750-920 - Kabel für Computer und Peripheriegeräte Wago - Kostenlose Bedienungsanleitung
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| Produkttyp | Verbindungskabel für Computer und Peripherie |
| Hersteller | Wago |
| Modell | 750-920 |
| Länge | 2,0 m |
| Kabeldurchmesser | 5 mm |
| Gewicht | 80 g |
| Steckertyp A | USB 3.0 Typ A |
| Steckertyp B | USB 3.0 Typ B |
| Datenübertragungsrate | max. 5 Gbit/s |
| Abschirmung | Doppelt geschirmt (S/STP) |
| Außenmaterial | PVC |
| Betriebstemperatur | -20 °C bis +80 °C |
| Lagertemperatur | -40 °C bis +85 °C |
| Spannungsfestigkeit | 300 V AC |
| Strombelastbarkeit | 2 A |
| Kompatibel mit | Windows, macOS, Linux |
| Besonderheiten | Vergoldete Kontakte, Knickschutz |
| Pflege | Mit trockenem Tuch reinigen |
| Sicherheitshinweise | Nur für Innenräume geeignet |
| Reparatur | Nicht reparierbar, bei Defekt ersetzen |
Häufig gestellte Fragen - 750-920 Wago
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BEDIENUNGSANLEITUNG 750-920 Wago
Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen 750-xxxx
Begriffsdefinition, Kennzeichnung und Errichtungsbestimmungen
Version 1.0.0, 25.06.2010
Impressum
© 2010 by WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG Alle Rechte vorbehalten.
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Technischer Support
Tel.: +49 (0) 571/8 87 - 5 55
Fax: +49 (0) 571/8 87 - 85 55
E-Mail: support@wago.com
Es wurden alle erdenklichen Maßnahmen getroffen, um die Richtigkeit und Vollständigkeit der vorliegenden Dokumentation zu gewährleisten. Da sich Fehler, trotz aller Sorgfalt, nie vollständig vermeiden lassen, sind wir für Hinweise und Anregungen jederzeit dankbar.
E-Mail: documentation@wago.com
Wir weisen darauf hin, dass die im Handbuch verwendeten Soft- und Hardwarebezeichnungen und Markennamen der jeweiligen Firmen im Allgemeinen einem Warenzeichenschutz, Markenzeichenschutz oder patentrechtlichem Schutz unterliegen.
Inhaltsverzeichnis
Impressum....2
Inhaltsverzeichnis....3
1 Hinweise zu dieser Dokumentation....4
1.1 Gültigkeitsbereich 4
1.2 Urheberschutz 4
1.3 Symbole.... 5
1.4 Darstellung der Zahlensysteme......
1.5 Schriftkonventionen 6
2 Wichtige Erläuterungen 7
2.1 Rechtliche Grundlagen.... 7
2.1.1 Änderungsvorbehalt 7
2.1.2 Personalqualifikation.... 7
2.1.3 Bestimmungsgemäße Verwendung der Serie 750....7
2.1.4 Technischer Zustand der Geräte.... 8
2.2 Sicherheitshinweise.... 9
3 Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen 11
3.1 Vorwort 11
3.2 Schutzmaßnahmen 11
3.3 Klassifikationen gemäß CENELEC und IEC 12
3.3.1 Zoneneinteilung.... 12
3.3.2 Explosionsschutzgruppen.... 13
3.3.3 Gerätekategorien.... 14
3.3.4 Temperaturklassen.... 14
3.3.5 Zündschutzarten 15
3.4 Klassifikationen gemäß NEC 500....17
3.4.1 Zoneneinteilung.... 17
3.4.2 Explosionsschutzgruppen.... 17
3.4.3 Temperaturklassen.... 18
3.5 Einsatzbereich 19
3.6 Kennzeichnung.... 20
3.6.1 Für Europa gemäß CENELEC und IEC.... 20
3.6.2 Für Amerika gemäß NEC 500....23
3.7 Errichtungsbestimmungen.... 24
3.7.1 Besondere Bedingungen für den sicheren ATEX und IEC Ex Betrieb (gem. DEMKO 08 ATEX 142851X und IECEx PTB 07.0064)...... 25
3.7.2 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex i Betrieb (gem. TÜV 07 ATEX 554086 X) 26
3.7.3 Besondere Bedingungen für den sicheren IEC Ex i Betrieb (gem. TUN 09.0001 X)....27
3.7.4 ANSI/ISA 12.12.01
Abbildungsverzeichnis 29
Tabellenverzeichnis 30
1 Hinweise zu dieser Dokumentation
Hinweis

Dokumentation aufbewahren!
Diese Dokumentation ist Teil des Produkts. Bewahren Sie deshalb diese während der gesamten Lebensdauer des Gerätes auf. Geben Sie die Dokumentation an jeden nachfolgenden Besitzer oder Benutzer des Gerätes weiter. Stellen Sie darüber hinaus sicher, dass gegebenenfalls jede erhaltene Ergänzung in die Dokumentation mit aufgenommen wird.
1.1 Gültigkeitsbereich
Die vorliegende Dokumentation gilt für das WAGO-I/O-SYSTEM 750.
Das WAGO-I/O-SYSTEM 750 darf nur nach Anweisungen dieser Betriebsanleitung und nach den Betriebsanleitungen zu den eingesetzten Feldbuskopplern/-controllern und Busklemmen installiert und betrieben werden.
ACHTUNG

Versorgungsauslegung des WAGO-I/O-SYSTEM 750 beachten!
Sie benötigen zusätzlich zu dieser Systembeschreibung die Betriebsanleitungen zu den eingesetzten Feldbuskopplern/-controllern und Busklemmen, die unter www.wago.com herunterzuladen sind. Dort erhalten Sie unter anderem wichtige Informationen zu Potenzialtrennung, Systemversorgung und Einspeisungsvorschriften.
1.2 Urheberschutz
Diese Dokumentation, einschließlich aller darin befindlichen Abbildungen, ist urheberrechtlich geschützt. Jede Weiterverwendung dieser Dokumentation, die von den urheberrechtlichen Bestimmungen abweicht, ist nicht gestattet. Die Reproduktion, Übersetzung in andere Sprachen sowie die elektronische und fototechnische Archivierung und Veränderung bedarf der schriftlichen Genehmigung der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG, Minden. Zuwiderhandlungen ziehen einen Schadenersatzanspruch nach sich.
1.3 Symbole
GEFAHR

Warnung vor Personenschäden!
Kennzeichnet eine unmittelbare Gefährdung mit hohem Risiko, die Tod oder schwere Körperverletzung zur Folge haben wird, wenn sie nicht vermieden wird.
GEFAHR

Warnung vor Personenschäden durch elektrischen Strom!
Kennzeichnet eine unmittelbare Gefährdung mit hohem Risiko, die Tod oder schwere Körperverletzung zur Folge haben wird, wenn sie nicht vermieden wird.
WARNUNG

Warnung vor Personenschäden!
Kennzeichnet eine mögliche Gefährdung mit mittlerem Risiko, die Tod oder (schwere) Körperverletzung zur Folge haben kann, wenn sie nicht vermieden wird.
VORSICHT

Warnung vor Personenschäden!
Kennzeichnet eine mögliche Gefährdung mit geringem Risiko, die leichte oder mittlere Körperverletzung zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.
ACHTUNG

Warnung vor Sachschäden!
Kennzeichnet eine mögliche Gefährdung, die Sachschaden zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.
ESD

Warnung vor Sachschäden durch elektrostatische Aufladung!
Kennzeichnet eine mögliche Gefährdung, die Sachschaden zur Folge haben könnte, wenn sie nicht vermieden wird.
Hinweis

Wichtiger Hinweis!
Kennzeichnet eine mögliche Fehlfunktion, die aber keinen Sachschaden zur Folge hat, wenn sie nicht vermieden wird.
Information

Weitere Information
Weist auf weitere Informationen hin, die kein wesentlicher Bestandteil dieser Dokumentation sind (z. B. Internet).
1.4 Darstellung der Zahlensysteme
Tabelle 1: Darstellungen der Zahlensysteme
| Zahlensystem Beispiel Bemerkung | ||
| Dezimal | 100 | normale Schreibweise |
| Hexadezimal | 0x64 C-Notation | |
| Binär | '100' '0110.0100' | in Hochkomma, Nibble durch Punkt getrennt |
1.5 Schriftkonventionen
Tabelle 2: Schriftkonventionen
| Schriftart | Bedeutung |
| kursiv | Namen von Pfaden und Dateien werden kursiv dargestellt z. B.:C:\Programme\WAGO-I/O-CHECK |
| Menü | Menüpunkte werden fett dargestellt z. B.:Speichern |
| > | Ein Größer als Zeichen zwischen zwei Namen bedeutet die Auswahleines Menüpunktes aus einem Menü z. B.:Datei > Neu |
| Eingabe | Bezeichnungen von Eingabe- oder Auswahlfeldern werden fett dargestellt z. B.:Messbereichsanfang |
| „Wert“ Eingabe- oder Auswahlwerte werden in Anführungszeichen dargestellt z. B.:Geben Sie unter Messbereichsanfang den Wert „4 mA“ ein. | |
| [Button] | Schaltflächenbeschriftungen in Dialogen werden fett dargestellt und in eckigen Klammern eingefasst z. B.:[Eingabe] |
| [Taste] | Tastenbeschriftungen auf der Tastatur werden fett dargestellt und in eckigen Klammern eingefasst z. B.:[F5] |
2 Wichtige Erläuterungen
Dieses Kapitel beinhaltet ausschließlich eine Zusammenfassung der wichtigsten Sicherheitsbestimmungen und Hinweise. Diese werden in den einzelnen Kapiteln wieder aufgenommen. Zum Schutz vor Personenschäden und zur Vorbeugung von Sachschäden an Geräten ist es notwendig, die Sicherheitsrichtlinien sorgfältig zu lesen und einzuhalten.
2.1 Rechtliche Grundlagen
2.1.1 Änderungsvorbehalt
Die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG behält sich Änderungen, die dem technischen Fortschritt dienen, vor. Alle Rechte für den Fall der Patenterteilung oder des Gebrauchmusterschutzes sind der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG vorbehalten. Fremdprodukte werden stets ohne Vermerk auf Patentrechte genannt. Die Existenz solcher Rechte ist daher nicht auszuschließen.
2.1.2 Personalqualifikation
Sämtliche Arbeitsschritte, die an den Geräten der Serie 750 durchgeführt werden, dürfen nur von Elektrofachkräften mit ausreichenden Kenntnissen im Bereich der Automatisierungstechnik vorgenommen werden. Diese müssen mit den aktuellen Normen und Richtlinien für die Geräte und das Automatisierungsumfeld vertraut sein.
Alle Eingriffe in die Steuerung sind stets von Fachkräften mit ausreichenden Kenntnissen in der SPS-Programmierung durchzuführen.
2.1.3 Bestimmungsgemäße Verwendung der Serie 750
Feldbuskoppler, Feldbuscontroller und Busklemmen des modularen WAGO-I/O-SYSTEM 750 dienen dazu, digitale und analoge Signale von Sensoren aufzunehmen und an Aktoren auszugeben oder an übergeordnete Steuerungen weiterzuleiten. Mit den programmierbaren Feldbuscontrollern ist zudem eine (Vor-)Verarbeitung möglich.
Die Geräte sind für ein Arbeitsumfeld entwickelt, welches der Schutzklasse IP20 genügt. Es besteht Fingerschutz und Schutz gegen feste Fremdkörper bis 12,5 mm, jedoch kein Schutz gegen Wasser. Der Betrieb der Komponenten in nasser und staubiger Umgebung ist nicht gestattet, sofern nicht anders angegeben.
Not-Aus-Funktionen und -Einrichtungen dürfen nicht unwirksam gemacht werden. Beachten Sie dazu die einschlägigen Normen, z. B. die DIN EN 418.
Der Betrieb von Geräten der Serie 750 im Wohnbereich ist ohne weitere Maßnahmen nur zulässig, wenn diese die Emissionsgrenzen (Störaussendungen) gemäß EN 61000-6-3 einhalten. Entsprechende Angaben finden Sie im Kapitel
„Das WAGO-I/O-SYSTEM 750“ → „Systembeschreibung“ → „Technische Daten“ im Handbuch zum eingesetzten Feldbuskoppler/-controller.
Für den Betrieb des WAGO-I/O-SYSTEM 750 in explosionsgefährdeten Bereichen ist ein entsprechender Gehäuseschutz gemäß der Richtlinie 94/9/EG erforderlich. Zusätzlich ist zu beachten, dass eine Baumusterprüfbescheinigung erwirkt werden muss, die den korrekten Einbau des Systems im Gehäuse bzw. Schaltschrank bestätigt.
2.1.4 Technischer Zustand der Geräte
Die Geräte werden ab Werk für den jeweiligen Anwendungsfall mit einer festen Hard- und Software-Konfiguration ausgeliefert. Alle Veränderungen an der Hard- oder Software sowie der nicht bestimmungsgemäße Gebrauch der Komponenten bewirken den Haftungsausschluss der WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG.
Wünsche an eine abgewandelte bzw. neue Hard- oder Software-Konfiguration richten Sie bitte an die WAGO Kontakttechnik GmbH & Co. KG.
2.2 Sicherheitshinweise
Beim Einbauen des Gerätes in Ihre Anlage und während des Betriebes sind folgende Sicherheitshinweise zu beachten:
GEFAHR

Nicht an Geräten unter Spannung arbeiten!
Schalten Sie immer alle verwendeten Spannungsversorgungen für das Gerät ab, bevor Sie es montieren, Störungen beheben oder Wartungsarbeiten vornehmen.
GEFAHR

Einbau nur in Gehäusen, Schränken oder elektrischen Betriebsräumen!
Das WAGO-I/O-SYSTEM 750 mit seinen Geräten ist ein offenes Betriebsmittel. Bauen Sie dieses ausschließlich in abschließbaren Gehäusen, Schränken oder in elektrischen Betriebsräumen auf. Ermöglichen Sie nur autorisiertem Fachpersonal den Zugang mittels Schlüssel oder Werkzeug.
GEFAHR

Unfallverhütungsvorschriften beachten!
Beachten Sie bei der Montage, Inbetriebnahme, Wartung und Störbehebung die für Ihre Maschine zutreffenden Unfallverhütungsvorschriften wie beispielsweise die BGV A 3, „Elektrische Anlagen und Betriebsmittel“.
GEFAHR

Auf normgerechten Anschluss achten!
Zur Vermeidung von Gefahren für das Personal und Störungen an Ihrer Anlage, verlegen Sie die Daten- und Versorgungsleitungen normgerecht und achten Sie auf die korrekte Anschlussbelegung. Beachten Sie die für Ihre Anwendung zutreffenden EMV-Richtlinien.
ACHTUNG

Nicht in Telekommunikationsnetzen einsetzen!
Verwenden Sie Geräte mit ETHERNET-/RJ-45-Anschluss ausschließlich in LANs. Verbinden Sie diese Geräte niemals mit Telekommunikationsnetzen.
ACHTUNG

Defekte oder beschädigte Geräte austauschen!
Tauschen Sie defekte oder beschädigte Geräte (z. B. bei deformierten Kontakten) aus, da die Funktion der betroffenen Feldbusstation langfristig nicht sichergestellt ist.
ACHTUNG

Geräte vor kriechenden und isolierenden Stoffen schützen!
Die Geräte sind unbeständig gegen Stoffe, die kriechende und isolierende Eigenschaften besitzen, z. B. Aerosole, Silikone, Triglyceride (Bestandteil einiger Handcremes). Sollten Sie nicht ausschließen können, dass diese Stoffe im Umfeld der Geräte auftreten, bauen Sie die Geräte in ein Gehäuse ein, das resistent gegen oben genannte Stoffe ist. Verwenden Sie generell zur Handhabung der Geräte saubere Werkzeuge und Materialien.
ACHTUNG

Reinigung nur mit zulässigen Materialien!
Reinigen Sie verschmutzte Kontakte mit ölfreier Druckluft oder mit Spiritus und einem Ledertuch.
ACHTUNG

Kein Kontaktspray verwenden!
Verwenden Sie kein Kontaktspray, da in Verbindung mit Verunreinigungen die Funktion der Kontaktstelle beeinträchtigt werden kann.
ACHTUNG

Verpolungen vermeiden!
Vermeiden Sie die Verpolung der Daten- und Versorgungsleitungen, da dies zu Schäden an den Geräten führen kann.
ESD

Elektrostatische Entladung vermeiden!
In den Geräten sind elektronische Komponenten integriert, die Sie durch elektrostatische Entladung bei Berührung zerstören können. Beachten Sie die Sicherheitsmaßnahmen gegen elektrostatische Entladung gemäß DIN EN 61340-5-1/-3. Achten Sie beim Umgang mit den Geräten auf gute Erdung der Umgebung (Personen, Arbeitsplatz und Verpackung).
3 Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen
3.1 Vorwort
Die heutige Entwicklung zeigt, dass in vielen Betrieben der chemischen oder petrochemischen Industrie, aber auch in Bereichen der Fertigungs- und Prozessautomatisierung, Anlagen betrieben werden, in denen mit Stoffen gearbeitet wird, deren Gas-Luft-, Dampf-Luft- und Staub-Luft-Gemische explosionsfähig sein können. Aus diesem Grund darf durch die in diesen Anlagen eingesetzten elektrischen Betriebsmittel keine Gefahr ausgehen, die eine Explosion auslösen könnte, die Personen- und Sachschäden zur Folge hätte. Dies wird per Gesetz, Verordnung oder Vorschrift sowohl national als auch international geregelt. Nachfolgend sind grundlegende Begriffsdefinitionen des Explosionsschutzes aufgeführt.
3.2 Schutzmaßnahmen
Prinzipiell werden zwei Maßnahmen zur Vermeidung von Explosionen unterschieden. Der primäre Explosionsschutz beschreibt die Verhinderung der Bildung einer gefährlichen explosionsfähigen Atmosphäre z. B. durch das Vermeiden von brennbaren Flüssigkeiten, der Begrenzung auf nicht explosionsfähigen Konzentrationen, Lüftungsmaßnahmen, um nur einige Möglichkeiten zu nennen. Obwohl im Rahmen des Explosionsschutzes die Möglichkeiten des primären Explosionsschutzes ausgeschöpft werden sollen, gibt es eine Vielzahl von Anwendungen, bei denen primäre Schutzmaßnahmen nicht eingesetzt werden können. In diesen Fällen findet der sekundäre Explosionsschutz sein Einsatzgebiet, das im Folgenden weiter beschrieben wird.
3.3 Klassifikationen gemäß CENELEC und IEC
Die hier aufgeführten Spezifizierungen gelten für den Einsatz in Europa und basieren auf den Normen EN 60079... der CENELEC (European Committee for Electrotechnical Standardization). Diese spiegeln sich international in den Normen IEC 60079-... der IEC (International Electrotechnical Commission) wider.
3.3.1 Zoneneinteilung
Explosionsgefährdete Bereiche sind Zonen, in denen die Atmosphäre (bei potenzieller Gefahr) explosionsfähig werden kann. Als explosionsfähig bezeichnet man ein spezielles Gemisch von zündbaren Stoffen in Form von Gasen, Dämpfen, Nebeln oder Stäuben mit Luft unter atmosphärischen Bedingungen, in welchem bei übermäßig hoher Temperatur, durch Lichtbogen oder Funken, eine Explosion hervorgerufen werden kann. Das unterschiedliche Vorhandensein einer gefährlichen explosionsfähigen Atmosphäre führt zu einer Unterteilung des explosionsgefährdeten Bereichs in sogenannte Zonen.
Diese Unterteilung nach Wahrscheinlichkeit des Auftretens einer Explosionsgefahr ist sowohl aus sicherheitstechnischen Gründen als auch aus Wirtschaftlichkeitsgründen von großer Bedeutung, da die Anforderungen an elektrische Betriebsmittel, die ständig von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre umgeben sind, viel höher sein müssen, als die Anforderungen an elektrische Betriebsmittel, die nur äußerst selten und dann auch nur kurzzeitig von gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre umgeben sind.
Explosionsgefährdete Bereiche durch Gase, Dämpfe oder Nebel:
- Zone 0 umfasst Bereiche, in denen gefährliche explosionsfähige Atmosphäre ständig oder langzeitig vorhanden ist (> 1000 h/Jahr).
- Zone 1 umfasst Bereiche, in denen damit zu rechnen ist, dass gefährliche explosionsfähige Atmosphäre gelegentlich auftritt ( >10 h ≤ 1000 h/Jahr).
- Zone 2 umfasst Bereiche, in denen damit zu rechnen ist, dass gefährliche explosionsfähige Atmosphäre nur selten und dann nur kurzzeitig auftritt (>0 h ≤ 10 h/Jahr).
Explosionsgefährdete Bereiche durch Stäube:
- Zone 20 umfasst Bereiche, in denen gefährliche explosionsfähige Atmosphäre ständig oder langzeitig vorhanden ist (> 1000 h/Jahr).
- Zone 21 umfasst Bereiche, in denen damit zu rechnen ist, dass gefährliche explosionsfähige Atmosphäre gelegentlich auftritt ( >10 h ≤ 1000 h/Jahr).
- Zone 22 umfasst Bereiche, in denen damit zu rechnen ist, dass gefährliche explosionsfähige Atmosphäre nur selten und dann nur kurzzeitig auftritt (>0 h ≤ 10 h/Jahr).
3.3.2 Explosionsschutzgruppen
Ferner werden elektrische Betriebsmittel für explosionsgefährdete Bereiche in zwei Gruppen eingeordnet:
Gruppe I Die Gruppe I enthält elektrische Betriebsmittel, die in schlagwettergefährdeten Grubenbauten eingesetzt werden dürfen.
Gruppe II Die Gruppe II enthält elektrische Betriebsmittel, die in allen anderen explosionsgefährdeten Bereichen eingesetzt werden dürfen. Da dieses breite Einsatzgebiet eine große Anzahl in Frage kommender brennbarer Gase bedingt, ergibt sich eine Unterteilung der Gruppe II in IIA, IIB und IIC.
Die Unterteilung trägt der Tatsache Rechnung, dass unterschiedliche Stoffe / Gase auch unterschiedliche Zündenergien als Kennwerte aufweisen. Aus diesem Grund werden den drei Untergruppen repräsentative Gase zugeordnet:
• IIA – Propan
• IIB – Äthylen
• IIC – Wasserstoff
Tabelle 3: Mindestzündenergie repräsentativer Gase
| Mindestzündenergie repräsentativer Gase | ||||
| Explosionsgruppe | I IIA | IIB IIC | ||
| Gas | Methan | Propan | Äthylen | |
| Zündenergie (μJ) | 280 | 250 | 82 | 16 |
Da in chemischen Anlagen Wasserstoff häufig einen ständigen Begleiter darstellt, wird oft die sicherste Explosionsgruppe IIC eingefordert.
3.3.3 Gerätekategorien
Des Weiteren werden die Einsatzbereiche (Zonen) und die Explosionsgruppen (Einsatzbedingungen) der einzusetzenden elektrischen Betriebsmittel in Kategorien unterteilt:
Tabelle 4: Gerätekategorien
| Geräte-kategorie | Explosionsgruppe | Einsatzbereich |
| M1 | 1 | Schlagwetterschutz |
| M2 | 1 | Schlagwetterschutz |
| 1G II Zone | 0 Explosionsgefährdung durch Gas, Dämpfe oder Nebel | |
| 2G II Zone | 1 Explosionsgefährdung durch Gas, Dämpfe oder Nebel | |
| 3G II Zone | 2 Explosionsgefährdung durch Gas, Dämpfe oder Nebel | |
| 1D II Zone | 20 Explosionsgefährdung durch Staub | |
| 2D II Zone | 21 Explosionsgefährdung durch Staub | |
| 3D II Zone | 22 Explosionsgefährdung durch Staub | |
3.3.4 Temperaturklassen
Die maximalen Oberflächentemperaturen für elektrische Betriebsmittel der Explosionsschutzgruppe I liegen bei 150 °C (Gefahr durch Kohlenstaubablagerungen) bzw. bei 450 °C (ohne Gefahr durch Kohlenstaubablagerungen).
Für elektrische Betriebsmittel der Explosionsschutzgruppe II werden entsprechend der maximalen Oberflächentemperatur für alle Zündschutzarten die elektrischen Betriebsmittel in Temperaturklassen eingeteilt.
Bei Betrieb und Prüfung der elektrischen Betriebsmittel beziehen sich die Temperaturen auf eine Umgebungstemperatur von 40 °C. Dabei muss die niedrigste Zündtemperatur der vorliegenden explosionsfähigen Atmosphäre höher sein, als die maximale Oberflächentemperatur.
Tabelle 5: Temperaturklassen
| Temperaturklasse MaximaleOberflächentemperatur | Zündtemperaturder brennbaren Stoffe | |
| T1 | 450 °C > 450 °C | |
| T2 | 300 °C > 300 °C ≤ 450 °C | |
| T3 | 200 °C > 200 °C ≤ 300 °C | |
| T4 | 135 °C > 135 °C ≤ 200 °C | |
| T5 | 100 °C >100 °C ≤ 135 °C | |
| T6 | 85 °C > 85 °C ≤ 100 °C | |
Die nachfolgende Tabelle zeigt die prozentuale Aufteilung der Stoffe auf die Temperaturklassen und Stoffgruppen.
Tabelle 6: Prozentuale Stoffaufteilung
| Temperaturklasse | ||||||
| T1 | T2 | T3 | T4 | T5 | T6 | Summe* |
| 26,6 % 42 | 8 % 25,5 % | 4,9 % | 0 % | 0,2 % | 432 | |
| Explosionsgruppe | ||||||
| IIA | IIB | IIC | ||||
| 85,2 % 13 | 8 % 1 % | 501 | ||||
* Anzahl der gekennzeichneten Stoffe
Summe*
3.3.5 Zündschutzarten
Die Zündschutzarten definieren die besonderen Maßnahmen, die an elektrischen Betriebsmitteln getroffen werden müssen, um die Zündung einer explosionsfähigen Atmosphäre durch elektrische Betriebsmittel zu verhindern. Aus diesem Grund unterscheidet man die nachfolgenden Zündschutzarten.
Tabelle 7: Zündschutzarten
| Kenn-zeichnung | CENELEC-Norm | IEC-Norm Erläuterung Einsatz- | bereich |
| Ex o | EN 60079-6 | IEC 60079-6 | ÖlkapselungZone 1 + 2 |
| Ex p | EN 60079-2 | IEC 60079-2 | ÜberdruckkapselungZone 1 + 2 |
| Ex q | EN 60079-5 | IEC 60079-5 | SandkapselungZone 1 + 2 |
| Ex d | EN 60079-1 | IEC 60079-1 | Druckfeste KapselungZone 1 + 2 |
| Ex e | EN 60079-7 | IEC 60079-7 | Erhöhte SicherheitZone 1 + 2 |
| Ex m | EN 60079-18 | IEC 60079-18 | VergusskapselungZone 1 + 2 |
| Ex i | EN 60079-11 (Gcrät)EN 60079-25 (System) | IEC 60079-11 | EigensicherheitZone 0 + 1 + 2 |
| Ex n | EN 60079-15 | IEC 60079-15 | Elektrische Betriebsmittel für Zone 2 (siehe unten)Zone 2 |
Die Zündschutzart “n“ beschreibt ausschließlich den Einsatz explosionsgeschützter elektrische Betriebsmittel in Zone 2. Diese Zone umfasst dabei Bereiche, in denen damit zu rechnen ist, dass gefährliche explosionsfähige Atmosphäre nur selten und dann auch nur kurzzeitig auftritt. Sie stellt den Übergang zwischen dem Bereich der Zone 1, in dem Explosionsschutz erforderlich ist und dem sicheren Bereich, in dem z. B. jederzeit geschweißt werden darf dar.
Zur Vermeidung nationaler Alleingänge wird international an Bestimmungen für diese elektrischen Betriebsmittel gearbeitet. Auf Basis der Norm EN 60079-15 zertifizieren Behörden, wie z. B. die PTB in Deutschland, dass die Geräte normenkonform sind.
Die Definition der Zündschutzart “n“ macht es außerdem erforderlich elektrische Betriebsmittel wie folgt mit einer erweiterten Kennzeichnung zu versehen:
- Nichtfunkende Betriebsmittel „nA“
Betriebsmittel, die so konstruiert sind, dass das Risiko des Auftretens von Lichtbögen oder Funken, die eine Zündgefahr während des normalen Gebrauchs entstehen lassen können, minimiert wird.
- Betriebsmittel mit geschützten Kontakten „nC“
Betriebsmittel mit Kontakten, die einen möglicherweise zündfähigen Stromkreis schließen und öffnen, bei dem der Kontaktmechanismus so konstruiert ist, dass eine Zündung einer bestimmten explosionsfähigen Atmosphäre verhindert wird.
- Energiebegrenzte Betriebsmittel „nL“
Elektrisches Betriebsmittel, in dem Stromkreise und Bauteile nach dem Konzept der Energiebegrenzung ausgelegt sind.
Information

Weitere Information
Weiterführende Informationen sind den entsprechenden nationalen bzw. internationalen Normen, Richtlinien und Verordnungen zu entnehmen!
3.4 Klassifikationen gemäß NEC 500
Die hier aufgeführten Spezifizierungen gelten für den Einsatz in Amerika und basieren auf NEC 500 (National Electric Code).
3.4.1 Zoneneinteilung
Die Einteilung in Zonen (Divisions) beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass eine – wie auch immer geartete – Gefahr gegeben ist. Dabei gelten folgende Zuordnungen:
Tabelle 8: Zoncincinteilung
| Explosionsgefährdete Bereiche durch brennbare Gase, Dämpfe, Nebel und Stäube | |
| Division 1 | umfasst Bereiche, in denen damit zu rechnen ist, dass gefährliche explosionsfähige Atmosphäre sowohl gelegentlich (> 10 h ≤ 1000 h /Jahr) als auch ständig bzw. langzeitig vorhanden ist (> 1000 h/Jahr). |
| Division 2 | umfasst Bereiche, in denen damit zu rechnen ist, dass gefährliche explosionsfähige Atmosphäre nur selten und dann nur kurzzeitig auftritt (>0 h ≤ 10 h/Jahr). |
3.4.2 Explosionsschutzgruppen
Elektrische Betriebsmittel für explosionsgefährdete Bereiche werden in drei Gefahrenkategorien eingestuft:
Tabelle 9: Explosionsschutzgruppen
| Class I (Gase und Dämpfe): | Group A (Acetylen)Group B (Wasserstoff)Group C (Äthylen)Group D (Methan) |
| Class II (Stäube): Group E (Metallstäube)Group F (Kohlenstäube)Group G (Mehl-, Stärke- und Getreidestäube) | |
| Class III (Fasern): Keine Untergruppen | |
3.4.3 Temperaturklassen
Elektrische Betriebsmittel für explosionsgefährdete Bereiche werden durch Temperaturklassen unterschieden:
Tabelle 10: Temperaturklassen
| Temperaturklasse Maximale Oberflächentemperatur | Zündtemperatur der brennbaren Stoffe | |
| T1 450 °C >450 °C | ||
| T2 300 °C >300 °C ≤ 450 °C | ||
| T2A 280 °C >280 °C ≤ 300 °C | ||
| T2B 260 °C >260 °C ≤ 280 °C | ||
| T2C 230 °C >230 °C ≤ 260 °C | ||
| T2D 215 °C >215 °C ≤ 230 °C | ||
| T3 200 °C >200 °C ≤ 215 °C | ||
| T3A 180 °C >180 °C ≤ 200 °C | ||
| T3B 165 °C >165 °C ≤ 180 °C | ||
| T3C 160 °C >160 °C ≤ 165 °C | ||
| T4 135 °C >135 °C ≤ 160 °C | ||
| T4A 120 °C >120 °C ≤ 135 °C | ||
| T5 100 °C >100 °C ≤ 120 °C | ||
| T6 85 °C >85 °C ≤ 100 °C | ||
3.5 Einsatzbereich
Das WAGO-I/O-SYSTEM 750 (elektrische Betriebsmittel) ist für den Einsatz in explosionsgefährdeten Bereichen der Zone 2 ausgelegt.
Die nachfolgenden Kapitel beinhalten die allgemeine Kennzeichnung der Komponenten sowie die zu berücksichtigenden Errichtungsbestimmungen. Die einzelnen Abschnitte im Kapitel „Errichtungsbestimmungen“ müssen berücksichtigt werden, falls die Busklemme die entsprechende Zulassung besitzt oder dem Anwendungsbereich der ATEX-Richtlinie unterliegt.
3.6 Kennzeichnung
3.6.1 Für Europa gemäß CENELEC und IEC

Abbildung 1: Beispiel für seitliche Beschriftung der ATEX- und IEC-Ex-zugelassenen Busklemmen
DEMKO 08 ATEX 142851 X
IECEx PTB 07.0064X

1 M2 / 113 G0 Ex nA IIC T4
Abbildung 2: Bedruckungstext Detail gemäß CENELEC und IEC
Tabelle 11: Beschreibung der Bedruckung
| Bedruckungstext Beschreibung | |
| DEMKO 08 ATEX 142851 XIECEx PTB 07.0064X | Zulassungsbehörde bzw. Nummer desUntersuchungszertifikats |
| I M2 / II 3 GD Explosionsschutzgruppe und Gerätekategorie | |
| Ex nA Zündschutzart und erweiterte Kennzeichnung | |
| IIC | Explosionsschutzgruppe |
| T4 | Temperaturklasse |
![WACO Hankost: 27 D-32423 Minden ITEM NO.: 750-484 2AI 4-20mA 12 Bit S.E. HART Ext 0,08 - 2,5mm² 24V DC AWG-28-14 S6 C max surround temp. 22A Feibungnummer Betriebs zur finanznummer No DS SW HW Beckel Data-See Manual DRK A0 1 LBM NC +LBM Power Supply Ex I Only I TUEV 07 ATEX554086 X II 3(1) D Ex tD [IaD] A22 IP6X T135°C I(M2) [Ex in] I II 3(1) G Ex nA [In] IIC T4 TUN 09.0001X Ex tD [IaD] A22 IP6X T135°C [Ex In] I Ex nA [In] IIC T4 PATENTS PENDING](/content/2026/05/834130/images/e61278fa64cc43e51e59785b86af58d82c8d973665fb5f06c8adf31660b2e4e0.jpg)
Abbildung 3: Beispiel für seitliche Beschriftung der Ex i und IEC Ex i zugelassenen Busklemmen
TUEV 07 ATEX554086 X
Abbildung 4: Bedruckungstext Detail gemäß CENELEC und IEC
Tabelle 12: Beschreibung der Bedruckung
| Bedruckungstext Beschreibung | |
| TÜV 07 ATEX 554086 X TUN 09.0001X | Zulassungsbehörde bzw.Bescheinigungsummern |
| Stäube | |
| II Gerätegruppe: alle außer Bergbau | |
| 3(1)D Gerätekategorie: Zone | 22 Gerät (Zone 20 Teilgerät) |
| Ex | Explosionsschutzkennzeichen |
| tD Schutz durch Gehäuse | |
| [iaD] Zugelassen entsprechend Norm “Staub-Eigensicherkeit“ | |
| A22 Oberflächentemperatur | bestimmt nach Verfahren A,Verwendung in Zone 22 |
| IP6X Schutz gegen Eindringen von Staub | |
| T 135°C Max. Oberflächentemp. des Gehäuses (ohne Staubablage) | |
| Bergbau | |
| I | Gerätegruppe: Bergbau |
| (M2) | Gerätekategorie: hohes Maß an Sicherheit |
| [Ex ia] Explosionsschutz Kennzeichen mit Kategorie der Zündschutzart Eigensicherheit: sicher auch bei auftreten von zwei Fehlern | |
| I | Gerätegruppe: Bergbau |
| Gase | |
| II Gerätegruppe: Alle außer | Bergbau |
| 3(1)G | Gerätekategorie: Zone 2 Gerät |
| Ex | Explosionsschutzkennzeichen |
| nA | Zündschutzart: Nicht Funken gebendes Betriebsmittel |
| [ia] | Kategorie der Zündschutzart Eigensicherheit: Sicher auch bei auftreten von zwei Fehlern |
| IIC | Explosionsgruppe |
| T4 | Temperaturklasse: Max. Oberflächentemperatur 135°C |
3.6.2 Für Amerika gemäß NEC 500

Abbildung 5: Beispiel für seitliche Beschriftung der Busklemmen
CL1DN2
Grp. A B C D
op temp. code T4

LISTED 2ZZA AND 2ZZM
Abbildung 6: Bedruckungstext Detail gemäß NEC
Tabelle 13: Beschreibung der Bedruckung
| Bedruckungstext Beschreibung | |
| CL 1 Explosionsschutzgruppe (Gefahrenkategorie) | |
| DIV 2 Einsatzbereich (Zone) | |
| Grp. ABCD Explosionsgruppe (Gasgruppe) | |
| Optemp code T4 Temperaturklasse | |
3.7 Errichtungsbestimmungen
In der Bundesrepublik Deutschland sind verschiedene nationale Bestimmungen und Verordnungen für das Errichten von elektrischen Anlagen in explosionsgefährdeten Bereichen zu beachten. Die Grundlage hierfür bildet die Betriebssicherheitsverordnung, welche die nationale Umsetzung der europäischen Richtlinie 99/92/E6 ist. Ihr zugeordnet ist die Errichtungsbestimmung EN 60079-14. Nachfolgend sind auszugsweise zusätzliche VDE-Bestimmungen zu finden:
Tabelle 14: VDE-Errichtungsbestimmungen in Deutschland
| DIN VDE 0100 Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen bis 1000 V |
| DIN VDE 0101 Errichten von Starkstromanlagen mit Nennspannungen über 1 kV |
| DIN VDE 0800 Errichtung und Betrieb von Fernmeldeanlagen einschließlich Informationsverarbeitungsanlagen |
| DIN VDE 0185 Blitzschutzanlagen |
In den USA und Kanada gelten eigenständige Vorschriften. Nachfolgend sind auszugsweise diese Bestimmungen aufgeführt:
Tabelle 15: Errichtungsbestimmungen in USA und Kanada
| NFPA 70 National Electrical Code Art. 500 Hazardous Locations | |
| ANSI/ISA-RP 12.6-1987 | Recommended Practice |
| C22.1 Canadian Electrical Code | |
ACHTUNG

Nachfolgende Punkte beachten!
Der Einsatz des WAGO-I/O-SYSTEMs 750 (elektrisches Betriebsmittel) mit Ex-Zulassung erfordert unbedingt die Beachtung nachfolgender Punkte für die entsprechenden Einsatzbereiche:
3.7.1 Besondere Bedingungen für den sicheren ATEX und IEC Ex Betrieb (gem. DEMKO 08 ATEX 142851X und IECEx PTB 07.0064)
Die feldbusunabhängigen Busklemmen des WAGO-I/O-SYSTEMs 750-.../...-... müssen in einer Umgebung mit Verschmutzungsgrad 2 oder besser installiert werden. In der Endanwendung sind die Busklemmen in einem Gehäuse mit mindestens der Schutzart IP54 einzusetzen mit folgenden Ausnahmen:
- Die Busklemmen 750-440, 750-609 und 750-611 müssen in einem Gehäuse mit mindestens der Schutzart IP64 eingebaut werden.
- Die Busklemme 750-540 muss für 230 V AC Anwendungen in einem Gehäuse mit mindestens der Schutzart IP64 eingebaut werden.
- Die Busklemme 750-440 darf nur maximal bis 120 V AC eingesetzt werden.
Bei Anwendungen, in denen eine Gefährdung durch brennbare Stäube auftreten kann, müssen alle Geräte und das Gehäuse gemäß den Anforderungen der IEC 61241-0:2004 und IEC 61241-1:2004 vollständig getestet und beurteilt werden.
Das Installieren, Hinzufügen, Entfernen oder Ersetzen von Busklemmen, Feldbussteckern oder Sicherungen darf nur erfolgen, wenn die System- und Feldversorgung ausgeschaltet sind, oder der Bereich keine explosionsfähige Atmosphäre aufweist.
DIP-Schalter, Kodierschalter und Potentiometer, die an die Busklemme angeschlossen sind, dürfen nur betätigt werden, wenn explosionsfähige Atmosphäre ausgeschlossen werden kann.
Die Busklemme 750-642 darf nur in Verbindung mit der Antennen 758-910 mit einer max. Kabellänge von 2,5 m eingesetzt werden.
Um die Bemessungsspannung nicht mehr als 40 % zu überschreiten, ist ein Transientenschutz an den Versorgungsanschlüssen vorzusehen.
Der zulässige Umgebungstemperaturbereich beträgt -20 °C bis +55 °C.
3.7.2 Besondere Bedingungen für den sicheren Ex i Betrieb (gem. TÜV 07 ATEX 554086 X)
- Für den Betrieb als Kategorie 3 Gerät (in Zone 2 oder 22) ist das WAGO-I/O-SYSTEM 750-*** in einem Gehäuse zu errichten, das die Anforderungen an ein Gerät nach der Richtlinie 94/9/EG und den zutreffenden Normen (siehe Kennzeichnung) EN 60079-0, EN 60079-11, EN 60079-15, EN 61241-0 und EN 61241-1 erfüllt. Für den Betrieb als Gerät der Gruppe I Kategorie M2 ist das Gerät in einem Gehäuse zu errichten, dass einen ausreichenden Schutz entsprechend EN 61241-0 und EN 61241-1 gewährleistet. Eine Konformitätserklärung nach Anhang X der Richtlinie 94/9/EG muss den korrekten Einbau der oben genannten Geräte im Gehäuse oder Schaltschrank bestätigen.
- Werden die Schnittstellenstromkreise ohne die Feldbuskoppelstation des Typs 750-3../...-(DEMKO 08 ATEX 142851 X) betrieben, so sind außerhalb des Gerätes Maßnahmen zu treffen, dass die Bemessungsspannung durch vorübergehende Störungen um nicht mehr als 40 % überschritten wird.
- DIP-Schalter, Kodierschalter und Potentiometer, die an die Busklemme angeschlossen sind, dürfen nur betätigt werden, wenn explosionsfähige Atmosphäre ausgeschlossen werden kann.
- Das Anschließen und Abklemmen von nicht eigensicheren Stromkreisen ist nur zulässig für die Installation, die Wartung und die Reparatur. Das zeitliche Zusammentreffen von explosiver Atmosphäre und der Installation, der Wartung und der Reparatur muss ausgeschlossen werden.
- Für die Typen 750-606, 750-625/000-001, 750-487/003-000, 750-484 muss folgendes berücksichtigt werden: Die Schnittstellenstromkreise müssen begrenzt werden auf die Überspannungskategorie I/II/III (Stromkreise ohne Netzversorgung/Stromkreise mit Netzversorgung) wie in der EN 60664-1 definiert.
- Der zulässige Umgebungstemperaturbereich beträgt -20 °C bis +55 °C.
3.7.3 Besondere Bedingungen für den sicheren IEC Ex i Betrieb (gem. TUN 09.0001 X)
-
Für den Betrieb als Dc oder Gc Gerät (in Zone 2 oder 22) ist das WAGO-I/O-SYSTEM 750-*** in einem Gehäuse zu errichten, das die Anforderungen an ein Gerät nach den zutreffenden Normen (siehe Kennzeichnung) IEC 60079-0, IEC 60079-11, IEC 60079-15, IEC 61241-0 und IEC 61241-1 erfüllt. Für den Betrieb als Gerät der Gruppe I Kategorie M2 ist das Gerät in einem Gehäuse zu errichten, dass einen ausreichenden Schutz gemäß IEC 61241-0 und IEC 61241-1 gewährleistet. Eine Konformitätserklärung muss die Übereinstimmung dieser Anforderungen, und den korrekten Einbau der Geräte im Gehäuse oder Schaltschrank durch eine Ex-Zertifizierungsstelle bestätigen.
-
Außerhalb des Gerätes sind Maßnahmen zu treffen, dass die Bemessungsspannung durch vorübergehende Störungen um nicht mehr als 40% überschritten wird.
-
DIP-Schalter, Kodierschalter und Potentiometer, die an die Busklemme angeschlossen sind, dürfen nur betätigt werden, wenn explosionsfähige Atmosphäre ausgeschlossen werden kann.
-
Das Anschließen und Abklemmen von nicht eigensicheren Stromkreisen ist nur zulässig für die Installation, die Wartung und die Reparatur. Das zeitliche Zusammentreffen von explosiver Atmosphäre und der Installation, der Wartung und der Reparatur muss ausgeschlossen werden.
-
Für die Typen 750-606, 750-625/000-001, 750-487/003-000, 750-484 muss folgendes berücksichtigt werden: Die Schnittstellenstromkreise müssen begrenzt werden auf die Überspannungskategorie I/II/III (Stromkreise ohne Netzversorgung/ Stromkreise mit Netzversorgung) wie in der EN 60664-1 definiert.
-
Der zulässige Umgebungstemperaturbereich beträgt -20 ^ bis +55 ^ .
3.7.4 ANSI/ISA 12.12.01
Dieses Gerät ist ausschließlich für den Einsatz in Klasse I, Division 2, Gruppen A, B, C, D oder nicht explosionsgefährdeten Bereichen geeignet.
ACHTUNG

Explosionsgefahr!
Explosionsgefahr - der Austausch von Komponenten kann die Eignung für Klasse I, Div. 2 beeinträchtigen.
ACHTUNG

Gerät nur stromfrei und in nicht-explositionsgefährdeten Bereichen abklemmen!
Klemmen Sie das Gerät nur dann ab, wenn der Strom ausgeschaltet ist oder wenn der Bereich in der Nähe jedes Bedieners, der zugänglichen Steckers und Sicherungshalter als nicht-explosionsgefährdet gilt.
Für Baugruppen mit Sicherungen muss folgender Hinweis angebracht werden: „Es muss ein Schalter vorgesehen sein, der für den Einsatzort geeignet ist, wo das Gerät installiert wird, um die Sicherung spannungsfrei zu schalten“. Der Schalter muss nicht in dem Gerät eingebaut sein.
Für Baugruppen mit ETHERNET-Steckern:
„Nur für den Einsatz in LAN, nicht für den Anschluss an Fernmeldeleitungen“.
ACHTUNG

Nur mit Antennenmodul 758-910 verwenden!
Benutzen Sie die Klemme 750-642 nur mit einem Antennenmodul 758-910.
Information

Weitere Information
Einen Zertifizierungsnachweis erhalten Sie auf Anfrage. Beachten Sie auch die Hinweise auf dem Beipackzettel der Busklemme. Das Handbuch mit den oben aufgeführten Bedingungen für sicheren Gebrauch muss für den Anwender zu jederzeit zur Verfügung stehen.
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Beispiel für seitliche Beschriftung der ATEX- und IEC-Ex-zugelassenen Busklemmen 20
Abbildung 2: Bedruckungstext Detail gemäß CENELEC und IEC...... 20
Abbildung 3: Beispiel für seitliche Beschriftung der Ex i und IEC Ex i zugelassenen Busklemmen .... 21
Abbildung 4: Bedruckungstext Detail gemäß CENELEC und IEC....21
Abbildung 5: Beispiel für seitliche Beschriftung der Busklemmen.... 23
Abbildung 6: Bedruckungstext Detail gemäß NEC 23
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Darstellungen der Zahlensysteme ...... 6
Tabelle 2: Schriftkonventionen .... 6
Tabelle 3: Mindestzündenergie repräsentativer Gase .... 13
Tabelle 4: Gerätekategorien .... 14
Tabelle 5: Temperaturklassen .... 14
Tabelle 6: Prozentuale Stoffaufteilung.... 15
Tabelle 7: Zündschutzarten .... 15
Tabelle 8: Zoneneinteilung.... 17
Tabelle 9: Explosionsschutzgruppen.... 17
Tabelle 10: Temperaturklassen .... 18
Tabelle 11: Beschreibung der Bedruckung 20
Tabelle 12: Beschreibung der Bedruckung 22
Tabelle 13: Beschreibung der Bedruckung ...... 23
Tabelle 14: VDE-Errichtungsbestimmungen in Deutschland.... 24
Tabelle 15: Errichtungsbestimmungen in USA und Kanada 24
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