Olio Condens 8000F - Kessel BOSCH - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG Olio Condens 8000F BOSCH
Bedienungsanleitung für den Betreiber
Inhaltsverzeichnis 1 Symbolerklärung und Sicherheitshinweise
1 Symbolerklärung und Sicherheitshinweise ..... 2
1.1 Symbolerklärung....2
1.2 Allgemeine Sicherheitshinweise .... 3
2 Angaben zum Produkt .... 3
2.1 EG-Konformitätserklärung....4
2.2 Bestimmungsgemäße Verwendung....4
2.3 Qualität des Heizwassers....4
2.4 Zulässige Brennstoffe .... 4
2.5 Produktübersicht....5
2.5.1 Regelgerät MX25....6
2.6 Produktdaten zum Energieverbrauch ..... 6
3 Inbetriebnahme....7
3.1 Heizungsanlage betriebsbereit stellen ..... 7
3.2 Heizungsanlage einschalten ..... 7
3.3 Betriebsdruck prüfen, Heizwasser nachfüllen entlüften....7
3.3.1 Betriebsdruck prüfen....7
3.3.2 Heizwasser nachfüllen und entlüften ..... 7
3.4 Regelgerät in Betrieb nehmen....8
3.4.1 Übersicht der Bedienelemente ..... 8
3.4.2 Übersicht der Symbole im Display ..... 8
3.4.3 Heizung ein- oder ausschalten....9
3.4.4 Maximale Vorlauftemperatur einstellen ..... 9
3.4.5 Warmwasserbereitung ein- oder ausschalten .... 10
3.4.6 Maximale Warmwassertemperatur einstellen ....10
3.4.7 Notbetrieb (Handbetrieb) ....10
4 Thermische Desinfektion....11
5 Außerbetriebnahme....11
5.1 Heizungsanlage am Regelgerät außer Betrieb nehmen....11
5.2 Heizungsanlage im Notfall außer Betrieb nehmen ....11
6 Umweltschutz und Entsorgung .... 11
7 Inspektion und Wartung ....12
7.1 Warum ist regelmäßige Wartung wichtig?.....12
7.2 Reinigung und Pflege .... 12
8 Energiesparhinweise....12
9 Betriebs- und Störungsanzeigen ....13
9.1 Störungsanzeigen an der Bedieneinheit ..... 13
9.2 Verriegelnde Störung zurücksetzen .... 13
9.3 Betriebsanzeigen....14
10 Kurzbedienungsanleitung....15
1.1 Symbolerklärung
Warnhinweise
In Warnhinweisen kennzeichnen Signalwörter die Art und Schwere der Folgen, falls die Maßnahmen zur Abwendung der Gefahr nicht befolgt werden.
Folgende Signalwörter sind definiert und können im vorliegenden Dokument verwendet sein:

GEFAHR:
GEFAHR bedeutet, dass schwere bis lebensgefährliche Personenschäden auftreten werden.

WARNUNG:
WARNUNG bedeutet, dass schwere bis lebensgefährliche Personenschäden auftreten können.
und

VORSICHT:
VORSICHT bedeutet, dass leichte bis mittelschwere Personenschäden auftreten können.
HINWEIS:
HINWEIS bedeutet, dass Sachschäden auftreten können.
Wichtige Informationen

Wichtige Informationen ohne Gefahren für Menschen oder Sachen werden mit dem gezeigten Info-Symbol gekennzeichnet.
Weitere Symbole
| Symbol | Bedeutung |
| ▶ | Handlungsschritt |
| → | Querverweis auf eine andere Stelle im Dokument |
| • | Aufzählung/Listeneintrag |
| – | Aufzählung/Listeneintrag (2. Ebene) |
Tab. 1
1.2 Allgemeine Sicherheitshinweise
⚠ Hinweise für die Zielgruppe
Diese Bedienungsanleitung richtet sich an den Betreiber der Heizungsanlage.
Die Anweisungen in allen Anleitungen müssen eingehalten werden. Bei Nichtbeachten können Sachschäden und Personenschäden bis hin zur Lebensgefahr entstehen.
▶ Bedienungsanleitungen (Wärmeerzeuger, Heizungsregler, usw.) vor der Bedienung lesen und aufbewahren.
▶ Sicherheits- und Warnhinweise beachten.
⚠️ Aufstellung und Umbau
▶ Gerät nur durch einen zugelassenen Heizungsfachbetrieb aufstellen oder umbauen lassen.
▶ Abgasführende Teile keinesfalls ändern.
▶ Auslauf der Sicherheitsventile keinesfalls verschließen.
Während der Aufheizung kann Wasser am Sicherheitsventil des Warmwasserspeichers austreten.
⚠️ Elektroarbeiten
Elektroarbeiten dürfen nur Fachleute für Elektroinstallationen ausführen.
Vor dem Beginn der Elektroarbeiten:
▶ Netzspannung allpolig spannungsfrei schalten und gegen Wiedereinschalten sichern.
▶ Spannungsfreiheit feststellen.
▶ Anschlusspläne weiterer Anlagenteile ebenfalls beachten.
⚠️ Bei Geräten mit raumluftabhängigem Betrieb: Vergiftungsgefahr durch Abgase bei unzureichender Verbrennungsluftzufuhr
▶ Verbrennungsluftzufuhr sicherstellen.
▶ Be- und Entlüftungsöffnungen in Türen, Fenstern und Wänden nicht verschließen oder verkleinern.
▶ Ausreichende Verbrennungsluftzufuhr auch bei nachträglich eingebauten Geräten sicherstellen z. B. bei Abluftventilatoren sowie Küchenlüftern und Klimageräten mit Abluftführung nach außen.
▶ Bei unzureichender Verbrennungsluftzufuhr das Gerät nicht in Betrieb nehmen.
⚠️ Gefahr bei Abgasgeruch
▶ Kessel ausschalten (→ Kapitel 5, Seite 11).
▶ Fenster und Türen öffnen.
▶ Zugelassenen Fachbetrieb benachrichtigen.
⚠ Schäden durch Bedienfehler
Bedienfehler können zu Personenschäden und/oder Sachschäden führen.
▶ Sicherstellen, dass Kinder das Gerät nicht unbeaufsichtigt bedienen oder damit spielen.
▶ Sicherstellen, dass nur Personen Zugang haben, die in der Lage sind, das Gerät sachgerecht zu bedienen.
⚠ Gefahr durch explosive und leicht entflammbare Materialien
▶ Leicht entflammbare Materialien (Papier, Gardinen, Kleidung, Verdünnung, Farben usw.) nicht in der Nähe des Heizkessels verwenden oder lagern.
⚠️ Verbrennungs- und Raumluft
Um Korrosion zu vermeiden, die Verbrennungs-/Raumluft von aggressiven Stoffen (z. B. Halogen-Kohlenwasserstoff, die Chlor- oder Fluorverbindungen enthalten) frei halten. Diese können z. B. in Lösungsmitteln, Farben, Klebstoffen, Treibgasen und Haushaltsreinigern enthalten sein.
⚠ Gefahr durch Nichtbeachten der eigenen Sicherheit in Notfällen, z. B. bei einem Brand
▶ Niemals sich selber in Lebensgefahr bringen. Die eigene Sicherheit geht immer vor.
⚠️ Inspektion und Wartung
▶ Empfehlung für den Kunden: Wartungs- und Inspektionsvertrag mit jährlicher Inspektion und bedarfsabhängiger Wartung mit einem zugelassenen Heizungsfachbetrieb abschließen.
▶ Der Betreiber ist für die Sicherheit und Umweltverträglichkeit der Heizungsanlage verantwortlich (Bundes-Immissionsschutzgesetz).
▶ Nur Originalersatzteile verwenden!
2 Angaben zum Produkt
Zur sicheren, wirtschaftlichen und umweltfreundlichen Nutzung der Heizungsanlage empfehlen wir, die Sicherheitshinweis und die Bedienungsanleitung zu beachten. Diese Anleitung bietet dem Betreiber der Heizungsanlage einen Überblick über die Verwendung und die Bedienung der Heizungsanlage.
2.1 EG-Konformitätserklärung
Dieses Produkt entspricht in Konstruktion und Betriebsverhalten den europäischen Richtlinien sowie den ergänzenden nationalen Anforderungen. Die Konformität wurde mit der CE-Kennzeichnung nachgewiesen. Sie können die Konformitätserklärung des Produktes anfordern. Wenden Sie sich dazu an die Adresse auf der Rückseite dieser Anleitung.
2.2 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Produkt darf nur zur Erwärmung von Heizwasser und zur Warmwasserbereitung in geschlossenen Warmwasser-Heizungssystemen verwendet werden.
Jede andere Verwendung ist nicht bestimmungsgemäß. Daraus resultierende Schäden sind von der Haftung ausgeschlossen.
2.3 Qualität des Heizwassers
Da es kein reines Wasser zur Wärmeübertragung gibt, ist auf die Wasserbeschaffenheit zu achten. Eine schlechte Wasserbeschaffenheit führt in Heizungsanlagen zu Schäden durch Steinbildung und Korrosion.
HINWEIS:
Sachschaden durch ungeeignetes Heizwasser!
Ungeeignetes Heizwasser fördert die Schlamm- und Korrosionsbildung. Dies kann zu Funktionsstörungen und Beschädigung des Wärmetauschers führen. Beim Einsatz von sauerstoffdurchlässigen Leitungen, z. B. für Fußbodenheizungen:
▶ Systemtrennung durch Wärmetauscher vornehmen.
2.4 Zulässige Brennstoffe

VORSICHT:
Personen- oder Sachschäden durch unzulässige Brennstoffe!
Unzulässige Brennstoffe schädigen den Heizkessel und können gesundheitsgefährdende Stoffe bilden.
▶ Nur Brennstoffe verwenden, die vom Hersteller für dieses Produkt freigegeben sind.
| Land Brennstoffe Bemerkung | ||
| Deutschland • Heizöl EL schwefelarm nach DIN 51 603-1 (S < 50 ppm)• Heizöl HEL A Bio 10 nach DIN V 51603-6 mit Papierfilter 5...20 my | Der Heizkessel kann nur mit den angegebenen Brennstoffen betrieben werden. | |
| Österreich Heizöl EL schwefelarm (S < 50 ppm) | Der Heizkessel kann nur mit dem angegebenen Brennstoff betrieben werden. Die Anforderungen gemäß Art. 15 a B-VG hinsichtlich Emission und Wirkungsgrad werden erfüllt. | |
| Schweiz Ökoheizöl schwefelarm (S < 50 ppm) | Der Heizkessel kann nur mit dem angegebenen Brennstoff betrieben werden. Die in der Tabelle „Technische Daten“ angegebenen Leistungen sind Nennleistungen. Im praktischen Betrieb werden einige Werte im Hinblick auf die Einhaltung der LRV-Vorschriften innerhalb des angegebenen Leistungsbereichs teilweise unterschritten.Der Heizkessel wurde nach den Anforderungen der Luftreinhalteverordnung (LRV, Anhang 4) sowie der Wegleitung für Feuerpolizeivorschriften der VKF geprüft und zugelassen. Die Abgassysteme sind durch VKF geprüft. | |
Tab. 2 Länderspezifische Brennstoffe und Bemerkungen
2.5 Produktübersicht
Hauptbestandteile des Heizkessels

Bild 1 Heizkessel (links Heizkessel, rechts Heizkessel mit Warmwasserspeicher)
[1] Brennerhaube
[2] Regelgerät MX25 mit Bedieneinheit
[3] Druckschalter (Minimaldruckwächter)
[4] Sicherheitsventil
[5] Automatischer Entlüfter
[6] Manometer
[7] Öl-Absperrhahn
[8] Verkleidung
[9] Warmwasserspeicher (optional erhältlich)
- Kesselblock aus Stahl mit Wärmeschutz und Ölbrenner Alle heizgasberührten Oberflächen sind aus korrosionsbeständigem Edelstahl. Der Kesselblock überträgt die vom Ölbrenner erzeugte Wärme an das Heizwasser.
- Verkleidung [8] und Brennerhaube[1] Die Verkleidung und die Brennerhaube verringern den Energieverlust.
- Regelgerät [2] Das Regelgerät überwacht und steuert alle elektrischen Bauteile des Heizkessels. Nähere Informationen zur Bedienung → Kapitel 3.4 ab Seite 8.
Bild 2 Regelgerät MX25 mit Bedieneinheit – Bedienelemente
[1] Hauptschalter
[2] Gerätesicherung 6,3 A
[3] fav-Taste (Favoritenfunktionen)
[4] man-Taste (manueller Betrieb)
[5] auto-Taste (Automatikbetrieb)
[6] menu-Taste (Menüs aufrufen)
[7] info-Taste (Infomenü und Hilfe)
[8] Zurück-Taste
[9] Netzwerkanschluss (RJ45) (nur vorhanden mit IP-Inside Regelgeräten)
[10] Auswahlknopf
[11] Schornsteinfeger-, Reset- und Notbetrieb-Taste
[12] Status-LED
[13] Anschluss für Service-Key
Die folgenden Produktdaten entsprechen den Anforderungen der EU-Verordnungen Nr. 811/2013, 812/2013, 813/2013 und 814/2013 zur Ergänzung der Richtlinie 2010/30/EU.
Das Regelgerät MX25 ermöglicht die Grundbedienung der Heizungsanlage.
Dazu stehen folgende Funktionen zur Verfügung:
- Aktivierung Schornsteinfegerbetrieb
- Statusanzeigen für Kessel- und Brennerbetrieb
- Reset von verriegelnden Störungen
- Aktivierung Notbetrieb (Handbetrieb)
Viele weitere Funktionen zur komfortablen Regelung der Heizungsanlage stehen über die Bedieneinheit CW 400/CW 800 oder den separat erhältlichen CR 100 und CR 10 zur Verfügung.
2.6 Produktdaten zum Energieverbrauch
| Produktdaten | Symbol | Einheit | 7-736-602-437 | 7-736-602-438 |
| Produkttyp | - | - | OC8000F 19 | OC8000F 27 |
| Brennwertkessel | - | - | ja | ja |
| Nennwärmeleistung | P_rated | kW | 18 | 26 |
| Jahreszeitbedingte Raumheizungs-Energieeffizienz | _s | % | 91 | 92 |
| Energieeffizienzklasse | - | - | A | A |
| Nutzbare Wärmeleistung | ||||
| Bei Nennwärmeleistung und Hochtemperaturbetrieb1) | P_4 | kW | 18,4 | 25,9 |
| Bei 30 % der Nennwärmeleistung und Niedertemperaturbetrieb2) | P_1 | kW | 6,0 | 8,5 |
| Wirkungsgrad | ||||
| Bei Nennwärmeleistung und Hochtemperaturbetrieb1) | _4 | % | 92,5 | 92,6 |
| Bei 30 % der Nennwärmeleistung und Niedertemperaturbetrieb2) | _1 | % | 99,2 | 99,2 |
| Hilfsstromverbrauch | ||||
| Bei Volllast | eI_max | kW | 0,203 | 0,246 |
| Bei Teillast | eI_min | kW | 0,078 | 0,089 |
| Im Bereitschaftszustand | P_SB | kW | 0,007 | 0,007 |
| Sonstige Angaben | ||||
| Wärmeverlust im Bereitschaftszustand | P_stby | kW | 0,103 | 0,167 |
| Stickoxidemission | NOx | mg/kWh | 95 | 93 |
| Schallleistungspegel in Innenräumen | L_WA | dB(A) | 62 | 62 |
1) Hochtemperaturbetrieb bedeutet eine Rücklauftemperatur von 60 °C am Heizgeräteinlass und eine Vorlauftemperatur von 80 °C am Heizgerätauslass.
2) Niedertemperaturbetrieb bedeutet eine Rücklauftemperatur am Heizgeräteinlass für Brennwertkessel von 30 °C, für Niedertemperaturkessel von 37 °C und für andere Heizgeräte von 50 °C.
Tab. 3 Produktdaten zum Energieverbrauch
3 Inbetriebnahme
Damit die Heizungsanlage von Ihnen in Betrieb genommen werden kann, müssen Sie Folgendes prüfen:
• Den Wasserdruck der Heizungsanlage
- Ob die Brennstoffzufuhr an der Brennstoff-Hauptabsperreinrichtung geöffnet ist
- Ob der Heizungsnotschalter eingeschaltet ist.
Lassen Sie sich folgende Punkte von Ihrem Fachbetrieb zeigen:
- Wo sich der Füll- und Entleerhahn Ihrer Heizungsanlage befindet?
- Wie Sie Ihre Heizungsanlage entlüften können?
3.1 Heizungsanlage betriebsbereit stellen
▶ Brennstoffzufuhr am Hauptabsperrhahn öffnen.
▶ Heizungsnotschalter (wenn vorhanden) und/oder die entsprechende Haussicherung einschalten.
3.2 Heizungsanlage einschalten
▶ Hauptschalter am Regelgerät [1] auf „I“ stellen.
▶ Ölabsperrhahn [3] öffnen.

text_image
1 2 3 0010005857-001Bild 3
[1] Hauptschalter an der Bedieneinheit
[2] Manometer
[3] Ölabsperrhahn
3.3 Betriebsdruck prüfen, Heizwasser nachfüllen und entlüften
Das neu eingefüllte Heizwasser verliert in den ersten Tagen viel Volumen, da es noch stark ausgast. Dadurch bilden sich Luftpolster, die die Funktion des Heizsystems stören.
▶ Betriebsdruck bei neuen Heizungsanlagen zunächst täglich prüfen, gegebenenfalls Heizwasser nachfüllen und das Heizsystem und die Heizkörper entlüften.
▶ Später den Betriebsdruck monatlich prüfen, gegebenenfalls Heizwasser nachfüllen und das Heizsystem und die Heizkörper entlüften.
3.3.1 Betriebsdruck prüfen
Der Fachbetrieb hat den roten Zeiger [1]des Manometers auf den erforderlichen Betriebsdruck eingestellt (mindestens 1 bar).
▶ Prüfen, ob der Manometerzeiger [2] oberhalb des roten Zeigers [1] steht.
Wenn der Manometerzeiger unterhalb des roten Zeigers steht:
▶ Heizwasser nachfüllen.

text_image
7 747 150 347-21.1RS ① ②Bild 4 Manometer
[1] Roter Zeiger
[2] Manometerzeiger
3.3.2 Heizwasser nachfüllen und entlüften
Von Ihrem Fachbetrieb zeigen lassen, wo sich bei der Heizungsanlage, außerhalb des Heizkessels, der Füll- und Entleerhahn zum Nachfüllen des Heizwassers befindet.
HINWEIS:
Anlagenschaden durch Temperaturspannungen!
Wenn die Heizungsanlage im warmen Zustand befüllt wird, können Temperaturspannungen Spannungsrisse verursachen. Der Heizkessel wird undicht.
Heizungsanlage nur im kalten Zustand befüllen (die Vorlauftemperatur darf maximal 40 °C betragen).
HINWEIS:
Anlagenschaden durch häufiges Nachfüllen!
Wenn Sie häufig Heizwasser auffüllen müssen, kann die Heizungsanlage je nach Wasserbeschaffenheit durch Korrosion und Steinbildung beschädigt werden.
Heizungsfachbetrieb fragen, ob das örtliche Wasser unaufbereitet einsetzbar ist oder ob dieses bei Bedarf aufbereitet werden muss.
▶ Wenn häufig Ergänzungswasser nachgefüllt werden muss: Heizungsfachbetrieb benachrichtigen.
▶ Schlauch am Wasserhahn anschließen. Mit Wasser gefüllten Schlauch auf die Schlauchtülle des Füll- und Entleerhahnes aufstecken und mit Schlauchschelle sichern.
▶ Füll- und Entleerhahn öffnen. Heizungsanlage langsam befüllen. Dabei Druckanzeige (Manometer) beachten.
i
Der Mindestdruck einer kalten Heizungsanlage beträgt 1 bar. Der Maximaldruck darf bei höchster Kesseltemperatur 3 bar nicht überschreiten (Sicherheitsventil öffnet). Wir empfehlen einen Betriebsdruck von ca. 1,75 bar (Richtwert).
▶ Wenn der gewünschte Betriebsdruck von 1,75 bar erreicht ist, Wasserhahn und Füll- und Entleerhahn schließen.
▶ Heizungsanlage über die Entlüftungsventile an den Heizkörpern entlüften.
▶ Wenn der Betriebsdruck durch das Entlüften abfällt (siehe Einstellung roter Zeiger am Manometer → Bild 4, Seite 7), muss Wasser nachgefüllt werden.
▶ Schlauch vom Füll- und Entleerhahn lösen.
i
Der Heizkessel ist mit einem Minimaldruckwächter als Wassermangelsicherung ausgerüstet. Der Minimaldruckwächter ist an der Anschlussklemme SI Sicherheitskomponente des Regelgeräts angeschlossen. Er schaltet die Heizungsanlage bei einem Druck von < 0,4 bar ab und bei einem Druck von > 0,8 bar wieder ein. Wenn nach dem Einschalten der Heizungsanlage (→ Kapitel 3.2, Seite 7) der Betriebsdruck zu niedrig ist, erscheint die Störungsanzeige d3 549 „Sicherheitskette hat geöffnet“ im Display.
3.4 Regelgerät in Betrieb nehmen
Dieses Kapitel beschreibt die Inbetriebnahme mit dem Grundmodul des Reglers.
3.4.1 Übersicht der Bedienelemente
i
Wenn die Beleuchtung des Displays aus ist, bewirkt das erste Drücken eines beliebigen Bedienelements lediglich das Einschalten der Beleuchtung. Die Beschreibungen der Bedienschritte in dieser Anleitung gehen immer von eingeschalteter Beleuchtung aus. Wenn kein Bedienelement betätigt wird, geht die Beleuchtung automatisch aus.

text_image
③ auto ② man ① fav menu info ④ ⑤ ⑥ ⑦ 0010005432-001Bild 5 Bedienelemente
[1] fav-Taste – Favoritenfunktionen aufrufen (kurz drücken) und konfigurieren (gedrückt halten)
[2] man-Taste – manuellen Betrieb aktivieren (kurz drücken) und Dauer für manuellen Betrieb einstellen (gedrückt halten)
[3] auto-Taste – Automatikbetrieb aktivieren
[4] menu-Taste – Hauptmenü öffnen (kurz drücken) und Servicemenü öffnen (gedrückt halten)
[5] info-Taste – Infomenü aufrufen oder Informationen zur aktuellen Auswahl
[6] Zurück-Taste – Übergeordnete Menüebene aufrufen oder Wert verwerfen (kurz drücken), zur Standardanzeige zurückkehren (gedrückt halten)
[7] Auswahlknopf – Auswählen (drehen) und Bestätigen (drücken)
3.4.2 Übersicht der Symbole im Display

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Mi, 15.10.2014 18:21 44°C Vorlauttempereratur HK2: auto 0010005601-001Bild 6 Beispiel für die Standardanzeige bei einer Anlage mit mehreren Heizkreisen
Pos. Symbol Erläuterung
| 1 Wertanzeige (Anzeige der aktuellen Temperatur): · Raumtemperatur bei Wandinstallation · Wärmeerzeugertemperatur bei Installation im Wärmeerzeuger. | |
| 2 – Informationszeile: Anzeige von Uhrzeit, Wochentag und Datum | |
| 3 Zusätzliche Temperaturanzeige (Anzeige einer zusätzlichen Temperatur): Außentemperatur, Temperatur des Solarkollektors oder eines Warmwassersystems (weitere Informationen → Bedienungsanleitung der Bedieneinheit). | |
| 4 – Textinformation: Z. B. die Bezeichnung der aktuell angezeigten Temperatur (→ Bild 6, [1]); für die Raumtemperatur wird keine Bezeichnung angezeigt. Wenn eine Störung vorliegt, wird hier ein Hinweis angezeigt, bis die Störung behoben ist. | |
| 5 Informationsgrafik | |
| Solarpumpe ist in Betrieb. | |
| Warmwasserbereitung ist aktiv | |
| Warmwasserbereitung ist ausgeschaltet | |
| Brenner ist an (Flamme) | |
| Wärmeerzeuger ist blockiert (z.B. durch einen alternativen Wärmeerzeuger). | |
| 6 Zeitprogramm: Grafische Darstellung des aktiven Zeitprogramms für den angezeigten Heizkreis. Die Höhe der Balken stellt grob die gewünschte Raumtemperatur in den verschiedenen Zeitabschnitten dar. | |
| 7 Die Zeitmarkierung ■ zeigt im Zeitprogramm in 15-Minuten-Schritten (= Einteilung der Zeitskala) auf die aktuelle Uhrzeit. | |
| 8 Betriebsart | |
| auto | Anlage mit einem Heizkreis im Automatikbetrieb (Heizen nach Zeitprogramm). |
| HK2: auto | Der angezeigte Heizkreis läuft im Automatikbetrieb. Die Standardanzeige bezieht sich ausschließlich auf den angezeigten Heizkreis. Betätigen der man-Taste, der auto-Taste und das Ändern der gewünschten Raumtemperatur in der Standardanzeige wirken sich nur auf den angezeigten Heizkreis aus. |
Pos. Symbol Erläuterung
| ※ | Heizbetrieb im angezeigten Heizkreis im Automatikbetrieb aktiv. | |
| ⊂ | Absenkbetrieb im angezeigten Heizkreis im Automatikbetrieb aktiv. | |
| Sommer (aus) Anlage mit einem Heizkreis im Sommerbetrieb (Heizung aus, Warmwasserbereitung aktiv) | ||
| HK2: Sommer (aus) | Der angezeigte Heizkreis läuft im Sommerbetrieb (Heizung aus, Warmwasserbereitung aktiv). Die Standardanzeige bezieht sich ausschließlich auf den angezeigten Heizkreis (→ Bedienungsanleitung der Bedieneinheit). | |
| manuell Anlage mit einem Heizkreis im manuellen Betrieb. | ||
| HK2: manuell Der angezeigte Heizkreis läuft im manuellen Betrieb. Die Standardanzeige bezieht sich ausschließlich auf den angezeigten Heizkreis. Betätigen der man-Taste, der auto-Taste und das Ändern der gewünschten Raumtemperatur in der Standardanzeige wirken sich nur auf den angezeigten Heizkreis aus. | ||
| Urlaub bis 11.1.2011 | Urlaubsprogramm in Anlage mit einem Heizkreis aktiv (→ Bedienungsanleitung der Bedieneinheit). | |
| HK2: Urlaub bis 11.1.2011 | Im angezeigten Heizkreis und ggf. auch für Warmwassersysteme ist das Urlaubsprogramm aktiv (→ Bedienungsanleitung der Bedieneinheit). Die Standardanzeige bezieht ausschließlich sich auf den angezeigten Heizkreis. | |
| Heizung ist komplett aus (alle Heizkreise) | ||
| Schornsteinfegerbetrieb ist aktiv | ||
| Notbetrieb ist aktiv | ||
| E Externe Wärme anforderung | ||
| 9 Status Bedieneinheit | ||
| _) | Ein Kommunikationsmodul ist im System vorhanden und eine Verbindung zum Bosch/Junkers Server ist aktiv. | |
| ~0 | Tastensperre ist aktiv (auto-Taste und Auswahlknopf gedrückt halten, um die Tastensperre ein- oder auszuschalten). | |
Tab. 4 Symbole im Display
3.4.3 Heizung ein- oder ausschalten
HINWEIS:
Anlagenschaden durch Frost!
Bei ausgeschaltetem Heizbetrieb und im Sommerbetrieb besteht nur Gerätefrostschutz.
▶ Bei Frostgefahr Frostschutz beachten.
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Heizung auswählen und bestätigen.
▶ Ein oder Aus auswählen und bestätigen.

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Wärmeerzeuger Notbetrieb aktivieren Vorlauftemp. Notbetrieb 60°C Heizung Ein Heizung max. Temperatur 90°C Warmwasser Ein 0010005615-001Bild 7 Heizung einschalten
Um den manuellen Sommerbetrieb zu aktivieren, im Menü Hauptmenü > Heizung > Sommer/Winter-Umschalt. unter dem Menüpunkt Sommer/Winter-Umschalt. die Einstellung Ständig Sommer auswählen und bestätigen. Im Sommerbetrieb ist die Heizung aus und die Warmwasserbereitung ist aktiv.
Weiterführende Informationen zum Sommerbetrieb → technische Dokumentation der Bedieneinheit.
3.4.4 Maximale Vorlauftemperatur einstellen
HINWEIS:
Gefahr der Schädigung oder Zerstörung des Estrichs!
▶ Bei Fußbodenheizung die vom Hersteller empfohlene maximale Vor-lauftemperatur beachten.
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Heizung max. Temperatur auswählen und bestätigen.

text_image
Wärmeerzeuger Notbetrieb aktivieren Vorlauftemp. Notbetrieb 60°C Heizung Ein Heizung max. Temperatur 75°C Warmwasser Ein 0010005616-001Bild 8 Maximale Vorlauftemperatur
▶ Temperatur einstellen und bestätigen.

text_image
> Heizung max. Temperatur 75 °C 30 90 Maximale Vorlauftemperatur eingeben. 0010005618-001Bild 9 Maximale Vorlauftemperatur einstellen
Die maximale Vorlauftemperatur kann zwischen 30 °C und 90 °C eingestellt werden (der Temperaturbereich ist vom Wärmeerzeuger abhängig). Die momentane Vorlauftemperatur wird in der Standardanzeige im Display angezeigt, wenn entsprechendes Zubehör installiert und die Bedieneinheit im Wärmeerzeuger installiert oder entsprechend konfiguriert ist.
Die aktuell in der Anlage gemessenen Temperaturen können angezeigt werden. Weiterführende Informationen zur Anzeige von Informationen zur Anlage → technische Dokumentation der Bedieneinheit.
3.4.5 Warmwasserbereitung ein- oder ausschalten
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Warmwasser auswählen und bestätigen.
▶ Ein oder Aus auswählen und bestätigen.

text_image
Wärmeerzeuger Notbetrieb aktivieren Vorlauftemp. Notbetrieb 60°C Heizung Ein Heizung max. Temperatur 75°C Warmwasser Ein 0010005620-001Bild 10 Warmwasserbereitung einschalten
3.4.6 Maximale Warmwassertemperatur einstellen

VORSICHT:
Gesundheitsgefährdung durch Legionellen!
▶ Bei niedrigen Warmwassertemperaturen Thermische Desinfektion oder Tägl. Aufheizung aktivieren (→ Trinkwasserverordnung).

WARNUNG:
Verbrühungsgefahr!
Heißes Wasser kann zu schweren Verbrühungen führen. Wenn die Begrenzung der Warmwasser Maximaltemperatur (Max. Warmwassertemp.) > 60 °C eingestellt ist:
▶ Alle betroffenen Personen informieren und sicherstellen, dass eine Mischvorrichtung installiert ist.
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Max. Warmwassertemp. auswählen und bestätigen.

text_image
Wärmeerzeuger Vorlauftemp. Notbetrieb 60°C Heizung Ein Heizung max. Temperatur 75°C Warmwasser Ein Warmwasser max. Temp. 60°C 0010005621-001Bild 11 Maximale Warmwassertemperatur
▶ Temperatur einstellen und bestätigen.

text_image
> Warmwasser max. Temp. 65 °C 60 80 Maximale Warmwassertemperatur eingeben. 0010005622-001Bild 12 Maximale Warmwassertemperatur einstellen
i
Abhängig von der Software-Version der Bedieneinheit ist der beschriebene Menüpunkt Max. Warmwassertemp. nicht vorhanden. Die maximale Warmwassertemperatur kann dann nur von einer Fachkraft im Servicemenü eingestellt werden.
Weiterführende Informationen zu den Einstellmöglichkeiten für die Warmwasserbereitung → technische Dokumentation der Bedieneinheit und ggf. installierter Module.
3.4.7 Notbetrieb (Handbetrieb)
Im Notbetrieb heizt das Gerät. Der Brenner ist in Betrieb, bis die für den Notbetrieb eingestellte Vorlauftemperatur erreicht ist. Die Warmwasserbereitung ist nicht aktiv. Der Notbetrieb gilt nur für Heizkreis 1.
i
Für den Notbetrieb muss der Heizbetrieb eingeschaltet sein (→ Kapitel 5.1).
Um den Notbetrieb zu aktivieren:
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Notbetrieb aktivieren auswählen und bestätigen.
▶ Ja auswählen und bestätigen. Die Anlage ist im Notbetrieb.
-oder-
▶ Taste 5 Sekunden gedrückt lassen.
▶ Vorlauftemperatur für den Notbetrieb im Menü Hauptmenü > Wärmeerzeuger unter dem Menüpunkt Notbetrieb Vorlauftemp. einstellen.

text_image
> Notbetrieb Vorlauftemp. 32 °C 0 75 Vorlauftemperatur Notbetrieb eingeben. 0010005627-001Bild 13 Vorlauftemperatur für den Notbetrieb
Um den Notbetrieb zu beenden:
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Notbetrieb deaktivieren auswählen und bestätigen.
▶ Ja auswählen und bestätigen.
Die Anlage geht wieder in die zuvor aktive Betriebsart.
-oder-
▶ Taste 5 Sekunden gedrückt lassen.
4 Thermische Desinfektion

WARNUNG:
Verbrühung durch heißes Wasser!
Heißes Wasser kann zu schweren Verbrühungen führen.
▶ Bewohner auf die Verbrühungsgefahr hinweisen.
▶ Thermische Desinfektion außerhalb der normalen Betriebszeiten durchführen.
Um einer bakteriellen Verunreinigung des Warmwassers durch z. B. Legionellen vorzubeugen, empfehlen wir, nach längerer Stillstandszeit eine thermische Desinfektion durchzuführen.
Die thermische Desinfektion kann zu einer festen Zeit programmiert werden. Weiterführende Informationen → technische Dokumentation der installierten Bedieneinheit CW 400/CW 800.
Die thermische Desinfektion erfasst das Warmwassersystem einschließlich der Entnahmestellen.
5 Außerbetriebnahme
5.1 Heizungsanlage am Regelgerät außer Betrieb nehmen
Die Heizungsanlage über den Hauptschalter des Regelgeräts MX25äußer Betrieb nehmen. Der Brenner schaltet sich automatisch mit ab.
▶ Warten, bis die Nachbelüftung des Gebläses beendet ist.
▶ Hauptschalter am Regelgerät [1] auf „0“ (Aus) stellen.
▶ Ölabsperrhahn [3] schließen.

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① ② ③ 0010005857-001Bild 14 Heizungsanlage am Regelgerät außer Betrieb nehmen
[1] Hauptschalter am Regelgerät
[2] Manometer
[3] Ölabsperrhahn
▶ Brennstoffzufuhr am Hauptabsperrhahn schließen.
HINWEIS:
Anlagenschaden durch Frost!
Die Heizungsanlage kann nach längerer Zeit einfrieren (z. B. bei einem Netzausfall, Ausschalten der Versorgungsspannung, fehlerhafter Brennstoffversorgung, Kesselstörung usw.).
▶ Sicherstellen, dass die Heizungsanlage ständig in Betrieb ist (insbesondere bei Frostgefahr).
Wenn die Heizungsanlage bei Frostgefahr längere Zeit außer Betrieb genommen wird, muss sie entleert werden.
▶ Automatischen Entlüfter am höchsten Punkt der Heizungsanlage öffnen.
Heizwasser am tiefsten Punkt der Heizungsanlage mithilfe des Füll- und Entleerhahns ablassen.

Bild 15 Heizungsanlage bei Frostgefahr entleeren

Wenn der Brenner in der Stand-by-Phase ist, können Sie den Heizkessel am Hauptschalter direkt ausschalten.
Entsorgung
- Nicht mehr benötigte Komponenten der Heizungsanlage umweltgerecht entsorgen.
5.2 Heizungsanlage im Notfall außer Betrieb nehmen

Die Heizungsanlage nur bei einem Notfall über die Sicherung des Aufstellraums oder den Heizungsnotschalter abschalten.
▶ Niemals sich selbst in Lebensgefahr bringen. Die eigene Sicherheit geht immer vor.
▶ Brennstoff-Hauptabsperreinrichtung schließen.
▶ Heizungsanlage über den Heizungsnotschalter oder die entsprechende Haussicherung stromlos schalten.
6 Umweltschutz und Entsorgung
Der Umweltschutz ist ein Unternehmensgrundsatz der Bosch-Gruppe. Qualität der Produkte, Wirtschaftlichkeit und Umweltschutz sind für uns gleichrangige Ziele. Gesetze und Vorschriften zum Umweltschutz werden strikt eingehalten.
Zum Schutz der Umwelt setzen wir unter Berücksichtigung wirtschaftlicher Gesichtspunkte bestmögliche Technik und Materialien ein.
Verpackung
Bei der Verpackung sind wir an den länderspezifischen Verwertungssystemen beteiligt, die ein optimales Recycling gewährleisten.
Alle verwendeten Verpackungsmaterialien sind umweltverträglich und wiederverwertbar.
Altgerät
Altgeräte enthalten Wertstoffe, die wiederverwertet werden können. Die Baugruppen sind leicht zu trennen. Kunststoffe sind gekennzeichnet. Somit können die verschiedenen Baugruppen sortiert und wiederverwertet oder entsorgt werden.
7 Inspektion und Wartung
HINWEIS:
Sachschaden durch fehlende oder mangelhafte Reinigung und Wartung!
Heizungsanlage einmal jährlich von einem zugelassenen Heizungsfachbetrieb inspizieren, warten und reinigen lassen.
▶ Wir empfehlen, einen Vertrag über eine jährliche Inspektion und eine bedarfsorientierte Wartung abzuschließen.
7.1 Warum ist regelmäßige Wartung wichtig?
Aus den folgenden Gründen müssen Heizungsanlagen regelmäßig gewartet werden:
- Um einen hohen Wirkungsgrad zu erhalten und die Heizungsanlage sparsam (niedriger Brennstoffverbrauch) zu betreiben
- Um eine hohe Betriebssicherheit zu erreichen
- Um die umweltfreundliche Verbrennung auf hohem Niveau zu halten.
7.2 Reinigung und Pflege
Um den Heizkessel zu säubern, kann die Verkleidung mit einem nassen Tuch (Wasser/Seife) gereinigt werden. In jedem Fall keine scheuernden oder aggressiven Reinigungsmittel, die die Lackierung oder Kunststoffteile beschädigen, verwenden.
8 Energiesparhinweise
Sparsam heizen
Das Gerät ist für einen niedrigen Energieverbrauch und eine geringe Umweltbelastung bei gleichzeitig großer Behaglichkeit konstruiert. Entsprechend dem Wärmebedarf der Wohnung wird die Brennstoffzufuhr zum Brenner geregelt. Wenn der Wärmebedarf geringer wird, arbeitet das Gerät mit kleiner Flamme weiter. Fachleute nennen diesen Vorgang Stetigregelung. Durch die Stetigregelung werden die Temperaturschwankungen gering und die Wärmeverteilung in den Räumen gleichmäßig. So kann es vorkommen, dass das Gerät längere Zeit in Betrieb ist, aber dennoch weniger Brennstoff verbraucht als ein Gerät, das ständig ein- und ausschaltet.
Heizungsregelung
In Deutschland ist nach § 12 der Energieeinsparverordnung (EnEV) eine Heizungsregelung mit raumtemperaturgeführtem Regler oder außentemperaturgeführtem Regler und Thermostatventilen vorgeschrieben. Weiterführende Hinweise können Sie der Installations- und Bedienungsanleitung des Heizungsreglers entnehmen.
Thermostatventile
Um die gewünschte Raumtemperatur zu erreichen, öffnen Sie die Thermostatventile ganz. Wenn die Temperatur nach längerer Zeit nicht erreicht wird, erhöhen Sie die gewünschte Raumtemperatur am Regler.
Fußbodenheizung
Stellen Sie die Vorlauftemperatur nicht höher ein, als die vom Hersteller empfohlene maximale Vorlauftemperatur.
Lüften
Drehen Sie während des Lüftens die Thermostatventile zu und öffnen Sie für kurze Zeit die Fenster ganz. Lassen Sie zum Lüften die Fenster nicht gekippt. Sonst wird dem Raum ständig Wärme entzogen, ohne die Raumluft nennenswert zu verbessern.
Warmwasser
Wählen Sie die Warmwassertemperatur immer so niedrig wie möglich. Eine niedrige Einstellung am Temperaturregler bedeutet große Energieeinsparung.
Außerdem führen hohe Warmwassertemperaturen zu verstärkter Verkalkung und beeinträchtigen damit die Funktion des Gerätes (z. B. längere Aufheizzeiten oder geringere Auslaufmenge).
Zirkulationspumpe
Stellen Sie eine eventuell vorhandene Zirkulationspumpe für Warmwasser über ein Zeitprogramm auf Ihre individuellen Bedürfnisse ein (z. B. morgens, mittags, abends).
9 Betriebs- und Störungsanzeigen
9.1 Störungsanzeigen an der Bedieneinheit
Die Bedieneinheit meldet eine Störung in der Standardanzeige.
Die Ursache kann eine Störung der Bedieneinheit, eines Bauteils, einer Baugruppe des Wärmeerzeugers oder eine fehlerhafte oder unzulässige Einstellung sein. Zugehörige Anleitungen des betroffenen Bauteils, der Baugruppe oder und das Servicehandbuch enthalten weitere Hinweise zur Störungsbehebung.
▶ Zurück-Taste drücken.
Im Display erscheint ein Pop-up-Fenster, in dem die aktuell schwerwiegendste Störung mit Störungs-Code und Zusatz-Code angezeigt wird.

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Störungsanzeige A11/6004 Es liegt eine Störung innerhalb der Heizungsanlage vor. Bitte informieren Sie Ihre Heizungsfirma. OK 6 720 645 481-55.10Bild 16 Pop-up-Fenster mit Störungsanzeige
Bei mehreren aufgetretenen Störungen wird die Störung mit der höchsten Priorität angezeigt. Störungs-Code und Zusatz-Code werden angezeigt. Die Codes geben dem Fachmann Aufschluss über die Ursache. Durch Bestätigung (Auswahlknopf drücken) einer Störung wird zur Standardanzeige gewechselt. In der Infozeile wird weiterhin ein Hinweis auf die Störung angezeigt. Wenn die Störung noch aktiv ist, wird sie durch Drücken der Zurück-Taste wieder angezeigt. Die Ursache kann eine Störung der Bedieneinheit, eines Bauteils, einer Baugruppe oder des Wärmeerzeugers sein. Die Anlage bleibt soweit möglich in Betrieb, d. h. es kann noch weiter geheizt werden.
i
Nur Originalersatzteile verwenden. Schäden, die durch nicht vom Hersteller gelieferte Ersatzteile entstehen, sind von der Haftung ausgeschlossen.
Wenn sich eine Störung nicht beheben lässt, bitte an den zuständigen Servicetechniker wenden.
9.2 Verriegelnde Störung zurücksetzen
Bei einer verriegelnden Störung blinkt die Status LED ( Bild 2, [12], Seite 6).
▶ Taste Reset an der MX25 drücken (→ Bild 2, [11], Seite 6). Bei erfolgreicher Behebung wird die Störung nicht mehr im Display angezeigt.
Wenn sich eine Störung nicht beseitigen lässt:
- Kontakt mit einem zugelassenen Heizungsfachbetrieb aufnehmen und den Gerätetyp, den Betriebs-Code und den Zusatz-Code angeben.
Gerätedaten
Wenn Sie den Kundendienst anfordern, ist es von Vorteil, genauere Angaben über Ihr Gerät zu machen.
Diese Angaben erhalten Sie vom Typschild oder vom Zusatztypschild in der Blende.
Olio Condens 8000 F (z. B. OC8000F 19):
Seriennummer: ....
Fertigungsdatum (FD ...): ....
Datum der Inbetriebnahme: ....
Ersteller der Anlage: ....
9.3 Betriebsanzeigen
Um die Betriebsanzeigen auszulesen:
▶ Menü Info öffnen.
▶ Menü Systeminformation auswählen und bestätigen.
▶ Menüpunkt Betriebscode suchen.
| Betriebs-Code | Fehler-nummer | Ursache Beschreibung Prüfvorgang/ | Ursache | Maßnahme | |
| OA – Gerät im | Schaltoptimierungsprogramm. | Innerhalb der eingestellten Schaltoptimierungszeit besteht eine erneute Brenneranforderung. Gerät befindet sich in Taktspere. Die Standard-Schaltoptimierungszeit beträgt 10 Minuten. | Leistungseinstellung an der Bedieneinheit prüfen. | Kesselleistung auf den erforderlichen Wärmebedarf des Gebäudes abstimmen. | |
| Regelungseinstellung an der Bedieneinheit prüfen. | Regeleinstellung an die Anlagenbedingungen anpassen. | ||||
| OH – Das Gerät befindet sich in | Betriebsbereitschaft, kein Wärmebedarf vorhanden. | Der Heizkessel ist betriebsbereit und hat keine Wärme-anforderung vom Heizkreis. | - | - | |
| OY – Die aktuelle Kesseltemperatur ist höher als die Sollkesselwassertemperatur. | Die aktuelle Kesseltemperatur ist höher als die Sollkesselwassertemperatur.Der Heizkessel wird abgeschaltet. | - | - | ||
| OP – Warten auf Gebläseanlauf. | Die Detektion des Anlaufs wird für den weiteren Ablauf benötigt. | - | - | ||
| OE – Das Gerät befindet sich in | Betriebsbereitschaft, Wärmebedarf ist vorhanden, es wird jedoch zu viel Energie geliefert. | Der aktuelle Wärmebedarf der Anlage ist niedriger als der minimale Modulationsgrad des Brenners zur Verfügung stellt. | - | - | |
| OU – Beginn des Programmablaufs zum Brennerstart. | - | - | - | ||
| OC – Beginn Brennerstart. - - - | |||||
| OF – Ungenügender Durchfluss durch Kessel. | Temperaturdifferenzzwischen Vor- und Rücklauf > 15 K.Temperaturdifferenzzwischen Vorlauf und Sicherheitstemperaturfühler > 15 K. | Vorlauftemperatur mit der Bedieneinheit kontrollieren,Rücklauftemperatur mit Bedieneinheit oder Service Key kontrollieren,Widerstand des Kesseltemperaturfühlers (STB) messen und mit Kennlinie vergleichen. | Einstellung der Kesselkreispumpe anpassen.Oberflächentemperatur des mit dem Sicherheitstemperaturfühler bestückten Gussglieds mit Temperaturnessgerät überprüfen.Kontrollieren, ob ein Gussglied mit Schmutz verstopft ist. | ||
| 2P 564 | TemperaturanstiegKesseltemperaturfühler zu schnell (> 70 K/min). | Wärmetauscherschutz wegen zu hoher Anstiegsgeschwindigkeit. | Keine oder zu geringe Wärmeabnahme (z. B. Thermostatventile und -mischer geschlossen). | Ausreichende Wärmeabnahme sicherstellen. | |
| Kesselkreis-Volumenstrom zu gering. | Ausreichend dimensionierte Pumpen verbauen. | ||||
| Pumpe ohne Funktion. | Prüfen, ob Pumpe angesteuert wird. Gegebenenfalls Pumpe austauschen. | ||||
| Wasserseitige Ablagerungen im Kessel (Schmutz aus Heizungsanlage, Verkalkung). | Kesselblock mit für Edelstahl und Stahl geeigneten und freigegebenen Mitteln heizwasserseitig spülen/reinigen. | ||||
| 8Y 572 | Das MX25 ist über die Anschlussklemme EV extern verriegelt. | Das MX25 setzt die Wärme-anforderung zum Feuerungsautomaten auf 0. | - Wenn keine externe | Blockierung benötigt wird,muss eine Brücke an den Anschlussklemmen EV installiert sein. | |
Tab. 5 Betriebsanzeigen
10 Kurzbedienungsanleitung
Heizkessel ein- oder ausschalten
▶ Heizkessel am Hauptschalter [1] ein- oder ausschalten.

Bild 17 Hauptschalter
[1] Hauptschalter
Heizbetrieb ein- oder ausschalten
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Heizung auswählen und bestätigen.
▶ Ein oder Aus auswählen und bestätigen.

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Wärmeerzeuger Notbetrieb aktivieren Vorlauftemp. Notbetrieb 60°C Heizung Ein Heizung max. Temperatur 90°C Warmwasser Ein 0010005615-001Bild 18 Menü Wärmeerzeuger- Heizung
Warmwasserbereitung ein- oder ausschalten
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Warmwasser auswählen und bestätigen.
▶ Ein oder Aus auswählen und bestätigen.

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Wärmeerzeuger Notbetrieb aktivieren Vorlauftemp. Notbetrieb 60°C Heizung Ein Heizung max. Temperatur 75°C Warmwasser Ein 0010005620-001Bild 19 Warmwasserbereitung einschalten
Regelsystem (Zubehör) einstellen
Siehe Bedienungsanleitung des Regelsystems.
Maximale Vorlauftemperatur einstellen
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Heizung max. Temperatur auswählen und bestätigen.

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Wärmeerzeuger Notbetrieb aktivieren Vorlauftemp. Notbetrieb 60°C Heizung Ein Heizung max. Temperatur 75°C Warmwasser Ein 0010005618-001Bild 20 Maximale Vorlauftemperatur
▶ Temperatur einstellen und bestätigen.

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> Heizung max. Temperatur 75 °C 30 90 Maximale Vorlauftemperatur eingeben. 0010005618-001Bild 21 Maximale Vorlauftemperatur einstellen
Maximale Warmwassertemperatur einstellen
▶ Hauptmenü öffnen.
▶ Menü Wärmeerzeuger auswählen und bestätigen.
▶ Warmwasser max. Temperatur auswählen und bestätigen.

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Wärmeerzeuger Vorlauftemp. Notbetrieb | 60°C Heizung | Ein Heizung max. Temperatur | 75°C Warmwasser | Ein Warmwasser max. Temp. | 60°C 0010005621-001Bild 22 Maximale Warmwassertemperatur
▶ Temperatur einstellen und bestätigen.

text_image
> Warmwasser max. Temp. 65 °C 60 80 Maximale Warmwassertemperatur eingeben. 0010005622-001Bild 23 Maximale Warmwassertemperatur einstellen
Manuellen Sommerbetrieb einstellen
Um den manuellen Sommerbetrieb zu aktivieren, im Hauptmenü > Heizung > Sommer/Winter-Umschalt. unter dem Menüpunkt Sommer/Winter-Umschalt. die Einstellung Ständig Sommer auswählen und bestätigen.
Im Sommerbetrieb ist die Heizung ausgeschaltet und die Warmwasserbereitung aktiv.
Frostschutz einstellen
▶ Maximale Vorlauftemperatur auf 30 °C einstellen.
Stichwortverzeichnis
A
Altgerät.... 11
Angaben zum Produkt
Produktdaten zum Energieverbrauch 6
Ausschalten
Heizbetrieb 9,15
Heizung....9
Manueller Sommerbetrieb 16
Warmwasserbereitung....10, 15
Außerbetriebnahme.... 11
Auswahlknopf....8
B
Bedienelemente 8
Beleuchtung 8
Bestimmungsgemäße Verwendung. 4
Betriebsanzeigen 14
Brennstoffe....4
D
Desinfektion, thermisch.... 11
E
Einschalten
Heizbetrieb 9, 15
Heizung 9,15
Manueller Sommerbetrieb 16
Warmwasserbereitung....10, 15
Elektroarbeiten....3
Energiesparhinweise 12
Entsorgung 11
F
Frostschutz 16
G
Gerät einschalten 9, 15
Gerätedaten 13
H
Handbetrieb.... 10
Hauptabsperrhahn....7
Heizbetrieb ein- oder ausschalten.... 15
Heizkessel einschalten.... 9, 15
|
Inbetriebnahme 7
L
Legionellen 11
M
Manuellen Sommerbetrieb einstellen 16
Maximale Warmwassertemperatur....10, 15
N
Notbetrieb.... 10
Notfall 11
P
Produktbeschreibung. 5
Produktdaten zum Energieverbrauch 6
R
Reset 13
s
Sommerbetrieb einstellen 16
Statusanzeige 8
Störungen 13
anzeigen.... 13
beheben.... 13
zurücksetzen 13
Störungs-Codes 13
Symbole im Display.... 8
T
Tasten 8
Thermische Desinfektion 11
U
Umbau 3
Umweltschutz 11
V
Verpackung 11
Verriegelnde Störungen zurücksetzen. 13
W
Warmwasserbereitung ein- oder ausschalten 10, 15
Warmwassertemperatur (maximal).... 10, 15


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