EATON PowerXL DE1 - Regler

PowerXL DE1 - Regler EATON - Kostenlose Bedienungsanleitung

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Notice EATON PowerXL DE1 - page 2
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Produkttyp Frequenzumrichter (Variable Frequency Drive)
Modell PowerXL DE1
Marke Eaton
Spannungsversorgung 3-phasig, 380-480 V AC, 50/60 Hz
Ausgangsspannung 0-480 V AC
Nennleistungsbereich 0,75 kW - 7,5 kW
Schutzart IP20
Abmessungen (B x H x T) ca. 100 x 180 x 150 mm
Gewicht ca. 1,2 kg
Umgebungstemperatur -10°C bis +50°C
Kühlung Integrierter Lüfter
Kommunikationsschnittstellen Modbus RTU, CANopen (optional)
Bedienung Tastenfeld mit LED-Display
Hauptfunktionen Drehzahlregelung, Sanftanlauf, Überlastschutz
Schutzfunktionen Kurzschluss, Überstrom, Übertemperatur, Unterspannung
Wartung Regelmäßige Reinigung der Lüftungsschlitze, Überprüfung der Anschlüsse
Reinigung Mit trockenem Tuch abwischen, keine Flüssigkeiten
Sicherheitsnormen EN 61800-5-1, EN 61800-3 (EMV)
Ersatzteile Lüfter, Bedienfeld, Anschlussklemmen
Reparierbarkeit Austausch defekter Komponenten durch Fachpersonal
Allgemeine Informationen Für industrielle Umgebungen, CE-Kennzeichnung

Häufig gestellte Fragen - PowerXL DE1 EATON

Wie installiere ich den Eaton PowerXL DE1 Frequenzumrichter?
Welche Parameter müssen für den Motor eingestellt werden?
Was bedeuten die Fehlermeldungen auf dem Display?
Wie setze ich den Frequenzumrichter auf Werkseinstellungen zurück?
Kann der PowerXL DE1 mit Einphasenbetrieb verwendet werden?
Wie reinige ich das Gerät richtig?
Welche Garantiebedingungen gelten für den Eaton PowerXL DE1?
Ist der PowerXL DE1 mit allen Drehstrommotoren kompatibel?
Wo finde ich die aktuelle Software für den PowerXL DE1?
Wie führe ich ein Firmware-Update durch?

Benutzerfragen zu PowerXL DE1 EATON

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BEDIENUNGSANLEITUNG PowerXL DE1 EATON

DE1... – Drehzahlstarter

Variable Speed Starter VSS

DXE-EXT-SET – Konfigurationsmodul

EATON PowerXL DE1 - 1

Alle Marken- und Produktnamen sind Warenzeichen oder eingetragene Warenzeichen der jeweiligen Titelhalter.

Störfallservice

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Originalbetriebsanleitung

Die deutsche Ausführung dieses Dokuments ist die Originalbetriebsanleitung.

Übersetzung der Originalbetriebsanleitung

Alle nicht deutschen Sprachausgaben dieses Dokuments sind Übersetzungen der Originalbetriebsanleitung.

  1. Auflage 2014, Redaktionsdatum 09/14
  2. Auflage 2015, Redaktionsdatum 01/15
  3. Auflage 2015, Redaktionsdatum 05/15
  4. Auflage 2015, Redaktionsdatum 11/15
  5. Auflage 2016, Redaktionsdatum 02/16
  6. Auflage 2016, Redaktionsdatum 11/16
  7. Auflage 2017, Redaktionsdatum 04/17
    Siehe Änderungsprotokoll im Kapitel „Zu diesem Handbuch“
    © 2014 by Eaton Industries GmbH, 53105 Bonn

Autoren: Jörg Randermann, Heribert Joachim, Rainer Günzel Redaktion: René Wiegand

Alle Rechte, auch die der Übersetzung, vorbehalten.

Kein Teil dieses Handbuches darf in irgendeiner Form (Druck, Fotokopie, Mikrofilm oder einem anderen Verfahren) ohne schriftliche Zustimmung der Firma Eaton Industries GmbH, Bonn, reproduziert oder unter Verwendung elektronischer Systeme verarbeitet, vervielfältigt oder verbreitet werden.

Änderungen vorbehalten.

Vor Beginn der Installationsarbeiten

- Gerät spannungsfrei schalten.

• Gegen Wiedereinschalten sichern.

- Spannungsfreiheit feststellen.

- Erden und kurzschließen.

- Benachbarte, unter Spannung stehende Teile abdecken oder abschranken.

• Die für das Gerät angegebenen Montagehinweise (IL) sind zu beachten.

- Nur entsprechend qualifiziertes Personal gemäß EN 50110-1/-2 (VDE 0105 Teil 100) darf Eingriffe an diesem Gerät/System vornehmen.

- Achten Sie bei Installationsarbeiten darauf, dass Sie sich statisch entladen, bevor Sie das Gerät berühren.

- Die Funktionserde (FE, PES) muss an die Schutzerde (PE) oder den Potenzialausgleich angeschlossen werden. Die Ausführung dieser Verbindung liegt in der Verantwortung des Errichters.

- Anschluss- und Signalleitungen sind so zu installieren, dass induktive und kapazitive Einstreuungen keine Beeinträchtigung der Automatisierungsfunktionen verursachen.

- Einrichtungen der Automatisierungstechnik und deren Bedienelemente sind so einzubauen, dass sie gegen unbeabsichtigte Betätigung geschützt sind.

- Damit ein Leitungs- oder Aderbruch auf der Signalseite nicht zu undefinierten Zuständen in der Automatisierungseinrichtung führen kann, sind bei der E/A-Kopplung hard- und softwareseitig entsprechende Sicherheitsvorkehrungen zu treffen.

- Bei 24-Volt-Versorgung ist auf eine sichere elektrische Trennung der Kleinspannung zu achten. Es dürfen nur Netzgeräte verwendet werden, die die Forderungen der IEC 60364-4-41 bzw. HD 384.4.41 S2 (VDE 0100 Teil 410) erfüllen.

- Schwankungen bzw. Abweichungen der Netzspannung vom Nennwert dürfen die in den technischen Daten angegebenen Toleranzgrenzen nicht überschreiten, andernfalls sind Funktionsausfälle und Gefahrenzustände nicht auszuschließen.

- NOT-AUS-Einrichtungen nach IEC/EN 60204-1 müssen in allen Betriebsarten der Automatisierungseinrichtung wirksam bleiben. Entriegeln der NOT-AUS-Einrichtungen darf keinen Wiederanlauf bewirken.

- Einbaugeräte für Gehäuse oder Schränke dürfen nur im eingebauten Zustand, Tischgeräte oder Portables nur bei geschlossenem Gehäuse betrieben und bedient werden.

- Es sind Vorkehrungen zu treffen, dass nach Spannungseinbrüchen und -ausfällen ein unterbrochenes Programm ordnungsgemäß wieder aufgenommen werden kann. Dabei dürfen auch kurzzeitig keine gefährlichen Betriebszustände auftreten. Gegebenenfalls. ist NOT-AUS zu erzwingen.

- An Orten, an denen in der Automatisierungseinrichtung auftretende Fehler Personen- oder Sachschäden verursachen können, müssen externe Vorkehrungen getroffen werden, die auch im Fehler- oder Störfall einen sicheren Betriebszustand gewährleisten beziehungsweise erzwingen (z. B. durch unabhängige Grenzwertschalter, mechanische Verriegelungen usw.).

- Während des Betriebes können Frequenzumrichter ihrer Schutzart entsprechend spannungsführende, blanke, gegebenenfalls auch bewegliche oder rotierende Teile, sowie heiße Oberflächen besitzen.

- Das unzulässige Entfernen der erforderlichen Abdeckung, die unsachgemäße Installation und falsche Bedienung von Motor oder Frequenzumrichter, kann zum Ausfall des Geräts führen und schwerste gesundheitliche Schäden oder Materialschäden verursachen.

- Bei Arbeiten an unter Spannung stehenden Frequenzumrichtern sind die geltenden nationalen Unfallverhütungsvorschriften (z. B. BGV 4) zu beachten.

- Die elektrische Installation ist nach den einschlägigen Vorschriften durchzuführen (z. B. Leitungsquerschnitte, Absicherungen, Schutzleiteranbindung).

  • Alle Arbeiten zum Transport, zur Installation, zur Inbetriebnahme und zur Instandhaltung dürfen nur von qualifiziertem Fachpersonal durchgeführt werden (IEC 60364 bzw. HD 384 oder DIN VDE 0100 und nationale Unfallverhütungsvorschriften beachten).
  • Anlagen, in die Frequenzumrichter eingebaut sind, müssen ggf. mit zusätzlichen Überwachungs- und Schutzeinrichtungen gemäß den jeweils gültigen Sicherheitsbestimmungen, z. B. Gesetz über technische Arbeitsmittel, Unfallverhütungsvorschriften usw. ausgerüstet werden. Veränderungen der Frequenzumrichter mit der Bediensoftware sind gestattet.
  • Während des Betriebes sind alle Abdeckungen und Türen geschlossen zu halten.
  • Der Anwender muss in seiner Maschinenkonstruktion Maßnahmen berücksichtigen, die die Folgen bei Fehlfunktion oder Versagen des Antriebsreglers (Erhöhung der Motordrehzahl oder plötzliches Stehenbleiben des Motors) begrenzen, so dass keine Gefahren für Personen oder Sachen verursacht werden können, z. B.:

– Weitere unabhängige Einrichtungen zur Überwachung sicherheitsrelevanter Größen (Drehzahl, Verfahrweg, Endlagen usw.).
– Elektrische oder nichtelektrische Schutzeinrichtungen (Verriegelungen oder mechanische Sperren) systemumfassende Maßnahmen.
- Nach dem Trennen der Frequenzumrichter von der Versorgungsspannung dürfen spannungsführende Geräteteile und Leistungsanschlüsse wegen möglicherweise aufgeladener Kondensatoren nicht sofort berührt werden. Hierzu sind die entsprechenden Hinweisschilder auf dem Frequenzumrichter zu beachten.

Inhaltsverzeichnis

0 Zu diesem Handbuch 5

0.1 Zielgruppe 5
0.2 Änderungsprotokoll.... 5
0.3 Weitere Dokumente.... 6
0.4 Lesekonventionen....6
0.4.1 Warnhinweise vor Sachschäden.... 6
0.4.2 Warnhinweise vor Personenschäden.... 6
0.4.3 Tipps....7
0.5 Abkürzungen 8
0.6 Netzanschlussspannungen 9
0.7 Maßeinheiten....9

1 Gerätereihe DE1.... 11

1.1 Einleitung 11
1.2 Systemübersicht 12
1.3 Überprüfen der Lieferung.... 13
1.4 Bemessungsdaten 14
1.4.1 Bemessungsdaten auf dem Typenschild.... 15
1.4.2 Typenschlüssel.... 16
1.5 Bezeichnung.... 17
1.6 Spannungsklassen 18
1.7 Auswahlkriterien 19
1.8 Bestimmungsgemäßer Einsatz 20
1.9 Wartung und Inspektion.... 21
1.10 Lagerung 21
1.11 Zwischenkreiskondensatoren aufladen.... 22
1.12 Service und Garantie.... 22

2 Projektierung 23

2.1 Einleitung 24
2.2 Elektrisches Netz 25
2.2.1 Netzanschluss und Netzform.... 25
2.2.2 Netzspannung und Frequenz 26
2.2.3 Total Harmonic Distortion (THD) 26
2.2.4 Blindleistungs-Kompensation.... 27
2.3 Sicherheit und Schalten 28
2.3.1 Abschaltvorrichtung 28
2.3.2 Sicherungen und Leitungsquerschnitte 28
2.3.3 Fehlerstromschutzschalter (RCD) 29
2.3.4 Netzschütze 30
2.3.5 Verwendung eines Bypass-Anschlusses 30

2.4 EMV-Maßnahmen.... 31
2.5 Motorauswahl.... 33
2.5.1 Motoren parallelschalten.... 33
2.5.2 Schaltungsarten beim Drehstrommotor 34
2.5.3 Anschluss von Ex-Motoren.... 34

3 Installation.... 35

3.1 Einleitung 35
3.2 Montage 35
3.2.1 Einbaulage 36
3.2.2 Freiräume.... 36
3.2.3 Befestigung 38
3.3 Elektrische Installation 40
3.3.1 Isolationsprüfung 41
3.3.2 Anschluss am Leistungsteil 42
3.3.3 Erdung 45
3.3.4 EMV-Brücken 46
3.3.5 Drehstromschienenblock.... 48
3.3.6 Motoranschluss 50
3.3.7 Installationen gemäß UL 52
3.3.8 Anschluss am Steuerteil 53
3.4 RJ45-Schnittstelle....61
3.5 LED-Anzeigen 63
3.6 Blockschaltbilder.... 65
3.6.1 DE1...-12...FN- 65
3.6.2 DE1...-12...NN- 65
3.6.3 DE1...-34...FN- 66
3.6.4 DE1...-34...NN-.... 66

4 Betrieb 67

4.1 Checkliste zur Inbetriebnahme 67
4.2 Warnhinweise zum Betrieb.... 68
4.3 Inbetriebnahme mit Werkseinstellung.... 70

5 Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET 71

5.1 Bezeichnung am DXE-EXT-SET.... 71
5.2 Montage/Demontage auf Drehzahlstarter DE1....72
5.3 Beschreibung und Handhabungen.... 73

6 Parameter 79

6.1 Bedieneinheit DX-KEY-LED 80
6.1.1 Tastenkombinationen.... 82
6.1.2 Parameterstruktur 83
6.1.3 Parameter einstellen 84
6.2 drivesConnect 85
6.3 Modbus RTU und CANopen.... 86
6.4 SmartWire-DT 87
6.5 Parameterbeschreibung.... 88
6.5.1 Beschleunigungs- und Verzögerungszeit 88
6.5.2 Motordaten 91
6.5.3 Motorschutz....93
6.5.4 U/f-Kennlinie 96
6.5.5 Gleichstrombremsung.... 99
6.5.6 Konfiguration der Steuerklemmen 100
6.6 Parametersperre 110
6.7 Werkseinstellung 111
6.8 Betriebsdatenanzeige.... 112

7 Bussysteme Modbus RTU und CANopen 113

7.1 Modbus RTU.... 113
7.2 CANopen....113

8 Technische Daten.... 115

8.1 Leistungsmerkmale.... 115
8.2 Allgemeine Bemessungsdaten 116
8.3 Nenndaten.... 117
8.3.1 DE1...-12... (einphasiger Netzanschluss).... 117
8.3.2 DE1...-34... (dreiphasiger Netzanschluss) 121
8.4 Abmessungen.... 127

9 Zubehör.... 129

9.1 Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED 129
9.2 Kommunikationsstick DX-COM-STICK.... 132
9.3 SmartWire-DT DX-NET-SWD3 134
9.4 PC-Kabel DX-CBL-PC1M5 135
9.5 Anschaltbaugruppe DX-COM-PCKIT 136
9.6 Kabel und Schutzeinrichtungen.... 138
9.7 Netzschütze DIL.... 141
9.8 Netzdrosseln DX-LN.... 142
9.9 Externe EMV-Filter.... 144
9.10 Motordrosseln DX-LM3.... 146

10 Fehlermeldungen.... 149

10.1 Fehlermeldung quittieren (Reset) 150

10.2 Fehlerspeicher 150

10.3 Fehlerliste 152

11 Parameterliste.... 155

Stichwortverzeichnis.... 167

0 Zu diesem Handbuch

In diesem Handbuch finden Sie spezielle Informationen, um einen Drehzahl-starter der Gerätereihe DE1... auszuwählen, anzuschließen und bei Bedarf mit Hilfe der Parameter auf Ihre Anforderungen einzustellen. Das Handbuch beschreibt alle Baugrößen der Gerätereihe DE1... sowie das optionale Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET. Unterschiede und Besonderheiten der einzelnen Leistungs- und Baugrößen sind entsprechend vermerkt.

Alle Angaben beziehen sich auf die Firmware-Version 1.05.

0.1 Zielgruppe

Das vorliegende Handbuch MN040011DE richtet sich an Ingenieure und Elektrotechniker. Für die Inbetriebnahme werden elektrotechnische und physikalische Fachkenntnisse vorausgesetzt. Zur Handhabung elektrischer Anlagen, Maschinen und für das Lesen technischer Zeichnungen werden Grundkenntnisse vorausgesetzt.

0.2 Änderungsprotokoll

Gegenüber früheren Ausgaben hat es folgende wesentliche Änderungen gegeben:

Redaktions-datumSeite Stichwort neu geändert gelöscht
04/17 diverse Firmware-Version 1.05
- Splitter DX-SPL-RJ45-2SL1PL
diverse Parameter
11/16 102,Einstellung P-12 = 12
105,106,157
02/16 157 Parameter P-12
163 Parameter P-50
11/15 diverse Neue Gerätevariante DE11
Kapitel „Modbus RTU“
05/15 diverse Abschnitt „Sinusfilter“ und entsprechende Textstellen
01/15 144Externe EMV-Filter
09/14Erstausgabe

0 Zu diesem Handbuch
0.3 Weitere Dokumente

0.3 Weitere Dokumente

Weitere Informationen finden Sie in folgenden Dokumenten:

  • Handbuch MN040018: „Modbus RTU – Kommunikationshandbuch für Frequenzumrichter DA1, DC1, DE1“
  • Handbuch MN040019: „CANopen – Kommunikationshandbuch für Frequenzumrichter DA1, DC1, DE11“
  • Montageanweisung IL040005ZU: „DE1-12..., DE1-34..., DE11-12..., DE11-34...“
  • Montageanweisung IL040020ZU: „DXE-EXT-SET“
  • Application Note AP040092DE Quick-Start-Guide: „DE1“
  • Application Note AP040033DE Quick-Start-Guide: „DE11“

0.4 Lesekonventionen

In diesem Handbuch werden Symbole mit folgender Bedeutung verwendet:

▶ zeigt Handlungsanweisungen an.

0.4.1 Warnhinweise vor Sachschäden

ACHTUNG

Warnt vor möglichen Sachschäden.

0.4.2 Warnhinweise vor Personenschäden

EATON PowerXL DE1 - Warnhinweise vor Personenschäden - 1

VORSICHT

Warnt vor gefährlichen Situationen mit möglichen leichten Verletzungen.

EATON PowerXL DE1 - Warnhinweise vor Personenschäden - 2

WARNUNG

Warnt vor gefährlichen Situationen, die möglicherweise zu schweren Verletzungen oder zum Tod führen.

EATON PowerXL DE1 - Warnhinweise vor Personenschäden - 3

GEFAHR

Warnt vor gefährlichen Situationen, die zu schweren Verletzungen oder zum Tod führen.

0.4.3 Tipps

EATON PowerXL DE1 - Tipps - 1

Weist auf nützliche Tipps hin.

EATON PowerXL DE1 - Tipps - 2

In einigen Abbildungen sind zur besseren Veranschaulichung das Gehäuse des Drehzahlstarters sowie andere sicherheitsrelevante Teile weggelassen worden. Der Drehzahlstarter ist jedoch stets nur mit einem ordnungsgemäß angebrachten Gehäuse und allen notwendigen sicherheitsrelevanten Teilen zu betreiben.

EATON PowerXL DE1 - Tipps - 3

Alle Angaben in diesem Handbuch beziehen sich auf die hier dokumentierten Hard- und Software-Versionen.

EATON PowerXL DE1 - Tipps - 4

Weitere Informationen zu den hier beschriebenen Geräten finden Sie im Internet unter: www.eaton.eu/powerxl www.eaton.eu/documentation

0 Zu diesem Handbuch

0.5 Abkürzungen

0.5 Abkürzungen

In diesem Handbuch werden folgende Abkürzungen eingesetzt:

Tabelle 1: Benutzte Abkürzungen

AbkürzungBedeutung
EMV Elektromagnetische Verträglichkeit
FE Funktionserde
FS Frame Size (Baugröße)
FWD Forward Run (Rechtsdrehfeld)
GND Ground (0-V-Potenzial)
hex hexadezimal (Zahlsystem zur Basis 16)
ID Identifier (eindeutige Kennung)
IGBT Insulated Gate Bipolar Transistor (Bipolartransistor mit isolierter Gate-Elektrode)
LED Light Emitting Diode (Leuchtdiode)
PC Personal Computer
PDSPower Drive System (Antriebssystem)
PE Protective Earth (Schutzerde) ⊕
PES Protective Earth Shield (PE-Anschluss für abgeschirmte Leitungen)
REV Reverse Run (Linksdrehfeld)
RMS Root Mean Square (quadratischer Mittelwert)
ro Read Only (nur Lesezugriff)
rw Read/Write (Lese- und Schreibzugriff)
SCCR Short Circuit Current Rating
UL®Underwriters Laboratories
VSSVariable Speed Starter (variabler Drehzahlstarter)
WE Werkseinstellung

0.6 Netzanschlussspannungen

Die Angaben der Bemessungsbetriebsspannungen in den nachfolgenden Tabellen basieren auf den genormten Nennwerten in mittelpunktgeerdeten Sternnetzen.

In ringförmigen Stromnetzen (z. B. in Europa) entspricht die Bemessungs-spannung am Übergabepunkt der Energieversorgungsunternehmen (EVUs) dem Wert in den Verbrauchsnetzen (z. B. 230 V, 400 V).

In sternförmigen Stromnetzen (z. B. in Nordamerika) ist die Bemessungsspannung am Übergabepunkt der EVUs höher als im Verbrauchsnetz. Zum Beispiel: 240 V → 230 V, 480 V → 460 V.

Das weite Toleranzband der Drehzahlstarter DE1... berücksichtigt dabei einen zulässigen Spannungsabfall von 10 % (d. h. U _LN - 10 %) und in der 400-V-Klasse die nordamerikanische Netzspannung von 480 V + 10 % (60 Hz).

Die zulässigen Anschlusspannungen der Gerätereihe DE1... sind im Abschnitt zu den technischen Daten im Anhang aufgelistet.

Die Bemessungsdaten der Netzspannung basieren stets auf den Netzfrequenzen 50/60 Hz im Bereich von 48 bis 62 Hz.

0.7 Maßeinheiten

Alle in diesem Handbuch aufgeführten physikalischen Größen berücksichtigen das internationale metrische System SI (Système international d'unités). Für die UL-Zertifizierung wurden diese Größen teilweise mit angloamerikanischen Einheiten ergänzt.

Tabelle 2: Beispiele für die Umrechnung von Maßeinheiten

BezeichnungSI-Wert anglo-amerikanischer WertUmrechnungswert US-amerikanische Bezeichnung
Länge25,4 mm1 in (")0,0394inch (Zoll)
Leistung0,7457 kW1 HP = 1,014 PS1,341horsepower
Drehmoment0,113 Nm1 lbf in8,851pound-force inches
Temperatur-17,222 °C (Tc)1 °F (Tf) T_F = T_C × 9/5 + 32 Fahrenheit
Drehzahl1 min-11 rpm1revolutions per minute
Gewicht0,4536 kg1 lb2,205pound
Durchfluss1,698 m3/min1 cfm0,5889cubic feed per minute

0 Zu diesem Handbuch
0.7 Maßeinheiten

1 Gerätereihe DE1...

1.1 Einleitung

Die PowerXL™ Drehzahlstarter der Reihe DE1... sind aufgrund ihrer einfachen Handhabung und hohen Zuverlässigkeit besonders für allgemeine Verwendungszwecke mit Drehstrommotoren geeignet. Der Drehzahlstarter DE1... schließt die Lücke zwischen den konventionellen Direktstartern und einem Frequenzumrichter. Dabei nutzt der Drehzahlstarter DE1... die Vorteile beider Gerätearten in einem Gerät: zum einen die einfache Handhabung des Direktstarters sowie zum anderen die variable Motordrehzahl des Frequenzumrichters. Der sanfte und zeitlich geführte Motorstart auf eine vorgegebene Drehzahl mit vollem Drehmoment ohne Einschaltstromspitzen ermöglicht es dem Anwender, die geforderte Energieeffizienz (ErP-Richtlinie) für seine Applikation zu erreichen. Neben der variablen Drehzahlvorgabe (U/f-Steuerung) sind der Reversierbetrieb (Wendestarter), das zeitlich geführte Stillsetzen des Antriebs sowie der einfache Funktionswechsel über Steuerklemmen weitere Merkmale des Drehzahlstarters DE1...

In kompakter und robuster Bauform stehen die Geräte der Reihe DE1... im Leistungsbereich von 0,25 kW (bei 230 V) bis 7,5 kW (bei 400 V) in zwei Baugrößen zur Verfügung. Mit integriertem Funkentstörfilter und serieller Schnittstelle – bei schneller und kostengünstiger Montage und einfacher Inbetriebnahme wie bei einem konventionellen Direktstarter – erfüllt der Drehzahlstarter DE1... wichtige Bedürfnisse des Maschinenbaus (MOEM) zur Optimierung von Fertigungs- und Herstellungsprozessen.

Das umfangreiche Zubehör erhöht zusätzlich die Flexibilität in verschiedenen Anwendungsbereichen. Dabei ermöglicht das einfache Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET mit Hilfe eines Schraubendrehers individuelle Anpassungen. Die PC-gestützte Parametriersoftware drivesConnect garantiert zusätzliche Datensicherheit und ermöglicht individuelle Anpassungen sowie eine Reduzierung des Zeitaufwands bei Inbetriebnahme und Wartung.

EATON PowerXL DE1 - Einleitung - 1

Abbildung 1: Gehäusevarianten des DE1... (links: 45 mm, rechts: 90 mm) und optionales Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET

1 Gerätereihe DE1...
1.2 Systemübersicht

1.2 Systemübersicht

EATON PowerXL DE1 - Systemübersicht - 1

flowchart
graph TD
    A["①"] --> B["②"]
    B --> C["③"]
    C --> D["④"]
    D --> E["⑤"]
    E --> F["⑥"]
    F --> G["⑦"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style B fill:#ccf,stroke:#333
    style C fill:#cfc,stroke:#333
    style D fill:#fcc,stroke:#333
    style E fill:#cff,stroke:#333
    style F fill:#ffc,stroke:#333

Abbildung 2: Systemübersicht (Beispiel)

①Drehzahlstarter DE1...

② Netzdrossel DX-LN..., Motordrossel DX-LM3-..., externer Funkentstörfilter DX-EMC...

③Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET

④SmartWire-DT Anschaltung DX-NET-SWD3

⑤ Kommunikationsmodul DX-COM-STICK und Zubehör (z. B. Verbindungskabel DX-CBL-...)

⑥Bedieneinheit (externe) DX-KEY-...

1.3 Überprüfen der Lieferung

EATON PowerXL DE1 - Überprüfen der Lieferung - 1

Überprüfen Sie bitte vor dem Öffnen der Verpackung anhand des Typenschilds auf der Verpackung, ob es sich bei dem gelieferten Drehzahlstarter um den von Ihnen bestellten Typ handelt.

Die Drehzahlstarter der Reihe DE1... werden sorgfältig verpackt und zum Versand gegeben. Der Transport darf nur in der Originalverpackung und mit geeigneten Transportmitteln erfolgen. Beachten Sie bitte die Aufdrucke und Anweisungen auf der Verpackung sowie die Handhabung für das ausgepackte Gerät.

Öffnen Sie die Verpackung mit einem geeigneten Werkzeug und überprüfen Sie bitte die Lieferung nach Erhalt auf eventuelle Beschädigungen und auf Vollständigkeit hin.

Die Verpackung muss folgende Teile enthalten:

  • einen Drehzahlstarter der Gerätereihe DE1...,
  • eine Montageanweisung IL040005ZU.

EATON PowerXL DE1 - Überprüfen der Lieferung - 2

Abbildung 3: Lieferumfang: Drehzahlstarter DE1... in Baugröße 45 mm oder 90 mm und Montageanweisung IL0400005ZU

1 Gerätereihe DE1...
1.4 Bemessungsdaten

1.4 Bemessungsdaten

Die gerätespezifischen Bemessungsdaten des Drehzahlstarters DE1... sind auf dem Typenschild an der rechten Seite des Geräts aufgeführt.

EATON PowerXL DE1 - Bemessungsdaten - 1

Abbildung 4: Position der Typenschilder

Das an der oberen Seite angeordnete Typenschild (Typenschild B) ist eine vereinfachte Ausführung zur eindeutigen Identifizierung des Geräts, falls das Typenschild (Typenschild A) aufgrund eines seitlichen Anbaus verdeckt ist.

DE1 PowerXL™ Variable Frequency Drive IP20 EAT·N → A DE1 - MN040011... DE1-343D6FN-N20N Article-No: 174335 Style-No: DE1343D6FNN20N Input : 380-480 V +/-10 %, 50/60 Hz, 3 phase, 4.9 A (pk) Output : 0-500 V, 3.6 A, 1.5 kW/2.0 HP, 3 ph, 0-300 Hz Serial No.: 11111111111 POWER down for 5 mins before removing cover Read User guide before installation or servicing S/Ware : 0.00 27032014 CAUTION www.eaton.eu/documentation Max Amb. 50 °C Made in UK C UL US Listed2ADO Ind. Conv. Eq. E172143 N4246 CE EAC

Abbildung 5: Typenschild A (seitlich angebracht)

DE1-343D6FN-N20N Art.No: 174335 I/P: 380-480 V +/-10 %, 50/60 Hz, 3 ph 4.9 A (pk) O/P: 0-500 V, 3.6 A, 1.5 kW, 3 phase, 0-300 Hz Serial No.: 11111111111 S/Ware: 0.00

Abbildung 6: Typenschild B (frontseitig angebracht)

1.4.1 Bemessungsdaten auf dem Typenschild

Die Beschriftung der Typenschilder hat folgende Bedeutung (Beispiel):

Beschriftung Bedeutung
DE1-343D6FN-N20N Typenbezeichnung:DE1 = Drehzahlstarter der Gerätereihe DE13 = Dreiphasen-Netzanschluss/dreiphasiger Motoranschluss4 = Netzspannungsklasse 400 V3D6 = Bemessungsstrom (3-dezimal-6, Ausgangsstrom)F = integrierter FunkentstörfilterN = kein interner Brems-ChopperN = keine Anzeige (Bedieneinheit)20 = Schutzart IP20N = Grundgerät
Article-No:Style-No:174335 Artikelnummer/Bestellnummer des Drehzahlstarters DE1-343D6FN-N20N DE1343D6FNN20N = Artikelnummer/Bestellbezeichnung in USA
I/P (Input):Bemessungsdaten des Netzanschlusses:380 - 480 V ± 10 % (dreiphasige Wechselspannung)50 - 60 Hz (Netzfrequenz)3-phasig, 4,9 A (Eingangsphasenstrom)
O/P (Output):Bemessungsdaten der Lastseite (Motor):0 - 500 V (dreiphasige Wechselspannung)3,6 A (Ausgangsphasenstrom)1,5 kW / 2 HP (zugeordnete Motorleistung)3-phasig 0 - 300 Hz
Serial No.: Seriennummer
→ [IMAGE]Der Drehzahlstarter DE1 ist ein elektrisches Betriebsmittel.Lesen Sie das Handbuch (hier: MN040011DE) vor dem elektrischen Anschluss und der Inbetriebnahme.
Variable Frequency DriveDrehzahlstarter mit variabler Ausgangsfrequenz (VSS)
IP20 Schutzart des Gehäuses:IP20
S/Ware: 0.00, Software-Stand
Max Amb. 50 °C maximal zulässige Umgebungstemperatur: 50 °C(ohne Derating/Leistungsreduzierung)
27032014Fertigungsdatum: 27.03.2014

1 Gerätereihe DE1...
1.4 Bemessungsdaten

1.4.2 Typenschlüssel

Der Typenschlüssel bzw. die Typenbezeichnung der Drehzahlstarterreihe DE1 ist in drei Gruppen unterteilt

Serie – Leistungsteil – Ausprägung (Varianten)

und wie folgt aufgebaut:

EATON PowerXL DE1 - Typenschlüssel - 1

flowchart
graph TD
    A["DE"] --> B["3 4 3 D 6 F N - N 2 0 N N 0 1 Erl ä ut er u n g"]
    B --> C["N01 = 220 V, 60 Hz/380 V, 60 Hz"]
    B --> D["Ausführung\nN = Grundgerät"]
    B --> E["Schutzart\n20 = IP20/NEMA 0"]
    B --> F["Anzeigeeinheit (Display)\nN = keine Anzeigeeinheit"]
    B --> G["Brems-Chopper\nN = kein interner Brems-Chopper (Brake chopper)"]
    B --> H["EMV (Funkentstörfilter)\nN = kein interner RFI-Filter\nF = interner RFI-Filter"]
    B --> I["Bemessungsbetriebsstrom (Beispiele)\n1D4 = 1,4 A\n9D6 = 9,6 A\n016 = 16 A"]
    B --> J["Netzspannungsklasse\n2 = 230 V (200 - 240 V ±10 %)\n4 = 400 V (380 - 480 V ±10 %)"]
    B --> K["Anschluss im Leistungsteil\n1 = einphasiger Netzanschluss/dreiphasiger Motoranschluss\n3 = dreiphasiger Netzanschluss/dreiphasiger Motoranschluss"]
    B --> L["Gerätereihe\nDE1, DE11 = Drehzahlstarter (VSS), ökonomisch\n(D = Drives, E = Economy, 1, 11 = Series)"]

Abbildung 7: Typenschlüssel

1.5 Bezeichnung

Die folgende Zeichnung zeigt beispielhaft die Bezeichnung für die Drehzahlstarter DE1... in der Baugröße 90 mm.

EATON PowerXL DE1 - Bezeichnung - 1

Abbildung 8: Bezeichnung (Breite: 90 mm)

①Befestigungslöcher (Schraubenbefestigung)
②Typenschild
③Aussparung für die Montage auf einer Montageschiene
④Typenschild (Kurzform)
⑤Anschlussklemmen im Leistungsteil (Motorabgang)
⑥Steuerklemmen
⑦ Kommunikationsschnittstelle und Steckplatz für DXE-EXT-SET bzw. DX-NET-SWD3
⑧LED-Betriebsanzeigen
⑨Anschlussklemmen im Leistungsteil (Netzseite)

1 Gerätereihe DE1...
1.6 Spannungsklassen

1.6 Spannungsklassen

Die Drehzahlstarter DE1... sind in zwei Spannungsklassen unterteilt:

- DE1...-12...

• einphasiger Netzanschluss 230 V
• U LN = 1\~, 200 - 240 V ±10 %, 50/60 Hz
• I e: 1,4 - 9,6 A
• Motor: 0,25 - 2,2 kW (230 V), 1/3 - 3 HP (230 V)

Mains, U_LN = 1 200 - 240 V ± 10 %

L1 N PE L1/L L2/N ≈ U V W Ie Motor M 3~ 230 V EMC Filter (DE1-12...FN-...) PES

Abbildung 9: DE1...-12...FN-N20N (mit Funkentstörfilter)

Mains, U_LN = 1 200 - 240 V ± 10 %

L1 N PE L1/L L2/N U V W Ie Motor M 3~ 230 V PES

Abbildung 10: DE1...-12...NN-N20N (ohne Funkentstörfilter)

- DE1...-34...

• dreiphasiger Netzanschluss 400 V
• U LN = 3\~, 380 - 480 V ±10 %, 50/60 Hz
• I e: 1,3 - 16 A
• Motor: 0,37 - 7,5 kW (400 V), 1/2 - 10 HP, (460 V)

Mains, U_LN = 3 380 - 480 V ± 10 %

L1 L2 L3 PE L1/L L2/N L3 U V W Ie Motor M 3~ 400 V 440 - 480 V EMC Filter (DE1-34...FN-...) PES

Abbildung 11: DE1...-34...FN-N20N (mit Funkentstörfilter)

Mains, U_LN = 3 380 - 480 V ± 10 %

L1 L2/L L3 L2/N L3 PE U V W Ie Motor M 3~ 400 V 440 - 480 V PES

Abbildung 12: DE1...-34...NN-N20N (ohne Funkentstörfilter)

1.7 Auswahlkriterien

Die Auswahl des Drehzahlstarters DE1... erfolgt gemäß der Versorgungsspannung ULN des speisenden Netzes und dem Bemessungsstrom des zugeordneten Motors. Dabei muss die Schaltungsart (Δ / Y) des Motors passend zur Versorgungsspannung gewählt werden.

Der Ausgangsbemessungsstrom I _e des Drehzahlstarters DE1... muss größer oder gleich dem Motornennstrom sein.

P-07 P-08 230/400 V △Y 32/1.9 A 0,75 KW cosφ0.79 1410 min⁻¹ 50 Hz P-10 P-09

P-07: Motornennspannung

P-08: Motornennstrom

P-09: Motornennfrequenz

P-10: Motornenndrehzahl

Abbildung 13: Auswahlkriterien

Bei der Auswahl eines Antriebs müssen folgende Kriterien bekannt sein:

  • Netzspannung = Nennspannung des Motors,
  • Art und Ausprägung des Motors (z. B. Drehstrom-Asynchronmotor),
  • Motornennstrom (Richtwert – abhängig von der Schaltungsart und der Anschlussspannung),
  • Umgebungsbedingungen (Umgebungstemperatur für DE1..., geforderte Schutzart).

Beispiel zu Abbildung 13

• Netzspannung: 3\~400 V, 50 Hz
• Kreiselpumpenmotor
• Sternschaltung (400 V)
• Nennstrom: 1,9 A (400 V)
- Schaltschrankmontage (Umgebungstemperatur max. 50 °C ohne Leistungsreduktion, IP20)
→ zu wählender Drehzahlstarter: DE1-342D1...

• ...-34: 3-phasig, 400 V
• ...2D1: 2,1 A (1,9 A Motornennstrom)

1 Gerätereihe DE1...
1.8 Bestimmungsgemäßer Einsatz

1.8 Bestimmungsgemäßer Einsatz

Die Drehzahlstarter der Reihe DE1... sind keine Haushaltsgeräte, sondern als Komponenten ausschließlich für die Weiterverwendung zur gewerblichen Nutzung bestimmt.

Die Drehzahlstarter der Reihe DE1... sind elektrische Betriebsmittel zur Steuerung von drehzahlveränderbaren Antrieben mit Drehstrommotoren und für den Einbau in eine Maschine oder zum Zusammenbau mit anderen Komponenten zu einer Maschine oder Anlage bestimmt.

Bei einem Einbau in Maschinen ist die Inbetriebnahme der Drehzahlstarter solange untersagt, bis festgestellt wurde, dass die zugeordnete Maschine die Schutzanforderungen der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG erfüllt (z. B. durch Einhaltung der EN 60204). Die Verantwortung für die Einhaltung der EG-Richtlinien in der Maschinenanwendung liegt beim Weiterverwender.

Die am Drehzahlstarter der Reihe DE1... angebrachte CE-Kennzeichnung bestätigt, dass die Geräte in der typischen Antriebskonfiguration den Niederspannungs- und EMV-Richtlinien der Europäischen Union entsprechen (Niederspannungsrichtlinie 2006/95/EC, EMV2004/108/EC und ROHS 2011/65/EU).

Die Drehzahlstarter der Reihe DE1... sind in der beschriebenen Systemkonfiguration für den Betrieb an öffentlichen und nichtöffentlichen Netzen geeignet.

Der Anschluss eines Drehzahlstarters DE1... an IT-Netze (Netze ohne direkten Bezug zum Erdpotenzial) ist nur bedingt zulässig, da die geräteinternen Filterkondensatoren das Netz mit dem Erdpotenzial (Gehäuse) verbinden. Bei erdfreien Netzen kann dies zu Gefahrensituationen oder Schäden am Gerät führen (Isolationsüberwachung erforderlich!).

EATON PowerXL DE1 - Bestimmungsgemäßer Einsatz - 1

Am Ausgang (Klemmen U, V, W) des Drehzahlstarters DE1... dürfen Sie nicht:

  • eine Spannung oder kapazitive Lasten (z. B. Phasenausgleichskondensatoren) anschließen,
  • mehrere Drehzahlstarter parallel miteinander verbinden,
  • eine direkte Verbindung zum Eingang (Bypass) herstellen.

Halten Sie die technischen Daten und Anschlussbedingungen ein!

Die Angaben dazu befinden sich auf dem Leistungsschild des Drehzahlstarters und in der zugehörigen Dokumentation. Jede andere Verwendung gilt als sachwidrig.

1.9 Wartung und Inspektion

Bei Einhaltung der allgemeinen Bemessungsdaten und der technischen Daten der jeweiligen Leistungsgrößen sind die Drehzahlstarter der Reihe DE1... wartungsfrei. Äußere Einflüsse können allerdings Rückwirkungen auf die Funktion und Lebensdauer des Drehzahlstarters haben.

Wir empfehlen daher, die Geräte regelmäßig zu kontrollieren und die folgenden Wartungsmaßnahmen in den angegebenen Intervallen durchzuführen.

Tabelle 3: Empfohlene Wartungsmaßnahmen für Drehzahlstarter DE1...

Wartungsmaßnahme Wartungsintervall
Kühlöffnungen (Kühlschlitze) reinigen bei Bedarf
Funktion des Lüfters prüfen6 - 24 Monate (abhängig von der Umgebung)
Filter in den Schaltschranktüren kontrollieren (siehe Angabe des Herstellers)6 - 24 Monate (abhängig von der Umgebung)
Sämtliche Erdanschlüsse auf Unversehrtheit hin überprüfenregelmäßig, in periodischen Abständen
Anzugsmomente der Anschlüsse (Steuerklemmen, Leistungsklemmen) kontrollierenregelmäßig, in periodischen Abständen
Anschlussklemmen und alle metallischen Oberflächen auf Korrosion prüfen6 - 24 Monate, bei Lagerung spätestens nach 12 Monaten (abhängig von der Umgebung)
Motorkabel und Schirmanschluss (EMV)Nach Angabe des Kabelherstellers, spätestens nach 5 Jahren
Kondensatoren aufladen 12 Monate(→ Abschnitt 1.11, „Zwischenkreiskondensatoren aufladen“)

Austausch oder Reparatur einzelner Baugruppen des Drehzahlstarters DE1... sind nicht vorgesehen. Sollte der Drehzahlstarter DE1... durch äußere Einflüsse zerstört werden, ist eine Reparatur nicht möglich!

Entsorgen Sie das Gerät unter Berücksichtigung der jeweils gültigen Umweltschutzgesetze und Verordnungen zur Entsorgung elektrischer bzw. elektronischer Geräte.

1.10 Lagerung

Wenn der Drehzahlstarter DE1... vor seinem Einsatz gelagert wird, müssen am Lagerort geeignete Umgebungsbedingungen vorherrschen:

• Lagertemperatur: -40 - +70 °C,
- relative mittlere Luftfeuchtigkeit: < 95 %, nicht kondensierend (EN 61800-5-1),
- Um Beschädigungen an den Zwischenkreiskondensatoren des Drehzahlstarters zu vermeiden, sind Lagerzeiten von mehr als 12 Monaten nicht empfehlenswert (→ Abschnitt 1.11, „Zwischenkreiskondensatoren aufladen“).

1 Gerätereihe DE1...
1.11 Zwischenkreiskondensatoren aufladen

1.11 Zwischenkreiskondensatoren aufladen

Der Zwischenkreis des Drehzahlstarters DE1...-12... ist mit Elektrolytkondensatoren aufgebaut. Nach längeren Lager- oder Stillstandszeiten (> 12 Monate) ohne Spannungsversorgung müssen die Zwischenkreiskondensatoren geführt aufgeladen werden, um Beschädigungen zu vermeiden. Dazu muss der Drehzahlstarter DE1...-12... mit einem geregelten Gleichspannungs-Netzgerät über die beiden Netzanschlussklemmen L1/L und L2/N eingespeist werden. Der Drehzahlstarter darf dabei nicht freigegeben sein (d. h. kein Startsignal).

Die maximale Ladespannung sollte den Wert der Zwischenkreisspannung ( U_DC 1,41 × b ) erreichen.

- DE1...-12...: etwa 324 V DC bei U e = 230 V AC

EATON PowerXL DE1 - Zwischenkreiskondensatoren aufladen - 1

Die obige Kondensatorregeneration ist bei den Drehzahlstartern DE1...-34... nicht erforderlich („schlanker Zwischenkreis“).

1.12 Service und Garantie

Falls Sie irgendein Problem mit Ihrem Drehzahlstarter DE1... haben, so wenden Sie sich bitte an Ihren lokalen Vertriebspartner.

Halten Sie dabei bitte die folgenden Daten bzw. Informationen bereit:

  • die genaue Typbezeichnung des Drehzahlstarters (→ Typenschild),
    • Seriennummer (Serial No.: → Typenschild),
    • das Kaufdatum,
  • eine genaue Beschreibung des Problems, das im Zusammenhang mit dem Betrieb des Drehzahlstarters aufgetreten ist.

Sollten einige der auf dem Typenschild abgedruckten Informationen nicht lesbar sein, so geben Sie bitte nur die deutlich lesbaren Daten an.

Aussagen zur Garantie finden Sie in den allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) der Firma Eaton Industries GmbH.

Störfallservice

Bitte rufen Sie Ihre lokale Vertretung an:

http://www.eaton.eu/aftersales

oder

Dieses Kapitel enthält Anweisungen, die bei der Zuordnung der Motorleistung sowie bei der Auswahl der Schutz- und Schaltgeräte, bei der Auswahl der Kabel und der Kabelführung und dem Betrieb des Drehzahlstarters DE1... beachtet werden müssen.

Die geltenden Gesetze und örtlichen Vorschriften sind bei der Planung und Ausführung der Installation zu beachten. Falls die gegebenen Empfehlungen nicht beachtet werden, können beim Einsatz Probleme auftreten, die im Rahmen der Gewährleistung nicht abgedeckt sind.

2 Projektierung

2.1 Einleitung

2.1 Einleitung

Dieser Abschnitt beschreibt auszugsweise die wichtigsten Merkmale im Energiekreis eines Antriebssystems (PDS = Power Drive System), die Sie bei der Projektierung berücksichtigen sollten.

L1 L2 L3 PE ① ② ③ RCD ④ ⑤ ⑥ ⑦ M 3~ ⑧ PES PES ⑨ ⑩

Abbildung 14: Beispiel für ein Antriebssystem mit dreiphasiger Einspeisung für einen Drehstrommotor

① Netzformen, Netzspannung, Netzfrequenz, Wechselwirkungen mit Kompensationsanlagen

②Sicherungen und Leitungsquerschnitte, Leitungsschutz

③RCD, Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen

④Netzschütz

⑤Netzdrossel, ggf. externe Funkentstörfilter, Netzfilter

⑥ Drehzahlstarter: Aufbau, Installation; Leistungsanschluss; EMV-Maßnahmen; Schaltungsbeispiele

⑦Motordrossel, du/dt-Filter

⑧Leitungslängen, Motorleitungen, Abschirmung (EMV)

⑨Motorschutz, Thermistor

⑩Motor und Applikation, Parallelbetrieb mehrerer Motoren an einem Drehzahlstarter, Bypass-Schaltung; Gleichstrombremsung

2.2 Elektrisches Netz

2.2.1 Netzanschluss und Netzform

Die Drehzahlstarter der Reihe DE1... dürfen uneingeschränkt an allen sternpunktgeerdeten Wechselstromnetzen (TN-S, TN-C, TT, siehe hierzu IEC 60364) angeschlossen und betrieben werden.

EATON PowerXL DE1 - Netzanschluss und Netzform - 1
TN-S TN-C TT

Abbildung 15: Wechselstromnetze mit geerdetem Mittelpunkt
EATON PowerXL DE1 - Netzanschluss und Netzform - 2

Berücksichtigen Sie bei der Projektierung eine symmetrische Aufteilung auf die drei Außenleiter, falls mehrere Drehzahlstarter mit einphasiger Einspeisung angeschlossen werden. Der Summenstrom aller einphasigen Verbraucher darf dabei nicht zu einer Überlastung des Neutralleiters (N-Leiters) führen.

Der Anschluss und Betrieb von Drehzahlstartern an asymmetrisch geerdeten Netzen (phasengeerdetes Dreiecknetz „Grounded Delta“, USA) oder an nichtgeerdeten bzw. hochohmig geerdeten (über 30 Ω) IT-Netzen ist nur bedingt zulässig.

EATON PowerXL DE1 - Netzanschluss und Netzform - 3

Der Betrieb an nichtgeerdeten Spannungsnetzen (IT) erfordert die Verwendung von geeigneten Isolationswächtern (z. B. pulscodierten Meßverfahren).

EATON PowerXL DE1 - Netzanschluss und Netzform - 4

In Spannungsnetzen mit geerdetem Außenleiter darf die maximale Phase-Erde-Spannung den Wert von 300 V AC nicht überschreiten.

Werden die Drehzahlstarter der Reihe DE1... an ein asymmetrisch geerdetes Netz oder an ein IT-Netz (nichtgeerdet, isoliert) angeschlossen, muss bei den Varianten mit internem Funkentstörfilter (DE1...-...FN-...) dieser abgeschaltet werden (durch Entfernen der beiden EMV-Brücken).

EATON PowerXL DE1 - Netzanschluss und Netzform - 5

Detaillierte Angaben zum Entfernen der EMV-Brücken finden Sie in → Abschnitt 3.3.4, „EMV-Brücken“, Seite 46.

2 Projektierung

2.2 Elektrisches Netz

2.2.2 Netzspannung und Frequenz

Das weite Toleranzband des Drehzahlstarters DE1... ermöglicht den Betrieb an den europäischen ( U_LN = 230 V/400 V, 50 Hz ) und den amerikanischen ( U_LN = 240 V/480 V, 60 Hz ) Normspannungen:

• 230 V, 50 Hz; 240 V, 60 Hz bei DE1...-12... 200 V - 10 % - 240 V + 10 %
• 220 V, 60 Hz; 230 V, 60 Hz bei DE1...-12...N01 200 V - 10 % - 240 V + 10 %
• 400 V, 50 Hz; 480 V, 60 Hz bei DE1...-34... 380 V - 10 % - 480 V + 10 %
• 380 V, 60 Hz; 400 V, 60 Hz bei DE1...-34...N01 380 V - 10 % - 480 V + 10 %

Der zulässige Frequenzbereich ist dabei in allen Spannungsklassen 50/60 Hz (48 Hz - 0% - 62 Hz + 0%).

Bei dreiphasig gespeisten Drehzahlstartern (DE1...-34...) muss die Unsymmetrie der Netzspannung (Phase-Phase) weniger als 3 % betragen. Sollte diese Bedingung nicht erfüllt oder die Symmetrie am Anschlussort nicht bekannt sein, empfiehlt sich der Einsatz einer zugeordneten Netzdrossel (siehe → Abschnitt 9.8, „Netzdrosseln DX-LN...“, Seite 142), deren uk-Wert ≦ 4 % ist.

EATON PowerXL DE1 - Netzspannung und Frequenz - 1

Phasenunsymmetrien größer als 3 % führen zu einer Abschaltung des Drehzahlstarters DE1 mit einer Fehlermeldung. (Die LED Fault Code blinkt zyklisch 9 mal mit 2 s Pause, → Tabelle 45, Seite 152.)

Der THD-Wert (THD = Total Harmonic Distortion, totale harmonische Verzerrung) ist in der Norm IEC/EN 61800-3 als Verhältnis des Effektivwertes aller Oberschwingungsanteile zum Effektivwert der Grundschwingung definiert.

EATON PowerXL DE1 - Netzspannung und Frequenz - 2

Bei einem einphasig gespeisten Drehzahlstarter DE1...-12... kann der THD-Wert durch das Vorschalten einer Netzdrossel (→ Abschnitt 9.8, „Netzdrosseln DX-LN...“, Seite 142) um etwa 30 % reduziert werden.

Der dreiphasig gespeiste Drehzahlstarter DE1...-34... ist als „Low Harmonic Drive“ ausgeführt. Der Einsatz einer Netzdrossel zur THD-Reduzierung ist nicht erforderlich.

2.2.4 Blindleistungs-Kompensation

EATON PowerXL DE1 - Blindleistungs-Kompensation - 1

In Wechselstromnetzen mit nicht verdrosselten Blindstrom-Kompensationseinrichtungen können Stromschwingungen (Oberwellen), Parallelresonanzen und nicht definierte Verhältnisse hervorgerufen werden.

Berücksichtigen Sie bei der Projektierung für den Anschluss von Drehzahlstartern an Wechselstromnetzen mit nicht definierten Verhältnissen den Einsatz von Netzdrosseln,

→ Abschnitt 9.8, „Netzdrosseln DX-LN...“, Seite 142.

2 Projektierung
2.3 Sicherheit und Schalten

2.3 Sicherheit und Schalten

2.3.1 Abschaltvorrichtung

EATON PowerXL DE1 - Abschaltvorrichtung - 1

Installieren Sie zwischen dem Netzanschluss und dem Drehzahlstarter DE1... eine handbetätigte Trennvorrichtung. Diese Trennvorrichtung muss so beschaffen sein, dass sie in geöffneter Position für Installations- und Wartungsarbeiten verriegelt werden kann.

In der Europäischen Union muss zur Einhaltung der europäischen Richtlinien gemäß der Norm EN 60204-1, „Sicherheit von Maschinen“, die Trennvorrichtung einer der folgenden Ausprägungen entsprechen:

  • ein Trennschalter der Gebrauchskategorie AC-23B (EN 60947-3),
  • ein Trennschalter mit einem Hilfskontakt, der in allen Fällen den Lastkreis trennt, bevor die Hauptkontakte des Trennschalters öffnen (EN 60947-3),
    • ein Leistungsschalter, ausgelegt für eine Trennung gemäß EN 60947-2.

In allen anderen Regionen müssen die dort anzuwendenden Sicherheitsvorschriften eingehalten werden.

2.3.2 Sicherungen und Leitungsquerschnitte

Die Drehzahlstarter DE1... und die zugehörigen Einspeisekabel müssen vor thermischer Überlast und Kurzschluss geschützt werden.

EATON PowerXL DE1 - Sicherungen und Leitungsquerschnitte - 1

Die für den netzseitigen Anschluss zugeordneten Sicherungen und Leitungsquerschnitte sind abhängig vom Eingangsstrom I_LN des Drehzahlstarters DE1...

Die empfohlenen Zuordnungen sind in → Abschnitt 9.6, „Kabel und Schutzeinrichtungen“ aufgeführt.

Die Netz- und Motorkabel müssen entsprechend den lokalen Vorschriften dimensioniert und für die entsprechenden Lastströme ausgelegt werden. Die Nennströme sind in → Abschnitt 8.3, „Nenndaten“, Seite 117 angegeben.

Der Querschnitt der PE-Leiter muss gleich dem Querschnitt der Phasenleiter sein. Die mit ⏻ gekennzeichneten Anschlussklemmen müssen mit dem Erdstromkreis verbunden werden.

ACHTUNG

Die vorgeschriebenen Mindestquerschnitte von PE-Leitern (EN 61800-5-1) müssen eingehalten werden.

Bei Ableitströmen über 3,5 mA muss gemäß den Anforderungen der Norm EN 61800-5-1 eine verstärkte Erdung (PE) angeschlossen werden. Der Kabelquerschnitt muss wenigstens 10 mm ^2 betragen oder aus zwei getrennt angeschlossenen Erdkabeln bestehen. In → Abschnitt 8.3, „Nenndaten“, Seite 117 sind die Ableitströme der einzelnen Leistungsgrößen angegeben.

Die EMV-Anforderungen an die Motorkabel sind in → Abschnitt 3.3.6, „Motoranschluss“, Seite 50, beschrieben. Es muss ein symmetrisches, vollständig geschirmtes (360°), niederohmiges Motorkabel verwendet werden. Die Länge des Motorkabels ist von der Funkstörklasse und von der Umgebung abhängig.

Für eine US-Installation müssen ausschließlich UL-approbierte Sicherungen, Sicherungsunterteile und Leitungen (AWG) verwendet werden. Die zugelassenen Kabel müssen dabei eine Hitzebeständigkeit von 75 °C (167 °F) aufweisen und erfordern oft eine Installation im metallischen Schutzrohr (siehe die lokalen Vorschriften).

2.3.3 Fehlerstromschutzschalter (RCD)

Bei dreiphasig gespeisten Drehzahlstartern DE1...-34... dürfen ausschließlich allstromsensitive Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen vom Typ B verwendet werden. Bei einphasig gespeisten (L, N) Drehzahlstartern DE1...-12... dürfen Fehlerstrom-Schutzeinrichtungen vom Typ A und Typ B verwendet werden.

ACHTUNG

Fehlerstromschutzschalter (RCD = Residual Current Device gemäß IEC/EN 61800-5-1, IEC 755) dürfen nur zwischen dem Einspeisesystem (speisendes Wechselstromnetz) und dem Drehzahlstarter DE1... installiert werden – nicht im Ausgang zum Motor!

Die Größe der Berührungs- und Ableitströme ist in der Gewichtung generell abhängig von:

  • der Länge des Motorkabels,
  • der Abschirmung des Motorkabels,
    • der Höhe der Taktfrequenz (Schaltfrequenz des Wechselrichters),
  • der Ausführung des Funkentstörfilters,
  • den Erdungsmaßnahmen am Standort des Motors.

Für die Drehzahlstarter DE1... können auch andere Schutzmaßnahmen bei direktem oder indirektem Berühren verwendet werden – wie beispielsweise eine Trennung vom Einspeisesystem durch einen Transformator.

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 1

Bei einphasigen Geräten tritt konstruktiv bedingt ein höherer Ableitstrom auf, wenn L1 und N miteinander vertauscht werden.

2 Projektierung

2.3 Sicherheit und Schalten

2.3.4 Netzschütze

Ein Netzschütz ermöglicht das betriebsmäßige Ein- und Ausschalten der Versorgungsspannung des Drehzahlstarters sowie eine Abschaltung im Fehlerfall. Das Netzschütz wird gemäß dem netzseitigen Eingangsstrom ILN des Drehzahlstarters DE1..., der Gebrauchskategorie AC-1 (IEC 60947) und gemäß der Umgebungstemperatur am Einsatzort ausgelegt. Netzstütze und ihre Zuordnung zu den Drehzahlstartern der Reihe DE1... sind in → Abschnitt 9.7, „Netzschütze DIL...“, Seite 141, im Anhang aufgeführt.

EATON PowerXL DE1 - Netzschütze - 1

Berücksichtigen Sie bei der Projektierung, dass ein Tipp-Betrieb über das Netzschütz nicht zulässig ist. Die maximal zulässige Einschalthäufigkeit der Netzspannung beim Drehzahlstarter DE1... beträgt einmal in 30 Sekunden (Normalbetrieb).

2.3.5 Verwendung eines Bypass-Anschlusses

EATON PowerXL DE1 - Verwendung eines Bypass-Anschlusses - 1

WARNUNG

Die Ausgangsklemmen U, V und W des Drehzahlstarters DE1... dürfen niemals an das Einspeisesystem (L1, L2, L3) angeschlossen werden. Eine Netzspannung an den Ausgangsklemmen kann zu einer Zerstörung des Drehzahlstarters führen.

Falls ein Bypass erforderlich ist, sollten mechanisch verbundene Schalter oder Schütze verwendet werden, um sicherzustellen, dass die Motorklemmen nicht gleichzeitig an den Netzanschluss und an die Ausgangsklemmen des Drehzahlstarters angeschlossen sind.

L1L2 L3 Q1 ① ② Q11 T1 U V W S1 F2 ② M1 M 3~

①Q1 thermischer Überlast- und Kurzschluss-Schutz
② F1 Sicherung und Motorschutzrelais F2 (Alternative zu ①)
Q11 Netzschütz
T1 Drehzahlstarter DE1...
S1 Verriegelte Umschaltung zwischen Drehzahlstarter und Bypass
F2 Motorschutz (Motorschutzrelais)
M1 Drehstrommotor

Abbildung 16: Bypass-Motorsteuerung (Beispiel)

2.4 EMV-Maßnahmen

In einem Antriebssystem mit veränderbarer Drehzahl (PDS) sollten Maßnahmen zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) bereits bei der Projektierung berücksichtigt werden, da erforderliche Änderungen bei der Montage und Installation bzw. Nachbesserungen am Aufstellort mit zusätzlichen und höheren Kosten verbunden sind.

Technologisch und systembedingt fließen in einem frequenzgesteuerten Antriebssystem beim Betrieb hochfrequente Ableitströme. Daher müssen alle Erdungsmaßnahmen niederohmig und großflächig erfolgen.

Für eine EMV-gerechte Installation der Drehzahlstarter DE1... sind folgende Maßnahmen erforderlich:

  • Einbau in ein metallisch leitfähiges Gehäuse mit guter Anbindung an das Erdpotenzial,
  • abgeschirmte Leitungen mit möglichst kurzer Auslängung.

EATON PowerXL DE1 - EMV-Maßnahmen - 1

Erden Sie in einem frequenzgesteuerten Antriebssystem alle leitfähigen Komponenten und Gehäuse über eine möglichst kurze Leitung mit größtmöglichem Querschnitt (Cu-Litze).

Im Schaltschrank sollten alle metallischen Teile der Geräte und der Schaltschrank großflächig und hochfrequenzleitfähig miteinander verbunden sein. Montageplatten und Schaltschranktüren sollten mit dem Schrank über großflächig kontaktierte und kurze HF-Litzen verbunden werden. Verzichten Sie dabei auf lackierte Oberflächen (Eloxal, gelb chromatiert).

EATON PowerXL DE1 - EMV-Maßnahmen - 2

Bauen Sie den Drehzahlstarter DE1... möglichst direkt (ohne Abstandhalter) auf einer Metallplatte (Montageplatte) auf.

EATON PowerXL DE1 - EMV-Maßnahmen - 3

Führen Sie die Netz- und Motorleitungen im Schaltschrank möglichst dicht am Erdpotenzial. Freischwebende Leitungen wirken wie Antennen.

EATON PowerXL DE1 - EMV-Maßnahmen - 4

HF-führende Leitungen (z. B. abgeschirmte Motorleitungen) und entstörte Leitungen (z. B. Netzzuleitung, Steuer- und Signalleitungen) sollten bei paralleler Leitungsführung in einem Abstand von mindestens 300 mm installiert werden, um ein Überstrahlen elektromagnetischer Energie zu verhindern.

Auch bei größeren Unterschieden im Spannungspotenzial sollten Sie eine getrennte Kabelführung wählen. Erforderliche Leitungskreuzungen zwischen den Steuer- und Leistungsleitungen sollten immer im rechten Winkel (90°) erfolgen.

2 Projektierung
2.4 EMV-Maßnahmen

② ① ≥ 100 mm (≥ 3.34")

Abbildung 17: Leitungsführung

EATON PowerXL DE1 - EMV-Maßnahmen - 6

Verlegen Sie die Steuer- und Signalleitungen ② nicht in einem Kanal mit den Leistungsleitungen ①. Analoge Signalleitungen (Messwerte, Soll- und Korrekturwerte) müssen abgeschirmt verlegt werden.

EATON PowerXL DE1 - EMV-Maßnahmen - 7

Abbildung 18: Getrennte Leitungsverlegung

①Leistungsleitung: Netzspannung, Motoranschluss
②Steuer- und Signalleitungen, Feldbusanschaltungen

2.5 Motorauswahl

EATON PowerXL DE1 - Motorauswahl - 1

Prüfen Sie, ob Ihr Drehzahlstarter DE1... und der zugeordnete dreiphasige Wechselstrommotor gemäß den Nenndaten-Tabellen in → Abschnitt 8.3, „Nenndaten“, Seite 117 miteinander kompatibel sind.

2.5.1 Motoren parallelschalten

Die Drehzahlstarter der Reihe DE1... ermöglichen den parallelen Betrieb mehrerer Motoren.

EATON PowerXL DE1 - Motoren parallelschalten - 1

Bei einem Anschluss mehrerer Motoren muss die Summe der Motorströme kleiner als der Bemessungsstrom des Drehzahlstarters DE1... sein.

Durch das Parallelschalten der Motoren verringert sich der Anschlusswiderstand am Ausgang des Drehzahlstarters. Die Gesamtstatorinduktivität wird geringer und die Streukapazität der Leitungen größer. Dadurch wird die Stromverzerrung gegenüber dem Einzelmotoranschluss größer. Um die Stromverzerrung zu verkleinern, sollte eine Motordrossel im Ausgang des Drehzahlstarters eingesetzt werden.

EATON PowerXL DE1 - Motoren parallelschalten - 2

Bei einem Parallelbetrieb mehrerer Motoren kann der elektronische Motorschutz des Drehzahlstarters nicht verwendet werden. Jeder Motor muss einzeln mit Thermistoren und/oder einem Bimetallrelais geschützt werden.

EATON PowerXL DE1 - Motoren parallelschalten - 3

Im Frequenzbereich von 20 bis 120 Hz kann zum Motorschutz im Ausgang eines Drehzahlstarters auch der elektronische Motorschutzschalter PKE eingesetzt werden.

2 Projektierung
2.5 Motorauswahl

2.5.2 Schaltungsarten beim Drehstrommotor

Entsprechend den Bemessungsdaten auf dem Leistungsschild kann die Statorwicklung des Drehstrommotors in Stern- oder Dreieckschaltung geschaltet werden.

230/400 V 3:2/1:9 A 0,75 KW cosφ0.79 1410 min⁻¹ 50 Hz

Abbildung 19: Beispiel für das Typenschild (Leistungsschild) eines Motors

EATON PowerXL DE1 - Schaltungsarten beim Drehstrommotor - 2

EATON PowerXL DE1 - Schaltungsarten beim Drehstrommotor - 3
Abbildung 20: Schaltungsarten: Sternschaltung (links), Dreieckschaltung (rechts)

Beispiel zu den Abbildungen 19 und 20

DE1-124D3... oder DE11-124D3... ( U_LN = 230 V): Motor in Dreieckschaltung

DE1-342D1... oder DE11-342D1... ( U_LN = 400 V ): Motor in Sternschaltung

2.5.3 Anschluss von Ex-Motoren

Beim Anschluss von explosionsgeschützten Motoren sind die folgenden Punkte zu beachten:

  • Ein Drehzahlstarter DE1... kann in einem geprüften Ex-Gehäuse innerhalb des Ex-Bereichs oder in einem Schaltschrank außerhalb des Ex-Bereichs installiert werden.
    • Die branchen- und landesspezifischen Vorschriften für explosionsgeschützte Bereiche (ATEX 100a) müssen eingehalten werden.
  • Die Vorgaben und Hinweise des Motorherstellers hinsichtlich des Betriebs am Drehzahlstarter – beispielsweise wenn Motordrosseln (du/dt-Begrenzung) vorgeschrieben sind – müssen berücksichtigt werden.

- Temperaturüberwachungen in den Motorwicklungen (Thermistor, Thermo-Click) dürfen nicht direkt am Drehzahlstarter DE1... angeschlossen werden, sondern müssen über ein für den Ex-Bereich zugelassenes Auslösegerät (z. B. EMT6) angeschlossen werden.

3 Installation

3.1 Einleitung

Dieses Kapitel beschreibt die Montage und den elektrischen Anschluss der Drehzahlstarter DE1...

EATON PowerXL DE1 - Einleitung - 1

Decken oder kleben Sie während der Installation und Montage des Drehzahlstarters DE1... sämtliche Belüftungsschlitze ab, damit keine Fremdkörper eindringen können.

EATON PowerXL DE1 - Einleitung - 2

Führen Sie alle Arbeiten zur Installation nur mit dem angegebenen, fachgerechten Werkzeug und ohne Gewaltanwendung aus.

EATON PowerXL DE1 - Einleitung - 3

Weitere Hinweise zur Montage des Drehzahlstarters DE1... finden Sie in der Montageanweisung IL040005ZU.

3.2 Montage

Die hier beschriebenen Montageanweisungen berücksichtigen den Einbau in ein geeignetes Gehäuse für Geräte in Schutzart IP20 nach EN 60529.

• Die Gehäuse müssen aus wärmeleitfähigem Material gefertigt sein.
- Wird ein Schaltschrank mit Lüftungsöffnungen verwendet, so müssen die Öffnungen unter- und oberhalb des Drehzahlstarters DE1... angebracht sein, um eine gute Luftzirkulation zu ermöglichen. Die Luft sollte dabei von unten zu- und nach oben abgeführt werden.
- Enthält die Umgebung außerhalb des Schaltschranks Schmutzpartikel (z. B. Staub), so muss ein geeigneter Partikelfilter an den Lüftungsöffnungen angebracht und Fremdlüftung angewandt werden. Der Filter muss bei Bedarf gewartet und gesäubert werden.
- In Umgebungen mit hohem Feuchtigkeits-, Salz- oder Chemikaliengehalt muss ein geeigneter geschlossener Schaltschrank (ohne Lüftungsöffnungen) verwendet werden.

EATON PowerXL DE1 - Montage - 1

Montieren Sie den Drehzahlstarter DE1... ausschließlich auf einem nichtbrennbaren Befestigungsuntergrund (z. B. auf einer Metallplatte).

EATON PowerXL DE1 - Montage - 2

Abbildung 21: Aufbau auf Metallplatte

3 Installation
3.2 Montage

3.2.1 Einbaulage

Die Drehzahlstarter DE1...-121D4... und DE1...-122D3... müssen senkrecht montiert werden (Geräte ohne internen Lüfter). Die maximal zulässige Neigung beträgt 5°.

Alle anderen Leistungsgrößen der Reihe DE1... dürfen mit einer maximalen Neigung von 90° montiert werden.

Eine hängende Montage ist nicht zulässig!

EATON PowerXL DE1 - Einbaulage - 1
Abbildung 22: Einbaulagen (links: Geräte DE1...-121D4... und DE1...-122D3...)

3.2.2 Freiräume

Zur Gewährleistung einer ausreichenden Luftzirkulation müssen in Abhängigkeit von der Baugröße am Drehzahlstarter DE1... genügend thermische Freiräume eingehalten werden.
a 0 a 0

Typ amm (in)Bau-größe
DE1...-121D4... 50 (1.97) FS1
DE1-...122D3...50 (1.97) FS1
DE1...-122D7...50 (1.97) FS1
DE1...-124D3...50 (1.97) FS1
DE1...-127D0...50 (1.97) FS1
DE1...-129D6...75 (2.96) FS2
DE1...-341D3...50 (1.97) FS1
DE1...-342D1...50 (1.97) FS1
DE1...-343D6...50 (1.97) FS1
DE1...-345D0...75 (2.96) FS2
DE1...-346D6...75 (2.96) FS2
DE1...-348D5...75 (2.96) FS2
DE1...-34011...100 (3.94) FS2
DE1...-34016...100 (3.94) FS2

2 x a

Abbildung 23: Freiräume zur Luftkühlung
EATON PowerXL DE1 - Freiräume - 3

Die Drehzahlstarter DE1... können nebeneinander, ohne seitlichen Abstand montiert werden.

EATON PowerXL DE1 - Freiräume - 4

Geräte mit hohen magnetischen Feldern (z. B. Drosseln oder Transformatoren) sollten nicht in unmittelbarer Nähe des Drehzahlstarters montiert werden.

Der frontseitige Freiraum sollte 15 mm nicht unterschreiten.

EATON PowerXL DE1 - Freiräume - 5

Berücksichtigen Sie beim Einsatz einer optionalen Baugruppe

  • DX-NET-SWD3 (SmartWire-DT),
  • DXE-EXT-SET (Konfigurationsmodul),
  • DX-KEY-LED (externes Bedienelement)

den erforderlichen zusätzlichen Freiraum an der Frontseite des Drehzahlstarters DE1...

①

Abbildung 24: Minimaler Freiraum

EATON PowerXL DE1 - Freiräume - 7

Die Abmessungen, Gewichte und erforderlichen Befestigungsmäße der einzelnen Baugrößen (FS1, FS2) sind im Anhang aufgeführt.

3 Installation
3.2 Montage

3.2.3 Befestigung

Der Drehzahlstarter DE1... kann in allen Baugrößen montiert werden:

  • mit Schrauben,
  • auf einer Montageschiene.

3.2.3.1 Befestigung mit Schrauben

EATON PowerXL DE1 - Befestigung mit Schrauben - 1

Die Abmessungen, Gewichte und erforderlichen Befestigungsmaße der einzelnen Baugrößen (FS1, FS2) sind im Anhang aufgeführt.

EATON PowerXL DE1 - Befestigung mit Schrauben - 2

Verwenden Sie Schrauben mit Unterlegscheibe und Federring mit dem zulässigen Anzugsmoment von 1 Nm zum Schutz der Gehäuse und zur sicheren Montage.

a1 b1

EATON PowerXL DE1 - Befestigung mit Schrauben - 4

L1/L L2/N L3 U V W

Abbildung 25: Schraubbefestigung

3.2.3.2 Befestigung auf einer Montageschiene

Alternativ zur Schraubbefestigung können die Drehzahlstarter DE1... auch auf einer Montageschiene gemäß IEC/EN 60715 montiert werden.

EATON PowerXL DE1 - Befestigung auf einer Montageschiene - 1
Abbildung 26: Montageschiene gemäß IEC/EN 60715

Setzen Sie dazu den Drehzahlstarter DE1... von oben auf die Montageschiene und drücken Sie ihn nach unten [1]. Klappen Sie ihn dann an die Montageschiene [2] und lassen ihn dort mit Federkraft einrasten [3].

EATON PowerXL DE1 - Befestigung auf einer Montageschiene - 2
Abbildung 27: Befestigung auf einer Montageschiene

Demontage von einer Montageschiene

Zur Demontage drücken Sie den Drehzahlstarter nach unten [1]. Ziehen Sie dann den Drehzahlstarter DE1... an der unteren Kante nach vorne ab [2]. Heben Sie ihn anschließend nach oben von der Montageschiene [3].

1 2 3

Abbildung 28: Demontage von der Montageschiene

3 Installation
3.3 Elektrische Installation

3.3 Elektrische Installation

EATON PowerXL DE1 - Elektrische Installation - 1

VORSICHT

Verdrahtungsarbeiten dürfen erst dann durchgeführt werden, nachdem der Drehzahlstarter korrekt montiert und befestigt wurde.

EATON PowerXL DE1 - VORSICHT - 1

GEFAHR

Unfallgefahr durch Stromschlag!

Führen Sie (nur qualifiziertes Fachpersonal) die Verdrahtung nur spannungsfrei und gemäß den Sicherheitsvorschriften der Seiten I und II aus.

ACHTUNG

Brandgefahr!

Verwenden Sie nur solche Kabel, Schutzschalter und Schütze, die den angegebenen zulässigen Stromnennwert aufweisen.

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 1

GEFAHR

Auch nach dem Abschalten der Versorgungsspannung stehen die Bauteile im Leistungsteil des Drehzahlstarters noch bis zu 5 Minuten unter Spannung (Entladezeit der Zwischenkreiskondensatoren).

Beachten Sie den Warnhinweis!

EATON PowerXL DE1 - GEFAHR - 1

EATON PowerXL DE1 - GEFAHR - 2

Führen Sie die folgenden Arbeitsschritte mit dem angegebenen und isoliertem Werkzeug und ohne Gewaltanwendung aus.

3.3.1 Isolationsprüfung

Die Drehzahlstarter der Reihe DE1... werden geprüft ausgeliefert und erfordern keine zusätzlichen Prüfungen.

Falls Isolationsprüfungen im Leistungskreis des PDS gefordert werden, müssen Sie die nachfolgend genannten Maßnahmen berücksichtigen.

EATON PowerXL DE1 - Isolationsprüfung - 1

Führen Sie geforderte Isolationsprüfungen durch, bevor Sie die Kabel am Drehzahlstarter DE1... anschließen.

EATON PowerXL DE1 - Isolationsprüfung - 2

VORSICHT

An den Steuer- und Anschlussklemmen des Drehzahlstarters DE1... dürfen mit einem Isolationsprüfgerät keine Prüfungen des Isolationswiderstands durchgeführt werden.

Überprüfung der Netzkabelisolation

Das Netzkabel muss vom Stromversorgungsnetz und von den Anschlussklemmen L1/L, L2/N und L3 des Drehzahlstarters DE1... getrennt sein. Messen Sie den Isolationswiderstand des Netzkabels zwischen den einzelnen Phasenleitern sowie zwischen jedem Phasenleiter und dem Schutzleiter.

Der Isolationswiderstand muss größer als 1 MΩ sein.

Überprüfung der Motorkabelisolation

Das Motorkabel muss von den Anschlussklemmen U, V und W des Drehzahlstarters DE1... und vom Motor (U, V, W) getrennt sein. Messen Sie den Isolationswiderstand des Motorkabels zwischen den einzelnen Phasenleitern sowie zwischen jedem Phasenleiter und dem Schutzleiter.

Der Isolationswiderstand muss größer als 1 MΩ sein.

Überprüfung der Motorisolation

Das Motorkabel muss vom Motor (U, V, W) getrennt sein. Öffnen Sie die Brückenschaltungen (Stern oder Dreieck) im Motorklemmkasten. Messen Sie den Isolationswiderstand der einzelnen Motorwicklungen.

Der Isolationswiderstand muss größer als 1 MΩ sein.

EATON PowerXL DE1 - Überprüfung der Motorisolation - 1

Die genauen Isolationswiderstände und zulässigen Prüfspannungen entnehmen Sie bitte der Anleitung des Motorherstellers.

3 Installation
3.3 Elektrische Installation

3.3.2 Anschluss am Leistungsteil

Der Anschluss am Leistungsteil erfolgt netzseitig über die Anschlussklemmen:

• L1/L, L2/N, PE für die einphasige Versorgungsspannung bei DE1-12...
• L1/L, L2/N, L3, PE für die dreiphasige Versorgungsspannung bei DE1-34.... Die Phasenfolge ist dabei nicht von Bedeutung.

1 AC 200/240 V 50/60 Hz L1/L L2/N L3 PE ~ ~ ~ U V W PES M 3 ~

3 AC 380/480 V 50/60 Hz L1/L L2/N L3 U V W M 3~ PE PES

Abbildung 29: Anschluss im Leistungsteil (Prinzip)

Der Anschluss auf der Motorseite erfolgt immer über die Anschlussklemmen U, V und W.

ACHTUNG

Der Drehzahlstarter DE1... muss grundsätzlich über einen Erdungsleiter (PE) mit dem Erdpotenzial verbunden werden.

ACHTUNG

Verschlossene Anschlussklemmen im Leistungsteil dürfen nicht genutzt werden.

PE L1/1 L2/N L3

Abbildung 30: Verschlossene Anschlussklemmen (Beispiel: DE1-12...NN...)

Die in Abbildung 30 verschlossenen Anschlussklemmen (L3 und ^ ) haben keine Funktion.

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 2

Wenn Sie für den betriebsmäßigen Einsatz bei einem Drehzahl-starter DE1...-FN-... die EMV-Brücke entfernt haben (z. B. in einem IT-Netz), empfehlen wir, die nicht genutzten, offenen Leistungsklemmen abzudecken (z. B. mit Isolierband), um Irritationen zu vermeiden.

3.3.2.1 Bezeichnung der Leistungsklemmen

Tabelle 4: Bezeichnung der Leistungsklemmen

Bezeichnung Funktion Hinweis
L1/L Netzanschluss:Netz-Nennspannungen:DE1...-34...: 380 V/480 V (Phase-Phase)DE1...-12...: 200 V/240 V (Phase-Neutralleiter)
L2/NNetzanschluss:Phase L2 bei DE1...-34...Neutralleiter N bei DE1...-12...Netz-Nennspannungen:DE1...-34...: 400 V/480 V (Phase-Phase)DE1...-12...: 230 V/240 V (Neutralleiter-Phase)
L3Netzanschluss:Phase L3 bei DE1...-34...Netz-Nennspannungen:DE1...-34...: 400 V/480 V (Phase-Phase)
+ Erdanschluss (PE) für den internen NetzfilterNur mit internem Funkentstörfilter (DE1...-...FN-...). Brücke zum PE-Anschluss nur eingesetzt in Kombination mit der EMV-Brücke auf der Motorseite.
PE, Erdanschluss auf der NetzseiteInterne Verbindung zum PE-Anschluss der Motorseite
U MotoranschlussPhase 1 Motor-Nennspannungen:
VMotoranschluss Phase 2DE1...-34...: 400 V/460 VDE1...-12...: 230 V
WMotoranschluss Phase 3
+ Erdanschluss (PE) für den internen Filter des Zwischenkreises (Y-Kondensator)Nur mit internem Funkentstörfilter (DE1...-...FN-...). Brücke zum PE-Anschluss nur eingesetzt in Kombination mit der EMV-Brücke auf der Netzseite.
PE, Erdanschluss auf der Motor-seiteInterne Verbindung zum PE-Anschluss der Netzseite

3 Installation

3.3 Elektrische Installation

3.3.2.2 Anschlussbeispiele

Tabelle 5: Anschlussbeispiele im Leistungsteil

Anschlussklemmen Beschreibung
NetzanschlussEATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele - 1DE1...-12...FN-... bei einphasiger Versorgungsspannung (200 V/240 V)mitinternem Funkentstörfilter
EATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele - 2DE1...-12...NN-... bei einphasiger Versorgungsspannung (200 V/240 V)ohneinternen Funkentstörfilter
EATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele - 3DE1...-34...FN-... bei dreiphasiger Versorgungsspannung (380 V/480 V)mitinternem Funkentstörfilter
EATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele - 4DE1...-34...NN-... bei dreiphasiger Versorgungsspannung (380 V/480 V)ohneinternen Funkentstörfilter
MotorabgangEATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele - 5Dreiphasiger Motoranschluss für Drehstrommotoren:• DE1...-12...FN-... (230 V)• DE1...-34...FN-... (400 V/460 V)mitinternem Funkentstörfilter
EATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele - 6Dreiphasiger Motoranschluss für Drehstrommotoren:• DE1...-12...NN-... (230 V)• DE1...-34...NN-... (400 V/460 V)ohneinternen Funkentstörfilter

3.3.2.3 Anschlussquerschnitte und Abisolierlängen

PE A1

PE A1

PE A1

DE1...-12... DE1...-34... Motorleitung
Abbildung 31: Abisolierlängen im Leistungsteil

Tabelle 6: Abisolierlängen, Leiterquerschnitte, Anzugsmoment

Abisolierlänge A1 klemmbarermaximales Anzugsmoment der Schrauben
Leiterquerschnitt
mm in mm2AWG Nm lb-in
80,31 - 618 - 61,715,2

3.3.3 Erdung

Jeder Drehzahlstarter DE1... muss einzeln und direkt am Einbauort mit der Erdanbindung des speisenden Netzes verbunden werden (Systemerdung). Diese Erdanbindung darf nicht durch andere Geräte durchgeschleift werden.

Alle Schutzleiter sollten sternförmig vom zentralen Erdungspunkt aus verlegt werden und alle leitfähigen Komponenten des Antriebssystems (Drehzahl-starter DE1..., Netzdrossel, Motordrossel) angebunden sein.

Die Erdschleifenimpedanz muss den regional geltenden Industriesicherheitsvorschriften entsprechen. Um die UL-Vorschriften zu erfüllen, müssen für sämtliche Anschlüsse der Erdverdrahtung UL-genehmigte Ringkabelschuhe verwendet werden.

EATON PowerXL DE1 - Erdung - 1

Vermeiden Sie Erdungsschleifen beim Einbau mehrerer Drehzahlstarter in einen Schaltschrank. Sorgen Sie außerdem für eine einwandfreie und großflächige Erdung aller metallischen und zu erdenden Geräte mit der Montageplatte.

EATON PowerXL DE1 - Erdung - 2

Der Anschluss der PE-Leitung muss bei Drehzahlstartern mit internem Funkentstörfilter (DE1...-...FN-...) hinter der EMV-Brücke eingesteckt werden.

3 Installation

3.3 Elektrische Installation

PZ2

Abbildung 32: PE-Leitung hinter der EMV-Brücke einstecken (Klemmwirkung von hinten nach vorne)

3.3.4 EMV-Brücken

Der Drehzahlstarter DE1... wird in zwei Varianten gefertigt:

  • DE1...-...FN-...: mit internem Funkentstörfilter, mit EMV-Brücken,
    • DE1...-...NN-...: ohne internen Funkentstörfilter, ohne EMV-Brücken.

Die EMV-Brücken verbinden den netzseitig angeordneten Filter und den Zwischenkreisfilter (Y-Kondensatoren) über die Anschlussklemmen mit dem PE-Anschluss auf der Netz- und der Motoranschlusseite.

Wenn der Drehzahlstarter DE1...-FN-... an ein IT- (nicht geerdetes) oder asymmetrisch geerdetes TN-Netz angeschlossen werden soll, müssen die internen EMV-Filter durch Entfernen der EMV-Brücken abgeschaltet werden. Bei den Geräten ohne internen Filter (DE1...-...NN-...) sind die Brücken nicht vorhanden und die Filteranschlussklemmen ohne Funktion (geschlossen).

L1/L L3L2/N PE U V W M 3~ PES PES

Abbildung 33: DE1...FN-... (mit Filter)

L1/L L2/N L3 PE U V W M 3~ PES PES

DE1...-...NN-... (ohne Filter)

EATON PowerXL DE1 - EMV-Brücken - 3

Bei Verwendung von externen Filtern DX-EMV... muss die EMV-Brücke entfernt werden.

ACHTUNG

Die EMV-Brücken dürfen weder eingesetzt noch entfernt werden, wenn der Drehzahlstarter DE1... am elektrischen Netz angeschlossen ist.

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 1

Abbildung 34: EMV-Brücken auf der Netz- und Motorseite entfernen

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 2

Es müssen immer beide EMV-Brücken entfernt werden! Der Betrieb mit nur einer EMV-Brücke ist nicht zulässig!

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 3

Bei entfernten EMV-Brücken ist die erforderliche Filterwirkung zur elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) nicht mehr gegeben.

3 Installation
3.3 Elektrische Installation

3.3.5 Drehstromschienenblock

Die Drehzahlstarter DE1...-34... können über die berührungs- und kurzschlusssicheren Drehstromschienenblöcke DIL12M-XDSB0/... auf der Netzseite angeschlossen werden.

EATON PowerXL DE1 - Drehstromschienenblock - 1

Die Installation mit Drehstromschienenblock DIL12M-XDSB0/... ist nur beim Drehzahlstarter DE1...-34... zulässig.

PK(Z)M DILM12-XEK FAZ DILM12-XDSB0/3...5 M M M M

Abbildung 35: Anschlussbeispiel mit Drehstromschienenblock

EATON PowerXL DE1 - Drehstromschienenblock - 3

Beachten Sie die maximale Stromlastfähigkeit der Drehstromschienenblöcke ( I_u = 35 A ).

Eine Verlängerung des Drehstromanschlusses durch gedrehte Montage der Drehstromschienenblöcke ist beim Drehzahlstarter DE1...-34... nicht möglich.

Drehstrom-schienenblockGeeignet für eine maximale Anzahl Drehzalstarter DE1... der Baugrößen
DILM12-XDSB0/3 3 x FS1 2 x FS 1 + 1 x FS2 2 x FS 2
DILM12-XDSB0/44 x FS13 x FS1 + 1 x FS21 x FS1 + 2 x FS21)
DILM12-XDSB0/55 x FS14 x FS1 + 1 x FS22 x FS1 + 2 x FS21)3x FS21)

1) Die Summe der einzelnen Eingangsströme (DE1...-34...) kann in diesen Kombinationen die maximal zulässige Stromlastfähigkeit (35 A) von Drehstromschienenblock und Einspeiseblock überschreiten.

EATON PowerXL DE1 - Drehstromschienenblock - 4

WARNUNG

Jeder Drehzahlstarter DE1...-34... muss einzelnen mit dem Schutzleiter der Netzspannung verbunden werden.

LVL L2/N L3 LVL L2/N L3 LVL L2/N L3 LVL L2/N L3

Abbildung 36: PE-Anschluss der einzelnen Drehzahlstarter (Beispiel)

3 Installation

3.3 Elektrische Installation

3.3.6 Motoranschluss

Die Verbindung zwischen dem Drehzahlstarter DE1... und dem Motor sollte möglichst kurz sein. Für eine EMV-gerechte Installation sollte die Motoranschlussleitung abgeschirmt sein.

▶ Verbinden Sie den Schirm dabei beidseitig und großflächig (360 Grad Überdeckung) mit der Schutzerde (PE) ⏻. Die Erdanbindung des Leistungsschirms (PES) sollte dabei in unmittelbarer Nähe des Drehzahlstarters DE1...und direkt am Motorklemmkasten erfolgen.

EATON PowerXL DE1 - Motoranschluss - 1

Abbildung 37: Anschluss Motorseite

Verhindern Sie ein Aufflechten der Schirmung – beispielsweise durch Verschieben der getrennten Kunststoffummantelung über das Schirmende oder durch eine Gummitülle am Schirmende. Alternativ kann zur großflächigen Kabelschelle das Schirmgeflecht am Ende verdrillt an die Schutzerde angebunden werden. Um EMV-Störungen zu vermeiden, sollte dieser verdrillte Schirmanschluss möglichst kurz (Richtwert für den verdrillten Kabelschirm: b ≥ 1/5 a) ausgeführt werden.

EATON PowerXL DE1 - Motoranschluss - 2

Abbildung 38: Abgeschirmte Anschlussleitung im Motorkreis

Für die Motorleitung empfehlen sich grundsätzlich abgeschirmte, vieradrige Kabel. Die grün-gelbe Leitung dieses Kabels verbindet dabei die Schutzleiteranschlüsse von Motor und Drehzahlstarter und minimiert dadurch die Belastung des Schirmgeflechts durch hohe Ausgleichsströme.

Die nachfolgende Abbildung zeigt beispielhaft den Aufbau einer vieradrigen, abgeschirmten Motorleitung (empfohlene Ausprägung).

EATON PowerXL DE1 - Motoranschluss - 3

Abbildung 39: Vieradrige, abgeschirmte Motorleitung

①Cu-Abschirmgeflecht
②PVC-Außenmantel
③Litze (Cu-Drähte)
④ PVC-Aderisolierung, 3 x schwarz, 1 x grün-gelb
⑤Textilband und PVC-Innenmaterial

Sind in einem Motorabgang zusätzliche Baugruppen (zum Beispiel Motorschütze, Motorschutzrelais, Motordrosseln oder Klemmen) angeordnet, kann der Schirm der Motorleitung in der Nähe dieser Baugruppen unterbrochen und großflächig mit der Montageplatte (PES) kontaktiert werden. Freie, d. h. nicht abgeschirmte Anschlussleitungen sollten nicht länger als etwa 300 mm sein.

3 Installation

3.3 Elektrische Installation

3.3.7 Installationen gemäß UL®

Der Drehzahlstarter DE1... erfüllt die UL-Anforderungen in vollem Umfang, sofern folgende Bedingungen eingehalten werden:

  • Bei DE1...-12... ist die einphasige Versorgungsspannung an L1/L und L2/N angeschlossen. Der maximal zulässige Effektivwert darf 240 V RMS nicht überschreiten.
  • Bei DE1...-34... ist die dreiphasige Versorgungsspannung an L1/L, L2/N und L3 angeschlossen. Die Phasenfolge ist dabei nicht von Bedeutung. Der maximal zulässige Effektivwert darf 500 V RMS nicht überschreiten.

- Zur Einhaltung der CSA-Anforderungen ist ein transienter Überspannungsschutz auf der Netzseite des Drehzahlstarters DE1... erforderlich. Er soll die 600 V (Phase zu Erde) und 600 V (Phase zu Phase) überwachen, geeignet sein für die Überspannungskategorie III und soll Schutz bieten für eine Bemessungsstoßspannung von 4-kV-Spitzen oder gleichwertigen und diesen widerstehen.

• Die maximal zulässige Kurzschlussstromstromstärke (AC) in der Eingangsstromversorgung darf 100 kA betragen beim Einsatz von Sicherungen (600 V, UL Class CC oder Class J), 14 kA RMS bei Schutzschalten (480 V, MCB Typ B) und bei DE1...-34..., 18 kA RMS bei MCB Type E.

- Eine feste Installation mit einer geeigneten Trennvorrichtung zwischen dem Drehzahlstarter DE1... und der Versorgungsspannung gemäß den lokalen Sicherheitscodes und Vorschriften erfolgt.

- Geeignete Netz- und Motorkabel aus Kupferdraht mit einem Mindestisolationstemperaturbereich von 75 °C (167 °F) verwendet werden.

- Die Anzugsmomente der Leistungsanschlüsse müssen gemäß der Spezifikation für die einzelnen Leistungsgrößen verwendet werden.

- Je Leistungsklemme ist nur ein einziger Leitertyp zulässig. Der PE-Leiter muss an metallischen Gehäusen über einen Ringkabelschuh angeschlossen werden.

- Varianten zum Motorüberlastschutz:

- Bimetallrelais, das zwischen dem Drehzahlstarter DE1... und dem Motor angeordnet wird und bei Überlast den DE1... abschaltet, oder

- Motor mit Thermistor, der über ein Thermistor-Maschinenschutzrelais (EMT6) bei Überlast den Drehzahlstarter DE1... abschaltet, oder

- Motor mit Thermistor, der als externe Fehlermeldung den Drehzahl-starter DE1... direkt abschaltet (Thermistor-Anschluss an Steuerklemme 3 und +10V), EXTFLT mit Mode 1 (P-15 = 1), Mode 3 (P-15 = 3), Mode 5 (P-15 = 5), Mode 7 (P-15 = 7) und Mode 9 (P-15 = 9). Voraussetzung: P-19 = 0, oder

- Thermischer Speicher Motor (P-33 = 0). Voraussetzung: P-08 = Motornennstrom eingestellt.

EATON PowerXL DE1 - Installationen gemäß UL® - 1

In der Montageanweisung IL040005ZU ist eine Zusammenfassung „Additional Information for UL ^® Approved Installations“ abgedruckt.

3.3.8 Anschluss am Steuerteil

Der Anschluss am Steuerteil erfolgt über die folgenden Anschlussklemmen:

  • 0 V, +10 V: Ausgang der Steuerspannung,
    • 1, 2, 3, 4: digitale und analoge Eingänge,
  • Klemmen 13, 14: für einen potenzialfreien Relais-Ausgang.

0 V +10 V 1 2 3 4 13 14

DE11... DV+DV 1 2 3 4 12 14

DE1, DE11 nur bei DE11
Abbildung 40: Anordnung der Anschlussklemmen am Steuerteil

EATON PowerXL DE1 - Anschluss am Steuerteil - 3

ESD-Maßnahmen

Zum Schutz der Geräte vor Zerstörung durch elektrostatisches Entladen sollten Sie sich vor dem Berühren der Steuerklemmen und der Steuerplatine gegen eine geerdete Fläche entladen.

3.3.8.1 Klemmenbezeichnung Steuerteil

Tabelle 7: Klemmenbezeichnung Steuerteil

Bezeichnung Funktion Hinweis
0 VBezugspotenzial (GND)für die interne Steuerspannung (10 V)für externe Steuerspannungen (10 V/24 V)für die Steuereingänge 1 - 4
+10 VSpannungsausgang +10 V DC, max. 20 mAAusgang der internen Steuerspannung +10 V für die digitalen und analogen Steuereingänge des DE1... (Klemmen 1 bis 4)
1DI1, Digital-Eingang 1Level für High-Signal: +9 - 30 VEingangsstrom: 1,15/3 mA (10/24 V)Werkseinstellung: FWD (Freigabe Rechtsdrehfeld)konfigurierbar
2DI2, Digital-Eingang 2Level für High-Signal: +9 - 30 VEingangsstrom: 1,15/3 mA (10/24 V)Werkseinstellung: REV (Freigabe Linksdrehfeld)konfigurierbar
3DI3, Digital-Eingang 3Level für High-Signal: +9 - 30 VEingangsstrom: 1,15/3 mA (10 V/24 V)Werkseinstellung: FF1 (Festfrequenz 20 Hz)konfigurierbar
4AI1, Analog-Eingang 1Analogsignal: 0 - +10 VEingangsstrom: 0,12 mAAuflösung: 12 Bit ^1) f-REF: 0 - f-max (50/60 Hz)
DI4, Digital-Eingang 4Level für High-Signal: +9 - 30 VEingangsstrom: 1,15/3 mA (10/24 V)konfigurierbar

3 Installation
3.3 Elektrische Installation

BezeichnungFunktion Hinweis
13 Relaiskontakt2)potenzialfreier Relaiskontakt (Schließer), RUN2 30 V A C / 30 V DCmax. Laststrom : 6 A (AC-1) / 5 A (DC-1)
14 Relaiskontakt2)

1) Umschaltung als Digital-Eingang mit Parameter P-15 ( Tabelle 22, Seite 95 und Tabelle 30, Seite 106) 2) Bei Gerätetyp DE11-... parametrierbar

3.3.8.2 Anschluss der Steuerleitungen

Der Anschluss der Steuerleitungen erfolgt ohne Abschirmung. In Umgebungen mit hoher EMV-Belastung oder bei Steuerleitungen, die außerhalb des Schaltschranks (z. B. Steuerpult mit langer Verbindungsleitung) angeschlossen sind, empfiehlt sich der Anschluss einer abgeschirmten Leitung. Der Schirm wird hierbei einseitig in der Nähe des Drehzahlstarters DE1... aufgelegt (PES).

X1 +10...+24 V DC +10 V < 20 mA 0 V +10 V 1 DI1 DI2 DI3 AI1 DI4 ≤ 25 m (≤ 82 ft) PES PE PES M FWD REV 4K7 R1 ZB4-102-KS1 15 mm (0.59") 2 Cu 2.5 mm² M4

Abbildung 41: Anschlussbeispiel Steuerklemmen

Das obige Anschlussbeispiel (Abbildung 41) zeigt die einseitige PE-Anbindung (PES) des Steuerleitungsschirms mit einer Kabelschelle. Die Steuerleitungen sollten verdrillt ausgeführt sein.

EATON PowerXL DE1 - Anschluss der Steuerleitungen - 2

Ein Aufflechten der Schirmung können Sie beispielsweise verhindern durch Verschieben der durchgetrennten Kunststoff-ummantelung über das Schirmende oder durch eine Gummitülle am Schirmende.

3.3.8.3 Anschlussquerschnitte und Abisolierlängen

Die Anschlussquerschnitte und Abisolierlängen sind in der nachfolgenden Tabelle aufgeführt.

Tabelle 8: Anschlussleitungen an den Steuerklemmen

EATON PowerXL DE1 - Anschlussquerschnitte und Abisolierlängen - 1

3 Installation

3.3 Elektrische Installation

3.3.8.4 Anschlussbeispiele Steuerteil

Tabelle 9: Anschlussbeispiele mit Werkseinstellung Mode 0 (P-15)

AnschlussklemmenBeschreibung
EATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele Steuerteil - 1Softstart-FunktionZeitlich geführter Motorstart mit vorgewählter Drehrichtung.DI1 = Freigabe Rechtsdrehfeld (FWD)A1/DI4 = Sollwertvorgabe (f-REF), +10 V = maximale Frequenz 50/60 Hz (P-09)Beschleunigungs-Rampenzeit: 5 Sekunden (P-03),Bei Abschalten an DI1 erfolgt ein geführtes Stillsetzen mit einer Verzögerungszeit von 5 Sekunden (P-04).EATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele Steuerteil - 2
EATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele Steuerteil - 3Drehzahlstarter (Standard, Werkseinstellung)Motorstart in beide Drehrichtungen mit variabel einstellberer DrehzahlDI1 = Freigabe Rechtsdrehfeld (FWD)DI2 = Freigabe Linksdrehfeld (REV)DI3 = Festfrequenz (FF1 = 20 Hz), überschreibt den analogen, variablen Frequenzsollwert f-REF (0 - 10 V)A1/DI4 = Sollwertvorgabe (f-REF), 0 - 10 V = 0 bis max. Frequenz 50/60 Hz (P-09)Beschleunigungs-Rampenzeit: 5 Sekunden (P-03)Verzögerungs-Rampenzeit: 5 Sekunden (P-04)R1: SollwertPotenziometer (z. B. Festwert 4,7 kΩ)EATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele Steuerteil - 4

EATON PowerXL DE1 - Anschlussbeispiele Steuerteil - 5

Die Anschlussklemmen können in ihrer Funktion angepasst werden durch:

  • den Wahlschalter Mode des Konfigurationsmoduls DXE-EXT-SET,
  • Parameter in der Parametrier-Software „drivesConnect“,
  • Parameter über die externe Bedieneinheit DX-KEY-LED.

3.3.8.5 Analog-Eingang

Steuerklemme 4 (AI1/DI4) ist für analoge sowie für digitale Eingangssignale vorgesehen.

In der Werkseinstellung ist die Steuerklemme 4 als Analog-Eingang (Al1) für 0 - 10 V geschaltet. Das Bezugspotenzial ist die Steuerklemme 0 V. Eine Änderung der Funktion erfordert eine Anpassung über Parameter P-15.

Über den Parameter P-16 können weitere analoge Eingangswerte eingestellt werden:

• 0 - 10 V (Werkseinstellung),
- 0 - 20 mA,
• 4 - 20 mA mit Drahtbruchüberwachung (Fehlermeldung < 3 mA),
- 4 - 20 mA mit Drahtbruchüberwachung (< 3 mA: rampengeführter Wechsel auf Festfrequenz FF1).

EATON PowerXL DE1 - Analog-Eingang - 1

flowchart
graph TD
    A["+10 V < 20 mA"] --> B["0 V"]
    A --> C["+10 V"]
    D["X1"] --> E["+10...+24 V DC"]
    E --> F["1"]
    E --> G["2"]
    E --> H["3"]
    E --> I["4"]
    F --> J["D11"]
    G --> K["D12"]
    H --> L["D13"]
    I --> M["D14"]
    N["f-REF 0...+10 V (0/4...20 mA)"] --> O["n"]

Abbildung 42: Anschlussbeispiel für eine externe analoge Sollwertquelle

Mit Parameter P-17 können die analogen Eingangswerte skaliert und mit P-18 invertiert werden.

EATON PowerXL DE1 - Analog-Eingang - 2

Die Einstellung der Parameter ist in Tabelle 32, Seite 109 beschrieben.

3 Installation
3.3 Elektrische Installation

3.3.8.6 Digitale Eingänge

Die Steuerklemmen 1, 2 und 3 sind als digitale Eingänge (DI1, DI2, DI3) in ihrer Funktion und Wirkungsweise identisch. Steuerklemme 4 ist in der Werkseinstellung als Analog-Eingang AI1 eingestellt und kann über den Parameter P-15 auch als Digital-Eingang DI4 aktiviert werden.

EATON PowerXL DE1 - Digitale Eingänge - 1

flowchart
graph TD
    A["+10 V < 20 mA"] --> B["0 V"]
    A --> C["+10 V"]
    D["+10...+24 V DC"] --> E["1"]
    D --> F["2"]
    D --> G["3"]
    D --> H["4"]
    I["X1"] --> D
    J["FWD"] --> K["①"]
    J --> L["②"]
    J --> M["③"]
    J --> N["④"]
    O["AI1 DI4"] --> D
    P["D11"] --> D
    Q["D12"] --> D
    R["D13"] --> D
    S["AI1 DI4"] --> D

Abbildung 43: Anschlussbeispiel mit vier digitalen Eingängen
①Konfiguration der digitalen Eingänge unter P-15 oder mit Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET ( Tabelle 10)

Tabelle 10: Konfiguration der digitalen Eingänge unter P-15

Mode P-15 DI2 DI3 DI4
2 2 REV FF20 FF2^1
44UPFF1DOWN
55UPEXTFLTDOWN
6 6 REV UPDOWN
7 7 FF20EXTFLT FF2^1

Die Ansteuerung der digitalen Eingänge kann mit der internen Steuerspannung von +10 V (positive Logik) aus Steuerklemme +10 V oder mit bis zu +24 V von einer externen Spannungsquelle erfolgen:

  • 9 - 30 V = High (logisch „1“)
    • 0 - 4 V = Low (logisch „0“)

Bezugspotenzial bei externer Steuerspannung ist Steuerklemme = 0 V.

EATON PowerXL DE1 - Digitale Eingänge - 2

Wird eine externe Spannungsquelle genutzt, ist darauf zu achten, dass die 0-V-Potenziale der externen Spannungsquelle und des Drehzahlstarters DE1 (0 V) miteinander verbunden sind. Die Restwelligkeit der externen Steuerspannung muss kleiner als ±5 % U_a/U_a sein.

Tabelle 11: Anschlussbeispiele der digitalen Eingänge (Mode 0)

AnschlussklemmenBeschreibung
EATON PowerXL DE1 - Digitale Eingänge - 3WerkseinstellungAnsteuerung der digitalen Eingänge (DI1 - DI3) und Sollwertvorgabe (AI1) mit der internen Steuerspannung +10 V über Potenziometer R1 (0 - 10 V).
EATON PowerXL DE1 - Digitale Eingänge - 4Externe Steuerspannung 24 VAnsteuerung der digitalen Eingänge (DI1 - DI3) mit einer externen Steuerspannung (+24 V).Die Sollwertvorgabe erfolgt mit der internen Steuerspannung +10 V über Potenziometer R1 (0 - 10 V).
EATON PowerXL DE1 - Digitale Eingänge - 5Externe Steuerspannung über SPSAnsteuerung der digitalen Eingänge (DI1 - DI3) mit einer externen Steuerspannung (+24 V).Die Sollwertvorgabe erfolgt mit einem externen Signal (0 - 10 V).Hinweis:Bezugspotenzial für die analogen und digitalen Ausgänge der SPS ist 0 V.

3 Installation

3.3 Elektrische Installation

3.3.8.7 Relais-Kontakt (RUN)

Die Steuerklemmen 13 und 14 sind mit dem internen potenzialfreien Relais-Kontakt (Schließer) des Drehzahlstarters DE1... verbunden.

  • Der Kontakt schließt, wenn ein Freigabesignal anliegt (FWD, REV, ENA) und keine Fehlermeldung ansteht.
  • Der Kontakt öffnet sofort, wenn eine Fehlermeldung ansteht.
  • Der Kontakt öffnet, wenn das Freigabesignal (FWD, REV, ENA) abgeschaltet wird und der Motor ungeführt ausläuft (Werkseinstellung P-05 = 0).
  • Der Kontakt öffnet zeitlich verzögert nach Ablauf der unter P-04 eingestellten Verzögerungszeit (f _2 = 0 Hz), wenn das Freigabesignal (FWD, REV, ENA) abgeschaltet wird.
  • Der Kontakt öffnet zeitlich verzögert, wenn das Freigabesignal (FWD, REV, ENA) abgeschaltet ist und der Motor gemäß der Verzögerungsrampe (Rampenzeit P-04) auf Drehzahl 0 gefahren wird.

Die Anschlussdaten der Steuerklemmen 13 und 14 sind:

• 250 V AC, maximal 6 A AC1
• 30 V DC, maximal 5 A DC1

Für einen störungssicheren Betrieb empfehlen wir, induktive Verbraucher (z. B. Koppelrelais, Schütze) zu beschalten:

Drive relay output 250 V ~ ≤ 6 A, AC-1 30 V ~ ≤ 5 A, DC-1 K1 13 14 Run K1 13 14 Varistor AC RC filter AC Diode (−) (+) DC

Abbildung 44: Anschlussbeispiele mit Schutzbeschaltung

3.4 RJ45-Schnittstelle

Die frontseitig angeordnete RJ45-Schnittstelle ermöglicht eine direkte Verbindung zu Kommunikations- und Anschaltbaugruppen (→ Abbildung 46, Seite 62).

PIN 8 PIN 7 X1 RS485 RJ45

Abbildung 45: RJ45-Schnittstelle

Die interne RS485-Anschaltung überträgt Modbus RTU.

EATON PowerXL DE1 - RJ45-Schnittstelle - 2

Die Drehzahlstarter DE1... haben keinen internen Busabschlusswiderstand.

EATON PowerXL DE1 - RJ45-Schnittstelle - 3

Verwenden Sie bei Bedarf den Busabschlusswiderstand EASY-NT-R.

CANopen: PIN 1 und PIN 2, 124 Ω

Modbus RTU: PIN 7 und PIN 8, 120 Ω

EATON PowerXL DE1 - RJ45-Schnittstelle - 4

Weitere Informationen zum Zubehör finden Sie in → Kapitel 9 „Zubehör“, Seite 129.

EATON PowerXL DE1 - RJ45-Schnittstelle - 5

Das Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET ist ausführlich in → Kapitel 5, „Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET“ beschrieben.

3 Installation
3.4 RJ45-Schnittstelle

EATON PowerXL DE1 - RJ45-Schnittstelle - 6

flowchart
graph TD
    A["DX-KEY-LED"] --> B["I ~ 3 m (1 ~ 9.84 ft)"]
    B --> C["IL IL04012020Z"]
    C --> D["DX-COM-STICK"]
    D --> E["IL IL04012021Z"]
    E --> F["DX-CBL-1M5"]
    F --> G["IL IL040002ZU"]
    G --> H["DX-COM-PCKIT"]
    H --> I["IL IL04012022Z"]
    J["DE1..."] --> K["FS1 45 mm (1.77&quot;)"]
    J --> L["FS2 90 mm (3.54&quot;)"]
    K --> M["IL IL040005ZU"]
    L --> N["DX-NET-SWD3"]
    N --> O["IL IL040008ZU"]
    N --> P["MN MN04012009Z..."]
    Q["DXE-EXT-SET"] --> R["IL IL040020ZU"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style J fill:#ccf,stroke:#333

Abbildung 46: Systemübersicht zur RJ45-Schnittstelle des Drehzahlstarters DE1

3.5 LED-Anzeigen

Die Betriebszustände des Drehzahlstarters DE1... werden mit drei Leucht-dioden (LEDs) angezeigt.

○ Run

○ Status

○ Fault Code

Abbildung 47: LED-Anzeigen mit Fehler-Codes (Gehäuseaufdruck)

Die drei LEDs Run, Status und Fault Code zeigen folgendes Verhalten:

LED Run:

  • Betriebsmeldung.
  • Blinkt (grün) alle zwei Sekunden (mit einer Frequenz von 4 Hz), bei anliegender Netzspannung, wenn kein Freigabesignal an DI1 bzw. DI2 anliegt und keine Fehlermeldung aktiv ist.
  • Leuchtet (grün) im freigegeben Betrieb.
  • Leuchtet nicht, wenn das Schaltnetzteil (SMPS) nicht arbeitet (z. B. Netzunterspannung) und bei einem internen Kommunikationsfehler (Drehzahlstarter DE1... ist defekt).

LED Status:

- Statusmeldung

  • Blinkt rot mit einer Frequenz von 2 Hz und in Kombination mit LED Fault Code bei Netzunterspannung.
  • Leuchtet rot in Kombination mit LED Fault Code bei einem Fehler (Drehzahlstarter DE1... ist defekt).

LED Fault Code:

  • Fehler-Code-Anzeige
  • Blinkt rot (zyklische Blinkfolge mit Pausenzeit) mit folgender Anzahl (1 x, 2 x, 3 x, ..., 13 x) und anschließend 2 Sekunden Pause (2 Hz + 2 s) (→ Tabelle 12).
  • Blinkt rot mit einer Frequenz von 2 Hz und in Kombination mit der LED Status bei Netzunterspannung.
  • Leuchtet rot in Kombination mit LED Status bei einem internem Kommunikationsfehler (DE1... defekt).
  • Leuchtet gelb, wenn die Gleichstrombremsung des Drehzahlstarters DE1 aktiv ist.

3 Installation
3.5 LED-Anzeigen

Tabelle 12: Fehlermeldungen der LED „Fault Code“

Fault Code (Fehler-Code)Blinkfrequenz: 2 Hz(anschließend2 Sekunden Pause)Bedeutung der Fehlermeldung
1 pulse - overload 1 x Thermische Motorüberlast
2 pulses - external fault 2 x Externe Fehlermeldung
3 pulses - over voltage 3 x Überspannung
4 pulses - over current 4 x Überstrom
5 pulses - over temperature 5 x Übertemperatur
6 x Fehler im Leistungsteil
7 x Kommunikationsfehler
8 x Parameter-Werkseinstellung
9 x DC-Restwelligkeit
10 x Live-Zero-Fehler
11 x Untertemperatur
12 x Thermistor-Fehler
13 x Datenfehler

EATON PowerXL DE1 - LED Fault Code: - 1

Ein detaillierte Beschreibung der Fehlermeldungen finden Sie in → Kapitel 10 „Fehlermeldungen“, Seite 149.

3.6 Blockschaltbilder

Die nachfolgenden Blockschaltbilder zeigen alle Anschlussklemmen des Drehzahlstarters DE1 und deren Funktion in der Werkseinstellung.

3.6.1 DE1...-12...FN-...

EATON PowerXL DE1 - DE1...-12...FN-... - 1

flowchart
graph TD
    A["1 AC 200/240 V\n50/60 Hz"] --> B["L1/L"]
    B --> C["L2/N"]
    C --> D["L3"]
    D --> E["PE"]
    E --> F["+10 V\n< 20 mA"]
    F --> G["+10V"]
    G --> H["0 V"]
    H --> I["PES"]
    I --> J["M\n3~"]
    J --> K["Ground"]
    L["X1"] --> M["+10...+24 V DC"]
    M --> N["1"]
    M --> O["2"]
    M --> P["3"]
    M --> Q["4"]
    M --> R["R1\n4K7"]
    R --> S["FWD"]
    S --> T["REV"]
    T --> U["FF1"]
    U --> V["f-REF"]
    V --> W["DE11"]
    W --> X["P-51\nP-52\nP-53\nP-54"]
    X --> Y["MN"]

Abbildung 48: Blockschaltbild DE1-12...FN-...
Drehzahlstarter mit einphasiger Netzversorgungsspannung und internem Funkentstörfilter

3.6.2 DE1...-12...NN-...

EATON PowerXL DE1 - DE1...-12...NN-... - 1

flowchart
graph TD
    A["1 AC 200/240 V\n50/60 Hz"] --> B["L1/L"]
    B --> C["L2/N"]
    C --> D["L3"]
    D --> E["PE"]
    E --> F["~"]
    F --> G["U"]
    F --> H["V"]
    F --> I["W"]
    I --> J["PES"]
    J --> K["M\n3~"]
    K --> L["Ground"]
    M["DE1..."] --> N["+10...+24 V DC"]
    N --> O["DI1"]
    N --> P["DI2"]
    N --> Q["DI3"]
    N --> R["A11"]
    N --> S["DI4"]
    T["RUN Mode 0"] --> U["13"]
    T --> V["14"]
    W["PE"] --> X["X1"]
    X --> Y["+10 V\n< 20 mA"]
    Y --> Z["+10V"]
    Z --> AA["0 V"]
    AA --> AB["+10V"]
    AB --> AC["1"]
    AC --> AD["2"]
    AD --> AE["3"]
    AE --> AF["4"]
    AF --> AG["f-REF"]
    AG --> AH["R1\n4K7"]
    AH --> AI["DE11"]
    AI --> AJ["P-51"]
    AI --> AK["P-52"]
    AI --> AL["P-53"]
    AI --> AM["P-54"]
    AN["DE11"] --> AO["P-51"]
    AN --> AP["P-52"]
    AN --> AQ["P-53"]
    AN --> AR["P-54"]

Abbildung 49: Blockschaltbild DE1-12...NN-...
Drehzahlstarter mit einphasiger Netzversorgungsspannung ohne internen Funkentstörfilter

3 Installation
3.6 Blockschaltbilder

3.6.3 DE1...-34...FN-...
EATON PowerXL DE1 - DE1...-12...NN-... - 2

flowchart
graph TD
    A["3 AC 380/480 V\n50/60 Hz"] --> B["L1/L"]
    B --> C["L2/N"]
    C --> D["L3"]
    D --> E["PE"]
    E --> F["~"]
    F --> G["U"]
    G --> H["V"]
    H --> I["W"]
    I --> J["+"]
    J --> K["+10V\n< 20 mA"]
    K --> L["+10V\n+10V"]
    L --> M["1"]
    M --> N["DI1"]
    N --> O["DI2"]
    O --> P["DI3"]
    P --> Q["DI4"]
    Q --> R["+10...+24 V DC"]
    R --> S["X1"]
    S --> T["DE1..."]
    T --> U["6 A, 250 V AC\n5 A, 30 V DC"]
    U --> V["RUN Mode 0"]
    V --> W["13"]
    V --> X["14"]
    W --> Y["FWD"]
    X --> Z["REV"]
    Y --> AA["FF1"]
    Z --> AB["f-REF"]
    AA --> AC["R1\n4K7"]
    AB --> AD["R1\n4K7"]
    AC --> AE["DE11"]
    AE --> AF["P-51\nP-52\nP-53\nP-54\nMN"]

Abbildung 50: Blockschaltbild DE1-34...FN-... Drehzahlstarter mit dreiphasiger Netzversorgungsspannung und internem Funkentstörfilter

3.6.4 DE1...-34...NN-...
EATON PowerXL DE1 - DE1...-12...NN-... - 3

flowchart
graph TD
    A["3 AC 380/480 V\n50/60 Hz"] --> B["L1/L"]
    A --> C["L2/N"]
    A --> D["L3"]
    A --> E["PE"]
    B --> F["~"]
    C --> G["V"]
    D --> H["W"]
    E --> I["+10V\n< 20 mA"]
    F --> J["U"]
    G --> K["V"]
    H --> L["W"]
    I --> M["+10V\n+10V"]
    J --> N["0V"]
    K --> O["PES"]
    L --> P["FWD"]
    M --> Q["REV"]
    N --> R["DI1"]
    O --> S["DI2"]
    P --> T["DI3"]
    Q --> U["DI4"]
    R --> V["DI11"]
    S --> W["DI12"]
    T --> X["DI13"]
    U --> Y["DI14"]
    V --> Z["R1\n4K7"]
    W --> AA["f-REF"]
    X --> AB["R1\n4K7"]
    Y --> AC["R1\n4K7"]
    Z --> AD["DE11"]
    AA --> AE["DE11"]
    AD --> AF["P-51\nP-52\nP-53\nP-54\nMN"]

Abbildung 51: Blockschaltbild DE1-34...NN-... Drehzahlstarter mit dreiphasiger Netzversorgungsspannung ohne internen Funkentstörfilter

4 Betrieb

4.1 Checkliste zur Inbetriebnahme

Bevor Sie den Drehzahlstarter in Betrieb nehmen, sollten Sie die Punkte der folgenden Checkliste überprüfen:

Tabelle 13: Checkliste zur Inbetriebnahme

Nr. Tätigkeit Notizraum für Bemerkungen des Lesers
1 DieMontage und Verdrahtung sind gemäß der Montageanweisung erfolgt (→ IL040005ZU).
2 Etwaige Rückstände der Verdrahtung, Leitungsstücke sowie sämtliche verwendeten Werkzeuge wurden aus der Umgebung des Drehzahlstarters, des Motors und der beweglichen Maschinenteile entfernt.
3 AlleAnschlussklemmen im Leistungsteil und im Steuerteil sind mit dem angegebenen Drehmoment angezogen.
4 Diean den Ausgangsklemmen (U, V, W) des Drehzahlstarters angeschlossenen Leitungen sindnichtkurzgeschlossen undnichtmit Erde (PE) verbunden.
5 DerDrehzahlstarter ist ordnungsgemäß geerdet und mit PE verbunden. Die Anschlussklemmen sind mit dem Erdzeichen⊕ gekennzeichnet.
6 Alleelektrischen Anschlüsse im Leistungsteil wurden den Anforderungen entsprechend ausgelegt und sind ordnungsgemäß angeschlossen.DE1...-12... an L1/L, L2/N und PEDE1...-34... an L1/L, L2/N, L3 und PEMotor an U, V, W und PE
7 JedePhase der Versorgungsspannung (L bzw. L1, L2, L3) ist mit einer Sicherung bzw. einem Schutzschalter abgesichert.
8 DerDrehzahlstarter DE1... und der Motor sind auf die speisende Netzspannung angepasst.DE1...-12...: 200 - 240 V ±10 %DE1...-34...: 380 - 480 V ±10 %Motor: Schaltungsart (Stern, Dreieck)
9 DieQualität und die Menge der Kühlluft entsprechen der geforderten Umgebungsbedingung für den Drehzahlstarter DE1... und den Motor.
10 Alleangeschlossenen Steuerleitungen und Schaltgeräte gewährleisten die Stopp-Bedingungen.
11 DieWirkrichtung einer angekoppelten Maschine erlaubt den Motorstart (→ Phasenfolge U, V, W bzw. Drehfeldrichtung FWD oder REV kontrollieren).
12 AlleNOT-AUS- und Schutzfunktionen befinden sich im ordnungsgemäßen Zustand.

4 Betrieb

4.2 Wamhinweise zum Betrieb

4.2 Warnhinweise zum Betrieb

Beachten Sie bitte folgende Hinweise.

EATON PowerXL DE1 - Warnhinweise zum Betrieb - 1

GEFAHR

Die Inbetriebnahme darf nur durch qualifiziertes Fachpersonal vorgenommen werden.

EATON PowerXL DE1 - GEFAHR - 1

GEFAHR

Gefährliche elektrische Spannung!

Die Sicherheitsvorschriften der Seiten I und II müssen berücksichtigt werden.

EATON PowerXL DE1 - GEFAHR - 1

GEFAHR

Die Bauteile im Leistungsteil des Drehzahlstarters DE1 stehen unter Spannung, solange die Versorgungsspannung (Netzspannung) angeschlossen ist. Zum Beispiel die Leistungsklemmen L1/L, L2/N, L3, U, V, W.

Die Steuerklemmen sind vom Netzpotenzial isoliert. An den Relaisklemmen (13, 14) kann eine gefährliche Spannung anliegen – auch dann, wenn der Drehzahlstarter nicht mit Netzspannung versorgt wird (beispielsweise beim Einbinden der Relaiskontakte in Steuerungen mit Spannungen > 48 V AC/60 V DC).

EATON PowerXL DE1 - GEFAHR - 1

GEFAHR

Auch nach dem Abschalten der Versorgungsspannung stehen die Bauteile im Leistungsteil des Drehzahlstarters DE1 noch bis zu 5 Minuten unter Spannung (Entladezeit der Zwischenkreiskondensatoren).

Warnhinweis beachten!

DANGER 5 MIN

EATON PowerXL DE1 - GEFAHR - 2

GEFAHR

Der Motor kann nach dem Abschalten (Fehler, Netzspannung aus) beim Wiederaufschalten der Versorgungsspannung automatisch starten, wenn die Funktion für den automatischen Neustart aktiviert ist ( Parameter P-31).

ACHTUNG

Ein Tipp-Betrieb über das Netzschütz ist nicht zulässig.

Auf der Motorseite dürfen Schütze und Schaltgeräte (Reparatur- und Wartungsschalter) nicht im Betrieb des Motors geöffnet werden.

Ein Tipp-Betrieb des Motors über Schütze und Schaltgeräte im Ausgang des Drehzahlstarters DE1... ist nicht zulässig.

ACHTUNG

Stellen Sie sicher, dass durch den Start des Motors keine Gefährdungen entstehen. Koppeln Sie die angetriebene Maschine ab, wenn bei einem falschen Betriebszustand eine Gefährdung entsteht.

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 1

Sollen Motoren mit Frequenzen betrieben werden, die höher als die standardmäßigen Frequenzen von 50 bzw. 60 Hz liegen, so müssen diese Betriebsbereiche vom Motorhersteller zugelassen sein. Andernfalls kann es zu einer Beschädigung der Motoren kommen.

4 Betrieb

4.3 Inbetriebnahme mit Werkseinstellung

4.3 Inbetriebnahme mit Werkseinstellung

Nachfolgend ein vereinfachtes Anschlussbeispiel für den Betrieb in Werkseinstellung:

Anschlussbeispiel Klemme Bezeichnung
EATON PowerXL DE1 - Inbetriebnahme mit Werkseinstellung - 1L1/L Einphasiger NetzanschlussDreiphasiger Netzanschluss (DE1...-34...)
L2/N(DE1...-12...)
L3-
⊕ Erdanschluss (PE)
Brücke vom internen EMV-Filter zum Erdanschluss - nur bei DE1...-...FN-...
0 V Bezugspotenzial (0 V)
+10 Vinterne Steuerspannung +10 V (Ausgang maximal 20 mA)
1FWD, Startfreigabe Rechtsdrehfeld
4Frequenzsollwert (Eingang f-REF 0 - +10 V) von Potenziometer R1
UAnschluss für dreiphasigen Wechselstrommotor (Drehstrommotor)
V
W
⊕ Erdanschluss (PE), Motorkabelschirm (PES)
Brücke vom internen EMV-Filter zum Erdanschluss - nur bei DE1...-...FN-...

▶ Schließen Sie den Drehzahlstarter DE1... gemäß dem obigen Anschlussbeispiel für eine einfache Inbetriebnahme mit der vorgegebenen Werkseinstellung an.

Das Sollwertpotenziometer sollte einen Festwiderstand von mindestens 1 kΩ bis maximal 10 kΩ haben (Anschluss Steuerklemmen +10V und 0V). Empfohlen wird hier ein Wert von 4,7 kΩ.

EATON PowerXL DE1 - Inbetriebnahme mit Werkseinstellung - 2

Falls die Anschlüsse des Sollwert-Potenziometers nicht eindeutig den Klemmen 0 V, +10 V und 4 zugeordnet werden können, sollten Sie das Potenziometer auf etwa 50 % einstellen, bevor Sie das erste Mal eine Startfreigabe (FWD) geben.

EATON PowerXL DE1 - Inbetriebnahme mit Werkseinstellung - 3

Achten Sie darauf, dass der Freigabekontakt (FWD) geöffnet ist, bevor Sie die Netzspannung einschalten.

Mit Anlegen der vorgegebenen Versorgungsspannung an die Netzanschlussklemmen (L1/L und L2/N bei DE1...-12... bzw. L1/L, L2/N und L3 bei DE1...-34...) wird über das Schaltnetzteil (SMPS) im Zwischenkreis die Steuerspannung generiert und die LED Run blinkt grün. Der Drehzahlstarter DE1... ist startbereit (ordnungsgemäßer Betriebszustand) und im Stopp-Modus. Die Startfreigabe erfolgt durch Ansteuerung der Steuerklemme 1 mit +10 V: Die LED Run leuchtet (Dauerlicht).

Mit Potenziometer R1 kann der gewünschte Drehzahlwert für den Motor eingestellt werden.

5 Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET

Ramp Fixed Freq. Mode 10Hz 25Hz 100% 100% 100% 25% 100% 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 28 29 30 31 32 33 34 35 36 37 38 39 40 41 42 43 44 45 46 47 48 49 50 51 52 53 54 55 56 57 58 59 60 61 62 63 64 65 66 67 68 69 70 71 72 73 74 75 76 77 78 79 80 81 82 83 84 85 86 87 88 89 90 91 92 93 94 95 96 97 98 99 100

Abbildung 52: Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET

Das Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET ermöglicht eine einfache Änderung der Grundeinstellungen des Drehzahlstarters DE1..., ohne eine Bedieneinheit oder einen PC einsetzen zu müssen. DXE-EXT-SET wirkt wie ein mechanischer Parameterspeicher. Bei Serienmaschinen können beispielsweise die mit dem Konfigurationsmodul eingestellten Werte (STATUS-LED leuchtet grün) auf andere Drehzahlstarter DE1... der gleichen Leistungsgröße übertragen (kopiert) werden (Drucktaster SET).

EATON PowerXL DE1 - Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET - 2

Das Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET ist eine optionale Baugruppe und nicht im Lieferumfang des Drehzahlstarters DE1... enthalten.

5.1 Bezeichnung am DXE-EXT-SET

Ramp Fixed Freq. Status 100Hz 50Hz SET DXE-EXT-SET 100% 1 Molar 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 max min Made

Abbildung 53: Bezeichnungen am DXE-EXT-SET

①LED-Statusanzeige
②Befestigungs-Clips für Drehzahlstarter DE1...
③ Wahlschalter 50/60 Hz – für die Anpassung der Grundeinstellungen an die Netzfrequenz
④ Drucktaster SET – überträgt die geänderten Einstellwerte in den Drehzahlstarter DE1...
⑤ Potenziometer I Motor – ermöglicht die Anpassung des Motorschutzes (I x t-Wert)
⑥ Wahlschalter Mode für die Konfiguration der Funktionen der Steuerklemmen
⑦ Wahlschalter Ramp – ermöglicht eine Einstellung der Rampenzeiten (Beschleunigung und Verzögerung)
⑧ Potenziometer Fixed Freq. – ermöglicht die Einstellung der Festfrequenz FF1 zwischen dem minimalen und maximalen Wert der Frequenz
⑨Mode, Übersicht zur Konfiguration der Steuerklemmen

5 Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET
5.2 Montage/Demontage auf Drehzahlstarter DE1...

5.2 Montage/Demontage auf Drehzahlstarter DE1...

Das Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET wird in die RJ45-Buchse und die beiden Rastöffnungen für die Befestigungs-Clips des Drehzahlstarters DE1... eingesteckt.

EATON PowerXL DE1 - Montage/Demontage auf Drehzahlstarter DE1... - 1

Montage und Demontage des Konfigurationsmoduls DXE-EXT-SET erfolgen von Hand, ohne Werkzeug. Führen Sie die erforderlichen Montagehandhabungen und Einstellungen ohne Gewaltanwendung aus.

EATON PowerXL DE1 - Montage/Demontage auf Drehzahlstarter DE1... - 2

Das Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET kann während des Betriebs (Die LED Run leuchtet.) eingesteckt und wieder entfernt werden.

EATON PowerXL DE1 - Montage/Demontage auf Drehzahlstarter DE1... - 3

Abbildung 54: Montage und Demontage

Im Normalfall sollte das Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET im Dauerbetrieb nicht eingesteckt bleiben. Eine unbeabsichtigte Änderung der Schalterstellungen und Einstellwerte ist im eingesteckten Zustand generell nicht möglich, da hierzu ein Werkzeug und der Übertragungsbefehl (SET), der nur im STOP-Zustand erfolgen kann, erforderlich sind.

Es ist dennoch zu beachten, dass eine bewusste Änderung aller mechanisch einstellbaren Werte jederzeit möglich ist, solange das Konfigurationsmodul eingesteckt ist.

Zur Demontage müssen die beiden Befestigungs-Clips gedrückt werden [1]. Ziehen Sie bei gedrückten Befestigungs-Clips das Konfigurationsmodul nach vorne ab [2].

5.3 Beschreibung und Handhabungen

Die Einstellungen der Potenziometer und Drehschalter am Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET erfordern einen Schraubendreher mit Flachklinge (0,4 x 2,5 mm).

EATON PowerXL DE1 - Beschreibung und Handhabungen - 1

Abbildung 55: Schraubendreher (0,4 x 2,5 mm)

Die „mechanische Änderung der Einstellungen (Parameter)“ kann beim Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET sowohl im eingesteckten als auch im vom Drehzahlstarter DE1... abgesetzten Zustand (außer Betrieb) erfolgen.

ACHTUNG

Änderung antriebsspezifischer Einstellungen!

Wenn bei einem bereits eingestellten Drehzahlstarter DE1... nach dem Aufstecken eines „nicht definierten“ Konfigurationsmoduls DXE-EXT-SET die LED STATUS (des DXE-EXT-SET) gelb leuchtet, können bei Betätigung der SET-Taste (im STOP-Modus) antriebsspezifische Einstellungen verändert werden.

Zum Beispiel:

• Konfiguration der Steuerklemmen (Mode = P-15)
• Strombegrenzung (I Motor = P-08)
- Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten (Ramp = P-03 und P-04)
- Festfrequenzwert (FF1 = P-20)
- Alle auf der Grundfrequenz basierenden Parameterwerte (50/60 Hz → P-01)

EATON PowerXL DE1 - Zum Beispiel: - 1

Die Parameter des Drehzahlstarters DE1... können über die Parametriesoftware drivesConnect oder die Bedieneinheit DX-KEY-LED gegen Änderungen (Überschreiben) geschützt werden, indem der Parameter P-39 = 1 gesetzt wird (Parametersperre).

Ausnahme:

Der Wert von P-20 (FF1) kann auch bei gesperrten Parametern über das Potenziometer Fixed Freq. des Konfigurationsmoduls DXE-EXT-SET geändert werden.

5 Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET

5.3 Beschreibung und Handhabungen

Die nachfolgende Auflistung beschreibt die Handhabung und Funktionen der Bedien- und Anzeigeelemente des Konfigurationsmoduls DXE-EXT-SET im eingesteckten und betriebsbereiten Zustand des Drehzahlstarters DE1... (LED Run leuchtet).

Tabelle 14: Funktionen der Bedien- und Anzeigeelemente bei DXE-EXT-SET

ElementVerhalten Beschreibung
EATON PowerXL DE1 - Beschreibung und Handhabungen - 1STATUSgrün LED STATUSDie Einstellwerte sind identisch mit den Parameterwerten im Drehzahlstarter DE1...Die Einstellwerte des Konfigurationsmoduls DXE-EXT-SETsindnichtidentisch mit den Parameterwerten im DE1...!Beispiel:Die Einstellwerte des eingesteckten Konfigurationsmoduls wurden geändert.Es wurde ein Konfigurationsmodul mit anderen Einstellwerten eingesteckt.
gelb
grün – langsam blinkend (3 x für 2 s),danach konstant grünIm STOP-Modus wurde die SET-Taste für etwa 2 Sekunden betätigt. Alle Einstellwerte vom DXE-EXT-SET werden in die Parameter des Drehzahlstarters DE1... übertragen.Das grüne Dauerlicht zeigt dann den erfolgreichen Abschluss des Datentransfers an.
schnell blinkend (4 Hz)Die SET-Taste wurde kurz (< 1 s) betätigt. Das Potenziometer Fixed Freq. ist aktiv und überschreibt direkt den Wert in den Parameter P-20 (FF1) des Drehzahlstarters DE1...Hinweis:Im RUN-Modus und mit Freigabesignal FF1 an der zugeordneten Steuerklemme (siehe Mode 0, 2 . 3, 4, 7, 8 = P-15) kann die Drehzahl des Antriebs direkt eingestellt werden.Mit erneuter Betätigung der SET-Taste wird der aktuelle Wert von Potenziometer Fixed Freq in P-20 gespeichert.
60 HzEATON PowerXL DE1 - Beschreibung und Handhabungen - 250 Hz50/60-Hz-WahlschalterDer Wahlschalter für die Netzfrequenz ermöglicht eine automatische Anpassung für die Berechnungen im Motormodel und die Kennlinienparameter (z. B. max. Frequenz, U/f-Kennlinie, Drehzahlsteuerung usw.) für den Betrieb von Motoren mit diesen normierten Frequenzen (50/60 Hz).
EATON PowerXL DE1 - Beschreibung und Handhabungen - 3SET-TasteDie SET-Taste aktiviert die Übertragung aller „mechanisch“ eingestellten Werte vom Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET in die zugehörigen Parameter des DE1..., wenn sie im STOP-Modus für etwa 2 Sekunden gedrückt wird. Die STATUS-LED blinkt bei der Übertragung dreimal für 2 Sekunden und wechselt dann in grünes Dauerlicht, sobald der Datentransfer abgeschlossen ist.Im RUN-Modus aktiviert eine kurzeitige Betätigung der SET-Taste (< 1 Sekunde) die direkte Übertragung der Einstellwerte von Potenziometer Fixed Freq. in den Parameter P-20 (FF1) des DrehzahlstartersDE1... Zum Abschluss dieser Einstellung muss die SET-Taste erneut gedrückt werden.Im einem Betriebsmodus mit aktiviertem Steuerbefehl FF1 (Mode 0, 2, 3, 4, 7, 8) kann über das Potenziometer Fixed Freq. direkt die Drehzahl des Antriebs eingestellt werden.
EATON PowerXL DE1 - Beschreibung und Handhabungen - 4Wahlschalter Ramp0,1 s / 1 s / 3 s / 5 s / 10 s / 15 s / 30 s / 60 s / 120 s / 180 sDer 10-stufigen Wahlschalter Ramp ermöglicht die Auswahl einer fest eingestellten Beschleunigungs- (P-03) und Verzögerungszeit (P-04). Die ausgewählte Rampenzeit muss mit der SET-Taste (2 Sekunden betätigt) im STOP-Modus aktiviert werden (Die LED STATUS blinkt dreimal für 2 Sekunden und leuchtet dann konstant grün).
P-09 =Motornennfrequenz
Fixed Freq.Potenziometer Fixed. Freq.Mit dem Potenziometer Fixed Freq. kann der Frequenzsollwert zwischen den beiden Grenzwerten f-min (P-02) und f-max (P-01) stufenlos eingestellt werden. Das Potenziometer ist aktiv, wenn die SET-Taste betätigt (< 1 Sekunde) wurde. Die STATUS-LED blinkt dabei mit einer Frequenz von 4 Hz.Das Potenziometer Fixed Freq. überschreibt dabei direkt den Wert des Parameters P-20 (Festfrequenz FF1) des Drehzahlstarters DE1...
EATON PowerXL DE1 - Beschreibung und Handhabungen - 5Hinweis:Im RUN-Modus und mit Freigabesignal FF1 an der zugeordneten Steuerklemme (siehe Mode 0, 2, 3, 4, 7, 8 = P-15) kann die Drehzahl des Antriebs direkt eingestellt werden. Bei einer nochmaligen, kurzen Betätigung der SET-Taste wird der aktuell übertragene Frequenzwert in P-20 gespeichert.
EATON PowerXL DE1 - Beschreibung und Handhabungen - 6Beispiel:Netzspannung: U_LN = 400 V P-07 Drehzahlstarter:DE1-342D1→ 2,1 A = P-08Motornennstrom:I Motor = 1.9 A → ~90 %(von P-08)Anschluss:SternschaltungPotenziometer I MotorMit dem Potenziometer I Motor kann für die Motorschutzfunktion (I x t) der Wert des Motorstroms (P-08) zwischen 10 % und 100 % des Bemessungsstroms des Drehzahlstarters DE1... eingestellt werden. Der eingestellte Prozentwert muss mit der SET-Taste (2 Sekunden betätigt) im STOP-Modus aktiviert werden (Die LED STATUS blinkt dreimal für 2 Sekunden und leuchtet dann konstant grün).EATON PowerXL DE1 - Beschreibung und Handhabungen - 7

Element Verhalten Beschreibung

EATON PowerXL DE1 - Element Verhalten Beschreibung - 1

Der 10-stufige Wahlschalter Mode ermöglicht die Konfiguration der Steuerklemmen des Drehzahlstarters DE1... Der Wahlschalter Mode kann nur in der Einstellung P-12 = 0 angewendet werden.

Abkürzungen und Funktionsbezeichnungen: Geräteparameter:

FWD = Rechtsdrehfeld (Startbefehl) FWD
REV = Linksdrehfeld (Startbefehl) REV
FF1 = Festfrequenz 1 (20 Hz = P-20) f-Fix1
REF = Frequenz-Sollwert (Analog-Eingang 0 - +10 V) Frequenzsollwert
EXT FLT = Externe Fehlermeldung (bei offenem Anschluss) EXT FLT
FF0, FF1 = Festfrequenzen (binär codiert) f-Fix Select B0; f-Fix Select B1
UP = Frequenzsollwert erhöhenUP
DOWN = Frequenzsollwert reduzierenDOWN
START = Freigabesignal in Kombination mit DIRSTART
DIR = Drehrichtungsumkehr (L = FWD ↔ H = REV)DIR

Mode 0

Werkseinstellung

Mit zwei Drehrichtungen (FWD, REV) und Frequenzsollwert über Potenziometer (0 - +10 V) oder über die Festfrequenz (FF1 = 20 Hz).

0 V +10 V 1 2 3 4 FWD REV f-Fix1 f-REF

Mode 1

externe Fehlermeldung

Mit zwei Drehrichtungen (FWD, REV) und Frequenzollwert über Potenziometer (0 - +10 V). An Eingang DI3 kann eine externe Fehlermeldung (EXT FLT) angeschlossen werden. Für den Betrieb muss ein High-Signal (= Steuerspannung) an DI3 anliegen (drahtbruchsicher).

0 V +10 V 1 2 3 4 FWD REV EXTFLT f-REF

Bei geöffnetem Kontakt (Low) wird beim Drehzahl-starter DE1... die LED-Fehlermeldung angezeigt:

Berücksichtigen Sie die Isolationsklas se beidirekt angeschlossenen Thermistoren!

Beispiel für eine externe Fehlermeldung:

Anschluss von Thermistoren (PTC)

Die Fehlermeldung erfolgt ab 3600 Ω und wird bei Werten unter 1600 Ω automatisch zurückgesetzt (Reset)

Element Verhalten Beschreibung

Mode 2

Festfrequenzen (1)

Mit zwei Drehrichtungen (FWD, REV) und Festfrequenzsollwert über binärcodierte Eingänge.

Fest-frequenzSelect f-Fix Bit0Select f-Fix Bit1f2Parameter
f-Fix1LL20 HzP-20
f-Fix2HL30 HzP-21
f-Fix3LH40 HzP-22
f-Fix4HH50 HzP-23

0 V 4321 +10 V FWD REV Select f-Fix Bit0 Select f-Fix Bit1

Mode 3

eine Drehrichtung (FWD)

Frequenzsollwert über Potenziometer (0 - +10 V) oder über die Festfrequenz (FF1 = 20 Hz).

An Eingang DI3 kann eine externe Fehlermeldung (EXTFLT) angeschlossen werden (siehe Mode 1).

0 V 4321+10 V FWD f-Fix1 EXTFLT f-REF

Mode 4

digitaler Sollwert (1), eine Drehrichtung (FWD). Der Frequenzsollwert kann als Festfrequenz (FF1 = 20 Hz) oder als digitaler Sollwert vorgegeben werden. Mit dem Steuerbefehl UP wird der Wert des digitalen Frequenzsollwertes erhöht und mit DOWN reduziert. Werden UP und DOWN gleichzeitig angesteuert, überwiegt DOWN.

0 V +321 +10 V FWD UP f-Fix1 DOWN

Mode 5

digitaler Sollwert (2)

Eine Drehrichtung (FWD) mit digitaler Frequenzsollwertvorgabe über die Steuerbefehle UP (erhöhen) und DOWN (reduzieren). Werden UP und DOWN gleichzeitig angesteuert, wird der Frequenzsollwert auf null gesetzt. An den Eingang DI3 kann eine externe Fehlermeldung (EXTFLT) angeschlossen werden (siehe Mode 1).

0 V +321 +10 V FWD UP EXTFLT DOWN

Mode 6

digitaler Sollwert (3)

Zwei Drehrichtungen (FWD, REV) mit digitaler Frequenzsollwertvorgabe über die Steuerbefehle UP (erhöhen) und DOWN (reduzieren).

Werden UP und DOWN gleichzeitig angesteuert, überwiegt der DOWN-Befehl.

0 V 4321+10 V FWD REV UP DOWN

Element Verhalten Beschreibung

Mode 7

Festfrequenzen (2)

Eine Drehrichtung (FWD) und Festfrequenzsollwert über binärcodierte Eingänge:

Fest-frequenzSelect f-Fix Bit0Select f-Fix Bit1f2Parameter
f-Fix1LL20 HzP-20
f-Fix2HL30 HzP-21
f-Fix3LH40 HzP-22
f-Fix4HH50 HzP-23

An Eingang DI3 kann eine externe Fehlermeldung (EXTFLT) angeschlossen werden (siehe Mode 1).

0 V 4321-10 V FWD Select f-Fix Bit0 EXTFLT Select f-Fix Bit1

Mode 8

Maschinensteuerung (1)

Freigabesignal ENA.

In Abhängigkeit vom Steuerbefehl DIR (Low = FWD/ High = REV) wird die Drehrichtung bestimmt. Der Frequenzsollwert wird über das Potenziometer (0 - +10 V) oder über die Festfrequenz (FF1 = 20 Hz) vorgegeben.

Hinweis:

Bei einem Drahtbruch an DI2 (DIR = REV) kommt es zu einer automatischen Drehrichtungsumkehr (FWD)!

EATON PowerXL DE1 - Hinweis: - 1

flowchart
graph TD
    A["0 V 4321+10 V"] --> B["ENA"]
    A --> C["DIR"]
    A --> D["f-Fix1"]
    A --> E["f-REF"]
    B --> F
    C --> F
    D --> F
    E --> F

Mode 9

Maschinensteuerung (2), Freigabesignal ENA In Abhängigkeit vom Steuerbefehl DIR (Low = FWD/ High = REV) wird die Drehrichtung bestimmt. Der Frequenzsollwert wird über das Potenziometer (0 - +10 V) vorgegeben. An Eingang DI3 kann eine externe Fehlermeldung (EXTFLT) angeschlossen werden (siehe Mode 1).

EATON PowerXL DE1 - Mode 9 - 1

flowchart
graph TD
    A["0 V 4321+10 V"] --> B["ENA"]
    A --> C["DIR"]
    A --> D["EXTFLT"]
    A --> E["f-REF"]
    B --> F
    C --> F
    D --> F
    E --> F
    F --> G["Feedback Loop"]

Hinweis:

Bei einem Drahtbruch an DI2 (DIR = REV) kommt es zu einer automatischen Drehrichtungsumkehr (FWD)!

6 Parameter

Nachfolgend werden die Parameter und Funktionen des Drehzahlstarters DE1... beschrieben.

Die Parameter können über die frontseitig angeordnete RJ45-Schnittstelle aufgerufen werden und erfordern zur Anzeige und Einstellung optional erhältliche Umsetzer:

  • Bedieneinheit DX-KEY-LED (ab Version 1.2) mit zugehörigem 3 m langen Patch-Kabel mit RJ45-Steckern
  • Schnittstellenumsetzer DX-CBL-PC-1M5 (RJ45 auf USB, galvanisch getrennt, mit 1,5 m langem Kabel) zur PC-Anschaltung mit der Parametriesoftware drivesConnect.
  • Kommunikationsstick DX-COM-STICK zum Kopieren und Speichern von Parametern auf andere Geräte der Reihe DE1... sowie zur drahtlosen Anschaltung (Bluetooth) an einen PC mit der Parametriesoftware drivesConnect.

EATON PowerXL DE1 - Parameter - 1

Die hier aufgeführten Umsetzergehören nicht zum Lieferumfang des Drehzahlstarters DE1...

1 2 3 4 5 6 7 8 RJ45

Abbildung 56: RJ45-Schnittstelle

Tabelle 15: Pin-Belegung der RJ45-Schnittstelle

Pin Beschreibung
1 nicht belegt (keine Funktion)
2 nicht belegt (keine Funktion)
30 V
4OP-Bus (Operation Bus) / externe Bedieneinheit / -PC-Verbindung
5OP-Bus (Operation Bus) / externe Bedieneinheit / +PC-Verbindung
6 +24 V, DC-Spannungsversorgung
7 RS485- / Modbus RTU (A)
8 RS485+ / Modbus RTU (B)

6 Parameter

6.1 Bedieneinheit DX-KEY-LED

6.1 Bedieneinheit DX-KEY-LED

Die optionale Bedieneinheit DX-KEY-LED (ab Version1.2) des Drehzahlstarters DE1... ermöglicht eine einfache Parametrierung. Sie wird mit einem 3 m langen Verbindungskabel (Patch-Kabel mit RJ45-Stecker) ausgeliefert.

Die Anschaltung erfolgt über die frontseitig angeordnete RJ45-Schnittstelle des Drehzahlstarters DE1...

EATON PowerXL DE1 - Bedieneinheit DX-KEY-LED - 1

Die Bedieneinheit DX-KEY-LED gehört nicht zum Lieferumfang des Drehzahlstarters DE1...

Stop OK

Anzeige

(Display)

Bedienelemente

(Tasten)

Abbildung 57: Ansicht der Bedieneinheit DX-KEY-LED

Tabelle 16: Beschreibung der Bedieneinheit DX-KEY-LED

Element der BedieneinheitErklärung
EATON PowerXL DE1 - Bedieneinheit DX-KEY-LED - 37-Segment-LED-Anzeige sechsstellig mit Dezimalpunkten
EATON PowerXL DE1 - Bedieneinheit DX-KEY-LED - 4START-TasteMotorstart mit der vorgewählten Drehrichtung (FWD, REV):• siehe Parameter P-12 (z. B. P-12 = 1)• Freigabesignal (+10 - 24 V) an DI1 (FWD) oder DI2 (REV)Hinweis:Mit P-24 = 2 oder 3 ist die START-Taste gesperrt.
EATON PowerXL DE1 - Bedieneinheit DX-KEY-LED - 5STOP-Taste• Stoppt den laufenden Motor im unter P-05 eingestellten Stopp-Modus:• siehe Parameter P-12 (z. B. P-12 = 1)• Freigabesignal (+10 - 24 V) an DI1 (FWD) oder DI2 (REV)• z .B. P-05 = 1, der Antrieb stoppt mit der unter P-04 eingestellten Verzögerungszeit• Reset –Zurücksetzen (quittieren) nach einer FehlermeldungHinweis:Mit P-24 = 2 oder 3 ist die STOP-Taste gesperrt.
EATON PowerXL DE1 - Bedieneinheit DX-KEY-LED - 6OK-Taste• Anzeigewert wechseln zwischen Hz bzw. rpm und A• Parametereingabe aktivieren (Editiermodus, 2 s gedrückt halten)• Parameterwert, Ändern aktivieren (Anzeigewert blinkt)• Speichern, eingestellten Parameterwert bestätigen und aktivieren (2 s gedrückt halten)
EATON PowerXL DE1 - Bedieneinheit DX-KEY-LED - 7UP-Taste• Zahlenwert bzw. Parameternummer erhöhen (exponentiell)• Ausgangsfrequenz (Motordrehzahl) erhöhen (siehe Parameter P-12 und P-24)
EATON PowerXL DE1 - Bedieneinheit DX-KEY-LED - 8DOWN-Taste• Zahlenwert bzw. Parameternummer reduzieren (exponentiell)• Ausgangsfrequenz (Motordrehzahl) reduzieren (siehe Parameter P-12 und P-24)

6 Parameter

6.1 Bedieneinheit DX-KEY-LED

7-Segment-LED-Anzeige

Die Anzeigeeinheit besteht aus einer sechsstelligen 7-Segment-LED-Anzeige mit fünf Dezimalpunkten. Die LED-Segmente leuchten rot.

EATON PowerXL DE1 - 7-Segment-LED-Anzeige - 1

Abbildung 58: 7-Segment-LED-Anzeige

EATON PowerXL DE1 - 7-Segment-LED-Anzeige - 2

Bei Motorüberlast (siehe Parameter P-08) blinken die fünf Dezimalpunkte.

EATON PowerXL DE1 - 7-Segment-LED-Anzeige - 3

Bei einer Parametersperre (siehe Parameter P-39) wird im linken Segment ein L (Lock, Sperre) angezeigt.

Mit Anlegen der vorgegebenen Versorgungsspannung (Anschlussklemmen L1/L, L2/N, L3) führt der Drehzahlstarter DE1... automatisch einen Selbsttest durch. In der Anzeige der eingesteckten Bedieneinheit leuchten nacheinander 5cRn-LoRd auf und in Abhängigkeit vom Betriebsmodus dann 5bP oder die Betriebswerte (Hz, rpm, A).

6.1.1 Tastenkombinationen

Tabelle 17: Tastenkombinationen der Bedieneinheiten

Funktion Tastenkombination
Adresse der Bedieneinheit (Keypad Port) in einem OP-BusEATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 1+EATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 2+EATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 3
Adresse des Drehzahlstarters DE1...EATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 4+EATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 5
Lüfter- und Anzeige-Test (FS2) 1) Taste zuerst betätigenEATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 6++ 1)EATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 7EATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 8EATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 9EATON PowerXL DE1 - Tastenkombinationen - 10

6.1.2 Parameterstruktur

In Verbindung mit der Bedieneinheit DX-KEY-LED sind die Parameter im Drehzahlstarter DE1..., bildlich gesprochen, seriell in einem geschlossenen Kreis angeordnet. Die Anwahl erfolgt mit Betätigung der OK-Taste (2 Sekunden lang gedrückt halten), beginnend mit P-01. Mit den beiden Pfeiltasten (UP, DOWN) können schrittweise alle Parameter bis P-14 angewählt werden.

Der erweiterte Parametersatz wird in Parameter P-14 mit Eingabe von 101 (= P-38, Werkseinstellung) geöffnet und in den Kreis eingebunden.

Mit P-00 im erweiterten Parametersatz wird über die OK-Taste eine zusätzliche Schleife mit Anzeigeparameter (P00-01 bis P00-20) geöffnet.

EATON PowerXL DE1 - Parameterstruktur - 1

flowchart
graph TD
    A["P-01"] --> B["P-02"]
    B --> C["P-03"]
    C --> D["P-14 10"]
    D --> E["(P-38)"]
    E --> F["P-14"]
    F --> G["P-15"]
    G --> H["P-16"]
    H --> I["P-41"]
    I --> J["P-51"]
    J --> K["P-52"]
    K --> L["P-53"]
    L --> M["P-54"]
    M --> N["OK"]
    N <--> O["P0-01"]
    O --> P["P0-02"]
    P --> Q["P0-03"]
    Q --> R["P0-20"]
    R --> N
    style N fill:#f9f,stroke:#333

Abbildung 59: Parameterstruktur

EATON PowerXL DE1 - Parameterstruktur - 2

Der Wert zur Freischaltung des erweiterten Parametersatzes wird durch Parameter P-38 bestimmt (Werkseinstellung: 101).

6 Parameter

6.1 Bedieneinheit DX-KEY-LED

6.1.3 Parameter einstellen

Die nachfolgende Tabelle 18 zeigt beispielhaft die Handhabungen an der externen Bedieneinheit DX-KEY-LED zum Auswählen und Einstellen des Parameters P-02 (f-min), wenn für einen Antrieb eine minimale Drehzahl (Frequenz) festgelegt werden soll.

Tabelle 18: Beispiel zum Einstellen eines Parameters

Reihenfolge Befehle Anzeige Beschreibung
0StopStopp-Zustand:Der Drehzahlstarter DE1... ist betriebsbereit.
1EATON PowerXL DE1 - Parameter einstellen - 1P-01OK-Taste etwa zwei Sekunden lang gedrückt halten.Die Anzeige wechselt zum Parameter P-01 (die rechte Ziffer 1 blinkt).
2EATON PowerXL DE1 - Parameter einstellen - 2P-02Die Pfeiltaste (UP) betätigen.Die Anzeige wechselt zum Parameter P-02 (die rechte Ziffer 2 blinkt).
3EATON PowerXL DE1 - Parameter einstellen - 3H 0.0OK-Taste betätigen.Die Anzeige wechselt in die Eingabeebene von Parameter P-02 (die rechte Ziffer 0 blinkt) und zeigt in der Werkseinstellung den Wert 0,0 Hz an.
4EATON PowerXL DE1 - Parameter einstellen - 4H 20.0Mit der Pfeiltaste (UP) kann der gewünschte Wert eingestellt werden (z. B. 20 Hz):Tippen → schrittweise ErhöhungGedrückthalten → exponentielle Erhöhung
5EATON PowerXL DE1 - Parameter einstellen - 5P-02StopOK-Taste betätigen.Der hier eingestellte Wert von P-02 (f-min = 20.0 Hz) wird gespeichert.Die Anzeige wechselt in die Parameterebene und zeigt P-02 an (die rechte Ziffer) blinkt. Mit den Pfeiltasten (UP, DOWN) kann ein anderer Parameter ausgewählt werden.OK-Taste etwa zwei Sekunden lang gedrückt gehalten.Der hier eingestellte Wert von P-02 (f-min = 20.0 Hz) wird gespeichert und die Parameterebene verlassen. Die Anzeige zeigt Stop an.
6EATON PowerXL DE1 - Parameter einstellen - 6H 20.0StopAnzeige P-02 (die rechte Ziffer blinkt).OK-Taste betätigt. Wechsel zurück in die Eingabeebene von P-02.Der Wert (f-min = 20.0 Hz) kann geändert werden (siehe Schritt 4).OK-Taste etwa zwei Sekunden lang gedrückt gehalten. Die Parameterebene verlassen.Die Anzeige zeigt Stop an.

EATON PowerXL DE1 - Parameter einstellen - 7

Wenn die Eingaben im Parameterbereich nicht mit der OK-Taste bestätigt werden und innerhalb von etwa 20 Sekunden keine weitere Eingabe erfolgt, wird der eingestellte Wert nicht gespeichert und die Parameterebene automatisch verlassen.

Die Anzeige zeigt 5E_ an.

Mit der in Tabelle 18 beschriebenen Einstellung startet der Drehzahlstarter DE1... bei einem Freigabesignal (FWD, REV) den Antrieb mit der eingestellten Beschleunigungsrampe (P-03) auf 20 Hz (= f-min), wenn der Frequenzsollwert (f-REF) null ist.

Mit einem Frequenzsollwert von beispielsweise 0 bis 10 V kann die Drehzahl des Antriebes von 20 Hz (= f-min) bis auf f-max (P-09) eingestellt werden.

6.2 drivesConnect

drivesConnect Parameter -Editor Antriebssteuerung / Monitor Funktionsblock -Editor Scope / Datenlogger EATON Powering Business Worldwide Bereit

Abbildung 60: Themenbereiche von drivesConnect im Startfenster

Die Parametriersoftware drivesConnect ermöglicht über einen PC die schnelle Parametrierung, Bedienung und Diagnose sowie die Dokumentation (Ausdruck und Speicherung der Parameterlisten) und den Datentransfer mit einem Drehzahlstarter DE1... Sie kann über das Internet (www.eaton.eu) heruntergeladen und installiert werden. Die Software drivesConnect ist lauffähig unter den Betriebssystemen Windows 7, Windows 8 und Windows XP. Ältere Windows Betriebssysteme werden nicht unterstützt.

Die Verbindung von einem Computer mit der Software drivesConnect zum Drehzahlstarter DE1... erfolgt über die frontseitig angeordnete RJ45-Schnittstelle und erfordert eine Verbindung über den Schnittstellenumsetzer DX-CBL-PC-1M5 oder die Bluetooth-Anschaltung DX-COM-STICK.

EATON PowerXL DE1 - drivesConnect - 2

Weitere Informationen zu der Software drivesConnect und zum erforderlichen Zubehör (DX-CBL-PC-1M5 oder DX-COM-STICK) finden Sie im Anhang.

EATON PowerXL DE1 - drivesConnect - 3

Sie können die Software drivesConnect von hier beziehen: http://www.drive-support-studio.com/OTS/Eaton/downloads/deploy/drivesConnect.htm

6 Parameter

6.3 Modbus RTU und CANopen

6.3 Modbus RTU und CANopen

Modbus RTU ermöglicht eine zyklische Parametrierung und Steuerung des Drehzahlstarters DE1... über ein zentral gesteuertes Bussystem.

Die Einbindung in das Bussystem erfolgt über die frontseitig angeordnete RJ45-Schnittstelle des DE1... mit dem Verbindungskabel DX-CBL-RJ45-... (Patch-Kabel) und dem Splitter DX-SPL-RJ45-... (T-Steckverbinder).

EATON PowerXL DE1 - Modbus RTU und CANopen - 1

Weitere Informationen zum Thema Modbus RTU bzw. CANopen finden Sie in den beiden Handbüchern

  • MN040018: „Modbus RTU – Kommunikationshandbuch für Frequenzumrichter DA1, DC1, DE1“,
  • MN040019: „CANopen – Kommunikationshandbuch für Frequenzumrichter DA1, DC1, DE11“.

6.4 SmartWire-DT

Der Drehzahlstarter DE1... kann über das zentral gesteuerte Verdrahtungssystem SmartWire-DT zyklisch parametriert und gesteuert werden. Das System SmartWire-DT erfordert eine spezielle, 8-polige Verbindungsleitung und zugehörige Stecker.

Die Anschaltung des Drehzahlstarters DE1... an das SmartWire-DT-Verdrahtungssystem erfordert die optional erhältliche Anschaltbaugruppe DX-NET-SWD3. Sie wird in die frontseitig angeordnete RJ45-Schnittstelle des Drehzahlstarters DE1... eingesteckt (→ Abschnitt 9.3, „SmartWire-DT DX-NET-SWD3“, Seite 134).

EATON PowerXL DE1 - SmartWire-DT - 1

Abbildung 61: SWD-Anschaltbaugruppe DX-NET-SWD3

EATON PowerXL DE1 - SmartWire-DT - 2

Weitere Informationen und eine ausführliche Beschreibung zur SWD-Anschaltung finden Sie im Handbuch MN04012009Z-DE, „DX-NET-SWD Anschaltbaugruppe SmartWire-DT für Frequenzumrichter PowerXL™“.

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

6.5 Parameterbeschreibung

In den nachfolgenden Beschreibungen der Parameter haben die in den Tabelen verwendeten Abkürzungen folgende Bedeutung:

AbkürzungBedeutung
Modbus IDIdentifikationsnummer des Parameters im Modbus (Identification number)
RUN Zugriffsrechtauf den Parameter im Betrieb (Laufmeldung Run)
STOP Zugriffrechtauf den Parameter nur im STOP-Modus
ro/rw Lese- und Schreibrecht der Parameter:
Name Kurzbezeichnung des Parameters
Wert Einstellwertdes ParametersWertebereichAnzeigewert
WEWerkseinstellung (Wert des Parameters im Auslieferzustand).Die Werte in den Klammern sind Werkseinstellungen bei 60 Hz.
SeiteSeitenzahl in diesem Handbuch, wo der Parameter detailliert beschrieben wird

6.5.1 Beschleunigungs- und Verzögerungszeit

Tabelle 19: Parameter Rampenzeiten

Panel CodeModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibung
RUN, STOPro/rw
P-01129STOPrwf-maxP-02 - 250.0 (300.0) Hz50 Hz (60 Hz)Bestimmt die max. Ausgangsfrequenz.Sie ist beliebig einstellbar zwischen „f-min“ (P-02) und der 5-fachen Nennfrequenz des Motors, eingestellt mit P-09.„Motor-Nenndrehzahl“ (P-10) = 0, Anzeige der max. Ausgangsfrequenz in Hz„Motor-Nenndrehzahl“ (P-10) > 0, Anzeige der max. Drehzahl in U/min.
P-02130STOPrwf-min0 Hz - P-010 HzBestimmt die min. Ausgangsfrequenz.Sie ist beliebig einstellbar zwischen 0 und f-max (P-01).„Motor-Nenndrehzahl“ (P-10) = 0, Anzeige der min. Ausgangsfrequenz in Hz„Motor-Nenndrehzahl“ (P-10) > 0, Anzeige der min. Drehzahl in U/min.
P-03131RUNrwt-acc0.1 - 300 s5.0 sEinstellung der Beschleunigungszeit in Sekunden.Die mit P-03 eingestellte Zeit ist die Zeit zum Beschleunigen vom Stillstand auf die mit P-09 eingestellte Nennfrequenz des Motors.
P-04132RUNrwt-dec0.1 - 300 s5.0 sEinstellung der Verzögerungszeit in Sekunden.Die mit P-04 eingestellte Zeit ist die Zeit zum Verzögern von der mit P-09 eingestellten Nenn-frequenz des Motors zum Stillstand.
P-05133RUNrwStopp Modus0; 11Bestimmt das Verhalten des Antriebs, wenn das Freigabesignal weggenommen wird.0: Auslauf. Wenn das Freigabesignal weggenommen wird, wird der Ausgang des Gerätes sofort gesperrt und der Motor trudelt aus.1: Rampe. Wenn das Freigabesignal weggenommen wird, fährt der Antrieb mit der mit P-04 eingestellten Verzögerungsrampe zum Stillstand.
P-31159RUNrwÜber-spannungs-kontrolle0; 1 0 Die Überspannungsregelungverhindert das Abschalten des Antriebs, wenn der Motor Energie zurückspeist. Ist diese Funktion gesperrt, schaltet der Antrieb mit einer Über-spannungsmeldung ab, anstatt die Rampenzeit automatisch zu verlängern.0: EIN. Überspannungs-Kontrolle freigegeben1: AUS. Überspannungs-Kontrolle gesperrt

EATON PowerXL DE1 - Beschleunigungs- und Verzögerungszeit - 1

Abbildung 62: Beschleunigungs- und Verzögerungszeit

EATON PowerXL DE1 - Beschleunigungs- und Verzögerungszeit - 2

Bezugspunkte für die in Parameter P-03 und P-04 eingestellten Beschleunigungs- und Verzögerungszeiten sind stets 0 Hz und die Nennfrequenz des Motors (P-09).

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

In Bezug auf die Nennfrequenz des Motors (P-09) können für eine maximale Ausgangsfrequenz P-01 die Beschleunigungszeit t1 und Verzögerungszeit t2 wie folgt berechnet werden:

$$ \boxed {t _ {1} = \frac {\mathrm{P-01} \times \mathrm{P-03}}{\mathrm{P-09} \mathrm{P-09}}, t _ {2} = \frac {\mathrm{P-01} \times \mathrm{P-04}}{\mathrm{P-09} \mathrm{P-09}}} $$

Bei einer vorgegebenen Beschleunigungszeit t_1 bzw. Verzögerungszeit t_2 können für eine höhere Ausgangsfrequenz (P-01) die erforderlichen Einstellwerte für P-03 (t-acc) bzw. P-04 (t-dec) wie folgt berechnet werden:

$$ \boxed {P - 0 3 = \frac {t _ {1} \times P - 0 9}{P - 0 1 P - 0 1}, \quad P - 0 4 = \frac {t _ {2} \times P - 0 9}{}} $$

EATON PowerXL DE1 - Parameterbeschreibung - 1

Die eingestellten Beschleunigungs- (P-03) und Verzögerungszeiten (P-04) gelten für alle Änderungen des Frequenzsollwertes (f-REF).

Werden für f-min (P-02) von 0 Hz abweichende Werte eingestellt, so beschleunigt der Antrieb nach der Freigabe (FWD, REV) mit der unter P-03 eingestellten Beschleunigungszeit auf den Wert von f-min in der Zeit tf-min.

Beispiel

$$ \mathrm{P} - 0 2 = 2 0 \mathrm{Hz} (= \mathrm{f} - \min), \mathrm{P} - 0 3 = 5 \mathrm{s}, \mathrm{P} - 0 9 = 5 0 \mathrm{Hz} $$

$$ t _ {f - \min} = \frac {P - 0 2 \times P - 0 3}{P - 0 9 5 0 \mathrm{Hz}} = \frac {2 0 \mathrm{Hz} \times 5 \mathrm{s}}{} = 2 \mathrm{s} $$

Die Überspannungskontrolle (Werkseinstellung: P-31 = 0) überwacht die Höhe der Zwischenkreisspannung und verhindert ein Abschalten des Drehzahlstarters DE1..., wenn es in Folge einer Energierückspeisung zu einer Überhöhung der Zwischenkreisspannung kommt. Die Ausgangsfrequenz wird dabei automatisch angepaßt (U/f).

Die Fehlermeldung bei überhöhter Zwischenkreisspannung P-31 = 1 lautet: LED Fault Code: 3 pulses – over voltage.

EATON PowerXL DE1 - Beispiel - 1

Im Dauerbetrieb kann eine überhöhte Zwischenkreisspannung zu einer zeitweiligen Drehzahlerhöhung des Motors führen. Bei einem Betrieb mit Verzögerungsrampe P-04 wirkt diese Frequenzanhebung wie eine Rampenverlängerung.

6.5.2 Motordaten

P-07 P-08 230/400 V 3.2/1.9 A 0.75 kW cosφ0.79 1410 min⁻¹ 50 Hz P-10 P-09

Abbildung 63: Motorparameter vom Leistungsschild

EATON PowerXL DE1 - Motordaten - 2

In der Werkseinstellung sind die Motordaten (P-07, P-08, P-09) – in Abhängigkeit von der Leistungsgröße – auf die Bemessungs-daten des Drehzahlstarters DE1... eingestellt.

EATON PowerXL DE1 - Motordaten - 3

Parameter P-10 ist in der Werkseinstellung auf 0, den frequenz-gesteuerten U/f-Modus eingestellt. Wird hier die Motordrehzahl eingestellt, ist automatisch die Schlupfkompensation aktiviert und alle frequenzbasierten Parameter in Umdrehungen pro Minute dargestellt, → Tabelle 23, Seite 96.

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl der Leistungsdaten die Abhängigkeit der Schaltungsart von der Höhe der speisenden Netzspannung:

• 230 V in P-07 → Dreieckschaltung → P-08 = 3,2 A
• 400 V in P-07 → Sternschaltung → P-08 = 1,9 A

EATON PowerXL DE1 - Motordaten - 4

EATON PowerXL DE1 - Motordaten - 5

Abbildung 64: Schaltungsarten (Dreieck, Stern)

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

Tabelle 20: Parameter P-07, P-08, P-09, P-10

Panel CodeModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibung
RUN, STOPro/rw
P-07135STOPrwMotor Nennspannung50 - 500 V 220 V,230 V,380 V,400 V,460 VDefiniert die Nennspannung des Motors.Ist die Ausgangsfrequenz höher als die Nennfrequenz des Motors (P-09), bleibt die Ausgangsspannung auf dem mit P-07 eingestellten Wert.
P-08^1) 136 STOP rwMotorNennstrom(10 - 100 %) I_e I_e Durch die Einstellung des Motor-Nennstroms wird gleichzeitig die Motor-schutzfunktion an den Motor angepasst.Wenn der Motorstrom den mit P-08 einge-stellten Wert überschreitet, zeigen die blinkenden Punkte auf dem Display (Option) an,dass eine Überlast vorliegt. Wenn diese Situation länger anhält, kann es sein, dass das Gerät aufgrund von Überlast abschaltet. Anzeige: I_t - t_rP
P-09137 STOP rwMotor Nenn-frequenz20.0 - 300 Hz50 Hz(60 Hz)Nennfrequenz des Motors.Dies ist die Frequenz, bei der die Ausgangs-spannung der Motor-Nennspannung entspricht. Unterhalb dieser Frequenz erhält der Motor eine reduzierte Spannung, darüber hinaus die Motor-Nennspannung.
P-10138 STOP rwMotor-Nenn-drehzahl0/200 - 18000 rpm0Nenndrehzahl des Motors.P-10: 0: Anzeige der Ausgangsfrequenz in HzP-10 > 0: die auf die Drehzahl bezogenen Parameter (P-01, P-02, ... ) werden in U/min angezeigt. Darüber hinaus wird die Schlupfkompensation aktiviert, die dafür sorgt, dass die Motordrehzahl auch bei Belastungsänderungen konstant bleibt. Entspricht der für P-10 eingegebene Wert einer Synchrondrehzahl (z. B. 3000 U/min bei einem 2-poligen Motor bei 50 Hz), wird die Drehzahl in U/min angezeigt, jedoch keine Schlupfkompensation aktiviert.

1) Die Werte des Parameters werden beim Kopieren in einen Drehzahlstarter DE1... eines anderen Leistungstyps nicht mitübertragen.

6.5.3 Motorschutz

6.5.3.1 Überlastschutz (I x t)

Zum Schutz des Motors vor thermischer Überlast wird beim Drehzahlstarter DE1... ein thermisches Motormodell mit I x t-Charakteristik berechnet, basierend auf dem Wert von Parameter P-08. Wenn der Motornennstrom geringer ist als der Bemessungsstrom des DE1..., muss dieser geringere Wert in Parameter P-08 eingegeben oder mit Potenziometer I-Motor über das Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET eingestellt werden.

EATON PowerXL DE1 - Überlastschutz (I x t) - 1

Maßnahmen zum Schutz des Motors vor thermischer Überlast können auch mit einem Bimetallrelais, Thermistoren usw. erfüllt werden.

ACHTUNG

Das thermische Berechnungsmodell schützt den Motor nicht bei reduzierter Kühlung, die beispielsweise durch Schmutz, Staub oder Sonstiges hervorgerufen wird.

Das berechnete thermische Abbild des Motors wird beim Abschalten der Versorgungsspannung automatisch gespeichert und beim Wiedereinschalten als Basis zur weiteren Berechnung genutzt. Mit P-33 = 1 wird es automatisch auf 0 gesetzt.

Wenn der Motorstrom längere Zeit über den in P-08 eingestellten Wert (l x t) liegt, wird der Drehzahlstarter DE1... automatisch mit folgender Fehlermeldung abgeschaltet:

• LED Fault Code: 1 pulse – overload.
- DX-KEY-LED: I.E - E r P . Die Überlastzeit bis zur Abschaltung wird durch blinkende Dezimalpunkte angezeigt.

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 1

Die Fehlermeldung muss durch Abschalten des Freigabesignals (FWD, REV) oder über die Bedieneinheit durch Betätigung der STOP-Taste oder durch Abschalten der Netzspannung quittiert werden.

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

Tabelle 21: Parameter P-33

Panel CodeModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibung
RUN, STOPro/rw
P-33161STOPrwThermischer Speicher Motor0; 10Bei freigegebener Funktion wird das berechnete thermische Abbild des Motors beim Abschalten der Versorgungsspannung automatisch gespeichert. Der gespeicherte Wert wird beim Wiedereinschalten benutzt. Ist diese Funktion gesperrt, wird das “thermische Gedächtnis” bei jedem Wiedereinschalten auf Null gesetzt.0: EIN. Thermischer Speicher freigegeben1: AUS. Thermischer Speicher gesperrt

6.5.3.2 Thermistorschutz

Die Temperaturmessung in den Stator-Wicklungen des Motors ist der effektivste Schutz vor thermischer Überlast. Der Drehzahlstarter DE1... ermöglicht den direkten Anschluss von Temperaturfühlern mit positivem Temperaturkoeffizienten (PTC):

  • Thermistor
    • Temperaturschalter (Thermo-Click)

ACHTUNG

Der Drehzahlstarter DE1... ist nach der Norm IEC/EN 61800-5-1 gebaut. Dies bedingt zwischen Netzstromkreisen und Stromkreisen mit niedriger Spannung eine verstärkte Isolierung. Daher muss ein Thermistor im Motor gegenüber der Motorwicklung verstärkt isoliert sein, um nicht das komplette Isolationssystem des PDS zu schwächen.

Der Thermistor wird zwischen +10 V und DI3 (Steuerklemmen +10 V und 3) angeschlossen. In der Konfiguration P-15 = 1 / 3 / 5 / 7 / 9 wird er als externe Fehlermeldung (EXTFLT) aktiv.

Der Drehzahlstarter DE1... wird automatisch bei 3600 Ω mit folgender Fehlermeldung abgeschaltet:

Bei abgekühlter Motorwicklung (= abgekühlten Thermistoren) kann bei einem Wert unter 1600 Ω die Fehlermeldung quittiert (Reset) werden.

+10 V 3 EXTFLT B M 3~ B B

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 2

line | Temperature Change | Resistance (Ω) | | ------------------ | -------------- | | -20 grd | 750 | | -5 grd | 1600 | | +5 grd | 12000 | | +15 grd | 12000 |

Abbildung 65: Anschlussbeispiel Thermistor und Auslösekennlinie

Tabelle 22: Parameter P-15, P-19

Panel CodeModbus IDZugriffsrecht Name Wert WE Beschreibung
RUN, STOPro/rw
P-15143STOPrwDI Konfiguration Auswahl0, 1, ..., 90Konfiguration der Digitaleingänge mit einer festen Liste an KombinationenDie Einstellung von P-15 bestimmt die Belegung der Steuerklemmen, abhängig von der Einstellung mit P-12. Belegung im Klemmenbetrieb (P-12=0):Mit P-12 = 0 können die Steuerklemmen DI1 bis DI4 auf folgende Funktionen eingestellt werden:
ModeDI1DI2
0FWDREV
1FWDREV
2FWDREV
3FWDSelect REF/f-Fix1
4FWDUP
5FWDUP
6FWDREV
7FWDSelect f-Fix Bit0
8STARTDIR
9STARTDIR
P-19147STOPrwDI3 Logik0; 10Dieser Parameter bestimmt die Logik des digitalen Eingangs 3.0: High = o. k., Low = Fehler1: Low = o. k., High = Fehler (wenn P15 auf 1, 3, 5, 7 oder 9 gesetzt wird (Externer Fehler))

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

6.5.4 U/f-Kennlinie

Der Wechselrichter im Drehzahlstarter DE1... arbeitet mit einer sinusbewerteten Pulsweitenmodulation (PWM). Die Ansteuerung der IGBTs erfolgt dabei durch zwei auf der U/f-Steuerung basierende Steuerverfahren mit folgenden Merkmalen:

U/f (P-10 = 0)

• Frequenzsteuerung (Hz).
- Paralleler Anschluss mehrerer Motoren.
- Großer Leistungsunterschied zwischen Drehzahlstarter DE1... und Motor (PDE1... >> PMotor).
- Schalten im Ausgang.

U/f mit Schlupfkompensation (P-10 ≥ 200)

• Drehzahlsteuerung mit Schlupfkompensation,
- Alle frequenzbasierten Parameter werden in Umdrehungen pro Minute (min ^-1 , rpm) ausgewiesen.
- Einzelbetrieb (nur ein Motor angeschlossen. Der Leistungsunterschied darf maximal eine Größe kleiner sein als die des Drehzahlstarters DE1...

Tabelle 23: Parameter P-06, P-11

Panel CodeModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibung
RUN, STOPro/rw
P-06134STOPrwEnergie- optimierung0; 10Wenn die Energieoptimierung aktiviert ist, wird die Ausgangsspannung dynamisch lastabhängig verändert. Dies führt zu einer Spannungsreduzierung bei Teillast und reduziert den Energieverbrauch. Diese Betriebsart ist für dynamische Anwendungen mit sich schnell verändernder Belastung nicht geeignet.0: deaktiviert1: aktiviert
P-11139RUNrwU-Boost0.0 - 40.0 %0.0 %Anhebung der Motorspannung bei geringen Ausgangsfrequenzen, um Startmoment und Rundlauf bei kleinen Drehzahlen zu verbessern. Ein zu hoher Wert kann zu erhöhtem Motorstrom und damit zu erhöhter Erwärmung führen. Möglicherweise ist eine verstärkte Motorkühlung erforderlich.

U/f-Steuermodus

Die Spannungs-/Frequenz-Steuerung (U/f-Kennlinie) kennzeichnet das Steuerverfahren des Drehzahlstarters DE1..., bei dem die Motorspannung in einem bestimmten Verhältnis zur Frequenz gesteuert wird. Ist das Spannungs-/Frequenz-Verhältnis konstant, spricht man von einer linearen U/f-Kennlinie.

In einer Standardanwendung entsprechen die Eckwerte ① der U/f-Kennlinie (z. B.: 400 V/50 Hz) den Bemessungsdaten des angeschlossenen Motors (siehe das Leistungsschild des Motors):

  • Ausgangsspannung = Motor-Nennspannung (P-07)
  • Eckfrequenz = Motor-Nennfrequenz (P-09)

EATON PowerXL DE1 - U/f-Steuermodus - 1

Abbildung 66: U/f-Kennlinie

Spannungsanhebung (Boost)

Im Bereich unterhalb etwa 50 % der Bemessungsdaten des Motors fallen Wirkungsgrad (η) und Leistungsfaktor (cos φ) stark ab. In Abhängigkeit von Art und Ausprägung des Rotors nehmen die Rundlauf eigenschaften ab und der Strombedarf steigt an.

Mit der Spannungsanhebung (Boost, P-11) können diese Auswirkungen auf das Startmoment und die Rundlauf eigenschaften des Motors bei kleinen Frequenzen verbessert werden.

EATON PowerXL DE1 - Spannungsanhebung (Boost) - 1

Die höhere Startspannung (Boost) hat einen höheren Motorstrom und damit eine höhere Erwärmung des Motors zur Folge. Möglicherweise ist eine verstärkte Motorkühlung (Fremdlüfter) erforderlich.

Die Spannungsanhebung (P-11) kann auf Werte bis zu maximal 40 % der Bemessungsspannung des Motors (P-07) eingestellt werden. Die mit P-11 eingestellte Spannungsanhebung ist bis etwa 50 % der Motornennfrequenz (P-09) wirksam.

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

Energieoptimierung

Mit Parameter P-06 = 1 wird der Energieoptimierer des Drehzahlstarters DE1... aktiviert und dadurch die Ausgangsspannung automatisch und lastabhängig verändert. Bei Teillast werden mit dieser Funktion die Ausgangsspannung und so die Verluste im Motor reduziert. Der Energieverbrauch verringert sich.

EATON PowerXL DE1 - Energieoptimierung - 1

Diese Einstellung ist nicht für dynamische Applikationen mit schnellen Lastwechseln geeignet!

U/f-Steuerung mit Schlupfkompensation

Der Drehzahlstarter DE1... kann im U/f-Steuermodus mit Schlupfkompensation (P-10 ≧ 200) lastbedingte Drehzahlschwankungen kompensieren. Bei zunehmendem Lastmoment ① werden – vereinfacht dargestellt – die Ausgangsfrequenz ② und die Ausgangsspannung automatisch angehoben und die lastbedingte Drehzahländerung kompensiert. Die eingestellte Drehzahl (n₁) bleibt nahezu konstant. Voraussetzung für eine exakte Berechnung sind die genauen Leistungsschildangabendes Motors (P-07, P-08, P-09, P-10).

EATON PowerXL DE1 - U/f-Steuerung mit Schlupfkompensation - 1

Mit Aktivierung der Schlupfkompensation (P-10 ≥ 200) werden alle frequenzbezogenen Parameterwerte umgewandelt und in Umdrehungen pro Minute (min ^-1 , rpm) angezeigt.

Die Schlupfkompensation wird in dieser Einstellung nicht aktiviert, wenn ein synchroner Drehzahlwert eingegeben ist (z. B. 3000 U/min bei 50 Hz – dies entspricht der Synchrondrehzahl eines 2-poligen Motors).

EATON PowerXL DE1 - U/f-Steuerung mit Schlupfkompensation - 2

Abbildung 67: Drehzahlverhalten mit und ohne Schlupfkompensation.

Ohne Schlupfkompensation bewirken Laständerungen ① an der Motorwelle einen größeren Schlupf (Δn) und damit eine veränderte Läuferdrehzahl ②. Das Drehzahlverhalten eines Drehstrom-Asynchronmotors ist dabei vergleichbar dem Betrieb an einem konstanten Wechselstromnetz. Lastbedingte Drehzahländerungen (n1 → 2). werden nicht ausgeglichen.

6.5.5 Gleichstrombremsung

Bei der Gleichstrombremsung (DC-Bremsung) werden die Ständerwicklungen des angeschlossenen Drehstrommotors vom Drehzahlstarter DE1... aus mit Gleichstrom gespeist. Dadurch können sich bereits drehende Motoren (beispielsweise Pumpen oder Lüfter) vor einem Start abgebremst werden oder abgebremste Motoren (beispielsweise Transporteinrichtungen oder Wickler) für eine bestimmte Zeit in einer Stoppposition gehalten werden.

Die Gleichstrombremsung wird mit Parameter P-25 aktiviert und mit P-26 die Bremszeit definiert (maximal 10 Sekunden). Die Bremsspannung und damit das draus resultierende Bremsmoment kann mit P-27 eingestellt werden, als Prozentwert von der Motornennspannung P-07. Hohe Werte ermöglichen ein höheres Bremsmoment, haben andererseits eine höhere Erwärmung des Motors zur Folge.

Bei einer aktiven Verzögerungsrampe (P-05 = 1) kann in Parameter P-28 eine Einschaltfrequenz definiert werden, bei der automatisch nach erfolgtem Stopp-Befehl auf die Gleichstrombremsung umgeschaltet wird.

Bei P-05 = 0 („freier Auslauf“) wird die Gleichstrombremsung direkt mit dem Stopp-Befehl aktiviert. P-28 ist hierbei unwirksam.

Tabelle 24: Parameter Gleichstrombremsung

Panel CodeModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibung
RUN, STOPro/rw
P-25153STOPrwDC-Bremse0 - 30Bestimmt die Betriebszustände, in denen DC-Bremsung aktiviert wird.0: Aus1: Ein bei Stopp2: Ein vor dem Start3: Ein vor dem Start und bei Stopp
P-26154 RUNrw t-DC-Bremse@Stopp0 - 10 s0.0 sDauer der DC Bremsung beim Stopp und vor dem Start
P-27155RUNrwDC-Bremse Spannung(0 - 100 %) P-070.0 sDC-Spannung als Prozentsatz der „Motor-Nennspannung“, die während der DC-Brem-sung am Motor anliegt.
P-28156RUNrwf-DC-Bremse@ Stopp0 - P-010.0 HzAusgangsfrequenz in Hz, bei der die DC-Bremsung während der Verzögerungsphase einsetzt.Mit „Stopp Modus“ = Auslauf, beginnt die DC-Bremsung sofort nach dem Stopp-Befehl.

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

6.5.6 Konfiguration der Steuerklemmen

Die Funktion der Steuerklemmen 1 bis 4 kann mit Parameter P-15 konfiguriert werden. Dabei wird der Zugriff auf die Steuersignale und Sollwerte, auch in Kombination mit einer externen Bedieneinheit, Modbus RTU oder SmartWire-DT, in Parameter P-12 eingestellt (Prozessdatenzugriff).

EATON PowerXL DE1 - Konfiguration der Steuerklemmen - 1

Beim Drehzahlstarter DE1... wird die rechtsdrehende Drehfeldrichtung der Ausgangsfrequenz (FWD) stets als Basis betrachtet und in allen Bereichen ohne Vorzeichen abgebildet. Die invertierte Drehfeldrichtung (Linksdrehfeld REV) wird mit einem Minus-Vorzeichen gekennzeichnet.

Die analoge (f-REF) und digitale Sollwertvorgabe (UP, DOWN) sowie die Festfrequenzen (FF1 bis FF4) und die Auswahl der Drehfeldrichtung (FWD, REV) werden beim Drehzahlstarter DE1... generell als Sollwert bezeichnet. Zur Steuerung gehören der Startbefehl (START), die Drehrichtungsumkehr (DIR) und die externe Fehlermeldung (EXTFLT).

In der Werkseinstellung erfolgen die Steuerung und die Sollwertvorgabe des DE1... über die Steuerklemmen (P-12 = 0, P-15 = 0).

0 V 4321+10 V FWD REV f-Fix1 f-REF

Abbildung 68: Werkseinstellung der Steuerklemmen

FWD = Rechtsdrehfeld

REV = Linksdrehfeld

Abbildung 69: Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET

EATON PowerXL DE1 - Konfiguration der Steuerklemmen - 3

Das optionale Konfigurationsmodul DXE-EXT-SET kann nur in der Parametereinstellung P-12 = 0 angewendet werden. Die Funktion der Steuerklemmen (P-15) wird dabei durch den Wahlschalter „Mode“ eingestellt.

Die hier angewandten Abkürzungen für die Funktion der Steuerklemmen haben folgende Bedeutung:

Tabelle 25: Funktion der Steuerklemmen

Konfiguration Beschreibung
FWD, REVAuswahl der Drehfeldrichtung (= Freigabe und Startbefehl):FWD = Rechtsdrehfeld an DI1REV = Linksdrehfeld an DI2XOR-Verriegelung (exklusives Oder).Wenn beide Drehfeldrichtungen angewählt sind (H-Pegel), wird der Antrieb abgeschaltet.
f-Fix1Festfrequenz FF1 (20 Hz = P-20)Bei Aktivierung (H-Pegel) hat das analoge Sollwertsignal (f-REF) keine Wirkung.
f-RefAnaloger Frequenzsollwert 0 - +10 V an AI1/DI4 (Bezugspotenzial 0 V)Signalbereich (P-16)Einstellbereich von f-min (P-02) bis f-max (P-01)
EXTFLT • Externe Fehlermeldung an DI3Schaltet den Drehzahlstarter DE1... bei fehlendem Signal ab (L-Pegel).Eingang für ein digitales Signal oder Thermistor
Select f-Fix Bit0,Select f-Fix Bit1.Binär codierte Auswahl (H-Pegel) der Festfrequenzen:f2 = Ausgangsfrequenz des Drehzahlstarters DE1...
Fest-FrequenzSelect f-Fix Bit0Select f-Fix Bit1f2Parameter
f-Fix1 L L 20Hz P-20
f-Fix2 H L 30Hz P-21
f-Fix3 L H 40Hz P-22
f-Fix4 H H 50Hz P-23
UP, DOWNDigitaler Frequenzsollwert im Bereich von f-min (P-02) bis f-max (P-01).Ansteuerung (H-Pegel) mit UP = erhöhen und DOWN = reduzieren.
START, DIRSTART = Freigabe (H-Pegel) an DI1 und Start-Befehl, mit der an DI2 (= DIR)vorgewählten Drehrichtung: H = Linksdrehfeld, L = Rechtsdrehfeld

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

Tabelle 26: Parameter „Steuerklemmen konfigurieren“

Panel CodeModbus IDZugriffsrecht Name Wert WE Beschreibung
RUN, STOPro/rw
P-12140RUNrwProcess-DataAccess0, 1, ..., 13 0 Lokale Einstellung der Befehls- und Sollwertquelle
0: Klemmenbetrieb. Der Antrieb reagiert direkt auf Signale an den Steuerklemmen.1: Der Antrieb kann in einer Drehrichtung über eine externe Bedieneinheit gesteuert werden.2: Der Antrieb kann in beiden Drehrichtungen über eine externe Bedieneinheit gesteuert werden.Wechsel der Drehrichtung durch Betätigen von START.3: Steuerung über Modbus RTU-Kommunikation9: SmartWire Steuerung und Sollwert10: SmartWire Steuerung und Sollwert über Klemme11: Steuerung über Klemme und Sollwert über SmartWire12: nicht erlaubtnur bei DE11:7: CANopen: interne Rampenzeit8: CANopen: CANopen-Rampenzeit
Erweiterter Parameterbereich (Zugriffscode: P-14 = 101 in der Werkseinstellung)
P-15143STOPrwDI Konfiguration Auswahl0, 1, ..., 90Konfiguration der Digitaleingänge mit einer festen Liste an KombinationenDie Einstellung von P-15 bestimmt die Belegung der Steuerklemmen, abhängig von der Einstellung mit P-12.Belegung im Klemmenbetrieb (P-12=0):
ModeDI1DI2
0FWDREV
1FWDREV
2FWDREV
3FWDSelect REF/f-Fix1
4FWDUP
5FWDUP
6FWDREV
7FWDSelect f-Fix Bit0
8STARTDIR
9STARTDIR

6.5.6.1 Steuerklemmen und Bedieneinheit

In Verbindung mit einer optionalen externen Bedieneinheit (DXE-KEY-LED) kann die Start-Stopp-Steuerung des Antriebs über die START- und STOP-Taste vorgegeben und die Drehzahl bzw. der Frequenzsollwert über die beiden Pfeil-Tasten eingestellt werden.

EATON PowerXL DE1 - Steuerklemmen und Bedieneinheit - 1

In der Werkseinstellung wird der hier eingestellte digitale Frequenzsollwert nicht gespeichert. Er wird mit jedem Stopp-Befehl automatisch auf null zurückgesetzt,

→ Abschnitt 6.5.6.4, „Digital-Sollwert Reset-Modus“, Seite 107.

EATON PowerXL DE1 - Steuerklemmen und Bedieneinheit - 2

Abbildung 70: Optionale Bedieneinheit DX-KEY-LED und Steuerklemme P-15 = 0 (Werkseinstellung, Mode 0)

P-12 = 1 (eine Drehrichtung)

Mit der START-Taste wird der Antrieb in die durch die Steuerklemmen DI1 (FWD) bzw. DI2 (REV) vorgegebene Drehfeldrichtung gestartet.

P-12 = 2 (zwei Drehrichtungen)

Mit der START-Taste wird der Antrieb in die durch die Steuerklemmen DI1 (FWD) bzw. DI2 (REV) vorgegebene Drehfeldrichtung gestartet. Eine erneute Betätigung der START-Taste bewirkt ein automatisches Umsteuern in die andere Drehrichtung.

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

In beiden Einstellungen (P-12 = 1, P-12 = 2) können die Steuerklemmen mit P-15 wie folgt konfiguriert werden:

Tabelle 27: Konfiguration mit externer Bedieneinheit

P-15 (Mode)DI1 DI2 DI3 AI1/DI4
0FWDREVf-Fix1n. F. REF - bei DE11
1FWD REV EXTFLT n. F.REF - bei DE11
2FWDREVSelect f-Fix Bit0Select f-Fix Bit1
3FWD f-Fix1 EXTFLT n. F.REF - bei DE11
4FWD UP f-Fix1 DOWN
5 FWD UP EXTFLT DOWN
6 FWD REV UP DOWN
7FWDSelect f-Fix Bit0EXTFLTSelect f-Fix Bit1
8STARTDIRf-Fix1n. F. REF - bei DE11
9START DIR EXTFLT n. F.REF - bei DE11

n. F. = no Function
In dieser Konfiguration hat die Steuerklemme keine Funktion!

6.5.6.2 Steuerklemmen und Modbus RTU

Die Konfigurationsvarianten (P-15) der Steuerklemmen in Verbindung mit Modbus RTU ist im Handbuch MN040018, „Modbus RTU – Kommunikationshandbuch für Frequenzumrichter DA1, DC1, DE1“, beschrieben.

6.5.6.3 SmartWire-DT

In Verbindung mit SmartWire-DT können die Steuerklemmen in Parameter P-15 wie nachfolgend aufgeführt konfiguriert werden.

EATON PowerXL DE1 - SmartWire-DT - 1

Der Prozessdatenzugriff über SmartWire-DT (P-12 = 9, 10, 11, 13) erfordert ein SmartWire-DT Modul DX-NET-SWD3.

EATON PowerXL DE1 - SmartWire-DT - 2

Weitere Informationen und technische Daten zu SmartWire-DT und zum Anschaltmodul DX-NET-SWD3 entnehmen Sie bitte dem Handbuch MN04012009Z.

P-12 = 9 (SWD-Steuerung + SWD-Sollwert)

P-12 = 11 (lokale Steuerung + SWD-Sollwert), Freigabe mit DI1, externe Fehlermeldung an DI3.

Tabelle 28: Konfiguration mit SWD und P-12 (= 9, 11)

n. F. = no Function
In dieser Konfiguration hat die Steuerklemme keine Funktion!

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

P-12 = 10 (Steuerung), Sollwert über Steuerklemmen

Tabelle 29: Konfiguration mit SWD und P-12 (= 10)

P-15 (Mode)DI1 DI2 DI3 AI1/DI4
0 START n. F. f-Fix1 f-REF
1 START n. F. EXTFLT f-REF
2 START P-01 Select f-Fix Bit0 Select f-Fix Bit1
3START f-Fix1 EXTFLT f-REF
4 START UP f-Fix1 DOWN
5 START UP EXTFLT DOWN
6START n. F. UP DOWN
7STARTSelect f-Fix Bit0EXTFLTSelect f-Fix Bit1
8 START n. F. f-Fix1 f-REF
9 START n. F. EXTFLT f-REF

n. F. = no Function
In dieser Konfiguration hat die Steuerklemme keine Funktion!
P-01 = maximale Ausgangsfrequenz

P-12 = 12 (SWD-Steuerung + SWD-Sollwert), automatische Umschaltung auf Steuerklemmen bei Kommunikationsunterbrechung.

P-12 = 13 (SWD-Steuerung + SWD-Sollwert), Sollwertfreigabe über Steuerklemmen.

Tabelle 30: Konfiguration mit SWD und P-12 (= 13)

P-15 (Mode)DI1 DI2 DI3 AI1/DI4
0FWDREVf-Fix1f-REF
1FWDREVEXTFLTf-REF
2FWDREVSelect f-Fix Bit0Select f-Fix Bit1
3FWD f-Fix1 EXTFLT f-REF
4FWDUPf-Fix1DOWN
5FWDUPEXTFLTDOWN
6FWDREVUPDOWN
7FWDSelect f-Fix Bit0EXTFLTSelect f-Fix Bit1
8 START DIRf-Fix1 f-REF
9 START DIREXTFLT f-REF

6.5.6.4 Digital-Sollwert Reset-Modus

Tabelle 31: Parameter P-24

Panel CodeZugriffsrechtNameWertWEBeschreibung
RUN, STOPro/rw
P-24 RUN rwDigital Soll-wert Reset-Modus0, 1, 2, 30Bestimmt das Verhalten des Antriebs bei START und Steuerung über die Bedieneinheit oder bei Steuerung über UP und DOWN Befehle an den Klemmen.0: Start mit min. Drehzahl1: Start mit der Drehzahl vor dem letzten Abschalten2: Start mit min. Drehzahl (Auto-r)3: Start mit der Drehzahl vor dem letzten Abschalten (Auto-r)Auto r: START und STOP auf der Bedieneinheit sind außer Funktion. Der Antrieb startet mit dem Freigabesignal an den Klemmen.

Mit der Konfiguration P-12 = 0 (Steuerbefehle über Klemmen) und P-15 = 4, 5 oder 6 kann der Frequenzsollwert digital eingestellt werden (UP/DOWN). Bei einer Netzspannungsunterbrechung oder nach einem Stopp-Befehl wird dieser digital eingestellte Sollwert immer automatisch auf 0 Hz zurückgestellt (P-24 = 0). Der Neustart erfolgt dann wieder mit dem Wert von Parameter P-02 (f-min).

Mit P-24 = 1 kann diese Reset-Funktion abgeschaltet werden. Der zuletzt eingestellte Sollwert wird vor dem Ausschalten gespeichert und bei einem Neustart automatisch aufgerufen. Für die Beschleunigungsrampe wird die unter P-03 (t-acc) eingestellte Zeit zugrunde gelegt.

Mit P-12 = 1 (oder = 2) kann die Steuerung und die Sollwertvorgabe über die optionale Bedieneinheit DX-KEY-LED erfolgen, vorausgesetzt ein Freigabesignal liegt an einem Digital-Eingang (DI1 oder DI2) an. Auch in dieser Konfiguration wird bei einer Netzspannungsunterbrechung oder nach einem Stopp-Befehl der digital eingestellte Sollwert immer automatisch auf 0 Hz zurückgestellt (P-24 = 0). Der Neustart erfolgt dann wieder mit dem Wert von Parameter P-02 (f-min). Mit P-24 = 1 kann auch hier die Reset-Funktion abgeschaltet werden.

Eine weitere Einstellmöglichkeit bietet Parameter P-24 mit den Werten 2 und 3. Hierbei werden die START- und STOP-Tasten der Bedieneinheit deaktiviert. Der Drehzahlstarter DE1... reagiert nur auf die Befehle über die Start- und Stopp-Befehle der Steuerklemmen, während der Frequenzsollwert über die beiden Pfeiltasten der Bedieneinheit digital eingestellt werden kann.

6 Parameter

6.5 Parameterbeschreibung

6.5.6.5 Analog-Eingang (AI1/DI4)

Steuerklemme 4 ist in der Werkseinstellung als Analog-Eingang AI1(0 - +10 V) konfiguriert. Bezugspotenzial ist Steuerklemme 0 V. Der Signalbereich des Analog-Eingangs kann in P-16 konfiguriert werden:

$$ 0 = 0 - 1 0 \mathrm{V} (\text { W e r k s e i n s t e l l u n g }) $$

$$ 1 = 0 - 2 0 \mathrm{mA} $$

2 = 4 - 20 mA (t 4 - 20 mA) mit Abschaltung des Antriebs und Fehlermeldung bei Drahtbruch

3 = 4 - 20 mA (r 4 - 20 mA), bei Drahtbruch fährt der Antrieb mit der eingestellten Rampenzeit (P-04) auf den Wert der Festfrequenz FF1 (P-20, WE = 20 Hz).

Mit P-17 kann das Eingangssignal von Analog-Eingang AI1 skaliert werden.

Beispiel

$$ \mathrm{P-01=50Hz,f-REF=0-10V} $$

$$ \mathrm{P} - 1 7 = 1. 0 0 0: (0 - + 1 0 \mathrm{V}) \times 1 \rightarrow 0 - 5 0 \mathrm{Hz} $$

Bei einer Sollwertspannung von 10 V erreicht die Ausgangsfrequenz den Wert von P-01 (100 %).

$$ \mathrm{P} - 1 7 = 0. 1 0 0: (0 - + 1 0 \mathrm{V}) \times 0, 1 \rightarrow 0 - 5 \mathrm{Hz} $$

Bei 10 V erreicht die Ausgangsfrequenz einen Wert von 10 % von P-01.

Hinweis

Höhere Sollwertspannungen (> 10 V) sind nicht zulässig!

$$ \mathrm{P} - 1 7 = 2. 0 0 0: (0 - + 5 (1 0) \mathrm{V}) \times 2 \rightarrow 0 - 5 0 (5 0) \mathrm{Hz} $$

Bei 5 V erreicht die Ausgangsfrequenz den Wert von P-01 und bleibt dann im Bereich von > 5 - 10 V konstant (Verstärkungs-faktor 200 %).

$$ P - 1 7 = 2. 5 0 0: (0 - + 4 (1 0) \mathrm{V}) \times 2, 5 \rightarrow 0 - 5 0 (5 0) \mathrm{Hz}, $$

Bei 4 erreicht die Ausgangsfrequenz den Wert von P-01 und bleibt dann im Bereich von > 4 - 10 V konstant (Verstärkungs-faktor 250 %).

EATON PowerXL DE1 - Hinweis - 1
Abbildung 71: Skalierter Sollwerteingang

Analog-Eingang AI1, Invertierung

Für Applikationen mit invertierter Sollwertspannung (f-max bei 0 V, f-min bei 10 V) kann der Analog-Eingang AI1 mit Parameter P-18 konfiguriert werden:

Panel CodeModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibung
RUN, STOPro/rw
P-16144STOPrwAI1 Signal Bereich0, 1, 2, 30Konfiguration des Analogeingangs 10: 0 - 10 V1: 0 - 20 mA2: t 4 - 20 mA (Abschaltung bei Drahtbruch)3: r 4 - 20 mA (fährt bei Drahtbruch mit Rampe auf Festfrequenz 1 (P-20))
P-17145RUNrwAI1 Gain0.100 - 2.5001.000Skalierung des Analogeingangs 1Ausgang = Eingang * SkalierungBeispiel: P-16 = 0 - 10 V, P-17 = 2,000:bei 5 V würde der Motor mit max.Geschwindigkeit (P-01) laufen(5 V * 2 = 10 V)
P-18146STOPrwAI1 Invertieren0; 10Wenn dieser Parameter auf 1 gesetzt wird,wird der Analogeingang invertiert.0: 0 V / 0(4) mA = min. Frequenz,10 V / 20 mA = max. Frequenz1: 0 V / 0(4) mA = max. Frequenz,10 V / 20 mA = min. Frequenz

6 Parameter

6.6 Parametersperre

6.6 Parametersperre

Die Parameter des Drehzahlstarters DE1... können vor einer Fehlbedienung geschützt werden. Hierdurch kann sichergestellt werden, dass nur berechtigte Personen Änderungen vornehmen können. Mit P-39 = 1 wird der Zugriff auf alle Parameter gesperrt (ro = read only).

Ausnahme: Der Zugriff auf Parameter P-14 ist immer aktiv. Die Zugriffsquelle auf die Parameter ist in P-41 definiert.

In der Werkseinstellung sind nur die „Basis-Parameter“ (P-01 bis P-14) sichtbar und änderbar. Der Zugriff auf alle Parameter erfolgt mit Eingabe von Code 101 in Parameter P-14 (Werkseinstellung). In Parameter P-38 kann dieser Zugriffscode geändert werden.

Das nachfolgende Beispiel zeigt die erforderlichen Schritte zur Parametersperre in der Werkseinstellung. Die Eingabereihenfolge ist dabei zu beachten:

  1. P-14 = 101 Zugriffscode in Werkseinstellung auf alle Parameter (ermöglicht die Anwahl von P-39).

  2. P-38 = 123 Eingabebeispiel für einen neuen Zugriffscode.

  3. P-14 = 123 Test: der neue Code ermöglicht den Zugriff auf alle Parameter.

  4. P-39 = 1 Parametersperre. Alle Parameter sind im Zustand „nur lesen“ (read only). Die Werteingabe ist bei allen Parametern gesperrt (Ausnahme P-39). In der Anzeige der Bedieneinheit DX-KEY-LED wird im linken Segment ein L (Lock = Sperre) angezeigt.

5. P-14 Hinweis

In Parameter P-14 wird noch der neue Zugriffscode 123 angezeigt.

  1. P-14 ≠123 In Parameter P-14 muss ein von 123 abweichenden Wert eingeben werden! Es sind jetzt nur noch die Parameter P-01 bis P-14 sichtbar. Alle anderen Parameter werden nur nach Eingabe des neuen Zugriffscode (123) wieder sichtbar. Mit P-39 = 0 kann dann die Parametersperre wieder aufgehoben werden.

EATON PowerXL DE1 - P-14 Hinweis - 1

Gesperrte Parametersätze können mit einem PC (Parametriesoftware „drivesConnect“) oder mit einer Bedieneinheit (DX-KEY-...) gelesen werden (read only); ausgenommen hiervon ist Passwort P-38.

Gesperrte Parametersätze können mit einem PC (Parametriesoftware „drivesConnect“) oder einem DX-COM-STICK in einem Drehzahlstarter DE1... kopiert werden, sofern im Drehzahlstarter DE1... der Parametersatz nicht gesperrt ist.

Tabelle 33: Parametersperre

Panel CodeModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibung
RUN, STOPro/rw
P-14142RUNrwKennwort0 - 655350Eingabe des Kennworts für den Zugang zum erweiterten Parametersatz.Der einzugebende Wert wird durch P-38 bestimmt (Werkseinstellung: 101).Der erweiterte Parametersatz ist damit zugänglich.
P-38166 RUN rw KennwortLevel 20 - 9999101Definiert das Kennwort für den Zugang zum erweiterten Parametersatz (Level 2).Der Zugang erfolgt über P-14.
P-39167 RUN rw Parameter-sperre0; 10Sperre des Parametersatzes0: AUS. Alle Parameter können geändert werden.1: EIN. Parameterwerte werden angezeigt, können aber nicht geändert werden. Wenn eine Bedieneinheit angeschlossen ist, ist kein Zugriff auf die Parameter möglich.
P-41169 RUN rw ParameterAccess0; 10Parameterzugang0: Alle Parameter können von jeder Quelle aus geändert werden.1: Alle Parameter sind gesperrt und können nur über SWD geändert werden.

6.7 Werkseinstellung

EATON PowerXL DE1 - Werkseinstellung - 1

Mit P-37 = 1 (Anzeige P-dEF bei DX-KEY-LED) werden alle Parameter in die Werkseinstellung zurückgesetzt.

Ausgenommen davon sind der Fehlerspeicher (P-13) sowie der Monitorspeicher (P00-...).

Tabelle 34: Werkseinstellung (P-37)

Panel CodeModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibung
RUN, STOPro/rw
P-37165STOPrwParametersatz0/10Werkseinstellung wiederherstellen0: deaktiviert1: aktiviert (wird automatisch auf 0 zurück-gesetzt)

6 Parameter

6.8 Betriebsdatenanzeige

6.8 Betriebsdatenanzeige

Die Betriebsdaten des Drehzahlstarters können im erweiterten Parametersatz (P-14 = 101 → Seite 83) angezeigt werden:

  • externe Bedieneinheit DX-KEY-LED: bei P00 die OK-Taste betätigen.
  • Parametriersoftware drivesConnect: Verzeichnis „Monitor“ öffnen

Die gemessenen bzw. berechneten Betriebsdaten sind als P00-01 bis P00-20 aufgelistet. In Verbindung mit der Bedieneinheit DX-KEY-LED erfolgt die Auswahl der Betriebsdaten über die Pfeiltasten ▲ und ▼ und die OK-Taste.

Der aktuelle Parameter wird dabei fixiert („fester Anzeigewert“). Um einen anderen Anzeigewert aufzurufen, muss die OK-Taste erneut gedrückt werden.

EATON PowerXL DE1 - Betriebsdatenanzeige - 1

Die Werte der Betriebsdatenanzeige können nicht manuell (Werteeingabe von Hand) geändert werden.

EATON PowerXL DE1 - Betriebsdatenanzeige - 2

Die Anzeige-/Monitor-Parameter sind auf → Seite 164 aufgeführt.

Beispiel: Statusanzeigen
EATON PowerXL DE1 - Betriebsdatenanzeige - 3

flowchart
graph TD
    A["+10V < 20mA"] --> B["0 V"]
    A --> C["+10V"]
    D["+24V"] --> E["1"]
    D --> F["2"]
    D --> G["3"]
    D --> H["4"]
    I["X1"] --> J["+10...+24V DC"]
    J --> K["D11"]
    J --> L["D12"]
    J --> M["D13"]
    J --> N["A11"]
    J --> O["D14"]

Abbildung 72: Beispiel mit externer Steuerung

Die Statusanzeigen der digitalen Eingänge sind äquivalent dargestellt (0000 = DI1, DI2, DI3, DI4). Mit ihnen kann kontrolliert werden, ob ein Steuersignal (z. B. von einer externen Steuerung) die Eingänge (DI1 - DI4) des Drehzahlstarters aktiviert. Hiermit steht ein einfaches Mittel zur Verdrahtungskontrolle (Drahtbruch) zur Verfügung. Nachfolgend einige Beispiele.

Panel CodeIDAnzeigewertBeschreibung
P0-0411 0000Kein digitaler Eingang (DI1, DI2, DI3, DI4) angesteuert
1000 Steuersignal an Klemme 1 aktiv (DI1)
0100 Steuersignal an Klemme 2 aktiv (DI2)
0010 Steuersignal an Klemme 3 aktiv (DI3)
0001 Steuersignal an Klemme 4 aktiv (DI4)
0101 Steuersignal an Klemme 2 und Klemme 4 aktiv (DI2 + DI4)

Anzeigewert: 1 = aktiviert = High; 0 = nicht aktiviert = Low

7 Bussysteme Modbus RTU und CANopen

7.1 Modbus RTU

EATON PowerXL DE1 - Modbus RTU - 1

Das Bussystem Modbus RTU im Zusammenhang mit dem Drehzahlstarter DE1... wird ausführlich in einem separaten Handbuch beschrieben:

MN040018: „Modbus RTU – Kommunikationshandbuch für Frequenzumrichter DA1, DC1, DE1“

EATON PowerXL DE1 - Modbus RTU - 2

Weitere Informationen zum Thema Modbus finden Sie im Internet unter: www.modbus.org

7.2 CANopen

EATON PowerXL DE1 - CANopen - 1

Das Bussystem CANopen kann ausschließlich mit dem Drehzahlstarter DE11 genutzt werden!

Es wird ausführlich in einem separaten Handbuch beschrieben:

MN040019: „CANopen – Kommunikationshandbuch für Frequenzumrichter DA1, DC1, DE11“

EATON PowerXL DE1 - CANopen - 2

Weitere Informationen zum Thema CANopen finden Sie im Internet unter: www.can-cia.org

7 Bussysteme Modbus RTU und CANopen
7.2 CANopen

8 Technische Daten

Die folgenden Tabellen zeigen die Leistungsmerkmale des Drehzahlstarters DE1... in den einzelnen Leistungsgrößen mit der zugeordneten Motor-leistung.

EATON PowerXL DE1 - Technische Daten - 1

Die Zuordnung der Motorleistung erfolgt gemäß dem Bemessungsstrom.

EATON PowerXL DE1 - Technische Daten - 2

Die Motorleistung kennzeichnet die abgegebene Wirkleistung an der Antriebswelle eines normalen, vierpoligen, innen- oder außenbelüfteten Drehstrom-Asynchronmotors mit 1500 min ^-1 (bei 50 Hz) und 1800 min ^-1 (bei 60 Hz) Umdrehungen.

8.1 Leistungsmerkmale

Typ Bemes-sungsstrom I_e [A] [kW] [HP]Bau-größeFSSchutzart Zugeordnete Motorleistung
IPP (230 V, 50 Hz)P (220 - 240 V, 60 Hz)

Netzanschlussspannung: 1 AC 230 V (200 - 240 V ±10 %), 50/60 Hz, Motoranschlussspannung: 3 AC 230 V (200 - 240 V ±10 %), 50/60 Hz

DE1...-121D4...1,4FS1IP200,251/3
DE1...-122D3...2,3FS1IP200,371/2
DE1...-122D7...2,7FS1IP200,551/2
DE1...-124D3...4,3FS1IP200,751
DE1...-127D0...7FS1IP201,52
DE1...-129D6...9,6FS2IP202,23

1) Die Motorbemessungsströme gelten für normale vierpolige innen- und oberflächengekühlte Drehstrom-Asynchronmotoren

TypBemes-sungsstromBau-größeSchutzartZugeordnete Motorleistung
I_e [A]FSIPP (400 V, 50 Hz)[kW]P (440 - 480 V, 60 Hz)[HP]

Netzanschlussspannung: 3 AC 400 V, 50 Hz/480 V, 60 Hz (380 V - 480 V ±10%)
Motoranschlussspannung: 3 AC 400 V, 50 Hz/480 V, 60 Hz (380 V - 480 V ±10%)

DE1...-341D3...1,3FS1IP200,371/2
DE1...-342D1...2,1FS1IP200,751
DE1...-343D6...3,6FS1IP201,52
DE1...-345D0...5FS2IP202,23
DE1...-346D6...6,6FS2IP2033
DE1...-348D5...8,5FS2IP2045
DE1-34011...11,3FS2IP205,57,5
DE1-34016...16FS2IP207,510

1) Die Motorbemessungsströme gelten für normale vierpolige innen- und oberflächengekühlte Drehstrom-Asynchronmotoren

8 Technische Daten

8.2 Allgemeine Bemessungsdaten

8.2 Allgemeine Bemessungsdaten

Symbol Einheit Wert
Normen und Bestimmungen Allgemeine Anforderungen: IEC/EN 61800-2EMV-Anforderungen: IEC/EN 61800-3Anforderungen an die Sicherheit: IEC/EN 61800-5-1
Zertifizierungen und Herstellererklärungen zur Konformität CE, UL, cUL, c-Tick
Fertigungsqualität RoHS, ISO 9001
Klimafestigkeit ρw%< 95 %, mittlere relative Feuchte (RH),nicht kondensierend, nicht korrosiv, kein Tropfwasser(IEC/EN 61800-5-1)
Umgebungstemperatur
Betrieb
IP20 (NEMA 0) θ °C -10 - +60Ausnahme: Folgende Gerätetypen setzen ein Derating ein: DE1...-34016NN-N20NDE1...-34016FN-N20N.
Lagerungθ°C-40 - +70
Schock (EN 60068-2-27)15 g/11 ms (unter Betriebsbedingungen)• montiert auf DIN-Schiene• montiert auf Montageplatte mit Schrauben
Vibration gemäß IEC/EN 61800-5-1Transport gemäß IEC/EN 61800-2Transport des DE1... als Einzelgerät in einer separaten Verpackung und UPS-Falltest (15 g/11 ms)
MTBF (mittlere Betriebsdauer zwischen Ausfällen)DE1...-12... (FS1): >73 JahreDE1...-12... (FS2): >17 JahreDE1...-34... (FS1): >88 JahreDE1...-34... (FS2): >73 Jahre
Elektrostatische Entladung (ESD, IEC 61800-3)UkV±4, Kontaktentladung / ±6, Luftentladung
Schnelle Transiente Burst (IEC 61800-3)5 kHz für 5 min. / 100 kHz für 5 min.
Funkstörklasse (EN 61800-3)
maximale Motorleitungslänge (geschirmt) mit integriertem Funkentstörfilter
C1 (nur bei DE1...-12..., nur leitungsgebunden)Im5
C2Im10
C3Im25
Immunität (EN 61800-3)1. und 2. Umgebung
Maximale Motorleitungslänge
nicht geschirmtIm125
geschirmtIm65
Einbaulagebeliebig, nicht hängend (Frontseite nicht nach unten), senkrecht nur bei DE1-121D4..., DE1-122D3...
Aufstellungshöhehm0 - 1000 über NN,>1000 mit 1 % Laststromreduzierung (Derating) je 100 m, maximal 2000
SchutzartIP20 (NEMA 0)
BerührungsschutzBGV A3 (VBG4, finger- und handrückensicher)

8.3 Nenndaten

8.3.1 DE1...-12... (einphasiger Netzanschluss)

Sym-bolEin-heitDE1...-121D4...DE1...-122D3...DE1...-122D7...DE1...-124D3...DE1...-127D0...DE1...-129D6...
Netzanschluss
Bemessungs-betriebs-spannung U_e V230, 1-phasig230, 1-phasig230, 1-phasig230, 1-phasig230, 1-phasig230, 1-phasig
Netzspannung ULNV 200 - 240±10 %(180 - 264)200 - 240±10 %(180 - 264)200 - 240±10 %(180 - 264)200 - 240±10 %(180 - 264)200 - 240±10 %(180 - 264)200 - 240±10%(180 - 264)200 - -240±10 %(180 - 264)
NetzfrequenzfHz50/60 ±10 %50/60 ±10 %50/60 ±10 %50/60 ±10 %50/60 ±10 %50/60 ±10 %
Eingangsstrom(ohne Netzdrossel) I_LN A3,66,27,311,317,423,2
Leistungsteil
Bemessungs-betriebsstrom I_e A1,42,32,74,379,6
Überlaststrom,1,5x I_e , zyklisch für 60 s alle 600 sI2-150A2,13,454,056,4510,514,4
Überlaststrom,max. 2 x I_e alle 600 s I_2max A2,84,65,48,61419,2
Ausgangs-spannung bei U_e U_2 V230, 3-phasig230, 3-phasig230, 3-phasig230, 3-phasig230, 3-phasig230, 3-phasig
Ausgangs-frequenz f_2 Hz 0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)
Frequenzauf-lösung (Soll-wert)Δf%0,0250,0250,0250,0250,0250,025
Taktfrequenz(hörbare) f_PWM kHz16 (4/8/12/16/24/32)16 (4/8/12/16/24/32)16 (4/8/12/16/24/32)16 (4/8/12/16/24/32)16 (4/8/12/16/24/32)16 (4/8/12/16/24/32 )
Leistungs-reduzierung zwischen 50 °C und 60 °Ckeinekeinekeinekeinekeinekeine
Berührungs-strom I_PE mA< 3,5 AC/< 10 DC< 3,5 AC/< 10 DC< 3,5 AC/< 10 DC< 3,5 AC/< 10 DC< 3,5 AC/< 10 DC< 3,5 AC/< 10 DC
Gleichstrom-bremsung0 - 100 % U_e , 0 - 10 s, parametrierbar

8 Technische Daten

8.3 Nenndaten

Sym-bolEin-heitDE1...-121D4...DE1...-122D3...DE1...-122D7...DE1...-124D3...DE1...-127D0...DE1...-129D6...
Verlustleistung (Leerlauf, Standby)PvW3,443,443,443,443,444,66
Verlustleistung (Drehzahl/Drehmoment)
100/100 PvW 17 2027 32 59 105
90/100 PvW 16 1825 31 57 102
100/50 PvW131415163349
90/100 PvW 13 1415 15 32 47
50/100 PvW 14 1720 59 43 70
50/50PvW 12 1212 15 31 37
50/25PvW 11 1110 10 19 28
0/100PvW 13 1619 32 46 79
0/50PvW 10 1011 15 21 35
0/25PvW 10 1010 13 15 25
Motorabgang
Motorleistung, zugeordnete
bei 230 V, 50 HzPkW0,250,370,550,751,52,2
bei 220 -240 V, 60 HzPHP1/31/21/2123
Scheinleistung bei Bemessungswert
bei 230 VSkVA0,560,921,081,712,793,82
bei 240 VSkVA0,580,961,121,792,913,99
Steuerteil
Relais
KontaktSchließer (RUN-Meldung)
Spannung, maximalUV250 AC/30 DC250 AC/30 DC250 AC/30 DC250 AC/30 DC250 AC/30 DC250 AC/30 DC
Laststrom, maximalIA6 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-1
Sollwert-/Steuerspannung
Ausgangs-spannung U_c V101010101010
max. zulässiger Laststrom I_c mA202020202020
Analog-Eingang
Auflösung12 Bit12 Bit12 Bit12 Bit12 Bit12 Bit
Spannung U_s V0 - +100 - +100 - +100 - +100 - +100 - +10
Strom I_s mA0/4 - 200/4 - 200/4 - 200/4 - 200/4 - 200/4 - 20
Digital-Eingang
Spannungs-level High-Signal U_c V9 - +309 - +309 - +309 - +309 - +309 - +30
Eingangs-strom I_s mA1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)
Gehäuse
BaugrößeFS1FS1FS1FS1FS1FS2
Abmessungen(B x H x T)mm45 x 230 x 16945 x 230 x 16945 x 230 x 16945 x 230 x 16945 x 230 x 16990 x 230 x 169
maximal zulässige Abweichung von der senkrechten MontageGrad5590909090
interner Gerätelüfterneinneinjajajaja
SchutzartIP20/NEMA 0IP20/NEMA 0IP20/NEMA 0IP20/NEMA 0IP20/NEMA 0IP20/NEMA 0
Gewichtmkg1,041,041,061,061,061,68

8 Technische Daten

8.3 Nenndaten

Sym-bolEin-heitDE1...-121D4...DE1...-122D3...DE1...-122D7...DE1...-124D3...DE1...-127D0...DE1...-129D6...
Anschlussquerschnitte, klemmbar
Leistungsteil
ein- oder mehrdräftigA mm^2 1 - 61 - 61 - 61 - 61 - 61 - 6
feindräftig mit Ader-endhülseA mm^2 1 - 61 - 61 - 61 - 61 - 61 - 6
ein- oder mehrdräftigAAWG18 - 618 - 618 - 618 - 618 - 618 - 6
Abisolier-länge1 mm 88 8 8 8
WerkzeugPZ2 (Pozidrive) Kreuzschraubendreher
Anzugs-momentMNm1,71,71,71,71,71,7
Steuerteil
ein- oder mehrdräftigA mm^2 0,05 - 1,50,05 - 1,50,05 - 1,50,05 - 1,50,05 - 1,50,05 - 1,5
feindräftig mit Ader-endhülseA mm^2 0,5 - 10,5 - 10,5 - 10,5 - 10,5 - 10,5 - 1
ein- oder mehrdräftigAAWG30 - 1630 - 1630 - 1630 - 1630 - 1630 - 16
Abisolier-länge1 mm 55 5 5 5
Werkzeug0,7 x 3 mm Schlitzschraubendreher
Anzugs-momentMNm0,50,50,50,50,50,5

8.3.2 DE1...-34... (dreiphasiger Netzanschluss)

SymbolEinheitDE1...-341D3...DE1...-342D1...DE1...-343D6...DE1...-345D0...
Netzanschluss
Bemessungs-betriebsspannung U_e V 380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig
Netzspannung ULNV 380 - 480 ±10 %(342 - 528)380 - 480 ±10 %(342 - 528)380 - 480 ±10 %(342 - 528)380 - 480 ±10 %(342 - 528)380 - 480 ±10 %(342 - 528)
NetzfrequenzfHz50/60 ±10 %50/60 ±10 %50/60 ±10 %50/60 ±10 %
Eingangsstrom(ohne Netzdrossel) I_LN A1,73,14,97
Leistungsteil
Bemessungsbetriebsstrom I_e A1,32,13,65
Überlaststrom, 1,5 x I_e ,zyklisch für 60 s alle 600 s I_2-150 A1,953,155,47,5
Überlaststrom, max. 2 x I_e alle 600 s I_2max A2,64,27,210
Ausgangsspannung bei U_e U_2 V 380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig
Ausgangsfrequenz f_2 Hz 0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)0 - 50/60(max. 300)
Frequenzauflösung(Sollwert)Δf%0,0250,0250,0250,025
Taktfrequenz (hörbare) f_PWM kHz16 (10/12/14/16/18/20)16 (10/12/14/16/18/20)16 (10/12/14/16/18/20)16 (10/12/14/16/18/20)
Leistungsreduzierungzwischen 50 °C und 60 °Ckeinekeine beifPWM≤ 16 kHzkeine beifPWM≤ 20 kHz,bis max. 57 °Ckeine beiIe≤ 1,6 Akeine beifPWM≤ 16 kHzkeine beiIe≤ 3,2 Akeine bis max.57 °Ckeine
Berührungsstrom I_PE mA<3,5 AC / < 10 DC<3,5 AC / < 10 DC<3,5 AC / < 10 DC<3,5 AC / < 10 DC
Gleichstrombremsung0 - 100 % U_E , 0 - 10 s, parametrierbar
Verlustleistung(Leerlauf, Standby) P_V W5,135,135,135,52
Verlustleistung (Drehzahl/Drehmoment)
100/100 P_V W18284765
90/100 PvW17274563
100/50 PvW14193151
90/100 PvW14173050
50/100 PvW18284561
50/50 P_V W12172848
50/25 P_V W11142537
0/100 P_V W21254153
0/50 P_V W12122241
0/25 P_V W11122034

8 Technische Daten

8.3 Nenndaten

SymbolEinheitDE1...-341D3...DE1...-342D1...DE1...-343D6...DE1...-345D0...
Motorabgang
Motorleistung, zugeordnete
bei 400 V, 50 HzPkW0,370,751,52,2
bei 440 - 480 V, 60 HzPHP1/2123
Scheinleistung bei Bemessungswert
bei 400 VSkVA0,901,452,493,46
bei 480 VSkVA1,081,752,994,16
Steuerteil
Relais
KontaktSchließer (RUN-Meldung)
Spannung, maximalUV250 AC/30 DC250 AC/30 DC250 AC/30 DC250 AC/30 DC
Laststrom, maximalIA6 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-1
Sollwert-/Steuerspannung
Ausgangsspannung U_c V10101010
maximal zulässiger Laststrom I_c mA20202020
Analog-Eingang
Auflösung12 Bit12 Bit12 Bit12 Bit
Spannung U_s V0 - +100 - +100 - +100 - +10
Strom I_s mA0/4 - 200/4 - 200/4 - 200/4 - 20
Digital-Eingang
Spannungslevel High-Signal U_c V9 - +309 - +309 - +309 - +30
Eingangstrom I_c mA 1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)
Gehäuse
BaugrößeFS1FS1FS1FS2
Abmessungen (B x H x T)mm45 x 230 x 16945 x 230 x 16945 x 230 x16990 x 230 x 169
maximal zulässige Abweichung von der senkrechten MontageGrad90909090
interner Gerätefufterjajajaja
SchutzartIP20/NEMA 0IP20/NEMA 0IP20/NEMA 0IP20/NEMA 0
Gewichtmkg1111,6
Anschlussquerschnitte, klemmbar
Leistungsteil
ein- oder mehrdrähtigA mm^2 1 - 61 - 61 - 61 - 6
feindräftig mit Aderend-hülseA mm^2 1 - 61 - 61 - 61 - 6
ein- oder mehrdrähtigAAWG18 - 618 - 618 - 618 - 6
Abisolierlänge l mm 8 8 8 8
WerkzeugPZ2 (Pozidrive) Kreuzschraubendreher
AnzugsmomentNm1,71,71,71,7
Steuerteil
ein- oder mehrdrähtigA mm^2 0,05 - 1,50,05 - 1,50,05 - 1,50,05 - 1,5
feindräftig mit Aderend-hülseA mm^2 0,5 - 10,5 - 10,5 - 10,5 - 1
ein- oder mehrdrähtigAAWG30 - 1630 - 1630 - 1630 - 16
Abisolierlänge l mm 5 5 5 5
Werkzeug0,7 x 3 mm Schlitzschraubendreher
AnzugsmomentMNm0,50,50,50,5

8 Technische Daten

8.3 Nenndaten

Symbol Einheit DE1...-346D6... DE1...-348D5... DE1...-34011... DE1...-34016...
Netzanschluss
Bemessungsbetriebsspannung UeV 380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig380/400/480,3-phasig
Netzspannung ULNV380 - 480 ±10 % (342 - 528)
NetzfrequenzfHz50/60 ±10 %50/60 ±10 %50/60 ±10 %50/60 ±10 %
Eingangsstrom (ohne Netzdrossel) I_LN A8,5101216,5
Leistungsteil
Bemessungsbetriebsstrom I_e A6,68,51116
Überlaststrom, 1,5 x I_e ,zyklisch für 60 s alle 600 s I_2-150 A9,912,7516,524
Überlaststrom, max. 2 x I_e alle600 s I_2max A13,2172232
Ausgangsspannung bei U_e U_2 V380/480, 3-phasig380/480, 3-phasig380/480, 3-phasig380/480, 3-phasig
Ausgangsfrequenz f_2 Hz 0 - 50/60 (max.300)( max.300)0 - 50/60(max.300)0 - 50/60(max.300)0 - 50/60 (max.300)
Frequenzauflösung (Sollwert)Δf%0,0250,0250,0250,025
Taktfrequenz (hörbare) fPWMkHz16 (10/12/14/16/18/20)16 (10/12/14/16/18/20)16 (10/12/14/16/18/20)16 (10/12/14/16/18/20)
Leistungsreduzierung zwischen50 °C und 60 °Ckeinekeinekeine bei f_PWM ≤ 16 kHz keine bei I_e ≤ 10,6 A und f_PWM ≤ 20 kHz keine bis max.57 °Ckeine bei f_PWM ≤ 14 kHz bis max. 50 °C keine bei f_PWM ≤ 16 kHz bis max. 46 °C keine bei I_e ≤ 14,9 A und f_PWM ≤ 10 kHz keine bei I_e ≤ 10,6 A und f_PWM ≤ 20 kHz
Berührungsstrom I_PE mA< 3,5 AC/< 10 DC< 3,5 AC/< 10 DC< 3,5 AC/< 10 DC< 3,5 AC/< 10 DC
Gleichstrombremsung0 - 100 % U_e , 0 - 10 s, parametrierbar
Verlustleistung (Leerlauf, Standby) P_v W5,525,525,525,52
Verlustleistung (Drehzahl/Drehmoment)
100/100 P_v W90120159
90/100 P_v W87116154
100/50 P_v W517382
90/100 P_v W507189
50/100 P_v W8093136
50/50 P_v W507067
50/25 P_v W485264
0/100 P_v W7993129
0/50 P_v W415874
0/25 P_v W384860
SymbolEinheitDE1...-346D6...DE1...-348D5...DE1...-34011...DE1...-34016...
Motorabgang
Motorleistung, zugeordnet
bei 400 V, 50 HzPkW345,57,5
bei 440 - 480 V, 60 HzPHP357,510
Scheinleistung bei Bemessungswert
bei 400 VSkVA4,575,897,6211,09
bei 480 VSkVA5,497,079,1513,30
Steuerteil
Relais
KontaktSchließer (RUN-Meldung)
Spannung, maximalUV250 AC/30 DC250 AC/30 DC250 AC/30 DC250 AC/30 DC
Laststrom, maximalIA6 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-16 AC-1/5 DC-1
Sollwert-/Steuerspannung
Ausgangsspannung U_c V10101010
max. zulässiger Laststrom I_c mA20202020
Analog-Eingang
Auflösung12 Bit12 Bit12 Bit12 Bit
Spannung U_s V0 - +100 - +100 - +100 - +10
StromIsmA0/4 - 200/4 - 200/4 - 200/4 - 20
Digital-Eingang
Spannungslevel High-Signal U_c V9 - +309 - +309 - +309 - +30
Eingangstrom I_c mA1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)1,15 (10 V)/3 (24 V)
Gehäuse
BaugrößeFS2FS2FS2FS2
Abmessungen (B x H x T)mm90 x 230 x 16990 x 230 x 16990 x 230 x 16990 x 230 x 169
maximal zulässige Abweichung von der senkrechten MontageGrad90909090
interner Gerätefufterjajajaja
SchutzartIP20/NEMA 0IP20/NEMA 0IP20/NEMA 0IP20/NEMA 0
Gewichtmkg1,61,61,61,6

8 Technische Daten

8.3 Nenndaten

SymbolEinheitDE1...-346D6...DE1...-348D5...DE1...-34011...DE1...-34016...
Anschlussquerschnitte, klemmbar
Leistungsteil
ein- oder mehrdrähtigA mm^2 1 - 61 - 61 - 61 - 6
feindrähtig mit AderendhülseA mm^2 1 - 61 - 61 - 61 - 6
ein- oder mehrdrähtigAAWG18 - 618 - 618 - 618 - 6
Abisolierlänge l mm 8 8 8 8
WerkzeugPZ2 (Pozidrive) Kreuzschraubendreher
AnzugsmomentNm1,71,71,71,7
Steuerteil
ein- oder mehrdrähtigA mm^2 0,05 - 1,50,05 - 1,50,05 - 1,50,05 - 1,5
feindrähtig mit AderendhülseA mm^2 0,5 - 10,5 - 10,5 - 10,5 - 1
ein- oder mehrdrähtigAAWG30 - 1630 - 1630 - 1630 - 16
Abisolierlänge l mm 5 5 5 5
Werkzeug0,7 x 3 mm Schlitzschraubendreher
AnzugsmomentMNm0,50,50,50,5

8.4 Abmessungen

EATON PowerXL DE1 - Abmessungen - 1

Abbildung 73: Abmessungen
Tabelle 35: Abmessungen

Baugrößea [mm](in)a1 [mm](in)b [mm](in)b1 [mm](in)b2 [mm](in)c [mm](in)c1 [mm](in)∅1 [mm](in)∅2 [mm](in)
FS1 4525(0,98)230(9,06)220(8,66)5(0,2)168(6,61)6,5(0,26)5,1(0,2)10(0,39)
FS290(3,54)50(1,97)230(9,06)220(8,66)5(0,2)168(6,61)6,5(0,26)5,1(0,2)10(0,39)

8 Technische Daten
8.4 Abmessungen

9 Zubehör

9.1 Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED

EATON PowerXL DE1 - Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED - 1

Abbildung 74: DX-KEY-LED mit RJ45-Kabel (3 m)

Die Bedieneinheit DX-KEY-LED ermöglicht die Parametrierung, Betriebsdatenanzeige und externe Steuerung beim Drehzahlstarter DE1... Im Lieferumfang von DX-KEY-LED ist eine 3 m lange Anschlussleitung mit RJ45-Stecker enthalten. Die maximal zulässige Leitungslänge beträgt 100 m.

DX-KEY-LED ist zur Montage in einer Schaltschranktür vorgesehen. Die frontseitige Schutzart des DX-KEY-LED ist IP54.

EATON PowerXL DE1 - Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED - 2

Abbildung 75: Montage in einer Schaltschranktür

9 Zubehör

9.1 Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED

EATON PowerXL DE1 - Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED - 1

Ausführliche Hinweise zur Installation des externen Keypads finden Sie in der Montageanweisung IL04012020Z.

In einem PowerXL-Netzwerk mit maximal 63 Teilnehmern (OP-Bus) können maximal zwei Bedieneinheiten angeschlossen werden.

DE1 DA1 DC1

Abbildung 76: Beispiel: PowerXL-Netzwerk (OP-Bus) mit zwei Bedieneinheiten

Bei einem Betrieb mit zwei Bedieneinheiten muss die Port-Adresse (PDP) der zweiten Bedieneinheit auf den Wert 2 (WE = 1) geändert werden. Die Verbindung bzw. die Anwahl der einzelnen Teilnehmer erfolgt über deren PDP-Adresse, die wie folgt eingestellt wird:

  • bei einem Frequenzumrichter DC1 in Parameter P-36,
  • bei einem Frequenzumrichter DA1 in Parameter P5-01,
  • bei einem Drehzahlstarter DE1 in Parameter P-34.

Tabelle 36: Tastenkombinationen für Port-Adressen
Funktion Tastenkombination

Adresse der BedieneinheitEATON PowerXL DE1 - Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED - 3EATON PowerXL DE1 - Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED - 4EATON PowerXL DE1 - Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED - 5
Adresse von DE1, DC1, DA1EATON PowerXL DE1 - Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED - 6EATON PowerXL DE1 - Externe Bedieneinheit DX-KEY-LED - 7

Port-Adresse einstellen

Die Port-Adresse der Bedieneinheit kann über die Tastenkombination OK + STOP + ▼ eingestellt werden. Anzeige: Port - 1 Über die Pfeiltasten wird die Port-Adresse (Port - 1 oder Port - 2) zugewiesen. Ein erneutes Betätigen der Tastenkombination OK + STOP + ▼ speichert die Einstellungen in der Bedieneinheit.

Teilnehmeradresse einstellen

EATON PowerXL DE1 - Teilnehmeradresse einstellen - 1

Die Einstellung der Teilnehmeradressen ist nur in einer direkten (Punkt-zu-Punkt-) Verbindung möglich.

Die Adresse der einzelnen Teilnehmer kann über die Tastenkombination STOP + ▼ eingestellt werden. Die Anzeige zeigt in der Werkseinstellung Rdr-01 an. Über die Pfeiltasten werden die Teilnehmeradresse (Rdr-01, Rdr-02 bis Rdr-63) zugewiesen. Ein erneutes Betätigen der Tastenkombination STOP + ▼ speichert die Adresse im Teilnehmer (DE1, DC1, DA1) und lädt anschließend dessen Daten in die Bedieneinheit.

9 Zubehör

9.2 Kommunikationsstick DX-COM-STICK

9.2 Kommunikationsstick DX-COM-STICK

Der Kommunikationsstick DX-COM-STICK ermöglicht eine einfache Parameterübertragung:

  • Kopieren aller Parameter innerhalb einer Gerätereihe (DE1, DC1, DA1) der gleichen Leistungsgröße,
  • Kopieren aller Parameter – außer den leistungsbezogenen Parametern – innerhalb einer Gerätereihe (DE1, DC1, DA1) bei unterschiedlichen Leistungsgrößen,
  • Bluetooth-Online-Verbindung aller Parameter mit einem PC. Diese Übertragung erfordert die Software drivesConnect. Die Parametriersoftware drivesConnect ermöglicht eine übersichtliche Parametrierung, Bedienung, Diagnose und Visualisierung der DE1-Parameter.

EATON PowerXL DE1 - Kommunikationsstick DX-COM-STICK - 1

Abbildung 77: DE1... und DX-COM-STICK

EATON PowerXL DE1 - Kommunikationsstick DX-COM-STICK - 2

Abbildung 78: DX-COM-STICK

①Parameterschreibschutz
②RJ45-Steckanschluss
③LED – grün leuchtend konstant = betriebsbereit (OK) blinkend = Datenübertragung zum angeschlossenen Gerät
④LED – blau leuchtend konstant leuchtend = Bluetooth betriebsbereit blinkend = Kommunikation mit einem PC
⑤Taste – Daten vom angeschlossenen Gerät lesen und speichern
⑥Taste – Daten vom Kommunikationsstick DX-COM-STICK zum angeschlossenen Gerät übertragen

Die Speicherung der Parameter wird über die Pfeil-Tasten des Kommunikationssticks DX-COM-STICK gesteuert:

EATON PowerXL DE1 - Abbildung 78: DX-COM-STICK - 1

Die Parameter werden vom Kommunikationsstick DX-COM-STICK in das angeschlossene Gerät kopiert (6).

EATON PowerXL DE1 - Abbildung 78: DX-COM-STICK - 2

Die Parameter werden vom angeschlossenen Gerät auf den Kommunikationsstick DX-COM-STICK kopiert (⑤).

EATON PowerXL DE1 - Abbildung 78: DX-COM-STICK - 3

Weitere Informationen zum Bluetooth-Kommunikationsstick DX-COM-STICK finden Sie im Handbuch MN040003DE, „drivesConnect · Parametriersoftware für PowerXL™ Drehzahl-starter“ und in der Montageanweisung IL04012021Z.

EATON PowerXL DE1 - Abbildung 78: DX-COM-STICK - 4

Parameter können innerhalb der Gerätereihe DE1...; leistungsbezogene Parameter (z. B. Stromwerte) nur zu einem Gerät der gleichen Leistungsgröße kopiert werden.

Für eine Verbindung zu einem PC (mit Parametriesoftware drivesConnect) muss der Bluetooth-Kommunikationsstick DX-COM-STICK über die Windows Funktion „Bluetooth Gerät hinzufügen“ mit der Kennung Code = 0000 aktiviert werden.

Bei Benutzung von DX-COM-STICK liefern die drei LEDs auf der Front des Drehzahlstarters DE1... zusätzliche Informationen.

LED Anzeige Erläuterung
RunStatus AusFault CodeBlinken für 2 s (4 Hz), grünAusÜbertragen der Parameter erfolgreich
RunStatus Blinken für 2 s (4 Hz), rotFault Code Blinken für 2 s (4 Hz), rotBlinken für 2 s (4 Hz), grünÜbertragen der Parameter nicht erfolgreich
RunStatus Blinken für 2 s (4 Hz), gelbFault Code Blinken für 2 s (4 Hz), gelbBlinken für 2 s (4 Hz), grünLesen/Schreiben nicht möglich, weil DX-COM-STICK gesperrt ist, DE1...im RUN-Betrieb ist oder der DE1...-Typ nicht kompatibel ist.

9 Zubehör

9.3 SmartWire-DT DX-NET-SWD3

9.3 SmartWire-DT DX-NET-SWD3

EATON PowerXL DE1 - SmartWire-DT DX-NET-SWD3 - 1
Abbildung 79: DX-NET-SWD3

Das Optionsmodul DX-NET-SWD3 ermöglicht die Anschaltung eines Drehzahlstarters DE1... an SmartWire-DT. In Verbindung mit den SmartWire-DT Gateways wird so eine direkte Kommunikation über beispielsweise PROFIBUS DP oder PROFINET mit dem Profidrive-Profil ermöglicht.

Das SmartWire-DT Modul wird frontseitig auf den Drehzahlstarter DE1... aufgesteckt und mit dem Gerätestecker SWD4-8F2-5 an eine Flachbandleitung SWD4-...LF8-... verbunden.

EATON PowerXL DE1 - SmartWire-DT DX-NET-SWD3 - 2

Abbildung 80: SmartWire-DT Anschaltung

EATON PowerXL DE1 - SmartWire-DT DX-NET-SWD3 - 3

Detaillierte Hinweise zur Installation finden Sie in der Montageanweisung IL040009ZU.

EATON PowerXL DE1 - SmartWire-DT DX-NET-SWD3 - 4

Detaillierte Hinweise zur Handhabung des Moduls DX-NET-SWD3 finden Sie im Handbuch MN04012009Z-DE, „DX-NET-SWD... Anschaltung SmartWire-DT für Frequenzumrichter/Drehzahlstarter PowerXL™“.

9.4 PC-Kabel DX-CBL-PC1M5

EATON PowerXL DE1 - PC-Kabel DX-CBL-PC1M5 - 1

Die PC-Anschaltung DX-CBL-PC-1M5 ermöglicht eine kabelgebundene, galvanisch getrennte Kommunikation zwischen dem Drehzahlstarter DE1... und einem PC mit Windows-Betriebssystem (Punkt-zu-Punkt-Verbindung), auf dem die Parametriesoftware drivesConnect installiert ist.

Das Verbindungskabel ist 1,5 m lang und hat einen RJ45-Stecker und einen Umsetzer auf eine USB-Schnittstelle (PC-Anschluss).

EATON PowerXL DE1 - PC-Kabel DX-CBL-PC1M5 - 2

Weitere Informationen zum Verbindungskabel DX-CBL-PC1M5 finden Sie im Handbuch MN040003DE, „drivesConnect Parametriersoftware für PowerXL™ Frequenzumrichter“, und in der Montageanweisung IL040002ZU.

9 Zubehör

9.5 Anschaltbaugruppe DX-COM-PCKIT

9.5 Anschaltbaugruppe DX-COM-PCKIT

Die Anschaltbaugruppe DX-COM-PCKIT ermöglicht eine kabelgebundene, galvanisch getrennte Kommunikation zwischen einer Master-Steuerung (Host computer) und mehreren (maximal 63) PowerXL-Geräten.

USB 6 5 4 3 2 1 PWR ○ RxD ○ TxD ○ SW Serial

Abbildung 82: DX-COM-PCKIT

DX-COM-PCKIT ist für den Einbau in einen Schaltschrank vorgesehen.

EATON PowerXL DE1 - Anschaltbaugruppe DX-COM-PCKIT - 2

flowchart
graph TD
    A["Host computer"] -->|USB (Type A)| B["RS485"]
    B --> C["RS485"]
    C --> D["DC1"]
    D --> E["OP-BUS"]
    E --> F["DE1... DA1"]
    F --> G["63"]
    style A fill:#f9f,stroke:#333
    style G fill:#bbf,stroke:#333
    note right of D: ① DX-COM-PC KIT
    note right of F: ② DX-SPL-RJ45-2SL1PL
    note right of F: ③ DX-CBL-RJ45-...

Abbildung 83: Beispiel Kommunikationsstrang

DX-COM-PCKIT hat mehrere Schnittstellen in unterschiedlichen Ausprägungen. Für eine direkte PC-Anschaltung sind im Lieferumfang enthalten:

  • ein etwa 80 cm langes Kabel mit USB-Schnittstelle (Typ A und Typ B),
  • ein etwa 80 cm langes Kabel mit RS485- und RJ45-Stecker.

EATON PowerXL DE1 - Anschaltbaugruppe DX-COM-PCKIT - 3

Weitere Informationen zu DX-COM-PCKIT finden Sie in der Montageanweisung IL04012022Z.

9 Zubehör

9.6 Kabel und Schutzeinrichtungen

9.6 Kabel und Schutzeinrichtungen

Die Netz- und Motorkabel müssen entsprechend den lokalen Vorschriften dimensioniert werden. Sie müssen für die entsprechenden Lastströme ausgelegt sein. Die Nennströme sind auf Seite 117 ff. angegeben. Es müssen Stromkabel mit Isolierungen entsprechend den vorgegebenen Netzspannungen verwendet werden. Die Leitfähigkeit der PE-Leiter muss gleich der Leitfähigkeit der Phasenleiter sein (gleicher Querschnitt).

Um die EMV-Anforderungen gemäß CE und C-Tick zu erfüllen, muss ein symmetrisches, vollständig (360°) geschirmtes Motorkabel verwendet werden. Es wird hier ein Kabel mit vier Leitern empfohlen, um die Schirmbelastung durch die Ableitströme zu reduzieren. Auf der Netzseite ist ein geschirmtes Kabel nicht erforderlich.

Bei einer Installation gemäß den UL-Vorschriften müssen von den UL zugelassene Sicherungen und Kupferkabel mit einer Hitzebeständigkeit von +75 °C (167 °F) verwendet werden. Als Motorkabel muss der Typ MC mit durchgängig gewelltem Aluminiumrohr und symmetrischen Schutzleitern oder – wenn kein Schutzrohr verwendet wird – ein geschirmtes Leistungskabel verwendet werden. Die Länge des Motorkabels ist von der Funkstörklasse abhängig.

ACHTUNG

Berücksichtigen Sie bei der Auswahl der Sicherungen und Kabel immer die örtlichen Vorschriften am Aufstellort.

Tabelle 37: Absicherung und zugeordnete Leitungsquerschnitte

Gerätetyp Bemessungsstrom I_e A A A mmEingangsstrom1) I_LN Sicherung Leiterquerschnitt (L1/L, L2/N, L3, PE)Motorleitung (U, V, W, PE)
2AWG2)mm2AWG2)
DE1...-121D4...1,43,6101,5141,514
DE1...-122D3...2,36,2101,5141,514
DE1...-122D7...2,77,3101,5141,514
DE1...-124D3... 4,311,3153)/161,5141,514
DE1...-127D0...717,4202,5121,514
DE1...-129D6... 9,623,232/303)681,514
DE1...-341D3...1,31,761,5141,514
DE1...-342D1...2,13,161,5141,514
DE1...-343D6...3,64,961,5141,514
DE1...-345D0...57101,5141,514
DE1...-346D6... 6,68,5153)/161,5141,514
DE1...-348D5...8,5 10153)/161,5141,514
DE1...-34011...1112153)/161,5121,514
DE1...-34016...1616,5254102,512

1) netzseitiger Phasenstrom (ohne Netzdrossel)

2) AWG = American Wire Gauge (codierte Kabelbezeichnung für den nordamerikanischen Markt)

3) Sicherung gemäß UL bei AWG Verdrahtung

Die klemmbaren Leitungsquerschnitte und Abisolierlängen sind bei den technischen Daten (→ Seite 115 ff.) angegeben.

9 Zubehör

9.6 Kabel und Schutzeinrichtungen

Tabelle 38: Zugeordnete Schutzgeräte für Geräte DE1...-12...

GerätetypEingangs-strom1) I_LN Sicherungen (IEC) Sicherungen (UL), Branch-Protection, AWG wiring required
A A 1-phasig230 V AC2-phasig 230 V ACSCCR 14 kA SCCR 100 kA
A 1-polig 277 V AC2-polig 480 Y/277 V ACType J: CC or TBussmann Bestellnr.
DE1...-121D4...3,610FAZ-B10/1NFAZ-B10/215FAZ-B15/1-NAFAZ-B15/2-NA10 A10NZ01
DE1...-122D3...6,210FAZ-B10/1NFAZ-B10/215FAZ-B15/1-NAFAZ-B15/2-NA10 A10NZ01
DE1...-122D7...7,310FAZ-B10/1NFAZ-B10/215FAZ-B15/1-NAFAZ-B15/2-NA10 A10NZ01
DE1...-124D3...11,316FAZ-B16/1NFAZ-B16/215FAZ-B15/1-NAFAZ-B15/2-NA15 A16NZ01
DE1...-127D0...17,420FAZ-B20/1NFAZ-B20/220FAZ-B20/1-NAFAZ-B20/2-NA20 A20NZ01
DE1...-129D6...23,232FAZ-B32/1NFAZ-B32/230FAZ-B30/1-NAFAZ-B30/2-NA30 A32NZ02

1) netzseitiger Phasenstrom (ohne Netzdrossel)

Tabelle 39: Zugeordnete Schutzgeräte für Geräte DE1...-34...

GerätetypEingangs-strom1)ILNSicherungen (IEC)Sicherungen (UL), Branch-Protection, AWG wiring required
AA 3-phasig400/480 V ACASCCR 14 kA3-polig480 Y/277 V ACSCCR 18 kA3-polig480 Y/277 V ACSCCR Type J, CC or TBestellnr. Bussmann
DE1...-341D3...1,76FAZ-B6/3PKM0-6,32)PKE12/XTU-1215FAZ-B15/3-NA3)PKZM0-32+BK25/3-PKZ0-E+AK-PKZ066NZ01
DE1...-342D1...3,16FAZ-B6/3PKM0-6,32)PKE12/XTU-1215FAZ-B15/3-NA3)PKZM0-32+BK25/3-PKZ0-E+AK-PKZ066NZ01
DE1...-343D6...4,96FAZ-B6/3PKM0-6,32)PKE12/XTU-1215FAZ-B15/3-NA3)PKZM0-32+BK25/3-PKZ0-E+AK-PKZ066NZ01
DE1...-345D0...710FAZ-B10/3PKM0-102)PKE12/XTU-1215FAZ-B15/3-NA3)PKZM0-32+BK25/3-PKZ0-E+AK-PKZ01010NZ01
DE1...-346D6...8,516FAZ-B16/3PKM0-162)PKE32/XTU-3215FAZ-B15/3-NA3)PKZM0-32+BK25/3-PKZ0-E+AK-PKZ01516NZ01
DE1...-348D5...1016FAZ-B16/3PKM0-162)PKE32/XTU-3215FAZ-B15/3-NA3)PKZM0-32+BK25/3-PKZ0-E+AK-PKZ01516NZ01
DE1...-34011...1216FAZ-B16/3PKM0-162)PKE32/XTU-3215FAZ-B15/3-NA3)PKZM0-32+BK25/3-PKZ0-E+AK-PKZ01516NZ01
DE1...-34016...16,525FAZ-B25/3PKM0-252)PKE32/XTU-3225FAZ-B25/3-NA3)PKZM0-32+BK25/3-PKZ0-E+AK-PKZ02025NZ02

1) netzseitiger Phasenstrom (ohne Netzdrossel)
2) Äquivalente PKZM-Typen sind zulässig. Der Überlastauslöser hat hierbei jedoch keine direkte Schutzfunktion für den Motor.
3) Group-Protection:
SCCR 14 kA, 3-pole 480 V/277 V AC: FAZ-25/3-NA für alle Kombinationen von DE1...-34... bis zu einem Summen-Eingangsstrom ( I_LN ) < 25 A
SCCR 10 kA, 3-pole 480 V/277 V AC: FAZ-30/3-NA für alle Kombinationen von DE1...-34... bis zu einem Summen-Eingangsstrom ( I_LN ) < 30 A

9.7 Netzschütze DIL...

EATON PowerXL DE1 - Netzschütze DIL... - 1

Die hier aufgeführten Netzschütze berücksichtigen den eingangsseitigen Netzbemessungsstrom I_LN des Drehzahlstarters DE1... ohne Netzdrossel. Die Auswahl erfolgt nach dem thermischen Strom I_th = I_e (AC-1) bei der angegebenen Umgebungstemperatur.

ACHTUNG

Der Tipp-Betrieb über das Netzschütz ist nicht zulässig (Pausenzeit ≥ 30 s zwischen Aus- und Einschalten).

Abbildung 84: Netzschütz bei einphasigem Anschluss

DILM12-XP1

P1DILEM

DILM

DILEM

DILM12-XP1

P1DILEM

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 1

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 2

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 3

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 4

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 5

EATON PowerXL DE1 - ACHTUNG - 6

Tabelle 40: Zugeordnete Netzschütze

1) netzseitiger Phasenstrom (ohne Netzdrossel)
Technische Daten zu den Netzschützen entnehmen Sie bitte dem Hauptkatalog HPL – Leistungsschütze DILEM und DILM7.

9 Zubehör

9.8 Netzdrosseln DX-LN...

9.8 Netzdrosseln DX-LN...

Die Zuordnung der Netzdrosseln erfolgt gemäß den Nenneingangsströmen des Drehzahlstarters DE1...

EATON PowerXL DE1 - Netzdrosseln DX-LN... - 1

EATON PowerXL DE1 - Netzdrosseln DX-LN... - 2

Abbildung 85: Netzdrosseln DEX-LN...

EATON PowerXL DE1 - Netzdrosseln DX-LN... - 3

Arbeitet der Drehzahlstarter DE1... an seiner Bemessungsstromgrenze, so wird, bedingt durch die Netzdrossel bei einem uK-Wert von etwa 4 %, die maximal mögliche Ausgangsspannung des Drehzahlstarters (U₂) auf etwa 96 % der Netzspannung (Uₙ) herabgesetzt.

EATON PowerXL DE1 - Netzdrosseln DX-LN... - 4

Bei den Drehzahlstartern DE1...-34... darf der uk-Wert der Netz-drossel den Wert 4 % nicht überschreiten, da diese Geräte mit einem „schlanken“ Zwischenkreis ausgeführt sind.

EATON PowerXL DE1 - Netzdrosseln DX-LN... - 5

Netzdrosseln reduzieren die Höhe der Stromoberwellen bis zu etwa 30 % und erhöhen die Lebensdauer von Drehzahlstartern und vorgeschalteten Schaltgeräten.

EATON PowerXL DE1 - Netzdrosseln DX-LN... - 6

Weitere Informationen und technische Daten zu den Netzdrosseln der Reihe DX-LN... entnehmen Sie bitte der Montageanweisung IL00906003Z.

Tabelle 41: Zugeordnete Netzdrosseln

GerätetypBemessungs-strom I_e A A V AEingangs-strom1) I_LN Netzspannung (50/60 Hz) U_LNmax NetzdrosselTyp Ie
DE1...-121D4...1,43,6240 +10 %DX-LN1-0066
DE1...-122D3...2,36,2240 +10 %DX-LN1-0066
DE1...-122D7...2,77,3240 +10 %DX-LN1-0099
DE1...-124D3...4,311,3240 +10 %DX-LN1-01313
DE1...-127D0...717,4240 +10 %DX-LN1-01818
DE1...-129D6...9,623,2240 +10 %DX-LN1-02424
DE1...-341D3...1,31,7480 +10 %DX-LN3-0044
DE1...-342D1...2,13,1480 +10 %DX-LN3-0044
DE1...-343D6...3,64,9480 +10 %DX-LN3-0066
DE1...-345D0...57480 +10 %DX-LN3-01010
DE1...-346D6...6,68,5480 +10 %DX-LN3-01010
DE1...-348D5...8,510480 +10 %DX-LN3-01010
DE1...-34011...1112480 +10 %DX-LN3-01616
DE1...-34016...1616,5480 +10 %DX-LN3-01616

1) netzseitiger Phasenstrom (ohne Netzdrossel)

9 Zubehör

9.9 Externe EMV-Filter

9.9 Externe EMV-Filter

Die Funkentstörfilter DX-EMC... ermöglichen den Einsatz des Drehzahlstarters DE1... in anderen EMV-Funkstörklassen in 1. und 2. Umgebung (IEC/EN 61800-3) und den Betrieb mit größeren Motorleitungslängen.

EATON PowerXL DE1 - Externe EMV-Filter - 1

Abbildung 86: Funkentstörfilter DX-EMC12... und DX-EMC34...

Die externen Funkentstörfilter DX-EMC... sollten hochkant, an der linken Seite des Drehzahlstarters DE1... montiert werden.

EATON PowerXL DE1 - Externe EMV-Filter - 2

Abbildung 87: Montageanordnung
(Beispiel: DX-EMC34-019... und DE1...-340... in Baugröße FS2)

EATON PowerXL DE1 - Externe EMV-Filter - 3

Die konfektionierten Anschlussleitungen der externen EMV-Filter DX-EMC... sind mit Gabel-Kabelschuhen bestückt.

Für den Anschluss am Drehzahlstarter DE1... müssen diese Kabelschuhe entfernt werden. Der Anschluss am DE1... erfolgt gemäß den Installationshinweisen auf → Seite 45

(→ Abbildung 31 und → Tabelle 6) und den örtlichen Vorschriften.

1 8 mm (0.31") 2 3 4 PE L1/L L2/M L3

Abbildung 88: Anpassung der konfektionierten Anschlussleitungen

Die Gabel-Kabelschuhe müssen unmittelbar an ihrem Anschlussende abgetrennt werden [1]. Ein Kürzen der Anschlussleitungen sollte dabei vermieden werden. Für den direkten Anschluss in die Leistungsklemmen des DE1... (L/I1,L2/N, L3, PE) [4] müssen die abgeschnittenen Kabelenden auf einer Länge von 8 mm ab isoliert werden [2]. Bei Bedarf und unter Berücksichtigung der örtlichen Vorschriften können diese abisolierten Kabelenden mit Aderendhülsen oder Stift-Kabelschuhen bestückt werden [3].

EATON PowerXL DE1 - Externe EMV-Filter - 5

Weitere Informationen und technische Daten zu den externen Funkentstörfiltern der Reihe DX-EMC... finden Sie in der Montageanweisung IL04012017Z.

Tabelle 42: Eingemessene und zugeordnete Funkentstörfilter

DrehzahlstarterZugeordneter externer EMV-Filter Typ EMV-KategorieMotor-Leitungslänge
C12) m mmC2 C3
Spannungsklasse 220/240 V
DE1...-121D4...DX-EMC12-019-FS150100100
DE1...-122D3...
DE1...-122D7...
DE1...-124D3...
DE1...-127D0...
DE1...-129D6...DX-EMC12-025-FS250100100
Spannungsklasse 380/400 V
DE1...-341D3... DX-EMC34-008-FS1DX-EMC34-008-FS1-L1)50(25)1)100100
DE1...-342D1...DX-EMC34-008
DE1...-343D6...DX-EMC34-006-L
DE1...-345D0... DX-EMC34-016-FS3DX-EMC34-016-FS3-L50100100
DE1...-346D6...DX-EMC34-016
DE1...-348D5...DX-EMC34-016-L
DE1...-34011...
DE1...-34016...

1) Reduzierte Motor-Leitungslänge in der Kategorie C1 bei der Kombination DE1...-34...NN... und dem ableitstromreduzierten Filter DX-EMC34-008-FS1-L
2) nur leitungsgebunden

9 Zubehör

9.10 Motordrosseln DX-LM3...

9.10 Motordrosseln DX-LM3...

Der Einsatz einer Motordrossel wird empfohlen bei großen Leitungslängen und bei einem parallelen Anschluss mehrerer Motoren. Die Motordrossel wird im Ausgang des Drehzahlstarters DE1... angeordnet. Ihr Bemessungsstrom muss stets gleich oder größer als der Bemessungsstrom des Drehzahlstarters sein.

EATON PowerXL DE1 - Motordrosseln DX-LM3... - 1

Abbildung 89: Motordrosseln DX-LM3...

Vorteile beim Einsatz einer Motordrossel

• Begrenzung des du/dt-Wertes,
• Verringerung von Spannungsspitzen,
- Reduktion von Lageströmen,
• Verbesserung der Motorlebensdauer (Isolation, Lager)

Motorleitungslängen, wenn keine Motordrosseln verwendet werden

  • ungeschirmt: 125 m
    • geschirmt: 65 m (+ ca. 50 % mit Motordrossel, max. 150 m)

EATON PowerXL DE1 - Motorleitungslängen, wenn keine Motordrosseln verwendet werden - 1

Berücksichtigen Sie die maximal zulässigen Motorleitungslängen gemäß IEC/EN 61800-3 in den entsprechenden EMV-Funkstörklassen (C1, C2, C3 in 1. und 2. Umgebung).

Der Einsatz einer Motordrossel im Ausgang eines Drehzahlstarters DE1... wird auch empfohlen, wenn mehrere Motoren mit gleichen oder unterschiedlichen Bemessungsdaten parallel betrieben werden. Die Motordrossel kompensiert hier den durch die Parallelschaltung verringerten Gesamtwiderstand, die verringerte Gesamtinduktivität und dämpft die höhere Streukapazität der Leitungen.

EATON PowerXL DE1 - Motorleitungslängen, wenn keine Motordrosseln verwendet werden - 2

Weitere Informationen und technische Daten zu den Motordrosseln der Reihe DX-LM3... entnehmen Sie bitte der Montageanweisung IL00906003Z.

Tabelle 43: Zugeordnete Motordrosseln

GerätetypSpannungsklasse Typ Bemessungs-Zugeordnete Motordrossel
strom I_e A
200 - 240 V380 - 480 V
DE1...-121D4...DE1...-341D3... DX-LM3-005 5
DE1...-122D3...DE1...-342D1... DX-LM3-005 5
DE1...-122D7...DE1...-343D6... DX-LM3-005 5
DE1...-124D3...DE1...-345D0... DX-LM3-005 5
DE1...-127D0...DE1...-346D6... DX-LM3-008 8
DE1...-129D6...DE1...-348D5... DX-LM3-011 11
- DE1...-34011...DX-LM3-011 11
- DE1...-34016...DX-LM3-016 16

Hinweise:

  • maximale Anschlussspannung der Motodrossel (U _max ): 750 V ±0 %
    • maximal zulässige Ausgangsfrequenz f 2: 200 Hz
  • maximal zulässige Taktfrequenz (f PWM) des DE1: 24 kHz (= P-29)

9 Zubehör

9.10 Motordrosseln DX-LM3...

10 Fehlermeldungen

Der Drehzahlstarter DE1... besitzt intern mehrere Überwachungsfunktionen. Bei einer erkannten Abweichung vom ordnungsgemäßen Betriebszustand zeigt er eine Fehlermeldung an:

  • Antrieb stoppt,
    • LED Status leuchtet rot,
    • LED Fault Code blinkt rot (siehe Fehlerliste),
  • Relaiskontakt (Steuerklemme 13/14) öffnet.

○ Run
Status
○ Fault Code

Abbildung 90: LED-Anzeigen mit Fehlermeldung

Bei einer anstehenden Fehlermeldung leuchtet die LED Status konstant rot. Die LED Fault Code signalisiert mit ihrer Blinkanzahl (pulses) den jeweiligen Fehler. Nach einer Pause von zwei Sekunden wird die Blinkanzahl wiederholt (Blinkfrequenz: 2 Hz). Die in der Praxis am häufigsten auftretenden Fehlermeldungen sind auf dem Gehäuse des Drehzahlstarters DE1... dokumentiert:

Tabelle 44: Fehlermeldungen auf dem Gehäuse des Drehzahlstarters DE1...

Fault Code (Fehler-Code)(Aufdruck auf dem Gehäuse)zyklische Blink-frequenz von 2 Hz mit2 Sekunden PauseBedeutung derFehlermeldung
1 pulse - overload 1 x ThermischeMotorüberlast
2 pulses - external fault 2 x ExterneFehlermeldung
3 pulses - over voltage 3 x Überspannung
4 pulses - over current4 x Überstrom
5 pulses - over temperature5 x Übertemperatur

Bei einer Netzunterspannung verlischt die grüne LED Run und die beiden roten LEDs Status und Fault Code blinken synchron mit einer Frequenz von 2 Hz.

Bei einschaltender bzw. wiederkehrender Netzspannung signalisieren die beiden synchron blinkenden LEDs Status und Fault Code, dass das Schaltnetzteil arbeitet und der Betriebszustand des Drehzahlstarters DE1... abgefragt wird, bevor die LED Run blinkt.

10 Fehlermeldungen

10.1 Fehlermeldung quittieren (Reset)

Bei einem internen Kommunikationsfehler (CPU-Fehler) des Drehzahlstarters DE1... verlischt die grüne LED Run und die beiden LEDs Status und Fault Code leuchten kontinuierlich rot. → Der Drehzahlstarter DE1... ist defekt und muss ausgetauscht werden.

10.1 Fehlermeldung quittieren (Reset)

EATON PowerXL DE1 - Fehlermeldung quittieren (Reset) - 1

Die Werkseinstellung des Drehzahlstarters DE1...ist Auto-0 (P-30).

Dies bedeutet, dass nach der Beseitigung eines Fehlers kein automatischer Neustart erfolgt, sondern ein Reset durchgeführt werden muss. In diesem Fall wird keine ansteigende Flanke für die Freigabe benötigt. Die Freigabe (DI1 bzw. DI2) kann hierbei mit 10 V gebrückt werden.

Fehlermeldungen können auf folgende Weise quittiert werden:

• durch Abschalten und Wiedereinschalten der Versorgungsspannung,
• mit Ab- und wieder Einschalten des Freigabesignals (FWD, REV, ENA),
- durch Betätigen der STOP-Taste bei den externen Bedieneinheiten (DX-KEY-...),
- über Anschaltungen wie Modbus RTU, SmartWire-DT, PC (drivesConnect) usw.

10.2 Fehlerspeicher

Die letzten Fehlermeldungen werden in der Reihenfolge ihres Auftretens (der jüngste Fehler steht an erster Stelle) und im Parameter P-13 gespeichert.

Der Fehlerspeicher (P-13) kann ausgelesen werden über:

  • die optionale externe Bedieneinheit (DX-KEY-...),
    • die Parametriersoftware drivesConnect,
  • Modbus RTU,
  • SmartWire-DT,
    • CANopen – bei DE11-...

EATON PowerXL DE1 - Fehlerspeicher - 1

Der Fehlerspeicher kann nicht gelöscht werden. Er bleibt auch nach einem Laden der Werkseinstellung erhalten.

EATON PowerXL DE1 - Fehlerspeicher - 2

Über die Bedieneinheit DX-KEY-LED können nur der letzte sowie die drei vorherigen Fehler angezeigt werden.

Das nachfolgende Beispiel zeigt einen Aufruf des Fehlerspeichers mit der Bedieneinheit DX-KEY-LED:

Anzeige Erläuterung
EATON PowerXL DE1 - Fehlerspeicher - 3Betriebszustand Stopp.
OKOK-Taste für 2 Sekunden betätigen.
EATON PowerXL DE1 - Fehlerspeicher - 4Es wird der zuletzt aufgerufene Parameter angezeigt (z. B. P-00)Die letzte Anzeigestelle blinkt dabei.
EATON PowerXL DE1 - Fehlerspeicher - 5Mit den Pfeiltasten ▲ (UP) oder ▼ (DOWN) den Fehlerspeicher P-13anwählen und mit Drücken der OK-Taste bestätigen.
EATON PowerXL DE1 - Fehlerspeicher - 6Letzte Fehlermeldung:Beispiel: P - dEF (Parameter default):Die Werkseinstellung wurde geladen.
[△]Mit der Pfeiltaste ▲ (UP) zur nächsten Fehlermeldung wechseln.
EATON PowerXL DE1 - Fehlerspeicher - 7Vorletzte Fehlermeldung:Beispiel: U - Uol t (Unterspannungsmeldung).Der rechte Dezimalpunkt blinkt (= vorletzte Fehlermeldung).
[△]Nach Betätigung der Pfeiltaste ▲ (UP) wird die zweitletzte Fehlermel-dung angezeigt.
EATON PowerXL DE1 - Fehlerspeicher - 8Zweitletzte Fehlermeldung:Beispiel: E - E r ,P (externe Fehlermeldung).Die beiden rechten Dezimalpunkte blinken (= zweitletzte Fehlermeldung).
[△]Nach einer erneuten Betätigung der Pfeiltaste ▲ (UP) wird die drittletzteFehlermeldung angezeigt.
EATON PowerXL DE1 - Fehlerspeicher - 9Drittletzte Fehlermeldung:Beispiel: U - Uol t (Unterspannungsmeldung)Die drei rechten Dezimalpunkte blinken (= drittletzte Fehlermeldung).

10 Fehlermeldungen

10.3 Fehlerliste

10.3 Fehlerliste

Die nachfolgende Tabelle führt die Fehlermeldungen des Drehzahlstarters DE1..., ihre möglichen Ursachen und Abhilfemaßnamen auf:

• LED-Anzeige Fault Code (2 Hz + 2s) = Blinkanzahl plus 2 Sekunden Pausenzeit
- Modbus RTU [hex] = hexadezimaler Fehler-Code über Modbus
- Anzeige DX-KEY-LED = Fehler-Code in der 7-Segment-Anzeige der optionalen Bedieneinheit DX-KEY-LED

Tabelle 45: Fehlermeldungen

LED-Anzeige Fault Code(2 Hz + 2s)1)Modbus RTU [hex]Anzeige DX-KEY-LED)2)Bezeichnung Mögliche Ursache/Abhilfemaßnahmen
1 x 04I.E - E.r.PThermische MotorüberlastBlinken die Dezimalpunkte oder wird DL in einer externen Bedieneinheit angezeigt, wird der unter P-08 eingestellte Motorstrom überschritten. Nach einem Zeitraum von mehr als 100 % erfolgt die Abschaltung (I x t-Wert).→ Reduzieren Sie die Motorlast oder verlängern Sie die Beschleunigungszeit (P-03).→ Prüfen Sie die Stromangabe des Motorleistungsschildes und den Wert in P-08 sowie die Schaltungsart des Motors (Stern, Dreieck).
2 x0BE - E.r .PExterne Fehlermeldung • Die Steuerspannung (H-Pegel) an Klemme 3 (DI3) wurde in der Konfiguration EXTFLT (P-15 = 1, 3, 5, 7, 9) abgeschaltet.→ Prüfen Sie die Temperatur des Motors oder die externen Sensoren, wenn in dieser Konfiguration ein Thermistor angeschlossen ist.
3 x06OUol tÜberspannung • Überspannung im Zwischenkreis→ Prüfen Sie die Höhe der netzseitigen Versorgungsspannung.→ Tritt die Fehlermeldung im Bremsbetrieb auf, ist die generatorische Energie zu hoch. Erhöhen Sie in diesem Fall die Verzögerungszeit P-04.
4 x03O - IÜberstrom • Fehlermeldung unmittelbar nach Freigabe oder Startbefehl→ Überprüfen Sie den Motoranschluss im Hinblick auf Phasen- oder Erdschluss.Fehlermeldung während der Startphase:→ Prüfen Sie, ob der Motor frei drehen kann (blockiert, mechanische Bremse),→ Prüfen Sie die Schaltungsart (Stern, Dreieck) des Motors,→ Erhöhen Sie die Beschleunigungszeit P-03,→ Reduzieren Sie Startspannung P-11.Fehlermeldung bei konstanter Drehzahl→ Prüfen Sie den Antrieb auf Überlast (Schockbelastung) oder Fehlfunktion.Fehlermeldung bei Geschwindigkeitsänderung→ Prüfen Sie den Antrieb auf oszillierenden Lasten (z. B. bei Strömungsmaschinen wie Pumpen und Lüfter).
LED-Anzeige Fault Code(2 Hz + 2s) ^1) Modbus RTU[hex]Anzeige DX-KEY-LED) ^2) BezeichnungMögliche Ursache/Abhilfemaßnahmen
5 x 08D - tÜbertemperatur • Übertemperatur am internen KühlkörperPrüfen Sie bitte:→ Entspricht die Umgebungstemperatur der Spezifikation?→ Ist die Luftzirkulation am Drehzahlstarter DE1... ausreichend (Freiräume oben und unten)?→ Sind die Lüftungsschlitze frei von Fremdkörpern?→ Bei Geräten mit internen Lüfter: Läuft der Lüfter?
6 x05PS - t r FLeistungsteil-Fehler • Fehlermeldung vom Ausgang des Leistungsteils.→ Überprüfen Sie die Verbindung zum Motor (Kurzschluss, Erdschluss).→ Entfernen Sie die Leitung an den Klemmen U, V, W.→ Lässt sich die Fehlermeldung nicht zurücksetzen, so wenden Sie sich bitte an die nächste Eaton Vertretung.
7 x0CSC - t r FKommunikationsfehler→ Überprüfen Sie die Verbindung von der RJ45-Schnittstelle zu externen Geräten.→ Stellen Sie sicher, dass in einem Netzwerk jedes Gerät eine eindeutige (einmalige) Adresse hat.
8 x0AP - dEFParameter-Werkseinstellung • Die Werkseinstellung der Parameter wurde geladen.→ Betätigen Sie die STOP-Taste der externen Bedieneinheit.
9 x –FLT - dcDC-Restwelligkeit • Zu hohe Restwelligkeit der Zwischenkreisspannung.→ Überprüfen Sie, ob alle drei Phasen der Netzspannung vorhanden sind und ob die Spannungsdifferenz zwischen den Netzphasen unter 3 % liegt.→ Reduzieren Sie die Motorlast.→ Lässt sich die Fehlermeldung nicht zurücksetzen, so wenden Sie sich bitte an die nächste Eaton Vertretung.
10 x124 - 20FLive-Zero-Fehler• Das Stromsignal an Analog-Eingang AI1 ist unter 3 mA gefallen.→ Überprüfen Sie die Stromquelle und die Verdrahtung zu den Steuerklemmen 4 und 0V.
11 x09U - tUntertemperatur • Die Umgebungstemperatur beträgt weniger als -10 °C(Frost).→ Erhöhen Sie die Umgebungstemperatur auf Werte über -10 °C.
12 x10th - FLTThermistor-Fehler • Fehlerhafter Thermistor am internen Kühlkörper.→ Wenden Sie sich bitte an die nächste Eaton Vertretung.
13 x11dATR - FDatenfehler • Die geänderten Parameter wurden nicht gespeichert (Flash-Speicher) und die Werkseinstellung wurde wieder geladen.→ Tritt das Problem erneut auf, so wenden Sie sich bitte an die nächste Eaton Vertretung.

1) 2 Hz Blinkfrequenz der LED „Fault Code“ mit 2 Sekunden Pause
2) Optionale, externe Bedieneinheit

10 Fehlermeldungen
10.3 Fehlerliste

11 Parameterliste

Nachfolgend finden Sie eine Übersicht aller Parameter des Drehzahlstarters DE1... mit einer Kurzbeschreibung.

Die verwendeten Abkürzungen haben folgende Bedeutung:

AbkürzungBedeutung
RUN Zugriffsrecht auf den Parameter im Betrieb (Laufmeldung Run)
STOP Zugriffrecht auf den Parameter nur im STOP-Modus
ro/rwLese- und Schreibrecht der Parameter:ro = schreibgeschützt, nur zum Lesen (read only)rw = lesen und schreiben (read and write)
NameKurzbezeichnung des Parameters
Wert • Einstellwert des Parameters• Wertebereich• Anzeigewert
WE Werkseinstellung (Wert des Parameters im Auslieferzustand)Die Werte in den Klammern sind die Werkseinstellungen bei 60 Hz.
SeiteSeitenzahl in diesem Handbuch, wo der Parameter detailliert beschrieben wird

Tabelle 46: Parameterliste

ParameterModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibungSeite
RUN, STOPro/rw
P-01129STOPrwf-maxP-02 - 300.0 Hz50 Hz (60 Hz)Bestimmt die max. Ausgangsfrequenz.Sie ist beliebig einstellbar zwischen f-min (P-02) und der 5-fachen Nennfrequenz des Motors, eingestellt mit P-09. „Motor-Nenndrehzahl“ (P-10) = 0, Anzeige der max. Ausgangsfrequenz in Hz„Motor-Nenndrehzahl“ (P-10) >0, Anzeige der max. Drehzahl in U/min.88
P-02130STOPrwf-min0 Hz - P-010 HzBestimmt die min. Ausgangsfrequenz.Sie ist beliebig einstellbar zwischen 0 und f-max (P-01). „Motor-Nenndrehzahl“ (P-10) = 0, Anzeige der min. Ausgangsfrequenz in Hz„Motor-Nenndrehzahl“ (P-10) >0, Anzeige der min. Drehzahl in U/min.88
P-03131RUNrwt-acc0.1 - 300 s5.0 sEinstellung der Beschleunigungszeit in Sekunden.Die mit P-03 eingestellte Zeit ist die Zeit zum Beschleunigen vom Stillstand auf die mit P-09 eingestellte Nennfrequenz des Motors.88
P-04132RUNrwt-dec0.1 - 300 s5.0 sEinstellung der Verzögerungszeit in Sekunden.Die mit P-04 eingestellte Zeit ist die Zeit zum Verzögern von der mit P-09 eingestellten Nennfrequenz des Motors zum Stillstand.88
P-05133RUNrwStopp Modus0; 11Bestimmt das Verhalten des Antriebs, wenn das Freigabesignal weggenommen wird.0: Auslauf. Wenn das Freigabesignal weggenommen wird, wird der Ausgang des Gerätes sofort gesperrt und der Motor trudelt aus.1: Rampe. Wenn das Freigabesignal weggenommen wird, fährt der Antrieb mit der mit P-04 eingestellten Verzögerungsmarpe zum Stillstand.89
P-06134STOPrwEnergieoptimierung0; 10Wenn die Energieoptimierung aktiviert ist, wird die Ausgangsspannung dynamisch lastabhängig verändert. Dies führt zu einer Spannungsreduzierung bei Teillast und reduziert den Energieverbrauch. Diese Betriebsart ist für dynamische Anwendungen mit sich schnell verändernder Belastung nicht geeignet.96
P-07^1) 135STOP rwMotor Nennspannung50 - 500 V 220 V,230 V,380V,400 V,460 VDefiniert die Nennspannung des Motors.Ist die Ausgangsfrequenz höher als die Nennfrequenz des Motors (P-09), bleibt die Ausgangsspannung auf dem mit P-07 eingestellten Wert.92
P-08^1) 136STOPrwMotor Nennstrom(10 - 100 %) x I_e I_e Motor-Nennstrom.Durch die Einstellung des Motor-Nennstroms wird gleichzeitig die Motorschutzfunktion an den Motor angepasst.Wenn der Motorstrom den mit P-08 eingestellten Wert überschreitet, zeigen die blinkenden Punkte auf dem Display (Option) an, dass eine Überlast vorliegt.Wenn diese Situation länger anhält, kann es sein, dass das Gerät aufgrund von Überlast abschaltet.Anzeige: I.E - E.r.P 92
P-09137STOPrwMotor Nenn-frequenz20.0 - 300 Hz 50 Hz(60Hz)Nennfrequenz des Motors.Dies ist die Frequenz, bei der die Ausgangsspannung der Motor-Nennspannung entspricht. Unterhalb dieser Frequenz erhält der Motor eine reduzierte Spannung, darüber hinaus die Motor-Nennspannung.92
P-10138STOP rwMotor Nenndrehzahl0/200 - 15000 rpm (18000 rpm)00Nenndrehzahl des Motors.P-10: 0: Anzeige der Ausgangsfrequenz in HzP-10 > 0: Die auf die Drehzahl bezogenen Parameter (P-01, P-02, ... ) werden in U/min angezeigt. Darüber hinaus wird die Schlupfkompensation aktiviert, die dafür sorgt, dass die Motordrehzahl auch bei Belastungsänderungen konstant bleibt. Entspricht der für P-10 eingegebene Wert einer Synchrondrehzahl (z.B. 3000 U/min bei einem 2-poligen Motor bei 50 Hz), wird die Drehzahl in U/min angezeigt, jedoch keine Schlupfkompensation aktiviert.92
P-11139RUNrwU-Boost0.0 - 40.0 %0.0 %Anhebung der Motorspannung bei geringen Ausgangsfrequenzen, um Startmoment und Rundlauf bei kleinen Drehzahlen zu verbessern.Ein zu hoher Wert kann zu erhöhtem Motorstrom und damit zu erhöhter Erwärmung führen. Möglicherweise ist eine verstärkte Motorkühlung erforderlich.96
ParameterModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibungSeite
RUN, STOPro/rw
P-12 140RUNrw LokaleProzess-daten Quelle0 - 13 0 Lokale Einstellung der Befehls- und Sollwertquelle100ff.
P-131)141STOP roLetzter Fehler1PDP–Letzter Fehler8 PDPLetzter Fehler – achtletzter Fehler- FehlerspeicherhistorieAnzeigespeicher der letzten 8 Fehlermeldungen111
P-14142RUNrwKennwort0 - 655350Eingabe des Kennworts für den Zugang zum erweiterten Parametersatz.Der einzugebende Wert wird durch P-38 bestimmt (Werkseinstellung: 101). Der erweiterte Parametersatz ist damit zugänglich.110
ParameterModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibungSeite
RUN, STOPro/rw
Erweiterter Parameterbereich (Zugriffscode: P-14 = 101 in der Werkseinstellung)
P-15143STOPrwDI Konfiguration Auswahl0 - 90 Funktion der SteuerklemmenMit P12 = 0 können die Steuerklemmen DI1 bis DI4 auf folgende Funktionen eingestellt werden:102, 102
144STOPrwAI1 Signal Bereich0 - 30Hinweis:Die zugeordneten Funktionen der Steuerklemmen sind Abhängigkeit vom Einstellwert in P-12 (→ Seite 100).108
P-16Konfiguration des Analogeingangs 10: 0 - 10 V1: 0 - 20 mA2: t 4 - 20 mA (Abschaltung bei Drahtbruch)3: r 4 - 20 mA (fährt bei Drahtbruch mit Rampe auf Festfrequenz 1 (P-20))
P-17145RUNrwAI1 Gain0.100 - 2.5001.000Skalierung des Analogeingangs 1Ausgang = Eingang * SkalierungBeispiel: P-16 = 0 - 10 V, P-17 = 2,000: bei 5 V würde der Motor mit max. Geschwindigkeit (P-01) laufen (5 V * 2 = 10 V)108
P-18146STOPrwAI1 Invertieren0; 10Wenn dieser Parameter auf 1 gesetzt wird, wird der Analogeingang invertiert.0: 0 V / 0(4) mA = min. Frequenz,10 V / 20 mA = max. Frequenz1: 0 V / 0(4) mA = max. Frequenz,10 V / 20 mA = min. Frequenz109
P-19147STOPrwDI3 Logik0; 10Dieser Parameter bestimmt die Logik des digitalen Eingangs 3.0: High o. k., Low = Fehler1: Low = o. k., High = Fehler(wenn P15 auf 1, 3, 5, 7 oder 9 gesetzt wird (externer Fehler))95
P-20148STOPrwf-Fix1P-02 - P-0120 HzEinstellung Festfrequenz 1Wert kann zwischen f-min und f-max eingestellt werden.Vorwahl über einen digitalen Steuerbefehl.101
P-21149STOPrwf-Fix2P-02 - P-0130 HzEinstellung Festfrequenz 2Wert kann zwischen f-min und f-max eingestellt werden.Vorwahl über einen digitalen Steuerbefehl.101
P-22150STOPrwf-Fix3P-02 - P-0140 HzEinstellung Festfrequenz 3Wert kann zwischen f-min und f-max eingestellt werden.Vorwahl über einen digitalen Steuerbefehl.101
P-23151STOPrwf-Fix4P-02 - P-0150 HzEinstellung Festfrequenz 4Wert kann zwischen f-min und f-max eingestellt werden.Vorwahl über einen digitalen Steuerbefehl.101
P-24 152RUNDigitalSollwertReset Modus0 - 3 0 Bestimmt das Verhalten des Antriebs bei START undSteuerung über die Bedieneinheit oder bei Steuerungüber UP- und DOWN-Befehle an den Klemmen.0: Start mit min. Drehzahl1: Start mit der Drehzahl vor dem letzten Abschalten2: Start mit min. Drehzahl (Auto-r)3: Start mit der Drehzahl vor dem letzten Abschalten (Auto-r)Auto r: START und STOP auf der Bedieneinheit sind außer Funktion. Der Antrieb startet mit dem Freigabesignal anden Klemmen.107
P-25153STOPrwDCBremse0 - 30Bestimmt die Betriebszustände, in denen DC-Bremsung aktiviert wird.0: Aus1: Ein bei Stopp2: Ein vor dem Start3: Ein vor dem Start und bei Stopp99
P-26154RUNt-DCBremse@Stopp0 - 10 s0.0 sDauer der DC-Bremsung beim Stopp und vor dem Start99
P-27155RUNDCBremseSpan-nung(0 - 100 %) P-070.0 sDC-Spannung als Prozentsatz der „Motor-Nennspan-nung“, die während der DC-Bremsung am Motor anliegt.99
P-28156RUNf-DCBremse@Stopp0 - P-010.0 HzAusgangsfrequenz in Hz, bei der die DC-Bremsung während der Verzögerungsphase einsetzt.Mit „Stopp Modus“ = Auslauf, beginnt die DC-Bremsung sofort nach dem Stopp-Befehl.99
P-29 ^1) 157STOPrwSchaltfrequenz4 - 32 kHz10 - 20 kHz16 kHzSchaltfrequenz des Leistungsteils. Höhere Werte redu-zieren die durch das Schalten hervorgerufenen Geräu-sche im Motor und verbessern die Sinusform des Stroms.Nachteil: Höhere Verluste im Gerät.ACHTUNG: Bei Verwendung eines Sinusfilters muss die eingestellte Taktfrequenz in einem für den Filter zulässigen Bereich liegen. In diesem Fall ist P-29 auf das Doppelte der am Filter angegebenen Schaltfrequenz einzustellen.Beispiel:Sinusfilter für 6 kHz → Einstellung P-29: 12 kHz!
P-30158STOPrwStart ModusEdgE-r, Auto-0 - Auto-9Auto-0 Bestimmt das Verhalten des Antriebs in Bezug auf die Freigabe und konfiguriert den automatischen Wiederanlauf nach einem Fehler.Edge-r: Nach dem Einschalten der Versorgungsspannung oder nach einem RESET wird der Antrieb nicht starten, wenn das Freigabesignal weiterhin ansteht. Zum Start ist eine ansteigende Flanke erforderlich.Auto-0: Nach dem Einschalten der Versorgungsspannung oder nach einem RESET wird der Antrieb automatisch starten, wenn das Freigabesignal weiterhin ansteht.Auto-1 bis 9: Nach einer Abschaltung aufgrund eines Fehlers macht der Antrieb automatisch bis zu 9 Versuche in 20-s-Intervallen, um wieder anzulaufen. Solange die Versorgungsspannung nicht abgeschaltet wird, bleibt der Zählerinhalt bestehen. Die Anzahl der Startversuche wird gezählt. Wenn der Antrieb auch beim letzten Versuch nicht automatisch startet, schaltet er mit Fehlermeldung ab. RESET muss nun manuell erfolgen.ACHTUNG: Ein automatischer Start ist nur dann möglich, wenn die Steuerbefehle über die Klemmen kommen (P12 = 0 und P12 = 11).
P-31159 RUN rw Überspannungs-Kontrolle0; 10 Die Überspannungsregelung verhindert das Abschalten des Antriebs, wenn der Motor Energie zurückspeist. Ist diese Funktion gesperrt, schaltet der Antrieb mit einer Überspannungsmeldung ab, anstatt die Rampenzeit automatisch zu verlängern.0: EIN. Überspannungs-Kontrolle freigegeben1: AUS. Überspannungs-Kontrolle gesperrt89
P-32160 STOP rw Auto Temperatur Management0; 10 Auto-Temperatur-ManagementIst diese Funktion gesperrt, schaltet der Antrieb mit einer Übertemperaturmeldung ab, anstatt die Schaltfrequenz automatisch zu reduzieren, wenn der Kühlkörper zu heiß wird.0: EIN. Temperatur-Management freigegeben1: AUS. Temperatur-Management gesperrt147
P-33161 STOP rw Thermischer Speicher Motor0; 10Bei freigegebener Funktion wird das berechnete thermische Abbild des Motors beim Abschalten der Versorgungsspannung automatisch gespeichert. Der gespeicherte Wert wird beim Wiedereinschalten benutzt. Ist diese Funktion gesperrt, wird das „thermische Gedächtnis“ bei jedem Wiedereinschalten auf Null gesetzt.0: EIN. Thermischer Speicher freigegeben1: AUS. Thermischer Speicher gesperrt94
P-34162RUNrwPDP-Address1, 2, ..., 631Einmalige Adresse des Antriebs in einem Kommunikationsnetzwerk
P-35163RUNrwRS485-0 Baudrate0, 1, ..., 44RS485-Baudrate0: 960 Bit/s1: 19.2 kBit/s2: 38.4 kBit/s3: 57.6 kBit/s4: 115.2 kBit/s-
P-36164RUN rwModbus RTUO COMTimeout0, 1, ..., 80 Modbus RTUO COM TimeoutZeit zwischen einem Kommunikationsverlust und der daraus resultierenden Abschaltung.Die Einstellung „0“ deaktiviert die Abschaltung.t: Abschalten des Antriebs nach der eingestellten Zeit r: Nach der eingestellten Zeit fährt der Antrieb mit Rampe auf Null.0: keine Reaktion1: t 30 ms2: t 100 ms3: t 1000 ms4: t 3000 ms5: r 30 ms6: r 100 ms7: r 1000 ms8: r 3000 ms-
P-37165STOPrwParametersatz0; 10Werkseinstellung wiederherstellen111
P-38166RUNrwKennwort Level 20 - 9999101Definiert das Kennwort für den Zugang zum erweiterten Parametersatz (Level 2).Der Zugang erfolgt über P-14.110
P-39167RUNrwParametersperre0; 10Sperre des Parametersatzes0: AUS. Alle Parameter können geändert werden.1: EIN. Parameterwerte werden angezeigt, können aber nicht geändert werden. Wenn eine Bedieneinheit angeschlossen ist, ist kein Zugriff auf die Parameter möglich.110
P-40168RUN rwAktion@Kommuni-kationsverlust0, 1, ..., 40 Geräte-Reaktion nach Auftreten von „Kommunikations-verlust“. Möglichkeiten geräteabhängigVerhalten bei einem SWD-Kommunikationsverlust. Die Verzögerungszeit nach Kommunikationsverlust wird mit P-36 eingestellt.0: keine Reaktion, Antrieb läuft weiter1: Warnung ausgeben, Antrieb läuft weiter2: Stopp, wenn Rampe aktiv3: Auslauf4: Abschaltung-
P-41169RUNrwParameterAccess0; 10Parameterzugang0: Alle Parameter können von jeder Quelle aus geändert werden.1: Alle Parameter sind gesperrt und können nur über SWD geändert werden.111

11 Parameterliste

ParameterModbus IDZugriffsrechtNameWertWEBeschreibungSeite
RUN, STOPro/rw
P-42 f-SkipBand1 Bandbreite der AusblendfrequenzDefiniert die Größe des Frequenzbereichs um f-Skip1, in dem der Antrieb nicht stationär betrieben wird, um mechanische Resonanzen der Anwendung zu vermeiden.
P-43 f-Skip1 Definiert den Mittelpunkt des mit f-SkipBand1 festge-legten Frequenzbandes, in dem der Antrieb nicht stati-onär betrieben wird.
P-44 AI1 Offset Offset Analogeingang 1
P-45FireMode FunktionDefiniert die Funktion des Gerätes in Applikationen, in denen Fire Mode verwendet wird.
P-46 Motor Stator-Widerstand R1Stator-Widerstand des Motors
P-47 RS485-0 Adresse
P-48 RS485-0 Parität RS485 0 Parität
Nur bei Drehzahlstarter DE11-...
P-50RUNrwCANO Baudrate0 - 32CANopen-BaudrateMögliche Werte:0: 125 kBit/s1: 250 kBit/s2: 500 kBit/s3: 1000 kBit/s
P-51RUNrwRO1 Funktion0 - 90Auswahl der Funktion des Ausgangsrelais RO10: RUN, Freigabe (FWD/REV)1: READY, DE11 betriebsbereit2: Drehzahl = Drehzahlsollwert3: Fehlermeldung (DE11 nicht betriebsbereit)4: Drehzahl > RO1 Obere Grenze (P-52)5: Motorstrom > RO1 Obere Grenze (P-52)6: Drehzahl < RO1 Obere Grenze (P-52)7: Motorstrom < RO1 Obere Grenze (P-52)8: Antrieb nicht freigegeben9: Drehzahl nicht gemäß Drehzahlsollwert
P-52RUNrwRO1 Obere Grenze0.0 - 200.0 %100 %Einschaltschwelle des Relais RO1 bei P-51 = 4, 5, 6 oder 7
P-53RUNrwRO1 Hysterese0.0 - 100.0 %0.0 %Definiert eine niedrigere Schaltschwelle, wenn P-51 auf 4, 5, 6 oder 7 eingestellt ist.Schaltschwelle = Schaltpunkt (P-52) - Hysterese (P-53)P-51 = 4 oder 5: Ausgang ist logisch 1, wenn der Wert ≥ Schaltpunkt, Ausgang ist logisch 0, wenn der Wert < SchaltschwelleP-51 = 6 oder 7: Ausgang ist logisch 0, wenn der Wert ≥ Schaltpunkt, Ausgang ist logisch 1, wenn der Wert < Schaltschwelle
P-54 RUNrw RO1Einschaltver-zögerung0.0 - 250.0 s0.0 sVerzögerungszeit, bevor der Ausgang von logisch 0 nach logisch 1 schaltet

Anzeigeparameter, Monitor

Erweiterter Parameterbereich (Zugriffscode: P-14 = 101 in der Werks-einstellung)

Tabelle 47: Anzeigeparameter, Monitor

Display Name Wert Beschreibung
P0-01Analogeingang10,0 - 100 %Analogeingang 1Höhe des Signals an Analogeingang 1 unter Berücksichtigung von Skalierung und Offset
P0-02 ---
P0-03Frequenzsollwert0,0 - 300 HzFrequenzsollwert in Hz.Wird in U/min umgerechnet, wenn Motordaten vorliegen.Interner digitaler Sollwert (mit Bedieneinheit)
P0-04DI1 Status0000 - 1111Status der DigitaleingängeStatus der digitalen Eingänge, links beginnend mit Eingang 1
DI2 Status
DI3 Status
DI4 Status
P0-05 Motorstrom0 - 150 % I eAktueller Ausgangsstrom
P0-06Ausgangsfrequenz0,0 - 300,0 HzAktuelle Ausgangsfrequenz
P0-07Motorspannung0 - 480 V RMSAktuelle Ausgangsspannung
P0-08ZwischenkreisspannungVAktuelle Zwischenkreisspannung
P0-09 Kühlkörpertemperatur°CAktuelle Kühlkörpertemperatur
P0-10t-Runh (min, s)Betriebsstunden des Antriebs seit der Herstellung Angezeigt in Stunden, Minuten und Sekunden.Durch Betätigen von ▲ auf der Bedieneinheit wechselt die Anzeige von „Stunden“ auf „Minuten und Sekunden“
P0-11t-Run since Restarth (min, s)Laufzeit seit dem letzten Einschalten oder Fehler ResetBetriebsstunden des Antriebs seit dem letzten Einschalten der Eingangsspannung bzw. dem letzten Fehler in Stunden, Minuten und Sekunden.Durch Betätigen von ▲ auf der Bedieneinheit wechselt die Anzeige von „Stunden“ auf "Minuten und Sekunden".
P0-12t-Run since Triph (min, s)Betriebsstunden des Antriebs seit dem letzten Fehler Angezeigt in Stunden, Minuten und Sekunden.Durch Betätigen von ▲ auf der Bedieneinheit wechselt die Anzeige von „Stunden“ auf „Minuten und Sekunden“.
P0-13t-StundenRun Freigebenh (min, s)Betriebsstunden des Antriebs seit dem letzten FreigabesignalAngezeigt in Stunden, Minuten und Sekunden.Durch Betätigen von ▲ auf der Bedieneinheit wechselt die Anzeige von „Stunden“ auf „Minuten und Sekunden“.
P0-14Schaltfrequenz Istwert16 kHzAktuelle Schaltfrequenz.Bei aktiviertem Auto-Temperatur-Management (P-32) kann dieser Wert auch kleiner als der sein, der mit P-29 eingestellt ist.
DisplayNameWertBeschreibung
P0-15DC-Link0 Protokoll000Verlauf ZwischenkreisspannungZeigt die letzten 8 Werte der Zwischenkreisspannung vor einer Fehlerabschaltung.Abtastzeit: 256 ms
DC-Link1 Protokoll
DC-Link2 Protokoll
DC-Link3 Protokoll
DC-Link4 Protokoll
DC-Link5 Protokoll
DC-Link6 Protokoll
DC-Link7 Protokoll
P0-16Kühlkörper0 Protokoll00Verlauf KühlkörpertemperaturZeigt die letzten 8 Werte der Kühlkörpertemperatur vor einer Fehlerabschaltung.Abtastzeit: 30 s
Kühlkörper1 Protokoll
Kühlkörper2 Protokoll
Kühlkörper3 Protokoll
Kühlkörper4 Protokoll
Kühlkörper5 Protokoll
Kühlkörper6 Protokoll
Kühlkörper7 Protokoll
P0-17Motorstrom0 Protokoll0,0Verlauf MotorstromZeigt die letzten 8 Werte des Motorstroms vor einer Fehlerabschaltung.Abtastzeit: 256 ms
Motorstrom1 Protokoll
Motorstrom2 Protokoll
Motorstrom3 Protokoll
Motorstrom4 Protokoll
Motorstrom5 Protokoll
Motorstrom6 Protokoll
Motorstrom7 Protokoll
P0-18Applicationsversion0,00 (00C0)Applicationsversion
System Version Systemversion
P0-19Seriennummer123456 (78-000)Seriennummer des Gerätes
P0-20 FrameSizeBaugröße
NoOfInputPhasesAnzahl Phasen der Eingangsspannung
kW/HP0,37 - 7,50Motorleistung
Power@UeGeräteleistung bei Bemessungsspannung
GerätespannungBemessungsspannung
DeviceTypeGerätetyp
P0-21FehlerZähler Feuer erkanntGibt an, wie oft „Feuer erkannt“ aufgetreten ist.
P0-22t-FireMode AktivLaufzeit im Firemode

11 Parameterliste

Stichwortverzeichnis

A

Abisolierlänge 45, 55

Abkürzungen 8

Ableitströme 29

Abmessungen 127

Abschaltvorrichtung 28

Analog-Eingang 57

Analog-Eingang, Skalierung ..... 108

Anschluss an asymmetrisch geerdete Netze . . 25

Anschluss an IT-Netze 20

Anschluss der Steuerklemmen (Beispiel) ..... 70

Anschluss im Leistungsteil 42

Anschluss von Ex-Motoren 34

Anschlussbeispiele 44, 56

Anschlussleitungen 50

Anschlussquerschnitte 55

Antriebssystem 24

Anzeigeeinheit 16

Anzeigeparameter 164

Auswahlkriterien 19

B

Bedieneinheit 79,80

Befestigung, auf Montageschiene ..... 39

Befestigung, mit Schrauben 38

Bemessungsdaten 14, 116

Bemessungsdaten, auf Typenschild ..... 15

Berührungsstrom 117, 121

Bestimmungen 116

Bestimmungsgemäßer Einsatz 20

Betriebsdatenanzeige 112

Bezeichnung, am Drehzahlstarter DE1 ..... 17

Blockschaltbilder 65

Boost 97

Brems-Chopper 15, 16

Busabschlusswiderstand 61

Bypass-Anschluss 30

C

CE-Kennzeichnung 20

D

Drehstrommotor 34

Drehstromschienenblock 48

Dreieckschaltung 34

drivesConnect 85

DX-CBL-PC1M5 135

DX-COM-PCKIT 136

DX-COM-STICK 132

DX-KEY-LED 79,80

DX-LM3....146

DX-LN....142

DX-NET-SWD3 134

DXE-EXT-SET 71

E

Einbaulagen 36

Elektrisches Netz 25

EMV-Brücke 43, 46

EMV-Filter 144

EMV-Maßnahmen 31

Erdschleifenimpedanz 45

Ex-Motoren 34

F

Fehlerliste 152

Fehlermeldungen 149

Fehlerstromschutzschalter 29

Fertigungsdatum 15

Frequenz 26

Funkentstörfilter

DX-EMC....144

DX-EMC34.... 144

G

Garantie 22

Gerätereihe DE1 11

Gleichstrombremsung 99

H

Hotline (Eaton Industries GmbH) 22

|

I x t-Charakteristik 93

Inbetriebnahme, Checkliste 67

Inspektion 21

Installation 35

Isolationsprüfung 41

Isolationswiderstand 41

IT-Netz, Anschluss 25

K

Kabel 138

Konfigurationsmodul 71

L

Lagerung 21

LED-Anzeigen 63

Leistungsklemmen 43

Leistungsmerkmale 115

Leistungsschild 34

Leistungsteil 42

Leistungsteil, anschließen 42

Leitungsquerschnitte 28

Lieferumfang 13

Luftzirkulation 36

M

Maßeinheiten....9

Monitor 164

Montage 35

Montageanweisung, IL040005ZU ..... 13

Montageschiene 39

Motor, explosionsgeschützter 34

Motoranschluss 50

Motorbemessungsstrom 19

Motordaten 91

Motordrosseln 146

Motoren, parallelschalten .... 33

Motorkabelisolation prüfen 41

Motorleitung, abgeschirmte 51

Motorschutzschalter (PKE) 33

N

Nenndaten 117

Netzanschluss 25

Netzanschlussspannungen 9

Netzdrossel 28,142

Netzform 25

Netzkabelisolation 41

Netzschütz 30,141

Netzspannung 19,26

Netzspannung, nordamerikanische .....9

Parameter, einstellen 84

Parameter, Upload/Download 133

Parameterliste 155

Parametersperre 110

Parametriersoftware drivesConnect ..... 85

Passwort....110

Power Drive System -> Antriebssystem ..... 24

Projektierung 23, 24

R

RCD 29

Relais-Kontakt 60

Reset 107,150

RJ45-Schnittstelle 61,79

RS485 61

S

Schaltungsart 19,34

Schlupfkompensation 91, 96

Schutzart 15, 115

Schutzeinrichtungen 138

Seriennummer 15

Service 22

Sicherungen 28

SmartWire-DT 87,105

Spannungsabfall, zulässiger 9

Spannungsklassen 18

Spannungsquelle, externe 58

Sternschaltung 34

Steuerklemmen 53, 94, 100

Steuerleitungen 54

Steuerteil 53

Stromnetze, sternförmige 9

Systemerdung 45

Systemübersicht 12

T

Technische Daten 115

Thermistorschutz 94

Tipp-Betrieb 69

Trennschalter 28

Typenbezeichnung 15

Typenschild 14

Typenschlüssel 16

U

U/f-Kennlinie 96

Überlastschutz 93

UL-Installation 52

Umgebungsbedingungen ..... 19, 21

Umgebungstemperatur 19

US-Installation 29

V

Verlustleistung 118, 121, 124

Versorgungsspannung 19,40

Verzögerungszeit 88

W

Warnhinweise, zum Betrieb 68

Wartung (Wartungsmaßnahmen) 21

Wartungsintervalle 21

Wechselstromnetze 25

Werkseinstellung 111, 153

Z

Zubehör 129

Zwischenkreis 22

Zwischenkreiskondensatoren 22

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Produktinformationen

Marke : EATON

Modell : PowerXL DE1

Kategorie : Regler