IFM SUH720 - Nicht kategorisiert

SUH720 - Nicht kategorisiert IFM - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice IFM SUH720 - page 6
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Produkttyp Sensor/Steuergerät
Modell SUH720
Marke IFM
Abmessungen Ca. 80 x 40 x 30 mm
Gewicht Ca. 150 g
Versorgungsspannung 18…30 V DC
Stromaufnahme < 50 mA
Schutzart IP67
Anschluss M12-Stecker, 4-polig
Anzeige 2-stellige LED, rot/grün
Ausgang Schaltausgang PNP/NPN, 4…20 mA
Schaltfrequenz < 10 Hz
Temperaturbereich -40…80 °C
Lagertemperatur -40…85 °C
Werkstoff Gehäuse Edelstahl / PBT
Elektrischer Anschluss Kabel 2 m
Einstellung via Teach-Taste oder IO-Link
Reinigung Mit weichem Tuch und mildem Reinigungsmittel
Wartung Keine regelmäßige Wartung erforderlich
Sicherheit Nur von Fachpersonal installieren; Gerät spannungsfrei schalten
Ersatzteile Nicht vorgesehen; Gerät muss komplett ersetzt werden

Häufig gestellte Fragen - SUH720 IFM

Wie schließe ich den SUH720 korrekt an?
Wie stelle ich den Schaltpunkt ein?
Welche Ausgangskonfiguration ist möglich?
Kann der SUH720 über IO-Link parametriert werden?
Wie reinige ich das Gerät?
Was bedeutet die rote LED-Anzeige?
Wie kann ich den Messbereich überprüfen?
Was ist bei der Lagerung zu beachten?
Ist der SUH720 kurzschlussfest?
Wo finde ich die aktuelle Bedienungsanleitung?

Benutzerfragen zu SUH720 IFM

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BEDIENUNGSANLEITUNG SUH720 IFM

Ultraschall Durchflusssensor ohne Display

SUHxxx

Inhaltsverzeichnis

1 Vorbemerkung.... 4

1.1 Verwendete Symbole 4
1.2 Warnhinweise 4
1.3 Geräteübersicht 5

2 Sicherheitshinweise 6

2.1 Cybersecurity.... 6

3 Transport, Handhabung und Lagerung 7

4 Bestimmungsgemäße Verwendung.... 8

4.1 Einsatzbereich 8

5 Funktion....9

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1 9
5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2 9
5.3 IO-Link.... 10

6 Montage 11

6.1 Prozessanschluss.... 11
6.1.1 Clamp 11
6.2 Störeinflüsse 12
6.3 Einbaulage.... 13

6.3.1 Empfohlene Einbaulage 13

6.3.2 Nicht empfohlene Einbaulage 13

6.4 Einsatz im Hygienebereich nach 3-A. 14

7 Elektrischer Anschluss 15
8 Bedien- und Anzeigeelemente 17
9 Inbetriebnahme 18
10 Parametrierung 19

10.1 Einstellbare Parameter 19
10.2 Ausgangskonfiguration.... 21

10.2.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung 21
10.2.2 Schaltsignal Diagnose 22

10.2.2.1 Schaltsignal Durchflussrichtung 22
10.2.2.2 Schaltsignal Signalqualität 23

10.2.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) 23

10.2.3.1 Schaltsignal Totalisator.... 24
10.2.3.2 Impulssignal Totalisator 24

10.2.4 Analogsignal 25
10.2.5 Frequenzsignal.... 27
10.2.6 Fehlerverhalten der Ausgänge 28
10.2.7 Ausgang aus 29

10.3 Anwendungskonfiguration 30

10.3.1 Standard-Maßeinheit 30
10.3.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2 30
10.3.3 Dämpfung 30
10.3.4 Ausgangspolarität 30
10.3.5 Schleichmengenunterdrückung 31
10.3.6 Medium 31
10.3.7 Durchflussrichtung 31
10.3.8 Kalibrierung 32
10.3.9 Nullpunktkalibrierung 32
10.3.10 Totalisator-Reset 33
10.3.11 Zählweise der Totalisatoren 33
10.3.12 Gerät zurücksetzen (Reset) 34

10.4 Diagnosefunktionen 35

10.4.1 Totalisatorwerte ablesen.... 35
10.4.2 Speicher 35
10.4.3 Betriebsstundenzähler 36
10.4.4 Interne Temperatur 36
10.4.5 Signalqualität 36

10.5 Service-Funktionen 36

10.5.1 Geräteinformationen.... 36
10.5.2 Simulation 37

11 Betrieb.... 38
12 Fehlerbehebung.... 39

12.1 Warnmeldungen.... 39
12.2 Fehlermeldungen 40

13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung.... 41
14 Werkseinstellungen 42

1 Vorbemerkung

Anleitung, technische Daten, Zulassungen und weitere Informationen über den QR-Code auf dem Gerät / auf der Verpackung oder über ✉ documentation.ifm.com.

1.1 Verwendete Symbole

Voraussetzung
▶ Handlungsanweisung
Reaktion, Ergebnis

fett Bezeichnung von Tasten, Schaltflächen oder Anzeigen

Querverweis ohne Verlinkung ("Siehe")

Verlinkung im Dokument oder Verlinkung ins Internet

IFM SUH720 - Verwendete Symbole - 1

Wichtiger Hinweis

Fehlfunktionen oder Störungen sind bei Nichtbeachtung möglich

IFM SUH720 - Verwendete Symbole - 2

Information

Ergänzender Hinweis

1.2 Warnhinweise

Warnhinweise warnen vor möglichen Personen- und Sachschäden. Dadurch wird der sichere Umgang mit dem Produkt ermöglicht. Warnhinweise sind wie folgt abgestuft:

IFM SUH720 - Warnhinweise - 1

WARNUNG

Warnung vor schweren Personenschäden

Tödliche und schwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SUH720 - WARNUNG - 1

VORSICHT

Warnung vor leichten bis mittelschweren Personenschäden

▷ Leichte bis mittelschwere Verletzungen sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

IFM SUH720 - VORSICHT - 1

ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden

Sachschäden sind möglich, wenn der Warnhinweis nicht beachtet wird.

1.3 Geräteübersicht

Artikel Nennweite
SUH120 DN15
SUH220 DN25
SUH251 DN25
SUH301 DN40
SUH320 DN40
SUH420 DN50
SUH451 DN50
SUH501 DN65
SUH520 DN65
SUH601 DN80
SUH620 DN80
SUH701 DN100
SUH720 DN100
SUH801 DN20
SUH820 DN20

2 Sicherheitshinweise

Das beschriebene Gerät wird als Teilkomponente in einem System verbaut.
– Die Sicherheit dieses Systems liegt in der Verantwortung des Erstellers.
- Der Systemersteller ist verpflichtet, eine Risikobeurteilung durchzuführen und daraus eine Dokumentation nach den gesetzlichen und normativen Anforderungen für den Betreiber und den Benutzer des Systems zu erstellen und beizulegen. Diese muss alle erforderlichen Informationen und Sicherheitshinweise für den Betreiber, Benutzer und ggf. vom Systemersteller autorisiertes Servicepersonal beinhalten.
- Dieses Dokument vor Inbetriebnahme des Produktes lesen und während der Einsatzdauer aufbewahren.
- Das Produkt muss sich uneingeschränkt für die betreffenden Applikationen und Umgebungsbedingungen eignen.
- Das Produkt nur bestimmungsgemäß verwenden (→ Bestimmungsgemäße Verwendung).
- Das Produkt nur für zulässige Medien einsetzen.
- Die Missachtung von Anwendungshinweisen oder technischen Angaben kann zu Sach- und / oder Personenschäden führen.
- Für Folgen durch Eingriffe in das Produkt oder Fehlgebrauch durch den Betreiber übernimmt der Hersteller keine Haftung und keine Gewährleistung.
- Montage, elektrischer Anschluss, Inbetriebnahme, Bedienung und Wartung des Produktes darf nur ausgebildetes, vom Anlagenbetreiber autorisiertes Fachpersonal durchführen.
- Geräte und Kabel wirksam vor Beschädigung schützen.

2.1 Cybersecurity

Installation

Das Gerät ist für den Betrieb in einer sicheren Umgebung gemäß IEC 62443-1-1 geeignet.

Das Gerät ist für den Betrieb hinter einer Firewall konzipiert.

▶ Eine Risikobeurteilung der Anlage nach IEC 62443-1-1 durchführen.
▶ Maßnahmen zur Sicherstellung der physikalischen Sicherheit ergreifen.

Betrieb

▶ Die in der Gerätedokumentation beschriebenen Security-Funktionen und die Empfehlungen für deren Anwendung beachten.

Wartung

Systemkonfiguration und Systemdaten gemäß den Change-Management-Prozessen des Unternehmens sichern.

Außerbetriebnahme

▶ Darauf achten, dass keine schützenswerten Informationen in unberechtigte Hände gelangen können.
▶ Vor der Außerbetriebnahme des Geräts die Systemeinstellungen immer auf die Werkseinstellungen zurücksetzen.

3 Transport, Handhabung und Lagerung

Das Gerät in der Originalverpackung lagern.
Bei erneuter Lagerung des Geräts die Originalverpackung verwenden.
▶ Anderenfalls nicht benutzte Anschlüsse entweder mit einem Gegenstecker oder mit einer Schutzkappe versehen und das Gerät geeignet verpacken.
▶ Bei der Lagerung die für das Gerät zulässigen Umgebungsbedingungen beachten (→ Technische Daten).

4 Bestimmungsgemäße Verwendung

Das Gerät überwacht flüssige Medien.

Das Gerät erfasst die Prozessgrößen Durchflussgeschwindigkeit, Volumenstrom (Durchflussmenge/Zeit), Verbrauchsmenge und Medientemperatur.

4.1 Einsatzbereich

Flüssige Medien mit folgenden Eigenschaften:

  • Leitfähige Medien auf Wasserbasis mit 90 % Wasseranteil
  • Nicht leitfähiges Wasser
  • Hochviskose Öle (Viskosität: 30...68 mm²/s bei 40 °C / 30...68 cSt bei 104 °F)
  • Beispiele für Lebensmittelöle:

– Natives Olivenöl extra

– Sojabohnenöl

– Sonnenblumenöl

- Senföl

- Kokosnussöl

- Maisöl

– Erdnussöl

IFM SUH720 - Einsatzbereich - 1

Druckgeräterichtlinie (DGRL):

Die Geräte entsprechen der Druckgeräterichtlinie und sind für Medien der Fluidgruppe 2 nach guter Ingenieurpraxis ausgelegt und hergestellt. Einsatz von Medien der Fluidgruppe 1 auf Anfrage.

5 Funktion

Das Gerät erfasst den Durchfluss nach dem Messprinzip der Ultraschall-Laufzeitdifferenz.
- Als zusätzlichen Prozesswert erfasst das Gerät die Medientemperatur.
- Das Gerät kann im SIO-Modus (Standard Input Output) und im IO-Link Modus betrieben werden.
Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose.

– Überwachung der Durchflussrichtung
– Überwachung der Signalqualität
– Ausgabe von Warn- und Fehlermeldungen

  • Das Gerät gibt die Ergebnisse der Selbstdiagnose über die Ausgänge sowie die IO-Link Schnittstelle aus.
  • Eine grüne LED am M12-Stecker zeigt an, dass das Gerät mit Strom versorgt wird.
  • Ein Simulationsmodus ermöglicht eine vereinfachte Inbetriebnahme des Sensors.

5.1 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT1

  • Schaltsignal Durchfluss
  • Schaltsignal Temperatur
  • Schaltsignal Diagnose
    – Durchflussrichtung
  • Signalqualität
  • Schaltsignal Totalisator
  • Impulssignal Totalisator
  • Frequenzsignal Durchfluss
  • Frequenzsignal Temperatur
    IO-Link
  • OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)

5.2 Wahlmöglichkeiten für Ausgang OUT2

  • Schaltsignal Durchfluss
  • Schaltsignal Temperatur
  • Schaltsignal Diagnose
    – Durchflussrichtung
    – Signalqualität
  • Schaltsignal Totalisator
  • Impulssignal Totalisator
  • Analogsignal Durchfluss
  • Analogsignal Temperatur
  • Eingang für externen Totalisator-Reset

- OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)

IO-Link ist ein Kommunikationssystem für die Anbindung intelligenter Sensoren und Aktoren an Automatisierungssysteme. IO-Link ist in der Norm IEC 61131-9 standardisiert.

IFM SUH720 - IO-Link - 1

Allgemeine Informationen zu IO-Link unter ↗ io-link.ifm

IFM SUH720 - IO-Link - 2

Input Output Device Description (IODD) mit allen Parametern, Prozessdaten und detaillierten Beschreibungen zum Gerät unter ✉ documentation.ifm.com

IO-Link bietet folgende Vorteile:

  • Störfeste Übertragung aller Daten und Prozesswerte
  • Parametrierung im laufenden Prozess oder Voreinstellung außerhalb der Applikation
  • Parameter zur Identifikation der angeschlossenen Geräte in der Anlage
  • Zusätzliche Parameter und Diagnosefunktionen
  • Automatische Sicherung und Wiederherstellung von Parametersätzen bei Geräteaustausch (Data storage)
  • Protokollierung der Parametersätze, Prozesswerte und Ereignisse
  • Gerätebeschreibungsdatei (IODD – Input Output Device Description) für einfache Projektierung
  • Standardisierter elektrischer Anschluss
  • Fernwartung

6 Montage

IFM SUH720 - Montage - 1

VORSICHT

Bei Medientemperaturen über 50 °C (122 °F) können sich einige Bereiche des Gehäuses auf über 65 °C (149 °F) erwärmen.

▷ Verbrennungsgefahr.
Gehäuse gegen den Kontakt mit entzündlichen Stoffen und gegen unbeabsichtigtes Berühren sichern.

IFM SUH720 - VORSICHT - 1

ACHTUNG

Fehlende Funktionserdung bei Einbau in ein nicht geerdetes Rohrsystem (z.B. Kunststoffrohre).

▷ Mangelhafte Betriebsfunktion.
Gerät erden. Erdungsschellen für den M12-Stecker sind als Zubehör lieferbar, siehe ✅ documentation.ifm.com.

IFM SUH720 - ACHTUNG - 1

Nach der Montage können Luftblasen im System die Messung beinträchtigen.

Das System nach Montage zur Entlüftung durchspülen.

IFM SUH720 - ACHTUNG - 2

▶ Sicherstellen, dass die Anlage während der Montagearbeiten druckfrei ist.
Vorschriften und Bestimmungen für Errichtung und Betrieb von Druckluftanlagen befolgen.

6.1 Prozessanschluss

Die Geräteserie SUHxxx verfügt über hygienegerechte Prozessanschlüsse, die sich direkt am Gerät befinden.

6.1.1 Clamp

Die Geräte verfügen je nach Bauform (Technische Daten unter www.ifm.com) über eine Klemm-Verbindung (Clamp) nach DIN 32676 Reihe A oder C als Prozessanschluss.

Für die Montage wird ein passender Dichtring, sowie eine Gelenkklammer oder eine Hochdruck-Spannklammer benötigt. Dichtring und Klammer sind nicht im Lieferumfang enthalten.

11223344

Abb. 1: Prozessanschluss Clamp
1: Klammer 2: Clamp-Anschluss der Rohrleitung oder des Adapters
3: Dichtring 4: Clamp-Anschluss des Sensors

▶ Falls erforderlich, Clamp-Adapter in die Rohrleitung einsetzen.
Dichtringe einlegen und Gerät mit Hilfe einer Klammer fixieren. Dabei Durchflussrichtung beachten [→ 31].

IFM SUH720 - Clamp - 2

▶ Eine Kantenbildung beim Übergang zwischen dem Sensor und dem Rohr vermeiden, da diese sich auf das Strömungsprofil und die Messgenauigkeit auswirken kann (→ Abbildung).
Angaben zu passenden Rohnormen beachten (→ documentation.ifm.com).

SUHxxxSUHxxx

IFM SUH720 - Clamp - 4

Abb. 2: Kantenbildung im Prozessanschluss vermeiden

6.2 Störeinflüsse

Einbauten in der Rohrleitung, Krümmungen, Ventile, Reduzierungen u. ä. beeinträchtigen die Funktion des Geräts.

▶ Abstände zwischen Sensor und Störeinflüssen einhalten.

IFM SUH720 - Störeinflüsse - 1

Abb. 3: Störeinflüsse

S: Störeinflüsse

F: Durchflussrichtung

A : Abstand zwischen Störeinfluss und Clamp an der Einlaufstrecke (DN = Rohraußendurchmesser):

  • 5 x DN: SUH1xxx / SUH8xx / SUH2xx / SUH3xx / SUH4xx
    • 15 x DN : SUH5xx / SUH6xx / SUH7xx

B: Abstand zwischen Störeinfluss und Clamp an der Auslaufstrecke (DN = Rohraußendurchmesser):

• 1 x DN: SUH1xxx / SUH8xx / SUH2xx / SUH3xx / SUH4xx
• 3 x DN : SUH5xx / SUH6xx / SUH7xx

6.3 Einbaulage

6.3.1 Empfohlene Einbaulage

▶ Gerät so einbauen, dass das Messrohr stets vollständig gefüllt ist.
▶ Vor oder in steigender Leitung einbauen.

IFM SUH720 - Empfohlene Einbaulage - 1

Falls sich Luftblasen im Rohrsystem bilden können:

Bei horizontalem Einbau den Sensor mit Display seitlich zur Rohrleitung (A) montieren.

A
IFM SUH720 - Empfohlene Einbaulage - 2

Abb. 4: Empfohlene Einbaulage

F: Durchflussrichtung

A: Horizontaler Einbau, Display seitlich zur Rohrleitung.
B: Horizontaler Einbau, Display auf der Rohrleitung.
C: Vertikaler Einbau.

IFM SUH720 - Empfohlene Einbaulage - 3

Das Gerät kann lageunabhängig eingebaut werden, wenn Folgendes sichergestellt ist:

  • Es können sich keine Luftblasen im Rohrsystem bilden.
  • Die Rohrleitungen sind stets komplett gefüllt.

6.3.2 Nicht empfohlene Einbaulage

  • Direkt vor einer fallenden Leitung.
  • In einer fallenden Leitung.
  • Unmittelbar vor einem Rohrauslauf.
  • Unmittelbar vor einem Ventil.
  • An der Ansaugseite einer Pumpe.
  • Am höchsten Punkt des Leitungssystems.

6.4 Einsatz im Hygienebereich nach 3-A

IFM SUH720 - Einsatz im Hygienebereich nach 3-A - 1

Der Sensor ist bei entsprechender Installation für CIP (cleaning in process) geeignet.

▶ Einsatzgrenzen (Temperatur- und Werkstoffbeständigkeit) laut Datenblatt beachten.

IFM SUH720 - Einsatz im Hygienebereich nach 3-A - 2

Nicht einsetzbar in Anlagen, welche die Kriterien erfüllen müssen für Punkt E9.2 / 63-04 der 3A-Norm 63-04.

IFM SUH720 - Einsatz im Hygienebereich nach 3-A - 3

▶ Vorschriften für die Reinigung und Wartung bei Einsatz nach 3-A beachten.

Auf 3-A-konforme Einbindung des Geräts in die Anlage achten.
Nur 3-A-zugelassene und mit dem 3-A-Symbol gekennzeichnete Prozessadapter verwenden (→ Zubehör unter → www.ifm.com).
Clamp-Sensoren mit Hilfe einer Klammer sichern.
▶ Selbstentleerende Installation anwenden.
▶ Damit das Medium aus dem Prozessadapter abfließen kann, das Gerät in folgender Einbaulage montieren:
- Vertikaler Einbau in einer steigenden Leitung (A).
- oder -
- Horizontale Lage mit leichtem Gefälle, sodass es nicht zum Stillstand des Mediums kommt (B).

A
IFM SUH720 - Einsatz im Hygienebereich nach 3-A - 4

Abb. 5: Prozessanschluss gemäß 3-A. 1: Mindestgefälle; F = Durchflussrichtung

Bauform Mindestgefälle(DIN 32676 Serie A)Bauform Mindestgefälle(DIN 32676 Serie C)
DN15 29° 1/2" ---
DN20 43° 3/4" 32°
DN 25 25° 1" 10°
DN40 49° 1 1⁄2" 42°
DN 50 16° 2" 12°
DN65 23° 2 1⁄2" 3°
DN80 30° 3" 3°
DN100 15° 4" 3°

Tab. 1: Mindestgefälle bei Einsatz gemäß 3-A

7 Elektrischer Anschluss

IFM SUH720 - Elektrischer Anschluss - 1

Das Gerät darf nur von einer Elektrofachkraft installiert werden.

Nationale und internationale Vorschriften zur Errichtung elektrotechnischer Anlagen befolgen.

Spannungsversorgung nach SELV, PELV.

▶ Anlage spannungsfrei schalten.
▶ Gerät folgendermaßen anschließen:

IFM SUH720 - Elektrischer Anschluss - 2

IFM SUH720 - Elektrischer Anschluss - 3

flowchart
graph TD
    A[" "] --> B["1"]
    A --> C["2"]
    A --> D["3"]
    A --> E["4"]
    B --> F["L+"]
    C --> G["MP2"]
    D --> H["L-"]
    E --> I["MP1"]

Abb. 6: Anschlussbild; MP: Multifunktion (IN, OUT, Data)

Pin Belegung
1L+
3L-
4 (MP1) • Schaltsignal Durchfluss• Schaltsignal Temperatur• Schaltsignal Diagnose• Schaltsignal Totalisator• Impulssignal Totalisator• Frequenzsignal Durchfluss• Frequenzsignal Temperatur• IO-Link• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)
2 (MP2) • Schaltsignal Durchfluss• Schaltsignal Temperatur• Schaltsignal Diagnose• Schaltsignal Totalisator• Impulssignal Totalisator• Analogsignal Durchfluss• Analogsignal Temperatur• Eingang für externen Totalisator-Reset• OFF (Ausgang hochohmig geschaltet)

Beispielschaltungen:

① 1 2 4 3 L+ L-

② 1 2 4 3 L+ L-

IFM SUH720 - Beispielschaltungen: - 3

8 Bedien- und Anzeigeelemente

IFM SUH720 - Bedien- und Anzeigeelemente - 1

Das Gerät besitzt eine LED am M12-Stecker. Bei anliegender Spannungsversorgung leuchtet die LED grün.

Abb. 7: Betriebszustands-LED

9 Inbetriebnahme

Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.

Während der Bereitschaftsverzögerungszeit befinden sich die Ausgänge entsprechend der Parametrierung in folgendem Zustand:

  • EIN bei Schließerfunktion (Hno / Fno)
  • AUS bei Öffnerfunktion (Hnc / Fnc)
  • EIN bei Richtungserkennung (dir.F)
  • AUS bei Frequenzausgang (FRQ)
  • AUS bei Verbrauchsmengenüberwachung (ImP)
  • 20 mA bei Stromausgang (I)

IFM SUH720 - Inbetriebnahme - 1

Beim Anschluss eines IO-Link Masters wechselt das Gerät automatisch vom SIO-Modus (Standard Input Output) in den IO-Link Modus, sofern der Port des Masters auf die Betriebsart IO-Link eingestellt ist.

10 Parametrierung

Parameter können vor Einbau und Inbetriebnahme des Geräts oder während des laufenden Betriebs eingestellt werden.

IFM SUH720 - Parametrierung - 1

Ändern Sie Parameter während des Betriebs, wird die Funktionsweise der Anlage beeinflusst.

Sicherstellen, dass es nicht zu Fehlfunktionen in der Anlage kommt.

Während des Parametriervorgangs bleibt das Gerät im Arbeitsbetrieb. Es führt seine Überwachungsfunktionen mit dem bestehenden Parameter weiter aus, bis die Parametrierung abgeschlossen ist.

Das Gerät kann zum Beispiel auf folgende Weise über die IO-Link Schnittstelle parametriert werden:

  • Parametrierung über eine geeignete Parametriersoftware, z.B. ifm moneo|configure
  • Parametrierung über eine SPS
  • Parametrierung über eine IIoT-Applikation

Voraussetzungen für die Parametrierung über die IO-Link Schnittstelle:

√ Die Input Output Device Description (IODD) für das Gerät bei Parametrierung über eine Parametriersoftware, siehe ✉ documentation.ifm.com
√ Die IO-Link Schnittstellenbeschreibung (PDF) für das Gerät bei Parametrierung über eine SPS oder IIoT-Applikation, siehe → documentation.ifm.com

Ein IO-Link Master

▶ Den IO-Link Master mit der Parametriersoftware, der SPS oder der IIoT-Applikation verbinden.

Das Gerät mit einem geeigneten freien Port des IO-Link Masters verbinden.

▶ Den Port des IO-Link Masters auf die Betriebsart IO-Link einstellen.

Das Gerät wechselt in den IO-Link Modus.

▶ Parametereinstellungen in der Software ändern.

▶ Parametereinstellungen zum Gerät schreiben.

IFM SUH720 - Parametrierung - 2

Hilfen zur Systemeinbindung und zur Parametrierung via IO-Link:

→ Handbuch der Parametriersoftware (z.B. moneo)
Erläuterungen und "Startup Packages" unter ifm.com/cnt/io-link-system-integration.

10.1 Einstellbare Parameter

Parameter Erläuterung
AEP2 Analogendpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 20 mA beträgt.
ASP2 Analogstartpunkt für OUT2 = Prozesswert, bei dem das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
APPL Applikations-Reset (Zurücksetzen der applikationsspezifischen Parametereinstellungen)
BtB Back to box-Reset (Zurücksetzen auf Werkseinstellung)
CGA Kalibrierfaktor in % zur Anpassung der Messwertkurve an die Applikation
cOF Korrekturfaktor für Nullpunktkalibrierung
dAP.F Dämpfungskonstante in Sekunden für Durchfluss (63 % Anstiegszeit )
dFUx Schaltsignal Diagnoseausgang OUTx: Durchflussrichtung (Fdir) oder Signalqualität (Sig.Q)
DIn2 Reset-Signal für externen Totalisator-Reset
Fdir Durchflussrichtung
Parameter Erläuterung
FEP1 Frequenzendpunktfür OUT1 = Oberer Messwert, bei dem das unter FrP1 eingestellte Frequenzsignal ausgegeben wird.
FHx Oberer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion
FLx Unterer Grenzwert für Schaltsignal OUTx mit Fensterfunktion
FOUx Verhalten von Ausgang OUTx im Fehlerfall
FProx Zählweise des Totalisators: Berücksichtigung der Durchflussrichtung
FrP1 Frequenzsignal, das bei Erreichen des oberen Messwertes (MEW oder FEP1) ausgegeben wird.
FSP1 Frequenzstartpunkt für OUT1 = Unterer Messwert, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird (nur für Temperaturmessung).
Hi.F Maximaler gemessener Durchflusswert
Hi.T Maximaler gemessener Temperaturwert
ImPRx Totalisatorfunktion: Impulssignal (ImPR = YES) oder Schaltsignal (ImPR = NO)
ImPSx Impulswertigkeit (= Durchflusswert, bei dem jeweils 1 Impuls ausgegeben wird)
LFC Schleichmengenunterdrückung (= Durchflusswert, unter dem Strömung als Stillstand gewertet wird)
Lo.F Minimaler gemessener Durchflusswert
Lo.T Minimaler gemessener Temperaturwert
MEdi Auswahl des zu überwachenden Mediums
oux Ausgangskonfiguration für Ausgang OUTx (z.B. Schaltausgang mit Hysteresefunktion)
P-n Ausgangspolarität der Schaltausgänge
rPx Rückschaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion
rTox Einstellung für den Totalisator-Reset (manuell oder zeitgesteuert)
SELx Prozesswert für Ausgang OUTx
S.FLWSimulierter Durchflusswert im Simulationsmodus
S.On Simulationsmodus starten
SPx Schaltpunkt für Schaltausgang OUTx mit Hysteresefunktion
S.TimDauer der Simulation in Minuten
S.TMPSimulierter Temperaturwert im Simulationsmodus
uni.FStandard-Maßeinheit für Durchfluss
uni.TStandard-Maßeinheit für Temperatur
Vol.xAktueller Zählerstand für Totalisator Vol.x
Vol.L Aktueller Zählerstand für Totalisator Vol.L über die gesamte Laufzeit

10.2 Ausgangskonfiguration

Dieses Kapitel beschreibt die Wahlmöglichkeiten für die Ausgangssignale an OUT1 und OUT2.

10.2.1 Schaltsignal Grenzwertüberwachung

Zur Prozesswertüberwachung kann ein Schaltsignal ausgegeben werden. OUTx ändert dabei seinen Schaltzustand bei Über- oder Unterschreiten der eingestellten Schaltgrenzen. Dabei kann zwischen Hysterese- und Fensterfunktion gewählt werden.

Hysteresefunktion:
IFM SUH720 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 1

line | t | SP | rP | | ---- | ---- | ---- | | 0 | 0 | 0 | | 1 | 1 | 0 | | 2 | 0 | 0 |

1: Prozesswert

t: Zeit

SP: Schaltpunkt

rP: Rückschaltpunkt

HY: Hysterese

Hno: Hysteresefunktion Schließer (normally open)

Abb. 8: Hysteresefunktion
IFM SUH720 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 2

Bei Einstellung auf Hysteresefunktion wird der Schaltpunkt SP und der Rückschaltpunkt rP festgelegt. rP muss einen geringeren Wert haben als SP. Der Abstand zwischen SP und rP beträgt mindestens 0,5 % des Messbereichsendwertes (= Hysterese). Wird nur der Schaltpunkt geändert, wird der Rückschaltpunkt mit dem bisher eingestellten Abstand mitgeführt.

Fensterfunktion:
IFM SUH720 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 3

line | Time | FEFE | |------|------| | 0 | 0 | | 1 | 1 | | 2 | 1 | | 3 | 1 | | 4 | 1 | | 5 | 1 | | 6 | 1 | | 7 | 1 | | 8 | 1 | | 9 | 1 | | 10 | 1 | | 11 | 1 | | 12 | 1 | | 13 | 1 | | 14 | 1 | | 15 | 1 | | 16 | 1 | | 17 | 1 | | 18 | 1 | | 19 | 1 | | 20 | 1 | | 21 | 1 | | 22 | 1 | | 23 | 1 | | 24 | 1 | | 25 | 1 | | 26 | 1 | | 27 | 1 | | 28 | 1 | | 29 | 1 | | 30 | 1 | | 31 | 1 | | 32 | 1 | | 33 | 1 | | 34 | 1 | | 35 | 1 | | 36 | 1 | | 37 | 1 | | 38 | 1 | | 39 | 1 | | 40 | 1 | | 41 | 1 | | 42 | 1 | | 43 | 1 | | 44 | 1 | | 45 | 1 | | 46 | 1 | | 47 | 1 | | 48 | 1 | | 49 | 1 | | 50 | 1 | | 51 | 1 | | 52 | 1 | | 53 | 1 | | 54 | 1 | | 55 | 1 | | 56 | 1 | | 57 | 1 | | 58 | 1 | | 59 | 1 | | 60 | 1 | | 61 | 1 | | 62 | 1 | | 63 | 1 | | 64 | 1 | | 65 | 1 | | 66 | 1 | | 67 | 1 | | 68 | 1 | | 69 | 1 | | 70 | 1 | | 71 | 1 | | 72 | 1 | | 73 | 1 | | 74 | 1 | | 75 | 1 | | 76 | 1 | | 77 | 1 | | 78 | 1 | | 79 | 1 | | 80 | 1 | | 81 | 1 | | 82 | 1 | | 83 | 1 | | 84 | 1 | | 85 | 1 | | 86 | 1 | | 87 | 1 | | 88 | 1 | | 89 | 1 | | 90 | 1 | | 91 | 1 | | 92 | 1 | | 93 | 1 | | 94 | 1 | | 95 | 1 | | 96 | 1 | | 97 | 1 | | 98 | 1 | | 99 | 1 | | Note: The actual data values are not explicitly provided in the code. The code does not provide a valid representation of the output. The output is a single value.

1: Prozesswert

t: Zeit

FH: Oberer Grenzwert

FL: Unterer Grenzwert

HY: Hysterese

FE: Fensterbereich

Fno: Fensterfunktion Schließer (normally open)

Fnc: Fensterfunktion Öffner (normally closed)

Abb. 9: Fensterfunktion
IFM SUH720 - Schaltsignal Grenzwertüberwachung - 4

Bei Einstellung auf Fensterfunktion wird der obere Grenzwert FH und der untere Grenzwert FL festgelegt. Der Abstand zwischen FH und FL beträgt mindestens 0,5 % des Messbereichsendwertes. FH und FL haben eine fest eingestellte Hysterese von 0,25 % des Messbereichsendwerts. Dies hält den Schaltzustand des Ausgangs bei sehr geringen Strömungsschwankungen stabil.

Einzustellende Parameter:

oux= Hno, Hnc, Fno, Fnc; SPx; rPx; FHx; FLx

10.2.2 Schaltsignal Diagnose

Das Gerät verfügt über eine integrierte Diagnosefunktion. Bei Verwendung der Diagnosefunktion wird der Ausgang ausschließlich zur Ausgabe von Diagnosemeldungen eingesetzt und meldet diese durch ein Schaltsignal.

Der Schaltausgang ist im Normalbetrieb eingeschaltet (normally closed). Erkennt das Gerät einen Diagnosefall, wird der Ausgang ausgeschaltet.

Zu den Diagnosefällen gehören:

  • Umkehr der Durchflussrichtung [→ 22]
  • Niedrige Signalqualität / Kein Signal [→ 23]

10.2.2.1 Schaltsignal Durchflussrichtung

Die Änderung der Durchflussrichtung kann durch Ausgabe eines Schaltsignals überwacht werden.

Der Ausgang ist eingeschaltet, bis zum ersten Mal die eingestellte Mindestdurchflussmenge in negativer Durchflussrichtung (- LFC) unterschritten wird (1).

Danach gilt:

  • Der Ausgang schaltet EIN, wenn + LFC überschritten wird (2).
  • Der Ausgang schaltet AUS, wenn - LFC unterschritten wird (3).

IFM SUH720 - Schaltsignal Durchflussrichtung - 1

LFC = Low flow cut-off → Schleichmengenunterdrückung [→ 31].

IFM SUH720 - Schaltsignal Durchflussrichtung - 2

Abb. 10: Überwachung der Durchflussrichtung durch Schaltsignale

+Q: Durchfluss in positiver Durchflussrichtung
-Q: Durchfluss in negativer Durchflussrichtung
+LFC: Mindestdurchfluss in positiver Durchflussrichtung
-LFC: Mindestdurchfluss in negativer Durchflussrichtung

Die positive Durchflussrichtung ist auf dem Gerät durch einen Pfeil mit der Beschriftung "flow direction" markiert. Die Richtung der Durchflussmessung kann über den Parameter Fdir umgekehrt werden.

→ Durchflussrichtung [→ 31].

Einzustellende Parameter:

oux = dOU; dFUx = Durchflussrichtung

10.2.2.2 Schaltsignal Signalqualität

Das Gerät kann ein Schaltsignal ausgeben, wenn die Signalqualität vom Normalbetrieb abweicht.

Die Signalqualität des Sensors kann durch Unregelmäßigkeiten im Medium (z.B. starke Turbulenzen, Luftblasen, Partikel oder Anhaftungen) beeinträchtigt werden.

Das Gerät erfasst die Signalqualität in drei Stufen:

Signalqualität Erläuterung Schaltausgang
NormalDas Gerät arbeitet ohne Einschränkungen (Normalbetrieb). On
NiedrigDie Signalqualität ist gestört, das Gerät liegt aber immer noch in der Spezifikation.OFF
Kein SignalKein Medium vorhanden oder kein Signalaufbau möglich. OFF

Einzustellende Parameter:

oux = dOU; dFUx = Signalqualität

10.2.3 Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion)

Das Gerät besitzt 3 interne Mengenzähler (Totalisatoren Vol.1, Vol.2 und Vol.L). Die Totalisatoren summieren fortlaufend die Verbrauchsmenge und stellen diesen Prozesswert über die IO-Link Schnittstelle zur Verfügung.

Totalisator ProzesswertLesezugriff über IO-Link
Vol.1 Verbrauchsmenge 1(Dieser Wert wird für die Verbrauchsmengenüberwachung durch Schalt- oder Impulssignale verwendet)zyklisch
Vol.2 Verbrauchsmenge 2azyklisch
Vol.L Verbrauchsmenge über die gesamte Laufzeit (Life Time Totalisator)azyklisch
  • Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 können zurückgesetzt werden. Der Totalisator Vol.L kann nicht zurückgesetzt werden.
    → Totalisator-Reset [→ 33].
  • Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 berücksichtigen bei der Summierung der Verbrauchsmenge folgende Parametereinstellungen:
    → Durchflussrichtung [→ 31].
    Zählweise der Totalisatoren [→ 33].
    → Schleichmengenunterdrückung [→ 31].

  • Der Life Time Totalisator Vol.L summiert alle Durchflussmengen unabhängig von der Durchflussrichtung und der Zählweise.

  • Beim Überschreiten des Erfassungsbereichs (cr.OL) verwenden die Totalisatoren den letzten gültigen Durchflusswert (Messbereichsendwert) und zählen mit diesem Wert weiter.
  • Zusätzlich zur aktuellen Verbrauchsmenge wird der Wert vor dem letzten Reset gespeichert. Auch dieser Wert und die Zeit seit dem letzten Reset können angezeigt werden.

→ Totalisatorwerte ablesen [→ 35]

IFM SUH720 - Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) - 1

Der Totalisator speichert regelmäßig die summierte Durchflussmenge. Nach einer Spannungsunterbrechung steht dieser Wert als aktueller Zählerstand zur Verfügung. Ist ein zeitgesteuerter Reset eingestellt, wird auch die verstrichene Zeit des eingestellten Resetintervalls gespeichert. Der mögliche Datenverlust kann somit eine Minute betragen.

  • Die Genauigkeit der Verbrauchsmengenmessung ist abhängig von der Genauigkeit der Durchflussmessung.
  • Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können ein Schaltsignal oder Impulssignale ausgegeben werden:
    → Schaltsignal Totalisator [→ 24]
    → Impulssignal Totalisator [→ 24]

IFM SUH720 - Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) - 2

OUT1 und OUT2 können nicht gleichzeitig für die Verbrauchsmengenüberwachung genutzt werden.

10.2.3.1 Schaltsignal Totalisator

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge kann ein Schaltsignal ausgegeben werden.

Der Ausgang gibt ein Schaltsignal aus, wenn der Totalisator Vol.1 die unter ImPS eingestellte Durchflussmenge (Impulswertigkeit) aufsummiert hat.

Bei der Summierung der Durchflussmenge wird die Durchflussrichtung berücksichtigt [→ 33].

Der Ausgang bleibt bis zum Totalisator-Reset geschaltet. Nach Zurücksetzen des Totalisators beginnt die Zählung erneut.

Der Totalisator-Reset erfolgt automatisch oder manuell.

Über den Parameter rTo können die Bedingungen für den Totalisator-Reset und das Schaltsignal eingestellt werden:

- rTo = OFF:

– Der Totalisator wird nur bei manuellem Reset oder nach Überlauf zurückgesetzt.
– Der Ausgang wird geschaltet, wenn der Totalisator die Durchflussmenge ImPS erreicht hat.

- rTo = ...h / d / w (Stunden / Tage / Wochen):

– Der Totalisator wird nach der eingestellten Zeit automatisch zurückgesetzt.

– Der Ausgang wird nur geschaltet, wenn der Totalisator die Durchflussmenge ImPS bis zu der eingestellten Zeit erreicht.

IFM SUH720 - Schaltsignal Totalisator - 1

Die Totalisatoren können jederzeit über den Parameter rTox manuell zurückgesetzt werden. Totalisator Vol.1 kann zusätzlich über ein externes Signal an Pin 2 zurückgesetzt werden.

→ Totalisator-Reset [→ 33]

Einzustellende Parameter:

Zur Überwachung der Verbrauchsmenge können Impulssignale ausgegeben werden.

IFM SUH720 - Schaltsignal Totalisator - 2

Impulssignale sind über die IO-Link Schnittstelle nicht verfügbar.

Der Ausgang gibt jedes Mal ein Impulssignal aus, wenn der Totalisator Vol.1 die unter ImPS eingestellte Durchflussmenge (Impulswertigkeit) aufsummiert hat.

Bei der Summierung der Durchflussmenge wird die Durchflussrichtung berücksichtigt [→ 33].

Das Impulssignal besteht aus einem kurzen Ein- und Ausschalten des Ausgangs.

Einzustellende Parameter:

Das Gerät gibt ein Analogsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Innerhalb des Messbereichs liegt das Analogsignal bei 4...20 mA.

Der Messbereich ist zwischen -100 % und 100 % des Messbereichsendwerts skalierbar.

IFM SUH720 - Schaltsignal Totalisator - 3

Ein negativer Durchflusswert bedeutet Durchfluss entgegen der unter [Fdir] eingestellten Durchflussrichtung [→ 31].

  • ASP2 legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 4 mA beträgt.
  • AEP2 legt fest, bei welchem Messwert das Ausgangssignal 20 mA beträgt.

IFM SUH720 - Schaltsignal Totalisator - 4

Mindestabstand zwischen ASP2 und AEP2 = 20 % des Messbereichsendwertes.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Stromsignal ausgegeben.

IFM SUH720 - Schaltsignal Totalisator - 5

line | Temperature [°C] | Current [mA] | | ---------------- | ------------ | | -130 | 3.8 | | -120Q | 3.8 | | -61.6 | 4 | | -61.6 | 20.5 | | -61.6 | 21.5 | | 100 | 20.5 | | 120 | 20.5 | | 130 | 20.5 |

Abb. 11: Ausgangskennlinie Analogausgang nach IEC 60947-5-7.

*Bei Geräten mit den Nennweiten DN15...50 liegt der MEW zwischen 125...130°C (257...266°F), die Temperaturgrenzen für OL und cr.OL verschieben sich entsprechend.

A:AnalogsignalMAW:Messbereichsanfangswert
B:ProzesswertMEW:Messbereichsendwert
1:ErfassungsbereichASP:Analogstartpunkt
2:DarstellungsbereichAEP:Analogendpunkt
3:MessbereichUL:Darstellungsbereich unterschritten
4:Skalierter Messbereichcr.UL:Erfassungsbereich unterschritten
Q:StrömungOL:Darstellungsbereich überschritten
T:Temperaturcr.OL:Erfassungsbereich überschritten

IFM SUH720 - Schaltsignal Totalisator - 6

Das Analogsignal im Fehlerfall ist über den Parameter FOU einstellbar: Fehlerverhalten der Ausgänge [→ 28].

Einzustellende Parameter:

Das Gerät gibt ein Frequenzsignal aus, das proportional zum Prozesswert ist.

Das Frequenzsignal ist einstellbar:

- FrP1 legt fest, wieviel Hz das Frequenzsignal bei Erreichen des oberen Messwertes beträgt.

Einstellbereich: 1 Hz ... 10 kHz.

Der Messbereich ist skalierbar:

- FSP1 legt den unteren Messwert fest, ab dem ein Frequenzsignal ausgegeben wird.

- FEP1 legt den oberen Messwert fest, bei dem das Ausgangssignal die unter FrP1 eingestellte Frequenz beträgt.

IFM SUH720 - Schaltsignal Totalisator - 7

FSP1 ist nur für die Temperaturmessung verfügbar. Mindestabstand zwischen FSP1 und FEP1 = 20 % des Messbereichsendwerts.

Liegt der Messwert außerhalb des Messbereichs oder liegt ein interner Fehler vor, wird das in der folgenden Abbildung angegebene Frequenzsignal ausgegeben.

Frequenzsignal Durchfluss:
IFM SUH720 - Schaltsignal Totalisator - 8

area | MAWFEPx MEW | [% FrPx] | | ----------- | -------- | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = OFF 0 | 0 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = OFF 0 | 0 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = OFF 0 | 0 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = OFF 0 | 0 | | FOU = ON 130 | 0 | | FOU = OFF 0 | 120 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = OFF 0 | 120 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = OFF 0 | 120 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = OFF 0 | 120 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = OFF (B) | 120 | | FOU = ON (B) | 120 | | FOU = OFF (B) | 120 | | FOU = ON (B) | 120 | | FOU = OFF (B) | 120 | | FOU = ON (B) | 120 | | FOU = OFF (B) | 120 | | FOU = ON (B) | 120 | | FQUO (B) | 120 | | FQUO (B) | 120 | | FQUO (B) | 120 | | FQUO (B) | 120 | | FQUO (B) | 120 | | FQUO (B) | 120 | | FQUO (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) | 120 | | FQU (B) - OFF (B) | - | | FQU (B) - Off (A) | - | | FQU (B) - Off (B) | - | | FQU (B) - Off (C) | - | | FQU (B) - Off (D) | - | | FQU (B) - Off (E) | - | | FQU (B) - Off (F) | - | | FQU (B) - Off (G) | - | | FQU (B) - Off (H) | - | | FQU (B) - Off (I) | - | | FQU (B) - Off (J) | - | | FQU (B) - Off (K) | - | | FQU (B) - Off (L) | - | | FQU (B) - Off (M) | - | | FQU (B) - Off (N) | - | | FQU (B) - Off (O) | - | | FQU (B) - Off (P) | - | | FQU (B) - Off (Q) | - | | FQU (B) - Off (R) | - | | FQU (B) - Off (S) | - | | FQU (B) - Off (T) | - | | FQU (B) - Off (U) | - | | FQU (B) - Off (V) | - | | FQU (B) - Off (W) | - | | FQU (B) - Off (X) | - | | FQU (B) - Off (Y) | - | | FQU (B) - Off (Z) | - | | FQU (B) - Off (A) | - | | FQU (B) - Off (A)| - | | FQU (B) - Off (A)| - | | FQU (B) - Off (A)| - | | FQU (B) - Off (A)| - | | FQU (B) - Off (A)| - | | FQU (B) - Off (A)| - | | FQU (B) - Off (A)| - | | | FQU (B) - Off (A)| - | | | FQU (B) - Off (A)| - | | | FQU (B) - Off (A)| - | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = ON 130 | 120 | | FOU = ON 130 | 125 | | FOU = ON 130 | 125 | | FOU = ON 130 | 125 | | FOU = ON 130 | 125 | | FOU = ON 130 | 125 | | FOU = ON 130 | 125 | | FOU = ON 130 | 67.777777777777777777777777777777777777777777777777777777777777777777777777866666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666666668888888888888888888888888888888888888888888888944444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444444445399999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999999998555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555555 |

Abb. 12: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Durchfluss

A: Frequenzsignal MAW: Messbereichsanfangswert

B: Durchfluss MEW: Messbereichsendwert

1: Darstellungsbereich FEPx: Frequenzendpunkt

2: Messbereich

FrPx: Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert

3: Skalierter Messbereich

OL: Darstellungsbereich überschritten

Err: Fehler

Frequenzsignal Temperatur:
IFM SUH720 - Schaltsignal Totalisator - 9

Abb. 13: Ausgangskennlinie Frequenzausgang, Temperatur

A: Frequenzsignal MAW: Messbereichsanfangswert

B: Temperatur MEW: Messbereichsendwert

1: Darstellungsbereich FSPx: Frequenzstartpunkt

2: Messbereich FEPx: Frequenzendpunkt

3: Skalierter Messbereich FrPx: Frequenzsignal (Hz) für oberen Messwert

Err: Fehler OL: Darstellungsbereich überschritten

UL: Darstellungsbereich unterschritten

Einzustellende Parameter:

ou1 = FRQ; FrP1; FSP1 (nur für TEMP); FEP1

10.2.6 Fehlerverhalten der Ausgänge

Über den Parameter FOUx kann das Verhalten des Ausgangs OUTx im Fehlerfall eingestellt werden. In Abhängigkeit von der gewählten Ausgangsfunktion werden im Fehlerfall folgende Signale ausgegeben:

- Schaltsignal:

FOUxProzesswerte SELxAusgangssignalErläuterung
OnAlle ProzesswerteDer Ausgang schaltet im Fehlerfall EIN.Sobald ein defekter Prozesswert vorliegt, setzt das Gerät alle Prozesswerte auf ungültig.
OFFAlle ProzesswerteDer Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS.
OUDurchflussDer Ausgang schaltet im Fehlerfall AUS.Wenn der Prozesswert "Durchfluss" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Temperatur" weiterhin aus.
FOUx Prozesswerte SELx Ausgangssignal Erläuterung
OU TemperaturDer Ausgang schaltet imFehlerfall EIN.Wenn der Prozesswert "Temperatur" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Durchfluss" weiterhin aus.

- Analogsignal:

FOUx Prozesswerte SELx Ausgangssignal Erläuterung
On Alle Prozesswerte Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 21,5 mA.Sobald ein defekter Prozesswert vorliegt, setzt das Gerät alle Prozesswerte auf ungültig.
OFF Alle Prozesswerte Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 3,5 mA.
OU DurchflussDer Ausgang geht im Fehlerfall auf 3,5 mA.Wenn der Prozesswert "Durchfluss" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Temperatur" weiterhin aus.
Temperatur Der Ausganggeht im Fehlerfall auf 21,5 mA.Wenn der Prozesswert "Temperatur" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Durchfluss" weiterhin aus.
  • Frequenzsignal:
FOUx Prozesswerte SELx Ausgangssignal Erläuterung
On Alle Prozesswerte Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 130 % von FrPx.Sobald ein defekter Prozesswert vorliegt, setzt das Gerät alle Prozesswerte auf ungültig.
OFF Alle Prozesswerte Der Ausgang geht im Fehlerfall auf 0 Hz.
OU DurchflussDer Ausgang geht im Fehlerfall auf 0 Hz.Wenn der Prozesswert "Durchfluss" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Temperatur" weiterhin aus.
Temperatur Der Ausganggeht im Fehlerfall auf 130 % von FrPx.Wenn der Prozesswert "Temperatur" defekt ist, gibt das Gerät den Prozesswert "Durchfluss" weiterhin aus.

IFM SUH720 - Fehlerverhalten der Ausgänge - 1

Der Parameter FOU hat keinen Einfluss auf das Impulssignal, die Diagnoseschaltsignale für Durchflussrichtung und Signalqualität und die IO-Link Prozessdatenübertragung.

10.2.7 Ausgang aus

Das Ausgangssignal kann über den Parameter oux = OFF ausgeschaltet werden. Der Ausgang wird dann hochohmig.

Die Kommunikation über die IO-Link Schnittstelle an OUT1 bleibt weiterhin aktiv.

10.3 Anwendungskonfiguration

Das Kapitel beschreibt Einstellmöglichkeiten zur Anpassung an die kundenspezifische Applikation.

10.3.1 Standard-Maßeinheit

Für jeden Prozesswert kann eine Maßeinheit eingestellt werden, auf der weitere Parametereinstellungen basieren.

Auswählbare Werte:

  • Durchfluss uni.F:
  • SUHxx0: l/min; l/h; m ^3 /h; m/s.
  • SUHxx1: l/min; l/h; m ^3 /h; m/s; gal/min; gal/h; ft/s; oz/min.
  • Temperatur uni.T:
  • SUHxx0: °C.
  • SUHxx1: °C; °F.

10.3.2 Prozesswert für OUT1 und OUT2

Über den Parameter SELx kann ausgewählt werden, welcher Prozesswert über den Ausgang OUTx ausgegeben wird.

Auswählbare Werte:

  • FLOW: Durchfluss
  • TEMP: Temperatur

10.3.3 Dämpfung

Die eingestellte Dämpfungskonstante bewirkt eine Stabilisierung der Ausgangssignale. Sprunghaft auftretende physikalische Prozesswertänderungen werden geglättet.

Dies betrifft die Ausgänge und die Prozesswertübertragung über die IO-Link Schnittstelle.

Mit der Dämpfungskonstanten dAP wird eingestellt, nach wieviel Sekunden bei einer plötzlichen Änderung des Messwertes das Ausgangssignal 63 % des Endwertes erreicht.

Die Dämpfungskonstante addiert sich zu der Ansprechzeit des Sensors (→ Technische Daten).

Die Signale UL und OL werden unter Berücksichtigung der Dämpfungskonstante bestimmt.

IFM SUH720 - Dämpfung - 1

Die Messwertdämpfung wirkt nur auf den Prozesswert Durchfluss.

10.3.4 Ausgangspolarität

Über den Parameter P-n wird die Ausgangspolarität eingestellt.

Die Einstellung betrifft beide Schaltausgänge.

  • PnP: Der Schaltausgang wird positivschaltend betrieben.
  • nPn: Der Schaltausgang wird negativschaltend betrieben.

10.3.5 Schleichmengenunterdrückung

Über den Parameter LFC (Low flow cut-off) lassen sich geringe Durchflussmengen ausblenden. Durchfluss unterhalb des LFC-Werts wird vom Sensor als Stillstand (Q = 0) ausgewertet.

Der LFC-Wert hat Auswirkungen auf:

  • Das Schaltsignal für Durchfluss
    Das Analogsignal für Durchfluss
    Das Frequenzsignal für Durchfluss
  • Die Verbrauchsmengenüberwachung (Schalt- oder Impulssignal für Durchfluss)
  • Die Summierung der Verbrauchsmenge durch den Totalisator.
  • Die Speicherwerte für minimalen und maximalen Durchfluss

IFM SUH720 - Schleichmengenunterdrückung - 1

Abb. 14: Schleichmengenunterdrückung
+LFC: Mindestdurchfluss in positiver Durchflussrichtung -LFC: Mindestdurchfluss in negativer Durchflussrichtung
1: Durchfluss, der als Stillstand gewertet wird

10.3.6 Medium

Das Gerät verfügt über unterschiedliche Medienkennlinien, die je nach Applikation über den Parameter MEdl ausgewählt werden können.

Auswählbare Werte:

- H2O: Wasser

- OIL46: Hochviskose Öle (Viskosität: 30...68 mm²/s bei 40 °C / 30...68 cSt bei 104 °F)

10.3.7 Durchflussrichtung

Die positive Durchflussrichtung kann vom Benutzer definiert werden. Diese Einstellung wirkt auf folgende Funktionen:
→ Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) [→ 23]
→ Schaltsignal Durchflussrichtung [→ 22]
→ Analogsignal [→ 25]
Die positive Durchflussrichtung ist auf dem Gerät durch einen Pfeil mit der Beschriftung "flow direction" markiert (Werkseinstellung). Die Richtung der Durchflussmessung kann über den Parameter Fdir umgekehrt werden:

Fdir Durchflussrichtung
+ Durchflussrichtung bei Werkseinstellung
- Durchflussrichtung entgegen der Werkseinstellung

10.3.8 Kalibrierung

Der Kalibrierfaktor CGA wird verwendet, um die Temperatur-Viskositätskompensation des Sensors auf das Verhalten des verwendeten Mediums anzupassen. Der Kalibrierfaktor beeinflusst die Steigung der Messkennlinie der Strömungsmessung.

IFM SUH720 - Kalibrierung - 1

Die Steigungsänderung der Messkennlinie wird in Prozent angegeben. Bei Werkseinstellung beträgt CGA = 100 %. Nach einer Änderung kann die Kalibrierung auf Werkseinstellung zurückgesetzt werden.

IFM SUH720 - Kalibrierung - 2

Abb. 15: Kalibrierung der Messkennlinie

1: Kalibrierfaktor CGA
2: Prozesswert
MW: Messwert
V0: Messkennlinie bei Werkseinstellung
V1: Messkennlinie 1 nach Kalibrierung
V2: Messkennlinie 2 nach Kalibrierung

10.3.9 Nullpunktkalibrierung

Kommt es zu einer systematischen Abweichung zwischen Messwert und tatsächlichem Prozesswert, so kann diese Messungenauigkeit über den Korrekturfaktor cOF korrigiert werden.

IFM SUH720 - Nullpunktkalibrierung - 1

Die Einheit für coF entspricht der eingestellten Standard-Maßeinheit für Durchfluss.

Der interne Nullpunkt wird um den eingestellten Wert verschoben.

IFM SUH720 - Nullpunktkalibrierung - 2

Abb. 16: Nullpunktkalibrierung (Calibration Offset)

t: Zeit

MEW: Messbereichsendwert

V0: Messwertkurve bei Werkseinstellung

V1: Messwertkurve nach Offset

V2: Messwertkurve nach Offset

Einstellbereich:

$$ \mathbf {c o F - F L O W} = - 10 \% \dots +10 \% $$

IFM SUH720 - Nullpunktkalibrierung - 3

Der Parameter wird sowohl über einen Applikationsreset als auch einen Back-to-Box-Reset auf Werkseinstellung zurückgesetzt.

10.3.10 Totalisator-Reset

Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 können auf verschiedene Weise zurückgesetzt werden:

Art des Resets Parameter
1.Manueller Reset Kommando Reset Totaliser x
2.Zeitgesteuerter Reset Reset Totaliser x =... h (Stunden)... d (Tage)... w (Wochen)
3.Reset durch externes Signal • ou2 = In.DDln2:- +EDG = Reset bei steigender Flanke- -EDG = Reset bei fallender Flanke-HIGH = Reset bei High-Signal- LOW = Reset bei Low-Signal
4.Reset durch Überlauf (Erreichen des maximalen Darstellungsbereichs)Reset Totaliser x = OFF

Der Totalisator Vol.L kann nicht zurückgesetzt werden.

Wird der Totalisator Vol.1 auf eine der genannten Arten zurückgesetzt, dann wird im Falle der Verbrauchsmengenüberwachung auch der Ausgang zurückgesetzt.

→ Schaltsignal Totalisator [→ 24].

10.3.11 Zählweise der Totalisatoren

Die Totalisatoren Vol.1 und Vol.2 berücksichtigen bei der Summierung der Verbrauchsmenge die Durchflussrichtung. Über den Parameter FProx können folgende Zählweisen festgelegt werden:

FProx Zählweise
0+ Negative Durchflusswerte (entgegen der markierten Durchflussrichtung) werden bei der Summierung nicht berücksichtigt
-0 Positive Durchflusswerte (entsprechend der markierten Durchflussrichtung) werden bei der Summierung nicht berücksichtigt.
-+ Negative Durchflusswerte werden von der Verbrauchsmenge subtrahiert.
++ Alle Durchflusswerte werden unabhängig von der Durchflussrichtung aufsummiert.

Tab. 2: Zählweise der Totalisatoren

Die Zählweise von Vol.L kann nicht eingestellt werden. Der Life Time Totalisator summiert alle Durchflussmengen unabhängig von der Durchflussrichtung.

Die Zählweise wirkt auf die Ausgangssignale bei der Verbrauchsmengenüberwachung.

→ Verbrauchsmengenüberwachung (Totalisatorfunktion) [→ 23].

IFM SUH720 - Zählweise der Totalisatoren - 1

line | Zählweise | Q | V | | ---------- | ---- | ---- | | 0+ | +Q | 0 | | 1 | +Q | 1 | | 2 | +Q | 2 | | 3 | +Q | 3 |

Abb. 17: Berücksichtigung der Durchflussrichtung bei Summierung der Verbrauchsmenge
+Q : Durchflussmenge in positiver Richtung
-Q: Durchflussmenge in negativer Richtung
V: Durchflussmenge absolut (= Summe aus negativem und positivem Durchfluss)
1: Durchfluss wechselt in negative Richtung
2: Durchfluss wechselt in positive Richtung
3: Berücksichtigter Durchfluss bei der Summierung
Beim Wechsel der Durchflussrichtung wird die Mindestdurchflussmenge LFC berücksichtigt.
→ Schleichmengenunterdrückung [→ 31].

10.3.12 Gerät zurücksetzen (Reset)

Das Gerät kann auf 2 Arten zurückgesetzt werden:

- APPL (Applikationsreset): Zurücksetzen der Parametereinstellungen. Folgendes wird zurückgesetzt: – Alle geänderten applikationsspezifischen Parameter.

IFM SUH720 - Gerät zurücksetzen (Reset) - 1

Bei aktivierter IO-Link Datenhaltung löst dies ein Parameter-Update im Master aus. Hierdurch werden die im Master konfigurierten Parameter erneut auf das Gerät geschrieben. Ein Applikationsreset kann deshalb unwirksam sein.

- BtB (Back to box): Zurücksetzen auf Werkseinstellung. Folgendes wird zurückgesetzt:

– Alle geänderten applikationsspezifischen Parameter.

– Alle schreibbaren Geräteidentifikationsparameter wie Anwendungsspezifisches Kennzeichen, Anlagenkennzeichen oder Ortskennzeichen.

– Diagnoseparameter, Statusparameter, Events.

IFM SUH720 - Gerät zurücksetzen (Reset) - 2

Nach dem Back to Box Reset setzt der Sensor die Kommunikation und den Messbetrieb bis zur Spannungsunterbrechung aus. Die IO-Link Datenhaltung wird nicht angestoßen.

IFM SUH720 - Gerät zurücksetzen (Reset) - 3

Es ist sinnvoll, vor Ausführen der Funktion die eigenen Einstellungen im Kapitel Werkseinstellungen zu notieren.

10.4 Diagnosefunktionen

Das Gerät bietet eine Reihe von Diagnosefunktionen.

Diagnosemeldungen können über ein Ausgangssignal bereitgestellt werden:

→ Schaltsignal Diagnose [→ 22].

Zusätzlich sind die im Folgenden beschriebenen Diagnoseinformationen über die IO-Link Schnittstelle verfügbar.

10.4.1 Totalisatorwerte ablesen

Für die Totalisatoren können jederzeit folgende Werte über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden:

Totalisatorwerte Vol.1 und Vol.2

  • Aktuelle Durchflussmenge (= Verbrauchsmenge seit dem letzten Totalisator-Reset)
  • Wert vor dem letzten Totalisator-Reset
  • Zeit seit dem letzten Totalisator-Reset

Lebenszeit-Totalisator (über die gesamte Betriebsdauer)

  • Durchflussmenge in Vorzugsrichtung (= positive Durchflussrichtung)
  • Durchflussmenge in Nicht-Vorzugsrichtung (= negative Durchflussrichtung)
    → Durchflussrichtung [→ 31]

10.4.2 Speicher

Das Gerät speichert die jeweils maximalen und minimalen gemessenen Prozesswerte.

Der aktuelle Wert kann über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.

Auswählbare Werte:

• Lo.F: Minimalwertspeicher für Durchfluss
• Hi.F: Maximalwertspeicher für Durchfluss
- Lo.T: Minimalwertspeicher für Temperatur
• Hi.T: Maximalwertspeicher für Temperatur

IFM SUH720 - Speicher - 1

Es ist sinnvoll, die Speicher zu löschen, sobald das Gerät erstmals unter normalen Betriebsbedingungen arbeitet.

10.4.3 Betriebsstundenzähler

Das Gerät speichert die Betriebsstunden seit erster Inbetriebnahme.

Der aktuelle Wert kann über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.

Der Zähler kann nicht zurückgesetzt werden.

10.4.4 Interne Temperatur

Der Sensor misst die interne Gerätetemperatur.

Der aktuelle Wert kann über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.

10.4.5 Signalqualität

Die Signalqualität des Sensors kann durch Unregelmäßigkeiten im Medium (z.B. starke Turbulenzen, Luftblasen, Partikel oder Anhaftungen) beeinträchtigt werden.

Das Gerät erfasst die Signalqualität in drei Stufen:

Signalqualität Erläuterung
NormalDas Gerät arbeitet ohne Einschränkungen (Normalbetrieb).
NiedrigDie Signalqualität ist gestört, das Gerät liegt aber immer noch in den Spezifikation.
Kein SignalKein Medium vorhanden oder kein Signalaufbau möglich.

Der aktuelle Wert kann über die IO-Link Schnittstelle abgelesen werden.

Darüber hinaus kann die Signalqualität über ein Schaltsignal angezeigt werden.

→ Schaltsignal Signalqualität [→ 23].

10.5 Service-Funktionen

10.5.1 Geräteinformationen

Auf dem Gerät sind einige unveränderbare Geräteinformationen gespeichert. Hierzu gehören:

  • Produktname
  • Produktfamilie
  • Hersteller
    Hersteller-ID
    Geräte-ID
  • Seriennummer
  • Hardware-/Firmware-Revision
  • Beschreibung

Darüber hinaus können dem Gerät über die IO-Link Schnittstelle mit geeigneter Parametriersoftware weitere Kennzeichen zugewiesen werden, die frei definierbar sind und eine maximale Länge von 32 Zeichen haben dürfen. Hierzu gehören:

  • Anwendungsspezifisches Kennzeichen
  • Anlagenkennzeichen
  • Ortskennzeichen

10.5.2 Simulation

Mit dieser Funktion werden Prozesswerte simuliert und deren Signalkette überprüft.

Es können auch Prozesswerte simuliert werden, die zu einer Fehler- oder Warnmeldung führen (z.B. OL).

Beim Start der Simulation werden die Werte des Totalisators eingefroren und der simulierte Totalisator auf 0 gesetzt. Der simulierte Durchflusswert wirkt dann auf den simulierten Totalisator. Nach Beenden der Simulation werden die ursprünglichen Totalisatorwerte wiederhergestellt.

Während der Simulation gilt:

  • Die Simulation wirkt nicht auf die aktuell herrschenden Prozesswerte. Die Ausgänge verhalten sich wie zuvor eingestellt.
  • Der originale Totalisatorwert bleibt unverändert gespeichert, auch wenn eine reale Strömung fließt.
  • Es stehen keine Fehlermeldungen der aktuellen realen Applikation zur Verfügung. Diese werden durch die Simulation unterdrückt.

Folgende Werte können simuliert werden:

  • Prozesswerte für Durchfluss und Temperatur
  • Prozesswerte außerhalb des Messbereichs (cr.UL, UL, OL, cr.OL)

Einzustellende Parameter:

S.Tim; S.FLW; S.TMP

11 Betrieb

Nach Einschalten der Versorgungsspannung geht das Gerät nach Ablauf der Bereitschaftsverzögerungszeit in den normalen Arbeitsbetrieb über. Es führt seine Mess- und Auswertefunktionen aus und erzeugt Ausgangssignale entsprechend den eingestellten Parametern.

12 Fehlerbehebung

Das Gerät verfügt über umfangreiche Möglichkeiten zur Selbstdiagnose. Es überwacht sich selbstständig während des Betriebs.

Warn- und Fehlermeldungen werden über die IO-Link Schnittstelle als Ereignis ausgegeben.

Die Statussignale sind gemäß Namur-Emfehlung NE107 klassifiziert.

Bei Ausfall des Temperaturmesswertes steht der Prozesswert für Durchfluss weiterhin zur Verfügung.

IFM SUH720 - Fehlerbehebung - 1

Über IO-Link stehen zusätzliche Diagnosefunktionen zur Verfügung ➕ IO-Link Schnittstellenbeschreibung unter ➕ documentation.ifm.com.

12.1 Warnmeldungen

IO-Link EventName / CodeProblem Abhilfe
Kurzschluss0x771030480dKurzschluss an Ausgang OUT1 und/oder OUT2.▸ Ausgang auf Kurzschluss oder Überstrom prüfen.
Temperatur-Überschreitung0x421016912dZulässige interne Gerätetemperatur überschritten.▸ Wärmequellen beseitigen.
Temperatur-Unterschreitung0x422016928dZulässige interne Gerätetemperatur unterschritten.▸ Gerät isolieren.
Komponentenfehlfunktion0x501020496dEin Prozesswert ist fehlerhaft. ▶ Gerät reparieren oder austauschen.
Prozesswert unterhalb des gültigen Bereichs0x8C3035888dAnzeigebereich unterschritten (UL). Prozesswert unsicher.▸ Messbereich prüfen.
Prozesswert oberhalb des gültigen Bereichs0x8C1035856dAnzeigebereich überschritten (OL). Prozesswert unsicher.▸ Messbereich prüfen.
Override aktiv. Gerätestatus = 20x8CDC36060dEin Prozesswert unterscheidet sich vom Messwert. PV ist auf "0" gesetzt, während Override-bit in PDOut gesetzt ist.▸ PDOut Override deaktivieren.
Signalqualität niedrig0x8CBF36031dSignalqualität niedrig. ▶ Gerät ausbauen und Gerät auf Anhaftungen überprüfen. ▶ Applikation auf Störeinflüsse (Luftblasen/Partikel) überprüfen.
Simulation aktiv0x8C0135841dSimulation aktiv. ▶ Simulation beenden.

IFM SUH720 - Warnmeldungen - 1

Im Warnfall verhalten sich die Ausgänge entsprechend der Einstellung FOU = OU. Ausnahme: Kurzschluss.

12.2 Fehlermeldungen

IO-Link EventName / CodeProblem Abhilfe
Hardwarefehler im Gerät0x500020480dGerät defekt / Funktionsfehler. ▶ Gerätaustauschen.
Kein Medium erkannt0x8CC536037dKein Medium vorhanden oder Signalqualität zu niedrig aufgrund von Störungen in der Messstrecke.Prüfen, ob sich Medium im Sensorrohr befindet.Gerät ausbauen und auf Anhaftungen überprüfen.Applikation auf Störeinflüsse (Luftblasen/Partikel) überprüfen.
Parameterfehler0x632025376dParametrierung außerhalb des gültigen Bereichs.Parametereinstellung überprüfen.Back-to-box-Reset durchführen.
Messbereichsüberschreitung0x8C2035872dErfassungsbereich überschritten (cr.OL).Messbereich überprüfen.
Messbereichsunterschreitung0x8C2035872dErfassungsbereich unterschritten (cr.UL).Messbereich überprüfen.

IFM SUH720 - Warnmeldungen - 2

Im Fehlerfall verhalten sich die Ausgänge wie unter FOU eingestellt.

13 Wartung, Instandsetzung und Entsorgung

Der Betrieb des Geräts ist wartungsfrei.

Das Gerät darf nur vom Hersteller repariert werden.

Gerät nach Gebrauch umweltgerecht gemäß den gültigen nationalen Bestimmungen entsorgen.

14 Werkseinstellungen

SUHxx0:

ParameterSUH120SUH820SUH220SUH320SUH420SUH520SUH620SUH720
SP1 / FH113l/min15l/min48l/min75l/min200l/min480l/min720l/min1200l/min
rP1 / FL112,3l/min14,2l/min45,5l/min71,1l/min189,6l/min455l/min682,6l/min1137,6l/min
SP2 / FH226l/min30l/min96l/min150,0l/min400l/min960l/min1440l/min2400l/min
rP2 / FL225,3l/min29,2l/min93,5l/min146,1l/min389,6l/min935l/min1402,6l/min2337,6l/min
FSP1-40°C -40°C-40°C -40°C-40°C -40°C-40°C -40°C
FEP165l/min75l/min240l/min375,0l/min1000l/min2400l/min3600l/min6000l/min
FrP11000 Hz 1000 Hz 1000 Hz1000 Hz 1000 Hz 1000 Hz1000 Hz
ImPS10,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 LL 0,1 L 0,1 L 0,1 L
ImPR1YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES Yes
ImPS20,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L 0,1 L
ImPR2YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES YES Yes0l/min0l/min0l/min0l/min0l/min0l/min
ASP20l/min0l/min0l/min0l/min0l/min0l/min0l/min0l/min0l/min
AEP265l/min75l/min240l/min375,0l/min1000l/min2400l/min3600l/min6000l/min
DIn2+EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +
SEL1FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOW FLOY
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uni.Fl/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min l/min
uni.T°C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °C °CA
dAP0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s
P-nPnPPnPPnPPnPPnPPnPPnPPnPPnP
LFC1,0l/min1,0l/min1,0l/min3,0l/min5,0l/min20l/min25l/min45l/min
MEdlH2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H2O H3
Fdir+++++++++
CGA100%100%100%100%100%100%100%100%100%
cOF0 l/min0 l/min0 l/min0 l/min0 l/min0 l/min0 l/min0 l/min0 l/min
rTo1OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF OFF ON
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ONIONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONNONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONINONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONONNIONON 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NIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNII NIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNIONNID NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NION NIO NION NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO N IO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO Nio NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NGO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIG NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NID NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NDO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NFO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NTO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIA NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIB NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIX NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIOS NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NEO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIO NIE O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIO O NIOO NIO O NIO O N
ParameterSUH120SUH820SUH220SUH320SUH420SUH520SUH620SUH720
S.FLW32,5l/min37,5l/min120l/min187,5l/min500l/min1200l/min1800l/min3000l/min
S.TMP50°C 50°C50°C 50°C50°C 50°C50°C50°C
S.Tim3 min 3 min3 min 3 min3 min 3 min3 min 3 min3 min
S.OnOFF OFF OFF OFF OFFOFF OFF OFF

SUHxx1:

ParameterSUH801SUH251SUH301SUH451SUH501SUH601SUH701
SP1 / FH13,96gal/min12,68gal/min19,81gal/min52,83gal/min126,8gal/min190,2gal/min317gal/min
rP1 / FL13,76gal/min12,02gal/min18,78gal/min50,09gal/min120,2gal/min180,3gal/min300,5gal/min
SP2 / FH27,93gal/min25,36gal/min39,63gal/min105,67gal/min253,6gal/min380,4gal/min634gal/min
rP2 / FL27,72gal/min24,7gal/min38,60gal/min102,93gal/min247gal/min370,5gal/min617,5gal/min
FSP1-40°C -40°C -40°C -40°C -40°C -40°C
FEP119,81gal/min63,4gal/min99,06gal/min264,17gal/min634gal/min951gal/min1585gal/min
FrP11000 Hz 1000 Hz 1000 Hz 1000 Hz 1000 Hz
ImPS10,1 gal 0,1 gal0,1 gal 0,1 gal0,1 gal 0,1 gal0,1 gal
ImPR1YES YES YESYES YES YESYES
ImPS20,1 gal 0,1 gal0,1 gal 0,1 gal0,1 gal 0,1 gal0,1 gal
ImPR2YES YES YESYES YES YESYES
ASP20gal/min0gal/min0gal/min0gal/min0gal/min0gal/min0gal/min
AEP219,81gal/min63,4gal/min99,06gal/min264,17gal/min634gal/min951gal/min1585gal/min
Dln2+EDG +EDG +EDG +EDG +EDG +EDG
SEL1FLOW FLOWFLOW FLOWFLOW FLOWFLOW
ou1HNO HNO HNO HNO HNO HNO
dOU1FdirFdirFdirFdirFdirFdirFdir
FOU1OFFOFFOFFOFFOFFOFFOFF
SEL2FLOW FLOWFLOW FLOWFLOW FLOWFLOW
ou2IIIIIII
dOU2FdirFdirFdirFdirFdirFdirFdir
FOU2OFFOFFOFFOFFOFFOFFOFF
uni.Fgal/mingal/mingal/mingal/mingal/mingal/mingal/min
uni.T°F°F°F°F°F°F°F
dAP0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s0,6 s
P-nPnPPnPPnPPnPPnPPnPPnP
LFC0,26gal/min0,26gal/min0,79gal/min1,32gal/min5,3gal/min6,6gal/min11,9gal/min
MEdlH2OH2OH2OH2OH2OH2OH2O
Fdir+++++++
CGA100% 100% 100% 100% 100% 100%
cOF0 gal/min0 gal/min 0 gal/min0 gal/min0 gal/min 0 gal/min0 gal/min
rTo1OFF OFF OFFOFF OFF OFFOFF
rTo2OFF OFF OFFOFF OFF OFFOFF
FPro10+ 0+ 0+ 0+ 0+ 0+ 0+
FPro20+ 0+ 0+ 0+ 0+ 0+ 0+
S.FLW9,91gal/min31,7gal/min49,53gal/min132,09gal/min317gal/min475,5gal/min792,5gal/min
S.TMP122°F122°F122°F122°F122°F122°F
S.Tim3 min3 min3 min3 min3 min
S.OnOFF OFF OFFOFF OFF OFFOFF
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Produktinformationen

Marke : IFM

Modell : SUH720

Kategorie : Nicht kategorisiert