31 - Nähmaschine PFAFF - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Nähmaschine |
| Marke | Pfaff |
| Modell | 31 |
| Gewicht (ca.) | 12 kg |
| Abmessungen (ca.) | 40 cm × 20 cm × 30 cm |
| Antrieb | Manuell (Fußantrieb) |
| Nadelsystem | System 705 |
| Greifersystem | Zentralspulengreifer (Zentralschiffchen) |
| Stichlängenverstellung | Vorwärts und rückwärts, 0–4 mm |
| Nähfußdruckregulierung | Einstellbar mit Schraubenhülse V |
| Spulenhöhe | Für handelsübliche Garnrollen |
| Besondere Merkmale | Kurvenfadenleger, versenkbarer Stoffschieber, Fadenanzugsfeder |
| Mitgelieferte Apparate | Kantensteppfuß mit Wattierlineal Nr. 25553, Säumerfuß Nr. 25576/25579, Kapperfuß Nr. 25594 |
| Reinigung und Pflege | Greiferbahn reinigen und ölen, Nähstaub entfernen |
| Sicherheitshinweise | Nadel richtig einsetzen, Spulenkapsel einrasten hören, keine verbogenen Nadeln verwenden |
| Reparaturhinweise | Stichauslassen, Fadenreißen, Schwerer Gang, Nadelbruch, schlechter Transport – siehe Störungstabelle |
| Herstellungsjahr | ca. 1950er Jahre (historisch) |
Häufig gestellte Fragen - 31 PFAFF
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BEDIENUNGSANLEITUNG 31 PFAFF
Gebrauchsanleitung zur PFAFF Klasse 31
Die PFAFF-Nähmaschine Klasse 31 mit Zentralspulengreifer unterscheidet sich von der Pfaff Klasse 30/31 in der Handhabung lediglich in der durch die Ausstattung mit Kurvenfadenleger bedingten andern Einfädelung des Oberfadens.
Die Einfädelung des Oberfadens ist gemäß Abbildung wie folgt vorzunehmen:
Stoffdrückerhebel und Faden- leger hochstellen!
Faden von der Garnrolle 1 durch die Ose 2 zwischen die Spannungsscheiben 3 über den Fadenführungsbügel 4 führen und in die Fadenanzugsfeder 5 einhaken.
Nun wird der Faden gemäß Abbildung durch die Bohrung in dem Fadenleger 6 gefädelt, in die Kopfplattenöse 7 und Nadelstangenöse 8 eingehängt und dann von links nach rechts durch das Nadelöhr 9 durchgefädelt.
Für die übrige Handhabung und Pflege der Klasse 31 lasse man sich die Angaben der Gebrauchsanweisung KI. 30 dienen.

Nähmaschine mit Zentralspulengreifer
1. Das Ein- und Auskuppeln des Nähwerkes
Die Nähmaschinen werden mit gelöstem Handrod versandt, so daß beim Treten nur das Handrad mitläuft. Zum Einkuppeln des Nähwerkes wird das Handrod mit der linken Hand festgehalten und mit der rechten die große Rändelschraube zugedreht. Durch Aufdrehen der Rändelschraube R wird das Nähwerk zum Spulen ausgekuppelt (Abb. 1).

Abb. 1
Weniger geübten Näherinnen empfehlen wir bei Beginn des Nähens am Handrad etwas nachzuhelfen, daß die Maschine nicht rückwärts läuft, um ein Einklemmen des Fadens in die Greiferbahn oder Fadenreißen zu vermeiden.
2. Das Aufspulen des Unterfadens
(Abb. 2 u. 3)
- Nöhwerk durch Aufdrehen der großen Rändelschraube auskuppeln.
- Spule 7 so auf die Spulerspindel 4 stecken, daß der Mitnehmerstift in den Spulenschlitz eingreift.

- Garnrolle 1 auf den querstehenden Garnrollenträger stecken.
- Faden von der Garnrolle 1, durch Ose 2 zwischen die Spannungsscheiben 3 führen und das gut angefeuchtete Ende des Fadens von oben auf die Spule legen.
- Durch Druck auf das Plättchen 5 Spuler einschalten. Beim Treten wird sich das Fadenende leicht um die Spule wickeln und den Faden aufspulen, bis der Anschlagbügel 6 den Spuler ausschaltet und die gefüllte Spule 7 freigibt.

Abb. 3
Ein vorheriges Aufwickeln einiger Windungen von Hand ist weniger empfehlenswert, weil die Spule dann meist verkehrt aufgesteckt wird und beim Einschalten des Spulers das Gath wieder abfällt oder beim Leerwerden der Spule Fadenreißen eintreten kann.
[Unreadable]
3. Das Auswechseln der Spule
- Nadelstange hochstellen.
- Mit dem linken Zeigefinger die Klappe A anheben.
- Gemäß Abb. 4 Spulenkapsel mit Daumen und Zeigefinger herausziehen.
- Leere Spule nach Loslassen der Klappe herauskippen. Achtung! Solange man die Klappe geöffnet hält, kann die Spule nicht aus der Kapsel herausfallen!
- Gefüllte Spule gemäß Abb. 5 so in die Kapsel einsetzen, daß der Faden im Uhrzeigersinne abläuft.
3
- Fadenende in den Kapselschlitz führen (Abb. 6) und unter Festhalten der Spule unter die Spannungsfeder ziehen. (Abb. 7).
Fadenende einige Zentimeter vorstehen lassen.

-
Kapsel mit Spule bei hochstehender Nadelstange auf den Zentralspulengreiferstift stecken und so crehen, daß das Kapselhorn H (Abb. 4) über dem Ausschnitt der Greiferbahn steht.
-
Mit dem Daumen auf die Kapsel drücken, bis sie hör- und fühbar einschnappt.

Das Einschnappen der Kapsel darf nicht überhört werden, da sonst Nadel- oder Kapselbruch eintreten kann.
4. Das Einfädein des Oberfadens
(Abb. 8)
Der querstehende Garnrollenträger sichert einen ruhigen Fadenablauf und verhindert Fadenreißen, das bei senkrechter Aufstellung der Garnrolle durch herabgefallene Garnwindungen verursacht wird.
Die Einfädelung des Oberfadens ist bei hochstehendem Stoffdrückerhebel gemäß Abb. 8 wie folgt vorzunehmen: Von der Garnrolle 1, unter den Haken 2, über die Vorspannung 3, zwischen die Spannungsscheiben 4, über die
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Fadenanzugsfeder 5, unter den Haken 6 durch die Ose 7, von rechts nach links durch das Loch im hochstehenden Fadenhebel 8, durch die Kopfplattenöse 9, die Nadelstangenöse 10 und endlich von links nach rechts durch das Nadelöhr 11.
Grundsätzlich ist zu merken:
Der Oberfaden ist bei jeder Nähmaschine von der Seite der langen Nadelrille aus einzufädeln.
Die Nadel ist bei jeder Nähmaschine so einzusetzen, daß die kurze Nadelrille nach dem Schlingenfänger zeigt.
5. Das Heraufholen des Unterfadens
- Oberfadenende festhalten.
- Maschine am Handrad langsam drehen, bis der Unterfaden in Schlingenform aus dem Stichplatten-Nadelloch nach oben kommt (Abb. 9).
- Unterfaden mit dem Oberfaden unter den Steppfuß streichen und nach hinten legen (Abb. 10).

Grundregel! Mit dem Nähen nur anfangen oder aufhören, wenn der Fadenhebel ganz oben steht!
Dadurch wird ein Herausschlüpfen des Oberfadens aus der Nadel und ein Einschlagen und Festklemmen von Faden in die Greiferbahn mit Sicherheit vermieden. Das Festhalten von Ober- und Unterfaden ist dann nicht notwendig.
6. Das Regeln der Fadenspannungen
Durch Eindrehen >> der Spannungs-Reguliermutter M wird die Oberfadenspannung verstärkt, durch Heraus-drehen << verringert (Abb. 11). Zahlen und Striche auf Skalaglocke und Spannungs-Löseblech erleichtern das Wiederauffinden der für die einzelnen Arbeiten richtigen Spannung.

Die Spannung des Unterfadens wird mit dem kleinen Schraubenzieher gemäß Abb. 12 geregelt. Durch Hineindrehen »» des Spannungsschraubchens S wird sie stärker, durch Herausdrehen «« schwächer.
Zur Erzielung einer einwandfreien und haltbaren Naht sind von der Näherin verschiedene Punkte zu beachten: Vor allem muß die Verschlingung von Ober- und Unterfaden innerhalb des Stoffes erfolgen gemäß Abb. 13.
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Die Regelung der Fadenspannung ist so vorzunehmen, daß die Naht je nach Material entsprechend gut eingezogen, schöne, möglichst geradliegende Stiche zeigt. Die Beschaffenheit des Garnes spielt dabei eine große Rolle.

Für dünne Stoffe ist ein entsprechend dünnes und weiches Garn erforderlich, wie auch für elastische Stoffe nur Garne mit großer Dehnfähigkeit wie Seide usw. in Frage kommen können, um ein Platzen der Nähte bei Beanspruchung des Stoffes zu vermeiden.

Das Regeln der Fadenspannungen erfordert einige Übung, bis die Näherin unterscheiden kann, ob wie in Abb. 14 der Oberfaden zu stark, oder der Unterfaden zu leicht gespannt ist.
Bei Abb. 15 kann der Oberfaden zu leicht oder der Unterfaden zu stark gespannt sein.

Die Näherin wird in jedem Falle überlegen, ob die im schlimmsten Falle auftretenden Knötchen oder Schlingen auf der Ober- oder Unterseite der Naht durch Nachregulieren der Ober- oder Unterfadenspannung beseitigt werden müssen.
Es ist darauf zu achten, daß die Regelung der Oberfadenspannung nur bei herabgelassener Stoffdrückerstange erfolgen kann, weil beim Hochstellen des Stoffdrückerhebels die Oberfadenspannung automatisch gelöst wird.
7. Die Nadel
Für PFAFF 30 sind nur Nadeln System 705 zu verwenden, die am besten bei unseren Vertretungen gekauft werden. Die Nadel hat auf die Nähsicherheit und Beschaffenheit der Noht den größten Einfluß.
Die Stärke der Nadel muß zu der verwendeten Garnstärke und dem Stoff im richtigen Verhältnis stehen und ist nach der nebenstehenden Tabelle auszuwählen.
Die Ober- und Unterfadenspannung ist der benutzten Fadenstärke und dem zu verarbeitenden Stoff anzupassen.
Für hartes Nähgut und stark appretierte Stoffe benutzt man vorteilhaft eine Nadel, die eine Nummer stärker ist als in der Tabelle angegeben.
Wenn auch für normale Näharbeiten die Verwendung einer mittleren Nadel ausreicht, so ist doch bei feineren Stoffen wie Seide usw. die Benützung einer möglichst dünnen Nadel empfehlenswert, um unschöne große Nadelächer zu vermeiden.
Eine zu dicke oder zu dünne Nadel, bei zu dünnem oder zu dickem Gorn kann auch zu Stichauslassen oder Fadenreißen Veranlassung geben.
Keine angerosteten Nadeln verwenden!
Nur feinste Politur der Nadel sichert eine einwandfreie Naht und verhindert Fadenreißen.
- Stoffart, Nadel, Garne, Fadenstärke
| Nlbgarn(Baumwoll-garn) | Kunst-seidengarn | RealeSeide | Schappe-seide | Perlon-(Nylon-)Garn-endlos | Perlon-(Nylon-)Garn-Schmittfaser | Stick- undStopfgarn | Leinen-zwinn | Nadel-stärke | |
| Feines Leinen, Batlist | 100 | 80 | 70 | ||||||
| Toll, Mull, Organdy | 2 | 120 | 130 | 80 | |||||
| Feine Seide, Kreppstoffe | 130 | 130 | 80 | ||||||
| Feine Wirkware aus Baum-wolle und Reyon | 100 | 100 | 80 | ||||||
| Feine Stoffe aus Nylon, Perlon,Dacron, Terylen, Pan, Draaton | (120) | 200 | 180 | ||||||
| Festere Stoffe ausNylon, Perlon, Dacron usw. | (100) | 150 | 120 | 80 | |||||
| Leibwäsche | 80 | 80 | |||||||
| Seidenstoffe, Blusenstoffe | 100 | 60 | |||||||
| Leichte Taffe, Musseline | 80 | 80 | 100 | 60 | |||||
| Belt- und Tischwäsche | 60 | 40 | 90 | ||||||
| Schwere Seidenstoffe | 80 | 40 | |||||||
| Leinen | 60 | 80 | |||||||
| Feinleder, Plastik | 60 | 80 | 80 | 80 | 80 | ||||
| Leichte Oberbekleidung | 60 | 60 | |||||||
| Schwere Oberbekleidung | 40 | 60 | 100 | ||||||
| Starkes Leinen, Inletts | 40 | 60 | 40 | ||||||
| Drillich (Dreil) | 40 | 40 | 40 | ||||||
| Schwere Tuche, Mantelsstoffe | 50 | 110 | |||||||
| Segeltuch, Lader, Sackleinen | 30 | 40 | 50 | 50 | 40 | 30 |
9. Das Auswechseln der Nadel (Abb. 16)
- Nadelstange auf den höchsten Punkt stellen.
- Nadelhalterschraube N aufdrehen.
- Nadel mit der linken Hand herausziehen.
- Neue Nadel mit der flachen Kolbenseite nach rechts gegen die Nadelstange zeigend, von unten bis zum Anschlag einschieben.
- Nadelhalterschraube N festdrehen.
Die Nadel ist bei jeder Nähmaschine so einzusetzen, daß die kurze Rille nach dem Schlingenfänger zeigt!

10. Das Einstellen der Stichlänge
Gemäß Abb. 2 ist auf dem Arm eine Skala angebracht. Wird der Stichstellhebel S von O nach oben gestellt, so näht die Maschine vorwärts. Die Stichlänge ist in Milli-
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metern an der Zeigerspitze abzulesen. Durch Zudrehen der gerändelten Mutter kann die Stichlänge begrenzt werden.
Drückt man den Hebel S aus dieser Stellung nach unten, wird ungefähr die gleiche Stichlänge rückwärtsnähend erreicht.
Die Stichverstellung kann auch während des Nöhens vorgenommen werden. In der Nullstellung findet keine Schubbewegung des Stoffschiebers statt. Zum Sticken und Stopfen empfehlen wir die Maschine auf Nullstellung zu bringen.
Die Rückwärtsnaht nur zum Verriegeln, als Verstärkung des Nahtendes verwenden!
11. Die Regelung des Nähfußdruckes
Von dem richtig gewählten Druck des Nähfußes auf den Stoff ist es abhängig, ob das Nähgut sicher und gleichmäßig ohne Beschädigung weitergeschoben wird, oder ob die Naht ungleichmäßig lange Stiche aufweist und der Stoff an der Unterseite von dem Stoffschieber aufgescheuert wird.
Durch Eindrehen der Schraubenhülse V (Abb. 8) wird der Nöhfußdruck für zlickere oder harte Stoffe verstärkt.
Für dünneres Material ist eine leichtere Spannung durch Aufdrehen der Schraubenhülse V erforderlich.
Bei besonders empfindlichen und ganz dünnen Stoffen empfehlen wir bei leichtem Stoffdruck ein dünnes Seidenpapier unter dem Stoff mitzunähen, wodurch der Stoff geschützt und ein Zusammenziehen besser vermieden werden kann.
12. Das Reinigen der Greiferbahn
Die PFAFF 30 ist mit einem Zentralspulengreifer (Zentral-schiffchen) ausgestattet.
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Dieser läuft lose in einer geteilten Laufbahn. Er wird durch einen von der Armwelle aus angetriebenen Treiber in eine um den zentralgelagerten Mittelpunkt schwingende, hin- und hergehende Bewegung versetzt.
Zur Reinigung der Laufbahn bzw. um einen eingeklemmten Oberfaden zu entfernen, muß der Zentralspulengreifer herausgenommen werden.

Hierzu ist gemäß Abb. 17
- die Flügelmutter a zu lockern und der Bügel R nach links unten zu schwenken, bis der Zentralispulengreifer G in der Bahn freiliegt,
- am Handrad zu drehen, bis der Greifer G am weitesten rechts steht,
- mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand den Greifer am Stift c herauszuheben.
Eingeklemmte Fadenreste sind mit einem Stichel sorgfältig zu entfernen. Die Greifer-Laufbahn ist mit Petroleum gründlich zu reinigen und anschließend wieder mit Nähmaschinenöl zu versehen.
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In der gleichen Stellung ist der Zentralspulengreifer von unten nach oben wieder in die Bahn einzusetzen.
Die Flügelmutter a ist nach Schließen des Bügels R gut anzuziehen, um ein Aufgehen durch die Erschütterungen während des Nähens zu vermeiden.
Ein vollkommenes Auseinandernehmen der Greiferbahn ist nur von Zeit zu Zeit notwendig, wenn sich zwischen Ring und Laufbahn Nähstaub angesammelt hat.
13. Das Versenken des Stoffschiebers bei PFAFF 30
Beim Sticken und Stopfen kann bei der PFAFF 30 der Stoffschieber versenkt werden.
Auf der Grundplatte ist vor dem Arm ein Drehknopf (Abb. 2) angeordnet.
Durch Drehen an dem Knopf im Uhrzeigersinne wird der Stoffschieber unter die Stichplatte versenkt. Bei umgekehrter Drehrichtung wird die Transportierung wieder eingeschaltet.
Das Einstellen des Stichstellhebels auf den Nullpunkt beim Sticken und Stopfen ist zwar nicht nötig, empfiehlt sich aber, weil dadurch ein ruhigerer und leichterer Gang der Maschine erzieltwird.
14. Kurze Hinweise zum Gebrauch der Apparate
Zu allen glatten Näharbeiten wird der an der Maschine angeschraubte bewegliche Nähfuß Nr. 43729 benutzt.
Wir können immer wieder feststellen, daß die meisten Hausfrauen diesen auch zum Kantensteppen, Wattieren, Kappen und Säumen verwenden und die für diese Zwecke beigegebenen Spezialapparate achtlös im Apparatekasten liegen lassen.
Ohne die Geschicklichkeit der einzelnen Näherinnen anzweifeln zu wollen, empfehlen wir dringend die kleine Mühe des Fußwechsels nicht zu scheuen.
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Die mit den beigegebenen Spezialfüßen erzielten Kanten-, Kapp- und Saumnähte sind bestimmt jeder freihändig geführten Näharbeit im Aussehen überlegen.
15. Der Kantensteppfuß mit Wattierlineal Nr. 25553
Zum Absteppen schmaler Kanten ist dieses Füßchen un- erläßlich.
Das Wattierlineal ist für diese Arbeit nach oben zu drehen oder herauszuziehen und das beiliegende Blechlineal Nr. 25820 wegen der besseren Führungsfläche gemäß Abb. 78 aufzuschrauben.
Der Abstand einer oder mehrerer Nähte von der Stoffkante ist durch seitliches Verschieben des Lineals beliebig einzustellen.

Das Wattierlineal Nr. 25811 ist ein wertvolles Hilfsmittel zur Erzielung einwandfreier Parallelnähte und bei der Herstellung von Wattierungen für Teewärmer, Kindersteppdecken, wie auch beim Nähen mit Gummifaden für Blusen, Kinderkleidchen usw. unentbehrlich. (Abb. 19, 20).
Das Wattierlineal wird auf den gewünschten Nachtabstand eingestellt und beim Nähen jeweils die vorherige Ncht als Leitlinie für den Linealbügel benutzt. (Abb. 21).

16. Der Säumerfuß Nr. 25 576 bzw. 25 579
Saumnäharbeiten sind für die Hausfrau sehr zeitraubend, wenn sie diese nach alter Gewohnheit von Hand vorgelegt, vornehmen will.
Meist zu breite und durch ungleiches Abnöhen unschöne Säume an Tisch- und Bettwäsche, Schürzen oder Leibwäsche verderben das wertvolle Material.
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Die jeder Maschine beiliegenden Säumerfüßchen mit 2,5 und 4 mm Nutenbreite erleichtern diese Arbeiten außerordentlich und sind in der Handhabung so einfach, daß wir jeder Näherin dringend empfehlen, die kleine Möhe nicht zu scheuen, sich damit vertraut zu machen.
Die einzige Schwierigkeit bereitet anfangs der Beginn der Saumnaht.
Die zu säumende Stoffkante (möglichst fadengerade geschnitten) wird bei angehobenem Säumer in die Schnecke eingeführt.
Es ist ratsam, die vordere Ecke etwas abzuschneiden oder den 2—3 cm vorgebuggen Saum von rückwärts in den Säumer einzuschieben und den Anfang bis zur Nadel zurückzuziehen. Es entsteht dadurch eine schöne, gerade Ecke.

Beim Säumen wird die Stoffkante zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand so geführt, daß 'immer genügend, aber auch nicht zu viel Stoff in die Schnecke einläuft.
Die linke Hand hat die Aufgabe das Arbeitsstück auf der Tischplatte mitzuschieben, wodurch der gleichmäßige Stoffeinlauf wesentlich unterstützt wird.
Der unschöne Zipfel am Ende einer Saumnaht wird vermieden, wenn man den Stoff mit dem Zeigefinger der linken Hand vor dem kurzen Säumerteil die letzten 2—3 Zentimeter vor dem Saumende entsprechend abbremst (Abb. 22).
17. Der Kapperfuß Nr. 25594
Die Kappnahi dient zur haltbaren Verbindung zweier Stoffteile und wird bei der Herstellung von Wäsche, Schürzen usw. auch von der Hausfrau mit Vorteil angewendet.

Zur Herstellung einer Kappnahtverbindung auf einer Ein- nadelmaschine sind zwei Arbeitsgänge erforderlich.
Bei der ersten Nicht sind die zu verbindenden Stoffteile mit der Oberseite nach außen so aufeinanderzulegen, daß der untere Stoffteil 4 mm an der zu nähenden Kante vorsteht.
Nun werden die beiden Stoffteile ähnlich wie beim Söumen von der rechten Hand geführt in den Kapper eingeschoben.
Dabei ist darauf zu achten, daß nur die untere vorstehende Stoffkante nach links umgelegt und glatt aufgenäht wird.
Keinesfalls darf eine Saumnaht entstehen, bei der die Stoffkante nochmals nach innen eingeschlagen wird. (Ursache: Wenn man zu viel Stoff einlaufen läßt!).

Mit der linken Hand wird die Stofführung unterstützt und der obere Stoff so vorgelegt, daß der untere Stoffteil immer gleichmäßig 4 mm breit vorsteht. (Abb. 23).
Nach Fertigstellung der ersten Naht werden die beiden Stoffteile auseinandergekiappt und die Naht ausgestrichen.
Der nun hochstehende Stoffumschlag wird bei der zweiten Naht in den Kapper eingeführt, von diesem nach links umgelegt und niedergenäht (Abb. 24). Die so entstandene Kappnaht ist außerordentlich haltbar und tadellos im Aussehen. Ein Verschieben der beiden Stoffteile kommt nicht vor.
18. Sticken und Stopfen
Beim Sticken wird ohne Füßchenapparat gearbeitet.
Der Stoffdrückerhebel muß wie beim Nähen heruntergelassen sein, um die auch beim Sticken erforderliche Oberfadenspannung zu erhalten.
Die beim Führen des Stickringes hinderliche Stoffdrückerstange ist gemäß Abb. 25 mit dem Haken S an der Kopfplatte aufzuhängen.
Das Einhängen des Hakens S macht keine Schwierigkeit, wenn das gebogene Ende um den Kopf der Füßchenschraube gelegt und das kurze Ende unter Anheben der Stoffdrückerstange in das Lach der Kopfplatte eingehängt wird.
Das Führen der Stickarbeit erfolgt in einem Stickring eingespannt, der in verschiedenen Größen bei unseren Vertretungen erhältlich ist.
Stopfarbeiten an dünneren Stoffen werden ebenfalls vorteilhaft eingespannt und bei gleicher Einstellung der Maschine wie beim Sticken vorgenommen.
Geübte Näherinnen werden Stopfarbeiten ohne Zusatzgerät wie beim Sticken ausführen.
In jedem Falle aber ist der PFAFF Stopfapparat Nr. 46270 eine wesentliche Unterstützung und ermöglicht jeder Hausfrau die anfallenden Stopfarbeiten schnell und sicher zu bewältigen.
Durch diesen Apparat, der über unsere Vertretungen zu beziehen ist, wird der Stoff vor dem Einstechen der Nadel niedergedrückt und so lange festgehalten, bis die Nadel den Stoff wieder verlassen hat.
Ein Flattern des Stoffes oder ein Schiefziehen der Nadel und dadurch verursachter Nadelbruch wird deshalb vermieden.
Bei Verwendung des Stopfapparates können Stopfarbeiten an festeren Stoffen auch ohne Einspannen des Materials erledigt werden.
Auch bei dem Stopfen mit dem Stopfapparat Nr. 46270 muß die Stoffdrückerstange mit dem Haken S aufgehängt werden. (Abb. 25).

Abb. 25
Zum Stopfen ist vorteilhaft nur weiches Maschinenstopf-garn Nr. 40—80 in der Farbe des zu stopfenden Wäsche-stücks zu verwenden.
Gewöhnliches Nähgarn ist zu stark gedreht und macht die Stopfsteile hart und auffällig.
Bei düngewordenen Stellen im Stoff warte man nicht bis sie ganz durchgescheuert sind, sondern verstärke sie durch rechtzeitiges Überstopfen mit kurzen Stichen bei schnellaufender Maschine. Bei stärkeren Stoffen ist es oft angebracht, ein gleichfarbiges, dünnes Stück Stoff mit unterzulegen.
Winkelhaken und Risse im Gewebe lassen sich mit dichten Stopfstichen in Längs- und Querrichtung wieder, schließen. (Abb. 26).

Kleinere und mittlere Löcher werden zweckmäßig durch fadengerades Ausschneiden der schachtaften Stelle und anschließendes Zustopfen des Ausschnittes beseitigt.
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Dazu werden über den Ausschnitt in einer Fadenrichtung bei raschlaufender Maschine Fäden gezogen und beiderseitig in den Stoff hinein vernäht, gemäß Abb. 27. Dann werden die Spannfäden in Querrichtung solange mit kleinsten Stopfstichen übernäht, bis der Ausschnitt gleichmäßig überdeckt ist.
Größere Schäden im Stoff werden durch Einsetzen von gleichen Stoffstücken geheilt.
Sind die Löcher nicht gar zu groß, kann man das genau zurechtgeschnittene Flickstück durch Überstopfen der Schnittkanten einsetzen.
Andernfalls ist der Flicken wie üblich einzunöhen.

19. Die Überdeck-Stichplatte Nr. 25997
Die Verwendung einer Überdeckstichplatte ist bei der PFAFF 30 durch den versenkbaren Stoffschieber zum Sticken und Stopfen nicht unbedingt notwendig.
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Wir empfehlen aber trotzdem die Überdeckstichplatte zum Verdecken des Stoffschiebers bzw. des Stoffschieberausschnities zu benutzen.
Durch die hochgewölbte Fläche der Überdeckplatte wird die Führung des Arbeitsstückes erleichtert, bzw. die Spannung des eingespannten Stoffes erhöht.
Das Einsetzen der Überdeckplatte auf die Stichplatte macht keine Schwierigkeit und ist ohne Entfernung der Nadel vorzunehmen.
Die Überdeckplatte wird gemäß Abb. 28 mit ihrem einzelstehenden Befestigungslappen a in das Loch b der Stichplatte eingesetzt und gemäß Abb. 29 bei geöffnetem Schieber eingeschwenkt und aufgelegt.

Beim Schließen des Grundplattenschiebers drücke man etwas auf die Überdeckplatte und achte darauf, daß die federnden Befestigungslappen c und d sich unter den Schieber T klemmen.
20. Die Wartung und Pflege der Nähmaschine
Sorgfältige Reinigung und ausreichende Ölung erhöht die Lebensdauer der Nähmaschine.
Aber nicht wahllos in jede Öffnung der Maschine Öl hineinspritzen!

Übermäßiges Olen verschmutzt das Nähgut. Nur die in der Gebrauchsanleitung mit Pfeilen gekennzeichneten Stellen mit Öl versehen! (Abb. 30, 31, 32).
Man verwende nur gutes Nähmaschinenöl, das beim Nähmaschinenhändler erhältlich ist.
Nach Abnehmen von Nählampe und Kopfplatte sind auch die Gelenkteile des Fadenhebels mit einem Tropfen Öl zu versorgen.
Grundsätzlich sind alle Reibstellen der beweglichen Teile zu ölen. Gründliche Reinigung und zweckmäßige Olung
dankt die Nähmaschine durch leichten Lauf und saubere Verarbeitung.
Der unter der Stichplatte zwischen Stoffschieber und Zentralispulen-Greiferbahn sich ansammelnde Nähstaub ist öfters zu entfernen.
Zum Abschrauben der Stichplatte ist ein länger Schraubenzieher am dienlichsten.

Bevor man an der Nähmaschine hantiert, sind Steppfuß und Nadel abzunehmen, um Fingerverletzungen zu vermeiden.
Den Schraubenzieher möglichst senkrecht halten und ihn richtig in den Schraubenschlitz drücken!
Beschädigte Schraubenschlitze hemmen den Transport und verletzen empfindliches Nähgut.
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Durch Drehen des Schraubenziehers im umgekehrten Uhrzeigersinne werden die Schrauben herausgedreht, durch Rechtsärehung angezogen.
Alle abgenommenen Teile und das Werkzeug übersichtlich, nicht direkt auf die Holztischplatte, sondern auf ein Tuch legen (Abb. 33).
Kratzer und Lackbeschädigungen hauptsächlich auf der Grundplatte lassen sich vermeiden, wenn man sich angewöhnt, grundsätzlich nichts darauf zu legen, auch nicht die Schere.
Mit einem Stichel sind auch festsitzende Staubkrusten zwischen den Zahnreihen und aus den Kanten der Ausfräsung für die Stichplattenauflage leicht zu beseitigen.

Zur Staubentfernung leistet eine kleine Bürste oder ein Pinsel gute Dienste.
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Beim nachfolgenden Olen halte man die Teile und Flächen, die mit Stoff ins Berührung kommen, von Öl frei, um jede Verschmutzungsgefahr zu verhüten.
Auch die unter der Grundplatte angeordneten Teile der Nähmaschine müssen regelmäßig gereinigt und geölt werden.

Besonders der für ein einwandfreies Nähen ausschlaggebende Zentraispulengreifer ist sorgsam zu pflegen.
Man mache es sich zur Gewohnheit, nach jedem Gebrauch die Maschine umzulegen und wenigstens die Greifer-Laufbahn zu reinigen (Abb. 34).
Der Nähstaub enthält bei der Verarbeitung neuer Stoffe meist Appretur, die eine schmirgelnde Wirkung ausübt und zu vorzeitigem Verschleiß der Zentralspulengreiferteile führt.
Eingeklemmte Fadenreste verursachen Schwergang der Maschine.
Der Lack der Nähmaschine bedarf keiner besonderen Pflege. Von Zeit zu Zeit mit etwas Petroleum abgerieben und mit einem ganz weichen wollenen Lappen nachpoliert, bleibt der Hochglanz erhalten.
21. Hinweise für das Erkennen und Beseitigen von Störungen
Stichauslassen kann entstehen:
Ursache:
Abhilfe:
- Die Nadel ist nicht richtig eingesetzt.
Die Nadel muß bis zum An- schlag hochgeschoben wer- den und die lange Rille nach links stehen.
- Es ist eine falsche Na- del eingesetzt.
Das richtige Nadelsystem ist auf dem Grundplattenschieber eingeschlagen.
- Die Nadel ist verbogen.
Neue Nadel einsetzen.
- Die Maschine ist nicht richtig eingefädelt.
Die Einfädelung nach Kap. 4 überprüfen und berichtigen.
- Die Nadel ist für das Garn zu fein oder zu dick.
Nadel nach der Nadel- und Garntabelle auswählen.
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Fadenreißen ist möglich:
Ursache:
Abhilfe:
| 1. Aus vorgenannten Gründen. | Siehe oben! |
| 2. Bei zu starker Faden-spannung. | Ober- und Unterfadenspannung gemäß Kap. 6 einregulieren. |
| 3. Bei schlechtem oder knotigem Garn. | Nur bestes Maschinen-Obergarn oder gute Nähmaschinen-Seide verwenden. |
| 4. Bei trockener Zentral-spulengreiferbahn oder wenn Fadenreste in der Bahn sind. | Greiferbahn gemäß Kap. 12 reinigen und ölen. |
| 5. Wenn Garnwindungen von der Rolle abgefallen sind. | Garnrolle nicht auf den senkrechten Stift stacken, sondern querstehenden Garnrollenträger benutzen. |
Schwerer Gang macht sich bemerkbar:
Ursache:
Abhilfe:
| 1. Der Antriebsriemen ist zu lang und rutscht,oder er ist zu kurz und übt dadurch einen zu starken Druck auf die Lager aus. | Riemen verkürzen bzw. durch Einsetzen eines Stückes verlängern. Riemen gerade abschneiden! |
| 2. Bei trockener Greiferbahn, oder wenn Fadenreste sich in der Bahn befinden. | Greifer-Laufbahn ölen bzw. reinigen. |
| 3. Die Maschine ist durch ungeeignetes Öl verharzt. | Zum Ölen nur Pfaff-Nähmaschinenöl verwenden. Kein Salatöl oder Glycerin. |
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- Der Transporteur klemmt in der Stichplatte.
Transporteur und Stichplatte nochmals abschrauben und genau einstellen. - Der Spuler ist eingeschaltet und läuft mit.
Spuier abstellen. - Zwischen Handrad und Lagerbüchse hat sich Garn aufgewickelt.
Mit einer dünnen Stopfnadel den Faden herausholen und abwickeln.
Nadelbrechen tritt auf:
Ursache:
Abhilfe:
- Die Nadel ist verbogen und wird von der Greiferspitze erfaßt.
- Die Nadel ist zu dünn, oder das Garn zu dick.
- Die Oberfadenspannung ist zu stark und zieht die Nadel krumm.
- Durch Zieben od. Schieben des Stoffes wird die Nadel abgebogen und stößt auf die Stichplatte auf.
- Die Spulenkapsel ist nicht richtig eingesetzt.
Verbogene Nadeln sofort auswechseln, bevor größerer 'Schaden entsteht.
Nadel- und Garntabelle be- achten!
Wenn möglich Spannung lok- kern oder stärkere Nadel benutzen.
Die Maschine allein transportieren lassen. Bei dickeren Stoffen Stoffdruck verstärken, dadurch besserer Transport.
Beim Einsetzen der Spulen-kapsel nachdrücken bis sie hör- u. fühlbar einschnappt.
Unschöne Naht entsteht:
Ursache:
Abhilfe:
- Die Spannungsregulierung ist mangelhaft.
Anleitung über Spannungsregulierung in Kap. 6 beachten.
- Zu starkes, knotiges od. hartes Garn.
- Der Unterfaden ist un- gleich aufgespult.
-
Die Greifer-Laufbahn ist zu trocken.
Nur einwandfreies Marken-garn verwenden.
Nicht freihändig aufspuien, sondern Spulenfaden über die Spuler-Fadenspannung laufen lassen.
Ein oder zwei Tropfen Öl beheben den Schaden.
Spannung lösen, Fadenreste entfernen. -
Zwischen d. Oberfaden- Spannungsscheiben sit- zen Fadenreste.
Starkes Nähgeräusch der Maschine:
Ursache:
Abhilfe:
- In der Laufbahn des Greifers haben sich Fadenreste oder Schmutz festgesetzt.
Zentralspulen - Greiferbahn gemäß Kap. 12 reinigen und ölen.

- Die Stichplatte ist nach dem Abschrauben nicht wieder richtig aufgesetzt worden. Der Transporteur klemmt im Stichplattenausschnitt.
Stichplatte evtl. auch Transporteur nochmais abschrauben und ausrichten.
- Die Maschine ist trocken gelaufen oder wurde nur mit Petroleum geölt.
Reinigen und Olen der Maschine nach Kap. 12 und 20 vornehmen.
Schlechter Transport der Maschine:
Ursache:
Abhilfe:
- Der Transporteur steht zu tief, die Zahnreihen kommen nicht weit genug aus der Stichplatte heraus.
Transporteur höher stellen lassen. Normal soll er während des Vorschubes eine volle Zahnhöhe über die Stichplatte hinausragen.
- Zwischen den Transporteur-Zahnreihen hat sich Nähstaub festgepreßt.
Stichplatte abnehmen, Näh- staub mit einem Stichel ent- fernen.

- Der Druck des Nähfüß-Stoffdruckschraube V weichens auf den Stoff ist ter hineindrehen (Kap. 11). zu gering.
Transportiert die Maschine überhaupt nicht, dann bitte nachsehen, ob der Transporteur nicht ausgeschaltet ist, oder der Stichsteller auf 0 steht.
Das Nähwerk bleibt stehen,
obwohl die Kupplungsschraube am Handrad angezogen ist:
Ursache:
Abhilfe:
Die Kupplungsschraube kann nicht weit genug eingedreht werden, weil die Auslöseschraube verkehrt eingelegt ist. Die Mitnehmer-Schraube a muß hinter den Lappen d zu stehen kommen. (Abb. 35).
Mitnehmerschraube a herausdrehen, Kupplungs-Schraube vorsichtig aus der Armwellenbüchse herausschrauben. Auslöseschraube c um 180° gedreht wieder einsetzen, Kupplungs- und Mitnehmerschraube eindrehen (Abb.36).
Inhaltsverzeichnis
- Ein- und Auskuppeln des Nähwerkes . . . . . 1
- Das Aufspulen des Unterfadens ..... 2
- Das Auswechseln der Spule 3
- Das Einfädeln des Oberfadens ..... 5
- Das Heraufholen des Unterfadens .....
- Das Regeln der Fadenspannungen ..... 8
- Die Nadel 10
- Nadel- und Gamtabelle . . . . . . . . . . . . .
- Das Auswechseln der Nadel ..... 12
- Das Einstellen der Stichlänge . . . . . . . . . 12
- Die Regelung des Nähfußdruckes . . . . . . . 13
- Das Reinigen der Greiferbahn 13
- Das Versenken des Stoffschiebers ..... 15
- Kurze Hinweise zum Gebrauch der Apparate . 15
- Der Kantensteppfuß mit Wattierlineal Nr. 25553 16
- Der Säumerfuß Nr. 25576 bzw. Nr. 25579 . . . 18
- Der Kapperfuß Nr. 25594 ..... 20
- Sticken und Stopfen . . . . . . . . . . . . . . . 22
- Die Überdeck-Stichplatte Nr. 25997 . . . . . . 25
- Die Wartung und Pflege der Nähmaschine . . . 27
2i. Ursachen von Störungen 3