VN1500 MEAN STREAK - Motorrad KAWASAKI - Kostenlose Bedienungsanleitung
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BEDIENUNGSANLEITUNG VN1500 MEAN STREAK KAWASAKI
Alle Rechte vorbehalten. Ohne vorherige Genehmigung der Abteilung Kundendienst der Kawasaki Motoren GmbH in Friedrichsdorf dürfen Einzelheiten dieses Handbuches weder ganz noch teilweise reproduziert, in Datenverarbeitungsanlagen gespeichert oder in anderer Form oder mit anderen Mitteln elektromechanisch fotokopiert, aufgezeichnet oder auf andere Weise übermittelt werden. Diese Broschüre wurde mit größter Sorgfalt hergestellt, dennoch kann keine Verantwortung für in diesem Handbuch enthaltene Fehler oder Auslassungen übernommen werden. Technische Änderungen ohne vorherige Ankündigung sind vorbehalten und es besteht keine Verpflichtung, solche Änderungen an vorher gefertigten Produkten vorzunehmen. Ihr Händler kann Sie über Änderungen informieren, die nach dem Druck dieses Handbuches vorgenommen werden. Die in dieser Broschüre enthaltenen Informationen entsprechen der neuesten Produktinformation zum Zeitpunkt der Drucklegung. Die gezeigten Abbildungen und Fotos sind nur für Informationszwecke und entsprechen nicht unbedingt der tatsächlichen Ausstattung. © Kawasaki Motoren GmbH, 2000 Erste Ausgabe (1): 15. Juli 2001 (M) Kapitelübersicht Allgemeine Informationen
Kraftstoffsystem (DFI)
Aus-/Einbau des Motors
Kurbelwelle/Getriebe
Rahmen und Fahrgestell
Diese Schnellsuchanleitung hilft Ihnen beim Auffinden der gewünschten Teile oder Arbeitsabläufe. In dem Inhaltsverzeichnis des jeweiligen Abschnittes finden Sie die genauen Seitenangaben für den speziell gesuchten Gegenstand. Kawasaki VN1500-P1
Ampère nach UT Wechselstrom nach OT vor UT vor OT Grad Celsius Gleichstrom Farad Grad Fahrenheit Fuß Gramm Stunde Liter
Pfund (453 g) Meter Minute Newton Pascal Pferdestärke Pfund pro Quadratzoll Umdrehung Umdrehungen pro Minute Gesamtanzeigewert Volt Watt Ohm Vor dem Fahren BEDIENUNGSANLEITUNG lesen. Kawasaki VN1500-P1 ABGASREINIGUNGSSYSTEM Zum Schutze der Umwelt, in der wir alle leben, baut Kawasaki in Übereinstimmung mit den Vorschriften der United States Environmental Protection Agency und des California Air Resources Board eine Kurbelgehäuseentlüftung (1) und ein Abgasreinigungssystem (2) ein. Außerdem werden die für Kalifornien bestimmte Fahrzeuge nach den Vorschriften des California Air Resources Board mit einer Kraftstoffverdunstungsanlage (3) ausgerüstet.
1. Kurbelgehäuseentlüftung
Dieses System verhindert, daß Kurbelgehäusedämpfe in die Atmosphäre freigesetzt werden. Statt dessen werden die Dämpfe durch einen Ölabscheider zur Einlaßseite des Motors geleitet. Wenn der Motor läuft, werden die Dämpfe in die Verbrennungskammer gesaugt, wo sie mit dem vom Vergasersystem geförderten Kraftstoff- und Luftgemisch verbrannt werden.
2. Abgasreinigungssystem
Dieses System reduziert den Schadstoffanteil der von diesem Motorrad in die Atmosphäre ausgestoßenen Abgase. Die Kraftstoff- und Zündsysteme dieses Motorrads sind technisch so konstruiert und gebaut, daß bei niedrigem Schadstoffausstoß eine gute Motorleistung erzielt wird. Das Auspuffsystem dieses in der Hauptsache für Kalifornien gebauten Modells schließt ein Katalysatorsystem ein.
3. Kraftstoffverdunstungsanlage
Die durch Verdunstung des Kraftstoffs im Kraftstoffsystem erzeugten Dämpfe werden nicht in die Atmosphäre ausgestoßen. Statt dessen werden die Kraftstoffdämpfe in den laufenden Motor geleitet und dort verbrannt oder in einem Kanister gesammelt, wenn der Motor abgeschaltet ist. Flüssiger Kraftstoff wird in einem Dampfabscheider aufgefangen und in den Benzintank zurückgeleitet. Das Gesetz zur Reinhaltung der Luft ist ein Gesetz gegen Luftverschmutzung durch Motorfahrzeuge und enthält sogenannte „Anti-Manipulationsbestimmungen“. „Abschnitt 203(a) verbietet folgende Handlungen oder deren Veranlassung: (3) (A) (3) (B) Gemäß den Vorschriften dieses Abschnittes darf niemand vor Verkauf oder Auslieferung an den Endkäufer in das Kraftfahrzeug oder in den Motor eingebaute Geräte oder Bauelemente entfernen oder unwirksam machen; dies gilt auch für Hersteller oder Händler, die wissentlich solche Geräte oder Bauelemente nach dem Verkauf oder der Auslieferung an den Endkäufer entfernen oder unwirksam machen. Niemand, der mit Reparatur, Wartung, Verkauf, Leasing und Vertrieb von Kraftfahrzeugen oder Kraftfahrzeugmotoren befaßt ist oder einen Kraftfahrzeugpark betreibt, darf wissentlich nach dem Verkauf und der Auslieferung an den Endkäufer Geräte oder Bauelemente entfernen oder unwirksam machen, die nach den Vorschriften dieses Gesetzes in ein Kraftfahrzeug oder einen Kraftfahrzeugmotor eingebaut wurden...“. ANMERKUNG Der Ausdruck „Geräte oder Bauelemente entfernen oder unwirksam machen“ wird allgemein wie folgt ausgelegt:
1. Unter Manipulationen fällt nicht das vorübergehende Entfernen oder Unwirksammachen von Geräten oder
Baulelementen für die Ausführung von Wartungsarbeiten.
2. Zu Manipulationen könnte zählen:
a. Fehlerhafte Einstellung von Fahrzeugkomponenten, die zu einer Überschreitung der Abgasnormen führen. b. Einbau von Ersatz- oder Zubehörteilen, die die Leistung oder die Haltbarkeit des Motorrads nachteilig beeinflussen. c. Zusatz von Komponenten oder Zubehörteilen, die dazu führen, daß das Fahrzeug die Normen überschreitet. d. Dauerhaftes Entfernen, Abklemmen oder Unwirksammachen von Komponenten oder Bauelementen der Abgasreinigungssysteme. WIR EMPFEHLEN ALLEN HÄNDLERN DIE EINHALTUNG DIESER BUNDESGESETZLICHEN BESTIMMUNGEN. ZUWIDERHANDLUNGEN KÖNNEN MIT GELDSTRAFEN GEAHNDET WERDEN. Kawasaki VN1500-P1
VERBOTENE MANIPULATIONEN AM LÄRMSCHUTZSYSTEM
Das Bundesgesetz verbietet folgende Handlungen oder deren Veranlassung: (1) Außer für Zwecke der Wartung, Reparatur oder des Austauschs darf niemand in ein Neufahrzeug zum Zweck des Lärmschutzes eingebaute Geräte oder Bauelemente vor Auslieferung an den Endkäufer oder während der Benutzung entfernen oder unwirksam machen. (2) Das Fahrzeug darf nicht benutzt werden, wenn solche Geräte oder Bauelemente entfernt oder unwirksam gemacht wurden.
Als Manipulationen gelten unter anderem die nachstehend aufgeführten Handlungen: Austausch des Original-Abgassystems oder des Schalldämpfers gegen Teile, die nicht den Bundesvorschriften entsprechen. Entfernen des Schalldämpfers oder von Teilen des Schalldämpfers. Entfernen des Luftkastens oder des Luftkastendeckels. Modifikationen am Schalldämpfer oder am Luftansaugsystem durch Fräsen, Bohren oder andere Mittel, wenn solche Modifikationen zu einer Steigerung des Lärmpegels führen. VORWORT Obwohl in diesem Handbuch genug Einzelheiten und grundlegende Informationen für die Motorradfahrer enthalten sind, die bestimmte Wartungs- und Reparaturarbeiten selbst durchführen möchten, ist es primär für die Fachmechaniker in entsprechend ausgerüsteten Werkstätten gedacht. Nur mit einem gewissen technischen Grundwissen und mit Verständnis für den richtigen Gebrauch von Werkzeugen und Werkstattverfahren können Wartungsarbeiten und Reparaturen einwandfrei durchgeführt werden; lassen Sie Einstellungs-, Wartungs- und Reparaturarbeiten von fachkundigen Mechanikern ausführen, wenn Sie als Eigentümer nicht genug Erfahrung haben oder wenn Sie sich nicht zutrauen, die Arbeiten selbst auszuführen. Um Reparaturen möglichst wirtschaftlich durchführen zu können und um kostspielige Fehler zu vermeiden, sollte der Mechaniker dieses Handbuch vor Beginn seiner Arbeiten aufmerksam gelesen und sich mit dem Reparaturablauf vertraut gemacht haben. Auf Sauberkeit am Arbeitsplatz ist besonders zu achten. Wenn Spezialwerkzeuge vorgeschrieben sind, sollte auf die Verwendung von behelfsmäßigen Werkzeugen verzichtet werden. Einwandfreie Meßergebnisse können nur mit den entsprechenden Instrumenten erreicht werden. Behelfsmäßige Werkzeuge können die Betriebssicherheit des Motorrads nachteilig beeinflussen. Insbesondere für die Dauer der Garantiezeit empfehlen wir, daß alle Reparaturen und planmäßigen Wartungsarbeiten gemäß Werkstatthandbuch ausgeführt werden. Selbstausgeführte Wartungsarbeiten oder Reparaturarbeiten, die nicht in Übereinstimmung mit diesem Handbuch ausgeführt werden, können zum Verlust der Garantieansprüche führen. Beachten Sie folgendes, um die Lebensdauer Ihres Motorrads zu verlängern:
- Halten Sie sich an die Inspektionstabelle im Abschnitt „Allgemeine Informationen“.
- Seien Sie vorsichtig bei Problemen und vernachlässigen Sie die außerplanmäßige Wartung nicht.
- Verwenden Sie geeignetes Werkzeug und Originalauswechselteile; Spezialwerkzeuge, Meß- und Prüfgeräte, die für die Wartung von Kawasaki Motorrädern benötigt werden, sind im Spezialwerkzeugkatalog aufgeführt. Als Auswechselteile lieferbare Originalteile finden Sie im Teilekatalog.
- Beachten Sie sorgfältig die vorgeschriebenen Arbeitsabläufe. Lassen Sie sich auf keine Kompromisse ein.
- Halten Sie Ihre Unterlagen über Wartungs- und Reparaturarbeiten durch Eintragung der Daten und der eingebauten Neuteile stets auf dem Laufenden. Kawasaki VN1500-P1
WIE MAN DIESES HANDBUCH VERWENDET
In diesem Handbuch haben wir das Fahrzeug in seine Hauptsysteme unterteilt. Diesen Systemen entsprechen die einzelnen Kapitel des Handbuches. Für ein spezielles System finden Sie also in einem einzigen Kapitel alle Anleitungen von der Einstellung bis zur Zerlegung und zur Inspektion. Die Schnellsuchanleitung hilft Ihnen beim Aufsuchen der einzelnen Kapitel. Jedes Kapitel hat wiederum ein ausführliches Inhaltsverzeichnis. Die Inspektionstabelle finden Sie in dem Abschnitt „Allgemeine Informationen“; dieser Tabelle können Sie die Intervalle für die einzelnen Wartungsarbeiten entnehmen. Nehmen wir beispielsweise an, Sie suchen Informationen für die Zündkerze. Als erstes schauen Sie dann in der Wartungstabelle nach. Hier ist angegeben, wie oft die Zündkerze zu reinigen und der Elektrodenabstand einzustellen ist. Benutzen Sie dann die Schnellsuchanleitung, um das Kapitel Elektrik aufzusuchen. Im Inhaltsverzeichnis auf der ersten Seite finden Sie dann die Seitenangabe für den Abschnitt Zündkerze. Wenn Sie auf die nachstehend gezeigten Symbole stoßen, ist Vorsicht angebracht. Halten Sie sich immer an sichere Bedienungs- und Wartungsverfahren. ACHTUNG Dieses Warnsymbol weist auf besondere Instruktionen oder Verfahren hin, deren Nichtbeachtung zu Personenschäden oder tödlichen Unfällen führen kann. VORSICHT Dieses Symbol kennzeichnet besondere Anleitungen oder Verfahren, deren Nichtbeachtung zu Beschädigungen oder zur Zerstörung des Fahrzeugs führen kann. In diesem Handbuch finden Sie vier weitere Symbole (zusätzlich zu ACHTUNG und VORSICHT), die Ihnen helfen werden, die verschiedenen Arten von Informationen zu unterscheiden. ANMERKUNG Dieses Symbol weist auf Punkte hin, die für wirtschaftliches oder bequemes Fahren von besonderem Interesse sind.
- Bezeichnet einen Schritt oder eine Arbeit innerhalb eines Arbeitsablaufes. ¡ Bezeichnet einen Zwischenschritt innerhalb des Ablaufes oder gibt an, wie die Arbeit des vorausgehenden Schrittes auszuführen ist. Steht auch vor einer ANMERKUNG. ★ Bezeichnet einen bedingten Schritt oder gibt an, welche Maßnahme als Ergebnis eines vorangegangenen Tests oder einer Inspektion im Ablauf auszuführen ist.
In den meisten Abschnitten folgen nach dem Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnungen der Bestandteile des jeweiligen Systems. In diesen Zeichnungen finden Sie die Angaben, welche Teile mit einem vorgeschriebenen Drehmoment festgezogen werden müssen und wo während des Zusammenbaus Öl, Fett oder ein Sicherungsmittel zu verwenden ist. Kawasaki VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-1 Inhaltsverzeichnis Einführung in die Wartung 1-2 Modellansicht 1-4 Technische Daten 1-6 Anziehmomente und Sicherungsmittel 1-8 Spezialwerkzeuge und Dichtstoffe 1-13 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen 1-20 Kawasaki VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-2 Einführung in die Wartung Es wird empfohlen, die jeweiligen Abschnitte sorgfältig durchzulesen, bevor Sie mit der Wartung eines Motorrades beginnen. Auf diese Weise vermeiden Sie unnötige Arbeit. Wo immer dies notwendig erschien, wurden Fotografien, Zeichnungen, Anmerkungen, Vorsichtshinweise, Warnungen und genaue Beschreibungen vorgesehen. Trotzdem hat eine noch so genaue Beschreibung ihre Grenzen. Gewisse Grundkenntnisse müssen deshalb vorausgesetzt werden, wenn die Arbeit Erfolg haben soll. Beachten Sie folgendes: (1) Schmutz Das Motorrad vor der Zerlegung und vor dem Ausbau von Teilen reinigen, Schmutz der in den Motor, in den Vergaser oder in andere Teile gelangt, wirkt wie ein Schleifmittel und verkürzt die Lebensdauer des Motorrades. Neue Teile sind aus gleichem Grund vor dem Einbau von Staub und Metallspänen zu befreien. (2) Batteriekabel Bevor Teile aus dem Motorrad ausgebaut werden, ist die Masseleitung (-) von der Batterie abzuklemmen. Hierdurch wird verhindert, daß a) der Motor unbeabsichtigt durchgedreht werden kann, solange er teilweise zerlegt ist; b) beim Abklemmen von Leitungen an den Anschlußstellen Funken gebildet werden; c) elektrische Teile beschädigt werden. Beim Wiedereinbau immer zuerst das Pluskabel an den Pluspol (+) der Batterie anschließen. (3) Einbau, Zusammenbau Normalerweise erfolgen Einbau oder Zusammenbau in umgekehrter Reihenfolge des Ausbaus oder der Zerlegung. Wenn im Werkstatthandbuch allerdings spezielle Anleitungen für den Einbau oder den Zusammenbau angegeben sind, müssen diese beachtet werden. Achten Sie auf die Lage der Teile sowie der Betätigungszüge, Leitungen und Schläuche beim Ausbau oder bei der Zerlegung, damit diese später wieder in der gleichen Weise eingebaut oder zusammengebaut werden können. Es wird empfohlen, soweit wie möglich, die jeweiligen Lagen zu markieren und aufzuzeichnen. (4) Reihenfolge beim Festziehen von Schrauben Bolzen, Muttern oder Schrauben zur Befestigung eines Teiles sind fingerfest anzuziehen. Dann sind sie in der vorgeschriebenen Reihenfolge auf das vorgeschriebene Drehmoment festzuziehen. Auf diese Weise wird verhindert, daß sich das betreffende Teil verzieht und Undichtigkeiten entstehen. Umgekehrt sind die Bolzen, Schrauben oder Muttern zunächst um etwa 1/4-Umdrehung und dann vollständig zu lösen. Wenn beim Festziehen von Bolzen, Muttern und Schrauben im vorliegen- Kawasaki den Handbuch eine Reihenfolge angegeben ist, muß diese eingehalten werden. (5) Drehmoment Die im vorliegenden Werkstatthandbuch vorgeschriebenen Drehmomente sind stets einzuhalten. Ein zu geringes oder zu großes Drehmoment kann zu größeren Schäden führen. Verwenden Sie einen zuverlässigen Drehmomentschlüssel guter Qualität. (6) Kraftanwendung Der gesunde Menschenverstand sollte genügen, um zu bestimmen, wieviel Kraft bei der Zerlegung und beim Zusammenbau aufzuwenden ist. Wenn ein Teil besonders schwierig ein- oder auszubauen ist, ist die Arbeit zu unterbrechen und zu überprüfen, wo der Grund dafür liegt. Wenn ein Hammer erforderlich wird, ist vorsichtig mit einem Holzoder Kunststoffhammer zu arbeiten. Schrauben mit einem Schlagschraubenzieher drehen (insbesondere beim Ausbau von Schrauben, die mit Lack gesichert sind), damit die Schraubenköpfe nicht beschädigt werden. (7) Kanten Auf die Kanten achten, insbesondere bei der Zerlegung und beim Zusammenbau des Motors. Beim Herausheben oder Umdrehen des Motors mit Handschuhen oder einem dicken Tuch arbeiten. (8) Lösemittel mit hohem Flammpunkt Um die Feuergefahr zu verringern, wird ein Lösemittel mit hohem Flammpunkt empfohlen. Ein handelsübliches Lösemittel ist Stoddard-Lösemittel (Eigenname). Bei der Verwendung von Lösemitteln sind die Anleitungen des Herstellers zu beachten. (9) Dichtscheiben, O-Ring Gebrauchte Dichtscheiben oder O-Ringe nicht wieder verwenden. Die Paßflächen einer Dichtscheibe müssen unverschmutzt und perfekt eben sein, damit kein Öl austreten kann oder die Kompression nicht verloren geht. (10) Dichtmittel, Sicherungslack Bevor ein flüssiges Dichtmittel oder ein Sicherungslack aufgebracht wird, sind die betreffenden Flächen abzuwaschen oder abzuwischen. Nicht zuviel von diesen Mitteln auftragen, da sonst Ölbohrungen verstopft werden können und der Motor beschädigt wird. Ein Beispiel für einen Sicherungslack ist das handelsübliche Loctite Lock N’Seal (blau). (11) Pressen Ein mittels einer Presse oder einem Treiber einzubauendes Teil, beispielsweise Radlager, ist innen und außen zuerst mit Öl zu bestreichen, so daß es sich leichter einpressen läßt. VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-3 Einführung in die Wartung (12) Kugellager und Nadellager Bauen Sie die Kugellager oder Nadellager nur aus, wenn dies absolut erforderlich ist. Ausgebaute Lager sind zu erneuern, da sie meistens beim Ausbau beschädigt werden. Achten Sie beim Einbau darauf, daß die markierte Seite nach außen zeigt und verwenden Sie nur einen passenden Treiber. Drükken Sie mit dem passenden Treiber nur auf den einzupressenden Laufring. Dadurch wird verhindert, daß die Kugeln oder Nadeln und die Laufringe zu stark belastet und beschädigt werden. Ein Kugellager nur soweit aufpressen und einpressen, bis es an der jeweiligen Anschlagfläche in der Bohrung oder auf der Welle anliegt. immer die Empfehlungen des Herstellers zu überprüfen. (16) Elektrische Leitungen Die elektrischen Leitungen sind entweder ein- oder zweifarbig und müssen, mit wenigen Ausnahmen, immer an Leitungen der gleichen Farbe angeschlossen werden. Bei zweifarbigen Leitungen ist eine Farbe immer stärker als die zweite, d.h. eine zweifarbige Leitung mit dünnen roten Streifen ist als „gelb/rote“-Leitung bezeichnet. Wenn die Farben umgekehrt sind und rot die Hauptfarbe ist, lautet die Bezeichnung „rot/gelbe“-Leitung. Leitung (Querschnitt) (13) Öl- und Fettdichtungen Ausgebaute Öl- oder Fettdichtungen sind zu ersetzen, da diese beim Ausbau beschädigt werden. Besonders markierte Dichtungen sind so einzubauen, daß die Markierungen nach außen zeigen. Dichtringe mit einem passenden Treiber der plan aufliegt, bis zum Anschlag in die Bohrung einpressen. Bevor eine Welle durch eine Öldichtung eingeführt wird, ist ein wenig Hochtemperaturfett auf die Dichtlippen aufzutragen, um die Reibung zwischen Gummi und Metall zu verringern. (14) Federringe, Sicherungsringe und Sicherungssplinte Ausgebaute Federringe, Sicherungsringe und Splinte sind zu ersetzen, da sie beim Ausbau geschwächt und deformiert werden. Beim Einbau ist darauf zu achten, daß die Federringe und Sicherungsringe nicht mehr zusammengedrückt oder ausgedehnt werden, als für den Einbau unbedingt erforderlich ist. (15) Schmierung Der Motorverschleiß erreicht immer dann sein Maximum, wenn der Motor warmläuft und noch nicht alle Gleitflächen mit einem ausreichenden Schmierfilm versehen sind. Tragende Flächen, die nicht mehr geschmiert sind, beim Zusammenbau mit Öl bestreichen. Altes Öl und verschmutztes Fett abwischen. Verbrauchtes Fett hat seine Schmiereigenschaften verloren; es kann Fremdkörper mit einer gewissen Schleifwirkung enthalten. Verwenden Sie nicht jedes beliebige Öl oder Fett. Bestimmte Öle und Fette sollten nur in bestimmten Fällen verwendet werden, da sie bei falscher Anwendung Schaden anrichten können. Beim Zusammenbau bestimmter Motor- und Fahrgestellteile wird in diesem Handbuch auf MolybdändisulfidFett (MoS2) und Molybdändisulfid-Öl Bezug genommen. MoS2-Öl ist eine Mischung aus Motoröl und MoS2-Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1 und kann in Ihrer Werkstatt hergestellt werden. Vor dem Einsatz solcher speziellen Schmiermittel sind Kawasaki Bezeichnung der Farbe rot Drahtlitzen gelb/rot gelb rot (17) Auswechselteile In manchen Fällen wird vorgeschrieben, daß ausgebaute Teile zu erneuern sind. Solche Teile werden beim Ausbau beschädigt oder sie verlieren ihre ursprüngliche Funktion. (18) Inspektion Ausgebaute Teile einer Sichtkontrolle auf folgende Zustände oder sonstige Beschädigungen unterziehen. In Zweifelsfällen sind solche Teile zu erneuern. Abrieb Verbiegung Verschleiß Farbveränderung Verhärtung Beulen Risse Alterung Verzug Kratzer Freßspuren (19) Wartungsdaten In diesem Text haben die Angaben bei den Wartungsdaten folgende Bedeutung: „Normalwert“: „Grenzwert“: Dies sind die Abmessungen oder Leistungsdaten für fabrikneue Teile und Systeme. Hier geben die Zahlen die zulässigen Grenzwerte an. Bei übermäßigem Verschleiß oder nachlassender Leistung sind die beschädigten Teile zu erneuern. VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-4 Modellansicht VN1500-P1 (US, Kanada): Linke Seitenansicht: VN1500-P1 (US, Kanada) Rechte Seitenansicht: Kawasaki VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-5 Modellansicht VN1500-P1 (Europa): Linke Seitenansicht: VN1500-P1 (Europa): Rechte Seitenansicht: Kawasaki VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-6 Technische Daten Position VN1500-P1 Abmessungen und Gewichte: Länge Breite Höhe Radstand Bodenfreiheit Sitzbankhöhe Leergewicht Radlastverteilung: vorne hinten Tankinhalt Kraftstoff 2410 mm 850 mm 1100 mm 1705 mm 125 mm 700 mm 289 kg 144 kg 172 kg 17,0 l Bleifreies und hochoktaniges Benzin (siehe Bedienungsanleitung VN1500-P1) Motor: Typ Kühlung Bohrung x Hub Hubraum Verdichtung Motorleistung Max. Drehmoment 4-Takt, eine obenliegende Nockenwelle, Zweizylinder-V-Motor Flüssigkeitskühlung 102 x 90 mm 1470 ccm 9,0:1 53 kW (72 PS) bei 5500 min-1 114 Nm (11,6 mkp) bei 3000 min –1 Gemischaufbereitung Startsystem Zündsystem Zündverstellung Zündzeitpunkt DFI (Digitale Kraftstoffeinspritzung) Elektroanlasser Transistorzündung Elektronisch (digital) Von 5° vor OT bei 950 min-1 bis 25° vor OT bei 4500 min-1 Zündkerzen Numerierung der Zylinder Zündfolge Ventilsteuerzeiten: Einlaß öffnet schließt Dauer Auslaß öffnet schließt Dauer NGK DPR6EA-9 oder ND X20EPR-U9 von vorn nach hinten, 1-2 1-2 Schmiersystem Motoröl: Sorte Druckumlaufschmierung (Naßsumpf) Viskosität Ölmenge Kawasaki 28° vor OT 72° nach UT 280° 66° vor UT 42° nach OT 288° API Klassifizierung: SE, SF oder SG Klasse API SH oder SJ Klasse mit JASO MA SAE10W-40 3,5 l (wenn der Motor komplett zerlegt und trocken ist) VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-7 Technische Daten Position VN1500-P1 Triebwerk: Primärübersetzung: Typ Übersetzung Kupplung Getriebe: Typ Übersetzungen: Zahnrad 1,517 (85/56) Mehrscheibenölbadkupplung
Gang Gang Gang Gang Gang Achsantrieb: Typ Übersetzung Gesamtübersetzung Kardangetriebeöl: Sorte Viskosität Ölmenge 5-Gang, klauengeschaltet, Zahnräder ständig im Eingriff 2,500 (40/16) 1,590 (35/22) 1,192 (31/26) 0,965 (28/29) 0,781 (25/32) Kardanwelle 2,619 (15/21 x 33/9) 3,105 (5. Gang) API Klassifizierung: GL-5 Hypoid-Getriebeöl SAE90 (über 5°C), SAE80 (unter 5° C) 200 ml Rahmen und Fahrgestell: Typ Nachlaufwinkel Nachlauf Vorderreifen: Typ Größe Hinterreifen: Typ Größe Vorderradfederung: Typ Federweg Hinterradfederung Typ Federweg Bremsen: vorne: hinten: Doppelschleifen-Rohrrahmen 32° 144 mm Schlauchlos 130/70R17 M/C 62H Schlauchlos 170/60R17 M/C 72H Telegabel (Upside-down) 150 mm Hinterradschwinge, Luft/Öl-Stoßdämpfer 87 mm Doppel-Scheibenbremse Einfach-Scheibenbremse Elektrik: Batterie Scheinwerfer: Rück-/Bremslicht Lichtmaschine: Typ Glühlampe Typ Nennleistung 12V 18 Ah Asymmetrisch 12 V 60/55 W (H4) 12 V 5/21 W Drehstrom 23 A x 14 V bei 6000 min-1 Änderungen der Technischen Daten vorbehalten. Kawasaki VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-8 Anziehmomente und Sicherungsmittel In der folgenden Tabelle sind die Anziehdrehmomente für die wichtigsten Schrauben und Muttern sowie diejenigen Teile, die mit Sicherungslack oder Dichtmittel gesichert werden müssen, aufgeführt. Bedeutung der Buchstaben in der Spalte „Bemerkungen“: EO : Lh : MO:
Fett auftragen. Motoröl auf Gewinde und Sitzflächen auftragen. Sicherungslack auf Gewinde auftragen Linksgewinde MoS2-Öl auf Gewinde und Sitzflächen auftragen. MoS2-Öl ist eine Mischung aus Motoröl und MoS2-Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1. Die Befestigungen in der angegebenen Reihenfolge festziehen Silikondichtstoff auftragen Die Befestigungen ankörnen, damit sie sich nicht lösen können. Auswechselteile Befestigung In der nachfolgenden Tabelle sind die Anziehdrehmomente in Abhängigkeit vom Gewindedurchmesser für die hauptsächlichen Schrauben und Muttern aufgeführt. Richten Sie sich nach dieser Tabelle nur für Schrauben und Muttern, für die keine besonderen Anziehdrehmomente vorgeschrieben sind. Sämtliche Werte gelten für trockene und entfettete Gewinde. Allgemeine Befestigungen Gewindedurchmesser (mm)
mkp Kraftstoffsystem: Mutter für Unterdrucksensor Mutter für Außenluftdrucksensor Klemmschrauben für Hochdruck-Kraftstoffschlauch Schrauben für Druckregler Schrauben für Verteileranschluß 9,8 9,8 1,5 4,9 3,4 1,0 1,0 0,15 0,50 0,35 Schraube für Gaszughalterung Schrauben für Drosselklappengehäuseflansch Schrauben für Drosselklappengehäusehalterung Schrauben für Ansaugkrümmer Schrauben für Zündkabelhalterung Schrauben für Halterung der ISC-Leitung Schrauben für Luftfilterkanalhalterung Bolzen für Luftfilterunterteil rechts und links Schrauben für Luftfilterunterteil rechts und links Blechschrauben für linken Luftfilterkanal Inbusschraube Ø 8 für linken Luftfilterdeckel Inbusschrauben Ø 8 für rechten Luftfilterdeckel Inbusschrauben für rechten Luftfilter 3,4 4,9
0,35 0,50 1,1 1,2 1,1 1,0 1,1 1,1 0,22 0,22 1,6 1,6 1,1 Schrauben für Chokezugplatte 2,9 0,30 Mutter für Ansauglufttemperatursensor (DFI) Wassertemperatursensor (DFI) Schrauben für Benzinpumpe Kraftstoffrücklauf-Sperrventil 7,8 6,9
0,80 1,8 0,70 2,0 Kühlsystem: Kühlerschlauch-Klemmschrauben Thermostat-Entlüfterschraube Kühlgebläseschalter Schrauben für Kühlgebläse 2,5 7,8 8,3 0,25 0,80 1,8 0,85 Kawasaki mkp 0,35 - 0,50 0,60 - 0,80 1,4 - 1,9 2,6 - 3,5 4,5 - 6,2 7,4 - 10,0 11,5 - 16,0 17,0 - 23,0
Bemerkungen Drosselklappengehäuse Rechte Seite am Zylinderkopf Rechte Seite Linke Seite L, Unterer Kanal Drosselklappengehäuse L, Drosselklappengehäuse S, L VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-9 Anziehmomente und Sicherungsmittel Befestigung Anziehdrehmoment Bemerkungen
mkp Wassertemperaturschalter Bolzen für Wasserpumpenflügelrad Bolzen für Wasserpumpendeckel Wasserpumpen-Entlüftungsschraube Wasserpumpenablaßschraube Schrauben für Wasserrohr Kühlerablaßschraube 7,4 8,8
9,8 7,4 0,75 0,90 1,1 1,1 1,1 1,0 0,75 Motoroberteil: Zündkerzen Zündkerzenhaltevorrichtung Bolzen für Luftansaugventildeckel Kettenspanner-Befestigungsschrauben Kettenspanner-Abschlußdeckel Kettenspanner-Verriegelungsbolzen Verschlußstöpsel für Inspektionsöffnung Verschlußstöpsel für Rotorbolzen Bolzen für Nockenwellenkettenrad Bolzen für Ölschlauchflansch Kipphebelwellen Muttern für Kipphebelgehäuse 12 mm 8 mm Bolzen für Kipphebelgehäuse 6 mm Zylinderkopfmuttern Verschlußschrauben für Zylinderkopfmantel Bolzen für Kipphebelgehäusedeckel Bolzen für Steuerkettenführung Zylindermuttern Bolzen für Ansaugkrümmer Klemmschrauben für Auspuffrohrabdeckung Schrauben für Kammer Befestigungsschrauben Ø 8 für Schalldämpferaufnahme
1,8 1,2 0,75 1,1 2,0 0,50 0,15 0,15 1,5 1,0 2,5 8,0 2,5 0,90 2,5 2,0 0,90 1,1 2,5 1,2 0,70 3,0 2,8 Schraube und Mutter für Halterung des oberen Schalldämpfers
3,0 Kupplung: Kupplungshebellagerbolzen Kontermutter für Kupplungshebellagerbolzen Schrauben für Deckel des Kupplungsflüssigkeitsbehälters Nehmerzylinder-Entlüftungsventil Bolzen für Kupplungsnehmerzylinder Kupplungsschlauchhohlschrauben Klemmbolzen für Kupplungshauptzylinder Schrauben für Anlaßsperrschalter Bolzen für Druckstangenführung Kupplungsdeckelbolzen Bolzen für Kupplungsdeckeldämpfer (außen) Bolzen für Kupplungsdeckeldämpfer (innen) Schrauben für Kupplungsdeckeldämpfer Kupplungsnabenmutter 1,0 5,9 1,5 7,8 6,9 9,8 1,2 9,8 9,8 9,8 4,9
Motorschmiersystem: Öleinfüllverschlußkappe Ölsiebverschlußkappe Motorölablaßschraube Ölfilter (Patrone) Ölfilterbolzen 1,5
am Zylinderkopf Unterer Schalldämpfer
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-10 Anziehmomente und Sicherungsmittel Befestigung Anziehdrehmoment
mkp Öldrucksicherheitsventil Öldruckschalter-Anschlußbolzen Öldruckschalter Ölpumpen-Befestigungsschrauben Ölschlauch-Hohlschrauben Bolzen für Ölschlauchflansch (außen) Bolzen für Halterung der Ölleitung (innen) Klemmbolzen für Ölleitung (innen) Öldüsen für rechtes und linkes Kurbelgehäuse Öldüse für rechtes Kurbelgehäuse Schraube für Ölspritzblech
1,5 0,15 1,5 1,1 1,0 1,0 1,1 1,1 0,30 0,30 1,1 Aus- und Einbau des Motors: Schrauben und Muttern für Unterzeug Motorbefestigungsschrauben und Muttern Schrauben für Motorhaltewinkel Anschlußbolzen für Motorerdung
7,8 4,5 4,5 2,5 0,8 10 mm 8 mm 6 mm Schrauben für Überbrückungskabel-Massehalterung
9,8 4,0 2,1 1,1 1,0 Bolzen für Sicherung der Kurbelgehäuselager Bolzen für Steuerkettenführung Öldüsen für rechtes und linkes Kurbelgehäuse Öldüsen für rechtes Kurbelgehäuse Schraube für Ölspritzblech Pleuelfußmuttern Öldrucksicherheitsventil Ölfilterschraube Ölschlauchhohlschrauben Primärzahnradmutter Bolzen für Federhaken der Wasserpumpenkettenführung Bolzen für Wasserpumpenkettenführung Zwischenwellenhalteschrauben Öldruckschalteranschlußbolzen Öldruckschalter Klemmbolzen für Ölleitung (innen) Bolzen für linkes Ausgleichswellenzahnrad Anlasserkupplungsschraube Verbindungsbolzen für Anlasserkupplung Bolzen für Zahnradpositionierhebel Schaltwellen-Rückholfederstift (Bolzen) Fußschalthebelklemmbolzen Hinterer Schaltarmklemmbolzen Kontermuttern für Schaltstange Bolzen für Schaltwalzenlagerhalterung Schraube für Schaltwalzennocken Dämpfernnockenmutter (vorderes Zahnrad) Bolzen für Druckstangenführung
2,5 11,0 11,0 Kurbelwelle/Getriebe: Kurbelgehäusebolzen Kawasaki Bemerkungen
Linkes Kurbelgehäuse
Markierung 10 (hinten: Lh)
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-11 Anziehmomente und Sicherungsmittel Befestigung Anziehdrehmoment
mkp Muttern für Ventilschaft Ventilkappen Ventileinsätze 1,5 0,15 0,3 0,15 0,015 0,03 Radantrieb: Ölschlauch-Hohlschrauben (vorderes Getriebe) Öldüse (vorderes Getriebe) Öldüse (vorderes Getriebe) Leerlaufschalter Bolzen für vorderes Getriebegehäuse 6 mm 8 mm Geschwindigkeitssensorschraube Dämpfernockenmutter (vorderes Getriebe) Antriebszahnradmutter (vorderes Getriebe) Befestigungsschrauben für angetriebenes Zahnrad Bolzen für angetriebenes Zahnrad (vorderes Getriebe) Bolzen für Lagersicherung (vorderes Getriebe) Ablaßschraube für Kardangetriebegehäuse Befestigungsmuttern für Kardangetriebegehäuse Stehbolzen für Kardangetriebegehäuse Bolzen für Kardangetriebegehäusedeckel: 8 mm 10 mm Antriebsritzelmutter (Kardangetriebe) Schraube für Lagersicherung
0,80 2,5 0,10 0,60 0,15 0,12 0,90 0,3 3,5 2,1 3,5 6,5 2,8 2,5 1,8 2,5 Federung: Obere Vorderradgabelklemmbolzen Untere Vorderradgabelklemmbolzen Obere Gabelbolzen Kolbenstangenmuttern oder Verbindungsgestängemutter Innerer Gabelbolzen (links) Untere Vorderradgabel-Inbusschraube (rechts) Vorderachsklemmbolzen Protektorschrauben Hinterradstoßdämpfermuttern Stoßdämpferventile Schwingenlagerwelle
2,0 2,0 3,5 2,0 10,0 2,0 2,5 0,6 3,5 0,55 11,0 Bremsen: Bremssattel-Entlüftungsventile Bremsschlauchhohlschrauben Bremshebel-Lagerbolzen Kontermutter für Bremshebel-Lagerbolzen Schrauben für Deckel des vorderen Bremsflüssigkeitsbehälters Schrauben für Vorderrad-Bremslichtschalter Klemmbolzen für Vorderrad-Hauptzylinder Bolzen für Vorderrad-Bremsklotzfedern Befestigungsschrauben für Vorderradbremssattel Vorderrad-Bremssattelschrauben Befestigungsschrauben für Hinterradbremssattel Bolzen für Hinterradbremssattelhalterung Bremsscheibenbolzen Befestigungsschrauben für Hinterrad-Hauptbremszylinder Kontermutter für Druckstange des Hinterrad-Hauptbremszylinders Kawasaki Bemerkungen Markierung 9 MO (Gewinde) MO, St MO, St
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-12 Anziehmomente und Sicherungsmittel Befestigung Anziehdrehmoment
mkp Lenkung: Befestigungsmutter für obere Gabelbrücke Einstellmutter Lenkermuttern Lenkerabschlußkappen Schrauben für Schaltergehäuse am Lenker Obere Vorderradgabelklemmbolzen Untere Vorderradgabelklemmbolzen Blinker-Befestigungsmuttern
5,9 5,5 0,50 3,5 0,35 2,0 2,0 0,6 Rahmen: Bolzen für Unterzug Vordere Bolzen für Fußrastenhalterung Hintere Bolzen für Fußrastenhalterung Seitenständermutter
4,5 2,5 2,5 4,5 Elektrik: Zündkerzen Impulsgeberschrauben Schraube für Halterung der Statorleitung Bolzen für Halterung der Impulsgeberleitung Schrauben für äußeren Lichtmaschinendeckel Lichtmaschinendeckel-Verbindungsschrauben Schrauben für Dämpfer des äußeren Lichtmaschinendeckels Schrauben für Lichtmaschinenaußendeckel Schrauben für Lichtmaschinendeckel Schrauben für inneren Lichtmaschinendeckel Bolzen für Lichtmaschinenrotor Bolzen für Lichtmaschinenstator Regler/Gleichrichterschrauben Verschlußdeckel für Inspektionsöffnung Abschlußdeckel für Rotorschraube Kontermutter für Anlasseranschlußklemme Mutter für Anlasseranschlußklemme Anlasserschrauben Anlasserbefestigungsschrauben Scheinwerfergehäuse-Befestigungsschrauben Schrauben für Scheinwerferring Scheinwerfer-Befestigungsschrauben Schrauben für Scheinwerfergehäusehalterung Schrauben für Schaltergehäuse am Lenker Schrauben für Anlaßsperrschalter Schraube für Vorderrad-Bremslichtschalter Schraube für Seitenständerschalter Kühlgebläseschalter Wassertemperaturschalter Öldruckschalter-Anschlußschraube Öldruckschalter Leerlaufschalter Blinker-Befestigungsmuttern vorn hinten Nummernschild-Glashalteschrauben Befestigungsschraube für Nummernschildbeleuchtung
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-13 Spezialwerkzeuge und Dichtstoffe Öldruckmeßgerät, 5 kp/cm²: 57001-125 Ventilführungsdorn, Ø 7: 57001-163 Federringzange: 57001-143 Kompressionsmesser: 57001-221 Spitzzange: 57001-144 Ventilfeder-Kompressionswerkzeug: 57001-241 Lagerabziehwerkzeug: 57001-158 Adapter für Ventilfeder-Kompressionswerkzeug, Ø 28,2: 57001-243 Ventilführungsahle, Ø 7: 57001-162 Kawasaki Adapter für Lagerabziehwerkzeug: 57001-317 VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-14 Spezialwerkzeuge und Dichtstoffe Lagertreiber: 57001-382 Dämpfernocken-Haltewerkzeug: 57001-1025 Kolbenbolzen-Abziehwerkzeug: 57001-910 Haltewerkzeug für angetriebenes Zahnrad: 57001-1027 Zahnradhaltewerkzeug: 57001-1015 Adapter für Öldruckmeßgerät, PT 1/8: 57001-1033 Adapter für Kompressionsmeßgerät, M 12 x 1,25: Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug: 57001-1058 57001-1018 Zündkerzenschlüssel, 18er Sechskant: 57001-1024 Kawasaki Treiberwelle für Kopfrohr-Außenlaufring: 57001-1075 VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-15 Spezialwerkzeuge und Dichtstoffe Treiber für Kopfrohraußenlaufring: 57001-1077 Ventilsitzfräser, 45° - Ø 35: 57001-1116 Griff für Kolbenring-Kompressionswerkzeug: Ventilsitzfräser, 32° - Ø 35: 57001-1121 57001-1095 Hakenschlüssel: 57001-1100 Ventilsitzfräser, 32° - Ø 38,5: 57001-1122 Ausbauwerkzeug für Kopfrohr-Außenlaufring: Halter für Ventilsitzfräser, Ø 7: 57001-1126 57001-1107 Ventilsitzfräser, 45° - Ø 32: 57001-1115 Kawasaki Stange für Fräserhalter: 57001-1128 VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-16 Spezialwerkzeuge und Dichtstoffe Lagertreibersatz: 57001-1129 Heber: 57001-1238 Haltewerkzeug für Antriebszahnrad: 57001-1165 Stroboskop: 57001-1241 Sechskantschlüssel, 27er Sechskant: 57001-1210 Ventilsitzfräser, 55° - Ø 35: 57001-1247 Adapter für Kolbenbolzen-Abziehwerkzeug: Ölfilterschlüssel: 57001-1249 57001-1211 Gewicht für Gabelaußenrohr: 57001-1218 Kawasaki Halter für Achsantriebsgehäuse: 57001-1250 VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-17 Spezialwerkzeuge und Dichtstoffe Welle für Lagerausbauwerkzeug, Ø 9: 57001-1265 Schwungscheibenhaltewerkzeug: 57001-1313 Kopfstück für Lagerausbauwerkzeug, Ø 10 x Ø 12: Steuerkopflagertreiber: 57001-1344 57001-1266 Kolbenstangenabziehwerkzeug, M12 x 1,25: Adapter für Steuerkopflagertreiber: 57001-1345 67001-1289 Gabelöl-Meßlehre: 57001-1290 Kolbenring-Kompressionsriemen, Ø 95 – Ø 108: 57001-1358 Kopfstück für Lagerausbauwerkzeug, Ø 20 x Ø 22: Lagerausbauwelle, Ø 13: 57001-1377 57001-1293 Kawasaki VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-18 Spezialwerkzeuge und Dichtstoffe Handtester: 57001-1394 Schlüssel für Einfülldeckel: 57001-1454 Zusatzeinrichtung für Heber: 57001-1398 Nadeladapterset: 57001-1457 Halter für Antriebswelle: 57001-1407 Ventilsitzfräser, 45 °, Ø 40: 57001-1496 Schwungscheibenhaltewerkzeug: 57001-1410 Ventilsitzfräser, 55° - Ø 38,5: 57001-1497 Adapter für Kraftstoffdruckmesser: 57001-1417 Gabelzylinderhaltewerkzeug: 57001-1502 Kawasaki VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-19 Spezialwerkzeuge und Dichtstoffe Kawasaki Bond (Silikondichtstoff: 56019-120 Kawasaki Kawasaki Bond (Dichtmasse – Schwarz): 92104-1003 VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-20 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Kontrollleuchten Benzintank Benzinpumpenunterteil Zwei Befestigungsschellen (Benzinpumpenleitungen) Kunststoffdeckel Schnappklammern aus Kunststoff Benzintank-Belüftungsschlauch Kawasaki
Benzinpumpenleitungsstrang Den Leitungsstrang [8] unter dem Schlauch [7] verlegen.
10. Steckverbinder für Kontrollleucht
en: Den leitungsstrangseitigen Steckverbinder in das Loch der Halterung [13] einsetzen und den Steckverbinder anschließen.
12. Zündschloßsteckverbinder: Den
Steckverbinder anschließen und in das Loch der Halterung [13] einsetzen.
13. Halterung für Anzeigegerät
15. Die Enden der Klammern von
Hand gegen die Unterseite des Tanks drücken. Dann kontrollieren, ob die Enden die Unterseite des Tanks berühren. VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-21 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Zündkerzenstecker vorne rechts Zündkerzenstecker hinten rechts Zweite Leitung von der Unterseite der linken Zündspule Zweite Leitung von der Unterseite der rechten Zündspule Zündspule für hintere Zündkerzen Zündspule für vordere Zündkerzen Zweite Leitung von der Oberseite der linken Zündspule Zweite Leitung von der Oberseite der rechten Zündspule Zündkerzenstecker vorne links Zündkerzenstecker hinten links Kawasaki
Kupplungsschlauch Schnappklammern aus Kunststoff Binder BK/G-Primärleitung R/G-Primärleitung BK-Primärleitung R/G-Primärleitung Die weiße Markierung auf die Rückseite der Klammer [12] ausrichten
19. Kanisterspülschlauch (grün, CA)
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-22 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Ansaugluftstrom Rückansicht Lufteinlaß Linke Gummidichtung Linker Luftfilterdeckel Luftfilterelement Linkes Luftfilterunterteil Unterer Luftfilterkanal Vakuumschaltventilschlauch Zum Vakuumschaltventil Kawasaki
Rechtes Luftfilterunterteil Rechte Gummidichtung Rechter Luftfilterdeckel Die geklebte Verbindung der Dichtung in den Winkel plazieren. Rohrbogen: Angeschlossen an Kurbelgehäusebelüftungsschlauch Oben Weiße Markierung am Schlauch [8] (Vorderseite): hier positionieren Stöpsel Diesen Ablaßschlauch zwischen die Zylinder führen. VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-23 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Bypass-Luftstrom Vorn Rückansicht Drosselklappeneinheit Dichtung für Luftfilterunterteil Halterung für Zündkabel Rechte Seitenansicht Leitungen für AnsaugluftTemperatursensor und ISC-Ventile T-Anschluß Unterdruckschlauch von Drosselklappengehäuse Unterdrucksensor und Kawasaki Druckregler
10. Binder (hält [4], [6] und [11])
11. Vakuumschaltventilschlauch
12. Schrauben für rechtes Luftfilterunterteil
13. Rechtes Luftfilterunterteil
15. Schlauch für ISC-Ventil #2 (rot)
16. Schlauch für ISC-Ventil #1 (blau)
17. Unterer Luftfilterkanal
18. ISC-Ventil #2 (für hinteren
19. ISC-Ventileinlässe
20. Blaue Markierung an der
21. ISC-Ventil #1 (für vorderen
22. Ansauglufttemperatursensor
24. Kurbelgehäuse-Belüftungsschlauch
25. Diese Leitungen [6] mit
möglichst wenig Durchhang befestigen.
26. Rückseite des rechten
Luftfilterunterteils VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-24 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
- : Unterdruckpulsierung Kraftstoffdurchfluß Für vorderen Zylinder Für hinteren Zylinder Benzintank (linke Ansicht) Sperrventil für Kraftstoffrücklauf Hochdruck-Kraftstoffschläuche Verteileranschluß Einspritzdüse #1 Kawasaki
Einspritzdüse #2 Druckregler Drosselklappengehäuse Saugrohr Drosselklappeneinheit (Draufsicht)
11. Drosselklappenseilrolle
12. Drosselklappensensor
13. Unterdruck-Kraftstoff-
14. Unterdruckschläuche vom
Drosselklappengehäuse
16. Unterdruckschlauch (weiß, CA)
18. Vakuumschaltventil
19. Unterdrucksensor
20. Drosselklappen-Vakuumschlauch
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-25 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen F: Vorn ← →: Unterdruckpulsierung
- : Bypass-Luftstrom #1: Für vorderen Zylinder. #2: Für hinteren Zylinder
5. Verteileranschluß
Unterdruckschlauch vom Drosselklappengehäuse ISC-Schlauch #1 (blaue Markierung) T-Anschluß Drosselklappensensor Unterdruckschlauch zum Unterdrucksensor Saugrohr ISC Schlauch #2 (rote Markierung) ISC-Rohr #1 ISC-Rohr #2
Gaszughalterung Anschlagschraube für Chokehebel Drosselklappenseilrolle Leerlaufeinstellschraube Drosselklappenanschlagschraube Drosselklappengehäuse Drosselklappeneinheit Dämpfer für ISC-Rohr (Schnitt A-A) Schließzug Gaszug Die weißen Markierungen hier positionieren. VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-26 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Spannschellen Vakuumschaltventil (Die Luftbohrung zeigt nacht unten.) Schlauch für Vakuumschaltventil (für vorderes Ansaugventil) Weiße Markierung (nach oben richten). Schlauch für Vakuumschaltventil (für rechtes Luftfilterunterteil) Schlauch für Vakuumschaltventil (für hinteres Luftansaugventil): Kawasaki Den Schlauch unter den Unterdruckschlauch des Druckreglers führen.
7. Die Körnermarken aufeinander
ausrichten, damit sie ungefähr auf gleicher Höhe sind.
8. Diese Körnermarken aufeinander
10. Die Körnermarke an der Welle auf
den Schlitz des Hebels ausrichten.
12. 112 ± 1 mm (die Außen-
länge dieser Muttern)
14. Befestigungsschellen
15. Abdeckung des hinteren
16. Kunststofflaschen
17. Hinteres Auspuffrohr
18. Vorderes Auspuffrohr
19. Abdeckung des vorderen
20. Oberer Schalldämpfer
21. Unterer Schalldämpfer
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-27 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Weiße Markierungen an Schlauch [2] und [7]: Diese Markierungen zeigen nach vorn Vorderer Kühlflüssigkeitsschlauch Schlauch für Ausgleichsbehälter Klemmschelle Hinterer Kühlflüssigkeitsschlauch Die weißen Markierungen am Schlauch zeigen nach hinten Kühlerschlauch Kawasaki
Wasserpumpe Befestigungsschelle Wasserpumpen-Ablaufschlauch Abstand zwischen Pumpeneinlaßabstufung und Befestigungsschellenende: etwa 16 mm
12. Befestigungsschellen: Die einzelnen Schraubenköpfe gemäß Abbildung positionieren.
13. Den Schlauch einsetzen, bis er die Einlaßabstufung
der Wasserpumpe berüht.
14. Aufeinander ausrichten.
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-28 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen F: Vorn
- : Kraftstoffdurchfluß ← →: Vakuumpulsierung
3. Schlauch für Unterdrucksensor
4. Hinterer Kühlflüssigkeitsschlauch
5. Einspritzleitungsstrang
6. Niederdruck-Kraftstoffschlauch (Rücklauf)
7. Kraftstoffschlauchanschluß #2
Gelbe Markierung: Die gelbe Markierung nach oben und vorne richten und auf die weiße Markierung ausrichten. Den Schraubenkopf nach links richten. Den Schlauch mit der Markierung nach oben montieren. Kraftstoffschlauchanschluß #1 Kraftstoffauslaß vom Benzintank Kraftstoffrücklauf zum Benzintank Druckregler
15. Hochdruckkraftstoffschlauch
16. Kraftstofffilter
17. Benzinpumpe im Tank
18. Einlaßrohr (zum Verteileranschluß)
19. Einlaßschlauch (zum Verteileranschluß)
20. Kraftstoffrücklauf-Sperrventil
21. Chokezug: Den Chokezug
über den Schlauch [22] und unter den Schlauch [3] führen.
22. Drosselklappenunterdruckschlauch
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-29 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Kraftstoffdurchfluß Vorn Benzinpumpensteckverbinder (außerhalb des Benzintanks Unterseite des Benzintanks Auslaßleitung Pumpengehäuse im Tank (DFI) Benzinreserveschalter (Thermistor) Pumpenmotorleitung BK/W (-) Pumpenmotorleitung W/R (+) Benzinreserveschalterleitung R/BK )+) Kawasaki
Benzinreserveschalterleitung BK/Y (-) Pumpengrundplatte Grundplattendichtung Auslaßrohranschluß Benzinpumpensieb (Pumpeneinlaß) Einlaßschlauch Oben Unteransicht Benzinfilter Rücklaufsperrventil VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-30 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Gummifaltenbalg Anlasserleitung Kupplungsschlauch Obere Unterlegscheibe (Ø 14 x Ø 8,2 mm)
5. Untere Unterlegscheibe
7. Befestigungsschelle
8. Entlüftungsventil für
Kupplungsnehmerzylinder
10. Steckverbinder für
11. Steckverbinder für
Kawasaki Geschwindigkeitssensor
13. Geschwindigkeitssensor
14. Binder (Geschwindigkeitssensorleitung)
15. Steckverbinder für Öldruck/
Leerlaufschalterleitung
16. Weiße Markierung (neben
17. Schnappschelle aus Kunststoff
18. Regler/Gleichrichter
19. Regler/Gleichrichter-Steckverbinder
20. Lichtmaschinensteckverbinder
21. Steckverbinder für Seitenständerschalterleitung
22. Die Leitungen des Öldruck/Leerlaufschalters, die Seitenständerschalterleitung und die Regler/Gleichrichterleitung in dieser Reihenfolge zwischen Lichtmaschinendeckel und Kupplungsnehmerzylinder einsetzen.
23. Linkes Kurbelgehäuse
24. Leitungsstrang (Lichtmaschinenund Impulsgeberleitungen)
27. Die Leitungen nicht hier herumführen.
28. Lichtmaschinenaußendeckel
29. Befestigungsschellen
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-31 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Benzintankeinfüllöffnung (Draufsicht) Benzintank Benzintankbelüftungsrohr Einfüll-Ablaufleitung Benzintank-Ablaufschlauch Klemmschelle (Die Lasche nach oben richten.) Benzintank Belüftungsschlauch (außer für kalifornisches Modell) Klemmschelle Kawasaki
Loch der Halterung (Den Schlauch [7] in dieses Loch führen). Halterung (Schlauch [5], Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälterschlauch, Kupplungsschlauch) Schwingenlagerung Querrohr Diese Schläuche vor [11] und [12] verlegen. Befestigungsschelle Überlaufschlauch für Kühlflüssigkeitsausgleichsbehälter VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-32 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Rückansicht Hinterrad-Kotflügel Tüllen Sechs Befestigungsschellen Leitungsstrang im hinteren Kotflügel Kunststoffdeckel Den Leitungsstrang [5] in den Ausschnitt des Kunststoffdeckels [6] führen. Steckverbinder für [9] (Den Steckverbinder von [5] in die geschweißte Schelle führen.) Kawasaki
Leitung für Nummernschildbeleuchtung (Die Leitung [8] zwischen den Rippen des Schmutzfängers [18] verlegen.) Leitungen für Rück-/Bremslicht (Den Steckverbinder des hinteren Kabelbaums mit der geschweißten Schelle festklemmen.) Die Leitungen [10] zwischen die Rippen des Schmutzfängers [18] führen. Weiße Markierung von [5] Hinterer Blinker links Hinterer Blinker rechts Haltewinkel
16. Steckverbinder für [13]
17. Steckverbinder von [14]
19. Nummernschildleuchte
20. Die Leitungen für [13] und
[14] nicht einklemmen.
21. Leitungen für [13] und [14]
22. Von Hand einpressen: Den
Leitungsstrang [5] mit diesen Schellen [4] befestigen und das Ende der Klemme jeweils von Hand in den Hinterradkotflügel drücken. VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-33 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Befestigungsschellen Hinterer Kühlflüssigkeitsschlauch Chokezug: Mit dem Chokeknopf beginnen und den Chokezug vor dem Schlauch [10] verlegen, über dem Schlauch [20] und unter den Gaszügen [26], dann über dem Schlauch [5] und unter dem Schlauch [2] Binder (Schlauch [8]) Schlauch für Vakuumschaltventil (zum Unterteil [6]) Unterteil des rechten Luftfilters Schnappklammer aus Kunststoff (Hauptkabelbaum [9]) Kawasaki
8. Schlauch für Kühlflüssigkeitsausgleichsbehälter
10. Schlauch für Vakuumschaltventil (für vorderes
11. Kurbelgehäusebelüftungsschlauch
12. Vakuumschaltventil
13. Vorderer Kühlflüssigkeitsschlauch
14. Unterdruckschlauch (für Ventil [12]): Diesen
Schlauch über die Gaszüge und über den Chokezug führen. VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-34 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
15. Unterdruckschlauch (für Unterdrucksensor)
16. Unterdruckschlauch (für Druckregler)
17. Hochdruckkraftstoffschlauch (Zufuhr vom
18. Schlauch für Vakuumschaltventil (für hinteres
Luftansaugventil): Diesen Schlauch unter den Schlauch [16] führen.
21. Befestigungsschelle (Schlauch [11])
22. Kupplungsschlauch
23. Überlaufschlauch für
Kühlflüssigkeitsausgleichsbehälter
25. Ausgleichsbehälter
26. Gaszüge: Das untere Ende des Gaszugs in der
unteren Bohrung der Gaszugseilrolle befestigen.
27. Binder (Schläuche [10] und [11])
28. Den Binder [27] mit dem Verschluß nach unten
in diesem Bereich montieren.
29. Den Schlauch [23 hinter den Halter [24] verlegen.
30. Binder (Schläuche [2], [8] und Leistungsstrang [9])
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-35 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Oben Die Kunststoff-Schnappschellen [11], [16], [26] einbauen und auf die Stellung der Öffnung gemäß Abbildung achten.
1. Steckverbinder für Instrumente
2. Steckverbinder für Scheinwerfer
3. Klemmstück in [6] (Leitung [1], [4] und [5])
4. Steckverbinder (für vorderen Blinker rechts)
5. Steckverbinder (für vorderen Blinker links)
6. Scheinwerfergehäuse (Ansicht von vorn und von links)
7. Leitungsstrang für linke Schaltarmatur
8. Kupplungsschlauch
9. Steckverbinder des Leitungsstrangs [7]
10. Leitungsstrang für Anzeigeeinheit und Zündschloß
11. Kunststoff-Schnappschelle (Ø 10 mm)
12. Linkes Rahmenrohr
13. Halteband (Kupplungsschlauch [8]): Den Kupplungsschlauch
außerhalb des Rahmenrohrs hier herum verlegen.
14. Leitungen für linke Zündkerze
16. Kunststoff-Schnappschelle (Ø 15 mm, Rückansicht)
17. Rechtes und linkes Klemmstück (außerhalb von [6], Leitung [4], [5])
20. Hupenanschlußklemme (Aus
Gründen der Wasserabweisung in der gezeigten Richtung einbauen.) VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-36 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
21. Die Leitungen durch die
Ausschnitte der Kühlerabdeckung führen.
23. Vorderer Kühlflüssigkeitsschlauch
25. Befestigungsschelle
26. Kunststoff-Schnappschelle
(Ø 17 mm, Rückansicht)
27. Linkes Rahmenrohr
28. Halter (Den Kupplungs-
schlauch [8] gemäß Seite 1-40 verlegen) Steckverbinder für ECU Steckverbinder für hinteren Leitungsstrang Hinterrad-Kotflügel Hinterer Leitungsstrang Leitungen für Seitenständerschalter: Die Leitungen durch den vorderen und hinteren Haken führen und mit der Befestigungsschelle [11] ein wenig fest hinter dem Seitenständerkonsol halten.
34. Geschweißte Schelle
35. Linkes Rahmenrohr
36. Die weiße Markierung am
Kupplungsschlauch neben den Nehmerzylinder
37. Elektroanlasserleitung
38. ECU: In den Batteriekasten
hinter die Rippe am Boden des Kastens einsetzen.
39. Regler/Gleichrichter
40. Sechs Befestigungsschellen
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-37 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Zündspule #2 (für hinteren Zylinder)
2. Steckverbinder für
Zündschloß (am Benzintank)
3. Gaszüge (Schließzug nach
oben und Gaszug nach unten unter dem Hauptkabelbaum [20])
4. Leitungsstrang für rechte
6. Kunststoff-Schnappschellen
7. Hauptkabelbaum-Masseanschluß am Rahmen
8. Kunststoff-Schnappschellen
9. Steckverbinder für rechte
Schaltarmatur (außen), Steckverbinder für Kühlgebläse (oben), Steckverbinder für HinterradBremslichtschalter (unten): Die hauptkabelbaumseitigen Steckverbinder in den Halter einsetzen und die Steckverbinder anschließen.
11. Primärleitungen für
Kawasaki Zündspule #2
12. Hinterer Kühlflüssigkeitsschlauch
14. Steckverbinder für Ansauglufttemperatursensor
15. Weißer Steckverbinder (für ISCVentile und Ansauglufttemperatursensor)
16. Leitungsstrang (für ISC-Ventile
und Ansauglufttemperatursensor)
17. Unterdrucksensor
18. Steckverbinder für
Drosselklappensensor
19. Kunststoff-Schnappschelle (Hauptkabelbaum [20], den Verschluß
anheben, um die Schelle zu entfernen.)
20. Hauptkabelbaum (Die Steckverbinder des vorderen Endes im
Scheinwerfergehäuse anschließen.)
21. Kupplungsschlauch
22. Leitungsstrang für linke Schaltarmatur
23. Steckverbinder für Anzeigeleuchte
24. Steckverbinder für
Wassertemperatursensor (an der Unterseite des Thermostatgehäuses)
25. Kunststoffschelle (Leitungsstränge
für Anzeigeleuchte, Zündschloß und Zubehör) Steckverbinder für linke Schaltarmatur: Die hauptkabelbaumseitigen Steckverbinder in die Halterung einsetzen und anschließen. Zündspule #1 Halteband (Kupplungsschlauch [21]): Den Kupplungsschlauch außerhalb des Rahmenrohrs hier herum verlegen. Primärleitungsanschlußklemmen von [27] Luftdrucksensor Kunststoff-Schnappschellen Kunststoff-Schnappschelle und weiße Markierung (Lagemarkierung des Leitungsstrangs): Den Stift der Schelle nach oben in die Halterung einsetzen. Vorderer Kühlflüssigkeitsschlauch Steckverbinder für Einspritzdüse #2 Steckverbinder für Einspritzdüse #1 Steckverbinder für Zubehörleitung (Buchse) VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-38 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen F: Vorn
37. Den Stift der Schelle des Leitungsstrangs in den
38. Kunststoff-Schnappschelle (Leitungsstrang für
39. Batteriemassekabel (-) oder Motorerdung (zur
Motormasseanschlußklemme)
40. Verzögerungseinheit für Öldruckleuchte
42. Batteriepluskabel (+)
43. Verteilerkasten (auf dem Ausgleichsbehälterangeordnet)
44. Blinkersteuergerät
46. Steckverbinder für Winkelsensor (auf dem
49. Sechs Befestigungsschellen
50. Steckverbinder (im Lichtmaschinenaußendeckel für
Regler/Gleichrichter, Lichtmaschine, Impulsgeber, Seitenständerschalter, Leerlauf/Öldruckschalter und Geschwindigkeitssensor)
52. Abzweigung des Hauptkabelbaums
53. Steckverbinder für Benzinpumpe im Tank (angeordnet
auf der Batteriehalterung)
54. ECU-Steckverbinder
55. Steckverbinder für Batteriemassekabel (-) (an der
56. DFI-Hauptsicherung (an der Batteriehalterung)
57. Steckverbinder (an der Batteriehalterung)
58. Kunststoff-Schnappverbinder
59. Batteriehalterung (Die Halterung auf die Batterie setzen und die Schrauben der Halterung gut festziehen.)
60. Steckverbindung für hinteren Leitungsstrang (am
61. Hinterer Leitungsstrang
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-39 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Oben Benzintankablaufschlauch Anlasserleitung Halter Motormasseleitung (nach unten führen) Hauptkabelbaum Ausgleichsbehälterschlauch (vom Kühlerdeckel zum Ausgleichsbehälter) Zur Innenseite des Lichtmaschinenaußendeckels
Durch den Lichtmaschinenaußendeckel zum Anlasser
9. Kupplungsschlauch
11. Benzintank-Belüftungsschlauch (außer für CA, den
Schlauch durch die rechte Öffnung des Konsols führen.) Kawasaki
12. Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälter
13. Ausgleichsbehälter-Überlaufschlauch
14. Die Schläuche in den Halter an
der Motorunterseite einsetzen
Verteilerkastenleitungen Verteilerkasten Hinterer Kühlflüssigkeitsschlauch Steckverbinder für rechte Schaltarmatur
21. Rahmenmasseleitung
22. Zündspule #2 (für hinteren
24. Steckverbinder für Kühlgebläse
25. Steckverbinder für Hinterrad-Bremslichtschalter
26. Drosselklappenrolle
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-40 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Oben Drosselklappeneinheit Anlasserrelais Leitungsstrang für rechte Schaltarmatur Führungen Blinkersteuergerät DFI-Hauptrelais Batterieminuspol (-) Verzögerungseinheit für Öldruckanzeige Rechtes Rahmenrohr Kawasaki
36. Steckverbinder für Verteilerkasten
37. Batteriepluskabel (+)
38. Kunststoff-Schnappschellen (Ø 15
mm, Leitungen für HinterradBremslichtschalter und Kühlgebläse)
39. Kunststoff-Schnappschellen (Ø 10
40. Steckverbinder für Winkelsensor
42. Hinterrad-Bremslichtschalter
43. Befestigungsschelle (Leitungsstrang
für rechte Schaltarmatur)
44. Leitungen für rechte Zündkerze
45. Den Stift der LeitungsstrangBefestigungsschelle in das
49. Benzintankbelüftungsschlauch
(durch die rechte Öffnung des Konsols)
50. Rahmenrohr oder Unterzug
51. Zündspulen-Primärleitungen
52. Leitungen für HinterradBremslichtschalter
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-41 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Hinterrad-Bremssattel Schlauchhalter Hinterrad-Bremsschlauch Weiße Markierungen am Schlauch (hier positionieren) Kawasaki
Schlauchschellen Den Bremsschlauch zwischen die Ansätze der Bremsschlauchhalterung und den Ölfilter führen, dann entlang des Unterzugs nach vorne verlegen. Ölfilter VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-42 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Hinterrad-Bremsflüssigkeitsbehälter Hinterrad-Hauptzylinder Fußbremshebel Die beiden Enden des Sicherungssplints [16] gemäß Abbildung umbiegen.
Deckel für Hinterrad-Bremsflüssigkeitsbehälter Unterzug Schwinge Sicherungssplint Hinterrad-Bremsscheibe VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-43 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen
Vorn Gaszug Schließzug Vorderrad-Bremsschlauch Instrumentenhalterung Leitungsstrang für rechte Schaltarmatur Drehzahlmesser Tachometer Leitungen für vordere Blinker (Die Leitungen im Scheinwerfergehäuse anschließen.) Kawasaki
9. Kupplungsschlauch
10. Befestigungsschellen
11. Kunststoff-Schnappbinder
(Leitungsstrang [5])
14. Leitungsstrang für linke Schaltarmatur
15. Körnermarke: Den Griff einsetzen,
bis das Ende mit der Markierung fluchtet.
16. Klebstoff auf die Griffkappe
innen auftragen und die Kappe im Gegenuhrzeigersinn bis zum Griffende einschrauben.
17. Dreiweg-Verteilerstück der
19. Vorderrad-Bremsscheibe
20. Kunststoff-Schnappschelle
21. Vorderrad-Bremssättel
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-44 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen Kraftstoffverdunstungsanlage (Kalifornisches Modell) mit Kraftstoffleitung Benzintank (linke Seitenansicht) Benzinpumpe und Kraftstofffilter im Tank Blau (rechts) Druckregler (Rückansicht) Rot (links) Einspritzdüsen Blau Drosselklappeneinheit (Rückansicht) Luftfilter Abscheider Grün Kanister (Draufsicht) Weiß − − → : Dampfstrom
- : Kraftstoffdurchfluß ← → : Vakuumpulsierung
1. Kraftstoffrücklaufschlauch
2. Benzintank-Belüftungsschlauch
Abscheiderbelüftungsschlauch Kanisterspülschlauch Unterdruckschlauch Hochdruck-Benzinschläuche (Benzinzufuhr) Niederdruck-Benzinschlauch (Benzinrücklauf) VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-45 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen Steuersystem für Kraftstoffverdunstungsanlage (Kalifornisches Modell)
Vorn Benzintank Ablaufrohr von Einfüllöffnung Kraftstoffeinfüllöffnung Benzintank-Belüftungsschlauch Schlauch für Ausgleichsbehälter Unterdruckschlauch für Abscheider (weiß): Den Schlauch über die Gaszüge und über den Chokezug führen. Hinterer Kühlflüssigkeits- Kawasaki
schlauch Schlauchanschluß [6] Kühlerdeckel Klammern Drosselklappeneinheit Linkes Luftfilterunterteil Kanisterspülschlauch (grün) Elektroanlasserleitung: Die Leitung an der linken Seite des Abscheiders [19] und an allen Schläuchen der Kraftstoffverdunstungsan- lage vorbeiführen.
15. Benzintank-Belüftungsschlauch
(blau, rechts): Den Schlauch zwischen [23] und [24] verlegen.
16. Abscheider-Belüftungsschlauch
(blau): Den Schlauch zwischen [23] und [24] verlegen.
17. Öffnung des Werkzeugkastens
18. Benzinrücklaufschlauch (rot, links):
Den Schlauch zwischen [23] und [24] verlegen. VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-46 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen Steuersystem für Verdunstungsanlage
Rückansicht Abscheider Kanister Halteband Halter Abzweigung des Hauptkabelbaums in den LichtmaschinenAußendeckel
24. Abzweigung des Hauptkabelbaums zur ECU
25. Linker Hauptkabelbaum für
Kawasaki ECU und Lichtmaschine
26. Rechter Hauptkabelbaum
27. Die weiße Markierung nach links
28. Die Schläuche [15] und [16]
durch diese Löcher führen.
29. Die Schläuche [16] und [17] zwischen die Leitungsstränge [25]
30. Schlauch für Vakuumschaltventil
33. Chokezug: Den Chokezug
über den Schlauch [35] und unterhalb des Vakuumsensorschlauchs verlegen.
34. Gaszüge: Den Schließzug über
35. Drosselklappenunterdruckschlauch
36. Hinterer Hauptkabelbaum
VN1500-P1 Allgemeine Informationen 1-47 Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen Steuersystem für Kraftstoffverdunstungsanlage (kalifornisches Modell)
Vorn Benzintank Linkes Luftfilterunterteil Kanisterspülschlauch (grün) Kanister (Rückansicht) Benzintankbelüftungsschlauch, (rechts, blau) Rückansicht Kawasaki
Drosselklappeneinheit Benzintankrücklaufschlauch (rot, links) Abscheider Fitting Abscheider-Belüftungsschlauch (blau) Unterdruckschlauch VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-1 Inhaltsverzeichnis Inspektionstabelle 2-2 Technische Daten 2-3 Regelmäßige Wartungsarbeiten 2-5 Kraftstoffsystem (DFI) Benzinschläuche und Anschlüsse überprüfen Prüfen der Drosselklappensteuerung Prüfen der Leerlaufdrehzahl Reinigen des Luftfilterelements Prüfen der Kraftstoffverdunstungsanlage (CA) 2-5 2-5 2-5 2-6 2-7 2-7 Kühlsystem Prüfen der Kühlerschläuche und Anschlüsse Wechseln der Kühlflüssigkeit 2-8 Motoroberteil Prüfen des Luftansaugventils 2-11 2-11 Kupplung Prüfen der Kupplungsschläuche und der Anschlüsse Prüfen der Kupplungsflüssigkeitsstands Wechseln der Kupplungsflüssigkeit Auswechseln der Kupplungshauptzylindermanschetten und der Staubdichtung Auswechseln der Kupplungsnehmerzylinder-Kolbendichtung 2-11 2-8 2-9 2-11 2-11 2-17 2-17 2-17 2-18 Bremsen 2-18 Prüfen des Bremsklotzverschleißes 2-18 Prüfen der Bremsschläuche und der Anschlüsse 2-19 Prüfen des Bremsflüssigkeitsstands 2-19 Wechseln der Bremsflüssigkeit 2-20 Auswechseln der Hauptbremszylindermanschetten und Staubdichtungen 2-21 Auswechseln der Bremskolben/ Staubdichtungen 2-21 Prüfen des Vorderrad-Bremslichtschalters 2-21 Prüfen (Nachstellen) des Hinterrad-Bremslichtschalters 2-21 Federung Wechseln des Gabelöls Prüfen der Vorderradgabel auf Öllecks Prüfen der Hinterrad-Stoßdämpfer auf Öllecks Schmieren der Schwingenlagerung 2-22 2-22 Lenkung Schmieren der Steuerkopflager Prüfen der Lenkung Einstellen der Lenkung 2-26 2-26 2-26 2-27 Elektrik Reinigen und Prüfen der Zündkerzen 2-27 Allgemeine Schmierung Schmieren 2-27 2-27 Muttern, Bolzen und Befestigungen Prüfen auf Festigkeit 2-29 2-29 2-25 2-25 2-26 2-12 2-12 2-13 Motorschmiersystem Wechseln des Motoröls Wechseln des Ölfilters Ablassen des Öls 2-14 2-14 2-15 2-15 Räder/Reifen Prüfen der Reifen 2-16 2-16 Kawasaki Achsantrieb Prüfen des Ölstands Ölwechsel Schmieren des Kardanwellengelenks 2-27 VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-2 Inspektionstabelle Die Wartung und Einstellung muß nach der Tabelle erfolgen, damit eine einwandfreie Funktion des Motorrads gewährleistet ist. Die genaue Wartung ist äußerst wichtig und darf nicht vernachlässigt werden. PERIODE Was
Tachometer-Anzeige * zuerst anfällt
2 Jahre Bremsschläuche und Anschlüsse – kontrollieren+ Bremsflüssigkeitsstand – kontrollieren + # Monat Bremsflüssigkeit – wechseln 2 Jahre Hauptbremszylindermanschetten & Staubdichtungen – erneuern 4 Jahre Bremssattelkolbendichtungen und Staubdichtung – erneuern 4 Jahre Verschleiß der Bremsbeläge oder Bremsklötze – kontrollieren + # Reifenverschleiß – kontrollieren + Gabelöl – wechseln
2 Jahre Vorderradgabel auf Öllecks – kontrollieren + Schwingenlagerung schmieren Hinterrad-Stoßdämpfer auf Öllecks – kontrollieren + Kupplungsschläuche und Anschlüsse – kontrollieren + Kupplungsflüssigkeitsstand – kontrollieren + Monat Kupplungsflüssigkeit – wechseln 2 Jahre Kupplungshauptzylindermanschetten & Staubdichtungen – erneuern 4 Jahre Kupplungsnehmerzylinder-Kolbendichtung – erneuern 4 Jahre Ölstand im Achsantriebsgehäuse – kontrollieren★
Antriebswellengelenk - schmieren Zündkerze (e) reinigen und Elektrodenabstand einstellen
Leerlaufdrehzahl (e) – kontrollieren + Luftfilterelement (e) – reinigen + # Motoröl – wechseln # 6 Monate Ölfilter – erneuern Benzinschläuche und Anschlüsse – kontrollieren +
Drosselklappensteuerung (e) – kontrollieren + Kraftstoffverdunstungsanlage (e) (CA) – kontrollieren + Kühlerschläuche und Anschlüsse – kontrollieren + Kühlflüssigkeit – wechseln
2 Jahre Belüfterablauf (e) – reinigen Luftansaugventil (e) – kontrollieren + Bremslichtschalter – kontrollieren + Muttern, Bolzen und Befestigungen – kontrollieren + Allgemeine Schmierung – ausführen
Öl im Achsantriebsgehäuse – wechseln
Die Wartung häufiger durchführen, wenn das Motorrad unter schwierigen Bedingungen gefahren wird, d. h. Staub, Nässe, Schmutz, hohe Geschwindigkeit oder häufiges Anfahren/Anhalten. Höhere Tachometeranzeigen nach den in Frage kommenden Perioden richten Erneuern, ergänzen, einstellen oder nachziehen, falls erforderlich Drosselklappensteuerung – kontrollieren: Gasdrehgriffspiel und Drosselklappengehäusebohrungen kontrollieren. (CA): Nur für kalifornisches Modell (DFI): Digitale Kraftstoffeinspritzung (e): Abgasrelevante Teile Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-3 Technische Daten Position Normalwert Grenzwert 2 – 3 mm 950 ± 50 min-1 Papierfilter
Kraftstoffsystem (DFI): Gasdrehgriffspiel Leerlaufdrehzahl Luftfilterelement Kühlsystem: Kühlflüssigkeit: Typ /Empfehlung) Farbe Mischungsverhältnis Gefrierpunkt Gesamtmenge --Dauerfrostschutzmittel Grün 50 % Destilliertes Wasser, 50 % Kühlmittel - 35° C 2,3 l Motoroberteil: Ventilspiel Nicht nachstellbar (hydrauliche Spüleinsteller)
Kupplung: Kupplungsflüssigkeit Sorte Kupplungshebelspiel --DOT 4 (bei Lieferung eingefüllt) Nicht nachstellbar Motorschmiersystem: Motoröl: Sorte --API SE, SF oder SG API SH oder SJ mit JASO MA SAE 10W-40 2,9 l ( wenn Filter nicht ausgebaut wird) 3,1 l (wenn Filter ausgebaut wird) 3,5 l (wenn der Motor vollkommen zerlegt wird und trocken ist) Zwischen oberer und unterer Markierungslinie (nach Leerlauf oder bei laufendem Motor) Viskosität Ölmenge Ölstand Reifen: Profiltiefe: Vorn Hinten Luftdruck (kalt) DUNLOP
4,3 mm DUNLOP D220 STG 6,9 mm Vorn Hinten Kawasaki Belastung bis 184 kg: 250 kPa (2,5 kp/cm²) Belastung bis 184 kg: 250 kPa (2,5 kp/cm²) 1 mm (DE, AT, CH) 1,6 mm Bis 130 km/h: 2 mm über 130 km/h: 3 mm
VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-4 Technische Daten Position Normalwert Grenzwert API Wartungsklassifizierung: GL-5 Hypoid-Getriebeöl Über 5 ° C SAE 90 Unter 5° C SAE80 Unterkante Einfüllöffnung 200 ml 20 ml, Hochtemperaturfett
DOT4 4 mm 7,5 mm ON wenn Bremshebel gezogen Leuchtet nach 10 mm Fußbremshebelweg auf --1 mm 1 mm
Achsantrieb: Getriebeöl: Sorte Viskosität Ölstand Ölmenge Fett für Kardanwellengelenk Bremsen: Bremsflüssigkeit: Dicke der Bremsbeläge: Bremslichteinstellung: Sorte Vorn Hinten Vorn Hinten Federung: Gabelöl: Viskosität: Ölmenge (rechtes Gabelbein): Bei Ölwechsel Nach Zerlegung und wenn vollständig trocken Ölmenge (linkes Gabelbein): Nach Zerlegung und wenn vollständig trocken Gabelöl: (vollständig eingefedert ohne Feder) Rechtes Gabelbein (ab Oberkante Außenrohr) Linkes Gabelbein (ab Oberkante Außenrohr) Elektrik: Elektrodenabstand AT: CH: DE: Österreich Schweiz Bundesrepublik Deutschland Spezialwerkzeug – Schlüssel für Einfülldeckel: 57001-1454 Abziehwerkzeug für Gabelkolbenstange, M12X1,25: 57001-1289 Gabelölmeßlehre: 57001-1290 Gabelzylinderhaltewerkzeug: 57001-1502 Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung für Heber: 57001-1398 Hakenschlüssel: 57001-1100 Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-5 Regelmäßige Wartungsarbeiten Kraftstoffsystem (DFI) Benzinschläuche und Anschlüsse überprüfen ¡ Die Kraftstoffschläuche sind so ausgelegt, daß sie während der Lebensdauer des Motorrads keine Wartung erfordern. Wenn das Motorrad allerdings unsachgemäß behandelt wird, kann der hohe Druck in der Benzinleitung dazu führen, daß Kraftstoff ausläuft [A] oder ein Schlauch platzt. Den Tank ausbauen (siehe Abschnitt 3 – Kraftstoffsystem) und die Schläuche kontrollieren. ★ Ausgefranste Kraftstoffschläuche, Schläuche mit Rissen [B] oder Beulen [C] müssen erneuert werden.
- Vergewissern Sie sich, daß die Schläuche vorschriftsmäßig angeschlossen und die Befestigungsschellen einwandfrei festgezogen sind.
- Achten Sie beim Einbau der Benzinschläuche darauf, daß diese nicht stark gebogen, eingeklemmt, zusammengedrückt oder verdreht werden und biegen Sie den Schlauch so wenig wie möglich, damit der Kraftstoffdurchfluß nicht behindert wird. ★ Schläuche, die stark gebogen oder eingeklemmt waren, müssen erneuert werden.
Die Schlauchschellen gemäß Abbildung einbauen und die Klemmschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Nach dem Einbau der Schläuche das Kraftstoffsystem auf Leckstellen kontrollieren. Benzinschlauch [A] Schlauchschelle [E] Benzinleitung [C] 18 – 22 mm [D] 2 – 3 mm [E] Anziehmoment – Klemmschrauben für Hochdruckbenzinschlauch: 1,5 Nm (0,15 mkp) Den Benzinschlauch [A] vollständig auf die Leitung schieben und das Klemmstück [B] hinter der erhabenen Rippe [C] montieren. 1 – 2 mm Prüfen der Drosselklappensteuerung
- Das Gasgriffspiel [A] kontrollieren. ★ Wenn das Spiel nicht in Ordnung ist, muß der Gaszug nachgestellt werden (siehe nachfolgend). Gasgriffspiel: Normalwert: 2-3 mm
Kontrollieren, ob sich der Gasdrehgriff einwandfrei öffnen und schließen läßt und ob er in allen Lenkerstellungen mittels der Rückholfeder schnell und vollständig schließt. ★ Die Verlegung des Gaszuges, daß Gasgriffspiel und den Gaszug auf Beschädigungen kontrollieren, wenn der Gasdrehgriff nicht vorschriftsmäßig zurückgeht. Dann den Gaszug schmieren.
Den Motor im Leerlauf laufen lassen und den Lenker vollständig von rechts nach links schwenken. Hierbei darf sich die Leerlaufdrehzahl nicht verändern. ★ Das Gaszugspiel und die Verlegung des Gaszugs kontrollieren, wenn die Leerlaufdrehzahl steigt. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-6 Regelmäßige Wartungsarbeiten
Erforderlichenfalls den Gaszug wie folgt einstellen: Die Kontermuttern [A] lösen und die Einsteller [B] bis gegen den Anschlag hineindrehen, damit der Gasgriff viel Spiel bekommt. Den Einsteller am Schließzug [C] herausdrehen, bis der Gasgriff vollständig geschlossen ist. Die Kontermutter festziehen. Den Einsteller am Gaszug [D] solange nachstellen, bis am Gasgriff das vorgeschriebene Spiel vorhanden ist und dann die Kontermutter festziehen. Die Drosselbohrung wie folgt auf Sauberkeit kontrollieren: Die Schraube [A] herausdrehen und den rechten Luftfilterdeckel [B] abnehmen. Vorn [C] Die Ventile öffnen und die Drosselbohrungen [A] an den Drosselklappenventilen [B] und um die Ventile herum auf Kohleablagerungen kontrollieren. ★ Mit einem in einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt getränktem fusselfreien Lappen [C] die Kohleablagerungen an den Bohrungen des Drosselklappenventils abwischen, wenn sich dort Ablagerungen gebildet haben. Vorn [D]
Prüfen der Leerlaufdrehzahl
- Den Motor starten und gründlich warmlaufen lassen. ¡ Zuerst dreht der Motor schnell, damit die Warmlaufzeit verkürzt wird (Leerlaufanhebung). ¡ Allmählich verringert sich dann die Leerlaufdrehzahl automatisch auf eine bestimmte Umdrehungszahl. Dies ist die Leerlaufdrehzahl.
- Die Leerlaufdrehzahl kontrollieren. Leerlaufdrehzahl Normalwert: 950 ± 50 min-1
Bei im Leerlauf laufenden Motor den Lenker von einer Seite zur anderen schwenken. ★ Wenn sich dabei die Leerlaufdrehzahl verändert, sind die Gaszüge entweder falsch verlegt oder beschädigt. Evtl. Fehler müssen vor Fahrtantritt behoben werden (siehe Verlegen der Betätigungszüge im Abschnitt Allgemeine Informationen). ACHTUNG Bei falsch eingestelltem, falsch verlegtem oder beschädigtem Gaszug wird das Fahren gefährlich. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-7 Regelmäßige Wartungsarbeiten ★ Die Leerlaufdrehzahl einstellen, wenn sie außerhalb des vorge-
schriebenen Bereiches liegt. Den Motor starten und gründlich warmlaufen lassen. Warten, bis die schnelle Leerlaufdrehzahl auf einen bestimmten Wert heruntergegangen ist. Die Einstellschraube [A] drehen, bis die Leerlaufdrehzahl in Ordnung ist. Den Gasgriff einige Male öffnen und schließen und kontrollieren, ob die Leerlaufdrehzahl im vorgeschriebenen Bereich liegt. Ggf. nochmals nachstellen. Vorn [B] Reinigen des Luftfilterelements ANMERKUNG
In staubigen Gebieten muß das Filterelement häufiger als in der Inspektionstabelle empfohlen, gereinigt werden. Nach Fahrten im Regen oder auf schmutzigen Straßen sollte das Filterelement sofort gereinigt werden. Entfernen: Inbusschraube und Unterlegscheibe [A] und linken Luftfilterdeckel [B] Vorn [C] Das Filterelement ausbauen [A] Einen sauberen, fusselfreien Lappen in den unteren Luftfilterkanal stecken, damit kein Staub oder Schmutz eindringen kann. ACHTUNG Wenn Schmutz oder Staub in den Vergaser eindringen, können die Drosselklappen klemmen, was zu einem Unfall führen kann. VORSICHT Wenn Schmutz in den Motor gelangt, führt dies zu übermäßigem Verschleiß und möglicherweise zu einem Motorschaden.
Das Filterelement leicht abklopfen, damit sich der Staub löst. Den restlichen Staub mit Druckluft [A] von innen nach außen ausblasen (von der sauberen Seite zur schmutzigen Seite).
- Das Filterelement visuell auf Risse oder Bruchstellen kontrollieren. Ebenfalls die Schwammgummidichtung [B] kontrollieren. ★ Wenn am Filterelement oder an der Dichtung Risse oder Bruchstellen festgestellt werden, ist das Filterelement zu erneuern.
- Den linken Luftfilterdeckel montieren. Anziehmoment – Inbusschraube für linken Luftfilterdeckel: 16 Nm (1,6 mkp) Prüfen der Kraftstoffverdunstungsanlage (CA)
- Den Kanister wie folgt inspizieren: ¡ Den linken Seitendeckel abmontieren (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). ¡ Das Halteband [A] entfernen und den Kanister herausnehmen [B]. ¡ Den Kanister einer Sichtkontrolle auf Risse oder sonstige Beschädigungen unterziehen. ★ Den Kanister erneuern, wenn er Risse hat oder stark beschädigt ist. ANMERKUNG ¡ Der Kanister ist so ausgelegt, daß er während der ganzen Lebensdauer des Motorrads ohne Wartung einwandfrei arbeitet, wenn er unter normalen Bedingungen benutzt wird. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-8 Regelmäßige Wartungsarbeiten
Den Spülschlauch (grün) [A] über den Kanisterbelüftungsschlauch (blau) [B] durch die Öffnung [C] in den Werkzeugkasten [D] führen. Diese Schläuche nicht nebeneinander an der der Batterie zugewandten Seite des Kanisters entlang führen. So wird verhindert, daß die Schläuche beim Einbau des linken Seitendeckels abgeflacht werden. Den Kanister und den linken Seitendeckel montieren (siehe Abschnitt 15 – Rahmen und Fahrgestell). Die weiße Markierung [E] gemäß Abbildung positionieren.
Den Flüssigkeits-Dampfabscheider wie folgt kontrollieren: Die Schläuche vom Abscheider abziehen und den Abscheider [A] von der rechten Seite des Motorrads entfernen. Vorn [B] ¡ Den Abscheider einer Sichtkontrolle auf Risse oder andere Beschädigungen kontrollieren. ★ Wenn der Abscheider Risse aufweist oder stark beschädigt ist, muß er erneuert werden.
- Die Schläuche des Kraftstoffverdunstungssystems wie folgt kontrollieren: ¡ Den Abscheider senkrecht zum Boden halten, damit kein Kraftstoff in den Kanister hinein oder aus dem Kanister herausfließen kann.
- Kontrollieren, ob die Schläuche fest angeschlossen und ob die Clips vorhanden sind. ¡ Geknickte, gealterte oder beschädigte Schläuche erneuern. ¡ Die Schläuche gemäß den Angaben für das Verlegen von Betätigungsszügen, Leitungen und Schläuche im Abschnitt Allgemeine Informationen verlegen. Halten Sie sich auch das das Diagramm der Kraftstoffverdunstungsanlage im Kapitel 3 – Abschnitt Kraftstoffsystem. ¡ Achten Sie beim Einbau der Schläuche darauf, daß diese nicht stark gebogen, eingeklemmt, zusammengedrückt oder verdreht werden und biegen Sie den Schlauch so wenig wie möglich, damit derAbgasdurchfluß nicht behindert wird.
Kühlsystem Prüfen der Kühlerschläuche und Anschlüsse ¡ Der hohe Druck in den Kühlerschläuchen kann dazu führen, daß Kühlflüssigkeit ausläuft [A] oder daß der Schlauch platzt, wenn die Leitung nicht vorschriftsmäßig gewartet wird. Den Schlauch zusammendrücken. Er sollte nicht hart oder brüchig, jedoch auch nicht weich und aufgequollen sein. ★ Wenn der Schlauch ausgefranst ist oder Risse [B] und Beulen [C] hat, muß er erneuert werden.
- Kontrollieren, ob die Schläuche ordnungsgemäß angeschlossen und ob die Schlauchschellen vorschriftsmäßig befestigt sind. Anziehmoment – Kühlerschlauch-Klemmschrauben: 2,5 Nm (0,25 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-9 Regelmäßige Wartungsarbeiten Wechseln der Kühlflüssigkeit ACHTUNG Um Verbrennungen zu vermeiden, den Kühlerdeckel nicht abschrauben und die Kühlflüssigkeit nicht wechseln, solange der Motor noch heiß ist. Warten Sie, bis er abgekühlt ist. Wenn Kühlflüssigkeit auf die Reifen gelangt, werden diese rutschig und es kann zu einem Unfall und Verletzungen kommen. Die Kühlflüssigkeit ist für den menschlichen Körper schädlich und darf nicht als Trinkwasser verwendet werden.
Einen Behälter unter die Kühlerablaßschraube [A] setzen und die Ablaßschraube rausdrehen (Vorderansicht). Den Benzintank entfernen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). Den Kühlerdeckel [A] in zwei Schritten lösen. Den Deckel zuerst im Gegenuhrzeigersinn bis gegen den Anschlag drehen, dann nach unten drücken und den Deckel abschrauben. Jetzt läuft die Kühlflüssigkeit aus dem Kühler und dem Motor. Vorn [B] Die Wasserpumpenablaßschraube [A] entfernen. Jetzt läuft die restliche Kühlflüssigkeit aus der Wasserpumpe [B]. Ein Rohr unter die Ablaßbohrung des Pumpendeckels plazieren. Die Leitung führt in einen Behälter. Vorn [C] Entfernen: Rechter Seitendeckel (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell) Ausgleichbehälterbolzen Den Ausgleichbehälter [A] herumdrehen, den Schlauch [B] abziehen und die Kühlflüssigkeit in einen passenden Behälter gießen. Den Ausgleichsbehälter montieren. Beachten Sie beim Einfüllen von Kühlflüssigkeit das vorgschriebene Mischungsverhältnis und halten Sie sich an die Anleitungen des Kühlmittelherstellers. VORSICHT Mit dem Frostschutzmittel (Angaben nachstehend) muß im Kühlsystem weiches oder destilliertes Wasser verwendet werden. Wenn in dem System hartes Wasser verwendet wird, setzt sich Kesselstein in den Wasserkanälen ab und die Wirksamkeit des Kühlsystems wird erheblich verringert. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-10 Regelmäßige Wartungsarbeiten Mischungsverhältnis für Destilliertes Wasser Kühlmittel Gefrierpunkt Gesamtmenge
Wasser und Kühlflüssigkeit (Empfehlung) 50% 50% -35°C 2,3 l Die Ablaßschrauben festziehen. Anziehmoment – Kühlerablaßschraube: 7,4 Nm (0,75 mkp) Wasserpumpenablaßschraube: 11 Nm (1,1 mkp)
Kühlflüssigkeit in den Kühler einfüllen. ANMERKUNG
Die Kühlflüssigkeit langsam einfüllen, damit sie die Luft aus Motor und Kühler heraustreiben kann. Das Kühlsystem auf Leckstellen kontrollieren. Zuerst die Wasserpumpe [A] entlüften. Die Entlüftungsschraube [B] lösen, bis Kühlflüssigkeit an der Schraube heraussickert und dann die Schraube festziehen. Anziehmoment – Wasserpumpen-Entlüftungsschraube: 11 Nm (1,1 mkp)
Als nächstes die Entlüftungsschraube [A] am Thermostatgehäuse lösen. Vorn [B] Kühlflüssigkeit in den Kühler nachfüllen, bis Kühlflüssigkeit aus der Bohrung der Belüftungsschraube herauszufließen beginnt (d.h., wenn die gesamte Luft herausgedrückt ist). Die Kühlerschläuche abklopfen, damit evtl. noch vorhandene Luftblasen herausgedrückt werden. Den Kühler bis zum Einfüllabsatz [A] mit Kühlflüssigkeit füllen. Den Kühlerdeckel aufschrauben. Die Entlüftungsschraube [B] Anziehmoment – Thermostat-Entlüftungsschraube: 7,8 Nm (0,80 mkp)
Den Ausgleichsbehälter bis zur Markierungslinie [A] „F“ (voll) mit Kühlflüssigkeit und den Deckel aufschrauben.
- Den Benzintank einbauen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem).
- Den Motor starten und gründlich warmlaufen lassen, bis das Kühlgebläse eingeschaltet wird und dann den Motor abschalten.
- Den Kühlflüssigkeitsstand im Ausgleichsbehälter mehrere Male kontrollieren, während der Motor abkühlt und erforderlichenfalls Kühlflüssigkeit nachfüllen. ★ Wenn der Kühlflüssigkeitsstand unterhalb der Markierungslinie „L“ steht, ist Kühlflüssigkeit bis zur Markierungslinie „F“ nachzufüllen. VORSICHT Achten Sie darauf, daß die Kühlflüssigkeit nicht oberhalb der Markierungslinie „F“ steht. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-11 Regelmäßige Wartungsarbeiten Motoroberteil Prüfen des Luftansaugventils
- Das Luftansaugventil entfernen (siehe Ausbau des Luftansaugventils im Abschnitt 5 – Motoroberteil).
- Die Blattfedern einer Sichtkontrolle auf Falten, Verzug, Hitzeschäden oder sonstige Beschädigungen unterziehen. ★ Bei Zweifeln am Zustand der Blattfedern [A] ist das Luftansaugventil komplett auszuwechseln.
- Die Blattfeder-Kontaktflächen [B] des Ventilhalters auf Rillen, Kratzer, Anzeichen von Abtrennung vom Halter oder auf Hitzeschäden untersuchen. ★ Wenn Zweifel am Zustand der Blattfeder-Kontaktflächen bestehen, ist das Luftansaugventil komplett auszutau-
schen. Wenn sich zwischen Feder und Kontaktfläche Ruß oder andere Fremdstoffe abgelagert haben, ist das Ventil mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt zu reinigen. VORSICHT Ablagerungen nicht abkratzen, da hierbei der Gummi beschädigt wird und das Luftansaugventil dann erneuert werden muß. Kupplung Prüfen der Kupplungsschläuche und der Anschlüsse
- Durch den hohen Druck in der Kupplungsleitung kann Flüssigkeit austreten [A] oder der Schlauch kann platzen, wenn die Leitung nicht vorschriftsmäßig gewartet wird. Den Schlauch bei der Inspektion biegen und verdrehen. ★ Den Schlauch auswechseln, wenn er ausgefranst ist oder wenn Risse [B] oder Beulen [C] festgestellt werden.
- Kontrollieren, ob die Schläuche ordnungsgemäß angeschlossen und ob die Hohlschrauben vorschriftsmäßig festgezogen sind. Anziehmoment – Kupplungsschlauchhohlschrauben: 25 Nm (2,5 mkp)
Den Kupplungsschlauch beim Einbau gemäß den Angaben für das Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen im Abschnitt Allgemeine Information einbauen. ★ Scharf gebogene oder geknickte Schläuche sind zu erneuern. Prüfen der Kupplungsflüssigkeitsstands Den Kupplungsflüssigkeitsbehälter waagerecht halten. Kontrollieren, ob die Kupplungsflüssigkeit im Behälter zwischen der unteren [A] und der oberen [B] Markierungslinie steht. ★ Wenn der Flüssigkeitsstand zu niedrig ist, muß der Behälter bis zur oberen Markierungslinie am Behälter aufgefüllt werden. ¡ Die Kupplungsflüssigkeit ist die gleiche wie die Bremsflüssigkeit. Weitere Einzelheiten finden Sie im Abschnitt 12 – Bremsen.
Anziehmoment Schrauben für Deckel des Kupplungsflüssigkeitsbehälters: 1,5 Nm (0,15 mkp) ACHTUNG Die Flüssigkeit in der Kupplungsleitung vollständig wechseln, wenn nicht mehr festgestellt werden kann, welche Flüssigkeit sich im Behälter befindet. Danach nur noch die gleiche Sorte und die gleiche Marke verwenden. Nicht zweierlei Flüssigkeiten vermischen. Dadurch sinkt der Siedepunkt ab und die Kupplung kann ausfallen. Außerdem können die Gummiteile der Kupplung leiden. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-12 Regelmäßige Wartungsarbeiten Wechseln der Kupplungsflüssigkeit
- Den Kupplungsflüssigkeitsbehälter waagerecht halten und den Behälterdeckel abschrauben.
- Den Lichtmaschinenaußendeckel entfernen (siehe Ausbau des Lichtmaschinenaußendeckels im Abschnitt Elektrik) und dann die Gummikappe vom Entlüftungsventil am Nehmerzylinder abnehmen.
- Einen durchsichtigen Plastikschlauch [A] an das Entlüftungsventil anschließen und das andere Ende des Schlauchs in einen Behälter führen.
- Neue Flüssigkeit in den Behälter einfüllen.
- Die Kupplungsflüssigkeit wie folgt wechseln: Das Entlüftungsventil [B] mit einem Schlüssel öffnen. Den Kupplungshebel ziehen und halten [C]. Das Entlüftungsventil [D] schließen. Den Kupplungshebel [E] freigeben. ¡ Diesen Arbeitsgang so lange wiederholen, bis neue Kupplungsflüssigkeit aus den Plastikschlauch kommt oder bis sich die Farbe der Flüssigkeit verändert. ¡ Den Flüssigkeitsstand im Behälter häufig überprüfen und gegebenenfalls Bremsflüssigkeit nachfüllen. ANMERKUNG
Wenn der Behälter während des Wechselns der Kupplungsflüssigkeit leer wird, muß die Kupplungsleitung entlüftet werden, da Luft in die Leitungen gelangt ist. ACHTUNG Nicht zweierlei Kupplungsflüssigkeiten mischen.
Nach dem Wechseln der Flüssigkeit die Arbeitsweise der Kupplung überprüfen und kontrollieren, ob keine Kupplungsflüssigkeit ausläuft. ★ Erforderlichenfalls die Kupplungsleitung entlüften (siehe Abschnitt 6 - Entlüften der Kupplungsleitung).
- Den durchsichtigen Kunststoffschlauch entfernen.
- Den Behälterdeckel aufsetzen.
- Das Entlüftungsventil festziehen und die Gummikappe aufsetzen. Anziehmoment – Schrauben für Deckel des Kupplungsflüssigkeitsbehälters: 1,5 Nm (0,15 mkp) Entlüftungsventil für Kupplungsnehmerzylinder: 7,8 Nm (0,8 mkp) Auswechseln der Kupplungshauptzylindermanschetten und der Staubdichtung
- Den Kupplungshauptzylinder ausbauen (siehe Ausbau des Kupplungshauptzylinders im Abschnitt 6 – Kupplung)
- Den Behälterdeckel [A] und die Membrane [B] entfernen und die Kupplungsflüssigkeit in einen Behälter gießen.
- Die Kontermutter [C] und den Lagerbolzen [D] herausdrehen und den Kupplungshebel [E] abnehmen.
- Den Staubdeckel [F] wegziehen und den Sicherungsring [D] entfernen. Spezialwerkzeug – Federringzange: 57001-143
Primärmanschette [H], Kolbeneinheit [I] und Rückholfeder [J] herausziehen. VORSICHT Die Sekundärmanschette [K] nicht vom Kolben abnehmen, da sie hierbei beschädigt wird.
Die Einzelteile des Kupplungshauptzylinders kontrollieren (siehe Prüfen des Kupplungshauptzylinders im Abschnitt 6 – Kupplung). ★ Beschädigte Teile sind auszuwechseln. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-13 Regelmäßige Wartungsarbeiten
Vor dem Zusammenbau alle Teile, auch den Hauptzylinder, mit Kupplungsflüssigkeit oder Alkohol reinigen. VORSICHT Für das Reinigen der Teile nur Scheibenbrems-/Kupplungsflüssigkeit, Isopropylalkohol oder Äthylalkohol verwenden. Andere Flüssigkeiten sind nicht geeignet. Benzin, Motoröl oder andere Petroleumdestillate greifen die Gummiteile an. Öl läßt sich schlecht vollständig von den Teilen entfernen; es gelangt schließlich an die Gummiteile und zerstört diese.
Kupplungsflüssigkeit auf die ausgebauten Teile und auf die Innenfläche des Zylinders auftragen. Darauf achten, daß Kolben oder Zylinderwand nicht beschädigt werden. Die Druckstange einsetzen; in der Nut muß die Staubdichtung sitzen. Das runde Ende der Druckstange muß nach innen zeigen. Anziehmoment – Kupplungshebellagerbolzen: 1,0 Nm (0,1 mkp) Kontermutter für Kupplungshebellagerbolzen: 5,9 Nm (0,6 mkp)
Den Kupplungshauptzylinder montieren (siehe Ausbau des Kupplungshauptzylinders im Abschnitt 6 - Kupplung). Auswechseln der Kupplungsnehmerzylinder-Kolbendichtung
- Den Kupplungsnehmerzylinder ausbauen (siehe Ausbau des Kupplungsnehmerzylinders im Abschnitt 6 – Kupplung)
- Die Hohlschraube [A] am unteren Ende der Kupplungsleitung lösen und leicht festziehen.
- Die Nehmerzylinderschrauben [B] herausdrehen und den Nehmerzylinder mit angeschlossener Leitung von Motor abnehmen.
- Mit dem Kupplungshebel pumpen, bis der Kolben aus dem Zylinder kommt.
- Die Hohlschraube herausdrehen und den Nehmerzylinder [C] entfernen. VORSICHT Ausgelaufene Flüssigkeit sofort abwischen, damit die lackierten Flächen nicht beschädigt werden. ANMERKUNG
Wenn der Kupplungsnehmerzylinder abmontiert ist und frei herumliegt, wird der Kolben durch die Federkraft herausgedrückt. Feder und Kolbendichtung entfernen. VORSICHT Die Flüssigkeitsdichtung ist zu erneuern, wenn sie vom Kolben abgenommen wurde.
Kupplungsflüssigkeit auf den Kolben und die Dichtung auftragen. Die Dichtung gemäß Abbildung einbauen. Zylinder [A] Kolben [B] Flüssigkeitsdichtung [C] Feder [D] Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-14 Regelmäßige Wartungsarbeiten Motorschmiersystem Wechseln des Motoröls
- Den Motor gründlich warmlaufen lassen und das Motorrad so aufstellen, daß es waagerecht zum Boden steht.
- Die Ablaßschraube [A] herausdrehen und das Öl ablaufen lassen. Vorn [B]
Entfernen: Ölsiebstopfen [A] Vorn [B] Das Ölsieb [A], die Feder [B] und die Unterlegscheibe [C] entfernen. Das Ölsieb in einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt reinigen und festgeklebte Teilchen entfernen. Das Ölsieb nach jedem Ölwechsel gründlich reinigen. ACHTUNG Das Ölsieb in einem gut belüfteten Raum reinigen und darauf achten, daß in der Nähe des Arbeitsbereiches keine Funkenquellen oder Flammen vorhanden sind, da leicht entflammbare Flüssigkeiten gefährlich sind, dürfen Benzin oder Flüssigkeiten mit niedrigem Flammpunkt nicht verwendet werden. ANMERKUNG
Beim Reinigen des Siebs auf Metallteilchen achten, die eventuell auf Beschädigungen des Motors hindeuten könnten.
Das Sieb gründlich auf Beschädigungen wie Löcher und gebrochene Drähte kontrollieren. ★ Das Sieb erneuern, wenn es beschädigt ist.
- Das Ölsieb mit der Gummidichtung [C] nach innen einbauen. ★ Den O-Ring des Stopfens erneuern, wenn er beschädigt ist. Anziehmoment – Ölsiebstopfen: 20 Nm (2,0 mkp) Das Öl im Filter kann abgelassen werden, wenn der Filter ausgebaut wird (siehe Wechseln des Ölfilters in diesem Abschnitt. ★ Die Dichtung der Ablaßschraube erneuern, wenn sie beschädigt ist.
Anziehmoment – Motorölablaßschraube, Ölsiebstopfen: 20 Nm (2,0 mkp) Ölfilter: 18 Nm (1,8 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-15 Regelmäßige Wartungsarbeiten
Mit dem Schlüssel [B] den Öleinfülldeckel [A] entfernen und Öl der vorgeschrieben Sorte in der vorgeschriebenen Menge einfüllen. Kupplungsdeckel [C] Vorn [D] Spezialwerkzeug – Schlüssel für Einfülldeckel: 57001-1454 Anziehmoment – Öleinfülldeckel: 1,5 Nm (0,15 mkp) Motoröl Sorte: Viskosität: Ölmenge:
API SE, SF oder SG Klasse API SH oder SJ Klasse mit JASO MA SAE 10W-40 2,9 l (wenn Filter nicht ausgebaut wird) 3,1 l (wenn Filter ausgebaut wird) 3,5 l (wenn der Motor vollkommen zerlegt und trocken ist) Je nach Außentemperatur in Ihrem Reisegebiet sollte die Viskosität des Öls entsprechend der nebenstehenden Tabelle gewählt werden. Wechseln des Ölfilters Das Motoröl ablassen (siehe Ablassen des Motoröls in diesem Abschnitt).
- Den Ölfilter [A] mit dem Ölfilterschlüssel [B] ausbauen und den Filter entsorgen. Vorn [C]
Spezialwerkzeug – Ölfilterschlüssel: 57001-1249 ANMERKUNG
Im Ölfilter ist ein Bypassventil angeordnet, welches nicht ausgebaut werden kann. Vor dem Einbau Öl auf die Dichtung des neuen Ölfilters auftragen. Den Filter mit dem Ölfilterschlüssel festziehen. Die vorgeschriebene Menge des vorgeschriebenen Öls einfüllen. Anziehmoment – Ölfilter: 18 Nm (1,8 mkp) Ablassen des Öls Unter dem rechten Luftfiltergehäuse ist ein Ablaufschlauch vorgesehen, damit angesammeltes Wasser oder Öl abgelassen werden kann. Normalerweise sammelt sich hier weder Wasser noch Öl an. Wenn jedoch Wasser durch den Ölfilter angesaugt oder Motoröl zurückgeblasen wird, ist das Gehäuse wie folgt zu entleeren.
- Das linke Luftfiltergehäuse ausbauen (siehe Abschnitt 3 – Kraftstoffsystem).
- Den Stöpsel [B] vom Luftfilterablaufschlauch [A] entfernen, damit die Flüssigkeit ablaufen kann.
- Nicht vergessen, den Stöpsel wieder an der ursprünglichen Stelle einzusetzen.
ACHTUNG Nicht vergessen, den Stöpsel wieder einzusetzen, denn aus einem offenen Schlauch könnte Öl auslaufen. Wenn Öl an die Reifen gelangt werden diese rutschig und es kann zu einem Unfall mit Verletzungsfolgen kommen. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-16 Regelmäßige Wartungsarbeiten Räder/Reifen Prüfen der Reifen Je weiter die Reifen abgefahren werden, desto empfindlicher sind sie und desto leichter können sie platzen. 90 % der Reifenschäden treten in den letzten 10 % der Reifenlebensdauer auf. Die Reifen dürfen nicht mehr benutzt werden, wenn das Profil abgefahren ist.
- Eingeklemmte Steine und andere Gegenstände aus dem Profil entfernen.
- Die Reifen einer Sichtprüfung auf Risse und Schnitte unterziehen und bei größeren Beschädigungen auswechseln. Beulen oder ähnliches zeigen Schäden im Reifeninneren an. Der betreffende Reifen muß dann ausgewechselt werden.
Die Profiltiefe in der Mitte der Lauffläche mit einer Profiltiefenlehre [A] messen. Da sich der Reifen ungleichmäßig abnutzen kann, ist diese Messung an mehreren Stellen durchzuführen. ★ Den Reifen erneuern, wenn die Profiltiefe den zulässigen Wert unterschreitet (siehe Abschnitt Räder/Reifen). Profiltiefe Vorn: Normalwert: Grenzwert: 4,4 mm 1 mm 1,6 mm (DE, AT, CH) Hinten: Normalwert: Grenzwert: 6,9 mm 2 mm bis 130 km/h 3 mm über 130 km/h
Den Reifendruck mit einem Druckmessgerät [A] messen wenn der Reifen kalt ist (d.h. wenn das Motorrad in den letzten drei Stunden nicht mehr als 1,5 km gefahren wurde). ★ Erforderlichenfalls den Reifendruck gemäß den technischen Daten regulieren. Reifendruck (kalt) Vorne bis 184 kg Hinten bis 184 kg 250 kPa (2,5 kp/cm²) 250 kPa (2,5 kp/cm²) ACHTUNG Um Fahrsicherheit und Fahreigenschaften zu erhalten, dürfen nur die empfohlenen Standardreifen aufgezogen werden. Weiterhin sind die vorgeschriebenen Reifendrükke einzuhalten. Vorn und hinten immer Reifen des gleichen Herstellers aufziehen. ANMERKUNG
In den meisten Ländern gibt es hinsichtlich der Mindesprofiltiefe eigene Vorschriften, die beachtet werden müssen. Das Rad kontrollieren und auswuchten, wenn einer neuer Reifen aufgezogen wird (siehe Abschnitt Räder/Reifen). Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-17 Regelmäßige Wartungsarbeiten Achsantrieb Prüfen des Ölstands ACHTUNG Wenn das Motorrad mit zu wenig, altem oder verschmutztem Öl gefahren wird, erhöht sich der Verschleiß. Antriebsritzel und Tellerräder können fressen. Wenn dies der Fall ist, kann das Rad blockieren und rutschen und letztendlich außer Kontrolle geraten.
Das Motorrad waagerecht zum Boden aufstellen. Mit dem Schlüssel [B] den Öleinfülldeckel [A] entfernen. Spezialwerkzeug – Schlüssel für Öleinfülldeckel: 57001-1454
Das Öl sollte bis zur Unterkante der Einfüllöffnung [A] stehen.
zuerst auf Leckstellen kontrolliert werden, die erforderlichenfalls abgedichtet werden müssen; dann Öl durch die Einfüllöffnung nachfüllen. Verwenden Sie nur Öl der gleichen Qualität und Marke wie bereits im Getriebe vorhanden. Den Verschlußdeckel aufschrauben. ★ Wenn der Ölstand zu niedrig ist, muß das Achsantriebsgehäuse Ölwechsel Den Motor laufen lassen, damit das Öl erwärmt wird, leicht abläuft und Rückstände mitnimmt. Dann den Motor abschalten und den Zündschlüssel auf OFF drehen.
- Eine Ölwanne unter das Kardangetriebe setzen, dann den Einfülldeckel und die Ablaßschraube [A] entfernen.
ACHTUNG Achten Sie beim Ablassen oder Nachfüllen von Getriebeöl darauf, daß kein Öl auf Reifen, Felge oder Bremsscheibe gelangt. Wenn Öl an diese Teile kommt, muß es sofort mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt abgewaschen werden.
Nachdem das Öl vollständig abgelaufen ist, die Ablaßschraube mit einer neuen Dichtung einzusetzen. Anziehmoment – Ablaßschraube für Kardangetriebegehäuse: 8,8 Nm (0,90 mkp)
Die erforderliche Menge der vorgeschriebenen Ölsorte einfüllen. Kardangetriebeöl: Menge: Sorte: Viskosität: 200 ml API GL-5 Hypoid-Getriebeöl Über 5°C SAE 90 Unter 5°C SAE 80 ANMERKUNG
„GL-5“ bedeutet eine Bewertung der Qualität und des Zusatzes. Mit „GL-6“ bewertetes Hypoid-Getriebeöl kann ebenfalls verwendet werden. Darauf achten, daß der O-Ring vorhanden ist und den Deckel auf den Einfüllstutzen aufschrauben. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-18 Regelmäßige Wartungsarbeiten Schmieren des Kardanwellengelenks
- Das Achsantriebsgehäuse und das Kardanwellengelenk entfernen (siehe Abschnitt Achsantrieb).
- Das alte Fett am Kardanwellen-Gleitgelenk und am Antriebsritzelgelenk abwischen.
- 20 ml (16 Gramm) Hochtemperaturfett in das Kardanwellengelenk einfüllen [A] Bremsen Prüfen des Bremsklotzverschleißes
- Die Schrauben [A] herausdrehen und die Bremsklotzfeder [B] ausbauen (Vorderrad-Bremssattel).
Die Schrauben [A] herausdrehen und den Bremssattel [B] entfernen (Hinterrad-Bremssattel).
Die Belagdicke [A] der einzelnen Bremsklötze im jeweiligen Bremssattel kontrollieren. ★ Wenn bei einem Bremsklotz der Belag über den Grenzwert [B] hinaus verschlissen ist, sind beide Bremsklötze im Bremssattel als Teilesatz auszuwechseln (siehe Abschnitt Bremsen). Bremsklotzbelagdicke Normalwert: Vorn: 4,0 mm Hinten: 7,5 mm Grenzwert: 1,0 mm
Die Bremsklotzfeder oder den Bremssattel einbauen. Die Schrauben festziehen. Anziehmoment – Schrauben für Vorderrad-Bremsklotzfedern: 2,9 Nm (0,3 mkp) Hinterradbremssattel-Befestigungsschrauben: 34 Nm (3,5 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-19 Regelmäßige Wartungsarbeiten Prüfen der Bremsschläuche und der Anschlüsse
- Bremsschlauch und Anschlüsse auf Alterung, Risse und Leckstellen kontrollieren. o Durch den hohen Druck der Bremsleitung kann Bremsflüssigkeit austreten [A] oder der Schlauch kann platzen, wenn die Leitung nicht vorschriftsmäßig gewartet wird. Den Schlauch bei der Inspektion biegen und verdrehen. ★ Den Schlauch auswechseln, wenn Risse [B] oder Beulen [C] festzustellen sind. ★ Lockere Anschlüsse festziehen. Prüfen des Bremsflüssigkeitsstands Kontrollieren, ob die Bremsflüssigkeit im Vorderrad-Bremsflüssigkeitsbehälter [A] oberhalb der unteren Linie [B] steht.
Bei der Kontrolle des Bremsflüssigkeitsstands muß der Behälter waagerecht stehen. ★ Wenn der Bremsflüssigkeit unterhalb der unteren Markierungsli- nie steht, ist der Behälter [B] bis zur oberen Markierungslinie [A] aufzufüllen.
Kontrollieren, ob die Bremsflüssigkeit im Hinterrad-Bremsflüssigkeitsbehälter [A] zwischen der oberen [B] und der unteren [C] Markierungslinie steht. ★ Wenn die Bremsflüssigkeit unterhalb der unteren Markierungslinie steht, ist der Behälter bis zur oberen Markierungslinie aufzufüllen. ¡ Verwenden Sie nur eine besonders schwere Bremsflüssigkeit aus einem Behälter mit der Bezeichnung DOT 4. ¡ Bei Ausliefeurng ist das Bremssystem mit Bremsflüssigkeit DOT 4 gefüllt. Anziehmoment – Schrauben für Deckel des Vorderrad-Bremsflüssigkeitsbehälters: 1,5 Nm (0,15 mkp) ACHTUNG Nicht zweierlei Bremsflüssigkeit vermischen. Die Bremsflüssigkeit vollständig wechseln, wenn Bremsflüssigkeit nachgefüllt werden muß, aber nicht mehr festgestellt werden kann, welche Bremsflüssigkeit sich im Behälter befindet. Danach nur noch die gleiche Sorte und die gleiche Marke verwenden. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-20 Regelmäßige Wartungsarbeiten Wechseln der Bremsflüssigkeit ANMERKUNG
Der Ablauf beim Wechseln der Bremsflüssigkeit für die Vorderradbremse ist nachstehend beschrieben. Das Wechseln der Bremsflüssigkeit für die Hinterradbremse erfolgt in gleicher Weise. Den Bremsflüssigkeitsbehälter waagerecht halten. Den Behälterdeckel [A], die Platte [B] und die Membrane [C] entferne. Die Gummikappe vom Entlüftungsventil [A] des Vorderrad-Bremssattels [B] abnehmen. Einen Kunststoffschlauch [C] an das Entlüftungsventil am Bremssattel anschließen und das andere Ende des Schlauchs in einen Behälter führen. Frische Bremsflüssigkeit in den Behälter füllen. Vorübergehend den Behälterdeckel aufschrauben. Die Bremsflüssigkeit wie folgt wechseln: ANMERKUNG
Der Flüssigkeitsstand ist während des Ölwechsels ständig zu überprüfen; gegebenenfalls ist Bremsflüssigkeit nachzufüllen. Wenn der Behälter während des Ölwechsels vollständig leer wird, müssen die Bremsen entlüftet werden, da Luft in die Leitung gelangt ist.
Diesen Vorgang so lange wiederholen, bis frische Bremsflüssigkeit aus dem Kunststoffschlauch herauskommt oder bis sich die Farbe der Bremsflüssigkeit verändert. Entlüftungsventil öffnen [A]. Bremse betätigen und halten [B]. Entlüftungsventil schließen [C]. Bremse freigeben [D]. Vorderradbremse: Die obigen Schritte für den anderen Bremssattel wiederholen. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-21 Regelmäßige Wartungsarbeiten
Den Kunststoffschlauch abnehmen. Den Behälterdeckel aufschrauben. Das Entlüftungsventil festziehen und die Gummikappe aufsetzen. Anziehmoment – Bremssattel-Entlüftungsventil: 7,8 Nm (0,8 mkp) Schrauben für Deckel des Vorderrad-Bremsflüssigkeitsbehälters: 1,5 Nm (0,15 mkp) Für den Hinterrad-Bremssattel [A] die Bremsflüssigkeit für die beiden Entlüftungsventile [B] wechseln.
- Nach dem Wechseln der Bremsflüssigkeit die Bremsen ausprobieren; sie dürfen nicht schleifen und es darf keine Bremsflüssigkeit austreten. ★ Erforderlichenfalls die Bremsleitung entlüften (siehe Abschnitt Bremsen).
Auswechseln der Hauptbremszylindermanschetten und Staubdichtungen
- Die Angaben für das Auswechseln der Hauptbremszylindermanschetten und Staubdichtungen finden Sie unter Hauptzylinder im Abschnitt Bremsen. Auswechseln der Bremskolben/Staubdichtungen Die Angaben für das Auswechseln der Bremskolben/Staubdichtungen finden sie unter Bremssättel im Abschnitt Bremsen.
Prüfen des Vorderrad-Bremslichtschalters Die Zündung einschalten. Wenn der Vorderrad-Bremshebel gezogen wird, sollte das Bremslicht aufleuchten. ★ Den Schalter erneuern, wenn dies nicht der Fall ist.
Prüfen(Nachstellen des Hinterrad-Bremslichtschalters Die Zündung einschalten. Den Fußbremshebel [A] betätigen und die Arbeitsweise des Hinterrad-Bremslichtschalters überprüfen. Nach einem Fußbremshebelweg [B] von etwa 10 mm sollte das Bremslicht aufleuchten.
Den Bremslichtschalter nachstellen, wenn dies nicht der Fall ist. Das Schaltergehäuse festhalten und die Einstellmutter drehen. Schaltergehäuse [A] Einstellmutter [B] Leuchtet früher auf, wenn das Gehäuse nach oben geht [C] Leuchtet später auf, wenn das Gehäuse nach unten geht [D] VORSICHT Damit die elektrischen Kontakte im Schalter nicht beschädigt werden, darf das Schaltergehäuse bei der Einstellung nicht verdreht werden. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-22 Regelmäßige Wartungsarbeiten Federung Wechseln des Gabelöls
- Die Vorderradgabel ausbauen (siehe Ausbau der Vorderradgabel).
- Den oberen Bolzen aus dem Außenrohr herausdrehen. Rechtes Gabelbein: Schlüssel am oberen Bolzen [A] und an der Kolbenstangenmutter [B] ansetzen und die Kolbenstangenmutter lösen.
- Den oberen Bolzen von der Kolbenstange entfernen.
Entfernen: Kolbenstangenmutter [A] Unterlegscheibe [B] Hülse [C] Federteller [D] Gabelfeder [E] Das Gabelöl in einen entsprechenden Behälter ablaufen lassen. Mit dem Kolbenstangenabziehwerkzeug [A] die Kolbenstange [B] mindestens 10 mal nach oben und unten ziehen, um das Öl aus der Gabel herauszudrücken. Linkes Gabelbein: Die Schlüssel an den oberen Bolzen [A] und an die Verbindungsstangenmutter [B] ansetzen und die Verbindungsstangenmutter lösen.
- Den oberen Bolzen, die Verbindungsstangenmutter und den Gummianschlag [C] entfernen.
Das Innenrohr in einen Schraubstock spannen. Den inneren Gabelbolzen [A] mit dem Gabelzylinderhaltewerkzeug [B] herausdrehen. Spezialwerkzeug – Gabelzylinderhaltewerkzeug: 57001-1502 Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-23 Regelmäßige Wartungsarbeiten
Die Verbindungsstangeneinheit [A] zusammen mit der Feder [B] herausziehen. Die Gabel [A] mit der Oberseite nach unten zusammendrücken und ausdehnen [B], damit das Gabelöl in einen entpsrechenden Behälter [C] auslaufen kann und dann die Hülse [D], die Unterlegscheibe [E] und die Gabelfeder [F] herausnehmen. Beide Gabelbeine: Das Gabelrohr nach oben halten, das Außenrohr [A] und die Kolbenstange (rechtes Gabelbein) bis gegen den Anschlag nach unten drücken.
- Die vorgeschriebene Menge des vorgeschriebenen Öls einfüllen.
Gabelöl Viskosität: Ölmenge (Rechtes Gabelbein): Bei Ölwechsel: Nach Zerlegung und wenn vollständig trocken: Ölmenge (Linkes Gabelbein): Nach Zerlegung und wenn vollständig trocken: SHOWA SS-88 (SAE 10W) Ca. 430 ml 507 ± 2,5 ml 601 ± 2,5 ml ★ Erforderlichenfalls den Ölstand wie folgt messen.
Das Innenrohr senkrecht in einen Schraubstock spannen. Für das rechte Gabelbein: Mit dem Kolbenstangenabziehwerkzeug [A] die Kolbenstange [B] mehr als 10 mal nach oben und unten bewegen, damit die gesamte Luft aus dem Gabelöl herausgetrieben wird. Spezialwerkzeug – Kolbenstangen-Abziehwerkzeug, M12 x 1,25: 57001-1289 Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-24 Regelmäßige Wartungsarbeiten
Das Außenrohr mehrere Male pumpen, um die Luftblasen herauszudrängen. Warten, bis sich der Ölstand stabilisiert hat. Bei voll eingefederter Gabel die Kolbenstange bis gegen den Anschlag hineindrücken (rechtes Gabelbein), ein Bandmaß oder eine Stange in das Innenrohr einsetzen und den Abstand ab Oberkante Außenrohr bis zum Öl messen. Ölstand (vollständig eingefedert, ohne Feder) Normalwert: Rechtes Gabelbein: 142 ± 2 mm Linkes Gabelbein: 136 ± 2 mm (ab Oberkante Außenrohr) ANMERKUNG Der Gabelölstand kann auch mit der Gabelölmeßlehre gemessen werden. Spezialwerkzeug – Gabelölmeßlehre: 57001-1290 [A] ¡ Bei voll eingefederter Gabel das Meßrohr in das Innenrohr einsetzen [B] und das Verschlußstück auf das obere Ende [F] des Außenrohrs [C] positionieren. ¡ Das Verschlußstück [D] so einstellen, daß die Unterseite dem vorgeschriebenen Ölstand [E] entspricht. ¡ Das überschüssige Öl abziehen; hierfür den Griff langsam ziehen, bis kein Öl mehr herauskommt. ★ Wenn überhaupt kein Öl herausgepumpt wird, ist nicht genug Öl im Innenrohr. Zuerst Öl einfüllen und dann das überschüssige Öl wie oben gezeigt herauspumpen.
Rechtes Gabelbein: Das Kolbenstangen-Abziehwerkzeug [A] auf das obere Ende der Stange schrauben.
Spezialwerkzeug – Kolbenstangen-Abziehwerkzeug, M 12 x 1,25: 57001-1289
Das Kolbenstangen-Abziehwerkzeug bis über die Oberkante des Außenrohrs hochziehen. Das Kolbenstangen-Abziehwerkzeug ausbauen. Die Gabelfeder [A] so einbauen, daß das kleinere Ende nach oben zeigt [B]. Einbauen: Federteller [A] Hülse [B] Unterlegscheibe [C] Die Kolbenstangenmutter [D] bis gegen den Anschlag auf die Kolbenstange schrauben. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-25 Regelmäßige Wartungsarbeiten Linkes Gabelbein:
- Die Gabelfeder [A] mit dem kleineren Ende nach oben [B] einbauen.
- Einbauen: Unterlegscheibe Hülse Verbindungsstangeneinheit zusammen mit der Feder
- Den inneren Gabelbolzen mit dem Gabelzylinderhaltewerkzeug einbauen. Spezialwerkzeug – Gabelzylinderhaltewerkzeug: 57001-1502 Anziehmoment – Innerer Gabelbolzen: 98 Nm (10 mkp)
- Einbauen: Gummianschlag
- Die Verbindungsstangenmutter bis gegen den Anschlag auf die Verbindungsstange aufschrauben. Beide Gabelbeine: Den O-Ring [A] am oberen Bolzen kontrollieren und erneuern, wenn er beschädigt ist.
- Den oberen Bolzen [B] bis gegen den Anschlag auf die Kolbenstange oder auf die Verbindungsstange aufschrauben.
Den oberen Bolzen [A] mit einem Schlüssel festhalten und die Kolbenstangenmutter [B] oder die Verbindungsstangenmutter gegen den oberen Bolzen festziehen. Anziehmoment – Kolbenstangenmutter: 20 Nm (2,0 mkp) Verbindungsstangenmutter: 20 Nm (2,0 mkp)
Das Außenrohr anheben, den oberen Bolzen einschrauben und das Außenrohr einbauen. Anziehmoment – Oberer Gabelbolzen: 34 Nm (3,5 mkp)
Die Vorderradgabel einbauen (siehe Abschnitt Federung). Prüfen der Vorderradgabel auf Öllecks Die Vorderradgabel einer Sichtkontrolle [A] auf Öllecks, Riefen oder Kratzer an der Außenfläche der Innenrohre kontrollieren.
- Erforderlichenfalls beschädigte Teile auswechseln oder reparieren.
Prüfen der Hinterrad-Stoßdämpfer auf Öllecks Die Stoßdämpfer [A] visuell auf Öllecks kontrollieren. ★ Wenn Öl ausläuft oder wenn sich ein Stoßdämpfer weicher als der andere anfühlt, sind beide Stoßdämpfer als Teilesatz auszuwechseln.
Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-26 Regelmäßige Wartungsarbeiten Schmieren der Schwingenlagerung
- Die Schwinge ausbauen (siehe Abschnitt Schwinge).
- Das alte Fett von den Lagern abwischen.
- Fett auf die Innenfläche der Nadellager [A] auftragen.
- Eine dünne Schicht Fett auf die Lippen [B] der Fettdichtungen auftragen.
- Die Schwinge einbauen (siehe Abschnitt Federung). Lenkung Schmieren der Steuerkopflager
- Den Steuerkopf abnehmen (siehe Abschnitt Lenkung).
- Die oberen und unteren Kegelrollenlager [A] in den Käfigen mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt auswaschen und von den in das Rahmenkopfrohr eingepreßten oberen und unteren Laufringen das alte Fett und den Schmutz abwischen.
- Die äußeren Laufringe und Rollen einer Sichtprüfung unterziehen. ★ Wenn die Rollen oder Laufringe verschlissen sind, oder wenn ein Laufring eingelaufen ist, beide Laufringe und alle Rollenlager als Teilesatz erneuern (siehe Abschnitt Lenkung).
- Die oberen und unteren Kegelrollenlager in den Käfigen dick einfetten und eine dünne Schicht Fett auf die oberen und unteren Laufringe auftragen.
- Den Steuerkopf aufsetzen und die Lenkung einstellen (siehe Abschnitt Lenkung). Prüfen der Lenkung Die Lenkung wie folgt kontrollieren: ¡ Den Heber [A] und die Zusatzeinrichtung [B] unter die Rahmenrohrrippen [C] setzen und einen handelsüblichen Heber [D] unter den Motor [E] setzen, um das Vorderrad vom Boden abzuheben.
Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 Den Lenker in der Geradeausstellung abwechselnd an beiden Seiten anstoßen. Das Vorderrad sollte ganz nach links oder nach rechts bis gegen den Anschlag der Gabelbeine schwingen. ★ Wenn die Lenkung klemmt oder vor dem Anschlag stehenbleibt, geht die Lenkung zu stramm.
Durch Ziehen und Drücken [A] an den Gabelbeinen prüfen, ob die Lenkung Spiel hat. ★ Falls Spiel zu spüren ist, ist die Lenkung zu lose.
Es ist zu berücksichtigen, daß die Betätigungszüge und Leitungen einen gewissen Einfluß auf die Bewegung der Vorderradgabel haben. Achten Sie darauf, daß die Leitungen und Züge vorschriftsmäßig verlegt sind. Eine solche Prüfung ist nur nützlich, wenn die Lager in gutem Zustand und vorschriftsmäßig geschmiert sind. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-27 Regelmäßige Wartungsarbeiten Einstellen der Lenkung ★ Erforderlichenfalls die Lenkung einstellen.
- Die oberen Gabelklemmbolzen [A] an beiden Seiten Lösen und die Befestigungsmutter der oberen Gabelbrücke [B] abschrauben.
- Den O-Ring entfernen (siehe Abschnitt Lenkung).
- Die obere Gabelbrücke [C] zusammen mit dem Lenker abmontieren.
Die Unterlegscheibe entfernen. Die Einstellmutter [A] mit dem Hakenschlüssel [B] mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Spezialwerkzeug – Hakenschlüssel: 57001-1100 Anziehmoment – Einstellmutter: 49 Nm (0,5 mkp)
Den Steuerkopf montieren. Folgende Teile in der angegebenen Reihenfolge festziehen. Anziehmoment – Befestigungsmutter der oberen Gabelbrücke: 54 Nm (5,5 mkp) Obere Gabelklemmbolzen: 20 Nm (2,0 mkp)
Die Gaszüge, den Bremsschlauch und den Kupplungsschlauch gemäß den Angaben für das Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen im Abschnitt Allgemeine Informationen verlegen. Lenkung und Gaszüge nach dem Einbau kontrollieren und einstellen. ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Bremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Bremsscheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn dies nicht zuvor getan wurde. Elektrik Reinigen und Prüfen der Zündkerzen
- Die Zündkerze reinigen, vorzugsweise in einem Sandstrahlgerät und anschließend evtl. vorhandene Schleifmittelrückstände entfernen. Hierfür eine Lösemittel mit hohem Flammpunkt und eine Drahtbürste oder ein anderes geeignetes Werkzeug verwenden. ★ Die Zündkerze ist auszutauschen, wenn die Mittelelektrode [A] und/oder die Seitenelektrode [B] zerfressen oder beschädigt sind oder wenn der Isolierkörper Risse aufweist.
- Eine Standardzündkerze oder eine gleichwertige verwenden.
- Den Elektrodenabstand [D] mit einer Fühlerblattlehre messen. ★ Die Masseelektrode erforderlichenfalls mit einem geeigneten Werkzeug sorgfältig nachbiegen, so daß sich der vorgeschriebene Elektrodenabstand ergibt. Elektrodenabstand: 0,8 – 0,9 mm Allgemeine Schmierung Schmieren
- Bevor die Teile eingefettet werden, sind rostige Stellen mit Rostentferner zu behandeln. Altes Fett, altes Öl sowie Staub oder Schmutz abwischen.
- Die nachstehend aufgeführten Teile mit dem angegebenen Schmiermittel schmieren. ANMERKUNG
Die allgemeine Schmierung ist gemäß Inspektionstabelle oder nach jeder Regenfahrt, insbesondere nach dem Abspritzen mit Wasser durchzuführen. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-28 Regelmäßige Wartungsarbeiten Lagerstellen: Mit Motoröl schmieren Hinterrad-Bremsstangengelenk Schmierstellen: Mit Fett schmieren Obere Enden der Gaszüge [A] Kupplugshebellagerung (Silikondichtstoff auftragen) Bremshebellagerung (Silikondichtstoff auftragen) Fußbremshebellagerung Seitenständer Betätigungszüge: Mit Schmiermittel für Betätigungszüge schmieren. Chokezug Gaszüge
- Für das Schmieren der Betätigungszüge Öl zwischen Seilzug und Außenhülle einsickern lassen. ¡ Die Betätigungszüge können auch mit dem Druckschmierer [A] und einem Aerosol-Schmierstoff [B] geschmiert werden.
Wenn der Betätigungszug an beiden Enden ausgehängt ist, muß sich der Seilzug in der Hülle leicht bewegen lassen [A]. ★ Wenn sich der Seilzug nach dem Schmieren nicht leicht bewegt, wenn er ausgefranst ist [B] oder wenn die Außenhülle geknickt ist [C], muß der Betätigungszug erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Regelmäßige Wartung 2-29 Regelmäßige Wartungsarbeiten Muttern, Bolzen und Befestigungen Prüfen auf Festigkeit
- Prüfen Sie, ob die hier aufgeführten Schrauben und Muttern festgezogen sind. Prüfen Sie weiterhin, ob die jeweiligen Sicherungssplinte an ihrem Platz und in Ordnung sind. ANMERKUNG
Die Motorbefestigungen kontrollieren, wenn der Motor kalt ist (Zimmertemperatur). ★ Lockere Befestigungen mit dem vorgesschriebenen Drehmoment in der vorgeschriebenen Reihenfolge nachzie- hen. Die Anziehmomente finden Sie im jeweiligen Abschnitt. Richten Sie sich nach der Standardtabelle, wenn in dem entsprechenden Abschnitt keine besonderen Angaben gemacht sind. Die jeweiligen Befestigungen zuerst um ein ½ Umdrehung lösen und dann festziehen. ★ Beschädigte Sicherungssplinte müssen erneuert werden. Zu prüfende Schrauben, Muttern und Befestigungen Räder: Vorderachsmutter Hinterachsklemmbolzen Hinterachsmutter Sicherungssplint für Hinterachsmutter Achsantrieb: Befestigungsmuttern für Hinterachsantriebsgehäuse Bremsen: Klemmbolzen für Vorderrad-Hauptbremszylinder Bremssattel-Befestigungsbolzen Befestigungsbolzen für Hinterrad-Hauptbremszylinder Schrauben für Hinterrad-Bremssattelhalterung Bremshebellagermutter Schraube für Fußbremshebel Sicherungssplint für Bremsstangenverbindung Federung: Vorderradgabelklemmbolzen Befestigungsschrauben für Vorderrad-Kotflügel Befestigungsmuttern für Hinterrad-Stoßdämpfer Schwingenlagerwelle Lenkung: Befestigungsmutter für obere Gabelbrücke Lenkerbefestigungsmuttern Motor: Kontermuttern für Gaszugeinsteller Motorbefestigungsschrauben und Muttern Schalthebelbolzen Auspuff-Befestigungsschrauben und Muttern Muttern für Auspuffrohrhalter Klemmbolzen für Schalldämpferverbindung Klemmbolzen für Kupplungs-Hauptzylinder Kupplungshebellagermutter Kühlerbefestigungsschraube Sonstige: Seitenständerbolzen und Mutter Fußrastenbefestigungsschrauben Befestigungsschrauben für Fußrastenhalterung Unterzugschrauben (rechts) Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnungen 3-3 Lage der DFI-Teile 3-5 DFI-System 3-7 DFI-Schaltplan Technische Daten Vorbemerkungen für die Wartung des DFI-Systems 3-8 3-10 3-12 Gasdrehgriff und Betätigungszüge Prüfen des Gasdrehgriffspiels Nachstellen des Gasdrehgriffspiels Arbeitsweise des Chokeknopfs Prüfen des Chokezugspiels Aus- und Einbau der Züge Prüfen und Schmieren der Gaszüge 3-14 3-14 Drosselklappeneinheit Prüfen der Leerlaufdrehzahl Nachstellen der Leerlaufdrehzahl Reinigen der Drosselklappenbohrungen Einstellung für Fahrten in großer Höhe Ausbau der Drosselklappeneinheit Einbau der Drosselklappeneinheit Zerlegung /Zusammenbau der Drosselklappeneinheit 3-15 3-15 3-15 Luftfilter Ausbau des Filterelements Reinigen des Filterlelements Ausbau/Einbau des linken Luftfiltergehäuses Ausbau des rechten Luftfiltergehäuses Kawasaki 3-14 3-14 3-14 3-14 3-14 3-15 3-15 3-15 3-18 3-19 3-22 3-22 3-22 3-22 3-23 Einbau des rechten Luftfiltergehäuses Ausbau des unteren Luftfilterkanals Benzintank Ausbau des Benzintanks Einbau Prüfen des Benzintanks und des Tankdeckels Reinigen des Benzintanks Prüfen des BenzinrücklaufSperrventils 3-23 3-24 3-25 3-25 3-27 3-28 3-29 3-29 Kraftstoffverdunstungsanlage Aus- und Einbau von Teilen Einbau des Kanisters Prüfen des Kanisters Prüfen des Abscheiders Prüfen der Schläuche Funktionsprüfung des Abscheiders 3-30 3-30 3-30 3-30 3-30 3-30 Fehlersuche im DFI-System Übersicht Tabelle der Probleme und Reihenfolge der Prüfungen Fragen an den Fahrer 3-32 3-32 3-31 3-37 3-40 ECU 3-42 Kennzeichnung der ECU 3-42 Ausbau 3-42 Einbau 3-42 Prüfen der ECU-Stromversorgung 3-43 DFI-Stromquelle Ausbau der DFI-Sicherung Prüfen der DFI-Sicherung Ausbau des DFI-Hauptrelais Prüfen des Hauptrelais 3-44 3-44 3-44 3-44 3-44 LED-Anzeige FI (Kraftstoffeinspritzung) Prüfen der LED Anzeige 3-46 3-47 VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-2 Inhaltsverzeichnis ISC-Ventile Aus- und Einbau Prüfen d. Stromquellenspannung Prüfen der Ausgangsspannung Prüfen des Widerstands 3-48 3-48 3-48 3-48 3-49 Ausbau Einbau Prüfen der Eingangsspannung Prüfen der Ausgangsspannung Kraftstoffleitung Prüfen des Kraftstoffdrucks Ausbau des Druckreglers Prüfen des Kraftstoffdurchsatzes 3-50 3-50 3-51 3-52 Impulsgeber (#1, #2: Fehlermeldung 21,22) Aus- und Einbau der Impulsgeberspulen Prüfen der Impulsgeberspulen Selbstdiagnose Ausführung der Selbstdiagnose Lesen der Fehlermeldungen Löschen der Fehlercodes 3-53 3-53 3-55 3-55 Winkelsensor (Fehlermeldung 31) Ausbau Einbau Inspektion Drosselklappensensor (Fehlermeldung 11) Ausbau und Nachstellen Prüfen der Eingangsspannung Prüfen der Ausgangsspannung Prüfen des Widerstands 3-58 3-58 3-58 3-58 3-59 Unterdrucksensor (Fehlermeldung 12) Ausbau Einbau Prüfen der Eingangsspannung Prüfen der Ausgangsspannung 3-60 3-60 3-60 3-60 3-61 Ansauglufttemperatursensor (Fehlermeldung 13) Aus- und Einbau Prüfen der Ausgangsspannung Prüfen des Sensorwiderstands 3-64 3-64 3-64 3-65 Wassertemperatursensor (Fehlermeldung 14) Aus- und Einbau Prüfen der Ausgangsspannung Prüfen des Sensorwiderstands 3-66 3-66 3-66 3-67 Luftdrucksensor (Fehlermeldung 15) Kawasaki 3-68 Einspritzdüsen (#1, #2: Fehlermeldung 41, 42) Ausbau der Einspritzdüsen Einbau der Einspritzdüsen Akustische Prüfung Prüfen der Stromquellenspannung Prüfen der Ausgangsspannung Einspritzdüsen-Signaltest Prüfen des Widerstands der Einspritzdüsen Prüfen der Einspritzeinheit Benzinpumpe in Tank (Fehlermeldung 45) Ausbau Reinigen des Pumpensiebs und des Benzinfilters Einbau der Benzinpumpe Prüfen der Arbeitsweise Prüfen der Stromquellenspannung Prüfen der Betriebsspannung Zündspulen #1, #2: (Fehlermeldung 51, 52) Aus- und Einbau Prüfen der Eingangsspannung 3-68 3-68 3-68 3-69 3-71 3-71 3-71 3-72 3-72 3-72 3-72 3-74 3-74 3-75 3-77 3-77 3-78 3-78 3-79 3-79 3-81 3-81 3-81 3-82 3-83 3-83 3-83 3-85 3-85 3-85 VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-3 Explosionszeichnungen Alle Modelle außer CA T1: T2: T3: T4: T5: SS: 11 Nm (1,1 mkp) 16 Nm (1,6 mkp) 2,2 Nm (0,22 mkp) 9,8 Nm (1,0 mkp) 18 Nm (1,8 mkp) Silikondichtstoff auftragen (Kawasaki Bond: 56019-120 CA: Kalifornisches Modell
1. Wassertemperatursensor (DFI)
2. Thermostatgehäuse
Vakuumschaltventil Kurbelgehäusebelüftungsschlauch Drosselklappeneinheit Luftfilterelement Linkes Luftfilterunterteil Rechtes Luftfilterunterteil Luftfilter-Ablaßschlauch LED-Anzeige (Leuchtdiode) FI Halter für rechtes Zündkabel Halter für Luftfilterkanal Klemmkappen für Benzinpump- leitungen
15. Ablaufschlauch der
Benzintankeinfüllöffnung
16. Benzintankbelüftungsschlauch
17. Benzintankbelüftungsschlauch
18. Benzintankrücklaufschlauch
19. Tankdeckeldichtung (CA)
VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-4 Explosionszeichnungen CL: Schmierstoff für Betätigungszüge auftragen. G: Fett auftragen. L: Sicherungslack auftragen. R: Auswechselteile S: In der vorgeschriebenen Reihenfolge festziehen. T1: 9,8 Nm (1,0 mkp) T2: 2,9 Nm (0,30 mkp) T3: 12 Nm (1,2 mkp) T4: 4,9 Nm (0,50 mkp) T5: 3,4 Nm (0,35 mkp) T6: 7,8 Nm (0,80 mkp) T7: 6,9 Nm (0,70 mkp) T8: 1,5 Nm (0,15 mkp) T9: 20 Nm (2,0 mkp) T10: 11 Nm (1,1 mkp)
Schließzug Chokezug Benzinfilter im Tank Zum Unterdrucksensor Außenluftdrucksensor Unterdrucksensor Benzinpumpendichtung Benzinpumpe im Tank (elektrisch) Benzinpumpensieb Druckregler Druckreglersieb Verteileranschluß Drosselklappensensor Einspritzdüse #1 für vorderen Zylinder O-Ring Dichtring
Einspritzdüse #2 für hinteren Zylinder Dichtung Ansaugkrümmer Drosselklappengehäuse Drosselklappeneinheit ISC Ventil #1 (für vorderen Zylinder) ISC Ventil #2 (für hinteren Zylinder) ECU (elektronisches Steuergerät) Ansauglufttemperatursensor Rechtes Luftfilterunterteil Winkelsensor Batteriegehäuse DFI-Hauptrelais Benzinrücklauf-Sperrventil Halterung für Drosselklappeneinheit Halter für rechtes Zündkabel Gaszughalterung: Die Gaszughalterung nicht entfernen VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-5 Lage der DFI-Teile DFI:
DFI Teile (in diesem Abschnitt) Vorn Luftdrucksensor (DFI) Wassertemperatursensor (DFI) Zündspulen Zündschloß Anlasser Wassertemperaturschalter Regler/Gleichrichter Impulsgeber Lichtmaschine Seitenständerschalter Leerlaufschalter Öldruckschalter Benzinpumpe (DFI) Kawasaki
Winkelsensor (DFI) ECU (DFI) DFI Sicherung 15 A x 32 V Wartungsfreie Batterie Verteilerkasten Anlasserrelais Blinkersteuerung DFI Hauptrelais Verzögerungseinheit für Öldruckanzeige
23. ISC-Ventil #1 (DFI, für vorderen
24. ISC-Ventil #2 (DFI, für hinteren
25. Ansauglufttemperatursensor (DFI)
26. Einspritzdüsen (DFI)
27. Unterdrucksensor (DFI)
28. LED Anzeige (DFI) der
Drehzahlmessereinheit
29. Drosselklappensensor (DFI)
30. Vorderrad-Bremslichtschalter
32. Kühlgebläseschalter
33. Hinterrad-Bremslichtschalter
34. Benzinfilter im Tank (DFI)
35. Kraftstoffreserveschalter
36. Verteileranschluß (DFI)
37. Druckregler (DFI)
VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-6 Lage der DFI-Teile Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-7 DFI-System #1: #2:
Für vorderen Zylinder Für hinteren Zylinder ECU (elektronische Steuerung) Impulsgeber #1 Impulsgeber #2 Druckregler Drosselklappensensor (Vorderansicht)
11. Benzinfilter im Tank
12. Verteileranschluß
Einspritzdüse #1 Einspritzdüse #2 Benzinpumpe im Tank ISC-Ventil #1 (Leerlaufsteuerventil #1, Rückseite) ISC-Ventil #2 (Leerlaufsteuerventil #2, Vorderseite) Winkelsensor (Rückansicht) Benzintank (linke Seitenansicht) Lichtmaschinenrotor (linke Seitenansicht) Wartungsfreie Batterie (linke Seitenansicht) Linkes Luftfiltergehäuse (Rückansicht)
23. Rechtes Luftfiltergehäuse
24. Unterer Luftfilterkanal (Rückansicht)
25. Thermostatgehäuse (linke Seitenansicht)
26. Drosselklappenventile
27. Kraftstoffdurchfluß
29. Geschwindigkeitssensor
30. Kraftstoffanschluß #1
31. Kraftstoffanschluß #2
32. Kraftstoffschlauch-Klemmstück
33. Kraftstoffreserveschalter
34. Benzinrücklauf-Sperrventil
35. Restdruck-Sperrventil
VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-8 DFI-Schaltplan Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-9 DFI-Schaltplan Numerierung der Anschlußklemmen der ECU-Steckverbinder Bezeichnung der Klemmen #1: Vorderer Zylinder, #2: Hinterer Zylinder
1. 2. Sperrkreissignal
3. Selbstdiagnosesignal (erzeugt durch Erdung dieser
Anschlußklemme und angezeigt durch LED-Anzeige FI)
4. Drehzahlmessersignal
5. Anlasserknopfsignal
6. 7. Wassertemperatursensor (+)
8. 9. 10. Masseanschluß an Batterie (-) für ECU Stromversorgungskreis
11. Masseanschluß für Ansauglufttemperatursensor,
Wassertemperatursensor, Unterdrucksensor, Luftdrucksensor und Drosselklappensensor
12. 13. Masseanschluß im ECU für DFI-Hauptrelaismagnet
14. Signal Impulsgeber #2
15. Signal Impulsgeber #1
16. 17. Signal LED-Anzeige FI
18. Signal ISC-Ventil #1
19. 20. Masseanschluß an Batterie (-) für Zündsteuerkreis
21. 22. 23. 24. Winkelsensorsignal
25. Eingangssignal für Glühlampentest von ECU (für
Wassertemperatur-LED-Anzeige und [h])
26. Drosselklappensensorsignal
27. Geschwindigkeitssensorsignal
28. Luftdrucksensorsignal
29. Unerdrucksensorsignal
30. Stromversorgung für ECU, ISC-Ventile, Einspritzdüsen und Benzinpumpe
31. Ansauglufttemperatursensor (+)
32. Masseanschluß an Batterie (-) für ECU Stromversorgungskreis (wie #10)
33. 34. 35. Stromversorgung für Sensoren (Unterdruck-,
Luftdruck-, und Drosselklappensensor) von ECU
36. 38. 37. Benzinpumpensignal
39. Signal der Einspritzdüse #2
40. Signal der Einspritzdüse #1
41. Signal des ISC Ventils #2
42. Masseanschluß an Batterie (-) für Zündsteuerkreis
43. Signal der Zündspule #2
44. Signal der Zündspule #1
Kawasaki DFI und Elektroteile DFI: DFI-Teile ECU [A]: Elektronische Steuerung (DFI Zündunterbrecher [B] Anlasserknopf [C] Zündspulen [D] Impulsgeber (Kurbelwellensensoren) [E] Verteilerkasten [F] Anlasserstromkreisrelais [G] Sperrdioden [H] Diode [J] LED Wassertemperatur-Warnanzeige Diode [K] Kraftstoffstandanzeige LED-Anzeige FI [L]: (DFI) Tachometer [M] Zündschloß [N] Anlasserrelais [O] Hauptsicherung 30 A x 32 V [P] Wartungsfreie Batterie [Q] Einspritzdüse #1 [R]: (DFI) Einspritzdüse #2: [S]: (DFI) Kraftstoffreserveschalter [T] Benzinpumpe im Tank [U]: (DFI) DFI Sicherung 15 A x 32 V [V]: (für ECU, Einspritzdüsen, Benzinpumpe DFI-HauptDFI-Hauptrelais und ISC-Ventile) ISC-Ventil # 2 [W]: (DFI) ISC-Ventil #1 [X]: (DFI) Ansauglufttemperatursensor [Y]: (DFI) Wassertemperatursensor [Z]: (DFI) Unterdrucksensor [a]: (DFI) Luftdrucksensor [b]: (DFI) Drosselklappensensor [g]: (DFI) Winkelsensor [d]: (DFI) DFI-Hauptrelais [e]: (für ECU, Einspritzdüsen, Benzinpumpe und ISC-Ventile) Sicherung 10 A x 32 V für Zündung [f] Kraftstoffreservewarnleuchte [h] Geschwindigkeitssensor [i] Drehzahlmesser [j] ECU-Steckverbinder [l] Steckverbinder-Arretierung [m] Selbstdiagnose-Steckbuchse [n] VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-10 Technische Daten Position Normalwert Gasdrehgriffspiel: Gasdrehgriffspiel
Luftfilterelement: Luftfilterelement Papierfilter DFI System (Digitale Kraftstoffeinspritzung): Fabrikat: Leerlaufdrehzahl: Drosselklappeneinheit: Typ x Bohrung ECU (Elektronische Steuerungseinheit): Typ Nutzbarer Drehzahlbereich ISC Ventile: Maximaler Luftdurchsatz Magnetspulenwiderstand Kraftstoffilter im Tank: Filterfläche Nenndurchsatz Kraftstoffdruck (Hochdruckleitung): Sofort nach Einschalten der Zündung 3 Sek. oder länger nach Einschalten der Zündung Motor im Leerlauf Motor bei Vollgas Druckregler: Eingestellter Kraftstoffdruck Drosselklappensensor: Eingangsspannung Ausgangsspannungen im Leerlauf Ausgangsspannung bei Vollgas Widerstand Luftdrucksensor oder Unterdrucksensor Eingangsspannung Ausgangsspannung Kawasaki Mitsubishi Electric 950 min-1 ± 50 min-1 Doppelkörperausführung x Ø 40 mm Digitalspeicher mit eingebautem IC Zünder, abgedichtet mit Harz 100 – 6200 min-1 (Leerlaufregelventil oder Leerlaufanhebung) 75 ± 7 L/min 13,6 – 20,4 Ω Mehr als 200 cm² 1,0 L/min 310 kPa (3,2 kp/cm²) bei laufender Benzinpumpe 280 kPa (2,9 kp/cm²) bei abgeschalteter Benzinpumpe 260 kPa (2,7 kp/cm²) bei laufender Benzinpumpe
260 - 280 kPa (2,7 – 2,9 kp/cm²)
bei laufender Benzinpumpe 294 ± 4,9 kPa (3,00 ± 0,05 kp/cm²) Nicht einstellbar und kann nicht ausgebaut werden. 4,75 – 5,25 V Gleichspannung zwischen BL/W und BR/BK Leitungen 0,584 – 0,604 V Gleichspannung zwischen Y/W und BR/BK Leitungen 4,29 – 4,59 V Gleichspannung zwischen Y/W und BR/BK Leitungen 4 – 6 kΩ zwischen BL/W und BR/BK Leitungen 4,75 – 5,25 V Gleichspannung 3,74 – 4,26 V Gleichspannung bei normalem atmosphärischen Druck VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-11 Technische Daten Position Normalwert DFI System (Digitale Kraftstoffeinspritzung): Ansauglufttemperatursensor: Widerstand Wassertemperatursensor Widerstand Winkelsensor: Erkennungsmethode Erkennungswinkel Erkennungszeit Einspritzdüsen: Typ Spritzverstellung Statische Einspritzmenge Düsentyp x Durchmesser Widerstand Benzinpumpe: Typ Fördermenge 5,4 – 6,6 kΩ bei 0° C 2,26 – 2,86 kΩ bei 20° C 0,29 – 0,39 kΩ bei 80° C 2,162 – 3,112 kΩ bei 20° C 0,785 – 1,049 kΩ bei 50° C 0,207 – 0,253 kΩ bei 100° C Magnetflußmethode Mehr als 45° ± 5° nach beiden Seiten Innerhalb 0,5 – 1,0 Sekunden INP-786 60° vor OT 273,1 – 289,4 ccm/min Doppelstrahl mit 4 Löchern x 0, 3 mm 14,2 – 14,8 Ω Eingebaute Pumpe (im Benzintank) 75 ml oder mehr für 3 Sekunden (90 l oder mehr pro Stunde) mit eingebautem Filter bei 12 V x atmosphärischen Druck Spezialwerkzeug – Öldruckmesser: 57001-125 Handtester: 57001-1394 Schlüssel für Einfülldeckel: 57001-1454 Nadeladapterset-Handtester: 57001-1457 Adapter für Kraftstoffdruckmesser: 57001-1417 Gabelölmeßlehre: 57001-1290 Dichtstoff – Kawasaki Bond (Silikondichtstoff): 56019-120 Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-12 Vorbemerkungen für die Wartung des DFI-Systems Bei der Wartung des DFI-Systems müssen einige wichtige Punkte beachtet werden.
Damit das richtige Luft-/Kraftstoffgemisch beibehalten wird, darf es im DFI-System keine Luftlecks geben. Nach dem Einfüllen des Motoröls muß der Verschlußdeckel [A] mit dem Schlüssel für Verschlußdeckel [B] montiert werden. Kupplungsdeckel [C] Vorn [D] Spezialwerkzeug – Schlüssel für Verschlußdeckel: 57001-1454 Anziehmoment – Deckel für Öleinfüllöffnung: 1,5 Nm (0,15 mkp)
Dieses DFI-System ist ausgelegt für den Anschluß an eine 12 V wartungsfreie Batterie als Stromversorgung. Verwenden Sie keine andere Batterie als Stromquelle. Die Anschlüsse der Batteriekabel nicht vertauschen, da sonst die elektronische Steuerung beschädigt wird. Batteriekabel oder andere elektrische Anschlüsse nicht abklemmen, solange die Zündung eingeschaltet ist oder der Motor läuft. In einem solchen Falle werden die Steckverbinderanschlußklemmen oder andere DFI-Teile durch die Stromstöße beschädigt. Leitungen, die direkt an den Pluspol (+) der Batterie angeschlossen sind, dürfen nicht an Masse gelegt werden. Die Batterie ausbauen, wenn sie geladen werden soll. Auf diese Weise wird verhindert, daß die elektronische Steuerung durch zu hohe Spannung beschädigt wird. Beim Ausziehen folgender Steckverbinder die Verriegelung am Steckverbinder anheben. Auf die Verriegelung der anderen Steckverbinder drücken. Steckverbinder für Benzinpumpe Steckverbinder für Winkelsensor Steckverbinder für Batteriemassekabel Wenn die DFI-Anschlüsse abgeklemmt werden sollen, zuerst die Zündung ausschalten und das Batterieminuskabel (-) abklemmen. Nicht an der Leitung ziehen, nur am Steckverbinder. Andererseits ist darauf zu achten, daß alle Elektroanschlüsse der DFI wieder ordnungsgemäß angeschlossen werden, bevor der Motor gestartet wird. Diese Steckverbinder anschließen, bis sie einrasten [A] Die Zündung nicht einschalten, solange Steckverbinder ausgezogen sind. Die elektronische Steuerung speichert die Fehlermeldungen. Kein Wasser auf Elektroteile, DFI-Teile, Steckverbinder, Kabel und Leitungen spritzen. Das Fahrzeug nicht abspritzen, wenn Steckverbinder ausgezogen sind; in diesem Falle sind die Dichtungen unwirksam und die Anschlußklemmen könnten korrodieren. Wenn das Motorrad mit einem Sender/Empfänger ausgerüstet ist, ist darauf zu achten, daß die Arbeitsweise des DFI-Systems nicht durch von der Antenne ausgestrahlte Elektrowellen beeinträchtigt wird. Prüfen Sie das System, wenn der Motor im Leerlauf dreht. Plazieren Sie die Antenne möglichst weit weg von der ECU. Um Korrosion und Ablagerungen im Kraftstoffsystem zu vermeiden, dem Kraftstoff keine Frostschutzchemikalien beifügen. Die Zündung nicht einschalten, solange Kraftstoffschläuche abgezogen sind, denn die Benzinpumpe läuft und aus dem Kraftstoffschlauch spritzt Benzin heraus. Die Benzinpumpe nicht betätigen, wenn sie vollkommen trocken ist. So wird vermieden, daß die Pumpe frißt. Vor dem Ausbau von Elektroteile die Außenfläche der Teile mit Druckluft reinigen. Wenn ein Benzinschlauch abgezogen wird, kann durch den in der Leitung vorhandenen Restdruck Benzin ausspritzen. Decken Sie den Schlauchanschluß mit einem sauberen Tuch ab, damit kein Kraftstoff auslaufen kann. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-13 Vorbemerkungen für die Wartung des DFI-Systems
Die Kraftstoffschläuche sind so ausgelegt, daß sie während der Lebensdauer des Motorrads keine Wartung erfordern. Wenn das Motorrad allerdings unsachgemäß behandelt wird, kann der hohe Druck in der Benzinleitung dazu führen, daß Kraftstoff ausläuft [A] oder ein Schlauch platzt. Biegen und Verdrehen Sie den Kraftstoffschlauch, wenn Sie ihn prüfen. ★ Kraftstoffschläuche mit Rissen [B] oder Beulen [C] müssen erneuert werden. ¡ Die Schläuche gemäß den Angaben für das Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuche im Abschnitt Allgemeine Informationen verlegen. ¡ Achten Sie beim Einbau der Benzinschläuche darauf, daß diese nicht stark geboten, eingeklemmt, zusammengedrückt oder verdreht werden und biegen Sie den Schlauch so wenig wie möglich, damit der Kraftstoffdurchfluß nicht behindert wird.
- Wenn der Schlauch stark verbogen oder eingeklemmt wurde, ist er zu erneuern.
Die Schlauchschellen gemäß Abbildung einbauen und die Klemmschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Nach dem Einbau der Schläuche das Kraftstoffsystem auf Leckstellen kontrollieren. Benzinschlauch [A] Schlauchschelle [B] Benzinleitung [C] 18 – 22 mm [D] 2 – 3 mm [E] Anziehmoment – Klemmschrauben für Hochdruck-Benzinschlauch: 1,5 Nm (0,15 mkp)
Den Kraftschlauch [A] voll auf die Kraftstoffleitung schieben und das Klemmstück [B] hinter die erhabene Rippe [C] montieren. 1 – 2 mm [D]
Das Auslaßschlauch-Anschlußstück #1 oder #2 [A] auf die Leitung schieben, bis das Anschlußstück klickt [B] Vorn [C]
Am Schlauchanschluß #1 oder #2 [A] ziehen [B] um zu prüfen, ob er arretiert ist und sich nicht löst. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-14 Gasdrehgriff und Betätigungszüge Prüfen des Gasdrehgriffspiels ¡ Siehe Prüfen der Drosselklappensteuerung im Abschnitt Regelmäßige Wartung (Abschnitt 2) Nachstellen des Gasdrehgriffspiels Die Kontermuttern [A] lösen und die Einsteller [B] bis gegen den Anschlag hineindrehen, damit der Gasgriff viel Spiel bekommt.
- Den Einsteller am Schließzug [C] herausdrehen, bis der Gasgriff kein Spiel mehr hat.
- Die Kontermutter gegen den Einsteller festziehen.
- Den Einsteller am Gaszug [D] solange nachstellen, bis am Gasgriff das vorgeschriebene Spiel vorhanden ist und dann die Kontermutter festziehen.
ACHTUNG Bei falsch eingestelltem, falsch verlegtem oder beschädigtem Gaszug wird das Fahren gefährlich. Arbeitsweise des Chokeknopfs ¡ Den Chokeknopf nur betätigen, wenn der Motor Startschwierigkeiten hat, beispielsweise bei kaltem Wetter(10 ° C oder niedriger) oder in großen Höhen. Das DFI-System ist nämlich mit einer Startautomatik ausgerüstet; ISC-Ventile, ein Wassertemperatursensor und ein Luftdrucksensor sorgen für Startfreudigkeit. ANMERKUNG
Wenn der Chokeknopf [A] benutzt wird, muß er ganz gezogen werden. Der Chokehebel [B] funktioniert nicht, wenn der Chokeknopf nur halb gezogen wird. Vorn [C]
Wenn der Motor abgesoffen ist, darf er nicht mit bis zum Anschlag geöffneten Gasgriff gestartet werden, wie dies bei einem Vergaser gemacht wird. Hierdurch würde sich der Zustand noch verschlechtern, weil durch das DFI-System automatisch noch mehr Kraftstoff zugeführt würde. Prüfen des Chokezugspiels Das Chokezugspiel kann nicht nachgestellt werden.
- Den Chokeknopf leicht ziehen und drücken und kontrollieren, ob sich der Chokezug einwandfrei bewegt. ★ Wenn Unregelmäßigkeiten festgestellt werden oder wenn sich der Chokehebel nicht bewegt, wenn der Chokeknopf ganz gezogen wird, ist der Chokezug zu erneuern.
Aus- und Einbau der Züge Die Angaben für den Ein- und Ausbau der Gaszüge finden Sie im Abschnitt Drosselklappeneinheit in diesem Kapitel.
Prüfen und Schmieren der Gaszüge Schmieren Sie den Chokezug oder die Gaszüge nach jedem Ausbau und entsprechend der Inspektionstabelle. Siehe unter Allgemeine Schmierung im Abschnitt Allgemeine Wartung (2. Abschnitt). ¡ Für das Schmieren der Gaszüge einen handelsüblichen Druckschmierer verwenden. ¡ Wenn der Gaszug an beiden Enden ausgehängt ist, muß sich der Seilzug in der Hülle leicht bewegen lassen.
Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-15 Drosselklappeneinheit Prüfen der Leerlaufdrehzahl ¡ Siehe Prüfen der Leerlaufdrehzahl im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt) Nachstellen der Leerlaufdrehzahl ¡ Siehe Prüfen der Leerlaufdrehzahl im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt) Reinigen der Drosselklappenbohrungen ¡ Siehe Prüfung der Drosselklappensteuerung im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt) Einstellung für Fahrten in großer Höhe ¡ Bei diesem Modell sind keine Änderungen erforderlich, da der Luftdrucksensor atmosphärische Druckschwankungen in großer Höhe automatisch ausgleicht. (Für US-Modelle mit Vergaser empfiehlt Kawasaki bei Fahrten in Höhen über 4000 Fuß eine von der Umweltbehörde EPA genehmigte Änderung, um die WIRKSAMKEIT DER ABGASREINIGUNG zu verbessern). Ausbau der Drosselklappeneinheit
- Den Benzintank abnehmen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Den Steckverbinder [A] des Ansauglufttemperatursensors ausziehen. Unterdrucksensor [B] (als Anhaltspunkt) Vorn [C] ACHTUNG Benzin ist außerordentlich feuergefährlich und kann unter bestimmten Bedingungen explosiv sein. Achten Sie darauf, daß der Arbeitsbereich gut belüftet ist und daß keine offenen Flammen oder Funkenquellen in der Nähe sind; hierzu gehören auch Geräte mit einer Anzeigelampe. Rauchen Sie nicht und drehen Sie die Zündung auf OFF. Das Batteriemassekabel (-) ist abzuklemmen. Rechnen Sie damit, daß Kraftstoff überläuft; ausgelaufener Kraftstoff muß sofort vollständig abgewischt werden.
Folgende Teile entfernen: Luftfilterunterteil rechts und links (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Halter [A] für rechtes Zündkabel und Schrauben [C] Halterung der Drosselklappeneinheit [B] Schrauben [D] für Halterung der Drosselklappeneinheit Vorn [E] Folgende Steckverbinder ausziehen: Drosselklappensensor-Steckverbinder [A] (vom Drosselklappensensor) Steckverbinder für vordere und hintere Einspritzdüse [B] Vorn [C] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-16 Drosselklappeneinheit
Folgende Teile von der Chokezughalterung [A] entfernen (linke Rückansicht). Schraube [B] Chokezugplatte [C] Den Chokehebel [A] nach vorne drücken und die Außenhülle des Chokezugs von der Halterung [B] entfernen und den Seilzug aus dem Schlitz [C] der Halterung herausnehmen. Das untere Ende [D] vom Chokehebel abnehmen. Vorn [E] Die Schrauben entfernen und das Gehäuse der rechten Schaltarmatur abnehmen. Das Ende des Gaszugs [A] und das Ende des Schließzugs [B] am Gasdrehgriff aushängen. Vorn [C] Die Vernietung [C] an der Gaszughalterung [E] aufhebeln und die Klammer [D] entfernen. Rückansicht [F] (als Hinweis) Gaszug [A] und Schließzug [B] VORSICHT Die Gaszughalterung nicht abmontieren. Wenn die Halterung beschädigt ist, muß sie in Verbindung mit dem neuen Gaszug ausgewechselt werden.
Die Gaszugrolle [A] gemäß Abbildung drehen und die Gaszugaußenhülle [B] aus der Gaszughalterung [C] herausziehen (Rückansicht). Die Rolle zurückdrehen und die Schließzugaußenhülle [D] aus der Gaszughalterung herausziehen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-17 Drosselklappeneinheit
Das Schließzugende [A] von der Drosselklappenrolle [B] abnehmen. Mit einer Spitzzange den Seilzug aus dem Motor herausnehmen und das Gaszugende [C] von der Rolle abnehmen. Vorn [D] Die Arretierung des Kraftstoffschlauchanschlusses #2 [A] mit den Fingern zusammendrücken und den Anschluß #2 zusammen mit der Leitung (für den Verteileranschluß) herausziehen und die Benzinschlaucheinheit [B] herausnehmen. Vorn [C] Die Schrauben [A] des Ansaugkrümmers herausdrehen. Ansaugkrümmer [B] Vorn [C] Die Unterdruckschläuche [C] vom Druckregler [A] und vom Drosselklappengehäuse [B] abziehen (Ansicht von hinten). Die Drosselklappeneinheit [A] hochkippen und von der rechten Seite her herausnehmen. Achten Sie darauf, daß die Flanschauflagefläche und die Kunststoffteile nicht beschädigt werden (Beule, Einkerbung, Anriß und Riß). Die Drosselklappeneinheit nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Fläche. ACHTUNG Die Drosselklappeneinheit nicht fallen lassen, denn die Drossel könnte dann klemmen und möglicherweise einen Unfall verursachen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-18 Drosselklappeneinheit
Einen sauberen, fusselfreien Lappen in die Drosselklappeneinheit und die Einlaßöffnungen des Zylinderkopfs stecken, damit kein Schmutz zum Motor gelangen kann. ACHTUNG Wenn Schmutz oder Staub in die Drosselbohrung gelangt, kann der Gasschieber klemmen, wodurch ein Unfall verursacht werden kann. VORSICHT Wenn Schmutz in den Motor gelangt, führt dies zu übermäßigem Verschleiß und es kann zu Motorschäden Einbau der Drosselklappeneinheit
- Den unteren Luftfilterkanal zwischen die Zylinder montieren.
- Die Flanschdichtung [A] erneuern.
- Die Flanschfläche des Zylinderkopfs mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt reinigen und trocken wischen.
- Den Flansch [B] und die Dichtung in der gezeigten Richtung einbauen. Die Rippen [C] des Flansches und das Ende mit dem kleineren Durchmesser nach oben richten. ¡ Die Dichtung sollte auf dem Flansch zentriert werden.
- Die Ansaugrohrschrauben [D] auf Feinpassung festziehen.
Zuerst die Schrauben [A] der Drosseleinheithalterung festziehen. Als nächstes die Ansaugrohrschrauben [B] mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Vorn [C] Anziehmoment – Schrauben für Drosseleinheithalterung: 11 Nm (1,1 mkp) Schrauben für Ansaugkrümmer: 12 Nm (1,2 mkp) Schrauben für rechte Zündkabelhalterung: 9,8 Nm (1,0 mkp)
Die unteren Enden der Gaszüge in die Drosselklappenrolle einhängen. Gaszug [A] und Schließzug [B] Die Gaszüge vorschriftsmäßig verlegen (siehe Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen im Abschnitt Allgemeine Informationen). Die Klammer [D] an der Gaszughalterung [E] vernieten [C]. Ansicht von hinten [F] Das untere Ende des Chokezugs am Chokehebel befestigen. Sicherungslack – Schraube für Chokezugplatte Anziehmoment – Schraube für Chokezugplatte: 2,9 Nm (0,30 mkp) Den Chokezug vorschriftsmäßig verlegen (siehe Abschnitt Allgemeine Information) und kontrollieren, ob sich der Chokeknopf einwandfrei bewegt. Eine dünne Schicht Fett auf die oberen Enden der Gaszüge auftragen. Die oberen Enden der Gaszüge im Gasgriff befestigen. Die Nase [A] am rechten Schaltergehäuse in die Bohrung [B] des Lenkers einsetzen (Vorderansicht). Den Gasgriff drehen und kontrollieren, ob sich die Drosselklappen einwandfrei bewegen und unter Federdruck zurückgehen. Gasdrehgriffspiel kontrollieren (sh. Prüfen des Gasdrehgriffspiels). ACHTUNG Wenn die Züge nicht vorschriftsmäßig verlegt sind, kann das Fahren gefährlich werden. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-19 Drosselklappeneinheit
Den Benzinschlauchanschluß #2 [A] auf die Leitung (zum Verteileranschluß) schieben, bis das Anschlußstück klickt [B]. Den Schlauchanschluß gerade entlang der Leitung einsetzen. Vorn [C] Den Schlauchanschuß #2 [A] nach oben ziehen [B] und prüfen, ob er arretiert ist und sich nicht löst. Den Benzintank und das Luftfiltergehäuse montieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Zerlegung /Zusammenbau der Drosselklappeneinheit
- Die Drosselklappeneinheit ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die beiden Schrauben [A] herausdrehen und das ISC-Rohr #1 [B] herausziehen und das ISC-Rohr #2 [C] von den Schläuchen [D] abziehen. Ansicht von unten [E]
Die drei Schrauben [A] des Drosselgehäuseflansches entfernen. Die Drosseleinheit in Drosselklappengehäuse [B] und Ansaugrohr [C] teilen. Die Dichtung [D] kommt heraus. Die Dichtung entsorgen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-20 Drosselklappeneinheit
Folgende Teile nicht entfernen oder nachstellen. Diese Teile sind im Werk eingestellt und können nicht nachgestellt werden. VORSICHT Eine Verstellung dieser Teile könnte zu schlechter Leistung führen und das Drosselklappengehäuse müßte dann ausgewechselt werden. Drosselklappensensor [A]: Das Drehen des Sensorkörpers könnte die Zündeinstellung und die Einspritzmenge verschlechtern. Vorderansicht [B] Drosselanschlagschraube [A]: Manipulationen an dieser Schraube könnten den Leerlauf verschlechtern, da mit dieser Schraube der Abstand zwischen Drosselklappe und Drosselbohrung bei geschlossenem Gasdrehgriff eingestellt wird. Rückansicht [B] Chokehebelanschlagschraube [A]: Mit dieser Schraube wird die Drosselklappenöffnung bei voll gezogenem Chokeknopf eingestellt. Manipulationen an dieser Schraube könnten zu einer Fehlfunktion des Chokehebels führen. Gaszughalter [B]: Wird mit dem Gaszug als Einheit verkauft. Rückansicht [C] Drosselklappe und Drosselklappenwelle : Diese Teile dürfen nicht ausgebaut werden, da der Ausbau schwierig ist.
Den Verteileranschluß und die Einspritzdüsen entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Drosselklappen [A] öffnen und evtl. Kohleablagerungen aus den Drosselbohrungen [A] um die Ventile herum abwischen; hierfür einen mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt getränkten fusselfreien Lappen verwenden. Ebenfalls die Bohrungen [C] und das Ansaugrohr [D] reinigen. Schmutz oder Staub mit Druckluft vom Drosselklappengehäuse und vom Ansaugrohr entfernen. VORSICHT Drosselklappengehäuse oder Drosselklappeneinheit für Reinigungszwecke nicht in ein Lösemittel mit hohem Flammpunkt eintauchen. Hierbei könnten der Drosselklappensensor oder das Drosselgehäuse beschädigt werden. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-21 Drosselklappeneinheit
Vor dem Zusammenbau die Auflageflächen [A] auf Beschädigungen wie Beulen, Einkerbungen, Rost, Anrisse oder Risse kontrollieren.
- Anrisse oder Rostbeschädigungen können manchmal mit einem Schmirgelpapier repariert werden (zuerst Körnung 200, dann 400), um scharfe Kanten und erhöhte Flächen zu entfernen. ★ Wenn die Beschädigungen nicht behoben werden können, sind Drosselklappengehäuse und/oder Ansaugrohr zu erneuern, um Lecks zu verhindern.
- Die Auflageflächen mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt reinigen und trocken wischen.
- Nicht vergessen, die Zentrierstifte [B] einzusetzen.
- Eine neue Dichtung [C] in die Nut einsetzen. Achten sie darauf, daß die Dichtung nicht zwischen die Auflageflächen eingeklemmt wird.
- Die Flanschschrauben gleichmäßig festziehen. Anziehmoment – Schrauben für Drosselgehäuseflansch: 4,9 Nm (0,50 mkp)
Die Rolle [A] drehen und kontrollieren, ob sich die Drosselklappen [B] gleichmäßig bewegen und unter Federdruck zurückgehen. ★ Das Drosselklappengehäuse erneuern, wenn sich die Drosselklappen nicht einwandfrei bewegen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-22 Luftfilter Ausbau des Filterelements
- Folgende Teile entfernen: Inbusschraube und Unterlegscheibe [A] Deckel des linken Luftfilters [B] Vorn [C]
Das Filterelement ausbauen [A]. Einen sauberen, fusselfreien Lappen in den unteren Luftfilterkanal stecken, damit kein Staub oder Schmutz eindringen kann. ACHTUNG Wenn Schmutz oder Staub in den Vergaser eindringen kann, können die Drosselklappen klemmen, was zu einem Unfall führen kann. VORSICHT Wenn Schmutz in den Motor gelangt, führt dies zu übermäßigem Verschleiß und möglicherweise zu einem Motorschaden. Reinigen des Filterlelements ¡ Siehe Reinigen des Filterlelements im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt). Ausbau/Einbau des linken Luftfiltergehäuses Folgende Teile entfernen: Luftfilterelement (siehe Ausbau des Luftfilterelements) Bolzen [A] und Schrauben [B] für Luftfilterunterteil
- Das Luftfilterunterteil [C] ausbauen und den Schlauch der Kraftstoffverdunstungsanlage [D] (kalifornisches Modell) herausziehen. Vorn [E]
Achten Sie darauf, daß die Befestigungsmuttern [A] für das Luftfilterunterteil nicht verloren gehen. Diese Muttern und der untere Luftfilterkanal werden als eine Einheit verkauft. Sicherungslack – Schrauben für Luftfilterunterteil Anziehmoment – Bolzen für linkes Luftfilterunterteil: 11 Nm (1,1 mkp) Schrauben für linkes Luftfilterunterteil: 2,2 Nm (0,22 mkp) Inbusschraube für linken Luftfilterdeckel: 16 Nm (1,6 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-23 Luftfilter Ausbau des rechten Luftfiltergehäuses
- Folgende Teile entfernen: Inbussschraube und Unterlegscheibe [A] Deckel [B] für rechten Luftfilter Vorn [C]
Folgende Teile entfernen: Schläuche für ISC-Ventile [A] Steckverbinder für ISC-Ventile [B] Inbusschrauben [C] und Schrauben [D] für Luftfilter Bolzen für Luftfilterunterteil [E] Folgende Teile entfernen: Luftfilterunterteil [A] Steckverbinder für Ansauglufttemperatursensor [B] ISC-Ventilleitungen [C] Kurbelgehäusebelüftungsschlauch [D] Luftfilterablaufschlauch [E] (vom Unterteil [A] trennen) Luftschlauch für Vakuumschaltventil [F] Achten Sie darauf, daß die Befestigungsmuttern [G] für das Luftfilterunterteil nicht verloren gehen. Diese Muttern und der untere Luftfilterkanal werden als eine Einheit verkauft. Einbau des rechten Luftfiltergehäuses Vergewissern Sie sich, daß die Dichtungen [A], [B] und die O-Ringe [C] für die ISC-Leitung vorhanden sind.
Sicherungslack – Schrauben für rechtes Luftfilterunterteil
Festziehen: Anziehmoment – Bolzen für rechtes Luftfilterunterteil [D]: 11 Nm (1,1 mkp) Inbusschrauben für rechten Luftfilter [E]: 11 Nm (1,1 mkp) Schrauben für rechtes Luftfilterunterteil [F]: 2,2 Nm (0,22 mkp) Vorn [G] ★ Wenn der Luftfilterablaufschlauch [A] zusammen mit dem rechten Luftfilterunterteil ausgebaut wurde, ist der Ablaufschlauch vom rechten Luftfilterunterteil abzuziehen. Dann das linke Luftfilterunterteil entfernen und den Ablaufschlauch unter den unteren Luftfilterkanal einsetzen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-24 Luftfilter
Den Ansauglufttemperatursensor [A], das ISC-Ventil #1 [B], ISCVentil #2 [C] und den Kurbelgehäusebelüftungsschlauch [D] einbauen. Anziehmoment – Mutter für Ansauglufttemperatursensor [E]: 7,8 Nm (0,80 mkp)
Das ISC-Ventil #1 wird an die W/R und G/Y Leitungen und den rot markierten Schlauch [F] angeschlossen. Das ISC-Ventil #2 wird an die W/R und die G/BL Leitungen und den blau markierten Schlauch [G] angeschlossen. Bei dem ISC-Ventil #1 und #2 handelt es sich um identische Teile. Obere Markierungen [H] Anziehmoment – Inbusschraube für rechten Luftfilterdeckel: 16 Nm (1,6 mkp) Ausbau des unteren Luftfilterkanals
- Folgende Teile entfernen: Rechtes und linkes Luftfiltergehäuse (siehe Angaben in diese Abschnitt) Halter für Drosselklappeneinheit [A] Halter für Luftfilterkanal [B] Drosselklappeneinheit (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Ansaugrohr (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Vorn [C]
Folgende Teile entfernen: Befestigungsmuttern [A] für rechtes und linkes Luftfilterunterteil Unterer Luftfilterkanal [B] Vorn [C] Anziehmoment – Schrauben für Luftkanalhalterung: 11 Nm (1,1 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-25 Benzintank Ausbau des Benzintanks ACHTUNG Benzin ist außerordentlich feuergefährlich und kann unter bestimmten Bedingungen explosiv sein. Achten Sie darauf, daß der Arbeitsbereich gut belüftet ist und daß keine offenen Flammen oder Funkenquellen in der Nähe sind; hierzu gehören auch Geräte mit einer Anzeigelampe. Rauchen Sie nicht und drehen Sie die Zündung auf OFF. Das Batteriemassekabel (-) ist abzuklemmen. Um Feuer zu vermeiden, den Benzintank nicht abnehmen, solange der Motor noch heiß ist. Warten Sie, bis er sich abgekühlt hat. Um das Überlaufen von Benzin so gering wie möglich zu halten, mit einer Pumpe soviel Kraftstoff wie möglich aus dem Tank herauspumpen, wenn der Motor kalt ist. Rechnen Sie damit, daß Kraftstoff überläuft; ausgelaufener Kraftstoff muß sofort vollständig abgewischt werden.
Zündung und Zündunterbrecher auf OFF schalten. Warten, bis der Motor abgekühlt ist. Den Tankdeckel [A] abschrauben, damit sich der Druck im Tank verringert und mit einer handelsüblichen Pumpe den Kraftstoff aus dem Tank herauspumpen. Vorn [B] Während des Tankausbaus den Tankdeckel offen lassen, damit der Druck im Tank abgebaut wird. Hierdurch wird weniger Benzin verspritzt. Mit einer handelsüblichen Elektropumpe [A] den Kraftstoff aus dem Tank herausziehen. Einen weichen Kunststoffschlauch [B] als Pumpeneinlaßschlauch verwenden und den Schlauch sanft einsetzen. Den Schlauch durch die Einfüllöffnung [C] in eine Seite des Tankbodens einsetzen und den Kraftstoff herauspumpen. Vorn [D] Den Kraftstoff von der anderen Seite des Tankbodens in der gleichen Weise herauspumpen. ACHTUNG Der Kraftstoff kann nicht vollständig aus dem Tank herausgepumpt werden. Seien Sie vorsichtig bei Auslaufen des Restkraftstoffs.
Den Zündschlüssel [A] herausziehen. Die Inbusschraube [B] herausdrehen, die Anzeigeeinheit [C] ein wenig nach hinten ziehen und vom Benzintank abnehmen. Ausziehen: Steckverbinder [A] für Anzeigeeinheit Steckverbinder [B] für Zündschloß Entfernen: Zündschloß [C] und Schrauben [D] Konsol [E] und Schraube [F] Vorn [G] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-26 Benzintank
Den Sitz entfernen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). Das Batteriemassekabel (-) [A] abklemmen. Die Arretierung [B] anheben und den Steckverbinder der Benzinpumpe [C] (schwarz, 4-polig) abziehen. Der Benzinpumpensteckverbinder hat Benzinpumpenleitungen und Reserveschalterleitungen. Gummischläuche mit einem Innendurchmesser von 5 – 5,8 mm vorbereiten (z. B. Schlauch: Teile-Nr. 92191-1272) x ungefähr 80 mm Länge und aus dem Gummischlauch Stöpselschläuche [A] machen und ein Ende mit einem Draht [B] zubinden. Den Tank hinten anheben und die Schläuche an der Unterseite abziehen: Diese Leitungen [C] mit den Stöpselschläuchen zustöpseln, damit kein Benzin auslaufen kann. Den Tank hinten anheben und einen sauberen Lappen um den Benzinrücklaufschlauch [A] wickeln, damit kein Benzin auf die Motoroberseite auslaufen kann (Rückansicht). Das Klemmstück [B] nach unten schieben und den Rücklaufschlauch vom Einlaßschlauch des Tanks abziehen. Einen Stöpsel von 8 mm Ø (Ø 7,8 – 8,0 mm [A] x 35 mm Länge [B] mit einem abgerundeten Ende [C] ) und einem Kraftstoffschlauch von 7,3 – 7,5 mm Innendurchmesser x 200 mm Länge [D] vorbereiten (z.B. Teile-Nr. 92191-1264). Für die Herstellung dieses Stöpsels kann man das Gewindeteil einer 8 mm Schraube abschneiden [F] (z.B. Teile-Nr. 92151-1444). Einen Stöpselschlauch von 100 mm Länge aus dem Kraftstoffschlauch herstellen und an einem Ende mit Draht [E] zubinden. Das Gewinde nicht frei lassen. ACHTUNG Vergewissern Sie sich, daß die Außenfläche der 8 mm Schraube weder Grat noch scharfe Kanten oder Roststellen hat. Solche Fehler beschädigen den O-Ring im Kraftstoffschlauchanschluß, es gibt dann Kraftstofflecks und dies kann zu einem Unfall führen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-27 Benzintank
Den Benzintank [A] hinten anheben und darauf achten, daß ein Lappen [B] um den Auslaßschlauchanschluß #1 [C] gewickelt ist. Mit den Fingern die Verschlüsse [D] zusammendrücken und das Anschlußstück an der Auslaßleitung entlang herausziehen [E] und die Auslaßleitung schnell mit dem Stöpselschlauch zustöpseln. Das Anschlußloch sofort mit dem 8 mm Stöpsel [G] verschließen. Vorn [F] Den Auslaßschlauch abziehen und den Stöpselschlauch und den 8 mm Stöpsel schnell einbauen. ACHTUNG Auslaufenden Kraftstoff sofort aufwischen.
Den Tankdeckel schließen. Den Tank abnehmen und auf eine flache Fläche setzen. VORSICHT Wenn bei dem kalifornischen Modell Lösemittel, Wasser oder sonstige Flüssigkeiten in den Kanister gelangen, wird die Dampfaufnahmefähigkeit stark reduziert. In diesem Falle ist der Kanister zu erneuern.
Für das kalifornische Modell ist folgendes zu beachten: Vergewissern Sie sich, daß der Rücklaufschlauch zugestöpselt ist, bevor der Tank abgenommen wird. ACHTUNG Bei dem kalifornischen Modell ist darauf zu achten, daß kein Benzin durch den Rücklaufschlauch ausläuft. Auslaufender Kraftstoff ist gefährlich. ★ Wenn Benzin in den Belüftungschlauch gelangt, muß der Schlauch abmontiert und mit Druckluft gereinigt wer- den (kalifornisches Modell).
Seien Sie vorsichtig mit auslaufendem Benzin, denn im Tank und in der Benzinpumpe bleibt immer noch Kraftstoff. ACHTUNG Lagern Sie den Benzintank in einem gut belüfteten Arbeitsbereich und achten Sie darauf, daß in der Nähe keine offenen Flammen oder Funkenquellen vorhanden sind. In diesem Bereich darf nicht geraucht werden. Setzen Sie den Benzintank auf eine flache Oberfläche und stöpseln Sie die Kraftstoffleitungen zu, damit kein Benzin auslaufen kann. Einbau Den obigen ACHTUNGSHINWEIS beachten. Die Schläuche vorschriftsmäßig verlegen (siehe Abschnitt Allgemeine Informationen).
- Vergewissern Sie sich, daß die Gummidämpfer [A] am Rahmen vorhanden sind.
- Ebenfalls kontrollieren, ob die Gummidämpfer am Tank vorhanden sind. ★ Wenn die Dämpfer beschädigt oder gealtert sind, müssen sie erneuert werden. ¡ Die Stöpselschläuche und den 8 mm Stöpsel entfernen und dann die Kraftstoffschläuche schnell nacheinander einbauen.
- Für das kalifornische Modell ist folgendes zu beachten: ¡ Halten sie den Abscheider waagerecht zum Boden, damit kein Benzin in den Kanister hinein- oder aus dem Kanister herauslaufen kann. ¡ Die Schläuche gemäß Systemzeichnung anschließen (siehe unter Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen im Abschnitt Allgemeine Informationen). Achten Sie darauf, daß die Schläuche nicht eingeklemmt und nicht geknickt werden. ¡ Die Schläuche so wenig wie möglich biegen, damit der Luft- oder Dampfstrom nicht behindert wird.
Den Auslaßschlauchanschluß #1 [A] auf die Auslaßleitung schieben, bis der Anschluß klickt [B]. Den Schlauchanschluß gerade in die Auslaßleitung einsetzen. Den Auslaßschlauchanschluß #1 [A] nach unten ziehen [B] und prüfen, ob er arretiert ist und sich nicht löst. Den Benzinrücklaufschlauch [A] vollständig auf die Leitung schieben und das Klemmstück [B] hinter die erhabene Rippe [C] montieren. Die Benzinpumpenleitungen [A] mit den Klemmstücken [B] befestigen. Die Klemmstücke von Hand flach gegen die Benzintankunterseite drücken. Vergewissern Sie sich, daß die Enden der Klemmstücke mit einer Kunststoffkappe [C] abgedeckt sind und die Benzintankunterseite berühren. Vorn [D] VORSICHT Wenn die Klemmkappen fehlen oder die Klemmstücke vorstehen, könnte der Leitungsstrang beschädigt werden.
Den Steckverbinder der Benzinpumpe und das Batteriemassekabel anschließen. Den Benzintank und die Anzeigeeinheit montieren. Prüfen des Benzintanks und des Tankdeckels Die Dichtung am Tankdeckel [A] einer Sichtkontrolle auf Beschädigungen unterziehen. ★ Beschädigte Dichtungen erneuern.
- Kontrollieren, ob die Belüftungsleitung [B] im Tank nicht verstopft ist. ★ Die Belüftungsleitung mit Druckluft ausblasen, wenn sie verstopft ist. Vorn [C]
VORSICHT Die Belüftungsöffnungen [D] im Tankdeckel nicht mit Druckluft ausblasen, da hierbei die Labyrinthdichtung im Deckel beschädigt werden könnten. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-29 Benzintank Reinigen des Benzintanks ACHTUNG Reinigen Sie den Tank in einem gut belüfteten Arbeitsbereich und achten Sie darauf, daß in der Nähe keine offenen Flammen oder Funkenquellen vorhanden sind. Wegen der von leicht entflammbaren Flüssigkeiten ausgehenden Gefahr, dürfen für das Reinigen des Tanks weder Benzin noch Lösemittel mit niedrigem Flammpunkt verwendet werden.
Den Tank abnehmen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Benzinpumpe aus dem Tank ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Etwas Lösemittel mit hohem Flammpunkt in den Tank schütten und den Tank schütteln, damit sich Schmutz und Kraftstoffrückstände lösen. Das Lösemittel aus dem Tank abziehen. Den Tank mit Druckluft trocknen. Das Benzinrücklauf-Sperrventil einbauen (siehe Prüfen des Benzinrücklauf-Sperrventils). Dann die Benzinpumpe auf den Tank montieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Den Benzintank aufsetzen (siehe Einbau des Benzintanks). Prüfen des Benzinrücklauf-Sperrventils
- Den Benzintank abnehmen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Den Benzintank mit der Oberseite nach unten legen.
- Das Sperrventil [A] abschrauben.
Kontrollieren, ob das Ventil [A] leicht gleitet, wenn sie mit einem Stück Holz oder einer weichen Stange auf das Ventil drücken und kontrollieren, ob es unter Federdruck [B] in seinen Sitz zurückgeht. ANMERKUNG
Das Ventil in zusammengebautem Zustand kontrollieren. Nach dem Zerlegen und Zusammenbau kann sich die Leistung des Ventils ändern. VORSICHT Versuchen Sie nicht, das Ventil durch die seitliche Bohrung [C] zu bewegen. Hierbei könnte der O-Ring [D] beschädigt oder die Arbeitsweise des Ventils verschlechtert werden. ★ Wenn im Verlaufe der Prüfung rauhe Stellen festgestellt werden, ist das Ventil in einem gut belüfteten Raum mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt zu reinigen und evtl. im Ventil vorhandeneVerschmutzungen durch die Leitung [E] mit Druckluft auszublasen. ¡ Achten Sie darauf, daß in der Nähe des Arbeitsbereiches keine Funkenquellen oder offene Flammen vorhanden sind. ★ Wenn durch dieses Reinigen das Problem nicht gelöste wird, ist das Sperrventil als Einheit zusammen mit dem O-Ring [F] zu erneuern. Anziehmoment – Benzinrücklauf-Sperrventil: 20 Nm (2,0 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-30 Kraftstoffverdunstungsanlage Die Kraftstoff-Verdunstungsanlage leitet Benzindämpfe aus dem Kraftstoffsystem in den laufenden Motor oder sammelt die Dämpfe in einem Kanister, wenn der Motor abgestellt ist. Obwohl keine Nachstellungen erforderlich sind, muß die Anlage in den Zeitabständen gemäß Inspektionstabelle einer gründlichen Sichtkontrolle unterzogen werden. Aus- und Einbau von Teilen ACHTUNG Benzin ist außerordentlich feuergefährlich und kann unter bestimmten Bedingungen explosiv sein. Achten Sie darauf, daß der Arbeitsbereich gut belüftet ist und daß keine offenen Flammen und Funkenquellen in der Nähe sind; hierzu gehören auch Geräte mit einer Anzeigelampe. Schalten Sie deshalb die Zündung auf OFF und rauchen Sie nicht. VORSICHT Wenn Kraftstoff, Lösemittel, Wasser oder sonstige Flüssigkeiten in den Kanister gelangen, wird die Dampfaufnahmefähigkeit stark verringert. In diesem Falle ist der Kanister zu erneuern.
Halten Sie den Abscheider waagerecht zum Boden, damit kein Benzin in den Kanister hinein- oder aus dem Kanister herauslaufen kann. Vergewissern Sie sich, daß der Rücklaufschlauch zugestöpselt ist, bevor der Tank abgenommen wird. ACHTUNG Beim Abnehmen des Benzintanks ist darauf zu achten, daß kein Benzin durch den Rücklaufschlauch ausläuft. Auslaufender Kraftstoff ist gefährlich. ★ Wenn Benzin in den Belüftungsschlauch gelangt, muß der Schlauch abmontiert und mit Druckluft gereinigt wer-
den. Die Schläuche gemäß Systemzeichnung anschließen (siehe letzte Seite im Abschnitt Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen im Abschnitt Allgemeine Informationen). Achten Sie darauf, daß die Schläuche nicht eingeklemmt oder geknickt werden. Die Schläuche so wenig wie möglich biegen, damit der Luft- oder Dampfstrom nicht behindert wird. Einbau des Kanisters
- Den Spülschlauch (grün) [A] über den Kanisterbelüftungsschlauch (blau) [B] durch die Öffnung [C] in den Werkzeugkasten [D] führen. ¡ Diese Schläuche nicht nebeneinander an der der Batterie zugewandten Seite des Kanisters verlegen. So wird verhindert, daß die Schläuche bei der Montage des linken Seitendeckels zusammengedrückt werden.
- Den Kanister und den linken Seitendeckel montieren (siehe Abschnitt 15 – Rahmen und Fahrgestell).
- Die weiße Markierung [E] gemäß Abbildung nach links positionieren. Prüfen des Kanisters (Regelmäßige Wartung) Siehe unter Kraftstoffverdunstungsanlage im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt).
Prüfen des Abscheiders (Regelmäßige Wartung) Siehe unter Kraftstoffverdunstungsanlage im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt).
Prüfen der Schläuche (Regelmäßige Wartung) ¡ Siehe unter Kraftstoffverdunstungsanlage im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt). Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-31 Kraftstoffverdunstungsanlage Funktionsprüfung des Abscheiders ACHTUNG Benzin ist außerordentlich feuergefährlich und kann unter bestimmten Bedingungen explosiv sein. Achten Sie darauf, daß der Arbeitsbereich gut belüftet ist und daß keine offenen Flammen und Funkenquellen in der Nähe sind; hierzu gehören auch Geräte mit einer Anzeigelampe. Schalten Sie deshalb die Zündung auf OFF und rauchen Sie nicht.
Die Sitzbank und den linken Seitendeckel entfernen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). Die Schläuche an den Abscheider anschließen. Den Belüftungsschlauch vom Abscheider abziehen und etwa 20 ccm Benzin [A] durch den Schlauchanschluß in den Abscheider [B] spritzen. Den Kraftstoffrücklaufschlauch [C] vom Benzintank [D] abziehen. Das Ende des Schlauchs in einen Behälter führen, der auf gleicher Höhe mit der Oberkante des Benzintanks [E] steht. Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen. Wenn der im Abscheider befindliche Kraftstoff aus dem Schlauch herauskommt, funktioniert der Abscheider einwandfrei. Wenn dem nicht so ist, muß der Abscheider erneuert werden. Benzintank Drosselklappeneinheit (BLAU) (ROT) Blau (rechts) (Belüftung) Rot (links) (Rücklauf) Oben Grün (spülen) Blau (Belüftung) Grün (spülen) Kanister Abscheider Weiß (Vakuum) Halteband Unterteil des linken Luftfilters Kawasaki Einlaß VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-32 Fehlersuche im DFI-System Übersicht Wenn in diesem System eine Unregelmäßigkeit auftritt, leuchtet die FI LED-Anzeige an der Instrumententafel auf, um den Fahrer darauf aufmerksam zu machen. Zusätzlich wird der Fehlerzustand im Speicher der elektronischen Steuerung abgespeichert. Bei abgeschaltetem Motor und Einschaltung des Selbstdiagnosemodus wird der Fehlercode [A] angezeigt; die FI LED-Anzeige blinkt dann entsprechend oft. Wenn in Folge einer Störung die FI LED-Anzeige nicht ausgeht, sollten Sie den Fahrer nach den Bedingungen [B], unter denen das Problem aufgetreten ist, fragen und versuchen, die Fehlerursache [C] zu bestimmen. Verlassen Sie sich nicht nur auf die Funktion der DFI-Selbstdiagnose, sondern auf den gesunden Menschenverstand; als erstes sollten Sie eine Vorinspektion durchführen. Prüfen Sie die ECU auf Masseschluß und Stromversorgung, die Kraftstoffleitung auf Leckstellen und auf den vorgeschriebenen Druck. Solche Punkte der Vordiagnose werden nicht durch die FI LED-Anzeige angegeben. Auch wenn das DFI-System normal arbeitet, kann es vorkommen, daß die FI LED-Anzeige [A] unter dem Einfluß starker elektrischer Störungen aufleuchtet. In diesem Falle sind keine Abhilfemaßnahmen erforderlich. Schalten Sie einfach die Zündung auf OFF, damit die Anzeigelampe ausgeht. Wenn die FI LED-Anzeige aufleuchtet und das Motorrad zur Reparatur gebracht wird, sind die Fehlermeldungen zu überprüfen. Nach ausgeführter Reparatur geht die LED-Anzeige in vier Sekunden aus und zeigt den Fehlercode nicht mehr an. Wenn das Motorrad umgefallen ist, wird der Umfallsensor auf OFF geschaltet und die ECU schaltet die Einspritzdüsen und die Zündung aus. Die LED-Anzeige FI leuchtet auf, aber der Fehlercode kann nicht angezeigt werden. Das Zündschloß bleibt auf ON. Wird dann der Anlasserknopf betätigt, dreht sich zwar der Anlasser, der Motor springt jedoch nicht an. Um den Motor wieder zu starten, muß das Motorrad aufgerichtet und der Zündschlüssel auf OFF und dann auf ON gedreht werden. Der Winkelsensor wird auf ON gedreht und die LED-Anzeige geht aus. Ein großer Teil der Arbeiten bei der Fehlersuche im DFI System besteht darin, den Durchgang in den entsprechenden Leitungen zu bestätigen. Die DFI-Teile werden mit großer Präzision zusammengebaut und eingestellt und es besteht keine Möglichkeit, sie für Reparaturzwecke zu zerlegen.
- Verwenden Sie für die Überprüfung der DFI-Teile ein digitales Meßinstrument, welches Spannung oder Widerstand mit zwei Dezimalstellen anzeigt. ¡ Die Steckverbinder der DFI-Teile [A] haben Dichtungen [B], einschließlich der ECU (eine Ausnahme bilden die ISC-Ventile). Für das Messen der Einoder Ausgangsspannung mit angeschlossenem Steckverbinder den Nadeladapter (Spezialwerkzeug) [C] von der Rückseite des Steckverbinders her in die Dichtung einführen, bis der Adapter die Anschlußklemme berührt. Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457 VORSICHT Den Nadeladapter gerade entlang der Leitung in den Steckverbinder einführen, um einen Kurzschluß zwischen den Anschlußklemmen zu vermeiden.
Vergewissern Sie sich vor der Durchführung von Messungen, das die Meßpunkte in den Steckverbindern richtig sind und beachten Sie die Stellung der Arretierung [D] und die Farbe der Leitung. Die Anschlüsse des Handtesters oder eines digitalen Meßgerätes nicht verwechseln. Achten Sie darauf, daß die Leitungen der DFI oder anderer elektrischen Teile durch Berührung der Adapter nicht kurzgeschlossen werden. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-33 Fehlersuche im DFI-System VORSICHT Falsche, vertauschte Anschlüsse oder Kurzschlüsse durch die Nadeladapter können die DFI oder andere Teile der Elektrik beschädigen.
Nach dem Meßvorgang die Nadeladapter entfernen und Silikondichtstoff auf die Dichtungen [A] des Steckverbinders [B] auftragen, damit dieser wasserdicht ist. Silikondichtstoff (Kawasaki Bond): 56019-120) – Steckverbinderdichtungen Stets die Batterie überprüfen, bevor andere Teile des DFI-Systems ausgewechselt werden. Damit das DFI-System genau überprüft werden kann, muß die Batterie stets voll geladen sein. Störungen können durch ein einzelnes Teil oder in manchen Fällen durch alle Teile verursacht werden. Bevor Sie ein Teil auswechseln ist stets die STÖRUNGSURSACHE zu bestimmen. Wenn die Störung auf andere Teile zurückzuführen ist, sind diese ebenfalls zu reparieren oder auszuwechseln, da sonst die gleiche Störung bald wieder auftritt. Den Spulenwiderstand messen, wenn das DFI-Teil kalt ist (bei Zimmertemperatur). Den Drosselklappensensor nicht verstellen oder ausbauen. Eine 12 V Batterie nicht direkt an eine Einspritzdüse anschließen. Setzen sie einen Widerstand (5 – 7 Ω ) oder eine Glühlampe (12 V x 3 – 3,4 W) in Reihe zwischen Batterie und Einspritzdüse. Die DFI-Teile sind mit großer Präzision eingebaut und eingestellt. Sie sollten deshalb mit Vorsicht behandelt werden. Achten Sie darauf, daß die Teile nicht auf harte Flächen fallen oder mit einem Hammer darauf geschlagen wird. Dies könnte die Teile zerstören. Die Zündung auf OFF schalten und die Leitungen und Anschlüsse vom ECU Steckverbinder bis zu den vermutlich fehlerhaften DFI-Teilen sind mit einem Handtester (Spezialwerkzeug, Analogtester) und nicht mit einem Digitaltester zu prüfen. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 Achten Sie darauf, daß alle Steckverbinder im Schaltkreis sauber sind und guten Kontakt haben. Prüfen Sie die Leitungen auf Beschädigungen. Schadhafte Leitungen und schlechte Kontakte können dazu führen, daß die Probleme wieder auftreten und daß das DFI-System unregelmäßig arbeitet. ★ Schlechte Leitungen sind zu erneuern.
Die einzelnen Steckverbinder [A] ausziehen und auf Korrosion, Schmutz und Beschädigungen kontrollieren. ★ Korrodierte oder schmutzige Steckverbinder sind sorgfältig zu reinigen. Bei Beschädigungen sind die Steckverbinder zu erneuern. Auf vorschriftsmäßigen Kontakt der Steckverbinder achten.
- Die Leitungen auf Durchgang kontrollieren. ¡ Im Schaltplan die Enden der Leitungen bestimmen, die evtl. eine Störung verursachen. ¡ Den Handtester an die Enden der Leitung schließen. ¡ Das Instrument auf den Bereich x 1 Ω schalten und die Anzeige ablesen. ★ Wenn das Gerät nicht 0 Ω anzeigt, ist die Leitung schadhaft. Die Leitung erneuern.
Wenn die beiden Enden eines Kabelbaums [A] weit auseinander sind, ist das eine Ende [C] mittels einer Überbrückungsleitung [D] zu erden [B] und dann auf Durchgang zwischen dem Ende [E] und der Erdleitung [F] zu kontrollieren. So kann ein langer Kabelbaum auf Durchgang geprüft werden. Wenn der Kabelbaum eine Unterbrechung hat, ist er zu reparieren oder zu erneuern. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-34 Fehlersuche im DFI-System
Wenn ein Kabelbaum [A] auf Kurzschluß geprüft werden soll, ist ein Ende [B] zu öffnen und der Durchgang zwischen dem anderen Ende [C] und der Erdungsleitung [D] zu überprüfen. Wenn Durchgang vorhanden ist, hat der Kabelbaum einen Kurzschluß mit Masse und muß repariert oder erneuert werden.
Wiederholen Sie die Durchgangsprüfungen von den ECU Steckverbindern aus, um die verdächtigen Stellen einzuengen. ★ Wenn in den Leitungen oder Steckverbindern keine Unregelmäßigkeit gefunden wird, kommt die Störung wahrscheinlich von den DFI-Teilen. Prüfen Sie das jeweilige Teil und beginnen Sie mit den Ein- und Ausgangsspannungen. Es gibt allerdings keine Möglichkeit, die eigentliche ECU zu überprüfen. ★ Wenn eine Unregelmäßigkeit festgestellt wird, ist das jeweilige DFI-Teil zu erneuern. ★ Wenn weder in den Leitungen, Steckverbindern und DFI-Teilen Unregelmäßigkeiten festgestellt werden, ist die ECU zu erneuern. ¡ Die obigen Verfahren werden im Diagnoseablaufplan dargestellt ¡ Achten Sie darauf, daß nach der Inspektion alle DFI-Steckverbinder wieder eingesteckt werden. Schalten Sie die Zündung nicht ein, solange DFI-Steckverbinder und Steckverbinder der Zündanlage abgezogen sind, denn in diesem Falle speichert die ECU Fehlermeldungen als offener Stromkreis.
Schwarz Blau Braun Dunkelbraun Dunkelgrün
Rosa Purpur Rot Weiß Gelb Elektrische Steckverbinder Steckbuchsen [A] Stecker [B] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-35 Fehlersuche im DFI-System Ablaufplan der DFI Diagnose Problem tritt auf Inspektion beginnt [1] Probleme bestätigen [2] Bezugsunterlagen Informationen vom Fahrer einholen [3] Diagnoseblatt Vordiagnoseinspektion durchführen [4] Selbstdiagnose Tabelle der Fehlermeldungen Selbstdiagnoseinspektion durchführen [5] Beurteilen, welches Teil oder welcher Stromkreis fehlerhaft ist Prüfteile aufnehmen [6] Problemtabelle Mit Handtester prüfen und Zustand des Kabelbaums oder Steckverbinders beurteilen Lage der DFI-Teile DFI- und Zündanlageteile prüfen Diagnoseblatt Fehlercodes 11 bis 52 DFI Schaltplan nicht i. O. Teile erneuern
Arbeitsweise überprüfen [7] nicht i. O. ECU erneuern
nicht i. O. Arbeitsweise prüfen [7]
Ende der Prüfung Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-36 Fehlersuche im DFI-System Anmerkungen: i.O.: Kein Problem. Nicht i.O.: Problem vorhanden.
1. Inspektion beginnt.
- Im DFI System tritt eine Störung auf und die FI LED-Anzeige leuchtet auf, um den Fahrer zu informieren.
- Das Motorrad in die Werkstatt bringen.
2. Probleme bestätigen.
- Nach Möglichkeit die Probleme reproduzieren.
3. Informationen vom Fahrer einholen.
- Informieren Sie sich über die Art der Symptome und unter welchen Bedingungen der Fahrer diese vorgefunden hat.
- Überschlagen Sie grob, welches Teil unter den nachstehenden das Problem verursacht haben könnte und überprüfen Sie die Symptome anhand des Diagnoseblattes Zylinderkompression Zündsystem Luft-Kraftstoffgemisch (zu mager oder zu fett?) O Das DFI System ist relevant für die Steuerung des Luft-Kraftstoffgemischs, obwohl die ECU ebenfalls den Zünder der Zündanlage hat.
4. Vordiagnoseinspektion durchführen.
- Die Positionen der Vordiagnoseinspektion werden nicht von der Selbstdiagnose behandelt. Das Problem ist vor der Selbstdiagnose zu untersuchen und die Symptome des Problems sind zu berücksichtigen.
- Punkte der Vordiagnoseinspektion: Prüfen der ECU Stromversorgung Prüfen der DFI Sicherung Prüfen des DFI Hauptrelais Prüfen der Arbeitsweise der FI LED-Anzeige Prüfen der ISC Ventile Prüfen des Kraftstoffdrucks Anhand der Prüfung des Kraftstoffdrucks kann festgestellt werden, welches System fehlerhaft ist, die Kraftstoffleitung (Benzinpumpe, Druckregler und Kraftstoffdurchlaßöffnungen) oder das elektronische Steuersystem (Einspritzdüsen, Sensoren, ECU, Impulsgeber und Leitungen). Prüfen des Kraftstoffdurchsatzes
5. Selbstdiagnose durchführen.
- Den Selbstdiagnosemodus eingeben und zählen, wie oft die FI LED-Anzeige blinkt, um den Fehlercode abzulesen.
- Anhand der Problemliste überlegen, welche Teile oder welcher Stromkreis fehlerhaft sein könnte.
6. Prüfen der Punkte
- Das fehlerhafte Teil identifizieren und dabei die Problemtabelle berücksichtigen.
- Für das jeweils fehlerhafte Teil den Prüfungsablauf festlegen und dabei den jeweiligen Abschnitt berücksichtigen (Fehlerprüfung 11 – 52).
7. Prüfen der Arbeitsweise
★ Wenn das Problem mit dem Startverhalten oder der Leerlauf stabilität zusammenhängt, den Motor im Leerlauf laufen lassen und bestätigen, daß DFI-System und Zündsystem vorschriftsmäßig funktionieren. ★ Wenn das Problem mit dem Fahrverhalten zusammenhängt, das Motorrad [A] mit einer Geschwindigkeit von 30 km/h oder schneller fahren, um zu bestätigen, daß das DFI-System und das Zündsystem einwandfrei funktionieren.
- Nach Erledigung der Reparatur geht die LED-Anzeige FI innerhalb von vier Sekunden aus. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-37 Fehlersuche im DFI-System Tabelle der Probleme und Reihenfolge der Prüfungen Probleme Startverhalten Fahrverhalten
ECU Masseanschluß und Stromversorgung
Zündschloß, Zündunterbrecher
(2) C3* C16* Zündkerze #1, #2
(3) ISC Ventil #1,#2 Benzinpumpe im Tank
(5) (6) Kraftstoffdruck Einspritzdüsen #1, #2
Leerlaufstabilität C16
(5) Impulsgeberspule #1,#2
C16 C16 Anmerkungen: ¡ Die ECU ist oft an diesen Problemen beteiligt. Wenn also die Einzelteile und der Stromkreis bei der Prüfung gut sind, muß die ECU erneuert werden. 1, 2, 3 : Reihenfolge der Prüfungen, wenn der Motor warm ist. (1), (2), (3) : Reihenfolge der Prüfungen, wenn der Motor kalt ist. C3* : DFI Schaltplan in diesem Abschnitt (Abschnitt 3) : Schaltplan im Abschnitt Elektrik (Abschnitt 16) C16* Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-38 Fehlersuche im DFI-System Startverhalten: (A): Der Anlasser dreht den Motor durch. Es ist aber keine Verbrennung vorhanden und der Motor startet nicht. (B): • Es ist Verbrennung vorhanden. Der Motor stirbt jedoch sofort ab.
- Der Anlasserknopf muß lange gedrückt werden, um den Motor zu starten.
Wenn der Motor kalt ist, kann dieses Problem durch zu mageres Kraftstoff/Luftgemisch verursacht werden (schlechte Benzinzufuhr, Fehlfunktion der ISC-Ventile, Wasser- oder Lufttemperatursensor kurzgeschlossen, Druckregler fehlerhaft, Öleinfülldeckel undicht, Kurbelgehäusebelüftungsschlauch oder Luftfilterablaßschlauch. ¡: Wenn der Motor heiß ist, kann das Problem durch zu fettes Kraftstoff/Luftgemisch verursacht sein. Ventil der Einspritzdüsen undicht, Wasser- oder Lufttemperatursensor abgezogen oder Störung am Druckregler). ¡: Wenn der Motor heiß oder kalt ist, kann das Problem durch zu mageres Kraftstoff/Luftgemisch verursacht sein (infolge fehlerhafter Benzinpumpe oder schlechter Leitungsanschlüsse). Leerlaufstabilität: (C): Unregelmäßiger Leerlauf (unrunder Leerlauf) (kann durch fetteres oder magereres Kraftstoff/Luftgemisch verursacht werden). ★ Die Leerlaufdrehzahl schwankt. Fetteres Gemisch ist erkennbar an gedämpften Motorsound, schwarzem Rauch oder Benzingeruch und magereres Gemisch an ratterndem Sound. (D): Falsche Leerlaufdrehzahl (kann verursacht werden durch fettes oder mageres Kraftstoff/Luftgemisch). ★ Die Leerlaufdrehzahl kann nicht im vorgeschriebenen Bereich eingestellt werden. (E): Mangelnde Leerlaufbeständigkeit (kann verursacht werden durch fettes oder mageres Kraftstoff/Luftgemisch) ★ Der Motor kann den Leerlauf nicht halten. Die beiden folgenden Symptome werden festgestellt: Wenn die Drosselklappen schließen, stirbt der Motor ab.
- Kann von den ISC-Ventilen kommen Wenn die Drosselklappen öffnen, stirbt der Motor ab.
- Kann vom Drosselklappensensor kommen Fahrverhalten: (F): Verzögerte Gasannahme (spontan verzögerte Gasannahme kann verursacht sein durch verstopfte Kraftstoffleitung, spontanem Übergang auf mageres Kraftstoff/Luftgemisch und Zündverzögerung) ¡: Ein zu mageres Kraftstoff/Luftgemisch wird verursacht durch zu niedrigen Kraftstoffdruck, Störungen am Drosselklappensensor oder lockere Steckverbinder der Einspritzdüsen. Andere Ursachen können sein Kurzschluß oder Unterbrechung der Impulsgeber- oder Zündspulenleitungen und lockerer Anschluß des Batteriemassekabels (-) oder der Motormasseleitung. Verzögerte Gasannahme [A] Stark verzögerte Gasannahme [B] Normal [C] Drosselklappen beginnen zu öffnen [D] Drosselklappenöffnung [E] Fahrzeuggeschwindigkeit [F] (G): Schlechte Beschleunigung Das Motorrad fährt weich, kann jedoch beim Öffnen der Drosselklappen nicht beschleunigen. Wenn das Motorrad die Höchstgeschwindigkeit nicht erreichen kann, ist vielleicht der Kraftstofffilter verstopft. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-39 Fehlersuche im DFI-System (H): Verschlucken (in Folge eines vorübergehenden Leistungsabfalls, wahrscheinlich verursacht durch zu mageres Kraftstoff/ Luftgemisch. Wenn das Motorrad beschleunigen soll, steigt die Motordrehzahl nicht als Reaktion auf die Drosselklappenöffnung und steigt erst mit einer Verspätung (einer größeren Verspätung als bei verzögerter Gasannahme) [B] beim Öffnen [C] der Drosselklappen. Verschlucken [A] Normal [D] Leerlauf [E] Drosselklappenöffnung [F] Motordrehzahl [G] (I): Sägen (kann durch unregelmäßige Kraftstoffzufuhr verursacht werden) Eine leichte periodische Bewegung des Motorrads nach vorn und zurück beim Beschleunigen, Abbremsen oder Cruisen kann verursacht werden durch Torsionsschwingungen im Achsantrieb infolge instabiler Verbrennung im Zylinderkopf. (J): Klopfen (oft verursacht durch margeres Kraftstoff/Luftgemisch). Ein periodisches ratterndes, polterndes oder rumpelndes Geräusch, verursacht durch spontane Zündung des Luft/ Kraftstoffgemischs in einem überhitzten Zylinderkopf, was zu einer Beschädigung des Motors führt. Das Klopfen kann auch durch Pleuellager, ungleichmäßige Verbrennung oder falschen Kraftstoff verursacht werden. (K): Fehlzündung (kann verursacht werden durch mageres Kraftstoff/Luftgemisch) Eine Explosion unverbrannten oder teilweise verbrannten Kraftstoffs im Einlaßrohr, verursacht durch unvollständige Verbrennung im Zylinderkopf, falsche Ventilsteuerzeiten, Ausfall des Vakuumschalters oder Störungen am Luftansaugventil, hauptsächlich beim Verzögern. (L): Nachzündung (kann verursacht werden durch fettes Kraftstoff/ Luftgemisch) Eine Explosion von Gasen, die sich im Auspuff angesammelt haben, verursacht durch unvollständige Verbrennung im Zylinderkopf, falschen Elektrodenabstand, verbrannte Elektroden oder fetteres Luft/Kraftstoffgemisch. Sie wird ebenfalls verursacht durch verzögerte Zündung beim Starten oder beim Verzögern und führt zu einer Explosion nach dem Ende des Verbrennungsvorganges (fettes Kraftstoff/Luftgemisch wird verursacht durch zu hohen Kraftstoffdruck durch den Wassertemperatursensor oder seine Leitungen oder wenn die Masseleitung unterbrochen ist). Motor schaltet nicht ab (M): (N): Nachlaufen (Dieseln, verursacht durch Überhitzung des Motors) Weiterlaufen des Motors nach Abschalten der Zündung (O): Abschnitte, auf die Bezug genommen wird. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-40 Fehlersuche im DFI-System Sonstige Störungen: ¡: Im DFI-System können manchmal Fehler wiederholt auftreten und sich von selbst lösen. Dies kann geschehen, wenn Steckverbinder locker oder Leitungen ausgefranst sind. ¡: Das Kraftstoff/Luftgemisch wird fetter, wenn die Leitungen des Wasser- oder Ansauglufttemperatursensors unterbrochen (abgeklemmt werden). Dagegen wird das Gemisch mager, wenn diese Teile einen Kurzschluß haben. ¡: Wenn der Kraftstoffdruck zu hoch ist, wird das Kraftstoff/Luftgemisch fetter. ¡: Wenn die Benzinpumpe vorübergehend aussetzt oder wenn die DFI-Sicherung manchmal durchbrennt kann es sein, daß die Pumpenlager verschlissen sind. Fragen an den Fahrer
- Halten Sie sich an das folgende Diagnoseblatt: ¡ Die Fahrer reagieren unterschiedlich auf bestimmte Probleme. Deshalb ist es wichtig, sich bestätigen zu lassen, auf welche Art von Symptomen der Fahrer gestoßen ist. ¡ Versuchen Sie genau herauszufinden, welches Problem unter welchen genauen Bedingungen aufgetreten ist und fragen Sie den Fahrer danach; wenn diese Informationen bekannt sind ist es vielleicht leichter, daß Problem zu reproduzieren. ¡ Das Diagnoseblatt wird dazu beitragen, daß bestimmte Gebiete nicht übersehen werden und wird Ihnen bei der Entscheidung helfen, ob es sich um eine Problem im DFI System oder ein allgemeines Motorproblem handelt. Diagnoseschlüssel Was Wann Wie
Motorradmodell Datum (Häufigkeit des Problems) Straßenzustand, Höhe Fahrbedingungen Umwelt Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-41 Fehlersuche im DFI-System Muster für Diagnoseblatt Name des Fahrers: Zulassungsnummer: Jahr der Erstzulassung: Modell: Motornummer: Fahrgestellnummer: Tag der Problemfeststellung: Kilometerstand: Umweltbedingung bei Auftreten des Problems: Wetter o Schön, o wolkig, o Regen, o Schnee, o immer, o Sonstige: Temperatur o Heiß, o warm, o sehr kalt, o immer Häufigkeit o Chronisch, o oft, o einmalig Straßenzustand o Straße, o Autobahn, o Gebirgsstraße (o bergauf, o bergab), o holperig, o Schotter Höhe o Normal, o hoch (ca. 1000 m oder höher) Fahrzeugbedingungen bei Auftreten des Problems. FI LED-Anzeige o Leuchtet sofort auf, wenn Zündung auf ON und geht nach 1 – 2 Sekunden aus (normal) o Leuchtet sofort auf, wenn Zündung auf ON und bleibt an (DFI-Problem) o Leuchtet sofort auf, wenn Zündung auf ON, geht aber nach etwa 10 Sekunden aus (DFI-Problem) o Leuchtet nicht auf (LED-Anzeige, ECU oder Leitungen fehlerhaft) o Leuchtet manchmal auf (Leitung wahrscheinlich fehlerhaft. Startschwierigkeiten
Anlasser dreht sich nicht, Anlasser dreht sich, Motor springt jedoch nicht an Anlasser und Motor drehen sich nicht Kein Kraftstoffdurchsatz, o (kein Benzin im Tank, o kein Benzinpumpengeräusch) Motor abgesoffen (nicht bei geöffnetem Gasgriff starten, Problem wird verschlimmert) Kein Zündfunke Chokeknopf nicht vollständig gezogen (wenn, dann Chokeknopf vollständig ziehen) Sonstiges: Motor stirbt ab
Sofort nach dem Starten Wenn Gasgriff geöffnet wird Wenn Gasgriff geschlossen wird Beim Anfahren Beim Anhalten des Motorrads Beim Cruisen Sonstiges: Schlechter Lauf bei niedriger Drehzahl
Chokeknopf ganz herausgezogen (Chokeknopf ganz hineindrücken) Sehr langsame Leerlaufanhebung Sehr langsamer Leerlauf, o sehr schneller Leerlauf, o unrunder Leerlauf Batteriespannung niedrig (Batterie Laden). Zündkerze lose (festziehen) Zündkerze verschmutzt, beschädigt oder falscher Elektrodenabstand (nachstellen) Fehlzündung Nachzündung Schlechte Gasannahme bei Beschleunigung Motoröl zu steif Bremsen schleifen Motor überhitzt Kupplung rutscht Sonstiges: Schlechter Lauf oder keine Leistung bei hoher Drehzahl:
Chokeknopf ganz herausgezogen (Chokeknopf ganz hineindrücken) Zündkerze lose (festziehen) Zündkerze verschmutzt, beschädigt oder falscher Elektrodenabstand (nachstellen) Falsche Zündkerze (auswechseln) Klopfen (schlechter oder falscher Kraftstoff Õhochoktanigen Kraftstoff verwenden). Bremsen schleifen Kupplung rutscht Motor überhitzt Zuviel Motoröl Motoröl zu steif Sonstiges: Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-42 ECU Kennzeichnung der ECU ¡ Die meisten Länder haben ihre eigenen Vorschriften und deshalb sind die Eigenschaften der ECU für die Kraftstoffeinspritzung je nach Land unterschiedlich. Verwechseln Sie also die ECU-Geräte nicht untereinander und verwenden Sie nur das für Ihr Land bestimmte elektronische Steuergerät. Anderenfalls kann es sein, daß das Motorrad die Abgasvorschriften nicht erfüllt. ECU-Kennzeichnung Modelle CN und US
Typ [A] F8T97171 F8T97172 F8T97173 Teile-Nr. [B] 21175-1082 21175-1085 21175-1086 CN: Kanadisches Modell US: Modell für die Vereinigten Staaten EU: Europäisches Modell AU: Australisches Modell Ausbau VORSICHT Die elektronische Steuerung nicht auf eine harte Oberfläche fallen lassen, da sie hierbei beschädigt wird.
Folgende Teile entfernen: Sitz (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell) Batteriehalterung [A] und Schraube [B]
- Die ECU [C] mit dem Leitungsstrang herausziehen. ★ Erforderlichenfalls auf die Arretierung drücken und die Steckverbinder ausziehen. Vorn [D] Einbau
- Die ECU-Steckverbinder einstecken.
- Die Arretierung [A] des Steckverbinders zur Batterieseite richten und die ECU mit dem Steckverbinder nach vorne [C] einbauen [B].
Die ECU [A] hinter die linke Rippe [B] des Batteriekastens plazieren, bis sie aufsitzt. Vorn [D] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-43 ECU Prüfen der ECU-Stromversorgung
- Die Anschlußstifte [A] der ECU Steckverbinder einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Wenn der Steckverbinder verschmutzt oder verstaubt ist, muß er mit Druckluft gereinigt werden. ★ Den Hauptkabelbaum erneuern, wenn die Anschlußstifte der Hauptkabelbaumsteckverbinder gerissen, verbogen oder in anderer Weise beschädigt sind. ★ Die ECU erneuern, wenn die Anschlußstifte der ECU Steckverbinder gerissen, verbogen oder in anderer Weise beschädigt sind.
Die ECU Steckverbinder [A] anschließen und die folgenden Masseleitungen bei ausgeschalteter Zündung mit einem digitalen Voltmeter auf Durchgang prüfen. Prüfen der ECU-Erdung Anschlüsse des Testgeräts: Klemmen 19, 20, 32 oder 42 (BK/Y) ↔ Batterieminiuspol (-) Anschluß 21 (BR/BK) ↔ Batterieminuspol (-) Motormasseklemme [B] ↔ Batterieminuspol (-) Anzeigen: 0 Ω (egal ob die Zündung auf ON oder OFF geschaltet ist). ★ Wenn kein Durchgang vorhanden ist, müssen Steckverbinder, Motormasseleitung oder Hauptkabelbaum geprüft und erforderlichenfalls repariert oder erneuert werden. Batterie [C] im Rahmen Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457
Die Spannung der ECU Stromquelle mit dem Voltmeter prüfen. Prüfen der ECU Stromquelle Testeranschluß: zwischen Anschlußklemme 30 (W/R) und Batterieminuspol (-) Zündung OFF: Zündung ON: Batteriespannung (12,5 V oder mehr) ★ Wenn das Voltmeter nicht die vorgeschriebenen Werte anzeigt, sind folgende Teile zu prüfen: Verdrahtung der Stromquelle (siehe Schaltplan der DFI-Stromquelle in diesem Abschnitt) 15 A DFI-Sicherung (siehe Abschnitt DFI-Stromquelle) DFI-Hauptrelais (siehe Abschnitt DFI-Stromquelle) 10 A Sicherung für Zündung (siehe Abschnitt Elektrik) ★ Wenn die geprüften Teile in Ordnung sind, ist die ECU beschädigt und muß erneuert werden. Die eigentliche ECU kann nicht geprüft oder gewartet werden. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-44 DFI-Stromquelle Ausbau der DFI-Sicherung
- Den Sitz abnehmen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell).
- Die Verriegelung [A] ziehen und den Deckel [B] öffnen.
- Die DFI-Sicherung [C] mit einer Spitzzange aus dem Kasten ziehen. Vorn [D] ★ Wenn während der Fahrt eine Sicherung durchbrennt, ist die Elektroanlage zu überprüfen, damit die Ursache festgestellt wird. Dann eine neue Sicherung mit der vorgeschriebenen Stromstärke einbauen. Prüfen der DFI-Sicherung Die Sicherung ausbauen (siehe Ausbau der DFI-Sicherung). Das Sicherungselement inspizieren. ★ Durchgebrannte Sicherungen müssen erneuert werden. Prüfen sie vorher die Stromstärke des jeweiligen Schaltkreises. Wenn die Stromstärke der Sicherung entspricht oder höher ist, sind Leitungen und angeschlossene Teile auf Kurzschluß zu überprüfen. Gehäuse [A] Sicherungselement [B] und durchgebrannte Sicherung [D] Anschlußklemmen [C]
VORSICHT Verwenden sie als Ersatzsicherungen nur solche mit der für den Schaltkreis vorgeschriebenen Stromstärke. Wenn eine stärkere Sicherung eingebaut wird, können Leitungen und Einzelteile beschädigt werden. Ausbau des DFI-Hauptrelais VORSICHT Das Relais nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Fläche, da es hierbei beschädigt wird.
Folgende Teile entfernen: Rechter Seitendeckel (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell) Ausgleichsbehälter (siehe Ablassen der Kühlflüssigkeit im Abschnitt Kühlsystem) Das DFI-Hauptrelais [A] entfernen und den Steckverbinder ausziehen. Vorn [B] Prüfen des Hauptrelais
- Das DFI-Hauptrelais ausbauen (siehe vorige Seite).
- Den Handtester [A] und eine 12 V Batterie [B] gemäß Abbildung an den Relaissteckverbinder [C] anschließen. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 Relaisspulenanschlußklemmen [1] und [2] Relaisschalteranschlußklemmen [3] und [4] Prüfen des Relais Testerbereich: Kriterien:
Wenn Batterie angeschlossen ist → 0 Ω Wenn Batterie abgeklemmt ist → ∞ Ω ★ Wenn das Relais nicht in der vorgeschriebenen Weise funktioniert, muß es erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-45 DFI-Stromquelle Schaltplan DFI-Stromquelle ECU [A] Verteilerkasten [F] Zündschloß [N] Anlasserrelais [O] 30A Hauptsicherung [P] Kawasaki Wartungsfreie Batterie [Q] Einspritzdüse #1 [R] Einspritzdüse #2 [S] Benzinpumpe [U] 15 A DFI-Sicherung [V] ISC-Ventil #1 [W] ISC-Ventil #2 [X] DFI-Hauptrelais [e] 10 A Sicherung für Zündung [f] Steller [p]: R, S, U, W, X VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-46 LED-Anzeige FI (Kraftstoffeinspritzung) Ablaufplan für die Prüfung Gerät oder Leitung reparieren oder erneuern Zündung auf ON drehen Nicht i. O. Nein (leuchtet nicht auf) Leuchtet die LED Anzeige auf? LED-Anzeige und Leitung prüfen. Ja, (leuchtet auf) Geht die LED-Anzeige nach 2 Sekunden aus?
Ja (geht aus) DFI und Zündsystem scheinen normal Nein (bleibt an) Geht die LED-Anzeige nach 10 – 20 Sekunden aus? Motor im Leerlauf laufen lassen Nein (bleibt an) DFI und Zündsystem anomal. Zündschloß auf OFF drehen Ende der Prüfung (Zur Selbstdiagnose übergehen) DFI und Zündsystem sind normal Nein Fragen Sie den Fahrer, ob das Problem nochmals auftritt Ja (tritt wieder auf) ECU erneuern. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-47 LED-Anzeige FI (Kraftstoffeinspritzung) Die LED-Anzeige FI leuchtet auf, wenn der Zündschlüssel auf ON gedreht wird und sie geht dann nach 2 Sekunden aus. Hierdurch soll angezeigt werden, daß die LED-Anzeige FI nicht durchgebrannt ist und das sowohl das DFI System als auch das Zündsystem einwandfrei funktionieren. Prüfen der LED Anzeige Die Angaben für das Prüfen der LED-Anzeige finden sie im Abschnitt Instrumente und Meßgeräte im Kapitel Elektrik.
ACHTUNG Bei dieser Prüfung können Funken erzeugt werden. Halten Sie die Batterie und die Instrumenteneinheit vom Tank weg. ★ Die Instrumenteneinheit auswechseln, wenn die LED-Anzeige nicht in Ordnung ist. ★ Wenn die FI LED-Anzeige normal ist, kommt die Störung von den Leitungen oder die ECU ist defekt. Überprüfen Sie dann die Leitungen (siehe nachstehendes Diagramm). Prüfen Sie die ECU auf Masseanschluß und Stromzufuhr, wenn die Leitungen in Ordnung sind (siehe Abschnitt ECU). Wenn Masseanschluß und Stromversorgung in Ordnung sind, ist die ECU auszuwechseln. ECU [A] Verteilerkasten [F] FI LED-Anzeige [L] Kawasaki Zündschloß [N] Anlasserrelais [O] Hauptsicherung 30A x 32 V[P] Batterie [Q] Sicherung für Zündung 10 A x 32 V[f] VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-48 ISC-Ventile Aus- und Einbau VORSICHT Lassen Sie die ISC-Ventile nicht fallen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche, da sie dabei beschädigt werden.
Während des Ausbaues des Luftfiltergehäuses werden auch die ISC-Ventile ausgebaut (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die eigentlichen ISC-Ventile für vorn und hinten sind gleich, die Leitungen sind allerdings unterschiedlich. Achten Sie darauf, daß Sie die Leitungen nicht verwechseln. ISC-Ventil #2 [A] → G/BL, W/R Leitungen [B] ISC-Ventil #1 [C] → G/Y, W/R Leitungen [D] Vorn [E] Die ISC-Schläuche gemäß Abbildung einbauen. ISC Schlauch #2 mit blauer Markierung oben ISC Schlauch #1 mit roter Markierung [F] oben Prüfen der Spannung der Stromquelle ANMERKUNG Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Die Prüfung ist die gleiche wie die „Prüfung der Spannung der Stromquelle für die Benzinpumpe“.
- Die Zündung auf OFF drehen.
- Den rechten Luftfilterdeckel entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Ein digitales Voltmeter [A] an den Steckverbinder [B] der einzelnen ISC-Ventile anschließen.
- Die Spannung der Stromquelle bei abgeschaltetem Motor verbundenen Steckverbindern messen.
- Die Zündung auf ON drehen. Stromquellenspannung am Steckverbinder der ISC-Ventile Anschlüsse an die ISC-Ventile #1, #2 Tester (+)
- W/R Leitungsklemme Tester (-)
- Batterieminuspol (-) Normalwert:Batteriespannung (12,5 V oder höher)
- Die Zündung auf OFF drehen. ★ Wenn nicht Batteriespannung angezeigt wird, ist der Schaltkreis der DFI-Stromquelle zu überprüfen (siehe Abschnitt DFI-Stromquelle in diesem Abschnitt). ★ Wenn die Spannung normal ist, ist auch die Stromquellenspannung in Ordnung. Dann ist die Ausgangsspannung zu überprüfen.
Prüfen der Ausgangsspannung Die Ausgangsspannung an den Steckverbindern [A] der ISC-Ventile überprüfen.
- Den rechten Luftfilterdeckel entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
Spezialwerkzeug – Handtester [B]: 57001-1394 Die Ausgangsspannung bei abgeschaltetem Motor und mit verbundenen Steckverbindern messen. Die Zündung auf ON drehen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-49 ISC-Ventile Ausgangsspannung der ISC-Ventile Anschlüsse für ISC-Ventil #2 [C] Instrument (+)
- W/R-Leitung Instrument (-)
- G/Y-Leitung Anschlüsse für ISC-Ventil #1 [D] Instrument (+)
- W/R-Leitung Instrument (-)
- G/BL-Leitung Anzeige: Zeiger zeigt auf Batteriespannung (12,5 V oder mehr) und 11 Sekunden später auf 0 V. ★ Den Widerstand der ISC-Ventile prüfen, wenn die Anzeige nicht in Ordnung ist (siehe Prüfen des Widerstands in diesem Abschnitt). ★ Die Leitungen auf Durchgang kontrollieren, wenn die Widerstandsanzeige normal ist (siehe nachfolgendes Dia- gramm). ★ Die ECU auf Masseanschluß und Stromversorgung kontrollieren, wenn die Leitungen in Ordnung sind (siehe An- gaben in diesem Abschnitt). Die ECU erneuern, wenn Masseanschluß und Stromversorgung in Ordnung sind. Prüfen des Widerstands Die Steckverbinder vom ISC-Ventil abziehen. Den Widerstand zwischen den Anschlußklemmen des ISC-Ventils mit einem digitalen Voltmesser messen.
Widerstand der Magnetspule der ISC-Ventile (#1, #2) Normalwert: 13,6 – 20,4 Ω ★ Wenn die Anzeige außerhalb des normalen Bereiches liegt, muß das ISC-Ventil erneuert werden. ECU [A] Verteilerkasten [F] Zündschloß [N] Anlasserrelais [O] Kawasaki Hauptsicherung 30 A x 32 V [P] Batterie [Q] DFI-Sicherung 15 A x 32 V [V] ISC-Ventil #1 [W] ISC-Ventil #2 [X] DFI-Hauptrelais [e] Sicherung für Zündung 10 A x 32 V [f] VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-50 Kraftstoffleitung Prüfen des Kraftstoffdrucks ANMERKUNG
Bei dieser Prüfung können Fehler in der DFI-Kraftstoffleitung erkannt werden; ausgenommen ist das DFIElektroniksystem. Damit die Symptome gut erkannt werden, sollte der Kraftstoffdruck möglichst bei laufendem Motor durchgeführt werden, wenn die Störung gerade aufgetreten ist. Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist.
Den Benzintank abnehmen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
Die Arretierung des Benzinschlauchanschlusses #2 mit den Fingern zusammendrücken, den Anschluß [A] abziehen und die Benzinschlaucheinheit [B] herausnehmen. Vorn [C] ACHTUNG Rechnen Sie damit, daß Kraftstoff überläuft; ausgelaufener Kraftstoff muß sofort vollständig abgewischt werden. Wenn der Kraftstoffschlauch abgezogen wird, läuft Benzin aus dem Schlauch und aus den Leitungen. Decken Sie den Schlauchanschluß mit einem sauberen Lappen ab, damit kein Benzin auslaufen kann.
Den Adapter [A] (Spezialwerkzeug) zwischen Benzintank-Auslaßleitung [B] und Einlaßleitung [C] zum Verteileranschluß [D] einbauen. Verlegen Sie die beiden Schlauchenden gemäß Abbildung außerhalb des linken Rahmens. Das Druckmeßgerät [E] (Spezialwerkzeug) an den Adapter anschließen. Benzintank [F] Benzinpumpe [G] Vorn [H]
- : Kraftstoffdurchfluß Spezialwerkzeug – Adapter für Kraftstoffdruckmeßgerät: 57001-1417 Öldruckmeßgerät: 57001-125
Vorübergehend den Benzintank einbauen. Folgende Teile anschließen: Vierpoliger Steckverbinder (schwarz) für Benzinpumpe Batteriemassekabel (-) ACHTUNG Den Motor nicht starten, wenn die Schläuche nicht angeschlossen sind.
Die Zündung einschalten. Die Benzinpumpe läuft 3 Sekunden und schaltet sich dann ab. Den Benzindruck bei abgeschaltetem Motor messen. Benzindruck Sofort nach Einschalten der Zündung bei laufender Pumpe: Normalwert: 310 kPa (3,2 kp/cm²) Nach 3 Sekunden ab Einschalten der Zündung bei abgeschalteter Pumpe: Normalwert: 280 kPa (2,9 kp/cm² Restdruck) Das System sollte den Restdruck für etwa 30 Sekunden halten. Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen. Den Kraftstoffdruck im Leerlauf messen. Kraftstoffdruck (Leerlauf) Normalwert: 260 kPa (2,7 kp/cm²) Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-51 Kraftstoffleitung
Den Gashebel für einen Moment voll öffnen und den Kraftstoffdruck messen. Kraftstoffdruck (Gasgriff voll geöffnet) Normalwert: 260 – 280 kPa (2,7 bis 2,9 kp/cm²) ANMERKUNG
Der Zeiger des Meßgeräts schwankt. Nehmen Sie den Druck als Durchschnitt der maximalen und minimalen Anzeigen. ★ Wenn der Benzindruck normal ist, ist auch das Kraftstoffzirkulationssystem (Benzinpumpe, Druckregler und
Ölkanäle) ohne Fehler. In diesem Falle ist das elektronische Steuersystem der DFI zu kontrollieren (Einspritzdüsen, Sensoren, Impulsgeber und ECU). Wenn der Kraftstoffdruck weit über dem vorgeschriebenen Wert liegt, ist folgendes zu prüfen: Benzinrücklaufschlauch auf scharfe Biegungen, Knickungen oder Verstopfungen Benzinrücklauf-Sperrventil (siehe Abschnitt Benzintank in diesem Kapitel) Wenn der Druck wesentlich unter dem vorgeschriebenen Wert liegt, ist folgendes zu überprüfen: Arbeitsweise der Benzinpumpe (das Geräusch der Pumpe kontrollieren) Leckstellen in der Kraftstoffleitung Menge des Kraftstoffdurchsatzes (siehe Prüfen des Kraftstoffdurchsatzes) Wenn der Druck wesentlich unter dem vorgeschriebenen Wert liegt und die vorstehenden Prüfungen gute Ergebnisse bringen, sind Druckregler oder Benzinpumpe zu erneuern (der Kraftstofffilter kann verstopft sein); dann den Druck nochmals messen. Wenn der Restdruck 260 – 280 kPa sofort abfällt, könnte die Hochdruckleitung einschließlich des RestdruckSperrventils in der Benzinpumpe undicht sein. Das Druckmeßgerät und den Adapter ausbauen. Die Benzinschläuche gemäß den Angaben für das Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen im Abschnitt Allgemeine Informationen verlegen. Den Benzinschlauchanschluß #2 [A] auf die Leitung (für den Verteileranschluß) montieren, bis der Anschluß klickt [B]. Den Schlauchanschluß gerade in die Leitung einsetzen. Vorn [C] Den Schlauchanschluß #2 [A] nach oben ziehen [B] und prüfen, ob er einwandfrei arretiert ist und sich nicht löst. Den Benzintank einbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Ausbau des Druckreglers Der Druckregler wird zusammen mit der Einspritzdüse ausgebaut (siehe Ausbau der Einspritzdüsen in diesem Abschnitt)
Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-52 Kraftstoffleitung Prüfen des Kraftstoffdurchsatzes ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. ACHTUNG Benzin ist außerordentlich feuergefährlich und kann unter bestimmten Bedingungen explosiv sein. Achten Sie darauf, daß der Arbeitsbereich gut belüftet ist und daß keine offenen Flammen oder Funkenquellen in der Nähe sind. Hierzu gehören auch Geräte mit einer Anzeigelampe. Rauchen Sie nicht und drehen Sie die Zündung auf OFF. Rechnen Sie damit, daß Kraftstoff überläuft; ausgelaufener Kraftstoff muß sofort vollständig abgewischt werden.
Zündschalter und Zündunterbrecher auf OFF schalten. Warten, bis der Motor abgekühlt ist. Den Tankdeckel [A] öffnen, damit sich der Druck im Tank abbaut. Vorn [B] Einen Kunststoffschlauch mit einem Innendurchmesser von 7,5 mm und einer Länge von ungefähr 400 mm und einen Meßzylinder vorbereiten. Folgende Teile entfernen: Sitz (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell) Anzeigeeinheit (siehe Ausbau des Benzintanks in diesem Abschnitt) Benzintankschrauben Den Benzintank anheben. Ein sauberes Tuch um den Anschluß des Benzinauslaßschlauchs wickeln. Die Arretierungen des Schlauchanschlusses #1 mit den Fingern zusammendrücken, den Anschluß abziehen (siehe Ausbau des Benzintanks) und den Kunststoffschlauch [A] schnell auf die Tankauslaßleitung montieren. Den Kunststoffschlauch mit einer Schlauchschelle [B] befestigen. Das andere Ende des Kunststoffschlauchs in den Meßzylinder [C] führen. Den Benzintank vorübergehend montieren und den Tankdeckel aufschrauben. ACHTUNG Ausgelaufenen Kraftstoff sofort abwischen. Den Meßzylinder vertikal halten.
Bei abgeschaltetem Motor die Zündung auf ON drehen. Die Benzinpumpe sollte drei Sekunden laufen und sich dann abschalten. Diesen Vorgang mehrere Male wiederholen, bis der Kunststoffschlauch mit Kraftstoff gefüllt ist. Wenn der Kunststoffschlauch mit Kraftstoff gefüllt ist, die Fördermenge für drei Sekunden messen. Kraftstoffdurchsatz Normalwert: 75 ml oder mehr in 3 Sekunden ★ Wenn der Durchsatz wesentlich unter dem vorgeschriebenen Wert liegt, ist folgendes zu überprüfen:
Benzinschläuche auf scharfe Biegungen, Knicke oder Verstopfung Benzinpumpe (siehe Prüfen der Benzinpumpe in diesem Abschnitt) Pumpensieb (siehe Reinigen des Pumpensiebs im Abschnitt Benzinpumpe im Benzintank) Nach der Prüfung die Benzinschläuche anschließen und die Instrumenteneinheit montieren (siehe Einbau des Benzintanks). Den Motor starten und auf Benzinlecks kontrollieren. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-53 Selbstdiagnose Ausführung der Selbstdiagnose ¡ Wenn im DFI-System ein Problem auftritt, leuchtet die DFI LEDAnzeige [A] auf.
- Den Sitz entfernen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell) und die ECU [B] herausnehmen.
- Den Selbstdiagnosemodus eingeben; hierfür die Steckbuchse [C] mittels einer Leitung [E] am Steckverbinder [D] des Batteriemassekabels (-) erden. Batterie [F] ¡ Um die Fehlermeldung zu lesen, zählen, wie oft die LED-Anzeige blinkt. ANMERKUNG
Verwenden Sie für die Selbstdiagnose eine voll geladene Batterie, da sonst die LED-Anzeige sehr langsam oder überhaupt nicht blinkt. Während der Selbstdiagnose muß die Selbstdiagnose-Steckbuchse mittels einer Leitung geerdet bleiben. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-54 Selbstdiagnose Zündung auf OFF drehen. Die Steckbuchse der Selbstdiagnose mittels einer Hilfsleitung an den Steckverbinder des Batteriemassekabels (-) anschließen. Zündung auf ON drehen und mittels einer Leitung den Selbstdiagnosemodus starten. Die FI LED-Anzeige blinkt, um die Fehlermeldung anzuzeigen. Das Problem mittels der Tabelle der Fehlermeldungen lokalisieren und das DFI- oder Zündsystem entsprechend dem Prüfablauf für Fehlermeldungen 11 bis 52 überprüfen und reparieren. Die Leitung entfernen und der Selbstdiagnosemodus wird beendet. Vergewissern Sie sich, daß die FI LED-Anzeige nicht aufleuchtet. Nicht
Den Motor mehrere Minuten im Leerlauf laufen lassen und das Motorrad bei 30 km/h oder schneller fahren, um zu bestätigen, daß es kein Problem mehr gibt. Nicht
ENDE Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-55 Selbstdiagnose Lesen der Fehlermeldungen ¡ Fehlermeldungen werden durch eine Reihe von langen und kurzen Blinkzeichen der FI LED-Anzeige angezeigt, wie unten dargestellt. ¡ Lesen Sie die Zehnerziffer und die Einersziffer, wenn die FI LED-Anzeige blinkt. ¡ Wenn es mehrere Probleme gibt, können alle Fehlercodes gespeichert werden und die Anzeige beginnt in numerischer Reihenfolge mit dem niedrigsten Fehlercode. Nachdem dann alle Codes angezeigt sind, wird die Anzeige wiederholt, bis die Zündung auf OFF gedreht wird. ¡ Beispiel: Es liegen vier Probleme vor in der Reihenfolge 31, 15, 41, 12; die Fehlercodes werden dann ab der niedrigsten Zahl in der angegebenen Reihenfolge angezeigt. (12 → 15 → 31 → 41) → (12 → 15 → 31 → 41) → ⋅ ⋅ ⋅ (wiederholt) ¡ Wenn kein Problem vorliegt oder wenn die Reparatur durchgeführt wurde, wird kein Code angezeigt. ¡ Wenn das Problem von den folgenden Teilen verursacht wurde, kann die ECU diese Probleme nicht speichern, die FI-LED Anzeige leuchtet nicht auf und es kann kein Fehlercode angezeigt werden. FI LED-Anzeige ISC Ventile Druckregler (Kraftstoffdruck, Kraftstoffdurchsatz) DFI-Hauptrelais Zündspulensekundärwicklung (den internen Widerstand prüfen, siehe Abschnitt Elektrik) Leitungen der ECU Stromquelle und Masseleitung (siehe Prüfen der ECU in diesem Abschnitt ¡ Wenn beispielsweise die beiden Probleme 12 und 15 vorliegen, werden die Fehlercodes 12 und 15 wie folgt dargestellt: FI LEDAnzeige
Anzeige beginnt. Fehlercode 12 Fehlercode 12 Fehlercode 12 Fehlercode 15 Zehnerziffer Einerziffer OFF Zweite
Jeder Fehlercode wird kontinuierlich dreimal wiederholt, bis die Zündung ausgeschaltet wird. Code 12 (dreimal) Code 15 (dreimal) Code 12 (dreimal) Zweite Löschen der Fehlercodes Wenn die Reparatur erledigt ist, zeigt die LED-Anzeige den Fehlercode nicht mehr an. ★ Aber selbst wenn die Reparatur abgeschlossen ist, die Zündung auf OFF gedreht oder die Batterie abgeklemmt wird, bleiben alle Fehlercodes in der ECU, die nicht unbedingt gelöscht werden müssen.
Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-56 Selbstdiagnose Fehlercodetabelle Fehler Code FI LED-Anzeige Probleme (1)
Drosselklappensensor fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Vakuumsensor fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Einlaßlufttemperatursensor fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Wassertemperatursensor fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Luftdrucksensor fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Impulsgeber #1 fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Impulsgeber #1 fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Winkelsensor fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Einspritzdüse #1 fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Einspritzdüse #2 fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Benzinpumpe im Tank fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Zündspulenprimärwicklung #1 fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß
Zündspulenprimärwicklung #2 fehlerhaft, Leitung unterbrochen oder Kurzschluß Fußnoten: (1) Diese Probleme können die ECU betreffen. Wenn alle Einzelteile und Schaltkreise in Ordnung sind, muß die ECU auf Masseanschluß und Stromversorgung überprüft werden. Wenn Masseanschluß und Stromversorgung in Ordnung sind, muß die ECU erneuert werden. #1: Für vorderen Zylinder #2: Für hinteren Zylinder Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-57 Selbstdiagnose Sicherungsmaßnahmen ¡ Wenn Teile im DFI- oder Zündsystem gestört sind, zu vermeiden. Fehler Teile Nutzbarer Bereich Code oder Kriterien für Ausgangssignale Drosselklappenöffnung DrosselWinkel θ = -4° - + 85° klappensensor
Unterdrucksensor Unterdruck (absolut) Pv = 63mmHg – 860 mmHg
Ansauglufttemperatursensor Wassertemperatursensor Luftdrucksensor Ansauglufttemperatur Ta = - 47°C - + 178° C Impulsgeberspule#1 Impulsgeberspule#2 Winkel(Umfall)sensor Beide Impulsgeber müssen Signale (Ausgangsspannung) 8 x oder öfter kontinuierlich zu der ECU senden. Winkelsensor-Ausgangsspannung (Signal) Vd = 0,2 V – 4,6 V
Wassertemperatur Tw = 28°C - + 161°C Absoluter atmosphärischer Druck Pa = 63 mmHg – 860 mmHg Die Einspritzdüse muß Signale (Ausgangsspannung) 16 x oder öfter kontinuierlich zur ECU senden. Die Einspritzdüse muß SiEinspritzgnale (Ausgangsspannung) düse #2 16 x oder öfter kontinuierlich zur ECU senden. Benzinpumpe Die Pumpe muß kontinuierlich Signale (Ausgangsim Tank spannung) an die ECU senden. Die Primärwicklung der Zündspule Zündspule muß Signale (Ausgangsspannung) kontinuierlich zu der ECU senden. Die Primärwicklung der Zündspule Zündspule muß Signale (Ausgangsspannung) kontinuierlich zu der ECU senden. Einspritzdüse #1 veranlaßt die ECU folgende Maßnahmen, um Motorschäden Sicherungsmaßnahmen durch die ECU
Wenn das Drosselklappensensorsystem ausfällt (Signal außerhalb des nutzbaren Bereiches, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen), blockiert die ECU die Zündverstellung in der Stellung Vollgas und schaltet die DFI in die Methode D-J. ★ Wenn das Unterdrucksensorsystem ausfällt (Signal Pv außerhalb des nutzbaren Bereiches, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen), schaltet die ECU die DFI in die Methode α - N (1). ★ Wenn der Ansauglufttemperatursensor ausfällt (Signal außerhalb des nutzbaren Bereiches, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen), setzt die ECU Ta auf 45° C. ★ Wenn das Wassertemperatursensorsystem ausfällt (Signal außerhalb des nutzbaren Bereiches, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen), setzt die ECU Tw auf 86° C ★ Wenn das Luftdrucksensorsystem ausfällt (Signal außerhalb des nutzbaren Bereiches, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen), setzt die ECU Pa auf 760 mmHg (normaler atmosphärischer Druck) ★ Wenn einer der Impulsgeber 8 oder mehr Signale generiert, steuert die ECU den Motor mit dem Signal der guten Impulsgeberspule weiter, wenn jedoch keiner der Impulsgeber Signale generiert, schaltet sich der Motor ab. ★ Wenn das Winkelsensorsystem Ausfälle hat (Ausgangsspannung Vd außerhalb des nutzbaren Bereiches, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen), schaltet die ECU die Benzinpumpe, die Einspritzdüsen und das Zündsystem ab. ★ Wenn die Einspritzdüse #1 ausfällt (weniger als 16 Signale, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen),schaltet die ECU das Signal zur Einspritzdüse ab. Es wird kein Kraftstoff zum Zylinder #1 befördert, obwohl der Motor weiterläuft. ★ Wenn die Einspritzdüse #2 ausfällt (weniger als 16 Signale, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen),schaltet die ECU das Signal zur Einspritzdüse ab. Es wird kein Kraftstoff zum Zylinder #2 befördert, obwohl der Motor weiterläuft. ★ Wenn die Benzinpumpe ausfällt (keine Signale zur ECU, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen), schaltet die ECU die Pumpe ab und dann schaltet der Motor ab, weil der Kraftstoffdruck fällt. ★ Wenn die Zündspulenprimärwicklung #1 Ausfälle hat (kein Signal, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen), schaltet die ECU die Einspritzdüse #1 ab, damit kein Kraftstoff zum Zylinder #1 kommt, obwohl der Motor weiterläuft. ★ Wenn die Zündspulenprimärwicklung #2 Ausfälle hat (kein Signal, Leitung kurzgeschlossen oder unterbrochen), schaltet die ECU die Einspritzdüse #1 ab, damit kein Kraftstoff zum Zylinder #1 kommt, obwohl der Motor weiterläuft. Anmerkung: Bei leichter Motorbelastung im Leerlauf oder bei niedrigen Drehzahlen bestimmt die ECU die Einspritzmenge durch Berechnung auf der Grundlage von Drosselklappenunterdruck (Unterdrucksensor-Ausgangsspannung) und Motordrehzahl (Impulsgeberausgangsspannung). Diese Methode nennt man die D-J Methode. Wenn die Motordrehzahl ansteigt und die Motorbelastung von mittel auf schwer steigt, bestimmt die ECU die Einspritzmenge durch Berechnung auf der Grundlage der Drosselklappenöffnung (Drosselklappensensor-Ausgangsspannung) und Motordrehzahl. Diese Methode nennt man die α - N Methode. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-58 Drosselklappensensor (Fehlermeldung 11) Ausbau/Nachstellen des Drosselklappensensors VORSICHT Den Drosselklappensensor [A] nicht ausbauen oder nachstellen, da er im Werk mit Präzision montiert und eingestellt wurde. Den Sensor nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche, da er hierbei beschädigt werden kann. Frontansicht [B] Prüfen der Eingangsspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Diese Prüfung ist die gleiche wie die Prüfung der Eingangsspannung des Unterdrucksensors und des Luftdrucksensors. Die Zündung auf OFF drehen. Die ECU ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die ECU Steckverbinder nicht abziehen. Mittels zweier Nadeladapter [C] ein digitales Voltmeter [A] an den Steckverbinder [B] anschließen. Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457
Die Eingangsspannung bei abgeschaltetem Motor und mit verbundenen Steckverbindern messen. Die Zündung auf ON drehen. Drosselklappensensor-Eingangsspannung Anschlüsse am ECU Steckverbinder Instrument (+) → BL/W Leitung (Anschlußklemme 35) Instrument (-)
- BR/BK Leitung (Anschlußklemme 11) Eingangsspannung am ECU Steckverbinder Normalwert: 4,75 – 5,25 V Gleichspannung
Die Zündung auf OFF drehen. ★ Wenn die angezeigte Eingangsspannung unter dem Normalwert liegt, sind Masseanschluß und Stromversorgung der ECU zu kontrollieren (siehe Abschnitt ECU). Wenn Masseanschluß und Stromversorgung in Ordnung sind, ist die ECU zweifelhaft und muß erneuert werden. ★ Wenn die Eingangsspannung innerhalb des Normalbereiches liegt, den Benzintank abnehmen und die Eingangsspannung am Steckverbinder des Drosselklappensensors überprüfen. ★ Die Ausgangsspannung des Drosselklappensensors kontrollieren, wenn die Leitungen in Ordnung sind. Prüfen der Ausgangsspannung Vorübergehend den Benzintank einbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Den Motor starten und gründlich warmlaufen lassen. Die Leerlaufdrehzahl überprüfen, um sicherzustellen, daß die Drosselklappenöffnung richtig ist.
Leerlaufdrehzahl: Normalwert:
950 ± 50 min-1 Wenn die Leerlaufdrehzahl außerhalb des vorgeschriebenen Bereiches liegt, muß sie nachgestellt werden (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Zündung ausschalten. Den Benzintank entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Ausgangsspannung des Sensors bei abgeschaltetem Motor und verbundenen Steckverbindern messen. Die Zündung auf ON drehen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-59 Drosselklappensensor (Fehlermeldung 11)
Ein digitales Meßgerät [A] mittels der Nadeladapter [C] an den Steckverbinder [B] des Drosselklappensensors anschließen. Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457 Vorn [D] VORSICHT Den Nadeladapter gerade entlang der Leitung in den Steckverbinder einsetzen, um einen Kurzschluß zwischen den Anschlußklemmen zu vermeiden. Drosselklappensensor-Ausgangsspannung Anschlüsse zum Sensor Instrument (+) → Y/W Leitung [E] Instrument (-) → BR/BK Leitung [F] Ausgangsspannung am Sensor Normalwert: 0,584 – 0,604 V Gleichspannung (Leerlauf) 4,29 – 5,59 V Gleichspannung (Vollgas) ★ Die ECU erneuern, wenn die Ausgangsspannung normal ist. ★ Wenn die Anzeige außerhalb des Normalbereiches liegt, ist der Widerstand des Drosselklappensensors zu überprüfen.
Nach der Prüfung des Drosselklappensensors die Nadeladapter entfernen und Silikondichtstoff auf die Dichtungen [A] des Steckverbinders [B] auftragen, damit diese wasserdicht sind. Dichtstoff – Kawasaki Bond (Silikondichtstoff): 56019-120 – Dichtungen des Drosselklappensensor-Steckverbinders Prüfen des Widerstands
- Die Zündung auf OFF drehen.
- Den Steckverbinder des Drosselklappensensors abziehen.
- Ein Digitalmeßgerät [A] an den Sensorsteckverbinder [B] anschließen.
- Den Widerstand des Drosselklappensensors messen. Widerstand des Drosselklappensensors Anschlüsse: BL/W Leitung [C] ↔ BR/BK Leitung [D] Normalwert: 4 – 6 kΩ ★ Wenn die Anzeige außerhalb des normalen Bereiches liegt, muß der Drosselklappensensor zusammen mit dem Drosselklappengehäuse erneuert werden. ★ Wenn die Anzeige innerhalb des normalen Bereiches liegt, das Problem aber immer noch besteht, muß die ECU-Einheit erneuert werden. ECU [A] Drosselklappensensor [g] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-60 Unterdrucksensor (Fehlermeldung 12) Ausbau VORSICHT Den Sensor nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Fläche, da er hierbei beschädigt werden kann.
Benzintank abnehmen (sh. Abschnitt Benzintank in diesem Kap.) Den Steckverbinder des Unterdrucksensors [A] abziehen. Die Mutter [B] des Unterdrucksensors abschrauben und den Sensor entfernen. Den Unterdruckschlauch vom Sensor abziehen. Vorn [C] Einbau ANMERKUNG
Der Unterdrucksensor ist identisch mit dem Luftdrucksensor, allerdings mit der Ausnahme, daß der Unterdrucksensor einen Vakuumschlauch und eine andere Verdrahtung hat. Den Vakuumschlauch ordnungsgemäß verlegen (siehe Angaben für das Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen im Abschnitt Allgemeine Informationen). Achten Sie darauf, daß der Schlauch nicht eingeklemmt oder geknickt wird. Den Unterdrucksensor [A] einbauen. Der Anschlag [B] darf nicht an der Sensorhalterung [C] sein. Luftdrucksensor [D] (als Anhaltspunkt) Rahmenwinkel [E] Vorn [F] Folgende Teile festziehen: Anziehmoment – Unterdrucksensormutter: 9,8 Nm (1,0 mkp) Den Benzintank einbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Prüfen der Eingangsspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Diese Prüfung ist die gleiche wie die Prüfung der Eingangsspannung des Drosselklappensensors oder des Luftdrucksensors.
Die Zündung auf OFF drehen. Die ECU ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die ECU Steckverbinder nicht abziehen.
- Mittels zweier Nadeladapter [C] ein digitales Voltmeter [A] an den Steckverbinder [B] anschließen. Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457 ¡ Die Eingangsspannung zum Unterdrucksensor bei abgeschaltetem Motor und mit verbundenen Steckverbindern messen.
- Die Zündung auf ON schalten. Unterdrucksensor-Eingangsspannung Anschlüsse an der ECU Instrument (+)
- BL/W Leitung (Anschlußklemme 35) Instrument (-)
- BR/BK Leitung (Anschlußklemme 11) Eingangsspannung an der ECU Normalwert: 4,75 – 5,25 V Gleichspannung ★ Wenn die Anzeige unter dem normalen Bereich liegt, ist die ECU auf Masseanschluß und Stromversorgung zu kontrollieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Wenn Masseanschluß und Stromversorgung in Ordnung sind, ist die ECU zu erneuern. ★ Wenn die Anzeige innerhalb des normalen Bereiches liegt, den Benzintank abnehmen und die Leitungen zwischen der ECU und dem Unterdrucksensor auf Durchgang kontrollieren. ★ Die Ausgangsspannung des Unterdrucksensors kontrollieren, wenn die Leitungen in Ordnung sind. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-61 Unterdrucksensor (Fehlermeldung 12) Prüfen der Ausgangsspannung ANMERKUNG
Die Ausgangsspannung verändert sich entsprechend dem örtlichen atmosphärischen Druck. Die Unterdrucksensor-Ausgangsspannung basiert auf einem nahezu perfekten Vakuum in der kleinen Kammer des Sensors. Der Sensor gibt also den absoluten Unterdruck an.. ★ Den Benzintank abnehmen (Rückansicht) und die Ausgangs¡
spannung des Sensors am Sensorsteckverbinder [A] überprüfen. Die Ausgangsspannung bei abgeschaltetem Motor und angeschlossenem Steckverbinder messen. Die Zündung einschalten. Nadeladapter [B] Unterdrucksensor-Ausgangsspannung Anschlüsse am Sensor Instrument (+)
- W/BL-Leitung [C] Instrument (-)
- BR/BK-Leitung [D] Ausgangsspannung am Sensorsteckverbinder Nutzbarer Bereich: 3,74 – 4,26 V Gleichspannung bei normalem atmosphärischen Druck (101,32 kPa oder 76 cmHg absolut) ★ Den Sensor erneuern, wenn die Ausgangsspannung außerhalb des nutzbaren Bereiches liegt.
Die Zündung auf OFF drehen und die Nadeladapter entfernen. Silikondichtstoff auf die Dichtung des Steckverbinders auftragen, damit dieser wasserdicht ist. Silikondichtstoff (Kawasaki Bond: 56019-120) – Dichtungen des Steckverbinders ★ Wenn die Ausgangsspannung normal ist, die Unterdrucksensor-
Ausgangsspannung für einen anderen Unterdruck als 76 cmHg (abs.) wie folgt kontrollieren. Wenn sich die Ausgangsspannungen innerhalb des nutzbaren Bereiches bei schwankendem Unterdruck verändern, arbeitet der Sensor normal und die ECU ist defekt. Sie muß dann erneuert werden. Den Benzintank abnehmen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Den Unterdrucksensor [D] entfernen und den Unterdruckschlauch vom Sensor abziehen. Einen Hilfsschlauch [E] an den Unterdrucksensor anschließen. Vorübergehend den Unterdrucksensor einbauen. Ein handelsübliches Digitalmeßgerät [A], die Nadeladapter [F], das Unterdruckmeßgerät [B] und die Gabelölmeßlehre [C] an den Unterdrucksensor anschließen. Vorn [G] Spezialwerkzeug – Gabelölmeßlehre: 57001-1290 Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457 Anschlüsse des digitalen Voltmeters Instrument (+) → W/BL Leitung des Unterdrucksensors Instrument (-)
- BR/BK Leitung des Unterdrucksensors
Die Zündung auf ON drehen. Die Unterdrucksensor-Ausgangsspannung bei verschiedenen Unterdruckanzeigen messen und dabei den Griff der Gabelölmeßlehre ziehen. Die Unterdrucksensor-Ausgangsspannung unter Verwendung der folgenden Formel und Tabelle für Pv = 24 – 55 cm Hg und 55 – 86 cm Hg messen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-62 Unterdrucksensor (Fehlermeldung 12) Angenommen: Pg: Unterdruck (Anzeige) der Drosselklappeneinheit PI: Örtlicher atmosphärischer Druck (abs) mit einem Barometer gemessen Pv: Unterdruck (abs) der Drosselklappeneinheit Vv: Sensorausgangsspannung (v) dann ist: Pv: PI - Pg Beispiel: angenommen folgende Daten werden erhalten: Pg = 8 cmHg (Anzeige des Unterdruckmeßgeräts) PI = 70 cmHg (Barometeranzeige) Vv = 3,2 V (Anzeige des digitalen Voltmeters) dann ist: Pv: 70 – 8 = 62 cmHg (abs) Übertragen Sie diesen Pv Wert (62 cmHg) an Punkt [1] des Diagramms und ziehen Sie eine vertikale Linie durch diesen Punkt. Auf diese Weise erhalten sie den nutzbaren Bereich [2] der Sensorausgangsspannung Nutzbarer Bereich = 3,04 – 3,49 V Übertragen Sie Vv (3,2 V) auf die vertikale Linie. → [3]. Ergebnis: In diesem Diagramm ist Vv innerhalb des nutzbaren Bereiches und der Sensor ist normal. Pv = 24 – 55 cm Hg Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-63 Unterdrucksensor (Fehlermeldung 12) Pv = 55 – 86 cm Hg Vv: Unterdrucksensor-Ausgangsspannung (V) (Anzeige des digitalen Meßinstruments) Pv: Drosselklappenunterdruck (absolut) Ps: Normaler atmosphärischer Druck (absolut) ECU [A] ID: TO: ST: UR: Leerlauf Vollgas Normalwert der Sensorausgangspannung (v) Nutzbarer Bereich der Sensorausgangsspannung (v) Unterdrucksensor [a] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-64 Ansauglufttemperatursensor (Fehlermeldung 13) Aus- und Einbau VORSICHT Den Sensor nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche, da er hierbei beschädigt werden kann.
Das Unterteil des rechten Luftfilters entfernen (siehe Ausbau des rechten Luftfiltergehäuses in diesem Abschnitt). Den Steckverbinder [A] am Ansauglufttemperatursensor ausziehen und die Mutter [B] abschrauben. Den Ansauglufttemperatursensor entfernen. Anziehmoment – Mutter für Ansauglufttemperatursensor: 7,8 Nm (0,80 mkp) Prüfen der Ausgangsspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Die Ausgangsspannung ändert sich entsprechend der Ansauglufttemperatur. Die ECU ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Steckverbinder der ECU nicht abziehen. Ein digitales Voltmeter [A] an den Steckverbinder [B] der ECU mittels zweier Nadeladapter [C] anschließen. Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457
Die Sensorausgangsspannung bei abgeschaltetem Motor und verbundenem Steckverbinder messen. Die Zündung auf ON drehen. Ausgangsspannung des Ansauglufttemperatursensors Anschlüsse am ECU Steckverbinder Instrument (+) → P Leitung (Klemme 31) Instrument (-)
- BR/BK Leitung (Klemme 11) Ausgangsspannung an der ECU Normalwert: Etwa 2,6 V bei einer Ansauglufttemperatur von 20° C
Die Zündung auf OFF schalten. ★ Wenn die Ausgangsspannung außerhalb des vorgeschriebenen Wertes liegt, ist die ECU auf Masseanschluß und Stromversorgung zu kontrollieren (siehe Abschnitt ECU in diesem Abschnitt). Wenn Masseanschluß und Stromzufuhr in Ordnung sind, das Unterteil des rechten Luftfiltergehäuses entfernen und die Leitung zwischen der ECU und dem Ansauglufttemperatursensor kontrollieren. ★ Den Widerstand des Sensors kontrollieren, wenn die Leitung in ordnung ist.
- Die Nadeladapter entfernen und Silikondichtstoff auf die Dichtungen des Steckverbinders auftragen, damit dieser wasserdicht ist. Silikondichtstoff – (Kawasaki Bond: 56019-120) – Dichtungen des Steckverbinders Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-65 Ansauglufttemperatursensor (Fehlermeldung 13) Prüfen des Sensorwiderstands
- Den Ansauglufttemperatursensor entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Den Sensor [A] so in einen Behälter mit Maschinenöl hängen, daß der hitzebeständige Teil und der Gewindeteil untergetaucht sind.
- Ein Thermometer [B] so aufhängen, daß der hitzebeständige Teil [C] ungefähr genau so tief sitzt wie der Sensor. ANMERKUNG
Sensor und Thermometer dürfen weder die Seitenwände noch den Boden des Behälters berühren. Den Behälter auf eine Wärmequelle setzen, die Öltemperatur allmählich ansteigen lassen und das Öl dabei leicht rühren, damit überall die gleiche Temperatur herrscht. Mit einem Digitalmeßgerät den Widerstand des Sensors zwischen den Klemmen bei den in der Tabelle angegebenen Temperaturen messen. Widerstand des Ansauglufttemperatursensors Normalwert: 5,4 – 6,6 kΩ bei 0° C 2,26 – 2,86 kΩ bei 20° C 0,29 – 0,39 kΩ bei 80° C ★ Wenn der Meßwert außerhalb des normalen Bereiches liegt, ist der Sensor zu erneuern. ★ Wenn der Meßwert innerhalb des vorgeschriebenen Bereiches
liegt, ist die ECU zu erneuern. An den Sensor gelangtes Maschinenöl mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt entfernen, insbesondere, wenn Öl an die Klemmen gelangt ist. ECU [A] Ansauglufttemperatursensor [Y] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-66 Wassertemperatursensor (Fehlermeldung 14) Aus- und Einbau VORSICHT Den Sensor nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche, da er hierbei beschädigt werden kann.
Das Thermostatgehäuse [A] entfernen (siehe Ausbau des Thermostats im Abschnitt Kühlsystem). Den Steckverbinder des Sensors abziehen und den Wassertemperatursensor [B] abschrauben. Oben [C] Silikondichtstoff – (Kawasaki Bond: 56019-120) – Gewinde des Wassertemperatursensors Anziehmoment – Wassertemperatursensor: 18 Nm (1,8 mkp)
Den Motor mit Kühlflüssigkeit füllen und das Kühlsystem entlüften (siehe Einfüllen der Kühlflüssigkeit im Abschnitt Kühlsystem). Prüfen der Ausgangsspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Die Ausgangsspannung verändert sich entsprechend der Kühlflüssigkeitstemperatur im Motor. Die ECU ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Steckverbinder nicht abziehen. Ein digitales Voltmeter [A] an den Steckverbinder [B] der ECU mittels zweier Nadeladapter [C] anschließen. Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457
Die Sensorausgangsspannung bei abgeschaltetem Motor und verbundenem Steckverbinder messen. Die Zündung auf ON drehen. Ausgangsspannung des Wassertemperatursensors Anschlüsse an die ECU Instrument (+) → O Leitung (Klemme 7) Instrument (-)
- BR/BK Leitung (Klemme 11) Ausgangsspannung an der ECU Normalwert: 3,5 V bei einer Kühlflüssigkeitstemperatur von 20° C
Die Zündung auf OFF schalten. ★ Wenn die Ausgangsspannung außerhalb des vorgeschriebenen Wertes liegt, ist die ECU auf Masseanschluß und Stromversorgung zu kontrollieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Wenn Masseanschluß und Stromzufuhr in Ordnung sind, den Benzintank abnehmen und die Leitungen zwischen ECU und Wassertemperatursensor auf Durchgang kontrollieren. ★ Wenn die Leitungen in Ordnung sind, ist der Widerstand des Wassertemperatursensors zu überprüfen.
- Die Nadeladapter entfernen und Silikondichtstoff auf die Dichtungen des Steckverbinders auftragen, damit dieser wasserdicht ist. Silikondichtstoff – (Kawasaki Bond: 56019-120) – Dichtungen der ECU Steckverbinder Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-67 Wassertemperatursensor (Fehlermeldung 14) Prüfen des Sensorwiderstands
- Den Wassertemperatursensor entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Den Sensor [A] so in einen Behälter mit Maschinenöl hängen, daß der hitzebeständige Teil und der Gewindeteil untergetaucht sind.
- Ein Thermometer [B] so aufhängen, daß der hitzeempfindliche Teil [C] ungefähr genau so tief sitzt wie der Sensor. ANMERKUNG
Sensor und Thermometer dürfen weder die Seitenwände noch den Boden des Behälters berühren. Den Behälter auf eine Wärmequelle setzen, die Öltemperatur allmählich ansteigen lassen und das Öl dabei leicht rühren, damit überall die gleiche Temperatur herrscht. Mit einem Digitalmeßgerät den Widerstand des Sensors zwischen den Klemmen bei den in der Tabelle angegebenen Temperaturen messen. Widerstand des Wassertemperatursensors Normalwert: 2,162 – 3,112 kΩ bei 20° C 0,785 – 1,049 kΩ bei 50° C 0,207 – 0,253 kΩ bei 100° C ★ Wenn der Meßwert außerhalb des normalen Bereiches liegt, ist der Sensor zu erneuern. ★ Wenn der Meßwert innerhalb des vorgeschriebenen Bereiches
liegt, ist wahrscheinlich die ECU defekt. Sie muß dann erneuert werden. An den Sensor gelangtes Öl sofort mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt entfernen, insbesondere wenn Öl an die Klemmen gelangt ist. ECU [A] Wassertemperatursensor [Z] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-68 Luftdrucksensor (Fehlermeldung 15) Ausbau VORSICHT Den Sensor nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche, da er hierbei beschädigt werden kann.
Den Benzintank abnehmen (siehe Benzintank in diesem Kapitel). Die Sensorsteckverbinder [A] abziehen. Die Luftdrucksensormutter [B] entfernen. Den Luftdrucksensor [C] entfernen. Vorn [C] Einbau ANMERKUNG
Der Luftdrucksensor ist identisch mit dem Unterdrucksensor. Letzerer hat lediglich einen Unterdruckschlauch und andere Leitungen. Den Luftdrucksensor [A] einbauen: Der Anschlag [B] darf nicht an der Filterhalterung [C] sein. Rahmenhalterung [D] Vorn [E] Anziehmoment – Muttern für Luftdrucksensor: 9,8 Nm (1,0 mkp) Den Benzintank einbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Prüfen der Eingangsspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Diese Prüfung ist die gleiche wie die Prüfung der Eingangsspannung des Drosselklappensensors oder des Unterdrucksensors. Die Zündung auf OFF drehen. Die ECU ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die ECU Steckverbinder nicht abziehen. Mittels zweier Nadeladapter [C] ein digitales Voltmeter [A] an den Steckverbinder [B] anschließen. Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457
Die Eingangsspannung bei abgeschaltetem Motor und mit verbundenen Steckverbindern messen. Die Zündung auf ON drehen. Eingangsspannung des Luftdrucksensors Anschlüsse an der ECU Instrument (+)
- BL/W Leitung (Anschlußklemme 35) Instrument (-)
- BR/BK Leitung (Anschlußklemme 11) Eingangsspannung an der ECU Normalwert: 4,75 – 5,25 V Gleichspannung
Die Zündung auf OFF drehen. Wenn die Anzeige unter dem normalen Bereich liegt, ist die ECU auf Masseanschluß und Stromversorgung zu kontrollieren (siehe ECU in diesem Abschnitt). Wenn Masseanschluß und Stromversorgung in Ordnung sind, ist die ECU zu erneuern. ★ Die Leitungen zwischen der ECU und dem Luftdrucksensor auf Durchgang kontrollieren, wenn die Anzeige im normalen Bereich liegt. ★ Die Ausgangsspannung kontrollieren, wenn die Leitungen in Ordnung sind.
- Die Nadeladapter entfernen.
- Silikondichtstoff auf die Dichtungen des Steckverbinders auftragen, damit dieser wasserdicht ist. Silikondichtstoff – Kawasaki Bond: 56019-120 – ECU Steckverbinder Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-69 Luftdrucksensor (Fehlermeldung 15) Prüfen der Ausgangsspannung ANMERKUNG
Die Ausgangsspannung verändert sich entsprechend dem örtlichen atmosphärischen Druck. Die Ausgangsspannung des Luftdrucksensors basiert auf einem nahezu perfektem Vakuum in der kleinen Kammer des Sensors. Der Sensor gibt also den absoluten Unterdruck an. ★ Bei ausgebautem Tank (Vorderansicht) die Ausgangsspannung des
Sensors am Sensorsteckverbinder [A] überprüfen. Nadeladapter [B] Die Ausgangsspannung bei abgeschaltetem Motor und angeschlossenem Steckverbinder messen. Die Zündung auf ON drehen. Ausgangsspannung des Luftdrucksensors Anschlüsse am Sensor (Rückansicht) Instrument (+) → BL/Y-Leitung [C] Instrument (-) BR/BK-Leitung [D] Ausgangsspannung am Sensor Nutzbarer Bereich: 3,74 – 4,26 V Gleichspannung bei normalem atmosphärischen Druck (101,32 kPa oder 76 cmHg abs.) ★ Wenn die Ausgangsspannung normal ist, die Ausgangsspannung für andere Vakuumwerte als 76 cmHg (abs) kontrollieren (siehe unter Vakuumsensor in diesem Abschnitt). Wenn die Änderungen der Ausgangsspannung bei sich verändernden Vakuumwerten im nutzbaren Bereich bleiben, arbeitet der Sensor normal und die ECU ist defekt. Sie muß dann erneuert werden. ★ Den Sensor erneuern, wenn die Ausgangsspannung außerhalb des nutzbaren Bereiches liegt.
- Die Zündung ausschalten und die Nadeladapter entfernen.
- Silikondichtstoff auf die Dichtungen des Steckverbinders auftragen, damit dieser wasserdicht ist. Silikondichtstoff – Kawasaki Bond: 56019-120 – Dichtungen des Sensorsteckverbinders ECU [A] Luftdrucksensor [b] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-70 Luftdrucksensor (Fehlermeldung 15) ★ Wenn Sie den Luftdrucksensor für andere Höhenlagen als Meereshöhe überprüfen wollen, ist die Ausgangs- spannung wie folgt zu kontrollieren: Stellen Sie fest, in welcher Höhenlage Sie sich befinden. ★ Wenn Sie den örtlichen atmosphärischen Druck mittels eines Barometers festgestellt haben, tragen Sie diesen atmosphärischen Druck für Pv (Drosselklappenunterdruck) im Unterdrucksensordiagramm ein (siehe Abschnitt Unterdrucksensor in diesem Kapitel). ¡ Berechnen Sie dann den nutzbaren Bereich der Luftdrucksensor-Ausgangsspannung und überprüfen Sie in der gleichen Weise wie beim Prüfen der Ausgangsspannung des Unterdrucksensors, ob Va (Ausgangsspannung) innerhalb des nutzbaren Bereiches liegt oder nicht. ★ Wenn Sie die örtliche Höhenlage kennen, ist folgendes Diagramm zu verwenden. Beispiel: Angenommen die örtliche Höhe ist 1300 m und die Sensorausgangsspannung Va ist 3,3 V. Tragen Sie dieses H (1300 m) an Punkt [1] des folgenden Diagramms ein und ziehen Sie eine vertikale Linie durch diesen Punkt. Auf diese Weise können Sie den nutzbaren Bereich [2] der Sensorausgangsspannung bestimmen. Nutzbarer Bereich = 3,2 – 3,64 V
Tragen Sie Va (3,3 V) auf der vertikalen Linie → Punkt [3] ein. Ergebnis: Im Diagramm liegt Va innerhalb des nutzbaren Bereiches und der Sensor ist normal. Va: Luftdrucksensor-Ausgangsspannung (v) H: Höhe (in Meter) SL: Meereshöhe (0 Meter) Kawasaki ST: Normalwert der Sensorausgangsspannung (v) UR: Nutzbarer Bereich der Sensorausgangsspannung (v) VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-71 Impulsgeber (#1, #2: Fehlermeldung 21,22) Impulsgeber #1: Impulsgeber #2: Für vorderen Zylinder (Fehlermeldung 21) Für hinteren Zylinder (Fehlermeldung 22) Aus- und Einbau der Impulsgeberspulen
- Siehe Zündsystem im Abschnitt Elektrik. Prüfen der Impulsgeberspulen ¡ Die Impulsgeberspulen haben keine Stromquelle und wenn der Motor abgeschaltet wird, erzeugen die Impulsgeberspulen keine Signale.
- Den Lichtmaschinenaußendeckel entfernen und die Leitungen gemäß nachstehendem Diagramm auf Durchgang kontrollieren.
- Den Motor durchdrehen und die Höchstspannung der Impulsgeberspulen messen (siehe Abschnitt Elektrik), um die Spulen zu kontrollieren. ECU [A] Impulsgeberspulen [E] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-72 Winkelsensor (Fehlermeldung 31) Ausbau VORSICHT Den Winkelsensor nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Fläche, da er hierbei beschädigt werden kann.
Den Sitz entfernen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). Die Schraube [A] entfernen und den Winkelsensor [B] herausnehmen. Für den vollständigen Ausbau des Sensors die Verriegelung hochziehen und den Steckverbinder [C] abziehen. Vorn [D] Einbau
- Den Winkelsensor [A] an der ursprünglichen Stelle montieren. Die Pfeilmarkierung [B] am Sensor muß nach vorne und nach oben zeigen.
- Den Sensor nicht mit der Oberseite nach unten einbauen.
- Die Schraube der Sensorhalterung [C] gut festziehen. Vorn [D]
Den Sitz einbauen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). ACHTUNG Wenn der Winkelsensor nicht vorschriftsmäßig eingebaut ist, kann dies zu einem plötzlichen Abfall der Motorleistung führen. In gewissen Fahrstellungen kann der Fahrer das Gleichgewicht verlieren, beispielsweise bei Schräglage in einer Kurve und es kann zu einem Unfall mit Verletzungen oder tödlichem Ausgang kommen. Vergewissern Sie sich, daß der Winkelsensor von dem Haltekonsol und der Schraube in der gezeigten Position gehalten wird wird. Inspektion ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Den Winkelsensor [A] ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschitt). Den Steckverbinder [B] nicht ausziehen. Mit zwei Nadeladaptern [D] ein digitales Voltmeter [C] an den Steckverbinder anschließen (naturfarben, dreipolig). Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457
Die Zündung auf ON drehen und die Spannung der Stromquelle mit verbundenem Steckverbinder messen. Winkelsensor-Stromquellenspannung Anschlüsse am Sensor Instrument (+)
- BR-Leitung [E] Instrument (-)
- BK/Y Leitung [F] Stromquellenspannung am Sensor Normalwert: Batteriespannung (12,5 V oder mehr)
Die Zündung auf OFF drehen. ★ Den DFI-Stromquellenschaltkreis überprüfen, wenn keine Batterie- spannung vorhanden ist (siehe unter DFI-Stromquelle in diesem Abschnitt) Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-73 Winkelsensor (Fehlermeldung 31) ★ Wenn die Stromquelle normal ist, ist die Ausgangsspannung des
Sensors zu kontrollieren. Ein digitales Voltmeter [A] mittels zweier Nadeladapter [B] an den Steckverbinder anschließen (naturfarben, dreipolig). Die Zündung auf ON drehen und die Ausgangsspannung mit verbundenem Steckverbinder messen. Neigen Sie den Sensor um 40 – 50° oder mehr nach rechts oder links [C], dann den Sensor fast vertikal [D] mit der Pfeilmarkierung nach oben halten und die Ausgangsspannung messen. Winkelsensor-Ausgangsspannung Anschlüsse am Sensor Instrument (+) → Y/G Leitung [E] Instrument (-) BK/Y Leitung [F] Ausgangsspannung am Sensor Normalwert: Sensor geneigt: 40 – 50° oder mehr nach rechts oder links: 3,7 – 4,4 V Sensor mit Pfeilmarkierung nach oben: 0,4 – 1,4 V ANMERKUNG
Wenn Sie den Test nochmals durchführen müssen, die Zündung auf OFF drehen und dann auf ON. Die Zündung auf OFF drehen. Die Nadeladapter entfernen und Silikondichtstoff auf die Dichtungen des Steckverbinders auftragen, damit dieser wasserdicht ist. Silikondichtstoff (Kawasaki Bond: 56019-120) – Dichtungen des Winkelsensorsteckverbinders ★ Den Winkelsensor erneuern, wenn die Ausgangsspannung nicht den vorgeschriebenen Werten entspricht. ★ Wenn die Ausgangsspannung normal ist, ist die Leitung zweifelhaft und muß kontrolliert werden. Wenn die Leitung in Ordnung ist, den Masseanschluß und die Stromversorgung der ECU kontrollieren (siehe unter ECU in diesem Abschnitt). Wenn Masseanschluß und Stromversorgung in Ordnung sind, ist die ECU zweifelhaft und muß erneuert werden. ECU [A] Verteilerkasten [F] DFI-Hauptrelais [e] Zündschloß [N] Kawasaki Anlasserrelais [O] Hauptsicherung 30 A x 32 V [P] Wartungsfreie Batterie [Q] Winkelsensor [d] Sicherung für Zündung 10A x 32 V [f] DFI-Sicherung 15 A [V] VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-74 Einspritzdüsen (#1, #2: Fehlermeldung 41, 42) Einspritzdüse #1: Vordere Einspritzdüse für vorderen Zylinder (Fehlermeldung 41) Einspritzdüse #2: Hintere Einspritzdüse für hinteren Zylinder (Fehlermeldung 41) VORSICHT Die Einspritzdüse nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche, da sie hierbei beschädigt werden kann. Ausbau der Einspritzdüsen ACHTUNG Benzin ist außerordentlich feuergefährlich und kann unter bestimmten Bedingungen explosiv sein. Schalten Sie deshalb die Zündung auf OFF, klemmen Sie das Batteriemassekabel (-) ab und rauchen Sie nicht. Achten Sie darauf, daß der Arbeitsbereich gut belüftet ist und daß keine offenen Flammen oder Funkenquellen in der Nähe sind; hierzu gehören auch Geräte mit einer Anzeigelampe. Rechnen Sie damit, daß Kraftstoff auslaufen kann; ausgelaufener Kraftstoff muß sofort vollständig abgewischt werden.
Überzeugen Sie sich, daß das Batteriemassekabel [-] abgeklemmt ist. Entfernen: Benzintank (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Den Schlauchanschluß #2 [A] von der Leitung zum Verteileranschluß entfernen und die Benzinschlaucheinheit (Auslaßschlauch) [B] herausnehmen. Abziehen: Steckverbinder für vordere und hintere Einspritzdüse [C] Unterdruckschlauch [D] vom Druckregler Vorn [E] Die drei Schrauben [A] herausdrehen und den Verteileranschluß [C] zusammen mit den Einspritzdüsen [B] und dem Schraubflansch [D] anheben. Die Einspritzdüsen vom Verteileranschluß entfernen. Erforderlichenfalls die Schrauben [A] und den Kraftstoffschlauch [B] entfernen und dann den Druckregler [C] abnehmen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-75 Einspritzdüsen (#1, #2: Fehlermeldung 41, 42)
Das Sieb [A] kommt zusammen mit dem Druckregler [B] heraus. Verteileranschluß [C] Vorn [D] Das Sieb mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt von anhängenden Teilchen reinigen. ACHTUNG Reinigen Sie das Sieb in einem gut belüfteten Raum und achten Sie darauf, daß in der Nähe des Arbeitsbereiches keine offenen Flammen oder Funkenquellen vorhanden sind. Wegen der von leicht entflammbaren Flüssigkeiten ausgehenden Gefahr, dürfen weder Benzin noch Lösemittel mit niedrigem Flammpunkt verwendet werden.
Das Sieb sorgfältig auf Beschädigungen kontrollieren: Löcher und gebrochene Drähte. ★ Das Sieb erneuern, wenn es beschädigt ist.
Die Dichtung [A], den O-Ring [B] und den Dichtring [C] entfernen. Die Teile entsorgen, um Benzin- und Luftlecks zu vermeiden. Das Sieb [D] kann nicht ausgebaut werden. Die Einspritzbohrungen des Ansaugrohrs abkleben. VORSICHT Wenn Schmutz durch die Einspritzbohrungen zum Motor gelangt, führt dies zu übermäßigem Verschleiß und möglicherweise zu einem Motorschaden. Einbau der Einspritzdüsen ¡ Bei der vorderen und hinteren Einspritzdüse handelt es sich um gleiche Teile.
- Die Dichtung [A], den O-Ring [B] und die den Dichtring [C] erneuern und auf die Einspritzdüse [D] montieren.
- Motoröl auf den O-Ring auftragen und diesen auf die Einspritzdüse aufsetzen. VORSICHT Sorgfältig darauf achten, daß weder Schmutz noch Staub auf den O-Ring kommt, damit Luft- und Benzinlecks vermieden werden. Achten Sie ferner darauf, daß der O-Ring nicht beschädigt wird.
Motoröl auf den O-Ring [A] auftragen und die Einspritzdüsen [B] in den Verteileranschluß [C] einbauen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-76 Einspritzdüsen (#1, #2: Fehlermeldung 41, 42)
Vergewissern Sie sich, daß weder Staub noch Schmutz auf der Einspritzdüsensitzfläche [A] des Ansaugrohrs [B] vorhanden ist. Vergewissern Sie sich, daß die beiden Zentrierstifte im Ansaugrohr vorhanden sind. Das Ende der Einspritzdüse in den Verteileranschluß [C] einsetzen und zusammen mit den Verbindungsschrauben [D] und dem Schraubflansch [E] auf das Ansaugrohr montieren. Die Spitze der Einspritzdüse gleichmäßig in das Ansaugrohr einsetzen [F] Vorn [G] Folgende Teile festziehen: Anziehmoment – Schrauben für Verteileranschluß: 3,4 (0,35 mkp) Druckreglerschrauben: 4,9 Nm (0,50 mkp) Die Druckleitung wie folgt auf Leckstellen kontrollieren: Eine handelsübliche Vakuum/Druckpumpe [C] gemäß Abbildung an den Kraftstoffschlauch [B] des Verteileranschlusses [A] anschließen. Den Auslaß des Druckreglers [G] mit einem Gummistopfen [J] zustöpseln (z. B. Stopfen: Teile-Nr. 92068-006). Den Stopfen mit einem Draht [K] festbinden. Seifenlösung auf die gezeigten Flächen [D] auftragen. Den Druckmesser beobachten, den Pumpenhebel [E] betätigen und so Druck aufbauen, bis der Maximaldruck erreicht wird. Maximaler Druck in der Kraftstoffleitung Normalwert: 310 kPa (3,2 kp/cm²) VORSICHT Bei diesem Versuch den maximal vorgesehenen Systemdruck nicht überschreiten.
Den Druckmesser mindestens 6 Sekunden beobachten. ★ Wenn der Druck beständig gehalten wird, ist das System gut. ★ Wenn der Druck sofort abfällt oder wenn in dem Bereich Blasen
festgestellt werden, ist die Leitung undicht. Nach Bedarf folgende Arbeiten ausführen: Die Schlauchklemmen [F] nachziehen. Anziehmoment – Benzinschlauch-Klemmschrauben: 1,5 Nm (0,15 mkp) Folgende Teile erneuern: O-Ring für Druckreglerflansch O-Ring und Dichtring der Einspritzdüsen [H] Druckregler, Verteileranschluß und Einspritzdüsen Den Dichtigkeitstest wiederholen und die Kraftstoffleitung auf Leckstellen kontrollieren. Folgende Teile anschließen: Steckverbinder [A] für vordere Einspritzdüse (BL/R, W/R Leitungen) Steckverbinder [B] für hintere Einspritzdüse (BL/G, W/R Leitungen) Benzinschlauch [C] zum Verteileranschluß [D] Unterdruckschlauch [E] zum Druckregler [F] Vorn [G] Die Schläuche vorschriftsmäßig verlegen (siehe Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuche im Abschnitt Allgemeine Informationen). Anziehmoment – Benzinschlauch-Klemmschrauben: 1,5 Nm (0,15 mkp) Den Schlauchanschluß #2 [A] auf die Leitung (zum Verteileranschluß) montieren, bis der Anschluß klickt [B]. Den Schlauchanschluß #2 gerade in die Leitung einsetzen. Vorn [C] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-77 Einspritzdüsen (#1, #2: Fehlermeldung 41, 42)
Den Schlauchanschluß #2 [A] nach oben ziehen [B] und kontrollieren, ob er arretiert ist und sich nicht löst. Den Benzintank einbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt) und das Batteriemassekabel (-) anschließen. Akustische Prüfung Das linke Luftfiltergehäuse entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Spitze eines Schraubenziehers [A] an die Einspritzdüse [C] anlegen. Das Griffende ans Ohr legen und hören, ob die Einspritzdüse klickt oder nicht. ¡ Für diese Prüfung kann auch ein Schallscope [B]verwendet werden.
- Die gleiche Prüfung für die andere Einspritzdüse durchführen. Vorn [D] ★ Wenn alle Einspritzdüsen in regelmäßigen Abständen klicken, sind die Einspritzdüsen in Ordnung. Die Störung kann dann von der Kraftstoffleitung kommen und der Kraftstoffdruck muß dann geprüft werden (siehe unter Kraftstoffleitung in diesem Abschnitt). ¡ Die Abstände werden mit steigender Motordrehzahl kürzer. ★ Wenn eine der Einspritzdüsen nicht klickt, sind DFI-Stromkreis oder Einspritzdüse zweifelhaft. Dann zuerst die „Prüfung der Stromquellenspannung“ durchführen.
Prüfen der Stromquellenspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie vollgeladen ist. Die Zündung auf OFF drehen. Den Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälter entfernen (siehe Abschnitt Kühlsystem). Ein digitales Voltmeter [B] mittels eines Nadeladapters an den Steckverbinder des DFI-Hauptrelais [A] anschließen. Batterie [C] im Rahmen Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457
Die Stromquellenspannung der Einspritzdüsen bei abgeschaltetem Motor und verbundenen Steckverbindern messen. Die Zündung auf ON drehen. Einspritzdüsen-Stromquellenspannung am DFI-Hauptrelais Anschlüsse Instrument (+) W/R-Leitungsklemme [D] Instrument (-)
- Batteriemassepol (-) Stromquellenspannung am DFI-Hauptrelais Normalwert: Batteriespannung (12,5 V oder mehr) Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-78 Einspritzdüsen (#1, #2: Fehlermeldung 41, 42) ★ Die DFI-Stromquelle kontrollieren, wenn die Stromquellenspannung nicht in Ordnung ist (siehe DFI-Stromquelle in diesem Abschnitt). Die ECU auf Masseanschluß und Stromversorgung kontrollieren, wenn die DFI-Stromquelle in Ordnung ist. Wenn Masseanschluß und Stromversorgung der ECU in Ordnung sind, ist die ECU zweifelhaft und muß erneuert werden. ★ Die Ausgangsspannung der Einspritzdüse kontrollieren, wenn die Stromquellenspannung normal ist. Prüfen der Ausgangsspannung
- Die ECU ausbauen (siehe unter ECU in diesem Abschnitt). Den ECU-Steckverbinder nicht abziehen.
- Die Ausgangsspannung der Einspritzdüse am ECU-Steckverbinder in der gleichen Weise prüfen, wie die Stromquellenspannung. Folgendes ist zu beachten: Einspritzdüsen-Ausgangsspannung an der ECU Anschlüsse für Einspritzdüse #1 Instrument (+) BL/R-Leitung (Klemme 40) Instrument (-) Batterieminuspol (-) Einspritzdüsen-Ausgangsspannung an der ECU Anschlüsse für Einspritzdüse #2 Instrument (+) BL/G-Leitung (Klemme 39) Instrument (-) Batterieminuspol (-) Ausgangsspannung an der ECU Normalspannung: Batteriespannung (12,5 V oder mehr) ★ Den Einspritzdüsensignaltest ausführen, wenn die Ausgangsspannung normal ist. ★ Wenn die Ausgangsspannung außerhalb des Normalwertes ist, die Zündung auf OFF drehen, den Benzintank entfernen und die Einspritzdüsenleitung auf Durchgang kontrollieren. Prüfen der Einspritzleitungen ECU-Steckverbinder Einspritzdüsen-Steckverbinder Klemme 30 → Einspritzdüse #1 (Klemme W/R) Klemme 30 → Einspritzdüse #2 (Klemme W/R) Klemme 40 → Einspritzdüse #1 (Klemme BL/R) Klemme 39 → Einspritzdüse #2 (Klemme BL/G) ★ Den Widerstand der Einspritzdüsen inspizieren, wenn die Leitungen in Ordnung sind (siehe Prüfen des Ein-
spritzdüsenwiderstands in diesem Abschnitt). Den Nadeladapter entfernen. Silikondichtstoff auf die Dichtungen des ECU-Steckverbinders auftragen, damit dieser wasserdicht ist. Einspritzdüsen-Signaltest
- Gemäß Abbildung zwei Testlampensets mit Steckeranschlüssen vorbereiten. Nennwerte der Lampe [A]: 12 V x 3 – 3,4 W Steckerbreite [B]: 1,8 mm Steckerdicke [C]: 0,8 mm VORSICHT Keine größeren Stecker als oben angegeben verwenden. Bei Verwendung eines größeren Steckers könnte die Steckbuchse des Einspritzdüsenhauptkabelbaums beschädigt werden; der Kabelbaum müßte dann repariert oder ausgewechselt werden. Achten Sie darauf, daß die Lampen in Reihe geschaltet sind. Die Lampe wirkt als Strombegrenzer, um die Magnetspule der Einspritzdüse gegen Überstrom zu schützen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-79 Einspritzdüsen (#1, #2: Fehlermeldung 41, 42)
Den Benzintank abnehmen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Enden des Benzinschlauchs zustöpseln. Die Steckverbinder für Einspritzdüse [A] abziehen. Das Testlampenset [B] an den Steckverbindern des EinspritzdüsenHauptkabelbaums [C] anschließen.
- Den Batterieminuspol (-) anschließen.
- Den Motor mit dem Anlasser durchdrehen und die Testlampen beobachten. ★ Wenn die Testlampen in regelmäßigen Abständen flackern, sind der Einspritzschaltkreis in der ECU und die Leitungen in Ordnung. Führen Sie dann die „Inspektion des Einspritzdüsenwiderstands“ durch.
Die Einspritzsignale können auch in der Weise bestätigt werden, daß der Handtester (x 10 V Wechselspannung) anstelle des Testlampensets an die Steckbuchse des Einspritzhauptkabelbaums angeschlossen wird. Den Motor mit dem Anlasser durchdrehen und kontrollieren, ob der Zeiger in regelmäßigen Abständen ausschlägt. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 ★ Wenn die Testlampe nicht flackert (oder der Zeiger des Testers nicht ausschlägt), sind Leitungen und Steckverbinder nochmals zu überprüfen. Wenn die Leitungen in Ordnung sind, ist die ECU Einheit zu erneuern. Prüfen des Widerstands der Einspritzdüsen Den Benzintank abnehmen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Den Steckverbinder von der Einspritzdüse [A] abziehen (siehe Ausbau der Einspritzdüsen).
- Den Widerstand der Einspritzdüse mit einem digitalen Voltmeter messen [B]. Vorn [C]
Widerstand der Einspritzdüsen Anschlüsse an der Einspritzdüse Instrument (+) Instrument (-) #1: W/R ↔ B L/R Klemme #2: W/R ↔ BL/G Klemme Normalwert: 14,2 – 14,8 Ω ★ Wenn die Anzeige nicht im normalen Bereich liegt, ist die Prüfung der Einspritzeinheit durchzuführen. ★ Wenn die Anzeige normal ist, ist als Bestätigung die Prüfung der Einspritzeinheit durchzuführen. Prüfen der Einspritzeinheit Verwenden Sie zwei Leitungen [A] und das gleiche Testlampenset [B] wie beim „Einspritzsignaltest“. Nennwerte der Glühlampen [C] : 12 V x (3 – 3,4) W 12 V wartungsfreie Batterie [D]
VORSICHT Achten Sie darauf, daß die Lampen in Reihe geschaltet sind. Die Lampe wirkt als Strombegrenzer, um die Magnetspule der Einspritzdüse gegen Überstrom zu schützen. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-80 Einspritzdüsen (#1, #2: Fehlermeldung 41, 42)
Die Testlampe gemäß Abbildung an die Einspritzdüse [E] anschließen. Die Leitung mehrere Male an den Batterieminuspol (-) anlegen und abnehmen [F]. Die Einspritzdüse sollte klikken. ★ Wenn die Einspritzdüse nicht klickt, ist sie zu erneuern. ★ Wenn die Einspritzdüse klickt, sind nochmals die Leitungen zu überprüfen. Wenn die Leitungen in Ordnung sind, müssen Einspritzdüse (vielleicht verstopft) oder ECU erneuert werden. ECU [A] Verteilerkasten [F] Zündschloß [N] Anlasserrelais [O] Hauptsicherung 30A x 32 V [P] MF Batterie [Q] Kawasaki Einspritzdüse #1 [R] Einspritzdüse #2 [S] DFI-Sicherung 15 A x 32 V [V] DFI Hauptrelais [e] Sicherung für Zündung 10 A x 32 V [f] VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-81 Benzinpumpe in Tank (Fehlermeldung 45) Ausbau VORSICHT Die Benzinpumpe nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche, da die Pumpe hierbei beschädigt werden kann. ACHTUNG Benzin ist außerordentlich feuergefährlich und kann unter bestimmten Bedingungen explosiv sein. Achten Sie darauf, daß der Arbeitsbereich gut belüftet ist und daß keine offenen Flammen oder Funkenquellen in der Nähe sind; hierzu gehören auch Geräte mit einer Anzeigelampe. Rauchen Sie nicht und drehen Sie die Zündung auf OFF. Das Batteriemassekabel (-) ist abzuklemmen. Um das Überlaufen von Benzin so gering wie möglich zu halten, mit einer Pumpe soviel Kraftstoff wie möglich aus dem Tank herauspumpen, wenn der Motor kalt ist. Rechnen Sie damit, daß Kraftstoff überläuft; ausgelaufener Kraftstoff muß sofort vollständig abgewischt werden.
Den Benzintank abnehmen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Mit einer handelsüblichen Pumpe den Kraftstoff aus dem Benzintank herausziehen. Achten Sie auf auslaufenden Kraftstoff, da im Tank und in der Benzinpumpe noch Kraftstoff bleibt. Alle Leitungen des Benzintanks zustöpseln. Den Benzintank mit der Oberseite nach unten drehen. Die Benzinpumpenschrauben [A] herausdrehen und die Pumpe mit der Dichtung herausnehmen. Vorn [B] Die Pumpendichtung entsorgen. Reinigen des Pumpensiebs und des Benzinfilters ACHTUNG Reinigen Sie den Pumpenfilter in einem gut belüfteten Arbeitsbereich und achten Sie darauf, daß in der Nähe keine offenen Flammen oder Funkenquellen vorhanden sind. Wegen der von leicht entflammbaren Flüssigkeiten ausgehenden Gefahr, dürfen für das Reinigen des Tanks weder Benzin noch Lösemittel mit niedrigem Flammpunkt verwendet werden.
Die Benzinpumpe [A] zusammen mit dem Pumpensieb [B] entfernen.
- Die Pumpendichtung [D] entsorgen.
- Einen mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt gefüllten Behälter [C] vorbereiten.
- Die Pumpe in das Lösemittel tauchen und schütteln, um Schmutz und Ablagerungen [E] vom Pumpensieb zu entfernen.
- Pumpe und Sieb leicht mit Druckluft trocknen.
- Die Pumpendichtung erneuern.
- Die Benzinpumpe einbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). ¡ Der Benzinfilter [F] kann weder gereinigt noch geprüft werden. ★ Wenn der Benzinfilter verstopft oder beschädigt zu sein scheint, ist er zusammen mit der Pumpe als Teilesatz auszuwechseln. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-82 Benzinpumpe in Tank (Fehlermeldung 45) Einbau der Benzinpumpe
- Das Pumpensieb reinigen (siehe Reinigen des Pumpenfilters).
- Schmutz und Staub durch leichtes Aufbringen von Druckluft von der Pumpe entfernen.
- Die Pumpendichtung erneuern.
- Die neue Pumpendichtung [A] mit der Lasche [B] nach hinten und nach rechts [D] einbauen (Draufsicht). Vorn [C]
Die Benzinpumpe [A] in der gezeigten Reihenfolge in den Tank einbauen [B]. Vorn [C] Zuerst [1] - Zuletzt [4] Vergewissern Sie sich, daß die Pumpenanschlußklemmen vorhanden sind. Pumpenmotor BK/W (-) Leitung [A] Pumpenmotor W/R (+) Leitung [B] Benzinreserveschalter R/BK (+) Leitung [C] Benzinreserveschalter BK/Y (-) Leitung [D] Vorn [E] Sicherungslack auf das Gewinde der Pumpenschrauben auftragen. Die Pumpenschrauben in der gezeigten Reihenfolge auf Feinpassung festziehen. Die Pumpenschrauben in der gezeigten Reihenfolge mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Sicherungslack – Benzinpumpenschrauben Anziehmoment – Benzinpumpenschrauben: 6,9 Nm (0,70 mkp) Die Pumpenschrauben nochmals festziehen und in der gezeigten Reihenfolge auf Festigkeit überprüfen.
Die Benzinpumpenleitungen [A] mit den Klemmstücken [B] befestigen.
- Den flachen Teil der Klemmstücke von Hand gegen den Boden des Benzintanks drücken.
- Vergewissern Sie sich, daß das Ende der jeweiligen Klemme mit einer Kunststoffkappe [C] abgedeckt wird und den Benzintankboden berührt. Vorn [D] VORSICHT Wenn die Klemmkappen fehlen oder die Klemmstücke vorstehen, könnte der elektrische Leitungsstrang unter dem Benzintank beschädigt werden. Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-83 Benzinpumpe in Tank (Fehlermeldung 45) Prüfen der Arbeitsweise ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Hören sie einfach auf den Sound der Pumpe im Benzintank, um die Arbeitsweise zu bestätigen.
Die Zündung auf ON drehen und überprüfen, ob die Benzinpumpe drei Sekunden läuft (geringe Geräusche macht) und dann abschaltet.
- Die Zündung auf OFF drehen. ★ Wenn die Pumpe nicht wie oben beschrieben funktioniert, ist die Stromquellenspannung zu kontrollieren. Prüfen der Stromquellenspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Den Sitz entfernen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). Ein digitales Voltmeter [A] an den Steckverbinder der Pumpe [B] (schwarz, vierpolig) mittels des Nadeladapters [C] anschließen. Spezialwerkzeug – Nadeladapterset – Handtester: 57001-1457
Die Stromquellenspannung bei abgeschaltetem Motor und verbundenen Steckverbindern messen. Die Zündung auf ON drehen. Stromquellenspannung der Benzinpumpe Anschlüsse am Pumpensteckverbinder Tester (+) W/R-Leitung [D] Tester (-) Batterieminuspol (-) [E] Stromquellenspannung am Steckverbinder der Pumpe Normalwert: Batteriespannung (12,5 V oder mehr) Vorn [F] ★ Wenn die Anzeige gut ist, ist die Stromquellenspannung normal. Dann ist die Betriebsspannung zu überprüfen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). ★ Folgende Teile überprüfen, wenn die Anzeige nicht in Ordnung ist: Batterie 30A Hauptsicherung im Anlasserrelais (siehe Abschnitt Elektrik) 15A DFI-Sicherung (siehe Angaben in diesem Abschnitt) 10A Sicherung für Zündung im Verteilerkasten (siehe Abschnitt Elektrik) DFI-Hauptrelais (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Leitungen der Benzinpumpenstromquelle (siehe nachfolgendes Diagramm) Winkelsensor (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Prüfen der Betriebsspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Die Zündung auf OFF drehen. Den Sitz entfernen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell. Die Betriebsspannung der Benzinpumpe am Pumpensteckverbinder [A] mit verbundenem Steckverbinder messen. Handtester [B] Nadeladapter [C] Betriebsspannung der Pumpe am Pumpensteckverbinder Anschlüsse an Pumpensteckverbinder Tester (+) W/R-Leitung [D] Tester (-) BK/W-Leitung [E] Anzeige: Batteriespannung (12,5 V oder mehr) für drei Sekunden und dann 0 V Pumpenleitungsstrang [F] und Hauptkabelbaum [G] Kawasaki VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-84 Benzinpumpe in Tank (Fehlermeldung 45) ★ Die Benzinpumpe erneuern, wenn die Messung normal ist ★ Wenn die Messung bei Batteriespannung oder 0 V bleibt, ist die Zündung auf OFF zu drehen und der Benzintank zu entfernen. Überprüfen sie dann die BK/W-Leitung zwischen ECU-Steckverbinder und Benzinpumpe auf Durchgang. ★ Masseanschluß und Stromzufuhr kontrollieren, wenn die Leitungen in Ordnung sind (siehe ECU in diesem Abschnitt). Wenn Masseanschluß und Stromzuführung in Ordnung sind, ist die ECU zweifelhaft und muß erneuert werden.
- Nach der Prüfung die Nadeladapter entfernen und Silikondichtstoff auf die Dichtung des Steckverbinders auftragen, damit dieser wasserfest ist. Silikondichtstoff (Kawasaki Bond: 56019-120) – Dichtung des Benzinpumpensteckverbinders ECU [A] Verteilerkasten [F] Zündschloß [N] Anlasserrelais [O] Kawasaki Hauptsicherung 30A x 32 V [P] MF Batterie [Q] Benzinpumpe im Tank [U] DFI-Sicherung 15 A x 32 V[V] DFI-Hauptrelais [e] Sicherung für Zündung 10 A x 32 V[f] VN1500-P1 Digitales Kraftstoffeinspritzsystem (DFI) 3-85 Zündspulen #1, #2: (Fehlermeldung 51, 52) Zündspule #1: Zündspule für vorderen Zylinder (Fehlermeldung 51) Zündspule #2: Zündspule für hinteren Zylinder (Fehlermeldung 52) Aus- und Einbau VORSICHT Die Zündspulen nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche, da sie hierbei beschädigt werden können.
Siehe Aus- und Einbau der Zündspulen im Abschnitt Zündsystem des Kapitels Elektrik. Prüfen der Eingangsspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Die Zündung auf OFF drehen. Die ECU ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Steckverbinder der ECU nicht abziehen. Ein digitales Voltmeter [A] mittels zweier Nadeladapter [B] gemäß Abbildung anschließen. Jeweils die Eingangsspannung der Primärwicklung der Zündspulen bei abgeschaltetem Motor und verbundenen Steckverbindern messen. Die Zündung auf ON drehen. Zündspulen-Eingangsspannung an der ECU Anschlüsse für Zündspule #1 Instrument (+) → BK Leitung (Anschlußklemme 44) Instrument (-)
- Batterieminuspol (-) Anschlüsse für Zündspule #2 Instrument (+) → BK/G Leitung (Anschlußklemme 43) Instrument (-)
- Batterieminuspol (-) Eingangsspannung der ECU Normalwert: Batteriespannung (12,5 V oder mehr) ★ Die ECU auf Masseanschluß und Stromversorgung kontrollieren,
wenn die Anzeige außerhalb des normalen Bereiches liegt. Wenn Masseanschluß und Stromversorgung gut sind, ist die ECU zweifelhaft und muß erneuert werden. Wenn die Anzeige gut ist, den Tank entfernen und die Leitungen zwischen ECU und Primärleitungsanschlüssen kontrollieren. Wenn die Leitungen in Ordnung sind, den Motor starten und die Spitzenspannung der Zündspulen kontrollieren (siehe Abschnitt Elektrik), um die Primärspulen zu überprüfen. Die Nadeladapter entfernen. Silikondichtstoff auf die Dichtungen des Steckverbinders auftragen, damit diese wasserdicht sind. Silikondichtstoff – Kawasaki Bond: 56019-120 – ECU Steckverbinderdichtungen Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnungen 4-2 Schema des Kühlsystems 4-3 Technische Daten 4-5 Kühlflüssigkeit Prüfen der Kühlflüssigkeit Prüfen des Kühlflüssigkeitsstands Ablassen der Kühlflüssigkeit Nachfüllen der Kühlflüssigkeit Druckprüfung Spülen des Kühlsystems 4-6 4-6 4-6 4-6 4-6 4-7 4-7 Wasserpumpe Ausbau Einbau Inspektion Auswechseln der mechanischen Dichtung 4-8 4-8 4-8 4-9 4-9 Kühler Ausbau Einbau Inspektion des Kühlers Prüfen des Kühlerdeckels Prüfen des Einfüllstutzens 4-11 4-11 4-11 4-12 4-12 4-13 Thermostat Ausbau Einbau Inspektion 4-14 4-14 4-14 4-14 Schläuche Einbau Prüfen der Schläuche 4-15 4-15 4-15 Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-2 Explosionszeichnungen
Kühlflüssigkeitsentlüftungsschraube
5. Wasserpumpenflügelrad
6. Kühlerablaßschraube
8. Wassertemperaturschalter
9. Wasserpumpenablaßschraube
10. Wassertemperatursensor (DFI)
Mechanische Dichtung Doppelt abgedichtetes Lager Öldichtung Kugellager Wasserpumpenentlüftungsschraube G: Fett auftragen. Lh: Linksgewinde R: Auswechselteile SS: Silikondichtstoff auftragen (Kawasaki Bond: 56019-120) T1: 2,5 Nm (0,25 mkp) T2: 7,8 Nm (0,8 mkp) T3: 18 Nm (1,8 mkp) T4: 9,8 Nm (1,0 mkp) T5: 7,4 Nm (0,75 mkp T6: 8,3 Nm (0,85 mkp) T7: 8,8 Nm (0,90 mkp) T8: 11 Nm (1,1 mkp) VN1500-P1 Kühlsystem 4-3 Schema des Kühlsystems Zum Schutz des Kühlsystems gegen Rost und Korrosion wird ein Dauerfrostschutzmittel als Kühlmittel verwendet. Wenn der Motor gestartet wird, läuft die Wasserpumpe und die Kühlflüssigkeit zirkuliert. Der Wachsthermostat öffnet oder schließt in Abhängigkeit von der Temperatur der Kühlflüssigkeit. Damit die Temperatur der Kühlflüssigkeit im vorgeschriebenen Bereich bleibt, verändert sich die Ventilöffnung des Thermostats kontinuierlich. Bei einer Temperatur der Kühlflüssigkeit unter 58 - 62° C schließt der Thermostat, so daß der Kühlmittelfluß durch die Belüftungsbohrung begrenzt wird. Auf diese Weise erwärmt sich der Motor schneller. Bei einer Kühlflüssigkeitstemperatur über 58 - 62°C öffnet der Thermostat und die Kühlflüssigkeit kann fließen. Wenn die Flüssigkeitstemperatur über 100 - 110°C steigt, wird das Kühlgebläse über den Gebläseschalter eingeschaltet. Das Gebläse saugt zusätzliche Luft an, wenn der Luftstrom bei niedrigen Geschwindigkeiten nicht ausreichend ist. Dies steigert die Kühlwirkung. Wenn die Temperatur auf unter 97 - 103°C absinkt, öffnen die Kontakte des Gebläseschalters und das Gebläse wird ausgeschaltet. Auf diese Weise kann die Motortemperatur in einem engen Bereich geregelt werden, wo der Motor bei unterschiedlichen Belastungen die beste Leistung bringt. Die Druckregulierung im System erfolgt über den Kühlerdeckel, um zu verhindern, daß die Kühlflüssigkeit zu heiß wird und sich Luftblasen bilden, was zu einer Überhitzung des Motors führen kann. Je heißer der Motor wird, um so mehr dehnt sich die Kühlflüssigkeit im Kühler und im Wassermantel aus und die überschüssige Kühlflüssigkeit fließt durch den Kühlerdeckel und einen Schlauch in den Ausgleichsbehälter. Umgekehrt verringert sich das Volumen der Kühlflüssigkeit im Kühler und im Wassermantel in dem Maße, wie der Motor abkühlt und die Kühlflüssigkeit kann aus dem Ausgleichsbehälter wieder zurück in den Kühler fließen. Im Kühlerdeckel sind zwei Ventile angeordnet. Ein Druckventil hält den Druck im System, wenn der Motor läuft. Wenn der Druck 0,95 - 1,25 kp/cm² überschreitet, öffnet das Ventil und läßt Druck in den Ausgleichsbehälter entweichen. Dann schließt das Ventil wieder und hält den Druck im Bereich von 0,95 - 1,25 kp/cm². Wenn der Motor sich wieder abkühlt, öffnet ein anderes kleines Ventil (ein Vakuumventil) im Kühlerdeckel. Die sich abkühlende Flüssigkeit bildet im System ein Vakuum. Das Vakuumventil öffnet und Kühlflüssigkeit kann vom Ausgleichsbehälter in den Kühler fließen. Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-4 Schema der Kühlflüssigkeit
Wasserpumpe Wassermantel Zylinderkopf Wasserrohr Wasserschlauch Kühlerdeckel Thermostat Schlauch für Ausgleichsbehälter Kawasaki
Kühler Kühlgebläse Drosselklappeneinheit Vorn Kalte Kühlflüssigkeit Heiße Kühlflüssigkeit Ausgleichsbehälter Ausgleichsbehälter-Überlaufschlauch VN1500-P1 Kühlsystem 4-5 Technische Daten Position Normalwert Mitgelieferte Kühlflüssigkeit: Art Farbe Mischungsverhältnis Gefrierpunkt Gesamtmenge Dauerfrostschutzmittel (destilliertes Wasser und Äthylglykol plus Korrosions- und Rostschutzmittel für Aluminiummotor und Kühler) Grün 50 % destilliertes Wasser, 50 % Kühlmittel -35° C 2,3 l (Ausgleichsbehälter voll, einschließlich Kühler und Motor) Kühlerdeckel: Öffnungsdruck
93 - 123 kPa (0,95 - 1,25 kp/cm²)
Thermostat: Ventilöffnungstemperatur Vollständiger Ventilöffnungshub
8 mm oder mehr bei 75° C Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 Lagerausbauwelle: 57001-1265 Kopfstück für Lagerausbauwerkzeug, Ø 10 x Ø 12: 57001-1266 Dichtstoff – Kawasaki Bond (Silikondichtstoff): 56019-120 Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-6 Kühlflüssigkeit Prüfen der Kühlflüssigkeit
- Den rechten Seitendeckel abmontieren (siehe Abschnitt 15 - Rahmen und Fahrgestell).
- Visuell die Kühlflüssigkeit [A] im Ausgleichbehälter kontrollieren. ★ Wenn kleine, weißliche, wollähnliche Abblätterungen festgestellt werden, korrodieren Aluminiumteile im Kühlsystem. Eine bräunliche Färbung des Kühlmittels weist auf rostende Stahlteile hin. In beiden Fällen ist das Kühlsystem auszuspülen. ★ Wenn das Kühlmittel beim Kühlmittelwechsel einen abnormalen Geruch abgibt, ist das Kühlsystem auf Undichtigkeiten zu kontrollieren. Es kann sein, daß Abgase in das Kühlsystem eindringen. Prüfen des Kühlflüssigkeitsstands ANMERKUNG
Den Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren, wenn der Motor kalt ist (Zimmer- oder Umgebungstemperatur). Das Motorrad so aufstellen, daß es waagerecht zum Boden steht und den Kühlflüssigkeitsstand kontrollieren. Die Kühlflüssigkeit sollte zwischen den Markierungslinien „F“ (voll) oder „L“ (niedrig) stehen (Aus Gründen der Deutlichkeit ist in der Abbildung der rechte Seitendeckel abmontiert). Vorne [A] Ausgleichbehälter [B] „F“-Linie [C] „L“-Linie [D] ★ Wenn die Kühlflüssigkeit unterhalb der Markierungslinie „L“ steht, sind der rechte Seitendeckel und der Deckel des Ausgleichbehälters zu entfernen; dann Kühlflüssigkeit bis zur Markierungslinie „F“ einfüllen. VORSICHT Verwenden Sie beim Auffüllen die vorgeschriebene Mischung von Kühlmittel und destilliertem Wasser. Wenn nur Wasser nachgefüllt wird, können sich das Kühlmittel und Antikorrosionseigenschaften verschlechtern. Das so verdünnte Kühlmittel kann die Aluminiumteile des Motors angreifen. In einem Notfall kann destilliertes Wasser nachgefüllt werden. Das verdünnte Kühlmittel so bald wie möglich durch die Zugabe von Kühlmittelkonzentrat wieder auf das vorgeschriebene Mischungsverhältnis bringen. Wenn zu oft Kühlmittel nachgefüllt werden muß, oder wenn der Ausgleichsbehälter vollständig trocken ist, ist das Kühlsystem wahrscheinlich undicht. Überprüfen Sie das System auf undichte Stellen. Kühlflüssigkeit greift lackierte Flächen an. Ausgelaufene Kühlflüssigkeit von Rahmen, Motor, Rädern und anderen lackierten Teilen sofort abwischen. Ablassen der Kühlflüssigkeit ¡ Siehe Ablassen der Kühlflüssigkeit im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt). Nachfüllen der Kühlflüssigkeit ¡ Siehe Nachfüllen der Kühlflüssigkeit im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt). Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-7 Kühlflüssigkeit Druckprüfung
- Den Benzintank abnehmen (siehe Abschnitt 3 – Kraftstoffsystem).
- Den Kühlerdeckel abschrauben und einen Druckprüfer [A] auf die Einfüllöffnung [B] aufsetzen. ANMERKUNG
Die Dichtflächen des Deckels mit Wasser oder Kühlflüssigkeit anfeuchten, damit sich der Druck nicht abbaut. Den Druck im System vorsichtig aufbauen, bis er 123 kPa (1,25 kp/ cm²) erreicht. VORSICHT Bei der Druckprüfung den vorgesehenen Betriebsdruck nicht überschreiten. Der Maximaldruck ist 123 kPa (1,25 kp/cm²).
Den Druckmesser mindestens 6 Sekunden lang beobachten. ★ Wenn der Druck von 93 kPa (0,95 kp/cm²) oder höher gehalten wird, ist das System in Ordnung. ★ Wenn der Druck abfällt und keine äußere Ursache festzustellen
ist, muß auf innere Undichtigkeiten kontrolliert werden. Kleinere Tropfen im Motoröl deuten auf innere Undichtigkeiten hin. Kontrollieren Sie die Zylinderkopfdichtung und die Wasserpumpe. Den Druckprüfer ausbauen, Kühlflüssigkeit nachfüllen und den Kühlerdeckel aufschrauben. Spülen des Kühlsystems Im Laufe der Zeit sammelt sich im Kühlsystem Rost, Kesselstein und Kalk im Wassermantel und im Kühler an. Wenn eine solche Ansammlung vermutet oder festgestellt wird, ist das Kühlsystem zu spülen. Wenn diese Ablagerungen nicht beseitigt werden, verstopfen sich die Wasserkanäle und die Wirksamkeit des Kühlsystems wird erheblich verringert.
- Das Kühlsystem entleeren (siehe Ablassen der Kühlflüssigkeit im Abschnitt Regelmäßige Wartung – 2. Abschnitt).
- Das Kühlsystem mit einer Mischung aus frischem Wasser und Spülmittel füllen. VORSICHT Kein Spülmittel verwenden, welches den Aluminiummotor oder den Kühler angreift. Die Anleitungen des Herstellers eines solchen Reinigungsmittels sind sorgfältig zu beachten.
Den Motor warmlaufen lassen und bei normaler Betriebstemperatur etwa 10 Minuten laufen lassen. Den Motor abschalten und das Kühlsystem entleeren. Frisches Wasser in das Kühlsystem einfüllen. Den Motor warmlaufen lassen und das System entleeren. Die beiden letzten Schritte nochmals wiederholen. Dauerkühlmittel einfüllen und das Kühlsystem entlüften (siehe Wechseln der Kühlflüssigkeit im Abschnitt Regelmäßige Wartung –
Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-8 Wasserpumpe Ausbau
- Die Kühlflüssigkeit ablassen (siehe Wechseln der Kühlflüssigkeit im Abschnitt Allgemeine Wartung – 2. Abschnitt).
- Folgendes Teil entfernen: Wasserschlauchschelle [A] Wasserschlauch [B] Vorn [C]
Folgende Teile entfernen: Schrauben für Wasserpumpendeckel [A] Wasserpumpendeckel [B] Folgende Teile entfernen: Flügelradschraube [A] Flügelrad [B] ANMERKUNG
Die Flügelradschraube hat Linksgewinde. Die Schraube im Uhrzeigersinn drehen und herausnehmen. Einbau An beiden Seiten des Haltewinkels [B] sind Aluminiumunterlegscheiben [A] beigelegt. Beim Einbau der Pumpe die Unterlegscheiben erneuern.
Anziehmoment – Schrauben für Wasserpumpendeckel: 11 Nm (1,1 mkp)
Die Leerlaufregulierschraube [C] auf dem Haltewinkel anbringen. Den Wasserpumpeneinlaßschlauch einsetzen, bis das Schlauchende [D] die Abstufung am Pumpeneinlaß [E] berührt. Die Schelle [F] so einsetzen, daß das Ende ungefähr 16 mm [G] von der Abstufung des Pumpeneinlasses weg ist. So wird vermieden, daß Kühlflüssigkeit am Schlauchende ausläuft. Festziehen: Anziehmoment – Klemmschrauben für Schlauch: 2,5 Nm (0,25 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-9 Wasserpumpe Inspektion
- Den Wasserpumpen-Ablaufschlauch [A] an der Unterseite der Wasserpumpe auf Dichtheit kontrollieren. ★ Wenn die mechanische Dichtung beschädigt ist, kann Kühlflüssigkeit durch die Dichtung austreten und durch die Öffnung auslaufen. In diesem Falle ist die mechanische Dichtung zu erneuern.
Das Flügelrad [A] einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Wenn die Oberfläche korrodiert ist oder wenn die Flügel beschä- digt sind, muß das Flügelrad ausgewechselt werden. Auswechseln der mechanischen Dichtung
- Das Wasserpumpenflügelrad ausbauen (siehe Ausbau der Wasserpumpe in diesem Abschnitt).
- Den Flansch der mechanischen Dichtung mit einem kleinen Meißel abhebeln [A].
- Die mechanische Dichtung mit einer Spitzzange aus dem rechten Kurbelgehäuse herausziehen. Die mechanische Dichtung entsorgen. VORSICHT Darauf achten, daß die Wasserpumpenwelle, der O-Ring und die innere Dichtfläche des Kurbelgehäuses nicht beschädigt werden. ANMERKUNG
Das Gehäuse der mechanischen Ersatzdichtung ist schon mit einer Klebeschicht versehen, deshalb keine Dichtmasse auf die Außenfläche des Gehäuses auftragen. Die neue mechanische Dichtung [B] mit einem geeigneten 28mm Steckschlüssel [C] und einem Lagertreiber [D] einpressen [A], bis der Flansch auf der Abstufung [E] aufsitzt. Spalt [F] Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 ★ Wenn immer noch Kühlflüssigkeit durch den Auslaßschlauch aus-
tritt sind wahrscheinlich Dichtung und Kugellager beschädigt. In diesem Falle sind die mechanische Dichtung, die Lager und die Öldichtung auszutauschen; hierfür muß das Kurbelgehäuse auseinandergebaut werden. Das Kurbelgehäuse auseinanderbauen (siehe Kurbelwelle/Getriebe) Das Wasserpumpenflügelrad ausbauen. Die Wasserpumpenwelle von der Innenseite des rechten Kurbelgehäuses her herausziehen. Das Kugellager [A] mit dem Lagerausbauwerkzeug aus dem rechten Kurbelgehäuse ausbauen. Spezialwerkzeug – Lagerausbauwelle: 57001-1265 [B] Kopfstück für Ausbauwelle, Ø 10 x Ø 12: 57001-1266 [C] Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-10 Wasserpumpe
Die Öldichtung mit einem dünnen Schraubenzieher heraushebeln. Die mechanische Dichtung [A] und das Kugellager [B] mit dem Lagertreibersatz [C] von der Innenseite des rechten Kurbelgehäuses her herausdrücken. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Die mechanische Dichtung, die Öldichtung und die Kugellager müssen erneuert werden, weil diese Teile beim Ausbau beschädigt werden. Großzügig Hochtemperaturfett auf die Lippen der Öldichtung auftragen. Öl auf die Außenfläche der Öldichtung auftragen. Die Öldichtung [A] von der Innenseite des rechten Kurbelgehäuses her mit dem Lagertreibersatz so in die Bohrung einpressen, daß die Federseite der Dichtlippen zur Innenseite des Kurbelgehäuses zeigt. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Die Öldichtung einpressen, bis das Ende der Dichtung bündig mit der Abstufung [B] der Bohrung sitzt, wie in der Abbildung gezeigt. Verwenden Sie einen Lagertreiber, dessen Durchmesser größer als die Öldichtung ist. Die einzelnen Kugellager [D] mit der Herstellermarkierung nach außen soweit einpressen, bis sie aufsitzen. Die mechanische Dichtung [B] mit dem geeigneten 28 mm Steckschlüssel [C] und einem Lagertreiber [D] einpressen [A], bis der Flansch auf der Abstufung [E] aufsitzt. Spalt [F] Die Wasserpumpenwelle von der Innenseite des rechten Kurbelgehäuses her einbauen. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Beide Gleitflächen der neuen mechanischen Dichtung mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt reinigen (z. B. Äthylalkohol) und etwas Kühlflüssigkeit auf die Gleitfläche auftragen, damit die mechanische Dichtung geschmiert ist. Kühlflüssigkeit auf die Fläche der Gummidichtung [A] und den Dichtsitz [B] auftragen; dann die Gummidichtung und den Dichtsitz von Hand in das Flügelrad einpressen, bis der Dichtsitz aufsitzt. Den Bolzen des Wasserpumpenflügelrads im Gegenuhrzeigersinn festziehen. Anziehmoment – Bolzen für Wasserpumpenflügelrad: 8,8 Nm (0,90 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-11 Kühler ACHTUNG Das Kühlgebläse ist direkt an die Batterie angeschlossen. Das Gebläse kann auch bei abgeschalteter Zündung eingeschaltet werden. DAS KÜHLGEBLÄSE NICHT BERÜHREN, BEVOR DER GEBLÄSESTECKER HERAUSGEZOGEN IST, DA SONST VERLETZUNGSGEFAHR DURCH DIE GEBLÄSEFLÜGEL BESTEHT. Ausbau
- Die Kühlflüssigkeit ablassen (siehe Angaben in diesem Abschnitt)
- Folgende Teile entfernen: Benzintank (siehe 3. Abschnitt - Kraftstoffsystem) Obere und untere Kunststoffklemmstücke (aufhebeln). Steckverbinder für Kühlgebläsemotor [A] (obere Innenseite) Kühlerschläuche Vorn [B] ¡ Nur als Anhaltspunkt Steckverbinder für Hinterrad-Bremslichtschalter [C] (untere Innenseite) Steckverbinder für rechte Schaltarmatur [D] (rot, außen)
Den Befestigungsbolzen [A] herausdrehen und die Hupe entfernen [B]. Den Befestigungsbolzen [C] entfernen. Den Kühler anheben, damit die Arretierungen frei sind. Den Kühler ausbauen. VORSICHT Den Kühlerblock nicht berühren, die Kühlrippen könnten beschädigt werden, was eine Verringerung der Kühlwirkung bedeutet.
Folgende Teile entfernen: Schrauben [A] für Kühlgebläse Kühlgebläse [B] Einbau
- Darauf achten, daß die Kühlgebläse-Masseklemme [A] eingebaut wird. Anziehmoment – Kühlgebläseschrauben [B] und Anschlußbolzen für Gebläsemasseleitung: 8,3 Nm (0,85 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-12 Kühler
Die Kühleranschläge [A] in die rechte und linke Tülle montieren. Den Pumpeneinlaßschlauch montieren und die Schlauchschelle positionieren (siehe Einbau der Wasserpumpe in diesem Abschnitt. Festziehen: Anziehmoment – Schlauch-Klemmschrauben: 2,5 Nm (0,25 mkp) Inspektion des Kühlers Den Kühlerblock kontrollieren. ★ Eventuell vorhandene Luftverstopfungen beheben. ★ Wenn sich die gewellten Rippen [A] deformiert haben, sind sie vorsichtig gerade zu biegen. ★ Wenn die Luftkanäle des Kühlerblocks um mehr als 20% durch nicht entfernbare Hindernisse oder nicht reparierbare, verformte Rippen verstopft sind, muß der Kühler erneuert werden.
VORSICHT Wenn der Kühler mit Druckluft gereinigt wird, ist auf folgendes zu achten, damit der Kühler nicht beschädigt wird: Halten Sie die Luftdüse [A] mindestens 0,5 m [B] vom Kühlerblock entfernt. Richten Sie den Strahl senkrecht [C] zum Kühlerblock, nicht schräg [D] Den Luftstrahl in Richtung des normalen Luftstroms auf den Kühlerblock richten. Prüfen des Kühlerdeckels
- Den Zustand der oberen und unteren Ventildichtungen des Kühlerdeckels kontrollieren. ★ Wenn Beschädigungen erkennbar sind, muß der Deckel ausgetauscht werden. Untere Ventildichtung [A] Obere Ventildichtung [B] Ventilfeder [C] Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-13 Kühler
Den Deckel [A] auf einen Kühlsystem-Drucktester [B] schrauben. ANMERKUNG
Die Flächen der Dichtung mit Wasser oder Kühlmittel anfeuchten, damit kein Druck entweichen kann. Den Druckmesser beobachten und den Drucktester pumpen, damit sich Druck aufbaut, bis das Sicherheitsventil öffnet; der Zeiger flackert nach unten. Mit dem Pumpen aufhören und die Zeit bis zum Öffnen sofort messen. Das Sicherheitsventil muß öffnen, wenn der in der nachstehenden Tabelle angegebene Druckbereich erreicht wird und der Zeiger muß mindestens 6 Sekunden innerhalb dieses Bereiches bleiben. Öffnungsdruck des Kühlerdeckels Normalwert:
93 - 123 kPa (0,95 - 1,25 kp/cm²)
für 6 Sekunden ★ Der Deckel muß erneuert werden, wenn er den vorgeschriebenen Druck nicht hält oder wenn er einen zu hohen Druck hält. Prüfen des Einfüllstutzens
- Den Kühlerdeckel abschrauben.
- Den Einfüllstutzen auf Anzeichen von Beschädigung kontrollieren.
- Den Zustand der oberen und unteren Dichtsitze [A] im Einfüllstutzen kontrollieren. Sie müssen glatt und sauber sein, damit der Kühlerdeckel seine Funktion einwandfrei erfüllen kann. Vorn [B] Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-14 Thermostat Ausbau
- Folgende Teile entfernen: Kühlflüssigkeit: Etwa 200 ml ablassen. Benzintank (siehe 3. Abschnitt - Kraftstoffsystem) Vier Schläuche [A] Bolzen [B] für Haltewinkel Steckverbinder für Wassertemperatursensor
- Das Thermostatgehäuse [C] zusammen mit der Halterung entfernen. Vorn [D]
Die Schrauben [A] entfernen, den Deckel [B] abnehmen und den Thermostat herausnehmen. Einbau Den Thermostaten [A] so in das Gehäuse einsetzen, daß die Belüftungsbohrung [B] oben ist.
- Einen neuen O-Ring in das Gehäuse einsetzen.
- Den Kühler mit Kühlflüssigkeit füllen (siehe Wechseln der Kühlflüssigkeit im 2. Abschnitt – Regelmäßige Wartung).
Inspektion Den Thermostaten ausbauen und das Thermostatventil bei Zimmertemperatur kontrollieren. ★ Wenn das Ventil offen ist, muß es erneuert werden.
- Zur Überprüfung der Ventilöffnungstemperatur, den Thermostat [A] und ein genaues Thermometer [B] so in einen Behälter mit Wasser hängen, daß die wärmeempfindlichen Teile [C] fast gleich tief sind.
Der Thermostat muß vollständig eingetaucht sein. Thermostat und Thermometer dürfen die Seitenwände oder den Boden des Behälters nicht berühren.
Die Wassertemperatur allmählich ansteigen lassen und das Wasser leicht rühren, damit die Temperatur gleichmäßig ist. ★ Wenn die gemessene Temperatur nicht im vorgeschriebenen Bereich liegt, ist der Thermostat zu erneuern. Thermostatventilöffnungstemperatur
Kawasaki VN1500-P1 Kühlsystem 4-15 Schläuche Einbau
- Die Schläuche und Leitungen unter sorgfältiger Beachtung der Biegerichtung oder des Durchmessers einbauen. Scharfe Biegungen, Knicke, Abflachungen oder Verdrehungen vermeiden.
- Die Schlauchschellen [A] so nahe wie möglich am Schlauchende befestigen, damit die erhabenen Rippen oder Fittings frei sind. So wird vermieden, daß sich die Schläuche im Laufe der Zeit lösen. ¡ Die Klemmschrauben sind vorschriftsmäßig so zu positionieren, daß die Befestigungsschellen mit keinen anderen Teilen in Berührung kommen. Anziehmoment – Klemmschrauben: 2,5 Nm (0,25 mkp) Prüfen der Schläuche
- Nach einem Ausbau der Kühlerschläuche oder entsprechend der Inspektionstabelle sind die Kühlerschläuche und ihre Anschlüsse zu kontrollieren. Siehe Prüfen der Kühlerschläuche und der Anschlüsse im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt). Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnung 5-2 Technische Daten 5-5 Abgasreinigungssystem 5-8 Ausbau des Luftansaugventils 5-8 Einbau des Luftansaugventils 5-8 Prüfen des Luftansaugventils 5-8 Ausbau des Vakuumschaltventils 5-8 Einbau des Vakuumschaltventils 5-9 Prüfen der Arbeitsweise des Schaltventils 5-9 Vakuumschaltventiltest 5-9 Prüfen der Schläuche im Abgasreinigungssystem 5-10 Steuerkettenspanner Ausbau Einbau 5-11 5-11 5-11 Kipphebelgehäusedeckel Ausbau Einbau Zusammenbau 5-13 5-13 5-13 5-13 Kipphebelgehäuse Ausbau Einbau Zusammenbau der Kipphebel Ausbau des HLA Entlüften des HLA Einbau des HLA 5-14 5-14 5-14 5-15 5-16 5-16 5-16 Nockenwellen Ausbau Einbau Einbau der Nockenwellenkettenräder Verschleiß der Nockenwellen und des Kipphebelgehäuses Ausbau der vorderen Steuerkette Ausbau der hinteren Steuerkette Steuerkettenverschleiß Prüfen des KACR 5-17 5-17 5-17 Kawasaki 5-18 5-19 5-19 5-20 5-20 5-20 Zylinderkopf Zylinderkomperessionsmessung Ausbau Einbau des Zylinderkopfs Zylinderkopfverzug Nachstellen des Ventilspiels Ausbau der Ventile Einbau Ausbau der Ventilführung Einbau der Ventilführung Messen des Ventilschaftspiels (ohne Meßlehre) Prüfen der Ventilsitze Nacharbeiten der Ventilsitze 5-21 5-21 5-22 5-22 5-23 5-23 5-23 5-23 5-23 5-24 Zylinder und Kolben Zylinderausbau Kolbenausbau Zylinder- und Kolbeneinbau Zylinderverschleiß Kolbenverschleiß Kolbenspiel im Zylinder Aufbohren und Honen des Zylinders Verschleiß der Kolbenringe und der Ringnuten Breite der Kolbenringnut Kolbenringdicke Kolbenringstoß 5-29 5-29 5-29 5-29 5-31 5-32 5-32 Auspufftöpfe Ausbau des Auspuffrohrs Ausbau des unteren Auspufftopfs Ausbau des oberen Auspufftopfs Aus- und Einbau der Auspufftöpfe und Auspuffrohre Ausbau der Kammer Einbau der Kammer Zusammenbau der Kammer Identifizierung der Kammer 5-34 5-34 5-24 5-24 5-25 5-32 5-32 5-33 5-33 5-33 5-35 5-35 5-35 5-36 5-36 5-36 5-36 VN1500-P1 Motoroberteil 5-2 Explosionszeichnung AD: Klebstoff auftragen EO: Motoröl auf die Gewinde und die Sitzfläche der 12 mm Muttern auftragen G: Fett auftragen L: Sicherungslack auftragen MO: MoS2-Öl auftragen S: In der vorgeschriebenen Reihenfolge festziehen SS: Silikondichtstoff auftragen (Kawasaki Bond 56019-120) Kawasaki
T1: T2: T3: T4: T5: T6: Vakuumschaltventil 12 Nm (1,2 mkp) 8,8 Nm (0,90 mkp) Ø 12 mm, 78 Nm (8,0 mkp) Ø 8 mm, 25 Nm (2,5 mkp) 7,4 Nm (0,75 mkp) 20 Nm (2,0 mkp) VN1500-P1 Motoroberteil 5-3 Explosionszeichnung
PN: Hinteres Auspuffrohr Vorderes Auspuffrohr Oberer Auspufftopf Unterer Auspufftopf Vorschalldämpferkammer Hydraulische Spieleinsteller Eindringendes Öl auf die Mutter und Stehbolzen sprühen, wenn sich die Muttern schlecht abschrauben lassen. Kawasaki M: MoS2 Fett auftragen R: Auswechselteile WL: Seifenlösung oder Gummischmiermittel auftragen T1: 25 Nm (2,5 mkp) T2: 6,9 Nm (0,70 mkp) T3: 29 Nm (3,0 mkp) T4: 27 Nm (2,8 mkp) VN1500-P1 Motoroberteil 5-4 Explosionszeichnung
1. Kühlflüssigkeitsablaßbolzen
3. Die mit „R“ markierte Seite nach oben
4. Die mit „RN“ markierte Seite nach oben
5. Die Pfeilmarkierungen zeigen jeweils zur Vorderseite
EO: Motoröl auftragen L: Sicherungslack auftragen MO: MoS2 – Öl auftragen Kawasaki
T1: T2: T3: T4: T5: Auswechselteile In der vorgeschriebenen Reihenfolge festziehen 11 Nm (1,1 mkp) 20 Nm (2,0 mkp) 4,9 Nm (0,5 mkp) 15 Nm (1,5 mkp) 25 Nm (2,5 mkp) VN1500-P1 Motoroberteil 5-5 Technische Daten Position Normalwert Grenzwert offen → geschlossen 42,7 –50,7 kPa (320-380 mm Hg)
bei 300 min-1 mit Elektroanlasser
Abgasreinigungssystem: Schließdruck des Vakuumschaltventils Nockenwellen Nockenhöhe: Auslaß Einlaß Nockenwellen/Kipphebelgehäusespiel Ø 25 Ø 17 Durchmesser der Nockenwellenlagerzapfen Ø 25 Kipphebelgehäuse-Lagerinnendurchmesser Ø 25 Durchmesser des Nockenwellenlagerzapfens Ø 17 Kipphebelgehäuse-Lagerinnendurchmesser Ø 17 Nockenwellenschlag Steuerkettenlänge über 20 Glieder Kipphebel-Innendurchmesser Durchmesser der Kipphebelwelle Zylinderkopf: Zylinderkompression (nutzbarer Bereich) Zylinderkopfverzug 0,05 mm Nockenhöhe Nockenwellenlagerzapfen und Nockenwellenschlag Nockenhöhe (maximal) [A] Ø 25 mm [A] Kawasaki Ø 17 mm [B] VN1500-P1 Motoroberteil 5-6 Technische Daten Position Normalwert Grenzwert Nicht einstellbar (automatischer Einsteller) 0,9 - 1,1 mm 0,9 - 1,1 mm 0,01 mm TIR oder weniger 6,955 - 6,970 mm 6,965 - 6,980 mm --0,7 mm 0,5 mm 0,05 mm TIR 6,94 mm 6,95 mm 7,000 - 7,015 mm 7,000 - 7,015 mm 0,08 - 0,16 mm 0,05 - 0,13 mm 7,08 mm 7,08 mm 0,30 mm 0,27 mm 45°, 32°, 55° 31,9 - 32,1 mm 36,4 – 36,6 mm 0,5 - 1,0 mm 0,8 - 1,2 mm
44,76 mm (orange markiert) 39,82 mm (orange markiert) 43,2 mm 38,3 mm 102,000 - 102,012 mm 101,937 - 101,952 mm 0,048 - 0,075 mm + 0,5 mm 0,035 - 0,070 mm 0,02 - 0,06 mm 1,025 - 1,040 mm 1,21 - 1,23 mm 0,97 - 0,99 mm 1,17 - 1,19 mm 0,30 - 0,40 mm 0,40 - 0,55 mm 0,3 - 0,9 mm 102,10 mm 101,79 mm ----0,17 mm 0,16 mm 1,12 mm 1,31 mm 0,90 mm 1,10 mm 0,7 mm 0,8 mm 1,2 mm Ventile: Ventilspiel Ventiltellerdicke: Auslaß Einlaß Ventilschaftverbiegung Ventilschaftdurchmesser: Auslaß Einlaß Innendurchmesser der Ventilführung: Auslaß Einlaß Ventilschaftspiel (ohne Meßlehre): Auslaß Einlaß Ventilsitzfläche: Ventilsitzfräswinkel Außendurchmesser: Auslaß Einlaß Breite: Auslaß Einlaß Freie Länge der Ventilfedern: Äußere Feder (EX, IN) Innere Feder (EX, IN) Zylinder, Kolben: Zylinderinnendurchmesser Kolbendurchmesser Kolbenspiel Kolben mit Übermaß und Kolbenringe Kolbenringspiel: Oberer Ring Zweiter Ring Ringnutbreite: Oberer Ring Zweiter Ring Kolbenringdicke: Oberer Ring Zweiter Ring Kolbenringstoß: Oberer Ring Zweiter Ring Ölring Ventiltellerdicke Ventilschaftverbiegung Ventiltellerdicke [A] Ventilschaftdurchmesser [B] 45° [C] Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-7 Technische Daten Spezialwerkzeug – Öldruckmeßlehre: 57001-1290 Schlüssel für Einfülldeckel: 57001-1454 Zündkerzenschlüssel, 18er Sechskant: 57001-1024 Kompressionsmeßgerät: 57001-221 Adapter für Kompressionsmeßgerät, M 12 x 1,25: 57001-1018 Ventilfeder-Kompressionswerkzeug: 57001-241 Adapter für Ventilfeder-Kompressionswerkzeug, Ø 20,2: 57001-243 Ventilführungsdorn, Ø 7: 57001-163 Ventilführungsahle, Ø 7: 57001-162 Halter für Ventilsitzfräser, Ø 7: 57001-1126 Stange für Fräserhalter: 57001-1128 Ventilsitzfräser, 45° - Ø 35: 57001-1116 Ventilsitzfräser, 45° - Ø 38,5: 57001-1122 Ventilsitzfräser, 45° - Ø 40: 57001-1496 Ventilsitzfräser, 32° - Ø 35: 57001-1121 Ventilsitzfräser, 55° - Ø 35: 57001-1247 Ventilsitzfräser, 55° - Ø 38,5: 57001-1497 Griff für Kolbenring-Kompressionswerkzeug: 57001-1095 Riemen für Kolbenring-Kompressionswerkzeug, Ø 95 - Ø 108: 57001-1358 Kolbenbolzenabziehwerkzeug: 57001-910 Adapter für Kolbenbolzenabziehwerkzeug: 57001-1211 Sechskantschlüssel, 27er Sechskant: 57001-1210
Adapter für Kompressionsmeßgerät: 57001-1183 kann ebenfalls verwendet werden. Der Ventilsitzfräser 32° - Ø 33: 57001-1199 kann ebenfalls anstelle des Ventilsitzfräsers 32° - Ø 35: 57001-1121 verwendet werden. Dichtstoff – Kawasaki Bond (Silikondichtstoff): 56019-120 Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-8 Abgasreinigungssystem Ausbau des Luftansaugventils
- Für den Ausbau des hinteren Luftansaugventils muß das hintere Auspuffrohr entfernt werden (siehe Angaben in diesem Abschnitt)
- Den Schlauch [A] abziehen.
- Die Befestigungsbolzen [B] lösen und den Deckel des hinteren Luftansaugventils [C] entfernen.
- Das Luftansaugventil ausbauen.
Für den Ausbau des vorderen Luftansaugventils die Kühlerbefestigungsschraube herausdrehen und den Kühler nach vorne schieben. Den Schlauch abziehen [A] Den Befestigungsbolzen [B] lösen und den Deckel des vorderen vorderen Luftansaugventils [C] entfernen. Das Luftansaugventil ausbauen. Vorn [D] Einbau des Luftansaugventils
- Eine neue Dichtung einbauen.
- Das Luftansaugventil jeweils so einbauen, daß die breitere Seite [A] der Blattfeder nach links zeigt. Anziehmoment – Schrauben für Luftansaugventildeckel: 7,4 Nm (0,75 mkp) Vorderes Luftansaugventil [B] Vorn [C] Prüfen des Luftansaugventils ¡ Siehe Prüfen des Luftansaugventils im Abschnitt Allgemeine Wartung (2. Abschnitt). Ausbau des Vakuumschaltventils Folgende Teile entfernen: Benzintank (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem)
- Die Schläuche [A] abziehen und das Vakuumschaltventil [B] herausnehmen. Vorn [C]
Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-9 Abgasreinigungssystem Einbau des Vakuumschaltventils
- Das Vakuumventil [A] so einbauen, daß die Luftbohrung [B] nach unten zeigt.
- Die Schläuche vorschriftsmäßig verlegen (siehe Abschnitt Allgemeine Informationen). Vorn [C] Prüfen der Arbeitsweise des Schaltventils
- Den Schlauch des Vakuumschalters [A] aus dem rechten Luftfilterunterteil herausziehen. Vorn [B]
- Den Motor starten und im Leerlauf laufen lassen.
- Das Schlauchende mit den Fingern zuhalten und die Vakuumpulsierung im Schlauch kontrollieren. ★ Wenn keine Vakuumpulsierung zu fühlen ist, ist der Schlauch auf Leckstellen zu kontrollieren. Wenn keine Leckstelle festzustellen ist, ist das Vakuumschaltventil zu überprüfen (siehe Vakuumschaltventiltest.)
Seifenlösung oder Gummischmiermittel auf das Ende des Vakuumschlauchs [A] auftragen. und den Schlauch so in das rechte Luftfilterunterteil [B] setzen, daß die weiße Markierung [C] nach vorne zeigt, bis sie mit der Oberkante der Tülle [D] fluchtet. Vakuumschaltventiltest
- Das Vakuumschaltventil ausbauen (siehe Ausbau des Vakuumschaltventils).
- Ein handelsübliches Unterdruckmeßgerät [A] und eine Spritze [B] (oder die Gabelölmeßlehre) gemäß Abbildung an die Unterdruckschläuche anschließen. Spezialwerkzeug – Gabelölmeßlehre: 57001-1290 Luftstrom [C]
Den auf das Vakuumschaltventil aufgebrachten Unterdruck langsam erhöhen (den Druck senken) und die Arbeitsweise des Ventils überprüfen. Wenn der Unterdruck niedrig genug ist, ermöglicht das Vakuumventil das Durchfließen von Luft. Wenn der Unterdruck bis zum Schließdruck ansteigt, sollte der Luftstrom unterbrochen werden. Feder [A] Membrane [B] Ventil [C] Niedriges Vakuum [D] Sekundärluft fließt [E] Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-10 Abgasreinigungssystem ★ Wenn das Vakuumschaltventil nicht in der beschriebenen Weise funktioniert, muß es erneuert werden. ANMERKUNG
Ob Luft durch das Ventil strömt, können Sie auch überprüfen, wenn Sie in den Luftfilterschlauch [C] blasen. Schließdruck des Vakuumschaltventils (Offen ➝Geschlossen) Normalwert: 42,7 – 50,7 kPa (320 - 380 mm Hg) Hohes Vakuum [A] Sekundärluft kann nicht fließen [B] Prüfen der Schläuche im Abgasreinigungssystem
- Darauf achten, daß alle Schläuche ohne Abflachungen oder Knikke verlegt werden und daß sie ordnungsgemäß an den unteren Luftfilterkanal, das Vakuumschaltventil, das Drosselklappengehäuse und an die Luftansaugventildeckel angeschlossen sind. ★ Erforderlichenfalls die Anschlüsse korrigieren. Beschädigte Schläuche müssen erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-11 Steuerkettenspanner Ausbau VORSICHT Wenn sich die Druckstange des Steuerkettenspanners nach außen bewegt, um automatisch den Kettendurchhang auszugleichen, kehrt sie nicht wieder in die ursprüngliche Lage zurück. Beachten Sie folgende Regeln: Nehmen Sie beim Ausbau des Kettenspanners die Befestigungsschrauben nicht nur halb heraus. Wenn die Befestigungsschrauben von dieser Stellung wieder festgezogen werden, können Kettenspanner und Steuerkette beschädigt werden. Wenn die Schrauben gelöst wurden, muß der Kettenspanner ausgebaut und dann , wie im Abschnitt „Einbau“ beschrieben, wieder eingestellt werden. Die Kurbelwelle nicht durchdrehen, solange der Kettenspanner ausgebaut ist. Hierdurch könnten die Einstellung der Steuerkette verändert und die Ventile beschädigt werden.
Für den Ausbau des vorderen Steuerkettenspanners den unteren Luftfilterkanal und die Halterung des linken Luftfilterunterteils entfernen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). Der Arbeitsablauf für den Ausbau des vorderen Kettenspanners ist wie folgt: Den Blockierbolzen [A] lösen und die Kettenspannerkappe [B] abnehmen. Die Befestigungsschrauben [C] entfernen und den Kettenspanner abnehmen. Für den Ausbau des hinteren Kettenspanners [A] muß das hintere Auspuffrohr entfernt werden (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Der Arbeitsablauf für den Ausbau des hinteren Kettenspanners ist wie für den vorderen Kettenspanner. Vorn [B] Einbau VORSICHT Den Steuerkettenspanner erst nach dem Einstellen der Steuerkette einbauen.
Auf die Arretierung [A] drücken, damit die Ratsche frei wird und die Druckstange [B] in das Kettenspannergehäuse drücken. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-12 Steuerkettenspanner
Die große Feder [A] und dann die Kugellagereinheit [B] einbauen. Die Kugellagereinheit mit einem feinen Schraubenzieher in das Gehäuse einsetzen, bis sie aufsitzt. Den Blockierbolzen [A] handfest einschrauben, damit die Kugellagereinheit gehalten wird. Den Haltevorrichtung [B] einbauen. Das Kettenspannergehäuse [A] einbauen und die Befestigungsschrauben [B] mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Kettenspanner-Befestigungsschrauben: 11 Nm (1,1 mkp)
Die kleinere Feder [A] und die Kettenspannerkappe [B] einbauen. Die Kettenspannerkappe mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Kettenspannerkappe: 20 Nm (2,0 mkp)
Den Blockierbolzen [A] lösen und kontrollieren, ob die größere Feder klickt, dann den Blockierbolzen festziehen. Anziehmoment – Kettenspanner-Blockierbolzen: 4,9 Nm (0,50 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-13 Kipphebelgehäusedeckel Ausbau
- Den Motor ausbauen (siehe Abschnitt Aus- und Einbau des Motors).
- Die Schrauben [A] entfernen und den Deckel [B] vom Kipphebelgehäuse abnehmen.
Die Ölfilterfedern [A] und die HLA Ölfilter [B] herausnehmen. Einbau
- Die HLA-Ölfilter [A] erneuern.
- Nach dem Einbau des Kipphebelgehäuses den Ölbehälter [B] mit Motoröl füllen.
Die Deckeldichtung erneuern. Die Deckelschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment in der vorgeschriebenen Reihenfolge festziehen. Führungsstifte [A] Einlaßseite [B] Anziehmoment – Schrauben für Kipphebelgehäusedeckel: 8,8 Nm (0,90 mkp) Zusammenbau Klebstoff auf die Gummidämpfer [A] auftragen und die Dämpfer gemäß Abbildung auf den Gehäusedeckel [B] montieren.
Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-14 Kipphebelgehäuse Ausbau
- Den Motor ausbauen (siehe Aus- und Einbau des Motors).
- Die Kipphebelgehäusedeckel entfernen (siehe in diesem Abschnitt)
- Den Lichtmaschinenaußendeckel entfernen (siehe Abschnitt Elektrik)
- Den Verschluß der Inspektionsöffnung und den Deckel des Rotorbolzens entfernen.
Spezialwerkzeug – Schlüssel für Einfülldeckel: 57001-1454 Die Kurbelwelle im Gegenuhrzeigersinn [A] drehen und die „FMarke“ [B] (OT-Markierung für vorderen Kolben) [B] auf die Mitte der Aussparung [C] ausrichten. Die Ölschlauch-Hohlschraube [A] entfernen. Den Steuerkettenspanner entfernen (siehe Ausbau des Steuerkettenspanners). Die Kipphebelgehäuseschrauben [B], die kleineren Muttern [C] und dann die größeren Muttern [D] entfernen. Das Kipphebelgehäuse an den Ansatzstellen [E] aus Zylinderkopf heraushebeln. Die Kipphebelwellen [A] entfernen und die Kipphebel [B] aus dem Gehäuse herausnehmen. Erforderlichenfalls die Ölfilter herausnehmen. Erforderlichenfalls den Spieleinsteller herausnehmen (siehe Ausbau des HLA). VORSICHT Zylinderkopf und Kipphebelgehäuse werden in zusammengebautem Zustand bearbeitet und müssen deshalb als Teilesatz verwendet werden. Achten Sie darauf, daß vorderer und hinterer Zylinder nicht verwechselt werden. Einbau
- Die Kipphebel [A] und die Haltefedern [B] gemäß Abbildung auf die Kipphebelwellen montieren. Diese Haltefedern sind identisch. ¡ Der Kipphebel [C] an der Auslaßseite [D] neben dem Kettentunnel ist anders als die anderen. ¡ Achten Sie darauf, daß der Kipphebel nicht verkantet wird und daß kein Öl aus dem hydraulischen Ventilspieleinsteller herauskommt.
Vergewissern Sie sich vor dem Einbau der Kipphebelwelle, daß die O-Ringe vorhanden sind. Die Kipphebelwellen mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Kipphebelwellen: 25 Nm (2,5 mkp) Gemäß Abbildung Silikondichtstoff [A] auf die Auflagefläche des Kipphebelgehäuses und die Außenfläche der Stöpsel auftragen. Dichtstoff – Kawasaki Bond (Silikondichtstoff): 56019-120 Keinen Silikondichtstoff um das Nockenwellenlager herum auftragen. Einlaßseite [B] Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-15 Kipphebelgehäuse
MoS2 – Öl auf das Gewinde und die Sitzfläche der 12 mm Ø Muttern und beide Seiten der Unterlegscheiben auftragen. Die Kipphebelgehäusebolzen und Muttern provisorisch in der nachstehend aufgeführten Reihenfolge festziehen; dann die Bolzen und Muttern mit dem vorgeschriebenen Anziehmoment festziehen. Anziehmoment – 12 mm Muttern für Kipphebelgehäuse: 78 Nm (8,0 mkp) 8 mm Muttern für Kipphebelgehäuse: 25 Nm (2,5 mkp) 6 mm Bolzen für Kipphebelgehäuse: 8,8 Nm (0,90 mkp) Einlaßseite [A] MoS2 – Öl ist eine Mischung von Motoröl und MoS2 Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1. Neue HLA-Ölfilter [A] einbauen. Nach dem Einbau des Kipphebelgehäuses den Ölbehälter [B] mit Motoröl füllen. Festziehen: Anziehmoment – Ölschlauch-Flanschbolzen: 9,8 Nm (1,0 mkp)
Zylinderkopfmuttern [A] und Zylindermuttern [B] mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Zylinderkopfmuttern, Zylindermuttern: 25 Nm (2,5 mkp) Kipphebelgehäuse [C] Zylinderköpfe [D] Zylinder [E] Folgende Teile festziehen: Anziehmoment – Verschluß der Inspektionsöffnung, Deckel des Rotorbolzens: 1,5 Nm (0,15 mkp) Den Motor einbauen (siehe Aus- und Einbau des Motors). Zusammenbau der Kipphebel Eine flache Stange [A] und einen Block [B] mit einer Ausparung [C] vorbereiten.
- Die Ölkammer [D] in den Kipphebel [E] einpressen, bis das Ende der Kammer bündig mit der Abstufung [F] der Bohrung ist. ¡ Aus Gründen der Entlüftung die Ölkammer so einbauen, daß die Entlüftungsbohrung [G] im Bereich von 120° [H] sitzt. Dies erleichtert das Entlüften des HLA.
Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-16 Kipphebelgehäuse Ausbau des HLA
- Das Kipphebelgehäuse ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Kipphebel ausbauen.
- Den HLA (Hydraulischer Spieleinsteller) [B] mit den Fingern aus dem Kipphebel [A] herausziehen. VORSICHT Achten Sie darauf, daß der Spieleinsteller beim Ausbau nicht beschädigt oder deformiert wird. Den Spieleinsteller nicht fallen lassen oder hart aufschlagen, denn wenn er beschädigt ist, funktioniert der Druckkolben nicht einwandfrei. Entlüften des HLA
- Einen Behälter mit Motoröl füllen.
- Einen Stift vorbereiten und die Nadel auf eine Länge von 2,1 bis 2,3 mm [A] abschneiden. Die Schnittkante [B] glatt schleifen.
- Das Sperrventil des Einstellers [D] mit der Nadel des Stiftes [C] hineindrücken und den Druckkolben im Ölbad auf und ab bewegen. ★ Den Etlüftungsvorgang wiederholen, wenn der Kolben in das HLA-Gehäuse sinkt und dann den Kolben nochmals eindrücken. ★ Den HLA erneuern, wenn der Kolben auch nach dem Entlüften wieder in das HLA-Gehäuse sinkt. VORSICHT Das Sperrventil nicht mehr als 2,1 bis 2,3 mm eindrükken, da der Spieleinsteller sonst beschädigt werden kann. Einbau des HLA
- Kontrollieren, ob der HLA Druckkolben nicht beschädigt ist.
- Wenn der Druckkolben beschädigt ist, muß der HLA ausgewechselt werden. HLA Gehäuse [A] O-Ring [B] Druckkolbenfeder [C] Druckkolben [D] Sperrventil [E] Sperrventilfeder [F]
Den HLA entlüften (siehe Entlüften des HLA). Den Kipphebel [A] in Motoröl tauchen und dann den HLA [B] in den Kipphebel einsetzen. Achten sie darauf, daß der Kipphebel nicht verkantet wird und daß kein Motoröl aus dem HLA herauskommt. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-17 Nockenwellen Ausbau
- Den Verschluß der Inspektionsöffnung und die Rotorbolzendeckel entfernen.
Spezialwerkzeug – Schlüssel für Einfülldeckel: 57001-1454 Die Kurbelwelle im Gegenuhrzeigersinn [A] drehen und die „FMarke“ [B] (OT-Markierung für vorderen Kolben) auf die Mitte der Aussparung [C] ausrichten. Die Deckel vom vorderen und hinteren Kipphebelgehäuse abnehmen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Das vordere und hintere Kipphebelgehäuse entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Nockenwelle [B] mit der KACR-Einheit [A] ausbauen. Den Nockenwellendeckel [C] entfernen. Einen sauberen Lappen in den Kettentunnel stecken, damit keine Teile in das Kurbelgehäuse fallen können. VORSICHT Während die Nockenwelle ausgebaut ist, kann die Kurbelwelle durchgedreht werden. In diesem Falle muß die Steuerkette stets gespannt werden. Dadurch wird verhindert, daß die Kette auf dem unteren (Kurbelwellen-)Kettenrad verwirrt. Bei verwirrter Kette können Kette und Kettenrad beschädigt werden. Einbau ¡ Bei diesem Modell haben die vorderen und hinteren Nockenwellen eine Bohrung [A] als Kennzeichnung. ¡ Die vordere Nockenwelle [B] und die hintere Nockenwelle [C] sind unterschiedlich. Die hintere Nockenwelle hat eine Nut [D].
Die KACR-Einheiten auf die Nockenwellen montieren. Die vordere KACR-Einheit [A] ist anders als die hintere [B] (Innenansicht). Diese KACR-Einheiten dürfen nicht verwechselt werden.
Den Stift [A] in die Aussparung [B] einsetzen und die KACR-Einheit [C] auf die Nockenwelle [D] montieren.
- MoS2-Öl auf alle Nockenteile einschließlich der jeweiligen Lagerzapfen montieren. ¡ MoS2-Öl ist eine Mischung von Motoröl und MoS2-Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1.
- Den Deckel der Inspektionsöffnung entfernen und kontrollieren, ob die „F“-Marke mit der Mitte der Aussparung fluchtet (OT-Stellung des vorderen Kolbens) (siehe Ausbau der Nockenwellen). ★ Die Teile erforderlichenfalls ausrichten. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-18 Nockenwellen
Zuerst die vordere Nockenwelle einbauen. Die Steuerkette gemäß Abbildung auf das Nockenwellen-Kettenrad auflegen. Einstellmarkierungen [A] F-Marke [B] Zylinderkopfoberfläche [C] Vorn [D] Die vordere Seite der Kette (Auslaßseite) stramm ziehen und die Nockenwelle einbauen. Den Steuerkettenspanner einbauen (siehe in diesem Abschnitt). Die Einstellmarkierungen müssen mit der Zylinderkopfoberfläche fluchten. Als nächstes die hintere Nockenwelle einbauen. Vergewissern Sie sich, daß die Einstellung der vorderen Steuerkette korrekt ist. Die Kurbelwelle im Gegenuhrzeigersinn drehen [A] Die „R“-Markierung [A] (OT-Marke für den hinteren Kolben) auf die Mitte der Kerbe [B] ausrichten (ab OT-Stellung des vorderen Kolbens um 310° drehen). Die Steuerkette gemäß Abbildung auf das hintere Nockenwellenkettenrad auflegen. Einstellmarken [A] und R-Marke [B] Zylinderkopfoberfläche [C] Vorn [D] Die vordere Seite (Einlaßseite) der Kette strammziehen und die Nockenwelle einbauen. Den hinteren Kettenspanner einbauen und die Einstellung der vorderen und hinteren Steuerkette nochmals überprüfen. Nach dem Einbau des Kettenspanners müssen die Einstellmarken mit der Zylinderkopfoberfläche fluchten und gemäß Abbildung positioniert sein. Die Kipphebelgehäuse und die Gehäusedeckel montieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Anziehmoment – Verschlußdeckel für Inspektionsöffnung und Rotorschraubendeckel: 1,5 Nm (0,15 mkp) Einbau der Nockenwellenkettenräder Das mit F markierte Kettenrad für die vordere Nockenwelle [A] und das mit R markierte Kettenrad für die hintere Nockenwelle [B] verwenden.
- Sicherungslack auf die Kettenradschrauben auftragen und die Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Schrauben für Nockenwellenkettenrad: 15 Nm (1,5 mkp)
Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-19 Nockenwellen Verschleiß der Nockenwellen und des Kipphebelgehäuses
- Streifen von einer Plastolehre entsprechend der Lagerbreite zurechtschneiden und jeweils einen Streifen an der vorgeschriebenen Stelle parallel zur Nockenwelle auf den Lagerzapfen legen.
- Das Spiel zwischen Nockenwelle und Kipphebelgehäuse mit der Plastolehre messen. ANMERKUNG
Die Nockenwelle nicht drehen, wenn die Plastolehre zwischen Lagerzapfen und Nockenwellen-Lagerdeckel sitzt. MoS2 Öl auf Gewinde und Sitzfläche der 12 mm Ø Muttern und auf beide Seiten der Unterlegscheiben auftragen. Die Kipphebelgehäuseschrauben und Muttern vorübergehend in der vorgeschriebenen Reihenfolge und anschließend mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Kipphebelgehäusemuttern Ø 12 mm: 78 Nm (8,0 mkp) Kipphebelgehäusemuttern Ø 8 mm: 25 Nm (2,5 mkp) Kipphebelgehäuseschrauben Ø 6 mm: 8,8 Nm (0,90 mkp) Einlaßseite [A]
Kipphebelgehäuse wieder abnehmen und die Breite der Plastolehre [A] messen, um das Spiel zwischen Lagerzapfen und Kipphebelgehäuse zu messen. Messen Sie den breitesten Teil der Plastolehre. Spiel zwischen Nockenwelle und Kipphebelgehäuse Normalwert: (Ø 25) 0,020 – 0,062 mm (Ø 17) 0,016 – 0,055 mm Grenzwert: (Ø 25) 0,15 mm (Ø 17) 0,14 mm ★ Wenn das Spiel an einer Stelle den Grenzwert überschreitet, ist der Durchmesser der einzelnen Lagerzapfen mit einem Mikrometer zu messen. Lagerzapfendurchmeser Normalwert: (Ø 25) 24,959 – 24,980 mm (Ø 17) 16,966 - 16,984 mm Grenzwert: (Ø 25) 24,93 mm (Ø 17) 16,93 mm ★ Wenn der Lagerzapfendurchmesser den Grenzwert unterschreitet, ist die Nockenwelle auszutauschen; dann das
Spiel nochmals messen. Wenn das Spiel den Grenzwert immer noch überschreitet, sind Zylinderkopf und Kipphebelgehäuse auszutauschen. VORSICHT Kipphebelgehäuse und Zylinderkopf werden im zusammengebauten Zustand bearbeitet und müssen deshalb immer als Teilesatz ausgetauscht werden. Ausbau der vorderen Steuerkette
- Folgende Teile entfernen: Vordere Nockenwelle (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Lichtmaschinenrotor (siehe Abschnitt Elektrik) Untere Kettenführung [A] (Ansicht von links)
- Die vordere Steuerkette [B] herausnehmen. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-20 Nockenwellen Ausbau der hinteren Steuerkette
- Folgende Teile entfernen: Hintere Nockenwelle (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Kupplung (siehe Abschnitt Kupplung Anlasserkupplungszahnrad (siehe Abschnitt Kurbelwelle/ Getriebe) Anlasserkupplung (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe) Primärzahnradbolzen (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe) Primärzahnrad (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe) Untere Kettenführung [A] (Ansicht von rechts)
- Die hintere Steuerkette [B] herausnehmen. Steuerkettenverschleiß Die Kette mit einer Kraft [A] von ungefähr 49 N (5 kp) spannen und die Länge über 20 Glieder messen. Da sich die Kette ungleichmäßig abnutzt, ist diese Messung an verschiedenen Stellen durchzuführen. ★ Wenn die Kettenlänge bei einer dieser Messungen das zulässige Maß überschreitet, ist die Kette zu erneuern. Beim Auswechseln der Kette jeweils auch die Nockenwellenkettenräder und die Kurbelwelle erneuern.
Länge der Steuerkette über 20 Glieder Normalwert: 127,0 – 127,36 mm Grenzwert: 128,9 mm Prüfen des KACR ¡ Da der KACR (Kawasaki Automatischer Dekompressor) sehr einfach ist, erfordert er keine regelmäßige Wartung. Bei dem KACRMechanismus gibt es nur zwei Arten von Problemen: Entweder wird die Kompression beim Starten nicht verringert oder die Kompression sinkt während der Fahrt. ¡ Die Zylinderkompression verringert sich beim Starten nicht (anomal): Der Stift [A] bleibt im Nocken [B] und drückt den Auslaßkipphebel nicht nach oben.
- Die KACR-Einheit ausbauen und die Feder [C] einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Die Feder muß erneuert werden, wenn sie beschädigt, deformiert oder überhaupt nicht vorhanden ist.
- Die Feder ausbauen und die Gewichte [D] vor- und rückwärts bewegen. ★ Wenn sich die Gewichte nicht leicht über die ganze Länge bewegen lassen, ist die KACR-Einheit zu erneuern. Ebenfalls den Auslaßkipphebel auf Beschädigungen kontrollieren und erforderlichenfalls erneuern. Anschlag [E] Die Zylinderkompression verringert sich, während der Motor läuft (anomal): Der Stift [A] bleibt außerhalb des Nockens [B] und drückt den Auslaßkipphebel nach oben.
- Die Feder [C] ausbauen und die Gewichte [D] vor- und rückwärts bewegen. ★ Wenn sich die Gewichte nicht leicht aus der zurückgezogenen Position bewegen lassen, ist die KACR-Einheit zu erneuern. Ebenfalls den Auslaßkipphebel auf Beschädigung kontrollieren und erforderlichenfalls erneuern. Anschlag [E]
Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-21 Zylinderkopf Zylinderkomperessionsmessung ANMERKUNG
Verwenden Sie eine vollgeladene Batterie. Den Motor gründlich warmlaufen lassen. Den Motor abschalten. Eine Zündkerze ausbauen und das Kompressionsmeßgerät und den Adapter fest in die Zündkerzenbohrung drücken. Die andere Zündkerze nicht ausbauen, nur das Zündkabel. Vorn [D] Für den anderen Zylinder beide Zündkerzen ausbauen. Spezialwerkzeug – Zündkerzenschlüssel, 18er Sechskant: 57001-1024 [A] Kompressionsprüfer: 57001-221 [B] Adapter für Kompressionsprüfer, M12 x 1,25: 57001-1018 [C] (oder 57001-1183) Den Motor bei bis zum Anschlag geöffneten Gasgriff mit dem Elektroanlasser durchdrehen, bis der Kompressionsprüfer den höchsten Wert anzeigt. Der Kompressionsdruck entspricht dem höchsten erreichbaren Meßwert. Zylinderkompression (Nutzbarer Bereich) Vorn: 340 - 590 kPa (3,5 - 6,0 kp/cm²) bei 300 min-1 Sie können auch den Adapter 57001-1183 für den Kompressionsprüfer verwenden. Die Messung für den anderen Zylinder wiederholen. Die Zündkerzen einbauen. Anziehmoment – Zündkerzen: 18 Nm (1,8 mkp) Richten Sie sich nach der folgenden Tabelle, wenn die Zylinderkompression nicht innerhalb des nutzbaren Bereiches liegt. Problem Diagnose Abhilfe Die Kompression ist höher als der nutzbare Bereich. Rußablagerungen am Kolbenboden und in der Brennkammer infolge beschädigter Ventilschaft-Öldichtung und/oder beschädigter Ölabstreifringe. (Ein Anzeichen hierfür ist weißer Qualm am Auspuff). Falsche Dicke der Zylinderkopfdichtung. Die Feder des Dekompressionsnockens ist beschädigt oder überhaupt nicht vorhanden Die Gewichte lassen sich nicht leicht bewegen. Rußablagerungen entfernen und erforderlichenfalls beschädigte Teile erneuern. Die Kompression liegt unter dem nutzbaren Bereich. Undichtheit an Zylinderkopf. Ventilsitze sind in schlechtem Zustand. HLA festgefressen. Falsches Kolbenspiel im Zylinder. Kolbenfresser. Kolbenringe und/oder Ringnuten in schlechtem Zustand. Die Dekompressionsgewichte lassen sich nicht leicht bewegen. Kawasaki Dichtung durch ein Standardteil ersetzen. Federn erneuern. Die Dekompressionseinheit erneuern. Die beschädigte Dichtung erneuern und den Zylinderkopf auf Verzug prüfen. Erforderlichenfalls nacharbeiten. Den HLA erneuern. Kolben und/oder Zylinder erneuern. Zylinder und Laufbüchse kontrollieren und erforderlichenfalls Zylinder und/ oder Kolben erneuern/nacharbeiten. Kolben und/oder Kolbenringe erneuern Die Dekompressionseinheit erneuern. VN1500-P1 Motoroberteil 5-22 Zylinderkopf Ausbau
- Folgende Teile entfernen: Motor (siehe Abschnitt Aus- und Einbau des Motors) Vorderes und hinteres Kipphebelgehäuse (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Nockenwellen (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Zündkerzen [A] Zündkerzenhaltevorrichtung [B]
Spezialwerkzeug – Sechskantschlüssel, 27er-Sechskant [C]: 57001-1210 Die Steuerkette kommt ebenfalls heraus.
Die Kühlflüssigkeits-Ablaßverschraubung [A] noch nicht entfernen. Die Zylinderkopfmuttern [B] entfernen. Den Zylinderkopf vom Zylinder abnehmen. Einbau des Zylinderkopfs ¡ Der vordere Zylinderkopf [A] ist mit F markiert und der hintere Zylinderkopf [B] hat eine Markierung R. Achten Sie darauf, daß die Zylinderköpfe nicht verwechselt werden. Vorn [C] VORSICHT Zylinderkopf und Kipphebelgehäuse werden im zusammengebauten Zustand bearbeitet und müssen deshalb als Teilesatz ausgewechselt werden.
Die Zylinderkopfdichtung erneuern. Die Zylinderkopfmuttern vorübergehend festziehen (Diese Muttern sind nach dem Einbau des Kipphebelgehäuses mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festzuziehen). Die Steuerkette [A] im Kettentunnel hochziehen, die Zündkerzenhaltevorrichtung [B] durch die Kettenschleife einsetzen und festziehen. Spezialwerkzeug – Sechskantschlüssel, 27er Sechskant: 57001-1210 [C] Anziehmoment – Zündkerzenhaltevorrichtung: 12 Nm (1,2 mkp) Zündkerzen: 18 Nm (1,8 mkp) Folgende Teile einbauen: Nockenwellen (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Kipphebelgehäuse (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Festziehen: Anziehmoment – Zylinderkopfmuttern und Zylindermuttern: 25 Nm (2,5 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-23 Zylinderkopf Zylinderkopfverzug
- Ein Lineal an mehreren Stellen über die untere Oberfläche des Zylinderkopfs auflegen.
- Eine Fühlerblattlehre [A] zwischen Lineal [B] und Zylinderkopf einsetzen. Zylinderkopfverzug Normalwert: --Grenzwert: 0,05 mm ★ Den Zylinderkopf erneuern, wenn der Verzug den Grenzwert überschreitet. ★ Den Zylinderkopf nacharbeiten, wenn der Verzug unterhalb des Grenzwertes liegt; hierfür ein Schleifpapier gut auf einer Richtplatte befestigen und die untere Fläche darüber nachschleifen (zuerst Körnung 200, dann Körnung 400). Nachstellen des Ventilspiels ANMERKUNG
Da der hydraulische Spieleinsteller das Spiel konstant auf Null hält, entfällt die Inspektion und das Nachstellen des Ventilspiels. Ausbau der Ventile
- Den Zylinderkopf entfernen (siehe Ausbau des Zylinderkopfs).
- Den Kipphebel hochschwenken.
- Das Ventil mit dem Ventilfeder-Kompressionswerkzeug ausbauen. Spezialwerkzeug – Ventilfederkompressionswerkzeug: 57001-241 [A] Adapter, ∅ 28,2: 57001-243 [B] Einbau
- Eine neue Öldichtung einbauen.
- Vor dem Einbau eine dünne Schicht MoS2 Fett auf den Ventilschaft auftragen.
- Die Federn so einbauen, daß das Ende mit der geschlossenen Wicklung nach unten zeigt. Ventilschaft [A] Öldichtung [B] Federsitze [C] Innere Feder [D] Äußere Feder [E] Halterung [F] Ventilkeile [G] Ende mit geschlossener Wicklung [H] Ausbau der Ventilführung
- Ventil, Ventilschaftöldichtung und Federsitze entfernen:
- Die Fläche um die Ventilführung herum auf 120 - 150°C erhitzen und die Ventilführung mit dem Ventilführungsdorn [A] aus dem Oberteil des Zylinderkopfs herausschlagen. Spezialwerkzeug – Ventilführungsdorn, ∅ 7: 57001-163 VORSICHT Für das Erhitzen des Zylinderkopfs keinen Schneidbrenner verwenden, da sich hierbei der Zylinderkopf verzieht. Den Zylinderkopf in Öl tauchen und das Öl erhitzen. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-24 Zylinderkopf Einbau der Ventilführung
- Vor dem Einbau der Ventilführung Öl auf die Außenfläche der Führung auftragen.
- Den Bereich um die Ventilführungsbohrung herum auf 120 150°C erhitzen (siehe Ausbau der Ventilführung).
- Die Ventilführung von der Oberseite des Zylinderkopfs her mit dem Ventilführungsdorn hineintreiben. Der Flansch verhindert, daß die Führung zu weit hineingetrieben wird. Spezialwerkzeug – Ventilführungsdorn, ∅ 7: 57001-163
- Warten, bis sich der Zylinderkopf abgekühlt hat und dann die Ventilführung mit der Ventilführungsahle [A] nacharbeiten, auch wenn die alte Führung wieder verwendet wird. ¡ Die Ahle im Uhrzeigersinn drehen, bis sie sich in der Führung frei dreht. Wenn die Ahle im Gegenuhrzeigersinn gedreht wird, wird sie stumpf. ¡ Nach der Bearbeitung der Führungen mit der Ahle müssen sie gründlich gereinigt werden. Spezialwerkzeug – Ventilführungsahle, ∅ 7: 57001-162 Messen des Ventilschaftspiels (ohne Meßlehre) ★ Wenn keine Bohrungslehre vorhanden ist, kann der Ventilführungsverschleiß durch Messen des Spiels zwischen Ventil und Ventilführung nach der nachstehenden Methode festgestellt werden.
- Ein neues Ventil [A] in die Führung [B] einsetzen und eine Meßuhr rechtwinklig zum Schaft ansetzen und zwar so nah wie möglich an der Auflagefläche des Zylinderkopfs.
- Den Schaft hin- und herbewegen [C] und das Spiel messen.
- Diese Messung rechtwinklig (90°) zur ersten wiederholen. ★ Wenn die Anzeige den Grenzwert überschreitet, ist die Führung zu erneuern. Ventilspiel (ohne Meßlehre gemessen) Normalwert Grenzwert Auslaß 0,08 – 0,16 mm 0,30 mm Einlaß 0,05 – 0,13 mm 0,27 mm Prüfen der Ventilsitze
- Das Ventil ausbauen (siehe Ausbau der Ventile).
- Die Kontaktfläche [A] zwischen Ventil [B] und Ventilsitz [C] prüfen. ¡ Den Außendurchmesser [D] des Sitzmusters am Ventilsitz messen. ★ Wenn der Außendurchmesser zu groß oder zu klein ist, muß der Ventilsitz nachgearbeitet werden (siehe Nacharbeiten der Ventile). Außendurchmesser der Ventilsitzfläche Normalwert: Auslaß 31,9 – 32,1 mm Einlaß 36,4 – 36,6 mm Die Breite [E] der Sitzfläche an der Stelle, wo es keine Rußablagerungen gibt (weißer Teil) mit einer Schieblehre messen. Gut [F] ★ Wenn der Ventilsitz zu breit [G], zu schmal [H] oder ungleichmäßig [J] ist, muß der Ventilsitz nachgearbeitet werden (siehe Nacharbeiten der Ventilsitze).
Breite der Ventilsitzfläche (oder Sitzbreite) Normalwert: Auslaß: 0,5 - 1,0 mm Einlaß: 0,8 – 1,2 mm Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-25 Zylinderkopf Nacharbeiten der Ventilsitze
- Die Ventilsitze mit den Ventilsitzfräsern [A] nacharbeiten. Spezialwerkzeug – Halter für Ventilsitzfräser, Æ7: 57001-1126 [B] Stange für Fräserhalter: 57001-1128 [C] [Für Auslaßventilsitz] Ventilsitzfräser, 45° - Ø 35: 57001-1116 Ventilsitzfräser, 32° - Ø35: 57001-1121 (oder 32° - Ø 33: 57001-1199) Ventilsitzfräser, 55° - Ø35: 57001-1247 [Für Einlaßventilsitz] Ventilsitzfräser, 45° - Ø40: 57001-1496 Ventilsitzfräser, 32° - Ø38,5: 57001-1122 Ventilsitzfräser, 55° - Ø38,5: 57001-1497
Die an der Rückseite des Fräsers [A] eingeprägten Markierungen haben folgende Bedeutungen: 55° Fräswinkel [B] 37,5 Ø Außendurchmesser des Fräsers [C] ★ Wenn keine Anleitungen des Herstellers vorhanden sind, ist nach folgendem Ablauf vorzugehen. Vorbemerkungen für den Einsatz der Ventilsitzfräser: 1. Dieser Ventilsitzfräser wurde für die Instandsetzung von Ventilsitzen entwickelt. Der Fräser darf deshalb nicht für andere Zwecke eingesetzt werden.
2. Den Ventilsitzfräser nicht fallen lassen oder anstoßen, da die
Diamantteilchen abgehen können. 3. Vor dem Schleifen der Ventilsitze etwas Motoröl auf den Ventilsitzfräser auftragen. Am Fräser haftende abgeschliffene Metallteilchen mit Reinigungsöl abwischen. VORSICHT Für das Entfernen der Metallteilchen keine Drahtbürste verwenden, da hierbei die Diamantteilchen abgerieben werden.
4. Den Halter und den Fräser mit einer Hand betätigen. Nicht zuviel
Kraft auf den Diamantteil aufwenden. ANMERKUNG
Vor dem Schleifen Motoröl auf den Fräser auftragen und während der Bearbeitung am Fräser haftende abgeschliffene Metallteilchen mit einem Reinigungsöl abwaschen. 5. Nach Beendigung der Arbeiten den Fräser mit Reinigungsöl abwaschen und für die Lagerung eine dünne Schicht Motoröl auftragen. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-26 Zylinderkopf Arbeitsablauf:
- Die Sitzfläche sorgfältig reinigen.
- Prüftusche auf die Sitzfläche auftragen.
- Einen 45° Fräser an den Halter montieren und in die Ventilführung schieben.
- Leicht auf den Griff drücken und das Werkzeug nach rechts oder links drehen. Die Sitzfläche schleifen, bis sie glatt ist. VORSICHT Den Ventilsitz nicht zu viel schleifen. Übermäßiges Schleifen verringert das Ventilspiel, denn das Ventil geht dann zu tief in den Zylinderkopf. Wenn das Ventil zu weit in den Zylinderkopf geht, wird die automatische Spielnachstellung nutzlos und der Zylinder muß dann erneuert werden.
Den Außendurchmesser [A] der Sitzfläche mit einer Schieblehre messen. ★ Wenn der Außendurchmesser der Sitzfläche zu klein ist, muß die 45° Bearbeitung [B] wiederholt werden, bis der Durchmesser im vorgeschriebenen Bereich liegt. Schleifvolumen [C] ANMERKUNG
Alle Oberflächenfehler von der unter 45° bearbeiteten Fläche entfernen. Nach der Bearbeitung mit dem 45° Fräser eine dünne Schicht Prüftusche auf die Sitzfläche auftragen. Hierdurch läßt sich die 32° und 55° Bearbeitung leichter unterscheiden. Wenn die Ventilführung erneuert ist, muß für eine einwandfreie Zentrierung und guten Kontakt die 45° Bearbeitung durchgeführt werden. ★ Wenn der Außendurchmesser der Sitzfläche zu groß ist, ist die nachstehend beschriebene 32° Bearbeitung durchzuführen.
Für die 32° Bearbeitung einen 32° Fräser an den Halter montieren und in die Ventilführung schieben. Den Halter jeweils eine Umdrehung drehen und dabei leicht nach unten drücken. Nach jeder Umdrehung des Sitz kontrollieren. VORSICHT Der 32° Fräser nimmt sehr schnell Material ab. Der Außendurchmesser muß deshalb häufig kontrolliert werden, damit übermäßiges Schleifen vermieden wird.
Den Sitz unter einem Winkel von 32° [A] schleifen, bis der Außendurchmesser [B] im vorgeschriebenen Bereich liegt. ★ Wenn der Außendurchmesser der Sitzfläche im vorgeschriebenen Bereich liegt, ist die Sitzbreite wie nachstehend beschrieben zu messen.
- Mit einer Schieblehre am Umfang des Sitzes an mehreren Stellen die Breite [C] der 45° Fläche des Sitzes messen. Schleifvolumen [D] ★ Wenn die Sitzbreite zu schmal ist, die 45° Bearbeitung solange wiederholen, bis der Sitz etwas zu breit ist und dann die Messung des Außendurchmessers wie vorstehend beschrieben wiederholen. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-27 Zylinderkopf ★ Wenn der Sitz zu breit ist, die nachstehend beschriebene 55° Be- arbeitung ausführen. Den Sitz unter einem 55° Winkel schleifen, bis die Sitzfläche im vorgeschriebenen Bereich liegt.
- Für die 55° Bearbeitung einen 55° Fräser an den Halter montieren und die Ventilführung schieben.
- Den Halter drehen und dabei leicht nach unten drücken.
- Den Sitz unter einem 55° Winkel [A] schleifen, bis die Sitzfläche [B] im vorgeschriebenen Bereich liegt. ★ Das Ventil wie nachstehend beschrieben läppen, wenn die Sitzbreite im vorgeschriebenen Bereich liegt.
Wenn Sitzbreite und Außendurchmesser im vorgeschriebenen Bereich liegen, muß das Ventil geläppt werden. An verschiedenen Stellen des Ventiltellers etwas grobe Schleifpaste auf das Ventil auftragen. Das Ventil gegen den Sitz drehen, bis durch die Schleifpaste sowohl am Sitz als auch am Ventil eine glatte passende Fläche entsteht. Diesen Arbeitsgang mit einer feinen Schleifpaste wiederholen. Läppwerkzeug [A] Ventilsitz [B] Ventil [C]
Die Sitzfläche sollte etwa in der Mitte der Ventilsitzfläche markiert sein. ★ Wenn die Sitzfläche nicht an der richtigen Stelle des Ventils ist, muß geprüft werden, ob es das richtige Ventil ist. Wenn das Ventil richtig ist, ist es vielleicht zu viel bearbeitet; es muß dann ausgewechselt werden.
- Vor dem Zusammenbau darauf achten, daß die Schleifpaste vollständig entfernt wird. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-28 Zylinderkopf Nacharbeiten der Ventilsitze START Prüftusche auf Sitz 45 ° Bearbeitung Werkzeug: 45° Fräser Zweck: Sitzfläche glatt und rund machen Außendurchmesser der Sitzfläche messen Werkzeug: Schieblehre Zweck: Außendurchmesser mit Spezifikation vergleichen Ergebnis zu klein zu groß i.O. 45° Bearbeitung Prüftusche auf Sitz Werkzeug: 45° Fräser Zweck: Vergrößerung des Außendurchmessers der Sitzfläche gemäß Spezifikation 32° Bearbeitung Werkzeug: 32° Fräser Zweck: Verringerung des Außendurchmessers der Sitzfläche gemäß Spezifikation Sitzbreite messen Werkzeug: Schieblehre Zweck: Vergleich der Sitzbreite gemäß Spezifikation Ergebnis zu schmal i.O. zu breit 45° Bearbeitung Werkzeug: 45° Fräser Zweck: Vergrößerung der Breite der Sitzfläche über das vorgeschriebene Maß zur Vergrößerung des Außendurchmessers Prüftusche auf Sitz 55° Bearbeitung Werkzeug: 55° Fräser Zweck: Verringerung der Sitzbreite gemäß Spezifikation Ventil läppen Werkzeug: Ventilläpper, Schleifpaste Zweck: Ventil und Sitz anpassen; Ventilteller auf Beschädigung kontrollieren Kawasaki ENDE VN1500-P1 Motoroberteil 5-29 Zylinder und Kolben Zylinderausbau
- Den Zylinderkopf ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt)
- Die Kühlflüssigkeits-Ablaßverschraubung [A] entfernen und die Kühlflüssigkeit aus dem Zylinder ablaufen lassen.
- Die vordere Steuerkettenführung [B] herausziehen.
- Zylindermuttern [C] entfernen.
- Mit einem Kunststoffhammer leicht auf den Zylinder klopfen, um diesen vom Kurbelgehäuse zu trennen.
- Die Zylinderfußdichtung entfernen. Kolbenausbau Den Zylinderblock ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Ein Stück sauberes Tuch unter den Kolben legen und den Kolbenbolzen-Sicherungsring [A] von der Außenseite der einzelnen Kolben entfernen.
VORSICHT Kolbenbolzen-Sicherungsringe nicht wieder verwenden, da sie beim Ausbau geschwächt und verformt werden. Ein wieder verwendeter Ring kann herausfallen und die Zylinderwand beschädigen.
Mit dem Kolbenbolzen-Abzieher (Spezialwerkzeug) die Kolbenbolzen entfernen. Spezialwerkzeug – Kolbenbolzen-Abzieher [A]: 57001-910 Adapter [B] für Kolbenbolzen-Abzieher: 57001-1211
Den Kolben ausbauen. Den Ring vorsichtig mit beiden Daumen aufspreizen und an der gegenüberliegenden Seite des Kolbensrings [A] nach oben drükken und entfernen. Den dreiteiligen Ölabstreifring mit beiden Daumen in der gleichen Weise entfernen. Zylinder- und Kolbeneinbau ANMERKUNG
Wenn ein neuer Kolben eingebaut wird, ist das Kolbenspiel zu kontrollieren (siehe Kolbenspiel) und es ist ein neuer Kolbenring zu verwenden. Die Kolbenfußdichtung [A] erneuern und die Dichtungen so einbauen, daß die Bohrungen auf die Kurbelgehäuse-Wasserkanäle [B] ausgerichtet sind. Nicht vergessen, die Zentrierstifte [C] einzusetzen. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-30 Zylinder und Kolben
Die vordere Kettenführung für den vorderen Zylinder ist mit F markiert [A] und die vordere Kettenführung für den hinteren Zylinder mit R [B]. Achten Sie darauf, daß diese Kettenführungen nicht verwechselt werden, denn die vordere Kettenführung für den hinteren Zylinder ist länger.
Der vordere Zylinder [A] ist mit F markiert und der hintere Zylinder [B] hat eine R Markierung. Achten sie darauf, daß die Zylinder nicht verwechselt werden. Vorn [C] ANMERKUNG
Die Stützringe können mit beliebiger Seite nach oben oder nach unten eingebaut werden. Den Expansionsring [A] so in die untere Kolbenringnut einsetzen, daß die Enden [B] aneinanderstoßen. Einen Stützring über den Expansionsring und den anderen darunter einsetzen. Den Stützring mit den Daumen aufspreizen, jedoch nur soweit, daß er über den Kolben geht. Den Stützring in die untere Kolbenringnut einsetzen. Den oberen und den zweiten Ring nicht miteinander verwechseln. Den oberen Ring [A] so einbauen, daß die Markierung „R“ [B] nach oben zeigt. Den zweiten Ring [C] so einbauen, daß die Markierung „RN“ [D] nach oben zeigt. Die Kolbenringöffnungen müssen der nebenstehenden Abbildung entsprechen. Die Öffnungen in den Stützringen des Ölabstreifringes müssen jeweils um etwa 30° bis 45° [F] versetzt sein. Oberer Ring [A] Zweiter Ring [B] Stützringe für Ölring [C] Öl-Expansionsring [D] EX-Markierung [E] muß zur Auslaßseite zeigen Stellung der Öffnungen [G] Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-31 Zylinder und Kolben
Die EX-Markierung [A] an den Kolben zur Auslaßseite [B] richten. Die vorderen und hinteren Kolben sind identisch, sie sollten jedoch jeweils wieder an der ursprünglichen Stelle eingebaut werden. VORSICHT Wenn der Kolben falsch eingebaut wird, kann es zu einem Kolbenfresser mit schweren Motorschäden kommen.
Den neuen Kolbenbolzen-Sicherungsring so in die Kolbenseite einbauen, daß die Ringöffnung [A] nicht über dem Schlitz [B] der Kolbenbolzenbohrung sitzt. MoS2 Öl auf die Außenfläche des Kolbenbolzens auftragen. MoS2 Öl ist eine Mischung von Motorenöl und MoS2 Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1. Den Kolbenbolzen-Sicherungsring beim Einbau nur soweit zusammendrücken, wie es für den Einbau erforderlich ist. Motoröl auf Zylinderbohrung, Kolbenring und Kolbenhemd auftragen. MoS2 Öl auf den vorderen und hinteren Kolbenmantel auftragen. Den hinteren Kolben auf OT-Stellung bringen und zuerst den hinteren Zylinder einbauen. Den Zylinderblock [C] einbauen; hierfür das KolbenringKompressionswerkzeug [A] mit der abgeschrägten Seite nach oben [B] verwenden. Spezialwerkzeug – Kolbenring-Kompressionswerkzeug: 57001-1095 Kolbenring-Kompressionsriemen, Ø95 bis Ø108: 57001-1358
Den vorderen Zylinder in der gleichen Weise einbauen. Den vorderen Kolben in OT-Stellung bringen. Die Zylindermuttern vorübergehend festziehen (Diese Muttern werden nach dem Einbau des Kipphebelgehäuses mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festgezogen.). Zylinderverschleiß Da der Zylinder in den verschiedenen Richtungen unterschiedlich verschleißt, ist an den beiden in der Abbildung angegebenen Stellen jeweils eine Messung von Seite zu Seite und von vorne nach hinten durchzuführen (insgesamt sechs Messungen). ★ Wenn der Zylinderinnendurchmesser an einer Stelle den zulässigen Wert überschreitet, muß der Zylinder aufgebohrt und dann gehont werden. 10 mm [A] 70 mm [B] 20 mm [C]
Zylinderinnendurchmesser Normalwert: 102,000 - 102,012 mm und weniger als 0,01 mm Unterschied zwischen zwei Messungen Grenzwert: 102,10 mm oder mehr als 0,05 mm Unterschied zwischen zwei Messungen Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-32 Zylinder und Kolben Kolbenverschleiß
- Den Außendurchmesser [A] der einzelnen Kolben 5 mm [B] oberhalb des Kolbenbodens senkrecht zum Kolbenbolzen messen. ★ Wenn das zulässige Maß unterschritten wird, ist der Kolben auszutauschen. Kolbendurchmesser Normalwert: Grenzwert 101,937 – 101,952 mm 101,79 mm Kolbenspiel im Zylinder
- Den Kolbendurchmesser vom Zylinderinnendurchmesser abziehen, um das Kolbenspiel im Zylinder zu berechnen. Kolbenspiel im Zylinder Normalwert: 0,048 – 0,075 mm ★ Wenn das Kolbenspiel im Zylinder unter dem vorgeschriebenen Bereich liegt, ist ein kleinerer Kolben zu verwen- den oder der Zylinderinnendurchmesser muß durch honen vergrößert werden. ★ Wenn das Kolbenspiel im Zylinder über dem vorgeschriebenen Bereich liegt, ist ein größerer Kolben zu verwen- den. ★ Wenn nur der Kolben erneuert wird, darf das Spiel den Nennwert geringfügig überschreiten. Das minimale Lauf- spiel darf jedoch nicht unterschritten werden, um Kolbenfresser zu vermeiden. Aufbohren und Honen des Zylinders ¡ Es ist ein Kolben mit Übermaß lieferbar. Beim Austauschkolben mit Übermaß sind auch Kolbenringe mit Übermaß erforderlich.
Kolben und Ringe mit Übermaß: 0,5 mm Übermaß Bevor ein Zylinder [A] aufgebohrt wird, ist zunächst der Durchmesser des Austauschkolbens genau zu messen und dann der Durchmesser des Zylinders entsprechend dem in den Wartungsdaten angegebenen Normalspiel zu bestimmen. Wenn jedoch der Zylinder um mehr als 0,5 mm aufgebohrt werden müßte, ist der Zylinderblock auszuwechseln. Der Zylinderinnendurchmesser darf an keiner Stelle um mehr als 0,01 mm variieren. Die Messungen nicht unmittelbar nach dem Aufbohren vornehmen, da sich der Zylinderdurchmesser infolge der Wärmeentwicklung verändert. Für einen aufgebohrten Zylinder oder einen Kolben mit Übermaß ist der Grenzwert für den Zylinder der Durchmesser des aufgebohrten Zylinders plus 0,1 mm. Für den Kolben ist der Grenzwert der ursprüngliche Durchmesser des Kolbens mit Übermaß minus 0,15 mm. Wenn der genaue Wert des aufgebohrten Zylinders nicht bekannt ist, kann er grob durch Messen des Durchmessers am Zylinderfuß bestimmt werden. Verschleiß der Kolbenringe und der Ringnuten Die Nuten auf ungleichmäßigen Verschleiß kontrollieren und prüfen, wie der Kolbenring sitzt. ★ Die Ringe müssen absolut parallel zu den Nutzflächen sitzen. Wenn dem nicht so ist, muß der Kolben erneuert werden.
- Die Kolbenringe in die Nuten einsetzen und an mehreren Stellen das Spiel zwischen Ring und Nut mit einer Fühlerblattlehre [A] messen.
Kolbenringspiel: Oberer Ring Zweiter Ring Normalwert 0,035 - 0,070 mm 0,02 - 0,06 mm Kawasaki Grenzwert 0,17 mm 0,16 mm VN1500-P1 Motoroberteil 5-33 Zylinder und Kolben ★ Wenn das Kolbenringspiel den Grenzwert überschreitet, sind Ring- dicke und Nutbreite wie folgt zu messen, um entscheiden zu können, ob Ringe, Kolben oder beides ausgewechselt werden müssen. Breite der Kolbenringnut
- Die Breite der Kolbenringnut messen. ¡ Diese Messung an mehreren Stellen mit einer Schieblehre durchführen. Breite der Kolbenringnut Oberer Ring Zweiter Ring Normalwert 1,025 – 1,040 mm 1,21 – 1,23 mm Grenzwert 1,12 mm 1,31 mm ★ Wenn die Breite einer der beiden Nuten den Grenzwert über- schreitet, ist der Kolben zu erneuern. Kolbenringdicke Die Kolbenringdicke messen. ¡ Die Messung an mehreren Stellen des Ringes mit einem Mikrometer durchführen.
Kolbenringdicke Oberer Ring Zweiter Ring
Normalwert 0,97 – 0,99 mm 1,17 – 1,19 mm Grenzwert 0,9 mm 1,10 mm Wenn bei einer dieser Messungen der Grenzwert unterschritten wird, sind alle Kolbenringe zu erneuern. ANMERKUNG
Beim Einbau neuer Kolbenringe in einen gebrauchten Kolben ist die Nut auf Verschleiß zu kontrollieren. Die Ringe sollten einwandfrei parallel zu den Nutwänden sitzen. Wenn dies nicht der Fall ist, ist der Kolben zu erneuern. Kolbenringstoß
- Den Kolbenring [A] so in den Zylinder schieben, daß er winklig sitzt. Den Kolbenring in der Nähe des Zylinderbodens, wo der Zylinderverschleiß gering ist, einsetzen.
- Den Spalt [B] zwischen den Enden des Kolbenrings mit einer Fühlerblattlehre messen. Kolbenringstoß Oberer Ring Zweiter Ring Ölring Normalwert 0,30 - 0,40 mm 0,40 - 0,55 mm 0,3 – 0,9 mm Grenzwert 0,70 mm 0,80 mm 1,2 mm ★ Wenn der Stoß eines der Ringe den Grenzwert überschreitet, sind alle Kolbenringe zu erneuern. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-34 Auspufftöpfe Ausbau des Auspuffrohrs ACHTUNG Um ernste Verbrennungen zu vermeiden, den Auspufftopf nicht ausbauen, solange der Motor heiß ist. Warten Sie, bis der Auspufftopf abgekühlt ist.
Die Schraube [A] der oberen Auspuffhalterung lösen, damit die Auspuffrohre leichter aus- oder eingebaut werden können. Die Klemmschrauben [A] lösen Die obere Befestigungsschelle [B nach oben schieben und abnehmen. Die untere Befestigungsschelle [C nach oben schieben und abnehmen. Die Abdeckung [D] des vorderen Auspuffrohrs und dann die Abdeckung [E] des vorderen unteren Auspuffrohrs entfernen. Vorn [F] Den Klemmbolzen des vorderen Auspuffrohrs [A] lösen. Die Muttern [B] der vorderen Auspuffrohrhalterung abschrauben. Das vordere Auspuffrohr [C] abnehmen. Als nächstes das hintere Auspuffrohr entfernen. Die Klemmschrauben [A] an der hinteren Auspuffrohrabdeckung [B] lösen. Die Befestigungsschelle [C] nach oben schieben und abnehmen. Die Auspuffrohrabdeckung nach vorne schieben und entfernen. Die Muttern [A] der hinteren Auspuffrohrhalterung abschrauben. Den Klemmbolzen [B] des hinteren Auspuffrohrs lösen. Das obere Ende des hinteren Auspuffrohrs nach außen ziehen und ein wenig im Uhrzeigersinn verdrehen, dann das hinteren Auspuffrohr [C] abnehmen. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-35 Auspufftöpfe Ausbau des unteren Auspufftopfs
- Folgende Teile entfernen: Abdeckungen für vorderes und hinteres Auspuffrohr (sh. oben) Muttern [A] für Flansch der Kammer Schrauben [B] für Auspufftopfhalterung
- Den unteren Auspufftopf [C] entfernen. ANMERKUNG
Eindringendes Öl auf die Stehbolzen und Muttern aufspritzen, wenn die Muttern für den Flansch der Kammer schwierig zu entfernen sind. Ausbau des oberen Auspufftopfs Folgende Teile entfernen: Unterer Auspufftopf (siehe oben) Auspuffrohrklemmbolzen [A] Schraube [B] für Halterung des oberen Auspufftopfs
- Den oberen Auspufftopf [C] entfernen.
Aus- und Einbau der Auspufftöpfe und Auspuffrohre
- Die Dichtung der Auspuffrohrhalterung erneuern.
- Das hintere Auspuffrohr montieren. ¡ Die beiden Kunststofflaschen [A] an der hinteren Auspuffrohrabdeckung in die Schlitze des oberen Auspufftopfes [B] einsetzen. Anziehmoment – Befestigungsschrauben für Auspufftopfaufnahme, Ø 8 (unten): 27 Nm (2,8 mkp) Schraube und Mutter für obere Auspufftopfhalterung: 29 Nm (3,0 mkp)
Das vordere Auspuffrohr montieren. Die drei Kunststofflaschen [A] der vorderen Auspuffrohrabdeckung in die Schlitze des unteren Auspufftopfs [B] einsetzen. Die Klemmschraube [A] der vorderen Auspuffrohrabdeckung so festziehen, daß der Kopf gemäß Abbildung um etwa 50° zur Horizontalen geneigt ist. So wird vermieden, daß die Schrauben den Boden bei Schräglage berühren. Vorderes Auspuffrohr [B] Anziehmoment – Klemmschrauben der Auspuffrohrabdeckung: 6,9 Nm (0,70 mkp) Zuerst alle Schrauben und Muttern auf Feinpassung festziehen. Als zweites die Muttern der Auspuffrohrhalterung gleichmäßig festziehen, damit der Auspuff nicht leckt. Abschließend den Rest der Befestigungsschrauben und Klemmbolzen gut festziehen. Den Motor gründlich warmlaufen lassen, warten, bis er abgekühlt ist und dann alle Klemmbolzen nachziehen. Kawasaki VN1500-P1 Motoroberteil 5-36 Auspufftöpfe Ausbau der Kammer
- Folgende Teile entfernen: Vorderes Auspuffrohr [A] Hinteres Auspuffrohr [B] Untere und obere Auspufftöpfe [C] Schrauben [D] für rechte und linke Kammer
- Die Vorschalldämpferkammer [E] herausnehmen. Vorn [F] Einbau der Kammer
- Die Dichtung des Auspufftopfflansches erneuern.
- Die Befestigungsschellen [A] für Auspuffrohr und Auspufftopfrohr mit der Schraube nach unten einbauen. Vorn [B] Anziehmoment – Schrauben für Kammer: 29 Nm (3,0 mkp) Zusammenbau der Kammer Seifenlösung oder Gummischmiermittel auf die Oberfläche der Gummibuchsen auftragen und diese gemäß Abbildung (Draufsicht) in die Halterungen der Kammer einsetzen. Gummibuchsen [A] (Ø 24,8 mm) mit erhabenem Ring [B] Gummibuchsen [C] (Ø 25,3 mm) ohne erhabenen Ring
Identifizierung der Kammer ¡ Die Modelle für Australien haben eine Vorschalldämpferkammer (Fabrik-Nr. KHI M 085) ohne Katalysator. ¡ Die anderen Modelle haben eine Vorschalldämpferkammer (Fabrik-Nr. KHI M 080) mit wabenförmigen Katalysator und ohne ein Katalysatorschutzsystem. Verwechseln Sie diese Kammer nicht mit anderen Ausführungen (insbesondere nicht mit einer ohne Katalysator). Es könnte sein, daß das Motorrad dann die Abgasvorschriften nicht erfüllt.
- : Abgasstrom Vorschalldämpverkampper [A] Wabenförmiger Katalysator [B] Einlaß [C] von hinterem Auspuffrohr Einlaß [D] von vorderem Auspuffrohr Auslaß [E] der Vorschalldämpferkammer ¡ Weitere Informationen über das KLEEN System (Theorie, Wartung und Vorsichtshinweise für die Handhabung) einschließlich des Sekundärluft-Einspritzsystems finden Sie im Werkstatthandbuch VN1500 G/H (Teile-Nr. 99924-1241). Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnung 6-2 Technische Daten 6-3 Kupplungsflüssigkeit Prüfen des Flüssigkeitsstands Wechseln der Kupplungsflüssigkeit Entlüftung der Kupplungsleitung Aus- und Einbau der Kupplungsschläuche Prüfen der Kupplungsschläuche und der Anschlüsse 6-4 6-4 6-4 6-4 6-4 6-4 Kupplungshauptzylinder Nachstellen des Kupplungshebels Ausbau Einbau Zerlegen (regelmäßige Inspektion) Prüfen des Kupplungshauptzylinders 6-5 6-5 6-5 6-5 6-5 6-6 Kupplungsnehmerzylinder Ausbau Einbau Zerlegen/Zusammenbau 6-7 6-7 6-7 6-8 Kupplung Ausbau des Kupplungsdeckels Ausbau der Kupplung Einbau der Kupplung Zerlegung der inneren Kupplungsnabe Messen des Federplattenspalts Nachstellen des Federplattenspalts Prüfen der Kupplungsscheiben auf Verschleiß und Beschädigungen Prüfen der Kupplungs- und Stahlscheiben auf Verzug Messen der freien Höhe der Kupplungsfedern Prüfen der Kupplungsgehäusefinger Prüfen der Keilverzahnung der Kupplungsnabe Prüfen des Dämpfernockens Kawasaki 6-9 6-9 6-9 6-10 6-11 6-12 6-13 6-13 6-13 6-14 6-14 6-14 6-14 VN1500-P1 Kupplung 6-2 Explosionszeichnung T1: T2: T3: T4: T5: T6: T7: 1,0 Nm (0,10 mkp) 5,9 Nm (0,60 mkp) 1,5 Nm (0,15 mkp) 7,8 Nm (0,80 mkp) 25 Nm (2,5 mkp) 9,8 Nm (1,0 mkp) 1,2 Nm (0,12 mkp) Kawasaki T8: 4,9 Nm (0,50 mkp) T9: 147 Nm (15,0 mkp) T10: 6,9 Nm (0,70 mkp) EO: Motoröl auftragen. L: Sicherungslack auftragen. M: MoS2 Fett auftragen. MO: MoS2 Öl auftragen.
Auswechselteile In der vorgeschriebenen Reihenfolge festziehen. Silikonfett oder PBC Fett auftragen. Anlaß-Sperrschalter Kupplungsnehmerzylinder Die Manschettenspitze zeigt nach außen. VN1500-P1 Kupplung 6-3 Technische Daten Position Normalwert Grenzwert D.O.T.4 (wird mitgeliefert)
Nr. 1 (nach Wunsch des Fahrers) 5-fach verstellbar Nicht nachstellbar
5,98 mm 1,95 – 2,45 mm 3,3 – 3,5 mm 0,2 mm oder weniger 5,6 mm --3,1 mm 0,3 mm Kupplungsflüssigkeit: Qualität Stellung des Kupplungshebels Stellung Spiel des Kupplungshebels Spiel Kupplung: Freie Höhe der Kupplungsfeder Federplattenspalt (Nutzbarer Bereich) Dicke der Reibscheiben Verzug der Kupplungs- und Stahlscheiben Spezialwerkzeug – Federringzange: 57001-143 Lagertreibersatz: 57001-1129 Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-4 Kupplungsflüssigkeit Prüfen des Flüssigkeitsstands ¡ Siehe Prüfen des Kupplungsflüssigkeitsstands im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt). Wechseln der Kupplungsflüssigkeit Siehe Wechseln der Kupplungsflüssigkeit im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt).
Entlüftung der Kupplungsleitung Bei abgenommenem Behälterdeckel mit dem Kupplungshebel mehrere Male langsam pumpen, bis keine Luftblasen mehr durch die Bohrung an der Unterseite des Behälters aufsteigen. Auf diese Weise wird die Leitung hauptzylinderseitig entlüftet.
Den Kupplungsschlauch leicht von unten nach oben abklopfen und die Luft aus dem Behälter herauslassen. Einen durchsichtigen Plastikschlauch [A] an das Entlüftungsventil am Nehmerzylinder anschließen und das andere Ende des Schlauchs in einen Behälter führen. Die Kupplungsleitung wie folgt entlüften: Mit dem Kupplungshebel pumpen, bis er schwergängig wird. Dann die Kupplung betätigen und halten [B]. Das Entlüftungsventil schnell öffnen und schnell schließen [C]. Den Kupplungshebel freigeben [D]. Den Flüssigkeitsstand im Behälter häufig überprüfen und gegebenenfalls Kupplungsflüssigkeit nachfüllen. ANMERKUNG
Wenn der Behälter während des Entlüftens leer wird, muß die Entlüftung von vorne begonnen werden, das Luft in die Leitung gelangt ist.
Diesen Arbeitsgang wiederholen, bis keine Luft mehr aus dem Plastikschlauch ausdringt. ACHTUNG Nicht zweierlei Kupplungsflüssigkeiten mischen. Anziehmoment – Schrauben für Deckel des Kupplungsflüssigkeitsbehälters: 1,5 Nm (0,15 mkp) Entlüftungsventil für Kupplungsnehmerzylinder: 7,8 Nm (0,8 mkp) Aus- und Einbau der Kupplungsschläuche ¡ Die Angaben für den Aus- und Einbau der Kupplungsschläuche finden Sie unter Bremsschläuche im Abschnitt Bremsen, da Kupplungsschläuche und Bremsschläuche identisch sind. Prüfen der Kupplungsschläuche und der Anschlüsse ¡ Siehe Prüfen der Kupplungsschläuche und der Anschlüsse im Abschnitt Allgemeine Wartung (2. Abschnitt). Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-5 Kupplungshauptzylinder Nachstellen des Kupplungshebels Der Kupplungshebel ist 5-fach verstellbar, so daß der Kupplungshebel nach den Wünschen des Fahrers nachgestellt werden kann.
- Den Hebel nach vorne drücken und den Einsteller [A] drehen, damit die Nummer mit der Pfeilmarkierung [B] an der Hebelhalterung fluchtet (Vorderansicht). ¡ Die Zahl 5 entspricht dem kleinsten und die Zahl 1 dem größten Abstand vom Griff zum Hebel. Ausbau Den Steckverbinder [A] für den Anlassersperrschalter ausziehen (Vorderansicht).
- Die Kupplungsflüssigkeit aus dem Behälter herausziehen, beispielsweise mit der Gabelölmeßlehre.
Die Hohlschraube [A] entfernen, um den Kupplungsschlauch vom Hauptzylinder abzunehmen (Rückansicht). Die Klemmschrauben [B] entfernen und den Hauptzylinder [C] als Baugruppe mit Flüssigkeitsbehälter, Kupplungshebel und Anlassersperrschalter abmontieren. VORSICHT Die Kupplungsflüssigkeit greift lackierte Flächen an; ausgelaufene Kupplungsflüssigkeit sollte deshalb sofort vollständig entfernt werden. Einbau ¡ Die Schelle muß so eingebaut werden, daß die Rückspiegelnabe [A] nach oben zeigt.
- Den Kupplungshauptzylinder [B] so aufsetzen, daß die Auflagefläche [C] der Körnermarke [D] am Lenker entspricht.
- Zuerst den oberen Klemmbolzen [E] und dann den unteren [F] festziehen. Nach dem Festziehen ist am unteren Teil des Klemmstückes ein Spalt vorhanden. Anziehmoment – Hauptzylinderklemmbolzen: 9,8 Nm (1,0 mkp)
An beiden Seiten des Kupplungsschlauchanschlusses eine neue Unterlegscheibe beilegen. Die Kupplungsschlauch-Hohlschraube festziehen. Anziehmoment – Kupplungsschlauchhohlschraube: 25 Nm (2,5 mkp)
Den Behälter mit Kupplungsflüssigkeit füllen und die Kupplungsleitung entlüften (siehe Wechseln der Kupplungsflüssigkeit und Entlüften der Kupplungsleitung). Den Druck in der Kupplungsleitung überprüfen und kontrollieren, ob keine Flüssigkeit ausläuft. Zerlegen (regelmäßige Inspektion) ¡ Siehe Auswechseln der Kupplungshauptzylindermanschetten und Staubdichtungen im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt). Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-6 Kupplungshauptzylinder Prüfen des Kupplungshauptzylinders
- Den Kupplungshauptzylinder zerlegen.
- Überprüfen, ob die Innenseite des Hauptzylinders [A] und die Außenseite des Kolbens [B] zerkratzt, angerostet oder angefressen sind. ★ Wenn Zylinder oder Kolben beschädigt sind, müssen sie ausgetauscht werden.
- Primärmanschette [C] und Sekundärmanschette [D] inspizieren. ★ Abgenutzte, beschädigte, weich gewordene (gealterte) oder aufgequollene Manschetten auswechseln.
- Wenn am Kupplungshebel Flüssigkeit austritt, sollte der Kolben ausgetauscht werden. Dies bedeutet dann gleichzeitig neue Manschetten.
- Die Staubkappe [E] auf Beschädigungen kontrollieren.
- Beschädigte Teile erneuern.
Kontrollieren, ob die Ausgleichsbohrung und die Zulaufbohrung frei sind. ★ Wenn die kleine Ausgleichsbohrung verstopft ist, rutscht die Kupplung. Gegebenenfalls die Bohrung mit Druckluft ausblasen.
- Die Kolbenrückholfeder auf Beschädigungen kontrollieren. ★ Die Feder austauschen, wenn sie beschädigt ist. Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-7 Kupplungsnehmerzylinder Ausbau
- Folgende Teile entfernen: Lichtmaschinenaußendeckel (siehe Abschnitt Elektrik) Hohlschraube [A] Befestigungsschrauben [B] Nehmerzylinder [C] VORSICHT Ausgelaufene Kupplungsflüssigkeit sofort abwischen, damit die lackierten Flächen nicht beschädigt werden.
Folgende Arbeiten sind auszuführen, wenn der Kupplungsnehmerzylinder abmontiert, jedoch nicht zerlegt werden soll. VORSICHT Wenn der Kupplungsnehmerzylinder abmontiert und nichts weiteres gemacht wird, drückt die Feder den Kolben heraus und die Kupplungsflüssigkeit läuft aus.
Den Kupplungsnehmerzylinder mit der angeschlossenen Leitung entfernen. Den Kolben soweit wie möglich in den Zylinder hineindrücken [A]. Den Kupplungshebel [A] langsam betätigen und mit einem Halteband [B] befestigen. ANMERKUNG
Wenn der Kupplungshebel auf diese Weise gehalten wird, kann der Kolben nicht herauskommen. Einbau MoS2 Fett auf das flache Ende [A] der Druckstange [B] auftragen. Die Druckstange so einbauen, daß das flache Ende nach innen zeigt. Spitze der Manschette [C]
- Das Distanzstück [D] des Kupplungsnehmerzylinders erneuern.
- Das Distanzstück so einbauen, daß die abgestufte Seite [E] nach außen zeigt.
- Sicherungslack auf das Gewinde der Kupplungsnehmerzylinderschrauben [F] auftragen.
- Die Kupplungsnehmerzylinderschrauben handfest anziehen.
- Das Halteband vom Kupplungshebel abnehmen und den Kupplungshebel loslassen.
Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-8 Kupplungsnehmerzylinder
Sicherungslack auf das Gewinde der Kupplungsnehmerzylinderschrauben [A] auftragen und die Schrauben festziehen. Anziehmoment – Kupplungsnehmerzylinderschrauben: 6,9 Nm (0,70 mkp)
Auf beiden Seiten der Schlauchverschraubung neue Unterlegscheiben beilegen. Die Hohlschraube [ B] mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Kupplungsschlauchhohlschraube: 25 Nm (2,5 mkp)
Den Stand der Kupplungsflüssigkeit im Hauptzylinderbehälter kontrollieren und die Kupplungsleitung entlüften. Die Arbeitsweise der Kupplung prüfen. Zerlegen/Zusammenbau Siehe Auswechseln der Kupplungsnehmerzylinder-Kolbendichtung im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt).
Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-9 Kupplung Ausbau des Kupplungsdeckels
- Das Motoröl ablassen (siehe Abschnitt Motorschmiersystem).
- Folgende Teile entfernen: Vorderes Auspuffrohr [A] (siehe Abschnitt Motoroberteil) Unterzug [B] (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell, die rechte Fußraste und den Hinterrad-Hauptzylinder jedoch nicht vom Unterzug abmontieren).
Die 18 Schrauben [A] des Deckels rausdrehen . Den Deckel an den Ansatzpunkten [B] vom Kurbelgehäuse abhebeln. ANMERKUNG
Den Dämpferdeckel [C] nicht entfernen. Ausbau der Kupplung ANMERKUNG
Für den Abschrauben der Kupplungsnabenmutter wird ein Druckluft-Schlagschrauber benötigt. Den Kupplungsdeckel abmontieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Den Sicherungsring [A] abnehmen und die Betätigungsplatte [B] aus der Kupplung herausnehmen. Die Kupplungsnabenmutter [A] mit dem Schlagschrauber abschrauben. Federplatte [A], Kupplungsfeder [B], und Kupplungsfederhalterung [C] aus der Kupplungsnabe ausbauen. Die Federn der Rückkehrmomentbegrenzung [D], die Kupplungs/ Stahlscheiben [E] und die Außennabe [F] aus den Kupplungsgehäuse herausnehmen. Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-10 Kupplung
Innennabe [A], Buchse [B], Unterlegscheibe [C] und Kupplungsgehäuse [D] aus dem Kurbelgehäuse herausnehmen. Nadellager [A], Hülse [B] und Druckscheibe [C] von der Antriebswelle abziehen. Einbau der Kupplung Wenn eines der nachstehenden Teile ausgewechselt wird, muß das Federplattenspiel eingestellt werden (siehe Messen des Federplattenspiels). Federplatte [A] Kupplungsscheiben [B] Stahlscheiben [C]
Beim Einbau des Kupplungsgehäuses darauf achten, daß das Ölpumpenantriebsrad [E] in das Ölpumpenzahnrad [B] eingreift, damit sich das Pumpenzahnrad einwandfrei dreht. VORSICHT Beim Einbau neuer, trockener Kupplungs- oder Stahlscheiben ist Motoröl aufzutragen, damit die Kupplungsscheiben nicht festfressen.
Die Kupplungs- und Stahlscheiben beginnend mit einer Kupplungsscheibe abwechselnd einbauen. Zuerst die Kupplungsscheiben einbauen und die Laschen in die tieferen Nuten [A] einsetzen und abschließend die äußerste Kupplungsscheibe [B] in die flacheren Nuten [C] einsetzen. Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-11 Kupplung
Die Kupplungsfeder [A] auf die Federhalterung [B] montieren und die Richtung beachten. Fett auf die Federn der Rückkehrmomentbegrenzung [C] auftragen und die Federn gemäß Abbildung auf die Federhalterung montieren. Kupplungsnabenmutter [D] (als Anhaltspunkt) MoS2-Öl auf die Kupplungsnabenmutter auftragen. MoS2-Öl – Gewinde und Sitzfläche der Kupplungsnabenmutter
MoS2 Öl ist eine Mischung aus Maschinenöl und MoS2 Fett mit einem Gewichtsverhältnis von 10:1. Die Primärzahnradschraube [B] festhalten und die Kupplungsnabenmutter [A] mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Kupplungsnabenmutter: 147 Nm (15,0 mkp)
Den Kupplungshebel langsam betätigen und mit einem Band festhalten, dabei den Federplattenpilz [B] in die Kupplungsnabe drükken [A]. Zerlegung der inneren Kupplungsnabe Die Dämpferfederhalterung [C] mit einer Presse [A] und einem geeigneten Lagertreiber [B] zusammendrücken und den Haltering [D] entfernen.
Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Folgende Teile entfernen: Sicherungsring [A] Federhalterung [B] Dämpferfeder [C] Federhalterung [D] Distanzstück [E] Dämpfernocken [F] Innennabe [G] Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-12 Kupplung Messen des Federplattenspalts Wenn der Federplattenspalt zu klein ist, wird die Bremswirkung des Motors abrupter und das Hinterrad springt. Wenn andererseits der Spalt zu groß ist, vermittelt der Kupplungshebel ein „schwammiges“ oder vibrierendes Gefühl.
Eine Gummischeibe (Knetmasse, Gummimasse) oder etwa 5 g Ton vorbereiten [A]. Mit einer Presse und zwei Fühlerblattlehren [C], die sich etwa 2,5 mm überlappen, eine etwa 2,5 mm dicke Scheibe [B] aus dem Kaugummi oder Ton herstellen. Die Scheibe mit einer Schere in vier Streifen [D] aus Gummi oder Ton gemäß Abbildung schneiden. Maßeinheit: mm Die Kupplung ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Kupplungsinnennabe, Federhalterung [A], Kupplungsaußennabe [B] und Kupplungsscheiben (Kupplungs- und Stahlscheiben) [C] auf Blöcke [D] legen. Die Federhalterung [E] nicht mit den Blöcken abstützen. Seifenlösung auf die Streifen auftragen, damit sich diese leichter von der Kupplungsfederplatte und der Kupplungsnabe entfernen lassen. Diese vier Streifen [A] gemäß Abbildung über Kreuz auf die erhabene Fläche [B] der äußeren Kupplungsnabe plazieren. Die Kupplungsfederplatte [C] und einen Block [D] einbauen. Auf die Stellung der Keilverzahnung [E] achten und die Kupplungsfederplatte weich in die äußere Kupplungsnabe montieren. Achten Sie darauf, daß sich diese Streifen nicht verschieben. Auf den Block drücken [F], bis die Kupplungsscheiben [G] dicht sitzen. VORSICHT Nicht zu stark auf den Block drücken, da hierbei die Kupplungsteile beschädigt werden könnten. Die maximale Preßkraft ist 100 kp. Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-13 Kupplung
Die Kupplungsfederplatte entfernen. Die Streifen mit einem dünnen Schraubendreher abziehen. Die gepreßte Dicke [A] der einzelnen Streifen mit einer Schieblehre messen. Diese Dicke entspricht dem Federplattenspalt. Federplattenspalt: Nutzbarer Bereich: 1,95 – 2,45 mm ANMERKUNG
Für den Fall, daß das Hinterrad springt, ist der Federplattenspalt etwas größer einzustellen. Wenn die Kupplung rutscht oder wenn am Kupplungshebel ein „schwammiges“ Gefühl vorhanden ist, sollte das Spiel innerhalb des nutzbaren Bereiches ein wenig kleiner eingestellt werden. Nachstellen des Federplattenspalts ★ Wenn der Spalt nicht innerhalb des nutzbaren Bereiches liegt, ist eine der Stahlscheiben gegen eine dickere oder dünnere auszuwechseln, um den Spalt zu korrigieren. ¡ Verwenden Sie Standardstahlscheiben (2,0 mm dick) x (6 – 7) Scheiben und die Einstell-Stahlscheibe (1,6 oder 2,3 mm dick) x (0 – 1) Scheibe: insgesamt 7 Scheiben. Stahlscheiben Dicke (mm) 1,6 2,0 2,3 Teilenummer 13089-1080 13089-1075 (standardmäßig) 13089-1081 VORSICHT Beim Einbau neuer Kupplungsscheiben ist Motoröl auf die Flächen der einzelnen Scheiben aufzutragen, damit die Scheiben nicht fressen. Prüfen der Kupplungsscheiben auf Verschleiß und Beschädigungen
- Die Kupplungsscheiben einer Sichtkontrolle unterziehen um festzustellen, ob sie Anzeichen von Festfressen oder Überhitzung (Verfärbung) aufweisen oder ob sie ungleichmäßig abgenutzt sind. ★ Wenn Scheiben Anzeichen von Beschädigungen aufweisen, sind sie zu ersetzen.
- Die Dicke der Reibscheiben [A] an mehreren Stellen messen. ★ Wenn die Kupplungsscheiben über den Grenzwert hinaus verschlissen sind, sind sie zu erneuern; dann erforderlichenfalls den Federplattenspalt vermessen und nachstellen. Dicke der Reibscheiben Normalwert: 3,3 – 3,5 mm Grenzwert: 3,1 mm Prüfen der Kupplungs- und Stahlscheiben auf Verzug
- Die einzelnen Kupplungsscheiben oder Stahlscheiben auf eine Richtplatte legen und den Spalt zwischen der Richtplatte [A] und der entsprechenden Kupplungs- oder Stahlscheibe [B] mit einer Fühlerblattlehre [C] messen. Der Spalt entspricht dem Verzug der jeweiligen Scheibe. ★ Reibscheiben, deren Verzug das zulässige Maß überschreitet, müssen ausgewechselt werden; dann den Federplattenspalt messen und erforderlichenfalls nachstellen. ★ Stahlscheiben, deren Verzug das zulässige Maß überschreitet, müssen durch eine neue Scheibe der gleichen Dicke ersetzt werden. Verzug der Kupplungs- oder Stahlscheiben Normalwert: 0,2 mm oder weniger Grenzwert: 0,3 mm Kawasaki VN1500-P1 Kupplung 6-14 Kupplung Messen der freien Höhe der Kupplungsfedern
- Die freie Höhe der Kupplungsfedern [A] messen. ★ Wenn die Höhe einer Feder den Grenzwert unterschreitet, muß sie erneuert werden. Freie Höhe der Kupplungsfedern Normalwert: 5,98 mm Grenzwert: 5,6 mm Prüfen der Kupplungsgehäusefinger
- Die Finger [A] des Gehäuses, an denen die Zungen [B] der Kupplungsscheiben anliegen, einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Bei zu stark abgenutzten Fingern oder bei Nutenbildung durch die Zungen muß das Gehäuse erneuert werden. Ebenfalls die Kupplungsscheiben erneuern, wenn die Zungen beschädigt sind und das Federplattenspiel messen. Prüfen der Keilverzahnung der Kupplungsnabe
- Die Auflageflächen der Zähne der Stahlscheiben [B] in den Keilnuten [A] einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Wenn die Keilnuten der Kupplungsnabe Kerben aufweisen, muß die Kupplungsnabe erneuert werden. Die Stahlscheiben müssen erneuert werden, wenn die Zähne beschädigt sind. Prüfen des Dämpfernockens Die Kupplung zerlegen (siehe Zerlegen der Kupplungsinnennabe). Dämpfernocken [A], Dämpferfedern [B] und Nockenrolle [C] einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Wenn ein Teil beschädigt zu sein scheint, muß es ausgewechselt werden.
Kawasaki VN1500-P1 Motorschmiersystem 7-1 Inhaltsverzeichnis Schema der Motorschmierung 7-2 Explosionszeichnung 7-3 Technische Daten 7-4 Motoröl und Ölfilter Prüfen des Ölstands Wechseln des Motoröls Erneuern des Ölfilters 7-5 7-5 7-5 7-5 Ölpumpe und Ölleitung Ausbau der Ölpumpe Einbau der Ölpumpe Ausbau des äußeren Ölschlauchs Einbau des äußeren Ölschlauchs Ausbau der inneren Ölleitung Einbau der inneren Ölleitung Prüfen des Kurbelgehäuseabgassystems Reinigen des Entlüftungsablaufs 7-6 7-6 7-6 7-6 7-6 7-7 7-7 7-8 7-8 Öldruck Messen des Öldrucks Prüfen des Sicherheitsventils 7-9 7-9 7-9 Kawasaki VN1500-P1 Motorschmiersystem 7-2 Schema der Motorschmierung
Ölfluß ( 1 – 30) - - → : Durchblasgase
Ölsieb Ölpumpe Sicherheitsventil Ölfilter Bypassventil Öldruckschalter Innere Ölleitung Hohlschraube des rechten Kurbelgehäuses hinten Äußerer Ölschläuche HLA Ölfilter Kipphebelwellen Kipphebel HLA (hydraulischer Spieleinsteller) Nockenwellen Äußere Ölleitung Vorderes Getriebegehäuse Innere Ölleitung Kurbelwelle Lichtmaschinenrotor Öldüse Vorderer Kolben Antriebswelle Abtriebswelle Hinterer Kolben Vorderes Kipphebelgehäuse Hinteres Kipphebelgehäuse Kawasaki
Anschlüsse der inneren Ölleitung Ölspritzblech Anschluß Linkes Kurbelgehäuse Rechtes Luftfiltergehäuse (Rückansicht) Kurbelgehäuse-Belüftungsschlauch Öltrennkammern Rechtes Kurbelgehäuse Ölrücklaufleitungen VN1500-P1 Motorschmiersystem 7-3 Explosionszeichnung
HLA Ölfilter Vorderes Kipphebelgehäuse Hinteres Kipphebelgehäuse Ölabscheider (kleinere Seite geht zuerst) Öldüse (x 3), Rechtsgewinde Ölrücklaufleitungen Ölsieb Ölspritzblech Öldüse (x 1), Linksgewinde Kawasaki
EO: GT: Kurbelgehäuse-Belüftungsschlauch Zum rechten Luftfilterunterteil Motoröl auftragen. Fett auftragen. Ein wenig Fett auf die Schalterklemme als Rostschutz auftragen. L: Sicherungslack auftragen. Lh: Linksgewinde R: Auswechselteile SS: Silikondichtstoff auftragen (Kawasaki Bond:56019-120) T1: 20 Nm (2,0 mkp) T2: 9,8 Nm (1,0 mkp) T3: 25 Nm (2,5 mkp) T4: 15 Nm (1,5 mkp) T5: 1,5 Nm (0,15 mkp) T6: 8,8 Nm (0,90 mkp) T7: 2,9 Nm (2,30 mkp T8: 18 Nm (1,8 mkp) T9: 11 Nm (1,1 mkp) VN1500-P1 Motorschmiersystem 7-4 Technische Daten Position Normalwert Motoröl: Sorte Viskosität Menge: Ölstand (nach Leerlauf oder beim Fahren) API Klassifizierung: SE, SF oder SG Klasse API Klassifizierung SH oder SJ Klasse mit JASO MA SAE 10W-40 2,9 l (wenn Ölfilter nicht ausgebaut wird) 3,1 l (wenn Filter ausgebaut wird) 3,5 l (wenn der Motor vollkommen trocken ist) Zwischen oberer und unterer Markierungslinie Messen des Öldrucks: Öldruck bei 2000 min -1 Öltemperatur 100°C
340 - 440 kPa (3,5 - 4,5 kp/cm²)
Spezialwerkzeug – Schlüssel für Einfülldeckel: 57001-1454 Öldruckmeßgerät, 5 kp/cm²: 57001-125 Adapter für Öldruckmeßgerät, PT 1/8: 57001-1033 Ölfilterschlüssel: 57001-1249 Dichtstoff – Kawasaki Bond (Silikondichtstoff): 56019-120 Kawasaki VN1500-P1 Motorschmiersystem 7-5 Motoröl und Ölfilter ACHTUNG Wenn das Motorrad mit zu wenig, altem oder verschmutztem Öl gefahren wird, erhöht sich der Verschleiß und der Motor oder das Getriebe können fressen; dies kann zu einem Unfall mit Verletzungsfolgen führen. Prüfen des Ölstands
- Das Motorrad so aufstellen, daß es waagerecht zum Boden steht.
- Kontrollieren, ob das Öl zwischen der oberen [A] und der unteren [B] Markierungslinie am Sichtglas steht. Kupplungsdeckel [C] Vorn [D] ANMERKUNG
Das Motorrad so aufstellen, daß es waagerecht zum Boden steht. Wenn das Motorrad gerade gefahren wurde, sind einige Minuten zu warten, damit sich das Öl sammeln kann. Wenn das Öl gerade gewechselt wurde, ist der Motor zu starten und mehrere Minuten im Leerlauf laufen zu lassen. Dadurch wird der Ölfilter mit Öl gefüllt. Dann einige Minuten warten, bis sich das Öl gesammelt hat. VORSICHT Wenn der Motor hochgedreht wird bevor sämtliche Teile mit Öl versorgt sind, kann er fressen. Wenn der Ölstand außerordentlich niedrig wird oder wenn sich die Ölpumpe oder die Ölleitungen zusetzen oder nicht einwandfrei arbeiten, leuchtet die Öldruckwarnanzeige auf. Wenn die Lampe bei einer Motordrehzahl über der Leerlaufdrehzahl an bleibt, muß der Motor sofort abgestellt und die Ursache gesucht werden. ★ Wenn der Ölstand zu hoch ist, daß überschüssige Öl mit einer Spritze oder einem anderen geeigneten Gerät entfernen. ★ Bei zu niedrigem Ölstand Öl durch die Einfüllöffnung nachfüllen. Öl dergleichen Sorte und vom gleichen Hersteller, wie das bereits im Motor vorhandene, verwenden. ANMERKUNG
Wenn Motorölsorte und Fabrikat nicht bekannt sind, ist es besser, für das Nachfüllen eines der vorgeschriebenen Öle zu verwenden, als mit zuwenig Öl zu fahren. Bei nächster Gelegenheit sollte das Öl allerdings dann vollständig gewechselt werden. Wechseln des Motoröls Siehe Wechseln des Motoröls im Abschnitt regelmäßige Wartung (2. Abschnitt).
Erneuern des Ölfilters Siehe Erneuern des Ölfilters im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt).
Kawasaki VN1500-P1 Motorschmiersystem 7-6 Ölpumpe und Ölleitung Ausbau der Ölpumpe
- Den Motor ausbauen (siehe Aus- und Einbau des Motors).
- Das Kurbelgehäuse auseinanderbauen (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe).
- Die Ölpumpen-Befestigungsschrauben entfernen und die Pumpe [A] aus dem rechten Kurbelgehäuse herausnehmen.
- Erforderlichenfalls das Sicherheitsventil [B] abschrauben
Folgende Teile entfernen: Sicherungsring [A] Pumpenwelle [B] Unterlegscheibe [C] Pumpenzahnrad [D] Einbau der Ölpumpe
- Auf die Stellung der Lasche [A] an der Ölpumpenwelle achten und die Zahnradwelle so drehen, daß die Lasche in der Aussparung [B] sitzt.
- Die O-Ringe [C] erneuern, wenn sie beschädigt sind.
- Festziehen: Anziehmoment – Ölpumpen-Befestigungsschrauben: 11 Nm (1,1 mkp)
- Kontrollieren, ob sich das Ölpumpenzahnrad in der linken Seite des rechten Kurbelgehäuses einwandfrei dreht.
- Sicherungslack auf das Gewinde des Sicherheitsventils auftragen und das Ventil einbauen. Anziehmoment – Sicherheitsventil: 15 Nm (1,5 mkp) Ausbau des äußeren Ölschlauchs
- Den Motor ausbauen (siehe Abschnitt Aus- und Einbau des Motors).
- Folgende Teile entfernen: Kipphebelgehäusedeckel (siehe Abschnitt Motoroberteil) Bolzen [A] für Ölschlauchflansch am vorderen und hinteren Kipphebelgehäuse Ölschlauch-Hohlschraube [B] am rechten Kurbelgehäuse hinter dem hinteren Zylinder
- Den vorderen Ölschlauch [C] und den hinteren Ölschlauch [D] entfernen. Vorn [E] Einbau des äußeren Ölschlauchs
- Den vorderen Ölschlauch [A] gemäß Abbildung über das Einlaßrohr [B] führen. Vorn [C
- Den hinteren Ölschlauch [D] nach unten führen.
- Beide Ölschläuche zwischen Einlaßrohr [E] und Zylinderrippen [F] verlegen. Kawasaki VN1500-P1 Motorschmiersystem 7-7 Ölpumpe und Ölleitung
Die Enden der Ölschläuche am rechten Kurbelgehäuse gemäß Abbildung hinter dem hinteren Zylinder verlegen. Vorderer Ölschlauch [A] Hinterer Ölschlauch [B] Die Farbmarkierungen [C] müssen nach hinten zeigen. Die Kupferunterlegscheiben an beiden Seiten der Hohlschraube erneuern. Anziehmoment – Bolzen für Ölschlauchflansch: 9,8 Nm (1,0 mkp) Ölschlauch-Hohlschraube [D]: 9,8 Nm (1,0 mkp)
Als nächstes den hinteren Kettenspanner einbauen (siehe Abschnitt5 - Motoroberteil). Ausbau der inneren Ölleitung Das Kurbelgehäuse auseinanderbauen (siehe Abschnitt 9 - Kurbelgehäuse/Getriebe).
- Folgende Teile entfernen: Klemmschrauben [A] Halterungsschraube [B] Abscheider [C]
- Die innere Ölleitung [D] und die Ölrücklaufleitung [E] aus dem rechten Kurbelgehäuse [F] ausbauen.
Folgende Teile entfernen: Klemmschraube [A] Halterungsschraube [B] Die innere Ölleitung [C] und die Ölrücklaufleitung [D] aus dem linken Kurbelgehäuse [E] ausbauen. Den Abscheider [F] entfernen. Einbau der inneren Ölleitung Kontrollieren, ob die O-Ringe [A] an den Anschlußstutzen in gutem Zustand sind.
- Vor dem Einbau Öl auf die O-Ringe auftragen. Ölleitung [B] Anschluß [C]
Kawasaki VN1500-P1 Motorschmiersystem 7-8 Ölpumpe und Ölleitung
Die Ölrücklaufleitungen gemäß Abbildung einbauen. Keinen Silikondichtstoff auf die Nut der Tülle und die Auflagefläche der Tülle auftragen. Linkes Kurbelgehäuse [A] Rechtes Kurbelgehäuse [B] Linke Ölrücklaufleitung [C]
Rechte Ölrücklaufleitung [D] Vorn [E] Erst die Getriebezahnräder und dann die linke innere Ölleitung [A] in das linke Kurbelgehäuse [B] einbauen. Folgende Teile einbauen: Klemmschrauben [C] Halterungsschraube [D] Öldüse [E] O-Ring [F] Sicherungslack auftragen – Ölleitungshalterungsschrauben und Klemmbolzen Anziehmoment – Halterungsschrauben: 11 Nm (1,1 mkp) Klemmbolzen: 11 Nm (1,1 mkp) Prüfen des Kurbelgehäuseabgassystems Vergewissern Sie sich, daß die Schläuche vorschriftsmäßig verlegt, dass sie nicht zusammengedrückt oder eingeklemmt sind und daß sie vorschriftsmäßig an den Ölreservetank und an das rechte Luftfilterunterteil angeschlossen wurden. ★ Festgestellte Fehler sind zu korrigieren.
- Die Belüftungsschläuche [A], die Belüftungsleitung [B] (linke Vorderansicht) und den Luftfilterablaufschlauch auf Beschädigungen oder Anzeichen von Alterung kontrollieren. ¡ Die Schläuche sollten nicht hart und brüchig sein, jedoch auch nicht weich oder aufgequollen. ★ Beschädigte Schläuche erneuern.
- Kontrollieren, ob die Schläuche einwandfrei angeschlossen sind.
Reinigen des Entlüftungsablaufs Siehe Reinigen des Entlüftungsablaufs im Abschnitt Regelmäßige Wartung (2. Abschnitt)
Kawasaki VN1500-P1 Motorschmiersystem 7-9 Öldruck Messen des Öldrucks ANMERKUNG
Den Öldruck messen, nachdem der Motor warmgelaufen ist. Die Leitung des Öldruckschalters abklemmen und den Öldruckschalter [A] herausdrehen. Das Öldruckmeßgerät [B] und den Adapter [C] in die Schalterbohrung einsetzen. Spezialwerkzeug – Öldruckmeßgerät, 5 kp/cm²: 57001-125 Adapter, PT 1/8: 57001-1033
Den Motor starten und gründlich warmlaufen lassen. Den Motor mit der vorgeschriebenen Drehzahl laufen lassen und den angezeigten Druck ablesen. ★ Wenn der Öldruck wesentlich unter dem Normaldruck liegt, sind Ölpumpe und Sicherheitsventil zu überprüfen und/oder Kurbelwellenlager und Pleuelfußlagereinsätze sofort auf Verschleiß zu kontrollieren. ★ Wenn der Öldruck wesentlich über dem Normaldruck liegt, sind zuerst das Ölsieb und dann die Ölkanäle auf Schmutz oder Verstopfung zu kontrollieren. Ebenfalls den Ölfilter erneuern. Öldruck Normalwert:
340 – 440 kPa (3,5 – 4,5 kp/cm²) bei 2000 min-1, Öltemperatur 90° C Den Motor abschalten Öldruckmeßgerät und Adapter ausbauen. ACHTUNG Wenn der Verschlußstopfen entfernt ist, kann heißes Öl aus dem Ölkanal herauslaufen. Schützen sie sich vor Verbrennungen.
Beim Einbau des Öldruckschalters Silikondichtstoff auf das Gewinde des Schalters auftragen und den Schalter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Öldruckschalter: 15 Nm (1,5 mkp) Prüfen des Sicherheitsventils
- Das Kurbelgehäuse auseinanderbauen (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe).
- Das Sicherheitsventil [A] von der Ölpumpe [B] abmontieren.
- Prüfen, ob das Ventil leicht gleitet, wenn es mit einem Holzstab oder einem anderen weichen Stab hineingedrückt wird; es muß unter dem Federdruck wieder in den Sitz zurückkommen. ANMERKUNG
Das Ventil ist im zusammengebauten Zustand zu überprüfen. Wenn das Ventil zerlegt und wieder zusammengebaut wird, kann sich die Leistung des Ventils ändern. ★ Wenn bei der vorstehenden Prüfung harte Punkte festgestellt wer- den, muß das Ventil mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt in einem gut belüfteten Raum gereinigt und dann mit Druckluft ausblasen werden. ¡ Achten Sie darauf, daß in der Nähe des Arbeitsbereiches keine Funkenquellen oder offene Flammen vorhanden sind. Ventil [A] Feder [B] ★ Wenn durch diese Reinigung das Problem nicht gelöst wird, ist das Sicherheitsventil zu erneuern. Das Sicherheitsventil ist ein Präzisionsteil, bei dem keine Einzelteile ausgewechselt werden können. Kawasaki VN1500-P1 Aus- und Einbau des Motors 8-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnung 8-2 Technische Daten 8-3 Aus- und Einbau des Motors Ausbau Einbau 8-4 8-4 8-7 Kawasaki VN1500-P1 Aus- und Einbau des Motors 8-2 Explosionszeichnung WL: Seifenlösung oder Gummischmiermittel auftragen. T1: 44 Nm (4,5 mkp) T2: 25 Nm (2,5 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Aus- und Einbau des Motors 8-3 Technische Daten Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 Kawasaki VN1500-P1 Aus- und Einbau des Motors 8-4 Aus- und Einbau des Motors Ausbau
- Das Heckteil des Rahmens mit dem Heber [A] abstützen. Vorn [B] ¡ Die Rippen des Rahmens in die Nut der Zusatzeinrichtung einsetzen. Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398
Den Bremshebel langsam ziehen und mit einem Band [A] halten. Vorn [B] ACHTUNG Vergewissern Sie sich, daß die Vorderradbremse beim Ausbau des Motors angezogen ist, da das Motorrad sonst umfallen kann. Dies könnte einen Unfall mit Verletzungen verursachen. VORSICHT Vergewissern Sie sich, daß die Vorderradbremse beim Ausbau des Motors angezogen ist, da das Motorrad sonst umfallen könnte. Der Motor oder das Motorrad könnten hierbei beschädigt werden.
Den Benzintank [A] entfernen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). Folgende Flüssigkeiten ablassen: Kühlflüssigkeit (siehe Abschnitt Kühlsystem) Motoröl (siehe Abschnitt Motorschmiersystem) Folgende Teile entfernen: Linkes und rechtes Luftfiltergehäuse [B] (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem) Vakuumschaltventil und Schläuche Steckverbinder für Einspritzdüsen Steckverbinder für Drosselklappenschalter Steckverbinder für ISC-Ventil/Ansaugtemperaturschalter Kraftstoffschlauch Unterdruckschlauch (vom T-Anschluß) Kurbelgehäuse-Belüftungsschlauch Kawasaki VN1500-P1 Aus- und Einbau des Motors 8-5 Aus- und Einbau des Motors
Abklemmen bzw. Ausziehen: Schnappklemmstücke [A] (aufhebeln) Steckverbinder für Kühlgebläsemotor [B] Steckverbinder für Hinterrad-Bremslichtschalter [C] Zündkabel [D] Vorn [E] Entfernen: Fußschalthebel (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe) Lichtmaschinenaußendeckel (siehe Abschnitt Elektrik) Folgende Steckverbinder ausziehen bzw. Leitungen abklemmen: Steckverbinder für Geschwindigkeitssensor [A] Anlasseranschluß Steckverbinder [B] für Lichtmaschine Steckverbinder für Impulsgeberleitungen [C] Steckverbinder für Öldruckschalter/Leerlaufschalter [D] Steckverbinder für Regler/Gleichrichter [E] Steckverbinder für Seitenständerschalter [F] Folgende Teile entfernen: Kupplungsnehmerzylinder [G] Kupplungsschlauch [H] (von der Halterung) Die Schrauben [A] herausdrehen und die Hupe [B] abmontieren. Die Befestigungsschraube [C] entfernen. Den Kühler anheben, damit die Arretierungen frei werden. Den Kühler entfernen. VORSICHT Den Kühlerblock nicht berühren. Hierbei könnten die Kühlerrippen beschädigt werden, was zu einer Verringerung der Kühlwirkung führt.
Folgende Teile entfernen: Wasserschlauch [A] am vorderen den Zylinderkopf Wasserschlauch [B] am hinteren Zylinderkopf Vorn [C] Den Motormasseanschluß [A] abklemmen Vorn [B] Kawasaki VN1500-P1 Aus- und Einbau des Motors 8-6 Aus- und Einbau des Motors
Den Motor mit einem handelsüblichen Ständer [A] abstützen. Folgende Teile entfernen: Halter für rechtes Zündkabel Vorderes und hinteres Auspuffrohr (siehe Abschnitt Motoroberteil) Bolzen für Motorhaltewinkel [B] Bolzen für Unterzug [C] Den Unterzug [A] zusammen mit der rechten Fußraste und dem Hinterrad-Hauptzylinder entfernen. Folgende Teile entfernen: Schrauben für Motorhaltewinkel [B] Motorbefestigungsschrauben und Muttern [C] Die Kardanwelle vom Motor trennen. Den Gummifaltenbalg [A] abziehen und mit einem Draht leicht auf den Arretierstift [B] drücken. Den Motor nach vorne schieben [C], damit die Kardanwelle frei wird. Den Motor [A] nach der rechten Seite aus dem Motorrad herausnehmen. Kawasaki VN1500-P1 Aus- und Einbau des Motors 8-7 Aus- und Einbau des Motors Einbau
- Den Motor mit einem handelsüblichen Ständer abstützen und die ausgebauten Teile in der umgekehrten Reihenfolge wieder einbauen.
- Den Gummifaltenbalg [A] auf das hintere Ende des vorderen Kegelradgetriebegehäuses aufsetzen.
- Die Feder [B] in das Gelenk des vorderen Kegelrads einsetzen.
- Den Arretierstift [C] in das vordere Kegelradgelenk einsetzen.
Eine dünne Schicht Hochtemperaturfett auf das Gelenk des angetriebenen Zahnrads und auf das Kardanwellengelenk auftragen. Auf den Arretierstift [A] drücken und den Motor zurückschieben, damit das vordere Kegelradgelenk in das Kardanwellengelenk eingreift. Den Bremsschlauch [A] und den Kupplungsschlauch [B] gemäß Abbildung im Rahmen [C] verlegen. Befestigungsschellen [D] Vorn [E] Den hinteren Befestigungsbolzen von der linken Seite des Motors her einschieben, damit der Motor in die endgültige Stellung im Rahmen gesetzt wird. Folgende Befestigungen anziehen: Anziehmoment – Unterzugbolzen: 44 Nm (4,5 mkp) Motorbefestigungsbolzen und Muttern: 44 Nm (4,5 mkp) Bolzen für Motorhaltewinkel: 25 Nm (2,5 mkp)
Die Leitungen, Betätigungszüge und Schläuche vorschriftsmäßig verlegen (siehe Verlegen der Betätigungszüge, Leitungen und Schläuche im Abschnitt Allgemeine Informationen). Die Motorerdungsleitung [A] gemäß Abbildung an den Motor anschließen. Anziehmoment – Anschlußbolzen für Motorerdung: 7,8 Nm (0,80 mkp) Vorn [B] Kawasaki VN1500-P1 Aus- und Einbau des Motors 8-8 Aus- und Einbau des Motors
Die ausgebauten Teile wieder einbauen (siehe Angaben in den entsprechenden Abschnitten). Die Gaszüge einstellen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). Motoröl in den Motor füllen (siehe Abschnitt Motorschmiersystem). Kühlflüssigkeit in den Motor füllen und das Kühlsystem entlüften (siehe Abschnitt Kühlsystem). Die Leerlaufdrehzahl einstellen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). Die Arbeitsweise der Kupplung überprüfen. Die Bremswirkung überprüfen. ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Bremshebel oder dem Fußbremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn dies nicht zuvor getan wurde. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnung 9-2 Technische Daten 9-4 Kurbelgehäuse Auseinanderbau Zusammenbau Zerlegen der Anlasserkupplung Zusammenbau Prüfen der Anlasserkupplung Prüfen des Drehmomentbegrenzers 9-5 9-5 9-8 9-14 9-14 9-15 9-15 Kurbelwelle/Pleuel Ausbau der Pleuel Einbau der Pleuel Reinigen der Kurbelwelle und der Pleuel Verbiegung der Pleuel Pleuelverdrehung Pleuelfußseitenspiel Verschleiß der Pleuelfuß-Lagereinsätze Unwucht der Kurbelwelle Kurbelwellenhauptlager/Lagerzapfenverschleiß Kurbelwellenseitenspiel 9-16 9-16 9-16 9-17 9-17 9-17 9-17 9-18 9-19 9-19 9-20 Primärzahnrad Ausbau Einbau 9-21 9-21 9-21 Getriebe Ausbau des Fußschalthebels Einbau des Fußschalthebels Ausbau des äußeren Schaltmechanismus Einbau des äußeren Schaltmechanismus Prüfen des äußeren Schaltmechanismus Ausbau des Getriebes Einbau des Getriebes Zerlegen und Zusammenbau der Schaltwalze Zerlegen des Getriebes Zusammenbau des Getriebes Schaltgabelverbiegung Verschleiß zwischen Schaltgabel und Zahnradnut Verschleiß zwischen Schaltgabelführungsstiften und Schaltwalzennut Beschädigungen an Schaltklauen und Schaltklauenlöchern 9-22 9-22 9-22 9-22 9-23 9-23 9-23 9-24 9-25 9-25 9-25 9-26 9-26 9-27 9-27 Kugellager, Nadellager und Öldichtungen Auswechseln von Kugel- und Nadellagern Verschleiß der Kugel- und Nadellager Inspektion der Öldichtungen 9-29 9-29 9-29 9-29 Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-2 Explosionszeichnung
Auslaßschlauch für Wasserpumpenablauf Kein Öl auftragen. Sicherungslack nur auf die Oberseite dieses Stehbolzens auftragen. Öldüse (x 1): Linksgewinde, grün Öldüsen (x 3): Rechtsgewinde, grün Linkes Kurbelgehäuse Rechtes Kurbelgehäuse Kawasaki
EO: LG: Ölspritzblech Motoröl auftragen. Sicherungslack auftragen. Dichtmasse auftragen (Kawasaki Bond: 92104-1003). Lh: Linksgewinde MO: MoS2-Öl auf Gewinde und Sitzfläche auftragen. MoS2-Öl ist eine Mischung von Motoröl und MoS2-Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1. S: In der vorgeschriebenen Reihen- folge festziehen. SS: Silikondichtstoff (Kawasaki Bond: 56019-120) auftragen. T1: 39 Nm (4,0 mkp) T2: 21 Nm (2,1 mkp) T3: 11 Nm (1,1 mkp) T4: 2,9 Nm (0,30 mkp) T5: 59 Nm (6,0 mkp) T6: 147 Nm (15,0 mkp) T7: 15 Nm (1,5 mkp) T8: 85 Nm (8,7 mkp) T9: 25 Nm (2,5 mkp) VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-3 Explosionszeichnung
1. Jeder Schraubenkopf ist numeriert mit 10.
2. Die Körnermarken aufeinander ausrichten.
3. Die Körnermarke auf den Schlitz ausrichten.
EO: Motoröl auftragen. L: Sicherungslack auftragen. Lh: Linksgewinde MO: MoS2-Öl auf das Gewinde auftragen. Kawasaki
Kurbelwelle, Pleuel: Pleuelverbiegung Pleuelverdrehung Pleuelfuß-Seitenspiel Spiel zwischen Pleuelfuß-Lagereinsatz und Kurbelzapfen Kurbelzapfendurchmesser: Markierung keine Durchmesser der Pleuelfußbohrung: Markierung keine
Dicke der Pleuelfuß-Lagereinsätze: braun schwarz blau Auswahl der Pleuelfuß-Lagereinsätze: PleuelfußdurchmesserMarkierung KurbelzapfendurchmesserMarkierung keine
keine Lagereinsatz Farbe Teile-Nummer braun 92028-1476 Schwarz 92028-1475 blau Kurbelwellenseitenspiel 0,05 - 0,55 mm Länge der Kurbelwellenwangen 96,85 - 96,95 mm Kurbelwellenunwucht TIR 0,02 mm oder weniger Spiel zwischen KurbelwellenHauptlagereinsatz und Lagerzapfen 0,025 - 0,052 mm Durchmesser der Kurbelwellen-Hauptlagerzapfen 54,986 - 55,000 mm Durchmesser der Kurbelgehäuse-Hauptlagerbohrung: 55,025 - 55,038 mm 92028-1474 0,75 mm 96,6 mm TIR 0,05 mm 0,10 mm 54,96 mm 55,07 mm Getriebe: Schaltgabeldicke Breite der Schaltgabelnut Durchmesser der Schaltgabel-Führungsstifte Breite der Schaltwalzennut 5,9 - 6,0 mm 6,05 - 6,15 mm 7,9 -8,0 mm 8,05 - 8,20 mm 5,8 mm 6,3 mm 7,8 mm 8,3 mm Spezialwerkzeug – Halter für Dämpfernocken: 57001-1025 Schwungradhaltewerkzeug: 57001-1410 Lagertreibersatz: 571001-1129 Schwungradhaltewerkzeug: 57001-1313 Zahnradhaltewerkzeug: 57001-1015 Spitzzange: 57001-144 Dichtstoff – Kawasaki Bond (Dichtmasse - schwarz): 92104-1003 Kawasaki Bond (Silikondichtstoff): 56019-120 Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-5 Kurbelgehäuse Auseinanderbau
- Folgende Teile entfernen: Motor (siehe Abschnitt Aus- und Einbau des Motors) Zylinderblöcke (siehe Abschnitt Motoroberteil) Kolben Kupplung (siehe Abschnitt Kupplung) Vorderes Kegelradgetriebe (siehe Abschnitt Achsantrieb) Innerer Lichtmaschinendeckel (siehe Abschnitt Elektrik)
- Den Hebel des Schaltmechanismus [C] in Richtung Schaltwelle drücken [B] und die Schaltwelle [A] entfernen.
- Die Schraube herausdrehen und den Zahnradstellhebel [D] mit der Feder entfernen.
Sicherungsring und Nadellager von der Welle abnehmen. Kupplungsdruckstangenführung [A] und Schrauben, sowie Kurbelgehäuselager-Sicherungsringe und Schrauben entfernen. Eine Schraube (Ø 12 mm, L 100 mm) [B] in die Bohrung der Motorbefestigungsschraube einsetzen. Mit einem Dämpfernocken-Haltewerkzeug [D] (Spezialwerkzeug) und einem tiefen Steckschlüssel die Mutter des Dämpfernockens [C] lösen. Spezialwerkzeug – Halter für Dämpfernocken: 57001-1025
Das Zahnrad [A] aus der Anlasserkupplung herausziehen (Das Zahnrad kann ausgebaut werden, wenn der Motor noch im Rahmen sitzt). Den Primärzahnradbolzen [B] festhalten und den Anlasserkupplungsbolzen [A] lösen. Den Drehmomentbegrenzer [C] herausnehmen. Folgende Teile vom rechten Ende der Ausgleichswelle entfernen: Anlasserkupplungsschraube [A] Unterlegscheibe [B] Bundbuchse [C] Nadellager [D] Kupfer-Unterlegscheibe [E] Anlasserkupplung [F] Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-6 Kurbelgehäuse
Den Lichtmaschinenrotor mit dem Haltewerkzeug (Spezialwerkzeug) festhalten und die Primärzahnradschraube [A] lösen. (Das Primärzahnrad kann auch ausgebaut werden, wenn der Motor im Rahmen sitzt). Primärzahnrad [B] Spezialwerkzeug – Rotorhaltewerkzeug: 57001-1410
Die Schraube [A] des linken Ausgleichszahnrads mit dem Rotorhaltewerkzeug [B] lösen. Die linke Ausgleichszahnrads hat Rechtsgewinde. Spezialwerkzeug – Rotorhaltewerkzeug: 57001-1410
Die Schraube des Lichtmaschinenrotors [C] und die Lichtmaschine entfernen. Ausgleichswellenzahnrad, Unterlegscheibe und linkes Ausgleichsgewicht [A] als Teilesatz von der Ausgleichswelle abnehmen. Folgende Teile aus der linken Kurbelgehäusehälfte entfernen: Halterung der vorderen Kettenführung [A] Untere Kettenführung [B] Hintere Kettenführung [C] Vordere Steuerkette [D] Vorn [E] Das Ende der Feder [A] von dem Haken abnehmen und die Schrauben [B] herausdrehen. Die Zwischenwellenhalterung [C] und die Kettenführung [D] aus der rechten Kurbelgehäusehälfte ausbauen (Die Halterung kann auch ausgebaut werden, wenn der Motor im Rahmen sitzt). Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-7 Kurbelgehäuse
Die Primärzahnradschraube [A] entfernen und das Wasserpumpen-Antriebsrad [B] und das Zwischenwellenkettenrad [C] als Teilesatz ausbauen. Kette [D] Das Primärzahnrad [A] aus der Kurbelwelle herausziehen und die Zwischenwelle [B] aus dem Kurbelgehäuse ausbauen. Die Zwischenwelle hat zwei Stifte [C]. Bei abmontiertem Zylinderkopf folgende Teile entfernen: Zwischenwellenkettenrad [A] (mit Unterlegscheibe) von Wasserpumpenkette [B] Hintere Steuerkette [C] Untere Kettenführung [D] Hintere Kettenführung [E] Vorn [F] Die Schrauben für den Anlasser [B] entfernen und den Anlasser [A] vom Kurbelgehäuse entfernen. Die Schrauben des rechten Kurbelgehäuses entfernen (an der rechten Seite). 8 mm Ø Schrauben (5) [A] Nicht vergessen, diese Schraube [B] zu entfernen. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-8 Kurbelgehäuse
Alle Kurbelgehäuseschrauben in der angegebenen Reihenfolge entfernen (an der linken Seite) 6 mm Ø Schrauben (14) [A] 8 mm Ø Schraube (1) [B] 10 mm Ø Schrauben (3) [C] Die Kurbelgehäusehälften an den Ansatzpunkten auseinanderhebeln. Ansatzpunkt (vorn) [A] Ansatzpunkt (hinten) [B] Die linke Kurbelgehäusehälfte nach unten drehen. Die rechte Kurbelgehäusehälfte abheben. Folgende Teile aus der linken Kurbelgehäusehälfte entfernen: Kurbelwelle Getriebezahnradeinheit (siehe Ausbau des Getriebes im Abschnitt Getriebe) Ausgleichswelle Das Wasserpumpenkettenrad [A] zusammen mit Kette und Welle [B] aus dem rechten Kurbelgehäuse herausziehen. VORSICHT Die linken und rechten Kurbelgehäusehälften werden im Werk in zusammengebauten Zustand bearbeitet und müssen deshalb als Teilesatz ausgewechselt werden. Zusammenbau
- Die Auflageflächen der Kurbelgehäusehälften mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt reinigen und trocken wischen.
- Die Ölkanäle in den Kurbelgehäusehälften mit Druckluft ausblasen.
Das Kurbelgehäuse-Lagerauge mit einer geeigneten Vorrichtung [A] abstützten. Mit einer Presse und dem Lagertreibersatz [C] das neue Lager [B] einbauen. Hierfür auf den Lageraußenlaufring drücken, bis er aufsitzt. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 VORSICHT Das Kurbelgehäuse-Lagerauge abstützten, wenn das Lager eingepreßt wird, da sonst das Kurbelgehäuse beschädigt werden könnte.
Die drei Nadellager mit den Herstellermarkierungen nach außen in die Bohrungen an der rechten Seite des Kurbelgehäuses pressen. Den Nadellageraußenlaufring mit dem Lagertreiber soweit einpressen, daß die Frontfläche des Lagers bündig mit den Ende der Bohrung abschließt. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-9 Kurbelgehäuse
Die Lagersicherungsringe montieren. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 Lager [A] Lagersicherungsring [B] Linke Kurbelgehäusehälfte [C] Sicherungslack – Schrauben der Lagersicherungsringe Anziehmoment – Schraube des Lagersicherungsrings: 11 Nm (1,1 mkp)
Silikondichtstoff [A] auf die Abstufung der Öltrennkammer [B] im linken Kurbelgehäuse [C] auftragen. Das Ölspritzblech [D] auf die Kammer montieren. Vorn [E] Sicherungslack – Schrauben für Ölspritzblech Anziehmoment – Schraube für Ölspritzblech: 11 Nm (1,1 mkp)
Folgende Teile entfernen: Lager [A] Lagersicherungsringe [B] Rechte Kurbelgehäusehälfte [C] Sicherungslack auf den Rückholfederstift [A] auftragen und den Bolzen mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Rückholfederstift: 39 Nm (4,0 mkp) Silikondichtstoff auf das Gewinde des Öldruckschalters [B] auftragen und den Schalter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Öldruckschalter: 15 Nm (1,5 mkp) Neue Pumpenwellenlager einbauen und die Öldichtung erneuern (siehe Abschnitt Kühlsystem). Die Motorölablaßschraube mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Motorölablaßschraube: 20 Nm (2,0 mkp) Schaltwalze und Getriebezahnräder als Teilesatz einbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Den Zahnradpositionierhebel in die Leerlaufstellung setzen. Schaltwalzennocken [A] Zahnradpositionierhebel [B] Leerlaufstellung [C] Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-10 Kurbelgehäuse
Motoröl auf Getriebezahnräder, Kugellager, Schaltwalze und Kurbelwellenhauptlager auftragen. Folgende Teile einbauen: Ölleitung und Ölrücklaufleitungen (siehe Abschnitt Motorschmiersystem). Kurbelwelle Das linke Ende [B] der Kurbelwelle [A] ist länger als das rechte Wellenende [C] Kontrollieren, ob die folgenden Teile in die linke Kurbelgehäusehälfte eingebaut sind: Getriebeeinheit [A] und Schaltwalze [B] Schaltgabel [C] und Schaltstange [D] Kurbelwelle [E] Vorderes Pleuel [F] (rechts) Hinteres Pleuel [G] (links) Ausgleichswelle [H] Zentrierstifte [J] O-Ring [K] Ölspritzblech [L] Vorn [M] Die Ausgleichswelle [A] so einbauen, daß die Flanschseite [B] nach unten zeigt (zum linken Kurbelgehäuse) Kontrollieren, ob folgende Teile in die rechte Kurbelgehäusehälfte eingebaut sind: Ölleitung [A] Ölpumpe [B] Ölabscheider [C] Ölrücklaufleitung [D] Dichtmasse [A] auf die Auflagefläche der rechten Kurbelgehäusehälfte [B] auftragen. Dichtstoff – Kawasaki Bond (Dichtmasse - schwarz): 92104-1003
Keine Dichtmasse auf den Bereich [C] um die Bohrung des Ölsiebs herum auftragen. Darauf achten, daß keine Dichtmasse in den Ölkanal [D] kommt. Nach dem Festziehen der Kurbelgehäuseschrauben die an der Auflagefläche austretende Dichtmasse abwischen, insbesondere um den Bereich [E] herum. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-11 Kurbelgehäuse
Die Kurbelgehäuseschrauben wie folgt festziehen: Alle Schrauben auf Feinpassung anziehen. Die 8 mm und 10 mm Schrauben in der vorgeschriebenen Reihenfolge festziehen. Dann die 6 mm Schrauben mit dem vorgeschriebenen Anziehmoment. Anziehmoment – 8 mm Kurbelgehäuseschrauben (1 - 6): 21 Nm (2,1 mkp) 10 mm Kurbelgehäuseschrauben (7 - 9): 39 Nm (4,0 mkp) 6 mm Kurbelgehäuseschrauben: 11 Nm (1,1 mkp) Vorn [A]
Nach dem Festziehen aller Kurbelgehäuseschrauben überprüfen: An der Auflagefläche des Kurbelgehäuses austretende Dichtmasse abwischen. Die rechte Kurbelgehäusehälfte nach unten drehen und kontrollieren, ob sich Antriebs- und Abtriebswelle leicht drehen. Vergewissern Sie sich, daß die Leerlauffindung einwandfrei funktioniert: Wenn die Abtriebswelle [A]mit einem Druckluftschrauber gedreht wird [C], muß sich das Getriebe leicht vom 1., 2., ......5. Gang und vom 5., 4. ...... in den 1. Gang schalten lassen. Wenn sich die Abtriebswelle nicht dreht, kann nur in den 1. oder in den Leerlauf geschaltet werden. Das Getriebe sollte sich nicht in den
2. oder in einen höheren Gang schalten lassen.
Schaltwalze [B] Die Ausgleichsdämpfer [A] so einbauen, daß die jeweilige Dämpferbohrung [B] abwechselnd positioniert ist. Das linke Ausgleichszahnrad [A] auf die Ausgleichswelle in der linken Motorseite montieren und dabei den Ausrichtzahn auf die Ausrichtaussparung [C] der Keilverzahnung setzen. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-12 Kurbelgehäuse
Steuerkette und Kettenführung in die linke Motorseite einbauen. Das linke Ausgleichszahnrad [A] einbauen. Die Kurbelwelle im Gegenuhrzeigersinn drehen [B] und den Ausrichtzahn [C] auf die Mitte der Kurbelgehäuserippe [D] ausrichten. Jetzt steht der vordere Kolben in OT-Stellung. Den Lichtmaschinenrotor [A] einbauen und dabei die Ausrichtkerbe [B] der Keilverzahnung auf den Ausrichtzahnrad [C] setzen. Die Markierung am Ausgleichswellenzahnrad muß auf die Lichtmaschinenmarkierung (die kürzere Markierung) [A] ausgerichtet werden; dabei muß der vordere Kolben in OT-Stellung bleiben. Obere Markierung für hinteren Kolben [B] (längere Markierung) Obere Markierung für vorderen Kolben [C] (längere Markierung) MoS2-Öl auf die Schraube für das linke Ausgleichszahnrad, die Anlasserkupplungsschraube und den Lichtmaschinenrotorbolzen auftragen. Folgende Teile festziehen: Anziehmoment – Schraube für linkes Ausgleichszahnrad, Anlasserkupplungsschraube: 85 Nm (8,7 mkp) Lichtmaschinenrotorschraube: 78 Nm (8,0 mkp) Folgende Teile in die rechte Motorseite einbauen: Steuerkette [A] und Kettenführungen [B] Unterlegscheibe [C] und Zwischenwellenkettenrad [D] Den Stift in die Aussparungen des Zwischenwellenkettenrads einsetzen. Sicherungslack – Schrauben der Steuerkettenführung Anziehmoment – Schrauben für Steuerkettenführung: 11 Nm (1,1 mkp)
Das Primärzahnrad [A] so einbauen, daß das Auge [B] zur Motorinnenseite zeigt. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-13 Kurbelgehäuse
Einbauen: Zwischenwellenkettenrad [A] und Stift Wasserpumpenantriebskettenradrad [B] und Kette [C] Unterlegscheibe [D] Zentrierstifte [E] Einbauen: Zwischenwellenhalterung [A] und Wasserpumpenkettenführung [B] Anziehmoment – Schrauben für Wasserpumpenkettenführung und Schrauben für Zwischenwellenhalterung: 8,3 Nm (0,85 mkp)
Den Ausrichtzahn [A] der Keilverzahnung des rechten Ausgleichsgewichts [B] auf die Ausrichtaussparung der Ausgleichswelle ausrichten. Den Drehmomentbegrenzer [A] und die Unterlegscheibe [B] einbauen. Die Bundbuchse [C], die Kupferunterlegscheibe [D] und das Nadellager [E] in dieser Reihenfolge einbauen. Die Kupferunterlegscheibe muß auf der Bundbuchse sein. Das Anlasserkupplungszahnrad [A] hineindrücken und für den Einbau im Uhrzeigersinn [B] drehen. MoS2-Öl auf das Gewinde und die Sitzfläche der Anlasserkupplungsschraube auftragen und die Schraube mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Dabei die Primärzahnradschraube festhalten. MoS2-Öl ist eine Mischung aus Motoröl und MoS2-Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1. Anziehmoment – Anlasserkupplungsschraube: 85 Nm (8,7 mkp) Nicht vergessen, die Unterlegscheibe [C] auf den Drehzahlbegrenzer zu setzen. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-14 Kurbelgehäuse
Einbauen: Schaltmechanismus (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Dämpfernocken und Vorderachsantriebsgehäuse (siehe Abschnitt Achsantrieb) Kupplung (siehe Abschnitt Kupplung) Wasserpumpe (siehe Abschnitt Kühlsystem) Kupplungsdeckel Motoroberteil (siehe Abschnitt Motoroberteil) Lichtmaschineninnendeckel, Lichtmaschinendeckel, Lichtmaschinenaußendeckel (siehe Abschnitt Elektrik) MoS2-Öl –Gewinde der Dämpfernockenmutter Gewinde und Sitzfläche der Kupplungsnabenmutter Anziehmoment – Dämpfernockenmutter: 226 Nm (23 mkp) Kupplungsnabenmutter: 147 Nm (15,0 mkp) Zerlegen der Anlasserkupplung Die Anlasserkupplung ausbauen. Die Ausgleichseinrichtung [B] mit dem Schwungradhaltewerkzeug (Spezialwerkzeug) halten und die Inbusschrauben [A] entfernen.
Spezialwerkzeug – Schwungradhaltewerkzeug: 57001-1313
Die Kupplung [A] aus der rechten Ausgleichseinrichtung [B] herausziehen. Die Freilaufkupplung [C] aus der Kupplung ausbauen. Zusammenbau
- Die Freilaufkupplung [A] so einbauen, daß die Nut [B] nach außen zeigt und der Flansch [C] zwischen der rechten Ausgleichseinrichtung [D] und der Kupplung [E] sitzt.
- Sicherungslack auf das Gewinde der Kupplungsschrauben auftragen und die Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Anlasserkupplungsschraube: 15 Nm (1,5 mkp) Spezialwerkzeug – Schwungradhaltewerkzeug: 57001-1313 Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-15 Kurbelgehäuse Prüfen der Anlasserkupplung
- Kupplungszahnrad [A] und Drehmomentbegrenzer ausbauen, dann das Kupplungszahnrad wieder in die Anlasserkupplung einsetzen.
- Die Anlasserkupplung in beiden Richtungen drehen. ¡ Von der rechten Motorseite her gesehen, sollte sich die Kupplung im Uhrzeigersinn [B] frei drehen, im Gegenuhrzeigersinn [C] jedoch nicht. ★ Wenn die Anlasserkupplung nicht in der vorgeschriebenen Weise funktioniert oder wenn sie laut ist, muß sie zerlegt werden. ★ Wenn die Freilaufkupplung [A] falsch eingebaut ist, muß der Feh- ler behoben werden. ★ Freilaufkupplung, Kupplung und Kupplungszahnrad visuell auf Beschädigungen kontrollieren. ★ Verschlissene oder beschädigte Teile sind zu erneuern. Gleitfläche [B] und Käfig der Freilaufkupplung Gleitfläche [C] des Kupplungszahnrads Gleitfläche [A] der Kupplung Prüfen des Drehmomentbegrenzers
- Den Drehmomentbegrenzer ausbauen und einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Wenn Verschleiß, Verfärbung oder sonstige Beschädigungen festgestellt werden, ist er als Teilesatz zu erneuern. Zahnrad [A] Kupplungsscheiben [B] Feder [C] Ritzel [D] Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-16 Kurbelwelle/Pleuel Ausbau der Pleuel
- Die Kurbelwelle ausbauen.
- Die Pleuelfußmuttern entfernen und das Pleuel und den Deckel zusammen mit den Lagereinsätzen von der Kurbelwelle [A] abmontieren. ANMERKUNG
Die Lage der Pleuel [B] und der Pleuelfußlagerdeckel [C] markieren und notieren, damit sie später in ihre ursprüngliche Lager wieder eingebaut werden können. VORSICHT Achten Sie darauf, daß die Pleuelschrauben nicht gegen die Kurbelzapfen schlagen, damit die Flächen der Kurbelzapfen nicht beschädigt werden. Einbau der Pleuel VORSICHT Die Pleuel sollten die gleiche Gewichtsmarkierung haben, damit die Vibrationen möglichst gering sind. Pleuelfußlagerdeckel [A] Pleuel [B] Gewichtsmarkierung, Buchstabe [C] Durchmessermarkierung (um die Gewichtsmarkierung herum) [D]: „O“ oder keine Markierung VORSICHT Wenn Pleuel, Lagereinsätze oder Kurbelwelle erneuert werden, ist vor dem Zusammenbau des Motors der entsprechende Lagereinsatz auszuwählen; dann mit einer Plastolehre das Spiel kontrollieren, damit gewährleistet ist, daß die richtigen Lagersätze eingebaut werden.
MoS2 Öl auf Innenfläche [A] der Pleuelfußlagereinsätze auftragen. MoS2 Öl ist eine Mischung aus Motoröl und MoS2 Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1. ★ Wenn Lagereinsätze erneuert werden, sind sie wie folgt einzubauen: ¡ Kein MoS2 Öl auf die Außenfläche [B] der Einsätze oder die Innenfläche [C] der Pleuel und Lagerdeckel auftragen. ¡ Die Einsätze so einbauen, daß die Nägel [D] an der gleichen Seite sind und diese in die Aussparung des Pleuels und des Lagerdeckels einsetzen.
Beim Einbau der Lagereinsätze [A] sorgfältig darauf achten, daß die Fläche der Einsätze nicht von den Kanten des Pleuels [B] oder des Lagerdeckels [C] beschädigt wird. Eine Art die Einsätze einzubauen, ist wie folgt: Einbau [D] auf Lagerdeckel Einbau [E] auf Pleuel Drücken [F] Zentrierstift [G] Pleuelschrauben [H] Den Lagerdeckel auf das Pleuel montieren und dabei die Gewichts- und Durchmessermarkierungen aufeinander ausrichten. Schmutz entfernen und die Fläche der Einsätze reinigen. MoS2 Öl (MO) auf das Gewinde und die Sitzfläche der Pleuelfußmuttern auftragen. Die Pleuelfußmuttern mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Pleuelfußmuttern: 59 Nm (6,0 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-17 Kurbelwelle/Pleuel Reinigen der Kurbelwelle und der Pleuel
- Nach dem Ausbau der Pleuel, die Teile in einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt reinigen.
- Die Kurbelwellenölkanäle mit Druckluft ausblasen, damit alle Fremdteilchen und Rückstände entfernt werden. Verbiegung der Pleuel Die Pleuelfußlagereinsätze ausbauen und den Pleuelfußlagerdeckel wieder einbauen.
- Ein Stück Rundstahl [A] mit dem gleichen Durchmesser wie der Pleuelfuß in den Pleuelfuß einsetzen.
- Ein Stück Rundstahl mit dem gleichen Durchmesser wie der Kolbenbolzen und mindestens 100 mm Länge in den Pleuelkopf einsetzen [B].
- Den Pleuelfuß in Prismen auf einer Richtplatte einlegen [C].
- Das Pleuel senkrecht zur Richtplatte halten und mit einem Höhenmesser oder einer Meßuhr den Höhenunterschied des Stahlstabs über der Richtplatte auf einer Länge von 100 mm messen um festzustellen, wie weit das Pleuel verbogen ist. ★ Wenn die Verbiegung den Grenzwert überschreitet, muß das Pleuel erneuert werden.
Pleuelverbiegung Grenzwert: TIR 0,2/100 mm Pleuelverdrehung
- Den Pleuelfuß [A] in den Prismen [C] lassen und das Pleuel waagerecht halten; den Höhenunterschied des Stahlstabs im Pleuelkopf über der Richtplatte auf einer Länge von 100 mm messen um festzustellen, wie weit das Pleuel verdreht ist. ★ Wenn die Verdrehung den Grenzwert überschreitet, muß das Pleuel erneuert werden. Pleuelverdrehung Grenzwert: TIR 0,2/100 mm Pleuelfußseitenspiel
- Das Seitenspiel [B] des Pleuelfußes [A] messen. ¡ Eine Fühlerblattlehre zwischen Pleuelfuß und die jeweilige Kurbelwellenwange einschieben und das Spiel messen. Pleuelfußseitenspiel Normalwert: Grenzwert: 0,16- 0,46 mm 0,7 mm ★ Wenn das Spiel den Grenzwert überschreitet, ist das Pleuel zu erneuern; dann das Spiel nochmals messen. Wenn das Spiel dann immer noch zu groß ist, muß auch die Kurbelwelle erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-18 Kurbelwelle/Pleuel Verschleiß der Pleuelfuß-Lagereinsätze
- Den Pleuelfußlagerdeckel entfernen und einen Streifen der Plastolehre auf den Kurbelzapfen [A] legen.
- Die Pleuelfußmuttern mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen, damit die Plastolehre zusammengepreßt wird und die Breite der Plastolehre [B] messen, um das Spiel zwischen Lagereinsatz und Kurbelzapfen zu bestimmen (siehe Kurbelwellen/Kipphebelgehäuseverschleiß im Abschnitt Motoroberteil). MoS2 Öl – Gewinde und Sitzfläche der Pleuelfußmuttern Anziehmoment – Pleuelfußmuttern: 59 Nm (6,0 mkp)
Pleuel und Kurbelwelle bei dem Meßvorgang nicht drehen. Spiel zwischen Pleuelfuß-Lagereinsatz und Kurbelzapfen Normalwert: 0,026 - 0,057 mm Grenzwert: 0,10mm ★ Wenn das Spiel innerhalb des Normalbereiches liegt, braucht das Lager nicht ausgewechselt zu werden. ★ Wenn das Spiel zwischen 0,057 mm und dem Grenzwert (0,10 mm) liegt, sind die Lagereinsätze [A] gegen solche mit blauer Markierung [B] auszutauschen. Das Spiel zwischen Einsatz und Kurbelzapfen mit einer Plastolehre messen. Das Spiel darf den Normalwert geringfügig überschreiten, darf jedoch nicht geringer als der Mindestwert sein, da sonst die Lager fressen. ★ Wenn das Spiel den Grenzwert überschreitet, muß der Durchmes- ser der Kurbelzapfen gemessen werden. Kurbelzapfendurchmesser Normalwert: 54,981 - 55,000 mm Grenzwert: 54,97 mm ★ Wenn ein Kurbelzapfen über den Grenzwert hinaus abgenutzt ist, muß die Kurbelwelle erneuert werden. ★ Wenn der gemessene Kurbelzapfendurchmesser [A] nicht unter dem Grenzwert liegt, jedoch nicht mit den ursprünglichen Durchmessermarkierungen auf der Kurbelwelle übereinstimmt, sind neue Markierungen anzubringen. Markierungen für Kurbelzapfendurchmesser Keine: 54,981 - 54,991 mm 54,992 - 55,000 mm Markierung für Kurbelzapfendurchmesser: „O“-Markierung oder keine Markierung [B]. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-19 Kurbelwelle/Pleuel
Vorübergehend Pleuelfußlagerdeckel einbauen und die Pleuelfußmuttern mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. MoS2-Öl – Gewinde und Sitzfläche der Pleuelfußmuttern Anziehmoment – Pleuelfußmuttern; 59 Nm (6,0 mkp) Den Pleuelfuß-Innendurchmesser messen und die einzelnen Pleuelfüße entsprechend dem Innendurchmesser markieren. Die am Pleuelfuß schon vorhandene Markierung sollte wegen geringfügigem Verschleiß ungefähr mit dieser Messung übereinstimmen. Markierungen für Pleuelfuß-Innendurchmesser Keine: 58,000 - 58,010 mm 58,011 - 58,020 mm Pleuelfußlagerdeckel [A] Pleuel [B] Gewichtsmarkierung, Buchstabe [C] Durchmessermarkieung (um Gewichtsmarkierung herum) [D]: „O“-Markierung oder keine Markierung
Die vorgeschriebenen Lagereinsätze [A] entsprechend dem Farbschlüssel [B] und gemäß der Kombination an Pleuel und Kurbelwelle auswählen. Auswahl der Pleuelfußlagereinsätze PleuelfußdurchmesserMarkierung
KurbelzapfendurchmesserMarkierung keine
keine Lagereinsatz Farbe Teile-Nummer braun 92028-1476 Schwarz 92028-1475 blau 92028-1474 Die neuen Einsätze in das Pleuel einbauen und das Spiel zwischen Einsatz und Lagerzapfen mit einer Plastolehre messen. Unwucht der Kurbelwelle
- Die Kurbelwellenunwucht messen. ★ Wenn der gemessene Wert den Grenzwert überschreitet, muß die Kurbelwelle erneuert werden. Kurbelwellenunwucht Normalwert: Grenzwert: TIR 0,02 mm oder weniger TIR 0,05 mm Kurbelwellenhauptlager/Lagerzapfenverschleiß Den Durchmesser [A] des Kurbelwellen-Hauptlagerzapfens messen.
Hauptlagerzapfendurchmesser Normalwert Grenzwert 54,986 – 55,000 mm 54,96 mm ★ Wenn ein Lagerzapfen über den Grenzwert hinaus verschlissen ist, muß die Kurbelwelle erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-20 Kurbelwelle/Pleuel
Den Durchmesser [A] der Hauptlagerbohrung in den Kurbelgehäusehälften messen. Durchmesser der Kurbelgehäusehauptlagerbohrung Normalwert: Grenzwert:
55,025 – 55,038 mm 55,07 mm Wenn Anzeichen von Festfressen, Beschädigung oder übermäßigem Verschleiß festgestellt werden, sind die Kurbelgehäusehälften als Teilesatz zu erneuern. Kurbelwellenseitenspiel Das Kurbelwellenseitenspiel messen.
Kurbelwellenseitenspiel Normalwert: Grenzwert: 0,05 – 0,55 mm 0,75 mm Kurbelwelle [A] Kurbelgehäuse [B] Spiel [C]
Wenn das Spiel den Grenzwert überschreitet, ist die Länge [A] der Kurbelwellenwange zu messen, um festzustellen, ob Kurbelwelle oder Kurbelgehäuse fehlerhaft sind. Länge der Kurbelwellenwange Normalwert: 96,85 – 96,95 mm Grenzwert: 96,6 mm ★ Wenn die gemessene Länge den Grenzwert unterschreitet, ist die Kurbelwelle zu erneuern. Im anderen Falle die Kurbelgehäusehälften als Teilesatz erneuern. VORSICHT Die rechten und linken Kurbelgehäusehälften werden im Lieferwerk im zusammengebauten Zustand bearbeitet und müssen deshalb als Teilesatz ausgewechselt werden. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-21 Primärzahnrad Ausbau
- Folgende Teile entfernen: Kupplungsdeckel (siehe Abschnitt Kupplung) Anlasserkupplungszahnrad (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Anlaßdrehmomentbegrenzer (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Kupplung (siehe Abschnitt Kupplung)
- Die Wasserpumpenkettenführung [A] und die Halterung der Wasserpumpenzwischenwelle [B] aus dem rechten Kurbelgehäuse ausbauen.
Den Lichtmaschinenaußendeckel und die Rotorschraubenkappe entfernen. Einen Druckluftschrauber verwenden oder den Lichtmaschinenrotor festhalten (den Rotorschraubenstöpsel entfernen), dann Primärzahnradschraube [A], Wasserpumpenantriebsrad [B], Zwischenwelle [C] und Zwischenwellenkettenrad [D] ausbauen. Wasserpumpenkette [E] Das Primärzahnrad aus der Kurbelwelle herausziehen und die Stifte [A] aus der Zwischenwelle [B] herausnehmen. Einbau Das Primärzahnrad [A] so einbauen, daß die Seite mit dem Anguß [B] zur Innenseite des Motors zeigt.
- Die beiden Stifte in die Wasserpumpenzwischenwelle einsetzen.
- Die Stifte in die Schlitze der Aussparung des Wasserpumpenantriebskettenrads einsetzen und das Kettenrad einbauen.
- Die Kupplung einbauen (siehe Abschnitt Kupplung).
MoS2 Öl auf das Gewinde und die Sitzfläche auftragen und dann die Primärzahnradschraube [A] mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen; dabei das Primärzahnrad [B] mit dem Zahnradhaltewerkzeug [C] festhalten. Spezialwerkzeug – Zahnradhaltewerkzeug: 57001-1015 Anziehmoment – Primärzahnradschraube: 147 Nm (15,0 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-22 Getriebe Ausbau des Fußschalthebels
- Die Schraube [A] herausdrehen und die linke vordere Fußraste [B] abmontieren. Vorn [C]
Den Klemmbolzen [B] lösen und den Fußschalthebel [A] herausziehen. Einbau des Fußschalthebels
- Den Fußschalthebel [A] so einbauen, daß die Körnermarke an der Welle mit der Körnermarke am Schalthebel fluchtet [B].
- Den Klemmbolzen festziehen (Der Kopf des Bolzens ist mit 10 numeriert.). Anziehmoment – Klemmbolzen für Fußschalthebel: 17 Nm (1,7 mkp) Ausbau des äußeren Schaltmechanismus Folgende Teile entfernen: Fußschalthebel (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Motor (siehe Abschnitt Aus- und Einbau des Motors) Lichtmaschinendeckel (siehe Abschnitt Elektrik) Vorderer und hinterer Schalthebel [A] Vorderes Kegelradgetriebegehäuse [B] (siehe Abschnitt Achsantrieb)
Den und Den und Hebel des Schaltmechanismus [C] zur Schaltwelle drücken [B] die Schaltwelle [A] ausbauen. Bolzen herausdrehen und den Zahnradpositionierhebel [D] die Feder entfernen. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-23 Getriebe Einbau des äußeren Schaltmechanismus
- Den Zahnradpositionierhebel [A] und die Feder [B] in das Kurbelgehäuse einsetzen und den Bolzen [C] festziehen. Anziehmoment – Schraube für Zahnradpositionierhebel: 11 Nm (1,1 mkp)
Den Arm des Schaltmechanismus einbauen. Achten sie darauf, daß die Unterlegscheibe auf der Schaltwelle sitzt. Das vordere Kegelradgetriebe einbauen (siehe Abschnitt Achsantrieb). Den vorderen und den hinteren Schaltarm montieren. Den hinteren Schaltarm [A] so auf die Schaltwelle montieren, daß die Körnermarke an der Welle mit der Aussparung des hinteren Schaltarm fluchtet [B]. Die Kontermuttern [C] lösen und die Schaltstange [D] so drehen, daß die Länge von Außenkante zu Außenkante [E] der Kontermuttern 112 ± 1 mm beträgt. Vorn [F] Die hintere Kontermutter hat Linksgewinde. Anziehmoment – Kontermuttern für Schaltstange: 11 Nm (1,1 mkp) Klemmbolzen für hinteren Schaltarm: 12 Nm (1,2 mkp) Die Kupplungsschlauchführung einbauen und dann den Motor (siehe Aus- und Einbau des Motors). Prüfen des äußeren Schaltmechanismus
- Die Schaltwelle [A] auf Beschädigungen kontrollieren. ★ Wenn die Welle verbogen ist, ist sie zu richten oder zu erneuern. ★ Wenn die Keilverzahnung [B] beschädigt ist, muß die Welle erneuert werden. ★ Wenn die Federn [C] und [D] beschädigt sind, müssen sie erneuert werden. ★ Wenn der Schaltarm [E] beschädigt ist, muß er erneuert werden.
Den Rückholfederstift [A] kontrollieren. ★ Wenn der Stift lose ist, muß er ausgebaut werden, dann Sicherungslack auf das Gewinde auftragen und den Stift mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Schaltwellen-Rückholfederstift: 39 Nm (4,0 mkp)
- Den Zahnradpositionierhebel [B] und die Feder [C] auf Beschädigungen oder Verzug kontrollieren. ★ Wenn Hebel oder Feder in irgendeiner Form beschädigt sind, muß das jeweilige Teil erneuert werden.
- Schaltwalzenstifte, Stifthalterung und Stiftplatte einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Wenn die Teile stark abgenutzt oder beschädigt sind, müssen sie erneuert werden. Ausbau des Getriebes Den Motor ausbauen (siehe Abschnitt Aus- / Einbau des Motors). Das Kurbelgehäuse auseinanderbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Kurbelwelle ausbauen.
- Zuerst die Ölleitung [A] ausbauen (siehe Abschnitt Motorschmiersystem), dann die Schrauben der Schaltwalzenlager-Halterung und die Halterung [B].
- Die Schaltstange [C] herausziehen und die Schaltgabeln [D] aus dem Abtriebswellenzahnrad für den 4. Gang herausnehmen. Abtriebswelle [E] Antriebswelle [F] Schaltwalze [G]
Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-24 Getriebe
Die Schaltwalze drehen und den Schaltwalzennocken [A] auf den Einschnitt [B] des linken Kurbelgehäuses ausrichten. Die Getriebewellen [A] und die Schaltwalze [B] als Teilesatz herausnehmen. Antriebs- und Abtriebswellen, Schaltwalze und Schaltgabel auseinanderbauen. Einbau des Getriebes Antriebs- und Abtriebswelleneinheiten, Schaltwalze und die Schaltgabel des Abtriebswellenzahnrads für den fünften Gang als Teilesatz einbauen. Antriebswelleneinheit [A] Abtriebswelleneinheit [B] Schaltgabel (Antriebswellenzahnrad für den dritten Gang) und Schaltwalzeneinheit [C] Schaltgabel (Nr. 270, Abtriebswelle, Zahnrad für den fünften Gang) [D]
Die Abtriebswellenschaltgabeln haben eine Identifikations-Nummer. Achten Sie darauf, daß die Gabeln nicht verwechselt werden. Die Schaltgabeln so einbauen, daß die Nummer jeweils gemäß Abbildung nach links zeigt. Schaltgabel (Nr. 270, Zahnrad für den fünften Gang) [A] Schaltgabel (Nr. 293, Zahnrad für den vierten Gang) [B] Vorn [C] Sicherungslack auf das Gewinde der Schrauben der Schaltwalzenlagerhalterung auftragen. Anziehmoment – Schrauben für Schaltwalzenlagerhalterung: 11 Nm (1,1 mkp)
Folgende Teile einbauen: Schaltwalzenlagerhalterung [A] Schrauben [B] Motoröl auf Schaltstange, Schaltgabeln und Zahnräder auftragen. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-25 Getriebe
Folgende Teile einbauen: Schaltgabel (Nr. 293, Abtriebswelle, Zahnrad für den 4. Gang) [A] Schaltstange [B] Zerlegen und Zusammenbau der Schaltwalze
- Die Schaltwalzeneinheit [A] ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Antriebswellenschaltgabel (Nr. 292, Antriebswelle) [B] Sicherungssplint [C]
Die Schaltwalze gemäß Abbildung zerlegen. Stiftplatte [A] Stift [B] Nocken [C] Lager [D] Schaltwalze [E] Antriebswellenschaltgabel (#292) [F] Sicherungssplint [G] Achten Sie darauf, daß die Nummer nach rechts zeigt und den Sicherungssplint gemäß Abbildung von der rechten Seite her in die Antriebswellenschaltgabel einsetzen. Sicherungslack auf das Gewinde der Schraube [H] für den Schaltwalzennocken auftragen. Zerlegen des Getriebes Die Getriebewellen ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Mit der Spitzzange (Spezialwerkzeug) die Federringe abnehmen und die Getriebewelle zerlegen.
Spezialwerkzeug – Spitzzange: 57001-144
Für die automatische Leerlauffindung sind in das Zahnrad für den
4. Gang [A] drei Stahlkugeln eingesetzt.
Das Zahnrad für den 4. Gang wie folgt ausbauen. Die Antriebswelle senkrecht halten und am Zahnrad für den 3. Gang [B] festhalten. Das Zahnrad für den 4. Gang schnell drehen [C] und nach oben abziehen. Zusammenbau des Getriebes ¡ Beachten Sie die Abbildung auf Seite 29.
- Beim Einbau des Zahnrads für den 3. Gang [9] und den Zahnrads für den 5. Gang [6] die einzelnen Ölbohrungen auf die Antriebswellenölbohrung ausrichten.
- Beim Einbau des Zahnrads für den 3. Gang [17], der Buchse [18] und des Zahnrads für den 5. Gang [16] die einzelnen Ölbohrungen auf die Ölbohrung der Abtriebswelle ausrichten. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-26 Getriebe VORSICHT Beim Einbau der Stahlkugeln die Stahlkugeln nicht einfetten. Hierdurch kann es zu Störungen an der Leerlauffindung kommen.
Die drei Stahlkugeln [A] in die Bohrungen [B] des Abtriebswellenzahnrads für den 4. Gang [C] einsetzen und dann das Zahnrad so auf die Abtriebswelle montieren, daß die Stahlkugeln mit den Aussparungen [D] in der Welle fluchten. Nachdem das Zahnrad für den 4. Gang mit den Stahlkugeln auf die Abtriebswelle montiert ist, ist zu kontrollieren, daß das Zahnrad für den 4. Gang nicht aus der Abtriebswelle herauskommt, wenn es von Hand auf und ab bewegt wird. Ausgebaute Federringe [A] müssen erneuert werden. Die Federringe so einbauen, daß sie mit dem Spalt [B] über einer Keilnut [C] stehen. Schaltgabelverbiegung Die Schaltgabeln einer Sichtkontrolle unterziehen und verbogene Schaltgabeln erneuern. Bei verbogenen Schaltgabeln können Schwierigkeiten beim Schalten entstehen. Bei Belastung kann der jeweilige Gang herausspringen. 90° [A]
Verschleiß zwischen Schaltgabel und Zahnradnut
- Die Dicke der Schaltgabelfinger [A] und die Breite [B] der Zahnradnuten messen. ★ Wenn die Dicke eines Schaltgabelfingers unterhalb des zulässigen Wertes liegt, muß die Schaltgabel erneuert werden. Dicke der Schaltgabelfinger Normalwert: Grenzwert: 5,9 - 6,0 mm 5,8 mm ★ Wenn die Zahnradnut über den Grenzwert hinaus verschlissen ist, muß das Zahnrad erneuert. werden. Breite der Zahnradnut Normalwert: Grenzwert: Kawasaki 6,05 - 6,15 mm 6,3 mm VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-27 Getriebe Verschleiß zwischen Schaltgabelführungsstiften und Schaltwalzennut
Den Durchmesser der einzelnen Schaltgabelführungsstifte [A] sowie die Breite [B] der jeweiligen Schaltwalzennut messen. ★ Schaltgabeln, bei denen der Führungsstift das zulässige Maß unterschreitet, müssen erneuert werden. Durchmesser der Schaltgabelführungstifte Normalwert: 7,9 - 8,0 mm Grenzwert: 7,8 mm ★ Wenn eine Schaltwalzennut über das zulässige Maß hinaus ausge- schlagen ist, muß die Schaltwalze erneuert werden. Breite der Schaltwalzennut Normalwert: 8,05 - 8,20 mm Grenzwert: 8,3 mm Beschädigungen an Schaltklauen und Schaltklauenlöchern
- Die Schaltklauen [A] und Schaltklauenlöcher [B] einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Zahnräder, bei denen die Schaltklauen oder die Schaltklauenlöcher beschädigt oder zu stark verschlissen sind, müssen ausgewechselt werden. Kawasaki VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-28 Getriebe
Sicherungsring (Ø 20 x 25,5 x t 1,2) Nadellager Druckscheibe (Ø 22,3 x 35 x t 1,6) Drei Sicherungsringe Ø 28 Zahnrad für den 2. Gang Zahnrad für den 5. (höchsten) Gang Buchse (Zahnrad für den 5. Gang) Zwei Zahnscheiben (Ø 28,5 x 24 x t 1,5)
9. Zahnrad für den 3. Gang
10. Zahnrad für den 4 Gang
11. Zahnrad für den 1. Gang
(Antriebswelle) Kawasaki
13. Zahnrad für den 2. Gang
14. Drei Zahnscheiben
(Ø 30,3 x 40 x t 1,5)
15. Drei Sicherungsringe (Ø 29)
16. Zahnrad für den 5.
17. Zahnrad für den 3. Gang
18. Buchse (Zahnrad für den
20. Zahnrad für den 4. Gang
(Ø 25,5 x 36 x t 1,0)
22. Zahnrad für den 1. Gang
24. Sicherungsring (Ø 25)
25. Die Ölbohrungen der Zahnräder
oder Buchsen auf die Wellenbohrungen ausrichten.
(Ø 25,5 x 38 x t 1,0) VN1500-P1 Kurbelwelle/Getriebe 9-29 Kugellager, Nadellager und Öldichtungen Auswechseln von Kugel- und Nadellagern VORSICHT Kugel- oder Nadellager nur ausbauen, wenn dies unbedingt erforderlich ist, da sie beim Ausbau beschädigt werden können.
Mit einer Presse oder einem Abziehwerkzeug den Kugel- und/oder Nadellager-Außenring ausbauen. ANMERKUNG
Wenn die obigen Werkzeuge nicht zur Verfügung stehen, lassen sich zufriedenstellende Ergebnisse auch erreichen, wenn man das Gehäuse auf etwa maximal 93° C erhitzt und die Lager hineinoder herausschlägt. VORSICHT Für das Erhitzen des Gehäuses keinen Lötbrenner verwenden, da sich dabei das Gehäuse verzieht. Tauchen Sie das Gehäuse in Öl und erhitzen Sie dann das Öl.
Mit einer Presse und dem Lagertreibersatz [A] das neue Lager oder den Außenlaufring einpressen, bis die Teile am Boden des Gehäuses aufsitzen. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 Verschleiß der Kugel- und Nadellager VORSICHT Die Lager für diese Inspektion nicht ausbauen, da sie hierbei beschädigt werden können.
Die Kugellager überprüfen. Da die Kugellager mit extrem engen Toleranzen hergestellt werden, muß der Verschleiß nach Gefühl, anstatt durch Messung beurteilt werden. Die Lager in einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt auswaschen, trocknen (trockene Lager nicht in Umdrehung versetzen) und mit Motoröl ölen. ¡ Das Lager von Hand drehen [A] und seinen Zustand kontrollieren. ★ Lager, die Geräusche entwickeln, nicht weich laufen oder rauhe Stellen aufweisen, sind auszuwechseln.
Die Nadellager kontrollieren. Die Nadeln in den Nadellagern nutzen sich so wenig ab, daß der Verschleiß schwierig zu messen ist. Statt dessen sind die Lager auf sichtbare Verschleißerscheinungen, Verfärbung oder andere Beschädigungen zu kontrollieren. ★ Bei Zweifeln am Zustand eines Nadellagers ist es zu erneuern.
Inspektion der Öldichtungen
- Die Öldichtungen überprüfen. ★ Wenn die Dichtlippen verformt, verfärbt (Anzeichen für Alterung des Gummis), verhärtet oder in anderer Weise beschädigt sind, müssen die Dichtungen erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnung 10-2 Technische Daten 10-3 Räder (Felgen) Ausbau des Vorderrads Einbau des Vorderrads Ausbau des Hinterrads Einbau des Hinterrads Ausbau der Radkupplung Einbau der Radkupplung Prüfen der Räder Prüfen der Achse Radauswuchtung Prüfen der Auswuchtung Auswuchten der Räder Ausbau der Auswuchtgewichte Einbau der Auswuchtgewichte 10-4 10-4 10-5 10-5 10-6 10-7 10-8 10-8 10-8 10-9 10-9 10-9 10-10 10-10 Reifen Prüfen/Regulieren des Reifendrucks Prüfen der Reifen Abziehen der Reifen Aufziehen der Reifen Reifenreparatur 10-12 10-12 10-12 10-12 10-12 10-14 Nabenlager (Radlager) Ausbau Einbau Prüfen der Nabenlager Schmieren der Nabenlager 10-15 10-15 10-15 10-16 10-16 Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-2 Explosionszeichnung G: Fett auftragen. R: Ersatzteile S: In der vorgeschriebenen Reihenfolge festziehen. WL: Seifenlösung oder Gummischmiermittel auftragen. EUR:Europäisches Modell Kawasaki T1: T2: T3: T4: 25 Nm (2,5 mkp) 110 Nm (11,0 mkp) 1,5 Nm (0,15 mkp) 0,15 Nm (0,015 mkp) VN1500-P1 Räder/Reifen 10-3 Technische Daten Position Normalwert Grenzwert ----TIR 0,05 mm oder weniger 10 g oder weniger 10 g, 20 g, 30 g TIR 0,5 mm TIR 0,8 mm TIR 0,2 mm
Räder (Felgen): Felgenschlag: Axial Radial Achsenschlag/100 mm Radunwucht Auswuchtgewichte Reifen: Luftdruck: (Reifen kalt) Vorne Vorne Belastung bis 184 kg: 250 kPa (2,50 kp/cm²) Belastung bis 184 kg: 250 kPa (2,50 kp/cm²) DUNLOP: 4,4 mm Hinten DUNLOP: 6,9 mm Vorne Hinten Fabrikat, Typ
Hinten Profiltiefe: Standardreifen AT: CH: DE: ----1 mm (DE, AT, CH) 1, 6 mm bis 130 km/h: 2 mm über 130 km/h: 3 mm Größe 130/70R17 M/C 62H 170/60T17 M/C 72H Österreich Schweiz Bundesrepublik Deutschland Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung für Heber: 57001-1398 Federringzange: 57001-143 Lagertreibersatz: 57001-1129 Welle für Lagerausbauwerkzeug: 57001-1377 Kopfstück für Lagerausbauwerkzeug, Ø 20 x Ø 22: 57001-1293 Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-4 Räder (Felgen) Ausbau des Vorderrads
- Die Bremssattel-Befestigungsschrauben [A] herausdrehen und die Bremssättel [B] mit angeschlossenen Schläuchen entfernen.
Bei dem europäischen Modell die Kappe entfernen. Lösen: Vorderachsklemmbolzen [A] Vorderachse [B] Mit dem Heber [A] und der Zusatzeinrichtung [B] unter den Rahmenrohrrippen [C] und einem handelsüblichen Heber [D] unter dem Motor [E] das Vorderrad vom Boden abheben [F], bis das Hinterrad [G] den Boden berührt. Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1239 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 VORSICHT Beim Ausbau des Vorderrads, muß das Hinterrad auf dem Boden aufsitzen, da das Motorrad sonst umfallen könnte. Das Motorrad könnte hierbei beschädigt werden. ACHTUNG Beim Ausbau des Vorderrads muß das Hinterrad auf dem Boden aufsitzen, da das Motorrad sonst umfallen kann. Dies könnte zu Verletzungen führen.
Die Achse nach rechts herausdrehen und das Vorderrad [A] ausbauen. VORSICHT Das Rad nicht mit der Bremsscheibe nach unten auf den Boden legen. Hierbei könnte die Bremsscheibe beschädigt oder verzogen werden. Das Rad unterlegen, damit die Bremsscheibe den Boden nicht berührt. Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-5 Räder (Felgen) Einbau des Vorderrads
- Fett auf die Lippen der Dichtung auftragen.
- Die Hülsen [A] an beiden Seiten der Nabe einsetzen. ¡ Die Hülsen sind identisch.
Die Achse von der rechten Seite des Rades her einsetzen. Die Achse festziehen. Anziehmoment – Vorderachse 110 Nm (11,0 mkp) Vor dem Festziehen der Klemmbolzen am rechten Gabelbein, die Gabel vier- oder fünfmal die Gabel nach oben und unten bewegen [A], damit das rechte Gabelbein eine neutrale Stellung auf der Vorderachse finden kann. ANMERKUNG
Bei diesem Vorgang muß die Vorderradbremse betätigt sein, da das Motorrad sonst nach vorne rollen kann. Einen Block vor das Rad setzen, damit es sich nicht bewegen kann. Die Achsklemmbolzen [A] mit vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Vorderachsklemmbolzen: 25 Nm (2,5 mkp)
Das Spiel [B] zwischen Vorderachshülse [C] und rechtem Gabelbein [D] kontrollieren. Das Spiel zwischen Vorderachshülse und rechtem Gabelbein sollte zwischen 1,05 bis 3,19 mm betragen. ★ Das Vorderrad nochmals ausbauen, wenn das Spiel außerhalb dieses Bereiches liegt und Achse, Radnabe und andere relevante Teile auf Beschädigung kontrollieren.
- Die Bremssattel-Befestigungsschrauben festziehen. Anziehmoment – Vorderradbremssattel-Befestigungsschrauben: 34 Nm (3,5 mkp)
Die Vorderradbremse ausprobieren. ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Bremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn dies nicht zuvor getan wurde. Ausbau des Hinterrads
- Mit dem Heber [A] und der Zusatzeinrichtung [B] unter den Rahmenrohrrippen [C] das Hinterrad [D] vom Boden abheben, bis das Vorderrad [E] den Boden berührt. VORSICHT Beim Ausbau des Hinterrads muß das Vorderrad auf dem Boden aufsitzen, da das Motorrad sonst umfallen kann. Das Motorrad könnte hierbei beschädigt werden. ACHTUNG Beim Ausbau des Hinterrads muß das Vorderrad auf dem Boden aufsitzen, da das Motorrad sonst umfallen kann. Dies könnte zu Verletzungen führen. Kawasaki Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 VN1500-P1 Räder/Reifen 10-6 Räder (Felgen)
Den Bremshebel langsam betätigen und in dieser Stellung mit einem Band [A] halten. VORSICHT Beim Ausbau des Hinterrads muß die Vorderradbremse betätigt sein, da das Motorrad sonst umfallen kann. Das Motorrad könnte beschädigt werden. ACHTUNG Beim Ausbau des Hinterrads muß die Vorderradbremse betätigt sein, da das Motorrad sonst um fallen kann. Dies könnte zu Verletzungen führen.
Entfernen: Bremssattel-Befestigungsschrauben [A] Bremssattel [B] Entfernen: Auspufftopf-Aufnahmebolzen (siehe Abschnitt Motoroberteil) Schraube [A] für Bremssattelhalterung Sicherungssplint [B] für Achsmutter Achsmutter [C] Den Schalldämpfer nach außen ziehen und den Sicherungssplint gerade biegen. Die Achse herausziehen und das Hinterrad [A] nach rechts schieben [B], damit das Rad von Achsantriebsgehäuse frei wird. Das Hinterrad zurückschieben [C] und ausbauen. VORSICHT Das Rad nicht mit der Bremsscheibe nach unten auf den Boden legen, hierbei könnte die Bremsscheibe beschädigt oder verzogen werden. Das Rad unterlegen, damit die Bremsscheibe den Boden nicht berührt. Einbau des Hinterrads
- Fett auf die Fettdichtung des Rads auftragen.
- Fett auf die Tellerrad-Keilverzahnung [A] des Achsantriebsgehäuses [B] auftragen.
- Die Hülsen [C] an beiden Seiten der Nabe einsetzen. Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-7 Räder (Felgen)
Die Achse [A] von der linken Seite des Hinterrads her [B] einsetzen. Das Hinterrad nach links schieben und die Keilverzahnung der Tellerradnabe in die Keilverzahnung der Radkupplungsnabe einsetzen. Ein wenig an der Achse ziehen und die Bremssattelhalterung montieren. Festziehen: Anziehmoment – Hinterachsmutter: 110 Nm (11 mkp) Schraube für Bremssattelhalterung – 64 Nm(6,5 mkp) Hinterradbremssattel-Befestigungsschrauben: 34 Nm (3,5 mkp) ACHTUNG Wenn die Achsmutter nicht vorschriftsmäßig festgezogen ist, kann das Fahren gefährlich werden.
Einen neuen Sicherungssplint [A] einsetzen und gemäß Abbildung über die Mutter biegen. Visuell kontrollieren, ob Fett an den Reifen gekommen ist [A] ★ Wenn dies der Fall ist, die Oberfläche des Reifens mit einer Seifen- lösung abwaschen.
Die Hinterradbremse ausprobieren. ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Fußbremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn dies nicht zuvor getan wurde. Ausbau der Radkupplung
- Das Hinterrad ausbauen (siehe Ausbau des Hinterrads).
- Den Kupplungssicherungsring [A] entfernen.
- Die Radkupplung [B] erforderlichenfalls mit einem Lagerabziehwerkzeug ausbauen. Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-8 Räder (Felgen) Einbau der Radkupplung
- Den O-Ring [A] und den Sicherungsring [B] erneuern.
- Folgende Teile schmieren: O-Ringe Angüsse [C] der Hinterrad-Trommelnabe
- Einbauen: Gummidämpfer [D] Kupplung [E] Sicherungsring Prüfen der Räder
- Das Vorder- oder Hinterrad vom Boden abheben. Spezialwerkzeug– Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung für Heber: 57001-1398
- Das Rad langsam drehen [A] und auf einwandfreien Lauf kontrollieren. ★ Wenn rauhe Stellen oder Freßerscheinungen festgestellt werden, sind die Nabenlager zu erneuern.
- Vorder- und Hinterradachsen auf Beschädigungen kontrollieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt). ★ Wenn eine Achse beschädigt od. verbogen ist, muß sie erneuert werden.
- Das Rad sorgfältig auf kleine Risse, Eindrücke und Verbiegungen oder Verzug kontrollieren. ★ Wenn solche Beschädigungen festgestellt werden, muß das Rad erneuert werden.
Das Rad ausbauen und ohne Reifen auf einen Pendelblock aufhängen.
- Die Radunwucht radial [A] und axial [B] mit einer Meßuhr messen. ★ Wenn die Unwucht den Grenzwert überschreitet, sind die Nabenlager zu kontrollieren. ★ Wenn die Unwucht nicht durch die Lager verursacht wird, ist das Rad zu erneuern. Radunwucht Normalwert: Axial: Radial: 0,5 mm 0,8 mm ACHTUNG Versuchen Sie nicht, ein beschädigtes Rad zu reparieren. Wenn das Rad beschädigt ist, muß es ausgetauscht werden, damit die Betriebssicherheit gewährleistet ist. Prüfen der Achse
- Vorder- und Hinterradachse einer Sichtkontrolle auf Beschädigungen unterziehen. ★ Wenn die Achse beschädigt oder verbogen ist, muß sie erneuert werden.
- Die Achsen in Prismen, die 100 mm auseinander sind [A], einlegen und eine Meßuhr in der Mitte der Prismen auf die Achse aufsetzen. Die Achse drehen [C], um den Schlag zu messen. Der Schlag entspricht dem Unterschied zwischen dem niedrigsten und dem höchsten Meßwert. ★ Wenn der Schlag den Grenzwert überschreitet, muß die Achse erneuert werden. Achsenschlag/100 mm Normalwert: TIR 0,05 mm oder weniger Grenzwert: TIR 0,2 mm Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-9 Räder (Felgen) Radauswuchtung ¡ Um die Stabilität zu erhöhen und die Vibrationen bei hoher Geschwindigkeit zu vermindern, müssen Vorder- und Hinterrad ausgewuchtet sein.
- Die Auswuchtung der Räder immer dann, wenn es erforderlich wird und beim Reifenwechsel überprüfen. Prüfen der Auswuchtung Das Rad ausbauen. Das Rad so einspannen, daß es sich frei bewegen kann. Das Rad in langsame Umdrehung versetzen und nach dem Stillstand an der oberen Stelle markieren [A]. ¡ Dieses Verfahren mehrmals wiederholen. Wenn das Rad dabei in verschiedenen Stellungen stehenbleibt, ist es gut ausgewuchtet. ★ Wenn das Rad stets in der gleichen Position stehenbleibt, muß es ausgewuchtet werden.
Auswuchten der Räder Wenn das Rad stets in der gleichen Position stehen bleibt, ist vorübergehend ein Auswuchtgewicht [A] mit einem Klebeband zu befestigen.
ACHTUNG Nur Originalauswuchtgewichte verwenden.
Das Rad um eine ¼ Umdrehung [B] drehen und kontrollieren, ob es in dieser Stellung stehen bleibt. Wenn dies der Fall ist, ist das richtige Auswuchtgewicht angebracht. ★ Falls sich das Rad dreht und das Gewicht bewegt sich nach oben, ist ein schwereres Gewicht anzubringen. Falls sich das Rad nach unten bewegt, ist ein leichteres Gewicht anzubringen. Diese Arbeitsgänge solange wiederholen, bis das Rad stehenbleibt, wenn es eine ¼ Umdrehung weiter gedreht wird.
- Das Rad um eine weitere ¼ Umdrehung und dann nochmals um eine ¼ Umdrehung durchdrehen und kontrollieren, ob es vorschriftsmäßig ausgewuchtet ist.
- Die gesamte Prozedur so oft wie erforderlich wiederholen, um das Rad vorschriftsmäßig auszuwuchten. ★ Das Auswuchtgewicht endgültig befestigen, wenn die einwand- freie Auswuchtung erreicht ist. Auswuchtgewichte Teilenummer 41075-1014 41075-1015 41075-1016 Gewicht (Gramm)
Ihr Kawasakihändler liefert Auswuchtgewichte von 10, 20 und 30 g. Eine Unwucht von weniger als 10 g beeinflußt die Fahrstabilität normalerweise nicht. Verwenden Sie nicht vier oder mehr Auswuchtgewichte (mehr als 90 g). Wenn ein höheres Auswuchtgewicht erforderlich ist, muß das Rad ausgebaut und zerlegt werden, damit der Grund für die Unwucht festgestellt werden kann. Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-10 Räder (Felgen) Ausbau der Auswuchtgewichte [a] Wenn der Reifen nicht auf der Felge sitzt.
Die Zunge mit einem normalen Schraubenzieher nach außen drücken (A) und das Gewicht vom Felgenhorn abschieben. Das gebrauchte Auswuchtgewicht entsorgen. [b] Wenn der Reifen auf der Felge sitzt.
Das Gewicht, wie in der Abbildung gezeigt, mit einem normalen Schraubenzieher vom Felgenhorn abhebeln [A]. Einen Schraubenzieher so zwischen Reifenwulst [B] und Zunge des Gewichts [C] einsetzen, bis die Spitze des Schraubenziehers das Ende der Zunge erreicht. Den Schraubenziehergriff zum Reifen hin drücken, damit das Auswuchtgewicht vom Felgenhorn abgedrückt wird. Das gebrauchte Auswuchtgewicht entsorgen. Einbau der Auswuchtgewichte
- Kontrollieren, ob das Gewicht auf der Befestigungszunge Spiel hat. ★ Wenn dem so ist, muß das Gewicht erneuert werden. ACHTUNG Wenn das Auswuchtgewicht auf dem Felgenhorn Spiel hat oder wenn sich die Zunge und/oder die Klammer ausgeweitet haben, muß das lockere Auswuchtgewicht erneuert werden. Gebrauchte Auswuchtgewichte nicht wieder verwenden. Wenn die Räder nicht ausgewuchtet sind, kann das Fahren gefährlich werden.
Befestigungszunge, Reifenwulst und Felgenhorn mit einer Seifenlösung oder einem Gummischmiermittel bestreichen. Das Auswuchtgewicht läßt sich dann leichter auf das Felgenhorn schieben. VORSICHT Den Reifenwulst nicht mit Motoröl oder Benzin schmieren, da hierdurch der Reifen angegriffen wird.
Das Auswuchtgewicht an der Felge befestigen. Das Gewicht auf den Felgenflansch [B] schieben und in der in der Abbildung gezeigten Richtung leicht aufhämmern [A]. Reifenwulst [C] Zunge [D] Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-11 Räder (Felgen)
Kontrollieren, ob die Zunge [A] und das Gewicht [B] einwandfrei auf dem Felgenhorn [C] sitzen und das die Klammer [D] über die Felgenkante [E] eingehängt ist und bis zum flachen Teil der Felge reicht. Wenn das Gewicht der erforderlichen Auswuchtgewichte 20 g überschreitet, sind die Gewichte wie nachstehend angegeben an beiden Seiten des Felgenflansches anzubringen. Erforderliches Gesamtgewicht 10g 20g 30g 40 g 50 g 60 g 70 g 80 g 90 g Auswahl der Gewichte Eine Seite Andere Seite 10g 10g 10g 20g 10g 40 g 20 g 20 g 20 g 30 g 30 g 20 g + 20 g 30 g 20 g + 20 g 20 g + 20 g 20 g + 30 g 20 g + 20 g Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-12 Reifen Prüfen/Regulieren des Reifendrucks
- Siehe Prüfen der Reifen im Abschnitt Regelmäßige Wartung. Prüfen der Reifen Siehe Prüfen der Reifen im Abschnitt Regelmäßige Wartung.
Abziehen der Reifen Folgende Teile entfernen: Rad (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Scheibe(n) (siehe Abschnitt Bremsen) Ventileinsatz (die Luft herauslassen)
- Die Ventilstellung am Reifen markieren, so daß der Reifen später in der gleichen Stellung aufgezogen werden kann und keine Unwucht entsteht. Ventilschaft [A] Kreidemarkierung oder gelbe Markierung [B] Ausrichten [C]
Um die Reifenwülste leichter von den Felgenflanschen zu trennen, die Reifenwülste und die Felgenflansche auf beiden Seiten mit einer Seifenlösung oder einem Gummischmiermittel bestreichen. VORSICHT Kein Motoröl oder Benzin verwenden, da hierdurch die Reifen beschädigt werden.
Die Reifenwülste auf beiden Seiten der Felge mit einem handelsüblichen Reifenwechsler von der Felge abdrücken. ANMERKUNG
Die Reifen können nicht mit Handwerkzeugen abgezogen werden, da sie zu fest auf der Felge sitzen. Aufziehen der Reifen ACHTUNG Um Fahrsicherheit und Fahreigenschaften zu erhalten, dürfen nur die empfohlenen Standardreifen aufgezogen werden. Weiterhin sind die vorgeschriebenen Reifendrücke einzuhalten. Vorn und hinten immer Reifen des gleichen Herstellers aufziehen.
Felgen und Reifen inspizieren und gegebenenfalls erneuern. Wulstdichtfläche und Felgendichtfläche reinigen. Erforderlichenfalls die Felgendichtfläche mit einem feinkörnigen Schmiergelleinen glätten. Das Ventil ausbauen und entsorgen. VORSICHT Bei jedem Aufziehen des Reifens das Ventil erneuern. Das Ventil nicht wiederverwenden.
Ein neues Ventil in die Vorderradfelge einbauen. Ventilkappe [A] Ventileinsatz [B] Ventilmuttern [C] Ventilunterlegscheibe [D] Felge [E] Ventiltülle [F] Ventilkappe, Ventilmuttern und Unterlegscheibe entfernen und das Ventil von innen nach außen in die Felge einsetzen. Anziehmoment – Ventilkappe: 0,15 Nm (0,015 mkp) Ventileinsatz: 0,3 Nm (0,03 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-13 Reifen
Das neue Ventil in die Hinterradfelge einsetzen: Ventilkappe [A] Ventileinsatz [B] Ventilmuttern [C] Ventilunterlegscheibe [D] Felge [E] Ventiltülle [F] Kupplungsdämpferseite [G]
Ventilkappe, Ventilmuttern und Unterlegscheibe entfernen und das Ventil von innen nach außen in die Felge einsetzen. Anziehmoment – Ventilmuttern: 1,5 Nm (0,15 mkp) Ventilkappe: 0,15 Nm (0,015 mkp) Ventileinsatz: 0,3 Nm (0,03 mkp)
Felgenflansch und Reifenwülste mit einer Seifenlösung oder einem Gummischmiermittel bestreichen. VORSICHT Kein Mineralöl (Motoröl) oder Benzin verwenden, da hierdurch die Reifen beschädigt werden.
Die Drehrichtungsmarkierung an den Vorder- und Hinterreifen kontrollieren und die Reifen entsprechend auf die Felge aufziehen. Drehrichtungsmarkierung am Reifen [A] Drehrichtungsmarkierung [B] Bei der Vorderradfelge gibt es keinen Unterschied zwischen rechter und linker Seite. Den Hinterreifen so auf die Felge aufziehen, daß der Dämpfer nach außen zeigt. Den Reifen so auf die Felge setzen, daß das Ventil [A] an der Stelle der Auswuchtmarkierung [B] steht (die beim Abziehen des Reifens angebrachte Kreidemarkierung oder bei einem neuen Reifen die gelbe Farbmarkierung). Den Reifen mit einem handelsüblichen Reifenwechsler aufziehen. Reifenwülste und Felgenflansche mit einer Seifenlösung oder einem Gummischmiermittel bestreichen, damit die Reifenwülste beim Aufpumpen des Reifens besser an den Dichtflächen abdichten. Die Felge in den Reifenwülsten zentrieren und den Reifen so weit aufpumpen, daß die Reifenwülste an den Dichtflächen abdichten. ACHTUNG Beim Aufpumpen des Reifens darauf achten, daß der Ventileinsatz eingebaut ist und den Reifen nicht auf mehr als 400 kPa (4,0 kp/cm²) aufpumpen. Bei zu hohem Reifendruck kann der Reifen platzen und es besteht Verletzungs- und Lebensgefahr. Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-14 Reifen
Kontrollieren, ob die Wulstlinien [A] auf beiden Seiten der Reifenseitenwände parallel zu den Felgenflanschen verlaufen. ★ Den Ventileinsatz herausnehmen, wenn die Felgenlinien und die Linien auf der Reifenseitenwand nicht parallel verlaufen.
- Felgenflansche und Felgenwülste schmieren.
- Den Ventilsitz einsetzen und den Reifen nochmals aufpumpen.
- Wenn die Reifenwülste in den Felgenflanschen sitzen, kontrollieren, ob die Reifen dicht sind. ¡ Den Reifen etwas über den Normaldruck aufpumpen. ¡ Das Seifenwasser benutzen oder den Reifen eintauchen und kontrollieren, ob Seifenblasen austreten.
- Den Reifen auf den vorgeschriebenen Druck aufpumpen (siehe Inspektion der Reifen).
Die Bremsscheibe[A] so montieren, daß die markierte Seite [B] nach außen zeigt. Sicherungslack auf das Gewinde auftragen und die Bremsscheibenschrauben [C] festziehen. Anziehmoment – Bremsscheibenschrauben: 27 Nm (2,8 mkp)
Das Rad auswuchten. ACHTUNG Wenn ein neuer Reifen aufgezogen wird, ist das Rad zu kontrollieren und auszuwuchten. Neue Reifen sind rutschig und können dazu führen, daß das Fahrzeug außer Kontrolle gerät und es zu Verletzungen kommt. Bevor die normale Reifentraktion erreicht ist, ist eine Einfahrzeit von 160 km erforderlich. Vermeiden Sie in der Einfahrzeit plötzliches und maximales Bremsen und Beschleunigen oder scharfes Kurvenfahren. Reifenreparatur Für schlauchlose Reifen sind zwei Reparaturen weit verbreitet. Die eine Art wird provisorische (äußere) Reparatur genannt und kann ausgeführt werden, ohne den Reifen von der Felge abzuziehen. Die andere Art nennt man dauerhafte (innere) Reparatur; hierfür muß der Reifen abgezogen werden. Es ist allgemein bekannt, daß durch dauerhafte (innere) Reparaturen höhere Fahrstandzeiten erreicht werden können als durch provisorische (äußere) Reparaturen. Die dauerhaften (inneren) Reparaturen haben auch den Vorteil, daß auf Sekundärschäden geprüft werden kann, die bei einer Sichtkontrolle nicht festgestellt werden können. Aus diesen Gründen empfiehlt Kawasaki die provisorische (äußere) Reparatur nicht. Nur die entsprechende dauerhafte (innere) Reparatur wird empfohlen. Die Reparaturmethoden können sich von Fabrikat zu Fabrikat unterscheiden. Es sind jeweils die Vorschriften des Herstellers zu beachten, damit die Reparatur mit einem guten Ergebnis ausgeführt werden kann. Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-15 Nabenlager (Radlager) Ausbau
- Das Rad ausbauen und folgende Teile herausnehmen: Hülsen Fettdichtungen [A] Sicherungsringe [B] Kupplung [C] (aus der Hinterradnabe) Vorderradnabe [D] Hinterradnabe [E] Spezialwerkzeug – Federringzange: 57001-143
Die Nabenlager [A] mit dem Lagerausbauwerkzeug ausbauen. VORSICHT Das Rad nicht mit der Bremsscheibe nach unten auf den Boden legen. Hierbei könnte die Bremsscheibe beschädigt oder verzogen werden. Das Rad unterlegen, damit die Bremsscheibe den Boden nicht berührt. Spezialwerkzeug – Lagerausbauwelle, Ø 13: 57001-1377 [B] Kopfstück, Ø 20 × Ø 22: 57001-1293 [C] Einbau
- Vor dem Einbau der Lager die Nabe mit Druckluft ausblasen, damit die Lager nicht verschmutzt werden.
- Neue Lager einbauen. ANMERKUNG
Die Lager mit der markierten Seite nach außen einbauen.
Die Lager mit dem Lagertreiber einbauen. Zuerst das rechte Lager [A] einpressen, bis es aufsitzt. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 [B]
Als nächstes folgende Teile einbauen: Neuen Sicherungsring Distanzbuchse Linkes Lager Kawasaki VN1500-P1 Räder/Reifen 10-16 Nabenlager (Radlager)
Die Sicherungsringe erneuern.
Spezialwerkzeug – Federringzange: 57001-143
Die Fettdichtungen erneuern. Die Fettdichtung [A] so weit einpressen, daß die Dichtfläche bündig [B] mit dem Ende der Bohrung ist. Hochtemperaturfett auf die Lippen der Fettdichtung auftragen. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 [C] Prüfen der Nabenlager Da die Nabenlager mit extrem engen Toleranzen hergestellt werden, kann der Verschleiß normalerweise nicht gemessen werden.
Für die Inspektion brauchen die Lager nicht ausgebaut zu werden. Wenn Lager ausgebaut werden, müssen sie erneuert werden.
Die Lager in der Nabe einzeln vor- und rückwärts drehen [A] und auf Spiel, rauhe Stellen und Leichtgängigkeit prüfen. ★ Wenn Spiel vorhanden ist, rauhe Stellen oder Freßstellen festgestellt werden, ist das Lager zu erneuern.
- Die Lagerdichtung [B] auf ihren Zustand kontrollieren. ★ Wenn die Dichtung verschlissen oder undicht ist, muß das Lager erneuert werden. Schmieren der Nabenlager ANMERKUNG
Da die Nabenlager mit Fett gefüllt und abgedeckt sind, ist eine Schmierung nicht erforderlich. Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnung 11-2 Technische Daten 11-4 Kardangetriebe und Getriebeöl 11-5 Ölstandskontrolle 11-5 Ölwechsel 11-5 Ausbau des hinteren Kegelradgetriebes 11-5 Einbau des hinteren Kegelradgetriebes 11-5 Zerlegen des hinteren Kegelradgetriebes 11-5 Zusammenbau des hinteren Kegelradgetriebe 11-7 Ausbau des Antriebsritzels 11-8 Einbau des Antriebsritzels 11-9 Einstellen der Vorspannung der Antriebsritzellager 11-11 Prüfen der Kegelräder 11-13 Prüfen des Antriebsritzelgelenks 11-13 Einstellen der Kegelräder 11-14 Einstellen des Zahnradspiels 11-15 Einstellen des Zahnkontakts 11-16 Kardanwelle Ausbau Einbau Schmieren des Kardanwellengelenks Prüfen der Kardanwelle Prüfen des Gleitgelenks Kawasaki 11-18 11-18 11-18 Vorderes Kegelradgetriebe 11-20 Ausbau 11-20 Einbau 11-20 Zerlegen des vorderen Kegelradgetriebes 11-20 Zusammenbau des vorderen Getriebegehäuses 11-21 Zerlegen des Abtriebsrads 11-22 Zusammenbau des Abtriebsrads 11-23 Ausbau des Dämpfernockens 11-23 Einbau des Dämpfernockens 11-24 Einstellen der vorderen Kegelräder 11-24 Einstellen der Vorspannung 11-25 Messen der Vorspannung mit einer Federwaage 11-25 Einstellen des Zahnradspiels 11-27 Einstellen des Zahnkontaktmusters 11-28 Prüfen der Kegelräder 11-29 Prüfen der Nockendämpfung 11-29 Lager und Öldichtungen Auswechseln der Kugel- oder Nadellager Kugellagerverschleiß Inspektion der Kegelrollenlager Inspektion der Nadellager Inspektion der Öldichtungen 11-30 11-30 11-30 11-31 11-31 11-31 11-19 11-19 11-19 VN1500-P1 Achsantrieb 11-2 Explosionszeichnung Vorderes Kegelradgetriebe EO: Motoröl auftragen.. G: Fett auftragen. L: Sicherungslack auftragen. MO: MoS2 Öl auftragen. R: Auswechselteile St: Die Befestigungen ankörnen. Kawasaki T1: T2: T3: T4: T5: T6: 12 Nm (1,2 mkp) 18 Nm (1,8 mkp) 15 Nm (1,5 mkp) 8,8 Nm (0,90 mkp) 29 Nm (3,0 mkp) 265 Nm (27,0 mkp) T7: 137 Nm (14,0 mkp) T8: 2,9 Nm (0,30 mkp) T9: 25 Nm (2,5 mkp) T10: 226 Nm (23 mkp) T11: 9,8 Nm (1,0 mkp) VN1500-P1 Achsantrieb 11-3 Explosionszeichnung Kardangetriebe G: Fett auftragen. L: Sicherungslack auftragen. MO: MoS2 Öl auftragen. Lh: Linksgewinde HO: Hypoidgetriebeöl auftragen. Kawasaki
St: Auswechselteile Die Befestigungen ankörnen T1: T2: T3: T4: T5: 8,8 Nm (0,90 mkp) 34 Nm (3,5 mkp) 23 Nm (2,3 mkp) 127 Nm (13,0 mkp) 6,9 Nm (0,7 mkp) VN1500-P1 Achsantrieb 11-4 Technische Daten Position Normalwert Kardangetriebeöl Qualität Viskosität Ölstand Ölmenge API Klassifizierung: GL-5 Hypoidgetriebeöl SAE90 über 5° C SAE 80 unter 5° C Unterkante Einfüllöffnung 200 ml Kardangetriebespiel Kardangetriebespiel 0,10 – 0,15 mm (an der Keilverzahnung der Nabe) Vorspannung der Ritzellager: Drehmomentschlüssel Federwaage 0,6 – 1,0 Nm (0,06 – 0,10 mkp) 3 – 5 N (0,3 – 0,5 kp) Fett für Kardanwellengelenk Fett für Kardanwellengelenk 20 ml, Hochtemperaturfett Spiel der vorderen Kegelräder Spiel der vorderen Kegelräder 0,10 – 0,15 mm (an der Verzahnung der Getrieberäder) Lagervorspannung des vorderen Kegelradgetriebes: Drehmomentschlüssel Federwaage 0,5 – 0,9 Nm (0,05 – 0,09 mkp) 3 – 4 N (0,3 – 0,5 mkp) Spezialwerkzeug – Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug: 57001-1058 Ritzelhaltewerkzeug: 57001-1165 Antriebswellenhaltewerkzeug: 57001-1407 Lagertreibersatz: 57001-1129 Lagertreiber: 57001-382 Dämpfernockenhaltewerkzeug: 57001-1025 Haltewerkzeug für angetriebenes Kegelrad: 57001-1027 Lagerabziehwerkzeug: 57001-158 Adapter für Lagerabziehwerkzeug: 57001-317 Halter für Kegelradgetriebegehäuse: 57001-1250 Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-5 Kardangetriebe und Getriebeöl Ölstandskontrolle
- Siehe Prüfen des Ölstands im Abschnitt Regelmäßige Wartung. Ölwechsel Siehe Wechseln des Getriebeöls im Abschnitt Allgemeine Wartung.
Ausbau des hinteren Kegelradgetriebes ★ Wenn das hintere Kegelradgetriebe zerlegt werden soll, muß das Öl abgelassen werden.
- Das Hinterrad ausbauen (siehe Abschnitt Räder/Reifen).
- Die Muttern abschrauben und den linken Stoßdämpfer [A] von den Stehbolzen abnehmen.
- Die Abdeckung der Schwinge entfernen (siehe Abschnitt Federung).
- Die Muttern [B] abschrauben und das hintere Kegelradgetriebe ausbauen. Mit dem Gehäuse kommt die Feder heraus. ANMERKUNG
Wenn das Getriebegehäuse mit Öl gefüllt ist, muß es so abgesetzt werden, daß die Belüftungsbohrung [C] oben ist. Einbau des hinteren Kegelradgetriebes
- Das Kardanwellengelenk schmieren (siehe Abschnitt Regelmäßige Wartung).
- Die Feder so einbauen, daß der kleinere Durchmesser [A] zum hinteren Kegelradgetriebegehäuse zeigt.
Die Keilverzahnung des Antriebsritzels in das Kardanwellengelenk einsetzen und dabei die Nabe des Tellerrads drehen [A]. Die Befestigungsmuttern des hinteren Kegelradgetriebes mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Befestigungsmuttern für Kegelradgetriebegehäuse: 34 Nm (3,5 mkp) ★ Wenn das Öl aus dem Kardangetriebe abgelassen wurde, muß das Gehäuse wieder mit Öl gefüllt werden. Zerlegen des hinteren Kegelradgetriebes Das hintere Kegelradgetriebe ausbauen. Unter Verwendung von 6 mm Schrauben [A] mit einer Gewindesteigung von 10 mm die Ritzeleinheit [B] hochheben.
- Die Ritzeleinheit und die Einstellshims [C] vom Getriebegehäuse entfernen.
Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-6 Kardangetriebe und Getriebeöl
Die Schrauben [A] des Getriebegehäusedeckels entfernen. Unter Verwendung der drei Gewindebohrungen [B] die Tellerradeinheit vom Getriebegehäuse abheben. Mit der Einheit kommen auch die Einstellshims heraus. ANMERKUNG
Die Tellerradeinheit (Tellerrad, Tellerradnabe und Getriebegehäusedeckel) nicht auseinanderbauen. Die Öldichtung kann jedoch entfernt werden. Für den Ausbau der Tellerradöldichtung [A] das Tellerrad in einem Ölbad auf 120 – 150 ° C erhitzen und dann die Öldichtung heraushebeln. Achten Sie darauf, daß die Dichtfläche der Tellerradnabe nicht verkratzt wird. VORSICHT Das Getriebegehäuse nicht mit einem Schweißbrenner erhitzen. Hierbei verzieht sich das Gehäuse.
Den Sicherungsring [A] abnehmen und das Nadellager [B] herausziehen. ★ Die kleine Tellerrad-Öldichtung [C] mit dem Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug ausbauen, wenn sie beschädigt ist.
Die kleine Tellerrad-Öldichtung ausbauen, wenn sie beschädigt ist. Spezialwerkzeug – Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug [D]: 57001-1058 Die Schraube der Lagerhalterung [A] herausdrehen und die Unterlegscheibe [B] entfernen. Das Nadellager [C] herausziehen. Spezialwerkzeug – Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug: 57001-1058 Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-7 Kardangetriebe und Getriebeöl Kardangetriebegehäuse
Antriebsritzelmutter Unterlegscheibe Einstellshims für Vorspannung Antriebsritzelgelenk O-Ring Tellerradnabe Öldichtung für Tellerrad Kugellager
Getriebegehäusedeckel Befestigungsschrauben für Deckel Einstellshims für Tellerrad Tellerrad Stehbolzen Einstellshims für Antriebsritzel O-Ring Öldichtung
Kegelrollenlager Ritzellagergehäuse Antriebsritzel Haltebolzen Stehbolzen Nadellager Kleine Tellerradöldichtung Nadellager Zusammenbau des hinteren Kegelradgetriebe ¡ Tellerrad und Antriebsritzel werden im Werk satzweise geläppt. Sie müssen paarweise eingebaut und immer als Satz ausgetauscht werden.
- Die kleine Tellerrad-Öldichtung [A] soweit einpressen, bis sie aufsitzt; die Feder [B] muß nach innen zeigen.
- Eine dünne Schicht Hochtemperaturfett auf die Lippe der Öldichtung auftragen. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Eine dünne Schicht Hochtemperaturfett auf die Lippe der Öldichtung auftragen. Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-8 Kardangetriebe und Getriebeöl
Die Nadellager [A] erneuern. Hypoid-Getriebeöl auf die Rollenteile der Nadellager auftragen. ANMERKUNG
Das Lager so einbauen, daß die markierte Seite nach außen zeigt. Die Lager einpressen, bis sie aufsitzen. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Den Sicherungsring [B] vorschriftsmäßig einbauen. Sicherungslack auf das Gewinde der Schraube [C] der Lagerhalterung auftragen. Die Unterlegscheibe [D] beiliegen und die Schraube der Lagerhalterung festziehen. Anziehmoment – Schraube für Lagerhalterung: 7 Nm (0,7 mkp)
Eine dünne Schicht Hochtemperaturfett auf die Lippe der Tellerradöldichtung auftragen. Mit einem geeigneten Treiber die Tellerradöldichtung so einbauen, daß die Feder [A] nach innen zeigt und mit dem Ende der Bohrung bündig abschließt [B]. Die Entlüftungsbohrung [A] im Getriebegehäusedeckel mit Druckluft ausblasen. Sicherungslack auf das Gewinde der einzelnen Stehbolzen auftragen und diese wieder in das Gehäuse einsetzen, wenn sie ausgebaut waren. Die Original-Einstellshims für das Tellerrad wieder einbauen, damit Zahnradspiel und Zahnkontakt unverändert bleiben. Wenn Einzelteile des Getriebes ausgewechselt werden, muß das Kegelradgetriebe eingestellt werden (siehe Einstellen des Kegelradspiels und des Zahnkontakts. Sicherungslack auf das Geschwinde der Schraube des Getriebedeckels auftragen. Festziehen: Anziehmoment – Schrauben für Getriebegehäusedeckel: ∅ 10: 34 Nm (3,5 mkp) ∅ 8: 23 Nm (2,3 mkp) Die Ritzeleinheit in das Getriebegehäuse einbauen. Die Einstellshims der Ritzeleinheit wieder einbauen, damit Zahnradspiel und Zahnkontakt unverändert bleiben. Ausbau des Antriebsritzels
- Die Ankörnung [A] der Antriebsritzelmutter [B] aufhebeln. Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-9 Kardangetriebe und Getriebeöl
Die Mutter [A] abschrauben und dabei die Antriebsritzeleinheit [B] mit dem Ritzelhaltewerkzeug [C] festhalten. Spezialwerkzeug – Antriebsritzelhaltewerkzeug: 57001-1165
Entfernen: Unterlegscheibe [A] Einstellshim(s) [B] Ritzelgelenk [C] mit O-Ring [D] Antriebsritzel [E] mit Kegelrollenlager [F] Den Lageraußenring aus dem Lagergehäuse [A] heraustreiben. Spezialwerkzeug – Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug: 57001-1058 [B]
Das Kegelrollenlager [A] im Lagergehäuse [B] und die Öldichtung [C] mit dem Lagertreibersatz [D] ausbauen. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 Einbau des Antriebsritzels Antriebsritzel und Tellerrad werden im Werk satzweise geläppt, damit sie bestmöglichen Zahnkontakt haben. Sie müssen paarweise eingebaut und immer als Satz ausgetauscht werden.
- Die Kegelrollenlager kontrollieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Hypoid-Getriebeöl auf die Lager auftragen.
Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-10 Kardangetriebe und Getriebeöl
Die Kegelrollenlager [A] mit dem Lagertreibersatz [C] in das Antriebsritzelgehäuse [B] treiben. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Den Außenring [A] des Kegelrollenlagers mit dem Lagertreibersatz [C] in das Antriebsritzelgehäuse [B] treiben. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Das Antriebsritzel [A] einsetzen. Das Antriebsritzel mit dem Kegelrollenlager [B] als eine Einheit einbauen.
- Den O-Ring [C] am Antriebsritzelgelenk [D] auf Beschädigungen kontrollieren. ★ Den O-Ring erforderlichenfalls erneuern.
- Hypoid-Getriebeöl auf den O-Ring auftragen.
- Antriebsritzelgelenk, Shim(s) [E] und Unterlegscheibe [F] einbauen.
Die Antriebsritzelmutter erneuern. MoS2-Öl – Gewinde und Sitzfläche der Antriebsritzelmutter
MoS2-Öl ist eine Mischung aus Motoröl und MoS2-Fett mit einem Gewichtsverhältnis von 10:1. Die Antriebsritzelmutter [B] mit dem Ritzelhaltewerkzeug [B]festziehen. Spezialwerkzeug – Ritzelhaltewerkzeug: 57001-1165 Anziehmoment – Antriebsritzelmutter: 127 Nm (13 mkp)
Die Vorspannung des Antriebsritzellagers kontrollieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Ausbauen: Antriebsritzelmutter Beilagshim(s) Antriebsritzelgelenk Antriebsritzeleinheit Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-11 Kardangetriebe und Getriebeöl
Die Öldichtung erneuern. Die Öldichtung [A] mit dem Lagertreibersatz [B] einbauen. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Die ausgebauten Teile wieder einbauen. Die Antriebsritzelmutter ankörnen [A]. VORSICHT Beim Ankörnen der Mutter darauf achten, daß Antriebsritzel und Lager nicht getroffen werden, da die Teile hierbei beschädigt werden könnten. Einstellen der Vorspannung der Antriebsritzellager Messen der Vorspannung:
- Die Vorspannung der Lager in folgenden Fällen prüfen und einstellen. ¡ Wenn eines der nachstehend aufgeführten Teile ausgewechselt wird: Kegelrollenlager Kegelräder Lagergehäuse Antriebsritzelgelenk ¡ Wenn die Antriebsritzelmutter gelöst wird, auch wenn keine Teile ausgewechselt werden sollen.
- Das Antriebsritzellagergehäuse zusammenbauen und die Antriebsritzelmutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Die Öldichtung nicht einbauen, bis die vorgeschriebene Lagervorspannung erreicht ist. VORSICHT Zu Beginn ein Einstellshim oder eine Buchse so auswählen, daß ein Paßsitz ohne Spiel und auch ohne Vorspannung erreicht wird. Wenn die Vorspannung zu groß ist, könnten die Lager beschädigt werden.
Ein wenig Hypoid-Getriebeöl auf die Lager auftragen und die Zahnradwelle um mehr als fünf Umdrehungen drehen, damit die Lager einwandfrei sitzen. Die Lagervorspannung messen. Als Lagervorspannung bezeichnet man die Kraft oder das Drehmoment, die erforderlich sind, um die Zahnradwelle in Drehung zu versetzen. Vorspannung für Abtriebsradlager Bei Verwendung einer Federwaage: 3,0 - 5 N (0,30 – 0,50 kp) Bei Verwendung eines Drehmomentschlüssels: 0,6 – 1,0 Nm (0,06 – 0,10 mkp) ANMERKUNG
Die Vorspannung kann mit einer Federwaage oder einem Drehmomentschlüssel gemessen werden. Bei Verwendung einer Federwaage bezeichnet man die Vorspannung als Kraft (kp) und bei Verwendung eines Drehmomentschlüssels als Drehmoment (Nm, mkp). Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-12 Kardangetriebe und Getriebeöl Bei Verwendung einer Federwaage:
- Die Federwaage [A] an einen Punkt im Abstand von 200 mm [B] vom Mittelpunkt der Zahnradwelle an den Griff haken [C].
- Das Lagergehäuse so in einen Schraubstock spannen, daß die Zahnradwellenachse vertikal steht.
- Die Kraft horizontal im rechten Winkel auf den Haltegriff aufbringen. Spezialwerkzeug – Antriebsritzelhaltewerkzeug: 57001-1165 [C]
Wenn die Vorspannung nicht in dem vorgeschriebenen Bereich liegt, sind die Einstellshims unter der Unterlegscheibe auszutauschen; dann die Vorspannung nochmals überprüfen. Beachten Sie den nächsten Absatz für die Auswahl der geeigneten Shims. Einstellen der Vorspannung: Die Vergrößerung der Vorspannung verringert man die Gesamtdicke der Shims. Zur Verringerung der Vorspannung wird die Gesamtdicke der Shims vergrößert.
- Die Dicke jeweils in kleinen Abstufungen verändern.
- Die Lagervorspannung überprüfen und erforderlichenfalls nochmals nachstellen.
- : Normaldicke Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-13 Kardangetriebe und Getriebeöl
Unterlegscheibe Einstellshim(s) Antriebsritzelgelenk Lagergehäuse Kegelrollenlager Kegelrollenlager Vor dem Festziehen [A] Nach dem Festziehen [B] Anfangsspiel [C] Keine Vorspannung [D] Kein Spiel [E] Unter Vorspannung [F] Prüfen der Kegelräder
- Visuell kontrollieren, ob die Kegelräder eingelaufen, ausgeschlagen oder anderweitig beschädigt sind. ★ Die Kegelräder als Satz austauschen, wenn ein Rad beschädigt ist. Prüfen des Antriebsritzelgelenks Die Keilverzahnung [A] des Antriebsritzelgelenks einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Wenn die Keilverzahnung stark abgenutzt oder ausgeschlagen ist, muß das Gelenk erneuert werden. Ebenfalls das Kardanwellengleitgelenk kontrollieren.
Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-14 Kardangetriebe und Getriebeöl Einstellen der Kegelräder ¡ Zahnradspiel und Zahnkontaktmuster der Kegelräder müssen einwandfrei sein, damit die Zahnräder ruhig laufen und nicht beschädigt werden.
- Wenn Teile ausgetauscht werden, die das Zahnradspiel beeinflussen, müssen Spiel und Zahnkontakt der Kegelräder geprüft und nachgestellt werden. Zuerst das Zahnradspiel und dann den Zahnkontakt unter Verwendung der entsprechenden Einstellshims regulieren. ¡ Das Zahnradspiel wird mehr von der Stellung des Tellerrads als durch die Stellung des Antriebsritzels beeinflußt. ¡ Der Zahnkontakt wird mehr von der Stellung des Antriebsritzels als durch die Stellung des Tellerrads beeinflußt. Teile, die das Zahnradspiel beeinflussen
Antriebsritzelgehäuse Einstellshim(s) für Antriebsritzel Antriebsritzeleinheit Kawasaki
Tellerradeinheit Einstellshim(s) für Tellerrad Getriebegehäuse VN1500-P1 Achsantrieb 11-15 Kardangetriebe und Getriebeöl Einstellshims für Tellerradspiel Dicke (mm) 0,15 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 1,2 Einstellshims für Antriebsritzel-Zahnkontakt Teilenummer 92025-1783 92025-1784 92025-1785 92025-1786 92025-1787 92025-1788 92025-1789 92025-1790 Dicke (mm) 0,15 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 1,2 Teilenummer 21180-1365 21180-1366 21180-1367 21180-1368 21180-1369 21180-1370 21180-1371 21180-1372 Einstellen des Zahnradspiels
- Schmutz und Öl mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt von der Verzahnung der Kegelräder abwischen. VORSICHT Bei diesen Einstellarbeiten dürfen O-Ring oder Öldichtungen nicht eingebaut sein.
Das Antriebsritzellagergehäuse mit dem Standardeinstellshim (1,0 mm Dicke) einbauen. Die Tellerradeinheit mit dem Standardeinstellshim (1,0 mm Dicke) einbauen und die Deckelbefestigungsmuttern mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Spezialwerkzeug – Antriebsritzelhaltewerkzeug: 57001-1165 Anziehmoment – Befestigungsmuttern für Getriebegehäusedeckel: 34 Nm (3,5 mkp)
Die Tellerradeinheit mit dem Standardshim (1,0 mm) einbauen und die Schrauben des Deckels mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Schrauben für Getriebegehäusedeckel: M10: 34 Nm (3,5 mkp) M8: 23 Nm (2,3 mkp)
Während des Festziehens der Deckelschrauben ist das Zahnradspiel zu kontrollieren; mit dem Festziehen der Schrauben sofort aufhören, wenn das Zahnradspiel verschwindet. Dann den Einstellshim gegen eine dickere Ausführung austauschen. Eine Meßuhr [D] so an einem Schraubstock befestigen, daß sie an der Keilverzahnung der Tellerradnabe anliegt. Zur Messung des Spiels die Tellerradnabe [B] vor- und rückwärts drehen [C].. Der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Meßwert entspricht dem Spiel. Das Spiel an drei gleich weit auseinanderliegenden Stellen der Keilverzahnung messen. Kegelradspiel: 0,10 – 0,15 mm (an der Keilverzahnung der Tellerradnabe) ★ Wenn das Spiel nicht innerhalb der Grenzwerte liegt, ist die Dicke der Einstellshims am Tellerrad zu ändern. Soll das Spiel größer werden, ist die Dicke der Einstellshims zu vergrößern. Soll das Spiel verringert werden, ist auch die Dicke der Einstellshims zu verringern. ★ Die Dicke jeweils nur in kleinen Abstufungen verändern.
- Das Spiel nochmals überprüfen und erforderlichenfalls nochmals einstellen. Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-16 Kardangetriebe und Getriebeöl Einstellen des Zahnkontakts
- Schmutz und Öl mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt von der Verzahnung der Kegelräder abwischen.
- Prüfpaste auf vier oder fünf Zähne des Antriebsritzels auftragen. ANMERKUNG
Eine dünne, gleichmäßige Schicht der Prüfpaste mit einer recht steifen Bürste auftragen. Wenn die Schicht zu dick ist, ergibt sich kein genaues Zahnkontaktmuster. Die Prüfpaste muß glatt und fest sein, mit der Konsistenz einer Zahnpaste. In Fachgeschäften für Automobilzubehör gibt es Spezialpasten für die Überprüfung der Zahnmuster und des Zahnkontakts bei Differentialgetrieben. Die Antriebsritzeleinheit mit dem Getriebegehäusehaltewerkzeug [A] festhalten. Spezialwerkzeug – Getriebegehäusehaltewerkzeug: 57001-1250 Anziehmoment – Getriebegehäusebefestigungsmuttern: 34 Nm (3,5 mkp)
Das Antriebsritzel um eine Umdrehung [B] zurück und vorwärts drehen; hierbei auf die Tellerradnabe [C] einen Widerstand bewirken.
- Tellerrad und Antriebsrad ausbauen und das Antriebsmuster sowie das Rücklaufmuster der Kegelradverzahnung kontrollieren. Das Zahnkontaktmuster sollte sich auf beiden Seiten (Antriebsund Rücklaufseite) in der Mitte zwischen Zahnoberseite und Zahngrund befinden. Das Muster der Antriebsseite kann ein wenig näher an der Spitze und das Muster der Rücklaufseite etwas länger und näher an der Spitze sein. ★ Bei falschem Zahnkontaktmuster sind entsprechend den gezeigten Beispielen die Antriebsritzelshims zu ändern. Dann das Zahnkontaktmuster, abwischen Paste auftragen und nochmals überprüfen. Diesen Vorgang so oft wie erforderlich wiederholen. ANMERKUNG
Wenn das Zahnradspiel durch Auswechseln der Shims am Antriebsritzel nicht in den Normalbereich gebracht werden kann, sind die Shims am Tellerrad zur Korrektur des Spiels auszuwechseln, bevor das Zahnkontaktmuster geprüft wird. Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-17 Kardangetriebe und Getriebeöl Einwandfreies Zahnkontaktmuster: Keine Nachstellung erforderlich. Rücken[A] Zahngrund [B] Oberseite [C] Spitze [D] Falsches Zahnkontaktmuster (Beispiel 1)
Die Dicke der Einstellshims am Antriebsritzel um 0,05 mm verringern, um das oben gezeigte Muster zu korrigieren. Rücken[A] Zahngrund [B] Oberseite [C] Spitze [D] Falsches Zahnkontaktmuster (Beispiel 2)
Die Dicke der Einstellshims am Antriebsritzel um 0,05 mm vergrößern, um das oben gezeigte Muster zu korrigieren. Rücken[A] Zahngrund [B] Kawasaki Oberseite [C] Spitze [D] VN1500-P1 Achsantrieb 11-18 Kardanwelle Ausbau
- Folgende Teile entfernen: Kardangetriebegehäuse (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Schwinge (siehe Abschnitt Federung)
Die Kardanwelle aus dem Gelenk des vorderen angetriebenen Kegelrads ausbauen. Die Kardanwelle so drehen, daß die Zugangsbohrung für den Sicherungsstift [A] in der Kardanwelle nach außen kommt. Durch die Zugangsbohrung auf den Sicherungsstift drücken und die Kardanwelle aus dem Gelenk des angetriebenen Kegelrads herausschieben. Kardanwelle [A] Kreuzgelenk [B] Sicherungsstift [C] Feder [D] Abtriebsradgelenk [E] Den Federring [B] am hinteren Ende der Kardanwelle [A] mit einer Federringzange abnehmen. Die Unterlegscheibe [C] entfernen und die Kardanwelle aus dem Gleitgelenk [D] herausziehen. Einbau Den O-Ring [E] am hinteren Ende der Kardanwelle auf Beschädigungen kontrollieren und erforderlichenfalls erneuern.
- Das Kardanwellengelenk schmieren (siehe Schmieren des Kardanwellengelenks).
- Die Kardanwelle mit dem vorderen Kegelradgetriebegehäuse verbinden, die Kardanwelle nach hinten ziehen und kontrollieren, ob die Welle durch den Sicherungsstift vorschriftsmäßig arretiert ist.
Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-19 Kardanwelle Schmieren des Kardanwellengelenks
- Siehe Schmieren des Kardanwellengelenks im Abschnitt Allgemeine Wartung. Prüfen der Kardanwelle Kontrollieren, ob das Kreuzgelenk [A] geräuschlos und ohne zu klemmen einwandfrei arbeitet. ★ Wenn dies nicht der Fall ist, sind die Nadellager des Kreuzgelenks beschädigt. In diesem Falle ist die Baugruppe Kardanwelle zu erneuern.
- Das Wellenlager und die Keilverzahnung [B] am hinteren Ende der Kardanwelle einer Sichtkontrolle auf Verschleiß unterziehen. ★ Wenn die Kardanwelle verbogen ist, muß sie erneuert werden. Eine verbogene Welle darf nicht gerichtet werden.
Prüfen des Gleitgelenks Die Innenverzahnung [B] des Kardanwellengleitgelenks [A] einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Das Gelenk erneuern, wenn die Verzahnung stark verschlissen oder ausgeschlagen ist.
Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-20 Vorderes Kegelradgetriebe Ausbau
- Folgende Teile entfernen: Motor (siehe Abschnitt Aus- und Einbau des Motors) Hinterer Schaltarm [A] ¡ Der Steckverbinder für den Geschwindigkeitssensor [B] wird während des Motorausbaus ausgezogen.
- Die Schrauben [C] herausdrehen und das vordere Kegelradgetriebe [D] ausbauen.
Nockenrolle [A] und Dämpferfeder [B) kommen mit dem Getriebegehäuse heraus. Die Schaltwellen-Öldichtung kontrollieren und erneuern, wenn sie beschädigt ist. Einbau
- Die Schrauben des vorderen Getriebegehäuses mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Schrauben für vorderes Getriebegehäuse: M8: 29 Nm (3,0 mkp) M6: 12 Nm (1,2 mkp) Zerlegen des vorderen Kegelradgetriebes
- Folgende Teile entfernen: Vorderes Getriebegehäuse (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Nockenrolle Dämpfungsfeder Gummifaltenbalg [A]
- Die Befestigungsschrauben der Abtriebsradeinheit [B] entfernen und die Einheit [C] vom Gehäuse abhebeln.
Das Abtriebsrad an den Ansatzpunkten [A] anheben. Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-21 Vorderes Kegelradgetriebe
Das Antriebsradeinheit wie folgt ausbauen. Die Abschlußkappe des Getriebegehäuses [A] mit einem geeigneten Werkzeug abhebeln. Die Ankörnung der Antriebsradmutter [A] mit einem kleinen Meißel aufhebeln. Folgende Teile einbauen: Dämpferfeder Nockenrolle [B] Die Antriebsradwelle mit dem Haltewerkzeug [C] (Spezialwerkzeug) festhalten und die Antriebsradmutter abschrauben. Vorderes Getriebegehäuse [D] Steckschlüssel [E] Schraubstock [F] Spezialwerkzeug – Antriebswellenhaltewerkzeug: 57001-1407
Antriebsradwelle [A], Antriebsrad [B] und Shims [C] abziehen. Die Lagerhalterung [D] vom Getriebegehäuse abnehmen. Das Antriebswellenkugellager [E] mit dem Lagertreibersatz ausbauen. Vorn [F] Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 Zusammenbau des vorderen Getriebegehäuses Antriebs- und Abtriebsräder werden im Werk satzweise geläppt, damit sie bestmöglichen Zahnkontakt haben. Sie müssen immer als Satz ausgewechselt werden.
- Das Antriebsrad [B] langsam mit dem Treiber [A] auf die Welle [C] pressen.
Spezialwerkzeug – Lagertreiber: 57001-382 Sicherungslack – Schrauben der Lagerhalterung Anziehmoment – Schrauben der Lagerhalterung: 8,8 Nm (0,90 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-22 Vorderes Kegelradgetriebe
Wenn Teile ausgewechselt werden, die Einfluß auf das Zahnradspiel haben, müssen Lagervorspannung sowie Zahnradspiel und Zahnkontakt geprüft und eingestellt werden (siehe Einstellen des vorderen Kegelradgetriebes). Nach dem Abschluß der Einstellarbeiten das vordere Getriebegehäuse wieder zusammenbauen. Die Antriebsradmutter erneuern. Öl auf Gewinde und Sitzfläche der Mutter auftragen und die Mutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen, damit die Lager einwandfrei sitzen. Die Mutter vollständig lösen und nochmals mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Antriebsradmutter: 265 Nm (27,0 mkp)
Die Mutter ankörnen, damit sie sich nicht lösen kann. VORSICHT Beim Ankörnen der Mutter darauf achten, daß Welle und Lager keinen Schlag bekommen. Hierdurch könnten Welle und/oder Lager beschädigt werden.
Den Einstellshim [A] einbauen. Die Abtriebsradeinheit so einbauen, daß die Rippen [B] und die bearbeiteten Oberflächen [C] fluchten. Die Abtriebsradbefestigungsschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Abtriebsradbefestigungsschrauben: 25 Nm (2,5 mkp) ★ Wenn die Ölleitung [A] ausgebaut war, ist auf beiden Seiten der
Anschlußverschraubungen jeweils eine neue Unterlegscheibe beizulegen, dann die Hohlschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Zuerst die vordere Hohlschraube [B] und dann die hintere [C] festziehen. Den hinteren Schaltarm [D] einbauen und dabei den Schlitz des Hebels auf die Körnermarke der Welle ausrichten. Anziehmoment – Hohlschrauben für Ölleitung: 12 Nm (1,2 mkp) Klemmbolzen für hinteren Schaltarm: 12 Nm (1,2 mkp) Zerlegen des Abtriebsrads Das Abtriebsradgelenk mit dem Haltewerkzeug [A] in einen Schraubstock spannen und die Abtriebsradschraube [B] lösen.
Spezialwerkzeug – Abtriebsradhaltewerkzeug: 57001-1027 Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-23 Vorderes Kegelradgetriebe
Das Abtriebsradgelenk [A] mit dem O-Ring [B] ausbauen. Das Abtriebsrad vom Lagergehäuse abnehmen. Die Öldichtung mit einem Haken aus dem Gehäuse ausbauen und das Kegelrollenlager aus dem Gehäuse ziehen. Das auf die Abtriebswelle aufgepreßte Kegelrollenlager mit dem Lagerabziehwerkzeug und dem Adapter ausbauen. Spezialwerkzeug – Lagerabziehwerkzeug: 57001-158 Adapter: 57001-317 Zusammenbau des Abtriebsrads
- Die Abtriebsradschraube erneuern. ¡ Antriebs- und Abtriebsräder werden im Werk satzweise geläppt, damit sie bestmöglichen Zahnkontakt haben. Sie müssen immer als Satz ausgewechselt werden.
- Immer die Lagervorspannung sowie das Kegelradspiel und den Zahnkontakt kontrollieren und einstellen (siehe Einstellen des vorderen Kegelradgetriebes).
- Mit dem Lagertreiber [A] den Kegelrollenlager-Innenlaufring [B] auf die Abtriebswelle [C] montieren. Spezialwerkzeug – Lagertreiber: 57001-382
Nach dem Einstellen der Lagervorspannung die Abtriebsradeinheit wieder zusammenbauen. Mit dem Lagertreibersatz die Öldichtung einpressen, bis die Oberkante der Öldichtung mit dem Ende der Lagergehäusebohrung bündig ist. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
MoS2 Öl auf das Gewinde und die Sitzfläche der Abtriebszahnradschraube auftragen. Die Abtriebsradschraube mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Abtriebsradschraube: 137 Nm (14,0 mkp)
Die Abtriebsradschraube ankörnen [A], damit sie sich nicht lösen kann. VORSICHT Beim Ankörnen der Schraube darauf achten, daß Abtriebsrad und Lager keinen Schlag bekommen. Hierdurch könnten Abtriebsrad und/oder Lager beschädigt werden. Ausbau des Dämpfernockens
- Das vordere Getriebegehäuse ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Den Sicherungsring und das Nadellager der Abtriebswelle entfernen.
- Die Führung der Kupplungsdruckstange [A] und die Schrauben entfernen, dann die Kurbelgehäuse-Lagerhalterungen und die Schrauben.
- Eine Schraube (Ø 12 mm, Länge 100 mm) [B] in das Gewindeloch der Motorbefestigungsschraube einsetzen.
- Die Dämpfernockenmutter [C] mit dem Dämpfernockenhaltewerkzeug [D] (Spezialwerkzeug) und einem tiefen Steckschlüssel abschrauben. Spezialwerkzeug – Dämpfernockenhaltewerkzeug: 57001-1025 Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-24 Vorderes Kegelradgetriebe Einbau des Dämpfernockens
- Eine neue Dämpfernockenmutter einbauen.
- Die Führung [A] der Kupplungsdruckstange und die Schrauben sowie den unteren Sicherungsring für das Kurbelgehäuselager und die Schrauben entfernen.
- Den Bolzen (Ø 12 mm, Länge 100 mm) [B] in das Schraubenloch der Motorbefestigungsschraube einsetzen.
- Die Dämpfernockenmuttern [C] mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. ¡ Öl auf das Gewinde und die Sitzfläche der Mutter auftragen. Anziehmoment – Dämpfernockenmutter: 226 Nm (23,0 mkp) Spezialwerkzeug – Dämpfernockenhaltewerkzeug: 57001-1025 Einstellen der vorderen Kegelräder Um zu verhindern, daß sich die Kegelräder unter Belastung auseinander bewegen, müssen die Kegelrollenlager einwandfrei vorgespannt sein. Ferner müssen Zahnradspiel (d. h. der Wert, um den sich ein Zahnrad vor- oder rückwärts bewegt, ohne das andere zu bewegen) und Zahnkontaktmuster der Kegelräder einwandfrei sein, damit die Kegelräder ruhig laufen und nicht beschädigt werden. Diese drei Einstellungen sind äußerst wichtig und müssen in der richten Reihenfolge und nach der richtigen Methode durchgeführt werden. ¡ Das Einstellen der Vorspannung ist immer erforderlich, wenn die Abtriebsradschraube [2] gelöst wird, selbst wenn keine Teile ausgewechselt werden sollen. Teile, die das Zahnradspiel beeinflussen
2. Abtriebsradschraube
3. Antriebsrad-Einstellshims
Antriebsradwelle Vorderes Getriebegehäuse Abtriebsrad Kegelrollenlager Abtriebsrad-Einstellshims Abtriebsrad-Lagergehäuse
11. Abtriebsradgelenk
Teile, die nur die Lagervorspannung beeinflussen
12. Buchse (Einstellen der Vorspannung)
13. Distanzstück (Einstellen der Vorspannung)
14. Kegelrollenlager
VN1500-P1 Achsantrieb 11-25 Vorderes Kegelradgetriebe Einstellen der vorderen Kegellager Die Abtriebsradlager vorspannen. Das Zahnradspiel einstellen.
Das Zahnkontaktmuster einstellen. Das vordere Getriebegehäuse zusammenbauen.
Wenn Teile ausgewechselt werden, die das Zahnradspiel beeinflussen oder wenn die Abtriebsradschraube gelöst wird, selbst wenn das geschieht, ohne das Teile ausgewechselt werden sollen, müssen Lagervorspannung sowie Kegelradspiel und Zahnkontakt geprüft und mittels der Shims eingestellt werden. Einstellen der Vorspannung Die Abtriebsradeinheit einbauen und die Abtriebsradmutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen.
Anziehmoment – Abtriebsradschraube: 137 Nm (14,0 mkp)
Öldichtung und O-Ring nicht einbauen und die Schraube nicht ankörnen, bis die vorgeschriebene Lagervorspannung erreicht ist. VORSICHT Zu Beginn ein Einstellshim oder eine Buchse so auswählen, daß ein Paßsitz ohne Spiel und auch ohne Vorspannung erreicht wird. Wenn die Vorspannung zu groß ist, könnten die Lager beschädigt werden.
Ein wenig Motoröl auf die Lager auftragen und die Zahnradwelle um mehr als fünf Umdrehungen drehen, damit die Lager einwandfrei sitzen. Die Lagervorspannung messen. Als Lagervorspannung bezeichnet man die Kraft oder das Drehmoment, die erforderlich sind, um die Zahnradwelle in Drehung zu versetzen. Vorspannung für Abtriebsradlager Bei Verwendung einer Federwaage: 3 - 4 N (0,3 – 0,5 kp) Bei Verwendung eines Drehmomentschlüssels: 0,5 – 0,9 Nm (0,05 – 0,09 mkp) ANMERKUNG
Die Vorspannung kann mit einer Federwaage oder einem Drehmomentschlüssel gemessen werden. Bei Verwendung einer Federwaage bezeichnet man die Vorspannung als Kraft (kp) und bei Verwendung eines Drehmomentschlüssels als Drehmoment (Nm, mkp). Messen der Vorspannung mit einer Federwaage
- Das Lagergehäuse so in einem Schraubstock einspannen, daß die Zahnradwellenachse vertikal steht.
- Die Federwaage [B] an einen Punkt im Abstand von 200 mm [D] vom Mittelpunkt der Zahnradwelle an die Abtriebsradhalterung [A] haken [C].
- Die Kraft horizontal im rechten Winkel auf den Haltegriff aufbringen. Spezialwerkzeug – Abtriebsradhalterung: 57001-1027 ★ Wenn die Vorspannung nicht in dem vorgeschriebenen Bereich liegt, sind die Lagerbuchse und/oder das Distanzstück auszutauschen. Zur Vergrößerung der Vorspannung verringert man die Paketlänge von Hülse und Distanzstück. Zur Verringerung der Vorspannung wird die Paketlänge von Hülse und Distanzstück vergrößert. ★ Die Paketlänge jeweils in kleinen Abstufungen verändern.
- Die Lagervorspannung nochmals überprüfen und erforderlichenfalls nochmals nachstellen. Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-26 Vorderes Kegelradgetriebe Buchsen für das Einstellen der Vorspannung Dicke (mm) 22,8 22,9 23,0 23,1 23,2 23,3 23,4 23,5 23,6 23,7 23,8 23,9 24,0 24,1 Distanzstücke für das Einstellen der Vorspannung Teilenummer 92027-1152 92027-1153 92027-1154 92027-1155 92027-1156 92027-1157 92027-1158 92027-1159 92027-1160 92027-1161 92027-1162 92027-1163 92027-1164 92027-1165 Dicke (mm) 1,70 1,72 1,74 1,76 1,78 1,80 Teilenummer 92025-1072 92025-1073 92025-1074 92025-1075 92025-1076 92025-1077 Lagervorspannung
Lagergehäuse Kegelrollenlager Vor dem Festziehen [A] Nach dem Festziehen [B] Kawasaki
Distanzstück Buchse Ohne Vorspannung [C] Anfangsspiel [D]
Kegelrollenlager Unter Vorspannung [E] Kein Spiel [F] VN1500-P1 Achsantrieb 11-27 Vorderes Kegelradgetriebe Einstellen des Zahnradspiels
- Schmutz und Öl mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt von der Verzahnung der Kegelräder abwischen.
- Das Antriebsrad mit dem Standardshim (1,0 mm Dicke) einbauen und die Mutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Antriebsradmutter: 265 Nm(27,0 mkp) ANMERKUNG
Den Kopf der Mutter erst ankörnen, wenn sowohl das Zahnradspiel als auch der Zahnkontakt eingestellt sind. Die Abtriebsradeinheit mit dem Standardshim (1,0 mm Dicke) in das vordere Getriebegehäuse einbauen und die Befestigungsschrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Abtriebsrad-Befestigungsschrauben: 25 Nm (2,5 mkp)
Das Zahnradspiel beim Festziehen der Schrauben kontrollieren und sofort mit dem Festziehen aufhören, wenn das Spiel verschwindet. Dann den Shim gegen einen dickeren auswechseln.
Einen Halter [A] mit 6 mm Schrauben und Muttern auf das vordere Getriebegehäuse montieren, damit die Meßuhr befestigt werden kann.
- Die Meßuhr so aufsetzen, daß sie an einem Zahn des Antriebsrads anliegt und das Spiel messen. Der Schaft der Meßuhr muß in Richtung der Zahnbewegung sein.
- Zur Messung des Spiels das Antriebsrad rückwärts und vorwärts [C] bewegen und dabei das Abtriebsrad mit einem Werkzeug festhalten [B]. Der Unterschied zwischen dem höchsten und dem niedrigsten Meßwert entspricht dem Spiel. ★ Wenn das Spiel nicht innerhalb der Grenzwerte liegt, sind die Einstellshims am Antriebs- und/oder Abtriebsrad auszutauschen. Dickere Beilagen verwenden, wenn das Zahnradspiel vergrößert und dünnere Beilagen einbauen, wenn das Zahnradspiel verringert werden soll. ★ Die Dicke jeweils nur in kleinen Abstufungen verändern.
- Das Spiel nochmals überprüfen und ggf. nochmals nachstellen. ANMERKUNG
Zwei Shims können nebeneinander gelegt werden. Legen Sie jedoch nicht drei oder mehr Shims zusammen. Spiel der vorderen Kegelräder (am Zahn des Kegelrads) 0,10 – 0,15 mm Einstellshims für das Antriebsrad Dicke (mm) 0,15 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 1,1 1,2 Kawasaki Einstellshims für das Abtriebsrad Teilenummer 92025-1688 92025-1689 92025-1690 92025-1691 92025-1692 92025-1693 92025-1694 92025-1695 92025-1696 Dicke (mm) 0,1 0,15 0,5 0,6 0,7 0,8 0,9 1,0 1,2 Teilenummer 92025-1826 92025-1818 92025-1819 92025-1820 92025-1821 92025-1822 92025-1823 92025-1824 92025-1825 VN1500-P1 Achsantrieb 11-28 Vorderes Kegelradgetriebe Einstellen des Zahnkontaktmusters
- Schmutz und Öl mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt von der Verzahnung der Kegelräder abwischen.
- Prüfpaste auf vier oder fünf Zähne des Abtriebsrads auftragen. ANMERKUNG
Eine dünne gleichmäßige Schicht der Prüfpaste mit einem harten Pinsel auftragen. Wenn die Schicht zu dick ist, ergibt sich kein genaues Zahnmuster. Die Prüfpaste muß glatt und fest sein mit der Konsistenz einer Zahnpaste. In Fachgeschäften für Automobilzubehör gibt es Spezialpasten für die Überprüfung des Zahnradmusters und des Zahnkontakts bei Differentialgetrieben. Verwenden Sie diese für die Überprüfung der Kegelräder.
Das Abtriebszahnrad um drei oder vier Umdrehungen in Antriebsrichtung und rückwärts drehen und dabei am Antriebsrad einen Widerstand bewirken
- Das Zahnkontaktmuster in Antriebsrichtung und im Rücklauf kontrollieren. Sowohl in Antriebsrichtung als auch im Rücklauf sollten sich die Zahnkontaktmuster in der Mitte zwischen Zahnoberseite und Zahngrund und etwas näher zur Spitze befinden. ★ Bei falschem Zahnkontaktmuster sind die Shims am Antriebs- und am angetriebenen Rad wie gezeigt auszuwechseln. Dann die Zahnkontaktmuster abwischen und nochmals überprüfen. Wenn die Shims ausgewechselt werden, ist jedesmal auch das Zahnradspiel zu überprüfen. Die Shims so oft wie erforderlich auswechseln. ANMERKUNG
Wenn das Zahnradspiel nach dem Wechseln der Shims außerhalb des normalen Bereiches liegt, muß das Zahnradspiel korrigiert werden, bevor das Zahnkontaktmuster geprüft wird. Es können zwei Einstellshims nebeneinander gelegt werden. Legen Sie jedoch nicht mehr als drei oder mehr Shims zusammen. Rücken [A] Zahngrund [B] Oberseite [C] Spitze [D] Antriebskegelrad [E] Abtriebskegelrad [F] Falsches Zahnkontaktmuster (Beispiel 1)
- Die Dicke der Shims am Antriebsrad um 0,05 mm erhöhen und/ oder die Dicke der Shims am Abtriebsrad um 0,05 mm erhöhen, damit das gezeigte Muster korrigiert wird. Den Vorgang erforderlichenfalls in 0,05 mm Schritten wiederholen. Rücken [A] Zahngrund [B] Oberseite [C] Spitze [D] Antriebskegelrad [E] Abtriebskegelrad [F] Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-29 Vorderes Kegelradgetriebe Falsches Zahnkontaktmuster (Beispiel 2):
- Die Dicke der Einstellshims am Antriebsrad um 0,05 mm verringern und/oder die Dicke der Shims am Abtriebsrad um 0,05 mm verringern, um das Zahnkontaktmuster wie gezeigt zu korrigieren. Diesen Vorgang erforderlichenfalls in 0,05 mm Schritten wiederholen. Rücken [A] Zahngrund [B] Oberseite [C] Spitze [D] Antriebskegelrad [E] Abtriebskegelrad [F] Prüfen der Kegelräder
- Visuell kontrollieren, ob die Kegelräder eingelaufen, ausgeschlagen oder anderweitig beschädigt sind. ★ Die Kegelräder als Satz austauschen, wenn eines der Räder beschädigt ist. Prüfen der Nockendämpfung
- Feder [A], Nockenrolle [B], Dämpfernocken [C] und Abtriebswelle [D] einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Teile, die beschädigt sind, müssen ausgewechselt werden. Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-30 Lager und Öldichtungen Auswechseln der Kugel- oder Nadellager
- Die Lager mit einem Lagertreibersatz oder dem Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug ausbauen. Spezialwerkzeug – Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug: 57001-1058 Lagertreibersatz: 57001-1129 ANMERKUNG
Wenn die vorgenannten Werkzeuge nicht zur Verfügung stehen, können zufriedenstellende Ergebnisse auch dadurch erreicht werden, daß das Gehäuse auf ungefähr 93° C maximal erhitzt wird und die Lager hinein- oder herausgeschlagen werden. VORSICHT Das Gehäuse nicht mit einem Lötbrenner erhitzen, da es sich dabei verzieht. Legen Sie das Gehäuse in Öl und erhitzen Sie das Öl.
Ein neues Nadellager mit der markierten Seite nach außen mit dem Lagertreibersatz [B] einbauen, bis es aufsitzt. So wird vermieden, daß das Lager beschädigt wird. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129
Mit einer Presse und dem Lagertreibersatz [A] ein neues Kugellager einpressen, bis es an der Unterseite des Gehäuses aufsitzt. Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 Kugellagerverschleiß VORSICHT Die Lager für die Prüfung nicht ausbauen, da sie beim Ausbau beschädigt werden können.
Die Kugellager kontrollieren. Da die Kugellager mit extrem engen Toleranzen hergestellt werden, muß der Verschleiß durch Gefühl anstatt durch Messung beurteilt werden. Das Lager in einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt auswaschen, trocknen (trockene Lager nicht in Umdrehung versetzen) und mit Motoröl ölen. ¡ Das Lager von Hand durchdrehen [A], um seinem Zustand zu überprüfen. ★ Lager, die Geräusche entwickeln, nicht weich laufen oder rauhe Stellen aufweisen, sind zu erneuern.
Kawasaki VN1500-P1 Achsantrieb 11-31 Lager und Öldichtungen Inspektion der Kegelrollenlager VORSICHT Die Kegelrollenlager für diese Inspektion nicht ausbauen, da sie hierbei beschädigt werden können.
Das Lager im vorderen Kegelradgetriebe einer Sichtkontrolle auf Schleifwirkung, Farbveränderungen oder sonstige Beschädigungen unterziehen. ★ Bei Zweifeln am Zustand eines Lagers ist das Lager zu erneuern. Inspektion der Nadellager VORSICHT Die Nadellager im Kardangetriebegehäuse für die Inspektion nicht ausbauen, da sie hierbei beschädigt werden können.
Die Nadellager im vorderen und hinteren Kegelradgetriebe kontrollieren. ¡ Die Nadeln in den Nadellagern nutzen sich so wenig ab, daß der Verschleiß schwierig zu messen ist. Stattdessen sind die Lager auf sichtbare Verschleißerscheinungen, Verfärbungen oder andere Beschädigungen zu inspizieren. ★ Das Nadellager erneuern, wenn Zweifel an seinem Zustand vorhanden sind. Inspektion der Öldichtungen Die Öldichtungen kontrollieren. ★ Die Öldichtungen auswechseln, wenn die Dichtlippen verformt, verfärbt (infolge Alterung des Gummis), verhärtet oder auf andere Weise beschädigt sind.
Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnungen 12-2 Technische Daten 12-4 Bremshebel, Fußbremshebel Nachstellen des Bremshebels Nachstellen des Fußbremshebels Ausbau des Fußbremshebels Einbau des Fußbremshebels 12-5 12-5 12-5 12-6 12-7 Bremssättel Ausbau des VorderradBremssattels Ausbau des HinterradBremssattels Einbau der Bremssättel Zerlegen des VorderradBremssattels Zusammenbau des VorderradBremssattels Zerlegen des HinterradBremssattels Zusammenbau des HinterradBremssattels Beschädigung der BremssattelBremsflüssigkeitsdichtungen Beschädigung der Bremssattelstaubdichtungen/ Reibmanschetten Beschädigung der Bremssattelkolben und Zylinder Verschleiß der Wellen der Bremssattelhalterung Bremsklötze Ausbau der VorderradBremsklötze Einbau der VorderradBremsklötze Kawasaki 12-8 12-8 12-8 12-8 12-8 12-9 12-10 12-11 12-12 Ausbau der HinterradBremsklötze Einbau der HinterradBremsklötze Prüfen des Bremsklotzverschleißes 12-13 12-14 12-14 Hauptzylinder Ausbau des VorderradHauptzylinders Einbau des VorderradHauptbremszylinders Ausbau des HinterradHauptbremszylinders Einbau des HinterradHauptzylinders Zerlegen des VorderradHauptbremszylinders Zerlegen des HinterradHauptbremszylinders Zusammenbau Prüfen der Hauptzylinder 12-15 12-17 12-17 12-18 Bremsscheiben Ausbau Einbau Bremsscheibenverschleiß Bremsscheibenverzug 12-19 12-19 12-19 12-19 12-19 Bremsflüssigkeit Prüfen des Bremsflüssigkeitsstands Wechseln der Bremsflüssigkeit Entlüften der Bremsleitung 12-20 Bremsschläuche Aus- und Einbau der Bremsschläuche 12-22 12-15 12-15 12-16 12-16 12-17 12-12 12-12 12-12 12-20 12-20 12-20 12-13 12-13 12-22 12-13 VN1500-P1 Bremsen 12-2 Explosionszeichnungen
Si: Bremsflüssigkeit auftragen. Sicherungslack auftragen. Auswechselteile In der vorgeschriebenen Reihenfolge festziehen. Silikonfett oder PBC-Fett auftragen. Kawasaki T1: T2: T3: T4: T5: T6: 7,8 Nm (0,8 mkp) 25 Nm (2,5 mkp) 1,0 Nm (0,1 mkp) 5,9 Nm (0,6 mkp) 1,5 Nm (0,15 mkp) 1,2 Nm (0,12 mkp) T7: 8,8 Nm (0,9 mkp) T8: 34 Nm (3,5 mkp) T9: 27 Nm (2,8 mkp) T10: 2,9 Nm (0,3 mkp) T11: 21 Nm (2,1 mkp) VN1500-P1 Bremsen 12-3 Explosionszeichnungen
Si: Die Markierungen aufeinander ausrichten. Bremsflüssigkeit auftragen. Fett auftragen. Sicherungslack auftragen. Auswechselteile Silikonfett oder PBC Fett auftragen Kawasaki T1: T2: T3: T4: T5: T6: 34 Nm (3,5 mkp) 64 Nm (6,5 mkp) 27 Nm (2,8 mkp) 25 Nm (2,5 mkp) 18 Nm (1,8 mkp) 7,8 NM (0,8 mkp) VN1500-P1 Bremsen 12-4 Technische Daten Position Normalwert Grenzwert Nr. 1 Nicht einstellbar Nicht einstellbar Ungefähr 110 mm (Höhe ab Fußbremshebelspitze bis Oberkante Fußraste) 5-fach verstellbar
Vorne Hinten 4,0 mm 7,5 mm 1 mm 1 mm Vorne Hinten 4,8 – 5.1 mm 6,8 - 7,2 mm TIR 0,15 mm oder weniger 4,5 mm 6,0 mm TIR 0,3 mm Bremshebel, Fußbremshebel: Stellung des Bremshebels Bremshebelspiel Fußbremshebelspiel Fußbremshebelstellung Bremsflüssigkeit: Sorte Bremsklötze Belagdicke: Bremsscheiben: Dicke: Bremsscheibenschlag Spezialwerkzeuge – Federringzange: 57001-143 Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-5 Bremshebel, Fußbremshebel Nachstellen des Bremshebels Der Bremshebel ist 5-fach verstellbar und kann den Wünschen des Fahrers angepaßt werden.
- Den Hebel nach vorne drücken und den Einsteller [A] so drehen.
- Die Zahl auf die Zahl der Pfeilmarkierung [B] an der Hebelhalterung ausrichten. ¡ Der kleinste Abstand zwischen Griff und Hebel ergibt sich bei Nr. 5 und der größte bei Nr. 1. Nachstellen des Fußbremshebels Kontrollieren, ob die Fußbremshebelstellung [A] in Ordnung ist. Fußbremshebelstellung Normalwert: Ungefähr 110 mm [B] (Höhe ab Spitze Fußbremshebel bis Oberkante Fußraste [C])
Normalerweise ist es nicht erforderlich, den Fußbremshebel nachzustellen; er muß jedoch nachgestellt werden, wenn die Druckstangenkontermutter gelöst wurde. Wenn die Druckstangenlänge durch das Drehen des Gabelkopfes nicht eingestellt werden kann, ist der Fußbremshebel vielleicht verformt oder falsch montiert.. Die Schrauben des Deckels des Bremsflüssigkeitsbehälters [A] herausdrehen und den Deckel [B] entfernen. Die Schraube [A] des Bremsflüssigkeitsbehälters herausdrehen und den Behälter abnehmen [B] Die Schrauben [A] der rechten vorderen Fußrastenhalterung entfernen und die Fußraste [B] herumdrehen. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-6 Bremshebel, Fußbremshebel
Die Kontermutter [A] lösen und die Druckstange mit dem Sechskantkopf [B] drehen, bis die vorgeschriebene Fußhebelstellung erreicht ist. ★ Wenn die gezeigte Länge [C] 80 ± 1 mm beträgt, ist die Fußbremshebelstellung im Normalbereich.
- Festziehen: Anziehmoment – Druckstangen-Kontermutter: 18 Nm (1,8 mkp) Ausbau des Fußbremshebels Den Bremsflüssigkeitsbehälter [A] entfernen (siehe Nachstellen des Fußbremshebels).
- Die Befestigungsschrauben [B] des Hinterradhauptzylinders lösen.
- Die Schrauben der rechten vorderen Fußrastenhalterung [C] herausdrehen und die Fußraste [D] herumdrehen (siehe Einstellen des Fußbremshebels).
Entfernen: Hinterradhauptbremszylinder-Befestigungsschrauben [A] Fußbremshebelrückholfeder [B] Bremslichtschalter-Rückholfeder [C] Den Fußbremshebel-Klemmbolzen [A] herausdrehen. Den Bremshebel [B] mit angebautem Hauptzylinder herausziehen. Den Fußbremshebel [B] aus der rechten Fußrastenhalterung [A] herausziehen. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-7 Bremshebel, Fußbremshebel Einbau des Fußbremshebels
- Die Fußbremshebelwelle schmieren.
- Die Fußbremshebelwelle [A] so einbauen, daß die Körnermarke an der Welle [B] mit der Körnermarke am Bremsarm [C] fluchtet.
- Folgende Teile einbauen: Fußbremshebelrückholfeder Rückholfeder für Bremslichtschalter
- Folgende Teile festziehen: Anziehmoment – Schraube für Halterung der vorderen Fußraste: 25 Nm (2,5 mkp) Fußbremshebelklemmbolzen: 25 Nm (2,5 mkp) Befestigungsschrauben für Hinterradhauptzylinder: 25 Nm (2,5 mkp)
Bremsflüssigkeit in den Behälter einfüllen und die Bremsleitung entlüften (siehe Entlüften der Bremsleitung). Die Bremse ausprobieren, sie darf nicht schleifen und es darf keine Bremsflüssigkeit austreten. ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Fußbremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn dies nicht zuvor getan wurde.
Die Fußbremshebelstellung kontrollieren und erforderlichenfalls nachstellen. Die Arbeitsweise des Hinterrad-Bremslichtschalters überprüfen und den Schalter erforderlichenfalls einstellen (siehe Abschnitt Regelmäßige Wartung). Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-8 Bremssättel Ausbau des Vorderrad-Bremssattels
- Die Hohlschraube [A] am unteren Ende des Bremsschlauchs lösen und lose festziehen.
- Die Bremssattel-Befestigungsschrauben [B] herausdrehen. VORSICHT Die Bremssattelmontageschrauben [C] nicht lösen. Für den Ausbau des Bremssattels nur die Bremssattelbefestigungsschrauben herausdrehen. Wenn die Bremssattelmontageschrauben gelöst werden, kann Bremsflüssigkeit auslaufen. Wenn Bremsflüssigkeit ausläuft, muß diese sofort aufgewischt werden.
Den Bremssattel abnehmen. Die Hohlschraube [B] herausdrehen und den Bremsschlauch [C] vom Bremssattel abziehen. Ausbau des Hinterrad-Bremssattels
- Entfernen: Bremssattel-Befestigungsschrauben [A] Bremsschlauch [B] Hinterrad-Bremssattel [C] Einbau der Bremssättel
- Den Bremssattel einbauen und das untere Ende des Bremsschlauchs anschließen. ¡ An beiden Seiten der Bremsschlauchverschraubung eine neue Unterlegscheibe beilegen.
- Die Bremssattel-Befestigungsschrauben und Hohlschraube festziehen. Anziehmoment – Vorderradbremssattel-Befestigungsschrauben: 34 Nm (3,5 mkp) Hinterradbremssattel-Befestigungsschrauben: 34 Nm (3,5 mkp) Bremsschlauchhohlschraube: 25 Nm (2,5 mkp)
Den Bremsflüssigkeitsstand in den Bremsflüssigkeitsbehältern kontrollieren. Die Bremsleitung entlüften (siehe Entlüften der Bremsleitung). Die Bremse ausprobieren; sie darf nicht schleifen und es darf keine Bremsflüssigkeit austreten. ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Bremshebel oder dem Fußbremshebel so lange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn dies nicht zuvor getan wurde. Zerlegen des Vorderrad-Bremssattels
- Bremsklotzfeder und Bremsklötze entfernen (siehe Ausbau der Vorderrad-Bremsklötze).
- Bei den US und CA Modellen die Schraube [A] und den Reflektor [B] entfernen.
- Die vordere obere Bremssattel-Befestigungsschraube [C] herausdrehen und die vordere untere BremssattelBefestigungsschraube [D] lösen. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-9 Bremssättel
Den Vorderrad-Bremssattel ein wenig wegschieben [A]. Die Bremssattelmontageschrauben [B] lösen, ebenfalls die Hohlschraube [C] und die Schrauben dann leicht festziehen. Vorderradbremssattel [D] und Hohlschraube entfernen. Die Bremssattel-Montageschrauben entfernen und den VorderradBremssattel auseinanderbauen. Die O-Ringe entfernen. Die Kolben mit Druckluft ausbauen. Eine Möglichkeit ist nachstehend beschrieben: Eine Gummidichtung [A] und ein mehr als 10 mm dickes Holzbrett [B] auf die Bremssattelhälfte aufsetzen und mittels einer geeigneten Schraube und einer Mutter gemäß Abbildung zusammenmontieren. Einen der Ölkanäle [C] offen lassen. Ein wenig Druckluft [D] auf den Ölkanal aufbringen, bis die Kolben die Gummidichtung berühren. Während dieses Vorganges die Öffnung [E] des Schlauchanschlusses blockieren, wenn eine solche Öffnung an der Bremssattelhälfte vorhanden ist. Schraube und Mutter [F] Ölkanal mit Gummidichtung abgedichtet [G] Nach unten drücken [H] ACHTUNG Um ernsthafte Verletzungen zu vermeiden, darf nicht mit den Fingern oder mit der Hand in den Bremssattel hineingefaßt werden. Beim Aufbringen von Druckluft kann sonst der Kolben die Hand oder die Finger einquetschen.
Die Kolben von Hand herausziehen. Die Staubdichtungen [A] und Bremsflüssigkeitsdichtungen [B] entfernen. Das Entlüftungsventil [C] und die Gummikappe [D] entfernen. Den obigen Arbeitsgang für den Ausbau der Kolben an der anderen Seite des Bremssattelgehäuses wiederholen. Zusammenbau des Vorderrad-Bremssattels Alle Bremssattelteile außer den Bremsklötzen reinigen.
VORSICHT Für das Reinigen der Teile nur Bremsflüssigkeit, Isopropylalkohol oder Äthylalkohol verwenden.
Das Entlüftungsventil und die Gummikappe einbauen. Anziehmoment – Bremssattel-Entlüftungsventil: 7,8 Nm (0,8 mkp)
Die Bremsflüssigkeitsdichtungen [A] erneuern. Bremsflüssigkeit auf die Flüssigkeitsdichtungen auftragen und diese von Hand in die Zylinder einbauen. Die Staubdichtungen [B] erneuern, wenn sie beschädigt sind. Bremsflüssigkeit auf die Staubdichtungen auftragen und diese von Hand in den Zylinder einsetzen. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-10 Bremssättel
Die O-Ringe [A] erneuern, wenn sie beschädigt sind. Bremsflüssigkeit auf die Außenfläche der Kolben auftragen und die Kolben von Hand in den Zylinder schieben. Vergewissern Sie sich, daß die O-Ringe vorhanden sind. Die Bremssattelmontageschrauben festziehen. Anziehmoment – Bremssattelmontageschrauben: 21 Nm (2,1 mkp)
Die Bremsklötze einbauen (siehe Einbau Vorderrad-Bremsklötze). Ausgelaufene Bremsflüssigkeit mit einem feuchten Tuch vom Bremssattel abwischen. Zerlegen des Hinterrad-Bremssattels Den Bremssattel mit angeschlossenem Schlauch entfernen (siehe Ausbau des Bremssattels).
- Die Bremsklötze entfernen (siehe Ausbau der Bremsklötze.
Die Bremssattelhalterung [A] herausziehen. Ein 6 mm dickes Brett [A] in die Bremssattelöffnung einsetzen. Mit dem Bremshebel (oder dem Fußbremshebel) pumpen, bis die Kolben [B] das Holzbrett berühren. Das Brett entfernen und die Kolben [A] von Hand herausziehen. Diese Kolben können auch wie folgt ausgebaut werden: Den Schlauch abziehen und Druckluft auf den Schlauchanschluß aufbringen und das gleiche Holzbrett verwenden. Achten Sie darauf, daß Sie bei dieser Arbeit nicht mit den Fingern oder der Hand in den Bremssattel greifen. ACHTUNG Um Verletzungen zu vermeiden, darf nicht mit den Fingern oder mit der Hand in den Bremssattel hineingefaßt werden. Beim Aufbringen von Druckluft kann sonst der Kolben die Hand oder die Finger einquetschen. VORSICHT Auslaufende Bremsflüssigkeit sofort aufwischen. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-11 Bremssättel
Die Ratterdämpfungsfeder [A] entfernen. Die Staubdichtungen [B] und Flüssigkeitsdichtungen [C] entfernen. Die Gummireibmanschetten [D] entfernen. Entlüftungsventil [E] und Gummikappe [F] entfernen. Zusammenbau des Hinterrad-Bremssattels Das Entlüftungsventil festziehen.
Anziehmoment – Bremssattel-Entlüftungsventil: 7,8 Nm (0,80 mkp)
Es wird empfohlen, die ausgebaute Flüssigkeitsdichtung (Kolbendichtung) zu erneuern. Die Staubdichtungen erneuern, wenn sie beschädigt sind. Die Flüssigkeitsdichtung einbauen. Es ist gleich, welche Seite der Dichtung nach außen zeigt. Die Ratterdämpfungsfeder [A] gemäß Abbildung in den Bremssattel montieren. Bremsflüssigkeit auf die Zylinder, Kolben und Flüssigkeitsdichtungen (Kolbendichtungen) auftragen und die Kolben von Hand in die Zylinder schieben. Achten Sie darauf, daß weder Zylinder noch Kolbenmantel verkratzt werden. Die Reibmanschette [A] und die Staubmanschette [B] der Welle der Bremssattelhalterung erneuern, wenn sie beschädigt sind. Eine dünne Schicht Silikon- oder PBC-Fett auf die Wellen [C] der Bremssattelhalterung und die Bohrungen auftragen (Silikon- oder PBC-Fett ist ein wasserbeständiges Spezial-Hochtemperaturfett). Die Bremsklötze einbauen (siehe Einbau der Bremsklötze). Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-12 Bremssättel Beschädigung der Bremssattel-Bremsflüssigkeitsdichtungen Die Bremsflüssigkeitsdichtungen [A] am Kolben sorgen für den vorgeschriebenen Abstand zwischen Bremsklotz und Bremsscheibe. Wenn sich diese Dichtung nicht im vorgeschriebenen Zustand befindet, verschleißen die Bremsklötze zu schnell und durch die ständige Reibung auf der Bremsscheibe steigt die Temperatur der Bremse und der Bremsflüssigkeit an.
- Die Bremsflüssigkeitsdichtung immer dann erneuern, wenn (a) Bremsflüssigkeit am Bremsklotz austritt; (b) die Bremsen zu heiß werden; (c) der Verschleiß an einem der Bremsklötze wesentlich größer als am anderen ist; (d) die Dichtung am Kolben klebt. ★ Zusammen mit der Bremsflüssigkeitsdichtung auch die Staubdichtung auswechseln. Außerdem die Dichtungen bei jedem zweiten Austausch der Bremsklötze erneuern. Beschädigung der Bremssattelstaubdichtungen/Reibmanschetten Kontrollieren, ob die Staubdichtungen [B] und Reibmanschetten [C] gerissen, aufgequollen oder in anderer Weise beschädigt sind.
- Die Bremssattelhalterung entfernen und die Dichtungen erneuern, wenn sie beschädigt sind. Vorderrad-Bremssattel [F] Hinterrad-Bremssattel [G]
Beschädigung der Bremssattelkolben und Zylinder
- Die Kolben- [D] und Zylinderflächen einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Den Bremssattel erneuern, wenn Zylinder und Kolben stark eingelaufen oder angerostet sind. Verschleiß der Wellen der Bremssattelhalterung Das Bremssattelgehäuse muß auf den Wellen [E] der Bremssattelhalterung einwandfrei gleiten. Wenn sich das Gehäuse nicht leicht bewegt, verschleißt ein Bremsklotz schneller als der andere, der Verschleiß insgesamt nimmt zu und durch die ständige Reibung auf der Bremsscheibe steigt die Temperatur von Bremse und Bremsflüssigkeit an.
- Kontrollieren, ob die Wellen der Bremssattelhalterung nicht stark abgenutzt oder eingelaufen sind oder ob die Reibmanschetten beschädigt sind. ★ Die Gummireibmanschette erneuern, wenn sie beschädigt ist. Für das Erneuern der Reibmanschette müssen Bremsklötze und Bremssattelkonsol entfernt werden. ★ Das Bremssattelkonsol erneuern, wenn die Welle der Bremssattelhalterung beschädigt ist. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-13 Bremsklötze Ausbau der Vorderrad-Bremsklötze
- Die Schrauben [A] herausdrehen und die Bremsklotzfeder [B] entfernen.
Den Sicherungsstift [A] herausziehen und den Bremsklotzstift [B] abnehmen. Die Bremsklötze [C] ausbauen. Einbau der Vorderrad-Bremsklötze Die Bremssattelkolben von Hand soweit wie möglich hineindrücken. Die Bremsklötze einbauen. Den Bremsklotzstift und den Sicherungsstift [A] einbauen. Der Sicherungsstift muß „außerhalb“ der Bremsklötze sitzen.
- Die Bremsklotzfeder einbauen.
Anziehmoment – Schrauben für Vorderrad-Bremsklotzfeder: 2,9 Nm (0,30 mkp) ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Bremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn diese nicht zuvor getan wurde. Ausbau der Hinterrad-Bremsklötze
- Den Bremssattel mit angeschlossenen Schläuchen entfernen (siehe Ausbau der Bremssättel).
- Entfernen: Sicherungsstift [A] Bremsklotzstift [B] Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-14 Bremsklötze
Zuerst den klauenseitigen Bremsklotz [A] und dann den kolbenseitigen Bremsklotz [B] entfernen. Klaue [C] Einbau der Hinterrad-Bremsklötze
- Die Bremsklötze vor dem Einbau mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt reinigen.
- Die Bremssattelkolben von Hand soweit wie möglich hineindrücken [A].
- Nicht vergessen, den Sicherungsstift einzubauen. ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Bremshebel oder dem Fußbremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn diese nicht zuvor getan wurde. Prüfen des Bremsklotzverschleißes
- Siehe Prüfen des Bremsklotzverschleißes im Abschnitt regelmäßige Wartung. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-15 Hauptzylinder Ausbau des Vorderrad-Hauptzylinders
- Die Steckverbinder [A] für den Vorderrad-Bremslichtschalter ausziehen.
- Die Bremsflüssigkeit aus dem Behälter abziehen, beispielsweise mit der Gabelöl-Meßlehre.
- Die Schraubenabdeckkappen [B] herausziehen.
Die Hohlschraube [A] lösen, so daß der Bremsschlauch vom Hauptbremszylinder abgenommen werden kann (siehe Aus- und Einbau der Bremsschläuche). Die Klemmschrauben [B] entfernen und den Hauptzylinder [C] als Baugruppe mit Bremsflüssigkeitsbehälter, Bremshebel und Bremslichtschalter abmontieren. VORSICHT Ausgelaufene Bremsflüssigkeit sofort abwischen. Einbau des Vorderrad-Hauptbremszylinders
- Den Vorderrad-Hauptbremszylinder [A] so einbauen, daß die Auflagefläche [B] mit der Körnermarke [C] am Lenker fluchtet.
Die Hauptzylinder-Befestigungsschelle muß so eingebaut werden, daß die Rückspiegelnabe [A] nach oben zeigt. Zuerst den oberen [B] und dann den unteren [C] Klemmbolzen festziehen. Nach dem Festziehen ist am unteren Teil der Schelle ein Spalt vorhanden. Anziehmoment – Hauptzylinderklemmbolzen: 8,8 Nm (0,90 mkp)
Die Schraubenabdeckkappen montieren. An bei den Seiten der Bremsschlauchverschraubung eine neue Unterlegscheibe [A] beilegen. Die Bremsschlauch-Hohlschraube [B] festziehen. Anziehmoment – Bremsschlauch-Hohlschraube: 25 Nm (2,5 mkp)
Bremsflüssigkeit in den Behälter füllen und die Bremsleitung entlüften (siehe Entlüften der Bremsleitung). Die Bremswirkung kontrollieren. Die Bremse darf nicht schleifen und es darf keine Bremsflüssigkeit austreten. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-16 Hauptzylinder Ausbau des Hinterrad-Hauptbremszylinders
- Den Deckel des Bremsflüssigkeitsbehälters entfernen (siehe Einstellen des Fußbremshebels).
- Die Bremsflüssigkeit mit einem geeigneten Hilfsmittel (beispielsweise mit der Gabelölmeßlehre) aus dem Behälter entfernen.
- Den Bremsflüssigkeitsbehälter entfernen (siehe Einstellen des Fußbremshebels).
- Die Bremsschlauchhohlschraube [A] am Hauptzylinder abschrauben.
- Die Bremszylinder-Befestigungsschrauben [B] lösen.
- Die Schrauben [C] der Fußrastenhalterung herausdrehen.
- Entfernen: Hauptbremszylinder-Befestigungsschrauben Fußbremshebel-Rückholfeder (siehe Ausbau des Fußbremshebels) Bremsschalter-Rückholfeder [B] (siehe Ausbau des Fußbremshebels) Bremsarm (siehe Ausbau des Fußbremshebels)
Den Sicherungssplint [A] und den Verbindungsstift [B] entfernen. Die Befestigungsschelle [A] am unteren Ende des Bremsflüssigkeitsschlauchs wegschieben. Das untere Ende des Bremsflüssigkeitsschlauchs [B] herausziehen und die Bremsflüssigkeit in einen Behälter ablassen. Einbau des Hinterrad-Hauptzylinders Den Sicherungsplint erneuern. Den Sicherungsplint [A] in die Bohrung des Verbindungsstifts [B] einsetzen und die Enden aufbiegen [C].
- An beiden Seiten des Bremsschlauchanschlusses eine neue Unterlegscheibe beilegen.
- Festziehen: Anziehmoment – Schrauben für vordere Fußrastenhalterung: 25 Nm (2,5 mkp) Befestigungsschrauben für HinterradHauptbremszylinder: 25 Nm (2,5 mkp) Bremsschlauchhohlschraube: 25 Nm (2,5 mkp)
- Die Bremsleitung entlüften (siehe Entlüften der Bremsleitung)
- Die Bremse ausprobieren. Sie darf nicht schleifen und es darf keine Bremsflüssigkeit austreten.
ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Fußbremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn diese nicht zuvor getan wurde. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-17 Hauptzylinder Zerlegen des Vorderrad-Hauptbremszylinders
- Den Vorderrad-Hauptbremszylinder abmontieren.
- Behälterdeckel, Platte und die Membrane entfernen.
- Die Kontermutter und den Lagerbolzen herausdrehen und den Bremshebel abnehmen.
- Die Staubkappe [A] zurückziehen und den Federring [B] abnehmen. Spezialwerkzeug – Federringzange: 57001-143
Den Kolben [C], die Primärmanschette [D] und die Rückholfeder [E] abnehmen. VORSICHT Die Sekundärmanschette nicht vom Kolben abnehmen, da sie hierbei beschädigt wird. Zerlegen des Hinterrad-Hauptbremszylinders ANMERKUNG
Den Druckstangen-Gabelkopf [A] für das Zerlegen des Hauptzylinders nicht entfernen, da sonst auch die Fußbremshebelstellung reguliert werden muß. Den Hauptbremszylinder abmontieren (siehe Ausbau des Hinterrad-Hauptzylinders). Die Staubkappe auf der Druckstange zurückschieben und den Sicherungsring abnehmen. Spezialwerkzeug – Federringzange: 57001-143
Die Druckstange mit dem Kolbenanschlag herausnehmen. Den Kolben [B], die Primärmanschette [C] und die Rückholfeder [D] abnehmen. VORSICHT Die Sekundärmanschette nicht vom Kolben abnehmen, da sie hierbei beschädigt wird. Zusammenbau
- Vor dem Zusammenbau alle Teile, auch den Hauptzylinder, mit Bremsflüssigkeit oder Alkohol reinigen. VORSICHT Ausgenommen für die Bremsklötze und für die Bremsscheibe nur Scheibenbremsflüssigkeit, Isopropylalkohol oder Äthylalkohol für das Reinigen der Bremsenteile verwenden. Andere Flüssigkeiten sind nicht geeignet. Benzin, Motoröl oder andere Petroleumdestillate greifen die Gummiteile an. Öl läßt sich schlecht vollständig von den Teilen entfernen; es gelangt schließlich an die Gummiteile der Scheibenbremse und zerstört diese.
Bremsflüssigkeit auf die ausgebauten Teile und auf die Innenfläche des Zylinders auftragen. Darauf achten, daß Kolben oder Zylinderinnenwand nicht beschädigt werden. Den Bremshebellagerbolzen und die Kontermutter festziehen. Silikonfett – Bremshebellagerbolzen, Kontaktpunkt der Bremshebellagerung, Kontaktpunkt der Druckstange, Staubkappe Anziehmoment – Bremshebellagerbolzen: 1.0 Nm (0,1 mkp) Kontermutter: 5,9 Nm (0,6 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-18 Hauptzylinder Prüfen der Hauptzylinder
- Den Vorder- und Hinterrad-Hauptbremszylinder zerlegen.
- Kontrollieren, ob die Innenfläche der Zylinder [A] und die Außenflächen der Kolben [B] verkratzt, angerostet oder angefressen sind. ★ Wenn Zylinder oder Kolben beschädigt sind, müssen sie ausgetauscht werden.
- Primärmanschette [C] und Sekundärmanschette [D] inspizieren. ★ Abgenutzte, beschädigte, weich gewordene (gealterte) oder aufgequollene Manschetten auswechseln. ★ Wenn Bremsflüssigkeit am Bremshebel austritt, ist der Kolben mit der Manschette auszutauschen. Vorderrad-Hauptbremszylinder [J]
Die Staubkappen [E] auf Beschädigungen kontrollieren.
Die Kolbenrückholfeder [F] auf Beschädigungen kontrollieren. ★ Beschädigte Teile erneuern. ★ Die Feder austauschen, wenn sie beschädigt ist.
Kontrollieren, ob die Ausgleichsbohrung [G] und die Zulaufbohrung [H] frei sind. Wenn die kleine Ausgleichsbohrung verstopft ist, schleifen die Bremsklötze auf der Bremsscheibe. Gegebenenfalls die Bohrung mit Druckluft ausblasen. Hinterrad-Hauptbremszylinder [K] Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-19 Bremsscheiben Ausbau
- Das Rad ausbauen (siehe Abschnitt Räder/Reifen)
- Die Befestigungsschrauben [A] herausdrehen und die Bremsscheibe abnehmen. Einbau Die Bremsscheibe [A] so an das Rad montieren, daß die markierte Seite [B] nach außen zeigt.
- Sicherungslack auf das Gewinde der Bremsscheibenschrauben [C] auftragen.
Anziehmoment – Bremsscheibenschrauben: 27 Nm (2,8 mkp) Bremsscheibenverschleiß Die Dicke der einzelnen Bremsscheiben [A] an der Stelle mit dem größten Verschleiß messen. Meßfläche [B] ★ Die Bremsscheibe erneuern, wenn die Gleitfläche über den Grenzwert hinaus abgenutzt sind.
Dicke der Vorderrad-Bremsscheibe Normalwert: 4,8 – 5,1 mm Grenzwert: 4,5 mm Dicke der Hinterrad-Bremsscheibe Normalwert: 6,8 - 7,2 mm Grenzwert: 6,0 mm Bremsscheibenverzug
- Das Motorrad so aufbocken, daß das Rad vom Boden abgehoben ist (siehe Abschnitt Räder/Reifen). ¡ Bei der Vorderrad-Bremsscheibe den Lenker voll nach einer Seite einschlagen.
- Eine Meßuhr gemäß Abbildung an die Bremsscheibe [A] ansetzen, das Rad von Hand drehen [B] und die Unwucht messen. ★ Wenn die Unwucht den Grenzwert überschreitet, ist die Bremsscheibe auszuwechseln. Unwucht der Bremsscheiben Normalwert: TIR 0,15 mm oder weniger Grenzwert: TIR 0,3 mm Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-20 Bremsflüssigkeit Prüfen des Bremsflüssigkeitsstands
- Siehe Prüfen des Bremsflüssigkeitsstands im Abschnitt Allgemeine Wartung. Wechseln der Bremsflüssigkeit
- Siehe Wechseln der Bremsflüssigkeit im Abschnitt Allgemeine Wartung. Entlüften der Bremsleitung Die Bremsflüssigkeit läßt sich nur sehr wenig komprimieren, so daß die gesamte Bewegung des Bremshebels direkt zum Bremssattel übertragen und in Bremswirkung umgesetzt wird. Luft läßt sich jedoch leicht komprimieren. Wenn Luft in die Bremsleitung gelangt, wird die Bewegung des Bremshebels oder des Fußbremshebels teilweise zur Komprimierung der Luft benutzt. Dadurch entsteht ein „teigiges“ Gefühl am Bremshebel oder am Fußbremshebel und die Wirkung läßt nach. ACHTUNG Immer wenn ein weiches oder „teigiges“ Gefühl am Bremshebel oder am Fußbremshebel zu spüren ist, nach einem Wechsel der Bremsflüssigkeit oder wenn eine Verschraubung an der Bremsleitung, aus welchem Grund auch immer, gelöst worden ist, ist die Bremse zu entlüften. ANMERKUNG
Nachstehend ist das Entlüften der Vorderrad-Bremsleitung beschrieben. Die Hinterrad-Bremsleitung wird in gleicher Weise entlüftet. Den Deckel vom Bremsflüssigkeitsbehälter abnehmen und frische Bremsflüssigkeit bis zur oberen Markierungslinie nachfüllen. Bei abgenommenem Behälterdeckel mit dem Bremshebel mehrere Male langsam pumpen, bis keine Luftblasen mehr durch die Bohrungen [A] an der Unterseite des Behälters aufsteigen. Den Behälterdeckel aufschrauben. Die Gummikappe vom Entlüftungsventil am Bremssattel abnehmen. Einen Plastikschlauch an das Entlüftungsventil am Bremssattel anschließen und das andere Ende des Schlauchs in einen Behälter führen. Die Bremsleitung und den Bremssattel wie folgt entlüften: Diesen Arbeitsgang wiederholen, bis keine Luft mehr aus dem Plastikschlauch austritt. Mit dem Bremshebel pumpen, bis ein hartes Gefühl entsteht. Dann die Bremse betätigen und halten [A]. Bei betätigter Bremse das Ventil schnell öffnen und schließen [B]. Bremse freigeben [C]. ANMERKUNG
Der Flüssigkeitsstand ist während des Entlüftens ständig zu überprüfen; gegebenenfalls ist Bremsflüssigkeit nachzufüllen. Wenn der Behälter während des Entlüftens vollständig leer wird, muß die Entlüftung von vorne beginnen, da Luft in die Leitung gelangt ist. Den Bremsschlauch leicht ab Bremssattel bis zum Behälter abklopfen; dies erleichtert den Entlüftungsvorgang. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-21 Bremsflüssigkeit
Den Kunststoffschlauch abnehmen. Folgende Teile festziehen: Anziehmoment – Bremssattel-Entlüftungsventil: 7,8 Nm (0,8 mkp) Schrauben für Deckel des Vorderrad-Bremsflüssigkeitsbehälters: 1,5 Nm (0,15 mkp)
Die obigen Schritte für den anderen Bremssattel wiederholen. ANMERKUNG
Beim Hinterrad-Bremssattel [A] die Bremsleitung für die beiden Entlüftungsventile [B] entlüften. Den Bremsflüssigkeitsstand kontrollieren. Nach dem Entlüften die Bremse ausprobieren. Die Bremse darf nicht schleifen und es darf keine Bremsflüssigkeit austreten. ACHTUNG Bei Arbeiten an der Scheibenbremse sind die folgenden Vorsichtmaßnahmen zu beachten.
1. Auf keinen Fall alte Bremsflüssigkeit
2. Keine Flüssigkeit aus einem Behälter verwenden, der
nicht verschlossen oder längere Zeit geöffnet war.
3. Nicht zweierlei Bremsflüssigkeit vermischen. Dadurch
sinkt der Siedepunkt der Bremsflüssigkeit ab, so daß die Bremse ausfallen kann. Außerdem können die Gummiteile der Bremse angegriffen werden.
4. Den Behälterdeckel stets sofort wieder aufsetzen,
damit die Flüssigkeit keine Feuchtigkeit aufnimmt.
5. Bei Regen und starkem Wind keinen
Bremsflüssigkeitswechsel vornehmen.
6. Ausgenommen für die Bremsklötze und die Bremsscheiben nur Bremsflüssigkeit, Isopropylalkohol oder
Äthylalkohol zum Reinigen der Bremse verwenden. Andere Flüssigkeiten sind nicht geeignet. Benzin, Motoröl und andere Petroleumdestillate greifen die Gummiteile an. Öl läßt sich schlecht vollständig von den Teilen entfernen; es gelangt schließlich an die Gummiteile der Scheibenbremse und zerstört diese.
7. Bei Arbeiten an den Bremsklötzen oder an der
Bremsscheibe sorgfältig darauf achten, daß keine Bremsflüssigkeit und kein Öl an diese Teile gelangt. Wenn Bremsflüssigkeit oder Öl unbeabsichtigt an Bremsklötze oder Bremsscheibe gelangt, muß diese mit einem Lösemittel mit hohem Flammpunkt abgewaschen werden. Keine Lösemittel verwenden, die Ölrückstände hinterlassen. Die Bremsklötze auswechseln, wenn sie nicht zufriedenstellend gereinigt werden können.
8. Bremsflüssigkeit zerstört schnell den Lack, Flüssigkeitsspritzer sind sofort gründlich abzuwischen.
9. Wenn eine der Bremsleitungsverschraubungen oder
das Entlüftungsventil geöffnet werden, MUSS DIE BREMSE ENTLÜFTET WERDEN. Kawasaki VN1500-P1 Bremsen 12-22 Bremsschläuche Aus- und Einbau der Bremsschläuche VORSICHT Bremsflüssigkeit greift lackierte Flächen schnell an; ausgelaufene Bremsflüssigkeit sollte sofort vollständig abgewischt werden.
Beim Ausbau des Bremsschlauchs ist darauf zu achten, daß keine Bremsflüssigkeit an lackierte Flächen oder Kunststoffteile kommt. Beim Ausbau den Bremsschlauch [A] vorübergehend an einer höheren Stelle befestigen, damit möglichst wenig Bremsflüssigkeit ausläuft. Auslaufende Bremsflüssigkeit sofort abwaschen. An beiden Seiten der Bremsschlauchverschraubung sind Unterlegscheiben [B] vorgesehen. Beim Anschließen des Bremsschlauchs sind neue Unterlegscheiben beizulegen. Die Hohlschrauben [C] an den Schlauchanschlüssen festziehen. Anziehmoment – Bremsschlauch-Hohlschrauben: 25 Nm (2,5 mkp)
Beim Einbau der Schläuche darauf achten, daß diese nicht scharf gebogen, eingeklemmt, abgeflacht oder verdreht werden und die Schläuche gemäß dem Abschnitt Verlegen der Schläuche im Kapitel Allgemeine Informationen verlegen. Nach dem Anschließen des Bremsschlauches die Bremsleitung füllen (siehe Wechseln der Bremsflüssigkeit). Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnung 13-2 Technische Daten 13-4 Vorderradgabel Wechseln des Gabelöls Ausbau der Vorderradgabel (pro Gabelbein) Einbau der Vorderradgabel (pro Gabelbein) Zerlegen der Vorderradgabel Zusammenbau Prüfen des Innen- und des Außenrohrs Prüfen der Staubdichtung Prüfen der Gabelfeder 13-5 13-5 13-5 13-6 13-6 13-8 13-10 13-10 13-10 Hinterradstoßdämpfer (luftunterstützt) Einstellen der Zugstufendämpfung Regulieren des Luftdrucks Ausbau Einbau Prüfen der Stoßdämpfer Verschrotten 13-11 13-11 13-11 13-12 13-13 13-13 13-13 Schwinge Ausbau Einbau Ausbau der Schwingenlager Einbau der Schwingenlager Prüfen der Schwingenlager und Hülsen Schmieren der Fettdichtungen und Nadellager 13-14 13-14 13-15 13-15 13-16 13-16 13-16 Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-2 Explosionszeichnung
Rechtes Gabelbein Linkes Gabelbein Gabelöl auftragen. Sicherungslack auftragen. Auswechselteile MoS2 Fett auftragen. In der vorgeschriebenen Reihenfolge festziehen. Kawasaki T1: T2: T3: T4: T5: 20 Nm (2,0 mkp) 25 Nm (2,5 mkp 5,9 Nm (0,6 mkp) 34 Nm (3,5 mkp) 98 Nm (10 mkp) VN1500-P1 Federung 13-3 Explosionszeichnung
G: Fett auftragen WL: Seifenlösung oder Gummischmiermittel auftragen Kawasaki T1: 5,4 Nm (0,55 mkp) T2: 110 Nm (11,0 mkp) T3: 34 Nm (3,5 mkp) VN1500-P1 Federung 13-4 Technische Daten Position Normalwert Vorderradgabel (pro Einheit): Gabelrohrinnendurchmesser Einstellung der Gabelfeder Luftdruck Zugstufendämpfung Viskosität des Gabelöls Gabelölmenge Rechtes Gabelbein Linkes Gabelbein Gabelölstand Rechtes Gabelbein Linkes Gabelbein Länge der Gabelfeder Ø 43 mm Nicht nachstellbar Atmosphärischer Druck (nicht regelbar) Nicht nachstellbar SAE 10W-20 507 ± 2,5 ml (vollständig zerlegt und trocken) ca. 430 ccm (bei Ölwechsel) 601 ± 2,5 ml (vollständig zerlegt und trocken) Vollkommen eingefedert, ohne Gabelfeder, unterhalb Oberkante Innenrohr 142 mm 136 mm 333,7 mm (Grenzwert: 327 mm) Hinterrad-Stoßdämpfer: Zugstufendämpfung Luftdruck
2. von 4 Einstellungen
Normal Nutzbarer Bereich Atmosphärischer Druck Atmosphärischer Druck bis 290 kPa (3,0 kp/cm²) Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 Vorderradgabel-Öldichtungstreiber: 57001-1340 Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug: 57001-1058 Lagertreibersatz: 57001-1129 Gabelzylinder-Haltewerkzeug: 57001-1413 Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-5 Vorderradgabel Wechseln des Gabelöls Das Öl sollte gemäß Inspektionstabelle gewechselt werden.
- Siehe Wechseln des Gabelöls im Abschnitt Regelmäßige Wartung. Ausbau der Vorderradgabel (pro Gabelbein)
- Die Vorderachsmutter lösen (siehe Abschnitt Räder/Reifen).
- Mit dem Heber [A] und der Zusatzeinrichtung [B] unter den Rahmenrohrrippen [C] und einem handelsüblichen Heber [D] unter dem Motor [E], das Vorderrad [F] vom Boden abheben, bis das Hinterrad [G] den Boden berührt. Spezialwerkzeug – Heber 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 VORSICHT Beim Ausbau der Vorderradgabel muß das Hinterrad auf dem Boden aufsitzen, da das Motorrad sonst umfallen kann. Das Motorrad könnte hierbei beschädigt werden. ACHTUNG Beim Ausbau der Vorderradgabel muß das Hinterrad auf dem Boden aufsitzen, da das Motorrad sonst umfallen kann. Dies könnte zu Verletzungen führen.
Entfernen: Vorderrad (siehe Abschnitt Räder/Reifen) Vorderrad-Kotflügel (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). Wenn das Gabelbein zerlegt werden soll, müssen vorher der obere Gabelklemmbolzen [A] und der obere Gabelbolzen [B] gelöst werden. ANMERKUNG
Zuerst den oberen Gabelklemmbolzen und dann den oberen Gabelbolzen lösen. Die Muttern der Blinker [A] lösen. Den oberen Gabelklemmbolzen und die unteren Gabelklemmbolzen [A] lösen. Das Gabelbein nach unten herausdrehen. Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-6 Vorderradgabel Einbau der Vorderradgabel (pro Gabelbein)
- Die Gabel so einbauen, daß die Oberkante [A] des Außenrohrs bündig mit der Oberfläche [B] der Halterung der oberen Gabelbrücke sitzt.
- Die unteren Gabelklemmbolzen und den oberen Bolzen festziehen. Anziehmoment – Vorderradgabelklemmbolzen (unten): 20 Nm (2,0 mkp)
Den oberen Gabelklemmbolzen festziehen. Anziehmoment – Vorderradgabelklemmbolzen (oben): 20 Nm (2,0 mkp) ANMERKUNG
Den oberen Gabelbolzen festziehen, bevor der untere Gabelklemmbolzen festgezogen wird.
Die ausgebauten Teile einbauen (siehe Angaben in den entsprechenden Abschnitten). Nach dem Einbau der Teile die Vorderradbremse ausprobieren. ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Bremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn diese nicht zuvor getan wurde. Zerlegen der Vorderradgabel
- Die Vorderradgabel ausbauen (siehe Ausbau der Vorderradgabel)
- Den oberen Gabelbolzen [A] vom Außenrohr [B] abschrauben [B]
Schraubenschlüssel an die Kolbenstangenmutter [A] und den oberen Bolzen [B] ansetzen und die Kolbenstangenmutter lösen. Den oberen Bolzen entfernen. Rechtes Gabelbein: Das Gabelbein in einen Schraubstock spannen [A]. Die Inbusschraube [B] lösen und locker festziehen.
Entfernen: Kolbenstangenmutter [A] Anschlag [B] Hülse [C] Federverbindung [D] Gabelfeder [E] Das Gabelöl in einen entsprechenden Behälter ablassen. Mit dem Kolbenstangenabziehwerkzeug [A] die Kolbenstange gemäß Abbildung mindestens zehnmal auf und ab pumpen, damit das Öl aus der Gabel herauskommt. Die untere Inbusschraube herausdrehen, dann die Schraube [A] und die Dichtung [B] an der Unterseite des Innenrohrs entfernen. Die Zylindereinheit [A] und die Zentrierplatte [B] herausnehmen. Die Zylindereinheit nicht zerlegen. Linkes Gabelbein: Die Angaben für das Zerlegen des linken Gabelbeins finden Sie unter regelmäßige Wartungsarbeiten im Abschnitt regelmäßige Wartung.
- Entfernen: Mutter der Verbindungsstange [A] Gummianschlag [B] Innerer Gabelbolzen [C] Verbindungsstangeneinheit [D] mit Feder
Spezialwerkzeug – Gabelzylinderhaltewerkzeug: 57001-1413 Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-8 Vorderradgabel
Das Gabelöl in einen entsprechenden Behälter [A] ablassen. Entfernen: Hülse [B] Unterlegscheibe [C] Gabelfeder [D] Beide Gabelbeine:
- Das Innenrohr wie folgt vom Außenrohr trennen: ¡ Die Staubdichtung [A] aus dem Außenrohr herausziehen. ¡ Den Sicherungsring [B] vom Außenrohr entfernen.
Das Innenrohr [A] mit der Hand festhalten, daß Außenrohr [B] mehrmals nach oben und unten bewegen und dann das Außenrohr herausziehen. Gleitbuchse [A], Führungsbuchse [B], Unterlegscheibe [C], Öldichtung [D] und Staubdichtung [D] vom Innenrohr entfernen. Zusammenbau Folgende Teile nach dem Ausbau erneuern: Sicherungsring [A] Öldichtung [B] Gleitbuchse [C] Führungsbuchse [D] Dichtung für Inbusschraube [E] (für rechtes Gabelbein)
Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-9 Vorderradgabel Rechtes Gabelbein:
- Die Zentrierplatte [A] an die Unterseite der Zylindereinheit [B] montieren.
- Die Zylindereinheit mit der Zentrierplatte in das Innenrohr [C] einsetzen.
- Sicherungslack auf die untere Inbusschraube auftragen.
- Die untere Inbusschraube vorübergehend festziehen. Beide Gabelbeine: Folgende Teile in das Innenrohr einbauen: Staubdichtung Sicherungsring Öldichtung Unterlegscheibe Führungsbuchse Gleitbuchse
MoS2-Fett auf die Lippen der Öldichtung auftragen und Führungsbuchse [A], Unterlegscheibe [C] und Öldichtung [D] in das Außenrohr montieren. Der Schlitz [B] der Führungsbuchse sollte zur Seite des Fahrzeugs zeigen. Die flache Seite [E] der Dichtung nach oben richten. Die Öldichtung mit dem Öldichtungstreiber bis gegen den Anschlag klopfen. Spezialwerkzeug – Vorderradgabel-Öldichtungstreiber [F]: 57001-1340
Einbauen: Sicherungsring Staubdichtung Öl der vorgeschriebenen Sorte einfüllen und die ausgebauten Teile wieder einbauen (siehe Abschnitt Regelmäßige Wartung). Außenrohr [A] Gabelöl Viskosität: SAE10W-20 Ölmenge (wenn zerlegt und vollständig trocken: Rechte Seite: 507 ± 2,5 ml Linke Seite: 601 ± 2,5 ml Rechte Gabel:
- Die Vorderradgabel in einen Schraubstock spannen [A].
- Die Inbusschraube [B] festziehen. Anziehmoment – Untere Inbusschraube:20 Nm (2,0 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-10 Vorderradgabel Prüfen des Innen- und des Außenrohrs
- Das Innenrohr [A] visuell kontrollieren und eventuelle Beschädigungen reparieren.
- Einkerbungen oder Rostschäden können manchmal mit einem Abziehstein repariert werden, da scharfe Kanten oder erhöhte Flächen die Dichtung beschädigen. ★ Wenn die Beschädigungen nicht beseitigt werden können, ist das Innenrohr auszuwechseln. Da bei Beschädigung des Innenrohrs die Öldichtung leidet, ist bei Ausbesserung oder Auswechslung des Innenrohrs auch stets die Öldichtung auszuwechseln. VORSICHT Ein verbogenes oder stark verbeultes Innenrohr muß erneuert werden. Ein zu stark verbogenes Innenrohr verliert beim Richten an Festigkeit.
Innenrohr [A] und Außenrohr [B] provisorisch zusammenbauen und einige manuelle Pumpbewegungen durchführen [C], um die einwandfreie Gängigkeit zu überprüfen. ★ Wenn Sie das Gefühl haben, daß die Rohre klemmen oder hängen, müssen Innen- und Außenrohr erneuert werden. ACHTUNG Wenn Außen- oder Innenrohr gerichtet wurden, kann die Vorderradgabel möglicherweise ihre Funktion nicht mehr erfüllen, was zu einem Unfall führen kann. Stark verbogene oder beschädigte Innen- oder Außenrohre sind zu erneuern; das Außenrohr ist vor Wiederverwendung sorgfältig zu prüfen. Prüfen der Staubdichtung
- Die Staubdichtung [A] auf Anzeichen von Alterungen oder Beschädigungen prüfen. ★ Die Dichtung erforderlichenfalls erneuern. Prüfen der Gabelfeder Wenn die Gabelfeder [A] kürzer wird, läßt die Wirkung nach. Der Zustand der Feder läßt sich deshalb an der freien Länge [B] erkennen. ★ Wenn die Feder in einem der Gabelbeine kürzer ist als das zulässige Maß, muß sie ausgewechselt werden. Wenn die Länge der neuen Feder und die der anderen sehr unterschiedlich ist, ist die andere Feder ebenfalls auszuwechseln, damit die Gabelbeine gleiche Eigenschaften aufweisen und die Fahrstabilität erhalten bleibt.
Freie Länge der Feder Normalwert: 333,7 mm Grenzwert: 327 mm Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-11 Hinterradstoßdämpfer (luftunterstützt) Einstellen der Zugstufendämpfung Die Zugstufendämpfung der hinteren Stoßdämpfer ist 4-fach verstellbar und kann dem jeweiligen Straßenzustand und der Belastung angepaßt werden. Die Zahlen auf dem Einsteller entsprechen der Einstellung.
- Den Einsteller [A] auf die gewünschte Zahl [B] drehen. ¡ Standardeinstellung für einen Fahrer durchschnittlicher Größe mit einem Gewicht von 68 kg ohne Beifahrer und ohne Zubehör ist die Nr. II. ★ Wenn die Dämpfung zu weich oder zu hart zu sein scheint, ist sie entsprechend nachstehender Tabelle zu regulieren. Einstellen der Zugstufendämpfung Stellung des DämpfungsEinstellers kraft Einstellung Belastung Straßenzustand Geschwindigkeit
Hoch ACHTUNG Wenn die beiden Einsteller nicht gleichmäßig eingestellt sind, wird das Handling beeinträchtigt und das Fahren kann gefährlich werden. Regulieren des Luftdrucks Der Luftdruck in den Hinterrad-Stoßdämpfern ist für unterschiedliche Straßen- und Lastbedingungen einstellbar. Die nachstehende Tabelle zeigt ein Beispiel für die Luftdruckeinstellung. Um ein stabiles Handling und angenehme Fahrbedingungen zu erreichen, ist der Luftdruck entsprechend den Angaben zu regulieren. Der normale Luftdruck für einen Fahrer durchschnittlicher Größe und einem Gewicht von 68 kg ohne Beifahrer und Zubehör ist der atmosphärische Druck. Je schwerer die Gesamtlast wird, um so höher sollte der Luftdruck eingestellt werden. Einstellen des Luftdrucks
Luftdruck Einstellung Last Straße Atmosphärischer Druck (0 kp/cm²)
Schlecht Den Luftdruck regulieren. ANMERKUNG
Den Luftdruck kontrollieren und regulieren, wenn die HinterradStoßdämpfer kalt sind (Zimmertemperatur).
Das Hinterrad [A] mit dem Heber [B] und der Zusatzeinrichtung [C] vom Boden abheben. Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1290 Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-12 Hinterradstoßdämpfer (luftunterstützt)
Die Ventilkappen [A] vom rechten und linken Stoßdämpfer abnehmen. Vorn [B] Den Luftdruck mit einem handelsüblichen Luftdruckmeßgerät messen. ANMERKUNG
Keine Reifendruckmeßgeräte für die Überprüfung des Luftdrucks benutzen. Sie zeigen nicht den richtigen Druck an, da Luft austritt, wenn das Meßgerät auf das Ventil aufgesetzt wird.
Leicht auf den Ventileinsatz drücken, um den Luftdruck zu reduzieren. Mit einer Reifenpumpe Luft durch das Ventil pumpen, um den Luftdruck zu steigern. Den Luftdruck so regulieren, daß er für die entsprechenden Fahrbedingungen innerhalb des in der vorstehenden Tabelle angegebenen Bereiches liegt. VORSICHT Luft nur langsam einpumpen, damit der Luftdruck nicht schnell ansteigt. Bei einem Luftdruck über 490 kPa (5,0 kp/cm²) kann die Öldichtung beschädigt werden. Sorgen Sie immer dafür, daß der Luftdruck im rechten und linken Stoßdämpfer möglichst gleich ist. ACHTUNG Achten Sie darauf, daß der Luftdruck innerhalb des vorgeschriebenen Bereiches liegt. Zu hoher oder zu niedriger Luftdruck ergeben gefährliche Fahrbedingungen. Es darf nur Luft oder Stickstoffgas verwendet werden. Keinen Sauerstoff und keine explosiven Gase einpumpen. Ausbau
- Mit dem Heber und der Zusatzeinrichtung das Hinterrad vom Boden abheben. Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398
Den Bremshebel langsam betätigen und in dieser Stellung mit einem Band [A] halten. VORSICHT Beim Ausbau der Hinterradstoßdämpfer muß die Vorderradbremse betätigt sein, da das Motorrad sonst umfallen kann. Das Motorrad könnte beschädigt werden. ACHTUNG Beim Ausbau der Hinterradstoßdämpfer muß die Vorderradbremse betätigt sein, da das Motorrad sonst umfallen kann. Dies könnte zu Verletzungen führen.
Die Überwurfmuttern [A], Sicherungsschreiben und Unterlegscheiben an beiden Enden der Hinterrad-Stoßdämpfer [B] entfernen. Die Hinterrad-Stoßdämpfer aus dem Rahmen herausziehen. Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-13 Hinterradstoßdämpfer (luftunterstützt) Einbau
- Die Hülse [A] so einbauen, daß die Seite mit dem Flansch nach innen zeigt.
- Den Stoßdämpfer so einbauen, daß das Ventil [B] nach vorne zeigt [C].
- Die Stoßdämpfermuttern (Überwurfmuttern) [D] mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment – Stoßdämpfermuttern: 34 Nm (3,5 mkp) Prüfen der Stoßdämpfer Die Stoßdämpfer abmontieren [A]. Folgende Punkte visuell kontrollieren: Einwandfreier Hub [B] Ölleck (siehe Abschnitt Regelmäßige Wartung) Risse oder Dellen ★ Wenn der Stoßdämpfer beschädigt ist oder wenn sich eine Einheit schwächer als die andere anfühlt, sind beide Stoßdämpfer als Teilesatz zu erneuern.
- Die Gummibuchsen [C] einer Sichtkontrolle unterziehen. ★ Die Buchsen erneuern, wenn Anzeichen von Beschädigungen festgestellt werden.
Die Stoßdämpferhülsen [A] und Nadellager [B] einer Sicherkontrolle unterziehen.
- Die Rollen in den Nadellagern nutzen sich so wenig ab, daß der Verschleiß schwierig zu messen ist. Stattdessen sind die Lager auf sichtbare Verschleißerscheinungen, Verfärbung oder andere Beschädigungen zu inspizieren. ★ Wenn Zweifel am Zustand eines Nadellagers oder einer Hülse vorhanden sind, müssen Lager und Hülse als Teilesatz ausgewechselt werden. Verschrotten Die Stoßdämpfer abmontieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
ACHTUNG Da der Stoßdämpfer Luft enthält, darf er nicht verbrannt werden, ohne daß vorher die Luft herausgelassen wird, denn es könnte zu einer Explosion kommen. Vor dem Verschrotten des Stoßdämpfers ist das Luftventil [A] zu entfernen. Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-14 Schwinge Ausbau
- Entfernen: Schrauben [A] Abdeckung [B]
Das hintere Auspuffrohr entfernen (siehe Abschnitt Motoroberteil). Lösen: Schraube [A] der rechten Schalldämpferkammer Klemmbolzen [B] für vorderes Auspuffrohr Entfernen: Abschlußkappe [C] der Schwingenlagerung Vor dem Ausbau der Schwinge die Hohlschraube [A] am hinteren Bremssattel [B] abschrauben. Das Ende des Bremsschlauchs vorübergehend an einer etwas höheren Stelle befestigen, damit möglichst wenig Bremsflüssigkeit ausläuft. Ausgelaufene Bremsflüssigkeit sofort abwischen. Den Hinterrad-Bremsschlauch [C] von den Haltern [D] an der Schwinge abnehmen. Mit dem Heber und der Zusatzeinrichtung unter den Rahmenrohrrippen das Hinterrad vom Boden abheben, bis das Vorderrad auf dem Boden aufsitzt (siehe Ausbau der Hinterrad-Stoßdämpfer). Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 Den Bremshebel langsam betätigen und mit einem Band [A] in dieser Stellung halten. VORSICHT Achten Sie darauf, daß die Vorderradbremse beim Ausbau der Schwinge betätigt ist, da das Motorrad sonst umfallen kann. Hierbei könnten der Motor oder das Motorrad beschädigt werden. ACHTUNG Achten Sie darauf, daß die Vorderradbremse beim Ausbau der Schwinge betätigt ist, da das Motorrad sonst umfallen kann. Dies könnte zu Verletzungen führen.
Entfernen: Hinterrad (siehe Abschnitt Räder/Reifen) Kardangetriebegehäuse (siehe Abschnitt Achsantrieb) Den rechten Stoßdämpfer entfernen. Die Lagerwelle [A] lösen und während des Drehens herausziehen. Die Schwinge [B] nach hinten ziehen und ausbauen. VORSICHT Beim Ein- oder Ausbau der Schwingenlagerwelle nicht auf die Welle schlagen. Die Welle drehen und hineindrücken oder herausziehen. Wenn Sie mit einem Hammer auf die Welle schlagen, könnten die Nadellager in der Schwinge beschädigt werden. Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-15 Schwinge Einbau
- Fett auf die Nadellager und Öldichtungen auftragen.
- Fett auf das Gewinde [A] der Schwingenlagerwelle aufragen. Anziehmoment – Schwingenlagerwelle: 110 Nm (11,0 mkp)
Die Schwinge auf und ab bewegen [A], um auf außergewöhnliche Reibung zu kontrollieren und drücken und ziehen [B], um auf Lagerspiel zu kontrollieren. Folgende Teile festziehen: Anziehmoment – Hinterrad-Stoßdämpfermuttern: 34 Nm (3,5 mkp) Hinterradbremssattel-Befestigungsschrauben: 34 Nm (3,5 mkp) Schraube für HinterradBremssattelhalterung: 64 Nm (6,5 mkp)
Einbauen: Achsantriebsgehäuse (siehe Abschnitt Achsantrieb) Hinterrad (siehe Abschnitt Räder/Reifen) Festziehen: Schalldämpferaufnahmebolzen (siehe Abschnitt Motoroberteil) Schraube für rechte Schalldämpferkammer (siehe Abschnitt Motoroberteil) Nach dem Einbau der Schwinge den Behälter mit Bremsflüssigkeit füllen und die Bremsleitung entlüften (siehe Entlüften der Bremsleitung im Abschnitt Bremsen). Ausbau der Schwingenlager
- Folgende Teile entfernen: Schwinge (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Kardanwelle (siehe Abschnitt Achsantrieb) Rechte und linke Hülse [A] Rechte und linke Fettdichtung [B]
Die Nadellager mit dem Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug [A] ausbauen. Spezialwerkzeug – Öldichtungs- und Lagerausbauwerkzeug: 57001-1058
Lager und Hülsen erneuern. Das Lager an der anderen Seite in der gleichen Weise ausbauen. Kawasaki VN1500-P1 Federung 13-16 Schwinge Einbau der Schwingenlager
- Großzügig Fett auf Nadellager und Hülse auftragen.
- Die Nadellager so einbauen, daß die Markierungen des Herstellers nach außen zeigen. So wird vermieden, daß die Lager beschädigt werden.
- Mit einem geeigneten Treiber aus dem Lagertreibersatz die Lager [A] gemäß Abbildung positionieren. Hülsen [B] Fettdichtungen [C] 5 mm [D] Spezialwerkzeug – Lagertreibersatz: 57001-1129 Prüfen der Schwingenlager und Hülsen VORSICHT Die Lager für diese Prüfung nicht ausbauen, da sie hierbei beschädigt werden können.
Hülsen [A] und Nadellager [B] der Schwinge einer Sichtkontrolle unterziehen.
- Die Nadeln in den Nadellager nutzen sich so wenig ab, daß der Verschleiß schwierig zu messen ist. Statt dessen sind die Lager auf sichtbare Verschleißerscheinungen, Verfärbung oder andere Beschädigungen zu inspizieren. ★ Wenn Zweifel am Zustand eines Nadellagers oder einer Hülse vorhanden sind, müssen Lager und Hülse als Teilesatz ausgewechselt werden. Schmieren der Fettdichtungen und Nadellager
- Siehe Schmieren der Schwingenlagerung im Abschnitt Regelmäßige Wartung. Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnung 14-2 Technische Daten 14-3 Lenker Ausbau Einbau 14-4 14-4 14-4 Lenkung Prüfen der Lenkung Einstellen der Lenkung 14-6 14-6 14-6 Steuerkopf Ausbau Einbau Steuerkopfverzug 14-7 14-7 14-8 14-10 Steuerkopflager Ausbau Einbau Schmieren der Steuerkopflager Alterung und Beschädigung der Steuerkopfabdeckung 14-11 14-11 14-11 14-12 14-12 Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-2 Explosionszeichnung
Lh: O-Ringe Klebstoff auftragen Fett auftragen Sicherungslack auftragen Linksgewinde Kawasaki T1: T2: T3: T4: T5: 54 Nm (5,5 mkp) 20 Nm (2,0 mkp) 34 Nm (3,5 mkp) 3,4 Nm (0,35 mkp) 4,9 Nm (0,5 mkp) VN1500-P1 Lenkung 14-3 Technische Daten Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 Hakenschlüssel: 57001-1100 Ausbauwerkzeug für Kopfrohr-Außenlaufring: 57001-1107 Einpreßwelle für Kopfrohr-Außenlaufring: 57001-1075 Treiber für Kopfrohr-Außenlaufring: 57001-1077 Steuerkopflagertreiber: 57001-1344 Adapter für Lagertreiber: 57001-1345 Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-4 Lenker Ausbau
- Die Binder aufschneiden.
- Entfernen: Kupplungshauptzylinder [A] Schaltergehäuse am Lenker links [B] Abschlußkappe am Griffende [C] (Linksgewinde) Vorderrad-Hauptbremszylinder [A] Schaltergehäuse am Lenker rechts [B] Gasgriff [C] mit Abschlußkappe [D] (Linksgewinde)
Die Muttern [A] abschrauben und den Lenker [B] vom Steuerkopf abnehmen. Einbau Die Lenkermuttern festziehen.
Anziehmoment – Lenkermuttern: 34 Nm (3,5 mkp)
Die vordere Hälfte des rechten Schaltergehäuses [A] hat eine kleine Nase [B]. Diese Nase in die kleine Bohrung [C] im Lenker einsetzen. Das linke Schaltergehäuse [A] so montieren, daß die Auflagefläche [B] mit der Körnermarke [C] am Lenker übereinstimmt. Die Schaltergehäuse am Lenker montieren. Anziehmoment – Schrauben für Schaltergehäuse am Lenker: 3,4 Nm (0,35 mkp)
Einbauen: Kupplungshauptzylinder (siehe Abschnitt Kupplung) Vorderrad-Hauptbremszylinder (siehe Abschnitt Bremsen) Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-5 Lenker
Klebstoff [A] auf die Innenseite des linken Griffs [B] gemäß Abbildung auftragen. Den linken Griff so einsetzen, daß er bündig mit dem Ende des Lenkers [C] ist. Sicherungslack auf das Gewinde der Abschlußkappe [D] auftragen. Die Gaszüge und Rückspiegel überprüfen und einstellen. Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-6 Lenkung Prüfen der Lenkung
- Siehe Prüfen der Lenkung im Abschnitt Regelmäßige Wartung. Einstellen der Lenkung
- Siehe Einstellen der Lenkung im Abschnitt Regelmäßige Wartung. Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-7 Steuerkopf Ausbau
- Mit dem Heber[A] und der Zusatzeinrichtung unter den Rahmenrohrrippen [C] und einem handelsüblichen Heber [D] unter dem Motor [E] das Vorderrad [F] vom Boden abheben, bis das Hinterrad [G] den Boden berührt. Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398
Das Vorderrad ausbauen (siehe Abschnitt Reifen/Räder). VORSICHT Beim Ausbau der Lenkung muß das Hinterrad auf dem Boden stehen, da das Motorrad sonst umfallen kann. Hierbei könnte das Motorrad beschädigt werden. ACHTUNG Beim Ausbau der Lenkung muß das Hinterrad auf dem Boden stehen, da das Motorrad sonst umfallen kann. Es könnte hierbei zu Verletzungen kommen.
Die Scheinwerferringschrauben herausdrehen und die Scheinwerfereinheit öffnen (siehe Abschnitt Elektrik). Die Befestigungsschelle [A] öffnen und die Steckverbinder [B] abziehen. Die Vorderradbemsschlauch-Anschlußschrauben [A] herausdrehen. Die Blinkermuttern [B] abschrauben und die vorderen Blinker abmontieren. Die beiden Muttern [E] abschrauben und das Scheinwerfergehäuse [D] entfernen. Entfernen: Befestigungsmuttern für obere Gabelbrücke [A] Unterlegscheibe [B] Obere Gabelklemmbolzen [C] Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-8 Steuerkopf
Entfernen: O-Ring [A] Den Steuerkopf [A] mit dem Lenker [B] abnehmen. VORSICHT Den Benzintank mit einem dicken Tuch [C] abdecken, um die lackierte Fläche des Tanks zu schützen.
Lösen: Untere Gabelklemmbolzen [A] Entfernen: Gabelbeine [B] mit Vorderrad-Kotflügel Entfernen: Klauenunterlegscheibe [A] Einstellmutter [B] Abdeckung [C] O-Ring [D] ANMERKUNG
Für den Ausbau des Steuerkopfs muß der O-Ring entfernt werden.
Den Steuerkopf [E] von unten herausziehen. Einbau Einbauen: Steuerkopf [A] Lager [B] Neuer O-Ring [C] (Innendurchmesser 34,5 x Ø 2 mm) Abdeckung [D] Einstellmutter [E] Klauenunterlegscheibe [F]
Anziehmoment – Einstellmutter: 4,9 Nm (0,5 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-9 Steuerkopf
Das Gabelbein [A] einbauen und leicht nach oben gegen die Unterseite des Steuerkopfs drücken [B] Vorübergehend die unteren Gabelklemmbolzen [C] festziehen. Einbauen: Obere Gabelbrücke [A] mit Lenker O-Ring [B] Unterlegscheibe [C] Befestigungsmutter für obere Gabelbrücke [D] Vorübergehend die oberen Gabelklemmbolzen festziehen [E]. Kontrollieren, ob die Oberkante [A] des Innenrohrs bündig mit der Oberfläche [C] der oberen Gabelbrücke steht. Ansonsten das Gabelbein nochmals einbauen. Zuerst die oberen Gabelklemmbolzen, dann die Befestigungsmutter der oberen Gabelbrücke und anschließend die unteren Gabelklemmbolzen festziehen. Anziehmoment – Obere Gabelklemmbolzen: 20 Nm (2,0 mkp) Befestigungsmuttern für obere Gabelbrücke: 54 Nm (5,5 mkp) Untere Gabelklemmbolzen: 20 Nm (2,0 mkp)
Die ausgebauten Teile wieder einbauen. Scheinwerfergehäuse Vorderradbremsschlauchanschluß Vorderrad (siehe Abschnitt Räder/Reifen) Die Blinker [A] montieren. Die Blinkerleitungen [B] zum Klemmteil [C] des Blinkers führen. Die Blinkerleitungen an den Scheinwerfergehäuseklemmstücken [D] befestigen. Anziehmoment – Blinkerbefestigungsmuttern: 5,9 Nm (0,6 mkp) Die Scheinwerfereinheit montieren. Nach dem Einbau folgende Teile kontrollieren und einstellen: Lenkung (siehe Prüfen der Lenkung) Gaszüge (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem) Scheinwerferstrahl Die Vorderradbremse ausprobieren. ACHTUNG Das Motorrad nicht fahren, bevor die Bremse ihre volle Wirkung erreicht hat. Dazu mit dem Bremshebel solange pumpen, bis die Bremsklötze an der Scheibe anliegen. Die Bremse spricht bei erstmaliger Betätigung nicht an, wenn diese nicht zuvor getan wurde. Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-10 Steuerkopf Steuerkopfverzug
- Wenn der Steuerkopf ausgebaut wurde oder wenn die Lenkung nicht einwandfrei eingestellt werden kann, ist zu kontrollieren, ob der Steuerkopf gerade ist.
- Wenn der Steuerkopf [A] verbogen ist, muß er erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-11 Steuerkopflager Ausbau
- Den Steuerkopf abmontieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt)
- Die Außenlaufringe aus dem Kopfrohr heraustreiben. Spezialwerkzeug – Ausbauwerkzeug für Kopfrohr-Außenlaufring: 57001-1107 [A] ANMERKUNG
Wenn eines der Steuerkopflager beschädigt ist, wird empfohlen, sowohl das obere als auch das untere Lager (einschließlich der Außenringe) zu erneuern. Den auf den Steuerkopf aufgepreßten unteren Innenlaufring [A] mit einem Meißel entfernen. Fettdichtung [B] Hier klopfen [C] Einbau
- Die Lageraußenlaufringe erneuern.
- Die Außenlaufringe schmieren und dann gleichzeitig in das Kopfrohr eintreiben. Spezialwerkzeug – Treiberwelle für Kopfrohr-Außenlaufring: 57001-1075 [A] Treiber für Kopfrohr-Außenlaufring: 57001-1077 [B]
Die Innenlaufringe der Steuerkopflager erneuern. Den unteren Laufring [A] schmieren und auf den Steuerkopf treiben. Spezialwerkzeug – Steuerkopflagertreiber: 57001-1344 [B] Adapter für Lagertreiber: 57001-1345 [C] Kawasaki VN1500-P1 Lenkung 14-12 Steuerkopflager
Den Steuerkopf einbauen. ANMERKUNG
Die O-Ringe noch nicht einsetzen. Die Lager wie folgt einbauen: Die Einstellmutter mit 78 Nm (8,0 mkp) festziehen. (Um die Einstellmutter mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festzuziehen, den Schlüssel an die Einstellmutter ansetzen und an der Bohrung des Schlüssels eine Kraft von 440 N (45 kp) in der gezeigten Richtung aufbringen.) Spezialwerkzeug – Hakenschlüssel: 57001-1100 [A] 180 mm [B] Kraft [C]
Kontrollieren, ob kein Spiel vorhanden ist und ob sich der Steuerkopf leicht und ohne zu rucken dreht. Wenn dem nicht so ist, kann es sein, daß die Lager beschädigt sind. Die Einstellmutter abschrauben. Die O-Ringe einsetzen und die Steuerung einstellen (siehe Einstellen der Lenkung). Anziehmoment – Einstellmutter: 49 Nm (0,5 mkp) Schmieren der Steuerkopflager Die Steuerkopflager sind entsprechend der Inspektionstabelle zu schmieren. Siehe Schmieren der Steuerkopflager im Abschnitt Regelmäßige Wartung. Alterung und Beschädigung der Steuerkopfabdeckung ★ Die Steuerkopfabdeckung [A] erneuern, wenn die Fettdichtung Anzeichen von Beschädigungen aufweist. Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-1 Inhaltsverzeichnis Explosionszeichnung 15-2 Technische Daten 15-4 Sitz Ausbau Einbau 15-5 15-5 15-5 Seitendeckel Ausbau des linken Seitendeckels Einbau des linken Seitendeckels Ausbau des rechten Seitendeckels Einbau des rechten Seitendeckels 15-6 15-6 15-6 15-6 15-6 Kotflügel Ausbau des Vorderrad-Kotflügels Ausbau des Hinterrad-Kotflügels Einbau des Hinterrad-Kotflügels 15-7 15-7 15-7 15-7 Batteriekasten Ausbau Einbau 15-8 15-8 15-8 Werkzeugkasten Ausbau 15-9 15-9 Unterzug Ausbau Einbau 15-10 15-10 15-10 Seitenständer Einbau 15-11 15-11 Rahmen Prüfen des Rahmens 15-12 15-12 Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-2 Explosionszeichnung Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-3 Explosionszeichnung
CA: US: Fett auftragen Sicherungslack auftragen Kanadisches Modell Modell für die Vereinigten Staaten Kawasaki T1: 25 Nm (2,5 mkp) T2: 44 Nm (4,5 mkp) VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-4 Technische Daten Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-5 Sitz Ausbau
- Die Schrauben des Sitzes [A] Seiten entfernen.
- Den Sitz zurückziehen [B] und dann abnehmen. Einbau Den Sitzhaken [A] unter die Strebe [B] am Rahmen schieben. Die Sitzschrauben festziehen.
Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-6 Seitendeckel Ausbau des linken Seitendeckels
- Den Zündschlüssel [A] in den Seitendeckel einstecken und den Schlüssel im Uhrzeigersinn drehen, bis das Schlüsselloch senkrecht steht.
- Den linken Seitendeckel hinten in Ihre Richtung ziehen [B], den Deckel leicht nach vorne drücken [C] und abnehmen. Einbau des linken Seitendeckels Zuerst die vorderen Arretierungen [A] in die Tüllen [B] einsetzen, dann die hintere Arretierung in die Tülle setzen.
Den Zündschlüssel [A] im Gegenuhrzeigersinn drehen, bis das Schlüsselloch waagerecht steht [B], damit der linke Seitendeckel einwandfrei fest ist. Ausbau des rechten Seitendeckels
- Die Schraube [A] entfernen.
- Den Deckel gleichmäßig aus den Arretierungen herausziehen.
- Den rechten Seitendeckel abnehmen. Einbau des rechten Seitendeckels Die Arretierungen [A] in die Tüllen [B] stecken. Die Schraube festziehen.
Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-7 Kotflügel Ausbau des Vorderrad-Kotflügels VORSICHT Achten Sie darauf, daß die lackierte Oberfläche beim Aus- oder Einbau nicht verkratzt wird.
Die Befestigungsschrauben [A] an beiden Seiten herausdrehen, um den Vorderrad-Kotflügel [B] von der Vorderradgabel [C] zu trennen. Die Bremsschlauch-Befestigungsschellen entfernen [D] Den Vorderrad-Kotflügel entfernen. Ausbau des Hinterrad-Kotflügels VORSICHT Achten Sie darauf, daß die lackierte Oberfläche beim Aus- oder Einbau nicht verkratzt wird.
Den Sitz entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Kotflügel-Stehbolzen [A] an beiden Seiten entfernen. Beide Kotflügelaufnahmen [B] zusammen mit der Hakenhalterung [C] entfernen. Den Steckverbinder für den hinteren Blinker und das Rücklicht ausziehen [A]. Die Befestigungsschrauben [B] entfernen. Den Kotflügel nach hinten entfernen [C] Einbau des Hinterrad-Kotflügels Der Einbau geschieht in umgekehrter Reihenfolge.
Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-8 Batteriekasten Ausbau
- Entfernen Sitz (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Schrauben [A] und Batteriehalterung [B] Batterie [C] (siehe Abschnitt Elektrik) ECU [D] (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem) Winkelsensor [F] (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem) Hinterrad-Kotflügel (siehe Angaben in diesem Abschnitt)
Entfernen: Verzögerungseinheit für Öldruckleuchte [A] DFI-Hauptrelais [B] Steuerrelais für Blinker [C] Anlasserrelais [D]
Die Schrauben entfernen [A]
Den Batteriekasten [A] von hinten [B] herausnehmen. Einbau Die Tülle [B] am Batteriekasten in die Arretierung [A] am Rahmen einsetzen.
Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-9 Werkzeugkasten Ausbau
- Den linken Seitendeckel entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Für das kalifornische Modell: Das Halteband [A] und den Kanister [B] entfernen.
- Die Schrauben [C] herausdrehen.
- Den Werkzeugkasten [D] herausziehen. Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-10 Unterzug Ausbau
- Mit dem Heber und der Zusatzeinrichtung das Hinterrad vom Boden abheben (siehe Abschnitt Räder/Reifen). Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398
Entfernen: Bremsflüssigkeitsbehälterdeckel [A] Bremsflüssigkeitsbehälter (siehe Abschnitt Bremsen) Die Leitungsschellen [B] öffnen. Die Halterung [C] der rechten vorderen Fußraste entfernen; hierfür die Schrauben [D] mit dem Fußbremshebel und montiertem Hinterrad-Hauptzylinder abnehmen. Das vordere Auspuffrohr [E] entfernen (siehe Abschnitt Motoroberteil). Die Deckel [F] herausziehen. Das Motorrad mit einem handelsüblichen Ständer abstützen [A]. Entfernen: Schrauben der Motorhaltewinkel [B] Schrauben für Unterzug [C] Den Bremsschlauch [A] aus den Befestigungsschellen [B] herausnehmen. Einbau Den Bremsschlauch im Unterzug verlegen und festklemmen. Die Arretierung [A] des Kühlers in die Tülle [B] des Unterzugs einsetzen.
Anziehmoment – Schrauben für Unterzug: 44 Nm (4,5 mkp) Schrauben für Motorhaltewinkel: 25 Nm (2,5 mkp) Schrauben für Fußrastenhalterung: 25 Nm (2,5 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-11 Seitenständer Einbau
- Festziehen: Anziehmoment – Seitenständermutter: 44 Nm (4,5 mkp)
Die Seitenständerfeder [A] einbauen und dabei auf die Richtung des Hakens [B] achten. Kawasaki VN1500-P1 Rahmen und Fahrgestell 15-12 Rahmen Prüfen des Rahmens
- Den Rahmen [A] einer Sichtkontrolle auf Risse, Beulen, Verbiegung oder Verzug unterziehen. ★ Wenn Beschädigungen festgestellt werden, ist der Rahmen zu erneuern. ACHTUNG Ein reparierter Rahmen kann beim Fahren ausfallen und möglicherweise einen Unfall verursachen. Wenn der Rahmen verbogen, eingebeult, gerissen oder verzogen ist, muß er erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-1 Inhaltsverzeichnis Lage der Teile 16-3 Explosionszeichnungen 16-4 Schaltplan (Kanada und USA) 16-7 Schaltplan (alle Modelle außer für Australien, Kanada und USA) 16-9 Schaltplan (Australien) 16-11 Technische Daten 16-13 Vorbemerkungen 16-15 Elektrische Leitungen Prüfen der Leitungen 16-16 16-16 Batterie Ausbau Einbau Füllen der Batterie mit Elektrolytflüssigkeit Erstladung Vorbemerkungen Austauschbarkeit mit gewöhnlichen Batterien Prüfen der Ladebedingungen Aufladen 16-17 16-17 16-17 Ladesystem Ausbau des LichtmaschinenAußendeckels Einbau des LichtmaschinenAußendeckels Aus- und Einbau des Lichtmaschinendeckels Zusammenbau des Lichtmaschinendeckels Ausbau des LichtmaschinenInnendeckels Einbau des LichtmaschinenInnendeckels Kawasaki 16-18 16-19 16-20 16-20 16-20 16-21 Ausbau des Lichtmaschinenrotors Einbau des Lichtmaschinenrotors Ausbau des Lichtmaschinenstators Einbau des Lichtmaschinenstators Prüfen der Ladespannung Prüfen der Lichtmaschine Ausbau des Reglers/Gleichrichters Prüfen des Reglers/Gleichrichters 16-24 16-24 16-25 16-25 16-26 16-27 16-28 16-28 Zündsystem 16-32 Ausbau der Zündspulen 16-33 Einbau der Zündspulen 16-34 Prüfen der Zündspulen 16-34 Ausbau der Zündkerzen 16-35 Einbau der Zündkerzen 16-35 Reinigen/Prüfen der Zündkerzen 16-35 Zündspulen-Primärhöchstspannung 16-35 Ausbau der Impulsgeber 16-36 Einbau der Impulsgeber 16-37 Prüfen der Impulsgeber 16-37 Prüfen der Arbeitsweise der Anlaßsperre 16-38 Prüfen des IC-Zünders 16-39 16-22 16-22 16-22 16-22 16-23 16-23 16-24 Anlasser Ausbau Einbau Zerlegung Zusammenbau Prüfen der Bürsten Reinigen und Prüfen des Kollektors Prüfen des Ankers Prüfen der Bürsteneinheit Prüfen der Bürstenplatte und des Anschlußbolzens Prüfen des Anlasserrelais 16-41 16-41 16-41 16-42 16-42 16-44 16-44 16-44 16-45 16-45 16-45 VN1500-P1 Elektrik 16-2 Inhaltsverzeichnis Beleuchtungsanlage Horizontaleinstellung Vertikaleinstellung Austauschen von Scheinwerferlampen Ausbau des Scheinwerfertops Auswechseln der Standlichtlampen Auswechseln von Rück-/Bremslichtlampen 16-47 16-47 16-47 16-47 16-48 16-49 16-49 Automatische Blinkerrückstellung 16-52 Prüfen der Leitungen 16-53 Prüfen des Entfernungssensors 16-53 Prüfen des Blinkerschalters 16-54 Prüfen der Blinkersteuerung 16-54 Auswechseln von Blinkerlampen 16-55 Kühlgebläsesystem Prüfen des Schaltkreises Inspektion des Gebläsemotors 16-56 16-56 16-56 Öldruckwarnanzeige 16-57 Prüfen der Verzögerungseinheit der Öldruckleuchte 16-57 Instrumenten- und Anzeigegeräte Ausbau der Instrumenteneinheit Einbau der Instrumenteneinheit Zerlegen der Instrumenteneinheit Zusammenbau der Instrumenteneinheit Prüfen der Instrumenteneinheit Auswechseln von Lampen der Anzeigetafel Prüfen des WassertemperaturWarn-Systems Kawasaki 16-59 16-59 16-59 16-60 16-61 16-61 16-67 16-68 Schalter und Sensoren 16-70 Prüfen des Kraftstoffreserveschalters 16-70 Ausbau des Geschwindigkeitssensors 16-70 Einbau des Geschwindigkeitssensors 16-70 Prüfen des Geschwindigkeitssensors 16-71 Prüfen des VorderradBremslichtschalter 16-71 Prüfen/Nachstellen des HinterradBremslichtschalters 16-71 Ausbau des Kühlgebläseschalters 16-71 Einbau des Kühlgebläseschalters 16-71 Prüfen des Gebläseschalters 16-72 Ausbau des Wassertemperaturschalters 16-72 Einbau des Wassertemperaturschalters 16-72 Prüfen des Wassertemperaturschalter 16-73 Prüfen der Diode (Gleichrichter) 16-73 Verteilerkasten Prüfen des Sicherungsschaltkreises Prüfen des Anlasserstromkreis-/ Scheinwerferrelais Inspektion des Diodenstromkreises Sicherungen Ausbau der Hauptsicherung Ausbau der Verteilerkastensicherungen Einbau der Sicherungen Prüfen der Sicherungen 16-74 16-74 16-74 16-75 16-77 16-77 16-77 16-77 16-77 VN1500-P1 Elektrik 16-3 Lage der Teile DFI: DFI-Teile (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem).
4. Vorderrad-Bremslichtschalter
5. Anlaßsperrschalter
6. Benzinpumpe im Tank (DFI) mit Kraftstoffreserveschalter
7. Abdeckung der Anzeigeleuchte
Luftdruckschalter (DFI) Wassertemperaturschalter (DFI) Zündspule #1 Zündspule #2 Dioden (Gleichrichter) Einspritzdüse #1 (DFI) Einspritzdüse #2 (DFI) Unterdrucksensor (DFI)
Drosselklappensensor Zündkerzen ISC-Ventil #1 (DFI, für vorderen Zylinder) ISC-Ventil #2 (DFI, für hinteren Zylinder) Ansauglufttemperatursensor (DFI) Kühlgebläse Hinterrad-Bremslichtschalter
Anlasser Wassertemperaturschalter Kühlgebläseschalter Lichtmaschine Impulsgeberspulen Seitenständerschalter Leerlaufschalter Öldruckschalter Regler/Gleichrichter Geschindigkeitssensor
Winkelsensor (DFI) ECU (DFI, elektronisches Steuergerät) Wartungsfreie Batterie Anlasserrelais und 30A Hauptsicherung 20A DFI-Sicherung Verteilerkasten Blinkersteuerrelais DFI Hauptrelais Öldrucklicht-Verzögerungseinheit Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-4 Explosionszeichnungen Alle Modelle außer AU, CA, US
Anlaßsperrschalter Vorderradbremslichtschalter Zündschloß Kraftstoffreserveschalter Sicherungslack auftragen. Kawasaki AU: CA: US: T1: T2: Modell für Australien Modell für Kanada Modell für USA 2,9 Nm (3,0 mkp) 3,4 (0,35 mkp) T3: T4: T5: T6: 1,2 5,9 7,8 1,4
(0,12 mkp) (0,60 mkp) (0,8 mkp) (0,14 mkp) VN1500-P1 Elektrik 16-5 Explosionszeichnungen
Kühlgebläseschalter Wassertemperaturschalter Seitenständerschalter Hinterrad-Bremslichtschalter Wartungsfreie Batterie (12 V 18 Ah) Öldrucklicht-Verzögerungseinheit DFI-Hauptrelais Blinkersteuerrelais Kawasaki
11. Diode (Gleichrichter) für LEDWassertemperatur-Warnleuchte
12. Diode (Gleichrichter) für
Kraftstoffanzeigeleuchte
13. ECU (elektronisches Steuergerät)
L: Sicherungslack auftragen. Si: Silikonfett auftragen. SS: Silikondichtstoff auftragen (Kawasaki-Bond: 56019-120) T1: 18 Nm (1,8 mkp) T2: 6,9 Nm (0,7 mkp) T3: 1,2 Nm (0,12 mkp) T4: 1,0 Nm (0,1 mkp) T5: 8,8 Nm (0,9 mkp) T6: 7,8 Nm (0,8 mkp) VN1500-P1 Elektrik 16-6 Explosionszeichnungen
1. Impulsgeberspulen
2. Regler/Gleichrichter
3. Geschwindigkeitssensor
EO: Motoröl auftragen. G: Hochtemperaturfett auftragen. L: Sicherungslack auftragen. MO: MoS2-Öl auf die Gewinde und beide Seiten der Unterlegscheibe Kawasaki auftragen. O: MoS2-Öl ist eine Mischung aus Motoröl und MoS2 Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1. WL: Seifenlösung oder Gummischmiermittel auftragen. SS: Silikondichtstoff auftragen. (Kawasaki Bond: 59019-120) Si: Silikonfett auftragen. T1: 15 Nm (1,5 mkp) T2: 2,9 Nm (0,30 mkp) T3: 6,9 Nm (0,7 mkp) T4: 9,8 Nm (1,0 mkp) T5: 78 Nm (8,0 mkp) T6: 13 Nm (1,3 mkp) T7: 1,5 Nm (0,15 mkp) T8: 6,5 Nm (0,66 mkp) T9: 4,9 Nm (0,50 mkp) T10: 11 Nm 1,1 mkp) VN1500-P1 Elektrik 16-7 Schaltplan (Kanada und USA) Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-8 Schaltplan (Kanada und USA) Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-9 Schaltplan (alle Modelle außer für Australien, Kanada und USA) Wasser- Kühltemperatur- gebläseschalter schalter KühlHinterradgebläse BremslichtHupe schalter Zündschloß Diode (WassertemperaturWarnleuchte) Diode (KraftstoffreserveWarnleuchte) Anzeigelampen
Verzögerungseineinheit für Öldruckwarnleuchte Geschwindigkeitssensor Anzeigelampen
1. Linke Blinkerkontrolleuchte (12 V 3,4 W)
2. Fernlichtkontrolllampe 12 V 3,4 W
3. Leerlaufanzeigelampe 12 V 3,4 W
4. Rechte Blinkerkontrollleuchte 12 V 3,4 W
Tachometereinheit (1) (2) (3) (4) (5) (6) (7) (8) (9) Nebenverbraucheranschlüsse (vorn) Scheinwerfer 12 V60/55W Standlicht 12 V 5W Blinker vorne rechts 12 V 21 W Blinker vorne links 12 V 21 W Tachometereinheit
3. Kilometerzähler/Tageskilometerzähler/Uhr
(Flüssigkristallanzeige)
5. Wassertemperatur-Warnleuchte LED
6. Öldruckwarnleuchte LED
7. Kraftstoffstandwarnleuchte 12 V 3 W
8. Tachometerleuchte 12 V 1,7 W
9. Drehzahlmesserleuchte 12 V 1,7 W
Leerlaufschalter LED: Leuchtdiode Linke Schaltereinheit
1. Anlaßsperrschalter
Linke Schaltereinheit Anlaßsperrschalter Farbe BK/R BK Kupplungshebel frei gezogen Kawasaki BK/Y Öldruckschalter Rahmenmasse Regler/ Gleichrichter Lichtmaschine Seitenständerschalter LINKE SCHALTEREINHEIT Hupenknopf Abblendschalter Farbe BK/W BK/Y Farbe R/Y BL/Y gedrückt Abblendlicht frei Fernlicht R/BK Blinkerschalter Farbe
Relais für Blinkersteuerung BK/Y Y/R VN1500-P1 Elektrik 16-10 Schaltplan (alle Modelle außer für Australien, Kanada und USA) Verteilerkasten Impulsgeber
1. Zündungssicherung 10A
2. Hupensicherung 10A
3. Rücklichtsicherung 10A
4. Scheinwerfersicherung 10A
5. Nebenverbrauchersicherung 10 A
6. Kühlgebläsesicherung 10A
Zündkerzen 7. Sicherung für Blinkersteuerung 10A Zündspulen 8. Anlasserstromkreisrelais Rechte Schaltereinheit
1. Scheinwerferschalter
2. Vorderrad-Bremslichtschalter
Steckverbinder für Selbstdiagnose Steckverbinder für Diagnosesystem Verteilerkasten ECU (Elektronisches Steuergerät)
1. Nummernschildbeleuchtung 12V5W
2. Rück-/Bremslicht 12 V 3,2 Wx2
3. Blinker hinten rechts 12 V x 2,1 W
4. Blinker hinten links 12 V 21 W
5. Nebenverbraucheranschlüsse
DFI: Digitales Kraftstoffeinspritzsystem #1: für vorderen Zylinder #2: für hinteren Zylinder
Anlasserrelais Hauptsicherung 30A Anlasser
DFI Sicherung Benzinpumpe Batterie Kraftstoffreserve12V 18 Ah schalter Farbe OFF P (Park) Zündung
ZÜNDSCHLOSS Batterie Zündung Rücklicht 1 Rücklicht 2
1. Einspritzdüse #1 (DFI) 10.
2. Einspritzdüse #2 (DFI)
3. ISC-Ventil #2 (DFI)
6. Wassertemperatursensor (DFI)
7. Unterdrucksensor (DFI)
8. Luftdrucksensor (DFI)
9. Drosselklappensensor (DFI)
Scheinwerferschalter Farbe R/BL R/W BL/Y Aus Ein
RECHTE SCHALTEREINHEIT Vorderradbremslichtschalter Notausschalter Farbe
Farbe R Y/R Handbremse OFF gezogen frei RUN schwarz blau
schokoladenbraun dunkelgrün
gelb Anlasserknopf Farbe BK/R gedrückt frei VN1500-P1 Elektrik 16-11 Schaltplan (Australien) Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-12 Schaltplan (Australien) Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-13 Technische Daten Position Normalwert Batterie: Typ Modellbezeichnung Kapazität Spannung MF Batterie (wartungsfrei) FTZ16-BS 12 V 18Ah 12,6 V oder mehr Ladesystem: Lichtmaschinentyp Drehstrom mit Delta-Anschluß und Seltenerdmagnetrotor Gleichstrom-Batterieladespannung 14 – 15 V bei 3000 min-1 Lichtmaschinenausgangsspannung (ohne Verbraucher) 64 – 96 V bei 3000 min-1 Widerstand der Statorspule (Batterieladespule) 0,33 – 0,49 Ω (x 1Ω) Regler/Gleichrichter Typ Lastleistungsregler mit Doppelweg-Gleichrichter Widerstand siehe Text Zündsystem: Zündspule: Primäre Höchstspannung Vorn Hinten Funkenlänge Primärwicklungswiderstand Sekundärwicklungswiderstand Zündkerze: Elektrodenabstand Widerstand des Zündkerzensteckers Impulsgeberspule: Impulsgeberhöchstspannung Vorn Hinten Impulsgeber-Luftspalt Widerstand der Impulsgeberspule 208 V oder mehr 192 V oder mehr 6 mm oder mehr 1,9 – 2,9 Ω (x 1Ω) 18 – 28 kΩ (x 1kΩ) 0,8 – 0,9 mm 3,75 – 6,25 kΩ (x 1kΩ) 2,2 V oder mehr 2,0 V oder mehr 1,0 mm (nicht meßbar und nicht verstellbar) 380 – 560 Ω (x 100 Ω) Elektroanlassersystem: Anlasser: Länge der Kohlebürsten Kollektordurchmesser Kawasaki 12 mm (Grenzwert 8,5 mm) 28 mm (Grenzwert 27 mm) VN1500-P1 Elektrik 16-14 Technische Daten Position Normalwert Schalter und Sensoren: Einstellung des Hinterrad-Bremslichtschalter Anschlüsse des Öldruckschalters Anschlüsse des Gebläseschalters: Steigende Temperatur Sinkende Temperatur Widerstand des Wassertemperaturschalters Steigende Temperatur Widerstand des Kraftstoffstandsensors
leuchtet nach etwa 15 mm Fußbremshebelweg auf Motor ausgeschaltet: ON Motor läuft: OFF von OFF auf ON bei 102 – 108°C von ON auf OFF bei 97 – 103°C ON: weniger als 0,5 Ω OFF: mehr als 1 MΩ Von OFF auf ON: 113 – 117 °C Von ON auf OFF: 108°C – Temperatur unter der ON-Temperatur Stellung VOLL: 4-10 Ω Stellung LEER: 90 – 100 Ω Die technischen Daten der DFI Teile finden Sie im Abschnitt Kraftstoffsystem. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 Zündkerzenschlüssel, 18er Sechskant: 57001-1024 Stroboskoplampe: 57001-1241 Schlüssel für Einfülldeckel: 57001-1454 Schwungrad-Haltewerkzeug: 57001-1410 Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 Dichtstoff – Kawasaki Bond (Silikondichtstoff): 56019-120 Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-15 Vorbemerkungen
Bei der Wartung der Elektroanlage müssen einige wichtige Punkte beachtet werden. Machen Sie sich mit folgenden Vorschriften vertraut und beachten Sie sie. Die Anschlüsse der Batterieleitungen nicht vertauschen, da sonst die Dioden der Elektroteile durchbrennen. Stets die Batterie überprüfen, bevor andere Teile des Systems ausgewechselt werden. Damit das System genau überprüft werden kann, muß die Batterie stets voll geladen sein. Beim Umgang mit elektrischen Teilen darauf achten, daß die Teile nicht hinfallen oder mit einem Hammer darauf geschlagen wird. Dies könnte die Teile zerstören. Wenn im Text nichts anderes vorgeschrieben ist, dürfen Batterieleitungen oder andere elektrische Anschlüsse nicht abgeklemmt werden, solange die Zündung eingeschaltet ist oder der Motor läuft; auf diese Weise verhindern Sie Schäden an der Elektroanlage Da ein starker Strom fließt, ist der Anlasserknopf sofort loszulassen, wenn sich der Anlasser nicht dreht, da sonst die Anlasserwicklungen durchbrennen können. Verwenden Sie für die Instrumentenbeleuchtung nur Lampen mit der vorgeschriebenen Wattzahl, da sich das Instrument oder die Anzeigetafel durch die von der Lampe ausgestrahlte übermäßige Hitze verziehen könnte. Leitungen, die direkt an den Pluspol (+) der Batterie angeschlossen sind, dürfen nicht an Masse gelegt werden. Störungen können durch ein einzelnes Teil oder in manchen Fällen auch durch alle Teile verursacht werden. Bevor Sie ein Teil auswechseln, ist stets die STÖRUNGSURSACHE zu bestimmen. Wenn die Störung auf andere Teile zurückzuführen ist, sind diese ebenfalls zu reparieren oder auszuwechseln, da sonst die gleiche Störung bald wieder auftritt. Achten Sie darauf, daß alle Steckverbinder im Schaltkreis sauber sind und guten Kontakt haben; prüfen Sie die Leitungen auf Beschädigungen. Schadhafte Leitungen und schlechte Kontakte beeinträchtigen die Arbeitsweise der Elektrik. Spulen- und Wicklungswiderstände messen, wenn die Teile kalt sind (Zimmertemperatur). Farbschlüssel für Leitungen:
Farbschlüssel: Schwarz Blau Braun Dunkelbraun Dunkelgrün Grün Grau Hellblau Hellgrün Orange Rosa Purpur Rot Weiß Gelb Elektrische Steckverbinder Steckbuchsen [A] Stecker [B] Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-16 Elektrische Leitungen Prüfen der Leitungen
- Die Leitungen visuell auf Schmorstellen, Verschleiß usw. kontrollieren. ★ Schlechte Leitungen sind zu erneuern.
- Die einzelnen Steckverbinder [A] ausziehen und auf Korrosion, Schmutz und Beschädigungen kontrollieren. ★ Korrodierte oder schmutzige Steckverbinder sind sorgfältig zu reinigen. Bei Beschädigungen sind die Steckverbinder zu erneuern.
- Den Kontakt der Steckverbinder kontrollieren.
- Die Leitungen auf Durchgang kontrollieren. ¡ Im Schaltplan die Enden der Leitungen bestimmen, die eventuell eine Störung verursachen. ¡ Den Handtester an die Enden der Leitung anschließen. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394
Das Instrument auf den Bereich x 1 Ω schalten und die Anzeige ablesen. Wenn das Gerät nicht 0 Ω anzeigt, ist die Leitung schadhaft. Gegebenenfalls die Leitung oder den Kabelbaum [B] erneuern. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-17 Batterie Ausbau VORSICHT Batteriekabel oder andere elektrische Anschlüsse nicht abklemmen, wenn die Zündung auf ON geschaltet ist, da hierdurch die ECU (elektronische Steuereinheit) beschädigt werden könnte. Die Batterieanschlüsse nicht verwechseln, da hierdurch die ECU beschädigt werden könnte.
Die Zündung ausschalten. Den Sitz entfernen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). Abziehen: Steckverbinder [A] für Hilfsleitungsstrang Steckverbinder [B] für Benzinpumpe Steckverbinder [C] für Batteriemassekabel (-) Entfernen: Schrauben [D] Batteriehalterung [E] Die schwarze und die rote Kappe [F] herausschieben. Zuerst das Massekabel (-) [A] und dann das Pluskabel (+) [B] von der Batterie abklemmen. Die Batterie [C] aus dem Kasten ziehen. Die Batterie mit einer Natronlösung reinigen. Achten Sie darauf, daß die Leitungsanschlüsse sauber sind. Einbau
- Visuell die Oberfläche des Batteriebehälters kontrollieren. ★ Der Behälter darf keine Risse haben und an den Seiten der Batterie darf keine Elektrolytflüssigkeit ausgelaufen sein.
- Den Batterieminuspol (-) [A] nach vorne richten und die Batterie in den Batteriekasten einsetzen. VORSICHT Die Batterie nicht verkehrt gepolt einbauen.
Zuerst die Leitung mit Kappe [B] (rot) an den Pluspol (+) und dann die Leitung mit der schwarzen Kappe [C] an den Minuspol (-) anschließen. Um Korrosion zu vermeiden, eine dünne Schicht Fett auf die Batteriepole auftragen. Die Batteriepole mit der schwarzen und der roten Kappe [D] abdecken. VORSICHT Wenn die Batteriekabel nicht vorschriftsmäßig abgeklemmt oder angeschlossen sind, können an den elektrischen Anschlüssen Funken auftreten, was zu einer Beschädigung der Elektroteile und der DFI-Teile führen kann. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-18 Batterie
Die Batteriehalterung [A] auf die Batterie setzen. Die Schrauben gut festziehen. Den Hilfsleitungsstrang [B] sowie die Steckverbinder der Benzinpumpe [C] und der Batteriekabel [D] anschließen. Den Sitz einbauen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). Füllen der Batterie mit Elektrolytflüssigkeit Vergewissern Sie sich, daß die Modellbezeichnung [A] des Flüssigkeitsbehälters mit der Modellbezeichnung [B] der Batterie übereinstimmt. Diese Namen müssen gleich sein.
Batteriemodellbezeichnung für VN1500-P1: FTZ16-BS VORSICHT Verwenden Sie nur einen Elektrolytbehälter der gleichen Modellbezeichnung wie die der Batterie, da das Elektrolytvolumen und die spezifische Dichte je nach Batterietyp unterschiedlich sind. So wird vermieden, daß zu viel Elektrolytflüssigkeit in die Batterie kommt, wodurch die Lebensdauer der Batterie verkürzt und die Leistung der Batterie verschlechtert wird.
Vergewissern Sie sich, daß die Abdichtfolie nicht abgeblättert, eingerissen oder durchlöchert ist. Die Batterie auf eine ebene Fläche setzen. Die Abdichtfolie [A] entfernen. VORSICHT Die Abdichtfolie erst unmittelbar vor Verwendung von den Einfüllöffnungen [B] abnehmen. ANMERKUNG
Wenn die Abdichtfolie abgeblättert, eingerissen oder durchlöchert ist, muß die Batterie aufgeladen werden (Erstladung). Den Elektrolytbehälter aus dem Kunststoffbeutel nehmen. Den Streifen mit den Kappen [A] von dem Behälter abnehmen. ANMERKUNG
Den Streifen mit den Kappen nicht wegwerfen, da er später als Verschlußstopfen gebraucht wird. Die abgedichteten Flächen [B] nicht zurückziehen oder durchstechen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-19 Batterie
Den Elektrolytbehälter so mit der Oberseite nach unten halten, daß die sechs abgedichteten Flächen auf den sechs Einfüllöffnungen der Batterie sitzen. Den Behälter so kräftig nach unten drücken, daß die Abdichtungen brechen. Jetzt sollte die Elektrolytflüssigkeit in die Batterie laufen. ANMERKUNG
Den Behälter nicht schräg halten, damit das Auslaufen nicht unterbrochen wird. Vergewissern Sie sich, daß aus allen sechs Einfüllöffnungen Luftblasen aufsteigen [A]. Den Behälter in dieser Lage 5 Minuten oder länger lassen. ANMERKUNG
Wenn aus einer Einfüllöffnung keine Luftblasen aufsteigen, zwei oder dreimal auf die Unterseite der Flasche schlagen [B]. Auf keinen Fall den Behälter von der Batterie abnehmen. VORSICHT Die Elektrolytflüssigkeit in die Batterie füllen, bis der Behälter vollständig leer ist.
Vergewissern Sie sich, daß die Elektrolytflüssigkeit komplett ausgelaufen ist. Klopfen Sie wie vorstehend auf den Boden, wenn noch Elektrolytflüssigkeit im Behälter geblieben ist. Jetzt den Behälter vorsichtig aus der Batterie ziehen. Die Batterie 20 Minuten stehen lassen. In dieser Zeit dringt die Elektrolytflüssigkeit in die Spezialseparatoren ein und das durch die chemische Reaktion erzeugte Gas entweicht. Den Streifen mit den Kappen [A] fest in die Einfüllöffnungen einsetzen, bis der Streifen mit der Oberkante der Batterie bündig ist. ANMERKUNG
Keinen Hammer verwenden. Den Streifen mit zwei Händen gleichmäßig nach unten drücken. VORSICHT Wenn Sie den Streifen mit den Kappen nach dem Füllen der Batterie einmal aufgesetzt haben, dürfen Sie ihn nie wieder abnehmen und auch weder Wasser noch Elektrolytflüssigkeit nachfüllen. Erstladung Normalerweise kann eine wartungsfreie Batterie schon nach dem Einfüllen der Elektrolytflüssigkeit verwendet werden. In den in der nachstehenden Tabelle angegebenen Fällen kann es jedoch vorkommen, daß die Batteriekapazität für die Betätigung des Anlassers nicht ausreicht. In einem solchen Falle ist dann eine Erstladung erforderlich. Wenn eine Batterie 10 Minuten nach dem Einfüllen jedoch eine Polspannung von 12,5 V oder mehr bei Messung mit einem digitalen Voltmeter hat, ist keine Erstladung erforderlich. ANMERKUNG Verwenden Sie für das Messen der Polspannung ein digitales Voltmeter, welches die Spannung auf eine Dezimalstelle genau anzeigt. Bedingungen, die eine Erstladung erfordern Lademethode
Bei niedrigen Temperaturen (unter 0 ° C) 1,8 A x 2 – 3 Stunden Batterie wurde bei hohen Temperaturen und Feuchtigkeit gelagert. Abdichtung entfernt oder gebrochen – abgeblättert, eingerissen oder durchlöchert. 1,8 A x 15 – 20 Stunden Batterie 2 Jahre alt oder älter. Das Herstellungsdatum ist an der Batterieoberseite aufgedruckt.
Beispiel: Tag Monat Jahr Herstellungsort Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-20 Batterie Vorbemerkungen
1) Kein Nachfüllen erforderlich.
Bei normaler Verwendung ist während der ganzen Lebensdauer der Batterie kein Nachfüllen erforderlich. Gewaltsames Entfernen der Dichtstopfen für das Nachfüllen von Wasser ist sehr gefährlich und muß unterlassen werden.
Wenn der Motor nicht anspringt, der Klang der Hupe schwach ist oder wenn Lampen nur schwach aufleuchten, ist dies ein Hinweis dafür, daß die Batterie entladen ist. In solchen Fällen muß die Batterie dann 5 – 10 Stunden mit dem in den Technischen Daten angegebenen Ladestrom aufgeladen werden (siehe Abschnitt Elektrik). Wenn sich eine Schnellladung nicht vermeiden läßt, müssen der auf der Batterie angegebene maximale Ladestrom und die Ladezeiten genau eingehalten werden. VORSICHT Die Batterie ist so ausgelegt, daß sie nicht ungewöhnlich altert, wenn das Nachladen gemäß der vorstehend beschriebenen Methode erfolgt. Die Batterieleistung kann sich jedoch deutlich verringern, wenn die vorstehenden Bedingungen nicht eingehalten werden. Beim Nachladen nie die Dichtstopfen entfernen. Sollte bei einer Überladung zuviel Gas erzeugt werden, gewährleistet das Sicherheitsventil die Sicherheit der Batterie.
3) Das Motorrad wurde monatelang nicht gefahren.
Vor einer Stillegung sollte die Batterie aufgeladen und das Minuskabel abgeklemmt werden. Die Batterie ist bei Stillegung monatlich einmal nachzuladen.
4) Batterielebensdauer.
Wenn die Batterie auch nach mehreren Nachladungen den Motor nicht startet, hat sie ihre Lebensdauer überschritten. In diesen Fällen ist die Batterie zu ersetzen. (Voraussetzung ist allerdings, daß das Anlassersystem in Ordnung ist). ACHTUNG Da die Batterie eine explosive Mischung aus Wasserstoff und Sauerstoffgasen abgibt, ist sie während des Ladens von Funken und offenem Feuer fernzuhalten. Wenn Sie ein Batterieladegerät verwenden, schließen Sie die Batterie an das Ladegerät an, bevor Sie das Ladegerät einschalten. Auf diese Weise vermeiden Sie Funkenbildung an den Batteriepolen, wodurch sich Batteriegase entzünden könnten. Halten Sie die Batterie von offenem Feuer fern; die Anschlüsse sollten nicht gelockert werden. Die Elektrolytflüssigkeit enthält Schwefelsäure. Achten Sie darauf, daß keine Flüssigkeit auf Ihre Haut oder in Ihre Augen kommt. Gegebenenfalls mit viel Wasser abwaschen und in schweren Fällen einen Arzt aufsuchen. Austauschbarkeit mit gewöhnlichen Batterien Eine wartungsfreie Batterie kann nur in Verbindung mit der entsprechenden Elektroanlage ihre volle Leistung bringen. Daher sollte eine wartungsfreie Batterie nur in einem Motorrad verwendet werden, welches schon ursprünglich mit einer solchen Batterie ausgerüstet ist. Wenn eine wartungsfreie Batterie in ein Motorrad eingebaut wird, welches als Originalausrüstung eine gewöhnliche Batterie hat, verkürzt sich die Lebensdauer der Batterie. Prüfen der Ladebedingungen ¡ Der Zustand der Batterie kann durch Messen der Klemmenspannung mit einem digitalen Voltmeter [A] geprüft werden.
- Den Sitzbank abnehmen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell).
- Die Batteriekabel abklemmen. VORSICHT Denken Sie daran, daß das Massekabel zuerst abgeklemmt werden muß.
- Die Klemmenspannung messen. ANMERKUNG
Verwenden Sie ein digitales Voltmeter, welches die Spannung auf eine Dezimalstelle genau anzeigt. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-21 Batterie ★ Wenn 12,6 V oder mehr angezeigt werden, ist keine Aufladung erforderlich, wenn die Anzeige allerdings unter dem vorgeschriebenen Wert liegt, muß die Batterie aufgeladen werden. Batteriepolspannung: Normalwert: 12,6 V oder mehr Batteriespannung (V) [A] Batterieladung (%) [B] Aufladen erforderlich [C] Gut [D] Aufladen
- Die Batterie [A] ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Batterie gemäß Klemmenspannung nach folgender Methode aufladen: ACHTUNG Es handelt sich bei dieser Batterie um eine geschlossene Ausführung. Auch beim Laden dürfen die Dichtkappen [B] nicht entfernt werden. Ebenfalls darf kein Wasser nachgefüllt werden. Die nachstehend angegebenen Stromstärken und Zeiten sind zu beachten. Klemmenspannung: Normalladung Schnellladung 11,5 – weniger als 12,5 V 1,8 A x 5 - 10 h (siehe nebenstehendes Diagramm) 9,0 A x 1,0 h VORSICHT Schnelladung nach Möglichkeit vermeiden. Wenn eine Schnelladung unumgänglich ist, muß die Normalladung später nachgeholt werden. Klemmenspannung: Lademethode: weniger als 11,5 V 1,8 A x 20 h Ladezeit (h) Batterieklemmenspannung (V) ANMERKUNG
Den Ladestrom auf maximal 25 V steigern, wenn zu Beginn kein Strom fließt. Dann weitere fünf Minuten mit dieser erhöhten Spannung laden und kontrollieren, ob die Batterie Strom annimmt. Wenn dies der Fall ist, den Ladestrom absenken und den normalen Ladevorgang fortsetzen, wie auf dem Batteriegehäuse beschrieben ist. Wenn trotz der höheren Spannung nach fünf Minuten immer noch kein Strom fließt, muß die Batterie erneuert werden. Batterie [A] Batterieladegerät [B] Normalwert [C] Die Spannung so regulieren, daß nach fünf Minuten [D] der Normalwert erreicht ist. Nach dem Aufladen den Ladezustand der Batterie prüfen. Die Batterie nach dem Aufladen 30 Minuten stehen lassen und dann die Klemmenspannung gemäß nachstehender Tabelle kontrollieren. Kriterien Beurteilung 12,8 V oder höher gut 12,0 bis unter 12,7 V Ladung unzureichend → Aufladen. Unter 12,0 V Unbrauchbar → Auswechseln. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-22 Ladesystem Ausbau des Lichtmaschinen-Außendeckels
- Folgende Teile entfernen (Linke Seitenansicht): Linke vordere Fußraste [A] (siehe Abschnitt Kurbelwelle/ Getriebe). Fußschalthebel [B] (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe)
Die Schrauben [A] entfernen und den Lichtmaschinena-Außendeckel [B] abnehmen. Einbau des Lichtmaschinen-Außendeckels
- Zuerst die Oberkante [A] des Lichtmaschinen-Außendeckels unter die linken Kurbelgehäuserippen [B] einsetzen. So wird vermieden, daß die Rippen beschädigt werden.
- Seifenlösung oder Gummischmiermittel auf die Schrauben [C] des Lichtmaschinenaußendeckels auftragen, damit diese sich leicht einbauen lassen. Dann die Schrauben festziehen. Anziehmoment – Schrauben für Lichtmaschinen-Außendeckel: 6,9 Nm (0,7 mkp) Vorn [D]
- Die Fußschalthebel einbauen (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe). Aus- und Einbau des Lichtmaschinendeckels
- Folgende Teile entfernen: Linke vordere Fußraste (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe) Fußschalthebel (siehe Abschnitt Kurbelwelle/Getriebe)
- Die Lichtmaschinen-Außendeckel entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Den Steckverbinder der Impulsgeber [A] und den Steckverbinder der Lichtmaschine [B] abziehen.
Die Schrauben [A] lösen und den Lichtmaschinendeckel [B] abnehmen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-23 Ladesystem
Die alte Dichtung entsorgen und eine neue Dichtung einbauen. Silikondichtstoff auf den Bereich [A] der Impulsgeberleitungstülle [B] auftragen. Tülle [C] für Statorleitung Dichtstoff –
Kawasaki Bond (Silikondichtstoff): 56019-120 Die Deckelschrauben festziehen. Anziehmoment – Schrauben für Lichtmaschinendeckel: 11 Nm (1,1 mkp) Zusammenbau des Lichtmaschinendeckels Die Fettdichtung [A] der einzelnen Schaltwellen so einbauen, daß die Lippe [B] zur Innenseite des Lichtmaschinendeckels [C] zeigt und bis die Dichtungsseite bündig mit dem Ende der Bohrung ist [D].
- Ein wenig Hochtemperaturfett auf die Dichtlippen auftragen.
Ausbau des Lichtmaschinen-Innendeckels
- Mit dem Heber [A] und der Zusatzeinrichtung [B] das Vorder- und Hinterrad ein wenig vom Boden abheben. Rahmenrohrrippe [C] Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398
Das Motoröl ablassen (siehe Abschnitt Motorschmiersystem). Folgende Teile entfernen: Benzintank (siehe Kraftstoffsystem) Linke Zündspule (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Lichtmaschinen-Außendeckel und Lichtmaschinendeckel (siehe Angaben in diesem Abschnitt) Lichtmaschinen-Steckverbinder Die Muttern der vorderen und hinteren Auspuffrohrhalterung und beide Schrauben der Kammer lösen. Das Vorderteil der Motorunterseite [A] mit einem handelsüblichen Heber [B] abstützen und die vordere Motorbefestigungsschraube [C] entfernen. Die hintere Motorbefestigungsschraube [D] lösen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-24 Ladesystem
Das Vorderteil des Motors mit einem Heber anheben [A] bis der untere Teil des Lichtmaschineninnendeckels im unteren Rahmen [B] frei ist. ANMERKUNG
Die Kardanwelle so drehen, daß der Motor möglichst hoch angehoben werden kann. Die Schrauben [C] herausdrehen und den Lichtmaschinen-Innendeckel [D] abnehmen. Einbau des Lichtmaschinen-Innendeckels Die Dichtung erneuern. Den Lichtmaschinen-Innendeckel einbauen. Anziehmoment – Schrauben für Lichtmaschinen-Innendeckel: 11 Nm (1,1 mkp)
Den Motor in seine ursprüngliche Lage bringen und die Motorbefestigungsschrauben festziehen. Anziehmoment – Motorbefestigungsschrauben und Mutter: 44 Nm (4,5 mkp) Die ausgebauten Teile einbauen. Ausbau des Lichtmaschinenrotors Den Lichtmaschineninnendeckel entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Den Lichtmaschinenrotor [A] mit dem Rotorhaltewerkzeug [B] festhalten und die Rotorschraube [C] entfernen.
Spezialwerkzeug – Rotorhaltewerkzeug: 57001-1410
Lichtmaschinenrotor, Unterlegscheibe und Sperrklinke von der Kurbelwelle abnehmen. Einbau des Lichtmaschinenrotors Das linke Ausgleichszahnrad [A] montieren. Die Kurbelwelle im Gegenuhrzeigersinn [B] drehen und den Ausrichtzahn [C] auf die Mitte der Kurbelgehäuserippe [D] ausrichten. So kommt der vordere Kolben in OT-Stellung
Den Lichtmaschinenrotor [A] einbauen und dabei die Ausrichtaussparung [B] der Keilverzahnung auf den Ausrichtzahn [C] setzen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-25 Ladesystem
Während der vordere Kolben in OT-Stellung bleibt, muß die (kürzere) Markierung am Ausgleichszahnrad auf die Lichtmaschinenmarkierung (Linienmarkierung) [A] ausgerichtet werden. Obere Markierung für hinteren Kolben [B] (längere Markierung) Obere Markierung für vorderen Kolben [C] (längere Markierung) MoS2 Öl auf das Gewinde der Rotorschraube und auf beide Seiten der Unterlegscheibe auftragen. MoS2 Öl ist eine Mischung aus Motoröl und MoS2 Fett in einem Gewichtsverhältnis von 10:1. Die Lichtmaschinenrotorschraube mit dem vorgeschriebenen Drehmoment festziehen. Anziehmoment Lichtmaschinenrotorschraube: 78 Nm (8,0 mkp) Einbauen: Lichtinnenmaschinendeckel montieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Ausbau des Lichtmaschinenstators
- Den Lichtmaschinendeckel entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Halterung [A] der Impulsgeberleitung entfernen.
- Die Impulsgeber [B] vom Lichtmaschinendeckel entfernen.
- Die Halterung der Statorleitung entfernen [C].
- Die Schrauben [D] herausdrehen und den Stator [E] vom Lichtmaschinendeckel [F] entfernen. Einbau des Lichtmaschinenstators Den Stator [A] mit den Y-Leitungen auf den Lichtmaschinendeckel [B] montieren. Sicherungslack – Schrauben für Lichtmaschinenstator Anziehmoment – Schrauben für Lichtmaschinenstator: 13 Nm (1,3 mkp)
- Den Halter der Statorleitung [C] montieren und die Schraube [D] festziehen.: Sicherungslack – Schrauben für Halterung der Statorleitung Anziehmoment – Schraube für Halterung der Statorleitung: 9,8 Nm (1,0 mkp)
Die Dämpfer [A] und die Halterungen der Impulsgeber [B] an die Impulsgeber [C] montieren. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-26 Ladesystem
Die Impulsgeberspulen gemäß Abbildung einbauen: Impulsgeberspule [A] mit kürzeren Leitungen (BK und BK/Y) für #1 (vorn) Impulsgeberspule [B] mit längeren Leitungen (BK/W und BK/R) für #2 (hinten) Anziehmoment – Impulsgeberschrauben: 2,9 Nm (0,30 mkp)
Die längeren Impulsgeberleitungen oberhalb der kürzeren Impulsgeberleitungen über die Lichtmaschinenleitungen führen. Sicherungslack – Halteschraube für Impulsgeberleitungen Anziehmoment – Halteschraube für Impulsgeberleitungen: 9,8 Nm (1,0 mkp)
Silikondichtstoff gemäß Abbildung auf die Seiten der Tüllen [H] auftragen und die Tüllen in die Aussparung im Lichtmaschinendeckel einsetzen. Zuerst die Tülle [C] für die Lichtmaschinenleitungen und dann die Tülle [D] für die Impulsgeberleitungen mit der runden Markierung [E] nach oben einbauen. Außerhalb des Lichtmaschinendeckels an den Lichtmaschinenleitungen und den Impulsgeberleitungen [G] ziehen [F] und den Durchhang der Leitungen im Deckel möglichst verringern, damit sie nicht mit dem Rotor in Berührung kommen können. Silikondichtstoff auf die Auflagefläche [I] der Tülle auftragen. Prüfen der Ladespannung
- Den Zustand der Batterie kontrollieren.
- Den Motor warmlaufen lassen, damit die Lichtmaschine unter tatsächlichen Bedingungen arbeitet.
- Den Vordersitz abnehmen (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell).
- Kontrollieren, ob die Zündung ausgeschaltet ist und den Handtester gemäß Tabelle an die Batterie anschließen. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 Regler/Gleichrichter-Ausgangsspannung Instrument 25 V Gleichspannung Anschlüsse Anzeige Instrument (+) an Instrument (-) an bei 3.000 min-1 Batterie (+) Batterie (-) 14 – 15 V
Den Motor starten und die Spannungsanzeigen bei verschiedenen Motordrehzahlen und bei eingeschaltetem und dann ausgeschaltetem Scheinwerfer ablesen. Bei niedriger Motordrehzahl sollte ungefähr Batteriespannung angezeigt werden und wenn sich die Motordrehzahl erhöht, sollten auch die Anzeigewerte steigen. Sie müssen aber unter dem vorgeschriebenen Höchstwerten bleiben.
- Die Zündung ausschalten und den Handtester abklemmen. ★ Wenn die Ladespannung zwischen den in der Tabelle angegebenen Werten bleibt, arbeitet das Ladesystem normal. ★ Wenn die Ausgangsspannung viel höher ist als in der Tabelle angegeben, ist der Regler/Gleichrichter defekt oder die Leitungen sind lose oder unterbrochen. ★ Wenn die Batteriespannung mit steigender Motordrehzahl nicht ansteigt, ist der Regler/Gleichrichter defekt oder die Lichtmaschinenleistung ist unzureichend. Lichtmaschine und Regler/Gleichrichter kontrollieren um festzustellen, welches Teil fehlerhaft ist. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-27 Ladesystem Prüfen der Lichtmaschine Bei einer defekten Lichtmaschine können drei Arten von Störungen vorliegen: Kurzschluß, Unterbrechung (durchgebrannte Wicklung) und Ausfall des Magnetfelds im Rotor. Sowohl bei Kurzschluß als auch bei Unterbrechung ist die Spannung zu niedrig oder überhaupt nicht vorhanden. Ein Ausfall des Rotormechanismus kann dadurch verursacht werden, daß die Lichtmaschine auf eine harte Fläche fällt oder einen Schlag bekommt, in der Nähe eines elektromagnetischen Feldes ist oder einfach nur gealtert ist. In diesen Fällen ist die Spannung ebenfalls zu niedrig.
- Die Lichtmaschinen-Ausgangsspannung wie folgt kontrollieren: ¡ Den Lichtmaschinen-Außendeckel entfernen und den Steckverbinder der äußeren Lichtmaschine [A] abziehen. ¡ Den Handtester gemäß Abbildung an den Steckverbinder anschließen. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 ¡ Den Motor starten. ¡ Den Motor mit 3000 Umdrehungen pro Minute laufen lassen. ¡ Die Spannungsanzeigen ablesen. Lichtmaschinen-Ausgangsspannung Instrument 250 V Wechselstrom Anschlüsse Anzeige Instrument (+) an Instrument (-) an bei 3.000 min-1 Eine gelbe Leitung Eine andere gelbe Leitung
★ Wenn die in der Tabelle angegebene Spannung angezeigt wird,
arbeitet die Lichtmaschine einwandfrei und der Regler/Gleichrichter ist beschädigt. Eine wesentlich niedrigere Anzeige weist darauf hin, daß die Lichtmaschine defekt ist. Den Test mit den anderen gelben Leitungen wiederholen. Handtester [A] Den Widerstand der Statorspule wie folgt kontrollieren: Den Motor abschalten. Den Handtester [A] gemäß Tabelle anschließen. Die Widerstandsanzeigen ablesen. Widerstand der Statorspule Instrument x1Ω Anschlüsse Instrument (+) an Instrument (-) an Eine gelbe Leitung Eine andere gelbe Leitung Anzeige 0,33 – 0,49 Ω ★ Wenn die Spannung höher ist als in der Tabelle angegeben oder wenn bei zwei beliebigen Leitungen überhaupt keine Anzeige erfolgt (unendlich), ist die Statorleistung unterbrochen; der Stator muß dann erneuert werden. Wenn der Widerstand wesentlich niedriger ist, hat der Stator einen Kurzschluß; er muß dann ebenfalls ausgewechselt werden.
- Den Handtester auf den höchsten Widerstandsbereich schalten und den Widerstand zwischen den einzelnen gelben Leitungen und Masse prüfen. ★ Bei einer Anzeige von weniger als unendlich (∞) liegt ein Kurzschluß vor. der Stator muß dann ausgewechselt werden. ★ Wenn die Statorspulen normale Widerstandswerte aufweisen, bei der Überprüfung der Spannungen jedoch ein Lichtmaschinenschaden angezeigt wird, sind wahrscheinlich die Rotormagnete zu schwach. Der Rotor muß dann ausgewechselt werden. ¡ Den Test für die anderen gelben Leitungen wiederholen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-28 Ladesystem Ausbau des Reglers/Gleichrichters
- Den Lichtmaschinen-Außendeckel entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt)
- Die Regler/Gleichrichter-Steckverbinder [A] abziehen.
- Die Deckelschrauben [B] entfernen und den Deckel des Reglers/ Gleichrichters [C] abnehmen.
- Die Regler/Gleichrichterleitung [D] aus der Befestigungsschelle [E] entfernen.
Die Befestigungsschelle [A] mit einem Schraubendreher [B] öffnen. Die Regler/Gleichrichter-Befestigungsschrauben [A] entfernen und den Regler/Gleichrichter [B] abnehmen. Prüfen des Reglers/Gleichrichters Den Lichtmaschinenaußendeckel entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Steckverbinder für den Regler/Gleichrichter [A] und die Lichtmaschine [B] ausziehen.
- Den Handtester auf den Bereich x 1 kΩ schalten und die in der Tabelle angegebenen Messungen durchführen.
Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394
Den Handtester an den Regler/Gleichrichter anschließen. ★ Den Regler/Gleichrichter erneuern, wenn nicht die vorgeschriebe- nen Werte angezeigt werden. VORSICHT Bei diesen Test nur den Handtester 57001-1394 verwenden. Bei anderen Meßgeräten können unterschiedliche Werte angezeigt werden. Wenn ein Megohmmeter oder ein Gerät mit einer starken Batterie verwendet werden, kann der Regler/ Gleichrichter beschädigt werden. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-29 Ladesystem Widerstand des Reglers/Gleichrichters Maßeinheit: kΩ Ansschlüsse der Testerplusleitung (+)
(-)*: Anschluß der Testerminusleitung (-) Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-30 Ladesystem Ladesystem
Lichtmaschine Regler/Gleichrichter Zündschloß Verbraucher Kawasaki
30A Hauptsicherung Anlasserrelais Wartungsfreie Batterie 12 V 18 Ah Scheinwerferrelais im Verteilerkasten (AU, CA und US) VN1500-P1 Elektrik 16-31 Ladesystem Schaltbild für Zündsystem #1: Für vorderen Zylinder #2: Für hinteren Zylinder
Zündschloß Zündunterbrecher Anlasserknopf Zündkerzen Zündspule #1 Zündspule #2 Winkelsensor (DFI) Verteilerkasten Kawasaki Sicherung für Zündung 10 A Drosselklappensensor (DFI) Hauptsicherung 30 A MF Batterie ECU (DFI) Impulsgeber #2 Impulsgeber #1 Leerlaufschalter
Anlaßsperrschalter Seitenständerschalter Sperrdioden Anlasserstromkreisrelais 15A DFI-Hauptsicherung ECU-Hauptrelais VN1500-P1 Elektrik 16-32 Zündsystem Fehlersuchanleitung Fehlerhafte Zündung (Motorstörungen) Nicht gut Prüfen der Leitungen und Steckverbinder im Zündsystem Reparieren oder erneuern Gut Nicht gut Prüfen der Zündkerzen Erneuern Gut Nicht gut Prüfen der Zündkerzenstecker Erneuern Nein Gut Prüfen der Zündspulen-Primärhöchstspannung Gut Nicht gut Spannung liegt unter dem vorgeschriebenen Wert. Nicht gut Spannung ist i. o. Spannung gleich Null oder fast Null. Messen der Spitzenspannung wird fünfmal oder öfter wiederholt
Zündspule fehlerhaft Erneuern Schlechte Teile erneuern Nicht gut Prüfen:
ist falsch oder Adapter fehlerhaft.
4. ImpulsgeberHöchststpannung
1. Niedriger Widerstand in
einem Tester. (Kawasaki Handtester verwenden)
3. ImpulsgeberHöchstspannung
Gut Gut ECU fehlerhaft. Nicht gut Schlechte Teile erneuern oder mit dem KAWASAKI Handtester durchführen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-33 Zündsystem ACHTUNG Im Zündsystem wird eine außerordentlich hohe Spannung erzeugt. Achten Sie darauf, daß die Zündkerzen, Zündspulen und Zündkabel bei laufendem Motor nicht berührt werden, damit Sie keinen extrem hohen Schlag bekommen. VORSICHT Klemmen Sie die Batteriekabel oder andere elektrische Anschlüsse nicht bei eingeschalteter Zündung oder laufendem Motor ab. So verhindern Sie Beschädigungen am IC-Zünder in der DFI. Die Batterie nicht verkehrt gepolt einbauen. Die negative Seite liegt an Masse. Auf diese Weise sollen Schäden am IC-Zünder in der DFI und an den Dioden vermieden werden. Ausbau der Zündspulen
- Den Benzintank abnehmen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem)
- Die Befestigungsmuttern entfernen [A].
- Die Hochspannungskabel [B] von den Zündkerzen abziehen.
Die Steckverbinder [A] der linken Schaltarmatur ausziehen.
Die Primärleitungen [A] abklemmen)
Die Befestigungsmuttern [A] abschrauben und die Halterung des Steckverbinders [B] entfernen. Die Zündspule #1 gemäß Abbildung herausnehmen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-34 Zündsystem
Die Steckverbinder [A] für rechte Schaltarmatur, Kühlgebläse und Hinterrad-Bremslichtschalter ausziehen. Die Befestigungsmuttern [B] abschrauben und die Halterung [C] des Steckverbinders entfernen. Die Zündspule #2 herausnehmen. Die Primärleitungen abklemmen. Einbau der Zündspulen Die Primärleitungen an die Anschlußklemmen anschließen und die Hochspannungskabel gemäß den Angaben für das Verlegen von Betätigungszügen, Leitungen und Schläuchen im Abschnitt Allgemeine Informationen verlegen.
Prüfen der Zündspulen Die Zündspulen ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Zur Feststellung des Zustands der Zündspulen [B] die Funkenlänge mit einem handelsüblichen Spulentester [A] messen.
- Die Zündspule gemäß den Angaben des Herstellers an den Tester anschließen (den Zündkerzenstecker am Zündkabel nicht abnehmen) und die Funkenlänge messen.
Funkenlänge: Normalwert: 6 mm oder mehr ACHTUNG Spule oder Leitung nicht berühren, damit Sie keinen extrem hohen Schlag bekommen. ★ Wenn die Funkenlänge unter dem vorgeschriebenen Wert liegt, sind Zündspule oder Zündkerzenstecker defekt. Um festzustellen, welches Teil schadhaft ist, muß die Funkenlänge mit abgezogenen Zündkerzensteckern (die Stecker im Gegenuhrzeigersinn abschrauben) nochmals gemessen werden. ★ Wenn die Funkenlänge wie vorher unter dem normalen Wert liegt, ist die Störung in der Zündspule zu suchen. Wenn die Funkenlänge jetzt normal ist, kommt die Störung von den Zündkerzensteckern. ★ Falls kein Zündspulentester vorhanden ist, kann die Zündspule mit dem Handtester (Spezialwerkzeug) auf Unterbrechung und Kurzschluß geprüft werden.
Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 ANMERKUNG
Mit dem Handtester können jedoch keine Windungsschlüsse und keine Durchschläge bei hohen Spannungen festgestellt werden. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-35 Zündsystem
Den Widerstand der Primärwicklung wie folgt messen: Den Handtester an die Spulenklemmen anschließen. ¡ Den Tester auf den Bereich x 1 Ω schalten und den angezeigten Wert ablesen.
- Den Widerstand der Sekundärwicklung wie folgt messen: ¡ Die Zündkerzenstecker im Gegenuhrzeigersinn abschrauben. ¡ Den Tester an die Zündkabel anschließen. ¡ Den Tester auf den Bereich x 1 kΩ anschließen und die Anzeige ablesen. Messen des Primärwicklungswiderstandes [A] Messen des Sekundärwicklungswiderstandes [B] Zündspule [C]
Widerstand der Zündspulenwicklungen Primärwicklungen: 1,9 – 2,9 Ω (x 1 Ω) Sekundärwicklungen:
★ Wenn der Tester nicht die vorgeschriebenen Werte anzeigt, ist die
Zündspule zu erneuern. Den Zündkerzenstecker im Uhrzeigersinn aufschrauben. Ausbau der Zündkerzen Die Zündkerzenstecker entfernen. Die Zündkerzen mit dem 18 mm Zündkerzenschlüssel ausbauen.
Spezialwerkzeug – Zündkerzenschlüssel, 18er Sechskant: 57001-1024 Einbau der Zündkerzen
- Die Zündkerze senkrecht in die Zündkerzenschlüssel [A] stecken und in die Zündkerzenbohrung einsetzen.
- Die Zündkerzen festziehen. Spezialwerkzeug – Zündkerzenschlüssel, 18er Sechskant: 57001-1024 Anziehmoment – Zündkerzen: 18 Nm (1,8 mkp)
Die Zündkerzenstecker gut aufstecken. Reinigen/Prüfen der Zündkerzen Siehe Reinigen/Prüfen der Zündkerzen im Abschnitt Regelmäßige Wartung.
Zündspulen-Primärhöchstspannung ANMERKUNG
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Den Benzintank abnehmen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). Die Zündkerzenstecker entfernen, die Zündkerzen jedoch nicht ausbauen. Neue Zündkerzen in die Zündkerzenstecker einsetzen und am Motor erden. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-36 Zündsystem
Einen handelsüblichen Höchstpannungsadapter [A] in den Handtester [B] einbauen. Den Adapter zwischen Zündspulen-Primärleitungsanschluß und Motormasse anschließen, wobei die Primärleitung angeschlossen bleibt. Empfohlenes Werkzeug: Höchstspannungsadapter Typ:
Den Hauptkabelbaum und den Kühlflüssigkeitsschlauch anheben und die Adaptersonde in die Anschlußklemme der Primärleitung [C] einsetzen. ECU [D] Batterie [E) Zündspule [F] Neue Zündkerzen [G] Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 Handtesterbereich: x 1000 V Gleichspannung Primärleitungsanschlüsse: Vordere Zündspule: Hintere Zündspule: Adapter (R, +)
Adapter (BK, -) Masse Masse ACHTUNG Zündkerzen oder Testeranschlüsse nicht berühren, damit Sie keinen extrem hohem Schlag bekommen.
Zündschloß und Zündunterbrecher auf ON drehen. Den Anlasserknopf drücken, den Motor im Leerlauf 4 – 5 Sekunden laufen lassen und die Primärhöchstspannung messen. Diese Messung fünfmal oder öfter für eine Zündspule durchführen. Zündspulen-Primärhöchstspannung Normalwert: Vorn: 208 V oder mehr Hinten: 192 V oder mehr
Diesen Test für die andere Zündspule wiederholen. ★ Wenn die Anzeige unter dem vorgeschriebenen Wert ist, sind fol- gende Teile zu überprüfen: Zündspulen (siehe Prüfen der Zündspule) Impulsgeberspulen (siehe Prüfen der Impulsgeberspulen) ★ Wenn Zündspulen und Impulsgeber in Ordnung sind, ist die ECU zu prüfen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). Ausbau der Impulsgeber Den Lichtmaschinendeckel [A] entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Schraube der Halterung [B] herausdrehen und den Halter der Impulsgeberleitung [C] abnehmen.
- Die Schrauben herausdrehen und die Impulsgeberspulen [D] mit der Tülle [E] abnehmen.
Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-37 Zündsystem Einbau der Impulsgeber ¡ Siehe Einbau des Lichtmaschinenstators in diesem Abschnitt. Prüfen der Impulsgeber Die Lichtmaschinenaußendeckel entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Zündkerzenstecker entfernen, die Zündkerzen jedoch nicht ausbauen.
- Den Steckverbinder [A] der Impulsgeberleitung ausziehen.
Einen handelsüblichen Höchstspannungsadapter [A] an den Handtester [B] anschließen. Empfohlenes Werkzeug: Höchstspannungsadapter Typ:
Fabrikat: KOWA SEIKI Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394
Die Adaptersonden gemäß Abbildung in den Steckverbinder [C] der Impulsgeberspule [D] einsetzen. Anschlüsse: Adapter (R, +) Vordere Zündspule BK/Y Hintere Zündspule BK/R Adapter (BK, -)
Vergewissern Sie sich, daß die Batterie voll geladen ist. Handtesterbereich:
x 10 V Gleichspannung Zündschlüssel und Zündunterbrecher auf ON drehen. Den Anlasserknopf drücken, den Motor 4 – 5 Sekunden im Leerlauf laufen lassen und die ImpulsgeberspulenSpitzenspannung messen. Die Messung fünfmal oder öfter für eine Impulsgeberspule wiederholen. Diesen Test für die andere Impulsgeberspule wiederholen. Impulsgeberspulen-Höchstspannung Normalwert: Vorn: 2,2 V oder mehr Hinten: 2,0 V oder mehr ★ Wenn die Anzeige unter dem vorgeschriebenen Wert liegt, ist die Impulsgeberspule zu erneuern. ★ Die ECU überprüfen, wenn die Anzeige normal ist (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). ★ Wenn kein Höchstspannungsadapter zur Verfügung steht, kann die Spule auch mit dem Handtester (Spezial- werkzeug) auf Unterbrechung oder Kurzschluß der Wicklungen geprüft werden. ANMERKUNG
Die Verwendung des Höchstspannungsadapters ist eine zuverlässigere Art, den Zustand der Impulsgeberspule zu bestimmen, als die Messung des Impulsgeberwiderstands. Den Steckverbinder der Impulsgeberspule ausziehen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-38 Zündsystem
Den Handtester [A] auf den Bereich x 100 Ω Schalten und an den Steckverbinder [B] der Impulsgeberleitung anschließen. Anschlüsse: Vordere Impulsgeberspule: Hintere Impulsgeberspule: Anschlüsse des Testers BK/Y ← → BK BK/R ← → BK/W ★ Wenn der Widerstand über dem vorgeschriebenen Wert liegt, hat die Spule eine Unterbrechung und muß erneuert werden. Ein wesentlich niedrigerer Widerstand bedeutet, daß die Spule einen Kurzschluß hat, sie muß dann ebenfalls erneuert werden. Widerstand der Impulsgeberspule: 380 – 560 Ω
Den Tester auf den höchsten Widerstandsbereich umschalten und den Widerstand zwischen Impulsgeberleitungen und Chassismasse messen. ★ Wenn weniger als unendlich (∞) angezeigt wird, weist dies auf einen Kurzschluß hin und die Impulsgeberspuleneinheit muß dann erneuert werden. Prüfen der Arbeitsweise der Anlaßsperre
- Entfernen: Seitendeckel (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell) ¡ Die Steckverbinder nicht ausziehen.
Die Klemmenspannung der R/W-Leitung im Verteilerkastensteckverbinder [A] wie folgt messen. ¡ Den Tester [B] auf den Bereich 10 V Gleichspannung schalten und an die R/W-Leitung sowie Rahmenmasse [C] anschließen.
Anschluß: Tester (+) Klemme → Tester (-) Klemme → R/W-Leitungsklemme Rahmenmasse Zustand: Getriebe Kupplungshebel Seitenständer
Freigegeben Ausgeklappt
Die Zündung einschalten. Den Spannungswert ablesen. Betriebsspannung der Anlaßsperre Normalwert: 4 V oder mehr ★ Den Seitenständerschalter, den Anlaßsperrschalter, den Gang- stellungsschalter und den Verteilerkasten kontrollieren, wenn die Spannung unter dem Normalwert liegt. ★ Die ECU erneuern, wenn die Teile in Ordnung sind. ★ Den Anlasserknopf drücken, wenn die Spannung normal ist. ¡ Wenn der Anlasserstromkreis normal ist, sollte sich jetzt der Anlasser nicht drehen. ★ Wenn sich der Anlasser dreht, ist die ECU defekt und muß erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-39 Zündsystem
Mit einer Stütze das Hinterrad vom Boden abheben.
- Kontrollieren, ob der Motor einwandfrei abschaltet, wenn folgende Arbeitsabläufe abgeschlossen sind.
- Den Motor unter folgenden Bedingungen laufen lassen. Zustand: Getriebe Kupplung Seitenständer
gezogen eingeklappt oder ausgeklappt Den Kupplungshebel langsam freigeben; der Motor wird abgeschaltet. Den Motor unter folgenden Bedingungen laufen lassen. Zustand: Getriebe Kupplung Seitenständer
freigegeben eingeklappt
Den Seitenständer auf den Boden stellen; der Motor schaltet dann ab. ★ Sollte der Motor aus irgendeinem Grunde nicht abgeschaltet werden, sind Gangstellungsschalter, Anlaßsperrschalter, Seitenständerschalter und Verteilerkasten zu kontrollieren. ★ Die ECU erneuern, wenn alle diese Teile in Ordnung sind. Prüfen des IC-Zünders Der IC-Zünder ist in der ECU angeordnet [A]. Dämpfer [B] Batteriekasten [C] Nut [D] Vorn [E] ¡ Die Angaben für das Prüfen der ECU finden Sie im Abschnitt Kraftstoffsystem.
Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-40 Zündsystem Beginn Fehlersuche im Zündsystem
1) IC-Zünder in der ECU oder Impulsgeber beschädigt.
ECU und Impulsgeber kontrollieren. Sind ECU und Impulsgeberspulen
2) Selbst wenn die vorhergehenden Prüfungen gut sind,
kann ein Fehler vorliegen, der mit dem Handtester nicht ohne weiteres erkannt wird. Nein Beschädigte Teile erneuern
Läuft der Motor immer noch schlecht? Die ECU erneuern. Nein
Nein Teile auswechseln, die im vorstehenden Schritt noch nicht ausgewechselt wurden. Läuft der Motor immer noch schlecht?
Läuft der Motor immer noch schlecht? Impulsgeberspulen erneuern Nein Nein Läuft der Motor immer noch schlecht?
Die Störung kann durch andere Teile im Zündsystem oder durch den Motor selbst verursacht sein.
Ende Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-41 Anlasser Ausbau
- Die Abdeckkappe [A] herausschieben.
- Entfernen: Anlasseranschlußmutter [B] Leitung [C] Anlasserschrauben [D]
Den Anlasser [A] noch links ziehen und ausbauen. VORSICHT Den Anlasser nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Fläche, da er hierbei beschädigt werden kann. Einbau VORSICHT Nicht auf die Anlasserwelle oder das Gehäuse hämmern. Durch Hämmern auf die Welle oder das Gehäuse kann der Anlasser beschädigt werden.
Beim Einbau des Anlassers die Ansätze am Anlasser [A] und am Kurbelgehäuse [B] an den Stellen, an denen der Anlasser geerdet wird, reinigen. Den O-Ring [A] erneuern. Ein wenig Motoröl auf den O-Ring auftragen. Anziehmoment – Anlasserbefestigungsschrauben: 11 Nm (1,1 mkp) Anlasseranschlußmutter: 4,9 Nm (0,50 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-42 Anlasser Zerlegung
- Den Anlasser ausbauen (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Anlasserschrauben [A] herausdrehen, die beiden Abschlußdeckel [B] entfernen und den Anker aus dem Gehäuse ziehen.
Die positiven Kohlebürsten [B] aus den Bürstenhalter [A] herausnehmen. Die Bürstenplatte [C] mit der Bürstenleitung vom Gehäuse abnehmen. Die Klemmenkontermutter [B] abschrauben und den Anschlußbolzen [A] entfernen. Die positive Kohlenbürsten- und Leitungseinheit [C] aus dem Gehäuse ausbauen. ANMERKUNG
Die negativen Kohlebürsten [A] nicht von der Bürstenplatte [B] abmontieren. Zusammenbau Die Federn [A] mit den Kunststoffunterlegscheiben [B] halten und die Bürsten einsetzen. ¡ Die Bürstenleitung in die Nut der Halterung einsetzen.
- Die Lasche [C] auf den Anschlußbolzen [D] ausrichten.
Den Anker [A] zwischen die Bürsten setzen und die KunststoffUnterlegscheiben [B] entfernen. Die Lasche [A] der Bürstenplatte in die Nut des linken Abschlußdeckels [B] einsetzen. Eine dünne Schicht Fett auf die Öldichtung [B] im rechten Abschlußdeckel [A] auftragen. Eine dünne Schicht Fett auf das linke Lager [A] auftragen. Beilagen auf den rechten Abschlußdeckel einpassen. Die Linie am Gehäuse [A] sollte mit der Linie am linken Abschlußdeckel fluchten. Anziehmoment – Anlasserschrauben: 4,9 Nm (0,50 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-44 Anlasser Prüfen der Bürsten
- Die Länge der einzelnen Bürsten [A] messen. ★ Wenn eine Bürste über den Grenzwert hinaus abgenutzt ist, muß die Baugruppe Kohlebürstenhalterung [B] und Anschlußbolzen [C] erneuert werden. Länge der Anlasserkohlebürsten Normalwert: 12 mm Grenzwert: 8,5 mm Reinigen und Prüfen des Kollektors
- Die Kollektoroberfläche [A] erforderlichenfalls mit einem feinen Schmirgeltuch [B] glätten und die Nuten säubern.
Den Durchmesser [A] des Kollektors [B] messen. Den Anlasser erneuern, wenn der Durchmesser des Kollektors unter dem Grenzwert liegt. Kollektordurchmesser Normalwert: Grenzwert: 28 mm 27 mm Prüfen des Ankers Den Handtester auf den Bereich x 1Ω und den Widerstand zwischen jeweils zwei Kollektorsegmenten [A] messen. ★ Wenn der Widerstand sehr hoch oder unendlich (∞) ist, liegt eine Unterbrechung vor und der Anlasser muß erneuert werden.
- Den Handtester auf den höchsten Bereich umschalten und den Widerstand zwischen den Segmenten und der Welle [B] messen. ★ Wenn der Handtester einen Widerstand anzeigt, liegt ein Kurzschluß am Anker vor; der Anlasser muß dann erneuert werden.
Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 ANMERKUNG
Auch wenn bei den obigen Prüfungen keine Störungen am Anker festgestellt werden kann, liegt möglicherweise eine mit dem Handtester nicht feststellbare Beschädigung vor. Wenn sämtliche anderen Teile des Anlassers und das Anlaßschaltkreises in Ordnung sind, der Anlasser sich jedoch nicht oder nur schwerfällig dreht, ist der Anlasser auszuwechseln. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-45 Anlasser Prüfen der Bürsteneinheit
- Den Handtester auf den Bereich x 1 Ω schalten und den Widerstand wie folgt messen: Zwischen Anschlußbolzen und positiven Bürsten [A] Zwischen Bürstenplatte und negativen Bürsten [B] Kunststoff [C] ¡ Die Anzeige sollte 0 sein. ★ Wenn die Anzeige nicht ungefähr 0 Ω ist, hat die Bürstenleitung einer Unterbrechung. Anschlußbolzeneinheit und Bürstenhaltereinheit sind dann zu erneuern. Prüfen der Bürstenplatte und des Anschlußbolzens Den Handtester auf den höchsten Bereich schalten und den Widerstand gemäß Abbildung messen. Zwischen Anschlußbolzen und Bürstenplatte [A] Zwischen Anschlußbolzen und negativen Bürstenhaltern[B] Zwischen Anschlußbolzen und Gehäuse [C] ¡ Die Anzeige sollte unendlich sein (∞ Ω). ★ Wenn eine Anzeige erfolgt, haben Bürstenhaltereinheit und/oder Anschlußbolzeneinheit einen Kurzschluß. Die Bürstenhaltereinheit und die Anschlußbolzeneinheit müssen dann ausgewechselt werden.
Prüfen des Anlasserrelais Die rechten Seitendeckel abmontieren (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell).
- Den Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälter entfernen, dann das Anlasserrelais.
- Den Handtester [A] und die 12 V Batterie [B] gemäß Abbildung an das Anlasserrelais [C] anschließen. ★ Wenn das Relais nicht in der vorgeschriebenen Weise funktioniert, ist es defekt und muß erneuert werden.
Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 Prüfen des Anlasserrelais Testerbereich: x1Ω Kriterien: Wenn Batterie angeschlossen ist → 0 Ω Wenn Batterie abgeklemmt ist → ∞ Ω Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-46 Anlasser Anlasserstromkreis
Zündschloß Zündunterbrecher Anlasserknopf Verteilerkasten Kawasaki
Relais für Anlasserstromkreis Sicherung für Zündsystem 10 A Anlaßsperrschalter Leerlaufschalter
Anlasser Anlasserrelais 30A Hauptsicherung Wartungsfreie Batterie 12 V 18 Ah VN1500-P1 Elektrik 16-47 Beleuchtungsanlage Bei den Modellen für die USA, für Kanada und für Australien ist im Verteilerkasten ein Scheinwerferrelais vorgesehen. Bei diesen Modellen geht der Scheinwerfer nicht an, wenn die Zündung und der Zündunterbrecher zum ersten Mal eingeschaltet werden. Der Scheinwerfer leuchtet auf, wenn der Motor läuft und bleibt auch dann an, wenn der Motor wieder ausgeht. Der Scheinwerfer geht aus, wenn die Zündung ausgeschaltet wird. Er geht ebenfalls aus, wenn der Anlasserknopf betätigt wird. Horizontaleinstellung Den Horizontaleinsteller [A] am Scheinwerfer mit einem Schraubenzieher nach innen oder nach außen drehen, bis der Scheinwerferstrahl geradeaus zeigt. ¡ Wenn der Einsteller im Uhrzeigersinn gedreht wird, wandert der Scheinwerferstrahl nach links.
- Den Vertikaleinsteller [A] im Scheinwerfer mit einem Schraubenzieher nach innen oder außen drehen, um den Scheinwerferstrahl vertikal einzustellen. ¡ Wenn der Einsteller im Uhrzeigersinn gedreht wird, wandert der Strahl nach oben. ANMERKUNG
Bei Fernlicht müssen die höchsten Punkte knapp unterhalb der Horizontalen liegen, wenn das Motorrad normal belastet ist. Stellen Sie den Scheinwerfer auf den den jeweiligen Vorschriften entsprechenden Winkel ein. Für das US-Modell ist ein Winkel von 0,4° unterhalb der Horizontalen vorgeschrieben. Dies entspricht einer Neigung von 50 mm auf 7,6 m, gemessen ab Scheinwerfermitte, wobei das Motorrad normal belastet sein muß. 50 mm [A] Mitte des hellsten Punktes [B] 7,6 m [C] Austauschen von Scheinwerferlampen
- Die Scheinwerferringschrauben [A] an beiden Seiten entfernen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-48 Beleuchtungsanlage
Die Scheinwerfereinheit nach vorne ziehen und herausnehmen. Den Scheinwerfersteckverbinder [A] abziehen. Die Staubabdeckung [B] entfernen.
Zur Entriegelung auf den Haken [A] drücken.
Die Glühlampe herausnehmen [A]. VORSICHT Beim Auswechseln von Quarz-Halogenlampen das Glasteil nicht mit der bloßen Hand berühren. Immer ein sauberes Tuch verwenden. Ölverschmutzung durch Hände oder schmutzige Lappen verkürzt die Lebensdauer der Lampe oder die Lampe kann explodieren.
Wenn die Glühlampe verschmutzt ist, muß sie mit Alkohol oder Seifenlösung gereinigt werden. Die Glühlampe auswechseln. Die Staubkappe [A] mit der Markierung TOP [B] nach oben gemäß Abbildung fest aufsetzen [C]. Gut [D] Schlecht [E] Festziehen: Anziehmoment – Scheinwerferringschrauben: 1,4 Nm (0,14 mkp)
Nach dem Wechseln der Lampen den Scheinwerfer einstellen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Ausbau des Scheinwerfertops Die Scheinwerferringschrauben entfernen [A]. Die Scheinwerfereinheit nach vorne ziehen und herausnehmen.
Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-49 Beleuchtungsanlage
Die Steckverbinder der Leitungen [A] abziehen. Die Scheinwerfergehäusemuttern [B] entfernen, dann das Scheinwerfergehäuse [C]. Auswechseln der Standlichtlampen (alle Modelle außer US, CA, AU)
Die Scheinwerfereinheit entfernen (siehe Angaben in diesem Abschnitt). Die Fassung [A] zusammen mit der Lampe herausziehen. Die Lampe aus der Fassung herausziehen (siehe Zerlegen der Instrumenteneinheit). VORSICHT Die Lampe nicht drehen. Die Lampe herausziehen, um Beschädigungen an der Lampe zu vermeiden. Nur Lampen der vorgeschriebenen Wattzahl verwenden. Auswechseln von Rück-/Bremslichtlampen
- Die Schrauben [A] in der Streuscheibe herausdrehen.
- Die Streuscheibe [B] abziehen.
Die Lampe nach innen drücken [A], im Gegenuhrzeigersinn drehen [B] und herausziehen. Eine neue Glühlampe einsetzen. Den vorderen Stift [A] nach oben und den hinteren Stift [B] nach unten halten, die neue Lampe einsetzen und den vorderen Stift auf die linke Nut [C] in der Fassung ausrichten [D]. Die Lampe hineindrücken, im Uhrzeigersinn drehen und loslassen. Sie sollte in dieser Stellung einrasten. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-50 Beleuchtungsanlage
Die Haken [A] auf die Kante [B] der Rück-/Bremslichtabdeckung setzen. Die Glashalteschrauben festziehen und darauf achten, daß sie nicht zu fest angezogen werden. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-51 Beleuchtungsanlage Schaltkreis für Scheinwerfer (außer für Australien, Kanada und US) Schaltkreis für Scheinwerfer (Australien, Kanada und US)
Zündschloß Scheinwerferschalter Verteilerkasten 10A Rücklichtsicherung 10A Scheinwerfersicherung Kawasaki
Fernlichtkontrollampe Scheinwerfer Standlicht Abblendschalter Lichtmaschine
11. 30A Hauptsicherung
12. Wartungsfreie Batterie 12 V 18 Ah
13. Scheinwerferrelais
VN1500-P1 Elektrik 16-52 Automatische Blinkerrückstellung Bei Automobilen wird die Blinkerrückstellung durch das Drehen des Lenkrades betätigt. Bei Motorrädern kommt jedoch in der Kurve die Schräglage hinzu, woraus sich ein kleinerer Lenkeinschlagwinkel ergibt. Es ist deshalb schwierig, eine bei Automobilen verwendete Blinkerrückstellung zu übernehmen, denn die Arbeitsweise wäre bei Motorrädern ungenau. Bei Motorrädern werden in diesem System deshalb Zeit und Entfernung berücksichtigt. Das Rückstellsystem besteht aus einer Batterie, einer Blinkersteuerung, einem Entfernungssensor und einem Blinkerschalter. Wenn der Blinkerschalter nach rechts oder links geschaltet wird, beginnen die Blinker an- und auszugehen; die Steuereinheit zählt ab diesem Zeitpunkt 8 Sekunden. Nach Ablauf dieser Zeit beginnt die Steuereinheit mit der Berechnung der zurückgelegten Entfernung und verwendet hierfür Impulse vom Entfernungssensor im Tachometer. Wenn das Motorrad zusätzlich 65 Meter zurückgelegt hat, schaltet die Steuereinheit die Stromzufuhr ab und die Blinker werden ausgeschaltet. Die Blinker werden ausgeschaltet und das System wird zurückgesetzt. ★ Wenn die Blinkerrückstellung nicht einwandfrei funktioniert, müssen als erstes die Leitungsanschlüsse sorgfältig geprüft werden.
- Als zweitens ist dann der Entfernungssensor zu kontrollieren.
- Als drittes den Blinkerschalter in der linken Lenkerarmatur kontrollieren.
- Als letztes das Relais der Blinkersteuerung überprüfen. Blinkerrückstellung
Alle Modelle außer CA und US Rechte Blinkerkontrolllampe Linke Blinkerkontrolllampe Entfernungssensor Instrumenteneinheit Vorderer Blinker rechts Vorderer Blinker links Kawasaki
Alle Modelle außer AU, CA und US Hinterer Blinker rechts Hinterer Blinker links Verteilerkasten 30A Hauptsicherung im Anlasserrelais
11. Blinkersteuerrelais
14. Wartungsfreie Batterie
15. 10A Sicherung für
Blinkersteuerrelais VN1500-P1 Elektrik 16-53 Automatische Blinkerrückstellung Prüfen der Leitungen
- Alle Steckverbinder einstecken.
- Den rechten Seitendeckel abmontieren(siehe Abschitt Rahmen und Fahrgestell).
- Das Blinkersteuerrelais [A] entfernen.
- Den 6-poligen Steckverbinder des Steuergeräts, den 9-poligen und den 4-poligen Steckverbinder im Scheinwerfergehäuse und den 9-poligen Steckverbinder der linken Schalterarmatur unter dem Tank ausziehen.
- Vergewissern Sie sich, daß alle Steckverbinderanschlüsse sauber und fest, und nicht verbogen sind. ¡ Schmutzige Anschlüsse reinigen und leicht verbogene Anschlüsse gerade richten.
- Mit einem Handtester die numerierten Anschlüsse auf Durchgang kontrollieren. ¡ Die Nummern der Anschlüsse sind im Schaltplan der Blinkerrückstellung angegeben. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 Prüfen der Leitungen Steckverbinder Testeranschluß Blinkersteuergerät 1–8 ↔ Entfernungssensor 3–7 Blinkersteuergerät 2 – 11 ↔ Linke Lenkerarmatur 3–9 Blinkersteuergerät ↔ Batterie
Batteriespannung bei eingeschalteter Zündung 0 V bei ausgeschalteter Zündung ★ Wenn einer der Anzeigen nicht dem vorgeschriebenen Wert entspricht, sind die Leitungen und Steckverbinder des Blinkerschalters, des Entfernungssensors und des Blinkersteuergerätes zu kontrollieren. Die Blinkersignalsteuerung (siehe Prüfen des Blinkersteuergerätes) ist zu kontrollieren, wenn alle anderen Prüfungen in Ordnung sind. Prüfen des Entfernungssensors Den rechten Seitendeckel abmontieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Blinkersteuerrelais [A] entfernen. ¡ Den Steckverbinder [B] nicht ausziehen.
- Mit dem Heber und der Zusatzeinrichtung das Hinterrad anheben.
Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398
Den Handtester auf den Bereich 25 V Gleichspannung schalten und an die LB-Leitungsklemme [A] und den Batterieminuspol (-) gemäß Abbildung anschließen. Anschlüsse Handtester (+) LB Leitungsklemme Handtester (-) Batteriepol (-)
- Die Zündkerzen entfernen und das Getriebe in den 1. Gang schalten.
- Das Rad langsam drehen und kontrollieren, ob der Zeiger des Testers zwischen den Anzeigen 0,5 V und 12 V wiederholt schwankt. ★ Wenn dies der Fall ist, arbeitet der Entfernungssensor normal. ★ Wenn der Zeiger des Testers nicht ausschlägt, sind Geschwindigkeitssensor und Blinkersteuerung zu kontrollieren. Wenn Geschwindigkeitssensor und Blinkersteuerung in Ordnung sind, muß die Instrumenteneinheit ausgewechselt werden. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-54 Automatische Blinkerrückstellung Prüfen des Blinkerschalters
- Das Scheinwerfergehäuse öffnen.
- Die 9-poligen Steckverbinder für die linke Schaltarmatur ausziehen.
- Die Anschlüsse des Blinkerschalters gemäß Tabelle kontrollieren. ★ Wenn der Schalter eine Unterbrechung oder einen Kurzschluß hat, kann er für Reparaturarbeiten zerlegt werden. Die Kontaktflächen können gereinigt werden, es sind jedoch keine Ersatzteile lieferbar. ★ Wenn Teile nicht repariert werden können, muß die linke Schalterarmatur als Einheit ausgewechselt werden. Anschlüsse des Blinkerschalters Farbe
Prüfen der Blinkersteuerung VORSICHT Das Blinkersteuergerät nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche, da es hierbei beschädigt werden kann.
Den rechten Seitendeckel abmontieren (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell).
- Eine 12 V Batterie anschließen, die Blinker gemäß Abbildung betätigen und die Blinkfrequenz pro Minute zählen. Steckverbinder für Relais der Blinkersteuerung [A] Blinkerlampen [B] 12 V Batterie [C] ★ Wenn die Blinker nicht wie vorgeschrieben arbeiten, ist das Steuergerät zu erneuern. Prüfen der Blinkersteuerung Verbraucher Anzahl der angeschlossenen Wattzahl (W) Blinkfrequenz (T/m*) 1** 21 oder 23
Blinkerlampen (*): Takte pro Minute (**): Entspricht „Eine Blinkerlampe durchgebrannt, die anderen bleiben ON“. ANMERKUNG
Auch wenn bei den obigen Prüfungen keine Störungen am Steuergerät festgestellt werden kann, liegt möglicherweise eine nicht feststellbare Störung vor. Wenn alle anderen Prüfungen in Ordnung sind, die Blinker jedoch nicht ordnungsgemäß funktionieren, insbesondere die automatische Blinkerrückstellung, ist das Steuergerät zu erneuern. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-55 Automatische Blinkerrückstellung Auswechseln von Blinkerlampen
- Die Glashalteschrauben [A] herausdrehen und die Streuscheibe [B] abnehmen.
Die Lampe [A] in die Fassung drücken und im Gegenuhrzeigersinn drehen [B] und entfernen [C]. Die Lampe erneuern. Die neue Lampe [A] einsetzen und die Stifte [B] auf die Nut in der Fassung [C] ausrichten. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-56 Kühlgebläsesystem ACHTUNG Das Kühlgebläse ist direkt an die Batterie angeschlossen. Das Gebläse kann auch bei abgeschalteter Zündung eingeschaltet werden. DAS KÜHLGEBLÄSE NICHT BERÜHREN, BEVOR DER GEBLÄSESTECKER HERAUSGEZOGEN IST, DA SONST VERLETZUNGSGEFAHR DURCH DIE GEBLÄSEFLÜGEL BESTEHT. Prüfen des Schaltkreises
- Die Leitungen vom Kühlgebläseschalter [A] abklemmen.
- Die Leitung des Gebläseschalters mit einer Hilfsleitung [B] anschließen. ★ Wenn das Gebläse läuft, ist der Schalter zu prüfen. ★ Wenn das Gebläse nicht läuft, ist folgendes zu kontrollieren: Leitungen und Steckverbinder Hauptsicherung und Gebläsesicherung Gebläsemotor Inspektion des Gebläsemotors
- Die Leitungen [A] am Gebläseschalter [B] abklemmen.
- Das Gebläse mit zwei Hilfsleitungen [C] an die Batterie anschließen. ★ Wenn das Gebläse jetzt nicht läuft, ist es defekt und muß erneuert werden. Batterie [D] Gebläsestromkreis
Kühlgebläse Gebläseschalter Kawasaki
Verteilerkasten Gebläsesicherung 10A
30A Hauptsicherung Wartungsfreie Batterie 12 V 18 Ah VN1500-P1 Elektrik 16-57 Öldruckwarnanzeige Das Fahren des Motorrads mit niedrigem Ölstand, selbst wenn diese noch über der unteren Markierungslinie ist, führt zu Veränderungen des Ölstands beim plötzlichen Beschleunigen oder Verzögern und es kann vorkommen, daß die Öldruckwarnanzeige aufleuchtet, weil der Öldruckschalter zu schnell anspricht. Um diese Funktionsstörung zu vermeiden, wird eine Verzögerungseinheit für die Öldruckanzeige eingebaut, die das Flackern der Öldruckanzeige verhindert, weil das Aufleuchten verzögert wird. Öldruckwarnsystem
Zündschloß Verteilerkasten 10A Sicherung für Zündung Verzögerungseinheit für Öldruckanzeige
6. 30A Hauptsicherung
7. Öldruck-LED-Anzeige
8. Instrumenteneinheit
10. Wartungsfreie Batterie 12V 18Ah
Prüfen der Verzögerungseinheit der Öldruckleuchte
- Den rechten Seitendeckel abmontieren (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell).
- Den Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälter [A] entfernen.
- Die Steckverbinder an der Verzögerungseinheit [B] ausziehen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-58 Öldruckwarnanzeige
Die Leitung [A] des Öldruckschalters [B] abklemmen und mittels einer Hilfsleitung am Motor erden [C].
- Den Zündschlüssel [D] auf ON drehen. ★ Wenn die Öldruck-LED-Warnanzeige [E] aufleuchtet, muß der Öldruckschalter ausgewechselt werden. ★ Wenn die LED-Anzeige nicht aufleuchtet, sind LED-Anzeige und Verdrahtung zu überprüfen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). ★ Wenn die LED-Anzeige und die Leitungen in Ordnung sind, ist die Verzögerungseinheit [F] der Öldruckanzeige auszutauschen.
Die Zündung auf ON drehen. Wenn die Öldruckschalter am Motor geerdet wird, sollte die Öldruck-LED-Anzeige mit einer Verzögerung aufleuchten. Die Zeit vom Erden der Schalterleitung bis zum Aufleuchten der LED-Anzeige messen. Verzögerungszeit Normalwert: etwa 3 Sekunden ★ Wenn die Verzögerungszeit zu stark vom Normalwert abweicht, ist die Verzögerungseinheit der Öldruckanzeige zu erneuern. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-59 Instrumenten- und Anzeigegeräte Ausbau der Instrumenteneinheit
- Den Scheinwerfer abmontieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Die Befestigungsschelle [A] öffnen und die Steckverbinder [B] ausziehen.
Die Schrauben [A] herausdrehen und die Instrumenteneinheit [B] abnehmen. Die Schrauben [A] herausdrehen und die Abdeckung der Instrumenteneinheit [B] von der Instrumenteneinheit entfernen. Die Muttern [A] abschrauben und die Instrumenteneinheit [B] von der Halterung [C] entfernen. VORSICHT Die Instrumenteneinheit nicht fallen lassen, insbesondere nicht auf eine harte Oberfläche. Sie kann hierbei beschädigt werden. Die Instrumenteneinheit mit der richtigen Seite nach oben legen. Wenn das Instrument über längere Zeit mit der Oberseite nach unten oder auf der Seite liegt, ist mit Störungen zu rechnen. Einbau der Instrumenteneinheit
- Die Steckverbinder [A] anschließen und die Leitungen mit der Befestigungsschelle [B] halten. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-60 Instrumenten- und Anzeigegeräte Zerlegen der Instrumenteneinheit
- Die Instrumenteneinheit abmontieren (siehe Angaben in diesem Abschnitt).
- Entfernen: Schrauben [A]
- Die obere Instrumentenabdeckung [B] entfernen.
Die Schraube [A], die Steckbuchsen [B] und den Gummideckel [C] entfernen. Die Schrauben [D] an der unteren Abdeckung [E] entfernen, damit die digitale Instrumenteneinheit frei ist. Die Steckverbinder des Instrumentenleitungsstrangs [A] ausziehen. Die Fassung [A] der Kraftstoffstandanzeigeleuchte im Gegenuhrzeigersinn ausdrehen. ANMERKUNG
Die LED Wassertemperatur-Warnleuchte, die LED Öldruckwarnleuchte und die FI LED-Anzeigeleuchte können nicht ausgewechselt werden. Die Lampe mit Stecksockel [A] gerade aus dem Sockel [B] herausziehen. VORSICHT Die Lampe nicht drehen, sondern herausziehen, damit sie nicht beschädigt wird. Nur Glühlampen der im Schaltplan vorgeschriebenen Wattzahl verwenden. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-61 Instrumenten- und Anzeigegeräte Zusammenbau der Instrumenteneinheit
- Die Steckverbinder des Instrumentenleitungsstrangs anschließen.
- Den Gummideckel [A] auf die untere Abdeckung [B] aufsetzen. ¡ Die Schraube zusammen mit der Leitungsstrang-Befestigungsschelle [C] gemäß Abbildung festziehen. Prüfen der Instrumenteneinheit Prüfen des Funktionswahl- und Rücksetzknopfes:
- Wenn die Zündung auf ON gedreht wird, leuchten alle LCD-Segmente (die Buchstaben und die Zahlen der Flüssigkristallanzeige) [A] am Anzeigegerät für 3 Sekunden auf.
- Wenn dies nicht der Fall ist, sind die LCD-Segmente zu überprüfen.
Jedesmal, wenn der Funktionswahlknopf [A] gedrückt wird, muß die Anzeige [B] auf ODO, TRIP oder CLOCK umschalten.
Wenn dies nicht der Fall ist, ist das digitale Anzeigeinstrument zu erneuern.
Den Funktionswahlknopf auf TRIP umschalten und den Rückstellknopf [A] länger als 2 Minuten betätigen.. Die Anzeige wird auf „0,0“ zurückgesetzt. ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn in der Anzeige nicht „0,0“ erscheint.
Den Funktionswahlknopf auf CLOCK umschalten. Den Rückstellknopf [A] länger als 2 Sekunden drücken; die Anzeige schaltet um auf den Einstellmodus HOUR/MINUTE [B]. Im Modus HOUR/MINUTE blinken die Zahlen der Anzeige. Jedesmal, wenn der Rückstellknopf betätigt wird, muß die aufleuchtende Zahl auf HOUR oder MINUTE in der Anzeige wechseln.
In diesem Modus kann die Zeit eingestellt werden. ★ Wenn die Zeit nicht eingestellt werden kann, muß das digitale Anzeigeinstrument erneuert werden. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-62 Instrumenten- und Anzeigegeräte Einstellen der Uhr:
- Den Rückstellknopf [A] im Einstellmodus HOUR/MINUTE nochmals drücken, damit die Stunden eingestellt werden können. ¡ Im Display erscheint die Stundenanzeige [B].
- Für das Einstellen der Stunde den Funktionswahlknopf drücken.
Im Einstellmodus HOUR den Rückstellknopf [A] nochmals drücken, damit die Minuten eingestellt werden können. Im Display blinkt die Minutenanzeige [B]. Für das Einstellen der Minute den Funktionswahlknopf drücken. Die Minute einstellen und den Rückstellknopf [A] drücken, um in den Modus HOUR/MINUTE zurückzugehen. Um die Zeiteinstellung abzuschließen, den Funktionswahlknopf [B] drücken. Die Uhr beginnt mit dem Zählen der Sekunden, sobald der Funktionswahlknopf gedrückt wird. Prüfen der LCD-Segmente: Die Steckverbinder [A] des Instrumentenleitungsstrangs im Scheinwerfergehäuse ausziehen (siehe Ausbau des Scheinwerfergehäuses). [1] FI LED-Anzeigeleuchte, LED Wassertemperatur-Warnleuchte, LED Öldruck-Warnleuchte, Kraftstoffstand-Anzeigeleuchte, Tachometer- und Drehzahlmesser (+) [2] Nicht belegt [3] Tachometer-Drehzahlmesserleuchten, Tachometer- und Drehzahlmesser (-) [4] Drehzahlmesserimpuls [5] Tachometer- und Drehzahlmesserleuchten (+) [6] LED Wassertemperatur-Warnleuchte (-) [7] Batterie (+) [8] Entfernungssensorimpuls [9] FI LED-Anzeigeleuchte (-) [10] LED-Öldruckwarnleuchte (-) [11] Geschwindigkeitssensorsignal [12] Geschwindigkeitssensor-Leistungsspannung [13] Kraftstoffreserveschaltersignal
VORSICHT Die einzelnen Klemmen nicht kurzschließen. Beim Prüfen der Instrumenteneinheit jeweils die vorgeschriebenen Anschlüsse machen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-63 Instrumenten- und Anzeigegeräte
Mit Hilfsleitungen eine 12 V Batterie an die Anschlußklemmen des Instrumentensteckverbinders anschließen. Erste Anschlüsse Batteriepluspol (+) Klemme [7] Batterieminuspol (-) Klemme [3] Nächste Anschlüsse Batteriepluspol (+) Klemme [1]
- Kontrollieren, ob alle LCD-Segmente (die Buchstaben und Zahlen der Flüssigkristallanzeige) für 3 Sekunden erscheinen. Je nach gewähltem Modus dann normalerweise Uhr oder Instrumente.
- Vergewissern Sie sich, daß alle LCD-Segmente erlöschen, wenn die Klemme [1] abgeklemmt wird. ★ Wenn Probleme auftreten, muß das digitale Anzeigeinstrument erneuert werden. Prüfen des Tachometers: Wenn kein Oszillator zur Verfügung steht, ist der Tachometer wie folgt zu prüfen: ¡ Die Steckverbinder [A] des Instrumentenleitungsstrangs anschließen. ¡ Mit dem Heber und der Zusatzeinrichtung das Hinterrad vom Boden abheben. Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398 ¡ Den Handtester auf den Bereich 10V schalten und gemäß Abbildung die Spannung zwischen der LG/R-Leitungsklemme und Masse messen. Anschlüsse: Handtester (+) LG/R-Leitungsklemme Handtester (-) Masse Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394
Den Kupplungshebel ziehen und in dieser Stellung mit einem Band halten. Das Getriebe in die erste Stellung schalten. ¡ Die Zündung einschalten und das Hinterrad langsam drehen. ¡ Der Zeiger des Testers sollte jetzt auf 0 V und 5 V ausschlagen. ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn der Zeiger des Testers nicht auf 0 V und 5 V ausschlägt.
Wenn ein Oszillator zur Verfügung steht, den Tachometer wie folgt prüfen: Die Klemmen in der gleichen Weise anschließen wie bei der Prüfung der LCD-Segmente. Den Oszillator [A] an die Klemme [11] anschließen. Die der Eingabefrequenz entsprechende Fahrzeuggeschwindigkeit wird angezeigt, wenn eine kurze Wellenform, wie beispielsweise im Diagramm gezeigt, eingegeben wird. Beispiel: Bei einer Eingabefrequenz von 310 Hz wird ungefähr 40 km/h angezeigt. Bei einer Eingabefrequenz von 247 Hz wird ungefähr 20 mph angezeigt. ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn sie nicht ein- wandfrei funktioniert. 12 V Ungefähr 5 V 0 – 0,6 V Kawasaki Leistung 50 ± 30 % VN1500-P1 Elektrik 16-64 Instrumenten- und Anzeigegeräte Prüfen des Drehzahlmessers:
Wenn ein Oszillator zur Verfügung steht, den Drehzahlmesser wie folgt prüfen: Die Klemmen in der gleichen Weise anschließen wie bei der Prüfung der LCD-Segmente. Den Oszillator [A] an die Klemme [4] anschließen. Die der Eingabefrequenz entsprechende Motordrehzahl wird angezeigt, wenn eine kurze Wellenform, wie beispielsweise im Diagramm gezeigt, eingegeben wird. 12 V Beispiel: Bei einer Eingabefrequenz von 200 Hz wird ungefähr 6000 min angezeigt. ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn sie nicht ein- wandfrei funktioniert. 7 – 13 V 0–1V Leistung 50±30% Prüfen der Stromzufuhr zum Geschwindigkeitsensor: Die Klemmen in der gleichen Weise anschließen, wie bei der Prüfung der LCD-Segmente.
- Den Handtester [A] auf 25 V Gleichspannung einstellen und die Spannung zwischen der Klemme [12] und dem Batteriemassekabel messen. Anschlüsse Handtester (+) Klemme [12] Handtester (-) Batteriemassekabel (-) Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn die Spannung weniger als 7 V für 10 – 16 V Batteriespannung ist.
Prüfen des Kilometerzählers: Die Anzeige [A] auf ODO schalten. Während der Prüfung des Tachometers mit einem Oszillator kontrollieren, ob die digitale Anzeige steigt. ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn dies nicht der Fall ist.
Prüfen des Tageskilometerzählers: Die Anzeige [A] auf TRIP setzen. Während der Prüfung des Tachometers mit einem Oszillator kontrollieren, ob die Anzeige des Tageskilometerzählers steigt.
- Die Kurzwellenform stoppen, den Rückstellknopf mehr als 2 Sekunden drücken und kontrollieren, ob in der Anzeige „0,0“ erscheint.
- Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn irgendwelche Probleme vorliegen.
Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-65 Instrumenten- und Anzeigegeräte Prüfen des Entfernungssensors:
- Die Instrumenteneinheit montieren (siehe Einbau der Instrumenteneinheit).
- Den Steckverbinder des Geschwindigkeitssensors ausziehen (siehe Ausbau des Geschwindigkeitssensors).
- Den Oszillator [C]an die LG/R-Klemme [B] des Steckverbinders [A] am Hauptkabelbaum anschließen. Anschlüsse Oszillatorausgang Oszillatormasse
Klemme LG/R Masse Die Zündung einschalten und den Blinkerschalter betätigen. Die in der Tabelle angegebenen Frequenzen eingeben und die Zeit bis zur Rückstellung messen. Die Rückstellzeit ist die Zeit zwischen ON und automatischem OFF des Blinkerschalters. Eingabefrequenz Normale Rückstellzeiten 40 Hz 53 ± 5 Sekunden 80 Hz 31 ± 3 Sekunden 260 Hz 15 ± 2 Sekunden ★ Wenn die Rückstellzeiten innerhalb des normalen Bereiches lie- gen, arbeiten Entfernungssensor und Blinkersteuerung normal. ★ Das Blinkersteuergerät kontrollieren, wenn die Rückstellzeiten außerhalb des Normalbereiches liegen. Wenn das Blinkersteuergerät in Ordnung ist, ist der Entfernungssensor nicht in Ordnung; das digitale Anzeigeinstrument ist dann zu erneuern.
Wenn kein Oszillator zur Verfügung steht, ist der Entfernungssensor wie folgt zu kontrollieren. Den rechten Seitendeckel abmontieren (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell). Das Blinkersteuergerät [A] ausbauen, die Steckverbinder [B] jedoch nicht ausziehen. Das Hinterrad mit dem Heber und der Zusatzeinrichtung anheben. Spezialwerkzeug – Heber: 57001-1238 Zusatzeinrichtung: 57001-1398
Den Handtester auf den Bereich 25 V Gleichspannung schalten und gemäß Abbildung die Spannung zwischen der LB-Leitungsklemme [A] und dem Batterieminuspol (-) messen. Anschlüsse Handtester (+) Handtester (-)
LB-Leitungsklemme Batterieminuspol (-) Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394 Den Kupplungshebel ziehen und in dieser Stellung mit einem Band halten. ¡ Das Getriebe in die erste Stellung schalten. ¡ Die Zündung einschalten und das Hinterrad langsam drehen. ¡ Jetzt sollte der Zeiger des Testgeräts auf 0,5 V und 12 V ausschlagen. ★ Wenn der Zeiger des Testgerätes nicht auf 0,5 V und 12 V ausschlägt, sind Geschwindigkeitssensor und Blinkersteuerrelais zu kontrollieren. Wenn diese Teile normal sind, muß das digitale Anzeigeinstrument erneuert werden.
Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-66 Instrumenten- und Anzeigegeräte Prüfen der LED und der Anzeigelampe:
- Die 12 V Batterie in der gleichen Weise an die Instrumentenklemmen anschließen wie bei der Prüfung der LCD-Segmente. Anschlüsse der FI LED-Anzeigelampe Batteriemassekabel (-) an Klemme [9]
Die Klemme [9] anschließen. Die FI LED-Anzeigeleuchte sollte aufleuchten.
- Die Klemme [9] abklemmen. ¡ Die FI LED-Anzeigelampe erlischt. ★ Wenn Probleme vorhanden sind, ist das digitale Anzeigeinstrument zu erneuern.
Anschlüsse der LED-Öldruckwarnleuchte Batteriemassekabel (-) an Klemme [10]
Die Klemme [10] anschließen. Die LED-Öldruckwarnleuchte leuchtet auf.
- Die Klemme [10] abklemmen. ¡ Die LED-Öldruckwarnleuchte erlischt. ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn Probleme vorliegen.
Die Klemme [6]anschließen. Die LED Wassertemperatur-Warnleuchte leuchtet auf.
- Die Klemme [6]abklemmen. ¡ Die LED- Wassertemperatur-Warnleuchte erlischt. ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn Probleme vorliegen.
Anschlüsse der Kraftstoffstand-Warnleuchte Batteriemassekabel (-) an Klemme [13]
Die Klemme [13] anschließen. Die Kraftstoffstandwarnleuchte leuchtet auf.
- Die Klemme [13] abklemmen. ★ Die Wassertemperatur-Warnleuchte erlischt. ★ Glühlampe und Lampenfassung kontrollieren, wenn ein Problem vorliegt. ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn Lampe und Fassung in Ordnung sind.
Anschlüsse der LED Tachmometer- und Drehzahlmesserbeleuchtung Batteriepluskabel (+) an Klemme [5]
Die Klemme [5] anschließen. Die LED Beleuchtung leuchtet auf.
- Die Klemme [5] abklemmen. ¡ Die LED Beleuchtung erlischt. ★ Das digitale Anzeigeinstrument erneuern, wenn ein Problem vorliegt.
Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-67 Instrumenten- und Anzeigegeräte Auswechseln von Lampen der Anzeigetafel
- Die Schraube der Anzeigetafel [A] entfernen.
- Die Tafel hinten anheben [B] und nach rückwärts ziehen [C].
Den Steckverbinder [A] der Anzeigelampe ausziehen. Den Sockel [B] der Anzeigelampe nach hinten herausziehen und dann die Linse aus dem Sockel [B] ziehen. Den Sockelgummi herumdrehen. Die Lampe mit Stecksockel [A] entfernen und die Lampe gerade aus dem Sockel [B] herausziehen. VORSICHT Die Lampe nicht drehen. Die Lampe herausziehen, damit sie nicht beschädigt wird. Verwenden Sie nur Lampen der vorgeschriebenen Wattzahl.
Die Lampe erneuern und die Linse in den Sockel einsetzen. Den Sockel in die Anzeigetafel einbauen.
Die Arretierungen [A] in die Tüllen [B] einsetzen. Die Schraube festziehen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-68 Instrumenten- und Anzeigegeräte
Verzögerungseinheit für Öldruckwarnleuchte Geschwindigkeitssensor Tachometer Drehzahlmesser Anzeige für Kilometerzähler/ Tageskilometerzähler/Uhr FI LED-Anzeigeleuchte
LED-Wassertemperaturwarnleuchte LED Öldruckwarnleuchte Kraftstoffstandanzeigeleuchte Tachomterbeleuchtung Drehzahlmesserbeleuchtung Zündschloß Wassertemperaturschalter ECU (Elektronische Steuereinheit)
Verteilerkasten 10A Sicherung für Zündung Öldruckschalter Blinkersteuerrelais 30A Hauptsicherung Wartungsfreie Batterie 12 V 18 Ah
21. Kraftstoffreserveschalter
Prüfen des Wassertemperatur-Warn-Systems Die LED-Warnanzeige leuchtet auf, wenn die Zündung eingeschaltet wird und geht aus, wenn der Motor zu laufen beginnt, auf diese Weise wird gewährleistet, daß der Schaltkreis einwandfrei funktioniert und die LED-Anzeige nicht durchgebrannt ist. Die LED-Warnanzeige leuchtet ebenfalls auf, wenn während der Fahrt die Kühlflüssigkeitstemperatur auf 113 - 117°C steigt. Den Motor abschalten, wenn die LED-Warnanzeige anbleibt und den Stand der Kühlflüssigkeit im Ausgleichsbehälter prüfen, wenn der Motor abgekühlt ist. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-69 Instrumenten- und Anzeigegeräte
Die Wassertemperatur-LED-Warnanzeige und die Leitungen kontrollieren (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem). ¡ Die Zündung einschalten. ¡ Die Leitung des Wassertemperaturschalters [A] abklemmen und mittels einer Hilfsleitung am Rahmen oder Motor erden. ★ Wenn die LED-Warnanzeige aufleuchtet, ist der Wassertemperaturschalter [B] zu kontrollieren (siehe Abschnitt Schalter und Sensoren). Den Schalter erneuern, wenn er beschädigt ist. ★ Wenn die Anzeige nicht aufleuchtet, sind LED-Anzeige und Leitungen zu kontrollieren. Kühlwassertemperatur-Warnsystem
Zündschloß Verteilerkasten 10A Sicherung für Zündung Anlasserrelais 30A Hauptsicherung Kawasaki
Wassertemperatur-LED-Warnanzeige Wassertemperaturschalter ECU Batterie 12 V 18 Ah VN1500-P1 Elektrik 16-70 Schalter und Sensoren Prüfen des Kraftstoffreserveschalters
- Den Tank mit Benzin füllen.
- Den Benzintankdeckel vorschriftsmäßig schließen.
- Entfernen: Sitz (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell) Steckverbinder für Benzinpumpe (siehe Kraftstoffsystem)
- Die Testlampe (12 V 3,4 W Glühlampe in einer Fassung mit Leitungen) [B] und die 12 V Batterie [A] an den Steckverbinder der Benzinpumpe anschließen [C]. Anschlüsse: Batterie (+) → 12 V 3,4 W Glühlampe (an einer Seite) 12 V 3,4 W Glühlampe (andere Seite) → R/BK-Leitungsklemme Batterie (-) → BK/Y-Leitungsklemme ★ Wenn die Testlampe nicht aufleuchtet, ist der Reserveschalter defekt und muß erneuert werden.
Entfernen: Benzinpumpe (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem)
- Die Testlampe (12 V 3,4 W Glühlampe in einer Fassung mit Leitungen) und die 12 V Batterie gemäß Abbildung an den Benzinpumpensteckverbinder anschließen. 12 V Batterie [A] Testlampe [B] Benzinpumpensteckverbinder [C] Kraftstoffreserveschalter [D] ★ Die Benzinpumpe auswechseln, wenn die Testlampe nicht aufleuchtet. ANMERKUNG
Wenn der Kraftstoffreserveschalter kurz nach dem Ausbau der Benzinpumpe geprüft wird, kann es eine längere Zeit dauern, bis die Testlampe aufleuchtet, lassen Sie den Kraftstoffreserveschalter für die Prüfung für eine (1) Minute mit angeschlossenen Leitungen. Ausbau des Geschwindigkeitssensors
- Folgende Teile entfernen: Lichtmaschinenaußendeckel Steckverbinder für Geschwindigkeitssensor [A] Band [B] Schraube [C] Geschwindigkeitssensor [D] Einbau des Geschwindigkeitssensors
- Fett auf den O-Ring [A] an dem Geschwindigkeitssensor auftragen.
- Festziehen: Sicherungslack – Geschwindigkeitssensor-Befestigungsschraube Anziehmoment – Geschwindigkeitssensor-Befestigungsschraube: 9,8 Nm (1,0 mkp) Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-71 Schalter und Sensoren Prüfen des Geschwindigkeitssensors
- Entfernen: Geschwindigkeitssensor (siehe Ausbau des Geschwindigkeitssensors)
- Den Steckverbinder des Geschwindigkeitssensors [A] mit einer Batterie [B], einem 10 kΩ Widerstand [C] und dem Handtester [D] gemäß Abbildung anschließen.
- Den Tester auf den Bereich 25 V Gleichspannung schalten. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394
Den Geschwindigkeitssensor mit einem Schraubendreher abtasten [A]. ¡ Jetzt sollte der Zeiger des Testers ausschlagen [B]. ★ Den Geschwindigkeitssensor erneuern, wenn der Zeiger des Testers nicht ausschlägt. Prüfen des Vorderrad-Bremslichtschalter
- Siehe Prüfen des Vorderrad-Bremslichtschalters im Abschnitt Regelmäßige Wartung. Prüfen/Nachstellen des Hinterrad-Bremslichtschalters (regelmäßige Inspektion)
Siehe Prüfen/Nachstellen des Hinterrad-Bremslichtschalters im Abschnitt Regelmäßige Wartung) Ausbau des Kühlgebläseschalters VORSICHT Den Kühlgebläseschalter nicht auf eine harte Oberfläche fallen lassen, da er hierbei beschädigt werden kann.
Die Kühlflüssigkeit ablassen (siehe Ablassen der Kühlflüssigkeit). Den Steckverbinder des Gebläseschalters abziehen. Den Kühlgebläseschalter [A] vom Kühler abschrauben. Einbau des Kühlgebläseschalters Anziehmoment – Kühlgebläseschalter: 18 Nm (1,8 mkp)
Kühlflüssigkeit nachfüllen und das Kühlsystem entlüften (siehe Nachfüllen der Kühlflüssigkeit im Abschnitt Kühlsystem). Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-72 Schalter und Sensoren Prüfen des Gebläseschalters
- Den Gebläseschalter vom Kühler abmontieren.
- Den Schalter [A] so in einen Wasserbehälter einhängen, daß der temperaturempfindliche Teil und der Gewindeteil untergetaucht sind.
- Ein genaues Thermometer [B] so in das Wasser einhängen, daß die temperaturempfindlichen Teile ungefähr in der gleichen Tiefe stehen. ANMERKUNG
Schalter und Thermometer dürfen die Seitenwände des Behälters oder den Boden nicht berühren.
Den Behälter auf eine Wärmequelle setzen und die Temperatur des Wassers unter leichtem Rühren langsam ansteigen lassen, damit die Temperatur gleichmäßig ist.
- Mit dem Handtester (Spezialwerkzeug) den Widerstand zwischen den Schalterklemmen bei den in der Tabelle angegebenen Temperaturen messen. ★ Wenn der Handtester nicht die vorgeschriebenen Werte anzeigt, ist der Schalter zu erneuern. Widerstand des Gebläseschalters ¡ Ansteigende Temperatur: Von OFF auf ON bei 102 - 108°C ¡ Absinkende Temperatur: Von ON auf OFF bei 97 - 103°C ON: Weniger als 0,5 Ω OFF: Mehr als 1 M Ω Ausbau des Wassertemperaturschalters VORSICHT Den Wassertemperaturschalter nicht auf eine harte Fläche fallen lassen, da er hierbei beschädigt wird.
Die Kühlflüssigkeit ablassen (siehe Abschnitt Kühlsystem). Den Steckverbinder des Schalters ausziehen. Den Wassertemperaturschalter [A] vom Kühler entfernen. Einbau des Wassertemperaturschalters
- Silikondichtstoff auf das Gewinde des Wassertemperaturschalters auftragen. Dichtstoff – Kawasaki Bond: 56019-120 Anziehmoment – Wassertemperaturschalter: 7,8 Nm (0,8 mkp)
Kühlflüssigkeit in den Motor füllen und das Kühlsystem entlüften (siehe Nachfüllen der Kühlflüssigkeit). Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-73 Schalter und Sensoren Prüfen des Wassertemperaturschalter
- Den Wassertemperaturschalter ausbauen.
- Den Schalter [A] so in einen Behälter mit Kühlflüssigkeit einhängen, daß der temperaturempfindliche Teil und der Gewindeteil untergetaucht sind.
- Ein genaues Thermometer [B] so in das Wasser einhängen, daß die temperaturempfindlichen Teile [C] ungefähr in der gleichen Tiefe stehen. ANMERKUNG
Schalter und Thermometer dürfen die Seitenwände des Behälters oder den Boden nicht berühren.
Den Behälter auf eine Wärmequelle setzen und die Temperatur des Wassers unter leichtem Rühren langsam ansteigen lassen, damit die Temperatur gleichmäßig ist.
- Mit dem Handtester den Widerstand zwischen Anschlußklemme und Gehäuse bei den in der Tabelle angegebenen Temperaturen messen. ★ Wenn der Handtester nicht die vorgeschriebenen Werte anzeigt, ist der Schalter zu erneuern. Widerstand des Wassertemperaturschalters Steigende Temperatur: Von OFF auf ON bei 113° - 117° C Abfallende Temperatur: Von ON auf OFF bei 108° C bis niedriger als die ON-Temperatur ON: OFF: Weniger als 0,5 Ω Mehr als 1 MΩ Prüfen der Diode (Gleichrichter)
- Den Benzintank abnehmen (siehe Abschnitt Kraftstoffsystem).
- Die Diodeneinheiten [A] abklemmen.
Den Handtester auf den Bereich x 100 Ω schalten. Spezialwerkzeug – Handtester: 57001-1394
Die Diodenklemmen in beiden Richtungen auf Durchgang kontrollieren. ★ Wenn in einer Richtung (Vorwärtsrichtung) Durchgang ist, in der Gegenrichtung jedoch nicht (unendlich), ist die Diode in Ordnung. ★ Die Diode ist defekt, wenn nach der Veränderung der Richtung weiterhin Durchgang vorhanden ist oder wenn sie ohne Durchgang bleibt. ANMERKUNG
Der tatsächliche Widerstand in Vorwärtsrichtung kann variieren, je nachdem welches Meßgerät und welche Dioden verwendet werden. Im Allgemeinen ist es akzeptabel, wenn der Zeiger bis ungefähr zur Hälfte der Skala ausschlägt. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-74 Verteilerkasten Im Verteilerkasten [A] sind Sicherungen [B], Relais und Dioden untergebracht. Die Relais und Dioden können nicht ausgebaut werden. Prüfen des Sicherungsschaltkreises
- Den rechten Seitendeckel abmontieren (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell)
- Den Verteilerkasten ausbauen.
- Die Steckverbinder vom Verteilerkasten abziehen.
- Kontrollieren, ob alle Kontakte der Steckverbinder sauber und fest, sowie nicht verbogen sind. ★ Verschmutzte Kontakte reinigen und leicht verbogene Kontakte gerade biegen.
- Mit dem Handtester den Durchgang der numerierten Klemmen kontrollieren. ★ Wenn der Tester nicht die vorgeschriebenen Werte anzeigt, ist der Verteilerkasten zu erneuern. Inspektion des Sicherungsstromkreises Instrumentenanschluß
Prüfen des Anlasserstromkreis-/Scheinwerferrelais
- Den Verteilerkasten ausbauen.
- Einen Handtester und eine 12 V Batterie gemäß Abbildung an den Verteilerkasten anschließen und kontrollieren, ob die folgenden numerierten Klemmen Durchgang haben (siehe Verteilerkastenstromkreis). ★ Wenn der Tester die vorgeschriebenen Werte nicht anzeigt, ist der Verteilerkasten zu erneuern. Prüfen des Relaisstromkreises (Batterien abgeklemmt) Testeranschluß Testeranzeige (Ω) Testeranschluß Testeranzeige (Ω) 7-8
Scheinwerferrelais Anlasserrelais nicht ∞ **
nicht ∞ ** (*): Nur für die Modelle für USA, Kanada und Australien (**): Die jeweilige Anzeige ändert sich, je nach verwendetem Tester. (+): Testerplusleitung anlegen. Testerminusleitung anlegen. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-75 Verteilerkasten Prüfen des Relaisstromkreises (Batterie angeschlossen) Scheinwerferrelais Anlasserrelais Batterieanschluß Instrumenten- Instumenten(+) (-) anschluß anzeige (Ω)
nicht ∞ ** (*): Nur für die Modelle für USA, Kanada und Australien (**): Die jeweilige Anzeige ändert sich, je nach verwendetem Tester. (+): Testerplusleitung anlegen. Testerminusleitung anlegen. Inspektion des Diodenstromkreises
- Den Verteilerkasten ausbauen.
- Folgende Klemmenpaare auf Durchgang kontrollieren (siehe Verteilerkastenstromkreis). Prüfen des Diodenstromkreises Testeranschluß *13-8, *13-9, 12-11, 12-14, 15-14, 16-14 (*): Nur für die Modelle für USA, Kanada und Australien ★ Der Widerstand muß in einer Richtung niedrig und in der anderen 10 mal so hoch sein. Wenn der Widerstand einer Diode in beiden Richtungen niedrig oder hoch ist, ist die Diode defekt und der Verteilerkasten muß ausgewechselt werden. ANMERKUNG
Je nachdem, welches Meßgerät und welche Diode verwendet werden, kann die Anzeige variieren, aber im allgemeinen muß die unterste Anzeige zwischen 0 Ω bis zur Hälfte der Skala sein. Kawasaki VN1500-P1 Elektrik 16-76 Verteilerkasten Schaltkreis für Verteilerkasten (USA, Kanada und Australien) Schaltkreis für Verteilerkasten (Außer für Australien, Kanada und USA) Sicherung Sicherung Sicherung Sicherung Sicherung Sicherung für für für für für für Zubehör 10 A x 32 V [A] Gebläse 10 A x 32 V [B] Blinker 10 A x 32 V [C] Hupe 10 A x 32 V [D] Zündung 10 A x 32 V [E] Scheinwerfer 10 A x 32 V [F] Kawasaki Scheinwerferrelais [G] Scheinwerferdioden [H] Anlasserdiode [I] Relais für Anlasserstromkreis [J] Sperrdioden [K] Sicherung für Rücklicht 10 A x 32 V [L] VN1500-P1 Elektrik 16-77 Sicherung Ausbau der Hauptsicherung
- Den rechten Seitendeckel abmontieren (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell).
- Den Sicherungskasten und den Ausgleichsbehälter entfernen.
- Das Anlasserrelais [A] ausbauen.
- Die Hauptsicherung [B] mit einer Spitzzange aus dem Anlasserrelais herausziehen. Ausbau der Verteilerkastensicherungen Den rechten Seitendeckel abmontieren (siehe Abschnitt Rahmen und Fahrgestell).
- Den Haken entriegeln, um den Deckel [A] hochzuheben.
- Die Sicherungen [B] mit einer Spitzzange gerade aus dem Verteilerkasten herausziehen.
Einbau der Sicherungen Wenn eine Sicherung durchbrennt, ist die Elektroanlage zu überprüfen, damit die Ursache festgestellt wird. Dann eine neue Sicherung mit der vorgeschriebenen Stromstärke einbauen.
- Die Sicherungen an den auf dem Deckel angegebenen ursprünglichen Stellen wieder einbauen.
Prüfen der Sicherungen Die Sicherung ausbauen (siehe Ausbau der Sicherungen). Das Sicherungselement inspizieren. ★ Durchgebrannte Sicherungen müssen erneuert werden. Prüfen sie vorher die Stromstärke des jeweiligen Schaltkreises. Wenn die Stromstärke der Sicherung entspricht oder höher ist, sind Leitungen und angeschlossene Teile auf Kurzschluß zu überprüfen.
Gehäuse [A] Sicherungselement [B] Anschlußklemmen [C] Durchgebrannte Sicherung [D] VORSICHT Verwenden Sie als Ersatzsicherungen nur solche mit der für den Schaltkreis vorgeschriebenen Stromstärke. Wenn eine stärkere Sicherung eingebaut wird, können Leitungen und Einzelteile beschädigt werden, während eine schwächere Sicherung bald wieder durchbrennt. Kawasaki VN1500-P1 Anhang 17-1 Inhaltsverzeichnis Fehlersuchanleitung (außer DFI) Motor springt nicht an, Startschwierigkeiten Schlechter Lauf bei niedriger Drehzahl Schlechter Lauf oder keine Leistung bei hoher Drehzahl Überhitzung Übermäßige Kühlung Kupplung arbeitet fehlerhaft Getriebe schaltet falsch Außergewöhnliche Motorgeräusche Außergewöhnliche Getriebegeräusche Außergewöhnliche Rahmengeräusche Öldruckanzeigelampe leuchtet auf Auspuff qualmt zu stark Handling und/oder Stabilität schlecht Bremswirkung unzureichend Störungen an der Batterie 17-2 17-2 17-2 17-3 17-3 17-4 17-4 17-4 17-5 17-5 17-5 17-5 17-6 17-6 17-6 17-6 Umrechnungstabelle 17-7 Kawasaki VN1500-P1 Anhang 17-2 Fehlersuchanleitung (außer DFI) ANMERKUNG
Den größten Teil der Angaben für die Fehlersuche im DFI System finden Sie im Abschnitt Kraftstoffsystem. Diese Liste ist nicht erschöpfend, da nicht jede mögliche Ursache für die aufgeführten Störungen angegeben ist. Sie soll lediglich als Hilfe zur Erleichterung der Störungssuche bei häufiger vorkommenden Störungen dienen. Motor springt nicht an, Startschwierigkeiten Anlasser dreht nicht durch:
- Störung am Anlaßsperr- oder Leerlaufschalter
- Batteriespannung zu niedrig
- Relais gibt keinen Kontakt oder arbeitet nicht
- Anlasserknopf gibt keinen Kontakt
- Unterbrechungen oder Kurzschlüsse in den Leitungen
- Zündschloß schadhaft
- Zündunterbrecher schadhaft
- Sicherung durchgebrannt Anlasser dreht sich, der Motor dreht jedoch nicht durch:
- Anlasserkupplung schadhaft
- Winkelsensor (DFI) kommt heraus Motor dreht nicht durch: Ventile festgefressen Kipphebel festgefressen Zylinder, Kolben festgefressen Kurbelwelle festgefressen Pleuelkopf festgefressen Pleuelfuß festgefressen Getrieberad oder Lager festgefressen Nockenwelle festgefressen Anlasserzwischenrad festgefressen Ausgleichswellenlager festgefressen
Kein Kraftstofffluß: Kein Benzin im Tank Störungen an der Benzinpumpe Tankbelüftungsöffnung verstopft Kraftstofffilter verstopft Kraftstoffleitung verstopft
Motor abgesoffen: Zündkerzen reinigen und Elektrodenabstand einstellen
- Falscher Start (bei abgesoffenem Motor denMotor nicht mit bis zum Anschlag geöffnetem Gasgriff starten. Dies verschlimmert das Problem, denn es wird automatisch über die DFI mehr Kraftstoff zugeführt)
Kein oder zu schwacher Zündfunke: Winkelsensor (DFI) kommt heraus
Zündung nicht eingeschaltet Zündunterbrecher ausgeschaltet Kupplungshebel nicht gezogen oder Getriebe nicht im Leerlauf Batteriespannung zu niedrig Zündkerze verschmutzt, schadhaft oder falsch eingestellt Zündkerzenstecker oder Zündkabel defekt Zündkerzenstecker kurzgeschlossen oder hat schlechten Kontakt Falsche Zündkerze IC-Zünder in der ECU schadhaft Leerlauf-, Anlassersperr- oder Seitenständerschalter schadhaft Impulsgeber schadhaft Zündspule schadhaft Zündschloß oder Zündunterbrecher kurzgeschlossen Leitungen kurzgeschlossen oder unterbrochen Sicherung durchgebrann Falsches Kraftstoffgemisch: Luftfilter verstopft, schlecht abgedichtet oder fehlend
Zu niedrige Kompression: Zündkerze lose Zylinderkopf nicht ausreichend festgezogen Zylinder oder Kolben verschlissen Kolbenringe schadhaft (abgenutzt, lahm, gebrochen oder festgefressen)
- Kolbenringspiel zu groß
- Zylinderkopfdichtung beschädigt
- Zylinderkopf verzogen
- Ventilfeder gebrochen oder lahm
- Ventil sitzt nicht richtig (Ventil verbogen, verzogen oder Rußablagerungen auf der Sitzfläche)
- Dekompressionsnocken (KACR) klemmt in geöffneter Stellung (Motor geht beim Anfahren aus)
- HLA (Hydraulischer Spieleinsteller) beschädigt (verschlissen, festgefressen oder Feder gebrochen)
- HLA Ölkanal verstopft
Schlechter Lauf bei niedriger Drehzahl Schwacher Zündfunke:
- Zu niedrige Batteriespannung
- Zündkerze verschmutzt, schadhaft oder falsch eingestellt
- Zündkerzenstecker oder Zündkabel beschädigt
- Zündkerzenstecker kurzgeschlossen oder hat schlechten Kontakt
- IC-Zünder in der ECU schadhaft
- Impulsgeber beschädigt
- Zündspule beschädigt Falsches Kraftstoffgemisch: Luftfilter verstopft, schlecht abgedichtet oder fehlend
- Tankbelüftungsöffnung verstopft
VN1500-P1 Anhang 17-3 Fehlersuchanleitung (außer DFI)
Chokeknopf nicht zurückgestellt (DFI) Drosselklappengehäuse lose O-Ring für Drosselklappengehäuse beschädigt Luftfilterkanal lose O-Ring für Luftfilter beschädigt Benzinpumpe defekt Kompression zu niedrig: Zündkerze lose Zylinderkopf nicht ausreichend festgezogen Zylinder oder Kolben verschlissen Kolbenringe schadhaft (abgenutzt, lahm, gebrochen oder klemmen)
- Kolbenringspiel zu groß
- Zylinderkopf verzogen
- Zylinderkopfdichtung beschädigt
- Ventilfeder gebrochen oder lahm
- Ventil sitzt nicht richtig (Ventil verbogen, verzogen oder Rußansammlung auf der Sitzfläche)
- KACR klemmt in geöffneter Stellung (Motor geht beim Anfahren aus)
Fehlzündungen beim Abbremsen: Vakuumschaltventil gebrochen Störungen am Luftansaugventil
Sonstige Störungen: IC-Zünder in der ECU defekt Motoröl zu steif Triebwerk defekt Öl im Kardangetriebe zu steif Bremsen schleifen Überhitzung Kupplung rutscht Luftansaugventil beschädigt Vakuumschaltventil beschädigt
Schlechter Lauf oder keine Leistung bei hoher Drehzahl Falsche Zündung:
- Zündkerze verschmutzt, schadhaft oder falsch eingestellt
- Störungen am Zündkerzenstecker oder Zündkabel
- Zündkerzenstecker kurzgeschlossen oder hat schlechten Kontakt
- IC-Zünder in der ECU defekt
- Zündspule defekt Falsches Kraftstoffgemisch: Luftfilter verstopft, undicht oder fehlend Luftfilterkanal lose O-Ring für Luftfilter beschädigt Wasser oder Schmutz im Kraftstoff Drosselklappeneinheit lose O-Ring für Drosselklappeneinheit beschädigt Kraftstoffzufuhr zur Einspritzdüse unzureichend (DFI)
Tankbelüftungsöffnung verstopft Kraftstoffleitung verstopft Benzinpumpe defekt (DFI) Kompression zu niedrig: Zündkerze lose Zylinderkopf nicht ausreichend festgezogen Zylinder und Kolben abgenutzt Kolbenringe schadhaft (abgenutzt lahm, gebrochen oder klemmen)
- Kolbenringspiel zu groß
- Zylinderdichtung beschädigt
- Zylinderkopf verzogen
- Ventilfeder gebrochen oder lahm
- Ventilsitz nicht richtig (Ventil verbogen, verzogen oder Rußablagerungen auf der Sitzfläche)
- KACR klemmt in offener Stellung (Motor geht beim Anfahren aus)
Klopfen: HLA-Ölkanal verstopft Rußablagerungen in Brennkammer Schlechter oder falscher Kraftstoff (Nur das in der Bedienungsanleitung empfohlene hochoktanige Benzin verwenden.)
- IC-Zünder in der ECU defekt
Andere Störungen Drosselklappen öffnen nicht vollständig Bremse schleift Kupplung rutscht Überhitzung Zuviel Öl im Motor Motoröl zu steif Triebwerk defekt Öl um Kardangetriebe zu steif Luftansaugventil defekt Vakuumschaltventil beschädigt Katalysatoren wegen Überhitzung des Auspuffs abgeschmolen (KLEEN)
Überhitzung Falsche Zündung:
- Zündkerzen verschmutzt, beschädigt oder falsch eingestellt
- IC-Zünder in der ECU defekt Auspuff überhitzt: Für KLEEN, den Motor nicht laufen lassen, auch wenn nur bei einem Zylinder Fehlzündungen oder schlechter Lauf auftraten. (Den Fehler bei der nächsten Kundendienststation beheben lassen.)
- Für KLEEN, den Anlaßknopf nicht drücken, wenn die Batterie leer ist. (Eine voll geladene Batterie mit Starthilfekabel anschließen und den Motor mit dem Elektroanlasser starten).
VN1500-P1 Anhang 17-4 Fehlersuchanleitung (außer DFI)
Für KLEEN, den Motor nicht starten, wenn es wegen Verschmutzung der Zündspulen oder schlechtem Anschluß der Zündspulen-Sekundärleitung zu Fehlzündungen kommt. Für KLEEN, das Motor nicht ohne Gas fahren, wedie Zündung ausgeschaltet ist. (Die Zündung auf ON schalten und den Motor laufen lassen.) IC Zünder von der ECU defekt Falsches Kraftstoffgemisch: Drosselklappeneinheit lose O-Ring für Drosselklappeneinheit beschädigt Luftfilterkanal lose Luftfilter undicht oder fehlend O-Ring für Luftfilter beschädigt Luftfilter verstopft
Kompression zu hoch: Rußablagerungen in Brennkammer KACR klemmt
Motor zieht nicht: Kupplung rutscht Zuviel Öl im Motor Motoröl zu steif Triebwerk defekt Öl im Kardangetriebe zu steif Bremsen schleifen
Unzureichende Schmierung: Zu wenig Öl im Motor Schlechtes oder falsches Motoröl
Wassertemperaturwarnsystem defekt:
- Wassertemperaturanzeige defekt
- Wassertemperaturschalter defekt Kühlmittel falsch: Kühlmittelstand zu niedrig Kühlmittel verschmutzt Falsches Mischungsverhältnis
Fehlerhafte Teile im Kühlsystem: Kühlerrippen beschädigt Kühler verstopft Thermostat defekt Kühlerdeckel schadhaft Gebläseschalter defekt Gebläsemotor schadhaft Gebläseflügel beschädigt Wasserpumpe läuft nicht Wasserpumenflügelrad beschädigt
Übermäßige Kühlung Fehlerhafte Teile im Kühlsystem:
- Gebläseschalter defekt
- Thermostat defekt Kupplung arbeitet fehlerhaft Kupplung rutscht:
- Kupplungsscheiben abgenutzt oder verzogen
- Stahlscheiben abgenutzt oder verzogen
- Federplattenspiel falsch eingestellt
- Kupplungsfeder gebrochen oder lahm
- Kupplungsnehmerzylinder defekt
- Kupplungsnabe oder Gehäuse ungleichmäßig abgenutzt
- Kupplungshauptzylinder defekt Kupplung rückt nicht einwandfrei aus: Kupplungsscheibe verzogen oder zu rauh Federplattenspiel falsch eingestellt Motoröl gealtert Motoröl zu steif Zuviel Öl im Motor Motorölstand zu hoch Kupplungsgehäuse auf Antriebswelle festgefressen Kupplungsnehmerzylinder defekt Kupplungsnabenmutter lose Kupplungsnaben-Keilverzahnung beschädigt Kupplungsscheiben falsch montiert Kupplungsflüssigkeit läuft aus Kupplungsflüssigkeit gealtert Kupplungszylinderprimär- oder Sekundärmanschetten beschädigt.
- Kupplungshauptzylinder innen verkratzt.
- Luft in Kupplungsleitung
Getriebe schaltet falsch Gang läßt sich nicht einlegen; Schalthebel geht nicht zurück:
- Kupplung rückt nicht aus
- Schaltgabel verbogen oder festgefressen
- Zahnrad auf Welle festgefressen
- Zahnradpositionierhebel klemmt
- Rückholfeder lahm oder gebrochen
- Rückholfederstift lose
- Schaltarmfeder gebrochen
- Schaltarm gebrochen Gang springt heraus: Schaltergabel abgenutzt, verbogen Zahnradnuten ausgeschlagen Radklauen und/oder Klauenaussparungen ausgeschlagen
- Schaltwalzennut ausgeschlagen
- Feder für Zahnradpositionierhebel lahm oder gebrochen
- Schaltgabelstift verschlissen
- Antriebswelle, Abtriebswelle und/oder Zahnradkeilnuten verschlissen.
Gang wird übersprungen: Feder für Zahnradpositionierhebel lahm oder gebrochen
- Schaltarmfeder gebrochen
Kawasaki VN1500-P1 Anhang 17-5 Fehlersuchanleitung (außer DFI) Außergewöhnliche Motorgeräusche Klopfen:
- IC-Zünder in der ECU defekt
- Rußablagerungen in Brennkammer
- Schlechter oder falscher Kraftstoff (Nur das in der Bedienungsanleitung empfohlene hochoktanige Benzin verwenden)
- Überhitzung Kolbenschlagen: Spiel zwischen Zylinder und Kolben zu groß Zylinder und Kolben abgenutzt Pleuel verbogen Kolbenbolzen oder Kolbenbolzenbohrungen abgenutzt
Ventilgeräusche: Motor nach Einbau des hydraulischen Spieleinstellers nicht genug warmgelaufen
- Hydraulischer Spieleinsteller beschädigt (verschlissen, festgefressen oder Feder gebrochen)
- Hydraulischer Spieleinsteller fehlerhaft wegen zuniedrigem Ölstand
- Luft in der hydraulischen Spieleinstellung
- Spieleinsteller klemmt wegen Metallspänen oderStaub
- Motor läuft in der roten Zone
- Ventilfeder gebrochen oder lahm
- Nockenwellenlager verschlissen
Sonstige Geräusche: Pleuelspiel am Bolzen zu groß Pleuelspiel an Kurbelwelle zu groß Kolbenringe abgenutzt, gebrochen oder lahm Kolbenfresser Zylinderkopfdichtung undicht Auspuffrohr am Zylinderkopfanschluß undicht Kurbelwellenschlag zu groß Motorbefestigungen lose Kurbelwellenlager verschlissen Primärzahnrad verschlissen oder ausgeplatzt Steuerkettenspanner fehlerhaft Steuerkette, Kettenrad, Führung verschlissen Luftansaugventil beschädigt Vakuumschaltventil beschädigt Katalysatoren wegen Überhitzung des Auspuffs abgeschmolzen (KLEEN)
- Ausgleichswellenzahnrad verschlissen oder ausgeplatzt
- Ausgleichswelle falsch eingestellt
- Ausgleichswellenlager verschlissen
- Gummidämpfer der Ausgleichswellenkupplung beschädigt
- Wasserpumpenkette, Kettenrad verschlissen
Kawasaki Außergewöhnliche Getriebegeräusche Kupplungsgeräusche:
- Gummidämpfer lahm oder gebrochen
- Spiel zwischen Kupplungsgehäuse und Kupplungsscheibe zu groß
- Kupplungsgehäusezahnrad verschlissen
- Äußere Kupplungsscheibe falsch eingebaut Getriebegeräusche: Lager ausgeschlagen Getriebezahnräder verschlissen oder ausgeplatzt Metallspäne in den Radzähnen
- Zu wenig Öl im Motor
Triebwerkgeräusche: Kegelradgetriebelager verschlissen Kegelräder verschlissen oder ausgeplatzt Kegelräder falsch eingestellt Hinterradkupplung beschädigt Ölstand im Kardangetriebe zu niedrig oder Öl zu dünnflüssig
- Unzureichende Schmierung im Kardanwellengelenk
Außergewöhnliche Rahmengeräusche Vorderradgabelgeräusche
- Öl unzureichend oder zu dünn
- Feder lahm oder gebrochen Hinterradstoßdämpfergeräusche: Stoßdämpfer beschädigt
Scheibenbremsengeräusche: Bremsklötze falsch eingebaut Bremsklotzfläche verglast Bremsscheibe verzogen Bremssattel defekt Hauptzylinder beschädigt
Sonstige Geräusche: Halter, Muttern, Schrauben usw. falsch montiert oder nicht festgezogen
Öldruckanzeigelampe leuchtet auf
Motorölpumpe beschädigt Motorölsieb verstopft Motorölfilter verstopft Ölstand zu niedrig Motoröl zu dünn Nockenwellenlager verschlissen Kurbelwellenlager verschlissen Öldruckschalter beschädigt Öldruckschalterleitung beschädigt Überdruckventil klemmt in offener Stellung O-Ring an der Ölleitung im Kurbelgehäuse beschädigt VN1500-P1 Anhang Auspuff qualmt zu stark Weißer Qualm:
- Kolbenring verschlissen
- Zylinder verschlissen
- Ventilöldichtung beschädigt
- Ventilführung verschlissen
- Zuviel Motoröl Schwarzer Qualm: Luftfilter verstopft Chokeknopf nicht zurückgestellt (DFI)
Brauner Qualm Luftfilterkanal lose O-Ring für Luftfilter beschädigt Luftfilter undicht oder fehlend
Bremswirkung unzureichend
Lenker rüttelt oder vibriert zu stark:
- Lager der Schwinge ausgeschlagen
- Felge verzogen oder unwuchtig
- Radlager ausgeschlagen
- Muttern der Lenkerhalterung lose
- Befestigungsmutter für obere Gabelbrücke lose
- Unwucht der Vorder- oder Hinterachse zu groß Luft in Bremsleitung Bremsklotz oder Bremsscheibe verschlissen Bremsleitung undicht Bremsscheibe verzogen Bremsklötze verschmutzt Bremsflüssigkeit zu alt Primär- oder Sekundärmanschetten im Hauptzylinder beschädigt Hauptbremszylinder innen verkratzt Störungen an der Batterie Handling und/oder Stabilität schlecht Lenker läßt sich schlecht bewegen:
- Betätigungszüge falsch verlegt
- Schläuche falsch verlegt
- Leitungen falsch verlegt
- Einstellmutter zu stark festgezogen
- Steuerkopflager unzureichend geschmiert
- Reifendruck zu niedrig Einstellung der Hinterrad-Stoßdämpfer zu weich Federn für Vorderradgabel und Hinterrad-Stoßdämpfer lahm Hinterradstoßdämpfer undicht Batterie entladen:
- Batterie nicht ausreichend geladen
- Batterie schadhaft (Klemmenspannung zu niedrig)
- Schlechter Kontakt der Batterieanschlüsse
- Zu starke Stromentnahme (z.B. falsche Lampen)
- Lichtmaschine defekt
- Regler/Gleichrichter defekt Batterie überladen: Störungen an der Lichtmaschine Regler/Gleichrichter defekt Batterie defekt
Lenker zieht nach einer Seite: Rahmen verbogen Schwinge verbogen oder verzogen Unwucht der Schwingenlagerwelle zu groß Lenkung schlecht eingestellt Vorderradgabel verbogen Rechter und linker Hinterrad-Stoßdämpfer ungleichmäßig eingestellt
Stoßdämpfung unzureichend: (Zu hart)
- Zuviel Öl in Vorderradgabel
- Öl in Vorderradgabel zu steif
- Hinterradstoßdämpfer falsch eingestellt
- Vorderradgabel verbogen (Zu weich)
- Reifendruck zu niedrig
- Öl in Vorderradgabel unzureichend und/oder ausgelaufen
- Öl in Vorderradgabel zu dünn Kawasaki VN1500-P1 Anhang 17-7 Umrechnungstabelle Präfix für Einheiten: Präfix Symbol Mega Kilo Zenti Milli Micro
Längenmaße: Multiplikator
0,01 0,001 0,000001 Gewichtseinheiten:
Drehmomenteinheiten:
kPa psi kPa Druckeinheiten: Raummaße:
0,01020 0,1450 0,7501 98,07 14,22 1,333 Geschwindigkeitseinheiten: km/h
mph Leistungseinheiten:
Temperatureinheiten: Kawasaki VN1500-P1
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