Klasse 130 - Nähmaschine PFAFF - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Nähmaschine |
| Marke | PFAFF |
| Modell | Klasse 130 |
| Bauart | Universal-Nähmaschine für Zickzack- und geraden Steppstich |
| Greifersystem | querstehender Umlauf-Greifer mit Gelenkfadenhebel |
| Durchgangsraum (Armhöhe) | 240 x 125 mm |
| Stichtypen | Geradstich, Zickzackstich, Rückwärtsstich |
| Maximale Überstichbreite | 4,5 mm (einstellbar) |
| Stichlänge | einstellbar, vorwärts und rückwärts |
| Nadel-System | 130-R, 130-B (je nach Ausführung) |
| Nadelstärken (Garnstärken) | Nr. 50–120 (Baumwollgarn, Seide) |
| Nähfußdruck | einstellbar mittels Schraubenhülse V |
| Transporteur | versenkbar (für Sticken und Stopfen) |
| Zubehör (Füße) | Steppfuß, Knopflochfuß, Biesenfuß, Kordelaufnähfuß, Säumer, etc. |
| Antrieb | Fußbetrieb (Tretvorrichtung) oder optionaler Einzelmotor (CUv 50) |
| Stromversorgung (bei Motor) | Wechselstrom, je nach Spannungsangabe |
| Rückwärtsnähen | zum Verriegeln der Naht |
| Reinigung | Greifer mit Petroleum ausspülen, Stichplatte abnehmen und reinigen |
| Schmierungsintervalle | regelmäßig ölen, besonders Greifer (Petroleum und Nähmaschinenöl) |
| Garantie | volle Gewähr für Güte und Dauerhaftigkeit laut Garantieschein |
Häufig gestellte Fragen - Klasse 130 PFAFF
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BEDIENUNGSANLEITUNG Klasse 130 PFAFF
NAHMASCHINEN-FABRIK G. M. PFAFF AG, KAISERSLAUTERN
Gegründet 1862
Garanlieschein
Für jede PFAFF-Nähmaschine, welche die nachstehend abgebildete
Fabrik-

sowie den Namen
PFAFF
frägt, übernimmt die Fabrik volle Gewähr für größte Güte, Leistungsfähigkeit und Dauerhaftigkeit.
Die Fabrikmarke und der Name PFAFF sind gesetzlich eingetragen.
Der Nachdruck des Textes und der Abbildungen dieser Gebrauchsanweisung wird auf Grund der bestehenden Gesetze verfolgt.
Konstruktions- und Maßänderungen bleiben vorbehalten.
Nr. 6957 P 554
Gebrauchsanweisung
für die
PFAFF
Klasse 130
Universal-Nähmaschine
für Ziekzack- und geraden Steppstich mit querstehendem Umlauf-Greifer und Gelenkladenhebel, für Haushalt und Heimarbeit, vor- und rückwärtsnähend, für Fußbetrieb oder Einzel-Motorantrieb.
Durchgangsraum 240 x 125 mm

Vor dem Gebrauch der Maschine zu lesen!
Nützliche Hinweise.
Ganz algemen gilt, daß für dunne, leichte Stoffe, feines dünnes Gorn auch entsprechend dunne Nadeln und leichte Spannung zu verwenden sind.
Während bei normalen Nähten sowohl beim Gered wie beim Zickzackstich die Spannung so zu halten ist, daß die Verbindung von Ober- und Unterfaden innerhalb des Stoffes erfolgen soll, ist beim Knopflechniken, Knopfannähen, Lochsticken, Rollstäumen sowie beim Hohlaumnahen die Unterfadenspannung etwas fester zu wählen, da hier die Verbindung der Faden mehr auf der Unterseite der Nährarbeit gewünscht wird.
Bein Nähen sollten mutter Faden, bei andern Arbeiten wie Sticken; Stopfen usw. weiche, nicht zu fest gedrehte Garnsorten verwendet werden. Dieselben ergeben, da sie geachmeidiger und dehbarer sind wie das harte, spröde Glanzgarn, einem besseren Sticheinzug, wodurch auch die Naht beim Waschen des Stoffes mehr geschont wird.
Gebrauchsanweisung
für die
PFAFF-Universal-Nähmaschine Klasse 130
für Zickzack- und geraden Steppstich mit querstehendem Umlauf-Greifer und Gelenkfadenhebel.
Die für den Haushalt wie auch für Heimnäherinnen bestimmte Pfaff-Universal-Nöhmaschine KI. 130 wird in verschiedenen Ausführungsarten geliefert:
| 130-6 | Für Zückzack- und normale Steppstich-arbeiten. Zum Annähen von Knöpfen, Herstellen von Knopflöchern |
| 130-14 | Gleiche Bauart wie 130-6, jedoch mit Lochstick-Einrichtung |
| 130-115 | Gleiche Bauart wie 130-6, jedoch mit Ausführung für Biesennähte |
| 130-14-115 | Gleiche Bauart wie 130-14, jedoch mit Einrichtung für Biesennähte |
Vorliegende Gebrauchsanweisung ist für alle vorge- nannten Ausführungsarten bestimmt.
Das Treten.
Um an der Maschine richtig arbeiten zu lernen, muß man zuerst das Treten üben. Man verstelle zunächst nichts an der Nähmaschine und bastle nicht daran herum.
Da die Maschinen mit ausgelöstem Schwungrad versandt werden, dreht sich bei den Tretübungen nur das
Handrad, die Maschine selbst bleibt ohne Bewegung. Zu beachten ist, daß beim Treten sowohl das Handrad wie das Gestellrad sich von oben nach vorn gegen die Näherin zu in der Pfeilrichtung bewegen (Abb. 1). Falsche Drehrichtung hat beim Nähen Fadenreißen und Einklemmen des Fadens in den Greifer zur Folge.
Das Auslösen und Einschalten des Handrades.
Beim Spulen wird mit ausgelöstem Handrad gearbeitet, beim Nöhen muß das Rad eingeschaltet werden. Um dies durchzuführen, halte man das Rad mit der linken Hand fest und drehe mit der rechten Hand die große Aus-
lösungsschraube zu . Das Auslösen erfolgt durch Aufdrehen der Schraube in der umgekehrten Richtung
. Sobald das Handrad fest angezogen ist, über man noch kurz das Treten mit dem eingeschalteten Nähwerk.
Das Aufspulen des Unterfadens.
Bevor mit dem Nöhen begonnen werden kann, muß zuerst der Unterfaden auf die Spule aufgespult werden (Abb. 1). Man löse das Handrod aus, stecke die Garnrolle 1 auf den Garnrollenstift, führe den Faden zwischen den Spannungsscheiben 2 hindurch zur Spule, welche auf die Spulerspindel 3 aufgesteckt ist und fädte ihn von innen nach außen durch den seitlichen Schlitz der Spule. Sodann drücke man den Griff 4 herunter bis der Spuler eingeschaltet ist. Das hervorstehende Fadenende hält man beim Aufspulen so lange fest, bis die Spule einige Umrehungen gemacht hat und reißt es dann ab, um zu vermeiden, daß es sich auf die Spule aufwickelt. Soll die Spule nicht ganz vollgespult werden, so ist der Spuler durch Aufwärtsdrücken des Hebels 5 abzustellen. Bei

Abb.1
gefüllter Spule löst der Spuler von selbst aus. Man verwende zum Aufspulen kein Glanzgarn.
Das Nähen.
Vor dem Nähen über man das Auswechseln der Schiffchenspule, das Einfädeln des Unterfadens und des Oberfadens.

Abb. 2
Zum Auswechseln der Spule stelle man die Nadelstange hoch und ziehe den Grundplattenschieber auf, um freien Blick auf den Greifer zu bekommen.
Nach Abb. 2 ertasse man mit der linken Hand (unter der Tischplatte, bei Verserkmaschinen durch die Muldenöffnung) die Spulenklappe A und ziehe so die Oberkapsel mit der Spule heraus. Solange die Klappe ganz geöffnet ist, kann die Spule nicht aus der Kapsel fallen.
Will man eine gefüllte Spule in die Kapsel einsetzen und einfädeln, so führe man den Faden nach Abb. 3 in den Kapselschlitz X, ziehe ihn unter leichtern Festhalten der Spule unter die Spannungsfeder, daß er an der Stelle Y austritt und lasse ihn einige Zentimeter vorstehen.
Nun wird die Oberkapsel mit der Spule bei hochstehender Nadelstange mit Daumen und Zeigefinger über den Führungsstift der Unterkapsel gesteckt, wobei die Kapsel-

Abb. 3
klappe nach rechts stehen muß. Ein Druck mit dem Daumen bewirkt ein hörbares Einschnappen und Ineinandergreifen von Ober- und Unterkapsel, was nicht außeracht gelassen werden darf, da diese andernfalls beschädigt werden können.

Abb. 4
Das Einfädeln des Oberfadens
geschieht bei der Kl. 130-6 und 130-14-Maschine nach Abb. 4 auf folgende Weise:
Von der Garnrolle führe man den Faden zunächst unter den Haken 1 und durch die Vorspannung 2 hindurch, zwischen die beiden Spannungsscheiben 3, über die Fadenanzugsfeder 4 unter dem Haken 5 hindurch in die Ose 6, von rechts nach links durch das Loch des Fadenlegers 7, der ganz oben stehen muß, von hier durch die Ose 8, in die Nadelstangenöse 9 und dann von vorn nach hinten durch das Nadelöhr 10.
Das Heraufholen des Unterfadens und der Beginn des Nähens.
Man halte das Oberfadenende fest und drehe des Oberteilrad mit der Hand in der Umlaufrichtung (Abb. 1) bis die Nadel einmal herunter- und wieder heraufgegangen ist. Der untere Faden kommt alsdann in Form einer Schlinge aus dem Stichloch, ist ganz heraufzuholen und zwischen Steppfuß und Stichplatte hindurchzustreifen. Der Oberfaden ist nun ebenfalls unter den Steppfuß neben den Unterfaden zu legen. Dann wird der Steppfuß heruntergelassen und die Fadenenden werden hinter dem Steppfuß festgehalten, bis einige Stiche gemacht sind. Lezteres ist besonders zu beachten, um das Einschlagen des Oberfadens in die Unterkapselführung des Greifers zu verhüten.
Zur Schonung des Steppfußes und des Stoffschiebers setze man nie die Maschine in Betrieb, wenn kein Stoff unter dem Steppfuß liegt.
Die Spannungsregelung des Oberfadens
geschieht mittels der Spannungsmutter M (Abb. 4). Dreht
man diese hinein 📄, so wird die Spannung stärker,
durch Herausdrehen schwächer. Wenn man nun

bei einem bestimmten Garn die richtige Spannung erzielt hat, so braucht man sich nur die betreffende Zahl auf der hinter der Mutter befindlichen Glocke in ihrer Stellung zu den Teilstrichen zu merken, die auf der in der Glocke untergebrachten Auslösungshülse eingestempelt sind. Man kann jedoch auch ohne diese Markierungsstriche und Zahlen auskommen.
Ist die obere Spannung zu leicht, dann zieht der Schiffchen-Faden den oberen Faden nach unten und bildet kleine Knötchen oder Schlingen, wie Abb. 5 zeigt. Ist die obere Spannung zu stark, dann wird der umlere Faden nach oben gezogen, wie in Abb. 6 zu ersehen ist. Abb. 7 zeigt bei richtiger Spannungsregelung die entstehende Verschlingung beider Fäden in der Mitte des Stoffes.
Die Spannung löst sich beim Heben des Steppfußes von selbst aus. Die Näherbeit kann dadurch leichter unter dem Nähtuß herausgezogen werden. Dies muß in der Richtung des Vorwärtstransportes erfolgen, weil andernfalls die Nadel leicht verbogen, Stichauslassen und Fadenraßen hervorgerufen wird.
Das Regeln der Unterfadanspannung.
Die Spulenkapsel wird aus der Maschine genommen (Abb. 2) und das Spannungsschräubchen Z mit Hilfe des beigegebenen Schiffchenschraubenziehers zugedreht
, wenn die Spannung zu lose, oder auf wenn die Spannung zu fest ist. Siehe Abb. 3.
Das Verstellen der Fadenanzugsfederspannung.
Beim Sticken und Stopfen kann es vorteilhaft sein, die Fadenanzugsfederspannung etwas leichter zu machen als beim Nähen. Beim Verarbeiten von dickeren oder härteren Stoffen wird oft eine härtere Spannung gewünscht. Durch Drehen an dem Hebel der Spannungshülse kann die gewünschte Spannung der Fadenanzugsfeder eingesielt werden (Abb. 4):
a) ist die Stellung beim Sticken und Stopfen
b) normale Stellung
c) Stellung beim Nähen von dicken oder harten Stoffen. Die Drehung ist auf dem Griff mit l=leicht, und f=fest bezeichnet.
Die Nadel.
Für die Kl. 130-6 und 130-14 ist die Nadel 130-R, für die Kl. 130-115 und 130-14-115 die Nadel 130-B zu verwenden. Für letztere beiden Klassen werden für schmale Biesen 2 Sorten Nadeln System 130-Br und 130-BI geliefert und zwar mit Anschliff auf der rechten bzw. auf der linken Seite des Kolbens. Über die Einspannung dieser Biesennadeln findet man nähere Angaben bei den An
weisungen betr. Biesennöhen. Für ganz empfindliche Garne werden besondere Nadeln mit größerem Ohr geliefert. Diese sind für alle vorerwähnten 4 Maschinen-Ausführungs-Arten unter der Zusatzbezeichnung „St“ erhältlich, z. B. System 130-RSt oder 130-BSt, oder 130-BrSt und 130-BiSt.
Beim Auswechseln der Nadel stelle man die Nadelstange auf den höchsten Punkt, drehe die Nadelhalterschraube etwas auf und ziehe die Nadel mit der linken Hand heraus. Beim Einsetzen der Nadel schiebe man die Nadel so weit wie möglich nach oben mit der langen Rille nach vorn, d. h. gegen die Näherin zu und schraube die Nadelhalterschraube wieder fest.
Die Stärke der Nadel muß zu dem Faden und zum Stoff im richtigen Verhältnis stehen. Nachstehende Tabelle gibt hierzu die Anleitung:
| Nade Nr. | Fadenstärken | Nade Nr. | Fadenstärken | ||
| 50(5) | BaumwollgarnSchappe-SeideReale-Seide | 150-120150-120/3150-100/3(000-00) | 90(9) | BaumwollgarnSchappe-SeideReale-Seide | 80-6080/380/3 (B) |
| 60(6) | BaumwollgarnSchappe-SeideReale-Seide | 150-100150-100/3150-100/3(000-00) | 100(10) | BaumwollgarnSchappe-SeideReale-Seide | 60-4079/370/3 (C) |
| 70(7) | BaumwollgarnSchappe-SeideReale-Seide | 120-100120-100/3120-100/3(000-00) | 110(11) | BaumwollgarnSchappe-SeideReale-SeideLeinengarn | 40-3060/360/3 (D)99-80 |
| 80(8) | BaumwollgarnSchappe-SeideReale-Seide | 100-80100/3100/3 (0) | 120(12) | BaumwollgarnSchappe-SeideReale-SeideLeinengarn | 20-2450/350/3 (E)80-50 |
Die Stichstellung.
Das Einstellen der Stichlänge erfolgt durch die Schraube A (Abb. 1), sowohl für das gerade Nähen wie auch beim Zickzacknähen.
Sleht A auf O, so steht der Stoffschieber still. Wird Schraube A noch oben gestellt, so näht die Maschine vorwärts, von O ab nach unten dagegen rückwärts. Nach Einstellung der gewünschten Stichlänge wird die Schraube A leicht angedreht, wodurch bei Schalten auf Rückwärtsstich und umgekehrt, die gleiche Stichlänge erzielt wird. Die Stichverstellung kann auch während des Nähens vorgenommen werden.
Beim Sticken und Stopfen, Knopfannähen und Lochsticken wird der Transporteur versenkt und die Schraube auf O gestellt. Das Versenken des Transporteurs wird durch Drehen der Knopfschraube X im Uhrzeigersinn bewirkt (Abb. 1). Eine Drehung im umgekehrten Sinne schaltet die Transportierung wieder ein. Das Versenken kann auch während des Nähens erfolgen.
Man benütze das Rückwärtsnähen nur zum Verriegeln der Vorwärtsnaht am Ende der Naht, um deren Aufgehen zu verhindern.
Die Zickzackstichstellung.
Steht nach Abb. 8 Griff G mit seinem Zeiger auf 0 der Skala, so näht die Maschine den geraden Steppstich. Wird nun Griff G nach links gedreht, so bildet sich der Zickzackstich, der umso breiter wird, je weiter man den Griff G nach links dreht. Die größte Überstichbreite beträgt 4,5 mm.
Läßt man den Hebel H, den man zunächst gegen den Arm zu drückt und dann verschiebt, in die Nute II schnoppen, so steht die Nadel bei Geradstich in der Mitte des Stichloches. In dieser Stellung erfolgt der Überstich der Nadel beim Zickzacknöhen gleichmäßig nach beiden Selten.
Steht Hebel H in I, so sticht die Nadel bei Geradstich links im Stichloch. Bei Zickzackstich sticht die Nadel von links nach rechts.
Ist Hebel H in III, dann sticht die Nadel bei Geradstich rechts im Stichloch. Bei Überstich sticht demnach die Nadel von rechts nach links.
Das Umschalten und Verstellen des Zickzackstiches kann auch während des Nähens vorgenommen werden. Die Verlegung der geraden Steppnaht nach rechts oder links oder in die Mitte ist auch während des Nähens möglich. (Griff G dabei auf 0).

Abb. 8
Bei Stillstand der Maschine darf die Umschaltung nur bei hochstehender Nadel vorgenommen werden, da sonst die Nadel verbogen oder abgebrochen wird.
Der Wert der Stichbegrenzung, die durch Schraube B (Abb. 8) vorgenommen wird, ist dem Kapitel „Das Knopflochnähen“ zu entnehmen.
Das Auseinandernehmen und Reinigen des Greifers.
Ist durch Unvorsichtigkeit Faden in den Greifer gekommen, wodurch der Lauf der Maschine gehemmt wird, so muß nicht nur die Oberkapsel, wie dies schon vorher behandelt ist, sondern auch die Unterkapsel herausgenommen werden.
Durch Drehen am Oberteilrad stellt man den Greifer so ein, daß die drei Schräubchen E 1, E 2 und E 3 (Abb.9) mit dem Greiferschraubenzieher herausgeschraubt und der Verschlußbügel abgenommen werden kann.

Abb. 9
Nun stellt man den Greifer so ein, daß die Spitze S der Unterkapsel (Abb. 9) gerade im Begriff ist, in die Nute N des Greifers hineinzugehen. In dieser Stellung faßt man die Unterkapsel mit Daumen und Zeigefinger am Stift Z und kippt sie unter leichtem Anziehen nach oben heraus. Durch geringes Hin- und Herdrehen am Oberteilrad erhält man daher leichter die richtige Stellung.
Nach Reinigung der Greiferbahn von Fadenresfen und Nähstaub wird die Unterkapsel in gleicher Stellung wieder eingesetzt, wie sie herausgenommen wurde. Dann wird der Greiferverschlußbügel mit den Schräubchen E 1, E 2 und E 3 aufgeschraubt und die Oberkapsel mit der Spule wieder eingesetzt. Die Laufstelle der Unterkapsel erhält einen Tropfen Öl.
Gelingt die Entfernung der Unterkapsel nicht, so versuche man nicht mit Schere oder Schraubenzieher gewaltsam nachhelfen zu wollen, sondern rufe den Nahmaschinenmechaniker.
Für gewaltsam beschädigte Teile kann kein kostenloser Ersatz geleistet werden.
Regelung des Nähfuß-Druckes.
Mit der Schraubenhülse V (Abb. 4) kann man durch tieferes Hineinschrauben den Nöhfußdruck verstärken, durch Herausdrehen vermindern. Die Maschine bewegt den Stoff selbsttätig. Den Stoff soll man dabei nur mit den Händen leicht führen und nicht ziehen oder schieben, damit die Nadel nicht verbogen wird.
Für Stick- und Stopfzwecke kann der Transporteur versenkt werden. Auf der Grundplatte ist vor dem Arm eine Knopfschraube X zu sehen (Abb. 1). Dreht man den Knopf im Uhrzeigersinne, so wird der Transporteur unter die Stichplatte versenkt. Drehung entgegen dem Uhrzeigersinne schaltet die Transportierung wieder ein. Der Transporteur kann auch während des Nähens versenkt werden.
Anleitung zum Gebrauch einiger Apparate, die von uns bezogen werden können.
Die Maschine Kl. 130 ist mit dem beweglichen Steppfuß Nr. 44088 versehen, der ein langes Nadelloch für Zickzackstich aufweist. Mit diesem Steppfuß kann natürlich auch der gerade, einfache Steppstich genäht werden. Bei der Verarbeitung feiner Stoffe mit Geradstich emp-

fiehlt sich jedoch die Verwendung des Steppfußes mit rundem Nadelloch Nr. 25654 und der Stichplatte mit rundem Nadelloch Nr. 41238.
Herstellen von Ziernähten.
Für einfache gerade Ziernähte genügt der normale Nähfuß. Für Nähte, die in gleichem Abstand zueinander hergestellt werden sollen, z. B. bei Herstellung von Kinderwagendecken usw. eignet sich der Kantenstepper mit Lineal Nr. 41350.

Durch geschickte Benutzung von abwechselnd Gerad- und Zickzackstich von verschiedener Breite und Stichtlänge lassen sich schöne Muster erzielen, die zur Verzierung an Damen- und Kinderkleidung usw. Verwendung finden (Abb. 10).
Die Verlegung der geraden Steppnaht nach links oder rechts ergibt noch weitere Anwendungsmöglichkeiten (Abb. 11). Farbiges Garn erhöht die Wirkung.

Der Kordelaufnähluß.
Zum Aufnähen von Zierkordel als Verzierung für Kissen, Überschlaglaken, Kinderkleidung, Damenkleider, Blusen usw. wird der Kordelaufnähfuß Nr. 41621 benutzt.
Die Zeichnung wird zunächst auf den Stoff übertragen. Durch die Bohrung vor dem Stichloch des Fußes läßt man Häkelgarn oder Perlgarn mit einlaufen und näht dies mit einem engen Zickzackstich von 1 ^1/8 mm Breite den Zeichnungslinien nach.
Nach Wunsch kann zwischen den Kordelnähten noch ein Stoffstreifen unterlegt und mit angenäht werden, was die Wirkung erhöht (Abb. 12). Diese Arbeit findet auch noch Anwendung zur Verzierung von Kragen, Schürzen, Nachthemden usw.
Das Känteln.
Die Herstellung von Abschlußkanten an Damen- und Kinderkleidern, Wäsche usw. kommt häufig vor. Bei dünnen Stoffen wird die Stoffkante auf geringe Breite umgelegt und nach Bedarf gehettet. Der umgebuggte Rand wird nun mit einem Überstich von etwa 11 ^1/2 -2 mm bei einer Stichlänge von 1 mm übernöht. Die überstehende Stoffkante wird versichtig mit der Schere abgeschnitten.
Die Anbringung eines weiteren Zierstiches gleichlaufend mit der Kante erhöht die Wirkung des Abschlusses (Abb. 13).
Hohlsaumarbeiten.
Zunächst werden, wie beim Hohlscumnähen von Hand, dem Muster entsprechend die Fäden gezogen. Die beiden Kanten der ausgezogenen Stellen sind nun mit einem nicht zu breiten Zickzackstich abzunähen, wozu der an der Maschine befindliche Steppfuß benutzbar ist. Die Stichlänge richtet sich nach der Feinheit des gewünschten Hohlsqumes. Beim Nähen der zweiten Kante achte man darauf, daß bei gleicher Stichlänge die gleichen Webfäden überstochen werden, um ein gleichmäßiges Aussehen zu erhalten. Bei der Arbeit ist die Verwendung eines Stickrings zweckdienlich.

Durch einfaches Durchschneiden der Hohlsaumnaht läßt sich die
Zäckchenkante (Pikatkante)
erzielen (Abb. 14). Sie dient als Abschluß bei Volants, Halstüchern usw., um das Ausfransen der einfachen Stoffkante zu vermeiden.
Es gibt auch andere Hohlsaumarbeiten, wie das Bündeln der noch dem Ziehen der Fäden stehengebliebenen Fäden, indem dieselben ganz eng überstochen werden, wodurch ein sogenannter Steg entsteht. Nähere Anweisung für diese Arbeiten würde jedoch den Zweck dieser Gebrauchsanweisung überschreiten.
Aufnäharbeiten,
auch Applikationen genannt, finden bei Kragen, Damen- und Kinderkleidern, Wäsche usw. Verwendung (Abb. 15).
Durch Aufnähen von Mustern aus andersfarbigem Stoff oder Tüll werden die Arbeitsstücke wirkungsvoll belebt.
Beide Stoffteile müssen entsprechend vorgezeichnet sein. Den aufzunähenden Stoff schneidet man 1 cm brei-

ter als die Zeichnung. Nun legt man die beiden Teile so aufeinander, daß sich die Zeichnungen decken und heftet sie zusammen fest.
Mit einem schmalen, nicht zu dichten Zickzackstich näht man jetzt den Zeichnungslinien nach und schneidet den überstehenden Stoffrand des Aufnahmusters ab. Über die vorgenöhte Linie legt man nun eine entsprechend breitere dichte Zickzacknaht. Für diese Arbeit genügt der an der Maschine befindliche Steppfuß.
Soll noch Kordel als Unterlage verwendet werden, so ist der Kordelaufnähfuß Nr. 41621 notwendig.
Das Ansetzen von Spitzen
wird mit dem gewöhnlichen Nähfuß und wenn Kordel mit aufgenäht werden soll, mit dem Fuß Nr. 41621 durchgeführt.
Bei festeren Geweben wie Leinen, Schirting usw. wird die Spitze knapp 1 cm vom Rand aufgelegt und wenn notwendig angeheftet. Die Kante der Spitze wird nun mit Zickzackstich übernäht und der vorstehende Stoffrand abgeschnitten.
Bei feineren Geweben wie Voile, Batist näht man die Spitze in der vorgenannten Weise mit geradem Steppstich auf. Dann wird der vorstehende Stoffrand umgeschlagen, die doppelte Kante mit Zickzackstichen genäht und der überstehende Stoff weggeschnitten. Ein Ausreißen der Spitze ist dadurch unmöglich.
Der Spitzenanrollapparat
Nr. 41746 findet Anwendung beim Nähen von Gardinen, Bettwösche usw. Derselbe wird anstelle des Steppfußes an die Stoffdrückerstange angeschraubt. Nach Abb. 16 läßt man den Stoff in die Blechschnecke einlaufen, während die Spitze unter die Führung geschoben wird.
Das Nähen von Knopflöchern
Nach Abb. 17 besteht das Wäscheknopfloch aus Raupe 1, Riegel 1, Raupe 2, Riegel 2. Dasselbe kann mit oder ohne Gimpefaden hergestellt werden, ersteres ist jedoch wegen der größeren Haltbarkeit zu empfehlen.
Knopflochfuß Nr. 42297 ist hierzu zu benützen. Ober- und Unterfadenspannung ist etwas zu verstärken, um einen schönen Fadeneinzug zu erhalten. Bei Wäscheknopflöchern mit hochgezogener Kante wird dagegen die Unterfadenspannung sehr leicht gemacht, der Oberfaden jedoch stark gespannt.
Bei dieser Knopflochausführung verwende man als Oberfaden Nähgarn Nr. 40, als Unterfaden ein mercerisiertes Baumwollgarn Nr. 60 bis 80, während bei normalen Knopflächern meistens mercerisiertes Baumwollgarn in der Stärke Nr. 60 und bei ganz feinen Stoffen Nr. 80 zu benützen ist.

Die Länge der zu nähenden Knopflöcher markiere man vorher mit Bleistiftstrichen auf dem Stoff.
Nun stelle man nach Abb. 8 Hebel H in die obere Raste I, wodurch der Überstich von links nach rechts erfolgt. Dann wird auf Vorwärtsstich eingestellt, der so klein wie möglich gewählt wird, sodaß der Transporteur gerade nach den Stoff weiterschiebt.
1) Raufe 1 nahen mit Kleinom Observati
2) Nadel rachis im Stoff stehen lassen!
3) Stoffderdzeitige hoch! Sich in Pfeildring drehen,
Stoffderdzeitige hauerlassen!

Abb. 17
4) Nadel noch einen Stich nach links machen lassen!
nähen mit grohem übersticht!
2 nahen mir kleinem übersicht
3 päben mit großem Übersticht
alten auf Geradstich! Riegel verheften!
9) Knopfloch aufschneiden!
Die Gimpe (Häkelgarn in entsprechender Stärke) wird nach Abb. 18 durch die Bohrung des Fußes geführt, dann ist Griff G mit dem Zeiger Z nach links zu drehen, bis derselbe in die 1. Raste der Stichbegrenzung bei 1,5 mm einschnappt. Diese Stichbegrenzung kann durch die Einstellschraube B verschoben werden, um einen größeren oder kleineren Überslich zu erzielen.
Nach diesen Vorbereitungen wird die Raupe 1 in der markierten Länge genäht, wobei man am Ende der fertigen Raupe die Nadel auf der rechten Seite im Stoff stehen läßt. Den Stoff schwenke man dann im Uhrzeiger-sinne bei hochgestellter Stoffdrückerstange halb herum,

sodaß Raupe 1 jetzt parallel rechts neben der Gimpenführung liegt. Nun lasse man die Stoffdrückerstange wieder herob und die Nadel nach links noch einen Stich machen.
Die Nadel steht nun links der Gimpe im Stoff. Den Griff G läßt man dann durch Linksdrehung in die zweite Raste einschnappen (Überstich 3 mm), wodurch der größere Überstich für den Riegel 1 eingestellt ist. Zur Herstellung des Riegels benötigt man 4—5 Stiche, während derselben ist der Stoff etwas zurückzuhalten, um den Vorwärtstransport möglichst auszuschalten. Bei dem letzten Stich läßt man die Nadel links in den Stoff einstechen und stellt den Griff G wieder zurück auf die erste Raste bzw. auf 1,5 mm Überstich. Jetzt wird Raupe 2 mit diesem Überstich genäht und dann sofort auf die zweite Raste bzw. auf 3 mm Überstich umgeschaltet, hierauf Riegel 2 genäht. Ist dieser fertiggestellt, läßt man die Maschine durch Drehung des Griffes G in die äußerste Stellung rechts einige Steppstiche machen, um die Fäden zu verheften.
Das Aufschneiden des Knopfloches wird mit dem Knopflochmesser vorgenommen. Dies muß vorsichtig geschehen, damit die Knopflochfäden nicht beschädigt werden. Nach Bedarf wird die schmale und die breitere Klinge in den Haltebügel eingesetzt und durch Anziehen der Schraube befestigt.
Mit dem Knopflochfuß Nr. 42297 können auch
Riegel und Trensen
gefertigt werden. Dabei wird das Einlaufgarn, das im Fuß geführt wird wie beim Knopflochnähen, ganz eng überstochen. Einige Steppstiche am Anfang und Ende der Naht verhindern das Aufgehen derselben.
Das Knopfannähen
mit dem Fuß Nr. 40834 gilt sowohl für Knöpfe mit 2 und 4 Löchern, wie auch für Druckknöpfe und Haften.
Hebel H wird nach Abb. 8 in die Raste III gestellt, so daß die gerade Steppnaht nach rechts gelegt ist. Der Transporteur wird versenkt.
Nun bringt man den Knopf auf den Stoff so unter den Fuß (Abb. 19), daß die Nadel bei Geradstich in die Mitte eines rechten Befestigungsloches sticht. Griff G (Abb. 8)
wird nun so gestellt, daß die Nadel bei dem Überstich in die Mitte des linken Loches sticht.
Zum Annähen des Knopfes genügen 4—5 Doppelstiche. Bei Vierlochknöpfen schiebt man den Stoff mit dem Knopf so weit nach rückwärts, daß auch durch das zweite Lochpaar genäht werden kann.
Beim letzten Stich läßt man die Nadel rechts stehen und schaltet auf Geradstich. Durch einige Stiche auf der Stelle wird die Naht gesichert.

werden mit dem 2 ^1/2 mm Säumer Nr. 41246 oder dem 4 mm Säumer Nr. 41248 nach Abb. 20 entweder mit Geradstich oder mit Zickzackstich erledigt.
Für sämtliche Saumarbeiten wird die Sticheinstellung von der Mitte aus gewählt.

wird mit dem Fuß Nr. 41249 als Kantenabschluß für dünne Stoffe durchgeführt (Abb. 21). Rollsaum kann nur mit Zickzackstichen hergestellt werden. Bei leichter Spannung und nicht zu großem Oberstich bleibt der Stoffrand glatt, bei festerer Spannung und größerem Oberstich erzielt man besonders bei Seidentrikot einen gewellten

Rollsaum. Besondere Wirkung erzielt man auch durch Verwendung eines andersfarbigen Nähfadens.
Muscheirollsaum
bei Trikot wird mit dem Fuß Nr. 42141 hergestellt. Durch größere Spannung und großen Überstich erzielt man den muschelförmig eingezogenen Saum.
An Halsausschnitten und Trägern von Damenwäsche aus schwerem Trikot wird ein normaler Rollsaum zu dick werden. In diesem Falle empfiehlt sich die Herstellung einer
Muschelkante
mittels eines Kantensteppers Nr. 41350 sowie des Lineals mit Kordelzuführung Nr. 26862.
Das Lineal wird dicht an den Kantenstepper geschoben und mit Schraube M auf der Grundplatte befestigt. Der Stoff wird an der Kante einmal nach unten umgeschlagen und unter den Steppfuß gelegt. Durch die Bohrung N

(Abb. 22) läßt man nach Belieben eine farbige Kordel mit einlaufen, was die Wirkung hebt. Die umgeschlagene Stoffkante wird entweder abgeschnitten oder niedergenäht.
Auch nicht umgeschlagene Kanten können auf diese Weise verstärkt werden. Es empfiehlt sich dabei, die Kordel doppelt einlaufen zu lassen, wodurch man eine schöne Wirkung und eine Verstärkung erzielt.
Kapparbeiten
werden mit dem Kapperfuß Nr. 41242 erledigt. Die beiden Stoffe werden so aufeinandergelegt, daß der unten liegende Stoff rechts etwa 4 mm vorsteht, man lasse die beiden Stücke wie beim Säumerfuß in den Kapper einlaufen, wodurch der untere Stoff einmal umgeschlagen und auf den oberen Stoff festgenäht wird. Nun lege man die Stoffe wie Abbildung 23 zeigt, auseinander, streiche die Naht etwas aus und lasse die Kante, welche sich gebildet hat, noch einmal, wie aus der Abbildung ersichtlich, durch den Kapper laufen, um sie niedezunähen.

Beim Kappen kann der gerade Steppstich gewählt werden, nur bei dehnbaren Stoffen, wie Trikot, ist ein nicht zu breiter Zickzackstich zu empfehlen, um eine elastische Naht zu erzielen.
Sticken und Stopfen.
Hierzu wird der Steppfuß abgeschraubt und der Transporteur versenkt. Die Stoffdrückerstange wird hochgestellt und der Aufhängehaken a mit seinem gebogenen Ende um den Schaft der Fußschraube b und mit dem kurzen Ende in das in der Kopfplatte befindliche Loch eingehängt (Abb. 35). Durch Herablassen des Stoffdrückerhebels wird die Fadenspannung wieder hergestellt. Vorteilhaft ist die Verwendung eines Stickringes, der von uns in den Größen von 10, 15, 20 cm und noch größer bezogen werden kann.
Zum Stopfen wird weiches, mercerisiertes Baumwollgarn Nr. 60—80 je nach Gewebestärke benutzt.
Bei größeren Wäscheschäden empfiehlt es sich, die schadhafte Stelle ganz auszuschneiden, ein neues Gewebestück unterzulegen und nach Abb. 24 mit Zickzackstichen einzunähen.
Übernähte Biesen
können auf der normalen Zickzackmaschine Kl. 130 hergestellt werden, wobei die Biesenüberdeckplatte mit Kordelführung Nr. 41842 und der Biesenfuß Nr. 41319, der 5 Rillen an der Druckfläche aufweist, zu verwenden sind.
Stickgarn Nr. 40, Nöhseide oder normales Baumwollgarn können benützt werden. Als Einlage dient Häkelgarn Nr. 3 oder 5.
Das Häkelgarn wird zuerst in die Kordelführung eingefädelt und das Arbeitsstück unter den Steppfuß gebracht. Bei Häkelgarn Nr. 3 für stärkere Biesen nähe man

den vorgezeichneten Linien mit einem Überstich von ca. 3 mm nach, bei Häkelgarn Nr. 5 genügt ein Überstich von etwa 1^1/2 mm.
Auch ohne Kordelunterlage lassen sich bei einem Überstich von 1¼/₈—2 mm schöne weiche übernöhte Biesen herstellen (Abb. 25).
Diese Biesenarbeit findet für
Kräuselarbeiten
an Blusen, Kinderkleidern, Kissen usw. ebenfalls Anwendung. Arbeitsmuster siehe Abb. 26.
Das eine Ende der Einlaufkordel wird festgeheftet und nach Fertigstellung der Naht die Kordel gespannt. Der

Stoff läßt sich nun in feiner, gleichmäßiger Kräuselung zusommenschieben. Das zweite Ende der Kordel muß nun ebenfalls fastgeheftet werden, um ein Aufgehen der Kräuselung zu vermeiden.

Sonderausführung für Lochstickerei Klasse 130-14
Außer der normalen Ausrüstung wie Kl. 130-6 ist die Kl. 130-14 noch mit Einrichtung zum Lochsticken versehen.
Beim Lochsticken wird wie beim Sticken und Stopfen ohne Füßchen mit aufgehängter Stoffdrückerstange und mit versenktem Transporteur gearbeitet. Die Stichplatte muß gegen eine Spezial-Stichplatte mit auswechselbarem Einsatz, der einen Lochführungszapfen trägt, ausgewechselt werden. Hierbei ist zu beachten, daß die Führungshülse an der Unterseite des Stichplatteneinsatzes auf den Stift H gesteckt wird, bevor man die Haltezapfen der Stichplatte in die Löcher a und b gleiten läßt.
(Siehe Abb. 2 der Gebr.-Ani. 130.)
Bei Anwendung der Spezial-Stichplatte für Lochstickerei muß der Transporteur versenkt werden. Die Transportierung darf keinesfalls während des Lochstickens eingeschaltet werden, da der Transporteur dann die Stichplatte nach oben drückt und Nadelorechen verursachen kann.
Zur Herstellung der zu umstickenden Löcher werden der Kl. 130-14 zwei Locheisen von 2 und 3 mm beigegeben, die zu den jeweils um 2 mm stärkeren Lochführungszapfen der Einsätze passen. Nach dem Einspannen der vorgezeichneten Stickvorlage in einen Stickring, legt man den Stoff auf das der Maschine beigegebene Stanzklötzchen (Abb. 28) oder eine andere glatte Holzunterlage, auf die man zweckmäßig noch ein Stückchen Pappdeckel bzw. Preßspan legt, setzt das entsprechende Locheisen auf und stänzt durch einen leichten Hammerschlag das Loch aus. Ein Ausstanzen der Löcher vor dem Einspannen ist nicht empfehlenswert, da diese sich dann verziehen. Nun schiebt man den eingespannten Stoff über die Stichplatte und drückt das ausgestanzte Loch über den entsprechend stärkeren Führungszapfen A.
Zur Maschine KI. 130-14 werden normal 3 Stichplatten-Einsätze geliefert. Das Ende des Lochführungszapfens

für das kleinste Loch ist vierkantig zugespitzt, sodaß der eingespannte Stoff einfach ohne vorherige Lochung über den Zapfen gedrückt werden kann.
Auf Wunsch können auch Einsätze mit anderen Zapfen- durchmessern geliefert werden.
Beim Lochsticken ist die Unterfadenspannung etwas fester zu halten wie die Oberfadenspannung, um die Verschlingung der Fäden auf die Unterseite des Stoffes zu ziehen.
Als Oberfaden ist nur weiches, nicht zu dickes Stickgarn Nr. 60—80 zu wählen, das eine schöne gleichmäßige, weiche Umstechung ergibt.
Zum Auswechseln des Stichplatteneinsatzes wird die Stichplatte nach Aufziehen des Grundplattenschiebers nach oben herausgenommen und der Schieber in der Pfeilrichtung nach rechts herausgezogen. (Abb. 27).

Bei der Herstellung einer Lochstickereiarbeit werden die einzelnen Löcher nicht wie bei der Handarbeit der Reihe nach umstickt, sondern man stanzt jeweils alle
gleichgroßen Löcher aus und umblickt diese, weil hierzu die Maschine nur einmal eingestellt werden muß. Im übrigen ist folgendes zu beachten:
- Einstellung des Stichlagen-Hebels H in die obere Raste. (Nadel-Nullstellung links.)
- Wahl des Überstiches. Griff G durch Linksdrehung in die Raste I bei kleinem Überstich oder in Raste II bei großem Überstich einschnappen lassen. Die gewünschte genaue Überstichbreite stellt man durch Drehen der Regulierschraube B ein.
- Einstellung des Führungsdornes in der Stichplatte. Der Griff d auf der Grundplatte wird so eingestellt, daß die rechtsstechende Nadel gerade noch über den Stoffrand in den Ausschnitt des Führungsdornes A einsticht. Nun rückt man die rechte Anschlagschraubenmutter e (Abb. 32) nach links bis sie an Griff d anstößt und dreht sie fest.

Nun näht man mit gleichmäßiger Geschwindigkeit und dreht dabei den Stickring langsam und gleichmäßig im Uhrzeigersinn 2—3 mal um den Führungszapfen herum.
Von der Gleichmäßigkeit der Drehbewegung wie auch des Nähens ist das schöne Aussehen der Löcher hauptsächlich abhängig.
Um das Aufgehen der Umstechung zu vermeiden, stellt man die Maschine durch Rechtsdrehung des Griffes G auf geraden Steppstich. Zum Festlegen der Fäden genügen zwar 2—3 Stiche, es empfiehlt sich aber, die Naht ringsum zu legen.
Abb. 30 zeigt ein Anwendungsbeispiel der vorstehend beschriebenen normalen Lochstickerei.

Aus Abb. 31 ist ein weiterer Ausbau der Lochstickereitechnik zu ersehen.
Durch Verwendung eines größeren Überstiches und weniger dichtes Umstechen der Löcher mit farbigem

Garn, lassen sich außerordentlich reizende Blümchen- oder Sternchenmuster erzielen.
Eine willkommene Abwechslung bieten dabei die verschiedenen Umstechungsorten mit kleinem und großem Überstich. Man kann z. B. die eine Hälfte eines Loches mit kleinem Überstich nähen und die andere Seite mit großem Überstich fertigstellen.
Sehr beliebt ist eine weitere Art:
Zunächst umsticht man das Loch mit ganz kleinem Überstich, dann schaltet man auf großen Überstich und umnäht das Loch zum zweiten Mal. Durch geschickte Handhabung des Stickringes lassen sich auf diese Weise sehr feine strahlenförmig auslaufende Sternchen erzielen.
Ein Verheften der Fäden wie beim normalen Lochsticken ist hier nicht möglich und wird vorteilhaft so vorgenommen:
Man stellt die Maschine auf geraden Steppstich und drückt den Hebel d (Abb. 32) langsam nach links. Die 2—3 Heftstiche liegen nun parallel zu den Fäden der Umstechung und sind fast unsichtbar.
Der Hebel d muß jeweils wieder bis zum Anschlag an die Schraubenmutter e zurückgebracht werden.
Die in der Abbildung sichtbaren größeren Blümchen- muster werden auf folgende Art erreicht:
Zunächst wird das Loch mit kleinem Überstich umnöht. Nun drückt man den Hebel e (Abb. 32) soweit nach links, bis die rechtsstechende Nadel nicht mehr die kleinere innere Umstechung erreicht. Durch Beistellung der linken Anschlagschraubenmuiter f wird der Überstich begrenzt. Innere und äußere Umstechung können nach Belieben mit verschiedenfarbigem Garn genicht werden, wodurch der Vielseitigkeit der Ausführung keine Grenze gesetzt ist.
Gerade bei der Herstellung dieser reizenden Muster ist das gleichmäßige Nähen und vor allem das Drehen des Stickringes von ausschlaggebender Bedeutung für das Aussehen der Arbeit. Durch verschiedene Einstellung des Hebels d sowie durch Änderung der Stichdichte sowie

durch Unterbrechungen in der Umstechung lassen sich weitere Möglichkeiten erreichen.
NBI Wird zu der Klasse 130-6 nachträglich eine Lochstickeinrichtung gewünschl, so empfehlen wir den Pfaff Loch- und Kreisstickapparat Nr. 46450 zu beziehen, der keinerlei Umbau der Maschine erfordert und von jeder Haustrau an jeder Klasse 130 benutzt werden kann.
Mit dem Loch- und Kreisstickapparat Nr. 46450 lassen sich nicht nur normale Schnürlocherbeiten und Lochstickereien ausführen, sondern auch Kreisstickereien bis zu 70 mm ∅. Zwei besondere Führungsschieber gestatten darüber hinaus Kreisstickereien von 110 bis 170 mm ∅.
Die ausführliche Gebrauchsanleitung liegt jedem Loch- und Kreisstickapparat bei.
Sonderausführung zur Herstellung von Biesennähten Klasse 130-115
(auf besondere Bestellung und gegen Berechnung)
Biesennähte werden als Verzierung bei Damen- und Bettwäsche, Damenkleidern usw. angewandt.
Zur Herstellung derselben ist die Klasse 130-115 als Zweinadelmaschine ausgebildet, jedoch können auf dieser Maschine auch alle Näharbeiten der Kl. 130-6 durchgeführt werden. Biesennähte in gerader oder gebogener Form (Abb. 33) können auf der Kl. 130-115 mit geradem Steppstich oder auch mit kleinem Zickzackslich genählt werden. Ober- und Unterfaden behalten meistens die gleiche Stärke wie beim normalen Nähen. Bei dickeren Steffen ist die Unterfadenspannung etwas zu verstärken.
Beim Biesennähen wird die Mitteleinstellung der Maschine gewählt. Der Hebel H (Abb. 8) ist also in Raste II zu bringen.

Die Einstellung des Nadelabstandes.
Die KI. 130-115 wird normal auf einen Nadelabstand von 3 mm eingestellt geliefert. Der Nadelabstand kann durch Drehen der Einstellschraube T (Abb. 34) von 2 mm
bis zu 4,5 mm beliebig gewählt werden. Durch Rechts-
drehen der Schraube T erzielt man eine Verkleine-
rung, durch Linksdrehung eine Vergrößerung des Nadelabstandes.
Das Einfädeln der Biesenmaschine.
Die Biesenmaschine KI. 130-115 arbeitet mit zwei Nadeln und wird nach Abb. 35 wie folgt eingefädelt:
Der Faden für die linke Nadel wird von der auf dem Garnrollenträger 1 befindlichen Rolle durch die Fadenführung 2 über den Stift 3 zwischen den Spannungsscheiben 4 hindurch über Scheibe 6, die Fadenanzugsfeder 7, unter den Haken 8, durch die Fadenführung 9 von rechts nach links durch den Fadenleger 10 über die Ose 11 und dann durch die Nadelstangenöse 12 geführt. Die linke Nadel 13 wird von vorn nach hinten eingefädelt.
Der rechte Faden geht vom Garnrollenträger 14 über 15, 3, 16, 6, 7, 8, 9, 10, 11, 18 und wird von vorn nach hinten in die rechte Nadel 19 eingefädelt.
Das Auswechseln der Biesennadeln.
In der Kl. 130-115 werden rundkolbige Nadeln System 130-B verwendet, die mit den Schrauben g oder h (Abb. 38) befestigt werden. Für ganz feine Biesenarbeiten werden rechte und linke Nadeln benützt, von denen die rechte Nadel System 130-Br links am Kolben und die linke Nadel System 130-BI rechts am Kolben abgeflacht ist.
Die angeschliffenen Flächen der beiden Nadeln werden gegeneinander gelegt und wie eine Nadel, lange Rille nach vorn, zwischen die Klemmbacken des Nadelhalters in deren Nuten eingespannt. Durch das Rechtsarehen der

Einstellschraube T (Abb. 34) werden die Nadeln festgespannt. Natürlich können auch zwei normale rundkolbige Nadeln System 130-B auf gleiche Weise zwischen den Klemmbacken befestigt werden, wodurch der Abstand der beiden Nadeln bzw. der Biesennähte etwas größer wird.
Soll die Kl. 130-115 als Einnadelmaschine verwendet werden, so wird die Nadel ebenfalls zwischen den beiden Klemmbacken eingespannt und wie vorstehend erwähnt durch Rechtsdrehen der Schraube T befestigt.
Zur Herstellung von Ziernähten mit 2 Nadeln ist die KI. 130-115 sehr geeignet, wobei durch Verwendung von farbigem Garn besonders für Damen- und Kinderkleidung wirkungsvolle Verzierungen zu erzielen sind.
Ferner lassen sich auf der Klasse 130-115 Ziernähte mit 3 Nadeln herstellen (Abb. 36). Dabei wird je eine Nadel System 130-B normal in die linke und rechte Nadel-

bohrung des Nadelhalters eingesetzt und durch Anziehen der Schrauben g und h (Abb. 34) befestigt. Die dritte Nadel wird zwischen die beiden Klemmbacken des Nadelhalters gesteckt und durch Rechtsdrehung der Schraube T festgehalten.
Sonderteile zum Biesennähen.
Zur Herstellung der Biesen dienen folgende Spezial-Biesenfüßchen und Stichplatten-Überdeckplättchen:
Für normale Biesenarbeit in mittleren Stoffen ist das Spezialfüßchen mit 5 1,5 mm breiten Rillen Nr. 41319 geeignet. Hierzu wird das Überdeckplättchen mit glattem Sporn Nr. 41843 verwendet.
Eng aneinanderliegende Biesen werden in den Rillen des Fußes geführt. Um parallele Nähte auch in größeren Abständen leicht nähen zu können, wird das Lineal Nr. 25811, das in der Bohrung des Fadens befestigt wird, zur Führung verwendet, wobei die vorhergehende Noht als Richtlinie dient.
Sollen stärkere Biesen in mittlere Stoffe eingearbeitet werden, so ist hierfür das Biesenfüßchen mit 3 Rillen Nr. 41318, sowie das Überdeckplättchen mit hochstehendem Sporn Nr. 41844 zu benutzen.
Werden besonders feste Biesen gewünscht, so läßt man in die Biese unter den Stoff noch eine Kordel mit einlaufen, wobei das Füßchen mit 3 Rillen Nr. 41318 und das Überdeckplättchen mit Kordelführung Nr. 41842 zu verwenden ist.
Für feine Biesen in Seide usw. dient ein Biesenfüßchen mit neun schmalen und seichten Rillen mit der Nr. 41641. Hierfür ist kein Überdeckplättchen notwendig, es genügt vielmehr die normale Stichplatte.
Für dicke, flauschige Stoffe liefern wir den Biesenfuß Nr. 42378 mit zwei tiefen Rillen sowie ein Oberdeckplättchen Nr. 41845 mit höherem Sporn.
Das Auflegen der Überdeckplättchen.
Der Grundplattenschieber wird aufgezogen, der rechte Befestigungslappen a des Plättchens in die Bohrung b der Stichplatte geschoben, wodurch der Sporn S vor das Nadelloch zu stehen kommt. Beim Zuschieben des Schiebers wird die Überdeckplatte durch die federden Enden c und d festgehalten (Abb. 34).
Der Einzelmotorantrieb.
Die KI. 130 kann auch nachträglich mit Einzelmotorantrieb ausgestattet werden. Die vorhandene Tretvorrichtung bleibt in der Maschine, sodaß diese jederzeit wieder benutzt werden kann.
Unser Nähmaschinenmotor CUv 50 wird hierzu verwendet und wird mit Zuganlasser bzw. Fußanlasser geliefert. An dem Motorgehäuse ist ein Stecker angebracht, an den man ein Nählicht anschließen kann.
Der Motor wird, wenn nicht anders angegeben, stets ohne Nählicht geliefert.
Durch Verwendung der Pfaff-Schaltkranz-Nählampe kann man bei der Näharbeit die allgemeine Beleuchtung sparen. Die vielfach verstellbare Lampe kann ganz nach Wunsch auf die Näharbeit gerichtet werden. Der glockenförmige Schild ist vollkommen blendfrei und ermöglicht auch in den Abendstunden ein angenehmes Arbeiten. Bei Bestellung von Nähmotoren bzw. Nählampen ist die Stromspannung anzugehen.

mit Kugellagerstange erfordert nur geringe Wartung. Es genügt von Zeit zu Zeit etwas Öl an die Kurbelspitzen bei a und b sowie an den Trittzapfen bei c und die Tritt-
lager bei d zu geben. (Abb. 41). Das Kugellager an der Zugstange ist in der Fabrik mit konsistentem Fett gefüllt, das auf lange Zeit eine Schmierung unnötig macht. Sollte sich eine solche später als notwendig erweisen, so benütze man nur konsistentes Fett, da Öl beim raschen Arbeiten leicht herausgeschleudert wird und die Kleider beschmutzt.
Wenn nach längerem Gebrauch im Gestell ein klopfendes Geräusch entstehen sollte, das durch einen in den Lagerstellen entstandenen geringen Spielraum verursacht ist, so ziehe man mit dem beigegebenen Spezial-Schraubenschlüssel das Kugellager e und mit dem Schraubenzieher die Schraube f am Trittzapfenlager leicht an (Abb. 40). Auch achte man darauf, daß die Trittlagerung sich nicht gelockert hat. Nötigenfalls löse man eine der beiden Schrauben an d, drücke den Trittkörperbolzen fest an den Tritan. Die Befestigungsschraube muß wieder gut angezogen werden. Auch der Sitz der Kurbelspitzen ist bei a durch Verschieben des Kugellagers nochstellbar.
Abb. 40

Abb. 41

Abb. 42
Ratschläge bei Störungen.
Stichauslassen kann entstehen:
- Wenn die Nadel nicht nach Vorschrift eingesetzt wird.
- Wenn nicht die vorgeschriebene Pfaff-Nadel verwendet wird.
- Wenn die Nadel durch falsche Handhabung verbogen oder für das verwendete Garn zu fein ist.
Fadenreißen kann vorkommen:
- Aus den vorgenannten drei Gründen.
- Bei zu starken Spannungen.
- Bei Verwendung von schlechtem oder knotigem Garn.
Unschöne Stiche können auftreten:
- Bei zu leichten oder zu festen Spannungen. Die Spannung des Unterfadens soll meistens ein wenig leichter sein als die Spannung des Oberfadens.
- Wenn nicht die der Stoffstärke entsprechenden Nadel- und Garnummern gewählt werden. Der Unterfaden darf eher etwas schwächer als stärker wie der Oberfaden sein.
- Wenn zwischen den oberen Spannungsscheiben oder unter der Spannungsfeder der Spulenkapsel sich Fadenrestchen festgesetzt haben.
Schwerer Gang kann entstehen:
- Wenn sich der Riemen durch längeren Gebrauch gestreckt hat und dadurch nicht mehr durchzieht. In diesem Falle ist der Riemen etwas zu verkürzen.
- Bei zu stark gespanntem Riemen; man achte also darauf, daß der Riemen nie zu viel verkürzt wird.
- Bei Eindringen von abgerissenen Fadenstücken in die Greiferkapselbahn; Fadenreste entfernen.
- Bei Verharzung und Verschmutzung der Maschine. Man beachte nachfolgende Anweisung für das Olen und das Reinigen der Maschine.
Das Olen und Reinigen der Maschine.
Wenn Rostschutzfett zur Verfügung steht, fetten wir vernickelte und blanke Teile mit diesem Fett ein. Ist dies der Fall, so sind die eingefetteten Teile zuerst mit einem sauberen Löppchen abzuputzen. Hierauf bringe man an sämtliche in Abb. 37, 38, 39 durch Pfeile bezeichneten Olstellen etwas Petroleum. Nachdem man den Stoffdrückerfuß hochgehoben hat, lasse man die Maschine kurze Zeit ohne Faden laufen, putze das ablaufende Petroleum gut ab und öle sämtliche Reibstellen mit Pfaff-Nähmaschinenöl. Man mache sich zur Gewohnheit, die Maschine von Zeit zu Zeit zu reinigen und zu ölen, besonders bei anhaltendem Gebrauch und nach längerer Zeit des Stillstandes.
Besonders wichtig! Vor dem erstmaligen Gebrauch soll man den Greifer mit Petroleum gut ausspülen und bei längerer Benutzung an den Greifer öfters im Wechsel einen Tropfen Petroleum und Nähmaschinenöl geben. Ölkännchen rein halten!
Die Stichplatte soll öfters abgenommen und der auf ihrer Unterseite und auf dem Transporteur sitzende Nähstraub entfernt werden.
Ein Olen der Schnurkette ist immer zu vermeiden, da dies für die Lebensdauer der Schnurkette schädlich ist.