HAGER AKM300050GBZ - Elektroinstallation

AKM300050GBZ - Elektroinstallation HAGER - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice HAGER AKM300050GBZ - page 3
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ProdukttypPlanungshandbuch für Bodeninstallationssysteme
MarkeHager
ModellAKM300050GBZ
Seitenanzahl61
SpracheDeutsch
DateiformatPDF (digitaler Download)
ZielgruppeElektroinstallateure, Planer, Architekten
InhaltPlanungsgrundlagen, Kanalsysteme, Estrich, Bodenaufbau, Kabelvolumen, Versorgungseinheiten, Schutzarten, Normung, Montage, Schallschutz, Brandschutz, Potenzialausgleich
NormenEN 50085-2-2, DIN VDE 0100, DIN 4109, DIN 18352, DIN 18353, DIN 18365
Systemkompatibilitätelectraplan.UK, tehalit.BKB, electraplan.BK, electraplan.AK, electraplan.DB, electraplan.HB
SchutzartIP20 (mindestens), bis IPX9 für Nassreinigung (mit geeigneten Komponenten)
BelastungsklassenStandard 1500 N, überfahrbar 7500 N, Schwerlast 20000 N
MaterialienStahlblech (verzinkt), Kunststoff (Polyamid), Aluminium, Edelstahl
Bodenbelagshöhen5 mm, 12 mm, 23 mm, 38 mm (je nach Versorgungseinheit)
Estrichhöhenab 30 mm (estrichbündig), ab 50 mm (Klappdeckel), ab 75 mm (Standard), ab 105 mm (Edelstahlkassette)
KabelvolumenberechnungNach Formel (d)² (Durchmesser zum Quadrat), Füllgrad max. 50%
BrandschutzNach MLAR und (M)SysBöR
SchallschutzNach DIN 4109, Trittschallminderung bei Bodenkanälen unwesentlich
PotenzialausgleichÜber Erdungsklemme BKZSAK00, Leiterquerschnitt bis 4 mm²
Gewerkeübergreifende ArbeitenHinweise für Estrichleger, Bodenleger und Gebäudereiniger enthalten

Häufig gestellte Fragen - AKM300050GBZ HAGER

Welches Bodeninstallationssystem soll eingesetzt werden?
Man unterscheidet fünf Systeme: estrichüberdeckt, estrichbündig, Aufboden, Doppelboden und Hohlraumboden. Die Wahl hängt von Gebäudeart, -substanz und Nutzung ab.
Wie wird das Kabelvolumen berechnet?
Das Kabelvolumen wird mit der Formel (d)² (Durchmesser zum Quadrat) berechnet. Die Kanäle sollten nur zu 50% gefüllt werden, um Reserve und einfaches Einziehen zu gewährleisten.
Wie hoch ist der geplante Bodenaufbau?
Der Bodenaufbau bestimmt die Mindesteinbautiefe: ab 50 mm für Klappdeckel, ab 75 mm für Standard-Versorgungseinheiten, ab 105 mm für Edelstahlkassetten.
Welcher Bodenbelag wird verlegt?
Je nach Bodenbelag (Teppich, Parkett, Fliesen, Linoleum) werden unterschiedliche Rahmenhöhen benötigt: 5 mm, 12 mm oder bis 23/38 mm bei Edelstahlkassetten.
Wie wird der zu verlegende Bodenbelag gepflegt?
Trocken gepflegte Böden (Teppich, Laminat) erlauben Standard-Versorgungseinheiten. Nass gepflegte Böden (Stein, Fliesen) erfordern wasserdichte Komponenten mit Schwallwasserschutz.
Welche Belastungen können maximal auftreten?
Standardbelastung 1500 N, überfahrbar bis 7500 N (z.B. VANR12), Schwerlast bis 20000 N (Edelstahlkassette EKSQ405xx).
Welche Versorgungs- und Einbaueinheiten werden benötigt?
Versorgungseinheiten gibt es in Kunststoff (Polyamid), Aluminium oder Edelstahl, mit 6 bis 12 Steckdosen. Sie sind kompatibel mit allen Hager-Bodeninstallationssystemen.
Welche Schutzart ist für Nassreinigung erforderlich?
Für Nassreinigung ist mindestens IPX5 erforderlich. Hager bietet nassgepflegte Versorgungseinheiten aus Aluminium mit integriertem Schwallwasserschutz.
Wie wird der Potenzialausgleich hergestellt?
Der Potenzialausgleich erfolgt über die Erdungsklemme BKZSAK00, die in die Nuten des Kanals eingesetzt wird. Der Anschluss ist für Leiter bis 4 mm² ausgelegt.
Welche Normen sind bei der Planung zu beachten?
Wichtige Normen sind EN 50085-2-2 für Bodeninstallationssysteme, DIN VDE 0100 für elektrische Anlagen, DIN 4109 für Schallschutz und die MLAR für Brandschutz.

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BEDIENUNGSANLEITUNG AKM300050GBZ HAGER

Bodeninstallationssysteme

Basishandbuch

HAGER AKM300050GBZ - Basishandbuch - 1

Planungsgrundlagen ....20

Anforderungen an die Installationstechnik ....20

Anforderungen aus der Baukonzeption 20

Anforderungen an die Organisation ....20

Anforderungen an die Sicherheit ....21

Montagevoraussetzungen / Bauseitige Voraussetzungen ....21

Kanalsysteme 22

Estrichüberdecktes Kanalsystem 22

Estrichbündiges Kanalsystem 23

Aufboden Kanalsystem 24

Doppelbodeninstallationssystem 24

Hohlraumbodeninstallationssystem 25

Grundlagen Estrich 26

Estrichaufbau 26

Estricharbeiten 27

Estricharten 27

Bodenaufbau 29

Bodenaufbau 50 mm 29

Bodenaufbau 75 mm 30

Bodenaufbau 105 mm ....30

Informationen zum Bodenbelag und für den Bodenleger 31

Informationen zum Bodenbelag ....31

Informationen für den Bodenleger ....31

Kabelvolumen ermitteln 32

Biegeradien ....33

Kabelvolumen der gängigsten Installationsleitungen ....34

Versorgungs- und Geräteeinbaueinheiten 36

Schutzarten IP 42

IK Stoßfestigkeitsgrad ....43

Belastungen mechanisch/thermisch ....44

Normung und Prüfung 45

Errichterbestimmung 48

Schutz gegen elektrischen Schlag 48

Mechanische Belastung von Kabel und Leitungen ....49

Trennung von unterschiedlichen Diensten 49

Brandschutz 49

Potenzialausgleich 50

Gewerkeübergreifendes Arbeiten ....51

Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Estricharbeiten ....51

Allgemeine Hinweise für den Estrichleger 51

Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Bodenbelagsarbeiten ....51

Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Gebäudereinigung ....51

Schallschutz und Trittschall 52

Trittschallminderung bei Bodeninstallationssystemen 52

Anhang 54

Übersicht Bodeninstallationssysteme - Leitungsbelegung ....54

Bezugsquellen von Normen und Bestimmungen 61

FAQs

7 Fragen - 7 Antworten

Um allen Anforderungen während der Planungsphase gerecht zu werden, sollten Sie sich mit diesen 7 Fragen auseinandersetzen. Damit ist gewährleistet, dass Sie die für ihr Bauvorhaben passende Kanalsystem-Lösung erhalten.

Die jeweiligen Antworten auf Ihre Fragen geben Ihnen die passende Lösung für Ihr Bauvorhaben. Angefangen beim passenden Kanalsystem, der Estrichhöhe, den Bodenbelägen und deren Pflege bis hin zu den Einbaueinheiten.

Frage 1: Welches Bodeninstallationssystem soll eingesetzt werden?

☑ estrichüberdecktes System
☑ estrichbündiges System
Aufbodensystem
Hohlraumbodensystem
Doppelbodensystem

Frage 2: Wie wird das Kabelvolumen berechnet?

Kabelvolumenberechnung ( d2 )

☑ Daten-/Kommunikationstechnik
Multimediachnik
Energietechnik

Frage 3: Wie hoch ist der geplante Bodenaufbau?

☑ Estrichnenndicke inkl. eventueller Dämmschichten
Dicke Fußbodenbelag

Frage 4: Welcher Bodenbelag wird verlegt?

Parkett
Vinyl
Linoleum
Fliesen/Granit
Teppich

Frage 5: Wie wird der zu verlegende Bodenbelag gepflegt?

☑ Trocken/Feucht gepflegt
Nass gepflegt

Frage 6: Welche Belastungen können maximal auftreten?

Standard
Überfahrbar
Schwerlast

Frage 7: Welche Versorgungs- und Einbaueinheiten werden benötigt?

Größe
☑ Anzahl der einbaubaren Geräte
Form
Material

Antwort 1: Welches Bodeninstallationssystem soll eingesetzt werden?

Man unterscheidet 5 gängige Bodensysteme. Das jeweilige Bodensystem gibt von Anfang an eine entscheidende Richtung vor. Je nach System lassen sich nur bestimmte Produkte verwenden. Ob es sich nun um ein estrichüberdecktes Kanalsystem handelt, welches meist bei Neubauten zum Einsatz kommt, oder um ein Aufboden Kanalsystem, welches oft bei Sanierungsobjekten verwendet wird. Die grobe Richtung ist grundverschieden. Für jedes System stehen bestimmte Lösungen und Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung.

Anhand dieser Gesichtspunkte kann eine grobe Auswahl des passenden Kanalsystems erfolgen.

Estrichüberdecktes Kanalsystem

HAGER AKM300050GBZ - Estrichüberdecktes Kanalsystem - 1

Das estrichüberdeckte Kanalsystem ist für alle Arten von Estrich geeignet. Egal, ob Verbundzementestrich, schwimmender Estrich, Fließestrich oder mit besonderen Vorkehrungen auch Gussasphalt / Heißestrich. Das estrichüberdeckte Kanalsystem ist im Wohn- und Zweckbau einsetzbar.

Estrichbündige Kanalsysteme

HAGER AKM300050GBZ - Estrichbündige Kanalsysteme - 1

Der estrichbündige tehalit.BKB stellt Energie-, Daten- und Kommunikationsanschlüsse rund um den Raum zur Verfügung. Neben seiner Offenheit für modernste Technik ist er für jede Innenraumgestaltung offen: Er kann mit allen Arten von trocken gepflegten Böden belegt werden. Dabei sorgt die millimetergenaue Höhennivellierung für einen „glatten“ Abschluss – während das umfangreiche Formteileprogramm sich jedem Winkel exakt anpasst.

HAGER AKM300050GBZ - Estrichbündige Kanalsysteme - 2

Dieses höhenvariable System findet überall dort Anwendung, wo man sich über den „Endausbau“ noch nicht im Klaren ist bzw. ein Höchstmaß an Flexibilität behalten möchte. Kanalbreiten von bis zu 600 mm lassen den Kanal dort zum Einsatz kommen, wo ein hohes Leitungsaufkommen vorhanden ist. Der estrichgebundene Kanal wird in Produktionshallen mit blanker Ausführung, sowie in Büro- und Verwaltungsgebäuden eingesetzt. Durch seine geringe Höhe ist der Kanal auch für sehr flache Estrichhöhen ab 30 mm gut geeignet.

Aufboden Kanalsystem

HAGER AKM300050GBZ - Aufboden Kanalsystem - 1

Dieses Kanalsystem eignet sich besonders für Altbausanierungen sowie bei Modernisierung und Erweiterung von Gebäudeinstallationen. Haupteinsatzbereiche sind Sanierungsobjekte von Büro- und Verwaltungsgebäuden sowie Bauvorhaben, die eine schnelle Errichtung von elektrischen Anlagen auf schon fertigen Fußboden erfordern. Ist ein Einbau von Unterflurkanälen im Estrich wegen geschützter Bausubstanz aus statischen oder aus Denkmalschutzgründen nicht möglich, werden auf den fertigen Fußboden Aufbodenkanäle verlegt. Aber auch in Montagehallen, Laboren oder Industriegebäuden

werden die robusten Aufbodenkanäle eingesetzt.

Doppelbodensystem

HAGER AKM300050GBZ - Doppelbodensystem - 1

Großraumbüros oder Callcenter mit großen Grundflächen, die durch Raumteiler in viele Computerarbeitsplätze unterteilt sind und strukturierbar bleiben sollen, kommen um dieses flexible System nicht herum. Dies gilt auch für mit Doppelboden konstruierte Computer-Serverräume, die durch ihre Bauweise höchstmögliche Flexibilität bieten. In Schauräumen oder Messeständen, die je nach Bedarf wieder umgebaut werden, sind komplett vernetzte Energie- und Datennetzwerke auf diese Weise integriert.

Hohlraumbodensystem

HAGER AKM300050GBZ - Hohlraumbodensystem - 1

Beim Hohlraumboden werden vorgefertigte Schalkörper auf der Rohdecke ausgelegt und anschließend mit Estrich vergossen. Im Gegensatz zum Doppelboden, bei dem einzelne Platten nach Bedarf ausgetauscht werden können, ist ein Hohlraumboden eine geschlossene Estrichplatte auf Stelzen. Ähnlich wie beim Doppelboden lässt sich die Verdrahtung sehr flexibel über Plug and Play Systeme gestalten.

Antwort 2: Wie wird das Kabelvolumen berechnet?

Um die richtige Kanalgröße zu definieren, wird das Kabelvolumen benötigt. Da die Leitungen in der Praxis nie optimal parallel und platzsparend nebeneinanderliegen, rechnet man hier mit der Formel (d) 2 Durchmesser zum Quadrat. Um später für eventuelle Nachrüstungen gewappnet zu sein, sollten die Kanäle nur zu 50% ausgefüllt werden. Die Leitungen lassen sich dadurch einfacher durch den Kanal einziehen.

Zusätzlich muss beachtet werden, dass bei dieser Berechnung noch keine Bodentanks oder Auslässe, die den Leitungsweg eventuell unterbrechen, berücksichtigt wurden.

In der Praxis werden Energie- und Datenkabel voneinander getrennt im Kanal verlegt. Trennstige teilen den Kanal in mehrere Züge auf. Wenn dies zutrifft, muss für jeden Zug der Platzbedarf einzeln ausgerechnet werden.

Bei starker Strombelastung der Leitungen ist die Erwärmung der Leitungen zu berücksichtigen. Genauso müssen alle gegebenen Vorschriften, wie z.B. DIN VDE 0100, beachtet werden.

50% Sicherheitsfaktor

Antwort 3: Wie hoch ist der geplante Bodenaufbau?

Die Höhe des geplanten Unterflursystems spielt ebenfalls eine wichtige Rolle bei der Planung und Montage von Unterflurkabelsystemen. Insbesondere bei estrichüberdeckten und estrichbündigen Systemen dient diese Information, um die entsprechenden Elemente für den Höhenausgleich mit in die Planung und Montage einzubeziehen. Je nach Höhe kommen unterschiedliche Produkte und Lösungen zum Einsatz.

Ab 50 mm Ab 75 mm Ab 100 mm Ab 105 mm

Generell gilt, der vorgegebene Bodenaufbau legt den Spielraum für die Bodenlösung fest.

- Klappdeckel mit ultraflacher Einbautiefe für einen Bodenaufbau ab 50 mm

- Standard-Versorgungseinheiten mit Bodenbelagaussparungen von 5 mm für einen Bodenaufbau ab 75 mm

- Standard-Versorgungseinheiten mit Bodenbelagaussparung von 12 mm für einen Bodenaufbau ab 100 mm

– Edelstahl-Kassetten für einen Bodenaufbau ab 105 mm

Antwort 4: Welcher Bodenbelag wird verlegt?

Oft ist der Bodenbelag in einem Bauvorhaben fest vorgegeben. Ob es sich um Teppichboden, Laminat, Parkett, Fliesen, Stein, PVC oder Linoleumbelag handelt. Jeder Belag hat eine andere Höhe. Somit passt nicht jeder Belag in jede Einbaueinheit. Hier stehen drei verschiedene Höhen zur Auswahl. Bei kleineren Belagshöhen von bis zu 5 mm oder bis zu 12 mm stehen Versorgungseinheiten, bei größeren bis zu 23 mm Edelstahl-Kassetten zur Verfügung.

HAGER AKM300050GBZ - Antwort 4: Welcher Bodenbelag wird verlegt? - 1

PVC-Beläge haben oft nur eine Stärke von 3 bis 4 mm. Für solche Beläge sowie für dünne Teppiche und Linoleum sind Standard-Versorgungseinheiten mit 5 mm Rahmenhöhe ideal.

HAGER AKM300050GBZ - Antwort 4: Welcher Bodenbelag wird verlegt? - 2

Teppichböden und Laminat besitzen in der Regel eine Stärke von 8 bis 10 mm, manche Laminatsorten sind mit Kleber noch stärker. Hier reichen handelsübliche Rahmen mit 10 mm Höhe nicht aus. Deshalb bietet Hager als einziger Anbieter Standardversorgungseinheiten mit 12 mm Rahmenhöhe an. Ist der Rahmen zu hoch, können Deckeleinlagen von 1 bis 2 mm zur Unterfütterung des Bodenbelags eingesetzt werden.

HAGER AKM300050GBZ - Antwort 4: Welcher Bodenbelag wird verlegt? - 3

Für Beläge wie Parkett oder Steinfliesen hat Hager Edelstahlkassetten mit einer Bodenaussparung je nach Ausführung von bis zu 23 mm bzw. bis zu 38 mm im Programm. Das gewährleistet auch bei sehr dicken Bodenbelägen eine saubere Arbeit ohne Höhen und Tiefen.

Antwort 5: Wie wird der zu verlegende Bodenbelag gepflegt?

Die Reinigungskategorie richtet sich nach Art des Bodenbelags. Teppichböden werden eher trocken gepflegt, Fliesen eher feucht bis nass gepflegt.

Trocken gepflegte und „feucht gereinigte“ Böden

Bodenbeläge, die sich absaugen lassen (z.B. Teppichboden) oder die mit feuchten aber nicht nassen Reinigungsgeräten abgewischt werden (z.B. Laminat), werden als „trocken gepflegte Böden“ zusammengefasst. Auf solche Böden können ohne Bedenken alle Standardversorgungseinheiten, -Leitungsauslässe und -Zapfsäulen von Hager eingesetzt werden.

HAGER AKM300050GBZ - Trocken gepflegte und „feucht gereinigte“ Böden - 1

Bild 1: Trocken gepflegte Böden

Nass gepflegte Böden

Böden, die starken Verschmutzungen ausgesetzt sind - wie etwa Steinfußböden in Werkhallen -, müssen mit Hilfe flüssiger Reinigungsmittel nassgesäubert werden. Für diese „nass gepflegten Böden“ bietet Hager „wasserdichte“ Systemkomponenten an, z. B. Versorgungseinheiten mit integriertem Schwallwasserschutz, der wahlweise in Aluminium oder Polyamid angeboten wird.

HAGER AKM300050GBZ - Nass gepflegte Böden - 1

Bild 2: Nass gepflegte Böden

Antwort 6: Welche Belastungen können auftreten?

Je nach Gegebenheit sind unterschiedliche Anforderungen an die Belastung gestellt. Im Büroalltag treten meist Belastungen von bis zu 1500 N auf. In öffentlichen Gebäuden wie Flughäfen oder Bahnhören ist diese Angabe jedoch meist nicht zutreffend. Der tägliche Betrieb von Kofferwagen, Reinigungsmaschinen oder mobilen Gerüstwagen erhöht die Beanspruchung. Auch in Autohäusern oder Schauräumen wird oft die Bedingung der Überfahrbarkeit gestellt. In Montage- oder Lagerhallen wird die Belastung durch beladene Gabelstapler oder LKW's in die Höhe getrieben.

1500 N Standard

HAGER AKM300050GBZ - N Standard - 1

Bild 3: 1500 N Standard

Alle Versorgungseinheiten und Edelstahl-Kassetten sind normkonform für 1500 N Belastung ausgelegt. Hierunter fallen alle Versorgungseinheiten, alle Edelstahl-Kassetten, estrichbündige Kanäle, Aufbodenkanäle usw. Für normale Belastungen des Büroalltages ist dies vollkommen ausreichend.

7500 N überfahrbar

HAGER AKM300050GBZ - N überfahrbar - 1

Bild 4: 7500 N überfahrbar

Versorgungseinheit VANR12

Für erhöhte Belastungen ist die Versorgungseinheit VANR12 ausgelegt. Die Versorgungseinheit ist aus Aluminium gefertigt und mit dem Auto überfahrbar.

20000 N Schwerlast

HAGER AKM300050GBZ - N überfahrbar - 2

Bild 5: Schwerlast-Kassetten

Gerade in Autohäusern kommt die Schwerlastkassette EKSQ405xx zum Einsatz. Diese Edelstahl-Kassette ist mit einem massiven Schwerlastrahmen unterstützt und bietet somit auch genug Stabilität für extrem hohe Belastungen.

Antwort 7: Welche Einbaueinheiten werden benötigt?

Versorgungs- und Einbaueinheiten

Um gewerbliche Gebäude sinnvoll zu bewirtschaften, sollte man aus dem Vollen schöpfen können - sowohl was Energie als auch Informationen und Daten betrifft. Die Versorgungs- und Einbaueinheiten electraplan. VE-EE decken jeden Kundenwunsch ab.

Sie sind nahezu mit jedem electraplan-Bodeninstallationssystem kompatibel und können je nach Bedarf mit sechs bis zwölf Anschlussdosen ausgerüstet werden. Die Versorgungseinheiten gibt es in vielen Materialien, Formen und Farben.

Jeder Gerätebecher kann variabel bestückt werden: mit Schutzkontaktsteckdosen oder Tragsteggeräten für die Netzwerk- und Multimediatechnik.

Versorgungseinheit aus Polyamid

HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheit aus Polyamid - 1

Das Standardmaterial für Versorgungseinheiten ist Polyamid. Polyamidrahmen halten einer Belastung von bis zu 1,5 kN (DIN-Vorgabe) stand - ideal für den klassischen Bodeneinsatz. Große Auswahl für den Einsatz von z.B. 6, 9, 10 oder 12 Steckdosen Formen:

HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheit aus Polyamid - 2

HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheit aus Polyamid - 3

HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheit aus Polyamid - 4

Versorgungseinheit aus Aluminium

HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheit aus Aluminium - 1

In Verbindung mit hochwertigen Bodenbelägen - z.B. Steinfliesen - empfiehlt sich der Einsatz von Aluminiumversorgungseinheiten. Sie sind nicht nur stabiler, sondern sorgen für ein eleganteres Bodenbild. Für starke Beanspruchung in öffentlichen Gebäuden - z. B. Showrooms, Bahnhöfen oder Flughäfen - bietet Hager Aluminiumseinheiten, die Belastungen bis 7,5 kN standhalten. Größen: 2 Größen für den Einsatz von z.B. 6 oder 12 Steckdosen.

HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheit aus Aluminium - 2

Versorgungseinheit aus Edelstahl

HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheit aus Edelstahl - 1

Versorgungseinheiten aus Edelstahl sind besonders robust: Sie entsprechen der DIN-Belastungsvorgabe von 1,5 kN. Als Schwerlastkassette halten sie sogar Belastungen bis 20 kN stand (siehe Seite 48). Ein weiterer Vorteil: Dank ihres dünnen Randes fallen sie im Boden so gut wie nicht auf - und wenn, dann nur durch ihre edle Optik.

Größen: 2 Größen für den Einsatz von z.B. 6 oder 12 Steckdosen.

HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheit aus Edelstahl - 2

Basiswissen

Wichtiger Hinweis

In diesem Dokument werden die relevanten Grundlagen für die Montage von Bodeninstallationssystemen und die Verlegung von Kabel und Leitungen in diesen Systemen erläutert.

Die Inhalte dieses Dokumentes basieren auf den derzeit gültigen Vorschriften und Bestimmungen, sowie auf unseren eigenen Prüfergebnissen. Eine allgemeingültige Rechtsverbindlichkeit kann aus den Inhalten dieses Dokumentes nicht abgeleitet werden.

Planungsgrundlagen

HAGER AKM300050GBZ - Planungsgrundlagen - 1

Anforderungen an die Installationstechnik

Bei der Planung und Auswahl des Bodeninstallationssystems sind die folgenden Punkte für die Anforderungen der Installationstechnik zu beachten:

– Anzahl der Dienste (Strom, Kommunikation, Daten, Multimedia)
– Füllfaktor der Elektroinstallationskanäle
– Leitungsbiegeradien
- Reserve
– Gleichzeitigkeitsfaktoren
– Vorgesehen für den Innenbereich

Anforderungen aus der Baukonzeption

Anhand der Nutzungsprofile der einzelnen Räume bzw. des gesamten Gebäudes sind die folgenden Voraussetzungen zu berücksichtigen:

– Art des Raums (trocken oder nass)
– Ausführung des Fußbodenbelags (trocken oder nass gepflegt)
- Stärke des Bodenbelags
– Art und Ausführung des Estrichs
- Verkehrslasten
- Umgebungstemperatur (Innenbereich z. B. Fußbodenheizung)

Anforderungen an die Organisation

Einsatzbereiche und Vorgaben des Kunden an die Installationstechnik (Strom, Daten, Kommunikation, Multimedia) sind bei der Planung eines Bodeninstallationssystems ebenfalls zu berücksichtigen:

- Flexibilität der Nutzung (z. B. leichte Anpassung an sich ändernde Nutzungsvorgaben)

– Problemlose Änderung der Gerätebestückung
– Einsatz von festen oder ortsveränderlichen Installationen

Bodeninstallationssysteme

Basishandbuch

Anforderungen an die Sicherheit

Die Sicherheit und der unbefugte Zugriff durch Dritte spielt bei der Planung und Auswahl eines Bodeninstallationssystems eine immer weiter zunehmende Rolle. In den Bereichen der Dateninfrastruktur (z. B. Rechenzentren) muss deshalb ein besonderes Augenmerk auf die Sicherheit gelegt und bei der Planung berücksichtigt werden.

Montagevoraussetzungen / Bauseitige Voraussetzungen

Um mit der Montage eines Bodeninstallationssystems beginnen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • genehmigter und vermaßter Verlegeplan, der die Lage aller Einbauteile spezifiziert
  • Projektstückliste mit den zu verwendenden Materialien
  • Informationen zum Fußbodenaufbau und Bodenbelag
  • eine besenreine und abgenommene Rohbaudecke nach DIN 18 202 (Toleranzen im Hochbau)
  • Angabe Meterriss als Bezugspunkt für die entsprechende Estrichhöhe
  • Angaben zu Verkehrslasten, Brandschutzmaßnahmen und zum Trittschallverhalten
  • Montagebereich muss frei von Bauschutt und Fremdmaterial sein
    – Schutz vor Witterungseinflüssen und Nässe muss gewährleistet sein
  • Ausführungen zur Mindesteinbautiefe und Bodenpflege von Einbaueinheiten müssen vorliegen

Kanalsysteme

Man unterscheidet 5 gängige Bodensysteme. Das jeweilige Bodensystem gibt von Anfang an eine entscheidende Richtung vor. Je nach System lassen sich nur bestimmte Produkte verwenden. Ob es sich nun um ein estrichüberdecktes Kanalsystem handelt, welches meist bei Neubauten zum Einsatz kommt, oder um ein Aufboden Kanalsystem, welches oft bei Sanierungsobjekten verwenden wird, die grobe Richtung ist grundverschieden. Für jedes System stehen bestimmte Lösungen und Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung.

Entscheidend für die richtige Auswahl des passenden Kanalsystems sind die in der Planungsphase definierten Punkte zu:

– Gebäudeart (Büro-/Verwaltungsgebäude, Autohäuser, usw.)
– Gebäudesubstanz (Neubau, Altbau mit/ohne Bestandsschutz)
– Gebäudestruktur (Einzel- oder Großraumbüros)
– Nutzungsgewohnheiten (flexibel bei Nutzungsänderungen)

Estrichüberdecktes Kanalsystem
HAGER AKM300050GBZ - Kanalsysteme - 1

Bild 7: electraplan.UK

Das Bodeninstallationssystem electraplan. UK ist schnell und einfach zu montieren und für fast alle Estricharten geeignet. Die Unterflurkanale und Bodendosen aus verzinktem Stahlblech – optimal gegen Korrosion geschützt – werden auf der Rohdecke befestigt. Weil die Oberteile des Grundprofils abnehmbar sind, können die Leitungen von oben in den Kanal eingelegt und müssen nicht eingezogen werden. Den Estrich verlegt man bündig mit der Oberkante der Bodendosen, so dass die Unterflurkanale bedeckt sind. Siehe Katalog

Estrichbündiges Kanalsystem

HAGER AKM300050GBZ - Estrichbündiges Kanalsystem - 1

Bild 8: tehalit.BKB / tehalit.BKG

Der estrichbündige tehalit.BKB stellt Energie-, Daten- und Kommunikationsanschlüsse rund um den Raum zur Verfügung. Neben seiner Offenheit für modernste Technik ist er für jede Innenraumgestaltung offen: Er kann mit allen Arten von trocken gepflegten Böden belegt werden. Dabei sorgt die millimetergenaue Höhennivellierung für einen „glatten“ Abschluss – während das umfangreiche Formteileprogramm sich jedem Winkel exakt anpasst.

HAGER AKM300050GBZ - Estrichbündiges Kanalsystem - 2

Bild 9: electraplan.BK

Dieses höhenvariable System findet überall dort Anwendung, wo man sich über den „Endausbau“ noch nicht im Klaren ist bzw. ein Höchstmaß an Flexibilität behalten möchte. Kanalbreiten von bis zu 600 mm lassen den Kanal dort zum Einsatz kommen, wo ein hohes Leitungsaufkommen vorhanden ist. In Produktionshallen in blanker Ausführung, aber auch in Büro- und Verwaltungsgebäuden mit Bodenbelag beklebten Kanaldeckeln wird dieser estrichbündige Kanal eingesetzt. Durch seine geringe Höhe ist der Kanal auch für sehr flache Estrichhöhen ab 30 mm gut geeignet.

Aufboden Kanalsystem

HAGER AKM300050GBZ - Aufboden Kanalsystem - 1

Bild 10: electraplan.AK

Bei Sanierungsobjekten oder in denkmalgeschützten Gebäuden ist ein Aufbodenkanal die perfekte Lösung. Das System electraplan.AK lässt sich dank seiner Auswahl an Formteilen leicht zusammenbauen. Auf die Kanalunterteile werden zum Fußboden hin abgeschrägte Blinddeckel geschraubt, die mit einem Bodenbelag versehen werden können. Montageöffnungen in der Abdeckung erlauben die Installation von Einbau- oder Versorgungseinheiten, von Bodenanschlussäulen oder fußbodenüberragenden Zapfsäulen. Siehe Katalog

Doppelbodeninstallationssystem

HAGER AKM300050GBZ - Doppelbodeninstallationssystem - 1

Bild 11: electraplan.DB

Großraumbüros oder Callcenter mit großen Grundflächen, die durch Raumteiler in viele Computerarbeitsplätze unterteilt sind und strukturierbar bleiben sollen, kommen um dieses flexible System nicht herum. Dies gilt auch für mit Doppelboden konstruierte Computer-Serverräume, die durch ihre Bauweise höchstmögliche Flexibilität bieten. In Schauräumen oder Messeständen, die je nach Bedarf wieder umgebaut werden, sind komplett vernetzte Energie- und Datennetzwerke auf diese Weise integriert.

Hohlraumbodeninstallationssystem

HAGER AKM300050GBZ - Hohlraumbodeninstallationssystem - 1

Bild 12: electraplan.HB

Beim Hohlraumboden werden vorgefertigte Styropor- oder Kunststoffschalen auf der Rohdecke ausgelegt und anschließend mit Estrich vergossen. Im Gegensatz zum Doppelboden, bei dem einzelne Platten nach Bedarf ausgetauscht werden können, ist ein Hohlraumboden eine geschlossene Estrichplatte auf Stelzen.

Ähnlich wie beim Doppelboden lässt sich die Verdrahtung sehr flexibel über Plug and Play Systeme gestalten.

Grundlagen Estrich

Estrichaufbau

Der Estrichaufbau ist eine wichtige Voraussetzung für die ordnungsgemäße Installation von Unterflurbodensystemen. Bei estrichüberdeckten Systemen ist es zwingend erforderlich, dass die Estrichstärke über dem Kanal den in der Norm angegebenen Wert entspricht, um Rissbildungen zu vermeiden.

Der Estrich findet sich oberhalb der tragenden Geschossdecke bzw. oberhalb der Bodenplatte und unterhalb des Bodenbelags.

Die Estrichnenndicke ist abhängig von der Dämmschicht, der Einzellast und der Estrichart. Nähere Angaben zur Estrichnenndicke ist der DIN EN13813 zu entnehmen.

Die Mindestnenndicke 1 wird in Abhängigkeit von der Härteklasse (DIN EN 13813) für lotrechte Nutzlasten ≤ 2 kN/m 2 geregelt.

Unter Umständen können chemische oder thermische Beanspruchungen auftreten, die zusätzliche Maßnahmen zum Schutz des montierten Systems erfordern.

Die estrichbündigen Kanalsysteme electraplan.BK sowie die Unterflurdosen BKSA erhalten ihre Belastungsfähigkeit für den bestimmungsgemäßen Gebrauch erst durch den Verbund mit dem angrenzenden Estrich.

Daher sind folgende Punkte wichtig und zu beachten:

  • nachdem das Kanalsystem auf dem Rohbeton fest montiert ist, darf das System weder begangen noch ähnlichen Belastungen ausgesetzt werden
  • Das Kanalsystem muss mit dem angrenzenden Estrich ein Verbundsystem bilden

Beim electraplan.BK sind folgende Punkte besonders zu berücksichtigen:

  • Die Seitenprofile sind mit Estrich zu unterfüttern, um eine gute statische Abstützung im Estrich zu erzielen. Der Estrich ist sorgfältig anzuarbeiten und zu verdichten
  • Das geöffnete Kanalsystem darf weder begangen noch ähnlichen Belastungen ausgesetzt werden. Maßnahmen für den hierzu notwendigen Schutz sind in Abstimmung mit der Bauleitung zu treffen

1) Für höhere Nutz- und Flächenlasten gelten entsprechend höhere Mindestnenndicken

(1) (2) (3) (4) (5) (6)

Bild 13: Allgemeiner Fußbodenaufbau

(1) Rohdecke / Bodenplatte
(2) Wärmedämmung (z. B. Styropor)
(3) Trittschalldämmung
(4) PE-Folie
(5) Zementestrich mit Fußbodenheizung
(6) Bodenbelag

Estricharbeiten

Kanäle und Zubehörteile erreichen erst durch den festen Verbund mit dem Estrich ihre volle Belastungsfähigkeit für den bestimmungsgemäßen Gebrauch. Dazu sind folgende Voraussetzungen von Bedeutung:

– Das Kanalsystem ist vor Estricheinbringung abzudichten

– Alle Systemelemente sind auf der Rohdecke fest verankert

- Das installierte Kanalsystem darf weder begangen noch anderweitig belastet werden

- Entstehende Hohlräume sind mit Estrich zu unterfüttern

- Das Kanalsystem darf erst nach Aushärtung des Estrichs belastet werden und muss zuvor abgesperrt werden

– Estrichverformungen und Schwindungen sind im Vorfeld zu beachten

Beim estrichüberdeckten Kanal ist es wichtig, dass die Estrichstärke über dem Kanal den in der Norm geregelten Werten entspricht, um Rissbildung zu vermeiden.

Die Estrichnenndicke ist abhängig von der Dämmschicht, der Einzellast und der Estrichart. Nähere Angaben hinsichtlich der Estricharten und Estrichnenndicke sind gemäß DIN EN 13318, DIN EN 13813, DIN EN18560 zu entnehmen. Hier können unter Umständen chemische oder thermische Beanspruchungen auftreten, die zum Schutz des montierten Systems zusätzliche Maßnahmen erfordern.

Estrichbündige Kanäle (BKF/D und BKW/D) und Bodendosen (UDHx, UDBx, UDSx) sind vor der Estrichverlegung auf die vorgesehene Höhe einzunivellieren (bauseitiger Meterstrich). Der Estrichleger sollte die Nivellierhöhe überprüfen.

Estrich an estrichbündige Kanäle und Bodendosen gut anarbeiten und verdichten (kein Dämmstreifen). Nur so wird die erforderliche Tragfähigkeit erreicht.

Das estrichbündige Kanalsystem BKB/ BKG wird mit einem Dämmstreifen vom Estrich entkoppelt, da es sonst zu Schäden am Estrich oder/und Bodenbelag führen kann.

Estricharten

Bei Auswahl der Estrichbauweise ist der Punkt zu klären, welche Estrichmörtelarten für den Anwendungsfall überhaupt in Frage kommen. Es gibt verschiedene Arten von Estrichmörteln.

Fließestrich:

Vor der Estricheinbringung sind diese Aufgaben zu beachten und durchzuführen:

- Kanalsystem und Dosen sind zu beschweren --> Aufschwimmen des Estrich

- Kanalsystem und Dosen gegen Eindringen von Fließestrich abdichten, ist bauseitig zu schützen

- Seitenprofile und Folie müssen mit ausreichend Estrich ummantelt werden.

– Hohlräume vermeiden

Aggressiver Estrich:

Bei der Verwendung von aggressiven Estricharten müssen alle Metallteile bauseitig mit einer chlorid- und alkalifreien Bitumenschicht oder anderen geeigneten Mitteln isoliert werden (VOB Teil C).

Korrosion:

Die Korrosion an metallischen Unterflurkomponenten ist auf ein Minimum reduziert, wenn

- der maximale Feuchtigkeitsgehalt von Estrichen der DIN EN 1264-4 entspricht.

- Unterflurkanäle zur Trocknung ausreichend belüftet werden.

Bodeninstallationssysteme

Basishandbuch

Heißestrich:

Estrichbündige Kanalsysteme und Dosen dürfen nicht direkt mit der heißen Estrichmasse in Kontakt geraten. Bei Folenschalung muss an die Bauteile eine ca. 10 cm dicke Schicht aus z. B. Zementestrich zur Wärmeisolation angearbeitet werden. Bei Metallschalung und Bodenwannen kann z.B. bitumierte Wellpappe zur Isolation verwendet werden. Estrichüberdeckte Kanäle sind mit 2 - 3 Lagen bitumierter Wellpappe vor der heißen Estrichmasse zu schützen.

HAGER AKM300050GBZ - Heißestrich: - 1

Hohlräume vermeiden! Hager haftet nicht für eventuelle Schäden, die durch unsachgemäßen Einbau an dem Kanalsystem oder den Bodendosen in Verbindung mit Heißestrich entstehen!

Dehnungsdruck der Estrichplatte:

In Abhängigkeit der Größe der Estrichplatte und der Zusammensetzung des Estrichs kann während des Aushärtens der Estrich gegen den electraplan.BK Kanal, die Dosen drücken. Hierzu bietet Hager einen passgenauen selbstklebenden Moosgummistreifen (BKZM203) an, der im oberen Profilbereich angebracht wird, um den Dehnungsdruck der Estrichplatte auf den Kanal zu mindern. Die Verwendung des Moosgummistreifens ist mit dem Estrichleger abzustimmen.

Bodenaufbau

Ein entscheidendes Kriterium bei der richtigen Auswahl ist der Bodenaufbau. Die Estrichhöhe legt den Spielraum für die Unterflur Installation fest. Je nach Höhe kommen unterschiedlichste Produkte und Lösungen zum Einsatz. Immer öfter kommt es vor, dass die Estrichhöhe aus Kostengründen immer dünner wird. Gerade hierfür gibt es bei Hager eine Reihe an fertigen Lösungen. Sollte die Estrichhöhe jedoch extrem niedrig sein, kann auch hier mit speziellen projektbezogenen Sonderlösungen weitergeholfen werden.

Ab 50 mm Ab 75 mm Ab 100 mm Ab 105 mm

Bild 14: Bodenaufbau

Bodenaufbau 50 mm

HAGER AKM300050GBZ - Bodenaufbau 50 mm - 1

Die beiden Klappdeckel KDQ08x und KDE04x sind speziell für die Anforderungen entwickelt worden, bei denen nur eine Estrichhöhe ab 50 mm zur Verfügung steht.

Dank seiner horizontal angeordneten Steckdosen im Gerätebecher GBES2x sind die Klappdeckel überall dort geeignet, wo die Estrichhöhe nur sehr gering ist. Über spezielle Sonderlösungen lässt sich auch Datentechnik in die beiden Klappdeckel einbauen.

Bodeninstallationssysteme

Basishandbuch

Bodenaufbau 75 mm

HAGER AKM300050GBZ - Bodenaufbau 75 mm - 1

Ab einer Estrichhöhe von 75 mm können standardmäßige Versorgungseinheiten mit Geräteträger vom Typ GTVR400, GTVR300 für Steckdosen oder GTVD300, GTVD200 für Datentechnik eingesetzt werden.

Hier stehen eine große Auswahl an Größen und Kombinationsmöglichkeiten zur Verfügung.

Bodenaufbau 105 mm

HAGER AKM300050GBZ - Bodenaufbau 105 mm - 1

Edelstahlkassetten lassen sich ab einem Bodenaufbau mit einer Höhe von 105 mm einsetzen. Die Edelstahl-Kassetten lassen sich wie die Versorgungseinheiten mit den Standard Geräteträgern bestücken.

Auch hier gibt es eine große Auswahl an Größen und Kombinationsmöglichkeiten. Falls eine höhere Belastung gefordert ist, gibt es in denselben Größen die Schwerlastvariante.

Informationen zum Bodenbelag und für den Bodenleger

Informationen zum Bodenbelag

Bei der Auswahl der Bodenbelagsmaterialien ist darauf zu achten, dass Bodeninstallationssysteme den Einwirkungen von Nutzlasten unterliegen und mittels Prüflasten von 500 N bis 20.000 N gemäß DIN EN 500 85 klassifiziert werden.

Dabei werden dynamische Durchbiegungen bis 6 mm und bleibende Verformungen bis 3 mm nicht beanstandet. Ebenheitsmaße für flächenfertige Böden sind nach DIN 18202 Tab.3 Zeile 3 zu beachten.

Selbsttragende Schichtdicken für Sichtbeton-, Kunstharz-, Gussasphaltbeläge sowie Fliesen oder Naturstein verhindern daher eine spätere Rissbildung des Belages bei wechselnden dynamischen Belastungen.

Bereits geringe Durchbiegungen rufen bei dünnen, harten Bodenbelägen wie Fliesen Beschädigungen hervor. Starke Bodenbelage wie Granitplatten erhöhen die Belastbarkeit des Unterflurssystems, wodurch sich eine vorteilhaftere Lastverteilung ergibt.

Informationen für den Bodenleger

Der zu verlegende Fußbodenbelag, Teppich, Fliesen, Laminat, etc., muss fachmännisch gemäß VOB Teil C/ DIN 18352, DIN 18353 und DIN 18365 ausgeführt werden. Außerdem sind mögliche Stolperstellen durch geeignete Maßnahmen gemäß Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV ASR A1.5/1.2 Fußböden der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin - zu vermeiden.

Voraussetzung für die Verlegung von Bodenbelägen

Bevor der Fußbodenbelag verlegt werden kann, sind folgende Voraussetzungen zu erfüllen:

  • Staub und Schmutz sind von Bodenkanälen und Universal-Bodendosen zu entfernen, um die Haftung der Bodenbeläge zu verbessern.
  • Beläge aus Holzwerkstoffen für Oberteile/Deckel sind beidseitig zu behandeln, damit sie sich nicht verziehen. Bei einseitiger Beklebung doppelseitiges Teppich-Klebeband verwenden.
  • Bei vielen Holzwerkstoffen empfiehlt sich, Dehnungsfugen vorzusehen, die sowohl Ausdehnung als auch Schrumpfung ausgleichen. Zweckmäßig sind diese beispielsweise entlang der Seitenwände von Bodenkanälen und an Außenrahmen von Kassetten.
  • Bei Bodenbelägen den Verlauf der Oberflächenstruktur beachten.
  • Langflorige Bodenbeläge können beim Einsetzen der Kanaloberteile hinderlich sein.

Bodenbeläge auf BKB- / BKG-Kanälen verlegen

Bei der Verlegung von Bodenbelägen auf BKB- und BKG-Kanälen muss u. a. ein besonderes Augenmerk auf diese beiden Punkte gelegt werden:

  • Bei harten Bodenbelägen wie Holz oder Fliesen sind Dehnungsfugen vorzusehen.
  • Bei Bodenbelägen, die zum Ausfransen neigen, sollten die Kanten verschweißt werden.

Bodenbeläge auf BKF(D)- / BKW(D)-Kanälen verlegen

  • Für leicht ausfransende, textile Bodenbeläge ist eine Belagstoßabdeckung (BKZBSA7011) anstatt der Belagstoßkante zu empfehlen. Diese sind lose in 2,4 m Längen erhältlich.
  • Den abgeschnittenen Bodenbelag zum Belegen der Kanaldeckel verwenden.
  • Harte Bodenbeläge wie Holz oder Fliesen bis an die Innenseite des Kunststoffprofils anarbeiten.
  • Bei harten Bodenbelägen wie Holz oder Fliesen unbedingt Dehnungsfugen vorsehen!.
  • PVC-Bodenbelag lässt sich mit der Belagstoßkante verschweißen.

Besonderheiten bei Kassetten mit Belagstoßkante

  • Harte Bodenbeläge wie Holz oder Fliesen bis an die zuvor einzusetzende Kassette anarbeiten. Dehnungsfuge zur Versorgungseinheit unbedingt vorsehen.
  • Bei Hartbelägen ist auch in der Deckelklappe eine Dehnungsfuge vorzusehen.

Kabelvolumen ermitteln

Ein wichtiger Punkt für die Auswahl des richtigen Kabelkanals ist das Kabelvolumen, d. h. die Menge der Kabel und Leitungen die im Kabelkanal verlegt werden müssen. Da Kabel und Leitungen aufgrund ihrer Eigenschaften (meistens Trommelware) nicht absolut gerade verlegt werden können, können Kabel und Leitungen folglich auch nicht eng nebeneinander und parallel im Kanalsystem liegen.

50% Sicherheitsfaktor

Bild 15: Kabelvolumen

Für die Berechnung des Kabelvolumens darf nicht nur der Kabeldurchmesser als Basis zugrunde gelegt werden, sondern es muss als Berechnungsgrundlage die Formel (d)2 herangezogen werden.

HAGER AKM300050GBZ - Kabelvolumen ermitteln - 2

Bild 16: Kabelvolumen ermitteln

Auf der nächsten Seite haben wir für die gängigsten Kanaltypen den Platzbedarf/Kanalquerschnitt aufgelistet.

Bei den aufgeführten Werten handelt es sich um Durchschnittswerte, die von Hersteller zu Hersteller variieren können.
i Die genauen Werte sind den Herstellerangaben zu entnehmen.

Bei der richtigen Auswahl der Kanalgröße ist die folgende Tabelle heranzuziehen. Außerdem sind diese Faktoren aus den gängigen DIN-/VDE-Normen zu beachten:

– Nutzquerschnitt des Kanals
- Füllfaktor
- Erwärmung der verlegten Kabel
– Trennung von Stark- und Schwachstrom
- Biegeradien

Art. NummerArt. Bezeichnung Breite[mm]Höhe min [mm]Höhe max [mm]Kanalquerschnitt [cm2] 2 Anzahl Kabel (3 x 1,5 mm2)3
AKU1500401 Aufbodenkanal-Unterteil 150 40 X 6024
BKF400105Bodenkanal estrichbündig mit Folie416 105150 540 223
BKW200060Bodenkanal estrichbündig mit Wanne216 60100 88 36
BKFD150065Bodenkanal estrichbündig mit Folie/Dichtmöglichkeit170 65110 12150
BKWD200090Bodenkanal estrichbündig mit Wanne/Dichtmöglichkeit220 90130 14359
BKB25085Estrichbündiger Bodenkanal mit Bürste250 85 X21245
BKG30060Estrichbündiger Bodenkanal geschlossen300 60 X15416
UK340483Unterflurkanal 3-zügig estrich-überdeckt340 48 X16365
2) Werte sind gerundet 3) Werte sind gerundet / Kanalbelegung von 50 %

Tabelle 1: Kanalgröße/Kanalquerschnitt/Anzahl Kabel

i Weitere Angaben zur Tabelle 1 finden sich im Anhang.

Biegeradien

Biegeradien werden in der Norm VDE 0298 (Teil 3) behandelt und sind bei der Verlegung von Kabel und Leitungen in Bodeninstallationssystemen einzuhalten.

Kabelvolumen der gängigsten Installationsleitungen

HAGER AKM300050GBZ - Biegeradien - 1Mantelleitung, starr
BezeichnungAußendurchmesser [mm]BiegeradiusKabelvolumen [cm2]
NYM-J 3G1,5 8,4 4xD 0,71
NYM-J 3G2,5 9,6 4xD 0,92
NYM-J 3G4 11,3 4xD 1,28
NYM-J 3G6 12,8 4xD 1,64
NYM-J 3G10 14,7 4xD 2,16
NYM-J 3G16 19,0 4xD 3,61
NYM-J 5G1,5 10,0 4xD 1,00
NYM-J 5G2,5 12,0 4xD 1,44
NYM-J 5G4 14,0 4xD 1,96
NYM-J 5G6 15,5 4xD 2,40
NYM-J 5G10 19,5 4xD 3,80
NYM-J 5G16 23,4 4xD 5,48

Tabelle 2: Kabelvolumen Mantelleitung, starr

HAGER AKM300050GBZ - Biegeradien - 2Mantelleitung, flexibel
BezeichnungAußendurchmesser [mm]BiegeradiusKabelvolumen [cm2]
H05VV-F 3G1,5 8,23xD 0,67
H05VV-F 3G2,5 9,83xD 0,96
H05VV-F 5G1,5 10,23xD 1,04
H05VV-F 5G2,5 133xD 1,69

Tabelle 3: Kabelvolumen Mantelleitung, flexibel

Die Angaben für Außendurchmesser und Kabelvolumen sind circa Angaben und gerundet. Genaue Angaben zum Kabeldurchmesser sind den Herstellerangaben zu entnehmen.

HAGER AKM300050GBZ - Biegeradien - 3EDV-Datenkabel
BezeichnungAußendurchmesser [mm]BiegeradiusKabelvolumen [cm2]
Cat 5e1x4xAWG 22/7geschirmt6,5 4xD 0,42
Cat 64x2xAWG 23/1geschirmt7,4 4xD 0,55
Cat 64x2xAWG 23/1ungeschirmt6,4 4xD 0,41
Cat 6a4x2x AWG 23/1U/UTP6,4 4xD 0,41
Cat 6a4x2x AWG 23/1U/FTP7,2 4xD 0,52
Cat 6a4x2x AWG 23/1F/FTP7,5 4xD 0,56
Cat 6a4x2x AWG 23/1S/FTP7,4 4xD 0,55
Cat 7a4x2x AWG 22/1S/FTP8,6 4xD 0,74
Cat 7a4x2x AWG 26/7 flexS/FTP5,8 4xD 0,34
Cat 62x(4x2xAWG 23/1)geschirmt7,4 x 15,0 4xD 11,10
Cat 62x(4x2xAWG 23/1)ungeschirmt6,4 x 12,8 4xD 819
Cat 6a2x (4x2x AWG23/1)U/FTP7,4 x 15,0 4xD 11,10
Cat 6a2x (4x2x AWG23/1)F/FTP7,5 x 15,2 4xD 11,40
Cat 6a2x (4x2x AWG23/1)S/FTP7,4 x 15,0 4xD 11,10
Cat 7a2x (4x2x AWG22/1)S/FTP8,6 x 17,5 4xD 15,05

Tabelle 4: Kabelvolumen Datenkabel

HAGER AKM300050GBZ - Biegeradien - 4Glasfaserkabel
Außendurchmesser [mm]BiegeradiusKabelvolumen [cm2]
Innenkabel 1 x 6 6,5 15xD 0,42
1 x 8 6,515xD 0,42
1 x 126,5 15xD 0,42
1 x 24715xD 0,49
2 x 128,3 10xD 0,69
4 x 128,6 10xD 0,74
6 x 128,6 10xD 0,74
8 x 129,9 10xD 0,98
12 x 12 11,4 10xD1,30
Duplexkabel2 x 15,6 x 3,25xD1,79

Tabelle 5: Kabelvolumen Glasfaser

Die Angaben für Außendurchmesser und Kabelvolumen sind circa Angaben und gerundet. Genaue Angaben zum Kabeldurchmesser sind den Herstellerangaben zu entnehmen.
Weitere Angaben Kanalfläche und Kabelvolumen findet sich im „Anhang“

Versorgungs- und Geräteeinbaueinheiten

Versorgungseinheiten VQ/VE/VR

Die Versorgungseinheiten sind die bewährte Lösung für Büroinstallationen mit Teppichboden. Sie sind in Kunststoff oder Metall erhältlich. Die Lösung ist nicht mit dem Unterboden verbunden, sondern wird mit Hilfe der universalen Befestigungskralle an der Bodendose UDB oder direkt am Estrich verspannt.

HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheiten VQ/VE/VR - 1

Versorgungseinheiten
FormenHAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheiten VQ/VE/VR - 2 HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheiten VQ/VE/VR - 3 HAGER AKM300050GBZ - Versorgungseinheiten VQ/VE/VR - 4
Nenngrößen Q12, R12, R10,E09, Q06, R06,
Anzahl Steckdosen 12,10,9,6
Bodenbelagstiefe 5 mm, 12 mm
Ausführung Blind, Leitungsauslass
Mindest-Einbautiefe 60mm, 75mm, 82mm
Material Kunststoff, Edelstahl
Farben RAL 7011, RAL 9005, Edelstahl

Tabelle 6: Übersicht Versorgungseinheiten

Edelstahlkassette EKQ/EKR/EKSQ/EKSR

Die Kassetten lassen sich bodenbündig auf die Höhe des Fußbodens nivellieren und komplett vom Dosenunterteil entkoppeln. Kassetten eignen sich insbesondere für Bodenbeläge wie Fliesen oder Parkett. Es gibt verschiedene Ausführungen für trocken/feucht und nass gepflegte Bodenbeläge. Die Kassetten aus Edelstahl sorgen für dauerhafte Qualität und sehen dazu noch ansprechend aus.

Nivellierbare Edelstahl-Kassetten für trocken oder feucht gepflegte Böden sind in zwei Ausführungen erhältlich. Die Mindest-Einbautiefe ab Oberkante Fertigfußboden liegt bei 100 mm für die Edelstahl-Kassette Blind und zwischen 105 ...115 mm für Edelstahl-Kassette mit Gerätebecher. Die Gerätebecher sind stufenweise bis 18 mm absenkbar und zusätzlich ist eine Aufnahme einer Rastverlängerung möglich.

HAGER AKM300050GBZ - Edelstahlkassette EKQ/EKR/EKSQ/EKSR - 1

Edelstahlkassette EKQ/EKR/EKSQ/EKSR
Formen
Nenngrößen Q12, R12, Q06, R06,
Anzahl Steckdosen 12,6
Bodenbelagstiefe 23mm, 38mm
Ausführung Blind, Leitungsauslass, Tubus
Mindest-Einbautiefe 100mm, 105mm, 115mm
Material Edelstahl
Farben Edelstahl

Tabelle 7: Übersicht Edelstahlkassetten

Nass gepflegte Versorgungseinheiten VANR

HAGER AKM300050GBZ - Nass gepflegte Versorgungseinheiten VANR - 1

Die nass gepflegten Versorgungseinheiten VANR sind für höhere Belastungen, wie z. B. Autohäuser und speziell für Bodenbeläge wie Fliesen oder Steinböden geeignet. Die Versorgungseinheiten sind aus Aluminium gefertigt und in verschiedenen Deckelausführungen erhältlich.

Nass gepflegte Versorgungseinheit VANR
Formen
Nenngrößen R12, R02
Anzahl Steckdosen 12, 6
Bodenbelagstiefe 3 mm, keine
Ausführung Tubus
Mindest-Einbautiefe 90 mm
Material Aluminium
Farben Aluminium, Aluminium/RAL9005, Aluminium/Aluminium

Tabelle 8: Übersicht nass gepflegte Versorgungseinheiten

UD-Zuhause UDKPQ

HAGER AKM300050GBZ - UD-Zuhause UDKPQ - 1

Die UD-Zuhause-Serie wird als komplette Montageeinheit geliefert. Die Montageeinheit besteht aus einer Bodendose als Estrichschalung und entweder aus einer Edelstahlkassette oder Versorgungseinheit für den Geräteeinbau. Die einzelnen Elemente für den Geräteeinbau liegen dem Lieferumfang bei. Die Bodendose wird direkt auf den Rohbeton installiert und mit flexibelen Installationsrohren angeschlossen. Außerdem kann bei Bedarf der Bodentank individuell aus den Einzelteilen zusammengestellt und selbstständig auf der Baustelle montiert werden.

UD-Zuhause
Formen
Nenngrößen Q06
Anzahl Steckdosen 6
Bodenbelagstiefe 5mm, 23mm
Ausführung Leitungsauslass
Mindest-Einbautiefe 95mm, 105mm
Material Kunststoff, Edelstahl
Farben Edelstahl, RAL7011, RAL 9005

Tabelle 9: Übersicht UD-Zuhause

Bodensteckdosen BSR02

HAGER AKM300050GBZ - Bodensteckdosen BSR02 - 1

Die Bodensteckdosen BS eignen sich vor allem überall dort, wo es auf Ästhetik, hohe Belastungsfähigkeit und vielseitige Funktionalität ankommt.

Die Handhabung ist sicher, wie einfach: Rohrleitungen in den Installationsraum einstecken. Der Installationsraum wird mit einem Deckel geschlossen.

Die Installationsdose der Bodensteckdosen ist bereits mit zwei Steckdosen bestückt. Neben den Steckdosen finden maximal zwei Anschlussbuchsen für Netzwerkanwendungen ihren Platz.

Bodensteckdose BSR02
Formen
Nenngrößen R02
Anzahl Steckdosen 2
Bodenbelagstiefe keine,
Ausführung Leitungsauslass, Tubus
Mindest-Einbautiefe 86 mm
Material Kunststoff, Zink Druckguss
Farben Alt-Kupfer, Alt-Messing, Silber, RAL 7011, RAL 9005

Tabelle 10: Übersicht Bodensteckdose BS

Klappdeckel für flachen Bodenaufbau KDQ/KDE

HAGER AKM300050GBZ - Klappdeckel für flachen Bodenaufbau KDQ/KDE - 1

Für niedrige Aufbauhöhen werden spezielle Lösungen benötigt. Die Serie KDQ/KDE sind Klappdeckel speziell für sehr flache Bodenaufbauten.

Diese Serie kann mit Hilfe einer speziellen Steckdose GBExx die Stromversorgung auch bei einem Bodenaufbau ab 50mm ermöglichen.

Versorgungseinheiten
Formen
Nenngrößen Q08, E04
Anzahl Steckdosen 8, 4
Bodenbelagstiefe 5mm, 8mm, 12mm
Ausführung Blind, Leitungsauslass
Mindest-Einbautiefe 50 mm, 60 mm
Material Kunststoff
Farben RAL 7011, RAL 9005

Tabelle 11: Übersicht Klappdeckel für flachen Bodenaufbau

Schutzarten IP

Bodeninstallationssysteme werden nach EN 50085-2-2 und die Art der Bodenpflege nach EN 60529 auf ihre IP Schutzart geprüft und kategorisiert. Bodeninstallationssysteme sind ausschließlich für den Gebrauch im Innenbereich vorgesehen.

Zur Ermittlung der Schutzart wird die Versorgungseinheit im genutzten und im ungenutzten Zustand geprüft. Alle Kanalsysteme und Versorgungseinheiten müssen im genutzten als auch im ungenutzten Zustand mindestens die Schutzart IP 20 erfüllen.

Zusätzlich zur Kategorisierung der IP Schutzart ist bei einer Nassreinigung sicherzustellen, dass im genutzten Zustand alle kabelausführenden Öffnungen mindestens 10 mm über der Fußbodenoberfläche liegen.

Die Fußbodenpflegeart - trocken, feucht, nass - ist das Entscheidende bei der Auswahl der geeigneten Versorgungseinheit.

Trockenpflege

Als trocken gepflegte Böden gelten hauptsächlich textile Bodenbeläge, die durch Absaugen des Schmutzes (flüssigkeitslos oder flüssigkeitsarm) gereinigt werden. Sollte doch eine Reinigungslösung verwendet werden, muss sie so gering wie nötig dosiert sein, um eine Lachenbildung oder ein Durchnässen des Bodenbelags zu verhindern.

Feuchtpflege

Glatte Bodenbeläge wie Linoleum, PVC, Laminat, Parkett oder polierte Steinböden erfüllen die Voraussetzungen für eine feuchte Pflege des Fußbodens. Das Gebäudereinigerhandwerk definiert diese Art der Bodenpflege als staubbindendes Wischen mit nebelfeuchten oder präparierten Reinigungstextilien.

Nasspflege

Die Nasspflege kommt vor allem bei Steinbelägen, Fliesen, Keramikböden, Linoleum und PVC zum Einsatz. Diese Art der Reinigung entfernt besonders hartnäckige und fest haftende Verschmutzungen. Dabei wird in einem ersten Arbeitsgang mit Reinigungstextilien so viel Reinigungsflüssigkeit aufgetragen, dass sich die Verschmutzungen aufweichen und ablösen lassen. In einem zweiten Arbeitsgang wird diese Flüssigkeit zusammen mit dem Schmutz mit Reinigungstextilien aufgewischt.

HAGER AKM300050GBZ - Nasspflege - 1

flowchart
graph TD
    A["IP 2.3"] --> B["Code-Buchstaben (International Protection)"]
    A --> C["Gegen Eindringen von festen Fremdkörpern"]
    A --> D["Gegen Eindringen von Flüssigkeiten"]

Bild 18: Anordnung IP Code

Bestandteil Ziffern oder BuchstabeBedeutung für den Schutz des Betriebsmit-telsBedeutung für den Schutz von Personen
Code Buchstaben IP- -
Erste Kennziffer GegenEindringen von festen FremdkörpernGegen Zugang zu ge-fährlichen Teilen mit
0 nicht geschützt nicht geschützt
1 ≥ 50 mm Durchmesser Handrücken
2 ≥ 12,5 mm Durchmesser Finger
3 ≥ 2,5 mm Durchmesser Werkzeug
4 ≥ 1,0 mm Durchmesser Draht
5 staubgeschützt Draht
6 staubdicht Draht
Zweite Kennziffer GegenEindringen von Wasser mit schädlichen Wirkungen-
0 nicht geschützt
1 senkrechtes Tropfen
2 Tropfen (15° Neigung)
3 Sprühwasser
4 Spritzwasser
5 Strahlwasser
6 starkes Strahlwasser
7 zeitweiliges Untertauchen
8 dauerndes Untertauchen
9 Hochdruck und hohe Strahlwassertemperatur

Tabelle 12: Bestandteile des IP Codes und ihre Bedeutung

IK Stoßfestigkeitsgrad

Der IK-Code nach (DIN) EN 50102 ist ein Maß für die Schlag- und Stoßbeanspruchung. Der IK-Code legt die maximale mechanische Belastung von Gehäusen elektrischer Betriebsmittel/Ausrüstung fest.

Belastungen mechanisch/thermisch

Mechanische und thermische Belastungen (Last) sind von außen auf die Bodeninstallationskanalsystem einwirkende Kräfte. Mechanische Kräfte können bei unsachgemäßer Montage und Verwendung Verformungen und Zerstörung herbeiführen. Thermische Kräfte, hervorgerufen von zu starker Sonneneinstrahlung und/oder Heizestrichen, bewirken deine Ausdehnung der verbauten Materialien. Dies kann zu Rissbildungen führen.

Belastungen und deren Auswirkung für Installationssysteme

Bodeninstallationskanalsystem sind den objekttypischen Verkehrslasten ausgesetzt. Sie müssen den am Einsatzort auftretenden Belastungen widerstehen und dabei ihre Funktion beibehalten. Die Belastungen können durch unterschiedliche Faktoren ausgelöst werden:

– Überlaufen durch Personen
- Standfüße von Büromöbeln
– Lasten durch Fahrzeuge und Transportmittel

Die Belastung auf den Fußboden bzw. auf die gesamte Deckenkonstruktion erfolgt direkt.

Dadurch hat auch die Belastung einen direkten Einfluss auf die installierten Bodeninstallations-systeme.

Normung und Prüfung

Normung

Die Normenreihe EN 50085 legt im Allgemeinen die Anforderungen an Elektroinstallationskanal-systeme fest. Insbesondere der Teil 2-2 beschreibt die Anforderungen an Bodeninstallationssysteme und ist im Juli 2009 in Kraft getreten.

Die Norm wird in zwei Bereiche unterteilt:

- Errichterbestimmung

Für die Einhaltung in der Errichterbestimmung beschriebenen Anforderungen ist in der Regel der Elektroinstallateur verantwortlich.

– Geräteprüfbestimmung

Die Geräteprüfbestimmung legt die Prüfkriterien der Produkte/Geräte fest. Für dessen Einhaltung ist der Hersteller der Produkte/Geräte verantwortlich.

Geräteprüfbestimmungen

– definieren die Funktion des Produktes/Gerätes

– definieren die Belastbarkeit des Produktes/Gerätes

– definieren den Einsatzbereich des Produktes/Gerätes

– sind für die Sicherheit des Produktes/Gerätes maßgebend (z. B. Schutz vor elektrischem Schlag)

Klassifizierung von Bodeninstallationssystemen

Die EN 50085-1 als genereller Teil für Elektroinstallationskanalsysteme und EN 50085-2-2 als systemspezifischer Teil für Bodeninstallationssysteme schreiben eine Klassifizierung der Produkte vor.

Damit werden Produkteigenschaften europaweit einheitlich festgelegt. Erstmals enthält eine Norm für Installationssysteme auch eine optionale Belastungsprüfungen für vertikale Lasten, die über eine große Fläche wirken (Schwerlast).

Klassifizierung nach EN 50085-1
6.1 NachWerkstoff
6.2 Nachder Schlagfestigkeit
6.3 NachTemperatur
6.4 Nachdem Widerstand gegen Flammenausbreitung
6.5 Nachelektrischer Leitfähigkeit
6.6 Nachelektrischer Isoliereigenschaft
6.7 Nachden durch Gehäuse bzw. Umhüllung nach EN 0529:1991 gebotenen Schutzarten
6.8 NachSchutz gegen korrosive oder verunreinigte Substanzen
6.9 NachBefestigungsart der Systemkanalabdeckung
6.10 Nachder elektrischen Schutztrennung
Klassifizierung nach EN 50085-2-2
6.101 Nach Art der Bodenpflege
6.102 Nach dem Widerstand gegen vertikale Lasten, die über eine kleine Fläche ( +/-13 mm) wirken
6.103Optional: nach dem Widerstand gegen vertikale Lasten, die über eine große Fläche ( +/-130 mm) wirken

Tabelle 13: Klassifizierung nach EN 50085

Prüfung

Belastungsprüfung von Elektroinstallationskanalsysteme

Elektroinstallationskanalsysteme für elektrische Installationen müssen der Norm (DIN) EN 50085-2-2 entsprechen.

Die Norm besagt, dass Elektroinstallationskanalsysteme eine ausreichende mechanische Festigkeit haben müssen.

Belastungsfähigkeit für estrichbündige Kanalsysteme (BK) und deren Einbaueinheiten

In der (DIN) EN 50085-2-2 sind Belastungsklassen für zwei Anwendungen definiert.

Geprüft wird nach:

- 6.102 mit einem Stempel (∅ 13 mm) für Standardanwendungen (Bild 19, links)

- 6.103 mit einer Platte (∅ 130 mm) für hohe Lasten (Bild 19, rechts)

D - Durchmesser 13,3 ± 0,1 mm

D - Durchmesser 130 ± 0,5 mm

Bild 19: Prüfstempel (links) / Prüfplatte (rechts)

Prüfung Belastungsklasse (DIN) EN 50085
Standardanwendung (geprüft mit Teststempel 13 mm)6.102.1 500 N
6.102.2 750 N
6.102.3 1000 N
6.102.4 1500 N
6.102.5 2000 N
6.102.6 2500 N
6.102.7 3000 N
hohe Last (geprüft mit einer Testplatte ∅ 130 mm)6.103.1 2000 N
6.103.2 3000 N
6.103.3 5000 N
6.103.4 10000 N
6.103.5 15000 N

Tabelle 14: Belastungsklassen nach (DIN) EN 50085-2-2

Die Prüfung der Bodeninstallationssysteme mit hoher Lastanforderung wird zwar in der Norm (DIN) EN 500085-2-2 behandelt, allerdings ist die in der Norm erlaubte Durchbiegung während des Tests (6 mm) und nach dem Test (≤ 3 mm) nicht praxisbezogen. Durchbiegungen in diesen Ausmaßen führen unweigerlich zu einem Schaden an harten Bodenbelägen (z. B. Fliesen).

Belastungsfähigkeit von estrichüberdeckten Bodeninstallationssystemen

Estrichüberdeckte Kanalsysteme sind nur während der Installationsphase einer Belastung ausgesetzt. Danach sind Kanäle durch die Estrichschicht „geschützt“ und die Verkehrslasten werden auf den Estrich verteilt.

Generell wird festgehalten, dass alle estrichüberdeckenden Kanalsysteme so stabil konstruiert sein müssen, dass sie den auftretenden Belastungen bei Lagerung, Transport und Verarbeitung auf den Baustellen standhalten müssen.

Errichterbestimmung

In der Errichterbestimmung nach DIN VDE werden eine Vielzahl von Punkten beschrieben, die der Elektrohandwerker beim Aufbau und der Montage von Bodeninstallationssystemen beachten muss und einzuhalten hat.

Die Errichterbestimmungen dienen besonders :

  • der Sicherheit (Schutz gegen elektrischen Schlag)
  • der Erhaltung der Funktion - Funktionserhalt
  • der elektromagnetischen Verträglichkeit
    – dem Brandschutz

Im Folgenden werden einige der wichtigsten Punkte aus der Errichterbestimmung erläutert:

Schutz gegen elektrischen Schlag

Für die Errichtung einer Kabel- und Leitungsanlage mit Elektroinstallationskanalsystemen sind mehrere Normen aus der VDE 0100 – Reihe von Bedeutung, insbesondere:

  • die DIN VDE 0100-410:2018-10, welche die Schutzmaßnahmen für den Schutz gegen elektrischen Schlag, sowie
  • die DIN VDE 0100-520:2013-06, welche die Auswahl und Errichtung von Kabel- und Leitungsanlagen beschreibt.

Elektroinstallationskanalsysteme sind Bestandteil der Kabel- und Leitungsanlage (Abschnitt 520.3.1 in DIN VDE 0100-520) und somit auch der Elektroinstallation. Sie sind insoweit nicht durch Abschnitt 411.3.1.2 der DIN VDE 0100-410 erfasst.

Die DIN VDE 0100-410 verweist in Abschnitt 410 auf die DIN EN 61140 (VDE 0140-1), welche als Sicherheitsgrundnorm die gemeinsamen Bestimmungen für den Schutz gegen elektrischen Schlag für elektrische Anlagen und Betriebsmittel beschreibt. Demnach lautet die Grundregel des Schutzes gegen elektrischen Schlag, dass gefährliche aktive Teile nicht berührbar sein dürfen und berührbare elektrisch leitfähige Teile weder unter normalen Bedingungen noch unter Einzelfehlerbedingungen zu gefährlichen aktiven Teilen werden dürfen.

Des Weiteren wird beschrieben, dass Schutzmaßnahmen gegen elektrischen Schlag aus einer geeigneten Kombination von zwei unabhängigen Schutzvorkehrungen bestehen müssen - aus einer Basisschutzvorkehrung und einer Fehlerschutzvorkehrung.

Als Basisschutzvorkehrung in einer Kabel- und Leitungsanlage wird typischerweise eine Basisisolierung (z.B. Aderisolierung) oder ein Schutzgehäuse verwendet.

Als Fehlerschutzvorkehrung kommt häufig der Schutz durch automatische Abschaltung der Stromversorgung (Abschnitt 411) oder eine doppelte Isolierung (Abschnitt 412) zur Anwendung.

In Tabelle A.52.1 der DIN VDE 0100-520 ist definiert, dass isolierte Leiter (Aderleitungen) in zu öffnenden Elektroinstallationskanalsystemen (einschließlich Unterflursystemen) nur dann verwendet werden dürfen, wenn das Kanalsystem mindestens die Schutzart IP4x aufweist und nur mit Werkzeug zu öffnen ist. Mantelleitungen sind ohne Einschränkungen verwendbar.

Zudem ist in Abschnitt 526.5 der DIN VDE 0100-520 definiert, dass elektrische Verbindungen in geeigneten Umhüllungen erfolgen müssen (z.B. Dosen oder im Betriebsmittel, falls vorgesehen).

Kanalsysteme aus Metall müssen in die Schutzmaßnahmen und in den Potenzialausgleich eingebunden werden. Dadurch ist der Schutz gegen elektrischen Schlag nach DIN VDE 0100-410 und die elektromagnetische Verträglichkeit (EMV) nach EN 50310, EN 50173, EN 50174-2 gewährleistet.

Bodeninstallationssysteme

Basishandbuch

Mechanische Belastung von Kabel und Leitungen

Nach DIN VDE 0298 dürfen bei der Verlegung von Starkstromkabeln und Datenkabeln bestimmte Werte für Zugbelastungen und Biegeradien nicht unterschritten werden. In der Norm sind außerdem die zulässigen Arten der Befestigung von Kabeln und Leitungen mittels Schellen und deren Zugentlastungen beschrieben.

Trennung von unterschiedlichen Diensten

In der DIN VDE 0100-520 wird beschrieben, dass Kabel und Leitungen unterschiedlicher Spannungsklassen nur gemeinsam in einem Verlegesystem installiert werden dürfen, wenn alle Kabel und Leitungen gegenüber der höchsten vorkommenden Spannung schutzisoliert sind. Zur Trennung der unterschiedlichen Kabel und Leitungen können Trennstege eingesetzt werden oder ein ausreichender Abstand zueinander gewährleistet sein.

Brandschutz

Die Vermeidung von Bränden vor allem in öffentlichen Gebäuden ist das Hauptziel des Brandschutzes. Die Ausbreitung von Feuer und insbesondere auch Rauch in andere Brandabschnitte muss mit allen Mitteln für einen ausreichend langen Zeitraum verhindert werden. Dies bietet die Möglichkeit zu Flucht-, Rettungs- und Löschmaßnahmen.

Bei Kanalsystemen, die Brandabschnitte, Flucht- und Rettungswege verbinden/durchqueren, sind Brandschutzmaßnahmen durchzuführen. In den Richtlinien für Leitungsanlagen (M)LAR Systemböden (M)SysBör wird dies näher geregelt.

Die Hauptursachen für den Brand von Starkstromkabeln sind:

- Unvollkommene Kurzschlüsse oder Erdschlüsse, z. B. an mechanisch oder thermisch beschädigten Kabeln oder Leitungen

– Fehlerhafte elektrische Anschlüsse, z. B. durch einen Wackelkontakt

- Wärmestaus

Potenzialausgleich

Das zertifizierte Bodeninstallationssystem muss die Möglichkeit bieten, in den Potenzialausgleich mit eingebunden zu werden.

Alle Unterflurkabelkanalsysteme von Hager sind so konstruiert, dass der Anschluss und der Verbund in den Potenzialausgleich ohne großen Aufwand möglich ist.

Damit das Kanalsystem in den Potenzialausgleich eingebunden werden kann, wird die Erdungsklemme BKZSAK00 verwendet. Die Erdungsklemme wird in die vorhandenen Nuten eingesetzt und festgeschraubt. Der Klemmbereich ist für einen Leiterquerschnitt bis 4 mm² ausgelegt.

Berührbare, elektrisch leitfähige Elektroinstallationskanalsysteme werden nicht in den Schutzpotenzialausgleich einbezogen (siehe Abschnitt 411.3.1.2 der DIN VDE 0100-410) und sind folglich nicht als Fehlerschutzvorkehrung zu verwenden. Sie können aber, z. B. aus EMV Anforderungen in den Funktionspotenzialausgleich oder in den zusätzlichen Schutzpotenzialausgleich, sowie in den Blitzschutzpotenzialausgleich eingebunden werden.

Im Umkehrschluss bedeutet dies, dass die innerhalb eines Elektroinstallationskanalsystems installierten Betriebsmittel die Anforderungen an den Basisschutz sowie Fehlerschutz selbstständig erfüllen müssen. Hierzu gehören auch die Kabel- und Leitungsanlagen nach DIN VDE 410 Abschnitt 412.2.4.

Das Bodeninstallationssystem gehört zu den Elektroinstallationskanalsystemen und erfüllt nicht die Anforderungen an doppelte Isolierung (VDE 0100-410 Abschnitt 412). Somit ist der Einsatz von basisolierten Leitern (z. B. H07V-K) nicht zulässig. Es sind mindestens Mantelleitungen (z. B. NYM-J) zu nutzen, die in geeigneten Umhüllungen (z. B. in Dosen oder in Betriebsmitteln) enden oder angeschlossen werden. Es ist grundsätzlich eine Zugentlastung vorzusehen.

Gewerkeübergreifendes Arbeiten

Gewerkeübergreifendes Arbeiten ist auf heutigen Baustellen ein gängiges Prozedere und die damit verbundene intensive Kommunikation mit den angrenzenden Gewerken unabdingbar.

Daher empfehlen wir von Hager schon zu Beginn der Bauphase in Abstimmung mit der Bauleitung eine Koordination zwischen Elektrohandwerker und den angrenzenden gewerkeübergreifenden Arbeiten, um einen reibungslosen Ablauf der Montage des Bodeninstallationssystems und die Qualität über den gesamten Bauabschnitt zu gewährleisten.

Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Estricharbeiten

Estrichbündige Kabelkanalsysteme und die Anschlussdosen des estrichüberdeckenden Kanal-systems dienen als verbindliche Abziehlehre für den Estrich. Die Nivellierhöhe der Systemkomponenten richtet sich nach den baulichen Vorgaben der Bauleitung (Meterriss beachten).

Der Estrichleger muss den Estrich im Bereich der Anschlussdosen und der Kabelkanäle sorgfältig anarbeiten, verdichten und abziehen. Estrich kann durch Rissbildung zerstört werden. Estrichbündige Systeme und Systembauteile dürfen vor dem endgültigen Aushärten des Estrichs nicht beansprucht werden, um Rissbildungen im Estrich zu vermeiden.

Allgemeine Hinweise für den Estrichleger

Das fertig auf Estrichsollhöhe einnivellierte Kanalsystem und die einnivellierten Bodendosen dürfen vor Erreichen der Estrich-Sollfestigkeit nicht belastet, begangen oder geöffnet werden. Bei Deckeln mit Schnappbefestigung dürfen die Transportsicherungsschrauben der Deckel erst nach Estrichaushärtung entfernt werden. Estrichbündige Kanäle und Bodendosen sind vor der Estrichverlegung auf die vorgesehene Höhe einzunivellieren (bauseitiger Meterstrich). Der Estrichleger sollte die Nivellierhöhe überprüfen. Estrich an estrichbündige Kanäle und Bodendosen gut anarbeiten und verdichten. Nur so wird die erforderliche Tragfähigkeit erreicht. Alle Kanalöffnungen, die größer als die verwendete Korngröße sind, müssen abgedichtet werden.

Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Bodenbelagsarbeiten

Die für die Bodenbelagsarbeiten zuständige Firma ist für die exakte Verlegung und Anpassung des Bodenbelags an die Anschlussdosen und Kabelauslässe verantwortlich.

Die exakten Fugenmaße sind mit der Bauleitung im Vorfeld abzustimmen.

Die Deckel der estrichbündigen Anschlussdosen sind ebenfalls mit Bodenbelag zu bekleben.

Der eventuell verwendete Teppich ist fest zu verlegen und muss schnittfest sein.

Gewerkeübergreifendes Arbeiten - Gebäudereinigung

Besonders bei der Erstreinigung der Bodenflächen müssen Geräteeinbaueinheiten und Installationsräume sorgfältig von Baustaub und anderen Verunreinigungen gereinigt werden, damit ihre Funktion später nicht zu Beeinträchtigungen führt.

Geräteeinbaueinheiten müssen während der Nutzungsphase auf ihre bestimmungsgemäße Verwendung und mögliche Beschädigungen überprüft werden, um Folgeschäden zu vermeiden (Facility Management / Elektrohandwerker).

Vor allem Geräteeinbaueinheiten für nass gepflegte Böden sind regelmäßig zu warten und die Dichtung auf ihre Funktion hin zu überprüfen. Dafür ist auch das regelmäßige Nachschmieren der Dichtung notwendig (Facility Management / Elektrohandwerker).

Schallschutz und Trittschall

Baulicher Schallschutz hat zum Ziel, Schallübertragung zwischen verschiedenen Räumen und/oder S tockwerken zu verhindern. Richtlinien zu Schall- und Trittschallpegel in Wohngebäuden sind in der Norm DIN 4109 enthalten. Trittschall bes teht aus zwei Arten von Schall.

Der Luftschall verbreitet sich durch die Luft, der Körperschall als Gegenpart dazu durch fes te Körper.

In der Norm DIN 4109 sind Grenzwerte Ln,w für Schallpegel fes tgelegt, die in bes timmten Anwendungsgebieten nicht überschritten werden dürfen.

Beispiele für segmentbezogene Schallpegel-Grenzwerte:

  • Bürogebäude: für Wohnungstrenndecken und Decken zwischen fremden Arbeitsräumen Lp,w ≤ 53 dB
  • Aufenthaltsräume und Hotels (erhöhte Anforderungen an Schallschutz): Ln,w ≤ 46 dB

Grundsätzlich gilt: Je niedriger die Werte sind, des to besser is t die Trittschalldämmung. Eine Minderung des Werts kann zum Beispiel durch die Verlegung eines Bodenbelags (z. B. Teppich) erreicht werden. Auch durch Es trichverlegung auf einer Dämmschicht („schwimmender Es trich“) wird eine Minderung der Trittschallübertragung erzielt.

Trittschallminderung bei Bodeninstallationssystemen

Bei der Verlegung von Bodeninstallationssystemen is t die Minderung der Trittschallübertragung ebenfalls relevant. Daher wurden für ausgewählte Hager-Produkte Messungen der Trittschallminderung durch ein Prüfins titut beauftragt. Die beauftragte Prüfung beinhaltet die Messung der vertikalen Ausbreitung des Körperschalls, also die Schall-Übertragung von S tockwerk zu S tockwerk.

Die Messung der Trittschallminderung wurde durch die Müller-BBM GmbH im Deckenprüfs tand gemäß DIN EN ISO 10140 durchgeführt und die Ergebnisse gemäß ISO 717-2 bewertet.

Die Ergebnisse der Messung der Trittschalminderung sind im nachfolgenden für den Bodenkanal und die Edelstahlkassette zusammengefasst.

Der Einbau des Bodenkanals hat keinen signifikanten Einfluss auf die Trittschallminderung des Es trichs.

Der Einbau der Edels tahlkassette hat keinen signifikanten Einfluss auf die Trittschallminderung des Es trichs.

Detaillierte Angaben und Auswertung zum Trittschallverhalten sind auf www.hager.de zu finden.

Anhang

Übersicht Bodeninstallationssysteme - Leitungsbelegung

Leitungsbelegung BKF-Kanäle
HAGER AKM300050GBZ - Übersicht Bodeninstallationssysteme - Leitungsbelegung - 1
KanäleNennmaßAußen-breite a [mm]Kanal-höhe b max. [mm]Nivelier-bereich [mm]Nutzquerschnitt [cm2]Max. Leitungsbe-legung ∅ 11mm Füllgrad 0,5
BKF150045 150166 70 45-70 77 31
BKF150065 150166 110 65-110 12150
BKF150105 150166 150105-150 16568
BKF150145 150166 190145-190 20986
BKF200045 200216 70 45-70 112 46
BKF200065 200216 110 65-110 17672
BKF200105 200216 150105-150 24099
BKF200145 200216 190145-190 304125
BKF250045 250266 70 45-70 147 60
BKF250065 250266 110 65-110 23195
BKF250105 250266 150105-150 315130
BKF250145 250266 190145-190 399164
BKF300045 300316 70 45-70 182 75
BKF300065 300316 110 65-110 286118
BKF300105 300316 150105-150 390161
BKF300145 300316 190145-190 494204
BKF350045 350366 70 45-70 217 89
BKF350065 350366 110 65-110 341140
BKF350105 350366 150105-150 465192
BKF350145 350366 190145-190 589243
BKF400045 400416 70 45-70 252 104
BKF400065 400416 110 65-110 396163
BKF400105 400416 150105-150 540223
BKF400145 400416 190145-190 684282
BKF500045 500516 70 45-70 322 133
BKF500065 500516 110 65-110 506209
BKF500105 500516 150105-150 690285
BKF500145 500516 190145-190 874361
BKF600045 600616 70 45-70 392 161
BKF600065 600616 110 65-110 616254
BKF600105 600616 150105-150 840347
BKF600145 600616 190145-190 1064439

Bodeninstallationssysteme

Basishandbuch

Leitungsbelegung BKW-Kanäle

KanäleNennmaßAußenbreite [mm]Zughöhe [mm]Nivelierbereich [mm]Nutzquerschnitt [cm2]Max. Leitungsbelegung ∅ 11mm Füllgrad 0,5
BKW150040150 16628 40 - 6037,5 15
BKW150050150 16638 50 - 7050,9 21
BKW150060150 16648 60 - 10064,3 26
BKW150070150 16658 70 - 11077,7 32
BKW200060200 21648 60 - 10088,3 36
BKW200070200 21658 70 - 110106,7 44
BKW200080200 21668 80 - 120125,1 51
BKW200090200 21678 90 - 130143,5 59
BKW250060250 26648 60 - 100112,3 46
BKW250070250 26658 70 - 110135,7 56
BKW250080250 26668 80 - 120159,1 65
BKW250090250 26678 90 - 130182,5 75
BKW300060300 31648 60 - 100136,3 56
BKW300070300 31658 70 - 110164,7 68
BKW300080300 31668 80 - 120193,1 79
BKW300090300 31678 90 - 130221,5 91
BKW350060350 36648 60 - 100160,3 66
BKW350070350 36658 70 - 110193,7 80
BKW350080350 36668 80 - 120227,1 93
BKW350090350 36678 90 - 130260,5 107
BKW400060400 41648 60 - 100184,3 76
BKW400070400 41658 70 - 110222,7 92
BKW400080400 41668 80 - 120261,1 107
BKW400090400 41678 90 - 130299,5 123
BKW500060500 51648 60 - 100232,3 96
BKW500070500 51658 70 - 110280,7 116
BKW500080500 51668 80 - 120329,1 136
BKW500090500 51678 90 - 130377,5 156
BKW600060600 61648 60 - 100280,3 115
BKW600070600 61658 70 - 110338,7 139
BKW600080600 61668 80 - 120397,1 164
BKW600090600 61678 90 - 130455,5 188

Bodeninstallationssysteme

Basishandbuch

Leitungsbelegung BKFD-Kanäle

KanäleNennmaßAußenbreite [mm]Kanalhöhe max. [mm]Nivelierbereich [mm]Nutz- quer- schnitt [cm2] Max. Leitungs- belegung ∅ 11mm Füllgrad 0,5
BKFD15004515017070 45-70 77 31
BKFD150065150170110 65-110 121 50
BKFD150105150170150 105-150 165 68
BKFD150145150170190 145-190 209 86
BKFD20004520022070 45-70 112 46
BKFD200065200220110 65-110 176 72
BKFD200105200220150 105-150 240 99
BKFD200145200220190 145-190 304 125
BKFD25004525027070 45-70 147 60
BKFD250065250270110 65-110 231 95
BKFD250105250270150 105-150 315 130
BKFD250145250270190 145-190 399 164
BKFD30004530032070 45-70 182 75
BKFD300065300320110 65-110 286 118
BKFD300105300320150 105-150 390 161
BKFD300145300320190 145-190 494 204
BKFD35004535037070 45-70 217 89
BKFD350065350370110 65-110 341 140
BKFD350105350370150 105-150 465 192
BKFD350145350370190 145-190 589 243
BKFD40004540042070 45-70 252 104
BKFD400065400420110 65-110 396 163
BKFD400105400420150 105-150 540 223
BKFD400145400420190 145-190 684 282
BKFD50004550052070 45-70 322 133
BKFD500065500520110 65-110 506 209
BKFD500105500520150 105-150 690 285
BKFD500145500520190 145-190 874 361
BKFD60004560062070 45-70 392 161
BKFD600065600620110 65-110 616 254
BKFD600105600620150 105-150 840 347
BKFD600145600620190 145-190 1064439

Leitungsbelegung BKWD-Kanäle
170 48 63 111 b

KanäleNennmaßAußenbreite [mm]Zughöhe [mm]Nivelierbereich [mm]Nutzquerschnitt [cm2]Max. Leitungsbelegung ∅ 11mm Füllgrad 0,5
BKWD150040 150170 2840-60 37,5 15
BKWD150050 150170 3850-70 50,9 21
BKWD150060 150170 4860-100 64,3 26
BKWD200060 200220 4860-100 88,3 36
BKWD200070 200220 5870-110 106,7 44
BKWD200080 200220 6880-120 125,1 51
BKWD200090 200220 7890-130 143,5 59
BKWD250060 250270 4860-100 112,3 46
BKWD250070 250270 5870-110 135,7 56
BKWD250080 250270 6880-120 159,1 65
BKWD250090 250270 7890-130 182,5 75
BKWD300060 300320 4860-100 136,3 56
BKWD300070 300320 5870-110 164,7 68
BKWD300080 300320 6880-120 193,1 79
BKWD300090 300320 7890-130 221,5 91
BKWD350060 350370 4860-100 160,3 66
BKWD350070 350370 5870-110 193,7 80
BKWD350080 350370 6880-120 227,1 93
BKWD350090 350370 7890-130 260,5 107
BKWD400060 400420 4860-100 184,3 76
BKWD400070 400420 5870-110 222,7 92
BKWD400080 400420 6880-120 261,1 107
BKWD400090 400420 7890-130 299,5 123
BKWD500060 500520 4860-100 232,3 96
BKWD500070 500520 5870-110 280,7 116
BKWD500080 500520 6880-120 329,1 136
BKWD500090 500520 7890-130 377,5 156
BKWD600060 600620 4860-100 280,3 115
BKWD600070 600620 5870-110 338,7 139
BKWD600080 600620 6880-120 397,1 164
BKWD600090 600620 7890-130 455,5 188
Leitungsbelegung BKB-Kanäle
HAGER AKM300050GBZ - Basishandbuch - 2
KanäleKanalbreite [mm]Kanalhöhe [mm]AusführungNutzquerschnitt [cm2]Max. Leitungsbelegung ∅ 11mm Füllgrad 0,5
BKB15085 15085 2-zügig 10000 28
BKB25085 25085 2-zügig 21250 45
Leitungsbelegung BKG-Kanäle
HAGER AKM300050GBZ - Basishandbuch - 3
KanäleNennmaß [mm]Außenbreite [mm]Kanalhöhe ohne Nivellierschraube [mm]Nutzquerschnitt [cm2] Kanalhöhe inkl. Nivellierschraube [mm]AusführungNutzquerschnitt [cm2]Max. Leitungsbelegung ∅ 11 mm Füllgrad 0,5 Innennivel-lierung
BKG20060200 20060,3 73 2-zügig 104.7 8
BKG30060300 30060,3 73 3-zügig 154.2 16
BKG40060400 40060,3 73 3-zügig 214.2 37
BKG50060500 50060,3 73 4-zügig 263.7 50
BKG30080300 30080,3 93 3-zügig 205.6 28
BKG40080400 40080,3 93 3-zügig 285.6 60
BKG50080500 50080,3 93 4-zügig 351.6 77

Bodeninstallationssysteme

Basishandbuch

Leitungsbelegung UK-Kanäle

28

60

190

Kanäle Kanal-breite[mm]Kanal-höhe[mm]AusführungAbmessungZüge[mm]Nutz-querschnittMax. Leitungs-belegung 11mm

UK190282 190 28 2-zügig 75/115 53,2 21(8 / 13)
UK190283 190 28 3-zügig 60/70/60 53,2 20(6 / 8 / 6)
UK190382 190 38 2-zügig 75/115 72,2 29(11 / 18)
UK190383 190 38 3-zügig 60/70/60 72,2 28(9 / 10 / 9)
UK190482 190 48 2-zügig 75/115 91,2 36(14 / 22)
UK190483 190 48 3-zügig 60/70/60 91,2 35(11 / 13 / 11)
UK240282 240 28 2-zügig 100/140 67,2 27(11 / 16)
UK240283 240 28 3-zügig 85/70/85 67,2 26(9 / 8 / 9)
UK240382 240 38 2-zügig 100/140 91,2 36(15 / 21)
UK240383 240 38 3-zügig 85/70/85 91,2 36(13 / 10 / 13)
UK240482 240 48 2-zügig 100/140 115,2 46(19 / 27)
UK240483 240 48 3-zügig 85/70/85 115,2 45(16 / 13 / 16)
UK340282 340 28 2-zügig 140/200 95,2 39(16 / 23)
UK340283 340 28 3-zügig 115/110/115 95,2 38(13 / 12 / 13)
UK340382 340 38 2-zügig 140/200 129,2 52(21 / 31)
UK340383 340 38 3-zügig 115/110/115 129,2 53(18 / 17 / 18)
UK340482 340 48 2-zügig 140/200 163,2 66(27 / 39)
UK340483 340 48 3-zügig 115/110/115 163,2 65(22 / 21 / 22)

Leitungsbelegung AK-Kanäle
HAGER AKM300050GBZ - Basishandbuch - 1
Kanalunterteile Kanal-breite [mm]Kanal-höhe [mm]AusführungNutzquerschnitt [cm2]Max.Leitungsbelegung ∅ 11mmFüllgrad 0,5
AKU1500401 150 40 einseitig 6024
AKU2000401 200 40 einseitig 8033
AKU2500401 250 40 einseitig 10041
AKU3000401 300 40 einseitig 12049
AKU1500701 150 70 einseitig 10543
AKU2000701 200 70 einseitig 14057
AKU2500701 250 70 einseitig 17572
AKU3000701 300 70 einseitig 21086
AKU3500701 350 70 einseitig 245101
AKU4000701 400 70 einseitig 280115
AKU1500402 150 40 zweiseitig 6024
AKU2000402 200 40 zweiseitig 8033
AKU2500402 250 40 zweiseitig 10041
AKU3000402 300 40 zweiseitig 12049
AKU1500702 150 70 zweiseitig 10543
AKU2000702 200 70 zweiseitig 14057
AKU2500702 250 70 zweiseitig 17572
AKU3000702 300 70 zweiseitig 21086
AKU3500702 350 70 zweiseitig 245101
AKU4000702 400 70 zweiseitig 280115

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Produktinformationen

Marke : HAGER

Modell : AKM300050GBZ

Kategorie : Elektroinstallation