DP4122 - Geschwindigkeitsregler IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG DP4122 IFM
Betriebsanleitung
Drehzahlwächter
DP4122
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät 4
2 Sicherheitshinweise 5
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
4 Funktion 7
4.1 Betriebsarten....7
4.2 Anwendung als IO-Link-Gerät 7
4.2.1 Allgemeine Informationen 7
4.2.2 Applikationsbeispiel.... 8
4.2.3 IO Device Description (IODD) 8
4.3 Standard-IO-Beschaltung 8
4.4 Funktionsdiagramme.... 9
4.4.1 Single Point Mode....9
4.4.2 Window Mode 10
4.4.3 Two Point Mode 11
4.4.4 Deactivated Mode 11
4.4.5 Standard IO Mode.... 12
4.4.6 Schaltverzögerung 12
4.4.7 Rückschaltverzögerung.... 12
4.5 Anlaufüberbrückung (Delay) 13
5 Montage 14
6 Elektrischer Anschluss 15
6.1 Eingangsseite 15
6.2 Gerät anschließen.... 15
6.2.1 Steckverbinder montieren 16
6.2.1.1 Maximale Leitungslänge 16
7 Bedien- und Anzeigeelemente 17
7.1 LEDs.... 17
7.2 Anzeige.... 17
8 Menü.... 18
8.1 Allgemeines 18
8.2 Über IO-Link einstellbare Parameter 18
8.2.1 C.uni – kundenspezifische Einheit. 18
8.2.2 FLASH_ON — Blinken der Anzeige aktivieren.... 18
8.2.3 FLASH_OFF — Blinken der Anzeige deaktivieren 18
8.2.4 SSC-Counter – Schaltzähler 18
8.2.5 internal_temperature — Betriebstemperatur Mikrocontroller 18
8.2.6 operation_hours - Betriebsstunden 18
8.2.7 Anwendungsspezifischer Tag 18
8.2.8 Location Tag 18
8.2.9 Function Tag.... 19
8.2.10 ModE – Schaltpunkt-Modus 19
8.2.11 LoGc — Schaltpunkt-Logik. 19
8.2.12 SP1 – Schaltpunkt 1.... 19
8.2.13 SP2 – Schaltpunkt 2.... 19
8.2.14 HyS – Schaltpunkte Hysterese 19
8.2.15 dS – Schaltverzögerung 19
8.2.16 dr — Rückschaltverzögerung 20
8.2.17 P-n — Ausgangskonfiguration 20
8.2.18 Lo/Hi — untere / obere Eingangsmesswerte 20
8.2.19 dSt — Startup Verzögerungszeit 20
8.2.20 ScAL – Dezimalpunkt setzen 20
8.2.21 C. FEP – kundenspezifischer Nutzer-Endpunkt für Frequenz 20
8.2.22 PrSC – Vorteiler 21
8.2.23 coLr - Displayfarben und Farbwechsel.... 21
8.2.24 cFH/cFL — oberer / unterer Wert bei Farbwechsel 22
8.2.25 diS.b — Display Power On.... 22
8.2.26 diS. U – Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes 22
9 Betrieb 23
10 Fehlerbehebung 24
11 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 25
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Sicherheitssymbol auf dem Gerät

Sicherheitssymbol auf dem Gerät:
▶ Für den sicheren Betrieb des Geräts die Betriebsanleitung beachten.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Programmierung, Konfiguration, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur für die jeweilige Tätigkeit ausgebildetes, autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- ▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
• Mitgeltende Dokumente beachten.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät ist ein Impulsauswertesystem. Es überwacht rotierende, lineare, pendelnde oder schwingende Bewegungen.
Es nimmt dazu Impulse eines externen Gebers auf und verarbeitet die Impulsperiodendauer zur Eingangsfrequenz. Dieser Wert wird mit den eingestellten Schaltpunkten verglichen; die Ausgänge schalten gemäß den eingestellten Parametern.

Abb. 1: Beispiel: Drehzahlüberwachung einer Antriebswelle an einem Förderband
1: Förderband
2: Impulsgeber an der Antriebswelle
3: DP4122
4: Transistorausgang (z. B. zum Ansteuern von Leuchtmelder, Hupe oder Relais)
5: Transistorausgang / IO-Link
6: Meldungen entsprechend der gewählten Schaltfunktion
Das Gerät ist für nasse Umgebung geeignet. Hinweise in den Kapiteln „Montage“ und „Elektrischer Anschluss“ beachten.

Das Gerät ist nicht für Umgebungen mit besonderen Anforderungen an mechanische Stabilität (z. B. Schock/Vibration) geeignet.
Das Gerät ist nur für die Nutzung im Innenbereich bestimmt.
▶ Einsatzbedingungen beachten (→ Technische Daten auf www.ifm.com).
4 Funktion
Das Gerät zeigt je nach Betriebsart die aktuelle Frequenz in Hz oder die Drehzahl in RPM in einem Display an. Es erzeugt Ausgangssignale entsprechend der Betriebsart und der Parametrierung. Zusätzlich stellt es die Prozessdaten über IO-Link zur Verfügung (in Abhängigkeit von der Betriebsart in Hz oder in RPM).
Das Gerät ist ausgelegt für Halbduplex-Kommunikation. Dadurch stehen folgende Möglichkeiten zur Verfügung:
- Fernanzeige: Aktuelle Frequenz/Drehzahl auslesen und anzeigen
- Fernparametrierung: Aktuelle Parametereinstellung auslesen und verändern
• IO-Link-Parametrierung: IO Device Description (IODD) (→ 8)
4.1 Betriebsarten
Folgende Betriebsarten stehen zur Verfügung:
| Betriebsart 1: HZ_M (Default) | |
| Beschreibung | Anzeige der Frequenz in Hz |
| Anwendung | Standardanwendungen mit Frequenzmessung in Hz |
| Bezeichnung IODD | DP4122 Factory setting / (CMPT=HZ_M) |
| IO-Link Geräte-ID | 1167 d / 00 04 8f h |
| IO-Link-Parameter CMPT | HZ_M (Default) |
| Betriebsart 2: rpnM | |
| Beschreibung | Anzeige der Frequenz in Umdrehungen pro Minute (RPM) |
| Anwendung | Umgerechnete Werte in RPM |
| Bezeichnung IODD | DP4122_Status_B / (CMPT=rpnM) |
| IO-Link Geräte-ID | 1294 d / 00 05 0e h |
| IO-Link-Parameter CMPT | rpnM |

In der Betriebsart 2 erfolgt die Anzeige im Display des Geräts immer in kRPM.

Wahl der Betriebsart über IO-Link-Schnittstelle:
▷ siehe Dokument "Ergänzung zur Bedienungsanleitung: Wahl der Betriebsart mittels IO-Link-Schnittstelle" unter www.ifm.com

Beim Wechsel der Betriebsart werden die Parameter des Geräts mit Ausnahme von CMPT auf die Werkseinstellungen zurückgesetzt.
4.2 Anwendung als IO-Link-Gerät
4.2.1 Allgemeine Informationen
Das Gerät verfügt über eine IO-Link-Kommunikationsschnittstelle, die für die Zusammenarbeit eine IO-Link fähige Baugruppe (IO-Link-Master) voraussetzt.
Die IO-Link-Schnittstelle ermöglicht den direkten Zugriff auf die Prozess- und Diagnosedaten und bietet die Möglichkeit, die Parameter des Gerätes während des Betriebs einzustellen.
Weitere Informationen über IO-Link und alle notwendigen Informationen über die erforderliche IO-Link-Hardware und Software finden Sie unter:
www.io-link.ifm
4.2.2 Applikationsbeispiel

Abb. 2: Applikationsbeispiel mit IO-Link-Master
1: Förderband und Impulsgeber 2: DP4122
3: Vollständige bidirektionale IO-Link-Kommunikation 4: IO-Link-Master
- Fernparametrierung: Parametereinstellung lesen und ändern
5: Feldbus (z. B. Profibus, Profinet, etc.) 6: SPS
4.2.3 IO Device Description (IODD)
Die zur Konfiguration des IO-Link-Gerätes notwendigen IODDs sowie detaillierte Informationen über Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen und Parameteradressen finden Sie unter documentation.ifm.com
4.3 Standard-IO-Beschaltung
Schaltpunkte (Standard-IO-Modus) können auch in Kombination mit den Standard-Eingängen einer SPS verwendet werden. OUT1 und OUT2 können auf Digitaleingänge geschaltet werden (z. B. Standard-Eingangsmodule). OUT1 und OUT2 können über zwei Digitaleingänge ausgewertet werden und eine Fensterfunktion realisieren.
Die Spannungsversorgung (Pin 1 und 3) kann aus den Eingangsmodulen erfolgen. Pin 1 und 3 sind bei Standard-Eingangsmodulen mit der Spannungsversorgung belegt ( → Elektrischer Anschluss).

Abb. 3: Applikationsbeispiel mit Feldbussystem (z. B. AS-i)
1: Förderband und Impulsgeber
3: Digitalausgänge
5: Feldbus (z. B. Profibus, Profinet, etc.)
2: DP4122
4: Digitales Feldbusmodul
6: SPS
4.4 Funktionsdiagramme
4.4.1 Single Point Mode

Abb. 4: Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)
SP1: Überdrehzahl: Rückschaltpunkt / Unterdrehzahl: Schaltpunkt
SP1+H: Überdrehzahl: Schaltpunkt / Unterdrehzahl: Rückschaltpunkt
Das Unterschreiten einer eingestellten Drehzahl wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

Abb. 5: Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)
SP1: Überdrehzahl: Rückschaltpunkt / Unterdrehzahl: Schaltpunkt
SP1+H: Überdrehzahl: Schaltpunkt / Unterdrehzahl: Rückschaltpunkt
Das Unterschreiten einer eingestellten Drehzahl wird durch das Schaltsignal als geschlossen gemeldet.

1: Bereitschaftsverzögerung
3: Schließer
2: Anlaufüberbrückung
4: Öffner
4.4.2 Window Mode

Abb. 6: Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)
SP1: Einschaltpunkt Fenster
SP1+H: Ausschaltpunkt
SP2: Einschaltpunkt Fenster
SP2-H: Ausschaltpunkt
Das Verlassen des eingestellten Drehzahlbereichs wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

Abb. 7: Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)
SP1: Ausschaltpunkt Fenster
SP1+H: Einschaltpunkt
SP2: Ausschaltpunkt Fenster
SP2-H: Einschaltpunkt
Das Verlassen des eingestellten Drehzahlbereichs wird durch das Schaltsignal als geschlossen gemeldet.

1: Bereitschaftsverzögerung
3: Schließer
2: Anlaufüberbrückung
4: Öffner
4.4.3 Two Point Mode

Abb. 8: Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active)
SP1: Überdrehzahl: Schaltpunkt / Unterdrehzahl: Rückschaltpunkt
SP2: Überdrehzahl: Rückschaltpunkt / Unterdrehzahl: Schaltpunkt
Das Unterschreiten einer eingestellten Drehzahl wird durch das Schaltsignal als offen gemeldet.

Abb. 9: Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)
SP1: Überdrehzahl: Schaltpunkt / Unterdrehzahl: Rückschaltpunkt
SP2: Überdrehzahl: Rückschaltpunkt / Unterdrehzahl: Schaltpunkt
Das Unterschreiten einer eingestellten Drehzahl wird durch das Schaltsignal als geschlossen gemeldet.
4.4.4 Deactivated Mode
Schließer (IO-Link-Parameter LoGc: no / high active) Das Schaltsignal wird immer als offen gemeldet.
Öffner (IO-Link-Parameter LoGc: nc / low active)
Das Schaltsignal wird immer als geschlossen gemeldet.
4.4.5 Standard IO Mode
Die gelben LEDs zeigen den Schaltzustand des Geräts an.
Schaltfunktion Schließer:
| Transistorausgang | LED gelb | Beschreibung |
| geschlossen | ein | Drehzahl > SP1 und während Anlauf-überbrückung |
| offen | aus | Drehzahl < SP2 |
Schaltfunktion Öffner:
| Transistorausgang | LED gelb | Beschreibung |
| geschlossen | ein | Drehzahl < SP2 |
| offen | aus | Drehzahl > SP1 und während Anlauf-überbrückung |
4.4.6 Schaltverzögerung
Die Schaltverzögerung ermöglicht das Filtern von Eingangssignalen. Die Schaltverzögerung wird durch eine positive Schaltflanke des Eingangssignals aktiviert bzw. neu gestartet. Nur wenn das Eingangssignal nach Ablauf der Verzögerungszeit weiterhin aktiv ist, wird der Ausgang in den aktiven Schaltzustand versetzt. Impulse, die kürzer sind als die Schaltverzögerung, werden gefiltert.

4.4.7 Rückschaltverzögerung
Die Rückschaltverzögerung ermöglicht das Filtern von Eingangssignalen. Die Rückschaltverzögerung wird durch eine negative Schaltflanke des Eingangssignals aktiviert bzw. neu gestartet. Nur wenn das Eingangssignal nach Ablauf der Verzögerungszeit weiterhin inaktiv ist, wird der Ausgang in den inaktiven Schaltzustand versetzt. Impulspausen, die kürzer sind als die Rückschaltverzögerung, werden gefiltert.

4.5 Anlaufüberbrückung (Delay)
Die Anlaufüberbrückung ermöglicht das Unterdrücken von Fehlermeldungen beim Hochfahren einer Anlage. Sie ist nach Anlegen der Spannungsversorgung wirksam und von einer niedrigen Drehzahl abhängig.
Wird der Antrieb häufig ein- und ausgeschaltet, ist es sinnvoll die Spannungsversorgungen von Antrieb und Drehzahlwächter zu koppeln. Dadurch ist die Anlaufüberbrückung bei jedem Anlaufen der Anlage wirksam.
Ist ein gekoppelter Anschluss der Spannungsversorgungen nicht möglich, kann über IO-Link im Prozessdatum oder im SIO über ENABLE (Pin 2) ein Starttriggerpunkt gesetzt werden. Als Starttriggerpunkt dient die positive Schaltflanke des entsprechenden Signals. Zusätzlich kann das System selbst hochstarten; nach dem Detektieren der ersten Impulse wird der Delay-Timer gestartet (Wert: 0...999,9 s in 0,1 Sekundenschritten).
5 Montage
ACHTUNG
Höhere Schlagbeanspruchung > IK06
▷ Beschädigung möglich
▷ Schutzart und bei nasser Umgebung elektrische Sicherheit möglicherweise beeinträchtigt
▶ Der Systemersteller muss abhängig von den Anforderungen seiner Applikation das Gerät gegebenenfalls durch externe Maßnahmen schützen.
▶ Beschädigte Geräte austauschen, da anderenfalls die technischen Daten und die Sicherheit beeinträchtigt werden.
Die IP-Schutzart des Gesamtsystems hängt ab von den Schutzarten der einzelnen Geräte, der genutzten Verbindungselemente und der zugehörigen Verschlusskappen.
ACHTUNG
Keine Schutzart / kein Schutz der Kontakte ohne montierte Stecker / Verschlusskappen.
▷ Unzulässige Verschmutzung / Feuchte möglich.
▷ Trennung der Stromkreise / Sicherheit möglicherweise beeinträchtigt.
▷ Vor der Montage / bei Gerätetausch Verschmutzungsgrad 2 einhalten.
▶ Trennung / Sicherheit gewährleistet.
▶ M12-Steckverbindungen des Geräts anschließen (→ Elektrischer Anschluss).
▶ Gerät so montieren, dass M12-Anschlussteile und Gerät vor mechanischen Belastungen wie Schock und Vibration geschützt sind.
▶ Wenn nötig, Gerät mit Kabelbindern befestigen.

Für alle Befestigungsarten gilt:
Die Einhaltung der Anforderungen an die Gerätebefestigung in der Applikation bezüglich Schock, Vibration, Beschleunigung und Gewicht liegt in der Verantwortung des Systemerstellers.
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

VORSICHT
Einsatz in nasser Umgebung
▷ Elektrischer Schlag möglich.
▶ Spannungs-Derating erforderlich ( → Technische Daten).
Die Stromkreise der Eingangs- und Ausgangsseite sind untereinander und zu berührbaren Oberflächen des Geräts isoliert mit Basisisolierung nach IEC 61010-1 (Sekundärstromkreis mit max. 32 V DC, abgeleitet von Netzstromkreis bis 300 V der Überspannungskategorie II).
Die externe Verdrahtung muss die jeweils erforderliche Trennung zu anderen Stromkreisen sicherstellen.
6.1 Eingangsseite
Betriebsspannung (SELV/PELV)

VORSICHT
Eingangsstrom der Betriebsspannung ist nicht begrenzt.
▷ Kein Brandschutz.
▶ Stromkreis absichern.
▶ Sensorversorgung über dieselbe Sicherung absichern.
| Potenzial | M12 Stecker 1 | Sicherung |
| L+ / Versorgungsspannung | Pin 1 | ≤ 2 A |
Erforderliche Auslösecharakteristik der Sicherung:
Tfuse ≤ 120 s bei max. 6,25 A (Brandschutz)
▶ Alternativ das Gerät aus einem Limited-Energy-Stromkreis nach IEC 61010-1 oder Class 2 nach UL 1310 versorgen.

Reaktion der Ausgänge auf Überlast oder Kurzschluss:
Zum Eigenschutz des Ausgangs bei zu hoher thermischer Belastung (durch Kurzschluss oder Überlast) beginnt der Ausgangstreiber zu takten. Bei andauerndem Kurzschluss / Überlast über mehrere Stunden kann der Treiber beschädigt werden!
6.2 Gerät anschließen
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

Abb. 10: Elektrischer Anschluss
1: 4-poliger M12-Stecker
• Pin 1: L+ / Versorgungsspannung
• Pin 2: OUT2 / Digitalausgang 2
• Pin 3: L- / Versorgungsspannung
• Pin 4: OUT1 / IO-Link (C/Q)
2: 5-polige M12-Buchse
- Pin 1: L+
- Pin 3: L-
• Pin 4: IN1 / Digitaleingang 1 - Pin 5: nicht belegt
- Pin 2: ENABLE zur Anlaufüberbrückung im SIO-Mode
An der 5-poligen M12-Buchse ② darf keine Fremdeinspeisung in das Gerät erfolgen.
Andere Geräte immer über dafür vorgesehene Anschlussleitungen verbinden.
Siehe auch Anwendungsbeispiele ( → Bestimmungsgemäße Verwendung)
6.2.1 Steckverbinder montieren
Die Gewindeanschlüsse im Gerät entsprechen dem M12-Standard. Für die Einhaltung der spezifizierten Schutzart dürfen nur Kabel verwendet werden, die diesem Standard entsprechen. Bei selbst konfektionierten Kabeln ist der Systemersteller für die Schutzart verantwortlich.
▶ Steckverbindungen mit vergoldeten Kontakten verwenden.
▶ Steckverbindungen bei der Montage senkrecht aufsetzen, damit die Überwurfmutter nicht das Gewinde beschädigt.
▶ Kodierung der Steckverbindungen bei der Montage beachten.
Wenn Stecker im Gerät:
▶ Kabelbuchsen nach den Drehmoment-Angaben des Kabelherstellers verschrauben. Maximal zulässiges Drehmoment: 1,8 Nm
Wenn Buchsen im Gerät:
▶ Kabelstecker mit 1,3 ± 0,1 Nm verschrauben.
▶ Alle abgehenden Kabel nach maximal 200 mm mit einer geeigneten Zugentlastung versehen. Minimalen Biegeradius der Kabel beachten (→ Angaben der Kabelhersteller).
6.2.1.1 Maximale Leitungslänge
• Ohne IO-Link-Kommunikation: auf jeder Seite 30 m
• Mit IO-Link-Kommunikation: auf der Masterseite 20 m
7 Bedien- und Anzeigeelemente

1: LED I
2: LED Power
3: LED II
4: Display
7.1 LEDs
| LED | Farbe | Status | Bezeichnung | |
| I | OUT1 | gelb | ein | Ausgang 1 geschaltet. |
| Power | grün | ein | Spannungsversorgung OK. Gerät im Betriebsmodus. | |
| aus | Keine Spannungsversorgung. Gerät ausgeschaltet. | |||
| II | OUT2 | gelb | ein | Ausgang 2 geschaltet. |
Fehlersignale und Diagnose: Fehlerbehebung
7.2 Anzeige
| Farbe | Bezeichnung |
| rot / grün | 7-Segment LED-Display, 4-stellig, mit Farbwechsel |
Fehlersignale und Diagnose: Fehlerbehebung
Im Betriebsmodus wird die Eingangsfrequenz angezeigt. Die Skalierung des Anzeigewertes erfolgt in der Grundeinstellung automatisch.

Betriebsart 1:
Die manuelle Skalierung über den Parameter [C. FEP] wird durch den Parameter [ScAL] aktiviert.

Manuelle Skalierung:
Beschränkung der Anzeige auf eine Schrittweite von 1 Hz.

Betriebsart 2:
Prozess- oder Parameterwerte mit mehr als 4 Stellen können auf dem Display nicht vollständig angezeigt werden.
8 Menü
8.1 Allgemeines
Unabhängig vom Betriebsmodus (Standard-IO-Mode oder IO-Link-Gerät) kann das Gerät über ein IO-Link-Tool parametriert werden.

Das Klonen der Parameter und die Parametereinstellungssicherung ist mit einem IO-Link-Tool möglich.
8.2 Über IO-Link einstellbare Parameter
Die folgenden Funktionen oder Parameter sind nur über IO-Link-Tools verfügbar.
8.2.1 C.uni – kundenspezifische Einheit
Kundenspezifische Einheit mit max. 4 Zeichen.
8.2.2 FLASH_ON — Blinken der Anzeige aktivieren
Dient zur Identifikation eines Geräts. Anzeige blinkt und zeigt [dEVC] auf dem Display an.
8.2.3 FLASH_OFF — Blinken der Anzeige deaktivieren
Deaktiviert das Blinken der Anzeige.
8.2.4 SSC-Counter – Schaltzähler
Zählt die Zustandswechsel von Low auf High der internen Detektion. Zählerstände werden nicht dauerhaft gespeichert.
8.2.5 internal_temperature — Betriebstemperatur Mikrocontroller
Liest die Daten vom internen Temperatursensor des Mikrocontrollers aus.
8.2.6 operation_hours — Betriebsstunden
Zählt nur volle Betriebsstunden. Betriebszeiten unter einer vollen Stunde werden nicht gespeichert. Zählerstände werden dauerhaft gespeichert.
8.2.7 Anwendungsspezifischer Tag
Kundenspezifische Anwendungsbeschreibung, max. 32 Zeichen lang.
Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar
8.2.8 Location Tag
Kundenspezifische Ortskennzeichnung des Geräts, max. 32 Zeichen lang.
Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar
8.2.9 Function Tag
Kundenspezifische Funktionskennzeichnung des Geräts, max. 32 Zeichen lang.
Default-Wert: “ *** ” / vom Kunden frei definierbar
8.2.10 ModE — Schaltpunkt-Modus
Einstellung des Schaltpunkte-Modus.
• Single Point Mode ( → 9)
• Window Mode (→ 10)
- Two Point Mode (→ 11)
- Deactivated Mode (→ 11)
8.2.11 LoGc – Schaltpunkt-Logik
Einstellung der Logik des Schaltpunktes: Funktionsdiagramme (→ 9).
• [High active] = Schalter wird bei Aktivierung geschlossen.
• [Low active] = Schalter wird bei Aktivierung geöffnet.
8.2.12 SP1 — Schaltpunkt 1
Schwelle für den oberen Schaltpunkt.

Im "Single Point Mode" ist SP1 über seinen gesamten Wertebereich einstellbar. Im "Two Point Mode" und "Window Mode" wird die untere Grenze durch SP2 eingeschränkt. Es gilt immer: SP1 > SP2.
8.2.13 SP2 – Schaltpunkt 2
Schwelle für den unteren Schaltpunkt.
Nur in den Schaltpunkt-Modi "Two Point Mode" und "Window Mode" aktiv.

Im "Single Point Mode" wird vorhandene Einstellung von SP2 ignoriert. Beim Wechsel auf "Two Point Mode" oder "Window Mode" wird SP2 automatisch angepasst. Es gilt immer: SP2 < SP1.

SP1 beschränkt den maximalen Einstellwertwert von SP2. Es gilt immer: SP2 < SP1.
8.2.14 HyS – Schaltpunkte Hysterese
Einstellung der Hysterese bezüglich der Schaltpunkte SP1 und SP2: Funktionsdiagramme (→ 9).
Nur in den Schaltpunkt-Modi "Single Point Mode" und "Window Mode" aktiv.
Einstellbereich: 0,5...100 %
Auflösung: 0,1 %
8.2.15 dS – Schaltverzögerung
Verzögerung beim Wechsel des Ausgangs in den aktiven Schaltzustand.
Einstellbereich: 0...99,99 s
Auflösung: 0,01 s
8.2.16 dr – Rückschaltverzögerung
Verzögerung beim Wechsel des Ausgangs in den Ruhezustand.
Einstellbereich: 0...99,99 s
Auflösung: 0,01 s
8.2.17 P-n — Ausgangskonfiguration
• [PnP] = Last an Masse angeschlossen
• [nPn] = Last an VBB angeschlossen
8.2.18 Lo/Hi — untere / obere Eingangsmesswerte
[Lo] = niedrigster Messwert
[Hi] = höchster Messwert
8.2.19 dSt – Startup Verzögerungszeit
Einstellung der Verzögerungszeit zwischen Einschalten / Reset des Geräts und dem Beginn der Drehzahlauswertung.
8.2.20 ScAL – Dezimalpunkt setzen
Betriebsart 1: Betriebsarten
• [OFF] = Anzeige in Hz mit automatischer Kommasetzung.
• [cccc] = Anzeige ohne Nachkommastelle.
• [ccc.c] = Anzeige mit 1 Nachkommastelle.
• [cc.cc] = Anzeige mit 2 Nachkommastellen.
• [c.ccc] = Anzeige mit 3 Nachkommastellen.

Bei einer festen Anzeigemaske ([ScAL] ≠ OFF) wird nur der Dezimalpunkt gesetzt. Eine automatische Skalierung findet nicht statt.
C. FEP – kundenspezifischer Nutzer-Endpunkt für Frequenz (→ 20)

Wird [ScAL] auf [cccc], [ccc.c], [cc.cc] oder [c.ccc] gesetzt, sind Nachkommastellen der frequenzabhängigen Prozess- und Parameterwerte auf der Anzeige nicht mehr darstellbar.
8.2.21 C. FEP — kundenspezifischer Nutzer-Endpunkt für Frequenz
Einstellungen für skalierte Anzeigewerte.
Die Parameter werden nur bei Betriebsart 1 angezeigt und wenn [ScAL] auf [cccc], [ccc.c], [cc.cc] oder [c.ccc] eingestellt ist.

Alle angezeigten Frequenz- / Drehzahlwerte werden auf Basis einer 2-Punkt-Näherung interpoliert.
IO-Link-Prozessdaten und -Parameter werden durch die Skalierung nicht beeinflusst.

U(f) entspricht dem skalierten Wert f entspricht dem Wert in Hz
1: Skalierungsfaktor 2
2: Skalierungsfaktor 1
3: Skalierungsfaktor 0,5
8.2.22 PrSC – Vorteiler
Einstellung der Nockenanzahl. Die Nockenanzahl wird automatisch in den Messwerten berücksichtigt. Nur bei Betriebsart 2 aktiv.
8.2.23 coLr — Displayfarben und Farbwechsel
Zuordnung der Displayfarben "rot" und "grün" innerhalb des Messbereichs.

Abb. 11: Hysteresefunktion mit [r1ou]

Abb. 12: Hysteresefunktion mit [G1ou]
Für s/w Ausdrucke: gn = grün, rd = rot
• [rEd] = kontinuierlich rot (unabhängig vom Messwert).
• [GrEn] = kontinuierlich grün (unabhängig vom Messwert).
• [r1ou] = rot, wenn OUT1 schaltet.
• [G1ou] = grün, wenn OUT1 schaltet.

Abb. 13: Fensterfunktion mit [r1ou]

Abb. 14: Fensterfunktion mit [G1ou]
Für s/w Ausdrucke: gn = grün, rd = rot
[r-cF] = rot, wenn der Messwert zwischen den Werten [cFL] und [cFH] liegt.
[G-cF] = grün, wenn der Messwert zwischen den Werten [cFL] und [cFH] liegt.
8.2.24 cFH/cFL — oberer / unterer Wert bei Farbwechsel
Bei Einstellung von [coLr] auf [r-cF] oder [G-cF]:
▶ [cFH] wählen und oberen Grenzwert einstellen.
Einstellbereich entspricht den Messwerten. Unterster Einstellwert ist [cFL].
▶ [cFL] wählen und unteren Grenzwert einstellen.
Einstellbereich entspricht den Messwerten. Oberster Einstellwert ist [cFH].

Abb. 15: Funktion [r-cF]

Abb. 16: Funktion [G-cF]
Für s/w Ausdrucke: gn = grün, rd = rot
8.2.25 diS.b — Display Power On
• [OFF] = Die Messwertanzeige ist im Betriebsmodus ausgeschaltet.
• [On] = Die Messwertanzeige ist im Betriebsmodus eingeschaltet.
8.2.26 diS. U – Aktualisierungsrate des angezeigten Messwertes
• [d1] = Messwertaktualisierung alle 50 ms.
• [d2] = Messwertaktualisierung alle 200 ms.
• [d3] = Messwertaktualisierung alle 600 ms.

Selbst bei einer instabilen Frequenz bietet [d1] eine optimale Lesbarkeit.
9 Betrieb
Nach dem Einschalten befindet sich das Gerät im Betriebsmodus (SIO). Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und liefert Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.
10 Fehlerbehebung
| Display | LED | Fehler | Fehlerbehebung | ||
| I | Power | II | |||
| OFF | aus | aus | aus | Versorgungsspannung zu niedrig. | Die Versorgungsspannung prüfen / korrigieren:Elektrischer Anschluss |
| SC | blinkt | beliebig | blinkt | Überstrom am Schaltausgang OUTx (siehe LED I/II). | Schaltausgang auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen. Fehler be-seitigen. |
| OL | beliebig | ein | beliebig | Prozesswert zu hoch (gemessene Frequenz > 5000 Hz / > 300000 RPM). | Angeschlossenen Sensor und Wertebereich prüfen. |
| Im Kreis rotie-rendes Seg-ment | beliebig | beliebig | beliebig | Temperatur im Gehäuse übersteigt Grenzwert. | Die Gerätetemperatur prüfen. |
11 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
▶ Reinigung unter Berücksichtigung der technischen Daten (Schutzart) und der verwendeten Anschlusstechnik durchführen.
▶ Reinigungsmittel sind durch den Systemersteller/Betreiber auf ihre Eignung für die Gerätewerkstoffe (→ techn. Daten) und die verwendete Anschlusstechnik zu prüfen.
▶ Die Reinigungsmittel dürfen die Gerätewerkstoffe nicht beschädigen.
▶ Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.