AKM300050GBZ - Elektroinstallation HAGER - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Planungshandbuch für Bodeninstallationssysteme |
| Marke | Hager |
| Modell | AKM300050GBZ |
| Seitenanzahl | 61 |
| Sprache | Deutsch |
| Dateiformat | PDF (digitaler Download) |
| Zielgruppe | Elektroinstallateure, Planer, Architekten |
| Inhalt | Planungsgrundlagen, Kanalsysteme, Estrich, Bodenaufbau, Kabelvolumen, Versorgungseinheiten, Schutzarten, Normung, Montage, Schallschutz, Brandschutz, Potenzialausgleich |
| Normen | EN 50085-2-2, DIN VDE 0100, DIN 4109, DIN 18352, DIN 18353, DIN 18365 |
| Systemkompatibilität | electraplan.UK, tehalit.BKB, electraplan.BK, electraplan.AK, electraplan.DB, electraplan.HB |
| Schutzart | IP20 (mindestens), bis IPX9 für Nassreinigung (mit geeigneten Komponenten) |
| Belastungsklassen | Standard 1500 N, überfahrbar 7500 N, Schwerlast 20000 N |
| Materialien | Stahlblech (verzinkt), Kunststoff (Polyamid), Aluminium, Edelstahl |
| Bodenbelagshöhen | 5 mm, 12 mm, 23 mm, 38 mm (je nach Versorgungseinheit) |
| Estrichhöhen | ab 30 mm (estrichbündig), ab 50 mm (Klappdeckel), ab 75 mm (Standard), ab 105 mm (Edelstahlkassette) |
| Kabelvolumenberechnung | Nach Formel (d)² (Durchmesser zum Quadrat), Füllgrad max. 50% |
| Brandschutz | Nach MLAR und (M)SysBöR |
| Schallschutz | Nach DIN 4109, Trittschallminderung bei Bodenkanälen unwesentlich |
| Potenzialausgleich | Über Erdungsklemme BKZSAK00, Leiterquerschnitt bis 4 mm² |
| Gewerkeübergreifende Arbeiten | Hinweise für Estrichleger, Bodenleger und Gebäudereiniger enthalten |
Häufig gestellte Fragen - AKM300050GBZ HAGER
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BEDIENUNGSANLEITUNG AKM300050GBZ HAGER
Bodeninstallationssysteme
Basishandbuch

Planungsgrundlagen ....20
Anforderungen an die Installationstechnik ....20
Anforderungen aus der Baukonzeption 20
Anforderungen an die Organisation ....20
Anforderungen an die Sicherheit ....21
Montagevoraussetzungen / Bauseitige Voraussetzungen ....21
Kanalsysteme 22
Estrichüberdecktes Kanalsystem 22
Estrichbündiges Kanalsystem 23
Aufboden Kanalsystem 24
Doppelbodeninstallationssystem 24
Hohlraumbodeninstallationssystem 25
Grundlagen Estrich 26
Estrichaufbau 26
Estricharbeiten 27
Estricharten 27
Bodenaufbau 29
Bodenaufbau 50 mm 29
Bodenaufbau 75 mm 30
Bodenaufbau 105 mm ....30
Informationen zum Bodenbelag und für den Bodenleger 31
Informationen zum Bodenbelag ....31
Informationen für den Bodenleger ....31
Kabelvolumen ermitteln 32
Biegeradien ....33
Kabelvolumen der gängigsten Installationsleitungen ....34
Versorgungs- und Geräteeinbaueinheiten 36
Schutzarten IP 42
IK Stoßfestigkeitsgrad ....43
Belastungen mechanisch/thermisch ....44
Normung und Prüfung 45
Errichterbestimmung 48
Schutz gegen elektrischen Schlag 48
Mechanische Belastung von Kabel und Leitungen ....49
Trennung von unterschiedlichen Diensten 49
Brandschutz 49
Potenzialausgleich 50
Gewerkeübergreifendes Arbeiten ....51
Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Estricharbeiten ....51
Allgemeine Hinweise für den Estrichleger 51
Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Bodenbelagsarbeiten ....51
Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Gebäudereinigung ....51
Schallschutz und Trittschall 52
Trittschallminderung bei Bodeninstallationssystemen 52
Anhang 54
Übersicht Bodeninstallationssysteme - Leitungsbelegung ....54
Bezugsquellen von Normen und Bestimmungen 61
FAQs
7 Fragen - 7 Antworten
Um allen Anforderungen während der Planungsphase gerecht zu werden, sollten Sie sich mit diesen 7 Fragen auseinandersetzen. Damit ist gewährleistet, dass Sie die für ihr Bauvorhaben passende Kanalsystem-Lösung erhalten.
Die jeweiligen Antworten auf Ihre Fragen geben Ihnen die passende Lösung für Ihr Bauvorhaben. Angefangen beim passenden Kanalsystem, der Estrichhöhe, den Bodenbelägen und deren Pflege bis hin zu den Einbaueinheiten.
Frage 1: Welches Bodeninstallationssystem soll eingesetzt werden?
☑ estrichüberdecktes System
☑ estrichbündiges System
Aufbodensystem
Hohlraumbodensystem
Doppelbodensystem
Frage 2: Wie wird das Kabelvolumen berechnet?
Kabelvolumenberechnung ( d2 )
☑ Daten-/Kommunikationstechnik
Multimediachnik
Energietechnik
Frage 3: Wie hoch ist der geplante Bodenaufbau?
☑ Estrichnenndicke inkl. eventueller Dämmschichten
Dicke Fußbodenbelag
Frage 4: Welcher Bodenbelag wird verlegt?
Parkett
Vinyl
Linoleum
Fliesen/Granit
Teppich
Frage 5: Wie wird der zu verlegende Bodenbelag gepflegt?
☑ Trocken/Feucht gepflegt
Nass gepflegt
Frage 6: Welche Belastungen können maximal auftreten?
Standard
Überfahrbar
Schwerlast
Frage 7: Welche Versorgungs- und Einbaueinheiten werden benötigt?
Größe
☑ Anzahl der einbaubaren Geräte
Form
Material
Antwort 1: Welches Bodeninstallationssystem soll eingesetzt werden?
Man unterscheidet 5 gängige Bodensysteme. Das jeweilige Bodensystem gibt von Anfang an eine entscheidende Richtung vor. Je nach System lassen sich nur bestimmte Produkte verwenden. Ob es sich nun um ein estrichüberdecktes Kanalsystem handelt, welches meist bei Neubauten zum Einsatz kommt, oder um ein Aufboden Kanalsystem, welches oft bei Sanierungsobjekten verwendet wird. Die grobe Richtung ist grundverschieden. Für jedes System stehen bestimmte Lösungen und Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung.
Anhand dieser Gesichtspunkte kann eine grobe Auswahl des passenden Kanalsystems erfolgen.
Estrichüberdecktes Kanalsystem

Das estrichüberdeckte Kanalsystem ist für alle Arten von Estrich geeignet. Egal, ob Verbundzementestrich, schwimmender Estrich, Fließestrich oder mit besonderen Vorkehrungen auch Gussasphalt / Heißestrich. Das estrichüberdeckte Kanalsystem ist im Wohn- und Zweckbau einsetzbar.
Estrichbündige Kanalsysteme

Der estrichbündige tehalit.BKB stellt Energie-, Daten- und Kommunikationsanschlüsse rund um den Raum zur Verfügung. Neben seiner Offenheit für modernste Technik ist er für jede Innenraumgestaltung offen: Er kann mit allen Arten von trocken gepflegten Böden belegt werden. Dabei sorgt die millimetergenaue Höhennivellierung für einen „glatten“ Abschluss – während das umfangreiche Formteileprogramm sich jedem Winkel exakt anpasst.

Dieses höhenvariable System findet überall dort Anwendung, wo man sich über den „Endausbau“ noch nicht im Klaren ist bzw. ein Höchstmaß an Flexibilität behalten möchte. Kanalbreiten von bis zu 600 mm lassen den Kanal dort zum Einsatz kommen, wo ein hohes Leitungsaufkommen vorhanden ist. Der estrichgebundene Kanal wird in Produktionshallen mit blanker Ausführung, sowie in Büro- und Verwaltungsgebäuden eingesetzt. Durch seine geringe Höhe ist der Kanal auch für sehr flache Estrichhöhen ab 30 mm gut geeignet.
Aufboden Kanalsystem

Dieses Kanalsystem eignet sich besonders für Altbausanierungen sowie bei Modernisierung und Erweiterung von Gebäudeinstallationen. Haupteinsatzbereiche sind Sanierungsobjekte von Büro- und Verwaltungsgebäuden sowie Bauvorhaben, die eine schnelle Errichtung von elektrischen Anlagen auf schon fertigen Fußboden erfordern. Ist ein Einbau von Unterflurkanälen im Estrich wegen geschützter Bausubstanz aus statischen oder aus Denkmalschutzgründen nicht möglich, werden auf den fertigen Fußboden Aufbodenkanäle verlegt. Aber auch in Montagehallen, Laboren oder Industriegebäuden
werden die robusten Aufbodenkanäle eingesetzt.
Doppelbodensystem

Großraumbüros oder Callcenter mit großen Grundflächen, die durch Raumteiler in viele Computerarbeitsplätze unterteilt sind und strukturierbar bleiben sollen, kommen um dieses flexible System nicht herum. Dies gilt auch für mit Doppelboden konstruierte Computer-Serverräume, die durch ihre Bauweise höchstmögliche Flexibilität bieten. In Schauräumen oder Messeständen, die je nach Bedarf wieder umgebaut werden, sind komplett vernetzte Energie- und Datennetzwerke auf diese Weise integriert.
Hohlraumbodensystem

Beim Hohlraumboden werden vorgefertigte Schalkörper auf der Rohdecke ausgelegt und anschließend mit Estrich vergossen. Im Gegensatz zum Doppelboden, bei dem einzelne Platten nach Bedarf ausgetauscht werden können, ist ein Hohlraumboden eine geschlossene Estrichplatte auf Stelzen. Ähnlich wie beim Doppelboden lässt sich die Verdrahtung sehr flexibel über Plug and Play Systeme gestalten.
Antwort 2: Wie wird das Kabelvolumen berechnet?
Um die richtige Kanalgröße zu definieren, wird das Kabelvolumen benötigt. Da die Leitungen in der Praxis nie optimal parallel und platzsparend nebeneinanderliegen, rechnet man hier mit der Formel (d) 2 Durchmesser zum Quadrat. Um später für eventuelle Nachrüstungen gewappnet zu sein, sollten die Kanäle nur zu 50% ausgefüllt werden. Die Leitungen lassen sich dadurch einfacher durch den Kanal einziehen.
Zusätzlich muss beachtet werden, dass bei dieser Berechnung noch keine Bodentanks oder Auslässe, die den Leitungsweg eventuell unterbrechen, berücksichtigt wurden.
In der Praxis werden Energie- und Datenkabel voneinander getrennt im Kanal verlegt. Trennstige teilen den Kanal in mehrere Züge auf. Wenn dies zutrifft, muss für jeden Zug der Platzbedarf einzeln ausgerechnet werden.
Bei starker Strombelastung der Leitungen ist die Erwärmung der Leitungen zu berücksichtigen. Genauso müssen alle gegebenen Vorschriften, wie z.B. DIN VDE 0100, beachtet werden.

Antwort 3: Wie hoch ist der geplante Bodenaufbau?
Die Höhe des geplanten Unterflursystems spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Planung und Montage von Unterflurkabelsystemen. Insbesondere bei estrichüberdeckten und estrichbündigen Systemen dient diese Information, um die entsprechenden Elemente für den Höhenausgleich mit in die Planung und Montage einzubeziehen. Je nach Höhe kommen unterschiedliche Produkte und Lösungen zum Einsatz.

Generell gilt, der vorgegebene Bodenaufbau legt den Spielraum für die Bodenlösung fest.
- Klappdeckel mit ultraflacher Einbautiefe für einen Bodenaufbau ab 50 mm
- Standard-Versorgungseinheiten mit Bodenbelagaussparungen von 5 mm für einen Bodenaufbau ab 75 mm
- Standard-Versorgungseinheiten mit Bodenbelagaussparung von 12 mm für einen Bodenaufbau ab 100 mm
– Edelstahl-Kassetten für einen Bodenaufbau ab 105 mm
Antwort 4: Welcher Bodenbelag wird verlegt?
Oft ist der Bodenbelag in einem Bauvorhaben fest vorgegeben. Ob es sich um Teppichboden, Laminat, Parkett, Fliesen, Stein, PVC oder Linoleumbelag handelt. Jeder Belag hat eine andere Höhe. Somit passt nicht jeder Belag in jede Einbaueinheit. Hier stehen drei verschiedene Höhen zur Auswahl. Bei kleineren Belagshöhen von bis zu 5 mm oder bis zu 12 mm stehen Versorgungseinheiten, bei größeren bis zu 23 mm Edelstahl-Kassetten zur Verfügung.

PVC-Beläge haben oft nur eine Stärke von 3 bis 4 mm. Für solche Beläge sowie für dünne Teppiche und Linoleum sind Standard-Versorgungseinheiten mit 5 mm Rahmenhöhe ideal.

Teppichböden und Laminat besitzen in der Regel eine Stärke von 8 bis 10 mm, manche Laminatsorten sind mit Kleber noch stärker. Hier reichen handelsübliche Rahmen mit 10 mm Höhe nicht aus. Deshalb bietet Hager als einziger Anbieter Standardversorgungseinheiten mit 12 mm Rahmenhöhe an. Ist der Rahmen zu hoch, können Deckeleinlagen von 1 bis 2 mm zur Unterfütterung des Bodenbelags eingesetzt werden.

Für Beläge wie Parkett oder Steinfliesen hat Hager Edelstahlkassetten mit einer Bodenaussparung je nach Ausführung von bis zu 23 mm bzw. bis zu 38 mm im Programm. Das gewährleistet auch bei sehr dicken Bodenbelägen eine saubere Arbeit ohne Höhen und Tiefen.
Antwort 5: Wie wird der zu verlegende Bodenbelag gepflegt?
Die Reinigungskategorie richtet sich nach Art des Bodenbelags. Teppichböden werden eher trocken gepflegt, Fliesen eher feucht bis nass gepflegt.
Trocken gepflegte und „feucht gereinigte“ Böden
Bodenbeläge, die sich absaugen lassen (z.B. Teppichboden) oder die mit feuchten aber nicht nassen Reinigungsgeräten abgewischt werden (z.B. Laminat), werden als „trocken gepflegte Böden“ zusammengefasst. Auf solche Böden können ohne Bedenken alle Standardversorgungseinheiten, -Leitungsauslässe und -Zapfsäulen von Hager eingesetzt werden.

Bild 1: Trocken gepflegte Böden
Nass gepflegte Böden
Böden, die starken Verschmutzungen ausgesetzt sind - wie etwa Steinfußböden in Werkhallen -, müssen mit Hilfe flüssiger Reinigungsmittel nassgesäubert werden. Für diese „nass gepflegten Böden“ bietet Hager „wasserdichte“ Systemkomponenten an, z. B. Versorgungseinheiten mit integriertem Schwallwasserschutz, der wahlweise in Aluminium oder Polyamid angeboten wird.

Bild 2: Nass gepflegte Böden
Antwort 6: Welche Belastungen können auftreten?
Je nach Gegebenheit sind unterschiedliche Anforderungen an die Belastung gestellt. Im Büroalltag treten meist Belastungen von bis zu 1500 N auf. In öffentlichen Gebäuden wie Flughäfen oder Bahnhören ist diese Angabe jedoch meist nicht zutreffend. Der tägliche Betrieb von Kofferwagen, Reinigungsmaschinen oder mobilen Gerüstwagen erhöht die Beanspruchung. Auch in Autohäusern oder Schauräumen wird oft die Bedingung der Überfahrbarkeit gestellt. In Montage- oder Lagerhallen wird die Belastung durch beladene Gabelstapler oder LKW's in die Höhe getrieben.
1500 N Standard

Bild 3: 1500 N Standard
Alle Versorgungseinheiten und Edelstahl-Kassetten sind normkonform für 1500 N Belastung ausgelegt. Hierunter fallen alle Versorgungseinheiten, alle Edelstahl-Kassetten, estrichbündige Kanäle, Aufbodenkanäle usw. Für normale Belastungen des Büroalltages ist dies vollkommen ausreichend.
7500 N überfahrbar

Bild 4: 7500 N überfahrbar
Versorgungseinheit VANR12
Für erhöhte Belastungen ist die Versorgungseinheit VANR12 ausgelegt. Die Versorgungseinheit ist aus Aluminium gefertigt und mit dem Auto überfahrbar.
20000 N Schwerlast

Bild 5: Schwerlast-Kassetten
Gerade in Autohäusern kommt die Schwerlastkassette EKSQ405xx zum Einsatz. Diese Edelstahl-Kassette ist mit einem massiven Schwerlastrahmen unterstützt und bietet somit auch genug Stabilität für extrem hohe Belastungen.
Antwort 7: Welche Einbaueinheiten werden benötigt?
Versorgungs- und Einbaueinheiten
Um gewerbliche Gebäude sinnvoll zu bewirtschaften, sollte man aus dem Vollen schöpfen können - sowohl was Energie als auch Informationen und Daten betrifft. Die Versorgungs- und Einbaueinheiten electraplan. VE-EE decken jeden Kundenwunsch ab.
Sie sind nahezu mit jedem electraplan-Bodeninstallationssystem kompatibel und können je nach Bedarf mit sechs bis zwölf Anschlussdosen ausgerüstet werden. Die Versorgungseinheiten gibt es in vielen Materialien, Formen und Farben.
Jeder Gerätebecher kann variabel bestückt werden: mit Schutzkontaktsteckdosen oder Tragsteggeräten für die Netzwerk- und Multimediatechnik.
Versorgungseinheit aus Polyamid

Das Standardmaterial für Versorgungseinheiten ist Polyamid. Polyamidrahmen halten einer Belastung von bis zu 1,5 kN (DIN-Vorgabe) stand - ideal für den klassischen Bodeneinsatz. Große Auswahl für den Einsatz von z.B. 6, 9, 10 oder 12 Steckdosen Formen:



Versorgungseinheit aus Aluminium

In Verbindung mit hochwertigen Bodenbelägen - z.B. Steinfliesen - empfiehlt sich der Einsatz von Aluminiumversorgungseinheiten. Sie sind nicht nur stabiler, sondern sorgen für ein eleganteres Bodenbild. Für starke Beanspruchung in öffentlichen Gebäuden - z. B. Showrooms, Bahnhöfen oder Flughäfen - bietet Hager Aluminiumseinheiten, die Belastungen bis 7,5 kN standhalten. Größen: 2 Größen für den Einsatz von z.B. 6 oder 12 Steckdosen.

Versorgungseinheit aus Edelstahl

Versorgungseinheiten aus Edelstahl sind besonders robust: Sie entsprechen der DIN-Belastungsvorgabe von 1,5 kN. Als Schwerlastkassette halten sie sogar Belastungen bis 20 kN stand (siehe Seite 48). Ein weiterer Vorteil: Dank ihres dünnen Randes fallen sie im Boden so gut wie nicht auf - und wenn, dann nur durch ihre edle Optik.
Größen: 2 Größen für den Einsatz von z.B. 6 oder 12 Steckdosen.

Basiswissen
Wichtiger Hinweis
In diesem Dokument werden die relevanten Grundlagen für die Montage von Bodeninstallationssystemen und die Verlegung von Kabel und Leitungen in diesen Systemen erläutert.
Die Inhalte dieses Dokumentes basieren auf den derzeit gültigen Vorschriften und Bestimmungen, sowie auf unseren eigenen Prüfergebnissen. Eine allgemeingültige Rechtsverbindlichkeit kann aus den Inhalten dieses Dokumentes nicht abgeleitet werden.
Planungsgrundlagen

Anforderungen an die Installationstechnik
Bei der Planung und Auswahl des Bodeninstallationssystems sind die folgenden Punkte für die Anforderungen der Installationstechnik zu beachten:
– Anzahl der Dienste (Strom, Kommunikation, Daten, Multimedia)
– Füllfaktor der Elektroinstallationskanäle
– Leitungsbiegeradien
- Reserve
– Gleichzeitigkeitsfaktoren
– Vorgesehen für den Innenbereich
Anforderungen aus der Baukonzeption
Anhand der Nutzungsprofile der einzelnen Räume bzw. des gesamten Gebäudes sind die folgenden Voraussetzungen zu berücksichtigen:
– Art des Raums (trocken oder nass)
– Ausführung des Fußbodenbelags (trocken oder nass gepflegt)
- Stärke des Bodenbelags
– Art und Ausführung des Estrichs
- Verkehrslasten
- Umgebungstemperatur (Innenbereich z. B. Fußbodenheizung)
Anforderungen an die Organisation
Einsatzbereiche und Vorgaben des Kunden an die Installationstechnik (Strom, Daten, Kommunikation, Multimedia) sind bei der Planung eines Bodeninstallationssystems ebenfalls zu berücksichtigen:
- Flexibilität der Nutzung (z. B. leichte Anpassung an sich ändernde Nutzungsvorgaben)
– Problemlose Änderung der Gerätebestückung
– Einsatz von festen oder ortsveränderlichen Installationen
Bodeninstallationssysteme
Basishandbuch
Anforderungen an die Sicherheit
Die Sicherheit und der unbefugte Zugriff durch Dritte spielt bei der Planung und Auswahl eines Bodeninstallationssystems eine immer weiter zunehmende Rolle. In den Bereichen der Dateninfrastruktur (z. B. Rechenzentren) muss deshalb ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit gelegt und bei der Planung berücksichtigt werden.
Montagevoraussetzungen / Bauseitige Voraussetzungen
Um mit der Montage eines Bodeninstallationssystems beginnen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:
- genehmigter und vermaßter Verlegeplan, der die Lage aller Einbauteile spezifiziert
- Projektstückliste mit den zu verwendenden Materialien
- Informationen zum Fußbodenaufbau und Bodenbelag
- eine besenreine und abgenommene Rohbaudecke nach DIN 18 202 (Toleranzen im Hochbau)
- Angabe Meterriss als Bezugspunkt für die entsprechende Estrichhöhe
- Angaben zu Verkehrslasten, Brandschutzmaßnahmen und zum Trittschallverhalten
- Montagebereich muss frei von Bauschutt und Fremdmaterial sein
– Schutz vor Witterungseinflüssen und Nässe muss gewährleistet sein - Ausführungen zur Mindesteinbautiefe und Bodenpflege von Einbaueinheiten müssen vorliegen
Kanalsysteme
Man unterscheidet 5 gängige Bodensysteme. Das jeweilige Bodensystem gibt von Anfang an eine entscheidende Richtung vor. Je nach System lassen sich nur bestimmte Produkte verwenden. Ob es sich nun um ein estrichüberdecktes Kanalsystem handelt, welches meist bei Neubauten zum Einsatz kommt, oder um ein Aufboden Kanalsystem, welches oft bei Sanierungsobjekten verwenden wird, die grobe Richtung ist grundverschieden. Für jedes System stehen bestimmte Lösungen und Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung.
Entscheidend für die richtige Auswahl des passenden Kanalsystems sind die in der Planungsphase definierten Punkte zu:
– Gebäudeart (Büro-/Verwaltungsgebäude, Autohäuser, usw.)
– Gebäudesubstanz (Neubau, Altbau mit/ohne Bestandsschutz)
– Gebäudestruktur (Einzel- oder Großraumbüros)
– Nutzungsgewohnheiten (flexibel bei Nutzungsänderungen)
Estrichüberdecktes Kanalsystem

Bild 7: electraplan.UK
Das Bodeninstallationssystem electraplan. UK ist schnell und einfach zu montieren und für fast alle Estricharten geeignet. Die Unterflurkanale und Bodendosen aus verzinktem Stahlblech – optimal gegen Korrosion geschützt – werden auf der Rohdecke befestigt. Weil die Oberteile des Grundprofils abnehmbar sind, können die Leitungen von oben in den Kanal eingelegt und müssen nicht eingezogen werden. Den Estrich verlegt man bündig mit der Oberkante der Bodendosen, so dass die Unterflurkanale bedeckt sind. Siehe Katalog
Estrichbündiges Kanalsystem

Bild 8: tehalit.BKB / tehalit.BKG
Der estrichbündige tehalit.BKB stellt Energie-, Daten- und Kommunikationsanschlüsse rund um den Raum zur Verfügung. Neben seiner Offenheit für modernste Technik ist er für jede Innenraumgestaltung offen: Er kann mit allen Arten von trocken gepflegten Böden belegt werden. Dabei sorgt die millimetergenaue Höhennivellierung für einen „glatten“ Abschluss – während das umfangreiche Formteileprogramm sich jedem Winkel exakt anpasst.

Bild 9: electraplan.BK
Dieses höhenvariable System findet überall dort Anwendung, wo man sich über den „Endausbau“ noch nicht im Klaren ist bzw. ein Höchstmaß an Flexibilität behalten möchte. Kanalbreiten von bis zu 600 mm lassen den Kanal dort zum Einsatz kommen, wo ein hohes Leitungsaufkommen vorhanden ist. In Produktionshallen in blanker Ausführung, aber auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden mit Bodenbelag beklebten Kanaldeckeln wird dieser estrichbündige Kanal eingesetzt. Durch seine geringe Höhe ist der Kanal auch für sehr flache Estrichhöhen ab 30 mm gut geeignet.
Aufboden Kanalsystem

Bild 10: electraplan.AK
Bei Sanierungsobjekten oder in denkmalgeschützten Gebäuden ist ein Aufbodenkanal die perfekte Lösung. Das System electraplan.AK lässt sich dank seiner Auswahl an Formteilen leicht zusammenbauen. Auf die Kanalunterteile werden zum Fußboden hin abgeschrägte Blinddeckel geschraubt, die mit einem Bodenbelag versehen werden können. Montageöffnungen in der Abdeckung erlauben die Installation von Einbau- oder Versorgungseinheiten, von Bodenanschlussäulen oder fußbodenüberragenden Zapfsäulen. Siehe Katalog
Doppelbodeninstallationssystem

Bild 11: electraplan.DB
Großraumbüros oder Callcenter mit großen Grundflächen, die durch Raumteiler in viele Computerarbeitsplätze unterteilt sind und strukturierbar bleiben sollen, kommen um dieses flexible System nicht herum. Dies gilt auch für mit Doppelboden konstruierte Computer-Serverräume, die durch ihre Bauweise höchstmögliche Flexibilität bieten. In Schauräumen oder Messeständen, die je nach Bedarf wieder umgebaut werden, sind komplett vernetzte Energie- und Datennetzwerke auf diese Weise integriert.
Hohlraumbodeninstallationssystem

Bild 12: electraplan.HB
Beim Hohlraumboden werden vorgefertigte Styropor- oder Kunststoffschalen auf der Rohdecke ausgelegt und anschließend mit Estrich vergossen. Im Gegensatz zum Doppelboden, bei dem einzelne Platten nach Bedarf ausgetauscht werden können, ist ein Hohlraumboden eine geschlossene Estrichplatte auf Stelzen.
Ähnlich wie beim Doppelboden lässt sich die Verdrahtung sehr flexibel über Plug and Play Systeme gestalten.
Grundlagen Estrich
Estrichaufbau
Der Estrichaufbau ist eine wichtige Voraussetzung für die ordnungsgemäße Installation von Unterflurbodensystemen. Bei estrichüberdeckten Systemen ist es zwingend erforderlich, dass die Estrichstärke über dem Kanal den in der Norm angegebenen Wert entspricht, um Rissbildungen zu vermeiden.
Der Estrich findet sich oberhalb der tragenden Geschossdecke bzw. oberhalb der Bodenplatte und unterhalb des Bodenbelags.
Die Estrichnenndicke ist abhängig von der Dämmschicht, der Einzellast und der Estrichart. Nähere Angaben zur Estrichnenndicke ist der DIN EN13813 zu entnehmen.
Die Mindestnenndicke 1 wird in Abhängigkeit von der Härteklasse (DIN EN 13813) für lotrechte Nutzlasten ≤ 2 kN/m 2 geregelt.
Unter Umständen können chemische oder thermische Beanspruchungen auftreten, die zusätzliche Maßnahmen zum Schutz des montierten Systems erfordern.
Die estrichbündigen Kanalsysteme electraplan.BK sowie die Unterflurdosen BKSA erhalten ihre Belastungsfähigkeit für den bestimmungsgemäßen Gebrauch erst durch den Verbund mit dem angrenzenden Estrich.
Daher sind folgende Punkte wichtig und zu beachten:
- nachdem das Kanalsystem auf dem Rohbeton fest montiert ist, darf das System weder begangen noch ähnlichen Belastungen ausgesetzt werden
- Das Kanalsystem muss mit dem angrenzenden Estrich ein Verbundsystem bilden
Beim electraplan.BK sind folgende Punkte besonders zu berücksichtigen:
- Die Seitenprofile sind mit Estrich zu unterfüttern, um eine gute statische Abstützung im Estrich zu erzielen. Der Estrich ist sorgfältig anzuarbeiten und zu verdichten
- Das geöffnete Kanalsystem darf weder begangen noch ähnlichen Belastungen ausgesetzt werden. Maßnahmen für den hierzu notwendigen Schutz sind in Abstimmung mit der Bauleitung zu treffen
1) Für höhere Nutz- und Flächenlasten gelten entsprechend höhere Mindestnenndicken

Bild 13: Allgemeiner Fußbodenaufbau
(1) Rohdecke / Bodenplatte
(2) Wärmedämmung (z. B. Styropor)
(3) Trittschalldämmung
(4) PE-Folie
(5) Zementestrich mit Fußbodenheizung
(6) Bodenbelag
Estricharbeiten
Kanäle und Zubehörteile erreichen erst durch den festen Verbund mit dem Estrich ihre volle Belastungsfähigkeit für den bestimmungsgemäßen Gebrauch. Dazu sind folgende Voraussetzungen von Bedeutung:
– Das Kanalsystem ist vor Estricheinbringung abzudichten
– Alle Systemelemente sind auf der Rohdecke fest verankert
- Das installierte Kanalsystem darf weder begangen noch anderweitig belastet werden
- Entstehende Hohlräume sind mit Estrich zu unterfüttern
- Das Kanalsystem darf erst nach Aushärtung des Estrichs belastet werden und muss zuvor abgesperrt werden
– Estrichverformungen und Schwindungen sind im Vorfeld zu beachten
Beim estrichüberdeckten Kanal ist es wichtig, dass die Estrichstärke über dem Kanal den in der Norm geregelten Werten entspricht, um Rissbildung zu vermeiden.
Die Estrichnenndicke ist abhängig von der Dämmschicht, der Einzellast und der Estrichart. Nähere Angaben hinsichtlich der Estricharten und Estrichnenndicke sind gemäß DIN EN 13318, DIN EN 13813, DIN EN18560 zu entnehmen. Hier können unter Umständen chemische oder thermische Beanspruchungen auftreten, die zum Schutz des montierten Systems zusätzliche Maßnahmen erfordern.
Estrichbündige Kanäle (BKF/D und BKW/D) und Bodendosen (UDHx, UDBx, UDSx) sind vor der Estrichverlegung auf die vorgesehene Höhe einzunivellieren (bauseitiger Meterstrich). Der Estrichleger sollte die Nivellierhöhe überprüfen.
Estrich an estrichbündige Kanäle und Bodendosen gut anarbeiten und verdichten (kein Dämmstreifen). Nur so wird die erforderliche Tragfähigkeit erreicht.
Das estrichbündige Kanalsystem BKB/ BKG wird mit einem Dämmstreifen vom Estrich entkoppelt, da es sonst zu Schäden am Estrich oder/und Bodenbelag führen kann.
Estricharten
Bei Auswahl der Estrichbauweise ist der Punkt zu klären, welche Estrichmörtelarten für den Anwendungsfall überhaupt in Frage kommen. Es gibt verschiedene Arten von Estrichmörteln.
Fließestrich:
Vor der Estricheinbringung sind diese Aufgaben zu beachten und durchzuführen:
- Kanalsystem und Dosen sind zu beschweren --> Aufschwimmen des Estrich
- Kanalsystem und Dosen gegen Eindringen von Fließestrich abdichten, ist bauseitig zu schützen
- Seitenprofile und Folie müssen mit ausreichend Estrich ummantelt werden.
– Hohlräume vermeiden
Aggressiver Estrich:
Bei der Verwendung von aggressiven Estricharten müssen alle Metallteile bauseitig mit einer chlorid- und alkalifreien Bitumenschicht oder anderen geeigneten Mitteln isoliert werden (VOB Teil C).
Korrosion:
Die Korrosion an metallischen Unterflurkomponenten ist auf ein Minimum reduziert, wenn
- der maximale Feuchtigkeitsgehalt von Estrichen der DIN EN 1264-4 entspricht.
- Unterflurkanäle zur Trocknung ausreichend belüftet werden.
Bodeninstallationssysteme
Basishandbuch
Heißestrich:
Estrichbündige Kanalsysteme und Dosen dürfen nicht direkt mit der heißen Estrichmasse in Kontakt geraten. Bei Folenschalung muss an die Bauteile eine ca. 10 cm dicke Schicht aus z. B. Zementestrich zur Wärmeisolation angearbeitet werden. Bei Metallschalung und Bodenwannen kann z.B. bitumierte Wellpappe zur Isolation verwendet werden. Estrichüberdeckte Kanäle sind mit 2 - 3 Lagen bitumierter Wellpappe vor der heißen Estrichmasse zu schützen.

Hohlräume vermeiden! Hager haftet nicht für eventuelle Schäden, die durch unsachgemäßen Einbau an dem Kanalsystem oder den Bodendosen in Verbindung mit Heißestrich entstehen!
Dehnungsdruck der Estrichplatte:
In Abhängigkeit der Größe der Estrichplatte und der Zusammensetzung des Estrichs kann während des Aushärtens der Estrich gegen den electraplan.BK Kanal, die Dosen drücken. Hierzu bietet Hager einen passgenauen selbstklebenden Moosgummistreifen (BKZM203) an, der im oberen Profilbereich angebracht wird, um den Dehnungsdruck der Estrichplatte auf den Kanal zu mindern. Die Verwendung des Moosgummistreifens ist mit dem Estrichleger abzustimmen.
Bodenaufbau
Ein entscheidendes Kriterium bei der richtigen Auswahl ist der Bodenaufbau. Die Estrichhöhe legt den Spielraum für die Unterflur Installation fest. Je nach Höhe kommen unterschiedlichste Produkte und Lösungen zum Einsatz. Immer öfter kommt es vor, dass die Estrichhöhe aus Kostengründen immer dünner wird. Gerade hierfür gibt es bei Hager eine Reihe an fertigen Lösungen. Sollte die Estrichhöhe jedoch extrem niedrig sein, kann auch hier mit speziellen projektbezogenen Sonderlösungen weitergeholfen werden.

Bild 14: Bodenaufbau
Bodenaufbau 50 mm

Die beiden Klappdeckel KDQ08x und KDE04x sind speziell für die Anforderungen entwickelt worden, bei denen nur eine Estrichhöhe ab 50 mm zur Verfügung steht.
Dank seiner horizontal angeordneten Steckdosen im Gerätebecher GBES2x sind die Klappdeckel überall dort geeignet, wo die Estrichhöhe nur sehr gering ist. Über spezielle Sonderlösungen lässt sich auch Datentechnik in die beiden Klappdeckel einbauen.
Bodeninstallationssysteme
Basishandbuch
Bodenaufbau 75 mm

Ab einer Estrichhöhe von 75 mm können standardmäßige Versorgungseinheiten mit Geräteträger vom Typ GTVR400, GTVR300 für Steckdosen oder GTVD300, GTVD200 für Datentechnik eingesetzt werden.
Hier stehen eine große Auswahl an Größen und Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung.
Bodenaufbau 105 mm

Edelstahlkassetten lassen sich ab einem Bodenaufbau mit einer Höhe von 105 mm einsetzen. Die Edelstahl-Kassetten lassen sich wie die Versorgungseinheiten mit den Standard Geräteträgern bestücken.
Auch hier gibt es eine große Auswahl an Größen und Kombinationsmöglichkeiten. Falls eine höhere Belastung gefordert ist, gibt es in denselben Größen die Schwerlastvariante.
Informationen zum Bodenbelag und für den Bodenleger
Informationen zum Bodenbelag
Bei der Auswahl der Bodenbelagsmaterialien ist darauf zu achten, dass Bodeninstallationssysteme den Einwirkungen von Nutzlasten unterliegen und mittels Prüflasten von 500 N bis 20.000 N gemäß DIN EN 500 85 klassifiziert werden.
Dabei werden dynamische Durchbiegungen bis 6 mm und bleibende Verformungen bis 3 mm nicht beanstandet. Ebenheitsmaße für flächenfertige Böden sind nach DIN 18202 Tab.3 Zeile 3 zu beachten.
Selbsttragende Schichtdicken für Sichtbeton-, Kunstharz-, Gussasphaltbeläge sowie Fliesen oder Naturstein verhindern daher eine spätere Rissbildung des Belages bei wechselnden dynamischen Belastungen.
Bereits geringe Durchbiegungen rufen bei dünnen, harten Bodenbelägen wie Fliesen Beschädigungen hervor. Starke Bodenbelage wie Granitplatten erhöhen die Belastbarkeit des Unterflurssystems, wodurch sich eine vorteilhaftere Lastverteilung ergibt.
Informationen für den Bodenleger
Der zu verlegende Fußbodenbelag, Teppich, Fliesen, Laminat, etc., muss fachmännisch gemäß VOB Teil C/ DIN 18352, DIN 18353 und DIN 18365 ausgeführt werden. Außerdem sind mögliche Stolperstellen durch geeignete Maßnahmen gemäß Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV ASR A1.5/1.2 Fußböden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin - zu vermeiden.
Voraussetzung für die Verlegung von Bodenbelägen
Bevor der Fußbodenbelag verlegt werden kann, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:
- Staub und Schmutz sind von Bodenkanälen und Universal-Bodendosen zu entfernen, um die Haftung der Bodenbeläge zu verbessern.
- Beläge aus Holzwerkstoffen für Oberteile/Deckel sind beidseitig zu behandeln, damit sie sich nicht verziehen. Bei einseitiger Beklebung doppelseitiges Teppich-Klebeband verwenden.
- Bei vielen Holzwerkstoffen empfiehlt sich, Dehnungsfugen vorzusehen, die sowohl Ausdehnung als auch Schrumpfung ausgleichen. Zweckmäßig sind diese beispielsweise entlang der Seitenwände von Bodenkanälen und an Außenrahmen von Kassetten.
- Bei Bodenbelägen den Verlauf der Oberflächenstruktur beachten.
- Langflorige Bodenbeläge können beim Einsetzen der Kanaloberteile hinderlich sein.
Bodenbeläge auf BKB- / BKG-Kanälen verlegen
Bei der Verlegung von Bodenbelägen auf BKB- und BKG-Kanälen muss u. a. ein besonderes Augenmerk auf diese beiden Punkte gelegt werden:
- Bei harten Bodenbelägen wie Holz oder Fliesen sind Dehnungsfugen vorzusehen.
- Bei Bodenbelägen, die zum Ausfransen neigen, sollten die Kanten verschweißt werden.
Bodenbeläge auf BKF(D)- / BKW(D)-Kanälen verlegen
- Für leicht ausfransende, textile Bodenbeläge ist eine Belagstoßabdeckung (BKZBSA7011) anstatt der Belagstoßkante zu empfehlen. Diese sind lose in 2,4 m Längen erhältlich.
- Den abgeschnittenen Bodenbelag zum Belegen der Kanaldeckel verwenden.
- Harte Bodenbeläge wie Holz oder Fliesen bis an die Innenseite des Kunststoffprofils anarbeiten.
- Bei harten Bodenbelägen wie Holz oder Fliesen unbedingt Dehnungsfugen vorsehen!.
- PVC-Bodenbelag lässt sich mit der Belagstoßkante verschweißen.
Besonderheiten bei Kassetten mit Belagstoßkante
- Harte Bodenbeläge wie Holz oder Fliesen bis an die zuvor einzusetzende Kassette anarbeiten. Dehnungsfuge zur Versorgungseinheit unbedingt vorsehen.
- Bei Hartbelägen ist auch in der Deckelklappe eine Dehnungsfuge vorzusehen.
Kabelvolumen ermitteln
Ein wichtiger Punkt für die Auswahl des richtigen Kabelkanals ist das Kabelvolumen, d. h. die Menge der Kabel und Leitungen die im Kabelkanal verlegt werden müssen. Da Kabel und Leitungen aufgrund ihrer Eigenschaften (meistens Trommelware) nicht absolut gerade verlegt werden können, können Kabel und Leitungen folglich auch nicht eng nebeneinander und parallel im Kanalsystem liegen.

Bild 15: Kabelvolumen
Für die Berechnung des Kabelvolumens darf nicht nur der Kabeldurchmesser als Basis zugrunde gelegt werden, sondern es muss als Berechnungsgrundlage die Formel (d)2 herangezogen werden.

Bild 16: Kabelvolumen ermitteln
Auf der nächsten Seite haben wir für die gängigsten Kanaltypen den Platzbedarf/Kanalquerschnitt aufgelistet.
Bei den aufgeführten Werten handelt es sich um Durchschnittswerte, die von Hersteller zu Hersteller variieren können.
i Die genauen Werte sind den Herstellerangaben zu entnehmen.
Bei der richtigen Auswahl der Kanalgröße ist die folgende Tabelle heranzuziehen. Außerdem sind diese Faktoren aus den gängigen DIN-/VDE-Normen zu beachten:
– Nutzquerschnitt des Kanals
- Füllfaktor
- Erwärmung der verlegten Kabel
– Trennung von Stark- und Schwachstrom
- Biegeradien
| Art. Nummer | Art. Bezeichnung Breite | [mm] | Höhe min [mm] | Höhe max [mm] | Kanalquerschnitt [cm2] 2 | Anzahl Kabel (3 x 1,5 mm2)3 |
| AKU1500401 Aufbodenkanal-Unterteil 150 40 X 60 | 24 | |||||
| BKF400105 | Bodenkanal estrichbündig mit Folie | 416 105 | 150 540 223 | |||
| BKW200060 | Bodenkanal estrichbündig mit Wanne | 216 60 | 100 88 36 | |||
| BKFD150065 | Bodenkanal estrichbündig mit Folie/Dichtmöglichkeit | 170 65 | 110 121 | 50 | ||
| BKWD200090 | Bodenkanal estrichbündig mit Wanne/Dichtmöglichkeit | 220 90 | 130 143 | 59 | ||
| BKB25085 | Estrichbündiger Bodenkanal mit Bürste | 250 85 X | 212 | 45 | ||
| BKG30060 | Estrichbündiger Bodenkanal geschlossen | 300 60 X | 154 | 16 | ||
| UK340483 | Unterflurkanal 3-zügig estrich-überdeckt | 340 48 X | 163 | 65 | ||
| 2) Werte sind gerundet | 3) Werte sind gerundet / Kanalbelegung von 50 % | |||||
Tabelle 1: Kanalgröße/Kanalquerschnitt/Anzahl Kabel
i Weitere Angaben zur Tabelle 1 finden sich im Anhang.
Biegeradien
Biegeradien werden in der Norm VDE 0298 (Teil 3) behandelt und sind bei der Verlegung von Kabel und Leitungen in Bodeninstallationssystemen einzuhalten.
Kabelvolumen der gängigsten Installationsleitungen
![]() | Mantelleitung, starr | ||
| Bezeichnung | Außendurchmesser [mm] | Biegeradius | Kabelvolumen [cm2] |
| NYM-J 3G1,5 8,4 4xD 0,71 | |||
| NYM-J 3G2,5 9,6 4xD 0,92 | |||
| NYM-J 3G4 11,3 4xD 1,28 | |||
| NYM-J 3G6 12,8 4xD 1,64 | |||
| NYM-J 3G10 14,7 4xD 2,16 | |||
| NYM-J 3G16 19,0 4xD 3,61 | |||
| NYM-J 5G1,5 10,0 4xD 1,00 | |||
| NYM-J 5G2,5 12,0 4xD 1,44 | |||
| NYM-J 5G4 14,0 4xD 1,96 | |||
| NYM-J 5G6 15,5 4xD 2,40 | |||
| NYM-J 5G10 19,5 4xD 3,80 | |||
| NYM-J 5G16 23,4 4xD 5,48 | |||
Tabelle 2: Kabelvolumen Mantelleitung, starr
![]() | Mantelleitung, flexibel | ||
| Bezeichnung | Außendurchmesser [mm] | Biegeradius | Kabelvolumen [cm2] |
| H05VV-F 3G1,5 8,2 | 3xD 0,67 | ||
| H05VV-F 3G2,5 9,8 | 3xD 0,96 | ||
| H05VV-F 5G1,5 10,2 | 3xD 1,04 | ||
| H05VV-F 5G2,5 13 | 3xD 1,69 | ||
Tabelle 3: Kabelvolumen Mantelleitung, flexibel
Die Angaben für Außendurchmesser und Kabelvolumen sind circa Angaben und gerundet. Genaue Angaben zum Kabeldurchmesser sind den Herstellerangaben zu entnehmen.
![]() | EDV-Datenkabel | ||||
| Bezeichnung | Außendurchmesser [mm] | Biegeradius | Kabelvolumen [cm2] | ||
| Cat 5e | 1x4xAWG 22/7 | geschirmt | 6,5 4xD 0,42 | ||
| Cat 6 | 4x2xAWG 23/1 | geschirmt | 7,4 4xD 0,55 | ||
| Cat 6 | 4x2xAWG 23/1 | ungeschirmt | 6,4 4xD 0,41 | ||
| Cat 6a | 4x2x AWG 23/1 | U/UTP | 6,4 4xD 0,41 | ||
| Cat 6a | 4x2x AWG 23/1 | U/FTP | 7,2 4xD 0,52 | ||
| Cat 6a | 4x2x AWG 23/1 | F/FTP | 7,5 4xD 0,56 | ||
| Cat 6a | 4x2x AWG 23/1 | S/FTP | 7,4 4xD 0,55 | ||
| Cat 7a | 4x2x AWG 22/1 | S/FTP | 8,6 4xD 0,74 | ||
| Cat 7a | 4x2x AWG 26/7 flex | S/FTP | 5,8 4xD 0,34 | ||
| Cat 6 | 2x(4x2xAWG 23/1) | geschirmt | 7,4 x 15,0 4xD 1 | 1,10 | |
| Cat 6 | 2x(4x2xAWG 23/1) | ungeschirmt | 6,4 x 12,8 4xD 8 | 19 | |
| Cat 6a | 2x (4x2x AWG23/1) | U/FTP | 7,4 x 15,0 4xD 1 | 1,10 | |
| Cat 6a | 2x (4x2x AWG23/1) | F/FTP | 7,5 x 15,2 4xD 1 | 1,40 | |
| Cat 6a | 2x (4x2x AWG23/1) | S/FTP | 7,4 x 15,0 4xD 1 | 1,10 | |
| Cat 7a | 2x (4x2x AWG22/1) | S/FTP | 8,6 x 17,5 4xD 1 | 5,05 | |
Tabelle 4: Kabelvolumen Datenkabel
![]() | Glasfaserkabel | |||
| Außendurchmesser [mm] | Biegeradius | Kabelvolumen [cm2] | ||
| Innenkabel 1 x 6 6,5 15xD 0,42 | ||||
| 1 x 8 6,5 | 15xD 0,42 | |||
| 1 x 12 | 6,5 15xD 0,42 | |||
| 1 x 24 | 7 | 15xD 0,49 | ||
| 2 x 12 | 8,3 10xD 0,69 | |||
| 4 x 12 | 8,6 10xD 0,74 | |||
| 6 x 12 | 8,6 10xD 0,74 | |||
| 8 x 12 | 9,9 10xD 0,98 | |||
| 12 x 12 1 | 1,4 10xD | 1,30 | ||
| Duplexkabel | 2 x 1 | 5,6 x 3,2 | 5xD | 1,79 |
Tabelle 5: Kabelvolumen Glasfaser
Die Angaben für Außendurchmesser und Kabelvolumen sind circa Angaben und gerundet. Genaue Angaben zum Kabeldurchmesser sind den Herstellerangaben zu entnehmen.
Weitere Angaben Kanalfläche und Kabelvolumen findet sich im „Anhang“
Versorgungs- und Geräteeinbaueinheiten
Versorgungseinheiten VQ/VE/VR
Die Versorgungseinheiten sind die bewährte Lösung für Büroinstallationen mit Teppichboden. Sie sind in Kunststoff oder Metall erhältlich. Die Lösung ist nicht mit dem Unterboden verbunden, sondern wird mit Hilfe der universalen Befestigungskralle an der Bodendose UDB oder direkt am Estrich verspannt.

| Versorgungseinheiten | |||
| Formen | ![]() | ||
| Nenngrößen Q12, R12, R10,E09, Q06, R06, | |||
| Anzahl Steckdosen 12,10,9,6 | |||
| Bodenbelagstiefe 5 mm, 12 mm | |||
| Ausführung Blind, Leitungsauslass | |||
| Mindest-Einbautiefe 60mm, 75mm, 82mm | |||
| Material Kunststoff, Edelstahl | |||
| Farben RAL 7011, RAL 9005, Edelstahl | |||
Tabelle 6: Übersicht Versorgungseinheiten
Edelstahlkassette EKQ/EKR/EKSQ/EKSR
Die Kassetten lassen sich bodenbündig auf die Höhe des Fußbodens nivellieren und komplett vom Dosenunterteil entkoppeln. Kassetten eignen sich insbesondere für Bodenbeläge wie Fliesen oder Parkett. Es gibt verschiedene Ausführungen für trocken/feucht und nass gepflegte Bodenbeläge. Die Kassetten aus Edelstahl sorgen für dauerhafte Qualität und sehen dazu noch ansprechend aus.
Nivellierbare Edelstahl-Kassetten für trocken oder feucht gepflegte Böden sind in zwei Ausführungen erhältlich. Die Mindest-Einbautiefe ab Oberkante Fertigfußboden liegt bei 100 mm für die Edelstahl-Kassette Blind und zwischen 105 ...115 mm für Edelstahl-Kassette mit Gerätebecher. Die Gerätebecher sind stufenweise bis 18 mm absenkbar und zusätzlich ist eine Aufnahme einer Rastverlängerung möglich.

| Edelstahlkassette EKQ/EKR/EKSQ/EKSR | |
| Formen | |
| Nenngrößen Q12, R12, Q06, R06, | |
| Anzahl Steckdosen 12,6 | |
| Bodenbelagstiefe 23mm, 38mm | |
| Ausführung Blind, Leitungsauslass, Tubus | |
| Mindest-Einbautiefe 100mm, 105mm, 115mm | |
| Material Edelstahl | |
| Farben Edelstahl | |
Tabelle 7: Übersicht Edelstahlkassetten
Nass gepflegte Versorgungseinheiten VANR

Die nass gepflegten Versorgungseinheiten VANR sind für höhere Belastungen, wie z. B. Autohäuser und speziell für Bodenbeläge wie Fliesen oder Steinböden geeignet. Die Versorgungseinheiten sind aus Aluminium gefertigt und in verschiedenen Deckelausführungen erhältlich.
| Nass gepflegte Versorgungseinheit VANR | |
| Formen | |
| Nenngrößen R12, R02 | |
| Anzahl Steckdosen 12, 6 | |
| Bodenbelagstiefe 3 mm, keine | |
| Ausführung Tubus | |
| Mindest-Einbautiefe 90 mm | |
| Material Aluminium | |
| Farben Aluminium, Aluminium/RAL9005, Aluminium/Aluminium | |
Tabelle 8: Übersicht nass gepflegte Versorgungseinheiten
UD-Zuhause UDKPQ

Die UD-Zuhause-Serie wird als komplette Montageeinheit geliefert. Die Montageeinheit besteht aus einer Bodendose als Estrichschalung und entweder aus einer Edelstahlkassette oder Versorgungseinheit für den Geräteeinbau. Die einzelnen Elemente für den Geräteeinbau liegen dem Lieferumfang bei. Die Bodendose wird direkt auf den Rohbeton installiert und mit flexibelen Installationsrohren angeschlossen. Außerdem kann bei Bedarf der Bodentank individuell aus den Einzelteilen zusammengestellt und selbstständig auf der Baustelle montiert werden.
| UD-Zuhause | |
| Formen | |
| Nenngrößen Q06 | |
| Anzahl Steckdosen 6 | |
| Bodenbelagstiefe 5mm, 23mm | |
| Ausführung Leitungsauslass | |
| Mindest-Einbautiefe 95mm, 105mm | |
| Material Kunststoff, Edelstahl | |
| Farben Edelstahl, RAL | 7011, RAL 9005 |
Tabelle 9: Übersicht UD-Zuhause
Bodensteckdosen BSR02

Die Bodensteckdosen BS eignen sich vor allem überall dort, wo es auf Ästhetik, hohe Belastungsfähigkeit und vielseitige Funktionalität ankommt.
Die Handhabung ist sicher, wie einfach: Rohrleitungen in den Installationsraum einstecken. Der Installationsraum wird mit einem Deckel geschlossen.
Die Installationsdose der Bodensteckdosen ist bereits mit zwei Steckdosen bestückt. Neben den Steckdosen finden maximal zwei Anschlussbuchsen für Netzwerkanwendungen ihren Platz.
| Bodensteckdose BSR02 | |
| Formen | |
| Nenngrößen R02 | |
| Anzahl Steckdosen 2 | |
| Bodenbelagstiefe keine, | |
| Ausführung Leitungsauslass, Tubus | |
| Mindest-Einbautiefe 86 mm | |
| Material Kunststoff, Zink Druckguss | |
| Farben Alt-Kupfer, Alt-Messing, Silber, RAL 7011, RAL 9005 | |
Tabelle 10: Übersicht Bodensteckdose BS
Klappdeckel für flachen Bodenaufbau KDQ/KDE

Für niedrige Aufbauhöhen werden spezielle Lösungen benötigt. Die Serie KDQ/KDE sind Klappdeckel speziell für sehr flache Bodenaufbauten.
Diese Serie kann mit Hilfe einer speziellen Steckdose GBExx die Stromversorgung auch bei einem Bodenaufbau ab 50mm ermöglichen.
| Versorgungseinheiten | |
| Formen | |
| Nenngrößen Q08, E04 | |
| Anzahl Steckdosen 8, 4 | |
| Bodenbelagstiefe 5mm, 8mm, 12mm | |
| Ausführung Blind, Leitungsauslass | |
| Mindest-Einbautiefe 50 mm, 60 mm | |
| Material Kunststoff | |
| Farben RAL 7011, RAL 9005 | |
Tabelle 11: Übersicht Klappdeckel für flachen Bodenaufbau
Schutzarten IP
Bodeninstallationssysteme werden nach EN 50085-2-2 und die Art der Bodenpflege nach EN 60529 auf ihre IP Schutzart geprüft und kategorisiert. Bodeninstallationssysteme sind ausschließlich für den Gebrauch im Innenbereich vorgesehen.
Zur Ermittlung der Schutzart wird die Versorgungseinheit im genutzten und im ungenutzten Zustand geprüft. Alle Kanalsysteme und Versorgungseinheiten müssen im genutzten als auch im ungenutzten Zustand mindestens die Schutzart IP 20 erfüllen.
Zusätzlich zur Kategorisierung der IP Schutzart ist bei einer Nassreinigung sicherzustellen, dass im genutzten Zustand alle kabelausführenden Öffnungen mindestens 10 mm über der Fußbodenoberfläche liegen.
Die Fußbodenpflegeart - trocken, feucht, nass - ist das Entscheidende bei der Auswahl der geeigneten Versorgungseinheit.
Trockenpflege
Als trocken gepflegte Böden gelten hauptsächlich textile Bodenbeläge, die durch Absaugen des Schmutzes (flüssigkeitslos oder flüssigkeitsarm) gereinigt werden. Sollte doch eine Reinigungslösung verwendet werden, muss sie so gering wie nötig dosiert sein, um eine Lachenbildung oder ein Durchnässen des Bodenbelags zu verhindern.
Feuchtpflege
Glatte Bodenbeläge wie Linoleum, PVC, Laminat, Parkett oder polierte Steinböden erfüllen die Voraussetzungen für eine feuchte Pflege des Fußbodens. Das Gebäudereinigerhandwerk definiert diese Art der Bodenpflege als staubbindendes Wischen mit nebelfeuchten oder präparierten Reinigungstextilien.
Nasspflege
Die Nasspflege kommt vor allem bei Steinbelägen, Fliesen, Keramikböden, Linoleum und PVC zum Einsatz. Diese Art der Reinigung entfernt besonders hartnäckige und fest haftende Verschmutzungen. Dabei wird in einem ersten Arbeitsgang mit Reinigungstextilien so viel Reinigungsflüssigkeit aufgetragen, dass sich die Verschmutzungen aufweichen und ablösen lassen. In einem zweiten Arbeitsgang wird diese Flüssigkeit zusammen mit dem Schmutz mit Reinigungstextilien aufgewischt.

flowchart
graph TD
A["IP 2.3"] --> B["Code-Buchstaben (International Protection)"]
A --> C["Gegen Eindringen von festen Fremdkörpern"]
A --> D["Gegen Eindringen von Flüssigkeiten"]
Bild 18: Anordnung IP Code
| Bestandteil Ziffern oder Buchstabe | Bedeutung für den Schutz des Betriebsmit-tels | Bedeutung für den Schutz von Personen |
| Code Buchstaben IP | - - | |
| Erste Kennziffer Gegen | Eindringen von festen Fremdkörpern | Gegen Zugang zu ge-fährlichen Teilen mit |
| 0 nicht geschützt nicht geschützt | ||
| 1 ≥ 50 mm Durchmesser Handrücken | ||
| 2 ≥ 12,5 mm Durchmesser Finger | ||
| 3 ≥ 2,5 mm Durchmesser Werkzeug | ||
| 4 ≥ 1,0 mm Durchmesser Draht | ||
| 5 staubgeschützt Draht | ||
| 6 staubdicht Draht | ||
| Zweite Kennziffer Gegen | Eindringen von Wasser mit schädlichen Wirkungen | - |
| 0 nicht geschützt | ||
| 1 senkrechtes Tropfen | ||
| 2 Tropfen (15° Neigung) | ||
| 3 Sprühwasser | ||
| 4 Spritzwasser | ||
| 5 Strahlwasser | ||
| 6 starkes Strahlwasser | ||
| 7 zeitweiliges Untertauchen | ||
| 8 dauerndes Untertauchen | ||
| 9 Hochdruck und hohe Strahlwassertemperatur |
Tabelle 12: Bestandteile des IP Codes und ihre Bedeutung
IK Stoßfestigkeitsgrad
Der IK-Code nach (DIN) EN 50102 ist ein Maß für die Schlag- und Stoßbeanspruchung. Der IK-Code legt die maximale mechanische Belastung von Gehäusen elektrischer Betriebsmittel/Ausrüstung fest.
Belastungen mechanisch/thermisch
Mechanische und thermische Belastungen (Last) sind von außen auf die Bodeninstallationskanalsystem einwirkende Kräfte. Mechanische Kräfte können bei unsachgemäßer Montage und Verwendung Verformungen und Zerstörung herbeiführen. Thermische Kräfte, hervorgerufen von zu starker Sonneneinstrahlung und/oder Heizestrichen, bewirken deine Ausdehnung der verbauten Materialien. Dies kann zu Rissbildungen führen.
Belastungen und deren Auswirkung für Installationssysteme
Bodeninstallationskanalsystem sind den objekttypischen Verkehrslasten ausgesetzt. Sie müssen den am Einsatzort auftretenden Belastungen widerstehen und dabei ihre Funktion beibehalten. Die Belastungen können durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden:
– Überlaufen durch Personen
- Standfüße von Büromöbeln
– Lasten durch Fahrzeuge und Transportmittel
Die Belastung auf den Fußboden bzw. auf die gesamte Deckenkonstruktion erfolgt direkt.
Dadurch hat auch die Belastung einen direkten Einfluss auf die installierten Bodeninstallations-systeme.
Normung und Prüfung
Normung
Die Normenreihe EN 50085 legt im Allgemeinen die Anforderungen an Elektroinstallationskanal-systeme fest. Insbesondere der Teil 2-2 beschreibt die Anforderungen an Bodeninstallationssysteme und ist im Juli 2009 in Kraft getreten.
Die Norm wird in zwei Bereiche unterteilt:
- Errichterbestimmung
Für die Einhaltung in der Errichterbestimmung beschriebenen Anforderungen ist in der Regel der Elektroinstallateur verantwortlich.
– Geräteprüfbestimmung
Die Geräteprüfbestimmung legt die Prüfkriterien der Produkte/Geräte fest. Für dessen Einhaltung ist der Hersteller der Produkte/Geräte verantwortlich.
Geräteprüfbestimmungen
– definieren die Funktion des Produktes/Gerätes
– definieren die Belastbarkeit des Produktes/Gerätes
– definieren den Einsatzbereich des Produktes/Gerätes
– sind für die Sicherheit des Produktes/Gerätes maßgebend (z. B. Schutz vor elektrischem Schlag)
Klassifizierung von Bodeninstallationssystemen
Die EN 50085-1 als genereller Teil für Elektroinstallationskanalsysteme und EN 50085-2-2 als systemspezifischer Teil für Bodeninstallationssysteme schreiben eine Klassifizierung der Produkte vor.
Damit werden Produkteigenschaften europaweit einheitlich festgelegt. Erstmals enthält eine Norm für Installationssysteme auch eine optionale Belastungsprüfungen für vertikale Lasten, die über eine große Fläche wirken (Schwerlast).
| Klassifizierung nach EN 50085-1 | |
| 6.1 Nach | Werkstoff |
| 6.2 Nach | der Schlagfestigkeit |
| 6.3 Nach | Temperatur |
| 6.4 Nach | dem Widerstand gegen Flammenausbreitung |
| 6.5 Nach | elektrischer Leitfähigkeit |
| 6.6 Nach | elektrischer Isoliereigenschaft |
| 6.7 Nach | den durch Gehäuse bzw. Umhüllung nach EN 0529:1991 gebotenen Schutzarten |
| 6.8 Nach | Schutz gegen korrosive oder verunreinigte Substanzen |
| 6.9 Nach | Befestigungsart der Systemkanalabdeckung |
| 6.10 Nach | der elektrischen Schutztrennung |
| Klassifizierung nach EN 50085-2-2 | |
| 6.101 Nach Art der Bodenpflege | |
| 6.102 Nach dem Widerstand gegen vertikale Lasten, die über eine kleine Fläche ( +/-13 mm) wirken | |
| 6.103 | Optional: nach dem Widerstand gegen vertikale Lasten, die über eine große Fläche ( +/-130 mm) wirken |
Tabelle 13: Klassifizierung nach EN 50085
Prüfung
Belastungsprüfung von Elektroinstallationskanalsysteme
Elektroinstallationskanalsysteme für elektrische Installationen müssen der Norm (DIN) EN 50085-2-2 entsprechen.
Die Norm besagt, dass Elektroinstallationskanalsysteme eine ausreichende mechanische Festigkeit haben müssen.
Belastungsfähigkeit für estrichbündige Kanalsysteme (BK) und deren Einbaueinheiten
In der (DIN) EN 50085-2-2 sind Belastungsklassen für zwei Anwendungen definiert.
Geprüft wird nach:
- 6.102 mit einem Stempel (∅ 13 mm) für Standardanwendungen (Bild 19, links)
- 6.103 mit einer Platte (∅ 130 mm) für hohe Lasten (Bild 19, rechts)


Bild 19: Prüfstempel (links) / Prüfplatte (rechts)
| Prüfung Belastungsklasse (DIN) EN 50085 | ||
| Standardanwendung (geprüft mit Teststempel 13 mm) | 6.102.1 500 N | |
| 6.102.2 750 N | ||
| 6.102.3 1000 N | ||
| 6.102.4 1500 N | ||
| 6.102.5 2000 N | ||
| 6.102.6 2500 N | ||
| 6.102.7 3000 N | ||
| hohe Last (geprüft mit einer Testplatte ∅ 130 mm) | 6.103.1 2000 N | |
| 6.103.2 3000 N | ||
| 6.103.3 5000 N | ||
| 6.103.4 10000 N | ||
| 6.103.5 15000 N | ||
Tabelle 14: Belastungsklassen nach (DIN) EN 50085-2-2
Die Prüfung der Bodeninstallationssysteme mit hoher Lastanforderung wird zwar in der Norm (DIN) EN 500085-2-2 behandelt, allerdings ist die in der Norm erlaubte Durchbiegung während des Tests (6 mm) und nach dem Test (≤ 3 mm) nicht praxisbezogen. Durchbiegungen in diesen Ausmaßen führen unweigerlich zu einem Schaden an harten Bodenbelägen (z. B. Fliesen).
Belastungsfähigkeit von estrichüberdeckten Bodeninstallationssystemen
Estrichüberdeckte Kanalsysteme sind nur während der Installationsphase einer Belastung ausgesetzt. Danach sind Kanäle durch die Estrichschicht „geschützt“ und die Verkehrslasten werden auf den Estrich verteilt.
Generell wird festgehalten, dass alle estrichüberdeckenden Kanalsysteme so stabil konstruiert sein müssen, dass sie den auftretenden Belastungen bei Lagerung, Transport und Verarbeitung auf den Baustellen standhalten müssen.
Errichterbestimmung
In der Errichterbestimmung nach DIN VDE werden eine Vielzahl von Punkten beschrieben, die der Elektrohandwerker beim Aufbau und der Montage von Bodeninstallationssystemen beachten muss und einzuhalten hat.
Die Errichterbestimmungen dienen besonders :
- der Sicherheit (Schutz gegen elektrischen Schlag)
- der Erhaltung der Funktion - Funktionserhalt
- der elektromagnetischen Verträglichkeit
– dem Brandschutz
Im Folgenden werden einige der wichtigsten Punkte aus der Errichterbestimmung erläutert:
Schutz gegen elektrischen Schlag
Für die Errichtung einer Kabel- und Leitungsanlage mit Elektroinstallationskanalsystemen sind mehrere Normen aus der VDE 0100 – Reihe von Bedeutung, insbesondere:
- die DIN VDE 0100-410:2018-10, welche die Schutzmaßnahmen für den Schutz gegen elektrischen Schlag, sowie
- die DIN VDE 0100-520:2013-06, welche die Auswahl und Errichtung von Kabel- und Leitungsanlagen beschreibt.
Elektroinstallationskanalsysteme sind Bestandteil der Kabel- und Leitungsanlage (Abschnitt 520.3.1 in DIN VDE 0100-520) und somit auch der Elektroinstallation. Sie sind insoweit nicht durch Abschnitt 411.3.1.2 der DIN VDE 0100-410 erfasst.
Die DIN VDE 0100-410 verweist in Abschnitt 410 auf die DIN EN 61140 (VDE 0140-1), welche als Sicherheitsgrundnorm die gemeinsamen Bestimmungen für den Schutz gegen elektrischen Schlag für elektrische Anlagen und Betriebsmittel beschreibt. Demnach lautet die Grundregel des Schutzes gegen elektrischen Schlag, dass gefährliche aktive Teile nicht berührbar sein dürfen und berührbare elektrisch leitfähige Teile weder unter normalen Bedingungen noch unter Einzelfehlerbedingungen zu gefährlichen aktiven Teilen werden dürfen.
Des Weiteren wird beschrieben, dass Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag aus einer geeigneten Kombination von zwei unabhängigen Schutzvorkehrungen bestehen müssen - aus einer Basisschutzvorkehrung und einer Fehlerschutzvorkehrung.
Als Basisschutzvorkehrung in einer Kabel- und Leitungsanlage wird typischerweise eine Basisisolierung (z.B. Aderisolierung) oder ein Schutzgehäuse verwendet.
Als Fehlerschutzvorkehrung kommt häufig der Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung (Abschnitt 411) oder eine doppelte Isolierung (Abschnitt 412) zur Anwendung.
In Tabelle A.52.1 der DIN VDE 0100-520 ist definiert, dass isolierte Leiter (Aderleitungen) in zu öffnenden Elektroinstallationskanalsystemen (einschließlich Unterflursystemen) nur dann verwendet werden dürfen, wenn das Kanalsystem mindestens die Schutzart IP4x aufweist und nur mit Werkzeug zu öffnen ist. Mantelleitungen sind ohne Einschränkungen verwendbar.
Zudem ist in Abschnitt 526.5 der DIN VDE 0100-520 definiert, dass elektrische Verbindungen in geeigneten Umhüllungen erfolgen müssen (z.B. Dosen oder im Betriebsmittel, falls vorgesehen).
Kanalsysteme aus Metall müssen in die Schutzmaßnahmen und in den Potenzialausgleich eingebunden werden. Dadurch ist der Schutz gegen elektrischen Schlag nach DIN VDE 0100-410 und die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) nach EN 50310, EN 50173, EN 50174-2 gewährleistet.
Bodeninstallationssysteme
Basishandbuch
Mechanische Belastung von Kabel und Leitungen
Nach DIN VDE 0298 dürfen bei der Verlegung von Starkstromkabeln und Datenkabeln bestimmte Werte für Zugbelastungen und Biegeradien nicht unterschritten werden. In der Norm sind außerdem die zulässigen Arten der Befestigung von Kabeln und Leitungen mittels Schellen und deren Zugentlastungen beschrieben.
Trennung von unterschiedlichen Diensten
In der DIN VDE 0100-520 wird beschrieben, dass Kabel und Leitungen unterschiedlicher Spannungsklassen nur gemeinsam in einem Verlegesystem installiert werden dürfen, wenn alle Kabel und Leitungen gegenüber der höchsten vorkommenden Spannung schutzisoliert sind. Zur Trennung der unterschiedlichen Kabel und Leitungen können Trennstege eingesetzt werden oder ein ausreichender Abstand zueinander gewährleistet sein.
Brandschutz
Die Vermeidung von Bränden vor allem in öffentlichen Gebäuden ist das Hauptziel des Brandschutzes. Die Ausbreitung von Feuer und insbesondere auch Rauch in andere Brandabschnitte muss mit allen Mitteln für einen ausreichend langen Zeitraum verhindert werden. Dies bietet die Möglichkeit zu Flucht-, Rettungs- und Löschmaßnahmen.
Bei Kanalsystemen, die Brandabschnitte, Flucht- und Rettungswege verbinden/durchqueren, sind Brandschutzmaßnahmen durchzuführen. In den Richtlinien für Leitungsanlagen (M)LAR Systemböden (M)SysBör wird dies näher geregelt.
Die Hauptursachen für den Brand von Starkstromkabeln sind:
- Unvollkommene Kurzschlüsse oder Erdschlüsse, z. B. an mechanisch oder thermisch beschädigten Kabeln oder Leitungen
– Fehlerhafte elektrische Anschlüsse, z. B. durch einen Wackelkontakt
- Wärmestaus
Potenzialausgleich
Das zertifizierte Bodeninstallationssystem muss die Möglichkeit bieten, in den Potenzialausgleich mit eingebunden zu werden.
Alle Unterflurkabelkanalsysteme von Hager sind so konstruiert, dass der Anschluss und der Verbund in den Potenzialausgleich ohne großen Aufwand möglich ist.
Damit das Kanalsystem in den Potenzialausgleich eingebunden werden kann, wird die Erdungsklemme BKZSAK00 verwendet. Die Erdungsklemme wird in die vorhandenen Nuten eingesetzt und festgeschraubt. Der Klemmbereich ist für einen Leiterquerschnitt bis 4 mm² ausgelegt.
Berührbare, elektrisch leitfähige Elektroinstallationskanalsysteme werden nicht in den Schutzpotenzialausgleich einbezogen (siehe Abschnitt 411.3.1.2 der DIN VDE 0100-410) und sind folglich nicht als Fehlerschutzvorkehrung zu verwenden. Sie können aber, z. B. aus EMV Anforderungen in den Funktionspotenzialausgleich oder in den zusätzlichen Schutzpotenzialausgleich, sowie in den Blitzschutzpotenzialausgleich eingebunden werden.
Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die innerhalb eines Elektroinstallationskanalsystems installierten Betriebsmittel die Anforderungen an den Basisschutz sowie Fehlerschutz selbstständig erfüllen müssen. Hierzu gehören auch die Kabel- und Leitungsanlagen nach DIN VDE 410 Abschnitt 412.2.4.
Das Bodeninstallationssystem gehört zu den Elektroinstallationskanalsystemen und erfüllt nicht die Anforderungen an doppelte Isolierung (VDE 0100-410 Abschnitt 412). Somit ist der Einsatz von basisolierten Leitern (z. B. H07V-K) nicht zulässig. Es sind mindestens Mantelleitungen (z. B. NYM-J) zu nutzen, die in geeigneten Umhüllungen (z. B. in Dosen oder in Betriebsmitteln) enden oder angeschlossen werden. Es ist grundsätzlich eine Zugentlastung vorzusehen.
Gewerkeübergreifendes Arbeiten
Gewerkeübergreifendes Arbeiten ist auf heutigen Baustellen ein gängiges Prozedere und die damit verbundene intensive Kommunikation mit den angrenzenden Gewerken unabdingbar.
Daher empfehlen wir von Hager schon zu Beginn der Bauphase in Abstimmung mit der Bauleitung eine Koordination zwischen Elektrohandwerker und den angrenzenden gewerkeübergreifenden Arbeiten, um einen reibungslosen Ablauf der Montage des Bodeninstallationssystems und die Qualität über den gesamten Bauabschnitt zu gewährleisten.
Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Estricharbeiten
Estrichbündige Kabelkanalsysteme und die Anschlussdosen des estrichüberdeckenden Kanal-systems dienen als verbindliche Abziehlehre für den Estrich. Die Nivellierhöhe der Systemkomponenten richtet sich nach den baulichen Vorgaben der Bauleitung (Meterriss beachten).
Der Estrichleger muss den Estrich im Bereich der Anschlussdosen und der Kabelkanäle sorgfältig anarbeiten, verdichten und abziehen. Estrich kann durch Rissbildung zerstört werden. Estrichbündige Systeme und Systembauteile dürfen vor dem endgültigen Aushärten des Estrichs nicht beansprucht werden, um Rissbildungen im Estrich zu vermeiden.
Allgemeine Hinweise für den Estrichleger
Das fertig auf Estrichsollhöhe einnivellierte Kanalsystem und die einnivellierten Bodendosen dürfen vor Erreichen der Estrich-Sollfestigkeit nicht belastet, begangen oder geöffnet werden. Bei Deckeln mit Schnappbefestigung dürfen die Transportsicherungsschrauben der Deckel erst nach Estrichaushärtung entfernt werden. Estrichbündige Kanäle und Bodendosen sind vor der Estrichverlegung auf die vorgesehene Höhe einzunivellieren (bauseitiger Meterstrich). Der Estrichleger sollte die Nivellierhöhe überprüfen. Estrich an estrichbündige Kanäle und Bodendosen gut anarbeiten und verdichten. Nur so wird die erforderliche Tragfähigkeit erreicht. Alle Kanalöffnungen, die größer als die verwendete Korngröße sind, müssen abgedichtet werden.
Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Bodenbelagsarbeiten
Die für die Bodenbelagsarbeiten zuständige Firma ist für die exakte Verlegung und Anpassung des Bodenbelags an die Anschlussdosen und Kabelauslässe verantwortlich.
Die exakten Fugenmaße sind mit der Bauleitung im Vorfeld abzustimmen.
Die Deckel der estrichbündigen Anschlussdosen sind ebenfalls mit Bodenbelag zu bekleben.
Der eventuell verwendete Teppich ist fest zu verlegen und muss schnittfest sein.
Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Gebäudereinigung
Besonders bei der Erstreinigung der Bodenflächen müssen Geräteeinbaueinheiten und Installationsräume sorgfältig von Baustaub und anderen Verunreinigungen gereinigt werden, damit ihre Funktion später nicht zu Beeinträchtigungen führt.
Geräteeinbaueinheiten müssen während der Nutzungsphase auf ihre bestimmungsgemäße Verwendung und mögliche Beschädigungen überprüft werden, um Folgeschäden zu vermeiden (Facility Management / Elektrohandwerker).
Vor allem Geräteeinbaueinheiten für nass gepflegte Böden sind regelmäßig zu warten und die Dichtung auf ihre Funktion hin zu überprüfen. Dafür ist auch das regelmäßige Nachschmieren der Dichtung notwendig (Facility Management / Elektrohandwerker).
Schallschutz und Trittschall
Baulicher Schallschutz hat zum Ziel, Schallübertragung zwischen verschiedenen Räumen und/oder S tockwerken zu verhindern. Richtlinien zu Schall- und Trittschallpegel in Wohngebäuden sind in der Norm DIN 4109 enthalten. Trittschall bes teht aus zwei Arten von Schall.
Der Luftschall verbreitet sich durch die Luft, der Körperschall als Gegenpart dazu durch fes te Körper.
In der Norm DIN 4109 sind Grenzwerte Ln,w für Schallpegel fes tgelegt, die in bes timmten Anwendungsgebieten nicht überschritten werden dürfen.
Beispiele für segmentbezogene Schallpegel-Grenzwerte:
- Bürogebäude: für Wohnungstrenndecken und Decken zwischen fremden Arbeitsräumen Lp,w ≤ 53 dB
- Aufenthaltsräume und Hotels (erhöhte Anforderungen an Schallschutz): Ln,w ≤ 46 dB
Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Werte sind, des to besser is t die Trittschalldämmung. Eine Minderung des Werts kann zum Beispiel durch die Verlegung eines Bodenbelags (z. B. Teppich) erreicht werden. Auch durch Es trichverlegung auf einer Dämmschicht („schwimmender Es trich“) wird eine Minderung der Trittschallübertragung erzielt.
Trittschallminderung bei Bodeninstallationssystemen
Bei der Verlegung von Bodeninstallationssystemen is t die Minderung der Trittschallübertragung ebenfalls relevant. Daher wurden für ausgewählte Hager-Produkte Messungen der Trittschallminderung durch ein Prüfins titut beauftragt. Die beauftragte Prüfung beinhaltet die Messung der vertikalen Ausbreitung des Körperschalls, also die Schall-Übertragung von S tockwerk zu S tockwerk.
Die Messung der Trittschallminderung wurde durch die Müller-BBM GmbH im Deckenprüfs tand gemäß DIN EN ISO 10140 durchgeführt und die Ergebnisse gemäß ISO 717-2 bewertet.
Die Ergebnisse der Messung der Trittschalminderung sind im nachfolgenden für den Bodenkanal und die Edelstahlkassette zusammengefasst.
Der Einbau des Bodenkanals hat keinen signifikanten Einfluss auf die Trittschallminderung des Es trichs.
Der Einbau der Edels tahlkassette hat keinen signifikanten Einfluss auf die Trittschallminderung des Es trichs.
Detaillierte Angaben und Auswertung zum Trittschallverhalten sind auf www.hager.de zu finden.
Anhang
Übersicht Bodeninstallationssysteme - Leitungsbelegung
| Leitungsbelegung BKF-Kanäle | ||||||
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| Kanäle | Nennmaß | Außen-breite a [mm] | Kanal-höhe b max. [mm] | Nivelier-bereich [mm] | Nutzquerschnitt [cm2] | Max. Leitungsbe-legung ∅ 11mm Füllgrad 0,5 |
| BKF150045 150 | 166 70 45 | -70 77 31 | ||||
| BKF150065 150 | 166 110 65 | -110 121 | 50 | |||
| BKF150105 150 | 166 150 | 105-150 165 | 68 | |||
| BKF150145 150 | 166 190 | 145-190 209 | 86 | |||
| BKF200045 200 | 216 70 45 | -70 112 46 | ||||
| BKF200065 200 | 216 110 65 | -110 176 | 72 | |||
| BKF200105 200 | 216 150 | 105-150 240 | 99 | |||
| BKF200145 200 | 216 190 | 145-190 304 | 125 | |||
| BKF250045 250 | 266 70 45 | -70 147 60 | ||||
| BKF250065 250 | 266 110 65 | -110 231 | 95 | |||
| BKF250105 250 | 266 150 | 105-150 315 | 130 | |||
| BKF250145 250 | 266 190 | 145-190 399 | 164 | |||
| BKF300045 300 | 316 70 45 | -70 182 75 | ||||
| BKF300065 300 | 316 110 65 | -110 286 | 118 | |||
| BKF300105 300 | 316 150 | 105-150 390 | 161 | |||
| BKF300145 300 | 316 190 | 145-190 494 | 204 | |||
| BKF350045 350 | 366 70 45 | -70 217 89 | ||||
| BKF350065 350 | 366 110 65 | -110 341 | 140 | |||
| BKF350105 350 | 366 150 | 105-150 465 | 192 | |||
| BKF350145 350 | 366 190 | 145-190 589 | 243 | |||
| BKF400045 400 | 416 70 45 | -70 252 104 | ||||
| BKF400065 400 | 416 110 65 | -110 396 | 163 | |||
| BKF400105 400 | 416 150 | 105-150 540 | 223 | |||
| BKF400145 400 | 416 190 | 145-190 684 | 282 | |||
| BKF500045 500 | 516 70 45 | -70 322 133 | ||||
| BKF500065 500 | 516 110 65 | -110 506 | 209 | |||
| BKF500105 500 | 516 150 | 105-150 690 | 285 | |||
| BKF500145 500 | 516 190 | 145-190 874 | 361 | |||
| BKF600045 600 | 616 70 45 | -70 392 161 | ||||
| BKF600065 600 | 616 110 65 | -110 616 | 254 | |||
| BKF600105 600 | 616 150 | 105-150 840 | 347 | |||
| BKF600145 600 | 616 190 | 145-190 1064 | 439 | |||
Bodeninstallationssysteme
Basishandbuch
Leitungsbelegung BKW-Kanäle
| Kanäle | Nennmaß | Außenbreite [mm] | Zughöhe [mm] | Nivelierbereich [mm] | Nutzquerschnitt [cm2] | Max. Leitungsbelegung ∅ 11mm Füllgrad 0,5 |
| BKW150040 | 150 166 | 28 40 - 60 | 37,5 15 | |||
| BKW150050 | 150 166 | 38 50 - 70 | 50,9 21 | |||
| BKW150060 | 150 166 | 48 60 - 100 | 64,3 26 | |||
| BKW150070 | 150 166 | 58 70 - 110 | 77,7 32 | |||
| BKW200060 | 200 216 | 48 60 - 100 | 88,3 36 | |||
| BKW200070 | 200 216 | 58 70 - 110 | 106,7 44 | |||
| BKW200080 | 200 216 | 68 80 - 120 | 125,1 51 | |||
| BKW200090 | 200 216 | 78 90 - 130 | 143,5 59 | |||
| BKW250060 | 250 266 | 48 60 - 100 | 112,3 46 | |||
| BKW250070 | 250 266 | 58 70 - 110 | 135,7 56 | |||
| BKW250080 | 250 266 | 68 80 - 120 | 159,1 65 | |||
| BKW250090 | 250 266 | 78 90 - 130 | 182,5 75 | |||
| BKW300060 | 300 316 | 48 60 - 100 | 136,3 56 | |||
| BKW300070 | 300 316 | 58 70 - 110 | 164,7 68 | |||
| BKW300080 | 300 316 | 68 80 - 120 | 193,1 79 | |||
| BKW300090 | 300 316 | 78 90 - 130 | 221,5 91 | |||
| BKW350060 | 350 366 | 48 60 - 100 | 160,3 66 | |||
| BKW350070 | 350 366 | 58 70 - 110 | 193,7 80 | |||
| BKW350080 | 350 366 | 68 80 - 120 | 227,1 93 | |||
| BKW350090 | 350 366 | 78 90 - 130 | 260,5 107 | |||
| BKW400060 | 400 416 | 48 60 - 100 | 184,3 76 | |||
| BKW400070 | 400 416 | 58 70 - 110 | 222,7 92 | |||
| BKW400080 | 400 416 | 68 80 - 120 | 261,1 107 | |||
| BKW400090 | 400 416 | 78 90 - 130 | 299,5 123 | |||
| BKW500060 | 500 516 | 48 60 - 100 | 232,3 96 | |||
| BKW500070 | 500 516 | 58 70 - 110 | 280,7 116 | |||
| BKW500080 | 500 516 | 68 80 - 120 | 329,1 136 | |||
| BKW500090 | 500 516 | 78 90 - 130 | 377,5 156 | |||
| BKW600060 | 600 616 | 48 60 - 100 | 280,3 115 | |||
| BKW600070 | 600 616 | 58 70 - 110 | 338,7 139 | |||
| BKW600080 | 600 616 | 68 80 - 120 | 397,1 164 | |||
| BKW600090 | 600 616 | 78 90 - 130 | 455,5 188 |
Bodeninstallationssysteme
Basishandbuch
Leitungsbelegung BKFD-Kanäle
| Kanäle | Nennmaß | Außenbreite [mm] | Kanalhöhe max. [mm] | Nivelierbereich [mm] | Nutz- quer- schnitt [cm2] | Max. Leitungs- belegung ∅ 11mm Füllgrad 0,5 |
| BKFD150045 | 150 | 170 | 70 45-70 77 31 | |||
| BKFD150065 | 150 | 170 | 110 65-110 121 50 | |||
| BKFD150105 | 150 | 170 | 150 105-150 165 68 | |||
| BKFD150145 | 150 | 170 | 190 145-190 209 86 | |||
| BKFD200045 | 200 | 220 | 70 45-70 112 46 | |||
| BKFD200065 | 200 | 220 | 110 65-110 176 72 | |||
| BKFD200105 | 200 | 220 | 150 105-150 240 99 | |||
| BKFD200145 | 200 | 220 | 190 145-190 304 125 | |||
| BKFD250045 | 250 | 270 | 70 45-70 147 60 | |||
| BKFD250065 | 250 | 270 | 110 65-110 231 95 | |||
| BKFD250105 | 250 | 270 | 150 105-150 315 130 | |||
| BKFD250145 | 250 | 270 | 190 145-190 399 164 | |||
| BKFD300045 | 300 | 320 | 70 45-70 182 75 | |||
| BKFD300065 | 300 | 320 | 110 65-110 286 118 | |||
| BKFD300105 | 300 | 320 | 150 105-150 390 161 | |||
| BKFD300145 | 300 | 320 | 190 145-190 494 204 | |||
| BKFD350045 | 350 | 370 | 70 45-70 217 89 | |||
| BKFD350065 | 350 | 370 | 110 65-110 341 140 | |||
| BKFD350105 | 350 | 370 | 150 105-150 465 192 | |||
| BKFD350145 | 350 | 370 | 190 145-190 589 243 | |||
| BKFD400045 | 400 | 420 | 70 45-70 252 104 | |||
| BKFD400065 | 400 | 420 | 110 65-110 396 163 | |||
| BKFD400105 | 400 | 420 | 150 105-150 540 223 | |||
| BKFD400145 | 400 | 420 | 190 145-190 684 282 | |||
| BKFD500045 | 500 | 520 | 70 45-70 322 133 | |||
| BKFD500065 | 500 | 520 | 110 65-110 506 209 | |||
| BKFD500105 | 500 | 520 | 150 105-150 690 285 | |||
| BKFD500145 | 500 | 520 | 190 145-190 874 361 | |||
| BKFD600045 | 600 | 620 | 70 45-70 392 161 | |||
| BKFD600065 | 600 | 620 | 110 65-110 616 254 | |||
| BKFD600105 | 600 | 620 | 150 105-150 840 347 | |||
| BKFD600145 | 600 | 620 | 190 145-190 1064 | 439 |
Leitungsbelegung BKWD-Kanäle

| Kanäle | Nennmaß | Außenbreite [mm] | Zughöhe [mm] | Nivelierbereich [mm] | Nutzquerschnitt [cm2] | Max. Leitungsbelegung ∅ 11mm Füllgrad 0,5 |
| BKWD150040 150 | 170 28 | 40-60 37,5 15 | ||||
| BKWD150050 150 | 170 38 | 50-70 50,9 21 | ||||
| BKWD150060 150 | 170 48 | 60-100 64,3 26 | ||||
| BKWD200060 200 | 220 48 | 60-100 88,3 36 | ||||
| BKWD200070 200 | 220 58 | 70-110 106,7 44 | ||||
| BKWD200080 200 | 220 68 | 80-120 125,1 51 | ||||
| BKWD200090 200 | 220 78 | 90-130 143,5 59 | ||||
| BKWD250060 250 | 270 48 | 60-100 112,3 46 | ||||
| BKWD250070 250 | 270 58 | 70-110 135,7 56 | ||||
| BKWD250080 250 | 270 68 | 80-120 159,1 65 | ||||
| BKWD250090 250 | 270 78 | 90-130 182,5 75 | ||||
| BKWD300060 300 | 320 48 | 60-100 136,3 56 | ||||
| BKWD300070 300 | 320 58 | 70-110 164,7 68 | ||||
| BKWD300080 300 | 320 68 | 80-120 193,1 79 | ||||
| BKWD300090 300 | 320 78 | 90-130 221,5 91 | ||||
| BKWD350060 350 | 370 48 | 60-100 160,3 66 | ||||
| BKWD350070 350 | 370 58 | 70-110 193,7 80 | ||||
| BKWD350080 350 | 370 68 | 80-120 227,1 93 | ||||
| BKWD350090 350 | 370 78 | 90-130 260,5 107 | ||||
| BKWD400060 400 | 420 48 | 60-100 184,3 76 | ||||
| BKWD400070 400 | 420 58 | 70-110 222,7 92 | ||||
| BKWD400080 400 | 420 68 | 80-120 261,1 107 | ||||
| BKWD400090 400 | 420 78 | 90-130 299,5 123 | ||||
| BKWD500060 500 | 520 48 | 60-100 232,3 96 | ||||
| BKWD500070 500 | 520 58 | 70-110 280,7 116 | ||||
| BKWD500080 500 | 520 68 | 80-120 329,1 136 | ||||
| BKWD500090 500 | 520 78 | 90-130 377,5 156 | ||||
| BKWD600060 600 | 620 48 | 60-100 280,3 115 | ||||
| BKWD600070 600 | 620 58 | 70-110 338,7 139 | ||||
| BKWD600080 600 | 620 68 | 80-120 397,1 164 | ||||
| BKWD600090 600 | 620 78 | 90-130 455,5 188 | ||||
| Leitungsbelegung BKB-Kanäle | |||||
![]() | |||||
| Kanäle | Kanalbreite [mm] | Kanalhöhe [mm] | Ausführung | Nutzquerschnitt [cm2] | Max. Leitungsbelegung ∅ 11mm Füllgrad 0,5 |
| BKB15085 150 | 85 2-zügig 100 | 00 28 | |||
| BKB25085 250 | 85 2-zügig 21 | 250 45 | |||
| Leitungsbelegung BKG-Kanäle | |||||||
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| Kanäle | Nennmaß [mm] | Außenbreite [mm] | Kanalhöhe ohne Nivellierschraube [mm] | Nutzquerschnitt [cm2] Kanalhöhe inkl. Nivellierschraube [mm] | Ausführung | Nutzquerschnitt [cm2] | Max. Leitungsbelegung ∅ 11 mm Füllgrad 0,5 Innennivel-lierung |
| BKG20060 | 200 200 | 60,3 73 2-zügig 104.7 8 | |||||
| BKG30060 | 300 300 | 60,3 73 3-zügig 154.2 16 | |||||
| BKG40060 | 400 400 | 60,3 73 3-zügig 214.2 37 | |||||
| BKG50060 | 500 500 | 60,3 73 4-zügig 263.7 50 | |||||
| BKG30080 | 300 300 | 80,3 93 3-zügig 205.6 28 | |||||
| BKG40080 | 400 400 | 80,3 93 3-zügig 285.6 60 | |||||
| BKG50080 | 500 500 | 80,3 93 4-zügig 351.6 77 | |||||
Bodeninstallationssysteme
Basishandbuch
Leitungsbelegung UK-Kanäle
28
60
190
| Kanäle Kanal- | breite[mm] | Kanal-höhe[mm] | Ausführung | AbmessungZüge[mm] | Nutz-querschnitt | Max. Leitungs-belegung 11mm |
UK190282 190 28 2-zügig 75/115 53,2 21(8 / 13)
UK190283 190 28 3-zügig 60/70/60 53,2 20(6 / 8 / 6)
UK190382 190 38 2-zügig 75/115 72,2 29(11 / 18)
UK190383 190 38 3-zügig 60/70/60 72,2 28(9 / 10 / 9)
UK190482 190 48 2-zügig 75/115 91,2 36(14 / 22)
UK190483 190 48 3-zügig 60/70/60 91,2 35(11 / 13 / 11)
UK240282 240 28 2-zügig 100/140 67,2 27(11 / 16)
UK240283 240 28 3-zügig 85/70/85 67,2 26(9 / 8 / 9)
UK240382 240 38 2-zügig 100/140 91,2 36(15 / 21)
UK240383 240 38 3-zügig 85/70/85 91,2 36(13 / 10 / 13)
UK240482 240 48 2-zügig 100/140 115,2 46(19 / 27)
UK240483 240 48 3-zügig 85/70/85 115,2 45(16 / 13 / 16)
UK340282 340 28 2-zügig 140/200 95,2 39(16 / 23)
UK340283 340 28 3-zügig 115/110/115 95,2 38(13 / 12 / 13)
UK340382 340 38 2-zügig 140/200 129,2 52(21 / 31)
UK340383 340 38 3-zügig 115/110/115 129,2 53(18 / 17 / 18)
UK340482 340 48 2-zügig 140/200 163,2 66(27 / 39)
UK340483 340 48 3-zügig 115/110/115 163,2 65(22 / 21 / 22)
| Leitungsbelegung AK-Kanäle | |||||
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| Kanalunterteile Kanal- | breite [mm] | Kanal-höhe [mm] | Ausführung | Nutzquerschnitt [cm2] | Max.Leitungsbelegung ∅ 11mmFüllgrad 0,5 |
| AKU1500401 150 40 einseitig 60 | 24 | ||||
| AKU2000401 200 40 einseitig 80 | 33 | ||||
| AKU2500401 250 40 einseitig 100 | 41 | ||||
| AKU3000401 300 40 einseitig 120 | 49 | ||||
| AKU1500701 150 70 einseitig 105 | 43 | ||||
| AKU2000701 200 70 einseitig 140 | 57 | ||||
| AKU2500701 250 70 einseitig 175 | 72 | ||||
| AKU3000701 300 70 einseitig 210 | 86 | ||||
| AKU3500701 350 70 einseitig 245 | 101 | ||||
| AKU4000701 400 70 einseitig 280 | 115 | ||||
| AKU1500402 150 40 zweiseitig 60 | 24 | ||||
| AKU2000402 200 40 zweiseitig 80 | 33 | ||||
| AKU2500402 250 40 zweiseitig 100 | 41 | ||||
| AKU3000402 300 40 zweiseitig 120 | 49 | ||||
| AKU1500702 150 70 zweiseitig 105 | 43 | ||||
| AKU2000702 200 70 zweiseitig 140 | 57 | ||||
| AKU2500702 250 70 zweiseitig 175 | 72 | ||||
| AKU3000702 300 70 zweiseitig 210 | 86 | ||||
| AKU3500702 350 70 zweiseitig 245 | 101 | ||||
| AKU4000702 400 70 zweiseitig 280 | 115 | ||||
Bezugsquellen von Normen und Bestimmungen
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