkttyp = ClientGeben Sie den Port des entfernten SIP-Terminals (im WAN) an. |
| Interner Port | Nur für Endpunkttyp = ServerGeben Sie den Port des internen SIP-Endpunktes im LAN an. |
| Externer Port | Geben Sie den Port auf der WAN-Seite des Gateways an, der für den Zugang durch die NAPT-Barriere zu einem SIP-Endpunkt im LAN genutzt wird.Bei Clients wird der externe Port automatisch erkannt und sollte nicht ge-ändert werden. |
16.2 Einstellungen
16.2.1 Teilnehmer
Hier können Sie die Rufnummern der Endgeräte (=Teilnehmer) konfigurieren, die an das Media Gateway angebunden sind, d.h. die Rufnummern der SIP-Endgeräte sowie der angeschalteten ISDN-Endgeräte abhängig von den verfügbaren Schnittstellen.
Im Menü VoIP->Einstellungen->Teilnehmer wird eine Liste aller vorhandenen Teilnehmer angezeigt.
16.2.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um neue Teilnehmer hinzuzufügen.
| Teilnehmer | SIP-Konten | Standorte | ISDN-Trunks | Optionen |

Erweiterte Einstellungen
| Codec-Einstellungen | |||||
| Codec-Reihenfolge | Standard Qualität Niedrigste Höchste | ||||
| Sortierreihenfolge | G.711 uLaw | G.711 aLaw | G.729 | G.726-40 | T.38 Fax |
| G.726-32 | G.726-24 | G.726-16 | RFC 2833 | SRTP | |
| Daten (RFC 4040) | SIP-Info | ||||
| Sprachqualitätseinstellungen | |||||
| Echounterdrückung | Aktiviert | ||||
| Comfort Noise Generation (CNG) | Aktiviert | ||||
| Paketgröße | 20 ms | ||||
Abb. 130: VoIP ->Einstellungen->Teilnehmer->Neu
Das Menü VoIP ->Einstellungen->Teilnehmer ->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie den Namen des Teilnehmers ein. |
| Teilnehmer / Benutzerna-me | ISDN-Endgeräte: Geben Sie die Rufnummer des Teilnehmers.SIP-Endgeräte: Geben Sie den Benutzernamen ein.Maximal können 40 Zeichen eingegeben werden. |
| Schnittstellentyp | Wählen Sie den Schnittstellentyp aus, welcher verwendet werden soll.Die Auswahl ist von den verfügbaren Schnittstellen abhängig.Mögliche Werte:SIP: Ein SIP-Endgerät wird für den Ruf verwendet.ISDN: Ein ISDN-Endgerät wird für den Ruf verwendet.Analog: Ein analoges Endgerät wird für den Ruf verwendet. |
| Analoge Schnittstelle auswählen | Nur fürSchnittstellentyp= AnalogWählen Sie eine analoge Schnittstelle aus.Mögliche Werte:fxs4-0 (Standardwert)fxs4-1fxs4-2fxs4-3 |
| ISDN-Schnittstelle auswählen | Nur fürSchnittstellentyp= ISDNWählen Sie eine ISDN-Schnittstelle aus. Welche ISDN-Schnittstellen Sie auswählen können, hängt vom verwendeten Gerät ab. |
| Registrierung | Nur fürSchnittstellentyp= SIPWählen Sie, ob der Registrierungsmechanismus per SIP REGISTER Meldung benutzt werden soll. Dazu meldet jeder SIP Client (Benutzer) seine aktuelle Position an einen REGISTRAR Server mittels einer REGISTER Meldung. Diese Information über den Benutzer und seine aktuelle Adresse wird vom REGISTRAR auf einem Server gespeichert, der von anderen Proxies benutzt wird, um den Benutzer zu finden.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv.Abgesehen von diesem Standard-Vorgehen können die relevanten Daten auch an eine bestimmte IP-Adresse geschickt werden, die den Verbindungspartnern bereits bekannt ist. Dann entfallen Registrierung und Authentisierung, in diesem Fall muss die FunktionRegistrierungdeaktiviert sein. Ein Beispiel für diese Vorgehensweise ist Microsoft Exchange SIP. |
| Gültigkeit | Nur wennRegistrierungaktiviert ist.Geben Sie die Zeit in Sekunden ein, nach der die aktuelle Registrierung ungültig wird und daher eine neue Registrierungsanfrage geschickt wird.Bei Clients wird der externe Port automatisch erkannt und sollte nicht geändert werden.Zur Verfügung stehen Werte von 0 bis 3600.Der Standardwert ist 60. |
| SIP-Endpunkt-IP-Adresse | Nur wennRegistrierungdeaktiviert ist.Für Konfigurationen, bei denen keine Registrierung vorgesehen ist (z. B. Anbindung an einen Microsoft Exchange Communication Server), kann die Verbindung als statischer Host eingerichtet werden. Hierzu ist es nötig, die statische IP-Adresse des Endgeräts anzugegeben. |
| Authentifizierungs-ID | Nur für Schnittstellentyp = SIPTragen Sie einen Namen ein, der zur Authentifizierung verwendet wird.Maximal können 20 Zeichen eingegeben werden.Den hier vergebenen Namen müssen Sie auch auf dem SIP-Telefon eingeben.Wenn Sie keinen Namen eingeben, wird der Name im Feld Teilnehmer / Benutzername verwendet. |
| Passwort | Nur für Schnittstellentyp = SIPGeben Sie hier ein Passwort ein.Maximal können 20 Zeichen eingegeben werden.Das hier vergebene Passwort müssen Sie auch auf dem SIP-Telefon eingeben. |
| Protokoll | Wählen Sie das Protokoll aus, welches für die Datenübertragung verwendet werden soll.Mögliche Werte: UDP (Standardwert), TCP oder TLS.Wenn ein Protokoll automatisch erkannt wurde, sollte es nicht geändert werden. |
| Port | Geben Sie die Nummer des UDP, TCP bzw. TLS Ports, der für die Verbindung zum Server bzw. Proxy benutzt werden soll.Mögliche Werte sind 0 bis 65535.Der Standardwert ist 5060. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Codec-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Codec-Reihenfolge | Wählen Sie die Reihenfolge der Codecs, wie sie vom Media Gateway zur Benutzung vorgeschlagen werden. Kann der erste Codec nicht angewendet werden, wird versucht den zweiten zu benutzen usw.Mögliche Werte:Standard (Standardwert): Der Codec, welcher im Menü an erster Stelle steht, wird verwendet, wenn möglich.Qualität: Die Codecs werden nach Qualität sortiert. Der Codec mit der besten Qualität wird verwendet, wenn möglich.Niedrigste: Die Codecs werden nach benötigter Bandbreite sortiert. Der Codec, welcher die niedrigste Bandbreite benötigt, wird verwendet, wenn möglich.Höchste: Die Codecs werden nach benötigter Bandbreite sortiert. Der Codec, welcher die höchste Bandbreite benötigt, wird verwendet, wenn möglich. |
| Sortierreihenfolge | Wählen Sie die Codecs aus, die für die Verbindung vorgeschlagen wer-den sollen. Abhängig von der Einstellung im Feld Codec-Reihenfolge werden die hier ausgewählten Codecs in einer bestimmten Reihenfolge vorgeschlagen.Mögliche Werte:G.711 uLaw: ISDN Codec nach US KennlinieG.711 aLaw: ISDN Codec nach EU KennlinieG.729: Komprimiert von 31 auf 8 KBit/s; gute SprachqualitätG.726-40: Komprimiert von 63 auf 40 KBit/sG.726-32: Komprimiert von 55 auf 32 KBit/sG.726-24: Komprimiert von 47 auf 24 KBit/sG.726-16: Komprimiert von 39 auf 16 KBit/sT.38 Fax: Ermöglicht den Versand von Faxmitteilungen über Daten-netzwerke.SRTP: SRTP ist eine verschlüsselte Variante des Real-Time Transport Protokolls (RTP).Daten (RFC 4040): Ermöglicht den Transport eines 64-kbit/s-Datenstroms in RTP-Paketen.SIP-Info: Ermöglicht DTMF-Signalisierung über SIPStandardmäßig sind G.711 uLaw, G.711 aLaw und G.729 aktiviert.Die tatsächlich verwendeten Codecs sind die Schnittmenge der hier festgelegten und der vom Provider signalisierten Codecs. Von diesen Co-decs fallen bei ausgehenden Rufen noch diejenigen weg, welche mehr als die verfügbare Bandbreite benötigen würden. |
Felder im Menü Sprachqualitätseinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Echounterdrückung | Wählen Sie aus, ob Echounterdrückung verwendet werden soll.Bei der Echounterdrückung handelt es sich um ein Verfahren, das bei Sprachkommunikation auf Voll-Duplex-Leitungen Echo-Rückkopplungen unterdrückt.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Comfort Noise Generation (CNG) | Wählen Sie aus, ob Comfort Noise Generation (CNG) verwendet werden soll.Bei digitaler Sprachübertragung sorgt dieses Verfahren durch das Erzeugen eines leichten Hintergrundrauschens dafür, dass während Gesprächspausen beim Gesprächspartner der Eindruck vermieden wird, die Verbindung sei unterbrochen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Paketgröße | Geben Sie an, wieviel Millisekunden Sprache ein RTP-Datenpaket enthält.Zur Verfügung stehen Werte von 5 bis 500.Der Standardwert ist 20. |
16.2.2 SIP-Konten
Wenn Sie Ihr Gerät an andere SIP-Server (z. B. Server von Internet SIP Service Providern) anbinden wollen, können Sie hier die notwendigen Einträge konfigurieren. In diesem Fall fungiert das Media Gateway als SIP-Client.
Außerdem können Sie hier die Einträge für SIP-Trunking-Szenarios konfigurieren. In diesem Fall fungiert das Media Gateway als SIP-Server für andere SIP-Server. Ein Beispiel hierfür ist die Anbindung einer SIP-PBX (z. B. Asterisk) an das Media Gateway.
Das bedeutet, dass sowohl alle SIP-Provider-Accounts hier konfiguriert werden als auch mit dem Media Gateway verbundene durchwahlfähige Telefonanlagen (Direct Dial-in).

Hinweis
Verwenden Sie dieses Menü auf keinen Fall zur Konfiguration von SIP-Nebenstellen, d.h. für SIP-Clients oder PSTN-Clients wie z. B. SIP-Telefone, Terminal Adapter oder ISDN-Telefone!
SIP-Nebenstellen können Sie im Menü VoIP->Teilnehmer konfigurieren.
Im Menü VoIP->Einstellungen->SIP-Konten wird eine Liste aller vorhandenen SIP-Konten (SIP Client Modus und SIP Server Modus) angezeigt.
16.2.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um neue SIP-Konten hinzuzufügen. Wählen Sie das Symbol 📄, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. In diesem Menü werden sowohl SIP-Konten im SIP Client Modus als auch im SIP Server Modus konfiguriert.
Teilnehmer SIP-Konten Standorte ISDN-Trunks Optionen

Erweiterte Einstellungen

OK Abbrechen
Abb. 131: VoIP->Einstellungen->SIP-Konten->Neu
Das Menü VoIP->Einstellungen->SIP-Konten->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie den Namen des SIP-Kontos ein. |
| Administrativer Status | Wählen Sie aus, ob das SIP-Konto aktiv sein soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Trunk-Modus | Wählen Sie aus, ob und in welchem Trunk-Modus das SIP-Konto betrieben werden soll.Durch den Trunk-Modus (DDI, Direct Dial In) wird ermöglicht, dass ein eingehender Ruf genau einem Endgerät zugeordnet werden kann (Durchwahl). Bei einem ausgehenden Ruf kann der Anrufer dem Angerufenen angezeigt werden.Welche Einstellung verwendet werden kann, hängt vom Provider ab.Mögliche Werte:Aus(Standardwert): Der Trunk-Modus wird nicht verwendet. Das SIP-Konto hat nur eine Nummer.Client: Das Media Gateway wird als DDI-Client betrieben. Es erhält eine Durchwahl.Server: Das Media Gateway wird als DDI-Server betrieben, so daß sich DDI-Clients verbinden können.gw-trunk: Das Media Gateway wird als DDI-Client betrieben, aber als Trunk verwendet. Diese Einstellung dient zum Anschluss einer softwaresbasierten IP-Telefonanlage von Swyx. |
| Registrar | Nur für Trunk-Modus = Aus, Client und gw-trunk. Tragen Sie die IP-Adresse oder den Domänennamen (FQDN) des SIP Registrars ein. Maximale Zeichenzahl ist 40.Einträge mit Leerzeichen sind nicht erlaubt. |
| SIP-Endpunkt-IP-Adresse | Nur für Trunk-Modus = Server und Registrierung deaktiviertTragen Sie die IP-Adresse oder den Domänennamen (FQDN) des SIP Proxy Servers ein. |
| Ausgehender Proxy | Nur für Trunk-Modus = Aus, Client oder gw-trunkGeben Sie den Namen oder die IP-Adresse des SIP Outbound Proxy Servers ein.Maximal können 32 Zeichen eingegeben werden.Hier müssen Sie nur dann einen Eintrag vornehmen, wenn bei allen SIP Sessions die Kommunikation nicht direkt sondern über einen weiteren Proxy erfolgen soll.Im SIP Client Modus: Tragen Sie nur dann einen Namen oder eine IP-Adresse ein, wenn dies explizit vom Provider vorgegeben wird. |
| Realm | Tragen Sie einen weiteren Domänennamen oder eine weitere IP-Adresse des SIP Proxy Servers ein.Wenn Sie keine Angaben machen, wird der Eintrag im Feld Registrar verwendet.Im SIP Client Modus: Tragen Sie nur dann einen Namen oder eine IP-Adresse ein, wenn dieser explizit vom Provider vorgegeben wird. |
| Protokoll | Wählen Sie das Protokoll aus, welches zum Datentransport verwendet werden soll.Mögliche Werte: UDP (Standardwert) oder TCPGeben Sie den Port ein, über den die Daten transportiert werden sollen.Der Standardwert ist 5060.Im SIP Client Modus: Die Ports können Provider-spezifisch sein. |
| Benutzername | Im SIP Client Modus: Tragen Sie hier den Benutzernamen für die Authentifizierung ein, wenn Ihnen Ihr VoIP-Provider einen solchen zugewiesen hat.Im SIP Server Modus: Sie müssen den Benutzernamen festlegen.Maximal können 40 Zeichen eingegeben werden. |
| Authentifizierungs-ID | Tragen Sie einen Namen ein, der zur Authentifizierung beim Outbound Proxy verwendet wird.Wenn Sie keinen Namen eingeben, wird der Name im Feld Benutzername verwendet.Im SIP Client Modus: Tragen Sie nur dann einen Namen ein, wenn dieser explizit vom Provider vorgegeben wird. |
| Passwort | Im SIP Client Modus: Der VoIP-Provider weist Ihnen eine PIN bzw. Passwort für die Authentifizierung zu. Diesen Wert müssen Sie hier eingeben.Im SIP Server Modus: Legen Sie eine PIN bzw. ein Passwort fest.Maximal können 40 Zeichen eingegeben werden. |
| Registrierung | Wählen Sie aus, ob der Registrierungsmechanismus per SIP REGISTER Meldung benutzt werden soll. Dazu meldet jeder SIP Client (Benutzer) seine aktuelle Position an einen REGISTRAR Server mittels einer REGISTER Meldung. Diese Information über den Benutzer und seine aktuelle Adresse wird vom REGISTRAR auf einem Server gespeichert, der von anderen Proxies benutzt wird, um den Benutzer zu finden.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv.Abgesehen von diesem Standard-Vorgehen können die relevanten Daten auch an eine bestimmte IP-Adresse geschickt werden, die den Verbindungspartnern bereits bekannt ist. Dann entfallen Registrierung und Authentisierung, in diesem Fall muss die Funktion Registrierung deaktiviert sein. Ein Beispiel für diese Vorgehensweise ist Microsoft Exchange SIP. |
| Gültigkeit | Nur wenn Registrierung aktiviert ist.Geben Sie die Zeit in Sekunden ein, nach der die aktuelle Registrierung ungültig wird und daher eine neue Registrierungsanfrage geschickt wird.Zur Verfügung stehen Werte von 0 bis 38400.Der Standardwert ist 600.Ein Server kann in seiner Antwort auf eine REGISTER Anfrage eine andere Gültigkeit festlegen, welche die hier festgelegte überschreibt. |
| Angerufene Adresse | Legt fest, aus welchem Parameter der angerufenen Adresse die Rufnummer extrahiert wird.Die angerufene Adresse hat folgendes Format: Adresse = "Anzeige", z. B. "+49911987543"Mögliche Werte:Auto (Standardwert): Extrahiert die Rufnummer aus dem ersten Teil der Adresse. Wenn dies fehlschlägt, wird die Rufnummer aus dem zweiten Teil der Adresse extrahiert.Benutzer: Extrahiert die Rufnummer aus dem zweiten Teil der Adresse, z. B. aus.Anzeige: Extrahiert die Rufnummer aus dem ersten Teil der Adresse, z. B. aus "+49911987543". |
Felder im Menü Trunk-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| SIP-Header-Feld(er) für | Nur für Trunk-Modus = Client, Server oder gw-trunk |
| Anruferadresse | Wählen Sie für ausgehende Rufe die Position der Absender-ID (z.B. Ruf-nummer) im SIP-Header aus. (Bei eingehenden Rufen wird automatisch die Rufnummer aus dem SIP Header ermittelt.)Mögliche Werte:Deaktiviert (Standardwert): Die Absender-ID wird nicht übertragen.Anzeige und Benutzername: Die Absender-ID wird im SIP Header im Feld "Display" und im Feld "User" übertragen.Nur Anzeige: Die Absender-ID wird im SIP Header im Feld "Display" übertragen.Nur Benutzer: Die Absender-ID wird im SIP Header im Feld "User" übertragen.P-Preferred: Der SIP Header wird durch das sogenannte "p-preferred-identity" Feld erweitert, um dort die Absender-ID zu übertragen.P-Asserted: Der SIP Header wird durch das sogenannte "p-asserted-identity" Feld erweitert, um dort die Absender-ID zu übertragen. |
| Rufnummer | Nur für Trunk-Modus = ServerSie können eine Nummer setzen, die bei ausgehenden Rufen der Absen-derrufnummer als Prefix vorangestellt wird und bei eingehenden Rufen von den führenden Stellen der Zielrufnummer abgeschnitten wird. Das entspricht der Rumpfnummer einer TK-Anlage. |
Felder im Menü Codec-Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Codec-Reihenfolge | Wählen Sie die Reihenfolge der Codecs, wie sie vom Media Gateway zur Benutzung vorgeschlagen werden. Kann der erste Codec nicht angewendet werden, wird versucht den zweiten zu benutzen usw.Mögliche Werte:Standard (Standardwert): Der Codec, welcher im Menü an erster Stelle steht, wird verwendet, wenn möglich.Qualität: Die Codecs werden nach Qualität sortiert. Der Codec mit der besten Qualität wird verwendet, wenn möglich.Geringe Bandbreite: Die Codecs werden nach benötigter Bandbreite sortiert. Der Codec, welcher die niedrigste Bandbreite benötigt, wird verwendet, wenn möglich.Hohe Bandbreite: Die Codecs werden nach benötigter Bandbreite sortiert. Der Codec, welcher die höchste Bandbreite benötigt, wird verwendet, wenn möglich. |
| Sortierreihenfolge | Wählen sie die Codecs aus, die für die Verbindung vorgeschlagen werden sollen. Abhängig von der Einstellung im Feld Codec-Reihenfolge werden die hier ausgewählten Codecs in einer bestimmten Reihenfolge vorgeschlagen.Mögliche Werte:G.711 uLaw: ISDN Codec nach US KennlinieG.711 aLaw: ISDN Codec nach EU KennlinieG.729: Komprimiert von 31 auf 8 KBit/s; gute SprachqualitätG.726-40: Komprimiert von 63 auf 40 KBit/sG.726-32: Komprimiert von 55 auf 32 KBit/sG.726-24: Komprimiert von 47 auf 24 KBit/sG.726-16: Komprimiert von 39 auf 16 KBit/sT.38 Fax: Ermöglicht den Versand von Faxmitteilungen über Daten-netzwerke.RFC 2833: Ernöglicht DTMF-Signalisierung im SprachkanalSRTP: SRTP ist eine verschlüsselte Variante des Real-Time Transport Protokolls (RTP).Daten (RFC 4040): Ermöglicht den Transport eines 64-kbit/s-Datenstroms in RTP-Paketen.SIP-Info: Ermöglicht DTMF-Signalisierung über SIPStandardmäßig sind G.711 uLaw, G.711 aLaw und G.729 aktiviert.Die tatsächlich verwendeten Codecs sind die Schnittmenge der hier festgelegten und der vom Provider signalisierten Codecs. Von diesen Co-decs fallen bei ausgehenden Rufen noch diejenigen weg, welche mehr als die verfügbare Bandbreite benötigen würden. |
Felder im Menü Sprachqualitätseinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Echounterdrückung | Wählen Sie aus, ob Echounterdrückung verwendet werden soll.Bei der Echounterdrückung handelt es sich um ein Verfahren, das bei Sprachkommunikation auf Voll-Duplex-Leitungen Echo-Rückkopplungen unterdrückt.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Comfort Noise Generation (CNG) | Wählen Sie aus, ob Comfort Noise Generation (CNG) verwendet werden soll.Bei digitaler Sprachübertragung sorgt dieses Verfahren durch das Erzeugen eines leichten Hintergrundrauschens dafür, dass während Gesprächspausen beim Gesprächspartner der Eindruck vermieden wird, die Verbindung sei unterbrochen.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Paketgröße | Geben Sie an, wieviel Millisekunden Sprache ein RTP-Datenpaket enthält.Zur Verfügung stehen Werte von 5 bis 500.Der Standardwert ist 20. |
16.2.3 Standorte
Im Menü VoIP ->Einstellungen->Standorte konfigurieren Sie die Standorte der VoIP-Teilnehmer, die auf Ihrem System konfiguriert sind, und definieren das Bandbreitenmanagement für den VoIP-Traffic.
Zur Verwendung des Bandbreitenmanagements können einzelne Standorte eingerichtet werden. Ein Standort wird anhand seiner festen IP-Adresse bzw. DynDNS-Adresse oder mittels der Schnittstelle, an der das Gerät angeschlossen ist, identifiziert. Für jeden Standort kann die verfügbare VoIP-Bandbreite (Up- und Downstream) eingestellt werden.
Nur für Kompaktsysteme: Ein vordefinierter Eintrag mit den Parametern Beschreibung = LAN, Beinhalteter Standort (Parent) = Keiner, Typ = Schnittstellen, Schnittstellen = LAN_EN1-0 wird angezeigt.
Teilnehmer SIP-Konten Standorte ISDN-Trunks Optionen

Abb. 132: VoIP->Einstellungen->Standorte Felder im Menü Registrierungsverhalten für VoIP-Teilnehmer ohne definierten Standort
| Feld Beschreibung | |
| Standardverhalten | Legen Sie fest, wie das System bei der Registrierung von VoIP- Teilnehmern verfahren soll, für die kein Standort definiert wurde. Mögliche Werte: - Registrierung nur in privaten Netzwerken (Standardwert): Der VoIP-Teilnehmer wird nur registriert, wenn er sich innerhalb des privaten Netzwerks befindet. - Nicht erlaubt: Der VoIP-Teilnehmer wird nie registriert. - Uneingeschränkte Registrierung: Der VoIP-Teilnehmer wird immer registriert. |
16.2.3.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📄, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um neue Einträge hinzuzufügen.
Teilnehmer SIP-Konten Standorte ISDN-Trunks Optionen

Abb. 133: VoIP->Einstellungen->Standorte->Neu
Das Menü VoIP->Einstellungen->Standorte->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Grundeinstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie die Beschreibung des Eintrags ein. |
| Beinhalteter Standort (Parent) | Sie können die SIP-Standorte beliebig kaskadieren. Definieren Sie hier, welcher schon definierte SIP-Standort für den hier zu konfigurierenden SIP-Standort den übergeordneten Knoten bildet. |
| Typ | Wählen Sie aus, ob der Standort mittels IP-Adressen/DNS-Namen oder Schnittstellen definiert werden soll.Mögliche Werte:Adressen (Standardwert): Der SIP-Standort wird über IP-Adressen bzw. DNS-Namen definiert.Schnittstellen: Der SIP-Standort wird über die verfügbaren Schnittstellen definiert. |
| Adressen | Nur für Typ = AdressenGeben Sie die IP-Adressen der Geräte an den SIP-Standorten ein.Klicken Sie auf Hinzufügen um neue Adressen zu konfigurieren.Geben Sie unter IP-Adresse/DNS-Name die gewünschte IP-Adresse bzw. den DNS-Namen ein.Geben Sie ebenfalls die erforderliche Netzmaske ein. |
| Schnittstellen | Nur für Typ = SchnittstellenGeben Sie die Schnittstellen an, an denen die Geräte eines SIP-Standorts angeschlossen sind.Klicken Sie auf Hinzufügen, um neue Schnittstelle auszuwählen.Wählen Sie unter Schnittstelle die gewünschte Schnittstelle aus. |
| Bandbreitenbegrenzung Upstream | Legen Sie fest, ob die Upstream-Bandbreite begrenzt werden soll.Mit Aktiviert wird die Bandbreite reduziert.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Maximale Upstream-Bandbreite | Geben Sie die maximale Datenrate in Senderichtung in kBits pro Sekunde ein. |
| Bandbreitenbegrenzung Downstream | Legen Sie fest, ob die Downstream-Bandbreite begrenzt werden soll.Mit Aktiviert wird die Bandbreite reduziert.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Maximale Downstream-Bandbreite | Geben Sie die maximale Datenrate in Empfangsrichtung in kBits pro Sekunde ein. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| DSCP-Einstellungen für RTP-Daten | Wählen Sie die Art des Dienstes für RTP-Daten aus (TOS, Type of Service).Mögliche Werte:DSCP-Binärwert (Standardwert): Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in binärem Format, 6 Bit). Der vorkonfigurierte Wert ist 101110DSCP-Dezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in dezimalem Format).DSCP-Hexadezimalwert: Differentiated Services Code Point nach RFC 3260 wird zur Signalisierung der Priorität der IP-Pakete verwendet (Angabe in hexadezimalem Format).TOS-Binärwert: Der TOS-Wert wird im binären Format angegeben, z. B. 00111111.TOS-Dezimalwert: Der TOS-Wert wird im dezimalen Format angegeben, z. B. 63.TOS-Hexadezimalwert: Der TOS-Wert wird im hexadezimalen Format angegeben, z. B. 3F. |
16.2.4 ISDN-Trunks
Für die Konfiguration im Menü ISDN-Trunks muss Ihr Gerät über mindestens zwei ISDN-Anschlüsse im Punkt-zu-Punkt-Modus (BRI oder PRI) verfügen, die als TE (Sammelanschluss) oder NT konfiguriert sind.

Hinweis
Beachten Sie, dass bei BRI-Anschlüssen der Anschlussmodus (NT Mode oder TE Mode) per Jumper im Gerät umgeschaltet werden muss.
In diesem Menü werden ISDN-Sammelanschlüsse (Bundles) festgelegt.
16.2.4.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um einen neuen Sammelanschluss hinzuzufügen.


Abb. 134: VoIP->Einstellungen->ISDN-Trunks
Das Menü VoIP->Einstellungen->ISDN-Trunks besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie den Namen des Sammelanschlusses ein.Maximale Zeichenzahl ist 40. |
| ISDN-Modus | Wählen Sie den Modus aus, in welchem der Sammelanschluss betrieben wird.Mögliche Werte:Extern (Standardwert): Punkt-zu-Punkt TE-Anschluss (Telekom Sammelanschluss)Trunk: Punkt-zu-Punkt NT-Anschluss (für den Anschluss einer TK-Anlage). |
| Mitglieder | Wählen Sie die gewünschten ISDN-Schnittstellen aus, die zu diesem Sammelanschluss gehören sollen.Sie können diejenigen ISDN-Schnittstellen auswählen, die im Punkt-zu-Punkt-Modus konfiguriert sind. |
16.2.5 Optionen
Im Menü VoIP->Einstellungen->Optionen können Sie globale Einstellungen für das Media Gateway vornehmen.
Teilnehmer SIP-Konten Standorte ISDN-Trunks Optionen

Abb. 135: VoIP->Einstellungen->Optionen
Das Menü VolP->Einstellungen->Optionen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Status des Media Gateways | Wählen Sie aus, ob die Funktion Media Gateway aktiviert sein soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Session Border Controller Modus | Wählen Sie aus, wie sich das Media Gateway in Verbindung mit einem Session Border Controller verhalten soll.Mögliche Werte:Auto (Standardwert): Die Anrufkontrolle wird für alle Nebenstellen, die mit einem existierenden SIP-Konto exakt übereinstimmen, vom Session Border Controller durchgeführt, d.h. alle SIP-Meldungen, die für das entsprechende SIP-Konto konfiguriert sind, werden an den SessionBorder Controller weitergeleitet. Für alle anderen Nebenstellen wird die Anrufkontrolle vom Media Gateway entsprechend der unterAnrufkontrollekonfigurierten Einträge durchgeführt. Beachten Sie, dass das Routing vom Media Gateway durchgeführt wird, wenn der Provider nicht verfügbar ist (Backup).Aus: Die Anrufkontrolle wird ausschließlich vom Media Gateway entsprechend der unterAnrufkontrollekonfigurierten Einträge und der lokalen Nebenstellen durchgeführt. Für Rufe, die über einen bestimmten Provider (SIP-Konto) geroutet werden sollen, müssen Sie einen entsprechenden Anrufkontrolle-Eintrag konfigurieren. Interne Rufe (von interner Nebenstelle zu interner Nebenstelle), die nur lokal geroutet werden müssen, benötigen keinen zusätzlichen Anrufkontrolle-Eintrag.: Wählen Sie ein unterVoIP->Media Gateway->SIP-Kontenkonfiguriertes SIP Trunk Konto aus. Die Anrufkontrolle wird in diesem Fall für alle Nebenstellen vom Session Border Controller ausgeführt, alle SIP-Meldungen werden an den Session Border Controller weitergeleitet. Beachten Sie, dass das Routing vom Media Gateway durchgeführt wird, wenn der Provider nicht verfügbar ist (Backup).Hinweis: Einträge inAnrufkontrollehaben Vorrang vor der Session Border Controller Konfiguration! |
| Anrufkontrolle für lokale Nummern | Legen Sie fest, ob Routing-Einträge vor Durchwahlnummern favorisiert werden sollen.MitAktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Media Stream Termination | Wählen Sie aus, wie RTP-Sessions vom System kontrolliert werden sollen.Wenn die Funktion aktiv ist, werden die RTP-Sessions auf dem Media Gateway terminiert, d.h. alle RTP Streams werden vom Media Gateway kontrolliert und über das Media Gateway geroutet. Die beteiligten Endgeräte (z. B. SIP-Telefone) sind nicht direkt miteinander verbunden. Beachten Sie, dass das Media Gateway bei VoIP-zu-VoIP-Verbindungen unterschiedliche Codecs der beteiligten VoIP-Endgeräte nicht übersetzt. Daher müssen die Codecs von Media Gateway und VoIP-Endgeräten übereinstimmen.Wenn die Funktion nicht aktiv ist, werden die RTP-Sessions nicht auf dem Media Gateway terminiert, d.h. alle RTP Streams werden ohne Terminierung vom Media Gateway geroutet. Die RTP-Datenpakete können in komplexen Netzen somit auch über andere Gateways gerouted werden.MitAktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Standard-Ab-wurfnebenstelle | Sie können eine Nebenstelle angeben, zu der eingehende Telefonate geleitet werden, die keiner Extension oder angeschlossenen TK-Anlage zugeordnet werden können. |
| Wahlpause | Geben Sie die maximale Verzögerungszeit ein bis das System die eingegebene Telefonnummer als vollständig wertet und der SIP-Wählvorgang (Senden der SIP INVITE Message) startet. Diese Zeitspanne wird mit jedem Tastendruck zurückgesetzt.Mögliche Werte sind0 bis 15.Der Standardwert ist 5.Wenn Sie die Rufnummer mit # abschließen, wird sofort gewählt. |
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Kurzwahl | Definieren Sie kurze Ziffernfolgen, die anstatt der kompletten Nummer gewählt werden können.Klicken Sie aufHinzufügenum neue Kurzwahlen zu konfigurieren.Geben Sie unterAbkürzungdie gewünschte Kurzwahl für den Benutzer ein, z. B. 123.Geben Sie unterErsetzendurchdie Rufnummer ein, welche anstelle der Kurzwahl gewählt werden soll, z. B. 09119673.Wenn in obigem Beispiel ein Benutzer *123 eintippt, wählt das Gerät 09119673.Möchte der Benutzer die Nebenstelle 111 erreichen, so tippt er *123111 ein. Das Gerät wählt 09119673111.Ein Punkt am Ende der Nummer zeigt eine komplette Nummer an. Diese wird nach dem Einsetzen sofort gewählt. |
Wenn Sie eine Kurzwahl aus dieser Liste nutzen wollen, müssen Sie * und dann die Kurzwahl wählen.
16.3 Media Gateway
Ein Media Gateway dient als Übersetzungsinstanz zwischen verschiedenen Telekommunikationsnetzen wie z. B. zwischen dem herkömmlichen Telefonnetz und den Next Generation Networks (IP-Netzwerken).
Mit der Digitalisierungsbox Media Gateway kann ein Unternehmen, das mit einer durchwahlfähigen Telefonanlage an einem leitungsvermittelten Telefonnetz ausgestattet ist, mit einem SIP Trunking Service Provider im Internet verbunden werden und somit IP-Telefonie nutzen.
Die Digitalisierungsbox Media Gateway unterstützt die Anbindung mehrerer SIP Provider Accounts. Sie können mit diesem Gateway Nebenstellen einrichten, einen Rufnummernplan anlegen und Telefonanlagen-Funktionen konfigurieren sowie die Sprachdaten-Übertragung bei geringer Bandbreite der Upload-Verbindung optimieren.

Hinweis
Ihr Gerät muss mit einem DSP-Modul ausgestattet sein, um die Media Gateway Funktionen nutzen zu können. Informationen zum Einbau des DSP-Moduls finden Sie in der Einbauanleitung, die dem Modul beiliegt.
16.3.1 Anrufkontrolle
Hier können Sie die Bedingungen für das Weiterleiten von Anrufen (Routing) festlegen. Sie legen hier eine Liste mit Regeln oder Regelketten fest, die dazu dienen, die signalisierte Zielrufnummer zu manipulieren.
Im Menü VoIP->Media Gateway->Anrufkontrolle wird eine Liste aller vorhandenen Einträge angezeigt.
16.3.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um neue Einträge hinzuzufügen.
Anrufkontrolle CLID-Umwandlung Rufnummerntransformation

Abb. 136: VoIP->Media Gateway->Anrufkontrolle->Neu
Das Menü VoIP ->Media Gateway->Anrufkontrolle->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie den Namen des Eintrags ein. |
| Administrativer Status | Wählen Sie aus, ob derEintrag aktiv sein soll.Mit Aktivieren wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Typ | Wählen Sie aus, wie der Ruf weitergeleitet werden soll.Mögliche Werte:Erlauben: Für Rufe, die vom Media Gateway an eine Telefonanlage oder einen ISDN-TE-Anschluss oder einen SIP DDI Client weitergeleitet werden sollen. Dazu können verwendet werden: PRI-Schnittstellen im NT-Modus, BRI-Schnittstellen im NT-Modus, SIP-Konten im Trunk-Modus (Server Modus).Verweigern: Für Rufe, die nicht weitergeleitet (gesperrt) werden sollen. |
| Anrufende Leitung | Sie können die Anwendung des Eintrags auf die Leitung begrenzen, auf welcher der Ruf ankommt.Die Auswahl hängt von den verfügbaren Schnittstellen und den angelegten SIP-Konten ab.Mögliche Werte:fxs: Begrenzt den Eintrag auf die gewählte analoge Schnittstelle.bri: Begrenzt den Eintrag auf die gewählte BRI-Schnittstelle:.Begrenzt den Eintrag auf das gewählte SIP-Konto.Beliebig: Keine Begrenzung des Eintrags. |
| Anrufende Adresse | Sie können die Anwendung des Eintrags auf einen bestimmten Anrufer begrenzen. Dazu müssen Sie die Rufnummer exakt angeben (keine Wildcards). |
| Angerufene Adresse | Geben Sie die angerufene Adresse ein, auf die die Regel angewendet werden soll.Dazu geben Sie eine Adresse numerisch (z. B. eine Rufnummer) oder alphanumerisch (z. B. für einen Trunk) ein, die mit der gewählten Adresse verglichen wird.Dabei können Sie folgende Wildcards verwenden:* bedeutet, dass am Ende einer Zeichenfolge beliebige weitere Zeichen folgen können.? dient als Platzhalter für ein beliebiges Zeichen.Wenn die konfigurierte Adresse mit der signalisierten Adresse übereinstimmt, wird der Eintrag angewandt. |
Im Bereich Routing-Regeln definieren Sie Regeln, die bestimmen, wie die Rufnummer manipuliert wird, bevor sie für den Wahlvorgang verwendet wird.
Legen Sie weitere Einträge mit Hinzufügen an.
Felder im Menü Routing-Regeln (Nur für Typ = Erlauben)
| Feld Beschreibung | |
| Priorität | Geben Sie eine ganze Zahl beginnend mit 1 in aufsteigender Reihenfolge ein, um die Reihenfolge der Filterregeln festzulegen.Die Regeln werden in der Liste in der angegebenen Reihenfolge "abgearbeitet".Ist eine Leitung bzw. ein SIP-Konto nicht verfügbar, wird automatisch die nächste Regel verwendet. |
| Administrativer Status | Wählen Sie aus, ob die Regel aktiv sein soll.Mit Aktivieren wird die Regel aktiv.Standardmäßig ist die Regel aktiv. |
| Leitung | Wählen Sie die Leitung für den ausgehenden Ruf aus. |
| Transformation der gerufenen Adresse | Geben Sie ein, wie die Rufnummer manipuliert werden soll, bevor sie für den Wahlvorgang verwendet wird.Notation:; d.h. a wird durch b ersetzt. Jede Regel muss durch einen Strichpunkt abgeschlossen sein. Mehrere Regeln können zu einer Regelkette zusammengefasst werden, indem die einzelnen Regeln durch Strichpunkte voneinander getrennt werden, z. B.;; Die Regelkette wird nach Bestätigung der Eingabe automatisch nach der"best match" Methode sortiert.Numerische und alphanumerische Werte sind zulässig.? dient als Platzhalter für ein beliebiges Zeichen. |
| Beispiel 16.1. Beispiel für eine RegelRegel: <:+49911>; gewählte Rufnummer: 96731234manipulierte Nummer: +4991196731234 |
16.3.2 CLID-Umwandlung
Hier legen Sie die Bearbeitung der Rufnummer des Anrufers (Calling Party Number) bei eingehenden Anrufen fest. Sie können z. B. zu einer empfangenen Telefonnummer einen Prefix hinzufügen, um entsprechende ausgehende Gespräche über ein bestimmtes SIP-Konto zu routen.
Im Menü VoIP->Media Gateway->CLID-Umwandlung wird eine Liste aller vorhandenen Einträge angezeigt, bei denen die empfangene Rufnummer bearbeitet wird.
16.3.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um Einträge für CLID-Umwandlung hinzuzufügen.


Abb. 137: VoIP ->Media Gateway->CLID-Umwandlung->Neu
Das Menü VoIP->Media Gateway->CLID-Umwandlung->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie den Namen des Eintrags ein. |
| Rufnummer | Wählen Sie die ISDN-Leitung oder das SIP-Konto, von welcher bzw. von welchem der Anruf kommt.Die Auswahl hängt von den verfügbaren Schnittstellen und den angelegten SIP-Konten ab.Mögliche Werte:fxs: Begrenzt den Eintrag auf die gewählte analoge Schnittstelle.bri: Begrenzt den Eintrag auf die ge-wählte BRI-Schnittstelle.Begrenzt den Eintrag auf das gewählte SIP-Konto.Beliebig: Keine Begrenzung des Eintrags. |
| Angerufene Leitung | Sie können optional die Zielleitung des Anrufs angeben.Mögliche Werte:fxs: Begrenzt denEintrag auf die gewählte analoge Schnittstelle.bri: Begrenzt den Eintrag auf die gewählte BRI-Schnittstelle:. Begrenzt den Eintrag auf das gewählte SIP-Konto.Beliebig: Keine Begrenzung des Eintrags.Geben Sie entweder Angerufene Leitung oder Angerufene Adresse ein.Wird ein Wert gewählt, der nicht Beliebig ist, so sollte Angerufene Adresse nicht benutzt werden. Ist Angerufene Leitung = Beliebig gesetzt und wird Angerufene Adresse nicht benutzt, so werden alle Anrufe für Angerufene Leitung behandelt. |
| Angerufene Adresse | Sie können optional die Zieladresse des Anrufs angeben.Geben Sie entweder Angerufene Leitung oder Angerufene Adresse ein. Wird Angerufene Adresse benutzt, so sollte Angerufene Leitung = Beliebighgesetzt sein. |
| Transformation der rufen-den Adresse | Geben Sie die Transformationsregel an, die auf die Rufnummer angewendet werden soll.Notation:; d.h. a wird durch b ersetzt. Jede Regel muss durch einen Strichpunkt abgeschlossen werden. Mehrere Regeln können zu einer Regelkette zusammengefaßt werden, indem die einzelnen Regeln durch Strichpunkte voneinander getrennt werden, z. B.;. Die Regelkette wird nach Bestätigung der Eingabe automatisch nach der "best match" Methode sortiert.? dient als Platzhalter für eine beliebige Ziffer. |
| Beispiel 16.2. Beispiel für eine RegelRegel: <:+49911>;gewählte Rufnummer: 96731234manipulierte Nummer: +4991196731234 |
16.3.3 Rufnummerntransformation
Hier können Sie eine Liste zum Umsetzen von Rufnummern erstellen, d.h. in dieser Liste werden externe und interne Nummern einander zugeordnet.

Hinweis
Welche Rufnummer (Called Party Number oder Calling Party Number) umgesetzt wird, hängt von der Richtung (eingehend oder ausgehend) des jeweiligen Rufs ab. Bei eingehenden Rufen wird die Called Party Number, bei ausgehenden Rufen die Calling Party Number umgesetzt.
Sie können z. B. die interne Rufnummer 340 nach außen als 09119673900 darstellen oder einen Ruf von außen, der an die Nummer 09119673200 gehen soll, intern an die Nummer 340 weiterleiten.
Im Menü VoIP ->Media Gateway->Rufnummerntransformation wird eine Liste vorhandenen Transformationen angezeigt.
16.3.3.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📄, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um Einträge für Rufnummertransformation hinzuzufügen.


Abb. 138: VoIP ->Media Gateway->Rufnummerntransformation->Neu
Das Menü VoIP ->Media Gateway->Rufnummerntransformation->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie den Namen der Rufnummertransformation ein. |
| Richtung | Wählen Sie die Rufrichtung für den Eintrag.Mögliche Werte:Beide (Standardwert): Für eingehende und ausgehende Rufe (bidirektional).Eingehend: Für eingehende Rufe.Ausgehend: Für ausgehende Rufe. |
| Zugeordnete Leitung | Wählen Sie die ISDN-Leitung oder das SIP-Konto, über die bzw. über das Rufe geleitet werden sollen.Mögliche Werte:fxs: Begrenzt den Ruf auf die gewählte analoge Schnittstelle.bri: Begrenzt den Ruf auf die gewählte BRI-Schnittstelle:.Begrenzt den Ruf auf das gewählte SIP-Konto. |
| Lokale Adresse | Geben Sie die interne Rufnummer (z. B. Nummer einer Nebenstelle oder TK-Anlage) an. Bei eingehenden Rufen wird die signalisierte Called Party Number (entspricht im Menü dem Feld Externe Adresse) auf die Lokale Adresse umgesetzt. Bei ausgehenden Rufen wird die signalisierte Calling Party Number (entspricht im Menü dem Feld Lokale Adresse) auf die Externe Adresse umgesetzt.Numerische und alphanumerische Zeichen sind zulässig. ? dient als Platzhalter für eine beliebige Ziffer. Beachten Sie, dass Lokale Adresse und Externe Adresse dieselbe Anzahl von Wildcards enthalten müssen. |
| Externe Adresse | Geben Sie die externe Rufnummer (z. B. ISDN MSN oder die Rufnummer des SIP-Kontos) an. Bei eingehenden Rufen wird die signalisierte Called Party Number (entspricht im Menü dem Feld Externe Adresse) auf die Lokale Adresse umgesetzt. Bei ausgehenden Rufen wird die signalisierte Calling Party Number (entspricht im Menü dem Feld Lokale Adresse) auf die Externe Adresse umgesetzt. Das Feld Externe Adresse ist nicht sichtbar, wenn das Feld Zugeordnete Leitung =gesetzt ist. Als Externe Adresse wird in diesem Fall wird der Benutzername des gewählten SIP-Kontos verwendet. |
16.4 RTSP
In diesem Menü konfigurieren Sie die Verwendung des Real-Time Streaming Protokolls (RTSP).
RTSP ist ein Netzwerkprotokoll zur Steuerung von Multimedia-Datenströmen in IP-basierten Netzwerken. Mittels RTSP werden keine Nutzdaten übertragen. Vielmehr wird damit eine Multimedia-Session zwischen Sender und Empfänger gesteuert.
Wenn Sie RTSP nutzen möchten, müssen Firewall und NAT entsprechend konfiguriert werden. Im Menü VoIP->RTSP können Sie den RTSP-Proxy aktivieren, um bei Bedarf angefragte RTSP-Sessions über den definierten Port zu ermöglichen.
16.4.1 RTSP-Proxy
Im Menü VoIP ->RTSP->RTSP-Proxy konfigurieren Sie die Verwendung des Real-Time Streaming Protokolls.
RTSP-Proxy

Abb. 139: VoIP->RTSP->RTSP-Proxy
Das Menü VoIP->RTSP->RTSP-Proxy besteht aus den folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| RTSP-Proxy | Wählen Sie aus, ob Sie RTSP-Sessions zulassen möchten.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| RTSP-Port | Wählen Sie den Port aus, über den RTSP-Nachrichten ein- bzw. ausgehen sollen.Mögliche Werte sind 0 bis 65535.Der Standardwert ist 554. |
Kapitel 17 Lokale Dienste
Dieses Menü stellt Ihnen Dienste zu folgenden Themenkreisen zur Verfügung:
- Namensauflösung (DNS)
- Konfiguration über einen Web-Browser (HTTPS)
- Auffinden dynamischer IP-Adressen mit Hilfe eines DynDNS-Providers
- Konfiguration des Gateways als DHCP-Server (Vergabe von IP-Adressen)
- Automatisieren von Aufgaben nach einem Zeitplan (Scheduling)
- Erreichbarkeitsprüfungen von Hosts oder Schnittstellen, Ping-Test
• Realtime-Video/Audiokonferenzen (Messenger-Dienste, Universal Plug and Play)
17.1 DNS
Jedes Gerät in einem TCP/IP-Netz wird normalerweise durch seine IP-Adresse angesprochen. Da in Netzwerken oft Host-Namen benutzt werden, um verschiedene Geräte anzusprechen, muss die zugehörige IP-Adresse bekanntgegeben werden. Diese Aufgabe übernimmt z. B. ein DNS-Server. Er löst die Host-Namen in IP-Adressen auf. Eine Namensauflösung kann alternativ auch über die sogenannte HOSTS-Datei erfolgen, die auf jedem Rechner zur Verfügung steht.
Ihr Gerät bietet zur Namensauflösung folgende Möglichkeiten:
- DNS-Proxy, um DNS-Anfragen, die an Ihr Gerät gestellt werden, an einen geeigneten DNS-Server weiterzuleiten. Dieses schließt auch spezifisches Forwarding definierter Domains (Domänenweiterleitung) ein.
- DNS Cache, um die positiven und negativen Ergebnisse von DNS-Anfragen zu speichern.
- Statische Einträge (Statische Hosts), um Zuordnungen von IP-Adressen zu Namen manuell festzulegen oder zu verhindern.
- DNS-Monitoring (Statistik), um einen Überblick über DNS-Anfragen auf Ihrem Gerät zu ermöglichen.
Name-Server
Unter Lokale Dienste->DNS->Globale Einstellungen->Basisparameter werden die IP-Adressen von Name-Servern eingetragen, die befragt werden, wenn Ihr Gerät Anfragen nicht selbst oder durch Forwarding-Einträge beantworten kann. Es können sowohl globale Name-Server eingetragen werden als auch Name-Server, die an eine Schnittstelle gebunden sind.
Die Adressen der globalen Name-Server kann Ihr Gerät auch dynamisch via PPP oder DHCP erhalten bzw. diese ggf. übermitteln.
Strategie zur Namensauflösung auf Ihrem Gerät
Eine DNS-Anfrage wird von Ihrem Gerät folgendermaßen behandelt:
(1) Falls möglich, wird die Anfrage aus dem statischen oder dynamischen Cache direkt mit IP-Adresse oder negativer Antwort beantwortet.
(2) Ansonsten wird, falls ein passender Forwarding-Eintrag vorhanden ist, der entsprechende DNS-Server befragt, je nach Konfiguration von Internet- oder Einwählverbindungen ggf. unter Aufbau einer kostenpflichtigen WAN-Verbindung. Falls der DNS-Server den Namen auflösen kann, wird die Information weitergeleitet und ein dynamischer Eintrag im Cache erzeugt.
(3) Ansonsten werden, falls Name-Server eingetragen sind, unter Berücksichtigung der konfigurierten Priorität und wenn der entsprechende Schnittstellenstatus "up" ist, der primäre DNS-Server, da-nach der sekundäre DNS-Server befragt. Falls einer der DNS-Server den Namen auflösen kann, wird die Information weitergeleitet und ein dynamischer Eintrag im Cache erzeugt.
(4) Ansonsten werden, falls eine Internet- oder Einwählverbindung als Standard-Schnittstelle ausgewählt ist, die dazugehörigen DNS-Server befragt, je nach Konfiguration von Internet- oder Einwähl-
verbindungen ggf. unter Aufbau einer kostenpflichtigen WAN-Verbindung. Falls einer der DNS-Server den Namen auflösen kann, wird die Information weitergeleitet und ein dynamischer Eintrag im Cache erzeugt.
(5) Ansonsten wird, falls im Menü WAN->Internet + Einwählen ein Eintrag angelegt wurde und das Überschreiben der Adressen der globalen Name-Server zulässig ist (Schnittstellenmodus = Dynamisch), eine Verbindung zur ersten Internet- bzw. Einwählverbindung ggf. kostenpflichtig aufgebaut, die so konfiguriert ist, dass DNS-Server-Adressen von DNS-Servern angefordert werden können (DNS-Aushandlung = Aktiviert) - soweit dies vorher noch nicht versucht wurde. Bei erfolgreicher Name-Server-Aushandlung stehen diese Name-Server somit für weitere Anfragen zur Verfügung.
(6) Ansonsten wird die initiale Anfrage mit Serverfehler beantwortet.
Wenn einer der DNS-Server mit non-existent domain antwortet, wird die initiale Anfrage sofort dementsprechend beantwortet und ein entsprechender Negativ-Eintrag in den DNS-Cache Ihres Geräts aufgenommen.
17.1.1 Globale Einstellungen
Globale Einstellungen | DNS-Server | Statische Hosts | Domänenweiterleitung | Cache | Statistik

Erweiterte Einstellungen
| Positiver Cache | ✓ Aktiviert | |
| Negativer Cache | ✓ Aktiviert | |
| Cache-Größe | 100 | Einträge |
| Maximale TTL für positive Cacheeinträge | 86400 | Sekunden |
| Maximale TTL für negative Cacheeinträge | 300 | Sekunden |
| Alternative Schnittstelle, um DNS-Server zu erhalten | Automatisch ▼ | |
| Für DNS-/WINS-Serverzuordnung zu verwendende IP-Adresse | ||
| Als DHCP-Server | Keiner Eigene IP-Adresse DNS-Einstellung | |
| Als IPCP-Server | Keiner Eigene IP-Adresse DNS-Einstellung | |
Abb. 140: Lokale Dienste->DNS->Globale Einstellungen
Das Menü Lokale Dienste->DNS->Globale Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Domänenname | Geben Sie den Standard-Domain-Namen Ihres Geräts ein. |
| WINS-Server | Geben Sie die IP-Adresse des ersten und, falls erforderlich, des alternativen globalen Windows Internet Name Servers (=WINS) oder NetBIOS |
| Primär | Name Servers (=NBNS) ein. |
| Sekundär |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Positiver Cache | Wählen Sie aus, ob der positive dynamische Cache aktiviert werden soll,d. h. ob erfolgreich aufgelöste Namen und IP-Adressen im Cache gespeichert werden sollen.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Negativer Cache | Wählen Sie aus, ob der negative dynamische Cache aktiviert werdensoll, d. h. ob angefragte Namen, zu denen ein DNS-Server eine negativeAntwort geschickt hat, als negative Einträge im Cache gespeichert wer-den sollen.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Cache-Größe | Geben Sie die maximale Gesamtzahl der statischen und dynamischenEinträge ein.Wird dieser Wert erreicht, wird bei einem neu hinzukommenden Eintragderjenige dynamische Eintrag gelöscht, der am längsten nicht angefragtwurde. Wird Cache-Größe vom Benutzer heruntergesetzt, werden gegebenenfalls dynamische Einträge gelöscht. Statische Einträge werdennicht gelöscht. Cache-Größe kann nicht kleiner als die aktuell vorhandene Anzahl von statischen Einträgen gesetzt werden.Mögliche Werte: 0..1000.Der Standardwert ist 100. |
| Maximale TTL für positiveCacheeinträge | Geben Sie den Wert ein, auf den die TTL für einen positiven dynamischen DNS-Eintrag im Cache gesetzt werden soll, wenn dessen TTL0ist oder dessen TTL den Wert für Maximale TTL für positive Cache-einträge überschreitet.Der Standardwert ist 86400. |
| Maximale TTL für negativeCacheeinträge | Geben Sie den Wert ein, auf den die TTL bei einem negativen dynamischen Eintrag im Cache gesetzt werden soll.Der Standardwert ist 86400. |
| Alternative Schnittstelle,um DNS-Server zu erhalten | Wählen Sie die Schnittstelle aus, zu der eine Verbindung zur Name-Server-Verhandlung aufgebaut wird, wenn andere Versuche zur Namensauflösung nicht erfolgreich waren.Der Standardwert ist Automatisch, d. h. es wird einmalig eine Verbindung zum ersten geeigneten Verbindungspartner aufgebaut, der im System konfiguriert ist. |
Felder im Menü Für DNS-/WINS-Serverzuordnung zu verwendende IP-Adresse
| Feld Beschreibung | |
| Als DHCP-Server | Wählen Sie aus, welche Name-Server-Adressen dem DHCP-Client übermittelt werden, wenn Ihr Gerät als DHCP-Server genutzt wird.Mögliche Werte:Keiner: Es wird keine Name-Server-Adresse übermittelt.Eigene IP-Adresse (Standardwert): Es wird die Adresse Ihres Geräts als Name-Server-Adresse übermittelt.DNS-Einstellung: Es werden die Adressen der auf Ihrem Gerät eingetragenen globalen Name-Server übermittelt. |
| Als IPCP-Server | Wählen Sie aus, welche Name-Server-Adressen von Ihrem Gerät bei einer dynamischen Name-Server-Aushandlung übermittelt werden, wenn Ihr Gerät als IPCP-Server für PPP-Verbindungen genutzt wird.Mögliche Werte:Keiner: Es wird keine Name-Server-Adresse übermittelt.Eigene IP-Adresse: Es wird die Adresse Ihres Geräts als Name-Server-Adresse übermittelt.DNS-Einstellung (Standardwert): Es werden die Adressen der auf Ihrem Gerät eingetragenen globalen Name-Server übermittelt. |
17.1.2 DNS-Server
Im Menü Lokale Dienste->DNS->DNS-Server wird eine Liste aller konfigurierten DNS-Server angezeigt.
17.1.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere DNS-Server einzurichten.
Sie können hier sowohl globale DNS-Server konfigurieren als auch DNS-Server, die einer bestimmten Schnittstelle zugewiesen werden sollen.
Einen DNS-Server für eine bestimmte Schnittstelle zu konfigurieren ist zum Beispiel nützlich, wenn Accounts zu verschiedenen Providern über unterschiedliche Schnittstellen eingerichtet sind und Lastverteilung verwendet wird.
Globale Einstellungen DNS-Server Statische Hosts Domänenweiterleitung Cache Statistik

Abb. 141: Lokale Dienste->DNS->DNS-Server->Neu
Das Menü Lokale Dienste->DNS->DNS-Server->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Admin-Status | Wählen Sie aus, ob der DNS-Server aktiv sein soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Beschreibung | Geben Sie eine Beschreibung für den DNS-Server ein. |
| Priorität | Weisen Sie dem DNS-Server eine Priorität zu.Sie können einer Schnittstelle (d.h. zum Beispiel einem Ethernet-Port oder einem PPPoE-WAN-Partner) mehrere Paare von DNS-Servern (Primärer DNS-Server und Sekundärer DNS-Server) zuweisen. Verwendet wird das Paar mit der höchsten Priorität, wenn die Schnittstelle im Zustand "up" ist.Mögliche Werte von 0 (höchste Priorität) bis 9 (niedrigste Priorität).Der Standardwert ist 5. |
| Schnittstellenmodus | Wählen Sie aus, ob die IP-Adressen von Name-Servern für die Namensauflösung von Internet-Adressen automatisch bezogen oder ob abhängig von der Priorität bis zu zwei feste DNS-Server-Adressen eingetragen werden sollen.Mögliche Werte:StatischDynamischh(Standardwert) |
| Schnittstelle | Wählen Sie diejenige Schnittstelle, welcher das DNS-Server-Paar zugewiesen werden soll.Bei Schnittstellenmodus = DynamischMit der Einstellung Keine wird ein globaler DNS-Server angelegt.Bei Schnittstellenmodus = StatischMit der Einstellung Beliebig wird ein DNS-Server für alle Schnittstellen konfiguriert. |
| IP-Version | Wählen Sie die verwendete IP-Version aus.Mögliche Werte:IPv4IPv6Standardmäßig ist IPv4hausgewählt. |
| Primärer IPv4-DNS-Server | Nur bei Schnittstellenmodus = StatischGeben Sie die IPv4-Adresse des ersten Name-Servers für die Namensauflösung von Internet-Adressen ein. |
| Sekundärer IPv4-DNS-Server | Nur bei Schnittstellenmodus = StatischGeben Sie optional die IPv4-Adresse eines alternativen Name-Servers ein. |
| Primärer IPv6-DNS-Server | Nur bei Schnittstellenmodus = StatischGeben Sie die IPv6-Adresse des ersten Name-Servers für die Namensauflösung von Internet-Adressen ein. |
| Sekundärer IPv6-DNS-Server | Nur bei Schnittstellenmodus = StatischGeben Sie optional die IPv6-Adresse eines alternativen Name-Servers ein. |
17.1.3 Statische Hosts
Im Menü Lokale Dienste->DNS->Statische Hosts wird eine Liste aller konfigurierten statischen Hosts angezeigt.
17.1.3.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere statische Hosts einzurichten.


Abb. 142: Lokale Dienste->DNS->Statische Hosts->Neu
Das Menü Lokale Dienste->DNS->Statische Hosts->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü BasisparameterStandarddomäne
| Feld Beschreibung | |
| DNS-Hostname | Geben Sie den Host-Namen ein, dem die in diesem Menü definierte IP-Adresse zugeordnet werden soll, wenn eine DNS-Anfrage positiv beantwortet wird. Wenn eine DNS-Anfrage negativ beantwortet wird, wird keine Adresse mitgeteilt.Der Eintrag kann auch mit der Wildcard * beginnen, z. B.*.bintec-elmeg.com.Bei Eingabe eines Namens ohne Punkt wird nach Bestätigung mit OK " " ergänzt.Einträge mit Leerzeichen sind nicht erlaubt. |
| Antwort | Wählen Sie die Art der Antwort auf DNS-Anfragen zu diesem Eintrag aus.Mögliche Werte:Negativ: Eine DNS-Anfrage nach DNS-Hostname wird negativ beantwortet.Positiv (Standardwert): Eine DNS-Anfrage nach DNS-Hostname wird mit der dazugehörigen IP-Adresse beantwortet.Keine: Ein DNS-Request wird ignoriert, es wird keine Antwort gegeben. |
| IPV4-Adresse | Nur bei Antwort = PositivGeben Sie die IPv4-Adresse ein, die nach DNS-Hostname zugeordnet wird. |
| IPv6-Adresse | Nur beiAntwort= PositivGeben Sie die IPv6-Adresse ein, die nachDNS-Hostnamezugeordnet wird. |
17.1.4 Domänenweiterleitung
Im Menü Lokale Dienste->DNS->Domänenweiterleitung wird eine Liste aller konfigurierter Weiterleitungen für definierte Domänen angezeigt.
17.1.4.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Weiterleitungen einzurichten.
Globale Einstellungen DNS-Server Statische Hosts Domänenweiterleitung Cache Statistik

Abb. 143: Lokale Dienste->DNS->Domänenweiterleitung->Neu
Das Menü Lokale Dienste->DNS->Domänenweiterleitung->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Weiterleitungsparameter
| Feld Beschreibung | |
| Weiterleiten | Wählen Sie aus, ob Anfragen bezüglich eines Hosts oder einer Domäne weitergeleitet werden soll.Mögliche Werte:Host (Standardwert)Domäne |
| Host | Nur für Weiterleiten = Hostund Weiterleiten an = DNS-ServerGeben Sie den Namen des Hosts ein, für den Anfragen weitergeleitet werden sollen.Bei Eingabe eines Namens ohne "." wird nach Bestätigung mit OK der Eintrag mit dem im Menü Lokale Dienste->DNS->Globale Einstellungen unter Domänenname eingetragenen Namen ergänzt. |
| Domäne | Nur für Weiterleiten = Domäneund Weiterleiten an = DNS-ServerGeben Sie den Namen der Domäne ein, für die Anfragen weitergeleitet werden sollen.Der Eintrag kann mit der Wildcard "*" beginnen, z. B. "*.mustermann.lan".Bei Eingabe eines Namens ohne führende Wildcard "*" wird nach Bestä-tigung mit OK automatisch eine führende Wildcard "" eingefügt. |
| Weiterleiten an | Wählen Sie aus, ob zutreffende DNS-Anfragen an den DNS-Server einer Schnittstelle oder an einen manuell konfigurierten DNS-Server weitergeleitet werden sollen.Mögliche Werte:·Schnittstelle (Standardwert): Anfragen werden an den DNS-Server entweder einer automatisch gewählten oder einer manuell konif-gurierten Schnittstelle weitergeleitet.·DNS-Server: Anfragen werden an den definierten DNS-Server weiter-geleitet. |
| Schnittstelle | Nur für Weiterleiten an = SchnittstelleWählen Sie die Schnittstelle aus, an deren DNS-Server Anfragen weiter-geleitet werden sollen. |
| IPv4-DNS-Server | Nur für Weiterleiten an = DNS-ServerGeben Sie IPv4-Adresse des primären und sekundären DNS-Servers ein. |
| IPv6-DNS-Server | Nur für Weiterleiten an = DNS-ServerGeben Sie IPv6-Adresse des primären und sekundären DNS-Servers ein. |
17.1.5 Cache
Im Menü Lokale Dienste->DNS->Cache wird eine Liste aller vorhandenen Cache-Einträge angezeigt.


Abb. 144: Lokale Dienste->DNS->Cache
Sie können einzelne Einträge über das Kästchen in der jeweiligen Zeile oder alle gleichzeitig mit der Schaltfläche Alle auswählen markieren.
Durch Markieren eines Eintrags und Bestätigen mit Als statisch festlegen wird ein dynamischer Eintrag in einen statischen umgewandelt. Der entsprechende Eintrag verschwindet aus dieser Liste und wird in der Liste im Menü Statische Hosts angezeigt. Die TTL wird übernommen.
17.1.6 Statistik


Abb. 145: Lokale Dienste->DNS->Statistik
Im Menü Lokale Dienste->DNS->Statistik werden folgende statistische Werte angezeigt:
Felder im Menü DNS-Statistiken
| Feld Beschreibung | |
| Empfangene DNS-Pakete | Zeigt die Anzahl der empfangenen und direkt an Ihr Gerät adressierten DNS-Pakete an, einschließlich der Antwortpakete auf weitergeleitete Anfragen. |
| Ungültige DNS-Pakete | Zeigt die Anzahl der ungültigen empfangenen und direkt an Ihr Gerät adressierten DNS-Pakete an. |
| DNS-Anfragen | Zeigt die Anzahl der gültigen empfangenen und direkt an Ihr Gerät adressierten DNS-Requests an. |
| Cache-Treffer | Zeigt die Anzahl der Anfragen an, die mittels der statischen Einträge oder der dynamischen Einträge aus dem Cache beantwortet werden konnten. |
| Weitergeleitete Anfragen | Zeigt die Anzahl der Anfragen an, die an andere Name-Server weitergeleitet wurden. |
| Cache-Trefferrate (%) | Zeigt die Anzahl der Cache-Treffer pro DNS-Anfrage in Prozent an. |
| Erfolgreich beantwortete Anfragen | Zeigt die Anzahl der erfolgreich (positiv und negativ) beantworteten Anfragen an. |
| Serverfehler | Zeigt die Anzahl der Anfragen an, die kein Name-Server (weder positiv noch negativ) beantworten konnte. |
17.2 HTTPS
Die Benutzeroberfläche Ihres Geräts können Sie von jedem PC aus mit einem aktuellen Web-Browser auch über eine HTTPS-Verbindung bedienen.
HTTPS (HyperText Transfer Protocol Secure) ist hierbei das Verfahren, um zwischen dem Browser, der zur Konfiguration verwendet wird, und dem Gerät eine verschlüsselte und authentifizierte Verbindung mittels SSL aufzubauen.
17.2.1 HTTPS-Server
Im Menü Lokale Dienste->HTTPS->HTTPS-Server konfigurieren Sie die Parameter der gesicherten Konfigurationsverbindung über HTTPS.
HTTPS-Server

Abb. 146: Lokale Dienste->HTTPS->HTTPS-Server
Das Menü Lokale Dienste->HTTPS->HTTPS-Server besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü HTTPS-Parameter
| Feld Beschreibung | |
| HTTPS-TCP-Port | Geben Sie den Port ein, über den die HTTPS-Verbindung aufgebaut werden soll.Möglich sind Werte von 0 bis 65535.Der Standardwert ist 443. |
| Lokales Zertifikat | Wählen Sie ein Zertifikat aus, das für die HTTPS-Verbindung verwendet werden soll.Mögliche Werte:Intern (Standardwert): Wählen Sie diese Option, wenn Sie das auf dem Gerät voreingestellte Zertifikat verwenden möchten:.Wählen Sie ein unter Systemverwaltung->Zertifikate->Zertifikatsliste eingetragenes Zertifikat aus. |
17.3 DynDNS-Client
Die Nutzung dynamischer IP-Adressen hat den Nachteil, dass ein Host im Netz nicht mehr aufgefunden werden kann, sobald sich seine IP-Adresse geändert hat. DynDNS sorgt dafür, dass Ihr Gerät auch nach einem Wechsel der IP-Adresse noch erreichbar ist.
Folgende Schritte sind zur Einrichtung notwendig:
- Registrierung eines Hostnamens bei einem DynDNS-Provider
- Konfiguration Ihres Geräts
Registrierung
Bei der Registrierung des Hostnamens legen Sie einen individuellen Benutzernamen für den DynDNS-Dienst fest, z. B. dyn_client. Dazu bieten die Service Provider unterschiedliche Domainnamen an, so dass sich ein eindeutiger Hostname für Ihr Gerät ergibt, z. B. dyn_client.provider.com. Der DynDNS-Provider übernimmt für Sie die Aufgabe, alle DNS-Anfragen bezüglich des Hosts dyn_client.provider.com mit der dynamischen IP-Adresse Ihres Geräts zu beantworten.
Damit der Provider stets über die aktuelle IP-Adresse Ihres Geräts informiert ist, kontaktiert Ihr Gerät beim Aufbau einer neuen Verbindung den Provider und propagiert seine derzeitige IP-Adresse.
17.3.1 DynDNS-Aktualisierung
Im Menü Lokale Dienste->DynDNS-Client->DynDNS-Aktualisierung wird eine Liste aller konfigurierten DynDNS-Registrierungen angezeigt, die aktualisiert werden sollen.
17.3.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere zu aktualisierende DynDNS-Registrierungen einzurichten.
DynDNS-Aktualisierung | DynDNS-Provider

Abb. 147: Lokale Dienste->DynDNS-Client->DynDNS-Aktualisierung->Neu
Das Menü Lokale Dienste->DynDNS-Client->DynDNS-Aktualisierung->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Hostname | Geben Sie den vollständigen Hostnamen ein, wie er beim DynDNS-Provider registriert ist. |
| Schnittstelle | Wählen Sie die WAN-Schnittstelle aus, deren IP-Adresse über den DynDNS-Service propagiert werden soll (z. B. die Schnittstelle des Internet Service Providers). |
| Benutzername | Geben Sie den Benutzernamen ein, wie er beim DynDNS-Provider registriert ist. |
| Passwort | Geben Sie das Passwort ein, wie es beim DynDNS-Provider registriert ist. |
| Provider | Wählen Sie den DynDNS-Provider aus, bei dem oben genannte Daten registriert sind.Im unkonfigurierten Zustand stehen Ihnen bereits DynDNS-Provider zur Auswahl, deren Protokolle unterstützt werden.Weitere DynDNS-Provider können im Menü Lokale Dienste->DynDNS-Client->DynDNS-Provider konfiguriert werden.Der Standardwert ist DynDNS . |
| Aktualisierung aktivieren | Wählen Sie aus, ob der hier konfigurierte DynDNS-Eintrag aktiviert werden soll.Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Mail-Exchanger (MX) | Geben Sie den vollständigen Hostnamen eines Mailservers ein, an den E-Mails weitergeleitet werden sollen, wenn der hier konfigurierte Host keine Mail empfangen soll.Erkundigen Sie sich bei Ihrem Provider nach diesem Weiterleitungsdienst und stellen Sie sicher, dass E-Mails von dem als MX eingetragenen Host angenommen werden können. |
| Wildcard | Wählen Sie aus, ob die Weiterleitung aller Unterdomänen von Hostname zur aktuellen IP-Adresse von Schnittstelle aktiviert werden soll (Erweiterte Namensauflösung).Mit Auswahl von Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
17.3.2 DynDNS-Provider
Im Menü Lokale Dienste->DynDNS-Client->DynDNS-Provider wird eine Liste aller konfigurierten DynDNS-Provider angezeigt.
17.3.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere DynDNS-Provider einzurichten.


Abb. 148: Lokale Dienste->DynDNS-Client->DynDNS-Provider->Neu
Das Menü Lokale Dienste->DynDNS-Client->DynDNS-Provider->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Providemame | Tragen Sie einen Namen für diesen Eintrag ein. |
| Server | Geben Sie den Host-Namen oder die IP-Adresse des Servers ein, auf dem der DynDNS-Service des Providers läuft. |
| Aktualisierungspfad | Geben Sie den Pfad auf dem Server des Providers ein, auf dem das Skript zur Verwaltung der IP-Adresse Ihres Geräts zu finden ist.Fragen Sie Ihren Provider nach dem zu verwendenden Pfad. |
| Port | Geben Sie den Port ein, auf dem Ihr Gerät den Server Ihres Providers ansprechen soll.Erfragen Sie den entsprechenden Port bei Ihrem Provider.Der Standardwert ist 80. |
| Protokoll | Wählen Sie eines der implementierten Protokolle aus.Mögliche Werte:DynDNS (Standardwert)Static DynDNSODSHNDYNSGnuDIP-HTMLGnuDIP-TCCCustom DynDNSDnsExit |
| Aktualisierungsintervall | Geben Sie die Zeitdauer (in Sekunden) an, die Ihr Gerät mindestens war- ten muss, bevor es seine aktuelle IP-Adresse erneut beim DynDNS-Pro- vider propagieren darf.Der Standardwert ist 300 Sekunden. |
17.4 DHCP-Server
Sie können Ihr Gerät als DHCP-Server (DHCP = Dynamic Host Configuration Protocol) konfigurieren.
Jeder Rechner in Ihrem LAN benötigt, wie auch Ihr Gerät, eine eigene IP-Adresse. Eine Möglichkeit, IP-Adressen in Ihrem LAN zuzuweisen, bietet das Dynamic Host Configuration Protocol (DHCP). Wenn Sie Ihr Gerät als DHCP-Server einrichten, vergibt es anfragenden Rechnern im LAN automatisch IP-Adressen aus einem definierten IP-Adress-Pool.
Wenn ein Client erstmals eine IP-Adresse benötigt, schickt er eine DHCP-Anfrage (mit seiner MAC-Adresse) als Netzwerk-Broadcast an die verfügbaren DHCP-Server: Daraufhin erhält der Client (im Zuge einer kurzen Kommunikation) vom bintec elmeg seine IP-Adresse.
Sie müssen so den Rechnern keine festen IP-Adressen zuweisen, der Konfigurationsaufwand für Ihr Netzwerk verringert sich. Dazu richten Sie einen Pool an IP-Adressen ein, aus dem Ihr Gerät jeweils für einen definierten Zeitraum IP-Adressen an Hosts im LAN vergibt. Ein DHCP-Server übermittelt auch die Adressen des statisch oder per PPP-Aushandlung eingetragenen Domain-Name-Servers (DNS), des NetBIOS Name Servers (WINS) und des Standard-Gateways.
Konkrete Hinweise für die Konfiguration eines DHCP-Servers, eines DHCP-Clients oder eines DHCP-Relay-Servers (siehe auch DHCP-Relay-Einstellungen auf Seite 288) finden Sie am Ende des Kapitels unter DHCP - Konfigurationsbeispiel auf Seite 288.
17.4.1 IP-Pool-Konfiguration
Im Menü Lokale Dienste->DHCP-Server->IP-Pool-Konfiguration wird eine Liste aller konfigurierten IP-Pools angezeigt. Diese Liste ist global und zeigt auch in anderen Menüs konfigurierte Pools an.
17.4.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere IP-Adresspools einzurichten. Wählen Sie das Symbol um vorhandene Einträge zu bearbeiten.



Abb. 149: Lokale Dienste->DHCP-Server->IP-Pool-Konfiguration->Neu
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| IP-Poolname | Geben Sie eine beliebige Beschreibung ein, um den IP-Pool eindeutig zu benennen. |
| IP-Adressbereich | Geben Sie die erste (erstes Feld) und die letzte (zweites Feld) IP-Adresse des IP-Adress-Pools ein. |
| DNS-Server | Primär: Geben Sie die IP-Adresse des DNS-Servers ein, der von Clients, die eine Adresse aus diesem Pool beziehen, bevorzugt verwendet werden soll.Sekundär: Geben Sie die IP-Adresse eines alternativen DNS-Servers ein. |
17.4.2 DHCP-Konfiguration
Um Ihr Gerät als DHCP-Server zu aktivieren, müssen Sie zunächst IP-Adress-Pools definieren, aus denen die IP-Adressen an die anfragenden Clients verteilt werden.
Im Menü Lokale Dienste->DHCP-Server->DHCP-Konfiguration wird eine Liste aller konfigurierter DHCP-Pools angezeigt.
In der Liste haben Sie zu jedem Eintrag unter Status die Möglichkeit, die angelegten DHCP-Pools zu aktivieren bzw. deaktivieren.

Hinweis
Im Auslieferungszustand ist der DHCP-Pool mit den IP-Adressen 192.168.2.100 bis 192.168.2.199 vorkonfiguriert, und wird verwendet, wenn kein anderer DHCP-Server im Netzwerk verfügbar ist.
17.4.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere DHCP-Pools einzurichten. Wählen Sie das Symbol um vorhandene Einträge zu bearbeiten.


Abb. 150: Lokale Dienste->DHCP-Server->DHCP-Konfiguration->Neu
Das Menü Lokale Dienste->DHCP-Server->DHCP-Konfiguration->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle aus, über welche die in IP-Adressbereich definierten Adressen an anfragende DHCP-Clients vergeben werden.Wenn eine DHCP-Anfrage über diese Schnittstelle eingeht, wird eine der Adressen aus dem Adress-Pool zugeteilt. |
| IP-Poolname | Wählen Sie einen im Menü Lokale Dienste->DHCP-Server->IP-Pool-Konfiguration konfigurierten IP-Poolnamen aus. |
| Pool-Verwendung | Wählen Sie aus, ob der DHCP-Pool für Anfragen von DHCP-Clients in einem direkt an Schnittstelle angeschlossenen Ethernet verwendet werden soll oder für DHCP-Anfragen, die aus einem abgesetzt liegenden Ethernet stammen und über eine DHCP-Relaisstation an Ihr Gerät weitergeleitet wurden.In letzterem Fall ist es möglich, einen IP-Adresspool für ein entfernt liegendes Netz zu verwenden.Mögliche Werte:Lokal (Standardwert): Der DHCP-Pool wird nur für DHCP-Anfragen aus einem direkt an Schnittstelle angeschlossenen Ethernet verwendet.Relais: Der DHCP-Pool wird nur für weitergeleitete DHCP-Anfragen aus einem abgesetzt liegenden Ethernet verwendet.Lokal/Relais: Der DHCP-Pool kann für lokale und für weitergeleitete DHCP-Anfragen aus direkt angeschlossenen bzw. abgesetzt liegenden Ethernets verwendet werden. |
Das Menü Erweiterte Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Erweiterte Einstellungen
| Feld Beschreibung | |
| Gateway | Wählen Sie aus, welche IP-Adresse dem DHCP-Client als Gateway übermittelt werden soll.Mögliche Werte:Router als Gateway verwenden (Standardwert): Hier wird die für die Schnittstelle definierte IP-Adresse übertragen.Kein Gateway: Hier wird keine IP-Adresse übermittelt.Angeben: Geben Sie die entsprechende IP-Adresse ein. |
| Lease Time | Geben Sie ein, wie lange (in Minuten) eine Adresse aus dem Pool einem Host zugewiesen werden soll.Nachdem Lease Time abgelaufen ist, kann die Adresse durch den Server neu vergeben werden.Der Standardwert ist 120. |
| DHCP-Optionen | Geben Sie an, welche zusätzlichen Daten dem DHCP Client weitergegeben werden sollen.Mögliche Werte für Option:Zeitserver (Standardwert): Geben Sie die IP-Adresse des Zeitservers ein, die dem Client übermittelt werden soll.DNS-Server: Geben Sie die IP-Adresse des DNS-Servers ein, die dem Client übermittelt werden soll.DNS-Domänenname: Geben Sie die DNS Domain ein, die dem Client übermittelt werden soll.WINS/NBNS-Server: Geben Sie die IP-Adresse des WINS/NBNS-Servers ein, die dem Client übermittelt werden soll.WINS/NBT Node Type: Wählen Sie den Typ des WINS/NBT Nodes, der dem Client übermittelt werden soll.TFTP-Server: Geben Sie die IP-Adresse des TFTP-Servers ein, die dem Client übermittelt werden soll.CAPWAP Controller: Geben Sie die IP-Adresse des CAPWAP Controllers ein, die dem Client übermittelt werden soll.URL (Provisionierungsserver): Mit dieser Option können Sie einem Client eine beliebige URL übermitteln.Verwenden Sie diese Option, um anfragenden IP1x0-Telefonen die URL des Provisionierungsservers zu übermitteln, wenn eine automatische Provisionierung der Telefone vorgenommen werden soll. Die URL muss dann die Form http://eg_prov:haben.Herstellergruppe (Vendor Specific Information): Mit dieser Option können Sie dem Client in einem beliebigen Text-String ggf. hersteller-spezifische Informationen übermitteln.Vendor String: Mit dieser Option können die Konfigurationsparameter (z. B. PIN und Access Point Name (APN) der SIM-Karte) übertragen werden.Es sind mehrere Einträge möglich. Fügen Sie weitere Einträge mit der Schaltfläche Hinzufügen ein. |
Herstellergruppe
Im Menü Lokale Dienste -> DHCP-Server ->DHCP-Konfiguration->Erweiterte Einstellungen können Sie einen Eintrag im Feld DHCP-Optionen bearbeiten, wenn Option = Herstellergruppe gewählt ist.
Wählen Sie das Symbol 📋, um einen vorhandenen Eintrag zu bearbeiten. Im Popup-Menü konfigurieren Sie herstellerspezifische Einstellungen im DHCP-Server zum Beispiel für bestimmte Telefone.
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Hersteller auswählen | Sie können hier auswählen, für welchen Hersteller spezifische Werte für den DHCP-Server übermittelt werden sollen.Mögliche Werte:• Siemens (Standardwert)• Sonstige |
| Provisioning-Server | Nur für Hersteller auswählen = SiemensGeben Sie ein, welcher herstellerspezifische Wert übermittelt werden soll.Für die Einstellung Hersteller auswählen = Siemens wird der Standardwert sdlp angezeigt.Sie können die IP-Adresse des gewünschten Servers ergänzen. |
| Herstellerbeschreibung | Nur für Hersteller auswählen = SonstigeGeben Sie den Namen des Herstellers ein, für den Sie spezifische Werte für den DHCP-Server übermitteln wollen. |
| Benutzerdefinierte DHCP-Optionen | Nur für Hersteller auswählen = SonstigeFügen Sie mit Hinzufügen weitere Einträge hinzu.Sie können DHCP-Optionen hinzufügen. |
Vendor String
Gehen Sie im Menü Lokale Dienste->DHCP-Server->DHCP-Konfiguration->Erweiterte Einstellungen folgendermaßen vor, um die entsprechenden Parameter einzugeben:
Klicken Sie im Feld DHCP-Optionen auf die Schaltfläche Hinzufügen und wählen Sie Option = Vendor String. Klicken Sie auf die Schaltfläche 📄, um den Eintrag zu bearbeiten.
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Hersteller auswählen | Sie können hier auswählen, für welchen Hersteller spezifische Werte für den DHCP-Server übermittelt werden sollen.Mögliche Werte:Sonstige (Standardwert)-bintec- |
| APN | Nur für Hersteller auswählen = -bintec-Geben Sie den Access Point Namen (APN) der SIM-Karte ein. |
| PIN | Nur für Hersteller auswählen = -bintec-Geben Sie die PIN der SIM-Karte ein. |
| Herstellerbeschreibung | Nur für Hersteller auswählen = SonstigeGeben Sie den Namen des Herstellers ein, für den Sie spezifische Werte für den DHCP-Server übermitteln wollen. |
| Vendor Option String | Nur für Hersteller auswählen = SonstigeGeben Sie die Hersteller spezifischen Konfigurationsparameter ein. |
17.4.3 IP/MAC-Bindung
Im Menü Lokale Dienste->DHCP-Server->IP/MAC-Bindung wird eine Liste aller Clients angezeigt, die per DHCP eine IP-Adresse von Ihrem Gerät erhalten haben.
Sie haben die Möglichkeit, bestimmten MAC-Adressen eine gewünschte IP-Adresse aus einem definierten IP-Adress-Pool zuzuweisen. Dazu können Sie in der Liste die Option Statische Bindung wählen, um einen Listeneintrag als feste Bindung zu übernehmen, oder Sie legen manuell eine feste IP/MAC-Bindung an, indem Sie diese im Untermenü Neu konfigurieren.

Hinweis
Neue statische IP/MAC-Bindungen können erst angelegt werden, wenn in Lokale Dienste->DHCP-Server->IP-Pool-Konfiguration IP-Adressbereiche konfiguriert wurden, und im Menü Lokale Dienste->DHCP-Server->DHCP-Konfiguration ein gültiger IP-Pool zugewiesen ist.
17.4.3.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere IP/MAC-Bindungen einzurichten.
IP-Pool-Konfiguration DHCP-Konfiguration IP/MAC-Bindung DHCP-Relay-Einstellungen

Abb. 151: Lokale Dienste->DHCP-Server->IP/MAC-Bindung->Neu
Das Menü Lokale Dienste->DHCP-Server->IP/MAC-Bindung->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie den Namen des Hosts ein, an dessen MAC-Adresse die IP-Adresse gebunden wird.Möglich ist eine Zeichenkette mit bis zu 256 Zeichen. |
| IP-Adresse | Geben Sie die IP-Adresse ein, die der in MAC-Adresse angegebenen MAC-Adresse zugewiesen werden soll. |
| MAC-Adresse | Geben Sie die MAC-Adresse ein, der die in IP-Adresse angegebene IP-Adresse zugewiesen werden soll. |
17.4.4 DHCP-Relay-Einstellungen
Wenn Ihr Gerät für das lokale Netz keine IP-Adressen per DHCP an die Clients verteilt, kann es dennoch die DHCP-Anforderungen aus dem lokalen Netzwerk stellvertretend an einen entfernten DHCP-Server weiterleiten. Der DHCP-Server vergibt Ihrem Gerät dann eine IP-Adresse aus seinem Pool, die dieser wiederum an den Client ins lokale Netzwerk schickt.


Abb. 152: Lokale Dienste->DHCP-Server->DHCP-Relay-Einstellungen
Das Menü Lokale Dienste->DHCP-Server->DHCP-Relay-Einstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Primärer DHCP-Server | Geben Sie die IP-Adresse eines Servers ein, an den BootP- oder DHCP-Anfragen weitergeleitet werden sollen.Der Standardwert ist 0.0.0.0. |
| Sekundärer DHCP-Server | Geben Sie die IP-Adresse eines alternativen BootP- oder DHCP-Servers ein.Der Standardwert ist 0.0.0.0. |
17.4.5 DHCP - Konfigurationsbeispiel
Voraussetzungen
- Optional ein DHCP-Server
Beispiel-Szenarien

flowchart
graph TD
A["Host Dynamische IP-Adresse"] --> B["Host Dynamische IP-Adresse"]
B --> C["Host Dynamische IP-Adresse"]
D["Digitalisierungsbox"] --> E["Port1 192.168.2.1"]
E --> F["DHCP-Server ✓"]
Beispielszenario als DHCP-Server

flowchart
graph TD
A["Host Dynamische IP-Adresse"] --> B["Port1 Dynamische IP-Adresse"]
C["Host Dynamische IP-Adresse"] --> B
B --> D["Digitalisierungsbox"]
D --> E["ETH 192.168.1.1/24"]
E --> F["DHCP-Server 192.168.1.2/24"]
Beispielszenario als DHCP-Client

flowchart
graph TD
A["Host Dynamische IP-Adresse"] --> B["Host Dynamische IP-Adresse"]
B --> C["Port1 192.168.2.1"]
C --> D["Digitalisierungsbox"]
D --> E["ETH 192.168.1.1/24"]
E --> F["="]
F --> G["DHCP-Server 192.168.1.2/24"]
style D fill:#f9f,stroke:#333
style G fill:#ccf,stroke:#333
Beispielszenario als DHCP-Relay-Server
Konfigurationsziel
Sie können Ihr Gerät als DHCP-Server, als DHCP-Client oder als DHCP-Relay-Server einsetzen.
Konfigurationsschritte im Überblick
DHCP-Server
| Feld Menü Wert | ||
| IP-Poolname | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> IP-Pool-Konfiguration -> Neu | z. B. IP-Pool-1 |
| IP-Adressbereich | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> IP-Pool-Konfiguration -> Neu | z. B. 192.168.2.2 und 192.168.2.10 |
| Schnittstelle | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> DHCP-Konfiguration-> Neu | z. B. enl-0 |
| IP-Poolname | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> DHCP-Konfiguration-> Neu | IP-Pool-1 |
| Pool-Verwendung | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> DHCP Pool -> Neu | Lokal |
| Gateway | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> DHCP-Konfiguration-> Neu -> Erweiterte Einstellungen | Router als Gateway verwenden |
| Lease Time | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> DHCP-Konfiguration-> Neu -> Erweiterte Einstellungen | z. B. 120 |
| Für DNS-/WINS-Serverzuordnung zu verwendende IP-Adresse: Als DHCP-Server | Lokale Dienste -> DNS -> Globale Einstellungen -> Erweiterte Einstellungen | z. B. Eigene IP-Adresse |
DHCP-Client
| Feld Menü Wert | ||
| Adressmodus | LAN -> IP-Konfiguration -> Schnittstellen -> | DHCP |
| DHCP-MAC-Adresse (optional) | LAN -> IP-Konfiguration -> Schnittstellen -> -> Erweiterte Einstellungen | MAC-Adresse eines bestimmten DHCP-Servers |
DHCP-Relay-Server
| Feld Menü Wert | ||
| Primärer DHCP-Server | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> DHCP-Relay-Einstellungen | z. B. 192.168.1.2 |
| Sekundärer DHCP-Server (optional) | Lokale Dienste -> DHCP-Server -> DHCP-Relay-Einstellungen | falls vorhanden |
17.5 Scheduling
Ihr Gerät verfügt über einen Aufgabenplaner, mit dem bestimmte Standardaktionen (beispielsweise Aktivierung bzw. Deaktivierung von Schnittstellen) durchgeführt werden können. Außerdem ist jede vorhandene MIB-Variable mit jedem beliebigen Wert konfigurierbar.
Sie legen die gewünschten Aktionen fest und definieren die Auslöser, die steuern, wann bzw. unter welchen Bedingungen die Aktionen durchgeführt werden sollen. Ein Auslöser kann ein einzelnes Ereignis sein oder eine Folge von Ereignissen, die in einer Ereignisliste zusammengefasst sind. Für ein einzelnes Ereignis legen Sie ebenfalls eine Ereignisliste an, die jedoch nur ein Element enthält.
Es ist möglich, zeitgesteuert Aktionen auszulösen. Außerdem kann der Status oder die Erreichbarkeit von Schnittstellen oder deren Datenverkehr zur Ausführung der konfigurierten Aktionen führen, oder aber auch die Gültigkeit von Lizenzen. Auch hier ist es möglich, jede beliebige MIB-Variable mit jedem beliebigen Wert als Auslöser einzurichten.
Um den Aufgabenplaner in Betrieb zu nehmen, aktivieren Sie das Schedule-Intervall unter Optionen. Dieses Intervall gibt den Zeitabstand vor, in dem das System prüft, ob mindestens ein Ereignis eingetreten ist. Dieses Ereignis dient als Auslöser für eine konfigurierte Aktion.
Konkrete Hinweise für die Konfiguration des Aufgabenplaners finden Sie am Ende des Kapitels unter Konfigurationsbeispiel - Zeitgesteuerte Aufgaben (Scheduling) auf Seite 304.

Achtung
Die Konfiguration der nicht voreingestellten Aktionen erfordert umfangreiches Wissen über die Funktionsweise der Digitalisierungsbox. Eine Fehlkonfiguration kann zu erheblichen Störungen im Betrieb führen. Sichern Sie ggf. die ursprüngliche Konfiguration z. B. auf Ihrem PC.

Hinweis
Voraussetzung für den Betrieb des Aufgabenplaners ist ein auf Ihrem Gerät eingestelltes Datum ab dem 1.1.2000.
17.5.1 Auslöser
Im Menü Lokale Dienste->Scheduling->Auslöser werden alle konfigurierten Ereignislisten angezeigt. Jede Ereignisliste enthält mindestens ein Ereignis, das als Auslöser für eine Aktion vorgesehen ist.
17.5.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Ereignislisten anzulegen.


Abb. 153: Lokale Dienste->Scheduling->Auslöser->Neu
Das Menü Lokale Dienste->Scheduling->Auslöser->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Ereignisliste | Mit Neu (Standardwert) können Sie eine neue Ereignisliste anlegen. Mit Beschreibung geben Sie dieser Liste einen Namen. Mit Hilfe der übrigen Parameter legen Sie das erste Ereignis in der Liste an.Wenn Sie eine bestehende Ereignisliste erweitern wollen, wählen Sie die gewünschte Ereignisliste aus und fügen ihr mindestens ein Ereignis hinzu.Über Ereignislisten können auch komplexe Bedingungen für das Auslösen einer Aktion erstellt werden. Die Ereignisse werden in derseben Reihenfolge abgearbeitet wie sie in der Liste angelegt sind. |
| Beschreibung | Nur für Ereignisliste = NeuGeben Sie eine beliebige Bezeichnung für die Ereignisliste ein. |
| Ereignistyp | Wählen Sie den Typ des Ereignisses aus.Mögliche Werte:Zeit (Standardwert): Die in Aktionen konfigurierten und zugewiesene Aktionen werden zu bestimmten Zeitpunkten ausgelöst.MIB/SNMP: Die in Aktionen konfigurierten und zugewiesenene Aktionen werden ausgelöst, wenn die definierten MIB-Variablen die angegebenen Werte annehmen.Schnittstellenstatus: Die in Aktionen konfigurierten und zugewiesenene Aktionen werden ausgelöst, wenn die definierten Schnittstellen einen bestimmten Status annehmen.Schnittstellenverkehr: Die in Aktionen konfigurierten und zugewiesenen Aktionen werden ausgelöst, wenn der Datenverkehr auf den angegebenen Schnittstellen den definierten Wert unter- oder überschreitet.Ping-Test: Die in Aktionen konfigurierten und zugewiesenene Aktionen werden ausgelöst, wenn die angegebene IP-Adresse erreichbar bzw. nicht erreichbar ist.Lebensdauer eines Zertifikats: Die in Aktionen konfigurierten und zugewiesenene Aktionen werden ausgelöst, wenn die definierteGültigkeitsdauer erreicht ist.Funktionstaste: (nicht für alle Geräte verfügbar): Mit der Option Funktionstaste legen Sie fest, dass das Drücken der Funktionstaste am Gerät als Auslöser für konfigurierte Aktionen dienen kann. Durch einen Druck von gut einer Sekunde (aber weniger als drei Sekunden) auf die Taste wird der Zustand der Taste auf Aktiv gesetzt, durch einen Druck von mehr als drei Sekunden wird er auf Inaktiv gesetzt. Aktionen, die vom Zustand der Taste abhängen, werden dann bei der nächsten zyklischen Abfrage gemäß dem Schedule-Intervall ausgelöst. Es kann also z. B. eine WLAN-Schnittstelle aktiviert werden, wenn die Funktionstaste eine Sekunde lang gedrückt wird. Bei einem Druck auf die Taste vom mehr als drei Sekunden wird die Schnittstelle wieder deaktiviert. |
| Überwachte Variable | Nur für Ereignistyp MIB/SNMPWählen Sie die MIB-Variable aus, deren definierter Wert als Auslöser konfiguriert werden soll. Wählen Sie zunächst das System aus, in dem die MIB-Variable gespeichert ist, dann die MIB-Tabelle und dann die MIB-Variable selber. Es werden nur die MIB-Tabellen und MIB-Variablen angezeigt, die im jeweiligen Bereich vorhanden sind. |
| Vergleichsbedingung | Nur für Ereignistyp MIB/SNMPWählen Sie aus, ob die MIB-Variable Größer (Standardwert), Gleich, Kleiner, Ungleich dem in Vergleichswert angegebenen Wert sein oder innerhalb von Bereich liegen muss, um die Aktion auszulösen. |
| Vergleichswert | Nur für Ereignistyp MIB/SNMPGeben Sie den Wert der MIB-Variable ein. |
| Indexvariablen | Nur für Ereignistyp MIB/SNMPWählen Sie bei Bedarf MIB-Variablen aus, um einen bestimmten Daten-satz in der MIB-Tabelle eindeutig zu kennzeichnen, z.B. ConnIfIndex. Aus der Kombination von Indexvariable (in der Regel eine Indexvariable, die mit * gekennzeichnet ist) und Indexwert ergibt sich die eindeutige Identifikation eines bestimmten Tabelleneintrags.Legen Sie weitere Indexvariablen mit Hinzufügen an. |
| Überwachte Schnittstelle | Nur für Ereignistyp Schnittstellenstatus und Schnittstellen-verkehrWählen Sie die Schnittstelle aus, deren definierter Status ein Ereignis auslösen soll. |
| Schnittstellenstatus | Nur für Ereignistyp SchnittstellenstatusWählen Sie den Status aus, den die Schnittstelle einnehmen muss, um die gewünschte Aktion auszulösen.Mögliche Werte:Aktiv (Standardwert): Die Schnittstelle ist aktiv.Inaktiv: Die Schnittstelle ist inaktiv. |
| Richtung des Datenver-kehrs | Nur für Ereignistyp SchnittstellenverkehrWählen Sie die Richtung des Datenverkehrs aus, deren Werte für das Auslösen einer Aktion beobachtet werden sollen.Mögliche Werte:• RX (Standardwert): Der eingehende Datenverkehr wird überwacht.• TX: Der ausgehende Datenverkehr wird überwacht. |
| Bedingung des Schnitt-stellenverkehrs | Nur fürEreignistypSchnittstellenverkehrWählen Sie aus, ob der Wert für DatenverkehrGrößer (Standardwert) oder Kleiner dem in Übertragener Datenverkehr angegebenen Wert sein muss, um die Aktion auszulösen. |
| Übertragener Datenver-kehr | Nur fürEreignistypSchnittstellenverkehrGeben Sie den gewünschten Wert für den Datenverkehr, mit dem vergli-chen werden soll, inkBytesein.Der Standardwert ist 0. |
| Ziel-IP-Adresse | Nur fürEreignistypPing-TestGeben Sie die IP-Adresse ein, deren Erreichbarkeit überprüft werden soll. |
| Quell-IP-Adresse | Nur fürEreignistypPing-TestGeben Sie die IP-Adresse ein, die als Absendeadresse für den Ping-Test verwendet werden soll.Mögliche Werte:• Automatisch (Standardwert): Die IP-Adresse der Schnittstelle, über die der Ping versendet wird, wird automatisch als Absendeadresse ein-getragen.• Spezifisch: Geben Sie die gewünschte IP-Adresse in das Eingabe-feld ein. |
| Status | Nur fürEreignistypPing-TestWählen Sie aus, ob Ziel-IP-AdresseErreichbar (Standardwert) oder Nicht erreichbar sein muss, um die Aktion auszulösen. |
| Intervall | Nur fürEreignistypPing-TestGeben Sie die Zeit inSekundenein, nach der erneut ein Ping gesendet werden soll.Der Standardwert ist 60 Sekunden. |
| Versuche | Nur fürEreignistypPing-TestGeben Sie die Anzahl der Ping-Tests ein, die durchgeführt werden soll, bis Ziel-IP-Adresseals Nicht erreichbargilt.Der Standardwert ist 3. |
| Überwachtes Zertifikat | Nur fürEreignistypLebensdauer eines ZertifikatsWählen Sie das Zertifikat aus, dessen Gültigkeit überprüft werden soll. |
| Verbleibende Gültigkeits-dauer | Nur fürEreignistypLebensdauer eines ZertifikatsGeben Sie den gewünschten Wert für die noch verbleibende Gültigkeit des Zertifikats in Prozent ein. |
| Status der Funktionstaste | Nur für EreignistypFunktionstasteBeim Anlegen des Auslösers können Sie über die Auswahl des Status der Funktionstaste festlegen, bei welchem Zustand der Funktionstaste der Auslöser aktiv sein soll. Setzen Sie den Status auf An, so wird der Auslöser aktiv, wenn der Zustand der Funktionstaste Aktivist, und inaktiv, wenn der Zustand der Funktionstaste Inaktiv ist. Setzen Sie ihn auf Aus, so wird der Auslöser aktiv, wenn der Zustand der Funktionstaste Inaktiv ist, und inaktiv, wenn der Zustand der Funktionstaste Aktivist. Die Zustandsprüfung erfolgt zyklisch im Abstand des konfigurierten Schedule-Intervalls. |
Felder im Menü Zeitintervall auswählen
| Feld Beschreibung | |
| Zeitbedingung | Nur fürEreignistyp ZeitWählen Sie zunächst die Art der Zeitangabe inBedingungstypaus.Mögliche Werte:Wochentag: Wählen Sie inBedingungseinstellungeneneinen Wochen-tag aus.Perioden (Standardwert): Wählen Sie inBedingungseinstellungeneinen bestimmten Turnus aus.Tag des Monats: Wählen Sie inBedingungseinstellungeneneinen bestimmten Tag im Monat aus.Mögliche Werte fürBedingungseinstellungen beiBedingungstyp= Wochentag:Montag (Standardwert) ... Sonntag.Mögliche Werte fürBedingungseinstellungen beiBedingungstyp= Perioden:Täglich: Der Auslöser wird täglich aktiv (Standardwert).Montag-Freitag: Der Auslöser wird täglich von Montag bis Freitag aktiv.Montag-Samstag: Der Auslöser wird täglich von Montag bis Samstag aktiv.Samstag-Sonntag: Der Auslöser wird Samstag und Sonntag aktiv.Mögliche Werte fürBedingungseinstellungen beiBedingungstyp= Tag des Monats:1... 31. |
| Startzeit | Geben Sie den Zeitpunkt ein, ab dem der Auslöser aktiviert werden soll. Die Aktivierung erfolgt mit dem nächsten Scheduling-Intervall. Der Standardwert dieses Intervalls ist 55 Sekunden. |
| Stoppzeit | Geben Sie den Zeitpunkt ein, ab dem der Auslöser deaktiviert werden soll. Die Deaktivierung erfolgt mit dem nächsten Scheduling-Intervall.Wenn Sie keineStoppzeiteingeben oderStoppzeit= Startzeitsetzen, wird der Auslöser aktiviert und nach 10 Sekunden deaktiviert. |
17.5.2 Aktionen
Im Menü Lokale Dienste->Scheduling->Aktionen wird eine Liste aller Aktionen angezeigt, die durch die in Lokale Dienste->Scheduling->Auslöser konfigurierten Ereignisse oder Ereignissketten ausgelöst werden sollen.
17.5.2.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Aktionen zu konfigurieren.


Abb. 154: Lokale Dienste->Scheduling->Aktionen->Neu
Das Menü Lokale Dienste->Scheduling->Aktionen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Geben Sie eine beliebige Bezeichnung für die Aktion ein. |
| Befehlstyp | Wählen Sie die gewünschte Aktion aus.Mögliche Werte:Neustart (Standardwert): Ihr Gerät wird neu gestartet.MIB/SNMP: Für eine MIB-Variable wird der gewünschte Wert eingetragen.Schnittstellenstatus: Der Status einer Schnittstelle wird verändert.WLAN-Status: Nur für Geräte mit Wireless LAN. Der Status einer WLAN-SSID wird verändert.Softwareaktualisierung: Es wird ein Software-Update initiiert.Konfigurationsmanagement: Eine Konfigurationsdatei wird in Ihr Gerät geladen oder von Ihrem Gerät gesichert.Ping-Test: Die Erreichbarkeit einer IP-Adresse wird überprüft.Zertifikatverwaltung: Ein Zertifikat soll erneuert, gelöscht oder eingetragen werden.5 GHz-WLAN-Bandscan: Nur für Geräte mit Wireless LAN. Ein Scan des 5-GHz-Frequenzbands wird durchgeführt.WLC: Neuer Neighbor-Scanvorgang: Nur für Geräte mit WLAN Controller. In einem durch den WLAN Controller kontrollierten WLAN-Netz wird ein Neighbor Scan ausgelöst.WLC: VSS-Status: Nur für Geräte mit WLAN Controller. Der Status eines Drahtlosnetzwerkes wird verändert.Betriebsmodus: Der Betriebsmosdus eines WLAN-Radiomoduls wird verändert. |
| Ereignisliste | Wählen Sie die gewünschte Ereignisliste aus, die in Lokale Dienste->Scheduling->Auslöser angelegt ist. |
| Bedingung für Ereignisliste | Wählen Sie für die gewählte Ereignisliste aus, wieviele der konfigurierten Ereignisse eintreten müssen, damit die Aktion ausgelöst wird.Mögliche Werte:Alle (Standardwert): Die Aktion wird ausgelöst, wenn alle Ereignisse eintreten.Eins: Die Aktion wird ausgelöst, wenn ein Ereignis eintritt.Keiner: Die Aktion wird ausgelöst, wenn keines der Ereignisse eintritt.Eins nicht: Die Aktion wird ausgelöst, wenn eines der Ereignisse nicht eintritt. |
| Neustart des Geräts nach | Nur bei Befehlstyp = NeustartGeben Sie die Zeitspanne in Sekunden an, die nach dem Eintreten des Ereignisses gewartet werden soll, bis das Gerät neu gestartet wird.Der Standardwert ist 60 Sekunden. |
| Hinzuzufügende/zu bearbeitende MIB/SNMP-Variable | Nur bei Befehlstyp = MIB/SNMPWählen Sie die MIB-Tabelle aus, in der die MIB-Variable gespeichert ist, deren Wert verändert werden soll. Wählen Sie zunächst das System aus und dann die MIB-Tabelle. Es werden nur die MIB-Tabellen angezeigt, die im jeweiligen Bereich vorhanden sind. |
| Befehlsmodus | Nur bei Befehlstyp = MIB/SNMPWählen Sie aus, auf welche Weise der MIB-Eintrag manipuliert werden soll.Zur Verfügung stehen:Vorhandenen Eintrag ändern (Standardwert): Ein bestehender Eintrag soll verändert werden.Neuen MIB-Eintrag erstellen: Ein neuer Eintrag soll angelegt werden. |
| Indexvariablen | Nur bei Befehlstyp = MIB/SNMPWählen Sie bei Bedarf MIB-Variablen aus, um einen bestimmten Datensatz in MIB-Tabelle eindeutig zu kennzeichnen, z.B. ConnIfIndex. Aus der Kombination von Indexvariable (in der Regel eine Indexvariable, die mit * gekennzeichnet ist) und Indexwert ergibt sich die eindeutige Identifikation eines bestimmten Tabelleneintrags.Legen Sie weitere Indexvariablen mit Hinzufügen an. |
| Status des Auslösers | Nur bei Befehlstyp = MIB/SNMPWählen Sie aus, welchen Status das Ereignis haben muss, um die MIB-Variable wie definiert zu verändern.Mögliche Werte:Aktiv (Standardwert): Der Wert der MIB-Variable wird verändert, wenn der Auslöser aktiv ist.Inaktiv: Der Wert der MIB-Variable wird verändert, wenn der Auslöser inaktiv ist.•Beide: Der Wert der MIB-Variable wird unterschiedlich verändert, wenn der Status des Auslösers sich ändert. |
| MIB-Variablen | Nur beiBefehlstyp= MIB/SNMPWählen Sie die MIB-Variable aus, deren Wert, abhängig vom Status des Auslösers, verändert werden soll.Ist der Auslöser aktiv (Status des Auslösers Aktiv), wird die MIB-Variable mit dem inAktiver Wert eingetragenen Wert beschrieben.Ist der Auslöser inaktiv,Status des Auslösers Inaktiv), wird die MIB-Variable mit dem inInaktiver Wert eingetragenen Wert beschrieben.Soll die MIB-Variable verändert werden, je nachdem ob der Auslöser aktiv oder inaktiv ist (Status des Auslösers Beide), wird sie mit einem aktiven Auslöser mit dem inAktiver Wert eingetragenen Wert und mit einem inaktiven Auslöser mit dem inInaktiver Wert eingetragenen Wert beschrieben.Legen Sie weitere Einträge mitHinzufügenan. |
| Schnittstelle | Nur beiBefehlstyp=SchnittstellenstatusWählen Sie die Schnittstelle aus, deren Status verändert werden soll. |
| Schnittstellenstatus festlegen | Nur beiBefehlstyp=SchnittstellenstatusWählen Sie den Status aus, auf den die Schnittstelle gesetzt werden soll.Mögliche Werte:•Aktivh(Standardwert)•Inaktiv•Zurücksetzen |
| Lokale WLAN-SSID | Nur beiBefehlstyp=WLAN-StatusWählen Sie das gewünschte Drahtlosnetzwerk aus, dessen Status verändert werden soll. |
| Status festlegen | Nur beiBefehlstyp=WLAN-Status oder WLC: VSS-StatusWählen Sie den Status aus, den das Drahtlosnetzwerk erhalten soll.Mögliche Werte:•Aktivierenh(Standardwert)•Deaktivieren |
| Quelle | Nur beiBefehlstyp= SoftwareaktualisierungWählen Sie die gewünschte Quelle für die Software-Aktualisierung aus.Mögliche Werte:•Aktuelle Software vom Update-Server (Standardwert): Die aktuelle Software wird vom Update-Server geladen.•HTTP-Server: Die aktuelle Software wird von einem HTTP-Server geladen, den Sie über die Server-URL festlegen.•HTTPS-Server: Die aktuelle Software wird von einem HTTPS-Server geladen, den Sie über die Server-URL festlegen.•TFTP-Server: Die aktuelle Software wird von einem TFTP-Server ge-laden, den Sie über die Server-URL festlegen. |
| Server-URL | Bei Befehlstyp = Softwareaktualisierung wenn Quelle nicht Aktuelle Software vom Update-ServerGeben Sie die URL des Servers ein, von dem die gewünschte Softwareversion geholt werden soll.Bei Befehlstyp = Konfigurationsmanagement mit Aktion = Konfiguration importieren oder Konfiguration exportierenGeben Sie die URL des Servers ein, von dem eine Konfigurationsdatei geholt oder auf den die Konfigurationsdatei gesichert werden soll. |
| Dateiname | Bei Befehlstyp = SoftwareaktualisierungGeben Sie den Dateinamen der Softwareversion ein.Bei Befehlstyp = Zertifikatverwaltung mit Aktion = Zertifikat importierenGeben Sie den Dateinamen der Zertifikatsdatei ein. |
| Aktion | Bei Befehlstyp = KonfigurationsmanagementWählen Sie aus, welche Aktion auf eine Konfigurationsdatei angewendet werden soll.Mögliche Werte:Konfiguration importierenh(Standardwert)Konfiguration exportierenKonfiguration umbenennenKonfiguration löschenKonfiguration kopierenBei Befehlstyp = ZertifikatverwaltungWählen Sie aus, welche Aktion Sie auf eine Zertifikatsdatei anwenden möchten.Mögliche Werte:Zertifikat importierenh(Standardwert)Zertifikat löschenSCEP |
| Protokoll | Nur für Befehlstyp = Zertifikatverwaltung und Konfigurationsmanagement wenn Aktion = Konfiguration importierenWählen Sie das Protokoll für die Dateübertragung aus.Mögliche Werte:HTTPh(Standardwert)HTTPSTFTP |
| CSV-Dateiformat | Nur bei Befehlstyp = Konfigurationsmanagement und Aktion = Konfiguration importieren oder Konfiguration exportierenWählen Sie aus, ob die Datei im CSV-Format übertragen werden soll.Das CSV-Format kann problemlos gelesen und modifiziert werden. Außerdem können Sie z. B. mithilfe von Microsoft Excel die entsprechenden Dateien in übersichtlicher Form einsehen.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Dateiname auf Server | Nur beiBefehlstyp= KonfigurationsmanagementFürAktion=Konfiguration importierenGeben Sie den Namen der Datei ein, unter dem sie auf dem Server, von dem sie geholt werden soll, gespeichert ist.FürAktion=Konfiguration exportierenGeben Sie den Namen der Datei ein, unter dem sie auf dem Server gespeichert werden soll. |
| Lokaler Dateiname | Nur beiBefehlstyp= Konfigurationsmanagement undAktion=Konfiguration importieren, Konfiguration umbenennen oder Konfiguration kopierenGeben Sie beim Importieren, Umbenennen oder Kopieren einen Namen für die Konfigurationsdatei ein, unter dem sie lokal auf dem Gerät gespeichert werden soll. |
| Dateiname in Flash | BeiBefehlstyp= Konfigurationsmanagement undAktion=Konfiguration exportierenWählen Sie die Datei aus, die exportiert werden soll.BeiBefehlstyp= Konfigurationsmanagement undAktion=Konfiguration umbenennenWählen Sie die Datei aus, die umbenannt werden soll.BeiBefehlstyp= Konfigurationsmanagement undAktion=Konfiguration löschenWählen Sie die Datei aus, die gelöscht werden soll.BeiBefehlstyp= Konfigurationsmanagement undAktion=Konfiguration kopierenWählen Sie die Datei aus, die kopiert werden soll. |
| Konfiguration enthält Zertifikate/Schlüssel | Nur beiBefehlstyp= Konfigurationsmanagement undAktion=Konfiguration importieren oder Konfiguration exportierenWählen Sie aus, ob in der Konfiguration enthaltene Zertifikate und Schlüssel importiert oder exportiert werden sollen.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Konfiguration verschlüsseln | Nur beiBefehlstyp= Konfigurationsmanagement undAktion=Konfiguration importieren oder Konfiguration exportierenWählen Sie aus, ob die Daten der gewähltenAktionverschlüsselt werden sollen.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Nach Ausführung neu starten | Nur beiBefehlstyp= KonfigurationsmanagementWählen Sie aus, ob Ihr Gerät nach der gewünschtenAktionneu gestar- tet werden soll.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Versionsprüfung | Nur beiBefehlstyp= Konfigurationsmanagement undAktion=Konfiguration importierenWählen Sie aus, ob beim Import einer Konfigurationsdatei überprüft wer- den soll, ob auf dem Server eine aktuellere Version der schon geladenen Konfiguration vorhanden ist. Wenn nicht, wird der Datei-Import abgebro- chen.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Ziel-IP-Adresse | Nur beiBefehlstyp= Ping-TestGeben Sie die IP-Adresse ein, deren Erreichbarkeit überprüft werden soll. |
| Quell-IP-Adresse | Nur beiBefehlstyp= Ping-TestGeben Sie die IP-Adresse ein, die als Absendeadresse für den Ping-Test verwendet werden soll.Mögliche Werte:Automatisch (Standardwert): Die IP-Adresse der Schnittstelle, über die der Ping versendet wird, wird automatisch als Absendeadresse ein- getragen.Spezifisch: Geben Sie die gewünschte IP-Adresse in das Eingabe- feld ein. |
| Intervall | Nur beiBefehlstyp= Ping-TestGeben Sie die Zeit inSekundenein, nach der erneut ein Ping gesendet werden soll.Der Standardwert ist 1 Sekunde. |
| Versuche | Nur beiBefehlstyp= Ping-TestGeben Sie die Anzahl der Ping-Tests ein, die durchgeführt werden soll, bis Ziel-IP-Adresseals unerreichbar gilt.Der Standardwert ist 3. |
| Serveradresse | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= Zerti- fikat importierenGeben Sie die URL des Servers ein, von dem eine Zertifikatsdatei geholt werden soll. |
| Lokale Zertifikatsbeschrei- bung | BeiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= Zertifikat importierenGeben Sie eine Beschreibung für das Zertifikat ein, unter der es im Gerät gespeichert werden soll.BeiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= ZertifikatlöschenWählen Sie das Zertifikat aus, das gelöscht werden soll. |
| Kennwort für geschütztes Zertifikat | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= Zertifikat importierenWählen Sie aus, ob Sie ein geschütztes Zertifikat verwenden möchten, das ein Passwort benötigt, und geben Sie dieses in das Eingabefeld ein.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Ähnliches Zertifikat über-schreiben | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= Zertifikat importierenWählen Sie aus, ob Sie ein auf Ihrem Gerät schon vorhandenes Zertifikat mit dem neuen überschreiben wollen.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Zertifikat in Konfiguration schreiben | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= Zertifikat importierenWählen Sie aus, ob Sie das Zertifikat in eine Konfigurationsdatei einbinden wollen, und wählen Sie die gewünschte Konfigurationsdatei aus.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Zertifikatsanforderungsbe-schreibung | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= SCEPGeben Sie eine Beschreibung ein, unter der das SCEP-Zertifikat auf Ihrem Gerät gespeichert werden soll. |
| SCEP-Server-URL | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= SCEPGeben Sie die URL des SCEP-Servers ein, z. B.http://scep.bintec-elmeg.com:8080/scep/scep.dllDie entsprechenden Daten erhalten Sie von Ihrem CA-Administrator. |
| Subjektname | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= SCEPGeben Sie einen Subjektnamen mit Attributen ein.Beispiel: "CN=VPNServer, DC=mydomain, DC=com, c=DE" |
| CA-Name | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= SCEPGeben Sie den Namen des CA-Zertifikats der Zertifizierungsstelle (CA) ein, von der Sie Ihr Zertifikat anfordern möchten, z. B. cawindows. Die entsprechenden Daten erhalten Sie von Ihrem CA-Administrator. |
| Passwort | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= SCEPUm Zertifikate zu erhalten, benötigen Sie möglicherweise ein Passwort von der Zertifizierungsstelle. Tragen Sie das Passwort, welches Sie von Ihrer Zertifizierungsstelle erhalten haben, hier ein. |
| Schlüsselgröße | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion= SCEPWählen Sie die Länge des zu erzeugenden Schlüssels aus. Mögliche Werte sind 1024 (Standardwert), 2048 und 4096. |
| Autospeichermodus | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion=SCEPWählen Sie, ob Ihr Gerät intern automatisch die verschiedenen Schritte des Registrierungsprozesses speichert. Dies ist dann von Nutzen, wenn die Registrierung nicht sofort abgeschlossen werden kann. Falls der Status nicht gespeichert wurde, kann die unvollständige Registrierung nicht abgeschlossen werden. Sobald die Registrierung abgeschlossen ist und das Zertifikat vom CA-Server heruntergeladen wurde, wird es automatisch in der Konfiguration Ihres Geräts gespeichert.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| CRL verwenden | Nur beiBefehlstyp= Zertifikatverwaltung undAktion=SCEPLegen Sie hier fest, inwiefern Sperrlisten (CRLs) in die Validierung von Zertifikaten, die vom Besitzer dieses Zertifikats ausgestellt wurden, einbezogen werden sollen.Mögliche Werte:Auto(Standardwert): Falls im CA-Zertifikat ein Eintrag für einen Zertifikatsperrlisten-Verteilungspunkt (CDP, CRL Distribution Point) vorhanden ist, soll dieser zusätzlich zu den global im Gerät konfigurierten Sperrlisten ausgewertet werden.Ja: CRLs werden grundsätzlich überprüft.Nein: Keine Überprüfung von CRLs. |
| WLAN-Modul auswählen | Nur beiBefehlstyp= 5 GHz-WLAN-Bandscan undBetriebsmodusWählen Sie das WLAN-Modul aus, auf dem ein Scan des Frequenzbands durchgeführt werden soll. |
| WLC-SSID | Nur beiBefehlstyp=WLC: VSS-StatusWählen Sie das über den WLAN Controller verwaltete Drahtlosnetzwerk aus, dessen Status verändert werden soll. |
| Betriebsmodus (Aktiv) | Nur beiBefehlstyp=BetriebsmodusWählen Sie den gewünschten Betriebsmodus des gewählten Radiomoduls aus, wenn sich dieses aktuell im Zustand Aktiv befindet. Hierfür stehen alle Betriebsarten zur Auswahl, die von Ihrem Gerät unterstützt werden. Die Auswahl kann also von Gerät zu Greät abweichen. |
| Betriebsmodus (Inaktiv) | Nur beiBefehlstyp=BetriebsmodusWählen Sie den gewünschten Betriebsmodus des gewählten Radiomoduls aus, wenn sich dieses aktuell im Zustand Inaktiv befindet. Hierfür stehen alle Betriebsarten zur Auswahl, die von Ihrem Gerät unterstützt werden. Die Auswahl kann also von Gerät zu Greät abweichen. |
17.5.3 Optionen
Im Menü Lokale Dienste->Scheduling->Optionen konfigurieren Sie das Schedule-Intervall.


Abb. 155: Lokale Dienste->Scheduling->Optionen
Das Menü Lokale Dienste->Scheduling->Optionen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Scheduling-Optionen
| Feld Beschreibung | |
| Schedule-Intervall | Wählen Sie aus, ob das Schedule-Intervall aktiviert werden soll.Standardmäßig ist das Schedule-Intervall nicht aktiv.Geben Sie die Zeitspanne in Sekunden ein, nach der das System jeweils prüft, ob konfigurierte Ereignisse eingetreten sind.Möglich sind Werte zwischen 0 und 65535.Empfohlen wird der Wert 300 (5 Minuten Genauigkeit). |
17.5.4 Konfigurationsbeispiel - Zeitgesteuerte Aufgaben (Scheduling)
Voraussetzungen
- Grundkonfiguration des Gateways
Beispielszenario

flowchart
graph LR
A["Rechner\n192.168.2.2/24"] --> B["Digitalisierungsbox"]
C["Rechner\n192.168.2.3/24"] --> B
B --> D["Internet"]
style B fill:#f9f,stroke:#333
Beispielszenario Zeitgesteuerte Aufgaben
Konfigurationsziel
- Das Gateway soll täglich während der Nacht neu starten.
- Am Wochenende soll die WLAN-Schnittstelle abgeschaltet werden.
- Einmal im Monat soll die Konfiguration automatisch auf einen TFTP-Server gesichert werden.
Konfigurationsschritte im Überblick
Täglicher Neustart
| Feld Menü Wert | ||
| Ereignisliste | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Neu |
| Beschreibung | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | z. B. Neustart auslösen |
| Ereignistyp | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Zeit |
| Zeitbedingung | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Bedingungstyp = Perioden, Bedingungseinstellungen = Täglich |
| Startzeit | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Stunde 02hMinute 00 |
| Beschreibung | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | z. B. Neustart des Geräts |
| Befehlstyp | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Neustart |
| Ereignisliste | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Neustart auslösen |
| Bedingung für Ereignisliste | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Alle |
| Neustart des Geräts nach | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | z. B. 60hSekunden |
| Schedule-Intervall | Lokale Dienste -> Scheduling -> Optionen | Aktiviert, 55hsec |
WLAN-Schnittstelle abschalten
| Feld Menü Wert | ||
| Ereignisliste | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Neu |
| Beschreibung | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | z. B. WLAN-Schnittstelle ab-schalten auslösen |
| Ereignistyp | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Zeit |
| Zeitbedingung | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Bedingungstyp = Perioden, Bedingungsein-stellungen = Samstag Sonntag |
| Startzeit | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Stunde 00hMinute 00 |
| Stoppzeit | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Stunde 23hMinute 59 |
| Beschreibung | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktio-nen -> Neu | z. B. WLAN-Schnittstelle ab-schalten |
| Befehlstyp | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktio-nen -> Neu | Schnittstellenstatus |
| Ereignisliste | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktio-nen -> Neu | WLAN-Schnittstelle abschalten auslösen |
| Bedingung für Ereignisliste | Lokale Dienste -> Scheduling ->Aktio-nen -> Neu | Alle |
| Schnittstelle | Lokale Dienste -> Scheduling ->Aktio-nen -> Neu | z. B. vssl-0 |
| Schnittstellenstatus festle-gen nen -> Neu | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktio- | Inaktiv |
| Schedule-Intervall | Lokale Dienste -> Scheduling -> Optionen | Aktiviert, 55hsec |
Konfiguration monatlich sichern
| Feld Menü Wert | ||
| Ereignisliste | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Neu |
| Beschreibung | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | z. B. Konfigurationssicherung auslösen |
| Ereignistyp | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Zeit |
| Zeitbedingung | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Bedingungstyp = Tag des Monats, Bedingungseinstellungen = 1 |
| Startzeit | Lokale Dienste -> Scheduling -> Auslöser -> Neu | Stunde 03hMinute 00 |
| Beschreibung | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Konfiguration sichern |
| Befehlstyp | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Konfigurationsmanagement |
| Ereignisliste | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Konfigurationssicherung auslösen |
| Bedingung für Ereignisliste | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Alle |
| Aktion | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Konfiguration exportieren |
| Server-URL | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | z. B. tftp://192.168.2.5 |
| CSV-Dateiformat | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Aktiviert |
| Dateiname auf Server | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | z. B. monthly-backup.cf |
| Dateiname in Flash | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | boot |
| Konfiguration enthält Zertifikate/Schlüssel | Lokale Dienste -> Scheduling -> Aktionen -> Neu | Aktiviert |
| Schedule-Intervall | Lokale Dienste -> Scheduling -> Opti-nen | Aktiviert, 55hsec |
17.6 Überwachung
In diesem Menü können Sie eine automatische Erreichbarkeitsprüfung von Hosts oder Schnittstellen und automatische Ping-Tests konfigurieren.

Hinweis
Diese Funktion kann auf Ihrem Gerät nicht für Verbindungen eingerichtet werden, die über einen RADIUS-Server authentifiziert werden.
17.6.1 Hosts
Im Menü Lokale Dienste->Überwachung->Hosts wird eine Liste aller überwachten Hosts angezeigt.
17.6.1.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Überwachungsaufgaben einzurichten.


Abb. 156: Lokale Dienste->Überwachung->Hosts->Neu
Das Menü Lokale Dienste->Überwachung->Hosts->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Feld im Menü Hostparameter
| Feld Beschreibung | |
| Gruppen-ID | Wenn die Erreichbarkeit einer Gruppe von Hosts bzw. des Standard-Gateways von Ihrem Gerät überwacht werden soll, wählen Sie eine ID für die Gruppe bzw. für das Standard-Gateway.Die Gruppen-IDs werden automatisch von 0 bis 255 angelegt. Ist noch kein Eintrag angelegt, wird durch die Option Neue ID eine neue Gruppe angelegt. Sind Einträge vorhanden, kann man aus den angelegten Gruppen auswählen.Jeder zu überwachende Host muss einer Gruppe zugeordnet werden.Die in Schnittstelle konfigurierte Aktion wird nur dann ausgeführt, wenn kein Gruppen-Mitglied erreichbar ist. |
Felder im Menü Trigger
| Feld Beschreibung | |
| Überwachte IP-Adresse | Geben Sie die IP-Adresse des Hosts ein, der überwacht werden soll.Mögliche Werte:Standard-Gateway (Standardwert): Das Standard-Gateway wird überwacht.Spezifisch: Geben Sie in das nebenstehende Eingabefeld die IP-Adresse des zu überwachenden Hosts ein. |
| Quell-IP-Adresse | Wählen Sie aus, wie die IP-Adresse ermittelt werden soll, die Ihr Gerätals Quelladresse des Pakets verwendet, das an den zu überwachenden Host gesendet wird.Mögliche Werte:• Automatisch (Standardwert): Die IP-Adresse wird automatisch ermittelt.• Spezifisch: Geben Sie in das nebenstehende Eingabefeld die IP-Adresse ein. |
| Intervall | Geben Sie das Zeitintervall (in Sekunden) ein, das zur Überprüfung der Erreichbarkeit des Hosts verwendet werden soll.Mögliche Werte sind 1 bis 65536.Der Standardwert ist 10.Innerhalb einer Gruppe wird das kleinste Intervall der Gruppenmitglieder verwendet. |
| Erfolgreiche Versuche | Geben Sie ein, wieviele Pings beantwortet werden müssen, damit der Host als erreichbar angesehen wird.Mit dieser Einstellung können Sie zum Beispiel festlegen, wann ein Host als wieder erreichbar gilt und statt eines Backup-Geräts erneut verwendet wird.Mögliche Werte sind 1 bis 65536.Der Standardwert ist 3. |
| Fehlgeschlagene Versuche | Geben Sie ein, wieviele Pings unbeantwortet bleiben müssen, damit der Host als nicht erreichbar angesehen wird.Mit dieser Einstellung können Sie zum Beispiel festlegen, wann ein Host als nicht erreichbar gilt und stattdessen ein Backup-Gerät verwendet wird.Mögliche Werte sind 1 bis 65536.Der Standardwert ist 3. |
| Auszuführende Aktion | Wählen Sie aus, welche Aktion ausgeführt werden soll. Für die meisten Aktionen wählen Sie eine Schnittstelle, auf die sich die Aktion bezieht.Auswählbar sind alle physikalischen und virtuellen Schnittstellen.Wählen Sie zu jeder Schnittstelle aus, ob sie aktiviert (Aktivieren), deaktiviert (Deaktivieren, Standardwert) oder zurückgesetzt (Zurücksetzen) werden soll oder ob die Verbindung erneut aufgebaut (Erneut wählen) werden soll.Mit Aktion = Überwachen können Sie die IP-Adresse überwachen, die unter Überwachte IP-Adresse angegeben ist. |
17.6.2 Schnittstellen
Im Menü Lokale Dienste->Überwachung->Schnittstellen wird eine Liste aller überwachten Schnittstellen angezeigt.
17.6.2.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um die Überwachung weiterer Schnittstellen einzurichten.


Abb. 157: Lokale Dienste->Überwachung->Schnittstellen->Neu
Das Menü Lokale Dienste->Überwachung->Schnittstellen->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Überwachte Schnittstelle | Wählen Sie die Schnittstelle auf Ihrem Gerät aus, die überwacht werden soll. |
| Trigger | Wählen Sie den Status bzw. Statusübergang von Überwachte Schnittstelle aus, der eine bestimmte Schnittstellenaktion auslösen soll.Mögliche Werte:• Schnittstelle wird aktiviert.h(Standardwert)• Schnittstelle wird deaktiviert. |
| Schnittstellenaktion | Wählen Sie die Aktion aus, welche dem in Trigger definierten Status bzw. Statusübergang folgen soll.Die Aktion wird auf die in Schnittstelle ausgewählte(n) Schnittstelle(n) angewendet.Mögliche Werte:• Aktivieren (Standardwert): Aktivierung der Schnittstelle(n)• Deaktivieren: Deaktivierung der Schnittstelle(n) |
| Schnittstelle | Wählen Sie aus, für welche Schnittstelle(n) die unter Schnittstelle festgelegte Aktion ausgeführt werden soll.Wählbar sind alle physikalischen und virtuellen Schnittstellen und die Optionen Alle PPP-Schnittstellen und Alle IPSec-Schnittstellen. |
17.6.3 Ping-Generator
Im Menü Lokale Dienste->Überwachung->Ping-Generator wird eine Liste aller konfigurierten Pings angezeigt, die automatisch generiert werden.
17.6.3.1 Bearbeiten oder Neu
Wählen Sie das Symbol 📋, um vorhandene Einträge zu bearbeiten. Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Pings einzurichten.


Abb. 158: Lokale Dienste->Überwachung->Ping-Generator->Neu
Das Menü Lokale Dienste->Überwachung->Ping-Generator->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Ziel-IP-Adresse | Geben Sie die IP-Adresse ein, an die ein Ping automatisch abgesetzt werden soll. |
| Quell-IP-Adresse | Geben Sie die Quell-IP-Adresse der ausgehenden ICMP-Echoanfrage-Pakete ein.Mögliche Werte:• Automatisch: Die IP-Adresse wird automatisch ermittelt.• Spezifisch (Standardwert): Geben Sie die IP-Adresse in das nebenstehende Eingabefeld ein, z. B. um eine bestimmte erweiterte Route zu testen. |
| Intervall | Geben Sie das Intervall in Sekunden ein, während dessen der Ping an die in Entfernte IP-Adresse angegebene Adresse abgesetzt werden soll.Mögliche Werte sind 1 bis 65536.Der Standardwert ist 10. |
| Versuche | Geben Sie die Anzahl der Ping-Tests ein, die durchgeführt werden sollen, bis die Ziel-IP-Adresse als Nicht erreichbar gilt.Der Standardwert ist 3. |
17.7 UPnP
Universal Plug and Play (UPnP) ermöglicht die Nutzung aktueller Messenger-Dienste (z. B. Realtime-Video/Audiokonferenzen) als Peer-to-Peer Kommunikation, wobei einer der Peers hinter einem Gateway mit aktiver NAT-Funktion liegt.
UPnP befähigt (meist) Windows-basierte Betriebssysteme, die Kontrolle über andere Geräte im lokalen Netzwerk mit UPnP Funktionalität zu übernehmen und diese zu steuern. Dazu zählen u.a. Gateways, Access Points und Printserver. Es sind keine speziellen Gerätetreiber notwendig, da gemeinsame und bekannte Protokolle genutzt werden wie TCP/IP, HTTP und XML.
Ihr Gateway ermöglicht die Nutzung des Subsystems des Internet Gateway Devices (IGD) aus dem UP-nP-Funktionsspektrum.
In einem Netzwerk hinter einem Gateway mit aktiver NAT Funktion agieren die UPnP-konfigurierten Rechner als LAN UPnP Clients. Dazu muss die UPnP Funktion auf dem PC aktiviert sein.
Der auf dem Gateway voreingestellte Port, über den die UPnP-Kommunikation zwischen LAN UPnP Clients und dem Gateway läuft, ist 5678. Der LAN UPnP Client dient hierbei als sogenannter Service Control Point, d.h. er erkennt und kontrolliert die UPnP-Geräte im Netzwerk.
Die z. B. vom MSN Messenger dynamisch zugewesenen Ports liegen im Bereich von 5004 bis 65535. Die Ports werden gatewayintern bei Anforderung freigegeben, d.h. beim Start einer Audio-/Videoübertragung im Messenger. Nach Beenden der Anwendung werden die Ports sofort wieder geschlossen.
Die Peer-to-Peer-Kommunikation wird über öffentliche SIP Server initiiert, wobei lediglich die Informationen beider Clients weitergereicht werden. Anschließend kommunizieren die Clients direkt miteinander.
Weitere Informationen zu UPnP erhalten Sie auf www.upnp.org.
17.7.1 Schnittstellen
In diesem Menü konfigurieren Sie die UPnP-Einstellungen individuell für jede Schnittstelle auf Ihrem Gateway.
Sie können festlegen, ob UPnP-Anfragen von Clients über die jeweilige Schnittstelle angenommen werden (für Anfragen aus dem lokalen Netzwerk) und/oder ob die Schnittstelle über UPnP-Anfragen kontrolliert werden kann.


Abb. 159: Lokale Dienste->UPnP->Schnittstellen
Das Menü Lokale Dienste->UPnP->Schnittstellen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Schnittstellen
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Zeigt den Namen der Schnittstelle an, für welche die UPnP-Einstellungen vorgenommen werden. Der Eintrag kann nicht verändert werden. |
| Auf Client-Anfrage antwor- ten | Legen Sie fest, ob UPnP-Anfragen von Clients über die jeweilige Schnitt- stelle (aus dem lokalen Netzwerk) beantwortet werden.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
| Schnittstelle ist UPnP- kontrolliert | Legen Sie fest, ob die NAT Konfiguration dieser Schnittstelle von UPnP kontrolliert wird.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. |
17.7.2 Allgemein
In diesem Menü nehmen Sie grundlegende UPnP-Einstellungen vor.
Schnittstellen Allgemein

Abb. 160: Lokale Dienste->UPnP->Allgemein
Das Menü Lokale Dienste->UPnP->Allgemein besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Allgemein
| Feld Beschreibung | |
| UPnP-Status | Entscheiden Sie, wie das Gateway mit UPnP-Anfragen aus dem LAN verfährt.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv. Das Gateway nimmt die UPnP-Freigaben gemäß der in der Anfrage des LAN UPnP Clients beinhalteten Parameter vor, unabhängig von der IP Adresse des anfragenden LAN UPnP Clients.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv. Das Gateway verwirft UPnP-Anfragen, NAT-Freigaben werden nicht vorgenommen. |
| UPnP TCP Port | Tragen Sie die Nummer des Ports ein, auf dem das Gateway auf UPnP-Anfragen lauscht.Mögliche Werte sind 1 bis 65535, der Standardwert ist 5678. |
Kapitel 18 Wartung
Im diesem Menü werden Ihnen zahlreiche Funktionen zur Wartung Ihres Geräts zur Verfügung gestellt. So finden Sie zunächst eine Menü zum Testen der Erreichbarkeit innerhalb des Netzwerks. Sie haben die Möglichkeit Ihre Systemkonfigurationsdateien zu verwalten. Falls aktuellere Systemsoftware zur Verfügung steht, kann die Installation über dieses Menü vorgenommen werden. Falls Sie weitere Sprachen der Konfigurationsoberfläche benötigen, können Sie diese importieren. Auch ein System-Neustart kann in diesem Menü ausgelöst werden.
18.1 Diagnose
Im Menü Wartung->Diagnose können Sie die Erreichbarkeit von einzelnen Hosts, die Auflösung von Domain-Namen und bestimmte Routen testen.
18.1.1 Ping-Test

Abb. 161: Wartung->Diagnose->Ping-Test
Mit dem Ping-Test können Sie überprüfen, ob ein bestimmter Host im LAN oder eine Internetadresse erreichbar sind.
Felder im Menü Ping-Test
| Feld Beschreibung | |
| Test-Ping-Modus | Wählen Sie die für den Ping-Test verwendete IP-Version.Mögliche Werte:IPv4IPv6 |
| Ping-Befehl testweise an Adresse senden | Geben Sie die zu testende IP-Adresse ein. |
| Zu verwendende Schnittstelle | Nur für Test-Ping-Modus = IPv6Wählen Sie für Link-Lokale-Adressen die Schnittstelle, die für den Ping-Test verwendet werden soll. Für globale Adressen kann Standard verwendet werden. |
Durch Anklicken der Los-Schaltfläche wird der Ping-Test gestartet. Das Ausgabe-Feld zeigt die Meldungen des Ping-Tests an.
18.1.2 DNS-Test
Ping-Test DNS-Test Traceroute-Test

Abb. 162: Wartung->Diagnose->DNS-Test
Mit dem DNS-Test können Sie überprüfen, ob der Domänenname eines bestimmten Hosts richtig aufgelöst wird. Das Ausgabe-Feld zeigt die Meldungen des DNS-Tests an. Durch Eingabe des Domänennamens, der getestet werden soll, in DNS-Adresse und Klicken auf die Los-Schaltfläche wird der DNS-Test gestartet.
18.1.3 Traceroute-Test
Ping-Test DNS-Test Traceroute-Test

Abb. 163: Wartung->Diagnose->Traceroute-Test
Mit dem Traceroute-Test können Sie die Route zu einer bestimmten Adresse (IP-Adresse oder Domänenname) anzeigen lassen, sofern diese erreichbar ist.
Felder im Menü Traceroute-Test
| Feld Beschreibung | |
| Traceroute-Modus | Wählen Sie die für den Traceroute-Test verwendete IP-Version.Mögliche Werte:IPv4IPv6 |
| Traceroute-Adresse | Geben Sie die zu testende IP-Adresse ein. |
Durch Anklicken der Los-Schaltfläche wird der Traceroute-Test gestartet. Das Ausgabe-Feld zeigt die Meldungen des Traceroute-Tests an.
18.2 Software & Konfiguration
Über dieses Menü können Sie den Softwarestand Ihres Gerätes, Ihre Konfigurationsdateien sowie die Sprachversionen des GUIs verwalten.
18.2.1 Optionen
Ihr Gerät ist mit der zum Zeitpunkt der Fertigung verfügbaren Version der Systemsoftware ausgestattet, von der es aktuell ggf. neuere Versionen gibt. Daher müssen Sie gegebenenfalls ein Software-Update durchführen.
Jede neue Systemsoftware beinhaltet neue Funktionen, bessere Leistung und bei Bedarf Fehlerkorrekturen der vorhergehenden Version. Die aktuelle Systemsoftware finden Sie unter www.bintec-elmeg.com. Hier finden Sie auch aktuelle Dokumentationen.

Wichtig
Wenn Sie ein Software-Update durchführen, beachten Sie unbedingt die dazugehörigen Release Notes. Hier sind alle Änderungen beschrieben, die mit der neuen Systemsoftware eingeführt werden.
Die Folge von unterbrochenen Update-Vorgängen (z. B. Stromausfall während des Updates) könnte sein, dass Ihr Gerät nicht mehr bootet. Schalten Sie Ihr Gerät nicht aus, während die Aktualisierung durchgeführt wird.
In seltenen Fällen ist zusätzlich eine Aktualisierung von BOOTmonitor und/oder Logic empfohlen. In diesem Fall wird ausdrücklich in den entsprechenden Release Notes darauf hingewiesen. Führen Sie bei BOOTmonitor oder Logic nur ein Update durch, wenn bintec elmeg GmbH eine explizite Empfehlung dazu ausspricht.
Flash
Ihr Gerät speichert seine Konfiguration in Konfigurationsdateien im Flash EEPROM (electrically erasable programmable read-only memory). Auch wenn Ihr Gerät ausgeschaltet ist, bleiben die Daten im Flash gespeichert.
RAM
Im Arbeitsspeicher (RAM) befindet sich die aktuelle Konfiguration und alle Änderungen, die Sie während des Betriebes auf Ihrem Gerät einstellen. Der Inhalt des RAM geht verloren, wenn Ihr Gerät ausgeschaltet wird. Wenn Sie Ihre Konfiguration ändern und diese Änderungen auch beim nächsten Start Ihres Geräts beibehalten wollen, müssen Sie die geänderte Konfiguration im Flash speichern: Schaltfläche Konfiguration speichern über dem Navigationsbereich des GUIs. Dadurch wird die Konfiguration in eine Datei mit dem Namen boot im Flash gespeichert. Beim Starten Ihres Geräts wird standardmäßig die Konfigurationsdatei boot verwendet.
Aktionen
Die Dateien im Flash-Speicher können kopiert, verschoben, gelöscht und neu angelegt werden. Es ist auch möglich, Konfigurationsdateien zwischen Ihrem Gerät und einem Host per HTTP zu transferieren.
Format von Konfigurationsdateien
Das Dateiformat der Konfigurationsdatei erlaubt eine Verschlüsselung und stellt die Kompatibilität beim Zurückspielen der Konfiguration auf das Gateway in unterschiedliche Versionen der Systemsoftware sicher. Es handelt sich um ein CSV-Format; es kann problemlos gelesen und modifiziert werden. Außer-
dem können Sie z. B. mithilfe von Microsoft Excel die entsprechenden Dateien in übersichtlicher Form einsehen. Sicherungsdateien der Konfiguration können vom Administrator verschlüsselt abgelegt werden. Bei Versand der Konfiguration per E-Mail (z. B. für Supportzwecke) können vertrauliche Konfigurationsdaten bei Bedarf komplett geschützt werden. So können Sie mit den Aktionen "Konfiguration exportieren", "Konfiguration mit Statusinformationen exportieren" und "Konfiguration laden" Dateien sichern bzw. einspielen. Wenn Sie mit der Aktion "Konfiguration exportieren" oder "Konfiguration mit Statusinformationen exportieren" eine Konfigurationsdatei sichern wollen, können Sie bestimmen, ob die Konfigurationsdatei unverschlüsselt oder verschlüsselt gespeichert werden soll.

Achtung
Sollten Sie über die SNMP-Shell mit dem Kommando put eine Konfigurationsdatei in einem alten Format gesichert haben, kann ein Wiedereinspielen auf das Gerät nicht garantiert werden. Daher wird das alte Format nicht mehr empfohlen.
Optionen

Abb. 164: Wartung->Software &Konfiguration->Optionen
Das Menü Wartung->Software &Konfiguration->Optionen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Aktuell Installierte Software
| Feld Beschreibung | |
| BOSS | Zeigt die aktuelle Softwareversion an, die auf Ihrem Gerät geladen ist. |
| Systemlogik | Zeigt die aktuelle Systemlogik an, die auf Ihrem Gerät geladen ist. |
| ADSL-Logik | Zeigt die aktuelle Version der ADSL-Logik an, die auf Ihrem Gerät gela-den ist. |
Felder im Menü Optionen zu Software und Konfiguration
| Feld Beschreibung | |
| Aktion | Wählen Sie die Aktion aus, die Sie ausführen möchten.Nach Durchführung der jeweiligen Aufgabe erhalten Sie ein Fenster, in dem Sie auf die weiteren nötigen Schritte hingewiesen werden.Mögliche Werte:Keine Aktion (Standardwert):Konfiguration exportieren: Die Konfigurationsdatei Aktueller Dateiname im Flash wird zu Ihrem lokalen Host transferiert. Wenn Sie die Los-Schaltfläche drücken, erscheint ein Dialog, in dem Sie den Speicherort auf Ihrem PC auswählen und den gewünschten Datein-amen eingeben können.Konfiguration importieren: Wählen Sie in Dateiname eine Kon-figurationsdatei aus, die sie importieren wollen. Hinweis: Durch Klicken auf Los wird die Datei zunächst unter dem Namen boot in den Flash-Speicher des Geräts geladen. Zum Aktivieren müssen Sie das Gerät neu starten.Hinweis: Die Datei, die importiert werden soll, muss das CSV-Format haben!Konfiguration kopieren: Die Konfigurationsdatei im Feld Name der Quelldatei wird alsName der Zieldatei gespeichert.Konfiguration löschen: Die Konfiguration im Feld Dateiauswählen wird gelöscht.Konfiguration umbenennen: Die Konfigurationsdatei im Feld Dateiauswählen wird zuNeuer Dateinameumbenannt.Sicherung wiederherstellen:Nur, wenn unterKonfigurationspeichern mit der Einstellung Konfiguration speichern und vorhergehende Boot-Konfiguration sichern die aktuelle Konfiguration als Boot-Konfiguration gespeichert und zusätzlich die vorhergehende Boot-Konfiguration archiviert wurde. Sie können die archivierte Boot-Konfiguration wieder einspielen.Software/Firmware löschen: Die Datei im Feld Dateiauswählen wird gelöscht.Sprache importieren: Sie können weitere Sprachversionen desGUIauf Ihr Gerät einspielen. Die Dateien können Sie aus dem Download-Bereich vonhttp://hilfe.telekom.deauf Ihren PC herunterladen und von dort aus in Ihr Gerät einspielen.Systemsoftware aktualisieren: Sie können eine Aktualisierung der Systemsoftware, der ADSL-Logik und des BOOTmonitors initiieren.Voice Mail Wave-Dateien importieren: Wählen Sie inDateinamedie Dateivms_wavfiles.zip aus, die Sie importieren wollen.Konfiguration mit Statusinformationen exportieren: Die aktive Konfiguration aus dem RAM wird auf Ihren lokalen Host übertragen. Wenn Sie auf dieLos-Schaltfläche klicken, erscheint ein Dialog, in dem Sie den Speicherort auf Ihrem PC auswählen und den gewünschten Dateinamen eingeben können. |
| Aktueller Dateiname im Flash | FürAktion=Konfiguration exportierenWählen Sie die Konfigurationsdatei aus, die exportiert werden soll. |
| Zertifikate und Schlüssel einschließen | FürAktion=Konfiguration exportierenWählen Sie aus, ob die gewählteAktionauch für Zertifikate und Schlüssel gelten soll.Mit Auswahl vonAktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Verschlüsselung der Konfiguration | Nur fürAktion=Konfiguration exportieren, Konfiguration importieren, Konfiguration mit Statusinformationen exportierenWählen Sie aus, ob die Daten der gewähltenAktionverschlüsselt werden sollen.Mit Auswahl vonAktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.Wenn die Funktion aktiviert ist, können Sie in das Textfeld dasPasswort eingeben. |
| Dateiname | Nur fürAktion=Konfiguration importieren, Sprache impor-tieren, Systemsoftware aktualisierenGeben Sie den Dateipfad und Namen der Datei ein oder wählen Sie die Datei mit Durchsuchen... über den Dateibrowser aus. |
| Name der Quelldatei | Nur für Aktion = Konfiguration kopierenWählen Sie die Quelldatei aus, die kopiert werden soll. |
| Name der Zieldatei | Nur für Aktion = Konfiguration kopierenGeben Sie den Namen der Kopie ein. |
| Datei auswählen | Nur für Aktion = Konfiguration löschen, Konfiguration umbenennhoder Software/Firmware löschenWählen Sie die Datei oder Konfiguration aus, die umbenannt bzw. gelöscht werden soll. |
| Neuer Dateiname | Nur für Aktion = Konfiguration umbenennenGeben Sie den neuen Namen der Konfigurationsdatei ein. |
| Quelle | Nur für Aktion = Systemsoftware aktualisierenWählen Sie die Quelle der Aktualisierung aus.Mögliche Werte:• Lokale Datei (Standardwert): Die Systemsoftware-Datei ist lokal auf Ihrem PC gespeichert.• HTTP-Server: Die Datei ist auf dem entfernten Server gespeichert, der in der URL angegeben wird.• Aktuelle Software vom Update-Server: Die Datei liegt auf dem offiziellen Update-Server. |
| URL | Nur für Aktion = Systemsoftware aktualisieren und Quelle = HTTP-ServerGeben Sie die URL des Update-Servers ein, von dem die Systemsoftware-Datei geladen werden soll. |
18.3 Neustart
18.3.1 Systemneustart
In diesem Menü können Sie einen sofortigen Neustart Ihres Geräts auslösen. Nachdem das System wieder hochgefahren ist, müssen Sie das GUI neu aufrufen und sich wieder anmelden.
Beobachten Sie dazu die LEDs an Ihrem Gerät. Für die Bedeutung der LEDs lesen Sie bitte in dem Handbuch-Kapitel Technische Daten.

Hinweis
Stellen Sie vor einem Neustart sicher, dass Sie Ihre Konfigurationsänderungen durch Klicken auf die Schaltfläche Konfiguration speichern bestätigen, so dass diese bei dem Neustart nicht verloren gehen.
Systemneustart

Abb. 165: Wartung->Neustart->Systemneustart
Wenn Sie Ihr Gerät neu starten wollen, klicken Sie auf die OK-Schaltfläche. Der Neustart wird ausgeführt.
Kapitel 19 Externe Berichterstellung
In diesem Menü legen Sie fest, welche Systemprotokoll-Nachrichten auf welchem Rechner gespeichert werden und ob der Systemadministrator bei bestimmten Ereignissen eine Email erhalten soll. Informationen über den IP-Datenverkehr können - bezogen auf die einzelnen Schnittstellen - ebenfalls gespeichert werden. Darüber hinaus können im Fehlerfall SNMP-Traps an bestimmte Hosts versandt werden.
19.1 Systemprotokoll
Ereignisse in den verschiedenen Subsystemen Ihres Geräts (z. B. PPP) werden in Form von System-protokoll-Nachrichten (Syslog) protokolliert. Je nach eingestelltem Level (acht Stufen von Notfall über Information bis Debug) werden dabei mehr oder weniger Meldungen sichtbar.
Zusätzlich zu den intern auf Ihrem Gerät protokollierten Daten können und sollten alle Informationen zur Speicherung und Weiterverarbeitung zusätzlich an einen oder mehrere externe Rechner weitergeleitet werden, z. B. an den Rechner des Systemadministrators. Auf Ihrem Gerät intern gespeicherte Systemprotokoll-Nachrichten gehen bei einem Neustart verloren.

Warnung
Achten Sie darauf, die Systemprotokoll-Nachrichten nur an einen sicheren Rechner weiterzuleiten. Kontrollieren Sie die Daten regelmäßig und achten Sie darauf, dass jederzeit ausreichend freie Kapazität auf der Festplatte des Rechners zur Verfügung steht.
19.1.1 Syslog-Server
Konfigurieren Sie Ihr Gerät als Syslog-Server, sodass die definierten Systemmeldungen an geeignete Hosts im LAN geschickt werden können.
In diesem Menü definieren Sie, welche Meldungen mit welchen Bedingungen zu welchem Host geschickt werden.
Im Menü Externe Berichterstellung->Systemprotokoll->Syslog-Server wird eine Liste aller konfigurierten Systemprotokoll-Server angezeigt.
19.1.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Systemprotokoll-Server einzurichten.
Syslog-Server

Abb. 166: Externe Berichterstellung->Systemprotokoll->Syslog-Server->Neu
Das Menü Externe Berichterstellung->Systemprotokoll->Syslog-Server->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| IP-Adresse | Geben Sie die IP-Adresse des Hosts ein, zu dem Systemprotokoll-Nachrichten weitergeleitet werden sollen. |
| Level | Wählen Sie die Priorität der Systemprotokoll-Nachrichten aus, die zum Host geschickt werden sollen.Mögliche Werte:Notfallh(höchste Priorität)AlarmKritischFehlerWarnungBenachrichtigungInformationh(Standardwert)Debug(niedrigste Priorität)Nur Systemprotokoll-Nachrichten mit gleicher oder höherer Priorität als angegeben werden an den Host gesendet, d. h. dass beim Syslog-Level Debug sämtliche erzeugten Meldungen an den Host weitergeleitet werden. |
| Facility | Geben Sie die Syslog Facility auf dem Host an.Dieses ist nur erforderlich, wenn der Log Host ein Unix-Rechner ist.Mögliche Werte:local0 - 7 (Standardwert)local0. |
| Zeitstempel | Wählen Sie das Format des Zeitstempels im Systemprotokoll aus.Mögliche Werte:Keiner (Standardwert): Keine Systemzeitangabe.Zeit: Systemzeit ohne Datum.Datum &Uhrzeit: Systemzeit mit Datum. |
| Protokoll | Wählen Sie das Protokoll für den Transfer der Systemprotokoll-Nachrichten aus. Beachten Sie, dass der Syslog Server das Protokoll unterstützen muss.Mögliche Werte:UDPh(Standardwert)TCP |
| Nachrichtentyp | Wählen Sie den Nachrichtentyp aus.Mögliche Werte:System &Accountingh(Standardwert)SystemAccounting |
19.2 IP-Accounting
In modernen Netzwerken werden häufig aus kommerziellen Gründen Informationen über Art und Menge der Datenpakete gesammelt, die über die Netzwerkverbindungen übertragen und empfangen werden. Für Internet Service Provider, die ihre Kunden nach Datenvolumen abrechnen, ist das von entscheidender Bedeutung.
Aber auch nicht-kommerzielle Zwecke sprechen für ein detailliertes Netzwerk-Accounting. Wenn Sie z. B. einen Server verwalten, der verschiedene Arten von Netzwerkdiensten zur Verfügung stellt, ist es nützlich für Sie zu wissen, wieviel Daten von den einzelnen Diensten erzeugt werden.
Ihr Gerät enthält die Funktion IP-Accounting, die Ihnen die Sammlung vielerlei nützlicher Informationen über den IP-Netzwerkverkehr (jede einzelne IP-Session) ermöglicht.
19.2.1 Schnittstellen
In diesem Menü können Sie die Funktion IP-Accounting für jede Schnittstelle einzeln konfigurieren.
Schnittstellen Optionen

Abb. 167: Externe Berichterstellung->IP-Accounting->Schnittstellen
Im Menü Externe Berichterstellung->IP-Accounting->Schnittstellen wird eine Liste aller auf Ihrem Gerät konfigurierten Schnittstellen angezeigt. Für jeden Eintrag kann durch Setzen eines Hakens die Funktion IP-Accounting aktiviert werden. In der Spalte IP-Accounting müssen Sie nicht jeden Eintrag einzeln anklicken. Über die Optionen Alle auswählen oder Alle deaktivieren können Sie die Funktion IP-Accounting für alle Schnittstellen gleichzeitig aktivieren bzw. deaktivieren.
19.2.2 Optionen
In diesem Menü konfigurieren Sie allgemeine Einstellungen für IP-Accounting.
Schnittstellen Optionen
Abb. 168: Externe Berichterstellung->IP-Accounting->Optionen
Im Menü Externe Berichterstellung->IP-Accounting->Optionen können Sie das Protokollformat der IP-Accounting-Meldungen festlegen. Die Meldungen können Zeichenketten in beliebiger Reihenfolge, durch umgekehrten Schrägstrich abgetrennte Sequenzen, z. B. \t oder \n oder definierte Tags enthalten.
Mögliche Format-Tags:
Format-Tags für IP-Accounting Meldungen
| Feld Beschreibung | |
| %d | Datum des Sitzungsbeginns im Format DD.MM.YY |
| %t | Uhrzeit des Sitzungsbeginns im Format HH:MM:SS |
| %a | Dauer der Sitzung in Sekunden |
| %c Protokoll | |
| %i Quell-IP-Adresse | |
| %r Quellport | |
| %f Quell-Schnittstellen-Index | |
| %I Ziel-IP-Adresse | |
| %R Zielport | |
| %F Ziel-Schnittstellen-Index | |
| %p Ausgegangene Pakete | |
| %o Ausgegangene Oktetts | |
| %P Eingegangene Pakete | |
| %O Eingegangene Oktetts | |
| %s Laufende Nummer der Gebührenerfassungsmeldung | |
| %% | % |
Standardmäßig ist im Feld Protokollformat die folgende Formatanweisung eingetragen: INET:
%d%t%a%c%i:%r/%f -> %I:%R/%F%p%o%P%O[%s]
19.3 Benachrichtigungsdienst
Bisher war es schon möglich Syslog-Meldungen vom Router an einen beliebigen Syslog-Host übertragen zu lassen. Mit dem Benachrichtigungsdienst werden dem Administrator je nach Konfiguration E-Mails gesendet, sobald relevante Syslog-Meldungen auftreten.
19.3.1 Benachrichtigungsempfänger
Im Menü Benachrichtigungsempfänger wird eine Liste der Syslog-Meldungen angezeigt.
19.3.1.1 Neu
Wählen Sie die Schaltfläche Neu, um weitere Benachrichtigungsempfänger anzulegen.
Benachrichtigungsempfänger Benachrichtigungseinstellungen

Abb. 169: Externe
Berichterstellung->Benachrichtigungsdienst->Benachrichtigungsempfänger->Neu
Das Menü Externe
Berichterstellung->Benachrichtigungsdienst->Benachrichtigungsempfänger->Neu besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Benachrichtigungsempfänger hinzufügen/bearbeiten
| Feld Beschreibung | |
| Benachrichtigungsdienst | Zeigt den Benachrichtigungsdienst an. Für Geräte mit UMTS können Sie den Benachrichtigungsdienst auswählen.Mögliche Werte:• E-Mail• SMS |
| Empfänger | Geben Sie die E-Mail-Adresse bzw. die Mobilfunknummer des Empfängers ein. Die Eingabe ist auf 40 Zeichen begrenzt. |
| Nachrichtenkomprimierung | Wählen Sie aus, ob der Text der Benachrichtigungsmail verkürzt werden soll. Die Mail enthält dann die Syslog-Meldung nur einmal und zusätzlich die Anzahl der entsprechenden Ereignisse.Aktivieren oder deaktivieren Sie das Feld.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Betreff | Sie können einen Betreff eingeben. |
| Ereignis | Diese Funktion ist nur bei Geräten mit Wireless LAN Controller verfügbar.Wählen Sie das Ereignis, das eine E-Mail-Benachrichtigung auslösen soll.Mögliche Werte:Systemmeldung enthält Zeichenfolge (Standardwert): Eine Syslog-Meldung enthält eine bestimmte Zeichenfolge.Neuer Neighbor-AP gefunden: Ein neuer benachbarter AP wurde gefunden.Neuer Rogue-AP gefunden: Ein neuer Rough AP wurde gefunden, d.h. ein AP, der eine SSID des eigenen Netzes verwendet, aber keinBestandteil dieses Netzes ist.Neuer Slave-AP (WTP) gefunden: Eine neuer unkonfigurierter AP hat sich beim WLAN Controller gemeldet.Verwalteter AP offline: Ein managed AP ist nicht mehr erreichbar. |
| Enthaltene Zeichenfolge | Sie müssen eine "Enthaltene Zeichenfolge" eingeben. Ihr Vorkommen in einer Syslog Meldung ist die notwendige Bedingung für das Auslösen eines Alarms.Die Eingabe ist auf 55 Zeichen begrenzt. Bedenken Sie, dass ohne die Verwendung von Wildcards (z. B. "*") nur diejenigen Strings die Bedingung erfüllen, die exakt der Eingabe entsprechen. In der Regel wird die eingegebene "Enthaltene Zeichenfolge" also Wildcards enthalten. Um grundsätzlich über alle Syslog-Meldungen des gewählten Levels informiert zu werden, geben Sie lediglich "*" ein. |
| Schweregrad | Wählen Sie den Schweregrad aus, auf dem der im Feld Enthaltene Zeichenfolge konfigurierte String vorkommen muss, damit eine E-Mail-Benachrichtigung ausgelöst wird.Mögliche Werte:Notfall (Standardwert), Alarm, Kritisch, Fehler, Warnung, Benachrichtigung, Information, Debug |
| Überwachte Subsysteme | Wählen Sie die Subsysteme aus, die überwacht werden sollen.Fügen Sie mit Hinzufügen neue Subsysteme hinzu. |
| Timeout für Nachrichten | Geben Sie ein, wie lange der Router nach einem entsprechenden Ereignis maximal warten darf, bevor das Versenden der Benachrichtigungsmails erzwungen wird.Zur Verfügung stehen Werte von 0 bis 86400. Ein Wert von 0 deaktiviert den Timeout. Der Standardwert ist 60. |
| Anzahl Nachrichten | Geben Sie die Anzahl der Syslog-Meldungen ein, die erreicht sein muss, ehe eine Benachrichtigungsmail für diesen Fall gesendet werden kann. Wenn Timeout konfiguriert ist, wird die Mail bei dessen Ablauf gesendet, auch wenn die Anzahl an Meldungen noch nicht erreicht ist.Zur Verfügung stehen Werte von 0 bis 99, der Standardwert ist 1. |
19.3.2 Benachrichtigungseinstellungen
Benachrichtigungsempfänger Benachrichtigungseinstellungen

Abb. 170: Externe Berichterstellung->Benachrichtigungsdienst->Benachrichtigungseinstellungen
Das Menü Externe Berichterstellung->Benachrichtigungsdienst->Benachrichtigungseinstellungen besteht aus folgenden Feldern:
Felder im Menü Basisparameter
| Feld Beschreibung | |
| Benachrichtigungsdienst | Wählen Sie aus, ob der Benachrichtigungsdienst aktiviert werden soll.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion aktiv. |
| Maximale E-Mails pro Minute | Begrenzen Sie die Anzahl der ausgehenden Mails pro Minute. Zur Verfügung stehen Werte von 1 bis 15, der Standardwert ist 6. |
Felder im Menü E-Mail-Parameter
| Feld Beschreibung | |
| E-Mail-Adresse des Senders | Geben Sie die Mailadresse ein, die in das Absenderfeld der E-Mail eingetragen werden soll. |
| SMTP-Server | Geben Sie die Adresse (IP-Adresse oder gültiger DNS-Name) des Mail-servers ein, der zum Versenden der Mails verwendet werden soll.Die Eingabe ist auf 40 Zeichen begrenzt. |
| SMTP-Port | Verschlüsselung von E-Mails (SSL/TLS).Das Feld SMTP-Port ist Standardmäßig auf 25 voreingestellt und SSL Encryption aktiviert. |
| SMTP-Authentifizierung | Authentifizierung, die der SMTP-Server erwartet.Mögliche Werte:Keiner (Standardwert): Der Server akzeptiert und versendet Mails ohne weitere Authentifizierung.ESMTP: Der Server akzeptiert Mails nur, wenn sich der Router mit einer richtigen Benutzer/Passwort-Kombination einloggt.SMTP after POP: Der Server verlangt, dass vor dem Versenden einer Mail Mails per POP3 von der sendenden IP aus mit dem richtigen POP3-Benutzernamen/Passwort abgerufen werden. |
| Benutzername | Nur wenn SMTP-Authentifizierung = ESMTP oder SMTP after POPGeben Sie den Benutzernamen für den POP3 bzw. SMTP Server an. |
| Passwort | Nur wenn SMTP-Authentifizierung = ESMTP oder SMTP after POPGeben Sie das Passwort dieses Benutzers an. |
| POP3-Server | Nur wenn SMTP-Authentifizierung = SMTP after POPGeben Sie die Adresse des Servers ein, von dem die Mails abgerufen werden sollen. |
| POP3-Timeout | Nur wenn SMTP-Authentifizierung = SMTP after POPGeben Sie ein, wie lange der Router nach dem POP3-Abruf maximal warten darf, bevor das Versenden der Alert Mail erzwungen wird.Der Standardwert ist 600 Sekunden. |
Kapitel 20 Monitoring
Dieses Menü enthält Informationen, die das Auffinden von Problemen in Ihrem Netzwerk und das Überwachen von Aktivitäten, z. B. an der WAN-Schnittstelle Ihres Geräts, ermöglichen.
20.1 Internes Protokoll
20.1.1 Systemmeldungen
Im Menü Monitoring->Internes Protokoll->Systemmeldungen wird eine Liste aller intern gespeicherter System-Meldungen angezeigt. Oberhalb der Tabelle finden Sie die konfigurierten Werte der Felder Maximale Anzahl der Syslog-Protokolleinträge und Maximales Nachrichtenlevel von Systemprotokolleinträgen. Diese Werte können im Menü Systemverwaltung->Globale Einstellungen->System verändert werden.
Systemmeldungen

Abb. 171: Monitoring->Internes Protokoll->Systemmeldungen
Werte in der Liste Systemmeldungen
| Feld Beschreibung | |
| Nr. | Zeigt die laufende Nummer der System-Meldung an. |
| Datum | Zeigt das Datum der Aufzeichnung an. |
| Zeit | Zeigt die Uhrzeit der Aufzeichnung an. |
| Level | Zeigt die hierarchische Einstufung der Meldung an. |
| Subsystem | Zeigt an, welches Subsystem Ihres Geräts die Meldung generiert hat. |
| Nachricht | Zeigt den Meldungstext an. |
20.2 IPSec
20.2.1 IPSec-Tunnel
Im Menü Monitoring->IPSec->IPSec-Tunnel wird eine Liste aller konfigurierten IPSec-Tunnel angezeigt.


Abb. 172: Monitoring->IPSec->IPSec-Tunnel
Werte in der Liste IPSec-Tunnel
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Zeigt den Namen der IPSec-Verbindung an. |
| Entfernte IP-Adresse | Zeigt die IP-Adresse des entfernten IPSec-Peers an. |
| Entfernte Netzwerke | Zeigt die aktuell ausgehandelten Subnetze der Gegenstelle an. |
| Sicherheitsalgorithmus | Zeigt den Verschlüsselungsalgorithmus der IPSec-Verbindung an. |
| Status | Zeigt den Betriebszustand der IPSec-Verbindung an. |
| Aktion | Bietet die Möglichkeit den Status der IPSec-Verbindung wie angezeigt zu ändern. |
| Details | Öffnet ein detailliertes Statistik-Fenster. |
Durch Klicken auf die ▲-Schaltfläche oder der ▼-Schaltfläche in der Spalte Aktion wird der Status der IPSec-Verbindung geändert.
Durch Klicken auf die 📞-Schaltfläche wird eine ausführliche Statistik zu der jeweiligen IPSec-Verbindung angezeigt.


Abb. 173: Monitoring->IPSec->IPSec-Tunnel->
Werte in der Liste IPSec-Tunnel
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Zeigt die Beschreibung des Peers an. |
| Lokale IP-Adresse | Zeigt die WAN-IP-Adresse Ihres Geräts an. |
| Entfernte IP-Adresse | Zeigt die WAN-IP-Adresse des Verbindungspartners an. |
| Lokale ID | Zeigt die ID Ihres Geräts für diese IPSec-Verbindung an. |
| Entfernte ID | Zeigt die ID des Peers an. |
| Aushandlungsmodus | Zeigt den Aushandlungsmodus an. |
| Authentifizierungsmethode | Zeigt die Authentifizierungsmethode an. |
| MTU | Zeigt die aktuelle MTU (Maximum Transfer Unit) an. |
| Erreichbarkeitsprüfung | Zeigt die Methode an, wie überprüft wird, dass der Peer erreichbar ist. |
| NAT-Erkennung | Zeigt die NAT-Erkennungsmethode an. |
| Lokaler Port | Zeigt den lokalen Port an. |
| Entfernter Port | Zeigt den entfernten Port an. |
| Pakete | Zeigt die Anzahl der eingehenden und ausgehenden Pakete an. |
| Bytes | Zeigt die Anzahl der eingehenden und ausgehenden Bytes an. |
| Fehler | Zeigt die Anzahl der Fehler an. |
| IKE (Phase-1) SAs (x) | Zeigt die Parameter der IKE (Phase 1) SAs an. |
| Rolle / Algorithmus / Verbleibende Lebensdauer / Status | |
| IPSec (Phase-2) SAs (x) | Zeigt die Parameter der IPSec (Phase 2) SAs an. |
| Rolle / Algorithmus / Verbleibende Lebensdauer / Status | |
| Nachrichten | Zeigt die Systemmeldungen zu diesem IPSec-Tunnel an. |
20.2.2 IPSec-Statistiken
Im Menü Monitoring->IPSec->IPSec-Statistiken werden statistische Werte zu allen IPSec-Verbindungen angezeigt.
IPSec-Tunnel IPSec-Statistiken

Abb. 174: Monitoring->IPSec->IPSec-Statistiken
Das Menü Monitoring->IPSec->IPSec-Statistiken besteht aus folgenden Feldern:
Feld im Menü Lizenzen
| Feld Beschreibung | |
| IPSec-Tunnel | Zeigt die Anzahl der aktuell genutzten IPSec-Lizenzen (In Verwendung) und die Anzahl der maximal verwendbaren Lizenzen (Maximal) an. |
Feld im Menü Peers
| Feld Beschreibung | |
| Status | Zeigt die Anzahl der IPSec-Verbindungen gezählt nach Ihrem aktuellen Status an.Aktiv: Aktuell aktive IPSec-Verbindungen.Aktivieren: IPSec-Verbindungen, die sich aktuell in der Tunnelaufbau-PI se befinden.Blockiert: IPSec-Verbindungen, die geblockt sind.Ruhend: Aktuell inaktive IPSec-Verbindungen.Konfiguriert: Konfigurierte IPSec-Verbindungen. |
Felder im Menü SAs
| Feld Beschreibung | |
| IKE (Phase-1) | Zeigt die Anzahl der aktiven Phase-1-SAs (Hergestellt) zur Gesamtzahl der Phase-1-SAs (Gesamt) an. |
| IPSec (Phase-2) | Zeigt die Anzahl der aktiven Phase-2-SAs (Hergestellt) zur Gesamtzahl der Phase-2-SAs (Gesamt) an. |
Felder im Menü Paketstatistiken
| Feld Beschreibung | |
| Gesamt | Zeigt die Anzahl aller verarbeiteten eingehenden (Eingehend) bzw. ausgehenden (Ausgehend) Pakete an. |
| Weitergeleitet | Zeigt die Anzahl der eingehenden (Eingehend) bzw. ausgehenden (Ausgehend) Pakete an, die im Klartext weitergeleitet wurden. |
| Verworfen | Zeigt die Anzahl der verworfenen eingehenden (Eingehend) bzw. ausgehenden (Ausgehend) Pakete an. |
| Verschlüsselt | Zeigt die Anzahl der durch IPSec geschützten eingehenden (Eingehend) bzw. ausgehenden (Ausgehend) Pakete an. |
| Fehler | Zeigt die Anzahl der eingehenden (Eingehend) bzw. ausgehenden (Ausgehend) Pakete an, bei deren Behandlung es zu Fehlern gekommen ist. |
20.3 ISDN/Modem
20.3.1 Aktuelle Anrufe
Im Menü Monitoring->ISDN/Modem->Aktuelle Anrufe wird eine Liste der bestehenden ISDN-Verbindungen (eingehend und ausgehend) angezeigt.


Abb. 175: Monitoring->ISDN/Modem->Aktuelle Anrufe
Werte in der Liste Aktuelle Anrufe
| Feld Beschreibung | |
| Dienst | Zeigt den Dienst an, zu bzw. von dem der Ruf verbunden ist: PPP, IPSec, X.25, POTS. |
| Entfernte Nummer | Zeigt die Rufnummer, die gewählt wurde (bei ausgehenden Rufen) bzw. von der aus angerufen wurde (bei eingehenden Rufen). |
| Schnittstelle | Zeigt Zusatzinformationen für PPP-Verbindungen an. |
| Richtung | Zeigt die Senderichtung an: Eingehend, Ausgehend. |
| Kosten | Zeigt die Kosten der laufenden Verbindung an. |
| Dauer | Zeigt die Dauer der laufenden Verbindung an. |
| Stack | Zeigt den zugehörigen ISDN-Port (STACK) an. |
| Kanal | Zeigt die Nummer des ISDN-B-Kanals an. |
| Status | Zeigt den Status der Verbindung an: null, c-initiated, ovl-send, oc-procd, c-deliverd, c-present, c-recvd, ic-procd, aktiv, discon-req, discon-ind, suspd-req, resum-req, ovl-recv. |
20.3.2 Anrufliste
Im Menü Monitoring->ISDN/Modem->Anrufliste wird eine Liste der letzten 20 seit dem letzten Systemstart abgeschlossenen ISDN-Verbindungen (eingehend und ausgehend) angezeigt.


Abb. 176: Monitoring->ISDN/Modem->Anrufliste
Werte in der Liste Anrufliste
| Feld Beschreibung | |
| Dienst | Zeigt den Dienst an, zu bzw. von dem der Ruf verbunden war: PPP, IP-Sec, X.25, POTS. |
| Entfernte Nummer | Zeigt die Rufnummer, die gewählt wurde (bei ausgehenden Rufen) bzw. von der aus angerufen wurde (bei eingehenden Rufen). |
| Schnittstelle | Zeigt Zusatzinformationen für PPP-Verbindungen an. |
| Richtung | Zeigt die Senderichtung an: Eingehend, Ausgehend. |
| Kosten | Zeigt die Kosten der Verbindung an. |
| Startzeit | Zeigt die Uhrzeit an, zu welcher der Ruf aus- bzw. einging. |
| Dauer | Zeigt die Dauer der Verbindung an. |
20.4 Schnittstellen
20.4.1 Statistik
Im Menü Monitoring->Schnittstellen->Statistik werden die aktuellen Werte und Aktivitäten aller Geräte-Schnittstellen angezeigt.
Über die Filterleiste können Sie auswählen, ob Gesamttransfer oder Transferdurchsatz angezeigt werden soll. In der Anzeige Transferdurchsatz werden die Werte pro Sekunde angezeigt.
Statistik

Abb. 177: Monitoring->Schnittstellen->Statistik
Durch Klicken auf die ▲-Schaltfläche oder der ▼-Schaltfläche in der Spalte Aktion wird der Status der Schnittstelle geändert.
Werte in der Liste Statistik
| Feld Beschreibung | |
| Nr. | Zeigt die laufende Nummer der Schnittstelle an. |
| Beschreibung | Zeigt den Namen der Schnittstelle an. |
| Typ | Zeigt den Schnittstellentyp an. |
| Tx-Pakete | Zeigt die Gesamtzahl der gesendeten Pakete an. |
| Tx-Bytes | Zeigt die Gesamtzahl der gesendeten Oktetts an. |
| Tx-Fehler | Zeigt die Gesamtzahl der gesendeten Fehler an. |
| Rx-Pakete | Zeigt die Gesamtzahl der erhaltenen Pakete an. |
| Rx-Bytes | Zeigt die Gesamtzahl der erhaltenen Bytes an. |
| Rx-Fehler | Zeigt die Gesamtzahl der erhaltenen Fehler an. |
| Status | Zeigt den Betriebszustand der gewählten Schnittstelle an. |
| Nicht geändert seit | Zeigt an, wie lang sich der Betriebszustand der Schnittstelle nicht geändert hat. |
| Aktion | Bietet die Möglichkeit den Status der Schnittstelle wie angezeigt zu ändern. |
Über die 📄-Schaltfläche können Sie die statistischen Daten für die einzelnen Schnittstellen im Detail anzeigen lassen.
Statistik

Abb. 178: Monitoring->Schnittstellen->Statistik->

Werte in der Liste Statistik
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Zeigt den Namen der Schnittstelle an. |
| MAC-Adresse | Zeigt den Schnittstellentyp an. |
| IP-Adresse/Netzmaske | Zeigt die IP-Adresse und die Netzmaske an. |
| NAT | Zeigt an, ob NAT für diese Schnittstelle aktiviert ist. |
| Tx-Pakete | Zeigt die Gesamtzahl der gesendeten Pakete an. |
| Tx-Bytes | Zeigt die Gesamtzahl der gesendeten Oktetts an. |
| Rx-Pakete | Zeigt die Gesamtzahl der erhaltenen Pakete an. |
| Rx-Bytes | Zeigt die Gesamtzahl der erhaltenen Bytes an. |
Feld im Menü TCP-Verbindungen
| Feld Beschreibung | |
| Status | Zeigt den Status einer aktiven TCP-Verbindung an. |
| Lokale Adresse | Zeigt die lokale IP-Adresse der Schnittstelle für eine aktive TCP-Verbindung an. |
| Lokaler Port | Zeigt den lokalen Port der IP-Adresse für eine aktive TCP-Verbindung an. |
| Remote-Adresse | Zeigt die IP-Adresse an, zu der eine aktive TCP-Verbindung besteht. |
| Entfernter Port | Zeigt den Port an, zu dem eine aktive TCP-Verbindung besteht. |
20.5 WLAN
20.5.1 WLAN1
Im Menü Monitoring->WLAN->WLAN werden die aktuellen Werte und Aktivitäten der WLAN-Schnittstelle angezeigt. Dabei werden die Werte für den Drahtlos-Modus 802.11n separat aufgeführt.
| WLAN1 | VSS | Client-Verwaltung | Client Links |
| Automatisches Aktualisierungsintervall 60 Sekunden Übernehmen | ||
| WLAN1 Statistik | ||
| Mbit/s | Tx-Pakete | Rx-Pakete |
| 802.11a/b/g | ||
| 54 | 0 | 0 |
| 48 | 0 | 0 |
| 36 | 0 | 0 |
| 24 | 0 | 0 |
| 18 | 0 | 0 |
| 12 | 0 | 0 |
| 11 | 0 | 0 |
| 9 | 0 | 0 |
| 6 | 0 | 0 |
| 5 | 0 | 0 |
| 2 | 0 | 0 |
| 1 | 0 | 0 |
| 802.11n | ||
| 144,4 | 0 | 0 |
| 139 | 0 | 0 |
| 115,6 | 0 | 0 |
| 86,7 | 0 | 0 |
| 72,2 | 0 | 0 |
| 65 | 0 | 0 |
| 57,8 | 0 | 0 |
| 43,3 | 0 | 0 |
| 28,9 | 0 | 0 |
| 21,7 | 0 | 0 |
| 14,4 | 0 | 0 |
| 7,2 | 0 | 0 |
| Gesamt | 0 | 0 |
Abb. 179: Monitoring->WLAN->WLAN
Werte in der Liste WLAN
| Feld Beschreibung | |
| Mbit/s | Zeigt die möglichen Datenraten auf diesem Funkmodul an. |
| Tx-Pakete | Zeigt die Gesamtzahl der gesendeten Pakete für die in Mbit/s angezeigte Datenrate an. |
| Rx-Pakete | Zeigt die Gesamtzahl der erhaltenen Pakete für die in Mbit/s angezeigte Datenrate an. |
Über die Schaltfläche Erweitert gelangen Sie in eine Übersicht über weitere Details.
| WLAN1 | VSS | Client-Verwaltung | Client Links |
| Automatisches Aktualisierungsintervall 60 Sekunden Übernehmen | ||
| # | Beschreibung | Wert |
| 1 | Unicast MSDUs erfolgreich übertragen | 0 |
| 2 | Erfolgreich übertragene Multicast-MSDUs | 0 |
| 3 | Übertragene MPDUs | 0 |
| 4 | Erfolgreich empfangene Multicast-MSDUs | 0 |
| 5 | Unicast MPDUs erfolgreich erhalten | 0 |
| 6 | MSDUs, die nicht übertragen werden konnten | 0 |
| 7 | Doppelte empfangene MSDUs | 0 |
| 8 | CTS Frames als Antwort auf RTS empfangen | 0 |
| 9 | Nicht entschlüsselbare MPDUs erhalten | 0 |
| 10 | RTS Frames ohne CTS | 0 |
| 11 | Fehlerhafte Erhaltene Pakete | 3093684 |
Abb. 180: Monitoring->WLAN->WLAN->Erweitert
Werte in der Liste Erweitert
| Feld Beschreibung | |
| Beschreibung | Zeigt die Beschreibung des angezeigten Werts an. |
| Wert | Zeigt den entsprechenden statistischen Wert an. |
Bedeutung der Listeneinträge
| Beschreibung Bedeutung | |
| Unicast MSDUs erfolgreich übertragen | Zeigt die Anzahl der erfolgreich an Unicast-Adressen versandten MSDUs seit dem letzten Reset an. Zu jedem dieser Pakete wurde ein Acknowledgement empfangen. |
| Erfolgreich übertragene Multicast-MSDUs | Zeigt die Anzahl der erfolgreich an Multicast-Adressen (inklusive der Broadcast MAC-Adresse) versandten MSDUs an. |
| Übertragene MPDUs | Zeigt die Anzahl der erfolgreich empfangenen MPDUs an. |
| Erfolgreich empfangene Multicast-MSDUs | Zeigt die Anzahl der erfolgreich empfangenen MSDUs an, die mit einer Multicast-Adresse versandt wurden. |
| Unicast MPDUs erfolgreich erhalten | Zeigt die Anzahl der erfolgreich empfangenen MSDUs an, die mit einer Unicast-Adresse versandt wurden. |
| MSDUs, die nicht übertragen werden konnten | Zeigt die Anzahl der MSDUs an, die nicht gesendet werden konnten. |
| Doppelte empfangene MSDUs | Zeigt die Anzahl von doppelt empfangenen MSDUs an. |
| CTS Frames als Antwort auf RTS empfangen | Zeigt die Anzahl der empfangenen CTS (Clear to send)-Frames an, die als Antwort auf RTS (Request to send) empfangen wurden. |
| Nicht entschlüsselbare MPDUs erhalten | Zeigt die Anzahl der empfangenen MPDUs an, die nicht entschlüsselt werden konnten. Ein Grund dafür könnte sein, dass kein passender Schlüssel eingetragen wurde. |
| RTS Frames ohne CTS | Zeigt die Anzahl der RTS-Frames an, für die kein CTS empfangen wurde. |
| Fehlerhafte Erhaltene Pakete | Zeigt die Anzahl der Frames an, die unvollständig oder fehlerhaft empfangen wurden. |
20.5.2 VSS
Im Menü Monitoring->WLAN->VSS werden die aktuellen Werte und Aktivitäten der konfigurierten Drahtlosnetzwerke angezeigt.


Abb. 181: Monitoring->WLAN->VSS
Werte in der Liste VSS
| Feld Beschreibung | |
| MAC-Adresse | Zeigt die MAC-Adresse des assoziierten Clients. |
| IP-Adresse | Zeigt die IP-Adresse des Clients. |
| Uptime | Zeigt die Zeit in Stunden, Minuten und Sekunden an, die der jeweilige Client angemeldet ist. |
| Tx-Pakete | Zeigt die Gesamtzahl der gesendeten Pakete an. |
| Rx-Pakete | Zeigt die Gesamtzahl der erhaltenen Pakete an. |
| Signal dBm (RSSI1, RSSI2, RSSI3) | Zeigt die Empfangsstärke des Signals in dBm an. |
| Rauschen dBm | Zeigt die Empfangsstärke des Rauschens in dBm an. |
| Datenrate Mbit/s | Zeigt die aktuelle Übertragungsrate der von diesem Client empfangenen Daten in Mbit/s an.Folgende Übertragungsraten sind möglich: IEEE 802.11b: 11, 5.5, 2 und 1 Mbit/s; IEEE 802.11g/a: 54,48,36,24,18,12,9,6 Mbit/s.Falls das 5-GHz-Frequenzband genutzt wird, wird die Anzeige von 11, 5.5, 2 und 1 Mbit/s bei IEEE 802.11b unterdrückt. |
| Rx Discards | Zeigt die Anzahl der empfangenen Datenpakete, die verworfen wurden, wenn im Menü Wireless LAN->WLAN->Drahtlosnetzwerke (VSS)->im Feld Rx Shaping die Bandbreite für eingehenden Datenverkehr begrenzt wurde. |
| Tx Discards | Zeigt die Anzahl der gesendeten Datenpakete, die verworfen wurden, wenn im Menü Wireless LAN->WLAN->Drahtlosnetzwerke (VSS)->im Feld Rx Shaping die Bandbreite für ausgehenden Datenverkehr begrenzt wurde. |
VSS - Details für Verbundene Clients
Im Menü Monitoring->WLAN->VSS->
| WLAN1 | VSS | Client-Verwaltung | Client Links |
| Automatisches Aktualisierungsintervall 60 Sekunden Übernehmen | ||||||||
| Client-MAC-Adresse | IP-Adresse | Uptime | Signal dBm(RSSI1, RSSI2, RSSI3) | Rauschen dBm | SNR dB | Datenrate Mbit/s | Rx Discards | Tx Discards |
| 98:d6:f7:61:06:48 | 0.0.0.0 | 0 Tag(e) 0:0:23 | -97(-97,-107,-109) | -109 | 12 | 1 | 0 | 0 |
| Rate | Tx-Pakete | Rx-Pakete | ||||||
| 802.11a/b/g | ||||||||
| 54 | 0 | 0 | ||||||
| 48 | 0 | 0 | ||||||
| 36 | 0 | 0 | ||||||
| 24 | 0 | 0 | ||||||
| 18 | 0 | 0 | ||||||
| 12 | 0 | 0 | ||||||
| 11 | 0 | 0 | ||||||
| 9 | 0 | 0 | ||||||
| 6 | 0 | 0 | ||||||
| 5 | 0 | 0 | ||||||
| 2 | 0 | 1 | ||||||
| 1 | 2 | 8 | ||||||
| 802.11n | ||||||||
| 144,4 | 0 | 0 | ||||||
| 139 | 0 | 0 | ||||||
| 115,6 | 0 | 0 | ||||||
| 86,7 | 0 | 0 | ||||||
| 72,2 | 0 | 0 | ||||||
| 65 | 0 | 0 | ||||||
| 57,8 | 0 | 0 | ||||||
| 43,3 | 0 | 0 | ||||||
| 28,9 | 0 | 0 | ||||||
| 21,7 | 0 | 0 | ||||||
| 14,4 | 0 | 0 | ||||||
| 7,2 | 0 | 0 | ||||||
| Gesamt | 2 | 9 | ||||||
Abb. 182: Monitoring->WLAN->VSS->
Werte in der Liste
| Feld Beschreibung | |
| Client-MAC-Adresse | Zeigt die MAC-Adresse des assoziierten Clients. |
| IP-Adresse | Zeigt die IP-Adresse des Clients. |
| Uptime | Zeigt die Zeit in Stunden, Minuten und Sekunden an, die der jeweilige Client angemeldet ist. |
| Signal dBm (RSSI1, RSSI2, RSSI3) | Zeigt die Empfangsstärke des Signals in dBm an. |
| Rauschen dBm | Zeigt die Empfangsstärke des Rauschens in dBm an. |
| SNR dB | Signal to Noise Ratio (Signal-Rausch-Abstand) in dB stellt einen Indikator für die Qualität der Verbindung im Funk dar.Werte:> 25 dB exzellent15 – 25 dB gut2 – 15 dB grenzwertig0 – 2 dB schlecht. |
| Datenrate Mbit/s | Zeigt die aktuelle Übertragungsrate der von diesem Client empfangenen Daten in Mbit/s an. Folgende Übertragungsraten sind möglich: IEEE 802.11b: 11, 5.5, 2 und 1 Mbit/s; IEEE 802.11g/a: 54,48,36,24,18,12,9,6 Mbit/s Falls das 5-GHz-Frequenzband genutzt wird, wird die Anzeige von 11, 5.5, 2 und 1 Mbit/s bei IEEE 802.11b unterdrückt. |
| Rate | Zeigt die möglichen Datenraten auf dem Funkmodul an. |
| Rx Discards | Zeigt die Anzahl der erhaltenen Pakete für die jeweilige Datenrate an. |
| Tx Discards | Zeigt die Anzahl der gesendeten Pakete für die jeweilige Datenrate an. |
20.5.3 Client-Verwaltung
Im Menü Monitoring->WLAN+Client-Verwaltung wird eine Übersicht des Client-Verwaltung angezeigt. Sie sehen für jedes VSS u. a. die Anzahl der verbundenen Clients, die Anzahl der Clients, die in vom 2,4/5-GHz-Übergang betroffen sind, sowie die Anzahl der abgewiesenen Clients.


Abb. 183: Monitoring->WLAN+Client-Verwaltung
Werte in der Liste Client-Verwaltung
| Feld Beschreibung | |
| VSS-Beschreibung | Zeigt die eindeutige Beschreibung des Drahtlosnetzwerks (VSS) an. |
| Netzwerkname (SSID) | Zeigt den Namen des Wireless Netzwerks (SSID) an. |
| MAC-Adresse | Zeigt die MAC Adresse, die für dieses VSS verwendet wird, an. |
| Aktive Clients | Zeigt die Anzahl der aktiven Clients. |
| 2,4/5-GHz-Übergang | Zeigt die Anzahl der Clients, die über die Funktion 2,4/5-GHz-Übergang in ein anderes Frequenzband verschoben worden sind. |
| Abgewiesene Clients soft/hard | Zeigt die Anzahl der abgewiesenen Clients, nachdem die absolute Anzahl an zulässigen Clients erreicht wurde. |
20.6 Bridges
20.6.1 br
Im Menü Monitoring->Bridges->br
br0

Abb. 184: Monitoring->Bridges
Werte in der Liste br
| Feld Beschreibung | |
| MAC-Adresse | Zeigt die MAC-Adressen der assoziierten Bridges an. |
| Port | Zeigt den Port an, auf dem die Bridge aktiv ist. |
20.7 QoS
Im Menü Monitoring->QoS werden Statistiken für die Schnittstellen angezeigt, für die QoS konfiguriert wurde.
20.7.1 QoS
Im Menü Monitoring->QoS->QoS wird eine Liste aller Schnittstellen angezeigt, für die QoS konfiguriert wurde.
QoS

Abb. 185: Monitoring->QoS->QoS
Werte in der Liste QoS
| Feld Beschreibung | |
| Schnittstelle | Zeigt die Schnittstelle an, für die QoS konfiguriert wurde. |
| QoS-Queue | Zeigt die QoS-Queue an, die für diese Schnittstelle konfiguriert wurde. |
| Senden | Zeigt die Anzahl der gesendeten Pakete mit der entsprechenden Paket-Klasse an. |
| Verworfen | Zeigt die Anzahl der verworfenen Pakete mit der entsprechenden Paket-Klasse bei Überlast an. |
| Queued | Zeigt die Anzahl der wartenden Pakete mit der entsprechenden Paket-Klasse bei Überlast an. |
Index
Administrativer Status 244, 252, 263, 264
Adressen 257
Analoge Schnittstelle auswählen 247
Angerufene Adresse 252
Angerufene Adresse 263, 265
Angerufene Leitung 265
Ankommende Rufnummer 211
Anrufende Adresse 263
Anrufende Leitung 263
Ausgehende Rufnummer 211
Ausgehender Proxy 252
Authentifizierungs-ID 247, 252
Bandbreitenbegrenzung Downstream 257
Bandbreitenbegrenzung Upstream 257
Beinhalteter Standort (Parent) 257
Benutzer 48
Benutzer muss das Passwort ändern 48
Benutzerdefinierte DHCP-Optionen 286
Benutzername 252
Beschreibung 45, 244, 247, 252, 257, 259, 263, 265, 267
Codec-Reihenfolge 249, 255
Comfort Noise Generation (CNG) 250, 256
DSCP-Einstellungen für RTP-Daten 258
Echounterdrückung 250, 256
Eigene IP-Adresse per ISDN/GSM übertragen 211
Endpunkttyp 246
Entfernter Port 246
Externe Adresse 267
Externer Port 246
Gültigkeit 247, 252
Herstellerbeschreibung 286, 286
Interne IP-Adresse 246
Interner Port 246
ISDN-Konfigurationstyp 61
ISDN-Modus 259
ISDN-Schnittstelle auswählen 247
Konfiguration speichern 45
Leitung 264
Level Nr. 45
Lizenzschlüssel 34
Lizenzseriennummer 34
Lokale Adresse 267
Maximale Downstream-Bandbreite 257
Maximale Upstream-Bandbreite 257
Menüs 46
Metrik 129
Mitglieder 259
Modus 211
Modus des D-Kanals 211
Paketgröße 250, 256
Passwort 48, 247, 252
Port 247
Port-Verwendung 61
Portname 61
Priorität 264
Protokoll 129, 244, 246, 247, 252
Realm 252
Registrar 252
Registrierung 247, 252
Richtung 267
Route 129
Rufnummer 254, 265
Schnittstelle 129
Schnittstellen 257
Schnittstellentyp 247
SIP-Endpunkt-IP-Adresse 247, 252
SIP-Header-Feld(er) für Anruferadresse 254
Sortierreihenfolge 249, 255
Teilnehmer / Benutzername 247
Timeout der Sitzung 244
Transformation der gerufenen Adresse 264
Transformation der rufenden Adresse 265
Trunk-Modus 252
Typ 257, 263
Übertragungsmodus 211
X.31 (X.25 im D-Kanal) 61
X.31 TEI-Dienst 61
X.31 TEI-Wert 61
Zugangs-Level 48
Zugeordnete Leitung 267
Aktuelle Ortszeit 32
Anrufkontrolle für lokale Nummern 260
Datum einstellen 32
Dauer 332, 332
Dienst 332, 332
Dritter Zeitserver 32
Entfernte Nummer 332, 332
Erster Zeitserver 32
Firewall auf Werkseinstellungen zurücksetzen 234
Kanal 332
Kontakt 28
Kosten 332, 332
Kurzwahl 262
LED-Modus 28
Maximale Anzahl der Accounting-Proto- kolleinträge 28
Maximale Anzahl der Syslog-Protokolleinträge 28
Maximales Nachrichtenlevel von Systemprotokolleinträgen 28
Media Stream Termination 260
Passwörter und Schlüssel als Klartext anzeigen 31
Richtung 332, 332
RTSP-Port 268
RTSP-Proxy 268
Schnittstelle 332, 332
Session Border Controller Modus 260
SNMP Read Community 30
Standard-Abwurfnebenstelle 260
Standardverhalten 257
Standort 28
Startzeit 332
Status 332
Status des Media Gateways 260
Systemadministrator-Passwort bestätigen 30
Systemname 28
Wahlpause 260
Zeit einstellen 32
Zeitaktualisierungsintervall 32
Zeitaktualisierungsrichtlinie 32
Zeitzone 32
Zweiter Zeitserver 32
Aktive IPSec-Tunnel 27
Aktive Sitzungen (SIF, RTP, etc...) 27
Aktuelle Anrufe 331
Anrufkontrolle 262
Anrufliste 332
Arbeitsspeichernutzung 27
Benutzer 46
BOSS-Version 27
CLID-Umwandlung 265
CPU-Nutzung 27
Datum 31
DSP-Modul 28
Interner Speicher 27
ISDN Verwendung Intern 27
ISDN-Konfiguration 60
ISDN-Trunks 259
Letzte gespeicherte Konfiguration 27
Optionen 260
Passwörter 30
RTSP-Proxy 268
Rufnummerntransformation 266
Seriennummer 27
SIP-Endpunkte 245
SIP-Konten 251
SIP-Proxys 244
Standorte 256
Status Nachtbetrieb 27
System 28
Systemdatum 27
Systemlizenzen 34
Teilnehmer 247
Uptime 27
Zeit 31
Zugriffsprofile 43
Application Level Gateway 244
Globale Einstellungen 28
ISDN-Ports 60
ISDN/Modem 331
Konfigurationszugriff 43
Media Gateway 262
RTSP 268
Status 26
Assistenten 25
Monitoring 328
Physikalische Schnittstellen 58
Schnittstellen 58
Systemverwaltung 26
VoIP 244
Wartung 313
DHCP-Client (Konfigurationsbeispiel) 288
DHCP-Relay-Server (Konfigurationsbeispiel) 288
DHCP-Server (Konfigurationsbeispiel) 288
NAT (Konfigurationsbeispiel) 138
SIF (Konfigurationsbeispiel) 241
#
1 #2, #3 54
2
2,4/5-GHz-Übergang 339
A
Abfrage Intervall 168
Abgewiesene Clients soft/hard 339
ACCESS_ACCEPT 38
ACCESS_REJECT 38
ACCESS_REQUEST 38
ACCOUNTING_START 38
ACCOUNTING_STOP 38
Admin-Status 144
Administrativer Status 200, 273
Administrativer Zugriff 37
Adressbereich 236
Adresse/Präfix 236
Adresse/Subnetz 236
Adressen 236
Adressliste 236
Adressmodus 67, 190
Adresstyp 236
ADSL-Leitungsprofil 63
ADSL-Logik 316
Ähnliches Zertifikat überschreiben 296
Airtime Fairness 81, 104
Aktion 120, 135, 163, 229, 232, 296, 316, 329, 333
Aktionen 296
Aktive Clients 339
Aktive Clients 115
Aktiver Allgemeiner Präfix 131
Aktives Funkmodulprofil 101
Aktualisierung aktivieren 280
Aktualisierungsintervall 281
Aktualisierungspfad 281
Aktuelle Geschwindigkeit / Aktueller Modus 59
Aktueller Dateiname im Flash 316
Alle Multicast-Gruppen 171
Allgemein 97, 167, 312
Allgemeine IPv6-Präfixe 131
Allgemeiner Name 54
Allgemeiner Präfix 70
Als DHCP-Server 272
Als IPCP-Server 272
Alternative Schnittstelle, um DNS-Server zu erhalten 271
Andere Inaktivität 233
Angegriffener Access Point 119
Ankündigen 69
Antwort 275
Antwortintervall (Letztes Mitglied) 168
Anzahl Nachrichten 324
Anzahl der Spatial Streams 79,103
Anzahl erlaubter Verbindungen 207
AP gefunden 113
AP offline 113
AP verwaltet 113
APN 286
ARP Processing 108
Art der Einrichtung 70
Art des Datenverkehrs 134
Art des Angriffs 119
Assistent für Netzwerkeinstellung 15
ATM 187
ATM PVC 183
ATM-Dienstkategorie 192
ATM-Schnittstelle 189
Auf Client-Anfrage antworten 311
Ausgehende Schnittstelle 156
Ausgewählte Kanäle 82
Ausgewählter Kanal 79
Aushandlungsmodus 329
Auslöser 291
Ausstehende Ende-zu-Ende-Anforderungen 195
Ausstehende Segment-Anforderungen 195
Auswahl 237
Auswahl des Client-Bands 87, 110
Auszuführende Aktion 307
Authentifizierung 177, 181, 186
Authentifizierung für PPP-Einwahl 43
Authentifizierungsmethode 200, 213, 329
Authentifizierungstyp 40
Automatische Subnetzerstellung 70
Automatische Konfiguration 12
Autonomous Flag 71
Autospeichermodus 55, 296
B
Bandbreite 79, 103
Basierend auf Ethernet-Schnittstelle 66
Beacon Period 89, 105
Bedienelemente 19
Bedingung des Schnittstellenverkehrs 292
Bedingung für Ereignisliste 296
Befehlsmodus 296
Befehlstyp 296
Benachbarte APs 117
Benachrichtigungsdienst 323, 324, 326
Benachrichtigungseinstellungen 326
Benachrichtigungsempfänger 323
Benutzer 222
Benutzerdefiniert 54
Benutzerdefinierter Kanalplan 105
Benutzername 174, 179, 183, 280, 326
Benutzerzugang 16
Benutzter Präfix/Länge 131
Berichtsmethode 164
Berücksichtigen 141
Beschreibung 50, 57, 100, 103, 125, 127
, 134 , 144 , 148 , 151 , 156 , 160 , 163 ,
174, 179, 183, 189, 200, 206, 213,
Beschreibung - Verbindungsinformation - Link 28
Betreff 324
Betreibermodus 40
Betriebsmodus 79, 101, 103
Betriebsmodus (Aktiv) 296
Betriebsmodus (Inaktiv) 296
Bevorzugte Gültigkeitsdauer 71
Blockieren nach Verbindungsfehler für 177, 181, 186
Blockzeit 216
Bohrschablone 8
BOSS 316
Bridges 339
Burst-Größe 156
Burst-Mode 104
Bytes 329
C
CA-Name 296
CA-Zertifikat 52
CA-Zertifikate 216
Cache 277
Cache-Größe 271
Cache-Treffer 278
Cache-Trefferrate (%) 278
CAPWAP-Verschlüsselung 100
Client-MAC-Adresse 338
Client-Typ 191
Client-Verwaltung 117,339
Code 238
Continuity Check (CC) Ende-zu-Ende 195
CTS Frames als Antwort auf RTS empfangen 336
D
Datei auswählen 316
Dateikodierung 55, 56
Dateiname 296,316
Dateiname auf Server 296
Dateiname in Flash 296
Datenrate Mbit/s 337, 338
Datum 328
Details 329
DH-Gruppe 213
DHCP Broadcast Flag 72
DHCP-Client 67, 177, 185
DHCP-Hostname 72, 190
DHCP-Konfiguration 283
DHCP-MAC-Adresse 72, 190
DHCP-Modus 72
DHCP-Optionen 284
DHCP-Relay-Einstellungen 288
DHCP-Relay-Server 288
DHCP-Server 67, 97, 282
Diagnose 313
Dienst 135, 144, 148, 160, 229, 232
Dienste 237
Diensteliste 238
Dienstkategorien 192
DNS 270
DNS-Anfragen 278
DNS-Aushandlung 177, 181, 186
DNS-Hostname 275
DNS-Propagation 72
DNS-Server 187,223,273,283
DNS-Test 314
Domäne 276
Domänenname 271
Domänenweiterleitung 276
Doppelte empfangene MSDUs 336
Downstream 62
Drahtloser Modus 81, 104
Drahtlosnetzwerke (VSS) 83, 107, 116
Dropping-Algorithmus 157
Durchsatz/Client 115
Dynamische RADIUS-Authentifizierung 225
Dynamische Black List 111
DynDNS-Aktualisierung 279
DynDNS-Client 279
DynDNS-Provider 281
E
E-Mail 54
E-Mail-Adresse 326
EAP-Vorabauthentifizierung 86,109
Einstellungen Funkmodul 78
Eintrag aktiv 40
Empfangene DNS-Pakete 278
Empfänger 324
Ende-zu-Ende-Sendeintervall 195
Enkapsulierung 189
Entfernte PPTP-IP-Adresse 181
Entfernte IP-Adresse 329, 329
Entfernte Netzwerke 329
Entfernte ID 329
Entfernter Port 329, 334
Entferntes IPv6-Netzwerk 204
Enthaltene Zeichenfolge 324
Ereignis 324
Ereignisliste 292, 296
Ereignistyp 292
Erfolgreich empfangene Multicast-MSDUs 336
Erfolgreich übertragene Multicast-MSDUs 336
Erfolgreich beantwortete Anfragen 278
Erfolgreiche Versuche 307
Erlaubte Adressen 88, 111
Erreichbarkeitsprüfung 41,216,220,329
Erweiterte Route 128
Erzeugungsmethode 70
Ethernet-Ports 58
Ethernet-Schnittstellenauswahl 59
Externe Berichterstellung 320
Externer Dateiname 55, 56
F
Facility 321
Fehler 120,329,331
Fehlerhafte Erhaltene Pakete 336
Fehlgeschlagene Versuche 307
Fehlversuche per Zeitraum 111
Fertig 120
Filter 151
Firewall 227
Firmware-Wartung 120
Fragmentation Threshold 82, 105
Frames ohne Tag verwerfen 76
Frequenzband 79, 103
Funkmodul1 115
Funkmodulprofile 102
G
Gateway 128, 284
Gateway-Adresse 127
Gateway-IP-Adresse 124
Gerät 100
Gesamt 331
Gewichtung 156
Globale Einstellungen 271
Größe der Zero Cookies 225
Größe des Protokoll-Headers unterhalb Layer 3 153
Grundeinstellungen bei Auslieferung 5
Grundkonfiguration 12
Gruppen 237, 239
Gruppen-ID 307
Gruppenbeschreibung 40, 141, 142
Gültigkeitsdauer 71
H
Hersteller auswählen 286, 286
High-Priority-Klasse 151
Hinzuzufügende/zu bearbeitende MIB/SNMP-Variable 296
Host 276
Hostname 280
Hosts 307
HTTP 37
HTTPS 37,278
HTTPS-Server 278
HTTPS-TCP-Port 279
|
IGMP 167
IGMP Proxy 169
IGMP Snooping 89
IGMP-Status 170
IKE (Phase-1) 331
IKE (Internet Key Exchange) 200
Image bereits vorhanden. 120
Immer aktiv 174, 179, 183
Importieren 55, 56
Indexvariablen 292, 296
Initial Contact Message senden 225
Interner ISDN-Anschluss 8
Internes Protokoll 328
Internet + Einwählen 172
Intervall 292, 296, 307, 310
IP-Adressbereich 97, 187, 223, 283
IP-Adresse 13, 190, 191, 287, 321, 337, 338
IP-Adresse / Netzmaske 67
IP-Adresse zur Nachverfolgung 142
IP-Adresse/Netzmaske 334
IP-Adressmodus 176, 180, 184
IP-Komprimierung 220
IP-Konfiguration 64
IP-Pool-Konfiguration 282
IP-Poolname 187,223,283,284
IP-Version 237, 273
IP-Version des Tunnelnetzwerks 200
IP-Zuordnungspool 202
IP/MAC-Bindung 287
IPSec 198,328
IPSec (Phase-2) 331
IPSec aktivieren 224
IPSec (Phase-2) SAs 329
IPSec über TCP 225
IPSec-Debug-Level 224
IPSec-Peers 199
IPSec-Statistiken 330
IPSec-Tunnel 329, 331
IPv4 236
IPv4 Proxy ARP 208
IPV4-Adresse 275
IPv4-Adressvergabe 202
IPv4-DNS-Server 276
IPv4-Filterregeln 228
IPv4-Gruppen 234
IPv4-Quelladresse/-netzmaske 148, 160
IPv4-Routing-Tabelle 128
IPv4-Zieladresse/-netzmaske 148, 160
IPv4/IPv6-Filter 148
IPv6 67,177,185,236
IPv6-Adresse 275
IPv6-Adressen 67
IPv6-DNS-Server 276
IPv6-Modus 67, 177, 185
IPv6-Quelladresse/-länge 148, 160
IPv6-Routenkonfiguration 127
IPv6-Routingtabelle 129
IPv6-Zieladresse/-länge 148, 160
ISDN-Login 37
K
Kanal 79, 101
Kanalplan 82, 105
Kennwort für geschütztes Zertifikat 296
Konfiguration eines Allgemeinen Präfixes 131
Konfiguration enthält Zertifikate/Schlüssel 296
Konfiguration von IPv4-Routen 122
Konfigurationsbeispiel - DHCP-Client 288
Konfigurationsbeispiel - DHCP-Relay-Server 288
Konfigurationsbeispiel - DHCP-Server 288
Konfigurationsbeispiel - Lastverteilung 146
Konfigurationsbeispiel - NAT 138
Konfigurationsbeispiel - Scheduling 304
Konfigurationsbeispiel - SIF 241
Konfigurationsbeispiel - WLAN 90
Konfigurationsbeispiel - Zeitgesteuerte Aufgaben 304
Konfigurationsdaten sammeln 13
Konfigurationsmodus 202
Konfigurationsoberfläche aufrufen 19
Konfigurationsschnittstelle 36
Konfigurierte Geschwindigkeit/konfigurierter Modus 59
Kontrollmodus 153, 197
L
LAN 64
Land 54
Lastverteilung 140
Lastverteilung (Konfigurationsbeispiel ) 146
Lastverteilungsgruppen 140
Layer 4-Protokoll 125
LCP-Erreichbarkeitsprüfung 177, 181, 186
LDAP-URL-Pfad 57
Lease Time 284
Lebensdauer 213, 218
Level 321, 328
Link-Präfix 70
Lokale IP-Adresse 124, 176, 180, 184, 202
Lokale PPTP-IP-Adresse 181
Lokale WLAN-SSID 296
Lokale Zertifikatsbeschreibung 55, 56, 296
Lokale Adresse 334
Lokale IP-Adresse 329
Lokale Dienste 270
Lokale ID 200,329
Lokaler Dateiname 296
Lokaler ID-Typ 200, 213
Lokaler ID-Wert 213
Lokaler Port 329, 334
Lokales IPv6-Netzwerk 204
Lokales Zertifikat 213
Lokales Zertifikat 279
Long Retry Limit 105
Loopback Ende-zu-Ende 195
Loopback aktiv 133
Loopback-Segment 195
Löschen 119, 128
M
MAC-Adresse 66, 190, 287, 334, 337, 339, 339
MAC-Adresse des Rogue Clients 119
Mail-Exchanger (MX) 281
Max. Queue-Größe 157
Max. Übertragungsrate 104
Max. Anzahl Clients - Hard Limit 87,110
Max. Anzahl Clients - Soft Limit 87, 110
Maximale Antwortzeit 168
Maximale Anzahl der erneuten Einwählversuche 177, 181, 186
Maximale Upload-Geschwindigkeit 153, 156, 197
Maximale Gruppen 170
Maximale Quellen 170
Maximale Upstream-Bandbreite 63
Maximale Anzahl der IGMP-Statusmeldungen 168
Maximale Anzahl der IGMP-Statusmeldungen 170
Maximale Burst-Größe (MBS) 192
Maximale E-Mails pro Minute 326
Maximale TTL für negative Cacheeinträge 271
Maximale TTL für positive Cacheeinträge 271
Mbit/s 335
Metrik 124, 128, 202
MIB-Variablen 296
Min. Queue-Größe 157
Mitglieder 235, 235, 240
MobIKE 208
Modus / Bridge-Gruppe 36
Monitoring 112
MSDUs, die nicht übertragen werden konnten 336
MTU 178,329
Multicast 166
Multicast-Gruppen-Adresse 171
Nach Ausführung neu starten 296
Nachricht 328
Nachrichten 329
Nachrichtenkomprimierung 324
Nachrichtentyp 321
Name 100, 131, 222
Name der Quelldatei 316
Name der Zieldatei 316
NAT 132,334
NAT aktiv 133
NAT-Eintrag erstellen 176, 180, 184
NAT-Erkennung 329
NAT-Konfiguration 133
NAT-Methode 134
NAT-Schnittstellen 132
NAT-Traversal 216
Negativer Cache 271
Netzmaske 13, 128, 190, 191
Netzwerk 122
Netzwerkeinstellung 15
Netzwerkname (SSID) 85, 108
Netzwerkname (SSID) 339
Neue Quell-IP-Adresse/Netzmaske 137
Neue Ziel-IP-Adresse/Netzmaske 137
Neuer Quell-Port 137
Neuer Ziel-Port 137
Neuer Dateiname 316
Neustart 318
Neustart des Geräts nach 296
Nicht entschlüsselbare MPDUs erhalten 336
Nicht geändert seit 333
Nicht-Mitglieder verwerfen 76
Nr. 130, 328, 333
Nutzungsbereich 79
0
OAM-Fluss-Level 194
OAM-Regelung 193
Öffentliche IPv4-Quelladresse 208
Öffentliche Schnittstelle 208
Öffentlicher Schnittstellenmodus 208
On Link Flag 71
Optionen 43, 129, 170, 224, 232, 303, 315, 322
Organisation 54
Organisationseinheit 54
Original Quell-Port/Bereich 135
Original Ziel-IP-Adresse/Netzmaske 135
Original Ziel-Port/Bereich 135
Originale Quell-IP-Adresse/Netzmaske 135
Ort 54
P
Pakete 329
Passwort 52, 55, 56, 174, 179, 183, 222, 280, 296, 326
Passwort ändern 14
PC einrichten 14
Peak Cell Rate (PCR) 192
Peer-Adresse 200
Peer-ID 200
PFS-Gruppe verwenden 218
Phase-1-Profil 207
Phase-1-Profile 212
Phase-2-Profil 207
Phase-2-Profile 218
Physikalische Verbindung 62
PIN 286
Pin-Belegungen 9
Ping 37
Ping-Befehl testweise an Adresse senden 313
Ping-Generator 309
Ping-Test 313
PMTU propagieren 220
Pool-Verwendung 284
POP3-Server 326
POP3-Timeout 326
Port 281,339
Portkonfiguration 58, 75
Portweiterleitungen 133
Positiver Cache 271
PPPoA 182
PPPoE 174
PPPoE-Ethernet-Schnittstelle 174
PPPoE-Modus 174
PPPoE-Schnittstelle für Mehrfachlink 174
PPTP 179
PPTP-Adressmodus 181
PPTP-Ethernet-Schnittstelle 179
PPTP-Inaktivität 233
PPTP-Passthrough 133
Primärer IPv6-DNS-Server 273
Primärer DHCP-Server 288
Priorisierungsalgorithmus 153
Priorität 40, 156, 273
Priority Queueing 156
Privaten Schlüssel generieren 52
Profile 188
Proposals 213, 218
Protokoll 128, 135, 144, 148, 160, 206, 238, 281, 296, 321
Protokollformat 323
Protokollierte Aktionen 233
Provider 189,280
Providername 281
Provisioning-Server 286
Proxy ARP 72
Proxy-Schnittstelle 169
PVID 76
Q
QoS 148,340
QoS-Klassifizierung 151
QoS-Queue 340
QoS-Schnittstellen/Richtlinien 153
Quell-IP-Adresse 292, 296, 307, 310
Quell-IP-Adresse/Netzmaske 125, 135, 144, 206
Quell-Port 125, 206
Quell-Port/Bereich 135, 144, 148, 160
Quelladresse/Länge 127
Quelle 120,229,232,296,316
Quellportbereich 238
Quellschnittstelle 125, 144, 171
Queued 340
Queues/Richtlinien 153
R
RA-Signierungszertifikat 52
RA-Verschlüsselungszertifikat 52
RADIUS 38
RADIUS-Dialout 41
RADIUS-Password 40
RADIUS-Server 109
RADIUS-Server Gruppen-ID 222
Rate 338
Rauschen dBm 337, 338
Real Time Jitter Control 153
Real Time Jitter Control 196
Regelkette 163, 164
Regelketten 162
Region 90, 97
Regulierte Schnittstellen 197
Remote Authentifizierung 38
Remote-Adresse 334
Reset 5
Reset-Taster 8
Richtlinie 41
Richtlinien 228
Richtung 151
Richtung des Datenverkehrs 292
Robustheit 168
Rogue Clients 118
Rogue APs 118
Rolle 222
Route aktiv 127
Routen 122
Routeneinträge 176, 180, 184, 202
Routenklasse 123
Routenselektor 142
Routentyp 123, 127, 128
Router Advertisement annehmen 67, 177, 185
Router Advertisement übertragen 67
Router-Gültigkeitsdauer 72
Router-Präferenz 72
RTS Threshold 82, 105
RTS Frames ohne CTS 336
RTT-Modus (Realtime-Traffic-Modus) 156
Rx Shaping 88,112
Rx Discards 338
Rx-Bytes 333, 334
Rx-Fehler 333
Rx-Pakete 333, 334, 335, 337
S
SAs mit dem Status der ISP-Schnittstelle synchronisieren 225
SCEP-Server-URL 296
SCEP-URL 52
Schedule-Intervall 304
Scheduling 291
Scheduling (Konfigurationsbeispiel) 304
Schlüsselgröße 296
Schnittstelle 37, 38, 76, 97, 123, 128, 130, 134, 142, 153, 164, 168, 197, 273, 276, 280, 284, 296, 309, 311, 340
Schnittstelle ist UPnP-kontrolliert 311
Schnittstelle - Verbindungsinformation - Link 28
Schnittstellen 36, 64, 151, 234, 308, 311, 322, 332
Schnittstellenaktion 309
Schnittstellenbeschreibung 36
Schnittstellenmodus 66, 273
Schnittstellenmodus / Bridge-Gruppen 35
Schnittstellenstatus 292
Schnittstellenstatus festlegen 296
Schnittstellenzuweisung 164
Schweregrad 324
Segment-Sendeintervall 195
Sekundärer IPv4-DNS-Server 273
Sekundärer IPv6-DNS-Server 273
Sekundärer DHCP-Server 288
Sendeleistung 79,101
Senden 340
Server 281
Server Timeout 41
Server-IP-Adresse 40
Server-URL 296
Serveradresse 296
Serverfehler 278
Setze COS Wert (802.1p/Layer 2) 151
Sicherheitsalgorithmus 329
Sicherheitsmodus 86, 109
Sicherheitsrichtlinie 67, 67, 176, 177, 180, 184, 185, 202, 204
Signal 116
Signal dBm 119,337
Signal dBm (RSSI1, RSSI2, RSSI3) 338
Slave Access Points 99, 114
Slave-AP-Konfiguration 99
Slave-AP-LED-Modus 97
Slave-AP-Standort 97
SMTP-Authentifizierung 326
SMTP-Port 326
SMTP-Server 326
SNR dB 338
Software &Konfiguration 315
Softwareaktualisierung 16
Special Handling Timer 144
Special Session Handling 143
Speicherverbrauch [%] 113
Sperrzeit für Black List 111
SSID 119
Staat/Provinz 54
Standard-Benutzerpasswort 40
Standard-Ethernet für PPPoE-Schnittstellen 190
Standardeinstellungen wiederherstellen 37
Standardroute 176, 180, 184, 202
Standort 100
Startmodus 207
Startzeit 295
Statische Adressen 70
Statische Hosts 275
Statische Black List 119
Statistik 278,332
Status der Funktionstaste 292
Status der IPv4-Firewall 233
Status des Auslösers 296
Stoppzeit 295
Subjektname 296
Subnetz-ID 70
Subsystem 328
Support 7
System-Voraussetzungen 12
Systemlogik 316
Systemmeldungen 328
Systemneustart 318
Systempasswort ändern 14
Systemprotokoll 320
Systemsoftware 12
T
TCP-ACK-Pakete priorisieren 177, 181, 186, 191
TCP-Inaktivität 233
TCP-MSS-Clamping 72
Terminierung 8
Test-Ping-Modus 313
Timeout bei Inaktivität 174, 179, 183
Timeout für Nachrichten 324
Traceroute-Adresse 314
Traceroute-Modus 314
Traceroute-Test 314
Überbuchen zugelassen 156
Überprüfung anhand einer Zertifikatsperrliste
(CRL) 50
Überprüfung der IPv4-Rückroute 208
Überprüfung der Rückroute 130
Übersicht 114
Übertragene MPDUs 336
Übertragener Datenverkehr 292
Übertragungsschlüssel 86,109
Überwachte IP-Adresse 307
Überwachte Schnittstelle 292,309
Überwachte Subsysteme 324
Überwachte Variable 292
Überwachtes Zertifikat 292
Überwachung 306
UDP-Inaktivität 233
UDP-Port 41
Umgebungs-Monitoring 117
Ungültige DNS-Pakete 278
Unicast MPDUs erfolgreich erhalten 336
Unicast MSDUs erfolgreich übertragen 336
Unveränderliche Parameter 145
UPnP 310
UPnP TCP Port 312
UPnP-Status 312
Upstream 62
Uptime 337, 338
URL 120,316
v
Vendor Option String 286
Verbindungsstatus 148, 160
Verbleibende Gültigkeitsdauer 292
Verbundene Clients 114
Verbundene Clients/VSS 113
Vergleichsbedingung 292
Vergleichswert 292
Vermeidung von Datenstau (RED) 157
Verschlüsselt 331
Verschlüsselung der Konfiguration 316
Verschlüsselungsmethode 153
Versionsprüfung 296
Versuche 292, 296, 310
Verteilungsmodus 141
Verteilungsrichtlinie 141, 142
Verteilungsverhältnis 142
Vertrauenswürdigkeit des Zertifikats erzwingen 50
Verwaltung 76,89
Verwaltungs-VID 76
Verwendeter Kanal 101
Verwerfen ohne Rückmeldung 164
Verwerfen ohne Rückmeldung 133
Verworfen 331, 340
Virtual Channel Identifier (VCI) 189
Vollständige IPSec-Konfiguration löschen 224
Vollständige IPv4-Filterung 233
Von Schnittstelle 131
Vorbereitungen 12
VPN 198
VSS 336
VSS-Beschreibung 339
W
WAN 172
Wandmontage 8
Wartung 119
Weitergeleitet 331
Weitergeleitete Anfragen 278
Weiterleiten 171,276
Weiterleiten an 276
Wiederkehrender Hintergrund-Scan 105
Wildcard 281
WINS-Server 271
Wird ausgeführt 120
Wireless LAN 78
Wireless LAN Controller 93
Wizard 93
WLAN 78,334
WLAN Controller 113
WLAN (Konfigurationsbeispiel) 90
WLAN Controller: VSS-Durchsatz 113
WLAN-Modul auswählen 296
WLAN1 334
WLC-SSID 296
WMM 85,108
WPA Cipher 86,109
WPA-Modus 86,109
WPA2 Cipher 86, 109
X
XAUTH-Profil 207
XAUTH-Profile 221
Z
Zeit 328
Zeitbedingung 295
Zeitgesteuerte Aufgaben (Konfigurationsbeispiel) 304
Zeitstempel 321
Zero Cookies verwenden 225
Zertifikat in Konfiguration schreiben 296
Zertifikat ist ein CA-Zertifikat 50
Zertifikate 48
Zertifikate und Schlüssel einschließen 316
Zertifikatsanforderung 51
Zertifikatsanforderungs-Payloads nicht beach- ten 226
Zertifikatsanforderungs-Payloads senden
226
Zertifikatsanforderungsbeschreibung 52, 296
Zertifikatsketten senden 226
Zertifikatsliste 49
Zertifikatsserver 57
Ziel 229, 232
Ziel-IP-Adresse 128, 292, 296, 310
Ziel-IP-Adresse/Netzmaske 124, 135, 144, 206
Ziel-Port/Bereich 135, 144, 148, 160
Zieladresse/Länge 127
Zielport 125, 206
Zielportbereich 238
Zielschnittstelle 127, 171
Zu verwendende Schnittstelle 313
Zuerst gesehen 119
Zugang über LAN 18
Zugewiesene Drahtlosnetzwerke (VSS) 101
Zugriffsfilter 159, 163
Zugriffskontrolle 88, 111
Zugriffsregeln 158
Zuletzt gesehen 119
Zusammenfassend 54
Zusätzlicher Filter des IPv4-Datenverkehrs
204, 206

Auswahl verschiedener möglicher Optionen


Klicken Sie auf den Pfeil, um die Liste zu öffnen. Wählen Sie die gewünschte Option mit der Maus.
Klicken Sie auf die Schaltfläche Hinzufügen. Ein neuer Listeneintrag wird angelegt. Geben Sie die entsprechenden Daten ein. Bleiben die Felder des Listeneintrags leer, wird dieser bei Bestätigen mit OK nicht gespeichert. Löschen Sie Einträge, indem Sie auf das Symbol klicken.
HinweisBeachten Sie, dass die Passwörter in der gespeicherten Datei im Klartext eingesehen werden können.Aktivieren oder deaktivieren Sie Konfiguration speichern.Mit Aktiviert wird die Funktion aktiv.Standardmäßig ist die Funktion nicht aktiv.
HinweisDer Wert für dieRouter-Gültigkeitsdauersollte höher sein als die kürzeste Link-Präfix-Gültigkeitsdauer, die im unter Grundlegende IPv6-Parameterfür die Schnittstelle konfiguriert ist.
HinweisDie Klassen-ID ist ein Label, um Datenpakete bestimmten Klassen zuzuordnen. (Die Klassen-ID legt keine Priorität fest.)Mögliche Werte sind ganze Zahlen zwischen 1 und 254.