DTI801 - Sensor IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG DTI801 IFM
Betriebsanleitung
DTI801
DTI901
DTI911
DTI921
Schreib-/Lesekopf
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 4
1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4
1.3 Rechtliche Hinweise 4
1.4 Open source information.... 5
2 Sicherheitshinweise 6
2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät 6
2.2 Sicherheitshinweis hochfrequente elektromagnetische Strahlung 6
2.3 Cybersecurity 7
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 8
3.1 Einsatzbereich 8
4 Lieferumfang.... 9
5 Funktion 10
5.1 Geräteübersicht 10
5.2 IO-Link 11
5.2.1 Allgemeine Informationen 11
5.2.2 Gerätespezifische Informationen.... 11
6 Montage 12
6.1 Montagehinweise für Geräte 12
6.2 Montagehinweise für ID-Tags 12
6.3 Vermeiden von Störungen.... 12
6.4 Montagemöglichkeiten 13
6.4.1 Montage mit Befestigungswinkel E80335 13
6.4.2 Montage mit Klemmschale E80336....13
6.4.3 Montage mit Befestigungsstäben E80337 14
6.5 Montageabstände 14
6.6 Positionieren der ID-Tags 15
7 Elektrischer Anschluss 16
7.1 Anschlussbelegung.... 16
7.2 Funktionserde verbinden.... 16
8 Bedien- und Anzeigelemente 17
9 Betrieb 18
9.1 Status-Bits 18
9.2 Betriebsmodus "SINGLE EPC" 19
9.3 Betriebsmodus "READ DATA AUTO" 20
9.4 Betriebsmodus "WRITE DATA AUTO" 21
9.5 Betriebsmodus "EPC REPORT" 23
9.5.1 Beispiel "EPC REPORT" 24
9.6 Betriebsmodus "EPC LIST" 25
9.6.1 Beispiel "EPC LIST" 26
9.7 Betriebsmodus "WRITE EPC" 26
9.7.1 Beispiel "WRITE EPC" 28
9.7.2 Beispiel "WRITE EPC nicht ausgeführt" 28
9.8 Betriebsmodus "READ DATA" 29
9.8.1 Beispiel "READ DATA" 30
9.8.2 Beispiel "READ DATA nicht ausgeführt" 31
9.9 Betriebsmodus "WRITE DATA" 32
9.9.1 Beispiel "WRITE DATA" 33
9.9.2 Beispiel "WRITE DATA nicht ausgeführt" 34
9.10 Betriebsmodus "LOCK DATA" 35
9.11 Fehlerwerte beim Ausführen von Kommandos 36
9.12 Gerätespezifische Parameter 37
9.12.1 Parameter "Datenhaltezeit" 37
9.12.2 Parameter "▶ Adresse für automatisches Lesen/Schreiben" 37
9.12.3 Parameter "Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben" 38
9.12.4 Parameter „ID-Tag Speicherbereich für automatisches Lesen/Schreiben“ ..... 38
9.12.5 Parameter "ID-Tag Zugriffspasswort" 38
9.12.6 Parameter "ID-Tag Selektionsziel" 39
9.12.7 Parameter "ID-Tag Selektionsmaske" 39
9.12.8 Parameter "ID-Tag Selektion Startbit" 39
9.12.9 Parameter "ID-Tag Selektion Länge" 39
9.12.10 Parameter "RSSI-Filter kleinster Wert" 39
9.12.11 Parameter "RSSI-Filter größter Wert" 40
9.12.12 Parameter "RSSI-Filter aktivieren" 40
9.12.13 Parameter „Antennenausgangsleistung für Lesezugriff“ 40
9.12.14 Parameter „Antennenausgangsleistung für Schreibzugriff“ 40
9.12.15 Parameter „ID-Tag Erkennungsmodus“ 40
9.13 ID-Tag 41
9.13.1 ID-Tag-Erkennung....41
9.13.2 ID-Tag-Selektion 41
9.13.3 RSSI-Filter 42
9.13.4 ID-Tag-Daten lesen und schreiben 43
9.13.5 ID-Tag schreibschützen 44
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 45
11 Zulassungen / Normen 46
Glossar 47
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Rechtliche Hinweise
© Alle Rechte bei ifm electronic gmbh. Vervielfältigung und Verwertung dieser Anleitung, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der ifm electronic gmbh.
Alle auf unseren Seiten verwendeten Produktnamen, -Bilder, Unternehmen oder sonstige Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber:
• AS-i ist Eigentum der AS-International Association, (→ www.as-interface.net)
• CAN ist Eigentum der Robert Bosch GmbH, Deutschland (→ www.bosch.de)
• CANopen ist Eigentum der CiA (CAN in Automation e. V.), Deutschland (→ www.can-cia.org)
• CODESYS™ ist Eigentum der CODESYS GmbH, Deutschland (→ www.codesys.com)
- Device
Net™ ist Eigentum der ODVA™ (Open Device
Net Vendor Association), USA (→ www.odva.org) - Ether
Net/IP® ist Eigentum der → ODVA™ - EtherCAT® ist eine eingetragene Marke und patentierte Technologie, lizenziert durch die Beckhoff Automation GmbH, Deutschland
- IO-Link® ist Eigentum der → PROFIBUS Nutzerorganisation e. V., Deutschland (→ www.io-link.com)
- ISOBUS ist Eigentum der AEF – Agricultural Industry Electronics Foundation e. V., Deutschland (→ www.aef-online.org)
- Microsoft® ist Eigentum der Microsoft Corporation, USA (→ www.microsoft.com)
- Modbus® ist Eigentum der Schneider Electric SE, Frankreich (→ www.schneider-electric.com)
- PROFIBUS® ist Eigentum der PROFIBUS Nutzerorganisation e. V., Deutschland (→ www.profibus.com)
- PROFINET® ist Eigentum der → PROFIBUS Nutzerorganisation e. V., Deutschland
- Windows® ist Eigentum der → Microsoft Corporation, USA
1.4 Open source information

Weitere Informationen zur Open source information unter: documentation.ifm.com.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
• Das Produkt in der Originalverpackung lagern.
2.1 Sicherheitssymbole auf dem Gerät
Auf dem Gerät werden die folgenden Symbole verwendet. Die Hinweise beachten, um Gefährdungen zu vermeiden:


• Die elektrische Versorgung muss der IEC 61010-1, Kap. 9.4 – Energiebegrenzte Stromkreise entsprechen.
- Gerät der Schutzklasse III. Betrieb nur an SELV/PELV-Stromkreisen.
2.2 Sicherheitshinweis hochfrequente elektromagnetische Strahlung
Unter anwendungsspezifischen Konditionen kann sich abhängig von der Einbausituation und den Geräteeinstellungen ein für den Benutzer abweichendes Risiko ergeben.
Der Systemersteller/Betreiber ist verpflichtet, eine Gefährdungsanalyse vorzunehmen und geeignete Maßnahmen zum Schutz von Personen zu treffen. Hierbei sind insbesondere auch nationale Vorschriften zu beachten. Mögliche Schutzmaßnahmen können gewährleistete Mindestabstände eines Benutzers, Zugangskontrollen und Anwenderschulungen einschließen.

WARNUNG
Der Betrieb dieses Gerätes kann Funkstörungen in Wohngebieten verursachen.
▷ Das Gerät sendet hochfrequente elektromagnetische Wellen aus, die möglicherweise den Betrieb von elektronischen Geräten in der Nähe beeinträchtigen, darunter Herzschrittmacher, Hörelemente und Defibrillatoren.
▶ Aufgrund der Human-Exposure-Vorschrift einen Mindestabstand zwischen Gerät und Personen von 20 cm einhalten.
▶ Wenn Sie einen Herzschrittmacher oder ein anderes implantiertes Medizinprodukt haben, verwenden Sie das Gerät nicht ohne vorherige Rücksprache mit Ihrem Arzt oder dem Hersteller Ihres Medizinprodukts. Halten Sie einen Sicherheitsabstand zwischen dem Gerät und Ihren Medizinprodukten ein und sehen Sie von der weiteren Verwendung des Gerätes ab, wenn Sie eine dauerhafte Beeinträchtigung Ihres Medizinprodukts beobachten.
2.3 Cybersecurity
Installation
Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.
Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.
▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.
Betrieb
▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.
Wartung
▶ Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.
Außerbetriebnahme
▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Der Schreib-/Lesekopf liest und schreibt berührungslos ID-Tags.
Die Daten werden als Prozessdaten über die IO-Link-Schnittstelle zur Verfügung gestellt.
3.1 Einsatzbereich
Die Gerätesicherheit ist für die Nutzung unter folgenden Umgebungsbedingungen ausgelegt:
- Schutzklasse 3 (SELV/PELV) und Versorgung des Gerätes nach Limited Energy laut IEC 61010-1, Kapitel 9.4. Externe Schaltkreise entsprechend Abbild 102 aus IEC 61010-2-201 isolieren.
• Verwendung im Innenbereich.
• Höhenlagen bis zu 2000 m. - Relative Luftfeuchte bis maximal 80 %, nicht kondensierend.
• Verschmutzungsgrad 2.
4 Lieferumfang
• RFID Kompaktgerät
- Beipackzettel allgemein
• Beipackzettel Funkzulassung

Das Gerät wird ohne Montage- und Anschlusszubehör geliefert.
Verfügbares Zubehör: www.ifm.com.
Beim Verwenden von Zubehör anderer Hersteller wird die optimale Funktion nicht gewährleistet.
5 Funktion
Die ID-TAGs werden passiv ohne Batterie betrieben. Die zum Betrieb notwendige Energie wird vom RFID-Kompaktgerät bereitgestellt.
Die Energieübertragung erfolgt über eine elektromagnetische Welle. Die Empfängerantenne nimmt die Welle auf und wandelt diese in eine Spannung um, die den Datenträger mit Energie versorgt.
Die abgestrahlte Leistung wird für die Geräte in ERP (Effective Radiated Power) und in EIRP (Effective Isotropic Radiated Power) angegeben. Mit folgender Formel kann der jeweilige Wert umgerechnet werden:
P [dBm EIRP] = P [dBm ERP] + 2,15 [dB]
5.1 Geräteübersicht
DTI801
![]() | Artikelnummer: | DTI801 |
| Funktion: | RFID-Kompaktgerät | |
| Typbezeichnung: | DTRUHFE HLRWIOUS04 | |
| Bauform: | Quaderförmig | |
| Arbeitsfrequenz: | 865-868 MHz | |
| Typische Sendeleistung: | 22,5 dBm ERP (178 mW) |
DTI901
![]() | Artikelnummer: | DTI901 |
| Funktion: | RFID-Kompaktgerät | |
| Typbezeichnung: | DTRUHFA HLRWIOUS04 | |
| Bauform: | Quaderförmig | |
| Arbeitsfrequenz: | 902-928 MHz | |
| Typische Sendeleistung: | 25,2 dBm EIRP (331 mW) |
DTI911
![]() | Artikelnummer: | DTI911 |
| Funktion: | RFID-Kompaktgerät | |
| Typbezeichnung: | DTRUHFA HLRWPNUS04 | |
| Bauform: | Quaderförmig | |
| Arbeitsfrequenz: | 920-925 MHz | |
| Typische Sendeleistung: | 25,2 dBm EIRP (331 mW) |
DTI921
![]() | Artikelnummer: | DTI921 |
| Funktion: | RFID-Kompaktgerät | |
| Typbezeichnung: | DTRUHFA HLRWIOUS04 | |
| Bauform: | Quaderförmig | |
| Arbeitsfrequenz: | 920,25-925,75 MHz | |
| Typische Sendeleistung: | 25,2 dBm EIRP (331 mW) |
5.2 IO-Link
5.2.1 Allgemeine Informationen
Das Gerät verfügt über eine IO-Link-Schnittstelle, die den direkten Zugriff auf Prozess- und Diagnosedaten ermöglicht. Zusätzlich kann das Gerät im laufenden Betrieb parametriert werden. Für den Betrieb des Gerätes über die IO-Link-Schnittstelle wird eine IO-Link-fähige Baugruppe benötigt (IO-Link-Master).
5.2.2 Gerätespezifische Informationen
Mit einem PC, IO-Link-Software und einem IO-Link-Adapterkabel ist eine Kommunikation außerhalb des laufenden Betriebs möglich.

Notwendige Informationen zu IODD, Prozessdatenaufbau, Diagnoseinformationen, Parameteradressen und benötigten Hard- und Software unter www.ifm.com.
6 Montage
ACHTUNG
Abgestrahlte elektromagnetische Feldstärken
▷ Das Gerät sendet ultrahochfrequente elektromagnetische Wellen aus. Dabei erfüllt es die länderspezifischen Grenzwerte für die Bevölkerung und Arbeitnehmer.
▶ In der Nähe von medizinischen Geräten das Gerät ausschalten.
6.1 Montagehinweise für Geräte
Nebeneinander montierte Geräte stören sich gegenseitig, wenn sie nicht entsprechend konfiguriert sind.
Bei der Montage von mehreren Systemen die Mindestabstände zwischen den RFID-Geräten beachten.
Die Montage eines Gerätes in und auf Metall verringert den Lese-/Schreibabstand.
Die unmittelbare Nähe starker HF-Emissionsquellen, beispielsweise Schweißtrafo oder Umformer, kann die Funktion der Geräte beeinträchtigen.
6.2 Montagehinweise für ID-Tags
Für die Montage in und auf Metall dafür vorgesehene ID-Tags verwenden.
Den ID-Tag im Bereich der aktiven Fläche positionieren. Dabei den Öffnungswinkel und den Arbeitsabstand berücksichtigen (→ Datenblatt des Gerätes).
Die Achsen des RFID-Gerätes und des ID-TAGs gleich ausrichten.
6.3 Vermeiden von Störungen
Das Gerät erzeugt ein moduliertes elektromagnetisches Feld in folgenden Frequenzbereichen:
DTI801: 865-868 MHz
DTI901: 902-928 MHz
DTI911: 920–925 MHz
DTI921: 920,25–925,75 MHz
Störungen in der Datenkommunikation werden vermieden, wenn sich in der Nähe keine anderen RFID UHF-Geräte befinden. Falls sich andere RFID UHF-Geräte in der Nähe befinden:
▶ Die Montageabstände zwischen den Geräten möglichst groß wählen. (→ Montageabstände ☐ 14)
▶ Den RSSI-Filter verwenden. (→ Parameter "RSSI-Filter aktivieren" ☐ 40)
▶ Die Geräte alternierend betreiben.
▶ Das HF-Feld des Gerätes anschalten/abschalten.
Das UHF-Feld wird gedämpft, wenn sich Personen oder Gegenstände (Kabel, Metallprofile etc.) zwischen dem Gerät und ID-Tag befinden.
▶ Den Bereich zwischen dem Gerät und ID-Tag während des Lese- oder Schreibvorgangs freihalten.
6.4 Montagemöglichkeiten
Das Gerät kann ohne das Zubehör montiert werden.
▶ Für die Montage die Gewindehülsen auf der Rückseite des Gerätes verwenden.
▷ Die notwendigen Schrauben gehören nicht zum Lieferumfang des Gerätes.
6.4.1 Montage mit Befestigungswinkel E80335

6.4.2 Montage mit Klemmschale E80336
Mit der Klemmschale wird das Gerät an einen Klemmzylinder montiert. Kompatible Klemmzylinder:
• E21110 mit einem Stangen-Durchmesser von 12 mm
• E20795 mit einem Stangen-Durchmesser von 14 mm
• E21109 mit einem Stangen-Durchmesser von 14 mm

6.4.3 Montage mit Befestigungsstäben E80337

6.5 Montageabstände

| Betriebsart | Abstand seitlich (A) | Abstand frontal (B) |
| Lesen und Schreiben bei 100% Sen-deleistung (gleichzeitiger Betrieb) | >0,6 m | >0,6 m |
| Lesen und Schreiben bei 100% Sen-deleistung (alternierender Betrieb) | >0,3 m | >0,3 m |

Störungen in der Datenkommunikation werden vermieden, wenn sich in der Nähe keine anderen RFID UHF-Geräte befinden. Falls sich andere RFID UHF-Geräte in der Nähe befinden:
▶ Die Montageabstände zwischen den Geräten möglichst groß wählen.
▶ Den RSSI-Filter verwenden. (→ Parameter "RSSI-Filter aktivieren" ☐ 40)
▶ Die Geräte alternierend betreiben.
▶ Das HF-Feld des Gerätes anschalten/abschalten.
6.6 Positionieren der ID-Tags

Abb. 1: ID-Tag positionieren
▶ Den ID-Tag zentrisch zur Antenne ausrichten.
▷ Der Abstand „D“ ist im Datenblatt angegeben.

ID-Tags werden auch auf der Rückseite des Gerätes erkannt. Um das zu vermeiden:
▶ Den RSSI-Filter verwenden. (→ RSSI-Filter ☐ 42)
7 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Gerät der Schutzklasse III (SK III).
Die elektrische Versorgung darf nur über PELV-/SELV-Stromkreise erfolgen.
▶ Stromversorgung vor elektrischen Anschluss spannungsfrei schalten.
ACHTUNG
Die im Datenblatt angegebene IP-Schutzart wird nur bei fest verschraubten M12-Steckverbindern gewährleistet. Das Gerät kann durch locker verschraubte M12-Steckverbinder beschädigt werden.
▶ Die M12-Steckverbinder mit 1 bis 1,5 Nm mit dem Gerät verschrauben.
7.1 Anschlussbelegung
▶ Das Gerät mit einem M12-Verbindungskabel an einen IO-Link-Master anschließen.
▷ Die Spannungsversorgung erfolgt durch den IO-Link-Master.
| Pinbelegung | Anschlussbelegung |
![]() | ![]() |
7.2 Funktionserde verbinden

Für einen störungsfreien Betrieb:
▶ Das Gerät mit einem fremdspannungsfreien Erdpotential verbinden.
Montageplatte mit Funktionserde verbinden

Abb. 2: Montageplatte mit montiertem Gerät
Wenn das Gerät auf einer Montageplatte montiert ist:
▶ Einen der 4 Montagebolzen auf der Rückseite des Gerätes mit der Montageplatte verbinden.
▶ Die Montageplatte mit einem fremdspannungsfreien Erdpotential verbinden.
8 Bedien- und Anzeigelemente

Abb. 3: Bedien- und Anzeigeelemente
1 LEDs
2 Aktive Fläche
| Zustand | Power LED (grün) | ID-Tag LEDs (gelb/orange) | Fehler LED (rot) |
| Betriebsbereit ohne ID-Tag | Ein | Aus | Aus |
| Betriebsbereit mit ID-Tag(s) | Ein | ID-Tag-Anzahl 1-4 | Aus |
| Inaktiv | Blinkt mit 1 Hz | Aus | Aus |
| Fehler: Überlauf der ID-Tag-Daten | Ein | ID-Tag-Anzahl 1-4 | Ein |
9 Betrieb
| Kommandowert | Betriebsmodus | Beschreibung |
| 0x00 | SINGLE EPC | Einen EPC lesen und bereitstellen |
| 0x01 | READ DATA AUTO | Daten auto-lesen |
| 0x02 | WRITE DATA AUTO | Daten auto-schreiben |
| 0x03 | EPC REPORT | EPC-Report erstellen |
| 0x04 | EPC LIST | EPC-Liste erstellen |
| 0x05 | WRITE EPC | EPC schreiben |
| 0x06 | READ DATA | Daten lesen |
| 0x07 | WRITE DATA | Daten schreiben |
| 0x08 | LOCK DATA | Daten verriegeln |
Alle Betriebsmodi verwenden in den Prozessabbildern die gleichen Status-Bits und Fehlerwerte.
Zusätzlich zu den Betriebsmodi kann die interne Antenne des Gerätes deaktiviert werden. Ist die Antenne deaktiviert, bleibt das Gerät weiterhin über IO-Link ansprechbar, allerdings wird kein hochfrequentes Signal mehr vom Gerät erzeugt. ID-Tags werden vom Gerät nicht erkannt. Durch das Deaktivieren der Antenne können Störungen zwischen nebeneinander montierten Geräten verhindert werden.
Das Gerät wird aktiviert oder deaktiviert über das Bit „Antenna deactivate“ im Prozessdaten-Ausgangsabbild. Der Status der Antenne wird über das Bit „Antenna deactivated“ im Prozessdaten-Eingangsabbild gelesen.
9.1 Status-Bits
| Prozesseingang | ||||||||
| Bit | 7 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1 | 0 |
| Name | Tag Over-flow | Buffer Over-flow | Antenna de-activated | Tag present | Cmd End | Cmd Start Acknowled-ge | ||
| Prozessausgang | ||||||||
| Bit | 7 | 6 | 5 | 4 | 3 | 2 | 1 | 0 |
| Name | Cmd Antenna deactivate | Cmd Start | ||||||
| Status-Bit | Wert | Beschreibung |
| Tag Overflow | 0 | ID-Tag-Verarbeitung in Ordnung |
| 1 | Es werden mehr ID-Tags erkannt, als verarbeitet werden können | |
| Buffer Overflow | 0 | Datenübertragung in Ordnung |
| 1 | Daten können nicht schnell genug über IO-Link übertragen werden (nur im Betriebsmodus "EPC REPORT") | |
| Antenna deactivated | 0 | Antenne aktiviert, Gerät empfangsbereit |
| 1 | Antenne deaktiviert, Gerät nicht empfangsbereit | |
| Tag present | 0 | Kein ID-Tag in Reichweite des Gerätes |
| 1 | ID-Tag erkannt | |
| Cmd End | 0 | Lese-/Schreiboperation nicht gestartet oder aktiv |
| Cmd End | 1 | Lese-/Schreiboperation beendet |
| Cmd Start Acknowledge | 0 | Start einer Lese-/Schreiboperation nicht bestätigt |
| 1 | Start einer Lese-/Schreiboperation bestätigt | |
| Cmd Antenna deactivate | 0 | Antenne aktivieren |
| 1 | Antenne deaktivieren | |
| Cmd Start | 0 | Auslöser für Lese-/Schreiboperation zurücksetzen |
| 1 | Auslöser für Lese-/Schreiboperation setzen |
9.2 Betriebsmodus "SINGLE EPC"
Im Betriebsmodus „SINGLE EPC“ wird der EPC eines ID-Tags gelesen und vom Gerät im Prozessdateneingang bereitgestellt. Befinden sich mehrere ID-Tags gleichzeitig im Erfassungsbereich des Gerätes, wird der ID-Tag mit dem stärksten Empfangssignal (RSSI) gelesen. Befindet sich kein ID-Tag im Erfassungsbereich, wird der Wert „0x00“ gelesen. Das RSSI-Byte gibt das aktuelle Empfangssignal aus.

Der RSSI-Wert ist ein vorzeichenbehafteter Integer-Wert. Beispielsweise entspricht „0xD6“ dem RSSI-Wert „-42 dBm“.
Maximal werden für einen EPC 16 Byte gelesen. Ist der auf dem ID-Tag gespeicherte EPC länger, werden die restlichen Bytes abgeschnitten. Ist der EPC kürzer, werden die restlichen Bytes mit „0x00“ aufgefüllt. Die aktuelle Länge des EPC wird im Feld „Länge des EPC“ ausgegeben.
Wird ein neuer ID-Tag erkannt, inkrementiert das Gerät den Blockzähler.

Der Blockzähler zählt bis „255“ und fängt anschließend wieder bei „0“ an.
Der Betriebsmodus „SINGLE EPC“ ist der voreingestellte Betriebsmodus nach dem Start des Gerätes.

Der Betriebsmodus verwendet nicht die folgenden Status-Bits ( → Status-Bits ☐ 18):
- Cmd Start
- Cmd Start Acknowledge
- Cmd End
| Byte | Prozessdatenausgang | Prozessdateneingang |
| 0 | Kommandowert = 0x00 | Kommandowert = 0x00 |
| 1 | Status | Status |
| 2 | ignoriert | RSSI |
| 3 | ignoriert | Länge des EPC |
| 4 | ignoriert | EPC 0 |
| 5 | ignoriert | EPC 1 |
| 6 | ignoriert | EPC 2 |
| 7 | ignoriert | EPC 3 |
| 8 | ignoriert | EPC 4 |
| 9 | ignoriert | EPC 5 |
| 10 | ignoriert | EPC 6 |
| 11 | ignoriert | EPC 7 |
| 12 | ignoriert | EPC 8 |
| 13 | ignoriert | EPC 9 |
| 14 | ignoriert | EPC 10 |
| 15 | ignoriert | EPC 11 |
| 16 | ignoriert | EPC 12 |
| 17 | ignoriert | EPC 13 |
| 18 | ignoriert | EPC 14 |
| 19 | ignoriert | EPC 15 |
| 20 | ignoriert | 0x00 |
| 21 | ignoriert | 0x00 |
| 22 | ignoriert | 0x00 |
| 23 | ignoriert | 0x00 |
| 24 | ignoriert | 0x00 |
| 25 | ignoriert | 0x00 |
| 26 | ignoriert | 0x00 |
| 27 | ignoriert | 0x00 |
| 28 | ignoriert | 0x00 |
| 29 | ignoriert | 0x00 |
| 30 | ignoriert | Blockzähler |
| 31 | ignoriert | Fehlerwert |
9.3 Betriebsmodus "READ DATA AUTO"
Im Betriebsmodus "READ DATA AUTO" stellen die Bytes 0 bis 27 die Daten im Speicherbereich des ID-Tags dar.
Der Speicherbereich wird durch die folgenden Parameter eingestellt:
- "Adresse für automatisches Lesen/Schreiben",
- "Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben" und
• „Memory Bank für automatisches Lesen/Schreiben“.
Bei Speicherbereichen mit einer Datenlänge < 28 Bytes werden die restlichen Daten im Prozessabbild mit den Wert „0x00“ aufgefüllt.
Die Daten im Prozessabbild werden aktualisiert, sobald sich ein ID-Tag im Erfassungsbereich befindet. Die Daten im Prozessabbild sind gültig, sobald das Status-Bit „Cmd End“ gesetzt ist.
Verlässt der ID-Tag den Erfassungsbereich, bleiben die Datenbytes entsprechend der Datenhaltezeit im Prozessabbild konstant. Nach Ablauf der Datenhaltezeit, werden die Datenbytes im Prozessdaten-Eingangsabbild wieder auf „0x00“ zurückgesetzt. Bleibt der ID-Tag im Erfassungsbereich, wird das erneute Lesen der Daten durch das Setzen des „Cmd Start“ Bits ausgelöst.
Immer wenn die Daten aktualisiert werden, wird der Blockzähler inkrementiert.
Wenn das Lesen nicht erfolgreich war, wird ein Fehlerwert im Prozessabbild angezeigt.

Im Betriebsmodus „READ DATA AUTO“ wird der EPC eines ID-Tags nicht übertragen. Der ID-Tag muss anhand der Daten zugeordnet werden.

Je kleiner die eingestellte Datenlänge, desto weniger Zeit benötigt das Gerät für das Durchführen einer Operation. Dadurch fällt die Verweildauer des ID-Tags im Erfassungsbereich kürzer aus.
| Byte | Prozessdatenausgang | Prozessdateneingang |
| 0 | Kommandowert = 0x01 | Kommandowert = 0x01 |
| 1 | Status | Status |
| 2 | ignoriert | Daten 0 |
| 3 | ignoriert | Daten 1 |
| 4 | ignoriert | Daten 2 |
| 5 | ignoriert | Daten 3 |
| 6 | ignoriert | Daten 4 |
| 7 | ignoriert | Daten 5 |
| 8 | ignoriert | Daten 6 |
| 9 | ignoriert | Daten 7 |
| 10 | ignoriert | Daten 8 |
| 11 | ignoriert | Daten 9 |
| 12 | ignoriert | Daten 10 |
| 13 | ignoriert | Daten 11 |
| 14 | ignoriert | Daten 12 |
| 15 | ignoriert | Daten 13 |
| 16 | ignoriert | Daten 14 |
| 17 | ignoriert | Daten 15 |
| 18 | ignoriert | Daten 16 |
| 19 | ignoriert | Daten 17 |
| 20 | ignoriert | Daten 18 |
| 21 | ignoriert | Daten 19 |
| 22 | ignoriert | Daten 20 |
| 23 | ignoriert | Daten 21 |
| 24 | ignoriert | Daten 22 |
| 25 | ignoriert | Daten 23 |
| 26 | ignoriert | Daten 24 |
| 27 | ignoriert | Daten 25 |
| 28 | ignoriert | Daten 26 |
| 29 | ignoriert | Daten 27 |
| 30 | ignoriert | Blockzähler |
| 31 | ignoriert | Fehlerwert |
9.4 Betriebsmodus "WRITE DATA AUTO"
Im Betriebsmodus "WRITE DATA AUTO" werden die zu schreibenden Daten durch das Prozessdaten-Ausgangsabbild vorgegeben. Betritt ein ID-Tag den Erfassungsbereich, werden die Datenbytes mit der Adresse und Länge auf den ID-Tag geschrieben.
Der Speicherbereich wird durch die folgenden Parameter eingestellt:
- "Adresse für automatisches Lesen/Schreiben",
- "Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben" und
- „Memory Bank für automatisches Lesen/Schreiben“.
Im Prozessdaten-Ausgangsabbild können maximal 28 Bytes vorgegeben werden (Daten 0 bis 27). Ist eine kürzere Länge in dem Parameter „Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben“ festgelegt, werden die übrigen Datenbytes ignoriert und nicht auf den ID-Tag geschrieben. Mit dem Status-Bit „Cmd Start“ wird das Schreibkommando gestartet.
Wenn das Schreiben erfolgreich war, werden die geschriebenen Daten im Prozessdaten-Eingangsabbild gespiegelt, der Blockzähler erhöht und das Status-Bit "Cmd End" gesetzt.
Verlässt der ID-Tag den Erfassungsbereich, bleiben die Datenbytes entsprechend der Datenhaltezeit im Prozessabbild konstant. Nach Ablauf der Datenhaltezeit und wenn der ID-Tag den Erfassungsbereich verlässt, werden die Datenbytes im Prozessdaten-Eingangsabbild wieder auf „0x00“ zurückgesetzt. Bleibt der ID-Tag im Erfassungsbereich, wird das erneute Schreiben der Daten durch das Setzen des Status-Bit „Cmd Start“ ausgelöst.

Sind die zu schreibenden Bytes auf dem ID-Tag bereits vorhanden, wird das Schreibkommando nicht ausgeführt und nicht bestätigt.

Im Betriebsmodus „WRITE DATA AUTO“ wird unabhängig vom EPC auf alle erkannten ID-Tags geschrieben. Zum Selektieren werden die Funktionen ID-Tag-Selektion ( → ID-Tag-Selektion ☐ 41) und RSSI-Filter ( → RSSI-Filter ☐ 42) verwendet.

Unter ungünstigen Bedingungen werden Schreibvorgänge wiederholt. Der Blockzähler entspricht dann nicht der Anzahl der ID-Tags im Erfassungsbereich.

Je kleiner die eingestellte Datenlänge, desto weniger Zeit benötigt das Gerät für das Durchführen einer Operation. Dadurch fällt die Verweildauer des ID-Tags im Erfassungsbereich kürzer aus.
| Byte | Prozessdatenausgang | Prozessdateneingang |
| 0 | Kommandowert = 0x02 | Kommandowert = 0x02 |
| 1 | Status | Status |
| 2 | Daten 0 | Daten 0 |
| 3 | Daten 1 | Daten 1 |
| 4 | Daten 2 | Daten 2 |
| 5 | Daten 3 | Daten 3 |
| 6 | Daten 4 | Daten 4 |
| 7 | Daten 5 | Daten 5 |
| 8 | Daten 6 | Daten 6 |
| 9 | Daten 7 | Daten 7 |
| 10 | Daten 8 | Daten 8 |
| 11 | Daten 9 | Daten 9 |
| 12 | Daten 10 | Daten 10 |
| 13 | Daten 11 | Daten 11 |
| 14 | Daten 12 | Daten 12 |
| 15 | Daten 13 | Daten 13 |
| 16 | Daten 14 | Daten 14 |
| 17 | Daten 15 | Daten 15 |
| 18 | Daten 16 | Daten 16 |
| 19 | Daten 17 | Daten 17 |
| 20 | Daten 18 | Daten 18 |
| 21 | Daten 19 | Daten 19 |
| 22 | Daten 20 | Daten 20 |
| 23 | Daten 21 | Daten 21 |
| 24 | Daten 22 | Daten 22 |
| 25 | Daten 23 | Daten 23 |
| 26 | Daten 24 | Daten 24 |
| 27 | Daten 25 | Daten 25 |
| 28 | Daten 26 | Daten 26 |
| 29 | Daten 27 | Daten 27 |
| 30 | Blockzähler | Blockzähler |
| 31 | ignoriert | Fehlerwert |
9.5 Betriebsmodus "EPC REPORT"
Im Betriebsmodus „EPC REPORT“ erzeugt das Gerät eine Nachricht, wenn ein ID-Tag das Erfassungsfeld des Gerätes betritt (arrival = 1) oder verlässt (arrival = 0). Mit jeder neuen Nachricht wird
• der EPC des ID-Tags ausgegeben,
• die Empfangssignalstärke (RSSI) ausgegeben und
• der Blockzähler inkrementiert.
Die Nachricht wird solange als Prozesswert übertragen, bis die Steuerung den Blockzähler bestätigt. ▷ Die Steuerung bestätigt den Blockzähler durch Spiegeln des Blockzähler-Wertes im Ausgangsabbild. Erfolgt keine Bestätigung, wird die Nachricht nach Ablauf der Datenhaltezeit automatisch bestätigt und die neue Nachricht übertragen.

Das schnelle Wechseln von ID-Tags erzeugt viele Nachrichten in kurzer Zeit. Zu langsames Übertragen der Nachrichten führt zu einem „Buffer Overflow“. Das wird mit dem entsprechenden Bit im Statusbyte angezeigt.
▶ Die Steuerung aktiv bestätigen durch Spiegeln des Blockzählers.
▷ Dadurch bleiben nicht schnell genug übertragene Nachrichten erhalten.

Der RSSI-Wert ist ein vorzeichenbehafteter Integer-Wert. Beispielsweise entspricht „0xD6“ dem RSSI-Wert „-42 dBm“.

Der Betriebsmodus verwendet nicht die folgenden Status-Bits ( → Status-Bits ☐ 18):
- Cmd Start
- Cmd Start Acknowledge
- Cmd End
| Byte | Prozessdatenausgang | Prozessdateneingang |
| 0 | Kommandowert = 0x03 | Kommandowert = 0x03 |
| 1 | Status | Status |
| 2 | Ignoriert | RSSI |
| 3 | Ignoriert | Length of EPC |
| 4 | Ignoriert | EPC 0 |
| 5 | Ignoriert | EPC 1 |
| 6 | Ignoriert | EPC 2 |
| 7 | Ignoriert | EPC 3 |
| 8 | Ignoriert | EPC 4 |
| 9 | Ignoriert | EPC 5 |
| 10 | Ignoriert | EPC 6 |
| 11 | Ignoriert | EPC 7 |
| 12 | Ignoriert | EPC 8 |
| 13 | Ignoriert | EPC 9 |
| 14 | Ignoriert | EPC 10 |
| 15 | Ignoriert | EPC 11 |
| 16 | Ignoriert | EPC 12 |
| 17 | Ignoriert | EPC 13 |
| 18 | Ignoriert | EPC 14 |
| 19 | Ignoriert | EPC 15 |
| 20 | Ignoriert | 0x00 |
| 21 | Ignoriert | 0x00 |
| 22 | Ignoriert | 0x00 |
| 23 | Ignoriert | 0x00 |
| 24 | Ignoriert | 0x00 |
| 25 | Ignoriert | 0x00 |
| 26 | Ignoriert | 0x00 |
| 27 | Ignoriert | 0x00 |
| 28 | Ignoriert | 0x00 |
| 29 | Ignoriert | arrival |
| 30 | Blockzähler | Blockzähler |
| 31 | Ignoriert | Fehlerwert |
9.5.1 Beispiel "EPC REPORT"
Das Beispiel demonstriert das Erzeugen einer Nachricht, wenn ein ID-Tag das Erfassungsfeld des Gerätes betritt (arrival = 1) oder verlässt (arrival = 0).
| Kommandowert | Blockzähler | Status-Bit „Cmd Start“ | Kommandowert | Daten 0 bis 27 | ID-Tag betrifff Erfassungsfeld (arrival=1) | Blockzähler | Fehlerwert | Status-Bit „Cmd End“ | Status-Bit „Cmd Start“ | |
| Prozessdaten-Ausgangsabbild | Prozessdaten-Eingangsabbild | |||||||||
| Voreingestelltes Kommando | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Steuerung setzt Kommando (EPC-Report ausgeben) | 0x03 | 0x00 | 1 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Gerät schickt EPC2-Code „kommend“ | 0x03 | 0x00 | 1 | 0x03 | EPC2 | 0x01 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 |
| Steuerung bestätigt Empfang der Daten | 0x03 | 0x01 | 1 | 0x03 | EPC2 | 0x01 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 |
| Gerät schickt EPC1-Code „gehend“ | 0x03 | 0x01 | 1 | 0x03 | EPC1 | 0x00 | 0x02 | 0x00 | 0 | 1 |
| Steuerung bestätigt Empfang der Daten | 0x03 | 0x02 | 1 | 0x03 | EPC1 | 0x00 | 0x02 | 0x00 | 0 | 1 |
| Gerät hat keine weiteren Nachrichten | 0x03 | 0x02 | 1 | 0x03 | EPC1 | 0x00 | 0x02 | 0x00 | 0 | 1 |
| Steuerung nimmt Kommandowert zurück | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x03 | EPC1 | 0x00 | 0x02 | 0x00 | 0 | 1 |
| Gerät führt voreingestelltes Kommando aus | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
9.6 Betriebsmodus "EPC LIST"
Im Betriebsmodus „EPC LIST“ wird durch Setzen des Cmd-Startbits eine Liste mit allen ID-Tags im Erkennungsfeld erzeugt. Die Anzahl der erkannten ID-Tags wird im Feld „Total Number of Tags“ angezeigt. Für jeden ID-Tag wird ein Prozessabbild mit dem folgenden Inhalt erzeugt:
- der RSSI-Wert,
• die Länge des EPC und - der EPC.
Der Blockzähler gibt den aktuellen ID-Tag in der Liste an. Durch Inkrementieren des Blockzählers im Prozessdaten-Ausgangsabbild schaltet die Steuerung auf den nächsten ID-Tag weiter. Als Bestätigung wird der Wert des Blockzählers durch das Gerät gespiegelt.
Nach dem Übermitteln aller ID-Tags der Liste, wird durch erneutes Setzen des Cmd-Startbits eine neue Liste erzeugt.

Die Liste ist eine Momentaufnahme und wird nur durch erneutes Setzen des Cmd-Startbits aktualisiert.

Der RSSI-Wert ist ein vorzeichenbehafteter Integer-Wert. Beispielsweise entspricht „0xD6“ dem RSSI-Wert „-42 dBm“.
| Byte | Prozessdatenausgang | Prozessdateneingang |
| 0 | Kommandowert = 0x04 | Kommandowert = 0x04 |
| 1 | Status | Status |
| 2 | Ignoriert | RSSI |
| 3 | Ignoriert | Length of EPC |
| 4 | Ignoriert | EPC 0 |
| 5 | Ignoriert | EPC 1 |
| 6 | Ignoriert | EPC 2 |
| 7 | Ignoriert | EPC 3 |
| 8 | Ignoriert | EPC 4 |
| 9 | Ignoriert | EPC 5 |
| 10 | Ignoriert | EPC 6 |
| 11 | Ignoriert | EPC 7 |
| 12 | Ignoriert | EPC 8 |
| 13 | Ignoriert | EPC 9 |
| 14 | Ignoriert | EPC 10 |
| 15 | Ignoriert | EPC 11 |
| 16 | Ignoriert | EPC 12 |
| 17 | Ignoriert | EPC 13 |
| 18 | Ignoriert | EPC 14 |
| 19 | Ignoriert | EPC 15 |
| 20 | Ignoriert | 0x00 |
| 21 | Ignoriert | 0x00 |
| 22 | Ignoriert | 0x00 |
| 23 | Ignoriert | 0x00 |
| 24 | Ignoriert | 0x00 |
| 25 | Ignoriert | 0x00 |
| 26 | Ignoriert | 0x00 |
| 27 | Ignoriert | 0x00 |
| 28 | Ignoriert | 0x00 |
| 29 | Ignoriert | Total Number of Tags |
| 30 | Blockzähler | Blockzähler |
| 31 | Ignoriert | Fehlerwert |
9.6.1 Beispiel "EPC LIST"
Das Beispiel erzeugt eine Liste mit allen ID-Tags im Erkennungsfeld.
| Kommandowert | Blockzähler | Status-Bit „Cmd Start“ | Kommandowert | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Fehlerwert | Status-Bit „Cmd End“ | Status-Bit „Cmd Start“ | |
| Prozessdaten-Ausgangsabbild | Prozessdaten-Eingangsabbild | ||||||||
| Voreingestelltes Kommando | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Steuerung setzt Kommando (EPC-List ausgeben) | 0x04 | 0x00 | 1 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Gerät bestätigt Kom-mando und erstellt EPC-List | 0x04 | 0x00 | 1 | 0x04 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 |
| Gerät schickt ersten EPC-Code | 0x04 | 0x00 | 1 | 0x04 | EPC1 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 |
| Steuerung bestätigt Empfang der Daten | 0x04 | 0x01 | 1 | 0x04 | EPC1 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 |
| Gerät schickt weitere EPC-Codes und be-endet Kommando | 0x04 | 0x01 | 1 | 0x04 | EPC2 | 0x02 | 0x00 | 1 | 1 |
| Steuerung bestätigt Empfang der Daten | 0x04 | 0x02 | 1 | 0x04 | EPC2 | 0x02 | 0x00 | 1 | 1 |
| Steuerung nimmt Kommandowert zu-rück | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x04 | EPC2 | 0x02 | 0x00 | 1 | 1 |
| Gerät führt voreinge-stelltes Kommando aus | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
9.7 Betriebsmodus "WRITE EPC"
Im Betriebsmodus „WRITE EPC“ wird ein neuer EPC auf einen ID-Tag geschrieben. Der aktuelle EPC und der neue EPC müssen bekannt sein. Die Daten werden sequenziell vom Gerät zur Steuerung übertragen.
Daten vom Gerät zur Steuerung übertragen:
▶ Die Steuerung setzt den Kommandowert „0x05“, die Länge und den Wert des aktuellen EPC im Prozessdaten-Ausgangsabbild.
▶ Die Steuerung setzt die Länge und den Wert des neuen EPC im Prozessdaten-Ausgangsabbild.
▶ Die Steuerung startet die Schreiboperation mit dem Status-Bit "Cmd Start".
▷ Das Gerät bestätigt den Start der Schreiboperation durch Setzen des Status-Bit „Cmd Start Acknowledge“ im Prozessdaten-Eingangsabbildes.
▶ Die Steuerung füllt die Datenbytes 0 bis 17 mit dem neuen EPC im Prozessdaten-Ausgangsabbild und erhöht den Blockzähler um „1“.
▷ Das Gerät bestätigt den Empfang der Datenbytes, indem es den Blockzähler im Prozessdaten-Ausgangsabbild um „1“ erhöht.
▶ Das Gerät setzt das Status-Bit „Cmd End“, sobald der neue EPC auf den ID-Tag geschrieben wurde.
▷ Die Schreiboperation ist beendet.
▷ Bei einem Fehler während der Schreiboperation setzt das Gerät den Fehlerwert und das „Cmd End“-Bit.

War die Operation nicht erfolgreich, setzt das Gerät den Fehlerwert und das Status-Bit "Cmd End" im Prozessabbild. Das Übertragen von Daten wird unterbrochen.

Die Daten werden als Datenwort verarbeitet (2 Byte).
▶ Die Datenlänge als ein Vielfaches von 2 Byte angeben.
| Byte | Prozessdatenausgang beim Start der Schreiboperation | Prozessdatenausgang während der Datenübertragung | Prozessdateneingang |
| 0 | Kommandowert=0x05 | Kommandowert=0x05 | Kommandowert=0x05 |
| 1 | Status | Status | Status |
| 2 | Ignoriert | neuer EPC 0 | 0x00 |
| 3 | Länge des EPC | neuer EPC 1 | 0x00 |
| 4 | EPC 0 | neuer EPC 2 | 0x00 |
| 5 | EPC 1 | neuer EPC 3 | 0x00 |
| 6 | EPC 2 | neuer EPC 4 | 0x00 |
| 7 | EPC 3 | neuer EPC 5 | 0x00 |
| 8 | EPC 4 | neuer EPC 6 | 0x00 |
| 9 | EPC 5 | neuer EPC 7 | 0x00 |
| 10 | EPC 6 | neuer EPC 8 | 0x00 |
| 11 | EPC 7 | neuer EPC 9 | 0x00 |
| 12 | EPC 8 | neuer EPC 10 | 0x00 |
| 13 | EPC 9 | neuer EPC 11 | 0x00 |
| 14 | EPC 10 | neuer EPC 12 | 0x00 |
| 15 | EPC 11 | neuer EPC 13 | 0x00 |
| 16 | EPC 12 | neuer EPC 14 | 0x00 |
| 17 | EPC 13 | neuer EPC 15 | 0x00 |
| 18 | EPC 14 | Ignoriert | 0x00 |
| 19 | EPC 15 | Ignoriert | 0x00 |
| 20 | Ignoriert | Ignoriert | 0x00 |
| 21 | Ignoriert | Ignoriert | 0x00 |
| 22 | Ignoriert | Ignoriert | 0x00 |
| 23 | Ignoriert | Ignoriert | 0x00 |
| 24 | Ignoriert | Ignoriert | 0x00 |
| 25 | Ignoriert | Ignoriert | 0x00 |
| 26 | Ignoriert | Ignoriert | 0x00 |
| 27 | Ignoriert | Ignoriert | 0x00 |
| 28 | Ignoriert | Ignoriert | 0x00 |
| 29 | Länge neuer EPC | Ignoriert | 0x00 |
| 30 | Blockzähler | Blockzähler | Blockzähler |
| 31 | Ignoriert | Ignoriert | Fehlerwert |
9.7.1 Beispiel "WRITE EPC"
Das Beispiel schreibt einen neuen EPC auf einen ID-Tag (Kommando „0x05“, EPC „0x4199“).
| Kommandowert | EPC-Länge | EPC 0 bis 15 | Länge neuer EPC | Daten | Blockzähler | Status-Bit „Cmd Start“ | Kommandowert | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Fehlerwert | Status-Bit „Cmd End“ | Status-Bit „Cmd Start“ | |
| Prozessdaten-Ausgangsabbild | Prozessdaten-Eingangsabbild | ||||||||||||
| Voreingestell-tes Kommando | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Steuerung setzt Komman-do (EPC auf ID-Tag schrei-ben mit aktuel-lem EPC „0x4199“) | 0x05 | 0x02 | 0x4199 | 0x04 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Gerät bestätigt Kommando | 0x05 | 0x02 | 0x4199 | 0x04 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x05 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 |
| Steuerung überträgt neu-en EPC | 0x05 | Neuer EPC für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x05 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 | |||
| Gerät bestätigt Empfang und schreibt neuen EPC | 0x05 | Neuer EPC für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x05 | 0x00 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 | |||
| Gerät beendet Kommando | 0x05 | Neuer EPC für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x05 | 0x00 | 0x01 | 0x00 | 1 | 1 | |||
| Steuerung nimmt Kom-mandowert zu-rück | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x05 | 0x00 | 0x01 | 0x00 | 1 | 1 |
| Gerät führt vor-eingestelltes Kommando aus | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
9.7.2 Beispiel "WRITE EPC nicht ausgeführt"
Das Beispiel demonstriert den Abbruch von „WRITE EPC“.
| Kommandowert | EPC-Länge | EPC 0 bis 15 | Länge neuer EPC | Daten | Blockzähler | Status-Bit „Cmd Start“ | Kommandowert | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Fehlerwert | Status-Bit „Cmd End“ | Status-Bit „Cmd Start“ | |
| Prozessdaten-Ausgangsabbild | Prozessdaten-Eingangsabbild | ||||||||||||
| Voreingestell-tes Kommando | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Steuerung setzt Komman-do (EPC auf ID-Tag schrei-ben mit aktuel-lem EPC „0x4199“) | 0x05 | 0x00 | 0x4199 | 0x04 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Gerät bestätigt Kommando | 0x05 | 0x00 | 0x4199 | 0x04 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x05 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 |
| Steuerung überträgt neu-en EPC | 0x05 | Neuer EPC für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x05 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 | |||
| Gerät bestätigt Empfang und schreibt neuen EPC | 0x05 | Neuer EPC für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x05 | 0x00 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 | |||
| Gerät setzt Fehlerwert (un-genügende Stromversor-gung des ID-Tags) | 0x05 | Neuer EPC für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x05 | 0x00 | 0x01 | 0x64 | 1 | 1 | |||
| Steuerung nimmt Kom-mandowert zu-rück | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x05 | 0x00 | 0x01 | 0x64 | 1 | 1 |
| Gerät führt vor-eingestelltes Kommando aus | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
9.8 Betriebsmodus "READ DATA"
Im Betriebsmodus "READ DATA" werden mehr als 28 Bytes mit einer Leseoperation gelesen. Die Daten werden sequenziell vom Gerät zur Steuerung übertragen.
Daten vom Gerät zur Steuerung übertragen:
▶ Die Steuerung setzt im Prozessdaten-Ausgangsabbild
- den Kommandowert "0x06",
- die Adresse (16 Bit),
- die Datenlänge (16 Bit) und
- die Speicherbank mit den Werten EPC:"0x01", TID:"0x02", USER:"0x03", Reserviert:"0x04".
▷ Für das Identifizieren des ID-Tags ist zusätzlich der EPC und dessen Länge notwendig.
▶ Die Steuerung startet die Leseoperation mit dem Status-Bit "Cmd Start".
▷ Das Gerät bestätigt den Start der Leseoperation durch das Setzen des Status-Bit "Cmd Start Acknowledge" im Prozessdaten-Eingangsabbild.
▶ Sobald die ersten Daten vom ID-Tags verfügbar sind, überträgt das Gerät die Daten ins Prozessdaten-Eingangsabbild (Daten 0 bis 27) und erhöht den Blockzähler um „1“.
Die Steuerung bestätigt den Empfang der Daten, indem der Blockzähler im Prozessdaten-Ausgangsabbild um „1“ erhöht wird.
▶ Die beiden vorherigen Schritte wiederholen sich, bis alle Daten übertragen sind.
▶ Das Gerät setzt mit der letzten Übertragung das Status-Bit "Cmd End".
▷ Die Leseoperation ist beendet.

War die Operation nicht erfolgreich, setzt das Gerät den Fehlerwert und das Status-Bit "Cmd End" im Prozessabbild. Das Übertragen von Daten wird unterbrochen.
| Byte | Prozessdatenausgang | Prozessdateneingang |
| 0 | Kommandowert = 0x06 | Kommandowert = 0x06 |
| 1 | Status | Status |
| 2 | Ignoriert | Daten 0 |
| 3 | Länge des EPC | Daten 1 |
| 4 | EPC 0 | Daten 2 |
| 5 | EPC 1 | Daten 3 |
| 6 | EPC 2 | Daten 4 |
| 7 | EPC 3 | Daten 5 |
| 8 | EPC 4 | Daten 6 |
| 9 | EPC 5 | Daten 7 |
| 10 | EPC 6 | Daten 8 |
| 11 | EPC 7 | Daten 9 |
| 12 | EPC 8 | Daten 10 |
| 13 | EPC 9 | Daten 11 |
| 14 | EPC 10 | Daten 12 |
| 15 | EPC 11 | Daten 13 |
| 16 | EPC 12 | Daten 14 |
| 17 | EPC 13 | Daten 15 |
| 18 | EPC 14 | Daten 16 |
| 19 | EPC 15 | Daten 17 |
| 20 | Ignoriert | Daten 18 |
| 21 | Ignoriert | Daten 19 |
| 22 | Ignoriert | Daten 20 |
| 23 | Ignoriert | Daten 21 |
| 24 | Ignoriert | Daten 22 |
| 25 | Memory Bank | Daten 23 |
| 26 | Adresse High | Daten 24 |
| 27 | Adresse Low | Daten 25 |
| 28 | Länge High | Daten 26 |
| 29 | Länge Low | Daten 27 |
| 30 | Blockzähler | Blockzähler |
| 31 | Ignoriert | Fehlerwert |
9.8.1 Beispiel "READ DATA"
Das Beispiel demonstriert das erfolgreiche Lesen von Daten (Kommandowert „0x06“, EPC „0x5532“).
| Kommandowert | EPC-Länge | EPC 0 bis 15 | Speicherbank | Adresse | Länge | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Status-Bit „Cmd Start“ | Kommandowert | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Fehlerwert | Status-Bit „Cmd End“ | Status-Bit „Cmd Start“ | |
| Prozessdaten-Ausgangsabbild | Prozessdaten-Eingangsabbild | ||||||||||||||
| Voreinge-stelltes Kom-mando | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x0 | |
| Steuerung setzt Kom-mando (Lese 35 Bytes von Adresse 0x12) | 0x06 | 0x02 | 0x55 | 0x02 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x0 | |
| Gerät bestä-tigt Komman-do | 0x06 | 0x02 | 0x55 | 0x02 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x0 | 0 | |
| Gerät setzt ersten Byte der Daten | 0x06 | 0x02 | 0x55 | 0x02 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x0 | ||
| Steuerung bestätigt Empfang der Daten | 0x06 | 0x02 | 0x55 | 0x02 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x01 | 1 | 0x06 | Da-ten | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 | 0x06 | Sing-le EPC | Daten 0 bis 27 | |
| Gerät setzt weitere Da-ten und be-endet Lesen | 0x06 | 0x02 | 0x55 | 0x02 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x01 | 1 | 0x06 | Da-ten | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 | 0x06 | Sing-le EPC | Daten 0 bis 27 | ||
| Steuerung bestätigt Empfang der Daten | 0x06 | 0x02 | 0x55 | 0x02 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x01 | 1 | 0x06 | Da-ten | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 | 0x06 | Sing-le EPC | Blockzähler | ||
| Steuerung nimmt Kom-mandowert zurück | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x02 | 1 | 0x06 | Da-ten | 0x02 | 0x00 | 1 | 1 | 0x06 | Sing-le EPC | Fehlerwert | ||
| Gerät führt voreingestell-tes Komman-do aus | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 1 | 1 | 0x06 | Sing-le EPC | Status-Bit „Cmd End“ |
9.8.2 Beispiel "READ DATA nicht ausgeführt"
Das Beispiel demonstriert den Abbruch eines Lesebefehls.
| Kommandowert | ||||||||||||||
| EPC-Länge | ||||||||||||||
| EPC 0 bis 15 | ||||||||||||||
| Speicherbank | ||||||||||||||
| Adresse | ||||||||||||||
| Länge | ||||||||||||||
| Daten 0 bis 27 | ||||||||||||||
| Blockzähler | ||||||||||||||
| Status-Bit „Cmd Start“ | ||||||||||||||
| Prozessdaten-Eingangsabbild | ||||||||||||||
| Kommandowert | ||||||||||||||
| Daten 0 bis 27 | ||||||||||||||
| Blockzähler | ||||||||||||||
| Fehlerwert | ||||||||||||||
| Status-Bit „Cmd End“ | ||||||||||||||
| Status-Bit „Cmd Start“ | ||||||||||||||
| 0 | ||||||||||||||
| 0 | ||||||||||||||
| 0x06 | Sing- le EPC | 0x00 | ||||||||||||
| 0x00 | 0x00 | 0 | ||||||||||||
| 0 | 0 | |||||||||||||
| Kommandowert | EPC-Länge | EPC 0 bis 15 | Speicherbank | Adresse | Länge | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Status-Bit „Cmd Start“ | Kommandowert | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Fehlerwert | Status-Bit „Cmd End“ | Status-Bit „Cmd Start“ | |
| Gerät bestätigt Kommando-do | 0x06 | 0x02 | 0x5532 | 0x02 | 0x0012 | 0x0023 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x06 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 |
| Gerät setzt ersten Byte der Daten | 0x06 | 0x02 | 0x5532 | 0x02 | 0x0012 | 0x0023 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x06 | Da-ten | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 |
| Steuerung bestätigt Empfang der Daten | 0x06 | 0x02 | 0x5532 | 0x02 | 0x0012 | 0x0023 | 0x00 | 0x01 | 1 | 0x06 | Da-ten | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 |
| Gerät setzt Fehlerwert (Fehler beim Empfang der Daten) | 0x06 | 0x02 | 0x5532 | 0x02 | 0x0012 | 0x0023 | 0x00 | 0x01 | 1 | 0x06 | Da-ten | 0x01 | 0x42 | 1 | 1 |
| Steuerung nimmt Kom-mandowert zurück | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x00 | 0x0000 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x06 | 0x00 | 0x01 | 0x42 | 1 | 1 |
| Gerät führt voreingestell-tes Komman-do aus | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x00 | 0x0000 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
9.9 Betriebsmodus "WRITE DATA"
Im Betriebsmodus "WRITE DATA" werden mehr als 28 Bytes mit einer Schreiboperation auf einen ID-Tag geschrieben. Die Daten werden sequenziell von der Steuerung zum Gerät übertragen.
Daten von Steuerung zum Gerät übertragen:
▶ Die Steuerung setzt den Kommandowert "0x07", die Adresse (16 Bit) und die Datenlänge (16 Bit) im Prozessdaten-Ausgangsabbild. Für das Identifizieren des ID-Tags ist zusätzlich der EPC und dessen Länge notwendig. Bei der Speicherbank kann nur der Wert USER: "0x03" angegeben werden.
▶ Die Steuerung startet die Schreiboperation mit dem Status-Bit "Cmd Start".
▷ Das Gerät bestätigt den Start der Schreiboperation durch das Setzen des Status-Bit "Cmd Start Acknowledge" im Prozessdaten-Eingangsabbild.
▶ Die Steuerung füllt die Daten im Prozessdaten-Ausgangsabbild (Daten 0 bis 27) und erhöht den Blockzähler um „1“.
▷ Das Gerät bestätigt den Empfang der Daten, indem der Blockzähler im Prozessdaten-Ausgangsabbild um 1 erhöht wird.
▶ Die beiden vorherigen Schritte wiederholen sich, bis alle Daten übertragen wurden.
▷ Das Gerät setzt mit der letzten Übertragung das Status-Bit "Cmd End".
▶ Die Schreiboperation ist beendet.
War die Operation nicht erfolgreich, setzt das Gerät den Fehlerwert und das Status-Bit "Cmd End" im Prozessabbild. Das Übertragen von Daten wird unterbrochen.
| Byte | Prozessdatenausgang beim Start der Schreiboperation | Prozessdatenausgang während der Datenübertragung | Prozessdateneingang |
| 0 | Kommandowert=0x07 | Kommandowert=0x07 | Kommandowert=0x07 |
| 1 | Status | Status | Status |
| 2 | Ignoriert | Daten 0 | 0x00 |
| 3 | Länge des EPC | Daten 1 | 0x00 |
| 4 | EPC 0 | Daten 2 | 0x00 |
| 5 | EPC 1 | Daten 3 | 0x00 |
| 6 | EPC 2 | Daten 4 | 0x00 |
| 7 | EPC 3 | Daten 5 | 0x00 |
| 8 | EPC 4 | Daten 6 | 0x00 |
| 9 | EPC 5 | Daten 7 | 0x00 |
| 10 | EPC 6 | Daten 8 | 0x00 |
| 11 | EPC 7 | Daten 9 | 0x00 |
| 12 | EPC 8 | Daten 10 | 0x00 |
| 13 | EPC 9 | Daten 11 | 0x00 |
| 14 | EPC 10 | Daten 12 | 0x00 |
| 15 | EPC 11 | Daten 13 | 0x00 |
| 16 | EPC 12 | Daten 14 | 0x00 |
| 17 | EPC 13 | Daten 15 | 0x00 |
| 18 | EPC 14 | Daten 16 | 0x00 |
| 19 | EPC 15 | Daten 17 | 0x00 |
| 20 | Ignoriert | Daten 18 | 0x00 |
| 21 | Ignoriert | Daten 19 | 0x00 |
| 22 | Ignoriert | Daten 20 | 0x00 |
| 23 | Ignoriert | Daten 21 | 0x00 |
| 24 | Ignoriert | Daten 22 | 0x00 |
| 25 | Memory Bank | Daten 23 | 0x00 |
| 26 | Adresse High | Daten 24 | 0x00 |
| 27 | Adresse Low | Daten 25 | 0x00 |
| 28 | Länge High | Daten 26 | 0x00 |
| 29 | Länge Low | Daten 27 | 0x00 |
| 30 | Blockzähler | Blockzähler | Blockzähler |
| 31 | Ignoriert | Ignoriert | Fehlerwert |
9.9.1 Beispiel "WRITE DATA"
Das Beispiel demonstriert das erfolgreiche Schreiben von Daten (Kommando „0x07“, EPC „0x7134“).
| Kommandowert | EPC-Länge | EPC 0 bis 15 | Speicherbank | Adresse | Länge | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Status-Bit „Cmd Start“ | Kommandowert | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Fehlerwert | Status-Bit „Cmd End“ | Status-Bit „Cmd Start“ | |
| Prozessdaten-Ausgangsabbild | Prozessdaten-Eingangsabbild | ||||||||||||||
| Voreinge-stelltes Kom-mando | 0x00 | 0x00 | 0x00 00 | 0x00 | 0x00 00 | 0x00 00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Steuerung setzt Kom-mando (Schreibe 40 Bytes an Adresse 0x10) | 0x07 | 0x02 | 0x7134 | 0x03 | 0x0010 | 0x0028 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Gerät bestä-tigt Komman-do | 0x07 | 0x02 | 0x7134 | 0x03 | 0x0010 | 0x0028 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 |
| Steuerung überträgt erste Daten | 0x07 | Daten für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 | |||||
| Gerät bestä-tigt Daten | 0x07 | Daten für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 | |||||
| Steuerung überträgt weitere Da-ten | 0x07 | Daten für ID-Tag | 0x02 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 | |||||
| Gerät bestä-tigt Daten und beendet Schreiben | 0x07 | Daten für ID-Tag | 0x02 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x02 | 0x00 | 1 | 1 | |||||
| Steuerung nimmt Kom-mandowert zurück | 0x00 | 0x02 | 0x0000 | 0x00 | 0x0000 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x07 | 0x00 | 0x02 | 0x00 | 1 | 1 |
| Gerät führt voreingestell-tes Komman-do aus | 0x00 | 0x02 | 0x0000 | 0x00 | 0x0000 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
9.9.2 Beispiel "WRITE DATA nicht ausgeführt"
Das Beispiel demonstriert den Abbruch eines Schreibbefehls.
| Kommandowert | EPC-Länge | EPC 0 bis 15 | Speicherbank | Adresse | Länge | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Status-Bit „Cmd Start“ | Kommandowert | Daten 0 bis 27 | Blockzähler | Fehlerwert | Status-Bit „Cmd End“ | Status-Bit „Cmd Start“ | |
| Prozessdaten-Ausgangsabbild | Prozessdaten-Eingangsabbild | ||||||||||||||
| Voreinge-stelltes Kom-mando | 0x00 | 0x00 | 0x00 00 | 0x00 | 0x00 00 | 0x00 00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Steuerung setzt Kom-mando (Schreibe 40 Bytes an Adresse 0x10) | 0x07 | 0x00 | 0x71 34 | 0x03 | 0x00 10 | 0x00 28 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
| Gerät bestätigt Komman-do | 0x07 | 0x00 | 0x71 34 | 0x03 | 0x00 10 | 0x00 28 | 0x00 | 0x00 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 |
| Steuerung überträgt erste Daten | 0x07 | Daten für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x00 | 0x00 | 0 | 1 | |||||
| Gerät bestätigt Daten | 0x07 | Daten für ID-Tag | 0x01 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 | |||||
| Steuerung überträgt weitere Daten | 0x07 | Daten für ID-Tag | 0x02 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x01 | 0x00 | 0 | 1 | |||||
| Gerät setzt Fehlerwert (Fehler beim Schreiben der Daten) | 0x07 | Daten für ID-Tag | 0x02 | 1 | 0x07 | 0x00 | 0x01 | 0x41 | 1 | 1 | |||||
| Steuerung nimmt Kommandowert zurück | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x00 | 0x0000 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x07 | 0x00 | 0x01 | 0x41 | 1 | 1 |
| Gerät führt voreingestelltes Komman-do aus | 0x00 | 0x00 | 0x0000 | 0x00 | 0x0000 | 0x0000 | 0x00 | 0x00 | 0 | 0x00 | Single EPC | 0x00 | 0x00 | 0 | 0 |
9.10 Betriebsmodus "LOCK DATA"
Im Betriebsmodus „LOCK DATA“ wird auf einem ID-Tag ein Speicherbereich verriegelt. Für den verriegelten Speicherbereich wird ein Passwort vergeben. Das Passwort ist notwendig, wenn in den Speicherbereich geschrieben werden soll. Das Feld „Lock action“ legt den Zustand fest:
- Speicherbereich verriegelt: "Lock action = 0x01"
- Speicherbereich nicht verriegelt: "Lock action = 0x00"
Speicherbereich verriegeln:
▶ Die Steuerung setzt den Kommandowert „0x08“, das Passwort (Länge 4 Bytes) und die „Lock action“ im Prozessdaten-Ausgangsabbild. Für das Identifizieren des ID-Tags ist zusätzlich der EPC und dessen Länge notwendig.
▷ Das Feld „Memory Bank“ stellt ein, welche Speicherbank verriegelt werden soll: EPC:“0x01” USER:“0x03”
▶ Die Steuerung startet die Schreiboperation mit dem Status-Bit "Cmd Start".
▷ Das Gerät bestätigt den Start der Operation durch das Setzen des Status-Bit "Cmd Start Acknowledge" im Prozessdaten-Eingangsabbild.
▷ Das Gerät setzt mit dem Ende der Operation das Status-Bit "Cmd End".
▶ Das Verriegeln ist beendet.

War die Operation nicht erfolgreich, setzt das Gerät den Fehlerwert und das Status-Bit "Cmd End" im Prozessabbild. Das Übertragen von Daten wird unterbrochen.
| Byte | Prozessdatenausgang | Prozessdateneingang |
| 0 | Kommandowert=0x08 | Kommandowert=0x08 |
| 1 | Status | Status |
| 2 | Ignoriert | 0x00 |
| 3 | Länge des EPC | 0x00 |
| 4 | EPC 0 | 0x00 |
| 5 | EPC 1 | 0x00 |
| 6 | EPC 2 | 0x00 |
| 7 | EPC 3 | 0x00 |
| 8 | EPC 4 | 0x00 |
| 9 | EPC 5 | 0x00 |
| 10 | EPC 6 | 0x00 |
| 11 | EPC 7 | 0x00 |
| 12 | EPC 8 | 0x00 |
| 13 | EPC 9 | 0x00 |
| 14 | EPC 10 | 0x00 |
| 15 | EPC 11 | 0x00 |
| 16 | EPC 12 | 0x00 |
| 17 | EPC 13 | 0x00 |
| 18 | EPC 14 | 0x00 |
| 19 | EPC 15 | 0x00 |
| 20 | Ignoriert | 0x00 |
| 21 | Ignoriert | 0x00 |
| 22 | Ignoriert | 0x00 |
| 23 | Ignoriert | 0x00 |
| 24 | Lock action | 0x00 |
| 25 | Memory Bank | 0x00 |
| 26 | PWD 0 | 0x00 |
| 27 | PWD 1 | 0x00 |
| 28 | PWD 2 | 0x00 |
| 29 | PWD 3 | 0x00 |
| 30 | Blockzähler | Blockzähler |
| 31 | Ignoriert | Fehlerwert |
9.11 Fehlerwerte beim Ausführen von Kommandos
| Fehlerwert | Name | Beschreibung |
| 0x00 | IOL_RFID_ERROR_NOERROR | Kein Fehler, Kommando erfolgreich ausgeführt. |
| 0x01 | IOL_RFID_ERROR_UNKNOWN_COMMAND | Unbekanntes Kommando. |
| 0x41 | UHF_COMMAND_ERROR_NO_RESPONSE | ID-Tag antwortet nicht. ID-Tag außerhalb der Reichweite oder Operation vom ID-Tag nicht unterstützt. |
| 0x42 | UHF_COMMAND_ERROR_RX_ERROR | Fehler beim Empfang der ID-Tag-Antwort. |
| 0x43 | UHF_COMMAND_ERROR_INT_MODE_CHANGE | Interner Fehler: Kommandomodus kann nicht gewechselt werden. |
| 0x51 | UHF_SYNTAX_ERROR | Kommandoparameter falsch. |
| 0x61 | UHF_ERROR_GEN2_TAG_OTHER_ERROR | Kommando wird vom ID-Tag nicht unterstützt. |
| 0x62 | UHF_ERROR_GEN2_TAG_MEMORY_OVERRUN | Der angegebene Datenbereich liegt außerhalb des verfügbaren Datenbereichs. |
| 0x63 | UHF_ERROR_GEN2_TAG_MEMORY_LOCKED | Der angegebene Datenbereich ist bereits gesperrt. |
| 0x64 | UHF_ERROR_GEN2_TAG_INSUFFICIENT_POWER | Die Energieversorgung des ID-Tags ist unzureichend. |
| 0x65 | UHF_ERROR_GEN2_TAG_NON_SPECIFIC_ERROR | Nicht weiter spezifizierter Fehler des ID-Tags. |
| 0x66 | UHF_ERROR_READ_WRITE_TIMEOUT | Zeitüberschreitung bei Lese-/Schreiboperation. |
| 0x67 | UHF_ERROR_INTERNAL_PROCESSING | Interner Datenverarbeitungsfehler. |
| 0x71 | UHF_ERROR_MAC_GENERAL | Das Modul „UHF Frontend“ des Gerätes meldet allgemeinen Fehler. |
| 0x72 | UHF_ERROR_MAC_CRC_MISMATCH | Das Modul „UHF Frontend“ des Gerätes meldet Checksummen-Fehler. |
| 0x73 | UHF_ERROR_MAC_NO_TAG_RESPONSE | Das Modul „UHF Frontend“ des Gerätes meldet keine Antwort vom ID-Tag. |
| 0x74 | UHF_ERROR_MAC_TAG_LOST | Das Modul „UHF Frontend“ des Gerätes hat die Verbindung zum ID-Tag verloren. |
| 0x81 | RFID_DEVICE_ERROR_NOT_ACTIVE | Das Gerät ist nicht aktiv und kann keine Operationen auf dem ID-Tag ausführen. |
9.12 Gerätespezifische Parameter
Das Gerät wird mit einem IO-Link-Parametrierprogramm parametriert (beispielsweise ifm moneo configure).

Weitere Informationen enthält die IODD unter www.ifm.com.
9.12.1 Parameter "Datenhaltezeit"
Die Datenhaltezeit gibt die Zeit an, in der die Daten des Prozessdaten-Eingangsabbildes konstant gehalten werden. Je nach Betriebsmodus betrifft das den EPC (Betriebsmodi „SINGLE EPC“ und „EPC REPORT“) und die Daten im Modus „READ DATA AUTO“ (→ Betriebsmodus "READ DATA AUTO" ☐ 20) und „WRITE DATA AUTO“ (→ Betriebsmodus "WRITE DATA AUTO" ☐ 21).
Nach Ablauf der Datenhaltezeit bestätigt das Gerät selbstständig die Daten: Der Blockzähler im Prozessdaten-Eingangsabbild wird erhöht. Anschließend werden die nächsten Daten übertragen.
Die Datenhaltezeit wird abgebrochen durch manuelles Inkrementieren des Blockzählers im Prozessdaten-Ausgangsabbild. Anschließend werden die nächsten Daten übertragen.

Der Parameter wirkt sich nicht auf die Datenübertragung in den folgenden Betriebsmodi aus:
- „EPC LIST“ (→ Betriebsmodus "EPC LIST" ☐ 25)
- „WRITE EPC“ (→ Betriebsmodus "WRITE EPC" ☐ 26)
- „READ DATA“ (→ Betriebsmodus "READ DATA" ☐ 29)
- „WRITE DATA“ (→ Betriebsmodus "WRITE DATA" ☐ 32)
- „LOCK DATA“ (→ Betriebsmodus "LOCK DATA" ☐ 35)
9.12.2 Parameter "Adresse für automatisches Lesen/Schreiben"
Im Betriebsmodus „READ DATA AUTO“ (→ Betriebsmodus "READ DATA AUTO" ☐ 20) liest und im Betriebsmodus „WRITE DATA AUTO“ (→ Betriebsmodus "WRITE DATA AUTO" ☐ 21) schreibt das Gerät eine bestimmte Anzahl von Datenbytes.
Der Parameter bestimmt die Adresse im Speicherbereich, auf die bei der Lese- und Schreiboperation zugegriffen wird. Die Adresse wird in Bytes ab Start des Speicherbereiches angegeben.
Die Daten werden als Datenwort verarbeitet (2 Byte).
▶ Für die Adresse als Format Datenwort verwenden.
▶ Nur gerade Adressen verwenden.
Der adressierte Speicherbereich für die Lese- und Schreiboperation darf nicht außerhalb des Speicherbereiches des Gerätes liegen:
▶ Adresse für automatisches Lesen/Schreiben + Datenlänge für autom. Lesen/Schreiben ≤ Anzahl der verfügbaren Bytes auf dem Gerät
9.12.3 Parameter "Datenlänge für automatisches Lesen/Schreiben"
Im Betriebsmodus „READ DATA AUTO“ (→ Betriebsmodus "READ DATA AUTO" ☐ 20) liest und im Betriebsmodus „WRITE DATA AUTO“ (→ Betriebsmodus "WRITE DATA AUTO" ☐ 21) schreibt das Gerät eine bestimmte Anzahl von Datenbytes. Der Parameter bestimmt die Länge des Speicherbereiches in Bytes, die vom Gerät gelesen und geschrieben wird.
Die Daten werden als Datenwort verarbeitet (2 Byte).
▶ Die Datenlänge als ein Vielfaches von 2 Byte angeben.
Der adressierte Speicherbereich für die Lese-/Schreiboperation darf nicht außerhalb des Speicherbereiches des Gerätes liegen:
▶ Adresse für autom. Lesen/Schreiben + Datenlänge für autom. Lesen/Schreiben ≤ Anzahl der verfügbaren Bytes auf dem Gerät
Für das automatische Lesen und Schreiben ist die minimale Länge 2 Byte und die maximale Länge 28 Byte.
9.12.4 Parameter „ID-Tag Speicherbereich für automatisches Lesen/Schreiben“
Im Betriebsmodus „READ DATA AUTO“ (→ Betriebsmodus "READ DATA AUTO" ☐ 20) liest und im Betriebsmodus „WRITE DATA AUTO“ (→ Betriebsmodus "WRITE DATA AUTO" ☐ 21) schreibt das Gerät eine bestimmte Anzahl von Datenbytes. Der Parameter bestimmt den Speicherbereich auf dem ID-Tag, von dem gelesen und auf den geschrieben wird.
Die folgenden Speicherbereiche können mit dem Parameter verwendet werden:
„0x00“: none (READ DATA AUTO / WRITE DATA AUTO ausschalten)
„0x01“: Speicherbereich EPC
„0x02“: Speicherbereich TID
„0x03“: Speicherbereich USER
Für den Betriebsmodus „WRITE DATA AUTO“ ist nur der Speicherbereich USER gültig.
9.12.5 Parameter "ID-Tag Zugriffspassword"
Die ID-Tags können mit einem Schreibschutz versehen werden. Anschließend ist ein Passwort für den Zugriff notwendig. Der Parameter hinterlegt das Passwort im Gerät. Das Passwort wird für alle Schreibzugriffe auf die ID-Tags verwendet.
Das Passwort ist 4 Bytes lang. Haben alle 4 Bytes den Wert „0x00“, wird kein Passwort für den Zugriff auf die ID-Tags verwendet.
Das Passwort wird für alle ID-Tags verwendet. Individuelle Passwörter je ID-Tag sind nicht möglich.
▷ Das Gerät kann nicht auf die ID-Tags zugreifen, wenn
▶ mit dem Parameter „ID-Tag Zugriffspasswort“ ein Passwort im Gerät hinterlegt wurde und
▶ die ID-Tags nicht mit einem Passwort geschützt sind.
9.12.6 Parameter "ID-Tag Selektionsziel"
Mit der ID-Tag-Selektion werden nur erwünschte ID-Tags vom Gerät erkannt. Alle ID-Tags, die nicht den Kriterien entsprechen, werden vom Gerät aussortiert und nicht berücksichtigt.
Ein ID-Tag wird selektiert durch einen Vergleich von auf den ID-Tag gespeicherten Daten und einer vorgegebenen Bit-Maske. Für den Vergleich sind die Daten in einem der folgenden Speicherbereiche gespeichert: EPC, TID oder USER.
Der Parameter legt den Speicherbereich für den Vergleich fest. Die folgenden Speicherbereiche können eingestellt werden:
- EPC
• TID - USER
- kein Selektionsziel
Die ID-Tag-Selektion ist inaktiv, wenn „kein Selektionsziel“ eingestellt ist.
9.12.7 Parameter "ID-Tag Selektionsmaske"
Mit der ID-Tag-Selektion werden nur erwünschte ID-Tags vom Gerät erkannt. Alle ID-Tags, die nicht den Kriterien entsprechen, werden vom Gerät aussortiert und nicht berücksichtigt.
Ein ID-Tag wird selektiert durch einen Vergleich von auf den ID-Tag gespeicherten Daten und einer vorgegebenen Bit-Maske. Für den Vergleich sind die Daten in einem der folgenden Speicherbereiche gespeichert: EPC, TID oder USER.
Der Parameter legt die Selektionsmaske fest. Die Daten auf dem ID-Tag werden mit der Selektionsmaske bitweise verglichen. Stimmen alle Bits überein, wird der ID-Tag selektiert und vom Gerät erkannt.

Der Parameterwert umfasst 16 Bytes. Das erste Bit der Selektionsmaske befindet sich ganz links im Bytearray.
9.12.8 Parameter "ID-Tag Selektion Startbit"
Mit der ID-Tag-Selektion werden nur erwünschte ID-Tags vom Gerät erkannt. Alle ID-Tags, die nicht den Kriterien entsprechen, werden vom Gerät aussortiert und nicht berücksichtigt.
Ein ID-Tag wird selektiert durch einen Vergleich von auf den ID-Tag gespeicherten Daten und einer vorgegebenen Bit-Maske. Für den Vergleich sind die Daten in einem der folgenden Speicherbereiche gespeichert: EPC, TID oder USER.
Der Parameter legt das Startbit fest, ab dem die Daten im ID-Tag mit der Selektionsmaske verglichen werden.
9.12.9 Parameter "ID-Tag Selektion Länge"
Mit der ID-Tag-Selektion werden nur erwünschte ID-Tags vom Gerät erkannt. Alle ID-Tags, die nicht den Kriterien entsprechen, werden vom Gerät aussortiert und nicht berücksichtigt.
Ein ID-Tag wird selektiert durch einen Vergleich von auf den ID-Tag gespeicherten Daten und einer vorgegebenen Bit-Maske. Für den Vergleich sind die Daten in einem der folgenden Speicherbereiche gespeichert: EPC, TID oder USER.
Der Parameter legt die Anzahl von Bits fest, die für den Vergleich ab dem Startbit mit der Selektionsmaske verwendet werden.
9.12.10 Parameter "RSSI-Filter kleinster Wert"
Das RSSI-Filter ordnet ID-Tags anhand ihres Empfangssignals (RSSI) räumlich ein. Eine typische Anwendung ist das Einschränken des räumlichen Erkennungsfeldes.
Der Parameter stellt den kleinsten Wert für den RSSI-Filter ein. Alle ID-Tags mit einem Empfangssignal kleiner als der eingestellte Wert, werden ausgefiltert.
9.12.11 Parameter "RSSI-Filter größster Wert"
Das RSSI-Filter ordnet ID-Tags anhand ihres Empfangssignals (RSSI) räumlich ein. Eine typische Anwendung ist das Einschränken des räumlichen Erkennungsfeldes.
Der Parameter stellt den größten Wert für den RSSI-Filter ein. Alle ID-Tags mit einem Empfangssignal größer als der eingestellte Wert, werden ausgefiltert.
9.12.12 Parameter "RSSI-Filter aktivieren"
Das RSSI-Filter ordnet ID-Tags anhand ihres Empfangssignals (RSSI) räumlich ein. Eine typische Anwendung ist das Einschränken des räumlichen Erkennungsfeldes.
Der Parameter aktiviert den RSSI-Filter. ID-Tags unterhalb des minimalen und oberhalb des maximalen RSSI-Wertes werden ausgefiltert.
9.12.13 Parameter „Antennenausgangsleistung für Lesezugriff“
Der Parameter stellt die Antennenausgangsleistung für das Lesen von ID-Tags ein.

Eine kleinere Antennenausgangsleistung reduziert die maximale Entfernung zwischen Gerät und dem zu lesenden ID-Tag.
9.12.14 Parameter „Antennenausgangsleistung für Schreibzugriff“
Der Parameter stellt die Antennenausgangsleistung für das Schreiben auf ID-Tags ein.

Beim Schreiben von Daten auf den ID-Tag wird mehr Energie benötigt als beim Lesen von Daten. Daher ist die maximale Entfernung zwischen Gerät und ID-Tag beim Schreiben von Daten geringer als beim Lesen von Daten.
Der Unterschied kann durch das individuelle Einstellen der Antennenausgangsleistung für das Lesen und Schreiben ausgeglichen werden.
9.12.15 Parameter „ID-Tag Erkennungsmodus“
Der Parameter stellt das Verhalten des Gerätes beim Erkennen von ID-Tags ein. Die folgenden Erkennungsmodi sind einstellbar:
| Erkennungsmodus | Typische Anzahl von ID-Tags gleichzeitig im Feld | Beschreibung |
| Schnelle Ansprechzeit | <4 | Das Gerät versucht einen ID-Tag möglichst schnell zu erkennen, sobald sie das Erkennungsfeld des Gerätes erreichen oder verlassen. Für die Präsenzerkennung von ID-Tags eignet sich der Modus besonders. Dafür sollten sich <4 ID-Tags gleichzeitig im Erkennungsfeld befinden. |
| Dynamische ID-Tags | <4 | Bewegt sich ein ID-Tag schnell durch das Erkennungsfeld des Gerätes, eignet sich der Modus besonders. Die „Kommen/Gehen-Nachrichten“ können verzögert ausgegeben werden. |
| Mehrere ID-Tags | 4-16 | Befinden sich gleichzeitig mehrere ID-Tags im Erkennungsfeld, eignet sich der Modus besonders. |

Die Erkennungsmodi eignen sich für diverse Anwendungen und nicht nur für die in den Beschreibungen genannten.
9.13 ID-Tag
9.13.1 ID-Tag-Erkennung
Das Gerät sucht selbstständig nach verfügbaren ID-Tags, die sich in Reichweite des Gerätes befinden. Die LED-Anzeige am Gerät leuchtet, wenn ein oder mehrere ID-Tags erkannt werden (siehe Betriebsanleitung des Gerätes). Die Informationen der ID-Tags werden als Prozessdaten an der IO-Link-Schnittstelle bereitgestellt.
Das Erkennen von ID-Tags durch das Gerät hängt von den folgenden Punkten ab:
• die eingestellte Ausgangsleistung
• der ID-Tag-Selektion (→ ID-Tag-Selektion ☐ 41)
• dem RSSI-Filter
- Antenne des Gerätes
Die ID-Tags werden anhand der EPC-Daten auf dem ID-Tag erkannt. Die EPC-Daten der ID-Tags müssen sich unterscheiden. Wenn ID-Tags die gleichen EPC-Daten verwenden, kann das Gerät sie nicht unterscheiden.

Auf der Prozessschnittstelle werden maximal 16 Byte der EPC-Daten eines ID-Tags abgebildet. Weitere EPC-Daten werden vom Gerät ignoriert.
Das Gerät kann ID-Tags nur dann unterscheiden, wenn die ersten 16 Bytes unterschiedlich sind.
Die Funkverbindung zwischen dem ID-Tag und Gerät hängt von den folgenden Punkten ab:
• Umgebung des Gerätes und ID-Tags
• Ausrichtung des Gerätes und ID-Tags

Für eine möglichst gute Funkverbindung die Montagehinweise in den Betriebsanleitungen des ID-Tags und Gerätes beachten.
9.13.2 ID-Tag-Selektion
Mit der ID-Tag-Selektion werden nur erwünschte ID-Tags vom Gerät erkannt. Alle ID-Tags, die nicht den Kriterien entsprechen, werden vom Gerät aussortiert und nicht berücksichtigt.
Ein ID-Tag wird selektiert durch einen Vergleich von auf den ID-Tag gespeicherten Daten und einer vorgegebenen Bit-Maske. Für den Vergleich sind die Daten in einem der folgenden Speicherbereiche gespeichert: EPC, TID oder USER.
Die aussortierten ID-Tags werden
- nicht ins Prozessabbild übertragen,
- nicht über die Status-LEDs des Gerätes angezeigt,
- nicht beim automatischen Lesen bzw. Schreiben von Daten berücksichtigt.
Die Position der Daten wird durch die Parameter „Selektion Startbit“ und „Selektion Länge“ jeweils in Bit angegeben. Stimmen die Daten mit der Vergleichsmaske überein, ist der ID-Tag selektiert und wird vom Gerät weiterverarbeitet.
Beispiele
Durch die Selektion werden nur ID-Tags mit einem bestimmten EPC-Wert erkannt. Dadurch sind ID-Tags an einer Transportpalette und ID-Tags direkt an der Ware auf der Transportpalette unterscheidbar.
Die Daten und die Selektionsmaske stimmen überein. Der ID-Tag wird vom Gerät erkannt:
| Wert (hex) | Wert (binär) | |
| Selektion Startbit | 0 | |
| Selektion Länge | 8 | |
| Selektionsmaske | 0x3B | 0b00111011 |
| Daten auf ID-Tag | 0x3B | 0b00111011 |
Die Daten und die Selektionsmaske sind unterschiedlich. Der ID-Tag wird nicht vom Gerät erkannt:
| Wert (hex) | Wert (binär) | |
| Selektion Startbit | 0 | |
| Selektion Länge | 8 | |
| Selektionsmaske | 0x3B | 0b00111011 |
| Daten auf ID-Tag | 0x34 | 0b00110100 |
Die Daten und die Selektionsmaske stimmen überein. Der ID-Tag wird vom Gerät erkannt:
| Wert (hex) | Wert (binär) | |
| Selektion Startbit | 0 | |
| Selektion Länge | 1 | |
| Selektionsmaske | 0x3B | 0b00111011 |
| Daten auf ID-Tag | 0x34 | 0b00110100 |
Die Daten und die Selektionsmaske stimmen überein. Der ID-Tag wird vom Gerät erkannt:
| Wert (hex) | Wert (binär) | |
| Selektion Startbit | 4 | |
| Selektion Länge | 1 | |
| Selektionsmaske | 0x3B | 0b00111011 |
| Daten auf ID-Tag | 0x34 | 0b00110100 |

Bei den folgenden Betriebsmodi muss ein EPC-Code angegeben werden:
- READ DATA (→ Betriebsmodus "READ DATA" ☐ 29)
- WRITE DATA (→ Betriebsmodus "WRITE DATA" ☐ 32)
- WRITE EPC (→ Betriebsmodus "WRITE EPC" ☐ 26)
- LOCK DATA (→ Betriebsmodus "LOCK DATA" ☐ 35)
Dadurch kann auf einen ID-Tag zugegriffen werden, wenn jener per Selektion ausgefiltert wurde.
9.13.3 RSSI-Filter
Das RSSI-Filter ordnet ID-Tags anhand ihres Empfangssignals (RSSI) räumlich ein. Eine typische Anwendung ist das Einschränken des räumlichen Erkennungsfeldes.
Für den RSSI-Filter wird ein minimaler und ein maximaler RSSI-Wert eingestellt:
• hoher RSSI-Wert: Der ID-Tag ist nahe am Gerät,
- niedriger RSSI-Wert: Der ID-Tag ist weiter vom Gerät entfernt.
ID-Tags unterhalb des minimalen und oberhalb des maximalen RSSI-Wertes werden ausgefiltert.

Die Messung des RSSI-Wertes eines ID-Tags wird beeinflusst durch
▶ die Umgebung mit evtl. vorhandenen Reflektionen,
▶ Bewegung des ID-Tags während der Messung.
9.13.4 ID-Tag-Daten lesen und schreiben
Für den Zugriff auf die Daten eines ID-Tags stellt das Gerät mehrere Methoden bereit:
- Die Betriebsmodi „READ DATA AUTO“ und „WRITE DATA AUTO“ verarbeiten die Daten des ID-Tags selbstständig und stellen sie anschließend im Prozessabbild dar. Die Länge der Daten und deren Adresse werden vorher festgelegt. Anschließend liest oder schreibt das Gerät die Daten automatisch, sobald ein ID-Tag erkannt wird. Die Anzahl der Daten ist durch die Prozessdatenbreite der IO-Link-Schnittstelle beschränkt auf max. 28 Bytes.

Die Betriebsmodi „READ DATA AUTO“ und „WRITE DATA AUTO“ lesen und schreiben alle erkannten ID-Tags. Die ID-Tags werden nicht anhand der EPC-Daten unterschieden.
- Die anderen Betriebsmodi verarbeiten die Daten des ID-Tags einmalig auf Anweisung des Benutzers. Die EPC-Daten legen fest, welche ID-Tags gelesen oder beschrieben werden. Beim Übertragen von mehr als 28 Byte werden mehrere IO-Link-Prozessdaten-Zyklen verwendet. Die Daten werden mit Blockzählern synchronisiert (Betriebsmodi „READ DATA“).
Die ID-Tags sind in mehrere Speicherbänke aufgeteilt:
| Speicherbank | Beschreibung |
| EPC | Der Electronic Product Code wird zum Erkennen von ID-Tags verwendet. |
| TID | Die Transponder ID ist eine eindeutige, nicht veränderbare Identifikation des ID-Tags. |
| USER | Die Speicherbank USER ist frei verwendbar für die Daten des Benutzers. |
| RESERVED | Die Speicherbank RESERVED enthält Konfigurationsdaten des ID-Tags und ist für den Benutzer nicht verwendbar. |
Die Speicherbänke haben je nach Typ des ID-Tags unterschiedliche Größen, so dass die maximal verwendbare Datenlänge unterschiedlich ausfällt. Weitere Informationen befinden sich in den Datenblättern der ID-Tags.
EPC-Speicherbank
In der EPC-Speicherbank wird der EPC und zusätzliche Daten gespeichert:
| Speicherbereich | Typ | Beschreibung |
| 0x00 - 0x0F | CRC | 16 Bit CRC über den Inhalt der EPC Speicherbank |
| 0x10 - 0x1F | PC Bits | Protocol Control Bits |
| 0x20 – Ende der Speicherbank | EPC | Electronic Product Code |
| 0x210-0x21F | XPC | Extended Protocol Bits |
Mit dem Betriebsmodus „WRITE EPC“ wird der EPC auf den ID-Tag geschrieben. (→ Betriebsmodus "WRITE EPC" ☐ 26) Dabei werden die zusätzlichen Daten vom Gerät verwaltet.

Passive ID-Tags werden durch das hochfrequente Wechselfeld des Gerätes drahtlos mit Energie versorgt. Die Feldstärke nimmt mit steigender Entfernung zwischen Gerät und ID-Tag stark ab. Dadurch steht dem ID-Tag bei großen Entfernungen weniger Energie zur Verfügung.
Beim Schreiben von Daten auf den ID-Tag wird mehr Energie benötigt als beim Lesen von Daten. Daher ist die maximale Entfernung zwischen Gerät und ID-Tag beim Schreiben von Daten geringer als beim Lesen von Daten.
9.13.5 ID-Tag schreibschützen
Die ID-Tags können mit einem Schreibschutz versehen werden. Bei aktivem Schreibschutz ist ein Passwort für das Schreiben auf die Speicherbänke des ID-Tags notwendig.
| Speicherbank | Beschreibung |
| EPC | EPC kann vom Benutzer mit einem Passwort schreibgeschützt werden. |
| TID | TID ist immer schreibgeschützt und kann nicht verändert werden. |
| USER | USER kann vom Benutzer mit einem Passwort schreibgeschützt werden. |
| RESERVED | RESERVED ist immer schreibgeschützt und kann nicht verändert werden. |

Nur das Schreiben von Daten kann mit dem Schreibschutz verhindert werden. Das Lesen von Daten ist unabhängig vom Schreibschutz immer möglich.
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Das Gerät ist wartungsfrei.
▶ Bei Fehlfunktionen Kontakt mit ifm aufnehmen.
▶ Da innerhalb des Gerätes keine vom Anwender zu wartende Bauteile enthalten sind, das Gehäuse nicht öffnen. Die Instandsetzung des Gerätes darf nur durch den Hersteller erfolgen.
▶ Reinigung des Geräts mit einem trockenen Tuch.
▶ Das Gerät gemäß den nationalen Umweltvorschriften entsorgen.
11 Zulassungen / Normen
Die EU-Konformitätserklärung, Zulassungen und länderspezifische Zertifikate sind abrufbar unter:
→ www.ifm.com
Zulassungsrelevante Hinweise: → Beipackzettel
Glossar
EPC
Electronic Product Code, Speicherbereich für Identifikationsnummern auf dem ID-Tag.
ID-Tag
Ein ID-Tag wird zum Kennzeichnen von Objekten verwendet. Mit einem Schreib-/Lesegerät wird der ID-Tag über ein hochfrequentes Funksignal ausgelesen. Ein ID-Tag besteht aus einer Antenne, einem analogen Schaltkreis zum Empfangen und Senden (Transceiver), einem digitalen Schaltkreis und einem permanenten Speicher.
IODD
Digitale Beschreibung des Gerätes. Die IODD wird für das Parametrieren von Geräten über IO-Link benötigt.
IO-Link
IO-Link ist eine standardisierte IO-Technologie (IEC 61131-9) um mit Sensoren und Aktoren zu kommunizieren. Die Punkt-zu-Punkt-Kommunikation basiert auf 3-Leiter Sensor- und Aktor-Anschluss. IO-Link ist kein Feldbus, sondern die Weiterentwicklung der bisherigen Anschlusstechnik.
RSSI
Die Received Signal Strength Indication ist die Feldstärke des empfangenen Signals.
TID
Die Transponder ID ist eine weltweit einmalige Identifikationsnummer des ID-Tags. Sie wird vom Chip-Hersteller des ID-Tags während der Produktion vergeben und kann anschließend nicht mehr verändert werden. Die TID ist im TID-Speicherbereich des ID-Tags abgelegt.
USER-Speicherbereich
Der USER-Speicherbereich ist ein Speicherbereich auf dem ID-Tag für anwendungsspezifische Daten.





