OVP800 - Bildverarbeitungssystem IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG OVP800 IFM
Betriebsanleitung Bildverarbeitungssystem
OVP8xx
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung 3
1.1 Verwendete Symbole 3
1.2 Warnhinweise 3
1.3 Sicherheitssymbole auf dem Gerät 3
1.4 Rechtliche Hinweise 4
1.5 Open source information.... 4
2 Sicherheitshinweise 5
2.1 Cyber-Sicherheit 5
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 6
3.1 Einsatzbereich 6
4 Montage 7
4.1 Koordinatensystem 8
5 Elektrischer Anschluss 10
5.1 Anschlussbelegung.... 11
6 Bedien- und Anzeigelemente 12
6.1 Signalanzeigen 12
7 Parametrierung.... 13
8 Betrieb 14
8.1 Firmware aktualisieren 14
9 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 15
10 Zulassungen/Normen 16
Glossar 17
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
1.2 Warnhinweise
Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

WARNUNG
Warnung vor schweren Personenschäden
▷ Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

VORSICHT
Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden
▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
ACHTUNG
Warnung vor Sachschäden
▷ Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.
1.3 Sicherheitssymbole auf dem Gerät


Die elektrische Versorgung muss der IEC 61010-1, Kap. 9.4 – Energiebegrenzte Stromkreise entsprechen.
Gerät der Schutzklasse III. Betrieb nur an PELV-Stromkreisen.
1.4 Rechtliche Hinweise
© Alle Rechte bei ifm electronic gmbh. Vervielfältigung und Verwertung dieser Anleitung, auch auszugsweise, nur mit Zustimmung der ifm electronic gmbh.
Alle auf unseren Seiten verwendeten Produktnamen, Bilder, Unternehmen oder sonstige Marken sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber.
1.5 Open source information

Weitere Informationen zur Open source information unter: documentation.ifm.com.
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
2.1 Cyber-Sicherheit
ACHTUNG
Ungeschützte Netzwerkumgebung:
Das Gerät beinhaltet keine Maßnahmen zur IT-Sicherheit nach IEC 62443.
▷ Unzulässiger Lese- oder Schreibzugriff auf Daten möglich.
▷ Unzulässige Beeinflussung der Gerätefunktion möglich.
▶ Zugriffsmöglichkeiten auf das Gerät prüfen und einschränken.
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
Das Gerät ist ein Bildverarbeitungssystem, welches die Daten von verbundenen Kameraköpfen verarbeitet. Nach dem Verarbeiten der Daten werden die Ausgabewerte berechnet und an das übergeordnete System gesendet.
Das Gerät wird für den Betrieb der verbundenen Kameraköpfe benötigt.
3.1 Einsatzbereich
Die Gerätesicherheit ist gemäß EN IEC 61010-2-201 für die Nutzung unter folgenden Umgebungsbedingungen ausgelegt:
• Verwendung in Innenräumen
• Höhenlagen bis zu 4000 m
• Relative Luftfeuchte bis maximal 90 %, nicht kondensierend
• Verschmutzungsgrad 2

Elektromagnetische Verträglichkeit (EMV):
Das Gerät ist für den Einsatz in Industrieumgebungen bestimmt.
In Haushaltsumgebung kann dieses Produkt Rundfunkstörungen verursachen.
▶ Bei Bedarf EMV-Maßnahmen zur Abschirmung ergreifen.

Die IP-Schutzart wurde nicht bewertet von UL® Underwriters Laboratories®.
4 Montage

Abb. 1: Rückseite des Gerätes mit den M5-Gewindebohrungen
Das Gerät montieren:
▶ Das Gerät über die 4 M5-Gewindebohrungen an wärmeleitende Metallteile oder Halterungen montieren.
▷ Für die Gewindebohrungen das maximale Anzugs-Drehmoment von 5,5 Nm beachten.
▶ Einen Montagehalter konstruieren, welcher die thermische Verlustleistung abführen kann.
▷ Der Montagehalter muss die folgenden Eigenschaften erfüllen:
- thermische Anbindung mit einem Wärmewiderstand < 2,5 K/W,
- Kühlfläche von > 10x10 cm,
- gut wärmeleitendes Material, beispielsweise Aluminium.
▶ Für ausreichend Konvektion an dem Gerät und Montagehalter sorgen.
▷ Aufbauten im Geräteumfeld und eine erhöhte Packungsdichte können sich negativ auf die Konvektion auswirken.
▶ Das Gehäuse des Gerätes mit dem Erdpotential verbinden.
▶ Stark verschmutzte Montageorte vermeiden.
4.1 Koordinatensystem
Der Ursprung des Koordinatensystems liegt im Zentrum der M5-Gewindebohrungen (1).

Abb. 2: Rückseite des Gerätes
1 Ursprung des Koordinatensystems
Die folgende Abbildung zeigt die Ausrichtung der X-, Y- und Z-Achsen an.

Abb. 3: Ausrichtung der X-, Y- und Z-Achsen
5 Elektrischer Anschluss
ACHTUNG
Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
Gerät der Schutzklasse III (SK III) (IEC 61010-2-201 Kap. 6.5.2.101.4).
Die elektrische Versorgung darf
- nur durch PELV-Stromkreise (IEC 61010-2-201 Kap. 3.111) erfolgen,
- im Betriebsfall 35 V DC nicht übersteigen,
- bei einem Einzelfehler 60 V DC nicht übersteigen und
- die erlaubte Betriebsspannung des Gerätes nicht übersteigen (siehe Datenblatt).
Für die elektrische Versorgung energiebegrenzte Stromkreise verwenden (IEC 61010-1 Kap. 9.4). Die Energie des Stromkreises kann bei einer Betriebsspannung von 24 V durch eine Überstromschutzeinrichtung begrenzt werden. Die Überstromschutzeinrichtung muss einen Strom von 8,3 A in maximal 120 s abschalten. Dabei die spezifische Auslösekennlinie beachten. Mögliche Überstromschutzeinrichtungen:
- Sicherung oder
- nicht einstellbare und nicht selbst wiedereinschaltende elektromechanische Einrichtung.
Den Stromkreis von anderen, nicht energiebegrenzten Stromkreisen mindestens durch eine Basisisolierung trennen. Die Isolierung externer Stromkreise muss der IEC 61010-2-201, Abb. 102 entsprechen.
▶ Stromversorgung vor elektrischen Anschluss spannungsfrei schalten.
Für Kabellängen > 30 m einen zusätzlichen Schutz gegen Stoßspannungen nach IEC 61000-4-5 verwenden.
▶ Für die Koaxialleitungen zu den Sensor Ports eine maximale Kabellänge von 20 m verwenden.
▷ Längere Koaxialleitungen haben eine zu hohe Signaldämpfung.
ACHTUNG
Beschädigte Geräte durch Überlast
▷ Ein Kamerakopf hat 2 Anschlüsse. Sind beide Anschlüsse zeitgleich mit verschiedenen Bildverarbeitungssystemen verbunden, entsteht eine Überlast. In Folge werden die Geräte beschädigt.
▶ Einen Kamerakopf nur mit einem Bildverarbeitungssystem verbinden.
ACHTUNG
Durch schnelles Aus- und Einschalten kann das Gerät beschädigt werden.
▶ Das Gerät nach dem Ausschalten für mindestens 5 s ausgeschaltet lassen, bevor es wieder eingeschaltet wird.

Für den Gültigkeitsbereich cULus:
Mindesttemperaturfestigkeit des Kabels zum Anschluss an Feldanschlussklemmen: 70 °C.
Beim Anschluss beachten:
▶ Zugentlastungen für am Gerät verbundene Leitungen verwenden.
▶ Nicht benutzte Buchsen mit Verschlusskappen verschließen (E73004). Anzugsdrehmoment 0,6...0,8 Nm.
5.1 Anschlussbelegung

Abb. 4: Anschlussbelegung
1 Spannungsversorgung / CAN
2 2x Ethernet RJ45
3 Mini-USB-Schnittstelle 2.0
4 USB-Schnittstelle
5 Sensor Port 0 bis Port 5 (von links nach rechts)
| Spannungsversorgung / CAN, M12-Stecker, A-kodiert, 5-polig | |
![]() | 1: Schirm2: 24 V3: GND4: CAN +5: CAN - |
| USB 2.0, Mini-USB-Schnittstelle | |
| 1 2 3 4 5 | 1: VBUS |
![]() | 2: D –3: D +4: ID5: GND |
| USB 3.0, USB-Schnittstelle Typ A | |
![]() | 1: VBUS2: D –3: D +4: GND5: SSRX-6: SSRX+7: GND_DRAIN8: SSTX-9: SSTX+ |
6 Bedien- und Anzeigelemente

Abb. 5: Anzeigeelemente
1 Power-LED
3 Ethernet-LEDs
2 Status-LED
4 Sensor-Status-LEDs
6.1 Signalanzeigen
Power-LED
| Power-LED grün | Beschreibung |
| Ein | Gerät eingeschaltet |
| Aus | Gerät ausgeschaltet |
Status-LED
| Status-LED grün | Status-LED rot | Beschreibung |
| Ein | Aus | Normaler Betrieb / Software wird aktualisiert |
| Aus | Ein | Allgemeiner Fehler |
| Aus | Blinkt | Betrieb mit Sensor meldet Fehler |
Ethernet-LED
| Ethernet-LED orange / grün | Beschreibung |
| Blinkt | Daten werden übertragen |
Sensor-LED
| Sensor-Status-LED grün | Beschreibung |
| Ein | Sensor betriebsbereit |
| Aus | Sensor nicht betriebsbereit |
| Blinkt | Sensor im Fehlerzustand |
7 Parametrierung
Das Gerät kann auf zwei Arten parametriert werden:
- Software ifmVision
Assistant, zum Download verfügbar: www.ifm.com
• Code-Beispiele, im Entwickler-Portal zum Download verfügbar: www.ifm3d.com
8 Betrieb
Vor der Inbetriebnahme muss das Gerät parametriert werden:
▶ Das Gerät mit der Software ifmVision
Assistant parametrieren.
▷ Die Software ist zum Download verfügbar: www.ifm.com
30 s nach dem Einschalten der Spannungsversorgung ist das parametrierte Gerät in Betrieb. Die Bedien- und Anzeigeelemente zeigen den Status des Gerätes und der verbundenen Sensoren an. (→ Bedien- und Anzeigeelemente 12)

Um die Hardware zu schützen, ist das Gerät mit einem Übertemperaturschutz ausgestattet. Bei aktivem Übertemperaturschutz ist die Datenerfassung und Datenverarbeitung pausiert.
▷ Der Übertemperaturschutz wird aktiv bei
▶ einer hohen Umgebungstemperatur oder
▶ unzureichenden thermischen Kontakt.
Der Übertemperaturschutz deaktiviert sich, sobald die Innentemperatur des Gerätes gesunken ist.
8.1 Firmware aktualisieren
Die Firmware wird mit der Software ifmVision
Assistant aktualisiert.

▶ Die Firmware und die Software ifmVision
Assistant über den Downloadbereich des Gerätes herunterladen: documentation.ifm.com
▶ Vor dem Aktualisieren der Firmware die Konfiguration des Geräts exportieren.
▷ Die gespeicherte Konfiguration geht durch das Aktualisieren der Firmware verloren.
▶ Das Gerät mit der Software ifmVision
Assistant verbinden.
▶ Die Firmware des Gerätes aktualisieren.
▶ Die Konfiguration des Gerätes importieren.
9 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Wartung
Bei sachgemäßem Betrieb ist das Gerät wartungsfrei.

Lösemittel- und silikonhaltige Reinigungsmittel können das Gerät beschädigen.
▶ Ausschließlich Reinigungsmittel ohne Lösemittel und Silikon verwenden.
Instandsetzung
Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.
Entsorgung
▶ Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.
10 Zulassungen/Normen
Für die Zulassungen und Normen sind die folgenden Informationen abrufbar:
- Prüfnormen und Bestimmungen: documentation.ifm.com
• EU-Konformitätserklärung und Zulassungen: documentation.ifm.com
• Zulassungsrelevante Hinweise: Beipackzettel des Gerätes
Glossar
Konvektion
Die Konvektion beschreibt die Luftbewegung im Umfeld des Gerätes. Eine ausreichende Luftbewegung ist notwendig, damit das Gerät nicht überhitzt.


