KTE111 - Nicht kategorisiert IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Induktiver Näherungsschalter |
| Abmessungen | M12 x 50 mm (zylindrisch) |
| Gewicht | ca. 30 g |
| Betriebsspannung | 10…30 V DC |
| Schaltabstand | 8 mm (bündig einbaubar) |
| Ausgang | PNP, Schließer (NO) |
| Schutzart | IP67 |
| Gehäusematerial | Edelstahl 1.4305 |
| Anschluss | M12-Stecker, 4-polig |
| Betriebstemperatur | -25…+70 °C |
| Funktionen | Berührungslose Erfassung von Metallteilen, LED-Schaltzustandsanzeige |
| Reinigung und Pflege | Gehäuse bei Bedarf mit trockenem, fusselfreiem Tuch reinigen |
| Sicherheitshinweise | Vor Wartung Spannungsversorgung trennen; Gerät nur von Fachpersonal montieren |
| Ersatzteile und Reparatur | Das Gerät ist nicht reparierbar; bei Defekt durch baugleiches Exemplar ersetzen |
| Allgemeine Informationen | Konformität: CE, RoHS; Hersteller: IFM Electronic GmbH |
Häufig gestellte Fragen - KTE111 IFM
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BEDIENUNGSANLEITUNG KTE111 IFM
2 Sicherheitshinweise 4
3 Bestimmungsgemäße Verwendung 5
3.1 Einsatzbereich 5
4 Funktion 6
4.1 Messprinzip (gilt nicht für KTV) 6
4.2 Betriebsmodi 6
4.2.1 IO-Link 6
4.2.2 SIO Mode 7
4.3 Ein- und Ausschaltverzögerung 7
4.3.1 Einschaltverzögerung dS 7
4.3.2 Ausschaltverzögerung dr 7
4.4 Betriebsarten (gilt nicht für KTV) 7
4.4.1 Dynamischer Modus (300 ms Puls).... 8
4.4.2 Statischer Modus 8
4.4.3 Bistabiler Modus 8
4.4.4 Kombinierter Modus 8
4.5 Digitale Eingänge 8
4.6 LED-Ansteuerung 9
4.7 LED-Verhalten 9
4.8 LED-Modus.... 10
4.8.1 Taste (gilt nicht für KTV) 10
4.8.2 Taste/Eingang.... 10
4.8.3 PDOUT / SPS-gesteuert 11
4.9 Interne Temperatur 11
4.10 Schaltzyklenzähler (gilt nicht für KTV). 11
4.11 Betriebsstundenzähler 11
5 Montage 12
6 Elektrischer Anschluss 14
7 Inbetriebnahme.... 16
8 Parametrierung.... 17
8.1 Einstellbare Parameter 17
8.1.1 Sensorische Parameter.... 17
8.1.2 Konfiguration der Schaltausgänge 18
8.1.3 Anzeigeparameter.... 19
8.1.4 Sonstige Parameter 21
8.2 Kommandos 21
8.3 Aktive Events und Gerätestatus 21
9 Fehlerbehebung 22
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung 23
1 Vorbemerkung
Anleitung, technische Daten, Zulassungen, Zubehör und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über documentation.ifm.com.
1.1 Verwendete Symbole
√ Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis
[...] Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen
→ Querverweis

Wichtiger Hinweis
Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

Information
Ergänzender Hinweis
2 Sicherheitshinweise
- Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.
- Das Gerät entspricht der Norm EN 61000-6-4 und ist ein Produkt der Klasse B. In Haushaltsumgebungen kann das Gerät Rundfunkstörungen verursachen. Sollten Störungen auftreten, muss der Anwender durch geeignete Maßnahmen für Abhilfe sorgen.
- Bei Umgebungstemperaturen von mehr als 55 °C oder bei direkter Sonneneinstrahlung können höhere Oberflächentemperaturen entstehen, 76 °C bei Kunststoffgeräten und 58 °C bei Metallgeräten (DIN EN ISO 13732-1:2008-12).
3 Bestimmungsgemäße Verwendung
3.1 Einsatzbereich
Die Produkte sind während ihres Einsatzes Einflüssen ausgesetzt, die sich auf Funktion, Lebensdauer, Qualität und Zuverlässigkeit des Produkts auswirken können.
Der Kunde ist verpflichtet, die Produkte für den von ihm beabsichtigten konkreten Verwendungszweck selbst zu qualifizieren. Dies gilt insbesondere für Anwendungen in explosionsgefährdeten Umgebungen und belastenden Umgebungseinflüssen wie Druck, Chemikalien, Temperaturschwankungen, Nässe und Strahlung sowie mechanischen Beanspruchungen, insbesondere bei nicht ordnungsgemäßem Einbau.
Der Einsatz der Produkte in Anwendungen, in denen die Sicherheit von Personen von der Funktion des Produktes abhängt, ist unzulässig. Die Nichtbeachtung kann zu Tod oder schweren Verletzungen führen.

Unsachgemäßer Einbau kann zu Fehlschaltungen führen.
▶ Kapitel Inbetriebnahme beachten.
▶ Ordnungsgemäße Funktion durch Applikationstest prüfen.

Das Gerät erhält die FDA-Konformität nur in Verbindung mit der FDA-Dichtung E12840 (als Zubehör erhältlich).

Das Gerät ist nicht geeignet für den Einsatz an IO-Link Mastern Port Class B.
4 Funktion
Geräte Typ KTE
Die Geräte vom Typ KTE sind kapazitive Taster, die auf Betätigung mit beispielsweise einem Finger reagieren Messprinzip (gilt nicht für KTV) (→ 6).
Geräte Typ KTV
Die Geräte vom Typ KTV sind reine Leuchten im gleichen Design wie die Geräte vom Typ KTE. Sie wurden entwickelt, um Applikations- oder Anlagenzustände zu visualisieren. Der wesentliche Unterschied beider Produkte ist das fehlende kapazitive Elektrodensystem und die dazugehörige Auswertung bei den KTVs.
4.1 Messprinzip (gilt nicht für KTV)
Vor der aktiven Elektrode des Geräts entsteht ein elektrisches Feld. Dieses Feld kann durch flüssige und feste, leitende und nichtleitende Materialien beeinflusst werden.
Die Kapazitätsänderung wird erfasst und in ein Schaltsignal umgewandelt. Dies geschieht normalerweise durch eine sich annähernde Hand oder einen Finger.

1: Anschluss
2: Gehäuse
3: Elektrisches Wechselfeld
4: Elektrodensystem
5: Auswerteelektronik

Die Funktion des Geräts basiert auf der Erkennung von Kapazitätsänderungen.
▶ Den Erfassungsbereich des Geräts beim Einschalten freihalten.
4.2 Betriebsmodi
4.2.1 IO-Link
IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter io-link.ifm

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter documentation.ifm.com
IO-Link bietet folgende Vorteile:
• Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
- Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
- Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
- Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
- Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
- Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
- Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
- Standardisierter elektrischer Anschluss
- Fernwartung
4.2.2 SIO Mode
Der SIO Mode ist immer aktiv wenn das Gerät nicht an einen IO-Link Master angeschlossen ist.
Im SIO Mode wird das Gerät als digitaler Schalter betrieben und nutzt den digitalen Schaltausgang sowie die beiden digitalen Eingänge.

Die Konfiguration des digitalen Schaltausgangs (Öffner / Schließer, PNP / NPN) kann über IO-Link verändert werden. Anschließend ist der Betrieb des Geräts ohne IO-Link möglich.
4.3 Ein- und Ausschaltverzögerung
Ein- und Ausschaltverzögerung sind je nach Betriebsart nicht verfügbar.
4.3.1 Einschaltverzögerung dS
Die Einschaltverzögerung für den Schaltausgang kann zwischen 0 und 2 s in 100 ms Schritten eingestellt werden. Dabei muss das Gerät mindestens für die eingestellte Zeit berührt werden.
Diese Funktion bietet einen zusätzlichen Schutz gegenüber einer ungewollten Aktivierung des Ausgangs und kann ebenfalls als eine Tastensperre genutzt werden.
4.3.2 Ausschaltverzögerung dr
Die Ausschaltverzögerung für den Schaltausgang kann zwischen 0 und 3600 s in 100 ms Schritten eingestellt werden. Dabei bleibt der Schaltzustand des Geräts so lange unverändert bis die eingestellte Zeit abgelaufen ist.
Ein erneutes Betätigen des Geräts hat während der Ausschaltverzögerung [dr] keinen Einfluss auf den Schaltausgang.
4.4 Betriebsarten (gilt nicht für KTV)
Es stehen folgende Betriebsarten zur Verfügung:
• Dynamischer Modus
- Statischer Modus
- Bistabiler Modus
• Kombinierter Modus

Das Gerät kann ausschließlich über IO-Link konfiguriert werden.
4.4.1 Dynamischer Modus (300 ms Puls)
Jede erkannte Betätigung (Aktivierung) wird in der Einstellung [Dynamischer Modus] mit einem 300 ms langen Ausgangsimpuls signalisiert. Der Ausgangsimpuls kann durch die Einstellung [dS] (Einschaltverzögerung) verzögert werden. Ist die Einschaltverzögerungszeit größer als die Dauer der Aktivierung, wird kein Ausgangsimpuls ausgegeben. Die Einstellung [dr] (Rückschaltverzögerung) ist nicht verfügbar.
4.4.2 Statischer Modus
Jede erkannte Betätigung (Aktivierung) wird in der Einstellung [Statischer Modus] so lange signalisiert, wie die Aktivierung anliegt. Der Ausgangsimpuls kann durch die Einstellung [dS]
(Einschaltverzögerung) verzögert werden. Ist die Einschaltverzögerungszeit größer als die Dauer der Aktivierung, wird kein Ausgangsimpuls ausgegeben. Der Ausgangsimpuls kann durch die Einstellung [dr] (Rückschaltverzögerung) verlängert werden.
4.4.3 Bistabiler Modus
Jede erkannte Betätigung (Aktivierung) wechselt in der Einstellung [Bistabiler Modus] den Schaltzustand. Der Wechsel des Schaltzustandes kann durch die Einstellung [dS] (Einschaltverzögerung) verzögert werden. Ist die Einschaltverzögerungszeit größer als die Dauer der Aktivierung, wird kein Wechsel des Schaltzustandes ausgegeben. Die Einstellung [dr] (Rückschaltverzögerung) ist nicht verfügbar.
4.4.4 Kombinierter Modus
Bei einer Konfiguration der Schaltausgänge als Schließer [High active] gilt Folgendes:
Schaltzustand AUS:
- Tipp: einschalten für 300 ms (Mindesteinschaltdauer).
- Daueraktivierung: Einschalten für die Dauer der Aktivierung.
• Doppeltipp: einschalten (Dauer-EIN).
Schaltzustand EIN:
- Tipp: ausschalten, Wiedereinschalt-Sperre 300 ms (wegen Doppeltipp).
• Daueraktivierung: ausschalten.
• Doppeltipp: ausschalten.
Die Einstellungen dS (Einschaltverzögerung) und dr (Ausgangsverzögerung) sind nicht verfügbar.
Bei einer Konfiguration als Öffner [Low active] sind die Schaltzustände invertiert.

Ein Doppeltipp sind zwei kurze, aufeinanderfolgende Betätigungen innerhalb des hierfür festgelegten Zeitfensters von 300 ms.
4.5 Digitale Eingänge
Die digitalen Eingänge sind nach IEC/EN 61131-2 Typ 3 ausgeführt mit ratiometrischen Schwellen. Das bedeutet für UB 8...32 V:
- Schaltzustand AUS wird gesichert erkannt bei einer Eingangsspannung <= 20 % * U _B .
- Schaltzustand EIN wird gesichert erkannt bei einer Eingangsspannung >= 80 % * U _B .

Die Betätigung des Geräts hat Vorrang vor Signalen aus den digitalen Eingängen.
4.6 LED-Ansteuerung
Die folgende Tabelle zeigt, welche Farbe bei welcher Kombination aus Gerätezustand und [LED-Modus] angezeigt wird.
| Zustand Gerät unbetätigt Gerät betätigt *) | ||||||
| Eingang | IN1 | OFF | ON | OFF | ON | OFF ON |
| IN2 | OFF | OFF | ON | ON | OFF ON | |
| [LED-Modus] [Taste/Eingang] [LED-Farbe. Taste nicht gedrückt] [LED-Farbe. Taste ge- | drückt] | |||||
Tab. 1: Übersicht Gerätezustand und LED-Modus
*) gilt nicht für KTV.

Im [LED-Modus] [PDOut / SPS-gesteuert] erfolgt die Farbauswahl ausschließlich über den IO-Link Master. Betätigungen des Geräts werden über das SSC-Bit an den IO-Link Master übertragen * ).
Für einen Farbwechsel bei Betätigung, die Logik in die übergeordnete Steuerung implementieren (Pollen des SSC-Bits, Farbauswahl je nach Zustand des SSC-Bits).

Die LED-Farben werden über den Parameter [LED-Farbe] festgelegt Anzeigeparameter ( ☐ 19).
| LED-Farbe Voreingestellt bei | |
| Aus (0) Gerät nicht betätigt. | |
| Blau (1) IN1 und IN2 aktiv. | |
| Grün (2) Gerät betätigt (gilt nicht für KTV). | |
| Cyan (3) - | |
| Rot (4) IN1 aktiv und IN2 inaktiv. | |
| Lila (5) - | |
| Gelb (6) IN2 aktiv und IN1 inaktiv. | |
| Weiß (7) - | |
| Bernstein (8) - | |
| Benutzerdefinierte Farbe 1 (9) | Rot: 252, Grün: 0, Blau: 197 (Farbe Magenta) |
| Benutzerdefinierte Farbe 2 (10) | Rot: 254, Grün: 40, Blau: 0 (Farbe Orange) |
Tab. 2: Verfügbare LED-Farben
4.7 LED-Verhalten
Das LED-Verhalten ist über den Parameter [LED-Verhalten] einstellbar.
Es stehen folgende Parameter zur Verfügung:
• Dauerhaftes Leuchten
• Langsames Aufblitzen
• Moderates Aufblitzen
- Schnelles Aufblitzen
• Langsames Pulsieren
• Moderates Pulsieren
- Schnelles Pulsieren

line
| Time (s) | LED | | :--- | :--- | | 0,5 | 1 | | 1,5 | 2 | | 2 | 1 |Abb. 1: LED-Verhalten bei moderatem Aufblitzen

Abb. 2: LED-Verhalten bei moderatem Pulsieren
4.8 LED-Modus
4.8.1 Taste (gilt nicht für KTV)
In diesem Modus lässt sich die LED des angeschlossenen Geräts nicht über den PDOut (IO-Link) oder die Eingänge verändern.
Diese Funktion kann genutzt werden, um Signale von anderen Sensoren oder mechanischen Kontakten in das IO-Link Netzwerk einzubinden.
Wenn das Gerät im IO-Link Netzwerk eingebunden ist, können die Signale an IN1 (Pin2) und IN2 (Pin5) genutzt werden, um die Schaltausgänge auszuwerten.

Abb. 3: Anschlussbeispiel LED-Modus Taste
A: Sensor A
B: Sensor B
C: IO-Link Master
Mögliches Verbindungszubehör EVC847 und EVC848.
4.8.2 Taste/Eingang
In diesem Modus lässt sich die LED des angeschlossenen Geräts über die Eingänge verändern.
Diese Funktion kann genutzt werden, um Anlagenzustände über das Gerät anzuzeigen.
Die LED verhält sich wie unter LED-Ansteuerung ( LED-Ansteuerung ☐ 9) angegeben.

A: Sensor A
B: Sensor B
C: IO-Link Master
Abb. 4: Anschlussbeispiel LED-Modus Taste/Eingang
Mögliches Verbindungszubehör EVC847 und EVC848.
4.8.3 PDOUT / SPS-gesteuert
In diesem Modus lässt sich die LED des angeschlossenen Geräts nur über den PDOut (IO-Link) verändern.
4.9 Interne Temperatur
Die interne Temperatur des Geräts kann ausgelesen werden Sonstige Parameter (→ 21).

Aufgrund der Eigenerwärmung des Geräts entspricht die interne Temperatur in der Regel nicht der Umgebungstemperatur.
4.10 Schaltzyklenzähler (gilt nicht für KTV)
Die Anzahl der Schaltzyklen können ausgelesen und zurückgesetzt werden Sonstige Parameter (→ 21). Der Schaltzyklenzähler wird zyklisch im Speicher des Geräts abgelegt. Die Werte können nach einem Neustart des Geräts zur Orientierung herangezogen werden, aber aufgrund des Speicherzyklus von ca. 60 Minuten geringere Werte enthalten.
4.11 Betriebsstundenzähler
Die Anzahl der bereits abgeleisteten Betriebsstunden kann per IO-Link aus dem Speicher des Geräts ausgelesen werden Sonstige Parameter ( ☐ 21).
5 Montage
A: Edelstahlgerät
B: Kunststoffgerät mit Symbolscheibe
C: Kunststoffgerät mit transparenter Symbolscheibe und Symbolsticker
A

Abb. 5: Zusammenbau, Reihenfolge und Montagerichtung beachten
1: Easy-Mount Mutter 5: Symbolsticker
2: Dichtring (außen) 6: Symbolscheibe Kunststoff (mit und ohne Symbol)
3: Touchsensor 7: Symbolscheibe für Edelstahlgeräte
4: Dichtring (innen) 8: Edelstahlring

Beim Betrieb ohne Symbolscheibe werden Betätigungen nicht sicher erkannt.
Das Gerät immer mit einer Symbolscheibe betreiben.

Bei unsachgemäßem Zusammenbau kann Wasser, Schmutz oder ähnliches zwischen Symbolscheibe und aktive Fläche eindringen und Fehlfunktionen verursachen.
▶ Gerät und Symbolscheibe im ausgebauten Zustand zusammenbauen.
Gerät und Symbolscheibe immer mit den dafür vorgesehenen Dichtungen montieren.
▶ Die Dichtung muss vollständig in der dafür vorgesehenen Nut liegen.
▶ Die Symbolscheibe mit einem Anzugsdrehmoment von mind. 1 Nm aufschrauben.

Vor der Inbetriebnahme sicherstellen, dass die Symbolscheibe mit einem Anzugsmoment von 1 Nm montiert ist. Dies kann durch händisches Anziehen erreicht werden. Ein zu starkes Anziehen per Hand ist konstruktiv ausgeschlossen.

Jedes Gerät ist mit jeder Symbolscheibe kompatibel. Beispielsweise kann eine Kunststoff-Symbolscheibe auf ein Metallgerät montiert werden.
6 Elektrischer Anschluss

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.
▶ Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.
▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:
Typ KTE:

flowchart
graph TD
A["BL"] --> B["BN"]
A --> C["GY"]
A --> D["WH"]
A --> E["BK"]
A --> F["BU"]
B --> G["L+"]
C --> H["IN2"]
D --> I["IN1"]
E --> J["OUT / IO-Link"]
F --> K["L-"]
Abb. 6: Anschlussbelegung Kabel


flowchart
graph TD
A["Input"] --> B["1"]
A --> C["2"]
A --> D["3"]
B --> E["BN"]
B --> F["5"]
C --> G["GY"]
C --> H["IN2"]
D --> I["4"]
D --> J["3"]
I --> K["BU"]
I --> L["OUT / IO-Link"]
J --> M["L-"]
J --> N["L+"]
Abb. 7: Anschlussbelegung Stecker
Typ KTV

flowchart
graph TD
A["BL"] --> B["BN"]
A --> C["GY"]
A --> D["WH"]
A --> E["BK"]
A --> F["BU"]
B --> G["L+"]
C --> H["IN2"]
D --> I["IN1"]
E --> J["IO-Link"]
F --> K["L-"]
Abb. 8: Anschlussbelegung Kabel


flowchart
graph TD
A["Input"] --> B["1"]
A --> C["2"]
A --> D["3"]
A --> E["4"]
A --> F["5"]
B --> G["BN"]
C --> H["GY"]
D --> I["WH"]
E --> J["BK"]
F --> K["BU"]
G --> L["L+"]
H --> M["IN2"]
I --> N["IN1"]
J --> O["IO-Link"]
K --> P["L-"]
Abb. 9: Anschlussbelegung Stecker

Kabel gestreckt verlegen und nicht aufwickeln.
7 Inbetriebnahme
▶ Gerät vollständig montieren.
▶ Elektrischen Anschluss prüfen.
▶ Gewünschte Einstellungen vornehmen.
▶ Funktion des Geräts prüfen.
8 Parametrierung
Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.
Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.
Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

In Abhängigkeit von der Parametereinstellung können sich die im Menü verfügbaren Parameter ändern.
Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:
√ Eine geeignete Parametriersoftware, z.B. ifm moneo|configure
√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät, siehe documentation.ifm.com
√ Ein IO-Link Master
▶ Den IO-Link Master mit einer Parametriersoftware verbinden.
▶ Den Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.
Das Gerät mit einem freien Port des IO-Link Masters verbinden.
Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.
▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.
▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

Hinweise zur Parametrierung → Handbuch der Parametriersoftware
8.1 Einstellbare Parameter

Die folgenden IO-Link Parameter stellen lediglich eine Übersicht dar. Die vollständige Auflistung enthält die IODD des Geräts.
8.1.1 Sensorische Parameter
| Parameter Wert / Werkseinstellung Beschreibung | |
| Empfindlichkeit Niedrig (0)Mittel (1)Hoch (2) | Einstellung der Empfindlichkeit des Geräts auf Berührung in 3 Stufen. |
| Umgebungseinstellung | Verschmutzung (0)Standard (1)Spritzwasser (2) |
| Empfindlichkeit | Umgebungseinstellung | Betätigung funktioniert (mit): | Löst nicht aus durch: | Blendet Verschmutzung aus: | |||||||||||
| Ohne Handschuhe | Dünne Handschuhe (z.B. Latexhandschuhe) | Mittlere Handschuhe (z.B. Gartenhandschuhe) | Dicke Handschuhe (z.B. Arbeitshandschuhe) | Sprühnebel | Regen | Wasserstrahl dünn (z.B. aus Reinigungsflasche) | Hochdruckreiniger | Feuchtes Überwischen | Wasserstrahl (Gartenschlauch oder mehr) | Verschmutzung (z.B. Öl oder Fett, kein Wasser) | Wässrige Verschmutzung, nicht leitfähig (z.B. demineralisiertes Wasser) | Wässrige Verschmutzung, schwach leitfähig (z.B. Leitungswasser) | Wässrige Verschmutzung, stark leitfähig (z.B. Meerwasser) | ||
| Niedrig Verschmutzung | √ | √ | ✗ | ✗ | √ | √ | ✗ | √ | ✗ | ✗ | √ | √ | ✗ | ✗ | |
| Standard | √ | √ | ✗ | ✗ | √ | √ | √ | √ | ✗ | √ | √ | √ | ✗ | ✗ | |
| Spritzwasser | √ | √ | ✗ | ✗ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | ✗ | ✗ | |
| Mittel Verschmutzung | √ | √ | √ | √ | √ | √ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | √ | √ | ✗ | ✗ | |
| Standard | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | ✗ | ✗ | √ | √ | ✗ | ✗ | |
| Spritzwasser | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | ✗ | ✗ | |
| Hoch Verschmutzung | √ | √ | √ | √ | √ | √ | ✗ | ✗ | ✗ | ✗ | √ | √ | √ | ✗ | |
| Standard | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | ✗ | ✗ | ✗ | √ | √ | ✗ | ✗ | |
| Spritzwasser | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | √ | ✗ | √ | √ | ✗ | ✗ | |
8.1.2 Konfiguration der Schaltausgänge
| Parameter Wert / Werkseinstellung Beschreibung | ||
| P-nPNP (0) | NPN (1) | Ausgangspolarität der Schaltausgänge. |
| SSC Config LogicHigh active (0)Low active (1) | Einstellung der Schaltpunktlogik des Geräts bei Berührung. | |
| Parameter Wert / Werkseinstellung Beschreibung | |
| SSC1 Delay. dS 0 s ... 2 s Schaltverzögerung für SSC1, einstellbar in Schritten von 0,1 s. | |
| SSC1 Delay. dr 0 s ... 3600 s Rückschaltverzögerung für SSC1, einstellbar in Schritten von 0,1 s. | |
| SSC1 Counter | 0 ... 2147482880 |
| SSC1 Totaliser | 0 ... 2147482880 |
8.1.3 Anzeigeparameter
Die LED-Anzeige des Geräts lässt sich komplett oder teilweise deaktivieren.
| Parameter Wert / Werkseinstellung Beschreibung | ||
| LED-Modus Taste/Eingang (0)Eingänge (11)*PDOut / SPS-gesteuert (3) | Festlegung der Quelle der LED-Steuerung.*Werkseinstellung für KTV | |
| LED-Helligkeit Normal (0)Hell (1) | Helligkeit der LEDs | |
| RGB-Kundenfarbe 1 Rot (RGB - Rotanteil 0...255): 252Grün (RGB - Grünanteil 0...255): 0Blau (RGB - Blauanteil 0...255): 197 | Eigene definierte Farbe (1) | |
| RGB-Kundenfarbe 2 Rot (RGB - Rotanteil 0...255): 254Grün (RGB - Grünanteil 0...255): 40Blau (RGB - Blauanteil 0...255): 0 | Eigene definierte Farbe (2) | |
| LED-Farbe. Taste nicht gedrückt | Aus (0)Blau (1)Grün (2)Cyan (3)Rot (4)Lila (5)Gelb (6)Weiß (7)Bernstein (8)Benutzerdefinierte Farbe 1 (9)Benutzerdefinierte Farbe 2 (10) | LED-Farbe bei Zustand:• Gerät nicht betätigt. |
| LED-Verhalten. Taste nicht gedrückt | Dauerhaftes Leuchten (0)Langsames Aufblitzen (1)Moderates Aufblitzen (2)Schnelles Aufblitzen (3)Langsames Pulsieren (4)Moderates Pulsieren (5)Schnelles Pulsieren (6) | LED-Verhalten bei Zustand:• Gerät nicht betätigt. |
| LED-Farbe. nur IN2 Aus (0)Blau (1)Grün (2)Cyan (3)Rot (4)Lila (5)Gelb (6)Weiß (7)Bernstein (8)Benutzerdefinierte Farbe 1 (9)Benutzerdefinierte Farbe 2 (10) | LED-Farbe bei Zustand:• IN2 aktiv und IN1 inaktiv. | |
| LED-Verhalten. nur IN2 | Dauerhaftes Leuchten (0)Langsames Aufblitzen (1)Moderates Aufblitzen (2)Schnelles Aufblitzen (3)Langsames Pulsieren (4)Moderates Pulsieren (5)Schnelles Pulsieren (6) | LED-Verhalten bei Zustand:• IN2 aktiv und IN1 inaktiv. |
| LED-Farbe. nur IN1 | Aus (0)Blau (1)Grün (2)Cyan (3)Rot (4)Lila (5)Gelb (6)Weiß (7)Bernstein (8)Benutzerdefinierte Farbe 1 (9)Benutzerdefinierte Farbe 2 (10) | LED-Farbe bei Zustand:• IN1 aktiv und IN2 inaktiv. |
| LED-Verhalten. nur IN1 | Dauerhaftes Leuchten (0)Langsames Aufblitzen (1)Moderates Aufblitzen (2)Schnelles Aufblitzen (3)Langsames Pulsieren (4)Moderates Pulsieren (5)Schnelles Pulsieren (6) | LED-Verhalten bei Zustand:• IN1 aktiv und IN2 inaktiv. |
| LED-Farbe. IN1 und IN2 | Aus (0)Blau (1)Grün (2)Cyan (3)Rot (4)Lila (5)Gelb (6)Weiß (7)Bernstein (8)Benutzerdefinierte Farbe 1 (9)Benutzerdefinierte Farbe 2 (10) | LED-Farbe bei Zustand:• IN1 aktiv und IN2 aktiv. |
| LED-Verhalten. IN1 und IN2 | Dauerhaftes Leuchten (0)Langsames Aufblitzen (1)Moderates Aufblitzen (2)Schnelles Aufblitzen (3)Langsames Pulsieren (4)Moderates Pulsieren (5)Schnelles Pulsieren (6) | LED-Verhalten bei Zustand:• IN1 aktiv und IN2 aktiv. |
| LED-Farbe. Taste gedrückt | Aus (0)Blau (1)Grün (2)Cyan (3)Rot (4)Lila (5)Gelb (6)Weiß (7)Bernstein (8)Benutzerdefinierte Farbe 1 (9)Benutzerdefinierte Farbe 2 (10) | LED-Farbe bei Zustand:Gerät betätigt. |
| LED-Verhalten. Taste gedrückt | Dauerhaftes Leuchten (0)Langsames Aufblitzen (1)Moderates Aufblitzen (2)Schnelles Aufblitzen (3)Langsames Pulsieren (4)Moderates Pulsieren (5)Schnelles Pulsieren (6) | LED-Verhalten bei Zustand:Gerät betätigt. |
8.1.4 Sonstige Parameter
| Parameter Wert / Werkseinstellung Beschreibung | |
| Interne Temperatur -30 ... 90 °C Interne Temperatur des Geräts. | |
| Einschaltvorgänge 0 ... 2000000 Anzahl der Einschaltvorgänge. | |
| Betriebsstunden 0 ... 2000000 h Anzahl der Betriebsstunden. |
8.2 Kommandos
| Kommando Beschreibung | |
| Auslieferungszustand wiederherstellen Setzt | alle Parameter des Geräts auf die Werkseinstellungen zurück. Nicht zurückgesetzt wird der Schaltzyklenzähler. |
| Reset Zähler auf Null Setzt den Schaltzyklenzähler auf 0 zurück. | |
| Locator Start Die LED visualisiert das Lokalisierungsanzeigemuster, um ein Gerät im eingebauten Zustand zu lokalisieren. | |
| Locator Stopp Das Lokalisierungsanzeigemuster wird beendet. | |

Die Blinkfunktion [Locator] wird nach 10 Minuten automatisch deaktiviert, sofern das nicht vorher per Kommando geschehen ist.
8.3 Aktive Events und Gerätestatus
Das Gerät gibt neben dem Device Status, der im Process Data Input enthalten ist, Events aus. Die Events können mit einem IO-Link Master ausgewertet werden.
| Event Gerätestatus Beschreibung | ||
| Gerät OK | OK (0) | Das Gerät funktioniert ordnungsgemäß. |
| Parameterfehler | Funktionsprüfung (3) | Ein zum Gerät geschriebener Parameter hat den falschen Wertebereich oder die falsche Länge. |
| Interne Temperatur überschritten Außerhalb der Spezifikation (2) | Interne Temperatur zu hoch.► Umgebungstemperatur senken► Last reduzieren► LED ausschalten | |
| Interne Temperatur unterschritten | Außerhalb der Spezifikation (2) | Interne Temperatur zu niedrig.► Gerät isolieren |

Weitere Informationen zu den Events → IODD.
9 Fehlerbehebung
▶ Gerät von Verschmutzungen reinigen.
▶ Korrekte Montage des Geräts prüfen.
▶ Reset durchführen.
▶ Dichtungen kontrollieren.
▶ Ggf. Empfindlichkeit oder Umgebungseinstellung anpassen.
▶ Ggf. Einschaltverzögerung einstellen.
10 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung
Bei sachgemäßem Betrieb ist das Gerät wartungsfrei.
Die aktive Fläche und etwaige Freiräume von Ablagerungen und Fremdkörpern freihalten.
▶ Eine Instandsetzung des Geräts ist nicht möglich.
Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.